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mobil! Clubmagazin des ACS beider Basel

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02 / 2021

mobil! Clubmagazin des ACS beider Basel

Gegen Tempo 30 in der Feldbergstrasse

Hundertjähriges ACS­Ehrenmitglied

Parkplatz­Verknappung mit allen Mitteln

Rekurs gegen Schneckentempo auf Hauptverkehrsachse | Seite 2

Erinnerungen von Harding Joerin an längst vergangene Zeiten | Seite 4

Wie die Behörden die Parkplatznot weiter vorantreiben | Seiten 8–9


Clubmagazin ACS beider Basel | 02-2021

Verkehrspolitik

Rekurserhebung

ACS bekämpft Tempo 30 in der Feldbergstrasse Der Vorstand des ACS bei­ der Basel hat an seiner letz­ten Sitzung einstimmig beschlossen, gegen die Ein­ führung von Tempo 30 in der Feldberbstrasse Rekurs zu erheben. Der ACS beider Basel befürwor­ te seit jeher das duale System: Tempo 50 auf Hauptverkehrs­ achsen, Tempo 30 in Quartier­ strassen. Bei der Feldbergstras­se handelt es sich allerdings um eine sogenannte Hauptverkehrs­ strasse, der höchsten Strassen­ netzkategorie – Autobahnen aus­­ genommen. Unsinnig und kontraproduktiv In den Augen des ACS beider Basel ist die geplante Massnah­ me nicht nur völlig unverhältnis­ mässig, sondern auch kontrapro­ duktiv: Tempo 30 macht nur in

Die Feldbergstrasse ist die Hauptverkehrsachse im Kleinbasel, Verlängerung des Cityrings und Hauptverbindung nach Riehen. Foto: C. Greif

Wohnquartieren Sinn, nicht aber auf Hauptverkehrsachsen wie der Feldbergstrasse. Solche Ach­ sen – in Basel-Stadt gibt es nur eine Handvoll davon – bilden näm­ l ich per Definition «das Rück­grat für den motorisierten Verkehr» und sind «auf einen mög­lichst flüssigen Verkehrsab­

lauf ausgelegt». Wenn in der Feld­b ergstrasse künftig Tempo 30 gilt, entfällt auch deren Sog­ wirkung: Der Verkehr wird nicht mehr auf einer dafür bestimmten Strasse kanalisiert, sondern ver­ teilt sich auf die Quartierstras­ sen, zum Nachteil der Anwohner aber auch der Verkehrssicherheit.

Auch aus lufthygienischer Sicht ist von Tempo 30 wenig zu er­ warten: Die Stickoxid-Belastung in der Feldbergstrasse ist näm­ lich seit Jahren kontinuierlich am Sinken. Der Grenzewert wird dort nur noch deshalb über­ schritten, weil die enge Häuser­ schlucht eine Durchmischung verunmöglicht. Es handelt sich aber um den letzten Standort in der Stadt, wo der Jahresgrenz­ wert noch nicht eingehalten wird. Das ist aber nur eine Frage der Zeit, denn der technologi­ sche Fortschritt hat wesentlich grössere Auswirkungen auf die Lufthygiene als die geplante Temporeduktion. PS: Was halten Sie von Tempo 30 auf Hauptverkehrsachsen? Macht das in Ihren Augen Sinn? Sagen Sie uns bitte Ihre Meinung dazu (info@acsbs.ch).

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Editorial

Für mich ist automobil zu sein echte Lebensqualität!

Titelfotos: Christian Greif

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100 Jahre Würdigung des 100­jähri­ gen ACS­Ehrenmitglieds Harding Jörin

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Abstand «Drängler» riskieren ihr Billett. Tipps der Basel­ bieter Verkehrspolizei

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Parkplatzbesetzung Die neue Behörden­Stra­ tegie, um die Parkplatz­ not zu steigern

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Schänzli Eine Erfolgsgeschichte nähert sich dem Ende

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ACS­Reisen Schöne Momente, Corona zum Trotz. ACS­Reisen macht's möglich.

Dass Behördenvertreter von Städten das Auto hassen, wie der Teufel das Weihwasser, ist eine leider schon Jahrzehnte lange Tatsache. Mit allen Mitteln wird versucht, motorisierte Fahrzeuge von der Stadt fernzuhalten. Längst zum StandardInstrumentarium gehören Massnahmen wie Schneckentempo 30, selbst auf ausgewiesenen Hauptverkehrsachsen, Einbahnregelungen, die zu unsinnigen Umwegfahrten zwingen oder auch «Höpperli» auf der Fahrbahn, um einem das Autofahren ganz grundsätzlich zu vermiesen. Aber auch Verhinderung der Parkplatz-Nutzung auf unterschiedlichstem Wege (lesen Sie dazu auch unsere Beiträge auf Seite 8 und 9) gehören längst zum Alltag. Stark im Kommen im grossen Stil sind sogenannte Dosierstellen, wo das Warten vor dem Rotlicht geübt werden kann.

besten Willen nicht aufs Velo umsteigen, selbst dann nicht, wenn die zurückzulegende Strecke weniger als 5 Kilometer lang ist. Und auch für all jene, die etwas zu transportieren haben, bedeutet ein Auto nicht nur Lebensqualität, sondern irgend etwas zwischen Existenzgrundlage und Komfort!

Durchgangsverkehr sperren – wenn auch nur temporär, für sieben Wochen. Die Anwohner der «verkehrsberuhigten» Strassen wirds freuen – alle anderen wohl eher ärgern. Ich frage mich: Wo kommen wir hin, wenn Städte einfach anfangen, ganze Strassenzüge zu sperren?

