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eco.nova April 2017

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Ausgabe Nr. 04 / April 2017, P.b.b. Verlagspostamt 6020 Innsbruck, ZNr. GZ 02Z030672 M, Euro 3.00

DAS WIRTSCHAFTSMAGAZIN


WIE LEBEN TIROLER?

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DAS WIRTSCHAFTSMAGAZIN

TIROL UNPLUGGED Ohne Strom wird’s düster

DA GEHT WAS

Tirols innovative Veranstaltungsszene

MIETEN ODER KAUFEN? Eine Frage des Zeitpunkts

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© ANDREAS FRIEDLE

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Christoph Loreck und Mag. Sandra Nardin, eco.nova-Herausgeber

Ohne Strom nix los

Nein, wir sind keine Schwarzmaler, auch wenn es das Cover dieses Mal vermuten ließe. Dennoch muss man sich manches Mal eingestehen: Es scheint nicht immer die Sonne.

W

ir sind ja generell sehr positive Menschen. Das macht das Leben nämlich um einiges schöner. Doch es gibt diese wenn auch oft nur kurzen Momente, in denen man ins Nachdenken kommt. Das muss auch gar nichts weltbewegend Schlimmes sein, sondern nur

ein Stromausfall, wie er vor einigen Wochen in Innsbruck passiert ist. Es waren lediglich 20 Minuten und doch scheint unsere eigene kleine Welt stillgestanden zu sein. Nichts geht mehr. Während man darauf wartet, dass der Computer wieder hochstartet, kann man nicht einmal einen Kaffee trinken. Die Maschine funktioniert ja nicht. Das hat uns dazu veranlasst, einmal genauer hinzusehen, was passiert, wenn der Strom für längere Zeit ausbleibt. Das Ergebnis (zu finden ab Seite 14) ist recht eindeutig: Spaß ist das keiner, auch wenn der ein oder andere Kerzenschein romantisch finden mag. Ohne Strom wird’s auch für unsere Forscher schwierig, weiterhin Leistungen im internationalen Spitzenfeld zu erbringen (Seite 70), und unmöglich, E-Autos zu laden. Damit hätte Autoredakteur Bruno König auch nichts mehr zu vergleichen, so wie er es mit dem Hyundai Ioniq Hybrid und dem Kia Niro Hybrid getan hat (Seite 108). Kurzum: Ohne Strom wird’s ganz schön düster. Nicht nur in der Arbeit, zu Hause ebenso. Auch mit diesen beiden Themen beschäftigen wir uns in dieser Ausgabe, wenngleich aus einem anderen Blickwinkel: Tirols Top Companies wurden wieder gekürt (Seite 34) und Jürgen Huber macht sich Gedanken übers Mieten oder Kaufen (Seite 76).

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IMPRESSUM Herausgeber & Medieninhaber: eco.nova Verlags GmbH, Hunoldstraße 20, 6020 Innsbruck, Tel.: 0512/290088, redaktion@econova.at, www.econova.at Geschäftsleitung: Christoph Loreck, Mag. Sandra Nardin Assistenz: Martin Weissenbrunner Chefredaktion: Marina Kremser Redaktion: eco.wirtschaft: Alexandra Keller, Sonja Niederbrunner, MMag. Klaus Schebesta, Mag. Sandra Nardin, Renate Linser-Sachers, Alexandra Keller, Barbara Liesener, DI Caterina Molzer-Sauper, Uwe Schwinghammer, Marion Witting, MSc., Doris Helweg // eco.zukunft: Mag. Barbara Wildauer, Tamara Kainz // eco.geld: Dr. Michael Posselt, DDr. Jürgen Huber // eco.kultur: Julia Sparber // eco.mobil: Bruno König // steuer.berater: Dr. Verena Maria Erian // recht.aktuell: RA Mag. Dr. Ivo Rungg // eco.life: Marina Kremser Anzeigenverkauf: Ing. Christian Senn, Bruno König, Tanja Ischia, Petra Wunderer, Hannah Oderich, Hannelore Weissbacher Grafik: Tom Binder Druck: Radin-Berger-Print GmbH Unternehmensgegenstand: Die Herstellung, der Verlag und der Vertrieb von Drucksorten aller Art, insbesondere der Zeitschrift eco.nova. // Grundlegende Richtung: Unabhängiges österreichweites Magazin, das sich mit der Berichterstattung über Trends in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Architektur, Gesundheit & Wellness, Steuern, Recht, Kulinarium und Lifestyle beschäftigt. Der Nachdruck, auch auszugsweise, sowie anderwertige Vervielfältigung sind nur mit vorheriger Zustimmung des Herausgebers gestattet. Für die Rücksendung von unverlangt eingesandten Manuskripten und Bildmaterial wird keine Gewähr übernommen. Namentlich gekennzeichnete Beiträge stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar. Jahresabo: EUR 25,00 (14 Ausgaben)


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70 eco.titel 014 Tirol unplugged. Binnen 24 Stunden führt ein Blackout zu Überlebenskampf und Chaos. Nicht nur im Film, sondern auch ganz real. Was passiert, wenn in Tirol der Strom ausfällt? Vorab nur so viel: Es wird düster. In mehrerlei Hinsicht.

eco.wirtschaft 034 Tirols Top Companies. Wenn Arbeit so toll ist, warum wird sie dann bezahlt? Ein Blick auf sich ändernde Arbeitswelten und was die Unternehmenskultur damit zu tun hat. Plus: Die Verleihung des Top-Company-Awards

042 Wirtschaft vor 100 Jahren. Teil 2 der Serie: Lienz 050 eco.steuern 056 eco.recht

eco.zukunft 060 Tirol innovativ. Mit dem Sample City Lab und Skinnovation sind in Tirol Veranstaltungsreihen am Start, die Innovationen vorantreiben und Kreative zusammenbringen.

070 Zwei, die sich schätzen. Forschung und Wirtschaft, Grundlage und Anwendung, Gottfried Baier und Alexander Moschen. Die beiden Forscher im Interview.

072 Universität trifft Wirtschaft. Ohne Forschung keine Entwicklung: Die Wirtschaftsfakultäten der Universität Innsbruck sorgen mit ihrer Forschung seit Jahren immer wieder für internationale Aufmerksamkeit.

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eco.nova


eco.inhalt

76 98

112 eco.geld 076 Mieten oder kaufen? Wohnen ist ein Grundbedürfnis und kostet österreichweit im Durchschnitt rund ein Drittel des Haushaltseinkommens. Ob mieten oder kaufen die bessere Variante ist, ist vor allem eine Frage des Zeitpunkts.

086 Ade Bankgeheimnis. Mit der Steuerreform 2015/16 wurde das Bankgeheimnis de facto abgeschafft. Wer unsere Konten wirklich einsehen darf.

Mehr Frühling für Ihr ZUhause?

eco.art 094 Ein Stück vom Glück. Kufstein und Kultur passen zusammen. Dass Kufstein dabei auch Kultur abseits von Rock, Pop oder Operette kann, zeigen die glück.tage.

098 Geschichte und Geschichten. Sex & Crime und viele Ahas: Ein Streifzug durch das Innsbrucker Stadtarchiv.

eco.mobil 106 Genfer Autosalon. Die Tiroler Autohändler und Autofreunde zu Besuch in der Schweiz.

108 Der Vergleich der Hybride. Kia Niro und Hyundai Ioniq sind trotz identer Technik doch zwei unterschiedliche Fahrzeuge. Wir stellten die beiden gegenüber und wollten wissen, wer was besser kann.

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eco.mmentar

MMag. Klaus Schebesta

Profiltiefe Ein Autoreifen greift umso besser, je deutlicher sein Profil ist. Bei vielen österreichischen Parteien ist dieses Profil stark abgefahren – was zu schlechter Spurtreue und schwindender Wählerschaft führt. // TEXT: KLAUS SCHEBESTA

I

n den Zeiten zwischen den Wahlen

einbart wurde. Doch Kern fängt sich damit

lavieren sich durch so manche gesellschafts-

wähnen sich Parteien stets auf ei-

ein Dilemma in puncto Profilierung ein: Den

politische Frage. Verschärft wird dies durch

ner anspruchslosen Geraden. Der

Linken sind die Ansagen zu konservativ, den

Regierungsbeteiligungen wie in Tirol, was bei

vorausschauende Parteilenker er-

konservativen Sozialdemokraten zu links.

der Parteibasis wenig populäre Kompromisse

kennt angesichts der nahenden

Dem Regierungspartner ÖVP geht es nicht

notwendig macht.

Nationalrats- und Landtagswahlen jedoch

besser. Die Volkspartei hat aufgrund ihrer

Der FPÖ geht es in der Frage der Gesamtbot-

bereits am Horizont die scharfen Kurven der

bündischen Struktur die größten Schwierig-

schaft ähnlich. Sie versucht, sowohl perspek-

Wahlauseinandersetzung. Vom Gas zu gehen,

keiten, einen erkennbaren Kurs zu fahren.

tivenlose Wohlstandsverlierer als auch erfolg-

ist angesichts des Siegerwillens der Politkon-

Wie sollen auch Unternehmer (Wirtschafts-

reiche konservative Hardliner zu bedienen.

kurrenz keine Option. Folglich machen sich

bund) und Arbeitnehmer (AAB), Jugend (Jun-

Diese kommen aus völlig unterschiedlichen

alle Parteien daran, ihr Profil zu schärfen, um

ge Volkspartei) und Pensionisten (Senioren-

Lebenswelten. Antworten zu finden, die für

den Fliehkräften der Wahlschikanen stand-

bund) sowie Landwirte (Bauernbund) und

Hilfsarbeiter und erfolgreiche Mittelständ-

zuhalten. Doch wer zu ambitioniert ans Werk

Frauen (VP Frauen) gleichzeitig bedient wer-

ler gleichermaßen passen, ist entsprechend

geht, riskiert einen Reifenplatzer. Vor den

den? Häufig ist das Zuckerl für die einen die

schwierig. Doch der FPÖ helfen zwei Umstän-

größten Herausforderungen stehen die bei-

bittere Pille für die anderen. Normale Partei-

de aus dieser Sackgasse: Einerseits ist die Per-

den Regierungsparteien, die es im Normalbe-

en haben ihre Gegner außerhalb, das VP-Uni-

formance der Großen Koalition streckenwei-

trieb in die politische Mitte zieht, wo Fragen

versum ist kleiner und bündelt die Span-

se schlicht und einfach grottig. Andererseits

des Profils naturgemäß in den Hintergrund

nungen innerhalb der Partei. Deshalb heißt

spielt die latente Flüchtlingskrise der FPÖ in

rücken.

es wohl „Bünde“ und deshalb ist die „mission

die Hände. Die Freiheitlichen setzen konse-

Da ist einmal die SPÖ, deren telegener Chef

impossible“ der österreichischen Innenpoli-

quent auf das Thema „Sicherheit“ und zeigen

offenkundig versucht, eine Runderneuerung

tik die Position des Obmannes der Volkspar-

in dieser Frage so viel Profil, dass es schon

des Parteiprofils vorzunehmen. Das begann

tei. Fürs Profil bedeutet diese Konstellation

fast schmerzhaft ist. Hier gibt sich die Partei

mit dem „New Deal“, mit dem Kern dem lin-

nichts Gutes und eine praktisch unlösbare

messerscharf spurtreu und erreicht jede Men-

ken Rand der SPÖ signalisierte, dass die SPÖ

Aufgabe. VP-Anhänger kennen dieses Dilem-

ge Grip am rechten Rand – auch wenn SPÖ

auf diesem Terrain sehr wohl noch über den

ma, versuchen es aber mithilfe neu auftau-

und vor allem ÖVP in letzter Zeit vermehrt

alten Grip verfüge. Doch inzwischen ist der

chender Persönlichkeiten zu verdrängen. Sie

mit rechten Haken versuchen, dieses Feld der

„New Deal“ Geschichte, freilich, ohne in der

hängen ihrem Nachwuchsidol Sebastian Kurz

FPÖ nicht alleine zu überlassen.

Realität erkennbare Spuren hinterlassen zu

alle Hoffnungen um den Hals. Der versucht

Und die Kleinen? Die Neos, das Team Stro-

haben. Dann kam „Plan A“, die nächste groß-

mit einem scharfen Kurs die Quadratur des

nach und in Tirol die Liste Fritz, Vorwärts

angelegte Inszenierung Kerns. Damit hat der

Kreises zu realisieren.

Tirol und Impuls Tirol werden es angesichts

Kanzler deutlich zurück zur Mitte gelenkt,

Da hat es die Opposition leichter. Die Grünen

der auf die Big Player zugespitzten Wahl-

was sich auch an plakativen Botschaften für

verfügen im Bereich Umwelt über ein klares

kämpfe schwierig haben, überhaupt noch als

die Wirtschaft ablesen lässt. Diese finden sich

Profil und zeigen dieses auch bei jeder Ge-

nennenswerter Faktor der heimischen Politik

auch im aktuell gültigen Programm „Für Ös-

legenheit. In anderen Fragen hingegen hin-

ihre Spuren zu hinterlassen und nicht im Gra-

terreich“, das mit dem Koalitionspartner ver-

terlassen sie keinen sauberen Abdruck und

ben der Geschichte zu landen.

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KOPF DER AUSGABE

m h o G r e d n a x Ale

© ANDREAS FRIEDLE

Kopfweh t. Wenn andere über eib bl ur Sp r de f au Der dem Föhn erst richtig zu von Alexander Gohm pf Ko r de nt gin be , en klag Forschungsgebiet hat sein bevorzugtes er ftl ha sc en iss W r Hause ist: „rauchen“. De nsbruck scheinbar zu In in r de n, be rie ch rs G dem Wind ve TEXT: MARION WITTIN Er ist Föhnforscher. //


kopf der ausgabe

W

er in Tirol mit über 100 km/h unterwegs

Geldspritze

ist, riskiert beträchtliche Strafen. Unbe-

Anfang des Jahres wurde der Forscher mit dem Weiss-Preis 2016 ge-

eindruckt davon bläst einer immer wieder

ehrt. Dieser begehrte Preis wird vom Wissenschaftsfonds (FWF) im

mit Orkanböen bis zu 130 km/h durchs

Auftrag der „Dr. Gottfried und Dr. Vera Weiss Wissenschaftsstiftung“

Wipptal, Oberinntal, Zillertal oder andere

ausgeschrieben und ist mit 360.000 Euro dotiert. Der Antrag von Al-

Nord-Süd-gerichtete Täler sowie im Raum Innsbruck und Umgebung:

exander Gohm ging auf Anhieb durch. Die Annahme des Projekt-

der Föhn. In dieser Stärke bringt der „Raser“ auch Gefahren mit sich,

antrags im ersten Durchgang ist keineswegs selbstverständlich. Es

vor allem im Wald und Hochgebirge. In diesem oder in geringerem

kommt vor allem darauf an, wie genau und strukturiert die Angaben

Ausmaß: Jeder Alpenbewohner kennt ihn, viele verfluchen ihn, jeden-

sind und wie klar der Einreicher sein umfangreiches Wissen zum

falls dient er als beliebtes Smalltalk-Thema. Dass der Föhn seit mehr

Ausdruck bringen kann. „Wenn ich eine Sache in die Hand nehme,

als 100 Jahren auch immer wieder Wissenschaftler in den Bann zieht,

bin ich restlos davon überzeugt und gehe damit auch konsequent

ist weitgehend unbekannt.

meinen Weg“, sagt der Experte dazu und freut sich über die Aus-

Das Institut für Atmosphären- und Kryosphärenwissenschaften, vor-

zeichnung. Der Geldfluss war zugleich der Startschuss für sein For-

mals Institut für Meteorologie und Geophysik, an der Universität

schungsprojekt PIANO („Penetration and Interruption of Alpine

Innsbruck ist der Ort, wo die heißen Drähte in diesem Forschungsbe-

Foehn“ oder in Deutsch: „Durchbruch und Zusammenbruch von

reich zusammenlaufen. Zur Kryosphäre zählen die vergletscherten

Föhn“). Die Vorbereitungsarbeiten laufen, im September, in der Hoch-

und schneebedeckten Gebiete in den Alpen ebenso wie die Arktis und

saison des Föhns, geht es ins Feld. „Die natürlichen Schwankungen

Antarktis. Der Forschungszweig, in dem Professor Alexander Gohm

beim Föhnaufkommen sind von einem Jahr auf das andere sehr

zu Hause ist, gehört in den Bereich Atmosphärenwissenschaften. Den

hoch. Man kann nie genau wissen, ob es mehr oder weniger wird. Das

Meteorologen beschäftigte die Alpinforschung von Beginn an stark.

Wetter kann man eben nicht kontrollieren.“ Die Verantwortung über

Er ging in seiner Diplomarbeit sowie in der Dissertation auf die Phä-

dieses hohe Budget sei groß, aber das Forschungsrisiko überschaubar,

nomene ein, die bei der Überströmung von Gebirge auftreten. Konkret

gibt sich der 43-Jährige optimistisch für sein Projekt.

ging es ihm um den alpinen Föhn: „Ich war damals (1999) eingebun-

Neben Gewittern und Starkniederschlägen sind Sturmwinde eine der

den in eine der größten internationalen Feldmessungskampagnen des

größten Wettergefahren in den Gebirgsregionen. Ein prominenter

vorigen Jahrhunderts in der alpinen Meteorologie, genannt MAP (Me-

Vertreter dieses Gefahrenpotenzials ist der alpine Föhn. Das Ergebnis

soscale Alpine Programme). Gemessen wurde im Wipptal gemeinsam

aus der großangelegten Forschungsarbeit sowohl am Boden als auch

mit Teams aus den USA, aus Großbritannien und Deutschland und

in der Luft soll das Verständnis und die Vorhersage für diese hefti-

deren technischer Unterstützung mit dem damals modernsten Equip-

gen Winde entscheidend verbessern. Dazu wird die Anfangs- und

ment. Das war für meinen weiteren Forschungsweg prägend“, blickt

Endphase von Föhn im Mittelpunkt der Messungen stehen, weil sich

Gohm zurück. Ein Auslandsjahr führte ihn nach Boulder/Colorado,

gerade diese kurzlebigen Phasen am stärksten auf die Flugsicherheit

quasi ins Mekka der Atmosphärenwissenschaften. Es folgten Arbeiten

und auf die Luftgüte im Tal auswirken. „Durchbruch und Zusammen-

über die Schadstoffausbreitung und den -transport sowie Messungen

bruch von Föhn werden von verschiedenen atmosphärischen Pro-

über die Schadstoffkonzentration in der Luft. Als sein Lebensmittel-

zessen kontrolliert. Damit der Föhn im Tal durchbrechen kann, muss

punkt kommt für den gebürtigen Vorarlberger aus dem kleinen Ort

zuerst der sogenannte Kaltluftsee, der sich oft in der Nacht durch Ab-

Röns im Walgau aber nur mehr Innsbruck in Frage. Nicht nur wegen

kühlung der Luft bildet, ausgeräumt werden. Man kann sich das vor-

der optimalen Bedingungen für die alpine Föhnforschung, sondern

stellen wie eine Badewanne, die mit kaltem Wasser gefüllt ist“, macht

auch „weil wir, meine Frau und die beiden Kinder ebenso wie ich, die

es Alexander Gohm bildlich. Das Ausräumen kann einerseits von un-

hohe Lebensqualität in Innsbruck sehr zu schätzen wissen“, betont der

ten erfolgen, durch die Abgabe der am Boden absorbierten Sonnen-

begeisterte Bergsportler und Naturliebhaber.

energie, oder von oben, wenn der Föhn darüber bläst und dabei die

Dem Föhn auf der Spur

Kaltluft von oben abnagt. „Mit der Erkenntnis, welcher der Prozesse vorherrscht, können Schwächen in der bisherigen Wettervorhersage

Auf die einfache Frage „Wie entsteht der Föhn?“ antwortet Prof. Ale-

identifiziert werden.“

xander Gohm ebenso einfach mit den Zutaten, die es braucht: „Föhn

Das zentrale Element der im Herbst startenden zweimonatigen

kann überall dort entstehen, wo es ein Gebirge gibt, das überströmt

Messkampagne ist das Feldexperiment, das in Innsbruck und Umge-

wird. Er tritt auf, wenn uns eine südliche Strömung zum Beispiel vom

bung durchgeführt wird. „Dabei werden drei kombinierte laserbasie-

Mittelmeer her über die Alpen erreicht und diese sich ihren Weg im

rende Instrumente (sogenannte Doppler Wind Lidare) zur dis-

Lee (im Norden des Gebirges) stromabwärts, also nach unten ins Tal,

tanzierten Erfassung des turbulenten Windfeldes im Tal sowie ein

bahnt. Beim Absinken wird die Luft komprimiert, das heißt der Luft-

Forschungsflugzeug zur Beobachtung des Strömungsfeldes im Flug-

druck steigt und somit auch die Temperatur.“ Die ersten „Innsbrucker

niveau im Einsatz stehen“, beschreibt der leidenschaftliche Forscher

Föhnstudien“ würden aus den Jahren 1906 bis 1910 stammen, sagt er:

den raffinierten technischen Einsatz in Kombination mit Compu-

Bei seinen Ballonfahrten über die Nordkette erregte Heinrich von Fi-

tersimulationen. Die Messung am Boden würde ähnlich funktio-

cker damals großes Aufsehen. Interessiert war er an der Frage, warum

nieren wie die Radarpistole, mit der man die Geschwindigkeit von

der Föhn in die Täler absteigt. „Und diese Frage wurde bis heute noch

fahrenden Autos misst, erklärt er: „So gewinnen wir Erkenntnisse

nicht restlos beantwortet“, erklärt Gohm den Ansatz für sein aktuelles

aus unterschiedlichen Aspekten, die wir in darstellende Computer-

Forschungsprojekt PIANO, das im Herbst dieses Jahres unter seiner

modelle einfließen lassen können.“ Tieffliegende Piloten im Einsatz

Leitung ins Feld gehen soll: „Im fünf- bis sechsköpfigen Team werden

für die Föhnforschung sind während des Feldexperiments nicht aus-

wir uns ausführlich den Aspekten widmen, wie der Föhn ins Tal durch-

zuschließen: „Könnte spektakulär werden“, schmunzelt Alexander

bricht und wann er zusammenbricht.“

Gohm freudig.

eco.nova

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Wirtschaft Wirtschaft & Unternehmen

ECO.MMENTAR

Tiefer Respekt © JULIA TÜRTSCHER

Laut einer Studie von Deloitte wollen Millennials vor allem Sicherheit in dieser unsicheren Welt.

