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Future Technologies topsoft Fachmagazin 18-4

Künstliche Intelligenz: Aus Science-Fiction wird digitale Realität Was vor wenigen Jahren noch als geheimnisumwitterte Ingredienz für erfolgreiche ScienceFiction Blockbusters galt, ist heute Realität: «Artificial Intelligence» (AI) – auf Deutsch «künstliche Intelligenz» (KI) – hat den Labor-Kittel längst abgelegt. Die Vision von einst eröffnet heute Unternehmen aller Branchen und Grössen ganz neue Potenziale und wird zum Fels in der Brandung anschwellender Datenfluten. >> Tanja Regli | passion4IT Gmbh

Autonome Autos, sprachgesteuerte Assistenten, Drohnen und Chatbots – die digitale Zukunftsmusik von gestern hält heute in schwindelerregendem Tempo Einzug in unserem Alltag. Sie alle basieren auf einem zentralen Konzept: künstliche Intelligenz. Wegbereiter für diese rasante Entwicklung sind nicht zuletzt die enormen Fortschritte in anderen Trend-Technologien: Internet, Cloud und Big Data. Damit verbundene hochleistungsfähige Hard- und Softwarekomponenten mit fast unbegrenzter Rechenleistung bieten der künstlichen Intelligenz das Instrumentarium, um aus grossen Datenmengen komplexe Zusammenhänge zu lernen, ohne explizit dafür programmiert werden zu müssen. Die Bewältigung dieser Datenmengen ist dabei eine Grundvoraussetzung; nur so lässt sich die menschliche Intelligenz derart gut simulieren, dass beispielsweise die Interaktion mit Chatbots kaum mehr von derjenigen realer Menschen unterschieden werden kann.

Was ist künstliche Intelligenz? Im Wesentlichen simuliert künstliche Intelligenz die menschliche Intelligenz in einem Computer. Im Gegensatz zu klassischen Expertensystemen hängt KI dabei nicht allein von der Wissensbasis ab, die ihr von Menschenhand in sogenannten Wenn-Dann-Beziehungen beigebracht wurde. Sie benötigt also keine aufwändig programmierte Wissensbasis. Stattdessen sucht sich KI die Zusammenhänge selbst, versucht dahinterliegende Konzepte zu verstehen und lernt mit jeder Nutzung und dem entsprechenden Ergebnis dazu. Durch die Eigenschaft, nicht nur auf Wissen zu basieren, sondern aus Erfahrungen neues Wissen 28

zu lernen (auch «Deep Learning» genannt), überholen KI-Systeme in kurzer Zeit auch die raffiniertesten, klassischen Expertensysteme.

Nicht nur für globale Technologieriesen Die Anwendungsgebiete von künstlicher Intelligenz sind vielfältig – und dabei keineswegs nur globalen Technologieriesen vorbehalten. Selbstlernende Datenanalyse-Tools finden bei fast jedem Schweizer Unternehmen sinnvolle Einsatzgebiete. Moderne Standardapplikationen grosser Software-Hersteller wie Microsoft, Salesforce, Google oder IBM bieten heute integrierte KI-Basiskomponenten, die auch für Schweizer KMU zu erschwinglichen Preisen im Unternehmen etabliert werden können.

Die Autorin Tanja Regli ist Mitinhaberin der passion4IT GmbH, einem Beratungsunternehmen für Digitale Strategien und Projekte, das Schweizer KMU in der erfolgreichen Umsetzung ihrer digitalen Vorhaben begleitet. Tanja Regli verfügt über langjährige Erfahrung im Schweizer IT-Markt und hat sich in verschiedenen Projekten erfolgreich als Digitalexpertin etabliert.

Sei es, dass der Kundendienst gezielt unterstützt wird, in dem aufgrund früherer Erfahrungen konkrete Problemlösungen oder aber geeignete Experten innerhalb des Unternehmens vorgeschlagen werden. Sei es, dass KI im Verkaufsprozess automatisiert auf die Kundenbedürfnisse zugeschnittene Angebote erstellt oder gleich selbst in Form eines Chatbots einfache Kundenanfragen automatisiert beantwortet. Oder sei es, dass KI im Bereich der «Predictive Maintenance» aufgrund von einer Vielzahl von Sensormessungen bereits frühzeitig eine drohende Störung an Maschinen oder Geräten voraussagen und vorbeugende Wartungseinsätze empfehlen kann. Die Möglichkeiten sind (fast) endlos. Eine weitere Stärke zeigt KI beim Umgang mit grossen Mengen an unstrukturierten Daten: So kann Wissensarbeitern viel Zeit beim Suchen von benötigten Informationen erspart werden. Daten, E-Mails, Tickets usw. werden automatisch richtig kategorisiert und zugeordnet. Wo relevant, reichern KI-Systeme bestehende Daten des Unternehmens zudem fortlaufend mit freiverfügbaren Daten aus dem World Wide Web an – und lernen so kontinuierlich dazu. Beeinflusst das Wetter das Kaufverhalten der Kunden? Wie verändern sich die Aktienmärkte, und welcher Einfluss ist daraus auf das Unternehmen abzuleiten? Überall, wo Informationen beurteilt werden müssen, können menschliche Experten durch KI-Unterstützung massiv effizienter werden. Aber nicht nur: Es lassen sich auch komplett neue Erkenntnisse und Konzepte erkennen, die dem menschlichen Betrachter bislang verborgen blieben.

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ERP und E-Commerce Future Technologies IT-Konkret: 3 neue Praxisbeispiele

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