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Tag_des_Denkmals

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Vorarlberg

2014 < Illusion > 28. September 2014 www.tagdesdenkmals.at


Eintritt gratis: Alle Programmpunkte der Veranstaltung Tag des Denkmals sind kostenlos zu besuchen. Öffnungszeiten: Wenn nicht anders erwähnt, sind alle Programmpunkte von 10:00 bis 16:00 Uhr geöffnet. Anmeldungen: Bei einzelnen Programmpunkten ist eine Anmeldung erforderlich. Bitte melden Sie sich frühzeitig an – nur so können wir Ihnen eine Teil­ nahme garantieren. Anmeldung bis spätestens 26. September 2014 unter julia.weger@weg-weiser.at oder 0664/1117465. Eine Vielzahl der Programmpunkte können Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen. Alle Infos zu den Fahrplänen finden Sie auf www.vmobil.at. Nähere Informationen zum Tag des Denkmals 2014: www.tagdesdenkmals.at Sie finden uns auch auf www.facebook.com/TagDesDenkmalsInOsterreich www.youtube.com/user/Bundesdenkmalamt www.europeanheritagedays.com

Wir danken allen Denkmaleigentümer_innen und Programmpartner_innen für ihr Engagement und ihre Unterstützung!

Piktogramme

für Kinder geeignet

Restaurant/ barriere­ Imbiss frei

Parkplätze

öffentliche Programm­ Verkehrs­ punkt mit mittel KinderSpecials


Der Tag des Denkmals ist die größte österreichische Veran­ staltung für unser materielles Kulturerbe. Gleichzeitig ist die­ se österreichische Kultur­feier Teil der größten Kulturveran­ staltung Europas, der European Heritage Days (EHD) / Journées Européennes du Patrimoine (JEP). Mit dem österreichischen Thema Illusion wird die Tatsache ins Bewusst­ sein gerückt, dass die Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit in Kunst und Kultur seit jeher eine wichtige Rolle spielt. So bildet letztlich die Illusion eine wesentliche, mehr oder weniger sichtbare Grundlage in jedem Werk der Kunst und Kultur. Tag des Denkmals is the biggest event to do with the material cultural heritage in Austria. The celebration is also Austria’s contribution to Europe’s largest cultural happening, the Euro­ pean Heritage Days (EHD) / Journées Europé­ ennes du Patrimoine (JEP). The Austrian theme illusion evokes the fact, that the question of reality has always been an important theme in art and culture. Illusion is a significant, if often disguised component of any artistic work and of culture. Lassen Sie sich zum Hinterfragen, Nachden­ ken und besonders zum Staunen anregen und genießen Sie den Tag des Denkmals! Ask questions, reflect on what you see, let your­ self be amazed and have a great time on Tag des Denkmals.

Dr. Josef Ostermayer Bundesminister für Kunst und Kultur, Verfassung und öffentlichen Dienst Federal Minister for Arts, Culture, Constitution and Public Service

Entsprechend dem Motto Illusion präsentieren wir Ihnen am diesjährigen Tag des Denkmals unser Kulturerbe unter besonderen Blickpunkten. Das Spiel mit der Wirklichkeit – das Jonglieren mit Schein und Sein, das in Kunst und Kultur aller Epochen wirksam war, steht im Vordergrund. Damit eröffnen sich zum Beispiel Fragen zur Materialechtheit, zur raumauflösenden Malerei oder zu gewollten trügerischen Verfälschungen der Proportionen in der Architektur. Auch Wunschvorstellun­ gen historischer Politik, die in der Kunst ihren Niederschlag gefunden haben und die letztlich nur eine Illusion waren, sind ein interessanter Aspekt. This year’s Tag des Denkmals has the motto illusion and you will be offered a very special view of our cultural heritage. Playing with the truth – juggling with appearance and reality, a major part of art and culture in all epochs, is in the spotlight. This can involve questions about the authenticity of materials, paintings which seem to melt the borders of rooms or intention­ ally misleading falsifications of architectural proportions. Ideas based on wishful thinking by politicians in the past, which were reflected in art, but in time were shown to be illusory, are another interesting aspect. Viel Vergnügen beim Aufspüren von Schein und Sein in unseren Denkmalen wünscht Ihnen Have a great time on the trail of appearance and reality in our monuments!

Dr.in Barbara Neubauer Präsidentin des Bundesdenkmalamtes President of the Federal Office for the Protection of Monuments


Liebe Besucherinnen und Besucher! Beim diesjährigen Tag des Denkmals unter dem Motto Illusion wollen wir Ihnen zeigen, wie vielfältig Vorarlbergs Denkmale sein können. „Wir“ sind in diesem Fall das Bundesdenkmalamt, vor allem aber die Eigentümerinnen und Eigentümer der Objekte, die diese bewohnen, erhalten und in ihnen arbeiten. Wie jedes Jahr können zahlreiche Programmpunkte im ganzen Ländle besucht werden. Vom Hochtannberg bis an den Bodensee, vom Rheintal bis ins Montafon konnten wir zahlreiche Partnerinnen und Partner gewinnen, die mit uns zeigen werden, dass Denkmale lebendige Orte sind, die sich auch verändern dürfen. Der vielzitierte Stillstand und die „Käseglocke“ sind wirklich eine Illusion. Das Besondere am Tag des Denkmals ist, dass Sie Objekte besuchen können, die sonst nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sind und Hin­ tergründe zu Objekten erfahren, an denen Sie Tag für Tag vorbei gehen. Lernen Sie Ihre Heimat auf eine neue Weise kennen und schätzen! Der Blick hinter die Kulissen mit zahlreichen Führungen, Wanderungen und begleitendem Familienprogramm garantiert einen interessanten Kultur-Sonntag. Besonders hinweisen möchten wir auf unsere heurige Schwerpunktstadt Dornbirn, die den Bogen von Rheintalhäusern bis zu mächtigen Industrie­ bauten, von reich ausgestatteten Kirchen bis zu imposanten Betonbauten der Nachkriegszeit spannt; ein vielfältiger Mix aus den vergangenen Jahrhunderten bis in die jüngste Gegenwart. Denkmalpflege schlägt eine Brücke von der Vergangenheit in die Gegen­ wart, sie erhält das kulturelle Erbe für uns und unsere Nachfahren.

DIin Mag.a Barbara Keiler Landeskonservatorin für Vorarlberg


© Freihof Sulz

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BUS-TOUR: „Illusion – Wein – Käse“ in Sulz und Röthis

Bei der diesjährigen „Denkmal-Bustour“ begeben wir uns auf eine gleichermaßen kulturgeschichtliche wie kulinarische Reise, auf der wir in Sulz – Gasthof „Altes Gericht“ und Gasthaus „Freihof“ –, sowie

in Röthis – Röthner Schlößle und Vinothek Stöger – haltmachen. Elmar Sturn infor­ miert über die Geschichte des jeweiligen Hauses und erzählt so manche Anekdoten. Auch werden in allen Objekten Wein- und Käseverkostungen angeboten.

Ablauf: Abfahrt/Rückfahrt Bahnhof Rankweil (Zustieg bei den Objekten möglich): 9:30–12:40 oder 13:15–16:30 Unkostenbeitrag für Busführung € 8,00; Wein-/Käseverkostung pro Objekt € 11,00 (kann individuell in Anspruch genommen werden) Anmeldung erforderlich, siehe S. 2 Verweildauer beim jeweiligen Objekt: Altes Gericht Sulz: 9:45–10:20 bzw. 13:30–14:05 Freihof Sulz: 10:30–11:10 bzw. 14:10–14:45 Schlößle Röthis: 11:15–11:50 bzw. 14:50–15:25 Vinothek Stöger Röthis: 11:55–12:30 bzw. 15:30–16:05 Programmpunkte: • Sulz, Gasthof „Altes Gericht“ Führung mit Elmar Sturn durch das Gebäude und Erzählungen zu „Sagen und Legenden des Gau Gericht zu Müsinen; Recht und Unrecht anhand der Rebbauordnung 1713 von Feldkirch“ sowie „Urteilssprüche über Weinhandel und Übertretung im Rebberg“. • Sulz, Gasthaus „Freihof“ Führung mit Elmar Sturn und Anekdoten „Frühere Besitzer und ihre Geschichte(n)“. • Röthis, Schlössle Besichtigung mit Bürgermeister Roman Kopf und DIin Gudrun Sturn sowie Anekdoten zum Thema „Frühere Besitzer und ihr Geschichte(n)“ mit Elmar Sturn. • Röthis, Zehentkeller (Vinothek Stöger) Führung mit Elmar Sturn zum Thema „Geschichte(n) des Churer Weinzehents und früherer Besitzer“.


