06 / 2022
mobil! Clubmagazin des ACS beider Basel
Basler Verkehrspolitik: Es wird immer krasser
Nez Rouge: Jetzt auch in der Region
Warum auf der A2 neu Tempo 80 gilt
Gegenvorschläge der Regierung zu den «Stadtklima-Initiativen» | Seite 2
Die Ziele der nationalen Verkehrspräventions-Kampagne | Seite 8
Alles zum neuen Verkehrsregime auf der Autobahn Basel–Augst | Seite 11
Clubmagazin ACS beider Basel | 06-2022
Verkehrspolitik
Sogenannte «Stadtklima-Initiativen»:
Regierung vergiftet Stadtklima mit Gegenvorschlag Der Verein umverkehR, des sen Hauptanliegen die Re duktion des motorisierten Verkehrs ist, hat zwei radi kale Volksinitiativen einge reicht. Die Basler Regie rung bekennt sich zu den zentralen Anliegen der Initi ativen, stellt diesen aber Gegenvorschläge gegen über, die fast genau so ra dial wie die Initiativen selbst sind. 2021 hat der Verein umverkehR die beiden Volksinitiativen «für eine zukunftsfähige Mobilität» und «für ein gesundes Stadtkli ma» eingereicht. Die Initianten fordern einen raschen Ausbau des Fuss, Velo und öffentlichen Verkehrs sowie der Grünflächen und Bäume zu Lasten des beste henden Strassenraums. Konkret sollen dem motorisierten Indivi
Der Verein umverkehR verfolgt mit zwei Initiativen die Vision der vom Auto «befreiten» Stadt. Printscreen: Webseite des Vereins umverkehR
dualverkehr innert zehn Jahren insgesamt 480’000 Quadratme ter entzogen werden, was fast der Fläche von 68 Fussballfel dern entspricht! Diese Fläche soll neu begrünt werden, beziehungs weise umweltfreundlichen Ver kehrsmitteln zur Verfügung ste hen.
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Regierung mit Gegenvorschlag In ihrer grundsätzlichen Stoss richtung entsprechen diese For derungen der Klimapolitik sowie der angestrebten Verkehrs und Siedlungsentwicklung des Kan tons, hält die Regierung fest. Die Forderungen der Initianten gin gen allerdings zu weit. Der Re
gierungsrat befürchtet, dass der Verkehrsfluss gefährdet wäre, insbesondere auch mit Blick auf den Wirtschaftsverkehr, die In frastrukturversorgung und die Blaulichtorganisationen. Es kom me hinzu, dass massive und lär mige Eingriffe in den Strassen raum nötig wären. Darum schlägt die Regierung vor, bis in zehn Jahren «nur» 100’000 Quadrat meter des öffentlichen Raums zu entsiegeln sowie zusätzliche 140’000 Quadratmeter dem Fuss, Velo und öffentlichen Verkehr zugutekommen zu las sen. Zudem möchte der Basler Regierungsrat 1’000 zusätzliche Bäume pflanzen. Für den ACS beider Basel ist jetzt schon klar, dass er sich mit allen Mitteln sowohl gegen die Initiativen als auch die regie rungsrätlichen Gegenvorschläge zur Wehr setzen wird.
Editorial
Vom Blick in die Glaskugel und vom Vater des Gedankens
Collage: Pixabay & wikimedia
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Tempo 30 Warum der ACS beider Basel weiterhin gegen Tempo 30 auf Hauptver kehrsachsen kämpft
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Ratgeber Polizei «Unerklärliche» Ge schwindikgeitsbeschrän kungen erklärt
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Weichen stellen! Nationalrätin Sandra Sollberger kämpft für den Zubringer Allschwil
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Knutschkugeln Alles zur neuesten Ausstellung im Pantheon in Muttenz
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ClassicGruppe Über die Tücken einer Kurzausfahrt am Glaser berg
Der grosse Vorteil beim Blick zurück liegt darin, dass wir dann Fakten betrachten, die uns ein verlässliches Bild über die tatsächliche Entwicklung über einen längeren Zeitraum bieten. Bei der Retrospektive weiss man, was man hat: Eine verlässliche, untrügerische Datenbasis.
alität zu tun hat. Gerade auch die letzten Jahre haben gezeigt, dass das Auto das verlässlichste und bezüglich irgendwelcher Krankheitserreger auch sicherste Verkehrsmittel ist. Dazu kommt, dass Autos immer sauberer, energieeffizienter und leiser werden – allein dank technischem Fortschritt.
Ganz anders sieht es aus beim Blick in die Zukunft. Da muss man versuchen, die kommende Entwicklung möglichst nüchtern abzuschätzen, diese in entsprechende Modelle einfliessen lassen und dann
Umso bedenklicher ist, dass sich das jüngste Aggloprogramm erneut durch absolute Unausgewogenheit auszeichnet: In den Jahren 2024 bis 2028 sollen 200 Millionen in den ÖV, 100 Millionen in den Langsamverkehr und 115 Millionen in
die richtigen Prognosen stellen. Diese Betrachtungsweise ist – je weiter der Blick in die Zukunft reichen soll – mit zunehmender Unsicherheit behaftet. Zudem unterliegen solche Abschätzungen in erheblichem Masse dem Wunschdenken der Urheber und ist deshalb der Wahrheitsgehalt der Aussage mit grosser Vorsicht zu geniessen. Hier also ein paar Fakten zur Mobilität in unserer Region. Wie dem jüngsten Agglomerationsprogramm Basel, 4. Generation, zu entnehmen ist, erbrachte der Motorisierte Individualverkehr im Jahr 2016 mehr als 61 Prozent der täglichen Ver kehrsleistung im Personenverkehr. Der Öffentliche Verkehr machte gerade einmal 26 Prozent aus, Velos 8,3 Prozent und zu Fuss Gehende 4,2 Prozent. Soweit, so klar. Diese Verhältnisse sind seit Jahrzenten stabil, schwan-
ken lediglich um einige Prozentpunkte. Tatsachen eben. Jetzt zu den Prognosen für das Jahr 2040. Gemäss Modellberechnungen soll die Verkehrsleistung im Agglomerationsgebiet bis dann um satte 14 Prozent wachsen. Dieser enorme Zuwachs von mehr als 2,8 Millionen Personenkilometern – pro Tag, wohlverstanden – soll grossmehrheitlich vom ÖV (+27 Prozent!), von den Velofahrenden (+23 Prozent) und den zu Fuss Gehenden (+10 Prozent) bewältigt werden. Der Anteil des Motorisierten Verkehrs hingegen soll gemäss Prognosen allerdings nur unterdurchschnittliche +7 Prozent wachsen. Und zwar erstens, weil nur der ÖV, nicht aber die Strassen ausgebaut werden und zweitens das Parkieren in der Stadt immer unmöglicher und teurer wird. Ich weiss es jetzt schon: Das ist reines Wunschdenken von Ideologen, das wenig bis gar nichts mit der Re-
