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LANDxSTADT 2/2020

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NR. 2 | Sommer 2020 www.landxstadt.ch

IM FOKUS FAKE NEWS SCHWEIZ ENTDECKEN SOMMER-FEELING GESUNDER GENUSS TÄGI IST ERÖFFNET

JUDITH WERNLI «Ich hoffe, dass die Menschen wieder mehr ans Regionale und Saisonale denken»

UNTERWEGS

JÜRG STAHL, PRÄSIDENT SWISS OLYMPIC

SONNE, NATUR & GENUSS

ÜBER DIE CHANCE DES SPORTS


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EDITORIAL

«Die Leichtigkeit lebt davon, dass wir dem Leben vertrauen» Helga Schäferling

Ich hoffe, es geht Ihnen gut und Sie sind gesund! Wie oft habe ich diesen Satz in den letzten Wochen gesagt und immer gehofft, dass alles gut ist und wird. Das für viele gewohnte, eng getaktete Leben stand für einige Zeit fast gänzlich still, plötzlich galt: Viel, viel weniger von unserem gewohnten Leben, dafür von anderem mehr: Zeit für ein richtiges Gespräch, mehr Empathie und Hilfsbereitschaft für Mitmenschen, mehr Aufmerksamkeit auf eine Sache und nicht zuletzt auf sich selbst. Spannende und herausfordernde Zeiten, die uns einen anderen Blick auf Gewohnheiten und Selbstverständlichkeiten geben.

Jürg Stahl «Richtig durchgeschüttelt wird der Schweizer Sport erst nach der Coronakrise», führt der Präsident von Swiss Olympic bei unserem Treffen aus. Die Vergangheit zeigt auf, dass der Sport länger an Krisen zu beissen hat, als andere Teile der Wirtschaft. Eine zentrale Frage lautet deshalb: Wie kann man den Sport stärken? Mit A-fonds-perdu-Beiträge sollen Projekte finanziert werden, welche die Vereine weiterbringen und die Qualität des Sports sichern. So können sich Jung und Alt noch lange mit Freude beim Sport bewegen und sich im Wettkampf messen.

Judith Wernli «Den Alltag verschönern», das war für Judith Wernli schon immer der wichtigste Auftrag als Radiomacherin. «Für viele Menschen im Home-Office waren wir sozusagen das einzige Tor zur Welt», erzählt sie uns über die Zeit im Lockdown. Und neben Home-Schooling und ihrem neuen Live-Talk «Reden ist Gold» freut sie sich jetzt auf die Rückkehr der Normalität, mit Ferien in der Schweiz, Stand-up Padddeling am Hallwilersee und Ausfahrten mit dem E-Bike in unserer Region.

Unterwegs in der Region Der Sommer bringt uns die Leichtigkeit zurück. Diese benötigen wir alle mehr den je. Ob für aktive oder passive Geniesser - in unserer Region ist für jeden etwas dabei. Gehen Sie biken, schwimmen, wandern oder machen Sie Yoga Ihr Körper & Geist wird es Ihnen danken. Und treffen Sie Freunde beim Apéro, feinen Häppchen und coolem Sound. So geht Sommer!

Bleiben Sie fit und gesund, herzlichst! Katja Bopp, Chefredaktorin

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INHALT

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6  Buch-Tipps 8  Sommer-Feeling 10  Judith Wernli über das Radio und die Corona-Zeit 15  Das Tägi ist eröffnet 16  TIZE.CH: Fake News 18  Jürg Stahl, Präsident Swiss Olympic, über die Bedeutung des Sports 23  KASAI - das japanische Barbecue 24  Die schönsten Wanderungen der Schweiz 26  Events in der Region

IMPRESSUM Herausgeber Makoli GmbH, Bahnhofstrasse 88, 5430 Wettingen, Tel. 056 437 03 17, welcome@makoli.ch, www.landundstadt.ch Verleger | CEO Daniel Zobrist Chefredaktorin Katja Bopp Autoren Katja Bopp, Daniel Zobrist, Adrian Ehrbar, Stephan Santschi, Alexander Wagner Fotografen Adrian Ehrbar, Foto Wagner Grafik | Bildbearbeitung Jury Inauen Anzeigen Iris Zehnder Druck Häfliger Druck AG, Wettingen Vertrieb Wettingen, Baden, Ennetbaden, Dättwil, Würenlos, N ­ euenhof, Birmenstorf, Ehrendingen, Freienwil, Mülligen Preis Abo für 4 Ausgaben: 25 Franken. Copyright Nachdruck nur mit Genehmigung des Verlags.

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EIS 250 g Mascarpone I 50 g Doppelrahmfrischkäse I 150 ml Rahm I 150 ml Milch I 1 Prise Salz 40 g Zucker I 50 ml Kaffeelikör I Mascarpone und Frischkäse cremig rühren. Rahm, Milch, Salz, Zucker und Kaffeelikör hinzufügen und glatt rühren. Nach Belieben im Kühlschrank gründlich durchkühlen. Die Masse in der Eismaschine gefrieren lassen. Eis und Sauce abwechselnd in einen Behälter schichten und tiefkühlen. Nach Belieben mit zerstossenen Löffelbiskuits servieren.

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«ZECKEN-ALARM» Wer sich gerne im Wald aufhält, kennt die lästigen Tierchen bestens – Zecken! In den letzten Jahren konnten sich die Spinnentiere immer weiter ausbreiten und mittlerweile gilt die ganze Schweiz als Risikogebiet. Mit ein paar einfachen Massnahmen kann man sich dennoch gut vor einem Biss schützen.

Hosenbeine in die Socken und das Hemd in die

reliose nicht. Die Wahrscheinlichkeit, dass die

Hose zu stecken. Auf freie Hautstellen kann

Zecke eine Krankheit überträgt, steigt mit der

man Repellents sprühen – hierbei ist es wichtig,

Verweildauer in der Haut an. Je schneller man

die Schutzdauer zu beachten und sich allenfalls

die Zecke entfernt, desto geringer ist das Risiko

nochmals neu einzusprühen.

einer Übertragung. Gerade bei der Borreliose

Zecken können weder fliegen noch springen

können Beschwerden auch erst nach einigen

sondern gelangen durch Abstreifen auf den

Nach einem Aufenthalt im Freien sollte man sich

Tagen auftreten. Notieren Sie sich deshalb Da-

Menschen. Wer sich durch das Unterholz oder

(gegenseitig) auf Zecken absuchen. Besonders

tum und Körperstelle des Bisses. Wandernde

eine Wiese bewegt und dabei Gras, Büsche

Knie- und Ellenbeugen, Achselhöhlen, Leisten-

Hautrötungen oder grippeähnliche Beschwer-

oder Bäume berührt, kann mit Zecken in Kon-

gegend, Hals, Nacken und Kopfhaut zählen zu

den können einen Hinweis auf eine Infektion

takt kommen. Durch das Tragen von langer den bevorzugten Bissstellen. Tiere können KOMPETENZ UND VIELFALT AN Die DER Kleidung, welche den Körper möglichst lückenzwei verschiedene Krankheiten übertragen. los bedeckt, erschwert man den Tieren den88 Gegen BAHNHOFSTRASSE INdie Frühsommer-Meningo-Enzephalitis WETTINGEN Zugang zur Haut. Zusätzlich ist es ratsam, die (FSME) gibt es eine Impfung, gegen Lyme-BorKOMPETENZ UND VIELFALT AN DER BAHNHOFSTRASSE 88 IN WETTINGEN

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SOMMERZEIT

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Der Sommer bringt uns Leichtigkeit. Diese benötigen wir alle mehr den je in diesen aussergewöhnlichen Zeiten. Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Gesundheit, ob Schwimmen, Biken, Walken, Joggen, Yoga, Pilates oder Stand-up Paddeling - Ihr Körper & Geist wird es Ihnen danken. So holen wir uns ein Stück Normalität zurück und geniessen bei einem tollen Essen mit Freunden oder Familie die lauschigen Sommerabende.

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In einem gesunden Körper steckt auch ein gesunder Geist, das wussten bereits die Römer. Im Sommer gelingt uns das jeweils ganz gut. Die Tage sind länger und freundlicher, das Vitamin D zeigt Wirkung und wir haben wieder mehr Energie für Sport. Auch das gesunde, kulinarische Buffet ist riesig: Farbige Beeren, frische Melonen, bunte Salate und saftige Tomaten laden zum Geniessen ein. Aber auch ein frisches Minze-Eis oder ein Schoggi-Cornet sind gut für das Gemüt.

