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mobil! Clubmagazin des ACS beider Basel

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08 / 2021

mobil! Clubmagazin des ACS beider Basel

Mit Vollgas Richtung Tempo 30 generell

Sicher durch die kommende Eiszeit

Die Mobilität der Schweiz in Zahlen

Die Welle für Tempo 30 auch auf Hauptverkehrsachsen rollt| Seite 4

Tipps der Baselbieter Polizei für die Wintersaison| Seite 7

Aufschlussreiche statistische Informati­ onen zum Verkehr| Seite 8


Clubmagazin ACS beider Basel | 08-2021

Verkehrspolitik

Vorgesehene Änderung der Signalisationsverordnung:

Eigene Fahrspur für Fahrgemeinschaften? Ein möglicher Kompromiss bezüglich Komfort, Effizienz und Schadstoffreduktion sind Fahrgemeinschaften, neudeutsch Carpooling genannt. Was in Amerika und anderen Ländern schon lange gang und gäbe ist, soll nach Vor­stellungen des Bundesrates nun auch in der Schweiz geprüft werden: Wenn sich meh­rere Personen ein Auto teilen und zu einer Fahrgemein­ schaft zusammentun, so sollen sie mit einer eigenen Fahrspur belohnt werden. Die Bildung von Fahrgemein­ schaften ist gemäss Bundesrat wünschenswert, weil dadurch Staus und Umweltbelastungen reduziert werden könn­ten. Das Carpooling könne mit Sonder­ rechten gefördert wer­den, bei­ spielsweise durch die Möglich­

Ihre Meinung dazu? Was halten Sie von separaten Fahr­ spu­­ren für Fahrgemeinschaften? Eine Schnaps­idee? Gar nicht umsetzbar in der Schweiz? Oder ein verfolgenswer­ ter Ansatz, um unsere Kapazitätspro­ bleme auf der Strasse zu lösen? Las­ sen Sie uns bitte Ihre Meinung wissen, damit wir diese in unsere Vernehmlas­ sung einfliessen lassen können. Email an info@acsbs.ch oder schrift­ lich an: ACS beider Basel, Hofacker­ strasse 72, 4132 Muttenz.

So soll die Signaltafel «Mitfahrgemeinschaften» aussehen. Grafik: zVg

keit der exklusiven Benutzung von Fahrstreifen. Neu soll des­ halb ein Symbol «Mitfahrge­ meinschaften» in die Signalisati­ onsverordnung aufgenommen werden. Dieses zeigt ein Auto mit mehreren Insassen. Das Symbol soll auf einer Zu­ satztafel dem allgemeinen Fahr­

verbot, dem Fahrverbot für Mo­torwagen oder dem Signal «Bus­fahrbahn» beigefügt wer­ den kön­nen. Mit der Zusatztafel werden Fahr­ gemeinschaften von der signali­ sierten Beschränkung ausge­ nommen. Die neue Signalisation soll von den zuständigen Be­hör­

den auf einzelne Fahrstreifen, aber auch auf die ganze Fahr­ bahn angewendet werden kön­ nen. Das neue Symbol soll auch als Markierung am Boden auf Busstreifen angebracht werden können. Damit wird Mitfahrge­ meinschaften die Benützung des Busstreifens erlaubt.

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Editorial

Wenn ideologisches Wunschdenken der Vater des Gedankens ist

Titelfoto: Sangeeth Sangi, Pixabay

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Fahrgemeinschaften Was die neue Signaltafel «Mitfahrgemeinschaften» erreichen soll

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Tempo 30 Ein Dauerbrenner in der städtischen Verkehrspoli­ tik nimmt Fahrt auf

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Lori Imhof Nachruf auf ein sehr geschätztes Vorstands­ und Ausschussmitglied

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Paradiesisch Herbstausfahrt der ACS Classic­Gruppe auf die Alpwirtschaft Horben

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Reisen Zuversichtlicher Ausblick auf die Moto­GP­ und Formel­1­Saison 2022

Mitte November hat das Bundesamt für Raumentwicklung ARE den 287 Seiten starken Schlussbericht «Schweizerische Verkehrsperspektiven 2050» veröffentlicht. Diese Prognosen dienen als Planungsgrundlage für Infrastrukturprogramme von Strasse und Schiene sowie für verkehrspolitische und raumplanerische Entscheide. Im Fazit kommt das Bundesamt zum Schluss, dass der Personenverkehr bis 2050 nur um mickrige 11 Prozent zunehmen werde. Dies, obschon die Bevölkerung im selben Zeitraum um 21 Prozent und das Bruttoinlandsprodukt sogar um 57 Prozent anwachsen soll. In der letzten, vor fünf Jahren von demselben Amt publizierten Perspektive, wurde noch mit einem Anstieg der Personenkilometer von gut 50 Prozent gerechnet! Diese jüngste Prognose ist umso erstaunlicher, wenn man in die Vergangenheit blickt. So wuchs beispielsweise die Bevölkerung in den zwanzig Jahren 1990 bis 2011 um einen Fünftel (18%) und die Wirtschaftsleistung nahm um einen Drittel (35%) zu. Im gleichen Zeitraum nahmen aber die Personenkilometer auf der Schiene um zwei Drittel (66%) und die auf den Nationalstrassen gefahrenen Kilometer sogar um mehr als das Doppelte zu (118%). Warum um Himmels willen also rechnen die Behörden plötzlich da-