2 Bregenz – Bundesdenkmalamt

Das ehemalige Gefängnisgebäude und heutige Bundesdenkmalamt wurde 1857/58 nach Abtragung der sich hier befindlichen Fronfeste errichtet. Nach der Schließung des Gefängnisses im Jahr 1975 wurde das Gebäude im Zuge der Gesamtrestaurierung in den 1980er-Jahren für einen Bürobetrieb und Privatwohnungen adaptiert. Die historische äußere Erscheinung, die Grundriss-Struktur sowie zahlreiche Ausstattungsdetails wurden dabei erhalten. Am Tag des Denkmals bietet das Gebäude den Rahmen für eine Fotoausstellung zu Vorarlberger Denkmalen von Friedrich Böhringer, dem Gewinner des Wiki-Foto­ wettbewerbes zum Tag des Denkmals 2013. 10:00–16:00: Fotoausstellung von Friedrich Böhringer.

6900 Bregenz, Amtsplatz 1 Erdgeschoß © BDA, Foto: Michael Oberer

3 Bregenz – Martinsturm

Der Martinsturm diente ehemals als Spei­ cher und war ursprünglich nur etwas höher als die Stadtmauer. In den Jahren 1599–1601 erhöhte der Baumeister Benedetto Prato das bestehende Gebäude um ein Zwischenge­ schoß, das Wohngeschoß des Türmers und das Arkadengeschoß. In der ehemaligen Türmerwohnung sind derzeit die ursprüng­ lichen baulichen Strukturen, die bauhisto­ risch und dendrochronologisch untersucht worden sind, zu sehen. Die Baugeschichte des Martinsturms liegt nun offen vor Augen! 13:00, 14:00, 15:15: Führungen zur Baugeschichte mit Stadtarchivar Mag. Thomas Klagian (Dauer ca. 30 Min.); Treffpunkt: Martinsplatz. Der Eintritt ins Museum ist am Tag des Denkmals kostenlos!

6900 Bregenz, Martinsgasse 3b

© Curt Huber


4 Bregenz – Stadtpfarrkirche St. Gallus

Nach einem Brand im Jahr 1477 wurde die 1079 erstmals erwähnte Kirche im gotischen Stil wiedererrichtet und zuletzt 1737 durch Franz Anton Beer zum heutigen Barockbau erweitert. Die Fresken, Stuckaturen und der Hochaltar konnten dank einer Spende von Maria Theresia finanziert werden. Der Sil­ beraltar aus Holzarchitektur mit Silberappli­ kationen und reinen Silberarbeiten wurde 2011/12 aufwändig restauriert. 10:00: Gottesdienst. 11:15: Kirchenführung mit Silberaltar und Michaelskapelle von Mag. Hartmut Vogl (Dauer ca. 45 Min.). 14:00, 14:30: Dachstuhl-Führungen mit Restaurator Peter Hörmann; Anmeldung erforderlich, siehe S. 2.

6900 Bregenz, Kirchplatz 3

© F. Böhringer

5 Bregenz – vorarlberg museum

Das vorarlberg museum bietet unterschied­ lichste Ansichten und Einsichten, seien es Ausstellungen, Objekte oder Architektur. Es ist jedoch Illusion, dass man in einem Museum nur über Exponate spricht. Die Führungen zum Tag des Denkmals lenken den Blick in eine andere Richtung und stel­ len die Aussichten in den Mittelpunkt. Hier schweift das Auge vom Pfänder bis zum Säntis, von Lindau bis zum Martinsturm. Der Blick aus den Fenstern wird von Ulrike Längle literarisch begleitet. 10:30, 13:30, 15:30: Aussichtsreiche Führungen im vorarlberg museum (Dauer ca. 1 Std.). 10:00–16:00: Atelier „Fantasia“ für Kinder und Familien.

6900 Bregenz, Kornmarktplatz 1

© Hanspeter Schiess


6 Bregenz – Vorarlberger Landestheater

Seit 1955 wird im ehemaligen Kornhaus The­ ater gespielt. Wer ist der Inspizient? Wer ist der Regisseur? Wie funktioniert der Eiserne Vorhang? Was ist ein Schnürboden? Wie sehen Figurinen aus? – Wer wissen will, wie es hinter den Kulissen des Vorarlberger Lan­ destheaters aussieht und wer alles hinter der Bühne an einer Inszenierung beteiligt ist, der ist bei den Führungen am Tag des Denkmals genau richtig. Denn das Theater wird einmal von ganz oben betrachtet! 10:00–15:00: Individuelle Besichtigung des Foyers. 11:00, 14:00: Führungen mit Mag.a Nina Kogler (Dauer ca. 40 Min.); Treffpunkt: beim Haupteingang; Anmeldung erforderlich, siehe S. 2.

6900 Bregenz, Seestraße 2

© BDA, Foto: Georg Mack

7 Bregenz – Nepomukkapelle

Die Bregenzer Nepomukkapelle – einer der wenigen sakralen Zentralbauten Vorarlbergs – wurde möglicherweise vom Bregenzerwälder Barockbaumeister Johann Michael Beer erbaut. Nach ihrem Stifter Wil­ helm Haas, der vor dem Hochaltar begraben ist, wird die ab 1757 errichtete Kapelle auch Haasenkapelle genannt. Wilhelm Haas wurde in Sigmaringen geboren und 1708 zum Priester geweiht. 1756 zog er als Pfarrer von Veringendorf nach Bregenz. 1993 wurde ein Verein zur Restaurierung der Nepomuk­ kapelle gegründet, die Restaurierung selbst fand von 1994–97 statt.

10:00–16:00 individuelle Besichtigung.

6900 Bregenz, Nepomukgasse

© F. Böhringer


8 STADTFÜHRUNG: Bregenz – „Durch die Bregenzer Innenstadt“

Erleben Sie Bregenzer Häuser und Kirchen aus einem neuen Blickwinkel! Engagierte Schüler_innen haben einige Gebäude nach Gesichtspunkten der Illusion – vorgesetzte Fassaden, Malereien – ausgesucht und die Hintergründe ihrer Entstehung recherchiert. Neben den Malereien in der Nepomukka­ pelle thematisieren sie Geschichten um das gleich nebenan liegende Böhmhaus, den Crash-Porsche von Gottfried Bechtold, das Haittingerhaus und die Nationalbank. 10:00–16:00: halbstündlich Führungen durch Schüler_innen des BG Bregenz Blumenstraße (Dauer ca. 30 Min.), letzte Führung um 15:30; Treffpunkt: bei der Nepomukkapelle.

6900 Bregenz, Nepomukgasse

© F. Böhringer

9 Möggers – Pfarrkirche hl. Ulrich

Oberhalb des Dorfkerns von Möggers steht die Pfarrkirche hl. Ulrich. Der massige und hohe Nordturm mit Satteldach stammt im Kern noch vom mittelalterlichen Vorgänger­ bau, der ab 1738 einem barocken Neubau mit Langhaus und Chorapsis unter gemein­ samem Satteldach weichen musste. Die im Jahr 1746 geweihte Kirche erfuhr ab 1884, um 1909/10, 1951 und 2004–08 Restaurie­ rungen bzw. Erweiterungen. Die Deckenund Wandbilder im Presbyterium und im Kirchenschiff wurden 1885 von Johann und Stephan Kärle aus dem Lechtal geschaffen.

9:15: Sonntagsmesse. Anschließend steht Pater Bernhard Rehm für Fragen zur Verfügung.

6900 Möggers, bei Dorf 1

© F. Böhringer


10 Möggers – Ulrichskapelle

Die Ulrichskapelle in Möggers gehört – glaubt man dem Baudatum „1005“ an der Fassade – zu den ältesten sakralen Bauwerken Vorarlbergs. Um 1566 dürfte sie neu- oder wiederaufgebaut worden sein. Der Sage nach soll der hl. Ulrich hier an einer Quelle gerastet und von dem Wasser getrunken haben. Zur Erinnerung daran sei dann zu Ehren des Heiligen über der Quelle – der Altar steht genau über ihr – die Kapelle erbaut worden. 2013 konnte die Fer­ tigstellung der Freilegung, Konservierung und Restaurierung der Apsiswände gefeiert werden. 14:00: Führung mit Restauratorin Nicolé Mayer.

6900 Möggers

von der Pfarrkirche ca. 15 Min Fußweg nach Osten Richtung deutsche Grenze zur Kirche © BDA

11 Schoppernau – Villa Maund

Die Villa wurde von 1890–95 für den britischen Bankier Sir John Oakley Maund als Jagdvilla im südenglischen Landhausstil errichtet und sah von da an noble Jagd­ gesellschaften ein- und ausgehen. Sie ist weitgehend unverändert erhalten, lediglich Reparaturarbeiten sowie die Instandset­ zung der Bäder wurden durchgeführt. Die Villa stellt in ihrer Heterogenität von rustikaler Außenerscheinung und urbanem Inneren eines der besterhaltenen Beispiele dieses Villentyps in Österreich dar. 10:30, 14:30: Führungen mit Roland Moos (Dauer ca. 1,5 Std.); Anmeldung erforderlich, siehe S. 2.

