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gletscherspalten 2/2024

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Rückblick in das Wassertal auf dem Weg zur Wasserscharte

Lehrreiche Woche Aufbaukurs Skitouren und Notfallmanagement Schon als ich Thomas Rademacher, den alle Radi nennen, 2022 bei meinem ersten Skitouren Grund­ kurs kennenlernte, kam uns der Gedanke, einen ge­ meinsamen Kurs mit Schwerpunkt Notfallmanage­ ment im Winter und bei Lawinenunfall anzubieten: er als Skitouren- und Bergwanderführer und ich als Notfallsanitäterin. Unseren Plan setzten wir vom 17. bis 24. März 2024 in einer Selbstversorgerwoche in St. Christina in den Dolomiten um. Am Abend unserer Anreise tauschten wir mit den Teilnehmer*innen die Erwartungen an die Woche aus und planten den nächsten Tag. Bei durchwachsenem Wetter stand eine kleine Skitour zum Gipfel des Ciau­ lonch auf dem Programm. Mit dem Auto fuhren wir auf den Monte Pana, dem Ausgangspunkt zur Tour. Während des zweistündigen Aufstiegs nutzte Radi den Schnee als Tafel, um theoretisch die Grob- und Feinsuche bei einer Lawinenverschüttung zu wie­ derholen. Auf dem Gipfel fuhren wir ein Stück ab und vergruben im tiefen Schnee zwei Rucksäcke. Nun konnte die Mehrfachverschüttetensuche auch praktisch geübt werden: vom Einstellen des LVSGeräts auf Suche über die Feinsuche und den ersten Sondenstich bis zum Verfolgen des nächsten Signals. Tag zwei startete mit strahlendem Sonnenschein und einer kleinen Yogaeinheit. Gegen 8 Uhr brachen wir in Richtung Col Raiser Bahn auf. Zuerst zu Fuß, dann ein kleiner Aufstieg mit den Skiern und einige Höhenmeter mit der Gondel. Von der Bergstation fuhren wir zunächst an der alten Wiesbadener Hütte

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vorbei und stiegen dann in einem langen flachen Tal, dem Wassertal, auf. Nachdem wir über zwei Steilstufen die Abzweigung zur Wasserscharte er­ reichten, war es bereits später als erwartet. Deshalb nahmen wir nur noch die siebzig Höhenmeter zur Wasserscharte, um die Abfahrt noch im weichen Firn genießen zu können und die Tour auf einer kleinen Hütte bei Radler, Aperol und Kaiserschmarrn abzu­ schließen. Zurück in der Wohnung wurde die Sauna genutzt und lecker gekocht. Als Tour für den nächs­ ten Tag einigten wir uns auf den nord-ostseitigen Aufstieg auf die Langkofelscharte. Auch an Tag drei durften wir uns erneut über Kaiserwetter freuen. Mit dem Sessellift vom Mon­ te Pana aus sparten wir ein paar Höhenmeter und liefen dann in Richtung Col de Ciaulonch, den wir diesmal von der anderen Seite aus überschritten. Da­ nach folgte eine teils harschige, teils weiche Abfahrt durch lichten Wald und wir traversierten zum Con­ finboden. Von hier ausgehend zog sich der Aufstieg gemütlich durchs Langkofelkar, links vorbei an der Langkofelhütte und über eine letzte steile Passage bis auf die Scharte. Bei weichem, nassem Schnee und einigen Problemen mit stollenden Fellen war der Mittag schon fast wieder vorbei. Im Windschatten des Rifugio Demetz gab es endlich die wohlverdiente Brotzeit. Die Abfahrt starteten wir zurück durch das Langkofelkar. Es dämmerte bereits, als wir endlich den Parkplatz am Monte Pana erreichten. Nach dem späten Abendessen fielen alle müde ins Bett und

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