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mobil! Clubmagazin des ACS beider Basel

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03 / 2021

mobil! Clubmagazin des ACS beider Basel

Darum sagt der ACS Nein zum CO2-Gesetz Überlegungen zur Volksabstimmung vom 13. Juni 2021 | Seite 5

ACS-GV zum 2. Mal in schriftlicher Form

Relikt aus alten Zeiten: Der Autobriefkasten

Alle Informationen zur Mitgliederversammlung 2021 | Seiten 7 – 10

Warum die praktischen gelben Kästen immer wie seltener werden | Seite 15


Clubmagazin ACS beider Basel | 03-2021

News

Gempen-Memorial verschoben! Der Not gehorchend musste das OK Gempen unter der Leitung von ACS-Vizepräsident Urs Müller Ende April einen bitteren Entscheid fällen: Das ursprünglich bereits im Herbst 2020 geplante, dann wegen Covid um ein Jahr auf den 25. September 2021 verschobenene GempenMemorial, kann erneut wegen

der bestehenden Planungsunsicherheiten nicht durchgeführt werden. Nach Rücksprache mit den Sponsoren kam das OK zum Schluss, den Anlass auf 2023 zu verschieben. Einerseits wird die Planungssicherheit bis dahin (hoff entlich) wieder gegeben sein. Andererseits feiert der ACS dann sein 125-Jahr-Jubiläum.

Erneut verschoben: Das Gempen-Memorial, das letztmals 2017 stattfand.

Entwicklung der NOx-Jahresmittelwerte

Quelle: Lufthygieneamt

Feldbergstrasse: Grenzwert schon bald unterschritten Die Stickoxid-Belastung in der Feldbergstrasse ist seit Messbeginn Anfang der 1980er-Jahre am Sinken. Die jüngsten Werte aus dem Jahr 2020 sind die tiefsten, die seit Inkraftsetzung der Grenzwerte im Jahr 1985 je gemessen wurden. Der Tagesgrenzwert von 80 μg/m3 wird seit 2017 eingehalten. Der Jahresmittelwert der Stickoxid-Belastung in der Feldbergstrasse ist seit dem Jahr 2010, als ein Wert von 64 μg/m3 gemessen wurde,

bis 2020 auf einen Wert von 38 μg/m3 gesunken, was einer Abnahme von fast 41 Prozent entspricht. Allein in den letzten drei Jahren ist die Belastung um 19 Prozent gesunken. Wird diese Entwicklung als Massstab für den weiteren Rückgang genommen – wovon aufgrund der technischen Entwicklung auszugehen ist – müsste der Grenzwert von 30 μg/m 3 rein rechnerisch in den kommenden drei Jahren unterschritten werden.

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21.04.2021 14:34:57


Editorial

Wird die freie Mobilität bald zu einem Luxusgut?

Titelfoto: Sylvia Fäh

05

Abstimmung Warum der ACS das CO2-Gesetz als teuer, nutzlos und ungerecht ablehnt

07

Schriftliche GV Der Fragebogen für die schriftliche Teilnahme an der ACS-Mitgliederversammlung 2021

10

Jahresbericht Rückblick auf ein durch und durch von Corona geprägtes 2020

13

Ratgeber Polizei Warum das Beherrschen des Fahrzeugs so elementar wichtig ist

15

Autobriefkästen Über das Schicksal der gelben Briefeinwürfe auf Autositzhöhe

Ja. Es ist «nur» eine Binsenwahrheit. Aber sie stellt die fundamentale Leitplanke dar, an der sich eine vernünftige Verkehrspolitik auszurichten hat. Sie lautet: Die Bevölkerung in der Schweiz wird zweifelsohne kontinuierlich weiter wachsen, schneller noch, als sie das bereits in der Vergangenheit tat.

Vielmehr fordern sie eine einseitige Verteuerung des verhassten Autoverkehrs durch ein reines «Road Pricing».

In noch höherem Masse wird auch der Verkehr zunehmen. Einerseits, weil die Menschen länger mobil bleiben, anderseits weil sie mehr erleben wollen.

«Mobility Pricing» kämpt aber wie alle Systeme, die über den Preis steuern, mit einem grundsätzlichen Problem: Soll damit tatsächlich Wirkung erzielt werden, dann müssen die Preise drastisch erhöht werden.

Das ist weitab der Ursprungsidee, die nur funktionieren kann, wenn zumindest Strasse und Schiene mit einbezogen werden.

gefragt sind. Darum befasst sich der Und wenn es um Verkehr geht, ist Binsenwahrheit Nummer zwei zur Kenntnis zu nehmen. Sie lautet: Drei Viertel der Leistung im Personenverkehr wird vom motorisierten Individualverkehr erbracht, also mit Autos und Motorrädern. Die Eisenbahnen steuern – trotz Abermilliarden-Investionen in den letzten Jahrzehnten – nur einen Fünftel dazu bei. Bis dato gibt es nur ein einziges taugliches Rezept, um diese wachsende Nachfrage ohne regulatorische Eingriffe bewältigen zu können, nämlich durch den Bau der notwendigen Infrastrukturen. Dieses Konzept wird allerdings je länger je mehr in Frage gestellt. Vor allem, weil für Ausbauten kaum noch Platz vorhanden ist und diese entsprechend teuer sind. In dieser Situation ist nachvollziehbar, dass neue Ideen und Rezepte

Bundesrat bereits seit fünfzehn Jahren mit dem Thema «Mobility Pricing». Dieses zielt darauf ab, mit örtlich und zeitlich variablen Preisen die Auslastung auf Strasse und Schiene besser über den Tag zu verteilen – und damit die Verkehrsspitzen zu brechen. Nebenbei könnte mit diesem System aber auch eine neue Finanzierungsquelle für den Bau von Verkehrsinfrastrukturen geschaffen werden.

