D i e i n t e r n a t i o n a l e Z e i t s c h r i f t f 체 r S i e b e n t e n - Ta g s - A d v e n t i s t e n
Nove m b e r 2 01 6
10 Brustkrebsrisiko und Bewegung 24 Der bessere Weg wird 125 26 J체nger mit Schwertern
Wie
Glaube w채chst
Eine neue Sicht auf Gemeindegr체ndungen
Nove mb e r 2016
T I T E LT H E M A
D i e i n t e r n a t i o n a l e Z e i t s c h r i f t f ü r S i e b e n t e n - Ta g s - A d v e n t i s t e n
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Nove m b e r 2016
10 Brustkrebsrisiko und Bewegung 24 Der bessere Weg wird 125 26 Jünger mit Schwertern
Wie Glaube wächst
Von Bill Knott
Zwischen Saat und Ernte liegt ein langer Weg.
Wie
Glaube wächst
8 Auf Jesus sehen
B L I C K P U N K T
A N D A C H T
Von Donald L. Bedney II
Oft sehen wir es nicht, doch Gott sieht es – und andere auch.
22 Das Paradox von Einheit und Vielfalt G L A U B E N S Ü B E R Z E U G U N G E N
Eine neue Sicht auf Gemeindegründungen
I M
14 Gottes Werk in uns
Von Richard Aguilera
Wie wir verschieden und dennoch gleich sind.
24 Der bessere Weg wird 125 E L L E N
Von Ted N. C. Wilson
Das Heiligtum sagt uns, dass Jesus unser Freund und Fürsprecher ist.
W H I T E
E N T D E C K E N
Von James R. Nix
Ein kleines Buch, das viel verändert.
11 Ein Engel in KGB-Uniform A D V E N T G E S C H I C H T E
Von Pavel Liberanskiy
In der Sowjetunion ein Christ zu sein, war nicht leicht.
RESSORTS 3 K I R C H E
I N
A K T I O N
3 Aus aller Welt 6 Blick in die Welt
10 G E S U N D H E I T Bruskrebsrisiko und Bewegung 26 F R A G E N Z U R B I B E L Jünger mit Schwertern
www.adventistworld.org In 12 Sprachen online
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Adventist World | November 2016
27 B I B E L S T U D I U M Die wirkliche Wahrheit über die Wiederkunft des Herrn 28
L E S E R F O R U M
Ohne Wachstum kein Leben
A U S A L L E R W E LT Von Chigemezi N. Wogu
Adventisten aus Ghana
bezeugen Jesus in Europa N .
W o g u
Immigranten aus Afrika Teil von „umgekehrter Mission“
C h i g e m e z i
„Wenn wir etwas pflanzen, dann erwarten wir, dass es wächst. Wenn wir nicht erwarten, dass es wächst, nennen wir es Beerdigung.“ Die ernüchternden Worte des Referenten erinnerten uns alle, die wir an der Gemeindegründungs-Konferenz teilnahmen, dass die Gründung neuer Gemeinden mit treuen Gläubigen eine Kernaufgabe der Mission der Kirche ist und seit den Tagen der Apostel war. Als Jesus seinen Jüngern den Auftrag gab „Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe“ (Mt 28, 19–20), war es seine Absicht, dass eine lokale Einheit seines Leibes der Ort sein sollte, an dem dieses zu-Jüngern-Machen stattfinden würde, wo Taufe und Aufnahme gefeiert würden und wo Männer und Frauen täglich wachsen, weil sie Christus kennenlernen (vgl. Eph 4,20). Die Briefe, die der Apostel Paulus an die Gemeinden im Römischen Reich des 1. Jahrhunderts schrieb, sind von einigen sogar als eine Art „Gemeindegründungs-Newsletter“ bezeichnet worden. Seine Briefe enthalten alle lehrmäßigen Unterweisungen, praktischen Ratschläge für besondere Situationen und persönlichen Grüße, die man von einem Mann erwartet, dessen zentraler Dienst für seinen Retter darin bestand, neue Gemeinden zu gründen. Neue Gemeinden ins Leben zu rufen – ob in Privaträumen, gemieteten Geschäftsräumen, im Freien unter dem Schutz eines Blechdachs oder sogar unter Bäumen – ist ein wesentlicher Teil des Planes Christi, sein Reich zu vergrößern und immer mehr Männer und Frauen zu retten. Es ist keine optionale Sache, keine Aufgabe lediglich für die überdurchschnittlich Eifrigen oder diejenigen, die mit ihrer gegenwärtigen Gemeinde unzufrieden sind. Durch Gemeindegründungen werden Millionen von suchenden Menschen endlich die unvergleichliche Freude erleben, Teil eines treuen, anbetenden, Gottesdienst haltenden und Zeugnis gebenden Verbunds von Gläubigen zu sein, die sehnlichst auf die baldige Wiederkunft warten. Bitte Jesus beim Lesen des Titelthemas dieser Ausgabe von Adventist World, dass er dir Ohren gibt, damit du seine Einladung hörst, neue Gemeinden treu zu unterstützen – und es dann auch tust.
Richard Opoku Atakora aus Italien beim Verteilen von Einladungskarten für den Bibelfernunterricht im niederländischen Stadskanaal.
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in Camp-Meeting, zu dem 1.000 Ghanaer in die kleine niederländische Stadt Stadskanaal gekommen waren, zeigt, dass der Adventismus in Europa durch das Phänomen der „umgekehrten Mission“ blüht. Das 22. jährlich stattfindende Camp-Meeting für Ghanaer in Europa, das Ende August abgehalten wurde, war nach Aussagen der Organisatoren zugleich Folge und Auslöser der umgekehrten Mission: Menschen, die durch den Einsatz europäischer Missionare Adventisten wurden, brachten das Evangelium zurück in ein zunehmend säkularisiertes Europa. So reservierten sich zum Beispiel Jugendliche und junge Erwachsene, die zum Camp-Meeting gekommen waren, einen Nachmittag, um ihren Glauben durch Musik und das Weitergeben von Literatur in Stadskanaal zu bezeugen. „Die Leiter wollen die Jugendlichen zur Mission ermutigen“, erklärte Stephen O. Bimpeh, ein ghanaischer Pastor in Amsterdam und Koordinator für Missionsaktivitäten beim Camp-Meeting, die Aktion. Letztes Jahr tauchten nach der Missionsaktion mehrere Gäste beim Camp-Meeting auf, darunter auch ein junger Mann, der so beeindruckt von der Straßenmusik der Adventisten war, dass er beschloss, am Abendprogramm teilzunehmen, wie Bimpeh erzählte. Zwar wird die umgekehrte Mission unter den Adventisten kaum erforscht, dennoch beobachten Wissenschaftler dieses Phänomen, das sich unter adventistischen Immigranten in Europa und Nordamerika ereignet, sehr genau. Ghanaische Immigranten arbeiteten Hand in Hand mit europäischen Adventisten, um während des Camp-Meetings das Evangelium zu verkündi-
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A U S A L L E R W E LT
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nehmer des Camp-Meetings gemeinsam haben, wurde wohl am besten vom 17-jährigen Allard Huizinga zusammengefasst, der gemeinsam mit seinem Vater das Sabbatsofa nach Stadskanaal gebracht hatte. Er sagte über das Zeugnisablegen: „Mir gefällt es. Es ist Gottes Werk, und das ist es, was wir zu tun haben.“ n
ruhen. Das überraschte seine Kollegen; sie wollten mehr wissen. Das gab Atakora die Gelegenheit, ihnen mehr über den Sabbat zu erzählen und darüber, dass es wichtig ist, den Gott anzubeten, der die Welt erschaffen hat. Der Wunsch, Jesus in Europa zu bezeugen, den Atakora und andere Teil-
Adventistischer Kirchenleiter aus Holland heißt
Diebe willkommen,
aber nur zum Gottesdienst
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ach einem missglückten Einbruchsversuch in den Verwaltungssitz der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in den Niederlanden hat der Leiter der Kirche eine Botschaft der Vergebung veröffentlicht. Der Einbruchsversuch in der Nacht zum 19. August 2016 war am effektiven Alarmsystem und wegen des schnellen Eintreffens der Polizei gescheitert. Zwei tatverdächtige Männer versteckten sich zunächst in einer Mansarde, konnten von der Polizei jedoch mittels Wärmebild-Aufklärung ausfindig gemacht werden. Beim Versuch zu fliehen, stürzten sie durch eine Decke in einen Spalt zwischen zwei Mauern und mussten von der herbeigerufenen Feuerwehr befreit werden, während ein Polizeihubschrauber über dem Gebäude kreiste, um weitere Fluchtversuche zu verhindern. „Die Behörden sollen wissen, dass wir den Tätern vergeben und für sie gebetet haben“, schrieb Altink in einer Stellungnahme auf der Website der Kirche. Die Angestellten, die am Morgen zur Arbeit kamen, waren froh, dass nichts gestohlen worden war, bedauerten jedoch den großen Schaden, der an dem historischen, unter Denkmalschutz stehenden Gebäude entstanden war. Altink, der
Von Nelske Verbaas
schon gegen fünf Uhr morgens am Tatort erschien, berichtete, dass ein Loch in eine Mauer des Gebäudes geschlagen werden musste, um die beiden Männer zu befreien und festzunehmen. Auch die Decke war durch den Fluchtversuch beschädigt worden. Noch bevor bekannt war, zu welchen Gefängnisstrafen die beiden Tatverdächtigen im Falle einer Anklage und Verurteilung für versuchten Einbruchsdiebstahl verurteilt werden würden, erklärte Alkink, dass er sich freuen würde, die beiden Männer eines Tages in einer Adventgemeinde zu treffen: „Sie sind zu den Gottesdiensten in unseren Gemeinden willkommen, vorausgesetzt, sie kommen durch die Vordertür hinein.“ n T E D
gen; und sie engagieren sich darüber hinaus in ganz Europa in der Mission. Unter den Teilnehmern waren auch ein Holländer und sein Sohn, Bob und Allard Huizinga. Sie fuhren 140 Kilometer quer durch die Niederlande, um ein „Sabbat sofa“ zum Camp-Meeting nach Stadskanaal zu bringen. Die beiden hatten über YouTube von dem Sofaprojekt gehört, das junge Adventisten in London gestartet hatten, und beschlossen, die Idee in den Niederlanden nachzumachen. Unterwegs zum Camp-Meeting, schleppten Bob und Allard Huizinga das Sofa von einer Straße der Stadt zur nächsten und luden die Passanten ein, sich darauf auszuruhen. Auf die vielen Fragen hin, die ihnen gestellt wurden, erklärten die beiden, dass das Sofa eine Gelegenheit zum Ausruhen böte. Dann erzählten sie von der Ruhe, die der Sabbat bietet. Das Sabbatsofa ist ein einfaches Projekt, das es den Leuten aus unerfindlichen Gründen leicht macht, sich zu öffnen, wie Huizinga sagte. Er und sein Sohn stellten das Sofa einmal neben einem Stau auf und waren ganz erstaunt, dass die Leute geduldig Schlange standen, um auf dem Sofa Platz zu nehmen und über ihre Probleme zu reden. „Es ist verrückt, aber in fünf Minuten erzählen sie dir ihre ganze Lebensgeschichte“, sagte Huizinga. Richard Opoku Atakora lebt in Italien und verteilte während des Camp-Meetings im Zentrum von Stadskanaal Einladungen zum Bibelfernunterricht, eine Art von Missionseinsatz, an dem er in seiner Heimat noch nicht hatte teilnehmen können, wie er sagte. Dort bezeugt er seinen Glauben auf andere Weise, nämlich indem er ein vorbildliches Leben führt. Seine Kollegen fragen ihn oft, warum er auf bestimmte Art und Weise handelt. So schlug er zum Beispiel einmal eine Einladung seiner Kollegen aus, an einem Freitagabend auszugehen. Von ihnen nach dem Grund gefragt, erklärte er, dass der Sabbat eine Zeit ist, um Gott anzubeten und zu
Feuerwehrmänner brachen ein Loch in eine Mauer des Verwaltungssitzes der Niederländischen Union, um zwei eingeschlossene Einbrecher zu befreien.
Und r e w s
Un i v e r s i t y
Ray McAllister mit dem Dr. Jacob Bolotin Award für seine Arbeit mit Braillecodes.
Von Danni Francis und Andrew McChesney
Erstmals an Adventisten:
Hohe Auszeichnung für
Blinde
Ray McAllister hilft blinden Studierenden, biblische Texte in der Originalsprache zu lesen.
E
rstmalig hat mit Ray McAllister ein Siebenten-Tags-Adventist den auch als „Blinden-Nobelpreis“ bezeichneten Dr. Jacob Bolotin Award für die Übertragung der Brailleschrift auf antike biblische Sprachen erhalten, die es blinden Studierenden erlauben, Originaltexte selbstständig zu studieren. McAllister, ein blinder Assistenzdozent an der Andrews University und staatlich anerkannter Heilmasseur, erhielt den renommierten Preis zusammen mit seiner Organisation, den Semitic Scholars. Der mit der höchstmöglichen Summe von 20.000 US-Dollar dotierte Preis wird vom Staatlichen Blindenverband in den USA (National Federation of the Blind) verliehen und würdigt Personen und Organisa-
tionen, die einen bedeutenden Beitrag zur Integration Blinder in die Gesellschaft geleistet haben. „Mein Gebet ist, dass mir mein Preis die Anerkennung gibt, die ich brauche, um mit Wissenschaftlern in der ganzen Welt zu verhandeln, um Zutritt zu dem Textmaterial zu erhalten, das ich benötige“, sagte McAllister als Reaktion auf seine Würdigung. Der Staatliche Blindenverband lobte die Semitic Scholars für ihre Leistung. „Ein Geldpreis von 20.000 Dollar ging an die Semitic Scholars, eine Gruppe von drei blinden Akademikern, die eine Brailleschrift für antike biblische Sprachen entwickelt haben, sodass Quellentexte religiöser Schriften von blinden Studierenden
selbstständig in ihrem Originalzusammenhang studiert werden können, was bisher unmöglich war“, hieß es in einer Begründung. Die Semitic Scholars bestehen aus McAllister, Sarah Blake LaRose, einer Hebräischprofessorin und Absolventin der Anderson University in Anderson im USBundesstaat Indiana, die auch Brailleschrift transkribiert; und Matthew Yeater, dem Präsidenten der Ortsgruppe des Staatlichen Blindenverbands in Michiana im US-Bundesstaat Indiana. Die Auszeichnung ist nach Dr. Jacob Bolotin benannt worden, einem blinden Arzt, der sich sehr für Blinde einsetzte. Er praktizierte von 1912 an in Chicago, bis er 1924 im Alter von nur 36 Jahren starb. Als erster Adventist diesen Preis gewonnen zu haben, ist nicht McAllisters erster Erfolg. Im Jahr 2010 war er der erste Blinde, der am Adventistischen Theologischen Seminar der Andrews University die Doktorwürde im Fach Theologie mit Schwerpunkt auf Altem Testament erlangte. Gegenwärtig arbeitet er als Assistenzdozent an der Fakultät für Fernbildung und Internationale Partnerschaften der Universität in Berrien Springs. Für das Braille-Projekt verwendete McAllister zunächst einen Computer, um seine eigene Version von griechischen und hebräischen Symbolen in Braillebuchstaben zu konvertieren und sie auf einem Brailledisplay, einem Gerät, das Brailleschrift dynamisch durch kleine Stifte anzeigt, darzustellen. Doch ihm wurde klar, dass er etwas brauchte, das mehr der griechischen und hebräischen Brailleschrift entsprach, nur mit zusätzlichen Symbolen. So entwickelte er Braillecodes für die Symbole, die es noch nicht in Braille gab. Im Hebräischen gibt es zum Beispiel Akzentzeichen, die dem Leser helfen zu erkennen, wo er während des Lesens Pausen machen kann. Diese Akzentzeichen geben wichtige Hinweise für den Sprech-
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A U S A L L E R W E LT gesang eines Textes. Diese Symbole waren in der hebräischen Brailleschrift zuvor nicht systematisch dargestellt worden. „Da Blinde manchmal gerne den Sprechgesang erfassen wollen, hielt ich es für erforderlich, eine hebräische Bibel in Braille mit all diesen Symbolen vorzubereiten“, sagte McAllister. „Als ich die Symbole entwickelt hatte, musst ich sie begutachten lassen.“ Dabei unterstützte ihn Sarah Blake LaRose, die 2007 ein Brailleverzeichnis für Altgriechisch und Althebräisch mit allen technischen Markierungen entwickelt hatte. Unter Anleitung von LaRose, stellte McAllister ein System fertig, das angewandt werden konnte, um Text für Blinde zu erstellen. Mit diesem System, der Funktion „suchen und ersetzen“ von Microsoft Word und dem ‚Codex von Aleppo‘ (ältestes vollständiges Manuskript der masoretischen hebräischen Bibel) übertrug McAllister den Text in Braille. „Ich habe die gesamte hebräische Bibel, inklusive aller Akzente in Braille übertragen und habe tatsächlich auch fließend danach ‚singen‘ können“, sagte McAllister. „Ich habe auch andere hebräische Dokumente übertragen, semitische Inschriften, und viele griechische Dokumente.“ Im Jahr 2014 ging McAllister eine Partnerschaft mit Duxbury Systems ein, einer Firma, die eine Software herstellt, mit der man Dokumente aus verschiedenen Sprachen in Braille konvertieren kann. Durch Duxbury kam er mit Yeater zusammen, der dort ein Programm erstellte, mit dem Bibeldokumente aus vielen Sprachen, darunter auch Englisch, in Braille umgewandelt werden können. Was die Zukunft betrifft, hofft McAllister, noch viele Texte in Brailleschrift konvertieren zu können. „Ich weiß nicht, wie Gott führen wird“, sagte er. „Ich weiß nur, dass er bis hierher geführt hat, und dass alles, was noch kommt, ein noch größeres Abenteuer wird.“ n
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Galina Moskalenko auf dem Zugang zur Adventgemeinde in Bugskoe in der Ukraine.
