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Festschrift Jubiläum 125 Jahre AC Penzberg

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Athleten Club „Bayerisch Fels 1896“ Penzberg Athleten Club „Bayerisch Fels 1896“ Penzberg - 125 Jahre


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125 Jahre

Athleten-Club „Bayrisch-Fels“ Penzberg _______________

Festschrift

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13.05.22 13:27


Grußwort Bernd Dürr 1. Vorstand AC Penzberg Liebe Vereinsmitglieder, Freunde und Gönner des AC Penzberg, der Athletenclub Bayrisch Fels, der älteste Penzberger Sportverein, konnte im April des Jahres 2021 auf sein 125 jähriges Bestehen zurückblicken. Leider hat uns die Corona Pandemie einen Strich durch die Rechnung gemacht und so kann der AC Penzberg erst heuer, im Jahre 2022 die Feierlichkeiten zu seinem Vereinsjubiläum begehen. Im Jahre 1896 wurde der erste Sportverein in Penzberg, der Athletenclub Bayrisch Fels, gegründet. Am Anfang konnte man neben dem Ringen auch noch dem Gewichtheben und Boxen nachgehen, dies wurde aber schnell wieder verworfen und man konzentrierte sich ganz allein auf das Ringen. In den langen Jahren der Vereinsgeschichte, die auch durch die beiden Weltkriege gezeichnet war, konnte der AC viele Erfolge von einzelnen herausragenden Ringern bis hin zum beinahen Sprung der gesamten Ringermannschaft in die 2. Bundesliga feiern. Man kann so auf viele Oberbayrische Meister, Bayrische Meister, ja sogar Deutsche Meister und Deutsche Veteranenmeister zurückblicken. Leider blieben aber natürlich auch der ein oder andere Tiefschlag in sportlicher, als auch in vereins-

interner Hinsicht nicht aus. Aber man zeigte sich immer kämpferisch und vor allem als Mannschaft immer geschlossen, so dass man sich über die vielen Jahre hinweg einen Namen machen konnte. Sei es in der Oberliga, Bayernliga oder auch Landesliga, der AC Penzberg war und ist eigentlich sehr bekannt. Nachdem sich die Vereinsführung sehr verjüngt hat, ist das Ziel, den AC Penzberg, vor allem durch intensive Jugendarbeit weiter nach vorn zu treiben und wieder an die Erfolge aus den alten Zeiten anzuknüpfen. So schauen die Verantwortlichen des Vereins in Dankbarkeit auf hundertfünfundzwanzig Jahre Vereinsgeschichte zurück und werden versuchen das Ringen im Sinne unserer Väter weiterzuführen. Mit freundlichen Grüßen

Bernd Dürr 1. Vorstand AC Penzberg

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Grußwort Stefan Korpan 1. Bürgermeister Stadt Penzberg Sehr geehrter Herr 1. Vorsitzender Bernd Dürr, sehr geehrte Mitglieder des AC Penzberg, liebe Sportfreunde, 2022 feiert der Athleten Club „Bayerisch Fels 1896“ Penzberg mit einem Jahr Corona bedingter Verzögerung sein 125-jähriges Bestehen. Zu diesem besonderen Jubiläum gratuliere ich dem Verein im Namen der Stadt, des Stadtrates sowie persönlich ganz herzlich. Anlässe dieser Art bieten die seltene Möglichkeit, im alltäglichen Leben eines Vereins innezuhalten, stolze 125 Jahre AC Penzberg mit all seinen vielen sportlichen Höhepunkten zu reflektieren und einen Blick in die nahe Zukunft zu wagen. Und gerade in einer so schnelllebigen Zeit wie der unsrigen, wo Trends und Modeerscheinungen - auch im Sport - so rasch verschwinden, wie sie gekommen sind, wird den gewachsenen Vereinsstrukturen als eine wichtige Stütze des Gemeinwesens eine immer größere Bedeutung zukommen. Am 16. April 1896 fand die Gründungsversammlung des Vereins statt. Nach anfänglichen Läufen im Wald konnten die Mitglieder schon bald im neuen Vereinslokal „Tutzinger Hof“ ihre Trainingseinheiten auf einer Ringermatte und mit Stemmhanteln durchführen. Die Mitgliederzahl wuchs rasant. Im Sommer 1898 wurden die ersten Vereinsmeisterschaften im Gasthof „Glück Auf“ und 1936 die Südbayerischen Meisterschaften in der neu errichteten St.-Barbara-Turnhalle durchgeführt. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam zu den Sparten Ringen und Gewichtheben noch Boxen hinzu, in den 1970er-Jahren eine Damen-Gymnastikabteilung.

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Viele Einzeltitel bei bayerischen und deutschen Meisterschaften und großartige Platzierungen der Ringermannschaften des AC bis hin zur 2. Bundesliga zeigen sehr deutlich, welch hohen Stellenwert im Verein vor allem eine gute Jugendarbeit hat. Heute hat der AC Penzberg 267 Mitglieder und ist unverändert eine sehr bedeutende Stütze im Penzberger Vereinsleben. So freue ich mich, dass der Verein auch in Zukunft „Kopfzüge, Beinangriffe und Kopfschrauben ins Blaue bringen“ kann und alle zukünftigen Herausforderungen sicher erfolgreich „schultern“ wird. Der AC Bayrisch Fels ist für die Stadt tatsächlich ein „Fels in der Brandung“. Ich darf mich an dieser Stelle beim AC Penzberg, seiner Vorstandschaft und bei allen Mitgliedern für 125 Jahre hervorragender Vereinsarbeit zum Wohle unserer Stadt ganz herzlich bedanken. Dem umfangreichen Jubiläumsprogramm wünsche ich einen guten Verlauf. Glück auf! Ihr

Stefan Korpan 1. Bürgermeister Stadt Penzberg


Grußwort Andrea Jochner-Weiß Landrätin Weilheim-Schongau Liebe Vereinsmitglieder, liebe Freunde des AC-Penzberg, auf dieses Jubiläum, das eigentlich im vergangenen Jahr hätte stattfinden sollen, haben der AC Penzberg und seine zahlreichen Mitglieder vermutlich schon viele Jahre hin gefiebert. 125 Jahre Vereinsbestehen – das ist eine beachtliche Tradition! Und auch eine einzigartige Tradition. Denn der AC Penzberg Bayrisch Fels e.V. gilt heute als der vermutlich älteste Ringerverein Deutschlands. Es hätte Ihnen, liebe Ringerinnen und Ringer, wirklich gebührt, dies 2021 im großen Stil zu feiern – doch dann kam leider die Corona-Pandemie. Heute, ein Jahr später, dürfen Sie endlich Ihr großes Jubiläumsfest zelebrieren. Vor 125 Jahren stellte Sport in unserem Land noch eine ernste Sache dar, im Grunde galt Sport als Männerangelegenheit. Und dennoch war es im Fall Ihrer Sportart eine Angelegenheit mit einem tiefgründigen, ehrenhaften Hintergrund. Denn die Körperertüchtigung beim Ringen berief und beruft sich auf eine olympische Tradition der Antike: Das Austragen eines Kampfes auf der Matte nach klaren Regeln, und dabei immer fair bleiben: Von diesem Ethos könnte mancher Staatsmann der Weltpolitik auch heute noch lernen, wie wir anhand der aktuellen geopolitischen Krisen leider lernen müssen. Gerade in der Bergmannsstadt Penzberg nahm der AC Penzberg Bayrisch Fels e.V seit jeher eine wichtige Funktion ein: Neben dem körperlichen Ausgleich zur harten und einseitigen Arbeit untertage stellte Ihr Ringerclub eine wichtige soziale Institution dar: Die Kameradschaft und der Zusammenhalt standen stets an vorderster Stelle. Den Verein,

die Kollegen und die Familien unterstützen in harten Zeiten, zusammenhalten und dabei immer fair bleiben: Hier haben sich die olympischen Werte in Ihren Reihen bewährt Der AC Penzberg hat sich längst von einer Männergesellschaft zu einem familienfreundlichen, offenen Verein entwickelt. Auch Mädchen und junge Frauen ringen seit langem in Ihren Reihen. Sie feiern gemeinsam und engagieren sich gemeinnützig. Neben den herausragenden sportlichen Erfolgen der vergangenen Jahre – darunter in der Oberliga, Bayernliga und in der Bezirksliga – spielt Ihr Verein weiterhin eine wichtige soziale Rolle in Ihrer Stadt. Ich freue mich, dass es Sie in unserem Landkreis gibt! Und auch, wenn in der Zeit der Corona-Pandemie durch die Kontaktbeschränkungen nicht viel an Aktivität geschah: Knüpfen Sie weiter an die 125 Jahre Vereinsleben an! Lassen Sie uns dieses Jubiläum als Auftakt zu einer weiteren positiven Phase eines integrativen und sozialen Vereinsleben Penzbergs nehmen. Dabei immer ein herzhaftes „Kraft heil“ für Ihre sportliche Zukunft! Viel Erfolg und Gesundheit für alle Ihre Mitglieder wünscht Ihnen Ihre

Andrea Jochner-Weiß Landrätin Weilheim-Schongau AC 2022 - 7


Grußwort Florian Geiger Präsident Bayerischer Ringer-Verband e.V. Liebe Vereinsmitglieder, liebe Freunde des AC Penzberg, Im Namen des Präsidiums und der Mitglieder des Bayerischen Ringer-Verbandes e.V. gratuliere ich dem AC Penzberg zu seinem 125-ten Jubiläum. Der AC Penzberg ist einer der ältesten Ringervereine in Bayern und war über die Jahre ein Garant für Erfolge im Spitzensport, aber auch ein bedeutender Wegbereiter und Förderer für den Ausbau des Ringen im Freistaat. Mit Freude denke ich an meine Zeit als aktiver Ringer und das legendäre Alpenlandturnier in Penzberg zurück. Die Medaillen mit denen die Gewinner hier ausgezeichnet wurden können auch heute noch als die Schönsten in Bayern bezeichnet werden und haben sicherlich noch in vielen Vitrinen einen Ehrenplatz. Auch zahlreiche Mannschaftskämpfe sind mir in sehr guter Erinnerung geblieben. Dabei ging es auf der Matte immer sportlich fair zur Sache, aber auch das kameradschaftliche Miteinander, das uns Ringer auszeichnet, kam im Anschluss an die Kämpfe nie zu kurz und wurde dabei gebührend zelebriert. Über die vielen Jahre hinweg kamen und kommen Spitzenfunktionäre des Bayerischen Ringer-Verbandes e.V. immer wieder aus den Reihen des AC Penzberg. Diese Einsatzbereitschaft, die weit über das normale Vereinsleben hinausgeht, gepaart mit der hohen Leistungsbereitschaft der Athletinnen und Athleten, dem guten, motivierten Trainer- und Betreuerteam sprechen für die weitsichtige und zukunftsgerichtete Führung des Vereins.

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Im Bayerischen Ringer-Verband e.V. sind derzeit 217 Mitglieder aus Penzberg für die Sportart Ringen registriert. Sie sind gleichermaßen das Gesicht wie auch das weitere Potenzial der Sportart in der Region – in guten wie auch in schwierigen Zeiten. Der Bayerische Ringer-Verband e.V. steht für eine Sportentwicklung aus der Praxis heraus. Das ist nur gemeinsam zu schaffen. Die Erfolgsgeschichte des AC Penzberg ist ein eindrucksvoller Beleg für ein gelebtes und beispielgebendes miteinander im Sport mit Zukunftsperspektive. Darauf lässt sich auch weiterhin aufbauen. Ich wünsche dem AC Penzberg, der zurecht mit Stolz auf seine beachtliche Geschichte und insbesondere seine Mannschaft aus Funktionärinnen und Funktionäre blicken kann, alles Gute für die Zukunft. Auf dass die künftigen Herausforderungen auch in einer Zeit voller Umbrüche und Neuerungen weiterhin überzeugend gemeistert werden können. Der Bayerische Ringer-Verband e.V. wird dazu gerne, wo immer möglich, seinen konstruktiven Beitrag leisten. Zusammen sind wir das Ringen in Bayern. Ihr

Florian Geiger Präsident Bayerischer Ringer-Verband e.V.


Grußwort Jens-Peter Nettekoven Präsident Deutscher Ringer-Bund e.V. Liebe Freunde, Förderer und Gäste des AC Penzberg, der Athleten Club „Bayerisch Fels 1896“ Penzberg feiert in „diesem“ Jahr seinen 125. Geburtstag. Mitglieder, Freunde und Förderer des Vereins freuen sich über dieses besondere Ereignis. Ich gratuliere allen Beteiligten ganz herzlich zum Vereinsjubiläum. Der Athleten Club „Bayerisch Fels 1896“ Penzberg hat sich seit seiner Gründung über viele Generationen hinweg um den Sport verdient gemacht. Sport war und ist heute mehr denn je ein wichtiger Bestandteil unseres Gemeinschaftslebens. Wer Sport treibt, lernt Spielregeln zu akzeptieren, mit Siegen und Niederlagen umzugehen und tut etwas für seine Gesundheit. Gleichzeitig lernt man, sich in eine Gemeinschaft einzubringen. Dieses wertvolle gesellschaftliche Miteinander bietet der Athleten Club „Bayerisch Fels 1896“ Penzberg seinen Mitgliedern seit Jahrzehnten an. Positiv hervorzuheben ist, dass der vermutlich „älteste Ringerverein in Deutschland“ aus Bayern kommt. Kurzum: Der Athleten Club „Bayerisch Fels 1896“ Penzberg ist 125 Jahre alt und trotzdem ein junger, lebendiger und dynamischer Verein geblieben. In den gewachsenen Strukturen unserer Sportvereine funktioniert in aller Regel das Selbstverständnis des Ehrenamtes noch. Hier wird die Pflicht, aber auch der Ehrgeiz zur Erhaltung und Pflege des Ver-

eins sozusagen vererbt. Ich hoffe, dass sich auch in Zukunft genügend ehrenamtliche Mitglieder finden, die sich für die Belange ihres Vereins einsetzen und somit für die Gemeinschaft engagieren. Die Ausrichtung einer großen Jubiläumsfeier, wie die zum 125-jährigen Bestehen, ist ohne den unermüdlichen Einsatz der vielen Ehrenamtlichen nicht durchführbar. Aus diesem Grund möchte ich es nicht versäumen, den zahlreichen freiwilligen Helferinnen und Helfern meine Anerkennung und meinen herzlichen Dank auszusprechen. Dem Athleten Club „Bayerisch Fels 1896“ Penzberg und seinen Mitgliedern wünsche ich ein fröhliches Jubiläumsfest und für die Zukunft weiterhin viel Erfolg. Wäre ich selber nicht im Erholungsurlaub, dann wäre ich sehr gerne zu Eurem großen Festabend gekommen. Ihr

Jens-Peter Nettekoven Präsident Deutscher Ringer-Bund e.V.

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Andenken

Ein ehrendes Andenken bewahren wir all unseren verstorbenen und gefallenen Mitgliedern und Gönnern.

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Gründerjahre

Peter Böck - Gründer des AC Penzberg

Am 16. April 1896 fand im Gasthaus „ Zur Lüftn“ in Penzberg die Gründungsversammlung eines Kraftsportvereins statt. Eingeladen hierzu hatte der Bergmann Peter Böck mit einigen Gleichgesinnten: Herschmann Zimmermann Ludwig Böck Heinrich Kutzel Matthias Eichberger Willibald Helgert Blasius Lampl Florian

Bergwerksdirektor Pfarrer Lehrer Schmiedemeister Gastwirt Bergmann Fördermaschinist

Der neu gegründete Verein wurde auf den Namen „Athleten-Club Bayrisch Fels“ getauft. Wegen fehlender Finanzen und fehlendem Klublokal bestand das Training anfangs nur aus Gymnastik und Waldläufen, aber bald waren eine Ringermatte und eine Stemmhantel im neuen Vereinslokal „Tutzinger Hof“ vorhanden und die Anzahl der Aktiven war auf Zwanzig gestiegen.

