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Ausgabe 07/2019

SEKTION ACS ZÜRICH

«Das Vermächtnis von Tante Louise» Lesen Sie in der Rubrik «Altes Eisen rostet nicht» alles über einen Autoliebhaber, der sich als Kind von der Tante mit einem Traum anstecken liess.

URTEIL AUFGEHOBEN Der Dashcam-Vorfall von 2017 löste Kontroversen im Gericht aus und wurde schliesslich abgelehnt. ZUGGEFAHR Uster, Wetzikon und viele mehr. Was kann man tun, um die häufigen Unfälle bei Bahnübergängen zu verhindern? ÜBERZEUGENDES GESAMTPROJEKT AM ROSENGARTEN Das Projekt sollte den wichtigen Wohn- und Wirtschaftsraum für die Zukunft vorbereiten.

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EDITORIAL Sektion Zürich

NACH DEN PARLAMENTSWAHLEN – UND JETZT?

INHALT 04 Politik & Verkehr Urteil aufgehoben 06 Politik & Verkehr Zuggefahr 11 Politik & Verkehr Rosengarten 12 Events & Motorsport Skirennen mit professionellem Training 15 Dies & Das Hätten Sie es gewusst? 16 Classics Replica, Fluch oder Segen, oder beides? 16 Oldtimeragenda Oldtimeragenda 17 Altes Eisen rostet nicht «Das Vermächtnis von Tante Louise» 18 ACS Reisen Hanseatisches Flair Imperialer Glanz 20 Helenes Gedanken Gefahrenzone

IMPRESSUM Herausgeber ACS Sektion Zürich Forchstrasse 95a CH-8032 Zürich Tel. +41 44 387 75 00 Fax +41 44 387 75 09 www.acszh.ch, info@acszh.ch Inserate Kromer Media Industrie Gexi Karl Roth-Strasse 3 CH-5600 Lenzburg Telefon +41 62 886 33 53 media@kromer.ch

Chefredaktor und Geschäftsführer Lorenz Knecht Redaktion Claudia A. Spitz Beat Walti Druck und Versand Kromer Print AG Industrie Gexi Karl Roth-Strasse 3 CH-5600 Lenzburg Telefon +41 62 886 33 33

AGENDA ACS ZÜRICH

Satte 26 Sitze haben die Grünen und GLP zusammen an den Parlamentswahlen gewonnen. Ihr Wähleranteil stieg im Vergleich vor vier Jahren von knapp 12 auf 21 Prozent. Das Parlament – vorab der Nationalrat – dürfte ökologischer werden, mit einem deutlich höheren Frauenanteil und jüngeren Ratsmitgliedern. Die intensiv geführte Klimadiskussion ist ohne Zweifel für den Erfolg der Grünen verantwortlich. Aber nicht nur. Der abzeichnende Generationenwechsel in der nationalen Politik darf nicht unterschätzt werden. Ehemalige oder abgewählte Nationalräte und Hinterbänkler sind fast allesamt abgewählt worden. Was bedeutet die neue Zusammensetzung des nationalen Parlaments für die Verkehrspolitik der Schweiz? Wie das neugewählte Parlament in Bern tickt, dürfte rasch klar werden, denn der Nationalrat wird im Dezember über höhere Lenkungsabgaben auf Benzin und Heizöl sowie über Flugticketabgaben abstimmen müssen. Eine CO2-Abgabe auf Treibstoffe scheint im Parlament mehrheitsfähig zu sein. Die Frage wird lauten, wie stark der Geldbeutel von Herrn und Frau Schweizer belastet werden soll. Weil die Klimafrage eng mit der Verkehrspolitik verknüpft ist, dürften nach dem Linksrutsch Mehrausgaben im Strassenbereich einen schwereren Stand haben. Die Ratsdebatten in Bundesbern dürften bei Fragen rund um den motorisierten Individualverkehr gehässiger ausfallen. Gleichzeitig dürfte die Klimadebatte eine ernst zu nehmende und kaum eine momentane Eintagsfliege sein.

andere Verkehrsträger, zum Beispiel die Bahn. Die Nachfrage nach Mobilität wird aufgrund des prognostizierten Bevölkerungswachstums in der Schweiz weiter zunehmen. Kein Mobilitätsträger wird den zukünftigen Verkehr alleine bewältigen können – schon gar nicht auf dem Land – und das Bedürfnis nach individueller Mobilität ist ungebrochen hoch. Es wird Veränderungen geben, keine Zweifel, neue Verkehrsträger und clevere Mobilitätsformen – wie Sharingmodelle oder die Mikromobilität – kommen dazu. Auch in Zürich zeichnet sich zum Beispiel eine clevere Mobilitätslösung am Rosengarten ab, wo für Tram und Auto eine Lösung gefunden worden ist. Dass die Wahlgewinner jetzt bereits einen eigenen Bundesrat fordern, ist zwar legitim, jedoch aufgrund der fehlenden Vakanzen chancenlos. Ausserdem sollen die Siegerparteien – die in politischen Fragen das Heu überhaupt nicht immer auf derselben Bühne haben – im Parlament erst einmal Konstanz und Kontinuität beweisen und Kompromisse eingehen. Ich halte es da wie im Tennis: Wenn man dem Gegner als Rückschläger das Game abnehmen kann und das Break schafft, muss es im Anschluss mit eigenem Aufschlag bestätigt werden. Das Break haben die Siegerparteien geschafft, und in vier Jahren sehen wir, ob sie den diesjährigen Wahlerfolg bestätigen können.

Doch nichts wird so heiss gegessen, wie es gekocht wird. Das Thema Verkehrspolitik in der Schweiz wird seine wichtige Stellung in Bern halten können und das Auto hat als Verkehrsträger seine Berechtigung genauso wie

Lorenz Knecht, Geschäftsführer

Herzlichst

Besuch in der «Räucher-Manufaktur» Dyhrberg Donnerstag, 7. Mai 2020

GV der ACS Sektion Zürich Montag, 27. April 2020

Jugendfahrlager 2020 Sonntag, 12. Juli bis Freitag, 17. Juli 2020

Für detaillierte Informationen besuchen Sie unsere Website: www.acszh.ch

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URTEIL AUFGEHOBEN Nachdem das Obergericht im April 2018 ein Urteil gegen eine Autofahrerin bestätigt hatte, die rechts überholte, hob das Bundesgericht es auf. Es beruhte auf den privaten Aufnahmen des überholten Autofahrers.

