Skip to main content

mobil! Clubmagazin des ACS beider Basel

Page 1

07/ 2020

mobil! Clubmagazin des ACS beider Basel

Referendum gegen das CO2-Gesetz Warum der ACS Nein sagt zum neuen CO2-Gesetz | Seite 5

Ab 2021 gelten neue Verkehrsregeln

So umfahren Sie die Tücken des Herbstes

Die Baselbieter Polizei infomiert über die geplanten Anpassungen | Seite 7

Auf was es in der kälteren Jahreszeit zu achten gilt | Seite 11


Clubmagazin ACS beider Basel | 07-2020

Verkehrspolitik

Erfreuliches Signal für die Mobilität der Zukunft:

Deutliches Ja zu weniger Stau auf den Strassen Mit einem Ja-Anteil von über 60 Prozent haben die Baselbieter Stimmberechtigten die Volksinitiative «zum Ausbau des Hochleistungsstrassennetzes» angenommen. Ein klares Votum zugunsten einer nachhaltigen Verkehrspolitik, bei der auch neue Strasseninfrastrukturen kein Tabu mehr sein dürfen. Der ACS beider Basel hat den deutlichen Entscheid zugunsten der HLS-Initiative am Abstimmungswochenende vom 27. Sep­­­ tember 2020 mit grosser Freude zur Kenntnis genommen. Grosse Erwartungen Dieses Abstimmungsergebnis ist aus verschiedenen Gründen weg­­­ weisend. Einerseits ist es ein kla­rer Auftrag an die Regierung, ein Ver­ kehrs­konzept zu entwickeln, das sich an den tatsächlichen Be­ dürf­nissen der Bevölkerung or­i­ en­­tiert. Das heisst: Es braucht deut­lich mehr Realismus in den

Verkehrsdebatten und eine Abkehr vom Irrglauben oder viel­ mehr von der Ideologie, die Mo­b i­l i­t äts­b edürfnisse unserer stetig wach­senden Gesellschaft liessen sich ausschliesslich mit dem öffentlichen Verkehr und neuen In­frastrukturen für den Velo- und Fussverkehr bewältigen. Was dringend vonnöten ist, das sind zusätzliche Infrastrukturen für den motorisierten Individualverkehr, dem mit Abstand wichtigsten Verkehrsträger im Kanton. Gefragt sind kon­­kre­te Projekte, um die staugeplagten Ge­mein­den zu ent­lasten, bessere Zu- und Abfahrten auf die Hoch­

Compass PHEV ab Fr. 44 900.-*

GARAGE KEIGEL

leistungsstrassen sowie zusätzliche, neue und direkte Verkehrs­ verbindungen, beispielsweise vom Laufental ins Ergolztal. Die Regierung hat vom Stimmvolk den Grundauftrag erhalten, bei den Bundesbehörden für die Anliegen des Kantons einzustehen und die eigenen Interessen

diese Massnahmen zu weniger Stau führen, das untergeordnete Strassennetz, nämlich Quartierund Kantonsstrassen, schützen und die Regionen im Baselbiet besser vernetzen. Dies dank dem JA zur Volksinitiative, die bereits im Sommer 2015 ins Leben gerufen wurde. Stau als Dauer­

Deutliches Ja zur HLS-Initiative. Jetzt müssen Taten folgend.

nachdrücklich und bestimmt zu manifestieren. Langfristig sollen

zustand kann einfach nicht mehr akzeptiert werden.

Renegade PHEV ab Fr. 39 900.-*

*Alle Infos und Top-Angebote: Rheinstrasse 69 | 4402 Frenkendorf verkauf@garagekeigel.ch | T 061 565 12 21 www.GARAGEKEIGEL.ch/de/Jeep


Editorial

Gilt die freie Wahl des Verkehrsmittels bald nicht mehr?

Foto:Pixabay, DistantSpace

05 CO2-Gesetz

Die wichtigsten Argumente, weshalb der ACS das Referendum unterstützt

09 Stadtbelebung

Warum die Initiative vorzeitig zurückgezogen wurde

10 Umwelt

Information zum neuen Umweltbericht beider Basel

13 Pässefahrt

Bericht über die geglückte Corona-Alternative durch die Schweiz

15 ACS Reisen

Begeisterndes GeniesserAngebot in Arosa

Damit Menschen einverständlich miteinander leben können, bedarf es Regeln. Das ist kaum umstritten. Ich kenne jendenfalls niemanden, der sich nicht mit der Aussage des Philosophen Immanuel Kant einverstanden erklären könnte, dass die Freiheit eines jeden dort aufhört, wo die Freiheit eines anderen beginnt. Die entscheidende Fra­ge steckt wohl wie so oft im Detail, nämlich wo genau die Grenze liegt zwischen den ei­ge­­nen Vorstellungen und jenen des anderen. Ich habe mich in den letzten Wochen im Rahmen der Auseinandersetzung mit verschiedenen verkehrspolitischen Geschäften allerdings mehrmals gefragt, ob unsere Freiheit nicht in Gefahr ist, wohin un­sere Gesellschaft treibt. Bewegen wir uns in Rich­tung einer Behörden-Diktatur? Ist das noch Gedankengut einer so­ zialen Markt­ wirtschaft – oder doch schon eher planwirtschaftlicher Kommu­nis­ mus? Sie denken, ich übertreibe? Beispiel 1. Bundesebene. Derzeit steht der Sachplan Verkehr, herausgegeben vom Bundesamt für Raumentwicklung, in Vernehmlassung. Inhaltlich geht es darum, die Rahmenbedingungen für das künftige Schweizer Gesamtverkehrssys­ tem festzulegen. Bei den Analysen bleibt es noch sachlich, wird festgehalten, dass infolge Verkehrszuwachs die Engpässe weiter zunehmen werden. Bei den Lösungansätzen wird es dann aber sehr ideo­

werden». Und weil das auf freiwiller Basis kaum klappen wird, werde ein «umfassendes Mobilitätsma­ nagement» realisiert. Gilt die freie Verkehrsmittelwahl denn nicht mehr?

logisch: Weil die beengten räum­li­ chen Verhältnisse dem weiteren Aus­ bau von Infrastrukturen Grenzen setzten, müssten vermehrt «Mass­ nahmen mit Ansätzen zur Verkehrs­ vermeidung» geplant und entspre­ chende Ver­haltens­änderungen her­ bei­geführt werden. Mein Verhalten soll geändert werden? Ich kann nicht mehr frei darüber entscheiden? Beispiel 2. Kanton Basel-Landschaft. Landratvorlage zur Tramverlängerung der Linie 14. Das Gebiet Salina Raurica weist heute schon eine hohe Verkehrsbelastung auf. Die erwartete Bevölkerungs- und Verkehrsentwicklung – zusätzlich rund 40‘000 Personenwege pro Tag! – wird das Verkehrssystem an den Rand des Kollapses führen. Darum, so ist in der Vorlage zu lesen, «soll und muss ein wesentlicher Teil des durch die Siedlungserweiterung neu generierten Verkehrs mit den öffent­ lichen Verkehrsmitteln abgewickelt

