07/ 2020
mobil! Clubmagazin des ACS beider Basel
Referendum gegen das CO2-Gesetz Warum der ACS Nein sagt zum neuen CO2-Gesetz | Seite 5
Ab 2021 gelten neue Verkehrsregeln
So umfahren Sie die Tücken des Herbstes
Die Baselbieter Polizei infomiert über die geplanten Anpassungen | Seite 7
Auf was es in der kälteren Jahreszeit zu achten gilt | Seite 11
Clubmagazin ACS beider Basel | 07-2020
Verkehrspolitik
Erfreuliches Signal für die Mobilität der Zukunft:
Deutliches Ja zu weniger Stau auf den Strassen Mit einem Ja-Anteil von über 60 Prozent haben die Baselbieter Stimmberechtigten die Volksinitiative «zum Ausbau des Hochleistungsstrassennetzes» angenommen. Ein klares Votum zugunsten einer nachhaltigen Verkehrspolitik, bei der auch neue Strasseninfrastrukturen kein Tabu mehr sein dürfen. Der ACS beider Basel hat den deutlichen Entscheid zugunsten der HLS-Initiative am Abstimmungswochenende vom 27. Sep tember 2020 mit grosser Freude zur Kenntnis genommen. Grosse Erwartungen Dieses Abstimmungsergebnis ist aus verschiedenen Gründen weg weisend. Einerseits ist es ein klarer Auftrag an die Regierung, ein Ver kehrskonzept zu entwickeln, das sich an den tatsächlichen Be dürfnissen der Bevölkerung ori entiert. Das heisst: Es braucht deutlich mehr Realismus in den
Verkehrsdebatten und eine Abkehr vom Irrglauben oder viel mehr von der Ideologie, die Mob il it ätsb edürfnisse unserer stetig wachsenden Gesellschaft liessen sich ausschliesslich mit dem öffentlichen Verkehr und neuen Infrastrukturen für den Velo- und Fussverkehr bewältigen. Was dringend vonnöten ist, das sind zusätzliche Infrastrukturen für den motorisierten Individualverkehr, dem mit Abstand wichtigsten Verkehrsträger im Kanton. Gefragt sind konkrete Projekte, um die staugeplagten Gemeinden zu entlasten, bessere Zu- und Abfahrten auf die Hoch
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leistungsstrassen sowie zusätzliche, neue und direkte Verkehrs verbindungen, beispielsweise vom Laufental ins Ergolztal. Die Regierung hat vom Stimmvolk den Grundauftrag erhalten, bei den Bundesbehörden für die Anliegen des Kantons einzustehen und die eigenen Interessen
diese Massnahmen zu weniger Stau führen, das untergeordnete Strassennetz, nämlich Quartierund Kantonsstrassen, schützen und die Regionen im Baselbiet besser vernetzen. Dies dank dem JA zur Volksinitiative, die bereits im Sommer 2015 ins Leben gerufen wurde. Stau als Dauer
Deutliches Ja zur HLS-Initiative. Jetzt müssen Taten folgend.
nachdrücklich und bestimmt zu manifestieren. Langfristig sollen
zustand kann einfach nicht mehr akzeptiert werden.
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Editorial
Gilt die freie Wahl des Verkehrsmittels bald nicht mehr?
Foto:Pixabay, DistantSpace
05 CO2-Gesetz
Die wichtigsten Argumente, weshalb der ACS das Referendum unterstützt
09 Stadtbelebung
Warum die Initiative vorzeitig zurückgezogen wurde
10 Umwelt
Information zum neuen Umweltbericht beider Basel
13 Pässefahrt
Bericht über die geglückte Corona-Alternative durch die Schweiz
15 ACS Reisen
Begeisterndes GeniesserAngebot in Arosa
Damit Menschen einverständlich miteinander leben können, bedarf es Regeln. Das ist kaum umstritten. Ich kenne jendenfalls niemanden, der sich nicht mit der Aussage des Philosophen Immanuel Kant einverstanden erklären könnte, dass die Freiheit eines jeden dort aufhört, wo die Freiheit eines anderen beginnt. Die entscheidende Frage steckt wohl wie so oft im Detail, nämlich wo genau die Grenze liegt zwischen den eigenen Vorstellungen und jenen des anderen. Ich habe mich in den letzten Wochen im Rahmen der Auseinandersetzung mit verschiedenen verkehrspolitischen Geschäften allerdings mehrmals gefragt, ob unsere Freiheit nicht in Gefahr ist, wohin unsere Gesellschaft treibt. Bewegen wir uns in Richtung einer Behörden-Diktatur? Ist das noch Gedankengut einer so zialen Markt wirtschaft – oder doch schon eher planwirtschaftlicher Kommunis mus? Sie denken, ich übertreibe? Beispiel 1. Bundesebene. Derzeit steht der Sachplan Verkehr, herausgegeben vom Bundesamt für Raumentwicklung, in Vernehmlassung. Inhaltlich geht es darum, die Rahmenbedingungen für das künftige Schweizer Gesamtverkehrssys tem festzulegen. Bei den Analysen bleibt es noch sachlich, wird festgehalten, dass infolge Verkehrszuwachs die Engpässe weiter zunehmen werden. Bei den Lösungansätzen wird es dann aber sehr ideo
werden». Und weil das auf freiwiller Basis kaum klappen wird, werde ein «umfassendes Mobilitätsma nagement» realisiert. Gilt die freie Verkehrsmittelwahl denn nicht mehr?
