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LANDxSTADT 3/2021

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J A H RE

Nr. 3 | Herbst 2021 www.landxstadt.ch

IM FOKUS TIZE.CH BADENFAHRT SIMON LIBSIG FOOD TRENDS BEACH SOCCER KULTUR-EVENTS NACHHALTIGKEIT GEMEINDE WETTINGEN

MICHEL GAMMENTHALER «Ich will zum Eminem der Übergänge werden»

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EDITORIAL

Willy Meurer

Liebe Leserinnen, Liebe Leser

Michel Gammenthaler Der 49-jährige Komiker und Zauberer ist mit seinem siebten Solo-Programm «Blöff» auf Tournee. «Ich beleuchte den Blöff aus verschiedenen Perspektiven, denn geblöfft wird nicht nur am Pokertisch. Sie kennen sicher den Spruch `Den Erfolg muss man nur wollen, dann stellt er sich auch ein`. Das ist geblöfft, wir machen uns etwas vor.» In unserer Cover-Story erzählt er auch über die Corona-Zwangspause und besondere Momente auf der Bühne.

Vorfreude Im Spätherbst ist es soweit, in Baden eröffnet die Wellness-Therme FORTYSEVEN. Die erste Wellness-Therme der Schweiz mit Fokus auf ein ganzheitliches Wohlbefinden setzt nebst der körperlichen auch auf die geistige Entspannung. Teil davon ist der «Kosmos», ein eigens für die Wellness-Therme entwickelter Erlebnisbereich mit einer audiovisuellen Inszenierung. Vorfreude auf die Badenfahrt 2023 herrscht auch beim 38-jährigen Oliver Eglin, Präsident des Badenfahrtkomitees. Im Interview spricht er über den Charakter und die Herausforderungen des beliebten Stadtfestes, von dem er bisher kein einziges ausgelassen hat. Kultur-Herbst Endlich wieder ins Theater! In Aarau wird mit der Revue «Tanzhalle Reitpalast. Ein Kaleidoskop» die alte Reithalle eingeweiht. Das Kurtheater Baden kann nach Umbau und CoronaSaison endlich wieder sein ganzes Potenzial entfalten. «Bissfest» zelebriert gesprochene, gesungene und gezeichnete Satire gemeinsam

Bild: Ella Lacey

Ursprünglich bedeutete das Wort Herbst «Erntezeit». Gemüsesorten wie Kürbis, Chicorée, Mais oder Marroni kommen jetzt auf den Teller. Dazu fällt auch die Weinlese an, was den kulinarische Genuss weiter befeuert. Blätter verfärben sich von Gelb bis Braun, Wälder strahlen goldig um die Wette, der erste Schnee fällt in den Bergen - ein Naturspektakel für alle Sinne. Wandern mit Genuss bietet auch der Jurapark Aargau an. Auf den Genussreisen erfahren Sie mehr über den Rebbau der Römer, entdecken die japanischen Wagyu-Rinder auf Chlopfi’s Bauernhof oder das Dorf Villigen.

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«Der Herbst ist des Jahres schönstes farbiges Lächeln»

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auf der Trafo-Bühne. Und der multimediale Theaterabend lässt Leben und Werk von Freddie Mercury durch die wichtigsten QueenSongs in parodistischen Mundart-Versionen und überraschenden Arrangements neu aufleben. Eine ganz besondere Ausstellung präsentiert Herta Müller im Museum Langmatt.

Eine schöne Herbstzeit, herzlichst! Katja Bopp, Chefredaktorin

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INHALT

INHALT 6 Herbstliches Farbenspiel 8

Buch-Tipps: Buon Appetito & Relax!

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Foodtrends: Genuss-Herbst

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Michel Gammenthaler: Der Komiker und Zauberer ist mit seinem siebten SoloProgramm auf Tournée

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Gemeinde Wettingen: Räumliche Zukunft / Gluri Suter Huus / HPS Wettingen

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Yes or No?

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Badenfahrt 2023: Interview mit Präsident Oliver Eglin

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Beachsoccer-WM: Noel Ott und Glenn Hodel holten Bronze

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Fortyseven: Wellness-Therme Baden

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Tipps für Nachhaltigkeit im Alltag

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Outdoor: Wandern und Genuss

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Events: Tanz, Musik, Kunst, Kultur

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46 Kolumne: Simon Libsig

IMPRESSUM Ausgabe 3/2021, 12. Jahrgang Herausgeber Makoli GmbH 5430 Wettingen, Tel. 056 437 03 17 welcome@makoli.ch, www.landxstadt.ch Herausgeber Daniel Zobrist Chefredaktorin Katja Bopp Autoren Katja Bopp, Jörg Greb, Anouk Holthuizen, Simon Libsig, Stephan Santschi, Daniel Zobrist Fotografen Christian Doppler, Adrian Ehrbar, Foto Wagner Anzeigen Iris Zehnder Druck Häfliger Druck AG, Wettingen Vertrieb Wettingen, Baden, Ennetbaden, Dättwil, Würenlos, Neuenhof, Ehrendingen, Freienwil Preis Abo für 4 Ausgaben: 35 Franken. Copyright Nachdruck nur mit Genehmigung des Verlags.

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Das Glück hat viele Farben und liebt es bunt. Rottöne vermitteln Wärme und Liebe. Blau steht für Weite und Sehnsucht, und dem Wunsch nach Veränderung. Gold glänzt und strahlt oder Grün steht für Leben, Natur und Zufriedenheit. Die emotionale Wirkung von Farben wird häufig unterschätzt. Oder in Worten von Johann Wolfgang von Goethe ausgedrückt: «Ich habe nichts dagegen, wenn man die Farbe sogar zu fühlen glaubt; ihr eigenes Eigenschaftliche würde nur dadurch noch mehr betätigt.»

Design

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Levi´s und die bekannte Cartoon-Katze «Felix the Cat» aus den 50ern haben sich für eine Hommage an die College-Zeit zusammengetan. Der bunte College-Look verbindet den klassischen Stil zeitgemäss mit bedruckten Sweatern, Hoodies und Hosen in modernen Formen und Silhouetten. Let´s rock colours!

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Design ist heute allgegenwertig, dabei steht nicht nur die Funktion im Zentrum sondern immer auch Form, Material und Farbe. Aus glänzendem Messing sind die hübschen Schalen von Fermliving für auserlesende Kostbarkeiten. Die Retro-Küchenuhr von Max Bill zeigt klar und puristisch in sanftem Himmelblau die Zeit an.

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BUCH-TIPPS

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Pizza - 50 Rezepte für zu Hause | Judith Marnet | www.callwey.de

Pizza, das Nationalgericht der Italiener kam mit den Gastarbeitern der Fünfziger Jahre in die Schweiz und bereichert seitdem unsere kulinarische Landschaft. Die italienische Geheimzutat «Passione e amore senza fine» (Leidenschaft und Liebe ohne Ende) ist schliesslich auch eine gute Basis, wenn man sich selbst an das Pizzabacken heranwagt. Dank immer besserer Öfen wie einem Pizzastein ist das Backen von Pizza zu Hause für viele eine Alternative zum Restaurantbesuch

oder dem Lieferdienst geworden. Das gemeinsame Backen und Belegen mit Freunden und Familie kann zum echten Highlight werden. Wer nach Inspiration für Rezepte sucht, findet dies im Buch «Pizza –50 Rezepte für zu Hause». Das kundige Vorwort führt durch die Historie der Pizza, es werden die Grundrezepte für Teig (u.a. auch glutenfrei) und Saucen vorgestellt und natürlich dürfen die Klassiker wie Pizza Margherita, Pizza Salami und Pizza Quattro Stagioni nicht fehlen.

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Den ganzen Tag viel um die Ohren gehabt, und dann soll man auch noch was zu essen machen! Ja, ist so. Aber alles schön entspannt: Mit ein wenig Planung, guter Musik und schnellen und unkomplizierten Rezeptideen lässt es sich ohne Druck und gelassen durch die Woche kommen. Nadja Zimmermann stellt einfache, schnelle und fleischlose Rezepte für jeden Tag vor und gibt einen Schuss Musik hinzu. Leichte Pastagerichte, gesunde und bunte Salate, superschnelle Suppen, kombifreudige Snacks und viele Rezepte aus dem Ofen, die sich auch schon am Vorabend vorbereiten lassen. Für alle, die nicht immer die Musse haben, mit der grossen Kelle anzurühren. Und für alle, die sich mit Kochen und Essen locker auf den Feierabend einstimmen möchten. Schlau einkaufen. In die Küche schwirren. Musik an. Und los gehts! Mit LouMalous persönlicher Playlist.

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LouMalou | Nadja Zimmermann | Fotografie © Nadja Zimmermann, AT Verlag / www.at-verlag.ch

SIMPLE & CLEVER COOKING

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Simple & Clever Cooking | Stevan Paul | Vivi D’Angelo brandstaetterverlag.com

Mit dem neuen Buch von Stevan Paul startet die (Wieder-)Entdeckung der eigenen Küche. Das Grundprinzip: weniger ist mehr. Ein gutes Produkt, Salz und eine Idee – ausgehend von dieser Küchen-Glücksformel entwickelte Paul ein innovatives Konzept für einfaches und schlaues Kochen. Mit Rezepten und Anregungen aus seiner Küchenwerkstatt (und ein paar echt guten Tricks) zeigt der Bestsellerautor, was wir in unseren Küchen wirklich brauchen – und was nicht. Prakti-

sche Küchen-Basics und Tipps zu intelligenter Küchenorganisation und Vorratshaltung bieten den schnellen Einstieg in eine smarte Küche, die aus einem guten Gericht eine Attraktion macht. Intuitiv kochen lernen über Rezeptideen und Variationen, die die Vielseitigkeit der modernen Gemüseküche feiern: mit bunten Veggie-Bowls, Klassikern der Streetfood-Kultur, Pasta-Variationen, duftenden Reisgerichten und Lieblingsrezepten aus aller Welt.

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TIPPS

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Bei den beiden Gründerinnen von MANA, Andrea und Tania, dreht sich alles rund um die gesunde Ernährung. Beide lieben gutes Essen und gute Lebensmittel und sind fasziniert, wie die Ernährung einen unglaublichen Einfluss auf unser Wohlbefinden und unsere Vitalität hat. Aber was ist «gesund»? Im neuen Fachgeschäft an der Europaallee in Zürich gibt es gleichzeitig Ernährungsberatung und ein Angebot von gesunden, haltbaren Lebensmitteln, die garantiert frei von unnötigem Zucker oder Hilfsstoffen sind. MANA ist das hawaiianische Wort für Kraft und Energie. Diese Philosophie verfolgen die beiden Gründerinnen im ersten Ernährungsstore, der individuelles Ernährungscoaching, Ernährungsberatungen und eine Auswahl von gesunden, vollwertigen Nahrungsmitteln (auch online) anbietet. mana-ernaehrung.ch

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Obrist’s Baby-Rose in Baden Dättwil ist Spezialist für Babyausstattung. Hier finden Sie Kindermöbel, Kuscheltiere, Textillien oder Kinderwagen und Autositze für unterwegs.

VORBEI KOMMEN UND PROFITIEREN Thomas und Nathaly Obrist führen das Baby-Rose in Baden Dättwil bereits in 4. Generation. Das Traditionsunternehmen präsentiert seiner Kundschaft auf 800 m2 Verkaufsfläche ein hochwertiges und sorgfältig ausgewähltes Baby- und Kinder-Sortiment von bewährten Klassikern und angesagten Neuheiten. Bilder: Christian Doppler Das Obrist’s Baby-Rose in Baden Dättwil sorgt bei seinen Kundinnen und Kunden nicht nur für ein inspirierendes Einkaufserlebnis, sondern will mit seinen ergänzenden Dienstleistungen wie etwa dem Lieferdienst nach Hause, dem Reparieren von Kinderwagen oder mit der Durchführung von Sicherheitstests bei alten Kindersitzen, für weitere, positive Emotionen sorgen. So weiss Inhaber Thomas Obrist:

GUTSCHEIN CHF 20.Beim Einkauf ab CHF 100.-. Gültig bis 31.12.2021. Gutschein nicht kumulierbar mit anderen Vergünstigungen. Einlösbar bei Obrist´s Baby-Rose oder online unter obrist.baby-rose.ch mit Rabatt-Code: LXS21 OBRIST´S BABY-ROSE AG Täfernstrasse 1, Gate One 5405 Baden-Dättwil | 056 470 02 15 Mo. bis Sa. ab 9 Uhr geöffnet

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«Jede Familie ist anders, hat ihre eigenen Bedürfnisse und Vorlieben. Deshalb nehmen sich unsere Verkäuferinnen gerne Zeit für die Kundschaft, um Ihre Anliegen und Wünsche kennen zu lernen und schliesslich auch die passenden Produkte vorstellen zu können.» Kinderwagen, Autositze oder Möbel Wir freuen uns, zusammen mit Ihnen Ihre Bedürfnisse rund um den für Sie richtigen Kinderwagen zu analysieren. Sind Sie mehr in der Stadt oder in der freien Natur unterwegs, braucht der Wagen eine gute Bremse oder soll er für den Transport im Auto häufig zusammengelegt werden, sind hier nur einige Fragen, welche es zu beantworten gilt. Gleiches gilt für den passenden Autositz, der je nach Alter Ihres Kindes unterschiedlich sein kann. «Bringen Sie einfach Ihr Auto mit und wir finden garantiert die optimalste Lösung», freut sich Thomas Obrist schon jetzt auf Ihren Besuch. Und natürlich gibt es bei Baby-Rose in Baden Dättwil die Kindermöbel, welche Sie sich wünschen! Ob preiswertes Komplettbett, Wickelkommode, Schrank oder Beistellbett. «Als Ihr Spezialist für Babyausstattung haben wir vom flauschigen Plüschtier bis zur idealen Matratze für guten und süsses Schlaf Ihres Kindes alles im Angebot.

Die neue Lounge lädt Sie ebenfalls zum Verweilen, Diskutieren und Auftanken ein. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!»

Inhaber Thomas Obrist berät Sie gerne über den richtigen Autositz ihres Kindes.


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TopPharm Rathaus Apotheke Landstrasse 77 5430 Wettingen 056 426 77 44 www.toppharm.ch/ rathaus-wettingen Dr. Hans Jürg und Marion Engel (im Bild), Inhaber der Rathaus Apotheke in Wettingen, und ihr Team freuen sich über Ihren Besuch und beraten Sie gerne!

BLUTDRUCK MESSEN Bluthochdruck zählt zu den häufigsten Volkskrankheiten der Schweiz. In vielen Haushalten findet sich deshalb ein Blutdruckmessgerät. Hier unsere Tipps für eine korrekte Blutdruckmessung. Suchen Sie sich einen ruhigen Ort aus, um die Messung durchzuführen. Am besten misst man im Sitzen, auf einem Stuhl mit Rückenlehne. Um den Ruheblutdruck zu ermitteln, setzt man sich idealerweise schon einige Minuten vor der Messung hin. Bevor man startet, muss das Gerät richtig angebracht werden. Wir empfehlen vor allem Oberarmmessgeräte,

da diese wesentlich einfacher in der Handhabung sind. Nach Anbringen der Manschette legt man bei Oberarmgeräten den Unterarm mit der Handinnenfläche gegen oben auf einem Tisch ab. Bei Handgelenkgeräten muss das Handgelenk während der Zeit der Messung auf Herzhöhe sein, dazu stützt man den Ellbogen auf einem Tisch ab und hält das Handgelenk nach oben. Während das Gerät arbeitet, sollte möglichst auf Sprechen und Bewegen verzichtet werden.

wird von einer Messung direkt nach dem Aufwachen und noch vor dem Aufstehen. Ebenso ist es nicht ratsam, den Blutdruck nach Kaffee- oder Schwarzteekonsum zu messen. Zur regelmässigen Überprüfung des Blutdrucks wird eine Messung morgens und eventuell noch nachmittags um circa 17 Uhr empfohlen. Falls Sie merken, dass die Messungen Sie nervös machen, drehen Sie das Display während dem Messvorgang ab.