Das birgt allerdings grosse soziale Konflikte. Vielen Menschen ist es nämlich nicht einfach möglich, zu beliebigen Zeiten zur Arbeit zu fahren, sondern sind an die Vorgaben ihres Arbeitgebers gebunden.

Soweit so gut. Als Idee ist «Mobility Pricing» also durchaus diskutabel.

Auch wenn vieles im Wandel ist: Der ACS wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass dieser Verfassungsartikel respektiert wird und die Mobilität erschwinglich bleibt.

Aber bereits jetzt, da der Bund praktische Pilotversuche durchführen will, wird mehr als klar, woher der Wind weht, welche Absicht dahinter steckt. Links-grüne Kreise wollen von solchen marktwirtschaftlichen Ansätzen nämlich nichts wissen. Sie wollen lieber Gratis-ÖV, als eine Abschaffung des GAs oder teurere Preise während der Rushhour.

Glücklicherweise gibt es in der Bundesverfassung der Schweiz ja aber einen Artikel 82, Absatz 3. Dieser besagt: «Die Benützung öffentlicher Strassen ist gebührenfrei».

Mit einem beherzten Frühlingsgruss, Ihr

Christian Greif Geschäftsführer

Impressum Herausgeber Automobil Club der Schweiz ACS Sektion beider Basel Hofackerstrasse 72 CH-4132 Muttenz Telefon +41 61 465 40 40 Fax +41 61 465 40 41 info@acsbs.ch www.acsbs.ch

Redaktion Christian Greif ACS beider Basel Hofackerstrasse 72 CH-4132 Muttenz Telefon +41 61 465 40 40 christian.greif@acsbs.ch

Inserate Regina Neuschütz ACS beider Basel Hofackerstrasse 72 CH-4132 Muttenz Telefon +41 61 465 40 40 regina.neuschuetz-@acsbs.ch

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Clubmagazin ACS beider Basel | 03-2021

Verkehrspolitik

Abstimmung vom 13. Juni 2021:

CO2-Gesetz: Dreister Angriff auf die Autofahrenden Mitte Juni stimmen die Schweizer Stimmberechtigten über das CO2-Gesetz ab. Bundesrat und Parlament wollen damit die Treibhausgas-Emissionen weiter senken. Der ACS und zahlreiche weitere Organisationen sind allerdings überzeugt: Das Kosten-Nutzen-Verhältnis ist völlig ungenügend und sie lehnen das CO2-Gesetz deshalb ab. Wer tankt, finanziert die öffentliche Hand massiv: Mit jedem Liter Benzin oder Diesel fallen schon heute gegen 90 Rappen an Steuern und Abgaben an. «Das ist nicht genug», finden Politikerinnen und Politiker in Bundesbern. Mit dem CO2-Gesetz nehmen sie – einmal mehr – die Automobilistinnen und Automobilisten ins Visier. Sie sollen zusätzliche 12 Rappen pro Liter bezahlen. Damit – und mit dem faktischen Verbot von Öl- und Gasheizungen sowie einer Verteuerung der fossilen Brennstoffe und einer Flugticketabgabe – soll die Schweiz ihren Beitrag an die Rettung des Weltklimas leisten. Viel teurer als behauptet Die zuständige Bundesrätin behauptet, dies würde uns jährlich nur rund 100 Franken kosten. Doch wer die Rechnung selbst macht, merkt rasch, dass die Mehrbelastung für eine vierköpfige Familie eher in Richtung 1000 Franken pro Jahr geht. Anders

als die Befürworterinnen und Befürworter des CO2-Gesetzes behaupten, ist dieses auch keineswegs gerecht. Besonders hart trifft es nämlich Pendlerinnen und Pendler, welche auf das Auto angewiesen sind, und die Bevölkerung in den ländlichen Gebieten. Gewerbebetriebe und ganze Branchen, welche ohne Auto nicht arbeiten können (beispielsweise die Landwirtschaft), werden überproportional zur Kasse gebeten. Fakt ist, dass weder die Blumenhändlerin noch der Handwerksbetrieb ihre Wa ren im Tram oder im Bus transportieren können. Hohe Kosten – kaum Nutzen Mit dem massiven Preisaufschlag auf die Treibstoffe verteuert sich die Mobilität insgesamt. Damit steigen die Preise entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Waren und Dienstleistungen kosten dann entsprechend

mehr. Die Zeche zahlt der Konsument. Doch wie steht es um die Wirkung des CO2-Gesetzes? Können die geschröpften Automobilistinnen und Automobilisten wenigstens ein gutes Gewissen haben, weil sie mithelfen, Milliarden (!) in einen neuen «Klimafonds» einzubezahlen, aus dem dann Bundesbeamte nach Belieben Geld verteilen können? Leider nein. Denn der Einfluss der Schweiz auf das globale Klima ist mit ihrem Anteil von 0,1 Prozent am globalen CO2-Ausstoss vernachlässigbar klein. Statt das Weltklima zu retten, setzen wir mit dem neuen CO2Gesetz vielmehr die Schweizer Strasseninfrastruktur aufs Spiel. Durch die vorgesehene Umverteilung von 50 Prozent der Gelder, die dem Nationalstrassenund Agglomerations-Fonds NAF zufliessen sollten, fehlen nämlich die finanziellen Mittel für den Unterhalt und den Ausbau der Strasseninfrastruktur. Dies wird zu einer weiteren Treibstoffpreiserhöhung führen, denn die fehlenden Gelder müssen ja irgendwie kompensiert werden. Damit wird dann der motorisierte Individualver-

