Ausgabe Nr. 04 / April 2017, P.b.b. Verlagspostamt 6020 Innsbruck, ZNr. GZ 02Z030672 M, Euro 3.00
DAS WIRTSCHAFTSMAGAZIN
WIE LEBEN TIROLER?
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DAS WIRTSCHAFTSMAGAZIN
TIROL UNPLUGGED Ohne Strom wird’s düster
DA GEHT WAS
Tirols innovative Veranstaltungsszene
MIETEN ODER KAUFEN? Eine Frage des Zeitpunkts
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© ANDREAS FRIEDLE
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Christoph Loreck und Mag. Sandra Nardin, eco.nova-Herausgeber
Ohne Strom nix los
Nein, wir sind keine Schwarzmaler, auch wenn es das Cover dieses Mal vermuten ließe. Dennoch muss man sich manches Mal eingestehen: Es scheint nicht immer die Sonne.
W
ir sind ja generell sehr positive Menschen. Das macht das Leben nämlich um einiges schöner. Doch es gibt diese wenn auch oft nur kurzen Momente, in denen man ins Nachdenken kommt. Das muss auch gar nichts weltbewegend Schlimmes sein, sondern nur
ein Stromausfall, wie er vor einigen Wochen in Innsbruck passiert ist. Es waren lediglich 20 Minuten und doch scheint unsere eigene kleine Welt stillgestanden zu sein. Nichts geht mehr. Während man darauf wartet, dass der Computer wieder hochstartet, kann man nicht einmal einen Kaffee trinken. Die Maschine funktioniert ja nicht. Das hat uns dazu veranlasst, einmal genauer hinzusehen, was passiert, wenn der Strom für längere Zeit ausbleibt. Das Ergebnis (zu finden ab Seite 14) ist recht eindeutig: Spaß ist das keiner, auch wenn der ein oder andere Kerzenschein romantisch finden mag. Ohne Strom wird’s auch für unsere Forscher schwierig, weiterhin Leistungen im internationalen Spitzenfeld zu erbringen (Seite 70), und unmöglich, E-Autos zu laden. Damit hätte Autoredakteur Bruno König auch nichts mehr zu vergleichen, so wie er es mit dem Hyundai Ioniq Hybrid und dem Kia Niro Hybrid getan hat (Seite 108). Kurzum: Ohne Strom wird’s ganz schön düster. Nicht nur in der Arbeit, zu Hause ebenso. Auch mit diesen beiden Themen beschäftigen wir uns in dieser Ausgabe, wenngleich aus einem anderen Blickwinkel: Tirols Top Companies wurden wieder gekürt (Seite 34) und Jürgen Huber macht sich Gedanken übers Mieten oder Kaufen (Seite 76).
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IMPRESSUM Herausgeber & Medieninhaber: eco.nova Verlags GmbH, Hunoldstraße 20, 6020 Innsbruck, Tel.: 0512/290088, redaktion@econova.at, www.econova.at Geschäftsleitung: Christoph Loreck, Mag. Sandra Nardin Assistenz: Martin Weissenbrunner Chefredaktion: Marina Kremser Redaktion: eco.wirtschaft: Alexandra Keller, Sonja Niederbrunner, MMag. Klaus Schebesta, Mag. Sandra Nardin, Renate Linser-Sachers, Alexandra Keller, Barbara Liesener, DI Caterina Molzer-Sauper, Uwe Schwinghammer, Marion Witting, MSc., Doris Helweg // eco.zukunft: Mag. Barbara Wildauer, Tamara Kainz // eco.geld: Dr. Michael Posselt, DDr. Jürgen Huber // eco.kultur: Julia Sparber // eco.mobil: Bruno König // steuer.berater: Dr. Verena Maria Erian // recht.aktuell: RA Mag. Dr. Ivo Rungg // eco.life: Marina Kremser Anzeigenverkauf: Ing. Christian Senn, Bruno König, Tanja Ischia, Petra Wunderer, Hannah Oderich, Hannelore Weissbacher Grafik: Tom Binder Druck: Radin-Berger-Print GmbH Unternehmensgegenstand: Die Herstellung, der Verlag und der Vertrieb von Drucksorten aller Art, insbesondere der Zeitschrift eco.nova. // Grundlegende Richtung: Unabhängiges österreichweites Magazin, das sich mit der Berichterstattung über Trends in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Architektur, Gesundheit & Wellness, Steuern, Recht, Kulinarium und Lifestyle beschäftigt. Der Nachdruck, auch auszugsweise, sowie anderwertige Vervielfältigung sind nur mit vorheriger Zustimmung des Herausgebers gestattet. Für die Rücksendung von unverlangt eingesandten Manuskripten und Bildmaterial wird keine Gewähr übernommen. Namentlich gekennzeichnete Beiträge stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar. Jahresabo: EUR 25,00 (14 Ausgaben)
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70 eco.titel 014 Tirol unplugged. Binnen 24 Stunden führt ein Blackout zu Überlebenskampf und Chaos. Nicht nur im Film, sondern auch ganz real. Was passiert, wenn in Tirol der Strom ausfällt? Vorab nur so viel: Es wird düster. In mehrerlei Hinsicht.
eco.wirtschaft 034 Tirols Top Companies. Wenn Arbeit so toll ist, warum wird sie dann bezahlt? Ein Blick auf sich ändernde Arbeitswelten und was die Unternehmenskultur damit zu tun hat. Plus: Die Verleihung des Top-Company-Awards
042 Wirtschaft vor 100 Jahren. Teil 2 der Serie: Lienz 050 eco.steuern 056 eco.recht
eco.zukunft 060 Tirol innovativ. Mit dem Sample City Lab und Skinnovation sind in Tirol Veranstaltungsreihen am Start, die Innovationen vorantreiben und Kreative zusammenbringen.
070 Zwei, die sich schätzen. Forschung und Wirtschaft, Grundlage und Anwendung, Gottfried Baier und Alexander Moschen. Die beiden Forscher im Interview.
072 Universität trifft Wirtschaft. Ohne Forschung keine Entwicklung: Die Wirtschaftsfakultäten der Universität Innsbruck sorgen mit ihrer Forschung seit Jahren immer wieder für internationale Aufmerksamkeit.
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76 98
112 eco.geld 076 Mieten oder kaufen? Wohnen ist ein Grundbedürfnis und kostet österreichweit im Durchschnitt rund ein Drittel des Haushaltseinkommens. Ob mieten oder kaufen die bessere Variante ist, ist vor allem eine Frage des Zeitpunkts.
086 Ade Bankgeheimnis. Mit der Steuerreform 2015/16 wurde das Bankgeheimnis de facto abgeschafft. Wer unsere Konten wirklich einsehen darf.
Mehr Frühling für Ihr ZUhause?
eco.art 094 Ein Stück vom Glück. Kufstein und Kultur passen zusammen. Dass Kufstein dabei auch Kultur abseits von Rock, Pop oder Operette kann, zeigen die glück.tage.
098 Geschichte und Geschichten. Sex & Crime und viele Ahas: Ein Streifzug durch das Innsbrucker Stadtarchiv.
eco.mobil 106 Genfer Autosalon. Die Tiroler Autohändler und Autofreunde zu Besuch in der Schweiz.
108 Der Vergleich der Hybride. Kia Niro und Hyundai Ioniq sind trotz identer Technik doch zwei unterschiedliche Fahrzeuge. Wir stellten die beiden gegenüber und wollten wissen, wer was besser kann.
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MMag. Klaus Schebesta
Profiltiefe Ein Autoreifen greift umso besser, je deutlicher sein Profil ist. Bei vielen österreichischen Parteien ist dieses Profil stark abgefahren – was zu schlechter Spurtreue und schwindender Wählerschaft führt. // TEXT: KLAUS SCHEBESTA
I
n den Zeiten zwischen den Wahlen
einbart wurde. Doch Kern fängt sich damit
lavieren sich durch so manche gesellschafts-
wähnen sich Parteien stets auf ei-
ein Dilemma in puncto Profilierung ein: Den
politische Frage. Verschärft wird dies durch
ner anspruchslosen Geraden. Der
Linken sind die Ansagen zu konservativ, den
Regierungsbeteiligungen wie in Tirol, was bei
vorausschauende Parteilenker er-
konservativen Sozialdemokraten zu links.
der Parteibasis wenig populäre Kompromisse
kennt angesichts der nahenden
Dem Regierungspartner ÖVP geht es nicht
notwendig macht.
Nationalrats- und Landtagswahlen jedoch
besser. Die Volkspartei hat aufgrund ihrer
Der FPÖ geht es in der Frage der Gesamtbot-
bereits am Horizont die scharfen Kurven der
bündischen Struktur die größten Schwierig-
schaft ähnlich. Sie versucht, sowohl perspek-
Wahlauseinandersetzung. Vom Gas zu gehen,
keiten, einen erkennbaren Kurs zu fahren.
tivenlose Wohlstandsverlierer als auch erfolg-
ist angesichts des Siegerwillens der Politkon-
Wie sollen auch Unternehmer (Wirtschafts-
reiche konservative Hardliner zu bedienen.
kurrenz keine Option. Folglich machen sich
bund) und Arbeitnehmer (AAB), Jugend (Jun-
Diese kommen aus völlig unterschiedlichen
alle Parteien daran, ihr Profil zu schärfen, um
ge Volkspartei) und Pensionisten (Senioren-
Lebenswelten. Antworten zu finden, die für
den Fliehkräften der Wahlschikanen stand-
bund) sowie Landwirte (Bauernbund) und
Hilfsarbeiter und erfolgreiche Mittelständ-
zuhalten. Doch wer zu ambitioniert ans Werk
Frauen (VP Frauen) gleichzeitig bedient wer-
ler gleichermaßen passen, ist entsprechend
geht, riskiert einen Reifenplatzer. Vor den
den? Häufig ist das Zuckerl für die einen die
schwierig. Doch der FPÖ helfen zwei Umstän-
größten Herausforderungen stehen die bei-
bittere Pille für die anderen. Normale Partei-
de aus dieser Sackgasse: Einerseits ist die Per-
den Regierungsparteien, die es im Normalbe-
en haben ihre Gegner außerhalb, das VP-Uni-
formance der Großen Koalition streckenwei-
trieb in die politische Mitte zieht, wo Fragen
versum ist kleiner und bündelt die Span-
se schlicht und einfach grottig. Andererseits
des Profils naturgemäß in den Hintergrund
nungen innerhalb der Partei. Deshalb heißt
spielt die latente Flüchtlingskrise der FPÖ in
rücken.
es wohl „Bünde“ und deshalb ist die „mission
die Hände. Die Freiheitlichen setzen konse-
Da ist einmal die SPÖ, deren telegener Chef
impossible“ der österreichischen Innenpoli-
quent auf das Thema „Sicherheit“ und zeigen
offenkundig versucht, eine Runderneuerung
tik die Position des Obmannes der Volkspar-
in dieser Frage so viel Profil, dass es schon
des Parteiprofils vorzunehmen. Das begann
tei. Fürs Profil bedeutet diese Konstellation
fast schmerzhaft ist. Hier gibt sich die Partei
mit dem „New Deal“, mit dem Kern dem lin-
nichts Gutes und eine praktisch unlösbare
messerscharf spurtreu und erreicht jede Men-
ken Rand der SPÖ signalisierte, dass die SPÖ
Aufgabe. VP-Anhänger kennen dieses Dilem-
ge Grip am rechten Rand – auch wenn SPÖ
auf diesem Terrain sehr wohl noch über den
ma, versuchen es aber mithilfe neu auftau-
und vor allem ÖVP in letzter Zeit vermehrt
alten Grip verfüge. Doch inzwischen ist der
chender Persönlichkeiten zu verdrängen. Sie
mit rechten Haken versuchen, dieses Feld der
„New Deal“ Geschichte, freilich, ohne in der
hängen ihrem Nachwuchsidol Sebastian Kurz
FPÖ nicht alleine zu überlassen.
Realität erkennbare Spuren hinterlassen zu
alle Hoffnungen um den Hals. Der versucht
Und die Kleinen? Die Neos, das Team Stro-
haben. Dann kam „Plan A“, die nächste groß-
mit einem scharfen Kurs die Quadratur des
nach und in Tirol die Liste Fritz, Vorwärts
angelegte Inszenierung Kerns. Damit hat der
Kreises zu realisieren.
Tirol und Impuls Tirol werden es angesichts
Kanzler deutlich zurück zur Mitte gelenkt,
Da hat es die Opposition leichter. Die Grünen
der auf die Big Player zugespitzten Wahl-
was sich auch an plakativen Botschaften für
verfügen im Bereich Umwelt über ein klares
kämpfe schwierig haben, überhaupt noch als
die Wirtschaft ablesen lässt. Diese finden sich
Profil und zeigen dieses auch bei jeder Ge-
nennenswerter Faktor der heimischen Politik
auch im aktuell gültigen Programm „Für Ös-
legenheit. In anderen Fragen hingegen hin-
ihre Spuren zu hinterlassen und nicht im Gra-
terreich“, das mit dem Koalitionspartner ver-
terlassen sie keinen sauberen Abdruck und
ben der Geschichte zu landen.
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KOPF DER AUSGABE
m h o G r e d n a x Ale
© ANDREAS FRIEDLE
Kopfweh t. Wenn andere über eib bl ur Sp r de f au Der dem Föhn erst richtig zu von Alexander Gohm pf Ko r de nt gin be , en klag Forschungsgebiet hat sein bevorzugtes er ftl ha sc en iss W r Hause ist: „rauchen“. De nsbruck scheinbar zu In in r de n, be rie ch rs G dem Wind ve TEXT: MARION WITTIN Er ist Föhnforscher. //
kopf der ausgabe
W
er in Tirol mit über 100 km/h unterwegs
Geldspritze
ist, riskiert beträchtliche Strafen. Unbe-
Anfang des Jahres wurde der Forscher mit dem Weiss-Preis 2016 ge-
eindruckt davon bläst einer immer wieder
ehrt. Dieser begehrte Preis wird vom Wissenschaftsfonds (FWF) im
mit Orkanböen bis zu 130 km/h durchs
Auftrag der „Dr. Gottfried und Dr. Vera Weiss Wissenschaftsstiftung“
Wipptal, Oberinntal, Zillertal oder andere
ausgeschrieben und ist mit 360.000 Euro dotiert. Der Antrag von Al-
Nord-Süd-gerichtete Täler sowie im Raum Innsbruck und Umgebung:
exander Gohm ging auf Anhieb durch. Die Annahme des Projekt-
der Föhn. In dieser Stärke bringt der „Raser“ auch Gefahren mit sich,
antrags im ersten Durchgang ist keineswegs selbstverständlich. Es
vor allem im Wald und Hochgebirge. In diesem oder in geringerem
kommt vor allem darauf an, wie genau und strukturiert die Angaben
Ausmaß: Jeder Alpenbewohner kennt ihn, viele verfluchen ihn, jeden-
sind und wie klar der Einreicher sein umfangreiches Wissen zum
falls dient er als beliebtes Smalltalk-Thema. Dass der Föhn seit mehr
Ausdruck bringen kann. „Wenn ich eine Sache in die Hand nehme,
als 100 Jahren auch immer wieder Wissenschaftler in den Bann zieht,
bin ich restlos davon überzeugt und gehe damit auch konsequent
ist weitgehend unbekannt.
meinen Weg“, sagt der Experte dazu und freut sich über die Aus-
Das Institut für Atmosphären- und Kryosphärenwissenschaften, vor-
zeichnung. Der Geldfluss war zugleich der Startschuss für sein For-
mals Institut für Meteorologie und Geophysik, an der Universität
schungsprojekt PIANO („Penetration and Interruption of Alpine
Innsbruck ist der Ort, wo die heißen Drähte in diesem Forschungsbe-
Foehn“ oder in Deutsch: „Durchbruch und Zusammenbruch von
reich zusammenlaufen. Zur Kryosphäre zählen die vergletscherten
Föhn“). Die Vorbereitungsarbeiten laufen, im September, in der Hoch-
und schneebedeckten Gebiete in den Alpen ebenso wie die Arktis und
saison des Föhns, geht es ins Feld. „Die natürlichen Schwankungen
Antarktis. Der Forschungszweig, in dem Professor Alexander Gohm
beim Föhnaufkommen sind von einem Jahr auf das andere sehr
zu Hause ist, gehört in den Bereich Atmosphärenwissenschaften. Den
hoch. Man kann nie genau wissen, ob es mehr oder weniger wird. Das
Meteorologen beschäftigte die Alpinforschung von Beginn an stark.
Wetter kann man eben nicht kontrollieren.“ Die Verantwortung über
Er ging in seiner Diplomarbeit sowie in der Dissertation auf die Phä-
dieses hohe Budget sei groß, aber das Forschungsrisiko überschaubar,
nomene ein, die bei der Überströmung von Gebirge auftreten. Konkret
gibt sich der 43-Jährige optimistisch für sein Projekt.
ging es ihm um den alpinen Föhn: „Ich war damals (1999) eingebun-
Neben Gewittern und Starkniederschlägen sind Sturmwinde eine der
den in eine der größten internationalen Feldmessungskampagnen des
größten Wettergefahren in den Gebirgsregionen. Ein prominenter
vorigen Jahrhunderts in der alpinen Meteorologie, genannt MAP (Me-
Vertreter dieses Gefahrenpotenzials ist der alpine Föhn. Das Ergebnis
soscale Alpine Programme). Gemessen wurde im Wipptal gemeinsam
aus der großangelegten Forschungsarbeit sowohl am Boden als auch
mit Teams aus den USA, aus Großbritannien und Deutschland und
in der Luft soll das Verständnis und die Vorhersage für diese hefti-
deren technischer Unterstützung mit dem damals modernsten Equip-
gen Winde entscheidend verbessern. Dazu wird die Anfangs- und
ment. Das war für meinen weiteren Forschungsweg prägend“, blickt
Endphase von Föhn im Mittelpunkt der Messungen stehen, weil sich
Gohm zurück. Ein Auslandsjahr führte ihn nach Boulder/Colorado,
gerade diese kurzlebigen Phasen am stärksten auf die Flugsicherheit
quasi ins Mekka der Atmosphärenwissenschaften. Es folgten Arbeiten
und auf die Luftgüte im Tal auswirken. „Durchbruch und Zusammen-
über die Schadstoffausbreitung und den -transport sowie Messungen
bruch von Föhn werden von verschiedenen atmosphärischen Pro-
über die Schadstoffkonzentration in der Luft. Als sein Lebensmittel-
zessen kontrolliert. Damit der Föhn im Tal durchbrechen kann, muss
punkt kommt für den gebürtigen Vorarlberger aus dem kleinen Ort
zuerst der sogenannte Kaltluftsee, der sich oft in der Nacht durch Ab-
Röns im Walgau aber nur mehr Innsbruck in Frage. Nicht nur wegen
kühlung der Luft bildet, ausgeräumt werden. Man kann sich das vor-
der optimalen Bedingungen für die alpine Föhnforschung, sondern
stellen wie eine Badewanne, die mit kaltem Wasser gefüllt ist“, macht
auch „weil wir, meine Frau und die beiden Kinder ebenso wie ich, die
es Alexander Gohm bildlich. Das Ausräumen kann einerseits von un-
hohe Lebensqualität in Innsbruck sehr zu schätzen wissen“, betont der
ten erfolgen, durch die Abgabe der am Boden absorbierten Sonnen-
begeisterte Bergsportler und Naturliebhaber.
energie, oder von oben, wenn der Föhn darüber bläst und dabei die
Dem Föhn auf der Spur
Kaltluft von oben abnagt. „Mit der Erkenntnis, welcher der Prozesse vorherrscht, können Schwächen in der bisherigen Wettervorhersage
Auf die einfache Frage „Wie entsteht der Föhn?“ antwortet Prof. Ale-
identifiziert werden.“
xander Gohm ebenso einfach mit den Zutaten, die es braucht: „Föhn
Das zentrale Element der im Herbst startenden zweimonatigen
kann überall dort entstehen, wo es ein Gebirge gibt, das überströmt
Messkampagne ist das Feldexperiment, das in Innsbruck und Umge-
wird. Er tritt auf, wenn uns eine südliche Strömung zum Beispiel vom
bung durchgeführt wird. „Dabei werden drei kombinierte laserbasie-
Mittelmeer her über die Alpen erreicht und diese sich ihren Weg im
rende Instrumente (sogenannte Doppler Wind Lidare) zur dis-
Lee (im Norden des Gebirges) stromabwärts, also nach unten ins Tal,
tanzierten Erfassung des turbulenten Windfeldes im Tal sowie ein
bahnt. Beim Absinken wird die Luft komprimiert, das heißt der Luft-
Forschungsflugzeug zur Beobachtung des Strömungsfeldes im Flug-
druck steigt und somit auch die Temperatur.“ Die ersten „Innsbrucker
niveau im Einsatz stehen“, beschreibt der leidenschaftliche Forscher
Föhnstudien“ würden aus den Jahren 1906 bis 1910 stammen, sagt er:
den raffinierten technischen Einsatz in Kombination mit Compu-
Bei seinen Ballonfahrten über die Nordkette erregte Heinrich von Fi-
tersimulationen. Die Messung am Boden würde ähnlich funktio-
cker damals großes Aufsehen. Interessiert war er an der Frage, warum
nieren wie die Radarpistole, mit der man die Geschwindigkeit von
der Föhn in die Täler absteigt. „Und diese Frage wurde bis heute noch
fahrenden Autos misst, erklärt er: „So gewinnen wir Erkenntnisse
nicht restlos beantwortet“, erklärt Gohm den Ansatz für sein aktuelles
aus unterschiedlichen Aspekten, die wir in darstellende Computer-
Forschungsprojekt PIANO, das im Herbst dieses Jahres unter seiner
modelle einfließen lassen können.“ Tieffliegende Piloten im Einsatz
Leitung ins Feld gehen soll: „Im fünf- bis sechsköpfigen Team werden
für die Föhnforschung sind während des Feldexperiments nicht aus-
wir uns ausführlich den Aspekten widmen, wie der Föhn ins Tal durch-
zuschließen: „Könnte spektakulär werden“, schmunzelt Alexander
bricht und wann er zusammenbricht.“
Gohm freudig.
eco.nova
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Wirtschaft Wirtschaft & Unternehmen
ECO.MMENTAR
Tiefer Respekt © JULIA TÜRTSCHER
Laut einer Studie von Deloitte wollen Millennials vor allem Sicherheit in dieser unsicheren Welt.
Marina Kremser, Chefredaktion
„Wir haben versucht, anständigen Journalismus zu machen.“ Mein Danke an Hugo Portisch ...
as vergangene Jahr war ein turbulentes. Vieles ist passiert, so manches war überra-
K
schend. Diese Unsicherheit schlägt sich auch in einer Deloitte-Umfrage nieder. Die
Geburtstages. Ich verneige mich in
weltweit durchgeführte Deloitte Millennial Survey verzeichnet heuer steigenden
Hochachtung und ziehe alle meine
2016 hat Spuren hinterlassen
D
ürzlich auf ORF3: eine großartige Gesprächsreihe mit dem ebenso großartigen
Hugo Portisch anlässlich seines 90.
Pessimismus und sinkende Zuversicht unter den jungen Arbeitnehmern. Nur rund ein Drittel
Hüte vor seinem Tun, seiner Klug-
der Befragten glaubt an eine wirtschaftliche und politische Verbesserung in ihrem Land. Als
heit und seinem Humor. Ich könnte
Folge gewinnt Jobsicherheit an Bedeutung und die Wechselbereitschaft nimmt ab. Gleichzei-
ihm stundenlang zuhören, wenn er
tig beginnen Millennials – jene zwischen 1980 und 1999 Geborenen, die gerne auch als Genera-
aus seinem Leben erzählt, das auch
tion Y oder Generation Me bezeichnet werden – der zunehmenden Digitalisierung skeptisch
ein spannendes Bild des Weltgesche-
gegenüberzustehen.
hens der letzten Jahrzehnte zeich-
Im Rahmen der Studie wurden rund 8.000 nach 1982 geborene Arbeitnehmer mit akademi-
net. Keiner hat es je so gut geschafft,
schem Abschluss in 30 Ländern befragt. „Die Stimmung unter den Millennials hat sich in-
komplizierte Zusammenhänge derart
nerhalb eines Jahres eingetrübt. Vor allem die Angst vor Krieg, Terror und wirtschaftlicher
verständlich zu erklären. Politik, Wirt-
sowie politischer Unsicherheit haben diesen Stimmungswandel verursacht“, analysiert Elisa
schaft. Alles. Bis heute.
Aichinger, Mangerin bei Deloitte Österreich. Dieses neue Sicherheitsbedürfnis hat auch Aus-
Hugo Portisch hat die heimische Me-
wirkungen auf die präferierten Beschäftigungsformen. Zwei Drittel wollen am liebsten eine
dienlandschaft geprägt wie kein ande-
feste Vollzeitanstellung – obwohl diese Generation grundsätzlich Freiheiten im Arbeitsleben
rer und hat sich seine Spitzbübigkeit
schätzt. „Arbeitgeber sind gut beraten, das Verlangen nach Sicherheit nicht falsch zu interpre-
dabei ebenso bewahrt wie er seinem
tieren. Wenn man die jungen Mitarbeiter langfristig im Unternehmen halten will, muss man
Grundgedanken treu geblieben ist,
ihnen auch entsprechende Freiheiten zugestehen“, sagt Aichinger.
nämlich „dass es möglich ist, die Men-
Spannend ist in diesem Zusammenhang das ambivalente Bild zum Thema Digitalisierung.
schen durch Information gescheiter zu
Grundsätzlich überwiegt die Skepsis: 40 Prozent der Befragten sehen ihre Jobs durch die Au-
machen“. Diesen Ansatz verfolgen heu-
tomatisierung bedroht, 44 Prozent befürchten eine sinkende Nachfrage nach ihren Fähigkei-
te nicht mehr alle Medien. Eigentlich
ten. Mehr als die Hälfte rechnet außerdem damit, in Zukunft eine Umschulung machen zu
tun es nur mehr einige wenige. Das ist
müssen. Die Millennials wiederum, die sich fit für die Digitalisierung fühlen, sehen durch den
schade, weil es unser ureigenstes Inter-
digitalen Fortschritt vor allem steigende Möglichkeiten für wertbringende und kreative Tätig-
esse sein sollte, genau das zu tun.
keiten sowie die Chance auf den Erwerb neuer Kompetenzen. Aichinger: „Millennials schätzen die Digitalisierung kritisch, aber differenziert ein. Die Skepsis muss durch entsprechende Qualifizierungsmaßnahmen und innovationsfreundliche Rahmenbedingungen in eine positive Stimmung umgewandelt werden.“ // Studie zum Download unter www.deloitte.at
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Anregungen und Kommentare bitte an kremser@econova.at
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Burnout frühzeitig erkennen und sich helfen lassen
Dr. Christine Meyer-Plank, Fachärztin für Psychiatrie
n vielen Unternehmen hat Marketing vorrangig die Aufgabe, potenzielle Kunden zu überzeugen und die eigene Leistung der des Wettbewerbs vorzuziehen. Aber ist dieser Zugang wirklich Mar-
professor Hans Mühlbacher plädierte dabei in seinem Impulsvortrag
B
für eine Betrachtung des Marketings als strategische Grundhaltung
Anforderungen zu tun. Nicht nur im Privatleben, sondern auch
in Unternehmen, die von allen Mitarbeitern und Abteilungen gelebt
im Beruf sollte alles perfekt sein. Wir stehen ständig unter Leis-
werden müsse: „Kunden kaufen Nutzen, keine Produkte. Der Nutzen
tungsdruck. Hohe Einsatzbereitschaft, maximale Flexibilität und
entsteht nicht bei der Produktion, sondern beim Erleben“, so Mühlba-
Erreichbarkeit rund um die Uhr führen zu permanentem Stress.
cher. Marketing berücksichtigt, dass Werte gemeinsam mit Stakehol-
Betroffen sind nicht nur Führungskräfte, sondern auch das mittle-
dern entwickelt werden und sich Beziehungen zu diesen gegenseitig
re Management, das zwischen den Forderungen der Chefetage und
beeinflussen. Die Rolle des Marketings ist eine koordinative: Marketing
den Bedürfnissen der Mitarbeiter vermitteln muss.
kümmert sich um den bewussten Aufbau, die Pflege und die Berück-
Burnout (zu Deutsch „ausbrennen“) beschreibt den Zustand völ-
sichtigung der Abhängigkeiten dieser Beziehungen untereinander und
liger emotionaler und körperlicher Erschöpfung, dabei können
stellt damit die Quelle des Unternehmenserfolges dar.
die Anzeichen von Mensch zu Mensch verschieden sein. Ganz
keting? Die Tiroler Sparkasse lud in Kooperation mit dem Innsbrucker Institut für Marketing – Strategieberatung zur kritischen Auseinandersetzung mit diesem funktionalen Marketingverständnis. Marketing-
urnout ist in aller Munde – fast jeder kennt in seinem Bekanntenkreis betroffene Personen. Dass das Burnout-Syndrom immer häufiger auftritt, hat mit unseren
Ansprüchen ans Leben und mit völlig veränderten beruflichen
allgemein berichten Burnout-Betroffene von einem Gefühl der
BILDUNG ALS SCHLÜSSEL
N
Überforderung sowie von Frustration und einer Desillusionierung. Sie fühlen sich energielos, gleichgültig oder leer und wertlos. Übertriebener Ehrgeiz, Verbissenheit und Erhöhung des Einsat-
achdem sich das vergangene Jahr besser entwickelt hat
zes, um es sich selbst und dem Umfeld zu beweisen, führen zum
als prognostiziert, dürfte sich in Tirol laut AMS der po-
Ankurbeln einer Negativspirale, die – wenn die Symptome ignoriert
sitive Schwung auch im Jahr 2017 fortsetzen: Die Arbeits-
werden – letztlich in einen Zusammenbruch mündet. Folgeerschei-
losigkeit sinkt generell in Tirol, speziell die hohe Zahl an Langzeit-
nungen können Schlafstörungen, Ängste, depressive Verstimmung,
arbeitslosen, es gibt deutlich mehr gemeldete offene Stellen beim
aber auch körperliche Beschwerden wie Tinnitus, Bluthochdruck,
AMS Tirol – vor allem für Fachkräfte – und die Beschäftigung steigt.
Schwindel oder Libidoverlust sein. Diese Symptome begünstigen
Tirol wird laut Einschätzung der Wirtschaftskammer mit 1,8 Pro-
wiederum Folgeerkrankungen. Deshalb ist es wichtig, frühzeitig
zent abermals ein höheres Wirtschaftswachstum als der Bundes-
entgegenzusteuern. Sollten Sie sich übermäßig gestresst oder er-
schnitt aufweisen. Ob dieses Wachstum allerdings ausreicht, um die
schöpft fühlen, werden Ihre Ärztin oder Ihr Arzt zunächst einen
Arbeitslosigkeit stabil zu halten, ist fraglich. Als Herausforderung
Gesundheitscheck durchführen und eine Bestandsaufnahme von
erweisen sich vor allem der Ausbau der gemeinnützigen Beschäf-
Körper und Psyche machen. Wenn sich herausstellt, dass Sie Bur-
tigung und die berufliche Bildung. Denn nach wie vor ist sie es, die
nout-gefährdet sind, können gemeinsam neue Strategien zur Le-
vorrangig über den Erfolg am Arbeitsmarkt entscheidet.
bensgestaltung und – besonders wichtig – zur Stressbewältigung
Das AMS Tirol konzentriert sich in seinen Maßnahmen heuer be-
erarbeitet werden. Dabei kommen psychotherapeutische Techni-
sonders auf die Altersgruppen am Beginn ihrer Berufstätigkeit.
ken und fallweise Medikamente zur Anwendung.
Jugendliche finden aufgrund der demographischen Entwicklung grundsätzlich günstige Voraussetzungen auf dem Lehrlingsmarkt vor. Dennoch kann aufgrund besonderer Bedingungen die Situation eintreten, dass Jugendliche keinen Lehrplatz finden. Bei der Ausbildungsgarantie bis 25 erhält das AMS zusätzlich 2,6 Millionen Euro zur Finanzierung einer weiteren Ausbildung für 330 vorgemerkte junge Erwachsene im Alter von 18 bis 25 Jahren mit maximal Pflichtschulausbildung, um diese entsprechend zu fördern. // www.ams.at
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FOTOS: BIRGIT KOELL, TINETZ
TIROL UNPLUGGED Der unberechenbare Wankelmut der europäischen Stromnetze macht einen flächendeckenden Stromausfall so wahrscheinlich, dass die Verantwortlichen jederzeit damit rechnen. Binnen 24 Stunden führt ein Blackout zu Überlebenskampf und Chaos. Schon ein einziger Tag ohne Strom stellt die uns bekannte und wirr vernetzte Welt total auf den Kopf. In diesem kontinentalen Katastrophenzustand, dessen Möglichkeit den allerwenigsten bewusst ist, kann Tirol eine Insel der Seligen sein. // TEXT: ALEXANDRA KELLER
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s ist kein Happy End. Alles, nur das nicht.
prinzipiell, also was die Auswirkungen eines
chengefahr ansteigt. Rasch wird die unters-
Und die Tatsache, dass Tirols federführende
Blackouts betrifft, für durchaus realistisch“,
te Stufe der Maslow’schen Bedürfnispyra-
Kenner der Branche die fatale Szenerie als
sagt Erich Entstrasser, Vorstandsvorsitzen-
mide erreicht. Es geht nur noch darum, die
realistisch bezeichnen, lässt jegliche positive
der des Tiroler Landesenergieversorgers
Grundbedürfnisse befriedigen zu können:
Illusion verpuffen. Das Ende ist bedrückend.
TIWAG, und stellt fest: „Ich glaube, die Leute
Essen, Trinken, Schlafen.
Die Zahl der Todesopfer ist noch nicht er-
können sich überhaupt nicht vorstellen, was
Die apokalyptischen Darstellungen im Tech-
fasst. Mit vielen Tausend wird gerechnet.
passiert, wenn es keinen Strom gibt.“
nikthriller vermochten den TIWAG-Chef je-
Wegen der Seuchengefahr mussten sie rasch
denfalls nicht zu überraschen. Und auf die
in Massengräbern verscharrt werden. Mili-
Wenn es keinen Strom gibt
tärdiktaturen haben teils die Macht über-
Vor dem Hintergrund dieser doch recht tro-
worten auch die beiden Geschäftsführer der
nommen. Ein havariertes Atomkraftwerk
cken formulierten Feststellung aus berufe-
Tinetz, jener Tochter der TIWAG also, die in
hat die beschauliche Schlösserregion an
nem Munde bekommt Spannung eine ganz
weiten Teilen Tirols für das Stromnetz ver-
der Loire verstrahlt. Unzählige Kühe sind
neue Bedeutung. Und fördert eine ganz rea-
antwortlich ist, einhellig mit: „Ja!“
qualvoll verendet, weil sie nicht mehr ge-
le Gänsehaut.
Aus der Sicht von Thomas Trattler und Tho-
molken werden konnten. Ihre Schmerzens-
Schon ein paar Stunden nach einem so ge-
mas Rieder hat der Autor nicht übertrieben.
schreie erhöhten die allgemein feststellbare
nannten Power-Blackout geht so gut wie gar
„Ich habe auch schon persönlich mit Marc
Neigung zum Wahnsinn. Die hygienischen
nichts mehr. Mobilnetz, Internet, Schienen-
Elsberg gesprochen. Was er beschrieben hat,
Zustände haben ein unvorstellbares Aus-
verkehr und Industrie kommen sofort zum
ist nachvollziehbar und es passiert dann,
maß erreicht. Die Wirtschaft Europas liegt
Erliegen – wie auch die Wasserversorgung,
wenn man nicht vorbereitet ist. Wenn man
für Jahre brach. Niemand blieb verschont.
wenn sie mit Pumpen arbeitet. Geschäfte
nichts tut, dann sind solche Szenarien rea-
Verschont von den Folgen des europaweiten
schließen, Bankomaten fallen aus und Tank-
listisch“, reicht Thomas Rieder, technischer
Stromausfalls, die Autor Marc Elsberg in sei-
stellen funktionieren nicht mehr, wodurch
Tinetz-Geschäftsführer, den Verunsicherten
nem Bestseller „Blackout – Morgen ist es zu
der private wie öffentliche Verkehr nach
einen Strohhalm. Vorbereitung ist das Stich-
spät“ beschreibt.
sechs Stunden stillsteht. Ohne Treibstoff
wort für diesen Funken Hoffnung. Der tut
Nach knapp zwei Wochen lässt er den Strom
werden die Notstromaggregate in Kranken-
gut, denn die Wahrscheinlichkeit, dass der
wieder fließen. 13 Tage. In der Zeitspanne ei-
häusern nicht mehr versorgt und Polizei,
Strom flächendeckend ausfällt und wie bei
nes durchschnittlichen Urlaubs hat sich Eu-
Feuerwehr oder im Katastropheneinsatz ar-
einem Dominospiel alle energetisierten Win-
ropa derart verändert, dass nichts mehr so
beitende Hilfsorganisationen können nicht
kel des Kontinents erreicht, ist nicht klein.
ist, wie es vor dem Stromausfall war. „Unsere
mehr fahren, sofern sie nicht auf ein breites
Die Wahrscheinlichkeit ist sogar recht groß.
moderne Gesellschaft ist komplett abhängig
Backup aus notstromversorgten Tankstellen
Und sie wächst.
davon, dass all diese Systeme, die im Hinter-
zurückgreifen können. Die Kommunikati-
grund längst völlig automatisiert ablaufen,
onsmöglichkeiten für die Allgemeinheit ge-
Drohender Kollaps
reibungslos funktionieren. Tun sie das nicht,
hen mit den sich leerenden Akkus zur Neige
Im Jahr 2010 veröffentlichte das Büro für
stürzen wir binnen kürzester Zeit zurück
und die der Einsatz- und Katastrophenhel-
Technikfolgen-Abschätzung beim Deut-
ins Mittelalter. Das finde ich eine beängsti-
fer geraten ebenso unter Druck. Chaos und
schen Bundestag eine umfangreiche Studie
gende Vorstellung“, sagt Elsberg. Sein weit
Anarchie drohen, da knapp 24 Stunden nach
zur „Gefährdung und Verletzbarkeit moder-
über eine Million mal verkaufter Thriller ist
dem Zusammenbruch der Überlebenskampf
ner Gesellschaften am Beispiel eines groß-
Fiktion. Fiktion, die auf Fakten basiert. Be-
beginnt, hungrige Menschen verzweifelt auf
räumigen Ausfalls der Stromversorgung“,
ängstigenden Fakten. „Ich halte das Buch
Nahrungsmittelsuche gehen und die Seu-
in dem es heißt: „Aufgrund der nahezu voll-
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Frage, ob sie das Buch gelesen haben, ant-
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DIE KUNDEN SIND DIE FAST 100PROZENTIGE STROMVERSORGUNGSSICHERHEIT GEWOHNT. ständigen Durchdringung der Lebens- und Arbeitswelt mit elektrisch betriebenen Geräten würden sich die Folgen eines langandauernden und großflächigen Stromausfalls zu einer Schadenslage von besonderer Qualität summieren. Betroffen wären alle kritischen Infrastrukturen, und ein Kollaps der gesamten Gesellschaft wäre kaum zu verhindern. Trotz dieses Gefahren- und Katastrophenpotenzials ist ein diesbezügliches gesellschaftliches Risikobewusstsein nur in Ansätzen vorhanden.“ Der Inhalt der Studie ist schon fast zu real für ein einfaches, Strom als Selbstverständlichkeit aus der Steckdose beziehen-
DAS IST SCHÖN, DOCH TRÄGT ES AUCH DAZU BEI, DASS DAS PROBLEMBEWUSSTSEIN GEGENÜBER EINEM POTENZIELLEN BLACKOUT KAUM BIS GAR NICHT VORHANDEN IST.
des Gemüt. Sie zeigt auch, wie wenig Marc Elsberg in die phantastische Schatzkiste
fer, damals noch Vorstandschef der TIWAG,
greifen musste, um den Kollaps der Gesell-
Gast des Management Club Tirol und ver-
mehr die plötzliche Macht, die der Mond be-
schaft zu skizzieren. Knapp sieben Jahre
ursachte bei den Anwesenden das eine oder
kommen kann, wenn er sich vor den lebens-
sind seit Veröffentlichung des Papiers ver-
andere mulmige Gefühl, als er dort laut ei-
und lichtspendenden Feuerball schiebt. Am
gangen, und sollte das gesellschaftliche
nem Medienbericht sagte: „Es ist klar, dass
11. August 1999 hatte die bis auf weiteres –
Risikobewusstsein in Deutschland oder
es durch die Überlastung der Netze in ab-
bis ins Jahr 2081, um genau zu sein – letz-
anderswo gestiegen sein, tat es das im Ver-
sehbarer Zeit zu Strom-Blackouts kommen
te totale Sonnenfinsternis Heerscharen in
borgenen. Die Chefs und Mitarbeiter von
wird. Die Branche rechnet damit, Stromnet-
Österreich auf die Straßen, die Balkons, in
Energieunternehmen wissen hingegen
ze sind extrem sensible Gebilde.“
Gärten und Parks getrieben, um ausgerüs-
längst, worum es geht. „Die Wahrscheinlich-
Als Wallnöfer das feststellte, war Europa
tet mit den zuvor en masse vertriebenen
keit für ein großräumiges oder gar europa-
gerade erst an so einer Katastrophe vorbei-
Schutzbrillen dem seltenen Himmelstheater
weites Blackout ist in den letzten Jahren
geschrammt. Einem potenziellen Blackout,
beizuwohnen. Es darf davon ausgegangen
signifikant gestiegen“, hielt EVN-Vorstand
„wie er im Buche steht“. Glück spielte dabei
werden, dass an diesem warmen Sommer-
Peter Layr im März 2014 in einem Brief an
eine nicht unwesentliche Rolle.
tag 1999 auch Mitarbeiter von Energieunter-
die Vorstände der Regulierungsbehörde
Kraft der Sonne veranschaulicht oder viel
nehmen freudig staunend auf den Balko-
E-Control fest und verlieh seiner Befürch-
Die Eklipse
tung Ausdruck, dass Österreich nur unzu-
Seit der Lauf der Planeten errechnet wer-
damals war, das Stromnetz zu überwachen
reichend gerüstet sei, denn im Falle eines
den kann – und das reicht echt weit zurück
und seine Sicherheit zu garantieren. Auch
flächendeckenden Stromausfalls sei rasch
–, war klar, dass sich am 20. März 2015 ein
sie konnten das leicht gruselige Frösteln im
mit desaströsen Verhältnissen besonders in
seltenes Schauspiel am Himmel abspielen
Mondschatten spüren und sich nach dem
Ballungszentren zu rechnen – „mit gleich-
würde. Sternen-fix erwartet wurde eine teil-
Spektakel wieder der Arbeit zuwenden. Ein
zeitiger Gefährdung der öffentlichen Si-
weise Sonnenfinsternis, eine Eklipse, ein
wenig demütig ob des Erlebten vielleicht.
cherheit“. Im Mai 2015 war Bruno Wallnö-
schönes astronomisches Schauspiel, das die
Aber ganz entspannt. 16 Jahre später, als sich
nen standen, ebenso wie jene, deren Job es
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Thomas Trattler und Thomas Rieder, Tinetz-Geschäftsführer
„DIE ERZEUGER HABEN SICH VIEL SCHNELLER VERÄNDERT ALS DIE INFRASTRUKTUR. DADURCH KOMMT ES ÖFTER MAL ZU INSTABILEN SITUATIONEN ALS IN DER VERGANGENHEIT.“ Thomas Rieder, Tinetz-Geschäftsführer
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DEUTSCHE UHRMACHERKUNST.1893
VON CHRONOGRAPHEN, KILOMETERN UND UNENDLICHER HINGABE.
Autor Marc Elsberg
der Mond nicht ganz, aber teilweise vor die Sonne zu schieben gedachte, war die Stimmung in den Schaltzentralen des europäischen Stromnetzes anders. Ganz anders. Geladen war sie. Monate zuvor schon waren grenzüberschreitende Notfallpläne erarbeitet worden, die Netzbetreiber selbst sprachen von einer „nie dagewesenen Herausforderung“ und von „ernsthaftem Risiko“, ein europaweiter PowerBlackout war zum Greifen nahe und das Gefahrenpotenzial wurde nicht nur als hoch, sondern als so hoch wie bis dato noch nie eingestuft. „Im Haus war die Krisensituation ausgerufen worden. Es waren alle da, die da sein mussten“, erinnert sich TIWAG-Chef Entstrasser. Auch Tinetz-Geschäftsführer Trattler hat den Tag noch gut im Kopf: „Man hatte die Bereitschaften erhöht und sich schon Wochen zuvor mit den Szenarien auseinandergesetzt, mit dem Ernstfall. Europaweit sind diese Szenarien geübt worden, Kraftwerksblöcke waren dafür bereitgestellt, schnell zu reagieren. Prinzipiell waren wir da gut vorbereitet.“ Das waren alle Beteiligten „auf der Erde“, doch die Hauptdarstellerin in diesem Poker war die Sonne – in all ihrer strahlenden Unberechenbarkeit.
Ein Horrorszenario Was den 11. August 1999 so entspannt und den 20. März 2015 so prickelnd machte, sind die zahlreichen Solaranlagen, die in der Zwischenzeit auf Dächern befestigt oder in Wiesen gebaut wurden, um mit der Kraft der Sonne die Stromnetze zu speisen. In einem gigantischen Kraftakt hat Deutschland die Energiewende vorangetrieben und Milliarden in die Photovoltaik gesteckt. An sonnenreichen Tagen können an einem Sommertag in Deutschland bereits mehr als die Hälfte der Verbrauchsspitzen zur Mittagszeit mit
NORAMIS CHRONOGRAPH
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„WENN ES ZU EINEM BLACKOUT KOMMT, WO WIR KEINE SPANNUNG MEHR VON DEN ÜBERTRAGUNGSNETZBETREIBERN BEKOMMEN, WERDEN DIE NETZVERBINDUNGEN ZU DIESEN BETREIBERN GEKAPPT. DAS HEISST, WIR KOPPELN UNS VOM EUROPÄISCHEN NETZ AB, FAHREN UNSER NETZ MIT UNSEREN KRAFTWERKEN HOCH UND WARTEN, WAS RUNDHERUM PASSIERT.“ Erich Entstrasser, TIWAG-Vorstandsvorsitzender
Solarenergie gedeckt werden. Die Gesamt-
mas Trattler. Selten riefen Wolken derartige
nen Industrien aller Art den Strom abnah-
leistung betrug 2015 rund 38 Gigawatt.
Freude hervor. „Das war schon ein bisschen
men. Es war überschaubar, steuerbar, nah
Diese Gigawatt-Kraft war es, die den 20.
Glück“, weiß er.
und nicht selten war es schmutzig. Atom-
März so spannend machte, musste doch
Das Stromnetz zu überwachen, fit zu halten
kraftwerke oder Kohlekraftwerke sind we-
befürchtet werden, dass die Sonnenfinster-
und die teils unheimlichen Bewegungen zu
der mit den Bedürfnissen der Menschen
nis gleichsam von einer Minute auf die an-
beobachten, um in Windeseile ausgleichen
noch mit denen der Umwelt, noch des Kli-
dere bei den Solaranlagen in Deutschland
und die Frequenz halten zu können, ist das
mas und schon gar nicht mit den Klima-
und Europa das Licht ausdreht. Das kom-
tägliche Brot der Tiwag-Tochter Tinetz und
zielen kompatibel.
plexe Wechselspiel in den europäischen
ihrer rund 500 Mitarbeiter. „Das ist unser
Vor diesem Hintergrund wurde in Deutsch-
Stromnetzen, wo sich Stromangebot und
Kerngeschäft, unser Tagesgeschäft“, sagt
land die Energiewende eingeleitet. Deutsch-
Stromnachfrage tunlichst die Waage hal-
Technikchef Rieder. Es ist ein Geschäft, das
land ist für Österreich ein entscheidender
ten sollten, wurde durch den erwartbaren
in den letzten Jahren komplexer geworden
Strom- und Netzpartner. Was in den Net-
Photovoltaik-Ausfall gehörig unter Druck
ist. Komplexer und in hohem Maße unbe-
zen und in den Speicherkraftwerken Tirols
gesetzt.
rechenbarer. Schuld daran ist vor allem je-
passiert, hängt eng mit ganz Europa zusam-
Ein strahlend sonniger Frühlingsanfang
ner Systemwechsel, der den 20. März 2015 zu
men. Es ist ein Bild wie ein höchst kniffli-
war das Horrorszenario. In dem Fall, dem
einer Gratwanderung machte und der das
ges Spinnennetz, in dem Deutschland ei-
schlimmsten, musste damit gerechnet wer-
vielfältig ineinandergreifende europäische
ne tragende Rolle spielt. Und das deutsche
den, dass den europäischen Stromnetzen
Stromnetz derart ins Wanken zu bringen
Bild präsentiert sich seit Jahren so, dass die
von einer Minute auf die andere 35 Giga-
vermag, dass Blackout in den Schaltzentra-
Energieerzeugung vermehrt dezentral und
watt abhanden kommen. Das wäre in et-
len schon lange kein Fremdwort mehr ist.
in höchstem Maße fern von den energie-
wa so gewesen, als würden 80 mittelgro-
hungrigen Verbrauchern passiert. Dass es
ße konventionelle Kraftwerke plötzlich
Neue Energiewelt
abgedreht und nach knapp zwei Stunden
Vor rund 15 Jahren setzte dieser Wandel ein.
den zahlreichen, übers ganze Land verteil-
Eklipse wieder mit voller Kraft hochgefah-
Der Wandel von der alten in die neue Ener-
ten Photovoltaikanlagen einzuspeisen und
ren. „Es ist in relativ schneller Zeit relativ
giewelt. Vereinfacht dargestellt, war es in
weiterzuleiten, liegt auf der Hand. Und es ist
viel Leistung aus dem Netz gegangen, doch
der alten Welt so, dass die Energieerzeugung
eine Tatsache, dass die großen Windparks,
war es ein bisschen bewölkt, weswegen
in unmittelbarer Nähe zu denen passierte,
mit denen die stürmische Energie der Nord-
die Erzeugung schleichend verschwunden
die die Energie verbrauchten. Kraftwerke
see in Strom verwandelt wird, kaum weiter
und dann wieder gekommen ist“, sagt Tho-
aller Art waren in Regionen errichtet, in de-
von den energieintensiven Industrien des
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Alles fließt bei der TIWAG-Tochter Tinetz.