Der Vorfall ereignetr sich im März 2017 auf der A51 zwischen Kloten und Bülach. Ein Auto wurde im Baustellenbereich zuerst von hinten bedrängt und dann rechts überholt. Der überholte Autofahrer, von Beruf Chauffeur, hatte eine sogenannte Dashcam installiert, die automatisch zu laufen beginnt, wenn das Auto in Betrieb kommt. Nach dem Vorfall marschierte der Mann mit den Aufnahmen umgehend zur Polizei und erstattete Anzeige. Vor allem aufgrund der Aufzeichnung wurde die 47-jährige Fahrerin vom Bezirksgericht verurteilt, zu einer bedingten Geldstrafe von 16500 Franken und einer unbedingten Busse von 4000 Franken, dazu kamen 3000 Franken Gebühren und Gerichtskosten. Die Verurteilte zog das Urteil ans Obergericht weiter. Sie stellte nicht die Tatsachen als solche in Frage, denn diese waren

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ja durch die Aufzeichnung bewiesen. Die Frage war, ob die von der Dashcam erstellten Bilder als Beweismaterial verwendet werden durften, insbesondere weil sie von einer Privatperson erstellt wurden. Zum Zug kommt da das Datenschutzgesetz. Das Filmen gilt als sogenannte Bearbeitung von Personendaten, diese ist erst rechtmässig, wenn sie verhältnismässig und für die betroffene Person erkennbar ist. Das heisst, dass die Beschaffung dieses Videobeweises eine widerrechtliche Persönlichkeitsverletzung war, was grundsätzlich bedeutet, dass er nicht als Beweismittel verwendet werden durfte. Warum entschied das Obergericht, dass er trotzdem verwendet werden durfte? Laut Strafprozessordnung dürfen solche Beweise verwendet werden, wenn die Verwendung dazu dient, eine schwere Straftat aufzuklären. Das Obergericht entschied in

diesem Fall, dass diese grobe Verkehrsregelverletzung eine schwere Straftat ist, da das halsbrecherische Manöver eine konkrete Gefahr geschaffen habe. Nicht von dieser Argumentation überzeugt war der Verteidiger der Frau, darum wurde das Urteil ans Bundesgericht weitergezogen. Bundesgericht anderer Meinung

Das Bundesgericht kippte das Urteil und wies den Fall zurück ans Obergericht. Dies, weil die Bilder der Dashcam gegen das Datenschutzgesetz verstossen, wie es auch das Obergericht eigentlich festgestellt hatte. Im Gegensatz zu den Vorinstanzen hielt aber das Bundesgericht fest, dass es sich bei einfachen und teils groben Verletzungen der Verkehrsregeln um Übertretungen und Vergehen und nicht um schwere Straftaten handelt. Als solche gelten nur diejenigen Delikte, die mit Freiheitsstrafen von mehr als drei Jahren geahndet werden

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gefahren zu sein, da die ihm folgende Fahrerin vor dem rechts Überholen schon gedrängelt hatte. Artikel 8 der Verkehrsregelverordnung sagt: «Auf Strassen mit mehreren Fahrstreifen in der gleichen Richtung ist der äusserste Streifen rechts zu benützen. Dies gilt nicht beim Überholen, Einspuren, Fahren in parallelen Kolonnen sowie innerorts.» Konkret wäre die Frage, ob der Fahrer, falls er für längere Zeit links fuhr, obwohl die rechte Spur frei war, dafür zur Rechenschaft gezogen werden könnte? Vielleicht ist es doch nicht so schlecht, dass diese Diskussion im Moment nicht geführt werden muss, da diese Videobeweise nicht zugelassen sind. Eine der Basis für sichere Strassen sind auch nicht Videobeweise, sondern aufmerksames und vorausschauendes Fahren, denn viele Unfälle werden vermieden, indem ein Fahrer den Fehler eines anderen korrigiert. können. Nun ist also wieder das Obergericht gefragt, das sich nochmals mit dem Fall beschäftigen muss, die Richter müssen allerdings dann das Video ausblenden. Man darf auf das Resultat gespannt sein. Auswirkungen

Der Entscheid bedeutet faktisch, dass im Verkehr Dashcam-Bilder von Privaten nicht mehr als Beweis hinzugezogen werden dürfen. Etwas anders präsentiert sich die Situation bei Aufnahmen, die die Polizei erstellt, diese werden nach wie vor als Beweise zugelassen. Der Zürcher Staatsanwalt Jürg Boll bedauert es, dass das Bundesgericht die Hürde für die Nutzung von Dashcam-Bildern so hoch ansetzt, denn das bedeutet für ihn, dass es in solchen Fällen viel schwieriger wird, die Wahrheit zu finden. Es is durchaus zu verstehen, dass die Staatsanwaltschaftz nicht glücklich ist über ein solches Urteil, tragen doch solche Aufnahmen dazu bei, die Ursache von Unfällen zu klären, vor allem auch wenn sich Zeugenaussagen widersprechen. Datenschutz oder Sicherheit

Nun hat auch diese Geschichte zwei Seiten. Der Fahrer, der die Aufnahmen machte, erklärte, er habe die Kamera zu seinem Selbstschutz installiert. Nun hat er aber Aufnahmen genutzt, um einen anderen Autofahrer zu verzeigen. Sicher hat dieser gegen Verkehrsregeln verstossen, aber Folgen hatte die falsche Handlung nicht. Die

Frage ist in diesem Zusammenhang, ob es richtig ist, wenn Private auf diese Weise andere Autofahrer einfach verzeigen und so fast eine Parallelpolizei entsteht. Tatsache ist, dass die Stadtpolizei Zürich schon 2018 feststellte, dass immer mehr Leute bei Anzeigen vor Gesetzesverstössen solche Bilder mitschickten.