kehr noch mehr belastet. Der ACS ist keineswegs gegen Klimaschutz. Im Gegenteil. Alleine mit dem Einsatz von biogenen Treibstoffen haben die Schweizer Automobilistinnen und Automobilisten 2019 – ohne dass es ihnen bewusst war – 600’000 Tonnen CO2 vermieden. Obwohl das Mobilitätsbedürfnis in unse-

rem Land mehr und mehr zunimmt – seit dem Jahr 2000 stieg die Verkehrsleistung im privaten Personenverkehr von 79 Milliarden auf heute über 100 Milliarden Personenkilometer –, ist der Treibstoffverbrauch seither leicht gesunken. Das sind gute Nachrichten. Und das bestätigt: Die Schweiz ist klimapolitisch schon heute auf dem richtigen Pfad, auch ohne ein Gesetz, das teuer, nutzlos, ungerecht und ein dreister Angriff auf die Autofahrenden ist. Der ACS empfiehlt Ihnen deshalb, am 13. Juni zum CO2Gesetz ein Nein in die Urne zu legen.

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Clubmagazin ACS beider Basel | 03-2021

Generalversammlung

Einladung zur ACS-GV 2021 in schriftlicher Form Liebe ACS-Mitglieder

Nr. Traktandum Fragestellung

Genehmigung des Protokolls vom 4.5.2020 Zu finden auf unserer Webseite oder senden wir Ihnen gerne zu. 2. Genehmigung des Jahresberichts 2020 Zu finden auf Seite 10 dieser Ausgabe. 3a. Kenntnisnahme des Revisorenberichts Zu finden auf Seite 8 dieser Ausgabe. 3b. Genehmigung der Jahresrechnung 2020 Zu finden auf Seiten 8 und 9 dieser Ausgabe. 4. Décharche-Erteilung an den Vorstand - Andreas Dürr, Präsident - Urs Müller, Vizepräsident - Luc Riggenbach, Finanzchef - Lorenz Imhof - Daniel Seiler - Martin Eberle - Dr. Carl G. Mez - Sven Rhiner - Michael Schäufele - Reto Schmid 5. Jahresbeiträge 2022

1.

Noch vor wenigen Wochen habe ich meiner Hoffnung Ausdruck gegeben, Sie schon bald an der für den 15. Juni 2021 angekündigten Mitgliederversammlung zu treffen. Und nun hat uns Corona zum zweiten Mal in der Geschichte des ACS beider Basel einen fetten Strich durch die Rechnung gemacht und mussten wir uns erneut dazu entschliessen, diesen wichtigen Anlass auf schriftlichem Wege durchzuführen. Ich bedaure diesen Schritt sehr, war ich im letzten Jahr doch der Auffassung, dass es sich um eine einmalige Angelegenheit handeln werde. Gerne hoffe ich trotz dieser Umstände auf Ihre aktive Beteiligung und Teilnahme an der GV in schriftlicher Form. Alle Details finden Sie nebenan und auf den folgenden Seiten. Ich wünsche Ihnen einen schönen Frühling – und bleiben Sie gesund!

6. 7.

Ihre Antwort (bitte ankreuzen)

Antrag des Vorstandes

Der Vorstand beantragt, diese unverändert zu lassen. Genehmigung des Budgets 2021 Zu finden auf Seite 9 dieser Ausgabe. Wahlen Vorstand An Stelle von Reto Schmid wird der neue Classic-Präsident, Matthias Killer, portiert. Ansonsten stellen sich alle Bisherigen zur Wiederwahl. - Andreas Dürr, Präsident - Urs Müller, Vizepräsident - Luc Riggenbach, Finanzchef - Lorenz Imhof - Daniel Seiler - Martin Eberle - Dr. Carl G. Mez - Sven Rhiner - Michael Schäufele - Matthias Killer

Ja

Ja 

Nein 

Enthaltung 

Ja

Ja

Ja

Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja

         

         

         

unverändert

Ja

Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja

         

         

         

Absender Vorname: ........................................................................................................................ Name: ............................................................................................................................. Strasse/Nr.: .................................................................................................................... Plz/Ort: ...........................................................................................................................

Datum: ................................................................ Unterschrift: ................................................................

Herzlich, Ihr

Bitte beachten Sie!

Andreas Dürr

Anträge: Können in diesem Jahr leider nicht in gewohnter Form entgegen genommen werden. Allfällige Anträge werden aber vom Vorstand behandelt und im Bedarfsfall für die Generalversammlung im kommenden Jahr traktandiert.

Frist: Wir bitten Sie, uns den obigen Antworttalon ausgefüllt bis spätestens zum 10. Juni 2021 (es gilt das Datum des Poststempels) zukommen zu lassen. Wir danken Ihnen im Voraus für die fristgerechte Stimmabgabe.

Einreichung: Senden Sie uns diesen Talon per Post an: ACS beider Basel, Generalversammlung, Hofackerstr. 72, 4132 Muttenz, per Mail an: info@acsbs.ch oder per Fax an die Nummer: 061 465 40 41. Vielen Dank!