Adventistin bekehrt
10 Prozent
der Bewohner ihrer Stadt Galina Moskalenkos Bekehrungsgeschichte spiegelt die Geschichte ihrer Stadt. Von Andrew McChesney
W
enn man Adventisten in der Südukraine nach Galina Moskalenko fragt, wird man mit großer Wahrscheinlichkeit ein breites Lächeln sehen und überschwängliches Lob hören. Wenn man die 1.400 Einwohner der kleinen Stadt Bugskoe auf sie anspricht, wird die Reaktion ähnlich sein. Moskalenko war Anfang der 1990er Jahre die erste Adventistin in der verschlafenen ukrainischen Stadt; ihr Einfluss hat dazu geführt, dass bemerkenswerte zehn Prozent der Einwohner sich der Gemeinde angeschlossen haben. Den ukrainischen Kirchenleitern zufolge hat keine andere Stadt in der Ukraine solch einen großen Anteil an Adventisten in der Bevölkerung. Moskalenko ist auch die Gemeindeleiterin der Adventgemeinde in Bugskoe, eine Aufgabe, die sie nicht angestrebt hatte, und zu der es ein weiter Weg war von ihrer Zeit als Arbeiterin in einem Kraftwerk, in der sie kurze Röcke trug und ewige Verdammnis fürchtete. Die 54-jährige Moskalenko macht zwei Dinge für das kräftige Gemeindewachstum verantwortlich: das Gebet und die Beteiligung aller Gemeindeglieder. „Unsere Gemeinde endet nicht an ihren Mauern“, erklärt Moskalenko. „Unsere Gemeinde ist die ganze Stadt.“
Die Geschichte der SiebentenTags-Adventisten in Bugskoe umfasst auch Moskalenkos eigene Bekehrung, ein Prozess, der 1989 begann, als eine Arbeitskollegin sie um einen Lippenstift bat. Als Moskalenko und ihr Mann Vladimir in der Zeit des Zerfalls der Sowjetunion nach Bugskoe kamen, gab es dort überhaupt keine Kirchen, ganz gleich welcher Art. Bugskoe ist etwa 80 Kilometer von der nächsten größeren Stadt entfernt, der am südlichen Schwarzmeer gelegenen Stadt Mykolaiv mit einer halben Million Einwohner. Ein Reporter von Adventist World musste etwa zweieinhalb Stunden über schlechte Straßen voller Schlaglöcher fahren, um die Stadt zu erreichen. Zu Moskalenkos Arbeit in der Stadt gehörte, dass sie mehrmals im Monat in das etwa 30 Kilometer entfernte Nova Odesa reiste. Nebenbei verdiente sie noch zusätzlich Geld damit, dass sie heimlich schwer erhältliche Kosmetika verkaufte, die sie von einer Freundin bezog. Der Wunsch nach einem Lippenstift
Während eines Besuchs in Nova Odesa, kam eine Kollegin namens Tanya auf Moskalenko zu und fragte sie verstohlen, ob sie ihr einen Lippenstift besorgen könnte. Das Anliegen der Kollegin erstaunte sie. Sie fragte Tanya: „Warum willst du einen hel-
F o t o s :
A nd r e w
Mc C h e s n e y
/
A R
Galina Moskalenko sagt: „Unsere Gemeinde endet nicht an ihren Mauern. Unsere Gemeinde ist die ganze Stadt.“
len Lippenstift? Den sieht man ja kaum. Erlaubt dir dein Mann nicht, Lippenstift zu tragen?“ Sie lächelt bei der Erinnerung an die Begebenheit. Auf ihre Frage schüttelte Tanya den Kopf. „Warum denn dann?“ wollte Moskalenko wissen. Tanya lächelte. „Bist du gläubig?“ Tanya nickte. Moskalenko fragte Tanya, wo sie zur Kirche ging und ob sie auch kommen könne. Tanya antwortete: „Komm am Samstag nach Nova Odesa.“ „Warum am Samstag?“ „Das ist eine lange Geschichte“, erwiderte Tanya. „Aber wenn du am Samstag kommst, erzähle ich’s dir.“ Am nächsten Sabbat nahm Tanya Moskalenko mit in ein kleines, einfaches Gebäude. Moskalenko sagt, dass sie nie vergessen wird, was in dem Gebäude geschah. „Als ich eintrat, kam eine ganze Gruppe von Leuten mit ausgebreiteten Armen auf mich zu“, erinnert sie sich. „Sie begrüßten mich, als hätten sie ihr ganzes Leben lang auf mich gewartet. Sie umarmten und küssten mich. Sie waren so glücklich.“ Verlegen setzte sich Moskalenko in eine Ecke. In ihrem Lieblingsoutfit – kurzer Rock, weit ausgeschnittene Bluse und
leuchtendroter Lippenstift – fühlte sie sich nackt. Doch sie vergaß ihre Unsicherheit, als sie dem Pastor zuhörte. Es schien, als hätte er die Predigt nur für sie vorbereitet. „Der Pastor sagte: ‚Wenn du Jesus annimmst, ist dir vergeben, deine Sünden sind von dir genommen und du wirst nicht ins Gericht kommen. Du wirst frei sein‘.“ erinnert sich Moskalenko. Die Worte überwältigten Moskalenko. Von ihren orthodoxen Eltern hatte sie als Kind und Jugendliche immer gehört, dass sie brav sein solle, weil sie am Ende der Zeit für ihre Sünden gerichtet werden würde. „Wenn man sich 28 Jahre lang über das Gericht Sorgen macht und plötzlich hört, dass man frei sein kann, ist das ein unbeschreibliches Gefühl“, sagt Moskalenko. „Auf dem Heimweg habe ich im Bus allen erzählt: ‚Uns wird doch vergeben. Wir müssen nur glauben und es annehmen!‘“ Zwei Jahre später wurde sie getauft; weitere zwei Jahre später auch ihr Mann. Erfolge als Adventisten
Anfang der 1990er Jahre waren die Zeiten in der Südukraine hart. Arbeit und Lebensmittel waren rar. Die Leute hungerten. Die Kolchose war nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion geschlossen worden; die Familie Moskalenko lebte auf dem einzigen Bauernhof in der Region. „Als wir Jesus annahmen, hatten wir keine Lebensgrundlage“, sagt Moskalenko. „Wir fragten uns ‚Was können wir tun? Wie können wir den Menschen helfen, nicht mehr zu stehlen und ehrlich zu arbeiten?‘“ Moskalenko zufolge wurden die Leute dazu erzogen zu stehlen. Arbeiter auf dem Hof stahlen Getreide. Arbeiter in Autofabriken stahlen Autos. Wenn die Leute nicht stahlen, wurden sie als schlechte Arbeiter angesehen. Die Moskalenkos beschlossen, ihr Getreide an die Stadtbevölkerung zu verteilen. Eine Tonne an eine Familie, einein-
halb Tonnen an eine andere – jede so viel, wie sie brauchte. „Wir sagten ihnen: ‚Wir helfen euch, weil es schwierig ist, über die Runde zu kommen; aber ihr müsst dieses Jahr lernen, ehrlich zu leben.‘“ Und das taten die Bewohner der Stadt. Die Moskalenkos zeigten ihnen, wie man einen Garten anlegt. Ihr eigenes Heim war immer offen. Wer etwas zum Anziehen brauchte, konnte sich etwas aus ihrem Schrank nehmen. In der Küche gab es immer fertiges Essen. „Es ist so schön, nach Hause zu kommen und eine Notiz vorzufinden, auf der steht: ‚Vielen, vielen Dank. Wir haben hier gegessen‘“, sagt Moskalenko. „Als die Leute sahen, was wir taten, wurden ihre Herzen verändert.“ Gemeinsam mit ihrem Mann begann sie 1994 an den Arbeiten zu einer ersten Kapelle. Als sie fertig war, war sie schon zu klein, um alle aufzunehmen, die zum Gottesdienst kommen wollten. So wurde die neue Kapelle gebaut, die im Juli eingeweiht wurde. Von Anfang an war Moskalenko Gemeindeleiterin. Nach dem Geheimnis des beeindruckenden Wachstums gefragt, betont sie, dass es auf Gebet und der Beteiligung aller Gemeindeglieder in ihrem Ort beruht. Viele der 100 Gemeindeglieder und ihrer 30 Kinder kommen jeden Tag um sechs Uhr morgens und um fünf Uhr nachmittags in der Gemeinde zusammen, um zu beten. Die Gemeindeglieder sind auch immer wieder in der Stadt unterwegs. Sie helfen in den Gemüsegärten, reinigen die Straßen, besuchen Kranke, Behinderte und Menschen, die Geburtstag haben. „Letzten Sonntag wurde eine Frau beerdigt, die Mann und Kinder hinterließ. Wir haben die Beerdigung und ein anschließendes Essen aus eigener Tasche bezahlt, obwohl die Familie gar nicht hier lebt“, sagt Moskalenko. „Die ganze Stadt sieht das.“ Und deshalb sind ihrer Meinung nach zehn Prozent der Stadt Adventisten. n
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B L I C K P U N K T
sehen esus J Unser Freund und Fürsprecher
Auf
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n der letzten Ausgabe von Adventist World haben wir die Bedeutung von Glaubenslehren betrachtet und herausgefunden, dass die Lehren von Gottes Wort definieren, wer wir als Volk sind (Offb 12,17), worin unsere Mission besteht (Mat 28,19–20) und welche Endzeitbotschaft wir zu verkündigen haben (Offb 14,6–12).1 Diesen Monat werden wir einen kurzen Blick auf unsere markanteste biblische Lehre richten, nämlich Christus und das himmlische Heiligtum. Diese wunderbare und wichtige Lehre ist manchmal missverstanden und falsch dargestellt worden, aber es ist unbedingt wichtig für uns, sie richtig zu verstehen. Wesentlich für die Erlösung
Im Buch Der große Kampf lesen wir: „Die Fürsprache Christi im Heiligtum droben für den Menschen ist ein ebenso wesentlicher Teil des Heilsplanes wie sein Tod am Kreuz. Mit seinem Tode begann er das Werk, das zu vollenden er nach seiner Auferstehung gen Himmel fuhr.“2 Wir Siebenten-Tags-Adventisten haben immer gelehrt, dass Christi Leben im vollkommenen Gehorsam gegenüber dem Willen Gottes und sein Tod am Kreuz „das einzige Mittel [sind], die Sünde des Menschen zu sühnen. Wer diese von Gott bewirkte Versöhnung im Glauben annimmt, hat das ewige Leben.“3 Im irdischen Heiligtum, das Gott seinem Volk als lebendiges Modell des Heiligtums im Himmel gab, wurde Christus als vollkommenes Opferlamm dargestellt, das während des Morgen- und Abendopfers geschlachtet wurde. Das Blut dieses Lammes repräsentierte das Blut Christi, das er für die Versöhnung unserer Sünde vergoss.
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Rechtfertigung und Heiligung
Doch so wichtig dies auch ist, es repräsentiert nur einen Teil des Werkes, das Christus für uns im himmlischen Heiligtum tut. Der Heiligtumsdienst bietet die perfekte Veranschaulichung für Rechtfertigung und Heiligung: Jesus, dargestellt durch das Opferlamm, vergoss sein Blut, um unsere Schuld wegzunehmen, und Jesus unser Hohepriester, der für uns im Allerheiligsten dient und uns durch die Wegnahme unserer Schuld heiligt. Vielleicht möchtest du dazu auch die ganze Glaubensüberzeugung Nr. 24 „Christi Dienst im himmlischen Heiligtum“ nachlesen. Die meisten Aspekte des irdischen Heiligtums und des Dienstes, der dort stattfand, haben mit der Gerechtigkeit Christi zu tun und damit, wie das Gericht ausgeführt wurde. Das Becken, in dem sich die Priester wuschen, stand für die reinigende Macht Christi. Der Schaubrottisch repräsentierte Jesus, das Brot des Lebens, das er für jeden von uns ist. Der siebenarmige Leuchter aus getriebenem Gold stand für Jesus, der das Licht der Welt und das Licht für unser Leben ist. Direkt vor dem Vorhang, der das Heilige vom Allerheiligsten trennte, befand sich der goldene Räucheraltar. Er zeigte Gottes Gegenwart durch ein Feuer, das er entfachte und stellte die an Gott gerichteten Gebete und Bitten um Vergebung dar. An die Hörner des Räucheraltars wurde Blut vom Sündopfer gestrichen, das außerdem noch vor den Vorhang gesprengt wurde, um damit darzustellen, dass die Schuld von der schuldigen Person auf das Heiligtum übertragen wurde. Der Vorhang zwischen dem Heiligen und dem Allerheiligsten reichte nicht bis an die Decke, so zog der Weihrauch in das
Von Ted N. C. Wilson
Allerheiligste über den Gnadenthron der Bundeslade, wo symbolisch der Dienst der Fürbitte und Versöhnung stattfand, der Himmel und Erde miteinander verband. Die Bundeslade war aus Akazienholz gefertigt und mit Gold überzogen; in ihr befanden sich die ursprünglichen Zehn Gebote, etwas Manna und Aarons blühender Stab. Sie zeigten Gottes beständiges Interesse an unserem Leben und seine Fürsorge für unsere Bedürfnisse. Der Gnadenthron der Bundeslade bestand aus einem Stück Gold, über dem sich zwei goldene Cherubim neigten, die einen Flügel in die Höhe streckten und einen angelegt hatten. Dadurch wurde die Ehrfurcht dargestellt, mit der die himmlischen Wesen das Gesetz Gottes betrachten und das Interesse, mit dem sie den Erlösungsplan verfolgen – das, worum es im Gericht geht: dass Jesus uns durch sein Blut erlöst, dass wir uns im Bewusstsein, Vergebung nötig zu haben, ihm in Demut unterordnen und unsere Sünden bekennen und dass er uns die Befreiung vom Gericht anbietet. „So kommt es, dass in dem Erlösungswerk Christi, das der Heiligtumsdienst versinnbildete, ‚Güte und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und Friede sich küssen‘.“4� Wo die Sünde hingehört
Einmal im Jahr betrat der Hohepriester das Allerheiligste, um das gesamte Heiligtum von der Sünde zu reinigen. An dem jährlichen Versöhnungstag wurden zwei Böcke vor die Tür der Stiftshütte gebracht, einer wurde als Sündopfer für das Volk geschlachtet und sein Blut, welches das Blut versinnbildete, das Christus für uns vergoss, im Allerheiligsten auf den Gna-
denthron gesprengt. Dann legte der Hohepriester seine Hände auf den Kopf des lebenden Bockes – den Sündenbock, der Satan repräsentierte – und bekannte die ganzen Sünden Israels, die sich angehäuft hatten. Damit übertrug er die Sünden vom Heiligtum auf den Sündenbock. Daraufhin wurde der Sündenbock zum Sterben in die Wüste geführt, ein Sinnbild dafür, dass Satan am Ende die Strafe für die Sünde tragen und sterben wird und seinen Versuchungen ein Ende bereitet wird. Nach seiner Auferstehung fuhr Jesus in den Himmel auf und begann seinen besonderen Dienst der Fürsprache als unser Hohepriester. In Hebräer 4,14–16 lesen wir: „Weil wir denn einen großen Hohenpriester haben, Jesus, den Sohn Gottes, der die Himmel durchschritten hat, so lasst uns festhalten an dem Bekenntnis. Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte mit leiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne Sünde. Darum lasst uns hinzutreten mit Zuversicht zu dem Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zu der Zeit, wenn wir Hilfe nötig haben.“
Es ist Christi Recht und Vorrecht, uns als unser Hohepriester, Fürsprecher und Anwalt zu vertreten. Hebräer 6,19 besagt, dass er „in das Innere des Vorhangs“, ins Heilige, hineinging, um dort 18 Jahrhunderte lang sein Mittlerwerk zu tun, um dann entsprechend der Prophezeiung Daniels in Kapitel 8,14 – „Bis zweitausenddreihundert Abende und Morgen vergangen sind; dann wird das Heiligtum wieder geweiht werden.“ – in das Allerheiligste einzutreten, um sein abschließendes Werk des Gerichts und des Dienstes für uns zu beginnen.