Südens – rund um Stuttgart etwa oder Mün-
mit den Kraftwerken der TIWAG zudem
bau Chemie Energie, konnte ein Blackout in
chen – entfernt sein könnten. Dazwischen
schaffen müssen, ist, Energie aus dem euro-
Deutschland – mit den unausweichlichen
liegen viele hundert Kilometer. Kilometer, in
päischen Netz zu nehmen, wenn Wind und
Folgen für ganz Europa – nur vermieden
denen eines fehlt: Ein starkes Übertragungs-
Sonne einen Überschuss produzieren, und
werden, „weil auch noch das letzte Reser-
netz, das es schafft, die Energie problemlos
im umgekehrten Fall mitzuhelfen, Schatten
vekraftwerk“ ans Netz genommen wurde.
vom Norden in den Süden zu bringen. Da-
und Flautezeiten auszugleichen. Es ist ein
„Kohle, Gas und Kernkraft hielten das Land
ran wird zwar eifrig gearbeitet, doch muss
ständiger Eiertanz, ein komplexes Orchester,
quasi im Alleingang unter Strom“, sagte Vas-
angesichts der höchst aufwändigen Bürger-
das die Netze stresst und die Energieunter-
siliadis. Mag er auch per se ein Anhänger
beteiligungsverfahren davon ausgegangen
nehmen nicht minder.
konventioneller Kraftwerke sein, so gaben
werden, dass die Umsetzung noch viele Jah-
Ende Jänner 2017 erst war es nur mit äu-
die Ereignisse dieses Tages doch zu denken.
re dauert. Jahre, in denen die Gefahr von
ßerster Kraftanstrengung gelungen, ein
Die für die Balance und die Sicherstellung
Stromausfällen weiterhin wie ein Damok-
Blackout in Deutschland zu vermeiden. Der
der Versorgung notwendigen Eingriffe ins
lesschwert über ganz Europa schwebt. Bis
Monat war kalt und flau und am 24. kam es
Netz potenzieren sich. Und mit ihnen die
2022 sollten die dringend benötigten Trassen
fast zum Gau. Die erneuerbaren Energiean-
Möglichkeiten eines richtig satten Strom-
eigentlich fertig sein, denn dann gehen auch
lagen konnten nicht einmal fünf Prozent
ausfalls. Es kracht im Gebälk. Und das auch
die letzten Atomkraftwerke Deutschlands
des Energiebedarfes decken, der ungeachtet
ohne Terrorgefahren oder starke Wetterer-
vom Netz. Ein ambitionierter Zeitplan, an
aller Netznot mehr als 80 Gigawatt betrug.
eignisse als potenzielle Blackout-Ursachen
dessen Umsetzung gezweifelt wird. „Die Er-
Weil Frankreich ebenso Probleme hatte und
strapazieren zu müssen.
zeuger haben sich viel schneller verändert
einen Stromausfall nur vermeiden konn-
als die Infrastruktur. Dadurch kommt es öf-
te, indem die Inspektion mehrerer Atom-
Insel der Seligen
ter mal zu instabilen Situationen als in der
meiler verschoben wurde, war der Import
„Wir haben das vor Kurzem erst wieder ge-
Vergangenheit“, sagt Thomas Rieder. Was
großer Energiemengen keine Option. Laut
übt. Im Realfall. Wir haben also tatsäch-
die Tiroler Netzbetreiber im Zusammenspiel
Michael Vassiliadis, dem Chef der IG Berg-
lich ein Kraftwerk dazugeschaltet“, erzählt
22
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Tinetz-Geschäftsführer Rieder. Den Master-
mehr von den Übertragungsnetzbetreibern
sind auch die Speicher leer, doch sind sie es,
plan für Übungen wie diese liefert die Aus-
bekommen, werden die Netzverbindungen
die im Worst-Case-Szenario ein angenehmes
trian Power Grid (APG), die Betreiberin des
zu diesen Betreibern gekappt. Das heißt,
Kissen für Tirol liefern.
österreichischen Übertragungsnetzes, an
wir koppeln uns vom europäischen Netz ab,
Auch die Tatsache, dass das Land sich dar-
deren Regelzone mittels Kooperationsver-
fahren unser Netz mit unseren Kraftwerken
um gekümmert hat, dass über Tirol verteilt
trag auch die Netze von Tirol und Vorarlberg
hoch und warten, was rundherum passiert.“
elf Tankstellen notstromversorgt sind und
angeschlossen sind. Sie ist zuständig für das
Damit wird Tirol zu einer Insel der Seligen,
die Einsatzfahrzeuge im Katastrophenfall
Netzwiederaufbaukonzept und koordiniert
kann doch aufgrund der kontrolliert abruf-
betankt werden können, ist ein nicht zu un-
die einzelnen dafür notwendigen Schritte.
baren Energie aus den Speicherkraftwerken
terschätzender Vorsorgevorteil. Zum Ver-
„Das größte Problem ist, ein Netz, das ohne
die Stromversorgung relativ rasch wieder
gleich: Mitte 2016 hieß es, dass von den rund
Strom ist, wieder zu befüllen. Es gibt einen
aufgebaut werden, während es in weiten
14.000 Tankstellen Deutschlands nur ganze
ganz genauen Ablauf, welche Netzteile in
Teilen Europas dunkel bleibt. „Innerhalb von
fünf notstromversorgt sind. Ein ausfallsi-
welcher Reihenfolge mit welchen Kraft-
fünf bis sechs Stunden bauen wir auf der
cherer Richtfunk, der die Kommunikation
werken bespannt werden und welche Kun-
Inntalschiene die Versorgung auf und schaf-
der Tiroler Einsatzkräfte sicherstellt, zählt
den in welcher Reihenfolge zugeschaltet
fen es, wichtige Infrastruktur und die kriti-
ebenso zu den Vorzügen des Landes.
werden. Das ist ein sehr sensibles Thema“,
schen Verbraucher zu versorgen. Die Frage
Obwohl mit all den Maßnahmen das Aus-
erklärt TIWAG-Chef Entstrasser. Mit inten-
ist, wie lange es dauert, bis in Europa die
maß einer Katastrophe stark eingeengt
siven Übungen wird dem Thema begegnet
Energie wieder da ist. So lange arbeiten wir
werden kann, bleibt auch Tirol von den un-
und Entstrasser weiß: „Wenn es zu einem
autark“, erklärt Thomas Rieder. Diese Autar-
mittelbaren Folgen eines Stromausfalles
Blackout kommt, wo wir keine Spannung
kie ist kein Dauerzustand, denn irgendwann
nicht verschont. Swarovski muss beispiels-
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TIROL WIRD IM WORST-CASESZENARIO ZU EINER INSEL DER SELIGEN.
AUFGRUND DER KONTROLLIERT ABRUFBAREN ENERGIE AUS DEN SPEICHERKRAFTWERKEN KANN DIE STROMVERSORGUNG RELATIV RASCH WIEDER AUFGEBAUT WERDEN, WÄHREND ES IN WEITEN TEILEN EUROPAS DUNKEL BLEIBT.
erzeugt werden. Die Tiroler Landesregierung nahm den Stromausfall in Innsbruck sofort zum Anlass, das Merkblatt „Der aktuelle Selbstschutztipp – Verhalten bei Stromausfall“ auszusenden. Darin werden die Tirolerinnen und Tiroler auch aufgefordert, sich darüber Gedanken zu machen, welche alltäglich verwendeten Geräte nicht mehr zur Verfügung stehen, wenn kein Strom mehr fließt. Im Zeitfenster des Stromausfalles, in diesen 15 bis 41 Minuten, wäre die Aufmerksamkeit vielleicht groß gewesen, doch tendierte dieselbe bereits gegen null, als der Tipp verbreitet wurde. Ganz einfach, weil der Strom schon wieder selbstverständlich geworden war. In dem Zusammenhang verweist Udo Ladinig, einer der engagiertesten Kämpfer für mehr
weise innerhalb von zwei Stunden wissen,
Wilten der Tinetz ist es auch zu Sicherheits-
Aufklärung und Vorsorge für den Power-
wie mit den zwei Glasöfen umgegangen
abschaltungen der IKB gekommen“, sagt
Blackout-Ernstfall in Österreich, auf eine
werden muss. Frieren diese Öfen im Zuge ei-
Roland Tiwald, Leiter Bereich Strom-Netz
Studie hin, die am University College London
nes Stromausfalls ein, stirbt die Produktion
der Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB).
veröffentlicht wurde. „Demnach können 80
– für eine richtig lange Zeit. Der volkswirt-
Pro Jahr treten laut Tiwald etwa 25 kurzzei-
Prozent der Menschen besorgniserregende
schaftliche Schaden für einen Blackout-Tag
tige Störungen im Stromnetz der IKB auf:
Meldungen überhaupt nicht verarbeiten. Die
in Österreich wird mit rund einer Milliarde
„Im Jahr 2016 hatte die IKB mit 2,1 Minuten
Mehrheit der Bevölkerung lebt laut jüngster
Euro beziffert.
im Jahresdurchschnitt im Vergleich zu den
Erkenntnisse der Gehirnforschung in einer
Erich Entstrasser ist überzeugt davon, dass
Jahren davor die geringste Ausfalldauer auf-
Fantasiewelt, die auch als unrealistischer
große Unternehmen wissen, welche Folgen
zuweisen.“ Diese fast 100-prozentige Versor-
Optimismus bezeichnet wird.“ Im Zuge sei-
ein Blackout haben kann: „Eine unterbre-
gungssicherheit sind die Kunden gewohnt.
ner Vortragstätigkeit lernte Ladinig immer
chungsfreie Stromversorgung beispielswei-
Das ist schön, doch trägt es wohl auch dazu
wieder Menschen kennen, die von Blackout
se in einem Hotel sicherzustellen, gelingt
bei, dass das Problembewusstsein gegen-
und dessen möglichen Folgen überhaupt
eigentlich nur mit einer großen Batteriean-
über einem potenziellen Blackout kaum bis
nichts wissen wollten. Von Realitätsverwei-
lage oder einem Notstromaggregat. Ob sie
gar nicht vorhanden ist.
gerung (So etwas wird nie passieren!) bis hin
sich diese Kosten umhängen, weiß ich nicht.
Am 31. Jänner 2017 war die Hotline des Un-
zu überzogener Euphorie (Wir sind schon
Was frappierend ist, ist das Bewusstsein im
ternehmens jedenfalls innerhalb weniger
mit schlimmeren Dingen fertig geworden!)
IT-Bereich. Viele Unternehmen leben von
Minuten überlastet, doch nur bei jenen, die
und dem Vorwurf, das sei doch alles Unsinn
der IT und sich nicht darum zu kümmern,
zu der Zeit in das Buch „Blackout“ vertieft
und Schwarzmalerei, ist ihm vieles begegnet,
verstehe ich nicht. Eine Batterie für die IT
waren, machte sich eine Gänsehaut jenseits
das die Ergebnisse der Studie unterstreicht.
wäre schon essenziell.“
des Entsetzens über das plötzliche Fehlen
„Grundsätzlich ist die Art des Denkens
des Selbstverständlichen breit. „Die wesent-
die persönliche Angelegenheit eines jeden
lichen Mitarbeiter, die mit dem Wiederauf-
Einzelnen“, sagt Ladinig und rüttelt wach:
Zuletzt gingen bei diesbezüglich Unbedarf-
bau des Netzes beschäftigt sind, haben zu
„Gefährlich wird es nur dann, wenn diese
ten im Zuge des Stromausfalles am 31. Jän-
Hause alle ein Batterieradio und Kerzen“,
Denkweise Leuten anhaftet, die Entschei-
ner 2017 in Innsbruck zahlreiche Daten ver-
weiß Entstrasser. Zu einem umsichtigen
dungsträger sind, und ganz schlimm wird es,
loren. Zwischen 15 und 41 Minuten waren
Notfallpaket für den Fall eines länger an-
wenn diese Personen noch dazu für die Si-
etwa zwei Drittel des von der IKB versorg-
dauernden Stromausfalles gehört selbstver-
cherheit anderer verantwortlich sind.“ Dann
ten Gebietes in und um die Landeshaupt-
ständlich viel mehr, doch können mit einem
ist ein Happy End im Falle eines großflächi-
stadt ohne Strom gewesen. „Aufgrund eines
batteriebetriebenen Radio wenigstens die
gen und lang andauernden Stromausfalles
technischen Gebrechens im Umspannwerk
Nachrichten gehört und mit Kerzen Licht
keine Option. Alles, nur das nicht.
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INTERVIEW
Eine neue Welt Die tief greifenden Umwälzungen am europäischen Strommarkt stellen den Tiroler Energieriesen vor gigantische Herausforderungen. Im Interview erklärt TIWAG-Chef Erich Entstrasser, wann die TIWAG von den unkontrollierbaren Energiequellen profitiert, warum Energieeffizienz keine Bedrohung darstellt und welche Gefahr derzeit von Deutschland ausgeht. ECO.NOVA: Im TIWAG-Geschäftsbericht des Jahres 2015 wird festgehalten: „Das prekäre energiewirtschaftliche Umfeld erhöht das Risiko eines Blackouts. Aus diesem Umstand erwachsen für die Anbieter von Ausgleichs- und Regelenergie zusätzliche Möglichkeiten und neue Geschäftsfelder.“ Wie wird innerhalb der TIWAG mit dem Worst-Case-Szenario eines Blackouts umgegangen?
ERICH ENTSTRASSER: Fakt ist, dass die TIWAG als Landesgesellschaft dafür verantwortlich ist, die Gas- und Stromversorgung des Landes sicherzustellen. Das ist für uns oberste Aufgabe und daran orientieren wir fast unsere gesamte Tätigkeit. Wir haben uns seit Jahren schon mit dem Thema Blackout befasst – bevor das Buch von Marc Elsberg erschienen ist oder es Thema in den Medien war –, weil wir uns als Netzbetreiber in Tirol einfach mit dem Thema auseinandersetzen müssen. Wir haben sehr viel getan, was die Krisenorganisation des Unternehmens betrifft, und es gibt jährlich Übungen, wo das Zusammenspiel der Kraftwerke und des Netzes getestet wird, damit wir sicherstellen können, dass das im Ernstfall wirklich funktioniert. Bisher hat das immer sehr gut funktioniert und wir sind optimistisch, dass wenn etwas passiert, wir das Problem für Tirol ganz gut in den Griff bekommen würden. Im erwähnten Geschäftsbericht 2015 wurden auch die Geschäftsfelder angesprochen, die sich aus der unsicheren Netzlage in Europa ergeben. Welche Geschäftsfelder sind das? Das ist weniger ein Blackout-Netzwiederaufbau-Thema, da geht es vielmehr darum, einen Blackout zu vermeiden. Wir haben derzeit die Situation, dass in Deutschland extrem viel in erneuerbare Energien investiert wird und erneuerbare Energien haben das Manko, dass sie dann produzieren, wenn der Energieträger verfügbar ist. Und den kann ich nicht steuern. Das heißt, wenn die Sonne scheint oder der Wind weht, wird produziert, scheint keine Sonne und geht kein griff der dunklen Flaute, mit dem das Szenario „schlechtes Wetter, kein Wind“ beschrieben wird. Da bekommen sie in Deutschland ein Problem, weil sie keine Energie haben. In dem Fall braucht
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© BIRGIT KOELL
Wind, wird nicht produziert. Da gibt es den Be-
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„DIE HERAUSFORDERUNG DER ZUKUNFT IST NICHT MEHR, WIE ICH DIE ENERGIE PRODUZIERE, SONDERN WIE ICH ES SCHAFFE, DASS ICH ZU JEDEM ZEITPUNKT AUSREICHEND ENERGIE ZUR VERFÜGUNG HABE.“ Erich Entstrasser
man Energie, die backup zur Verfügung steht
sich die Frage, wie hoch dieses Limit ist. Laut
ist viel sinnvoller, das zu tun, was die TIWAG
und eingespeist werden kann. Das ist ein Ge-
deutscher Bundesnetzagentur soll dieses Li-
macht, den Spitzenstrom zu liefern und da-
schäftsthema, das die TIWAG mit den flexib-
mit sehr niedrig sein und das würde heißen,
für Grundlastenergie aus Deutschland oder
len Anlagen, also Speicher- und Pumpspei-
dass Österreich nur sehr wenig Strom aus
sonst woher zu beziehen. Entscheidend ist,
cherkraftwerken, sehr gut abdecken kann.
Deutschland importieren kann und die öster-
dass es sich unterm Strich übers Jahr verteilt
Wenn die Wolke vor die Sonne geht, muss ir-
reichischen Kraftwerke wieder in Produktion
ausgeht. Die höchstmögliche Wertschöpfung
gendjemand schnell Energie liefern können.
gehen. Nachdem der Strom derzeit deswe-
für Tirol kann ich nur sicherstellen, wenn ich
Das können unsere Pumpspeicherkraftwerke.
gen so billig ist, weil die deutsche Produkti-
die Kraftwerke so einsetze, dass sie am Markt
on übergefördert ist, kann ich die Energie um
bestmöglich nutzbar sind.
Die „deutschen Entscheidungen“ im Zusam-
diesen Preis nicht produzieren. Ich produzie-
menhang mit der Energiewende haben die
re dann teurer und das führt dazu, dass der
In der Zwischenzeit gibt es zahlreiche Mög-
gesamteuropäischen Energie- und Netzbe-
Strompreis steigt. Das würde auch Tirol tref-
lichkeiten, Strom zu erzeugen. Auch für Pri-
treiber arg unter Druck gesetzt. War es un-
fen und eben heißen, dass Ende 2018, Anfang
vate. Das bringt das bekannte System ziem-
überlegt, was da passierte?
2019 der Strompreis um 10 bis 15 Prozent in
lich durcheinander. Wie geht die TIWAG
Ich glaube, sie haben nicht bedacht, wie
die Höhe geht.
damit um?
schnell es funktioniert. Sie haben sehr hohe
Das sind sehr große Herausforderungen, doch
Förderungen, die den Ausbau extrem ange-
Mit negativen Auswirkungen auch auf die
ist es nicht Aufgabe der TIWAG, sinnvolle Ent-
heizt haben, und die Schnelligkeit haben sie
Wirtschaft?
wicklungen zu verhindern. Klar könnte ich
möglicherweise nicht so mitbedacht. Jetzt
Natürlich. Für die exportorientierte Industrie
aus Konzernsicht sagen, dass mir viel lieber
haben sie die Situation, dass sie hohe Leistun-
wäre das sehr unangenehm, weil die deut-
ist, die ganze Energie kommt von der TIWAG
gen an Photovoltaik und Wind haben – an
schen Mitbewerber dieses Problem nicht
und der Kunde muss zahlen. Man muss den
Orten, wo sie es nicht verbrauchen. Das führt
haben und die österreichische Industrie
Zug der Zeit erkennen und sagen, es gibt an-
automatisch zu Problemen. Man darf auch
plötzlich einen um 10 bis 15 Prozent höheren
dere Entwicklungen und es geht nicht um
nicht vergessen, dass die großen Industrie-
Strompreis stemmen muss. Mit energieinten-
ein Entweder-oder, sondern darum, es zu ver-
flaggschiffe wie EON oder RWE ihren Wert
siver Produktion ist das kein unbeträchtli-
knüpfen. Wenn jemand eine Photovoltaik-
mehr als halbiert haben. Deren Verluste sind
cher Wettbewerbsnachteil.
anlage errichtet, mit der der eigene Stromverbrauch abgedeckt werden kann und die
massiv, doch wenn das einmal läuft, kommst du nicht mehr raus. Und mit rund 30 Mil-
Die Energieautonomie ist politisches Ziel
wenig Energie in die Netze einspeist, macht
liarden Euro Ökostromförderung pro Jahr
des Landes Tirol wie der TIWAG. 2050 ist
das durchaus Sinn. Damit habe ich auch ener-
kannst du eben viele Anlagen bauen.
auch hier das entscheidende Jahr. Wie darf
giewirtschaftlich keine Probleme. Wichtig ist
Autonomie in dem Zusammenhang verstan-
nur, dass diese Anlagen so konzipiert sind,
Deutschland will die gemeinsame Strom-
den werden?
dass sie technisch funktionieren und man
preiszone mit Österreich im Jahr 2018 ein-
Da gibt es immer wieder Missverständnisse.
nicht vergisst, dass man den Stromanschluss
schränken. Sollte dies trotz der Einsprü-
Die Energiestrategie 2050 spricht nicht davon,
braucht. Denn was ist, wenn es keinen Strom
che Österreichs „durchgehen“, werden für
dass sich Tirol selber mit Energie versorgen
aus der Anlage gibt?
heimische Abnehmer Mehrkosten von 10
soll, sondern dass das, was wir pro Jahr ver-
bis 15 Prozent prophezeit. Was sind die
brauchen, nach Möglichkeit pro Jahr auch im
Sie sprechen die Speichertechnologie an?
Knackpunkte dieser Auseinandersetzung
Land produziert werden soll. Das ist entschei-
Ja. Zur kleinen Anlage wird es zunehmend
und welche Auswirkungen hätte eine Ein-
dend und das ist der Unterschied zwischen
auch den kleinen Speicher geben, wo der
schränkung für Tirol bzw. die heimischen
Energieautonomie und Energieautarkie.
Überschuss verlagert wird. Wir gehen davon
Stromabnehmer?
Autarkie würde bedeuten, alles abzuschal-
aus, dass es unterschiedliche Speichertech-
Der Hintergrund liegt im schon erwähnten
ten und sich zu jeder Zeit selber versorgen
nologien geben wird. Um das System aber in
Netzengpass in Deutschland. Es ist politisch
zu können. Das ist unmöglich. Autonomie im
Schuss zu halten, brauche ich große Speicher,
nicht vertretbar, dass der Strom im Norden
Strom halte ich für technisch möglich, wenn
die nicht tageweise, sondern monateweise
billiger ist als im Süden des Landes. Darum
die Kraftwerksbauten realisiert werden kön-
verlagern können. Und das sind aus heutiger
versuchen sie den Engpass an die Grenze
nen. Die Diskussion ist aber auch nicht so zu
technischer Sicht immer die Speicheranlagen.
zu legen und sagen, dann wird eben der Ex-
verstehen, dass die gesamte Energie, die da
Es gibt noch keine anderen. Derzeit gibt es
port nach Österreich limitiert. Jetzt stellt
produziert wird, für Tirol verwendet wird. Es
keine Alternative.
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eco.titel
Machen selbst die kleinen Speicher das Leben der TIWAG schwieriger? Ja. Es macht das Leben aber auch interessanter. Wir stellen fest, dass durch den Ausbau der Erneuerbaren immer klarer wird, dass wir die großen Speicher brauchen. Sonst funktioniert das System nicht. Da mache ich mir um die TIWAG keine Sorgen, nur dürfen wir die Entwicklung nicht verschlafen und sagen, die kleinen Speicher gibt es für uns nicht. In Pilotprojekten beschäftigen wir uns intensiv mit diesen Speichertechnologien oder den virtuellen Kraftwerken. Wir müssen uns aber nicht zu Tode fürchten und sagen,
Es gibt die Theorie, dass aufgrund der De-
de damit schon auch eine gewisse Perspek-
dass es die TIWAG-Speicher in fünf Jahren
zentralisierung und der Effizienz die großen
tive, wo ich sage, das ist für die TIWAG nicht
nicht mehr brauchen wird. Wir setzen uns
Maschinen und Kraftwerke langfristig ad
schlecht. Stichwort E-Mobilität. Das ist gut
mit den neuen Technologien auseinander
absurdum geführt werden. Ist die TIWAG
für das Klima, gut für CO2-Themen, aber nicht
und ein bisschen Wettbewerb schadet dem
von diesem Zukunftsszenario betroffen,
schlecht für die TIWAG.
Unternehmen auch nicht.
oder ist es das Wort „Speicher“, weswegen sie sich glücklich schätzen darf?
Demnach ist die Energieeffizienz keine
Lassen die kleinen, privaten Stromerzeu-
Speicher sind ein beruhigendes Kissen. Die
Bedrohung?
ger Energieriesen wie die TIWAG schwitzen,
werde ich immer brauchen. Bei den Szenarien,
Nein. Es ist eine Herausforderung. Aber ich
werden die als Konkurrenten gesehen?
die Sie ansprechen, wird die Physik vergessen.
glaube, dass wir da dem Land Unterstützung
Sie geben uns massiv zu denken, weil ja zu
Ich kann wunderbar virtuelle Kraftwerke im
geben können, ohne dass es dem Unterneh-
dem ganzen Szenario der verschärfte Wettbe-
Computer zusammenspannen – aber irgend-
men zu schaffen macht. Das hat durchaus
werb auf der Kundenseite dazukommt. Es ist
wer muss den Strom, der immer gebraucht
Chancen, aber nur, wenn ich mich bewege.
ja nicht mehr so, wie es früher war, dass die
wird, produzieren. Und: Ich brauche immer
Wenn mein Ziel ist, möglichst viel Energie zu
TIWAG der Platzhirsch war und die Kunden
ein Netz. Einzelne Freaks können ihren Haus-
verkaufen, egal wofür sie verwendet wird,
Danke sagten. Du musst Kunden akquirieren
halt vielleicht autark gestalten, doch bei ei-
dann ist es eine Bedrohung. Wenn ich aber sa-
wie alle anderen auch und da sind wir schon
nem Tischler funktioniert das schon nicht
ge, ich kann das nutzen, indem ich in Techno-
massiv unter Druck. Ich bin aber davon über-
mehr. Das Netz und die Energie werden wir
logien investiere, die den Stromverbrauch för-
zeugt, dass diese Herausforderung beherrsch-
immer brauchen. Es verlagert sich nur. Dass
dern und zugleich energieeffizient sind und
bar ist, weil wir auf Anlagen sitzen, die zu-
genügend Energie auf der Welt vorhanden ist
CO2-minimierend, dann sind das zwar neue
kunftsorientiert sind.
und ich sie nicht produzieren muss, stimmt
Produkte und ist das eine neue Welt für die
zwar. Aber bei der Energiewende in Deutsch-
TIWAG, aber ich sehe darin große Chancen
Anders als mit Gas oder Kohle betriebene
land sehe ich, dass zwar genügend Energie da
für das Unternehmen.
Anlagen?
ist, ich sie aber transportieren muss. Die Her-
Hätte ich heute Gas- oder Kohlekraftwerke,
ausforderung der Zukunft ist nicht mehr, wie
Die TIWAG ist ein großes Schiff, das da
würde ich mir unheimlich viele Sorgen ma-
ich die Energie produziere, sondern wie ich es
auf stürmischen Meeren gesteuert werden
chen. Mit den Wasserkraftwerken sind wir
schaffe, dass ich zu jedem Zeitpunkt ausrei-
muss. Ist der neue Aufsichtsrat eine gute
gut aufgestellt, sind auf dem europäischen
chend Energie zur Verfügung habe.
Stütze? Ich denke, dass wir einen Aufsichtsrat haben,
Zug „nachhaltig, erneuerbar, umweltfreundlich“ drauf, sind auf dem Zug „wir brauchen
Stürzt das Wort Energieeffizienz einen Ener-
der für die neuen Herausforderungen, die auf
Regelenergie“ und Energie langfristig verla-
gieerzeuger automatisch in einen Zwiespalt,
die TIWAG zukommen, sehr gut geeignet ist.
gern können wir auch gut. Auf der anderen
weil es dabei ja um Energie geht, die ich nicht
Viele kommen aus Industrie und Wirtschaft
Seite haben wir eine Beschneidung des Ge-
brauche und deswegen auch nicht kaufe?
und kennen beide Seiten. Das ist schon spür-
schäftes durch die dezentrale Erzeugung bei
Aus reiner Unternehmenssicht ist mir am al-
bar. Wir haben auch Vertreter, die ökologisch
den Kunden und haben einen hohen Wett-
lerliebsten, es wird extrem viel Energie ver-
eher kritisch sind, was ich ganz ausgezeich-
bewerb. Das gut miteinander zu verknüp-
braucht, die ich produzieren und um gutes
net finde und sehr gut funktioniert. Es scha-
fen und die TIWAG da gut durchzubringen
Geld verkaufen kann. Die TIWAG als Landes-
det nicht, gewisse Themen zu diskutieren.
ist der Job des Unternehmens. Es ist kein
unternehmen hat aber die Verantwortung,
Wenn das auf einer sachlichen Ebene pas-
Geheimnis, dass es die ganz fetten Ergebnis-
die Energieziele mitzutragen, die die Ener-
siert, ist das auch für das Unternehmen gut.
se der letzten Jahre nicht geben wird. Doch
giestrategie vorgibt. Das funktioniert nicht
Der Aufsichtsrat ist für die neue Zeit, in die
da geht es allen gleich und wenn ich mir die
ohne Energieeffizienz. Ich sehe darin viele
die TIWAG reinfährt, aus meiner Sicht aus-
Milliardenverluste von EON oder RWE an-
Chancen – es wird auf der einen Seite weniger
gezeichnet besetzt und ich glaube, wir haben
schaue, ist die TIWAG mit einem gewissen
Energieverbrauch geben, aber die Energie für
dort sehr gute Partner, um die Sachen zu dis-
Gewinneinbruch ganz gut bedient.
die Energieeffizienz ist der Strom. Ich verbin-
kutieren, die auf uns zukommen.
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STROM
eco.wirtschaft
in Zahlen
Die TIWAG betreibt in Tirol
9 große*) und 36 kleinere Kraftwerke. Zum Bestand gehören außerdem
3 Biomasse-Fernheizkraftwerke. Die Leistung aller Anlagen liegt bei 1.540 MW. *) Imst, Kaunertal, Silz, Kühtai, Achenseekraftwerk, Kirchbichl, Langkampfen, Kalserbach, Amlach
7
Insgesamt sind
TIWAG-Kraftwerksprojekte in der Pipeline (inklusive Ausbauten und Erweiterungen.)
25
Im Bereichsjahr 2015 wurden der Energie-Control Austria österreichweit
16.155 Versorgungsunterbrechungen gemeldet, darunter 8.135 geplante. Der Großteil der ungeplanten Unterbrechungen war atmosphärischen Einwirkungen geschuldet.
Anteile am Gesamtstromverbrauch in Tirol
22 % Haushalte
2%
Landwirtschaft
Quelle: www.tiwag.at, www.ikb.at, E-Control
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2015 hat die TIWAG rund
4.600 GWh
an Strom an Tiroler Kunden abgegeben. 3.178,60 GWh kamen aus eigener Erzeugung. Der Stromabsatz lag bei 17.456,90 GWh.
80.000 Haushalte beziehen nachhaltigen IKB-Strom.
Mit
11.500 km Leitungslänge, 45 Umspannwerken und rund 4.100 Umspannstationen ist die Tinetz der größte Verteilernetzbetreiber Tirols und versorgt die Bevölkerung und Wirtschaft mit rund 220.000 Entnahmepunkten mit elektrischer Energie.
Ein österreichischer Haushalt verbraucht durchschnittlich
ca. 4.400 kWh
Strom pro Jahr. Der größte Anteil entfällt auf die Warmwasserbereitung. In Tirol gab es 2015 rund 313.600 Privathaushalte.
Die Innsbrucker Kommunalbetriebe erzeugen in ihren
10 Kraftwerken rund 320 Mio. kWh Strom und damit rund die Hälfte des Jahresbedarfs von
650 Mio. kWh
in eigenen Kraftwerken. Betrieben werden 2 Wasserkraftwerke, 7 Kleinwasserkraftwerke und ein Deponiegaskraftwerk.
Das Kraftwerk Kaunertal zählt zu den
und erbringt eine Werksleistung zwischen 325 und 392 MW.
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Grafik: Ines Weiland
größten Speicherkraftwerken Österreichs
eco.wirtschaft
Wenn Arbeit so toll ist, warum wird sie dann bezahlt? Diese Frage stellt sich der Autor Volker Kitz in seinem Buch „Feierabend!“, in dem er unter anderem erklärt, warum man für seinen Job nicht unbedingt brennen muss.
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eco.wirtschaft
NEUE ARBEITSWELTEN BEDEUTEN, AUCH UNSICHERHEITEN AUSZUHALTEN. gativsten Gefühle lösen Giftgas, Krieg und
dass Arbeit nicht auch Spaß machen darf.
Mordtat aus. Am positivsten stimmen uns
Im Gegenteil: Man sollte sie sogar nicht zu
Liebe, Paradies und Freiheit. Alles andere
ernst nehmen.
liegt dazwischen“, schreibt Kitz. So weit, so nachvollziehbar. Weiter: „In der Liste verbirgt
Arbeit ist kein Streichelzoo
sich ein faszinierender Fund: Fast jedes Wort
Dass die Arbeitswelt im Wandel ist, damit er-
wirkt als Verb ähnlich wie als Substantiv, die
zählen wir Ihnen nichts Neues. Und damit,
Sache, das Phänomen, löst also ähnliche Ge-
dass diese Veränderungen für Arbeitgeber
fühle aus wie das Tun. Trennung und tren-
nicht unbedingt einfach sind, auch nicht.
nen stimmen uns zum Beispiel beide negativ.
Monetäre Anreize bieten meist nur kurzfris-
Reise und reisen beide positiv.“ Das klappt
tig Bindung. Generell im Leben und speziell
fast immer. Auffällige Ausnahme: Arbeit.
im Job. Und viele halten sich bereits an den
Während der Begriff „Arbeit“ an sich positiv
Grundsatz, Arbeit eher pragmatisch als emo-
besetzt ist (vor allem, wenn man eine hat), ist
tional zu betrachten. Das macht sie wechsel-
es das Tätigkeitswort „arbeiten“ nicht. Heißt:
bereiter. Passt das Unternehmen nicht, geht
„Arbeit macht glücklich, arbeiten unglück-
man eben woanders hin. Ob diese Entwick-
lich.“ Den einzigen Ausweg, den Kitz sieht:
lung nun gut oder schlecht ist, lässt sich nicht
Arbeit nüchtern zu betrachten.
sagen. Es hängt auch stark vom jeweiligen
Müssen wir aber tatsächlich die Leiden-
Unternehmenstypus ab. Wo viel projektbe-
schaft aus dem Job nehmen? Natürlich sollte
zogen gearbeitet wird, dort wird man damit
der Sinn des Lebens nicht allein aus Arbeit
besser umgehen können als in Unterneh-
bestehen, ist Arbeit aber tatsächlich nur Mit-
men, in denen die Person und das Vertrauen
tel zum Zweck? Wolf Lotter beschäftigt sich
zu selbiger im Mittelpunkt steht. Fakt ist: Es
in der aktuellen Titelgeschichte des deut-
tut sich was. Automatisierung, beschleunigte
schen Wirtschaftsmagazines „brand eins“
Prozesse, neue Bedürfnisse von Mitarbeitern
mit einer ganz ähnlichen Frage und kommt
und Kunden. Darauf muss man reagieren und
zu dem Schluss: „Wenn man über die Arbeit
es wird nicht reichen, nur das Büro optisch
des 21. Jahrhunderts nachdenkt, muss man
an die neue Zeit anzupassen. Es geht um die
zuerst bei den populären Missverständnis-
Struktur. Die Entwicklung auszusitzen, hat
esellschaftlicher Kon-
sen rund um den Arbeitsbegriff anfangen.
auf Dauer wenig Chance auf Erfolg. Alte Sys-
sens ist: Nur wer leiden-
Was uns beim Versuch, Arbeit neu zu den-
teme retten zu wollen, ist historisch betrach-
schaftlich arbeitet, lie-
ken, im Weg steht, ist die beharrliche Ver-
tet noch nie gelungen. Wenn man als Un-
fert gute Ergebnisse und
wechslung von Arbeitszweck und Lebens-
ternehmen seine Mitarbeiter also auf Dauer
wird glücklich. Sind also
sinn. Das ist nicht dasselbe. Und wer die
halten möchte, wird man sich einiges einfal-
all jene Menschen, die für ihre Arbeit keine
neue Arbeit verstehen will, muss das ausein-
len lassen müssen. Dafür müssen sich Unter-
Leidenschaft verspüren, die schlechteren
anderhalten können.“ Arbeit ist also nur da-
nehmer aber vorab mit sich selbst beschäf-
Mitarbeiter? Läuft bei ihnen etwas falsch?
zu da, uns die Feinheiten des Lebens außer-
tigen, müssen wissen, wer sie sind, wofür sie
In seinem Buch zerlegt Volker Kitz ein Glau-
halb davon zu finanzieren?
stehen und wo sie hinwollen und wie viel sie
bensgerüst, das bisher kaum jemand anzwei-
Betrachtet man die aktuellen Entwicklungen
bereit sind, für diese neuen Entwicklungen
felt, denn wo auch sonst käme der Begriff
am Arbeitsmarkt, zeigt sich zwar, dass Geld
zu geben. Das ist keine leichte Aufgabe, weil
des Burn-out her? Ausbrennen kann nur, wer
als Motivator immer weniger funktioniert
es viel Selbstreflexion braucht. Doch in einer
vorher (für etwas) gebrannt hat. Kitz’ These:
und es vermehrt um Sinnstiftung geht – was
Zeit, die so sehr geprägt ist von Unsicherheit,
Nicht die Arbeit macht uns unglücklich, son-
gegen die Leidenschaftslosigkeit spräche –,
muss man zumindest wissen, wer man selbst
dern die Lügen, die wir uns darüber erzählen.
auf der anderen Seite hat die Arbeit vor al-
ist, nur dann entsteht eine authentische Un-
Nämlich, dass Arbeit immer toll sein muss.
lem bei der jüngeren Generation ihren ho-
ternehmenskultur. Und schlussendlich ist die
Hierbei lohnt ein Blick auf eine Studie der
hen Stellenwert eingebüßt. Weniger Arbeit,
es, die ein Unternehmen aus- und attraktiv
Freien Universität Berlin: Ein dortiges For-
mehr Leben lautet das Motto. Und hier hilft
macht. Das Südtiroler Unternehmen Business
schungsteam hat knapp 3.000 deutsche
der pragmatische Ansatz definitiv weiter.
Pool (mit Zweigstelle in Innsbruck) zeichnet
Worte auf ihre Wirkung untersucht. „Die ne-
Was im Umkehrschluss nicht heißen soll,
deshalb Betriebe auch genau dafür aus.
G
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eco.wirtschaft
Günther Wurm, Consultant bei Business Pool Austria
Tirols „Top Companies“ Mit dem „Top Company Award“ zeichnet Business Pool gemeinsam mit dem APL Institute zum zweiten Mal Tiroler Betriebe für ihre Unternehmenskultur aus.
N
icht nur Arbeitneh-
arbeiter gestiegen. Grund dafür ist, dass das
lichkeit ist, sich als attraktiver Arbeitgeber
mer müssen sich heute
durchschnittliche Unternehmen deutlich
zu positionieren. Mindestens gleichbedeu-
selbst verkaufen. Auch
größer geworden ist.
tend für die Betriebe ist, das Instrument als internes Steuerungsinstrument zu nutzen.
Arbeitgeber müssen es, Mit Tourist Mobile aus Innsbruck (bis 20
Die Auswertung ist sehr übersichtlich und
zu finden und diese folglich auch zu halten.
Mitarbeiter) und exceet electronics aus
stellt ein „Röntgenbild“ des Unternehmens
Employer Branding ist die Begrifflichkeit
Ebbs (über 50 Mitarbeiter) sind wieder
dar. Daraus können zielgerichtete Maßnah-
dazu. Mitarbeiter und Unternehmer kom-
zwei Unternehmen an der Spitze, die es
men abgeleitet, umgesetzt und in der Folge
men dabei immer mehr drauf: Geld allein
auch letztes Jahr auf Platz eins geschafft
die Ergebnisse mit einer erneuten Befra-
macht nicht glücklich. Employer Branding
haben. Welche Entwicklung konnten Sie
gung gemessen werden.
orientiert sich deshalb grundsätzlich an
in diesen Betrieben feststellen und gab es
Interessant zu beobachten war auch die
zwei Dingen: Sinn und Orientierung. Mit-
generell qualitative Veränderungen in den
Tatsache, dass im heurigen Jahr zwar mehr
arbeiter brauchen das Gefühl, etwas Sinn-
Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr?
teilnehmende Betriebe verzeichnet werden
volles zu tun, und sie müssen wissen, wo
Beide Unternehmen bewegen sich in Bezug
konnten, allerdings die Anzahl der ausge-
die Reise hingeht. Um als Arbeitgeber zur
auf die Mitarbeiterzufriedenheit bereits auf
zeichneten Betriebe zurückgegangen ist.
Marke werden zu können, braucht es viel
sehr hohem Niveau. Für beide Unterneh-
Diese Entwicklung kann darauf zurückge-
Beschäftigung mit sich selbst. Das mögen
men steht es deshalb im Vordergrund, das
führt werden, dass die Sensibilität für das
allerdings die wenigsten. Doch es gibt sie,
sehr hohe Niveau zu halten. Die jährliche
Thema Unternehmenskultur insgesamt ge-
Unternehmer, denen Selbstreflexion wichtig
Mitarbeiterbefragung zeigt ihnen Verbesse-
stiegen ist. Die Analyse mit dem APL-Sys-
ist. Unter anderem sind das jene Unterneh-
rungspotenziale auf, Nachjustierungen kön-
tem ist eine fundierte Grundlage für die
men, die sich der Mitarbeiterbefragung zum
nen entsprechend schnell und zielgerichtet
Ausarbeitung von Maßnahmen und die Ver-
„Top Company Award“ gestellt haben.
vorgenommen werden.
besserung der Unternehmenskultur. Durch
Sehr interessant war für mich die Entwick-
die kontinuierliche Verbesserung ist es da-
ECO.NOVA: Mit dem „Top Company
lung eines Unternehmens, das in Summe
mit nur mehr eine Frage der Zeit, zu den Top
Award“ zeichnen Sie heuer zum zweiten
sehr gute Werte aufzuweisen hatte. Aller-
Companies in Tirol zu zählen. Damit kön-
Mal in Tirol Betriebe für ihre Unterneh-
dings waren die Ergebnisse in einer Abtei-
nen Mitarbeiter stärker an das Unterneh-
menskultur aus. Im vergangenen Jahr ha-
lung deutlich schlechter als in allen anderen.
men gebunden werden, die Leistungsbereit-
ben über 50 Betriebe mit insgesamt über
Durch die gezielte Ableitung von Maßnah-
schaft steigt und wirkt sich positiv auf die
2.000 Mitarbeitern an der Befragung teil-
men konnte das Abteilungsergebnis an das
Produktivität des Unternehmens aus. Mitar-
genommen. Wie war heuer die Resonanz?
des gesamten Unternehmens herangeführt
beiter werden zu positiven Markenbotschaf-
GÜNTHER WURM: Auch heuer konnten
werden. Die Gesamtzufriedenheit der Mitar-
tern des Unternehmens und sie haben im
wir wieder mehr als 60 Betriebe für den Top
beiter ist in Summe deutlich gestiegen.
Rekrutierungsprozess von neuen Mitarbei-
Company Award gewinnen. Auch die Anzahl
Die Rückmeldung von den Betrieben ist,
tern ausgezeichnete Chancen, an die besten
der befragten Mitarbeiter ist auf 3.500 Mit-
dass der Wettbewerb eine interessante Mög-
und qualifiziertesten Talente zu kommen.
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eco.nova
um gute Mitarbeiter
eco.wirtschaft
Wachstum & Expansion Der SPAR Österreich-Konzern konnte im vergangenen Jahr mit einem Plus von 5,3 Prozent erneut das höchste Umsatzwachstum in der Branche einfahren. In Österreich sind rund 42.800 Menschen im Unternehmen beschäftigt. Damit gilt SPAR als heimischer Wachstums- und Arbeitsplatzmotor.
GELEBTE UNTERNEHMENSKULTUR Am 29. März wurde der Top Company Award im Innsbrucker BFI vergeben. Mit dabei war Sonnentor-Gründer Johannes Gutmann, nicht nur Biopionier, sondern auch einer auf dem Gebiet von Unternehmenskultur und Ethik. Alles begann damit, dass Johannes Gutmann Waldviertler war und es auch bleiben wollte. So sagt’s die Homepage und beschreibt mit einem Satz, was das Unternehmen ausmacht. Von Menschen für Menschen. Die Gutmann’sche Geschäftsidee basiert auf dem Bekenntnis zum nachhaltigen Wirtschaften und setzt auf die Unterstützung kleinster landwirtschaftlicher Strukturen, deren hochwertige Bioprodukte unter dem Logo der lachenden Sonne überregional und international vermarktet werden. Durch diese gelebte Regionalität verbleibt die Wertschöpfung zu einem hohen Anteil bei den Bauern selbst. Und dass nachhaltiges Arbeiten nicht nur moralischen, sondern auch wirtschaftlichen Erfolg haben kann, zeigen die Zahlen des Unternehmens. Neben innovativen Projekten steht die gemeinwohlorientierte Unternehmensführung beim Kräuterund Gewürzspezialisten weiterhin im Zentrum des Handelns. „Wir gehen seit fast 30 Jahren bewusst und konsequent den Weg des nachhaltigen und alternativen Wirtschaftens“, sagt Gutmann. „Authentizität, Handarbeit, Wertschätzung, Fairness und ein ressourcenschonender Umgang mit Mensch und Natur sind nicht bloß Worthülsen für uns, sondern gelebte Firmenphilosophie. Die Uhren laufen in Sprögnitz oftmals anders – doch wir sind nicht trotz allem, sondern gerade deshalb so erfolgreich.“ Der Erfolg zeigt sich in den wachsenden Umsatzzahlen, durch konsequente Handarbeit finden zudem inzwischen rund 400 Menschen hier Beschäftigung. Hinzu kommen 85 freie Dienstnehmer. Auch die Zahl der Biobauern steigt stetig. Das hat einen Grund. Wo auf Augenhöhe gearbeitet wird, entsteht eine Unternehmenskultur, in der jeder seinen Platz findet. // www.sonnentor.at
D
as Jahr 2016 stand für SPAR ganz im Zeichen von Expansion und Wachstum: In Österreich wurden 28 Zielpunkt-Standorte übernommen, weitere 30 Märkte neu
eröffnet und rund 100 einer Modernisierung oder Erweiterung unterzogen. In allen von SPAR Österreich bearbeiteten Ländern expandierte SPAR kräftig, in Kroatien wurden Ende des Jahres 62 Billa-Märkte übernommen. In die neuen Standorte und die laufende Modernisierung von bestehenden Standorten – nicht nur bei SPAR, EUROSPAR und INTERSPAR, sondern auch bei den Shopping-Centern und in neue Distributionszentren und Produktionsbetriebe – hat der SPAR-Konzern im Vorjahr erstmals über 600 Millionen Euro investiert. Über die Hälfte davon im Inland. Demgegenüber erzielte SPAR in Österreich an 1.620 Standorten einen BruttoVerkaufsumsatz von 6,42 Milliarden Euro, was einen Zuwachs von 5,3 Prozent bedeutet. Damit konnte der heimische Lebensmittelhändler zum sechsten Mal innerhalb der letzten sieben Jahre das größte Marktanteilswachstum in der Branche erzielen. An gesamt über 3.000 Standorten im In- und Ausland erzielte der Konzern einen Brutto-Verkaufsumsatz von 13,80 Milliarden Euro, ein Plus von 4,8 Prozent. Auch für 2017 sind Investitionen in der Größenordnung von über 600 Millionen Euro geplant. Zudem soll heuer ein neues Ladenkonzept und -design in den Rollout gehen, das auch den selbständigen SPAR-Kaufleuten zur Verfügung steht.
ÜBER 77.000 ARBEITSPLÄTZE
Im In- und Ausland beschäftigt der SPAR-Konzern mittlerweile 77.480 Mitarbeitende, über 42.800 davon in Österreich. In Summe werden im In- und Ausland 3.400 Lehrlinge ausgebildet. SPAR bietet allein in Österreich 2.700 Lehrstellen an, doch auch 2016 konnten nicht mehr alle angebotenen Lehrstellen besetzt werden. Mit aktuell rund 2.300 Lehrlingen in der Ausbildung in Österreich ist SPAR weiterhin der größte private österreichische Lehrlingsausbildner. Für die offenen Lehrstellen in 17 verschiedenen Lehrberufen werden noch Jugendliche gesucht. // www.spar.at PROMOTION
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eco.wirtschaft
Welche Kriterien sind ausschlaggebend für den Gewinn des „Top Company Award“? Die Kriterien für den Top Company Award sind relativ einfach beschrieben. Ausschlaggebend für die Auszeichnung ist die subjektive Wahrnehmung der Mitarbeiter zur Unternehmenskultur. Wir bezeichnen diese als APL-Index. Dieser muss in Summe über 70 Prozent Erreichungsgrad liegen. Zusammengesetzt wird dieser APL-Index aus den Dimensionen Strategie, Organisation, Management, Team, Image und Gesundheit. In jeder dieser sechs Dimensionen muss die Zufriedenheit ebenfalls über 70 Prozent liegen. Das dritte Bewertungskriterium ist die Sichtweise des Managements. Über einen genau definierten Schlüssel werden so die Preisträger in den jeweiligen Kategorien ermittelt. Betonen möchte ich allerdings, dass jedes Unternehmen, das als Top Company ausge-
Die Arbeitswelt ist im Wandel, welche
der EU fehlen, knapp die Hälfte davon in
zeichnet wird, bereits zu den Siegern zählt.
Herausforderungen sehen Sie auf die Un-
Deutschland. Das führt zu einer Verschär-
Nur knapp 30 Prozent aller teilnehmenden
ternehmen zukommen? Business Pool
fung des Wettbewerbes um die besten und
Unternehmen haben diese Kriterien in den
beschäftigt sich seit vielen Jahren mit
qualifiziertesten Mitarbeiter. Zusätzlich wird
letzten Jahren sowohl in Südtirol als auch
Personalfragen, in Südtirol ist der „Top
die arbeitende Bevölkerung immer älter. Vor
in Nordtirol erreichen können. Somit ist die
Company Award“ bereits länger etabliert.
diesem Hintergrund haben Unternehmen
Auszeichnung „Top Company“ ein Gütesiegel
Wie gehen Unternehmer Ihrer Erfahrung
aus meiner Sicht zukünftig drei große Her-
für ausgezeichnete Unternehmenskultur.
nach mit diesem Strukturwandel um?
ausforderungen zu bewältigen. 1. Wie kom-
Nicht durch eine Fachjury ermittelt, son-
Im Jahr 2030 werden nach Berechnungen
me ich an qualifizierte und motivierte Mitar-
dern von Menschen, die es tagtäglich miter-
der Eurostat im Jahr 2030 knapp 13 Millio-
beiter? 2. Wie kann ich diese Mitarbeiter an
leben – den Mitarbeitern.
nen Menschen im erwerbsfähigen Alter in
mein Unternehmen binden? 3. Wie halte ich ältere Mitarbeiter möglichst gesund, damit sie weiterhin produktiv für das Unternehmen tätig sein können? Südtirol hat zusätz-
DIE SIEGER DES TOP COMPANY AWARDS TIROL 07
lich noch die Eigenheit, dass der ideale Mitarbeiter zusätzlich zur geforderten Ausbildung
Unternehmen bis 20 Mitarbeiter Platz 1: TouristMobile, Innsbruck Platz 2: Spedimax Transportservice, Hall Platz 3: Aki Tirol – AKIFAIR, Innsbruck
und Berufserfahrung zumindest fließend dreisprachig sein sollte: Deutsch, Italienisch und natürlich auch Englisch. In Südtirol führen wir den Top Company
Unternehmen mit 20 bis 50 Mitarbeitern Platz 1: Wagner’sche Universitätsbuchhandlung, Innsbruck Platz 2: MK Illumination, Innsbruck Unternehmen über 50 Mitarbeiter Platz 1: exceed electronics, Ebbs Platz 2: Exenberger Elektro-Technik, Kitzbühel Platz 3: Tiroler Rohre, Hall Hotellerie & Tourismus Platz 1: Hotel Outside, Matrei Platz 2: Restaurant Zeitlos, Hopfgarten Platz 3: Hotel Diana, Seefeld www.businesspool.at
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eco.nova
Award seit 2011 jährlich durch. Etliche Unternehmen nutzen das APL-System bereits
1
als Führungs- und Steuerungsinstrument, der Top Company Award ist eine zusätzliche Draufgabe, um sich am Arbeitsmarkt positiv zu präsentieren. Das gelingt einigen Unternehmen in der Zwischenzeit sehr gut, sie berichten uns, dass die Anzahl der Initiativbewerbungen in den letzten fünf Jahren um knapp 30 Prozent angewachsen und die Qualität ebenfalls gestiegen ist. Eine ausgezeichnete Unternehmenskultur zeigt im Bewerbermarkt also Wirkung.
eco.wirtschaft
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ie Merkur ist die älteste Versicherung Österreichs und die erste Vorsicherung der Welt. Sie ist eine der führenden Gesundheitsversicherungen Mitteleuropas, die „Vorsorge“ mit innovativen Services und Produkten zum Lifestyle-The-
ma macht. Die Merkur ist als Group in sechs Ländern vertreten und bietet mit der Lehre zum/zur Versicherungskaufmann/-frau eine praxisorientierte Ausbildung für den späteren Einsatz im Verkaufsaußendienst, in der du den Beruf von der Pike auf lernst.