Marina Kremser, Chefredaktion

„Wir haben versucht, anständigen Journalismus zu machen.“ Mein Danke an Hugo Portisch ...

as vergangene Jahr war ein turbulentes. Vieles ist passiert, so manches war überra-

K

schend. Diese Unsicherheit schlägt sich auch in einer Deloitte-Umfrage nieder. Die

Geburtstages. Ich verneige mich in

weltweit durchgeführte Deloitte Millennial Survey verzeichnet heuer steigenden

Hochachtung und ziehe alle meine

2016 hat Spuren hinterlassen

D

ürzlich auf ORF3: eine großartige Gesprächsreihe mit dem ebenso großartigen

Hugo Portisch anlässlich seines 90.

Pessimismus und sinkende Zuversicht unter den jungen Arbeitnehmern. Nur rund ein Drittel

Hüte vor seinem Tun, seiner Klug-

der Befragten glaubt an eine wirtschaftliche und politische Verbesserung in ihrem Land. Als

heit und seinem Humor. Ich könnte

Folge gewinnt Jobsicherheit an Bedeutung und die Wechselbereitschaft nimmt ab. Gleichzei-

ihm stundenlang zuhören, wenn er

tig beginnen Millennials – jene zwischen 1980 und 1999 Geborenen, die gerne auch als Genera-

aus seinem Leben erzählt, das auch

tion Y oder Generation Me bezeichnet werden – der zunehmenden Digitalisierung skeptisch

ein spannendes Bild des Weltgesche-

gegenüberzustehen.

hens der letzten Jahrzehnte zeich-

Im Rahmen der Studie wurden rund 8.000 nach 1982 geborene Arbeitnehmer mit akademi-

net. Keiner hat es je so gut geschafft,

schem Abschluss in 30 Ländern befragt. „Die Stimmung unter den Millennials hat sich in-

komplizierte Zusammenhänge derart

nerhalb eines Jahres eingetrübt. Vor allem die Angst vor Krieg, Terror und wirtschaftlicher

verständlich zu erklären. Politik, Wirt-

sowie politischer Unsicherheit haben diesen Stimmungswandel verursacht“, analysiert Elisa

schaft. Alles. Bis heute.

Aichinger, Mangerin bei Deloitte Österreich. Dieses neue Sicherheitsbedürfnis hat auch Aus-

Hugo Portisch hat die heimische Me-

wirkungen auf die präferierten Beschäftigungsformen. Zwei Drittel wollen am liebsten eine

dienlandschaft geprägt wie kein ande-

feste Vollzeitanstellung – obwohl diese Generation grundsätzlich Freiheiten im Arbeitsleben

rer und hat sich seine Spitzbübigkeit

schätzt. „Arbeitgeber sind gut beraten, das Verlangen nach Sicherheit nicht falsch zu interpre-

dabei ebenso bewahrt wie er seinem

tieren. Wenn man die jungen Mitarbeiter langfristig im Unternehmen halten will, muss man

Grundgedanken treu geblieben ist,

ihnen auch entsprechende Freiheiten zugestehen“, sagt Aichinger.

nämlich „dass es möglich ist, die Men-

Spannend ist in diesem Zusammenhang das ambivalente Bild zum Thema Digitalisierung.

schen durch Information gescheiter zu

Grundsätzlich überwiegt die Skepsis: 40 Prozent der Befragten sehen ihre Jobs durch die Au-

machen“. Diesen Ansatz verfolgen heu-

tomatisierung bedroht, 44 Prozent befürchten eine sinkende Nachfrage nach ihren Fähigkei-

te nicht mehr alle Medien. Eigentlich

ten. Mehr als die Hälfte rechnet außerdem damit, in Zukunft eine Umschulung machen zu

tun es nur mehr einige wenige. Das ist

müssen. Die Millennials wiederum, die sich fit für die Digitalisierung fühlen, sehen durch den

schade, weil es unser ureigenstes Inter-

digitalen Fortschritt vor allem steigende Möglichkeiten für wertbringende und kreative Tätig-

esse sein sollte, genau das zu tun.

keiten sowie die Chance auf den Erwerb neuer Kompetenzen. Aichinger: „Millennials schätzen die Digitalisierung kritisch, aber differenziert ein. Die Skepsis muss durch entsprechende Qualifizierungsmaßnahmen und innovationsfreundliche Rahmenbedingungen in eine positive Stimmung umgewandelt werden.“ // Studie zum Download unter www.deloitte.at

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eco.nova

Anregungen und Kommentare bitte an kremser@econova.at


eco.wirtschaft

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Ein gesunder Geist örper in einem gesunden K

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Burnout frühzeitig erkennen und sich helfen lassen

Dr. Christine Meyer-Plank, Fachärztin für Psychiatrie

n vielen Unternehmen hat Marketing vorrangig die Aufgabe, potenzielle Kunden zu überzeugen und die eigene Leistung der des Wettbewerbs vorzuziehen. Aber ist dieser Zugang wirklich Mar-

professor Hans Mühlbacher plädierte dabei in seinem Impulsvortrag

B

für eine Betrachtung des Marketings als strategische Grundhaltung

Anforderungen zu tun. Nicht nur im Privatleben, sondern auch

in Unternehmen, die von allen Mitarbeitern und Abteilungen gelebt

im Beruf sollte alles perfekt sein. Wir stehen ständig unter Leis-

werden müsse: „Kunden kaufen Nutzen, keine Produkte. Der Nutzen

tungsdruck. Hohe Einsatzbereitschaft, maximale Flexibilität und

entsteht nicht bei der Produktion, sondern beim Erleben“, so Mühlba-

Erreichbarkeit rund um die Uhr führen zu permanentem Stress.

cher. Marketing berücksichtigt, dass Werte gemeinsam mit Stakehol-

Betroffen sind nicht nur Führungskräfte, sondern auch das mittle-

dern entwickelt werden und sich Beziehungen zu diesen gegenseitig

re Management, das zwischen den Forderungen der Chefetage und

beeinflussen. Die Rolle des Marketings ist eine koordinative: Marketing

den Bedürfnissen der Mitarbeiter vermitteln muss.

kümmert sich um den bewussten Aufbau, die Pflege und die Berück-

Burnout (zu Deutsch „ausbrennen“) beschreibt den Zustand völ-

sichtigung der Abhängigkeiten dieser Beziehungen untereinander und

liger emotionaler und körperlicher Erschöpfung, dabei können

stellt damit die Quelle des Unternehmenserfolges dar.

die Anzeichen von Mensch zu Mensch verschieden sein. Ganz

keting? Die Tiroler Sparkasse lud in Kooperation mit dem Innsbrucker Institut für Marketing – Strategieberatung zur kritischen Auseinandersetzung mit diesem funktionalen Marketingverständnis. Marketing-

urnout ist in aller Munde – fast jeder kennt in seinem Bekanntenkreis betroffene Personen. Dass das Burnout-Syndrom immer häufiger auftritt, hat mit unseren

Ansprüchen ans Leben und mit völlig veränderten beruflichen

allgemein berichten Burnout-Betroffene von einem Gefühl der

BILDUNG ALS SCHLÜSSEL

N

Überforderung sowie von Frustration und einer Desillusionierung. Sie fühlen sich energielos, gleichgültig oder leer und wertlos. Übertriebener Ehrgeiz, Verbissenheit und Erhöhung des Einsat-

achdem sich das vergangene Jahr besser entwickelt hat

zes, um es sich selbst und dem Umfeld zu beweisen, führen zum

als prognostiziert, dürfte sich in Tirol laut AMS der po-

Ankurbeln einer Negativspirale, die – wenn die Symptome ignoriert

sitive Schwung auch im Jahr 2017 fortsetzen: Die Arbeits-

werden – letztlich in einen Zusammenbruch mündet. Folgeerschei-

losigkeit sinkt generell in Tirol, speziell die hohe Zahl an Langzeit-

nungen können Schlafstörungen, Ängste, depressive Verstimmung,

arbeitslosen, es gibt deutlich mehr gemeldete offene Stellen beim

aber auch körperliche Beschwerden wie Tinnitus, Bluthochdruck,

AMS Tirol – vor allem für Fachkräfte – und die Beschäftigung steigt.

Schwindel oder Libidoverlust sein. Diese Symptome begünstigen

Tirol wird laut Einschätzung der Wirtschaftskammer mit 1,8 Pro-

wiederum Folgeerkrankungen. Deshalb ist es wichtig, frühzeitig

zent abermals ein höheres Wirtschaftswachstum als der Bundes-

entgegenzusteuern. Sollten Sie sich übermäßig gestresst oder er-

schnitt aufweisen. Ob dieses Wachstum allerdings ausreicht, um die

schöpft fühlen, werden Ihre Ärztin oder Ihr Arzt zunächst einen

Arbeitslosigkeit stabil zu halten, ist fraglich. Als Herausforderung

Gesundheitscheck durchführen und eine Bestandsaufnahme von

erweisen sich vor allem der Ausbau der gemeinnützigen Beschäf-

Körper und Psyche machen. Wenn sich herausstellt, dass Sie Bur-

tigung und die berufliche Bildung. Denn nach wie vor ist sie es, die

nout-gefährdet sind, können gemeinsam neue Strategien zur Le-

vorrangig über den Erfolg am Arbeitsmarkt entscheidet.

bensgestaltung und – besonders wichtig – zur Stressbewältigung

Das AMS Tirol konzentriert sich in seinen Maßnahmen heuer be-

erarbeitet werden. Dabei kommen psychotherapeutische Techni-

sonders auf die Altersgruppen am Beginn ihrer Berufstätigkeit.

ken und fallweise Medikamente zur Anwendung.

Jugendliche finden aufgrund der demographischen Entwicklung grundsätzlich günstige Voraussetzungen auf dem Lehrlingsmarkt vor. Dennoch kann aufgrund besonderer Bedingungen die Situation eintreten, dass Jugendliche keinen Lehrplatz finden. Bei der Ausbildungsgarantie bis 25 erhält das AMS zusätzlich 2,6 Millionen Euro zur Finanzierung einer weiteren Ausbildung für 330 vorgemerkte junge Erwachsene im Alter von 18 bis 25 Jahren mit maximal Pflichtschulausbildung, um diese entsprechend zu fördern. // www.ams.at

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FOTOS: BIRGIT KOELL, TINETZ

TIROL UNPLUGGED Der unberechenbare Wankelmut der europäischen Stromnetze macht einen flächendeckenden Stromausfall so wahrscheinlich, dass die Verantwortlichen jederzeit damit rechnen. Binnen 24 Stunden führt ein Blackout zu Überlebenskampf und Chaos. Schon ein einziger Tag ohne Strom stellt die uns bekannte und wirr vernetzte Welt total auf den Kopf. In diesem kontinentalen Katastrophenzustand, dessen Möglichkeit den allerwenigsten bewusst ist, kann Tirol eine Insel der Seligen sein. // TEXT: ALEXANDRA KELLER


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s ist kein Happy End. Alles, nur das nicht.

prinzipiell, also was die Auswirkungen eines

chengefahr ansteigt. Rasch wird die unters-

Und die Tatsache, dass Tirols federführende

Blackouts betrifft, für durchaus realistisch“,

te Stufe der Maslow’schen Bedürfnispyra-

Kenner der Branche die fatale Szenerie als

sagt Erich Entstrasser, Vorstandsvorsitzen-

mide erreicht. Es geht nur noch darum, die

realistisch bezeichnen, lässt jegliche positive

der des Tiroler Landesenergieversorgers

Grundbedürfnisse befriedigen zu können:

Illusion verpuffen. Das Ende ist bedrückend.

TIWAG, und stellt fest: „Ich glaube, die Leute

Essen, Trinken, Schlafen.

Die Zahl der Todesopfer ist noch nicht er-

können sich überhaupt nicht vorstellen, was

Die apokalyptischen Darstellungen im Tech-

fasst. Mit vielen Tausend wird gerechnet.

passiert, wenn es keinen Strom gibt.“

nikthriller vermochten den TIWAG-Chef je-

Wegen der Seuchengefahr mussten sie rasch

denfalls nicht zu überraschen. Und auf die

in Massengräbern verscharrt werden. Mili-

Wenn es keinen Strom gibt

tärdiktaturen haben teils die Macht über-

Vor dem Hintergrund dieser doch recht tro-

worten auch die beiden Geschäftsführer der

nommen. Ein havariertes Atomkraftwerk

cken formulierten Feststellung aus berufe-

Tinetz, jener Tochter der TIWAG also, die in

hat die beschauliche Schlösserregion an

nem Munde bekommt Spannung eine ganz

weiten Teilen Tirols für das Stromnetz ver-

der Loire verstrahlt. Unzählige Kühe sind

neue Bedeutung. Und fördert eine ganz rea-

antwortlich ist, einhellig mit: „Ja!“

qualvoll verendet, weil sie nicht mehr ge-

le Gänsehaut.

Aus der Sicht von Thomas Trattler und Tho-

molken werden konnten. Ihre Schmerzens-

Schon ein paar Stunden nach einem so ge-

mas Rieder hat der Autor nicht übertrieben.

schreie erhöhten die allgemein feststellbare

nannten Power-Blackout geht so gut wie gar

„Ich habe auch schon persönlich mit Marc

Neigung zum Wahnsinn. Die hygienischen

nichts mehr. Mobilnetz, Internet, Schienen-

Elsberg gesprochen. Was er beschrieben hat,

Zustände haben ein unvorstellbares Aus-

verkehr und Industrie kommen sofort zum

ist nachvollziehbar und es passiert dann,

maß erreicht. Die Wirtschaft Europas liegt

Erliegen – wie auch die Wasserversorgung,

wenn man nicht vorbereitet ist. Wenn man

für Jahre brach. Niemand blieb verschont.

wenn sie mit Pumpen arbeitet. Geschäfte

nichts tut, dann sind solche Szenarien rea-

Verschont von den Folgen des europaweiten

schließen, Bankomaten fallen aus und Tank-

listisch“, reicht Thomas Rieder, technischer

Stromausfalls, die Autor Marc Elsberg in sei-

stellen funktionieren nicht mehr, wodurch

Tinetz-Geschäftsführer, den Verunsicherten

nem Bestseller „Blackout – Morgen ist es zu

der private wie öffentliche Verkehr nach

einen Strohhalm. Vorbereitung ist das Stich-

spät“ beschreibt.

sechs Stunden stillsteht. Ohne Treibstoff

wort für diesen Funken Hoffnung. Der tut

Nach knapp zwei Wochen lässt er den Strom

werden die Notstromaggregate in Kranken-

gut, denn die Wahrscheinlichkeit, dass der

wieder fließen. 13 Tage. In der Zeitspanne ei-

häusern nicht mehr versorgt und Polizei,

Strom flächendeckend ausfällt und wie bei

nes durchschnittlichen Urlaubs hat sich Eu-

Feuerwehr oder im Katastropheneinsatz ar-

einem Dominospiel alle energetisierten Win-

ropa derart verändert, dass nichts mehr so

beitende Hilfsorganisationen können nicht

kel des Kontinents erreicht, ist nicht klein.

ist, wie es vor dem Stromausfall war. „Unsere

mehr fahren, sofern sie nicht auf ein breites

Die Wahrscheinlichkeit ist sogar recht groß.

moderne Gesellschaft ist komplett abhängig

Backup aus notstromversorgten Tankstellen

Und sie wächst.

davon, dass all diese Systeme, die im Hinter-

zurückgreifen können. Die Kommunikati-

grund längst völlig automatisiert ablaufen,

onsmöglichkeiten für die Allgemeinheit ge-

Drohender Kollaps

reibungslos funktionieren. Tun sie das nicht,

hen mit den sich leerenden Akkus zur Neige

Im Jahr 2010 veröffentlichte das Büro für

stürzen wir binnen kürzester Zeit zurück

und die der Einsatz- und Katastrophenhel-

Technikfolgen-Abschätzung beim Deut-

ins Mittelalter. Das finde ich eine beängsti-

fer geraten ebenso unter Druck. Chaos und

schen Bundestag eine umfangreiche Studie

gende Vorstellung“, sagt Elsberg. Sein weit

Anarchie drohen, da knapp 24 Stunden nach

zur „Gefährdung und Verletzbarkeit moder-

über eine Million mal verkaufter Thriller ist

dem Zusammenbruch der Überlebenskampf

ner Gesellschaften am Beispiel eines groß-

Fiktion. Fiktion, die auf Fakten basiert. Be-

beginnt, hungrige Menschen verzweifelt auf

räumigen Ausfalls der Stromversorgung“,

ängstigenden Fakten. „Ich halte das Buch

Nahrungsmittelsuche gehen und die Seu-

in dem es heißt: „Aufgrund der nahezu voll-

16

eco.nova

Frage, ob sie das Buch gelesen haben, ant-


eco.titel

DIE KUNDEN SIND DIE FAST 100PROZENTIGE STROMVERSORGUNGSSICHERHEIT GEWOHNT. ständigen Durchdringung der Lebens- und Arbeitswelt mit elektrisch betriebenen Geräten würden sich die Folgen eines langandauernden und großflächigen Stromausfalls zu einer Schadenslage von besonderer Qualität summieren. Betroffen wären alle kritischen Infrastrukturen, und ein Kollaps der gesamten Gesellschaft wäre kaum zu verhindern. Trotz dieses Gefahren- und Katastrophenpotenzials ist ein diesbezügliches gesellschaftliches Risikobewusstsein nur in Ansätzen vorhanden.“ Der Inhalt der Studie ist schon fast zu real für ein einfaches, Strom als Selbstverständlichkeit aus der Steckdose beziehen-

DAS IST SCHÖN, DOCH TRÄGT ES AUCH DAZU BEI, DASS DAS PROBLEMBEWUSSTSEIN GEGENÜBER EINEM POTENZIELLEN BLACKOUT KAUM BIS GAR NICHT VORHANDEN IST.