6886 Schoppernau, Hinterhopfreben 234

ca. 20 Min. Fußweg ab Parkplatz Kieswerk Rüf Hopfreben Kieswerk Rüf Hopfreben © Gasthof Adler


12 Schröcken – Alpe Batzen

Die alte Sennalpe Batzen war ursprünglich Teil einer Walser Siedlung, die bis vor ca. 100 Jahren ganzjährig bewohnt war. Als Sennerei wurde die Alpe noch bis 1998 ge­ nützt. Die in ihrer heutigen Form um 1800 entstandene, durch eine schlichte, doch äu­ ßerst zweckmäßige Form gekennzeichnete Hütte ist ein bemerkenswertes Beispiel für die bäuerliche Bauweise im alpinen Raum. Dank des Tannberger Kulturvereins konnte sie samt Inventar als lebendiges Dokument erhalten bleiben.

10:00–16:00: Führungen nach Bedarf zum Thema „Altes Handwerk der Bergbauern“ (Dauer ca. 30 Min.).

6888 Schröcken, Batzen 41

Hotel Mohnenfluh (Gehzeit ca. 30 Min.) © Kulturverein uf’m Tannberg

13 Hochkrumbach – Simmelkapelle (St. Jakobus)

Bis 1884 fungierte das Gotteshaus auf dem Simmel, einem Hügel südlich der heutigen Passstraße über den Hochtannberg, als Pfarrkirche für die ursprünglich eigene Gemeinde Hochkrumbach. Seit damals wurde die kleinste und ärmste Gemeinde Vorarlbergs zusehends von der Bevölkerung verlassen. Das Prunkstück der Simmelkapel­ le ist der frühbarocke Hauptaltar mit Taber­ nakel, diversen Aufsätzen und Säulen mit einer qualitätvollen polychromen Fassung.

12:00: Simmelmesse und Altareinweihung mit Bischof Dr. Benno Elbs; musikalische Umrahmung.

6767 Warth, Hochkrumbach, südl. des Hotels „Adler“ (Hochkrumbach 8) Hotel Jägeralpe

© F. Böhringer


Š Dietmar Walser


Schwerpunkt Dornbirn All jene, die der Meinung sind, Dornbirn wäre wohl die größte Stadt Vorarlbergs, aber arm an sehenswerten historischen Bauten, möch­ ten wir beim heurigen Tag des Denkmals ihrer Illusion berauben. In den Bergparzellen an der Bödelestraße und im Hatlerdorf finden wir noch eine Reihe charakteristischer Holzbauten (sogenannte Rheintalhäuser). Entlang der Fluss- und Bach­ läufe, allen voran der Dornbirner Ach, gibt es eindrucksvolle Industrieensembles wie Gütle, Schmelzhütterstraße oder die ehemaligen Rüschwerke. Neben den eigentlichen Fabrik­ bauten sind auch Arbeiterwohnhäuser und Fabrikantenvillen Zeugen der Industriegeschich­ te, die im 19. Jahrhundert Dornbirn grundlegend verwandelte. Um die Zeit der Stadterhebung 1901 entstanden viele historistische Wohnbau­ ten, manch einer baute sogar im Jugendstil. Dies alles wird Ihnen bei zahlreichen Stadtspa­ ziergängen eindrucksvoll vermittelt. Auch Kirchenliebhaber kommen auf ihre Kosten: Neben der klassizistischen Stadt­

pfarrkirche St. Martin, dem eindrucksvollen Zentralbau der evangelische Kirche in der Rosenstraße oder der modernen St. ChristophKirche im Rohrbach, vermag das historisti­ sche Gesamtkunstwerk der Hatler Kirche zu begeistern – hier wird die Illusion auf die Spitze getrieben. Eines der jüngsten Vorarlberger Denkmale ist das ORF Landesfunkhaus des bekannten Architekten Gustav Peichl von 1972 – eines der ältesten das Schlossguggerhaus, das in den letz­ ten Jahren ausführlich bauhistorisch untersucht wurde und bis auf das Jahr 1294 zurückgeht. Beide Gebäude können Sie am Tag des Denkmals bei fachkundigen Führungen besuchen. Besonders interessant sind in Dornbirn der Mix aus den verschiedensten Zeiten, aus bäuerli­ chen Anwesen, Fabriken und deren Umgebung sowie die lokalen Eigenheiten der sechs Stadt­ teile. Machen Sie sich an diesem Sonntag mit uns auf die Reise in die verborgenen Winkel und zu neuen Einblicken in der Industrie-, Handelsaber auch Kultur-Stadt Dornbirn.

9:30: Offizielle Eröffnung des Tags des Denkmals in Vorarlberg im Stadtarchiv. Der Tag des Denkmals wird von Präsidentin Dr.in Barbara Neubauer, Landeskonservatorin DIin Mag.a Barbara Keiler, Kulturlandesrat Mag. Harald Sonderegger und Bürgermeisterin Dipl. Vw.in Andrea Kaufmann im Stadtarchiv Dornbirn (Marktstraße 11) eröffnet. Musikalische Umrahmung vom Bläserquartett DREAMHORNS der Musikschule Dornbirn. Moderation: ORF Kulturkoordinatorin Mag.a Jasmin Ölz. Anschließend Präsentation der Apps, welche Schüler_innen der HTL Dornbirn eigens für den Tag des Denkmals entwickelt haben (siehe auch Programmpunkt Nr. 19). Kleines „Denkmal-Frühstück“ für alle Gäste. 10:00–16:00: Kinderprogramm. Unsere jungen Gäste erwartet rund um das Stadtarchiv ein illusionsreiches Programm. Es kann nach Herzenslust gebastelt und gemalt werden. Auch so manches Rätsel rund um die Denkmale am Marktplatz gilt es zu lösen. Denkmal-Treffpunkt beim Stadtarchiv Dornbirn. Ab 9:00 erhalten Sie dort alle Informationen rund um das Programm in Dornbirn.


14 STADTSPARZIERGANG: Dornbirn – „Das Fabrikantenviertel zwischen Marktplatz und Oberdorf“

Im 19. Jh. entstand im Zuge der Industriali­ sierung ein Großbürgertum, das abseits der eng verbauten Dörfer repräsentative Villen und Parkanlagen errichten ließ. Besonders entlang der Dr.-Waibel-Straße und der Ober­ dorferstraße reihen sie sich und zeugen von einem Stück Vorarlberger Wirtschaftsge­ schichte. Am erhaltenen Baubestand lassen sich die architektonische Entwicklung und die Illusion von luxuriösem Wohnen der Fab­ rikanten gut darstellen.

10:15: Führung mit Mag. Harald Rhomberg (Dauer ca. 75 Min.); Treffpunkt: Stadtarchiv Dornbirn (Garten).

6850 Dornbirn, Marktplatz 11

© F. Böhringer

15 STADTSPAZIERGANG: Dornbirn – „Am Müllerbach entlang“

Wir begeben uns auf Spurensuche nach der einstmals intensiven Nutzung der Wasserkraft des Müllerkanals. Klaus Fessler eröffnet uns Einblicke in die Industrie­ hochburgen Dornbirns und deren Ener­ gieversorgung, Experten des Vorarlberger Technischen Vereins stehen für Fachfragen zu den noch vorhandenen Dampfmaschi­ nen zur Verfügung. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Wirtschaftsarchiv Vorarlberg in Anlehnung an das Buch „Orte – Fabriken – Geschichten: 188 historische Industriebauten in Vorarlberg” statt. 13:30: Führung mit Dr. Klaus Fessler (Dauer ca. 1,5 Std.); Treffpunkt: beim Wasserrad vor der inatura.

6850 Dornbirn, Jahngasse 9

ACHTUNG: Die Führung endet beim Kraftwerk Forach (siehe Nr. 31). © F. Böhringer


16 FAHRRADTOUR: Dornbirn – „Der Erste Weltkrieg in Dornbirn“

Ausgehend vom Kriegerdenkmal am Marktplatz werden mit dem Fahrrad eine Reihe von Erinnerungspunkten angefahren, die das Gedenken an den Ersten Weltkrieg in der Stadt darstellen. Lernen Sie Erinne­ rungsstätten kennen, die an Standschützen, Notzeiten, russische Kriegsgefangene, Volksabstimmungen und natürlich an die verschiedenen Gefallenen selbst erinnern. Erfahren Sie dabei, wie solche Denkmale quasi als „Bühnenbilder“ für die damaligen Wünsche, Hoffnungen und Überzeugungen dienten. 13:30: Fahrradtour mit Mag. Werner Matt (Dauer ca. 1,5 Std.); Treffpunkt: Marktplatz.

