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AnachB 11.2014. Transparenz in der Lieferkette. Das uneingelöste Versprechen?

Page 1

Magazin für Supply Chain Management. Außenwirtschaft. Und IT. November.2014

NACH

Transparenz in der Lieferkette: Das uneingelöste Versprechen?

Exportkontrolle

+

+

Impulse von den AEB-Kundentagen

Die Top-Außenwirtschaftsthemen 2015

Google Glass und Tchibo-Logistik:

Herausforderung im RusslandGeschäft

Prio 1: Embargos

A nach B · AEB Media · www.aeb.de/media · 12 EUR · 14,50 CHF · 9,50 £ · 19,50 $


A nach B

2

November.2014

A nach B

November.2014

Inhalt

3

Liebe Leserinnen und Leser, alle reden von Transparenz: die Europäische Zentralbank,

04

die Energieversorger, die Bundesregierung sowieso, ja sogar die Schufa und der Schützenverein Hückeswagen.

Supply Chain Visibility: Das uneingelöste Versprechen? Was ist heute schon möglich in Sachen Transparenz in der Lieferkette? Wann geht endlich mehr als nur Track & Trace und wie lässt sich das erreichen?

18

Prio 1: Embargos Die Top-Außenwirtschaftsthemen 2015

„Die Forderung nach Transparenz nimmt inzwischen totalitäre Züge an. Das beunruhigt mich sehr“, sagte der Philosoph Byung-Chul Han vor rund zwei Jahren in einem Interview mit dem Süddeutsche Zeitung Maga-

12

zin. Durch den zunehmenden Durchschaubarkeitswahn schwinde das Vertrauen in der Gesellschaft, so Han –

Exportkontrolle: Herausforderung im Russland-Geschäft Was Unternehmen bei ihren Ausfuhren beachten müssen und warum uns die Sanktionen noch eine Weile beschäftigen dürften.

was wiederum immer noch mehr Transparenz und Kontrolle notwendig mache. Dabei ist Vertrauen eine essenzielle Voraussetzung, um Transparenz zu schaffen – zumindest beim Thema Jens Verstaen - Chefredakteur A nach B

20

Google Glass und Tchibo-Logistik: Impulse von den AEB-Kundentagen

26

Technologie-Trends: Autonome Drohnen und Schiffe auf dem Zukunftskongress Logistik

Editorial

„Transparenz nimmt inzwischen totalitäre Züge an“ in Außenwirtschaft und Supply Chain Management ist

Vorbereiten: Die wichtigsten Änderungen zum Jahreswechsel

31

Impressum

Zusammenarbeit entlang der Lieferkette sind Unternehmen bereit, Informationen auszutauschen und so die Transparenz aller Beteiligten zu erhöhen. Dadurch lassen sich beispielsweise Risiken besser kontrollieren und die Lieferqualität steigern. Unsere Titelgeschichte (S. 4) zeigt, wie das in der Praxis gelingen kann. Mehr Transparenz wünscht sich vielleicht auch mancher Außenwirtschaftsexperte im Russland-Ukraine-Konflikt. Vor allem die Sanktionen der EU und der USA stellen deutsche Unternehmen bei der Exportkontrolle vor Herausforderungen. Praktische Hilfestellung

meint der Philosoph Byung-Chul Han. Doch

28

Supply Chain Visibility. Nur durch eine vertrauensvolle

sie ein Hebel für nachhaltig bessere Prozesse.

30 Interessant & kurios:

Neue Zahlen und Fakten aus Außenwirtschaft und Logistik

gibt hier unser Beitrag auf Seite 12. Und Klarheit über die wichtigsten Außenwirtschaftsthemen zum Jahreswechsel und für das Jahr 2015 finden Sie auf den Seiten 18 und 28. Um beim Thema zu bleiben: Auch mit A nach B, dem neuen Magazin für Supply Chain Management, Außenwirtschaft und IT, wollen wir Transparenz und den notwendigen Durchblick bei dem ein oder anderen Thema schaffen. Ich wünsche Ihnen eine erkenntnisreiche Lektüre und viele Anregungen.


A nach B

2

November.2014

A nach B

November.2014

Inhalt

3

Liebe Leserinnen und Leser, alle reden von Transparenz: die Europäische Zentralbank,

04

die Energieversorger, die Bundesregierung sowieso, ja sogar die Schufa und der Schützenverein Hückeswagen.

Supply Chain Visibility: Das uneingelöste Versprechen? Was ist heute schon möglich in Sachen Transparenz in der Lieferkette? Wann geht endlich mehr als nur Track & Trace und wie lässt sich das erreichen?

18

Prio 1: Embargos Die Top-Außenwirtschaftsthemen 2015

„Die Forderung nach Transparenz nimmt inzwischen totalitäre Züge an. Das beunruhigt mich sehr“, sagte der Philosoph Byung-Chul Han vor rund zwei Jahren in einem Interview mit dem Süddeutsche Zeitung Maga-

12

zin. Durch den zunehmenden Durchschaubarkeitswahn schwinde das Vertrauen in der Gesellschaft, so Han –

Exportkontrolle: Herausforderung im Russland-Geschäft Was Unternehmen bei ihren Ausfuhren beachten müssen und warum uns die Sanktionen noch eine Weile beschäftigen dürften.

was wiederum immer noch mehr Transparenz und Kontrolle notwendig mache. Dabei ist Vertrauen eine essenzielle Voraussetzung, um Transparenz zu schaffen – zumindest beim Thema Jens Verstaen - Chefredakteur A nach B

20

Google Glass und Tchibo-Logistik: Impulse von den AEB-Kundentagen

26

Technologie-Trends: Autonome Drohnen und Schiffe auf dem Zukunftskongress Logistik

Editorial

„Transparenz nimmt inzwischen totalitäre Züge an“ in Außenwirtschaft und Supply Chain Management ist

Vorbereiten: Die wichtigsten Änderungen zum Jahreswechsel

31

Impressum

Zusammenarbeit entlang der Lieferkette sind Unternehmen bereit, Informationen auszutauschen und so die Transparenz aller Beteiligten zu erhöhen. Dadurch lassen sich beispielsweise Risiken besser kontrollieren und die Lieferqualität steigern. Unsere Titelgeschichte (S. 4) zeigt, wie das in der Praxis gelingen kann. Mehr Transparenz wünscht sich vielleicht auch mancher Außenwirtschaftsexperte im Russland-Ukraine-Konflikt. Vor allem die Sanktionen der EU und der USA stellen deutsche Unternehmen bei der Exportkontrolle vor Herausforderungen. Praktische Hilfestellung

meint der Philosoph Byung-Chul Han. Doch

28

Supply Chain Visibility. Nur durch eine vertrauensvolle

sie ein Hebel für nachhaltig bessere Prozesse.

30 Interessant & kurios:

Neue Zahlen und Fakten aus Außenwirtschaft und Logistik

gibt hier unser Beitrag auf Seite 12. Und Klarheit über die wichtigsten Außenwirtschaftsthemen zum Jahreswechsel und für das Jahr 2015 finden Sie auf den Seiten 18 und 28. Um beim Thema zu bleiben: Auch mit A nach B, dem neuen Magazin für Supply Chain Management, Außenwirtschaft und IT, wollen wir Transparenz und den notwendigen Durchblick bei dem ein oder anderen Thema schaffen. Ich wünsche Ihnen eine erkenntnisreiche Lektüre und viele Anregungen.


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November.2014

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November.2014

5

Transparenz in der Lieferkette

96 % der Unternehmen finden Visibility in der Transportlogistik wichtig

Das uneingelöste Versprechen? Seit Jahren diskutiert die Logistikfachwelt, wie wichtig Transparenz für ein erfolgreiches Lieferkettenmanagement ist. Was also ist heute schon möglich in Sachen Supply Chain Visibility? Und wie lässt sich ein Mehr an Transparenz erreichen?

Die Ergebnisse zahlreicher Marktstudien aus den letzten

bei der Tetra GmbH. Der Vollsortiment-Anbieter im

Jahren in Supply Chain Management und Logistik ähneln

Bereich Aquaristik trackt Pakete und Stückgüter, um auf

sich in einem Punkt: Transparenz in der Lieferkette ist das

eventuelle Probleme reagieren und rechtzeitig informieren

Thema, dem die Befragten mit schöner Regelmäßigkeit

zu können. „Da wir in vielen Verträgen bei Verspätungen

eine ziemlich hohe Priorität einräumen. Das kommt nicht

Konventionalstrafen vereinbart haben, hilft uns Transpa-

von ungefähr, bringt ein Mehr an Transparenz zahlreiche

renz damit auch direkt, Kosten zu senken“, so Gailus.

Vorteile: So lässt sich etwa die Servicequalität und damit

Die Aberdeen Group hat in einer Studie aus dem Jahr

auch direkt die Kundenzufriedenheit steigern. Gleichzeitig

2013 versucht, die Vorteile in Zahlen darzustellen. Die

reduzieren sich die Folgen von Störungen und damit indi-

Analysten unterteilten die Befragten in Supply Chain

rekt die Kosten für Transporte und Handling.

Visibility Leader (20 % der untersuchten Unternehmen,

„Transparenz ist für uns ein sehr wichtiges Thema. Wir

die bereits eine hohe Transparenz in der Lieferkette

Aber nur

geben unseren Kunden das Versprechen, innerhalb von

haben) und Follower (die restlichen 80 % der Unter-

53 %

24 Stunden nach Auftragseingang zu liefern. Kommt es

nehmen) und verglichen diese anhand unterschiedlicher

zu Verspätungen, wird es schwierig, dieses Versprechen

Kosten- und Qualitätskennzahlen. Die umseitige Abbil-

der Unternehmen schätzen ihre Transparenz hier als gut ein.

einzuhalten“, sagt Stefan Gailus, Manager Warehousing

dung fasst einige Ergebnisse zusammen.


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November.2014

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November.2014

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Transparenz in der Lieferkette

96 % der Unternehmen finden Visibility in der Transportlogistik wichtig

Das uneingelöste Versprechen? Seit Jahren diskutiert die Logistikfachwelt, wie wichtig Transparenz für ein erfolgreiches Lieferkettenmanagement ist. Was also ist heute schon möglich in Sachen Supply Chain Visibility? Und wie lässt sich ein Mehr an Transparenz erreichen?

Die Ergebnisse zahlreicher Marktstudien aus den letzten

bei der Tetra GmbH. Der Vollsortiment-Anbieter im

Jahren in Supply Chain Management und Logistik ähneln

Bereich Aquaristik trackt Pakete und Stückgüter, um auf

sich in einem Punkt: Transparenz in der Lieferkette ist das

eventuelle Probleme reagieren und rechtzeitig informieren

Thema, dem die Befragten mit schöner Regelmäßigkeit

zu können. „Da wir in vielen Verträgen bei Verspätungen

eine ziemlich hohe Priorität einräumen. Das kommt nicht

Konventionalstrafen vereinbart haben, hilft uns Transpa-

von ungefähr, bringt ein Mehr an Transparenz zahlreiche

renz damit auch direkt, Kosten zu senken“, so Gailus.

Vorteile: So lässt sich etwa die Servicequalität und damit

Die Aberdeen Group hat in einer Studie aus dem Jahr

auch direkt die Kundenzufriedenheit steigern. Gleichzeitig

2013 versucht, die Vorteile in Zahlen darzustellen. Die

reduzieren sich die Folgen von Störungen und damit indi-

Analysten unterteilten die Befragten in Supply Chain

rekt die Kosten für Transporte und Handling.

Visibility Leader (20 % der untersuchten Unternehmen,

„Transparenz ist für uns ein sehr wichtiges Thema. Wir

die bereits eine hohe Transparenz in der Lieferkette

Aber nur

geben unseren Kunden das Versprechen, innerhalb von

haben) und Follower (die restlichen 80 % der Unter-

53 %

24 Stunden nach Auftragseingang zu liefern. Kommt es

nehmen) und verglichen diese anhand unterschiedlicher

zu Verspätungen, wird es schwierig, dieses Versprechen

Kosten- und Qualitätskennzahlen. Die umseitige Abbil-

der Unternehmen schätzen ihre Transparenz hier als gut ein.

einzuhalten“, sagt Stefan Gailus, Manager Warehousing

dung fasst einige Ergebnisse zusammen.


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A nach B

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Ganz konkret: Welchen Vorteil bringt höhere Transparenz?

noch primär auf die unternehmensinternen Prozesse

(Quelle: Supply Chain Insights)

ausgelegt sind. Eine direkte Verarbeitung von externen Informationen ist entweder noch gar nicht vorgesehen oder technisch sehr aufwendig. Das Ergebnis sind Medienbrüche und ein Informationsfluss, der über die beteiligten Partner hinweg nur unzureichend durchgängig ist.

Visibility Leader vs. Follower bei ausgewählten SCM-Kennzahlen

Leader Follower

Eine ebenfalls hohe Hürde auf dem Weg zu mehr Transparenz: Die Supply-Chain-Beteiligten müssen ihre Informationen weitergeben. Das fängt beim chinesischen Zulieferer an, der rechtzeitig Bescheid geben muss, wenn ein Container das Schiff verpasst. Das gilt für den Gabelstaplerfahrer, dem ein Packstück herunterfällt. Und auch für den Lkw-Fahrer, der informieren muss, wenn er im Stau steht. „Die Schwierigkeit bei diesem Thema ist, dass sich Lieferanten und Kunden häufig nicht darüber einigen können

Bestellungen pünktlich und vollständig an Kunden geliefert

Bestellungen von Zulieferern pünktlich und vollständig erhalten

Anteil der Unternehmen, die die Total Landed Costs pro Einheit im vergangenen Jahr reduzierten

96 % 89 %

94 % 87 %

26 % 18 %

Anteil der Unternehmen, die Out-of-Stock-Situationen im vergangenen Jahr reduzierten

31 % 18 %

oder ihre Daten nicht einfach weiterreichen wollen – wegen unterschiedlicher ERP-Systeme und eventuell aus Angst, die Daten werden nicht sensibel behandelt“, sagt Christian Averbeck, Logistikleiter bei der Athmer OHG, einem Spezialisten für Türdichtungen. Das Unterneh-

7

Funktionalitäten und Komponenten einer Visibility-Software

Informationsplattform Mit ihrer Hilfe werden die in der Software zusammenlaufenden Informationen den Beteiligten an einer zentralen Stelle zur Verfügung gestellt.

Supply Chain Planung Zur optimalen Planung müssen alle Teilprozesse, inklusive Meilensteine, in der Software abgebildet werden.

Monitoring Meilensteine plus Transportlaufzeiten definieren die Eventkette und bilden die Basis für eine proaktive Überwachung.

Alerting Für die Benachrichtigung und Leistungskontrolle bedarf es eines Systems, das etwa bei Nichteinhaltung von Meilensteinen Alarm schlägt.

men praktiziert eine partnerschaftliche Zusammenarbeit

Reporting

Trotz dieser Vorteile in Sachen Transparenz: In der Praxis

sind mehrdimensional“, erklärt Prof. Dr. Michael Henke

mit seinen Geschäftspartnern und ist bestrebt, recht-

gibt es eine erhebliche Diskrepanz zwischen der Bedeu-

vom Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik

zeitig zum Beispiel Bestelldaten oder Meldebestände zu

tung, die die Unternehmen dem Thema einräumen, und

im Interview (siehe S. 10). „Denn die Informationen,

erhalten, um die Nachschubsteuerung etwa im Lieferan-

der tatsächlichen Realisierung von Visibility-Projek-

um die Transparenz in der Lieferkette zu erhöhen, sind

ten-Kanban oder bei der Auftragsfertigung abzubilden.

Diese Funktion sammelt, konsolidiert und wertet aus allen integrierten Systemen Daten aus. Dies ermöglicht Prozessoptimierungen und eine nachträgliche Fehleranalyse.

ten. Laut einer Befragung des Beratungsunternehmens

in einer Vielzahl vorhanden. Die Herausforderung ist:

„Hier Bedarf es noch viel Aufklärungsarbeit und techni-

Supply Chain Insights vom März 2014 ist beispielswei-

Inwieweit sind diese auch austauschbar, standardisier-

sche Unterstützung und der Blick über den Tellerrand zu

se für 96 % der Befragten Supply Chain Visibility im

bar und interpretierbar?“

den positiven Beispielen unter anderem in der Automoti-

und Mehrwert aufzuzeigen und Vertrauen zu schaffen.