des Gemüt. Sie zeigt auch, wie wenig Marc Elsberg in die phantastische Schatzkiste

fer, damals noch Vorstandschef der TIWAG,

greifen musste, um den Kollaps der Gesell-

Gast des Management Club Tirol und ver-

mehr die plötzliche Macht, die der Mond be-

schaft zu skizzieren. Knapp sieben Jahre

ursachte bei den Anwesenden das eine oder

kommen kann, wenn er sich vor den lebens-

sind seit Veröffentlichung des Papiers ver-

andere mulmige Gefühl, als er dort laut ei-

und lichtspendenden Feuerball schiebt. Am

gangen, und sollte das gesellschaftliche

nem Medienbericht sagte: „Es ist klar, dass

11. August 1999 hatte die bis auf weiteres –

Risikobewusstsein in Deutschland oder

es durch die Überlastung der Netze in ab-

bis ins Jahr 2081, um genau zu sein – letz-

anderswo gestiegen sein, tat es das im Ver-

sehbarer Zeit zu Strom-Blackouts kommen

te totale Sonnenfinsternis Heerscharen in

borgenen. Die Chefs und Mitarbeiter von

wird. Die Branche rechnet damit, Stromnet-

Österreich auf die Straßen, die Balkons, in

Energieunternehmen wissen hingegen

ze sind extrem sensible Gebilde.“

Gärten und Parks getrieben, um ausgerüs-

längst, worum es geht. „Die Wahrscheinlich-

Als Wallnöfer das feststellte, war Europa

tet mit den zuvor en masse vertriebenen

keit für ein großräumiges oder gar europa-

gerade erst an so einer Katastrophe vorbei-

Schutzbrillen dem seltenen Himmelstheater

weites Blackout ist in den letzten Jahren

geschrammt. Einem potenziellen Blackout,

beizuwohnen. Es darf davon ausgegangen

signifikant gestiegen“, hielt EVN-Vorstand

„wie er im Buche steht“. Glück spielte dabei

werden, dass an diesem warmen Sommer-

Peter Layr im März 2014 in einem Brief an

eine nicht unwesentliche Rolle.

tag 1999 auch Mitarbeiter von Energieunter-

die Vorstände der Regulierungsbehörde

Kraft der Sonne veranschaulicht oder viel

nehmen freudig staunend auf den Balko-

E-Control fest und verlieh seiner Befürch-

Die Eklipse

tung Ausdruck, dass Österreich nur unzu-

Seit der Lauf der Planeten errechnet wer-

damals war, das Stromnetz zu überwachen

reichend gerüstet sei, denn im Falle eines

den kann – und das reicht echt weit zurück

und seine Sicherheit zu garantieren. Auch

flächendeckenden Stromausfalls sei rasch

–, war klar, dass sich am 20. März 2015 ein

sie konnten das leicht gruselige Frösteln im

mit desaströsen Verhältnissen besonders in

seltenes Schauspiel am Himmel abspielen

Mondschatten spüren und sich nach dem

Ballungszentren zu rechnen – „mit gleich-

würde. Sternen-fix erwartet wurde eine teil-

Spektakel wieder der Arbeit zuwenden. Ein

zeitiger Gefährdung der öffentlichen Si-

weise Sonnenfinsternis, eine Eklipse, ein

wenig demütig ob des Erlebten vielleicht.

cherheit“. Im Mai 2015 war Bruno Wallnö-

schönes astronomisches Schauspiel, das die

Aber ganz entspannt. 16 Jahre später, als sich

nen standen, ebenso wie jene, deren Job es

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Thomas Trattler und Thomas Rieder, Tinetz-Geschäftsführer

„DIE ERZEUGER HABEN SICH VIEL SCHNELLER VERÄNDERT ALS DIE INFRASTRUKTUR. DADURCH KOMMT ES ÖFTER MAL ZU INSTABILEN SITUATIONEN ALS IN DER VERGANGENHEIT.“ Thomas Rieder, Tinetz-Geschäftsführer


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„UNSERE MODERNE GESELLSCHAFT IST KOMPLETT ABHÄNGIG DAVON, DASS ALL DIESE SYSTEME, DIE IM HINTERGRUND LÄNGST VÖLLIG AUTOMATISIERT ABLAUFEN, REIBUNGSLOS FUNKTIONIEREN. TUN SIE DAS NICHT, STÜRZEN WIR BINNEN KÜRZESTER ZEIT ZURÜCK INS MITTELALTER. DAS FINDE ICH EINE BEÄNGSTIGENDE VORSTELLUNG.“

DEUTSCHE UHRMACHERKUNST.1893

VON CHRONOGRAPHEN, KILOMETERN UND UNENDLICHER HINGABE.

Autor Marc Elsberg

der Mond nicht ganz, aber teilweise vor die Sonne zu schieben gedachte, war die Stimmung in den Schaltzentralen des europäischen Stromnetzes anders. Ganz anders. Geladen war sie. Monate zuvor schon waren grenzüberschreitende Notfallpläne erarbeitet worden, die Netzbetreiber selbst sprachen von einer „nie dagewesenen Herausforderung“ und von „ernsthaftem Risiko“, ein europaweiter PowerBlackout war zum Greifen nahe und das Gefahrenpotenzial wurde nicht nur als hoch, sondern als so hoch wie bis dato noch nie eingestuft. „Im Haus war die Krisensituation ausgerufen worden. Es waren alle da, die da sein mussten“, erinnert sich TIWAG-Chef Entstrasser. Auch Tinetz-Geschäftsführer Trattler hat den Tag noch gut im Kopf: „Man hatte die Bereitschaften erhöht und sich schon Wochen zuvor mit den Szenarien auseinandergesetzt, mit dem Ernstfall. Europaweit sind diese Szenarien geübt worden, Kraftwerksblöcke waren dafür bereitgestellt, schnell zu reagieren. Prinzipiell waren wir da gut vorbereitet.“ Das waren alle Beteiligten „auf der Erde“, doch die Hauptdarstellerin in diesem Poker war die Sonne – in all ihrer strahlenden Unberechenbarkeit.

Ein Horrorszenario Was den 11. August 1999 so entspannt und den 20. März 2015 so prickelnd machte, sind die zahlreichen Solaranlagen, die in der Zwischenzeit auf Dächern befestigt oder in Wiesen gebaut wurden, um mit der Kraft der Sonne die Stromnetze zu speisen. In einem gigantischen Kraftakt hat Deutschland die Energiewende vorangetrieben und Milliarden in die Photovoltaik gesteckt. An sonnenreichen Tagen können an einem Sommertag in Deutschland bereits mehr als die Hälfte der Verbrauchsspitzen zur Mittagszeit mit

NORAMIS CHRONOGRAPH


w eco.titel

„WENN ES ZU EINEM BLACKOUT KOMMT, WO WIR KEINE SPANNUNG MEHR VON DEN ÜBERTRAGUNGSNETZBETREIBERN BEKOMMEN, WERDEN DIE NETZVERBINDUNGEN ZU DIESEN BETREIBERN GEKAPPT. DAS HEISST, WIR KOPPELN UNS VOM EUROPÄISCHEN NETZ AB, FAHREN UNSER NETZ MIT UNSEREN KRAFTWERKEN HOCH UND WARTEN, WAS RUNDHERUM PASSIERT.“ Erich Entstrasser, TIWAG-Vorstandsvorsitzender

Solarenergie gedeckt werden. Die Gesamt-

mas Trattler. Selten riefen Wolken derartige

nen Industrien aller Art den Strom abnah-

leistung betrug 2015 rund 38 Gigawatt.

Freude hervor. „Das war schon ein bisschen

men. Es war überschaubar, steuerbar, nah

Diese Gigawatt-Kraft war es, die den 20.

Glück“, weiß er.

und nicht selten war es schmutzig. Atom-

März so spannend machte, musste doch

Das Stromnetz zu überwachen, fit zu halten

kraftwerke oder Kohlekraftwerke sind we-

befürchtet werden, dass die Sonnenfinster-

und die teils unheimlichen Bewegungen zu

der mit den Bedürfnissen der Menschen

nis gleichsam von einer Minute auf die an-

beobachten, um in Windeseile ausgleichen

noch mit denen der Umwelt, noch des Kli-

dere bei den Solaranlagen in Deutschland

und die Frequenz halten zu können, ist das

mas und schon gar nicht mit den Klima-

und Europa das Licht ausdreht. Das kom-

tägliche Brot der Tiwag-Tochter Tinetz und

zielen kompatibel.

plexe Wechselspiel in den europäischen

ihrer rund 500 Mitarbeiter. „Das ist unser

Vor diesem Hintergrund wurde in Deutsch-

Stromnetzen, wo sich Stromangebot und

Kerngeschäft, unser Tagesgeschäft“, sagt

land die Energiewende eingeleitet. Deutsch-

Stromnachfrage tunlichst die Waage hal-

Technikchef Rieder. Es ist ein Geschäft, das

land ist für Österreich ein entscheidender

ten sollten, wurde durch den erwartbaren

in den letzten Jahren komplexer geworden

Strom- und Netzpartner. Was in den Net-

Photovoltaik-Ausfall gehörig unter Druck

ist. Komplexer und in hohem Maße unbe-

zen und in den Speicherkraftwerken Tirols

gesetzt.

rechenbarer. Schuld daran ist vor allem je-

passiert, hängt eng mit ganz Europa zusam-

Ein strahlend sonniger Frühlingsanfang

ner Systemwechsel, der den 20. März 2015 zu

men. Es ist ein Bild wie ein höchst kniffli-

war das Horrorszenario. In dem Fall, dem

einer Gratwanderung machte und der das

ges Spinnennetz, in dem Deutschland ei-

schlimmsten, musste damit gerechnet wer-

vielfältig ineinandergreifende europäische

ne tragende Rolle spielt. Und das deutsche

den, dass den europäischen Stromnetzen

Stromnetz derart ins Wanken zu bringen

Bild präsentiert sich seit Jahren so, dass die

von einer Minute auf die andere 35 Giga-

vermag, dass Blackout in den Schaltzentra-

Energieerzeugung vermehrt dezentral und

watt abhanden kommen. Das wäre in et-

len schon lange kein Fremdwort mehr ist.

in höchstem Maße fern von den energie-

wa so gewesen, als würden 80 mittelgro-

hungrigen Verbrauchern passiert. Dass es

ße konventionelle Kraftwerke plötzlich

Neue Energiewelt

abgedreht und nach knapp zwei Stunden

Vor rund 15 Jahren setzte dieser Wandel ein.

den zahlreichen, übers ganze Land verteil-

Eklipse wieder mit voller Kraft hochgefah-

Der Wandel von der alten in die neue Ener-

ten Photovoltaikanlagen einzuspeisen und

ren. „Es ist in relativ schneller Zeit relativ

giewelt. Vereinfacht dargestellt, war es in

weiterzuleiten, liegt auf der Hand. Und es ist

viel Leistung aus dem Netz gegangen, doch

der alten Welt so, dass die Energieerzeugung

eine Tatsache, dass die großen Windparks,

war es ein bisschen bewölkt, weswegen

in unmittelbarer Nähe zu denen passierte,

mit denen die stürmische Energie der Nord-

die Erzeugung schleichend verschwunden

die die Energie verbrauchten. Kraftwerke

see in Strom verwandelt wird, kaum weiter

und dann wieder gekommen ist“, sagt Tho-

aller Art waren in Regionen errichtet, in de-

von den energieintensiven Industrien des

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Alles fließt bei der TIWAG-Tochter Tinetz.

Südens – rund um Stuttgart etwa oder Mün-

mit den Kraftwerken der TIWAG zudem

bau Chemie Energie, konnte ein Blackout in

chen – entfernt sein könnten. Dazwischen

schaffen müssen, ist, Energie aus dem euro-

Deutschland – mit den unausweichlichen

liegen viele hundert Kilometer. Kilometer, in

päischen Netz zu nehmen, wenn Wind und

Folgen für ganz Europa – nur vermieden

denen eines fehlt: Ein starkes Übertragungs-

Sonne einen Überschuss produzieren, und

werden, „weil auch noch das letzte Reser-

netz, das es schafft, die Energie problemlos

im umgekehrten Fall mitzuhelfen, Schatten

vekraftwerk“ ans Netz genommen wurde.

vom Norden in den Süden zu bringen. Da-

und Flautezeiten auszugleichen. Es ist ein

„Kohle, Gas und Kernkraft hielten das Land

ran wird zwar eifrig gearbeitet, doch muss

ständiger Eiertanz, ein komplexes Orchester,

quasi im Alleingang unter Strom“, sagte Vas-

angesichts der höchst aufwändigen Bürger-

das die Netze stresst und die Energieunter-

siliadis. Mag er auch per se ein Anhänger

beteiligungsverfahren davon ausgegangen

nehmen nicht minder.

konventioneller Kraftwerke sein, so gaben

werden, dass die Umsetzung noch viele Jah-

Ende Jänner 2017 erst war es nur mit äu-

die Ereignisse dieses Tages doch zu denken.

re dauert. Jahre, in denen die Gefahr von

ßerster Kraftanstrengung gelungen, ein

Die für die Balance und die Sicherstellung

Stromausfällen weiterhin wie ein Damok-

Blackout in Deutschland zu vermeiden. Der

der Versorgung notwendigen Eingriffe ins

lesschwert über ganz Europa schwebt. Bis

Monat war kalt und flau und am 24. kam es

Netz potenzieren sich. Und mit ihnen die

2022 sollten die dringend benötigten Trassen

fast zum Gau. Die erneuerbaren Energiean-

Möglichkeiten eines richtig satten Strom-

eigentlich fertig sein, denn dann gehen auch

lagen konnten nicht einmal fünf Prozent

ausfalls. Es kracht im Gebälk. Und das auch

die letzten Atomkraftwerke Deutschlands

des Energiebedarfes decken, der ungeachtet

ohne Terrorgefahren oder starke Wetterer-

vom Netz. Ein ambitionierter Zeitplan, an

aller Netznot mehr als 80 Gigawatt betrug.

eignisse als potenzielle Blackout-Ursachen

dessen Umsetzung gezweifelt wird. „Die Er-

Weil Frankreich ebenso Probleme hatte und

strapazieren zu müssen.

zeuger haben sich viel schneller verändert

einen Stromausfall nur vermeiden konn-

als die Infrastruktur. Dadurch kommt es öf-

te, indem die Inspektion mehrerer Atom-

Insel der Seligen

ter mal zu instabilen Situationen als in der

meiler verschoben wurde, war der Import

„Wir haben das vor Kurzem erst wieder ge-

Vergangenheit“, sagt Thomas Rieder. Was

großer Energiemengen keine Option. Laut

übt. Im Realfall. Wir haben also tatsäch-

die Tiroler Netzbetreiber im Zusammenspiel

Michael Vassiliadis, dem Chef der IG Berg-

lich ein Kraftwerk dazugeschaltet“, erzählt

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Tinetz-Geschäftsführer Rieder. Den Master-

mehr von den Übertragungsnetzbetreibern

sind auch die Speicher leer, doch sind sie es,

plan für Übungen wie diese liefert die Aus-

bekommen, werden die Netzverbindungen

die im Worst-Case-Szenario ein angenehmes

trian Power Grid (APG), die Betreiberin des

zu diesen Betreibern gekappt. Das heißt,

Kissen für Tirol liefern.

österreichischen Übertragungsnetzes, an

wir koppeln uns vom europäischen Netz ab,

Auch die Tatsache, dass das Land sich dar-

deren Regelzone mittels Kooperationsver-

fahren unser Netz mit unseren Kraftwerken

um gekümmert hat, dass über Tirol verteilt

trag auch die Netze von Tirol und Vorarlberg

hoch und warten, was rundherum passiert.“

elf Tankstellen notstromversorgt sind und

angeschlossen sind. Sie ist zuständig für das

Damit wird Tirol zu einer Insel der Seligen,

die Einsatzfahrzeuge im Katastrophenfall

Netzwiederaufbaukonzept und koordiniert

kann doch aufgrund der kontrolliert abruf-

betankt werden können, ist ein nicht zu un-

die einzelnen dafür notwendigen Schritte.

baren Energie aus den Speicherkraftwerken

terschätzender Vorsorgevorteil. Zum Ver-

„Das größte Problem ist, ein Netz, das ohne

die Stromversorgung relativ rasch wieder

gleich: Mitte 2016 hieß es, dass von den rund

Strom ist, wieder zu befüllen. Es gibt einen

aufgebaut werden, während es in weiten

14.000 Tankstellen Deutschlands nur ganze

ganz genauen Ablauf, welche Netzteile in

Teilen Europas dunkel bleibt. „Innerhalb von

fünf notstromversorgt sind. Ein ausfallsi-

welcher Reihenfolge mit welchen Kraft-

fünf bis sechs Stunden bauen wir auf der

cherer Richtfunk, der die Kommunikation

werken bespannt werden und welche Kun-

Inntalschiene die Versorgung auf und schaf-

der Tiroler Einsatzkräfte sicherstellt, zählt

den in welcher Reihenfolge zugeschaltet

fen es, wichtige Infrastruktur und die kriti-

ebenso zu den Vorzügen des Landes.

werden. Das ist ein sehr sensibles Thema“,

schen Verbraucher zu versorgen. Die Frage

Obwohl mit all den Maßnahmen das Aus-

erklärt TIWAG-Chef Entstrasser. Mit inten-

ist, wie lange es dauert, bis in Europa die

maß einer Katastrophe stark eingeengt

siven Übungen wird dem Thema begegnet

Energie wieder da ist. So lange arbeiten wir

werden kann, bleibt auch Tirol von den un-

und Entstrasser weiß: „Wenn es zu einem

autark“, erklärt Thomas Rieder. Diese Autar-

mittelbaren Folgen eines Stromausfalles

Blackout kommt, wo wir keine Spannung

kie ist kein Dauerzustand, denn irgendwann

nicht verschont. Swarovski muss beispiels-

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TIROL WIRD IM WORST-CASESZENARIO ZU EINER INSEL DER SELIGEN.

AUFGRUND DER KONTROLLIERT ABRUFBAREN ENERGIE AUS DEN SPEICHERKRAFTWERKEN KANN DIE STROMVERSORGUNG RELATIV RASCH WIEDER AUFGEBAUT WERDEN, WÄHREND ES IN WEITEN TEILEN EUROPAS DUNKEL BLEIBT.

erzeugt werden. Die Tiroler Landesregierung nahm den Stromausfall in Innsbruck sofort zum Anlass, das Merkblatt „Der aktuelle Selbstschutztipp – Verhalten bei Stromausfall“ auszusenden. Darin werden die Tirolerinnen und Tiroler auch aufgefordert, sich darüber Gedanken zu machen, welche alltäglich verwendeten Geräte nicht mehr zur Verfügung stehen, wenn kein Strom mehr fließt. Im Zeitfenster des Stromausfalles, in diesen 15 bis 41 Minuten, wäre die Aufmerksamkeit vielleicht groß gewesen, doch tendierte dieselbe bereits gegen null, als der Tipp verbreitet wurde. Ganz einfach, weil der Strom schon wieder selbstverständlich geworden war. In dem Zusammenhang verweist Udo Ladinig, einer der engagiertesten Kämpfer für mehr

weise innerhalb von zwei Stunden wissen,

Wilten der Tinetz ist es auch zu Sicherheits-

Aufklärung und Vorsorge für den Power-

wie mit den zwei Glasöfen umgegangen

abschaltungen der IKB gekommen“, sagt

Blackout-Ernstfall in Österreich, auf eine

werden muss. Frieren diese Öfen im Zuge ei-

Roland Tiwald, Leiter Bereich Strom-Netz

Studie hin, die am University College London

nes Stromausfalls ein, stirbt die Produktion

der Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB).

veröffentlicht wurde. „Demnach können 80

– für eine richtig lange Zeit. Der volkswirt-

Pro Jahr treten laut Tiwald etwa 25 kurzzei-

Prozent der Menschen besorgniserregende

schaftliche Schaden für einen Blackout-Tag

tige Störungen im Stromnetz der IKB auf:

Meldungen überhaupt nicht verarbeiten. Die

in Österreich wird mit rund einer Milliarde

„Im Jahr 2016 hatte die IKB mit 2,1 Minuten

Mehrheit der Bevölkerung lebt laut jüngster

Euro beziffert.

im Jahresdurchschnitt im Vergleich zu den

Erkenntnisse der Gehirnforschung in einer

Erich Entstrasser ist überzeugt davon, dass

Jahren davor die geringste Ausfalldauer auf-

Fantasiewelt, die auch als unrealistischer

große Unternehmen wissen, welche Folgen

zuweisen.“ Diese fast 100-prozentige Versor-

Optimismus bezeichnet wird.“ Im Zuge sei-

ein Blackout haben kann: „Eine unterbre-

gungssicherheit sind die Kunden gewohnt.

ner Vortragstätigkeit lernte Ladinig immer

chungsfreie Stromversorgung beispielswei-

Das ist schön, doch trägt es wohl auch dazu

wieder Menschen kennen, die von Blackout

se in einem Hotel sicherzustellen, gelingt

bei, dass das Problembewusstsein gegen-

und dessen möglichen Folgen überhaupt

eigentlich nur mit einer großen Batteriean-

über einem potenziellen Blackout kaum bis

nichts wissen wollten. Von Realitätsverwei-

lage oder einem Notstromaggregat. Ob sie

gar nicht vorhanden ist.

gerung (So etwas wird nie passieren!) bis hin

sich diese Kosten umhängen, weiß ich nicht.