6850 Dornbirn, Markplatz

ACHTUNG: Die Tour endet beim Friedhof Hatlerdorf. © Stadtarchiv Dornbirn, Foto Heim

17 STADTWANDERUNG: Dornbirn – „Von Industrie- und Naturdenkmalen“

Nicht nur der Mensch, auch die Natur schuf über Jahrtausende Denkmale, die wir bei dieser Wanderung (Gütle-RappenlochAlploch-Kirchle-Ammansbruck-Gütle) erkunden wollen. Wir werden Zeugen von geologischen Vorgängen, die vor Millionen Jahren begonnen haben. Gesteinsfalten, Zerreißungen, Klüfte und Verwerfungen las­ sen die Vorgänge der Alpenbildung erahnen.

9:00: Wanderung mit Doris und Erich Zucalli (Dauer ca. 4 Std.); Treffpunkt: Dornbirn Gütle beim Mammutbaum. Anmeldung erforderlich, siehe S. 2.

6850 Dornbirn

kostenpflichtig Wanderbekleidung und Regenschutz empfohlen! Mitnahme von Jause und Getränk empfohlen! © F. Böhringer


18 STADTWANDERUNG: Dornbirn – „Steinebach-Häfenberg“

Industrieareal und bäuerlicher Weiler, zwei Gegensätze wie sie größer nicht sein können. Auf alten Ansichten könnte das ehemalige Industrieareal Steinebach leicht als „Manchester von Dornbirn“ durchgehen. Im starken Gegensatz dazu steht der Weiler Häfenberg, dessen alter Kern am Hang unmittelbar oberhalb des Industrieareals in seiner ursprünglichen Gruppierung von geschindelten Holzhäusern mit Brunnen und Waschhaus erhalten ist. 11:30: Wanderung mit DI Johann Peer und Mag.a Barbara Grabherr-Schneider, BDA (Dauer ca. 1 Std.), Treffpunkt: Gasthaus „s’Glöggele“.

6850 Dornbirn, Steinebach 7

Hinweis: Festes Schuhwerk empfohlen! © F. Böhringer

19 Dornbirn – „Junges Dornbirn“

Schüler_innen der HTL Dornbirn haben eigens Apps programmiert, die am Tag des Denkmals vorgestellt werden. Unter den Projekten finden sich etwa das „Dorn­ birnary“: hier gehen die Benutzer_innen eine Denkmalroute ab, wobei bei jedem Denkmal eine kleine Aufgabe gelöst werden muss. Oder auch die App „My own pri­ vate Dornbirn history“, mittels derer bei bestimmten Denkmalen ein „Selfie“ mit den Benutzer_innen und dem Denkmal gemacht wird. Die Selfies werden dann zu einem „Foto­album“ zusammengefügt, das heruntergeladen werden kann.

Ab 10:00: Präsentation und Einführung der Apps durch die Schüler_innen.

6850 Dornbirn, Marktplatz 11

© Werner Micheli


20 KINDERFÜHRUNG: Dornbirn – „Dornbirn mit Kinderaugen“

Bei einem spannenden Spaziergang durch die größte Stadt Vorarlbergs entdecken Kinder und ihre Begleiter_innen deren vielfältige Gebäude. Von Bauernhäusern über Fabrikantenvillen bis hin zu Schulen und Gasthäusern ist alles dabei. Jedes der Gebäude hat dabei eine ganz besondere Geschichte zu erzählen. Gemeinsam mit Hilga Rümmele begeben sich die jungen Entdecker_innen auf eine spannende Reise durch die Geschichte!

10:30, 15:00: Kinderführungen mit Hilga Rümmele (Dauer ca. 1 Std.); Treffpunkt: im Garten vor dem Stadtarchiv.

6850 Dornbirn, Markplatz 11

© Werner Micheli

21 Dornbirn – Kriegergedächtnisbild an der Stadtpfarrkirche St. Martin

Das 1923 vom Feldkircher Künstler Josef Huber und seinem Mitarbeiter Georg Winkler als Denkmal für die gefallenen und vermissten Soldaten des Ersten Weltkrie­ ges geschaffene Monumentalbild ist ein beeindruckendes Zeitdokument, das als „lebendes Geschichtsbuch“ benützt werden kann. Die Malerei hat im Lauf der Jahrzehn­ te durch Alterung, Klimaschwankungen und Luftschadstoffe massive Schäden erlitten. 2010 wurde das Gemälde im Auftrag der Stadt Dornbirn unter Mithilfe des Bundes­ denkmalamtes restauriert.

11:00: Führung mit Mag. Hanno Platzgummer; Treffpunkt: Kirchenportal.

6850 Dornbirn, Marktplatz 1

© F. Böhringer


22 Dornbirn – Evangelische Heilandkirche

Im Rahmen des Religionsunterrichts 2014/15 stellen Schüler_innen den Architekten Otto Bartning in der nach seinen Plänen in den Jahren 1930–31 errichteten Heilandkirche vor. Auch die Architektur selbst wird thema­ tisiert. Warum ausgerechnet Holz, warum achteckig, warum ein Zeltdach? Antwor­ ten darauf geben nicht nur die Arbeiten der Schüler_innen in der Kirche, sondern auch die Architekturführungen am Tag des Denkmals. Zwischen den Führungen wird zeitweise die Riegerorgel zu hören sein.

11:15, 15:00: Führungen mit DI Uwe Bergmeister und Dr.in Martina Hladik (Dauer ca. 30 Min.).

6850 Dornbirn, Rosenstraße 8

© Dr. Sylvie Wagerl-Meyer

23 Dornbirn – ehem. Kapuzinerkloster

Nachdem die Bregenzer Kapuziner jahr­ zehntelang zu Festtags- und Sonntags­ predigten nach Dornbirn kamen, wurde der Wunsch geäußert, auch hier ein Kapuziner­ kloster zu errichten. Der Bau wurde in den Jahren 1893/94 durch zahlreiche Spenden und die Grundbereitstellung durch Adolf Rhomberg ermöglicht. Das Kloster war meist mit acht Patres und vier bis fünf Ordensbrüdern besetzt. Im Laufe der Jahre wurden die Kapuzinermönche in Dornbirn immer weniger, bis das Kloster 2004 an Franziskaner in Polen übergeben wurde.

10:00–16:00 Führungen nach Bedarf durch Mag. Philipp Wittwer (Dauer ca. 45 Min.); Treffpunkt: im Klosterhof.

6850 Dornbirn, Marktstraße 49

© F. Böhringer


24 Dornbirn – Pfarrkirche St. Christoph

Die Raumwirkung der von den Architek­ ten Kopf und Kotz in den Jahren 1960–64 erbauten Kirche ist geprägt von den von Albert Birkle kunstvoll gestalteten Glasbe­ tonfenstern. Im Langhaus wird die Thematik des „auf dem Weg sein“ dargestellt. Auf der linken Seite finden sich mit dem jungen Tobias und dem Erzengel Raphael als Reise­ begleiter sowie mit der Himmelfahrt des Propheten Elias in einem feurigen Wagen Stellen aus dem Alten Testament, während die rechte Seitenwand Themen aus dem Neuen Testament vorbehalten ist.

10:45: Hl. Messe. 10:00, 14:00: Führungen mit DI Wolfgang Rusch (Dauer ca. 30 Min.).

6850 Dornbirn, Rohrbach 37

© Pfarre St. Christoph

25 Dornbirn – Pfarrkirche Hatlerdorf

Die Pfarrkirche St. Leopold wurde in den Jahren 1860–66 im sogenannten Münch­ ner Rundbogenstil – einer Richtung des Historismus – erbaut. Beim Betreten des Inneren beeindruckt die Größe und Weite des gut proportionierten Saalraumes sowie seine vollständige Ausmalung (weit über 4000 Quadratmeter) von 1890/92. Nach der Restaurierung von 2000–02 zeigt sich diese wieder in der ursprünglichen Farbigkeit.

11:00, 15:15: Führungen mit DI Anton Ulmer zum Thema „Illusion in der Malerei am Beispiel der Hatler Kirche“ (Dauer ca. 45 Min.); Treffpunkt: Haupteingang der Kirche.