Transportbereich wichtig, doch nur 53 % schätzen ihre

Einerseits unterscheiden sich der Informationsbedarf

ve-Industrie“, so Averbeck.

Auf der technologischen Seite sind die Systeme für eine

Performance hier als gut ein. Nach wie vor kompensie-

und die Interpretation einzelner Dateninhalte je nach

durchgängige Transparenz heute bereits vorhanden. Mitt-

ren viele Unternehmen fehlende Transparenz etwa durch

Supply-Chain-Partner erheblich. So hat beispielsweise

lerweile bieten viele IT-Unternehmen ausgereifte Visi-

hohe Sicherheitsbestände, Wechsel des Verkehrsträgers,

der abwickelnde Seefrachtspediteur einen ganz anderen

Sonderfahrten und Überstunden – mit beachtlichen

Blick auf eine konkrete Lieferung als der empfangende

Mehrkosten.

Transportdienstleister im zentralen Hub, der ein zeit- und

Die Bereitschaft der Partner und Mitarbeiter ist also ein

aufgebaut ist. Deren Aufgabe ist es, alle Ressourcen,

ressourcenoptimiertes Cross-Docking vorzubereiten hat.

entscheidender Faktor. Alle an der Lieferkette Beteilig-

Kapazitäten, Bestände und Prozesse in der Supply Chain

Andererseits: So unterschiedlich wie der Informations-

ten müssen in die Supply-Chain-Visibility-Bemühungen

abzubilden und den schnellen Informationsaustausch

bedarf sind auch die Datenstandards, der Datenumfang

eingebunden werden, um eine durchgängige Transpa-

zwischen den Partnern zu erleichtern.

und die angewandte Semantik der IT-Systeme, die sich

renz zu erreichen. Langfristig kann hier nur ein kollabo-

Dies erfordert nicht zuletzt die Datenübernahme aus den

Doch woran liegt es, dass die Unternehmen bei dem

bei den verschiedenen Parteien im Einsatz befinden.

rativer Ansatz erfolgreich sein – Druck oder Sanktionen

unterschiedlichsten Quellen und Formaten sowie die

Thema nicht gut aufgestellt sind? „Die Gründe hierfür

Erschwerend kommt hinzu, dass diese IT-Tools heute

greifen zu kurz. Wichtig ist, allen Beteiligten den Nutzen

durchgängige Verknüpfung über mehrere Stufen für alle

Hürden: Mensch und Standards

Erfolgsrezepte: Vertrauen und IT

bility-Software mit vielseitigen Funktionalitäten (siehe Abbildung oben) an, die in der Regel als Plattformlösung


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Ganz konkret: Welchen Vorteil bringt höhere Transparenz?

noch primär auf die unternehmensinternen Prozesse

(Quelle: Supply Chain Insights)

ausgelegt sind. Eine direkte Verarbeitung von externen Informationen ist entweder noch gar nicht vorgesehen oder technisch sehr aufwendig. Das Ergebnis sind Medienbrüche und ein Informationsfluss, der über die beteiligten Partner hinweg nur unzureichend durchgängig ist.

Visibility Leader vs. Follower bei ausgewählten SCM-Kennzahlen

Leader Follower

Eine ebenfalls hohe Hürde auf dem Weg zu mehr Transparenz: Die Supply-Chain-Beteiligten müssen ihre Informationen weitergeben. Das fängt beim chinesischen Zulieferer an, der rechtzeitig Bescheid geben muss, wenn ein Container das Schiff verpasst. Das gilt für den Gabelstaplerfahrer, dem ein Packstück herunterfällt. Und auch für den Lkw-Fahrer, der informieren muss, wenn er im Stau steht. „Die Schwierigkeit bei diesem Thema ist, dass sich Lieferanten und Kunden häufig nicht darüber einigen können

Bestellungen pünktlich und vollständig an Kunden geliefert

Bestellungen von Zulieferern pünktlich und vollständig erhalten

Anteil der Unternehmen, die die Total Landed Costs pro Einheit im vergangenen Jahr reduzierten

96 % 89 %

94 % 87 %

26 % 18 %

Anteil der Unternehmen, die Out-of-Stock-Situationen im vergangenen Jahr reduzierten

31 % 18 %

oder ihre Daten nicht einfach weiterreichen wollen – wegen unterschiedlicher ERP-Systeme und eventuell aus Angst, die Daten werden nicht sensibel behandelt“, sagt Christian Averbeck, Logistikleiter bei der Athmer OHG, einem Spezialisten für Türdichtungen. Das Unterneh-

7

Funktionalitäten und Komponenten einer Visibility-Software

Informationsplattform Mit ihrer Hilfe werden die in der Software zusammenlaufenden Informationen den Beteiligten an einer zentralen Stelle zur Verfügung gestellt.

Supply Chain Planung Zur optimalen Planung müssen alle Teilprozesse, inklusive Meilensteine, in der Software abgebildet werden.

Monitoring Meilensteine plus Transportlaufzeiten definieren die Eventkette und bilden die Basis für eine proaktive Überwachung.

Alerting Für die Benachrichtigung und Leistungskontrolle bedarf es eines Systems, das etwa bei Nichteinhaltung von Meilensteinen Alarm schlägt.

men praktiziert eine partnerschaftliche Zusammenarbeit

Reporting

Trotz dieser Vorteile in Sachen Transparenz: In der Praxis

sind mehrdimensional“, erklärt Prof. Dr. Michael Henke

mit seinen Geschäftspartnern und ist bestrebt, recht-

gibt es eine erhebliche Diskrepanz zwischen der Bedeu-

vom Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik

zeitig zum Beispiel Bestelldaten oder Meldebestände zu

tung, die die Unternehmen dem Thema einräumen, und

im Interview (siehe S. 10). „Denn die Informationen,

erhalten, um die Nachschubsteuerung etwa im Lieferan-

der tatsächlichen Realisierung von Visibility-Projek-

um die Transparenz in der Lieferkette zu erhöhen, sind

ten-Kanban oder bei der Auftragsfertigung abzubilden.

Diese Funktion sammelt, konsolidiert und wertet aus allen integrierten Systemen Daten aus. Dies ermöglicht Prozessoptimierungen und eine nachträgliche Fehleranalyse.

ten. Laut einer Befragung des Beratungsunternehmens

in einer Vielzahl vorhanden. Die Herausforderung ist:

„Hier Bedarf es noch viel Aufklärungsarbeit und techni-

Supply Chain Insights vom März 2014 ist beispielswei-

Inwieweit sind diese auch austauschbar, standardisier-

sche Unterstützung und der Blick über den Tellerrand zu

se für 96 % der Befragten Supply Chain Visibility im

bar und interpretierbar?“

den positiven Beispielen unter anderem in der Automoti-

und Mehrwert aufzuzeigen und Vertrauen zu schaffen.

Transportbereich wichtig, doch nur 53 % schätzen ihre

Einerseits unterscheiden sich der Informationsbedarf

ve-Industrie“, so Averbeck.

Auf der technologischen Seite sind die Systeme für eine

Performance hier als gut ein. Nach wie vor kompensie-

und die Interpretation einzelner Dateninhalte je nach

durchgängige Transparenz heute bereits vorhanden. Mitt-

ren viele Unternehmen fehlende Transparenz etwa durch

Supply-Chain-Partner erheblich. So hat beispielsweise

lerweile bieten viele IT-Unternehmen ausgereifte Visi-

hohe Sicherheitsbestände, Wechsel des Verkehrsträgers,

der abwickelnde Seefrachtspediteur einen ganz anderen

Sonderfahrten und Überstunden – mit beachtlichen

Blick auf eine konkrete Lieferung als der empfangende

Mehrkosten.

Transportdienstleister im zentralen Hub, der ein zeit- und

Die Bereitschaft der Partner und Mitarbeiter ist also ein

aufgebaut ist. Deren Aufgabe ist es, alle Ressourcen,

ressourcenoptimiertes Cross-Docking vorzubereiten hat.

entscheidender Faktor. Alle an der Lieferkette Beteilig-

Kapazitäten, Bestände und Prozesse in der Supply Chain

Andererseits: So unterschiedlich wie der Informations-

ten müssen in die Supply-Chain-Visibility-Bemühungen

abzubilden und den schnellen Informationsaustausch

bedarf sind auch die Datenstandards, der Datenumfang

eingebunden werden, um eine durchgängige Transpa-

zwischen den Partnern zu erleichtern.

und die angewandte Semantik der IT-Systeme, die sich

renz zu erreichen. Langfristig kann hier nur ein kollabo-

Dies erfordert nicht zuletzt die Datenübernahme aus den

Doch woran liegt es, dass die Unternehmen bei dem

bei den verschiedenen Parteien im Einsatz befinden.

rativer Ansatz erfolgreich sein – Druck oder Sanktionen

unterschiedlichsten Quellen und Formaten sowie die

Thema nicht gut aufgestellt sind? „Die Gründe hierfür

Erschwerend kommt hinzu, dass diese IT-Tools heute

greifen zu kurz. Wichtig ist, allen Beteiligten den Nutzen

durchgängige Verknüpfung über mehrere Stufen für alle

Hürden: Mensch und Standards

Erfolgsrezepte: Vertrauen und IT

bility-Software mit vielseitigen Funktionalitäten (siehe Abbildung oben) an, die in der Regel als Plattformlösung


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November.2014

Für welche Geschäftsprozesse benötigen Sie mehr Transparenz? Inbound

relevanten Geschäftsvorfälle. Letztere umfassen Daten-

lich spielen allgemeine Projektmanagement-Erfolgsfak-

objekte wie Bestandsdaten, Auftrags- und Bestelldaten,

toren eine wichtige Rolle: zum Beispiel die Unterstützung

Plandaten aus Absatz und Produktion und aus dem physi-

durch das Top-Management, eine gute Organisations-

schen Materialfluss etwa durch Ladungsträger, Sendun-

struktur und eine klare Ziel- und Auftragsformulierung.

gen sowie Beförderungsmittel. Eine Herausforderung

Hilfreich ist es dazu, sich über den grundsätzlichen Infor-

hierbei: Es müssen Datenstandards geschaffen werden,

mationsbedarf im Klaren zu sein.

die den Informationsaustausch effizient ermöglichen.

Visibility-Projekte berühren zahlreiche Bereiche inner-

Für den Informationsaustausch ebenfalls wichtig: Die

halb eines Unternehmens – und natürlich auch externe

Definition von Events, die jeden Prozessfortschritt oder

Partner. Sie müssen folglich mit vielen Beteiligten abge-

jede Zustandsänderung dokumentieren. Ausgeklügelte

stimmt werden. Eine gute Planung erspart im Projektver-

Alerting-Systeme sind dabei für Meldungen und weitere

lauf unliebsame Überraschungen. Es muss also bereits in

Aktionen verantwortlich, wenn Abweichungen über einen

der Planungsphase ab und zu die „eigene Brille“ abgesetzt

definierten Toleranzrahmen hinaus auftreten.

und die Frage gestellt werden: Welche Auswirkungen hat die Einführung der neuen Lösung auf andere Bereiche

Voraussetzung: Klarheit über die entsprechenden Abläufe. Wo gibt es Ausnahmeprozesse? Tipp: Visualisieren Sie Ihre Prozesse mittels UML oder EPK-Diagramm.

alles auf einmal wollen, erreichen meist nichts. Daher gilt auch beim Thema Lieferkettentransparenz: Groß

entlang der Inbound- und Outbound-Supply Chain“, so

denken — und dann mit kleinen Schritten starten. Ganz

Bob Heaney. Laut eines Reports des Aberdeen-Analysten

konkret beispielsweise, indem man sich mit den essenzi-

klaffen die größten Lücken entlang der Inbound-Liefer-

ellen Fragen auf S. 9 auseinandersetzt. Diese sollte sich

kette. So überwachen deutlich weniger als die Hälfte der

jedes Unternehmen zu Beginn eines Supply-Chain-Visi-

befragten Unternehmen auch die Vorgänge ihrer Liefe-

bility-Projekts stellen.

Verzollung

Versandeinheiten

Aufträge und Auftragspositionen

Beachten Sie dabei: Gibt es dafür überhaupt Daten? Wer kann diese liefern und wie aufwendig ist das?

Über welche Objekte benötigen Sie an den Meilensteinen Informationen?

Fullfillment Umschlag

Ebenfalls wichtig: Wie groß ist das Mengengerüst der entsprechenden Objekte?

Und eine Weisheit, die ebenfalls zutrifft: Projekte, die ein. Aber noch immer gibt es „Visibility-Blind-Spots

An welchen Meilensteinen im Prozess benötigen Sie Transparenz?

Outbound

der Lieferkette?

Einige Unternehmen setzen bereits Visibility-Software

Warenausgang

Interne Prozesse

des Unternehmens und auf die weiteren Beteiligten in

Mehr Transparenz! Aber wie starten?

Fünf Fragen, die sich Unternehmen vor Visibility-Projekten stellen sollten

Lieferungen und Lieferungspositionen

Vertrieb Transporte oder Transportmittel

Service APP

ranten. Heaney ermittelt auf der Seite der Lieferanten drei Schwachstellen bei folgenden Meilensteinen: ▪ bei Ankunft des Rohmaterials, ▪ bei Events im Produktionsprozess und ▪ bei projektierten Produktionsplänen. Besser sieht es dagegen auf der Outbound-Seite der Lieferkette aus. Den Zustellnachweis an den Kunden überwachen laut der Umfrage beispielsweise rund 90 % der Unternehmen, davon etwa die Hälfte automatisiert mittels Visibility-Software. Ähnlich gut kontrollieren die Befragten auch die Warenabholung durch die Transportdienstleister sowie Events im eigenen Lager. Wie also sollten Unternehmen auf ihrem Weg zu mehr Transparenz in der Lieferkette starten? Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist – wie bei nahezu jedem komplexeren Vorhaben – ein gutes Projektmanagement. Und natür-

Zum Nach- und Weiterlesen: Studie der Aberdeen Group: Supply Chain Visibility – a critical strategy to optimize cost and service www.gs1.org/docs/visibility/Supply_Chain_Visibility_Aberdeen_Report.pdf White Paper „Supply Chain Visibility“ der AEB GmbH unter www.aeb.de/white-paper-visibility Studie Supply Chain Visibility in Business Networks www.supplychaininsights.com/supply-chain-visibility-in-business-networks

Kunde: Lieferschein

Wer sind die Empfänger dieser Informationen und wie erhalten diese die Infos?

SMS

Sollen für die Partner in der Supply Chain auch Dokumente bereit gestellt werden?

Lieferant WebCockpit

Dies kann beispielsweise durch einen „papierlosen Versand“ durch Bereitstellen auf einer Online-Plattform erfolgen, um Zeit und Kosten zu sparen.

Zollbroker: Pro-Forma-Rechnung

Kunde

E-Mail

Spediteur: Auftragserteilung


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Für welche Geschäftsprozesse benötigen Sie mehr Transparenz? Inbound

relevanten Geschäftsvorfälle. Letztere umfassen Daten-

lich spielen allgemeine Projektmanagement-Erfolgsfak-

objekte wie Bestandsdaten, Auftrags- und Bestelldaten,

toren eine wichtige Rolle: zum Beispiel die Unterstützung

Plandaten aus Absatz und Produktion und aus dem physi-

durch das Top-Management, eine gute Organisations-

schen Materialfluss etwa durch Ladungsträger, Sendun-

struktur und eine klare Ziel- und Auftragsformulierung.

gen sowie Beförderungsmittel. Eine Herausforderung

Hilfreich ist es dazu, sich über den grundsätzlichen Infor-

hierbei: Es müssen Datenstandards geschaffen werden,

mationsbedarf im Klaren zu sein.

die den Informationsaustausch effizient ermöglichen.