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JUDITH WERNLI

MIT DER MAGIE DES RADIOS GEGEN DEN CORONA-BLUES Judith Wernli aus Baden-Dättwil sorgt als Radiomoderatorin bei SRF 3 für Aufmunterung in schwierigen Zeiten. Ein Gespräch über Sorgen und Solidarität, Hoffnung und Tod. Interview: Stephan Santschi Bilder: zVg.

Die Radiomoderatorin Judith Wernli ist seit 2003 bei Radio SRF 3 - aktuell moderiert sie «SRF 3 punkt CH».

Was haben ein Snowboard-Rennen in Val-d’Isère, ein Telefonanruf auf Guadeloupe und ein Interview im leeren Hallenstadion in Zürich gemeinsam? Die Antwort: Judith Wernli. Alles sind besondere Schauplätze im Leben der 47-jährigen Radiomoderatorin aus Dättwil. Sie stehen für die Hoffnung auf eine Spitzensportkarriere, die Gelegenheit zum Neuanfang und den kreativen Umgang mit einer Krise. Doch alles der Reihe nach.

«Für viele Menschen im Home-Office waren wir sozusagen das einzige Tor zur Welt» Judith Wernli Val-d´Isère Judith Wernli bestreitet in den 90-er-Jahren ihr erstes Rennen im Weltcup. Sie ist eine der Schweizer Pionierinnen des Snowboardsports und als Halbprofi auf gutem Weg, eine Spitzensport-Kar-

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riere zu lancieren. Bereits am dritten Tor begeht sie aber einen Anfängerfehler und scheidet aus. «Dabei habe ich meine Bretter extra einem Experten zum Schleifen gegeben, meine Freundinnen lachen heute noch darüber», erzählt Wernli und schmunzelt. Die Lehre aus dem Missgeschick? «Ich darf mehr Vertrauen in mich haben, bis dahin hatte ich meine Bretter nämlich stets selber vorbereitet.» Zudem erkannte sie, dass eine internationale Laufbahn als Snowboarderin nicht wirklich das war, was sie wollte. Und so war ihr Weltcup-Auftritt in den französischen Alpen nicht nur ihr erster, sondern auch ihr letzter.

Guadeloupe Judith Wernli arbeitet nach abgeschlossenem KV im Büro der Fensterbaufirma ihres Vaters. In dieser Zeit reist sie in die Karibik, um zu surfen und etwas englisch und französisch zu lernen. Ihre Mutter erreicht sie auf Guadeloupe telefonisch und teilt mit, dass sich Röbi Ruckstuhl, der Leiter von Radio Zürisee, gemeldet habe. Eine Volontärin sei ausgefallen, sie könne in zwei Monaten mit der Arbeit beginnen. «Ich reiste zurück, kündigte meine Wohnung, zog in eine Wohngemeinschaft nach Rapperswil und legte los», erinnert sich Wernli. Snowboard hin, kaufmännische Arbeit her – ihr eigentlicher Traum handelte stets von einem Job beim Radio. Am Medienausbildungszentrum in Luzern hatte sie sich das Hand-


COVER-STORY

Persönlich Name Wernli Vorname Judith Geburtstag 10. Mai 1973 Wohnort Baden-Dättwil Familie verheiratet mit Urs Hofstetter, Redaktionsleiter bei Radio Argovia, Sohn Robin (8-jährig) Beruf Radio-Moderatorin, Event-Managerin Laufbahn Kaufmännische Lehre, Halbprofi als Snowboarderin, Ausbildung Event-Managerin, Moderatorin Radio Zürisee, Radio Argovia, Radio SRF 3 (seit 2003) Online judithwernli.ch oder auf Facebook und Instagram

«Alain Berset war mega gut drauf. Ich spürte, dass er gerne Musiker geworden wäre» Judith Wernli Judith Wernli ist in der Region gerne mit dem Velo unterwegs.

werk bereits angeeignet, und dank Einsätzen als Speakerin an Snowboard-Wettkämpfen verfügte sie auch über erste Erfahrungen im Sprechen vor Publikum. «Die Welt des Radios hat so viel Magisches an sich.»

Hallenstadion Zürich Judith Wernli, seit 2003 Moderatorin bei Radio SRF 3, interviewt im letzten März den Schweizer Gesundheitsminister. Alain Berset sitzt in seinem Büro in Bundesbern und wird ins Hallenstadion zugeschaltet. Es entwickelt sich ein Gespräch über den Coronavirus und Musik. Zuschauer sind keine erlaubt, das Hallenstadion ist menschenleer. Der Talk mit Berset ist Teil der 24-Stunden-Liveshow «Alles wird gut», in der Schweizer Musikerinnen und Musiker via Video-Übertragung in den Livestream eingebunden werden. «Berset war mega gut drauf. Ich spürte, dass er gerne Musiker geworden wäre.» Den Talk bezeichnet Wernli als «extrem speziell». Nicht nur wegen des Gesprächspartners, sondern auch wegen der Ambiance, die während des viral bedingten Ausnahmezustands Symbolcharakter hat.

Wichtiger Aufruf nach Tod des Vaters «Den Alltag verschönern.» Dies war für Judith Wernli schon immer der wichtigste Auftrag als Radiomacherin. Während des Lockdowns erhielt diese Maxime eine noch grössere Bedeutung. «Für viele Menschen im Home-Office waren wir sozusagen das einzige Tor zur Welt.» Wernli drängte deshalb schon zu Beginn der Coronakrise darauf, so viel Radio wie möglich zu machen, am besten Tag und Nacht. Ihr Vorgesetzter wies sie aber daraufhin, dass man Sorge zu den Ressourcen tragen müsse. Schliesslich sagte schon Alain Berset: «Es handelt sich

«Wir haben meinem Vater jeden Tag eine Postkarte mit einem Foto der Familie geschickt» Judith Wernli hier nicht um einen 100 Meter-Lauf, sondern um einen Marathon.» Judith Wernli aber brauchte mehr, sie suchte nach einem Ventil und einer Ablenkung. Ihr Vater lag mit Lungenkrebs im Spital, doch seine Familie durfte ihn wegen der strengen Massnahmen des Bundesrats nicht besuchen. «Immer wieder schaue ich zur Tür, und ich weiss: Keiner von euch drückt diese Türfalle. Jeder, der ins Zimmer kommt, muss. Niemand will wirklich zu mir.» Das habe ihr Vater während den 37 Tagen in Hospitalisation immer wieder gesagt. Erst, als es ihm sehr schlecht ging, als er ins Koma gefallen war, habe man ihn nochmals besuchen dürfen. Mittlerweile ist er seinem Leiden erlegen. «Wir haben ihm jeden Tag eine Postkarte mit einem Foto der Familie geschickt. Trotzdem fühlt es sich an, als ob wir ihn alleine gelassen hätten», sagt Judith Wernli und betont: «So wichtig und richtig das Besuchsverbot aus epidemiologischer und gesundheitspolitischer Sicht auch sein mag, so unmenschlich ist es. Ich hoffe ganz fest, dass es keine zweite Welle gibt. Aber wenn, dann braucht es für Spitäler, Pflege- und Altersheime kreative Kompromisse, damit diese soziale Isolation von kranken und alten Menschen verhindert werden kann.»

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JUDITH WERNLI

Judith Wernli im Interview mit Büne Huber von Patent Ochsner. Die Moderatorin entdeckte ihre Liebe zur Schweizer Musik bereits in jungen Jahren.