Ganz neue Wege schlägt jetzt aber Zürich ein: Die als Ausgangsmeile bekannte Langstrasse, welche den Zürcher Kreis 4 mit dem Kreis 5 verbindet, soll ab Sommer 2023 für den Autoverkehr tagsüber gänzlich gesperrt werden. Erlaubt sind nur noch Velos, Busse und Taxis. Der Verkehr soll auf eine andere Achse verlagert werden. Dort müsse dann wegen dem zusätzlichen Lärm Tempo 30 eingeführt werden.

Auch was das Temporegime anbelangt, wirds immer wie radikaler: Neuerdings soll innerstädtisch generell Tempo 30 gelten und Tempo 50 die bewilligungspflichtige Ausnahme darstellen. So jedenfalls verlangt es ein soeben im Schweizerischen Parlament eingereichter Vorstoss.

Und weil das so einfach funktioniert, will der Zürcher Stadtrat im kommenden Sommer auch noch fünf weitere Strassen für den

Wie bitte? Mehr Lebensqualität und weniger Autos? Autos sind doch Lebensqualität. Gebrechliche und älteren Menschen können nun mal beim

All diese Massnahmen laufen unter dem Motto: «Lieber mehr Lebensqualtiät und weniger Autos».

Fragen Sie einmal einen Kaminfeger, einen Maler oder sonst einen Handwerker, wohin er ohne Auto käme. Oder wie die Sanität oder die Feuerwehr ohne Auto funtkioneren sollte. Aber auch jedes Familienoberhaupt weiss die Vorzüge eines eigenen Autos zu schätzen, egal, ob es um den Transport des Sohnes und der Hälfte seiner Mannschaft zum Fussballturnier geht, um den Wochenendeinkauf mit Babywindeln und Mineralwasser – oder nur den Ausflug mit Angelruten und Hund ins Gebirge. «My car is my castle». In meinem Auto fühle ich mich daheim. Und sicher. Für mich jedenfalls ist mein vierrädriges Gefährt ein wichtiger Teil einer guten Lebensqualität. Ich hoffe, Sie sehen das ebenso? Sonst lassen Sie es mich doch bitte wissen. Herzlich, Ihr

Andreas Dürr Präsident

Impressum Herausgeber Automobil Club der Schweiz ACS Sektion beider Basel Hofackerstrasse 72 CH-4132 Muttenz Telefon +41 61 465 40 40 Fax +41 61 465 40 41 info@acsbs.ch www.acsbs.ch

Redaktion Christian Greif ACS beider Basel Hofackerstrasse 72 CH-4132 Muttenz Telefon +41 61 465 40 40 christian.greif@acsbs.ch

Inserate Regina Neuschütz ACS beider Basel Hofackerstrasse 72 CH-4132 Muttenz Telefon +41 61 465 40 40 regina.neuschuetz@acsbs.ch

Druck KROMER PRINT AG Unterer Haldenweg 12 CH-5600 Lenzburg Telefon +41 62 886 33 33 Fax +41 62 886 33 34


Clubmagazin ACS beider Basel | 02-2021

Chronik

Verdienter Jubilar

Harding Joerin: 100­jähriges ACS­Ehrenmitglied Am 3. August 2020 konnte unser Ehrenmitglied Harding Joerin bei einer dem Alter entsprechenden Gesundheit sei­ nen 100. Geburtstag feiern. Dieses wirklich besondere Ereignis ist wahrlich Grund genug für eine Rückschau über sein langjähriges und bedeutendes Engagement für den ACS Basel. Anlässlich eines Besuchs bestä­ tigt Harding Joerin die Vermu­ tung, dass er bereits mit 18 Jah­ ren die Fahrzeugführer­Prüfung absolvierte und mit dem Kauf seines ersten Automobils dem ACS Basel beitrat. Begeisterter Motorsportler Der Sportkommission blieb sein Interesse am Automobilsport nicht unentdeckt und somit war er bald aktives Mitglied die­ ser wichtigen Gruppie­ rung. In der Nach­ kriegszeit – es herr­ schte die Benzin­ rationierung – wurden an­ fangs Veloren­ nen und dann Go­Kart­An­ lässe organisiert. Mit dem Auf­

schwung der Mobilität zeichnete die Sportkommission für die Durchführung von Hubertus Jagden, Zuverlässigkeitsfahrten, Geschicklichkeitsanlässen und Slalomfahrten der unterschied­ lichsten Art ver ant wort lich. Bei den Feldbergrennen (1920 – 1954) waren ACS­Mitglieder ak tive Teilnehmer. Orientie­ rungsfahrten bei Tag und Nacht mit Karten

Go-Kart-Fahren als sportliche Veranstaltung – auch mitten in der Stadt – waren bis in die 60er Jahre sehr beliebt. Foto: ACS

Auch Slalomfahrten organisierte der ACS Basel. Im Bild der Anlass auf dem Areal «Feldschlösschen» in Rheinfelden. Foto: ACS, Jahrbuch 1956

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1:50’000 und natürlich ohne elektronische Navigationshilfen gehörten zu den beliebten An­ lässen, welche die ACS­Sport­ kommission regelmässig durchführte.

langjähriger Vize­Präsident war er ganz massgeblich für die Ent­ wicklung des ACS Sektion Basel mitverantwortlich. Dafür ge­ bührt ihm unser aller grosser Dank!