Visibility-Projekte berühren zahlreiche Bereiche inner-

Für den Informationsaustausch ebenfalls wichtig: Die

halb eines Unternehmens – und natürlich auch externe

Definition von Events, die jeden Prozessfortschritt oder

Partner. Sie müssen folglich mit vielen Beteiligten abge-

jede Zustandsänderung dokumentieren. Ausgeklügelte

stimmt werden. Eine gute Planung erspart im Projektver-

Alerting-Systeme sind dabei für Meldungen und weitere

lauf unliebsame Überraschungen. Es muss also bereits in

Aktionen verantwortlich, wenn Abweichungen über einen

der Planungsphase ab und zu die „eigene Brille“ abgesetzt

definierten Toleranzrahmen hinaus auftreten.

und die Frage gestellt werden: Welche Auswirkungen hat die Einführung der neuen Lösung auf andere Bereiche

Voraussetzung: Klarheit über die entsprechenden Abläufe. Wo gibt es Ausnahmeprozesse? Tipp: Visualisieren Sie Ihre Prozesse mittels UML oder EPK-Diagramm.

alles auf einmal wollen, erreichen meist nichts. Daher gilt auch beim Thema Lieferkettentransparenz: Groß

entlang der Inbound- und Outbound-Supply Chain“, so

denken — und dann mit kleinen Schritten starten. Ganz

Bob Heaney. Laut eines Reports des Aberdeen-Analysten

konkret beispielsweise, indem man sich mit den essenzi-

klaffen die größten Lücken entlang der Inbound-Liefer-

ellen Fragen auf S. 9 auseinandersetzt. Diese sollte sich

kette. So überwachen deutlich weniger als die Hälfte der

jedes Unternehmen zu Beginn eines Supply-Chain-Visi-

befragten Unternehmen auch die Vorgänge ihrer Liefe-

bility-Projekts stellen.

Verzollung

Versandeinheiten

Aufträge und Auftragspositionen

Beachten Sie dabei: Gibt es dafür überhaupt Daten? Wer kann diese liefern und wie aufwendig ist das?

Über welche Objekte benötigen Sie an den Meilensteinen Informationen?

Fullfillment Umschlag

Ebenfalls wichtig: Wie groß ist das Mengengerüst der entsprechenden Objekte?

Und eine Weisheit, die ebenfalls zutrifft: Projekte, die ein. Aber noch immer gibt es „Visibility-Blind-Spots

An welchen Meilensteinen im Prozess benötigen Sie Transparenz?

Outbound

der Lieferkette?

Einige Unternehmen setzen bereits Visibility-Software

Warenausgang

Interne Prozesse

des Unternehmens und auf die weiteren Beteiligten in

Mehr Transparenz! Aber wie starten?

Fünf Fragen, die sich Unternehmen vor Visibility-Projekten stellen sollten

Lieferungen und Lieferungspositionen

Vertrieb Transporte oder Transportmittel

Service APP

ranten. Heaney ermittelt auf der Seite der Lieferanten drei Schwachstellen bei folgenden Meilensteinen: ▪ bei Ankunft des Rohmaterials, ▪ bei Events im Produktionsprozess und ▪ bei projektierten Produktionsplänen. Besser sieht es dagegen auf der Outbound-Seite der Lieferkette aus. Den Zustellnachweis an den Kunden überwachen laut der Umfrage beispielsweise rund 90 % der Unternehmen, davon etwa die Hälfte automatisiert mittels Visibility-Software. Ähnlich gut kontrollieren die Befragten auch die Warenabholung durch die Transportdienstleister sowie Events im eigenen Lager. Wie also sollten Unternehmen auf ihrem Weg zu mehr Transparenz in der Lieferkette starten? Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist – wie bei nahezu jedem komplexeren Vorhaben – ein gutes Projektmanagement. Und natür-

Zum Nach- und Weiterlesen: Studie der Aberdeen Group: Supply Chain Visibility – a critical strategy to optimize cost and service www.gs1.org/docs/visibility/Supply_Chain_Visibility_Aberdeen_Report.pdf White Paper „Supply Chain Visibility“ der AEB GmbH unter www.aeb.de/white-paper-visibility Studie Supply Chain Visibility in Business Networks www.supplychaininsights.com/supply-chain-visibility-in-business-networks

Kunde: Lieferschein

Wer sind die Empfänger dieser Informationen und wie erhalten diese die Infos?

SMS

Sollen für die Partner in der Supply Chain auch Dokumente bereit gestellt werden?

Lieferant WebCockpit

Dies kann beispielsweise durch einen „papierlosen Versand“ durch Bereitstellen auf einer Online-Plattform erfolgen, um Zeit und Kosten zu sparen.

Zollbroker: Pro-Forma-Rechnung

Kunde

E-Mail

Spediteur: Auftragserteilung


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Dipl.-Ing. Marco Motta ist Abteilungsleiter Supply Chain Engineering beim Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) in Dortmund.

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Prof. Dr. Michael Henke ist Institutsleiter, Bereich Unternehmenslogistik beim Fraunhofer IML sowie Leiter des Lehrstuhls für Unternehmenslogistik an der Technischen Universität Dortmund.

„Eine Erfolgsformel für Supply Chain Visibility: Vertrauen, Technologie und Standards“

A nach B

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Glaubt man den Studien renommierter Marktforschungs-

ist ein kollaborativer Ansatz und gegenseitiges Vertrauen

unternehmen, sind die Unternehmen allerdings bei dem

so wichtig, damit Informationen dennoch weitergegeben

Thema nicht besonders gut aufgestellt. Woran liegt das?

werden.

Michael Henke: Die Gründe hierfür sind mehrdimen-

Marco Motta: Wichtig ist auch, dass Branchenlösungen

sional. Denn die Informationen, um die Transparenz in

und -standards entwickelt werden. Noch einmal Beispiel

der Lieferkette zu erhöhen, sind in einer Vielzahl vorhan-

Automobilbranche: Hier müssen die Disponenten der

den. Die Herausforderung ist: Inwieweit sind diese auch

Lieferanten die Anforderungen mehrerer Kunden bedie-

austauschbar, standardisierbar und interpretierbar?

nen. Die Gefahr: Wenn das Thema Visibility technologisch

Marco Motta: Ein Aspekt ist sicher auch das Thema

weitergetrieben wird, ohne dass ein Standard definiert

Zusammenarbeit unter den Partnern in den Lieferket-

und akzeptiert ist, können unterschiedliche Lösungen in

ten – Stichwort Collaboration. Für richtige Supply Chain

der Branche entstehen, die parallel im Einsatz sind. Das

Visibility muss es bei den Unternehmen eine Bereitschaft

Ergebnis: Der Aufwand im Supply-Chain-Netzwerk, also

geben, Informationen über Abteilungs- und Unterneh-

bei den tier-2-, tier-3- oder tier-n-Lieferanten, nimmt zu.

mensgrenzen hinweg auszutauschen. Hier ist es wichtig,

Denn diese müssen mehrere Kunden, zahlreiche unter-

allen Beteiligten den Nutzen und Mehrwert davon aufzu-

schiedliche Datenformate und Informationsinterpretati-

zeigen und Vertrauen zu schaffen.

onen bedienen.

Plakativ auf den Punkt gebracht: Was sind aus Ihrer Sicht

Was glauben Sie: Welche Fortschritte werden die Unter-

die drei wichtigsten Erfolgsfaktoren auf dem Weg zu mehr

nehmen in Sachen Supply Chain Visibility in den nächs-

Transparenz in der Lieferkette?

ten fünf Jahren machen?

Michael

Henke:

ausgedrückt

Michael Henke: Ich denke, die Chancen stehen gut,

wäre eine Erfolgsformel für Supply Chain Visibility:

dass wir beim Thema Supply Chain Visibility deutlich

Vertrauen, Technologie und Standards. Also einerseits

vorankommen werden. Die notwendigen Informatio-

Im Interview erläutern Prof. Dr. Michael Henke und Marco Motta die wichtigsten

die Bereitschaft, andererseits auch die Fähigkeit zur

nen sind in der Supply Chain vorhanden und es gibt die

Erfolgsfaktoren auf dem Weg zu mehr Transparenz in der Lieferkette – und welche Gefahren

Supply Chain Visibility und die Technologie zur intuiti-

entsprechenden Technologien, um diese zu nutzen.

bei dem Thema bestehen.

ven Aufbereitung der Informationen.

Was wir allerdings brauchen, ist eine Einstellungsverän-

Ganz

allgemein

derung bei den Unternehmen hin zu mehr Collaboration. Sehen Sie auch Gefahren und Risiken für Unternehmen

Wir benötigen die logistischen Assistenzsysteme, die dazu

beim Thema Supply Chain Visibility?

beitragen, die Supply Chain Visibility zu erhöhen. Daran

A nach B : Herr Prof. Henke, das Thema Supply Chain

Oft wissen Unternehmen ab einem gewissen tier-Level

Michael Henke: Die Basis für Supply Chain Visibi-

arbeiten wir beispielsweise hier am Fraunhofer IML.

Visibility ist ein Dauerbrenner auf der Agenda der Logis-

gar nicht mehr, mit wem sie hier indirekt in der Supply

lity ist der Informationsaustausch zwischen den an der

Und wir müssen bei der Standardisierung vorankom-

tikverantwortlichen. Warum ist Transparenz in der

Chain zusammenarbeiten.

Wertschöpfungskette beteiligten Partnern. Eine Gefahr

men. Wenn wir in diesen drei Dimensionen – Vertrauen,

Lieferkette so wichtig?

Marco Motta: Risikomanagement ist ein hoch aktu-

die hier besteht ist, dass Informationen anders genutzt

Technologie und Standards – intensiv weiterarbeiten,

Michael Henke: Die Unternehmen benötigen Supply

elles Beispiel. So haben die Naturkatastrophen in Asien

werden als zum eigentlichen Zweck der Supply Chain.

werden wir in Sachen Supply Chain Visibility deutliche

Chain Visibility, um die immer komplexeren Wertschöp-

beispielsweise manche Hersteller in der Automobilin-

Ein Beispiel: Ein Lieferant in der Automobilbranche, der

Fortschritte machen. Allerdings: Wenn wir das nicht

fungsnetzwerke managen zu können. Beispiel Risikoma-

dustrie mehr oder weniger unvorbereitet getroffen, da

mehrere OEMs beliefert, stellt seine Kapazitätsinforma-

tun, dann werden wir die zunehmende Komplexität in

nagement. Es reicht nicht aus, ein Risikomanagement-

Lieferanten für Elektronikkomponenten auf der n-tier-

tionen in eine für die Partner zugängliche Online-Platt-

den Wertschöpfungsketten bald nicht mehr beherrschen

system in einer 1:1-Beziehung in der Supply Chain zu

Ebene kurzfristig ausgefallen sind. Durch die fehlende

form ein. Fällt nun ein Auftrag eines Herstellers weg und

können. Das heißt, wir haben eigentlich keine andere

implementieren, etwa zwischen Hersteller und Lieferant.

Transparenz über die Lieferkette bis hin zur n-tier-Ebene

der Lieferant hat hohe freie Kapazitäten, könnten diese

Wahl, als bei diesem Thema weiter voranzukommen.

Vielmehr müssen auch die Lieferanten des Lieferanten

konnte hier kein proaktives Risikomanagement initiiert

Informationen durch einen anderen Kunden genutzt

und wiederum deren Lieferanten miteinbezogen werden.

werden.

werden, um bessere Konditionen auszuhandeln. Daher

Das Interview führte Jens Verstaen.


A nach B

10

Dipl.-Ing. Marco Motta ist Abteilungsleiter Supply Chain Engineering beim Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) in Dortmund.

November.2014

Prof. Dr. Michael Henke ist Institutsleiter, Bereich Unternehmenslogistik beim Fraunhofer IML sowie Leiter des Lehrstuhls für Unternehmenslogistik an der Technischen Universität Dortmund.

„Eine Erfolgsformel für Supply Chain Visibility: Vertrauen, Technologie und Standards“

A nach B

November.2014

11

Glaubt man den Studien renommierter Marktforschungs-

ist ein kollaborativer Ansatz und gegenseitiges Vertrauen

unternehmen, sind die Unternehmen allerdings bei dem

so wichtig, damit Informationen dennoch weitergegeben

Thema nicht besonders gut aufgestellt. Woran liegt das?

werden.

Michael Henke: Die Gründe hierfür sind mehrdimen-

Marco Motta: Wichtig ist auch, dass Branchenlösungen

sional. Denn die Informationen, um die Transparenz in

und -standards entwickelt werden. Noch einmal Beispiel

der Lieferkette zu erhöhen, sind in einer Vielzahl vorhan-

Automobilbranche: Hier müssen die Disponenten der

den. Die Herausforderung ist: Inwieweit sind diese auch

Lieferanten die Anforderungen mehrerer Kunden bedie-

austauschbar, standardisierbar und interpretierbar?

nen. Die Gefahr: Wenn das Thema Visibility technologisch

Marco Motta: Ein Aspekt ist sicher auch das Thema

weitergetrieben wird, ohne dass ein Standard definiert

Zusammenarbeit unter den Partnern in den Lieferket-

und akzeptiert ist, können unterschiedliche Lösungen in

ten – Stichwort Collaboration. Für richtige Supply Chain

der Branche entstehen, die parallel im Einsatz sind. Das

Visibility muss es bei den Unternehmen eine Bereitschaft

Ergebnis: Der Aufwand im Supply-Chain-Netzwerk, also

geben, Informationen über Abteilungs- und Unterneh-

bei den tier-2-, tier-3- oder tier-n-Lieferanten, nimmt zu.

mensgrenzen hinweg auszutauschen. Hier ist es wichtig,

Denn diese müssen mehrere Kunden, zahlreiche unter-

allen Beteiligten den Nutzen und Mehrwert davon aufzu-

schiedliche Datenformate und Informationsinterpretati-

zeigen und Vertrauen zu schaffen.

onen bedienen.

Plakativ auf den Punkt gebracht: Was sind aus Ihrer Sicht

Was glauben Sie: Welche Fortschritte werden die Unter-

die drei wichtigsten Erfolgsfaktoren auf dem Weg zu mehr

nehmen in Sachen Supply Chain Visibility in den nächs-

Transparenz in der Lieferkette?

ten fünf Jahren machen?

Michael

Henke:

ausgedrückt

Michael Henke: Ich denke, die Chancen stehen gut,

wäre eine Erfolgsformel für Supply Chain Visibility:

dass wir beim Thema Supply Chain Visibility deutlich

Vertrauen, Technologie und Standards. Also einerseits

vorankommen werden. Die notwendigen Informatio-

Im Interview erläutern Prof. Dr. Michael Henke und Marco Motta die wichtigsten

die Bereitschaft, andererseits auch die Fähigkeit zur

nen sind in der Supply Chain vorhanden und es gibt die

Erfolgsfaktoren auf dem Weg zu mehr Transparenz in der Lieferkette – und welche Gefahren

Supply Chain Visibility und die Technologie zur intuiti-

entsprechenden Technologien, um diese zu nutzen.

bei dem Thema bestehen.

ven Aufbereitung der Informationen.

Was wir allerdings brauchen, ist eine Einstellungsverän-

Ganz

allgemein

derung bei den Unternehmen hin zu mehr Collaboration. Sehen Sie auch Gefahren und Risiken für Unternehmen

Wir benötigen die logistischen Assistenzsysteme, die dazu

beim Thema Supply Chain Visibility?

beitragen, die Supply Chain Visibility zu erhöhen. Daran

A nach B : Herr Prof. Henke, das Thema Supply Chain

Oft wissen Unternehmen ab einem gewissen tier-Level

Michael Henke: Die Basis für Supply Chain Visibi-

arbeiten wir beispielsweise hier am Fraunhofer IML.

Visibility ist ein Dauerbrenner auf der Agenda der Logis-

gar nicht mehr, mit wem sie hier indirekt in der Supply

lity ist der Informationsaustausch zwischen den an der

Und wir müssen bei der Standardisierung vorankom-

tikverantwortlichen. Warum ist Transparenz in der

Chain zusammenarbeiten.

