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mobil! Clubmagazin des ACS beider Basel

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01 / 2021

mobil! Clubmagazin des ACS beider Basel

Referendum gegen CO2-Gesetz steht

Mehr als 110'000 Unterschriften gegen ein unnützes Gesetz | Seite 2

ACS-Präsident fordert Neue Verkehrsregeln seit Anfang 2021 faire Auto-Steuern Andreas Dürr kämpft gegen Ungleich­ behandlung von Autobesitzern | Seite 5

Ein Überblick über die wichtigsten gesetzlichen Neuerungen | Seite 13


Clubmagazin ACS beider Basel | 01-2021

Verkehrspolitik

Stimmbevölkerung hat das letzte Wort

CO2-Referendum: Über 110’000 Unterschriften! Das Referendum gegen das CO2-Gesetz ist zustande gekommen. Das breit auf­gestellte Komitee, dem auch der ACS angehört, hat – trotz erschwerter Umstände durch Corona – rund doppelt so viele Unterschriften gesammelt, als für das Referendum notwendig sind. Das Unbehagen der Bevölkerung gegenüber dem neuen CO2-Gesetz ist offensichtlich gross. Das zeigen die mehr als 110’000 Un­ terschriften, die in weniger als drei Monaten gesammelt wurden – Corona bedingt erst noch unter erschwerten Umständen. Beim CO2-Gesetz handelt es sich keineswegs um einen gut austarierten Kompromiss, wie die Be­ fürworter glauben machen wollen. Vielmehr widerspricht das

Gesetz sämtlichen liberalen Tra­ ditionen der Schweiz, denn es führt zu mehr Bürokratie, mehr Verboten, mehr Vorschriften so­wie neuen Steuern und Abgaben – und es belastet weite Teile der Bevölkerung überproportional. Betroffen sind insbesondere die KMU, der Mittelstand, Wohneigentümerinnen und -eigentümer, Mieterinnen und Mieter, Pendlerinnen und Pendler sowie die ländliche Bevölkerung. So werden Benzin und Diesel um 12 Rap­ pen pro Liter teurer. Die Abgabe auf Heizöl und Gas wird mehr als verdoppelt. Auf Flugtickets wird eine Steuer von maximal 120 Franken erhoben. Für eine vierköpfige Familie können so rasch über 1000 Franken Mehrkosten pro Jahr entstehen, allfällige Rückerstattungen bereits eingerechnet. Hinzu kom-

ACS-Zentralpräsident, Thomas Hurter, bei der Übergabe der gesammelten über 110’000 Referendumsunterschriften. Foto: zVg

men für die Allgemeinheit kaum absehbare Mehrkosten aufgrund der Verteuerung des Transports von Gütern. All diese Massnahmen zum angeblichen Schutz des Klimas werden jedoch völlig wirkungslos verpuffen, denn die Schweiz trägt gerade einmal 0,1 Prozent zum weltweiten CO2-Ausstoss bei. Zudem hat die Schweizer Bevölkerung ihren CO2-Ausstoss

pro Kopf in den vergangenen zehn Jahren um knapp 24 Prozent reduziert. Damit ist die Schweiz klimapolitisch bereits heute auf dem richtigen Weg – ein CO2-Gesetz voller Verbote und neuer Steuern ist überflüssig. Umso wichtiger ist es, dass die Stimmbevölkerung – voraussicht­ lich am 13. Juni 2021 – nun das letzte Wort hat.

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Editorial

Jetzt kommt es faustdick: Basel will Road Pricing einführen!

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05 Autosteuern

Vorstoss von ACS-Präsident, Andreas Dürr, zur Gleichbehandlung aller Automobilisten

07 Schulweg

Warum Eltern ihre Kids nicht mit dem Auto zur Schule bringen sollten

09 Sichere Strassen

Wo die Schweiz im Rankung der sichersten Strassen steht?

12 Mobility Pricing

Der Bundesrat stellt die Weichen, um Pilotversuche zu ermöglichen

14 Frühlingsausfahrt

Die ACS Classic-Gruppe plant einen fulminanten Saisonstart

Vor 15 Jahren, als der grüne Justizdirektor, Guy Morin, sein Amt antrat, stand das Thema «Road Pricing» erstmals zur Debatte. Be­grün­det wurde das Anliegen seinerzeit mit Grenzwertüberschreitungen beim Ozon. Nicht nur rückläufige Ozonwerte, sondern auch eine im 2006 publizierte Studie hat der Idee ein jähes Ende gesetzt. Verkehrsingenieure ha­ ben im Rahmen eines For­ schungs­projektes die Einführung eines Value Pricings (kostenpflichtiger Sonderfahrstreifen) auf der Autobahn A2 zwischen Augst und Basel untersucht. Sie sind im Fazit zum Schluss gekommen, dass das System nur bei einem totalen Verkehrszusammenbruch wirkt, ansonsten die Value-Spur aber tendenziell zu einer Verminderung des Durchflusses führt. Jetzt ist das Thema aber dennoch wieder auf dem Tisch. In der neuen verkehrspolitischen Bibel des Basler Baudepartementes, «Ba­sel unterwegs – klimafreundlich ans Ziel» sind zahlreiche neue Ideen zu finden, wie der motorisierte Verkehr weiter eingeschränkt und reduziert – und wie Anreize zur Benützung des öffentlichen Verkehrs geschafft und die «aktive Mobilität» priorisiert und ausgebaut werden kann. Ein Kapitel in der neuen Mobilitätsstrategie heisst «Road Pricing testen». Dem BVD schwebt eine City-Maut vor, wie sie in Stockholm oder auch London existiert.

Bisher haben die rechtlichen Grundlagen dafür gefehlt. Anfang Februar hat das ASTRA aber grünes Licht für Pilotversuche zu Mobility-Pricing gegeben (lesen Sie dazu auch unseren Beitrag auf Seite 12). Mit Mobility-Pricing ist ein ganzheitliches System gemeint, um den Autoverkehr, aber auch den öffentlichen Verkehr, über ein neues Preissystem zu lenken und die vorhandenen Kapazitäten besser auszulasten. Ein solches System – das beide, noch besser alle, Verkehrsträger umfasst – ist aus ökonomischer Sicht bedenkenswert, insbesondere auch was die künftige Finanzierung der Verkehrsinfrastrukturen anbelangt. Aber das wars dann schon. Alles andere spricht dagegen. Zum Ersten ist die Lenkungswirkung nicht wirklich überzeugend: Die erwartete Reduktion der Staustunden von 10 Prozent ist erfahrungsgemäss nach 5 Jahren infolge Bevölkerungs- und Verkehrs-

wachstum wieder verpufft. Zweitens: Bleiben werden allerdings extrem hohe Implementierungs- und Betriebskosten. Drittens: Ohne Über­ wachung, keine Abrechnung. Datenschutzmässig sehr schwierig. Viertens: Angesichts der geografischen Lage und den funktionalen Beziehungen wäre ein Basler Road Pricing nicht nur kaum praktikabel, sondern vor al­lem auch ein Affront gegenüber dem Umland. Und zum Schluss, Punkt fünf: Road Pricing ist absolut ungerecht und asozial. Es würde vor allem jene treffen, die auf ein Auto angewiesen sind und nicht nach Belieben ihre Arbeitszeiten festlegen können. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergehen wird. Derzeit sind vom zuständigen Amt keine Informationen erhältlich. Darum ist noch völlig im Dunkeln, wie der vom Kanton BaselStadt beim Bund beantragte RoadPricing-Pilot ausgestaltet werden soll. Aber es ist ja auch noch überhaupt nicht sicher, ob ein isoliertes Road Pricing beim Bund überhaupt ein Thema ist. Sicher ist hingegen, dass sich der ACS mit allen Mitteln gegen ein solches Ansinnen wehren wird. Beste Grüsse – und bleiben Sie gesund – Ihr