Text Claudia A. Spitz

Besteht da nicht die Gefahr, dass Private systematisch Jagd auf Personen machen, die gegen Verkehrsregeln verstossen – und das nicht immer mit lauteren Motiven? Sicher ist Sicherheit auf den Strassen wichtig, geht es doch um Gesundheit und Leben. Aber es ist auch so, dass gerade der Datenschutz ein wertvolles Gut ist, denn wer will schon eine gläserne Gesellschaft. Wie die beiden Aspekte in Zukunft gegeneinander abgewogen werden, wird sich in der Gesetzgebung zeigen. Es wäre sicher nicht schlecht, die entsprechenden Gesetze in diesem Bereich zu konkretisieren. Tragweite

In diesem Zusammenhang stellte sich noch eine andere Frage. Wenn solche Videobeweise zugelassen werden würden, könnte auch der Ersteller bei einem Verstoss gegen Verkehrsregeln zur Verantwortung gezogen werden? In diesem Fall scheint der filmende Fahrer schon länger auf der Überholspur

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ZUGGEFAHR Bereits zweimal geriet dieses Jahr in Uster ein Auto zwischen die geschlossenen Barrieren. Ein Auto wurde erfasst und eine Person verletzt. Auch in Wetzikon kam es zu einem Totalschaden. Was kann man dagegen tun?

Die S-Bahnlinie zwischen Dübendorf und Uster/Wetzikon ist mit 4 beziehungsweise 3 Linien im Halbstundentakt dicht befahren und besonders Uster ist ja bekannt für seine Bahnübergänge. Derjenige an der Winterthurerstrasse war in den letzten Jahren regelmässig in den Schlagzeilen, da er pro Stunde über 40 Minuten geschlossen ist. Die Diskussionen über Sanierung oder Umfahrung laufen seit Jahren. Eine Unterführung wurde von den Verantwortlichen abgelehnt und das Umfahrungsprojekt Uster West liegt nach gutgeheissenen Einsprachen zum Moorschutz auf Eis, was bedeutet, dass in den nächsten Jahren kaum eine Verbesserung zu erwarten ist.

Alle Versuche, das Auto aus dem Profil des Zuges zu bringen, scheiterten. Die Beteiligten konnte sich in Sicherheit bringen, aber das Auto wurde trotz eingeleiteter Vollbremsung vom Zug erfasst und 300 Meter weit gestossen. Neben dem Totalschaden am Auto kam es zu Zugsausfällen.

Kollisionen

Kurz darauf kam es beim Bahnübergang im Zentrum von Uster, neben dem Bahnhof, zu einer weiteren Kollision. Auch hier stand ein Auto zwischen den geschlossenen Schranken. Die Fahrerin stieg aus und brachte sich in Sicherheit. Ein Mann versuchte noch, das Auto zur Seite zu fah-

Mitte Januar rammte ein Autofahrer zwischen Wetzikon und Aathal einen Pfosten, eine auf den ersten Blick harmlose Kollision, allerdings mit gravierenden Folgen. Das Auto rutschte auf die Bahngeleise und gleichzeitig senkten sich die Schranken.

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ren, allerdings schaffte er es nicht, das Fahrzeug wurde seitlich erfasst. Der Mann darin hatte grosses Glück und wurde nur leicht verletzt. Vor Kurzem geriet ein weiteres Auto in Uster zwischen die Schranken. Die Autofahrerin stieg aus und zum Glück nahte der Zug auf dem anderen Geleise, sodass das Fahrzeug unbeschädigt blieb. Sie stieg ein und fuhr weg. Das sind nur drei Beispiele, es ist aber sicher, dass dies nicht die einzigen derartigen Zwischenfälle bleiben. Sicherheit

In den letzten Jahren wurde viel für die Sicherheit bei Bahnübergängen getan, sodass unbewachte Übergänge ohne mindestens eine Signalanlage praktisch der Vergangenheit angehören. Nun steigt das Verkehrsaufkommen und gerade in Zentren auch die Gefahr, dass Fahrzeuge zwischen die Schranken geraten. Vielfach ist es so,

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dass Autofahrer Bahnübergänge noch passieren wollen, obwohl sich die Schranken schon senken. Hier sollte man daran denken, dass es in diesem Bereich klare Regeln gibt. Sobald es an einem Bahnübergang zu blinken beginnt, haben die Verkehrsteilnehmer anzuhalten. Wechselblinkanlagen gelten als Rotlichter und ein Verstoss wird entsprechend geahndet. Gerade im Innerortsbereich ist zu beachten, dass auf Bahnübergängen nicht angehalten werden darf, was im Alltag bedeutet, dass man einen

Bahnübergang erst überfahren darf, wenn auf der anderen Seite so viel Platz ist, dass man den Bereich der Schranken überqueren kann. So kann man verhindern, dass man zwischen die Schranken gerät. Natürlich kann eine Panne passieren oder ein Unfall, wie es im ersten Fall geschildert wurde. Was tun, wenn?

Was soll man tun, wenn es doch passiert, dass man zwischen den geschlossenen Schranken steht? Das Wichtigste ist, sich selber vor dem Herannahen des Zuges in Sicherheit zu bringen. Die Kantonspolizei rät, bei einem fahrtüchtigen Auto Gas zu geben und die Schranke zu durchbrechen. Die Schranken hätten eine Sollbruchstelle und sollten so konstruiert sein, dass sie auch bei einem Kleinwagen nachgeben. Wenn das Fahrzeug eine Panne hat, gibt es nur eines: es umgehend zu verlassen und so schnell wie möglich die 117 anzuru-

fen. Meist kann eine Kollision nicht verhindert werden. Wie das zweite Beispiel in der Einleitung gezeigt hat, kann es auch gefährlich sein, den Helden zu spielen und zu versuchen, das Fahrzeug wegzubewegen. Züge nahen sehr schnell und haben einen sehr langen Bremsweg. Es ist auch zu beachten, dass erst wieder losgefahren werden darf, wenn das Blinken der Signale stoppt. In der Region Zürcher Oberland wurde das Blinken bei der Öffnung derart angepasst, dass es stoppt, bevor die Schranken ganz offen sind. Das beschleunigt die Verkehrsabwicklung, verlangt aber gerade bei Doppelgeleisen und Übergängen mit viel Bahnverkehr grössere Aufmerksamkeit, denn ein weiterer Zug kann jederzeit wieder für ein Schliessen der Schranken sorgen.

