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NZZ AM SONNTAG
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Kochendes Wasser aus der Armatur wird zum massgebenden Standard Wer eine Wohnung vermietet, verkauft nicht nur Quadratmeter, sondern Alltagstauglichkeit. In der Küche zeigt sich das besonders deutlich. Hier treffen Routine, Technik und Platzökonomie aufeinander. Quooker setzt an dieser Stelle mit einem System aus Armatur und Reservoir an. Aus ein und demselben Hahn kommt warmes, kaltes und kochendes Wasser. Mit dem CUBE lässt sich das Angebot um gekühltes sprudelndes und stilles Wasser ergänzen. Sven Breitenmoser, Geschäftsführer von Quooker Schweiz, hört von Mietern oft dieselbe Beobachtung: Erst mit dem System merken sie, wie häufig sie früher auf kochendes Wasser gewartet haben. Pasta am Abend, die French Press am Morgen oder das Reinigen eingebrannter Pfannen. Es wird weniger als Luxus beschrieben, eher als neue Selbstverständlichkeit. Das Entscheidende passiert unter der Arbeitsplatte. Ein isoliertes Reservoir hält kochendes Wasser bereit, ein separater Behälter übernimmt bei Bedarf das gekühlte Wasser. Kochendes Wasser wird über einen geriffelten Funktionsring a ktiviert, der zweimal nach unten gedrückt und gegen den Uhrzeigersinn gedreht wird. Ein roter Leuchtring signalisiert die Ausgabe des kochenden Wassers. Der Auslauf bleibt dank sepa rater Leitungen kühl, und das kochende Wasser tritt als Sprühstrahl aus, um das Verbrühungsrisiko zu reduzieren.
Ein Hahn für alle Küchen Für Bauträger und Verwaltungen ist weniger die einzelne Küche entscheidend als die Wiederholbarkeit. Quooker vergibt je Wohnung eine Seriennummer und koordiniert Lieferung und Montage über eine zentrale Ansprechperson. Das schafft Ordnung: Störungen lassen sich einfach über ein Self-Service-Tool melden. Breitenmoser stösst dennoch regelmässig auf Vorbehalte: In Mietwohnungen sei ein solches System «zu kompliziert» oder nicht rückbaubar. «In Wahrheit lässt es sich einfach installieren und beim Mieterwechsel problemlos ersetzen oder übernehmen.» Entscheidend sei d abei auch der Platzbedarf. «Viele glauben fälschlicherweise, der Einbau eines Komplettsystems sei kompliziert, dabei passt es mit nur 15,3 Zentimeter Breite und 50 Zentimeter Tiefe problemlos neben ein 35-Liter-Abfallsystem in ein Schweizer Küchenfach.» Der Einbau bleibt nahe am Standard: 35-Millimeter-Lochbohrung, Eckventile für Kalt- und Warmwasser, mindestens zwei Bar Wasserdruck und eine Steckdose. Das Reservoir verträgt maximal sechs Bar. Der Anschluss erfolgt über eine 230-Volt-Steckdose; beim CUBE kommt ein zweiter Stromanschluss hinzu. Falls es die Situation verlangt, ist eine Verlegung über eine Länge von bis zu zwei Meter Leitung möglich. Für die Integration unter der Spüle arbeitet Quooker mit abgestimmten Kübel systemen von Peka und Müllex; beim Abfalltrennsystem Oeko Complet Aqua ist die seitliche Fläche dafür ausgelegt, dass neben dem Abfall ein PRO3 mit CUBE samt CO2-Zylinder Platz findet. Je nach Auslegung stehen unterschiedliche Reservoirmodelle zur Ver fügung: PRO3 für drei Liter kochendes Wasser, COMBI für sieben Liter kochendes Wasser plus bis zu 15 Liter Warm
MICHELE LIMINA
In Überbauungen entscheidet sich die Qualität einer Küche oft an scheinbar kleinen Dingen. Eine Armatur, die kochend heisses Wasser direkt liefert und sich in Serie einbauen lässt, kann für Mieter den Ausschlag geben. Von Maurice Müller
Sven Breitenmoser, Geschäftsführer von Quooker Schweiz, hört von Mietern oft das Gleiche: Erst mit dem System merken sie, wie häufig sie kochendes Wasser brauchen.
Für gekühltes stilles Wasser genügt ein Dreh bis zum ersten Klick, für gekühltes sprudelndes Wasser ein Dreh bis zum zweiten Klick.
wasser mit rund 60 Grad sowie COMBI+ mit unbegrenztem Warmwasser. COMBI eignet sich, wenn nur eine Kaltwasserleitung vorhanden ist, COMBI+ bei langen Ausstosszeiten für warmes Mischwasser. In Schweizer Haushalten mit Quooker wird in rund 90 Prozent der Küchen ein PRO3 eingesetzt.