«Wir haben gelernt, sind viel in den Wald gegangen oder machten Experimente mit Gummibärchen. In der Corona-Zeit sind wir mega zusammengewachsen» Judith Wernli Sorge um Schweizer Musikszene Ablenkung fand Judith Wernli in den sozialen Medien, auf Instagram gründete sie den Live-Talk «Reden ist Gold». Jeden Abend spricht sie mit einer Person aus ihrer Community. Fussballprofi Loris Benito zum Beispiel oder Skifahrerin Wendy Holdener, Moderator Stefan Büsser und Musiker Chris von Rohr. In diesen Gesprächen erfuhr sie auch einiges über die Sorgen der Schweizer Musikszene. «Es gibt Künstler, wie Stefan Buck von der Band Hecht, welche die Zwangspause nutzen, um den Bandraum umzubauen, Songs zu komponieren oder Alben zu produzieren. Andere wie Comedian Stéphanie Berger und Musiker Loco Escrito, die auf Tournee gehen wollten, trifft es hingegen sehr hart.» Als Moderatorin der Sendung «SRF 3 punkt CH» widmet sich Wernli von Montag bis Freitag zwischen 19 und 20 Uhr jeweils dem hiesigen Musikschaffen. Auch unbekannte Bands finden hier eine Plattform. Ihr Interesse für Schweizer Musik entdeckte sie schon in jungen Jahren. «Ich besuchte viele Konzerte, habe die Karrieren von Züri West und Patent Ochsner von Beginn weg mitverfolgt.» Aufgewachsen ist Judith Wernli im ländlichen Thalheim bei Schinznach, dort entsprang auch ihre Liebe zur Natur und das Umweltbewusstsein. Ausgerechnet im letzten März hatte sie zusammen mit weiteren Initiantinnen und Initianten in Baden das «Plastikexperiment» geplant, bei dem die Bevölkerung während eines Monats zum Verzicht auf Plastik animiert werden soll. «Leider konnten wir wegen des Coronavirus nur ein sehr reduziertes Programm durchführen.» Während der Lockdown sie als Radiomoderatorin

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nicht einschränkte, so war sie auf ihrem zweiten Standbein als selbstständig erwerbende Event-Managerin umso mehr betroffen. Im Februar gewann sie noch den prestigeträchtigen Swiss MICE Award 2020 als beste Event-Moderatorin. Ab März wurden ihre Engagements abgesagt, von der Generalversammlung über die Jubiläumsfeier bis zum Podium. «Alles brach weg.»

Der Gemüsebauer im Aufwind Als Mutter des achtjährigen Robin war sie dafür im Home-Schooling gefragt, mit zwei Nachbarinnen aus dem Quartier in Dättwil hat sie sich bestens solidarisieren können. «Wir wechselten uns mit der Betreuung von insgesamt fünf Buben regelmässig ab. Wir haben gelernt, sind viel in den Wald gegangen oder machten Experimente mit Gummibärchen. In dieser Zeit sind wir mega zusammengewachsen», erzählt Judith Wernli. Nun freut sie sich über die schrittweise Rückkehr in die Normalität. Auf Sommerferien in der Schweiz, ausgedehnte Wanderungen in den Bergen, Stand-Up-Paddling auf dem Hallwilersee oder Ausfahrten mit

«Ich hoffe, dass die Menschen wieder mehr ans Regionale und Saisonale denken» Judith Wernli dem E-Bike in der schönen Region Baden. Auch Konzerte werde sie sobald wie möglich wieder besuchen, Bligg zum Beispiel denke ja bereits laut über ein Autokino-Konzert im Mittelland nach. Und vielleicht, so hofft sie, stelle sich in der Gesellschaft ja generell ein Gesinnungswandel ein. «Die Leute haben durch die viele Zeit, die sie zu Hause verbrachten, häufiger selber gekocht, anstatt irgendwelchen Food in Plastikverpackungen einzukaufen.» Der Gemüsebauer in ihrer Nachbarschaft habe jedenfalls viel mehr Kundschaft erhalten. «Seine Eier sind ständig ausverkauft, er erweitert das Sortiment und hat längere Öffnungszeiten. Ich hoffe, dass die Menschen wieder mehr ans Regionale und Saisonale denken.»


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MIT SOCIAL DISTANCING BADETUCH Die Schwimmbäder durften am 6. Juni rechtzeitig zum Sommerstart wieder öffnen, so auch das Tägi Wettingen. Viele Menschen werden die diesjährigen Sommerferien in der Schweiz verbringen, weshalb in den Freibädern ein grosser Andrang erwartet wird. Im Freizeit-, Sport- und Eventzentrum Tägi in Wettingen hat man sich viele Gedanken zur Eröffnung und den damit verbundenen Schutzmassnahmen gemacht. Daraus entstanden ist auch das Social-Distance Badetuch.

Das Gartenbad hat bis Ende August täglich von 9 Uhr bis 21 Uhr geöffnet. Das Tägi Badetuch kann unter taegi.ch/socialdistance für 55 Franken bestellt werden.

Am 6. Juni ist neben dem Gartenbad auch das neu sanierte Hallenbad mit dem Kinderplanschbecken, die Saunalandschaft, die Minigolfanlage und der neue Eventsaal eröffnet worden. Die öffentliche Feier ist Corona bedingt verschoben worden.

Badetuch und eignet sich optimal, damit der Abstand eingehalten werden kann. Der Verkauf ist kostendeckend und nicht gewinnorientiert. Vom Verkaufserlös werden 10% an die Glückskette gespendet.

Frisches Verpflegungsangebot Trotz Distanz den Sommer geniessen «Ziel ist, dass wir unseren Gästen trotz den gegebenen Umständen einen entspannten und erholsamen Besuch in der Badi ermöglichen können» erklärt Marco Baumann, CEO der Tägi AG. «Da das Badetuch im Schwimmbad die persönliche Privatsphäre markiert, haben wir dieses an den Abstandsvorgaben des Bundes ausgerichtet.» Das ca. 3×3m grosse Badetuch, womit man sich auch am Strand oder am See entspannen kann, ist rund fünf Mal so gross wie ein herkömmliches

An mehreren Orten in der Anlage können sich die Gäste kulinarisch verwöhnen lassen. Neben Glacés und den traditionellen Angeboten wie Chicken Nuggets mit Pommes werden selber zubereitete Salate, Clubsandwichs, Fitnessteller mit Falafel, Pouletbrust oder Crevetten sowie feine Birchermüesli, Früchtebecher und saisonale Wähen angeboten. Auch Gäste, welche nicht ins Tägi kommen, sondern vielleicht auf einem Spaziergang sind oder mit dem Velo vorbei fahren, sind im «Treffpunkt 74» im offen zugänglichen Eingangsbereich herzlich willkommen.

Dieser Artikel wurde mit freundlicher Unterstützung der Bürgler AG Bauunternehmen realisiert, welche die Fassadenarbeiten ausgeführt haben.

Oben: Das neue Kinderplanschbecken, der neue und grosszügig gestaltete Saunabereich und das Kinderschwimmbad. Unten: Der Eventsaal erstrahlt in neuem Glanz. Die modernste Beleuchtung und Soundanlage werden zu einmaligen Erlebnissen beitragen.

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TIZE.CH

FAKE NEWS WAS SIE SIND UND WAS DAGEGEN HILFT Immer wieder beschuldigen sich politische Fronten gegenseitig Falschinformationen sogenannte Fake News zu verbreiten. Tatsächlich sind diese News eine grosse Gefahr für eine funktionierende Demokratie. Ein offener Geist hilft uns dagegen anzukämpfen, denn: die populärste Info ist nicht zwingend auch die Wahrste. Text: Janic Urech Bild: zVg.

EINE STORY VON TIZE.CH: JUNG, FRECH UND DYNAMISCH

Zuerst müssen wir klarstellen, was Fake News sind und was eben nicht. Dabei ist es wichtig, zwischen Informationen und Argumenten zu unterscheiden. Am besten sieht man das bei der Quelle. Wenn die Information von einer Interessenorganisation, einer Partei oder einem Werbetreibenden kommt, sprechen wir nicht von Fake News. Wenn Politiker bei Reden im Wahlkampf mit Fakten argumentieren, sind das keine News sondern Argumente beziehungsweise Werbung. Fake News hingegen sind bewusst verfälschte Informationen, die von TV-Sendern, Printmedien oder Radios verbreitet werden. Ausserdem gehören bewusst ver-

Fake News sind im schlimmsten Fall sogar lebensgefährlich.

Funktionsweise und Gegenmittel

Fake News funktionieren am besten dann, wenn sie unsere bisherige Meinung unterstützen. Wir mögen es schliesslich alle, bestätigt zu werden. Entsprechend teilen wir gerne Tweets, die unsere Meinung bestätigen mit unseren Freunden, ohne die Info genauer zu überprüfen. So verbreiten sich Infos, die uns gefallen, schneller als Infos die tatsächlich stimmen. Natürlich können diese Infos auch übereinstimmen, es ist aber nicht garantiert, dass die populärste Info auch die Wahrste ist. Ähnlich ist es auch bei TV-Sendern oder Printmedien. Wir abonnieren am ehesten ein Medium, welches unsere Meinung stützt. Das Medium macht also mehr Geld, wenn es unsere Meinung verstärkt. Entsprechend sind viele Medien dazu motiviert, über attraktive Nachrichten anstelle von wahren zu berichten. So entsteht eine Blase, in welcher wir immer wieder bestätigt werden, unabhängig von Tatsachen. Der Radio Sender SWR3 hat eine einfache 4 Punkte Liste dazu aufgestellt, wie wir gegen Fake News vorgehen können: Urheber überprüfen Zunächst sollte man nachschauen, ob ge-

breitete Falschinformationen auf Sozialen Netzwerken wie Twitter oder Facebook ebenfalls zur Gattung Fake News. Eine Ausnahme dabei bildet die Satire. Satireformate wie der deutsche Postillion oder in Amerika «the Onion» verbreiten offensichtlich Falschinformationen. Diese sind jedoch grundsätzlich zu absurd, um für wahr gehalten zu werden.