Am 31. Jänner 2017 war die Hotline des Un-

zu überzogener Euphorie (Wir sind schon

Was frappierend ist, ist das Bewusstsein im

ternehmens jedenfalls innerhalb weniger

mit schlimmeren Dingen fertig geworden!)

IT-Bereich. Viele Unternehmen leben von

Minuten überlastet, doch nur bei jenen, die

und dem Vorwurf, das sei doch alles Unsinn

der IT und sich nicht darum zu kümmern,

zu der Zeit in das Buch „Blackout“ vertieft

und Schwarzmalerei, ist ihm vieles begegnet,

verstehe ich nicht. Eine Batterie für die IT

waren, machte sich eine Gänsehaut jenseits

das die Ergebnisse der Studie unterstreicht.

wäre schon essenziell.“

des Entsetzens über das plötzliche Fehlen

„Grundsätzlich ist die Art des Denkens

des Selbstverständlichen breit. „Die wesent-

die persönliche Angelegenheit eines jeden

lichen Mitarbeiter, die mit dem Wiederauf-

Einzelnen“, sagt Ladinig und rüttelt wach:

Zuletzt gingen bei diesbezüglich Unbedarf-

bau des Netzes beschäftigt sind, haben zu

„Gefährlich wird es nur dann, wenn diese

ten im Zuge des Stromausfalles am 31. Jän-

Hause alle ein Batterieradio und Kerzen“,

Denkweise Leuten anhaftet, die Entschei-

ner 2017 in Innsbruck zahlreiche Daten ver-

weiß Entstrasser. Zu einem umsichtigen

dungsträger sind, und ganz schlimm wird es,

loren. Zwischen 15 und 41 Minuten waren

Notfallpaket für den Fall eines länger an-

wenn diese Personen noch dazu für die Si-

etwa zwei Drittel des von der IKB versorg-

dauernden Stromausfalles gehört selbstver-

cherheit anderer verantwortlich sind.“ Dann

ten Gebietes in und um die Landeshaupt-

ständlich viel mehr, doch können mit einem

ist ein Happy End im Falle eines großflächi-

stadt ohne Strom gewesen. „Aufgrund eines

batteriebetriebenen Radio wenigstens die

gen und lang andauernden Stromausfalles

technischen Gebrechens im Umspannwerk

Nachrichten gehört und mit Kerzen Licht

keine Option. Alles, nur das nicht.

Wenig Problembewusstsein

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INTERVIEW

Eine neue Welt Die tief greifenden Umwälzungen am europäischen Strommarkt stellen den Tiroler Energieriesen vor gigantische Herausforderungen. Im Interview erklärt TIWAG-Chef Erich Entstrasser, wann die TIWAG von den unkontrollierbaren Energiequellen profitiert, warum Energieeffizienz keine Bedrohung darstellt und welche Gefahr derzeit von Deutschland ausgeht. ECO.NOVA: Im TIWAG-Geschäftsbericht des Jahres 2015 wird festgehalten: „Das prekäre energiewirtschaftliche Umfeld erhöht das Risiko eines Blackouts. Aus diesem Umstand erwachsen für die Anbieter von Ausgleichs- und Regelenergie zusätzliche Möglichkeiten und neue Geschäftsfelder.“ Wie wird innerhalb der TIWAG mit dem Worst-Case-Szenario eines Blackouts umgegangen?

ERICH ENTSTRASSER: Fakt ist, dass die TIWAG als Landesgesellschaft dafür verantwortlich ist, die Gas- und Stromversorgung des Landes sicherzustellen. Das ist für uns oberste Aufgabe und daran orientieren wir fast unsere gesamte Tätigkeit. Wir haben uns seit Jahren schon mit dem Thema Blackout befasst – bevor das Buch von Marc Elsberg erschienen ist oder es Thema in den Medien war –, weil wir uns als Netzbetreiber in Tirol einfach mit dem Thema auseinandersetzen müssen. Wir haben sehr viel getan, was die Krisenorganisation des Unternehmens betrifft, und es gibt jährlich Übungen, wo das Zusammenspiel der Kraftwerke und des Netzes getestet wird, damit wir sicherstellen können, dass das im Ernstfall wirklich funktioniert. Bisher hat das immer sehr gut funktioniert und wir sind optimistisch, dass wenn etwas passiert, wir das Problem für Tirol ganz gut in den Griff bekommen würden. Im erwähnten Geschäftsbericht 2015 wurden auch die Geschäftsfelder angesprochen, die sich aus der unsicheren Netzlage in Europa ergeben. Welche Geschäftsfelder sind das? Das ist weniger ein Blackout-Netzwiederaufbau-Thema, da geht es vielmehr darum, einen Blackout zu vermeiden. Wir haben derzeit die Situation, dass in Deutschland extrem viel in erneuerbare Energien investiert wird und erneuerbare Energien haben das Manko, dass sie dann produzieren, wenn der Energieträger verfügbar ist. Und den kann ich nicht steuern. Das heißt, wenn die Sonne scheint oder der Wind weht, wird produziert, scheint keine Sonne und geht kein griff der dunklen Flaute, mit dem das Szenario „schlechtes Wetter, kein Wind“ beschrieben wird. Da bekommen sie in Deutschland ein Problem, weil sie keine Energie haben. In dem Fall braucht

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eco.nova

© BIRGIT KOELL

Wind, wird nicht produziert. Da gibt es den Be-


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„DIE HERAUSFORDERUNG DER ZUKUNFT IST NICHT MEHR, WIE ICH DIE ENERGIE PRODUZIERE, SONDERN WIE ICH ES SCHAFFE, DASS ICH ZU JEDEM ZEITPUNKT AUSREICHEND ENERGIE ZUR VERFÜGUNG HABE.“ Erich Entstrasser

man Energie, die backup zur Verfügung steht

sich die Frage, wie hoch dieses Limit ist. Laut

ist viel sinnvoller, das zu tun, was die TIWAG

und eingespeist werden kann. Das ist ein Ge-

deutscher Bundesnetzagentur soll dieses Li-

macht, den Spitzenstrom zu liefern und da-

schäftsthema, das die TIWAG mit den flexib-

mit sehr niedrig sein und das würde heißen,

für Grundlastenergie aus Deutschland oder

len Anlagen, also Speicher- und Pumpspei-

dass Österreich nur sehr wenig Strom aus

sonst woher zu beziehen. Entscheidend ist,

cherkraftwerken, sehr gut abdecken kann.

Deutschland importieren kann und die öster-

dass es sich unterm Strich übers Jahr verteilt

Wenn die Wolke vor die Sonne geht, muss ir-

reichischen Kraftwerke wieder in Produktion

ausgeht. Die höchstmögliche Wertschöpfung

gendjemand schnell Energie liefern können.

gehen. Nachdem der Strom derzeit deswe-

für Tirol kann ich nur sicherstellen, wenn ich

Das können unsere Pumpspeicherkraftwerke.

gen so billig ist, weil die deutsche Produkti-

die Kraftwerke so einsetze, dass sie am Markt

on übergefördert ist, kann ich die Energie um

bestmöglich nutzbar sind.

Die „deutschen Entscheidungen“ im Zusam-

diesen Preis nicht produzieren. Ich produzie-

menhang mit der Energiewende haben die

re dann teurer und das führt dazu, dass der

In der Zwischenzeit gibt es zahlreiche Mög-

gesamteuropäischen Energie- und Netzbe-

Strompreis steigt. Das würde auch Tirol tref-

lichkeiten, Strom zu erzeugen. Auch für Pri-

treiber arg unter Druck gesetzt. War es un-

fen und eben heißen, dass Ende 2018, Anfang

vate. Das bringt das bekannte System ziem-

überlegt, was da passierte?

2019 der Strompreis um 10 bis 15 Prozent in

lich durcheinander. Wie geht die TIWAG

Ich glaube, sie haben nicht bedacht, wie

die Höhe geht.

damit um?

schnell es funktioniert. Sie haben sehr hohe

Das sind sehr große Herausforderungen, doch

Förderungen, die den Ausbau extrem ange-

Mit negativen Auswirkungen auch auf die

ist es nicht Aufgabe der TIWAG, sinnvolle Ent-

heizt haben, und die Schnelligkeit haben sie

Wirtschaft?

wicklungen zu verhindern. Klar könnte ich

möglicherweise nicht so mitbedacht. Jetzt

Natürlich. Für die exportorientierte Industrie

aus Konzernsicht sagen, dass mir viel lieber

haben sie die Situation, dass sie hohe Leistun-

wäre das sehr unangenehm, weil die deut-

ist, die ganze Energie kommt von der TIWAG

gen an Photovoltaik und Wind haben – an

schen Mitbewerber dieses Problem nicht

und der Kunde muss zahlen. Man muss den

Orten, wo sie es nicht verbrauchen. Das führt

haben und die österreichische Industrie

Zug der Zeit erkennen und sagen, es gibt an-

automatisch zu Problemen. Man darf auch

plötzlich einen um 10 bis 15 Prozent höheren

dere Entwicklungen und es geht nicht um

nicht vergessen, dass die großen Industrie-

Strompreis stemmen muss. Mit energieinten-

ein Entweder-oder, sondern darum, es zu ver-

flaggschiffe wie EON oder RWE ihren Wert

siver Produktion ist das kein unbeträchtli-

knüpfen. Wenn jemand eine Photovoltaik-

mehr als halbiert haben. Deren Verluste sind

cher Wettbewerbsnachteil.

anlage errichtet, mit der der eigene Stromverbrauch abgedeckt werden kann und die

massiv, doch wenn das einmal läuft, kommst du nicht mehr raus. Und mit rund 30 Mil-

Die Energieautonomie ist politisches Ziel

wenig Energie in die Netze einspeist, macht

liarden Euro Ökostromförderung pro Jahr

des Landes Tirol wie der TIWAG. 2050 ist

das durchaus Sinn. Damit habe ich auch ener-

kannst du eben viele Anlagen bauen.

auch hier das entscheidende Jahr. Wie darf

giewirtschaftlich keine Probleme. Wichtig ist

Autonomie in dem Zusammenhang verstan-

nur, dass diese Anlagen so konzipiert sind,

Deutschland will die gemeinsame Strom-

den werden?

dass sie technisch funktionieren und man

preiszone mit Österreich im Jahr 2018 ein-

Da gibt es immer wieder Missverständnisse.

nicht vergisst, dass man den Stromanschluss

schränken. Sollte dies trotz der Einsprü-

Die Energiestrategie 2050 spricht nicht davon,

braucht. Denn was ist, wenn es keinen Strom

che Österreichs „durchgehen“, werden für

dass sich Tirol selber mit Energie versorgen

aus der Anlage gibt?

heimische Abnehmer Mehrkosten von 10

soll, sondern dass das, was wir pro Jahr ver-

bis 15 Prozent prophezeit. Was sind die

brauchen, nach Möglichkeit pro Jahr auch im

Sie sprechen die Speichertechnologie an?

Knackpunkte dieser Auseinandersetzung

Land produziert werden soll. Das ist entschei-

Ja. Zur kleinen Anlage wird es zunehmend

und welche Auswirkungen hätte eine Ein-

dend und das ist der Unterschied zwischen

auch den kleinen Speicher geben, wo der

schränkung für Tirol bzw. die heimischen

Energieautonomie und Energieautarkie.

Überschuss verlagert wird. Wir gehen davon

Stromabnehmer?

Autarkie würde bedeuten, alles abzuschal-

aus, dass es unterschiedliche Speichertech-

Der Hintergrund liegt im schon erwähnten

ten und sich zu jeder Zeit selber versorgen

nologien geben wird. Um das System aber in

Netzengpass in Deutschland. Es ist politisch

zu können. Das ist unmöglich. Autonomie im

Schuss zu halten, brauche ich große Speicher,

nicht vertretbar, dass der Strom im Norden

Strom halte ich für technisch möglich, wenn

die nicht tageweise, sondern monateweise

billiger ist als im Süden des Landes. Darum

die Kraftwerksbauten realisiert werden kön-

verlagern können. Und das sind aus heutiger

versuchen sie den Engpass an die Grenze

nen. Die Diskussion ist aber auch nicht so zu

technischer Sicht immer die Speicheranlagen.

zu legen und sagen, dann wird eben der Ex-

verstehen, dass die gesamte Energie, die da

Es gibt noch keine anderen. Derzeit gibt es

port nach Österreich limitiert. Jetzt stellt

produziert wird, für Tirol verwendet wird. Es

keine Alternative.

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eco.titel

Machen selbst die kleinen Speicher das Leben der TIWAG schwieriger? Ja. Es macht das Leben aber auch interessanter. Wir stellen fest, dass durch den Ausbau der Erneuerbaren immer klarer wird, dass wir die großen Speicher brauchen. Sonst funktioniert das System nicht. Da mache ich mir um die TIWAG keine Sorgen, nur dürfen wir die Entwicklung nicht verschlafen und sagen, die kleinen Speicher gibt es für uns nicht. In Pilotprojekten beschäftigen wir uns intensiv mit diesen Speichertechnologien oder den virtuellen Kraftwerken. Wir müssen uns aber nicht zu Tode fürchten und sagen,

Es gibt die Theorie, dass aufgrund der De-

de damit schon auch eine gewisse Perspek-

dass es die TIWAG-Speicher in fünf Jahren

zentralisierung und der Effizienz die großen

tive, wo ich sage, das ist für die TIWAG nicht

nicht mehr brauchen wird. Wir setzen uns

Maschinen und Kraftwerke langfristig ad

schlecht. Stichwort E-Mobilität. Das ist gut

mit den neuen Technologien auseinander

absurdum geführt werden. Ist die TIWAG

für das Klima, gut für CO2-Themen, aber nicht

und ein bisschen Wettbewerb schadet dem

von diesem Zukunftsszenario betroffen,

schlecht für die TIWAG.

Unternehmen auch nicht.

oder ist es das Wort „Speicher“, weswegen sie sich glücklich schätzen darf?

Demnach ist die Energieeffizienz keine

Lassen die kleinen, privaten Stromerzeu-

Speicher sind ein beruhigendes Kissen. Die

Bedrohung?

ger Energieriesen wie die TIWAG schwitzen,

werde ich immer brauchen. Bei den Szenarien,

Nein. Es ist eine Herausforderung. Aber ich

werden die als Konkurrenten gesehen?

die Sie ansprechen, wird die Physik vergessen.

glaube, dass wir da dem Land Unterstützung

Sie geben uns massiv zu denken, weil ja zu

Ich kann wunderbar virtuelle Kraftwerke im

geben können, ohne dass es dem Unterneh-

dem ganzen Szenario der verschärfte Wettbe-

Computer zusammenspannen – aber irgend-

men zu schaffen macht. Das hat durchaus

werb auf der Kundenseite dazukommt. Es ist

wer muss den Strom, der immer gebraucht

Chancen, aber nur, wenn ich mich bewege.

ja nicht mehr so, wie es früher war, dass die

wird, produzieren. Und: Ich brauche immer

Wenn mein Ziel ist, möglichst viel Energie zu

TIWAG der Platzhirsch war und die Kunden

ein Netz. Einzelne Freaks können ihren Haus-

verkaufen, egal wofür sie verwendet wird,

Danke sagten. Du musst Kunden akquirieren

halt vielleicht autark gestalten, doch bei ei-

dann ist es eine Bedrohung. Wenn ich aber sa-

wie alle anderen auch und da sind wir schon

nem Tischler funktioniert das schon nicht

ge, ich kann das nutzen, indem ich in Techno-

massiv unter Druck. Ich bin aber davon über-

mehr. Das Netz und die Energie werden wir

logien investiere, die den Stromverbrauch för-

zeugt, dass diese Herausforderung beherrsch-

immer brauchen. Es verlagert sich nur. Dass

dern und zugleich energieeffizient sind und

bar ist, weil wir auf Anlagen sitzen, die zu-

genügend Energie auf der Welt vorhanden ist

CO2-minimierend, dann sind das zwar neue

kunftsorientiert sind.

und ich sie nicht produzieren muss, stimmt

Produkte und ist das eine neue Welt für die

zwar. Aber bei der Energiewende in Deutsch-

TIWAG, aber ich sehe darin große Chancen

Anders als mit Gas oder Kohle betriebene

land sehe ich, dass zwar genügend Energie da

für das Unternehmen.

Anlagen?

ist, ich sie aber transportieren muss. Die Her-

Hätte ich heute Gas- oder Kohlekraftwerke,

ausforderung der Zukunft ist nicht mehr, wie

Die TIWAG ist ein großes Schiff, das da

würde ich mir unheimlich viele Sorgen ma-

ich die Energie produziere, sondern wie ich es

auf stürmischen Meeren gesteuert werden

chen. Mit den Wasserkraftwerken sind wir

schaffe, dass ich zu jedem Zeitpunkt ausrei-

muss. Ist der neue Aufsichtsrat eine gute

gut aufgestellt, sind auf dem europäischen

chend Energie zur Verfügung habe.

Stütze? Ich denke, dass wir einen Aufsichtsrat haben,

Zug „nachhaltig, erneuerbar, umweltfreundlich“ drauf, sind auf dem Zug „wir brauchen

Stürzt das Wort Energieeffizienz einen Ener-

der für die neuen Herausforderungen, die auf

Regelenergie“ und Energie langfristig verla-

gieerzeuger automatisch in einen Zwiespalt,

die TIWAG zukommen, sehr gut geeignet ist.

gern können wir auch gut. Auf der anderen

weil es dabei ja um Energie geht, die ich nicht

Viele kommen aus Industrie und Wirtschaft

Seite haben wir eine Beschneidung des Ge-

brauche und deswegen auch nicht kaufe?

und kennen beide Seiten. Das ist schon spür-

schäftes durch die dezentrale Erzeugung bei

Aus reiner Unternehmenssicht ist mir am al-

bar. Wir haben auch Vertreter, die ökologisch

den Kunden und haben einen hohen Wett-

lerliebsten, es wird extrem viel Energie ver-

eher kritisch sind, was ich ganz ausgezeich-

bewerb. Das gut miteinander zu verknüp-

braucht, die ich produzieren und um gutes

net finde und sehr gut funktioniert. Es scha-

fen und die TIWAG da gut durchzubringen

Geld verkaufen kann. Die TIWAG als Landes-

det nicht, gewisse Themen zu diskutieren.

ist der Job des Unternehmens. Es ist kein

unternehmen hat aber die Verantwortung,

Wenn das auf einer sachlichen Ebene pas-

Geheimnis, dass es die ganz fetten Ergebnis-

die Energieziele mitzutragen, die die Ener-

siert, ist das auch für das Unternehmen gut.

se der letzten Jahre nicht geben wird. Doch

giestrategie vorgibt. Das funktioniert nicht

Der Aufsichtsrat ist für die neue Zeit, in die

da geht es allen gleich und wenn ich mir die

ohne Energieeffizienz. Ich sehe darin viele

die TIWAG reinfährt, aus meiner Sicht aus-

Milliardenverluste von EON oder RWE an-

Chancen – es wird auf der einen Seite weniger

gezeichnet besetzt und ich glaube, wir haben

schaue, ist die TIWAG mit einem gewissen

Energieverbrauch geben, aber die Energie für

dort sehr gute Partner, um die Sachen zu dis-

Gewinneinbruch ganz gut bedient.

die Energieeffizienz ist der Strom. Ich verbin-

kutieren, die auf uns zukommen.