logisch: Weil die beengten räumli chen Verhältnisse dem weiteren Aus bau von Infrastrukturen Grenzen setzten, müssten vermehrt «Mass nahmen mit Ansätzen zur Verkehrs vermeidung» geplant und entspre chende Verhaltensänderungen her beigeführt werden. Mein Verhalten soll geändert werden? Ich kann nicht mehr frei darüber entscheiden? Beispiel 2. Kanton Basel-Landschaft. Landratvorlage zur Tramverlängerung der Linie 14. Das Gebiet Salina Raurica weist heute schon eine hohe Verkehrsbelastung auf. Die erwartete Bevölkerungs- und Verkehrsentwicklung – zusätzlich rund 40‘000 Personenwege pro Tag! – wird das Verkehrssystem an den Rand des Kollapses führen. Darum, so ist in der Vorlage zu lesen, «soll und muss ein wesentlicher Teil des durch die Siedlungserweiterung neu generierten Verkehrs mit den öffent lichen Verkehrsmitteln abgewickelt
Beispiel 3. Kanton Basel-Stadt. Fragebogen zur Vernehmlassung zum Entwicklungskonzept Stadtraum Bahnhof SBB. Abgesehen davon, dass in diesem Papier ernstlich der Rückbau der Nauenstrasse zur Diskussion gestellt wird, bemerken die Behörden ungeniert: «Das Ausbleiben einer Stellungnahme werten wir als Zustimmung zum Konzept.» Bis anhin bedeutete Schweigen in unserem Rechtssystem weder Zustimmung noch Ablehnung. Ist das nicht mehr so? Bisher galten in der Verkehrspolitik marktwirtschaftliche Grundsätze, diktierte die Nachfrage das Angebot. Heute ist es umgekehrt. Die Obrigkeit definiert selbstherrlich das Angebot, ohne sich um die Nachfrage zu kümmern. Das ist zwar defintiv einfacher, erinnert aber an Gesellschaftsformen, die eine Mehrheit in der Schweiz – hoffentlich – nicht will. Bleiben Sie gesund – und herzliche Grüsse, Ihr
Christian Greif Geschäftsführer
Impressum Herausgeber Automobil Club der Schweiz ACS Sektion beider Basel Hofackerstrasse 72 CH-4132 Muttenz Telefon +41 61 465 40 40 Fax +41 61 465 40 41 info@acsbs.ch www.acsbs.ch
Redaktion Christian Greif ACS beider Basel Hofackerstrasse 72 CH-4132 Muttenz Telefon +41 61 465 40 40 christian.greif@acsbs.ch
Inserate Claudia Winkler ACS beider Basel Hofackerstrasse 72 CH-4132 Muttenz Telefon +41 61 465 40 40 claudia.winkler@acsbs.ch
Druck KROMER PRINT AG Unterer Haldenweg 12 CH-5600 Lenzburg Telefon +41 62 886 33 33 Fax +41 62 886 33 34
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Clubmagazin ACS beider Basel | 07-2020
Verkehrspolitik
Referendum gegen das CO2-Gesetz:
Klima schützen! Aber mit Vernunft und Effizienz Unsere Lebensqualität ist hoch – nicht zuletzt auch wegen der intakten Umwelt und den schönen Landschaften. Wir alle haben Interesse daran, diese Umwelt zu schützen. Mit dem neuen CO2-Gesetz drohen mehr Bürokratie und Mehrkosten. Die Politik ist dabei, zu übertreiben. Nicht mehr die Effizienz in der Klimapolitik, sondern die Verteuerung des Energieverbrauchs steht im Zentrum.
CO2-Emissionen – nicht staatliche Vorschriften und Steuern. Nur Staaten mit einer funktionierenden Marktwirtschaft sind in der Lage, sich einen wirksamen Umwelt- und Naturschutz zu leisten.
Eine Verteuerung von Benzin und Diesel um bis zu 12 Rappen pro Liter, höhere Preise für fossile Brennstoffe, eine Flugticket abgabe sowie ein Beinahe-Ölheizungsverbot ab 2023 respektive 2026 sind die Kernpunkte des neuen CO2-Gesetzes. Zusammen gefasst: Mit Verboten, Vorschriften und Auflagen soll der Bevölkerung, aber auch der Wirtschaft, ein neues Verhalten aufgezwungen werden. Dem Klima wird dies nichts nützen – darum gilt es vorsichtig zu sein. Jetzt sind Vernunft und gesunder Menschenverstand gefragt und nicht planloser Aktivismus.
Gewerbe nicht unnötig belasten Gerade in der heutigen Situation, wo eine Rezession droht und viele Betriebe aufgrund der Corona-Pandemie mit finanziellen
Umweltpolitische Vorreiterrolle Klimaschutz ist eine globale Aufgabe und kostet viel Geld. Die Schweiz darf stolz darauf sein, dass sie bezüglich Klimaund Umweltschutz eine Vorreiterrolle einnimmt. Dies soll auch künftig so sein. Gemäss Erhebungen der Internationalen Energieagentur IEA hat der Schweizer Energiesektor die geringste CO2-Intensität aller Mitgliedsländer. Der CO2-Ausstoss in der Schweiz betrug 2018 4,3 Tonnen pro Kopf. Währenddessen betrug dieser Wert beispielsweise in Deutschland 9 Tonnen, in Österreich 7 und in den USA 16 Tonnen pro Kopf. Im Gegensatz zur weltwei ten Entwicklung ist der Ausstoss in der Schweiz weiterhin am Sinken: Der Treibhausgasausstoss in der Schweiz hat zwischen 1990 und 2018 um 14 Prozent abgenommen. Während der An teil der Schweiz am weltweiten
CO2-Ausstoss im Promillebereich liegt, hat China einen Anteil von 27%, die USA 15%, Indien 7% und Deutschland immerhin noch 2% zu verantworten.