Wertschöpfungskette beteiligten Partnern. Eine Gefahr

men. Wenn wir in diesen drei Dimensionen – Vertrauen,

Lieferkette so wichtig?

Marco Motta: Risikomanagement ist ein hoch aktu-

die hier besteht ist, dass Informationen anders genutzt

Technologie und Standards – intensiv weiterarbeiten,

Michael Henke: Die Unternehmen benötigen Supply

elles Beispiel. So haben die Naturkatastrophen in Asien

werden als zum eigentlichen Zweck der Supply Chain.

werden wir in Sachen Supply Chain Visibility deutliche

Chain Visibility, um die immer komplexeren Wertschöp-

beispielsweise manche Hersteller in der Automobilin-

Ein Beispiel: Ein Lieferant in der Automobilbranche, der

Fortschritte machen. Allerdings: Wenn wir das nicht

fungsnetzwerke managen zu können. Beispiel Risikoma-

dustrie mehr oder weniger unvorbereitet getroffen, da

mehrere OEMs beliefert, stellt seine Kapazitätsinforma-

tun, dann werden wir die zunehmende Komplexität in

nagement. Es reicht nicht aus, ein Risikomanagement-

Lieferanten für Elektronikkomponenten auf der n-tier-

tionen in eine für die Partner zugängliche Online-Platt-

den Wertschöpfungsketten bald nicht mehr beherrschen

system in einer 1:1-Beziehung in der Supply Chain zu

Ebene kurzfristig ausgefallen sind. Durch die fehlende

form ein. Fällt nun ein Auftrag eines Herstellers weg und

können. Das heißt, wir haben eigentlich keine andere

implementieren, etwa zwischen Hersteller und Lieferant.

Transparenz über die Lieferkette bis hin zur n-tier-Ebene

der Lieferant hat hohe freie Kapazitäten, könnten diese

Wahl, als bei diesem Thema weiter voranzukommen.

Vielmehr müssen auch die Lieferanten des Lieferanten

konnte hier kein proaktives Risikomanagement initiiert

Informationen durch einen anderen Kunden genutzt

und wiederum deren Lieferanten miteinbezogen werden.

werden.

werden, um bessere Konditionen auszuhandeln. Daher

Das Interview führte Jens Verstaen.


12

A nach B

November.2014

A nach B

November.2014

13

Russland-Sanktionen

Export mit Überraschungen Die Russland-Sanktionen der EU stellen deutsche Unternehmen in Sachen Exportkontrolle vor Herausforderungen. Ein Einblick über die Auswirkungen im Exportalltag, wie Unternehmen darauf reagieren – und warum viele Firmen eigentlich ganz gelassen bleiben können.

Es sind Beispiele wie das des Motor-

kleine Pumpe hierfür eine Genehmi-

September

geräte-Herstellers Stihl, die einem die

gung vom Bundesamt für Wirtschaft

wurde. Eigentlich könnte also das

Auswirkungen der Russland-Sank-

und Ausfuhrkontrolle (BAFA), wie

Gros der Unternehmen ganz gelas-

tionen in der täglichen deutschen

die Zeitschrift Impulse berichtet.

sen bleiben bei dem Thema.

Exportpraxis vor Augen führen. Das

Und das, obwohl die Stihl-Pumpe

„Allerdings verunsichern die breite

schwäbische Unternehmen ist vor

für die Ölförderung völlig ungeeignet

mediale Berichterstattung und die

allem bekannt für seine Motorsägen.

ist. Der Grund dafür: In der Embar-

angedrohten Strafen die Firmen“,

Für diese liefert Stihl kleine, etwa

go-Verordnung

Ölpum-

sagt Rechtsanwalt Thomas Peterka,

30 Gramm leichte Pumpen an seine

pen nicht genau genug spezifiziert.

Außenwirtschaftsexperte und Grün-

Kunden, damit diese Haft-Öl an die

Stihl ist kein Einzelfall, zählt aber

der des Hamburger Beratungsunter-

Kette ihrer Säge schmieren können

in Sachen Russland-Sanktionen zu

nehmens Zollkanzlei. „Dementspre-

– auch nach Russland, einem der

einer Minderheit: Denn bisher sind

chend viele Anfragen kommen bei

Top-Fünf-Absatzmärkte des Unter-

nur 38 % der deutschen Unterneh-

uns an, auch um das Thema Export-

nehmens.

men von den beiderseitigen Maßnah-

kontrolle generell auf den Prüfstand

Seitdem die EU ein Embargo über

men betroffen, so eine Umfrage der

zu stellen.“

Lieferungen an die russische Ölin-

Deutsch-Russischen

dustrie verhängt hat, braucht die

delskammer

wurden

(AHK),

Auslandshandie

Anfang

in

Berlin

vorgestellt


12

A nach B

November.2014

A nach B

November.2014

13

Russland-Sanktionen

Export mit Überraschungen Die Russland-Sanktionen der EU stellen deutsche Unternehmen in Sachen Exportkontrolle vor Herausforderungen. Ein Einblick über die Auswirkungen im Exportalltag, wie Unternehmen darauf reagieren – und warum viele Firmen eigentlich ganz gelassen bleiben können.

Es sind Beispiele wie das des Motor-

kleine Pumpe hierfür eine Genehmi-

September

geräte-Herstellers Stihl, die einem die

gung vom Bundesamt für Wirtschaft

wurde. Eigentlich könnte also das

Auswirkungen der Russland-Sank-

und Ausfuhrkontrolle (BAFA), wie

Gros der Unternehmen ganz gelas-

tionen in der täglichen deutschen

die Zeitschrift Impulse berichtet.

sen bleiben bei dem Thema.

Exportpraxis vor Augen führen. Das

Und das, obwohl die Stihl-Pumpe

„Allerdings verunsichern die breite

schwäbische Unternehmen ist vor

für die Ölförderung völlig ungeeignet

mediale Berichterstattung und die

allem bekannt für seine Motorsägen.

ist. Der Grund dafür: In der Embar-

angedrohten Strafen die Firmen“,

Für diese liefert Stihl kleine, etwa

go-Verordnung

Ölpum-

sagt Rechtsanwalt Thomas Peterka,

30 Gramm leichte Pumpen an seine

pen nicht genau genug spezifiziert.

Außenwirtschaftsexperte und Grün-

Kunden, damit diese Haft-Öl an die

Stihl ist kein Einzelfall, zählt aber

der des Hamburger Beratungsunter-

Kette ihrer Säge schmieren können

in Sachen Russland-Sanktionen zu

nehmens Zollkanzlei. „Dementspre-

– auch nach Russland, einem der

einer Minderheit: Denn bisher sind

chend viele Anfragen kommen bei

Top-Fünf-Absatzmärkte des Unter-

nur 38 % der deutschen Unterneh-

uns an, auch um das Thema Export-

nehmens.

men von den beiderseitigen Maßnah-

kontrolle generell auf den Prüfstand

Seitdem die EU ein Embargo über

men betroffen, so eine Umfrage der

zu stellen.“

Lieferungen an die russische Ölin-

Deutsch-Russischen

dustrie verhängt hat, braucht die

delskammer

wurden

(AHK),

Auslandshandie

Anfang

in

Berlin

vorgestellt


A nach B

14

10%

können

weitreichende

Folgen haben. Der Ruf eines Unternehmens steht schnell auf dem Spiel,

14%

November.2014

15

Sicht. In einer Umfrage unter deut-

Drittel der Befragten ein Ende der

schen Top-Managern, die Roland

Maßnahmen gegen Russland für

● Dual-Use-Güter

Berger Strategy Consultants und die

nicht absehbar. Damit wird auch das

● firmenbezogene

„Welt“-Gruppe im August durchge-

Thema Exportkontrolle noch eine

● Finanzamt

führt haben, halten mehr als zwei

Weile für Verunsicherung sorgen.

14%

Denn Verstöße im Außenwirtschafts-

A nach B

9% 7%

Ein Fall für die Geschäftsleitung

verkehr

November.2014

Von welchen Sanktionen sind Sie am meisten betroffen?

24%

● Einfuhrstopp ● Agrarprodukte

Märkte können verloren gehen, ganz

● Öl- und Gasförderung

Umfrage: Sanktionen bleiben bestehen

abgesehen von den strafrechtlichen

● personenbezogene

Anfang August haben die EU und Russland Wirtschaftssanktionen

(Quelle: AHK)

gegeneinander verhängt. Welche weitere Entwicklung erwarten Sie?

23%

Risiken für einzelne Mitarbeiter. Die Verantwortung für die ExportkonGeschäftsleitung, insbesondere dann, wenn

zu

und sonstige Pflichten eingehalten

der Ersatzteilpakete muss genaues-

beantragen sind. Exportkontrolle im

Ausfuhrgenehmigungen

werden. Ein entscheidender Erfolgs-

tens geprüft und Verträge entspre-

Unternehmen ist somit Chefsache.

faktor sind die eigenen Mitarbeiter.

chend darauf abgestimmt werden,

Doch die Exportkontrolle in den

„Man kann zwar vieles auslagern.

denn selbst kleinste Ersatzteile könn-

betrieblichen

integrie-

Aber man braucht auch kompe-

ten unter eine Genehmigungspflicht

ren und dafür zu sorgen, dass die

Alltag

zu

tente Mitarbeiter, die die notwen-

fallen, obwohl diese bei der Haupt-

Vorschriften von allen Mitarbeitern

digen Prüfungen im Tagesgeschäft

lieferung unbedenklich sind“, sagt

„gelebt“ werden, ist eine Heraus-

durchführen können und dement-

Michael Wenker, Head of Shipping

forderung. Unternehmen müssen

sprechend zu schulen sind“, meint

Department bei Tenova, einem welt-

die geltenden Normen kennen und

Rechtsanwalt Peterka.

weiten Anbieter von Technologien,

beachten und ständig über Rechts-

Produkten und Engineering-Dienst-

entwicklungen

leistungen für die Metall-, Bergbau-

und

Änderungen

im Außenwirtschaftsrecht auf dem Laufenden

bleiben.

Russland-Konflikt

Gerade

keine

im

Der Teufel steckt im Detail

einfache

und Mineralindustrie. Falls Unsicherheiten hinsichtlich einer Anfrage oder eines Auftrages bestehen, stellt

Russland-Embar-

Die größte Herausforderung für die

Tenova eine entsprechende Anfrage

gos sind eine Herausforderung, da

Unternehmen ist dabei oftmals die

an das BAFA.

sich derzeit häufig Änderungen und

Güterprüfung. Das bestätigt auch die

Ähnlich wie Tenova machen es viele

Erweiterungen ergeben“, sagt Frank

AHK-Umfrage: Am stärksten betrof-

Unternehmen und wenden sich an

Dahlmann, Manager Export Compli-

fen sind 24 % der Unternehmen von

das Bundesamt, um sich rechtlich

ance & Customs Europe bei Aleris

den Regelungen für Dual-Use-Gü-

bei Exporten nach Russland abzu-

Switzerland.

ter. Firmenbezogene und Finanz-

sichern. Nicht verwunderlich also,

rechtssicheres

markt-Sanktionen bereiten 23 bezie-

dass der Verband Deutscher Maschi-

Handeln sind funktionierende inter-

hungsweise 14 % der Betriebe die

nen- und Anlagenbau von einer

Aufgabe.

„Die

Voraussetzung

für

ne Abläufe. Nur durch eine geeig-

größten Probleme.

„Antragsflut beim BAFA“ spricht.

nete Aufbau- und Ablauforganisation

Insgesamt steckt in Sachen Export-

Diese Flut könnte auch noch einige

kann ein Unternehmen sicherstel-

kontrolle der Teufel oft im Detail.

Zeit anhalten, denn eine Abschaf-

len, dass Verbote, Genehmigungs-

„Speziell die Lieferung entsprechen-

fung der Sanktionen ist nicht in

28,9

Die Sanktionen enden spätestens zum Jahreswechsel 2014/15.

▪ Die Güterprüfung Besteht eine Genehmigungspflicht für die Verbringung oder Ausfuhr der Ware, d. h. ist das Produkt in Anhang I der Dual-Use-Verordnung oder der nationalen Güterliste erfasst?

62,3

Die Sanktionen werden 1-2 Jahre lang in Kraft bleiben.

Die Sanktionen bleiben dauerhaft bestehen. Keine Angaben

Was müssen Unternehmen eigentlich tun, um regelgerecht zu exportieren? Die Exportkontrolle steht gewissermaßen auf vier Säulen: ▪ Die Länderprüfung Bestehen Embargobestimmungen gegen das Käufer- oder Empfängerland?

(Angaben in Prozent ▪ 159 Teilnehmer ▪ Quelle: Roland Berger / Welt-Gruppe)

trolle liegt bei einem Mitglied der

Rechtssicher in vier Prüfschritten

6,3

2,5

Zum Nach- und Weiterlesen: Merkblatt des BAFA zu den Russland-Sanktionen: www.ausfuhrkontrolle.info/ausfuhrkontrolle/de/arbeitshilfen/merkblaetter/merkblatt_russland.pdf Die „Welt“-Umfrage zur erwarteten Dauer der Sanktionen: www.welt.de/wirtschaft/article131730364/Deutsche-Manager-fuerchten-langen-Wirtschaftskrieg.html Impulse über die skurrilen Nebeneffekte der Sanktionen: www.impulse.de/unternehmen/keine-pumpen-fuer-russland-sanktionen-treffen-unbeteiligte-firmen Übersichtsposter zu den einzelnen Prüfschritten der Exportkontrolle: www.aeb.de/de/medien/poster-erstehilfe.php Zum Anschauen – Reportage der Deutschen Welle über Russland-Exporte bei dem Kupplungshersteller KTR: www.ktr.com/de/index/news_presse/ktr_videos/deutsche_ welle.htm

▪ Die Verwendungsprüfung Könnte eine kritische Verwendung des Produktes durch den Kunden oder Endempfänger geplant sein? ▪ Die Personenprüfung Steht der Kunde auf einer der offiziellen Sanktionslisten und darf deshalb nicht oder erst nach Rücksprache mit dem BAFA beliefert werden? Bei den ersten drei Prüfschritten richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Ware, ihre Beschaffenheit, ihren Endverwendungszweck und das Land, in das geliefert wird. Dagegen muss der letzte Prüfschritt grundsätzlich beachtet werden, unabhängig vom Produkt und egal, in welchem Land der Empfänger sitzt, also auch bei innerdeutschen Geschäftskontakten.

Wie Unternehmen im Falle der aktuellen Russland-Sanktionen vorgehen können, zeigt das „Prüfschema für Güterlieferungen“, das sich auch als Poster heraustrennen lässt.


A nach B

14

10%

können

weitreichende

Folgen haben. Der Ruf eines Unternehmens steht schnell auf dem Spiel,

14%

November.2014

15

Sicht. In einer Umfrage unter deut-

Drittel der Befragten ein Ende der

schen Top-Managern, die Roland

Maßnahmen gegen Russland für

● Dual-Use-Güter

Berger Strategy Consultants und die

nicht absehbar. Damit wird auch das

● firmenbezogene

„Welt“-Gruppe im August durchge-

Thema Exportkontrolle noch eine

● Finanzamt

führt haben, halten mehr als zwei

Weile für Verunsicherung sorgen.

14%

Denn Verstöße im Außenwirtschafts-

A nach B

9% 7%

Ein Fall für die Geschäftsleitung

verkehr

November.2014

Von welchen Sanktionen sind Sie am meisten betroffen?

24%

● Einfuhrstopp ● Agrarprodukte

Märkte können verloren gehen, ganz

● Öl- und Gasförderung

Umfrage: Sanktionen bleiben bestehen

abgesehen von den strafrechtlichen

● personenbezogene

Anfang August haben die EU und Russland Wirtschaftssanktionen

(Quelle: AHK)

gegeneinander verhängt. Welche weitere Entwicklung erwarten Sie?