Die Messungen dokumentieren Sie mit Hilfe eines Blutdruckpasses. Es ist ratsam, immer zu den gleichen Bedingungen zu messen, also beispielsweise immer morgens 30 Minuten nach dem Aufstehen. Abgeraten

Das Team der Rathaus Apotheke beantwortet gerne Ihre Fragen und freut sich auf Ihren Besuch!

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MICHEL GAMMENTHALER

Der Komiker und Zauberer Michel Gammenthaler ist mit seinem siebten Solo-Programm «Blöff» auf Tournée. Gestartet wird auf der Bühne Heimat in Ehrendingen Mitte Oktober.

«ICH WILL ZUM EMINEM DER ÜBERGÄNGE WERDEN» Michel Gammenthaler ist mit seinem siebten Solo-Programm «Blöff» auf Tournee. Der 49-jährige Zauberer und Komiker spricht über die Zwangspause und besondere Momente auf der Bühne. Text: Stephan Santschi Bilder: Mirco Rederlechner

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Die Sommerpause ist beendet, Sie treten wieder vor Publikum auf. Wie fühlt sich das an? Vor kurzem hatte ich eine Show, die sich fast wie früher anfühlte. Generell aber ist jeder Auftritt wie ein Neuanfang. Darf ich auftreten? Unter welchen Bedingungen? Werden die Leute kommen? Ich bin nicht der Einzige in der Kulturbranche, der sich diese Fragen stellt. Tourneen, die unter normalen Umständen ausverkauft wären, sind nur zu 30 bis 50 Prozent ausgelastet. Das ist natürlich viel zu wenig. Bis Normalität einkehrt, wird es noch länger dauern. Die schwierigen Momente werden für die Kultur erst noch kommen. Weshalb? Weil Kleinkünstler und Komödianten die Präsentation ihrer neuen Stücke weit im Voraus planen, doch das ist derzeit nicht möglich. Viele Veranstalter buchen aufgrund der Ungewissheit wegen der Coronasituation vorerst keine Gastspiele auf weite Sicht. Die Entschädigungszahlungen des Bundes werden wohl irgendwann wegfallen. Und auch Engagements von Künstlern an Firmenevents haben wahnsinnig stark abgenommen. Machen Sie sich Gedanken über einen beruflichen Plan B? Schon seit einigen Jahren betätige ich mich auch hinter der Bühne, schreibe Stücke und Nummern für andere Künstlerinnen und Künstler und berate sie in den Bereichen Comedy, Zauberei und Bühnenpräsenz. Ich spiele auch mit dem Gedanken, ein Buch zu schreiben, habe auch schon eine konkrete Idee. Von der Bühne werde ich aber nicht verschwinden, dafür liebe ich die Liveauftritte zu sehr. Wie gehen Sie mit Nervosität um? Sie zitierten einst den britischen Zauberer Paul Daniels: «Die Leute zahlen, damit sie mich auf der Bühne sehen, sie freuen sich darauf, also wäre es absurd, nervös zu sein.» Ja, das sagte ich. Doch so gerne ich es hätte, es stimmt nicht. Mein Job ist mir zu wichtig, ich war und bin vor Auftritten immer nervös. Vielleicht wollte ich das früher einfach nicht sehen. Also erlaubten Sie sich einen kleinen Blöff. Womit wir bei Ihrem siebten Soloprogramm wären. Was erwartet die Zuschauer? Geblöfft wird nicht nur am Pokertisch. Sie kennen sicher den Spruch: «Jeder kann sein Leben genau so gestalten, wie er will.» Oder: «Den Erfolg muss man nur wollen, dann stellt er sich auch ein.» Das ist geblöfft, wir machen uns etwas vor.

«Die Ideen finde ich im Alltag. Wenn man Augen und Ohren offenhält, erlebt man sehr komische und witzige Situationen. Es bieten sich Berge an Inputs, welche ich zu Comedy verarbeite.» Michel Gammenthaler

Was wird verkauft, wie wird manipuliert? In meinem Programm beleuchte in den Blöff aus verschiedenen Perspektiven. Auf der Bühne sind Sie ja selbst ein verblüffender Schwindler. (schmunzelt). Definitiv. Ursprünglich war ich ja Zauberer und der Zauber ist eng mit dem Blöff verhaftet. Ich habe aber früh die Comedy in meine Auftritte reingenommen, sonst wäre meine Solokarriere nie so rausgekommen. Bilden Sie mit «Blöff» auch die Gegenwart ab, in der viele Menschen glauben, alles über Corona zu wissen und keine anderen Meinungen zuzulassen? «Blöff» habe ich schon vorher geschrieben, ich bin nicht jemand, der sich auf tagesaktuelle oder politische Themen fokussiert. Die Coronasituation wirkt aber wie eine Lupe auf der Gesellschaft. Sie zeigt, wie die Menschen sind, wie sie ticken, wie sie mit anderen umgehen. Wenn Sie einen Gegenstand in den Händen halten, überlegen Sie sich dann, was Sie damit zaubern könnten? Das kommt vor, ja. In meinem neuen Programm schaffe ich es aber besser als je zuvor, gegenstandslos, also praktisch ohne Requisiten zu zaubern. Die Ideen finde ich im Alltag. Wenn man Augen und Ohren offenhält, erlebt man sehr komische und witzige Situationen. Es bieten sich Berge an Inputs, welche ich zu Comedy verarbeite. Das mache ich sehr gerne. Wie stark mischen Sie spontane Einlagen in ein geplantes Programm? In einer geschlossenen Gesellschaft, etwa bei einem Abendessen, wo ich während 30 Minuten für Unterhaltung sorge, ist es meine Aufgabe, das Publikum zu erspüren. Dann kann es während eines Auftritts x-mal zu einer spontanen Umstellung kommen. Optimal ist, wenn das Publikum nicht merkt, wo eine Nummer aufhört und wo die nächste beginnt. Ich

mache wahnsinnig gerne solche smoothen Übergänge. Über den Rapper Eminem sagt man ja, dass er jedes Wort auf jedes Wort reimen kann. So gesehen, möchte ich zum Eminem der Übergänge werden, der von jedem Thema zu jedem anderen Thema überleiten kann. Bei einem abendfüllenden Programm bleibe ich derweil beim Plan, wobei eine gewisse Eigendynamik reinkommt, wenn ich Leute auf die Bühne hole. Wie gehen Sie bei der Auswahl vor? Ich versuche, sehr wach zu sein, mir Reaktionen, Bemerkungen oder kleine Dialoge mit Zuschauern zu merken und sie während meines Auftritts zu verarbeiten. Dann kann es sein, dass ich eine Person 45 Minuten, nachdem sie mir aufgefallen ist, als Mitspieler auswähle. Liegen Sie damit immer richtig? Ich habe mir bisher erst zweimal einen richtigen Fehlgriff geleistet.

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«Grundsätzlich kann alles negative Auswirkungen haben. Auf die Bühne zu gehen und zu glauben, dass an meinem Auftritt niemand Anstoss findet, kann man komplett vergessen.» Michel Gammenthaler nächsten Jahr nur ein Skitag durchgeführt wurde, kreuzte das Kind Schlitteln an…

Michel Gammenthaler wusste bereits mit sieben Jahren, dass er Zauberer werden wollte.

Was geschah? Einmal handelte es sich um eine Frau, die so gut wie gar nichts hörte. Die ganze Gesellschaft wusste das, nur ich nicht. Die Frau nickte, auch wenn sie nein meinte und so kam sie auf die Bühne. Ein andermal entschied ich mich für einen stockbetrunkenen Mann, das merkte ich aber erst, als er auf der Bühne war. Und wann wird es zu einem ausserordentlichen Erlebnis? Menschen sind vor allem an Menschen interessiert. Wenn sich die Leute auf der Bühne etwas zu sagen getrauen, kommen dabei immer wieder unglaubliche Gags heraus. Für die Zuschauer ist das

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sehr reizvoll, sie wissen, dass dies nicht geplant sein kann und dass dies nur heute so passiert. Einzigartige Dinge haben die Leute sehr gerne. Welche Inhalte kommen beim Publikum besonders gut an? Situationen, in denen der Zuschauer sich wiedererkennt und sagt: Genauso ist es! Die Amerikanerin Judy Carter sagte einmal, dass es richtig lustig ist, wenn der Sketch wahr ist und ein wenig weh tut. Einer meiner erfolgreichsten Nummern war jene mit dem Kind, welches mit den Eltern Skifahren lernen musste, um für das Skilager parat zu sein. Das Skilager wurde zuerst gestrichen, und als im

Im Gegensatz dazu, welche Themen sind heikel? Grundsätzlich kann alles negative Auswirkungen haben. Auf die Bühne zu gehen und zu glauben, dass an meinem Auftritt niemand Anstoss findet, kann man komplett vergessen. Und das kann wirklich bei jedem Thema geschehen. Als ich eine Figur Namens Volker imitierte, einen Ergotherapeuten, der empathisch aber etwas durchgeknallt war, meinte hinterher eine Zuschauerin, ich dürfe nicht eine ganze Berufsgruppe in Verruf bringen. Ein andermal sagte ich zweimal hintereinander «Jesses!», woraufhin mich später eine ältere Dame tadelte, ich könne doch nicht ständig den Herrgott anrufen. Früher imitierten Sie regelmässig Figuren, seit dem fünften Solo-Programm treten Sie aber nicht mehr verkleidet auf. Weshalb? Ein Zauberer versteckt sich schnell einmal hinter seinen Tricks. Der Zuschauer erlebt so mehr einen Showact und weniger den Menschen. Wenn ich nun noch eine Figur spiele, trage ich sogar eine Doppelschicht auf. Ich musste mir stets überlegen: Was würde die jeweilige Figur in dieser Situation machen? Das hat mich sehr eingeengt und so entschied ich, dass ich keine Lust mehr darauf hatte. Es gab Stimmen, die meinten, dass ich bald weg vom Fenster sein würde, wenn ich nicht mehr Figuren spielen würde. Vor dem ersten Auftritt hatte ich dann auch einen entsprechenden Alptraum.


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MICHEL GAMMENTHALER

Erzählen Sie. Ich trat nach einem Auftritt ins Foyer, wo mich die Menschen anschauten und den Kopf schüttelten. Im Sinne von: Das ist wohl nichts gewesen. Tatsächlich bin ich seither aber viel näher an den Leuten, viel fassbarer. Wann wussten Sie, dass Sie Zauberer werden wollen? Bereits mit sieben Jahren. Es ist ein totales Geschenk, zu wissen, was man will und dann bereits mit sieben Jahren! Das Schlüsselerlebnis hatte ich während meiner Zeit als Barkeeper, als ich mit einem Gast ins Gespräch kam. Es handelte sich um einen leitenden Angestellten, der es geschafft zu haben schien. Bis er mir sagte, dass er lieber etwas anderes machen würde. Ich entschloss, dass mir dies nicht passieren sollte. Kurz darauf trat ich in zwei Programmen mit meinem Bühnenpartner Christoph Borer auf, ehe ich Solist wurde. Ihre Partnerin Andrea Weber ist gleichzeitig Ihre Managerin. Wie funktioniert das und wie trennt ihr Beruf- und Privatleben? Es funktioniert extrem gut. Ich habe nie das Gefühl, dass wir nur über die Arbeit reden. Wir sind sehr intensiv an der Arbeit dran, klinken uns aber auch gut aus. Ich war noch nie mit einem Menschen so viel zusammen und ich darf sagen: Es ist sehr befreiend. Wir erleben vieles gemeinsam. Kann die berufliche Kritik des Partners auch nerven? Andrea war jahrelang Produzentin beim SRF im Bereich Comedy und Unterhaltung, hat extrem viel Erfahrung, betreute auch Sitcom-Akteure und Autoren. Sie weiss haargenau, wie es funktioniert, ist gnadenlos analytisch und pragmatisch. Das kann recht heftig sein, ich brauche wirklich gute Argumente, wenn ich widerspreche, das ist sehr gewinnbringend. Klar geraten wir uns privat ab und zu auch in die Haare. Gerade kürzlich, als wir uns darauf hinwiesen, einander nicht erklären zu müssen, wie wir unser Zeug zu machen hätten. Was machen Sie in der Freizeit? Wir sind sehr gerne draussen, spazieren querfeldein. Wir wandern mit einer gewissen Absicht los, irgendwohin, ändern spontan den Plan und landen manchmal plötzlich auf einer Route, wo wir sogar den Hund tragen müssen oder es ist schon längst dunkel geworden. Ich mag es aber auch, an einem Fluss oder in einer Waldlichtung zu stehen oder zu sitzen und einfach nur zu schauen.

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Persönlich Name Vorname Geburtstag Geburtstsort Wohnort Familie Hobbys Beruf Ausbildung Werdegang

Gammenthaler Michel 17.08.1972 Zürich Uster geschieden (Söhne Yann, 21 und Lio, 16) Kochen, Lesen, Fitness Komiker und Zauberer KV auf Reisebüro, Barfachschule Zwei Programme mit Christof Borer, sieben Soloprogramme, mit Circus Knie als Gastkomiker auf Tournee, Host eigener Comedy-Formate im Schweizer Fernsehen Wichtige Auszeichnungen Salzburger Stier (2010)

BLöFF – Comedy & Schwindel 14.10.2021 20:30, Bühne Heimat, Ehrendingen 15.10.2021 20:30, Bühne Heimat, Ehrendingen 16.10.2021 20:30, Bühne Heimat, Ehrendingen 18.10.2021 20:30, Das Zelt - Comedy Club, Aarau 20.10.2021 20:00, Casinotheater, Winterthur 21.10.2021 20:00, Casinotheater, Winterthur Weitere Termine unter www.michel-gammenthaler.ch


esse r d A e Neu .2021 .9 seit 13

Neu erleben Sie bei uns in der Agentur immer wieder Spannendes zu Bewegung, Ernährung und vielen weiteren Themen rund um Ihre Gesundheit. Wir freuen uns, Sie in unseren neuen Räumlichkeiten willkommen zu heissen.

Hallo Umzug.

Agentur Baden Mellingerstrasse 18 5400 Baden info.baden@css.ch 058 277 37 00

Deine Gesundheit. Dein Partner.


Der Blick von oben auf das Lindenhof-Quartier.

WETTINGENS BLICK IN DIE RÄUMLICHE ZUKUNFT Wettingen will auch 2035 Gartenstadt, Generationenstadt und Sportstadt sein. Im Räumlichen Entwicklungsleitbild «Wettingen 2035» zeichnet der Gemeinderat ein Bild dieser Zukunftsvorstellung. Das Räumliche Entwicklungsleitbild ist gleichzeitig Grundlage für die bevorstehende Revision der kommunalen Nutzungsplanung. Text: Heinz Beiner, Planpartner AG Bilder: Lutz Fischer-Lamprecht und zVg.