6850 Dornbirn, Hatlerstraße

© Stadtarchiv Dornbirn


Am Tag des Denkmals machen die Eigentümer/innen ihre baukulturellen Schätze zugänglich. So gewinnen Sie einen besonderen Einblick in die Vergan­ genheit, die Gegenwart und in die Zukunft unseres Landes. Dies umfasst alle Facetten der Baukultur in Vorarlberg: Das Spektrum reicht von Industriebau­ ten, alten Gasthöfen, Kirchen bis zu Burgen und archäologischen Stätten. Zu betonen ist, dass wir das Bundesdenkmalamt als verlässlichen und kompe­ tenten Partner im Umgang mit dem baukulturellen Erbe in Vorarlberg sehen. Gemeinsam sind wir bemüht, die bauhistorischen Zeugen unseres Landes auch zukünftig bestmöglich zu erhalten. Ich wünsche Ihnen für den Tag des Denkmals intensive persönliche Begegnungen und neue Einblicke in die erstaunliche Fülle der Vorarlberger Kulturlandschaft. Landesrat Mag. Harald Sonderegger

1

BUS-TOUR: „Illusion – Wein – Käse“ in Sulz und Röthis 2 Bregenz – Bundesdenkmalamt 3 Bregenz – Martinsturm 4 Bregenz – Stadtpfarrkirche St. Gallus 5 Bregenz – vorarlberg museum 6 Bregenz – Vorarlberger Landestheater 7 Bregenz – Nepomukkapelle 8 STADTFÜHRUNG: Bregenz – „Durch die Bregenzer Innenstadt“ 9 Möggers – Pfarrkirche hl. Ulrich 10 Möggers – Ulrichskapelle 11 Schoppernau – Villa Maund 12 Schröcken – Alpe Batzen 13 Hochkrumbach – Simmelkapelle (St. Jakobus) 14 STADTSPARZIERGANG: Dornbirn – „Das Fabrikantenviertel zwischen Marktplatz und Oberdorf“ 15 STADTSPAZIERGANG: Dornbirn – „Am Müllerbach entlang“ 16 FAHRRADTOUR: Dornbirn – „Der Erste Weltkrieg in Dornbirn“ 17 STADTWANDERUNG: Dornbirn – „Von Industrie- und Naturdenkmalen“ 18 STADTWANDERUNG: Dornbirn – „Steinebach-Häfenberg“ 19 Dornbirn – „Junges Dornbirn“ 20 KINDERFÜHRUNG: Dornbirn – „Dornbirn mit Kinderaugen“ 21 Dornbirn – Kriegergedächtnisbild an der Stadtpfarrkirche St. Martin

22 Dornbirn – Evangelische Heilandkirche 23 Dornbirn – ehem. Kapuzinerkloster 24 Dornbirn – Pfarrkirche St. Christoph 25 Dornbirn – Pfarrkirche Hatlerdorf 26 Dornbirn – Stadtmuseum und Stadt­ archiv: Eröffnungsveranstaltung 27 Dornbirn – Textilmusterarchiv 28 Dornbirn – Schlossguggerhaus 29 Dornbirn – „Dorfkern“ Hatlerdorf 30 Dornbirn – ORF Landesfunkhaus 31 Dornbirn – Kraftwerk Forach 32 Hohenems – Armenhaus 33 Hohenems – Jüdisches Museum 34 Feldkirch – Vorarlberger Landes­ konservatorium 35 Feldkirch – Dompfarrkirche hl. Nikolaus 36 Feldkirch – Palais Liechtenstein 37 KINDERFÜHRUNG: Feldkirch – „Die Altstadt für Kinderaugen“ 38 STADTSPAZIERGANG: Feldkirch – „feldkirch.anders.hören“ 39 STADTSPAZIERGANG: Feldkirch – „Ill-usionen“: Ein Spaziergang entlang der Ill 40 Sulz – Romantikrestaurant „Altes Gericht“ 41 Sulz – Gasthaus „Freihof“ 42 Röthis – Röthner Schlössle 43 Röthis – Zehentkeller 44 Rankweil – Römisches Bad 45 Nenzing – Brandopferplatz Scheibenstuhl 46 Thüringen – Villa Falkenhorst


Unterstützt vom Land Vorarlberg

9,10 Möggers

2-8

Bregenz

14-31 Dornbirn A14

32,33 Hohenems

Rankweil

1,42, Röthis 43

11 Schoppernau

1,44 1,40, Sulz 41 Schröcken 12

34-39 Feldkirch

13

St. Hochkrumbach Thüringen 46,47

45 Nenzing

49 Thüringerberg

54 Lech

48 Ludesch 50,51 Bludenz A14

52 Lorüns 53 Silbertal

47 Thüringen – Vonblon-Haus 48 Ludesch – Alte Pfarrkirche St. Martin 49 Thüringerberg – Burgruine Blumenegg 50 STADTFÜHRUNG: Bludenz – „Illusionen in Bludenz“ 51 Bludenz – ehem. Musikschule 52 Lorüns – Kulturhistorische Wanderung zum Diebschlössle 53 Silbertal – Bergknappenkirche St. Agatha und Bruderhüsli 54 Lech – Alte Pfarrkirche St. Nikolaus


26 Dornbirn – Stadtmuseum und Stadtarchiv

Auf Plätzen manifestieren sich Illusionen, hier entstehen kommunale Identitäten durch politische Großereignisse genauso wie durch das alltägliche Geschehen. Am Tag des Denkmals machen wir eine Reise in die bewegte Vergangenheit des Markt­ platzes zu Themen wie Gasthäuser, Märkte, Verkehr und politische Ereignisse. 9:30: Offizielle Eröffnung mit Präsidentin Dr.in Barbara Neubauer (BDA), DIin Mag.a Barbara Keiler (BDA), Landesrat Mag. Harald Sonderegger und Bgm.in Andrea Kaufmann. 10:00–16:00: Ausstellung „Der Dorn­ birner Marktplatz“(im Garten). 14:00–16:00: DI Markus Aberer steht für Fragen zur Entstehung der Fußgänger­ zone zur Verfügung.

6850 Dornbirn, Marktplatz 11

© Plani

27 Dornbirn – Textilmusterarchiv

Seit 2009 verfügt das Stadtmuseum Dorn­ birn über eigene Räumlichkeiten, um seine textilen Archivbestände unterzubringen. Den Grundstock der Sammlung bildet die nach dem Konkurs der Stoffdruckerei F. M. Rhomberg vom Stadtmuseum übernomme­ ne Textilmustersammlung, welche anhand von über 350 000 bedruckten Stoffmustern mitteleuropäische Textilkultur der zweiten Hälfte des 19. und 20. Jhs. dokumentiert. Für die Bemühungen, diese Mustersammlung in ihrer Gesamtheit zu erhalten, erhielt die Stadt Dornbirn die „Medaille für Verdienste um den Denkmalschutz“.

10:00–16:00 Führungen nach Bedarf mit Mag.a Gerti Furrer.

6850 Dornbirn, Marktstraße 12a

© Darko Todorovic


28 Dornbirn – Schlossguggerhaus

Das Schlossguggerhaus gilt als das älteste Haus Dornbirns und ist sowohl kulturhisto­ risch als auch architektonisch bedeutsam. Es ist in seiner Ständerbohlenbauweise landesweit ein letzter Zeuge aus einer sehr frühen Zeit. Dendrochronologische Untersuchungen haben gezeigt, dass die ältesten Teile über 700 Jahre alt sind. Der Name „Schlossgugger“ geht auf den Bezug des Hauses zum Emser Schlösschen zurück, eventuell war es ein Verwaltungsbau der Emser Grafen. Es soll sogar ein unterirdi­ scher Gang von hier zum Oberdorfer Schloss geführt haben.

10:30, 14:00: Führungen mit Dr. Klaus Pfeifer.

6850 Dornbirn, Sebastianstraße 24

© F. Böhringer

29 Dornbirn – „Dorfkern“ Hatlerdorf

Um den Hatler Brunnen gruppieren sich dank Privatinitiativen in den 1970er Jahren noch heute zahlreiche ehemals bäuerlich genutzte Häuser. In den 1980er Jahren wur­ den zwei weitestgehend unverändert über­ lieferte Gebäude unter Denkmalschutz ge­ stellt. Das stimmige Ensemble besteht aus landläufig als „Rheintalhäuser“ bekannten Bauten, deren Fassaden im 19. Jh. mittels Holzschindeln zusätzlich geschützt worden sind. Meist vereint das steile Giebeldach das Wohngebäude und das Wirtschaftsgebäu­ de.

14:00, 15:00, 16:00: GAUL’S Kinderlieder zum Hatler Brunnen.

6850 Dornbirn, Hatlerstraße 53

© BDA


30 Dornbirn – ORF Landesfunkhaus

Das von 1969–72 errichtete ORF Landes­ funkhaus zählt zu den Hauptwerken des be­ kannten Architekten Gustav Peichl. Von den vier baugleichen ORF-Studios in Dornbirn, Innsbruck, Salzburg und Linz hat sich nur jenes in Dornbirn in seiner originalen Au­ ßenerscheinung erhalten. Ihre gleichartige Ausführung senkte die Planungskosten und machte die Baudurchführung (aus vorge­ fertigten Betonelementen) rationeller. Die Vielzahl an Leitungen wurde nicht versteckt, sondern bewusst zur Gestaltung der Anlage verwendet.

11:00: Architekturführung mit Landeskonservatorin DIin Mag.a Barbara Keiler (BDA).

6850 Dornbirn, Rundfunkplatz 1

© ORF, Foto: Maurice Shourot

31 Dornbirn – Kraftwerk Forach

Die original erhaltene maschinelle Ausstat­ tung des um 1900 errichteten Kraftwerkes samt der museal gestalteten Einrichtung im Erdgeschoß ist ein seltenes Beispiel für die­ se ehemals gebräuchliche Technik aus den Anfängen der Stromversorgung in Öster­ reich. Das Gebäude stellt in seiner Gestal­ tung den regionalen Standard dieser Zeit für Hochbauten für Wohn- und Gewerbe­ zwecke dar, da für kleinere Elektrizitätswer­ ke Anfang des 20. Jhs. noch keine eigenen Architekturformen existierten. Mitglieder des Vorarlberger Technischen Vereins haben die Maschinen wieder in Stand gesetzt.