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eco.wirtschaft
Gut zuhören
Gute Führung ist vielschichtig, braucht aber vor allem Empathie und die Fähigkeit, zuzuhören. Findet Christian Blaschke. Er hat unter anderem das Kitzbüheler Führungsforum ins Leben gerufen.
B
egonnen hat alles mit den
fil-Redakteurin und Autorin Ingrid Brodnig
Leadership Days, die Private
passend zu ihrem Buch über die Aggression
Banker Christian Blaschke ge-
im Netz und Michael Frei in seiner Position
meinsam mit Bestsellerautor
als Experte für Multi-Channel-Marketing
Bernhard Moestl 2015 in Kufstein auf die
über die Zukunft der Suchmaschinen. Au-
Beine gestellt hat. Die nächste Veranstal-
ßerdem zu Gast: Barbara M. Thaler. Die Vi-
tung 2016 nahm Blaschke allein in Angriff,
zepräsidentin der Wirtschaftskammer Tirol
nannte sie „Kitzbüheler Führungsforum“,
und Internetunternehmerin erklärt, was im
verringerte die zwei Tage auf einen, der da-
Zuge der digitalen Disruption für Unterneh-
für aber exklusiver sein darf. Hochkarätige
mer dringend zu tun ist. Den Abschlussvor-
Sprecher, Dreigängemenü mit Topweinen im
trag hält Christian Blaschke selbst. Thema:
Wintergarten des Rasmushofs, feiner Kaffee.
Entscheidungsprozesse im Lichte der Digita-
„Ich möchte einfach, dass alles perfekt ist.
lisierung, im Zuge dessen er aus seiner tägli-
Wenn ein Vortrag laut Programm um 14 Uhr
chen Praxis erzählt.
beginnt, soll er auch um 14 Uhr beginnen.
Aktuell sind bereits über 20 Teilnehmer an-
Und auch das Drumherum muss einfach stimmen“, sagt Blaschke. Das ist wohl auch eine Konsequenz seines Berufes. Er ist Lei-
Christian Blaschke, Initiator des Kitzbüheler Führungsforums
ter des Financial Planning & Family Office sellschaft, disruptiv und sehr schnell. Re-
und dort auch für die Veranstaltungen ver-
nommierte Referenten geben dabei Einbli-
antwortlich. Mit Organisation kennt er sich
cke in ihre Denkweisen und Strategien. Die
also aus. Das heurige Führungsforum steht
Vortragenden des Kitzbüheler Führungsfo-
unter dem großen Leitthema der Digitali-
rums sind so unterschiedlich wie spannend:
sierung: „A ein Steckenpferd von mir und B
Marketing- und Kommunikationsexperte
ein Thema, das uns aktuell völlig überrollt“,
Gerhard Kürner spricht unter anderem über
so Blaschke. Die Digitalisierung verändert
Digitalstrategien und Content im Span-
unsere Wirtschaft und unsere gesamte Ge-
nungsfeld von Nutzen und Bedürfnis, pro-
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wertvolle Inputs holen, sich selbst und ihr Unternehmen voranbringen möchten. Unser Tipp: gut zuhören. Nicht nur den Mitar-
und Direktor der Alpenbank in Innsbruck
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gemeldet, die sich in exklusivem Rahmen
beitern …
KITZBÜHELER FÜHRUNGSFORUM Donnerstag, 1. Juni 2017 Hotel Rasmushof, Kitzbühel Beginn: 9 Uhr / Ende: 17 Uhr Kosten: 690 Euro exkl. USt. www.fuehrungs-forum.com
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Global Player investieren in Fremdsprachen
Erfolgreiche Exportfirmen kommunizieren in der Sprache ihrer Kunden. Daher investieren sie in den Erwerb von Fremdsprachen und interkulturellen Kompetenzen.
AKTUELLE SEMINARE • C1/C2 Professional English for advanced learners Start am 26. April 2017
D
er weltweite Markt lockt immer mehr Firmen in die und aus der Ferne. Die besten Produkte und Innovationen kommen aber nur zum Käufer, wenn man ihn und seine Bedürfnisse, seine
Sprache und seine Kultur versteht, wenn er sich gut aufgehoben fühlt und Vertrauen gefasst hat.
• B1 English for work – Intensivkurs mit Fachsprache Start am 27. April 2017
Alles beginnt mit der Sprache
• A1 - B2 Sommerintensivkurse in Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Russisch Start am 7. August 2017
niveau, um erste direkte Kontakte auf internationalen Ausstellungen,
• Zertifikatslehrgang Intercultural Trainer ab September 2017
leistungen aber auch Professionalität und Verbindlichkeit in der Kom-
• Offensivgedanke – Mentale Stärke im Leben und Beruf Start am 12. April 2017
Es genügen oft durchschnittliche Fremdsprachenkenntnisse auf MaturaMessen oder Kongressen zu knüpfen. Neben fehlerfreiem Smalltalk vermitteln die korrekten Fachtermini zu den eigenen Produkten und Dienstmunikation. Ob berufsbegleitend, im Urlaub oder als Video-Coaching: Am BFI Tirol gibt es eine umfassende Auswahl an Sprachprodukten.
Erfolgreich verhandeln
• Die Kraft der Sprache Start am 14. April 2017
Unverzichtbar sind auch fundierte interkulturelle Kompetenzen. Jede
• Sprengbefugten-Grundlehrgang Start am 18. April 2017
dem Personen aus einem internationalen Arbeitsfeld, Führungskräf-
international agierende Firma verlangt von ihren Mitarbeitern solche Fähigkeiten. Dazu gibt es am BFI Tirol einen einzigartigen Lehrgang, in te und Entscheidungsträger zu professionellen Intercultural Trainern
• Ausbildung zum/zur Visagist/-in Start am 19. Juni 2017
ausgebildet werden. Basiskenntnisse zu Weltgeschichte, Weltwirtschaft,
• Ausbildung zur Sicherheitsfachkraft Start am 2. Oktober 2017
ter zu führen, internationale Geschäftspartner zu gewinnen und zu be-
• Fachlehrgang Grafik und Mediengestaltung mit ISO-Zertifikat Start am 2. Oktober 2017 • Fachlehrgang Webdesign mit ISO-Zertifikat Start am 3. Oktober 2017
Sozial- und Rechtssystemen, aber auch interkulturelle Kommunikation sind heute unverzichtbare Wissensbereiche, um internationale Mitarbeitreuen oder Entscheidungen in Geschäftsbeziehungen zu treffen.
„FREMDSPRACHEN ERÖFFNEN MITARBEITERN NEUE BERUFLICHE PERSPEKTIVEN UND UNTERNEHMERN ZUKUNFTSTRÄCHTIGE MÄRKTE.“ Dr. Karin Klocker, Geschäftsführerin des BFI Tirol
• Lehre mit Matura Start im Herbst 2017 in ganz Tirol Kontakt Firmenschulungen:
BFI TIROL
Ing.-Etzel-Straße 7, 6010 Innsbruck Tel.: 0512/59 660 info@bfi-tirol.at www.bfi.tirol
eco.nova
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eco.wirtschaft
Wirtschaft vor 100 Jahren t
Mit dem Bau des Lienzer Bahnhofs und der Eröffnung der Pustertalbahn 1871 erfolgt für den Bezirk Lienz – das östliche Südtirol, für den sich teilweise schon damals der Begriff „Osttirol“ eingebürgert hat – die Öffnung an die große weite Welt. Die Wirtschaf neue Strecke Villach–Lienz–Franzensfeste verbindet die bereits existierende ✧S Brenner- und die Südbahn.
r1
vo
D
erie T eil
ie Fremden kommen mit dem Dampfross in Massen und halten sich im gesamten Pustertal in einer Reihe
neuer Großhotels auf. Die „Mutter“ davon ist das von der Südbahn-Gesellschaft selbst
2✧
0 0 J ahren
Der Lienzer Kaiser-Josef-Platz (Hauptplatz) mit der Liebburg, dem damaligen Sitz der Bezirkshauptmannschaft, um 1912 sowie dem Hotel Lienzerhof im Osten, 1910
errichtete „Grandhotel Toblach“. Ebendort entsteht bis 1910 „Neu-Toblach“, ein eigener Ortsteil mit zahlreichen Hotels wie dem „Bellevue“, dem „Union“ oder dem „Germania“. Der Erbauer eben dieses „Germania“ in Neu-Toblach ist Josef Anton Rohracher. Er lässt 1910 in Lienz zwischen Bahnhof und Kaiser-Josef-Platz (Hauptplatz) nach modernsten Standards das „Hotel Lienzerhof“ errichten: 70 Zimmer mit Zentralheizung, © FRACARO – TAP
elektrischer Beleuchtung, samt Personenaufzug und Kühlanlage. Prominentester Gast im Sommer 1911 ist der US-amerikanische Erfinder Thomas Alva Edison. Über die Jahre erlebt der Lienzerhof eine bewegte Geschichte: Im letzten Kriegsjahr 1945 wird er bei einem US-Bombenangriff teilweise komplett zerstört. Nach der Wiedererrichtung kam es in den 1950er-Jahren zum Ende des Hotelbetriebs und stattdessen zum Ausbau als zentrales Postamt der Stadt. Aufgrund der jüngst erfolgten Übersiedlung der Post in einen Neubau ist aktuell die Umfunktionierung durch einen Privatinvestor in ein Einkaufszentrum und (erneut) Hotel avisiert und vom Lienzer Gemeinderat Ende
© POSTKARTEN-INDUSTRIE AG – TAP
2016 genehmigt worden.
Tourismuspionier Josef Anton Rohracher (1857 – 1954) war eine der prägendsten Persönlichkeiten der Wirtschaft und Politik in Lienz vor rund 100 Jahren und kann getrost als der Tourismuspionier des Bezirkes bezeichnet werden. Der Toblacher und Lienzer Hotelbesitzer erreichte die Übernahme des Begriffs der „Lienzer Dolomiten“ durch das k. u. k.
ral-deutschfreiheitlichen „Lienzer Zeitung“,
Kartographische Institut in Wien auf zu-
Untertitel „Osttiroler Wochenblatt“. Weiters
künftige Landkarten – und damit das Aus
war Rohracher von 1885 bis 1893 Obmann
für die vormalige Gebirgsbezeichnung „Die
der hiesigen Alpenvereinssektion sowie von
Unholden“. Er war 1886 Gründer, Schrift-
1900 bis 1913 und 1919 bis 1922 Bürgermeister
leiter und Namensgeber der neuen libe-
von Lienz.
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eco.nova
VIELEN DANK
an Martin Kofler, Leiter des Tiroler Archivs für photographische Dokumentation und Kunst in Lienz, für den Blick ins Archiv und die Unterstützung. www.tiroler-photoarchiv.eu
ContactSkin® – natürlich, unsichtbar und absolut sicher „Wem beim Begriff Haarersatz noch immer peinliche Bilder von schlecht sitzenden, verrutschenden und schrecklich aussehenden ‚Fiffis‘ einfallen, der hat noch nie das Einweg-Haarhaut-System ContactSkin® gesehen!“, ist sich Robert Ledwinka sicher. Wobei das Sehen dabei auch eine Kunst wäre. Denn die transparente Membranfolie, in die die gewünschte Menge an echten Haaren aufwändig per Hand eingestochen ist, wird absolut unsichtbar appliziert. Wie eine Kontaktlinse verschmilzt die superdünne und atmungsaktive ContactSkin®-Haarhaut optisch mit der 1 Kopfhaut. Selbst bei zurückgekämmtem Haar ist kein Ansatz erkennbar.
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3
Nach einer Gewöhnungsphase von nur einem Tag ist das Haarteil fest und sicher mit der Kopfhaut verbunden und hält sogar festem Zug stand. Ungefähr vier bis sechs Wochen bleibt das neue Haar Tag und Nacht auf dem Kopf. Haare waschen, Duschen, Schwimmen oder Saunen – alles kein Problem. Alle vier bis sechs Wochen steht dann ein Besuch bei Frisörmeister Robert Ledwinka, zertifizierter ContactSkin®-Partner, an. Bei diesem Besuch im Frisör Ledwinka in der Dr.-Glatz-Str. 2 in Innsbruck wird das Haarteil vom Profi gelöst und durch ein neues ersetzt. 1 klassische Glatze 2 Applizieren des Teiles 3 + 4 Haarschnitt wie beim eigenen Haar und fertige Frisur
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Die TGKK - Ihr starker, regionaler Partner Die Tiroler Gebietskrankenkasse ist mit 585.757 Versicherten der größte Gesundheitsdienstleister in Tirol. Jährlich werden über 1,1 Milliarden Euro investiert. Obmann Werner Salzburger steht gemeinsam mit Direktor Dr. Arno Melitopulos an der TGKK-Spitze. Welche sind die größten Brocken in der Gesundheitsfinanzierung?
WERNER SALZBURGER: Mit 405 Millionen Euro ist die TGKK mit der größte Finanzier der Tiroler Krankenhäuser. Die Medikamentenkosten und der Bereich der ärztlichen Versorgung machen mit rund 500 Millionen Euro die Hälfe unseres Jahresbudgets aus. Insbesondere die wohnortnahe Versorgung ist uns sehr wichtig. Mit unseren 1.800 Vertragspartnern können wir ein qualitätsvolles und flächendeckendes Angebot sicherstellen. Die TGKK-Führungsspitze: Obmann Werner Salzburger mit Direktor Dr. Arno Melitopulos
Gibt es auch Innovationen in der Versor-
ARNO MELITOPULOS: Wir haben zuletzt gemeinsam mit der Ärztekammer ein 455
© TGKK
gung der Menschen in Tirol?
Millionen Euro schweres Zukunftspaket zur Sicherung der vertragsärztlichen Versorgung
bei wichtige Schwerpunkte unserer täglichen
Tiroler ihren eigenen Lebensraum mit. Das
bis 2018 abgeschlossen. In diesem Zukunfts-
Arbeit. Wir sehen uns als Gesundheitskasse.
Wissen um regionale Begebenheiten, den Be-
paket sind enthalten: verbesserte Rahmen-
Ein Viertel unserer Versicherten geht regel-
darf und die konkreten Bedürfnisse ist bei
bedingungen für mehr Lebensqualität von
mäßig zur Vorsorge. Krankheiten früh ent-
der Gesundheitsplanung und Versorgung
Ärzten; attraktive Zusammenarbeitsformen,
decken und damit die Gesundheit erhalten
wesentlich.
mehr Honorar, leistungsorientiertere Ho-
führt zu mehr gesunden Lebensjahren. Ei-
norierung und der Ausbau der Mindestor-
genverantwortung ist das Gebot der Stunde:
Wie steht die TGKK im Vergleich mit ande-
dinationszeit – ein Mehrwert für Ärzte und
Oft reichen kleine Maßnahmen, um gesund
ren GKKs da?
Versicherte. 2016 wurden 28 Kassenstellen
zu bleiben. Wir haben in unserem Haus ein
MELITOPULOS: Die TGKK arbeitet sehr
nachbesetzt, sechs neue geschaffen. Zudem
eigenes Team von Experten, das Betriebe ge-
effizient. Als Treuhänder der Beiträge ist das
haben wir zusätzliche Vertragseinrichtungen
zielt und individuell berät und unterstützt.
oberste Pflicht. Bei Verwaltungskennzahlen,
im Bereich der Physiotherapie installiert. Wir
wie der Betreuungsdichte der Tiroler, den
bauen das hohe Versorgungsangebot durch
Welche Rolle spielt die TGKK im Gesund-
Personalkosten pro Versicherten sowie den
verschiedene Schwerpunktsetzungen aus, ak-
heitssystem Tirols?
Gesamtkosten pro Versicherten, haben wir ös-
tuell etwa im Bereich der Psychotherapie. Wir
MELITOPULOS: In Tirol sind fast 80 Pro-
terreichweit die besten Werte. Unser Verwal-
haben hier die Mittel um mehr als zwei Milli-
zent der Bevölkerung bei der TGKK kranken-
tungsaufwand beträgt dabei nur 2,1 Prozent.
onen Euro erhöht und schaffen bis 2020 fast
versichert. Wir sind ein starker Gesundheits-
1.000 zusätzliche Plätze für die Behandlung.
partner für unsere Versicherten und tragen
Was sind die weiteren Schwerpunkte?
auch eine regionale Verantwortung. Wir in-
SALZBURGER: Die Kasse muss dort helfen
Wie gesund sind die Tiroler?
vestieren in den Standort Tirol und sind zen-
und sichtbar sein, wo es notwendig ist. Hier
SALZBURGER: Die vom Gesundheitsmi-
traler Faktor in der Gesundheitswirtschaft.
haben wir in den letzten Jahren viel erreicht
nisterium veröffentlichte ATHIS-Studie, die
Vor Ort stehen wir in Kontakt mit der Bevöl-
und die TGKK als verlässlichen Partner für
europaweit nach gleichen Standards durch-
kerung, um eine bedarfs- und bedürfnisge-
Versicherte, Dienstgeber und Vertragspart-
geführt wird, bestätigt Tirol den Spitzenplatz
rechte Versorgung sicherzustellen, Unterneh-
ner positioniert. Fairness gilt für all unsere
in Österreich in Sachen Gesundheit: 83,8 Pro-
mer optimal zu servicieren und mit unseren
Versicherten. Aber auch besondere Härtefälle
zent der Tiroler Bevölkerung ab dem 15. Le-
Vertragspartnern im Dialog zu bleiben. Das
und sozial Schwache wollen wir nicht alleine
bensjahr gaben an, sich in einem sehr guten
äußert sich beispielsweise bei unseren Ge-
lassen: Unterstützungsfonds, Case Manager,
oder guten Gesundheitszustand zu befinden.
sundheitsgesprächen in den Bezirken oder
Ombudsmann oder Selbsthilfegruppen hel-
Vorsorge und Gesundheitsförderung sind da-
den Tiroler Gesundheitszielen. So gestalten
fen uns dabei.
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eco.nova
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Die Tiroler Gebietskrankenkasse ist mit ihren 770 Mitarbeitern und elf Servicestellen ein wichtiger Gesundheitspartner für über 580.000 Versicherte.
Zahlen | Daten | Fakten Die TGKK sichert mit ihren Vertragspartnern die Versorgung von rund 80 Prozent der Tiroler Bevölkerung. Mit ca. 1.800 Vertragspartnern ist eine qualitätsvolle, flächendeckende und wohnortnahe Versorgung im ganzen Land gesichert. Für ihre Versicherten ist die TGKK über das Kundencenter Innsbruck, zehn Servicestellen in ganz Tirol und mit den neuen Onlineservices über MeineTGKK erreichbar. In den Ambulatorien in Reutte, Wörgl, Schwaz und Innsbruck sorgen hochqualifizierte Mitarbeiter für zahnmedizinische Versorgung. Im Haus der Gesundheit in Innsbruck wird integrierte Nachsorge durch rund 80 spezialisierte Mitarbeiter um die Bereiche Physio- und Ergotherapie sowie Logopädie angeboten.
Finanzielle Kennzahlen Budget 2016:
1,045 Mrd. Euro Zentraler Gesundheitsplayer in Tirol
ca.
Umsatz 2016:
3,4 Mrd. Euro
nicht ä Ver tra rztliche g spa (Apoth r tner eken Physio t h er ap , eute Logop äden .. n, .)
Anspruchsberechtigte
ca. 80 % Marktanteil
770
Mitarbeiter
Investitionen in die Versorgung Tirols
Ambulatorien
Ärztliche Hilfe:
über 1,2 Mio. Kundenkontakte
11
ärzte
823
585.757
5
801
Ka s s e n
272 Mio. Euro Medikamente:
210 Mio. Euro
Leistungsschau der TGKK
3,9 Mio.
Rezepte in Tirol ausgestellt
3,78 Mio. Arztbesuche
Servicestellen
eco.nova
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Die Skisaison in Ischgl wird alljährlich mit dem „Top of the Mountain Opening Concert“ eröffnet – 2016 sorgte Ganslhaut für einen perfekten Auftritt von PUR.
Prämierte Projekte perfekt in Szene gerückt: Bereits zum fünften Mal realisierte Ganslhaut event solutions die Veranstaltungstechnik für den Abend des Tiroler Werbepreises Tirolissimo.
Der KitzRaceClub ist der traditionelle Höhepunkt der Skiweltcup-Saison – Licht, Audio und Videotechnik für eines der prestigeträchtigsten Events des Jahres in Tirol kommen von Ganslhaut event solutions.
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Das Quantum Wow
Aus lightansound wird Ganslhaut. Seit 20 Jahren eine etablierte und routinierte Größe in der Event- und Veranstaltungstechnikbranche, sorgen die Kundler Profis – jetzt mit neuem Namen – nicht nur für einen reibungslosen Ablauf, sondern zudem für den Wow-Effekt.
V
„Wo der Service anderer a ufh fängt uns ört, e erst an. D rer as ist Ganslhau t eve solutions nt .“ on nichts kommt kein Wow. Es
nicht nur um Licht, eben nicht nur um Ton.
braucht schon ein bisserl was
Es geht um die Gesamtorganisation und Aus-
an Erfahrung, ein bisserl was an
stattung von Veranstaltungen aller Art. Und
Equipment, und eben auch Leute, die wissen,
um das Gefühl, das man dabei erzeugen kann.
wovon sie reden – und wissen, was sie tun. Also genau genommen geht es mit „ein bisserl“ gar nicht. Um Events und Veranstaltungen perfekt in Szene zu setzen, braucht es Profis – um Einmaligkeit zu erreichen, sind Profis mit Leidenschaft gefragt. Und als solche ver-
MIT UNSERER TECHNIK UND UNSEREM KNOW-HOW KÖNNEN WIR PRAKTISCH JEDE VERANSTALTUNG IN VOLLEM UMFANG BESPIELEN.
steht man sich bei Ganslhaut event solutions – dem Full-Service-Veranstaltungsdienstleister aus Tirol. 20 Jahre Erfahrung und ein be-
Der Gefühl-Effekt
geistertes – und immer wiederkehrendes –
Ob es die Winterparty in Seefeld mit Andreas
Top-Klientel sprechen eine klare Sprache.
Gabalier, das Ischgl Winteropening 2016 mit
© GANSLHAUT EVENT SOLUTIONS, ANDREAS FRIEDLE
Und da wars Ganslhaut
PUR, die KitzRaceParty an der Streif (seit 2002), die Formel 1 in Monaco für Red Bull,
Ist ein Angebot so unverwechselbar, sollte es
das Forum Alpbach, der Tirolissimo oder aber
auch einen unverwechselbaren Namen ha-
Business-Events, Messen oder Konferenzen
ben – „deshalb haben wir uns nach 20 Jah-
sind – Schema F gibt es nicht. Einen Wow-Ef-
ren, was uns auch ein guter Anlass schien, zu
fekt erzielt man nicht mit Stereotypen. Dafür
einer Namensänderung entschieden“, erklä-
braucht es Top-Equipment – das modernste,
ren die Geschäftsführer Markus Klotz und
das am Markt zu haben ist. Es braucht Spezi-
Günter Dorfer, die das Unternehmen durch
alisten mit Erfahrung und Können – im Übri-
zwei aufregende Jahrzehnte geführt haben.
gen kann man über Ganslhaut nicht nur das
Aufregend nicht nur für sie und ihr 13-köpfi-
komplette Equipment (auch für Hochzeiten),
ges Team, sondern auch für ihre zahlreichen
sondern auch Arbeitskräfte ausleihen. Und
regionalen, nationalen und internationalen
es braucht das Gefühl, das über allem Know-
Kunden: Es ist eben schön, wenn man de-
how steht. Das Gefühl dafür, was der Kunde
ren Erwartungshaltungen, selbst hohe, noch
für sein Event braucht. Das versteht man bei
übertreffen kann. Und genau das ist der An-
Ganslhaut unter Full-Service. „Wo der Service
trieb der Kundler, die erst kürzlich ihren Fir-
anderer aufhört, fängt unserer erst an. Das
mennamen wechselten: „Unser alter Name
ist Ganslhaut event solutions“, beschreiben
,lightandsound‘ bildete in Wahrheit nur einen
Markus Klotz und Günter Dorfer, um was es
Bruchteil dessen ab, was wir tun und was
ihnen geht. Eben um dieses Quantum Mehr –
wir können“, sagt Markus Klotz. Es geht eben
das Quantum Wow.
event solutions
GANSLHAUT GMBH & CO KG
Achenfeldweg 8, 6250 Kundl Tel.: 05338/21244 office@ganslhaut.at www.ganslhaut.at
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eco.nova
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KULINARISCHER TREFFPUNKT Das Riedhart’s Bistro mit Showküche lädt zum Genießen ein. Serviert wird neben einem reichhaltigen Frühstück und kleinen Snacks auch ein wöchentlich wechselndes frisches Mittagsgericht. Hier können Sie Gourmettrends und Innovationen heut-
Mit allen Sinnen genießen
nah erleben, neue Produkte kennenlernen und dazu auch gleich, wie Sie diese richtig verarbeiten. So bekommen Sie in gemütlicher Atmosphäre immer wieder Inspirationen für die eigene Küche.
Wer gerne kocht, möchte diese Leidenschaft bereits beim Einkauf spüren. In der neuen Markthalle von Eurogast Riedhart können Sie Lebensmittel mit fast allen Sinnen erfassen – sehen, riechen, tasten und im Bistro auch schmecken. Das Ohr bleibt dem genüsslichen „mmhm“ der Gäste vorbehalten.
N
ach einer Umbauzeit von rund 15 Monaten eröffnete Eurogast Riedhart vergangenen Dezember seine neue Markthalle in Wörgl. Auf 4.800 Quadratmetern steht der
die es erlauben, entspannt und neugierig durch das breite Sortiment zu flanieren. Toll sind
TROCKENSORTIMENT ZUM ER-RIECHEN
das reichhaltige Angebot an Obst und Gemüse sowie die frischen Fleisch- und Fischwaren
Neben frischen Lebensmitteln aus den
aus der Bedientheke. Fleischermeister Christian Meinhart berät Sie ebenso gerne wie Fisch-
Bedientheken finden Sie in Riedhart’s
experte Martin Schlechtleitner, selbst gelernter Koch. Und auch sonst stehen Ihnen die Mitar-
Markthalle ein breites Sortiment an
beiter mit Rat und Tat zur Seite – etwa bei der Suche nach der passenden Weinbegleitung. „Wir
Trockenartikeln. Feine Tees, Gewürze
wollen mit glaubhafter Qualität die Leidenschaft für Genuss wecken“, sagt Katharina Ried-
aus den verschiedensten Teilen der Erde,
hart-Joast. Das ist mit der neuen Markthalle zweifelsfrei gelungen.
Kaffee. Daran riechen ist hier ausdrück-
Genuss hier absolut im Vordergrund. Das großzügige Raumgefüge schafft viele Freiflächen,
lich erlaubt und mehr als erwünscht. An verschiedenen Riechstationen lassen sich . + . FRISCHEKICK. Der Fokus liegt – markthallentypisch – auf dem Frischebereich. Obst und
Gemüse haben eine eigene Kühlzone bekommen, auf dem Weg dorthin kommen Sie an der knusprigen Bakery vorbei und auch bei Fleisch und Fisch wird auf höchste Qualität geachtet. Auch bei den Mitarbeitern. Das bestens ausgebildete Personal nimmt sich gerne Zeit für Sie, berät individuell, damit Sie genau das bekommen, was Sie brauchen. Das darf auch etwas ausgefallener sein. In der Obst- und Gemüseabteilung finden Sie zum Beispiel nebst Bananenblättern, Essblüten oder Kakaobohnen auch Heu zum Kochen, beim Metzgermeister bekommen Sie im Haus abgehangenes Dry Aged Beef, Tomahawk- oder Rodeosteaks. . PERFEKTE BEGLEITER. Neu ist die Vinothek, die aktuell rund 1.000 verschiedene Weine
führt. Ein Diplomsommelier hilft beim Aussuchen.
. NON-FOOD-KOMPETENZZENTRUM. Im ersten Stock der Markthalle finden Sie auf 1.000 Quadratmetern alles, was es zum Kochen abseits von Lebensmitteln braucht: Back- und Grillutensilien (toll ist das Big Green Egg), Barzubehör, Berufskleidung, Besteck und Messer, Geschirr und Porzellan, Töpfe und Pfannen, Büromaterial, saisonale Dekorationen, alles rund um Frühstück und Buffet, Glaswaren, Hygiene- und Wellnessartikel sowie zahlreiche Profigeräte.
die Lebensmittel auf eine ganz neue Weise erleben. Der Kaffee lässt sich auch kosten: im Bistro nämlich (siehe oben).
RIEDHART’S MARKTHALLE
Innsbrucker Straße 96, 6300 Wörgl Tel.: 05332/72 106 office@riedhart.at www.riedhart.at, www.markthalle.at Öffnungszeiten: Mo. bis Fr. von 7:30 bis 18 Uhr Sa. von 7:30 bis 13 Uhr
eco.nova
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eco.steuern
eco.steuern
Last Call: Registrierkasse Zur Erinnerung: Übersteigt Ihr Jahresumsatz 15.000 Euro und Ihr Barumsatz (inkl. Bankomat- und Kreditkartenzahlungen) 7.500 Euro, dann besteht seit 2016 Registrierkassenpflicht. Mit 1. April 2017 müssen zudem alle Registrierkassen mit einer Sicherheitseinrichtung zum Ausschluss von Datenmanipulation ausgestattet sein. Das ist eine komplexe technische Angelegenheit. // TEXT: STB DR. VERENA MARIA ERIAN, STB RAIMUND ELLER, STB MAG. EVA MESSENLECHNER
© HOFER
eco.steuern
Koproduktion der Ärztesteuerberater vom Team Jünger und der Team Tirol Steuerberater GmbH: STB Dr. Verena Maria Erian, STB Mag. Eva Messenlechner und STB Raimund Eller, v. l.
D
ie gute Nachricht: Ihr Steuer-
ten Sie sodann an Ihren Steuerberater
berater kann Ihnen den gan-
weiter.
zen Zores in Kooperation mit dem jeweiligen Software-/
3. Registrierung beim Finanzamt: Mit diesen Daten kann Ihr Steuerberater über Finan-
nen Datenträger unveränderbar gesichert werden. • Jahresbeleg: Der Monatsbeleg Dezember muss ausgedruckt, aufbewahrt und mit der
Kassenanbieter weitgehend abnehmen. Dies
zOnline für Sie die Registrierung Ihrer Re-
funktioniert in der Regel nach folgendem
gistrierkasse beim Finanzamt vornehmen.
• Ausfallsicherheit: Bei einem Ausfall von
4. Belegcheck: Um die ordnungsgemäße In-
mehr als 48 Stunden muss eine Meldung
Ablaufschema:
Belegcheck-App geprüft werden.
1. Bestellung beim Software-/Kassenanbieter:
stallation und Registrierung der Regist-
Ist die Registrierkasse in eine Branchen-
rierkasse und Signaturkarte zu überprü-
software eingebettet, so kann beim Soft-
fen, hat das Finanzministerium eine ei-
wareanbieter in der Regel eine Art „Sorg-
gene App („BMF Belegcheck“) entwickelt.
los-Paket“ zur Erlangung der Signaturkarte
Damit wird ein Abgleich mit dem Startbe-
Sanktionen
und deren Anbindung bestellt werden. Da-
leg vorgenommen.
Bei vorsätzlicher Nichtbeachtung droht
zu ist die Steuer- oder Umsatzsteueridentifikationsnummer (UID-Nr.) anzugeben. Ist
5. FERTIG: Ihre Registrierkasse ist nun manipulationssicher.
Ihre Registrierkasse nicht Teil einer beste-
über FinanzOnline erfolgen. • Austausch und Außerbetriebnahme sind ebenso via FinanzOnline zu melden.
nach dem Finanzstrafgesetz eine Strafe bis zu 5.000 Euro.
henden Software (Insellösung), dann wen-
Web basierende Registrierkassensysteme (z.
Tipp
den Sie sich bitte an den Lieferanten Ihrer
B. Softdent) können in Verbindung mit Fis-
Um sich vor dem Verdacht einer vorsätzli-
Registrierkasse. Dieser wird ein Update
kaltrust über das Internet direkt mit Finan-
chen Nichtbeachtung der Registrierkassen-
vornehmen und Ihnen bei der Erlangung
zOnline kommunizieren. Hier erfolgt die Re-
pflicht zu schützen, sollten Unternehmer
und Einbindung der Signaturkarte helfen.
gistrierung und die Prüfung des Start- und
jedenfalls
Jahresbeleges automatisch. Auch die laufen-
• über eine Registrierkasse verfügen, die der
Nach der Initialisierung der Verbindung
den Anforderungen können hier weitgehend
Kassenrichtlinie entspricht und mit dieser
zwischen Registrierkasse und Signatur-
automatisch erfüllt werden.
die Einzelaufzeichnungspflicht und Beleg-
2. Erlangung der Registrierungsdaten:
karte bekommen Sie von Ihrem Software-
erteilungspflicht erfüllen,
bzw. Registrierkassenanbieter einen Start-
Laufende Anforderungen
beleg zum ersten Geschäftsfall über 0,00
Ist die Implementierung der manipulati-
Euro. Dieser Startbeleg muss aufbewahrt
onssicheren elektronischen Registrierkasse
• nachweisen bzw. zumindest glaubhaft ma-
werden, solange die Registrierkasse ver-
geglückt, so gilt es weiters, laufend folgende
chen, dass eine gesetzeskonforme Beschaf-
wendet wird. Zudem erhalten Sie einige
Anforderungen zu erfüllen:
fung und/oder Umrüstung der Registrier-
Daten, Nummern und Schlüsselcodes für die Registrierkasse und die Signatureinheit. Diese sowie auch den Startbeleg lei-
52
eco.nova
• Belege über die getätigten Barumsätze lückenlos erteilen und
kasse bis Mitte März 2017 bereits beauftragt • Datensicherung: Das Datenerfassungsprotokoll muss vierteljährlich auf einem exter-
wurde, sodass die Säumnis nicht in der eigenen Sphäre liegt.
promotion
FÜR JEDEN DAS PASSENDE KASSENSYSTEM VOM PROFI
Hedwig und Wolfgang Wötzer blicken auf eine über 30-jährige Firmengeschichte zurück, die seit 2016 durch Mag. (FH) Melanie Wötzer in nächster Generation weitergeführt wird.
Gut gerüstet Das Tiroler Traditionsunternehmen Wötzer bietet seit über 30 Jahren Kassen- und Abrechnungssysteme für alle Branchen und Betriebsgrößen und steht seit jeher für höchste Professionalität, persönlichen Service und Fachkompetenz.
D
ie Gesetzesänderungen zur Registrierkassenpflicht beunruhigen momentan so manchen Gastronomen und Touristiker. Um gesetzeskonform gerüstet zu sein, vertrauen Sie am besten einem Profi. Wötzer ist seit über 30 Jahren ausschließlich im Bereich
Abrechnungssysteme am Markt. „In dieser Zeit haben wir gemeinsam mit unseren Kunden einige Gesetzesnovellierungen durchlebt. Durch diese Erfahrung können wir eine Vielzahl an individuellen Lösungen anbieten – gerade im Gastronomiebereich: von einer spritzwassergeschützten Hardware über mobile Eingabegeräte bis hin zu an die Kundenbedürfnisse ange-
Die Kassensysteme von Wötzer zeichnen sich durch hohe Flexibilität der Kassensoftware aus, garantiert durch SaleGrip®, das eigens entwickelte System im modularen Aufbau. Von diesem individuell anpassbaren Modulaufbau profitieren Kunden ganz speziell: Ab 1. April 2017 greift die Gesetzesänderung zur verpflichtenden Signatureinheit, über die jede Rechnung mittels QR-Code eindeutig indentifizierbar sein muss. Neue Registrierkassen von Wötzer enthalten diese Signatureinheit bereits, bestehende Systeme können problemlos aufgerüstet werden. Mit SaleGrip® wird zudem garantiert, dass das System immer am aktuellsten Stand und gesetzeskonform ist.
passte Software“, erklärt Wolfgang Wötzer.
„GERADE IN GASTRONOMIE UND TOURISMUS SIND INDIVIDUELLE UND AKTUELLE RECHTSKONFORME KASSENSYSTEME EINE GRUNDVORAUSSETZUNG FÜR EINEN ERFOLGREICH LAUFENDEN BETRIEB.“
Mag. (FH) Melanie Wötzer
Jedes Hotel, jede Gastronomie ist einzigartig. So müssen auch die Kassensysteme individuell an die Begebenheiten und die Größe des Betriebs angepasst sein. Wötzer entwickelt mit unabhängigen, hausinternen Softwareabteilungen maßgeschneiderte Kassensysteme. Dabei sind größtmögliche Betriebs- und Datensicherheit sowie ein jederzeit professionelles Service und rasche Wartung selbstverständlich. Auch in Notfällen! Wötzer Kassensysteme passen sich problemlos allen betrieblichen und gesetzlichen Anforderungen an, sodass der tägliche Betrieb nicht gestört wird. Persönliche Beratung und umfangreiche Schulungen garantieren absolute Bedienerfreundlichkeit und Langlebigkeit.
WÖTZER GMBH & CO KG Knollerstraße 5, 6020 Innsbruck Tel.: 0512/34 70 620 office@woetzer.at www.woetzer.at
eco.nova
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eco.steuern
Vorsicht! Falle Abzugsteuer Für bestimmte Leistungen ausländischer Dienstleister (z. B. Künstler, Musiker, Personalüberlasser und diverse Berater) ist vom auszuzahlenden Entgelt eine Abzugsteuer einzubehalten und an das Finanzamt abzuführen. Die Erfahrung zeigt, dass mehr und mehr Betriebe von dieser Verpflichtung betroffen sind, jedoch keine Kenntnis davon haben. Spätestens bei einer Prüfung durch das Finanzamt kommt das böse Erwachen, denn der ahnungslose Unternehmer kann nachträglich vom Finanzamt zur Kasse gebeten werden. // TEXT: ISABELL KRUG UND ANDREAS KAPFERER
S
inn der Abzugsteuer ist es, die
steuer standardmäßig als Prüfungsschwer-
inländische Einkommensteuer
punkt festgelegt.
des ausländischen Dienstleisters abzugelten. Da ausländische Un-
Betroffene Leistungen
Betriebsstätte verwertet werden oder in ein inländisches öffentliches Buch bzw. Register eingetragen sind.
ternehmer für den österreichischen Fiskus
Die Verpflichtung zur Abfuhr der Abzugsteuer
Höhe des Steuerabzuges
schwerer greifbar sind, wird dem österreich-
ist gesetzlich normiert und kommt in der Pra-
Hinsichtlich der Bemessungsgrundlage und
ischen Auftraggeber der Steuereinbehalt auf-
xis am häufigsten bei folgenden Fällen vor:
der Höhe der Abzugsteuer ist zwischen der
gebürdet. Dieser hat die Verpflichtung, die
• Vergütungen an ausländische Vortragen-
Brutto- und Nettobesteuerung zu unter-
Abzugsteuer von der auszuzahlenden Vergü-
de, Architekten, Künstler, Musiker, Sportler,
scheiden. Bei der Bruttobesteuerung bildet
tung an den ausländischen Dienstleister ein-
Schriftsteller, Artisten oder Mitwirkende an
der volle Vergütungsbetrag (inklusive aller
zubehalten und fristgerecht an das Finanz-
Unterhaltungsdarbietungen, soweit deren
Kostenersätze und Sachbezüge, jedoch ohne
amt abzuführen.
Tätigkeit in Österreich ausgeübt wird;
Umsatzsteuer) ohne Abzug von Ausgaben die
Bislang wurde die Abfuhr der sogenann-
• Vergütungen an ausländische Aufsichtsrats-
ten „Ausländersteuer“, wie die Abzugsteu-
mitglieder österreichischer Gesellschaften;
er auch genannt wird, im Rahmen von
• Gestellungsvergütungen an ausländische
Bemessungsgrundlage. Übernimmt der Auftraggeber auch die Abzugsteuer zugunsten des Auftragnehmers, so ist auch dieser über-
Betriebsprüfungen durch die Finanzver-
Arbeitskräfteüberlasser, soweit die Arbeits-
nommene Betrag als Einnahme hinzuzurech-
waltung überprüft. Aufgrund einer Gesetz-
kräfte in Österreich tätig werden;
nen. Die Abzugsteuer beträgt grundsätzlich 20 Prozent. In Ausnahmefällen erhöht sich
esänderung wird diese Abgabe seit dem
• Honorare an ausländische kaufmännische
1. Jänner 2016 zusätzlich in sogenannten
bzw. technische Berater, soweit diese in Ös-
der Steuersatz auf 25 bzw. 27,5 Prozent.
GPLAs (Gemeinsame Prüfung lohnabhän-
terreich tätig werden;
Bei der Nettobesteuerung ergeben hinge-
giger Abgaben) als Prüfungsschwerpunkt kontrolliert. Seit Mitte 2016 wird die Abzug-
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eco.nova
• Lizenzgebühren an ausländische Lizenzgeber, soweit die Rechte in einer inländischen
gen die Einnahmen abzüglich unmittelbar zusammenhängender Ausgaben die Bemes-
eco.steuern
sungsgrundlage. Auch hier ist die vom Auftraggeber gegebenenfalls übernommene Abzugsteuer der Bemessungsgrundlage als Einnahme hinzuzurechnen. Die Anwendung der Nettobesteuerung ist unzulässig, wenn der Empfänger der als Ausgaben geltend gemachten Beträge in Österreich beschränkt steuerpflichtig ist, die Ausgaben beim Empfänger 2.000 Euro übersteigen und die steuerliche Erfassung zur inländischen Besteuerung beim Empfänger nicht ausreichend sichergestellt ist. Bei Anwendung der Nettobesteuerung beträgt der Steuersatz 25 Prozent. Aufgrund des erhöhten administrativen Aufwands und des Haftungsrisikos für den Auf-
MMag. Isabell Krug, Steuerberaterin bei Deloitte, und Mag. Andreas Kapferer, LL.M., Partner bei Deloitte
traggeber bei Anwendung der Nettobesteuerung sowie der notwendigen Offenlegung der eigenen Kosten des Dienstleisters ist die Bruttobesteuerung die in der Praxis häufigere Variante.
Meldung und Abfuhr
durch das Vorliegen des Formulars „ZS-QU1
Steuerabzug unterlassen werden. Die Vor-
Die Verpflichtung zur Durchführung des
bzw ZS-QU2“, auf dem vom ausländischen
aussetzungen dafür sind:
Steuerabzugs trifft den inländischen Ver-
Finanzamt die Ansässigkeit bestätigt wird,
• Das ausbezahlte Honorar beträgt neben
tragspartner (Auftraggeber), der die Vergü-
gegeben. Verfügt der ausländische Leistungs-
tung ausbezahlt. Dieser Vertragspartner haf-
erbringer über eine österreichische Betriebs-
tet für die Richtigkeit der Berechnung und
stätte und weist eine steuerliche Erfassung in
die vollständige Abfuhr. Die Abzugsteuer ist
Österreich nach, ist der Einbehalt einer Ab-
lich, dass die der österreichischen Besteue-
bis spätestens am 15. Tag des folgenden Ka-
zugsteuer ebenfalls nicht notwendig.
rung unterliegenden Einkünfte im Kalen-
lendermonats mittels Formular der Finanz-
Liegt die angeführte Ansässigkeitsbescheini-
verwaltung zu melden und abzuführen. Es
gung nicht vor und beträgt der Vergütungs-
ist somit sinnvoll, Rechnungen von Künst-
betrag nicht mehr als 10.000 Euro/Jahr, so
sowie einen Identitätsnachweis in Kopie
lern und Personalgestellern (geleastes Perso-
kann bei Vorliegen einer schriftlichen Erklä-
unter Angabe des Wohnortes zu seinen Un-
nal) frühzeitig zu verarbeiten, um die Melde-
rung des ausländischen Dienstleisters unter
und Zahlungsfrist zu wahren und ärgerliche
Angabe folgender Informationen auf den
Diese Vereinfachungsmaßnahme ist nicht
Säumniszuschläge zu vermeiden.
Einbehalt der Abzugsteuer verzichtet wer-
anwendbar, wenn der beschränkt Steuer-
den (sogenanntes vereinfachtes Dokumenta-
pflichtige eine für den Veranstalter erkenn-
tionsverfahren):
bar unrichtige Erklärung abgibt.
Haftung des Auftraggebers Obwohl der leistende Unternehmer Schuldner der Abzugsteuer ist, treffen die Ver-
• Vor- und Familiennamen bzw. Firmennamen
Kostenersätzen maximal 1.000 Euro vom selben Veranstalter. • Der ausländische Künstler erklärt schrift-
derjahr 2.000 Euro nicht übersteigen. • Der Veranstalter nimmt diese Erklärung
terlagen.
Fazit
• Anschrift aller unterhaltenen Wohnsitze
Achten Sie darauf, dass Sie Ihren Verpflich-
Haftung denjenigen, der die Vergütung
sowie des Mittelpunkts der Lebensinter-
tungen im Zusammenhang mit der Abzug-
ausbezahlt. Dabei ist es unerheblich, ob die
essen
steuer fristgerecht nachkommen und bei
pflichtung zum Steuerabzug und die
Vergütung direkt an den Künstler oder in seinem Auftrag einem Dritten (z. B. dem Management) zufließt.
Befreiung vom Steuerabzug Von der Verpflichtung zum Einbehalt von
• Erklärung, dass in Österreich kein Wohnsitz vorliegt • Angabe des Gründungsstaates und die
Bedarf frühzeitig fachliche Unterstützung suchen, um bösen Überraschungen vorzubeugen. Die Abzugsteuer ist derzeit nahezu
Anschrift des Ortes der tatsächlichen Ge-
bei jeder Prüfung durch die Finanzverwal-
schäftsleitung (bei juristischen Personen)
tung ein fixer Prüfungsschwerpunkt. Wenn
• Erklärung, dass keine Verpflichtung zur
Sie Ihren oben angeführten Verpflichtungen
Abzugsteuer gibt es Befreiungsmöglich-
Weitergabe der Einkünfte an andere Perso-
nicht nachkommen, kann dies finanzstraf-
keiten, die allerdings ganz unterschiedlich
nen besteht, und
rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.
ausgestaltet sind. Beim ausländischen Per-
• Art und Höhe der bezogenen Einkünfte
Nicht zu unterschätzen ist jedenfalls die finanzielle Belastung, welche droht, wenn das
sonalüberlasser (Personalleasing) kann der Einbehalt der Abzugsteuer nur unterbleiben,
Für Künstler und Musiker ist grundsätzlich
österreichische Unternehmen zur Haftung
wenn dieser dem Auftraggeber einen gülti-
keine Entlastung von der Abzugsteuer mög-
für nicht einbehaltene Abzugsteuer samt
gen „Befreiungsbescheid“ des Finanzamtes
lich. Sofern bei einer nachträglichen Ein-
Säumniszuschlägen herangezogen wird und
Bruck-Eisenstadt-Oberwart vorlegt.
kommensteuerveranlagung des ausländi-
diese Beträge nicht mehr vom ausländischen
Bei kaufmännischer oder technischer Bera-
schen Künstlers aber keine österreichische
Dienstleister zurückfordern kann.
tung ist eine Befreiung in der Regel bereits
Steuerleistung anfallen würde, kann der
// www.deloitte-tirol.at
eco.nova
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eco.recht
Vermieter haften für Markenrechtsverletzungen der Mieter Jeder kennt Marktplätze, auf denen Standbetreiber gefälschte Markenprodukte anbieten. Was für „Schnäppchenjäger“, die beispielsweise eine gefälschte Handtasche einer Luxusmarke erstehen wollen, ein Paradies sein kann, stellt für Markeninhaber ein ernsthaftes Problem dar. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat nun entschieden, dass Markeninhaber auch gegen Vermieter von Verkaufsflächen auf einem Markplatz vorgehen können, um Markenrechtsverletzungen abzustellen. // TEXT: IVO RUNGG & JOHANNES BARBIST, BINDER GRÖSSWANG RECHTSANWÄLTE, INNSBRUCK
I
m zugrundeliegenden Fall war die
lichen Anordnungen das sein könnten, hat
tschechische Gesellschaft Delta
der EuGH in beiden Entscheidung offen ge-
Center Mieterin des Markplatzes
lassen. Denkbar wäre, dass der Vermieter
„Pražská tržnice“ (Prager Markthal-
von Verkaufsflächen auf einem Marktplatz
len). Delta Center untervermietete wiederum
bei einer Markenrechtsverletzung von ei-
Verkaufsflächen auf diesem Platz an ver-
nem Mieter insbesondere dazu verpflichtet
schiedene Händler. Mehrere Hersteller und
werden könnte, vertraglich Vorsorge für die-
Vertreiber von Markenerzeugnissen, darun-
sen Fall zu treffen und den Vertrag mit dem
ter Tommy Hilfiger, Lacoste und Burberry,
Mieter fristlos zu kündigen. Von Vermietern
stellten fest, dass Fälschungen ihrer Erzeug-
kann andererseits aber keine generelle und
nisse in den Prager Markthallen verkauft
ständige Überwachung ihrer Mieter verlangt
wurden. Die Markenrechtsinhaber bean-
werden.
tragten beim Stadtgericht Prag, Delta Center insbesondere zu verpflichten, Mietverträge
Fazit
mit Mietern, die nachweislich Markenverlet-
Die Entscheidung des EuGH ist im Lichte der
zungen begangen hatten, abzulehnen oder
L’Oréal/ebay-Rechtsprechung nicht überra-
nicht zu verlängern. Die Markenrechtsinha-
schend und wird vor allem von Rechteinha-
ber scheiterten mit ihrem Begehren in der ersten und zweiten Instanz. Der im Wege der
bern begrüßt. Damit wird klargestellt, dass
Dr. Ivo Rungg
Kassationsbeschwerde angerufene Oberste
Vermieter eines physischen Marktplatzes genauso wie Betreiber eines Online-Markt-
Gerichtshof der Tschechischen Republik leg-
platzes dazu gezwungen werden können, von
te dem EuGH die Frage vor, ob es tatsächlich
Abstellung oder Vorbeugung von Marken-
Händlern begangene Markenrechtsverletzun-
möglich ist, dem Vermieter von Verkaufs-
rechtsverletzungen zu treffen.
gen abzustellen. Die Entscheidung des EuGH
flächen auf einem Markplatz aufzutragen,
Außerdem stellte der EuGH klar, dass die
könnte – auch außerhalb von Marktplätzen –
die von den Händlern begangenen Marken-
Voraussetzungen für die gerichtliche Inan-
für Vermieter oder Verpächter von Geschäfts-
rechtsverletzungen abzustellen und Maß-
spruchnahme von einer Mittelsperson, die
flächen aller Art Anwendung finden. Durch
nahmen zur Verhinderung erneuter Verstö-
eine Vermietungsdienstleistung von Ver-
das Urteil wird jedenfalls deutlich, dass auch
ße zu ergreifen.
kaufsflächen in Markthallen anbietet, mit
Bestandgeber mit markenrechtlichen Fragen
In seinem Urteil (Rs. C-494/15) bestätigte
jenen identisch sind, die der EuGH bereits
konfrontiert sein können, selbst wenn sie
der EuGH zunächst, dass Delta Center eine
zuvor in seinem Urteil zu L’Oréal/ebay (Urteil
selbst keine Markenrechtsverletzung began-
„Mittelsperson“ laut der EU-Richtlinie zur
vom 12.07.2011, Rs. C-324/09) für gerichtliche
gen haben. Es besteht zwar keine anlasslose
Durchsetzung der Rechte des geistigen Ei-
Anordnungen gegenüber Mittelspersonen
Überwachungspflicht; wird aber ein Bestand-
gentums (RL 2004/48/EG) ist, also jemand,
auf einem Online-Marktplatz aufgestellt hat-
geber – etwa durch den Markeninhaber –
dessen Dienste von einem Dritten zwecks
te. Der EuGH verlangt von den Mitgliedstaa-
über Rechtsverletzungen in Kenntnis gesetzt,
Verletzung eines Rechts des geistigen Eigen-
ten, dass die Anordnungen eines Gerichts
muss er zumutbare Maßnahmen treffen, um
tums in Anspruch genommen werden. Dies
in den vorliegenden Fällen ein angemesse-
zukünftige Markenrechtsverletzungen seines
ist laut EuGH auch bei einem Vermieter der
nes Gleichgewicht zwischen dem Schutz des
Bestandnehmers zu verhindern. Bestandge-
Fall, der Dritten Verkaufsflächen auf einem
geistigen Eigentums und der Vermeidung
bern von Verkaufsflächen ist daher zu emp-
Marktplatz untervermietet und so diesen
von Schranken für den rechtmäßigen Han-
fehlen, bereits im Bestandvertrag Vorsorge
Dritten die Möglichkeit bietet, dort gefälsch-
del sicherstellen müssen. Die Maßnahmen
für den Fall von Markenrechtsverletzungen
te Waren anzubieten. Der EuGH hebt hervor,
müssen darüber hinaus wirksam, verhält-
ihrer Bestandnehmer (z. B. außerordentliche
dass solche Mittelspersonen unabhängig
nismäßig und abschreckend sein und dür-
Kündigungsmöglichkeit, Schad- und Klaglos-
von ihrer etwaigen Verantwortlichkeit ge-
fen keine Schranken für den rechtmäßigen
haltung) zu treffen, wenn eine solche Gefahr
zwungen werden können, Maßnahmen zur
Handel errichten. Welche konkreten gericht-
besteht.