B i l d :
R e s e r v e ,
J o n
Mac N a u g h t o n / Int e l l e ct u a l
Der gesamte Erlösungsplan
Wir leben heute in der Zeit des abschließenden Werkes Christi der Reinigung des Heiligtums, des Gerichts. Es gehört zum Gesamtplan der Erlösung, der vor Grundlegung der Welt begann – ein Plan, der auf dem Werk der Erlösung beruht, das Christus für uns auf der Erde und im himmlischen Heiligtum vollbringt und dem gesamten Universum zeigt, wie Gott wirkt, um uns zu retten. Und da es Gottes Plan ist, brauchen wir uns nicht zu fürchten. Die Lehren vom Heiligtum und vom Gericht sind wichtige theologische Inc / L D S
M e d i a
Gründe dafür, dass Siebenten-Tags-Adventisten missionarisch aktiv sind. Bald wird Christus wiederkommen und schließlich die endgültige Strafe auf den legen, der sie verdient – Satan. Das Blut Jesu Christi, unseres Opfers am Kreuz und der Dienst unseres Hohepriesters Jesus Christus im himmlischen Heiligtum dienen nur einem Ziel: dass du und ich und alle, die sich ihm anvertrauen, ihre Sünden bekennen und ihn als ihren Retter annehmen, mit Gott ins Reine gebracht werden und ewiges Leben haben. Wir brauchen das Gericht nicht zu fürchten, wenn wir das Lamm, den Hohepriester und unseren kommenden König kennen. Wir, die wir uns in die rettenden Hände Christi, unseres Fürsprechers legen, können mit Paulus sagen: „Daher kann er auch für immer selig machen, die durch ihn zu Gott kommen; denn er lebt für immer und bittet für sie.“ (Hbr 7,25) Diese wunderbare theologische Botschaft ist die Triebkraft für unsere Mission. Die Botschaft, des ersten Engels in Offenbarung 14, „die Stunde seines Gerichts ist gekommen“, ist eine gute Nachricht! Bald wird es Sünde, Leid und Tod nicht mehr geben. Wenn wir unser Leben Jesus voll und ganz anvertrauen, sind wir in seinen Händen sicher. Welch ein Schöpfer! Welch ein Erlöser! Welch ein Hohepriester! Welch ein Fürsprecher! Welch ein Freund! Welch ein bald kommender König! n 1 Siehe „Bereit sein, Auskunft zu geben“, Adventist World Oktober 2016, im Internet unter http://de.adventistworld. org. 2 Ellen G. White, Der große Kampf, S. 488. 3 Was Adventisten glauben, Glaubensartikel Nr. 9. Siehe www.adventisten.de/ueber-uns/unser-glaube/unsereglaubenspunkte/9-leben-tod-und-auferstehung-christi 4 Ellen G. White, Patriarchen und Propheten, S. 326.
Ted N. C. Wilson ist Präsident der Weltkirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten. Du kannst ihm unter @pastortedwilson auf Facebook und Twitter folgen. November 2016 | Adventist World
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G E S U N D H E I T
Brustkrebsrisiko und Bewegung
Von Peter N. Landless und Allan R. Handysides
Gesundheitlicher Nutzen von regelmäßiger Bewegung Kinder und Jugendliche Gesichert nachgewiesen
Ich bin 35 Jahre alt und kerngesund. Als Mutter, Ehefrau und Lehrerin bin ich sehr eingespannt und komme nicht oft dazu, zusätzlich für ausreichend körperliche Bewegung zu sorgen. Da ich eine familiäre Vorgeschichte in Bezug auf Brustkrebs habe, interessiert mich die Frage, ob Bewegung tatsächlich das Brustkrebsrisiko vermindert.
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rotz aller zeitsparenden Geräte, die uns zur Verfügung stehen, fällt es uns schwer, genügend Zeit zu finden, unseren Körper fit zu halten und – noch bedauerlicher – uns um unsere Beziehung zu Gott zu kümmern. Beides sind Aktivitäten, die Zeit und bewusstes Planen erfordern. Unsere ganzheitliche körperliche, geistige und seelische Gesundheit hängt von unseren Prioritäten ab. Bewegung ist geplante, strukturierte und wiederholte Aktivität, mit dem Ziel, Fitness und Gesundheit zu verbessern. Regelmäßige Bewegung ist nicht nur eine vorbeugende Maßnahme, sie dient auch dazu, die Gesundheit in bester Verfassung zu halten, sie schützt vor Krankheiten und bietet viele Vorteile. Der Beratungsausschuss für die Richtlinien für körperliche Aktivitäten der Amerikaner (Physical Activity Guidelines for Americans – PAGA) fasst den Nutzen von körperlicher Bewegung in der Tabelle rechts zusammen.1 Die Forschungsergebnisse, auf denen diese Empfehlungen basieren, gelten in allen Nationen und Kulturen. Regelmäßig verdichten sich die Nachweise, dass Menschen, die sich etwa sieben Stunden in der Woche aktiv körperlich bewegen, 40 Prozent weniger gefährdet sind, einen frühen Tod zu sterben, als solche, die sich weniger als 30 Minuten in der Woche bewegen. Selbst bei einer mäßigen aeroben körperlichen Aktivität von nicht mehr als zweieinhalb Stunden pro Woche, verringert sich das Risiko eines frühen Todes noch erheblich. Regelmäßige Bewegung reduziert nachgewiesenermaßen auch das Brustkrebsrisiko bei Frauen. Eine Analyse der Global Burden of Disease Study aus dem
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Jahr 2013 bestätigte nicht nur, dass regelmäßige Bewegung vor Brustkrebs schützt, sondern zeigte auch, dass selbst bei Versuchsgruppen mit vergleichsweise geringer körperlicher Aktivität (150 Minuten Gehen in der Woche) noch eine positive Wirkung gegeben ist. Der Schutz nimmt in den Versuchsgruppen mit mäßiger und hoher Aktivität zu. Ein ähnliches Muster ergab sich für den Nutzen von Bewegung bei Darmkrebs, Diabetes, Koronarer Herzkrankheit und Schlaganfall. Vor mehr als 150 Jahren schrieb Ellen G. White: „Die beste Bewegung besteht darin, zu gehen, wann immer sich die Gelegenheit bietet. Denn beim Gehen werden alle Muskeln bewegt.“2 Nimm dir Zeit, dich zu bewegen – deine Gesundheit steht auf dem Spiel! n 1U .S. Ministerium für Gesundheit und Soziales (2008), 2008 Physical Acitivtiy Guidelines for Americans, S. 9–12. Online Version unter www.Health.gov./ paguidelines. 2 Ellen G. White, The Health Reformer, 1. Juli 1872.
Bessere Kreislauf- und Atemtätigkeit; stärkere Muskeln Festere Knochen Bessere Biomarker für Herz-Kreislauf- und Stoffwechselgesundheit Vorteilhafte Körperzusammensetzung Ausreichend nachgewiesen Weniger Hinweise auf Depressionen Erwachsene und Ältere Menschen Gesichert nachgewiesen Verringertes Risiko eines frühen Todes Verringertes Risiko für koronare Herzerkrankung Verringertes Risiko für Schlaganfall Verringertes Risiko für Bluthochdruck Verringertes Risiko für Dyslipidämie (Fettstoffwechselstörung) Verringertes Risiko für Typ-2 Diabetes Verringertes Risiko für Metabolisches Syndrom Verringertes Darmkrebsrisiko Verringertes Brustkrebsrisiko Vermeidung von Gewichtszunahme Gewichtsreduktion, insbesondere in Verbindung mit reduzierter Kalorienzufuhr Bessere Kreislauf- und Atemtätigkeit; stärkere Muskeln Prävention von Stürzen Depressionsreduktion Bessere kognitive Funktion (bei älteren Menschen) Ausreichend bis gesichert nachgewiesen Bessere funktionale Gesundheit (für ältere Menschen) Reduzierte Stammfettsucht Ausreichend nachgewiesen
Peter N. Landless, Facharzt für Nuklear-
kardiologie, ist Direktor der Gesundheitsabteilung der Generalkonferenz der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Silver Spring (Maryland, USA).
Allan R. Handysides, Facharzt für Gynäkologie, war bis zu seiner Pensionierung Direktor der Gesundheitsabteilung der Generalkonferenz.
Verringertes Hüftfrakturrisiko Verringertes Lungenkrebsrisiko Verringertes Risiko für Gebärmutterkrebs Beibehaltung des Gewichts nach erfolgreicher Gewichtsreduktion Stärkere Knochendichte Bessere Schlafqualität
A D V E N T G E S C H I C H T E
M Der Autor als Wehrpflichtiger in der Sowjetarmee.
Ein ENGEL
Von Pavel Liberanskiy
in
Gott tut viele unmögliche Dinge
Teil 1
eine vier Geschwister und ich wuchsen in einer herzlichen, aktiven Gemeinde mit vielen Kindern und Jugendlichen auf. In der umgebenden Gesellschaft für unseren Glauben verachtet, nahmen wir in der Schule an Debatten über die Existenz Gottes und christliche Werte teil, ohne dass uns irgendwelche adventistischen Bücher zur Verfügung standen, mit deren Hilfe wir uns hätten vorbereiten können. Als Kinder von Adventisten in Moldawien begannen, am Sabbat nicht mehr in die Schule zu gehen, brach ein Sturm der Empörung und Verfolgung los. Jeden Sabbat kamen Polizisten, Schulvertreter und kommunistische Verwaltungsbeamte in unsere Gemeinden. Sie unterbrachen unsere Gottesdienste, verhängten Geldstrafen über unsere Eltern und drohten mit Gefängnisstrafen. Ihre Wut stärkte unseren Glauben. Wir gingen regelmäßig in die Gemeinde, um ein Musikinstrument zu lernen, die Bibel zu studieren und Bücher von Ellen White zu lesen. Wir lernten, Christus zu verkündigen, während wir der Verfolgung durch ein brutales atheistisches Regime ausgesetzt waren. Wir Kinder mussten oft durch die Fenster an der Rückseite der Kapelle springen und in den Garten fliehen, während die Polizei alle Ausgänge blockierte, um unsere Eltern mit einer Geldstrafe zu belegen, weil sie uns mit in die Gemeinde genommen hatten. Andere Kinder schlossen sich der kommunistischen Jugendorganisation in den verschiedenen Altersgruppen an: die Oktoberkinder für 7- bis 11-Jährige, die Pioniere für Teenager und der Gesamtsowjetische Leninsche Kommunistische Jugendverband oder Komsomol für ältere Jugendliche. Während wir die Komsomol-Fahne küssten und der Partei die Treue schworen, vertrauten wir Gott, liebten unsere Eltern und träumten davon, eines Tages Missionare zu werden und frei zu sein.
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A D V E N T G E S C H I C H T E
Während seines zweijährigen Militärdienstes tat der Autor sein Bestes, um seinen Pflichten Gott und seinen Kameraden gegenüber treu zu bleiben.
Beitritt zu Gottes Gemeinde und zur moldawischen Armee
Mit 17 – ein Jahr früher als es das Gesetz erlaubte – ging ich zu Fuß in eine 20 Kilometer entfernte Gemeinde und ließ mich an einem Freitagabend taufen. Die Musik wurde zu meinem hauptsächlichen Missionsinstrument. Eine höhere Bildung zu verfolgen war für uns in Moldawien so gut wie unmöglich. Die Teilnahme am Unterricht am Sabbat war Pflicht, Atheisten bearbeiteten uns, um uns zu überzeugen, unseren Glauben zu verleugnen und den Sabbat zu brechen. Wer sich weigerte, wurde der Lehranstalt verwiesen. Da es mir nicht möglich war zu studieren, brachte ich mir selbst einige nützliche Dinge bei. Ein Buch eines unserer Pastoren – Myth and Reality – half mir sehr, wenn ich mit anderen über die Existenz Gottes und die Glaubwürdigkeit der Bibel diskutierte. Am 12. November 1979 musste ich meinen zweijährigen Militärdienst in der sowjetischen Armee antreten. Meine Gemeinde gab eine Abschiedsfeier für mich und ermahnte mich, treu zu bleiben. An jenem Herbstmorgen fand ich mich mitten in einer Gruppe lärmender, gottloser und betrunkener Wehrpflichtiger. Meine erste Herausforderung kam auf mich zu, als eine Inspektorin mich aufforderte: „Gib mir zwei Rubel.“ Dann überreichte sie mir eine Mitgliedskarte des Komsomol. „Ich kann sie nicht annehmen“, sagte ich. „Ich bin nicht mit dem atheistischen Gedankengut dieser Organisation einverstanden.“ Sie bestand darauf, dass ich die Karte behalten und vorrücken sollte. Hinter mir
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wartete eine lange Schlange von Leuten darauf, an die Reihe zu kommen. „Ich bin Adventist. Ich kann die Komsomol-Karte nicht annehmen“, wiederholte ich. „Nimm die Karte und geh“, sagte sie grob. „Dieser ganze religiöse Unsinn wird dir schon noch aus deinem jungen Schädel geschlagen werden!“ Andere in der Schlange sagten ihr, dass ich Christ war und die Karte nicht brauchte. Doch sie ließ sich nicht umstimmen. Ich sah, dass schon jemand meine Dokumente unterschrieben hatte. Mein Herz war angesichts dieser Situation schwer. Während meiner Kindheit und in der Schule hatte ich mich immer geweigert, mich mit der Kommunistischen Par-
tei zu identifizieren. Doch jetzt war die Karte in meiner Tasche. Was sollte ich damit tun? Mein erster Einsatzort
Wir stiegen in Busse, die uns nach Beltsy, im Norden Moldawiens brachten. Dort wurden wir einer abschließenden Überprüfung und medizinischen Untersuchung unterzogen. Als Mitglied des Komsomol wurde ich einem Team von Raketentruppen zugewiesen und darüber informiert, dass ich bald an einen Einsatzort geschickt werden würde. In meiner ersten Nacht fort von meiner Familie und meiner Gemeinde betete ich viel und bat Gott darum, dass sein Wille in meiner Zukunft in der Armee
Wir vertrauten Gott, liebten unsere Eltern und träumten davon, eines Tages Missionare zu werden und freI zu sein. geschehen möge. Ich legte mich auf meine Pritsche in der Soldatenunterkunft und fragte mich, was ich mit der KomsomolKarte tun sollte. Dann fiel mir ein, dass Dmitiriy Uniak, ein adventistischer Pastor, in der Gegend wohnte – ich hatte allerdings keine Idee, wo genau. Ich beschloss, ihn um Rat zu fragen. Irgendwie schlich ich mich von den Baracken weg, folgte Gottes Engel in die Nacht und fand das Haus des Pastors. Ich weckte ihn und seine Frau auf und erklärte ihnen, weshalb ich gekommen war. Sie hörten mir zu und waren argwöhnisch wegen meiner KomsomolKarte. Wir beteten. Sie gaben mir gute Ratschläge und behielten meine Komsomol-Karte und meine Personalakte. Der Pastor versprach mir, mit dem Regierungsbeauftragten für religiöse Angelegenheiten Kontakt aufzunehmen und zu berichten, wie die Komsomol-Leitung mit Adventisten umging. In Gudauta (Abchasien), meinem ersten Einsatzort, war mein erstes ernstes Problem das Essen. Fast alles war mit Schweinefleisch oder Schmalz gekocht. Meine Ernährung bestand aus Brot, Tee, Sauerkraut und ab und zu ein wenig Haferbrei. Bevor die Ausbildung begann, wurde ich in das Kommandanturbüro gerufen, um meine Komsomol-Karte und meine Personalakte vorzuzeigen. Ich erklärte, dass ich kein Mitglied im Komsomol war. Die Offiziere konnten es nicht glauben: Nur Komsomolmitglieder wurden in diese geheime Militäreinheit versetzt. Ich sprach ganz ruhig über meinen Glauben und kritisierte den Umstand, dass die Gesetze meines Landes mir nicht erlaubten, ihn auszuüben. Sie wurden wütend.