Langjähriger ACS­ Vizepräsident Bald schon lei­ tete Harding Joerin die Sportkom­ mission und wurde da­ mit auch zum Mit­ glied des Vorstan­ des. Als

Mit 88 Jahren gab Harding Joe­ rin in weiser Überlegung – aber absolut ungern – seinen Führer­ ausweis ab. Fortan widmet er sich vermehrt seinem zweiten Hobby, dem Briefmarkensam­ meln. An den ACS und die freundschaftliche Zusammenar­ beit in der Sportkommission er­ innert er sich heute noch gerne. Der ACS wünscht ihm weiterhin viel Freude im Kreise seiner grossen Familie.


Clubmagazin ACS beider Basel | 02-2021

News

Zeit für den Reifenwechsel!

Die Verlängerung der Tramlinie 14 von Pratteln nach Salina Raurica (bordeauxrote Schraffur) ist umstritten. Grafik: BUD, Globografik

Salina­Raurica­Tram kommt vors Volk Ende Dezember letzten Jahres hat der Baselbieter Landrat den Planungskredit von 18,5 Millionen für die Tramverlängerung der Linie 14 von Pratteln nach Augst gut geheissen. Innert weniger Wochen wurde allerdings das Referendum mit mehr als dem Doppelten der notwendigen

Unterschriften eingereicht. Begründung: Diese Tramlinie sei mit 200 Millionen viel zu teuer, weder notwendig noch zeitgemäss. Voraussichtlich im Juni wird darüber abgestimmt – auch wenn der Bund Anfang März der BLT die Konzession für die Verlängerung erteilt hat.

Die Faustregel besagt: Von O bis O, also von Oktober bis Ostern, sind Winterreifen angesagt. Umgekehrt bedeutet das aber, dass ab Temperaturen von etwa sieben Grad, Sommerreifen mehr Sicherheit auf Nässe und trockenen Strassen bieten. Vor dem Einlagern sollten die Reifen gereinigt und die bisherige Radposition vermerkt werden.

Während der Lagerung entweicht unmerklich Luft aus den Reifen. Deshalb sollte der Reifendruck vor der Einlagerung um 0,5 bar gegenüber der Empfehlung des Herstellers erhöht werden. Kompletträder sollten liegend übereinander gelagert werden. Alternativ gibt es «Felgenbäume» oder Wandhalterungen. Reifen ohne Felgen sollten hochkant stehend gelagert und von Zeit zu Zeit gedreht werden.

Mehr Neulenkende auf Motorrädern

Schweizer Güterverkehr hat 2019 abgenommen 2019 betrugen die Transportleistungen auf dem schweizerischen Strassen- und Schienennetz insgesamt 27,2 Milliarden Tonnenkilometer.

haben die SBB gemäss Jahresbericht im 2020 eingefahren. Pandemiebedingt ist die Nachfrage beim Staatsbetrieb um ein Drittel eingebrochen, haben täglich nur noch 843’000 Reisende die Bahn genutzt.

In der Schweiz besassen Ende 2020 insgesamt 4’204’665 Menschen einen Motorradführerausweis (+0,5 % gegenüber 2019). Stark angestiegen ist die Zahl der Neulenkenden auf Motorrädern, und zwar auf 30’472 (+27 %). Dies dürfte gemäss ASTRA grösstenteils darauf zurückzuführen sein, dass der Direkteinstieg in die höchste Motorradkategorie A nur noch bis Ende 2020 möglich war und viele diese Gelegenheit noch nutzen wollten. Foto: Pixabay, Christel Sagniez

Welche Farbe hätten's denn gern? Foto: Pixabay, Capri23auto Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Abnahme um 2,2%. Der Strassengüterverkehr ging dabei etwas stärker zurück (–2,7%) als der Gütertransport auf der Bahn (–1,4%). Der Anteil der Schiene an der gesamten Transportleistung lag 2019 unverändert bei rund 37%, jener der Strasse bei 63%. Im internationalen Vergleich ist der Schienenanteil in der Schweiz hoch; im Durchschnitt aller EU-Staaten liegt er bei rund 19%.

Die beliebtesten Autofarben im Wirtschaftsraum Europa, Naher Osten und Afrika sind Weiss, Grau und Schwarz. Zwei von drei Neufahrzeugen, vor allem im mittleren und oberen Segment, weisen diese Farbe auf. Bunte Farbtöne werden eher für Klein- und Sportwagen gewählt. Dies ist das Ergebnis des BASF Color Reports 2020.

Weniger Ausweisentzüge

Grafik & Quelle: BASF Color Report

Bei den Führerausweisentzügen ist ein Rückgang von 1,8 % zu verzeichnen. Diese erfolgten am häufigsten wegen überhöhter Geschwindigkeit und Fahren in angetrunkenem Zustand. Das geht aus der jährlichen Statistik des Bundesamts für Strassen (ASTRA) zu den Administrativmassnahmen und Fahrberechtigungen hervor.