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STROM

eco.wirtschaft

in Zahlen

Die TIWAG betreibt in Tirol

9 große*) und 36 kleinere Kraftwerke. Zum Bestand gehören außerdem

3 Biomasse-Fernheizkraftwerke. Die Leistung aller Anlagen liegt bei 1.540 MW. *) Imst, Kaunertal, Silz, Kühtai, Achenseekraftwerk, Kirchbichl, Langkampfen, Kalserbach, Amlach

7

Insgesamt sind

TIWAG-Kraftwerksprojekte in der Pipeline (inklusive Ausbauten und Erweiterungen.)

25

Im Bereichsjahr 2015 wurden der Energie-Control Austria österreichweit

16.155 Versorgungsunterbrechungen gemeldet, darunter 8.135 geplante. Der Großteil der ungeplanten Unterbrechungen war atmosphärischen Einwirkungen geschuldet.

Anteile am Gesamtstromverbrauch in Tirol

22 % Haushalte

2%

Landwirtschaft

Quelle: www.tiwag.at, www.ikb.at, E-Control

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2015 hat die TIWAG rund

4.600 GWh

an Strom an Tiroler Kunden abgegeben. 3.178,60 GWh kamen aus eigener Erzeugung. Der Stromabsatz lag bei 17.456,90 GWh.


80.000 Haushalte beziehen nachhaltigen IKB-Strom.

Mit

11.500 km Leitungslänge, 45 Umspannwerken und rund 4.100 Umspannstationen ist die Tinetz der größte Verteilernetzbetreiber Tirols und versorgt die Bevölkerung und Wirtschaft mit rund 220.000 Entnahmepunkten mit elektrischer Energie.

Ein österreichischer Haushalt verbraucht durchschnittlich

ca. 4.400 kWh

Strom pro Jahr. Der größte Anteil entfällt auf die Warmwasserbereitung. In Tirol gab es 2015 rund 313.600 Privathaushalte.

Die Innsbrucker Kommunalbetriebe erzeugen in ihren

10 Kraftwerken rund 320 Mio. kWh Strom und damit rund die Hälfte des Jahresbedarfs von

650 Mio. kWh

in eigenen Kraftwerken. Betrieben werden 2 Wasserkraftwerke, 7 Kleinwasserkraftwerke und ein Deponiegaskraftwerk.

Das Kraftwerk Kaunertal zählt zu den

und erbringt eine Werksleistung zwischen 325 und 392 MW.

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Grafik: Ines Weiland

größten Speicherkraftwerken Österreichs


eco.wirtschaft

Wenn Arbeit so toll ist, warum wird sie dann bezahlt? Diese Frage stellt sich der Autor Volker Kitz in seinem Buch „Feierabend!“, in dem er unter anderem erklärt, warum man für seinen Job nicht unbedingt brennen muss.

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eco.wirtschaft

NEUE ARBEITSWELTEN BEDEUTEN, AUCH UNSICHERHEITEN AUSZUHALTEN. gativsten Gefühle lösen Giftgas, Krieg und

dass Arbeit nicht auch Spaß machen darf.

Mordtat aus. Am positivsten stimmen uns

Im Gegenteil: Man sollte sie sogar nicht zu

Liebe, Paradies und Freiheit. Alles andere

ernst nehmen.

liegt dazwischen“, schreibt Kitz. So weit, so nachvollziehbar. Weiter: „In der Liste verbirgt

Arbeit ist kein Streichelzoo

sich ein faszinierender Fund: Fast jedes Wort

Dass die Arbeitswelt im Wandel ist, damit er-

wirkt als Verb ähnlich wie als Substantiv, die

zählen wir Ihnen nichts Neues. Und damit,

Sache, das Phänomen, löst also ähnliche Ge-

dass diese Veränderungen für Arbeitgeber

fühle aus wie das Tun. Trennung und tren-

nicht unbedingt einfach sind, auch nicht.

nen stimmen uns zum Beispiel beide negativ.

Monetäre Anreize bieten meist nur kurzfris-

Reise und reisen beide positiv.“ Das klappt

tig Bindung. Generell im Leben und speziell

fast immer. Auffällige Ausnahme: Arbeit.

im Job. Und viele halten sich bereits an den

Während der Begriff „Arbeit“ an sich positiv

Grundsatz, Arbeit eher pragmatisch als emo-

besetzt ist (vor allem, wenn man eine hat), ist

tional zu betrachten. Das macht sie wechsel-

es das Tätigkeitswort „arbeiten“ nicht. Heißt:

bereiter. Passt das Unternehmen nicht, geht

„Arbeit macht glücklich, arbeiten unglück-

man eben woanders hin. Ob diese Entwick-

lich.“ Den einzigen Ausweg, den Kitz sieht:

lung nun gut oder schlecht ist, lässt sich nicht

Arbeit nüchtern zu betrachten.

sagen. Es hängt auch stark vom jeweiligen

Müssen wir aber tatsächlich die Leiden-

Unternehmenstypus ab. Wo viel projektbe-

schaft aus dem Job nehmen? Natürlich sollte

zogen gearbeitet wird, dort wird man damit

der Sinn des Lebens nicht allein aus Arbeit

besser umgehen können als in Unterneh-

bestehen, ist Arbeit aber tatsächlich nur Mit-

men, in denen die Person und das Vertrauen

tel zum Zweck? Wolf Lotter beschäftigt sich

zu selbiger im Mittelpunkt steht. Fakt ist: Es

in der aktuellen Titelgeschichte des deut-

tut sich was. Automatisierung, beschleunigte

schen Wirtschaftsmagazines „brand eins“

Prozesse, neue Bedürfnisse von Mitarbeitern

mit einer ganz ähnlichen Frage und kommt

und Kunden. Darauf muss man reagieren und

zu dem Schluss: „Wenn man über die Arbeit

es wird nicht reichen, nur das Büro optisch

des 21. Jahrhunderts nachdenkt, muss man

an die neue Zeit anzupassen. Es geht um die

zuerst bei den populären Missverständnis-

Struktur. Die Entwicklung auszusitzen, hat

esellschaftlicher Kon-

sen rund um den Arbeitsbegriff anfangen.

auf Dauer wenig Chance auf Erfolg. Alte Sys-

sens ist: Nur wer leiden-

Was uns beim Versuch, Arbeit neu zu den-

teme retten zu wollen, ist historisch betrach-

schaftlich arbeitet, lie-

ken, im Weg steht, ist die beharrliche Ver-

tet noch nie gelungen. Wenn man als Un-

fert gute Ergebnisse und

wechslung von Arbeitszweck und Lebens-

ternehmen seine Mitarbeiter also auf Dauer

wird glücklich. Sind also

sinn. Das ist nicht dasselbe. Und wer die

halten möchte, wird man sich einiges einfal-

all jene Menschen, die für ihre Arbeit keine

neue Arbeit verstehen will, muss das ausein-

len lassen müssen. Dafür müssen sich Unter-

Leidenschaft verspüren, die schlechteren

anderhalten können.“ Arbeit ist also nur da-

nehmer aber vorab mit sich selbst beschäf-

Mitarbeiter? Läuft bei ihnen etwas falsch?

zu da, uns die Feinheiten des Lebens außer-

tigen, müssen wissen, wer sie sind, wofür sie

In seinem Buch zerlegt Volker Kitz ein Glau-

halb davon zu finanzieren?

stehen und wo sie hinwollen und wie viel sie

bensgerüst, das bisher kaum jemand anzwei-

Betrachtet man die aktuellen Entwicklungen

bereit sind, für diese neuen Entwicklungen

felt, denn wo auch sonst käme der Begriff

am Arbeitsmarkt, zeigt sich zwar, dass Geld

zu geben. Das ist keine leichte Aufgabe, weil

des Burn-out her? Ausbrennen kann nur, wer

als Motivator immer weniger funktioniert

es viel Selbstreflexion braucht. Doch in einer

vorher (für etwas) gebrannt hat. Kitz’ These:

und es vermehrt um Sinnstiftung geht – was

Zeit, die so sehr geprägt ist von Unsicherheit,

Nicht die Arbeit macht uns unglücklich, son-

gegen die Leidenschaftslosigkeit spräche –,

muss man zumindest wissen, wer man selbst

dern die Lügen, die wir uns darüber erzählen.

auf der anderen Seite hat die Arbeit vor al-

ist, nur dann entsteht eine authentische Un-

Nämlich, dass Arbeit immer toll sein muss.

lem bei der jüngeren Generation ihren ho-

ternehmenskultur. Und schlussendlich ist die

Hierbei lohnt ein Blick auf eine Studie der

hen Stellenwert eingebüßt. Weniger Arbeit,

es, die ein Unternehmen aus- und attraktiv

Freien Universität Berlin: Ein dortiges For-

mehr Leben lautet das Motto. Und hier hilft

macht. Das Südtiroler Unternehmen Business

schungsteam hat knapp 3.000 deutsche

der pragmatische Ansatz definitiv weiter.

Pool (mit Zweigstelle in Innsbruck) zeichnet

Worte auf ihre Wirkung untersucht. „Die ne-

Was im Umkehrschluss nicht heißen soll,

deshalb Betriebe auch genau dafür aus.

G

eco.nova

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eco.wirtschaft

Günther Wurm, Consultant bei Business Pool Austria

Tirols „Top Companies“ Mit dem „Top Company Award“ zeichnet Business Pool gemeinsam mit dem APL Institute zum zweiten Mal Tiroler Betriebe für ihre Unternehmenskultur aus.

N

icht nur Arbeitneh-

arbeiter gestiegen. Grund dafür ist, dass das

lichkeit ist, sich als attraktiver Arbeitgeber

mer müssen sich heute

durchschnittliche Unternehmen deutlich

zu positionieren. Mindestens gleichbedeu-

selbst verkaufen. Auch

größer geworden ist.

tend für die Betriebe ist, das Instrument als internes Steuerungsinstrument zu nutzen.

Arbeitgeber müssen es, Mit Tourist Mobile aus Innsbruck (bis 20

Die Auswertung ist sehr übersichtlich und

zu finden und diese folglich auch zu halten.

Mitarbeiter) und exceet electronics aus

stellt ein „Röntgenbild“ des Unternehmens

Employer Branding ist die Begrifflichkeit

Ebbs (über 50 Mitarbeiter) sind wieder

dar. Daraus können zielgerichtete Maßnah-

dazu. Mitarbeiter und Unternehmer kom-

zwei Unternehmen an der Spitze, die es

men abgeleitet, umgesetzt und in der Folge

men dabei immer mehr drauf: Geld allein

auch letztes Jahr auf Platz eins geschafft

die Ergebnisse mit einer erneuten Befra-

macht nicht glücklich. Employer Branding

haben. Welche Entwicklung konnten Sie

gung gemessen werden.

orientiert sich deshalb grundsätzlich an

in diesen Betrieben feststellen und gab es

Interessant zu beobachten war auch die

zwei Dingen: Sinn und Orientierung. Mit-

generell qualitative Veränderungen in den

Tatsache, dass im heurigen Jahr zwar mehr

arbeiter brauchen das Gefühl, etwas Sinn-

Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr?

teilnehmende Betriebe verzeichnet werden

volles zu tun, und sie müssen wissen, wo

Beide Unternehmen bewegen sich in Bezug

konnten, allerdings die Anzahl der ausge-

die Reise hingeht. Um als Arbeitgeber zur

auf die Mitarbeiterzufriedenheit bereits auf

zeichneten Betriebe zurückgegangen ist.

Marke werden zu können, braucht es viel

sehr hohem Niveau. Für beide Unterneh-

Diese Entwicklung kann darauf zurückge-

Beschäftigung mit sich selbst. Das mögen

men steht es deshalb im Vordergrund, das

führt werden, dass die Sensibilität für das

allerdings die wenigsten. Doch es gibt sie,

sehr hohe Niveau zu halten. Die jährliche

Thema Unternehmenskultur insgesamt ge-

Unternehmer, denen Selbstreflexion wichtig

Mitarbeiterbefragung zeigt ihnen Verbesse-

stiegen ist. Die Analyse mit dem APL-Sys-

ist. Unter anderem sind das jene Unterneh-

rungspotenziale auf, Nachjustierungen kön-

tem ist eine fundierte Grundlage für die

men, die sich der Mitarbeiterbefragung zum

nen entsprechend schnell und zielgerichtet

Ausarbeitung von Maßnahmen und die Ver-

„Top Company Award“ gestellt haben.

vorgenommen werden.

besserung der Unternehmenskultur. Durch

Sehr interessant war für mich die Entwick-

die kontinuierliche Verbesserung ist es da-

ECO.NOVA: Mit dem „Top Company

lung eines Unternehmens, das in Summe

mit nur mehr eine Frage der Zeit, zu den Top

Award“ zeichnen Sie heuer zum zweiten

sehr gute Werte aufzuweisen hatte. Aller-

Companies in Tirol zu zählen. Damit kön-

Mal in Tirol Betriebe für ihre Unterneh-

dings waren die Ergebnisse in einer Abtei-

nen Mitarbeiter stärker an das Unterneh-

menskultur aus. Im vergangenen Jahr ha-

lung deutlich schlechter als in allen anderen.

men gebunden werden, die Leistungsbereit-

ben über 50 Betriebe mit insgesamt über

Durch die gezielte Ableitung von Maßnah-

schaft steigt und wirkt sich positiv auf die

2.000 Mitarbeitern an der Befragung teil-

men konnte das Abteilungsergebnis an das

Produktivität des Unternehmens aus. Mitar-

genommen. Wie war heuer die Resonanz?

des gesamten Unternehmens herangeführt

beiter werden zu positiven Markenbotschaf-

GÜNTHER WURM: Auch heuer konnten

werden. Die Gesamtzufriedenheit der Mitar-

tern des Unternehmens und sie haben im

wir wieder mehr als 60 Betriebe für den Top

beiter ist in Summe deutlich gestiegen.

Rekrutierungsprozess von neuen Mitarbei-

Company Award gewinnen. Auch die Anzahl

Die Rückmeldung von den Betrieben ist,

tern ausgezeichnete Chancen, an die besten

der befragten Mitarbeiter ist auf 3.500 Mit-

dass der Wettbewerb eine interessante Mög-

und qualifiziertesten Talente zu kommen.

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eco.nova

um gute Mitarbeiter


eco.wirtschaft

Wachstum & Expansion Der SPAR Österreich-Konzern konnte im vergangenen Jahr mit einem Plus von 5,3 Prozent erneut das höchste Umsatzwachstum in der Branche einfahren. In Österreich sind rund 42.800 Menschen im Unternehmen beschäftigt. Damit gilt SPAR als heimischer Wachstums- und Arbeitsplatzmotor.

GELEBTE UNTERNEHMENSKULTUR Am 29. März wurde der Top Company Award im Innsbrucker BFI vergeben. Mit dabei war Sonnentor-Gründer Johannes Gutmann, nicht nur Biopionier, sondern auch einer auf dem Gebiet von Unternehmenskultur und Ethik. Alles begann damit, dass Johannes Gutmann Waldviertler war und es auch bleiben wollte. So sagt’s die Homepage und beschreibt mit einem Satz, was das Unternehmen ausmacht. Von Menschen für Menschen. Die Gutmann’sche Geschäftsidee basiert auf dem Bekenntnis zum nachhaltigen Wirtschaften und setzt auf die Unterstützung kleinster landwirtschaftlicher Strukturen, deren hochwertige Bioprodukte unter dem Logo der lachenden Sonne überregional und international vermarktet werden. Durch diese gelebte Regionalität verbleibt die Wertschöpfung zu einem hohen Anteil bei den Bauern selbst. Und dass nachhaltiges Arbeiten nicht nur moralischen, sondern auch wirtschaftlichen Erfolg haben kann, zeigen die Zahlen des Unternehmens. Neben innovativen Projekten steht die gemeinwohlorientierte Unternehmensführung beim Kräuterund Gewürzspezialisten weiterhin im Zentrum des Handelns. „Wir gehen seit fast 30 Jahren bewusst und konsequent den Weg des nachhaltigen und alternativen Wirtschaftens“, sagt Gutmann. „Authentizität, Handarbeit, Wertschätzung, Fairness und ein ressourcenschonender Umgang mit Mensch und Natur sind nicht bloß Worthülsen für uns, sondern gelebte Firmenphilosophie. Die Uhren laufen in Sprögnitz oftmals anders – doch wir sind nicht trotz allem, sondern gerade deshalb so erfolgreich.“ Der Erfolg zeigt sich in den wachsenden Umsatzzahlen, durch konsequente Handarbeit finden zudem inzwischen rund 400 Menschen hier Beschäftigung. Hinzu kommen 85 freie Dienstnehmer. Auch die Zahl der Biobauern steigt stetig. Das hat einen Grund. Wo auf Augenhöhe gearbeitet wird, entsteht eine Unternehmenskultur, in der jeder seinen Platz findet. // www.sonnentor.at

D

as Jahr 2016 stand für SPAR ganz im Zeichen von Expansion und Wachstum: In Österreich wurden 28 Zielpunkt-Standorte übernommen, weitere 30 Märkte neu

eröffnet und rund 100 einer Modernisierung oder Erweiterung unterzogen. In allen von SPAR Österreich bearbeiteten Ländern expandierte SPAR kräftig, in Kroatien wurden Ende des Jahres 62 Billa-Märkte übernommen. In die neuen Standorte und die laufende Modernisierung von bestehenden Standorten – nicht nur bei SPAR, EUROSPAR und INTERSPAR, sondern auch bei den Shopping-Centern und in neue Distributionszentren und Produktionsbetriebe – hat der SPAR-Konzern im Vorjahr erstmals über 600 Millionen Euro investiert. Über die Hälfte davon im Inland. Demgegenüber erzielte SPAR in Österreich an 1.620 Standorten einen BruttoVerkaufsum­satz von 6,42 Milliarden Euro, was einen Zuwachs von 5,3 Prozent bedeutet. Damit konnte der heimische Lebensmittelhändler zum sechsten Mal innerhalb der letzten sieben Jahre das größte Marktanteilswachstum in der Branche erzielen. An gesamt über 3.000 Standorten im In- und Ausland erzielte der Konzern einen Brutto-Verkaufsumsatz von 13,80 Milliarden Euro, ein Plus von 4,8 Prozent. Auch für 2017 sind Investitionen in der Größenordnung von über 600 Millionen Euro geplant. Zudem soll heuer ein neues Ladenkonzept und -design in den Rollout gehen, das auch den selbständigen SPAR-Kaufleuten zur Verfügung steht.

ÜBER 77.000 ARBEITSPLÄTZE

Im In- und Ausland beschäftigt der SPAR-Konzern mittlerweile 77.480 Mitarbeitende, über 42.800 davon in Österreich. In Summe werden im In- und Ausland 3.400 Lehrlinge ausgebildet. SPAR bietet allein in Österreich 2.700 Lehrstellen an, doch auch 2016 konnten nicht mehr alle angebotenen Lehrstellen besetzt werden. Mit aktuell rund 2.300 Lehrlingen in der Ausbildung in Österreich ist SPAR weiterhin der größte private österreichische Lehrlingsausbildner. Für die offenen Lehrstellen in 17 verschiedenen Lehrberufen werden noch Jugendliche gesucht. // www.spar.at PROMOTION

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Welche Kriterien sind ausschlaggebend für den Gewinn des „Top Company Award“? Die Kriterien für den Top Company Award sind relativ einfach beschrieben. Ausschlaggebend für die Auszeichnung ist die subjektive Wahrnehmung der Mitarbeiter zur Unternehmenskultur. Wir bezeichnen diese als APL-Index. Dieser muss in Summe über 70 Prozent Erreichungsgrad liegen. Zusammengesetzt wird dieser APL-Index aus den Dimensionen Strategie, Organisation, Management, Team, Image und Gesundheit. In jeder dieser sechs Dimensionen muss die Zufriedenheit ebenfalls über 70 Prozent liegen. Das dritte Bewertungskriterium ist die Sichtweise des Managements. Über einen genau definierten Schlüssel werden so die Preisträger in den jeweiligen Kategorien ermittelt. Betonen möchte ich allerdings, dass jedes Unternehmen, das als Top Company ausge-

Die Arbeitswelt ist im Wandel, welche

der EU fehlen, knapp die Hälfte davon in

zeichnet wird, bereits zu den Siegern zählt.

