Real estate needs real data Warum Flächensicherheit der Schlüssel zur Wertschöpfung im datenbasierten Immobilienmanagement ist.
Für Immobilienmanager wird es in einem herausfordernden Marktumfeld zunehmend schwieriger, die erwarteten Renditeziele zu erreichen. Gleichzeitig steigt die Komplexität von Planungs- und Betriebsprozessen. Das führt zu Flächenfehlern, die sich direkt im Ertragswert oder in Fehlplanungen niederschlagen. Unsere Erfahrungen zeigen, dass etwa 10 % der Flächendaten ungenau sind. Fundierte Investitionsentscheidungen brauchen deshalb verlässliche Daten.
Praxisbeispiel CREM – Betrieb von Spitalliegenschaften.
Praxisbeispiele
Die Reduzierung von Flächenfehlern zwischen den beteiligten Systemen schafft die Grundlage für eine bedarfsgerechte Planung und leistungsgerechte Abrechnung. Ausgangspunkt ist der teilautomatisierte Abgleich zwischen CAD und CAFM. Bei einem jährlichen Investitionsvolumen von über 200 Mio. CHF bedeutet die korrigierte Ausweisung von 10 % potenzieller Nutzflächen eine erhebliche Einsparung im Erstellungsprozess. (Grafik 4) Der kontinuierliche Abgleich zwischen Flächendaten, Anlagendaten und Kostenstellen schafft Investitions- und Planungssicherheit. (Grafik 5)
Bessere Daten bieten Chancen für Qualitätssicherung und Wertoptimierung.
Fazit
Falsche Flächendaten führen zu Fehlkalkulationen, ungenauen Abrechnungen und fragwürdigen Nachhaltigkeitsbewertungen. Ungenaue Daten sind teuer und weit verbreitet, weil die Datenqualität oft keine Priorität hat. Unterschiedliche Standards und Systeme in den Abteilungen erschweren die automatisierte Datenkonsolidierung. Der manuelle Abgleich birgt dabei ein hohes Fehlerpotenzial. Die Lösung liegt in einem durchgängigen Datenmodell, das alle relevanten Informationen konsistent zusammenführt. Wie realisiert man das Datenpotenzial?
Für Flächensicherheit sind im datenorientierten Real Estate Management drei Fähigkeiten essenziell (Grafik 1): • Real Estate Expertise: Ein umfassendes Verständnis der Rollen und Verantwortlichkeiten sowie der damit verbundenen spezifischen Anforderungen ist notwendig, um die Daten in sinnvolle Strukturen zu überführen und Missverständnisse zu vermeiden. • Data Know-how: Zur kontinuierlichen Verbesserung der Datenqualität müssen automatisierte Systeme gemeinsam mit den Stakeholdern eingerichtet und laufend optimiert werden. • People Enablement: Ein datengetriebenes Mindset ist entscheidend. Die Mitarbeiter sollten den Wert von Daten verstehen und aktiv am digitalen Prozess mitwirken. Eine datengetriebene Kultur fördert eine bessere Nutzung der Kernsysteme und eine fundierte Entscheidungsfindung Unternehmen, die diese Fähigkeiten gezielt aufbauen, steuern ihre Immobilien von der Planung bis zum Betrieb verlässlicher und wirtschaftlicher. Ein stabiler Prozess, der Schritt für Schritt zur gesicherten Datenlage führt, ist dafür notwendig.
Grafik 1
Praxisbeispiel REIM – Entwicklung einer Mixed-Use Überbauung
Die Reduktion des Flächenfehlers zwischen Planung (mehrere Baufelder) und Vermietung während der 18-monatigen Projektierungszeit ermöglichte eine Erhöhung der verbindlichen Jahresmiete um mehr als 20 % auf über 4 Mio. CHF. (Grafik 2) Dank genauer Daten konnte die Flächeneffizienz optimiert und stabilisiert werden. Eine Verbesserung der Flächeneffizienz um nur einen Prozentpunkt führt in diesem Fall zu einem Mehrertrag von ca. 250 T CHF pro Jahr. (Grafik 3)
Flächenfehler schaffen Investitionsunsicherheit, sie bieten aber auch Potenzial. Mit einer gesicherten Datenlage, sorgfältigem Datenmanagement und zielgerichteter Analyse entstehen Sicherheit und Optimierungshebel. Der Einstieg ist einfach, und der Mehrwert nimmt mit der Zeit zu – bei sinkendem Aufwand. Entscheidend ist der Wille, diese Potenziale zu erschliessen und die Prozesse konsequent umzusetzen. Wie ein Asset Manager es treffend formulierte: «Mit einem durchgängigen System haben wir erstmalig den Überblick und können verlässliche Entscheidungen treffen.»
«Im Spital besteht eine gegenläufige Anreizstruktur: Je weniger Fläche ein Departement belegt, desto geringer fallen die zugewiesenen Kosten aus. Flächenfehler unterminieren so die betriebswirtschaftliche Stabilität der Gesundheitsversorgung.» CREM Immobilien Manager
Grafik: beyondBIM AG
Das Problem mit fehlerhaften Daten
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