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Handmade in Germany

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Handmade in Germany

Pascal Johanssen

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Handmade in Germany

This is „Handmade in Germany“

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Handmade in Germany

Pascal Johanssen

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Handmade in Germany

This is „Handmade in Germany“

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putting it somewhere. But a cast iron pot? Cast iron doesn’t tend to appeal to people straight off; metal as a material isn’t as strokable as wood, for instance. Isn’t it also perhaps an obstacle that people simply don’t want to spend so much money on functional ware? An inexpensive pot also serves its purpose ... The feedback from my clients tells me that they buy my objects because of their design and fitness for purpose in order to use them. There’s

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Hoffmann Metallgefäße

der Funktionalität kaufen, um diese zu benutzen. Es gibt doch nichts Schöneres als gut gestaltetes Werkzeug. Ich produziere Werkzeug in Form von Kochgerät, das man in seinen Alltag einbauen kann. Diese gusseisernen Geräte sind ja praktisch unzerstörbar. Sie sind schön und praktisch.

nothing finer, after all, than well-designed tools. I produce tools in the form of cookware that you can build into your everyday life. These cast iron wares are, you know, practically indestruct­ ible. They’re beautiful and practical. But a Le Creuset pan is also hard to destroy. Is, from your viewpoint, Le Creuset setting an example for industry? Le Creuset is the epitome of the industrial producer but has hardly developed at all since its beginnings in the early twentieth century

Unabhängigkeit

Independence

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Hoffmann Metallgefäße

Ist eine Barriere vielleicht auch, dass die Leute gerade für funktionales Gerät nicht so viel ­ausgeben wollen? Der preiswertere Topf tut es ja auch ... Das Feedback meiner Kunden zeigt mir, dass sie meine Objekte aufgrund der Gestaltung und


putting it somewhere. But a cast iron pot? Cast iron doesn’t tend to appeal to people straight off; metal as a material isn’t as strokable as wood, for instance. Isn’t it also perhaps an obstacle that people simply don’t want to spend so much money on functional ware? An inexpensive pot also serves its purpose ... The feedback from my clients tells me that they buy my objects because of their design and fitness for purpose in order to use them. There’s

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Hoffmann Metallgefäße

der Funktionalität kaufen, um diese zu benutzen. Es gibt doch nichts Schöneres als gut gestaltetes Werkzeug. Ich produziere Werkzeug in Form von Kochgerät, das man in seinen Alltag einbauen kann. Diese gusseisernen Geräte sind ja praktisch unzerstörbar. Sie sind schön und praktisch.

nothing finer, after all, than well-designed tools. I produce tools in the form of cookware that you can build into your everyday life. These cast iron wares are, you know, practically indestruct­ ible. They’re beautiful and practical. But a Le Creuset pan is also hard to destroy. Is, from your viewpoint, Le Creuset setting an example for industry? Le Creuset is the epitome of the industrial producer but has hardly developed at all since its beginnings in the early twentieth century

Unabhängigkeit

Independence

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Hoffmann Metallgefäße

Ist eine Barriere vielleicht auch, dass die Leute gerade für funktionales Gerät nicht so viel ­ausgeben wollen? Der preiswertere Topf tut es ja auch ... Das Feedback meiner Kunden zeigt mir, dass sie meine Objekte aufgrund der Gestaltung und


12 Personen vor Augen hat, für die man das Service entwickelt. Eher sind es heute vier. Man isst in der Küche. Das Porzellan kommt aus dem Schrank sozusagen ins Leben. Aber was soll Tischkultur heute sein? Es ist erschreckend, wenn auf einer Küchenmesse Küchen für Hundert- oder Zweihunderttausend Euro mit billigem Porzellan dekoriert werden. Die Tischkultur ist ein Gesamtkunstwerk. Es muss viel getan werden, damit diese Kette aus der Zierde, ­Service und Essen nicht unterbrochen wird.

Wie stellt man das an? Man muss einerseits die Dinge bewahren, aber andererseits auch neue Märkte erschließen, also Produkte entwerfen, die in den Zeitgeist passen. Im asiatischen Markt sind wir sehr erfolgreich, dort können wir gar nicht so viel ­liefern, wie gefragt ist. In Deutschland haben wir den Zeitgeist eingefangen und Serien aufgelegt, die bei einer jungen Klientel Interesse finden, wie etwa die LAB-Serie. Unsere Tischkultur hat sich ja völlig verändert. Die Zeiten sind vorbei, als zur Hochzeit eine Aussteuer für 24 Personen bestellt wurde.

Einige Porzellan-Manufakturen in Deutschland sind staatlich finanziert. Wir nicht. KPM ist die einzige private ­Manufaktur in Deutschland. Das ist eine große Belastung, aber auch eine Chance – wir müssen nicht durch zahllose Instanzen gehen, um etwas zu wagen.