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Clubmagazin ACS beider Basel | 02-2021

Service

Empfehlung der Baselbieter Verkehrspolizei:

Zu wenig Abstand = Risiko im Strassenverkehr Wer mit zu wenig Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug erwischt wird, riskiert seinen Führerausweis. Defensiv fah­ ren und genügend Abstand halten heissen die Gebote der Stunde. Die Baselbieter Verkehrspolizei erklärt wieso. Seit es Autos gibt, geschehen Unfälle. Manchmal bleibt es beim Blechschaden, doch oft gibt es Verletzte und auch Tote. Im langjährigen Vergleich zeigt

Bedrängte fahrzeuglenkende Per­sonen reagieren zum Teil ab­ rupt und nicht vorhersehbar. Da­ durch können ebenfalls Gefah­ ren geschaffen werden. Solche

situation vor sich erfasst, beur­ teilt und die nötigen Reaktionen auslöst. In dieser Zeitspanne fährt das Fahrzeug mit unver­ minderter Geschwindigkeit wei­ ter. Erst jetzt beginnen die Brem­ sen aufgrund des Pedaldrucks zu wirken und die Geschwindigkeit zu verringern. Der Slogan «Ab­ stand = Sicherheit» beschreibt in

Nach bundesgerichtlicher Recht­ sprechung ist ein Abstand unter 0.6 Sekunden als grobe Ver­ kehrsregelverletzung zu werten. Zur Veranschaulichung: Das entspricht bei einer gefahrenen Geschwindigkeit von 120 km/h einem Abstand von weniger als 20 Meter. Die Sanktionen in einem solchen Fall sind für die verurteilte Per­ son gravierend. Durch die Staats­ anwaltschaft wird – neben einer einkommensabhängigen Geld­ strafe – auch eine unbedingte Bus­se ausgesprochen. Die Erfah­ rung zeigt jedoch, dass der mehr­ monatige Führerausweisentzug die deutlich gravierende Sank­ tion für die beschuldigte Person darstellt. Empfehlung der Verkehrspolizei Unser Tipp: Fahren Sie defensiv und mit genügend Abstand. Fahren Sie rechtzeitig los und planen Sie dabei zeitliche Reser­ ven für unvorhergesehene Situa­ tionen ein. So kommen sie si­ cherlich entspannter und ohne Abstandsverstösse ans Ziel.

Drängeln mit Lichthupe und durch zu nahes Auffahren ist verboten!

Foto: Pixabay, Markus Distelrath

der Trend auch in der aktuellen Unfallstatistik der Verkehrspoli­ zei Basel-Landschaft aus dem Jahre 2020 erfreulicherweise nach unten. Und trotzdem: Jeder einzelne Verkehrsunfall ist einer zu viel. Die Mehrheit der Unfälle ist auf Verhaltensfehler der Fahr­ zeuglenkenden zurückzuführen.

wenigen Worten, dass ein ausrei­ chender Abstand die Sicherheits­ reserve darstellt, um jederzeit sein Fahrzeug auch in Notsitua­ tionen anzuhalten, ohne mit dem vorausfahrenden Fahrzeug zu kollidieren.

Drängeln ist verboten Ein wiederkehrendes Ärgernis auf den Strassen sind Personen, welche durch eine drängelnde Fahrweise die Sicherheitsab­ stände deutlich unterschreiten. Diese Personen gefährden durch ihre Fahrweise nicht nur sich sel­ ber, sondern auch unbeteiligte Dritte.

Fahrweisen sind gefährlich und werden durch die Polizei auch konsequent geahndet. Physik lässt sich nicht überlisten Durch den viel zu kurzen Ab­ stand haben Fahrzeuglenkende zu wenig Zeit, um adäquat auf eine unvorhergesehene Situation – wie eine brüske Bremsung – zu reagieren. Die Folge sind Auf­ fahrunfälle. Auch Assistenzsysteme können die Physik nicht überlisten. Mit 120 km/h legt ein Personenwa­ gen pro Sekunde rund 33 Meter zurück. Dies ist auch die Stre­ cke, die eine Person am Steuer eines Fahrzeuges zurücklegt, währenddessen sie die Gefahren­

2-Sekunden-Regel einhalten! Die Einhaltung des Grundsatzes des 2-Sekunden-Abstandes ver­ hindert Auffahrunfälle. Dadurch verringert sich neben der Anzahl verletzter Personen auch die durch Unfälle hervorgerufenen Staustunden. Das Unterschreiten des Sicher­ heitsabstandes zählt ab einem bestimmtem Bereich zu den gro­ ben Verkehrsregelverletzungen.

Wir wünschen Ihnen allzeit gute und unfallfreie Fahrt.

Hauptmann Bernhard Baumgartner leitet ad interim die Verkehrspolizei Basel-Landschaft.

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Clubmagazin ACS beider Basel | 02-2021

Verkehrspolitik

Parkplatz-Piraterie zum Ersten:

Parkplätze werden zu Hunderten gestrichen In Basel-Stadt werden Monat für Monat Dutzende von Parkplätzen aufgehoben. Für immer. Zum Schaden und Ärger von Anwohnenden, Gewerbetreibenden und Besu­ chern. Sinnloser Parkplatzsuchverkehr durch die Wohn­ quartiere und eine unnötige Verteuerung der Arbeit von Handwerkern sind die Folgen. Ein Überblick über das aktuelle Geschehen – ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Letztes Jahr hat der damals noch amtierende Basler Bau-und Ver­ kehrsdirektor Hans-Peter Wes­ sels den ersatzlosen Ab­bau von insgesamt 530 Parkplätzen ent­ lang von Tramgleisen bekannt gegeben. Damit solle die Ver­ kehrssicherheit für Velofahrende verbessert werden. Wenig später schon wurden 180 Parkplätze in der Allschwilerstrasse, Austras­ se, Bruderholzstrasse, Hammer­ strasse und Zeughausstrasse sowie am Leonhardsgraben und Totentanz gestrichen. Fortset­ zung folgt. In diesem Jahr soll es weiteren 350 Abstellplätzen an den Kragen ge­hen. Begründung: Sie entsprechen nicht den gel­ tenden Nor­men. Betroffen sind unter anderem Parkplätze in der Thiersteinerallee, Neubad­stras­ se, Ad­ler­­­strasse, Neuweilerstras­ se und Allschwi­lerstrasse. Das ist aber längst noch nicht das Ende der Abbauwut: Prak­ tisch mit jedem Sanierungs- und Umbauprojekt, das die Regie­ rung dem Parlament vorlegt, geht der Abbau von Parkplätzen beherzt weiter, wie die Beispiele auf dieser Seite zeigen. Scheinheilige Beteuerungen der Basler Regierung Dabei gibt die Regierung vor, sie wolle die Situation verbessern. Sie sei sich bewusst, dass «in den dicht bewohnten Quartieren vor allem abends kaum freie Parkplätze verfügbar» seien, so der Tenor der 2018 präsentier­ ten «neuen Parkierungspolitik». Um diese unhaltbare Situation zu verbessern, habe sie beschlos­ sen, per 1.1.2019 die Gebühren