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Clubmagazin ACS beider Basel | 03 - 2021

Generalversammlung

Bilanz

31. Dezember 2020 31. Dezember 2019

AKTIVEN CHF CHF Umlaufvermögen Flüssige Mittel 1'113'473.32 1'054'955.62 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19'267.71 48'009.15 gegenüber Dritten (inkl. Mitgliederbeiträge) Delkredere

26'409.71 -7'133.00

55'142.15 -7'133.00

Vorräte 2'900.00 4'600.00 Aktive Rechnungsabgrenzungen 96'195.39 54'089.19

Geleistete Anzahlungen an Dritte (für Aktivitäten) Sonstige Aktive Rechnungsabgrenzungen

93'281.44 2'913.95

46'803.84 7'285.35

1'231'845.42 1'161'653.96 Anlagevermögen Finanzanlagen 52'625.03 52'625.02

Garantiefonds Sonstige Finanzanlagen

50'100.03 50'100.02 2'525.00 2'525.00

Sachanlagen 6'805.00 3'453.00 Mobiliar und Geräte Informatik

6805.00 0.00

3.00 3'450.00

59'430.03 56'078.02 1'291'275.45 1'217'731.98

PASSIVEN Fremdkapital Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 88'001.65 141'369.03

gegenüber Zentralverband gegenüber Dritten

104'763.70 -16'762.05

113'682.35 27'686.68

Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten

4'352.55

11'033.00

4'352.55

11'033.00

gegenüber Dritten

Passive Rechnungsabgrenzungen

Vorauszahlungen Mitgliederbeiträge Erhaltene Anzahlungen (für Aktivitäten) Sonstige Passive Rechnungsabgrenzungen

793'702.34 671'092.72 493'242.05 550'337.05 159'854.69 21'848.27 98'907.40 140'605.60

Rückstellungen kurzfristig 25'000.00 25'000.00 Kurzfristiges Fremdkapital 911'056.54 848'494.75 Rückstellungen langfristig 60'000.00 52'500.00 Langfristiges Fremdkapital 60'000.00 52'500.00 971'056.54 900'994.75 Eigenkapital Kapital per 1.1. 316'737.23 311'809.04 Jahresgewinn 3'481.68 4'928.19 320'218.91 316'737.23 1'291'275.45 1'217'731.98

Bericht der Revisoren Die unterzeichnenden Revisoren haben die Jahresrechnung 2020 des ACS beider Basel geprüft und was folgt festgestellt: Der Bericht der Treuhandstelle Ab­elia Wirtschaftsprüfung und Beratung AG über die erfolgte eingeschränkte Revision der Jahresrechnung 2020 liegt vor. In diesem Bericht wur­den keinerlei Vorbehalte angebracht, welche die Aussage des Abschlusses in Frage stellen. Die Revisoren haben mit Freude zur Kenntnis genommen, dass die Jahresrechnung – Corona zum Trotz – mit einem positiven Ergebnis schliesst. Die Bereiche Tour-Operating und Kommissions-Aktivitäten liegen – verständlicherweise – weit unter Budget. Dieses Defizit konnte aber durch entsprechend tiefere Aufwände sowie durch Einsparungen in ver­schiedenen anderen Bereichen wieder wett gemacht werden.

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Wie in den Vorjahren wurden im Hinblick auf das 125-Jahr-Jubiläum des ACS beider Basel im 2023 sowie für diverse politische Abstimmungen und Aktivitäten im 2021 entsprechende Rückstellungen gebildet. Die Jahresrechnung schliesst mit einem Gewinn in der Höhe von CHF 3'481.68, das Kapital beträgt neu CHF 320‘218.91. Die beiden Revisoren empfehlen der Generalversammlung, die Jah­res­ rechnung 2020 in der vorliegenden Form zu genehmigen und den verantwortlichen Or­­ganen Décharge zu erteilen. Die Revisoren, im März 2021 Jürgen Wahl und Gerold Zollinger


Clubmagazin ACS beider Basel | 03-2021

Generalversammlung

Erfolgsrechnung 2020

2019

Budget 2021

Betriebsertrag CHF CHF CHF Nettoerlös aus Lieferungen und Leistungen 1'900'362.51 2'941'943.69 1'976'871 Mitgliederbeiträge Ertrag aus Aktivitäten Debitorenverluste inkl. Delkredereveränderung

Materialaufwand und Drittleistungen

1'826'296.90 88'847.61 -14'782.00

1'931'061.85 1'731'360 1'021'437.44 259'511 -10'555.60 -14'000

-1'236'166.31

--2'121'089.47 -1'321'349

-1'137'410.02 -90'927.93 -7'828.36

-1'221'998.00 -1'093'000 -835'139.39 -214'349 -63'952.08 -14'000

Beiträge an Zentralverband für Aktivitäten Clubmagazin und Mitgliederwerbung/-dienste

Bruttoergebnis

664'196.20 820'854.22 655'522

Personalaufwand Übriger betrieblicher Aufwand

-473'917.00 -599'908.15 -463'200 -174'739.55 -193'420.45 -163'800

Raumaufwand Unterhalt, Reparaturen Verwaltungs- und Informatikaufwand Werbung, Repräsentation

-71'775.65 -7'238.55 -73'862.35 -21'863.00

-77'102.05 -73'100 -8'982.00 -6'500 -91'896.40 -68'200 -15'440.00 -16'000

Betriebserfolg (vor Abschreibungen und Finanzerfolg)