Die Realität ist das eine, Prognosen das andere. Da darf man annehmen, was man will. Ich befürchte allerdings, dass da Kalkül dahinter steckt: Mit der Begründung, die Mobilitätsnachfrage wachse nun doch nicht so schnell, wie dereinst vorausgesagt, will sich das bekanntermassen nicht sehr autofreundliche Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) aus der Verantwortung stehlen, neue Verkehrsinfrastrukturen zu planen und zu bauen. mit, dass alles ganz anders werde

Für solche Fehlprognosen gibt es

wie in der Vergangenheit?

im Baselbiet eindrücklichen Anschauungsunterricht: In der erst vor 8 Jahren eröffneten A22, immerhin ein 500 Millionen-Projekt, das hälftig von den Autofahrenden im Kanton berappt wurde, gibt es tagtäglich umwelt- und wirtschaftsschädigende Staus. Ganz einfach deshalb, weil die Verkehrsnachfrage auf der Strasse viel schneller wächst, als dies ideologisch denkenden Planern lieb ist.

Als Hauptgründe für die unglaublich geringe Zunahme der Verkehrsleistung werden verschiedene gesellschaftliche und wirtschaftliche Trends wie Homeoffice, Elektromobilität oder der Wunsch nach Senkung des Kohlenstoffausstosses genannt. So wird im Basis-Szenario damit gerechnet, dass rund die Hälfte der Arbeitnehmenden, bei denen dies möglich ist, zuhause arbeiten werden. Ausserdem werde die Bevölkerung immer älter, was dazu führe, dass der Anteil der Erwerbstätigen – und somit die Arbeitswege – abnehmen. Das UVEK hat sich bereits bei seinen Verkehrsprognosen 2040 massiv verrechnet. So wurde davon ausgegangen, dass der ÖV schneller wachsen würde als der motorisierte Verkehr. Die tatsächliche Entwicklung seit 2010 zeigte allerdings ein ganz anderes Bild.

Ich denke, aus Fehlern muss man lernen und dann auch die richtigen Schlüsse ziehen. Da hat das UVEK grossen Nachholbedarf. Ich wünsche Ihnen schöne Festtage und ein gesundes 2022! Herzlich, Ihr

Andreas Dürr Präsident

Impressum Herausgeber Automobil Club der Schweiz ACS Sektion beider Basel Hofackerstrasse 72 CH-4132 Muttenz Telefon +41 61 465 40 40 Fax +41 61 465 40 41 info@acsbs.ch www.acsbs.ch

Redaktion Christian Greif ACS beider Basel Hofackerstrasse 72 CH-4132 Muttenz Telefon +41 61 465 40 40 christian.greif@acsbs.ch

Inserate Regina Neuschütz ACS beider Basel Hofackerstrasse 72 CH-4132 Muttenz Telefon +41 61 465 40 40 regina.neuschuetz@acsbs.ch

Druck KROMER PRINT AG Unterer Haldenweg 12 CH-5600 Lenzburg Telefon +41 62 886 33 33 Fax +41 62 886 33 34


Clubmagazin ACS beider Basel | 08-2021

Verkehrspolitik

Temporegime in Städten:

Mit Vollgas Richtung Tempo 30 generell

Soll trotz aller negativen Effekte salonfähig werden: Tempo 30 überall und immer.

Tempo 30 soll nicht mehr die Ausnahme sein, sondern zur Regel werden. Nicht nur in Quartierstrassen sondern auch auf Hauptverkehrsach­ sen. So wollen es verschie­ dene Städte und parlamen­ tarische Vorstösse. Tempo 30 soll auf siedlungsori­ entierten Strassen einfacher ein­ geführt werden können. Dies hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 10. November 2021 be­ schlossen. Bisher musste ein Gutachten belegen, dass Tempo 30 zur Verminderung besonde­ rer Gefahren, zur Verbesserung des Verkehrsflusses oder zur Re­ duktion der Umweltbelastung beiträgt. Das soll nun nicht mehr nötig sein: Die Anordnung von Tem­ po­30­Zonen kann wie die übri­ gen Verkehrsanordnungen und ­beschränkungen auch aus wei­ teren in den örtlichen Verhält­ nissen liegenden Gründen erfol­ gen – ohne Gutachten.

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Die Anordnung einer Tempo­30­ Zone soll aber nach wie vor ver­ fügt und veröffentlicht werden müssen. Denn auf den verkehrs­ orientierten Strassen solle wei­ terhin grundsätzlich Tempo 50 innerorts gelten, hält der Bund fest. Damit werde sichergestellt, dass die Funktionen des überge­ ordneten Verkehrsnetzes nicht gefährdet werden und der Ver­ kehr auf diesem übergeordneten Netz bleibt. Die Worte les’ ich wohl... So zentral diese Forderung für das Funktionieren von Verkehrs­ zonen auch sein mag: Mehrere Städte und Kantone foutieren sich darum. Sie führen zwar al­ lesamt hehre Ziele wie Hebung der Verkehrssicherheit, Lärmre­ duktion oder Verbesserung des Verkehrsflusses ins Feld, setzen Tempo 30 aber vor allem als ver­ meintlich probates Mittel ein, um den unbeliebten motorisier­ ten Verkehr aus den Zentren zu verdrängen.