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für Parkkarten massiv zu erhö­ hen, den Preis teilweise mehr als zu verdoppeln.

Weil die Verteuerung eines nur künstlich verknappten Gutes we­­ der eine akzeptable noch zielfüh­ rende Massnahme ist, um die un­zweifelhaft vorhandenen Park­­ plat­zprobleme der Stadt zu lösen, hat der ACS beider Basel gegen diese Er­höhung eine Initiative lanciert und Anfang letzten Jah­ res eingereicht. Diese ver­langt eine Rück­ nahme der drasti­

Bis vor Kurzem gab es am Unteren Rheinweg noch 17 Parkplätze. Jetzt werden sie abgebaut, sollen künftig Bänke zum Verweilen einladen.

Viel Ungemach droht Automobilisten rund um den Aeschenplatz: Nur noch eine Spur im Aeschengraben, Tempo 30 und Abbau von rund 30 Park­plätzen im Umfeld, vor allem Gartenstrasse. Alle Fotos: C. Greif

Fast 50 Parkplätze vor dem Friedhof am Hörnli sollen künftig zusätzlichen Bäumen weichen. Das Referendum ist aber so gut wie sicher.

Quartierparkings: Taugliche Lösung? Die Regierung befürwortet den Bau von Quartierparkings. Wohl auch deshalb, weil Parkplätze in Quartier­ parkings von Gesetzes wegen nur erstellt werden dürfen, wenn sie zu mindesten 60 Prozent durch Aufhe­ bung von bestehenden öffentlichen Parkplätzen entlang von Strassen kompensiert werden. Bereits seit 2017 ist geplant, unter dem Sportplatz Landhof ein einstöcki­ ges Parking mit 200 Parkplätzen zu erstellen. Mehrere Einsprachen und ein Weiterzug bis ans Bundesgericht haben dessen Realisierung allerdings bis heute verhindert. Erstmals im 2018 hat die Regierung verlauten lassen, dass sie das Park­ platzproblem beim Kinderspital lösen wolle. Dafür würden 350 Parkplätze in einem Quartierparking unter dem Tschudi-Park notwendig sein. Nach Opposition wurde Anfang dieses Jahres ein neues Projekt mit nur noch 230 Parkplätzen vorgestellt, 30 davon für die Quartierbevölkerung. Dafür sollen aber 50 Allmendparkplätze beim St. Johanns-Platz aufgehoben werden. Auch gegen dieses Projekt hat sich bereits Widerstand formiert, ist die Realisierung sehr ungewiss.

schen, aber wirkungslosen Ge­ bührenerhöhung. Das Geschäft befindet sich derzeit in der par­ lamentarischen Behandlung. Parkplatzabbau stoppen! Basels Bevölkerung wächst. Die Wirtschaft boomt. Die Mobili­ tätsbedürfnisse nehmen zu. Für den ACS beider Basel ist deshalb mehr als klar, dass der steigen­ den Parkplatznot nur dann Ein­ halt geboten werden kann, wenn auf einen weiteren Parkplatzab­ bau verzichtet wird. Bevölke­ rung, Wirtschaft und Umwelt würden es danken.


Clubmagazin ACS beider Basel | 02-2021

Verkehrspolitik

Parkplatz-Piraterie zum Zweiten:

Die neue Anarchie: Parkplatzbesetzung Im grossen Stil werden neuerdings in Ergänzung zum kontinuierlichen Abbau in Basel die sowieso schon raren Parkplätze gesperrt – mit den unterschiedlichs­ ten Begründungen. Parkplatzabbau gehört in Basel­ Stadt seit Dekaden zur Tages­ ordnung. Allein im Dezember letzten Jahres hat das Basler Baudepartement die Aufhebung von 180 Parkplätzen bekannt gegeben. Aber es sollen noch­ mals 350 Parkplätze dazu kom­ men (lesen Sie den nebenstehen­ den Beitrag). Künstliche Verknappung durch Parkplatzsperrungen Wie wenn diese kontinuierliche Verknappung – trotz wachsen­ der Bevölkerung – das Problem nicht schon ausreichend ver­ schärfen würde: Seit Neuestem scheinen die zuständigen Behör­