Dann sagte ich ihnen, dass ich der Bibel folgte und weder am Samstag arbeiten noch Waffen tragen würde. Ihre Antwort darauf war, dass es meine Pflicht sei, mein Land zu verteidigen – damals befand sich die Sowjetunion im Krieg mit Afghanistan. Der ranghöchste Offizier übergab mir einen Stoß Bücher mit Militärvorschriften und informierte mich darüber, wie viele Jahre ich für die Übertretung jeder Vorschrift im Gefängnis sitzen würde. Ich erwiderte: „Ich werde nicht gegen mein Gewissen handeln, ganz gleich was es mich kosten wird. Sie können mich gegen diese Wand stellen und mich zum Tod verurteilen. Ich werde dem Gott treu sein, dem ich vertraue.“ Daraufhin wurde es ganz still. Sie schickten mich hinaus und rieten mir, es mir noch einmal zu überlegen und meinen Glauben für die zwei Jahre Militärdienst zu vergessen. Ich ging hinaus und pries Gott dafür, dass er mit mir war. Der Major
Mein Glaube sprach sich schnell herum. Einige, besonders die Muslime, bewunderten meine Entschlossenheit, meinen Glaubensgrundsätzen treu zu bleiben. Ich gewann sämtliche Sportwettbewerbe und meisterte alle Technologiekurse. Als man mich fragte, wo ich alles gelernt hatte, was ich konnte, antwortete ich: „Nirgends.“ Ich gewann den Respekt aller. Major Serdjukov, der gebildete und kultivierte KGB-Chef unserer Truppe, rief mich in sein Büro. Wir sprachen über mein Leben und meinen Glauben. Er zeigte mir Broschüren, die von Adventisten stammen sollten. Eines Nachts hatten
sie in verschiedenen Gebieten rund um das Schwarze Meer flächendeckend antisowjetische Broschüren verteilt, die auch in seinem Briefkasten gelandet waren. Er wollte die Leute ausfindig machen, die dafür verantwortlich waren. Ich versicherte ihm, dass solch ein Vorgehen nicht der Haltung meiner Kirche entsprach und dass es sich vielleicht um so genannte Reformadventisten gehandelt haben könnte. Er war beunruhigt über die Anwesenheit eines Adventisten in seiner geheimen Militäreinheit. Er schien nicht genau zu wissen, was er mit mir tun sollte. Ich schlug ihm vor, mich in eine Militäreinheit in das nahegelegene Sotschi zu versetzen, in dem die Vorbereitungen für die Olympischen Spiele von 1980 liefen. Er ließ mich an den Kommandanten Sinicin des Wehrkreises Baku schreiben. Ich verfasste eine Stellungnahme und bat um meine Versetzung. Dabei bezog ich mich auf Artikel 52 des sowjetischen Gesetzes zur Gewissensfreiheit und bat um die Möglichkeit, meine Glaubensüberzeugungen während meines Militärdienstes ausüben zu dürfen. Der Major akzeptierte meine Stellungnahme und versprach mir eine Antwort in den nächsten Tagen. n Fortsetzung folgt.
Pavel Liberanskiy ist
Leiter der Abteilungen für Verlagswesen, Haushalterschaft und der Treuhandabteilung der Euro-Asien-Division.
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ist du manchmal frustriert über dein geistliches Leben? Hat dich das sprichwörtliche „ein Schritt voran, zwei Schritte zurück“ in deinem täglichen Leben mit Gott ausgelaugt und niedergeschlagen fühlen lassen? Verzweifle nicht, wenn du den Eindruck hast, dass es bergab geht. Es gibt Hoffnung! Hoffnung von Paulus
In seinem Brief an die Gläubigen in Philippi gibt Paulus eine Verheißung der Hilfe Gottes weiter, die unsere Perspektive von unserem geistlichem Zustand und Wachstum völlig verändert. Zunächst hatte Paulus Philippi wahrscheinlich nicht als einen Ort vor Augen, bei dem Optimismus angebracht war. Dort war er beschimpft, misshandelt und widerrechtlich ins Gefängnis geworfen worden. Doch sein Brief an die Heiligen begeistert durch die überschäumende Zuversicht über Gottes Wirken an diesem Ort: „Jedes Mal, wenn ich an euch denke, danke ich meinem Gott … Ich bin ganz sicher, dass Gott, der sein gutes Werk in euch angefangen hat, damit weitermachen und es vollenden wird bis zu dem Tag, an dem Christus Jesus wiederkommt.“ (Phil 1,3–6 NLB) Ich möchte auf vier der vielen ermutigenden Punkte in diesem Abschnitt eingehen: Gottes Werk in uns hat bereits begonnen
Unmittelbar nachdem Adam und Eva gesündigt hatten, bot Gott ihnen durch die Verheißung, die wir das Protoevangelium nennen, Hoffnung an: „Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau und zwischen deinem Nachkommen und ihrem Nachkommen; der soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.“ (1 Mo 3,15) Dies war die frühste Andeutung der Rettung aus dem Abgrund, in den sie gefallen waren. Wie Gott dem ersten Menschenpaar versprochen hatte, „pflanzt“ er Feindschaft gegen die Schlange – den Teufel – und die
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Von Donald L. Bedney II
Gottes
Werkin uns Wir brauchen nicht zu verzweifeln Sünde in die Herzen der Menschen. Unser Bewusstsein für die Unangemessenheit unserer Taten und unsere Verzweiflung über die Richtung unseres Lebens, sind das Werk Gottes in uns, die Erfüllung der Verheißung, die er in Eden gab. Unsere Reaktion auf bestimmte Verhaltens- und Denkweisen – sogar auf unsere eigenen Gedanken und Handlungen – ist ein Segen und kein Fluch. Wir wissen, dass in uns etwas gegen die Macht des Bösen kämpft. Außer dem Wirken des Geistes Gottes gibt es keinen natürlichen Konflikt des Menschen gegen die Werke der Finsternis. Das Natürliche ist die Sünde; wir ziehen die Dunkelheit dem Licht vor (vgl. Joh 3,19). Aber durch das Wirken des Heiligen Geistes ändert sich das. Gottes Werk findet in unserem Innern statt
Als Gott Samuel beauftragte, einen neuen politischen Führer für sein Volk zu salben, dachte Samuel, er würde die Kriterien für diese Position kennen. Er beobachtete Isais erstgeborenen Sohn und war sich sicher, in Eliab den Prototypen zu sehen, dem auch Saul entsprochen hatte: große Statur und gut aussehend. Das war für ihn die Bestätigung, dass Gott ihn an den richtigen Ort geschickt hatte. Am Anfang hatte er Angst
gehabt, Gottes Befehl auszuführen: Einen neuen König zu salben, während Saul – den er selbst gesalbt hatte – noch am Leben und an der Macht war, hieß, die Todesstrafe herauszufordern. „Wenn Saul es hört, so wird er mich umbringen“, wandte er Gott gegenüber ein. (1 Sam 16,2 EB) Aber jetzt, als er Eliab sah, war Samuel froh, auf Gott gehört zu haben – froh, dass Gott ihm geholfen hatte, die Angst um sein Leben zu überwinden, die ihn beinahe gehindert hätte, Gottes Anweisungen zu befolgen. Er war glücklich, Gottes Mann zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Zu seiner Verwirrung sagte Gott ihm nun allerdings, dass Eliab nicht der richtige war: „Doch der Herr sprach zu Samuel: Lass dich nicht von seinem Äußeren oder seiner Größe blenden, ich habe ihn nicht erwählt. Der Herr entscheidet nicht nach den Maßstäben der Menschen! Der Mensch urteilt nach dem, was er sieht, doch der Herr sieht ins Herz.“ (1 Sam 16,7 NLB) Gottes erstes Interesse gilt unserem inneren, geistlichen Zustand. Deshalb beginnt sein Werk in unserem Innern, indem er unser Herz und unser Denken erneuert und umwandelt. Diese Verheißung der Veränderung wird vielleicht am besten von Hesekiel zusammengefasst: „Und ich werde euch
Manchmal sind wir versucht aufzugeben, wenn die Puzzleteile zu schwierig zusammenzusetzen sind. ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres geben; und ich werde das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. Und ich werde meinen Geist in euer Inneres geben; und ich werde machen, dass ihr in meinen Ordnungen lebt und meine Rechtsbestimmungen bewahrt und tut.“ (Hes 36,26–27 EB) Gottes Werk in uns ist fortschreitend
Ich habe vor Kurzem etwas über die Fähigkeit unseres Gehirns gelesen, veränderte
Verhaltensmuster aufzuzeichnen und zu speichern. Dort hieß es, dass unsere Nervenzellen mit zwei Zellfortsätzen versehen sind, den Axonen und Dendriten. Die Axone senden Signale oder leiten sie weiter, die Dendriten empfangen Signale. Dem australischen Forscher John Eccles, der diese Bestandteile des Gehirns erforschte, fielen winzige Vergrößerungen an den Axonen auf, die wie Miniknöpfe aussahen, weshalb er sie „Boutons“ nannte (Französisch für „Knöpfe“). Diese „Endknöpfchen“, wie sie auf Deutsch heißen, sondern Chemikalien (Neurotransmitter) ab, durch die Signale über den Spalt zwischen zwei Zellen, übertragen werden und entlang der Hirnnervenzellen zum Rest des Körpers gelangen, wo sie bestimmte Handlungen in Gang setzen. Forscher haben herausgefunden, dass Gedanken oder Handlungen, die oft wiederholt werden, dazu führen, dass Endknöpfchen an den Nervenenden ausgebildet werden, die es leichter machen, diese Gedanken oder Handlungen beim nächsten Mal zu wiederholen. Wenn sich solche Gewohnheitsmuster einmal gebildet haben, lassen sie sich kaum noch auslöschen. Was bedeutet das für uns? Es ist die Begründung dafür, warum es so leicht ist, schlechte Gewohnheiten immer wieder zu wiederholen und so schwer, sie aufzugeben! Wenn wir in unserem Glaubensleben stolpern, sagt Satan: „Schau, du hast dich ja gar nicht verändert! Du bist immer noch der gleiche alte, verdorbene Mensch, der du warst, bevor du Jesus kennengelernt hast.“ Unser Verhalten scheint Satan recht zu geben. Aber das ist nur das oberflächliche Urteil Satans, in der gleichen Weise, wie Samuel Eliab, Abinadab oder Schamma betrachtete. Denn obwohl unsere Füße die ausgetretenen Pfade schlechter Verhaltensweisen vielleicht öfter finden, als sie sollten, werden in unserem Gehirn neue Wege angelegt, wenn wir uns entscheiden, gehorsam zu sein. Gottes Werk in uns schreitet auf dem Weg des Glaubens fort: „Wie ihr nun den Herrn Christus Jesus
angenommen habt, so lebt auch in ihm.“ (Kol 2,6) Wir nehmen Christus durch den Glauben an. Und durch den Glauben, wird er sein vollkommenes Werk in uns tun können, wenn wir ihm auch entgegen den offensichtlichen Bekundungen unseres Versagens beständig vertrauen (s. Jak 1,4). Gott wird sein Werk in uns abschließen
Paulus schrieb: „Gott, der sein gutes Werk in euch angefangen hat, damit weitermachen und es vollenden wird bis zu dem Tag, an dem Christus Jesus wiederkommt.“ (Phil 1,6 NLB) Meine Frau und ich setzen ab und zu Puzzles zusammen. Manche sind leicht, aber manche sind auch sehr schwer zusammenzusetzen, weil die Puzzleteile so ähnlich sind. Manchmal, wenn die Puzzleteile zu schwierig zusammenzusetzen sind, wollen wir schon fast aufgeben. Genauso kann uns ein Blick auf unseren geistlichen Zustand verleiten, aufzugeben und wie ein geschlagener Boxer das Handtuch zu werfen. Doch Paulus mahnt uns, niemals aufzugeben. Wir können es uns nicht leisten, uns von unserem scheinbaren Versagen täuschen zu lassen. Wir wissen, dass Gott uns nicht aufgegeben hat, ganz gleich, wie schlecht die Aussichten von unserem Verhalten her betrachtet auch sein mögen. Er wird abschließen, was er begonnen hat. Wie Paulus können wir mit Zuversicht in die Zukunft schauen – nicht aufgrund unserer eigenen Vorzüge, sondern weil Gott in uns wirkt, der immer abschließt, was er beginnt. n
Donald L. Bedney II
ist an der AndrewsUniversität für Planung und Weiterentwicklung zuständig. Er und seine Frau Elynda leben in Berrien Springs.
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s braucht viel Zeit, dem Meer Land abzutrotzen; die Holländer tun das seit Jahrhunderten mit viel Geduld. Neulandgewinnung für Landwirtschaft und Besiedelung erfordert sorgfältiges Planen, große Investitionen in Deiche und Pumpanlagen und einen langen Atem. Sie ist keine Aufgabe für Menschen, die sofort beeindruckende Ergebnisse sehen wollen. Erfolg wird über Jahrzehnte und Generationen hinweg gemessen – wie es bei jedem wahren Erfolg der Fall sein sollte. So sollte es uns nicht überraschen, dass eines der erfolgreichsten zielgerichteten Programme für Gemeindegründungen in der weltweiten adventistischen Kirche auch eines der ältesten ist und in der Niederländischen Union beheimatet ist, einem kleinen, doch sehr lebendigen Teil der Transeuropäischen Division.1 Mit nur 58 Gemeinden und 16 Gruppen, zu denen 57362 Gemeindeglieder gehören, beläuft sich die Gesamtmitgliederzahl der Niederländischen Union auf die Größe einer mittleren christlichen „Mega-Church“ auf dem amerikanischen oder afrikanischen Kontinent. Doch im Gegensatz zu diesen riesigen Ortsgemeinden, können sich die Adventgemeinden in den Niederlanden einer großen Vielfalt an Sprachen, Kulturen, Gottesdienstformen und Gewohnheiten rühmen, die beständiges Verhandeln und Nachjustieren notwendig machen. Und Geduld. Der Prophet Sacharja mahnt: „Verachtet nicht diese kleinen Anfänge, denn der Herr freut sich darüber, den Beginn des Werkes zu sehen.“ (Sach 4,10 NLT3) Das Wirken des Geistes Gottes lässt sich nicht am zahlenmäßigen Erfolg messen; es ist der relative Zuwachs, der immer das Lob des Meisters erfährt (Mt 25,14–20). Und die 32-prozentige Wachstumsrate in den 15 Jahren seit die Niederländische Union ihr einmaliges
Gemeindegründungsprogramm4 begann, erinnert die Adventisten überall an obigen Prophetenrat. Das bemerkenswerte Wachstum in einer Region, die weithin als „postchristlich“ und säkular gilt, ist großteils der ungewöhnlichen Art zuzuschreiben, mit der in den Niederlanden in Sachen Gemeindegründungen vorwärts gegangen wurde. Die Niederlande, die einstmals eine Hochburg des Calvinismus waren, sind heute durch und durch säkularisiert. Nur 30 Prozent der Bevölkerung gehören offiziell einer christlichen Kirche an, und nur ein Drittel davon oder zehn Prozent der Bevölkerung besuchen wöchentlich einen Gottesdienst.5 Doch in den letzten 15 Jahren wurden in dem Land mit rund 17 Millionen Einwohnern 37 Adventgemeinden gegründet – im Durchschnitt mehr als zwei pro Jahr – von denen 31 heute noch lebendig sind. „Der typische Holländer sucht überhaupt nicht nach einer Kirche“, erklärt Rudy Dingjan, seit 1997 Koordinator für Gemeindewachstum in der Niederländischen Union. „Seine Großeltern haben die Kirche verlassen, seine Eltern haben noch etwas von ihr gehört, und er selbst hat nie etwas von ihr erfahren. Bei einer typischen Gemeindegründung für säkulare Leute dauert es eine ganze Weile, bis man mit einem Gottesdienst beginnt. Zuerst baut man eine Gemeinschaft auf, einen Kern von Leuten, die einander vertrauen, vielleicht mit einer kleinen Gruppe oder einem
Gnade und
Geduld Von Bill Knott
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pflanzen
Adventist World | November 2016
Ein jährlich stattfindendes Gospelkonzert bringt viele Freunde und Kollegen aus Arnhem in die neu gegründete FOCUS-Adventgemeinde.