Winterthur hat bereits beschlos­ sen, über die nächsten zwanzig Jahre in der Stadt fast flächende­ ckend Tempo 30 einzuführen. Auch der Stadtrat von Zürich verfolgt dasselbe Ziel. In Lau­ sanne gilt sei Mitte November zwischen 22 und 6 Uhr Tempo 30 generell – auch auf Hauptver­ kehrsachsen. In Basel­Stadt wur­ de schon vor Jahren damit be­ gonnen, auch verkehrsorientierte Achsen mit Tempo 30 zu bele­ gen. Im Kanton Basel­Landschaft fanden solche Anliegen noch bis vor Kurzem keine Zustimmung. Mitte September hat die Regie­ rung allerdings eine Kehrtwende gemacht und die Voraussetzun­ gen definiert, unter denen künf­ tig auch auf Kantonsstrassen im Baselbiet Tempo 30 eingeführt werden darf. Generell Tempo 30 statt 50 Die bisher geltende Strassen­ netzhierarchie gänzlich umkrem­ peln will eine Parlamentarische Initiative der SP­Nationalrätin

Fotomontage: Christian Greif

Gabriela Suter: Sie verlangt, dass Tempo 30 innerorts die Regel sein soll, Tempo 50 die Ausnahme, die dann allerdings begründet werden müsse. Noch vor nicht allzu langer Zeit fanden derart radikale Forderun­ gen überhaupt kein Gehör beim Souverän: Noch im März 2001 wurde die Initiative «Strassen für alle», die de facto «Tempo 30 generell» forderte, hochkant bachab geschickt. Jetzt scheint sich das Blatt aber zu wenden, obschon eine Abkehr vom bishe­ rigen Tempo­50­Tempo­30­Kon­ zept viele Nachteile und kaum Vorteile bringt.

Rekurs weitergezogen Gegen Tempo 30 in der Feldbergstras­ se, der einzigen Hauptverkehrsachse des Kleinbasels, hat der ACS rekur­ riert. Wenig überraschend wurde der Rekurs erstinstanzlich abgewiesen. Nun wird die Einsprache an die nächs­ te Instanz, das Appellationsgericht, weitergezogen.


Clubmagazin ACS beider Basel | 08-2021

News

Parking Kunstmuseum eröffnet

Trotz Navi oft doch noch praktischer: Strassenkarten. Foto: S. Caggegi

Strassenkarten im ACS­Shop Bevor in den späteren 80er-Jahren Navigationsgeräte ihren Siegeszug im Auto begannen, gehörten von Strassenkarten überquellende Handschuhfächer noch zum Alltag. Heute sind sie selten geworden. Auch wenn sich die papierigen Leporellos ohne Wutausbrüche kaum wieder original zusammenlegen lassen, haben sie ihre Vorteile. Im Ver-

gleich zum kleinen Navifenster bieten sie eine umfassende Übersicht, einen Blick aufs grosse Ganze. Und sie vermitteln dasselbe gute Gefühl eines echten Buches, das man noch anfassen und riechen kann. In der Geschäftsstelle des ACS beider Basel in Muttenz finden Liebha-

Seit dem 17. Dezember 2021 hat nun im Herzen von Basel in unmittelbarer Nähe zu den wichtigen Kulturinstitutionen und der Einkaufsmeile Freie Strasse das Parking Kunstmuseum nach rund dreijähriger Bauzeit seine Tore geöffnet. Es ist ideal gelegen: In wenigen Minuten erreicht man zu Fuss den Rhein, den Marktplatz, die historische Altstadt und auch die Haltestellen «Kunstmuseum» oder «Bankverein». Von der Autobahn A3 gelangt man über die Wettsteinbrücke schnell und einfach zum Parking.

Das Parking Kunstmuseum bietet 350 Abstellplätze an und ist während 365 Tagen im Jahr 24 Stunden geöffnet. Montags bis samstags kostet das Parkieren tagsüber von 8 bis 19 Uhr 4 Franken die Stunde, abends von 19 bis 24 Uhr 2 Franken und während der Nacht von 24 bis 8 Uhr 1 Franken die Stunde. An Sonn- und Feiertagen BS kostet das Parkieren 2 Franken pro Stunde. Eine Tagespauschale gibt es für 40 Franken, verlorene Tickets kosten 50 Franken.

ber von Strassenkarten noch ein breites Angebot.