23%

Risiken für einzelne Mitarbeiter. Die Verantwortung für die ExportkonGeschäftsleitung, insbesondere dann, wenn

zu

und sonstige Pflichten eingehalten

der Ersatzteilpakete muss genaues-

beantragen sind. Exportkontrolle im

Ausfuhrgenehmigungen

werden. Ein entscheidender Erfolgs-

tens geprüft und Verträge entspre-

Unternehmen ist somit Chefsache.

faktor sind die eigenen Mitarbeiter.

chend darauf abgestimmt werden,

Doch die Exportkontrolle in den

„Man kann zwar vieles auslagern.

denn selbst kleinste Ersatzteile könn-

betrieblichen

integrie-

Aber man braucht auch kompe-

ten unter eine Genehmigungspflicht

ren und dafür zu sorgen, dass die

Alltag

zu

tente Mitarbeiter, die die notwen-

fallen, obwohl diese bei der Haupt-

Vorschriften von allen Mitarbeitern

digen Prüfungen im Tagesgeschäft

lieferung unbedenklich sind“, sagt

„gelebt“ werden, ist eine Heraus-

durchführen können und dement-

Michael Wenker, Head of Shipping

forderung. Unternehmen müssen

sprechend zu schulen sind“, meint

Department bei Tenova, einem welt-

die geltenden Normen kennen und

Rechtsanwalt Peterka.

weiten Anbieter von Technologien,

beachten und ständig über Rechts-

Produkten und Engineering-Dienst-

entwicklungen

leistungen für die Metall-, Bergbau-

und

Änderungen

im Außenwirtschaftsrecht auf dem Laufenden

bleiben.

Russland-Konflikt

Gerade

keine

im

Der Teufel steckt im Detail

einfache

und Mineralindustrie. Falls Unsicherheiten hinsichtlich einer Anfrage oder eines Auftrages bestehen, stellt

Russland-Embar-

Die größte Herausforderung für die

Tenova eine entsprechende Anfrage

gos sind eine Herausforderung, da

Unternehmen ist dabei oftmals die

an das BAFA.

sich derzeit häufig Änderungen und

Güterprüfung. Das bestätigt auch die

Ähnlich wie Tenova machen es viele

Erweiterungen ergeben“, sagt Frank

AHK-Umfrage: Am stärksten betrof-

Unternehmen und wenden sich an

Dahlmann, Manager Export Compli-

fen sind 24 % der Unternehmen von

das Bundesamt, um sich rechtlich

ance & Customs Europe bei Aleris

den Regelungen für Dual-Use-Gü-

bei Exporten nach Russland abzu-

Switzerland.

ter. Firmenbezogene und Finanz-

sichern. Nicht verwunderlich also,

rechtssicheres

markt-Sanktionen bereiten 23 bezie-

dass der Verband Deutscher Maschi-

Handeln sind funktionierende inter-

hungsweise 14 % der Betriebe die

nen- und Anlagenbau von einer

Aufgabe.

„Die

Voraussetzung

für

ne Abläufe. Nur durch eine geeig-

größten Probleme.

„Antragsflut beim BAFA“ spricht.

nete Aufbau- und Ablauforganisation

Insgesamt steckt in Sachen Export-

Diese Flut könnte auch noch einige

kann ein Unternehmen sicherstel-

kontrolle der Teufel oft im Detail.

Zeit anhalten, denn eine Abschaf-

len, dass Verbote, Genehmigungs-

„Speziell die Lieferung entsprechen-

fung der Sanktionen ist nicht in

28,9

Die Sanktionen enden spätestens zum Jahreswechsel 2014/15.

▪ Die Güterprüfung Besteht eine Genehmigungspflicht für die Verbringung oder Ausfuhr der Ware, d. h. ist das Produkt in Anhang I der Dual-Use-Verordnung oder der nationalen Güterliste erfasst?

62,3

Die Sanktionen werden 1-2 Jahre lang in Kraft bleiben.

Die Sanktionen bleiben dauerhaft bestehen. Keine Angaben

Was müssen Unternehmen eigentlich tun, um regelgerecht zu exportieren? Die Exportkontrolle steht gewissermaßen auf vier Säulen: ▪ Die Länderprüfung Bestehen Embargobestimmungen gegen das Käufer- oder Empfängerland?

(Angaben in Prozent ▪ 159 Teilnehmer ▪ Quelle: Roland Berger / Welt-Gruppe)

trolle liegt bei einem Mitglied der

Rechtssicher in vier Prüfschritten

6,3

2,5

Zum Nach- und Weiterlesen: Merkblatt des BAFA zu den Russland-Sanktionen: www.ausfuhrkontrolle.info/ausfuhrkontrolle/de/arbeitshilfen/merkblaetter/merkblatt_russland.pdf Die „Welt“-Umfrage zur erwarteten Dauer der Sanktionen: www.welt.de/wirtschaft/article131730364/Deutsche-Manager-fuerchten-langen-Wirtschaftskrieg.html Impulse über die skurrilen Nebeneffekte der Sanktionen: www.impulse.de/unternehmen/keine-pumpen-fuer-russland-sanktionen-treffen-unbeteiligte-firmen Übersichtsposter zu den einzelnen Prüfschritten der Exportkontrolle: www.aeb.de/de/medien/poster-erstehilfe.php Zum Anschauen – Reportage der Deutschen Welle über Russland-Exporte bei dem Kupplungshersteller KTR: www.ktr.com/de/index/news_presse/ktr_videos/deutsche_ welle.htm

▪ Die Verwendungsprüfung Könnte eine kritische Verwendung des Produktes durch den Kunden oder Endempfänger geplant sein? ▪ Die Personenprüfung Steht der Kunde auf einer der offiziellen Sanktionslisten und darf deshalb nicht oder erst nach Rücksprache mit dem BAFA beliefert werden? Bei den ersten drei Prüfschritten richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Ware, ihre Beschaffenheit, ihren Endverwendungszweck und das Land, in das geliefert wird. Dagegen muss der letzte Prüfschritt grundsätzlich beachtet werden, unabhängig vom Produkt und egal, in welchem Land der Empfänger sitzt, also auch bei innerdeutschen Geschäftskontakten.

Wie Unternehmen im Falle der aktuellen Russland-Sanktionen vorgehen können, zeigt das „Prüfschema für Güterlieferungen“, das sich auch als Poster heraustrennen lässt.


Genehmigungspflicht

Keine Genehmigung erforderlich

Art. 4 Abs. II EG-Dual-Use-VO (catch all)

Alle sonstigen Güter

Nein

(Warennummer)

Güter von Anhang II VO 833/2014 erfasst?

Nein

(Anhang I · EG-Dual-Use-VO)

Gelistetes Dual-Use-Gut?

Nein

(Rüstungsgüter)

Güter von Ausfuhrliste Teil IA erfasst?

Nein

Empfänger in Russland von Finanzsanktionen erfasst?

Ja

Ja

Verbot

Nein

Kenntnis einer militärischen Endverwendung?

Ja

Nein

Ja

Ja

Ja

Genehmigungsfähig bei Einsatz außerhalb des Energiesektors

Ja

Luft- und Raumfahrt?

Nein

A nACh B Eigene Darstellung, Quelle: IHK Region Stuttgart · Alle Angaben ohne Gewähr

Empfänger in Anhang IV VO 960/2014 erfasst?

Nein

Militärische Verwendung/ militärischer bezug?

Ja

Ja

(ohne beschränkungen bei Dienstleistungen)

Prüfschema für Güterlieferungen


Genehmigungspflicht

Keine Genehmigung erforderlich

Art. 4 Abs. II EG-Dual-Use-VO (catch all)

Alle sonstigen Güter

Nein

(Warennummer)

Güter von Anhang II VO 833/2014 erfasst?

Nein

(Anhang I · EG-Dual-Use-VO)

Gelistetes Dual-Use-Gut?

Nein

(Rüstungsgüter)

Güter von Ausfuhrliste Teil IA erfasst?

Nein

Empfänger in Russland von Finanzsanktionen erfasst?

Ja

Ja

Verbot

Nein

Kenntnis einer militärischen Endverwendung?

Ja

Nein

Ja

Ja

Ja

Genehmigungsfähig bei Einsatz außerhalb des Energiesektors

Ja

Luft- und Raumfahrt?

Nein

A nACh B Eigene Darstellung, Quelle: IHK Region Stuttgart · Alle Angaben ohne Gewähr

Empfänger in Anhang IV VO 960/2014 erfasst?

Nein

Militärische Verwendung/ militärischer bezug?

Ja

Ja

(ohne beschränkungen bei Dienstleistungen)

Prüfschema für Güterlieferungen


Exklusiv: Global Trade Studie 2015

Hintergrund der aktuell zahlreichen

Embargos einhalten statt Kosten senken

Krisensituationen weltweit zu sehen,

Unternehmen trotzen den Krisen

die natürlich das gefühlte Außenhan-

„Hier scheinen die Unternehmen

meinen, dass Verbesserungen notwen-

gemäß der Bedeutung des Themas

dig seien. Gegenüber der Vorjahres-

ihre Hausaufgaben gemacht zu haben

studie gibt es damit bei diesen beiden

delsrisiko beeinflussen“, erklärt Dr.

Trotz der derzeitigen Dynamik und

und sind jetzt relativ gut aufgestellt“,

Punkten keine nennenswerten Ände-

Ulrich Lison, Co-Autor der Studie

Unsicherheit im Außenhandel mit

sagt Dr. Lison.

rungen.

und

bei

sich häufig ändernden Vorschriften

Anders sieht das bei den Themen

Mehr Effizienz im Unternehmen

AEB. „Vor allem die Entwicklun-

und Verordnungen: Die Unterneh-

Kosteneinsparungen und Mitarbei-

wünschen sich rund 42 % der Experten

Rechtskonformes Handeln hat für die Unternehmen im Jahr 2015

gen in Russland und in der Ukrai-

men scheinen erfolgreich den aktuel-

termanagement aus. Rund 40 % der

bei der Erschließung neuer Länder.

höchste Priorität in Sachen Außenwirtschaft, so eine aktuelle Stu-

ne sind natürlich sehr präsent. Die

len Herausforderungen zu trotzen. So

Befragten haben bei beiden Aufgaben

Diese Aufgabe ist in

die – die auch zu teilweise erstaunlichen Ergebnissen kommt.

Unternehmen stehen derzeit vor der

sehen sich die Befragten beim rechts-

große Defizite bzw.

Sachen

Herausforderung, ihre Prozesse an

konformen Handeln bereits gut aufge-

rungsbedarf von Platz

die sich laufend ändernden gesetzli-

stellt und haben laut der Studie nur

vier auf die erste Posi-

chen Vorgaben anzupassen.“

relativ wenig Verbesserungsbedarf.

tion gerückt.

Außenwirtschaftsexperte

Was sind die Außenwirtschaftstrends

tigen. So sehen es die Befragten als

Ein zumindest auf den ersten Blick

des

wichtigste Aufgabe für 2015, Embar-

erstaunliches Ergebnis der Studie:

Frage ging die zweite Ausgabe der

go-Vorschriften

Auf

Kosteneinsparungen haben derzeit

„Global Trade Management Agenda“

Platz zwei und drei stehen mit der

bei den Unternehmen im Global

nach. Die gemeinsame Studie des

Gewährleistung von Rechtssicher-

Trade Management (GTM) keine

Softwareunternehmens AEB und der

heit und der Umsetzung von zoll-

so hohe Bedeutung. In der Rang-

Dualen Hochschule Baden-Württem-

rechtlichen

liste der wichtigsten Themen sind

berg Stuttgart befragte dazu rund 150

Themen. Auffallend zudem: Die Risi-

„Supply-Chain-Optimierung

Experten aus Logistik, Supply Chain

kominimierung in der Lieferkette hat

Abgabenaspekten“ sowie „Senkung

Management und Außenhandel.

stark an Bedeutung gewonnen und

der GTM-Gesamtkosten“ nur auf

Die wichtigste Erkenntnis der Unter-

ist von Platz acht in der Vorjahres-

dem viert- respektive drittletzten

suchung: Vor allem rechtskonformes

studie auf Platz vier der wichtigsten

Platz zu finden.

Handeln wird die Unternehmen im

Themen geklettert.

Bereich Außenwirtschaft beschäf-

„Diese Ergebnisse sind vor dem

kommenden

Jahres?

Dieser

einzuhalten.

Änderungen

ähnliche

Verbesse-

unter

Global Trade Management Agenda Die Aufsteiger

Absteiger

Studienreihe

„Global

Trade Management Agenda“ ist ein Kooperationsprojekt der AEB GmbH und

• Risikominimierung in der Lieferkette • Gewährleistung von Rechts sicherheit

• Inanspruchnahme von Verfahrenser- leichterungen

der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart. Die Studien untersuchen

• Verringerung von Durchlauf-/ Lieferzeiten

die Außenwirtschafts- und Logistiktrends

des

kom-

menden Jahres und analysieren jeweils ein weiteres Fokusthema. Die jeweils aktuelle Ausgabe können Sie unter www.aeb.de/gtm-studie anfordern.


Exklusiv: Global Trade Studie 2015

Hintergrund der aktuell zahlreichen

Embargos einhalten statt Kosten senken

Krisensituationen weltweit zu sehen,

Unternehmen trotzen den Krisen

die natürlich das gefühlte Außenhan-

„Hier scheinen die Unternehmen

meinen, dass Verbesserungen notwen-

gemäß der Bedeutung des Themas

dig seien. Gegenüber der Vorjahres-

ihre Hausaufgaben gemacht zu haben

studie gibt es damit bei diesen beiden

delsrisiko beeinflussen“, erklärt Dr.

Trotz der derzeitigen Dynamik und

und sind jetzt relativ gut aufgestellt“,

Punkten keine nennenswerten Ände-

Ulrich Lison, Co-Autor der Studie

Unsicherheit im Außenhandel mit

sagt Dr. Lison.

rungen.

und

bei

sich häufig ändernden Vorschriften

Anders sieht das bei den Themen

Mehr Effizienz im Unternehmen

AEB. „Vor allem die Entwicklun-

und Verordnungen: Die Unterneh-

Kosteneinsparungen und Mitarbei-

wünschen sich rund 42 % der Experten

Rechtskonformes Handeln hat für die Unternehmen im Jahr 2015

gen in Russland und in der Ukrai-

men scheinen erfolgreich den aktuel-

termanagement aus. Rund 40 % der

bei der Erschließung neuer Länder.

höchste Priorität in Sachen Außenwirtschaft, so eine aktuelle Stu-

ne sind natürlich sehr präsent. Die

len Herausforderungen zu trotzen. So

Befragten haben bei beiden Aufgaben

Diese Aufgabe ist in

die – die auch zu teilweise erstaunlichen Ergebnissen kommt.

Unternehmen stehen derzeit vor der

sehen sich die Befragten beim rechts-

große Defizite bzw.

Sachen

Herausforderung, ihre Prozesse an

konformen Handeln bereits gut aufge-

rungsbedarf von Platz

die sich laufend ändernden gesetzli-

stellt und haben laut der Studie nur

vier auf die erste Posi-

chen Vorgaben anzupassen.“

relativ wenig Verbesserungsbedarf.

tion gerückt.

Außenwirtschaftsexperte

Was sind die Außenwirtschaftstrends

tigen. So sehen es die Befragten als

Ein zumindest auf den ersten Blick

des

wichtigste Aufgabe für 2015, Embar-

erstaunliches Ergebnis der Studie:

Frage ging die zweite Ausgabe der

go-Vorschriften

Auf

Kosteneinsparungen haben derzeit

„Global Trade Management Agenda“

Platz zwei und drei stehen mit der

bei den Unternehmen im Global

nach. Die gemeinsame Studie des

Gewährleistung von Rechtssicher-

Trade Management (GTM) keine

Softwareunternehmens AEB und der

heit und der Umsetzung von zoll-

so hohe Bedeutung. In der Rang-

Dualen Hochschule Baden-Württem-

rechtlichen

liste der wichtigsten Themen sind

berg Stuttgart befragte dazu rund 150

Themen. Auffallend zudem: Die Risi-

„Supply-Chain-Optimierung

Experten aus Logistik, Supply Chain

kominimierung in der Lieferkette hat

Abgabenaspekten“ sowie „Senkung

Management und Außenhandel.

stark an Bedeutung gewonnen und

der GTM-Gesamtkosten“ nur auf

Die wichtigste Erkenntnis der Unter-

ist von Platz acht in der Vorjahres-

dem viert- respektive drittletzten

suchung: Vor allem rechtskonformes

studie auf Platz vier der wichtigsten

Platz zu finden.