den Motorisierten Verkehr investiert werden. Wobei sich unter den Projekten für den Motorisierten Verkehr kein einziges befindet, das zusätzliche Kapazität schafft. Und das einzige wirklich wichtige Strassenprojekt, der Zubringer Allschwil, wurde vom zuständigen Bundesamt auf den St. Nimmerleinstag vertagt. Vergleicht man Verkehrsleistung und Investitionen wird offensichtlich: Hier stimmt etwas nicht – und so kann das nicht weitergehen. Der ACS wird sich deshalb auch weiterhin für mehr Vernunft und Realitätssinn in der Verkehrspolitik einsetzen. Herzlich, Ihr
Andreas Dürr Präsident
Impressum Herausgeber Automobil Club der Schweiz ACS Sektion beider Basel Hofackerstrasse 72 CH-4132 Muttenz Telefon +41 61 465 40 40 Fax +41 61 465 40 41 info@acsbs.ch www.acsbs.ch
Redaktion Christian Greif ACS beider Basel Hofackerstrasse 72 CH-4132 Muttenz Telefon +41 61 465 40 40 christian.greif@acsbs.ch
Inserate Regina Neuschütz ACS beider Basel Hofackerstrasse 72 CH-4132 Muttenz Telefon +41 61 465 40 40 regina.neuschuetz@acsbs.ch
Druck KROMER PRINT AG Karl Roth-Strasse 3 CH-5600 Lenzburg Telefon +41 62 886 33 33 Fax +41 62 886 33 34
«ACS mobil!», das Verbandsorgan des ACS beider Basel, ist eine Beilage zur Publikation «AUTO» Verlag und Redaktion von «AUTO» = Automobilclub der Schweiz (ACS), Wasserwerkgasse 39, 3000 Bern 13
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Verkehrspolitik
Weiterzug an die nächste Instanz:
Gegen Tempo 30 in der Feldbergstrasse Der Vorstand des ACS beider Basel hat an seiner letzten Sitzung beschlossen, die vom Basler Appellationsgericht zurückgewiesene Beschwerde an die nächste Instanz wei terzuziehen. Der ACS beider Basel ist ent schieden der Auffassung: Tempo 30 auf Hauptverkehrsachsen stellt nicht nur eine inakzeptable Behinderung für den motorisier ten Verkehr dar, sondern führt auch zu sehr kontraproduktiven Effekten, wie unerwünschte Ver kehrsverlagerungen, mit entspre chend negativen Konsequenzen bezüglich Sicherheit, Lärm und Luft. «Unerhörte» Argumente Das Basler Appellationsgericht hat die vom ACS beider Basel auch im Namen eines Mitglieds eingereichte Beschwerde abge wiesen. Darin wurde geltend ge macht, die Strassennetzhierar chie werde infolge Einführung von Tempo 30 in der einzigen Hauptverkehrsachse im Kleinba sel zunichte gemacht und die
Umweltbelastung durch Stickoxi de und Lärm mit Tempo 30 gar nicht reduziert. Erhöhten Luft und Lärmemissionen seien viel mehr mit technischer Innovation und nicht «mit ideologisch ge prägten Temporeduktionen» zu begegnen. Weiter hat der ACS beider Basel auch auf den Zeit verlust für Notfallorganisationen und den öffentlichen Verkehr hingewiesen und sich für ein städtisches Verkehrskonzept stark gemacht, das auf eine Konzen tration des Verkehrs auf Haupt verkehrsachsen mit Tempo 50 zielt. Nur solchermassen könne eine Verdrängung des Verkehrs in die Wohnquartiere verhindert und der auch auf die Einführung von Tempo30Zonen zurückzu führende rückläufige Trend der Benutzung des öffentlichen Ver kehrs gestoppt werden. Zudem
Die Wirkung der Verlegung eines lärmarmen Belages sei «beschränkt», befand das Appellationsgericht. Wie obige Darstellung des Bundesamtes für Umwelt belegt, sind lärmarme Beläge aber drei Mal effektiver als die Einführung von Tempo 30. Grafik: BAFU
hat der ACS beider Basel auf die seit Jahren sinkende Stickoxid Belastung in der Feldbergstrasse hingewiesen und gel tend ge macht, dass stark lärmmindern de Beläge wesentlich effizienter seien als Tempo 30. Letzte Hoffnung Bundesgericht Das Gericht schliesst mit der Bemerkung, dass in Abwägung
aller im vorliegenden Fall betrof fenen Interessen mit der geplan ten Temporeduktion in der Feld bergstrasse eine im Sinn der Umweltschutzgesetzgebung über mässige Umweltbelastung ver hindert werden könne, weshalb die Beschwerde abzuweisen sei. Dem ACS beider Basel bleibt somit nur der Gang ans Bundes gericht.
Tempo 30 auf siedlungsorientierten Strassen:
Ohne Gutachten, dafür mit neuer Begründung An seiner Sitzung von Ende August hat der Bundesrat be schlossen, dass die Behörden ab 1. Januar 2023 kein Gutachten mehr erstellen müssen, um auf nicht verkehrsorientierten Stras sen Tempo30Zonen anzuord nen. Er verfolge damit das Ziel, bürokratische Hürden abzubau en und die Schaffung von Tem po30Zonen zu vereinfachen. Zudem räumt er den Behörden mehr Ermessensspielraum ein: Sie können Tempo30Zonen neu auch zur Erhöhung der Le bensqualität einführen. Die Behörden müssen die An ordnung einer Tempo30Zone nach wie vor verfügen und ver öffentlichen. Der Bundesrat hält
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in seiner Medienmitteilung fest, dass auf verkehrs orien tierten Strassen innerorts auch künftig grundsätzlich Tempo 50 gelte und die heutigen Voraussetzun gen für Geschwindigkeitsreduk tionen weiterhin beachtet wer den müssen. Damit werde sichergestellt, dass die Funktio nen des übergeordneten Ver kehrsnetzes
nicht gefährdet werden und der Verkehr auf diesem übergeord neten Netz bleibt. Kommentar Dass es ab dem kommenden Jahr keines Gutachtens mehr be darf, um Tempo 30 einzuführen, belegt eindrücklich, dass es längst nicht mehr um eine sach liche Frage, sondern nur noch um p olitischen Willen geht. Anders ist der Entscheid des Bundesrates nicht zu erklären. Geradezu grotesk – und eine nochmalige Bestäti gung, dass es wirklich nur noch um Politik
und nicht um die Sache geht –, ist die Ermächtigung der Behör den, künftig als Begründung für die Einführung von Tem po 30 die «Erhöhung der Lebensqua lität» anzuführen. Für die einen mag das stimmen. Für viele an dere aber überhaupt nicht, stellt «Tempo 30 generell» nur einen untauglichen Versuch linksgrün dominierter Regierungen dar, den motorisierten Verkehr mit allen Mitteln aus der Stadt vertreiben zu wollen. Kleiner Lichtblick: Die genannte Vereinfachung gilt «nur» für sied lungsorientierte Strassen, die in BaselStadt aber sowieso schon fast überall verkehrsberuhigt sind. Christian Greif
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News
Von Oktober bis Ostern
Die europäische Autoproduktion wird immer sauberer.