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eco.nova
promotion
Qualifizierung nach Maß: Maßgeschneiderte Qualifizierung © PAUL WEBER
Die berufliche Aus- und Weiterbildung erfolgreich zu planen, zu organisieren und durchzuführen, ist heute vor dem Hintergrund eines wachsenden Fachkräftebedarfs wichtiger denn je. Vor diesem Hintergrund entwickelten AMS und amg-tirol das Konzept der „Qualifizierung nach Maß“, interessant insbesondere für KMU.
A
ngesichts der demographischen
auswahl. Im Teamwork werden individuelle
ternehmen, bei Ausbildungskosten ab 1.000
Entwicklung kommt der Sicherung
Bildungspläne entwickelt, die dann in maxi-
Euro beteiligt sich das Land Tirol mit 50 Pro-
des Fachkräftebedarfs eine besonde-
mal drei Jahren mit betriebsinternen und/
zent für den Betrag, der die 1.000 Euro über-
re Bedeutung zu. Dabei können viele Arbeits-
oder -externen Qualifizierungen umgesetzt
steigt, dies jedoch bis maximal 1.000 Euro pro
plätze in bestimmten Branchen bereits heute
werden. „Eine berufliche Ausbildung und ein
Stiftungsteilnehmer. Die auszubildenden Per-
nicht besetzt werden, weil die Bewerber nicht
anerkannter Berufsabschluss sind wesent-
sonen erhalten vom AMS Arbeitslosengeld
über die passenden Qualifikationen verfügen.
liche Voraussetzungen für eine dauerhafte
weiterbezahlt, sie bekommen zusätzlich die
Natürlich ergreifen viele Unternehmen die Ini-
Integration ins Arbeitsleben. Qualifizierte Ar-
ausbildungsbedingte Zuschussleistung von
tiative und schulen internes oder externes Per-
beitskräfte wiederum sind ein wesentlicher
300 Euro. Die Kontaktnahme ist sowohl über
sonal entsprechend ihrem Bedarf. Aber vielen
Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit der Un-
die Geschäftsstellen des AMS Tirol als auch
Klein- und Mittelbetrieben fehlen im härter
ternehmen auf den internationalen und hei-
über die amg-tirol möglich.
werdenden Konkurrenzkampf die Mittel.
mischen Märkten“, betont Dr. Bernhard Pich-
„Qualifizierung nach Maß“: ein Zukunftsmodell
ler vom AMS Tirol.
Ein Weg aus dieser Situation ist die von AMS
Geringe Kosten für Unternehmen
und amg-tirol entwickelte Implacementstif-
Die Kosten bestehen aus einer ausbildungs-
tung „Qualifizierung nach Maß“. Zielgruppen
bedingten Zuschussleistung von 300 Euro
sind Unternehmen, die qualifizierte Mitarbei-
(plus 4,5 % Dienstgeberbeitrag) pro Monat
ter benötigen, und beim AMS Tirol gemeldete
und Stiftungsteilnehmer. Für die theoretische
Personen. Für die beim AMS Tirol gemeldete
Ausbildung teilen sich Unternehmen und
freie Stelle trifft die amg-tirol gemeinsam mit
Land Tirol die Kosten. Das heißt, die Kosten
dem Unternehmen und dem AMS eine Vor-
der theoretischen Ausbildung trägt das Un-
WEITERE INFOS
Infos erteilt das Service für Unternehmen beim AMS Tirol oder die ServiceLine unter 0512/58 19 99. ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG
eco.nova
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Zukunft Forschung & Innovation ECO.MMENTAR
Vom strategischen Schattenspiel zur wertvollen Kooperation
D
a ist wieder eine. Und eigentlich muss ich gestehen, dass ich mich inzwischen sogar schon ein wenig auf sie freue: Kooperationsanfragen. Denn: Die Grenzen der Absurditäten verschieben sich immer wieder. Der euphorischen Einleitung folgt meist der Ver-
such, persönliche Nähe aufzubauen, gefolgt von einem Standardtext, der das Projekt beschreibt. Nach vielen aufgeblasenen Zeilen kommt dann – manchmal – die Bitte um Unterstützung, die natürlich als Win-win-Situation aufs Podest gehoben wird, ohne den Nutzen tatsächlich konkret
100 MILLIONEN
Schwäche in einer Zeit, in der uns die sozialen Medien mit ihren „Likes“ dazu konditioniert ha-
O
ben, immer zu gewinnen. Ich nenne es gern die „Marijke-Amado“-Epoche, benannt nach der
scheidenden Wettbewerbsfaktor gewor-
charmanten Moderatorin der Mini-Playback-Show, die am Ende mit allen jungen Stars im Kon-
den. Das hat auch Tirol erkannt. 2013
fettiregen auf der Bühne stand und ein Lied sang, dessen Refrain „Alle waren Sieger, auch wenn
wurde ein Breitband-Masterplan ent-
einer nur gewinnen kann“ die weinenden Kinder (oder deren Eltern) zu beruhigen versuchte,
wickelt, ein Jahr darauf erfolgte der Be-
während in der Mitte ein Kind mit einem riesigen Pokal abfeierte. Pädagogisch wertvoll.
schluss, bis 2018 finanzielle Mittel in Hö-
Doch abgesehen vom Unterhaltungswert der spammigen Kooperationsanfragen lohnt es, über
he von 50 Millionen Euro zur Verfügung
das Thema nachzudenken. Gerade in einer Zeit des Wandels, wo neue Allianzen und Part-
zu stellen. Ebenfalls 2014 wurde ein Ver-
nerschaften der Schlüssel für Zukunftsfähigkeit sind. Auch wenn „Cross Innovation“ nach ei-
trag mit dem Landesversorger TIWAG
nem neuen Bullshit-Wort für Podiumsdiskussionen klingt, ist die branchen- bzw. kompetenz-
abgeschlossen, wodurch das Land ein
übergreifende Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Realisierung von neuen Produkten
Nutzungsrecht am gesamten frei ver-
eine logische Konsequenz der immer stärkeren (digitalen) Vernetzung. Aber auch in der Zivilge-
fügbaren Leerrohrbestand von rund
sellschaft, bei kulturellen und sozialen Projekten sind Partnerschaften im Kontext von sinken-
1.600 Kilometern erwarb. Nun treibt das
den Sponsoringbudgets unverzichtbar. Immer mehr.
Land den Breitbandausbau weiter vor-
Auf der Suche nach erfolgreichen Kooperationen kommt man auf viele Faktoren, über die man
an und hat die Offensive um weitere
viele Seiten schreiben könnte: Vertrauen, Respekt, Ehrlichkeit, Messbarkeit und viele mehr. Für
fünf Jahre über das Jahr 2018 hinaus
mich beginnt es aber noch früher: beim Offenlegen der Motive. Das scheint kulturell nicht akzep-
verlängert. „Wir stellen damit jährlich
tiert, deswegen eiern viele mit Pseudoargumenten herum, die kaschieren sollen, dass man per-
weiterhin zehn Millionen Euro, also ins-
sönlich etwas von der Kooperation hätte: Zugang zu Investoren, mediale Reichweite für gestei-
gesamt 100 Millionen Euro, zur Verfü-
gerte Umsätze, technologischen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz, Kostenersparnis in der
gung, damit schnelles Internet auch den
Entwicklung, schnelleren Markteintritt, Aufwertung der gesellschaftlichen Relevanz ...
entlegensten Gebieten zur Verfügung
Natürlich, durch das Offenlegen der Motive wird man auch angreifbar. Man wird aber auch besser
steht. Damit können wir der Tiroler Be-
verstanden und öffnet den Weg für fruchtbare Kooperationen. Denn: Es wird konkret, was man
völkerung und insbesondere den Un-
wirklich will, und das Gegenüber kann entscheiden, ob man diese Motive unterstützen kann oder
ternehmen im ländlichen Raum Glas-
will – und was man dafür haben möchte. Es mag sein, dass das für manche nicht möglich sein
fasernetze auf höchstem technischem
wird, die Masken der öffentlichen Inszenierung abzulegen. Aus strategischen oder persönlichen
Niveau bieten“, erklärte Landeshaupt-
Gründen. Doch wer aus diesem Schattenspiel aussteigen kann,
mann Günther Platter.
formulieren zu können. Oft bleibe ich ratlos zurück und frage mich, wann wir verlernt haben, um Unterstützung zu bitten und dabei auszudrücken, was man dafür bereit ist, als Gegenleis-
wird die Tür zu fruchtbaren Kooperationen öffnen – und damit den Weg in die Zukunft. Das ist jetzt doch zu pathetisch für den Schluss. Sagen wir es anders: Wer sich auf Augenhöhe begegnet, re-
© Fabian Isara
tung zu bieten. Das kann auch nichts sein, dann ist es auch klar. Vielleicht ist es die Angst vor
hne entsprechende Internetanbindung geht heute gar nichts mehr. Mittlerweile ist
ein schnelle Datenverbindung zum ent-
Im Tiroler Modell errichten die Gemeinden bzw. Gemeindeverbände mit finanzieller Unterstützung des Landes
spektvoll kommuniziert und verhandelt, steigert das Potential für
und des Bundes Glasfasernetze. Bisher
wertvolle Partnerschaften – und das stärkt die eigene Resilienz.
konnten von den 279 Tiroler Gemeinden in 150 Gemeinden Breitbandprojekte gefördert werden. Es werden mit
HANNES OFFENBACHER
ist Unternehmer, Neudenker und Bergsteiger. Seit 2013 lebt er in Innsbruck und bloggt unter www.offenbacher.cc.
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eco.nova
den laufenden Projekten bis 2023 über 240.000 Einwohner im ländlichen Raum erreicht.
eco.zukunft
IM.INTERVIEW
20 Jahre FH Kufstein
Internationales Studium und lebenslanges Lernen. Geschäftsführer Prof. (FH) Dr. Thomas Madritsch im Interview.
Die FH Kufstein Tirol feiert im Herbst ihr 20-jähriges Bestehen. Wie hat sie sich seither entwickelt? Wir sind 1997 mit zwei Studiengängen und 83 Studierenden gestartet: Internationale Wirtschaft & Management und Facility Management. Beide gibt es immer noch. Heute haben wir 2.000 Studierende aus 50 Ländern und 22 Studiengänge – einer davon, Smart Products & Solutions,
INNOVATION – EIN FALSCHER TREND?
D
ist brandneu und startet vorbehaltlich der Akkreditierung durch die AQ Austria im Herbst 2017. Unser internationales Netzwerk haben wir auf über 180 internationale Partnerhochschulen ausgebaut. Ganz besonders freut uns, dass unsere Arbeit auch von externer Seite positiv gewürdigt wird. Eine im trend veröffentlichte Befragung zählt uns zu Öster-
ie meisten Unternehmen wollen sich das Merkmal „in-
reichs besten Arbeitgebern und das Industriemagazin bestätigt uns im
novativ“ auf ihre Fahne heften. Wer möchte schon ein
FH-Ranking 2017 einen Hotspot im Facility-Management-Studium.
verstaubtes Image haben? Was oft vergessen wird: Inno-
vation hat nicht nur mit schönen, neuen Produkten zu tun. Wer
Wo liegen die Alleinstellungsmerkmale der FH Kufstein Tirol?
heutzutage innovativ sein will, muss vor allem bei den Menschen
Mit unserem hervorragenden Betreuungsschlüssel können die rund
anfangen: bei seinen Kunden und Mitarbeitern. „Unternehmen,
450 Lehrenden unsere Studierenden individuell bestens betreuen. Das
die innovativ sein wollen, konzentrieren sich oft auf eine traditi-
Alleinstellungsmerkmal der Kufsteiner FH ist Internationalität. In
onelle Sicht von Innovation, wie die Entwicklung neuer Produk-
intensiven Auslandsaufenthalten sammeln die Studierenden Erfah-
te. Eine von uns weltweit durchgeführte Studie zeigt jedoch, dass
rungen in internationalen Märkten. Außerdem erwerben sie Kompe-
Innovation im jetzigen Businessumfeld ganzheitlich betrachtet
tenzen in Führung, Konfliktmanagement und Moderation. Kritisches
werden muss. Von dem Kauf eines Produktes über die Interak-
Reflexionsvermögen fördern wir ebenfalls besonders.
tion mit Mitarbeitern des Unternehmens bis hin zum Eintritt in die Geschäftsräumlichkeiten: Jeder dieser Touchpoints birgt Ge-
Wie halten Sie Ihr Studienangebot modern?
legenheiten, um innovative Strategien zu implementieren“, so Cle-
Ein besonderes Merkmal unserer Masterstudiengänge ist die Möglich-
mens Widhalm, Geschäftsführer von Dale Carnegie Austria. Dale
keit der Individualisierung. Über Electives können Studierende das
Carnegie hat im Zuge der Befragung von über 500 Führungskräf-
Studium nach ihren Interessen anpassen und sich ganz persönlich
ten sechs Schlüsselfaktoren für Wachstum und Innovation iden-
spezialisieren. Abgesehen von Studiengängen wie Smart Products &
tifiziert– drei davon marktorientiert, drei fokussieren sich auf das
Solutions, die Web-Studiengänge und Digital Marketing, die die Digi-
Arbeitsumfeld der eigenen Organisation.
talisierung schon im Namen tragen, ist sie auch in allen übrigen Angeboten stetes Thema. In den Studiengängen Europäische Energie-
• EINE INNOVATIVE KUNDENERFAHRUNG ERMÖGLICHEN
wirtschaft zum Beispiel ist die Digitalisierung der Energiewende ein
Zuhören: Einführung eines besseren Kundenfeedbacks, um sich
großes Thema.
stärker an den Bedürfnissen des Kunden zu orientieren. Persönlich ansprechen: Vermehrte Investition in Technologien,
Lebenslanges Lernen wird immer selbstverständlicher. Was kann
die eine zielgerichtete Ansprache der Kunden ermöglichen.
eine FH hier leisten?
Repräsentieren: Mitarbeiter darin unterstützen, sich als „Bot-
Wir bieten Ausbildungsprogramme für alle Lebensphasen an. Neben
schafter“ des Unternehmens zu sehen, um die Marke kompetent
den Bachelorstudiengängen, die sich vor allem an Schulabgänger richten,
nach außen zu repräsentieren.
ist die große Mehrheit unserer Masterstudiengänge berufsbegleitend und mit Beruf und Familie sehr gut vereinbar. Außerdem können Be-
• EIN INNOVATIVES ARBEITSUMFELD SCHAFFEN
rufstätige an der Business School der FH Kufstein Tirol Zertifikats-, aka-
Top-Arbeitgeber sein: Be- und Entlohnung der Mitarbeiter neu
demische und Executive-MBA-Lehrgänge in verschiedensten Bereichen
überdenken, kreativere Ansätze schaffen, die Motivation heben.
belegen. Für unsere Absolventinnen und Absolventen bieten die Alumni
Weiterentwicklung: Forcierung der Mitarbeiter-Weiterbildung.
& Career Services eine Reihe an Veranstaltungen und Informationen so-
Flexiblere Arbeitszeiten und -räume: Ermöglichen von virtueller
wie Karrieretrainings und Jobangebote. // www.fh-kufstein.ac.at
Arbeit und flexibler Zeiteinteilung.
eco.nova
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eco.zukunft
tirol innovativ
Es tut sich was
An dieser Stelle zeigen wir Ihnen in der Regel, wie innovativ und kreativ die (Jung)unternehmer unseres Landes sind. Das machen wir auch dieses Mal, gleichzeitig aber auch, dass die Eventszene damit durchaus mithalten kann. Mit dem Sample City Lab und Skinnovation sind in Tirol Veranstaltungsreihen am Start, die Innovationen vorantreiben und Kreative zusammenbringen.
Beim Sample City Lab lässt sich Zukunft erleben. Und ausprobieren.
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eco.nova
eco.zukunft
© Thomas sTeinlechner
Haben sich zu geballter onlinekompetenz zusammengeschlossen: Matthias lechner, axel Prey und Mario Eckmair von p&p medien Marketing
tirol innovativ
Sample City Lab
Die Zukunft ist heute Technologietrends kennenlernen, innovative Produkte ausprobieren und im wahrsten Sinn des Wortes „be-greifen“. Von Experten im persönlichen Gespräch erfahren, wie man die Technologien der Zukunft am besten für das eigene Unternehmen nutzen kann. So lassen sich die Vorteile des 3. Sample City Labs kurz und prägnant zusammenfassen.
M
it dem Sample City Lab
zug auf Trends, Produkte und innovati-
Außerdem dürfen sich innovationsbegeis-
ist die Tiroler Veran-
onsbasierte Arbeitsmethoden. „Der 30. Mai
terte Besucher auf 3D-Druckverfahren und
staltungsszene um ein
wird ein Tag der Neugierde, des Staunens
High-Tech-Daten-Brillen freuen.
innovatives Mitglied
und auch des Vernetzens sein“, so Matthias
Nach zwei Veranstaltungen (2015 und 2016)
reicher: Dank einer deutsch-österreichi-
Lechner. „Am Vormittag bieten wir Works-
auf der Innsbrucker Bergiselschanze findet
schen Kooperation zwischen dem Hambur-
hop-Sessions an, in denen die Teilnehmer
das Sample City Lab heuer in der Werkstät-
ger Trendforschungsbüro Trendone und der
gecoacht und an die neuen Technologien
te Wattens statt – und zwar auf histori-
Innsbrucker Kommunikationsmanufak-
herangeführt werden. Am Nachmittag ste-
schem Boden: Wo Daniel Swarovski vor 120
tur p&p Marketing macht die technologi-
hen dann der Praxisbezug und die Umset-
Jahren den Grundstein für seinen weltweit
sche Welt von morgen bereits zum dritten
zung dieser Innovationen im Vordergrund.“
erfolgreichen Kristallkonzern legte, bietet
Mal Station in unserem Land: Brandneue
Das Herzstück des Sample City Labs – die
heute ein internationales Gründerzentrum
Technologien, die die meisten von uns nur
Ausstellung – wird nach einer spannen-
Start-ups aus Tirol Raum für ihre unter-
aus dem Fernsehen oder Internet kennen,
den Einführungs-Keynote von Nils Mül-
nehmerische Entwicklung. Mit dem Fokus
können im Rahmen dieses außergewöhnli-
ler, Chef-Trendforscher aus Hamburg, zum
auf Technologie, Innovation, regionaler
chen „Zukunftslabors“ hautnah erlebt und
Thema „GET READY FOR THE FUTURE“
Wertschöpfung und nachhaltigem Wachs-
ausprobiert werden.
eröffnet. Hier wird das Who-is-who der
tum. „Der Ort ist für diese Veranstaltung
In interaktiven Workshops, Vorträgen und
angesagtesten Technologien an einem Ort
perfekt“, meint Axel Prey. „In der Werk-
Demonstrationen werden den Besuchern
versammelt und präsentiert: neueste Ro-
stätte Wattens wurde am Anfang vieles
die wichtigsten Themen der Zukunft na-
botic-Technologien und Artificial-Intelli-
experimentiert und ausprobiert, was jetzt
hegebracht. Hersteller und hochkarätige
gence-Applikationen ebenso wie virtuelle
selbstverständliche Realität ist. Und auch
Vortragende geben wichtige Inputs in Be-
Arbeitswelten und Businessanwendungen.
beim Sample City Lab geht es darum, die
eco.nova
61
eco.zukunft
tirol innovativ
Skinnovation
neuesten Trends, Produkte und Ideen der Zukunft mit innovationsinteressierten Menschen zusammenzubringen.“ Lechner ergänzt: „Das Spannende am Technologielabor ist, dass die Teilnehmer den notwendigen Background zu aktuellen Technologien bekommen. Sie setzen sich unter Anleitung von Experten damit auseinander, was all diese Dinge für ihr eigenes Geschäftsmodell bedeuten und inwiefern sie für ihr Unternehmen relevant sein könnten. Diese Unmittelbarkeit macht die Einzigartigkeit des Sample City Labs aus.“ Was Trendone und p&p Marketing eint, ist ihr Fokus auf die Zukunft. Trendone sucht mit Hilfe eines weltweiten Netzwerks an Scouts nach den technologischen Trends. Aus diesen leiten sie dann jene großen Megatrends ab, die uns mit großer Wahrscheinlichkeit in den kommenden Jahren begleiten und beschäftigen werden. „Dabei geht es nicht darum, diese Trends einfach nur zu identifizieren“, meint Mario Eckmaier. „Viel essentieller ist es, sie für Unternehmen nutzbar zu machen. Vieles, was heute noch als Spielerei abgetan wird, kann mit dem richtigen Zugang und Verständnis den Arbeitsalltag sowie Prozesse in Unternehmen erleichtern.“ „Uns ist es ein großes Anliegen, die heimischen
Entrepreneurship auf Skiern Nach einem erfolgreichen Piloten im Feber 2015 ist Skinnovation – veranstaltet von der Universität Innsbruck in Kooperation mit der Jungen Wirtschaft der Wirtschaftskammer Tirol – zu einem dreitägigen Event mit einer internationalen Teilnehmerschaft geworden.
W
o entstehen die bes-
gungen sowie Kontakte mitnehmen und
ten Ideen? In der
sind mit dem Gefühl nach Hause gegan-
Regel nicht in sticki-
gen, dass eine ganze Menge Firmen bald
gen und dunklen
richtig durchstarten werden“, sagt etwa
Konferenzräumen. Sie kommen dann,
Philip Weihrauch, der mit seinem Unter-
wenn man sie am wenigsten erwartet,
nehmen realfits selbst einer dieser
Matthias Lechner seine Motivation, das Sam-
wenn man den Kopf frei hat und gedank-
Durchstarter ist. Florian Schuchter, Ge-
ple City Lab zu organisieren. „Es bringt nichts,
lich Gott einfach mal einen guten Mann
schäftsführer von Teamday und ebenso
die Augen vor den technologischen Entwick-
sein lässt. Auf der Skipiste zum Beispiel.
einer der insgesamt rund 200 Teilnehmer,
lungen zu verschließen. Nur wer auf der Höhe
Skinnovation ist ein Hybridevent aus
sieht’s ähnlich: „Skinnovation war für
der Zeit ist, kann sein Unternehmen für den
Skitag und Start-up-Konferenz, bei de-
mich ein wahrer Mindrefresher mit un-
Wettbewerb stärken.“ Und mit ihrem Angebot,
nen gleichermaßen Ski gefahren wie auf
glaublich tollen Mitwirkenden. Jeder für
Wirtschaftstreibenden wichtige Impulse, In-
Skihütten an Geschäftsideen gebastelt
sich ein Schatz an Innovation und Schaf-
formationen und Inspirationen zum Thema In-
wird. In der Kulisse der Tiroler Bergwelt
fenskraft gepaart mit dem Willen, voran-
novation und Digitalisierung zu liefern, stärken
sollen neue Ideen reifen oder bereits Ge-
zukommen und sich auszutauschen. Für
die Veranstalter nicht zuletzt auch den Wirt-
reiftes wachsen. „Skinnovation ist ein su-
mich waren diese Tage eine Einladung
schaftsstandort Tirol.
per Event, um sich in der lokalen Start-
an mich selbst, die eigenen Innovationen
up-Community zu vernetzen, und hat ge-
noch mehr zu fördern und auszuprobie-
zeigt, dass sich eine ganze Menge bewegt.
ren, ganz nach dem unternehmerischen
Wir konnten wertvolle Inputs und Anre
Motto ‚No Trial and Error – no Success’.
Unternehmen zukunftsfit zu machen“, betont
3. Sample City Lab Wann: 30. Mai 2017 Wo: Werkstätte Wattens Tickets: 425 Euro (Early Bird) bzw. 495 Euro (regulärer Preis) Ausgestellte Samples (Auszug): • virao - Virtual Reality Lösungen zur Prozessoptimierung • HYVE HEAVE - Taktiler Handschuh für Virtual Reality • Digiwell - Smarte Implantate • ConSenses - IOT Sensor-Schraube • HVYE LILIUM Aviation - E-Senkrechtstarter • HYVE ABS Vario – Lawinenrucksack
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„Das Event war grandios, die Stimmung reichte von konzentriert bis begeistert, die Vorträge waren relevant und eingängig. Die Auswahl an verschiedenen Themen und Locations eignet sich hervorragend zum Kennenlernen und Austauschen. Ich habe starke Persönlichkeiten getroffen, potenzielle Kunden und Geschäftspartner, sowie Empfehlungen für Produktion und Vertrieb bekommen.“ Julian Lösche, Sweetsticks
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© tom bause
eco.zukunft
2 von 200: Christoph Fink von Naked Optics und Alexander Rietzler von Linguician, Skinnovation-Teilnehmer
Als Resümee bleibt: Dran- bleiben, sich weiter
chen. Was uns von den Großen unterscheidet,
Alexander Rietzler: Jein. Ich habe
vernetzen und den Spaß an der unternehme-
ist vor allem unser schlankes Vertriebssystem.
vor vier Jahren mein PhD-Studium in künst-
rischen Tätigkeit leben.“
Wir arbeiten weder mit Groß- noch Einzel-
licher Intelligenz begonnen und in dessen
händlern zusammen und haben auch keine
Rahmen einen Auslandsaufenthalt im süd-
Agenten, die unser Produkt verkaufen. Wir
lichen Belgien absolviert. Dort habe ich ver-
machen alles selbst, beziehen die Brillen direkt
sucht, Französisch zu lernen. Das war richtig
Gerade auch, weil sich Ideen in der Gruppe
vom Hersteller und verkaufen sie nur online
hart neben der Arbeit, entsprechend habe ich
potenzieren und Erfahrungen nützlichen
oder direkt. Wir liefern damit die gleiche Qua-
es auch nicht wirklich durchgehalten. Das
Input für das eigene Vorankommen liefern,
lität wie renommierte Hersteller, aber um die
war der Auslöser und ein Mitgrund dafür,
sind Netzwerkveranstaltungen so besonders
Hälfte oder ein Drittel vom Preis. Unsere Bril-
warum ich eine gewisse „Not“ im Lernen von
wertvoll. Hier treffen Menschen aufeinan-
len kosten 60 oder 70 Euro.
Sprachen gesehen habe. Die Richtung, wie es
Zusammen ist man weniger allein
funktionieren könnte, kam mir beim Stöbern
der, vollkommen unterschiedlich und in der Sache doch vereint. Zwei davon haben wir ge-
Wie kam es schließlich zum doch etwas ex-
durch YouTube-Videos, wo ein junger Bur-
troffen. Wir sprachen mit Christoph Fink von
travaganten Namen?
sche versucht hat, mit Hilfe der Community
Naked Optics und Alexander Rietzler von Lin-
Fink: Naja, man muss als junges Start-up
die richtige Aussprache arabischer Wörter zu
guician, der gerade an einer Sprachlern-App
auffallen. Naked Optics ist – fast schon klas-
lernen. YouTube-Videos sind generell extrem
basierend auf Musik arbeitet, über Unterneh-
sisch – beim Fortgehen entstanden. Und dem
populär, besonders Musikvideos. Ich dachte
mertum und ihre persönliche Geschichte.
Namen entsprechend ist auch unser Auf-
mir, Musikvideos könnten ein motivierendes
tritt. Wir zeigen auf den Bildern viel Haut,
Ankerelement sein, von dem ausgehend man
eco.nova: Naked Optics gibt es seit un-
das bringt Aufmerksamkeit und hat uns bis
spielerisch eine Sprache erlernt. Gemeinsam
gefähr drei Jahren. Wie kam es zur Idee, am
in Zeitungen wie die Bild oder die Krone ge-
mit Robert, einem Freund und Mitgründer,
Skibrillenmarkt einzusteigen?
bracht. Anders sein bringt definitiv Publicity.
bin ich gerade dabei, das Unternehmen ent-
Christoph Fink: Flo, Philipp und ich, und
Dafür haben wir auch mit einem professio-
sprechend aufzubauen. Ein Start-up zu grün-
damit quasi das Gründungsteam, sind begeis-
nellen Fotografen zusammengearbeitet.
den war bei ihm immer schon ein konkretes Ziel. Auch ich habe mit der Zeit Interesse da-
terte Skifahrer. Uns jede Saison eine neue Skibrille zuzulegen, ging mit der Zeit ins Geld. Als
Ist der Name„Naked Optics“ also Provoka-
ran entwickelt, aber das Timing hat nie ge-
ich vor ein paar Jahren in Singapur war, habe
tion?
passt. Jetzt ist die Zeit da!
ich über einen Freund den Kontakt zu einem
Fink: Man kann in den Namen hineininter-
Hersteller bekommen, der für große, bekann-
pretieren, was man möchte. Naked Optics – rei-
Wie weit ist die Lern-App bereits
te Marken produziert. Dort habe ich mir für
ne Sicht. Natürlich geht es auch ums gute Se-
fortgeschritten?
den Eigengebrauch für relativ wenig Geld eine
hen, um Brillen, die zu diesem Zweck gemacht
Rietzler: Wir befinden uns gerade in der
No-Name-Brille bestellt und festgestellt, dass
sind, ohne viel Schnickschnack. Und ein klein
Betaphase und sind aktuell einen Schritt über
die Qualität auch dabei richtig gut ist. Nur das
bisschen verkörpert es auch den Mindset des
den Prototypen hinaus. Man kann die We-
Design war es nicht. Dennoch hab ich sie ein
Skilehrers, dem man ja gerne nachsagt, dass er
bApp bereits in mehreren Sprachen testen.
paar Freunden gezeigt und alle waren von der
in manchen Belangen recht locker drauf sei. So
Für beide Lerntypen, visuelle und auditive, ist
Qualität überzeugt. Das Glas ist gewaltig. Al-
gesehen, passt der Name ganz gut.
sie perfekt geeignet. Viele haben das Problem,
so haben wir uns gedacht, daraus ließe sich
dass sie Fremdsprachen, die sie gelernt haben,
mit Sicherheit mehr machen. Wir haben die
Naked Optics ist also ein klein wenig aus der
zwar theoretisch können, sie aber nie wirklich
Brillen ein Jahr lang getestet und schließlich
eigenen Not heraus geboren. War das auch
im Alltag hören oder sprechen. Das Problem
beschlossen, eine eigene Marke daraus zu ma-
bei Linguician der Fall?
ist die fehlende Immersion, Sprachen werden
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eco.nova
promotion
Erfolgsmodell Genossenschaft: Kooperieren und profitieren! Genossenschaften haben eine lange Tradition, doch auch heutzutage wird die Unternehmensform innovativ und zeitgemäß gelebt.
gentümer, zum anderen ebenfalls Nutzer bzw. Kunden. „Das ist eine Besonderheit, denn eigentlich stehen sich diese zwei Positionen im
Der Talmarkt in Matrei in Osttirol ist ein gelungenes Beispiel von Genossenschaftsarbeit.
Wirtschaftsleben gegenüber“, erklärt Wibmer. Ein weiterer Vorteil: Bei der Genossenschaft gibt es kein notwendiges Mindestkapital wie bei einer GmbH. „Außerdem ist die Satzung flexibel gestaltbar und lässt sich so an das jeweilige Vorhaben anpassen“, so Daniel Wibmer. „Diese Flexibilität ist optimal für kooperatives und nachhaltiges Unternehmertum.“
Mitglieder und Region fördern Eine Genossenschaft ist ihren Mitgliedern verpflichtet und muss ihnen einen Vorteil erwirtschaften. Dieser Förderauftrag steht nur vermeintlich in einem Widerspruch zu einem Gewinnstreben: „Denn eine Genossen© TALMARKT MATREI
schaft ist langfristig nur überlebensfähig,
V
wenn sie wirtschaftlich erfolgreich ist – aber sie muss nicht auf Gewinn ausgerichtet sein“, führt Johannes Ortner aus. „Die Tiroler Raiffeisenbanken haben sogar in ihren Statuten festgeschrieben, nicht Gewinne zu maximieor 150 Jahren formulierte Raiffei-
Verschiedenste Vorteile
sen-Gründervater Friedrich Wil-
In ihrer Struktur ist die Genossenschaft an
helm Raiffeisen sein Motto: „Was
das Vereinswesen angelehnt: „Diese Ein-
dem Einzelnen nicht möglich ist, das vermö-
fachheit macht sie als Unternehmensform
gen viele.“ Und bis heute hat die Genossen-
so attraktiv“, sagt Daniel Wibmer von der
schaftsidee nicht an Aktualität und Attrak-
RLB-Stabsstelle Innovative Genossenschaft.
tivität verloren: Österreichweit gibt es rund
„Als Unternehmen ist sie im Firmenbuch ein-
1.600 autonome Raiffeisen-Genossenschaf-
getragen und hat eine Umsatzsteuer-Identi-
ten mit über zwei Millionen Mitgliedern.
fikationsnummer. Zudem ist sie eine äußerst
Neben Kreditgenossenschaften zählen
basisdemokratische Gesellschaftsform.“
Lagerhaus-, Energie-, Wärmeliefer- und
Die Genossenschaft eignet sich besonders,
Milchgenossenschaften zu den klassischen
wenn sich beispielsweise mehrere kleine
Beispielen. Darüber hinaus bietet die Unter-
Unternehmen zusammenschließen, um ge-
nehmensform auch innovative Lösungsan-
meinsam Marketing zu betreiben oder beim
sätze: Moderne Genossenschaften sind unter
Einkauf gemeinsam bessere Konditionen zu
anderem in den Bereichen für erneuerbare
erhalten.
Energieversorgung, regionale Infrastruktur, Wohnen und Pflege im Alter, Crowdfunding
Flexibilität für Unternehmen
oder Car-Sharing zu finden. „Grundsätzlich
„Die Genossenschaft bietet auch eine flexib-
steht dabei nicht das Kapital im Vorder-
le Möglichkeit, mit zahlreichen Eigentümern
grund, sondern vor allem eine gemeinsame
umzugehen, da Mitglieder problemlos ein-
Idee, die mehrere Personen realisieren wol-
oder austreten können“, ergänzt Johannes
len“, erklärt Johannes Ortner, Sprecher der
Ortner. Genossenschaftsmitglieder vereinen
Raiffeisen-Bankengruppe Tirol.
im Prinzip zwei Rollen: Zum einen sind sie Ei-
ren, sondern ihre Mitglieder und die Region zu fördern, zum Beispiel über Sponsoring oder Vereinsförderung.“
NEU GEGRÜNDET – STABSSTELLE INNOVATIVE GENOSSENSCHAFT
Um sich in Zukunft noch mehr im Bereich Genossenschaften zu engagieren, hat die Raiffeisen-Landesbank Tirol AG die Stabsstelle Innovative Genossenschaft gegründet. Sie ist in der Kommunikationsabteilung angesiedelt und soll künftig in enger Zusammenarbeit mit dem Raiffeisenverband Tirol über Genossenschaften und ihre vielseitigen Möglichkeiten informieren.
RAIFFEISEN-LANDESBANK TIROL AG
Mag. Dr. Daniel Wibmer Stabsstelle Innovative Genossenschaft Tel.: 0512/5305-12422 daniel.wibmer@rlb-tirol.at
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erst richtig durch deren Gebrauch erlernt. Das
Nackt ist manchmal einfach lustiger
ist der Grund, warum Babys oder man selbst im Ausland viel rascher lernt. Weil man mit der Sprache dauernd konfrontiert ist, sie hört. Das ist extrem wichtig. Darauf baut unser Anstatz auf.
Rund 200 Teilnehmer waren heuer bei Skinnovation mit dabei. So abwechslungsreich das Programm, so unterschiedlich waren die Start-upper. Von nackten Brillen bis zum Wanderstock war so ziemlich alles dabei. Ein paar zeigen wir Ihnen hier.
Die Selbständigkeit war also bei Ihnen beiden nicht von Anfang an geplant?
Rietzler: Es war im Hinterkopf. Ich habe vor etwa fünf Jahren damit begonnen, mir immer wieder Ideen zu notieren. Mehr aus
➊ ➍
➎
Spaß eigentlich. Letztlich hat es sich aber ergeben. Wir wissen, dass es gerade jetzt ein umkämpfter Markt ist, dennoch sehen wir aufgrund unseres Fokus auf Musik Unternehmen wie Babbel oder andere Online-Sprachkurse nicht als direkte Konkurrenz, wobei wir uns von ihnen natürlich auch einiges ab-
➋
➌
schauen können.
Fink: Bei uns war die Motivation definitiv da, aber die Idee fehlte. Vor allem, weil man oft hört, dass man etwas extrem Innovatives machen muss, um erfolgreich zu sein. Aber ich glaube, am Anfang reicht es, in etwas Bestehendes einzusteigen und es in kleinen Schritten zu verbessern. Das finde ich ganz wichtig, weil man ins Unternehmertum erst hinein-
➊ Linguician, alexander Rietzler
Fremdsprachen lernen mit Musik. Mit dieser WebApp funktioniert’s. Musik hilft dabei, sich Vokabel besser zu merken und gleichzeitig die Aussprache zu lernen. Man wählt aus einem breiten Angebot seine Lieblingsmusik aus, dazu den passenden Lernmodus und los geht’s. Aktuell befindet sich die App in der Betaphase, Testen ist bereits möglich. Die Linguician GmbH wird gefördert durch AWS Impulse XS des BMWFW, abgewickelt durch die AWS, und ist seit Dezember 2016 in das Gründerprogramm des Inncubator aufgenommen. // www.linguician.com
➋ Sweetsticks, Sandra Berghammer & Julian Lösche
Sind wir nicht alle ein bisschen retro? Das Herz der Marke ist der Aluminium-Wanderstock in Holzoptik in zwei verschiedenen Ausführungen, dazu gibt’s leichte und langlebige Skistöcke ... und Stocknägel. Letztere wähnten sich beinahe ausgestorben und waren bei Wanderern eine Zeitlang schon fast uncool. Jetzt kommen sie wieder, vertrieben von Sweetsticks mit originalen Nostalgie- sowie Spaß- und Statementmotiven. Plan ist es, die Stocknägel gemeinsam mit Partnern aus Sport und Tourismus zu Merchandise- und Werbeträgern zu machen. Vor allem für die Stocknägel wurde im Sommer 2016 die Marke Berghammer gegründet. Erhältlich in ausgewählten Tiroler Sportshops oder im Onlineshop. Berg Heil mit Style! // www.sweetsticks.eu
© tom bause (2), Patrick Saringer, Arlberg Photography
➌ Realfits, Diego Murrer & Philip Weihrauch
Workout together. Realfits steht für effektives Outdoortraining mit dem eigenen Körpergewicht, trainiert wird in der Gruppe im Innsbrucker Tivoli. Das Training ist so konzipiert, dass auch unterschiedliche Fitnesslevels miteinander sporteln können. Einfach mal zu kostenlosen Probetraining anmelden ... Seit Kurzem werden auch Firmentrainings für Mitarbeiter angeboten! // www.realfits.at
➍ Teamday, Florian Schuchter
Abenteuer, Erfahrung, Motivation. Sportlich wird’s unter anderem auch bei teamday. Im Zuge verschiedener Events oder Trainings wird – der Name lässt’s erahnen – der Teamgeist gestärkt und gleichzeitig dem Körper Gutes getan. // www.teamday.at
➎ Naked Optics, Christoph Fink
Hochwertige und trendige Brillen zu annehmbaren Preisen in sexy Verpackung. Die Skibrillen sorgen für maximale Sicht, für den Sommer gibt’s Sonnenbrillen aus dunkel lackiertem Bambus mit polarisierenden Gläsern. Fein: Die Brillen schwimmen im Wasser, sollten sie mal im Meer verloren gehen. // www.nakedoptics.net
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eco.nova
wachsen muss, es gibt so viel zu lernen. Um ins Unternehmer-Sein hineinzuschnuppern, tut man sich meines Erachtens leichter, wenn das Produkt nicht zu innovativ ist, weil man mit ganz vielen anderen Dingen beschäftigt ist. Naked Optics ist für uns im Moment noch ein lässiges Hobby, das uns enorm viel Erfahrung bringt. Und: Man kann Cash generieren und sich einen finanziellen Polster aufbauen, um in ein paar Jahren innovativere Projekte zu wagen.
Skinnovation
Skinnovation ist das erste StartupEvent auf Ski. Drei Tage lang finden Workshops und Vorträge auf verschiedenen Skihütten statt. Die rund 200 Teilnehmer sind auf Ski und Snowboard unterwegs und können somit ihr eigenes Konferenzprogramm zusammenstellen. Gepitcht wird nicht im Elevator, sondern im Skilift. An den Abenden findet ein Programm in Innsbruck statt, wie ein Empfang in der Wirtschaftskammer oder Table Talks in zahlreichen Innsbrucker Restaurants mit anschließender Networkingparty in dem Kultur- und Coworking Space „Bäckerei“. Das Abschlussevent, der finale Pitch, führt alle Skinnovatoren noch einmal hoch über den Dächern der Stadt in einen gigantischen Iglu auf der Nordkette zusammen.
eco.zukunft
ECO.MMENTAR
© ANDREAS FRIEDLE
Der unterschätzte Kostenfaktor
werben:rbung Jetzt beu /bewe d e i. c .m www
die unternehmerische hochschule ® I n t e r n a t ion a l s t u die r e n a u f h öc h s t em Niveau BACHELORSTUDIUM BACHELORSTUDIUM B A C H E L O& R SGesellschaft TUDIUM Wirtschaft Wirtschaft & Gesellschaft Betriebswirtschaft Wirtschaft & Gesellschaft Betriebswirtschaft Business Administration Betriebswirtschaft
Logistikexperte Gerhard Walz, MBA Geschäftsführer W7 Solution
Kennen Sie Ihre Transport- und Logistikkennzahlen? Mit großer Wahrscheinlichkeit ist Ihre Antwort „nein“. Und Sie sind damit nicht allein.
E
s gibt kaum einen Unternehmer, der in jedem einzelnen Wirtschaftsbereich über tiefgreifendes Fachwissen verfügt. Das ist im Grunde auch völlig unmöglich. Viele
scheinbare Nebensächlichkeiten gehen im Arbeitsalltag dadurch jedoch unter. Vor allem Inhaber von Klein- und Mittelunternehmen haben schlicht nicht die Zeit, sich eingehend(er) mit ihnen zu beschäftigen, weil das große Ganze wichtiger ist als das Detail. Der Themenbereich Transport und Logistik ist so einer. Der läuft quasi irgendwie mit. In Zeiten, in denen jeder Kostenfaktor analysiert und beinahe jedes Angebot verhandelt wird, wundere ich mich in schöner Regelmäßigkeit, warum das gerade beim Thema Transport nicht passiert. Einige wenige haben eine vage Vermutung darüber, welche Mengen sie pro Jahr transportieren, die große Mehrheit hat nicht einmal das. Das ist kein Vorwurf, sondern eine Erkenntnis aus meiner täglichen Praxis. Dass darin viel Potenzial liegt, ist noch den wenigsten bewusst. Doch ich kann Ihnen aus jahrelanger Erfahrung sagen: Schauen Sie genauer hin, denn wo es viele Anbieter gibt, gibt es in der Regel auch unterschiedliche Kompetenzbereiche ... und Möglichkeiten. Die meisten Unternehmen haben dabei nicht die Ressourcen, um eine eigene Logistikabteilung einzurichten. Der Bereich indes ist ein komplexer, Angebote zu vergleichen oft nicht einfach und die Auswahl des Transportpartners keine einfache, zumal für unterschiedliche Ansprüche genauso unterschiedliche Anbieter in Frage kommen. Den einen für alles gibt es kaum. Ich helfe Ihnen objektiv und unabhängig bei der Organisation, Koordination und Kontrolle Ihrer Transportgeschäfte und damit bei der Optimierung Ihres Transport- und Logistikbereiches – damit Sie den Kopf frei haben für Ihre eigentlichen Aufgaben.
Business Administration Business Administration & Management Business & Management Management, Communication & IT Business & Management Management, Communication & IT Management Recht Management, &Communication & IT Management & Recht Nonprofit-, Sozial& Gesundheitsmgmt. Management & Recht Nonprofit-, Sozial- & Gesundheitsmgmt. Soziale Arbeit Nonprofit-, Sozial- & Gesundheitsmgmt. Soziale Arbeit Tourismus& Freizeitwirtschaft Soziale Arbeit Tourismus- & Freizeitwirtschaft Wirtschaft Tourismus-&&Management Freizeitwirtschaft Wirtschaft & Management Wirtschaft & Management Technologie & Life Sciences Technologie & Life Sciences Bio& Lebensmitteltechnologie Technologie & Life Sciences Bio- & Lebensmitteltechnologie Mechatronik Bio- & Lebensmitteltechnologie Mechatronik Umwelt-, Verfahrens- & Energietechnik Mechatronik Umwelt-, Verfahrens- & Energietechnik Wirtschaftsingenieurwesen Umwelt-, Verfahrens- & Energietechnik Wirtschaftsingenieurwesen Wirtschaftsingenieurwesen MASTERSTUDIUM MASTERSTUDIUM MASTERST DIUM Wirtschaft &UGesellschaft Wirtschaft & Gesellschaft Corporate & Finance* NEU WirtschaftGovernance & Gesellschaft Corporate Governance & Finance* NEU Entrepreneurship & Tourismus Corporate Governance & Finance* NEU Entrepreneurship & Tourismus European Master in&Health Economics & Mgmt. Entrepreneurship Tourismus European Master in Health Economics & Mgmt. International Business & Management European Master in Health Economics & Mgmt. International Business & Management International Health && Social Management Business Management International Health & Social Management Management, Communication & IT International Health & Social Management Management, Communication & IT Soziale Arbeit,Communication Sozialpolitik & -management Management, & IT Soziale Arbeit, Sozialpolitik & -management Strategic Management & Law Soziale Arbeit, Sozialpolitik & -management Strategic Management & Law Strategic Management & Law Technologie & Life Sciences Technologie & Life Sciences Biotechnologie Technologie & Life Sciences Biotechnologie Lebensmitteltechnologie & Ernährung Biotechnologie Lebensmitteltechnologie & Ernährung Mechatronik & Smart Technologies Lebensmitteltechnologie & Ernährung Mechatronik & Smart Technologies Umwelt-, VerfahrensEnergietechnik* NEU Mechatronik & Smart & Technologies Umwelt-, Verfahrens- & Energietechnik* NEU Wirtschaftsingenieurwesen Umwelt-, Verfahrens- & Energietechnik* NEU Wirtschaftsingenieurwesen Wirtschaftsingenieurwesen EXECUTIVE MASTERSTUDIUM EXECUTIVE MASTERSTUDIUM E X E C UManagement T I V E M A S Executive T E R S T U MBA DIUM General General Management Executive MBA International Business MBA General Management Executive MBA International Business MBA Management & Leadership International Business MBA MSc Management & Leadership MSc Internationales & Steuerrecht LL.M. Management & WirtschaftsLeadership MSc Internationales Wirtschafts- & Steuerrecht LL.M. Internationales Wirtschafts- & Steuerrecht LL.M.
ZERTIFIKATS-LEHRGÄNGE Z E R T I F| I COMPACT KATS-LEHRGÄNGE CLASSIC Z K ZE ER R TT II F F| IICOMPACT KA A TT SS -- LL E EH HR RG GÄ ÄN NG GE E CLASSIC CLASSIC | COMPACT MANAGEMENT-SEMINARE MANAGEMENT-SEMINARE MAS NSAGGEESM CE HN NTE-ISDEEM R ITNEATRREA I N I N G S N II N NG G SS M A S S G E S C H N E I D E R T E T R A II N MEACSHSN GIESSCCHHENW E IEDI E RR TE RA T TE BIT LD U INNGI N G S UN NG G TECHNISCHE WEITERBILDU TU EC S CSHCEH O WO E LI T E R B I L D U N G S MHMNEI R NO TE S U M M E R S/ CW HIO L R SCHOOL SUMMER SCHOOL = in englischer Sprache, in Vorbereitung;
= Vollzeit,
= in deutscher und englischer Sprache, = berufsbegleitend;
= in englischer Sprache
= Blended Learning (Online- &
Präsenzmodule); * vorbehaltlich (Änderungs-)Akkreditierung; © Stubaier Gletscher
WEITERE INFORMATIONEN
W7 Solution, Gerhard Walz, MBA office@w7-solution.com, www.w7-solution.com
w w w. m c i . e d u
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Modernste Geräte machen es möglich, dass bis dato tatsächlich noch kein Auftrag nicht machbar war.
Ob Container, Fassaden oder ganze Räume: drucken.tirol bedruckt quasi alles.
Weil Druck nicht gleich Druck ist Werbe-, Kunst- und Textildrucke aller Art oder schlicht ganz normale Geschäftsdrucksorten – es gibt eigentlich nichts, was bei „drucken.tirol“ nicht bedruckt würde. Beeindruckend. // TEXT: TAMARA KAINZ
S
olange der Geschäftsführer Mar-
elle Kundenwünsche ist also eines der Merk-
klebt? Oder das tollste Foto, wenn die Druck-
kus Jordan auch überlegt, ihm
male, mit denen sich das Innsbrucker Unter-
qualität nicht stimmt? Wir haben die besten
fällt tatsächlich kein Auftrag ein,
nehmen von der Billig-Konkurrenz abhebt.
