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DER MARKT IM BLICK (SEPTEMBER)
Obsteinkäufe nehmen trotz Preissteigerung wieder zu Marktbericht ► Die Sommersaison ist weitestgehend vorbei. Mit der kühleren Witterung im September verabschieden sich Obstarten wie Melonen, Nektarinen und Pfirsiche von ihrer Hochsaison. Besonders Melonen waren in der langen Trockenzeit im August eine erfrischende Abwechslung. Nach einer AMIAnalyse des GfK-Haushaltspanels kauften die privaten Haushalte im August im Schnitt mindestens eine Melone. Dabei nahm das Einkaufsvolumen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 20 % zu. Auch Nektarinen (+35 %), Zitronen (+30 %) und Aprikosen (+75 %) erfreuten sich eines deutlichen Zuwachses im August und fanden vermehrt wieder Anklang bei den Konsumenten. Claudio Gläßer, Gabriele Held, Sonja Illert, Farina Lurz, Lena Pollul, Jens Quetsch, Ursula Schockemöhle
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achdem die Einkaufsmengen an Frischobst im August 2021 stark zurückgegangen waren, scheinen sie sich dieses Jahr wieder erholt zu haben. So kauften die privaten Haushalte in Deutschland knapp 7,63 kg Frischobst im August 2022, was im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Plus von 5 % bedeutet. Die Ausgaben für Frischobst insgesamt nahmen parallel zu den steigenden Preisen und Einkaufsmengen um 8 % zu, was aber vor allem auf die höheren Preise zurückzuführen ist.
Heidelbeerimporte aus Peru steigen weiter Die Heidelbeersaison in Nordeuropa ist nun gänzlich abgeschlossen. Die letzten Mengen an Ware aus Langzeitlagerung werden aktuell noch vermarktet. Die Einfuhren aus Peru steigen im Gegenzug rasant ein. Es wird in Peru mit einer deutlichen Steigerung der Exporte gerechnet. Es könnten nach Angaben des dortigen Anbauverbands Proarándanos über 250.000 t für 38 I 2022
den Export werden, ein Plus von 14 % gegenüber der vorherigen Rekordkampagne. Allein auf die Monate September und Oktober könnten 50 % der Exporte fallen. Die Nachfrage nach Heidelbeeren ist in Deutschland auch in den aktuell wirtschaftlich schwierigen Zeiten nach wie vor hoch. Während die Einkaufsmengen bei anderem Obst oft eher rückläufig waren, stiegen die Mengen bei Heidelbeeren deutlich. Nicht nur während der eher niedrigpreisigen Importphase im Frühjahr zeigten sich bereits höhere Einkaufsmengen gegenüber dem Vorjahr, auch während der Saison in Deutschland lagen die Einkaufsmengen der Monate Juli und August in Summe auf einem leicht höheren Niveau als im Rekordjahr 2021. Dazu muss allerdings auch erwähnt werden, dass zugleich der Wert der Einkäufe in dem Zeitraum leicht abnahm. Verstärkt durch weiterhin umfangreiche Werbeaktivitäten im LEH blieb das Kaufinteresse bei Himbeeren auch in den vergangenen Wochen angeregt. Die Ausweitung der Verkaufsaktivitäten im LEH und die Deckung der gestiegenen Nachfrage war nur durch die stärkere Einbeziehung und Steigerung von Importen aus dem Mittelmeerraum und Polen möglich. Diese bestreiten inzwischen wieder den Hauptteil in den Verkaufsmengen des LEH, speziell im Aktionsbereich. Lieferprogramme mit Ware aus dem deutschen Anbau sind dagegen weniger geworden. Das Angebotspotenzial an deutschen Brombeeren geht weiter zurück. Lieferprogramme müssen entsprechend heruntergefahren werden, teilweise wurde sich auch
schon daraus verabschiedet und es wird nur noch im freien Handel vermarktet. Die Preise auf der Erzeugerebene sind zuletzt weiter gestiegen.
Tafeltrauben rücken in den Vordergrund Die Vielfalt im Obstsortiment nimmt ab. Steinobst wie Pfirsiche und Nektarinen verschwinden aus den Regalen und auch Melonen finden nicht mehr die Akzeptanz wie bei hochsommerlichen Temperaturen. Im Beerenangebot rücken Importe wieder an die vordere Front. Auch Ananas und Bananen sind nicht reichlich. Von der schwindenden Konkurrenz in den Obstregalen profitieren Tafeltrauben. Der Absatz hat sich belebt, aber der ruhige Saisonauftakt kann bisher nicht ausgeglichen werden. Nach wie vor kann an die Verkaufszahlen des Vorjahres nicht angeschlossen werden. Italien befindet sich auf dem Höhepunkt der Weintraubensaison. Aus allen Anbauregionen kann Ware bezogen werden. Inzwischen stehen FRUCHTHANDEL | 49