Die CO2-Emissionen pro Kopf sind seit Jahren rückläufig. Die Schweiz nimmt eine Vorreiterrolle wahr. Grafik: Google, Daten: Welbank
Der jährliche CO2-Ausstoss der Schweiz entspricht dem Ausstoss eines halben Tages in Chi na! Dies zeigt: Ob die Schweiz ihren Verbrauch um 20, 50 oder 80% senkt, hat auf das Weltklima praktisch keine Wirkung. Nur Marktwirtschaft ermöglicht wirksamen Umweltschutz Klima und Umwelt sind dann am besten geschützt, wenn jeder eigenverantwortlich handelt und die Erkenntnisse von Wissenschaft und Forschung praxisnah umgesetzt werden. Innovation und wirtschaftliche Dynamik sind zentrale Erfolgsfaktoren im Hinblick auf eine Reduktion der
Schwierigkeiten zu kämpfen haben, wäre es völlig falsch, die Unternehmen und die Bevölkerung noch stärker zu belasten. Doch das neue CO2-Gesetz hat vor allem ein Ziel: Der Energiekonsum soll verteuert werden, vor allem hinsichtlich der Mobilität. So sollen die Treibstoffpreise mit dem neuen CO2-Gesetz um bis zu 12 Rappen pro Liter erhöht werden. Auch Heizöl und Gas sollen teurer werden. Dass die CO2-Abgabe auf Brennstoffe von heute 96 Franken auf bis zu 210 Franken erhöht werden könnte, hat direkte Auswirkungen auf die Heizkosten. Zu dem sollen Öl- und Gasheizungen
ab 2023 faktisch verboten werden. Dies alles bringt massive Mehrkosten für viele Gewerbebetriebe mit sich. Dass die Strafzahlungen der Auto importeure, welche die erlaubten Höchstwerte bei den CO2-Emis sionen bei ihren Neuwagen nicht einhalten können, künftig zur Hälfte in einen Klimafonds flies sen (und nicht mehr in den Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds), zeigt: Mit dem neuen CO2-Gesetz sollen auch konkrete Schritte gegen den Autoverkehr eingeleitet werden. Diese geplanten Verbote und Eins chränk ungen der Mobilität werd en dem Gewerbe massiv schaden. Die Rechnung zahlen am Schluss die Kunden und Steuerzahler. Gegen planlosen Aktivismus das Referendum Die Schweiz hat schon heute strikte und detaillierte Vorschrif ten punkto Umwelt- und Klimaschutz. Weitere Regulierungen und neue Verbote bringen keine Verbesserung. Wer etwas für das globale Klima tun will, muss Geld in Forschung und Innovation investieren oder aber gezielt für sinnvolle Klimaschutzprojekte im Ausland einsetzen. Dort erreicht man mit demselben Betrag bis zu 60 Mal mehr Klimaschutz als in der Schweiz.
Referendum unterstützen! Der ACS befürwortet sinnvolle und effiziente Massnahmen zur CO2-Reduktion. Das neue Gesetz lehnt er allerdings ab und unterstützt das Referendum. Unterschriftenbogen finden Sie auf der Website «vernuenftig-bleiben. ch», in der nächsten Ausgabe von «ACS Auto» oder stellen wir Ihnen auf Wunsch gerne auch zu. Sie erreichen uns per Mail an info@acsbs.ch oder unter Telefon 061 465 40 40.
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Clubmagazin ACS beider Basel | 07-2020
News
Jeder fünfte Neuwagen fährt heutzutage elektrisch
Schon bald CO2-neutral fliegen? Der weltweit grösste Flug zeug her steller Airbus mit Sitz im französischen Toulouse, will bis 2035 ein
Energiequelle für Flugzeugtriebwerke zu nutzen ist nicht neu, aber sie ist immer noch schwer umzusetzen.
ACS Visa Card jetzt noch nutzbringender
Revolution am Himmel geplant: CO2-freies Fliegen. Pas sagierflugzeug auf den Markt bringen, das dank Wasserstoff-Antrieb komplett CO2-neutral fliegt. Die Idee, Wasserstoff statt Kerosin als
Foto: Airbus
Wasserstoff hat zwar eine dreifach höhere Energiedichte als Kerosin, benötigt aber bis zu viermal mehr Volumen.
Die ACS Visa Card Classic und Gold bieten jetzt noch mehr, können bei folgenden kontaktlosen Zahlungssys temen verwendet werden: Apple Pay, Samsung Pay, Watch Pay, Google Pay und auch TWINT. Die ACS Visa Card Classic ist für ACS-Mitglieder kostenlos, die ACS Visa Card Gold kostet ab dem zweiten Jahr 100 Franken jährlich. Infos unter info@acsbs.ch oder Telefon 061 465 40 40.
Strassenverkehrsrecht soll revidiert werden Der Bundesrat hat die Vernehmlassung zur Teilrevision des Strassenverkehrsgesetzes (SVG), des Ordnungsbussengesetzes (OBG) sowie von acht Verordnungen eröffnet. Er will einerseits mit einer Helmtragepflicht und einem Lichtobligatorium die Verkehrssicherheit für E-BikeFahrende erhöhen. Anderseits will er umweltfreundliche Technologien fördern und die rechtlichen Grundlagen für das automatisierte Fahren verbessern, sodass Versuche mit vollautomatisierten Fahrzeugen auf öffentlichen Strassen bewilligt werden können. Zudem sollen Aufträge des Parlaments umgesetzt werden.