15'539.65 27'525.62 28'522

Abschreibungen

-5'140.75 -5'352.00 -2'000

Finanzerfolg

-5'054.42 -6'469.08 -5'600

Finanzertrag Fremdwährungserfolg Finanzaufwand

100.01 196.42 100 1'359.41 912.40 1'000 -6'513.84 -7'577.90 -6'700

Betriebserfolg (vor Steuern)

5'344.48 15'704.54 20'922

Ausserordentlicher, einmaliger und periodenfremder Erfolg

2'000.00

9'500.00 0.00 0.00 -7'500.00 -7'500.00 -7'500.00

Covid Soforthilfe 2020 Bildung Rückstellung Jubiläum

-7'500.00 -7'500.00

Jahreserfolg vor Steuern Direkte Steuern

7'344.48 -3'862.80

8'204.54 13'422 -3'276.35 -3'200

Jahresgewinn

3'481.68 4'928.19 10'222

Die vollständige Jahresrechnung samt Anhang lassen wir Ihnen auf Wunsch gerne zukommen.

Die Generalversammlung 2021 kann leider nicht physisch durchgeführt werden, sondern erfolgt auf schriftlichem Wege.

Fotos: Michel Godart

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Clubmagazin ACS beider Basel | 03-2021

Generalversammlung

Jahresbericht 2020

Ein durch und durch von Covid geprägtes Jahr Viel Flexibilität und Improvisationsgeschick waren im Pandemie-Jahr 2020 von allen Gremien und von der Geschäftsstelle gefragt, um den Betrieb aufrecht zu erhalten und all das umzusetzen, was im Bereich des Möglichen war. «Das ist weit weg», haben viele gedacht, als sie Anfang 2020 in den Nachrichten erstmals von einem Virus in Wuhan nahe Peking hörten. Wochen später kam alles anders, wurde offensichtlich, dass

ten mit einem Ja-Anteil von über 60 Prozent Ja gesagt zur Volksinitiative «zum Ausbau des Hochleistungsstrassennetzes». Sie haben damit ein deutliches Zeichen für eine nachhaltige Verkehrspolitik

ACS-Präsident Andreas Dürr (rechts) mit ACS-Geschäftsführer Christian Greif vor der Übergabe der Unterschriftenbogen. Foto: Sylvia Fäh

die Globalisierung längst Wirklichkeit ist. Ab März war das Jahr 2020 geprägt vom Lockdown und unerfüllter Hoffnungen. Einreichung der Initiative «für erschwingliche Parkgebühren» Im Beisein zahlreicher Komiteemitglieder hat die Verbandsspitze des ACS beider Basel am 15. Januar 2020 ihre erste kantonale Gesetzesinitiative eingereicht. Vizestaatsschreiber Marco Greiner nahm mehr als 3’800 Unterschriftenbogen entgegen. Mit der Initiative «für erschwingliche Parkgebühren» wehrt sich der ACS beider Basel gegen die von der Basler Regierung auf Anfang 2019 beschlossene, massive Erhöhung der Parkgebühren für Anwohner, Besucher, Gewerbetreibende und Pendler. Baselbiet sagt Ja zum Ausbau des Hochleistungsstrassennetzes Am 27. September 2020 haben die Baselbieter Stimmberechtig-

10

gesetzt, bei der auch neue Strasseninfrastrukturen kein Tabu mehr sein dürfen. Ein eventarmes Jahr für die ACS Classic-Gruppe Äusserst vielseitig und gespickt mit zahlreichen Höhepunkten war das Anfang Jahr publizierte Jahresprogramm der ACS-Classic-Gruppe. Auch hätte am 19. September 2020 das Gempen Memorial, der Mythos von 1911, wieder zum Leben erweckt werden sollen. Effektiv stattfinden konnte Mitte März dann allerdings nur das Schlauchtraining sowie am 17. Oktober die Herbstausfahrt zum «Baggermuseum Ebianum». Alle anderen Veranstaltungen mussten Corona bedingt abgesagt werden. Motorrad-Gruppe: Immerhin vier erfolgreiche Veranstaltungen Auch im Corona-Jahr 2020 nutzten die Mitglieder der ACS Motorrad-Gruppe jede Möglichkeit,

die sich ihnen bot. So zum ersten Mal am 24. Januar zum Winteranlass, einem spannenden Besuch in der Abwasserreinigungsanlage ARA Basel. Am 20. Juni konnte dann die «Chnusperli»-Ausfahrt ins Emmental, am 21. August die Kulturfahrt mit Besichtigung des Lötschberg-Basistunnels und vom 12. bis zum 14. September auch die Corona-Variante der Pässefahrt – durch die Schweiz, statt wie geplant durch Frankreich – durchgeführt werden. Das ACS-Jufala fand erstmals als «Light-Version» statt Bis Mitte Mai hatten die Verantwortlichen zugewartet und daran geglaubt, dass das Jugendfahrlager in bewährter Tradition im Melchtal hätte durchgeführt werden können. Doch die restriktiven Vorgaben des Bundesamtes schoben dieser Hoffnung einen Riegel. Mit viel Herzblut setzte die Jufala-Crew deshalb rasch Plan B um, ein «Jufala light». Dieses fand vom 29. Juni bis zum 4. Juli in der

Vorstand und Ausschuss Andreas Dürr (Präsident), Urs Müller (Vizepräsident), Luc Riggenbach (Finanzchef), Daniel Seiler (CD-Mitglied), Lorenz Imhof, Martin Eberle (Präsident MotorradGruppe), Reto Schmid (Präsident Classic-Gruppe), Michael Schäufele (Lagerleiter Jufala), Dr. Carl G. Mez (Präsident Verkehrs-Kommission), Sven Riner. Die fünf zuerst genannten Personen bilden zusammen den Ausschuss, dem auch ACS-Geschäftsführer Christian Greif als Beisitzer angehört.