Text Claudia A. Spitz

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ÜBERZEUGENDES GESAMTPROJEKT AM ROSENGARTEN Die Rosengartenachse ist für den Lebens- und Wirtschaftsraum Zürich von grosser Bedeutung – aufgrund ihrer zentralen Lage im Strassennetz, aber auch, weil in ihrem Einzugsgebiet rund ein Fünftel der Kantonsbevölkerung wohnt und fast 30 Prozent aller Arbeitsplätze im Kanton liegen. Sie verbindet die wichtigen Arbeitsplatzgebiete und Wirtschaftsräume in Zürich Nord, Zürich West und den umliegenden Gemeinden. Mit dem Projekt wird diese wichtige Verbindung für die Zukunft fit gemacht. Miteinander von Schiene und Strasse – überzeugendes Gesamtprojekt

Im Gesamtprojekt Rosengartentram & Rosengartentunnel wird durch den Bau des 2,5 km langen Strassentunnels der Weg frei für den oberirdischen Ausbau der Kapazität des öffentlichen Verkehrs sowie für den Fuss- und Veloverkehr. Tram und Tunnel sind dabei funktional und bautechnisch untrennbar miteinander verbunden und aufeinander abgestimmt. Dies, um den Mobilitätsbedürfnissen der Zukunft gerecht zu werden und die Verkehrssituation auf der Rosengartenachse nachhaltig zu verbessern. Ausbau des Tram-Netzes – zur Sicherung der künftigen Mobilität

Das Rosengartentram schafft eine neue, durchgehende Verbindung zwischen Albisriederplatz und Milchbuck. Es entstehen rund 3,1 Kilometer Neubaustrecke, die das 2017 eröffnete Tram Hardbrücke ergänzen. Dank zwei neuen Tramlinien erhalten

Gesamtprojekt Rosengartentram & Rosengartentunnel: Tramlinien vom Albisriederplatz bis Milchbuck und Strassentunnel vom Wipkingerplatz über Milchbuck bis zum Portal Irchel.

die Fahrgäste attraktive, umsteigefreie Reisemöglichkeiten zwischen den wichtigen Wohn- und Arbeitsgebieten in Zürichs Norden und Westen bzw. Süden. Das Rosengartentram schafft bedeutende zusätzliche Kapazitäten und kann das erwartete Mobilitätswachstum auf absehbare Zeit aufnehmen. Es entlastet zudem die stark ausgelasteten ÖV-Knoten um den Hauptbahnhof. Urbane Lebensqualität steigern

Das bald 50-jährige Provisorium an der Rosengartenachse zerschneidet den Lebensraum tausender Menschen. Das Gesamtprojekt Rosengarten bietet die Chance, die getrennten Quartierteile wieder miteinander zu verbinden. Der Tunnel bringt nicht mehr Verkehr, sondern wickelt diesen flüssig und siedlungsverträglich ab. Regierungs- und Stadtrat haben sich auf eine ver-

bindliche Verkehrsobergrenze von 56000 Fahrzeugen pro Tag verständigt, was der heutigen Verkehrsmenge entspricht. Durch den Bau des Tunnels und den Ausbau des Tramnetzes wird der oberirdische Verkehr massiv reduziert werden. Finanzierung aller Projekte im Kanton ist gesichert

Die Gesamtkosten für das Projekt Rosengarten liegen bei rund 1148 Mio. Franken (inkl. Reserve), wovon der Kanton Zürich rund 1100 Mio. Franken finanziert. Die Kosten für die Stadt Zürich betragen 48 Mio. Franken. Zudem trägt sie die Kosten für Massnahmen zur Aufwertung und Umgestaltung von Strassen und Plätzen über das eigentliche Projekt hinaus. Der Bund wird sich voraussichtlich mit rund 30– 40% aus dem Agglomerationsprogramm an den Kosten beteiligen. Rund ein Viertel der Kosten trägt voraussichtlich der Verkehrsfonds, der Rest wird durch den Strassenfonds finanziert. In beiden Fonds ist genügend Geld vorhanden für die Umsetzung dieses und aller weiteren geplanten Projekte im Kanton. ACS und IGÖV Zürich im Co-Präsidium

Vorgesehene Entwicklung entlang der Rosengartenachse durch das Gesamtprojekt Rosengartentram & Rosengartentunnel.

Wir sind überzeugt davon, dass dieses Gesamtprojekt die wichtige Verkehrsachse am Rosengarten fit macht für die Zukunft und die urbane Lebensqualität im Quartier steigert. Weitere Informationen zur Vorlage, welche am 9. Februar 2020 zur Abstimmung kommt, finden Sie unter www.chancerosengarten.ch.

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Skirennen mit professionellem Training Die Sektion Zßrich des Skiclubs Davos heisst die Sektion Zßrich des ACS zu ihren Wintersportevents in Davos herzlich willkommen. Dabei geht es primär darum, auf der abgesperrten Rennpiste Riesenslalom-Tore richtig anzufahren und am Skirennen mitzumachen.

  

  

Der Ski Club Davos (SCD) wurde 1903 gegrßndet und ist der grÜsste Skiclub der Schweiz. Seit 1932 gibt es die Sektion Zßrich. Die Anlässe der Sektion Zßrich sind schon ßber viele Generationen hinweg ein beliebter Treffpunkt fßr alle ŠZßrich-Davoserª. Da liegt das Motto fßr das Jahr 2020 auf der Hand: Sektion Zßrich trifft Sektion Zßrich Schon seit der Grßndung der Sektion Zßrich SCD sind Gäste zu den Anlässen immer herzlich willkommen. Es wßrde die ŠZßrichDavoserª sehr freuen, wenn viele ACS Zßrcherinnen und Zßricher an den Wintersportanlässen teilnehmen wßr den. Diese gliedern sich in zwei EventblÜcke Weihnacht/Neujahr und Zßrcher Sportwochen):