Beispiel 3. Kanton Basel-Stadt. Fragebogen zur Vernehmlassung zum Entwicklungskonzept Stadtraum Bahnhof SBB. Abgesehen davon, dass in diesem Papier ernstlich der Rückbau der Nauenstrasse zur Diskussion gestellt wird, bemerken die Behörden ungeniert: «Das Ausbleiben einer Stellungnahme werten wir als Zustimmung zum Konzept.» Bis anhin bedeutete Schweigen in unserem Rechtssystem weder Zustimmung noch Ablehnung. Ist das nicht mehr so? Bisher galten in der Verkehrspolitik marktwirtschaftliche Grundsätze, diktierte die Nachfrage das Angebot. Heute ist es umgekehrt. Die Obrigkeit definiert selbstherrlich das Angebot, ohne sich um die Nachfrage zu kümmern. Das ist zwar defintiv einfacher, erinnert aber an Gesellschaftsformen, die eine Mehrheit in der Schweiz – hoffentlich – nicht will. Bleiben Sie gesund – und herzliche Grüsse, Ihr

Christian Greif Geschäftsführer

Impressum Herausgeber Automobil Club der Schweiz ACS Sektion beider Basel Hofackerstrasse 72 CH-4132 Muttenz Telefon +41 61 465 40 40 Fax +41 61 465 40 41 info@acsbs.ch www.acsbs.ch

Redaktion Christian Greif ACS beider Basel Hofackerstrasse 72 CH-4132 Muttenz Telefon +41 61 465 40 40 christian.greif@acsbs.ch

Inserate Claudia Winkler ACS beider Basel Hofackerstrasse 72 CH-4132 Muttenz Telefon +41 61 465 40 40 claudia.winkler@acsbs.ch

Druck KROMER PRINT AG Unterer Haldenweg 12 CH-5600 Lenzburg Telefon +41 62 886 33 33 Fax +41 62 886 33 34


NEW SUZUKI PIZ SULAI® 4x4 IGNIS PIZ SULAI® 4x4 AB Fr. 21 990.– ODER AB Fr. 148.–/MONAT

SWIFT PIZ SULAI® 4x4 AB Fr. 22 490.– ODER AB Fr. 152.–/MONAT

PIZ SULAI® PREISVORTEIL:

Fr. 1 310.–

Limitierte Sonderserie, nur solange Vorrat.

A B C D E F G

A

SUZUKI FAHREN, TREIBSTOFF SPAREN: New Suzuki Swift PIZ SULAI® Hybrid 4x4, 5-Gang manuell, Fr. 22 490.–, Treibstoff-Normverbrauch: 5.5 l / 100 km, EnergieeffizienzKategorie: A, CO₂-Emissionen: 123 g / km; New Suzuki Ignis PIZ SULAI® Hybrid 4x4, 5-Gang manuell, Fr. 21 990.–, Treibstoff-Normverbrauch: 5.4 l / 100 km, EnergieeffizienzKategorie: A, CO₂-Emissionen: 123 g / km; Hauptbild: New Suzuki Swift PIZ SULAI® Top Hybrid 4x4, 5-Gang manuell, Fr. 24 490.–; Treibstoff-Normverbrauch: 5.5 l / 100 km, Energieeffizienz-Kategorie: A, CO₂-Emissionen: 123 g / km; New Suzuki Ignis PIZ SULAI® Top Hybrid 4x4, 5-Gang manuell, Fr. 23 990.–, Treibstoff-Normverbrauch: 5.4 l / 100 km, Energieeffizienz-Kategorie: A, CO₂-Emissionen: 123 g / km. Leasing-Konditionen: 24 Monate Laufzeit, 10 000 km pro Jahr, effektiver Jahreszins 0.9 %. Vollkaskoversicherung obligatorisch, Sonderzahlung: 30 % vom Nettoverkaufspreis. Der Leasing-Zinssatz ist an die Laufzeit gebunden. Ihr offizieller Suzuki Fachhändler unterbreitet Ihnen gerne ein individuell auf Sie zugeschnittenes Leasing-Angebot für den Suzuki Ihrer Wahl. Leasing-Partner ist die MultiLease AG. Sämtliche Preisangaben verstehen sich als unverbindliche Preisempfehlung inkl. MwSt.

www.suzuki.ch

4


Clubmagazin ACS beider Basel | 07-2020

Verkehrspolitik

Referendum gegen das CO2-Gesetz:

Klima schützen! Aber mit Vernunft und Effizienz Unsere Lebensqualität ist hoch – nicht zuletzt auch we­gen der intakten Umwelt und den schönen Landschaften. Wir alle haben Interesse daran, diese Umwelt zu schützen. Mit dem neuen CO2-Gesetz drohen mehr Bürokratie und Mehrkosten. Die Politik ist dabei, zu übertreiben. Nicht mehr die Effizienz in der Klimapolitik, sondern die Verteuerung des Energieverbrauchs steht im Zentrum.

CO2-Emissionen – nicht staatliche Vorschriften und Steuern. Nur Staaten mit einer funktionierenden Marktwirtschaft sind in der Lage, sich einen wirksamen Umwelt- und Naturschutz zu leisten.

Eine Verteuerung von Benzin und Diesel um bis zu 12 Rappen pro Liter, höhere Preise für fossile Brennstoffe, eine Flugticket­ abgabe sowie ein Beinahe-Ölheizungsverbot ab 2023 respektive 2026 sind die Kernpunkte des neuen CO2-Gesetzes. Zusammen­ gefasst: Mit Ver­bo­ten, Vorschriften und Auflagen soll der Bevölkerung, aber auch der Wirt­schaft, ein neues Verhalten aufgezwungen werden. Dem Klima wird dies nichts nüt­zen – darum gilt es vorsichtig zu sein. Jetzt sind Vernunft und gesunder Menschenverstand gefragt und nicht planloser Aktivismus.

Gewerbe nicht unnötig belasten Gerade in der heutigen Situation, wo eine Rezession droht und viele Betriebe aufgrund der Corona-Pandemie mit finanziellen

Umweltpolitische Vorreiterrolle Klimaschutz ist eine globale Aufgabe und kostet viel Geld. Die Schweiz darf stolz darauf sein, dass sie bezüglich Klimaund Umweltschutz eine Vorreiterrolle einnimmt. Dies soll auch künftig so sein. Gemäss Erhebungen der Internationalen Energieagentur IEA hat der Schweizer Energiesektor die geringste CO2-Intensität aller Mitgliedsländer. Der CO2-Ausstoss in der Schweiz betrug 2018 4,3 Tonnen pro Kopf. Währenddessen betrug dieser Wert beispielsweise in Deutschland 9 Tonnen, in Österreich 7 und in den USA 16 Tonnen pro Kopf. Im Gegensatz zur weltwei­ ten Entwicklung ist der Aus­stoss in der Schweiz weiterhin am Sinken: Der Treibhausgasausstoss in der Schweiz hat zwischen 1990 und 2018 um 14 Prozent abgenommen. Während der An­ teil der Schweiz am weltweiten

CO2-Ausstoss im Promillebe­reich liegt, hat China einen Anteil von 27%, die USA 15%, Indien 7% und Deutschland immerhin noch 2% zu verantworten.