Wie übertragen Sie die Tischkultur in die Gegenwart? Die Tischkultur in die Gegenwart übertragen bedeutet, dass man keine Gesellschaft von

Was ist Ihre Strategie für die Zukunft? Wir haben da eine klare Ausrichtung. Ich sehe für die Manufaktur in der Zukunft eine drei-Säulen-Strategie: da ist erstens das ­Opulente, das historische Porzellan, diese Handwerkskunst, die nicht aus den Augen ver­ loren werden darf, auch die Malerei, die wir für Asien machen. Zweitens die Tischkultur, also die Linien Kurland, Urbino. Und drittens das zeitgeistige Porzellan, mit dem man junge Leute an

How do you see KPM’s future? The manufactory was a state enterprise when I took over KPM – and at first it was about preserving KPM’s cultural assets for Berlin and for Germany. It was an honourable thing but completely uneconomical. I had to ensure that I brought a certain economic viability to the business, which in principle is not easy with a manufactory, least of all with porcelain.

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KPM Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin

KPM Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin

Our dining culture has completely ­transformed. How do you achieve that? On the one hand you have to preserve the things, but on the other hand also tap into new markets – meaning, design products that fit the zeitgeist. We’re very successful on the Asian market; we can’t keep up with the demand. In Germany we’ve captured the zeitgeist and launched series that are of interest to a young clientele, such as the LAB series. Our dining culture has completely transformed. The days of ordering a twenty-four-piece wedding ­trousseau have gone.

Unabhängigkeit

Independence

KPM Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin

Wie sehen Sie die Zukunft von KPM? Als ich KPM übernommen habe, war die Manufaktur ein staatliches Unternehmen – und zunächst ging es nur darum, das Kulturgut KPM für Berlin und für Deutschland zu erhalten. Das war zwar eine ehrenwerte Sache, aber absolut unwirtschaftlich. Ich musste sehen, eine gewisse Wirtschaftlichkeit in das Geschäft ­hineinzubringen, was bei einer Manufaktur grundsätzlich nicht einfach ist, schon gar nicht beim Porzellan.

How do you translate dining culture into the present day? Translating dining culture into the present day means developing a service not with a group of twelve people in mind; today, it’s more like four. People eat in the kitchen. Porcelain comes to life when it’s brought out of the cupboard, so to speak. But what is dining culture today? It’s shocking when a kitchen worth hundreds or thousands of euros at a kitchen fair is decorated with cheap china. Dining culture is an all-­ encompassing work of art. A lot has to be done so that this chain of adornment, tableware and food remains intact. A few porcelain manufactories in Germany are state-funded. We’re not. KPM is the only private porcelain manufactory in Germany. That is a huge burden but also an opportunity – we don’t have to go through countless authorities in order to venture into something. What is your strategy for the future? Here, we have a clear direction. I see a three-pillar strategy for the manufactory in the

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12 Personen vor Augen hat, für die man das Service entwickelt. Eher sind es heute vier. Man isst in der Küche. Das Porzellan kommt aus dem Schrank sozusagen ins Leben. Aber was soll Tischkultur heute sein? Es ist erschreckend, wenn auf einer Küchenmesse Küchen für Hundert- oder Zweihunderttausend Euro mit billigem Porzellan dekoriert werden. Die Tischkultur ist ein Gesamtkunstwerk. Es muss viel getan werden, damit diese Kette aus der Zierde, ­Service und Essen nicht unterbrochen wird.

Wie stellt man das an? Man muss einerseits die Dinge bewahren, aber andererseits auch neue Märkte erschließen, also Produkte entwerfen, die in den Zeitgeist passen. Im asiatischen Markt sind wir sehr erfolgreich, dort können wir gar nicht so viel ­liefern, wie gefragt ist. In Deutschland haben wir den Zeitgeist eingefangen und Serien aufgelegt, die bei einer jungen Klientel Interesse finden, wie etwa die LAB-Serie. Unsere Tischkultur hat sich ja völlig verändert. Die Zeiten sind vorbei, als zur Hochzeit eine Aussteuer für 24 Personen bestellt wurde.

Einige Porzellan-Manufakturen in Deutschland sind staatlich finanziert. Wir nicht. KPM ist die einzige private ­Manufaktur in Deutschland. Das ist eine große Belastung, aber auch eine Chance – wir müssen nicht durch zahllose Instanzen gehen, um etwas zu wagen.

Wie übertragen Sie die Tischkultur in die Gegenwart? Die Tischkultur in die Gegenwart übertragen bedeutet, dass man keine Gesellschaft von

Was ist Ihre Strategie für die Zukunft? Wir haben da eine klare Ausrichtung. Ich sehe für die Manufaktur in der Zukunft eine drei-Säulen-Strategie: da ist erstens das ­Opulente, das historische Porzellan, diese Handwerkskunst, die nicht aus den Augen ver­ loren werden darf, auch die Malerei, die wir für Asien machen. Zweitens die Tischkultur, also die Linien Kurland, Urbino. Und drittens das zeitgeistige Porzellan, mit dem man junge Leute an

How do you see KPM’s future? The manufactory was a state enterprise when I took over KPM – and at first it was about preserving KPM’s cultural assets for Berlin and for Germany. It was an honourable thing but completely uneconomical. I had to ensure that I brought a certain economic viability to the business, which in principle is not easy with a manufactory, least of all with porcelain.