Christian Greif Geschäftsführer

Impressum Herausgeber Automobil Club der Schweiz ACS Sektion beider Basel Hofackerstrasse 72 CH-4132 Muttenz Telefon +41 61 465 40 40 Fax +41 61 465 40 41 info@acsbs.ch www.acsbs.ch

Redaktion Christian Greif ACS beider Basel Hofackerstrasse 72 CH-4132 Muttenz Telefon +41 61 465 40 40 christian.greif@acsbs.ch

Inserate Regina Neuschütz ACS beider Basel Hofackerstrasse 72 CH-4132 Muttenz Telefon +41 61 465 40 40 regina.neuschuetz@acsbs.ch

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Clubmagazin ACS beider Basel | 01-2021

Verkehrspolitik

Basellandschaftliche Motorfahrzeugsteuern:

ACS-Präsident fordert einheitliche Auto-Steuern Weil sich die Berechnungsgrundlage geändert hat, ist nicht mehr gewährleistet, dass ein und dasselbe Auto auch gleich besteuert wird. Für ACS-Präsident Andreas Dürr eine unhaltbare Situation. Er fordert mittels Motion «gleiche Besteuerung für gleiche Autos». Im Kanton Baselland spielen für die Berechnung der Motorfahrzeugsteuern zwei Faktoren eine Rolle: Einerseits das Gewicht, andererseits der CO2-Aus­­stoss. Besitzer von spar­samen, umwelt­ freund­lichen Fahrzeugen profitieren solchermassen während max­imal vier Jah­ren von einem Steuerrabatt von bis zu 300 Fran­ ken. Umgekehrt werden jene, die mit ihrem Fahrzeug überdurchschnittlich viel CO2 ver­ursachen, mit einem permanenten Steuerzuschlag von bis zu 300 Franken bestraft. Neues Bemessungssystem Dieses Bonus-Malus-System gibt es im Baselbiet schon seit 2014. Es basierte bis anhin allerdings auf dem veralteten NEFZ (siehe Kasten). Per 1. Januar 2021 wurde nun auf aktuellen Standard WLTP umgestellt, der die tatsächlichen Verbrauchs- und Emissionswerte wesentlich realistischer abbildet. Infolgedessen musste die Tabelle für die verschiedenen Emissionskategorien

überarbeitet werden. Im Einzelfall hat die Änderung nun aber zur Folge, dass ein und dasselbe Fahrzeugmodell unterschiedlich besteuert wird. Ein Beispiel: Wer sich noch vor Jah­resfrist einen neuen VW Golf GTI zugelegt hat, wird nach altem Regime zur Kasse gebeten: Der Zuschlag be­trägt permanent 150 Franken pro Jahr. Hätte er seinen neuen GTI aber erst im Jahr 2021 eingelöst, müsste er je nach Ausstattung gar keinen oder nur 75 Franken Zuschlag bezahlen. Umgekehrt ist auch denkbar, dass ein sparsames Modell plötz­ lich weniger Steuerrabatt erhält als bisher. Ungerechtigkeit beseitigen In den Augen von Andreas Dürr, seines Zeichens Präsident des ACS beider Basel, Anwalt und Notar in Basel sowie Landrat und Fraktionspräsident der Baselbieter FDP, ist es stos­send, dass nun einzelne Autobe­sitzer einen Nachteil oder einen Vorteil erfahren sollen, je nach dem,

wann sie ihren Wagen gekauft haben. Er hält fest, dass es zwei Rechtsprinzipien zu beachten gälte: Zum einen den Bestandesschutz und zum anderen den im Strafrecht entwickelten Grund­ satz des milderen Rechts, der so­g enannten lex mi­­t ior. Die heu­tige Regelung berücksichtige zwar den Bestandesschutz, übersehe aber die lex mitior. Das führe dazu, dass ein nach neuem Recht respektive neuem Messverfahren günstigerer Wagen noch während Jah­ren mit einer Busse belegt wird, die der Käufer des gleichen Wagens (mit den gleichen Emissionswerten) nach dem 1. Januar 2021 nicht bezahlen muss! Diese Ungleichbehandlung sei zu beseitigen. Klare Forderung an Regierung Mit einer Motion forderte Dürr Mitte Januar deshalb den Regierungsrat auf, es seien rechtliche Grundlagen zu schaffen, um sicherzustellen, dass für ein typengleiches Fahrzeugmodell auch die gleiche Motorfahrzeugsteuer erhoben werde, unabhängig da­ von, welches Mess- und Testverfahren bei der Steuerberechnung zur Anwendung kommt. Das heisst auch unabhängig davon, ob die Erstinverkehrssetzung

Was ist NEFZ und WLTP? Der 1992 eingeführte «Neue Europäi­ sche Fahrzyklus«, kurz NEFZ, ist ein Prüfverfahren zur Messung des Treib­ stoffverbrauchs und der Emissionen von leichten Motorfahrzeugen. Diese Messmethode ist inzwischen veraltet. Seit September 2017 gilt in der EU ein neues Messverfahren namens Worldwide harmonized Light Duty Test Procedure (WLTP). Es liefert wesent­ lich realistischere Werte, was den Verbrauch und die Schadstoffemissio­ nen anbelangt. Höhere Verbrauchsund CO2-Werte haben allerdings auch Auswirkungen auf die Motorfahrzeug­ steuern.

vor oder nach dem 1. Januar 2021 erfolgte. Zudem soll im Falle einer Differenz die jeweils günstigere Steuerberechnung zur Anwendung gelangen und allfällig seit dem 1. Januar 2021 bis zum Inkrafttreten der vorliegenden Gesetzesänderung zu viel bezahlte Motorfahrzeugsteuern dem betroffenen Halter zurückerstattet beziehungsweise gutgeschrieben werden. Man darf gespannt darauf sein, wie der Kanton diese Forderung aufnehmen respektive umsetzen wird.