Gerätschaften am Markt und können zum
der für drucken.tirol nicht mach-
Ein weiteres ist die Qualität der Produkte. Die
Beispiel als Einzige die Farben Silber und Gold
bar gewesen wäre. Sie beschriften und bekle-
ist nämlich durchwegs hochwertiger als bei
drucken, ohne sie nur aus der CMYK-Palette
ben einfach alles. Swimmingpools, Gondeln,
den Mitbewerbern, versichert Jordan: „Was
zusammenzumischen. Damit bedienen wir
Mülleimer, alles! Das Eingehen auf individu-
nützt die schönste Folie, wenn sie nicht richtig
zugleich eine Nische.“
68
eco.nova
eco.zukunft
Die Geschäftsführer Lisa Sailer und Markus Jordan kennen sich aus, wenn’s ums Drucken geht.
brucker Dörrstraße auch erst zwei Jahre alt.
ler Ansprechpartner sein. Was Drucke und
Das Internetgeschäft ist gut – ja sogar besser
Drucksorten angeht, sind wir mit unserem
als erhofft – angelaufen und macht bereits
umfangreichen Angebot sicher ganz vorne
rund 15 Prozent des Gesamtumsatzes aus.
dabei.“ Um den eingeschlagenen Weg der
Schon in wenigen Jahren werden es 50 Pro-
Nachhaltigkeit zu unterstreichen, soll dem-
zent sein, hofft Jordan.
nächst ein Elektroauto angeschafft werden,
Über den neuen Onlineshop lassen sich Bil-
das bei Autobeschriftungen als Servicewa-
Der 43-Jährige kennt sich aus. Immerhin
der, Rahmen, Displays, Plakate, Banner, Auf-
gen dienen wird. Wobei Autobeschriftun-
ist er schon mehr als die Hälfte seines Le-
kleber, T-Shirts und Co. rasch und unkompli-
gen für drucken.tirol noch zu den leichteren
bens in seiner „geliebten Branche“, dem
ziert (und günstiger) erstehen. Jordan sieht
Übungen gehören.
Druckereigewerbe, tätig. Um die grafische
hier unter anderem die Chance, das Geschäft
Komponente kümmert sich Lisa Sailer. Sie
mit den etwas ausgefalleneren „Rahmenge-
ist der kreative Kopf im Unternehmen. Das
schichten“ zu forcieren. Hinter Plexiglas im
Von der Gondel bis ins Palais Taxis
gebündelte Know-how der beiden garan-
Schattenfugenrahmen oder als Keilrahmen-
Zu den Standardaufträgen gesellen sich
tiert dem Kunden quasi ein Rundumpaket.
bilder kommen Urlaubserinnerungen und
immer wieder auch schwierige und nicht
Er bekommt alles aus einer Hand: Von der
Familienfotos eben noch besser zur Geltung.
ganz alltägliche Einsätze. Ob die grafi-
grafischen Planung über die Umsetzung bis
„Schnelle Bearbeitung, blitzschneller Ver-
sche Gestaltung des Außenauftritts von 20
hin zum Druck. Wiederum ein Aspekt, der
sand“, verspricht der Chef obendrauf. Für
Deutschland-Filialen des Wall Street Insti-
drucken.tirol ein Stück weit von anderen
ihn ist der Onlinehandel kein Neuland. Auch
tutes, Poolbeschriftungen mittels besonders
unterscheidet. „Länge mal Breite mal Preis
das gesamte Merchandising der Swarco Rai-
wasserresistenten Spezialklebefolien, das
kann jeder. Und große Internetdruckereien
ders Tirol liegt im Zuständigkeitsbereich von
Branden von Gondeln in Sölden, die opti-
mögen da oder dort wahrscheinlich etwas
drucken.tirol. Die Fanartikel werden schon
sche Veredelung der Mülleimer am Golfplatz
günstiger sein. Dafür realisieren wir auch
länger sehr erfolgreich über das Internet
Innsbruck-Igls oder gar Künstlerisches wie
Sonderanfertigungen wie den großflächi-
(www.raidersshop.at) vertrieben. Dabei wur-
ein grafisch aufwändig ausgestalteter Raum
gen Hinterglasdruck an der Fassade der Mc-
den Erfahrungen gesammelt.
im Palais Taxis – Jordan und sein sechsköpfi-
Geballtes Know-how
Donald‘s-Filiale in Schönberg, die vom Tou-
ges Team stellen sich (fast) jeder Herausfor-
rismusverband Stubai gebrandet wurde“,
100 Prozent made in Tirol
betont Jordan. drucken.tirol punktet außer-
Online oder offline: Verlässlichkeit und
wenn es sein muss, sondern täglich selbst im
dem damit, dass auch Kleinstmengen geor-
Qualitätsbewusstsein werden großgeschrie-
Betrieb mit: „Das ist zwar nicht immer von
dert werden können und jeder Auftrag mit
ben. Das spiegelt sich nicht nur in der Aus-
allen gerne gesehen“, schmunzelt er, „aber
einem hohen Maß an persönlichem Service
führung wider. Jordan legt ebenso viel Wert
erstens tue ich es gerne und zweitens habe
abgewickelt wird, auf Wunsch auch bei Be-
darauf, dass die verwendeten Materialien
ich so alles besser unter Kontrolle.“ So rockt
stellungen im Onlineshop.
und alles für die Abwicklung der Aufträge
der 43-Jährige – übrigens durchaus auch von
Benötigte wenn möglich hierzulande be-
der Erscheinung her – mit drucken.tirol eine
zogen werden: „Wir werden zu 85 Prozent
alteingesessene Branche. Auf diesem Markt
Der Onlineshop wurde Ende vergangenen
von Tiroler Unternehmen beliefert. Mit
trotz Sättigung und Dumpingpreisen einen
Jahres eingerichtet und soll verstärkt den
dem Argument der Regionalität will ich
Neustart zu wagen, hätte sich wohl nicht je-
Endverbraucher ansprechen. Bisher konzen-
künftig noch mehr heimische Firmen an-
der getraut. Aber etwas atypisch zu agieren,
trierte sich Jordan eher auf den B2B-Bereich.
locken. Man kann auch online in Tirol ein-
ist nun mal genau Jordans Style.
Allerdings ist die Firma mit Sitz in der Inns-
kaufen und genau dafür wollen wir loka-
// www.drucken.tirol
Kein klassischer Onlineshop
derung. Dabei arbeitet der Chef nicht nur
eco.nova
69
© ANDREAS FRIEDLE
eco.zukunft
Weges. Am Anfang braucht es eine innovative Idee, die mit intensiver Forschungsarbeit experimentell zweifelsfrei bestätigt werden muss, dann braucht es Industriepartner, die von diesem validierten Medizinkonzept begeistert werden können und investieren wollen – die größte Hürde –, und erst dann bekommt man diesen Matching-Fund in Form eines CDLabors zusammen mit einer schönen Eröffnungsfeier. Natürlich muss man weiterhin alles geben, man möchte ja seinen Industriepartner, seine Teammitglieder im CD-Labor und die Christian-Doppler-Forschungsgesellschaft nicht enttäuschen, aber diesen vollen Einsatz ist man als Forscher generell gewohnt.
ALEXANDER MOSCHEN: Ich sehe das ähnlich wie Gottfried. Als Grundlagenwissenschafter sind wir daran interessiert, herauszufinden, wohin uns die medizinische Zukunft führen wird. Das macht keinen Druck, das ist
Zwei, die sich schätzen Forschung und Wirtschaft, Grundlage und Anwendung, Gottfried Baier und Alexander Moschen. // TEXT: MARINA KREMSER
Z
unser innerster Antrieb. Ich vergleiche unsere Arbeit gerne mit dem Sport: Wenn man Rennen fährt, will man auch nicht auf den zehnten Platz fahren, sondern Erster sein. Das funktioniert manchmal und manchmal funktioniert es nicht. Das ist im Labor nichts anderes. Wir versuchen, gute Wissenschaft zu machen, primär nicht mit der Intention, uns selbst zu profilieren, sondern um – in unserem Fall – das Feld der Biologie zu verstehen und weiterzubringen, und zwar im Sinne der Biologie und der Patienten. Das ist ein schöner Beruf. Und wenn man dann ganz oben auf einen der Preisränge fährt, dann ist das erfreulich. Doch um zu forschen, braucht es Geld. Das CD-Modell ist für uns sehr attraktiv, weil es ei-
u Jahresbeginn wurden an
Wochen auch mit Kögerler saßen. Und wieder
der Medizinischen Universität
wurde es ein sehr entspanntes, launiges Ge-
Jahren lässt sich viel erreichen.
Innsbruck zwei neue Christi-
spräch. Man merkt: Die beiden können mitei-
BAIER: Als Forscher in einem CD-Labor will
nander.
man nicht nur am akademischen Stockerl
an-Doppler-Labors eröffnet – die erste Doppeleröffnung in Österreich überhaupt. In der
ne längerfristige Perspektive bietet. In sieben
stehen. Man muss vor allem Neuland betre-
letzten Ausgabe sprachen wir darüber mit
ECO.NOVA: Um ein Christian-Doppler-La-
ten. Terra incognita, auch wenn es riskant ist.
Univ.-Prof. Dr. Reinhart Kögerler, Präsident
bor bewilligt zu bekommen, muss einerseits
Das klingt ambitioniert, aber ich spüre, dass
der Christian-Doppler-Forschungsgesell-
der konkrete Bedarf eines Unternehmens
ich meine Existenz als Forscher und die mei-
schaft, dieses Mal trafen wir die beiden Labor-
an Wissen und Know-how aus der anwen-
nes Teams damit rechtfertigen kann, einen
leiter zum Gespräch. Univ.-Prof. Dr. Gottfried
dungsorientierten Grundlagenforschung
Beitrag dazu zu leisten. Langweilig finde ich
Baier ist verantwortlich für das CD-Labor für
bestehen, andererseits braucht es die Be-
diese Me-too-Forschung, die ohne mechanis-
pharmakologische Krebsimmuntherapie, das
reitschaft eines Wissenschafters, sich die-
tische Arbeiten weiterhin an der Oberflä-
in den kommenden sieben Forschungsjahren
sem unternehmerischen Bedarf langfristig
che kratzt und bereits Bekanntes nur erneut
mit rund 2,2 Millionen Euro gefördert wird; As-
zu öffnen. Und: Der Wissenschafter muss
bestätigt. Damit kommt man nicht weit. Es
soz.-Prof. PD Dr. Alexander Moschen für jenes
dabei garantieren, stets am internationa-
ist viel mehr der Anspruch, first in class zu
für Mukosale Immunologie, das insgesamt
len wissenschaftlichen Stand zu sein. Zwei-
sein. Das ist innovativ, mutig und wenn es
rund 800.000 Euro erhält. Jeweils die Hälfte
fellos ist es eine hohe Auszeichnung, ein
dann auch klappt ... cool. Das war für mich
der Fördergelder kommt dabei aus der öffent-
solches Labor zu bekommen, es geht dabei
auch der spezielle Anreiz der Christian-Dopp-
lichen Hand. Mit den neuen CD-Labors gibt es
aber auch um viel Geld. Wie sehr erhöht das
ler-Forschungsgesellschaft-Ausschreibung:
an der Medizinischen Universität Innsbruck
den Druck, Ergebnisse liefern zu müssen,
Man muss etwas gänzlich Neues finden, wo-
nun insgesamt vier dieser anwendungsorien-
wovon in der Forschung naturgemäß nicht
für ein international führendes Unterneh-
tierten Forschungsprojekte – und das inner-
von vornherein ausgegangen werden kann?
men bereit ist, sehr viel Geld zu investieren.
halb von zwei Jahren.
GOTTFRIED BAIER: Nein, Druck spüre ich
Wir trafen Moschen und Baier in dessen Büro,
überhaupt nicht. Für mich ist das CD-Labor
Forschung bringt nicht immer sofort Ergeb-
genau jenem Platz, an dem wir vor ein paar
viel mehr das Sahnehäubchen eines langen
nisse. Es braucht Geduld, oft neue Ansätze.
70
eco.nova
eco.zukunft
„ALS GRUNDLAGENWISSENSCHAFTER MÖCHTEN WIR HERAUSFINDEN, WOHIN UNS DIE MEDIZINISCHE ZUKUNFT FÜHREN WIRD.“ Assoz.-Prof. PD Dr. Alexander Moschen
Grundlagenforschung ist in der breiten Öffentlichkeit generell ein schwieriges Thema. Wie erklärt man den Menschen diese Arbeit?
MOSCHEN: Ich sehe es als grundlegende Aufgabe von uns Forschern, komplexe Inhalte derart zu verpacken, dass die Botschaft, die dahintersteht, verständlich für die Allgemeinheit ist. Abgesehen vom Erkenntnisgewinn
Wie lässt es sich auf einem Gebiet arbeiten,
lenstreit mit der klassischen Krebsforschung.
hat Grundlagenforschung für mich ganz viele
wo Scheitern quasi zum Beruf gehört?
Als ich als Junger die ersten Vorträge zum
Aufgaben: Wir arbeiten im Team mit jungen
MOSCHEN: Als ich begonnen habe, im
Thema Krebs als Immunkrankheit gehalten
Leuten, die wir aus dem Studium handver-
Labor zu arbeiten, hat mein Mentor gemeint,
habe, wurde ich belächelt. Sehr belächelt so-
lesen aussuchen. Deren Verstand und deren
als Forscher brauche man vor allem eine ho-
gar. Heute lächelt keiner mehr. Im Gegenteil,
Zugang zu Problemen wird ganz anders ge-
he Frustrationstoleranz. Heute sehe ich das
heute lächle ich. Es geht um den Fokus und es
schult, weil sie lernen, an ein (wissenschaftli-
ein wenig differenzierter. Mit zunehmender
braucht Selbstvertrauen, um zu sagen: Ich bin
ches) Problem heranzugehen. Es geht um die
Erfahrung fängt man ja nicht bei null an, Ri-
mir sicher, ich glaube daran, auch wenn die
Erarbeitung von Lösungsstrategien. Wenn
siken werden etwas kalkulierbarer, doch ich
anderen zweifeln. Es geht um den Willen und
man diese Thematik in ihrem Grundsatz ver-
kann Gottfried nur zustimmen: Das Schönste
die Konsequenz und ums Durchhalten.
standen hat, lässt sich das auf alle Bereiche im Leben übertragen. Das sind die Leute, die
für einen Forscher ist es, wenn er mit seiner Forschung etwas bewirken kann. Aber selbst
Macht es für Sie einen Unterschied, ob Sie
morgen diejenigen sind, die kritisch denken.
wenn bestimmte Fragenstellungen manch-
Forschung im universitären Umfeld betrei-
Das Studium wird in vielen Bereichen kom-
mal nicht gelöst werden können, so ist die
ben oder für die Industrie?
plett verschult. Die Studenten sitzen in Vor-
Arbeit niemals vergebens. Diese Arbeit kann
BAIER: Wir forschen nicht für die Industrie,
lesungen, bekommen Themen vorgetragen
die Grundlage für etwas anderes sein. Das
wir möchten ihr mit unseren Erkenntnissen
und niemand muss sich damit auseinander-
habe ich als Student oft nicht ausreichend zu
helfen, bessere Therapieverfahren für die
setzen, woher die Informationen überhaupt
würdigen gewusst. Ich unterrichte selbst und
Klinik zu entwickeln. Ich bin Grundlagenfor-
kommen. Wenn man im Labor arbeitet, ist
versuche heute dieses Bewusstsein an meine
scher und frei in Gedanken. Das ist mir wich-
man derjenige, der diese Informationen selbst
Studenten weiterzugeben. Das finde ich ex-
tig. Der Ehrgeiz ist, eine Idee derart weiter-
produziert. Das ist ein riesiger Unterschied.
trem wichtig. Folgeprojekte ergeben sich in
Hochschulreife bedeutet für mich, einen kri-
der Regel immer aus Vorprojekten.
tischen Verstand zu schulen, und der schadet
BAIER: Ich sage meinen jungen Kollegen
in der heutigen Zeit sicher nicht.
und auch mir selbst immer wieder: Es ist
Ich versuche meinem Team Anleiter zu sein,
nicht schwer, als Forscher Erfolg zu haben,
der den Leuten viel Freiheit gibt. Ich möchte
weil wir noch sehr wenig wissen. Ich schätze,
nicht jedes Experiment vorgeben. Man soll
uns als Menschheit sind rund fünf Prozent
auch Fehler machen dürfen. Daraus lernt
der Humanbiologie bekannt. Das heißt im
man oft mehr als aus Erfolg. So ist das Le-
Umkehrschluss, 95 Prozent sind uns noch
ben – es besteht bekanntlich nicht nur aus
unbekannt. Wenn ich als Forscher also die
Erfolgen.
Komfortzone des Laboralltags verlasse und
BAIER: Diese Mentorenschaft ist etwas Tol-
mich konsequent und fokussiert auf das Un-
les. Auch ich plane die Experimente nicht ins
terfangen einlasse, finde ich garantiert etwas Neues. Schön ist es, wenn es auch etwas Lohnendes ist. Ich unterhalte mich darum oft mit Klinikern, welche Themen für sie besonders relevant sind. Wir Grundlagenforscher verlieren uns nämlich gerne im Detail. Und es ist doch besser, wenn man ein Problem
„ALS FORSCHER IN EINEM CD-LABOR WILL MAN NICHT NUR AM AKADEMISCHEN STOCKERL STEHEN. MAN MUSS NEULAND BETRETEN.“ Univ.-Prof. Dr. Gottfried Baier
löst, das schon existiert, und nicht erst ein
Detail, weil im Team oft die viel besseren Ideen entstehen. Die nachkommende Generation soll ja besser werden. Sie haben eine ausgezeichnete Ausbildung und bekommen zusätzlich unseren Input aus der Praxis. Sie sind die next generation. Als Forscher muss man aus seinem Elfenbeinturm hinausgehen und den Leuten vermitteln, dass Forschung gut
Problem suchen muss für die Erkenntnisse,
zuentwickeln, dass ein Industriepartner – in
ist und Geld braucht. Ich verstehe, dass Geld
die man gewonnen hat.
meinem Fall Big Pharma – darauf aufspringt
allgemein knapp ist, dennoch halte ich die
MOSCHEN: Da stimme ich voll und ganz zu.
und sie in der Praxis umsetzen möchte. Ich
Forschung hierzulande für dramatisch unter-
Es gibt einen Spruch in der Forschung: Ideas
sehe das wie einen Staffellauf. Man hat eine
dotiert. Österreich ist dabei, seinen Vorsprung
are cheap. Ideen kann man viele haben, auf
Idee, validiert diese und in einer Partner-
zu verlieren. Mit den CD-Labors haben wir ein
die Umsetzung kommt es an. Unsere Aufgabe
schaft mit der Industrie bringt man sie zur
gutes Signal gesendet, um zu zeigen, wie gut
als Gruppenleiter ist es, zu sagen, auf welches
Anwendung. So kann man als Forscher nicht
unsere Forschung ist. Wir sind hier weltweit
Pferd wir setzen. Man muss fokussiert blei-
„nur“ gut akademisch publizieren, sondern
ganz vorne mit dabei! Nun müssen wir uns als
ben, sonst will man zu viel auf einmal und ist
seine Konzepte auf das Niveau einer klini-
Forscher die Zeit nehmen und den Leuten un-
viel zu weit weg vom eigentlichen Thema.
schen Prüfung heben. Ich arbeite also nicht
sere Arbeit besser erklären, Meinungsbildung
BAIER: Vor 20 Jahren haben die ersten For-
für die Industrie, sondern ich versuche ein
betreiben und aufzeigen, dass wir mit unserer
scher begonnen, Krebs als eine Immunerkran-
guter Ideengeber zu sein. Das ist ein Ping-
Forschung „made in Tirol“ ernsthaft die Chan-
kung zu verstehen. Es entflammte ein Schu-
pongspiel, ein echtes walking together.
ce haben, die Welt zu verbessern.
eco.nova
71
© UNI INNSBRUCK
eco.zukunft
Universität trifft Wirtschaft
R
Ohne Forschung keine Entwicklung: Die Wirtschaftsfakultäten der Universität Innsbruck sorgen mit ihrer Forschung seit Jahren immer wieder für internationale Aufmerksamkeit.
enommierte Forschung und
mer und Markus Walzl am Institut für
Was sind Vertrauensgüter?
entsprechende Forschungs-
Wirtschaftstheorie, Wirtschaftspolitik und
Von Vertrauensgütern sprechen Ökonomen
stätten, also Universitäten, sind
Wirtschaftsgeschichte werden sich gemein-
in Märkten, in denen Kunden schlechter über
heute für jeden Standort, der die aktuellen He-
sam mit Vertrauensgütern, Anreizen im Fi-
ihre eigenen Bedürfnisse Bescheid wissen
rausforderungen meistern und sich weiterent-
nanzsystem und dem wirtschaftlichen Ver-
als die Anbieter der Produkte. Beispiele sind
wickeln will, unerlässlich. Doch es ist gerade
halten des Menschen befassen. „Wir wollen
Gesundheit, Reparaturen oder Finanzdienst-
die Forschung, die im Bewusstsein der breiten
zum Beispiel untersuchen, wie unterschiedli-
leistungen. „Für einen Kunden ist es oft
Bevölkerung erst ihren Platz finden muss. Da-
che Anreiz- und Entlohnungssysteme Betrug,
schwierig einzuschätzen, ob eine bestimmte
bei passiert in Tirol wahnsinnig viel, das auch
Risikoverhalten und Markteffizienz beein-
Reparatur wirklich nötig ist, welche medizini-
international Anerkennung findet. Kürzlich
flussen und wie persönliche Eigenschaften,
sche Behandlungen am besten geeignet sind
hat der Wissenschaftsfonds FWF etwa die
soziale Normen und Statusdenken mensch-
oder ob Risiken von Anlageprodukten richtig
Einrichtung eines neuen Spezialforschungs-
liches Verhalten und die Marktergebnisse
dargestellt werden“, sagt Kirchler. Sie müssen
bereichs zur Erforschung des wirtschaftlichen
steuern“, erklärt der Sprecher des neuen Spe-
deshalb darauf vertrauen, dass die Anbieter
Verhaltens von Menschen an der Universität
zialforschungsbereichs, Michael Kirchler. Zur
ihren Informationsvorteil nicht ausnutzen.
Innsbruck genehmigt. In den nächsten vier
Untersuchung dieser Fragen kombinieren die
Kirchler: „Ein Problem dabei ist, dass die In-
Jahren stehen dafür rund 3,5 Millionen Euro
Innsbrucker Wirtschaftswissenschaftler
formationsasymmetrien auf Märkten für
zusätzlich für die experimentelle Wirtschafts-
theoretische Modellierungen mit Laborexpe-
Vertrauensgüter zu Betrug, Ineffizienzen und
forschung zur Verfügung.
rimenten und Feldstudien. Das rund 25 Köp-
zu mangelhaften Leistungen für Kunden
Die Forschungsgruppen um Michael Kirch-
fe umfassende Expertenteam wird durch die
führen können, wie beispielsweise die letzte
ler und Jürgen Huber am Institut für Ban-
FWF-Förderung um 12 Personen erweitert
Finanzkrise gezeigt hat.“
ken und Finanzen, von Loukas Balafoutas
und damit zu einer der weltweit größten und
Mit ihren Untersuchungen geben die Inns-
und Matthias Sutter am Institut für Finanz-
führenden Forschungsgruppen auf diesem
brucker Forscher grundlegende Einblicke
wissenschaft sowie von Rudolf Kerschba-
Gebiet anwachsen.
in das Funktionieren von alltäglichen Ver-
72
eco.nova
eco.zukunft
trauensgütermärkten und zeigen auf, wie individuelles Verhalten, Anreizstrukturen und der institutionelle Rahmen auf diesen Märkten zusammenspielen. Die Ergebnisse liefern aber auch ganz konkrete Einsichten für Politik und Regulierungsbehörden, wie Vertrauensgütermärkte besser organisiert werden können. Eine ganz neue Perspektive erwarten sich die Forscher auch auf Märkten für Finanzberatung und Fondsmanagement, die seit der Finanzkrise unter starker Kritik stehen.
AKADEMISCHE FORSCHUNG ERÖFFNET NEUE EINSICHTEN IN NATUR UND GESELLSCHAFT, SEHR OFT ENTSTEHEN DABEI AUCH KONKRETE IDEEN FÜR DIE PRAXIS. IN TIROL FALLEN DIESE AUF BESONDERS FRUCHTBAREN BODEN. DAS ZEIGT DIE GROSSE ZAHL VON SPIN-OFFS DER UNIVERSITÄT INNSBRUCK. SIE IST ÜBER DIE UNI-HOLDING BEREITS AN 14 KOMMERZIELL AUSGERICHTETEN UNTERNEHMEN ZUR ENTWICKLUNG UND VERMARKTUNG VON ERGEBNISSEN BETEILIGT.
Von der Uni in die Wirtschaft
ternehmensbeteiligungsgesellschaft mbH
nehmen in der Aufbauphase bereits über 50
Akademische Forschung eröffnet viel-
ist ein Unternehmen, das sich an kommer-
neue Arbeitsplätze geschaffen. „Neben For-
fach neue Einsichten in Natur und Ge-
ziell ausgerichteten Spin-offs der Univer-
schung und Lehre zählt der Wissenstrans-
sellschaft. Um dieses Potenzial zu nutzen,
sität Innsbruck beteiligt. Derzeit umfasst
fer zu unseren zentralen Aufgaben. Dazu
muss Wissen auch in die Wirtschaft getra-
das Portfolio 14 Unternehmen aus IT, BWL,
gehört unter anderem auch die kommer-
gen werden. Die im letzten Jahr gegründete
Geographie, Chemie und Umwelttechnik:
zielle Verwertung von neuen Erkenntnis-
Transferstelle Wissenschaft – Wirtschaft –
die Textilspezialisten Acticell und Texible,
sen und Technologien. Wir wollen unsere
Gesellschaft (www.uibk.ac.at/transferstel-
die Software-Unternehmen Airborne Hy-
Forscherinnen und Forscher von der Idee
le) hat sich genau das zur Aufgabe gemacht:
dro Mapping Software, Laserdata, Onlim,
bis zum Aufbau des Unternehmens optimal
Die Universität in Richtung Unternehmen
QE LaB Business Services, Txture, WeMatch,
unterstützen“, sagt Rektor Tilmann Märk.
zu öffnen. Doch auch während Forschungs-
2PCs, GRID-IT, Hydro-IT, die Umwelttech-
„Dazu haben wir bereits 2008 eine Beteili-
projekten selbst entstehen oft konkrete
nik-Firmen BioTreat und Bio4Gas sowie
gungsgesellschaft gegründet, die Neugrün-
Ideen für die Praxis. In Tirol fallen diese auf
den Faserspezialisten superTex. An jeder
dungen begleitet und den Unternehmen ein
besonders fruchtbaren Boden. Das zeigt die
der Gesellschaften hält die Universität eine
aktives Beteiligungsmanagement bietet“,
große Zahl von Spin-offs der Universität
Minderheitsbeteiligung zwischen fünf und
ergänzt Anke Bockreis, die für die Uni-Hol-
Innsbruck. Die Universität Innsbruck Un-
16 Prozent. Insgesamt haben diese Unter-
ding zuständige Vizerektorin.
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eco.nova
73
Geld
Niemand kann die nächsten 36 Jahre vorher sagen, die nächsten 36 Monate oder noch nicht einmal nur die nächsten 36 Tage. Die Realität hält sich an keine Szenarien und Zinsen stei
Finanzieren & Versichern
gen nicht schnurgerade nach oben wie an ei ner Linie gezogen. Das ist aber kein Nachteil. Eine ungewöhnliche Marktbewegung und ein geschickter Manager können die Performance aufbessern. Durch Beimischung anderer An leiheklassen – zum Beispiel Inflationsanleihen – kann der Ertrag zusätzlich gesteigert wer den. So gesehen müssen sich Anleihegläubiger langfristig nicht vor steigenden Zinsen fürch ten. Die eigentliche Gefahr ist die schleichende Enteignung durch Inflation. Wohin die Zinsen langfristig gehen, ist jedoch nicht nur für Bondinvestoren interessant. Wenn der neue US-Präsident erfolgreich ist und Wachstum und Inflation tatsächlich an ziehen, ist das auch für die Aktienmärkte von Vorteil. Doch würden höhere Zinsen die in vie len Bereichen schon gut bewerteten Aktien märkte nicht unter Druck setzen?
Bald Schluss mit den Nullzinsen?
Laut einer gängigen These greifen Investoren
I
Zinsen sind, gepaart mit solidem Wirtschafts
weniger stark bei Aktien zu, wenn sie bereits ordentliche Erträge mit dem geringen Risiko von sicheren Anleihen erhalten. Diese Gefahr existiert, ist aber noch weit weg. Zusammen gefasst lässt sich sagen: Gemächlich steigende
m Jahr 1981 erreichten die Spannungen
leihenportfolio der Schoellerbank Vermögens
wachstum, eine gute Mischung für Aktionäre.
zwischen dem Westen und der Sowjet
verwaltung eine durchschnittliche Performan
Anleihegläubiger sollten weniger die Gefahr
union einen Höhepunkt. Der Nahe Osten
ce von 5,3 Prozent pro Jahr. Das waren also
kurzfristiger Verluste durch steigende Zinsen
befand sich in Aufruhr und im Weißen Haus
durchaus noch „silberne Jahre“ für die Bond
fürchten, sondern vielmehr die schleichende
hatte gerade ein Mann das Präsidentenamt
märkte. Anleger, die von Anfang an dabei wa
Enteignung durch Inflation.
übernommen, den viele für völlig ungeeignet
ren, haben mit einer reinen Bondstrategie ihr
hielten. Sein Name war Ronald Reagan.
Vermögen mehr als verdreifacht.
Fazit
Für Investoren ist 1981 noch aus einem ande
Inzwischen schreiben wir das Jahr 2017. Die
Die Vermögensverwaltung der Schoellerbank
ren Grund bedeutend: Die Zinsen von zehnjäh
Spannungen zwischen Russland und dem
gibt keine Prognosen ab und es wäre auch ge
rigen US-Staatsschuldverschreibungen hatten
Westen sind wieder hoch, der Nahe Osten
fährlich, auf eine Wiederholung der Geschichte
mit 15,84 Prozent einen absoluten Höchststand
versinkt im Chaos und der jüngst vereidigte
zu setzen. Aus heutiger Sicht sind die Aktien
erreicht. Für Anleiheinvestoren begannen „gol
US-Präsident ist höchst umstritten. Doch hin
märkte schon gut bewertet. Die US-Wahl hat
dene Zeiten“, obwohl das zu diesem Zeitpunkt
sichtlich der Zinslandschaft wiederholt sich
hohe Erwartungen hervorgerufen: Steigendes
angesichts einer Inflationsrate von 15 Prozent
die Geschichte ganz und gar nicht. Die Zinsen
Wachstum und sinkende Steuern wurden in
keineswegs eindeutig war. Von nun an sank
sind so niedrig wie noch nie.
Aussicht gestellt. Doch ob die Pläne der neuen US-Administration das Wachstum antreiben
die Inflation, die Realzinsen (Anleihezins ab züglich Inflation) stiegen an. In den kommen
Folgt nach einer langen Periode fallender nun
können oder am Ende nur den Schuldenberg
den 36 Jahren erwirtschaftete man mit zehn
eine neue Ära steigender Zinsen?
anwachsen lassen, darüber streiten sich die
jährigen US-Staatsanleihen einen Ertrag von
Die „Altlasten“ in Form von hohen Schulden
Experten. Erfahrene Investoren wissen: Über
durchschnittlich 8,5 Prozent pro Jahr!
ständen machen es unwahrscheinlich, dass die
zogene Erwartungen münden oft in einer
Die Schoellerbank Vermögensverwaltung gibt
Zinsen langfristig auf ähnlich hohe Raten stei
Enttäuschung. Doch das ändert nichts daran,
es zwar noch keine 36 Jahre, sie kann aber auf
gen könnten wie vor 36 Jahren. Während fal
dass Aktien für den realen Kapitalerhalt unver
24 Jahre Echtdaten zurückblicken. Die Zeiten
lende Zinsen von den Finanzmärkten begrüßt
zichtbar bleiben. Ein international aufgestelltes
von zweistelligen Zinsen waren im Jahr 1993,
werden – erleichtern sie doch die Schulden
Aktienportfolio ist langfristig die beste Waffe
dem ersten Jahr der Vermögensverwaltung
aufnahme und steigern das Wachstum –, sind
gegen die Inflation. Aber auch auf Schuldtitel
nach ihrer Gründung 1992, schon lange vorbei.
steigende Zinsen eine Belastung. Das betrifft
muss nicht vollständig verzichtet werden. Da
Die Zinsen deutscher Staatsanleihen standen
nicht nur Kredite, die variabel verzinst sind.
bei sollte auf eine mittlere Restlaufzeit von vier
damals bei etwa 7 Prozent und sanken in den
Bei Staaten und Unternehmen ist es üblich,
bis fünf Jahren und auf qualitativ hochwerti
Folgejahren im Schnitt um etwa ein Viertel
auslaufende Kredite zu aktuellen – dann also
ge Schuldner gesetzt werden. Ein Zusatzertrag
Prozent pro Jahr. Im Jahr 2016 erreichten sie
höheren – Zinsen zu prolongieren. Zu schnell
ist mit inflationsgeschützten Anleihen und
die Nulllinie. Seit Beginn erzielte das reine An
dürfen die Zinsen also nicht ansteigen.
Fremdwährungsbonds zu erzielen.
74
eco.nova
// Quelle: Schoellerbank Analysebrief Nr. 313, Autor: Mag. (FH) Jakob Frauenschuh, CFA
eco.geld
VIELVERSPRECHEND
D
ie österreichische Wirtschaft hat im Laufe des Jahres 2016 deutlich an Dynamik gewonnen und befindet sich zu Jahresbeginn 2017 auf einem stabilen Wachstums
pfad. Die Investitionstätigkeit war vergangenes Jahr neben dem privaten Konsum die wichtigste Konjunkturstütze. Die Abschwä chung der Investitionsdynamik gegen Jahresende wird durch die Verbesserung der Exportaussichten kompensiert, sodass die Aussichten für die Industrie weiterhin sehr günstig sind. Die gute Beschäftigungslage stützt trotz anziehender Inflation weiterhin den privaten Konsum. Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) erwartet im Rahmen ihrer vierteljährlichen Kurzfristprognose für die ersten beiden Quartale 2017 ein Wachstum des realen BIP von 0,6 bzw. 0,5 Prozent (jeweils zum Vorquartal). Die Prognose für das erste Quartal wurde damit gegenüber der letzten Veröf fentlichung im November 2016 um 0,1 Prozentpunkte nach oben revidiert.
Ihr neuer Partner in Sachen Recht Fundierte Beratung & Repräsentation
Die Aussichten für die Weltwirtschaft werden derzeit vom Start der neuen USRegierung dominiert. Den angekündigten protekti onistischen Maßnahmen stehen fiskalische Impulse gegenüber, sodass die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft derzeit schwer einschätzbar sind. Der USEinkaufsmanagerindex ISM (Institute for Supply Management) sowie weitere Stimmungsindikatoren deuten an, dass USUnternehmen die politischen Entwicklungen eher positiv werten. Die Stimmungsindikatoren für Europa zeich nen indes ein differenziertes Bild. Trotz des bevorstehenden Bre xit zeigen die Ergebnisse des IFOIndex einen zunehmenden Op timismus der deutschen Unternehmen.
NICE TO KNOW
FALSCHGELD IN ÖSTERREICH Die Anzahl der aus dem Banknoten-Umlauf in Österreich sichergestellten Fälschungen verringerte sich im Jahr 2016 deutlich um 15,6 Prozent auf 12.234 Stück. Damit entstand im vergangenen Kalenderjahr ein Schaden von insgesamt 768.515 Euro. Unter den in Österreich am häufigsten gefälschten Banknoten nahm im Jahr 2016 die 50-Euro-Banknote mit 50,1 Prozent den größten Anteil ein, gefolgt von der 20-Euro- und 100-EuroBanknote. Per Ende 2016 wurden europaweit 684.000 Fälschungen aus dem Zahlungsverkehr sichergestellt, in Relation zu insgesamt 20,2 Milliarden Stück echten Banknoten im Umlauf. Der heimische Anteil an den gesamteuropäischen Fälschungen liegt folglich bei 1,79 Prozent und ist damit nach wie vor gering.
Rechtsanwalt Dr. Florian Legit
Wilhelm-Greil-Straße 14/2, 6020 Innsbruck Telefon: +43 (0)664 14 10 215 E-Mail: rechtsanwalt@legit.at www.legit.at in Regie mit RA Dr. Georg Ganner Vertrags- & Wirtschaftsrecht Liegenschafts- & Immobilienrecht Transportrecht
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Eine Frage der Zeit Wohnen ist ein Grundbedürfnis und kostet österreichweit im Durchschnitt rund ein Drittel des Haushaltseinkommens – für einkommensschwächere Haushalte rund die Hälfte, für die Einkommensstärksten knapp ein Fünftel*). Tirol zeichnet sich dabei generell durch hohe Immobilienpreise aus, wobei diese nicht nur in den Hotspots Innsbruck und Kitzbühel, sondern im gesamten Inntal meist deutlich über dem österreichischen Schnitt liegen. Und es stellt sich die Frage: Kaufen oder mieten? // TEXT: JÜRGEN HUBER eco.nova
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eco.geld
D
ZAHLEN UND FAKTEN
iese eine Frage – „Kaufen oder mieten?“ – ist für viele aktuell und prak tisch jeder von uns stellt sie sich ein oder mehr
mals im Leben. Die Antwort hängt neben den finanziellen Möglichkeiten ganz ent scheidend von der weiteren Lebensplanung ab, denn eine Immobilie zu kaufen stellt für die meisten Menschen die größte Einzelin vestition ihres Lebens dar. Eine Studentin ohne Ersparnisse wird daher mieten, wäh rend eine junge Familie mit gesichertem Einkommen, die in der Region bleiben will, wahrscheinlich versuchen wird, zu kaufen. Da die Lebenssituationen und pläne sehr unterschiedlich sind, verwundert es wenig, dass jeweils fast genau die Hälfte der Öster reicher in Miete bzw. im Eigenheim leben, wobei in Städten die Miete und am Land das
In Tirol leben auf 12.640 km2 (davon 1.503 km2 = 12 % Dauersiedlungsraum) derzeit rund 720.000 Menschen in insgesamt rund 380.000 Wohneinheiten1). 59 % der Hauptwohnsitze sind im Eigentum der Bewohner (42 % Häuser, 17 % Wohnungen), 29 % sind Hauptmieter und 12 % haben eine andere Rechtsgrundlage (z. B. Dienstwohnungen). Die Eigentumsquote liegt mit 59 % im österreichischen Mittelfeld: Im Burgenland ist diese mit 81 % am höchsten, in Wien mit 20 % am niedrigsten, der Österreichschnitt liegt bei 51 %. Innerhalb Tirols lässt sich sagen: Je ländlicher, desto eher leben die Menschen in Eigentum, während in der Stadt Innsbruck Mietwohnungen dominieren. In Deutschland besitzen weniger ein Eigenheim (44 %), in den USA (63 %) und in Italien (78 %) deutlich mehr2). 1) Quelle: Statistik Austria, http://www.statistik.at/web_de/ klassifikationen/regionale_gliederungen/ 2) Quelle: Lugger, Klaus: „Österreichisches Wohnhandbuch 2010“, Studienverlag, Innsbruck (2010), S. 27.
ro. Eine Immobilie zu kaufen, bringt unver meidliche hohe Nebenkosten von rund zehn Prozent des Kaufpreises mit sich (siehe Info box „Nebenkosten“), so dass man eigentlich nur kaufen sollte, wenn man davon ausgeht, zumindest einige Jahre in der erworbenen Immobilie zu leben, denn diese Nebenkos ten sind auf jeden Fall „weg“. In unserem Beispiel würden also rund 28.800 Euro an Nebenkosten anfallen. Gehen wir vom Ext rembeispiel aus, dass der Käufer kein Eigen kapital hat (bzw. nur genug, um die Neben kosten abzudecken), also die vollen 288.000 mittels Kredit finanziert werden müssen, so ergibt sich bei 20 Jahren Kreditlaufzeit und einem durchschnittlichen Zinssatz von drei Prozent über die Gesamtlaufzeit (derzeit ist der Zins deutlich niedriger; irgendwann wird er aber auch wieder steigen) eine mo natliche Rate von 1.612 Euro.
Eigentum überwiegt. Beide Möglichkeiten scheinen also etwa gleich attraktiv. Länger
miete angesetzt, das wären also 288.000 Eu
Auf den ersten Blick scheint also Miete deut
fristig wünscht sich die ganz überwiegende
Rechenaufgabe
Mehrheit der Österreicher jedoch Eigentum.
Als Entscheidungshilfe zur Frage „Kauf
Monat und hat keine wesentlichen Neben
Eine Umfrage der „Integral Markt und Mei
oder Miete“ sind ein paar Modellrechnun
kosten, während der Kauf mit 1.612 Euro im
nungsforschung“ zeigt, dass stattliche 91 Pro
gen durchaus hilfreich. Vergleichen wir zur
Monat und erheblichen Einmalkosten von
zent der Österreicher Eigentum bevorzugen
Veranschaulichung den Kauf einer Immobi
28.800 Euro zu Buche schlägt. Allerdings
und nur neun Prozent die Form der Miete.
lie von rund 80 bis 100 Quadratmetern und
bleibt die Kreditrate über die gesamte Lauf
In Tirol leben derzeit aber nur 59 Prozent in
deren Miete. Betriebskosten fallen bei bei
zeit von 20 Jahren unverändert, dann sind
Eigentumsverhältnissen (Haus oder Woh
den Möglichkeiten gleichermaßen an (wobei
keine Zahlungen mehr zu leisten, während
nung). Bei jüngeren Tirolern und Studie
man diese im Eigentum besser selbst steuern
die Miete in der Regel mit der Inflation steigt
renden wird oft wegen der noch unsicheren
kann), sodass wir diese außer Acht lassen.
und nie endet. Zudem besitzt man nach der
Zukunft Miete bevorzugt; später stellen die
Angenommen die Monatsmiete der Immo
hohen Immobilienpreise oft eine unüber
bilie beträgt 1.200 Euro. Als fairer Kaufpreis
windliche Hürde am Weg zum Eigentum dar.
wird häufig etwa das 20Fache der Jahres
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lich günstiger – man zahlt 1.200 Euro pro
*) Quelle: Erhebung zu Wohnkosten 2012, Oesterreichische Nationalbank. Beer, C. und Wagner, K. „Wie stark belasten Wohnkosten die Einkommen der Haushalte?“ Geldpolitik und Wirtschaft, 2012
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50000 1250000
Kauf
40000
Miete
30000
1000000 750000
Kauf
20000
500000
10000
0
0
Jahr 1 Jahr 3 Jahr 5 Jahr 7 Jahr 9 Jahr 11 Jahr 13 Jahr 15 Jahr 17 Jahr 19 Jahr 21 Jahr 23 Jahr 25 Jahr 27 Jahr 29 Jahr 31 Jahr 33 Jahr 35 Jahr 37 Jahr 39 Jahr 41 Jahr 43 Jahr 45 Jahr 47 Jahr 49
250000
Miete
Jahr 1 Jahr 3 Jahr 5 Jahr 7 Jahr 9 Jahr 11 Jahr 13 Jahr 15 Jahr 17 Jahr 19 Jahr 21 Jahr 23 Jahr 25 Jahr 27 Jahr 29 Jahr 31 Jahr 33 Jahr 35 Jahr 37 Jahr 39 Jahr 41 Jahr 43 Jahr 45 Jahr 47 Jahr 49
1500000
Die Abbildungen veranschaulichen die jeweils anfallenden Zahlungen. Bei den jährlich anfallenden Zahlungen werden die hohen Nebengebühren beim Kauf im ersten Jahr deutlich. Die Kreditrate ist in den ersten Jahren höher als die Miete; dies ändert sich jedoch im 13. Jahr. Ab dann ist die monatliche Belastung beim Kauf niedriger und ab dem 21. Jahr null, während die Miete weiter steigt. Noch deutlicher wird der Unterschied mit den aufsummierten Gesamtzahlen über die nächsten 50 Jahre.
Abbezahlung des Kredits die Immobilie voll
im zehnten Jahr und über 2.000 Euro im 22.
Blickt man auf die aufsummierten Ge
ständig und hat damit eine gute Altersvor
Jahr. Schon nach 13 Jahren ist die Miete hö
samtzahlungen über einen Zeitraum von
sorge, da keine Kreditrate mehr anfällt. Und:
her als die monatliche Kreditrate von 1.612
mehreren Jahrzehnten, so sieht man sehr
Man hat Vermögen zu vererben, was für vie
Euro, sodass sich der Vorteil des Mieters ab
deutlich, dass beim Kauf aufgrund der Ne
le Menschen emotional wichtig ist.
diesem Zeitpunkt langsam in einen Nachteil
bengebühren bis zum 21. Jahr etwas höhe
Nehmen wir nun eine realistische langfristi
verkehrt. Besonders dramatisch ist der Un
re Gesamtkosten von letztlich 416.000 Euro
ge Inflationsrate von 2,5 Prozent an (durch
terschied nach der Abzahlung des Kredites
anfallen (288.000 Kaufpreis plus 28.800 Ne
schnittliche Inflationsrate in Österreich über
im 21. Jahr – ab da ist die Kreditrate null, wäh
benkosten plus rund 99.200 Euro Zinsen).
die letzten 30 Jahre), so steigt die Monats
rend die Miete jährlich um 2,5 Prozent auf
Die aufsummierten Mietkosten betragen
miete von anfänglich 1.200 auf 1.500 Euro
über 4.000 Euro nach fünfzig Jahren ansteigt.
nach 21 Jahren mit 368.000 Euro etwas we
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Christian Neff immobilienberater
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ECO.MMENTAR
Mieten oder kaufen?
Univ.-Prof. DDr. Jürgen Huber ist Leiter des Instituts für Banken und Finanzen an der Universität Innsbruck
A
KAUFEN SOLLTEN SIE VOR ALLEM DANN, WENN SIE SICH HALBWEGS SICHER SIND, DASS SIE AUCH ZUMINDEST JAHRE IN DER GEKAUFTEN IMMOBILIE LEBEN WOLLEN.
bgesehen von den rein finanziellen Aspekten
niger. Die Miete jedoch endet nie
mehr. Beim Erwerb von Eigentum ist
gibt es Punkte, die meines Erachtens den Kauf
(es sei denn man kauft), so dass die
dies ebenso, da das Geld für die Kre
einer Immobilie im Vergleich zur Miete attrak
Gesamtkosten hier weiter steigen
ditrate aufgebracht werden muss.
tiver machen: Erstens bedeutet Eigentum Kontrolle (z.
und bis zum 50. Jahr in Miete rund
Ein Teil jener Kreditrate dient aber
B. über Betriebskosten und Reparaturen), aber damit na
1,4 Millionen Euro betragen. Auf die
der Abbezahlung der Kreditschuld
türlich auch Eigenverantwortung (was man nicht selbst
sen langen Horizont gerechnet – der
(der andere Teil sind Zinsen), so dass
macht, wird auch nicht gemacht). Manchen Menschen
durchaus realistisch ist, denn fast je
man langsam eigenes Vermögen auf
ist diese Kontrolle und Entscheidungsfreiheit wichtig
der von uns wird 50 und mehr Jahre
baut und Eigentum an der Immobilie
(mir zum Beispiel); andere empfinden sie vielleicht eher
außerhalb seines Elternhauses leben
erwirbt. Ist der Kredit abbezahlt, so
als Belastung.
–, stellt sich der Kauf mit Gesamt
lebt man ab diesem Zeitpunkt deut
Zweitens führt der Kauf einer Immobilie automatisch
kosten von 416.000 Euro als deutlich
lich günstiger, fallen doch nur noch
zum Vermögensaufbau. Die Sparquote von Käufern ist
günstiger dar. Abgesehen davon,
die Betriebskosten an. Die Zeit arbei
deutlich höher als jene von Mietern, denn ein Teil jeder
dass man die Immobilie, in der man
tet bei Miete sozusagen gegen mich,
Kreditrate ist eigentlich Sparen bzw. Vermögensauf
lebt, auch besitzt.
beim Kauf aber für mich. Dies ren
bau, während jede Mietzahlung endgültig „weg“ ist bzw.
tiert sich jedoch nur, wenn man nicht
Immobilie zu kaufen „zwingt“ bzw. diszipliniert damit
Entscheidender Faktor: Zeit
zu mehr Sparen, was letztlich sehr nützlich ist. Die wis
Wir können also festhalten: Die Mie
her insbesondere aufgrund der ho
senschaftliche Forschung zeigt sehr deutlich, dass sehr
te verschlingt häufig 25 bis 35 Pro
hen Nebenkosten meist die teurere
viele Menschen Probleme mit der Selbstkontrolle haben
zent des Einkommens, teils noch
Variante.
nur dem Vermögensaufbau des Vermieters dient. Eine
häufig umzieht. Erst nach 15 bis 20 Jahren ist Kauf die günstigere, vor
und etwa impulsiv unnötige Konsumgüter kaufen. Eine Selbstbindung durch einen Kreditvertrag zum Immo bilienkauf kann hier sehr hilfreich sein, das zu tun, was man ohnehin eigentlich will. Dies führt nahtlos zum dritten großen Vorteil, den ich sehe: Eigentum ist die wohl beste Altersvorsorge, die man aufbauen kann. Miete zahlt man ein Leben lang, ein Kredit hingegen ist irgendwann abbezahlt. Danach sind nur noch die – auch bei der Miete anfallenden – Be triebskosten zu bezahlen. Insbesondere da die Höhe der staatlichen Pensionen in zwanzig, dreißig Jahren frag lich ist, ist Eigentum die beste Absicherung, um nicht im Alter gezwungen zu sein, in eine kleinere und billigere Wohnung zu ziehen oder auf Unterstützung zum Bei spiel der eigenen Kinder angewiesen zu sein. Mit einem Immobilienkauf schafft man sich über die Jahre Vermö gen, das auch im Alter vorhanden ist und dann (z. B. bei Vermietung dann freistehender Zimmer) sogar ein Zu satzeinkommen generieren kann. Die Frage „kaufen oder mieten“ lässt sich letztendlich aber nie eindeutig und allgemeingültig beantworten, denn sie hängt von persönlichen Präferenzen, der Le benssituation und planung sowie externen Faktoren wie Zinsen und Immobilienpreisen ab.
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DIE WESENTLICHSTEN NEBENKOSTEN BEIM IMMOBILIENKAUF
• Grunderwerbsteuer: 3,5 % vom Kaufpreis. Diese ist auf jeden Fall zu bezahlen. • Eintragungsgebühr ins Grundbuch: 1,1 % vom Kaufpreis. Unvermeidlich. • Maklerhonorar: Beträgt in der Regel 3 % (Richtwert) plus Mehrwertsteuer. Kaufen Sie direkt vom Bauträger oder von einem privaten Anbieter, so entfällt das Maklerhonorar. Die 3 % sind verhandelbar. • Honorar für den Vertragserrichter (Notar/Rechtsanwalt): Dieses liegt meist bei 0,5 bis 2 % des Kaufpreises. Hier unbedingt verhandeln. • Gebühr für die Eintragung von Pfandrechten ins Grundbuch: 1,2 % vom Pfandrecht. Wird nur fällig, wenn Sie Ihren Kauf mit einem Kredit abwickeln.
Wir suchen dringend Eigentumswohnungen Da viele unserer Kunden wieder „in der Stadt“ wohnen wollen, suchen wir laufend barrierefreie Wohnungen in guter Lage sowie gehobener Qualität.
Einfamilienhäuser Unser Klientel jener, welche ein Einfamilienhaus mit Garten suchen, ist sehr groß. Die Nachfrage nach guter Lage und Umgebung umfasst die Bezirke Innsbruck-Stadt, Innsbruck-Land sowie den Bezirk Schwaz.