Daniel Seiler ist Ausschussmitglied des ACS beider Basel und Delegierter im Zentralvorstand. Foto: zVg

den Parkplätze zusätzlich syste­ matisch zu sperren, womit sich der Leidensdruck erhöht. Parking für UKBB elementar Für Daniel Seiler, Ausschuss­ mitglied unserer Sektion und profunder Kenner der Stadt, ist

es schon absolut unverständlich, warum das geplante Parking unter der Tschudi­Matte so hef­ tig umstritten ist. Schliesslich habe das Basler Baudepartement Anfang Jahr bekannt gegeben, dass das Universitäts­Kinderspi­ tal beider Basel (UKBB) täglich von rund 1‘400 Personen(!) aufgesucht werde, mehrheitlich aus anderen Kantonen und dem nahen Ausland. Das Fehlen eige­ ner Parkplätze sei ein Versäum­ nis aus früheren Zeiten. Und zudem umfasse das nunmehr zur Diskussion stehende Bauvorha­ ben unter dem Tschudi­Park nur noch 230 Parkplätze auf zwei Stockwerken, was gegenüber dem vor gut zwei Jahren präsen­ tierten Projekt mit 350 Stell­ plätzen auf drei Geschossen ei­ ner Reduktion von 35 Prozent entspreche. Als Unternehmer mit Büro im Geviert St. Johann, kennt Daniel Seiler die real existierende Park­

platznot im Quartier aus eigener Erfahrung bestens. Der Suchver­ kehr sei enorm gross. Parkier­ willige müssten oft mehrere Runden durchs Quartier drehen, bis sie einen Abstellplatz für ihr Gefährt ergattern können. Zusätzlicher, unnötiger Ärger Mehr als ärgerlich sei deshalb, dass zusätzlich im Quartier über mehrere Baustellen verteilt, wei­ tere Parkplätze mit Baumaschi­ nen und Baumaterialien belegt – und somit der eigentlichen Nutzung entzogen sind. Und das zum Teil sogar während mehre­ rer Monate. «Ich frage mich, ob die fehlende Koordination einfach Unvermö­ gen – oder nicht doch Absicht ist. Es kann doch nicht sein, dass an allen Ecken und Enden gleichzeitig gelocht wird – und so für Anwohner und Gewer­ betreibende keine Parkplätze mehr zur Verfügung stehen».

Alle Fotos stammen aus der gleichen Zeitperiode Anfang März. Im St. Johann-Quartier, wo eh Parkplatznot Fotos: Daniel Seiler herrscht, sind haufenweise Parkplätze infolge Baustellen unzugänglich.

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Clubmagazin ACS beider Basel | 02-2021

Classic­Gruppe

Wechsel im Präsidium

«Ich habe zweifelsohne Benzin im Blut» Seit Anfang Jahr leitet Mat­ thias Killer die Geschicke der ACS Classic­Gruppe. «ACS mobil!» hat dem neuen Kommissionpräsidenten ei­ nige Fragen gestellt.

Blut habe. Mich begeistert vor allem das Organisieren von An­ lässen, die Gespräche mit den Teilnehmenden und die Faszina­ tion, welche von Oldtimern aus­ geht.

Herr Killer: Seit wann eigentlich hegen Sie eine Passion für Oldtimerfahrzeuge? Schon als kleiner Junge schlug mein Herz für den klassischen Motorenbau und war ich von der Technik fasziniert. Diverse Besu­ che im Verkehrshaus Luzern leg­ ten dann den Grundstein. So richtig angefangen hat diese Lei­ denschaft aber erst vor gut zwan­ zig Jahren als Helfer bei der RAID­Suisse Paris. Seit über 15 Jahren bin ich für die Zeitaus­ wertung aller RAID­Anlässe zu­ ständig. Auch habe ich mein diesbezügliches Knowhow als Be­ rater bei anderen Events einge­ bracht – unter anderem auch beim ACS, wo ich bei der Zeit­ messung mitwirken durfte.

Was hat Sie dazu bewogen, in die grossen Fussstapfen Ihres Vorgängers, Reto Schmid, zu treten? Einerseits hat er mich vorge­ schlagen, anderseits fühlte ich mich in der Kommission will­

Wie äussert sich Ihre Leidenschaft für Veteranenfahrzeuge? Leider hatte ich bis jetzt kaum Zeit, selber an einer Rallye teil­ zunehmen, obwohl ich – wie sagt man – zweifelsohne Benzin im

kommen. Ich bin mir bewusst, eine verantwortungsvolle Aufga­ be übernommen zu haben und dass die Messlatte sehr hoch liegt. Ich werde aber alles dafür geben, um die Classic­Gruppe erfolgreich weiterführen zu kön­ nen, so manches belassen, wie es ist – aber auch neue Ideen ein­ bringen. Worauf wollen Sie ganz besonderen Wert legen, welche Aktivitäten pushen?

Matthias Killer hat Anfang 2021 das Zepter der ACS Classic-Gruppe übernommen. Foto. z.V.g

Die ACS­Classic­ Gruppe 2021 Matthias Killer (Präsident) Lorenz Imhof Florian Meier Urs Müller

Die Zeit, ein solches Amt anzu­ treten, ist wirklich nicht gerade ideal, aber dahinter verbirgt sich auch die Chance, sich über alte eingefahrene Muster Gedanken zu machen und eingeschliffene Strukturen neu aufzustellen. Mich stört an der jetzigen Situa­ tion, dass uns die Hände mehr oder weniger gebunden sind und wir kaum etwas längerfristig pla­ nen können. Wir werden deshalb den Fokus auf kurzfristig durch­ führbare Events und Ausfahrten legen, bei welchen eine einiger­ massen gute Planbarkeit voraus­ gesetzt werden kann. Matthias Killer ist am 6. Januar 1967 in Winterthur geboren. Der in Ramlinsburg wohnende ITSpezialist hat eine 24-jährige Tochter, die ebenfalls Benzin im Blut hat.