WHO fordert strengere Limiten für die Luftqualität Vor 16 Jahren hat die Weltgesundheitsorganisation WHO Richtwerte für die Luftqualität herausgegeben. Seither sei man zu zahlreichen neuen Erkenntnissen gelangt, hätte sich gezeigt, dass die Luftverschmutzung der Gesundheit der Menschen schon bei viel geringeren Mengen schade als bisher angenommen. Darum empfiehlt die WHO, die Leitlinien für die Luftqualität zu verschärfen. Insbesondere soll der Jahres-Mittelwert für Stickstoffdioxid drastisch von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft auf 10 reduziert werden. Deutlich strengere Richtwerte sollen auch für Feinstäube gelten: Als Jahresmittelwert für PM10 (Partikel mit einem Durchmesser unter 10 Mikrometer) wird neu 15 statt wie bisher 20 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft empfohlen, für PM2,5 5 statt bisher 10 Mikrogramm. Die Empfehlungen der WHO haben zwar keine Verbindlichkeit, aber das Europäische Parlament dürfte den Empfehlungen bereits im nächsten Jahr nachkommen – und die Schweiz wird dann auch nachziehen.

Gemäss Branchenverband Velosuisse wurden in der Schweiz im Jahr 2020 erstmals über eine halbe Million Fahrräder verkauft. Hauptgrund für diesen Boom: Lockdown-Phasen, Kurzarbeit und daher mehr Freizeit.

Die 350 Parkplätze im KuMu-Parking mussten mehrfach und teuer erkauft werden: So machte 2013 der Grosse Rat die Sperrung der Mittleren Brücke für den Motorfahrzeugverkehr zur Bedingung für den Bau des Parkings. Zudem wurde verlangt, dass 60 Prozent der neuen unterirdischen Parkplätze, also 210, oberirdisch in einem Radius von 500 Metern «kompensiert» werden müssen. Foto: Parking Kunstmuseum

Schweiz im Top­Trio der sichersten Strassen Auf den Strassen Europas gibt es erfreulicherweise immer weniger tödliche Unfälle. Im Jahr 2019 wurden in den 27 EU-Mitgliedsstaaten rund 22’800 Verkehrstote erfasst. Dies sind fast 7’000 weniger als 2010. Wie die Grafik des Bundesamtes für Statistik zeigt, weist Norwegen die sichersten Strassen auf, gefolgt von Schweden und der Schweiz. Die EU ist mit durchschnittlich 42 Verkehrstoten je 1 Million Einwohner der Kontinent mit den sichersten Strassen der Welt. Im Vergleich dazu liegt der Weltdurchschnitt bei über 180 Verkehrstoten je 1 Million.

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Service

Ratgeber der Baselbieter Verkehrspolizei:

Fit für den Winter Glatteis, Frost und Schnee: Die kalte Jahreszeit stellt alle Automobilistinnen und Automobilisten vor grosse Herausforderungen. Ein paar simple Tricks bringen Sie si­ cher und ohne Frust durch den Winter. In der Schweiz gibt es zwar kei­ ne gesetzliche Regelung, die Fahrzeuglenkende verpflichtet, ihr Auto mit Winterreifen auszu­ statten. Der Ge­setzgeber sieht jedoch in Art. 31 des Strassenver­ kehrsgesetzes (SVG) vor, dass Fahrzeuglenkende in jeder Situ­ ation in der Lage sein müssen, ihr Fahrzeug zu beherrschen. Können Fahrzeuglenkende eine solche situationsadäquate Reak­ tion nicht erbringen, können Ver­ sicherungen ihre Leistungen kür­ zen oder gar Rückgriff auf die Versicherten nehmen. Gute Bereifung ist elementar Im Idealfall werden die Winter­ reifen bereits im November mon­ tiert, um dem grossen Andrang ein wenig aus dem Weg gehen zu

können. Warten bis zum ersten Schnee macht keinen Sinn! Spä­ testens von Oktober bis Ostern sollten Winterreifen mit einer Pro­­filtiefe von mindestens 4 mm montiert sein, auch wenn das Gesetz nur 1,6 mm vorschreibt. Das Fahrzeug muss zudem in einem betriebs- und vorschrifts­ mässigen Zustand verkehren: Insbesondere müssen Kontroll­ schilder gut lesbar sein und Lich­ ter, Rückstrahler, Scheiben und Rück­ s piegel sauber gehalten wer­­den. Klare Sicht unabdingbar Das Fahrzeug muss in einem be­ triebs- und vorschriftsmässigen Zustand verkehren. Vor allem bei den Schei­ben (min­destens die Front- und die beiden vorderen Seitenscheiben sowie die Aus­ sen­spiegel) muss sichergestellt werden, dass diese von Schnee und Eis befreit sind, um eine klare Sicht zu garantieren (Art. 57 Abs. 2 Verkehrsregelverord­ nung, VRV). Mindestens die Fläche, die der Scheibenwischer abzudecken

ver­mag, muss frei sein. Eine nur teilweise enteiste Frontscheibe kann die Sicht derart stark be­ einträchtigen, dass andere Ver­ kehrsteilnehmende oder Ver­ kehrssignale nicht wahr­­­ge­­nom­­­men werden können. Besonders ge­ fährdet sind Kinder, Fussgänge­ rinnen und Fussgänger sowie Fahrradfahrerinnen und Fahr­ radfahrer, die sehr schnell über­ sehen werden können. Zusätzlich zu den Scheiben muss das ganze Fahrzeug, also das Dach, die Scheiben, die Mo­ torhaube, die Kontrollschilder und die Lichter von Schnee und Eis befreit sein. Denn Schnee auf dem Fahrzeug kann dazu führen, dass sich Schneebretter lösen und andere Verkehrsteilneh­ mende gefährdet werden. Wer zum Beispiel nur mit einem «Guckloch» fährt, also so, dass nur gerade eine kleine Fläche an der Frontscheibe enteist wurde, muss mit einer Mindestentzugs­ dauer des Führerausweises von 3 Monaten und einer empfindli­ chen Busse rechnen. Ähnliches gilt auch bei Fahrzeugen, die vor

Foto: SIoannis Ioannidis, Pixabay

Abfahrt nicht vorschriftsgemäss von Schnee und Eis befreit wur­ den.