ACS-Präsident, Andreas Dürr, kämpft als Baselbieter Landrat und Fraktionspräsident der FDP für gerechte Motorfahrzeugsteuern.

Foto: zVg

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Clubmagazin ACS beider Basel | 01-2021

News

2020 war das Jahr der Camper Gemäss auto-schweiz hat die Coronakrise 2020 zu gegenläufigen Trends am Nutzfahrzeugmarkt der Schweiz geführt. Während die Gesamtzahl an Neuimmatrikulationen um 13,5 Pro-

bisherige Allzeithöchstwert aus dem Jahr 2019 nochmals deutlich übertroffen. Die Entwicklung des Nutzfahrzeugmarkts im Jahr 2021 sehen die auto-schweiz-Mitglieder positiv

Camping wird von Jahr zu Jahr beliebter. Foto: Pixaby, Volker Glätsch zent auf 38’538 zurückging, konnten Wohnmobile um 26 Prozent zulegen. Mit 6’005 neuen Campern wurde der

– vorausgesetzt, die Einschränkungen durch die Pandemie halten sich in beherrschbaren Grenzen.

Gelesen...

Parkplatz kann in Basel neu via App bezahlt werden Seit dem 11. Januar 2021 kann man in Basel-Stadt mit der neuen App «Park Smart Basel» der Kantonspolizei parkieren. Autofahrende können die Parkgebühren damit bargeldlos und minutengenau bezahlen. Das Tool sei einfach gestaltet und selbsterklärend. Die App warnt die Nutzerinnen und Nutzer zudem, wenn die Parkzeit abläuft. «ParkSmart Basel» ist sowohl für Smartphones mit iOS als auch Android in den entsprechenden AppStores verfügbar.

Basel-Stadt prüft Massnahmen für «netto Null» Im Oktober 2010 wurde von linksgrüner Seite die Klima­gerech­tig­keits­ ini­tiative lanciert. Sie fordert die Bas­ ­ler Regierung und das Kantons­ parlament auf, sich dafür einzusetzen, dass die Treibhausgasemissionen in Basel-Stadt bis 2030 auf Null sinken. Anfang dieses Jahres hat der Re­gierungsrat die Initiative «für ein klimagerechtes Basel» für rechtlich zu­ lässig erklärt und dem Gros­sen Rat beantragt, ihm die Initiative zur Berichterstattung zu über­weisen. Der Regierungsrat werde dann innerhalb der gesetzlichen Frist von sechs Monaten aufzeigen, was das Ziel «Net­to-Null» bis 2030 in den einzelnen Bereichen für Basel-Stadt konkret bedeutet und welche Möglichkeiten er sieht, die Verminderung von Treibhausgasen allenfalls zu be­schleu­ni­gen. Der Regierungsrat erachtet es aber als höchst unwahrscheinlich, dass die Treibhaus­gas­emis­sionen in BaselStadt in allen Be­rei­chen bis 2030 auf «Netto-Null» reduziert werden könnten.

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In einer Kurzmitteilung teilt der Basler Regierungsrat mit, dass er einer Ausdehnung des Schutzhelm-Obligatoriums ablehnend gegenüber stehe, weil dadurch ein Rückgang des Velos- und E-Bike-Ver­ kehrsanteils zu befürchten sei. Das würde den Bestrebungen, nicht- bzw. leichtmotorisierte Fahrzeuge zu fördern, entgegenstehen ...

... Gedacht ... Der Zweck heiligt offenbar die Mittel. E-Bike-Unfälle nehmen zwar massiv zu, gemäss der neuesten SINUS-Studie der bfu viel mehr als alle anderen. Aber derselbe Regierungsrat, der aus Sicherheitsgründen jeden Parkplatz aufhebt, praktisch flächendeckend Schleichtempo 30 plant, steht nicht hinter einem Velohelm-Obligatorium, das zweifelsfrei die mit Abstand sinnvollste und effizienteste Massnahme ist, um die Sicherheit von Velo- und E-Bike-Fahrenden zu erhöhen.

Regionale Luft ist weiter besser geworden

Neues Temporegime: Rheinfelder Strasse in Muttenz.

Foto: C. Greif

Neu gilt Innerorts-Tempo 50 im Muttenzer Industriegebiet Das seit Jahrzehnten geltende Tempolimit 60 durch die Muttenzer Industrie wurde nun auf «Tempo 50 generell» geändert. Auf Anfrage begründet die Baselbieter Polizei die Änderung wie folgt: Die Einführung der innerorts allgemein gültigen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h wurde im Zusammenhang mit der Anpassung/Neugestaltung der kantonalen Radroute (u.a. Markierung von Radstreifen) im signalisierten Innerortsbereich «Schweizerhalle» umgesetzt. Die Innerortsstrecke, mit Ausnahme eines kurzen Abschnitts Höhe Firma Leimgruber, weise durchgehend beidseitig ein Trottoir sowie mehrere Übergänge (Fussgängerstreifen) für zu Fuss Gehende auf. Weiter ist immer mindestens auf einer Strassenseite die dichte Überbauung gegeben, bei deren Beginn innerorts die allgemeine Höchstgeschwindigkeit angezeigt wird (Art. 22 Abs. 3 SSV). Die Fachstellen von BUD und SID sind deshalb bei der Bearbeitung der erwähnten Anpassung/Neugestaltung der Radroute zum Schluss gekommen, dass sich aus Gründen der Verkehrssicherheit eine höhere Geschwindigkeit (60 km/h), als die innerorts allgemein vorgegebene Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h generell, auf diesem Abschnitt nicht mehr rechtfertigen lässt (Art. 108 Abs. 3 SSV).

Wie das Lufthygieneamt beider Basel mitteilte, sind im Jahr 2020 die Belastungen durch Stickstoffdioxid deutlich gesunken. Der Grenzwert wurde lediglich noch an der Messstation A2 Hard und an der Feldbergstrasse überschritten. Leicht ge­ring­ ere Spitzenkonzentrationen wurden beim Ozon gemessen, wobei diese noch deutlich über dem gesetzlich festgelegten Grenzwert lägen. Ebenfalls konnte im Jahr 2020 ein fortgesetzter Rückgang beim Feinstaub ver­zeichnet werden. Gründe für diese positive Entwicklung seien neben der Corona-Pandemie der milde Winter sowie kürzere Hitzeperioden.