Die ACS­Classic­Grupe dankt ihren Sponsoren

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News

Jeder Dritte am Steuer abgelenkt Jedes Jahr werden bei Unfällen auf- tungsstudie hat gezeigt: Im Auto ist grund von Ablenkung und Unauf- rund jede dritte Person am Steuer merksamkeit im Schweizer Stras- abgelenkt, auf dem Velo jede fünfte. senverkehr rund 60 Menschen getö- Besonders häufig ist Ablenkung bei tet und 1100 schwer verletzt. Fussgängerinnen und Fussgängern Erstmals hat die BFU eine repräsen- – die Hälfte von ihnen geht abgelenkt tative Erhebung durchgeführt, wie über die Strasse. Interaktionen mit häufig Verkehrsteilnehmende abge- anderen Personen ist die häufigste lenkt unterwegs sind. Die Beobach- Ablenkungsquelle.

Erneuerung im Geviert Wett­ steinallee/Grenzacherstrasse Ende März hat das Basler Tiefbauamt in der Peter Rot-Strasse und der Wettsteinallee mit der Erneuerung des Gevierts Wettsteinallee/Grenzacherstrasse begonnen. Der Kanton, IWB, BVB und Roche erneuern die Strassen bis 2024. Die Bauarbeiten sollen eine höhere Verkehrssicher-

«Toter­Winkel»­Kleber ist jetzt Pflicht in Frankreich! Seit Anfang Jahr muss in Frankreich bei Lastwagen, Bussen und Wohnmobilen über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht mittels Hinweisklebern auf die toten Winkel aufmerksam gemacht werden. Dadurch soll die Verkehrssicherheit für Fussgänger und Velofahrer verbessert werden. Die Kennzeichnung muss an den Seiten und am Heck gut sichtbar sein. Die Warnhinweis-Aufkleber «Toter Winkel» (auf französisch «Angles Morts») sind in der ACS-Geschäftsstelle in Muttenz erhältlich.

Strasseninfrastruktur­ Rechnung im Jahr 2018 Der Bau, Unterhalt und Betrieb der Strasseninfrastruktur kosteten den Bund, die Kantone und die Gemeinden 2018 insgesamt 9,4 Milliarden Franken (0,5% weniger als 2017). Davon fielen 8,2 Milliarden aufgrund des motorisierten Strassenverkehrs an. Im Gegenzug nahm die öffentliche Hand durch die verschiedenen Steuern und Abgaben des motorisierten Strassenverkehrs 8,7 Milliarden Franken ein.

Wer abgelenkt unterwegs ist, erhöht sein eigenes Unfallrisiko und gefährdet auch andere Menschen. Foto: Keystone/Uwe Umstätter

Mehr tödliche Verkehrsunfälle im 2020 Im letzten Jahr haben 227 Menschen bei Verkehrsunfällen in der Schweiz ihr Leben verloren und 3'793 793 Menschen wurden schwer verletzt. Das geht aus der Strassenverkehrsunfallstatistik 2020 des Bundesamts für Strassen

(ASTRA) hervor. Von den tödlichen Unfällen betroffen waren vor allem Auto-Insassen sowie Motorrad- und Velofahrende, während bei den Fussgängerinnen und Fussgängern ein Rückgang zu verzeichnen ist.

heit schaffen sowie Platz für rund 110 zusätzliche Bäume. In den Sommerferien bis 2024 muss jeweils ein Strassenabschnitt des Gevierts für den Verkehr gesperrt werden. Insgesamt sei die Parkplatzbilanz positiv (+6), hält das Baudepartement auf Anfrage fest. Die Parkplatzveränderungen sehen im Detail wie folgt aus: Wettsteinallee: + 5, Peter Rot-Strasse: + 13, Chrischonastrasse: - 18, Grenzacherstrasse: unverändert, Zum Bischofstein: + 6.

Neues BLT­Tram ab 2023 Wie die BLT mitteilten, hat die Stadler Rail AG den Zuschlag für die Beschaffung von 25 Fahrzeugen als Ersatz für die Schindler Trams erhalten. Das Tram der neuesten Generation wird in der Schweiz entwickelt und produziert. Das Investitionsvolumen inklusive Optionen und Ersatzteile beträgt rund 125 Millionen Franken. Die Inbetriebnahme ist auf Oktober 2023 geplant. Foto: z.V.g

Medikamente am Steuer In der Schweiz sind rund 3500 Medikamente erhältlich, die einen negativen Einfluss auf die Fahrfähigkeit haben können. Vielen Verkehrsteilnehmenden ist dies allerdings nicht bewusst. Jedes Jahr werden in der Schweiz etwa 135 Personen schwer verletzt oder sterben bei Unfällen im Strassenverkehr, bei denen Medikamente oder Drogen im Spiel sind. Die effektive Zahl dürfte aber höher liegen, befürchtet die bfu.

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Datum: Di., 15. Juni 2021 Ort: ACS-Geschäftsstelle, im Pantheon, Muttenz Beginn: 18.30 Uhr Detail-Infos finden Sie im nächsten «ACS mobil!»


Clubmagazin ACS beider Basel | 02-2021

Verkehr

Schänzli-Sanierung:

Eine Erfolgsgeschichte nähert sich dem Ende Gross waren einst die Befürchtungen, die Sanierung des Schänzlitunnels hätte sieben Jahre Stau, Stau und noch­ mals Stau zur Folge. Nach vier Jahren Bauzeit nähert sich das Grossprojekt nun dem Ende. Die Katastrophe ist ausgeblieben. «ACS mobil!» hat dem Bundesamt für Strassen einige Fragen zum Schlussspurt gestellt.