Die CO2-Emissionen pro Kopf sind seit Jahren rückläufig. Die Schweiz nimmt eine Vorreiterrolle wahr. Grafik: Google, Daten: Welbank

Der jährliche CO2-Ausstoss der Schweiz entspricht dem Ausstoss eines halben Tages in Chi­ na! Dies zeigt: Ob die Schweiz ihren Verbrauch um 20, 50 oder 80% senkt, hat auf das Weltklima praktisch keine Wirkung. Nur Marktwirtschaft ermöglicht wirksamen Umweltschutz Klima und Umwelt sind dann am besten geschützt, wenn jeder eigenverantwortlich handelt und die Erkenntnisse von Wissenschaft und Forschung praxisnah umgesetzt werden. Innovation und wirtschaftliche Dynamik sind zentrale Erfolgsfaktoren im Hinblick auf eine Reduktion der

Schwierigkeiten zu kämpfen haben, wäre es völlig falsch, die Unternehmen und die Bevölkerung noch stärker zu belasten. Doch das neue CO2-Gesetz hat vor allem ein Ziel: Der Energiekonsum soll verteuert werden, vor allem hinsichtlich der Mobilität. So sollen die Treibstoffpreise mit dem neuen CO2-Gesetz um bis zu 12 Rappen pro Liter erhöht werden. Auch Heiz­öl und Gas sollen teurer werden. Dass die CO2-Abgabe auf Brennstoffe von heute 96 Franken auf bis zu 210 Franken erhöht werden könnte, hat direkte Auswirkungen auf die Heizkosten. Zu­ dem sollen Öl- und Gasheizungen

ab 2023 faktisch verboten werden. Dies alles bringt massive Mehr­kosten für viele Gewerbebetriebe mit sich. Dass die Strafzahlungen der Auto­ importeure, welche die erlaubten Höchstwerte bei den CO2-Emis­ sionen bei ihren Neu­wagen nicht einhalten können, künftig zur Hälf­te in einen Klimafonds flies­ sen (und nicht mehr in den Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds), zeigt: Mit dem neuen CO2-Gesetz sollen auch konkrete Schritte gegen den Autoverkehr eingeleitet werden. Die­se geplanten Ver­bote und Ein­s chrän­­k ungen der Mobilität wer­d en dem Gewerbe massiv schaden. Die Rechnung zahlen am Schluss die Kunden und Steuerzahler. Gegen planlosen Aktivismus das Referendum Die Schweiz hat schon heute strik­te und detaillierte Vorschrif­ ten punkto Umwelt- und Klimaschutz. Weitere Regulierungen und neue Verbote bringen keine Verbesserung. Wer etwas für das globale Klima tun will, muss Geld in Forschung und Innovation investieren oder aber gezielt für sinnvolle Klimaschutzprojekte im Ausland einsetzen. Dort erreicht man mit demselben Betrag bis zu 60 Mal mehr Klimaschutz als in der Schweiz.

Referendum unterstützen! Der ACS befürwortet sinnvolle und effiziente Massnahmen zur CO2-Reduktion. Das neue Gesetz lehnt er allerdings ab und unterstützt das Referendum. Unterschriftenbogen finden Sie auf der Website «vernuenftig-blei­ben. ch», in der nächsten Ausgabe von «ACS Auto» oder stellen wir Ihnen auf Wunsch gerne auch zu. Sie erreichen uns per Mail an info@acsbs.ch oder unter Telefon 061 465 40 40.

5


Clubmagazin ACS beider Basel | 07-2020

News

Jeder fünfte Neuwagen fährt heutzutage elektrisch

Schon bald CO2-neutral fliegen? Der weltweit grösste Flug­ zeug­ her­ steller Airbus mit Sitz im französischen Toulouse, will bis 2035 ein

Energiequelle für Flugzeugtriebwerke zu nutzen ist nicht neu, aber sie ist immer noch schwer umzusetzen.

ACS Visa Card jetzt noch nutzbringender

Revolution am Himmel geplant: CO2-freies Fliegen. Pas­ sagierflugzeug auf den Markt bringen, das dank Wasserstoff-Antrieb komplett CO2-neutral fliegt. Die Idee, Wasserstoff statt Kerosin als

Foto: Airbus

Wasserstoff hat zwar eine dreifach höhere Energiedichte als Kerosin, benötigt aber bis zu viermal mehr Volumen.

Die ACS Visa Card Classic und Gold bieten jetzt noch mehr, können bei folgenden kontaktlosen Zahlungssys­ te­men verwendet werden: Apple Pay, Samsung Pay, Watch Pay, Google Pay und auch TWINT. Die ACS Visa Card Classic ist für ACS-Mitglieder kostenlos, die ACS Visa Card Gold kostet ab dem zweiten Jahr 100 Franken jährlich. Infos unter info@acsbs.ch oder Telefon 061 465 40 40.

Strassenverkehrsrecht soll revidiert werden Der Bundesrat hat die Vernehmlassung zur Teilrevision des Strassenverkehrsgesetzes (SVG), des Ordnungsbussengesetzes (OBG) sowie von acht Verordnungen eröffnet. Er will einerseits mit einer Helmtragepflicht und einem Lichtobligatorium die Verkehrssicherheit für E-BikeFahrende erhöhen. Anderseits will er umweltfreundliche Technologien fördern und die rechtlichen Grundlagen für das automatisierte Fahren verbessern, sodass Versuche mit vollautomatisierten Fahrzeugen auf öffentlichen Strassen bewilligt werden können. Zudem sollen Aufträge des Parlaments umgesetzt werden.

Der Velohelm soll für E-Bike-Fahrer Pflicht werden. Foto: pxhere Dazu gehört auch die vom Parlament ge­forderte Anpassung der «Via si­ cura»-Massnahmen.

6

Wegen der Coronakrise wurden bisher im 2020 deutlich weniger Autos verkauft. Gegenüber dem Vorjahr sei ein Rückgang von 27,7 Prozent zu verzeichnen, teilte auto schweiz Anfang Oktober mit. Deutlich erfreulicher seien aber die neuesten Zahlen zu den alternativen Antrieben. Deren Marktanteil betrug im September re­ kordhohe 34,9 Prozent, davon entfallen allein auf Elektroautos und Plugin-Hybride 20,2 Prozent.