Der Velohelm soll für E-Bike-Fahrer Pflicht werden. Foto: pxhere Dazu gehört auch die vom Parlament geforderte Anpassung der «Via si cura»-Massnahmen.
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Wegen der Coronakrise wurden bisher im 2020 deutlich weniger Autos verkauft. Gegenüber dem Vorjahr sei ein Rückgang von 27,7 Prozent zu verzeichnen, teilte auto schweiz Anfang Oktober mit. Deutlich erfreulicher seien aber die neuesten Zahlen zu den alternativen Antrieben. Deren Marktanteil betrug im September re kordhohe 34,9 Prozent, davon entfallen allein auf Elektroautos und Plugin-Hybride 20,2 Prozent.
Neue Sonderausstellung im Pantheon-Museum Muttenz Seit dem 26. Oktober 2020 hat das Pantheon Museum in Basel seine Tore für die neue Mercedes BenzSonderausstellung geöffnet. Bis zum 18. April 2021 haben Besucher die Möglichkeit, eine besondere Sammlung von 24 Oldtimern der Marke «Mercedes Benz» – Baujahr 1886 bis 1970, inklusive dem Prunkstück der Präsentation, dem 300 SL, dem Coupé mit Flügeltüren, zu besichtigen. Lassen Sie sich überwältigen vom Anblick der Modelle – greifen Sie nach den «Sternen». Das Museum ist von Montag bis Sonntag von 10.00 bis 17.00 Uhr für Sie geöffnet. Der Eintritt für Er-
Nicht nur alte Klosteranlagen und schöne Häuserzeilen in Altstädten gelten als Kulturgut, sondern auch Oldtimer. Foto: Pixabay, Peter H
Veteranenfahrzeuge werden als rollendes Kulturgut angesehen Die Suisse Historic Vehicle Federation hat eine Studie in Auftrag gegeben, um einen umfassenden Überblick über den Markt der Veteranenfahrzeuge in der Schweiz zu erhalten. Eines der Kernergebnisse ist, dass Veteranenfahrzeuge als rollendes Kulturgut wahrgenommen werden und für viele Menschen mit starken Emotionen verbunden sind. Private Besitzer würden die Hauptlast zur Erhaltung der historischen Fahrzeuge im Bestandeswert von rund 7,7 Milliarden Franken leisten. Im Vergleich zum Gesamtbestand beträgt der Anteil der in der Schweiz zugelassenen Personenwagen, die älter als 30 Jahre sind, lediglich knapp 1,9 Prozent. Nur 0,1 Prozent aller gefahrenen Kilometer in der Schweiz entfallen auf historische Automobile. Die Wirtschaftsleistung, die mit Veteranenfahrzeugen in direktem Zusammenhang steht, lasse sich für die Schweiz auf etwa 836 Millionen Franken beziffern. Weitere Details sind auf der Webseite shvf.ch zu finden.
Das Pantheon bietet einmal mehr eine begeisternde Ausstellung. wachsene beträgt CHF 10.00, AHV/ IV/Studenten und Kinder ab 7 Jahre zahlen nur CHF 7.00. Kinder bis 6 Jahre sind kostenfrei. Das PantheonTeam freut sich auf Ihren Besuch.
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Clubmagazin ACS beider Basel | 07-2020
Service
Änderungen per 1.1.2021:
Neue Verkehrsregeln und Signalisationsvorschriften Jedes Jahr werden bestehende Verkehrsregeln überarbeitet, erweitert oder abgeschafft. Um in diesem ganzen GesetzesDschungel den Überblick nicht zu verlieren, haben wir die wichtigsten Verkehrsregeln, die am 1. Januar 2021 in Kraft treten werden, für Sie zusammengefasst. Rechtsüberholen/-vorbeifahren Das Rechtsvorbeifahren wird ab dem kommenden Jahr eine Änderung erfahren. Es ist ab dem 1. Januar 2021 nämlich erlaubt.
Major Stephanie Eymann, Dr. iur., leitet die Verkehrspolizei BL.