Herausforderungen sehen Sie auf die Un-

Deutschland. Das führt zu einer Verschär-

Nur knapp 30 Prozent aller teilnehmenden

ternehmen zukommen? Business Pool

fung des Wettbewerbes um die besten und

Unternehmen haben diese Kriterien in den

beschäftigt sich seit vielen Jahren mit

qualifiziertesten Mitarbeiter. Zusätzlich wird

letzten Jahren sowohl in Südtirol als auch

Personalfragen, in Südtirol ist der „Top

die arbeitende Bevölkerung immer älter. Vor

in Nordtirol erreichen können. Somit ist die

Company Award“ bereits länger etabliert.

diesem Hintergrund haben Unternehmen

Auszeichnung „Top Company“ ein Gütesiegel

Wie gehen Unternehmer Ihrer Erfahrung

aus meiner Sicht zukünftig drei große Her-

für ausgezeichnete Unternehmenskultur.

nach mit diesem Strukturwandel um?

ausforderungen zu bewältigen. 1. Wie kom-

Nicht durch eine Fachjury ermittelt, son-

Im Jahr 2030 werden nach Berechnungen

me ich an qualifizierte und motivierte Mitar-

dern von Menschen, die es tagtäglich miter-

der Eurostat im Jahr 2030 knapp 13 Millio-

beiter? 2. Wie kann ich diese Mitarbeiter an

leben – den Mitarbeitern.

nen Menschen im erwerbsfähigen Alter in

mein Unternehmen binden? 3. Wie halte ich ältere Mitarbeiter möglichst gesund, damit sie weiterhin produktiv für das Unternehmen tätig sein können? Südtirol hat zusätz-

DIE SIEGER DES TOP COMPANY AWARDS TIROL 07

lich noch die Eigenheit, dass der ideale Mitarbeiter zusätzlich zur geforderten Ausbildung

Unternehmen bis 20 Mitarbeiter Platz 1: TouristMobile, Innsbruck Platz 2: Spedimax Transportservice, Hall Platz 3: Aki Tirol – AKIFAIR, Innsbruck

und Berufserfahrung zumindest fließend dreisprachig sein sollte: Deutsch, Italienisch und natürlich auch Englisch. In Südtirol führen wir den Top Company

Unternehmen mit 20 bis 50 Mitarbeitern Platz 1: Wagner’sche Universitätsbuchhandlung, Innsbruck Platz 2: MK Illumination, Innsbruck Unternehmen über 50 Mitarbeiter Platz 1: exceed electronics, Ebbs Platz 2: Exenberger Elektro-Technik, Kitzbühel Platz 3: Tiroler Rohre, Hall Hotellerie & Tourismus Platz 1: Hotel Outside, Matrei Platz 2: Restaurant Zeitlos, Hopfgarten Platz 3: Hotel Diana, Seefeld www.businesspool.at

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Award seit 2011 jährlich durch. Etliche Unternehmen nutzen das APL-System bereits

1

als Führungs- und Steuerungsinstrument, der Top Company Award ist eine zusätzliche Draufgabe, um sich am Arbeitsmarkt positiv zu präsentieren. Das gelingt einigen Unternehmen in der Zwischenzeit sehr gut, sie berichten uns, dass die Anzahl der Initiativbewerbungen in den letzten fünf Jahren um knapp 30 Prozent angewachsen und die Qualität ebenfalls gestiegen ist. Eine ausgezeichnete Unternehmenskultur zeigt im Bewerbermarkt also Wirkung.


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Lehrlinge gesucht!

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„DAS DUALE AUSBILDUNGSKONZEPT IST DER GARANT FÜR EINE OPTIMALE VORBEREITUNG FÜR DIESE ABWECHSLUNGSREICHE UND INTERESSANTE TÄTIGKEIT!“ Landesdirektor Harald Spadinger

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ie Merkur ist die älteste Versicherung Österreichs und die erste Vorsicherung der Welt. Sie ist eine der führenden Gesundheitsversicherungen Mitteleuropas, die „Vorsorge“ mit innovativen Services und Produkten zum Lifestyle-The-

ma macht. Die Merkur ist als Group in sechs Ländern vertreten und bietet mit der Lehre zum/zur Versicherungskaufmann/-frau eine praxisorientierte Ausbildung für den späteren Einsatz im Verkaufsaußendienst, in der du den Beruf von der Pike auf lernst.

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Gut zuhören

Gute Führung ist vielschichtig, braucht aber vor allem Empathie und die Fähigkeit, zuzuhören. Findet Christian Blaschke. Er hat unter anderem das Kitzbüheler Führungsforum ins Leben gerufen.

B

egonnen hat alles mit den

fil-Redakteurin und Autorin Ingrid Brodnig

Leadership Days, die Private

passend zu ihrem Buch über die Aggression

Banker Christian Blaschke ge-

im Netz und Michael Frei in seiner Position

meinsam mit Bestsellerautor

als Experte für Multi-Channel-Marketing

Bernhard Moestl 2015 in Kufstein auf die

über die Zukunft der Suchmaschinen. Au-

Beine gestellt hat. Die nächste Veranstal-

ßerdem zu Gast: Barbara M. Thaler. Die Vi-

tung 2016 nahm Blaschke allein in Angriff,

zepräsidentin der Wirtschaftskammer Tirol

nannte sie „Kitzbüheler Führungsforum“,

und Internetunternehmerin erklärt, was im

verringerte die zwei Tage auf einen, der da-

Zuge der digitalen Disruption für Unterneh-

für aber exklusiver sein darf. Hochkarätige

mer dringend zu tun ist. Den Abschlussvor-

Sprecher, Dreigängemenü mit Topweinen im

trag hält Christian Blaschke selbst. Thema:

Wintergarten des Rasmushofs, feiner Kaffee.

Entscheidungsprozesse im Lichte der Digita-

„Ich möchte einfach, dass alles perfekt ist.

lisierung, im Zuge dessen er aus seiner tägli-

Wenn ein Vortrag laut Programm um 14 Uhr

chen Praxis erzählt.

beginnt, soll er auch um 14 Uhr beginnen.

Aktuell sind bereits über 20 Teilnehmer an-

Und auch das Drumherum muss einfach stimmen“, sagt Blaschke. Das ist wohl auch eine Konsequenz seines Berufes. Er ist Lei-

Christian Blaschke, Initiator des Kitzbüheler Führungsforums

ter des Financial Planning & Family Office sellschaft, disruptiv und sehr schnell. Re-

und dort auch für die Veranstaltungen ver-

nommierte Referenten geben dabei Einbli-

antwortlich. Mit Organisation kennt er sich

cke in ihre Denkweisen und Strategien. Die

also aus. Das heurige Führungsforum steht

Vortragenden des Kitzbüheler Führungsfo-

unter dem großen Leitthema der Digitali-

rums sind so unterschiedlich wie spannend:

sierung: „A ein Steckenpferd von mir und B

Marketing- und Kommunikationsexperte

ein Thema, das uns aktuell völlig überrollt“,

Gerhard Kürner spricht unter anderem über

so Blaschke. Die Digitalisierung verändert

Digitalstrategien und Content im Span-

unsere Wirtschaft und unsere gesamte Ge-

nungsfeld von Nutzen und Bedürfnis, pro-

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wertvolle Inputs holen, sich selbst und ihr Unternehmen voranbringen möchten. Unser Tipp: gut zuhören. Nicht nur den Mitar-

und Direktor der Alpenbank in Innsbruck

40

gemeldet, die sich in exklusivem Rahmen

beitern …

KITZBÜHELER FÜHRUNGSFORUM Donnerstag, 1. Juni 2017 Hotel Rasmushof, Kitzbühel Beginn: 9 Uhr / Ende: 17 Uhr Kosten: 690 Euro exkl. USt. www.fuehrungs-forum.com


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Global Player investieren in Fremdsprachen

Erfolgreiche Exportfirmen kommunizieren in der Sprache ihrer Kunden. Daher investieren sie in den Erwerb von Fremdsprachen und interkulturellen Kompetenzen.

AKTUELLE SEMINARE • C1/C2 Professional English for advanced learners Start am 26. April 2017

D

er weltweite Markt lockt immer mehr Firmen in die und aus der Ferne. Die besten Produkte und Innovationen kommen aber nur zum Käufer, wenn man ihn und seine Bedürfnisse, seine

Sprache und seine Kultur versteht, wenn er sich gut aufgehoben fühlt und Vertrauen gefasst hat.

• B1 English for work – Intensivkurs mit Fachsprache Start am 27. April 2017

Alles beginnt mit der Sprache

• A1 - B2 Sommerintensivkurse in Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Russisch Start am 7. August 2017

niveau, um erste direkte Kontakte auf internationalen Ausstellungen,

• Zertifikatslehrgang Intercultural Trainer ab September 2017

leistungen aber auch Professionalität und Verbindlichkeit in der Kom-

• Offensivgedanke – Mentale Stärke im Leben und Beruf Start am 12. April 2017

Es genügen oft durchschnittliche Fremdsprachenkenntnisse auf MaturaMessen oder Kongressen zu knüpfen. Neben fehlerfreiem Smalltalk vermitteln die korrekten Fachtermini zu den eigenen Produkten und Dienstmunikation. Ob berufsbegleitend, im Urlaub oder als Video-Coaching: Am BFI Tirol gibt es eine umfassende Auswahl an Sprachprodukten.

Erfolgreich verhandeln

• Die Kraft der Sprache Start am 14. April 2017

Unverzichtbar sind auch fundierte interkulturelle Kompetenzen. Jede

• Sprengbefugten-Grundlehrgang Start am 18. April 2017

dem Personen aus einem internationalen Arbeitsfeld, Führungskräf-

international agierende Firma verlangt von ihren Mitarbeitern solche Fähigkeiten. Dazu gibt es am BFI Tirol einen einzigartigen Lehrgang, in te und Entscheidungsträger zu professionellen Intercultural Trainern

• Ausbildung zum/zur Visagist/-in Start am 19. Juni 2017

ausgebildet werden. Basiskenntnisse zu Weltgeschichte, Weltwirtschaft,

• Ausbildung zur Sicherheitsfachkraft Start am 2. Oktober 2017

ter zu führen, internationale Geschäftspartner zu gewinnen und zu be-

• Fachlehrgang Grafik und Mediengestaltung mit ISO-Zertifikat Start am 2. Oktober 2017 • Fachlehrgang Webdesign mit ISO-Zertifikat Start am 3. Oktober 2017

Sozial- und Rechtssystemen, aber auch interkulturelle Kommunikation sind heute unverzichtbare Wissensbereiche, um internationale Mitarbeitreuen oder Entscheidungen in Geschäftsbeziehungen zu treffen.

„FREMDSPRACHEN ERÖFFNEN MITARBEITERN NEUE BERUFLICHE PERSPEKTIVEN UND UNTERNEHMERN ZUKUNFTSTRÄCHTIGE MÄRKTE.“ Dr. Karin Klocker, Geschäftsführerin des BFI Tirol

• Lehre mit Matura Start im Herbst 2017 in ganz Tirol Kontakt Firmenschulungen:

BFI TIROL

Ing.-Etzel-Straße 7, 6010 Innsbruck Tel.: 0512/59 660 info@bfi-tirol.at www.bfi.tirol

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eco.wirtschaft

Wirtschaft vor 100 Jahren t

Mit dem Bau des Lienzer Bahnhofs und der Eröffnung der Pustertalbahn 1871 erfolgt für den Bezirk Lienz – das östliche Südtirol, für den sich teilweise schon damals der Begriff „Osttirol“ eingebürgert hat – die Öffnung an die große weite Welt. Die Wirtschaf neue Strecke Villach–Lienz–Franzensfeste verbindet die bereits existierende ✧S Brenner- und die Südbahn.

r1

vo

D

erie T eil

ie Fremden kommen mit dem Dampfross in Massen und halten sich im gesamten Pustertal in einer Reihe

neuer Großhotels auf. Die „Mutter“ davon ist das von der Südbahn-Gesellschaft selbst

2✧

0 0 J ahren

Der Lienzer Kaiser-Josef-Platz (Hauptplatz) mit der Liebburg, dem damaligen Sitz der Bezirkshauptmannschaft, um 1912 sowie dem Hotel Lienzerhof im Osten, 1910

errichtete „Grandhotel Toblach“. Ebendort entsteht bis 1910 „Neu-Toblach“, ein eigener Ortsteil mit zahlreichen Hotels wie dem „Bellevue“, dem „Union“ oder dem „Germania“. Der Erbauer eben dieses „Germania“ in Neu-Toblach ist Josef Anton Rohracher. Er lässt 1910 in Lienz zwischen Bahnhof und Kaiser-Josef-Platz (Hauptplatz) nach modernsten Standards das „Hotel Lienzerhof“ errichten: 70 Zimmer mit Zentralheizung, © FRACARO – TAP

elektrischer Beleuchtung, samt Personenaufzug und Kühlanlage. Prominentester Gast im Sommer 1911 ist der US-amerikanische Erfinder Thomas Alva Edison. Über die Jahre erlebt der Lienzerhof eine bewegte Geschichte: Im letzten Kriegsjahr 1945 wird er bei einem US-Bombenangriff teilweise komplett zerstört. Nach der Wiedererrichtung kam es in den 1950er-Jahren zum Ende des Hotelbetriebs und stattdessen zum Ausbau als zentrales Postamt der Stadt. Aufgrund der jüngst erfolgten Übersiedlung der Post in einen Neubau ist aktuell die Umfunktionierung durch einen Privatinvestor in ein Einkaufszentrum und (erneut) Hotel avisiert und vom Lienzer Gemeinderat Ende

© POSTKARTEN-INDUSTRIE AG – TAP

2016 genehmigt worden.

Tourismuspionier Josef Anton Rohracher (1857 – 1954) war eine der prägendsten Persönlichkeiten der Wirtschaft und Politik in Lienz vor rund 100 Jahren und kann getrost als der Tourismuspionier des Bezirkes bezeichnet werden. Der Toblacher und Lienzer Hotelbesitzer erreichte die Übernahme des Begriffs der „Lienzer Dolomiten“ durch das k. u. k.

ral-deutschfreiheitlichen „Lienzer Zeitung“,

Kartographische Institut in Wien auf zu-

Untertitel „Osttiroler Wochenblatt“. Weiters

künftige Landkarten – und damit das Aus

war Rohracher von 1885 bis 1893 Obmann

für die vormalige Gebirgsbezeichnung „Die

der hiesigen Alpenvereinssektion sowie von

Unholden“. Er war 1886 Gründer, Schrift-

1900 bis 1913 und 1919 bis 1922 Bürgermeister

leiter und Namensgeber der neuen libe-

von Lienz.

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VIELEN DANK

an Martin Kofler, Leiter des Tiroler Archivs für photographische Dokumentation und Kunst in Lienz, für den Blick ins Archiv und die Unterstützung. www.tiroler-photoarchiv.eu


ContactSkin® – natürlich, unsichtbar und absolut sicher „Wem beim Begriff Haarersatz noch immer peinliche Bilder von schlecht sitzenden, verrutschenden und schrecklich aussehenden ‚Fiffis‘ einfallen, der hat noch nie das Einweg-Haarhaut-System ContactSkin® gesehen!“, ist sich Robert Ledwinka sicher. Wobei das Sehen dabei auch eine Kunst wäre. Denn die transparente Membranfolie, in die die gewünschte Menge an echten Haaren aufwändig per Hand eingestochen ist, wird absolut unsichtbar appliziert. Wie eine Kontaktlinse verschmilzt die superdünne und atmungsaktive ContactSkin®-Haarhaut optisch mit der 1 Kopfhaut. Selbst bei zurückgekämmtem Haar ist kein Ansatz erkennbar.

2

3

Nach einer Gewöhnungsphase von nur einem Tag ist das Haarteil fest und sicher mit der Kopfhaut verbunden und hält sogar festem Zug stand. Ungefähr vier bis sechs Wochen bleibt das neue Haar Tag und Nacht auf dem Kopf. Haare waschen, Duschen, Schwimmen oder Saunen – alles kein Problem. Alle vier bis sechs Wochen steht dann ein Besuch bei Frisörmeister Robert Ledwinka, zertifizierter ContactSkin®-Partner, an. Bei diesem Besuch im Frisör Ledwinka in der Dr.-Glatz-Str. 2 in Innsbruck wird das Haarteil vom Profi gelöst und durch ein neues ersetzt. 1 klassische Glatze 2 Applizieren des Teiles 3 + 4 Haarschnitt wie beim eigenen Haar und fertige Frisur

Neue Haare wie natürlich gewachsen mit ContactSkin® der revolutionären Alternative zu Toupet und Haarverpflanzung. ContactSkin® gibt Ihnen das Gefühl von eigenem Haar sofort zurück! Nach ca.1,5 Stunden ist Ihr Problem mit der Glatze gelöst. Machen Sie Ihrem Leiden ein Ende! Schnell und unkompliziert. Beratung unverbindlich und kostenlos in unserem diskreten Studio.

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Die TGKK - Ihr starker, regionaler Partner Die Tiroler Gebietskrankenkasse ist mit 585.757 Versicherten der größte Gesundheitsdienstleister in Tirol. Jährlich werden über 1,1 Milliarden Euro investiert. Obmann Werner Salzburger steht gemeinsam mit Direktor Dr. Arno Melitopulos an der TGKK-Spitze. Welche sind die größten Brocken in der Gesundheitsfinanzierung?

WERNER SALZBURGER: Mit 405 Millionen Euro ist die TGKK mit der größte Finanzier der Tiroler Krankenhäuser. Die Medikamentenkosten und der Bereich der ärztlichen Versorgung machen mit rund 500 Millionen Euro die Hälfe unseres Jahresbudgets aus. Insbesondere die wohnortnahe Versorgung ist uns sehr wichtig. Mit unseren 1.800 Vertragspartnern können wir ein qualitätsvolles und flächendeckendes Angebot sicherstellen. Die TGKK-Führungsspitze: Obmann Werner Salzburger mit Direktor Dr. Arno Melitopulos

Gibt es auch Innovationen in der Versor-

ARNO MELITOPULOS: Wir haben zuletzt gemeinsam mit der Ärztekammer ein 455

© TGKK

gung der Menschen in Tirol?

Millionen Euro schweres Zukunftspaket zur Sicherung der vertragsärztlichen Versorgung

bei wichtige Schwerpunkte unserer täglichen

Tiroler ihren eigenen Lebensraum mit. Das

bis 2018 abgeschlossen. In diesem Zukunfts-

Arbeit. Wir sehen uns als Gesundheitskasse.

Wissen um regionale Begebenheiten, den Be-

paket sind enthalten: verbesserte Rahmen-

Ein Viertel unserer Versicherten geht regel-

darf und die konkreten Bedürfnisse ist bei

bedingungen für mehr Lebensqualität von

mäßig zur Vorsorge. Krankheiten früh ent-

der Gesundheitsplanung und Versorgung

Ärzten; attraktive Zusammenarbeitsformen,

decken und damit die Gesundheit erhalten

wesentlich.

mehr Honorar, leistungsorientiertere Ho-

führt zu mehr gesunden Lebensjahren. Ei-

norierung und der Ausbau der Mindestor-

genverantwortung ist das Gebot der Stunde:

Wie steht die TGKK im Vergleich mit ande-

dinationszeit – ein Mehrwert für Ärzte und

Oft reichen kleine Maßnahmen, um gesund

ren GKKs da?