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KPM Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin

KPM Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin

Our dining culture has completely ­transformed. How do you achieve that? On the one hand you have to preserve the things, but on the other hand also tap into new markets – meaning, design products that fit the zeitgeist. We’re very successful on the Asian market; we can’t keep up with the demand. In Germany we’ve captured the zeitgeist and launched series that are of interest to a young clientele, such as the LAB series. Our dining culture has completely transformed. The days of ordering a twenty-four-piece wedding ­trousseau have gone.

Unabhängigkeit

Independence

KPM Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin

Wie sehen Sie die Zukunft von KPM? Als ich KPM übernommen habe, war die Manufaktur ein staatliches Unternehmen – und zunächst ging es nur darum, das Kulturgut KPM für Berlin und für Deutschland zu erhalten. Das war zwar eine ehrenwerte Sache, aber absolut unwirtschaftlich. Ich musste sehen, eine gewisse Wirtschaftlichkeit in das Geschäft ­hineinzubringen, was bei einer Manufaktur grundsätzlich nicht einfach ist, schon gar nicht beim Porzellan.

How do you translate dining culture into the present day? Translating dining culture into the present day means developing a service not with a group of twelve people in mind; today, it’s more like four. People eat in the kitchen. Porcelain comes to life when it’s brought out of the cupboard, so to speak. But what is dining culture today? It’s shocking when a kitchen worth hundreds or thousands of euros at a kitchen fair is decorated with cheap china. Dining culture is an all-­ encompassing work of art. A lot has to be done so that this chain of adornment, tableware and food remains intact. A few porcelain manufactories in Germany are state-funded. We’re not. KPM is the only private porcelain manufactory in Germany. That is a huge burden but also an opportunity – we don’t have to go through countless authorities in order to venture into something. What is your strategy for the future? Here, we have a clear direction. I see a three-pillar strategy for the manufactory in the

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Thonet Von Thonet produziert und Bauhäuslern entworfen, hat der Freischwinger ­weltweit ikonischen Status erlangt. Die Stahlrohrmöbel und Bugholzstühle des Frankenberger Unternehmens ­prägen das Möbeldesign. Als einer der ältesten familiengeführten Möbel­ hersteller der Welt sucht Thonet noch immer nach zukunftsfähigen Entwürfen.

Produced by Thonet and designed by Bauhauslers, the Cantilever Chair has attained iconic status worldwide. The tubular steel and bentwood chairs made by the Frankenberg-based company once revolutionised furniture design. As one of the world’s oldest family-owned and -managed furniture makers, Thonet is still always on the lookout for sustainable designs that are fit for the future.

48

Thonet

Thonet

The courage to always try something new – with pioneering technologies and outstanding design.

Unabhängigkeit

Independence

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Thonet Von Thonet produziert und Bauhäuslern entworfen, hat der Freischwinger ­weltweit ikonischen Status erlangt. Die Stahlrohrmöbel und Bugholzstühle des Frankenberger Unternehmens ­prägen das Möbeldesign. Als einer der ältesten familiengeführten Möbel­ hersteller der Welt sucht Thonet noch immer nach zukunftsfähigen Entwürfen.

Produced by Thonet and designed by Bauhauslers, the Cantilever Chair has attained iconic status worldwide. The tubular steel and bentwood chairs made by the Frankenberg-based company once revolutionised furniture design. As one of the world’s oldest family-owned and -managed furniture makers, Thonet is still always on the lookout for sustainable designs that are fit for the future.

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Thonet

Thonet

The courage to always try something new – with pioneering technologies and outstanding design.

Unabhängigkeit

Independence

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Die Rückbesinnung auf Langlebigkeit wird von unserer schnelllebigen Gesellschaft geradezu gefordert. Objekte aus Vollholz sind die Antwort auf diese Entwicklung. Sie versprühen Robustheit, Wärme und Vertrautheit. Geradlinigkeit und Geometrie sorgen für Klarheit und Ruhe. Meine Werke sind puristisch, ihre Formen fließen und wirken wie aus einem Guss. Sie bringen Leichtigkeit in das Leben ihrer Nutzer.

Returning to durability is actually ­demanded by our fast-paced society. Objects made of solid wood are the ­answer to this development. They radiate sturdiness, warmth and familiarity. Straight lines and geometry ensure clarity and calm. My works are puristic; their forms are fluid and look homo­ geneous. They bring lightness into their users’ lives.