Neue Sonderausstellung im Pantheon-Museum Muttenz Seit dem 26. Oktober 2020 hat das Pantheon Museum in Basel seine Tore für die neue Mercedes BenzSonderausstellung geöffnet. Bis zum 18. April 2021 haben Besucher die Möglichkeit, eine besondere Sammlung von 24 Oldtimern der Marke «Mercedes Benz» – Baujahr 1886 bis 1970, inklusive dem Prunkstück der Präsentation, dem 300 SL, dem Coupé mit Flügeltüren, zu besichtigen. Lassen Sie sich überwältigen vom Anblick der Modelle – greifen Sie nach den «Sternen». Das Museum ist von Montag bis Sonntag von 10.00 bis 17.00 Uhr für Sie geöffnet. Der Eintritt für Er-

Nicht nur alte Klosteranlagen und schöne Häuserzeilen in Altstädten gelten als Kulturgut, sondern auch Oldtimer. Foto: Pixabay, Peter H

Veteranenfahrzeuge werden als rollendes Kulturgut angesehen Die Suisse Historic Vehicle Federation hat eine Studie in Auftrag gegeben, um einen umfassenden Überblick über den Markt der Veteranenfahrzeuge in der Schweiz zu erhalten. Eines der Kernergebnisse ist, dass Veteranenfahrzeuge als rollendes Kulturgut wahrgenommen werden und für viele Menschen mit starken Emotionen verbunden sind. Private Besitzer würden die Hauptlast zur Erhaltung der historischen Fahrzeuge im Bestandeswert von rund 7,7 Milliarden Franken leisten. Im Vergleich zum Gesamtbestand beträgt der Anteil der in der Schweiz zugelassenen Personenwagen, die älter als 30 Jahre sind, lediglich knapp 1,9 Prozent. Nur 0,1 Prozent aller gefahrenen Kilometer in der Schweiz entfallen auf historische Automobile. Die Wirtschaftsleistung, die mit Veteranenfahrzeugen in direktem Zusammenhang steht, lasse sich für die Schweiz auf etwa 836 Millionen Franken beziffern. Weitere Details sind auf der Webseite shvf.ch zu finden.

Das Pantheon bietet einmal mehr eine begeisternde Ausstellung. wachsene beträgt CHF 10.00, AHV/ IV/Studenten und Kinder ab 7 Jahre zahlen nur CHF 7.00. Kinder bis 6 Jahre sind kostenfrei. Das PantheonTeam freut sich auf Ihren Besuch.

6


Clubmagazin ACS beider Basel | 07-2020

Service

Änderungen per 1.1.2021:

Neue Verkehrsregeln und Signalisationsvorschriften Jedes Jahr werden bestehende Verkehrsregeln überarbeitet, erweitert oder abgeschafft. Um in diesem ganzen GesetzesDschungel den Überblick nicht zu verlieren, haben wir die wichtigsten Verkehrsregeln, die am 1. Januar 2021 in Kraft treten werden, für Sie zusammengefasst. Rechtsüberholen/-vorbeifahren Das Rechtsvorbeifahren wird ab dem kommenden Jahr eine Änderung erfahren. Es ist ab dem 1. Januar 2021 nämlich erlaubt.

Major Stephanie Eymann, Dr. iur., leitet die Verkehrspolizei BL.

Aber Achtung: Bei den Begriffen «Überholen» und «Vorbeifahren» ist Vorsicht geboten, denn: beim Überholen wird ein Einzelfahrzeug oder eine Kolonne mittels Ausschwenken auf die Mittel- oder Normalspur und Wie­­­­d­er­einbiegen auf die Überholspur überholt. Dies ist noch immer verboten und wird ab 2021 mit einer Busse von 250 Franken geahndet und nicht mehr wie bis anhin mit einer Anzeige. Es stellt sich hierbei aber die wichtige Frage, ob und vor allem ab wann man bei eben diesem Überholvorgang wieder nach links auf den Überholstreifen fahren darf, ohne Gefahr zu laufen, eine Busse zu erhalten. Eine generelle Aussage kann dazu leider noch nicht gemacht werden, da genaue Anhaltspunkte dazu in der Praxis schlicht fehlen. Das Bundesgericht hält bis anhin

fest, dass ein Rechtsüberholen dann abzulehnen sei, sobald das Ausschwenken und das Wiedereinbiegen nach links keine «Einheit» bilden und als zwei un­ abhängige Manöver angesehen wer­­den können. Dies kann zum Beispiel angenommen werden, wenn Sie nach dem Vorbeifahren noch 100 bis 200 Meter auf derselben Spur verbleiben und erst anschlies­send den Spurwechsel vornehmen. Der Unrechtsgehalt besteht darin, dass beim direkten Rechts­überholen eine erhöhte Gefahr für den überholten Fahrzeuglenker besteht, da man sich beim Wiedereinbiegen im Zusammenhang mit den hohen Geschwindigkeiten auf der Autobahn schnell verschätzen und es so zu schweren Verkehrsunfällen kommen kann. Eine gewisse «Dynamik» im Strassenverkehr ist bis zu einem gewissen Punkt gut, aber mit dieser Regelung soll verhindert werden, dass sie ausufert und in einem Slalomfahren endet. Beim er­ laub­ ten Vorbeifahren wird ohne Spurwechsel (oder max. 1 Spurwechsel) an einem Einzelfahrzeug

1. Spurwechsel erst unmittelbar vor der Engstelle, sonst entsteht Stau. 2. Eins links, eins rechts: Einfädeln lassen! Grafik: ADAC

oder einer Kolonne vorbeigefahren. Wichtig dabei ist, dass dies mit der gebotenen Vorsicht geschehen muss – also mit angepasster Geschwindigkeit. Denn kommt es zu einer Kollision oder werden andere Verkehrsteilnehmer durch Ihr Manöver gefährdet, können Sie unter Umständen trotzdem verzeigt werden, was einen mehrmonatigen Führerausweisentzug und eine hohe Busse zur Folge hätte. Rettungsgasse Die Verkehrsteilnehmer sind neu dazu verpflichtet, eine Rettungsgasse zu bilden, ohne dabei den Pannenstreifen zu blockieren. Bei Zuwiderhandlung können die fehlbaren Lenkerinnen und Lenker mit einer Ordnungsbusse geahndet werden. Dazu hat die Polizei Basel-Landschaft kürzlich eine Kampagne