12:00–16:00 geöffnet. Führungen nach Bedarf.

6850 Dornbirn, Forachstraße 43

© BDA


32 Hohenems – Armenhaus

Das im Kern aus dem 18. Jh. stammende, von 1871–1924 als jüdisches Armenhaus in Verwendung stehende Gebäude wurde in den Jahren 2012–13 in Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt revitalisiert. Die Raumaufteilung des Hauses blieb dabei weitgehend erhalten. Zur Schaffung von zusätzlicher Raumhöhe in den Geschossen waren aufwändige Umbaumaßnahmen erforderlich.

13:00–16:00: geöffnet. Die Fotografinnen/ Künstlerinnen Ursula Dünser und Karin Nussbaumer zeigen Impressionen – Vorher/Nachher-Bilder – des Armenhauses und stehen für Gespräche zur Verfügung.

6845 Hohenems, Jakob-HannibalStraße 8

© F. Böhringer

33 Hohenems – Jüdisches Museum

Die Villa Heimann-Rosenthal wurde vor 150 Jahren für die Familie des Textilfabrikanten Anton Rosenthal erbaut. Das Museum gibt Einblicke in die Entstehung und Geschichte der jüdischen Gemeinde von Hohenems. Der denkmalpflegerische Blick auf das Gebäude und seine Geschichte beginnt bereits bei der illusionistischen Malerei an der Fassade und eröffnet spannende Frage­ stellungen zum Umgang mit historischer Bausubstanz. 13:30, 16:00: Führungen durch die Ausstellung (Dauer ca. 1 Std.). 14:30, 15:30: Führungen zu denkmalpflegerischen Aspekten mit Mag. Georg Mack, BDA (Dauer ca. 30 Min.); Treffpunkt: Foyer. Der Eintritt ins Museum ist am Tag des Denkmals kostenlos!

6845 Hohenems, Schweizer Straße 5

© F. Böhringer


34 Feldkirch – Vorarlberger Landeskonservatorium

Seit 1977 beherbergt das ehemalige Jesui­ ten-Internat Stella Matutina das Vorarlber­ ger Landeskonservatorium. Das Gebäude wurde von 1899–1900 von Peter Hutter in späthistoristisch-barockisierenden Stil­ formen errichtet, das Pförtnerhaus wurde 1929 in harmonischer Abstimmung mit dem Hauptgebäude zugebaut. 1981 wurde das Hauptgebäude, 1995–97 das Pförtnerhaus saniert. 10:00–16:00: Offener Unterricht, Konzerte im Rahmen der Führungen. 11:00, 14:00: Führungen mit Mag.a Judith Altrichter zum Thema „Jenseits der ILL(usion)“ (Dauer ca. 45 Min.); Treffpunkt: Festsaal-Foyer im EG.

6800 Feldkirch, Reichenfeldgasse 9

© Jens Ellensohn

35 Feldkirch – Dompfarrkirche hl. Nikolaus

Die Außen- und Innenerscheinung der Dompfarrkirche ist in ihrer Formensprache und Stimmung vom späten 19. Jh. geprägt. Damals erfolgte von 1872–78 eine Regotisie­ rung unter dem kunst- und sachverständi­ gen Stadtpfarrer Johann Baptist Hagg. Das Raumklima wurde in der letzten Zeit durch den Einbau einer kontrollierten Be- und Entlüftung erheblich verbessert, sodass nun auch der Wolf-Huber-Altar (1521) wieder in der Kirche präsentiert werden kann. Im Sei­ tenschiff wurde 2013 eine frisch restaurierte Orgel von 1699 neu aufgestellt.

13:00: Dom- und Orgelführung mit Generalvikar Msg. Rudolf Bischof.

6800 Feldkirch, Domplatz 2 teilweise © Dompfarre St. Nikolaus Feldkirch


36 Feldkirch – Palais Liechtenstein

Das Palais Liechtenstein wurde nach dem Stadtbrand von 1697 anstelle des erzher­ zoglichen Hubamtes als Liechtenstein’sches Amtshaus errichtet. Nach dem Verkauf durch die Fürsten von Liechtenstein im Jahr 1774 wurde das Gebäude als Brauerei, Gast­ haus, Spinnerei und als Sitz einer Lesege­ sellschaft genutzt. Das Palais ging im Jahre 1967 in den Besitz der Stadt Feldkirch über und wird heute als Kulturamt, Stadtarchiv und Stadtbibliothek sowie für Ausstellun­ gen genutzt. 10:00–16:00: Ausstellung der Stadtbibliothek zur Geschichte des Humanismus in Feldkirch anlässlich des 500. Geburtstages von Georg Joachim Rheticus. 11:00: Führung mit Stadtbibliothekar Dr. Hans Gruber.

6800 Feldkirch, Schlossergasse 8

© Corinna Winkler

37 KINDERFÜHRUNG: Feldkirch – „Die Altstadt für Kinderaugen“

Bei diesem gemütlichen Spaziergang quer durch die Altstadt, vom Katzenturm bis zum Mühletor, vom Dom St. Nikolaus bis zum Wasserturm und der Ill, wandern Kinder und ihre Begleiter_innen entlang der alten Stadtmauer, hören ein wenig von der Geschichte der Stadt Feldkirch, entdecken kleine verwinkelte Gassen, erfahren wer die Montforter waren, zählen Türme und Tore, und bestaunen die Kirchen.

11:00: Führung mit Christine Melià (Dauer ca. 1 Std.); Treffpunkt: Sparkassenplatz.

6800 Feldkirch, Sparkassenplatz

© Werner Micheli


38 STADTSPAZIERGANG: Feldkirch – „feldkirch.anders.hören“

Haben Sie den Geräuschen von Feldkirch schon einmal bewusst zugehört? Eine Stadt besitzt unterschiedliche Klangatmosphären, die charakteristisch für diesen Ort sein kön­ nen und in gewisser Hinsicht „Hörenswür­ digkeiten“ darstellen. So hören sich Schritte in der Marktgasse anders an als in einer Unterführung. Ein Wahrnehmungsspazier­ gang durch die Innenstadt von Feldkirch möchte die klingende Seite der Stadt hörbar machen. 10:00: Führung mit Mag. Thomas Felfer (Dauer ca. 45–60 Min.); Treffpunkt: Innenhof des Palais Liechenstein.

6800 Feldkirch, Schlossergasse 8

Achtung: Der Spaziergang endet beim Landeskonservatorium. © Stadtmarketing und Tourismus Feldkirch GmbH

39 STADTSPAZIERGANG: Feldkirch – „Ill-usionen“: Ein Spaziergang entlang der Ill

Wir unternehmen einen Spaziergang ent­ lang der Ill, eines Flusses, der die Entste­ hung und das Werden der Stadt Feldkirch stark beeinflusste. Entlang der Flussstre­ cke werden wir „Altes – Neues“ über die Geschichte einzelner Objekte, Häuser und über die einstige und heutige Nutzung der Ill erfahren.

14:00: Führung mit Stadtarchivar Mag. Christoph Volaucnik (Dauer ca. 1,5 Std.); Treffpunkt: beim Kraftwerk Hochwuhr.

6800 Feldkirch, Schießstätte 18

Achtung: Der Spaziergang endet bei der Heiligkreuzbrücke. © Stadtmarketing und Tourismus Feldkirch GmbH


40 Sulz – Romantikrestaurant „Altes Gericht“

Das im Kern wohl mindestens bis in das 16. Jh. zurückgehende „Alte Gericht“ wird seit dem Erwerb des Gebäudes durch die Familie Benner Anfang der 1980er Jahre und der Restaurierung bzw. dem Umbau von 1982–86 als Restaurant geführt. Der Historiker und Heimatkundler Prof. Dr. Ilg brachte das Haus in Verbindung mit dem Doppelgericht Rankweil-Sulz.

9:45, 13:30: Führung im Rahmen der Bustour (siehe Nr. 1) mit Elmar Sturn. Wein-/Käseverkostung: € 11,00

6832 Sulz, Taverneweg 1

© Altes Gericht

41 Sulz – Gasthaus „Freihof“

Die seit 1796 bestehende Gastwirtschaft zeigt nach einer Restaurierung seit 2006 wieder das stimmungsvolle Ambiente eines Dorfgasthauses von vor 100 Jahren. Besonders sehenswert ist das „Ägyptische Zimmer“ mit einer 1896 von dem bekannten Feldkircher Maler Florus Scheel geschaffe­ nen ägyptischen Landschaft mit Sphinx, Nil und Tempelruinen darüber.