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Freudwerk – Matthias Scherzinger

Freudwerk, Matthias Scherzinger

Matthias Scherzinger

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Die Rückbesinnung auf Langlebigkeit wird von unserer schnelllebigen Gesellschaft geradezu gefordert. Objekte aus Vollholz sind die Antwort auf diese Entwicklung. Sie versprühen Robustheit, Wärme und Vertrautheit. Geradlinigkeit und Geometrie sorgen für Klarheit und Ruhe. Meine Werke sind puristisch, ihre Formen fließen und wirken wie aus einem Guss. Sie bringen Leichtigkeit in das Leben ihrer Nutzer.

Returning to durability is actually ­demanded by our fast-paced society. Objects made of solid wood are the ­answer to this development. They radiate sturdiness, warmth and familiarity. Straight lines and geometry ensure clarity and calm. My works are puristic; their forms are fluid and look homo­ geneous. They bring lightness into their users’ lives.

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Freudwerk – Matthias Scherzinger

Freudwerk, Matthias Scherzinger

Matthias Scherzinger

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Schotten & Hansen

ZEIT

Zeit

Time

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Schotten & Hansen

ZEIT

Zeit

Time

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Güde

A robot can’t see whether the workpiece is a good piece of wood; a human being has to do that. Der jahrhundertealte Kunst der Messerherstellung verpflichtet, stellt Güde in der vierten Generation von Hand geschmiedete Messer in kleiner Stückzahl her. Eine traditionelle Güde-Klinge fühlt sich deshalb genauso an wie vor 100 Jahren und wird seit jeher in über 50 manuellen Arbeitsschritten geschmiedet, geschliffen und veredelt.

Committed to the centuries’-old art of making knives, Güde is a fourth-­ generation family business producing hand-forged knives in small batches. That is why a traditional Güde blade still feels just as it did a century ago and, since time immemorial, has been forged, polished and finished in over fifty manual work phases.

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Güde

Zeit

Time

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Güde

A robot can’t see whether the workpiece is a good piece of wood; a human being has to do that. Der jahrhundertealte Kunst der Messerherstellung verpflichtet, stellt Güde in der vierten Generation von Hand geschmiedete Messer in kleiner Stückzahl her. Eine traditionelle Güde-Klinge fühlt sich deshalb genauso an wie vor 100 Jahren und wird seit jeher in über 50 manuellen Arbeitsschritten geschmiedet, geschliffen und veredelt.

Committed to the centuries’-old art of making knives, Güde is a fourth-­ generation family business producing hand-forged knives in small batches. That is why a traditional Güde blade still feels just as it did a century ago and, since time immemorial, has been forged, polished and finished in over fifty manual work phases.

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Güde

Zeit

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SCHÖN

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Handmade in Germany

Fiona Bennett

TY Schönheit

Beauty

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SCHÖN

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Handmade in Germany

Fiona Bennett

TY Schönheit

Beauty

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Wir würden uns nie einer guten Technik ­verschließen, nur um dem Handwerk die Treue zu halten.

COR

Zum Beispiel im Stoff- und Lederzuschnitt. Das haben wir früher per Hand gemacht, inzwischen arbeiten wir seit zwei Jahren mit einem Wasserstrahlcutter. Wir sind aber nicht die einzigen, die das einsetzen. Doch wir schneiden auch parallel mit der Hand – hochwertige Wollstoffe mit kleinem Muster muss man beispielsweise mit der Hand schneiden, das kann keine Maschine. Das kostet dann mehr, aber wir machen das trotzdem, weil es uns wichtig ist, die Handwerklichkeit mit der neuen Technologie zu paaren. Wir würden uns nie einer guten Technik verschließen, nur um dem Handwerk die Treue zu halten. Wir sind letztlich beides, sowohl Industrieunternehmen als auch Manufaktur. Wir arbeiten von den Prozessen her hoch industriell. Wir haben in der Verarbeitung ein paar Dinge, die uns besonders machen, zum Beispiel bei den Bezügen, wir tackern sie nicht fest. Schließlich geht es darum, den Kunden eine Perspektive der Sicherheit zu geben: Wir können auch nach 15 oder 20 Jahren einen Neubezug machen, wenn der Kunde das möchte – alles ist einmal kaputt, und die schwächste Stelle bei einem Sofa ist nun einmal das Bezugsmaterial.