Grafik: ACEA
Autoproduktion mit weniger CO2 Gemäss der European Automobile Manufacturers’ Association, kurz ACEA, gingen die CO2-Emissionen pro produziertem Auto zwischen 2006 und 2021 um 25,4 Prozent zurück. Im gleichen Zeitraum konnte
che widerspiegelt, die CO2-Emissionen aus der Produktion zu reduzieren. Den Herstellern ist es gelungen, die CO2-Emissionen vom Produktionswachstum zu entkoppeln, indem sie
das Total des insgesamt emittierten CO2 um 45,9 Prozent reduziert werden, was die Bemühungen der Bran-
zunehmend Energie aus erneuerbaren und/oder kohlenstoffarmen Quellen beziehen.
Wenn der Herbst Einzug hält, ist die Zeit für die Montage der Winterreifen gekommen. Denn wer bei winterlichen Verhältnissen mit Sommerreifen fährt, riskiert die Sicherheit aller Fahrzeuginsassen. Die Faustregel besagt, Winterreifen von «O bis O» zu montieren, wobei Ostern immer wieder einmal zu früh für einen Wechsel sein kann. Sommerreifen sollten nämlich erst dann aufgezogen werden, wenn die Temperaturen nachts nicht
mehr unter 10 Grad fallen. Der Reifen ist das wichtigste Bindeglied zwischen Fahrzeug und Strasse, weshalb ihm grösste Beachtung zu schenken ist. Schliesslich verschlechtern sich Kurvenhaftung, Seitenführung und Traktion ganz erheblich bei der Wahl des falschen Reifens. Übrigens: Die Mindestprofiltiefe von 1,6 mm ist ein rein gesetzlicher Wert. Für sicheres Fahren sollten Reifen 4 mm Profiltiefe aufweisen.
Erfolgreiche «Auto Mobil Basel»!
Energiekrise bisher ohne Effekt auf AutoMarkt Gemäss auto schweiz haben die Diskussionen über eine drohende Strommangellage bisher keinen Einfluss auf den Schweizer Markt für neue
km/h auf Autobahnen prüft SPBundesrätin Sommaruga. Natürlich nicht, um den verhassten Autoverkehr zu schikanieren, sondern nur, um die unsäglichen Staus zu minimieren. Ob das geht?
Nach drei Jahren mit coronabedingten Absagen konnte die Auto Mobil Basel, die in der Schweiz grösste regionale Auto-Expo, vom Freitag, 2. bis Sonntag, 4. September, in der St. Jakobshalle bei Basel endlich wieder durchgeführt werden. Gegen 15’000 Besucher haben in den drei Tagen den Weg in die St. Jakobshalle gefunden. Den Mobilitätsinteressierten wurde ein Feuerwerk voller Emotionen und Innovationen rund um das Automobil mit über 250 Neuwagen präsentiert. Foto: zVg
Neues Symbol «Mitfahrgemeinschaften»
Foto: usertrmk auf Freepik Personenwagen. Mit 21,6 Prozent kamen die über das Stromnetz aufladbaren Steckerfahrzeuge (Elektroautos und Plug-in-Hybride) im August auf einen ähnlich grossen Marktanteil wie im bisherigen Jahresverlauf (24,2 Prozent). Trotz der anhaltenden Versorgungsprobleme mit Zulieferteilen lag das Niveau des Gesamtmarkts im August mit 16’384 Neuimmatrikulationen lediglich 0,4 Prozent oder 72 Einlösungen tiefer als vor Jahresfrist.
Wie der Bundesrat Ende August mitteilte, will er Fahrgemeinschaften fördern, um die Umweltbelastung und die Verkehrsüberlastung zu verringern. Mit der Revision der SSV hat er deshalb ein neues Symbol für Mitfahrgemeinschaften (Carpooling) eingeführt. Mit dem neuen Symbol kann angezeigt werden, dass Fahrbahnen oder Fahrspuren nur von Fahrgemeinschaften benützt werden dürfen oder es kann Fahrgemeinschaften erlaubt werden, auf dem Busstreifen zu fahren. Dabei darf jedoch der Öffentliche Verkehr nicht behindert werden. Das Symbol kann auch verwendet werden, um Parkplätze für Fahrgemeinschaften zu reservieren. Das Symbol zeigt ein Auto mit mehreren Insassen und eine Zahl, die anzeigt, wie viele Personen sich mindestens im Fahrzeug befinden müssen. Es kann auf einer Zusatztafel oder als Markierung auf Parkfeldern eingesetzt werden.
CHStrom: 80% stammen aus erneuerbaren Energien 2021 stammte der Strom aus Schweizer Steckdosen zu rund 80% (2020: 76%) aus erneuerbaren Energien: zu 68% aus Wasserkraft und zu rund 11% aus Photovoltaik, Wind, Kleinwasserkraft und Biomasse. Knapp 19% stammten aus Kernenergie und gut 2% aus Abfällen und fossilen Energieträgern.
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DIE VOLLELEKTRISCHEN
OPEL NUTZFAHRZEUGE
OPEL COMBO-{ele} AB CHF 335.–/MT.
OPEL VIVARO-{ele} AB CHF 353.–/MT.
OPEL MOVANO-{ele} AB CHF 816.–/MT.