Erster Eventblock: Weihnacht/Neujahr, 27.12.19 - 03.01.20 Das Programm der Sektion Zßrich SCD startet im Šaltenª Jahr mit einem Langlauf-Skating-/KlassischKurs und zu Beginn des neuen Jahres mit gefßhrten StangeQtrainings. Dabei geht es darum die skitechnische Weiterbildung 12

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unserer Mitglieder und Gäste zu unterstßtzen. Das Langlauf- ŠPlauschrennenª (knapp 5 km, Clubmeisterschaft Nordisch) bildet den Abschluss des LL-Kurses. Datum

Zeit

Anlass / Trainer

Treffpunkt, Ort

Fr 27.12.2019

13.30 – 16.00 Uhr

Langlaufkurs 1.Teil (skating & klassisch)

LL-Zentrum Davos

Sa 28.12.2019

13.30 – 16.00 Uhr

Langlaufkurs 2.Teil (skating & klassisch)

LL-Zentrum Davos

Montag 30.12.2019

12.00 – 14.30 Uhr

Clubmeisterschaft Nordisch

Nachtloipe

ca. 12.30 Uhr

Suppe und ApĂŠro

Hotel Waldhuus

Do 02. & Fr 03.01.2020

10.00 – 15.00 Uhr

RSRenntraining, Trainer Ski Club Davos

Start Rennpiste Jakobshorn

Zweiter Eventblock: Zßrcher Sportwochen, 09.02. - 15.02.2020 Am ersten Wochenende der Zßrcher Sportwochen starten wir den zweiten Eventblock mit einer Skitour fßr Einsteiger (Aufstieg ca. 2.5 Std.). Zur skitechnischen Weiterbildung und zur Vorbereitung auf das Skirennen bieten wir einen Telemarkkurs und zwei gefßhrte Stangentrainings an. Am Samstag des Pittleren Wochenendes der Sportwochen findet der Hauptanlass der Sektion Zßrich statt, das Skirennen. Die Rangverkßndigung mit Preisverteilung und anschliessendem gemßtlichen Nachtessen findet dann am Abend im Hotel Grischa in Davos statt. Das Skirennen, das heisst die Clubmeisterschaft der Sektion wird in Form eines Riesenslaloms mit zwei Läufen ausgetragen. Der einfach gesteckte Riesenslalom steht ganz im Zeichen der Familie. Dreizehn Kategorien (fßr Ski + Telemark) und eine Familienwertung sorgen fßr eine Herausforderung vom kleinsten Rennfahrer bis zu Ladies & Men open 66+. Datum

Zeit

Anlass / Trainer

Treffpunkt, Ort

So 09.02.2020

ganzer Tag

Skitour, gemäss aktuellen Schneeverhältnissen

Davos und Umgebung

Mo 10.02.2020

09.30 – 12.30 Uhr

Telemarkkurs, Mike Rudolph

Rinerhorn, Restaurant Jatzmeder

Do 13. & Fr 14.02.2020

10.00 – 15.00 Uhr

RS Renntraining, Reto Cahenzli

Start Rennpiste Jakobshorn

Samstag 15.02.2020

10.00 Uhr

Rennpiste Rinerhorn

Start 1. Lauf

Clubmeisterschaft Alpin, zwei RiesenslalomLäufe, dreizehn Kategorien (fßr Ski + Telemark)

ab 18.30 Uhr

Preisverteilung, anschl. Nachtessen

Hotel Grischa

Restaurant Jatzmeder

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Die Ausschreibungen mit Anmeldeformularen werden Interessierten direkt per E0ail zugestellt. Zudem finden Sie die Ausschreibungen mit Anmeldeformularen fĂźr den ersten Eventblock ab November 2019 und fĂźr den zweiten ab Januar 2020 auf der Homepage des SCD (www.scdavos.ch) zum Herunterladen.

Daniel Rathgeb Obmann Ski Club Davos Sektion ZĂźrich

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DIES & DAS Sektion Zürich

HÄTTEN SIE ES GEWUSST ? Auch wenn man als Autofahrer die Fahrprüfung bestanden hat und seine Kenntnisse von Zeit zu Zeit aufgefrischt und erweitert hat, gibt es immer wieder Situationen, in denen wir uns fragen, wie man sich korrekt verhält.

Was sind vortrittsberechtigte Fahrzeuge? Den Fahrzeugen der Feuerwehr, Sanität, Polizei und des Zolls, die sich durch Blaulicht und Wechselklanghorn ankündigen, müssen alle Strassenbenützer den Vortritt lassen, auch bei Verkehrsregelung durch Lichtsignale. Wenn es zur sofortigen Freigabe der Fahrbahn unerlässlich ist, müssen die Fahrzeugführer mit der gebotenen Vorsicht auf das Trottoir ausweichen. Auf Autobahnen und mehrspurigen Strassen sollte bei Stau eine Rettungsgasse gebildet werden, indem die Fahrzeuge auf der (den) rechten Spur(en) nach rechts halten und diejenigen auf der linken Spur soweit wie möglich links anhalten. So ist die Durchfahrt der Blaulichtfahrzeuge gewährleistet. Die Rettungsgasse dient nicht dazu zu überholen, auch nicht für Motorräder.

DER PRAKTISCHE ACS3-MONATS-KALENDER 2020 Woche Semaine Settimana Week

Mittwoch Mercredi Mercoled ì Wednesday

Dienstag Mardi Martedì Tuesday

Montag Lundi Lunedì Monday

JANUAR

• JANVIER

Donnerstag Jeudi Giovedì Thursday

· Capodanno

· Nouvel an

FEBRUAR

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09 10 11 12 13

3 10 17 24 31

Drei Könige 6 Heilige

· Epiphanie

· Epifania ·

Epiphany

erchtoldstag

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Sie erhalten den 3-Monats-Kalender für CHF 8.– inkl. Versandspesen per Post zugestellt.