Made in Germany: Ist es im internationalen Auftritt für COR eher förderlich oder hinderlich, ein Designmöbel-Hersteller aus Deutschland zu sein? Ehrlich gesagt ist es manchmal sogar ­hinderlich. Bei „Made in Italy“ läuft bei den ­Leuten im Kopf ein Film ab, das wird mit Lifestyle und Modernität assoziiert. Den Deutschen traut man nicht zu, dass sie ästhetische Dinge produzieren, sie haben eher den Ruf, ein bisschen zu teutonisch und nüchtern zu gestalten. Und das stimmt ja durchaus auch, uns fehlt oft die Leichtigkeit. Aber am Ende sind alle von der Qualität begeistert – die ist über jeden Zweifel erhaben. T

1 98

COR

COR

Made in Germany: is being a designer furniture maker from Germany advantageous or a drawback for COR on the global market? To be honest, it’s sometimes even a disadvantage. With ‘Made in Italy’ a film plays in ­people’s heads that is associated with lifestyle and modern living. No one thinks the Germans are capable of producing aesthetic things; they tend to have the reputation of being a bit too Teutonic and matter-of-fact to design. And it certainly is true that we often lack lightness. But in the end everyone is enthusiastic about quality – that conquers all doubts. b

Resilienz

Resilience

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Wir würden uns nie einer guten Technik ­verschließen, nur um dem Handwerk die Treue zu halten.

COR

Zum Beispiel im Stoff- und Lederzuschnitt. Das haben wir früher per Hand gemacht, inzwischen arbeiten wir seit zwei Jahren mit einem Wasserstrahlcutter. Wir sind aber nicht die einzigen, die das einsetzen. Doch wir schneiden auch parallel mit der Hand – hochwertige Wollstoffe mit kleinem Muster muss man beispielsweise mit der Hand schneiden, das kann keine Maschine. Das kostet dann mehr, aber wir machen das trotzdem, weil es uns wichtig ist, die Handwerklichkeit mit der neuen Technologie zu paaren. Wir würden uns nie einer guten Technik verschließen, nur um dem Handwerk die Treue zu halten. Wir sind letztlich beides, sowohl Industrieunternehmen als auch Manufaktur. Wir arbeiten von den Prozessen her hoch industriell. Wir haben in der Verarbeitung ein paar Dinge, die uns besonders machen, zum Beispiel bei den Bezügen, wir tackern sie nicht fest. Schließlich geht es darum, den Kunden eine Perspektive der Sicherheit zu geben: Wir können auch nach 15 oder 20 Jahren einen Neubezug machen, wenn der Kunde das möchte – alles ist einmal kaputt, und die schwächste Stelle bei einem Sofa ist nun einmal das Bezugsmaterial.

Made in Germany: Ist es im internationalen Auftritt für COR eher förderlich oder hinderlich, ein Designmöbel-Hersteller aus Deutschland zu sein? Ehrlich gesagt ist es manchmal sogar ­hinderlich. Bei „Made in Italy“ läuft bei den ­Leuten im Kopf ein Film ab, das wird mit Lifestyle und Modernität assoziiert. Den Deutschen traut man nicht zu, dass sie ästhetische Dinge produzieren, sie haben eher den Ruf, ein bisschen zu teutonisch und nüchtern zu gestalten. Und das stimmt ja durchaus auch, uns fehlt oft die Leichtigkeit. Aber am Ende sind alle von der Qualität begeistert – die ist über jeden Zweifel erhaben. T

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COR

COR

Made in Germany: is being a designer furniture maker from Germany advantageous or a drawback for COR on the global market? To be honest, it’s sometimes even a disadvantage. With ‘Made in Italy’ a film plays in ­people’s heads that is associated with lifestyle and modern living. No one thinks the Germans are capable of producing aesthetic things; they tend to have the reputation of being a bit too Teutonic and matter-of-fact to design. And it certainly is true that we often lack lightness. But in the end everyone is enthusiastic about quality – that conquers all doubts. b

Resilienz

Resilience

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Wenn wir beim Custom Bike bleiben: das ist ein Luxusgegenstand. Luxus ist relativ. Und Luxus und Qualität sind nicht zwangsläufig das Gleiche. Beides hat jedoch leider fast immer mit einem Preis zu tun und somit einem Privileg, es sich leisten zu können. Allerdings: oftmals entsprechen die Preise am Markt keinem nachvollziehbaren „Wert“ mehr. Die Preise von Kleidung oder Lebensmitteln etwa, die wir haben, sind derart niedrig, dass sie das komplette Bild von Wertigkeit verzerren. Wenn man 200 Euro für eine Jeans ausgeben soll, kommt einem das bereits extrem hoch vor.

Urban Motors

erleichtern, durch Komponenten, die man auseinanderbauen kann. Vieles wird einfach nur geschreddert. Es wäre ideal, wenn die Sachen aus möglichst wenig Kunststoffen oder verschiedenen Materialkombinationen bestehen würden oder keine schwerlöslichen Klebeverbindungen hätten. Einsparung von Arbeitsschritten bedeutet im Endeffekt Einsparung von Energie.