Aber Achtung: Bei den Begriffen «Überholen» und «Vorbeifahren» ist Vorsicht geboten, denn: beim Überholen wird ein Einzelfahrzeug oder eine Kolonne mittels Ausschwenken auf die Mittel- oder Normalspur und Wiedereinbiegen auf die Überholspur überholt. Dies ist noch immer verboten und wird ab 2021 mit einer Busse von 250 Franken geahndet und nicht mehr wie bis anhin mit einer Anzeige. Es stellt sich hierbei aber die wichtige Frage, ob und vor allem ab wann man bei eben diesem Überholvorgang wieder nach links auf den Überholstreifen fahren darf, ohne Gefahr zu laufen, eine Busse zu erhalten. Eine generelle Aussage kann dazu leider noch nicht gemacht werden, da genaue Anhaltspunkte dazu in der Praxis schlicht fehlen. Das Bundesgericht hält bis anhin
fest, dass ein Rechtsüberholen dann abzulehnen sei, sobald das Ausschwenken und das Wiedereinbiegen nach links keine «Einheit» bilden und als zwei un abhängige Manöver angesehen werden können. Dies kann zum Beispiel angenommen werden, wenn Sie nach dem Vorbeifahren noch 100 bis 200 Meter auf derselben Spur verbleiben und erst anschliessend den Spurwechsel vornehmen. Der Unrechtsgehalt besteht darin, dass beim direkten Rechtsüberholen eine erhöhte Gefahr für den überholten Fahrzeuglenker besteht, da man sich beim Wiedereinbiegen im Zusammenhang mit den hohen Geschwindigkeiten auf der Autobahn schnell verschätzen und es so zu schweren Verkehrsunfällen kommen kann. Eine gewisse «Dynamik» im Strassenverkehr ist bis zu einem gewissen Punkt gut, aber mit dieser Regelung soll verhindert werden, dass sie ausufert und in einem Slalomfahren endet. Beim er laub ten Vorbeifahren wird ohne Spurwechsel (oder max. 1 Spurwechsel) an einem Einzelfahrzeug
1. Spurwechsel erst unmittelbar vor der Engstelle, sonst entsteht Stau. 2. Eins links, eins rechts: Einfädeln lassen! Grafik: ADAC
oder einer Kolonne vorbeigefahren. Wichtig dabei ist, dass dies mit der gebotenen Vorsicht geschehen muss – also mit angepasster Geschwindigkeit. Denn kommt es zu einer Kollision oder werden andere Verkehrsteilnehmer durch Ihr Manöver gefährdet, können Sie unter Umständen trotzdem verzeigt werden, was einen mehrmonatigen Führerausweisentzug und eine hohe Busse zur Folge hätte. Rettungsgasse Die Verkehrsteilnehmer sind neu dazu verpflichtet, eine Rettungsgasse zu bilden, ohne dabei den Pannenstreifen zu blockieren. Bei Zuwiderhandlung können die fehlbaren Lenkerinnen und Lenker mit einer Ordnungsbusse geahndet werden. Dazu hat die Polizei Basel-Landschaft kürzlich eine Kampagne
«Weil kein Durchkommen Leben kosten kann», ist das Bilden einer Ret tungsgasse fortan Pflicht. Grafik: rettungs-gasse.ch
lanciert, um die Verkehrsteilnehmenden bereits vorab zu sensibilisieren. Wichtig dabei ist, dass die Rettungsgasse während der ganzen Stauphase aufrechterhalten wird, da häufig mehrere Rettungs- und Bergungsdienste zur Unfallstelle gelangen müssen. Reissverschlussprinzip Die Verkehrsteilnehmer sind da zu verpflichtet, nach einem Spurabbau oder einer Einfahrt das spurabbauende Fahrzeug einlenken zu lassen. Um die Verkehrsfläche optimal zu nutzen, dürfen die einlenkenden Fahrzeuge erst am Ende einer Einspurstrecke den Spurwechsel vornehmen. Damit soll verhindert werden, dass bei Spurabbauten zu früh auf die verbleibende Spur gewechselt und es dadurch zu Stau kommt, wie es heute in den meisten Fällen geschieht. Wird dieses Prinzip missachtet, droht eine Ordnungsbusse. 100 km/h statt 80 km/h Die Höchstgeschwindigkeit für leichte Motorfahrzeuge mit Anhänger (also Autos oder Lieferwagen bis 3,5 Tonnen) wird von 80 auf 100 km/h erhöht, sofern die Herstellerangaben dies auch zulassen, respektive die Fahr zeug kombination für dieses Tempo zugelassen ist. Wir wünschen Ihnen eine gute und sichere Fahrt. Major Stephanie Eymann
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News
Elektrifizierung der BVB-Busflotte kostet 360 Millionen
Stadtbelebungs-Initiative zurückgezogen Die Stadtbelebungs-Initiative wurde im März 2018 mit 3’099 gültigen Unterschriften eingereicht. Sie fordert tiefere Gebühren bei oberirdischen Parkplätzen und in staatlichen Parkhäusern. Die Regierung reagierte darauf mit einer befristeten Senkung der abend lichen Gebühren in den Parkhäusern, während der Grosse Rat im Standortförderungsgesetz einen Stadtbelebungs-Fonds schuf, der mit sechs Millionen Franken ausgestattet ist. Mit diesen Mitteln sollen private Projekte und Aktionen gefördert werden, die Basel als Ausgeh-, Shopping- und Tourismusstandort stärken. Der Fondsrat wird aus maximal neun Mitgliedern bestehen, die zur Mehrheit Fachleute aus Gewerbe, Handel und Tourismus sein müssen. Obschon das anvisierte Ziel tieferer Parkgebühren mit dem Kompromissvorschlag nur sehr beschränkt habe erreicht werden können, hat sich das Komitee «Stadtbelebung durch vernünftige Park gebühren» dazu entschlossen, den angebotenen Stadtbelebungs-Fonds als Alternative zu akzeptieren und die Initiative zurückzuziehen.
Ein israelisches Startup-Unternehmen will noch in diesem Jahr einen faltbaren City-Stromer auf den Markt bringen. Foto: City Transformer
Für (fast) keine Parklücke zu eng Die Firma City Transformer will mit einem kleinen Elektro-Stadtflitzer die Parkplatzproblematik in Städten lösen. Das Elektroauto biete lediglich Platz für zwei hintereinandersitzende Personen, ist dafür aber bereits im Standardmodus nur gerade 1,4 Meter breit. Das ist schon recht schmal. Aber auf Knopfdruck kann das Gefährt die Räder einziehen und beansprucht so nochmals 40 Zentimeter weniger Platz. Mit nur noch knapp einem Meter Breite kann es sogar auf Motorrad-Parkplätzen parkieren.