Grundstücke Die Suche erstreckt sich sowohl auf interessante Stadtlagen als auch auf die ländliche Umgebung ab 400m².
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eco.geld
Einfach ehrlich sein © ANDREAS FRIEDLE
Gerd Reisigl ist nicht nur ein Immobilienmakler. 2012 hat er SE7EN Immobilien in Innsbruck mitgegründet und ist gemeinsam mit Peter Blaas vor allem eines: Immobilienpartner und Dienstleister im wahrsten aller Sinne. // TEXT: MARINA KREMSER
SE7EN-Geschäftsführer Gerd Reisigl und Kommunikationsmanager Peter Blaas
D
as Unternehmen ist noch re
nehmen uns viel Zeit, setzen uns sowohl in
le eines Maklers eine sehr wichtige. Wir sind
lativ jung, an Erfahrung fehlt
tensiv mit dem Kunden als auch der Immo
ja für beide Seiten verantwortlich – Käufer
es Gerd Reisigl dennoch nicht.
bilie auseinander. Wenn wir beide kennen,
und Verkäufer –, auch wenn das bedeutet, ei
„Ich bin ein Quereinsteiger“, sagt er, der vor
finden wir optimale Lösungen.
nen Auftrag bewusst nicht anzunehmen.
her in Konzernen in Wien und München ge
Unser Service beinhaltet den Zugang zu un
arbeitet hat. Vor fünf Jahren ist Reisigl in die
serem Partnernetzwerk aus Dienstleistern
Wie sehr ist Ihr Beruf auch Psychologie?
Immobilienwelt eingetaucht und hat einen er
sowie unseren Erfahrungen zum Beispiel bei
Es ist ein sehr spannender Beruf, man hat
frischend einfachen Zugang zu seinem Beruf:
Küchenbestellungen oder einfachen Szenari
immer wieder mit neuen, ganz unterschied
Man muss einfach ehrlich sein. Wir sprachen
oberechnungen im Finanzierungsbereich.
lichen Leuten und Situationen zu tun. Und
mit ihm über Immobilien im Allgemeinen und
Ich schaue mir genau an, was der Kunde
vielen neuen Projekten. Ich stehe fast jeden
seine SE7EN im Speziellen.
wirklich möchte und welche Immobilie aus
Tag vor einer neuen Herausforderung, einer
unserem Angebot dazu passt. Nicht immer
Konstellation, die es so noch nie gab, und
ECO.NOVA: Sie sehen sich selbst nicht als
haben wir das passende Objekt im Ange
lerne damit täglich dazu. Natürlich gibt es
Immobilienmakler, sondern bezeichnen
bot, bleiben aber dran und kontaktieren den
auch psychologische Aspekte, wie generell
sich als Serviceanbieter. Warum?
Kunden, sobald sich eine interessante Mög
im Vertrieb, wenn Menschen miteinander
GERD REISIGL: Die Frage ist: Was ist ein
lichkeit ergibt.
agieren. Das Wichtigste ist, wie ich finde: zu
klassischer Immobilienmakler, was macht
Manchmal geht es auch darum, die Preisvor
hören. Das klingt simpel, ist es oft aber nicht.
er und was nicht? Mein Ziel sind zufriedene
stellungen der Menschen wieder geradezu
Einfach einmal still sein und zuhören, was
Kunden und ein gesundes Unternehmen.
rücken. Viele haben ob vereinzelter Preisaus
die Leute eigentlich wollen. Zuhören und ver
Dieses Ziel geht meist damit einher, dass
reißer völlig falsche Vorstellungen über den
stehen. Manche Kunden sind schon sehr weit
Kundenerwartungen erfüllt werden. Wir
Wert ihrer Immobilie. Gerade hier ist die Rol
in ihren Überlegungen, wissen genau, was sie
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eco.geld
wollen, haben die Finanzierung geregelt und
aus der Computerspieltechnologie kommen
suchen die passende Immobilie dazu. Andere
den virtuellen Räume auf Neubauprojekte
stehen ganz am Anfang. Ihnen rate ich nach
umlegen lassen und man sich mit Hilfe einer
einem ausführlichen Gespräch, zuerst mit der
Virtual-Reality-Brille im Raum bewegen und
Bank und ihrem Steuerberater zu sprechen,
räumliche Tiefe empfinden kann.
bevor sie daran denken, einen Kaufvertrag zu unterschreiben. Manche wollen sofort zur Tat
Wie geht man damit um, dass ein paar
schreiten, dabei gibt es im Vorfeld so vieles zu
schwarze Schafe eine ganze Branche immer
bedenken und zu klären. Es gilt, das Prinzip
wieder in Verruf bringen, bzw. was macht
der Leute und ihre Bedürfnisse zu verstehen,
für Sie einen „guten“ Immobilienmakler aus?
sie abzuholen und manchmal auch ein biss
Ich beginne mit der zweiten Frage. Schluss
chen zu leiten. Langfristig gesehen, führen
endlich geht es um Ehrlichkeit. Das fängt
nur zufriedene Kunden zum Erfolg.
schon bei den Fotos an, mit denen eine Im mobilie präsentiert wird. Natürlich versu
Wer sind die Kunden von SE7EN Immobilien?
che ich, gute und schöne Fotos zu machen,
Privatpersonen oder Unternehmer, die eine
aber sie müssen authentisch sein. Es geht in
Immobilie kaufen oder verkaufen möchten.
unserem Beruf, wie fast überall im Arbeits-
Darüber hinaus arbeiten wir direkt mit Bau
und täglichen Leben, um Erwartungsma
trägern zusammen, verkaufen zum Beispiel
nagement. Wenn ich die Erwartungen über
exklusiv für eine Unternehmensgruppe und
treffe, ist das gut. Wenn ich aber zu hohe
bieten dazu ein Gesamtkonzept inklusi
Erwartungen generiere und sie dann nicht
ve Mietservice. Wir arbeiten in einem Netz
einhalte, ist der Kunde unzufrieden, obwohl
werk mit Steuerberatern, Rechtsanwälten
das Produkt an sich durchaus passend sein
und anderen Dienstleistern, helfen bei der
kann. Deshalb ist meine Prämisse: Sei offen
Bankfinanzierung. Das meine ich mit „Ser
und ehrlich. Sage nur zu, was du auch liefern
viceanbieter“. Wir arbeiten auch intensiv an
kannst. Und liefere das Zugesagte. Ich zeige
einem Bauträgerprojekt mit, das aktuell in
auch klar die Nachteile einer Immobilie auf,
der Nähe der Pädak entsteht und bei dem es
Kunden wissen das zu schätzen. Wenn man
darum ging, im Erdgeschoß eine Kinderkrip
langfristig erfolgreich sein will, muss man
pe einzurichten. Wir haben dafür den Bedarf
Kunden zufriedenstellen, weil sie es letztlich
erhoben, Anbieter gescreent, Marktanalysen
sind, die uns weiterempfehlen. Wenn man
durchgeführt, die Gesetzeslage begutachtet
nur das schnelle Geschäft sucht, ist der Ruf
und persönliche Interviews geführt. Unsere
schnell kaputt. Natürlich ist die Marktsitua
Einschätzung hat dem Bauträger eine gute
tion schwierig, viele kämpfen ums Überleben
Übersicht der Marktsituation geliefert und
und manche arbeiten mit aggressiven Mit
die Stadt Innsbruck hat die Räume schließ
teln. Dadurch entsteht ein schlechtes Bild
Ja, denn der Punkt ist: Was ist die Alterna
lich gekauft. Wir sind in Bauträgerprojekte
vom Immobilienmakler, das so nicht stimmt
tive? Die Zinsen sind niedrig, kaum vorhan
teilweise von der Idee über die Planung bis
und auch nicht die Regel ist.
den. Aktien bergen Chancen ... aber auch
„ES GEHT NICHT DARUM, DASS EINE IMMOBILIE RASCH DEN BESITZER WECHSELT, SONDERN DASS DAS ZU FAIREN BEDINGUNGEN PASSIERT. DAS BRAUCHT VIEL VORARBEIT. DESHALB SEHEN WIR UNS ALS SERVICEANBIETER UND IMMOBILIENPARTNER.“ Gerd Reisigl
Risiken. Immobilien sind eine relativ sichere
Aftersales eingebunden und kennen die Im Sie sind hauptsächlich in Innsbruck tätig,
Anlage. In Innsbruck verzeichnen wir jährli
ein – wie Sie selber sagen – hart umkämpf-
che Wertzuwächse und ich erwarte auch in
Sie setzen in Ihrem Unternehmen stark auf
ter Markt. Wie schätzen Sie die Immobili-
Zukunft diesbezüglich keine Trendumkehr.
(Zukunfts-)Technologien, bieten 3-D-Pläne
ensituation in der Landeshauptstadt ein?
Außerdem lukriert man Einnahmen durch
und virtuelle Rundgänge. Wie wird das an-
Bei Wohnimmobilien bewegen wir uns haupt
die Vermietung. Auf der anderen Seite ist Im
genommen?
sächlich im Bereich von Innsbruck, bei verein
mobilienbesitz auch immer mit Arbeit ver
Jeder Mensch tickt anders und nicht jeder
zelten Großprojekten auch außerhalb – weiter
bunden. Es ist ständig etwas zu tun, ähnlich
kann sich anhand von 2-D-Plänen seine Im
gefasst im Alpenraum. Baugrund ist bekannt
wie in einem kleinen Unternehmen.
mobilie vorstellen. Wir arbeiten im Bereich
lich knapp. Verdichtung in Form von Dachbo
Natürlich ist mit der Einführung und Anhe
der Visualisierungen mit einer Tiroler sowie
denausbauten, Aufstockungen oder weiteren
bung der Immobilienertragssteuer oder der
einer deutschen Firma zusammen, die bei
Optimierungen kann einen Beitrag dazu leis
Reduzierung der Abschreibung die Situation
de sehr hochwertige Lösungen bieten. Wir
ten, in diesem Umfeld zusätzlichen Wohnraum
enger geworden, dennoch sind Immobilien
können unsere Kunden dabei auf eine reali
zu schaffen. Das ist allerdings nur ein Ansatz.
eine der wenigen Möglichkeiten, sein Geld
tätsnahe virtuelle Begehung am Bildschirm
Innsbruck steht durch den hohen Zuzug wie
sicher anzulegen.
mitnehmen. Das erleichtert unsere Arbeit
viele andere Städte von einer Herausforde
ungemein und ich freue mich schon sehr da
rung. Einfache Lösungen gibt es hier nicht.
mobilie, die wir anbieten, deshalb sehr genau.
rauf, was in Zukunft noch kommt. Ich habe mich die letzten Jahre intensiv mit neuen
Einer Ihrer Kernbereiche ist das Thema
Technologien auseinandergesetzt und folg
Anlegerwohnungen. Abseits des Aspek-
lich mit neuen Präsentationsmethoden. Inte
tes des Besitzen-Wollens: Sind diese heute
ressant wird es vor allem dann, wenn sich die
noch sinnvoll?
SE7EN IMMOBILIEN GMBH Hofgasse 3, 6020 Innsbruck Tel.: 0720/303 977 77 info@se7en-immobilien.com www.se7en-immobilien.com
eco.nova
83
MITARBEITER IN ZAHLEN*) 3 Frauen 9 Männer 895 kg Gesamtgewicht 54,58 Jahre Durchschnittsalter. Das ergibt in Summe 655 Jahre.
17 Kinder 5 Enkelkinder Wohnverhältnisse: 8x Eigentum, 4x Miete 8x Wohnung, 4x Haus
Haustiere:
DAS GANZE IST MEHR ALS DIE SUMME SEINER TEILE. WENN DIR JEMAND SAGT „DAS GEHT NICHT“, DREH DICH UM UND SAG „SCHAU MIR ZU!“
2 Meerschweinchen, 2 Hunde, 2 Katzen, ein innerer Schweinehund und mehrere Vögel
Innreal Immobilien ist ein unabhängiges
Lieblingsessen:
Team lebt in Tirol und liebt Tirol und kennt
10x die Antwort: alles 1x die Antwort: Kalbsnierenbraten 1x die Antwort: Zitronenschnitzel
Lieblingsgetränk: 8x Wasser 11x Wein 1x Prosecco
Hobbys:
Essen (häufig), Trinken (häufig), Lesen (mehrfach), Sauna, Snowboarden, Skaten, Ratschn (mehrfach), Musik (mehrfach), Wandern (mehrfach), Segeln (mehrfach), Kochen, Garten
und eigenständiges Unternehmen. Das sich gerade deshalb hier so besonders gut aus. Wir kennen die Immobilienlandschaft seit Jahrzehnten, sind mit ihr gewachsen und erkennen dadurch relevante Zukunftstrends.
Dienen kommt vor verdienen. Auf uns können Sie sich verlassen. Natürlich verfügen auch Einzelmakler über ein Netzwerk, bei uns bekommen Sie geballte Kompetenz unter einem Dach. Wir stehen füreinander ein und im Team für unsere Kunden. Immer. Und weil Immobiliengeschäfte sehr viel mit Vertrauen zu tun haben, möchten wir Ihnen hier ein klein we-
Beste Eigenschaften im Team: Analytisches Denken, Neugier, Hilfsbereitschaft, Ehrlichkeit, Verantwortung, Verlässlichkeit, Toleranz, Geduld und Handschlagqualität. Besondere Eigenschaft eines Kollegen: Sauberkeitsanreger (sieht jeden Schmutz, putzt aber nicht gern).
*) Erfasst sind dabei die zwölf Mitarbeiter, Maddalena ist neu im Team und durfte sich um die persönlichen Daten noch herumschummeln
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eco.geld
Was bleibt vom Bankgeheimnis? Nicht viel, wie Univ.Prof. MMag. Dr. Gottfried Haber im Zuge einer Veranstaltung von Greiter Pegger Kofler Rechtsanwälte Mitte März meinte. Doch welche Daten bekommen Finanzamt und Justiz wirklich? Und wie einfach ist das? Keine österreichische Erfindung In Österreich war bis Februar 2015 der § 38 des BWG (Bankwesengesetz) – besser be kannt als das Bankgeheimnis – die Zu gangsbarriere für Behörden vor privaten Fi nanzdaten. Nur im Strafverfahren bzw. bei Finanzstrafvergehen konnte auf richterlicher Anordnung eine Offenlegung von Kontoda ten und beträgen bei Finanzinstituten er reicht werden. Mit der Steuerreform 2015/16 wurde dies anders. Verpflichtende Meldun gen an die Behörden sind seither vom Bank geheimnis ausdrücklich ausgenommen. Dem „gläsernen Steuerpflichtigen“ kam man da mit sichtbar näher. Kontenregistermeldungen und Einsichtnah me in Bank und Finanzamtsdaten sind in anderen Ländern durchwegs Usus. Öster reich ging diesbezüglich lange Zeit seinen eigenen Weg. Seit dem 1. März 2015 hat sich das geändert. Nunmehr müssen Banken die
I
Kontonummern ihrer Kunden, ganz gleich ob natürliche Person oder Rechtsträger, an das Kontenregister melden. Kapitalabflussmel m Oktober 2016 wurde in Öster
Bild. „Das Bankgeheimnis gibt es im Grun
dungen bei Beträgen über 50.000 Euro von
reich das zentrale Kontenregis
de nur mehr zwischen Privaten“, sagt Haber.
natürlichen Personen sind der Finanzbehör
ter eingeführt, in dem alle rund
Mit der Steuerreform 2015/16 wurde nicht
de ebenfalls mitzuteilen, selbst im Ausland
33 Millionen Konten, Sparbücher
nur die Meldepflicht von bestimmten Geld
steuerlich ansässige Kunden sind von diesen
und Depots erfasst sind, die bei
flüssen sowie der weltweite Austausch von
Meldungen nicht ausgenommen. Zusätzlich
Banken in Österreich geführt werden. Fi
Kontodaten mit 140 Staaten in Steueran
sind den ausländischen Finanzbehörden im
nanzamt und Justiz haben Zugriff darauf,
gelegenheiten beschlossen, sondern auch
Zuge des von der OECD initiierten Automa
doch wann und unter welchen Vorausset
die Bastion „Bankgeheimnis“ de facto Ge
tischen Informationsaustauschs (AIA) insbe
zungen dürfen sie Einschau halten und
schichte. Trotz Widerstands ist eine Rück
sondere Kontosalden und gutschriften jähr
bedeutet das wirklich das Aus für das so
nahme der neuen Maßnahmen für Haber
lich zu melden.
genannte Bankgeheimnis? „Das Bankge
unrealistisch. „Das Bankgeheimnis wurde
heimnis, wie wir es kennengelernt haben,
eingeschränkt, um Steuergerechtigkeit zu
Enthaltene Informationen
gibt es in dieser Form nicht mehr“, sagt
erreichen. Heutzutage kann man in diesen
Alle österreichischen Konten, Depots und
Gottfried Haber, promovierter Volks und
Bereichen nicht mehr gegen die Transpa
Sparbücher von natürlichen Personen und
Betriebswirt, seit 2012 Universitätsprofes
renz und für Anonymität argumentieren.“
Rechtsträgern werden im Kontenregister ge
sor an der DonauUniversität Krems und
Haber erwartet sogar noch weitere Ver
führt. Dabei sind natürliche Personen mit
auch immer wieder gerne eingeladen, um
schärfungen.
bereichsspezifischen Personenkennzeichen
etwa im Fernsehen der Öffentlichkeit die
Auch die Experten der Schoellerbank haben
für Steuern und Rechtsträger mit der Fir
Finanzwelt zu erklären. Im März war er auf
sich mit der Thematik eingehend befasst
menbuchnummer erfasst. Ist kein Personen
Einladung der Rechtsanwaltskanzlei Grei
und ihr Denkergebnis in einem Analysebrief
kennzeichen ermittelbar, wird stattdessen
ter Pegger Kofler in Innsbruck zu Gast und
festgehalten. Ein Einblick in die Welt des
Vor und Zuname, Geburtsdatum, Adresse
zeichnete ein nicht unbedingt angenehmes
Bankgeheimnisses …
und Ansässigkeitsstaat bekannt gegeben.
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eco.nova
A4_U
Ich brauche eine Bank, der ich mein Business nicht erklären muss.
NR.1
Beratung auf Augenhöhe
BEI UNTERNEHMEN IN ÖSTERREICH*
Bank Austria. Die Unternehmerbank. Wer wachsen will, braucht eine Bank, die nicht nur ihr eigenes Business versteht. Sondern am besten die führende Unternehmerbank Österreichs. Warum? Weil die Bank Austria über das breiteste Produktangebot verfügt, Nr. 1 im Außenhandel** ist und vielfältige Branchenexpertise hat, gerade bei Zukunftsthemen. Darüber hinaus bieten wir als regional verankerte, europäische Großbank mit weltweitem Netzwerk international erprobte Finanzkonzepte für nachhaltige Geschäftserfolge.
unternehmerbank.bankaustria.at * Nach Unternehmenskredit- und Einlagenvolumen in Österreich auf Einzelbankbasis (Quelle: OeNB 2016) ** Nach Transaktionsanzahl und -volumen sowie Marktanteilen (Quelle: SWIFT und OeKB 2016) A4_Unternehmerbank_Beratung_auf_Augenhoehe.indd 1
28.02.2017 13:33:38
eco.geld
Diese Meldung gilt ebenso für jeden Mitin haber, Zeichnungsberechtigten, Treugeber oder wirtschaftlichen Eigentümer des jewei ligen Kontos, Depots bzw. Sparbuchs. Bei mehreren Inhabern werden diese Daten pro Inhaber gemeldet. Zum Konto selbst wer den neben dem jeweiligen Kreditinstitut, der Kontonummer und der IBAN auch Tag der Kontoeröffnung und Tag der Schließung ge meldet. Die Kontoschließung bleibt für zehn Jahre im Register sichtbar. Kontostand ist keiner ersichtlich. Jeder Steuerbürger, der wissen möchte, wel che Konten, Depots und Sparbücher seinem
Finanzbehörde die aus der Kontoeinschau
vornehmen. Für diese Meldung ist der Ge
Namen zugeordnet sind, kann dies unkom
gewonnenen Informationen nicht berück
schenkgeber bzw. -nehmer gleichermaßen
pliziert über seinen FinanzOnline-Zugang
sichtigen bzw. verwenden.
verantwortlich.
empfiehlt es sich, die Stammdaten beim je
Kapitalabflussmeldung ab 50.000 Euro
Meldestandard für im Ausland steuerlich Ansässige
weiligen Finanzinstitut überprüfen zu lassen.
Kontoregister und Konteneinschau dienen
Meldungen betreffen nicht nur Steuerpflich
Dies passiert oft bei Sparbüchern, die einst
der Finanzbehörde als Instrument der Über
tige im Inland. Wer im Ausland steuerlich
von Eltern für ihre mittlerweile volljährigen
prüfung von unplausiblen Steuererklärun
ansässig ist, ganz gleich ob natürliche Person
Kinder eröffnet wurden.
gen – aber nur in begründeten Fällen. Der
oder Rechtsträger, wird an seine ausländi
Gesetzgeber ließ sich deshalb noch eine
sche Steuerbehörde gemeldet. Dieses von der
Maßnahme einfallen, um die Transaktionen
OECD vorgegebene Regime des Automati
Grundsätzlich gilt, dass die Finanzbehörde
vor der Kontoeinschau sichtbar zu machen.
schen Informationsaustausches (AIA) gilt
nur im Zusammenhang mit der Einkommen-,
Die Finanzinstitute müssen seit 1. März 2015
für Steuerpflichtige aus sämtlichen EU-Mit
Umsatz- oder Körperschaftsteuererklärung
sämtliche Kapitalabflüsse von einem Konto,
gliedsstaaten und solchen aus bestimmten
das Kontenregister befragen darf. Diese Ab
Depot oder Sparguthaben ab einem Betrag
Drittstaaten. In welche Länder Österreich
fragen geschehen nicht willkürlich, sondern
von 50.000 Euro melden. Es ist dabei irrele
tatsächlich meldet, veröffentlichte das Fi
nur in begründeten Fällen, die von hochran
vant, ob der Betrag abgehoben, auf ein eige
nanzministerium zuletzt im Jänner 2017.
gigen Finanzbeamten zu genehmigen sind.
nes Konto bei einer anderen Bank, an einen
Schlussendliches Ziel ist ein Informations
Jede Einsichtnahme von Seiten der Finanz
Dritten überwiesen oder auf ein Depot einer
austausch zwischen sämtlichen dem AIA bei
behörde ins Kontenregister ist akribisch zu
anderen Person übertragen wird.
getretenen Ländern.
dokumentieren und wird über den Finanz-
Sämtliche Kapitalabflüsse seit dem 1. März
An das Finanzministerium gemeldet werden
Online-Zugang sichtbar. Einer befürchteten
2015 und für das gesamte Jahr 2016 liegen
äußere Kontodaten wie Name, Geburtsda
Willkür durch die Behörde wurde vom Ge
der Finanzbehörde vor. Seit 2017 werden die
tum, Adresse, Ansässigkeitsstaat, Kontonum
setzgeber bereits im Vorfeld ein Riegel vor
Kapitalabflussmeldungen monatlich der Be
mer/IBAN von Konten und Depots sowie
geschoben. Neben Finanzbehörden dürfen
hörde gemeldet. Will jemand durch geringe
innere Daten, wie der Endbestand per 31. De
auch Staatsanwaltschaften, Gerichte und
re Beträge die Meldung vermeiden, hat der
zember eines jeden Jahres, Erträgnisse und
Zollbehörden auf das Kontoregister zugrei
Gesetzgeber diesem Ansinnen einen Riegel
Veräußerungserlöse. Dieses leitet die Daten
fen. Diese jedoch nur im Zusammenhang mit
vorgeschoben. Bereits ab einem Volumen von
an die ausländischen Steuerbehörden weiter.
Straf- bzw. Finanzstrafverfahren.
10.000 Euro werden diese Beträge im Zusam
Das österreichische Bankgeheimnis ist damit
menhang mit einer quartalsweisen Zusam
Geschichte, meint auch die Schoellerbank.
menrechnungsbestimmung gespeichert und
Waren Kontoöffnungen auf richterliche An
quasi auf Wartetaste gelegt. Wenn sie in Sum
ordnung bisher auch schon möglich, so haben
Reicht die Tatsache, dass eine Kontonummer
me 130.000 Euro übersteigen, erfolgt ebenfalls
sich nun der Umfang und der Zugang zu Fi
einem Einzelnen oder einem Rechtsträger
eine Kapitalabflussmeldung. Einzig Eigen
nanzdaten stark erweitert. Mit der Vielfalt der
zugeordnet werden kann, nicht aus, kommt
überträge innerhalb desselben Bankinstituts
in der jüngsten Vergangenheit eingeführten
es in begründeten Fällen zur Kontoeinschau.
sind von der Meldung ausgenommen, sofern
Melderegimes wurden sowohl der österrei
Erst diese liefert Auskunft, welche Transak
tatsächlich Soll- und Habensalden weitge
chischen Steuerbehörde als auch den auslän
tionen am Konto oder Depot stattgefunden
hend übereinstimmen.
dischen Steuerbehörden viele Informationen
haben. Hier werden die einzelnen Buchun
Im Zusammenhang mit Kapitalabflüssen an
zugänglich. Steuererklärungen können damit
gen und Salden sichtbar. Die Einschau erfolgt
Dritte wird unter Umständen eine Schen
im In- und Ausland präzisiert und überprüft
immer erst nach Genehmigung durch einen
kungsmeldung erforderlich. Es ist daher
werden. Die genaue Einhaltung des Daten
Richter des Bundesfinanzgerichtshofs. Der
wichtig, dass Steuerpflichtige bei Beträgen
schutzes – also wer wann und wo auf welche
Betroffene kann vor einem Senat des Bun
über 50.000 Euro, die an Familienmitglieder
Daten Zugriff erhält – hat daher einen noch
desfinanzgerichts Rekurs bzw. Einspruch an
übertragen werden, eine Schenkungsmel
höheren Stellenwert erlangt, um die finanziel
melden. Wird diesem stattgegeben, darf die
dung nach Bundesabgabenordnung (BAO)
le Privatsphäre zu wahren.
jederzeit einsehen. Sollten an dieser Stelle nicht mehr zugehörige Konten aufscheinen,
Einblick der Finanzbehörde
Wann kommt es zur Konteneinschau?
88
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ENDSTATION. LADESTATION.
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Unter den Flügeln des Löwen.
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Stabilität und Sicherheit.
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Drei einfache Schritte, um die Echtheit einer Banknote zu erkennen.
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89
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„Entscheidungen treffen wir gemeinsam.“ Visionen im Team erfolgreich umsetzen
Anfang 2016 haben Sie Ihre eigene Firma
ich auch den Businessplan erstellt. Natürlich
gegründet. Was macht TIROMETALL?
braucht man eine Halle, die Infrastruktur.
HELMUT WERLBERGER: Wir sind, ver
Wir konnten mit einem hohen Eigenkapi
einfacht ausgedrückt, Zerspaner. Wir fräsen,
talanteil starten, trotzdem braucht ein Un
drehen Maschinenteile für die Industrie.
ternehmen natürlich eine solide Finanzie
Unser Ziel ist, den Kunden Komplettlösun
rung. Die Hypo Tirol Bank hat uns extrem
gen anzubieten – von der Entwicklung, dem
gut betreut und ist uns ein starker Partner.
Engineering bis zur Produktion der Teile. Wir
Genauso wie die Firma Alzmetall, mit der
können im Haus Konstruktionszeichnungen,
uns eine sehr enge Zusammenarbeit verbin
3DZeichnungen, fertigen. Für spezielle Fra
det. Das ist wichtig. Wenn man die passende
gen haben wir ein Ingenieurbüro als Partner.
Infrastruktur und das richtige Personal hat,
Und wir erweitern unser Angebotsfeld lau
kriegt man auch die Kunden, die man will.
fend, bieten zum Beispiel mittlerweile auch
Wir haben keinen Kunden aus der alten Fir
Spezialverzahnungen an.
ma mitgenommen. Darauf bin ich sehr stolz. Das bedeutet selbstverständlich nicht, dass wir eine Zusammenarbeit in der Zukunft
hältnis aufzugeben und sich im Bereich
ablehnen – nur damit kein Missverständnis
Zerspanung und Mechatronik selbststän-
entsteht. Das heißt aber auch, dass wir viele
dig zu machen?
Kilometer machen, intensiv netzwerken und
Ich habe sehr gern im früheren Unterneh men gearbeitet, bis zum letzten Tag alles gegeben, mich stets weitergebildet und da durch auch andere Sichtweisen kennenge lernt. Die größte Motivation war, meine Ide
Helmut Werlberger lebt seine Vision: Industrie 4.0
© FLORIAN LECHNER
Was hat Sie bewogen, Ihr Angestelltenver-
mit den Lieferanten reden. Bis dato hat das gut funktioniert. Wer sind Ihre Wunschkunden? Wir zielen auf Kunden, die sehr innovativ sind, die viel im Bereich Forschung und Ent
en und meine Visionen umzusetzen. Denn zusammen mit einem hervorragenden Team,
Selbstständigkeit, die Gründung eines Be-
wicklung voranbringen und offen sind für
das sehr engagiert und lösungsorientiert
triebes birgt aber auch große Risiken. Was
Neues – für neue Materialien, neue Ferti
arbeitet, können gewisse Problemstellun
hat Ihnen bei der Entscheidung geholfen?
gungsmöglichkeiten, für Automatisierung,
gen zügiger, effizienter und unterm Strich
Ich entscheide vieles aus dem Bauch her
für kurze Lieferzeiten, kurz: für Industrie
gewinnbringend gelöst werden. Bis heute
aus. Die richtigen Leute um mich herum zu
4.0. Wir wollen das optimale Zusammenspiel
bereue ich den Schritt keine Sekunde. Wir
haben, ist daher das mit Abstand Wichtigs
von Mensch und Maschine, intern und mit
hatten bei TIROMETALL gute und schwieri
te für mich. Dann natürlich die Sicherheit,
unseren Kunden. Das große Ziel ist, im End
ge Zeiten und gerade in schwierigen Zeiten
dass die Idee wirtschaftlich tragbar ist. Mit
ausbau sozusagen, die 3DDaten direkt vom
zeigt sich für mich, ob ein Team zusammen
Dietmar Prantl habe ich einen Betriebswirt
Kunden zu bekommen oder, besser noch,
passt und an einem Strang zieht. Wir sind
schaftsprofi an meiner Seite, der mich her
von dessen Server abzurufen, den Bedarf
ein super Team.
vorragend berät; mit ihm gemeinsam habe
zu erheben, die Informationen mit unserem
Für den Erfolg Ihres Unternehmens www.impulse-tirol.at
promotion
© FLORIAN LECHNER
Das Team von TIROMETALL: Eine perfekte Symbiose aus Menschen und Maschinen
Warenwirtschaftsprogramm zu koppeln
Maschinen arbeiten 24 Stunden sieben Tage
und dadurch eine Produktionsplanung zu
die Woche.
erhalten. Wir möchten einen guten Mix aus verschiedenen Branchen wie Digitaldruck,
Sie haben bereits erwähnt, wie wichtig
Luft und Raumfahrt, Automobilbereich, Le
Ihnen motivierte Mitarbeiter sind. Was
bensmittel, aber auch Recycling oder Tun
schweißt sie zusammen?
nelreinigung. Das heißt, wir möchten breit
Wir sind derzeit sechs Leute bei TIROME
aufgestellt sein.
TALL. Alle hier sind der Ansicht, das ist ihr
Von Entwicklung und Engineering bis zur Produktion: TIROMETALL entwickelt Maschinenteile für die Industrie.
Unternehmen, sie identifizieren sich damit,
ist klar, wenn es am Anfang Probleme gibt,
Die Konkurrenz ist groß. Wo wollen Sie Fuß
sind mit vollem Einsatz dabei. Wir verfolgen
ziehen alle am gleichen Strang; in ein oder
fassen, welche Nischen bedienen?
beruflich dieselben Ziele, sind offen und ehr
zwei Jahren schaut es vielleicht anders aus.
Wir gehen davon aus, dass die Industriebe
lich miteinander. Das ist wichtig. Wir haben
Ich hätte gern, dass alle mit der Leidenschaft
triebe in Zukunft ihre Maschinen nicht mehr
eine flache Hierarchie, die Mitarbeiter wer
dabei sind und dabeibleiben und unser Plan
selbst „ausentwickeln“, sondern die Entwick
den in Entscheidungen einbezogen. Wenn
aufgeht. Das heißt: in zehn Jahren eine noch
lung an Dienstleister auslagern. Entwick
TIROMETALL gut läuft und wir so expan
größere Halle, 20 Maschinen, 50 Leute. Das
lung und Problemlösung kosten viel Zeit
dieren können, wie wir es geplant haben,
wäre ungefähr anvisiert. Dass wir es richtig
und Ressourcen. Das heißt, es braucht Un
dann sollen die Mitarbeiter auch etwas da
machen, zeigen nicht nur die Kunden, die
ternehmen, die Lösungen anbieten und die
von haben. Wir überlegen verschiedene Be
wir bereits gewinnen konnten. Wir erhalten
entsprechende Fertigung der Teile. In diesem
teiligungsmodelle.
viele Initiativbewerbungen. Leute aus der Branche kommen auf uns zu, weil sie gehört
Segment will TIROMETALL sich etablieren. Bei uns steht also Problemlösungskompe
Wenn Sie in die Zukunft blicken, wo soll
haben, was wir machen, und dass wir stark
tenz im Vordergrund; die Wertschöpfung ist
TIROMETALL in zehn Jahren stehen?
in Entwicklung gehen, in Problemlösungen.
hier höher. Meine Vision ist: Wir recherchie
Toll wäre, wenn wir alle dasitzen und das
Wir haben also bereits einen ausgezeichne
ren untertags, erarbeiten Lösungen und die
gleiche Interview wieder geben. Denn eines
ten Ruf in der Branche.
350 MIO. EURO Mit unserem Finanzierungspaket sorgen wir für die finanzielle Schubkraft, die Ihre Ideen brauchen. Denn:
Jeder Erfolg beginnt mit einer genutzten Chance.
Art Kunst & Kultur
Heilig gesprochen werden bei Reiner Schiestl nicht nur Personen, sondern auch Gegenstände. Im Bild: der Hl. Stuhl
NOTHELFER
D
er 1939 in Kufstein geborene und heute in Innsbruck lebende Künstler Reiner Schiestl
beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Nothelfern: Heiligen, die vor allerlei Gefahren schützen und als Vorbilder dienen
Die Ausstellung „einfach alltäglich“ ist noch bis 3. Juni im Innsbrucker aut im Adambräugebäude zu sehen. Der Eintritt ist frei.
© GÜNTHER RICHARD WETT
Über Gegenstände und ihre Geschichten
gangspunkt für seine künstlerische Ar-
U
beit. Er verbindet Collagen mit beglei-
alltäglich wahrgenommen und benutzt, dass erst bei einem zweiten Blick der Wert und die
tenden Erzähltexten, entwickelt so die
Bedeutung dieser für den eigenen Alltag ersichtlich wird – die Schönheit des einfach All-
Geschichten weiter und erfindet sogar
täglichen.
gänzlich neue Heilige. Schiestl setzt sei-
Für die Ausstellung „einfach alltäglich“ wurden über 200 Personen eingeladen – Architek-
ne Arbeiten in Beziehung zu den Heili-
ten, Grafiker, Designer, Künstler, Theoretiker, Historiker und Kritiker, die seit der Eröffnung
genfiguren, die im Volkskunstmuseum
des aut. architektur und tirol im Adambräu mit ihren Ausstellungen, Vorträgen, Vor-Ort-Ge-
im Ausstellungsbereich „Pralles Jahr“ zu
sprächen sowie ihrer Jurytätigkeit und nicht zuletzt als Mitglieder des aut: forum aktiv am
sehen sind – in Konfrontation und künst-
Programm mitgewirkt haben. 138 sind der Einladung gefolgt und stellen je einen bis zwei
lerischer Koexistenz. Die Ausstellung ist
Gegenstände aus ihrem Alltag zur Verfügung, unabhängig davon, wo und in welchem Le-
noch bis 19. November im Innsbrucker
benszusammenhang sie das Objekt benutzen. Diese Phänomenologie des Alltäglichen setzt
Volkskunstmuseum zu sehen, sonntags
jene Reihe an Präsentationen fort, die mit der Einladung zum „Haus Enzian“ begann, mit
finden Führungen statt.
den Ausstellungen „ex libris“, „sketches“ und „genius loci“ fortgesetzt wurde und im aktuel-
// www.tiroler-landesmuseen.at
len Konzept einen Einblick in eine Welt von Alltagsgegenständen und kulturellen Hinter-
sollten. Die Legenden, die sie umgeben, meist dramatisch und von Folterungen geprägt, dienen dem Künstler als Aus-
nser Leben ist geprägt von gestalteten Gegenständen, die unseren Alltag in ihrer Funktionalität unterstützen. Ob von bekannten Designern gestaltet, anonym oder im Lauf der Geschichte entstanden, erleichtern und bereichern diese Objek-
te unser Alltagsleben. Meist werden diese Gegenstände so selbstverständlich oder einfach
gründen bieten soll, der quer durch kreative Berufsfelder reicht. // www.aut.cc
92
eco.nova
© SWAROVSKI KRISTALLWELTEN
© JOHANNES GABL
eco.art
Erfolg heißt, begehrt zu werden. Verloren hat, den keiner will. „Was ihr wollt“, Theater praesent
FREI NACH SHAKESPEARE
I
Junge Musiker wie Kassandra Möstl und Miguel Ivan Steinlechner der Musikschule Wattens haben bei „Musik im Riesen“ im Mai einmal mehr die Gelegenheit, ihre Begeisterung und ihr musikalisches Können zu zeigen.
n Illyrien, dem Land der Illusionen, dreht sich alles um Verwechslung und Verstellung, Glück und Partnersuche, Iden-
MUSIKALISCHE VERBINDUNG
tität und Begehren. Viola, nach einem Schiffsunglück am
Strand von Illyrien erwacht, verkleidet sich als junger Mann und
beschäftigt sich mit der Frage, wie Begehren und Begehrt-Werden
V
in einer Welt des Konsums funktionieren. Eine Auslotung zwi-
lich des 50-jährigen Bestehens der Musikschule kommt es nun zu
schen Unterwerfung und Auflehnung: Was geschieht, wenn man
einer erneuten Zusammenarbeit. Am 19. Mai werden die jungen Ins-
die Regeln durchbricht, und was passiert, wenn alle machen, was
trumentalisten, Lehrer und Absolventen der Schule das Eröffnungs-
sie wollen?
konzert des Kammermusikfestivals geben.
Diesen und anderen Fragen geht das Stück „Was ihr wollt“ des
// www.kristallwelten.com/musik
wird sofort in die amourösen Machenschaften von Herzog Orsino und der von allen begehrten Olivia verwickelt. Das Spiel, ein Liebes-Spiel im wörtlichen Sinn, bricht mit Rollenklischees und
or fünf Jahren wurde in Zusammenarbeit mit der Musikschule Wattens und dem Tiroler Landeskonservatorium das Projekt „Impuls“ zur musikalischen Nachwuchsförde-
rung im Rahmen von „Musik im Riesen“ ins Leben gerufen. Anläss-
Theater praesent nach. Premiere ist am 8. April, gespielt wird bis
© SANDRA LUDEWIG
zum 20. Mai. // www.theater-praesent.at
ROCK & POP
K
UFSTEIN unlimited gilt als das größte Rock- & Pop-Festival Westösterreichs. Musikfans dürfen sich heuer von
Im täglichen »business« Im der täglichen kann Klang »business« Ihrer Stimme kann der Klang Ihrer Stimme Berge versetzen. Berge versetzen. Sprechen wir darüber. Sprechen wir darüber.
[ˈbɪznəs]
9. bis 11. Juni zum insgesamt siebten Mal wieder auf ein
stimmgewaltiges Programm freuen. Nachdem sich 2016 mit Fritz Kalkbrenner ein männlicher Künstler als Topact präsentierte, rockt in diesem Jahr die deutsche Sängerin Lena die Hauptbühne am Fischergries. Unterstützung erhält Lena am Samstagabend aus Österreich, beide bekannt aus den aktuellen Hitparadencharts: Lemo und Flowrag. Am Tag zuvor wird unter anderem Zoë, österreichische Vertreterin beim Songcontest 2016, im Kufsteiner Stadtpark auf der Bühne stehen. // Vollständiges Programm
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unter www.kufsteinunlimited.at
eco.nova
93
eco.art
© FERIENLAND KUFSTEIN
Ein Stück vom Glück Kufstein und Kultur – das passt zusammen. Dass Kufstein dabei auch Kultur abseits von Rock, Pop oder Operette kann, zeigen die glück.tage.
eco.art
EQUINOX 365 Die natürliche Balance
glück.tage-Initiator Thomas Weninger mit Richard David Precht bei der Veranstaltungspremiere im letzten Mai
A
lle Menschen dieser
nal wie international bereits vielbeachteten
Welt, egal welcher Kul-
Veranstaltungsreihe auf.“
tur oder Ethnie sie an-
Bei der Premiere im vergangenen Mai haben
gehören, wünschen
sich klingende Namen wie Richard David
sich, glücklich zu sein.
Precht, Veit Lindau, Erwin Thoma oder Ast-
Jeder auf seine ureigene Weise. Doch was
rid Süssmuth dem Thema philosophisch und
ist das eigentlich, dieses Glück? „Glück ist
literarisch sowie durch Natur und Genuss an-
in unserem Sprachgebrauch einerseits total
genähert. Heuer ist es ein nicht minder nam-
überstrapaziert – aus jedem Magazin, von
haftes Glücks-Line-up, das von 24. bis 28. Mai
jedem Plakat, in jedem Gespräch springt
in Kufstein zu Gast sein wird. Sie alle haben
einem das Glück regelrecht entgegen –, zu-
ihre ganz eigene Antwort auf die wichtigen
gleich ist Glück höchst diffus in seiner in-
Fragen rund ums Glück bereits gefunden, in
haltlichen Bedeutung“, sagt Thomas We-
Vorträgen, Lesungen und Workshops geben
ninger, Initiator der glück.tage. Während
sie diese weiter. Ihre Worte und Beispiele sol-
im Englischen zumindest noch zwischen
len dabei Wegweiser zum eigenen Glück sein.
„happiness“, dem innewohnenden, immate-
Es sind keine Anleitungen oder gar Anwei-
riellen Glück, und „luck“, dem zufallenden,
sungen. Schließlich findet jeder sein Glück
oft materiellen Glück, unterschieden wird,
nur in sich selbst. Manchmal helfen aber an-
muss die Worthülse „Glück“ im Deutschen
dere Blickwinkel und Denkweisen als Anstoß,
quasi alles schlucken. „Kufstein spürt dem
bewusst in sich hineinzuhören.
Thema bei den glück.tagen durch höchst
Den Auftakt bildet „Kufstein liest! – Lese.
unterschiedliche Zugänge nach und gibt Im-
Glück.Flashmob“ am Mittwoch, den 24. Mai
pulse für Selbstdenker, weil es eine Anlei-
von 15 bis 15.15 Uhr am Unteren Stadtplatz
tung zum Glück freilich nicht geben kann“,
in Kufstein sowie das Happy! Promena-
erklärt Weninger die Intention dahinter. Ge-
den-Konzert mit dem Glück.Orchester „Atte-
meinsam mit seiner Schwester Brigitte (mit
so String Quartet“ um 20 Uhr im Hotel Träu-
ihrem Sohn Tom Inhaberin des kleinen, fei-
merei #8. Glücksmomente scheinen nämlich
nen Liebhaber-Buchladens „weningers’s fein.
ganz oft von Musik begleitet zu sein, deshalb
kost“ und selbst erfolgreiche Buchautorin) ist
ist der Eintritt dazu auch frei. Und auch alle
Weninger nicht nur Initiator, sondern auch
anderen Programmpunkte sind mit einem
Kurator der glück.tage: „Ich darf in dieser
Eintritt von 28 Euro bewusst moderat gehal-
Funktion sehr besondere und gefragte Män-
ten, um einem möglichst breiten Publikum
ner und Frauen nach Tirol einladen, die sich
den Zugang zu ermöglichen.
rund um das große Thema Glück aus unter-
Mit dabei sind unter anderem Zukunftsfor-
schiedlichsten Blickwinkeln und Zugängen
scher Matthias Horx, der in seinem Vortrag
ausführlich Gedanken gemacht und diese
„Angst & Glück“ eine Anleitung zum Zu-
vielfach in Bestseller verpackt haben. Der
kunftsoptimismus gibt, und der Franzose
Tourismusverband Kufsteinerland tritt dabei
André Stern, der vor allem durch sein Buch
als Gastgeber und Ermöglicher dieser natio-
bzw. den Film „Alphabet – Angst oder Liebe“
charmant ausgewogen finessenreich Der Wein für Tag und Nacht und 365 Tage im Jahr
weingut j. u. m. reumann neubaugasse 39 | 7301 deutschkreutz t +43 (0) 2613 80421 m + 43 (0) 664 12 13 285 www.weingut-reumann.at Vertriebspartner: DEL FABRO – Getränkehandel Weinhaus DÖLLERER Weinkellerei MERANER BEVANDA Wein & Destillate
eco.nova
95
eco.art
© PETER LINDBERGH
zu erhöhter Popularität gelangte. Der deutsche Kulturanthropologe und Ethnobotaniker Wolf Dieter Storl betrachtet das Glück im Vortrag „Vom Glück, ein Teil der Natur zu sein“ von Wald und Garten aus und nimmt Sie dabei gleich mit hinaus auf eine GlückTour. Den Abschluss bildet die junge Autorin Vea Kaiser, die aus ihren Büchern liest und damit richtig gute Laune macht. Alle Veranstaltungen sind unabhängig voneinander besuchbar, für das Komplettpaket zum Glücklichsein gibt’s auch ein Kombiticket.
André Stern: Obwohl er nie eine Schule besucht hat, unterrichtet er Musik, arbeitet als Informatiker, spricht fünf Sprachen und hält international Vorträge.
GLÜCK.TAGE Zukunftsforscher Matthias Horx gibt eine Anleitung zum Zukunftsoptimismus.
24. bis 28. Mai 2017 • Mi., 24. Mai: Lese.Glück.Flashmob & Promenadenkonzert 15 Uhr, Unterer Stadtplatz, Kufstein bzw. 20 Uhr, Hotel Träumerei, Kufstein, Eintritt frei • Do., 25. Mai: Matthias Horx, Vortrag 20 Uhr, Passionsspielhaus Erl • Fr. 26. Mai: André Stern, Vortrag 20 Uhr, Kultursaal Langkampfen • Sa., 27. Mai: Wolf Dieter Storl Natur.Glück.Tour: 11 Uhr, Naturerlebnis Kaisergebirge Vortrag: 20 Uhr, Passionsspielhaus Thiersee • So., 28. Mai: Vea Kaiser, Matinee.Glück-Lesung 11.30 Uhr, Oberer Stadtplatz, Kufstein Eintritt: je 28 Euro, Kombiticket: 99 Euro auch Packages mit Übernachtungen buchbar
Glücklich in der Natur: Wolf Dieter Storl
96
eco.nova
Der Debütroman „Blasmusikpop“ der jungen St. Pöltnerin Vea Kaiser wurde für den aspekte-Preis nominiert, sie selbst zur österreichischen Autorin des Jahres gewählt.
www.glueck-tage.com
promotion
Einzigartiger Patientenservice bereits Jahre im Einsatz Die Entwicklung des Internet-Service „my.medalp.com“ war bereits im Jahr 2006 eines der innovativen medalp-Projekte.
D
er Zweck von my.medalp ist ei-
Ärzte und Kliniken sind in der my.medalp
rer der medalp, hatte bereits in den 90er
nerseits die Optimierung der
ausführliche Informationen wie digitale Rönt-
Jahren die Vision einer internetgestütz-
postoperativen Betreuung der
gen-, MRT- und CT-Bilder sowie Laborbefunde
ten Patientenbetreuung dieser Art. Heute
Patienten durch eine lückenlose internet-
und Arztberichte jederzeit abrufbar. Zusätz-
gilt diese Plattform in Branchenkreisen als
basierte Kommunikation zwischen Klinik,
lich zu den Standardbefunden werden bei Be-
Blaupause und State of the Art. Dass die-
nachbehandelnden Ärzten und Physiothe-
darf auch intraoperative Bilder und Videos pa-
ser digitale Informations-Service zwischen
rapien sowie Rehabilitationseinrichtungen.
tientenbezogen zur Verfügung gestellt.
Klinik und Patient eine derart große Dynamik und Beliebtheit entwickelt, hat vor
Andererseits bietet das Patientenportal individuelle, auf den Patienten abgestimmte,
Weiters überprüft ein Abfrageschema die
zehn Jahren niemand vermutet und hat zur
praktische Anweisungen zum richtigen Ver-
subjektive Befindlichkeit des Patienten. Im
Folge, dass das Portal ständig weiterentwi-
halten und entsprechendem Training nach
Falle eines unerwünschten Heilungsverlau-
ckelt wird.
der Operation.
fes erhalten die medalp-Kliniken in Imst, Mayrhofen und Sölden einen Warnhinweis
Wer die my.medalp.com einmal testen
Physiotherapeutische Empfehlungen als
mit der Aufforderung mit dem Patienten in
möchte, findet einen Probezugang unter
Text, Bild und auch in Form von Videos wer-
Kontakt zu treten.
der https://my.medalp.com (Benutzername: Demozugang / Password: 1233211233)
den gleich wie Anweisungen zur Medikamenteneinnahme vorgeschlagen. Für die nach-
Der Initiator des Projektes, Dr. Alois
behandelnden medizinischen Einrichtungen,
Schranz, Unfallchirurg und Geschäftsfüh-
www.medalp.com.
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© ANDREAS FRIEDLE
eco.art
Das Stadtarchiv gewährt heute auch ohne bestimmtes Begehr Einlass.
Sex & Crime und viele Ahas
Geschichte und Geschichten. Die Stadt Innsbruck erzählt so einige. Lukas Morscher, Leiter des Stadtarchivs, kennt viele davon. So viele, dass er sogar Bücher darüber geschrieben hat. In der Innsbrucker Badgasse finden sich aber noch Tausende mehr. // TEXT: MARINA KREMSER
SEIT IST AUCH DAS INNSBRUCKER STADTMUSEUM IM GEBÄUDE UNTERGEBRACHT. EIN SONDERFALL. IN DEN MEISTEN STÄDTEN SIND ARCHIV UND MUSEUM STRENG GETRENNT.
98
eco.nova
A
rchive haben in der ersten
Lukas Morscher. „Oftmals können es die Er-
Assoziation ein recht ver-
ben gar nicht erwarten, auch das letzte Stück
staubtes Image. Archiv ist
aus der Wohnung noch zu Geld zu machen.
dort, wo niemand mehr hingeht. Das Inns-
Viele wollen aber auch die eigene Familien-
brucker Stadtarchiv zeigt, dass das nicht
geschichte einfach hinter sich lassen.“ Meist
zwingend so sein muss. Dort lagern Geschich-
sind es genau diese Stücke, die die spannends-
ten – Familiengeschichten, Unternehmensge-
ten Geschichten erzählen: Sex & Crime, wie es
schichten, Freud und Leid in Wort und Bild.