Leasingbeispiel: Combo-{ele} Cargo Essentia, Automatik-Elektroantrieb mit fester Getriebeübersetzung, 50-kWh-Batterie, 136 PS (100 kW). Barkaufpreis: CHF 36070.–. 18,7–22,7 kWh/100km (Benzinäquivalent: 2,12–2,20 l/100km), 0 g CO 2 /km, Energieeffizienz-Kategorie: A. Laufzeit: 49 Monate, Laufleistung: 10 000 km/Jahr, eff. Jahreszinssatz: 3,97%. Empfohlener Verkaufspreis: CHF 38 970.– nach exklusivem Leasing Rabatt CHF 1000.– (nicht gültig bei Barkauf). Sonderzahlung: CHF 10 000.–, Leasingrate pro Monat inkl. MwSt.: CHF 335.–, Rücknahmewert: CHF 12 986.–. Angebot nur in Verbindung mit dem Abschluss einer Ratenausfall Versicherung Secure4you+. Bei diesem Angebot fixiert Santander Consumer Finance Schweiz AG den Restwert des Leasingfahrzeugs auf ein marktübliches Niveau. Obligatorische Vollkaskoversicherung nicht inbegriffen. Leasingkonditionen unter Vorbehalt der Akzeptanz durch Santander Consumer Finance Schweiz AG, Schlieren. Der Abschluss eines Leasingvertrags ist unzulässig, sofern er zur Überschuldung des Leasingnehmers führt. Leasingbeispiel: Vivaro-{ele} Cargo M Enjoy, Automatik-Elektroantrieb mit fester Getriebeübersetzung, 50-kWh-Batterie, 136 PS (100 kW). Barkaufpreis: CHF 37220.– 23,0–28,2 kWh/100km (Benzinäquivalent: 3,1 l/100km), 0 g CO2 /km, Laufzeit: 49 Monate, Laufleistung: 10 000 km/Jahr, eff. Jahreszinssatz: 3.97%. Sonderzahlung: CHF 10 000.– Leasingrate pro Monat inkl. MwSt.: CHF 353.–, Rücknahmewert: CHF 13 400.–. Nur in Verbindung mit einer GAP Versicherung. Obligatorische Vollkaskoversicherung nicht inbegriffen. Leasingkonditionen unter Vorbehalt der Akzeptanz durch Santander Consumer Finance Schweiz AG, Schlieren. Der Abschluss eines Leasingvertrags ist unzulässig, sofern er zur Überschuldung des Leasingnehmers führt. Nur für Flottenkunden mit Immatrikulation auf Unternehmen. Leasingbeispiel: Movano-{ele} Enjoy L2H2 3.5t heavy, Automatik-Elektroantrieb mit fester Getriebeübersetzung, 37-kWh-Batterie, 122 PS (90 kW). Barkaufpreis: CHF 66 979.–. 36,1–32,8 kWh/100km (Benzinäquivalent: 3,6–4,0 l/100km), 0 g CO 2 /km, Leasingbeispiel: Laufzeit: 49 Monate, Laufleistung: 10 000 km/Jahr, eff. Jahreszinssatz: 3.97%. Sonderzahlung: CHF 10 000.– Leasingrate pro Monat inkl. MwSt.: CHF 816.–, Rücknahmewert: CHF 24 113.–. Nur in Verbindung mit einer GAP Versicherung.Obligatorische Vollkaskoversicherung nicht inbegriffen. Leasingkonditionen unter Vorbehalt der Akzeptanz durch Santander Consumer Finance Schweiz AG, Schlieren. Der Abschluss eines Leasingvertrags ist unzulässig, sofern er zur Überschuldung des Leasingnehmers führt.
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Service
Empfehlung der Baselbieter Verkehrspolizei:
Haben Sie sich auch schon gefragt…? Geschwindigkeitsbeschrän kungen kommen einem manchmal ziemlich unerklär lich daher. Aber fast immer gibt es einen stichhaltigen Grund dafür. Es ist nass und es herrschen win terliche Temperaturen. Aber es schneit (fast noch) nicht und die Fahrbahn ist auch nicht vereist. Sie fahren auf der Autobahn von Augst nach Sissach mit den er laubten 120 km/h und dann wird die Höchstgeschwindigkeit bis zum Arisdorftunnel auf 80 km/h abgebaut. Sie verlassen den Tun nel und die Geschwindigkeitsbe grenzung wird wieder aufgeho ben und Sie können wieder auf 120 km/h beschleunigen… Wie so ist ausgerechnet im trockenen Arisdorf-Tunnel die Geschwin digkeit von 100 km/h auf 80km/h reduziert? Ein Schelm der Böses denkt, ist doch der Arisdorf-Tun nel mit einer Geschwindigkeits kontrollanlage ausgerüstet. Auf dem Autobahnabschnitt zwi schen Augst und Sissach verfügt nur der Tunnelabschnitt und sein kurzer Vorlauf über die Möglich keit, die Höchstgeschwindigkeit herunterzusetzen. Auf den rest
lichen Streckenabschnitten gilt die allgemein zulässige Höchstge schwindigkeit von 120 km/h. Sie kann dort nicht situationsange passt herabgesetzt werden, da die dafür notwendige technische Ausrüstung nicht vorhanden ist. Tempo anpassen ist Pflicht Allerdings heisst das nicht, dass Sie bei winterlichen Verhältnis sen ohne Weiteres auch 120km/h fahren dürfen. Nach Art. 32 Abs. 1 SVG (Strassenverkehrsgesetz) ist die Geschwindigkeit eines Fahrzeugs stets den Umständen und insbesondere auch den Stras senverhältnissen anzupassen. Bei Temperaturen bereits um 4°C und feuchter Witterung oder Nebel kann es an exponierten Stellen rutschig werden. Mit an deren Worten: 120km/h sind bei dieser Witterung zu viel und im Falle eines Unfalls kann die Ver sicherung die Leistungen auch kürzen und die Polizei administrative Massnahmen verhängen. Nun zum Tunnel: Die beiden Por tale befinden sich auf dem Kul minationspunkt zwischen Augst und Sissach, also auf dem höchs ten und damit auch meist kältes ten Punkt der Strecke. Bei Tun
Christian Egeler ist Leiter der Verkehrspolizei Basel-Landschaft.