11:00, 14:00: Führungen zur Malerei von Florus Scheel mit Dr. Franz Schwärzler. 11:30, 14:30: Führungen durch das Gasthaus mit DIin Beate Nadler Kopf. 10:30, 14:10: Führung im Rahmen der Bustour (siehe Nr. 1) mit Elmar Sturn. Bio-Wein-/Käseverkostung: € 11,00

6832 Sulz, Schützenstraße 14

© Freihof Sulz


42 Röthis – Röthner Schlössle

Das wohl schon vor 1600 errichtete Röthner Schlössle, ein aus Bruchsteinen gemauerter Baukubus mit zweistöckigem Dachstuhl von 1607, zählt zu den ältesten Ansitzen in Vorarlberg. Das seit 1981 im Besitz der Gemeinde befindliche Gebäude wurde von 1988–91 restauriert, wobei das Dach neu eingedeckt und Kastenfenster mit Sprossen eingebaut wurden. Im Inneren wurden die Holzdecke und die Stuckdecken restauriert sowie Dekorationsmalerei freigelegt.

10:00–16:00: Besichtigungen bei Bedarf mit Bürgermeister Roman Kopf und DIin Gudrun Sturn. 11:15, 14:50: Führungen im Rahmen der Bustour (siehe Nr. 1) mit Elmar Sturn.

6832 Röthis, Schlößlestraße 31

© F. Böhringer

43 Röthis – Zehentkeller

Das unweit des Ortszentrums stehende Doppelwohnhaus dürfte im Kern auf das 16. Jh. zurückgehen und ehemals als „Zehentkeller“ genutzt worden sein. Im Inneren ist die alte Einteilung der Räume noch weitgehend erhalten. Heute werden die ebenerdigen Räume und der von außen zugängliche Keller als Vinothek genutzt, das Obergeschoß ist als Büro vermietet. Durch die verträgliche Nutzung konnten im Inneren die alten Böden, Täfer, Öfen etc. erhalten bleiben – eine wirkliche Seltenheit!

11:55, 15:30: Führungen im Rahmen der Bustour (siehe Nr. 1) mit Elmar Sturn. Wein-/Käseverkostung: 11,00 Euro.

6832 Röthis, Rautenastraße 59/61

© BDA, Foto: Barbara Grabherr-Schneider


ARCHÄOLOGIE

44 Rankweil – Römisches Bad

Was macht die Ruine eines römischen Badegebäudes auf der Driving Range? Dass sich im Bereich westlich des Golfplatzes die bekannte Römervilla von Brederis (Weitried) befindet, ist schon seit den 1950er Jahren bekannt. Doch römische villae rusticae waren keine kleinen Bauernhöfe, sondern in der Regel weitläufige Gutshofanlagen. So überrascht es wenig, dass ca. 200 m östlich des Hauptgebäudes ein zu dieser Anlage gehöriges, in den Jahren 2005/06 ausgegra­ benes Badehaus zutage kam. 11:00, 14:00, 15:00: Führungen nach Bedarf mit Dr. Richard Fischer (Dauer ca. 15 Min.); Treffpunkt: Clubhaus Golfpark Rankweil, Sekretariat. 10:00–16:00: Inviduelle Besichtigung der Ausstellung.

6830 Rankweil, Kirchstraße 70

© BDA, Foto: Johannes Pöll

ARCHÄOLOGIE

45 Nenzing – Brandopferplatz Scheibenstuhl Am Tag des Denkmals findet am Scheiben­ stuhl die Ausstellung „Stückwerk Geschich­ te – Werkstück Jetzt“ statt. Gezeigt werden Fotocollagen von Volksschulkindern aus Nenzing. Unter Anleitung der Funkenzunft Nenzing und Beschling können sich die Be­ sucher_innen auch selbst im nur noch hier ausgeübten Brauch des Scheibenschießens üben.

10:00–16:00: Ausstellung der Collagen + Vorführung von Scheibenschießen. 10:00, 13:00, 15:00: Archäologische Führungen mit Martin Gamon (Dauer ca. 30 Min.).

6710 Nenzing, oberhalb Dorf Beschling 10 Min. Gehweg über Forststraße Geschichtsverein Beschling-Latz bei Agrargemeinschaft Beschling-Latz © Fa. Ardis


46 Thüringen – Villa Falkenhorst

1837 gründete der aus altem schottischen Adel stammende John Douglass in Thü­ ringen die „k. k. privilegierte BaumwollSpinnerey und Weberey“. Damals ließen John und seine Frau Jane Douglass auch ihren Wohnsitz „Falkenhorst“ errichten. Unweit der Fabrik entstand die stattliche Villa, die Stilmerkmale englischer Land­ häuser aufweist und ein schönes Beispiel Vorarlberger Architektur aus der Zeit der Industrialisierung darstellt. 1997 erwarb die Gemeinde Thüringen die Villa. Ein edler Veranstaltungsort entstand.

10:00–16:00: Vorführungen von historischen Handwerkstechniken und Führungen bei Bedarf (Dauer ca. 15 Min.).

6712 Thüringen, Flugelin 3

© F. Böhringer

47 Thüringen – Vonblon-Haus

Das Vonblonhaus am Schwarzbach wurde 2003 durch die Gemeinde erworben und von 2007–11 instandgesetzt und restauriert. Der Kern des Hauses ist vermutlich spätmit­ telalterlich, die auf dem Haus befindliche Datierung von 1617 bezieht sich bereits auf eine Erweiterung. Der Wohnteil ist ein im Walgau typisches giebelseitig erschlossenes zweigeschossiges Doppelhaus mit Sattel­ dach, der heute die Gemeindebücherei beherbergende Wirtschaftsteil wurde um 1900 umgebaut und mit einem Ziegeldach versehen. 10:00: Führung durch das Gebäude mit Mag. Georg Mack, BDA (Dauer ca. 45 Min.). 15:00: Illusionsreiche Lesung aus Vorarlberger Sagen (Dauer ca. 1 Std.).

6712 Thüringen, Gerbeweg 4

© BDA, Foto: Michael Oberer


48 Ludesch – Alte Pfarrkirche St. Martin

Die schon 843 im rätischen Reichsurbar er­ wähnte Martinskirche ist eine der ältesten Kirchen Vorarlbergs. Bekannt ist sie nicht zuletzt durch ihren reichen Freskenschmuck im Inneren und an der Westfassade. Die Malereien im Inneren sind vor und nach 1600 entstanden. An der rechten Langhaus­ wand ist das Marienleben in zahlreichen Szenen dargestellt, an der gegenüberliegen­ den Wand sind unter anderem Szenen aus der Passion Christi zu sehen. Die Decken­ malereien zeigen die Hl. Dreifaltigkeit und zahlreiche Heiligendarstellungen.

10:00–16:00: Führungen nach Bedarf mit Othmar Gmeiner (Dauer ca. 30 Min.); Treffpunkt: Haupteingang Kirche.

6713 Ludesch, St. Martinsweg 163 MZO © BDA, Foto: Michael Oberer

49 Thüringerberg – Burgruine Blumenegg

Die bis ins 13. Jh. datierende Burgruine Blu­ menegg unterhalb des Dorfkerns von Thü­ ringerberg hat ihren Namen wahrscheinlich von der rätoromanischen Bezeichnung des Felsrückens „florimont“, was so viel wie „Blumenberg“ bedeutet. Seit 2007 ist der Verein „Burgfreunde Blumenegg“ darum bemüht, den Zerfall der Burg endgültig zu stoppen und sie durch fachgerechte Sanie­ rungsarbeiten der Nachwelt zu erhalten. 10:00–16:00: Führungen mit Ernst Aßmann und Hans Bösch nach Bedarf (Dauer ca. 1 Std.); Treffpunkt: Burghof. Kinderprogramm zum Thema „Illusion“ vom MZO Ludesch

6721 Thüringerberg, Nr. 97 (bei Christian Konzett)

Kinderprogramm von MZO MZO © Burgfreunde Blumenegg

beschränkt


50 STADTFÜHRUNG: Bludenz – „Illusionen in Bludenz“

Ausgehend von der Rathausgasse führen Sie Schüler_innen des Bundesgymna­ siums Bludenz zu denkmalgeschützten Gebäuden in der Stadt. Im Wahlpflicht­ fach Geschichte wurden gemeinsam mit Zeitzeugen historische Objekte und Aspekte der Stadtgeschichte erarbeitet. Anhand dieser Themenbereiche und einer App für kulturelle Themenwege wird ein Einblick in die Entwicklung und Besonderheiten von Bludenz gegeben. Die Route führt über die Schlossstiege zur Bezirkshauptmannschaft und durch das Obere Tor wieder retour. 10:00–16:00: Führungen nach Bedarf durch die Schüler_innen (Dauer ca. 20 Min.); Treffpunkt: Vinothek Weinpunkt, Rathausgasse 12.