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nau ersichtlich ist, woher die Info kommt. Findet man Quellen? Findet man ein Impressum? Steckt allenfalls sogar eine Interessenorganisation wie eine Partei dahinter. Hinterfragen Man sollte den Inhalt generell und auch in Bezug

auf den Urheber hinterfragen. Ergibt die Info überhaupt Sinn?


FAKE NEWS

Was ist das Motiv des Autors? Was hat der Autor bisher sonst so veröffentlicht? Googeln Natürlich kann Google auch für dieses Problem eine

Lösung sein. Einfach mal den Sachverhalt in Stichworten in die Suchmaschine eingeben und die Resultate studieren. Bei wichtigen Infos schreibt meistens nicht nur eine Seite darüber. Gibt also für eine Info nur die eine Quelle, ist das ein Indiz für eine Falschinformation. Anrufen Handelt es sich um eine brisante Information, geht

es oft um eine bestimmte Organisation oder Behörde. Schlussendlich geht der sicherste Weg übers Telefon. Einfach mal der entsprechenden Organisation anrufen und nachfragen. «Aber wieso sollte ich überhaupt aus der Blase heraus? In meiner Fake News Blase bekomme ich die Infos auf dem Silbertablett und dann bestätigen sie erst noch meine Meinung. Ist doch super. Ich rufe doch nicht bei einer Zeitung an, nur um meine Meinung zerschmettern zu lassen.» Das ist richtig, es ist bequemer in der Blase. Ganz grundsätzlich ist es auch nicht überlebenswichtig, seine Fakten zu überprüfen. Aber wir haben das Glück in einer Demokratie zu leben. Wir haben somit einen Einfluss darauf, wie unser Land organisiert ist. Wenn wir uns von Fake News beeinflussen lassen, konzentriert sich die ganze Macht bei einigen wenigen Medien-

News die unsere Meinungen beeinflussen, sollte man doch mit einer gewissen Skepsis betrachten. schaffenden. Es erwartet niemand, dass wir bei der Boulevardzeitung anrufen, um sich das Hochzeitsdatum eines Promipärchens bestätigen zu lassen aber News die unsere Meinungen beeinflussen, sollte man doch mit einer gewissen Skepsis betrachten. Exkurs COVID-19

In der Zeit um COVIID-19 ist das Thema aktueller denn je. Tagtäglich lassen Regierungen neue Verordnungen raus. Diese müssen wir alle befolgen. Wir müssen unsere Infos aus verlässlichen Quellen beziehen oder ansonsten besser überprüfen. Wenn wir falsche Infos beziehen, verhalten wir uns falsch. Dies kann dazu führen, dass die Ansteckungsrate hoch geht oder wir auf falsche Hilfsmittel zurückgreifen. Paradebeispiel dafür ist das von Donald Trump vorgeschlagene Desinfektionsmittel-Infusion. Hier sind Fake News also im schlimmsten Fall lebensgefährlich. Denn die Anrufe bei der US-Giftnotrufzentrale sind danach deutlich angestiegen...

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JÜRG STAHL – PRÄSIDENT SWISS OLYMPIC

«WIR SCHAUEN DEM SPORT TIEF INS HERZ» Die Coronakrise erschüttert den Schweizer Sport in seinen Grundfesten. Jürg Stahl, Präsident von Swiss Olympic, erklärt, warum er darin eine grosse Chance sieht. Interview: Daniel Zobrist und Stephan Santschi Fotos: Foto Wagner

Jürg Stahl, Präsident Swiss Olympic, sprach mit LANDxSTADT in der Axa Arena Winterthur über den Schweizer Sport.

Und plötzlich war Schluss. Mitte März kam der gesamte Schweizer Sport wegen des Ausbruchs des Coronavirus und dem daraus resultierenden Lockdown zum Stillstand. Leuchtturm-Charakter hatte die Verschiebung der Olympischen Sommerspiele von Tokio ins Jahr 2021. «Doch das war für uns fast die einfachste Geschichte», sagt Jürg Stahl, der Präsident von Swiss Olympic. «Klar gibt es nun einen Mehraufwand, wenn die Selektionen und die Organisation der Reisen neu aufgegleist werden müssen. Für viele Athleten ist zudem die Lebensplanung auf den Kopf gestellt, weil sie im Vierjahres-Zyklus leben.» Nächstes Jahr würden aber voraussichtlich 100 bis 110 Sportler nach Tokio entsendet, und damit gleich viele, wie es in diesem Jahr gewesen wären. Im Grossen und Ganzen verschiebe sich das Programm der Delegation also lediglich um ein Jahr. «Richtig durchgeschüttelt wird der Schweizer

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«Richtig durchgeschüttelt wird der Schweizer Sport erst nach der Coronakrise.» Jürg Stahl, Präsident Swiss Olympic Sport erst nach der Coronakrise.» In zwei bis drei Jahren. Die Coronakrise bedroht das Sportsystem als Ganzes, dazu zählen neben den Profis auch der Nachwuchs- und Breitensport, sowie die Veranstalter. «Wir zählen in der Schweiz rund 19’000 Ver-


SCHWEIZER SPORT

eine, ihr Budget bewegt sich im Durchschnitt zwischen 100’000 und 200’000 Franken. Wenn nun jeder von ihnen aufgrund der Absage eines Grümpelturniers oder eines Sponsorenanlasses 10’000 Franken verliert, kumuliert sich das zu einer gewaltigen Summe, die irgendwann auf uns zurückschlagen wird», sagt Stahl und er betont: «Jetzt geht es darum, dem Schweizer Sport tief ins Herz zu schauen und mit Selbstvertrauen über das zu reden, was gut funktioniert. Jetzt geht es darum, die nächsten Entwicklungsschritte einzuleiten, um die Qualität unseres Sports zu sichern.»

«Jetzt geht es darum, dem Schweizer Sport tief ins Herz zu schauen und mit Selbstvertrauen über das zu reden, was gut funktioniert. Jetzt geht es darum, die nächsten Entwicklungsschritte einzuleiten, um die Qualität unseres Sports zu sichern.» Jürg Stahl, Präsident Swiss Olympic

Zu starker Fokus auf Spitzenverdienern Jürg Stahl will hierzu das Bewusstsein der Bevölkerung schärfen. Oft wird der Schweizer Sport auf das Luxusleben von einigen Spitzenverdienern reduziert. Die 100’000 Vollzeitstellen, also rund 2,4 Prozent aller Beschäftigten in der Schweiz, werden gerne vergessen. Ganz zu schweigen vom Engagement der Ehrenamtlichen, welches einem Arbeitsvolumen von 23’000 Vollzeitstellen und einer Wertschöpfung von zwei Milliarden Franken (!) entspricht. «Der Schweizer Sport hat die Funktion einer Kindertagesstätte», sagt Stahl in Bezug auf die unzähligen Stunden, in denen sich Jugendliche betreut bewegen. Eine Studie zum Innenleben von Schweizer Sportvereinen ergab dabei, dass sich die jährlichen Mitgliederbeiträge im Schnitt zwischen 70 und 150 Franken bewegen. Hätte man die ehrenamtliche Arbeit zu bezahlen, müssten die Jahresgebühren auf über 1000 Franken erhöht werden – wie im Fitnesscenter. «An einer sachlichen Diskussion zu diesem Thema ist man aber häufig gar nicht interessiert», bedauert Stahl. Oft macht der Schweizer Sport Schlagzeilen mit Protagonisten, die sich besonders gerne ins Rampenlicht rücken. Fussball-Funktionäre aus Sion oder Zürich zum Beispiel. «Die grosse Mehrheit aber ist unspektakulär unterwegs. Und genau da findet sich einer unserer Schlüssel zum Erfolg», erklärt der 52-jährige Winterthurer. Die Diskussion um Kommerzialisierung und TV-Rechte lenke von den wahren Werten des Sports ab.