4 5 11 12 18 19 25 26

BRUARY

2020

1 2 9 8 7 6 3 4 5 13 14 15 16 10 11 12 20 21 22 23 17 18 196 27 28 29 24 25 2 2020 H O • MARC 1 RS • MARZ MÄRZ • MA 8 7 6 5 2 3 4 12 13 14 15 9 10 11 19 20 21 22 16 17 185 26 27 28 29 23 24 2

1 Neujahr

05 06 07 08 09

· New Year’s

2 9 16 23 30

Sonntag Dimanche Domenica Sunday

2020

Y • JANUAR

• GENNAIO

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Samstag Samedi Sabato Saturday

Freitag Vendredi Venerdì Friday

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CLASSICS Sektion Zürich

REPLICA, FLUCH ODER SEGEN, ODER BEIDES?

OLDTIMERAGENDA DEZEMBER 2019 6. bis 8. Dezember 2019 Retro Classics Bavaria (DE) Traumhafte Automobil-Legenden aus allen Ecken der Welt, gepaart mit klassischer Eleganz. DE-90402 Nürnberg www.retro-classics-bavaria.de

und dran. Er muss ja nur ausschauen wie ein richtiger. Ich habe so meine Mühe mit all dem. Eine Replica kann einfach nicht dasselbe Gefühl wie das ihr zugrunde

29. Dezember 2019 Classic Car Auction - The Swiss Auctioneers (CH) Oldtimer Galerie Toffen - The Swiss Auctioneers CH-3780 Gstaad www.oldtimergalerie.ch

liegende Original vermitteln. Sobald irgendwo moderne Technik verbaut ist, aus was für Gründen und in welchem Mass auch immer, geht jeglicher Anspruch an Authentizität den Bach runter. Ein weiteres Problem, ja sogar eine Gefahr besteht darin, dass (wirklich gut gemachte) Repliken nach dem vierten Halter-

A

wechsel eine wunderschön erfundene Geschichte er-

JANUAR 2020 6. bis 18. Januar 2020 17. WinterRAID (CH) Die 17. Auflage dieser grossen Oldtimerrallye mitten im Winter. Ein Programm mit vielen Neuheiten. Der Mythos lebt! CH-7500 St. Moritz www.raid.ch

ngefangen hat das ganze ja schon vor

halten und plötzlich als echt angeboten werden. Wo

über 80 Jahren, als zum Beispiel Frazer

haben Replicas also überhaupt ihren Platz? Wo sind

Nash ganz offiziell Kopien seiner er-

sie gerechtfertigt? Meines Erachtens höchstens im

folgreichen Tourist-Trophy-Renner bau-

historischen Rennsport! Kein halbwegs vernünftiger

FEBRUAR 2020

te und sie unter dem Namen «TT Replica» verkaufte.

Mensch wird heutzutage mit einem 70-jährigen, lang-

Kluges Marketing, aus Rennerfolgen und dem dazu

sam zerbröselndem Alu-Rohrrahmen oder -Monoco-

erworbenen Glamour umgehend cash zu generieren.

que und Magnesiumteilen im Renntempo unterwegs

Jaguar wiederum baute aus seinen überzähligen (und

sein wollen. Beim Goodwood Revival Meeting z.B.

kaum an den Mann zu bringenden) D-Type-Chassis

fahren zum grossen Teil Replicas, in jüngerer Zeit per-

den XKSS, gedacht vor allem für den leistungshungri-

fekt von A bis Z neu aufgebaute Renner. Das macht für

5. bis 9. Februar 2020 Rétromobile Paris DIE Saison-Eröffnung schlechthin; hat zwar viel von ihrem früheren Charme verloren, ist aber immer noch ein faszinierender «Classic-Overkill». Paris, Porte de Versailles www.retromobile.com

gen US-Markt. Auch dies ein erfolgreiches Unterfan-

mich auch Sinn. Der Fahrer riskiert nicht Kopf und

gen. Von den geplanten 25 Exemplaren wurden aller-

Kragen und die Zuschauer kriegen eine gute Show ge-

dings nur 16 ausgeliefert, die restlichen neun wurden

boten, mit zumindest sehr authentisch ausschauen-

Opfer des grossen Brandes an der Browns Lane in

den und tönenden Autos. Dass dabei keine unersetzli-

1957. 2016 hatte man dann die gloriose Idee, diese

chen und wertvollen Originale von überambitionierten

neun Exemplare unter Verwendung der damals zuge-

und untertalentierten Piloten zu Schrott gefahren

teilten Chassis-Nummern nachträglich zu bauen und

werden, ist eine weitere, äusserst beruhigende Begleit-

höchst lukrativ zu verscherbeln. So richtig populär

erscheinung. Der Wermutstropfen liegt höchstens da-

war das Thema Replicas auch in den Siebzigern, mit

rin, dass viele dieser Autos im Zuge des (Neu-)Aufbaus

Dutzenden von Cobra-Nachbauten, von täuschend

auch gleich noch 100 PS und mehr dazu spendiert be-

echt bis zu haarsträubend scheusslich. Hüter des Re-

kommen, aber wenn halt das fahrerische Talent zum

trofiebers sind aber auch renommierte Firmen wie

Siegen nicht reicht…... Wen interessiert schon, ob im

zum Beispiel Aston Martin. Egal, ob es ein DB4 GT, DB4

SWB nun ein Dreiliter oder ein Vierliter V12 steckt. Die

GT Zagato oder eine exakte Kopie des James Bond DB5

Gefahr, dass besagter Ferrari Jahre später als echt an-

sein soll, alles ist neuerdings möglich. Zu einem Preis

geboten wird (siehe oben), besteht allerdings auch

natürlich! Unter deutlich siebenstellig geht da gar

hier! «Mundus vult decipi, ergo decipiatur», wussten

nichts mehr. Der Zweck heiligt die Mittel und solange

schon die Römer, «die Welt will betrogen sein, also be-

sich Interessenten für solche Autos finden lassen…

trügen wir sie».