Beispiele aus der Praxis Quooker ist längst nicht mehr nur ein Thema fürs Einfamilienhaus. Im Projekt «Giige» im Klettgau entschied sich IT3 Treuhand + Immobilien für die Integration, weil der Mehrwert für Mieter spürbar sei und das System bei Besichtigungen ein Profil schaffe. In der Schaffhauser Siedlung «Breitipark» wurde Quooker in allen Mietwohnungen vorgesehen, verknüpft mit dem Anspruch, Wasser und Energie zu sparen sowie Flaschen zu vermeiden. Und im Projekt «Milano» in Kloten berichtet SI Specogna Immobilien von spürbarer Nachfrage bei Besichtigungen, weshalb Neubauten und Sanierungen konsequent damit ausgestattet würden. «Von aussen sieht man nur das Design», sagt Sven Breitenmoser. «Intern entscheidet aber die Abstimmung mit Planung, Betrieb und Service über den Erfolg.» Die Wartung bleibt überschaubar: Der HiTAC-Filter im Reservoir wird etwa alle fünf Jahre getauscht, der Strahlregler regelmässig entkalkt. In Mietwohnungen bestellen die Bewohner die CO2-Zylinder in der Regel selbst; ein Vierer-Set reicht für rund 240 Liter Sprudelwasser. Ein Test des Gebäudetechnik-Experten Klinova vergleicht den Energiebedarf beim Erhitzen von drei Litern Wasser. Mit der Quooker-Technik waren es rund
350 Wattstunden, ein Wasserkocher lag bei 505 Wattstunden, ein Induktionskochfeld bei 747 Wattstunden. Der Standby-Verbrauch des isolierten Reservoirs beträgt laut Hersteller etwa zehn Watt, vergleichbar mit zwei LED-L ampen. «ESG wird so konkret und nicht abstrakt», ergänzt Breitenmoser. Weil nur die tatsächlich entnommene Menge nacherhitzt wird, lassen sich mit dem grösseren Reservoir bis zu 4200 Liter Wasser pro Jahr einsparen. Ein CO2Zylinder reicht für rund sechzig Liter Sprudelwasser und ersetzt den Kauf von Flaschen. Am Hauptsitz in den Niederlanden erzeugen mehr als 900 Solarzellen einen Teil des Stroms. Ausgediente Geräte werden zurückgenommen und gemäss WEEE-Richtlinien recycelt. In ESG-Bewertungen einer Liegenschaft werden Energieeffizienz, Ressourcenschonung und Abfallvermeidung als betriebliche Faktoren betrachtet. Eine Küche, die weniger Energie fürs Wassererhitzen benötigt, Abfall durch Flaschen käufe reduziert und im Unterhalt klar strukturiert ist, liefert dafür konkrete Ansatzpunkte.
Überschaubarer Unterhalt Seit letztem Oktober ist die Variante Flex Square erhältlich. Sven Breitenmoser beobachtet, dass Küchen «ruhiger, architektonischer und weniger verspielt» werden. «Eckig steht für Klarheit und dafür, dass die Küche stärker Teil des Wohnraums ist.» Der rechteckige Auslauf lässt sich um 270 Grad schwenken. Wie die runde Version verfügt die Armatur über einen ausziehbaren Schlauch. Sobald dieser herausgezogen ist, blockiert die Kochendwasserfunktion auto-
matisch. Zur Wahl stehen fünf Ober flächen: verchromt glänzend, Voll-Edelstahl, schwarz, Gunmetal und KupferRosé. Der überarbeitete Bedienring lässt sich präziser einsetzen. Der Funktionsring steuert neben dem kochenden Wasser auch die gekühlten Varianten: Für gekühltes stilles Wasser genügt ein Dreh bis zum ersten Klick, für gekühltes sprudelndes Wasser ein Dreh bis zum zweiten Klick. Für Bauträger zählt am Ende, was im Betrieb trägt und in der Vermarktung wirkt. Breitenmoser sagt, das stärkste Argument sei oft die langfristige Attraktivität der Wohnungen: Der Komfort sei sofort spürbar, der Unterhalt bleibe überschaubar. «Das wirkt direkt auf Vermietbarkeit und Zufriedenheit.» Zugleich lasse sich der Effekt im Alltag erklären – vom Wegfall von Flaschen bis zu klaren Abläufen bei Service und Recycling.
Quooker Das 1970 in den Niederlanden gegründete Unternehmen Quooker ist Erfinder und Pionier des Kochendwasserhahns und entwickelt seit mehr als 50 Jahren Küchensysteme. Bei Quooker Schweiz mit Sitz in Kloten liegt der Fokus auf standardisierten, langlebigen Lösungen für Immobilienprojekte, Mietwohnungen und Eigenheime. Mit dem geplanten Showroom in Crissier (VD) in diesem Jahr stärkt das Unternehmen hierzulande seine Präsenz als Ansprechpartner für Architekten, Projektentwickler, Händler sowie Endkunden.