Persönlich Name Stahl Vorname Jürg Geburtstag 16. Januar 1968 Zivilstand verheiratet mit Sabine, Tochter Valérie (4-jährig) Wohnort Brütten ZH Beruf Präsident Swiss Olympic, Präsident Stiftungsrat Schweizerischer Nationalfonds, Präsident Schweizer Drogistenverband, eidgenössisch diplomierter Drogist (bis 2004 Inhaber einer Drogerie), Nachdiplomstudium HSG KMU Politik Nationalrat (1999 bis 2019), Nationalratspräsident 2016/17 Militär Major Stab Luftwaffe Hobbys Männerriege Brütten, passionierter Krimileser, Jassen

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JÜRG STAHL – PRÄSIDENT SWISS OLYMPIC

«Schauen Sie meine vierjährige Tochter an. Sie will sich einfach bewegen. Aus demselben Grund treiben die meisten Sport. Nicht wegen monetären Anreizen, sondern weil sie Freude daran haben und sich im Wettkampf messen möchten.»

Deshalb leidet der Sport stärker Die Vergangenheit zeigt, dass der Sport länger an ökonomischen Krisen zu beissen hat, als andere Teile der Wirtschaft. Jürg Stahl sieht hierfür vier Gründe: «Zum einen sinken die Einnahmen aus dem Spielbetrieb. Zum anderen besteht eine Abhängigkeit von Sponsoren, die vor allem aus KMU’s bestehen.» Habe ein Sponsor Probleme, schaue er sich zunächst die Sponsorenverträge an, bevor er Leute entlasse. «Wenn dann auch noch die Gemeinden über sinkende Steuereinnahmen klagen, erhöhen sie die Mietgebühren für öffentliche Einrichtungen oder sie subventionieren Veranstaltungen nicht mehr im gleichen Masse.» Speziell sei im Sport zudem die Verbindung zu einem übergeordneten Verband. «Kommt er ins Schlingern, spüren das auch die Vereine.»

«Ziel ist es, Massnahmenkataloge für die Verbände zu erarbeiten. Die Vereine sollen Instrumente in die Hände bekommen, um das Schweizer Sportsystem an die neuen Herausforderungen heranzuführen.» Jürg Stahl, Präsident Swiss Olympic

Über Swiss Olympic Swiss Olympic ist der Dachverband des Schweizer Sports und das Nationale Olympische Komitee der Schweiz. Es zählt über 80 Mitgliedsverbände und Partnerorganisationen. Jährlich investiert es über 60 Millionen Franken in die Förderung des Schweizer Sports. Finanziert wird Swiss Olympic durch die Lotterien Swisslos, Loterie Romande und SportToto-Gesellschaft, die Finanzpartner beim Bund und Sponsoren. Seit 2017 ist Jürg Stahl Präsident von Swiss Olympic und damit oberster Funktionär des Schweizer Sports.

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Wenn als Konsequenz dann Nachwuchstrainer entlassen oder Trainingslager gestrichen würden, wirke sich das negativ auf die Qualität des Sports aus. «Und wenn die Qualität fehlt, werden auch die Vereine verschwinden.» Eine zentrale Frage lautet deshalb: Wie kann man den Sport stärken? Stahl ist sehr dankbar für die Hilfe des Bundes, der dem Profisport rückzahlbare Darlehen in der Höhe von insgesamt 400 Millionen Franken und dem Breitensport 200 Millionen Franken an A-fonds-perdu-Beiträgen zur Verfügung stellt. «Das ist sehr viel Geld, das gibt Kraft.» Nun müssten sich die Vereine aber aktiv bei den jeweiligen Verbänden um diese Unterstützung bewerben. «Bisher sind diese Gelder nicht stark beansprucht worden. Es liegt eben nicht in der DNA des Sports, beim Staat um Hilfe zu bitten.» Darum seien die Bedingungen für Beiträge jetzt gelockert worden, «es geht nicht mehr nur um Liquiditätsprobleme, sondern auch darum, mit welchen Projekten sich ein Verein weiterentwickeln will», erklärt Stahl und zieht einen Vergleich mit


SCHWEIZER SPORT

der Grossbank UBS, die 2008 mit finanzieller Staatshilfe gerettet worden war: «Damals tat sich der Bund schwerer, die Gelder zu sprechen. Ziel war letztlich, dass das Bankenwesen allgemein stabiler wird und Krisen besser bewältigen kann.» Das soll nun auch mit dem Sport geschehen. «Die Qualität soll gleich bleiben oder sogar besser werden.»

Verlust von 6000 Stellen droht Stahl betont, dass es nun Mut zu Veränderungen braucht. Swiss Olympic hat gemeinsam mit dem Bundesamt für Sport eine Taskforce gegründet und die Strategie Sportwirtschaft 5.0 lanciert. Damit sollen die Auswirkungen der Coronakrise auf allen Ebenen des Schweizer Sports analysiert werden. «Ziel ist es, Massnahmenkataloge für die Verbände zu erarbeiten. Die Vereine sollen Instrumente in die Hände bekommen, um das Schweizer Sportsystem an die neuen Herausforderungen heranzuführen.» Experten gehen derzeit davon aus, dass die Wirtschaft in der Schweiz durch die Corona-Pandemie um rund sechs Prozent schrumpft. Dies hätte auf den Sport bezogen einen Verlust von rund 6000 Stellen zur Folge. Stahl ist überzeugt, dass eine Stärkung des Sports das Land generell für die Bewältigung der Coronakrise rüstet. «Der Schuldenberg wird auch folgende Generationen beschäftigen. Nun braucht es Zusammenhalt, Menschen, die sich bewegen und fitte Mitarbeiter. Wer könnte das besser sicherstellen, als der Schweizer Sport?», fragt Stahl und schöpft Mut aus dem Blick

«Der Schuldenberg wird auch folgende Generationen beschäftigen. Nun braucht es Zusammenhalt, Menschen, die sich bewegen und fitte Mitarbeiter. Wer könnte das besser sicherstellen, als der Schweizer Sport? Jürg Stahl, Präsident Swiss Olympic in die Vergangenheit der Olympischen Spiele: «Die Hitler-Spiele 1936, die ersten Olympischen Spiele nach dem zweiten Weltkrieg 1948 in St. Moritz, das Attentat in München 1972, die Terroranschläge von 9/11 fünf Monate vor Salt Lake City 2002 oder übertragbare Krankheiten wie 2016 der Zikavirus in Rio und 2018 der Norovirus in Pyeongchang – der Grossanlass mit den fünf Ringen hat immer wieder Krisen gemeistert.»

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DER HGV HILFT MIT Als grösster Handels- und Gewerbeverein (HGV) des Kantons will der HGV Wettingen, der 1928 gegründet wurde, auch in dieser schwierigen Zeit seine rund 280 Mitglieder unterstützen, die aktuelle Krise erfolgreich zu meistern. Eigens dazu wurde die Website wettingen-lokal.ch aufgeschaltet, wo sich das ortsansässige Gewerbe und die Läden präsentieren können.

Denise Zumsteg, HGV Co-Präsidentin

«Kurz nach dem Lockdown als praktisch das ganze öffentliche Leben stillstand war für uns im HGV-Vorstand schnell klar, dass wir unsere Mitglieder, also der Handel und das Gewerbe von Wettingen, irgendwie unterstützen müsAnzeige

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sen», so die umtriebige HGV Co-Präsidentin Denise Zumsteg, welche selber durch die temporäre Schliessung ihrer Fitness- und Ernährungsstudios vor ganz speziellen Herausforderungen stand. Unterstützen musste aufgrund der sehr beschränkt vorhandenen finanziellen Mittel wohl überlegt sein. Schliesslich wurde entschieden, dass man die Kommunikation rund um die Botschaft «Unterstützen Sie Wettinger Gewerbetreibende» breit kommunizieren möchte. Neben den Stickern (Bild rechts), diversen Inseraten, Plakaten und Aktivitäten in den Sozialen Medien wurde auch die neue Website www.wettingen-lokal.ch hochgefahren. Hier sollen sich möglichst alle Wettinger Firmen mit Ihren Angeboten und Dienstleistungen präsentieren, so dass die Bevölkerung rasch eine gute Übersicht hat, wo was eingekauft und wer welche Arbeiten und Dienstleis-

tungen anbietet. «Alle Arbeiten wurden sehr rasch, mit viel Herzblut zum Selbstkostenpreis umgesetzt», freut sich Denise Zumsteg und ergänzt: Für diese grosse Solidarität möchte ich allen Beteiligten nochmals ganz herzlich danken!