Luftmesscontainer an der Autobahn A2. Foto: BUD BL

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Clubmagazin ACS beider Basel | 01-2021

Service

Empfehlung der Baselbieter Verkehrspolizei:

Kinder sollten ihren Schulweg selbst erleben! Für Kinder ist der Schulweg ein besonderes Erlebnis. So sollte es auch sein. Weil Eltern allerdings nur das Beste für ihre Zöglinge wollen, bringen sie diese mit dem Auto zur Schule. Dabei schiessen sie aber übers Ziel hinaus – und behindern damit ungewollt die Entwicklung ihrer Zöglinge. Erinnern Sie sich an früher? Was haben wir nicht alles auf unserem Schulweg beobachtet und entdeckt? Haben Sie dabei nicht

Wahrnehmung ist aber noch eingeschränkt und das Bewusstsein für Gefahren fehlt oft noch. Helfen Sie uns mit, gemeinsam fördern wir die Verkehrssicherheit. • Suchen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind den sichersten – und nicht den kürzesten – Weg zur Schule! • Üben Sie als Eltern oder Bezugsperson mehrmals den Schulweg mit Ihrem Kind! • Kinder schauen zu Ihnen auf. Verhalten Sie sich deshalb im Strassenverkehr immer korrekt. • Planen Sie genügend Zeit ein, damit Ihr Kind in Ruhe zur Schule gehen kann! • Achten Sie darauf, dass die Kinder helle Kleidung mit reflektierendem Material tragen. • Machen Sie Ihre Kinder frühzeitig auf die Gefahren im Stras­ senverkehr aufmerksam! • Nutzen Sie das Auto als «Elterntaxi» nur im Ausnahmefall. • Passen Sie als Fahrzeuglenkende in der Nähe von Kindern besonders auf, fahren Sie lang-

Unfälle mit Kindern Gemäss der Verkehrsunfallstatistik des Kantons Basel-Landschaft wur­ den 2019 insgesamt 41 Kinder im Alter von 0 bis 14 Jahren bei Ver­ kehrsunfällen verletzt, 4 davon er­ heblich.

Hauptmann Bernhard Baumgartner leitet ad interim die Verkehrspolizei Basel-Landschaft.

Erlebniswelt Schulweg - eine Entdeckungsreise Kinder, die den Schulweg zu Fuss oder mit dem Fahrrad bewältigen, werden motorisch und sozial gefördert, sie werden selb­st­stän­ diger und verant­wortungs­be­ wuss­ter, gewinnen Sicherheit und bekommen die Chance vieler spannender Erlebnisse. Bewegung und frische Luft fördert die Konzentration und bietet die Gelegenheit, sich mit anderen Kindern auszutauschen und Freundschaften zu schliessen. Damit Kinder sicher zur Schule und nach Hause kommen, sind wir Erwachsenen gefragt: Sie in der Rolle als Eltern oder Betreuungspersonen und wir als Verkehrsinstruktorinnen und -instruktoren. Kinder sind neugierig und wollen die Welt entdecken. Ihre

auch mal die Zeit vergessen und mussten dann zur Schule rennen? Den Schulweg selbstständig zurückzulegen – diese «erwachsenlose Zeit» – fördert die persönliche Entwicklung Ihres Kindes, ganz nach dem Motto: Lernen durch erleben! Ja, früher war der Schulweg noch aufregend und spannend, heute ist er hektisch und mit Gefahren verbunden. Manchmal! Und ja, es hat mehr Verkehr. Aber Hand aufs Herz: Indem Sie Ihr Kind mit dem Auto zur Schule bringen, bewahren Sie es nicht vor möglichen Gefahren. «Elterntaxis» vor der Schule stellen ein erhöhtes Unfallrisiko dar, denn viel Verkehr rund um Schulen kann Kinder gefährden. Zudem: Im Auto kann Ihr Kind das sichere Verhalten im Strassenverkehr nicht erlernen.

Ursache für chaotische Zustände vor Schulen und Kindergärten: Zu viele Eltern bringen ihr Kind mit dem Auto. Dabei sollten diese den Schulweg selbständig absolvieren. Foto: ADAC/Stefanie Aumiller

19 verunfallte Kinder waren als Fussgänger oder mit fahrzeugähnli­ chen Geräten unterwegs, 14 mit einem Fahrrad oder Mofa und 6 waren Mitfahrer in einem Personen­ wagen. Gemäss Statistk ereigneten sich 18 Unfälle auf dem Schulweg.

sam und erstellen Sie Bremsbereitschaft! • Stellen Sie Ihr Fahrzeug auf einen Parkplatz ab und überlassen Sie das Trottoir den Fussgängern. Helfen Sie uns mit, Ihrem Kind die Erlebniswelt des Schulweges zu eröffnen. Ich wünsche Ihnen und Ihren Kindern viele spannende Erlebnisse auf dem Weg zur Schule. Bernhard Baumgartner

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Clubmagazin ACS beider Basel | 01-2020

News

Schwerverkehrsabgabe wird per Mitte 2021 erhöht Der Bundesrat hat beschlossen, die älteren Lastwagen der Kategorie Euro IV und Euro V von der mittleren in die teuerste LSVA-Kategorie abzuklassieren. Zudem wird der seit 2011 bestehende Rabatt von 10 Pro­zent für Euro II und Euro III-Fahrzeuge mit Partikelfilter aufgehoben. Der Gemischte Ausschuss SchweizEU hat im Dezember 2020 grünes Licht dafür gegeben, dass die Schwerverkehrsabgabe LSVA per Mitte 2021 entsprechend angepasst werden kann. Ursprünglich war die Erhöhung ein halbes Jahr früher geplant. Sie wurde aber wegen der Coronakrise verschoben.

Für gewisse Lastwagen wird die Schwerverkehrsabgabe ab Juli 2021 teurer. Foto: C. Greif

Im internationalen Vergleich gehört die Schweiz zu den Ländern mit den weltweit sichersten Strassen. Grafik: bfu ,Quelle: OECD: IRTAD

Sichere Strassen: Schweiz weltweit top Wie die Grafik «Getötete pro 1 Mio. Einwohner/-innen im internationalen Vergleich, 2018» der bfu zeigt, belegt die Schweiz nach Norwegen den zweit­­en Platz im Ranking der sichersten Strassen. Autofahrende und ihre Passagiere sind in der Schweiz sicher unterwegs: In Relation zur jeweiligen Einwohnerzahl gehört die Anzahl getöteter Insassen von Perso­ nenwagen auf Schweizer Strassen europa- und sogar weltweit zu den tiefsten. Beim Schutz verletzlicher

Ver­kehrsteilnehmer liegt die Schweiz aber nur im europäischen Mittelfeld: Für Motorrad- und Radfahrende gibt es sicherere Länder als die Schweiz. Zum Beispiel weisen mehr als die Hälfte der europäischen Länder – bezogen auf die jeweilige Einwohnerzahl – weniger getötete Radfahrende auf. Wie eine Analyse gezeigt habe, figuriere die Schweiz im Ranking der Verkehrssicherheit bei den Jugendlichen, den jungen und älteren Erwachsenen im ersten (sichersten)

Alkohol am Steuer: Ein gefährlicher Begleiter Mit ihrem Sicherheitstipp, Januar 2021, ruft die bfu in Erinnerung: Wer fährt, trinkt nicht. Alkohol am Steuer gehört zu den grössten Sicherheitsrisiken im Verkehr. Schon kleine Mengen wirken sich auf die Fahrfähigkeit aus. Darum: Als Lenkerin oder Len­ker unterwegs und trotzdem et­ was getrunken? Fahrzeug stehen las­ sen und ÖV oder Taxi nehmen. Party? Fahrgemeinschaft bilden und vereinbaren, dass Fahrerin oder Fahrer nicht trinkt. Gastgebende: Alkoholfreie Getränke bereithalten und Alkoholisierte vom Fahren abhalten.