Bereits im Sommer 1898 fanden die ersten Vereinsmeisterschaften im Gasthof „Glück Auf“ statt, der erste öffentliche Auftritt, und nach Austragung der Kreismeisterschaften endlich öffentliche Anerkennung und endlich ein finanzieller Aufschwung. Durch großen Trainingsfleiß wuchsen starke Ringer und Gewichtheber heran und der Name des AC und Namen wie Kastner, Grünkranz und Horn, waren bald im Oberland bekannt. Hervorzuheben ist besonders Josef Lichtenauer, der acht Jahre ohne Schulterniederlage in Mannschaftskämpfen blieb und sogar 10. Europameister im Federgewicht wurde. Aber auch Namen wie Josef Raab, Benedikt Hörmann, Valentin Kraus, Franz Kravanja, Alfred Haydt, Hans Schwarz, Richard Mandl trugen sich mehrfach in die Siegerlisten von Oberbayrischen und Südbayrischen Meisterschaften sowie Gaumeisterschaften ein. In Gemeinschaft mit dem TSV Penzberg ging man 1925 daran, eine Turnhalle zu errichten, und die Älteren unter uns erinnern sich sicher noch an die ehemalige St.-Barbara-Turnhalle, in der noch lange Jahre Veranstaltungen aller Art stattfanden. Vereinsmitglieder des AC waren aber auch an anderen Stellen tätig, wie Grünkranz, der den ESV Neuaubing gründete oder Schnappauf, der den TSV Erding ins Leben rief. Im Jahre 1933 wurde Josef Lichtenauer 1. Vorsitzender des Vereins und im Hinblick auf die Olympiade 1936, wurden die Südbayrischen Meisterschaften im Ringen und Gewichtheben nach Penzberg vergeben und Deutsche Meister, Europa- und Weltmeister gaben sich hier ein Stelldichein. Im Jahre 1934 wurde durch Peter Böck in Beuerberg eine Abteilung Gewichtheben ins Leben gerufen, die bereits nach verhältnismäßig kurzer Zeit ansprechende Leistungen erbrachte. Unter dem Trainer Peter Geweth, der alle 14 Tage von Penzberg nach Beuerberg fuhr, wuchsen Heber heran, wie z.B. Josef Leidl, der 1935 bereits den zweiten Platz bei der Bayrischen Meisterschaft hinter dem damaligen Deutschen Meister Josef Schuster im Federgewicht errang. Auch Georg Wagmüller, später in der Vorstandschaft des AC, konnte in seinen Jugendjahren mehrere Meistertitel erringen. AC 2022 - 11


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Entwicklungsjahre

Mitgliederfoto im Jahr 1923, einschließlich der Abteilung Staltach

Es wurde nun sofort mit dem ersten Training begonnen. Dies bestand aber vorläufig nur aus Gymnastik und Waldläufen, da wegen finanzieller Mängel andere Möglichkeiten nicht vorhanden waren. Als Clublokal wählte man den Tutzinger Hof. Nur durch einige Gönner gelang es endlich eine Ringermatte und eine Stemmhantel zu erwerben. Das Training wurde wöchentlich einmal durchgeführt und schon nach kurzer Dauer von 20 Aktiven besucht. Die Mitgliederzahl war inzwischen auf 43 Personen angewachsen. Im Sommer 1898 war es dann endlich soweit. Die ersten Vereinsmeisterschaften wurden im Gasthaus „Glück Auf“ durchgeführt, was zugleich auch der erste öffentliche Auftritt war. Doch für Peter Böck war dies nur ein Anfang. Seine Sportbegeisterung

Jongleur-Trio des Athletenclub: (v.li.) Alexander Schirmer, Cäsar Rampelotti, Edmund Maier AC 2022 - 13


(stehend v.li.)Poncar, Prell, H. Gugg, H. Holzmann, W. Nägele, Meier, J. Lichtenauer, A. Scheibmeier (knieend v.li.) A. Fleißner, F. Petschonik, J. Reithofer, M. Neumeier

Gaumeisterschaft 1922 in Penzberg. Fünf Gaumeister aus Penzberg (v.li) Benedikt Hörmann, Josef Lichtenauer, Petschonik, Grünkranz, Hoffmann aus Weilheim, Kastner und Peter Böck

kannte keine Grenzen; denn nur so ist es verständlich, dass er einer der Mitbegründer des Turn- und Sportvereins von 1898 Penzberg war. Für den AC Penzberg begann nun eine schwere Zeit. Er erhielt von keiner Seite finanzielle Unterstützung. Sämtliche Aufwendungen wurden nur von den Beiträgen der wenigen Mitglieder bestritten. Nur der Kameradschaft unter den Aktiven und der vorbildlichen Führung von Peter Böck ist es zu verdanken, dass der Verein weiter bestehen konnte. Trotz aller Schwierigkeiten wagte man sich an die Austragung der Kreismeisterschaften heran. Sie brachten dem Verein nicht nur einen sportlichen Erfolg, sondern auch den ersehnten finanziellen Aufschwung. Mit der Teilnahme an auswärtigen Meisterschaften wurde der Name des AC Penzberg im gesamten Oberland bekannt. Leider machte der erste Weltkrieg Allem ein jähes Ende. So mancher Angehörige des AC kehrte nicht mehr in die Heimat zurück. Im Jahre 1919 war es abermals Peter Böck, der den Sportbetrieb wieder aufnahm. Als weitere Sparte wurde nun auch eine Boxabteilung ins Leben gerufen. Durch fortwährende Werbetätigkeit gewann der Verein immer mehr Ansehen und Sympathie bei der Bevölkerung. Durch

großen Trainingsfleiß wuchsen starke Ringer und Gewichtheber heran. Mehrere 1. Preise im Ringen, Gewichtheben und Boxen wurden errungen. Namen wie Kastner, Grünkranz und Horn standen im Vordergrund. Die erste Ringermannschaft verschaffte sich immer mehr Respekt. Bei all der Freude und den Erfolgen wurde das Wichtigste, die Jugendarbeit keinesfalls vernachlässigt und so brauchte der Verein sich um den Nachwuchs nicht zu sorgen. Einer der herausragendsten Ringer war Josef Lichtenauer. Seine einsame Klasse stellte er unter Be-

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1. Mannschaft im Jahr 1929 (v.li.): Valentin Krauss, Josef Lichtenauer, Wenzel Betz, Josef Raab, Hans Gugg, Hermann Klautsch, Richard Mandl

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weis, in dem er 8 Jahre ohne Schulterniederlage bei Mannschaftskämpfen blieb. Er wurde unter anderem 10. Europameister im Federgewicht, mehrmaliger Oberbayrischer Meister, sowie Gaumeister. Weitere erfolgreiche Ringer waren Josef Raab, Benedikt Hörmann, Valentin Kraus, Franz Kravanja, Alfred Haydt, Hans Schwarz, Richard Mandl und Simon Gabler. Alle zusammen haben mehrere Gaumeister- und oberbayrische Meistertitel errungen. Die Geschlossenheit des Vereins zeigte sich darin, dass man im Jahre 1925 ans Werk ging, in Gemeinschaft mit dem TSV Penzberg in mühseliger Arbeit eine Turnhalle zu errichten. Die Beteiligten schufen dieses Bauwerk in selbstloser, unentgeltlicher Aufopferung für den Sport. Nach 33-jähriger verantwortungsbewusster, aufopfernder Tätigkeit als 1. Vorsitzender des Vereins, übertrug Peter Böck sein Amt einem Jüngeren. Er stand aber weiterhin als Ehrenvorsitzender seinem Nachfolger Josef Raab zur Seite. In den nun folgenden Jahren, die von der Wirtschaftskrise gekennzeichnet waren, wechselten die Erfolge der Athleten sehr rasch. Zu dieser Zeit tra-

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ten die Gewichtheber mit Ihren Leistungen immer mehr in den Vordergrund. Im Jahre 1933 wurde Josef Lichtenauer zum 1. Vorsitzenden des Vereins gewählt. Im Hinblick auf das Olympiajahr 1936 legte man besonderen Augenmerk auf die Jugendarbeit und förderte sie in verstärktem Maße. Da man sich im Jahr der olympischen Wettkämpfe viel vorgenommen hatte, konnten die Südbayrischen Meisterschaften im Ringen und Gewichtheben nach Penzberg geholt werden. Unter den Teilnehmern fand man Namen, die nicht nur in Deutschland, sonder in der ganzen Welt einen guten Klang hatten. Die Zuschauer konnten auf Penzbergs Matten, Europameister und Deutsche Meister bewundern. Doch auch die Gewichtheber konnten mit besonderen Darbietungen aufwarten. So stellten u.a. Josef Manger, der damals stärkste Mann der Welt; Rudolf Ismayr, Olympiasieger und zweifacher Deutscher Meister; Josef Schuster und Georg Dietl im Rahmen dieser Veranstaltung, ihr Können zur Schau. Diese Veranstaltung stellte einen Höhepunkt in der Vereinsgeschichte dar.


Neuanfang

Clubmeister im Jahre 1947: (v.l.) Josef Reithofer, Heinrich Häglsperger, Franz Schriefl

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde zwar eine neue Vorstandschaft mit Raab, Böck, Steiner, Reithofer, Streitberger, Kraus, Mandl, den Brüdern Hörmann und Haydt gewählt, und zu den Sparten Ringen und Gewichtheben kam Boxen hinzu. Doch trug die Heberstaffel leider nur ihren ersten und somit auch letzten Kampf aus. Schlechte Trainingsbedingungen, berufliche Überlastung und der Drang der Jugend zum Ringsport, verhinder-

ten ein Comeback der Gewichtheber. Ringer wie Franz Schriefl, Eugen Simbeck, Heinrich Häglsberger, Erhard Petzenhammer, Alfred Klöck, Hans Reithofer, Benno Wagner, Hans Müller nd Simon Hoiß bildeten die Ringermannschaft unter dem bekannten Trainer, Ewald Tauer. Jedoch brachte der Umzug von der Turnhalle in die Gaststätte zum „Berggeist“ 1948 das Aus und die ersten zaghaften Erfolge waren vergessen.

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Fünfziger Jahre

Clubmeister 1958: (v.l.) Erhard Petzenhammer, Josef Weisl, Willi Simmeth

Im Mai wurde ein Vergleichskampf gegen die Ringerstaffel der 24. US-Division ausgetragen, der hoch verloren ging, aber dafür wurde man mit technisch hoch stehenden Kämpfen belohnt. Auch die Boxer waren aktiv und gewannen von fünf Mannschaftskämpfen immerhin drei. Bis der fast 90-jährige Ehrenvorsitzende Peter Böck 1957 im Gasthaus „Parkhof“ wieder 28 Personen um sich scharte und man dem ASV Penzberg als Sparte beitrat. Trainer der Ringer wurde Franz

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Schriefl, für die Stemmer Josef Leidl und für die Boxer Hans Legenbauer unter der Vorstandschaft von Josef Lichtenauer, Ludwig Wimmer und Hermann Klautsch. 1958 wurde die Südbayerische Meisterschaft im griechisch-römischen Stil in Penzberg durchgeführt, Freundschaftskämpfe im Boxen wie im Ringen folgten, auf Siege folgten Niederlagen, aber der schwerste Verlust war der Tod des Gründers Peter Böck.


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Sechziger Jahre

1. Mannschaft im Jahre 1962 vor dem Kampf gegen den TSV 1860 München: (v.l.) Hagen Sobotta, Herbert Sonnleitner, Josef Weisl, Günther Saxinger, Georg Lechner, Georg Meier, Willi Simmeth, Eberhard Bauer

Der Klassenerhalt in der Landesliga gelang gegen die Mannschaften von TV Trostberg, TSV Kottern, Wacker Burghausen, TSV Moosburg, TV Traunstein, ESV Neuaubing und SV Mietraching. Im März 1960 war Start der Punkterunde in der Ringer-Bezirksliga, mit den Gegnern Garmisch, Kochel, Isaria Unterföhring, Attila Dachau, Siegfried Hallbergmoos und 1860 München und den Stammringern Sobotta Herbert und Hagen, Weisl Josef, Meier Georg, Lechner Georg, Simmeth Willi, Schriefl Franz und Leistle Herbert. In der Sommerpause fand ein Freundschaftskampf gegen eine US-Staffel aus Augsburg statt, der verloren ging, aber entscheidend war die Trennung von den Boxern im Dezember und Neuwahlen mit 1. Vorstand Alois Meier, 2. Vorstand Willig Steiner,, 1. Kassier Franz Schriefl, 1. Schriftführer Dieter Eigner und den Trainern Erhard Petzenhammer für die Ringer und Adolf Aletze für die Stemmer. Im Januar 1961 wurden die Oberbayerischen Schüler- und Jugendmeisterschaften in Penzberg ausgetragen und im Abschluss der Mannschaftskämpfe hinter TV Erding ein hervorragender zweiter Platz belegt. 20 - AC 2022

Der Januar 1962 begann mit einer Niederlage gegen die eine Klasse höher ringenden MoosachHartmannshofer, aber dafür gab es bei der erstmaligen Teilnahme bei den Südbayerischen und Bayerischen Meisterschaften der Schüler und Jugendlichen durch Werner Upadek und Hermann Kravanja Klassensiege. Im Mai und Juli fanden Vor- und Rückkampf gegen den Tiroler Ringsportverein aus Innsbruck mit einem Unentschieden und einem Auswärtssieg ihren Abschluss, aber entscheidend für dieses Jahr

Coni Huber bezwingt seinen Gegner durch einen Beinausheber


1. Mannschaft im Jahre 1963: (stehend v.l.) Günther Saxinger, Manfred Schrank, Willi Simmeth, Eberhard Bauer, Anderl Zwink, (knieend v.l.) Herbert Sobotta, Trainer Alfred Klöck, Hagen Sobotta, Vorstand Alois Meier, Josef Vogt

war die Erringung der Meisterschaft in der Oberbayerischen Bezirksliga und der Aufstieg in die Südbayerische Gruppenliga. 1963 nahm man mit 39 Schülern und 18 Jugendlichen an sechs Schüler- und Jugendmeisterschaften teil und platzierte sich 21-mal unter den ersten Drei. Bei den Senioren waren von 31 Teilnehmern auf sechs Einzelmeisterschaften acht Teilnehmer unter den ersten Drei platziert, nicht zuletzt ein Verdienst des Trainers Petzenhammer. Die Punkterunde ging mit einem dritten Platz zu Ende. Be-

sonders hervorzuheben waren damals Hagen Sobotta, Sepp Weisl, Schorsch Meier, Günter Saxinger und natürlich Willi Simeth, alles verlässliche Punktelieferanten. Auch 1964 wurden bei 12 Einzelmeisterschaftskämpfen mit den Nachwuchsringern Hermann Kravanja, Bruno Magerl, Manfred Schrank und Wendl Zehendmeier in der Abschluss Tabelle wieder ein dritter Platz erreicht. Neue Mannschaften kamen 1965 hinzu, wie ESV München-Ost, SV Kelheim, TS Regensburg, TSV Geiselhöring und so war der sechste Platz in der

Willi Simmeth im Endteil einer Soublesse gegen Mehlstuhl (1906 München)

Bruno Magerl schultert seinen Gegner von Apollo München durch einen Beinhebel AC 2022 - 21


Willi Simmeth beim Ausführen eines Beinhebers

Abschlusstabelle ein Erfolg. Erstmals wurde der von Schorsch Wagmüller gestiftete Peter-Böck-Pokal mit den teilnehmenden Mannschaften von Moosach, dem späteren Sieger, Deggendorf und Trostberg ausgetragen. Auch in den Einzelmeisterschaften waren wieder sechs erste Plätze und 15 vordere Plätze zu verzeichnen und als besonderer Erfolg die Erringung der Deutschen Juniorenmeis-

terschaft im Freistil durch Kaspar Eham und der Bayerischen Meisterschaft durch Bruno Magerl. Ein neuer Gegner aus dem Chiemgau kam 1966 in die Gruppenliga, nämlich der SC Anger und trotzdem der zweite Tabellenplatz nach Abschluss der Punktrunde. Sicherer Meisterschaftskandidat war der AC 1967, aber durch eine unberechtigte Verwarnung im Halbschwergewicht beim letzten Auswärtskampf in Anger und damit einer 11:10-Niederlage, reichte es nur zum zweiten Tabellenplatz, ebenso wie die 2. Mannschaft. Nachträglich wurde die neu eingeführte Vereinsnadel in Gold wegen besonderer Verdienste um den AC Penzberg, posthum an Hermann Klautsch verliehen. Bei der Generalversammlung im Januar 1968 wurde Alois Meier als 1. Vorstand bestätigt. Gleichzeitig wurden die Termine für die Freundschaftskämpfe festgelegt, wie gegen den Klassenhöheren Wacker Burghausen, gegen den es im Vorkampf eine saftige Niederlage gab, aber im Rückkampf ein achtbares Unentschieden erreicht wurde oder einer Omnibusfahrt in die Schweiz zum BTV St. Gallen, bei dem gleich zwei Durchgänge ausge-

Die alten Athleten (v.li. hinten): Willi Steiner, Max Fesl, Franz Schriefl (v.li. mitte): Alois Meier, Fred Haydt, Josef Raab, Hans Schwarz, Georg Wagmüller (v.li. sitzend): Hans Reithofer, Franz Kravanja, Valentin Kraus, Benedikt Hörmann, Josef Lichtenauer 22 - AC 2022


Die alten Athleten 2010 (v.li.): Georg Lechner, Georg Dürr, Dieter Winter, Reinhard Wörle, Hermann Kravanja, Luis Petzenhammer, Erhard Petzenhammer sen., Günter Sacher, Jürgen Meyer, Josef Rohrmoser, Karl Heinz Sonnleitner und Hans Petzenhammer

tragen wurden; einem 11:9 Auftaktsieg folgte eine 15:7-Niederlage, dank der Gastfreundschaft der Schweizer trotzdem ein unvergessliches Erlebnis, genauso wie der Vergleichskampf gegen den AC Hötting-Innsbruck vor der Punkterunde, bei der es den ersten Kampfabbruch in der Geschichte des

AC gegen den SV Mietraching wegen krasser Fehlentscheidungen des Schiedsrichters gab. Zu den Stützen der 1. Mannschaft zählte Willi Simmeth, der keinen Kampf verlor, aber auch Hagen Sobotta, sowie Bruno Magerl und Anton Ferstl in der 2. Mannschaft.