Hauskreis. Dort beginnt man mit Aktivitäten, die die Gruppe enger miteinander verbinden. Ganz allmählich fängt man dann – vielleicht einmal im Monat – auch mit Gottesdiensten an.“ (Sieh auch „Auf den FOCUS achten“ im Seitentext) Dingjans lange Dienstzeit und seine deutlich formulierte Gemeindegründungs-Philosophie haben einen wesentlichen Anteil an den erfolgreichen Gemeindegründungen in der Region. Anfangs waren er und einige andere Pastoren skeptisch, ob die aus Australien kommenden Gemeindegründungsmethoden auch in den Niederlanden mit ihrer ganz anderen Kultur funktionieren würden, doch dann wurden sie überzeugt, dass Gemeindegründungen, die von Gemeindegliedern ausgehen und getragen werden, der im ständigen Wandel befindlichen niederländischen Kul-
tur besser entspricht, als Gemeindegründungen durch Pastoren. „Uns ist besonders wichtig, dass eine Gemeindegründung immer auf seine Nachbarschaft ausgerichtet sein sollte“, sagt Dingjan. „Deshalb sollte sie von den Adventisten, die in der Nähe wohnen, gestartet werden. Sie sollten mit der Gesellschaft, mit ihren Nachbarn in Verbindung sein. Sie werden wahrscheinlich bleiben, weil sie dort leben.“ Die Gemeinden, die überall in dem kleinen Land entstehen, sind so vielfältig wie die Bevölkerungsgruppen, die es heute in der niederländischen Kultur gibt. Da gibt es Gemeinden mit Twi sprechenden Ghanaern nicht weit von Gemeinden, die von Nachkommen niederländisch-indonesischer Adventisten gegründet wurden. Auch Gemeinden für Menschen aus der Karibik, in denen
Auf den
FOCUS achten
Von Bill Knott
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ie macht den Eindruck einer ganz „normalen” Adventgemeinde, wenn „normal“ einschließt, dass sich die Gemeinde am Sabbatnachmittag in einem Gemeinschafts-zentrum trifft, in dem sie sich eingemietet hat. Der Gottesdienst wirkt vertraut: gemeinsamer Lobpreis, begleitet von Keyboard, Instrumentalisten und Sängern, Textlesung, Gebet, ein Chorlied, eine Predigt aus dem Wort Gottes. Doch wenn man entdeckt, dass mehr als 80 Prozent der aus 40 Mitgliedern bestehenden Gemeinde und alle
Chorsänger keine Mitglieder der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten sind, wird einem schnell klar, dass die neu gegründete FOCUS-Adventgemeinde in Arnhem in den Niederlanden alles andere als „normal“ ist. Die lebendige, multiethnische und mehrsprachige neue Gemeinde erwuchs aus dem hingebungsvollen Einsatz der Fautngiljanans, einer niederländischen Familie, die vor zwei Generationen aus Indonesien eingewandert war. Unter Anleitung von Bezirkspastor Ton Steens und seiner
Frau Sonja gründete die Familie mit Freunden und Nachbarn einen Hauskreis, aus dem sich die FOCUS-Adventgemeinde entwickelte, zu der Menschen im Alter zwischen 18 und 68 gehören. Die fröhlichen, beziehungsorientierten Bibelstunden im Heim der Fautngiljanans jeden zweiten und vierten Sabbatnachmittag weiteten sich zu Gottesdiensten aus, die seit September 2013 jeden ersten und dritten Sabbat im OntmoetingGemeinschaftszentrum gleich um die Ecke stattfinden. Die ganze Familie bringt sich ein: Vater Joseph und der ältere Sohn Ryano (24) spielen Percussion und helfen beim Lobpreis. Mutter Delyana leitet gemeinsam
mit dem jüngeren Sohn Giordano, einem talentierten Sänger, Geiger und Klavierspieler, den Gottesdienst. Die Brüder sind lange mit verschiedenen Musikformationen an vielen Orten der Niederlande aufgetreten. Als Giordano begann, Studienkollegen aus seinem Musikkonservatorium einzuladen, im Gottesdienst der FOCUS-Gemeinde geistliche Musik zu spielen, eröffnete sich ein neuer Zugang zu den Menschen in Arnhem. „Ich war überrascht, dass so viele Rockmusiker, die eingeladen wurden, so bereitwillig und eifrig mitmachten“, sagt Giordano mit einem breiten Lächeln. „Sie schätzten die andächtige und
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Holländisch und Papiamento, gesprochen wird, haben zum bemerkenswerten Gemeindewachstum in der Nähe einiger Großstädte des Landes, einschließlich Rotterdam und Amsterdam, beigetragen. Zuwanderer aus Europa und dem Nahen Osten versammeln sich heute in kleinen, familienähnlichen Einheiten an der Seite von gebürtigen Niederländern und bilden in einer Region, in der einige den Adventismus fälschlicherweise im Niedergang geglaubt hatten, eine multikulturelle Gemeinschaft. „Der Adventismus in den Niederlanden ist eine der vielfältigsten und lebendigsten Ausdrucksformen dieser Bewegung, die ich auf unserem Globus gesehen habe“, sagt Wim Altink, seit 2007 Vorsteher der Niederländischen Union. „Wir lernen, wie wir als Glaubensbrüder und -schwestern zusammenleben können, selbst wenn wir kulturell gesehen von sehr unterschiedlichen Glaubenserfahrungen herkommen. Gott schweißt uns zu einem Volk zusammen, das diese außergewöhnliche Nation wirksam erreichen kann.“ Eine typische Gemeinde beginnt Dingjan zufolge mit sechs bis zehn Leuten, die normalerweise aus einer bereits bestehenden Gemeinde kommen. Einige der von Gemeindegliedern organisierten und geleiteten Gruppen konzentrieren sich auf eine bestimmte Stadt oder Gegend, andere versuchen, Angehörige einer bestimmten Sprach- oder Altersgruppe oder Kultur zu
Ryano, Delyana, Joseph und Giordano Fautngiljanan. warmherzige Atmosphäre im FOCUS-Gottesdienst. Immer wieder nahmen sie die Einladung an, Lieder zum Lob Gottes zu singen. Sie wollten wissen, was der Text bedeutete, den sie sangen und erlebten eine Zeit lang, was es heißt, mit Gott zu leben. Dadurch, dass sie die Texte einübten, die sie singen sollten, entdeckten sie, was Gott einem bedeuten kann –
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was sein Wesen und seine Werke ausmachen.“ Giordanos Einladungen haben Methode: „Ich suche ganz bewusst fröhliche Lieder aus, die von der Freude handeln, die ein Christ erlebt, wenn er die Liebe Gottes erfährt“, erklärt er. „Das ist meine Art, mit anderen über meinen Glauben zu sprechen und ihn weiterzugeben.“
Adventist World | November 2016
Rudy Dingjan, Koordinator für Gemeindegründungen in der Niederländischen Union.
erreichen. Einige Gemeinden sind sehr traditionell und bedienen sich der Strukturen, die in der Gemeindeordnung zu finden sind, andere bevorzugen Musik und Gottesdienstformen, die eher jüngere Menschen ansprechen. „Überall, wo eine Gemeinde neue Gemeinden gründet, geschieht Gemeindewachstum“, sagt Dingjan und verweist auf Datenmaterial aus 15 Jahren Arbeit. Jede Gemeinde kann 20 Jahre lang wachsen, aber normalerweise wächst sie danach nicht weiter, wenn sie keine neue Gemeinde gründet.“ Und schmunzelnd fügt er hinzu: „Bei uns Menschen ist es nicht anders. Wir wachsen 20 Jahre lang, aber dann wachsen wir nicht mehr in die Länge, sondern in die Breite.“ Die Pastoren haben in der Niederländischen Union eine andere Funktion als in den meisten anderen Regionen unserer weltweiten Kirche. Wenn es in Afrika, Nord- oder Südamerika um Gemeindegründungen geht, wird meist betont, dass man begabte, kontaktfreudige Pastoren braucht, die neue Gemeinden um ihre Begabungen herum aufbauen. Die Pastoren in den Niederlanden fungieren dagegen fast ausschließlich als Coaches und nicht als Leiter der Gemeinden. Bei ungefähr 75 Gemeinden und Gruppen und nur 24 Pastoren hat bereits jetzt fast jeder Pastor Verantwortung für zwei oder drei bestehende Gemeinden. Es gibt einfach
Ein weiterer Höhepunkt in der neu gegründeten FOCUSGemeinde ist das „Gesunde Abendessen“, ein kostenloses vegetarisches Essen, das jeden dritten Sabbat im Monat für die Bevölkerung organisiert wird. Viele Anwohner, die heute regelmäßig in die FOCUS-Gruppe kommen, sind zum ersten Mal durch diese Mahlzeiten in Kontakt mit der neuen Gemeinde gekommen, wo sie gutes Essen und eine lebendige, herzliche Gemeinschaft fanden. Zu den besonderen Veranstaltungen, die sich als besonders
attraktiv für die Bevölkerung von Arnhem erwiesen haben, gehören auch ein jährlich stattfindendes FOCUS-Gospelkonzert, ein Missionsprogramm für Immigranten, die auf die Einbürgerung als niederländische Staatsbürger warten, ein besonderes Abendessen für Kinder aus der Region und eine Wochenendfreizeit, in der sich die adventistische Kerngruppe viel Zeit nimmt, um die Freundschaften mit ihren vielen Freunden aus der Bevölkerung zu vertiefen und ihren Glauben zu bezeugen.
Von Gerson P. Santos
Wir kümmern uns
1 Während der Sitzung des Exekutivausschusses der Generalkonferenz im Oktober 2016 wurde die Niederländische Union, die bis dahin ein Verband von Vereinigungen (Netherlands Union Conference) war, zu einer Union von Gemeinden (Union of Churches) reorganisiert. 2 Siehe Jahresstatistik 2016 der Generalkonferenz unter http://documents.adventistarchives. org/Statistics/ASR/ASR2016.pdf. 3 New Living Translation. 4 Siehe die Vergleiche zwischen den Jahresstatistiken der Generalkonferenz zwischen 2001 und 2016. 5 „Geloven binnen en buiten verband“, Sociaal en Cultureel Planbureau, 28. April 2014.
In São Paulo wird die Liebe Christi spürbar weitergegeben
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P o m i n
ie Gemeindeneugründung A Gente Cuida (Wir kümmern uns) liegt in einer vornehmen Wohngegend in Sao Paulo (Brasilien). Bei meinem Besuch zum Vatertag habe ich eine Gruppe junger Erwachsener mit einigen Kindern getroffen, die in einem öffentlichen Park Karten, Luftballons und eine besondere Süßigkeit an vorbeigehende oder -joggende Leute verteilten. „Wir kümmern uns“ ist das Motto einer aktiven Gruppe junger Erwachsener, die seit über zwei Jahren Projekte für die Öffentlichkeit entwickelt. Nach der allein Erfolg versprechenden Vorgehensweise Christi1 haben sie Kontakt mit Menschen gesucht und sich bemüht, deren Bedürfnissen auf unterschiedliche Art und Weise zu dienen. Die neue Gemeinde nahm ihren Anfang auf der Straße, wo sie Kontakt zu den Menschen aufnahm; manchmal hielt sie sogar Gottesdienste auf einem öffentlichen Platz. Danach beschloss sie, die Gottesdienste in das Büro einer Marketingfirma zu verlegen, weil das mehr Möglichkeiten für geistliches Wachstum bot. Der nichtadventistische Eigentümer der Marketingfirma verlangte keine Miete. Gemeinden entwickeln oft Angebote, die ihnen selbst gefallen, anstatt sich Angebote zu überlegen, die den Menschen in ihrer Umgebung gefallen würden. A Gente Cuida ging einen anderen Weg. Die jungen Erwachsenen besuchten monatelang die Menschen in ihrem Stadtteil und hörten sich an, welche Bedürfnisse sie hatten. Dann teilten sie sich in kleine Gruppen auf, die jeweils einige Straßen in ihrem Stadtteil als Dienstgebiet übernahmen. Sie wurden „Pastoren“ für ihre Straßen, hörten aufmerksam hin, um die Bedürfnisse der Menschen wahrzunehmen und boten geistlichen Rat an. Da es in der Gegend viele Nachtclubs gibt, fingen sie an, den Menschen, die Alkohol tranken, Wasser anzubieten. Dabei gaben sie aktuelle wissenschaftliche Informationen weiter und halfen, die durch den Alkoholkonsum verursachte Dehydrierung zu verringern. Schließlich begegnen die Menschen dem großen Heiler, Christus normalerweise, wenn sie nüchtern
D an i e l a
nicht genügend Menschen, die die Verantwortung für allwöchentlich stattfindende Bibelstunden, Gebetsstunden, soziale Aktivitäten und Gesundheitsprogramme hauptberuflich übernehmen könnten, die heute für viele neu gegründete Gemeinden in den Niederlanden typisch sind. „Jede neue Gemeinde bekommt einen Pastor zugewiesen, jedoch nicht als Hauptprediger oder Leiter, sondern als Coach“, erklärt Dingjan. „Der Pastor ist für die Identität und die Theologie der Gemeinde verantwortlich, ansonsten ist er hauptsächlich Berater und Ausbilder der Gemeinde. Er sollte die Gemeindeglieder in korrektem Bibelverständnis und wirkungsvollem Predigen ausbilden, aber nicht versuchen, alles selbst zu machen.“ Die meisten Pastoren predigen nur einmal im Monat in den neu gegründeten Gemeinden, die sie coachen, und sind abgesehen davon noch für Taufen und das Abendmahl wichtig. Alle anderen Leitungsaufgaben in der neuen Gemeinde – Lehren, Organisieren und im Wesentlichen auch das Predigen – wird von den Mitgliedern der Kerngruppe übernommen, welche die Aufgaben verteilen, Verantwortlichkeiten zuweisen und neue Missionsaktivitäten überlegen. Und abschließend meint Dingjan: „Wir wollen keine Gemeindegründungen, die allein vom Pastor ausgehen und getragen werden. Das ist nicht das Beispiel, das wir im Neuen Testament finden. Wenn man zu sehr „von oben“ organisiert wird, wächst man nicht. Einer der großen Fehler vieler adventistischer Gemeindegründungen weltweit besteht in der Ansicht, dass es bei einer Gemeindegründung nur um den Gottesdienst am Sabbat geht. Das funktioniert einfach nicht. Die Gemeinde ist eine Gemeinschaft von Menschen, die sich auch zum Gottesdienst am Sabbat treffen. Wenn es gut funktioniert, haben die Gemeindeglieder Kontakt mit ihren Nachbarn und Kollegen und mit allen, die der Heilige Geist durch alle möglichen Veranstaltungen zu ihnen bringt, die nicht am Sabbatmorgen stattfinden. Wir bemühen uns, eine Gemeinschaft von Gläubigen aufzubauen, die ihre Funktion während der Woche erfüllt, eine Gemeinschaft, die darüber hinaus noch die Möglichkeit bietet, am Sabbat gemeinsam mit den Freunden, die sie während der Woche gewinnt, Gott anzubeten und Gottesdienst zu feiern.“ Geduld. Und der Glaube, der für möglich hält, „dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird‘s auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu“. (Phil 1,6) So erweckt Jesus seine Gemeinde in den Niederlanden – und an so vielen anderen Orten. n
Ein Schauspieler, der auf der Paulista Avenue unterwegs war, sprach über zwei Stunden lang mit einer ehrenamtlichen Helferin über existenzielle und geistliche Themen. November 2016 | Adventist World
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1 Vgl. Ellen G. White, Auf den Spuren des großen Arztes, S. 106.
Gerson P. Santos, stammt ursprünglich aus Brasilien. Jetzt ist er
T i a g o
M e n e z e s
einer der assoziierten Sekretäre der Generalkonferenz in Silver Spring.
Mutter und Tochter bei einer Kinderveranstaltung der A Gente Cuida-Adventgemeinde an einem sonnigen Nachmittag auf dem Horacio Sabino Square. Sie haben offensichtlich viel Spaß.
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V l ad i m i r
sind. Die Gemeindeglieder der A Gente Cuida-Adventgemeinde gingen oft am Sabbatabend auf die Straße, um Wasserflaschen anzubieten und Kontakt mit den Leuten aufzunehmen. Schon bald begannen die Menschen, in den sozialen Medien auf der Seite der Gruppe positiv auf diese Freundlichkeiten zu reagieren. „Wir versuchen immer, mit den Leuten zu reden“, erzählt Marceli, einer der Leiter der neuen Gemeinde. „Gottes Liebe weiterzugeben hat uns viele Möglichkeiten eröffnet, anderen zu helfen.“ Bei einem anderen Projekt stellen Gemeindeglieder der neuen Gemeinde jeden Freitagabend auf einem Fußweg an einer belebten Straße Hocker auf. Dazu stellen sie ein Schild mit der Aufschrift: „Sind Sie müde oder entmutigt? Sprechen Sie sich aus.“ Einer der Passanten, die das Angebot nutzten, war Johnny. Er war beeindruckt von dem Wunsch der Gruppe zu helfen und blieb. Als Johnny eines Abends nach Hause kam, betete er: „Gott, wenn es dich gibt, dann habe ich heute durch die jungen Leute auf der Straße deine Stimme gehört.“ Er geht in eine kleine Gruppe der Gemeindeneugründung und studiert die Bibel. Die neue Gemeinde, die sich kümmert, hat jedoch nicht nur die Bedürfnisse der Menschen in ihrem Ort im Blick. Letztes Jahr hat sie über ADRA 100 Tonnen Wasser als Katastrophenhilfe in ein anderes brasilianisches Bundesland geschickt.Außerdem hat sie mit einer staatlichen Universität bei einer wissenschaftlichen Untersuchung über die Rolle des Glaubens bei der Drogensuchttherapie zusammengearbeitet. Im Rahmen dieses Programms standen die Gemeindeglieder in Verbindung mit mehr als 250 Teenagern, von denen fast die Hälfte nach Beendigung des Programms drogenfrei blieben. Oft wird auf öffentlichen Plätzen Musik gemacht oder es werden Laienspiele aufgeführt, auf die die Leute positiv reagieren. Wenn sie nicht mehr da wären, würde man sie vermissen!