Die Gemeinde Wettingen hat seit der letzten Ortsplanungsrevision im Jahr 2000 eine starke bauliche Entwicklung erlebt; sie hat sich seither in vielerlei Hinsicht verändert. Wettingen präsentiert sich heute als beliebte und attraktive Wohngemeinde, als Teil des Regionalzentrums Wettingen-Baden wie auch als Teil des boomenden Limmattals. Die Gemeinde wird sich auch in Zukunft wandeln: so prognostiziert der Kanton für die nächste Planungsperiode bis ins Jahr 2035 einen Bevölkerungszuwachs von rund 24 Prozent auf 26´000 Einwohner. Dieses Wachstum muss nach kantonalem Auftrag durch eine Innenentwicklung aufgefangen werden. Zahlreiche kantonale Infrastrukturvorhaben wie die Verlängerung der Limmattalbahn von Killwangen bis nach Baden, das regionale Gesamtverkehrskonzept Ostaargau OASE und die S-Bahn-Haltestelle Tägerhard werfen bereits heute ihre Schatten voraus und werden über 2035 hinaus weitreichende Auswirkungen auf die Entwicklung der Gemeinde zeigen. Diese

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mittel- und langfristigen Entwicklungen bieten Chancen und Risiken zugleich. Gemeinderat und Bevölkerung stellten sich der Herausforderung und setzten sich aktiv mit den Vorgaben des Kantons auseinander. Der Gemeinderat hat mit einem räumlichen Entwicklungsleitbild (REL) die raumplanerische Grundlage für eine kontinuierliche und qualitativ hochwertige Gemeindeentwicklung gelegt. Die Entwicklung soll damit nicht dem Zufall überlassen, sondern in die von der Gemeinde gewünschte Richtung gelenkt werden. Stärken und Schwächen analysieren Das REL bietet eine Gesamtschau der aktuellen und künftigen raumrelevanten Vorhaben und setzt sich mit der heutigen Situation («Wettingen 2020») und mit den Entwicklungsvorstellungen der Gemeinde («Wettingen 2035») auseinander. Zusammen mit dem Kommunalen Gesamtplan Verkehr (KGV) bildet das REL die Grundlage für die nachfolgende Revision der Nutzungsplanung. Damit werden ab 2022 die Bau- und Nutzungsordnung, der Bauzonenplan und der Kulturlandplan gesamthaft überprüft


RÄUMLICHES ENTWICKLUNGSLEITBILD 2035

Auch in den verdichteten Siedlungen soll die Lebensqualität gesteigert werden. Im Bild: Das Quartier um den Bahnhof Wettingen und die Landstrasse von oben.

und basierend auf dem REL an die zukünftigen Herausforderungen angepasst. Damit eine räumlich-strategische Vorstellung für die Zukunft entwickelt werden konnte, musste vorerst geklärt werden, wo Wettingen heute steht, welche Stärken die Gemeinde auszeichnen, aber auch, wo Schwächen zu verzeichnen sind. Auf Grundlage dieser Standortbestimmung legte der Gemeinderat allgemeine Entwicklungsziele fest. Demzufolge soll Wettingen bis 2035 nachhaltig gewachsen sein, einen massgeblichen Beitrag zur Regionalentwicklung leisten und für die Wettinger Bevölkerung zugleich Gartenstadt, Generationenstadt und Sportstadt sein. Verdichtung und Naherholung Damit diese allgemeinen Ziele erreicht werden können, muss sich die Siedlung bis 2035 zur Hauptsache innerhalb der bestehenden Bauzone und in den dafür besonders geeigneten Gebieten entwickeln. Die Quartiere haben zukünftig in der Siedlungsentwicklung unterschiedliche, ihrer Lage und Qualität entsprechende Aufgaben zu übernehmen, um so vielfältige Bedürfnisse der Bevölkerung abdecken zu können. Die Freiräume im Siedlungsgebiet müssen bis 2035 gesichert und aufgewertet werden; es sollen aber auch neue Freiräume geschaffen werden. Auch Landschaftsräume, Vernetzungselemente sowie Attraktions- und Erlebnisorte in der Landschaft müssen bis 2035 gesichert und aufgewertet oder neu geschaffen und mit den Freiräumen in der Siedlung vernetzt werden. Die Landschaft dient damit auch der Naherholung der Bevölkerung, was die Lebensqualität in der verdichteten Siedlung weiter erhöhen wird. Mit dem REL wirft der Gemeinderat aber auch einen Blick in die fernere Zukunft, über das Jahr 2035 hinaus. Gemäss der langfristigen Entwicklungsstrategie «Wettingen 2035+» soll das

«Wettingen soll auch in Zukunft ein attraktiver Wohn- und Arbeitsort sein.» Roland Kuster Gemeindeammann

Siedlungsgebiet nach 2035 bedarfsgerecht und in Etappen in Richtung Osten erweitert und in Wettingen Ost ein neuer, attraktiver Ortsteil für Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Sport und Erholung entstehen. Das Freiraumangebot soll mit geeigneten Einrichtungen weiter ergänzt, vernetzt und damit insgesamt gestärkt werden. Und die Landschaftsspange «Sulperg-Rüsler» wird dannzumal zum Landschaftspark weiterentwickelt und damit zur Identitätsträgerin nicht nur von Wettingen, sondern des gesamten Limmattals.

INFOVERANSTALTUNG BEVÖLKERUNG Der Gemeinderat wird am Montag, 8. November 2021 um 20 Uhr im Tägi die Bevölkerung über den Abschluss des Räumlichen Entwicklungsleitbilds (REL) informieren. Die Veranstaltung bildet gleichzeitig den Auftakt zur Revision der Nutzungsplanung. Ergänzt wird der Anlass mit einer Podiumsdiskussion, die sich mit dem REL und dessen Einbettung in die kantonale und regionale Perspektive beschäftigt. Details zur Veranstaltung finden Sie unter folgendem QR-Code.

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Der Künstler Anton Egloff beim Arbeiten im Atelier, 2020, Foto: Christian Hartmann, Beromünster. Rechts: Anton Egloff, Philae, 2015, Collage, 40 x 58 cm, Foto: Andri Stadler.

EIN ZUHAUSE FÜR DIE KUNST Seit 1972 werden in der «Gemeindegalerie» im Gluri Suter Huus laufend Ausstellungen mit aktueller Kunst gezeigt. Dabei sind Werke von arrivierten Künstler*innen als auch von jungen Kunstschaffenden aus der Region zu sehen. Text: Sarah Merten Bilder: zVg.

Der Kunstherbst in der Galerie im Gluri Suter Huus (GSH) bietet ein besonderes Highlight: Anton Egloff wurde 1933 in Wettingen geboren und gehört zu den bekanntesten Schweizer Plastikern seiner Generation. Nicht das huldigende Monument, sondern der dynamische Raum bestimmt sein künstlerisches Schaffen, womit er den zeitgenössischen Skulpturenbegriff entscheidend mitgeprägt hat. Nun kehrt Anton Egloff, der seit vielen Jahrzehnten in Luzern lebt und arbeitet, mit einer Ausstellung in seinen Heimatort zurück. In der Galerie im Gluri Suter Huus zeigt der Künstler Arbeiten aus mehreren Jahrzehnten seines Schaffens in einer spezifischen Kombination, darunter neue, bisher unbekannte Arbeiten. Anton Egloff freut sich darauf: «Eine Ausstellung zu machen heisst, in eine offene Beziehung zu treten mit suchenden Menschen. Das GSH bietet den guten Raum dazu. Es freut mich, dass das GSH gut vernetzt ist im kulturellen Leben des Kantons Aargau.» Im Dezember findet als Abschluss des Ausstellungsjahres bereits zum vierten Mal die «Kunst Schau 5430» statt. Die partizipative Ausstellung steht allen Wettinger Kunstschaffenden offen, die Teil-

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nahme ist unjuriert und niederschwellig: Autodidakten, professionelle und Hobby-Künstler*innen, Künstler*innengruppen, Fotograf*innen und Bildhauer*innen erhalten eine Präsentationsplattform. Die Ausstellung findet in der Galerie im Gluri Suter Huus und im benachbarten Museum Eduard Spörri statt und bietet dem Publikum vielfältigen Einblick in das lokale Kunstschaffen. Kunstschaffende können sich bis zum 13. November anmelden. Infos zur Anmeldung sind auf der Webseite des GSH einsehbar. Der Eintritt zu den Ausstellungen und Veranstaltungen ins Gluri Suter Huus ist frei. Informieren Sie sich über das aktuelle Programm unter www.glurisuterhuus.ch oder melden Sie sich zum Newsletter an! Nächste Ausstellungen Anton Egloff & Reto Steiner, 17.10.-28.11.2021 Vernissage 17. Oktober, 11 Uhr Kunst Schau 5430 – 2021, 12.12.2021-9.1.2022 Vernissage 12. Dezember, 11 Uhr


HPS WETTINGEN

UNVERZICHTBARE STÜTZE MIT GROSSEM HERZ An der heilpädagogischen Schule Wettingen (HPS) arbeiten pädagogische Mitarbeitende. Eine davon ist Mirjam Bodis. Erfahren Sie hier, welche wichtigen und wertvollen Aufgaben sie und ihre Kolleginnen und Kollegen tagtäglich wahrnehmen. Text und Bild: Sandra Thut Rund 110 Schülerinnen und Schüler mit einer kognitiven Beeinträchtigung besuchen die regionale Tagesschule der HPS in Wettingen. Die Kinder und Jugendlichen werden in ihren Fähigkeiten so geschult, dass sie ein weitgehend selbständiges und selbstbestimmtes Leben führen können. Auf diesem Weg unterstützen sie neben den heilpädagogischen Klassenlehrpersonen auch pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie Mirjam Bodis. Wer mit Mirjam Bodis über Ihren Beruf spricht, merkt sofort, mit wie viel Empathie, Engagement und Herzblut sie sich für die Schülerinnen und Schüler einsetzt. Ihre Aufgabe besteht hauptsächlich darin, die Klassenlehrpersonen – also Heilpädagoginnen und Heilpädagogen – bei ihrer Arbeit zu assistieren. Die Mirjam Bodis zugeteilte Klasse verfügt über acht Kinder. Jedes von ihnen hat eine kognitive Beeinträchtigung – manche stärker und manche schwächer. Genau das macht die Aufgabe abwechslungsreich und ein Stück weit auch herausfordernd. Der Tag beginnt mit dem Empfang der Schülerinnen und Schüler. Mit spielerischen Hilfsmitteln werden sie daran erinnert, was alles erledigt werden muss: Jacke aufhängen, Aussenschuhe ab- und Hausschuhe anziehen, Schulsack an den Tisch hängen und hinsitzen. Auch bei solch vermeintlich einfachen Aufgaben brauchen gewisse Kinder mehr Unterstützung als andere. Im Klassenzimmer fällt auf, dass sehr viel mit Piktogrammen oder Bildern gearbeitet wird.

Dies für Schülerinnen und Schüler die nicht lesen oder sogar nicht sprechen können. Die Bilder erleichtern die Kommunikation. Während des Unterrichts hilft und motiviert Mirjam Bodis dort, wo dies nötig ist. So individuell die Fähigkeiten der Kinder sind, so individuell sind auch die Aufgaben, die man ihnen geben kann. Beispielsweise müssen alle Kinder einmal am Tag das aktuelle Wetter protokollieren. Jene die lesen und schreiben können, notieren das Wetter in wenigen Stichworten. Andere wiederum halten die gleichen Angaben mit zur Verfügung stehenden Bildkarten fest. Weiter sorgen die pädagogischen Mitarbeitenden dafür, dass die Schülerinnen und Schüler rechtzeitig zu ihren Therapiestunden wie Logopädie oder Physiotherapie gehen und sie begleiten die Klasse in den Sportunterricht oder ins textile Werken. Auch das Mittagessen verbringen Mirjam Bodis und ihre Kolleginnen und Kollegen gemeinsam mit der Klasse. Die Meisten haben keine Probleme mit der Essensaufnahme. Dort müssen sie dann eher zwischendurch ermahnen, dass von allem probiert wird oder, dass man aufrecht am Tisch sitzt und nicht mit dem Essen spielt. Alles Handeln zielt darauf ab, die Selbständigkeit der Kinder im Alltag zu fördern und sie auf das Leben als inkludierter Teil der Gesellschaft vorzubereiten. Abgesehen davon, dass sie eine grosse Stütze bei der Ausbildung der Schülerinnen und Schüler ist, geht Mirjam Bodis mit einer

Mirjam Bodis schult an der HPS in Wettingen Kinder und Jugendliche in ihren Fähigkeiten, um später ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben führen zu können. Dabei arbeitet sie viel mit Piktogrammen wie Emotionen (im Bild).

so wunderbaren Menschlichkeit und einer wohlwollenden Art auf die Kinder ein, die wirklich beeindruckend ist. Dafür gebührt ihr und den anderen pädagogischen Mitarbeitenden ein grosses Dankeschön.

EUMZUG – MELDEPFLICHT ONLINE ERLEDIGEN Wer kennt es nicht: Kisten packen und schleppen, Möbel demontieren und wieder aufstellen, Wohnung reinigen, etc. Ein Umzug ist mit vielen unliebsamen Arbeiten und viel Aufwand verbunden. Innerhalb der Schweiz ziehen jährlich rund 400´000 Menschen um. Nach all den Umzugsstrapazen bleibt eines für alle Personen gleich: Innerhalb von 14 Tagen muss bei der bisherigen Wohngemeinde die Abmeldung und bei der neuen Wohngemeinde die Anmeldung vorgenommen werden - dies natürlich zu den Schalteröffnungszeiten. Mit eUmzug kann dies seit 2019 mittlerweile in vielen Kantonen bequem online, also auch von zuhause aus, erfolgen. Statt

zweier Gänge an den Schalter der beiden Gemeinden, kann den Einwohnerdiensten der Umzug bequem online mit einer einzigen Meldung mitgeteilt werden. Dies rund um die Uhr, unabhängig von den Schalteröffnungszeiten und ohne Mehrkosten gegenüber der persönlichen Vorsprache. Es ist kein Login erforderlich und anfallende Gebühren können mittels Kreditkarte oder Twint bezahlt werden. eUmzug ist Teil der eGovernment-Strategie von Bund, Kantonen und Gemeinden, mit der Dienste und Leistungen der Behörde digitalisiert angeboten werden. Welche Gemeinden bereits angeschlossen sind, ist auf www.emzug.swiss ersichtlich.

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TIZE.CH

ssssss EINE STORY VON TIZE.CH: JUNG, FRECH UND DYNAMISCH

WAS IST SCHLIMMER? ZU SCHEITERN ODER ES GAR NICHT ERST ZU VERSUCHEN? Wenn man mir die Frage so stellt, ist die Antwort für mich ziemlich klar: Etwas gar nicht erst zu versuchen, ist schlimmer. Genau diese Frage ist unbewusst eigentlich sehr präsent in unserem Leben. Man merkt es nur nicht immer oder meistens zu spät. Text: Fabia Budnick Bilder: istock

Nimm dir doch kurz ein paar Minuten und überleg mal, wie viele Dinge du im Leben nicht versucht hast, weil du Angst vor dem Scheitern hattest? ... Und? Schon einige Dinge dabei, oder? Und war es dir überhaupt bewusst, warum du so entschieden hast, wie du entschieden hast? Dabei liegt die Entscheidung nicht mal nur bei einem selbst. Man wird extrem schnell von seinem Umfeld beeinflusst. Nicht selten kommt es vor, dass jemand voller Begeisterung von einem Ziel oder neuen Plänen erzählt und darauf jemand eine Antwort gibt wie: «Und was ist, wenn du es nichts schaffst?». Puff, auf einen Schlag ist die ganze Euphorie und Willenslust weg. Und ganz schnell werden darauf die Pläne weggeworfen

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n ee d I e ll to e l e i ev i w , e d a h c s t s i Es o s h c a f n i e e h c und Wüns einfach Angst n a m l i e w , n e z h c o zerplat n r e d o t a h rn vor dem S cheite ndere L eute daran a l i e w r, e m m i l h sc zweifeln.


