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UZH_Magazin_04_24

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Zentrum, das bis nach dem Zweiten Weltkrieg bestehen blieb. Ausgehend von der Fotografie (links), die eine Physikerin und einen Physiker zu Beginn der 1920er-Jahre in einem Labor zeigt, lässt sich die Entwicklung des Fachs in Zürich gut nachzeichnen. Richard Bär und Hildegard Stücklen (?) in den 1920er-Jahren im Labor. Zu jener Zeit war das Physik-Institut an der Rämistrasse 69 untergebracht. Der Forscher auf dem RÜ CK S PI EG E L — 1920 Bild ist Richard Bär, der Sohn des Bankiers Julius Bär. Er studierte in Würzburg und Zürich Mathematik und war Assistent an der Universität Göttingen. Zur selben Zeit studierte dort auch Hildegard Stücklen, die später nach Zürich kam und sich schliesslich 1931 als dritDie moderne Physik erhielt dank Ko- te Frau an der damaligen Philosophiryphäen und Nobelpreisträgern wie Max schen Fakultät II habilitierte. Leider gibt von Laue, Albert Einstein, Hermann es keine Fotografie von Hildegard StückWeyl und Peter Debye ab den 1910er- len, daher lässt sich nicht verifizieren, Jahren einen Aufschwung. Zürich ent- ob es sich bei der abgebildeten Forschewickelte sich zu einem internationalen rin tatsächlich um sie handelt. Bär kam

Mekka der Physik

Ziel Matura

1917 nach Zürich und begann seine Arbeiten in Experimentalphysik bei Edgar Meyer. In Zürich wurden zu jener Zeit in der Physik wichtige Entdeckungen gemacht und wegweisende Debatten geführt. 1915 brach in der Physik der grosse Streit um die Existenz des Elektrons aus. Durch geschickte Versuche konnte Bär seine zweifelnden Fachkolleg:innen überzeugen und die atomistische Struktur der Elektrizität mit grosser Präzision nachweisen. Mit dieser Arbeit habilitierte sich Bär 1922 an der Universität Zürich. Während Richard Bär in Zürich blieb, ging Hildegard Stücklen 1934 in die USA. Sie war dort als Assistenzprofessorin und später als Associate Professor an verschiedenen Hochschulen tätig und forschte an der Seite von Atomphysikerin Hertha Sponer. Mit neuen Berufungen von Erwin Schrödinger und Gregor Wentzel an der UZH sowie Wolfgang Pauli an der ETH kamen weitere namhafte Persönlichkeiten nach Zürich, die dafür sorgten, dass Zürich der Ruf als ein Mekka für Physiker:innen erhalten blieb. Inge Moser, UZH-Archiv

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