«Weil kein Durchkommen Leben kosten kann», ist das Bilden einer Ret­ tungs­gasse fortan Pflicht. Grafik: rettungs-gasse.ch

lanciert, um die Verkehrsteilnehmenden bereits vorab zu sensibilisieren. Wichtig dabei ist, dass die Rettungsgasse während der ganzen Stauphase aufrechterhalten wird, da häufig mehrere Rettungs- und Bergungsdienste zur Unfallstelle gelangen müssen. Reissverschlussprinzip Die Verkehrsteilnehmer sind da­ zu verpflichtet, nach einem Spurabbau oder einer Einfahrt das spurabbauende Fahrzeug einlenken zu lassen. Um die Verkehrsfläche optimal zu nutzen, dürfen die einlenkenden Fahrzeuge erst am Ende einer Einspurstrecke den Spurwechsel vornehmen. Damit soll verhindert werden, dass bei Spurabbauten zu früh auf die verbleibende Spur gewechselt und es dadurch zu Stau kommt, wie es heute in den meisten Fällen geschieht. Wird dieses Prinzip missachtet, droht eine Ordnungsbusse. 100 km/h statt 80 km/h Die Höchstgeschwindigkeit für leichte Motorfahrzeuge mit Anhänger (also Autos oder Lieferwagen bis 3,5 Tonnen) wird von 80 auf 100 km/h erhöht, sofern die Herstellerangaben dies auch zulassen, respektive die Fahr­ zeug­ kombination für dieses Tem­po zugelassen ist. Wir wünschen Ihnen eine gute und sichere Fahrt. Major Stephanie Eymann

7


Ein Unfall – Was können wir für Sie tun? -Unser Bergungsdienst holt Sie ab. -Wir erledigen die Schadenabwicklung für Sie. -Wir geben Ihnen einen Ersatzwagen. -Bei Instandstellung beraten wir Sie kompetent. Wir konstruieren – Sie transportieren. -Wir konstruieren ihre Aufbauten. -Wir bauen Ihren Servicewagen bedarfsgerecht aus. -Wir können flexibel Ihre Wünsche umsetzen. Fachgerechte Instandsetzung Ihres Autos. -Wir können auch Oldtimer reparieren und lackieren Frontscheibe defekt – und jetzt? -Wir übernehmen die Versicherungsformalitäten. -Wir bieten einen schnellen Service. -Wir reparieren oder ersetzten in unserem Betrieb. Kommen Sie direkt zu uns, Ihrem erfahrenen Fachbetrieb. Überlassen Sie uns die Versicherungsabwicklung! Kompetent. Zuverlässig. Preiswert. Einfach anrufen! Sauter AG, Hauptstrasse 37, CH-4145 Gempen, www.sautercar.ch Tel. 061 701 52 80 - Fax. 061 701 46 64 - Mail: info@sautercar.ch

Projektierung / Planung Metall- und Fassadenbau General Guisan-Strasse 24, 4054 Basel / Tel. +41 (0) 61 301 74 00 / info@thuerkauf-partner.ch www.thuerkauf-partner.ch

8


Clubmagazin ACS beider Basel | 07-2020

News

Elektrifizierung der BVB-Busflotte kostet 360 Millionen

Stadtbelebungs-Initiative zurückgezogen Die Stadtbelebungs-Initiative wurde im März 2018 mit 3’099 gültigen Un­­­­terschriften eingereicht. Sie fordert tiefere Gebühren bei oberirdischen Parkplätzen und in staatlichen Parkhäusern. Die Regierung reagierte da­rauf mit einer befristeten Senkung der abend­ lichen Gebühren in den Parkhäusern, während der Grosse Rat im Standortförderungsgesetz einen Stadtbelebungs-Fonds schuf, der mit sechs Millionen Franken ausgestattet ist. Mit diesen Mitteln sollen private Projekte und Aktionen gefördert werden, die Basel als Ausgeh-, Shopping- und Tourismusstandort stärken. Der Fondsrat wird aus maximal neun Mitgliedern bestehen, die zur Mehrheit Fachleute aus Gewerbe, Handel und Tourismus sein müssen. Obschon das anvisierte Ziel tieferer Parkgebühren mit dem Kompromissvorschlag nur sehr beschränkt habe erreicht werden können, hat sich das Komitee «Stadtbelebung durch vernünftige Park­­ gebühren» dazu entschlossen, den angebotenen Stadtbelebungs-Fon­ds als Alternative zu akzeptieren und die Initiative zurückzuziehen.

Ein israelisches Startup-Unternehmen will noch in diesem Jahr einen faltbaren City-Stromer auf den Markt bringen. Foto: City Transformer

Für (fast) keine Parklücke zu eng Die Firma City Transformer will mit einem kleinen Elektro-Stadtflitzer die Parkplatzproblematik in Städten lösen. Das Elektroauto biete lediglich Platz für zwei hintereinandersitzende Personen, ist dafür aber bereits im Standardmodus nur gerade 1,4 Meter breit. Das ist schon recht schmal. Aber auf Knopfdruck kann das Gefährt die Räder einziehen und beansprucht so nochmals 40 Zentimeter weniger Platz. Mit nur noch knapp einem Meter Breite kann es sogar auf Motorrad-Parkplätzen parkieren.

Im gefalteten Parkiermodus darf das Elektromobil dann aber nur noch mit 45 km/h gefahren werden, ansonsten die Gefahr des Umkippens zu gross wäre. Im Breitbein-Normalmodus liegt die Höchtsgeschwindigkeit bei 90 km/h. Gemäss Hersteller soll die Reichweite des Akkus 150 Kilometer betragen. Den City-Stromer soll es für etwas mehr als 10’000 Franken in einer offenen Fun-Version, aber auch in einer geschlossenen, wetterfesten Variante geben.

Geringere Ozon-Belastung im Sommer 2020

Der 18. WinterRAID kommt Der kommende WinterRAID bringt völlig neue Routen. Gestartet wird in Seefeld, dann geht es durch die Felbertauern nach Cortina d’Ampezzo. Von da über viele Pässe und Dolomitenstrassen zurück nach Cortina. Ziel der Rallye ist wieder Seefeld. Die Routen sind teilweise richtig spektakulär und so angelegt, dass mehrmals die Höhe von 2000 m.ü.M, z.T. auch weit höher, erreicht wird. Das Hotel in Cortina d’Ampezzo: Grand Hotel Savoia & Spa. Das Lieblingshotel der RAID-Teilnehmer! Weitere Infos und Anmeldung über die Webseite www.raid.ch.

Die Basler Verkehrs-Betriebe planen, bis 2027 die gesamte Busflotte auf E-Busse umzustellen. Dazu ist die Beschaffung von insgesamt 126 EBussen in zwei Etappen in den Jahren 2022 und 2027 vorgesehen. Die Beschaffung von 62 E-Bussen in der ersten Etappe sowie die Planungsleistungen für den nötig werdenden Neubau der Garage Rank werden öffentlich ausgeschrieben. Das Gesamtvorhaben kostet laut BVB rund 360 Millionen Franken, darunter entfallen rund 147 Millionen Franken auf die Beschaffung der E-Busse.