MUT ZUM RISIKO

oder verändert. Genau dann ist der Zeitpunkt, sich zu fragen: «Ist es jetzt schlimmer, es nie versucht zu haben, oder in meinem Vorhaben zu scheitern?», und schon wird die Frage etwas schwieriger und die Antwort fällt auch mir nicht mehr so leicht. Mut zum Risiko Ich möchte hier nicht sagen, dass es grundsätzlich schlecht ist, wenn andere Leute dein Vorhaben hinterfragen. Im Gegenteil, je nachdem, um was es geht, wird man ja auch schnell mal etwas grössenwahnsinnig und vergisst mögliche Konsequenzen. Dadurch wird man wieder auf den Boden der Tatsachen geholt. Aber es ist trotzdem schade, wie viele tolle Ideen und Wünsche einfach so zerplatzen, weil man einfach Angst vor dem Scheitern hat oder noch schlimmer, weil andere Leute daran zweifeln. Oft hinterfragt man dann alles aber und aber tausende Male und lässt es dann schlussendlich lieber sein. Es braucht extrem viel Mut, ein Risiko einzugehen, so viel ist klar. Und wenn man dann daran scheitert, fühlt man sich am Anfang nie gut damit. Doch irgendwann kann man dafür voller Stolz sagen, dass man es wenigstens versucht und nicht schon vorher aufgegeben hat. Ein unbeschreibliches Gefühl ist es jedoch, wenn man ein grosses Risiko eingegangen ist und es geklappt hat. Dann ist es nicht nur der Erfolg, welcher einem eine riesen Freude bereitet, sodern auch der Fakt, dass man nicht auf seine Kritiker gehört hat und ihnen somit gezeigt hat, dass es eben doch funktioniert.

Nach links oder nach rechts? Neue Wege oder alte Pfade gehen?

Was ist nun schlimmer – Zu scheitern oder es gar nicht erst zu versuchen? Diese Frage kann natürlich jeder nur für sich selbst beantworten. Aber ich finde, dass es enorm wichtig ist, sich diese Frage öfter und vor allem bewusster zu stellen. Gerade dann, wenn andere Menschen an dir zweifeln. Man sollte meiner Meinung nach Kritik ernst nehmen aber seine Entscheidungen nicht davon abhängig machen. Scheitern oder es gar nicht erst zu versuchen – «schlimm» ist keines von beiden, denn schlussendlich liegt es an dir, mit welcher Entscheidung du dein Leben lebst.

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PUBLIREPORTAGE WOHNEN

Alles unter einem Dach: Lassen Sie sich in den drei Showrooms von mobileGlas, SaniDusch und Hug Baustoffe an der Landstrasse 176 in Wettingen für Ihren Neu- oder Umbau inspirieren.

TIPPS FÜR IHR EIGENHEIM An der Landstrasse 176 in Wettingen können sich Eigenheimbesitzer, Bauleiter oder Architekten über innovative Verglasungsysteme, hochwertige Badezimmer und vielseitige Bad- und Plättlibelage informieren und die Produkte vor Ort auswählen. MOBILEGLAS AG VERGLASUNGSSYSTEME FÜR WINTERGARTEN, BALKONE UND WOHNRAUMERWEITERUNGEN mobileGlas AG ist ein Schweizer Systementwickler für Schiebe-Dreh-Systeme. Diese Systemkombination verfügt über entscheidende Vorteile gegenüber anderen Systemen. Neben der einfachen Handhabung der einzelnen Flügel, die auf der ganzen Schienenlänge flexibel positioniert werden können, erlaubt es auch eine optimale Raumnutzung. Anders als bei Faltwänden muss keine Sperrzone im Raum eingehalten werden. Durch müheloses Schieben und Abdrehen der einzelnen Flügel, ist ein vollflächiges und platzsparendes Öffnen möglich. Die Aussenseiten der Glasscheiben können ganz einfach, mittels Aufdrehen der einzelnen Flügel, in der Parkposition gereinigt werden. Nebst den Schiebe-Dreh-Systemen führt mobileGlas AG auch Schiebesysteme, Schiebe-Stapel-Systeme und Glas-Faltwände im Sortiment.

nucovista GG, Ganzglas-System

SHOWROOM Im Showroom in Wettingen präsentiert mobileGlas AG die verschiedenen Verglasungssysteme. Anhand der Musteranlagen können die Funktionsweise sowie die möglichen Einsatzbereiche im Detail aufgezeigt werden. Um eine optimale und persönliche Beratung zu gewährleisten ist eine Voranmeldung für den Besuch der Ausstellung von Vorteil. mobileGlas verkauft ausschliesslich über den Fachhandel. Für die Montage können auf Wunsch professionelle Fachpartner in der ganzen Schweiz vermittelt werden. VISTALINE vistaline das hochisolierte Schiebe-Dreh-System mit 3-fach-Verglasung und thermischer Trennung. Schmale Profilansichten ermöglichen eine grösstmögliche Transparenz. Dadurch ist vistaline das ideale Verglasungssystem für eine lichtdurchflutete Wohnraumerweiterung.

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vistaline mit 3-fach-Verglasung


SANIDUSCH AG SCHÖNE BADEZIMMER SIND UNSERE PASSION Seit 40 Jahren widmen wir uns mit Herzblut und Begeisterung der Ausstattung von Badezimmern. Wir betreiben auf über 600 m² die grösste Badezimmerausstellung der Region. Vom kleinen Gäste-WC bis zur grosszügigen Wellness Oase; bei uns finden auch Sie die gewünschten Produkte für Ihr Bauvorhaben.

Ausstellung Wettingen

HUG BAUSTOFFE AG KERAMISCHE WAND UND BODENBELÄGE 1946 gegründet, ist die Hug Baustoffe AG nicht nur eine grosse Schweizer Baumaterialhandlung mit Handwerkershops, sondern besitzt auch an diversen Standorten modernste Bad- und Plättliausstellungen sowie eine grossflächige Gartenbauaustellung in Nänikon-Uster. Das HUG-Team mit über 175 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern leistet Bauherren, Bauunternehmern, Architekten, Investoren und Planern engagierte, individuelle und qualitätsorientierte Fachberatungen und Logistikdienstleistungen. Dank umfassendem Leistungsangebot, baufachlicher Erfahrung und konsequenter Kundennähe hat sich das Unternehmen durch die Jahre zu einem sympathischen Partner mit starker, lokaler Präsenz an den einzelnen Standorten entwickelt. UNSER CREDO LAUTET: JEDES BADEZIMMER IST EIN UNIKAT UND WIRD AUCH ALS SOLCHES WAHRGENOMMEN. Unsere ausgebildeten Fachberaterinnen und Fachberater unterstützen Sie bei der Auswahl Ihrer Sanitären Apparate. Wir nehmen uns Zeit für Sie und gehen auf Ihre individuellen Anliegen ein. Ständige Weiterbildung und regelmässige Messebesuche geben unserem Fachpersonal die Kompetenz auch für Sie, ein aussergewöhnliches Badezimmer oder eine Dusche zu gestalten. Neben einer Vielzahl von Waschtisch-Kombinationen und Badezimmermöbeln finden Sie bei uns eine breite Auswahl von Duschen und Regenbrausen samt den dazugehörigen Armaturen für höchste Ansprüche. Unser einzigartiges Kompetenzcenter für Dusch-WC-Anlagen mit Testmöglichkeiten erleichtert Ihnen die Auswahl. Damit wir uns genügend Zeit für Ihre Beratung nehmen können, bitten wir um telefonische Voranmeldung. Selbstverständlich können Sie unsere einzigartige Ausstellung auch einfach durch eine freie Besichtigung bei einem Rundgang erleben. Wann dürfen wir Sie in der grössten Badezimmer Ausstellung der Region begrüssen? UNSER BEKENNTNIS ZUR MARKE Das sichere Gefühl ein Original zu besitzen. Wir vertreiben ausschliesslich Markenprodukte renommierter Hersteller. Dies garantiert unseren Kunden nebst hoher Qualität in der Verarbeitung auch Nachliefergarantie und Service lange nach dem Kauf.

Showroom Wettingen

WAS SIND DIE KERNKOMPETENZEN? Es ist die Vielseitigkeit! Als vollsortimentierter Baumaterial- Handelsbetrieb mit über 500 000 gelisteten Produkten begleitet die Firma HUG private wie auch öffentlich- gewerbliche Bauprojekte. Dies von der Planung über Baustellenerschliessung, Rohbau, Hoch- und Tiefbau, Innenausbau, Gips- und Trockenbau bis hin zum Holz-, Dach- und Fassadenbau. Die Baumaterial-Kompetenzzentren in Bülach, Hinwil, Jona, Nänikon, Wettingen und Zürich führen nicht nur dieses umfangreiche Baumaterialsortiment, sondern auch Maschinen und Werkzeuge zum Kaufen oder Mieten, Befestigungstechnik, Bekleidung und Arbeitsschutz sowie neu auch Farben in Profiqualität. Inspiration für Badund Keramiklösungen wie auch für den Garten findet man in modernsten Ausstellungen in Hinwil, Nänikon, Volketswil, Wettingen und Zürich. Diese enorme Vielfältigkeit und dem Kundennutzen daraus, «Alles aus einer Hand», mit der örtlichen Verwurzelung ist eine grosse Kernkompetenz der Hug Baustoffe AG. WAS IST UNSER LEISTUNGSANGEBOT? An allen Standorten werden Architekten, Unternehmer oder Bauherren kreativ, kompetent und zuverlässig durch die Planung und Gestaltung von Neu- oder Umbauten begleitet – von der Produktewahl bis hin zur Mengenermittlung, Kostenberechnung, Offertstellung und Logistik. Kurz: Von der Idee zum Objekt!

Keramische Wand- und Bodenbeläge: Wie würden Sie entscheiden?

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BADENFAHRT 2023

Der neue Badenfahrt-Präsident Oliver Eglin freut isch auf ein tolles und friedliches Fest im Jahr 2023.

«ICH BIN VON HIER UND WILL ETWAS ZURÜCKGEBEN» Der 38-jährige Oliver Eglin ist der neue Präsident des Badenfahrtkomitees. Im Interview spricht er über den Charakter und die Herausforderungen des beliebten Stadtfestes, von dem er bisher kein einziges ausgelassen hat. Text: Anouk Holthuizen Bilder: Christian Doppler

Oliver Eglin, Sie sind der neue Präsident der Badenfahrt. Wie fühlt sich das an? Grundsätzlich ist das ein besonderes Gefühl und natürlich eine Ehre. Aber ich sehe mich nicht als die Spitze eines Komitees, sondern als Teil einer Gesamtorganisation, wo jeder seinen Beitrag leistet. Ich war ja schon in der Organisation dabei, früher als Finanzchef. Nun beschäftige ich mich als Präsident schlicht mit einem anderen Aufgabengebiet, mehr Öffentlichkeitsarbeit und Koordination. Ich werde einfach glücklich sein, wenn wir ein tolles, friedliches Fest haben. Was veranlasste Sie, das Präsidium zu übernehmen? Ich war bereits im Vereinsvorstand, und wir hatten intern die Nachfolge diskutiert. Da fragten mich meine älteren Kollegen, ob ich das übernehmen möchte. Ich musste es mir gut überlegen, denn das Präsidium beansprucht viel Zeit. Schliesslich entschied ich mich dafür. Ich sehe es als meinen persönlichen Beitrag zur lokalen Gesellschaft. Ich bin von hier, wohne hier, und so will ich etwas zurückgeben. Andere werden Politiker oder Vereinsvorstand, ich beschäftige mich mit der Badenfahrt. Wie viele Stunden Freiwilligenarbeit leistet das OK? Das ist je nach Ressort unterschiedlich. Als Finanzchef war es für mich rund ein halber Tag pro Woche, manchmal mehr. Aber

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ich hatte vor allem am Anfang und dann am Schluss wieder zu tun. Die Vorbereitungen für eine Badenfahrt dauern vier bis fünf Jahre lang. Im OK sind wir 30 Personen, im Kernteam acht, vier Frauen und vier Männer. Welche Erinnerungen haben Sie an die erste Badenfahrt? Ich sass als Sonnenblume auf dem Wagen des Quartiervereins Allmend-Münzlishausen. Am meisten beeindruckte mich allerdings nicht der Umzug, sondern das Verbrennen des Glockenturms, der auf unserem Wagen stand. Wir machten auf der Allmend ein grosses Feuer, das empfand ich als ein grossartiges Gemeinschaftserlebnis. Auch mit der Pfadi erlebte ich immer tolle Badenfahrten. Ich war bei jeder Badenfahrt dabei. Was macht den Charakter des Stadtfests aus? Das Mass an Kreativität. Es ist ein Fest, das durch alle Bevölkerungsschichten getragen wird. Von der Schule über Jugendvereine zu Rotariern und Flüchtlingsvereinen. Typisch für die Badenfahrt ist immer auch der Crazyness-Faktor: ausgefallene Beizen mit ausgefallenen Programmen. An der letzten Badenfahrt wurde Kritik laut, die Crazyness sei langsam überdosiert. Den Raketenturm fanden manche grös-


«Die Qualität der Badenfahrt bemisst sich an der Qualität des Angebots und nicht an seiner Grösse. Die Grösse interessiert uns vor allem unter dem Aspekt der Sicherheit.» Oliver Eglin, Präsident Badenfahrt 2023

senwahnsinnig. Ich fand ihn schön. Im Verein war ein Kranführer, das nutzte man, und so soll es auch sein. Ja, es wurden immer aufwändigere Projekte realisiert, doch der Entscheid darüber, was jeder Verein macht, liegt bei ihm selbst. Die Qualität der Badenfahrt bemisst sich an der Qualität des Angebots und nicht an seiner Grösse. Die Grösse interessiert uns vor allem unter dem Aspekt der Sicherheit. Es droht eine Überlast durch die Menschenmengen. Die besteht eigentlich schon lange, aber die Menschen sind sensibilisierter dafür. Das letzte Mal wegen dem Terrorismus, jetzt wegen Covid. Wie kam das Motto «neo» für die Badenfahrt 2023 zustande? Der wichtigste Grund ist das 100-Jahr-Jubiläum. Ein Jubiläum zu feiern ist eigentlich nicht typisch für die Badenfahrt. Unser Stadtfest war immer innovativ, mit dem Blick nach vorn. Andererseits schulden wir der Geschichte, diese 100 Jahre zu würdigen. Darum passt der Begriff «neo» perfekt. Er enthält zugleich die Reinkarnation und das Wiedererfinden: Wir können Vergangenes neu erfinden und die Metamorphose würdigen. Gibt es grössere Änderungen im Konzept? Für die Vereine werden sich die Leitplanken nicht verändern. Was dieses Mal professionell stattfinden wird, ist das Crowd-Management: Simulationen der Menschenmengen. An neuralgischen Punkten müssen wir die Mengen ausdünnen können, und das hoffen wir mit einem weitläufigeren Festgebiet zu erreichen. Zudem möchten wir vor allem Menschen aus der Region anziehen. Mit den Social Media ist das aber schwierig geworden. Wenn die Leute auf Instagram sehen, dass in Baden gerade die Post ab geht, zieht das viele Leute an. Da prüfen wir derzeit verschiedene Massnahmen.

Links: Oliver Eglin am Badenfahrt-Umzug im Alter von rund 4 Jahren.

Ein Fest von Vereinen

Welche Rolle spielt in Zeiten des Klimawandels die Nachhaltigkeit? Nachhaltigkeit wurde an der Badenfahrt immer gelebt. Jeder Verein überlegt sich, was er danach mit dem Holzbau macht. Die meisten Bauten sind bereits schon Recycling. Das letzte Mal organisierten wir eine Recycling-Börse, dort wurde das Badenfahrt-Material abgegeben. Nachhaltigkeit steckt in vielen Badenfahrt-Aspekten, auch im Trink- und Essgeschirr. Nun überlegen wir, was man anstelle von Plastikbändeln als Festpass abgeben könnte.

Die Parzellen an der Badenfahrt dürfen ausschliesslich Vereine besetzen. Sie bewerben sich mit ihrer Projektidee um eine Auswahl von jeweils drei Parzellen. Ausgewählt werden jene, die kreativ und passend sind. «Es fand aber noch nie ein Verein kein Plätzchen», sagt Oliver Eglin.