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Damen Gymnastik Abteilung

Einmal die Woche kommen alle zur Gymnastik zusammen.

Seit 53 Jahren gibt es beim AC Penzberg eine Damen-Gymnastik.1969 hatten zehn bis fünfzehn Frauen die Idee, sich ebenso sportlich zu betätigen wie Ihre Ringer-Männer. Mit Siegi Himmelstoß fanden sie einen Trainer, der sie ganz schön schwitzen ließ. Er hat das Training ernst genommen, dabei ging es aber oft recht lustig zu. Nach drei Jahren übernahm Dieter Schneider die Gruppe, die mittlerweile auf 50 Damen angewachsen war. Nur mit dem Saal gab es Probleme. Sie konnten in der Stadthalle trainieren, aber erst nachdem die Tische und Stühle beiseite gerückt waren. Als 1973 die Turnhalle fertig gestellt war, hatten sie genügend Platz, und das Training machte doppelt Spaß. Aus beruflichen Gründen gab Dieter das Vorturnen an Bertha Simmeth ab. Und als in Penzberg ein Übungsleiterlehrgang angeboten wurde, Brigitte Axmann (1996) haben sich Seffi Heidrich 24 - AC 2022

und Karin Träger bereit erklärt, diesen zu belegen. Seffi führte ein strenges Regiment, dabei kam jedoch das Feiern nie zu kurz. Auch lustige Ausflüge gab es jedes Jahr. Dies ist auch heute noch so. Neben der körperlichen Fitness kommt die Geselligkeit nicht zu kurz. Als 1978 Ursula Pentenrieder den Übungsleiter-

Trainer Damen (v.li.): Traudl Jehmüller, Margit Becher und Ursula Pentenrieder


schein machte, übernahm sie die Gruppe und wurde von Brigitte Axmann kräftig unterstützt. Abwechselnd gaben die beiden ihr Bestes um die Damen fit zu halten. Brigitte Axmann wurde dann von Traudl Jehmüller abgelöst, die in ihre Stunden auch Yoga-Übungen einfließen lässt. Vor einigen Jahren kam dann noch Margit Bleil mit ins Übungsleiter-Team und so werden die Teilnehmerinnen nun von drei ausgebildeten Übungsleiterinnen trainiert. Auf regelmäßigen Lehrgängen

informieren sie sich ständig über alles Neue, sei es Aerobic, Stretching, Wirbelsäulengymnastik und alles sonst, was zurzeit „in“ ist. Aus all dem wird dann jeweils für eine Stunde eine Gymnastik mit der passenden Musik zusammengestellt, die auf die Teilnehmerinnen zugeschnitten ist. Der Schwerpunkt liegt auf dem Erhalt der Beweglichkeit, nicht so sehr auf Kraft und Kondition. Alle haben ihren Spaß am Sport in der Gemeinschaft!

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Siebziger Jahre

1. Mannschaft im Jahre 1971 (v.li. stehend) : Anton Ferstl, Uli Loroff, Willi Simmeth, Hans Petzenhammer, Peter Schmitt (v.li. knieend): Hermann Kravanja, Herbert Sobotta, Rainer Nachtmann

Der Tabellenstand am Jahresende: Die 1. Mannschaft wurde Vierter in der Bayernliga, Gruppe Süd, die 2. Mannschaft Dritter in der Kreisliga Oberbayern. Zu Ehrenmitgliedern für über 50 Jahre Treue und Wirken im Verein wurden Josef Raab und Benedikt Hörmann ernannt. Bei der Jahreshauptversammlung 1970 wurde Max Fesl statt Georg Wagmüller 2. Vorstand. Außerdem wurde eine Damen-Gymnastikabateilung unter Leitung von Siegfried Himmelstoß und Dietrich Schneider gegründet. Hans Petzenhammer und Reinhard Nachtmann konnten nach der Bayerischen Vizemeisterschaft der Jugend einen Platz unter den ersten Zehn bei der „Deutschen“ in Inzell belegen. Die 1. Mannschaft fand sich nach der Neueinteilung der Südbayerischen Gruppenliga und neuen „alten“ Gegnern wie 1860 München, Isaria Unterföhring und dem TSV Berchtesgaden nach Abschluss der Punktkämpfe auf dem zweiten Platz wieder. 26 - AC 2022

Die fehlenden Trainingsmöglichkeiten waren ein Thema der Jahreshauptversammlung 1971, aber natürlich auch die Vorbereitung der 75-Jahr-Feier vom 2. bis 4. April. Bei einem Festabend in der Stadthalle, unter Teilnahme von Repräsentanten des öffentlichen Lebens uns der Penzberger Bevölkerung und einem Ringerturnier mit Teilnehmern aus dem In- und Ausland, wurde auch den Gönnern und kleinen und großen Helfern gedankt ohne die der Verein es nicht geschafft hätte, eine Institution des Penzberger Sportlebens zu werden. Die Hochstimmung des Jubiläumsjahres übertrug sich auch auf die 1. Mannschaft und so konnte trotz starker Mannschaften wie TSV Traunstein, TSV 1860 München, TSV Berchtesgaden, Wacker Burghausen und Reichenhall, der Gruppensieg und damit die Teilnahme zu den Aufstiegskämpfen zur Bayernliga erreicht werden. Namen wie Reiner Nachtmann, Hermann Kravanja, Alois und Hans Petzenhammer, Willi Simmeth und Toni


2. Mannschaft im Jahre 1971 (v.li.): Mattenrichter Wagmüller von 1860 München, Betreuer Franz Schriefl, Helmut Nachtmann, Alois Petzenhammer, Max Fesl, Engelbert Schmaus, Alois Meier, Manfred Schrank, Reinhold Schmidtner, Gustl Schröferle

Gumberger waren nur einige Garanten des Erfolges nicht vergessen darf man das Penzberger Publikum, das die St.-Barbara-Turnhalle in ein Tollhaus verwandelte. Die Generalversammlung 1972 hatte die Aufstiegskämpfe zur Bayernliga, den Umzug in die neue Sporthalle und ein Internationales Ringerturnier im Programm. Der Umzug und auch die Aufstiegskämpfe z.B. gegen Deggendorf verliefen positiv und auch der zweite Platz noch vor dem Österreichischen Staatsmeister AC Wals im Internationalen Turnier rundeten das Jahr ab. Der Kassenbestand zur Jahreshauptversammlung 1973 betrug 12.718,89 DM, nicht zuletzt ein Verdienst der unzähligen Helfer, die unentgeltlich 10 000 km für den Verein zurückgelegt hatten. Sportlich konnte sich die 1. Mannschaft in der Bayernliga halten, die 2. Mannschaft in der Pokalrunde den zweiten Platz und die Schüler in der Mannschaftsmeisterschaft und bei Eintelturnieren genauso erfolgreich betätigen wie die „Alten“. Bei 14 Meisterschaften konnten sich 36 Ringer des AC unter den ersten Drei platzieren. Freundschaftskämpfe wurden gegen AC Wals, Österreich, im März in Waiblingen und später gegen St. Gallen, Schweiz, ausgefochten. Auch die vergnügliche Seite, ein Waldfest mit dem FC am Fohnsee und nicht zu vergessen der „Nikolaus“, kam nicht zu kurz. Noch nie konnte der AC so viele Erfolge erzielen wie 1974, aber dafür waren auch insgesamt 399 Aktive an 43 Wochenenden im In- und

Ausland unterwegs! Zehnmal wurden AC-Ringer Bayerische Vizemeister, davon zweimal Toni Gumberger in beiden Stilarten, einmal Peter Schmitt, der auf seinem Siegeszug den Deutschen Meister von 1973 Skibbe aus Freising bezwang. Erhard Petzenhammer schaffte es sogar bis zur Deutschen Meisterschaft und wurde zusammen mit Armin Schreindl im Jugend-Länderkampf gegen Österreich eingesetzt. In der Punktrunde erreichte die 1. Mannschaft in der Bayernliga Platz 3, die „Zweite“ in der Kreisklasse München Platz 2. Meister bei den Oberbayerischen Meisterschaften im griechisch-römischen Stil der Schüler und Jugend 1975 wurden Erhard Petzenhammer und die Brüder Winfried und Armin Schreindl. Vizemeister wurden (nach durchwegs sechs bis acht Schulter-

Jubilare bei der 75-Jahr-Feier für 40 jährige Mitgliedschaft (v.li.): Alois Meier, Hans Reithofer, Hans Schwarz, Simon Gabler, Richard Mandl, Alfred Haydt, Max Fesl, Franz Kravanja AC 2022 - 27


Jubilare bei der 75 Jahr Feier für 25 jährige Mitgliedschaft (v.li.): Franz Schriefl, Hans Reithofer jun., Erhard Petzenhammer sen., Alfred Klöck, Georg Wagmüller

Drei Penzberger beim olympischen Fackellauf 1972 (v.li.): Georg Meier, Anton Gumberger, Alois Meier jun.

Auf Einladung der AAU (Amerikanischer Ringerbund) fand die wohl aufregendste Reise vom 12. bis 28. April 1976 in die USA statt. Teilnehmer waren Robert Schmidbauer, Armin Schreindl, Peter Herzog, Klaus Fürst, Alois Meier jun., Willi Slmmeth, Manfred Malik, Erhard, Hans und Alois Petzenhammer, Horst Goropeuschek, Monika und Peter Schmitt und Margarete und Josef Schmalhofer die via Frankfurt, Amsterdam, Schottland, die Südspitze von Grönland mit einer Boeing 747 nach Chicago flogen. Aufregung auch bei der Weiterreise mit dem Auto - zwei Autos für 15 Personen - und noch 2 ½ Stunden Fahrzeit! Erste Station war Stoughton, eine Stadt wie Penzberg, d.h. es war nix los und dann die nächste Aufregung. Die Ringer waren 10 bis 20 Pfund zu schwer, die amerikanischen Pfunde sind nicht identisch mit den deutschen Pfunden, aber schließlich nach einem ersten Training, ging es zu den Gastfamilien. Von Stoughton ging es nach Madison, der Hauptstadt von Wisconsin und zu einem Empfang des Gouverneurs, eine große Ehre. Weiter ging es nach River-Valley, Amery, Hudson, Waterville, Burnsville, Buffalo, Norwood-Young America, Wisconsin-Rapids (Treffen mit Jesse Owens und Verabschiedung per Handschlag) und nach Fon Du Lac, wo der Bürgermeister den goldenen Schlüssel der Stadt überreichte. Trotz der oft langen Fahrzeiten mit Privat-Pkws oder mit einem boy scout bus wurden achtbare Ergebnisse erzielt: gegen Stoughton am 14. April eine 4:8-Niederlage (Meister von Wisconsin) gegen River-Valley am 16. April eine 5:7-Niederlage gegen Amery am 17. April eine 4:8-NiederMeistermannschaft der Gruppenliga 1971 (v.li.): Werner Guglhör, Reiner Nachtmann, lage (nach 5 Stunden Hinfahrt) gegen Peter Schmitt, Hermann Kravanja, Hans Petzenhammer, Willi Simmeth, Uli Loroff, Anton Gumberger Waterville am 19. April ein 7:5-Sieg siegen) Arthur Epple, Chryssanthos Zouridakis, Robert Simmeth, Manfred Malik und Hansjürgen Heyda, einen dritten Platz erreichte Klaus Fürst und jeweils einen vierten Peter Herzog und Seppi Bücherl. Erhard Petzenhammer wurde erneut Deutscher Jugendmeister und Armin Schreindl belegte den dritten Platz bei der Deutschen Schülermeisterschaft. Bei den Südbayerischen Meisterschaften der Schüler und Jugend wurden unter der Rekordteilnehmerzahl von 380 Ringern aus Oberbayern, Schwaben, Niederbayern und der Oberpfalz. Meister werden: Robert Simmeth, Winfried und Armin Schreindl, Chryssanthos Zouridakis und Erhard Petzenhammer, Vizemeister: Lutz Winter, Arthur Epple (acht Schultersiege), Wolfgang Ilg, Jeyda und Manfred Malik. Vierte Plätze noch für Alois Deisenberger und Josef Kravanja. Freundschaftskämpfe der Senioren wurden gegen Rovereto, Italien, Nakskov, Dänemark und gegen die Juniorenauswahl der USA ausgetragen. Vizemeister in der Bayernliga sowie in der Kreisklasse wurden jeweils die 1. und 2. Mannschaft.

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gegen Burnsville am 20. April eine 5:7-Niederlage gegen Buffallo am 21. April ein 6:6-Unentschieden gegen Norwood-Young America am 24. April eine 4:8-Niederlage gegen Wisconsin-Rapids am 26. April eine 4:7-Niederlage (Verletzung von Alois Petzenhammer) gegen Fon Du Lac am 27. April eine 4:7-Niederlage (mit ½ Alois Petzenhammer). Am 28. April erfolgte die Heimreise von Chicago nach München, wo man am 29. April glücklich und müde eintraf (angeblich war bei Ankunft nichts Trinkbares mehr im Flieger), aber es wird ja soviel geredet. Klaus Fürst wurde in diesem Jahr bei der Jugend Bayerischer Meister in Griechisch und Zweiter im Freistil und Winfried Schreindl Bayerischer Meister bei den Schülern. Die 1. Mannschaft konnte sich in der Bayernliga halten und die 2. Mannschaft belegte den zweiten Platz. Um die sinkenden Schülerzahlen aufzuhalten, wurde die Ausrichtung eines internationalen Alpenlandturniers im Juni 1976 beschlossen, das übrigens ein voller Erfolg wurde. Bereits am 9. April fand ein Vergleichskampf gegen eine Auswahl aus Pensylvania-New York, USA statt, der leider 4:9 verloren ging. Am 4. Juni wurde das Schorsch-Wagmüller-Turnier mit vier Mannschaften der Senioren jeder gegen jeden ausgetragen. In der Meisterschaftsrunde wurden die Schüler ohne Niederlage Oberbayerische Meister, die 1. Mannschaft Vierter in der Bayernliga und die 2. Mannschaft belegten den dritten Platz. Bei Meisterschaften errang der Verein 13mal Platz 1 und 6-mal Platz 2. 1978, bei den Bayerischen Schülermannschafts-Meisterschaften in Kelheim, belegten die

Schülermannschaft 1978 (v.li.): stehend: Lutz Winter, Klaus Bücherl, Winfried Schreindl, Otto Knon knieend: Robert Simmeth, Achmed Girges, Samir Girges, Sharaf Girges

Penzberger Buben, punktgleich mit dem Meister den zweiten Platz und wurden damit Bayerischer Vizemeister. Bei den Senioren startete eine 30köpfige Reisegruppe nach Rovereto/Italien und kehrte mit einem 12:6-Sieg gegen den Norditalienischen Meister Lotta Club wieder heim. Ein weiterer Vergleichskampf gegen die Oberliga-Ringer aus Mainz-Bretzenheim, wurde mit 23,5:16,5 gewonnen. Im Juli wurde eine Reise nach Prag zu der dortigen Ringermannschaft Lokomotiva-Vrsovice-Prag durchgeführt, und die Penzberger Chryssanthos Zouridakis, Arthur Epple, Klaus Fürst, Peter Schmitt, Armin Schreindl, Hans Petzenhammer, Sepperl Bücherl und Erhard Petzenhammer bezwangen die Gastgeber mit 8:3 Punkten. Auch der Meister der Oberliga Nord, TSV Zirndorf, konnte bei seinem Besuch in Penzberg nicht gewinnen und musste mit einem 28:12 die Heimreise antreten. Und dann die Sensation - die Bundesliga-Reserve des ATSV Kelheim wurde mit 40:0 Punkten in nur 25 Minuten bezwungen. Bei den Schülern wurden bei den Bayerischen Einzelmeisterschaften in der Olympia-Basketballhalle unter 440 Teilnehmern in 12-stündiger Dauer auf fünf Matten gerungen. Winfried Schreindl und Robert Simmeth wurden Meister im Freistil, Silber gab es für Lutz Winter und Bronze für Klaus Bü-

Meistermannschaft 1978: (oben v.li.) Simon Schauer, Klaus Fürst, Hans Petzenhammer, Vorstand Alois Meier (mitte v.li.) Erhard Petzenhammer, Anton Rager, Peter Schmitt, Betreuer Wastl Klein, Kassier Franz Schriefl, (knieend v.li.) Wolfgang Ilg, Armin Schreindl, Dieter Winter, Arthur Epple AC 2022 - 29


cherl. Sechste wurden Hanni Girges, Josef Rohrmoser und Sharaff Girges. Unter die ersten Zehn kamen noch Otto Knon und Thomas Rohrmoser. Winfried Schreindl, Robert Simmeth und Lutz Winter hatten die Ehre, das Land Bayern bei den Deutschen Meisterschaften in Elgershausen/ Rheinland-Pfalz zu vertreten. Im Juni besiegte das US-Marquette-Wrestling-Team die Penzberger Jugend mit 6:5 Punkten. In der Punkterunde konnte die 1. Mannschaft zum ersten Mal nach fünf Niederlagen in Hallbergmoos, die dortige Mannschaft mit 20,5:19,5 besiegen und wurde mit einem eindrucksvollen 36:4-Sieg über den TSV Augsburg I vorzeitig Herbstmeister der Bayernliga und wiederum nach einem 22:18 über den TSV Augsburg im letzten Kampf endgültig Bayernligameister. Und hier die Meistermannschaft von 1978: Wolfgang Ilg, Armin Schreindl, Dieter Winter, Arthur Epple, Erhard Petzenhammer, Toni Rager, Peter Schmitt, Simon Schauer, Klaus Fürst, Hans Petzenhammer, Chryssanthos Zouridakis (mit einem Rekord von 14 Schultersiegen in 14 Mannschaftskämpfen) und Betreuer Wastl Klein.