Vieles ist einfach nur der Schrott von übermorgen. Im meine damit zum Beispiel Möbelfirmen, die derzeit angesagten Design-Trends folgen, aber schlecht produzieren. Wenn es keine Möglichkeit gibt, Sofabezüge zu wechseln, wenn sie vom Kaffee versaut sind, dann entsorgt man das ganze Teil. Bei der Produktion eines solchen Möbelstückes wissen gleich mehrere Akteure – Zulieferer, Dienstleister, Produzenten –, dass es besser wäre, anders zu konstruieren. Das wäre dann nicht mal ein paar Euro teurer, sondern es geht um Centbeträge. Da verstehe ich als Außenstehender wirklich nicht, wieso man das nicht einfach 5 Euro teurer machen kann und man so in der Lage ist, die Bauteile voneinander zu trennen oder Reparaturservices zu ermöglichen. T

Findest Du, dass Discountpreise die Güter ­allgemein entwerten? Nicht nur die Discountpreise, sondern auch das, was verhältnismäßig teurer und derzeit angesagt ist – aber nicht gut und hochwertig.

When producing such pieces of furniture, ­several of those involved in the process – suppliers, logistics providers, manufacturers – realise that it would be better to construct them differently.

produce shoddy goods. If there’s no possibility of changing sofa covers when they’ve been ruined by having coffee spilt on them, the whole piece of furniture is thrown out. When producing such pieces of furniture, several of those involved in the process – suppliers, logistics providers, manufacturers – realise that it would be better to construct them differently. That wouldn’t even amount to costing a couple of euros more; it’s a question of mere cents. As an outsider I really don’t understand why it simply can’t be made to cost five euros more so you’d be able to disassemble the components or make repair services possible. b

232

Urban Motors

Die Custom-Ästheten von Urban Motor haben in ihrem KTM-Umbau die Themen Monocoque, 3D-Druck und E-Antrieb zusammengebracht. Sie formten die Supermoto in ein Leichtgewicht, das als Universalmotorrad für die Stadt dient. Der im 3D-Druck angefertigte, mattweiße Monocoque setzt ein offensives Statement.

The customising aesthetes at Urban Motors have merged the monocoque, 3D printing and electric drive in their KTM remake. They have reshaped the superbike into a lightweight ­machine for use as a universal city bike. The matt white monocoque produced by 3D printing makes an aggressive statement.

Design-Evolution

Design Evolution

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Wenn wir beim Custom Bike bleiben: das ist ein Luxusgegenstand. Luxus ist relativ. Und Luxus und Qualität sind nicht zwangsläufig das Gleiche. Beides hat jedoch leider fast immer mit einem Preis zu tun und somit einem Privileg, es sich leisten zu können. Allerdings: oftmals entsprechen die Preise am Markt keinem nachvollziehbaren „Wert“ mehr. Die Preise von Kleidung oder Lebensmitteln etwa, die wir haben, sind derart niedrig, dass sie das komplette Bild von Wertigkeit verzerren. Wenn man 200 Euro für eine Jeans ausgeben soll, kommt einem das bereits extrem hoch vor.

Urban Motors

erleichtern, durch Komponenten, die man auseinanderbauen kann. Vieles wird einfach nur geschreddert. Es wäre ideal, wenn die Sachen aus möglichst wenig Kunststoffen oder verschiedenen Materialkombinationen bestehen würden oder keine schwerlöslichen Klebeverbindungen hätten. Einsparung von Arbeitsschritten bedeutet im Endeffekt Einsparung von Energie.

Vieles ist einfach nur der Schrott von übermorgen. Im meine damit zum Beispiel Möbelfirmen, die derzeit angesagten Design-Trends folgen, aber schlecht produzieren. Wenn es keine Möglichkeit gibt, Sofabezüge zu wechseln, wenn sie vom Kaffee versaut sind, dann entsorgt man das ganze Teil. Bei der Produktion eines solchen Möbelstückes wissen gleich mehrere Akteure – Zulieferer, Dienstleister, Produzenten –, dass es besser wäre, anders zu konstruieren. Das wäre dann nicht mal ein paar Euro teurer, sondern es geht um Centbeträge. Da verstehe ich als Außenstehender wirklich nicht, wieso man das nicht einfach 5 Euro teurer machen kann und man so in der Lage ist, die Bauteile voneinander zu trennen oder Reparaturservices zu ermöglichen. T

Findest Du, dass Discountpreise die Güter ­allgemein entwerten? Nicht nur die Discountpreise, sondern auch das, was verhältnismäßig teurer und derzeit angesagt ist – aber nicht gut und hochwertig.

When producing such pieces of furniture, ­several of those involved in the process – suppliers, logistics providers, manufacturers – realise that it would be better to construct them differently.

produce shoddy goods. If there’s no possibility of changing sofa covers when they’ve been ruined by having coffee spilt on them, the whole piece of furniture is thrown out. When producing such pieces of furniture, several of those involved in the process – suppliers, logistics providers, manufacturers – realise that it would be better to construct them differently. That wouldn’t even amount to costing a couple of euros more; it’s a question of mere cents. As an outsider I really don’t understand why it simply can’t be made to cost five euros more so you’d be able to disassemble the components or make repair services possible. b

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Urban Motors

Die Custom-Ästheten von Urban Motor haben in ihrem KTM-Umbau die Themen Monocoque, 3D-Druck und E-Antrieb zusammengebracht. Sie formten die Supermoto in ein Leichtgewicht, das als Universalmotorrad für die Stadt dient. Der im 3D-Druck angefertigte, mattweiße Monocoque setzt ein offensives Statement.