Was für Arbeiten stehen derzeit an? Wir sind an der Festgebietsplanung und führen im November einen Sponsorenanlass durch. Am 7. Dezember ist die Infoveranstaltung für die Vereine. Danach können sie sich für die Parzellen bewerben. Es geht jetzt in die Detailplanung.

Infoveranstaltung Vereine

Wie wird das Fest finanziert? Der Verein Badenfahrtkomitee verfügt über ein Budget, das durch Sponsoren, Parzellen- und Umsatzabgaben der Vereine sowie den Verkauf der Festpässe gefüttert wird. Wir machen keinen Gewinn, alle Überschüsse werden an die Vereine und das Kurtheater abgegeben. Letzteres ist historisch bedingt: 1923 wurde das marode Stadttheater mit dem Überschuss der ersten Badenfahrt saniert, bzw. die Stiftung Kurtheater gegründet. Die Stiftung versandete mit dem Weltkrieg und das Theater wurde abgerissen. 1947, wieder an der Baden-

Sponsorenanlass 23. November 2021, 18.30 Uhr im Trafo Baden. Firmen können sich per E-Mail info@badenfahrt.ch anmelden.

7. Dezember 2021, 19 Uhr, Kurtheater Baden, keine Anmeldung nötig.

fahrt, wurde wieder Geld gesammelt – für ein neues Theater, das Kurtheater Baden wurde dann 1951 gebaut. Wie entwickeln sich die Kosten? Wir sind mit höheren Kosten konfrontiert. Das ist sicherheitstechnisch bedingt, unter anderem auch in der medizinischen Versorgung, da neue Auflagen bestehen. Wir müssen Festärzte bereitstellen, früher reichten Samaritervereine. Unser Ziel ist es, die Vereine finanziell nicht mehr zu belasten. Eventuell werden die Festpässe ein wenig mehr kosten.

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TIZE.CHLOOSLI AG ROGER

NEU: HEUER, TAG HEUER UND VINTAGE-ANKAUF Die Roger Loosli AG, Goldschmiede- und Uhren-Fachgeschäft in Wettingen, positioniert sich neu auch als Anlaufstelle für hochwertige Jahrgangsuhren, sogenannte Vintage-Uhren und kauft so nach Möglichkeit von Ihrer Kundschaft auch seltene und hochwertige Uhren an. Bilder: Adrian Ehrbar

Spezialisiert ist das Fachgeschäft auf alte Heuer- und TAG Heuer-Modelle, welche gleichzeitig in Sammlerkreisen eine attraktive Wertanlage darstellen. Verlangen Sie ein unverbindliches Kaufangebot für Ihre Vintage-Uhr, welches Ihnen dann innert 3 bis 4 Arbeitstagen zugestellt wird oder veranlassen Sie bei der Roger Loosli AG, dass Ihre Uhr einem werterhaltenden Service unterzogen wird. Sie wird nachher wieder wie neu funktionieren. Roger Loosli ist dazu auch offizieller TAG Heuer Händler der aktuellen Kollektion. Auch eintauschen ist möglich Wer eine neue Uhr aus dem Sortiment von Roger Loosli AG in Wettingen kaufen möchte, dem kann auf Wunsch auch ein Angebot für seine alte Uhr gemacht werden. Wichtig beim Entscheid, ob das Goldschmiedeund Uhren-Fachgeschäft eine alte Uhr in Zahlung nimmt und somit ein Angebot unterbreiten kann, sind immer die Faktoren «Hochwertigkeit der Marke», «Zustand der Uhr» und «die zu erwartenden Wiederverkaufsmöglichkeiten am Markt». www.looslischmuck.ch

BAUEN SIE IHRE EIGENE UHR ZUSAMMEN Die Limmat Commander ist eine echte Custom Watch! Während bei fast allen Uhren nur zwei Zifferblatt-Farben wählbar sind, kann man bei dieser Uhr selber bestimmen wie die Uhr aussieht und sie auch gleich komplett selber zusammenbauen. Neu gibt es die Limmat Watches auch mit Gehäusegrösse 42 mm (bisher 44,5 mm), was die Uhr etwas feiner und noch eleganter erscheinen lässt. Das spezielle Konzept, wie auch das Design der Uhr wurde durch Roger Loosli erstellt und ist in seiner Art einzigartig. Melden Sie sich jetzt bei Roger Loosli AG in Wettingen für den unvergesslichen, rund 4-stündigen Uhrmacher-Kursabend an. Alle Infos gibt’s unter www.limmatwatches.ch

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Ha b e n Sie Lus t , Ihr Zu ha us e aufzu mö b e ln? Kont

aktie

ren S ie uns.

Geschäftsübergabe genagelt:

Starkes Trio für NILO.

von links nach rechts: Nik Meier | Fabio Tognala | Claudia Meier | Matthias Munk

Aller guter Dinge sind drei: Die NILO Schreinerei Küchenbau AG erhält ein neues Führungsteam. Matthias Munk, Claudia Meier und Fabio Tognala sind die neuen Gesichter von NILO und setzen die Tradition für feinstes Handwerk gemeinsam fort. Dreifach-Power für NILO

weithin in der Region bekannt. «Wir lieben unser Handwerk und

Die NILO Schreinerei begeistert ihre Kunden seit 1906 mit feinster

Holz in all seinen Facetten. Diese Motivation treibt uns täglich an.

handwerklicher Qualität in Wettingen und Umgebung. Nach 40

Trotzdem ist eine ausgewogene Work-Life-Balance wichtig. Des-

Jahren übergibt Nik Meier die Führung seiner Traditionsschreinerei

halb haben wir uns für eine starke Dreierspitze entschieden», sagt

nun in jüngere Hände: In seine Fussstapfen treten als neues Füh-

Meier zur neuen Führungsstruktur.

rungs-Trio Matthias Munk (Geschäftsführung, Leitung Planung

Als Unterstützung stehen dem Power-Trio 22 begeisterte, langjäh-

und Produktion), Claudia Meier (Finanzen, Personal und Kunden-

rige Mitarbeitende und Lernende zur Seite. Mit viel Liebe zum De-

service) und Fabio Tognala (Verkauf und Montage). Das Dreier-

tail und Handwerkskunst auf höchster Stufe sind sie ein grosser

gespann teilt sich die Führung zu gleichen Teilen.

Teil des Erfolgs von NILO und stehen für das, was NILO ausmacht:

«Mit der geteilten Führung können wir künftig noch gezielter auf

Kreative Ideen, höchste Qualität und Ihre persönlichen Wohn-

die sich stetig wandelnden Märkte und wachsenden Kundenbe-

träume nach Mass. Um einen reibungslosen Übergang zu gewähr-

dürfnisse eingehen», sagt Geschäftsführer Matthias Munk. Als

leisten, wird Nik Meier weiterhin als Verwaltungsratspräsident

langjähriger Mitarbeiter ist er seit vielen Jahren ein fester Be-

zur Seite stehen.

standteil in der Schreinerei und regional verankert. Auch Claudia Meier ist eine langjährige und erfahrene Mitarbeiterin und freut sich, als Tochter von Nik Meier die Tradition der Firma weiterzuführen. Für frischen Wind sorgt Fabio Tognala, der zuvor über 20 Jahre mit seiner eigenen Firma in der Region Baden tätig war. Er bringt ein breites Fachwissen und die nötige Erfahrung mit, um die Schreinerei gemeinsam mit Munk und Meier in die Zukunft zu führen.

« An dieser Stelle möchte ich mich bei Ihnen, liebe Kundinnen und Kunden, für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren bedanken. Ich blicke auf viele spannende Projekte und Arbeiten, schöne Begegnungen und bewegende Momente zurück, die ich in bester Erinnerung behalten werde.»

Wir lieben unser Handwerk Qualität ist nicht nur eine Idee, sondern ein Versprechen. Dafür steht NILO seit mehr als hundert Jahren. Der ehemals kleine Handwerksbetrieb hat sich als Traditionsschreinerei für Küchenbau, Inneneinrichtung und Renovation einen Namen gemacht und ist

Nik Meier, Verwaltungsratspräsident

NILO Schreinerei Küchenbau AG | Kreuzkapellenweg 2 | 5430 Wettingen Telefon 056 437 29 90 | info@nilo-ag.ch | www.nilo-ag.ch


BEACHSOCCER WM

AN DER WELTSPITZE Der Wettinger Noel Ott und der Badener Glenn Hodel leisteten Entscheidendes zum sensationellen Schweizer Bronzemedaillengewinn an der Beach-Soccer-Weltmeisterschaft. Text: Jörg Greb Fotos: Viacheslav Yakovlev

Glen Hodel (links) wurde zum Torschützenkönig des Turniers gewählt, Noel Ott wurde als wertvollster Spieler (MVP) ausgezeichnet.

Und plötzlich standen sie im Rampenlicht: Als Mannschaft mit den sensationellen Auftritten an der Weltmeisterschaft in Moskau und als Individualspieler. Noel Ott, der Captain und Schlüsselspieler wurde zum MVP gewählt, dem wertvollsten Spieler des Turniers. Glenn Hodel gewann die Auszeichnung des Torschützenkönigs. Und besonders augenfällig beim Duo, das sich seit Jahren bei Nationalmannschaftsreisen das Zimmer teilt: Die sportinteressierte Öffentlichkeit nahm das Ganze mit bisher einzigartiger Breite wahr. SRF übertrug die Partien, Beach Soccer hatte sein Randsportartenimage abgelegt. Wunderbare Tage, verbunden mit viel Wertschätzung waren das für Ott und Hodel. «Unglaublich», sagt Ott dazu. Der 27-Jährige kam zu einzigartigen Glücksgefühlen. Stolz mischte sich beim 153-fachen Internationalen dazu, «dass wir als Team solche Leistungen erbringen konnten und uns durch Konstanz profilierten». Der Glaube an uns war zwar dagewesen, aber nicht ins Uferlose gewachsen – «schliesslich», so Ott, «hatten wir uns ja nicht qualifiziert gehabt, sondern sind für die verzichtende Ukraine nachgerutscht». Genossen hat auch Glenn Hodel die WM-Tage und die darauf folgende Anerkennung. Der Mann mit den 117 Nationalteam-Einsätzen sagt: «Diese Weltmeisterschaft war mega schön und was dabei herauskam, hätten wir uns nie im Traum erhofft.» Und heraus streicht der 24-Jährige den Wert für den Schweizer Beach Soccer: «Die Art und Weise unserer Resultate ist ebenso viel wert: Wir haben mit einer grossen Show gewonnen.» Verbunden war das Ganze mit viel Medienpräsenz. «Das sind wir uns überhaupt nicht gewohnt», sagen beide übereinstimmend. Zusätzliche Genugtuung war die Folge.

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«Diese WM war mega schön und was dabei herauskam, hätten wir uns nie im Traum erhofft.» Glenn Hodel «Dir reicht es nicht zum Profi» Zum Beach Soccer haben Ott und Hodel auf unterschiedliche Weise gefunden. Ott, der in Wettingen die Primar- und die Sekundarschule besuchte, hatte sein fussballerisches Talent früh bewiesen. Vom FC Wettingen kam er in die Limmattal-Auswahl. Als nächsten Schritt schloss er sich den GC-Junioren an. Von dieser Topförderung profitierte er. Und dank dem Verständnis von seinen Lehrern und im Lehrbetrieb (KV bei der Nagra) konnte er diesem anspruchsvollen Weg folgen. «Für mich war dieser Goodwill sehr wichtig», sagt Ott heute. Er wollte auch eine schulische und berufliche Basis erarbeiten und nicht nur auf den Fussball setzen. Und das erwies sich als Glücksfall, als er sich «von einem Tag auf den anderen» vor eine ganz andere Realität gestellt sah. Die GC-Verantwortlichen beschieden ihm: «Lieber Noel, für einen Profi-Vertrag reicht es bei dir nicht.» Mit Distanz erwies sich jenes Erlebnis als Glücksfall, auch auf den Sport bezogen. «Gelegenheitsbeacher» Ott


Das Schweizer Beachsoccer-Team feiert den 3. Rang an der WM in Russland mit FIFA-Präsident Gianni Infantino (Mitte). Noel Ott und Glenn Hodel in Action. Noel Ott wird zum MVP des Turniers gewählt. Rechts: Die Beach-Aargauer-Connection mit dem Wettinger Tobi Steinemann, Badener Glenn Hodel, Wettinger Noel Ott und Lenzburger Jan Ostgen.

kontaktierte den Beach Soccer Nationaltrainer Angelo Schirinzi. Ein Probetraining verlief viel versprechend. Ott wurde im Nationalteam vom Ergänzungsspieler zum Captain. «Dieser Weg macht mich selber stolz», blickt er zurück. Ernsthafte Ambitionen im Profifussball machte sich Glenn Hodel hingegen nie – auch wenn ihn der Fussball ab dem Alter von 4 Jahren begeisterte. Im FC Baden fiel der Junge aus Baden Dättwil auf. In die Limmattal-Auswahl kam er. Ebenso aber begeisterte er sich für den Beach Soccer. Ein Training für Kinder und Jugendliche des ehemaligen Beach-Soccer-Aushängeschildes Stephan Meier bildete den Auslöser. «Ich war sofort Feuer und Flamme und verfolgte fortan diesen Weg», sagt Hodel. Einen Weg, den er «noch keinen Tag» bereut hat. Durch Beach Soccer sei er zu Erlebnissen und Möglichkeiten gekommen, wie es ihm im herkömmlichen Fussball nie möglich gewesen wäre. Vier Weltmeisterschaften hat er trotz seines jungen Alters schon bestritten, vorher, schon 2015, spielte er an den European Olympic Games in Baku. Eindruck hinterlassen hat das Einlaufen bei der Eröffnungsfeier vor 80´000 Zuschauern. Der WM-Erfolg stellt eine weitere wichtige Station dar.

Feierabend-Fussballer Geld verdienen werden aber weder Ott noch Hodel mit ihrem Können im Beach Soccer. Beide gehen einer geregelten Arbeit nach. Ott ist HR-Mitarbeiter in einem KMU. Derzeit schliesst er die Weiterbildung zum HR-Fachmann ab. Hodel schloss die KV-Lehre ab. Mittlerweile arbeitet er zu 70 Prozent in der Orthopädie Malgaroli in Baden und macht die Berufsmatura. Beach Soccer kommt nebenher. «Wir sind Feierabend-Fussballer», sagen Ott wie Hodel. Intensiv ist das. Vier Trainings pro Woche à je zwei bis zweieinhalb Stunden nach der Arbeit heisst dies. Vor einem wichtigen Turnier wie der Weltmeisterschaft kommen Wochenendtrainings oder -zusammenzüge hinzu. Und für

«Diese Anerkennung sind wir uns nicht gewohnt. Doch das Sommermärchen ist leider schnell wieder verflogen.» Noel Ott

Turniere gehen Ferien drauf oder unbezahlter Urlaub. «Ferien anderer Art kenne ich nicht», sagt Hodel. Ott nickt. Die Anerkennung, die sie nun ernten, erfüllt Ott wie Hodel mit Zufriedenheit. «Solches sind wir uns nicht gewohnt», sagt Ott. So bedankte er sich etwa anlässlich des Länderspiels gegen England in Aarau und unmittelbar nach der WM bei den zahlreichen Fans von jung bis ganz alt persönlich und signierte Autogrammkarte um Autogrammkarte mit seiner Unterschrift. Auf der anderen Seite ist aber auch das, was Hodel jüngst erkannt hat, dass «dieses Sommermärchen schnell verflogen ist». Das (nicht ganz so erfolgreiche) Mitwirken am Supercup-Final (u.a. ohne Ott) in Portugal Anfang September fand in der Öffentlichkeit keine Anerkennung. Keine Zeile in den Zeitungen, kein Echo beim Fernsehen. «Wir sind schnell wieder mit der Realität konfrontiert», sagt Hodel. Das Bedauern schwingt in jedem Wort mit. Es kommt zu dem, was von der WM her auch geblieben ist: «Nur Freude war diese WM nicht, im Gegenteil. Die Halbfinal-Niederlage im Penaltyschiessen gegen den späteren Weltmeister Russland hat auch Enttäuschung hinterlassen.» Doch die riesige Freude über Bronze überstrahlt schliesslich alle Gefühle.