N o s o v
T I T E LT H E M A
Von Andrew McChesney
Eine Gemeinde – auf Gebet gegründet Die gute Nachricht für Sibirien
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ie einheimischen Gemeindeglieder werden sich noch lange an den Tag im letzten Winter erinnern, als die erste Adventgemeinde in Sibirien ihre Pforten öffnete. Nach zwei Jahrzehnten des Gebets fanden sie 2011 ein erschwingliches Grundstück. Michael Ryan, einer der damaligen Vizepräsidenten der Weltkirchenleitung, besichtigte den Standort und sprach ein besonderes Gebet. Die Gemeindeglieder beteten und glaubten weiter, beriefen sich beständig auf das Gebet des Jabez, dass Gott sie segnen und ihr Gebiet erweitern möge (vgl. 1 Chr 4,10) und errichteten das Gebäude. Der Gemeindepastor Vladimir Nosov war bei dem ersten Gottesdienst in der neuen Gemeinde an jenem Winterabend dabei. „Wir hatten keine Möbel, nicht einmal Stühle, doch das Gebäude war fertig“, erinnert sich Nosov. „Die Gemeindeglieder empfanden außerordentliche Freunde. Man hatte den Eindruck, dass sich das Licht über die Wände ergoss und den Ort mit einem besonderen Glanz erfüllte. Voller Ehrfurcht darüber, dass Gott ihre langjährigen Gebete erhört hatte, berührten die Leute die Wände. Viele weinten. Inbrünstige, von Herzen kommende Gebete wurden gesprochen.“ Etwa seit 1990 wurde für eine Gemeinde gebetet. Damals kamen die ersten Adventisten nach Nyagan, einer Stadt mit 56.000 Einwohnern in einer unwirtlichen Region, in der arktische Kälte herrscht. Vor einigen Jahren schlug der Versuch, ein kleines Gebäude zu kaufen, fehl; die Hoffnungen der kleinen Gruppe waren enttäuscht. „Sie waren am Boden zerstört“, erinnert sich Vasiliy P. Stefaniev, Vorsteher der Westsibirischen Missionsvereinigung, zu dem Nyagan gehört. „Doch der Pastor ermutigte sie, daran zu glau-
Sabbatschulteilnehmer in der Gemeinde in Nyagan.
ben, dass Gott etwas Größeres für sie vorbereitete, und ihre Gebete wurden erhört.“ Langsam nahm ein stattliches, zweistöckiges Gebäude Gestalt an. Gleichzeitig begann die Gemeinde zu wachsen. „In jedem Jahr, in dem wir bauten, wurden Menschen getauft“, erklärt Alexey Novoselov, ehemaliger Vorsteher der Westsibirischen Missionsvereinigung und jetziger Sekretär des Ostrussischen Missionsverbands. „Die Gemeinde hatte fünf bis sieben Gemeindeglieder, jetzt sind es fast 30. Heute ist die Gemeinde im Ort gut bekannt, wie die Leiter der Gemeinde sagen. Die Gemeindeglieder sind im Ort aktiv; Taxifahrer brauchen keine Anweisungen, um die Gemeinde zu finden. Zum Ende des Jahres werden fünf Studierende vom Adventistischen Theologischen Seminar in Zaoksky bei Moskau nach Nyagan kommen, um bei der Evangeliumsverkündigung zu helfen. Die Gemeinde plant auch ihre erste Evangelisation mit Mike Ryan, heute Sonderberater des Präsidenten der Weltkirchenleitung, und Michael Kaminskiy, Präsident der Euro-Asien-Division. „Die Gemeinde in Nyagan ist nicht so groß, aber sie ist freundlich und hält zusammen“, sagte Kaminskiy. „Besonders die Gastfreundschaft des Pastors und seiner Familie muss ich hervorheben. Der Pastor ist ein freundlicher, fürsorglicher Mensch; das ist einer der Gründe, weshalb neue Leute zur Gemeinde kommen.“ Nosov zufolge freut sich die Gemeinde auf weitere Wunder. „Wir beten weiter und glauben, dass Gott noch mehr Möglichkeiten schenken wird“, zeigte er sich in der E-Mail-Kommunikation überzeugt. „Wir wollen ihm dienen!“
Das neue Gebäude der Adventgemeinde im sibirischen Nyagan.
Von Gaspar Colón
Ein Schlüsseldienst findet
Schlüssel zu Herzen Na Seung II und seine Frau Na (Choi) Eun Kyeong laden kleine Gruppen ein, in einem Raum über ihrem Laden die Bibel zu studieren.
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a Seung II und seine Frau Na (Choi) Eun Kyeong betreiben in Gangneung an der Ostküste Südkoreas ein Schlüsselgeschäft mit Schlüsseldienst. Kurz nachdem sie das Gebäude gekauft hatten, in dem sich das Geschäft befindet, wandte sich Eun Kyeong mit einer Idee an ihren Mann: „Wie wäre es, wenn wir ein Kleingruppenzentrum im dritten Stock unseres Gebäudes einrichten würden?“ Im März 2013 wurde das Kleingruppen-Missionszentrum eröffnet. Anfangs kümmerten sie sich mehr darum als um ihr Geschäft, das deshalb oft geschlossen war. „Wir gingen zuerst zum Zentrum und ließen unser Geschäft geschlossen. Aber Gott hat uns unglaublich gesegnet. Als wir nachmittags in den Laden kamen, kehrten alle Kunden, die bereits morgens gekommen waren, zurück. Wir haben erkannt, dass dies Gottes Art ist, uns zu segnen. Wenn wir beschließen, für Gott zu arbeiten, arbeitet er für uns.“ Im dritten Stock des Gebäudes der Nas treffen sich drei Gruppen: ein Mütterkreis, ein Diakoniekreis und ein Kreis von Menschen mittleren Alters. Den letzteren haben sie „Obergemach“ genannt und damit den Wunsch zum Ausdruck gebracht, die Gegenwart des Heiligen Geistes in ihrem Obergeschoss zu erfahren.1 Viele Mitglieder dieser Gruppe haben Gottes Führung erlebt. Cho Nam II machte nach 25 Jahren einen Neuanfang im Glauben und führte seine Frau zu Jesus. Die Kleingruppe ermutigt ihn in seinem neuerblühten Glauben. Kim Jeong Soon begann gemeinsam mit ihrem Mann, die Gemeinde zu besuchen. Als bei ihr die Autoimmunkrankheit Lupus erythematodes diagnostiziert wurde, war die Kleingruppe eine große Unterstützung für sie. Einige Monate später stellte sich die Lupusdiagnose als Fehldiagnose heraus. Die Nas haben gelernt, dass sie sich durch die Kontakte, die sie in ihrem Geschäft knüpfen, aktiv an der Kleingruppenarbeit für Gott beteiligen können. Hier ist ihr Schlüssel, um die Herzen ihrer Nachbarn aufzuschließen. 1 Eine Anspielung auf Apg 1,13f, wo berichtet wird, dass die Jünger sich in einem Obergemach zum Gebet versammelt hatten, bevor der Heilige Geist ausgegossen wurde (Red.).
Gaspar Colón ist Koordinator für die Integration von Mission bei Adventist Review/Adventist World.
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G L A U B E N S Ü B E R Z E U G U N G E N
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ch kann mich noch erinnern, wie ich als Kind auf der Generalkonferenz-Vollversammlung in Dallas war. Zum ersten Mal erlebte ich die wunderbare Vielfalt von Menschen aus aller Welt. Ich staunte über die farbenfrohen Trachten, die Klänge von Instrumenten, die ich nie zuvor gehört hatte, und die faszinierenden Sprachen, die gesprochen wurden. Mir wurde klar, dass die Gemeinde in meinem kleinen Winkel der Welt ganz anders war als die Gemeinden in zahllosen anderen Ecken der Welt. Als ich größer wurde, erweiterte sich auch meine Faszination über die Vielfalt dieser Welt. Ich begann, nach Möglichkeiten zum Reisen zu suchen. Mit zwölf Jahren hatte ich ein halbes Dutzend Länder besucht. Beim Abschluss meiner Collegeausbildung waren es bereits etwa 30. Inzwischen bin ich bei 72 Ländern angelangt und schätze die Vielfalt mehr denn je, welche die Welt ausmacht, in der wir leben. Und da ich Hunderte von Adventgemeinden in aller Welt besucht habe, schätze ich auch die einzigartige Vielfalt in Adventgemeinden mehr denn je.
Das
NUMMER 14
Paradox von
EinheitundVielfalt Eine Würdigung der Einzigartigkeit unserer weltweiten Kirche
Von Richard Aguilera
Dem Paradox ins Auge sehen
Als weltweite Kirche sind wir mit dem Paradox konfrontiert, mit Vielfalt und Einheit zu arbeiten. Auf den ersten Blick neigen wir dazu, das für schwierig zu halten. Doch wenn wir uns den klassischen Bibeltext über die Vielfalt der verschiedenen Körperteile ansehen, die mit einem gemeinsamen Ziel zusammenarbeiten, beginnt unsere Aufgabe nachvollziehbarer zu werden. Der Apostel Paulus schrieb: „Der Körper des Menschen ist einer und besteht doch aus vielen Teilen. Aber all die vielen Teile gehören zusammen und bilden einen unteilbaren Organismus. So ist es auch mit Christus: mit der Gemeinde, die sein Leib ist.“ (1 Kor 12,12 GNB) Anders gesagt: Das Auge mag ganz erstaunlich sein, aber die Milz ist es nicht weniger, ebenso wie der Fuß. Sie alle wirken zusammen, damit ein Körper richtig funktioniert, und keines der Teile kann die Aufgabe eines anderen übernehmen. Der Schlüssel besteht darin zu verstehen, dass jeder Teil eine andere Aufgabe hat, doch ihr Zweck besteht allein darin, einen einzigen Körper funktionsfähig zu machen. Wir wissen, dass der Mensch stirbt, wenn er keine Milz hat. Satan ist gegen das Paradox
Satan, unser Feind, will nicht, dass wir herausfinden, wie wir alle verschieden und dennoch eins sein können. Menschen können
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sich an jedem x-beliebigen Tag die Nachrichten anhören oder ansehen, sie werden stets zu dem Schluss kommen, dass Vielfalt und Einheit nicht zusammen existieren können – nicht auf unserem Planeten und nicht einmal innerhalb von Gottes Gemeinde. Satans Mission besteht darin, einen Keil zwischen uns und Gott zu treiben und auch viele Keile zwischen die Gemeindeglieder, um uns zu trennen. Er versucht, einige Körperteile zu amputieren und verwendet dazu verschiedene Strategien, wie zum Beispiel Politik, Religion, Sprache, Kultur oder welches Mittel auch immer. Wenn du nicht genau weißt, wovon ich rede, schau dir nur einmal einige Onlineforen oder Facebookeinträge im Zusammenhang mit der Gemeinde an, dann wirst du schnell entdecken, wie spaltend manche Themen sein können. Vor Kurzem sah ich einen Facebookeintrag über jemanden, der eine ganze Reihe von Freunden aufgrund einer Diskussion über Religion von seiner Freundesliste entfernt hat. Die Diskussion eskalierte so sehr, dass man sich fragt, ob die teilnehmenden Christen die wahre Bedeutung des Wortes Christ überhaupt verstanden. Denn Christ sein bedeutet natürlich wie Christus sein. Das ist nur ein trauriges Beispiel dafür, wie eine Gruppe von „Kirchgängern“ am Ende völlig zerstritten ist.
Unseren Fokus schärfen
Offensichtlich ist es möglich, dass Leute, die eins in ihrer Entscheidung sind, die richtigen Wahrheiten zu glauben und auszuleben, am Ende zerstritten sind, obwohl sie das gleiche Ziel erstreben. Doch die Einsichten, die sich daraus ergeben, dass wir unsere Besonderheiten und Unterschiede entdecken, müssen nicht zu Spannungen mit unserem gemeinsamen Bekenntnis zur Wahrheit, wie sie in Jesus ist, führen. Viel von der Energie, die dafür aufgewendet wird, sich gegen kulturelle Kennzeichen anderer auszusprechen, könnte darin investiert werden, Möglichkeiten zur Zusammenarbeit zu entwickeln. Ironischerweise denken viele Gemeindeglieder, die schnell dabei sind, Unterschiede zu entdecken und prompt zu verurteilen, wahrscheinlich wirklich, dass sie das Richtige tun. Es kommt ihnen vermutlich gar nicht in den Sinn, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen dem schnellen Blick und einer oberflächlichen Beobachtung gibt. Vielleicht würden sie im Objekt ihrer Kritik einen Seelenverwandten erkennen, der Gott und die Wahrheit genauso innig liebt, wie sie selbst, wenn sie nur ein wenig länger verweilen, etwas genauer hinsehen und ein weniger tiefer nachdenken würden. Wie können wir lernen, gemeinsam vorwärts zu gehen? Wir müssen unseren Fokus auf die Punkte richten, die uns vereinen.
Wir müssen vollends verstehen, dass Gott jeden einzelnen Menschen liebt, welche oberflächlichen Unterschiede es auch immer geben mag – egal ob es um Kleidung, Frisur, Musik oder Gebetsformen geht. Wir müssen völlig verstehen, dass unsere heilige Berufung darin besteht, andere Menschen zu lieben und ihnen zu dienen, und die gute Nachricht von Hoffnung und Erlösung weiterzugeben. So sehr zu lieben, dass wir bereit sind, unter die Oberfläche zu schauen, kann uns womöglich über unsere Glaubensüberzeugung Nr. 14 hinaus zu Gesprächen über Evangelisation und die Gewinnung von Menschen führen. Es könnte sein, dass es Gott dadurch möglich wird, uns für die Ausweitung seines Reiches auf dieser Erde zu gebrauchen. Wir könnten daraus lernen, eines Tages Menschen mit pinkfarbenen Haaren und Ringen durch die Nase zu umarmen, die unsere Gemeinde besuchen. Von Gott verliehene Flexibilität wird es uns ermöglichen, gemeinsam mit dem Himmel über Menschen zu frohlocken, die anders aussehen und anderes klingen – und auf dem Weg zum Retter und zum Reich Gottes sind. Wenn wir tiefe Wahrheiten und tiefe Liebe weltweit zu unserem Fokus machen, wird die Einheit in Vielfalt leichter zu erreichen sein. Und wenn „die Liebe Gottes … ausgegossen [ist] in unsre Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist“ (Röm 5,5), wird die Musik unserer Harmonie die unausweichliche und fröhliche Folge sein. Unsere einzigartige gemeinsame Pflicht
Die
Einheit der
Gemeinde Christi Die Gemeinde ist ein Leib mit vielen Gliedern, herausgerufen aus allen Nationen, Geschlechtern, Sprachen und Völkern. In Christus sind die Gläubigen eine neue Schöpfung. Rassische, kulturelle, bildungsmäßige, nationale, soziale und gesellschaftliche Unterschiede sowie Unterschiede zwischen Mann und Frau dürfen unter uns nicht trennend wirken. In Christus sind alle gleich, durch einen Geist zur Gemeinschaft mit ihm und untereinander zusammengefügt. Wir sollen einander dienen, ohne Voreingenommenheit und Vorbehalt. Weil sich Jesus Christus in der Schrift offenbart hat, verbinden uns ein Glaube und eine Hoffnung – das bezeugen wir vor allen Menschen. Diese Einheit hat ihren Ursprung im Einssein des dreieinen Gottes, der uns als seine Kinder angenommen hat. (Ps 133,1; Mt 28,19–20; Joh 17,20–23; Apg 17,26–27; Röm 12,4–5; 1 Kor 12,12–14; 2 Kor 5,16–17; Gal 3,27–29; Eph 2,13–16; 4,3–6.11–16; Kol 3,10–15.)
Um der göttlichen Einheit willen – diesem ehrfurchtweckenden Merkmal der ewigen Dreieinigkeit – und um Jesu willen, der dafür gebetet hat, muss sich jeder von uns immer wieder die bohrende und schwierige Fragen stellen: Falle ich auf Satans Tricks herein? Bin ich mir seiner Strategie überhaupt bewusst? Habe ich mich dabei ertappt, wie ich mit jemandem eine hitzige Diskussion über unsere „Gemeindeprobleme“ geführt habe? Habe ich jemals destruktives Verhalten an den Tag gelegt, das Satans Spaltungsplänen perfekt in die Hände spielte – und mir dabei noch eingeredet, dass ich es zum Wohl der Gemeinde tat? Wir müssen nicht nur für ehrliche, vom Geist gewirkte Antworten bereit sein, sondern auch für die Veränderungen, die eine vom Geist gewirkte Reform bringen und durch die Jesu Gebet für uns erhört wird: „Ich bete darum, dass sie alle eins seien, so wie du in mir bist, Vater, und ich in dir. So wie wir sollen auch sie in uns eins sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.“ (Joh 17,21) n
Richard Aguilera ist Präsident der Organisation One Mustard Seed (ein Senfkorn), die mit Kindern die Wunder von Gottes Schöpfung bestaunt. November 2016 | Adventist World
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E L L E N
W H I T E
E N T D E C K E N
Ein Originalexemplar von Steps to Christ, das 1892 von der Fleming H. Revell Company herausgegeben wurde.