The customising aesthetes at Urban Motors have merged the monocoque, 3D printing and electric drive in their KTM remake. They have reshaped the superbike into a lightweight ­machine for use as a universal city bike. The matt white monocoque produced by 3D printing makes an aggressive statement.

Design-Evolution

Design Evolution

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Additive Addicted Additive Addicted

Additive Addicted

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Design-Evolution

Design Evolution

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Additive Addicted Additive Addicted

Additive Addicted

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Design-Evolution

Design Evolution

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Die Autorenschaft ist also das entscheidende Element der handwerklichen Arbeit? Unbedingt. Die Hand-Auge-Koordination, das intellektuelle Spiel, das Wissen, die Erfahrung und die Autorenschaft – all das geht Hand in Hand mit der Maschine, da ist eine Art Gleichberechtigung am Horizont, außer dass die Maschine nichts will und nur abbildet. Wir sind

Kannst Du da ein Beispiel aus Deinen Projek­ ten herausgreifen, an dem das Handwerkliche am digitalen Handwerk begreifbar wird? Unsere virtuelle Modelinie Void Season wäre das. Da existiert quasi nichts davon, es ist alles künstliche Geometrie – aber die muss von Hand erstellt werden. Man muss fast klassisch Schnittmuster zeichnen und sie zusammenfügen. Die Farben, die Oberflächen müssen erstellt werden, das ist ein ganz kunsthandwerklicher Prozess, nur eben mit digitalen Tools, und ohne physisches Feedback. Wir haben dadurch eine ganz andere Art von Kontrolle, eine neue Art von Erzählung, die man zeigen kann in ihren Abstraktionsgraden, die möglich ist. Bei einem anderen Projekt, das wir Intersections nennen, haben wir mit Künstlern und Kunsthandwerkern zusammengearbeitet. Unsere Taschen zum Beispiel wurden von einem Algorithmus in hunderten Variationen entworfen und dann von Hand in Schnittmuster genäht. Da prallen Welten aufeinander in diesem Prozess. Welche Themen inspirieren Dich gerade? Uns interessiert das Thema Prothesen. Ich

crafts have in common with classic artisanal work and the ways in which they differ? Hand-eye coordination as conveyed through the medium, hand gestures and everything that grows out of mistakes and complexity is, indeed, part of the artisanal process. It has, first, an intellectual starting point. We noticed that in a series with algorithmic design. What was at stake there was an attempt to model a design process that works for you and can generate unexpected outcomes that have a recognisable signature yet are unforeseeable. Those are the two approaches we have been pursuing in recent years: on the one hand, there’s the challenge of retaining the complexity that results from human error and the irreproducibility of muscle movement, and, on the other, we see at the same time the complexity through the mathematical modelling process that generates new things. It’s about errors and traces. So authorship is the crucial element of handcrafting? Absolutely. Hand-eye coordination, intellectual play, knowledge, experience and

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zeitguised

zeitguised

Gestalter, die beides machen, die Algorithmen wie auch das handwerkliche Design. Wir unterschätzen leicht, wie groß der Stellenwert des Handwerklichen eigentlich ist.

authorship – all that goes hand in hand with the machine; a sort of equality is showing up on the horizon, except that the machine doesn’t want anything and merely reproduces. We are designers who do both algorithms and crafts design. We tend to underestimate how high the status of handcrafting is. Can you name a project of yours that makes the handcrafting side of digital crafts understandable? That would be Void Season, our virtual line in fashions. Virtually nothing of it exists; it’s all artificial geometry, but that has to be made by hand. You have to draw almost classic sewing patterns and fit them together. The colours, the textures have to be created; that is an entirely applied-arts process but, of course, with digital tools and without physical feedback. Through it we have an entirely different kind of control, a new type of narrative that can be shown in its gradations of abstraction, one that is possible. For another project which we call Intersections, we have collaborated with artists and practitioners of the applied arts. Our bags, for instance, are designed by an algorithm in zeitguised

Die Hand-Auge-Koordination mit der Ermittlung durch das Medium, die Handgesten und alles, was damit an Fehlern und Komplexität entsteht, ist ja Teil des handwerklichen Prozesses. Dieser hat zunächst einen intellektuellen Ausgangspunkt. Das haben wir bei einer Serie mit algorithmischem Design gemerkt. Es ging um den Versuch, einen Designprozess zu modellieren, der für einen arbeitet und unerwartete Ergebnisse, die eine wiedererkennbare Handschrift haben und dennoch nicht vorhersehbar sind, erzeugen kann. Das sind die beiden Ansätze, die wir in den letzten Jahren verfolgt haben: auf der einen Seite steht die Herausforderung, die Komplexität, die durch den menschlichen Fehler und die Nicht-Wiederholbarkeit einer Muskelbewegung beizubehalten – auf der anderen Seite sehen wir gleichzeitig die Komplexität durch den mathematisch modellierbaren Prozess, der Neues generiert. Es geht um Fehler und Spuren.