Christian Egeler ist Leiter der Verkehrspolizei Basel-Landschaft.

Planen Sie sich in den Winter­ monaten einige Minuten länger ein, um unnötigem Stress vorzu­ beugen und einen wesentlichen Beitrag an die Sicherheit auf den Strassen zu leisten. Major Christian Egeler

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Clubmagazin ACS beider Basel | 08-2021

Verkehrspolitik

Interessantes statistisches Zahlenmaterial:

Mobilität und Verkehr in der Schweiz 2020 Das Bundesamt für Statis­ tik veröffentlicht alljährlich seine Publikation «Die Schweiz in 23 Infografiken: Gesellschaft, Wirtschaft, Raum und Umwelt». Hier die Infografik zum Thema «Mo­ bilität und Verkehr».

Um das Verkehrsverhalten der Bevölkerung zu beziffern, wird neben der Jahresmobilität häufig eine weitere Kenngrösse verwen­ det: die Tagesdistanz pro Person im Inland. Diese betrug 2015 für die schweizerische Wohnbevöl­ kerung ab 6 Jahren durchschnitt­

lich 37 Kilometer, wobei die Be­ wältigung dieser Strecke rund 90 Minuten in Anspruch nahm. Wichtigster Verkehrszweck ist die Freizeit. 50% der Tagesdis­ tanz im Inland wurden 2015 im Zusammenhang mit Freizeitak­ tivitäten zurückgelegt. Die Ar­

Quellen: BFS – AREA, GTS, KFV, OeV, PEND, PV­L; BFS, ARE – MZMV; BFS, ASTRA – MFZ, SVU

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beitswege kamen auf einen An­ teil von 19%, die Einkaufswege auf knapp 15%. Die untenstehende Infografik gibt Auskunft zu zahlreichen weite­ ren interessanten Bereichen. Alle Angaben betreffen das Jahr 2020, sofern nicht anders vermerkt.


Clubmagazin ACS beider Basel | 08-2021

News

Corona bremst Güterverkehr

Vignette 2022 Die Autobahnvignette 2022 ist «violett metallic» und kostet wie bisher 40 Franken. Seit dem 1. Dezember ist sie auch in der ACS-Geschäftsstelle in Muttenz erhältlich. Sie muss bis spätestens zum 1. Februar 2022 an der Windschutzscheibe kleben, ansonsten eine Busse von 200 Franken droht.

Wie die eidgenössische Zollverwaltung mitteilte, ist die Einführung der umstrittenen E-Vignette erst für das Jahr 2023 geplant. Sie soll die bisherige Klebevignette – entgegen der ursprünglichen Absichtserklärung – aber nur ergänzen. Dies auf freiwilliger Basis. Die herkömmliche Vignette soll es auch künftig geben.

Aus der Ende November publizierten Gütertransportstatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS) geht hervor, dass der Güterverkehr in der Schweiz unterschiedlich stark von der Covid-19-Krise betroffen ist. Die Transportleistung im Güterverkehr ist 2020 auf der Strasse um 0,9% zurück gegangen. Im zweiten Quartal legten die schweren Güterfahrzeuge mit 549 Millionen so we-

nige Kilometer zurück wie letztmals im Jahr 2003 – obwohl sie teilweise vom Nacht- und Sonntagsfahrverbot befreit wurden, um die Versorgung sicherzustellen. Auf der Schiene ging die Tr a n s p o r t l e i s tung um 2,7%, auf das Niveau von 2021 zurück. In den schweizerischen Rheinhäfen in Basel wurden 15,5% weniger Güter umgeschlagen. Deutlich stärker betroffen war die Luftfracht mit einem Rückgang der Transportmengen um 41%.

Alternative Antriebe überholen Diesel

Gelesen... «Irgendwann falle es jedem auf» beginnt ein Artikel auf OnlineReports mit dem Titel «Aus der stolzen Einkaufs-Stadt Basel ist eine Shopping-Wüste geworden». Als Gründe für diese Entwicklung ortet der Autor die Streichung des DonnerstagAbendverkaufs, die auf ein Normalmass reduzierten Öffnungszeiten sowie ein Einheitsbrei-Sortiment, das kaufwillige Kunden mit speziellen Interessen fast nötigt, Onlineshops den Vorzug zu geben.