Versicherte. 2016 wurden 28 Kassenstellen

zu bleiben. Wir haben in unserem Haus ein

MELITOPULOS: Die TGKK arbeitet sehr

nachbesetzt, sechs neue geschaffen. Zudem

eigenes Team von Experten, das Betriebe ge-

effizient. Als Treuhänder der Beiträge ist das

haben wir zusätzliche Vertragseinrichtungen

zielt und individuell berät und unterstützt.

oberste Pflicht. Bei Verwaltungskennzahlen,

im Bereich der Physiotherapie installiert. Wir

wie der Betreuungsdichte der Tiroler, den

bauen das hohe Versorgungsangebot durch

Welche Rolle spielt die TGKK im Gesund-

Personalkosten pro Versicherten sowie den

verschiedene Schwerpunktsetzungen aus, ak-

heitssystem Tirols?

Gesamtkosten pro Versicherten, haben wir ös-

tuell etwa im Bereich der Psychotherapie. Wir

MELITOPULOS: In Tirol sind fast 80 Pro-

terreichweit die besten Werte. Unser Verwal-

haben hier die Mittel um mehr als zwei Milli-

zent der Bevölkerung bei der TGKK kranken-

tungsaufwand beträgt dabei nur 2,1 Prozent.

onen Euro erhöht und schaffen bis 2020 fast

versichert. Wir sind ein starker Gesundheits-

1.000 zusätzliche Plätze für die Behandlung.

partner für unsere Versicherten und tragen

Was sind die weiteren Schwerpunkte?

auch eine regionale Verantwortung. Wir in-

SALZBURGER: Die Kasse muss dort helfen

Wie gesund sind die Tiroler?

vestieren in den Standort Tirol und sind zen-

und sichtbar sein, wo es notwendig ist. Hier

SALZBURGER: Die vom Gesundheitsmi-

traler Faktor in der Gesundheitswirtschaft.

haben wir in den letzten Jahren viel erreicht

nisterium veröffentlichte ATHIS-Studie, die

Vor Ort stehen wir in Kontakt mit der Bevöl-

und die TGKK als verlässlichen Partner für

europaweit nach gleichen Standards durch-

kerung, um eine bedarfs- und bedürfnisge-

Versicherte, Dienstgeber und Vertragspart-

geführt wird, bestätigt Tirol den Spitzenplatz

rechte Versorgung sicherzustellen, Unterneh-

ner positioniert. Fairness gilt für all unsere

in Österreich in Sachen Gesundheit: 83,8 Pro-

mer optimal zu servicieren und mit unseren

Versicherten. Aber auch besondere Härtefälle

zent der Tiroler Bevölkerung ab dem 15. Le-

Vertragspartnern im Dialog zu bleiben. Das

und sozial Schwache wollen wir nicht alleine

bensjahr gaben an, sich in einem sehr guten

äußert sich beispielsweise bei unseren Ge-

lassen: Unterstützungsfonds, Case Manager,

oder guten Gesundheitszustand zu befinden.

sundheitsgesprächen in den Bezirken oder

Ombudsmann oder Selbsthilfegruppen hel-

Vorsorge und Gesundheitsförderung sind da-

den Tiroler Gesundheitszielen. So gestalten

fen uns dabei.

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Die Tiroler Gebietskrankenkasse ist mit ihren 770 Mitarbeitern und elf Servicestellen ein wichtiger Gesundheitspartner für über 580.000 Versicherte.

Zahlen | Daten | Fakten Die TGKK sichert mit ihren Vertragspartnern die Versorgung von rund 80 Prozent der Tiroler Bevölkerung. Mit ca. 1.800 Vertragspartnern ist eine qualitätsvolle, flächendeckende und wohnortnahe Versorgung im ganzen Land gesichert. Für ihre Versicherten ist die TGKK über das Kundencenter Innsbruck, zehn Servicestellen in ganz Tirol und mit den neuen Onlineservices über MeineTGKK erreichbar. In den Ambulatorien in Reutte, Wörgl, Schwaz und Innsbruck sorgen hochqualifizierte Mitarbeiter für zahnmedizinische Versorgung. Im Haus der Gesundheit in Innsbruck wird integrierte Nachsorge durch rund 80 spezialisierte Mitarbeiter um die Bereiche Physio- und Ergotherapie sowie Logopädie angeboten.

Finanzielle Kennzahlen Budget 2016:

1,045 Mrd. Euro Zentraler Gesundheitsplayer in Tirol

ca.

Umsatz 2016:

3,4 Mrd. Euro

nicht ä Ver tra rztliche g spa (Apoth r tner eken Physio t h er ap , eute Logop äden .. n, .)

Anspruchsberechtigte

ca. 80 % Marktanteil

770

Mitarbeiter

Investitionen in die Versorgung Tirols

Ambulatorien

Ärztliche Hilfe:

über 1,2 Mio. Kundenkontakte

11

ärzte

823

585.757

5

801

Ka s s e n

272 Mio. Euro Medikamente:

210 Mio. Euro

Leistungsschau der TGKK

3,9 Mio.

Rezepte in Tirol ausgestellt

3,78 Mio. Arztbesuche

Servicestellen

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promotion

Die Skisaison in Ischgl wird alljährlich mit dem „Top of the Mountain Opening Concert“ eröffnet – 2016 sorgte Ganslhaut für einen perfekten Auftritt von PUR.

Prämierte Projekte perfekt in Szene gerückt: Bereits zum fünften Mal realisierte Ganslhaut event solutions die Veranstaltungstechnik für den Abend des Tiroler Werbepreises Tirolissimo.

Der KitzRaceClub ist der traditionelle Höhepunkt der Skiweltcup-Saison – Licht, Audio und Videotechnik für eines der prestigeträchtigsten Events des Jahres in Tirol kommen von Ganslhaut event solutions.


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Das Quantum Wow

Aus lightansound wird Ganslhaut. Seit 20 Jahren eine etablierte und routinierte Größe in der Event- und Veranstaltungstechnikbranche, sorgen die Kundler Profis – jetzt mit neuem Namen – nicht nur für einen reibungslosen Ablauf, sondern zudem für den Wow-Effekt.

V

„Wo der Service anderer a ufh fängt uns ört, e erst an. D rer as ist Ganslhau t eve solutions nt .“ on nichts kommt kein Wow. Es

nicht nur um Licht, eben nicht nur um Ton.

braucht schon ein bisserl was

Es geht um die Gesamtorganisation und Aus-

an Erfahrung, ein bisserl was an

stattung von Veranstaltungen aller Art. Und

Equipment, und eben auch Leute, die wissen,

um das Gefühl, das man dabei erzeugen kann.

wovon sie reden – und wissen, was sie tun. Also genau genommen geht es mit „ein bisserl“ gar nicht. Um Events und Veranstaltungen perfekt in Szene zu setzen, braucht es Profis – um Einmaligkeit zu erreichen, sind Profis mit Leidenschaft gefragt. Und als solche ver-

MIT UNSERER TECHNIK UND UNSEREM KNOW-HOW KÖNNEN WIR PRAKTISCH JEDE VERANSTALTUNG IN VOLLEM UMFANG BESPIELEN.

steht man sich bei Ganslhaut event solutions – dem Full-Service-Veranstaltungsdienstleister aus Tirol. 20 Jahre Erfahrung und ein be-

Der Gefühl-Effekt

geistertes – und immer wiederkehrendes –

Ob es die Winterparty in Seefeld mit Andreas

Top-Klientel sprechen eine klare Sprache.

Gabalier, das Ischgl Winteropening 2016 mit

© GANSLHAUT EVENT SOLUTIONS, ANDREAS FRIEDLE

Und da wars Ganslhaut

PUR, die KitzRaceParty an der Streif (seit 2002), die Formel 1 in Monaco für Red Bull,

Ist ein Angebot so unverwechselbar, sollte es

das Forum Alpbach, der Tirolissimo oder aber

auch einen unverwechselbaren Namen ha-

Business-Events, Messen oder Konferenzen

ben – „deshalb haben wir uns nach 20 Jah-

sind – Schema F gibt es nicht. Einen Wow-Ef-

ren, was uns auch ein guter Anlass schien, zu

fekt erzielt man nicht mit Stereotypen. Dafür

einer Namensänderung entschieden“, erklä-

braucht es Top-Equipment – das modernste,

ren die Geschäftsführer Markus Klotz und

das am Markt zu haben ist. Es braucht Spezi-

Günter Dorfer, die das Unternehmen durch

alisten mit Erfahrung und Können – im Übri-

zwei aufregende Jahrzehnte geführt haben.

gen kann man über Ganslhaut nicht nur das

Aufregend nicht nur für sie und ihr 13-köpfi-

komplette Equipment (auch für Hochzeiten),

ges Team, sondern auch für ihre zahlreichen

sondern auch Arbeitskräfte ausleihen. Und

regionalen, nationalen und internationalen

es braucht das Gefühl, das über allem Know-

Kunden: Es ist eben schön, wenn man de-

how steht. Das Gefühl dafür, was der Kunde

ren Erwartungshaltungen, selbst hohe, noch

für sein Event braucht. Das versteht man bei

übertreffen kann. Und genau das ist der An-

Ganslhaut unter Full-Service. „Wo der Service

trieb der Kundler, die erst kürzlich ihren Fir-

anderer aufhört, fängt unserer erst an. Das

mennamen wechselten: „Unser alter Name

ist Ganslhaut event solutions“, beschreiben

,lightandsound‘ bildete in Wahrheit nur einen

Markus Klotz und Günter Dorfer, um was es

Bruchteil dessen ab, was wir tun und was

ihnen geht. Eben um dieses Quantum Mehr –

wir können“, sagt Markus Klotz. Es geht eben

das Quantum Wow.

event solutions

GANSLHAUT GMBH & CO KG

Achenfeldweg 8, 6250 Kundl Tel.: 05338/21244 office@ganslhaut.at www.ganslhaut.at


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KULINARISCHER TREFFPUNKT Das Riedhart’s Bistro mit Showküche lädt zum Genießen ein. Serviert wird neben einem reichhaltigen Frühstück und kleinen Snacks auch ein wöchentlich wechselndes frisches Mittagsgericht. Hier können Sie Gourmettrends und Innovationen heut-

Mit allen Sinnen genießen

nah erleben, neue Produkte kennenlernen und dazu auch gleich, wie Sie diese richtig verarbeiten. So bekommen Sie in gemütlicher Atmosphäre immer wieder Inspirationen für die eigene Küche.

Wer gerne kocht, möchte diese Leidenschaft bereits beim Einkauf spüren. In der neuen Markthalle von Eurogast Riedhart können Sie Lebensmittel mit fast allen Sinnen erfassen – sehen, riechen, tasten und im Bistro auch schmecken. Das Ohr bleibt dem genüsslichen „mmhm“ der Gäste vorbehalten.

N

ach einer Umbauzeit von rund 15 Monaten eröffnete Eurogast Riedhart vergangenen Dezember seine neue Markthalle in Wörgl. Auf 4.800 Quadratmetern steht der

die es erlauben, entspannt und neugierig durch das breite Sortiment zu flanieren. Toll sind

TROCKENSORTIMENT ZUM ER-RIECHEN

das reichhaltige Angebot an Obst und Gemüse sowie die frischen Fleisch- und Fischwaren

Neben frischen Lebensmitteln aus den

aus der Bedientheke. Fleischermeister Christian Meinhart berät Sie ebenso gerne wie Fisch-

Bedientheken finden Sie in Riedhart’s

experte Martin Schlechtleitner, selbst gelernter Koch. Und auch sonst stehen Ihnen die Mitar-

Markthalle ein breites Sortiment an

beiter mit Rat und Tat zur Seite – etwa bei der Suche nach der passenden Weinbegleitung. „Wir

Trockenartikeln. Feine Tees, Gewürze

wollen mit glaubhafter Qualität die Leidenschaft für Genuss wecken“, sagt Katharina Ried-

aus den verschiedensten Teilen der Erde,

hart-Joast. Das ist mit der neuen Markthalle zweifelsfrei gelungen.

Kaffee. Daran riechen ist hier ausdrück-

Genuss hier absolut im Vordergrund. Das großzügige Raumgefüge schafft viele Freiflächen,

lich erlaubt und mehr als erwünscht. An verschiedenen Riechstationen lassen sich . + . FRISCHEKICK. Der Fokus liegt – markthallentypisch – auf dem Frischebereich. Obst und

Gemüse haben eine eigene Kühlzone bekommen, auf dem Weg dorthin kommen Sie an der knusprigen Bakery vorbei und auch bei Fleisch und Fisch wird auf höchste Qualität geachtet. Auch bei den Mitarbeitern. Das bestens ausgebildete Personal nimmt sich gerne Zeit für Sie, berät individuell, damit Sie genau das bekommen, was Sie brauchen. Das darf auch etwas ausgefallener sein. In der Obst- und Gemüseabteilung finden Sie zum Beispiel nebst Bananenblättern, Essblüten oder Kakaobohnen auch Heu zum Kochen, beim Metzgermeister bekommen Sie im Haus abgehangenes Dry Aged Beef, Tomahawk- oder Rodeosteaks. . PERFEKTE BEGLEITER. Neu ist die Vinothek, die aktuell rund 1.000 verschiedene Weine

führt. Ein Diplomsommelier hilft beim Aussuchen.

. NON-FOOD-KOMPETENZZENTRUM. Im ersten Stock der Markthalle finden Sie auf 1.000 Quadratmetern alles, was es zum Kochen abseits von Lebensmitteln braucht: Back- und Grillutensilien (toll ist das Big Green Egg), Barzubehör, Berufskleidung, Besteck und Messer, Geschirr und Porzellan, Töpfe und Pfannen, Büromaterial, saisonale Dekorationen, alles rund um Frühstück und Buffet, Glaswaren, Hygiene- und Wellnessartikel sowie zahlreiche Profigeräte.

die Lebensmittel auf eine ganz neue Weise erleben. Der Kaffee lässt sich auch kosten: im Bistro nämlich (siehe oben).

RIEDHART’S MARKTHALLE

Innsbrucker Straße 96, 6300 Wörgl Tel.: 05332/72 106 office@riedhart.at www.riedhart.at, www.markthalle.at Öffnungszeiten: Mo. bis Fr. von 7:30 bis 18 Uhr Sa. von 7:30 bis 13 Uhr

eco.nova

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eco.steuern


eco.steuern

Last Call: Registrierkasse Zur Erinnerung: Übersteigt Ihr Jahresumsatz 15.000 Euro und Ihr Barumsatz (inkl. Bankomat- und Kreditkartenzahlungen) 7.500 Euro, dann besteht seit 2016 Registrierkassenpflicht. Mit 1. April 2017 müssen zudem alle Registrierkassen mit einer Sicherheitseinrichtung zum Ausschluss von Datenmanipulation ausgestattet sein. Das ist eine komplexe technische Angelegenheit. // TEXT: STB DR. VERENA MARIA ERIAN, STB RAIMUND ELLER, STB MAG. EVA MESSENLECHNER


© HOFER

eco.steuern

Koproduktion der Ärztesteuerberater vom Team Jünger und der Team Tirol Steuerberater GmbH: STB Dr. Verena Maria Erian, STB Mag. Eva Messenlechner und STB Raimund Eller, v. l.

D

ie gute Nachricht: Ihr Steuer-

ten Sie sodann an Ihren Steuerberater

berater kann Ihnen den gan-

weiter.

zen Zores in Kooperation mit dem jeweiligen Software-/

3. Registrierung beim Finanzamt: Mit diesen Daten kann Ihr Steuerberater über Finan-

nen Datenträger unveränderbar gesichert werden. • Jahresbeleg: Der Monatsbeleg Dezember muss ausgedruckt, aufbewahrt und mit der

Kassenanbieter weitgehend abnehmen. Dies

zOnline für Sie die Registrierung Ihrer Re-

funktioniert in der Regel nach folgendem

gistrierkasse beim Finanzamt vornehmen.

• Ausfallsicherheit: Bei einem Ausfall von

4. Belegcheck: Um die ordnungsgemäße In-

mehr als 48 Stunden muss eine Meldung

Ablaufschema:

Belegcheck-App geprüft werden.

1. Bestellung beim Software-/Kassenanbieter:

stallation und Registrierung der Regist-

Ist die Registrierkasse in eine Branchen-

rierkasse und Signaturkarte zu überprü-

software eingebettet, so kann beim Soft-

fen, hat das Finanzministerium eine ei-

wareanbieter in der Regel eine Art „Sorg-

gene App („BMF Belegcheck“) entwickelt.

los-Paket“ zur Erlangung der Signaturkarte

Damit wird ein Abgleich mit dem Startbe-

Sanktionen

und deren Anbindung bestellt werden. Da-

leg vorgenommen.

Bei vorsätzlicher Nichtbeachtung droht

zu ist die Steuer- oder Umsatzsteueridentifikationsnummer (UID-Nr.) anzugeben. Ist

5. FERTIG: Ihre Registrierkasse ist nun manipulationssicher.

Ihre Registrierkasse nicht Teil einer beste-

über FinanzOnline erfolgen. • Austausch und Außerbetriebnahme sind ebenso via FinanzOnline zu melden.

nach dem Finanzstrafgesetz eine Strafe bis zu 5.000 Euro.

henden Software (Insellösung), dann wen-

Web basierende Registrierkassensysteme (z.

Tipp

den Sie sich bitte an den Lieferanten Ihrer

B. Softdent) können in Verbindung mit Fis-

Um sich vor dem Verdacht einer vorsätzli-

Registrierkasse. Dieser wird ein Update

kaltrust über das Internet direkt mit Finan-

chen Nichtbeachtung der Registrierkassen-

vornehmen und Ihnen bei der Erlangung

zOnline kommunizieren. Hier erfolgt die Re-

pflicht zu schützen, sollten Unternehmer

und Einbindung der Signaturkarte helfen.

gistrierung und die Prüfung des Start- und

jedenfalls

Jahresbeleges automatisch. Auch die laufen-

• über eine Registrierkasse verfügen, die der

Nach der Initialisierung der Verbindung

den Anforderungen können hier weitgehend

Kassenrichtlinie entspricht und mit dieser

zwischen Registrierkasse und Signatur-

automatisch erfüllt werden.

die Einzelaufzeichnungspflicht und Beleg-

2. Erlangung der Registrierungsdaten:

karte bekommen Sie von Ihrem Software-

erteilungspflicht erfüllen,

bzw. Registrierkassenanbieter einen Start-

Laufende Anforderungen

beleg zum ersten Geschäftsfall über 0,00

Ist die Implementierung der manipulati-

Euro. Dieser Startbeleg muss aufbewahrt

onssicheren elektronischen Registrierkasse

• nachweisen bzw. zumindest glaubhaft ma-

werden, solange die Registrierkasse ver-

geglückt, so gilt es weiters, laufend folgende

chen, dass eine gesetzeskonforme Beschaf-

wendet wird. Zudem erhalten Sie einige

Anforderungen zu erfüllen:

fung und/oder Umrüstung der Registrier-

Daten, Nummern und Schlüsselcodes für die Registrierkasse und die Signatureinheit. Diese sowie auch den Startbeleg lei-

52

eco.nova

• Belege über die getätigten Barumsätze lückenlos erteilen und

kasse bis Mitte März 2017 bereits beauftragt • Datensicherung: Das Datenerfassungsprotokoll muss vierteljährlich auf einem exter-

wurde, sodass die Säumnis nicht in der eigenen Sphäre liegt.


promotion

FÜR JEDEN DAS PASSENDE KASSENSYSTEM VOM PROFI

Hedwig und Wolfgang Wötzer blicken auf eine über 30-jährige Firmengeschichte zurück, die seit 2016 durch Mag. (FH) Melanie Wötzer in nächster Generation weitergeführt wird.

Gut gerüstet Das Tiroler Traditionsunternehmen Wötzer bietet seit über 30 Jahren Kassen- und Abrechnungssysteme für alle Branchen und Betriebsgrößen und steht seit jeher für höchste Professionalität, persönlichen Service und Fachkompetenz.