Die 122. Generalversammlung fand erstmals schriftlich statt Die GV hätte wie gewohnt im Pantheon, im Beisein zahlreicher Mitglieder und Gäste über die Bühne gehen sollen. Aber es kam alles anders: Erstmals in der über hundertjährigen Geschichte des ACS beider Basel fand die GV Corona bedingt auf schriftlichem

Die Pässefahrt konnte nicht wie geplant durchgeführt werden. Aber auch die Corona-Variante durch die Schweiz überzeugte. Foto. M. Eberle

Region Basel statt. Mit 62 Absolventinnen und Absolventen und einer traumhaften Erfolgsquote von 100 Prozent bei der Theorieprüfung, darf auch dieser JufalaJahrgang als voller Erfolg bezeichnet werden.

Wege statt. Mit grossem Bedauern hat der Vorstand die Demission von Dr. Felix Eymann und Ruedi Wenger, zwei hochverdiente und langjährige Mitglieder des Vorstandes, zur Kenntnis nehmen müssen.


Clubmagazin ACS beider Basel | 03-2021

News

Begriff «Langsamverkehr» aus dem Vokabular gestrichen

Neue Reifenetikette per 1. Mai 2021 eingeführt Bereits seit 2012 müssen Pneuhersteller ihre Konsumenten mit einer Etikette über die Eigenschaften der Reifen beim Bremsen auf nasser Fahrbahn, Abrollgeräusch sowie Rollwiderstand und den damit verbundenen Treibstoffverbrauch informieren. Seit 1. Mai 2021 gilt in der EU ein neues Reifenlabel, das auch die Schweiz übernommen hat. Das Ziel der neuen Reifenetikette ist es, die Energieeffizienz zu steigern, die Lärmbelastung durch den Verkehr zu verringern und die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Dies soll erreicht werden, indem Ve r b r a u cher transparente Informationen zur Treibstoffeffizienz, Sicherheit und zum Rollgeräusch der angebotenen Reifen erhalten und diese beim Kaufentscheid auch berücksichtigen können.

Fast eine Viertelmillion Ordnungsbussen wurden 2019 im Kanton Basel-Stadt bezahlt. Grafik & Quelle: Statistisches Amt Basel-Stadt

233'598 Ordnungsbussen in Basel-Stadt Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl der bezahlten Ordnungsbussen 2019 in Basel-Stadt um 10,7% auf 233 598. Die überwiegende Mehrheit der Bussen des Jahres 2019, nämlich 99,0%, betrafen das Strassenverkehrsgesetz (SGV). 0,6% der Bussen mussten wegen Übertretungen des Umweltschutzgesetzes (USG), vor allem wegen unzeitigem Bereitstellen von Abfällen, bezahlt werden. Weitere je 0,2% waren auf das Übertretungsstrafgesetz (ÜStG) und das Nationalstrassenabgabege-

setz (NSAG) zurückzuführen. Die Anteile der aufgrund von Übertretungen des Hunde- und des Taxigesetzes, des Betäubungsmittelgesetzes (BetmG) oder der Strassenverkehrsordnung (StVO) bezahlten Bussen waren geringfügig (je <0,1%). Betrachtet man nur die 231'205 wegen Übertretungen des Strassenverkehrsgesetzes bezahlten Bussen, gingen 227'233 (98%) an Motorfahrzeugführer (davon 96'800 wegen Geschwindigkeitsund 28'498 wegen Parkzeitüberschreitung).

Der AR-Katalog feiert sein 75-Jahr-Jubiläum

Brückenzoll wie im Mittelalter Die Stadt Bern hat sich bereits geoutet, was sie unter «Mobility Pricing» versteht: Der Autoverkehr über die Monbijoubrücke soll zur Kasse gebeten werden. «Mobility Pricing» umfasst zwar per Definition sowohl den motorisierten Individualverkehr als auch den öffentlichen Verkehr. Links-grün dominierte Städte foutieren sich aber darum und wollen nur den verhassten Autoverkehr mit «Road Pricing» ins Visier nehmen. Auch Basel-Stadt hegt solche einseitigen Pläne. Details zur geplanten City-Maut werden aber nach wie vor geheim gehalten.

Anfang der 1990er-Jahre wurde der Begriff «Langsamverkehr» geschaffen. Damit gemeint waren alle Formen der Fortbewegung zu Fuss oder auf Rädern, sofern sie auf eigener Muskelkraft beruhten. Im jüngsten Sachplan Verkehr des Bundesamtes für Raumentwicklung kommt dieser Begriff nun nicht mehr vor. Denn der Velo- und Fussverkehr sei nicht wirklich langsam – ganz im Gegenteil, im städtischen Raum sei er oft schneller als andere Verkehrsmittel. Neu soll nur noch vom Fuss- und Veloverkehr die Rede sein.