Bei den Aufstiegskämpfen im Januar 1979 zur 2. Bundesliga mussten die Penzberger, trotz aufopfernder Gegenwehr, zweimal eine Niederlage gegen SV Johannis Gostenhof Nürnberg hinnehmen, vorbei die Chance. Zu einem Freundschaftskampf fuhr man zu Pfingsten für sechs Tage nach Budapest. Leider hat der Chronist keine Aufzeichnungen hierzu hinterlassen. Ein voller Erfolg waren die Bayerischen Meisterschaften, die in Penzberg ausgerungen wurden und bei denen Armin Schreindl den Traunsteiner Bundesliga-Ringer Thomas Frank und den Deutschen Meister Uwe Fuhr aus Nürnberg besiegte und sich die Goldmedaille und die Teilnahme zur „Deutschen“ holte. Vizemeister wurde Lutz Winter, der nach deutlicher Führung durch eine Unachtsamkeit noch den Sieg verschenkte. Den vierten Platz erreichten Dieter Winter, Arthur Epple und Hanni Girges, das brachte den AC unter 28 teilnehmenden Mannschaften hinter WKG Nürnberg, AC Reichenhall und SV Hallbergmoos auf den vierten Platz in der Vereinswertung.

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Achtziger Jahre

Vizemeister 1980 in der Bayernliga (v.li. stehend): Peter Schmitt, Erhard Petzenhammer, Helmut Kramer, Armin Schreindl, Karl Käser, Betreuer Wastl Klein, (v.li. knieend) Josef Bücherl, Thomas Bücherl, Winfried Schreindl, Anton Rager

Bei der Generalversammlung 1980 wurde Erhard Petzenhammer geehrt, der sämtliche Kämpfe der vorigen Saison bestritten hatte. Bei den Bayerischen Meisterschaften holte sich als Schüler Winfried Schreindl den Meistertitel im Griechisch-Ringen, den Vize im Freien Stil und den vierten Platz in der „Deutschen“. Sein Bruder Armin errang bei der Jugend die gleichen bayrischen Titel. Insgesamt wurde 16-mal Platz 1, 25-mal Platz 2 und 20-mal Platz 3 belegt. Zu Ehrenmitgliedern für 50jährige und längere Mitgliedschaft wurden Hans Schwarz, Simon Gabler, Alois Meier und Max Fesl sen. Ernannt. Eine Reise mit der aktiven Mannschaft nach Paris erfolgte Anfang Juni mit Stadtrundfahrt, Ausflug nach Versailles und auf den Eiffelturm, einer nächtlichen Schifffahrt auf der Seine und einer Busfahrt Paris bei Nacht. Die 1. und 2. Mannschaft belegte jeweils den zweiten Platz in der Tabelle zum Jahresende. Das Sportjahr 1981 begann wie üblich mit der Vereinsausschuss- und Mitgliederversammlung, dabei 32 - AC 2022

wurde unter anderem über die Durchführung eines Faschingsballs, die Entsendung von Damen zu Übungsleiterlehrgängen, Entlastung des Vorstandes und eine Reise nach Rom gesprochen. An Pfingsten nun wurde diese Reise durchgeführt und hinterließ bei allen einen großartigen Eindruck. Gerungen wurde auch gegen Gidonia, einmal gewonnen, einmal verloren, aber es war alles nichts gegen den Aufenthalt im „Midas Palace Hotel“ und die Gastfreundschaft der Römer und die Ewige Stadt und…..und…..und… Am 28. Juli lud Willi Steiner zu seinem 60. Geburtstag, das Alpenlandturnier im Oktober folgte und dann kam die Meisterschaft, bei der am 19. Dezember gegen Untergriesbach der AC als erster die Runde abschloss und damit Bayernligameister wurde. 2. Bundesliga wir kommen…. In der Generalversammlung 1982 musste, wegen Auflagen des BLSV, der Beitrag auf 36,- DM angehoben werden. Bei den Aufstiegskämpfen zur Bayerischen Oberliga im Januar, musste sich


der AC mit dem Meister der Landesliga Nord RSC Rehau auseinandersetzen und konnte sich beide Male durchsetzen. Folgende Ringer standen in der Aufstiegsmannschaft: Dieter Winter, Anton Rager, Robert Simmeth, Winfried Schreindl, Erhard Petzenhammer, Hans Petzenhammer, Karl Käser, Armin Schreindl, Helmut Kramer und Trainer Peter Schmitt. Hervorzuheben war in diesem Jahr Helmut Stöckel, der in der Jugend A den Deutschen Meistertitel im griechisch-römischen Stil nach Penzberg holte. Als Auslandsfahrt einigte man sich auf Basel als Ziel. Für die Aktiven erfolgte wieder, wie im vergangenen Jahr, die Regelung des Zuschusses auf der Basis der absolvierten Meisterschaften und Teilnahme an der Punkterunde. An Ostern kamen dann die Ringerfreunde aus Rom mit ca. 45 Personen zum Ge-

genbesuch. Am 15. März feierte man in Beuerberg den 60. Geburtstag von Georg Wagmüller, der im Herbst dann plötzlich aus persönlichen Gründen als Sprecher der alten Athleten zurücktrat. Die Saison in der Bayerischen Oberliga, die in diesem Jahr neu eingeschoben wurde, konnte der AC Penzberg hinter dem TSV Aichach und vor dem AC Lichtenfels mit dem zweiten Platz abschließen. Bei

Schülermannschaft 1983 (v.li.): Peter Römer, Bernd Sonnleitner, Franz Westermeier, Georg Meier, Alexander Meyer, Markus Ogris, Michael Sepp und Stefan Bosch

Ringerkader 1981 (v.li. stehend): Betreuer Erhard Petzenhammer sen., Vorstand Alois Meier, Werner Schwarz, Plazonic, Alois Petzenhammer, Ewald Schwendtner, Helmut Kramer, Anton Rager, Armin Schreindl, Werner Probst, Josef Bücherl, Georg Bäck, Ilhan Ayvaz, Trainer Peter Schmitt, Betreuer Wastl Klein (v.li. knieend) Thomas Bücherl, Kazim Ayvaz, Christian Schmid, Erhard Petzenhammer jun., Klaus Schwendner, Winfried Schreindl und Karl Käser AC 2022 - 33


Vorstandschaft 1985 (v.li.): Franz Schriefl (1. Kassier), Anton Rager (Jugendkeiter), Max Fesl jun., 2. Kassier), Jürgen Meyer (2. Vorstand), Horst Goropeuschek (1. Schriftführer), Alois Meier (1. Vorstand), Josef Leidl (Ehrenmitglied), Erhard Petzenhammer sen. (Betreuer), Peter Schmitt (Trainer)

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der Wahl der Vorstandschaft im Januar 1983, wurde die bisherige für weitere drei Jahre bestätigt. Die Bayerischen Meisterschaften am 19. und 20. Februar brachten mit über 200 Jugendlichen aus 37 Vereinen ein Rekordmeldeergebnis, nicht zuletzt deshalb, weil diese Großveranstaltung von den Verantwortlichen des AC und ihren Helfern, in vorbildlicher Weise durchgeführt wurde. Bereits zum zweiten Mal wurde Helmut Stöckel Bayerischer Meister, während Winfried Schreindl einen hervorragenden zweiten Platz belegen konnte. Am 17. Juni fand in Sindelsdorf im Festzelt, anlässlich einer Fahnenweihe, ein Vergleichskampf gegen die saarländische Mannschaft aus Thaleischweiler statt, auch eine Werbeveranstaltung für den Ringsport, die von den Schülern mit einer Griffschule eröffnet wurde. Als der Lokalmatador Karl Käser vor über 400 Zuschauern seinen Gegner nach 5 Minuten schultern konnte, war das Publikum völlig aus dem Häuschen. Der Vergleich endete mit einem 31,5:8,5-Sieg für Penzberg. Im Juni wurde auch noch ein internationales Turnier mit Mannschaften aus Rom, Innsbruck, Aichhalden und Penzberg durchgeführt, während im Oktober beim Internationalen Alpenlandturnier eine Einzelmeisterschaft mit über 300 Ringern und über 1200 Kämpfen stattfand Dabei kamen Michael Westermeier und Tino Betzgen aus Penzberg aufs Siegerpodest. In der Punktrunde ab September konnte sich die 1. Mannschaft am Ende den dritten Platz in der Bayerischen Oberliga sichern, die 2. Mannschaft kam im Bezirk Oberbayern auf den sechsten Platz und die Schüler erreichten Platz 3.


In der Generalversammlung 1984 wurde der gute Kassenstand von über 35.000,- DM gelobt, der aufgrund der Mitgliedsbeitragserhöhung zu Stande kam. Ach die durchschnittliche Zuschauerzahl von fast 200 bei den abgelaufenen Punktkämpfen war gut. Ferner kam es zur Beschlussfassung über die Teilnahme an Turnieren in Utrecht, Willisau und Rom sowie über die Durchführung eines Faschingsballes und des Rückkampfes in Thaleischweiler. Am 27. Januar wurden Horst Goropeuschek und Jürgen Meyer für langjährige Funktionärstätigkeit durch den BLSV ausgezeichnet. Es wurde der Beschluss über den Kauf einer neuen Matte gefasst. Am 4. Mai fand eine ausserordenliche Mitgliederversammlung statt, auf der mit einer Satzungsänderung die Gemeinnützigkeit erlangt wurde. Bei den Oberbayerischen Meisterschaften stellte der AC neun Titelträger. Bayerische Meister wurden Michael Sepp und Markus Ogris, Bernd Sonnleitner wurde Vizemeister. Die Romreise am 31. Mai zum Alpenpokal-Turnier war wieder ein Erlebnis für alle Reiseteilnehmer. Sportlich wurde der zweite Platz belegt.

Karl Käser in Ausführung seines Spezialgriffs „Käserzange“

Die Punkterunde in der Bayer. Oberliga brachte Platz 4, die „Zweite“ errang den sechsten Platz, die Schüler wurden Dritte. Am 5. Januar 1985 fand eine Mitgliederversammlung mit Ehrung für Josef Leidl für 50 Jahre Mitgliedschaft und Ernennung zum Ehrenmitglied statt. Rücktrittsabsichten von Jürgen Meyer wurden

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mit der Bereitschaft einzelner Ausschussmitglieder, kräftiger mitzuarbeiten, fallen gelassen. Das Vereinslokal musste gewechselt werden, wegen personeller Probleme des Wirts. Als Zwischenlösung fand man die „Badstuben“. Vorstand Alois Meier feierte am 13. November seinen 65. Geburtstag, wozu die Aktiven eingeladen wurden. Das alljährliche Alpenlandturnier in Penzberg war mit 230 Teilnehmern wieder eine große Sache. In der Punkterunde war der AC ganz souverän und sicherte sich den Meistertitel in der Oberliga, was zu Aufstiegskämpfen zur 2. Bundesliga berechtigte. Am 4. Januar 1986 fand der erste Aufstiegskampf zur 2. Bundesliga gegen SV Ebersbach in Penzberg statt. rund 700 Zuschauer feierten den 20,5:16,5-Erfolg des AC über den Württembergischen Meister. Zum Rückkampf am 11. Januar wurden zwei Omnibusse eingesetzt. Die Niederlage dort fiel zu hoch aus, sodass Ebersbach insgesamt Sieger wurde mit 39,5:34,5 Punkten und in die 2. Bundesliga aufstieg. Die Neuwahlen bei der Generalversammlung brachten nichts Neues. Franz Schriefl und Alois Meier wurden für 25jährige Funktionärstätigkeit geehrt, Franz Schriefl und Erhard Petzenhammer, für 40jährige Mitgliedschaft. Für 50jährige Mitgliedschaft wurde Willi Steiner ausgezeichnet, der damit

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Ehrenmitglied wurde. Am 1. und 2. Februar war Penzberg Austragungsort der Bayerischen Meisterschaft, bei der 310 Ringer an den Start gingen. Dabei wurden 66 Pokale gestiftet. Die Penzberger Ringer gingen mit guten Platzierungen aus dem Wettkampf. An die 1. Mannschaft erging wegen des großen Erfolges im vergangenen Jahr, eine Einladung durch Bürgermeister Kurt Wessner. Einige Seniorenringer nahmen eine Einladung zu einem Turnier in Ungarn an und erzielten gute Platzierungen. Die Punkterunde in der Bayerischen Oberliga brachte wieder große Kämpfe für die begeisterten Zuschauer, wieder mit dem Ergebnis, Meister dieser Klasse zu werden.Die 1. Mannschaft wurde zum letzten Mal Meister in der Bayerischen Oberliga. In der Jahreshauptversammlung 1987 konnte Jürgen Meyer für seine 25jährige Mitgliedschaft geehrt werden. Als Verstärkung für unsere Mannschaft kann der Zugang von Helmut Stöckel vom Bundesligisten Bad Reichenhall gesehen werden. Ein weiterer Zugang ist mit Sven Richter (2. Deutscher Schülermeister) und seinem Vater als Schiedsrichter zu verzeichnen. Aufstiegskämpfe zur 2. Bundesliga gegen TSG Nattheim. Die 1. Mannschaft belegte 1988 in der Bayerischen Oberliga den siebten Platz.

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Neunziger Jahre

Vorsitzender Alois Meier

Ziel für 1990 wird es sein, sich in der Bayernliga zu halten. Nach langjähriger Trainertätigkeit gibt Peter Schmitt seinen Posten ab. Robert Graßl vom TSV Berchtesgaden wird neuer Trainer. Vorsitzender Alois Meier feiert am 13. November 1990 seinen 70. Geburtstag. Seit dem 18. Dezember 1960 übt er dieses Amt ununterbrochen zum Wohle des Vereins aus. Außerdem war Alois Meier über 15 Jahre Jugendleiter des Bezirks Oberbayern im Bayerischen Ringerverband. Es wurde ein Freundschaftskampf gegen Abtenau in Österreich durchgeführt. Beim Vorkampf in Abtenau unterlag man mit 22:26 Punkten. Der Rückkampf in Penzberg lief besser, man konnte ein 23:23-Unentschieden erreichen. Die 1. Mannschaft erreicht den Klassenerhalt in der Bayernliga. Dieter Winter kehrt von Berchtesgaden wieder zurück. Die Gebrüder Hammer kommen von TSV Weilheim. Nach langer schwerer Krankheit verstarb 1991 der 1. Vorsitzende Alois Meier. Seit 1960 führte er den AC Penzberg. Nur als Übergangsvorstand wurde er gewählt. Doch schließlich wurden daraus 30 Jahre an der Spitze des AC.