nels, die unter einem Bergrücken durchführen, ist es möglich, dass die Wetterbedingungen bei der Ein- und Ausfahrt massiv unter schiedlich sind. So kann es sein, dass man sich bei der Ausfahrt in plötzlichem Schneegestöber wie derfindet. Viele Automobilisten bremsen dann unvermittelt ab, was einerseits wegen der Schleu dergefahr riskant ist, aber ande rerseits auch immer wieder zu Auffahrunfällen bei Tunnelaus fahrten führt. Deswegen wird bei solchen Verhältnissen die zuläs
Es kann leicht vorkommen, dass die Wetterverhältnisse an den beiden Portalen des Arisdorftunnels völlig unterschiedlich sind. Fotos: Christian Greif & Freepic
sige Höchstgeschwindigkeit vor sorglich auf 80 km/h reduziert. Schneefall kann jederzeit und auch sehr lokal einsetzen, wes wegen die Temporeduktion be reits signalisiert wird, auch wenn es (noch) gar nicht schneit. Auf grund der beschränkten Länge von 1.3 km des Tunnels wird zu dem immer der ganze Tunnel mit einem einheitlichen Tempolimit ausgeschildert. Übrigens: Weil die Reduktion von 120 km/h auf 80 km/h nicht direkt erfolgen darf, wird im Vorfeld des Tun nels bereits eine Herabsetzung auf 100 km/h angezeigt. AGK: Ein Unikum in der Schweiz Wie erwähnt, wird im Arisdorf tunnel die gefahrene Geschwin digkeit überwacht; und zwar in Fahrtrichtung Luzern von der fairsten Anlage der Schweiz: der Abschnittsgeschwindigkeitskon trolle (AGK), der einzigen derar tigen Anlage in der Schweiz. So wird in dieser Tunnelröhre die Geschwindigkeit nicht an einem speziellen Punkt gemes sen, sondern über die ganze Länge des Tunnels ermittelt. Aufgrund der Wiederholungen der abgesenkten Höchstge schwindigkeit im Tunnel ist es also fast ausgeschlossen, dass Sie aus kurzfristiger Unachtsamkeit eine Busse erhalten. Bei dieser Art von Anlage sind auch deut lich weniger Blitz-Bremser vor handen, die Geschwindigkeits unterschiede sind viel kleiner und die Abstände der Fahrzeuge besser. Diese Art von Kontrollen sind im Ausland, insbesondere in Italien, häufig. Gerne erläutere ich in einer der nächsten Ausga ben die genaue Funktionsweise und die Erfahrungen mit der AGK. Wir wünschen Ihnen allzeit eine gute und unfallfreie Fahrt. Major Christian Egeler
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Clubmagazin ACS beider Basel | 06-2022
Service
Nationale Präventionskampagne:
Jetzt kommt Nez Rouge auch in unsere Region! Seit 1990 ist Nez Rouge in der Schweiz der Inbegriff akti ver Bemühungen, Alkoholunfälle zu vermeiden. Die ur sprünglich aus Kanada stammende Aktion soll nun ab 15. Dezember erstmals auch in der Region Basel durchgeführt werden. «ACS mobil!» hat darüber mit Heinz Fehlmann, Nez RougePräsident der Sektion Aargau, gesprochen. «ACS mobil!»: Herr Fehlmann, was hat Sie dazu bewogen, in diesem Jahr Nez Rouge erstmals in die Region Basel zu bringen? Heinz Fehlmann: Nez Rouge ist seit mehr als dreissig Jahren in der ganzen Schweiz aktiv – nur in der Region Basel, im Engadin und Oberwallis noch nicht. Ei nerseits, weil wir im Aargau schweizweit die grösste Sektion sind und deshalb über die ent sprechenden Erfahrungen und das Knowhow verfügen, ander seits weil die Region Basel ja so zusagen vor unserer Haustür liegt, haben wir uns entschlos sen, in diesem Winter einen drei jährigen Versuch zu starten und über die bei uns schon vorhan dene Infrastruktur auch die Re gion Basel zu bedienen.
Wie geht das ganz konkret vonstatten? Ab dem 15. Dezember bis Sil vester setzen wir die GratisTele fonNummer 0800 802 208 je weils ab 22.00 Uhr auch für Hilfesuchende aus BaselLand, BaselStadt, Dorneck und Thier stein in Betrieb. Die Anrufe werden an unseren Stützpunkt in Pratteln weiterge leitet, von wo aus die Einsätze disponiert werden. Unsere Fah rerteams holen die fahruntüchti gen Personen am vereinbarten Treffpunkt ab und fahren Passa giere und Au tos sicher nach Hause. Es werden allerdings keine Taxi Dienste ausgeführt, sondern nur Fahrten von einem Dorf zum an dern angenommen.
Welche Idee steckt dahinter? Nez Rouge will die Bevölkerung für die Folgen des Fahrens in fahr untüchtigem Zustand sensibilisie ren. Wir stehen ohne Wenn und Aber hinter dem Prinzip des «De signatet Driver». Dieses besagt, dass im Voraus innerhalb der Gruppe jemand zu bestimmen ist, der fahrtüchtig bleibt und alle an deren sicher nach Hause fährt. Wir sind jedenfalls entschieden der Auffassung, dass dem Grund satz «wer fährt, trinkt nicht» nachzuleben ist. Und wer nicht mehr fahrtüchtig ist, ruft ein Taxi oder einen Bekannten an, verwen det die öffentlichen Verkehrsmit tel, übernachtet vor Ort oder nutzt während der Festtage das Angebot von «Nez Rouge». Dieses wird, wie die Statistik übrigens eindrücklich belegt, rege und mit zunehmendem Interesse genutzt. Welches Volumen erwarten Sie in der Startphase? Das ist natürlich sehr schwer ab zuschätzen. Ich kann nur auf die
Mitmachen! Für die Aktion 2022 werden freiwillige Helferinnen und Helfer gesucht, die über einen gültigen Fahrausweis verfügen und nicht älter als 70 Jahre alt sind. Interessierte finden weitere Informationen auf www.nezrougebasel.ch oder Mail an info@nezrougebasel.ch
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Erfahrungswerte aus unserer Re gion zurückgreifen. Da haben wir im Dezember 2019 mehr als
Heinz Fehlmann ist Präsident der «Nez rouge»-Sektion Aargau.
3’000 Fahrten ausgeführt, waren wir für unsere Gäste immerhin fast 110’000 Kilometer unter wegs. Wir können uns im Kan ton Aargau zwar auf fast 1’300 freiwillige Helferinnen und Hel fer verlassen, haben allerdings die Idee, dass wenn Nez Rouge im Raum Basel etabliert ist, dort auch von einer eigenen, noch zu gründenden Sektion gemanagt wird. Wir wollen eigentlich nur Starthilfe bieten.
Wie finanziert sich Nez Rouge eigentlich? Nez Rouge ist eine gemeinnüt zige Organisation, die sich pri mär über Sponsoring finanziert. Selbstverständlich lebt die Orga nisation aber auch von Spenden sowie von Kunden, die – obschon die Dienstleistung gänzlich kos tenlos ist – dennoch einen kleinen Obolus entrichten. Besten Dank für diese interessanten Informationen, Herr Fehlmann. Der ACS beider Basel wünscht dem Unterfangen gutes Gelingen!