... Gedacht Eine umfassende Analyse, die lediglich einer Ergänzung bedarf: Badenser und Elsässer – und auch viele potentielle Kunden aus angrenzenden Kantonen – ganz allgemein jene, die aus welchen Gründen auch immer dem Auto noch nicht abgeschworen haben, kommen nicht nur wegen der genannten Gründe nicht in die Stadt zum Einkaufen. Ihnen ist die Lust auch vergangen ob der miserablen Parkplatzverhältnisse in Basel. Auf Allmend sind keine Parkplätze zu finden; in Parkhäusern, falls vorhanden, sind abschreckend hohe Preise zu bezahlen.

Der Bestand der Strassenmotorfahrzeuge (ohne Motorfahrräder) ist zwischen den Jahren 2000 und 2021 um 38% auf 6,3 Millionen angestiegen. Rund drei Viertel davon (4,6 Millionen) sind Personenwagen (Stand 2020).

BEV = Batterie-Fahrzeuge, PHEV = Plug-in-Hybride, HEV = Hybrid-Fahrzeuge, FCEV = Brennstoffzellen-Fahrzeuge

Trotz des durch die Coronakrise bedingten Einbruchs der Autoverkäufe (-24%) wurden auch 2020 deutlich mehr Elektroautos (EV) verkauft als im Vorjahr. Zusammen mit den Hybriden ohne Stecker wurden zum ersten Mal mehr teil- und vollelektrische Fahrzeuge verkauft als Diesel (Marktanteil 21.9%). Wenn man von Alternativantrieben spricht, sind fast ausschliesslich Elektroautos (EV) gemeint. Quelle: Swiss EMobility

Auf Ihr Wohl: Wer fährt, trinkt nicht Jetzt kommt wieder die Zeit der Jahresschlussanlässe, der Feiertage mit Schlemmen und Trinken. Oft ist dabei Alkohol im Spiel. Alkohol am Steuer erhöht das Unfallrisiko im Strassenverkehr erheblich. Alkoholkonsum verursacht 16 Prozent aller tödlichen Verkehrsunfälle. Mehr als ein Drittel aller schweren Unfälle in der Nacht gehen auf Alkohol zurück. Schon wenig Alkohol vermindert die Reaktionsfähigkeit. Ein normales Glas mit einem alkoholischen

Getränk (etwa 1 dl Rotwein, 4 cl Schnaps, 3 dl Bier) führt zu durchschnittlich 0,1 – 0,15 Milligramm Atemalkohol. Pro Stunde werden nur etwa 0,05 – 0,08 Milligramm abgebaut. Durch Schlaf wird ein hoher Alkoholgehalt nicht schneller abgebaut. Der Alkoholspiegel kann am folgenden Morgen immer noch so hoch sein, dass die Fahrfähigkeit nicht gegeben ist. Die Wirkung des Alkohols oder desssen Abbau kann man nicht beeinflussen, weder mit Kaffee, sauren Gurken, noch mit Rollmops. Foto: bfu

Bundesrat setzt revidierte CO2­Verordnung in Kraft Der Bundesrat hat entschieden, die Emissionsvorschriften für Personenwagen, Lieferwagen und leichte Sattelschlepper anzupassen. Neu müssen die Autoimporteure auch für die klimaschädlichsten Fahrzeuge Sanktionen bezahlen, wenn sie die CO2Zielwerte verfehlen. Der Bundesrat hat die CO2-Verordnung überarbeitet und per 1. Januar 2022 in Kraft gesetzt.

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In Gedenken

Nachruf:

Für immer ein grossartiger Mensch: Lori Imhof Am 5. November 2021 ist unser geschätztes Vor­ stands- und Ausschuss-Mit­ glied, unser lieber Freund Lori Imhof in seinem 61sten Lebensjahr verstorben. Lorenz Imhof, oder Lori, wie ihn alle nannten, trat 1986, nach dem Studium der Elektrotechnik an der ETH Zürich und anschlies­ send der Wirt­­schaft­sinformatik an der Uni Zürich, in den elter­ lichen Betrieb ein. In den Jahren 1993 bis 2007 arbeitete er sich vom Prokuristen bis zum Ge­ schäftsführer und Verwaltungs­ rat der Alfred Imhof AG hoch. Trotz seines grossen beruflichen Engagements fand und nahm er sich auch Zeit für seine Hobbies. So wurde er 2013 Mitglied der Classic-Kommission des ACS beider Basel, wo er schon sehr

Lori Imhof, 10. März 1961 - 5. November 2021, wie er leibte und lebte.

bald aktiv seine vielen Ideen einbrachte und für die Organi­ sation zahlreicher unvergessli­ cher Veranstaltungen verant­ wortlich zeichnete. Zwei Jahre später wurde er von der GV in