Der bessere Weg wird
125
Von James R. Nix
Ein christlicher Klassiker inspiriert noch
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m Jahr 2017 wird der Klassiker Der bessere Weg 125 Jahre alt. Das Buch ist das am häufigsten gedruckte und in den meisten Sprachen übersetzte Buch von Ellen White. Das Buch wurde erstmals 1892 unter dem Titel Steps to Christ1 veröffentlicht und war eines von mehreren Büchern über Christus, die Ellen White in den 1890er Jahren verfasste.2 Nach der Generalkonferenz-Vollversammlung 1888 mit ihrer neuen Betonung der Gerechtigkeit aus dem Glauben, sprachen Ellen White und andere in Gemeinden und auf Zeltversammlungen über dieses Thema. Das Ergebnis war, dass Ellen White von verschiedenen Predigern gebeten wurde, ein kleines Buch zu verfassen, das Christus im Mittelpunkt hatte und von Buchevangelisation und in Buchgeschäften verkauft werden konnte.3 Ellen White hatte eine Reihe von Artikeln über die Bekehrung und das Leben als Christ geschrieben, die in verschiedenen adventistischen Zeitschriften veröffentlicht worden waren. Die Anfrage bezog sich nun darauf, dieses Material zu einer weiteren Verbreitung in einem Buch zusammenzufassen. Ellen Whites langjährige Sekretärin Marian Davis wurde beauftragt, die verschiedenen schriftlichen Aussagen von Ellen White in ein Buchmanuskript zusammenzufügen. Davis durchsuchte Ellen Whites veröffentlichte Artikel im Review and Herald (dem heutigen Adventist Review) und den Signs of the Times
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sowie Kapitel ihrer zuvor veröffentlichten Bücher, persönliche Briefe und unveröffentlichte Manuskripte nach dem besten Material für das neue Buch. In einigen Fällen verfasste Ellen White neues Material, um manche Kapitel zu ergänzen, oder sie formulierte früher Geschriebenes neu, um es für das Buch anzupassen. Die Vorbereitungsarbeiten fanden 1890 und 1891 statt. Woher der Titel „Steps to Christ“ kommt, ist nicht bekannt. Er wurde jedoch sehr gut aufgenommen, als das fertige Buchmanuskript im Sommer 1891 auf einer Tagung in Harbor Heights, im US-Bundesstaat Michigan, in Umlauf gebracht wurde. Es wurde darüber diskutiert, wie man eine möglichst weite Verbreitung des Buches erreichen konnte. Man schlug vor, es bei einem nichtadventistischen Verleger herauszubringen. George B. Starr, der als junger Mann 1875 in Chicago für Dwight L. Moody gearbeitet hatte4, bevor er Adventist wurde, hatte die Idee, dass man bei Moodys Schwager Fleming H. Revell anfragen solle, ob er bereit wäre, das Buch herauszubringen.5 Als Der bessere Weg 1892 von der Fleming H. Revell Company herausgegeben wurde, hatte es nur zwölf Kapitel. Im darauffolgenden Jahr wollte die Internationale Traktatgesellschaft in London das Buch im Vereinigten Königreich auflegen.6 Um ein Urheberrecht für Großbritannien zu sichern, fügte Ellen White ein einleitendes Kapitel mit dem Titel „God’s Love for
Man“ (heute: „Gottes Liebe –stärker als der Tod!“) hinzu, das in allen von unserer Kirche herausgegebenen Auflagen beibehalten wurde. Obwohl in den ersten sechs Wochen drei Auflagen des Buches herausgegeben wurden und es im ersten Jahr insgesamt sieben Auflagen gab, war Revell 1896 bereit, die Rechte an den Review and Herald Verlag zu verkaufen. Einige Jahre später übertrug der Verlag die Rechte an Ellen White.7 Es gibt keine genauen Angaben über die Gesamtanzahl der Exemplare, die in den letzten 125 Jahren gedruckt wurden. Millionen von Exemplaren des Buches – für das längst kein Copyright mehr besteht – sind von unserer Kirche ebenso wie von Privatorganisationen oder Privatpersonen veröffentlicht worden. Auch die genaue Anzahl der Sprachen, in die das kleine, lebensverändernde Buch übersetzt wurde, ist nicht bekannt. Allerdings weiß das Ellen G. White Estate, dass es mindestens 165 Sprachen sind. Besonders beliebte Zitate
Der bessere Weg ist ein Buch, das immer wieder mit Gewinn gelesen werden kann; jedes Mal lässt sich etwas Neues entdecken. Ein weiterer Grund für seine ungebrochene Beliebtheit ist, dass es viele besondere Zitate enthält. Hier sind einige Beispiele für den leichten, praktischen Stil des Buches. Es ist am besten, wenn du das Buch für dich persönlich ganz durch liest, um noch viele ähnliche Einsichten zu gewinnen.
wer Ellen White auf die Idee brachte, ein einfaches Buch über den christlichen Glauben herauszubringen. Aber eines ist sicher: die Person hatte keine Ahnung von den Millionen von Menschen, die Christus machen – oder erneut darauf hinzuweisen durch diese kleine Buch kennenlernen – nachdem es über ein Jahrhundert auf würden.“14 Ebenso sicher ist, dass wir erneut gesegnet werden und auch anderen dem Markt ist? Hier sind einige Vorzum Segen sein können, wenn wir das schläge: Buch Der bessere Weg 2017 selbst lesen Lies das Buch selbst. Es hat nur 13 Kapitel, da kann jeder im Laufe des Jahres und weitergeben. n Zeit finden, es zu lesen. Stell dir vor, welch 1 Die deutsche Ausgabe hieß Der Weg zu Christus. ein Einfluss in unseren Gemeinden zu 2 Steps to Christ (Der bessere Weg), 1892; Thoughts From the spüren wäre, wenn jeder Adventist auf der Mount of Blessing (Gedanken vom Berg der SeligpreisunWelt, das Buch Der bessere Weg 2017 unter gen, Neuausgabe: Das bessere Leben im Sinne der Bergpredigt), 1896; The Desire of Ages (Das Leben Jesu), 1898; Gebet lesen und darüber nachdenken Christ’s Object Lessons (Bilder vom Reiche Gottes), 1900. 3 W. C. White und D. E. Robinson, The Robinson of a würde! Popular Book „Steps to Christ“, „Elmshaven“ Office, St. Man kann das Buch im Hauskreis Helena, Kalifornien, August 1933 [Mimeographie], S. 1. lesen, Pastoren können über die Themen 4 Seventh-day Adventist Encyclopedia (1996), Bd. 11, S. 702; Denis Fortin und Jerry Moon, Hrsg., The Ellen G. White predigen, die darin behandelt werden. In Encyclopedia, 2. Auflage, Review and Herald, Hagerstown, adventistischen Schulen kann man 2013, S. 519f. Andachten daraus gestalten; in adventisti- 5 The Ellen G. White Encyclopedia, S. 1198. 6 Die Fleming H. Revell Company hatte auf alle Verlagsschen Verwaltungsorganisationen oder rechte verzichtet. Siehe auch Tim Poirier, „A Century of Steps“, Adventist Review, 14. Mai, 1992, S. 14. Institutionen kann das Buch als Grund 7 The Ellen G. White Encyclopedia, S. 1198, White an Robinlage für Mitarbeiterandachten dienen. son, Poirier, S. 14f. Du kannst das Buch auch an Angehö- 8 Ellen G. White, Der bessere Weg zu einem neuen Leben, Lüneburg, 2009, S. 90. rige, Verwandte, Freunde, Nachbarn oder 9 Advent-Verlag, Ebenda, S. 90f. Arbeitskollegen verschenken. 10 Ebenda, S. 68, Unter www.egwwritings.org ist es in 11 Ebenda, S. 72. 12 Ebenda, S. 102. verschiedenen Sprachen kostenlos als 13 Ebenda, S. 97. Download verfügbar. In einigen Sprachen 14 Poirier, S. 15. gibt es das Buch auch als Hörbuch. Für weit mehr als 100 Jahre ist Der bessere Weg ein großer Segen für die Millionen von Menschen gewesen, die ihn James R. Nix ist Direkgelesen haben. Tim Poirier fasste es in tor des Ellen G. White seinem Artikel zum Jubiläum des Buches Estates. treffend zusammen: „Wir wissen nicht,
Im Laufe der Jahre wurde Der bessere Weg in Dutzenden Sprachen und etlichen Formaten veröffentlicht. „Beten bedeutet eigentlich, sich Gott wie einem Freund öffnen. Nicht, dass wir ihm sagen müssten, wie es um uns steht und was wir brauchen – das weiß er eher und besser als wir selbst, wie Jesus erklärte. Wir müssen beten, um uns zu befähigen, Gott und seine Gaben anzunehmen. Das Gebet bringt nicht Gott uns näher, sondern wir kommen dadurch zu ihm.“8 „Eigentlich ist es unverständlich, dass sich gläubige Christen immer wieder vom Beten abhalten lassen. Sie wissen doch, dass das Gebet der Schlüssel ist, mit dem sich die „himmlische Schatzkammer“ öffnen lässt, in der die unermesslichen Gaben Gottes für uns bereitliegen!“9 „Wenn du in Christus bleiben willst, dann vertraue dich ihm jeden Morgen neu an.“10 „Wenn [Christus] durch seinen Geist in uns wohnt, wird unser ganzes Wesen umgeformt.“11 „Gott erwartet nicht von uns, ihm zu vertrauen, ohne uns eine ausreichende Grundlage dafür zu geben.“12 „All unsere Bedürfnisse, Freuden, Sorgen und Ängste können wir zu ihm bringen. Wir können ihn damit weder belasten noch ermüden.“13 2017 und danach
Was können wir tun, um Menschen mit diesem wunderbaren Buch bekannt zu
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F R A G E N
Z U R
B I B E L
Jünger Warum forderte Jesus seine Jünger auf, Schwerter zu kaufen?
mit
Schwertern
Was Jesus seinen Jüngern hier sagt, hört sich etwas seltsam an und ist unterschiedlich interpretiert wor(Luke 22:35-38) den. Ich werde den Abschnitt kurz zusammenfassen, einige Sichtweisen besprechen und eine bestimmte Lesart präsentieren. 1. Der Text: Jesus wies seine Jünger warnend darauf hin, dass sie sich auf Veränderungen gefasst machen müssten, wenn sie ihre Mission erfüllen würden. Als er die 70 aussandte (Lk 9,1–6), wies er sie an, keine besonderen Vorkehrungen zu treffen – „Als ich euch ohne Börse und Tasche und Sandalen sandte“ (Lk 22,35 EB) –, weil sie nicht auf ernsten Widerstand stoßen und keinen Mangel haben würden. Doch nun war die Situation eine andere. Von diesem Moment an würden die Jünger Widerstand und Verfolgung erleiden und mussten darauf vorbereitet sein. Nun sollten sie eine Börse und eine Tasche nehmen und wenn sie kein Schwert hätten, sollten sie eines kaufen (vgl. V. 36). Um sie darauf hinzuweisen, dass sich die Situation änderte, sprach Jesus darüber, was er selbst erfahren würde. Er würde wie ein Gesetzesübertreter (ein Gesetzloser) behandelt werden; allerdings in Erfüllung einer messianischen Prophezeiung (Jes 53,12). Dies ist eine der Stellen in den Evan gelien, an denen Jesus seinen Tod ankündigt und anhand von Jesaja 53 die Bedeutung seines Sterbens für die Erlösung erklärte. Um die Gottlosen zu retten, würde er als ihr Stellvertreter für sie leiden. Die Jünger verstanden das anscheinend nicht, weil es ihnen nur um die Schwerter ging. Sie fragten Jesus, ob zwei Schwerter zu ihrem Schutz ausreichten, worauf Jesus antwortete: „Es ist genug/Genug damit!“ (V. 38 EB/Hfa) 2. Die wörtliche Interpretation: Manche finden in dem Abschnitt Anzeichen dafür, dass der historische Jesus in irgendeiner Form bereit war, sich mit den Zielen der Zeloten und ihrer Feindschaft den Römern gegenüber zu identifizieren. Sie verstehen die Aufforderung, Schwerter zu tragen als einen Aufruf, die Römer anzugreifen. Diese Interpretation lässt sich kaum vertreten und wurde von den meisten Kommentatoren zurückgewiesen. Andere verstehen die Sprache wörtlich und argumentieren, dass die Jünger nach dem Tod von Jesus eine bessere Ausrüstung für ihre Mission brauchten. Sie würden für sich selbst sorgen und Schwerter tragen müssen, weil das Reisen durch das Römische Reich gefährlich war und sie sich gelegentlich würden verteidigen müssen. Der Zusammenhang legt den Gedanken nahe, dass Jesus
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sie warnend darauf hinwies, dass sie um des Evangeliums willen auf Widerstand stoßen würden. Dass Jesus auf seine eigene Erfahrung hinwies, veranschaulicht die Art und Weise, wie seine Jünger ihren Feinden entgegentreten sollten: Er lehnte jede Form der Gewalt ab. Tatsächlich gebrauchte Petrus ein Schwert, um Jesus zu verteidigen, als er verhaftet wurde, doch Jesus rügte ihn dafür (Lk 22,49–51). Ein buchstäbliches Schwert sollte nicht zur Ausrüstung der Jünger gehören, wenn ihnen Widerstand begegnete. Die beiden Schwerter sind in der Kirchengeschichte eher sinnbildlich als die weltliche und geistliche Macht der Kirche interpretiert worden. Diese Sicht gründet sich nicht auf den Text, sondern auf die Geschichte der Kirche (die Einheit von Kirche und Staat). 3. Eine sinnbildliche Bedeutung: Aufgrund der Tatsache, dass die Worte von Jesus durch seine eigene Erfahrung veranschaulicht wurden, ist eine sinnbildliche Interpretation nachvollziehbarer Jesus forderte die Jünger auf, sich vorzubereiten, weil eine Zeit kommen würde, in der sie – wie er – auf heftigen Widerstand treffen würden. Es war also nötig, sich so gut wie möglich vorzubereiten, um dem Feind zu begegnen. Das wird anhand der Soldatensprache beschrieben. Gute Soldaten sorgen selbst für ihr Essen und ihre Verteidigung. Die Jünger würden eine gründliche Vorbereitung auf ihren geistlichen Konflikt brauchen, sogar „ein Schwert“, weil sie in einen tödlichen geistlichen Kampf verwickelt werden würden (siehe Eph 6,10–20). Die Jünger verstanden die Worte von Jesus buchstäblich: Meint er, dass jeder von uns ein Schwert haben sollte? Das könnte teuer werden. Wie viele Schwerter sollten wir haben? Es gab zwei: „Herr, siehe, hier sind zwei Schwerter.“ (Lk 22,38) Darauf antwortete Jesus etwas frustriert: „Genug damit!“ (Hfa), was soviel heißt wie: Hört auf mit dem Unsinn (vgl. 5. Mo 3,26; 1 Kön19,4). Der Satz wird in Lukas 22,51 erklärt, wo Jesus mit einem entschiedenen „Hört auf damit!“ (Hfa) den Gebrauch von physischen Waffen zurückwies. Jesus bezog sich mit buchstäblichen Wörtern auf geistliche Wirklichkeiten, die in dem Kampf gegen geistliche Mächte existieren. Wir müssen vollständig ausgerüstet sein; wir brauchen ein „Schwert.“ n
Angel Manuel Rodríguez hat in unserer
Kirche als Pastor, Professor und Theologe gearbeitet. Heute lebt er in Texas im Ruhestand.
B I B E L S T U D I U M
Von Mark A. Finley
Die wirkliche
Wahrheit über die Wiederkunft des Herrn
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n einer Welt, die nach Hoffnung sucht, ist die Wiederkunft unseres Herrn die „selige Hoffnung“, jedes Menschen, der an ihn glaubt (Tit 2,12). Wäre der Tod eine lange Nacht ohne Morgen und das Grab ein dunkles Loch in der Erde, aus dem es kein Entkommen gibt – unser Leben wäre voller Verzweiflung. Eine der zentralen Wahrheiten der Bibel ist die Wiederkunft Jesu auf diese Erde. Das zweite Kommen Christi wird über 1.500 Mal in der Bibel erwähnt – im Neuen Testament durchschnittlich einmal in 25 Versen. In diesem Monat richten wir unser Augenmerk auf das, was die Bibel über die Wiederkunft Jesu lehrt.
1 Welche ermutigende Verheißung gab Jesus seinen Nachfolgern in Johannes 14,1–3 unmittelbar vor seinem Tod und seiner Auferstehung? Unmittelbar vor seinem Tod ermutigte Jesus seine Jünger mit der Verheißung seiner Wiederkunft. Er versicherte ihnen, dass er eines Tages wiederkommen würde. Die Wiederkunft Jesu ist ebenso gewiss wie die Verheißungen unseres Herrn. Er würde uns niemals in die Irre führen. Er kommt tatsächlich wieder, um uns nach Hause zu holen, um uns an einen Ort zu bringen, an dem es kein Leid, keinen Kummer, keine Schmerzen und keinen Tod mehr geben wird und wir uns ewiger Gemeinschaft mit ihm erfreuen dürfen.
2 Was bezeugten die Propheten des Alten Testaments über die Wiederkunft Jesu? Fasse die folgenden Abschnitte mit deinen eigenen Worten zusammen. n Psalm 50,3 n Jesaja 25,9 n Daniel 2,44
Für jede alttestamentliche Prophezeiung über das erste Kommen unseres Herrn gibt es acht über sein zweites Kommen. Sowohl im Alten als auch im Neuen Testament ist die Wiederkunft Jesu ein herausragendes Thema.
3 Welches Zeugnis gab der Apostel Paulus hinsichtlich der Wiederkunft Jesu? Was geschieht laut 1. Thessalonicher 4,13–17 und 1. Korinther 15,51–57 mit den verstorbenen und noch lebenden Gerechten? B i l d :
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4 Beschreibt die Bibel, was mit den Menschen geschieht, die nicht gerettet sind, wenn Jesus wiederkommt? Erhalten sie eine zweite Chance, um gerettet zu werden? Lies dazu Offenbarung 22,11–12; Hebräer 9,27–28 und 2. Thessalonicher 1,7–11. Jeden Tag gibt Gott uns neue Gelegenheiten, seine Liebe anzunehmen und auf seine Gnade zu reagieren. Seine Barmherzigkeit ist jeden Morgen neu (Kla 3,22–23). Wer seine gnädige Einladung nicht annimmt, wird bei seiner Wiederkunft durch den Glanz seiner Herrlichkeit vernichtet werden.