Handeln wird die Unternehmen im

Themen geklettert.

Bereich Außenwirtschaft beschäf-

„Diese Ergebnisse sind vor dem

kommenden

Jahres?

Dieser

einzuhalten.

Änderungen

ähnliche

Verbesse-

unter

Global Trade Management Agenda Die Aufsteiger

Absteiger

Studienreihe

„Global

Trade Management Agenda“ ist ein Kooperationsprojekt der AEB GmbH und

• Risikominimierung in der Lieferkette • Gewährleistung von Rechts sicherheit

• Inanspruchnahme von Verfahrenser- leichterungen

der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart. Die Studien untersuchen

• Verringerung von Durchlauf-/ Lieferzeiten

die Außenwirtschafts- und Logistiktrends

des

kom-

menden Jahres und analysieren jeweils ein weiteres Fokusthema. Die jeweils aktuelle Ausgabe können Sie unter www.aeb.de/gtm-studie anfordern.


A nach B

20

November.2014

A nach B

November.2014

Lernen von Tchibo, Endress+Hauser & Co.

Werte, Innovationen und Best Practices

Impulse von Konrad Stadler, Partner bei stadler/schott/ Beratung für Unternehmenskultur Werte leben – Chancen

Einen Blick ins Headquarter des Medienriesen Bertelsmann werfen, eine Google-Datenbrille aufsetzen oder die

nutzen: Den Blick für das

Logistik des Düsseldorfer Flughafens kennenlernen – das alles gab’s auf den AEB Kundentagen 2014. Im Mittel-

Wichtige und Ganze wah-

punkt standen allerdings der Austausch zwischen den Teilnehmern sowie nachhaltige Impulse in Sachen Außenwirt-

ren und dabei langfristigen

schaft und Logistik - unter anderem in spannenden Vorträgen hochkarätiger Referenten.

Erfolg schaffen.

„Ich finde es immer wieder sehr interessant zu erfahren, wie andere Firmen mit ihren Problemen umgehen. Besonders spannend fand ich dies in Hinblick auf die Einbindung von Lieferanten und Transportdienstleistern.“ Cornelia Weinland, Henry Lamotte Food GmbH

Impulse von Birgit Riess, Director und Leiterin des Programms „Unternehmen in der Gesellschaft“, Bertelsmann Stiftung Gut gemeint ist nicht gleich gut gemacht – zur gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen.

Impulse von Stefan Dierks, Category Leader CR Product & Strategy, Tchibo Nachhaltig Handeln – Supply Chain Management bei Tchibo

21


A nach B

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November.2014

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November.2014

Lernen von Tchibo, Endress+Hauser & Co.

Werte, Innovationen und Best Practices

Impulse von Konrad Stadler, Partner bei stadler/schott/ Beratung für Unternehmenskultur Werte leben – Chancen

Einen Blick ins Headquarter des Medienriesen Bertelsmann werfen, eine Google-Datenbrille aufsetzen oder die

nutzen: Den Blick für das

Logistik des Düsseldorfer Flughafens kennenlernen – das alles gab’s auf den AEB Kundentagen 2014. Im Mittel-

Wichtige und Ganze wah-

punkt standen allerdings der Austausch zwischen den Teilnehmern sowie nachhaltige Impulse in Sachen Außenwirt-

ren und dabei langfristigen

schaft und Logistik - unter anderem in spannenden Vorträgen hochkarätiger Referenten.

Erfolg schaffen.

„Ich finde es immer wieder sehr interessant zu erfahren, wie andere Firmen mit ihren Problemen umgehen. Besonders spannend fand ich dies in Hinblick auf die Einbindung von Lieferanten und Transportdienstleistern.“ Cornelia Weinland, Henry Lamotte Food GmbH

Impulse von Birgit Riess, Director und Leiterin des Programms „Unternehmen in der Gesellschaft“, Bertelsmann Stiftung Gut gemeint ist nicht gleich gut gemacht – zur gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen.

Impulse von Stefan Dierks, Category Leader CR Product & Strategy, Tchibo Nachhaltig Handeln – Supply Chain Management bei Tchibo

21


22

A nach B

November.2014

A nach B

November.2014

23

„Aus dem Impulsvortrag zum Thema Visibility konnte ich mitnehmen, wo unser Unternehmen bei diesem Thema steht und was wir konkret noch verbessern können.“ Reinhard Frommhold, Franz Miederhoff OHG


22

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November.2014

A nach B

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„Aus dem Impulsvortrag zum Thema Visibility konnte ich mitnehmen, wo unser Unternehmen bei diesem Thema steht und was wir konkret noch verbessern können.“ Reinhard Frommhold, Franz Miederhoff OHG


24

A nach B

November.2014

A nach B

November.2014

25

Impulse von Guido Laimbacher, Head of Transportation Network, Endress+Hauser Die Wertekette der Endress+Hauser Supply Chain

Impulse von Dirk Zutz, Technical Manager Europe, und Patricia Zutz, Team Lead ASSIST4 Europe, Enthone Impulse von Nick Sohnemann, Gründer und Mana-

Worauf Sie Wert

ging-Director FUTURECANDY The future of sup-

legen können: „AEB

ply chain management: Indoor Navigation,

beim Kunden“ – Zeit

Crowd Logistics und Datenbrillen.

für Einblicke und Erfahrungen.

Nachhaltige Impulse für die nächsten Jahre – die AEB Kundentage 2015. Jetzt unter www.aeb.de/kundentage-2015 kostenlos registrieren und unverbindlich alle Neuigkeiten bequem per E-Mail erhalten.


24

A nach B

November.2014

A nach B

November.2014

25

Impulse von Guido Laimbacher, Head of Transportation Network, Endress+Hauser Die Wertekette der Endress+Hauser Supply Chain

Impulse von Dirk Zutz, Technical Manager Europe, und Patricia Zutz, Team Lead ASSIST4 Europe, Enthone Impulse von Nick Sohnemann, Gründer und Mana-

Worauf Sie Wert

ging-Director FUTURECANDY The future of sup-

legen können: „AEB

ply chain management: Indoor Navigation,

beim Kunden“ – Zeit

Crowd Logistics und Datenbrillen.

für Einblicke und Erfahrungen.

Nachhaltige Impulse für die nächsten Jahre – die AEB Kundentage 2015. Jetzt unter www.aeb.de/kundentage-2015 kostenlos registrieren und unverbindlich alle Neuigkeiten bequem per E-Mail erhalten.


A nach B

26

Technologie-Trends

Vernetzt und autonom in die Zukunft

November.2014

A nach B

November.2014

27

„Industrie 4.0 zählt zu den Wachs-

de erfassen können. Das System soll

Experten ihre Ideen virtuell testen

noch nicht unter Industrie 4.0 gese-

Diese konnten jederzeit Fragen per

tumsquellen

Kaum

sowohl für Innen- als auch Außenla-

und überprüfen können. Danach

hen haben – und wo wir noch mach-

SMS an die Tablets der Moderato-

eine andere Branche hat das Prinzip

ger einsetzbar und leicht mit existie-

wäre es denkbar, ein reales Schiff mit

bare

haben“,

ren senden und sich so noch aktiver

Vernetzung bereits heute so verinner-

renden Lagerverwaltungssystemen

einer Komplett-Automatik auszu-

zieht Heidrun Streich, Supply Chain

an den Diskussionen beteiligen. Die

licht wie die Logistik. Die Forschung

vernetzbar sein.

statten.

Managerin bei der Sennheiser elec-

gestellten Fragen flossen entweder

zur Industrie 4.0 läuft auf Hochtouren

Prof. Dr.-Ing. Carlos Jahn, Leiter des

tronic GmbH & Co. KG, nach zwei

sofort ins Gespräch ein oder wurden

und für Logistikunternehmen wird es

Fraunhofer-Centers für Maritime

Kongresstagen ein Fazit. „Schwer-

im Anschluss an die Vorträge zur

immer wichtiger, sich an Forschungs-

Logistik und Dienstleistungen CML,

punkte liegen hier sicher in der

Diskussion gestellt. Eine gute Idee,

projekten zu beteiligen, um intel-

erläuterte, wie sich Schiffs- und

Produktion und der Vernetzung in

die auch rege genutzt wurde – auch

von

morgen.

Teilnehmer gut vernetzt

Handlungsansätze

ligente Technologien zur Reife zu

Seeverkehrsinformationen in globa-

die Inbound- und Outbound-Logis-

wenn die eingesetzte SMS-Technolo-

Wie sich eine vernetzt denkende

bringen“, sagte Dr. Christian Jacobi,

le Transportketten für die Industrie

„Generell habe ich Impulse bekom-

tik hinein.“

gie für einen Zukunftskongress doch

und agierende Logistik realisieren

Vorsitzender der Geschäftsführung

4.0 integrieren lassen. Ein span-

men, was Industrie 4.0 alles umfasst:

Das Motto „Vernetzung“ verfolgte der

ein wenig altmodisch wirkte.

lässt und welche Rolle autonome

der

Management

nender Ansatz sei hier das EU-Pro-

Was wir als Unternehmen zum einen

Kongress auch bei der Einbindung

Technologien beim Thema Industrie

GmbH, in seiner Begrüßungsrede.

jekt MUNIN. In diesem erarbeiten

schon machen – und es bisher aber

der Teilnehmer in das Programm.

4.0 spielen, diskutierten rund 500

Wie diese Technologien in der Praxis

Fraunhofer-Forscher

Teilnehmer auf dem diesjährigen

konkret aussehen bzw. aussehen

mit Partnern aus fünf Ländern das

„Zukunftskongress Logistik“

könnten, zeigten zahlreiche Vorträge

Konzept für ein autonomes Schiff

Mitte September in Dortmund.

und Workshops, die sich unter ande-

–

rem um IT-Innovationen wie Big Data

ohne Besatzung über die Weltmeere

und Cloud-Lösungen sowie geeignete

schippert.

Der Veranstaltungs-Check zum Zukunftskongress

besser einordnen.

Mensch-Maschine-Schnittstellen

Im Ansatz gibt es die Technik für ein

Logistik mit Heidrun Streich, Supply Chain

▪ Einige ganz konkrete Anregungen zu physischen

drehten.

autonomes Schiff bereits – auf einer

Managerin bei der Sennheiser electronic

Hardware-Themen habe ich auch mitgenommen,

modernen Schiffsbrücke ist vieles

GmbH & Co. KG.

z. B. die intelligenten Behältersysteme von Würth.

EffizienzCluster

einen

gemeinsam

Massengutfrachter,

der

Die Höhepunkte aus Teilnehmersicht

gelernt und kann die Möglichkeiten dieser Systeme

▪ Ich finde den Gedanken der hybriden Service-

automatisiert: Der Autopilot steuert

Drohnen erledigen die Inventur

▪ Ich habe mehr über cyberphysische Systeme

einen vorgegebenen Kurs mit Unter-

Welche drei Vorträge waren die hilfreichsten?

angebote ganz spannend. Auch wir als

stützung von GPS, eine Tempoau-

Heidrun Streich:

Unternehmen beschäftigen uns ja schon mit diesen

tomatik hält die Geschwindigkeit.

▪ Management von Big-Data in Logistics – Andreas

Themen, sollten das aber noch verstärken.

der

Radargeräte und Schiffserkennungs-

Müller, Robert Bosch GmbH

▪ Letztlich ist Industrie 4.0 die Zukunft. Damit muss

Veranstaltung stand das Thema

systeme suchen die Umgebung ab

▪ Realtime statt Just in Time –

sich eigentlich jedes Unternehmen heute schon

Cyberphysische Systeme. So stellte

und schlagen bei Gefahr automa-

Prof. Peter Wippermann

auseinandersetzen, will man morgen noch am

beispielsweise Martin Fiedler vom

tisch Alarm. Zusätzlich soll ein auto-

▪ Management der Industrie 4.0 –

Markt bestehen.

Fraunhofer IML das Forschungspro-

nomes Schiff mit weiteren Sensoren

Prof. Dr. Michael Henke, Fraunhofer IML

▪ Die Fragestellung, was wir in einer „sharing

jekt Inventairy vor. Ziel des Projekts

bestückt

ist es, ein System basierend auf auto-

und Infrarot-Kameras sollen die

Was konkret haben Sie für Ihren Unterneh-

nomen Flugrobotern zu entwickeln,

Meeresoberfläche

mensalltag mitgenommen?

Zwei Gründe, warum man die Veranstaltung

das Lagerbestände automatisch loka-

um besonders kleinere Fahrzeu-

Heidrun Streich:

im nächsten Jahr wieder besuchen sollte?

lisieren und inventarisieren kann. Die

ge, Treibgut oder Schiffbrüchige zu

▪ Interessant waren die Praxisvorträge anderer

Heidrun Streich:

eingesetzten Drohnen sollen auto-

erkennen.

Unternehmen. Da lässt sich immer das eine oder

▪ Das kommt auf das Thema im nächsten Jahr an.

nom durch ein Lager navigieren und

Im Herbst 2015 soll das EU-Projekt

andere für das eigene Unternehmen ableiten –

▪ Zum Netzwerken.

mittels Autoidentifikationstechnolo-

abgeschlossen sein. Das Ziel ist eine

sowohl Chancen als auch Risiken bzw. Grenzen.

gien wie RFID oder Scanner Bestän-

Computersimulation, mit der die

Ebenfalls

auf

der

Agenda

werden:

economy“ beitragen können.

Herkömmliche beobachten,


A nach B

26

Technologie-Trends

Vernetzt und autonom in die Zukunft

November.2014

A nach B

November.2014

27

„Industrie 4.0 zählt zu den Wachs-

de erfassen können. Das System soll

Experten ihre Ideen virtuell testen

noch nicht unter Industrie 4.0 gese-

Diese konnten jederzeit Fragen per

tumsquellen

Kaum

sowohl für Innen- als auch Außenla-

und überprüfen können. Danach

hen haben – und wo wir noch mach-

SMS an die Tablets der Moderato-

eine andere Branche hat das Prinzip

ger einsetzbar und leicht mit existie-

wäre es denkbar, ein reales Schiff mit

bare

haben“,

ren senden und sich so noch aktiver

Vernetzung bereits heute so verinner-

renden Lagerverwaltungssystemen

einer Komplett-Automatik auszu-

zieht Heidrun Streich, Supply Chain

an den Diskussionen beteiligen. Die

licht wie die Logistik. Die Forschung

vernetzbar sein.

statten.

Managerin bei der Sennheiser elec-

gestellten Fragen flossen entweder

zur Industrie 4.0 läuft auf Hochtouren

Prof. Dr.-Ing. Carlos Jahn, Leiter des

tronic GmbH & Co. KG, nach zwei

sofort ins Gespräch ein oder wurden

und für Logistikunternehmen wird es

Fraunhofer-Centers für Maritime

Kongresstagen ein Fazit. „Schwer-

im Anschluss an die Vorträge zur

immer wichtiger, sich an Forschungs-

Logistik und Dienstleistungen CML,

punkte liegen hier sicher in der

Diskussion gestellt. Eine gute Idee,

projekten zu beteiligen, um intel-

erläuterte, wie sich Schiffs- und

Produktion und der Vernetzung in

die auch rege genutzt wurde – auch

von

morgen.