NEUERÖFFNUNG

JAPANESE BBQ FEELING Das neu eröffnete KASAI BBQ Restaurant in Wettingen hält was es verspricht, nämlich «Erlebnis-Gastronomie vom Feinsten» anzubieten, wie es Geschäftsführer und Gastgeber Christian Schneitter ausdrückt. Zusammen mit den beiden weiteren Inhabern Tobias Koller und Peter Albiez ist das Trio in Wettingen bereits bestens bekannt (Torre und Laden 5 in Baden). Mit der gesamten Expertise und Leidenschaft, lädt das erste original japanische Barbecue Restaurant der Schweiz zum Geniessen ein.

Japanisches Barbecue geniessen Sie im neu eröffneten KASAI Restaurant an der Schartenstrasse 63 in Wettingen - jeder Bissen ist ein Genuss.

Der Besuch im neuen japanischen Restaurant KASAI wird nicht nur kulinarisch zum Hochgenuss, denn ganz nach dem Motto, das Auge isst auch mit, schätzt man die sehr gelungene Innenarchitektur sowie das ausgewogene Licht- und stimmige Soundkonzept und wer einmal auf ein stilles Örtchen muss, dem fällt auch dort die flippige Raumgestaltung auf. Für viel Gesprächsstoff unter den Gästen wird also gesorgt. Auf jedem Tisch ist der Grill bereits eingebaut und sobald man die feinen Fleisch-, Fisch-, Meeresfrüchte- und Gemüseköstlichkeiten, immer mundgerecht zubereitet, serviert bekommt, kann das Gemeinschaftserlebnis losgehen. Die Grilltechnik ermöglicht es, die Bekömmlichkeiten nach eigenem Gusto und gleichzeitig schonend, nährstofferhaltend und fettarm zu garen. Jeder Bissen ist ein Genuss, der allen Gästen ein Strahlen auf ihre Gesichter zaubert. Leicht, bekömmlich, individuell zubereitet – Kulinarik vom Feinsten!

«Wettingen wird ein Stück hipper» Im vergangenen Herbst starteten die Umbauarbeiten. Mit viel Liebe fürs Detail und mit dem Ziel, ein japanisches Ambiente zu kreiieren, machte sich Bogen Design daran, die Wünsche und Vorgaben umzusetzen. So sitzen nun beispielsweise die Gäste im Lokal nicht auf Stühlen, sondern auf Sitzkissen und einem Podiumsbank.

Produkte aus der Region «In unserer Region werden grossartige und sehr hochwertige Produkte angeboten, das nutzen wir natürlich gerne und kaufen so möglichst viel, ausgenommen spezielle japanische Delikatessen wie etwa ein Kobe-Rind, Sake Wein und Bier, regional ein», freut sich Christian Schneitter. In der Küche «regiert» mit dem versierten Moh Marx, der ehemalige Küchenchef des Hotel Du Parc in Baden, wie die Inhaber ist auch er ein in der Region bestens bekannter Name.

Singapur als Inspiration Als Inspirationsquelle diente ein Restaurantbesuch von Tobias Koller auf seiner Reise durch Singapur. «Mich hat das Ambiente, Essen und auch die sehr herzliche und professionelle Bedienung sofort sehr gut gefallen. Ich wusste, ein solches Lokal fehlt noch in unserer Region». Er schickte seinen Freunden Bildern und begeisterte sie ebenfalls für dieses neue Projekt. Zurück in der Schweiz ging es bald nach Düsseldorf, wo das Trio ein Restaurant besuchte, welches bereits ein ähnliches Konzept verfolgte.

«Kommen Sie vorbei»! «Wir sind bereit und wollen unsere Gäste richtig verwöhnen», blickt Christian Schneitter wieder zuversichtlicher in die Zukunft. Aufgrund der Corona-Krise, welche leider direkt mit der Eröffnung des KASAI zusammen fiel, wird aktuell nur abends von 18 Uhr bis 24 Uhr (So/Mo Ruhetage) geöffnet. Reservationen und den Bezug von Geschenkgutscheinen können aber jederzeit unter www.kasai-bbq.ch gemacht werden.

Restaurant KASAI I Schartenstr. 63 5430 Wettingen I 056 560 10 99 info@kasai-bbq.ch I www.kasai-bbq.ch

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SCHWEIZ ENTDECKEN

HEIMAT ENTDECKEN Die Vielfalt der Ortsbilder und Siedlungslandschaften in unserem Land ist beeindruckend. Jede Region und jeder Ort hat seine unverkennbaren Eigenheiten, ein Geflecht aus Landschaft, Geschichte, Bau- und Bewirtschaftungsweisen. Wer eine Region mit offenen Augen und mit einem Rucksack voller Hintergrundwissen durchwandert, kann tief in diese eintauchen und deren Merkmale sehen und verstehen. Wir stellen vier abwechslungsreiche Routen aus dem neuen Wanderführer von Heimatzschutz Schweiz vor.

KNONAUERAMT Wunderschöne Riegelbau-Häuser entdecken sie auf Ihrer Wanderung durchs obere Knonaueramt (ZH). Auf der 11 km langen und rund 3-stündigen Wanderung kommen Sie im Kloster Kappel vorbei. Geniessen Sie im Klostercafé mit herrlicher Aussicht unbedingt ein hausgemachtes Stück Kuchen.

klosterkappel.ch

SAFIENTAL «Willkommä bin ünsch!» Im Safiental in der Surselva (GR) treffen Sie auf Walserkultur von einst und heute. Entschleunigung pur auf 11 Kilometern und rund 3 Stunden Wanderung. Und im 300-jährigen Walserhaus, zuhinterst im Safiental, auf 1700 m ü.M., umgeben von einer wunderbaren Bergkulisse ist der Lärm der Welt weit weg.

safiental.ch

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VISPERTAL Entdecken Sie die Wanderwirtschaft und den Weinbau im Vispertal (VS) zwischen Visp und Visperterminen. Auf den 6 Kilometern, welche Sie in rund 2 Stunden abwandern treffen Sie auf das Heidadorf. Unbedingt ein Glas Heida trinken. Gesundheit!

heidadorf.ch

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ÜBER DEM LUGANERSEE 20 Minuten von Lugano entfent, ist man bereits auf dem Paese, dem Land, wie die Luganesi liebevoll sagen. Von Morcote steigen Sie hinauf auf Vico Morcote und der Lago di Lugano liegt Ihnen zu Füssen. Auf 8 Kilometern und 2 1/2 Stunden machen Sie rund 900 Höhenmeter.

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Ob Streusiedlung, Haufendorf, Gartenstadt oder einfach Sehnsuchtsort: Unsere 24 Wandervorschläge nehmen Sie mit auf eine Entdeckungsreise durch die vielfältigen Ortsbilder und Siedlungslandschaften der Schweiz.

Di città unterwegs» stehen Im dritten Band der Reihe «Heimatschutz in villaggio Ortsbilder, Stadtlandschaften oder Streusiedlungen im Vordergrund. Auf den 24 vorgeschlagenen Routen wird viel Hintergrundwissen vermittelt. Bestellen unter heimatschutz.ch zum Preis von 28 Franken. Habitat dispersé, village groupé, cité-jardin ou lieu romantique, tout simplement: nos 24 propositions d’excursions vous invitent à découvrir la diversité des sites construits et des paysages culturels de Suisse.

De villes en villages

Di città in villaggio

Heimatschutz unterwegs

Destinazione beni culturali

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DURCH STADT UND DORF

Heimatschutz unterwegs

Durch Stadt und Dorf

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1) Mit Übersichtsbroschüre / avec une brochure synoptique / con opuscolo riepilogativo 2) Und 24 Routenblättern / et 24 feuilles de route / e 24 schede di itinerari

Durch Stadt und Dorf

Insediamento disperso, villaggio strada, cittàgiardino o semplicemente luogo idilliaco e nostalgico? Le nostre 24 proposte di itinerario vi invitano a intraprendere un viaggio alla scoperta di un ampio ventaglio di insediamenti e paesaggi culturali della Svizzera.

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Destination patrimoine

GORGES DE L’AREUSE Wenn es einen Preis für die romantischsten Schluchten der Schweiz geben würde, dann wäre die Areuse ganz vorn dabei. Der Weg windet sich über zehn unterschiedlichste Brücken und über vierhundert Stufen durch eine pittoreske Umgebung. In rund 3 Stunden wandern Sie von Boudry nach Noiraigue im Val-de-Travers im Kanton Neuenburg.