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FORTYSEVEN

FORTYSEVEN IN BADEN: DIE ERSTE WELLNESS-THERME DER SCHWEIZ Wer zurzeit in Baden an der Limmat unterwegs ist, kann den imposanten, ockergelben Neubau gar nicht übersehen: das FORTYSEVEN. In weniger als drei Monaten ist es soweit und in Baden eröffnet nicht nur ein Thermalbad, sondern eine Wellness-Therme. Mit seinem einzigartigen WellbeingAngebot bietet das FORTYSEVEN künftigen Gästen weit mehr als Baden und Saunieren. Text: Céline Schleich Bilder: © ThermalBaden AG

Mit dem FORTYSEVEN entsteht in Baden die erste Wellness-Therme der Schweiz mit einem gesamtheitlichen Ansatz von mentaler Erholung.

Sich im warmen Thermalwasser treiben lassen, in der Sauna mit direkter Sicht auf die Limmat entspannen und bei einer Meditationsübung zur Ruhe kommen. Was derzeit noch wie ein erholsamer Traum klingt, wird nach über drei Jahren Bauzeit Wirklichkeit: Im November 2021 eröffnet die Wellness-Therme FORTYSEVEN und Baden erhält nach langer Zeit wieder sein eigenes Thermalbad. So setzt die Wellness-Therme die Jahrtausende alte Bädertradition von Baden fort und ist gleichzeitig der Beginn einer neuen Ära. Seit dem Spatenstich im April 2018 für den Bau des neuen Thermalbades, das Wohn- und Ärztehaus «Residenz47» sowie die Rehabilitationsklinik im Verenahof-Geviert, hat sich im Badener Bäderquartier viel getan. Das Herzstück, die Wellness-Therme FORTYSEVEN, nimmt immer mehr ihre finale Gestalt an. Der rund 160 Meter lange Bau vom Schweizer Architek-

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ten Mario Botta weckt mit seiner aussergewöhnlichen Architektur schon jetzt die Neugierde darauf, was im Innern der Wellness-Therme alles auf die Besucherinnen und Besucher warten wird. Entspannung für Körper und Geist Das einzigartige, 47 Grad warme Thermalwasser der Badener Quellen hat dem FORTYSEVEN nicht nur seinen Namen gegeben, sondern zeichnet es auch mit dem am stärksten mineralisierten Thermalwasser der Schweiz aus. Dieses kann man in acht verschiedenen Becken geniessen – von Whirl- bis zu Hot- und Cold-Pools. Das letzte Becken der insgesamt 830 Quadratmetern Wasserfläche liegt auf der Terrasse, ist von einer Wiese zum Sonnen umgeben und wird als einziges Thermalbecken mit Quellwasser gespiesen: das Schwimmbecken. Nach dem Badevergnügen können sich

Gäste in den insgesamt elf verschiedenen Sauna- und Dampfbädern entspannen. Wer in der Textil-Sauna mit Erlebnisduschen oder in der Nackt-Sauna mit Tauchbecken ordentlich ins Schwitzen kommt, kann sich auf der Terrasse mit Blick auf die Limmat und die Rebberge von Ennetbaden abkühlen. Auf Frauen, die an ihrem Wellnesstag gerne unter sich bleiben möchten, wartet eine eigene Damen-Sauna inklusive Erlebnisduschen und eigenem Ruheraum. Zum umfangreichen WellbeingAngebot gehören im FORTYSEVEN auch vielseitige Treatments und kosmetische Behandlungen von entspannenden Massagen über Peelings bis hin zu Mani- und Pediküre. Wer sich länger entspannen möchte, gönnt sich gar ein Rundum-Wohlfühlpackage für mehrere Stunden. Ein einzigartiger Kosmos Als Wellness-Therme mit Fokus auf ein ganzheitliches Wohlbefinden setzt das


WELLNESS-THERME BADEN

FORTYSEVEN nebst der körperlichen auch auf die geistige Entspannung. Teil davon ist der «Kosmos», ein eigens für die Wellness-Therme entwickelter Erlebnisbereich mit einer audiovisuellen Inszenierung. Die drei Bereiche Makro-, Meso- und Mikrokosmos verhelfen Besucherinnen und Besuchern zu einem beinahe meditativen Entspannungszustand. Momente der Achtsamkeit erfahren Thermen-Gäste im Obergeschoss am gleichnamigen «Ort der Achtsamkeit». Hier bietet das FORTYSEVEN in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Region verschiedene Kurse zum Thema Entspannung und Achtsamkeit an, wie beispielsweise Yin-Yoga oder Meditation. Zum Gesamtpaket an Erholung gehört auch der kulinarische Genuss, für den ein öffentliches Restaurant, ein Café und im Sommer ein Garten-Bistro mit frischen und gesunden Kreationen aus regionalen Lebensmitteln sorgen werden. Und wer dies alles ohne seine Kinder geniessen möchte, dem sei verraten, dass das FORTYSEVEN mit der Kinderkrippe der ABB zusammenarbeiten wird und Eltern ihren Nachwuchs während des Thermenaufenthaltes dort ohne Voranmeldung abgeben können. Baden: die alte und neue Bäderstadt Nicht nur die 4’500m² grosse Wellness-Therme soll dazu beitragen, dass Baden wieder zu der Schweizer Wellness-Hauptstadt wird: Nebst dem FORTYSEVEN baut die Bauherrin, die Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach + Baden, an der Limmat auch an der «Residenz 47», einem Wohnkomplex mit 38 Mietwohnungen und integriertem, ambulanten Zentrum von ZURZACH Care. Ebenfalls Teil der «Residenz47» wird eine Praxis für Dermato-

logie, ein Zentrum für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM Center Ming Dao) und ein öffentlich zugängliches Fitnesscenter (in Kooperation mit ZURZACH Care) sein. Während der Bezug der Wohnungen bereits im Oktober 2021 möglich ist, laufen die Arbeiten am historischen Verenahof-Geviert weiter. Wo bereits vor 2’000 Jahren gebadet wurde, entstehen 73 Patienten- und Gästezimmer, modernste Behandlungsräume und ein Restaurant mit Orangerie, die zusammen eine hochmoderne Präventions- und Rehabilitationsklinik bilden. Jahrhundertalte Dachbalken und römische Fresken sind nur einige wertvolle Zeitzeugen, die beim kontrollierten Rückbau des historischen Hotelkomplexes gefunden wurden und die sowohl die Bauherrin Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach + Baden, als auch die Stadt Baden und der kantonale Denkmalschutz erhalten möchten. Da im Verlauf der Arbeiten allerdings festgestellt wurde, dass die Bausubstanz schlechter ist als erwartet, verzögert sich die Eröffnung der geplanten Rehabilitationsklinik um weitere Jahre. Mit Abschluss der Bauarbeiten der Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach + Baden wird in Baden ein umfassendes Gesundheitsangebot geschaffen, welches mit der Eröffnung der ersten Wellness-Therme der Schweiz im November 2021 seinen Anfang nimmt. Eingebettet in die geschichtsträchtige Vergangenheit des Badener Bäderquartiers, werden die moderne Präventions- und Rehabilitationsklinik und das FORTYSEVEN eine spannende Brücke von der Vergangenheit in die Zukunft schlagen.

«Damit wir unseren Gast mit einem «Rundum-Wohlfühlpaket» verwöhnen können, achten wir auf alle Details von der Wahl des Raumdufts bis hin zu Beschaffenheit der Bademäntel. Mit der Wellness-Therme FORTYSEVEN wollen wir eine Oase des ganzheitlichen Wohlbefindens schaffen.» Nina Suma, Geschäftsführerin FORTYSEVEN

Mit elf verschiedenen Sauna- und Dampfbädern bietet das FORTYSEVEN seinen Gästen zahlreiche Wellness-Highlights wie etwa Saunieren mit direktem Blick auf die Limmat.

Über die Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach + Baden:

Über die ThermalBaden AG:

Die 1957 gegründete Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach + Baden bezweckt den gemeinnützigen Betrieb von Rehabilitationskliniken, Ambulatorien und weiteren der Gesundheit und dem Wohlergehen dienenden Institutionen und Einrichtungen. Des Weiteren setzt sie sich für die Förderung der Kurorte Bad Zurzach und Baden ein. Zur Stiftungsgruppe gehören unter anderem die ZURZACH Care Gruppe, das Weiterbildungszentrum RehaStudy und Gastronomie-Betriebe, die Thermalbäder in Bad Zurzach und Bad Säckingen/D sowie die sich im Bau befindende Wellness-Therme FORTYSEVEN in Baden.

Sie ist die Betreibergesellschaft hinter dem FORTYSEVEN mit Sitz in Baden. Vorsitz des Verwaltungsrates der Aktiengesellschaft, welche zu 100% im Besitz der Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach + Baden ist, hat René Kamer. Die Geschäftsführung obliegt Nina Suma, welche seit November 2019 in ihrer Funktion amtet.

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NACHHALTIG LEBEN

LET´S START Das Thema Klimaschutz ist im Alltag nicht mehr wegzudenken, sei es bei der Abfallvermeidung, beim Recycling oder bei innovativen Produktionsmethoden. Nachhaltig zu leben bedeutet, durch kleine Schritte, grosse gesellschaftliche Veränderungen zu unterstützen. Gemeinsam können wir auf Konzerne und Regierungen Druck ausüben. Jeder kann etwas tun. Text: Katja Bopp Bilder: istock, zVg.

WAS IST NACHHALTIG? Viele möchten ihren ökologischen Fussabdruck verringern, doch wie fängt man an? Und was ist eigentlich wirklich nachhaltig? Verschiedene Faktoren hängen hier zusammen. Muss man leere Joghurtbecher beispielsweise auswaschen? Wie grün sind eigentlich E-Autos? Und ist eine vegane Ernährung wirklich immer besser für unseren Planeten? Der Ratgeber «Was ist wirklich nachhaltig» bringt Licht ins Dunkel und liefert fundierte Antworten auf über 140 alltägliche Fragen rund um die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Wissenschaftlich recherchiert und in übersichtlichen Grafiken veranschaulicht die Autorin Georgina Wilson-Powell, wie sich unser tägliches Verhalten auf unseren Planeten auswirkt. dk-germany.de

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VEGANES LEDER Um veganes Apfel-Leder herzustellen werden Kerne und Schalen, die in der Saft- und Marmeladenindustrie anfallen mit Äpfeln püriert, auf einer festen Folie ausgebreitet und so lange dehydriert, bis fast die gesamte Feuchtigkeit entfernt ist. Dieses Püree wird zu einem flexiblen, lederartigen Material, das dann mit Polyurethan kombiniert wird, um das vegane Leder herzustellen. Das Ergebnis: Hochbeständiges Material, abriebfest, wasserbeständig und überraschend leicht und robust. lnelondon.com

Greenting Ea BEAUTY Die Organisation Eaternity entwickelt Lösungen, um den ökologischen Fussabdruck von Lebensmittelprodukten genau und effizient zu messen. Die Faktoren, die sie berücksichtigen? Klima, Gesundheit, Wasser, Regenwald, Tierschutz, Lokalität und Saisonalität. Die Lebensmittelindustrie und KonsumentInnen sehen dank einer App auf einen Blick, welche Produkte und Gerichte klimafreundlich sind. So entscheiden Sie jederzeit zum Wohle der Menschen und des Planeten. eaternity.org

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Wer bei der Hautpflege Wert auf Nachhaltigkeit legt, muss auf zwei Dinge achten: die Inhaltsstoffe und die Verpackungsmaterialien. Erstere wie Parabene oder Konservierungsstoffe können den Hormonhaushalt durcheinander bringen. Sheabutter, Kokosöl oder ätherische Öle sind umweltfreundliche Alternativen. Im Inland hergestellte Produkte sind umweltfreundlicher als Kult-Biomarken vom anderen Ende der Welt. Und vermeiden Sie unnötigen Verpackungsmüll indem Sie reziklierbare Materialien bevorzugen. Sie erhalten Infos zu Inhaltsstoffen und Auswirkungen auf die Umwelt unter codecheck.info.


NATUR FINDET STADT Der Biodiversitätspreis der Basler Binding Stiftung ist der höchstdotierte Naturschutzpreis der Schweiz. Das Museum Naturama Aargau hat sich gegen über 70 Bewerbern durchgesetzt und mit seinem Projekt «Natur findet Stadt» das Rennen gemacht. Dabei haben 15 Gemeinden und über 250 Private ihre Flächen für mehr Natur und Lebensqualität umgestaltet. Zu einem Wohnraum für Schmetterlinge, Igel, Eidechsen oder Wildbienen. Seit 2015 wurden durch das Aargauer Projekt zahlreiche Stadtparks neu bepflanzt, Spielplätze begrünt oder Kreisel mit Pflanzen aufgewertet. Mit «Natur findet Stadt» sind inzwischen 65 zusätzliche Biodiversitäts-Flächen auf insgesamt 45´000 Quadratmetern entstanden – und es sollen noch mehr werden. Jede Gemeinde oder Privatperson kann ein Projekt anstossen, weitere Infos unter naturfindetstadt.ch.

BIKE BAG DESIGN

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Die Design-Ikone «Panton Wire» von Montana ist grün. Die Produktpalette ist mit dem offiziellen EU-Umweltzeichen zertifiziert, welches den gesamten Lebenszyklus eines Produkts und die dabei entstehenden Umweltprobleme betrachtet: zum Wohle der Menschen, der Umwelt und der Ressourcen der Erde.

So viel Recycling bei einer Velotasche gab es noch nie: Die «ReCycle Pro Single» von VAUDE besteht vollständig aus recycelten Hauptmaterialien. Der Stoff ist zu 100% aus recycelten Materialien und die grosse Innovation ist zudem, dass neu auch das Rückensystem so hergestellt werden kann. Durch den Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen und das Recycling von Materialien werden fossile Ressourcen geschont und CO2-Emissionen in der Materialherstellung deutlich reduziert. Auf die wasserdichte, robuste und umweltfreundliche Velotasche gibt es volle 5 Jahre Garantie. vaude.com

KLIMANEUTRALER KAFFEE Amici Caffè, der nachhaltig produzierte und fair gehandelte Kaffee aus Trieste, gehört zum neunten Mal in Folge zu den «World’s Most Ethical Companies». Gründer Francesco Illy und seine Familie setzen sich seit 1987 für eine nachhaltige Geschäftsphilosophie ein: Die Kaffeebauern können ihren Kaffee ohne Zwischenhändler und vertraglich garantiert zu gewinnbringenden Preisen verkaufen. Zudem werden sie unterstützt mit praktischen Anleitungen, um über Innovationen im Bereich der Nachhaltigkeit auf dem Laufenden zu bleiben. Bereits seit 2012 pflanzt Amici Caffè gemeinsam mit dem Unternehmen SEKEM in der Wüste Ägyptens Bäume an, um den gesamten Kohlendioxidausstoss, der im Lebenszyklus der Amici-Produkte entsteht, auszugleichen. Der Kaffee von Amici ist also komplett klimaneutral. Zusätzlich zur Reduktion des Kohlenstoffdioxids sorgen die Bäume für fruchtbaren Boden und Arbeitsplätze. amici.ch

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OUTDOOR GENIESSEN

WANDERN MIT GENUSS Genuss-Reisen bieten zahlreiche Möglichkeiten, den Genuss einheimischer Köstlichkeiten, das Kennenlernen von Produzenten und Erlebnisse in der schönen Jurapark-Landschaft zu vereinen. Der Jurapark Aargau bietet mehrstündige bis halbtägige Pauschalangebote für Firmen, Gruppen und Individualgäste an. Wir stellen Ihnen drei Genuss-Reisen vor.