5 Wie wird die Wiederkunft Jesu in Matthäus 16,27 beschrieben? 6 Welche ewigen Wahrheiten über die Wiederkunft Jesu finden sich in Offenbarung 1,7 und Offenbarung 22,7.12.20? 7 Was sagte Jesus in Matthäus 24,42–44 über die Notwendigkeit, auf sein Kommen vorbereitet zu sein? Jesus ruft auch jeden von uns ernstlich auf, für seine Wiederkunft bereit zu sein. Vielleicht fragst du dich, was es heißt, für Christi Wiederkunft bereit zu sein. Das ist nicht kompliziert. Bereit zu sein, wenn Jesus wiederkommt, bedeutet einfach, die Erlösung anzunehmen, die er so bereitwillig anbietet und ihm unser Leben als Antwort auf seine unfassbare Gnade völlig anzuvertrauen. Das kannst du tun, indem du deinen Kopf neigst und es Gott in einem einfachen Gebet sagst. Vielleicht hast du das noch nie getan – möchtest du dir nicht jetzt einen Augenblick Zeit nehmen und dein Leben Gott anvertrauen? Und wenn du dein Leben Gott bereits anvertraut hast, möchtest du dich ihm vielleicht jetzt in einem Gebet erneut weihen? n November 2016 | Adventist World
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M i l an V i da k o v i c’ , A D R A S l o v e n i a
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Geschichte
Leserbriefe Segen im Juni
Ich stimme voll und ganz mit dem überein, was Maja Ahac in ihrem wunderbar formulierten Artikel (Juni 2016) schrieb: „Jeder Mensch verdient die Gelegenheit, nicht nur zu leben, sondern sich weiterzuentwickeln.“ Wie die Autorin träume auch ich davon, dass wir eines Tages alle Menschen in Gottes Familie willkommen heißen werden, unabhängig von dem Land, aus dem sie kommen, ohne uns mit unzulässigen Ausflüchten herauszureden, weshalb wir sie nicht aufnehmen sollten. Die Verlorenen zu suchen ist unser aller Verantwortung. Eine Möglichkeit besteht darin grundlegende Hilfe zu leisten, (...) unsere Stimme für die zu erheben, die nicht für sich selbst sprechen können, den Ohnmächtigen Kraft zu schenken und ein Segen für die Mensch-
Dankw
heit zu sein – wie Jesus es war.“ Alle Seiten der Juniausgabe sind ein Segen und eine Mahnung an uns alle, besonders diejenigen unter uns, die sich intensiv bemühen, die Verlorenen zu retten. In diesen letzten Tagen, in denen der Teufel umhergeht wie ein brüllender Löwe und die Schwachen sucht, um sie zu verschlingen, sollten wir wachsam sein, indem wir ohne Unterlass beten und an unserer Rettung arbeiten, bis wir die Perlentore erreichen, wo es keine Ungleichheiten mehr geben wird, keine Menschenrechtsverletzungen, keine außergerichtlichen Tötungen, keinen Schmerz und keinen Tod. Es gibt heute auf unserem Planeten 7,4 Milliarden Menschen. Mögen wir uns alle daran beteiligen Menschen aus dem Feuersee herauszureißen, während wir auf das unmittelbar bevorstehende Kommen unseres Herrn warten. Lawrence Elijah Tesoro Philippinen
In dem kurzen Überblick über die Geschichte der Siebenten-Tags-Adventisten (Mai 2016) fiel mir die Aussage auf, dass die ersten adventistischen Missionare in Afrika, Abraham C. Enns und Johannes Ehlers, 1903 nach Afrika kamen. Ich glaube, dass es C. L. Boyd und D. A. Robinson waren, die bereits 1887 in Südafrika ankamen. Ich glaube, dass die Solusi Mission, die 1894 in Südrhodesien, dem heutigen Simbabwe, gegründet wurde, die erste Missionsstation in Afrika war. Im gleichen Jahr oder sehr bald danach kamen Missionarsfamilien nach Solusi, darunter auch der Arzt A. S. Carmichael. Bis 1888 waren fast alle an Malaria gestorben; als einziger Überlebender blieb W. H. Anderson zurück. Solusi war nur eine von mehreren Missionsstationen in Afrika, die ganz oder zum Teil von Anderson errichtet wurden, einem Mann, der sich völlig der Afrika-Mission geweiht hatte. Er reiste oft wochenlang zu Fuß oder mit dem Ochsenkarren durch Afrika, um Missionsstationen aufzubauen. Herbert I. Harder Kalifornien, USA
ANLIEGEN
Ich helfe gerne Waisen und benachteiligten Menschen. Betet für mich, dass ich die nötige Unterstützung von Spendern erhalte. Daniel, Uganda In meiner Arbeit ist eine große Summe Geld, für das ich verantwortlich war, verschwunden. Wir haben überall danach gesucht, jedoch vergeblich. Bitte betet für mich. Florence, Kamerun
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Ich fühle mich zu einem geistlichen Dienst hingezogen, in dem ich unsere jungen Leute zu Jesus Christus führe. Außerdem bin ich mit einer jungen Frau befreundet, die geistliche Ermutigung brauchen kann. Bitte betet für uns beide. Abade, Uganda Bitte betet für uns in Indonesien, besonders für die Adventjugend, damit wir
immer dem Willen Gottes gehorchen können, immer demütig sind und einander lieben. Wir sind alle für Jesus Christus. Meidi, Indonesien Bitte betet dafür, dass ich einen Job in Computerbereich bekomme, damit ich Gott Zehnten und Gaben geben kann. Meshack, Kenia
Mehr Freundschaft nötig
Mein Dank gilt dem Redaktionsteam von Adventist World für die „Freundschaftsausgabe“ (Mai 2016). Ich fand den Inhalt informativ und das Design auch für Nichtadventisten ansprechend. Ich habe eine Reihe von Freunden, die für das Evangelium offen sind, daher war die Ausgabe eine willkommene Möglichkeit, eine Verbindung herzustellen. Einer meiner Freunde lebt in Indien, wohin ich ebenfalls ein Exemplar schickte. Bitte bringt auch in der Zukunft weiterhin Freundschaftsausgaben heraus. Vielen Dank und viel Segen den Autoren und Redakteuren. Herbert Pfeifer Deutschland Angesprochen
Danke für den Artikel „Die Herrlichkeit des Herrn“ von Angel Rodríguez (Januar 2016). Ich bin kein Adventist, aber dieser und andere Artikel haben mich sehr angesprochen, als ich die Zeitschrift las. Danke, und Gott segne euch. Samuel Nwagbo Nigeria Leserbriefe bitte an letters@adventistworld.org schicken. Bitte
klar und zum Punkt schreiben; höchstens 250 Wörter. Titel des Artikels, Ausgabe und Seitenzahl angeben; Namen und Wohnort (Stadt und Land) nicht vergessen. Redaktionelle Bearbeitung (Kürzung und Präzisierung) vorbehalten. Nicht alle Zuschriften können veröffentlicht werden.
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Am 16. September werden mehr Menschen geboren als an jedem anderen Tag im Jahr. Quelle: Harvard University/Better Homes and Gardens B i l d :
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Gut für Das Gehirn Je mehr gesunde Gewohnheiten wir haben, umso weniger kognitive Fähigkeiten verlieren wir. Versuche, dich an die folgenden Ideale zu halten, die gesund für das Herz sind: n nicht rauchen n optimaler Body-Mass-Index (weniger als 25 Prozent) n körperlich aktiv sein (mindestens 150 Minuten in der Woche) n optimaler Gesamtcholesterinwert (unter 20 mg/dl) n optimaler Blutdruck (unter 120/80 mmHg) n optimaler Blutzucker (unter 100 mg/dl) na usgewogene Ernährung (viel Obst, Gemüse und Vollgetreide, wenig Salz und Süßigkeiten) Quelle: Reader’s Digest B i l d :
Fastet und betet dafür, dass Gott es in Südafrika regnen lässt. Wir erleben die schwerste Dürre aller Zeiten. Harriet, Südafrika Bitte betet dafür, dass mein Mann den Sabbat hält. Er ist Adventist, hat aber Probleme damit. Natukunda, Uganda
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Meine Mutter ist nach einem Schlaganfall immer noch im Krankenhaus. Ihr Zustand ist stabil, aber sie kann nicht sprechen. Ich bete darum, dass Gott ihre Zunge berührt. Danke, dass ihr weiter betet. Jasmine, Kanada Bitte betet für unsere Arbeit. Vielen Dank für diese Freundlichkeit. Shiful, Bangladesch
Gebetsanliegen sowie Lob und Dank für erhörte Gebete bitte an prayer@adventistworld.org schicken. Anliegen bitte kurz und präzise formulieren, höchstens 50 Wörter. Kürzung und Präzisierung vorbehalten. Nicht alle Anliegen werden veröffentlicht. Bitte Namen und Land nicht vergessen. Gebetsanliegen können auch gefaxt oder per Post geschickt werden. Fax: 1-301-680-6638. Postanschrift: Adventist World, 12501 Old Columbia Pike, Silver Spring, MD 20904-6600 USA
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L EE SSE ER RF OF ROURMU M Ein Leben des Dienstes, das bereit ist zu geben, ist eine höhere Berufung als ein einmaliges Opfer.
112 Jahren
ark Webster, Wahroonga, M New South Wales, Australien
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Jeder von uns hat sein eigenes Kreuz zu tragen –
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Am 12. November 1904 wurden in Lima (Peru) sieben Menschen von H. F. Ketring getauft. Die Taufe wurde heimlich durchgeführt, und die Versammlungen fanden hinter verschlossenen Türen statt. Enrique Balada, ein chilenischer Buchevangelist und Vorreiter im Werk, begann 1902 unter interessierten Personen in Lima zu arbeiten. Diejenigen, die seine Botschaft annahmen, wurden sofort von Angehörigen, Freunden und Gliedern der etablierten Kirche angefeindet. Aufgrund dieser Verfolgung blieb Balada nicht lange in Lima. Als er fortging, baten Laienmitarbeiter und Neubekehrte darum, dass man ihnen einen Missionar schicken möge, um sie zu taufen und eine Adventgemeinde zu organisieren. Daraufhin reiste H. F. Ketring von Chile nach Lima, um die interessierten Gläubigen zu besuchen. Er kam im Oktober 1904 an und fand eine Gruppe von 20 Anhängern der Adventbotschaft. Heute befinden sich die Verwaltungssitze des Südperuanischen Missionsverbands und der Zentralperuanischen Vereinigung in Lima.
Unsere individuelle Berufung Der Tag, an dem wir die Aufgabe erkennen, die Gott uns zugwiesen hat, ist wunderbar. Sie passt. Sie passt zu unseren Leidenschaften und macht Gebrauch von unseren Gaben und Talenten. Willst du die Wolken eines trüben Tages vertreiben?
ANTWORT: Die Adventgemeinde in Hico, einer Stadt mit 1.400 Einwohnern im US-Bundesstaat Texas hat 15 Gemeindeglieder. Sie befindet sich in einem Gebäude, das als Kapelle erbaut, später zu einer Werkstatt umfunktioniert und Ende der 1980er Jahre wieder zu einer Kapelle umgebaut wurde, als es zu einer Adventgemeinde wurde.
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Nimm Gottes Führung an. L awrence Diadem Tesoro, Genf, Schweiz
„Siehe, ich komme bald …“
Unser Auftrag ist es, Jesus Christus zu erhöhen und Siebenten-Tags-Adventisten überall im Glauben und Leben, in ihrer Hoffnung und Mission zu einen.
Natürlich
Herausgeber: Adventist World ist eine internationale Zeitschrift der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Sie wird herausgegeben von der Nordasien-Pazifik-Division der Generalkonferenz der Siebenten-Tags-Adventisten. Geschäftsführender Herausgeber: Bill Knott
Die Konterschattierung hilft Tieren, mit ihrer Umgebung zu „verschmelzen“, sodass sie für Fressfeinde nicht so gut zu erkennen sind. Pinguine sind dafür gute Beispiele. Ihr heller Bauch ist von Fressfeinden unter ihnen gegen den hellen Himmel nicht so gut zu sehen, während ihr dunkler Rücken aus der Sicht von oben mit den dunklen Tiefen des Ozeans verschmilzt. Quelle: A Natural History of the Senses
Mitherausgeber: Internationaler Verlagsleiter: Chun Pyung Duk Herausgeberausschuss: Ted N. C. Wilson, Vorsitz; Guillermo Biaggi, stellvertretender Vorsitzender; Bill Knott, Sekretär; Lisa Beardsley-Hardy; Williams Costa; Dan Jackson; Peter Landless; Robert Lemon; Geoffrey Mbwana; G. T. Ng; Daisy Orion; Juan Prestol-Puesán; Ella Simmons; Artur Stele; Ray Wahlen; Karnik Doukmetzian, Rechtsberater Koordinationsausschuss: Jairyong Lee, Vorsitz; Yutaka Inada, German Lust, Pyung Duk Chun, Suk Hee Han, Gui Mo Sung Chefredakteur: Bill Knott V. i. S. d. P. (deutschsprachige Ausgabe): Thomas Lobitz, Pulverweg 6, 21337 Lüneburg Redakteure in Silver Spring, Maryland, USA: André Brink, Lael Caesar, Gerald A. Klingbeil (stellvertretende Chefredakteure), Sandra Blackmer, Stephen Chavez, Kimberly Luste Maran, Andrew McChesney Redakteure in Seoul, Korea: Pyung Duk Chun, Jae Man Park, Hyo Jun Kim Redakteur der Online-Ausgabe: Carlos Medley Technische Koordination: Merle Poirier
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Finanzmanagerin: Rachel J. Child Editors-at-large: Mark A. Finley; John M. Fowler Redaktionsassistentin: Marvene Thorpe-Baptiste Leserservice: Merle Poirier Layout und Design: Jeff Dever, Brett Meliti
So viele Erwachsene waren 2014 weltweit an Diabetes erkrankt. Im Jahr 1980 waren es noch 108 Millionen, womit sich die Zahl fast vervierfacht hat. Der bedeutendste Anstieg hat in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen stattgefunden, darunter China, Indien, Indonesien, Pakistan, Ägypten und Mexiko. Bei den meisten Fällen (bis zu 95 Prozent) besteht wahrscheinlich eine Verbindung zum Anstieg der Fettleibigkeit.
Berater: Ted N. C. Wilson, Juan Prestol-Puesán, G. T. Ng, Leonardo R. Asoy, Guillermo E. Biaggi, Mario Brito, Abner De Los Santos, Dan Jackson, Raafat A. Kamal, Michael F. Kaminskiy, Erton C. Köhler, Ezras Lakra, Jairyong Lee, Israel Leito, Thomas L. Lemon, Solomon Maphosa, Geoffrey G. Mbwana, Blasious M. Ruguri, Ella Simmons, Artur A. Stele, Glenn Townend, Elie Weick-Dido Verlag der deutschsprachigen Ausgabe: Saatkorn-Verlag GmbH, Abt. Advent-Verlag, Pulverweg 6, 21337 Lüneburg
Versuche dein Diabetesrisiko mit diesen natürlichen Mitteln zu senken: Ausreichend schlafen: sieben bis acht Stunden pro Nacht. n Nüsse: knapp 30 Gramm täglich(etwa eine Handvoll) n Joghurt: fettarm und ungesüßt n Erdbeeren – eine halbe Tasse täglich nÄ pfel: einen mittelgroßen Apfel pro Tag nS pinat, Grünkohl oder anderes grünes Blattgemüse nW eizenkleie und andere ballaststoffreiche Nahrungsmittel n Wasser
Übersetzung ins Deutsche: Frauke Gyuroka, Wien Layoutanpassung der deutschsprachigen Ausgabe: Ingo Engel, München Druck der deutschsprachigen Ausgabe: Thiele & Schwarz GmbH, Werner-Heisenberg-Str. 7, 34123 Kassel Rötzerdruck, Mattersburgerstr. 25, 7000 Eisenstadt (Österreich) Autoren: Wir freuen uns über Beiträge. Unsere Anschrift: 12501 Old Columbia Pike, Silver Spring, MD 20904-6600, USA. E-Mail: worldeditor@gc.adventist.org, Website: www.adventistworld.org Die Bibelzitate sind – falls nichts anderes vermerkt ist – der Bibel nach der Übersetzung Martin Luthers (revidierter Text 1984), durchgesehene Ausgabe in neuer Rechtschreibung, © 2007 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart, entnommen. Adventist World erscheint monatlich und wird in Korea, Brasilien, Indonesien, Australien, Argentinien, Deutschland, Österreich und den USA gedruckt.
Quelle: The Rotarian/Gesundheitsabteilung der Generalkonferenz
12. Jahrgang, Nr. 11
Adventist World F o t o s :
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