Die neue Betriebszentrale über dem Hagnautunnel wird derzeit ausgestattet und anschliessend in Betrieb genommen. Foto: ASTRA, Zofingen

Der frisch renovierte Hagnautunnel erstrahlt in neuem Glanz - und ist auf dem neuesten Stand. Foto: Bundesamt für Strassen ASTRA, Zofingen

Das Schänzli ist nach wie vor eine Grossbaustelle – und wird es auch noch für eine Weile blei­ ben. Das hat aber vor allem mit dem unlängst gestarteten Projekt «Ent­flechtung Basel–Muttenz» der SBB zu tun. Wie die Filiale Zofingen des Bun­des­amtes für Strassen auf Anfrage mitteilt, be­­ findet sich das «A2 Erhaltungs­ projekt Schänzli» näm­lich in den letzten Zügen. Allgemein finden im Projektperimeter bei der A2 vom Anschluss Muttenz Süd bis und mit Verzweigung Hagnau letzte Abschluss- und Anpassungs­ arbeiten an Trassee und Kunst­ bauten sowie ausserhalb des Nationalstrassentrassees statt. Verbleibende Abschlussarbeiten Die Bauarbeiten in den Tunneln Schänzli und Hagnau sind gröss­ tenteils abgeschlossen. Es ver­ bleiben kleinere Abschlussarbei­ ten, die den Verkehr nicht mehr massgeblich einschränken. Die Hilfsbrücken der provisori­ schen Verkehrsführung konnten bis auf eine über der Birsfelder­ strasse zurückgebaut werden. Der Rückbau dieser Hilfsbrücke

ist mitunter an witterungsabhän­ gige Restarbeiten im Bereich der Galerie bei der Beton Christen AG und an der Fussgängerbrü­ cke Birsfeldersteg gebunden. Diese Arbeiten werden voraus­ sichtlich Mitte April abgeschlos­ sen. Die Temporeduktion in die­sem Bereich in Richtung Ba­ sel konnte jüngst aufgehoben werden. Auch der Bau der Be­ triebszentrale ist abgeschlossen.

Infolge von Wetterglück über die letzten Jahre – das Jahr 2021 ausgenommen – und der enga­ gierten Mitarbeit aller Beteilig­ ten werden die Bauarbeiten eini­ ge Monate früher als geplant, voraussichtlich Mitte 2021, ab­ geschlossen werden können. Hauptsäch­lich hinter den Kulis­ sen werden noch einige weitere Arbeiten stattfinden: Die voll­ ständige Inbetriebnahme der Stras­senabwas­serbehand­lungs­ an­lage erfolgt voraussichtlich im September 2021. Die neuen Be­ triebs- und Sicherheitsausrüs­ tungen im Tunnel und auf der offenen Strecke werden voraus­ sichtlich Ende 2021 in Betrieb genommen. Für die Installations­ arbeiten werden einige Nacht-

im Tunnel oder die Signalisatio­ nen auf offener Strecke. Für den reibungslosen Ablauf der Bauarbeiten waren und sind noch viele Hände und die Zu­ sammenarbeit mit zwei Kanto­ nen, diversen Gemeinden, Fir­ men und Anwohnenden nötig, hält das ASTRA fest. Sie alle hätten ihren Teil dazu beigetra­ gen, dass die Bauarbeiten beim Schänzli kurz vor dem erfolgrei­ chen Abschluss stehen. Nicht zu­letzt sei man aber trotz um­ sichtiger Planung und grösster Anstrengungen auch immer auf die Unterstützung und die Ge­ duld der Verkehrsteilnehmenden angewiesen gewesen. Für deren Verständnis gegen­ über den unumgänglichen Bau­ arbeiten bedankt sich das ASTRA herzlich.

Grosser Dank an alle Beteiligten

Die beidseitigen Rampen bei der Autobahnauffahrt Muttenz Nord sind nicht Teil des Schänzli-, sondern des SBB-Projektes «Donnerbaumbrücke». Ak­­tuell wird diese innen fertig und vereinzelt Wochenendsper­ ausgebaut und ausgestattet. rungen erforderlich. Die weitere Auch die Strassenabwasserbe­ Optimierung der Systeme erfolgt handlungsanlage im Anschluss bis Mitte 2022. Zu den genann­ Muttenz Süd wird der­zeit stu­ ten Ausrüstungen zählen unter fenweise in Betrieb genommen. anderem das Belüftungssystem

2016 war von sieben Jahren Bauzeit und Dauerstau die Rede. Dank einer von 18'000 Bürgern unterzeichneten Petition, vor allem aber auch dank grossen Bemühungen seitens Kanton Baselland und ASTRA, ist es nun ganz anders gekommen. Nach nur etwas mehr als vier Jahren steht das Mega­ projekt vor dem Abschluss. Stausitua­ tionen sind die grosse Ausnahme ge­blieben. Der ACS beider Basel dankt an dieser Stelle allen Beteiligten für diesen grossen Effort.

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Clubmagazin ACS beider Basel | 02-2021

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in einem modernen, wohnlichen Chaletstil eingerichtet und verfü­ gen über allen Komfort. Hoch im Kurs stehen die Restau­ rants «Chu­but» mit argentini­ schen Fleischspezialitäten und «Avenue Montagne» mit lokaler Küche, das rus­ tikale Chalet «Wald­huus», der schöne Weinkel­ ler, die Bar für prickelnde Cock­ tails und an einigen Abenden auch mit Livemusik. Nicht zu vergessen der luxuriöse Spa- und Wellnessbereich mit Jacuzzi, Sauna, Innen- und Aussenpool im Garten.

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