In diesem Jahr erscheint der mehr als 500 Seiten umfassende Automobil-Revue-Katalog in der 75. Auflage. Er enthält Daten zu 3450 Modellen von 90 verschiedenen Marken und präsentiert ein einzigartiges Cover, das die Titelseiten der Kataloge von 1947 bis 2020 vereint. Als Spezialangebot kann der Katalog 2021 zusammen mit einem Nachdruck des Katalogs von 1947 bestellt werden. Der ACS beider Basel gratuliert der AR zum stolzen Jubiläum.

Foto: Pixabax, Philip Barrington

Gelesen... Prof. Dr. Kay W. Axhausen, Dozent am Institut für Verkehrsplanung und Transportsysteme der ETH Zürich, ist – was den Privatbesitz selbstfahrender Autos anbelangt – überzeugt: «Die Kombination von hoher Flexibilität und der Möglichkeit, die Zeit im Fahrzeug sinnvoll zu nutzen, macht diese Mobilitätsform sehr attraktiv». Diese Entwicklung, so das Fazit des Forschers, sei deshalb «regulatorisch zu begleiten».

... Gedacht Regulatorische Begleitung? Im Klartext: Das Auto der Zukunft wird noch attraktiver sein als es schon bisher war. Weil aber nicht sein soll, was nicht sein darf und ein derart begehrenswertes Vehikel gemäss Prognosen der Zürcher ETH-Studie zu einer weiteren Zunahme des motorisierten Verkehrs führen würde, soll der Privatbesitz von selbstfahrenden Autos verboten werden. Regulatorisch und diktatorisch liegen offenbar nicht weit auseinander.

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Clubmagazin ACS beider Basel | 03-2021

Service

Empfehlung der Baselbieter Verkehrspolizei:

Beherrschen des Fahrzeugs ist elementar! «Nichtbeherrschen des Fahrzeuges» ist eine der häufigsten Ursachen für Unfälle und deshalb in unzähligen Gerichtsurteilen ein Thema. Denn fast jeder Unfall kann irgendwie darauf zurückgeführt werden, dass der Führer sein Fahrzeug nicht genügend beherrscht hat. Entsprechend wird der Artikel 31 SVG im Volksmund auch als Gummiparagraf bezeichnet. Gemäss Artikel 31 Absatz 1 des Schweizerischen Strassenverkehrsgesetzes SVG hat der Füh-

vorrichtung nicht loslassen darf. Diese Bespiele sind aber nicht abschliessend.

zentraler Indikator für das Sicherheitsniveau auf Schweizer Strassen. Tempo ist entscheidend Das Unfallrisiko hängt kausal von der gefahrenen Geschwindigkeit ab. Mit steigender Geschwindigkeit von Motorfahrzeugen erhöht sich das Risiko

Beherrschung des Fahrzeugs heisst: Seinen Vorsichtspflichten nachkommen können.

rer sein Fahrzeug ständig so zu be­herrschen, dass er seinen Vorsichtspflichten nachkommen kann. Das bedeutet, dass er jederzeit in der Lage sein muss, selbst auf überraschende Verkehrsverhältnisse mit einer durchschnittlichen Reaktionszeit angemessen zu reagieren. Diese Vorgabe spricht primär das Verhalten an, betrifft aber auch den Zustand des Führers und den des Fahrzeuges. «Herr der Maschine» Betreffend dem Verhalten des Führers konkretisiert Artikel 3 VRV die Norm des Beherrschens des Fahrzeuges mit Sorgfaltspflichten. So ist ausdrücklich formuliert, dass man sich nicht ablenken lassen oder die Lenk-

Damit der Fahrzeugführer auch tatsächlich jederzeit «Herr der Maschine» ist, wie es das Bundesgericht einmal ausgedrückt hat, sind auch die Verhältnisse im Fahrzeug um den Lenker herum entscheidend. Zahlreiche Voraussetzungen So ist er dafür verantwortlich, dass er weder durch die Ladung (beispielsweise Hunde) noch auf andere Weise behindert wird, und er hat auch dafür zu sorgen, dass er nicht durch mitfahrende Personen gestört wird. Eine weitere wesentliche Voraussetzung für die Beherrschung des Fahrzeuges ist eine situationsangemessene Geschwindigkeit. Das Geschwindigkeitsverhalten der Motorfahrzeuglenkenden ist ein

Die Baselbieter Polizei empfiehlt deshalb: Fahren Sie konzentriert, nehmen Sie Rücksicht, passen Sie die Geschwindigkeit den Strassen- und Sichtverhältnissen an und sichern Sie die Ladung, bevor Sie losfahren. Mit diesen wenigen Grundregeln leisten Sie einen aktiven Beitrag zur Verkehrssicherheit - DANKE.

Fotos: Pixabay, Dimitris Vetsikas & Bruno

eines Unfalls und die Unfallschwere steigt. Das Zustandekommen eines Unfalls allein ist aber noch kein Beweis für ein schuldhaftes Nicht­ beherrschen des Fahrzeuges. Die­ ses ist nur dann strafbar, wenn es auf einem Fahrfehler oder einer Fehlreaktion des Fahrzeugführers beruht. Denn dieser muss und kann sein Fahrzeug nicht in jeder Situation beherrschen. Er muss es aber ständig so beherrschen, dass er seinen Vorsichtspflichten nachkommen kann. Und manchmal kommt es eben auch dann zu einem Unfall, wenn der Fahrzeugführer die geforderte Sorgfalt beachtet hat und ihm weder Fahrfehler noch Fehlreaktionen vorgeworfen werden können.