Im gefalteten Parkiermodus darf das Elektromobil dann aber nur noch mit 45 km/h gefahren werden, ansonsten die Gefahr des Umkippens zu gross wäre. Im Breitbein-Normalmodus liegt die Höchtsgeschwindigkeit bei 90 km/h. Gemäss Hersteller soll die Reichweite des Akkus 150 Kilometer betragen. Den City-Stromer soll es für etwas mehr als 10’000 Franken in einer offenen Fun-Version, aber auch in einer geschlossenen, wetterfesten Variante geben.
Geringere Ozon-Belastung im Sommer 2020
Der 18. WinterRAID kommt Der kommende WinterRAID bringt völlig neue Routen. Gestartet wird in Seefeld, dann geht es durch die Felbertauern nach Cortina d’Ampezzo. Von da über viele Pässe und Dolomitenstrassen zurück nach Cortina. Ziel der Rallye ist wieder Seefeld. Die Routen sind teilweise richtig spektakulär und so angelegt, dass mehrmals die Höhe von 2000 m.ü.M, z.T. auch weit höher, erreicht wird. Das Hotel in Cortina d’Ampezzo: Grand Hotel Savoia & Spa. Das Lieblingshotel der RAID-Teilnehmer! Weitere Infos und Anmeldung über die Webseite www.raid.ch.
Die Basler Verkehrs-Betriebe planen, bis 2027 die gesamte Busflotte auf E-Busse umzustellen. Dazu ist die Beschaffung von insgesamt 126 EBussen in zwei Etappen in den Jahren 2022 und 2027 vorgesehen. Die Beschaffung von 62 E-Bussen in der ersten Etappe sowie die Planungsleistungen für den nötig werdenden Neubau der Garage Rank werden öffentlich ausgeschrieben. Das Gesamtvorhaben kostet laut BVB rund 360 Millionen Franken, darunter entfallen rund 147 Millionen Franken auf die Beschaffung der E-Busse.
Im Sommer 2020 lagen die Konzentrations-Höchstwerte beim Ozon tiefer als im Sommer 2019. Auch die Anzahl Stunden über dem Grenzwert ging zurück. Mit Ausnahme der Luftmessstation Basel-St. Johann sank die Anzahl Stunden mit Grenzwertüberschreitungen an allen gemessenen Orten. Als Hauptgrund für die Verbesserungen wird das «günstigere» Wetter genannt.
Die Ozon-Belastung ist stark wetterabhängig.
Gelesen... Eine jüngst publizierte Studie kommt zum Schluss, dass Schwarzfahrer die ÖV-Branche gegen 100 Millionen Franken kostet. Fast eine halbe Million Menschen sind im nationalen Schwarzfahrerregister ver zeichnet, darunter auch mehr als 30’000 Kinder unter 16 Jahren. Diese Zeche zahlen müssen entweder die ehrlichen Fahrgäste über teurere Tickets, oder aber die Steuerzahler über eine höhere Abgeltung an die Transportunternehmer.
... Gedacht Auch wenn das noch keine Studie belegt: Beim motorisierten Indiviudalverkehr kommen Schwarzfahrer wirklich nur äusserst selten vor. Weil der öffentlichen Hand solchermas sen aber immerhin 100 Millionen Franken erspart bleiben, ist doch wohl im Interesse der Kostenwahrheit davon auszugehen, dass dieser Betrag demnächst auf alle Automobilisten in der Schweiz aufgeteteilt und dann ausbezahlt wird. Ist jemand dagegen?
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Verkehrspolitik
Umweltbericht beider Basel:
Wie geht es denn der Umwelt in beiden Basel? Soeben ist der jüngste Um weltbericht beider Basel erschienen, mit aktuellen Daten und Fakten zur Entwicklung der Umwelt.
unten durchbrochen – und dürf te der Zielwert von 2’300 Tonnen deshalb inzwischen erreicht worden sein.
CO2-Emissionen Neufahrzeuge Praktisch im Gleichklang sind in den beiden Halbkantonen die CO2-Emissionen neu zugelassener Fahrzeuge in den Jahren 2007 bis 2017 von rund 190 g/ km im Jahr auf unter 140 g/km gesunken.
«ACS mobil» stellt einige für den Verkehrsbereich besonders interessante Indikatoren vor.
Grenzwertüberschreitungen Ozon Ozon entsteht aus Stickoxiden und flüchtigen organischen Ver bindungen bei starker Sonneneinstrahlung. Darum ist die Entwicklung der Ozonbelastungen sehr stark wetterabhängig. Die Luftbelastung durch Ozon hat zwar seit 1991 abgenommen, liegt aber nach wie vor über dem strengen schweizerischen Grenz wert.
VOC-Emissionen Die jährlichen Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen ist von 18’700 Tonnen im Jahr 1990 auf 3’610 Tonnen im Jahr 2015 zurückgegangen – und dürfte heute den Zielwert von 3’100 Tonen längst unterschritten haben.
Entwicklung Motorfahrzeuge Wie untenstehende Grafik zeigt, wächst der Motorfahrzeugbestand in beiden Kantonen, in Baselland allerdings deutlich schnel ler als im Stadtkanton. Mit einer Motorfahrzeugdichte (Anzahl Personenwagen auf 1’000 Einwohner) von knapp über 300 belegt Basel-Stadt den schweizweiten Spitzenplatz, wo bei sich Baselland mit 513 PW/1’000 Einwohnende im Mittelfeld bewegt.