Teilnehmer gut vernetzt

Handlungsansätze

ligente Technologien zur Reife zu

Seeverkehrsinformationen in globa-

die Inbound- und Outbound-Logis-

wenn die eingesetzte SMS-Technolo-

Wie sich eine vernetzt denkende

bringen“, sagte Dr. Christian Jacobi,

le Transportketten für die Industrie

„Generell habe ich Impulse bekom-

tik hinein.“

gie für einen Zukunftskongress doch

und agierende Logistik realisieren

Vorsitzender der Geschäftsführung

4.0 integrieren lassen. Ein span-

men, was Industrie 4.0 alles umfasst:

Das Motto „Vernetzung“ verfolgte der

ein wenig altmodisch wirkte.

lässt und welche Rolle autonome

der

Management

nender Ansatz sei hier das EU-Pro-

Was wir als Unternehmen zum einen

Kongress auch bei der Einbindung

Technologien beim Thema Industrie

GmbH, in seiner Begrüßungsrede.

jekt MUNIN. In diesem erarbeiten

schon machen – und es bisher aber

der Teilnehmer in das Programm.

4.0 spielen, diskutierten rund 500

Wie diese Technologien in der Praxis

Fraunhofer-Forscher

Teilnehmer auf dem diesjährigen

konkret aussehen bzw. aussehen

mit Partnern aus fünf Ländern das

„Zukunftskongress Logistik“

könnten, zeigten zahlreiche Vorträge

Konzept für ein autonomes Schiff

Mitte September in Dortmund.

und Workshops, die sich unter ande-

–

rem um IT-Innovationen wie Big Data

ohne Besatzung über die Weltmeere

und Cloud-Lösungen sowie geeignete

schippert.

Der Veranstaltungs-Check zum Zukunftskongress

besser einordnen.

Mensch-Maschine-Schnittstellen

Im Ansatz gibt es die Technik für ein

Logistik mit Heidrun Streich, Supply Chain

▪ Einige ganz konkrete Anregungen zu physischen

drehten.

autonomes Schiff bereits – auf einer

Managerin bei der Sennheiser electronic

Hardware-Themen habe ich auch mitgenommen,

modernen Schiffsbrücke ist vieles

GmbH & Co. KG.

z. B. die intelligenten Behältersysteme von Würth.

EffizienzCluster

einen

gemeinsam

Massengutfrachter,

der

Die Höhepunkte aus Teilnehmersicht

gelernt und kann die Möglichkeiten dieser Systeme

▪ Ich finde den Gedanken der hybriden Service-

automatisiert: Der Autopilot steuert

Drohnen erledigen die Inventur

▪ Ich habe mehr über cyberphysische Systeme

einen vorgegebenen Kurs mit Unter-

Welche drei Vorträge waren die hilfreichsten?

angebote ganz spannend. Auch wir als

stützung von GPS, eine Tempoau-

Heidrun Streich:

Unternehmen beschäftigen uns ja schon mit diesen

tomatik hält die Geschwindigkeit.

▪ Management von Big-Data in Logistics – Andreas

Themen, sollten das aber noch verstärken.

der

Radargeräte und Schiffserkennungs-

Müller, Robert Bosch GmbH

▪ Letztlich ist Industrie 4.0 die Zukunft. Damit muss

Veranstaltung stand das Thema

systeme suchen die Umgebung ab

▪ Realtime statt Just in Time –

sich eigentlich jedes Unternehmen heute schon

Cyberphysische Systeme. So stellte

und schlagen bei Gefahr automa-

Prof. Peter Wippermann

auseinandersetzen, will man morgen noch am

beispielsweise Martin Fiedler vom

tisch Alarm. Zusätzlich soll ein auto-

▪ Management der Industrie 4.0 –

Markt bestehen.

Fraunhofer IML das Forschungspro-

nomes Schiff mit weiteren Sensoren

Prof. Dr. Michael Henke, Fraunhofer IML

▪ Die Fragestellung, was wir in einer „sharing

jekt Inventairy vor. Ziel des Projekts

bestückt

ist es, ein System basierend auf auto-

und Infrarot-Kameras sollen die

Was konkret haben Sie für Ihren Unterneh-

nomen Flugrobotern zu entwickeln,

Meeresoberfläche

mensalltag mitgenommen?

Zwei Gründe, warum man die Veranstaltung

das Lagerbestände automatisch loka-

um besonders kleinere Fahrzeu-

Heidrun Streich:

im nächsten Jahr wieder besuchen sollte?

lisieren und inventarisieren kann. Die

ge, Treibgut oder Schiffbrüchige zu

▪ Interessant waren die Praxisvorträge anderer

Heidrun Streich:

eingesetzten Drohnen sollen auto-

erkennen.

Unternehmen. Da lässt sich immer das eine oder

▪ Das kommt auf das Thema im nächsten Jahr an.

nom durch ein Lager navigieren und

Im Herbst 2015 soll das EU-Projekt

andere für das eigene Unternehmen ableiten –

▪ Zum Netzwerken.

mittels Autoidentifikationstechnolo-

abgeschlossen sein. Das Ziel ist eine

sowohl Chancen als auch Risiken bzw. Grenzen.

gien wie RFID oder Scanner Bestän-

Computersimulation, mit der die

Ebenfalls

auf

der

Agenda

werden:

economy“ beitragen können.

Herkömmliche beobachten,


Fidschi ganz sicher, Ka nada vielleicht. Ob CETA kommt, die „Blaupause“ für TTIP, ist noch nicht kl ar.

gsten Todos Die drei wichti swechsel: für den Jahre , WarennumWarennummern mmern. mern, Warennu

Vorbereiten

Die wichtigsten Themen zum Jahreswechsel

e sein: Sollte Routin rn und LLE anforde ausstellen. Ist der Zollwer t bei der Einfuhr kor rekt? Wer falsch rech net, eckt beim Zoll an.

Aufgepasst beim Frequenzumwandler: Allerweltsgut fällt unter die Exportkontrolle.

AEO C und Zugelassener Ausführer. Eins wird Voraussetzung für das andere.

Prozesse begutachten. Passen die

Ziel ist es, den technischen Fort-

Unternehmen, die das Abkommen

es viel Arbeit, die neuen Verord-

Wie sieht es mit dem Unionszollkodex

Produkte, Märkte und Abläufe noch

schritt abzubilden und die Anzahl der

nutzen möchten. Es gibt abweichende

nungen umzusetzen. Gerade beim

(UZK) aus? Sind hier neue Entwick-

mit den in der Bewilligung beschrie-

Warenummern zu reduzieren. Aber

Ursprungsregeln und die Präferenz-

Russland-Embargo

lungen im neuen Jahr zu erwarten?

benen überein? Generell: Man sollte

die technischen Gremien müssen

kalkulation muss grundlegend neu

werden, inwiefern auch langjährige

Hier gibt es nicht viel Konkretes.

nicht in Hektik verfallen. Die Schwie-

auch immer wieder neu entscheiden

aufgesetzt werden.

Geschäftsbeziehungen betroffen sind.

Umzusetzen ist der UZK erst ab

rigkeit für die Verantwortlichen im

– wo wird das Tablet eingeordnet,

Bei der güterbezogenen Exportkon-

2016. Was aber schon absehbar ist:

Außenhandel liegt eher darin, dass

wo das Smartphone? Das Harmo-

Thema

Langzeit-Lieferantenerklä-

trolle stehen ebenfalls Änderungen

Der AEO C wird Voraussetzung für

zu viele Informationen im Umlauf

nisierte System, also die ersten vier

rungen (LLE). Das steht auch jedes

an: Es wird wohl bis Ende des Jahres

die Bewilligung des Zugelassenen

sind. Es gilt, auszusortieren und zu

Stellen der Warennummer, wird

Jahr an.

der Anhang I der EG-Dual-Use-Ver-

Ausführers werden. Wer diese Bewil-

entscheiden, welche Informationen

allerdings diesmal nicht geändert.

Richtig. Langzeit-Lieferantenerklä-

ordnung geändert. Eine der vier

ligung besitzt oder erhalten will, soll-

wirklich für das eigene Unternehmen

Das passiert nur alle fünf Jahre.

rungen sind in der Regel ein Jahr

Kriterien bei der Position 3A225 –

te die Beantragung des AEO mit in

lang gültig. Hier müssen Unter-

der so genannte Klirr-Faktor – fällt

die Planung aufnehmen.

relevant sind. Im Interview mit A nach B erläutert

muss

geprüft

werden

nehmen beachten, dass Lieferan-

weg. Das heißt: ein ganz normales

Marc Bauer, Referatsleiter Interna-

Die Pflege der Warennummern ist so

derzeit viel diskutiert. Was kommt

ten ihre LLE verlängern bzw. dass

technisches Gerät, der Frequenzum-

Haben Sie noch einen konkreten Tipp

tionaler Warenverkehr bei der IHK

ein Klassiker – eine Herausforderung

hier im neuen Jahr auf uns zu?

für Kunden wieder LLE ausgestellt

wandler, wird unter Umständen zum

für unsere Leser?

Region Stuttgart, was Unternehmen

für Unternehmen?

In diesem Jahr sind Handelsabkom-

werden, sonst haben die im Jahr

Dual-Use-Gut und damit genehmi-

Die Zollbehörden drücken kein Auge

beachten müssen.

Die Warennummern sind das A und

men mit Georgien, Moldawien und

2015 gelieferten Waren keinen präfe-

gungspflichtig. Alle Unternehmen,

zu, wenn sie bei der Einfuhrabfer-

O – praktisch die Grundlage für alles

den Fidschi-Inseln in Kraft getre-

renziellen Ursprung. In den Lieferan-

die solche Geräte herstellen oder in

tigung Fehler bei der Zollwertbe-

im Außenhandel. Bei den meisten

ten. Kamerun wird vermutlich noch

tenerklärungen werden im Regelfall

ihren Produkten einbauen, müssen

rechnung entdecken. Firmen sollten

A nach B : Können die Unternehmen

Unternehmen läuft die Umstellung

folgen. Das wird die meisten Unter-

alle Länder aufgeführt, mit denen

aufpassen und die technischen Para-

daher genau darauf achten, ob der

diesmal dem Jahreswechsel gelassen

auch routiniert ab. Ganz vollauto-

nehmen aber nur am Rande betref-

Handelsabkommen bestehen. Daher

meter genau prüfen.

Zollwert korrekt angegeben wird.

entgegensehen? Stand heute stehen

matisch geht es aber nicht. Werden

fen, da das Handelsvolumen mit

werden hier Fidschi und die weiteren

nicht viele Änderungen an.

Warennummern aufgesplittet oder

diesen Ländern sehr überschaubar

neuen Abkommensländer genannt

Woher wissen Sie, dass diese Ände-

wicklung

Marc Bauer: Stimmt. So dramatisch

zusammengefasst, muss man schon

ist. Die Anwendbarkeit des Abkom-

werden, obwohl die praktischen

rung bald kommen wird?

ausgelagert haben. Letztendlich ist

viele Änderungen gibt es zum Start

genau hinschauen. Aber der Aufwand

mens mit Singapur ist noch offen.

Auswirkungen vermutlich vernach-

Eines der Exportkontrollregime –

das Unternehmen der Einführer

2015 nicht. Nichtsdestotrotz gibt es

lohnt sich. Denn die Folgekosten sind

Ein großes Fragezeichen gibt es noch

lässigbar sind.

die Nuclear Suppliers Group – hat

und für die Richtigkeit der Angaben

die „Klassiker“, also immer wieder-

enorm, wenn sich aufgrund einer

beim Abkommen mit Kanada. Es ist

dies beschlossen und es ist dann

verantwortlich.

kehrende Aufgaben, die man erle-

falschen Wareneinreihung Fehler in

fraglich, wann die Verhandlungen

Das Thema Exportkontrolle sowie

nur noch eine Frage der Zeit, bis

digen muss. Nutzen Unternehmen

der Zollabwicklung ergeben.

abgeschlossen werden und ob CETA

Embargo-Verordnungen, vor allem

dies weltweit und eben auch in der

Das Interview führte A nach B-Redak-

schon 2015 vorläufig angewendet

das Russland-Embargo, treiben viele

EG-Dual-Use-Verordnung umgesetzt

teurin Susanne Frank.

Die

beispielsweise vereinfachte Zollver-

Handelsabkommen

Auch dann, wenn sie die Einfuhrab-

fahren, sollte man unabhängig vom

Warum werden die Warennummern

werden kann. Wenn es kommt, wird

Unternehmen um. Zu Recht?

wird. Ich rechne noch in diesem Jahr

Jahreswechsel einmal im Jahr seine

jedes Jahr geändert?

es allerdings sehr aufwändig für die

Ja. Für die Unternehmen bedeutet

damit.

an

einen

Dienstleister


Fidschi ganz sicher, Ka nada vielleicht. Ob CETA kommt, die „Blaupause“ für TTIP, ist noch nicht kl ar.

gsten Todos Die drei wichti swechsel: für den Jahre , WarennumWarennummern mmern. mern, Warennu

Vorbereiten

Die wichtigsten Themen zum Jahreswechsel

e sein: Sollte Routin rn und LLE anforde ausstellen. Ist der Zollwer t bei der Einfuhr kor rekt? Wer falsch rech net, eckt beim Zoll an.

Aufgepasst beim Frequenzumwandler: Allerweltsgut fällt unter die Exportkontrolle.

AEO C und Zugelassener Ausführer. Eins wird Voraussetzung für das andere.

Prozesse begutachten. Passen die

Ziel ist es, den technischen Fort-

Unternehmen, die das Abkommen

es viel Arbeit, die neuen Verord-

Wie sieht es mit dem Unionszollkodex

Produkte, Märkte und Abläufe noch

schritt abzubilden und die Anzahl der

nutzen möchten. Es gibt abweichende

nungen umzusetzen. Gerade beim

(UZK) aus? Sind hier neue Entwick-

mit den in der Bewilligung beschrie-

Warenummern zu reduzieren. Aber

Ursprungsregeln und die Präferenz-

Russland-Embargo

lungen im neuen Jahr zu erwarten?

benen überein? Generell: Man sollte

die technischen Gremien müssen

kalkulation muss grundlegend neu

werden, inwiefern auch langjährige

Hier gibt es nicht viel Konkretes.

nicht in Hektik verfallen. Die Schwie-

auch immer wieder neu entscheiden

aufgesetzt werden.

Geschäftsbeziehungen betroffen sind.

Umzusetzen ist der UZK erst ab

rigkeit für die Verantwortlichen im

– wo wird das Tablet eingeordnet,

Bei der güterbezogenen Exportkon-

2016. Was aber schon absehbar ist:

Außenhandel liegt eher darin, dass

wo das Smartphone? Das Harmo-

Thema

Langzeit-Lieferantenerklä-

trolle stehen ebenfalls Änderungen

Der AEO C wird Voraussetzung für

zu viele Informationen im Umlauf

nisierte System, also die ersten vier

rungen (LLE). Das steht auch jedes

an: Es wird wohl bis Ende des Jahres

die Bewilligung des Zugelassenen

sind. Es gilt, auszusortieren und zu

Stellen der Warennummer, wird

Jahr an.

der Anhang I der EG-Dual-Use-Ver-

Ausführers werden. Wer diese Bewil-

entscheiden, welche Informationen

allerdings diesmal nicht geändert.

Richtig. Langzeit-Lieferantenerklä-

ordnung geändert. Eine der vier

ligung besitzt oder erhalten will, soll-

wirklich für das eigene Unternehmen

Das passiert nur alle fünf Jahre.

rungen sind in der Regel ein Jahr

Kriterien bei der Position 3A225 –

te die Beantragung des AEO mit in

lang gültig. Hier müssen Unter-

der so genannte Klirr-Faktor – fällt

die Planung aufnehmen.

relevant sind. Im Interview mit A nach B erläutert

muss

geprüft

werden

nehmen beachten, dass Lieferan-

weg. Das heißt: ein ganz normales

Marc Bauer, Referatsleiter Interna-

Die Pflege der Warennummern ist so

derzeit viel diskutiert. Was kommt

ten ihre LLE verlängern bzw. dass

technisches Gerät, der Frequenzum-

Haben Sie noch einen konkreten Tipp

tionaler Warenverkehr bei der IHK

ein Klassiker – eine Herausforderung

hier im neuen Jahr auf uns zu?

für Kunden wieder LLE ausgestellt

wandler, wird unter Umständen zum

für unsere Leser?