Morscher nennt. In Briefwechseln geht es um
Und es werden immer mehr, weil laufend
geheime Liaisonen, verschmähte Liebe, unge-
neue Stücke dazukommen – neben den ob-
klärte Todesfälle. Es ist ein Paradies für all je-
ligatorischen Verwaltungsakten der Stadt
ne, die gern ein bisschen in der Vergangenheit
auch zahlreiche Ankäufe und viele Objekte
stöbern. Das Beste daran: Das Stadtarchiv ist
aus privaten Beständen: alte Fotoalben, Fami-
für jeden frei zugänglich. Seit den 1990ern ist
lien-Schriftverkehr, Urkunden. „Manche Stü-
man dabei, den Bestand zu digitalisieren. Eine
cke erhalten wir aus Nachlässen“, erzählt DDr.
neverending story, selbst wenn ein großer Teil
eco.art
Ein ganz besonderes Stück Geschichte: Die Bestätigung des Stadtrechts aus dem Jahr 1363.
Fundstück: „Die hochgeehrten Herrengäste werden dringend gebeten, allfällige Beschwerden über Bedienung, Küche oder Getränke sogleich dem Geschäftsführer anzuzeigen.“ Aus der Speisekarte des Goldenen Schiffs, auf der unter anderem Kapaun, Assietten (kleine Vor- und Zwischengerichte) und stückweises Obst angeboten werden.
mir persönlich am meisten Freude: Wenn man Leuten helfen kann, ihnen die Datenbank zeigt und sieht, wie plötzlich die Augen groß werden“, sagt Mag. Joachim Bürgschwentner, der uns mit viel Geduld durchs Archiv führt und auch uns zahlreiche „Ahs“ und „Weißt du nochs“ entlockt. Es ist ein wunderbarer Blick schon geschafft und damit digital vor Ort ab-
des heutigen Stadtturms. 1897 übersiedel-
zurück, gepaart mit Staunen und ganz viel
rufbar ist. Zudem sind knapp 700 Urkunden
te das Rathaus an seine heutige Stelle in der
Neugierde.
und eine Reihe historischer Stadtpläne auch
Maria-Theresien-Straße, auch das Archiv kam
Im Stadtarchiv lagern mehrere 100.000 Ob-
online verfügbar; weitere Bestände folgen
mit. Die Bombardierungen des Zweiten Welt-
jekte. Die ältesten Schriftquellen stammen
schrittweise.
kriegs haben jedoch auch davor nicht Halt
aus dem 13. Jahrhundert. Beinahe ehrfürch-
Neben Archivmaterial gibt es auch eine Bib-
gemacht, vieles wurde zerstört. Nach dieser
tig klaubt Bürgschwentner für uns ein Stück
liothek. Anders als in der Universitätsbiblio-
Devastierung wurde ein neuer Ort für das Ar-
Pergament mit riesigem Siegel auseinander.
thek werden die Bücher aber gebracht, nicht
chiv gesucht und im früheren Volksbad Num-
Es stammt aus dem Jahr 1363 und ist eine Be-
selbst geholt. Das wäre auch etwas schwie-
mer 3 (deshalb auch der Straßenname „Bad-
stätigung des Stadtrechts, das Innsbruck be-
rig, weil das System zwar klar strukturiert,
gasse“) gefunden. 1966 hat es hier seine neue
reits zwischen 1187 und 1204 erteilt wurde. Ein
aber schwer zu durchschauen ist. Die Bücher
– und aktuelle – Heimat gefunden. Hat man
Stück, prädestiniert für das Stadtarchiv. Des-
lagern hier nämlich nicht nach Autor, Titel
in früheren Zeiten noch geläutet und nach
sen Bestände wachsen kontinuierlich durch
oder Thema sortiert, sondern nach Größe, al-
Vortragen seines Begehrs Einlass erhalten
die systematische Abgabe von Stadtakten
so möglichst platzsparend. Die Kleinen kom-
(oder auch nicht), kann heute jeder auch ohne
ebenso wie durch Schenkungen, Nachlässe
men in Regal A, je weiter fortgeschritten das
Termin vorbeikommen und in den Archiven
und Ankäufe. Vor 15 Jahren wurde zum Bei-
Alphabet, umso größer die Bücher.
stöbern. In der Regel sind es Studenten, die zu
spiel die Sammlung Kreutz gekauft und mit
Recherchezwecken kommen, Wissenschafter,
ihr der Bestand um über 75.000 Fotos und Fo-
die forschen, aber auch Privatpersonen, die et-
toplatten, eine historische Form der Negati-
Mitte des 14. Jahrhunderts war das Archiv im
wa wissen möchten, was über all die Jahre in
ve, ergänzt. Wie man neues Material typisiert
ersten Rathaus der Stadt angesiedelt, am Platz
ihrem Wohnhaus vorgegangen ist. „Das macht
und zuordnet, wenn auf Bildern Häusern zu
Reise in die Vergangenheit
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eco.art
(1)
(1) Die 75.000-teilige Sammlung Kreutz besteht aus eigenen Fotografien Walter Kreutz’ seit den 1950er-Jahren. Zudem hat er immer Nachlässe von Fotografen in Innsbruck gesammelt, wodurch eine erkleckliche Anzahl älterer Fotografien bis zurück in die 1880er zusammengekommen ist. „Ein großer Schatz, den das Stadtarchiv kaufen hat können“, sagt Joachim Bürgschwentner.
(2)
(2) Zum Glück wird es nicht oft gebraucht, denn das Ding ist wirklich groß. Und entsprechend schwer. Der Inhalt: Heimatscheine. Nur wer zu früheren Zeiten eine Heimatberechtigung hatte, konnte Sozialleistungen beziehen. (3) Schaut wenig spektakulär aus, braucht aber am meisten Platz: die Verwaltungsakten. Hier lagern Gewerbean- und -abmeldungen, Konzessionen, Strafbescheide ab dem Jahr 1806. Reichte im 19. Jahrhundert noch ein Karton pro Jahr, waren es in den 1920er-Jahren schon zehn, Ende der 1980er-Jahre gar 80 bis 100 pro Jahr. So werden diese Akten zu Zeitzeugen einer größer werdenden Bürokratie und damit einhergehendem erhöhtem Schriftverkehr, aber auch der Stadtentwicklung. Innsbruck hatte um 1800 zwischen 10.000 und 15.000 Einwohner, um die Jahrhundertwende waren es 50.000. Heute sind es über 130.000. Mit dem Wachstum der Stadt wächst auch das Gewerbe.
100
eco.nova
(3)
sehen sind, die es heute nicht mal mehr im
ders könnte man auch nicht durch die Fotoal-
Ansatz gibt? „Viel ist learning by doing“, sagt
ben blättern. Alben aus einer Zeit, in der Fotos
Bürgschwentner. „Als ich im Stadtarchiv ange-
noch Wert hatten, in der man sich fürs Famili-
fangen habe, habe ich viel an Postkarten gear-
enfoto noch entsprechend herausgeputzt hat,
beitet. Die sind sehr dankbar, weil man in der
in der Fotos liebevoll in Familienalben geklebt
Regel einen Titel dazu hat, der Hinweise gibt.“
und von Hand beschriftet wurden. Es gibt Ur-
Über die Jahre entwickeln die Archivler ein
kunden aus dem Stadtspital, alte Stiftungsur-
Gespür für die Stadt. Große Sammlungen sind
kunden, Bücherbände von Stadtteilen, die erst
meist gut beschriftet, vielfach orientiert man
nach und nach eingemeindet wurden. Höt-
sich am Blick auf die Berge. Man bekommt ein
ting zum Beispiel. Bücher, so dick und schwer,
Gefühl für die Entwicklung der Stadt.
dass man sie auch gern einfach nur im Regal
Wir gehen weiter ins Untergeschoß. Hier la-
betrachtet. Es gibt eigene Bücher, um ande-
gern Gemeinderatsprotokolle und alte Tele-
re Bücher zu finden, und Bücher, die helfen,
fonbücher, Zeitungen werden bibliotheksüb-
sich in den umfangreichen Verwaltungsakten
lich gesammelt und gebunden. Auch wir sind
zurechtzufinden. Wir staunen. Tun das auch
im Stadtarchiv verewigt. Ein schönes Gefühl.
jene noch, die hier Tag für Tag arbeiten? Bürg-
Wir stehen vor alten Geburts- und Todesfal-
schwentner: „Mit der Zeit geht man an vielem
lakten, so alt, dass man beim Angreifen ein
vorbei, das Staunen aber verliert man nicht.
bisschen Angst hat, man würde sie kaputt
Das macht den Beruf so schön.“
machen. Doch Anfassen ist hier erlaubt. An-
// www.innsbruck.gv.at/stadtarchiv
AFS INSERAT 2017-03 Kunst in Bewegung - Magazin Econova eco.art 90x262mm im Satzspiegel - 4c PRINT
Zeitgenössisches in Salzburg
kunst in bewegung
© DIE FOTOGRAFEN
Nach der Einführung der ART Innsbruck Complementary, die vergangenen Herbst erstmals zusätzlich zur Stammausgabe im Frühjahr stattfand, setzt Messegründerin Johanna Penz auch heuer auf Erneuerung. Und geht nach Salzburg.
www.afs-austria.at
S
chon bei der Jubiläums-ART, also der 20. ART Innsbruck im Jänner vor einem Jahr, dachte Messemacherin Johanna Penz ganz offen über eine Ausweitung ihres Messekonzeptes und die Etablierung der ART an anderen Standor-
ten nach. Und schon ist es so weit. Im Juni 2017 launcht Penz die erste Ausgabe der ART Salzburg Contemporary & Antiques International im Messezentrum Salzburg und damit ihrer absoluten Wunschdestination. Denn die Stadt ist per se schon ein Synonym für Kunstsinn. Aktuell wird im Organisationsbüro der ART Kunstmesse GmbH, Betreiberin sowohl der ART Innsbruck wie nun der ART Salzburg Contemporary & Antiques International, unter Hochdruck gearbeitet. „Eine neue Messe aufzubauen ist selbst für routinierte Messemacher wie uns eine aufregende Herausforderung, wo wir jeden Tag Neues dazulernen. Denn jeder Standort hat seine Besonderheiten und folgt seinen eigenen Gesetzen“, sagt Johanna Penz, die bereits seit über zwanzig Jahren im Kunstmessengeschäft tätig ist. „Die Messe Salzburg hat uns mit offenen Armen empfangen, man unterstützt uns nach Kräften. Hier fühlen wir uns bereits nach wenigen Wochen der
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Als einziges Tiroler Gesamtlogistik-Unternehmen bewegen wir uns seit mehr als 20 Jahren selbstbewusst, kompetent, erfolgreich und unabhängig im internationalen Frachtverkehr. Unser leidenschaftliches Engagement kundenorientiert zu arbeiten, lässt uns sehr verantwortungsbewusst mit dem uns entgegengebrachten Vertrauen umgehen. Rund 80 hochqualifizierte MitarbeiterInnen garantieren diesen hohen Anspruch gelebter Servicequalität. LUFT-/SEEFRACHT & ZOLL
Zusammenarbeit ganz wunderbar in alle Abläufe integriert.“ Das Interesse an der ART in Salzburg ist generell enorm, Penz entsprechend zuversichtlich: „Wir werden unserem Anspruch auf Internationalität und Vielfalt auch an diesem für uns neuen Messeplatz vollends gerecht werden. Die ART Salzburg Contemporary & Antiques International wird eine kompakte und exquisite Kunstmesse mit einem ganz neuen Aussteller- und Künstlermix. Denn wir möchten so wie in
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Innsbruck vor zwanzig Jahren auch hier ganz neue Publikumsschichnuovoline.at
ten ansprechen und als Kunstkunden gewinnen. Alles andere würde uns ja auch gar nicht reizen.“
ART SALZBURG CONTEMPORARY & ANTIQUES INTERNATIONAL Termin: 22. bis 25. Juni 2017 Ort: Halle 1, Messezentrum Salzburg, 5020 Salzburg www.art-salzburg-contemporary.com
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INNSBRUCK
SALZBURG
ST. MARGRETHEN
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„SEIT JEHER MALE ICH. ICH VERSUCHE MIT DEN HÄNDEN ZU ARBEITEN, MACHE ES TÄGLICH, BEGINNE MIT ETWAS, MIT IRGENDETWAS.“ Ettore Moschetti
Emotion in Bild und Objekt Sie nennt Schmuck „Spielzeug für die Seele“, seine Bilder entstehen aus einer fast instinktiven Gestik. In der Galerie Nothburga treffen aktuell Margareta Niel und Ettore Moschetti aufeinander.
F
ür Ettore Moschetti, 1951 in Neapel geboren, steht seit jeher die Malerei im Zentrum seines Interesses. Die Beschäfti-
gung mit der Skulptur beeinflusst seine Art der Malerei. Gelegentlich realisiert er daneben deshalb auch kleinformatige Plastiken und großformatige Bildinstallationen aus Eisen. „Die Idee der Skulptur als
Volumen, Plastizität und Komplexität der Materie gibt mir eine vollständigere Vorstellung des Bildes. Mich interessieren unterschiedliche künstlerische Ausdrucksweisen. Es gefällt mir, sie zu mischen, Malerei, Grafik, Schrift. Ich sehe nicht viel Unterschied zwischen dem plastischen Gestalten und der Malerei“, erklärt Moschetti seinen künstlerischen Zugang. „Ich stelle mir eine Art ‚Grenzregion‘ vor, einen Ort ohne Gesetze, einen Ort des Übergangs, wo Unsicherheit herrscht, das Provisorium. Dort zu gestalten fasziniert mich, aus unterschiedlichen Materialmöglichkeiten zu schöpfen, wobei ich mit Material auch Ideenreichtum meine, den die Kunst bietet. Meine Bilder entstehen aus einer fast instinktiven Gestik. Aus einem urspünglichen Chaos setzt sich die Figur zusammen wie aus einem ausgestreuten Samen, der aus sich selbst heraus eine Form entwickelt, der ich als Künstler den Sinn und die Kraft der eigenen Kreation entnehme.“
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„SCHMUCK ALS AM KÖRPER GETRAGENES KÜNSTLERISCHES OBJEKT IST ZEICHEN, BILD, POESIE. DAS SILBER IST WIE EIN WEISSES BLATT PAPIER ZUM SCHNEIDEN, SCHREIBEN. DIE FORM BIRGT IN SICH BEDEUTUNGEN, SYMBOLE, SENSATIONEN. SCHMUCK IST SPIELZEUG FÜR DIE SEELE.“ Margareta Niel
Moschettis Ausstellungstätigkeit beginnt 1980
Wirksamkeit verpflichtet, sondern auch
mische Linie, die sowohl zeichnerischen als
mit einer Einzelausstellung in Bari und setzt
der Darstellung der Persönlichkeit. „Es ist
auch verbal expressiven Sinn hat.
sich konstant in diversen öffentlichen und
der emotionale Aspekt, der Schmuck zu
Geboren wurde Margareta Niel 1954, studier-
privaten Institutionen in Italien und im Aus-
einem wertvollen Objekt macht“, ist Niel
te an der Universität Salzburg Psychologie
land fort. In Österreich war er unter anderem
überzeugt.
und arbeitete anschließend in einer Gold-
bereits in Salzburg und Wien zu Gast. Aktu-
Ihr Schmuck ist vorrangig in Silber gearbei-
schmiedewerkstatt. Seit 1990 ist sie frei-
ell ist ein Ausschnitt seines Schaffens in der
tet und von Weiß dominiert – der Nichtfar-
schaffende Künstlerin im Bereich des zeit-
Innsbrucker Galerie Nothburga zu sehen.
be mit der Symbolik von Leichtigkeit und
genössischen Schmucks und verbindet ihre
einem subtilen, reduzierten Charakter. In
beiden Ausbildungswege damit auf subtile,
verschiedenen Tönen und Schattierungen
aber effektvolle Weise. Neben Österreich
Ähnlich poetisch sieht auch Margareta Niel
macht sie seine Oberfläche zu einem mini-
stellte sie in Italien, Deutschland, England,
ihr Tun. Neben Moschettis Bildern ist in
malistisch monochromatischen Bild. Die
Spanien und Polen aus sowie 2013 am Mu-
der Galerie Nothburga eine Auswahl ihrer
Formen sind oft Hohlkörper oder in Schich-
seum of Arts and Design in New York. 1995
Schmuckstücke zu sehen. Schmuck ist für
ten angelegte Volumen, durch geschwun-
und 1998 ist sie Assistentin der Schmuck-
Niel als ästhetisches und künstlerisches
gene Linien mit Effekten von Licht und
klasse bei Giampaolo Babetto an der Inter-
Objekt in unmittelbarer Nähe zum Körper
Schatten. Neben grafischen Themen wie
nationalen Sommerakademie in Salzburg,
eine sinnliche Andeutung. Goldschmiede-
Bogen, Wellen und Spiralen ist es vor allem
2000 Gastdozentin am Taiwan National Col-
kunst ist heute nicht allein der optischen
die Handschrift, die sie fasziniert, eine dyna-
lege of Arts in Taiwan.
Die Leichtigkeit des Seins
GALERIE NOTHBURGA Innrain 41, 6020 Innsbruck Tel.: 0512/56 37 61 info@galerienothburga.at www.galerienothburga.at
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Mobil Auto & Motor
!
WEITERE TESTBERI CHTE, NEWS UND MEHR UN TE WWW.ECO-MOBIL. AT R
BMW 5er Touring: Gewicht reduziert, Agilität gesteigert, Effizienz optimiert
Luxus-Statement
ATHLETISCH
P
limousine setzt die neue Variante mit einem unverwechselbaren Design ein weiteres State-
F
ment im Luxussegment. Gleichzeitig ist der bis zu 550 PS starke Sport Turismo variabel wie
nächsten Modellgeneration ein bisher
kein anderer Vertreter seiner Klasse. Mit großer Heckklappe, niedriger Ladekante, vergrö-
unerreichtes Niveau. Die Optik passt
ßertem Gepäckraumvolumen und einem 4+1-Sitzkonzept wird der Neue hohen Ansprüchen
innen und außen ebenso wie die neu-
an Alltagstauglichkeit und Variabilität gerecht. „Der Panamera Sport Turismo ist für Por-
en Bediensysteme, die gewohnt intuitiv
sche der Vorstoß in ein neues Segment unter Beibehaltung aller Porsche-typischen Werte
funktionieren, aber vielseitiger denn je
und Attribute“, nennt es Michael Maurer, Leiter Porsche Style. Technisch und konzeptionell
daherkommen. Zum Verkaufsstart im
nutzt der Sport Turismo alle Innovationen der erst im vergangenen Jahr komplett erneu-
Juni stehen vier Motoren zur Wahl, zwei
erten Panamera-Baureihe. Schön und gut also. Eine perfekte Kombination, erhältlich ab lo-
davon mit Allradantrieb. Einstiegspreis:
cker-flockigen 115.000 Euro. Angerollt kommt er im Oktober, bestellbar ist er bereits.
rund 48.000 Euro.
orsche erweitert die Panamera-Familie um eine neue Karosserievariante: Auf dem Genfer Automobilsalon feierte der Panamera Sport Turismo Weltpremiere und das gleich in vier Versionen inklusive E-Hybrid. Abgeleitet von der erfolgreichen Sport-
ahrdynamik, Ästhetik und intelligente Funktion: Diese für den BMW 5er Touring charakteris-
tische Kombination erreicht mit der
EYECATCHER
K
omplett neue Architektur, verlängerter Radstand und edles Design: Der neue Insigna von Opel besticht als Gran Turismo ebenso wie als Sports Tourer. Und das be-
reits im Stand. Rollt er dann los, ist das pure Emotion. Schon der Name „Grand Sport“ bei der Limousine macht deutlich, dass es sich beim neuen Insigna um ein wahres Flaggschiff handelt. Die inneren Werte passen schließlich genau zur optischen Anmutung. Das Cockpit ist auf die Bedürfnisse des Fahrers zugeschnitten, viel Platz sorgt für ein rundum feines Raumgefühl.
UND ES GIBT SIE DOCH!
A
uf der EICMA 2016, Esposizione internazionale ciclo e motociclo oder kurzum der größten Motorradmesse der Welt in Mailand, präsentierte Vespa seine „Elettrica“ vorerst noch in einem Prototypen, in der zweiten Hälfte des heurigen Jahres soll sie in Serie
gehen. Äußerlich bleibt das Elektroteil dem gewohnten Erscheinungsbild treu. Die Piaggio-Gruppe hat übrigens schon in den 1970ern mit der Entwicklung von Elektromotoren begonnen.
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eco.nova
eco.mobil
ECO.MMENTAR Der neue Ford Fiesta – der technologisch fortschrittlichste Kleinwagen der Welt – debütiert in vier Varianten.
Emotion Auto
Bruno König, Motorredaktion
ER WILL DOCH NUR SPIELEN ...
L
etztes Jahr feierte der Fiesta seinen 40. Geburtstag. Warum er sich gar so lange hält? Weil er seinen Kunden immer etwas zu bieten hatte. Der neue Ford Fiesta tritt wieder mit drei- und fünftüriger Karosserie an, wobei alle davon hübsch an-
zuschauen sind. Die jüngste Generation der Kleinwagen-Ikone kommt dabei in vier Varianten angerollt: als edler Vignale, sportliche ST-Line, avantgardistischer Titanium und als Crossover-Modell Active. Da ist quasi für jeden das Passende dabei. Im Interieur überzeugt die Verarbeitung, unter der Haube fortschrittliche Motoren. Neu ist das exklusive Premium-Soundsystem B&O Play.
A
n zehn Messetagen zählten die Veranstalter fast 700.000 Besucher und 10.700 akkreditierte
Journalisten aus der ganzen Welt. Zufrie-
NEXT GENERATION
R
Der 87. Automobil Salon Genf ist vorüber und hat wieder einmal deutlich gezeigt: Das Interesse am Automobil und der individuellen Mobilität ist ungebrochen.
den zeigten sich deshalb auch die 180 Aussteller in den Palexpo-Hallen. Elektroautos
und fünf Jahre nach Markteinfüh-
– in den vergangenen Jahren meist in den
rung der ersten Modellgenerati-
vordersten Reihen positioniert – rückten
on präsentiert der japanische All-
wieder in den Hintergrund. Elektropionier
radspezialist Subaru die Neuauflage seines
Tesla war in Genf gar nicht vor Ort und
kompakten Geländegängers XV. Das Cross-
verstärkte damit zusätzlich den Eindruck,
over-SUV verbindet Robustheit mit sport-
dass derzeit doch noch keine Mobilitäts-
lichem Design. Das macht es vielseitig und
revolution im Gange ist. Vielmehr begeis-
sowohl in der Stadt als auch offroad über-
terten pfiffige Kleinwagen mit sparsamen
zeugend. Der Innenraum zeigt sich durch-
Motoren, neue SUV und sündhaft teure
dacht und auch optisch durchaus anspre-
Sportwagen die Besucher. Dass das Auto-
chend. Unterschiedliche Modellvarianten
geschäft auch bei uns gut läuft, bestätigt
bieten eine schöne Auswahl. Gestartet wird
die aktuelle Zulassungsstatistik.
mit dem 114 PS starken Subaru XV 1.6i Clas-
Anregungen und Kommentare bitte an koenig@econova.at
sic ab 21.990 Euro, der 2.0D Exklusive beginnt inklusive Ledersitzen bei 32.990 Euro.
CHARAKTERLING
E
r hat sich losgesagt von Citroën und ist eigenständig geworden: der DS. Anfang März feierte das SUV der neuen Marke seine Premiere in Genf und soll es künftig mit dem BMW X3,
dem Mercedes GLC, dem Audi Q5 und dem Volvo XC60 aufnehmen. Richtig spruchreif wird der DS7 Crossback allerdings erst Anfang 2018, auch wenn er bereits bestellbar ist. Das Warten lohnt sich, ist er doch ein richtig chices Auto. Einmal Franzose, immer Franzose. Das Design ist charismatisch, bullig, aber nicht draufgängerisch, und edel in den Details. Dank hilfreicher Sicherheitstechnik ist er auch permanent wachsam. Sportlich präsentiert sich die innovative 8-Gang-Automatik. Gestartet soll bei rund 30.000 Euro werden.
eco.nova
105
eco.mobil
© BRUNO KÖNIG
80 Tiroler Fahrzeughändler und Autofreunde machten sich wieder auf den Weg nach Genf zum Internationalen Autosalon.
Der VW Aerton löst den CC ab.
Anflug auf Genf
Der G650 von Maybach verkörpert Luxus pur.
Der Besuch des Internationalen Autosalons in Genf hat für den Tiroler Fahrzeughandel bereits Tradition. Auch dieses Jahr machten sich wieder 80 heimische Händler und Autofreunde auf den Weg in die südwestliche Schweiz, um der 87. Auflage in den Genfer Palexpo-Hallen einen Besuch abzustatten. // TEXT: BRUNO KÖNIG
I
m heurigen Jahr feierten nicht nur
Tiroler Wirtschaftskammer verantwortlich
Die mittlerweile 87. Auflage des Autosalons
zahlreiche Autoneuheiten in der
und löst damit Marco Stütz, der in den Ruhe-
war geprägt von pfiffigen Kleinwagen, zahl-
französischen Schweiz ihre Premie-
stand gewechselt ist, in dieser Funktion ab.
reichen SUV-Neuheiten und flippigen Ni-
re, sondern auch Fachgruppen-Ge-
David Narr und Gremialobmann Dieter Un-
schentrends. Elektroautos – im vergange-
schäftsführer David Narr. Seit 1. Februar ist
terberger organisierten auch heuer die Reise
nen Jahr sehr präsent bei vielen Herstellern
er für den Bereich Fahrzeughandel in der
nach Genf gewohnt perfekt.
– fanden sich 2017 eher in den hinteren Rei-
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Andreas Resch (Denzel-Unterberger) freut sich auf den Range Rover Velar.
Giovanni Di Valentino (Unterberger-Denzel) ist vom neuen BMW 5er Touring überzeugt.
Michael Mayr und Micha E. Hauser (Autopark) fanden in Genf viele Neuheiten, etwa den Suzuki Swift.
Mazda CX-5
Volvo-Markenleiter Peter Stark (Denzel-Unterberger) vor dem brandneuen XC60 Willi Bacher mit seinen Tiroler Toyota-Partnern zeigte sich unter anderem von Toyotas WRC-Boliden beeindruckt.
Emanuel Jahn und Norbert Hofer (Ostermann und Dosenberger) vor dem neuen Nissan Qashqai
Micha E. Hauser (Autopark) begeisterte der neue Ford Fiesta ST.
Porsche 911 GT3
Audi Q8
hen. Nicht einmal Elektropionier Tesla war in Genf vor Ort. So bekam man als Besucher schon das Gefühl, dass derzeit doch noch keine Mobilitätsrevolution durch alternative Antriebe im Gange ist. Vielmehr standen spannende Neuheiten aus dem SUV-Sektor im Rampenlicht, aber auch fesche Kleine. Range Rover etwa zeigte seinen Velar, ein mittleres SUV, das die Lücke zwischen Evoque und dem Sport schließen soll. Škoda präsentierte seinen Bären Kodiaq und Re-
Alois Peer (motovision.at) und Jakob Ullmann (HST-Ullmann) vor dem Alfa Stelvio
nault die aktuelle Koleos-Generation. Aber auch Alfa konnte mit seinem SUV Stelvio
zu beeindrucken und brachte den brachia-
und der individuellen Mobilität ist nach wie
punkten. Ein weiteres Gesprächsthema war
len G650 Landaulet von Maybach mit. 12 Zy-
vor enorm hoch. Insgesamt tummelten sich
natürlich die Opel-Übernahme durch den
linder, Bi-Turbo und 630 PS zum Stückpreis
an zehn Messetagen rund 700.000 Besucher
französischen PSA-Konzern. Ebenso großes
von stolzen 812.000 Euro. Alpine feierte seine
sowie mehr als 10.000 Journalisten aus der
Interesse herrschte bei den Sportwagenher-
Auferstehung mit dem Nischensportler A110,
ganzen Welt in der Halle. Begeistert zeigten
stellern, etwa Porsche mit dem 991 GT3 und
aber auch zahlreiche Kleinwagen nahezu al-
sich auch die Tiroler Autohändler, weshalb
Panamera Sport Turismo. Ferrari begeister-
ler Hersteller buhlten auf ihren Ständen um
eine Fortsetzung der langjährigen Tradition
te mit dem 812 Superfast und Lamborghini
Kundschaft. Und noch eines konnte man in
des Genf-Besuches schon am Rückflug nach
mit dem Aventador S. Auch Mercedes wusste
Genf feststellen: Das Interesse am Automobil
Innsbruck fixiert wurde.
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Der Hyundai Ioniq ist der sportlichere der beiden und fährt sich spritziger.
Wahltag Alternative Antriebskonzepte sind auf dem Vormarsch. Neben einem geringen Verbrauch locken auch staatliche Prämien. Kaum ein Hersteller hat heutzutage nicht ein Elektro- oder Hybridmodell im Angebot. So auch die koreanischen Geschwistermarken Kia und Hyundai. Niro und Ioniq sind trotz identer Technik doch zwei unterschiedliche Fahrzeuge. Wir stellten die beiden gegenüber und wollten wissen, wer was besser kann. // TEXT: BRUNO KÖNIG
I
m Gegensatz zu Hyundai’s Ioniq
PS, der von einem 43,5 PS starken Elektro-
schnelle und sanfte Gangwechsel. Wer mit
ist der Kia Niro derzeit noch aus-
motor unterstützt wird. Die Systemleistung
dem Niro nicht allzu viel auf Autobahnen
schließlich mit reinem Hybridan-
liegt bei 141 PS und 265 Nm Drehmoment.
unterwegs ist, kann mit einem Verbrauch
trieb zu haben. Eine Version mit
Im Fahrbetrieb fühlt sich das recht unspek-
von deutlich weniger als sechs Liter im
Plug-in-Hybrid folgt jedoch schon bald. Mit
takulär an: Die Beschleunigung ist gut und
Schnitt rechnen.
dem Design trifft Kia punktgenau den Ge-
das Zuschalten des Benzinmotors kaum
Die Serienausstattung kann sich ebenfalls
schmack der Zeit: Ein SUV-ähnlicher Auf-
spürbar. Wenn es nötig ist, beschleunigt der
sehen lassen: Ein adaptiver Tempomat ist
tritt, dazu ein großzügiges Platzangebot und
Niro in 11,5 Sekunden auf Tempo 100 und
ebenso an Bord wie ein autonomer Not-
eine erhöhte Sitzposition sind derzeit ange-
erreicht knapp 165 km/h Spitze. Sehr har-
bremsassistent, klimatisierte Ledersitze vor-
sagt. Angetrieben wird der Saubermann von
monisch fügt sich dabei das 6-Gang-Doppel-
ne und ein beheizbares Lenkrad. Mit bis zu
einem 1.6-Liter-GDi-Benzinmotor mit 105
kupplungsgetriebe ein. Dieses gefällt durch
1.425 Liter Fassungsvermögen fällt der Kof-
108
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© BRUNO KÖNIG
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Dafür punktet der Kia Niro mit viel Raum und erhöhter Sitzposition.
reichend ist. Technisch gibt es keinen Unterschied: Wie der Niro verfügt auch der Ioniq über den 1.6-Liter-Benziner mit einem Elektromotor und einer Systemleistung von 141 PS. Weil der Hyundai doch etwas kleiner und leichter ist, fühlt er sich spritziger an. Das beweist auch der Blick in die Werksangaben: 10,8 Sekunden auf Tempo 100 und sogar 185 km/h Spitze schafft der Ioniq. Wie vermutet schlägt sich dieser Gewichtsverlust ebenso im Verbrauch nieder. Die Werksangabe von 3,9 Liter schafften wir auch mit viel gutem Willen nicht ganz, doch 4,2 Liter auf 100 Kilometer sind immer noch sehr respektabel. Daneben ist der Hyundai sowohl als reines Elektroauto ferraum besonders großzügig aus. In Summe
als auch als Plug-in-Hybrid erhältlich.
ist der Kia ein praktisches, umweltfreundli-
Der Innenraum zeigt sich ähnlich wie beim
ches, aber auch sehr fesches Auto. Völlig in
Niro aufgeräumt und sauber verarbeitet.
Ordnung geht der Einstiegspreis mit 26.390
Der Einstiegspreis liegt mit 24.990 Euro et-
Euro. Einmal alles kostet 35.590 Euro.
was unterhalb des Kia. Unser topausgestat-
Sportlicher Ioniq
FACTS HYUNDAI IONIQ HYBRID (KIA NIRO HYBRID)
• Motor: 1.6-GDi-Benzinmotor • Leistung: Systemleistung 104 kW/141 PS (77 kW/105 PS Benzin plus 32 kW/43,5 PS Elektro) • Drehmoment: 265 Nm • Beschleunigung: 10,8 sec (11,5 sec) von 0 auf 100 km/h • Spitze: 185 km/h (163 km/h) • Testverbrauch: 4,2 Liter/100 km (5,6 Liter) • CO2 -Ausstoß: 92 g/km (102) • Spaßfaktor: 7 von 10 Punkten (6 von 10 Punkten) • Preis: ab 24.990 Euro (ab 26.390,-)
teter Testwagen mit Navi und Leder kam auf 32.390 Euro.
Der optische Auftritt des Hyundai Ioniq
Wer die Wahl hat, hat auch die Qual. Gut sind
ist im Gegensatz zum Kia Niro wesentlich
beide, umweltfreundlich und schick auch.
sportlicher. Das geht natürlich zu Lasten des
Entscheidet wohl nur der optische Auftritt:
Raumangebotes, das aber immer noch aus-
lieber SUV-artig oder doch sportlich.
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Gar nicht kantig
siv und premium, wertig und überaus solide. Der Ford Edge vermittelt dadurch Emotion und Sportlichkeit, aber auch einen Schuss Futurismus – besonders mit den zackigen
Aus Amerika direkt nach Europa. Ford hat den Edge auch bei uns ins Programm gebracht und scheint damit recht erfolgreich zu werden. Zum einen boomen SUV derzeit wie kein anderes Segment, zum anderen schaut der wuchtige Geländegänger einfach gut aus. // TEXT: BRUNO KÖNIG
U
Schweinwerfern und der am Heck durchgehenden LED-Leuchte.
Fährt, wie er aussieht Mittels Startknopf erwacht der kräftige Diesel zum Leben. Gleich zwei Turbolader hauchen dem Edge 210 PS ein und schicken 450 Nm Drehmoment auf die Achsen. Eigent-
nauffällig ist der Ford Edge
und satten 450 Nm Drehmoment verteilt auf
lich nur auf die vordere, erst wenn kleinster
mit seinen 4,81 Metern Länge
alle vier Räder. Doch nicht nur seine Größe
Schlupf auftritt, wird die Kraft per Lamellen-
und zwei Metern Breite wirk-
allein ist es, dass der optische Auftritt auf
kupplung auch auf die Hinterachse verteilt.
lich nicht. Hier zeigt sich sein
Anhieb überzeugt. So kantig wie sein Name
Das funktioniert blitzschnell, sodass jegliche
Ursprung aus den USA. Amerikaner lieben
es vermuten lässt, ist er nämlich gar nicht.
Antriebseinflüsse ausbleiben und auch mit-
eben große Autos. Motorisiert ist das große
Edge heißt übersetzt Kante, doch das SUV
telschweres Gelände kein Problem darstellt.
SUV mit dem stärkeren von zwei Dieselmo-
gefällt eher mit schönen Rundungen und
Dazu federt der Edge komfortabel und liegt
dellen, dem 210 PS starken 2.0-Liter-Bi-Turbo
einer modernen Form. Alles ziemlich exklu-
satt auf der Straße. Spurrillen ignoriert er gnadenlos und läuft schnurstracks geradeaus. Ford zeigt damit, was sie momentan draufhaben. Kompliment.
FACTS
Innen zeigt sich der Edge von seiner ordent-
FORD EDGE TITANIUM 2.0 TDCI POWERSHIFT
• • • • •
110
Motor: 2.0-Vierzylinder-Bi-Turbodiesel Leistung: 154 kW/210 PS Drehmoment: 450 Nm Beschleunigung: 9,2 sec von 0 auf 100 km/h Spitze: 211 km/h Testverbrauch: 7,3 Liter/100 km CO2 -Ausstoß: 149 g/km Crashsicherheit: 5***** (92 % lt. NCAP) Preis: ab 45.400 Euro
eco.nova
lich und aufgeräumt und vor allem leicht zu bedienen. Die Materialauswahl ist edel und dazu sauber verarbeitet. Dazu gibt’s reichlich Platz für fünf Personen und deren Gepäck. Sicherheit wird ebenfalls großgeschrieben. Der Edge hat sogar Gurtairbags auf der Rückbank, ein Feature, das man sonst nur © BRUNO KÖNIG
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lichen Seite. Alle Schalter sind übersicht-
in großen Nobel-Limousinen findet. Klein ist hingegen sein Verbrauch: Während unseres Tests genehmigte sich das große SUV im Schnitt nur 7,3 Liter auf 100 Kilometer.
AUSDRUCK EINES NEUEN DENKENS. DER NEUE VOLVO S90 UND V90. SERIENMÄSSIG MIT PILOT ASSIST UND CITY SAFETY MIT WILDTIER-ERKENNUNG. Seit es Volvo gibt, bauen wir die sichersten Fahrzeuge der Welt und setzen dabei neue Maßstäbe. Wie mit dem neuen Volvo S90 und V90. Ausgestattet mit Pilot Assist, dem ersten serienmäßigen Assistenten für teilautonomes Fahren bis zu 130 km/h. Damit selbst die besten Fahrer noch besser werden. DER BEGINN EINER NEUEN ÄRA. JETZT ENTDECKEN AUF VOLVOCARS.AT
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eco.mobil
Mehr Power für den Indianer
S
© BRUNO KÖNIG
Mehr Kraft, aber auch mehr Gänge brachte Jeep in die aktuelle Version seines Cherokee. Wir waren mit dem Sondermodell „75th Anniversary“ – nicht nur – im Gelände unterwegs. // TEXT: BRUNO KÖNIG
tatt bisher mit einem 2.0-Liter-Diesel schickt Jeep den neuen Cherokee nun mit einem 2.2-Liter-Triebwerk an den Start.
Der neue Selbstzünder leistet im 75th Anniversary satte 200 PS und liefert damit ein bäriges Drehmoment von 440 Nm. Dank doppelter Abgasrückführung erfüllt er die Euro-6-Abgasnorm ohne zusätzliche Harnstoffbeimengung. Die Kraft verteilt der erstarkte Indianer mittels moderner 9-Gang-Automatik auf alle vier Räder. 90 Newtonmeter mehr Drehmoment leistet der Antrieb im neuen Cherokee. Dieser Zuwachs ist schon auf den ersten Metern spürbar. Kraftvoll und souverän schiebt der Cherokee bereits bei niedrigen Drehzahlen nach vorne. Erfreulich dabei ist die akustische Zurückhaltung des Dieselmotors sowie die Laufruhe des Vierzylinders. Laut Werksangaben erreicht der Jeep nach nur 8,5 Sekunden Tempo 100 und könnte bis zu 204 km/h schnell werden. Damit wird der Geländewagen zwar noch nicht zum Sportler, der Kraftzuwachs bringt ihm jedoch eine Extraportion Gelassenheit.
Zuhause im Gelände Wo die Wurzeln des Cherokee herkommen, kann auch die Kooperation mit Fiat und Chrysler nicht verheimlichen. Soll sie auch nicht. Im Gelände fühlt sich ein Jeep ein-
FACTS
fach wohl, dafür wurde er schon vor 75 Jahren konstruiert und das merkt man – auch heute noch. Er kraxelt souverän und mit spielerischer Leichtigkeit, dass es eine Freude ist. Die Zusammenarbeit zwischen Motor und Getriebe ist mit der 9-Gang-Automatik deutlich harmonischer geworden. Das spiegelt sich auch im Verbrauch positiv wider: Mehr als 7,3 Liter im Schnitt gönnte sich der Cherokee nicht. Damit wird der Jeep zum verlässlichen und kraftvollen und auch zum sparsamen Begleiter auf allen Wegen. Der Einstiegspreis für einen Cherokee liegt bei 39.990 Euro.
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eco.nova
JEEP CHEROKEE 75TH ANNIVERSARY • • • •
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Motor: 2,2-Liter-Vierzylinder-TD Leistung: 147 kW/200 PS Drehmoment: 440 Nm Beschleunigung: 8,5 sec von 0 auf 100 km/h Spitze: 204 km/h Testverbrauch: 7,3 Liter/100 km CO2 -Ausstoß: 149 g/km Spaßfaktor: 7 von 10 Punkten Preis: ab 39.990 Euro (75th Anniversary ab 55.950 Euro)
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eco.mobil
Schwedische Eleganz Sich in den Mittelpunkt zu stellen, liegt den Schweden überhaupt nicht. Sie bleiben lieber im Hintergrund und überraschen dafür mit Taten. So auch mit dem neuen Volvo S90, der großen Limousine. Understatement pur, aber trotzdem nobel und unverwechselbar. // TEXT: BRUNO KÖNIG
L
imousinen fristeten in den
dern vor allem an den Herstellern selbst, die
letzten zehn Jahren mehr ein
mittlerweile wirklich schöne Limousinen
Schattendasein – besonders
bauen. Eine davon ist der neue Volvo S90 –
bei uns. Während bei fast allen
von außen groß und modern mit nordländi-
Herstellern die Kombis wie geschmiert lie-
scher Sachlichkeit. Unser Testauto kommt
fen, verstaubten die Limos derweil in den
in dezentem Silbergrau daher, eine stattliche
hinteren Ecken der Schauräume. Nur bei
Erscheinung mit souveräner Eleganz. Trotz
Amerikanern und Chinesen war das schon
dieser Zurückhaltung haben es die Schwe-
immer umgekehrt. Nun kommt aber auch
den auch dank der „Thors Hammer“ ge-
bei uns wieder Schwung und eine erhöhte
nannten LED-Scheinwerfer geschafft, einen
Nachfrage für die eleganten Stufenheckver-
wahren Hingucker auf die Räder zu stellen.
sionen auf. Das liegt nicht nur an geänder-
Seit dem XC90 im Jahr 2015 erwecken die
ten Kaufgewohnheiten der Europäer, son-
neuen Volvo-Modelle bei Passanten erhöh-
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eco.nova
FACTS Volvo S90 Inscription • • • • • • • • • •
Motor: 2.0-Liter-Vierzylinder-Diesel Leistung: 140 kW/190 PS Drehmoment: 400 Nm Beschleunigung: 8,2 sec von 0 auf 100 km/h Spitze: 230 km/h Testverbrauch: 8,2 Liter/100 km CO2-Ausstoß: 116 g/km Spaßfaktor: 8 von 10 Punkten Crashsicherheit: 5***** (96 % lt. NCAP) Preis: ab 40.600 Euro
eco.mobil
te Aufmerksamkeit. Nicht anders beim S90. Mercedes-, Audi- oder BMW-Fahrer können da oft nur neidvoll zum Volvo-Besitzer hinüberblinzeln.
Dabei können die meisten das Schönste am S90 gar nicht sehen: den Innenraum nämlich. Dieser ist nicht nur großzügig ausgefallen, sondern auch nur mit feinsten Ma-
© TOM BAUSE
Edler Innenraum
terialien verarbeitet. Das Raumangebot ist beeindruckend. Kein Wunder, misst die Li-
dem Innenraum einen besonders exklusiven
stunden in der Bedienungsanleitung investie-
mousine doch fast fünf Meter Außenlän-
Touch. Diesen Eindruck unterstreichen die
ren. Ansonsten überzeugt der große Schwede
ge. Die Ledersitze sind komfortabel und für
aus feinstem Alu-Blech aufwändig gefertig-
mit einem Fahrerlebnis der Luxusklasse und
jeden ideal einstellbar. Schwarz glänzende
ten Lautsprecher-Abdeckungen zusätzlich.
enormem Sicherheitspotential. Und dank der
Klavierlack-Oberflächen wechseln mit ge-
Aufwändig ist auch das richtige Wort für den
modernen Vierzylinder-Dieselmotoren mitt-
bürstetem Leichtmetall. Der wie gehämmer-
riesigen Touchscreen in der Mittelkonsole,
lerweile auch mit Wirtschaftlichkeit. Damit
tes Silber wirkende Start-Stop-Knopf und
über den nahezu alle Einstellungen verwaltet
werden nicht nur Kombis und SUV, sondern
der in gleicher Optik gehaltene Wählschalter
werden. Wer sich damit besonders gut aus-
verstärkt auch wieder Limousinen auf die
für die unterschiedlichen Fahrmodi geben
kennen möchte, muss allerdings einige Lese-
Überholspur zurückfinden.
Design mit Zukunft Klaus Rettinghausen ist der Marke Volvo seit über zwanzig Jahren eng verbunden und wurde 2008 Markenleiter des schwedischen Herstellers im Autopark Innsbruck. Der gebürtige Duisburger erklärt die Highlights der neuen Volvo-S90- und V90-Modelle und warum das Design Zukunft hat.
D
as halbautonome Fahren, das
vor allem sichere Art zu reisen. Besonders am
Ebenso gelungen finde ich die Optik der
Volvo nun erstmalig eingeführt
Abend nach einem anstrengenden Tag ist das
neuen Volvo-Modelle, die auch bei unseren
hat und bis 130 km/h möglich ist,
eine feine Sache. Das Lenkrad muss allerdings
Kunden sehr gut ankommt. Die neue Lini-
zählt sicher zu den wichtigsten Neuerungen
festgehalten werden, sonst sendet der S90 ein
enführung und die signifikante Frontpartie
in den S90- und V90-Modellen. Das ist auch
Warnsignal und beendet die halbautonome
machen den S90 unverwechselbar. Designer
ein wichtiger Schritt in Richtung vollautono-
Unterstützung.
Thomas Ingenlath hat hier wirklich einen
mes Fahren der Zukunft. Erst kürzlich konn-
super Job gemacht. Seit dem neuen XC90
te ich auf einer Fahrt nach Wien das System
zeichnet er für die Designsprache der neu-
selber testen und muss sagen: Es funktioniert
en Modelle verantwortlich und lenkt meiner
tadellos, auch bei Nebel und widrigsten Wet-
Meinung nach die Marke damit in eine er-
terverhältnissen – das hat mich schon beein-
folgreiche Zukunft.
druckt. Ein Sensor scannt die Fahrbahn und orientiert sich dann an den äußeren Fahr-
Wirtschaftliche Motoren
bahnbegrenzungen. Damit fährt der Volvo in
Die neuen Vierzylinder-Dieselmotoren zeich-
der Mitte des Fahrstreifens. Das funktioniert
nen sich durch ihre hohe Wirtschaftlichkeit
auch bei langgezogenen Kurven auf der Au-
bei genügend Leistungsreserven aus. Der
tobahn. Zusätzlich hält der adaptive Tempo-
kräftige 190-PS-Diesel im S90 kommt bei ge-
mat den Abstand zum vorausfahrenden Fahr-
zügelter Fahrweise mit weniger als acht Liter
zeug. Eine ganz entspannte, bequeme und
Volvo-Spezialisten im Autopark Innsbruck: Markenleiter Klaus Rettinghausen (li.) und Verkaufsberater Marco Warger
im Schnitt auf 100 Kilometer aus.
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Lifestyle Luxus & Trends
Fit in den Frühling mit morgendlichen Smoothie-Bowls Smoothie-Bowl mit Trauben, Erd- und Heidelbeeren Zutaten für 2 Portionen: 40 g Haferflocken • 100 ml Wasser • 300 ml Hafer-, Mandel- oder Sojadrink, ungesüßt • 1 Banane, Stücke • 300 g Erdbeeren, kleine Stücke • ½ TL Bourbonvanille, gemahlen • 100 g Trauben, halbiert • 100 g Heidelbeeren • 1 TL Chiasamen, geröstet Zubereitung: Am Abend Haferflocken mit 100 ml Wasser vermischen, zudecken, kalt stellen und über Nacht quellen lassen. Am Morgen die eingeweichten Haferflocken, Einweichflüssigkeit, Haferdrink, Bananen, 200 g Erdbeeren und Vanille mit dem Mixstab fein pürieren. Smoothie-Bowl portionsweise anrichten, mit den restlichen Erdbeeren, Trauben, Heidelbeeren und Chiasamen bestreuen.
Smoothie-Bowl mit zweierlei Aprikosen und Himbeeren Zutaten für 2 Portionen: 40 g Softaprikosen, Stücke • 50 g Hafer-, Reis- oder Hirseflocken • 1 TL Leinsamen, geschrotet • 200 ml Wasser • 150 g Sojajoghurt, ungesüßt • ½ Banane, Stücke • 100 ml Orangensaft • ½ TL Zimt, gemahlen • 150 g Aprikosen, kleine Stücke • 100 g (TK-)Himbeeren Zubereitung: Am Vorabend Softaprikosen, Haferflocken und Leinsamen mit 200 ml Wasser vermischen, zudecken, kalt stellen und über Nacht quellen lassen. Am Morgen Softaprikosen, Haferflocken, Leinsamen, Einweichflüssigkeit, Sojajoghurt, Banane, Orangensaft und Zimt mit dem Mixstab fein pürieren. Smoothie-Bowl portionsweise anrichten, mit Aprikosen und Himbeeren bestreuen. // Tipp: Wenn Sie die Smoothie-Bowl zur Arbeit mitnehmen, packen Sie die Früchte zum Bestreuen separat ein.
REZEPTE AUS:
Bowls – Alles aus einer Schüssel, Elisabeth Fischer, Kneipp Verlag, 132 Seiten, EUR 18,90 Basenfasten kann richtig schmackhaft sein. Und einfach. Elisabeth Fischers unkomplizierte Gerichte werden aus einer großen Bowl (also Schüssel) gegessen und eignen sich bestens zum Mitnehmen, funktionieren also auch im Arbeitsalltag. Mit dabei: Frühstück, Suppen, Salate, Gemüserezepte und Süßes. Davon gegessen wird drei Mal am Tag.
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M
it dem aurora hat Innsbruck ein Kosmetikstudio bekommen, das die individuelle Schönheit in den Mittelpunkt stellt, und mit ihm ein Wohlfühlkleinod, das optisch wie inhaltlich überzeugt. Das Team rund um Ge-
schäftsführer Murat Coskun verwöhnt nach höchsten Qualitätsstandards mit Produkten von !QMS Medicosmetics und Kosmetik von Horst Kirchberger – von Gesichts- und Körperbehandlungen über Mani- und Pediküre sowie Haarentfernung bis hin zum perfekten Make-up. Richtig gut gehen lassen können Sie es sich bei den Verwöhnpaketen, toll sind auch die Hochzeitspakete für Sie und Ihn, die Sie für den schönsten Tag im Leben noch ein Stück mehr strahlen lassen. // www.kosmetik-aurora.at
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Komposition Avocado Vulcanoschinken I Papaya Gazpacho I Jakobsmuschel Saiblingsfilet knusprig Spargel | Kresse
Pubquiz goes Gletscherpark: Snow Quizzard macht’s möglich.
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GRANDER ON TOUR - DAS GRANDER CATERING ESSEN VOM GRANDER - UND DOCH NICHT IM GRANDER RESTAURANT
QUIZZEN IN DER GONDEL
M
it „Snow Quizzard“ greifen die Bergbahnen der neu gegründeten Marketingvereinigung Gletscherpark Tirol als Erste das nach wie vor grassierende Quizfieber auf und schaffen ein vollkommen neues Angebot. Die
spezielle Skisafari bietet den Gästen die Möglichkeit, sich per Smartphone spielerisch
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mit Sport, der Region sowie der Natur auseinanderzusetzen. Mit dem neuen Spiel des Tiroler Spieleentwicklers Locandy können Skifahrer und Snowboarder, die sich in den Skigebieten des Gletscherparks bewegen, künftig ihr Wissen rund um den Winter testen. Möglich ist das somit am Pitztaler und Kaunertaler Gletscher, am Hochzeiger und Rifflsee, in Hoch-Imst und Fendels. Das Spiel wurde als Wissensquiz konzipiert und ist eine gänzlich neue Form des interaktiven und multimedialen Entertainments für Wintersportler. Der Skigast wird dabei zum Quiz-Teilnehmer und im Rahmen der Skisafari über GPS-basierte Stationen in Gondeln und bei Hütten durchs Skigebiet geführt. „Snow Quizzard“ kann in drei Schwierigkeitsstufen in neun Spielstationen gespielt und kostenlos in den Appstores für iOS- und Android-Geräte heruntergeladen werden.