ALPLOCHSCHLUCHT In der Nähe von Dornbirn, an der Grenze zu Österreich, führt die Wanderung in 3 1/2 Stunden auf Holz-Stegen dem Wasser entlang, da der Weg unten durch die Schlucht nicht mehr passierbar ist. Geniessen Sie die grossartige Aussicht am Staufensee, an dessen Ende die Alplochschlucht beginnt.

ENTDECKEN Die schönsten Wanderungen durch Schluchten und Tobel der Schweiz mit Hintergrundinformationen zu Geografie und Geschichte für Wanderer, Naturliebhaber und Familien. Wanderungen durch die schönsten Schluchten in der Schweiz I Hans Joachim Degen, Ragna Kilp Fotografie © Hajo Degen, AT Verlag I www.at-verlag.ch

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GENUSSOASE

WOHLBEFINDEN AUS DER KRAFT DES THURGAU Das Wellnesshotel Golf Panorama liegt eingebettet zwischen der voralpinen Hügelkette und dem Bodensee und feiert dieses Jahr Ihr 10-jähriges Bestehen. Die Weitläufigkeit des Hotels sorgt für viel persönlichen Freiraum und entspanntes Wohlgefühl, was sich auch in den Zimmern widerspiegelt. Die 42 KomfortDoppelzimmer, zehn Suiten und zwei Appartements versprechen stilvollen, modernen Luxus. Inspiriert von den regionalen und saisonalen Produkten aus dem Bodenseeraum sind die Gerichte aus der exquisiten Küche im mit 14 GaultMillau-Punkten ausgezeichneten Restaurant «LION D´OR» ein echtes Gourmeterlebnis. Im 2`000m2 grosse Wellnessbereich «FLEUR DE POMME» werden hochwertige Kosmetikprodukte in einer Vielzahl von vitalisierenden und regenerierenden Body- und Beauty-Behandlungen eingesetzt. Neben einem beheizten Innen- sowie Sole-Aussenwhirlpool geniessen Gäste erholende Momente im Dampfbad, in der finnischen sowie in der Kneipp-Sauna. Der Thurgau bietet mit seiner einzigartigen Apfelbaumlandschaft Erholung für Körper und Geist. In der sanften Umgebung können die Gäste ihren Aufenthalt erholsam oder sportlich gestalten. Direkt vor den Türen des Wellnesshotel Golf Panorama befindet sich der 27-Loch-Meisterschaftsplatz.

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EVENTS

BLUESFESTIVAL BADEN

Caroline Chevin (vorne) und Hendrix Ackle (links) spannten zusammen.

Das Virtuelle Bluesfestival Baden: Alles andere als öde! Obwohl das Bluesfestival Baden 2020 abgesagt wurde, herrschte noch lange keine Blues-Funkstille. Ganz im Gegenteil: Es wurden Interviews geführt, Radio-Sendungen aufgenommen und Musik-Videos gedreht. Das Motto hiess: Wir lassen den Blues im Mai online aufblühen! Die Absage des Bluesfestival Badens traf alle Blues-Freunde und das Team des Festivals hart: Baden ohne Blues?! Aber sie haben sich nicht unterkriegen lassen! In einem grossen Kraftakt wurde in Kürze ein Virtuelles Festival auf die Beine gestellt. Das Ziel war, den Blues-Fans ein vielfältiges und innovatives Online-Programm zu bieten. Zudem wollte das Team den langjährig treuen Partnern und den Künstlern, die stark unter der Krise leiden, eine Plattform Anzeigen

bieten. Diese Plattform wurde tatkräftig genutzt: Die Musiker Walter Baumgartner und Hampe Vogt führen die Zuschauer per Video-Tutorial ins Spiel der Cigar-Box-Gitarre und der Blues Harp ein. Ebenfalls trafen sich am 08. Mai 2020 die Schweizer Künstler Hendrix Ackle, Caroline Chevin, Richard Cousins, Simon Kistler und Jean-Pierre Von Dach im Namen der «Kemptthal Sessions». Unter dem Motto «To The Moon & Back» jammten die fünf top Musiker einen Nachmittag lang und nahmen speziell für das Virtuelle Bluesfestival Baden fünf Songs zusammen auf. Im Radio Rabe wurde das Festival auch präsentiert: In der Sendung Blues-Zeppelin von Mark Stenzler gab es ein spannendes Interview mit Dawn Tyler Watson zu hören. Auch an Tiefgang fehlt es dem Virtuellen Festival nicht: Mit der Swiss Blues Challenge 2019 Siegerin Justina Lee Brown führte das Bluesfestival Team ein langes Gespräch über ihre Heimat und ihren Ursprung Nigeria, ihre kraftvolle Musik und darüber, wie sie als Künstlerin mit der Corona-Krise umgeht. Und noch mehr Frauenpower: Die kanadische Blues-Sängerin Dawn Tyler Watson meldete sich per Video bei uns und grüsst all die Zuschauer, die sie dieses Jahr leider nicht live erleben durften. Die Umstellung zum Virtuellen Festival bringt also definitiv auch Vorteile mit sich: Es wurde sehr viel Inhalt erstellt, der langzeitig einen breiten Einblick hinter die Kulissen des Festivals garantiert. Dazu gehören Themen wie die Finanzierung und Bewerbung eines Festivals, sowie die Erwähnung der zahlreichen Partner. Das Virtuelle Festival erhielt unzählige positive Rückmeldungen. Ein Trost ist auch folgender Fakt: Ein Grossteil des für 2020 geplanten Line-Ups wird nächstes Jahr am Bluesfestival Baden auftreten. Man darf sich darauf (vor)freuen! Alle erwähnten Inhalte und mehr finden Sie auf der Webseite www.bluesfestivalbaden.ch, über den Newsletter und über Facebook, Instagram und Youtube.

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Haben Sie die Videos von Hendrix Ackle & Co. der «Kemptthal Sessions» gesehen und freuen sich schon wahnsinnig auf den Eröffnungsabend am 22. Mai 2021? Hier können Sie schon 2 Tickets gewinnen, indem Sie folgende Frage beantworten: Wo wurden die «Kemptthal Sessions» aufgenommen?

Senden Sie eine E-Mail an welcome@makoli.ch oder eine Postkarte an Verlag LANDxSTADT, c/o Makoli GmbH, Bahnhofstrasse 88, 5430 Wettingen mit Ihrer Adresse und dem Vermerk «Blues Baden» zu. Einsendeschluss ist der 15.07.2020. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!

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Die Stadt Baden wurde Anfang Jahr vom Schweizer Heimatschutz mit dem renommierten Wakkerpreis ausgezeichnet.Der Schweizer Heimatschutz ehrt die Stadt für ihre konsequenten Investitionen, hochwertige öffentliche Freiräume zu erhalten oder zu schaffen und so mehr Lebensqualität der Bevölkerung und den Gästen zurückzugeben.

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12.– 18.– 5.– 3.–

WOHNEN

Stadt Baden, Fotograf Tibor Nad

Unter dem Motto «Baden ist dein Platz» informiert die Stadt die Bevölkerung und interessierte Fachleute während des laufenden Jahres über die Stadtentwicklung von gestern, heute und morgen. Eine Übersicht zum Thema und über alle Aktivitäten sind auf der Website www.baden.ch/wakkerpreis zu finden. Die offizielle Preisübergabe findet Corona bedingt neu am 19. September 2020 in Baden statt.

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Mo–Fr 13–18.30 Uhr Sa 10 –16.00 Uhr beim Sportcenter Tägi Tägerhardstr. 133 Wettingen 056 426 62 70 emil-schmid.ch

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Kajüte

Triebguet Frischluftbar, Foto: Tim Wettstein

Ob für aktive oder passive Geniesser - in unserer Region ist für jeden etwas dabei. Wandern Sie über die Lägern mit wunderschönem Blick auf das Bergpanorama und die Region. Oder steigen Sie auf der Baldegg auf den Wasserturm und erhalten einen tollen Blick auf die Alpen vom Säntis bis zur Jungfrau, mit Kinderspielplatz und Gelati inklusive. Auch der Vita-Parcours in Wettingen und Baden ist beliebt: Natur und Sport pur. Im Kurpark picknicken oder eine Runde Kubb spielen oder doch lieber «passiv» im Parkbistro dem Treiben zuschauen? Bei einem lauschigen Spaziergang an der Limmatpromenade lädt die «Kajüte» zu feinen Häppchen ein. Weiter vorne lassen Sie sich bei coolem Sound und einem Apéro im «Triebguet» treiben. In der Rooftop Bar des Torre oder in der Sichtbar liegt Ihnen die Welt ebenfalls zu Füssen. Geniessen Sie die Sommerzeit und bleiben Sie fit und gesund!