Im Sommer 2020 lagen die Konzentrations-Höchstwerte beim Ozon tiefer als im Sommer 2019. Auch die Anzahl Stunden über dem Grenzwert ging zurück. Mit Ausnahme der Luftmessstation Basel-St. Johann sank die Anzahl Stunden mit Grenzwertüberschreitungen an allen gemessenen Orten. Als Hauptgrund für die Verbesserungen wird das «günstigere» Wetter genannt.

Die Ozon-Belastung ist stark wetterabhängig.

Gelesen... Eine jüngst publizierte Studie kommt zum Schluss, dass Schwarzfahrer die ÖV-Branche gegen 100 Millionen Franken kostet. Fast eine halbe Million Menschen sind im nationalen Schwarzfahrerregister ver­ zeichnet, darunter auch mehr als 30’000 Kinder unter 16 Jahren. Diese Zeche zahlen müssen entweder die ehrlichen Fahrgäste über teurere Tickets, oder aber die Steuerzahler über eine höhere Abgeltung an die Transportunternehmer.

... Gedacht Auch wenn das noch keine Studie belegt: Beim motorisierten Indiviudalverkehr kommen Schwarzfahrer wirklich nur äusserst selten vor. Weil der öffentlichen Hand solchermas­ sen aber immerhin 100 Millionen Franken erspart bleiben, ist doch wohl im Interesse der Kostenwahrheit davon auszugehen, dass dieser Betrag demnächst auf alle Automobilisten in der Schweiz aufgeteteilt und dann ausbezahlt wird. Ist jemand dagegen?

9


Clubmagazin ACS beider Basel | 07-2020

Verkehrspolitik

Umweltbericht beider Basel:

Wie geht es denn der Umwelt in beiden Basel? Soeben ist der jüngste Um­ weltbericht beider Basel erschienen, mit aktuellen Da­ten und Fakten zur Entwick­lung der Umwelt.

unten durchbrochen – und dürf­ te der Zielwert von 2’300 Tonnen deshalb inzwischen erreicht worden sein.

CO2-Emissionen Neufahrzeuge Praktisch im Gleichklang sind in den beiden Halbkantonen die CO2-Emissionen neu zugelassener Fahrzeuge in den Jahren 2007 bis 2017 von rund 190 g/ km im Jahr auf unter 140 g/km gesunken.

«ACS mobil» stellt einige für den Verkehrsbereich besonders interessante Indikatoren vor.

Grenzwertüberschreitungen Ozon Ozon entsteht aus Stickoxiden und flüchtigen organischen Ver­ bindungen bei starker Sonneneinstrahlung. Darum ist die Ent­wicklung der Ozonbelastungen sehr stark wetterabhängig. Die Luftbelastung durch Ozon hat zwar seit 1991 abgenommen, liegt aber nach wie vor über dem strengen schweizerischen Grenz­ wert.

VOC-Emissionen Die jährlichen Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen ist von 18’700 Tonnen im Jahr 1990 auf 3’610 Tonnen im Jahr 2015 zurückgegangen – und dürfte heute den Zielwert von 3’100 Tonen längst unterschritten haben.

Entwicklung Motorfahrzeuge Wie untenstehende Grafik zeigt, wächst der Motorfahrzeugbestand in beiden Kantonen, in Baselland allerdings deutlich schnel­ ler als im Stadtkanton. Mit einer Motorfahrzeugdichte (Anzahl Personenwagen auf 1’000 Einwohner) von knapp über 300 belegt Basel-Stadt den schweizweiten Spitzenplatz, wo­ bei sich Baselland mit 513 PW/1’000 Einwohnende im Mit­telfeld bewegt.

Feinstaub Unter Feinstaub (PM10) versteht man Partikel, die kleiner sind als 10 Mikrometer. Seit 1997 hat die Feinstaub-Belastung an allen Standorten abge-

Stickoxid-Emissionen 1990 betrug die Stickoxid-Belastung in den beiden Basel fast 9’000 Tonnen. Vor fünf Jahren wurde die 3’000er-Grenze nach

Umweltbericht beider Basel Weiterführende Informationen zu den insgesamt 113 Indikatoren sind unter www.umweltberichtbeiderbasel.bs.ch zu finden. Nebst einer Übersicht von Querschnittsindikatoren bietet der Bericht um­fassende Informationen zu den Themenbereichen Abfall, Altlasten, Biodiversität, Biotechnologie, Boden, Energie, Naturgefahren, Klima, Landschaft, Lärm, Luft, Nichtionisierende Strahlung, Stoffe und Produkte, Störfälle, Wasser und Wald.

nommen. An stark verkehrsexponierten Standorten liegen die Jahresmittelwerte noch im Bereich des Grenzwertes, während dieser an den Standorten in der Stadt Basel und deren Agglomeration seit einigen Jahren nicht mehr überschritten wurde.

Motorfahrzeuge

CO2-Emissionen Neuzulassungen

Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen (VOC)

Anzahl Motorfahrzeuge; Anzahl Personenwagen pro 1000 Einwohner

Gramm pro Kilometer

Tonnen

BS: Motorfahrzeugbestand BS: Motorisierungsgrad (rechte Skala) BL: Motorfahrzeugbestand BL: Motorisierungsgrad (rechte Skala)

Kanton Basel-Stadt

Kanton Basel-Landschaft

Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft

250

240 000

600

180 000

450

120 000

300

60 000

150

Zielwert

20 000

200 15 000

150 10 000 100

5000 50

0 20 19

20 15 20 17

20 13

20 09 20 11

20 05 20 07

19 99 20 01 20 03

19 95 19 97

0

0

0 2006

2007

2008

2009

2010 2011

2012 2013 2014

2015 2016 2017

1990

1995

Quelle: Kantonspolizei Basel-Stadt, Motorfahrzeugkontrolle; Statistisches Amt Basel-Stadt, Bevölkerungsstatistik; Motorfahrzeugkontrolle Basel-Landschaft; Statistisches Amt Basel-Landschaft

Quelle: Kantonspolizei Basel-Stadt, Motorfahrzeugkontrolle; Motorfahrzeugkontrolle Basel-Landschaft

Quelle: Lufthygieneamt beider Basel

Stickoxid-Emissionen

Grenzwertüberschreitungen Ozon

Feinstaub-Immissionen

Tonnen

Anzahl Grenzwertüberschreitungen Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft

Höhenlagen

Zielwert

2000

2005

2010

2015

Mikrogramm pro Kubikmeter

Agglomeration

Stadt Basel

Zielwert

Stark verkehrsexponiert Agglomeration

Stadt Basel Grenzwert

2000

10 000

40

8000

1500 30

6000

1000 20 4000

500 10 2000

Quelle: Lufthygieneamt beider Basel

10

Quelle: Lufthygieneamt beider Basel

20 15

20 17

20 13

20 09

20 11

20 05

20 07

20 03

2015

19 99

2010

20 01

2005

19 95

2000

19 97

1995

19 93

1990

19 91

0 0

0 1997

1999

2001

2003

Quelle: Lufthygieneamt beider Basel

2005

2007

2009

2011

2013

2015

2017


Clubmagazin ACS beider Basel | 07-2020

Service

Tipps zur aktuellen Jahreszeit:

So umfahren Sie die Tücken des Herbstes Im Herbst ereignen sich besonders viele Unfälle. Schlechte Witterung wie Regen und Nebel, ungünstige Lichtverhältnisse und Wildwechsel erhöhen die Unfallgefahr. Erhöhte Aufmerksamkeit ist gefordert.