Bis zur nächsten Jahreshauptversammlung übernimmt Jürgen Meyer die Geschäfte. Das Alpenlandturnier wird zum Gedenken an Alois Meyer in „Internationales Alois-Meier-Alpenlandturnier“ umgetauft. Die Firma Boehringer sponsert für die 1. Mannschaft neue Trainingsanzüge. Für die Punkterunde werden erstmals Saisondauerkarten eingeführt. Die 1. Mannschaft steigt mit 7:23 Punkten von der Bayernliga in die Landesliga Süd ab. Für eine Überraschung sorgte die 2. Mannschaft. Sie wurde Erster in der Bezirksliga Oberbayern. Da Mietraching II auf einen Aufstieg verzichtete, lag nichts mehr im Wege, in der nächsten Saison in der Gruppenliga Süd zu starten. Berufsbedingt geht Robert Graßl ab Oktober nach Berchtesgaden zurück. Helmut Kramer und Dieter Winter übernehmen das Seniorentraining. Nach dem Tod von Alois Meier wurde Jürgen Meyer im Jahre 1992 zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Der Tod von Alois Meier hinterlässt eine tiefe Lücke. Fast alles hatte Alois Meier selbst in die Hand genommen, was jetzt nicht mehr möglich ist. Jürgen Meyer vergrößerte darum den Ausschuss, damit die Vereinsarbeit auf mehrere Schultern verteilt werden kann. Für den Trainingsbetrieb wurde eine neue Matte 9 x 9 Meter angeschafft. Für die Schüler zeigte sich die Penzberger Innen- und Außenputz GmbH bereit, Trainingsanzüge zu stiften. Außerdem spendete Anton Gumberger neue Trikots für die Ringer. René Kühn, ein Jugendrin-

Eckhard Hammer (in rot) AC 2022 - 37


Die neue Vorstandschaft 1992 (v.li.): Hans Petzenhammer (technischer Leiter), Horst Goropeuschek (Schriftführer), Anton Rager (Jugendleiter), Reinhold Schmidtner (Kassier), Werner Probst (Pressewart), Jürgen Meyer (1. Vorstand), Peter Herzog (2. Vorstand)

ger aus Lugau, kommt nach Penzberg. Als neues Vereinslokal wurde das FC-Heim (jetzt „Glück Auf Stüberl“) ausgesucht. Bei dem Freundschaftskampf gegen den RV 1908 Eichenkranz Lugau konnte der AC hoch mit 32:7 Punkten gewinnen. Bei den Schülern gibt es Nachwuchssorgen, da im Training kaum mehr als acht bis zehn Schüler sind. Um Trainingsmöglichkeiten in der Sporthalle zu erwerben, schloss sich die Karategruppe dem AC an. Ab sofort muss jeder aktive Ringer einen Lizenzantrag unterschreiben. Der ihn im laufenden Jahr hindert, den Verein zu wechseln. Am 1. und 2. Mai 1993 wurde in Penzberg die Bayerische Mannschaftsmeisterschaft der Schüler ausgetragen. Mit der Stadt Penzberg fährt der AC mit einer Seniorenmannschaft nach Lugau. Für 350 Einsätze beim AC

wird Erhard Petzenhammer jun. geehrt. In Zukunft will sich Hans Petzenhammer mehr um die Jugend kümmern. Die 1 Mannschaft war in Innsbruck beim „Alpen Cup“ und wurde dort Vizemeister. Zur 75-Jahr-Feier der Stadt Penzberg im Jahr 1994 rang der AC im Bierzelt auf der Berghalde gegen Lugau. Ebenfalls nahmen die Sportler und Funktionäre beim Festzug teil. Als neuer Trainer konnte Michael Dirscherl aus Hallbergmoos gewonnen werden. Nach dem Wegzug von Robert Graßl hat der AC wieder einen Seniorentrainer. Leider muss Michael Dirscherl aus beruflichen Gründen sein Traineramt nach drei Monaten aufgeben. Für das nächste Jahr 1995 kommt Willi Wohlschläger aus Freising und macht das Seniorentraining. In der Seniorenmannschaft gibt es große Probleme bei der Besetzung der unteren Gewichtsklassen. Dagegen kann bei den Schülern ein Aufwärtstrend beobachtet werden. Zurzeit machen Helmut Kramer und Hans Petzenhammer das Training. Bei der Neuwahl in der Jahreshauptversammlung 1995 wurde Jürgen Meyer wieder zum 1. Vorsitzenden geVizemeister Bayernliga Süd 1995 (v.li. stehend): Helmut Kramer, Eckhard Hammer, Gregor Gumberger, Erhard Petzenhammer, Reinhold Römer, Trainer Willi Wohlschläger, (v.li. knieend) Rene Kühn, Dieter Winter, Alexander Dürr, Steffen Rick (liegend) Andreas Hammer

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Erhard Petzenhammer jun. mit einem Oberarmschwung

wählt. Für das 100-jährige Jubiläum wurde ein Festausschuss zusammengestellt. An den beiden Mannschaftsturnieren in Varnsdorf (Tschechien) und in Rapperswil in der Schweiz nahm die Seniorenmannschaft mit Erfolg teil. Um mehr Zuschauer in die Sporthalle zu locken, wurden Schnuppereintrittskarten vergeben. Das Problem der fehlenden unteren Gewichtsklassen konnte bis jetzt nicht gelöst werden. Mit einem riesigen Aufwand wurde das „internationale Alois-Meier-Alpenlandturnier“ mit Erfolg durchgeführt.

Hans Petzenhammer übernahm 1995 die Aufgaben des Jugendleiters. Da das Schülertraining gut besucht wird, ist eine neue Matte angeschafft worden. Als neuer Jugendleiter führte Hans Petzenhammer als erstes gleich einmal ein, dass viermal pro Woche trainiert werden konnte. Das Niveau konnte zu den vorhergehenden Jahren nicht nur quantitativ sondern auch qualitativ angehoben werden, da Hans Petzenhammer zusätzlich zu seiner persönlichen, langjährigen Ringererfahrung auch das Wissen der genauen Regelkunde

Alpenlandturnier 1998 AC 2022 - 39


mitbrachte. So wurde von ihm auch eingeführt, dass es bei der Weihnachtsfeier der Ringer mit den meisten Trainingsstunden geehrt wurde und auch der Pokal für die beste Mannschaft wurde vom besten Ringer des AC in Empfang genommen und nicht vom Trainer. Er sorgte dafür, dass die Schüler auf so viele Turniere, wie möglich fuhren, um einfach mehrere Kämpfe in höherer Qualität bei größerer Teilnehmeranzahl machen zu können. Der zweite Jugendleiter, Klaus Teufelhart, hat 1995 erstmals eine Website für den Verein AC Bayrisch Fels Penzberg, online gestellt. Ende Oktober tritt Jürgen Meyer als 1. Vorsitzender zurück. Bis zur nächsten Wahl übernimmt Peter Herzog den Vorsitz. Als neuer Vorsitzender wurde im Jahre 1996 Werner Probst gewählt. Die Karate-Abteilung tritt aus dem AC aus, weil sie an Mannschaftskämpfen teilnehmen will und dazu einen eigenen Verein gründen muss. Die Schüler wurden in der Bezirksliga Oberbayern Zweiter. Da Hallbergmoos nicht aufsteigen kann, nehmen die Penzberger Jugendringer an den Aufstiegskämpfen zur Bayernliga teil. Es wurde ein Kontakt mit amerikanischen Jugendringern hergestellt, die im August für eine Woche in Penzberg bleiben. Von Freitag, 17. Mai bis Sonntag, 19. Mai 1996

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feiert der AC Penzberg sein 100jähriges Bestehen. Mit der Organisation des Festaktes in der Stadthalle, dem anschließendem Mannschaftsturnier sowie der Vereinsfeier hatte der Verein alle Hände voll zu tun, und dann musste auch noch das Jubiläumsheft rechtzeitig fertig werden. Im Frühjahr des Jahres 1996 mussten wir schweren Herzens die Entscheidung treffen, die folgende Ringersaison nur noch mit einer Herrenmannschaft zu bestreiten. Die Abmeldung der 2. Mannschaft war unumgänglich, da die erforderliche Anzahl an aktiven Ringern nicht zur Verfügung stand. Glücklicherweise konnten wir bereits ein Jahr darauf wieder mit zwei Männermannschaften an den Start gehen. Die nächsten Jahre waren eine Herausforderung, da wir für die Seniorenmannschaften immer händeringend nach genügend Mannschaftsringer suchen mussten, um die entsprechenden Mannschaften aufstellen zu können. Generell waren zur damaligen Zeit die Seniorenmannschaften überaltert und es mangelte an Nachwuchsringern. So blieben einige Jahre die unteren beiden Gewichtsklassen unbesetzt. Mit 8 Punkten Rückstand war es dann kaum noch möglich die Mannschaftskämpfe für uns zu entscheiden.


2000er Jahre

Hans Petzenhammer

Trotz dieser schwierigen Voraussetzungen konnte der AC Penzberg mit seiner 1. Männermannschaft in den Jahren 2000 und 2001 in der Bayernliga-Süd ringen. Leider konnte diese Liga nur zwei Jahre gehalten werden und ab 2002 ging es nach dem Abstieg in die Landesliga-Süd wieder einige Jahre weiter. Im Jahr 2003 beendet Hans Petzenhammer seine Laufbahn als Jugendleiter beim AC Penzberg. In den acht Jahren, die Hans Petzenhammer Jugendleiter für den AC Penzberg war, haben sich zahlreiche Ehrenamtliche für die Jugendlichen und den Verein engagiert. Dank des breiten Kreises an Ehrenamtlichen konnte die Spendenkasse der Schülermannschaft regelmäßig über Projekte wie die Teilnahme am Penzberger Weihnachtsmarkt gefüllt werden. Die Schüler profitierten von diesem Engagement für die gemeinschaftliche Kasse, etwa während eines Go-Kart-Nachmittags, beim Kegeln, bei Ausflügen, oder über Essensgeld bei Turnieren und Mannschaftskämpfen.

Aufgrund des Mangels an Ringern musste zwischen 1996 und 2004 die II. Mannschaft in mehreren Saisonen abgemeldet werden, weil sie schlicht nicht besetzt werden konnte. Mit Müh und Not wurden Ringer für die 1. Mannschaft rekrutiert. Teilweise waren Seiteneinsteiger in der Mannschaftsaufstellung der 1. zu finden, da ansonsten mit drei fehlenden Ringern der Kampf als verloren gewertet worden wäre. Erst ab 2004 bzw. 2005 wurde die Situation bei den Männermannschaften besser, da vor allem durch die engagierte Jungendarbeit von Hans Petzenhammer endlich genügend Ringer vorhanden waren und auch die unteren Gewichtsklassen besetzt werden konnten. Im Jahre 2004 wurde Hans Petzenhammer zum 1. Vorsitzenden des Vereins gewählt, der bisherige Vorsitzende Werner Probst wechselte in die Funktion des 2. Vorsitzenden. Zum 1. Kassier wurde Alois Petzenhammer bestimmt, die Aufgaben als Schriftführer und Pressereferent übernahm Joachim Vierke. 1. Jugendleiter wurde Helmut Kramer, der bereits in der Zeit von Hans Petzenhammer als Jugendleiter die Schüler mittrainiert hatte. Als 1. Technischer Leiter organisierte Gregor Gumberger Kämpfe, Anfahrten und Turniere. Georgia Auer kümmerte sich verstärkt um Werbung und Spenden. Helga und Jürgen Welk übernahmen von Birgit Petzenhammer die Verantwortung für den Kioskbetrieb in der Sporthalle. Alexander Dürr wurde für die Organisation der Vereinsfeste zuständig und Birgit und Günther Reinhardt betreuten weiterhin die Website. 2003 bewarb sich der AC Penzberg erfolgreich um die Ausrichtung einer bayerischen Meisterschaft, die 2004 für Senioren und B-Jugend im griechisch-römischen Stil stattfand. Nach langen Gesprächen mit der Stadt Penzberg wurde dem AC Penzberg 2004 zudem erlaubt, die Zuschauer bei Mannschaftskämpfen nicht nur auf den Rängen, sondern auch direkt am Mattenrand zu platzieren. Die Zuschauer erhielten, ebenfalls seit 2004, mittels kompletter Beameranzeige einen besseren Überblick in Sachen Punktewertung. Hierfür schrieb Eckhard Hammer zusammen mit Andreas Gailler ein Turnier- und Mannschaftsprogramm, dass die Grundlage für die elektronische Anzeige bildete. Die erste Männermannschaft rang in der Landesliga mit einem Durchschnittsalter von 21 Jahren, was AC 2022 - 41


1. Mannschaft 2004 (v. li.): Tobias Braun, Peter Vierke, Eckhard Hammer, Alexander Dürr, Matthias Petzenhammer, Alexander Morgenstern, Andreas Moser, Johann Eßel, Martin Welk und Christian Fahning

im Vergleich zu den übrigen teilnehmenden Vereinen sehr jung war. 2004 wurde zum ersten Mal seit langen Jahren zudem wieder eine zweite Mannschaft gemeldet, deren Zugänge maßgeblich von der intensiven Jugendarbeit der vorangegangenen Jahre getragen wurde. Die Damen-Gymnastikabteilung feierte ihr 35-jähriges Bestehen. Um den Eventcharakter und damit die Zuschauerzahlen zu erhöhen, organisierte Anne Kleber erstmals ab 2004 ehrenamtlich eine Cheerleadergruppe, die zu Beginn und in der Pause ihre Performance zeigte. Da dies bei den Verantwortlichen des AC Penzberg und natürlich auch bei den Zuschauern eine so große Begeisterung hervorrief, wurden die Cheerleader zu einer festen Institution bei den Heimkämpfen der Penzberger Ringer. Mit immer wieder neuen Tänzen und sehr abwechslungsreicher Musik tanzten sich die immer mehr werdenden Mädels in die Herzen der Zuschauer. Als Anne Kleber dann im Jahre 2014 aus privaten Gründen das Training der Cheerleadergruppe aufgeben musste, fanden das alle ziemlich schade, denn man hatte sich bereits an die Auftritte der Mädels gewöhnt. Nachdem der AC Penzberg dann 2015 ohne Tanzeinlagen in den Pausen auskommen musste, konnte man 2016 mit Nadine Weiß wieder eine Trainerin für eine Cheerleadergruppe gewinnen. Ab hier waren dann auch erstmalig zwei Männer unter den Mädels, genauso wurden mit Franzi, Lena und Toni Dürr noch drei ganz junge Damen mit in die Gruppe integriert. Auch hier war gleich im ersten Jahr die Begeiste42 - AC 2022

rung der Zuschauer riesengroß. Als Nadine dann im Jahre 2018 als Trainerin zurücktrat, wurde die Gruppe leider aufgelöst. Da dann die Coronapandemie kam, gibt es derzeit leider keine aktiven Cheerleader mehr beim AC Penzberg. Wir hoffen jedoch, dass sich dies vielleicht auch bald wieder ändern wird. Im Jahre 2005 richtete der Verein ein internationales Mannschaftsturnier für Senioren in Penzberg aus. Ebenfalls zum ersten Mal nahm die Hauptschule Penzberg mit einer Ringermannschaft an einem Schulsportwettbewerb teil. Der AC Penzberg veranstaltete zudem ein Kindergartentraining und begann, sich beim Papiersammeln der Stadt Penzberg

Martin Welk Bayrischer Meister in Penzberg 2004


2. Mannschaft 2004 (v.li.): Michael Muhr, Martin Baumann, Georg Probst, Michael Stockhammer, Peter Römer und Daniel Horst

AC 2022 - 43


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Trainingslager in Inzing 2008

zu beteiligen, um die Vereinskasse aufzubessern. Das jährliche Trainingslager fand in Ungarn statt. Die erste Männermannschaft rang in der Landesliga, die Zweite in der Kreisliga. 2005, also vor mehr als 17 Jahren führte Hans Petzenhammer als Vorstandsvorsitzender das sogenannte „Bambini-Training ein“, in dem Drei- bis Sechsjährige von Johann Eßel trainiert wurden. Mit Unterstützung unterschiedlicher Trainer leitete er das Training für die Kleinsten bis zur Coronapause mit viel Engagement und Herzblut. Regelmäßig treffen sich in der Turnhalle Kinder im Alter von ca. 3 Jahren bis ca. 6 Jahren. Dabei steht die Freude an der Bewegung an erster Stelle. So lernen die Kleinen mit viel Spaß Fähigkeiten, die nicht nur für das Ringen eine Grundlage bilden, sondern sich positiv auf das ganze Kind auswirken. Laufspie-

Peter Vierke Deutscher Meister 2004

le, Koordinationsübungen mit Bällen, Reifen oder Seilen, Aktionen mit dem Schwungtuch und Turnübungen bringen die Kinder auf Trapp. Doch nicht nur das wöchentliche Training in der Halle gehört zu den Bambinis, auch Besuche auf dem Schlittenberg, in der Eisdiele oder auf dem Spielplatz standen schon auf dem Programm. Mit Stolz kann berichtet werden, dass immer wieder Bambinis dem Ringen treu geblieben sind. Sie ringen heute für den AC Penzberg in der Schülermannschaft und wachsen langsam in die Erwachsenenmannschaft hinein. Somit ist das Bambinitraining ein wichtiger Baustein für die Nachwuchsförderung. Martin und Katharina Welk, die aktuellen Bambinitrainer, freuen sich immer über neue Kinder. Wer Lust hat und zwischen drei und sechs Jahren alt ist kann dienstags 17 Uhr einfach in der Ringerhalle in der Christianstraße vorbeischauen. Bringt einfach Sportkleidung, Turnschuhe und etwas zum Durst löschen mit. Früh übt sich wer etwas erreichen will!