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SCHNITZELJAGD IM VILLIGER REBBERG Mit einer Schatzkarte ausgerüstet durch die Villiger Rebberge wandern – das bietet die Schnitzeljagd. Diese Genuss-Reise mit zehn Rätselposten vermittelt Spannendes über Villigen und den Rebbau. Mit dem Lösungswort bekommen Sie auf dem Weingut Schödler eine Überraschung und wie es sich für eine Genuss-Reise gehört, geniessen Sie auch unterwegs eine regionale Köstlichkeit. Ein Erlebnis für Gross und Klein!

IN VINO VERITAS Im Jurapark Aargau erfahren und geniessen Sie die Geschichte der Römer und des Rebbaus. Bereits im 1. Jahrhundert wurde das Winzerhandwerk von den Römern über die Alpen gebracht, wie Funde von Traubenkernen und Stielen in der Region Brugg beweisen. Nahe des alten Römerstützpunkts Vindonissa (heute Windisch) gelegen, wussten bereits die Römer die sonnenexponierten Rebhänge des Aargauer Juras zu nutzen. Nur reiner Wein wird Ihnen bei der neuen Genuss-Reise «Römerwy» eingeschenkt. Auf der Wanderung durch den Römerrebberg in Remigen erfahren Sie mehr über die römische Weinkultur. Begeben Sie sich allein oder als Gruppe (bis 50 Personen) auf die Wein(zeit)reise und kosten Sie auf dem Rundgang lebendige Römergeschichte im Jurapark Aargau beim Weingut Hartmann in Remigen und im Güggeli Sternen in Bözberg.

Der Jurapark Aargau ist ein Regionaler Naturpark von nationaler Bedeutung Das Parkgebiet umfasst 27 Aargauer und eine Solothurner Gemeinde. Es beinhaltet die Hügellandschaft des Ketten- und Tafeljuras zwischen Brugg, Laufenburg, Rheinfelden und Aarau. Sein Ziel ist es, bestehende Natur- und Kulturwerte aufzuwerten und zu erhalten sowie die regionale Wirtschaft zu stärken – für eine hohe Lebensqualität. Weitere Infos zum Park und weiteren Genussreisen finden Sie unter jurapark-aargau.ch.

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FASZINATION WAGYU-BEEF Die japanischen Wagyu-Rinder auf Chlopfi’s Bauernhof versetzen einen in eine andere Welt. Bei der Genuss-Reise «Faszination Wagyu-Beef» lernen Sie alles über diese spezielle Rasse aus Japan, die täglich mit Bier massiert und deren Fleisch als «das weltbeste » bezeichnet wird. Im Anschluss erfahren Sie auf dem Villiger Infopfad Wissenswertes über die Landwirtschaft und die verschiedenen Ackerkulturen. Die Reise wird von einem leckeren Drei-Gang-Menü im Restaurant «Zum Hirschen» abgerundet – natürlich mit einem Stück Villiger Wagyu-Beef. En Guete!

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VON OBEN Entdecken Sie mit dem Buch «Perspektiven» die Region um den Thuner– und Brienzersee aus etwas anderer Sicht. Perspektiven «von oben herab» lassen sich heutzutage auch mit Drohnen fotografieren. «Doch während eines langen Gleitschirmflugs begegnen mir immer wieder unerwartete, überraschende Sujets. Dann gilt es jeweils, rasch zu handeln und abzudrücken, ehe die sich präsentierende Perspektive vorüber ist». Dies sagt Bruno Petroni, der Autor dieses Bildbandes und langjähriger Reporter der Tageszeitungen «Berner Oberländer» und «Thuner Tagblatt». Dass vor allem die Region des Thuner- und Brienzersees eine grosse Sammlung einzigartiger Stimmungen hervorzuzaubern vermochte, überrascht indes wenig, ist der Alpinist doch oft mehrmals wöchentlich unterwegs zu irgendeinem hoch gelegenen Startplatz entlang dieser beiden Seen – in der Regel zu Fuss. Das Buch macht Lust auf mehr. Rucksack packen, Wanderschuhe schnüren und los geht´s!

Perspektiven: Die Region um den Thuner– und Brienzersee aus etwas anderer Sicht 196 Seiten, 30 × 20 cm, gebunden, Hardcover, mit zahlreichen Abbildungen, Bruno Petroni, www.weberverlag.ch

BERGWANDERN VIELE ÜBERSCHÄTZEN IHRE FITNESS UND TRITTSICHERHEIT Selbstüberschätzung ist eine der Hauptursachen für Wanderunfälle. Wie verbreitet dieses Problem ist, bestätigt nun ein Selbsttest der BFU, den mehr als 32´000 Wanderinnen und Wanderer absolviert haben. Geht es um Trittsicherheit und Fitness, hat jeweils rund die Hälfte der Teilnehmenden ein zu vorteilhaftes Bild von sich. Viele laufen somit Gefahr, zu anspruchsvolle Bergwanderwege zu wählen. Die BFU und die Schweizer Wanderwege geben mit der Präventionskampagne sicher-bergwandern.ch Gegensteuer, indem sie für die Anforderungen von Bergwanderwegen sensibilisieren unter dem Motto: Bergwandern ist kein Spaziergang. Jedes Jahr ziehen sich nämlich beim Wandern und Bergwandern rund 5000 in der Schweiz wohnhafte Personen mittelschwere oder schwere Verletzungen zu. Für Bergwanderungen sollte man trittsicher, schwindelfrei und fit sein. Die wichtigsten Tipps für Bergwanderungen: Wanderung sorgfältig planen Schwierigkeit (Wegkategorie) und

körperliche Anforderungen, Zeitbedarf, Fähigkeiten der Wandergruppe, Wegverhältnisse und Wetter berücksichtigen. Wer allein unterwegs ist, informiert eine Drittperson. Passende Ausrüstung wählen Feste Wanderschuhe mit griffigem Profil, warme und wetterfeste Kleidung, Sonnenschutz, Karte, Proviant, Notfallapotheke und Mobiltelefon sind immer dabei. Unterwegs aufmerksam bleiben Regelmässig Pause machen, trinken und essen. Zeitplan, Wetter, Wegverhältnisse und Verfassung der Wandergruppe beobachten. Im Zweifelsfall rechtzeitig umkehren oder eine Alternativroute wählen.

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GENUSSOASEN

WOHLBEFINDEN Mit der Kombination aus Genuss und Entspannung ist das Lindenhof Lifestyle DolceVita Resort in Naturns in Südtirol eine wahre Wohlfühloase. Im weitläufigen Wellnessbereich mit einer Grösse von 5´000 m2 finden Ruhesuchende ihren persönlichen Lieblingsplatz zum Relaxen. Denn mit sieben Saunen, acht Pools, neun Behandlungsräumen sowie zahlreichen Rückzugsorten bietet das Haus bestmögliche Erholung und Privatsphäre. Dies gelingt zudem durch die Unterteilung in einen Adults Only und Family Spa. Kulinariker sowie Weinliebhaber sind im Lindenhof ebenfalls an der richtigen Adresse. Das Haus wartet nicht nur mit einer exzellenten Küche, sondern auch mit einer Auswahl aus rund 500 edlen Tropfen auf – die meisten Sorten stammen aus der Umgebung. Regionalität und Saisonalität spielen auch bei der Auswahl der Zutaten eine entscheidende Rolle. Chefkoch Andreas Wunderer verfeinert die heimischen Produkte zu Gerichten, die er als klassisch französisch in der Zubereitung und modern mediterran in der Präsentation definiert. Die Verbindung zu Südtirol kommt jedoch auch nicht zu kurz. So wird zum Beispiel Pasta in der eigenen Manufaktur zubereitet. Im Herbst freuen sich Feinschmecker über die Gourmetwochen, die jährlich stattfinden. Neben einem Galadinner und Wein-Degustationen, stehen auch Produktverkostungen in einem Biobauernladen im Ort auf dem Programm. www.lindenhof.it Anzeige

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INFO-EVENTS REGELMÄSSIG


KURTHEATER BADEN

JUNIOR BALLETT / Opernhaus Zürich

MATTER - Musiktheater KURGAST- Eigenproduktion

ALLER ANFANG IST JETZT! Endlich wieder ins Theater! Nach Umbau und Corona-Saison kann das Kurtheater Baden endlich wieder sein ganzes Potenzial entfalten: die Theatersaison 2021/22 wird am 22. Oktober eröffnet. Auf dem Programm stehen Schauspiel, Musiktheater, Tanz und vieles mehr.

Das Kurtheater Baden musste nach seiner Wiedereröffnung im Herbst 2020 coronabedingt bald wieder schliessen und durfte bisher nur für kleines Publikum spielen. Umso mehr können sich die Kurtheater-Fans nun darauf freuen, «ihr» Theater in der kommenden Saison endlich wieder in vollen Zügen zu geniessen. MATTER der Robin Hood vom Aargau Die Theatersaison im neu renovierten Haus wird am 22. Oktober mit dem Aargauer Musiktheater MATTER eröffnet. Das Projekt von Christoph Baumann, Kevin Graber, Markus Kirchhofer und Nils Torpus entsteht als Koproduktion mit dem Kurtheater und widmet sich dem Leben und Sterben des Aargauer Robin Hood Bernhard Matter. Der notorische Dieb, dessen Freiheitsdrang keine noch so dicken Gefängnismauern aufhalten konnte, wurde endgültig durch einen Lenzburger Richter zur Strecke gebracht: der hatte ihn, trotz relativ geringer Vergehen, zum Staatsfeind Nr. 1 hochstilisiert und zum Tode verurteilt. So wurde Matter zum Mythos und zur Legende. Ballett, Theater, Musik und vieles mehr Im November geht es dann gleich im Kurtheater

fulminant weiter mit dem Gastspiel des Zürcher JUNIOR BALLETTS (3.11.), das drei neue Choreografien zeigt. Die Premiere des Abends IMPULSE hatte im März ohne Publikum stattfinden müssen. Dann sind die langersehnten und mehrfach verschobenen hochvirtuosen DREI MUSKETIERE (7.11.) vom Residenztheater München in Baden zu Gast. Ein weiteres Highlight im November ist das Konzert des deutschen Singer-Songwriters GISBERT ZU KNYPHAUSEN mit dem klassischen Pianisten KAI SCHUMACHER (25.11.). Unter dem Titel «Lass irre Hunde heulen» spielen sie Schubert-Lieder z.B. aus der «Winterreise» und eigene Songs, neu arrangiert für ein Kammerorchester. Herrmann Hesse als KURGAST Eine kleine, aber feine Eigenproduktion präsentiert das Kurtheater mit KURGAST, ebenfalls im November. Die Badener Regisseurin Johanna Böckli verarbeitet hier Herrmann Hesses Erinnerungen an seine Kuren in Baden in einen herrlichen Monolog. Es spielt Andreas Strom, in Baden bestens bekannt von vielen Auftritten im Kurtheater, zuletzt bei WORST SONGS. Infos und Tickets unter kurtheater.ch

DIE DREI MUSKETIERE / Residenztheater München

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FÜR EINEN FUNKELNDEN JAHRESAUSKLANG. FÜR GENUSSVOLLE TEAM-MOMENTE.

LICHTERZAUBER Unter freiem Himmel vor der prachtvollen Villa Boveri, im Lichterzauber des funkelnden Weihnachtsbaumes. Kulinarisches Heisse Suppe, Brezel, hausgemachter Glühwein und Weihnachtstee Anzahl Gäste 8 - 20 Personen

Sternenstaub und Weihnachtszauber. Zum Jahresende hin ist der Wunsch nach Begegnungen, nach «Miteinander» besonders gross. Die Weihnachtstage rücken näher und mit ihnen die Planung der Feierlichkeiten. Damit der Duft von Zimt und Orangen seinen Zauber verbreiten kann und die Weihnachtsfeier oder der Team-Event zum Genuss wird, haben wir ein Rundum-Sorglos-Paket geschnürt.

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EVENTS

MIT ALLEN WASSERN GEWASCHEN Am 21. Oktober 2021 wird im Trafo Baden zum zweiten Mal der Satire Abend «Bissfest» gefeiert. Das im vergangenen Herbst erfolgreich lancierte Format zelebriert gesprochene, gesungene und gezeichnete Satire gemeinsam auf einer Bühne. Der von internationalen Cartoonist:innen bestrittene Ausstellungsteil steht unter dem Thema «Heiss gebadet» und passt zeitlich zur Eröffnung der neuen Wellness-Therme «Fortyseven» in Baden. Die Ausstellung der Cartoonist:innen dauert bis am 15. November.

Gabriel Vetter

Die Besucher:innen des diesjährigen «Bissfest» erwartet am Donnerstag, 21. Oktober im Trafo Baden ein kräftiges Bühnenprogramm: Durch den Satire Abend führt die politisch erfrischend unkorrekte Kabarettistin Rebekka Lindauer. Die weiteren Auftritte bestreiten der so scharfzüngige wie vielseitige Satiriker Gabriel Vetter, der so launische wie launige Ausnahme-Bassist Daniel Ziegler, sowie die

Rebekka Lindauer

beiden St. Galler Slam Poeten Pierre Lippuner und Fabian Engeler, besser bekannt als Pink im Park. Gelacht wird aber nicht nur vor der Bühne, sondern auch vor den zahlreichen mobilen Ausstellungswänden, wo die Karikaturen von rund 40 eingeladenen Cartoonist:innen aus dem deutschsprachigen In- und Ausland zum Thema «Heiss gebadet» präsentiert werden. So finden passend zur breit

antizipierten Eröffnung von Badens neuer Wellness-Therme «Fortyseven» zwei uralte Kulturtechniken zueinander: Das Thermalbad als Reinigung und Erholung für den Körper, die Satire als Frischzellenkur für den Geist. Den Schlusspunkt des Satire Abends setzt die Preisverleihung für jene drei Cartoons, die es nach dem Urteil einer fachkundigen Jury auf die Podestplätze geschafft haben. Aber auch die Besucher:innen der Ausstellung vom 21. Oktober bis zum 15. November können ein Wörtchen mitreden: Neu wird nebst dem Jury-Urteil auch ein Publikumspreis ermittelt und vergeben. Infos und Tickets unter bissfest.net «Bissfest» wird u.a. von folgenden Partnern präsentiert:

7. SCHWEIZERISCHER LATEINTAG - KLOSTER WETTINGEN hospitio vos excipimus! Am 30. Oktober 2021 findet im Kloster Wettingen die siebte Ausgabe des Schweizerischen Lateintag.ch statt. Der Event bietet 24 Veranstaltungen, darunter Workshops, Konzerte, Führungen und Referate an, die die Sprache Latein und Ihre Bedeutung heute von unterschiedlichen Seiten beleuchten. Iris Karahusic (Präsidentin), Roland Kuster (Gemeindeammann Wettingen) und Paul Zübli (Rektor der KSWE) eröffnen den Lateintag im Kloster Wettingen.