Geschwindigkeit anpassen! Die Geschwindigkeit muss grund­ sätzlich immer den Sichtverhältnissen angepasst werden. Das heisst: Man darf nur so schnell fahren, dass innerhalb der über­ schaubaren Strecke angehalten wer­ den kann. Bei einer Sichtweite von 50 Metern, dem Abstand zwischen zwei Leitpfosten, darf höchstens mit Tempo 50 gefahren werden. Auf schma­­len Stra­ssen muss man sogar schon nach der Hälfte der übersehbaren Strecke anhalten können.

Foto: C. Greif

Nebellichter Nebel und schlechte Sicht erhöhen die Unfallgefahr erheblich. Die richtigen Lichter einschalten

und Geschwindigkeit anpassen sind deshalb oberstes Gebot. Das Strassenverkehrsgesetz schreibt vor, dass Nebellichter und Nebelschlussleuchten dann einzuschalten sind, wenn die Sicht «erheblich» eingeschränkt ist. Die Ein­­­­schränkung von einst, dass diese Lichter nur bei einer Sichtweite von unter 50 Metern benutzt werden dürfen, gilt zwar nicht mehr. Aber der ACS empfiehlt dennoch, die blendenden Leuchten umgehend wieder abzuschalten, sobald der Nebel sich verzogen hat. Wer dies nicht tut und Nebelscheinwerfer oder Nebelschlusslichter missbräuchlich verwendet, kann mit einer Busse von 40 Franken bestraft werden.

bremsen oder gar anhalten, abblenden und hupen sind empfehlenswert. Achtung: Ein Tier, das davonrennt, bedeutet noch lange nicht, dass die Gefahr gebannt ist, denn Wildtiere sind meist im Rudel unterwegs.

Foto: Pixabay

Rutschgefahr! Im Herbst und Winter ist immer mit aalglatten, rutschigen Stras­ sen zu rechnen. Vor allem Laub, aber auch verlorenes Erntegut oder Erdklumpen können in Kom­bination mit Nässe für unfreiwillige Rutschpartien sorgen. Darum gilt in dieser Jahreszeit: Geschwindigkeit drosseln und auf riskante Überholmanöver ver­ zichten. Foto: ADAC

Achtung Wild Allein im Kanton Basel-Landschaft werden alljährlich über 600 Verkehrsunfälle mit Wildtieren registriert. Die Dunkelziffer dürf­te um einiges höher liegen. Im Herbst, wenn die Autofahrt zum Arbeitsplatz und zurück nach Hause bereits in der Dämmerung stattfindet, steigt das Risiko einer Kollission mit einem Wildtier erheblich. Angepasste Geschwindigkeit auf gefährdeten Strecken – insbesondere Wald- und Feldränder – ist die beste Vorsorge gegen Wildunfälle. Stehen Tiere bereits am Rande oder sogar auf der Strasse, gilt doppelte Vorsicht: Stark ab-

Autoreifen durch das Wasser auf der Strasse den Kontakt zum Boden und lässt sich das Fahrzeug nicht mehr zuverlässig steuern. Damit brenzlige Situationen wie Rutschen und Haftungsverlust durch Aquaplaning gar nicht erst aufkommen, gilt: je langsamer, desto besser. So haben die Reifen mehr Zeit, das Wasser auf der Strasse zu verdrängen.

Foto: Pixabay

Aquaplaning-Gefahr! Starke Regenfälle gehören zum Herbst. Wegen der Nässe wird die Sicht schlechter, die Fahrbahn schmierig, der Bremsweg demnach länger, und es droht Aquaplaning. Dabei verlieren die

Foto: xphere

Winterreifen Jetzt sollen sie definitiv montiert sein, die Winterreifen. Aber wa­ rum eigentlich? Eine gesetzliche Pflicht, das Auto im Winter mit Winterreifen auszurüsten, besteht in der Tat nicht. Aber schon bei 7 Grad Celsius haben Sommerreifen keine optimale Bodenhaftung mehr - gefährden solche Lenker also sich selbst und auch andere. Wird wegen mangelhafter Ausrüstung des Fahrzeugs ein Unfall verursacht, kann die Versicherung Leistungen kürzen oder Regress nehmen. Selbst wer im Winter wegen Sommerpneus steckenbleibt und dadurch den Verkehrsfluss beeinträchtigt, den kann die Polizei unter Umständen wegen Verletzung der Verkehrsregeln zur Rechenschaft zie­ hen. Autolenkende, die in jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter unterwegs sind, sollten auf die sichereren Sommer- und Winterreifen setzen und diese jeweils rechtzeitig im Frühling und im Herbst montieren.

11


mitac-whirlpool.ch mitac-schwimmspas.ch

Geniessen Sie Ihren

Luxusurlaub

zuhause teil r o V ACS sparen 12%

Bis Ende Dezember 12% auf alles sparen www.mitac-whirlpool.ch/acs Wir liefern innert 3 Tagen!

Kommen Sie von Montag bis Sonntag zu uns in den Showroom und lassen Sie sich von der Vielfalt an Wellnessoasen inspirieren.

SPRUDELN SIE SICH INS GLÜCK

12

MITAC Handels AG Sägestrasse 45 5600 Lenzburg mitac-whirlpool.ch


Clubmagazin ACS beider Basel | 07-2020

Motorradgruppe

Ausflug der ACS-Motorradgruppe vom 12. bis 14. September 2020

Die geglückte Corona-Variante der Pässefahrt Die diesjährige Pässefahrt war eine Corona bedingt abgeänderte Variante mit zwei Übernachtungen im selben Schweizer Hotel. Umständehalber musste die ACS-Motorradgruppe die ursprünglich geplante Fahrt durch Frankreich verschieben. Am Morgen des 12. Septembers trafen sich die Mitglieder der ACS-Motorradgruppe, wie gewohnt, im Pantheon in Muttenz zu Café und Gipfeli. Bald hatten sich die Grup­pen gebildet, und so starteten um 09:00 Uhr 18 Töffs mit 22 Personen in Richtung Jura. Das Wetter zeigte sich ganz nach unserem Geschmack: Viel Sonne und dennoch nicht zu heiss. Zwischen den Grenzen Die Strecke führte abwechselnd durch die Schweiz und Frankreich. Am stillverträumten Stausee des Doubs, dem Lac de Biaufond, nahe der französischen Grenze, nahmen wir das Mittagessen im gleichnamigen Restaurant ein. Auf mehreren Tellern waren Forellen aus heimischen Gewässern zu finden.