Feinstaub Unter Feinstaub (PM10) versteht man Partikel, die kleiner sind als 10 Mikrometer. Seit 1997 hat die Feinstaub-Belastung an allen Standorten abge-
Stickoxid-Emissionen 1990 betrug die Stickoxid-Belastung in den beiden Basel fast 9’000 Tonnen. Vor fünf Jahren wurde die 3’000er-Grenze nach
Umweltbericht beider Basel Weiterführende Informationen zu den insgesamt 113 Indikatoren sind unter www.umweltberichtbeiderbasel.bs.ch zu finden. Nebst einer Übersicht von Querschnittsindikatoren bietet der Bericht umfassende Informationen zu den Themenbereichen Abfall, Altlasten, Biodiversität, Biotechnologie, Boden, Energie, Naturgefahren, Klima, Landschaft, Lärm, Luft, Nichtionisierende Strahlung, Stoffe und Produkte, Störfälle, Wasser und Wald.
nommen. An stark verkehrsexponierten Standorten liegen die Jahresmittelwerte noch im Bereich des Grenzwertes, während dieser an den Standorten in der Stadt Basel und deren Agglomeration seit einigen Jahren nicht mehr überschritten wurde.
Motorfahrzeuge
CO2-Emissionen Neuzulassungen
Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen (VOC)
Anzahl Motorfahrzeuge; Anzahl Personenwagen pro 1000 Einwohner
Gramm pro Kilometer
Tonnen
BS: Motorfahrzeugbestand BS: Motorisierungsgrad (rechte Skala) BL: Motorfahrzeugbestand BL: Motorisierungsgrad (rechte Skala)
Kanton Basel-Stadt
Kanton Basel-Landschaft
Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft
250
240 000
600
180 000
450
120 000
300
60 000
150
Zielwert
20 000
200 15 000
150 10 000 100
5000 50
0 20 19
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Quelle: Kantonspolizei Basel-Stadt, Motorfahrzeugkontrolle; Statistisches Amt Basel-Stadt, Bevölkerungsstatistik; Motorfahrzeugkontrolle Basel-Landschaft; Statistisches Amt Basel-Landschaft
Quelle: Kantonspolizei Basel-Stadt, Motorfahrzeugkontrolle; Motorfahrzeugkontrolle Basel-Landschaft
Quelle: Lufthygieneamt beider Basel
Stickoxid-Emissionen
Grenzwertüberschreitungen Ozon
Feinstaub-Immissionen
Tonnen
Anzahl Grenzwertüberschreitungen Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft
Höhenlagen
Zielwert
2000
2005
2010
2015
Mikrogramm pro Kubikmeter
Agglomeration
Stadt Basel
Zielwert
Stark verkehrsexponiert Agglomeration
Stadt Basel Grenzwert
2000
10 000
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8000
1500 30
6000
1000 20 4000
500 10 2000
Quelle: Lufthygieneamt beider Basel
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Quelle: Lufthygieneamt beider Basel
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19 93
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19 91
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1999
2001
2003
Quelle: Lufthygieneamt beider Basel
2005
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2015
2017
Clubmagazin ACS beider Basel | 07-2020
Service
Tipps zur aktuellen Jahreszeit:
So umfahren Sie die Tücken des Herbstes Im Herbst ereignen sich besonders viele Unfälle. Schlechte Witterung wie Regen und Nebel, ungünstige Lichtverhältnisse und Wildwechsel erhöhen die Unfallgefahr. Erhöhte Aufmerksamkeit ist gefordert.
Geschwindigkeit anpassen! Die Geschwindigkeit muss grund sätzlich immer den Sichtverhältnissen angepasst werden. Das heisst: Man darf nur so schnell fahren, dass innerhalb der über schaubaren Strecke angehalten wer den kann. Bei einer Sichtweite von 50 Metern, dem Abstand zwischen zwei Leitpfosten, darf höchstens mit Tempo 50 gefahren werden. Auf schmalen Strassen muss man sogar schon nach der Hälfte der übersehbaren Strecke anhalten können.
Foto: C. Greif
Nebellichter Nebel und schlechte Sicht erhöhen die Unfallgefahr erheblich. Die richtigen Lichter einschalten
und Geschwindigkeit anpassen sind deshalb oberstes Gebot. Das Strassenverkehrsgesetz schreibt vor, dass Nebellichter und Nebelschlussleuchten dann einzuschalten sind, wenn die Sicht «erheblich» eingeschränkt ist. Die Einschränkung von einst, dass diese Lichter nur bei einer Sichtweite von unter 50 Metern benutzt werden dürfen, gilt zwar nicht mehr. Aber der ACS empfiehlt dennoch, die blendenden Leuchten umgehend wieder abzuschalten, sobald der Nebel sich verzogen hat. Wer dies nicht tut und Nebelscheinwerfer oder Nebelschlusslichter missbräuchlich verwendet, kann mit einer Busse von 40 Franken bestraft werden.
bremsen oder gar anhalten, abblenden und hupen sind empfehlenswert. Achtung: Ein Tier, das davonrennt, bedeutet noch lange nicht, dass die Gefahr gebannt ist, denn Wildtiere sind meist im Rudel unterwegs.