Viertel. Auch die Sicherheit für Seniorinnen und Senioren sei in der Schweiz höher als in den meisten anderen europäischen Ländern. Hinsichtlich der Zahl der Unfälle von Kindern im Strassenverkehr hingegen könne sich die Schweiz aber noch deutlich steigern.

Gelesen... Die Wirtschaft wachse, die Einwohnerzahlen stiegen und das Freizeitangebot werde vielfältiger, teilt die Basler Regierung im Zusammenhang mit der neuen Mobilitätsstrategie mit. Dies führe zu mehr Ver­kehr. Um diesen wachsenden Mo­ ­bilitätsbedürfnissen aber gerecht zu werden, habe der Basler Regierungsrat das verkehrspolitische Leitbild – und zu dessen Umsetzung ein «ausgewogenes Massnahmenpaket» be­ schlos­sen...

... Gedacht

Die Robotaxis sind im Kommen! Im Juni 2020 hat Amazon für 1,3 Milliarden Dollar die kalifornische Firma Zoox erworben. Im Dezember letzten Jahres hat das Start-up sein Robotaxi der Weltöffentlichkeit präsentiert. Der 3,6 Meter lange Shuttle besitzt weder ein Lenkrad noch Cockpit. Da beide Achsen lenkbar und motorisiert sind, die Beleuchtungssysteme zudem variabel als vorne oder hinten gesteuert werden können, muss das Robotaxi nie wenden. Der 133-kWh starke Akku verspricht einen Dauerbetrieb bis 16 Stunden. Das Fahrzeug wird derzeit in Las Vegas, San Francisco und Forster City erprobt.

...«ausgewogener» geht fast nicht! Das Massnahmenpaket setzt absolut ein­seitig da­rauf, den motorisierten Verkehr mit allen Mitteln zu behindern und verhindern, durch Verteuerung von Parkgebühren, durch Abbau von Parkplätzen oder Umwidmung von ganzen Strassenzügen. Im Gegenzug wird einfach alles begünstigt, was nicht Auto oder Motorrad heisst.

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Clubmagazin ACS beider Basel | 01-2021

News

Günstigere Autosteuern dank U-Abo?

Zubringer Bachgraben kommt Ende Januar haben die Regierungen der beiden Basler Halbkantone zwei Absichtserklärungen unterzeichnet, um gemeinsam sechs Verkehrsinfra­ strukturen für den Auto-, Velo- und öffentlichen Verkehr im Raum Basel West, Allschwil und Binningen/Bottmingen zu realisieren. Bei den neuen Verbindungen handelt es sich um den Zubringer Bachgraben-Allschwil, die ÖV-Verbindung

Bachgraben, Velovorzugsrouten vom Bachgraben nach Basel West, die Tramverbindungen Letten und Margarethenstich sowie die S-Bahnhaltestelle Morgartenring. Zielsetzung sei es, das boomende Entwicklungsgebiet Bach­graben/Allschwil besser zu erschliessen. Die Kreditbeschlüsse für die einzelnen Projekte müssen vom Landrat und vom Gros­sen Rat noch bewilligt werden.

Das U-Abo sei aus der Nordwestschweiz nicht mehr wegzudenken. Die Nachfrage lasse aber nach: 2013 seien 872’000 Abos verkauft worden; 2019 nur noch 776’000. Das Ziel von 790’000 verkauften Abos im 2021 sei deshalb gerade auch unter Berücksichtigung der Aus­wirkungen von Corona sehr ambi­tiös. Kreative Ideen seien gefragt, befanden Parlamentarier aus diversen Parteien und lancierten eine Motion zur Attraktivitätssteigerung des öffentlichen Verkehrs.

Diese verlangt: Wer Motorfahrzeugsteuern bezahlt, gleichzeitig aber auch ein U-Abo besitze, solle einen Teil der Abonnements-Kosten bei der Motorfahrzeugsteuer in Abzug bringen können. Diese Massnahme, verbunden mit einer entsprechenden Informationskampagne, werde si­ cher wei­tere Teile der Bevölkerung dazu be­ wegen, neben dem Auto auch den ÖV stärker zu berücksichtigen.

Verkehrsleitsystem wird ersetzt

Entwicklung der VerkehrsKosten nach Verkehrsträgern

1

2019

5% 0%

2018

© BFS 2020

15% 10%

2017

Quelle: BFS – Statistik der Kosten und der Finanzierung des Verkehrs (KFV)

Gesundheitskosten). Dies sind 8% mehr als noch im Jahr 2010. Während die Kosten des motorisierten Strassenverkehrs eher moderat zunahmen (+5%), fiel der Anstieg bei der Luftfahrt (+19%) und beim Schienenverkehr (+20%) markanter aus. Grund dafür ist das im genannten Zeitraum gestiegene Passagieraufkommen im Luftverkehr sowie bedeutende Investitionen in die Schieneninfrastruktur. Quelle: BFS – Statistik der Kosten und der Finanzierung des Verkehrs (KFV), Grafik: BFS 2020.

20%

2016

Daten nur für 2010, 2015, 2016 und 2017 erhoben; ohne General Aviation ohne Langsamverkehr

Gemäss Litra, dem Informationsdienst für den öffentlichen Verkehr, ist die Schweiz erneut Europmeisterin beim Bahnfahren. Sie legte auf hohem Niveau sogar noch zu: 74 Mal war jeder Einwohner 2019 im Durchschnitt mit der Bahn unterwegs, drei Mal mehr als 2018. Auch die Spitzenposition bei der zurückgelegten Distanz wurde mit 2'505 Kilometern gehalten. Dies zei­ gen die neuesten Zahlen von Eurostat. (Quelle und Grafik: BFS)

2015

Strasse 2

2014

2017

2013

2016

2012

2015

2011

2

Luft1

2014

2010

1

2013

2009

Schiene

2012

2008

Schweiz ist Bahnfahr-Europameisterin 2011

2007

95 2010

Anteil an den Personenkilometern 25%

2006

105,4

105 100

2005

110

2004

115

2003

119,9 119,2

120

2002

Index 2010 =100 125

Signale und Verkabelungen des inzwischen 20 Jahre alten Verkehrsleitsystems auf der A3 Nordtangente Basel (St. Johann, Dreirosenbrücke und Horburg) werden ersetzt. Infolgedessen ist bis 12. Mai 2021 jeweils zwischen 20 bis 5 Uhr mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Ausgenommen sind die Nächte von Freitag auf Samstag und Samstag auf Anteil des öffentlichen Verkehrs an den Verkehrleistungen im Personenverkehr Sonntag, Ostermontag, Auffahrt und Pfingstmontag. Foto: C.1 Greif

2001

Gesamtkosten inklusive Unfall-, Umwelt- und Gesundheitskosten

aller Fahrzeuge, die 2020 in der Schweiz und im Fürstentum Lichtenstein neu auf die Strassen kamen, verfügten über einen alternativen Antrieb (Elektroautos und Plug-in-Hybride). Das ist ein neuer Rekord und Allzeithoch.