Dabei fiel immer wieder das freundliche Verhalten der französischen Autofahrer gegenüber den Motards auf: sie machten Platz und liessen uns überholen.

So lieben wir es, so macht es Spass: Kurven, Kurven und nochmals Kurven ­­- dieses Mal im Jura. Foto: Martin Eberle

Erfolgreicher Ausflug Am dritten Tag verabschiedeten wir uns vor dem Hotel, und jede Gruppe machte sich individuell auf ihren Heimweg. Die Ausfahrt war ein voller Erfolg. Es hat alles gepasst, trotz Umplanung.

Am Abend trafen wir uns zum Apéro im Grand Hotel les Rasses. Das 1899 erbaute Gästehaus bot von seinen 1800 Metern über Meer einen grandiosen Panoramablick über die Al­pen. Im Speisesaal aus der «guten alten Zeit» wurden wir mit bestem Essen und gutem Service verwöhnt. Etwas für jeden Geschmack Für den Sonntag dachte sich Tho­ mas Richard zwei Routen aus: Eine kürzere, etwa 250 km lange Strecke – und eine «crazy» Route für ganz Wilde von über 400 km und 6,5 Stunden Fahrzeit. Allerdings nahmen lediglich zwei Mutige diese Herausforde-

Die Brücke bei Biaufond hat den grenzüberschreitenden Handel vereinfacht und ist heute noch ein besonderer Blickfang. Foto. Martin Eberle

rung an. Die anderen genossen die wunderschöne Landschaft entlang dem Lac de Joux und durch den französischen Jura.

Dank an Isabel Altermatt und Claudia Winkler von der ACSGeschäftsstelle für die Mithilfe. Suzanne Châtelain

Auch für Sightseeing und Spaziergänge blieb genügend Zeit: Vom Belvédère de Roche Blanche aus geniesst man einen schönen Ausblick auf die Gorge du Flumen und die Stadt Saint Claude. Foto: Dominique Eberle

Es gibt immer mehr als genug Gesprächsstoff. Foto: D. Eberle

13


Unsere neue Karte – ein Hit! Besuchen Sie unsere Webseite.

Fonduezyt im Schlosskeller

Ab sofort servieren wir Ihnen wieder unsere Fondue-Spezialitäten in der Schlosskeller Bar. Geniessen Sie einen geselligen Abend im speziellen Ambiente unseres Gewölbekellers und lassen Sie sich von uns verwöhnen!

Haben Sie ihr Firmenessen schon geplant? Nutzen Sie unsere Übernachtungsmöglichkeiten.

Das Haus mit Ambiance und Qualität. www.hotel3sternen.ch Romantikhotel Landgasthof zu den drei Sternen Brunegg Hauptstrasse 3 | 5505 Brunegg | Telefon 062 887 27 27 | info@hotel3sternen.ch Der ideale Ort, zentral gelegen und gut erreichbar im Autobahn-Dreieck Zürich-Bern / Zürich-Basel. Ausfahrt Mägenwil.

14


Clubmagazin ACS beider Basel | 07-2020

Reisen

Hautnah dabei: ACS Reisen macht’s möglich!

Begeisterndes Geniesser-Angebot in Arosa Graubünden überzeugt nicht nur im Sommer. Entdecken Sie die imposanten weissen Berge, die romantisch verschneiten Wälder und die Vielseitigkeit im Winterparadies Arosa. Wo lässt es sich besser abschalten als auf 1‘800 m über Meer inmitten einer tief verschneiten Winterlandschaft? Arosa ist die perfekte Destination für alle, die es verstehen, zu geniessen. Ein umfassendes Wellnessangebot, abgerundet mit einer romantischen Pferdekutschenfahrt und einem Winterwanderspass für eines der grössten Wintersportgebiete der Schweiz – mit 140 km präparier-

Wellness pur für Geist und Seele, verknüpft mit Hotellerie auf höchstem Niveuau.

Spannung als auch Entspannung. Die gemütlich eingerichteten Zim­mer mit Blick auf Maran sind

Inkludierte Leistungen 3 Übernachtungen, inklusive Halb­pension Welcome-Drink im Hotel Wellnessgutschein im Wert von CHF 60.00 pro Person 2-Tagespass Winterwanderpass Arosa Lenzerheide Pferdekutschen-Rundfahrt Prät­schli – Maran

Preise pro Person DZ Hauptsaison DZ Nebensaison Einzelzimmer

CHF 1’055 CHF 927 auf Anfrage

Fotos: Arosa Tourismus

Hauptsaison: 30.1. bis 7.3.2021 sowie Samstag und Sonntag in den Zeitperioden 5. bis 29.1.2021 und 8. -29.3.2021. Nebensaison: 29.11 bis 18.12.2020, 30.3. bis 11.4.2021 sowie Montag bis Freitag in den Zeitperioden 5. bis 29.1.2021 sowie 8. bis 29.3.2021. Verfügbarkeit auf Anfrage. Daten frei wählbar. Beratung und Infos Frau Isabel Altermatt Mail: sportreisen@acsbs.ch Telefon: 061 465 40 30 Fax: 061 465 40 31

Von der Sonne verwöhnt: Die herrliche Berglandschaft im wunderschönen Bündnerland.

ten Winterwanderwegen – warten auf Sie. Liegestühle vor einer der Berghütten laden ausserdem zum Verweilen und Sonne-Tanken ein. Golf- und Sporthotel Hof Maran**** in Arosa Der Hof Maran liegt da, wo die Panoramasicht auf sonnenverwöhnte Gipfel ungetrübt ist. Hier machen wir Ihre Ferien zum unvergesslichen Erlebnis. Der Hof Maran garantiert Ihnen sowohl

unter anderem mit Badezimmer (WC/ Dusche), Schreibtisch, Minibar, Safe und TV ausgestattet. Lassen Sie sich mit mediterraner Lebensfreude, kulinarischem Hoch­genuss und einem unvergleichlichen Ambiente in den Restaurants des Hofs Maran verwöhnen.

15


Sicherheit ist unsere Passion Profitieren Sie jetzt vom ACS-Sonderrabatt von 10 % auf die Allianz-Motorfahrzeug-Versicherung sowie auf alle weiteren Sachversicherungen

Mit Vergnügen! Generalagentur Markus Burgunder

Generalagentur Basel Alessandro Giangreco

Schneckelerstrasse 4b 4414 Füllinsdorf Telefon: 058 357 03 03 allianz.ch/markus burgunder

Malsmattenweg 1 4144 Arlesheim Telefon: 058 357 02 01 contact.basel@allianz.ch


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
mobil! Clubmagazin des ACS beider Basel by ACS Automobil Club der Schweiz - Issuu