Design-Evolution

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Die Autorenschaft ist also das entscheidende Element der handwerklichen Arbeit? Unbedingt. Die Hand-Auge-Koordination, das intellektuelle Spiel, das Wissen, die Erfahrung und die Autorenschaft – all das geht Hand in Hand mit der Maschine, da ist eine Art Gleichberechtigung am Horizont, außer dass die Maschine nichts will und nur abbildet. Wir sind

Kannst Du da ein Beispiel aus Deinen Projek­ ten herausgreifen, an dem das Handwerkliche am digitalen Handwerk begreifbar wird? Unsere virtuelle Modelinie Void Season wäre das. Da existiert quasi nichts davon, es ist alles künstliche Geometrie – aber die muss von Hand erstellt werden. Man muss fast klassisch Schnittmuster zeichnen und sie zusammenfügen. Die Farben, die Oberflächen müssen erstellt werden, das ist ein ganz kunsthandwerklicher Prozess, nur eben mit digitalen Tools, und ohne physisches Feedback. Wir haben dadurch eine ganz andere Art von Kontrolle, eine neue Art von Erzählung, die man zeigen kann in ihren Abstraktionsgraden, die möglich ist. Bei einem anderen Projekt, das wir Intersections nennen, haben wir mit Künstlern und Kunsthandwerkern zusammengearbeitet. Unsere Taschen zum Beispiel wurden von einem Algorithmus in hunderten Variationen entworfen und dann von Hand in Schnittmuster genäht. Da prallen Welten aufeinander in diesem Prozess. Welche Themen inspirieren Dich gerade? Uns interessiert das Thema Prothesen. Ich

crafts have in common with classic artisanal work and the ways in which they differ? Hand-eye coordination as conveyed through the medium, hand gestures and everything that grows out of mistakes and complexity is, indeed, part of the artisanal process. It has, first, an intellectual starting point. We noticed that in a series with algorithmic design. What was at stake there was an attempt to model a design process that works for you and can generate unexpected outcomes that have a recognisable signature yet are unforeseeable. Those are the two approaches we have been pursuing in recent years: on the one hand, there’s the challenge of retaining the complexity that results from human error and the irreproducibility of muscle movement, and, on the other, we see at the same time the complexity through the mathematical modelling process that generates new things. It’s about errors and traces. So authorship is the crucial element of handcrafting? Absolutely. Hand-eye coordination, intellectual play, knowledge, experience and

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zeitguised

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Gestalter, die beides machen, die Algorithmen wie auch das handwerkliche Design. Wir unterschätzen leicht, wie groß der Stellenwert des Handwerklichen eigentlich ist.

authorship – all that goes hand in hand with the machine; a sort of equality is showing up on the horizon, except that the machine doesn’t want anything and merely reproduces. We are designers who do both algorithms and crafts design. We tend to underestimate how high the status of handcrafting is. Can you name a project of yours that makes the handcrafting side of digital crafts understandable? That would be Void Season, our virtual line in fashions. Virtually nothing of it exists; it’s all artificial geometry, but that has to be made by hand. You have to draw almost classic sewing patterns and fit them together. The colours, the textures have to be created; that is an entirely applied-arts process but, of course, with digital tools and without physical feedback. Through it we have an entirely different kind of control, a new type of narrative that can be shown in its gradations of abstraction, one that is possible. For another project which we call Intersections, we have collaborated with artists and practitioners of the applied arts. Our bags, for instance, are designed by an algorithm in zeitguised

Die Hand-Auge-Koordination mit der Ermittlung durch das Medium, die Handgesten und alles, was damit an Fehlern und Komplexität entsteht, ist ja Teil des handwerklichen Prozesses. Dieser hat zunächst einen intellektuellen Ausgangspunkt. Das haben wir bei einer Serie mit algorithmischem Design gemerkt. Es ging um den Versuch, einen Designprozess zu modellieren, der für einen arbeitet und unerwartete Ergebnisse, die eine wiedererkennbare Handschrift haben und dennoch nicht vorhersehbar sind, erzeugen kann. Das sind die beiden Ansätze, die wir in den letzten Jahren verfolgt haben: auf der einen Seite steht die Herausforderung, die Komplexität, die durch den menschlichen Fehler und die Nicht-Wiederholbarkeit einer Muskelbewegung beizubehalten – auf der anderen Seite sehen wir gleichzeitig die Komplexität durch den mathematisch modellierbaren Prozess, der Neues generiert. Es geht um Fehler und Spuren.

Design-Evolution

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