Die Anfänge im Bambini-Training AC 2022 - 45


Links (v.li.): Hans Hohenauer, Deutscher Meister und Christian Welk, Deutscher Vizemeister 2005. Mitte: Alexander Horst, Deutscher Vizemeister 2007 Rechts: Lisa Probst, Deutsche Vizemeisterin 2006

Nachdem 2004 bereits 20 neue Mattenteile angeschafft wurden, erwarb der AC Penzberg 2006 zwei weitere komplette Matten. Die erste Mannschaft, Schülermannschaft und Cheerleader wurden von Wiggerl Holzer mit neuen Trainingsanzügen und Jacken ausgestattet, sowie der Mattenraum im Keller der Sporthalle in Eigeninitiative der Aktiven und Ehrenamtlichen renoviert und neu als Mattenraum eingerichtet. Der Bayerische Ringer Verband bot übergangsweise Kadertrainings in Penzberg an. Die erste Mannschaft des AC Penzberg nahm zur Saisonvorbereitung am Mannschaftsturnier in Oberölsbach teil und hat es gewonnen. Die erste Männermannschaft rang in der Landesliga und schaffte zum Saisonende den Aufstieg in die Bayernliga. Die zweite Mannschaft rang in der Kreisli-

Traingslager in Penzberg mit Mirko Englich (vo. Mitte), Vize Olympiasieger 2008 in Peking 46 - AC 2022

ga, auch hier gelang ein Aufstieg, nämlich von der Gruppenliga in die Bezirksliga. Im Jahr 2007 wurde der Vorstand erneut für drei Jahre gewählt. Hier rang die erste Mannschaft erstmals in der Bayernliga, im Verlauf des Jahres konnte der Verein zudem den jugoslawischen Olympiasieger Saban Tristena als neuen Trainer gewinnen. Die zweite Mannschaft rang erstmals in der Bezirksliga. Im Sommer fand das zweite internationale Mannschaftsturnier für Senioren in Penzberg mit anschließender Feier auf Gut Hub statt. Das jährliche Trainingslager wurde mit 22 Teilnehmern in Bad Schussenried abgehalten. Das Alpenlandturnier fand 2007 mit herausragender europaweiter Beteiligung unter anderem aus Tschechien, Slowenien, Ungarn, Österreich und der Schweiz statt. Die Teilnehmer des AC Penzbergs erreichten in der Mannschaftswertung den dritten Platz. Zweite Bayerische Meister bei den Männern wurden Matthias Petzenhammer, Griechisch-Römisch, Peter Vierke im Freistil und dritter Bayerischer Meister Michael Stockhammer, Griechisch Römisch. Bei der Sportlerehrung der Stadt Penzberg erhielten Sportler des AC Penzbergs 28 Einzelehrungen, zudem wurde die erste Mannschaft für den Aufstieg in die Bayernliga ausgezeichnet. Der Landkreis Weilheilm-Schongau ehrte den Verein als zweitaktivsten Sportverein bis 300 Mitglieder. Anfang des Jahres wurde zudem die neue Website


Thomas Kramer (in blau) beim Alpenlandturnier 2007

unter www.ac-penzberg.de in Betrieb genommen. Das jährliche Trainingslager im Jahr 2008 fand im österreichischen Inzing statt. Das Alpenlandturnier konnte ein weiteres Mal breite europäische Beteiligung, unter anderem aus Bulgarien, Ungarn, Österreich und der Schweiz verbuchen. Der AC Penzberg erreichte in der Mannschaftsauswertung des Turniers den ersten Platz. Die Ehrenamtlichen und Sportler nahmen 2008 am Penzberger Faschingsumzug mit einem eigenen Wagen teil. Der Verein ermöglichte den Aktiven zudem einen gemeinsamen Skiausflug. Die Stadt Penzberg entschloss sich zu einer Kellersanierung in der Wellenbadturnhalle, sodass dem AC der komplette Keller zur Verfügung gestellt werden konnte. Unter der Anleitung von Saban Tristena schaffte die erste Mannschaft zum Ende des Jahres 2008 bereits den ersten Platz in der Bayerliga und damit

Faschingszug 2009 Aufsteiger zur Oberliga

den nächsten Aufstieg in die Oberliga. Die zweite Mannschaft erreichte in der Bezirksliga den dritten Platz, die Schüler ebenfalls in der Bezirksliga den zweiten Platz. Zweiter Bayerischer Meister bei den Männern wurde Peter Vierke, Griechisch-Römisch, dritter Bayerischer Meister wurde Matthias Petzenhammer, Griechisch Römisch sowie Peter Vierke im Freistil. Bei der Sportlerehrung 2008 der Stadt Penzberg erhielten Sportler des AC Penzbergs 21 Einzelehrungen, zudem wurde die erste Mannschaft für den Aufstieg in die Bayernliga ausgezeichnet. Der Landkreis Weilheim-Schongau ehrte den Verein als aktivsten Sportverein bis 300 Mitglieder. Die aktiven Ringer in der Jugend erlebten ein Zeltlager am Eizenberger Weiher. In den Vorstandswahlen 2009 wurde Hans Petzenhammer als Vorsitzender ein weiteres Mal bestätigt. Als zweiter Vorsitzender konnte Bernd Dürr gewonnen werden, der zuvor bereits u.a. für den Verein eine neue Website initiiert hat. Als erster Kassier wurde Alois Petzenhammer bestätigt, zum ersten Schriftführer wurde Kay Jordan gewählt. Helmut Kramer wurde ein weiteres Mal zum 1. Jugendleiter und Gregor Gumberger wieder zum Technischen Leiter bestimmt. Auf der Mitgliederversammlung stellte der Vorstand die Entwicklung des Vereins für die Jahre 2004 bis 2009 vor. Die Mitgliederanzahl wuchs um 20 Prozent auf 281 Personen, die Ringer nahmen am stärksten um 28 Prozent auf 247 Aktive zu. Die Anzahl der in der Damengymnastik Aktiven sank um 28 Prozent auf 34 Teilnehmerinnen. Der Kassenbestand entwickelte sich positiv und konnte gegenüber 2004 AC 2022 - 47


einen Zuwachs von rund 50 Prozent verzeichnen. Die erste Mannschaft rang in der Oberliga, die zweite Mannschaft in der Bezirksliga. Die Schülermannschaft stieg ein weiteres Mal aus der Bezirksliga in die Bezirksoberliga auf. Das tolle Engagement des gesamten Vereins spiegelte sich in den größten Erfolgen dieses Jahrzehntes wieder, denn so konnten im Jahre 2004 Peter Vierke, sowie im Jahre 2005 Hans Hohenauer und Alexander Horst den deutschen Meistertitel nach Penzberg holen. Mit Christian Welk, der zweiter deutscher Meister wurde, krönte ein weiterer Ringer des AC die großen Erfolge. Auch im Jahre 2007 konnte Penzberg mit Alexander Horst einen weiteren zweiten deutschen Meister stellen. Außerdem konnte sich mit Lisa Probst, die 2006 zweite deutsche Meisterin und 2009 dritte deutsche Meisterin wurde, eine weitere Penzberger Ringerin in die Erfolgsgeschichte des Vereins mit einreihen. Im Jahr 2009 konnte auch Mirko Englich, Silbermedaillengewinner bei Olympia in Peking von 2008 und zehnfacher Deutscher Meister für ein Trainingslager in Penzberg gewonnen werden. Aufgrund dieser Popularität war die Teilnehmerzahl riesig und alle wollten nach mehr oder weniger harten Trainingseinheiten noch ein Autogramm oder ein Foto mit dem Vize Olympiasieger

machen, denn wer weiß, ob sich so eine Chance noch einmal im Leben bietet. Der Vorstand initiiert einen Förderverein für den AC Penzberg. Am 30.04.2010 trafen sich Bernd Dürr, Kathrin Dürr, Georg Dürr, Andreas Ernst, Rosalinde Ernst, Helga Welk, Jürgen Welk, Gudrun Köhler, Markus Wruck, Georgia Auer, Dieter Schmidmeier, Reinhard Wörle und Hans Petzenhammer, um einen Förderverein für den AC Penzberg zu gründen. Der Förderverein hat derzeit 42 Mitglieder und hat sich die finanzielle und sportliche Förderung des AC Penzbergs zur Aufgabe gemacht. Der Hauptpunkt der Arbeit des neu gegründeten Vereins soll auf der Jugendförderung liegen, denn zum Einen will der Förderverein sich darum bemühen, dass mehr Kinder und Jugendliche das Ringen für sich entdecken. Zum Anderen will er es ihnen ermöglichen, den oft sehr kostenintensiven Sport auch ausüben zu können. Es soll erreicht werden, dass z.B. auch Fahrten in Trainingslager für jedermann erschwinglich sind und sich das Ringen auch Kinder aus sozial schwächeren Familien leisten können. Zu dem solle auch die Ausbildung der Trainer gefördert werden. So fing man an bei den Heimkämpfen von September bis Dezember mit einem Infostand vor Ort zu sein. Dort konnte man sich über die Aktionen des Vereins informieren. Es wurde eine Sektbar organisiert, bei

Gründungsmitglieder Förderverein (v.li.): Rosalinde Ernst, Reinhard Wörle, Dieter Schmidmeier, Markus Wruck, Georgia Auer, Andreas Ernst, Kathrin Dürr, Bernd Dürr, Georg Dürr und Jürgen Welk 48 - AC 2022


der neben Sekt und Orangensaft auch jede Woche andere kleine Snacks verkauft wurden. Nach Aussagen der Zuschauer hat diese Aktion sehr guten Anklang gefunden. Als weitere Aufgabe übernahm der Förderverein ab dem Jahre 2010 das erste Mal die Erstellung des Saisonheftes für den AC Penzberg. So waren einige der Mitglieder Wochen lang damit beschäftigt, Anzeigen zu sammeln, Berichte zu erfassen und Bilder für das Heft zu organisieren. Da das erste Saisonheft großen Anklang fand, wurde es zu einer festen Einrichtung bis heute, dass das jährliche Heft vom Förderverein erstellt wird. Mit der Zeit wurde dann beschlossen, dass sich auch am jährlichen Weihnachtsmarkt der Stadt Penzberg mit einem Stand beteiligen könnte. Gesagt, getan und so wurde ein komplettes Konzept entworfen, wie man sich am besten einbringen könnte. Daraus entstanden sind dann nach und nach ein komplett eigener Verkaufsstand, an dem man von Getränken bis hin zur Halsgratsemmel „fast alles“ erwerben kann. Des weiteren beteiligt sich der Förderverein seit vielen Jahren ebenfalls am großen Faschingstreiben der Stadt Penzberg. Hatte man sich ganz am Anfang immer nur mit einem Faschingswagen am Faschingszug beteiligt, einigte man sich darauf, durch den Förderverein auch einen Stand am Stadtplatz zu machen, an dem Getränke und Spei-

sen verkauft werden. Über die vielen Jahre, die der Förderverein jetzt schon auf diesen Veranstaltungen teilnimmt, wurden immer wieder Kleinigkeiten und Feinheiten verbessert, so dass es sich mittlerweile in ganz Penzberg rumgesprochen hat, dass man am Stand des Fördervereins bestens mit Getränken und Speisen versorgt wird. Durch diese zusätzlichen Einnahmequellen, konnte der Förderverein auch den Hauptverein zu den Auswärtsfahrten unterstützen, indem dieser die kompletten Kosten für die Busfahrten übernahm. Zudem konnten so zahlreiche Fans ebenfalls die teilweise weiten Fahrten auf sich nehmen. Damit eine solch erfolgreiche Vereinsarbeit weitergeführt werden kann, würde sich der Förderverein über noch weitere Mitglieder sehr freuen, die den Sport und die jugendliche Förderung, sowie die Aktionen des AC Penzbergs unterstützen wollen. Die erste Mannschaft rang in der Oberliga und erreichte den siebten Platz. Die zweite Mannschaft schaffte in der Bezirksliga den zweiten Platz. Zum zweiten Mal nahm der AC Penzberg am Penzberger Faschingsumzug mit einem eigenen Wagen teil und im August wurde ein Zeltlager am Kochelsee veranstaltet, zudem machte der AC Penzberg im Rahmen des Ferienprogramms der Stadt Penzberg Angebote für Kinder. Die Schülermannschaft erreichte in der Bezirksoberliga den fünften Platz.

Wir gratulieren ganz herzlich zum 125-jährigen Vereinsjubiläum und wünschen für die Zukunft weiterhin alles Gute!

ten t a M n üne r g e r! r e e d s e i n n u ne r e Auf g h c si n a m t leg

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2010er Jahre

Landesfinale Schulsport in Niedernberg

Im September 2010 war es soweit. Zum ersten Mal trafen sich einmal in der Woche zwischen 15:30 Uhr und 17:00 Uhr immer ca. 10 Jungs und Mädels aus allen Jahrgangsstufen der Realschule Penzberg in der Sporthalle zum Schulsport Ringen. Die Jugendlichen sollen in erster Linie Spaß haben und sich bewegen. Natürlich lernen sie auch Griffe und selbstverständlich wird in jeder Stunde auch gerungen. Aber mit vereinfachten Regeln und auf spielerische Art. Vieles ist erlaubt, jedoch immer mit dem Ziel die Kinder für die Sportart Ringen zu begeistern. Am 11.05.2011 hat Penzberg erstmalig an einem Landesfinale der bayerischen Schulen im Ringen teilgenommen. Mit 7 Schülern ging es mit dem ICE nach Niedernberg bei Aschaffenburg, um sich mit den besten Ringern aus ganz Bayern zu messen. Alle kämpften tapfer, aber da zwei Gewichtsklassen nicht besetzt werden konnte, kamen wir nicht über den 7. Platz hinaus. Für alle Beteiligten war die Veranstaltung dennoch eine tolle Erfahrung. Bereits ein Jahr später, am 14.05.2012 gelang es uns das Landesfinale nach Penzberg zu holen. Der AC Penzberg richtete gemeinsam mit

dem Kultusministerium die Bayerischen Meisterschaften der Schulen im Ringen aus. Die Schulveranstaltung lief unter dem Motto „Ringen als präventive Maßnahme gegen Gewalt“. Insgesamt haben 26 Mannschaften mit mehr als 150 Schülern teilgenommen. Mehr als 400 Penzberger Schüler waren zusätzlich als Zuschauer und Fangemeinde dabei. Neben dem Kultusministerium, war auch der Penzberger Bürgermeister, der Präsident des Deutschen

Landesfinale Schulsport in Penzberg 2012 AC 2022 - 51


Adlerflug bei der Bayrischen Meisterschaft in Penzberg

Vorführung Schulsport an der Grundschule Birkenstraße in Penzberg

Ringer-Verbands, die Universität Würzburg und die Schulleiter aus Penzberg und Bad Tölz anwesend. Das Gymnasium Penzberg hat einen ausgezeichneten 4. Platz und die Realschule Penzberg den 5. Platz belegt. In den darauffolgenden Jahren nahm am Landesfinale neben der Realschule und dem Gymnasium zusätzlich noch die Mittelschule teil. Die Penzberger Schulen stellten von nun an mit Abstand die meisten Teilnehmer des Turniers und konnten sich immer unter den ersten 5. platzieren. Ziel des Schulsports ist es in erster Linie die Sportart Ringen in die Breite zu tragen. Der Schulsport trägt daher entscheidend zur Öffentlichkeitsarbeit bei. Um jedoch auch aktive Nachwuchsringer für den Verein zu gewinnen, muss man möglichst früh ansetzen. Deshalb haben wir uns bereits im Jahr 2014 voll und ganz auf die „Kleinen“ konzentriert. So wurde unter anderem die Zusammenarbeit mit der Grundschule Birkenstraße gezielt ausgebaut. Ungefähr 10 Mädchen und Buben der 1. und 2. Jahrgangsstufe trafen sich jeden Freitag um 15:30 Uhr in der Sporthalle am Wellenbad, um spielerisch die Grundelemente der Sportart Olympisches Ringen zu erlernen. Spaß und Bewegung standen dabei immer im Vordergrund. Bei mehreren Vorführungen in der Grundschule, konnten sich alle Schüler und Eltern davon überzeugen, wieviel Spaß Ringen ihren Kindern macht. Im nächs-