2000

Wie das Bundesamt für Statistik Ende 2020 mitteilte, kostete 2017 der motorisierte Verkehr auf Strasse, Schiene und in der Luft insgesamt 92,7 Milliarden Franken (GesamtEntwicklung der Kosten des Verkehrs nach Verkehrsträgern kosten inklusive Unfall-, Umwelt- und

Landverkehr ohne Fuss- und Veloverkehr

ÖV-Anteil bei der Verkehrsleistung im Personenverkehr Quellen: BFS – Leistungen des Personenverkehrs (PV-L), Statistik des öffentlichen Verkehrs (OeV)

© BFS 2020

2019 wurden mit Eisen- und Zahnradbahnen, Trams, Trolley- und Autobussen sowie Stand- und Luftseilbahnen insgesamt 26,9 Milliarden Per­sonenkilometer zurückgelegt. Da­ mit ist der Anteil des ÖV an den im gesamten Landverkehr zurückgelegten Personenkilometern im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Prozentpunkte auf 20,7% angestiegen.

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Clubmagazin ACS beider Basel | 01-2021

Verkehrspolitik

Gesetz für Pilotprojekte zu Mobility-Pricing geht in Vernehmlassung

Bundesrat stellt Weichen für Mobility-Pricing Viele Städte wollen weniger Verkehr und erhoffen sich eine Lösung durch Mobility-Pricing. Nun will der Bund das neue Preissystem im Rahmen von Pilotprojekten erproben. In der 8-Millionen-Stadt London gehört Mobility-Pricing schon seit Längerem zum Alltag: Wer ins Stadtzentrum will, egal ob mit dem Auto oder dem ÖV, muss dafür bezahlen. Um die Verkehrsspitzen zu glät­ ten und die Kapazitäten auf Strasse und Schiene besser zu nutzen, will der Bund nun auch Kantonen und Gemeinden in der Schweiz ermöglichen, Pi­lot­ver­ suche durch­zu­füh­ren. Neues, befristetes Bundesgesetz Mit einem auf zehn Jahre befristeten Bundesgesetz soll erprobt

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werden, wie die Verkehrsnachfrage und das Mobilitätsverhalten sowohl im motorisierten als auch im öffentlichen Verkehr beeinflusst und gesteuert werden kann. Das Gesetz schafft zudem die Grundlage, damit der Bund Pi­ lotprojekte finanziell unterstützen kann. Es unterscheidet zwischen Pilotprojekten mit Ab­gabepflicht und solchen, die auf Freiwilligkeit beruhen. Reges Interesse Vor einem Jahr hat der Bund Kantone und Städte aufgefordert, ihr Interesse an der Durchführung eines Pilotprojekts kund zu tun. Gemeldet haben sich die Kantone Aargau, Basel-Stadt, Genf, Jura, Thurgau, Wal­lis und Zug sowie die Städte Bern, Biel, Delémont und Zürich. Das UVEK ist nun daran, die dazu ein­gereichten Projektideen mit

Mobility-Pricing gilt grundsätzlich für Strasse und Schiene. Basel-Stadt will aber vor allem den Autoverkehr in Schranken weisen. Foto: C. Greif

den interessierten Kantonen, Ge­ meinden und Städten zu bereinigen und zu konkretisieren. Gestützt darauf werden als nächstes für einige dieser Projektskizzen Machbarkeitsstudien durchgeführt. Diese sollen bis 2022 vorliegen. Sie laufen parallel zum Gesetzgebungsprozess, damit die Pilotprojekte rasch starten können, sobald das neue Ge­setz – voraussichtlich Anfang 2024 – in Kraft tritt.

Basel will Road-Pricing! Wie das Basler BVD im Rahmen des zweiten Treffens des «Forums für Mo­bilität und Verkehr» im November letzten Jahres informierte, hat sich Basel-Stadt beim Bund für einen Road-Pricing-Pilotversuch beworben. Auf Anfrage wurde dem ACS beschie­ den, dass die Unterlagen dazu aber noch nicht reif genug seien, um öffentlich kommuniziert zu werden.


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Service

Verkehrs-Gesetzgebung:

Mehrere neue Verkehrsregeln seit Anfang 2021 Anfang Jahr sind diverse neue Verkehrsregeln in Kraft getreten. ACS mobil ruft die wichtigsten Neuerungen in Erinnerung.

tenzsystem fürs selbständige Einparkieren. Seit Anfang Jahr erlaubt die Verkehrsregelnverordnung Lenkern sol­­cher Fahrzeuge nicht nur das Loslassen des Lenkrades, sondern sogar das Aussteigen, wenn die Ein­ parkhilfe dies erlaubt. Sie müs­ sen das Parkierungsmanöver aber überwachen und bei Bedarf abbrechen.

Die neuen Verkehrsregeln zielen zum Grossteil darauf ab, die Sicherheit zu erhöhen und den Verkehrsablauf flüssiger zu machen. Nichtbeachtung wird mit einer Ordnungsbusse geahndet. Reissverschlussprinzip Beim Abbau von Fahrstreifen ist das Reissverschlusssystem neu obligatorisch. Wichtig: Erst dort, wo der Fahrstreifen endet – und nicht schon vorher, wie das oft zu sehen ist – gilt eins links, eins rechts. So können unerwünschte Rückstaus durch verfrühten Spur­ wechsel vermieden werden. Einschwenkende Fahrzeuglenkende dürfen die Lücke aber nicht erzwingen, sie bleiben vortrittsbelastet. Neu gilt das Reissverschluss­ system bei stockendem Verkehr auch bei Autobahneinfahrten. Rettungsgasse Neu muss auf Autobahnen eine Rettungsgasse für Einsatzfahrzeuge freigehalten werden, bereits wenn sich der Verkehr nur noch mit Schrittgeschwindigkeit bewegt. Das gilt auch, wenn kein Blaulichtfahrzeug zu sehen oder zu hören ist. Bei zweispurigen Strassen ist die Rettungsgasse zwischen den beiden Spuren zu bilden, bei dreispurigen Strassen immer zwischen dem äussersten linken und dem mittleren Fahrstreifen. Ausweichen auf den Pan­nenstreifen ist nicht erlaubt. In Tunnels ist so nah wie möglich an den Fahrbahnrand zu fahren. Rechts Vorbeifahren Was in Amerika längst erlaubt ist, nämlich das Rechts-Überholen, ist in der Schweiz nach wie vor verboten. Aber: Wenn sich