Zulassungsfähig sind sie allerdings zumindest in der Schweiz mangels vorgeschriebener aktueller Sicherheitsfeatures nicht. In Amerika gibt es jetzt Kopien sämtlicher Shelby Mustangs aus den Sechzigern, natürlich mit Klimaanlage, Bluetooth und allem drum

16

Ganz ehrlich, Ihr Beat Walti

5. bis 8. Februar 2020 Legends Winter - Classic (DE) «Oldtimer Fahrgenuss der neuen Dimension» – 3 Tage – 5 Länder A, FL, CH, I, D DE-87541 Oberjoch www.legendswinter-classic.de 27. Februar bis 1. März 2020 Retro Classics® (DE) Messen für Fahrkultur DE-70629 Stuttgart www.retro-classics.de 29. Februar 2020 Oldtimer Teile Markt Brunegg (CH) Treffpunkt für Festwirtschaft, Oldtimer, Youngtimer, Klassiker, Ersatzteile, Literatur, Modelle, Werkzeuge, Zubehör, Bekleidung und mehr CH-5505 Brunegg www.nicanaotm.ch

In eigener Sache Wir brauchen noch weitere Kandidaten für unsere Rubrik «Altes Eisen rostet nicht». Oder möchten Sie einen Fahrbericht über Ihren Oldie in der ACS Zeitung? Melden Sie sich an (beat. walti@acszh.ch). Wir freuen uns über Ihre Teilnahme und Ihr Interesse.

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ALTES EISEN ROSTET NICHT Sektion Zürich

«Das Vermächtnis von Tante Louise» Hans-Rudolf Bühler, Winterthur

Chevrolet Fleetmaster Convertible 1948, 6-Zylinder 3 540ccm, 90 PS

Die Geschichte meines Chevrolet beginnt, wie so manche Geschichten über alte Autos, mit einer prägenden Kindheitserinnerung. Eine Tante von mir besass während meiner Kindheit einen 1948-er Chevrolet Fleetmaster. Damals hatten die wenigsten Leute ein so prunkvolles Auto und es war sowieso die Zeit, wo wir noch alles, was aus den USA kam, vergötterten, ob es nun ein Paar Jeans oder eben ein Auto war. In den Fünfzigern «einen Amerikaner» zu fahren war der automobile Ritterschlag schlechthin. Viele Jahre später (meine Affinität zu Amerika war ungebrochen) durfte ich beruflich für einige Zeit nach New Jersey und das Erste, was ich mir dort zulegte war natürlich ein Chevrolet, einen Belair 1958. In den USA sicher nichts Atemberaubendes, aber für mich für 150 USDollar die Erfüllung eines Traums. Nach einem Jahr ging’s dann zurück in die Schweiz und mein USA-Virus wirkte intensiver denn je! Es ist doch so: Chevrolet und USA, die zwei Namen gehören zusammen wie Pommes und Ketchup, oder nicht? Mein Traum war es immer, einen

1948-er Fleetmaster zu restaurieren. Mit meinem Rückzug aus dem Geschäftsleben und einem sanften Anstoss meiner Frau wurde das Thema plötzlich hochaktuell, aber ich merkte bald, dass Restaurieren vielleicht doch nicht so mein Ding sein würde, also machte ich mich auf die Suche nach einem bereits restaurierten Exemplar. Durch die «Bibel» aller US-Car-Enthusiasten, dem «Hemmings», wurde ich auch bald fündig und nach Überprüfung durch einen vertrauenswürdigen Spezialisten vor Ort kaufte ich das Auto, eine der viel selteneren Convertible-Versionen, ungesehen. Wenig später war mein Chevrolet in der Schweiz und die Veteranenprüfung war auch kein grosses Hindernis. Mit all den Schreckensgeschichten, welche man über aus den USA importierte Klassiker hört, habe ich wahrscheinlich auch eine Portion Glück gehabt. Seither sind wir mit dem Wagen schon in halb Europa gewesen, vor allem Frankreich hat es uns angetan. Einmal, bei einer Louis-Chevrolet-Gedenkfahrt (er war ja immerhin ein ausgewanderter Schweizer!), wurde

mir vom Direktor der Uhrenfirma Tissot und dem Bürgermeister von Besançon sogar eine Uhr als Anerkennung des aussergewöhlichsten Autos in unserer Truppe überreicht. Dummerweise waren wir aber kurz vorher mit Getriebeschaden liegen geblieben. Durch einen Bericht im Magazin des Vintage Chevrolet Club of America erfuhr der Vorbesitzer des Wagens sogar von unserem Malheur und sandte uns umgehend ein Ersatzgetriebe, welches rein zufälligerweise noch bei ihm rumlag. Dies sind die Geschichten, welche Erlebnisse und Fahrten mit unseren Oldtimern so unvergesslich machen und uns immer wieder mit sympatischen Menschen zusammenbringen. Das Fahren mit dem Wagen ist, dank viel Drehmoment und einem auf Komfort ausgerichteten Fahrverhalten, sehr angenehm und das elektrisch (!) funktionierende Verdeck sorgt immer wieder für erstaunte Reaktionen bei Passanten und anderen Oldtimer-Besitzern. Unser Fleetmaster ist uns mittlerweile ans Herz gewachsen, und das soll auch noch lange so bleiben.

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Geniessen mit der ACS Reisen AG

Hanseatisches Flair E x k l u s i v e Ku l tu r r e i s e n Ha m b u r g 1 4 . – 1 7 . 0 5 . 2 0 2 0 u n d 3 0 . 0 5 . – 0 2 . 0 6 . 2 0 2 0 . Nostalgisches Hafenerlebnis dank S onderfahrten mit Hafenbahn und Dampfschiff. Private L esung, Privatkonzert und grosse Klassik in der Elbphilharmonie.

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Geniessen mit der ACS Reisen AG

Imperialer Glanz E x k l u s i v e Ku l tu r r e i s e n Wi e n 0 1 . – 0 4 . 0 5 . 2 0 2 0 u n d 1 8 . – 2 1 . 0 6 . 2 0 2 0 . Gala in der Spanischen Hofreitschule mit Empfang und B esuch der Stallungen.

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Ein fürstlicher Abend im Stadtpalais Liechtenstein mit Führung und Dinner.