Erste Mannschaft 2011 (v.li.): Peter Vierke, Robin Koch, Alexander Dürr, Matthias Petzenhammer, Clemens Seidler, Alexander Horst, Martin Welk, Guido Gretschel, Peter Wörle und Thomas Kramer

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ten Schritt wurde das Training auch für die Kinder der anderen Penzberger Grundschulen angeboten. Langfristig ist es allerdings im Hinblick auf die Nachwuchsarbeit unerlässlich, dass man neben den Grundschülern auch den ganz „Kleinen“, also bereits den Vorschul-Kindern in den Kindergärten, ein speziell angepasstes Elementartraining anbietet. Leider fehlten die personellen Ressourcen hierfür, weshalb wir dieses Ziel bis jetzt nicht umsetzen konnten. Rückblickend kann man festhalten, dass die Schulen maßgeblich dazu beitragen können, Kinder und Jugendliche an die Sportart Ringen heran zu führen. Es hat sich auch gezeigt, dass besonders Engagierte dann auch den Weg vom Breitensport direkt zum Verein finden. Problematisch war aber schon immer, geeignete Übungsleiter zu finden, die auch am Nachmittag Zeit haben ein Training abzuhalten. Dies ist auch der Grund, warum zuletzt Ringen an den Schulen nicht mehr angeboten werden konnte. Wir sind aber zuversichtlich, dass wir schon bald die personellen Engpässe beheben und Schulsport Ringen dann wieder fester Bestandteil in Penzberg sein wird. Die erste Mannschaft erreichte 2011 in der Oberli-


Birgit Reinhardt, erste Frau an der Spitze beim AC Penzberg

Werbekampagne gegen das Olympische Aus

ga den vierten Platz. Das jährliche Alpenlandturnier fand wieder mit reger europaweiter Beteiligung statt. Durch die Stadt Penzberg wurden zahlreiche Sportler für ihre Leistungen geehrt. Im Schweizer Rapperswil fand ein zweitägiges Freundschaftsturnier statt, an dem die erste Mannschaft teilnahm. Nachdem der AC Penzberg 2010 zu Gast beim KSV Fürstenhausen war, reisten die Saarländer 2011 für einen Freundschaftskampf nach Penzberg. In der Bezirksoberliga Oberbayern erreichte die Schülermannschaft Platz acht. Der Förderverein organisierte ein professionelles Fotoshooting für die Aktiven sowie die Cheerleader, was dem jährlichen Saisonheft ein modernes Gesicht gab. Der AC Penzberg nahm ein weiteres Mal am Faschingsumzug teil, auch die Beteiligung an der jährlichen Penzberger Papiersammlung wurde fortgesetzt. In der Oberliga erreichte die erste Mannschaft den siebten Platz und hat sich den Klassenerhalt erkämpft. Die zweite Mannschaft erreichte in der Bezirksliga ebenfalls den siebten Platz. Die Kämpfe überzeugten nicht nur durch sportliche Leistungen, sondern auch mit Überraschungsmomenten für Zuschauer und Aktive: Vor einer der Bayerischen Meisterschaft in der A/C-Jugend und Junioren Griechisch Römisch in Penzberg flog ein echter Adler durch die Lüfte der Halle und begrüßte alle Anwesenden mit seinen charakteristischen Schrei. Auf dem Alpenlandturnier waren Athleten aus Deutschland, Ungarn und Österreich vertreten. In der Gesamtwertung schaffte der AC Penzberg von 19 Mannschaften den fünften Platz. Die Schülermannschaft sicherte sich in der Bezirksliga den vierten Platz. Am 6. Januar 2013 gab es ein Novum beim Athleten Club. Zum ersten Mal seit seiner Gründung im Jahr 1896 steht eine Frau an der Spitze der Ringer.

Nachdem Birgit Reinhardt bereits in den Jahren davor in verschiedenen Funktionen und Tätigkeiten aktiv war, war sie vom scheidenden Vorsitzenden Hans Petzenhammer für den Posten der Vorsitzenden vorgeschlagen worden. Die Mitgliederversammlung stimmte dem Ganzen zu und somit hatte der AC eine Frau an der Spitze. Das Jahr 2013 begann gleich mit einem Paukenschlag. Ringen, eine der ältesten Sportarten der Welt sollte aus dem Olympischen Programm gestrichen werden. Das löste natürlich auch beim AC einen Sturm der Entrüstung aus. Die Ringerfamilie wuchs in dieser Zeit immer enger zusammen und selbst die Politik griff mit Statements PRO Ringen ein. Folge war, dass das Ringen auf einmal in aller Munde war. Nach einem Wechsel an der Spitze der FILA (Weltverband) zu Nenad Lalovic zeichneten sich einige Reformen ab, die zu einer höheren Akzeptanz bei der Führung der Olympischen Bewegung führte. „Ringen für Olympia“ war ein deutschlandweiter Begriff geworden. Der Ausschluss aus dem Olympischen Programm konnte letztendlich doch nochmal abgewendet werden. Bei den Bayrisch Felsern gab es auch Anlass zum Jubeln. Guido Gretschel konnte sich bei der deutschen Meisterschaft in Völklingen unter 21 Teilnehmer in seiner Gewichtsklasse durchsetzen und fuhr mit dem Meistertitel nach Hause. Nach diesem Erfolg wurde er bei einem großen Internationalen Turnier in Polen Dritter und konnte so das Ticket für die Kadetten EM in Montenegro lösen. Aber… der Teufel steckt im Detail, kurz davor verletzte er sich im Training so schwer, dass er dort bereits im ersten Kampf chancenlos verlor und nachdem es sich dabei um ein K.O. System handelte war damit das Turnier bzw. die EM für ihn beendet. Für die Mannschaftssaison blieb sich der AC wieder treu. Es wurden keine Ringer eingekauft. Nur der AC 2022 - 53


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Empfang des Deutschen Meisters Guido Gretschel am Ortseingang in Penzberg

eigene Nachwuchs bzw. Ringer aus den eigenen Reihen kamen zum Einsatz. In der Oberliga ein fast unmögliches Vorgehen. Aber die Klasse, immerhin die zweithöchste Liga, konnte mit enormen Einsatz gehalten werden. Da die „Zweite“ immer wieder mit Ringern in der Oberliga Mannschaft aushelfen mussten war hier natürlich nichts zu holen. Aber trotzdem war es wichtig eine Reserve zu haben. Nur so können die Nachwuchsringer langsam an die erste Mannschaft herangeführt werden. Die Schülermannschaft wurde in der Bezirksliga 5. Insgesamt ist die Tradition der guten Nachwuchsarbeit weiterhin in guten Händen. Auch 2013 fand das traditionelle Alpenland-Turnier statt. Mit 150 Teilnehmern von 21 Vereinen aus 4 Ländern konnten die Verantwortlichen recht zufrieden sein. Auch im Jahr 2014 stand die erste Jahreshälfte wieder ganz im Zeichen von Turnieren, beginnend mit den Bezirksmeisterschaften und Bayerischen Meisterschaften und mit weiteren Turnieren wie z. B. das Wittelsbacher Landturnier in Aichach oder das Andi Walter Turnier in Unterföhring. Dort haben sich unsere Youngsters wieder mit anderen Ringern messen können. Im Juli veranstaltete der Ringerbezirk Oberbayern ein Ringercamp in St. Wolfgang.

Von Freitag bis Sonntag wurde ein Trainingslager mit einigen Highlights durchgeführt. Dabei waren auch 6 Penzberger Jungs dabei. Es war trotzt großer Hitze ein sehr intensives Training mit insgesamt 6 Trainingseinheiten. Für 2 Trainingseinheiten kam Tariel Shavadze, der erfolgreiche ehemalige Landestrainer der Männer, sowie mehrfacher Teilnehmer auf Welt- und Europameisterschaften, um den wissenshungrigen Ringern einige Tipps und Tricks im griechisch-römischen Stil zu zeigen. Für weitere 2 Trainingseinheiten war der erfolgreichste Deutsche Freistilringer, Alexander Leipold, zu Gast. Zur Saisonvorbereitung wurde der Alpen Cup als ein Mannschaftsturnier durchgeführt. Eingeladen waren Mannschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Als Novum kann man aber den Austragungsort bezeichnen, denn gerungen wurde in der (Kampf-)Tenne auf Gut Hub. Das Ganze war ein voller Erfolg mit einem großen Spaßfaktor. Das schreit förmlich nach Wiederholung. Die Mannschaftssaison 2014 verlief erneut recht spannend. Wieder ohne bezahlte Ringer war es schwer die Klasse zu halten. Aber auch dieses Jahr gelang dies unter großen Aufwand der Beteiligten. Platz 7, aber punktemäßig klar vor Absteiger Trostberg kann erneut als Erfolg gewertet werden. Aufgrund der perAC 2022 - 55


manenten Aushilfe für die Erste durch die Reserve war dort kein echter Mannschaftsbetrieb möglich. So beendete das Nachwuchsteam die Saison auf Platz 8. Bei den Schülern reichte es auch in 2014 wieder für den 5. Platz. Auch der Schulsport erweist sich langsam als Vorteil, da dadurch doch einige auf die Randsportart Ringen aufmerksam wurden. Auch in 2014 fand das Alpenlandturnier wieder in gewohnter Stärke statt. Die Teilnehmerzahl ist konstant. Gerade dieses Turnier erfreut sich großer Beliebtheit bei unseren Nachbarn in Österreich. Die erste Jahreshälfte von 2015 stand erneut im Zeichen von Turnieren und Meisterschaften. Begonnen hat es mit den Bezirksmeisterschaften in Freising und Feldkirchen. Der AC hat seitens des

Ringercamp in St. Wolfgang mit Olympiasieger Alexander Leipold (v.li. stehend): Brigitte Wagner (Welt- und Europamneisterin), Tobias Bauer, Benedikt Dürr, Lukas Reisacher, Alexander Leipold (Olympiasieger) und Jimi Girges (v.li. knieend): Samuel Kleinen und Benedikt Gattinger

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Verbands den Auftrag erhalten für die Junioren und A- und B-Jugend sowie den Damen und Mädels die Bayerische Meisterschaft durchzuführen. Es waren super Meisterschaften die wieder in die Wellenbadhalle gezaubert wurden. Das Ausrichten von Meisterschaften ist von Penzberger Seite immer eine vorbildliche Aktion. Der Verband weis dies auch zu schätzen. Weiter ging‘s bis in den Hochsommer mit zahlreichen Turnierteilnahmen wie dem Wittelsbacher Land Turnier in Aichach, dem Andy Walter Turnier in Unterföhring. So kann sich unser Nachwuchs beweisen und zeigen, dass Ringen in Penzberg wirklich lebt und auch gelebt wird. Im Juli veranstaltete der Ringerbezirk Oberbayern zum zweiten Mal ein Ringercamp. Diesmal bei uns in Penzberg. 3 Tage lang war die Wellenbadhalle das Zentrum für den Ringernachwuchs. Bis aus Mecklenburg-Vorpommern waren die Teilnehmer angereist. Das Interesse an der Veranstaltung war so groß, dass 2 Mal die Teilnehmerzahl aufgestockt werden musste. Am Ende waren über 70 aktive Jugendliche mit dabei. Zusammen mit den mitangereisten Betreuern und Eltern konnte der AC über 100 Personen aus ganz Deutschland begrüßen. Aber diese 100 Teilnehmer wollen auch versorgt werden. Und wieder griff der Penzberger Zusammenhalt. Alle waren wieder mit an Bord und halfen, dass das Camp ein RIESENERFOLG wurde. Waren doch als Trainer auch dieses Jahr das Who is who der Ringerszene da. Zum Einen Tariel Shawaze, Landestrainer BW und ehemaliger Internationaler Ringer aus Georgien, dann Brigitte Wagner, mehrfache Weltmeisterin aus Hallbergmoos, die Bundesnachwuchstrainerin Alexandra Engelhardt und nicht zuletzt der Olympiasieger aus Sidney Alexander Leipold. Es war wirklich der Wahnsinn was sich da in der Halle alles abspielte. Für die Nachwuchsringer war das wie im Traum. Alex Leipold wurde dann noch von der Bürgermeisterin empfangen und durfte


Teilnehmende Mannschaften am Alpencup in der Tenne auf Gut Hub

sich in das Goldene Buch der Stadt eintragen. Zum Abschluss ging‘s dann noch nach Schliersee zum Markus Wasmeier Museum zum Ranggeln. Der 2fache Winterolympiasieger war selbstverständlich auch da und war angetan hinsichtlich der gezeigten Leistungen. Winterolympia traf Sommerolympia. Ein fantastisches Wochenende das keiner so schnell vergessen wird der mit dabei war. Wir sind auch in diesem Jahr unserer Devise treu geblieben, ohne bezahlte Ringer anzutreten. Dies erwies sich in der bayerischen Oberliga einmal mehr als unheimlich schwer bis unmöglich. Wenn dann auch noch Verletzungspech dazukommt, dann ist chancenlos so hochklassig zu ringen. In diesem Jahr konnte die erste Mannschaft trotz einer starken Rückrunde die Oberliga nicht halten. Also werden wir im nächsten Jahr in der Bayernliga antreten. Wie schon in den letzten beiden Jahren waren wieder die leidtragenden beim AC die Ringer der zweiten Mannschaft. Die gesamte Saison über hatten wir wirklich Probleme, eine ganze Mannschaft zu stellen. So kam die „ZWEITE“ nicht über einen 5. Platz hinaus. Aber es ist wichtig, dass wir diese zweite haben. Denn nur so können wir sicher stellen, dass die Aktiven aus dem Schülerbereich an die ERSTE herangeführt werden. Die Schüler erreichten in der Schülerbezirksliga den 7. Platz. Dies entspricht den augenblicklichen Leistungsstand da doch einige Neue hinzugekommen sind und erstmal richtig Fuß fassen müssen. Auf-

grund der Flüchtlingskrise in diesem Jahr konnte man noch nicht sagen wie es mit den Ringern weitergeht. Da der Landkreis für die Unterbringung die Sporthallen dafür vorgesehen hat, war es ein harter Kampf der Stadt mit dem Landkreis doch noch einen wenn auch reduzierten Trainingsbetrieb aufrecht zu erhalten. Dank hier an die Stadt Penzberg. Turnusgemäß fanden bei der Jahreshauptversammlung im Jahr 2016 Neuwahlen statt. Die bisherige Vorsitzende wurde mit ihrem Team bestätigt. In das Jahr 2016 sind wir gleich mit der ersten Bezirksmeisterschaft im Freistil in Penzberg gestartet. Mit 266 Teilnehmern war diese Meisterschaft sehr gut besucht. Wie gewohnt lief alles bestens organisiert ab. Ein voller Erfolg für den AC. Eine Woche später ging es nach St. Wolfgang zu den griechisch-römischen Meisterschaften. Kaum waren diese abgeschlossen haben die Bayrischen Meisterschaften begonnen. Der Höhepunkt war dann aber Anfang März die Deutsche Meisterschaft im griechisch-römischen Stil im württembergischen Remseck. Der AC konnte zwei Teilnehmer dorthin entsenden. Guido Gretschel beendete die Meisterschaft mit einem 9. Platz und unser Thomas Kramer hat es nach klasse Kämpfen mit einem hervorragenden 3. Platz aufs Podium geschafft. Aber nicht nur unsere Youngster nehmen an Turnieren teil, auch unser Ringer Senior, Helmut Kramer hat heuer auf dem German Masters in Freising in seiner Altersklasse die Bronzemedaille geholt. Eine tolle Leistung. AC 2022 - 57


Ranggeln im Wasmeiermuseum 2015 (v.li.): Markus Wasmeier (Doppel-Olympiasieger Ski alpin), Birgit Reinhardt (1.Vorstand AC Penzberg), Tariel Shawaze (Landestrainer BW Ringen), Alexander Leipold (Olympiasieger Freistil), Bernd Dürr (2. Vorstand AC Penzberg)