Ein ganzer Reigen neuer Gesetze den Strassenverkehr betreffend sind per 1.1.2021 in Kraft getreten. Foto: pxhere.com

auf dem linken (oder bei dreispurigen Autobahnen auf dem linken und/oder mittleren) Fahrstreifen eine Kolonne gebildet hat, dürfen die Verkehrsteilnehmenden auf der rechten Spur nun mit der nötigen Vorsicht vor­ beifahren, auch wenn sich rechts noch keine Kolonne gebildet hat. Tempo 100 für Anhänger Neu dürfen leichte Motorwagen mit einem Anhänger auf Schweizer Autobahnen mit 100 km/h unterwegs sein. Der Anhänger darf nicht schwerer als 3,5 Tonnen sein und muss für diese Geschwindigkeit geeignet sein. Das gilt auch für das Zugfahrzeug und die Reifen. Alkohol an Raststätten Seit dem 1.1.21 dürfen in den Autobahnraststätten wieder al­ ko­­­holische Getränke verkauft und serviert werden. Der Bundesrat hat das bisher geltende Ver­bot aufgehoben. Rechts Abbiegen bei Rot «Rot ist rot!» Dieser Grundsatz gilt auch weiterhin. Neu ist, dass Rad- und Mofafahrende an Ampeln bei Rot rechts abbiegen dürfen, sofern dies mit einer Tafel

mit einem gelben Velo und einem Pfeil signalisiert ist. Dabei muss auf Fussgängerinnen und Fussgänger sowie den Querverkehr geachtet werden, denn diese haben Vortritt. Velos auf dem Trottoir Neu dürfen Kinder bis 12 Jahre mit dem Velo das Trottoir benützen – allerdings nur, wenn kein Radweg oder Radstreifen vorhanden ist. Dabei müssen sie auf Fussgängerinnen und Fussgänger Rücksicht nehmen, denn diese haben Vortritt. Fahrradstrassen In Tempo-30-Zonen können neu Fahrradstrassen eingerichtet wer­ den. Fahrzeuge auf Fahrradstras­ sen haben gegenüber einmündenden Strassen Vortritt; der bis­­her geltende Rechtsvortritt gilt nicht. Entsprechend ist auf den einmündenden Strassen «Stop» oder «Kein Vortritt» signalisiert. Auf dem Boden können gelbe Velopiktogramme eine Fahr­r adstrasse kennzeichnen, müssen aber nicht. Parkier-Automaten Autos der jüngsten Generation verfügen häufig über ein As­sis­

Lernfahrten ab 17 Wer den Auto-Lernfahrausweis vor dem zurückgelegten 20. Altersjahr erwirbt, muss neu eine Lernphase von zwölf Monaten durchlaufen. Damit die Führerprüfung trotz der einjährigen Lernphase mit 18 absolviert werden kann, darf der Lernfahrausweis bereits im Alter von 17 Jahren erteilt werden. Neuregelung für Moto-Fahrer Wer die leistungsstärksten Motorräder fahren will, muss künftig zuerst mindestens zwei Jahre ein auf 35 kW beschränktes Motorrad der Kategorie A fahren. Der Direkteinstieg in die stärkeren Motorradkategorien ist künftig nur noch für Personen möglich, die berufsmässig auf das Führen solcher Motorräder angewiesen sind: Motorradmechaniker, Polizisten und Verkehrsexperten. Zweirad-Parkplätze kosten Besitzer von Motorrädern oder schnellen Elektrovelos (45 km/h) dürfen ihre Gefährte nicht mehr in jedem Fall abstellen, wo es gerade Platz hat. Sie können neuerdings auf kostenpflichtige Parkplätze verwiesen werden. Signal «Ladestation» Neu gibt es das Symbol «Ladestation» für entsprechende Abstellflächen. Sie können grün eingefärbt werden, damit sie leichter zu finden sind.

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Classic-Gruppe

Saison-Auftakt-Ausflug der Classic-Gruppe vom 24. und 25. April 2021

Frühlingsausfahrt – mit Sicherheit ein Vergnügen Mit einer zweitägigen Frühlingsausfahrt will die ACS-Classic-Gruppe Ende April die Saison 2021 eröffnen. Gross geschrieben wird die Sicherheit. «Wir wollen Corona ein Schnip­p­ chen schlagen» sagt Esther Hug, Mitglied der ACS Classic-Grup­ pe und Organisatorin der Frühlingsausfahrt. «Es ist an der Zeit, dass wir – selbstverständlich mit der gebotenen Vorsicht – endlich wieder einmal unserem Hobby frönen können». Ziel ist das spektakuläre Emmental mit seinen lieblichen Hügeln, schroffen Tälern, grünen Wiesen und den beeindruckenden Häusern mit ihren tiefgezogenen Walm­däch­ ern. Wir wollen gemeinsam die wunderschöne Landschaft, den

Jetzt anmelden!

Herrliche Aussichten verspricht das Emmental.

Blick in die Berner Alpen mit Ei­ger, Mönch und Jungfrau geniessen, die Geschichte des Em­­ mentals erleben und den Spuren der Herren von Signau, Lützelflüh und Sumiswald, in Verbindung mit Jeremias Gotthelf, dem

Eine Augenweide: Schloss Hünigen in Konol­fin­gen Foto: Wikimedia

Foto: Esther Hug

ehe­ maligen Pfarrer zu Lützelflüh, folgen. Attraktives Programm Am Samstagmorgen, 24. April 2021, wird voraussichtlich ab Bad Bubendorf gestartet. Durchs Baselbiet über den Unteren Hauenstein geht es Richtung Aarburg. Von Dort über Rothrist und Huttwil nach Dürrenroth, wo im Hotel Bären ein kurzer Kaffee-Zwischenhalt geplant ist. Dann führt die Route weiter Rich­ tung Löchlibad, wo im gleichnamigen Hotel das Mittagessen geplant ist. Der nächste Halt ist in Langnau vorgesehen – je nach Möglich-

Den Sponsoren der ACSClassic-Gruppe ein grosses Dankeschön für ihre Treue

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Präambel: Durchführung nach Mög­ lichkeit und unter Berücksichtigung der geltenden Sicherheitsmassnahmen Datum: Samstag, 24. April 2021 und Sonntag, 25. April 2021 Treffpunkt und -zeit: Wird nach der Anmeldung bekannt gegeben Anmeldung und weitere Infos: Web: www.abcsbs.ch Mail: isabel.altermatt@acsbs.ch Fax: 061 465 40 41 Telefon: 061 465 40 40

keit mit Besichtigung des Museums «Chüechlihus». Übernachtet wird im Schloss Hünigen in Ko­nol­fin­gen, das in einem herrlichen Garten liegt. Die Heimreise am nächsten Tag startet über Schlosswil, Schlatt– acker und Biembach. Kurz nach Burgdorf ist im Restaurant Lueg eine Kaffeepause geplant. Mittagessen gibt’s im Restaurant Tschep­pach’s in Tscheppach. Nen­nigkofen, Solothurn, Einsiedelei St. Verena sowie Welschenrohr und Waldenburg heissen die letzten Stationen der Frühlingsausfahrt, bevor der Startpunkt Bad Bubendorf wieder erreicht ist.


