„Wofür stehen die Grünen wirklich? Für Bevormundung, für Fahrverbote, für unbegrenzte Zuwanderung, für höhere Steuern und sie sind auch gegen den Freihandel.“ Markus Söder, Bayrischer Ministerpräsident
Von der Gesundheitsfront Diese Ausgabe der Fazit-Politicks entsteht ausnahmsweise nicht in der Redaktion in der Grazer Schmiedgasse, sondern direkt an der Front der Gesundheitskrise, in einem Krankenzimmer des LKH Weiz. Das LKH Weiz stand wochenlang im medialen Fokus, weil es eine Reihe von Reformschritten über sich ergehen lassen musste. Letzte Höhepunkte waren die Umstellung der Chirurgie zu einer Wochenklinik – sprich Ambulanz und Notfallaufnahme sind an Wochenenden geschlossen – und die Vertiefung der Integration der internen Abteilung in einen Verbund mit den benachbarten oststeirischen und Grazer KAGes-Häusern. Was meinen Gesundheitszustand betrifft, sollten Sie wissen, dass es eine Reihe von Erkrankungen gibt, die eine intravenöse Antibiose erfordern. Als Patient ist man daher zu einem Spitalsaufenthalt verdonnert, weil drei bis vier Infusionen im mehrstündigen Abstand eben nicht ambulant verabreicht werden können. Also keine Sorge um mich persönlich! »Wir schaffen das!� Meine Neugierde war also groß, als ich vom Hausarzt zu einem »Ground Zero�der Spitalskrise überwiesen wurde. Was von der ersten Minute überzeugte: Die überwältigende Freundlichkeit und erwärmende 12 /// FAZIT OKTOBER 2023
Herzlichkeit des Pflegepersonals. Dieser Eindruck hat sich auch nach einigen Tagen des Aufenthalts nicht abgeschwächt, sondern kontinuierlich verstärkt. Diese Leute mögen ihre Patienten und – was für ihre Motivation mindestens ebenso so wichtig ist – sie mögen sich selbst und gegenseitig und sie haben kein Problem damit, an ihre Leistungsgrenzen zu gehen. Dass auch die medizinische Versorgung stimmt, zeigt folgendes Beispiel eines Zimmernachbarn: Er wurde zur Abklärung massiver Rückenschmerzen eingeliefert und sollte eigentlich nach einer Schmerztherapie wieder nach Hause. Bis der Befund seines Wirbelsäulen-CTs – er sitzt übrigens in einem völlig anderen KAGes-Haus – Alarm schlug, weil er einen Aortenriss diagnostizierte. Inzwischen hat der Herr Nachbar einen Aorten-Stent erhalten. Irgendwie gewinnt man als Direktbetroffener den Eindruck, dass die sogenannte Spitalskrise eher ein Streitthema der Regionalpolitik ist, dass das System zwar an seine Grenzen gerät, es aus Patientensicht aber immer noch hervorragend funktioniert. Was sollen die Klimastreiks? Die �Fridays for Future�-Kinder sind wieder da. Mit Schulbeginn gab es wieder eine massive Kundgebungswelle der Jugendlichen. Dass bei den Kids immer auch eine antikapitalistische Agenda mitschwingt,
ist zwar bedenklich, trotzdem stellt sich die Frage, ob dem Klimaproblem womöglich nicht tatsächlich jene überragende Nummer-1-Position zukommen sollte, die von Fridays for Future eingefordert wird. Angesichts der Gefahren für den heimischen Industriestandort wegen der in Gang gesetzten Lohn-Preis-spirale und den viel zu hohen Energiekosten, den inflationsbedingt überbordenden Lebenskosten, die immer mehr Haushalte in ihrer Existenz gefährden, mag man verleitet sein, dem Klimaproblem tatsächlich nur den Stellenwert eines von vielen Problemen zuzubilligen. Denn natürlich ist das Klimaproblem rational betrachtet jenes, das erst zum Schluss angegangen werden sollte, weil der österreichische Beitrag an den globalen Emissionen mit 0,02 Prozent schließlich unter der statistischen Wahrnehmungsgrenze liegt und zum anderen bei uns die Emissionen ohnehin sinken, während sie weltweit deutlich steigen. Doch so einfach ist das Problem nun einmal nicht: Der Emissionshandel vernachlässigt nach wie vor Importe aus Drittländern und damit sämtliche Vorprodukte, die etwa in China hergestellt werden. Obwohl wir seit einem halben Jahrhundert wissen, was auf uns zukommt, wenn wir uns nicht vom Erdöl verabschieden, haben OPEC und Saudi-Arabien unmissverständlich klargemacht, dass sie selbst die letzten Ölreserven auf dem Planeten plündern
Fotos: LPD Kärnten/Steinacher, BMFIN Bundesminister
Bei der ersten gemeinsamen Landesregierungskonferenz der Bundesländer Steiermark und Kärnten in Wolfsberg wurde ein umfassender Maßnahmenkatalog verabschiedet, mit dem die Vorteile, die sich aus der Koralmbahn ergeben, optimal genutzt werden sollen; v.l. LHStv. Martin Gruber, LH Hans-Peter Kaiser, LH Christopher Drexler und LH-Stv. Anton Lang.