6700 Bludenz, Rathausgasse 12

© Bludenz Kultur

51 Bludenz – ehem. Musikschule

Einst befand sich hier die Bayerische Bier­ halle, ein beliebter Treffpunkt, später waren Standesamt und Bauamt der Stadt Bludenz sowie die Musikschule hier untergebracht. Im Erdgeschoß bestand eine bekannte Fleischerei. Während des Tags des Denkmals hat der Weinladen „Weinpunkt“ in der denkmalgeschützten alten Musikschule in der Bludenzer Rathausgasse geöffnet. Dort ist ein ausgewähltes Sortiment an österreichischen und italienischen Weinen erhältlich. Auf Wunsch kann auch der Keller des Objekts besucht werden.

10:00–16:00 individuelle Besichtigungen.

6700 Bludenz, Rathausgasse 12

© BDA, Foto: Georg Mack


ARCHÄOLOGIE

52 Lorüns – Kulturhistorische Wanderung zum Diebschlössle

Auf dieser Reise in die Erd- und Kulturge­ schichte des Davennastockes zwischen Stallehr und Lorüns werden einerseits die geologischen Verhältnisse der Region the­ matisiert, andererseits die geschichtlichen Erkenntnisse rund um das Diebschlössle und die beiden angrenzenden Gemeinden näher erörtert. Im Zuge der Grabungen in diesem Bereich konnten sowohl mittelalterliche Mauerreste, als auch bronze- und eisenzeitli­ che Keramikscherben gefunden werden. 14:00: Wanderung mit Claus Stephan Holdermann (Dauer ca. 3 Std.); Treffpunkt: Kirche Lorüns. Rückkehr ab Stallehr mit dem Bus.

6700 Lorüns, Nr. 25

ACHTUNG: Festes Schuhwerk und Tritt­sicherheit erforderlich! © Montafoner Museen

53 Silbertal – Bergknappenkirche St. Agatha und Bruderhüsli

Die schon 1450 urkundlich erwähnte Kirche hl. Agatha ist das älteste Gotteshaus im Montafon. Einer Legende zufolge ist die Kirche aufgrund eines Gelübdes von ver­ schütteten Bergleuten erbaut worden. Eine weitgehende Umgestaltung und Vergröße­ rung erfolgte 1507, damals wurde der heutige Altarraum und Chor geschaffen, wie die Jah­ reszahl 1507 in einer Gewölbekappe anzeigt. 10:00, 11:00, 13:00, 14:00, 15:00: Bergknappenführungen mit Adolf Zudrell inkl. Flötenspiel und Singen (Dauer ca. 1 Std.); Treffpunkt: bei der St. AgathaKapelle.

6782 Silbertal, St. Agatha / Gasthof Kristberg (Innerkristberg 240)

erreichbar mit der Montafoner Kristbergbahn oder zu Fuß über Innerberg, 3 km, ca. 1 Std. Gehzeit

© Panoramagasthof am Kristberg


54 Lech – Alte Pfarrkirche St. Nikolaus Kirchen waren und sind immer auch Abbil­ der der Frömmigkeit einer Gesellschaft. Im sakralen Raum wird mithilfe baulicher und künstlerischer Gestaltungen eine Illusion erzeugt und dadurch die „Allmacht Gottes“ unterstrichen. Am Tag des Denkmals präsen­ tiert DI Raimund Rhomberg die Ergebnisse der bauhistorischen Untersuchung und Mag. Thomas Felfer beschäftigt sich mit der Erzeugung akustischer Illusionen im sakra­ len Raum.

9:30: Hl. Messe. 13:30: Führung mit DI Raimund Rhomberg (Dauer ca. 1 Std.). 15:00: Führung mit Mag. Thomas Felfer (Dauer ca. 45 Min.).

6764 Lech, Dorf 15 nur EG © F. Böhringer


Platz f端r Notizen


Wir bedanken uns f端r die Unterst端tzung und das Engagement bei:

Wir danken unseren Sponsoren:


Fotografieren Sie Österreichs Denkmale! Take pictures of Austrian Monuments! Fotowettbewerb in zwei Kategorien: Photography competition in two categories: Internationale Kategorie: Wiki Loves Monuments International category: Wiki Loves Monuments Einreichzeit: 1.–30. September 2014 Deadline: 1st to 30th of September 2014 Österreichische Kategorie: Spezialpreis zum Tag des Denkmals Austrian category: special price for the Tag des Denkmals Einreichzeit: 1. September– 5. Oktober 2014 Deadline: 1st of September to 5th of October 2014 Seit rund vier Jahren kooperiert das Bundesdenk­ malamt erfolgreich mit der Internet-Enzyklopädie Wikipedia. Alljährlich veröffentlicht das BDA Listen der unter Schutz gestellten Denkmale. Diese werden von Wikipedia-Autor_innen für jede der rund 2.400 österreichischen Gemeinden in Wiki­ pedia übertragen und bilden die Grundlage für die Fotowettbewerbe:

For about four years, the Federal Office for the Protection of Monuments (BDA) has had a suc­ cessful cooperation with the online-encyclopedia Wikipedia. Every year the BDA publishes lists of protected buildings. These are transferred by Wikipedia-authors to Wikipedia for every of the 2.400 Austrian municipalities and are the basis for the photo competitions:

Internationaler Fotowettbewerb Wiki Loves Monuments Über 37.000 denkmalgeschützte Objekte gibt es in Österreich, aber nicht von allen gibt es aktuelle Fotos. Wiki Loves Monuments soll dazu beitragen, die Dokumentation unseres kulturellen Erbes zu vervollständigen.

International photography competition Wiki Loves Monuments There are over 37.000 protected objects in Austria, but not for all of them there are current images available. Wiki Loves Monuments contributes to complete the documentation of our cultural heritage.

Fotowettbewerb Spezialpreis zum Tag des Denkmals Alle Bilder, die von den an diesem Tag präsentierten Bauten und Objekten zum Thema „Illusion“ ge­ macht wurden, nehmen an diesem Sonderwettbe­ werb zum Tag des Denkmals am 28. September teil.

Photography competition special price on the Tag des Denkmals All pictures taken of buildings and objects nominated on the day and matching the topic of “illusion” are eligible to participate in the special competition about the Tag des Denkmals on the 28th of September.

Mitmachen ist ganz einfach. Über die Webseite www.wikilovesmonuments.at findet man Denk­ mallisten und Karten aller österreichischen Bun­ desländer. Die Fotos können von dort aus direkt in das zentrale Medienarchiv „Wikimedia Commons“ hochgeladen werden. Alle eingereichten Fotos bleiben unter einer freien Lizenz der Allgemeinheit erhalten. Den Gewinner_innen winken attraktive Sachpreise und Gutscheine. Für weitere Informatio­ nen und mit Fragen wenden Sie sich bitte an: info@wikilovesmonuments.at

Participating is easy. Visit the website www.wiki­ lovesmonuments.at for a list of monuments and maps of all Austrian states. You can upload your pictures directly from the website to the central media archive “Wikimedia Commons” from there. All submitted photos remain subject to the General Public License. The winners can look forward to attractive prizes and coupons. For more information and in case of questions please contact: info@wikilovesmonuments.at


Impressum Bundesdenkmalamt (BDA) Hofburg, Säulenstiege, 1010 Wien www.bda.at Autorinnen und Autoren für Vorarlberg: Alice Drechsler (BDA), Thomas Felfer, Klaus Fessler, Barbara Grabherr-Schneider (BDA), Barbara Keiler (BDA), Christoph Jungblut, Nina Kogler, Georg Mack (BDA), Werner Matt, Michael Meyer, Johann Peer, Hanno Platzgummer, Andreas Picker (BDA), Anja Rhomberg, Harald Rhomberg, Ida-Christine Staudacher (BDA), Elmar Sturn, Christof Thöny, Gabriele Tschallener (BDA), Karin Valasek, Christoph Volaucnik, Julia Weger, Markus Winsauer-Winkler, Doris Zucalli Übersetzung: Paul Mitchell (englisch) Redaktion für Vorarlberg: AWIN Lektorat: Agentur KigEvent Grafikdesign: Beatrix Bakondy Druck: Samson Druck gedruckt nach der Richtlinie „Druckerzeugnisse“ des Österreichischen Umweltzeichens, Samson Druck GmbH, UW-Nr. 837

Konzept und Programmgestaltung für Vorarlberg: Team des Landeskonservatorates für Vorarlberg / Kommunikationsagentur WEGweisER in Zusammen­ arbeit mit den Eigentümer_innen. Koordination für Vorarlberg: Alice Drechsler (BDA), Barbara Grabherr-Schneider (BDA), Barbara Keiler (BDA), Kommunikationsagentur WEGweisER (www.weg-weiser.at) Gesamtorganisation und Strategie der Veranstaltung Tag des Denkmals in Österreich: Renate Holzschuh-Hofer (BDA) Copyright: © 2014 BDA (mit Ausnahme anders gekennzeichneter Fotos), alle Rechte vorbehalten Stand Juli 2014 / Änderungen vorbehalten Designed and printed in Austria

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