Unter dem Motto AUS LIEBE ZUM LATEIN wird die Sprache der Römer Dreh- und Angelpunkt eines vielseitigen Programms. Namhafte und hörenswerte Referent:innen bieten Beiträge auf Deutsch, Französisch, Italienisch und – nicht zuletzt – auf Latein. In spielerischem Kontext wird an diesem Tag die totgesagte Sprache zu hören und zu sprechen sein. Von und für Lateinliebhabende und andere Interessierte, die sich mit derjenigen Sprache beschäftigen wollen, die die europäische Kultur wie keine zweite geprägt und gestaltet hat. Weitere Infos: www.lateintag.ch

TÄGI WETTINGEN ERÖFFNET WINTERSAISON Schon bald ist wieder Eiszeit im Tägi Wettingen! Mitte Oktober öffnet die Eisbahn des Freizeit-, Sport- und Eventzentrums für die Öffentlichkeit und lädt zum Eislaufen, «Chneble», Eisstockschiessen und Plausch-Hockey ein. Anstelle des Fondue-Chalets wird dieses Jahr zwischen den Eisfeldern ein Holzbau im «Saloon»-Stil aufgestellt, welcher über ein breiteres kulinarisches Angebot von Snacks bis Grilladen verfügt. Egal ob ein kleiner Apéro oder ein mehrgängiges Menü mit Fondue Chinoise – profitieren Sie von einer Grup-

penpauschale ab 10 Personen. Verschiedene Gruppenangebote wie Plausch-Hockey oder Eisstockschiessen fördern den Teamspirit und sorgen für gute Stimmung auf dem Eis. Diese Aktivitäten an der frischen Luft bieten eine gelungene Abwechslung zum klassischen Weihnachtsanlass. Auch der heiss begehrte «Sonntags-Brunch» kehrt zurück! Jeden Sonntag vom 21. November bis am 19. Dezember 2021 von 10 bis 14 Uhr werden die Gäste mit einem reichhaltigen Buffet à discrétion verwöhnt. Weitere Infos: www.taegi.ch

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DIE VIELFALT IST PROGRAMM DIE BÜHNE AARAU ERÖFFNET DIE ALTE REITHALLE Am Beginn steht ein Spektakel: Mit der Revue «Tanzhalle Reitpalast. Ein Kaleidoskop» eröffnet die Bühne Aarau am 16. Oktober 2021 die umgebaute Alte Reithalle mitten in der Aargauer Kantonshauptstadt. Dieses architektonische Juwel, in dem sich das historische Ambiente und modernste Bühnentechnik harmonisch die Hand reichen, wird in Zukunft alle Spielarten der Darstellenden Künste und die klassischen Konzerte des Aargauer Sinfonieorchesters argovia philharmonic beherbergen. Die Alte Reithalle wird so zu einem neuen kulturellen Leuchtturm im Mittelland. Die Eigenkreation «Tanzhalle Reitpalast. Ein Kaleidoskop» steht Modell für die programmatische Vielfalt, der sich die Bühne Aarau verschrieben hat: Über 80 Mitwirkende aus allen Sparten spielen, singen, musizieren, tanzen und performen unter der Regie von Tom Ryser und Lillian Stillwell einen theatralischen Streifzug durch 100 Jahre Schweizer Geschichte. In den darauf folgenden Wochen wird das selbst gesetzte Ziel, Theater für ein breites Publikum zu präsentieren, mit einem bunten Strauss aus Gastspielen, Ko-

produktionen und Konzerten mit Leben gefüllt. Die Palette des Programms reicht von einem Gastspiel des Comedy-Duos Ursus und Nadeschkin, über das Musiktheater «Matter», den Robin Hood des Aargaus, und zeitgenössischen Zirkus mit der französisch-schweizerischen Compagnie Cirque Quotidienne bis hin zum Kinderstück «Von Iselin, Edvard und dem Regen» für ein Publikum ab 7 Jahren. Weitere Infos: www.buehne-aarau.ch

AUSSTELLUNG «ART AS CONNECTION» - AARGAUER KUNSTHAUS Während der Pandemie wurden wir unmittelbar mit Fragen zu Isolation und Ausgrenzung, Misstrauen, Krankheit und Tod, zum Wert von Solidarität und Gemeinschaft konfrontiert. Obwohl oder gerade weil wir uns zur Pandemiebekämpfung in die Vereinzelung begeben mussten, wurde deutlich, dass wir auf verschiedenen Ebenen in einem engen Beziehungsnetz zueinanderstehen und eine solche Krise nur gemeinschaftlich bewältigt werden kann. Kunst bietet uns die Möglichkeit, solche Verbindungen zu schaffen. In Reaktion auf die Coronapandemie gestaltet sich «Art as Connection» als eine experimentelle und offen angelegte Ausstellung. Sie reflektiert diese Ereignisse um Neues daraus entstehen zu lassen und gesellschaftliche Fragen aufzuwerfen. Gleichzeitig thematisiert sie unsere Verbundenheit. Die Beiträge in der Ausstellung gestalten sich in unterschiedlichen Formaten – von einer Serie Zeichnungen oder einer Installation aus Tonobjekten, bis hin zu Veranstaltungen wie Tanztagen. Sabian Baumann (*1962 in Zug, aufgewachsen in Wettingen, lebt in Zürich) zum Beispiel zeigt die begehbare Installation Signes et Sentiments (2021). Aus ungebranntem Ton modellierte, lebensgrosse Hände hängen in zwei Haltungen von der Decke - ausgestreckt und zur Faust geballt. Durch die Positionierung sowie die Nähe oder Distanz der Hände entsteht eine Vielfalt von menschlichen Gesten.

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Sabian Baumann. Signes et Sentiments, 2021. Installation mit Objekten aus ungebranntem Ton, Dimension variabel. © Sabian Baumann. Ausstellungsansicht TOPIC Genf, Foto: Sandra Pointet

Weitere Infos: www.aargauerkunsthaus.ch


EVENTS

FREDDY - DIE MUNDARTSHOW Im November 1991 – just vor 30 Jahren – starb FREDDIE MERCURY im Alter von 45 Jahren an Aids. Rund um den Planeten waren die Musikfans geschockt und bis heute wird der Ausnahmesänger schmerzlich vermisst. Denn mit Freddies Tod verlor die Musikwelt nicht nur die unverkennbare Stimme der Kultband QUEEN sondern auch einen der bedeutendsten Rocksänger der Musikgeschichte. Der multimediale Theaterabend lässt Leben und Werk von Freddie Mercury durch die wichtigsten Queen-Songs in parodistischen Mundart-Versionen und überraschenden Arrangements neu aufleben. Dabei werden neue Eigenkompositionen hemmungslos mit Gassenhauern wie «Bohemian Rhapsody» und «The show must go on» verwoben. Das SECONDHAND ORCHESTRA, welches bereits 2017 mit «SGT. PEPPER – Ein Mundartabend» mit einer gewagten Mischung aus eigenen Songs und witzigen, schweizerdeutschen Versionen der Beatles-Klassiker auf die Bühne brachte, tritt nun mit der Crossover-Truppe Riklin & Schaub (ehemals Mitglieder von «Heinz de Specht»), Adrian Stern und Frölein Da Capo auf. Radiolegende Mürner steuert dem Spektakel audiovisuelle Beiträge bei. FREDDIE ist eine unterhaltsame Hommage an den sagenumwobenen Rocksänger mit der einzigartigen Stimme und ermöglicht neue Perspektiven auf das vielschichtige Musikerbe von Freddie Mercury. Daten: bis 23.10.2021 Theater am Hechtplatz, Zürich / 8.12. Stadttheater Olten / 9.12. Stadtsaal Zofingen / 19.12. Kurtheater Baden. Weitere Infos und Daten unter: www. secondhandorchestra.ch

HERTA MÜLLER - MUSEUM LANGMATT Das Museum Langmatt zeigt bis am 5. Dezember die erste Ausstellung der Collagen von Herta Müller in der Schweiz. Die Autorin wurde 1953 in Nitchidorf (Rumänien) geboren, lebt seit 1987 in Berlin und gilt als eine der bedeutendsten deutschsprachigen Schriftstellerinnen der Gegenwart. Hauptthema sind ihre furchtbaren Erlebnisse während der kommunistischen Diktatur in Rumänien. In zahlreichen Romanen und Gedichten beschreibt Herta Müller bildhaft, wie jahrzehntelange Überwachung, staatliche Bevormundung, Inhaftierung und Folter die Menschen verändern und zerrütten. 2009 wurde Herta Müller der Literaturnobelpreis verliehen. Seit mehr als 30 Jahren arbeitet die Autorin an ihren Collagen, einem mittlerweile gewaltigen Konvolut von über 1600 Unikaten. Wort für Wort schneidet sie aus Zeitungen und Zeitschriften aus und klebt sie auf postkartengrossen Karten zu Gedichten mit hoher visueller Präsenz zusammen. In der Langmatt zeigt sie

rund 140 neue Collagen, die sich erstmals in ihrem Werk inhaltlich aufeinander beziehen und so etwas wie eine lyrische Autobiografie formulieren. Die kleinformatigen Werke werden eng aneinandergereiht als lange Linie zu sehen sein. Blatt für Blatt folgt man der luziden Poesie und ihrer Fähigkeit, das Unsagbare zu berühren. Herta Müller übersetzt die schrecklichen Ereignisse in unerwartet zarte Bilder. So klein im Format, so gewaltig gross ist diese unvergleichliche Welt. Langmatt-Direktor Markus Stegmann: «Wir freuen uns, eine Literaturnobelpreisträgerin mit einer seltenen Doppelbegabung zeigen zu dürfen. Die Collagen Herta Müllers balancieren zwischen kindlicher, manchmal heiterer Zerbrechlichkeit und abgrundtiefem Schrecken. Eine erschütternde Fahrt in den finsteren Untergrund der Menschheit.» Weitere Infos: www.langmatt.ch Bild: Herta Müller: Ohne Titel, aus der Werkgruppe Der Beamte sagte, 2020, Papiercollage, 14.8 x 10.5 cm, Foto: Jörg von Bruchhausen

NEUE EVENTREIHE WORLDWIDEWETTIGE - LÄGEREBRÄU WETTINGEN In Wettingen haben sich Stefanie Sieber, Anouk Holthuizen, Marco Kaufmann und Andy Waldis zum Verein WorldWideWettige zusammengetan, um Menschen zu inspirieren. Herausgekommen ist eine neue Event-Reihe: Zwischen Oktober 2021 und März 2022 erzählen drei Wettingerinnen und drei Wettinger über das, wofür sie brennen. Beginnen wird im Oktober Monika Waldis, Zentrum für Demokratie Aarau (20.10.21), gefolgt von Karin Hörhager, Leiterin Kommunikation und Gönner, Rega (17.11.21),

Hansueli Loosli, Verwaltungsratspräsident Transgourmet und Pilatus Flugzeugwerke (15.12.21), Ines Schneider, Präsidentin Verein Thik – Theater im Kornhaus (19.01.22), Fabian Rimann, Pralinator und Chocolatier (23.02.22) sowie Thomas Benz, Mitgründer der Lägerebräu (23.03.22). Den Auftakt zu jedem Referat machen Wettinger Künstler, u.a. ein Trio der Alphorngruppe Reussblick, das Twisted-Pop-Duo The Santa Monicas, die Bläserbande der Musikschule Wettingen und Sven Mathiasen vom Figurentheater Wettingen. Gastgeberin ist die Lägerebräu Wettingen. Alle

Links: Karin Hörhager. Oben: Hansueli Loosli.

machen ehrenamtlich mit. Einlass ist jeweils um 19 Uhr, das Künstlerprogramm startet um 19.30 Uhr, das Referat um 20 Uhr. Eintritt frei. Infos unter www.worldwidewettige.ch

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KOLUMNE – SIMON LIBSIG

DER ARME REICHE MANN SIMON LIBSIG WORTZAUBERER I AUTOR GESCHICHTENERZÄHLER Der Spoken-Word Künstler gewann mit seinen Texten zahlreiche Poetry Slams. Neben Auftritten und journalistischen Publikationen veröffentlicht Libsig regelmässig Tonträger und Bücher mit seinen Texten und unterrichtet im Rahmen von Schreibförderung- und Storytelling-Workshops.

Ich bin ohne Handy und Internet aufgewachsen, dafür mit Donald Duck. Und ich war richtig süchtig nach diesen Geschichten. Ich verbrachte als Kind vermutlich mehr Zeit in Entenhausen als in der Realität. Und diese Comic-Welt hat auch mein Menschenbild geprägt. Mit Dagobert zum Beispiel hatte ich immer Mitleid. In ihm sah ich den unendlich reichen, aber gleichzeitig sehr armen Mann, der die ständigen Angriffe der Panzerknacker-Bande abwehren und sich um sein Geld sorgen muss. Und diese Diebe waren hartnäckig und kreativ. Sie fanden immer wieder neue Wege in den Geldspeicher. Zum Glück stellten sie sich dann jeweils doch zu schusselig an, und gingen immer leer aus. Das Gute gewinnt, weil die dunkle Seite halt tatsächlich weniger hell ist. In diesem Glauben ging ich fortan durchs Leben. Ich verriegelte nie die Haustür oder die Fenster. Wozu auch? Bei mir gab es ja nichts zu holen. Ich war nicht Dagobert, der im Geld schwimmt. Ich war für Diebe doch völlig uninteressant. Klar. Mir kam am Bahnhof Baden auch schon mal ein Fahrrad weg. Und mein Portemonnaie und meine Identitätskarte in der Pariser Métro. Und in Kanada meine Kamera. Und in St.Moritz meine neuen Skis. Aber ich war nicht ununterbrochen Ziel von Verbrechern und Betrügern. Dann wurde die Welt zunehmend digitaler. Und ich muss zugeben, ich fiel anfangs auf jeden noch so billigen Trick herein. Von meinen Facebook-Freunden sind sicher die Hälfte fake. Und ich schickte schon einer Bekannten von mir Geld für einen dringenden Spital-Aufenthalt. Ich gab mein Passwort preis, weil die Meldung kam, es sei zu alt. Und einmal loggte ich mich im Starbucks ins WLAN ein, nur um später zu merken, dass es von einem Hacker aufgesetzt worden war, der wie ein Gast an einem Tischlein vor seinem Computer sass. Ich habe schon schockierende

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Videos angeklickt, die offenbar von mir im Umlauf sind, und blind auf Mails von der Post oder der Bank reagiert. Ich habe Wettbewerbe ausgefüllt, für Umfragen freigiebig Auskunft gegeben, oder Software runtergeladen und installiert, die meinen Computer angeblich schützen soll. Und einmal habe ich aus lauter Neugierde einen USB-Stick (in Herzform), den eine mir völlig unbekannte aber äusserst attraktive Frau auf ihrem Tram-Sitz hatte liegen lassen, in meinen Computer gesteckt und darauf einen Ordner angeklickt, der mit dem Titel «Nacktfotos» überschrieben war… Natürlich war ich blauäugig. Aber ich musste erst lernen, dass ich in der heutigen Welt niemand anderes bin als Dagobert. In meinem Speicher türmen sich wertvolle Daten. Und jeden Tag greifen die Panzerknacker an. Hartnäckig und kreativ. Und häufig heller als ich. Und es beginnt ja erst. Alles, was vernetzt ist, kann man hacken. Oder lahm legen. Jedes Gerät, jede Firma, Jede Stadt. Passiert ja schon. Regierungen werden erpresst. Wahlen manipuliert. Man kann weder Bild noch Ton vertrauen. Was ist noch real? Was ist deep fake? Ich darf mir gar nicht vorstellen, was man mit Drohnen-Schwärmen anrichten kann, oder mit Pflege-Robotern oder selbstfahrenden Autos… Stopp! Ich spüre ein grundsätzliches Misstrauen gegenüber anderen Menschen aufsteigen, und das ist wohl der gefährlichste Hacker-Angriff aller Zeiten. Ich bin jedenfalls nicht gewillt, darauf herein zu fallen. Zwar schliesse ich meine digitale Tür nun öfter ab, aber ich verrammle nicht mein Herz. Und zur Entspannung lese ich ein Micky Maus Heftli.


Aargauer Zeitung (Junior Page 172 x 243 mm)

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