50 JAHRE SHOPPI TIVOLI – JUBILÄUMSFEST VOM 22. BIS 25. OKTOBER 2020

Am 12. März 1970, um 10 Uhr, wurde in der Schweizer Detailhandelsgeschichte ein Meilenstein gelegt. Damals eröffnete in Spreitenbach das allererste Einkaufs­ center der Schweiz nach amerikanischem Vorbild.

Rund 50 Geschäfte lockten Besucher aus dem ganzen Land in das damalige Bauerndorf im Limmattal. Eine «überdachte und vollklimatisierte Ladenstrasse» war damals das absolute Highlight. Nur wenige Jahre später öffnete auf der gegenüberliegenden Strassenseite das

«Tivoli» seine Tore. Einst als Freizeit- und Kongresszentrum gedacht, entwickelte sich der Komplex ebenfalls zu einem Konsumtempel. Über mehrere Jahrzehnte buhlten die beiden Konkurrenten um die Kundschaft. Lediglich die altbekannte «Buggeli-Brugg» verband das «Shoppi» und das «Tivoli» miteinander. Mit dem Bau der CenterMall wurde diese Verbindung modernisiert und die beiden autonomen Einkaufscenter offiziell zum Shoppi Tivoli zusammengelegt. In diesem Jahr feiert das nach wie vor grösste Einkaufscenter der Schweiz sein 50-jähriges Bestehen. Im März wäre zu diesem Anlass eine viertägige Feier geplant gewesen, die aber im letzten Moment aufgrund Corona verschoben werden musste. Das Fest soll vom 22. bis 25. Oktober nachgeholt werden. Aber auch während des ganzen Jubiläumsjahres darf man sich immer wieder über viele Highlights freuen, die das Shoppi Tivoli anlässlich des runden Geburtstags für seine Besucher parat hält. Mehr Informationen hierzu gibt’s online unter shoppitivoli.ch / 50-jahr

«ATMOSPHÄRE – 975 JAHRE WETTINGEN» – RÜCKSCHUB BÄNDELI Nach der offiziellen Absage des Jubiläumsfestes «Atmosphäre - 975 Jahre Wettingen» hat das Organisationskomitee mit Wehmut den geordneten Rückzug eingeleitet. Nun müssen alle «Bändeli» zurückgerufen werden. Was mache «Ich» mit den bereits gekauften «Bändelis»? Variante 1: «Ich» behalte das «Bändeli» als Erinnerung und unterstütze dadurch allgemein bereits getätigte Vorbereitungsarbeiten durch den Verein 975 Jahre Wettingen. Variante 2: «Ich» unterstütze direkt meinen Verein, bei dem «Ich» mein «Bändeli» gekauft habe, und bringe es dort ohne Geldrückforderungen zurück. Der Verein kann danach den Einkaufspreis der «Bändelis» beim Verein 975 geltend machen. Variante 3: «Ich» möchte das Geld zurück und fordere gegen Rückgabe meines «Bändelis» die Auszahlung von CHF 33.– (Festpass), CHF 90.– (Atmosphäre-Box) oder CHF 90.– (Gönnerpass) bei meinem Verein oder der Gemeinde ein. Die Rückgabe der «Bändeli» bei den Vereinen und Betreibern ist bis am 30. Juni 2020 möglich. Vom 1. Juli bis 31. August 2020 können alle Personen ihren Festpass, Gönnerpass oder die Atmosphäre-Box im Rathaus Wettingen eintauschen. Weitere Infos unter wettingen975.ch Anzeige

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FOKUS

30 JAHRE COIFFEUR

LA BIOSTHETIQUE – TEAM NIGG IN WETTINGEN 1990 hat Eveline Nigg-Scherrer das Coiffeur-Geschäft an der Antoniusstrasse 2 in Wettingen von ihrem Vorgänger und Lehrmeister Erwin Kunz übernommen. Am 1. März dieses Jahres feierte die immer noch mit viel Enthusiasmus und Freude arbeitende Inhaberin das 30-jährige Geschäftsjubiläum.

Coiffeur La Biosthetique - Team Nigg | Antoniusstr. 2 | 5430 Wettingen Tel. 056 426 82 60 nigg04@bluewin.ch | www.coiffeur-team-nigg.ch

Das engagierte Coiffeur-Team-Nigg sind (im Bild von links) Stefanie Rohr (Lehrtochter), Chantal Ruesch, Rosanna Dos Santos und Arlinda Krasniqi, Dos Santos und Krasniqi sind seit ihrer Lehre bei Coiffure La Biosthetique dabei, zwischen den beiden die Inhaberin Eveline Nigg-Scherrer (4.v.l.) und Andjela Vasic (Lehrtochter). Nach der grossen Renovation 1994 folgten zwei weitere Anpassungen im Geschäft, so dass die Kundschaft heute ein freundliches und helles Ambiente, mit Parkplätzen direkt vor dem Geschäft, erwartet. Das Angebot ist sehr vielfältig, von klassisch bis modern. Neben der individuellen Beratung gehören die Haar- und Kopfhautpflege, aktuelle Schnittt- und moderne Farb- und Mèchetechniken, dauerhafte Umformung, Keratin Straightening, Extensions und Make-up sowie Hautund Körperpflege zum hochwertigen Service. In den ganzen 30 Jahren ihrer Geschäftstätigkeit vertraut Eveline Nigg-Scherrer den Pflegeprodukten von La Biosthetique-Paris. «Die Produkte sind dermatologisch getestet und werden ohne Tierversuche nach neusten wissenschaft-

lichen Methoden entwickelt. Ich bin auch heute noch von La Biosthetique begeistert wie am ersten Tag», so Eveline Nigg-Scherrer.

Auch als Prüfungsexpertin tätig Seit 20 Jahren ist die Geschäftsführerin auch als Prüfungsexpertin bei der Coiffeur und Coiffeuse Lehrabschlussprüfung EFZ tätig und bildete bis zum heutigen Zeitpunkt in ihrem Betrieb ebenfalls über 30 Lehrlinge aus. «Auch diese Tätigkeit ist sehr sinnstiftend und erfüllt mich. Ich kann so mein Wissen und meine Erfahrung ideal weitergeben», freut sich Eveline Nigg-Scherrer.

«Wir freuen uns auf Ihren Besuch» Das ganze Team Nigg möchte sich bei ihrer sehr geschätzten Kundschaft für das entgegengebrachte Vertrauen herzlich bedanken und freut sich, auch in Zukunft für ihre Kundinnen und Kunden da zu sein, sie zu verwöhnen und ihre Wünsche zu erfüllen.

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Die Villa Boveri ist ein Gesamtkunstwerk aus der industriellen Gründerzeit. Die Atmosphäre des ehemaligen Wohnsitzes der Familie Boveri ist einzigartig, die Terrasse und der grosszügige Park laden zum Verweilen ein. Historische, aber auch moderne, mit neuester Technik ausgestattete Sitzungszimmer und Seminarräume sind ein inspirierender Ort für Workshops, Seminare oder Teamevents. Einzigartig ist der Kreativraum im Dachgeschoss: Sichtbare Balken, viel Platz sowie besondere Lichteffekte bieten Raum für kreative Entfaltung.

Für private oder geschäftliche Feiern, kulturelle und gesellschaftliche Anlässe bilden das Parterre der Villa Boveri sowie der Gartensaal einen stilvollen Rahmen. Der aufmerksame Service und die gepflegte Küche tragen weiter zum guten Gelingen aller Anlässe bei.

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Dankeschön, liebe Sponsoren! Leider mussten wir Ende April – aus Gründen von «Corona» – schweren Herzens das Jubiläum «Atmosphäre – 975 Jahre Wettingen» absagen. Sie haben uns dabei mit Ihrem finanziellen Engagement tatkräftig unterstützt mit dem Ziel, der heutigen und künftigen Generation Schub zu verleihen und die Identifikation von Wettingen zu stärken. Für Ihre Sympathie, Zuneigung und Grosszügigkeit für die Jubiläumsfeierlichkeiten möchten wir im Namen des gesamten OK’s nochmals ganz herzlich Dankeschön sagen. Paul Koller OK-Präsident

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