Ein Unfall – Was können wir für Sie tun? -Unser Bergungsdienst holt Sie ab. -Wir erledigen die Schadenabwicklung für Sie. -Wir geben Ihnen einen Ersatzwagen. -Bei Instandstellung beraten wir Sie kompetent. Wir konstruieren – Sie transportieren. -Wir konstruieren ihre Aufbauten. -Wir bauen Ihren Servicewagen bedarfsgerecht aus. -Wir können flexibel Ihre Wünsche umsetzen. Fachgerechte Instandsetzung Ihres Autos. -Wir können auch Oldtimer reparieren und lackieren Frontscheibe defekt – und jetzt? -Wir übernehmen die Versicherungsformalitäten. -Wir bieten einen schnellen Service. -Wir reparieren oder ersetzten in unserem Betrieb. Kommen Sie direkt zu uns, Ihrem erfahrenen Fachbetrieb. Überlassen Sie uns die Versicherungsabwicklung! Kompetent. Zuverlässig. Preiswert. Einfach anrufen! Sauter AG, Hauptstrasse 37, CH-4145 Gempen, www.sautercar.ch Tel. 061 701 52 80 - Fax. 061 701 46 64 - Mail: info@sautercar.ch

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den Vorstand und den Ausschuss der Sektion gewählt. Mit Lori verband mich auch aus­serhalb seines Engagements beim ACS sehr viel. Er, der über viele Jahre in der Confrérie de la

Chaîne des Rôtisseurs aktiv mit­ wirkte, wusste das Leben, Speis und Trank sehr zu genies­sen. In einem Interview, das ich vor ei­ nigen Jahre mit ihm in die­sem Clubmagazin führte, frag­te ich Lori, ob er so etwas wie ein Leitmotiv hätte. Und er sagte: «Wer sich keine Zeit für Freunde nimmt, dem nimmt die Zeit die Freunde». Uns hat die Zeit viel zu früh ei­ nen ganz lieben Freund genom­ men, einen ausserordentlich hu­ morvollen, einen aussergewöhn­ lich gross­zügigen Menschen, der stets das Wohl des ACS beider Basel vor Augen hatte. Es waren so viele beglückende und schö­ne Momente, die wir mit Lori erleben durften. Er wird uns stets in allerbester Er­ innerung bleiben. Christian Greif

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Classic-Gruppe

Herbstausfahrt der ACS Classic-Gruppe vom 23. Oktober 2021

Ein paradiesisches Ziel: Alpwirtschaft Horben Pünktlich in aller Herrgotts­ frühe trafen sich 35 gutge­ launte Oldtimer-Freundinnen und -Freunde im Pantheon zu Muttenz zum morgendli­ chen Kaffee und der Vertei­ lung der Roadbooks. 18 Fahrzeuge verschiedenster Mar­ ken, ausgerüstet mit solidem, al­ tem Blech, dröhnenden Motoren, vier Rädern, mit und ohne Dach über dem Kopf, machten sich mit ihren Pilotinnen und Piloten, mit oder ohne Copilotinnen oder Co­ piloten, auf die erste Etappe. «Sonnige» Erlebnisse Nachdem wir Muttenz hinter uns gelassen haben, querten wir das Schwarzbubenland. Mit einem Schlenker über Titterten, der son­ nigsten Gemeinde im Baselbiet, begutachteten wir die längste Baustelle im Kanton Baselland. Die vielen Ampeln entlang der zukünftigen Waldenburgerbahn übten sich in der «grünen Welle» und zollten so der ACS ClassicGruppe ihren Respekt. In Langenbruck suchten wir den Weg nach Bärenwil und der San­ telhöchi. Von dort konnte man erstmals an diesem herrlichen, kühlen Samstag das Alpenpano­ rama geniessen.

«Mauensee» links liegen und «quälten» uns durch das urbane Sursee mit den unzähligen Krei­ seln.

Ein begeisternder Fuhrpark.

Die A1 überquerten wir in Eger­ kingen und cruisten zielstrebig zur Aarebrücke in Murgenthal. Das Kloster St. Urban passierten wir mit göttlicher Ehrfurcht und freuten uns auf den Zwischenhalt beim Jaguarpapst Georg Dönni in Roggliswil. Seine Gattin, Simone Dönni, gab uns einen interessan­ ten Einblick in das umfassende Angebot der Dönni Classic Car AG. Mit neuem Elan weiter... Frisch gestärkt mit Kaffee, Or­an­ g­ensaft und den vielen Leckerei­ en, welche auch der Garagen­ hund, dessen Name allerdings in Vergessenheit geriet, zu schätzen wusste, setzten wir uns zur zwei­ ten Etappe in unsere Oldies.

Foto: Esther Hug

Haueten, Wintenlingen, Erpolin­ gen, Hasenacher, wer kennt diese Ortschaften nicht? Richtig, das

Das Tagesziel kommt in Sichtweite Kurz vor Beromünster erblickten wir den schweizweit bekannten Sendeturm des ehemaligen Lan­ dessenders Beromünster. Von dort dauerte es nicht mehr lange bis zu unserem Tagesziel. Nur noch einige Kehren nach Mosen hinunter, dem Altwiserbach ent­ lang nach Hitzkirch und dann bergauf zum Ziel und Mittagshalt auf dem Horben.

ACS Classic-Gruppe: Keine reine Männersache.

Roadbook führte uns über Ebers­ ecken nach Schötz. Auf dem wei­ teren Weg liessen wir das Schloss

Herrliche Aussicht von der Alpwirtschaft Horben auf die Innerschweizer Alpen.