Clubmagazin ACS beider Basel | 01-2021

Verkehrspolitik

Verkehrsbeschränkungen im 2021 in Basel

Grosse Bauprojekte in Basel-Stadt geplant Wie das Basler Tiefbauamt mitteilte, sollen im 2021 mehrere grössere Bauprojekte umgesetzt werden. Ein Überblick. Die meisten Projekte werden vom Basler Tiefbauamt in Koordination mit den IWB und BVB umgesetzt. Tramstrecke Bruderholz Dauer: Juni 2021 bis Mitte 2022 Betreff: Erneuerung der Tramgleise auf dem Bruderholz. Einschränkungen: Von Juni bis Ende November 2021 können die Tramlinien 15 und 16 nicht über das Bruderholz fahren, werden stattdessen Busse eingesetzt. Auf der Bruderholzallee wird Tempo 30 eingeführt. Burgfelderstrasse, Missions­stras­se und Spalenvorstadt Dauer: April bis Juli 2021 Betreff: Gleisersatz in der Burgfelderstrasse, der Missionsstras­ se und der Spalenvorstadt. Einschränkungen: Der Verkehr in Richtung Frankreich wird voraussichtlich umgeleitet. Besonderes: Die vom Grossen Rat beschlossene Gesamterneuerung wird frühestens ab 2023 umgesetzt. Ersatz Gleiskreuzungen Dreirosen Dauer: August 2021 bis Dezember 2021 Betreff: Erneuerung der Gleiskreuzungen auf der Kleinbasler Seite der Dreirosenbrücke unter Betrieb. Einschränkungen: Die BVB informiert zu gegebener Zeit, wie die betroffenen Tramlinien 1, 8, 14 und 17 während den Bauarbeiten im Detail verkehren.

Erneuerung Margarethen Dauer: Mai 2021 bis Ende 2022 Betreff: Erneuerung Marga­ re­ then­­strasse und Margarethenstich zwischen Binningerstrasse und Güterstrasse. Sanierung der Tramgleise sowie der unterirdische Leitungen. Einschränkungen: Zum Austausch der Tram­gleise verkehrt auf

der Tramlinie 2 von September bis Ende Oktober 2021 während acht Wochen ein Tramersatz mit Bussen. Freie Strasse und angrenzende Gassen Dauer: Sommer 2020 bis April 2021 / Ende 2023 Betreff: Erneuerung der Freie Strasse sowie der Rüden-, Streit-, Kaufhaus- und Barfüs­ sergasse. Belag mit Quarzstein oder mit geschliffenen Rheinwacken. Trottoirs entfallen. Parking Kunstmuseum Dauer: März 2019 bis 2022 Betreff: Bau des Parkings Kunstmuseum mit 350 Parkplätzen unter dem St. Alban-Graben.

Erneuerung Tramgleise und unterirdische Leitungen. Neuer Kreisel beim Kunstmuseum. Einschränkungen: Der St. Alban-Graben bleibt aufgrund der Bauarbeiten für den Autoverkehr gesperrt. Für den Veloverkehr ist die Fahrspur in Richtung Wettsteinbrücke offen. Voraussichtlich ab Juni 2021 sind beide Tramgleise wieder in Betrieb.

St. Alban-Vorstadt Dauer: Herbst 2021 bis etwa Ende 2022 Betreff: In der St. Alb a n - Vo r stadt zwischen St. Alban-Graben und Malzgasse müssen Strasse wie auch Strom-, Telekom- und Was­serleitungen erneuert werden. Besonderes: Künftig gilt Tempo 20 und Fussgängervortritt. Die Trottoirränder fallen weg und der Strassenrand wird mit geschliffenen Rheinwacken gepflästert. Erneuerung Viertelkreis Dauer: Mitte 2019 bis 2022 Betreff: Sanierung der Tramgleise, der unterirdischen Leitungen und des Strassenbelags der östlichen Gundeldingerstras­ se sowie der Reinacherstrasse zwischen Bordeaux-Strasse und Jakobsbergerholzweg. Bau eines mit Bäumen bepflanzten Krei-

sels mit Abbiegemöglichkeiten in alle Richtungen. Einschränkungen: Der Bus-, Auto- und Veloverkehr im betreffenden Abschnitt der Gundeldingerstrasse wird während den Bauarbeiten umgeleitet. Vom 11. Januar bis zum 17. Juli 2021 ist die Tramlinie 16 in der Gundeldingerstrasse zwischen Zwinglihaus und Reinacherstrasse unterbrochen. Besonderes: Die Trottoirs der östlichen Gundeldingerstrasse werden verbreitert und begrünt. Hier erhält die Strasse zudem einen lärmmindernden Strassenbelag. Erneuerung Geviert Wettsteinallee / Grenzacherstrasse Dauer: Frühling 2021 bis 2024 Betreff: Sanierung des Gevierts zwischen Wettsteinallee, Grenzacherstrasse und Peter RotStrasse mit teilweisem Neubau von Versorgungsleitungen und Strassen. Pflanzung von 110 neuen Bäumen für mehr Stadtgrün. Einschränkungen: Während der Sommerferien 2021, 2022, 2023 und 2024 ist jeweils eine der drei Strassen für den Verkehr gesperrt.

Neue Dosierstellen! Auf Anfrage von «ACS mobil» hat das Bau- und Verkehrsdepartement über den aktuellen Planungsstand von Dosierstellen orientiert: Elsässerstrasse: In Betrieb; im 2020 mit einer Stauüberwachung ergänzt. Luzernerringbrücke: Vorbereitungsar­ beiten für die Umsetzung im 2021. Dreispitz/Brüglingerstrasse: Erste Vorbereitungsarbeiten für die Umset­ zung im Jahr 2021. Dreispitz/Dornacherstrasse: Noch keine Vorarbeiten. Umsetzung ab 2022. St. Jakobsstrasse: Noch keine Vorar­ beiten. Umsetzung in 2 bis 3 Jahren.

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GEMPEN MEMORIAL

DORNACH-GEMPEN 25. SEPTEMBER 2021

JETZT ANMELDEN! www.gempen-memorial.ch Organisiert durch die Classic Gruppe des Automobilclub der Schweiz, Sektion beider Basel

Fahrzeuge 1911 – 1966


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