Region Stuttgart, was Unternehmen

für Unternehmen?

In diesem Jahr sind Handelsabkom-

werden, sonst haben die im Jahr

Dual-Use-Gut und damit genehmi-

Die Zollbehörden drücken kein Auge

beachten müssen.

Die Warennummern sind das A und

men mit Georgien, Moldawien und

2015 gelieferten Waren keinen präfe-

gungspflichtig. Alle Unternehmen,

zu, wenn sie bei der Einfuhrabfer-

O – praktisch die Grundlage für alles

den Fidschi-Inseln in Kraft getre-

renziellen Ursprung. In den Lieferan-

die solche Geräte herstellen oder in

tigung Fehler bei der Zollwertbe-

im Außenhandel. Bei den meisten

ten. Kamerun wird vermutlich noch

tenerklärungen werden im Regelfall

ihren Produkten einbauen, müssen

rechnung entdecken. Firmen sollten

A nach B : Können die Unternehmen

Unternehmen läuft die Umstellung

folgen. Das wird die meisten Unter-

alle Länder aufgeführt, mit denen

aufpassen und die technischen Para-

daher genau darauf achten, ob der

diesmal dem Jahreswechsel gelassen

auch routiniert ab. Ganz vollauto-

nehmen aber nur am Rande betref-

Handelsabkommen bestehen. Daher

meter genau prüfen.

Zollwert korrekt angegeben wird.

entgegensehen? Stand heute stehen

matisch geht es aber nicht. Werden

fen, da das Handelsvolumen mit

werden hier Fidschi und die weiteren

nicht viele Änderungen an.

Warennummern aufgesplittet oder

diesen Ländern sehr überschaubar

neuen Abkommensländer genannt

Woher wissen Sie, dass diese Ände-

wicklung

Marc Bauer: Stimmt. So dramatisch

zusammengefasst, muss man schon

ist. Die Anwendbarkeit des Abkom-

werden, obwohl die praktischen

rung bald kommen wird?

ausgelagert haben. Letztendlich ist

viele Änderungen gibt es zum Start

genau hinschauen. Aber der Aufwand

mens mit Singapur ist noch offen.

Auswirkungen vermutlich vernach-

Eines der Exportkontrollregime –

das Unternehmen der Einführer

2015 nicht. Nichtsdestotrotz gibt es

lohnt sich. Denn die Folgekosten sind

Ein großes Fragezeichen gibt es noch

lässigbar sind.

die Nuclear Suppliers Group – hat

und für die Richtigkeit der Angaben

die „Klassiker“, also immer wieder-

enorm, wenn sich aufgrund einer

beim Abkommen mit Kanada. Es ist

dies beschlossen und es ist dann

verantwortlich.

kehrende Aufgaben, die man erle-

falschen Wareneinreihung Fehler in

fraglich, wann die Verhandlungen

Das Thema Exportkontrolle sowie

nur noch eine Frage der Zeit, bis

digen muss. Nutzen Unternehmen

der Zollabwicklung ergeben.

abgeschlossen werden und ob CETA

Embargo-Verordnungen, vor allem

dies weltweit und eben auch in der

Das Interview führte A nach B-Redak-

schon 2015 vorläufig angewendet

das Russland-Embargo, treiben viele

EG-Dual-Use-Verordnung umgesetzt

teurin Susanne Frank.

Die

beispielsweise vereinfachte Zollver-

Handelsabkommen

Auch dann, wenn sie die Einfuhrab-

fahren, sollte man unabhängig vom

Warum werden die Warennummern

werden kann. Wenn es kommt, wird

Unternehmen um. Zu Recht?

wird. Ich rechne noch in diesem Jahr

Jahreswechsel einmal im Jahr seine

jedes Jahr geändert?

es allerdings sehr aufwändig für die

Ja. Für die Unternehmen bedeutet

damit.

an

einen

Dienstleister


A nach B

30

Neue Zahlen und Fakten

Interessant und kurios 119 Mrd. mehr im Jahr

10 % der Unternehmen exportieren nach Russland

November.2014

RFID kann beim nicht überzeugen

ROI

A nach B

November.2014

31

Das A nach B -Sanktions-Barometer

14.260 Personen oder Organisationen 14.260

wurden mit Finanzsanktionen belegt und standen Anfang Oktober auf der CFSP

Russland ist für Deutschland ein

Das ist das Ergebnis einer aktuellen

wichtiger Handelspartner. Bezogen

Studie der Marktforscher von EFT.

auf die gesamte deutsche Exportwirt-

Demnach wählten 20 % der befrag-

schaft ist die Abhängigkeit der Unter-

ten Logistikexperten RFID als „Tech-

nehmen von Russland jedoch über-

nologie mit dem schlechtesten Re-

sationen und berücksichtigt die EU-Ver-

schaubar. Insgesamt führen 10 %

turn on Investment“.

ordnungen 2580/2001, 881/2002 und

14.101 13.970

(Common Foreign & Security Policy)-Liste der EU – deutlich mehr als noch zu Beginn des Jahres. Die Liste enthält sämtliche in

13.734

der EU gelisteten Personen und Organi-

aller exportierenden Unternehmen

753/2011 sowie alle in Länderembargos 01.14 02.14 03.14 04.14 05.14 06.14 07.14 08.14

Waren nach Russland aus. Das geht

enthaltenen Personenlisten.

aus einer Meldung des Statistischen Das geplante Freihandelsabkommen

Bundesamts hervor. Dabei machen

mit den USA könnte die europäi-

diese Exporte für 73 % der Unter-

sche Wirtschaft um 119 Milliarden

nehmen maximal ein Viertel ihrer

Euro pro Jahr ankurbeln, so eine

gesamten Exporte aus.

Einschätzung der EU Kommission.

190 Mio. iPads ...

Ein 987 Mio. Euro teures Logistikproblem ... ... hat Großbritannien. Denn auf diese Summe belaufen sich die Kosten für gescheiterte Online-Bestellungen, so eine Untersuchung des britischen Online-Handel-Verbandes IMRG.

der höchste jemals in diesem Zusammenhang gemeldete Monatswert.

Fachmesse LogiMAT

Jan./Feb. 2015 u.a. in Hamburg, München, Stuttgart

03.-04. Februar 2015, Congress Center, Leipzig

10.-12. Februar 2015, Neue Messe Stuttgart

Jahr für Jahr ändern sich die zollrechtlichen Vorgaben. Gut, wenn es Veranstaltungen gibt, die Mitarbeiter der Zoll- und Exportabteilung fundiert darüber informieren – wie beispielsweise die Jahrestagung Zoll & Export. Diese überzeugt durch Aktualität und Brisanz der Themen.

Hier trifft sich die Automobilbranche zum Austausch. Der Kongress bietet aber auch für Teilnehmer aus anderen Branchen teils interessante Anregungen. Gute Vorträge, interessante Themen und hochkarätige Referenten sowie gute Netzwerk-Möglichkeiten machen die Veranstaltung besuchenswert.

Der jährliche Messe-Pflichttermin. Breite Palette an Ausstellungsbereichen mit den Schwerpunkten Förder- und Lagertechnik sowie Software. Im Jahr 2014 waren 1.004 Aussteller vor Ort. Es gibt ein begleitendes Rahmenprogramm überwiegend Vorträge, deren Qualität allerdings stark schwankt.

Dazu wird das Unternehmen vor

Globe, das mit 400 Metern längste

men: Paletten höher beladen, um

Containerschiff der Welt.

Laderaum besser auszunutzen, der Einsatz von Lang- und Doppelstock-

15,4 % soll der E-Commerce-Umsatz von Bekleidung im Jahr 2014 steigen.

20 Euro

Lkw sowie optimierte Produktionsund Logistikstrukturen.

80 Mio. Euro Zollverlust verhindert Bei der Operation SNAKE des Euro-

kann man sparen, wenn bei einer retournierten Sendung aus der Schweiz die Zollabgaben rückerstattet werden.

Netzwerken

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Produkte & Lösungen

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päischen Anti-Fraud Office (OLAF) wurden innerhalb eines Monats

7 % Importzoll

das Statistische Bundesamt. Das ist

Forum Automobillogistik

den Lkw setzen. Weitere Maßnah-

Rekord im Sommer

Waren im Wert von 101 Mrd. Euro, so

Forum Jahrestagung Zoll & Export

... passen theoretisch auf die CSCL

kostet durchschnittlich eine Retoure im Textilbereich.

Im Juli 2014 exportierte Deutschland

... will der Papierkonzern SCA in

allem stärker auf die Bahn als auf

Zusatzeinkommen von jährlich etwa 500 Euro.

Veranstaltungstipps der Redaktion

den nächsten fünf Jahren erreichen.

Rechnerisch entspricht dies pro Haushalt in Deutschland einem

20 % weniger C02-Emissionen in der Logistik ...

1.500 Container entdeckt, deren Zollwert weit unter dem angegebenen Wert lagen. Die Operation verhinderte einen Verlust von 80 Mio. Euro an Zolleinnahmen, wie die EU Mitte September bekannt gab.

Impressum Herausgeber: AEB GmbH Julius-Hölder-Str. 39 70597 Stuttgart www.aeb.de Verantwortlich für den Inhalt: Jens Verstaen Redaktion: Susanne Frank, Vera Harich, Jens Verstaen

Layout: iXmedia GmbH, www.ixmedia.de Druck: DRUCKEREI KOMMT NOCH Fotos: © r.classen - shutterstock.com (Titel) © r.classen - shutterstock.com (S. 4/5) © ruigsantos - shutterstock.com (S. 14) © ratch - shutterstock.com (S. 20/21) © sumkinn - Fotolia.com (S. 28/29) Auflage: 3.500 Exemplare Abbestellung: Als AEB-Kunde erhalten Sie

dieses Kundenmagazin. Sie können der Zusendung jederzeit schriftlich widersprechen unter info@aeb.de © Alle Rechte vorbehalten. Veröffentlichungen, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung der AEB GmbH


A nach B

30

Neue Zahlen und Fakten

Interessant und kurios 119 Mrd. mehr im Jahr

10 % der Unternehmen exportieren nach Russland

November.2014

RFID kann beim nicht überzeugen

ROI

A nach B

November.2014

31

Das A nach B -Sanktions-Barometer

14.260 Personen oder Organisationen 14.260

wurden mit Finanzsanktionen belegt und standen Anfang Oktober auf der CFSP

Russland ist für Deutschland ein

Das ist das Ergebnis einer aktuellen

wichtiger Handelspartner. Bezogen

Studie der Marktforscher von EFT.

auf die gesamte deutsche Exportwirt-

Demnach wählten 20 % der befrag-

schaft ist die Abhängigkeit der Unter-

ten Logistikexperten RFID als „Tech-

nehmen von Russland jedoch über-

nologie mit dem schlechtesten Re-

sationen und berücksichtigt die EU-Ver-

schaubar. Insgesamt führen 10 %

turn on Investment“.

ordnungen 2580/2001, 881/2002 und

14.101 13.970

(Common Foreign & Security Policy)-Liste der EU – deutlich mehr als noch zu Beginn des Jahres. Die Liste enthält sämtliche in

13.734

der EU gelisteten Personen und Organi-

aller exportierenden Unternehmen

753/2011 sowie alle in Länderembargos 01.14 02.14 03.14 04.14 05.14 06.14 07.14 08.14

Waren nach Russland aus. Das geht

enthaltenen Personenlisten.

aus einer Meldung des Statistischen Das geplante Freihandelsabkommen

Bundesamts hervor. Dabei machen

mit den USA könnte die europäi-

diese Exporte für 73 % der Unter-

sche Wirtschaft um 119 Milliarden

nehmen maximal ein Viertel ihrer

Euro pro Jahr ankurbeln, so eine

gesamten Exporte aus.

Einschätzung der EU Kommission.

190 Mio. iPads ...

Ein 987 Mio. Euro teures Logistikproblem ... ... hat Großbritannien. Denn auf diese Summe belaufen sich die Kosten für gescheiterte Online-Bestellungen, so eine Untersuchung des britischen Online-Handel-Verbandes IMRG.

der höchste jemals in diesem Zusammenhang gemeldete Monatswert.

Fachmesse LogiMAT

Jan./Feb. 2015 u.a. in Hamburg, München, Stuttgart

03.-04. Februar 2015, Congress Center, Leipzig

10.-12. Februar 2015, Neue Messe Stuttgart

Jahr für Jahr ändern sich die zollrechtlichen Vorgaben. Gut, wenn es Veranstaltungen gibt, die Mitarbeiter der Zoll- und Exportabteilung fundiert darüber informieren – wie beispielsweise die Jahrestagung Zoll & Export. Diese überzeugt durch Aktualität und Brisanz der Themen.

Hier trifft sich die Automobilbranche zum Austausch. Der Kongress bietet aber auch für Teilnehmer aus anderen Branchen teils interessante Anregungen. Gute Vorträge, interessante Themen und hochkarätige Referenten sowie gute Netzwerk-Möglichkeiten machen die Veranstaltung besuchenswert.

Der jährliche Messe-Pflichttermin. Breite Palette an Ausstellungsbereichen mit den Schwerpunkten Förder- und Lagertechnik sowie Software. Im Jahr 2014 waren 1.004 Aussteller vor Ort. Es gibt ein begleitendes Rahmenprogramm überwiegend Vorträge, deren Qualität allerdings stark schwankt.

Dazu wird das Unternehmen vor

Globe, das mit 400 Metern längste

men: Paletten höher beladen, um

Containerschiff der Welt.

Laderaum besser auszunutzen, der Einsatz von Lang- und Doppelstock-

15,4 % soll der E-Commerce-Umsatz von Bekleidung im Jahr 2014 steigen.

20 Euro

Lkw sowie optimierte Produktionsund Logistikstrukturen.

80 Mio. Euro Zollverlust verhindert Bei der Operation SNAKE des Euro-

kann man sparen, wenn bei einer retournierten Sendung aus der Schweiz die Zollabgaben rückerstattet werden.

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päischen Anti-Fraud Office (OLAF) wurden innerhalb eines Monats

7 % Importzoll

das Statistische Bundesamt. Das ist

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den Lkw setzen. Weitere Maßnah-

Rekord im Sommer

Waren im Wert von 101 Mrd. Euro, so

Forum Jahrestagung Zoll & Export

... passen theoretisch auf die CSCL

kostet durchschnittlich eine Retoure im Textilbereich.

Im Juli 2014 exportierte Deutschland

... will der Papierkonzern SCA in

allem stärker auf die Bahn als auf

Zusatzeinkommen von jährlich etwa 500 Euro.

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den nächsten fünf Jahren erreichen.

Rechnerisch entspricht dies pro Haushalt in Deutschland einem

20 % weniger C02-Emissionen in der Logistik ...

1.500 Container entdeckt, deren Zollwert weit unter dem angegebenen Wert lagen. Die Operation verhinderte einen Verlust von 80 Mio. Euro an Zolleinnahmen, wie die EU Mitte September bekannt gab.

Impressum Herausgeber: AEB GmbH Julius-Hölder-Str. 39 70597 Stuttgart www.aeb.de Verantwortlich für den Inhalt: Jens Verstaen Redaktion: Susanne Frank, Vera Harich, Jens Verstaen

Layout: iXmedia GmbH, www.ixmedia.de Druck: DRUCKEREI KOMMT NOCH Fotos: © r.classen - shutterstock.com (Titel) © r.classen - shutterstock.com (S. 4/5) © ruigsantos - shutterstock.com (S. 14) © ratch - shutterstock.com (S. 20/21) © sumkinn - Fotolia.com (S. 28/29) Auflage: 3.500 Exemplare Abbestellung: Als AEB-Kunde erhalten Sie

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Alle Infos für reibungslose Warenströme: www.aeb.de/durchgaengig-demo


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AnachB 11.2014. Transparenz in der Lieferkette. Das uneingelöste Versprechen? by AEB Software - Issuu