Nachdem wir die Oberliga 2015 mit dem 8. Platz abgeschlossen haben, mussten wir heuer in der Bayernliga antreten. Die Gegner dort waren nicht minder schwer. Das Leistungsvermögen in der Bayernliga ist dem in der Oberliga ziemlich ähnlich. Es gab viele tolle Kämpfe und auch sehr viele knappe Begegnungen. Was schlussendlich den siebten Tabellenplatz ausmachte. Leider hat uns auch in diesem Jahr das Verletzungspech heimgesucht. Neben mehreren kurzen Ausfällen hat uns wohl der Ausfall von Clemens Seidler am allermeisten geschadet, der fast die ganze Rückrunde nur coachen konnte. Aber das entscheidende war, dass die Klasse gehalten werden konnte. Unsere zweite Mannschaft musste zwar immer wieder mit Ringern in der Ersten aushelfen, hat sich in der Gruppenliga aber dennoch super geschlagen und ist mit einem vierten Platz im Mittelfeld gelandet. Dies ist aufgrund der Voraussetzungen ein respektables Ergebnis. Die oberbayerische Schüler-Bezirksliga wurde heuer erstmals in zwei Gruppen eingeteilt. Die AC Youngsters waren der Gruppe B zugeordnet und haben diese mit einem tollen 3. Platz abgeschlossen. Am Ende stand dann noch die Finalrunde gegen Hallberg-

Penzberger Teilnehmer der Oberbayrischen Meisterschaft in Penzberg 2016

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moos an, die in der Gruppe A ebenfalls den 3. Platz erreicht haben. Den Hinkampf konnte das AC-Team auf heimischer Matte für sich entscheiden. Auch nach dem Rückkampf waren die Schüler mit Platz 5 hochzufrieden. Für das Alpenlandturnier gab es 2016 eine Neuerung. Parallel zum Turnier wurde ein Mädchenturnier ausgetragen. Der 1. Ladies Cup. Dieses Turnier soll zukünftig den früheren Bayernpokal ersetzen. Wie jedes Jahr startete die Saison 2017 mit den Bezirks- und Bayrischen Meisterschaften. Im Anschluss folgen für den Nachwuchs die traditionellen Turniere. Auch diesmal konnten sich einige aus dem Nachwuchsbereich hier in Szene setzen und Titel und Medaillen mit nach Hause nehmen. Die erste Mannschaft trat in der letzten Saison wieder in der Bayernliga an. Mit fünf Siegen erreichten wir am Ende wieder den 7. Platz, wie schon in der Saison 2016. Die Zweite startete erneut in der Gruppenliga Süd und erreichte leider mit nur einem Sieg den letzten Platz. Die Ursache dafür ist ja hinlänglich bekannt. Die Zweite muss immer wieder aushelfen wenn in der Ersten Ausfälle sind. Die Schüler erreichten in der Schülerbezirksliga Gruppe A einen hervorragenden 3. Platz und konnten in den Finalkämpfen sowohl beim Hin- als auch beim Rückkampf die Schüler aus Unterföhring besiegen, was am Ende einen tollen 5. Platz ausmachte. Begonnen hat das Jahr 2018 mit den Bezirksmeisterschaften in Penzberg. Mit knapp 200 Teilnehmern war in der Penzberger Wellenbadhalle ordentlich Betrieb. Der AC hat mit seinen vielen Helfern wieder eine hervorragende Bezirksmeisterschaft in die Wellenbadhalle gezaubert.Zusätzlich zu einigen Titeln und Podestplätzen konnte sich der AC den 2. Platz in der Mannschaftwertung sichern. Das ist ein schöner Erfolg. Anschließend ging es 2 Wochen später zur gr.–röm. Meisterschaft nach Freising. Kaum waren diese abgeschlossen haben


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die Bayrischen Meisterschaften begonnen. Auch der Sommer macht vor den Turnieraktivitäten nicht halt. So waren Teilnahmen am Allgäucup, dem Rudolf-Rotter Gedächtnisturnier in Weißenburg oder auch bei den Vereinsmeisterschaften in Feldkirchen auf der Tagesordnung. So kann sich der Nachwuchs beweisen und zeigen, dass Ringen in Penzberg wirklich lebt und auch gelebt wird. Im Juli feierte die Ringerabteilung des TSV Weilheim 50 jähriges Jubiläum, bei dem unsere Kids zu Showkämpfen gegen die Weilheimer Nachwuchsringern angetreten sind. Ehrengast war Alexander Leipold. Anfang Oktober fand dann wieder unser traditionelles Alpenlandturnier statt, zum 2. Mal mit dem Ladies Cup, das als Ersatzturnier für den Bayernpokal seit letztem Jahr fest in Penzberg etabliert ist. Anfang September begann dann die Mannschaftssaison. Nachdem wir die letzten beiden Jahre mit der ersten Mannschaft in der Bayernliga gerungen haben durften wir nach einer Ligenreform heuer wieder in der Oberliga antreten. Für uns bedeutete dies, sich in der Oberliga Süd gegen Anger, Untergriesbach, Freising, Berchtesgaden, Unterföhring, Traunstein und Mietraching beweisen zu müssen. Der AC ist sich auch in diesem Jahr der Devise treu geblieben, ohne bezahlte Ringer anzutreten. Dies erwies sich in dieser starken Oberliga einmal mehr

Die Kramers 2019: links: Helmut Kramer, Gewinner der German Masters 2019 rechts: Thomas Kramer, fünfter der Deutschen Meisterschaft 2019 60 - AC 2022

als unheimlich schwer. In der Hinrunde gab es einige Überraschungen, gleich am ersten Kampftag zeigte sich die Mannschaft auf heimischer Matte hervorragend und unterlag nur äußerst knapp mit 16:18 gegen den späteren Meister Anger. Am 2. Kampftag gab es dann die nächste Sensation, denn wir holten in Unterföhring ein fulminantes Unentschieden. Zwei weitere Unentschieden und drei Siege standen dann am Ende zu Buche und wir konnten ganz knapp einen Punkt vor dem SV Mietraching die Saison beenden. Liga gehalten, ein großer Erfolg. Wie schon in den letzten beiden Jahren waren wieder die leidtragenden beim AC die Ringer der zweiten Mannschaft. Die erreichte in der Saison 2018 einen fünften Platz. Die Schüler erreichten in der Schülerbezirksliga Gruppe A einen hervorragenden 3. Platz. In der Finalrunde mussten wir dann gegen Unterführing II zum Kampf um Platz fünf antreten, konnten hier aber leider nicht punkten, so dass am Ende der 6. Platz zu Buche steht. 2019 waren wieder Neuwahlen zur Vorstandschaft angesagt, Birgit Reinhardt wurde für eine weitere 3-jährige Amtszeit bestätigt. Wie alle Jahre stand die erste Jahreshälfte wieder ganz im Zeichen von Turnieren und Meisterschaften. In Freising mussten die Ringer zur BZM im Freistil antreten, die Woche darauf fand dann die griechisch-römisch BZM in Feldkirchen statt. In Summe haben sich unsere Ringer wie gewohnt gut geschlagen und konnten 6 Bezirksmeistertitel, 10 zweite Plätze und 11 dritte Plätze mit nach Hause nehmen. Bei den Bayerischen Meisterschaften konnten dann 2 weitere Titel neben 3 zweiten und 2 dritten Plätzen mit nach Hause genommen werden. Johanna Reigl konnte sich für die Deutsche Meisterschaft in Berlin qualifizieren. Sie erreichte einen achtbaren 8. Platz. Thomas Kramer war für die Deutsche Meisterschaft in griechisch-römisch in Kaufbeuern qualifiziert. Nach starken Kämpfen errang er sich einen ausgezeichneten 5. Platz. Helmut Kramer konnte bei den German Masters erneut überzeugen. Er gewann in seiner Altersklasse den Titel. Das ist eine absolute Top-Leistung. Im Juni fand ein dreitägiges Ringercamp in St. Wolfgang statt, das mit einem Beachwrestling Turnier geendet hat. Das war mal etwas Neues und ein riesiger Spaß. Anschließend waren alle Teilnehmer völlig geschafft, weil auf Sand braucht man noch mehr Kondition als auf der Matte. Ende September fand dann wieder unser traditionelles Alpenlandturnier statt und nun schon zum 3. Mal mit dem Ladies Cup, das als Ersatzturnier für den Bayernpokal zwischenzeitlich fest in Penzberg etabliert ist.


Stadtfest 100 Jahre Penzberg (unten li.): Die Stadträte Adrian Leinweber(li.) und Thomas Keller (re.) als Sumoringer (oben re.): damaliger Bürgermeister Hans Mummert als Sumoringer

Die beiden Turniere für den weiblichen und männlichen Nachwuchs war mit 209 Teilnehmern aus drei Nationen wieder gut besucht und wie alle Jahre hervorragend organisiert. Interessant war, dass immer mehr Sportfreunde aus den Nachbarländern an dem Turnier teilnahmen. Aber dadurch ist der Leistungsvergleich auch sehr gut gegeben. Im Zuge der 100 Jahr Feier

der Stadt Penzberg war der AC selbstverständlich auch dabei. Zum Beispiel gab es am 14. Juli einen Kreativtag der Penzberger Vereine, da sind wir mit einer Ringermatte und Sumoanzügen neben dem Stadtplatz gewesen. Neben einigen Vorführungen unserer Ringerjugend konnten zwischendurch die Zuschauer in die Sumoanzüge schlüpfen und sich im Sumokampf auf der Matte versuchen.

Festumzug bei der 100-Jahr-Feier der Stadt Penzberg 2019

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2020er Jahre Im Jahr 2020 übernimmt Corona die Zügel. Aufgrund der Covid19 Pandemie fanden nur noch am Anfang des Jahres die Bezirksmeisterschaften statt. Dann musste sowohl der Trainingsbetrieb als auch der Wettkampfbetrieb komplett eingestellt werden. 2021 gab es zaghafte Versuche wieder Normalität zu erreichen. Es war nur ein eingeschränkter Trainingsbetrieb aufgrund der Hygiene-Schutzverordnung möglich. So konnte zum Beispiel auch unser Thomas Kramer am 18.07.21 in Hösbach bei einem DRB Kader Sichtungsturnier, welches als Corona Ersatz für die deutsche Meisterschaft stattfand, einen tollen dritten Platz durch vier Siege und 1 Niederlage erreichen. Nachdem wir 2018 feststellen mussten, dass man sich mit nur neun besetzten Gewichtsklassen nicht in der Oberliga halten kann, haben wir uns gemeinsam entschieden, unsere erste Mannschaft für 2019 aus der Oberliga zurückzuziehen, so dass wir laut Statuten des BRV im gleichen Jahr dann in der Landesliga antreten hätten müssen. Aufgrund einer Liegenreform konnten wir 2019 dann aber doch in der Bayernliga starten. Schnell mussten wir auch hier feststellen, dass das Leistungsniveau der Bayernliga genauso hoch ist, wie in der Oberliga

und wir auch hier, mit nur neun Startern, die Liga nicht halten können und machten von unserem freiwilligen Abstiegsrecht in die Landesliga Gebrauch. Da in 2020 keine Ligakämpfe stattfanden, wurde im September 2021 wieder versucht eine Mannschaftssaison durchzuführen. Obwohl wir ein perfektes Hygiene Konzept hatten, wurde die Saison aber im November vorzeitig beendet, da bei vielen Vereinen keine Ringer aufgrund einer Corona Erkrankung mehr zur Verfügung standen. Hier in der Landesliga wurde mit nur 7 Gewichtsklassen und dafür je Hin- und Rückkampf gerungen. Durch diese 14 Kämpfe an einem Abend, konnten wir in der Saison alle uns zur Verfügung stehenden Ringer auch einsetzen und erreichten einen guten 3. Platz. Wir hoffen nun, dass in dieser Saison auch alle Mannschaftskämpfe mit normalen Ablauf stattfinden können. Zum jetzigen Zeitpunkt gehen wir davon aus, dass wir zusammen mit dem Westendorf II, Anger II, TSV Mering und dem TSV Aichach in der Landesliga Süd antreten. Der AC Penzberg ist aber guter Dinge, gegen die vorgenannten Vereine gut bestehen zu können und hat sich zum Ziel gesetzt, die Saison als Landesligameister zu beenden. Im Jahr 2022 steht Birgit Reinhardt nach neunjähriger Amtszeit nicht mehr als Vorstand zur Verfügung. Das Amt des 1. Vorsitzenden wird von Bernd Dürr übernommen. Dieser ist kein Unbekannter, da er ja auch bereits seit 2009 als zweiter Vorsitzender im Verein tätig ist.

Thomas Kramer beim DRB Sichtungsturnier 62 - AC 2022


Mannschaft 2021 (v.li.): Peter Vierke, Thomas Kramer, Fabian Probst, Alexander Dürr, Clemes Seidler, Tobias Bauer, Martin Welk, Zar Ali Khan, Bendikt Gattinger und Mustafa Karaismailoglu

Vorstandschaft 2022 (v.li.): Sebastian Reigl (Mädchenreferent), Clemens Seidler (1. technischer Leiter), Thomas Kramer (1. Schriftführer), Katharina Welk (1. Kassier), Martin Welk (2. Vorstand), Bernd Dürr (1. Vorstand), Alexander Dürr (1. Jugendleiter), Alexander Horst (2. technischer Leiter), Johann Eßel (2. Jugendleiter) AC 2022 - 63


Für ihn gilt es gleich zu Anfang seiner Amtszeit eine Mammutaufgabe zu übernehmen. Soll doch im Jahr 2022 das in 2021 ausgefallene 125-jährige Vereinsjubiläum nachgefeiert werden. Da ja wegen Corona das Jubiläum verschoben werden musste, soll es heuer mit einem großen Festwochenende vom 08.07.22 – 10.07.22 nachgeholt werden. Hierzu ist man bereits seit dem letzten Jahr in der Planung, um dieses Wochenende unvergesslich für den Verein werden zu lassen. So soll das Event am Freitag, den 08.07.22 mit einem großen Festabend in der Stadthalle Penzberg beginnen, gefolgt von einem Senioren Mannschaftsturnier am Samstag. Dazu soll es am Abend eine große 90er Party in der Wellenbadturnhalle geben, bevor sich die Feierlichkeiten am Sonntag mit einer Vereinsolympiade dem Ende neigen. Ab dieser Saison sollte sich auch die Situation mit der Pandemie wieder etwas normalisieren und so wurde entschieden, dass die Bayrischen Meisterschaften in 2022 wieder stattfinden sollten. So fanden am 02.04. und 03.04. die bayrischen Meisterschaften im freien Stil in Burgebrach statt. Der AC Penzberg nahm mit 16 Ringern teil und konnte mit Florian Dürr einen bayrischen Meister stellen. Eine Woche später am 09.04. und 10.04.22 fand die bayrische Meisterschaft im griechisch-römischen

Stil in Regensburg statt. Der AC Penzberg war mit insgesamt neun Ringern am Start und konnte mit Florian Dürr, Felix Kierok und Thomas Kramer gleich drei bayrische Meister stellen. Da auch alle anderen Ringer eine solide Leistung zeigten, konnte man nach der langen Corona Pause mehr als zufrieden mit den gezeigten Leistungen sein. Endlich starteten am Freitag, den 20.05.22 neun Kinder des AC Penzberg in Begleitung des Trainers Johann Eßel nach Uznach in die Schweiz. Nach über 20jähriger Freundschaft mit dem dortigen Ringerclub Rapperswil-Jona traf man sich an diesem Wochenende seit zwei Jahren endlich wieder. Am Samstagmorgen starteten die Jungs und unsere Mädels am Turnier, dabei mussten sie sich mit 220 Ringerinnen und Ringern aus Deutschland und Österreich sowie natürlich aus der Schweiz messen. Gerungen wurde auf vier Matten nach internationalen Regeln. Nach der Siegerehrung, die mit einer Alphorneinlage begann, bekamen die Kinder keine Urkunden, sondern es gab Diplome. Die neun Penzberger Ringer belegten in der Mannschaftswertung den 11. Platz von 20 Vereinen. Wobei andere Vereine mit bis zu 27 Ringern antraten. Nach der Siegerehrung traten die Ringerinnen und Ringer die Heimfahrt an und kamen alle müde, aber gesund Zuhause an.

Bayrische Meisterschaft in Regensburg Tag 1 (v.li.): Felix Kierok, Thomas Kramer, Betreuer Alexander Dürr, Maxi Fecht, Betreuerin Johanna Reigl, Florian Dürr und Konstantin Reigl 64 - AC 2022


Bayrische Meisterschaft in Regensburg Tag 2 (v.li.): Mustafa Karaismailoglu, Mika Forstner, Johannes Fischer und Sebastian Eßel

Teilnehmer Turnier in der Schweiz (v.li.) Jonas Eßel, Betreuer Johann Eßel, Lena Forstner, Theresia Dürr, Florian Dürr, Konstantin Streicher, Martin Buchner, knieend: Sebastian Eßel, liegend v.li.: Leonhard Dürr und Konstantin Reigl AC 2022 - 65


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