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HELENES GEDANKEN Sektion Zürich

GEFAHRENZONE Als einigermassen vorbildliche moderne nicht mehr junge Frau versuche ich natürlich auch, mich klimakonform zu verhalten und da noch im Arbeitsprozess, wenn auch mit speziellen Zeiten, Dinge miteinander zu kombinieren. Das heisst ich gehe jeweils am Morgen zusammen mit meinen Hunden zum Grossverteiler, um einzukaufen. Je nach Wetter auf einem längeren oder kürzeren Weg. Meist ist dann aber der Rückweg derselbe. Er führt über den Radweg nach Hause. Das stellt man sich ja ganz einfach vor, breit genug und ungefährlich. Dass das ein Trugschluss ist, habe ich heute Morgen einmal mehr erlebt, als ein schnelles E-Bike ungebremst mit geschätzt über 40 km/h knapp an mir vorbeifuhr. Die Hunde, die nicht so gross sind, hat der Fahrer gar nicht wahrgenommen in seinem Geschwindigkeitsrausch. Auch in konnte mich nicht darauf einstellen, da diese E-Bikes kaum zu hören sind. Das bringt mich auf den Punkt, und zwar auf die Kampfzone Radweg innerorts. Auf diesem tummeln sich heute Familien mit Kleinkindern, Herrchen, Frauchen mit Hunden, Mütter mit Kinderwagen, Kinder mit Rollschuhen und Dreirädern und vieles mehr. Dazu kommen aber immer noch alle sehr ambitionierten Rennradfahrer oder E-Bike-Fahrer, die da ungebremst und ohne Rücksicht in Höchstgeschwindigkeit durchkurven. Ich bin die Letzte, die nach Vorschriften und Gesetzen schreit, aber in diesem Bereich sind mir meine heile Haut und meine Hunde doch wichtiger als meine sehr liberale Einstellung. Darum wäre ich dafür, dass innerorts die Geschwindigkeit auf den Radwegen auf 20 km/h beschränkt würde und alle, die schneller fahren wollen, sollen das dürfen, aber innerorts im Bereich «Generell 50» auf der Strasse. Dazu müsste aber das Gesetz über die Benutzung der Radwege in diesem Bereich ändern und die Radwegpflicht innerorts aufheben. Es ist klar, dass eine solche Regel nur innerorts gelten soll und nicht ausserorts, da kommt man meist gut aneinander vorbei, da auch nicht so viele Leute unterwegs sind. Eigentlich scheint mir eine solche Regelung absolut logisch. Wir schaffen aus Sicherheitsgründen 30er-Zonen oder sogar Begegnungszonen mit einer Geschwindigkeit von 20 km/h, aber auf den kombinierten Rad-, Gehwegen kann ohne Beschränkung gefahren werden mit bis zu über 40 km/h. 20

Wenn man diese Zahlen sieht, erscheint einem das als nahezu unvorstellbar bei den heutigen Einstellungen zur Sicherheit. In Greifensee, wo der Radweg sehr viel befahren ist, steht alle paar Meter «langsam fahren», da er auch als Gehsteig dient. Wenn man aber einen Augenschein nimmt, nützt es nichts, es wird fröhlich drauflosgebrettert. Es kommt immer wieder zu Unfällen und nicht alle werden gemeldet. Wenn man den Betrieb an einem schönen Sonntag sieht, kann man sich nur wundern, dass nicht noch mehr passiert. Aus Sicherheitsgründen hat man an dieser Stelle die Geschwindigkeit auf der Strasse auf 40 km/h festgelegt, aber es gibt keine Begrenzung auf dem Radweg. Ja, ich höre schon alle Argumente gegen eine solche Vorschrift: Es ist nicht zu überwachen, Räder haben keine Tachos, es sind weitere Einschränkungen und es sollte auch so funktionieren. Dass es nicht funktioniert, erlebt man alle Tage, denn Rücksicht schadet dem Tempo. Das zu den Gegenargumenten: E-Bikes haben normalerweise einen Tacho und Rennradfahrer fahren mit Uhr und Geschwindigkeitsanzeige, es ist genau so einfach zu überwachen wie die Geschwindigkeit beim Auto und man kann fehlbare Lenker anhalten. Für alle diejenigen, die schneller unterwegs sein wollen, bleibt ja die Strasse als Ausweg. Ich denke, eine solche Entflechtung macht für alle Sinn, denn es erhöht die Sicherheit und gibt allen die Möglichkeit, sich nach seinem Gusto zu entfalten, ohne Angst. Man könnte ja mal darüber nachdenken, denn der Langsamverkehr soll ja die Zukunft sein, das kann er aber nur, wenn er sicher ist. Ich bin mir aber durchaus bewusst, dass diese Idee nicht nur Freunde hat.

man dann einfach als Störenfriede. Genauso geht es aber dem Hundehalter, der seinen Liebling nicht mehr freilassen kann wegen dem Veloverkehr oder den Eltern, die Angst haben, dass ihr Kind einfach angefahren wird, vor allem wenn Wege bergab als Downhillstrecken für Bikes dienen. Ja, auch ich bin am liebsten alleine, lasse meine Hunde frei und will nicht gestört werden, aber es ist nun mal so, dass die Welt immer voller wird und wir den Platz teilen müssen. Ich bin aber schon glücklich, wenn ein Radfahrer sich bemerkbar macht und sein Tempo nur ein wenig reduziert aus Rücksicht auf die Hunde. Für mich kommt nun die schöne Zeit, das Wetter wird schlechter, die Tage kürzer und viele Leute ziehen sich ins Fitnessstudio zurück, sodass ich den Wald beim Laufen nun wieder meist für mich alleine habe und ohne zu erschrecken vor mich hinträumen kann. Mit träumerischen Grüssen Helene

Inserat

Es ist vielleicht auch ein Zeichen der Zeit, dass man weniger Rücksicht nimmt als früher. Auch damals schon tummelten sich die Leute in der Freizeit in der Natur. Auch da wurde schon im Wald Rad gefahren, geritten, gerannt, gewandert, gespielt und so weiter. Aber man nahm einfach Rücksicht. Heute wollen wir uns in der Freizeit ausleben, ohne Rücksicht auf andere. Mit dem Mountainbike will man sich nicht von Fussgängern bremsen lassen und mit dem E-Mountainbike kommt man auch auf jeden Berg. Wanderer oder Spaziergänger erlebt

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Clubmagazin ACS Sektion Zürich  

Ausgabe 07/2019

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