Clubmagazin ACS beider Basel | 06-2022
News
Energetische Gebäude Sanierungen stark gefragt
Staubelastung auf Autobahnen
Wie das Bundesamt für Energie Ende August mitteilte, kann nach 2020 das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen 2021 wieder ein Rekordjahr vermelden: Rund 361 Millionen Franken Fördermittel wurden ausbezahlt – so viel wie noch nie seit Bestehen des Programms. Am meisten Beiträge gingen an Wärmedämmprojekte (126 Mio. Fr). Das grösste Wachstum im Berichtsjahr verzeichneten Haustechnikprojekte (+70% auf 106 Mio. Fr.). Über ihre Lebensdauer reduzieren die im Jahr 2021 dank Fördergeldern umgesetzten Massnahmen den Energieverbrauch des Schweizer Gebäudeparks um 6,5 Milliarden Kilowattstunden und den CO2-Ausstoss um rund 1,8 Millionen Tonnen CO2. Das entspricht mehr als 4% der 2020
Ein Grossteil des Nationalstrassennetzes ist in den 70er und 80er Jahre gebaut worden. Es ist sehr stark beansprucht. Seit 1990 hat sich die Fahrleistung auf den Autobahnen verdoppelt. Rund 43 Prozent des gesamten Motorfahrzeugverkehrs
innerhalb der Schweiz in die Atmosphäre ausgestossene Menge an
Der Hauptgrund für die ständig zunehmenden Staus: Überlastung, sprich zu wenig Kapazität auf den Autobahnen. Quelle ASTRA; Grafik: BFS
wird heute darüber abgewickelt. Beim schweren Güterverkehr sind es 65 Prozent. Neue Infrastrukturen gibt es kaum. Dafür aber nehmen die Staus von Jahr zu Jahr zu, auch wenn es im 2020 einen coronabedingten Einbruch gab.
ZEM heisst der Prototyp eines niederländischen Studententeams, der beim Fahren CO2 aus der Luft filtert. Foto: TU Eindhofen
1 Kilogramm CO2Reduktion pro 10’000 Kilometer Fahrt
Oberwilerstrasse: Alle 12 Parkplätze abgebaut Wie das Basler Baudepartement im Juni mitteilte, wird die Oberwilerstrasse saniert, die Velo streifen verbreitert und die Haltestelle «Zoo Dorenbach» behindertengerecht umgebaut. Bis Ende 2023 stünden in beiden Fahrtrichtungen abwechselnd nur eine Fahrspur zur
Foto: Ulrike Leone, Pixabay Treibhausgasen von 43.4 Mio. Tonnen CO2-Äquivalenten. Auch die Verpflichtungen für energetische Massnahmen, die in den nächsten fünf Jahren umgesetzt und ausbezahlt werden, erreichten 2021 mit 490 Millionen Franken einen neuen Höchstwert. Gebäude sind für rund 44 Prozent des Energieverbrauchs der Schweiz und einen Drittel der CO2-Emissionen verantwortlich. Über eine Million Häuser sind nicht oder kaum gedämmt und damit energetisch dringend sanierungsbedürftig. Zudem werden über die Hälfte der Schweizer Gebäude heute noch immer fossil oder elektrisch beheizt.
Neue Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur Mit der zunehmenden Verbreitung von Elektroautos und anderen Fahrzeugen mit alternativem Antrieb sinken die Einnahmen aus den Mineral-
ölsteuern. Sie werden auf Dauer nicht mehr ausreichen, um den Finanzbedarf zu decken. Deshalb plant der Bundesrat, eine Ersatzabgabe für Fahrzeuge mit alternativem Antrieb einzuführen. An seiner Sitzung Ende Juni 2022 hat der Bundesrat die Eckwerte für den Ersatz der Mineralölsteuern festgelegt.
Verfügung. Auf Nachfrage von «ACS mobil» bezüglich der Parkplatzbilanz bekennt die Medienstelle, dass im Rahmen dieser Sanierung sämtliche 12 Parkplätze zugunsten der Verbreiterung der vorhandenen Velostreifen auf die neue Normbreite entfallen.
Einen neuen Ansatz zur Dekarbonisierung verfolgen Studenten der TU Eindhofen. Sie haben einen E-Versuchsfahrzeug entwickelt, das während der Fahrt der Umgebungsluft CO2 entzieht. Das Ziel dabei ist die Speicherung von mehr CO2 als beim gesamten Lebenszyklus des Fahrzeugs emittiert wird. In rund 20’600 Kilometern speichert das aus CO2armen Materialen gebaute Fahrzeug bis 2 Kilogramm CO2. Ein vielversprechender Lösungsansatz zur CO2-Reduktion.
ACS Concours d’Excellence Nach einem längeren Unterbruch fand am 9. und 10. September 2022 in Luzern wieder der Schönheitswettbewerb für Automobile «ACS Concours d’Excellence International» statt. Mit dem neuen Konzept inklusive Stadtrundfahrt wurde auch die Stadt Luzern mit diversen Standorten und das Verkehrshaus der Schweiz ins Geschehen miteinbezogen. Am Anlass haben zahlreiche Prunkstücke der Automobilgeschichte teilgenommen, so unter anderem der bis ins kleinste Detail restaurierte Porsche 003, das zweitälteste noch existierende Modell der Stuttgarter Sportwagenmarke. Auch in den kommenden Jahren ist die Durchführung des «ACS Concours d’Excellence International» bereits angedacht. Foto: Verkehrshaus.ch
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Standpunkt
Weichen rasch stellen… beim Zubringer Bachgraben!
Sandra Sollberger Nationalrätin SVP Basel-Landschaft
Im Bachgraben in Allschwil wächst auf rund 40 Hektaren der neue Life Sciences-Hub der Region Basel heran. Damit sich das Areal weiterentwickeln kann, muss das Gebiet besser erschlossen werden. Der geplante Zubringer Bachgraben ist ein Schlüssel zum Erfolg. Ob über Strasse, Schiene oder mit dem Velo – für Unternehmen und für deren Mitarbeitende ist es wichtig, dass der Werk- und Arbeitsplatz unkompliziert erreichbar ist. Das ist gerade für Areale entscheidend, die in der Agglomeration liegen. Das wachsende Bachgrabenareal in Allschwil ist eines davon. Auf dem Areal entstehen in den kommenden Jahren um die 6'000 zusätzliche Arbeitsplätze. Eine für die Region und ihre Menschen sehr positive Entwicklung, mit der die aktuelle Verkehrsanbindung aber nicht Schritt halten kann. Sei es mit Bus oder Perso nenwagen: Wird der Bachgraben in naher Zukunft nicht besser erschlossen, wird dies zum Bremsschuh für das aufstrebende Areal. Zum Nachteil für die Unternehmen, die dort wirtschaften, für die Beschäftigten, die dort arbeiten, und für die Menschen, die in Allschwil leben.