Wir wünschen Ihnen allzeit gute und unfallfreie Fahrt.

Hauptmann Bernhard Baumgartner leitet ad interim die Verkehrspolizei Basel-Landschaft.

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Clubmagazin ACS beider Basel | 03-2021

Stories

Anno dazumal

Vom Aussterben bedroht: Der Autobriefkasten Es gibt sie noch. Aber sie sind sehr, sehr selten geworden: Ergonomisch angebrachte Briefeinwürfe in der Höhe eines Autositzes, so praktisch und einfach zu benutzen wie ein Drive-in oder eine Parkschranke. «ACS mobil!» wollte mehr über ihre Geschichte erfahren. Autobriefkästen sind eigentlich ganz normale Briefkästen, mit dem klitzekleinen Unterschied, dass der Briefschlitz nicht wie üblich dem Trottoir, sondern der Strasse zugewandt ist. Korrekt heissen die gelben Kästen «Briefeinwurf». Gemäss Chronik des Basler Stadt­ buchs wurde am 22. März 1968 am Kannenfeldplatz der erste Basler Autobriefkasten in Betrieb genommen. Zweieinhalb Jahre später, gemäss Staatsarchiv ab dem 26. August 1970, stand der Bevölkerung dann ein zweiter Briefeinwurf an der Reina­ cher­strasse zur Verfügung. Wer hat’s erfunden? Haben die Basler also den Autobriefkasten erfunden? Waren es gar die ersten in der Schweiz?

«Wir können leider nicht mehr rekonstruieren, wer exakt die Idee hat­te und wann der erste Autobriefkasten in der Schweiz errichtet wurde» hält Stefan Dauner, Mediensprecher der Post CH AG auf Anfrage fest. Wie auch heute noch, sei schon damals die Post (respektive seinerzeit die PTT) auf die Ge­ meinden und Städte angewiesen gewesen, um neue Standorte zu definieren. Gewiss sei allerdings, dass der Auto-Brief­k asten am Kannenfeldplatz nicht der erste seiner Art war: So ist in der Sammlung des Museums für Kom­mu­ni­ka­ tion ein Briefeinwurf für Autofahrer mit Datierung 1959 zu finden. Es gibt ihn heute noch und er befindet sich am Helvetia­ platz in Bern.

Der erste Autobriefkasten in Basel beim Kannenfeldplatz stand bis am 1. Juni 2010 in Betrieb. Auf Wunsch der Stadt Basel wurde er anschliessend zur Tramhaltestelle verschoben. Staatsarchiv Basel-Stadt, BSL 1013 1-3640 1 (Foto Hans Bertolf)

Geringe Nachfrage Auf die Frage, warum heute solche Briefkästen kaum noch zu finden seien, obschon Drivethroughs doch durchaus im Trend lägen, erwidert Dauner: Wichtig sei für die Post, dass pro Gemeinde mindestens ein Briefkasten zur Verfügung stehe. Falls der Standort nicht direkt bei einer Postfiliale liege, sei die Post auf die Zusammenarbeit mit den Gemeinden oder Privaten angewiesen, um einen geeigneten Ort zu finden. Es gebe immer noch einige Briefkästen, die vom Auto aus zu erreichen sind. Die Post verfolge aber keine Strategie, Briefkästen zu errichten, die ausschliesslich auf Autofahrer ausgerichtet sind, zumal die Nachfrage danach schweiz­­weit sehr gering sei. Oberstes Kriterium für die Post stelle die gute Sichtbarkeit eines Briefkastens und dessen optima­le Erreichbarkeit für die gesamte Bevölkerung dar. Dasselbe gelte auch für das gesamte Postnetz.

Die Grundversorgung für alle Bevölkerungsgruppen stehe im Vordergrund.

Der möglicherweise älteste Auto­ briefkasten der Schweiz am Helvetiaplatz in Bern. Foto: Siegbert Kamer, Museum für Kommunikation

Gemäss Google gibt es heute noch einen Autobriefkasten in Basel, nämlich beim Briefeinwurf Basel Bahnhof. Dieser Briefeinwurf steht an der Einfahrt zur Tankstelle/Parking und kann vom Auto aus erreicht werden. Deshalb ist er explizit als Autobriefkasten deklariert.

Der zweite Basler Autobriefkasten an der Reinacherstrasse wurde am 1. Juni 2010 am gleichen Standort durch ein neues Modell bei der Tankstelle Coop ersetzt. Staatsarchiv Basel-Stadt, BSL 1013 1-4693 1 (Foto Hans Bertolf)

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Autofahren mit 16! Das Original:

ACS-JugendFahrlager • Praxisorientierte Fahrausbildung • Attraktive Übungsfahrzeuge (Auto & Motorrad) • Umfassende Vorbereitung auf die Theorieprüfung • Fundierte, sicherheitsorientierte Verkehrssinnbildung • Nothelferausbildung • Begeisterndes Lagerleben • Sun & Fun! Eckdaten: Samstag, 3. Juli – Samstag, 10. Juli 2021 Sportcamp Durrenbach, Melchtal (OW) Kosten: CHF 1'125.– Eltern, Grosseltern, Gotte/Götti beim ACS CHF 1'225.– ohne ACS-Mitgliedschaft CHF 120.– Nothelferkurs (freiwillig) Anmeldung: Mail an jufala@acsbs.ch Weitere Infos unter: www.acsbs.ch/jufala oder 061 465 40 40

e Inklusiv rs Verkeh theorie g! Prüfun


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