Foto: Florian Meier

Foto: Florian Meier

Freundlich wurden wir in der Alp­ wirtschaft Horben begrüsst und bedient. Neben tollen und ange­ nehmen Gesprächen genossen wir ein vorzügliches Mittagessen. Nach dem Mittagessen bestaun­ ten fast alle bei prächtigem, leicht dunstigem Wetter das überwälti­ gende Panorama der Innerschwei­ zer Alpen. Mitte Nachmittag nahmen wir gut gelaunt und zufrieden den längeren oder auch kürzeren Heimweg unter die Räder. Gespannt freuen wir uns auf die Ausfahrten im 2022! Treffpunkt Lugano? Für das OK Herbstausfahrt 2021 Florian Meier und in memoriam Lori Imhof

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Clubmagazin ACS beider Basel | 08-2021

News

Winterreifenpflicht in Europa Fällt das Thermometer unter sieben Grad, verlieren Sommerreifen an Haftung und droht Schleudergefahr. Dann sind Winterreifen mit ihrer Lamellenstruktur die erste Wahl.

Aber Winterreifen sind längst nicht in allen Ländern Pflicht. Umgekehrt gibt es dafür aber Nationen, die das Mitführen von Schneeketten verpflichtend verlangen.

Winterreifen

Land Albanien Belgien Bosnien- Herzegovina Deutschland Dänemark Finnland Frankreich (1) Griechenland Großbritannien Island (2) Italien (1) Kroatien (3) Luxemburg (4) Mazedonien Moldawien Montenegro Norwegen (4) Österreich (4) Portugal Rumänien Serbien Slovakei (4) Slowenien Spanien (1) Schweden (3) Schweiz Tschechien (4) Türkei

Pflicht

Empfohlen

Schneeketten

Pflicht* +

Empfohlen

01.11. - 15.04.

+

+

+ + +

+ 01.12. -29.02. 01.11. -31.03. + 01.11. - 14.04 +

+ +

+ 15.11. - 15.03 01.12. - 01.03 15.11. - 31.03 + +

«SmartShuttle»­Pilot beendet +

+ + + + + +

+ +

+ +

+

01.11. - 01.04 + 15.11. -15.03 + 01.12. - 31.03

Das Schweizer Nationalstrassennetz erstreckte sich 2021 über eine Länge von 2’254 Kilometern. Der enorme Zuwachs im letzten Jahr erklärt sich dadurch, dass der Bund im Rahmen des neuen Netzbeschlusses (NEB) per 1.1.2020 rund 400 km Kantonsstrassen in das Nationalstrassennetz überführte. (Quellen: BFS, ASTRA, Grafik: Bundesamt für Statistik 2021)

+ +

*müssen mitegührt werden

Legende: (1) gilt nur für einzelne Regionen (2) Zeitraum kann variieren, (3) Schneeschaufel muss mitgeführt werden (4) gilt bei Eis und Schnee. Quellen: Uniroyal & AVD, Foto: Gerd Altmann, Pixabay

Während fünf Jahren wurden in Sitten selbstfahrende Shuttle von Postauto getestet. Über 55’000 Fahrgäste wurden transportiert und rund 22’000 Kilometer zur ückgelegt. Inzwischen sei das Pilotprojekt abgeschlossen: Postauto zieht eine

positive Bilanz, hält aber auch fest, dass noch viele Fragen offen seien. Ende November wurde einer der zwei selbstfahrenden Busse im Ve r ke h r s haus der Schweiz in Luzern angeliefert. Er befindet sich nun in der nationalen Mobilitätssammlung.

Bundesrat will automatisier­ tes Fahren ermöglichen

Gurtentragquote auf den Rücksitzen ist gestiegen

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 3. November 2021 einer Anpassung des Wiener Übereinkommens über den Strassenverkehr zugestimmt. Diese betrifft das automatisierte Fahren und stellt sicher, dass das Übereinkommen im Einklang mit der schnell fortschreitenden technischen Entwicklung ist.

Wie die jüngste Erhebung 2021 der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bf) zeigt, blieb die Gurtentragquote auf den Vordersitzen gegenüber der letzten Erhebung praktisch unverändert. Auf den Rücksitzen hingegen wurde in der aktuellen Erhebung eine signifikant höhere Tragquote von 90 % beobachtet. (Grafik:bfu)

Autobahn-Solardach der Zukunft? Foto: LABOR3 Architektur GmbH

Autobahn als grüner Stromlieferant?

Foto: asawin, PxHere

Die Überdachung von Autobahnen mit Photovoltaik-Anlagen hätte ein enormes Potential für die Stromerzeugung. Aber nicht nur: Der Strassenbelag wäre vor Niederschlägen und Überhitzung geschützt und hätte deshalb eine grössere Lebenserwartung. Bei geeigneter Konstruktion könnte das Dach zudem auch als Lärmschutz dienen. Es sind europaweit verschiedene Pilotprojekte geplant.

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Foto: Tom Lüthi

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Moto­GP

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Katar * Indonesien Argentinien Amerika Portugal Spanien Frankreich Italien Catalunya Deutschland Holland Finnland G’Britannien Österreich San Marino Aragon Japan Thailand Australien Malaysia Valencia

* = Nachtrennen

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Formel 1

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