Ein Schlüssel ist der geplante Zubringer Bachgraben – also eine leistungsfähige Strassenanbin dung. Mit dem Agglomerationsprogramm fördert der Bund Verkehrsbauten um Ballungsgebiete finanziell und unterstützt sie so dabei, Projekte in einem bestimm ten Zeithorizont umzusetzen – abhängig von deren Bedeutung für die weitere regionale Siedlungs- und Verkehrsentwicklung. Zwar fliessen im Rahmen des 4. Agglomerationsprogramms nun Bundesgelder in Höhe von 226 Millionen Franken – das ist ein grosser Teil der Bundesmittel – für Verkehrsprojekte in unsere Region. Aber der Zubringer Bach graben bleibt leider aussen vor, weil der Bund ihn im aktuellen Planungsstand nicht als prioritär einstuft. Ein herber Rückschlag. Doch es ist nicht aussichtslos, dass mit dem Bau doch noch wie geplant 2028 gestartet werden kann: Der Bund stellt den Kantonen Basel-Stadt und Bas el-Land schaft in Aussicht, das Projekt im nächsten, also im 5. Agglomerationsprogramm, aufzuneh men, wenn sie das Projekt gemeinsam mit dem Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) erarbeiten. Mit einer effizienten und effektiven Projektorganisation gilt es, dieses wichtige Infrastrukturprojekt zur Reife und baldigen Umsetzung zu führen: Der Zubringer ist entscheidend für den Erfolg des Wirtschafts- und Lebensraums Bachgraben und braucht nun dringend grünes Licht von allen Seiten – auch von Bundesbern und Paris, da das Projekt auch französischen Boden berührt. Die Weichen müssen nun rasch gestellt werden. Zum Vorteil für die Unternehmen, die dort wirtschaften, für die Beschäftigten, die dort arbeiten, und für die Menschen, die in Allschwil leben.
Die bisher gewohnten Wechselsignale auf der A2 sind jetzt blind. Dafür gilt bis Februar 2023 «Tempo 80 generell». Foto: Christian Greif
Für 5 Monate gilt Tempo 80 zwischen Basel und Augst Zwischen Mai und Ende Septem ber 2022 wurde das Verkehrs leitsystem zwischen der Verzwei gung Augst und dem Anschluss Rheinfelden Ost erneuert. Nun folgt die zweite Etappe mit Arbeiten im Abschnitt der A2 zwischen den Verzweigungen Hagnau und Augst. Diese Arbei ten dauern voraussichtlich bis Februar 2023. «ACS mobil!» hat dem ASTRA dazu einige Fragen gestellt und von Samuel Hool, dem Beauftrag ten für Information und Kom munikation folgende Antworten erhalten: Für den Ersatz der Wechselsi gnalanlagen ist ein Zeitbedarf von 5 Monaten veranschlagt. Weshalb dauert das so lange? Die Arbeiten umfassen mehr als nur den Ersatz der Wechselsignalanlagen: Die Fundamente und Stahlportale werden neu gebaut, die bestehenden Schächte der Ka belrohranlagen saniert, die Weg weisung, die Fahrstreifenlichtsi gnale zur zeitweiligen Sperrung von Fahrstreifen, die Signale für Geschwindigkeits- und Gefah renanzeigen sowie die Verkehrs steuerung insgesamt erneuert und neu installiert. Zudem kön nen Arbeiten, die die Sperrung einzelner Fahrstreifen erfordern, nur in der Nacht ausgeführt wer
den, damit der Verkehr möglichst wenig beeinträchtigt wird. Dann folgen die Anlagetests und die Inbetriebnahme des neuen Leit systems. Wie viele Wechselsignale wer den im Total auf dem Abschnitt zwischen den Verzweigungen Hagnau und Augst ersetzt? Es werden zwischen den Ver zweigungen Hagnau und Augst total 411 Signale ersetzt, 88 neue Signale gebaut und 115 abgebro chen. Warum wird als Höchtsgeschwin digkeit Tempo 80 und nicht Tempo 100 signalisiert? Die Geschwindigkeitsfestlegung auf 80 km/h erfolgte in Abspra che mit der Kantonspolizei. In den Spitzenzeiten muss aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens zur Gewährleistung der Verkehrs sicherheit und des Verkehrsflus ses ohnehin mehrheitlich auf 80 km/h reduziert werden. 100 km/h oder mehr kann in diesen Zeiten nicht gewährleistet werden und wäre potentiell zu schnell bzw. zu gefährlich. Sobald die Erneuerung des Ver kehrsleitsystems abgeschlossen ist, können wieder je nach Bedarf (Verkehrsaufkommen, Baustel len, Ereignisse) unterschiedliche Höchstgeschwindigkeiten signa lisiert werden.
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Clubmagazin ACS beider Basel | 06-2022
Kultur
Microcars: Die nächste Sonderausstellung im Pantheon Basel vom 24.10.22 bis 16.4.23
«Knutschkugeln» – oder alles beginnt klein Sie werden auch Kleinstwagen, Bubblecars, Rollermobile, Schneewittchensärge, Zwergenautos oder Knutschkugeln genannt. Gemeint sind Fahrzeuge mit drei oder vier Rädern, kürzer als 3 Meter, weniger als 500ccm Hubraum, Baujahre 1947 bis 1965, wobei die Ausnahmen die Regel bestäti gen. Zu besichtigen im Pantheon in Muttenz. Ein deutsches Kinderlied besagt: «Alles muss klein beginnen, lass etwas Zeit verrinnen, es muss nur Kraft gewinnen, und endlich ist es gross». Es gibt aber auch gute Gründe, klein zu bleiben.
erkannte das Bedürfnis schnell. Als 1947 der Bau von 60cm3 Motorrädern wieder gestattet wurde, fanden die Motoren bald auch den Weg in die primitiven VersehrtenVehikel.