Foto: Pixabay
Rutschgefahr! Im Herbst und Winter ist immer mit aalglatten, rutschigen Stras sen zu rechnen. Vor allem Laub, aber auch verlorenes Erntegut oder Erdklumpen können in Kombination mit Nässe für unfreiwillige Rutschpartien sorgen. Darum gilt in dieser Jahreszeit: Geschwindigkeit drosseln und auf riskante Überholmanöver ver zichten. Foto: ADAC
Achtung Wild Allein im Kanton Basel-Landschaft werden alljährlich über 600 Verkehrsunfälle mit Wildtieren registriert. Die Dunkelziffer dürfte um einiges höher liegen. Im Herbst, wenn die Autofahrt zum Arbeitsplatz und zurück nach Hause bereits in der Dämmerung stattfindet, steigt das Risiko einer Kollission mit einem Wildtier erheblich. Angepasste Geschwindigkeit auf gefährdeten Strecken – insbesondere Wald- und Feldränder – ist die beste Vorsorge gegen Wildunfälle. Stehen Tiere bereits am Rande oder sogar auf der Strasse, gilt doppelte Vorsicht: Stark ab-
Autoreifen durch das Wasser auf der Strasse den Kontakt zum Boden und lässt sich das Fahrzeug nicht mehr zuverlässig steuern. Damit brenzlige Situationen wie Rutschen und Haftungsverlust durch Aquaplaning gar nicht erst aufkommen, gilt: je langsamer, desto besser. So haben die Reifen mehr Zeit, das Wasser auf der Strasse zu verdrängen.
Foto: Pixabay
Aquaplaning-Gefahr! Starke Regenfälle gehören zum Herbst. Wegen der Nässe wird die Sicht schlechter, die Fahrbahn schmierig, der Bremsweg demnach länger, und es droht Aquaplaning. Dabei verlieren die
Foto: xphere
Winterreifen Jetzt sollen sie definitiv montiert sein, die Winterreifen. Aber wa rum eigentlich? Eine gesetzliche Pflicht, das Auto im Winter mit Winterreifen auszurüsten, besteht in der Tat nicht. Aber schon bei 7 Grad Celsius haben Sommerreifen keine optimale Bodenhaftung mehr - gefährden solche Lenker also sich selbst und auch andere. Wird wegen mangelhafter Ausrüstung des Fahrzeugs ein Unfall verursacht, kann die Versicherung Leistungen kürzen oder Regress nehmen. Selbst wer im Winter wegen Sommerpneus steckenbleibt und dadurch den Verkehrsfluss beeinträchtigt, den kann die Polizei unter Umständen wegen Verletzung der Verkehrsregeln zur Rechenschaft zie hen. Autolenkende, die in jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter unterwegs sind, sollten auf die sichereren Sommer- und Winterreifen setzen und diese jeweils rechtzeitig im Frühling und im Herbst montieren.
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Clubmagazin ACS beider Basel | 07-2020
Motorradgruppe
Ausflug der ACS-Motorradgruppe vom 12. bis 14. September 2020
Die geglückte Corona-Variante der Pässefahrt Die diesjährige Pässefahrt war eine Corona bedingt abgeänderte Variante mit zwei Übernachtungen im selben Schweizer Hotel. Umständehalber musste die ACS-Motorradgruppe die ursprünglich geplante Fahrt durch Frankreich verschieben. Am Morgen des 12. Septembers trafen sich die Mitglieder der ACS-Motorradgruppe, wie gewohnt, im Pantheon in Muttenz zu Café und Gipfeli. Bald hatten sich die Gruppen gebildet, und so starteten um 09:00 Uhr 18 Töffs mit 22 Personen in Richtung Jura. Das Wetter zeigte sich ganz nach unserem Geschmack: Viel Sonne und dennoch nicht zu heiss. Zwischen den Grenzen Die Strecke führte abwechselnd durch die Schweiz und Frankreich. Am stillverträumten Stausee des Doubs, dem Lac de Biaufond, nahe der französischen Grenze, nahmen wir das Mittagessen im gleichnamigen Restaurant ein. Auf mehreren Tellern waren Forellen aus heimischen Gewässern zu finden.
Dabei fiel immer wieder das freundliche Verhalten der französischen Autofahrer gegenüber den Motards auf: sie machten Platz und liessen uns überholen.
So lieben wir es, so macht es Spass: Kurven, Kurven und nochmals Kurven - dieses Mal im Jura. Foto: Martin Eberle
Erfolgreicher Ausflug Am dritten Tag verabschiedeten wir uns vor dem Hotel, und jede Gruppe machte sich individuell auf ihren Heimweg. Die Ausfahrt war ein voller Erfolg. Es hat alles gepasst, trotz Umplanung.
Am Abend trafen wir uns zum Apéro im Grand Hotel les Rasses. Das 1899 erbaute Gästehaus bot von seinen 1800 Metern über Meer einen grandiosen Panoramablick über die Alpen. Im Speisesaal aus der «guten alten Zeit» wurden wir mit bestem Essen und gutem Service verwöhnt. Etwas für jeden Geschmack Für den Sonntag dachte sich Tho mas Richard zwei Routen aus: Eine kürzere, etwa 250 km lange Strecke – und eine «crazy» Route für ganz Wilde von über 400 km und 6,5 Stunden Fahrzeit. Allerdings nahmen lediglich zwei Mutige diese Herausforde-
Die Brücke bei Biaufond hat den grenzüberschreitenden Handel vereinfacht und ist heute noch ein besonderer Blickfang. Foto. Martin Eberle
rung an. Die anderen genossen die wunderschöne Landschaft entlang dem Lac de Joux und durch den französischen Jura.
Dank an Isabel Altermatt und Claudia Winkler von der ACSGeschäftsstelle für die Mithilfe. Suzanne Châtelain
Auch für Sightseeing und Spaziergänge blieb genügend Zeit: Vom Belvédère de Roche Blanche aus geniesst man einen schönen Ausblick auf die Gorge du Flumen und die Stadt Saint Claude. Foto: Dominique Eberle
Es gibt immer mehr als genug Gesprächsstoff. Foto: D. Eberle
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Clubmagazin ACS beider Basel | 07-2020
Reisen
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