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Abseits des Mainstream und Designs für Mutige: Pride Eyewear bei Optik Renate Hopffer
Einzigartig sehen Optik Renate Hopffer ist einer der ältesten Optikerbetriebe Innsbrucks. Die Großeltern der Namensgeberin Renate Hopffer waren es, die 1879 das erste Geschäft eröffneten und von Anfang an auf Qualität setzten. Ein Schritt, der sich bis heute auszahlt.
A
lexander Gartner führt Op-
ell und perfekt an die Gesichtsform und Be-
tik Renate Hopffer aktuell
dürfnisse anpasst.
in der vierten Generation
und auch wenn er nicht direkt dem familiären
Jedes Stück ein Unikat
Stammbaum entspringt, so hat er doch sein
Im Allgemeinen sind Fassungen und Brillen-
gesamtes Optikerleben hier verbracht und ist
gläser nur bis zu einem bestimmten Grad in-
somit zum Teil der Familie geworden. Seit Be-
dividualisierbar, lediglich die Brillenglaswerte
ginn an – und damit seit fast 140 Jahren – liegt der Fokus klar auf Qualität und Exklusivität. „Wir betreuen unsere Kunden von A bis Z und begleiten sie in allen Belangen rund ums Sehen“, sagt Alex, der auch mit seinen Kunden gerne per du ist. Schließlich geht es in seinem Geschäft um Vertrauen. Gut sehen ist Lebensqualität und auch bei der Auswahl der
„WIR DÜRFEN UNS TROTZ UNSERER TRADITIONELLEN WURZELN UND DER LIEBE ZUM HANDWERK NICHT VOR DEM TECHNISCHEN FORTSCHRITT VERSCHLIESSEN. PERSÖNLICHE BERATUNG WIRD ABER AUCH IN ZUKUNFT WICHTIG SEIN.“ Ing. Alexander Gartner, Optikermeister
richtigen Fassung braucht es Beratung und
sind variabel. Hoya entwickelt seit nunmehr 75 Jahren weltweit revolutionäre Produkte in der Augenoptik- und Gesundheitsbranche. Yuniku ist eine weitere dieser Revolutionen. In den Augenoptikergeschäften werden dafür zunächst die Gesichtsmerkmale des Kunden gescannt und die visuellen Anforderungen aufgenommen. Basierend auf den gesammelten Daten werden die optimalen Trageparame-
ein Gegenüber, dem man vertraut. „In der Re-
Modelle gibt es aktuell etwa von Pride Eye-
ter definiert, festgelegt und eine automatische
gel kauft man sich nicht alle Jahre eine neue
wear und auch sonst wird es in der Brillen-
Größenempfehlung für die Fassung erstellt.
Brille, deshalb ist es wichtig, ein Modell zu
mode vermehrt individueller.
Dies gewährleistet nicht nur optimales Sehen,
finden, an dem man lange Freude hat. Das ist
Tradition und Nachhaltigkeit sind Schlag-
sondern auch einen komfortablen Sitz der
auch der Grund, warum sich Trends in der Op-
worte, die Optik Renate Hopffer über die Jah-
Fassung, weil jede Fassung auf ein einzigarti-
tik nicht so rasch ändern wie generell in der
re so erfolgreich gemacht haben. Nachhaltige
ges Gesicht angepasst wird. Ein innovativer
Mode. Seit gut zwei Jahren etwa sind runde
Führung und traditionelles Handwerk sind
3-D-Druck ermöglicht es schließlich, die Fas-
Modelle in verschiedenen Varianten und Aus-
Qualitätskriterien, die die Kunden zu schät-
sung auf Grundlage der visuellen und ästheti-
prägungen modern. Ich schätze, Trends halten
zen wissen. Dennoch verschließt sich der Be-
schen Wünsche des Trägers mit dem höchsten
sich in der Brillenmode über sechs bis acht
trieb nicht vor Innovationen. Bestes Beispiel
Tragekomfort anzufertigen. Persönlicher geht
Jahre“, meint Alex. Richtig coole, extravagante
ist ein neuartiges Gerät, das Brillen individu-
es kaum! // www.optik-hopffer.at
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Reisen ist unterwegs sein Während die Individualisierung viele unserer Lebensbereiche schnell und teilweise vollständig revolutioniert hat, gestaltet sich die Umsetzung dieses Megatrends beim Reisen schwieriger. Dennoch ist es machbar. Das beweist Ambros Gasser mit seiner neuen Reiseplattform WeDesignTrips. Maßanzug statt Stangenware sozusagen.
F
remd ist Ambros Gasser die
vidualisierung. Menschen wollen Produkte
Reisebranche nicht. Er hat be-
und Services ganz auf ihre persönlichen Be-
steht im Mittelpunkt. Es geht um seine Wün-
reits im Jahr 2011 die Alpinschu-
dürfnisse zugeschnitten. ASI sowie andere
sche und Bedürfnisse. Angebote werden von
le Innsbruck (ASI) von seiner Mutter Elfi
Reiseveranstalter können das nur bedingt
null entwickelt und maßgeschneidert. Wir ha-
übernommen. Schon ASI ist ein sehr spezi-
erfüllen. Dies liegt vor allem an der langen
ben Ambros Gasser ein paar Fragen gestellt.
alisiertes und individuelles Reiseunterneh-
Kommunikations- und Distributionskette
men, WeDesignTrips geht nun noch ein paar
zwischen Kunden, Reisebüro und -veran-
ECO.NOVA: Sie haben ASI Reisen von Ihrer
Schritte weiter. Und es sind mutige Schritte.
stalter sowie lokalem Reiseveranstalter. Bei
Mutter übernommen. War es für Sie immer
ASI Reisen ist spezialisiert auf Aktivreisen
WeDesignTrips verbinden wir Reisende direkt
klar, beruflich in diese Schiene zu gehen?
weltweit, sowohl in der Gruppe als auch in-
mit handverlesenen lokalen Reiseveranstal-
AMBROS GASSER: Schon immer würde
dividuell. Diese zwar durchaus individuellen
tern“, erklärt Gasser seine Intention für das
ich nicht sagen, aber verhältnismäßig früh.
Touren haben aber trotzdem einen festen
interne Unternehmens-Spin-off. Durch den
Das hat mir geholfen, mich gezielt auf die
Reiseverlauf, der nur bedingt weiter abänder-
direkten Kontakt zu Deutsch sprechenden,
Herausforderung vorzubereiten. Ich habe in
bar ist. „Wir beobachten generell in unserer
lokalen Experten und Insidern kann die Rei-
München und Malaga Wirtschaft mit Tou-
Gesellschaft einen großen Trend zur Indi-
seplanung gänzlich verändert und verbessert
rismus studiert, in Südamerika bei einem
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werden. Der Reisende mit seinen Bedürfnissen
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„UNSERE MISSION IST ES, REISEN WIEDER EINFACHER, INDIVIDUELLER, AUTHENTISCHER UND FAIRER ZU MACHEN.“ Ambros Gasser
unserer Partner gelernt, ein Jahr in einer Un-
ße, müssen unsere Werte des Reisens in sich
begrenzt. Dies ist gleichzeitig das größte Pro-
ternehmensberatung gearbeitet, meine Aus-
tragen und ganz pragmatisch einige versi-
blem. Die Reiseplanung wird immer schwie-
bildung als Wanderführer absolviert und bin
cherungstechnische Anforderungen erfüllen.
riger. Wo anfangen, wo aufhören, Angebot A oder Angebot B? Vielleicht doch nochmals
2007 in unser Unternehmen eingestiegen. Laut Zukunftsinstitut ist „Slow Travel“ der
eine Runde googeln? Und genau da setzt
Was bedeutet Reisen für Sie?
neue Trend abseits von Pauschalurlaub
WeDesignTrips an. Unsere Mission ist es, Rei-
Reisen ist unterwegs sein. Unterwegs sein
und Massentourismus. Warum, glauben
sen wieder einfacher, individueller, authenti-
ist eine Lebenseinstellung. Das muss nicht
Sie, ist diese Entdeckung der Langsamkeit
scher und fairer zu machen.
immer zwangsläufig örtlich, sondern kann
und das authentische Erleben gerade jetzt
auch geistig sein. Für mich ist es stark mit
wieder so stark im Kommen?
Sie reisen viel durch die Welt. Welches Land
Neugier verbunden: neue Dinge wahrneh-
Ich denke, das war nie weg. Wir beobach-
hat Sie am meisten beeindruckt und welches
men, staunen, aus Begegnungen lernen und
ten diese Entwicklung seit Langem. Die Welt
möchten Sie unbedingt noch besuchen?
in seinen Alltag mitnehmen und diesen
dreht sich immer schneller, wird immer tech-
Ich bin relativ viel unterwegs, darf viele
durch die gemachten Erfahrungen mögli-
nologisierter, wächst ein Stück zusammen
Menschen und schöne Ecken der Welt ken-
cherweise auch weiterzuentwickeln.
und auseinander gleichermaßen. Blickt man
nenlernen. Das „Schönste, Beste, Beein-
in die Innenstädte dieser Welt, sehen viele
druckendste“ gibt es für mich somit nicht
WeDesignTrips arbeitet mit lokalen Reiseve-
sehr gleich aus: Shops, Kaffees, Restaurants
wirklich. Mein letztes bestimmt in Erinne-
ranstaltern, die in den Reiseländern vor Ort
... Das ist für mich die Oberfläche, Menschen
rung bleibendes Erlebnis war in der ersten
sind. Wie wählen Sie Ihre Partner aus?
sehnen sich aber nach mehr, dem Kern und
März-Woche, als ich mit Tourenskiern am la-
Die Identifikation von lokalen Partnern ist
dem Herz einer Kultur. Dafür muss man an
vaströmenden Ätna war. Ganz groß auf mei-
eine unserer Kernkompetenzen. Mit der
der Oberfläche kratzen, tiefer gehen und
ner Bucketlist stehen Japan, Bosnien und
50-jährigen Erfahrung der ASI haben wir ein
sich auch die Zeit dafür nehmen.
der Tiroler Pateriol.
sehr umfangreiches Netzwerk an weltweiten Reiseveranstaltern, die unseren Anforde-
Wie hat sich das Thema Reisen generell in
rungen entsprechen. Unsere Partner müs-
den letzten Jahren verändert?
sen zum Beispiel etablierte Reiseveranstal-
Noch nie war es für uns so einfach, zu reisen.
ter sein, die schon mehrere Jahre am Markt
Es gibt nichts, was es nicht gibt, die Fülle an
sind. Sie benötigen eine Mindestbetriebsgrö-
Angeboten, Websites oder Apps ist schier un-
WEDESIGNTRIPS
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WEDESIGNTRIPS.CO
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Reisetipps Geheimnisvolles MYANMAR
NAMIBIA: Wo Wüste und Meer aufeinandertreffen Große Stille, unendliche Weite und grenzenlose Freiheit: All dies und viel mehr hat eine individuelle Reise durch Namibia zu bieten. Ein Höhepunkt ist dabei die Küstenwüste Namib, die älteste Wüste der Welt. Die größten Dünen unseres Planeten lassen sich hier rund um das Sossusvlei finden. Ein unvergesslicher Anblick, der sich darbietet – festgehalten mit der Kamera wird er in ein Urlaubsmitbringsel verwandelt. Jeden Tag erlebt man ein atemberaubendes Spiel aus Farben und Licht – ein Spektakel der Superlative, wenn die heiße Afrikasonne das Meer und den Wüstensand zugleich ins Glitzern versetzt. Dabei definiert sich Namibia nicht nur durch seine bezaubernde Atlantikküste, das Angebot an spektakulären landschaftlichen Kontrasten zieht sich durch das gesamte Land. Paradebeispiel: der Fish River Canyon weiter im Landesinneren, der sich ideal für Wanderungen eignet. Die große Stille ist hier allgegenwärtig. Mit seinen 160 Kilometern Länge, 27 Kilometern Breite und ca. 550 Metern Tiefe gilt er als größter Canyon Afrikas. Und nach dem Grand Canyon als zweitgrößter der Erde. Die beeindruckende Tierwelt Namibias vereint sich im Etosha-Nationalpark und vermittelt das Gefühl unendlicher Freiheit.
Pazifik, Karibik, Anden und Amazonas: KOLUMBIEN
Geheimtipp
Das Interesse nach einer individuellen Reise in das vergessene Land am Äquator steigt immens. Nicht zuletzt dank dem Friedensvertrag zwischen der Regierung Santos und der Guerillabewegung FARC, der den seit Jahrzehnten bestehenden Konflikt endlich aus der Welt schaffen soll. Das steigende Interesse ist mehr als berechtigt: paradiesisches Karibikfeeling und vergletscherte Andengipfel, verbunden durch einen Teppich aus schier endlosem Grün. Der Facettenreichtum der kolumbianischen Landschaft schreit förmlich danach, erkundet zu werden. Auf Abenteuertour geht es durch das Amazonastiefland, das mit einer Fläche größer als Deutschland den Titel „größtes Ökosystem der Welt“ trägt. Und das zu Recht! Reizvoll gestaltet sich das Gebiet durch die gewaltige Artenvielfalt und die indigenen Stämme der Ticuna- und Yagua-Indianer. Auf Genussurlaub befindet man sich in der Zona Cafetera Kolumbiens – die Anbauregion des schwarzen Goldes: Kaffee. Die Abgeschiedenheit der Kaffeeplantagen eignet sich ideal zum Entspannen und bietet die einmalige Gelegenheit, die Kaffeegewinnung hautnah und authentisch mitzuerleben. Die individuelle Reise durch das Land am Äquator lässt sich allerdings auch aktiv gestalten, etwa beim Wandern durch die Bergketten der Sierra Nevada de Santa Marta. Noch ist Kolumbien ein Land abseits ausgetretener Massentourismuspfade, ganz ohne Stress, Hektik und Lärm. Ein wahres Paradies, das es wert ist, noch als Insidertipp ausgekostet zu werden!
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eco.nova
An jeder Ecke des tropischen Burmas findet sich der Zauber des Buddhismus wieder. In Bagan, im Tal der Tempel, glitzern bei Sonnenaufgang mehr als 2.400 Heiligtümer im wärmenden Licht. Auf zwei Rädern gelangt man unkompliziert und unabhängig in jeden Winkel der Region. Geschichtsträchtige Orte, die sich über das ganze Land verteilen, eignen sich ausgezeichnet, um individuell bereist und erkundet zu werden. So etwa die Shwedagon-Pagode in der größten Stadt Myanmars: Yangon. Das Herzstück der heiligen Stätten des Landes zieht Reisende aus aller Welt in ihren Bann. Mit geschätzten 2.500 Jahren auf dem Buckel gilt die Pagode als buddhistisches Zentrum des Landes. Mitunter auch durch ihren prunkvollen goldenen Stupa. Über 90 Meter ragt das buddhistische Bauwerk über die grüne Metropole empor. Die unzähligen, aufwendig verzierten Gebäude und Statuen in unmittelbarer Nähe komplettieren den Anblick dieses historischen Ortes. Ein Bilderbuchmotiv – für Auge und Kameralinse! Kultur und Natur halten in Burma zusammen wie Pech und Schwefel. Der Shan Staat im Osten Myanmars lässt so manch Trekking liebendes Herz höherschlagen. Das Hochplateau glänzt dabei mit unberührter Naturschönheit und ermöglicht authentische Begegnungen mit hiesigen Berg- und Flussvölkern. Alltagsleben, Kultur, Natur und Tradition hautnah!
eco.life
Edle Geschenke aus Tirol Ganz im Zeichen des Frühlings präsentiert sich das TIROLER EDLES in der Innsbrucker Altstadt: Egal ob für Ostern, Muttertag oder Vatertag – bei der großen Auswahl an edlen Geschenkideen ist für jeden Anlass etwas dabei.
D
as TIROLER EDLES in der
Grauvieh gehören zu den ausgewählten kuli-
Unterländer Gerberei Niederkofler machen
Seilergasse 13 wurde vor zwei
narischen Spezialitäten. Die „Ei du Edle“-Os-
jeden Gartensessel noch gemütlicher. Und
Jahren eröffnet und ist mitt-
terschokoladen in drei Sorten sind nette Mit-
wirklich einzigartig sind die Osterkränze aus
lerweile für viele, die etwas
bringsel und machen sich auch gut in den
Ultener Schafwolle!
„Besonderes aus Tirol“ suchen, nicht mehr
Geschenkkistchen, die man schon bestückt
Seit Kurzem werden auch edle Keramikpro-
wegzudenken. Die angenehme Atmosphä-
im Laden erstehen oder auch individuell zu-
dukte wie Krüge, Becher, Teller und Brotdo-
re und der feine Duft der Weißtanne, mit
sammenstellen kann. Die große Auswahl an
sen vom Brunecker Karl Heinz Malferthei-
der das Geschäft ausgestattet ist, laden zum
festen und flüssigen Tiroler Reine Seifen in
ner im TIROLER EDLES angeboten. „Meine
gemütlichen Verweilen und Stöbern ein. Ne-
feinen alpinen Duftnoten und wunderba-
jüngste Entdeckung!“, freut sich Therese
ben einem beständigen Sortiment gibt es
ren Farben rundet das Stammsortiment im
Fiegl. „Die Liebe zur Keramikherstellung liegt
immer wieder Neues zu entdecken, denn die
TIROLER EDLES ab.
ihm im Blut, seine Werkstatt wurde schon
Inhaberin und Agrarökonomin Therese Fiegl
1897 von seinem Urgroßvater gegründet. Sei-
Geschenken, die Tirol zu bieten hat“: Hoch-
Handwerklich wertvolle und schöne Dinge
qualitative, schöne und stilvolle Produkte,
Wunderschöne handgefertigte Webstü-
dividuell.“ Jedes Stück ist ein Unikat – so wie
hinter denen eine Philosophie und Men-
cke wie Tischsets und Schals von Regina
viele andere schöne Dinge in diesem beson-
schen mit besonderen Begabungen stecken
Knoflach aus Patsch, Tücher, Decken und
deren Geschäft.
und die einen starken Tirol-Bezug haben.
Schals in wunderbarster Leinenqualität vom
Nur Produkte, von denen sie auch selbst
Pustertaler Herman Kühebacher, robuste,
hundertprozentig überzeugt ist, finden ei-
handgenähte Rucksäcke von Albert Fill und
nen Platz im TIROLER EDLES.
wunderschöne mundgeblasene Glasschüs-
ist laufend auf der Suche nach den „edelsten
Tirol zum Genießen und Wohlfühlen
seln und Glaskugeln von Robert Comploj sind das ganze Jahr über begehrt. Ponchos aus feinstem Moessmer-Walkstoff in ausge-
Feine Marmeladen, raffinierte Chutneys,
wählten Farben sind nicht nur in der Über-
herrliche Wildkräutertees, Tiroler Edler Edel-
gangszeit ideale Begleiter. Bunte Sitzkissen
brände und Liköre und vor allem die Tiro-
aus Wollfilz vom Umhausener Schafwollzen-
ler Edle Schokoladen mit Milch vom Tiroler
trum und echte Tiroler Schaffelle von der
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eco.nova
ne Werkstücke stellt er nach wie vor in aufwändiger Handarbeit her und bemalt sie in-
TIROLER EDLES
Seilergasse 13, 6020 Innsbruck Tel.: 0512/582393 shop@tiroleredles.at www.tiroleredles.at Öffnungszeiten: Mo. bis Fr. von 10 bis 18 Uhr Sa. von 10 bis 15 Uhr
Feines Handwerk Über 40 hochwertige Projekte wurden zum heurigen Wettbewerb „Auszeichnung für Gestaltung & Tischlerhandwerk“ eingereicht, der heuer nach 2013 zum zweiten Mal veranstaltet wurde.
Brummer Thermo Logistik, Neuburg am Inn (D) Kategorie: Objekt / Foto: Webhofer Planung: Gogl Architekten Ausführung: Tischlerei Hofer
© RIEDERBAU
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Schuler Sports in Schwoich
Der Experte für Gewerbeund Industriebau Mit RIEDERBAU-Total macht das traditionsreiche Unternehmen mit Sitz in Schwoich bei Kufstein den gesamten Bauprozess zur Chefsache.
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icht immer müssen Architekturplanung und Statik, Gewerkvergabe und Bauausführung, Bauaufsicht und Facility Management auf verschiedene Firmen aufgeteilt
werden – es geht auch anders! RIEDERBAU bietet in seiner Rolle als Totalunternehmer alle Leistungen aus einer Hand. Besonders
Privathaus Familie Heil, Rottach-Egern (D) Kategorie: Privat / Foto: Anna Decker Planung: Tischlerei Decker Ausführung: Tischlerei Decker
vorteilhaft zeigt sich diese Vorgehensweise bei Gewerbe- und Industriebauten. Das Ziel von niedrigen Bau- und Betriebskosten für die Bauherren wird in der gesamten Projektierung fokussiert. Als einer der wenigen Totalunternehmer in Österreich baut RIEDERBAU-Total schon jetzt nach der neuen BIM-Norm (Building Information Modeling). Diese innovative Planungsmethode hat sich international bereits in vielen Ländern als Standard durchgesetzt und ersetzt die bisherigen zweidimensionalen Baupläne durch eine dreidimensionale Darstellung der Bauprojekte. Mit BIM werden auch in der Bauausführung sämtliche Schritte digital erfasst, kombiniert und vernetzt, sodass alle Beteiligten jederzeit Zugriff auf die aktuellen Daten haben. Dadurch können Gebäude effizienter, transparenter und kostengünstiger geplant, berechnet, errichtet und bewirtschaftet werden. Dank BIM können sämtliche Informationen für die Nutzung und Bewirtschaftung des fertigen Gebäudes übernommen werden und bilden somit die optimale Basis für ein effizientes Facility Management. Nach der Fertigstellung erhalten RIEDERBAU-Kunden eine um-
Gesellenstück Florian Decker, Hopfgarten Kategorie: Privat / Foto: Marschall Planung: Florian Decker Ausführung: Tischlerei Decker
formationen finden Sie unter www.riederbau.at.
usgeschrieben haben diesen Wettbewerb proHolz Tirol und die Landesinnung der Tischler und des Holzgestal-
© CH. ASCHER
A
fassende Gebäudedokumentation inklusive 3D-Modell. Mehr In-
tenden Gewerbes. Die Jury unter Vorsitz des Designpro-
fessors Günther Grall wählte insgesamt 16 Stücke aus und vergab dafür drei Auszeichnungen (siehe Bilder oben), sieben Anerkennungen und sechs Nominierungen. „In den nächsten Wochen werden diese Projekte sowie einzelne ausgewählte kleinere Objekte aus der Vielzahl an Einreichungen im Foyer der Hypo Tirol Bank am Innsbrucker Bozner Platz der Öffentlichkeit zugänglich gemacht“, so proHolz-Tirol-Geschäftsführer Rüdiger Lex. Einen Gesamtüberblick finden Sie auch unter www.proholz-tirol.at bzw. in der eigens gestalteten Broschüre, die bei proHolz Tirol kostenlos bezogen werden kann.
„WIR KÜMMERN UNS UM ALLE ANFALLENDEN ARBEITEN UND ÜBERNEHMEN DIE VOLLE VERANTWORTUNG FÜR IHR BAUVORHABEN. SIE ERHALTEN IM GEGENZUG HUNDERTPROZENTIGE SICHERHEIT IN BEZUG AUF PLANUNG, KOSTEN UND TERMINE.“ Baumeister Anton Rieder
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B
este Gelegenheit dazu bie-
Radkersburger Köche, wie Bärlauch-Grieß-
wirken ein paar Schwimmrunden im 25
tet das „Anradeln“. Von 7. bis
nockerl oder Bärlauchgröstel.
Grad-Outdoor-Sportbecken, da verfliegt dieQ3 Audi
9. April 2017 startet das Radeldorado der Südoststeier-
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mark in die Radsaison. Spezielle geführte
Wer beim Wandern kulinarische Entdeckun-
Sonnige Stadt für Romantiker
Touren und ein buntes Rahmenprogramm
gen sucht, ist auf dem Traminerweg in Klöch
In der Altstadt von Bad Radkersburg kann
locken Radprofis, Genussradler und Famili-
oder dem TAU-Weg in Tieschen richtig. Zwi-
man die Seele baumeln lassen. Wie wäre es
en zum traditionellen Rad-Opening. Wer es
schen abwechslungsreichen Landschaf-
mit einem Bummel durch die romantischen
etwas langsamer angehen will, unternimmt
Gässchen der historischen Thermenstadt?
eine Wanderung durch die Murauen und
ten und sanften Hügeln warten zahlreiche Jetzt bereits ab Winzerbetriebe und Buschenschänken auf
entdeckt den unverwechselbaren Duft des
Genusswanderer. Nach der Bewegung lässt
würztraminers zur Stärkung? Im sonnigen
Frühlings: Bärlauch!
es sich im besonderen Thermalwasser der
Schanigarten schmeckt er nochmal so gut.
Über 25 Kilometer erstreckt sich der Bär-
Parktherme Bad Radkersburg herrlich ent-
Bad Radkersburg bietet eben einen Frühlings-
lauchgürtel von Mureck bis nach Bad Rad-
spannen. Mit seiner speziellen Mineralisie-
start für alle Sinne. Vier bewegende Früh-
kersburg und macht mit seinem Geruch
rung fördert es nachweislich den Stress-
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verlässt, verliert es diese oftmals auf dem
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bensmittel! Auch wenn un-
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Aufgabe gemacht, den Tirolern und seinen
ser Wasser jeden Tiroler
Leitungen, längerer Standzeit des Wassers
Gästen frisches und gesichertes Wasser in
oder unsauberer Anschlüsse. Die Wellwasser
unbegrenzter Menge zur Verfügung zu stel-
Wasserversorger in einwandfreier Qualität
Dietmar Meraner, Geschäftsführer Wellwasser Technology und Bettina Walten, Sales Manager SIGG
Kooperation zwischen SIGG und Wellwasser Technology GmbH – qualitativ hochwertiges Wasser in qualitativ hochwertigen Trinkflaschen
© WELLWASSER, SIGG
wellwasser® – sauber und gesund. Mit den drei Editionen Gastro, Home und Business bietet wellwasser® die optimale Anlage für gesichertes Wasser. Neuester Clou: die Kooperation mit SIGG.
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HOME
Gesichertes, qualitätsvolles Wasser ist auch in den eigenen vier Wänden ein Muss – es beginnt schon bei der Wasserentnahme fürs Kochen und Zubereiten und endet beim Trinken des frischen Wassers. So wird schon Kindern von Anfang an Zugang zu bestem Wasser geboten, sodass sie die Qualität und den Wert des gesunden und sicheren Wassers zu schätzen lernen.
BUSINESS
Frisches, klares und gesundes Wasser steigert die Leistungsfähigkeit, Konzentration und das allgemeine Wohlbefinden – ideal für den Arbeitsalltag. Die wellwasser® Business-Edition ist gezielt auf die Platzierung in Büros, Produktionsstätten oder Shops entwickelt worden. Mitarbeiter haben so unbegrenzten Zugang zu sauberem Wasser, still oder perlend.
GASTRO
Für die Gastronomie entfällt das aufwendige Handling mit sperrigen Kisten. Dadurch wird auch Platz im Lager und in Kühlschubladen geschaffen. Gäste und Einheimische kommen in den Genuss von qualitätsvollem, heimischem Wasser – einfach aus der Schankanlage gezapft, still oder perlend und in edlen wellwasser® -Karaffen kredenzt.
len – direkt aus dem Hahn gezapft, frisch
Weitere Vorteile
reiches Unternehmen an unserer Seite zu
gekühlt, still oder perlend. Dafür wurde von
Neben dem Gesundheitsaspekt liegen wei-
haben, gibt es SIGG doch schon seit über
Wellwasser Technology die TÜV-Austria-ge-
tere Vorteile von wellwasser® auf der Hand:
100 Jahren. Nicht zuletzt gilt das Unter-
prüfte Hightech-Wasseraufbereitungsanlage
Leergut, Transportwege und Müllentsor-
nehmen auf dem Gebiet der Aluminium-
(HTWAA) entwickelt.
gung entfallen, was einen geringen Energie-
Trinkflaschen als globaler Marktführer“,
aufwand und wenig Abgasbelastung bedeu-
freut sich Wellwasser-Geschäftsführer
tet – gleichzeitig wird die Umwelt geschont.
Dietmar Meraner.
So funktioniert’s Die dreistufige Filteranlage HTWAA wird
Die wellwasser®-Technologie kann in der
unmittelbar vor der Wasserentnahme in-
Gastronomie, im Büro und zu Hause genützt
stalliert und reinigt bzw. sichert das Wasser
werden!
vor dem Zapfen: Es wird entkeimt und von schlechtem Geschmack, unangenehmen Ge-
Kooperationspartner SIGG
rüchen und Verunreinigungen befreit. Für
Der neueste Clou der Wellwasser Techno-
Geschäftsführer Dietmar Meraner ist auch
logy GmbH ist die Kooperation mit dem
der Gesundheitsaspekt entscheidend: „Im
renommierten und international erfolg-
Zeitalter eines nicht mehr überschaubaren
reichen Schweizer Trinkflaschenherstel-
Marktes an Nahrungsergänzungsmitteln ist
ler SIGG: „Das Unternehmen ist auf uns
eine Rückbesinnung auf die reine Ausgangs-
zugekommen mit dem Wunsch, in ihren
substanz ,Wasser‘ wichtig. Meine Vision ist
hochwertigen Flaschen auch qualitativ
es, Tirol neben Tourismus und Sport auch in
hochwertiges Wasser anzubieten. Wir freu-
puncto Wasser zur Nummer eins zu machen.“
en uns sehr darüber, nun ein derart erfolg-
WELLWASSER TECHNOLOGY GMBH
Stadlweg 23, 6020 Innsbruck Tel.: 0512/560966 Mobil: 0664/1007746 office@wellwasser-technology.com www.wellwasser.com
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LIFESTYLE
im Gespräch LINKS: Alexander Wolf (li.), Nicole Hanser (2. v. l.) und Alexander Nußbaumer (re)., ZIMA, mit Innsbrucks Bürgermeisterin Christine OppitzPlörer und Münchens Alt-Oberbürgermeister Christian Ude
Markus Renk, Wagner’sche Universitätsbuchhandlung, BFI-Tirol-Geschäftsführerin Karin Klocker und Bestsellerautor Andreas Salcher
DIE KUNST DER FREUNDSCHAFT UNTEN LINKS: Christian Ude mit Markus Hämmerle, ZIMA-Marketing UNTEN RECHTS: Bundeskanzler Christian Kern mit Alexander Nußbaumer
25 Jahre ZIMA Tirol Im Rahmen einer stimmungsvollen Abendveranstaltung in der Orangerie des Congress Innsbruck feierte der Immobilienentwickler sein 25-jähriges Wirken in Tirol. Im Beisein von Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer und Münchens Alt-Oberbürgermeister Christian Ude begrüßten Alexander Wolf, Nicole Hanser und der CEO und Inhaber der ZIMA Unternehmensgruppe, Alexander Nußbaumer, zahlreiche Ehrengäste, langjährige Wegbegleiter und Freunde des Hauses. Seit dem Start der ZIMA 1971 in Vorarlberg und dem Markteintritt 1991 in Tirol wurden insgesamt über 6.000 Wohnungen gebaut und Betriebsansiedelungen für über 5.500 Arbeitsplätze geschaffen. Das Unternehmen hat dabei den Wandel des Wohnens und die sich ändernden Gesellschafts- und Haushaltsstrukturen hautnah miterlebt und mit innovativen Projekten beigetragen. ZIMA Tirol mit Standort in der Leopoldstraße 1 in Innsbruck beschäftigt mittlerweile 32 Mitarbeiter und ist im ganzen Bundesland mit Immobilienprojekten beschäftigt. Der Schwerpunkt liegt in der Schaffung und Entwicklung von qualitativ hochwertigen Neubauwohnungen und Gewerbeflächen. Unter dem Motto „Besonders wohnen in Tirol“ und „All-inclusive-Wohnen“ wird besonderer Wohnraum geschaffen. ZIMA-Geschäftsführer Alexander Wolf: „Tirol ist ein spezielles Pflaster und unser Team – bestehend aus ‚waschechten‘ Tirolern, die mit der Region tief verwurzelt sind – ist entsprechend engagiert, in unserem Heimatland besondere Lebensräume zu schaffen. 2016 haben wir in Tirol 164 Wohnungen und mehrere Geschäftslokale übergeben und zwischen Kitzbühel und Reutte knapp über 46 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet. Es erfüllt einen mit Stolz, durchs schöne Land Tirol zu fahren und die eigenen Bauprojekte zu sehen und zu wissen, dass wir für viele Familien das eigene Zuhause geschaffen haben. Gerade deshalb ist das der schönste Beruf der Welt und ist Verantwortung und Ansporn zugleich.“
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eco.nova
Das BFI Tirol pflegt seit vergangenem Jahr eine intensive Kooperation mit der Wagner'schen Universitätsbuchhandlung. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit fand kürzlich eine Lesung von Andreas Salcher am BFI Tirol statt, im Zuge derer der Bestsellerautor sein neues Buch „Ich bin für dich da – Die Kunst der Freundschaft“ vorstellte. Kurzweilig und tiefgründig erzählte er eigene Erlebnisse, die ihn prägten, und hinterfragte gängige Einstellungen zum Thema Freundschaft.
Gewinner Klaus Gramann (Mi.) mit Andrea Mayr und Michael Mayer, Klafs-Vertriebsteam
GEWONNEN KLAFS blickt heuer auf ein besonderes Jubiläum: Der Marktführer für private sowie gewerbliche Spa-Angebote feiert seine 50-jährige Erfolgsgeschichte. Zum Auftakt des Jubiläumsjahres organisierte das Unternehmen ein Gewinnspiel mit innovativen Preisen, österreichweit wurden dabei vier Trockensalzinhalationsgeräte und exquisite Verwöhnprodukte verlost. In Hopfgarten durfte sich Klaus Gramann aus Münster über den Microsalt SaltProX freuen.
© VOLKSBANK
eco.life
Sillpark-Centermanager Markus Siedl Die Referenten beim Bau- & Wohn-Forum in Mils bei Imst, v. l.: Reinhold Mungenast (Filialleiter der Volksbank in Landeck), die Hausherren Franz Josef und Bettina Staggl (Fesotec), Wohnbau-Spezialist Lukas Scharler (Volksbank), Willi Hörtnagl und Gerhard Krug (beide Amt der Tiroler Landesregierung), Architekt DI Mag. (FH) Christian Melichar (Energie Tirol) und Prok. Michael Jörg (Volksbank-Regionaldirektor für die Region Oberland)
ERFOLGREICHE BAUHERRENABENDE Die Volksbank Tirol AG startete im März eine Wohnbauoffensive mit vier Informationsveranstaltungen für Tirols Bauherren und war dabei in Mils bei Imst, Innsbruck, Schwaz und Kufstein zu Gast. Viele Tiroler träumen von den eigenen vier Wänden und so mancher hat für seinen Wohntraum bereits konkrete Pläne und Absichten, wie der große Andrang zu den Volksbank-Wohnbau-Foren bewiesen hat. Zu Beginn der Veranstaltungen informierten Experten der Landesregierung über die seit heuer wirksamen Änderungen und Verbesserungen im Bereich der Wohnbauförderung und Wohnhaussanierung und stellten die noch bis 31. Dezember 2017 laufende, einkommensunabhängige Sanierungsoffensive des Landes Tirol vor. Ein Finanzierungsexperte der Volksbank Tirol AG gab praktische Tipps für eine perfekte Wohnbaufinanzierung sowie einen maßgeschneiderten Versicherungsschutz und präsentierte die Topkonditionen des Volksbank-Wohntraum-Kredites. Anschließend zeigte Architekt DI Mag. (FH) Christian Melichar auf, was an den Mythen zum Thema Lüftung, Dämmung und Energieausweis dran ist. Zum Abschluss wurden jeweils noch drei Finanzierungsgutscheine im Gesamtwert von 1.000 Euro sofort unter den anwesenden Teilnehmern verlost.
REKORDFREQUENZ Der SILLPARK im Zentrum von Innsbruck zieht im Jahr eins nach dem Refurbishment ein positives Resümee: Der Centerumsatz kletterte 2016 um acht Prozent auf rund 111 Millionen Euro. Auch bei der Kundenfrequenz wurde ein neuer Rekord erzielt: Fast 5,7 Millionen Menschen besuchten den SILLPARK. Als neue Shops kamen der Geschenkartikelhändler Partyfiesta und Villa Kuchenbunt, ein innovatives Konzept für Backbegeisterte, in den SILLPARK. Kürzlich wurden auf der zweiten Parkebene zudem zwei Elektrotankstellen installiert. Kunden tanken hier völlig kostenlos Ökostrom. Absolutes Highlight dabei ist die Herkunft der Energie, denn der Strom dafür kommt direkt aus der Sill und dem hauseigenen Kraftwerk, das der SILLPARK bereits seit 1990 betreibt und damit die Energieversorgung des Shoppingcenters speist.
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Großhändler unter sich: Kommerzialrat Leopold Wedl (l.) mit Sohn Lorenz (r.) und Thomas Walser (Eurogast Grissemann).
V. l.: Referent Arnold Weissman, Barbara M. Thaler, Martin Wetscher und Walter Amort vom Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol
V. l.: Peter Zelger, Obmann des Tiroler Modehandels, Friedrich Auer (Firma Hörtnagl) und Roderich Urschler, Obmann des Tiroler Außenhandels
Was Familienunternehmen so besonders macht
Eine Mischung aus hochkarätigen Vorträgen und kulinarischen Genüssen machte das Tiroler Handelsforum im Congresspark Igls wieder zur unterhaltsamen Wissensplattform rund um die Herausforderungen und Chancen in der Welt des Handels.
D
as „Tiroler Handelsforum“ der
nicht zu vernachlässigendem Gefahrenpo-
ternehmen mit Seele, Charme und einer his-
Sparte Handel in der Wirt-
tenzial. Als Wirtschaftskammer begleiten
torisch gewachsenen Wertestruktur. Zudem
schaftskammer Tirol und des
wir unsere Mitglieder bei diesen Herausfor-
sind sie die häufigste Ausprägung von KMU,
Retail Lab am Institut für
derungen und sind Partner und Förderer.
die wiederum die Träger des volkswirtschaft-
Strategisches Management, Marketing und
Aus diesem Grund haben wir dieses Thema
lichen Einkommens sind.“
Tourismus der Universität Innsbruck ist
für das diesjährige Handelsforum gewählt
seit Jahren ein Musterbeispiel für eine ge-
und für die Tiroler Handelsunternehmen
Zukunftsfähig
lungene Kooperation zwischen Wissen-
aufbereitet“, unterstrich Wirtschaftskam-
Im Rahmen des Handelsforums beleuchten
schaft und Wirtschaft. Die 8. Auflage des
mer-Vizepräsidentin Barbara M. Thaler, die
Experten aus unterschiedlichen Perspektiven,
Branchenevents widmete sich kürzlich im
als Moderatorin durch die Veranstaltung
wie die Zukunftsfähigkeit von Familienunter-
Congresspark Igls ganz dem Thema „Fami-
führte. Und Martin Wetscher, Obmann der
nehmen über Generationen hinweg marken-
lienunternehmen über Generationen hin-
Sparte Handel und selbst in vierter Genera-
stärkend sichergestellt werden kann. Wirt-
weg erfolgreich führen“. Mit gutem Grund,
tion an der Spitze eines erfolgreichen Fami-
schaftscoach Syliva Moser-Trebo beschäftigte
denn: „Zahlreiche Familienunternehmen
lienunternehmens, betonte in seiner Begrü-
sich etwa mit dem Generationenwechsel in
stehen durch Zukunftsfragen wie Generati-
ßung als Gastgeber des Handelsforums die
Familienunternehmen im Spannungsfeld
onswechsel und Digitalisierung vor großen
enorme Bedeutung von Familienbetrieben
von Selbst- und Fremdbestimmung. Vor dem
Herausforderungen. Herausforderungen mit
in unserer Wirtschaftsstruktur: „Sie sind Un-
Hintergrund, dass es 67 Prozent der Famili-
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promotion
Allegra Antinori gab interessante Einblicke in die lange Tradition des Familienunternehmens.
Arnold Weissman sieht in Differenzierung und Anpassung große Chancen für Familienunternehmen.
Ingrid Heinz (li.) und Stefanie Graber (beide MPreis) mit der Sprecherin des Tiroler Sportartikelhandels, Kathrin Brugger (Mitte)
Sylvia Moser-Trebo setzte sich in Igls mit der Übergabethematik auseinander.
Markus Juen (Geschäftsführer der Hofer-Zweigniederlassung Rietz, li.) wurde von Spartengeschäftsführer Alois Schellhorn im Congresspark Igls begrüßt.
enunternehmen in die zweite, 37 Prozent in
und verwies darauf, dass das „Survival of the
die dritte und nur noch zwölf Prozent in die
fittest“ im Sinne der Darwin’schen Evoluti-
vierte Generation schaffen, zeigte sie auf, wie
onstheorie auch in der Wirtschaftswelt gilt.
wichtig der Übergabeprozess ist. „Ein Pau-
Damit werden Differenzierung und Anpas-
schalrezept für eine gelungene Übergabe gibt
sung zu wichtigen Erfolgsfaktoren für Fami-
es freilich nicht, aber es gibt Faktoren, die un-
lienunternehmen. „Prognosen sind immer
bedingt berücksichtigt werden müssen“, so
unsicher. Deshalb kann man Unternehmern
Moser-Trebo. Wichtig sei es demnach, dass die
nicht garantieren, dass alles besser wird,
Übernehmenden sich freiwillig und autonom
wenn man im Betrieb etwas ändert. Aber es
und nicht aus Pflichtgefühl dafür entschei-
wird garantiert schlechter, wenn man nichts
den, das Unternehmen weiterzuführen. Aus
ändert“, konstatierte Weissman.
Übergebersicht sei es dringend ratsam, dass
Ein Best-Practice-Beispiel für die Wand-
der Generationenwechsel nicht nur früh ge-
lungsfähigkeit und den Innovationsgeist von
nug in die Wege geleitet, sondern auch konse-
Familienunternehmen präsentierte schließ-
quent abgeschlossen wird. „Ist die Übergabe
lich Allegra Antinori. Sie steht mit ihren zwei
vollzogen, darf es keinerlei Einmischung der
Schwestern an der Spitze des italienischen
Seniorchefin oder des Seniorchefs mehr in
Weinimperiums „Marchesi Antinori“, das seit
den Betrieb geben“, fand Moser-Trebo deutli-
unfassbaren 26 Generationen in Besitz ihrer
che Worte.
Familie ist. „Es braucht immer wieder viel
Danach zeigte Wirtschaftswissenschafter
Leidenschaft und Mut, um die Tradition am
Arnold Weissman, der selbst das Unterneh-
Leben zu halten und die Werte weiterzuge-
men seiner Eltern weiterführte, ehe er sein
ben. Dafür ist es sicherlich manchmal auch
Beratungsunternehmen gründete, was Fa-
notwendig, die persönlichen Bedürfnisse
milienunternehmen können müssen, um die
hinter die Interessen des Unternehmens zu
Herausforderungen der Zukunft zu meis-
stellen“, meinte Antinori. Die 27. Generation
auch heuer der kulinarische Genuss nicht zu
tern. „Die Welt wird immer globaler, digitaler,
steht mittlerweile schon in den Startlöchern,
kurz. Dafür sorgte neben Spezialitäten von
vernetzter, integrierter, volatiler, transparen-
um das Traditionsunternehmen in eine er-
Zillertal Bier, der Privatkellerei Morandell
ter und individueller – kurz gesagt, die Welt
folgreiche Zukunft zu führen.
und der Privatquelle Gruber ein dreigängiges
wird eben anders. Das Motto ‚Weiter wie bis-
Neben den zahlreichen fachlichen Inputs
Menü, das die gelungene Veranstaltung ab-
her‘ kann also keine Lösung sein“, meinte er
kam beim Tiroler Handelsforum natürlich
rundete. // www.wirtschaft.tirol
Markus Renk von der Wagner’schen Universitätsbuchhandlung hatte für die Besucher des Handelsforums spannende Lektüre parat.
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© ZILLERTAL BIER
eco.life
Die Vertreter des Gauder Fests, v. l. Robert Pramstrahler (Bürgermeister Zell am Ziller), Zillertal-Bier-Geschäftsführer Martin Lechner, Oswald Gredler (Landestrachtenverband) mit Gambrinus, dem Schutzpatron der Brauer, präsentieren gemeinsam mit Künstlerin Maria Peters und Günther Dankl (Kustos des Ferdinandeum) das neue Gauder-Fest-Sujet.
KULTURINITIATIVE ZUM GAUDER FEST Erstmals erwähnt im Jahr 1428, stellt das Gauder Fest heute eines der traditionsreichsten Volksfeste im Alpenraum dar. Im Jahr 2014 adelte die UNESCO-Kommission das Gauder Fest in Zell am Ziller durch die Ernennung zum immateriellen Kulturerbe Österreichs. Diesen kulturellen Anspruch bringen die Organisatoren zukünftig auch mit einer besonderen Kulturinitiative zum Ausdruck: Das Kunstwerk „Das Land, das Fest und die Frau“ der Tiroler Malerin und Literatin Maria Peters wird in diesem Jahr das Gauder-Fest-Sujet zieren. Auch in den kommenden Jahren wird jeweils ein anderer Tiroler Künstler mit der Gestaltung eines Kunstwerks beauftragt, das das Gauder-Fest-Künstlersujet zieren wird. Gauder Fest: 4. bis. 7. Mai 2017 in Zell am Ziller
ABENDESSEN STATT FRÜHSTÜCK Normalerweise lädt sie sonntags zum „Frühstück bei mir“ auf Ö3 und allwöchentlich hören eine Million Österreicher zu, wenn prominente Persönlichkeiten in entspannter Atmosphäre ganz Persönliches ausplaudern. Diesmal allerdings wurde der Spieß umgedreht und Claudia Stöckl im Rahmen der Veranstaltungsreihe „heisz&stark“ im Einrichtungshaus Föger zum persönlichen Gespräch mit Irene Heisz gebeten.
Axel Pfefferkorn und Jessica Julmy // Martina Illic und Claudia Epp // Stefan Burger, Isabelle Burger und Christoph Pfefferkorn
EDLE TROPFEN UND GOURMETERLEBNIS DER MEISTERKLASSE Zum Start in den März lud das Hotel Aurelio Lech zum exklusiven KRUG Brunch – eine Veranstaltung, die kein Feinschmecker missen möchte. Aurelio-Gastgeber Axel Pfefferkorn und Jessica Julmy (International Director of the House of Krug) erfreuten sich gemeinsam mit den Gästen an den kostbaren Champagnerraritäten. Für die kulinarische Untermalung der Veranstaltung sorgte das Team um Küchenchef Christian Rescher und Souschef Markus Niederwanger, ausgezeichnet mit drei Gault-Millau-Hauben. Das Fünfgänge-Gourmetmenü beinhaltete unter anderem einen Ötztaler Bauernsalat in seiner neuen Interpretation, eine Zuger Lachsforelle mit einer Variation der Ochsenherzkarotte und eine moderne Ofenkartoffel mit Forellenkaviar aus Zug. Die edlen Tropfen und kulinarischen Köstlichkeiten genossen neben weiteren Gästen auch Florian Moosbrugger (Hotel Gasthof Post), Isabelle und Stefan Burger (Der Berghof) sowie Christoph Pfefferkorn (Skilifte Lech).
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Agentur Mariacher & Friends
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SPATENSTICH Nach ausführlicher Planung begann kürzlich die Bauphase zweier Wohnprojekte am Vögelebichl mit elf Zweizimmerwohnungen sowie am Prämonstratenserweg in Wilten mit 15 Wohnungen und Kinderkrippe, die die Stadt Innsbruck im Erdgeschoss durch die ISD betreiben wird. Die Bauträger ALBA Prämonstratenserweg 5 Projekt GmbH und Vögelebichl 11 Projekt GmbH freuen sich über die gelungene Planung der Zwei- und Dreizimmerwohnungen. Der Spatenstich erfolgte in der letzten Februarwoche, der Verkauf wird durch die SE7EN Immobilien GmbH durchgeführt (siehe auch Seite 82/83). Bauträger Wolfgang Angerer, Architekt Mario Kirchmair und Gerd Reisigl, SE7EN Immobilien
Stefano Palenca, Direktor Christian Szabo und Marco Boni, JSH Messedirektor Christian Mayerhofer, AMS-Tirol-Landesgeschäftsführer Anton Kern, Landesrat Johannes Tratter, Angelika Alp-Hoskowetz, Sozialministeriumservice Tirol, Emmaus-Obmann Raimund Eberharter, Geschäftsführer Benedikt Zecha und Vorstand Elisabeth Riedl Rosenkranz
Küchenchef Senad Kovacevic und Luciano Palenca
Sozial engagiert Ivo Greiter mit Gattin und Sonja Ultsch // Andrea Ribaldone und Andrea Cigarin
Elke Hörmann und Florian Fledersbacher mit Doreen und Sebastian Schneemann
TIROL TRIFFT ITALIEN So lautet das Motto, unter dem das Grand Hotel Europa Anfang März zu einem exklusiven Dinner ins neu gestaltete Europa Stüberl lud und zu dem auch Eigentümerfamilie Palenca aus Italien angereist kam. Nach einem Aperitif im Barocksaal genossen die zahlreichen Gäste ein vorzügliches Menü von Küchenchef Senad Kovacevic und Gastkoch Andrea Ribaldone. Livemusik sogte für eine perfekte Umrahmung des Abends.
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Seit 1997 begleitet der Verein Emmaus Frauen und Männer, die irgendwann durch alle Netze der Gesellschaft gefallen sind. Der soziale Absturz kann verschiedene Gründe haben: Traumatisierungen aus der Kindheit, enorme psychische Belastungen oder Erkrankungen, Scheidung, Verlust des Arbeitsplatzes, Verschuldung, Verlust des familiären Rückhalts. Zudem locken Alkohol, Drogen und andere Suchtmittel Betroffene in die Abhängigkeitsfalle. Am Ende des Weges stehen Isolation und Obdachlosigkeit. Diese Spirale des Ausstiegs will der Verein Emmaus bei seinen Klienten stoppen und umkehren. Nach dem Motto „Gemeinsam leben – arbeiten – helfen“ wird die Rückkehr in ein stabileres Leben und die Integration in den Arbeitsmarkt angestrebt. Zu diesem Zweck bietet der Verein als soziales Unternehmen verschiedene Dienstleistungen rund um Haus und Garten an: Gartenhilfe, Reinigungsarbeiten, Übersiedlungen, kleinere Renovierungsarbeiten, Haushaltshilfe und Bügelservice. Eine neue Broschüre soll ein selbstbewusstes Zeichen nach außen sein. Menschen, über die man vielleicht einmal den Kopf geschüttelt hat, zeigen, wozu sie fähig sind: verlässliche Arbeit, radikale Lebensumstellung, Engagement für andere.
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