Klein aber fein Die Evolution der Microcars ist eng mit der Nachkriegsgeschichte Deutschlands verbunden, also vom Ende des 2. Weltkrieges bis zur Wirtschaftswunderzeit. Die Herstellung von Automobi len war in Deutschland nach dem Krieg strengstens verboten. Der Treibstoff stand nur den Be satzungsmächten zu. Einzig die 1,7 Millionen Kriegsinvaliden kamen in den Genuss von gewis sen Erleichterungen. Einfache Krankenfahrstühle oder Roll bretter durften in den zerbomb ten Fabrikhallen oder intakten Schuppen mit den spärlich vorhandenen Materialien gebaut werden. Der vormalige Messer schmittKon strukteur Fritz Fend
Die Zeit der Bastler Nach der Währungsreform 1948 gab es plötzlich besseres Mate rial zu kaufen. Richtige Autos konnte sich kaum jemand leis ten. Die Montagebänder der Vor kriegszeit waren unbrauchbar oder abgebaut. Der Traum vom verkleideten Motorrad (Kroboth nannte sein Mobil gar «Allwet terroller») wurde erschwinglich. Die leichten DreiradFahrzeuge, welche zum Kippen neigten, wurden ab 1955 mit zwei eng beieinanderliegenden Hinterrä dern (Heinkel oder BMW) siche
rer gemacht. Mit steigendem Wohlstand stiegen die Ansprü che auf kleine, aber richtige Autos mit vier Sitzen und einem Gepäckraum. Das Goggomobil von Glas, der Zündapp Janus, die verlängerte Isetta von BMW oder der Lloyd waren angesagt. Die Zeit der Bastler und ihren Nischenprodukten war vorbei. Die grossen Werke von VW, BMW, Opel oder Ford begannen mit günstigen, aber halbwegs ausgewachsenen Fahrzeugen den Markt zu erobern und verdräng ten so bereits Anfang der 60er Jahre die Rollermobile vollends. Günstige Alternative In Frankreich und England gab es schon vor dem Krieg drei und vierrädrige Kleinstwagen, wel che sehr populär waren, weil sie ohne Führerschein gefahren wer den durften. Die Produktion konnte nach dem Weltkrieg für den Heimmarkt rasch wieder aufgenommen werden. Auch in Österreich, Italien und Spanien
Microcars Von: 24. Oktober 2022 Bis: 16. April 2023 Pantheon Basel AG Hofackerstrasse 72 CH-4132 Muttenz Telefon +41 61 466 40 77 Öffnungszeiten: Mo bis Fr: 10 bis 17.30 Uhr, Sa und So: 10 bis 16.30 Uhr Eintrittspreise: Erwachsene: CHF 10.-Studenten, Senioren: CHF 7.--
wurden Rollermobile als güns tige Alternative in kleinen Stück zahlen gebaut. Etliche Microcars fanden auch den Weg in die Schweiz oder wurden sogar hier – allerdings ohne Erfolg – in bescheidenen Stückzahlen gebaut. Wenige Ex emplare sind erhalten geblieben. Die häufigeren BMW Isetta, Messerschmitt und Goggomo bile verschwanden in den 60er Jahren aus dem Strassenbild oder dienten noch als fahrbare, billige Untersätze für Studenten. Zukunft gesichert 1976 fand ein erstes MicrocarTreffen am Hallwilersee statt. Dieses legte den Grundstein für eine Gruppe von Sammlern und Enthusiasten, wel che die überleben den Fahrzeuge dieser Klasse sammelten und seither liebe voll hegen und pflegen. Bernhard Taeschler Foto: Wikimedia.com
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ac s.ch /premium
Clubmagazin ACS beider Basel | 06-2022
Classic-Gruppe
Wolken und Donnergrollen zum Trotz blieb die «Glaserberg-Rallye» von heftigem Regen verschont.
Alle Fotos: Dominik Lingg
Kurzausfahrt der Classic-Gruppe des ACS beider Basel:
«Glaserberg-Rallye» oder einfach der Nase nach... Rund um den Glaserberg nur der Nase nach? Nein! So einfach war es nun doch wieder nicht. Ein Bericht über die Tücken einer Kurz ausfahrt. Acht Oldtimer und Youngtimer mit ihrer Besatzung trafen sich am Samstag, dem 20. August 2022, im Restaurant Kronenhof in Bättwil zu Kaffee und Gipfeli. Die Teilnehmenden wurden vor Ort gebrieft und erhielten ihr Roadbook, gespickt mit unzähli gen Pfeilen und Hinweisen für die Rallye rund um den Glaser berg. Aus organisatorischen Gründen wurden alle Schlauch prüfungen aus dem Programm gestrichen. Gegen 09.30 Uhr starteten die ersten Fahrzeuge ins «Ungewis se». Neben Sonne, Wolken und einem heftigen Sprutz von Petrus kämpften die Teams mit den un terschiedlichsten Aufgaben und Problemen. Zum Beispiel stellte
sich bei einigen Kreiseln die Fra ge, «welche Ausfahrt nehmen wir»? Wie muss ich die Pfeile interpretieren? Stimmen die Di stanzangaben aus dem Road book? Ist der Tripmaster ge eicht? Hält die App «Rallye Trip meter», was sie verspricht? Welche Tempolimiten gelten in der Schweiz beziehungsweise im Elsass? Warum mussten wir Ma riastein umfahren? Bin ich im mer noch auf dem richtigen Weg? Ja, immer der Nase nach! Werden wir durch Grenzwächter kontrolliert? Wo befindet sich die Ortstafel «Leymen»? Ist das Ziel tatsächlich in Bättwil? Nach dem Lesen der «Chinesen» Nach knapp 100 Kilometern und etwa zwei Stunden Fahrzeit tra fen alle Teams in Bättwil ein. Es wurde keine Rangliste erstellt und über die Erfolge und Misser folge beim Lesen der «Chinesen» kein Buch geführt. Beim gemein samen Mittagessen im Restau
rant Kronenhof diskutierten alle über ihre Erlebnisse rund um den Glaserberg. Die Teilnehmen den wunderten sich, dass sich nur acht Teams mit ihren Fahr zeugen angemeldet hatten. Scha de! Ein ganz grosses Dankeschön gilt Matthias Killer für das Er stellen des Roadbooks! Kommende Events... Die Classic-Kommission des ACS beider Basel freut sich auf viele
Anmeldungen zur Herbstaus fahrt in den Schwarzwald vom 8. Oktober 2022. Bald schon kommt die Voran kündigung für die Reise «Borde aux – Barcelona» im Juni 2023. Und noch ein «Schmankerl» zum Vormerken: Am 23. September 2023 findet das 4. «Gempen Me morial» statt. Die Ausschreibungen dieser An lässe erfolgt demnächst. Florian Meier
Auch ein gemütlicher Lunch gehört zu jedem Event der Classic-Gruppe.
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