D

ie Gesetzesänderungen zur Registrierkassenpflicht beunruhigen momentan so manchen Gastronomen und Touristiker. Um gesetzeskonform gerüstet zu sein, vertrauen Sie am besten einem Profi. Wötzer ist seit über 30 Jahren ausschließlich im Bereich

Abrechnungssysteme am Markt. „In dieser Zeit haben wir gemeinsam mit unseren Kunden einige Gesetzesnovellierungen durchlebt. Durch diese Erfahrung können wir eine Vielzahl an individuellen Lösungen anbieten – gerade im Gastronomiebereich: von einer spritzwassergeschützten Hardware über mobile Eingabegeräte bis hin zu an die Kundenbedürfnisse ange-

Die Kassensysteme von Wötzer zeichnen sich durch hohe Flexibilität der Kassensoftware aus, garantiert durch SaleGrip®, das eigens entwickelte System im modularen Aufbau. Von diesem individuell anpassbaren Modulaufbau profitieren Kunden ganz speziell: Ab 1. April 2017 greift die Gesetzesänderung zur verpflichtenden Signatureinheit, über die jede Rechnung mittels QR-Code eindeutig indentifizierbar sein muss. Neue Registrierkassen von Wötzer enthalten diese Signatureinheit bereits, bestehende Systeme können problemlos aufgerüstet werden. Mit SaleGrip® wird zudem garantiert, dass das System immer am aktuellsten Stand und gesetzeskonform ist.

passte Software“, erklärt Wolfgang Wötzer.

„GERADE IN GASTRONOMIE UND TOURISMUS SIND INDIVIDUELLE UND AKTUELLE RECHTSKONFORME KASSENSYSTEME EINE GRUNDVORAUSSETZUNG FÜR EINEN ERFOLGREICH LAUFENDEN BETRIEB.“

Mag. (FH) Melanie Wötzer

Jedes Hotel, jede Gastronomie ist einzigartig. So müssen auch die Kassensysteme individuell an die Begebenheiten und die Größe des Betriebs angepasst sein. Wötzer entwickelt mit unabhängigen, hausinternen Softwareabteilungen maßgeschneiderte Kassensysteme. Dabei sind größtmögliche Betriebs- und Datensicherheit sowie ein jederzeit professionelles Service und rasche Wartung selbstverständlich. Auch in Notfällen! Wötzer Kassensysteme passen sich problemlos allen betrieblichen und gesetzlichen Anforderungen an, sodass der tägliche Betrieb nicht gestört wird. Persönliche Beratung und umfangreiche Schulungen garantieren absolute Bedienerfreundlichkeit und Langlebigkeit.

WÖTZER GMBH & CO KG Knollerstraße 5, 6020 Innsbruck Tel.: 0512/34 70 620 office@woetzer.at www.woetzer.at

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eco.steuern

Vorsicht! Falle Abzugsteuer Für bestimmte Leistungen ausländischer Dienstleister (z. B. Künstler, Musiker, Personalüberlasser und diverse Berater) ist vom auszuzahlenden Entgelt eine Abzugsteuer einzubehalten und an das Finanzamt abzuführen. Die Erfahrung zeigt, dass mehr und mehr Betriebe von dieser Verpflichtung betroffen sind, jedoch keine Kenntnis davon haben. Spätestens bei einer Prüfung durch das Finanzamt kommt das böse Erwachen, denn der ahnungslose Unternehmer kann nachträglich vom Finanzamt zur Kasse gebeten werden. // TEXT: ISABELL KRUG UND ANDREAS KAPFERER

S

inn der Abzugsteuer ist es, die

steuer standardmäßig als Prüfungsschwer-

inländische Einkommensteuer

punkt festgelegt.

des ausländischen Dienstleisters abzugelten. Da ausländische Un-

Betroffene Leistungen

Betriebsstätte verwertet werden oder in ein inländisches öffentliches Buch bzw. Register eingetragen sind.

ternehmer für den österreichischen Fiskus

Die Verpflichtung zur Abfuhr der Abzugsteuer

Höhe des Steuerabzuges

schwerer greifbar sind, wird dem österreich-

ist gesetzlich normiert und kommt in der Pra-

Hinsichtlich der Bemessungsgrundlage und

ischen Auftraggeber der Steuereinbehalt auf-

xis am häufigsten bei folgenden Fällen vor:

der Höhe der Abzugsteuer ist zwischen der

gebürdet. Dieser hat die Verpflichtung, die

• Vergütungen an ausländische Vortragen-

Brutto- und Nettobesteuerung zu unter-

Abzugsteuer von der auszuzahlenden Vergü-

de, Architekten, Künstler, Musiker, Sportler,

scheiden. Bei der Bruttobesteuerung bildet

tung an den ausländischen Dienstleister ein-

Schriftsteller, Artisten oder Mitwirkende an

der volle Vergütungsbetrag (inklusive aller

zubehalten und fristgerecht an das Finanz-

Unterhaltungsdarbietungen, soweit deren

Kostenersätze und Sachbezüge, jedoch ohne

amt abzuführen.

Tätigkeit in Österreich ausgeübt wird;

Umsatzsteuer) ohne Abzug von Ausgaben die

Bislang wurde die Abfuhr der sogenann-

• Vergütungen an ausländische Aufsichtsrats-

ten „Ausländersteuer“, wie die Abzugsteu-

mitglieder österreichischer Gesellschaften;

er auch genannt wird, im Rahmen von

• Gestellungsvergütungen an ausländische

Bemessungsgrundlage. Übernimmt der Auftraggeber auch die Abzugsteuer zugunsten des Auftragnehmers, so ist auch dieser über-

Betriebsprüfungen durch die Finanzver-

Arbeitskräfteüberlasser, soweit die Arbeits-

nommene Betrag als Einnahme hinzuzurech-

waltung überprüft. Aufgrund einer Gesetz-

kräfte in Österreich tätig werden;

nen. Die Abzugsteuer beträgt grundsätzlich 20 Prozent. In Ausnahmefällen erhöht sich

esänderung wird diese Abgabe seit dem

• Honorare an ausländische kaufmännische

1. Jänner 2016 zusätzlich in sogenannten

bzw. technische Berater, soweit diese in Ös-

der Steuersatz auf 25 bzw. 27,5 Prozent.

GPLAs (Gemeinsame Prüfung lohnabhän-

terreich tätig werden;

Bei der Nettobesteuerung ergeben hinge-

giger Abgaben) als Prüfungsschwerpunkt kontrolliert. Seit Mitte 2016 wird die Abzug-

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eco.nova

• Lizenzgebühren an ausländische Lizenzgeber, soweit die Rechte in einer inländischen

gen die Einnahmen abzüglich unmittelbar zusammenhängender Ausgaben die Bemes-


eco.steuern

sungsgrundlage. Auch hier ist die vom Auftraggeber gegebenenfalls übernommene Abzugsteuer der Bemessungsgrundlage als Einnahme hinzuzurechnen. Die Anwendung der Nettobesteuerung ist unzulässig, wenn der Empfänger der als Ausgaben geltend gemachten Beträge in Österreich beschränkt steuerpflichtig ist, die Ausgaben beim Empfänger 2.000 Euro übersteigen und die steuerliche Erfassung zur inländischen Besteuerung beim Empfänger nicht ausreichend sichergestellt ist. Bei Anwendung der Nettobesteuerung beträgt der Steuersatz 25 Prozent. Aufgrund des erhöhten administrativen Aufwands und des Haftungsrisikos für den Auf-

MMag. Isabell Krug, Steuerberaterin bei Deloitte, und Mag. Andreas Kapferer, LL.M., Partner bei Deloitte

traggeber bei Anwendung der Nettobesteuerung sowie der notwendigen Offenlegung der eigenen Kosten des Dienstleisters ist die Bruttobesteuerung die in der Praxis häufigere Variante.

Meldung und Abfuhr

durch das Vorliegen des Formulars „ZS-QU1

Steuerabzug unterlassen werden. Die Vor-

Die Verpflichtung zur Durchführung des

bzw ZS-QU2“, auf dem vom ausländischen

aussetzungen dafür sind:

Steuerabzugs trifft den inländischen Ver-

Finanzamt die Ansässigkeit bestätigt wird,

• Das ausbezahlte Honorar beträgt neben

tragspartner (Auftraggeber), der die Vergü-

gegeben. Verfügt der ausländische Leistungs-

tung ausbezahlt. Dieser Vertragspartner haf-

erbringer über eine österreichische Betriebs-

tet für die Richtigkeit der Berechnung und

stätte und weist eine steuerliche Erfassung in

die vollständige Abfuhr. Die Abzugsteuer ist

Österreich nach, ist der Einbehalt einer Ab-

lich, dass die der österreichischen Besteue-

bis spätestens am 15. Tag des folgenden Ka-

zugsteuer ebenfalls nicht notwendig.

rung unterliegenden Einkünfte im Kalen-

lendermonats mittels Formular der Finanz-

Liegt die angeführte Ansässigkeitsbescheini-

verwaltung zu melden und abzuführen. Es

gung nicht vor und beträgt der Vergütungs-

ist somit sinnvoll, Rechnungen von Künst-

betrag nicht mehr als 10.000 Euro/Jahr, so

sowie einen Identitätsnachweis in Kopie

lern und Personalgestellern (geleastes Perso-

kann bei Vorliegen einer schriftlichen Erklä-

unter Angabe des Wohnortes zu seinen Un-

nal) frühzeitig zu verarbeiten, um die Melde-

rung des ausländischen Dienstleisters unter

und Zahlungsfrist zu wahren und ärgerliche

Angabe folgender Informationen auf den

Diese Vereinfachungsmaßnahme ist nicht

Säumniszuschläge zu vermeiden.

Einbehalt der Abzugsteuer verzichtet wer-

anwendbar, wenn der beschränkt Steuer-

den (sogenanntes vereinfachtes Dokumenta-

pflichtige eine für den Veranstalter erkenn-

tionsverfahren):

bar unrichtige Erklärung abgibt.

Haftung des Auftraggebers Obwohl der leistende Unternehmer Schuldner der Abzugsteuer ist, treffen die Ver-

• Vor- und Familiennamen bzw. Firmennamen

Kostenersätzen maximal 1.000 Euro vom selben Veranstalter. • Der ausländische Künstler erklärt schrift-

derjahr 2.000 Euro nicht übersteigen. • Der Veranstalter nimmt diese Erklärung

terlagen.

Fazit

• Anschrift aller unterhaltenen Wohnsitze

Achten Sie darauf, dass Sie Ihren Verpflich-

Haftung denjenigen, der die Vergütung

sowie des Mittelpunkts der Lebensinter-

tungen im Zusammenhang mit der Abzug-

ausbezahlt. Dabei ist es unerheblich, ob die

essen

steuer fristgerecht nachkommen und bei

pflichtung zum Steuerabzug und die

Vergütung direkt an den Künstler oder in seinem Auftrag einem Dritten (z. B. dem Management) zufließt.

Befreiung vom Steuerabzug Von der Verpflichtung zum Einbehalt von

• Erklärung, dass in Österreich kein Wohnsitz vorliegt • Angabe des Gründungsstaates und die

Bedarf frühzeitig fachliche Unterstützung suchen, um bösen Überraschungen vorzubeugen. Die Abzugsteuer ist derzeit nahezu

Anschrift des Ortes der tatsächlichen Ge-

bei jeder Prüfung durch die Finanzverwal-

schäftsleitung (bei juristischen Personen)

tung ein fixer Prüfungsschwerpunkt. Wenn

• Erklärung, dass keine Verpflichtung zur

Sie Ihren oben angeführten Verpflichtungen

Abzugsteuer gibt es Befreiungsmöglich-

Weitergabe der Einkünfte an andere Perso-

nicht nachkommen, kann dies finanzstraf-

keiten, die allerdings ganz unterschiedlich

nen besteht, und

rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

ausgestaltet sind. Beim ausländischen Per-

• Art und Höhe der bezogenen Einkünfte

Nicht zu unterschätzen ist jedenfalls die finanzielle Belastung, welche droht, wenn das

sonalüberlasser (Personalleasing) kann der Einbehalt der Abzugsteuer nur unterbleiben,

Für Künstler und Musiker ist grundsätzlich

österreichische Unternehmen zur Haftung

wenn dieser dem Auftraggeber einen gülti-

keine Entlastung von der Abzugsteuer mög-

für nicht einbehaltene Abzugsteuer samt

gen „Befreiungsbescheid“ des Finanzamtes

lich. Sofern bei einer nachträglichen Ein-

Säumniszuschlägen herangezogen wird und

Bruck-Eisenstadt-Oberwart vorlegt.

kommensteuerveranlagung des ausländi-

diese Beträge nicht mehr vom ausländischen

Bei kaufmännischer oder technischer Bera-

schen Künstlers aber keine österreichische

Dienstleister zurückfordern kann.

tung ist eine Befreiung in der Regel bereits

Steuerleistung anfallen würde, kann der

// www.deloitte-tirol.at

eco.nova

55


eco.recht

Vermieter haften für Markenrechtsverletzungen der Mieter Jeder kennt Marktplätze, auf denen Standbetreiber gefälschte Markenprodukte anbieten. Was für „Schnäppchenjäger“, die beispielsweise eine gefälschte Handtasche einer Luxusmarke erstehen wollen, ein Paradies sein kann, stellt für Markeninhaber ein ernsthaftes Problem dar. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat nun entschieden, dass Markeninhaber auch gegen Vermieter von Verkaufsflächen auf einem Markplatz vorgehen können, um Markenrechtsverletzungen abzustellen. // TEXT: IVO RUNGG & JOHANNES BARBIST, BINDER GRÖSSWANG RECHTSANWÄLTE, INNSBRUCK

I

m zugrundeliegenden Fall war die

lichen Anordnungen das sein könnten, hat

tschechische Gesellschaft Delta

der EuGH in beiden Entscheidung offen ge-

Center Mieterin des Markplatzes

lassen. Denkbar wäre, dass der Vermieter

„Pražská tržnice“ (Prager Markthal-

von Verkaufsflächen auf einem Marktplatz

len). Delta Center untervermietete wiederum

bei einer Markenrechtsverletzung von ei-

Verkaufsflächen auf diesem Platz an ver-

nem Mieter insbesondere dazu verpflichtet

schiedene Händler. Mehrere Hersteller und

werden könnte, vertraglich Vorsorge für die-

Vertreiber von Markenerzeugnissen, darun-

sen Fall zu treffen und den Vertrag mit dem

ter Tommy Hilfiger, Lacoste und Burberry,

Mieter fristlos zu kündigen. Von Vermietern

stellten fest, dass Fälschungen ihrer Erzeug-

kann andererseits aber keine generelle und

nisse in den Prager Markthallen verkauft

ständige Überwachung ihrer Mieter verlangt

wurden. Die Markenrechtsinhaber bean-

werden.

tragten beim Stadtgericht Prag, Delta Center insbesondere zu verpflichten, Mietverträge

Fazit

mit Mietern, die nachweislich Markenverlet-

Die Entscheidung des EuGH ist im Lichte der

zungen begangen hatten, abzulehnen oder

L’Oréal/ebay-Rechtsprechung nicht überra-

nicht zu verlängern. Die Markenrechtsinha-

schend und wird vor allem von Rechteinha-

ber scheiterten mit ihrem Begehren in der ersten und zweiten Instanz. Der im Wege der

bern begrüßt. Damit wird klargestellt, dass

Dr. Ivo Rungg

Kassationsbeschwerde angerufene Oberste

Vermieter eines physischen Marktplatzes genauso wie Betreiber eines Online-Markt-

Gerichtshof der Tschechischen Republik leg-

platzes dazu gezwungen werden können, von

te dem EuGH die Frage vor, ob es tatsächlich

Abstellung oder Vorbeugung von Marken-

Händlern begangene Markenrechtsverletzun-

möglich ist, dem Vermieter von Verkaufs-

rechtsverletzungen zu treffen.

gen abzustellen. Die Entscheidung des EuGH

flächen auf einem Markplatz aufzutragen,

Außerdem stellte der EuGH klar, dass die

könnte – auch außerhalb von Marktplätzen –

die von den Händlern begangenen Marken-

Voraussetzungen für die gerichtliche Inan-

für Vermieter oder Verpächter von Geschäfts-

rechtsverletzungen abzustellen und Maß-

spruchnahme von einer Mittelsperson, die

flächen aller Art Anwendung finden. Durch

nahmen zur Verhinderung erneuter Verstö-

eine Vermietungsdienstleistung von Ver-

das Urteil wird jedenfalls deutlich, dass auch

ße zu ergreifen.

kaufsflächen in Markthallen anbietet, mit

Bestandgeber mit markenrechtlichen Fragen

In seinem Urteil (Rs. C-494/15) bestätigte

jenen identisch sind, die der EuGH bereits

konfrontiert sein können, selbst wenn sie

der EuGH zunächst, dass Delta Center eine

zuvor in seinem Urteil zu L’Oréal/ebay (Urteil

selbst keine Markenrechtsverletzung began-

„Mittelsperson“ laut der EU-Richtlinie zur

vom 12.07.2011, Rs. C-324/09) für gerichtliche

gen haben. Es besteht zwar keine anlasslose

Durchsetzung der Rechte des geistigen Ei-

Anordnungen gegenüber Mittelspersonen

Überwachungspflicht; wird aber ein Bestand-

gentums (RL 2004/48/EG) ist, also jemand,

auf einem Online-Marktplatz aufgestellt hat-

geber – etwa durch den Markeninhaber –

dessen Dienste von einem Dritten zwecks

te. Der EuGH verlangt von den Mitgliedstaa-

über Rechtsverletzungen in Kenntnis gesetzt,

Verletzung eines Rechts des geistigen Eigen-

ten, dass die Anordnungen eines Gerichts

muss er zumutbare Maßnahmen treffen, um

tums in Anspruch genommen werden. Dies

in den vorliegenden Fällen ein angemesse-

zukünftige Markenrechtsverletzungen seines

ist laut EuGH auch bei einem Vermieter der

nes Gleichgewicht zwischen dem Schutz des

Bestandnehmers zu verhindern. Bestandge-

Fall, der Dritten Verkaufsflächen auf einem

geistigen Eigentums und der Vermeidung

bern von Verkaufsflächen ist daher zu emp-

Marktplatz untervermietet und so diesen

von Schranken für den rechtmäßigen Han-

fehlen, bereits im Bestandvertrag Vorsorge

Dritten die Möglichkeit bietet, dort gefälsch-

del sicherstellen müssen. Die Maßnahmen

für den Fall von Markenrechtsverletzungen

te Waren anzubieten. Der EuGH hebt hervor,

müssen darüber hinaus wirksam, verhält-

ihrer Bestandnehmer (z. B. außerordentliche

dass solche Mittelspersonen unabhängig

nismäßig und abschreckend sein und dür-

Kündigungsmöglichkeit, Schad- und Klaglos-

von ihrer etwaigen Verantwortlichkeit ge-

fen keine Schranken für den rechtmäßigen

haltung) zu treffen, wenn eine solche Gefahr

zwungen werden können, Maßnahmen zur

Handel errichten. Welche konkreten gericht-

besteht.

56

eco.nova


promotion

Qualifizierung nach Maß: Maßgeschneiderte Qualifizierung © PAUL WEBER

Die berufliche Aus- und Weiterbildung erfolgreich zu planen, zu organisieren und durchzuführen, ist heute vor dem Hintergrund eines wachsenden Fachkräftebedarfs wichtiger denn je. Vor diesem Hintergrund entwickelten AMS und amg-tirol das Konzept der „Qualifizierung nach Maß“, interessant insbesondere für KMU.

A

ngesichts der demographischen

auswahl. Im Teamwork werden individuelle

ternehmen, bei Ausbildungskosten ab 1.000

Entwicklung kommt der Sicherung

Bildungspläne entwickelt, die dann in maxi-

Euro beteiligt sich das Land Tirol mit 50 Pro-

des Fachkräftebedarfs eine besonde-

mal drei Jahren mit betriebsinternen und/

zent für den Betrag, der die 1.000 Euro über-

re Bedeutung zu. Dabei können viele Arbeits-

oder -externen Qualifizierungen umgesetzt

steigt, dies jedoch bis maximal 1.000 Euro pro

plätze in bestimmten Branchen bereits heute

werden. „Eine berufliche Ausbildung und ein

Stiftungsteilnehmer. Die auszubildenden Per-

nicht besetzt werden, weil die Bewerber nicht

anerkannter Berufsabschluss sind wesent-

sonen erhalten vom AMS Arbeitslosengeld

über die passenden Qualifikationen verfügen.

liche Voraussetzungen für eine dauerhafte

weiterbezahlt, sie bekommen zusätzlich die

Natürlich ergreifen viele Unternehmen die Ini-

Integration ins Arbeitsleben. Qualifizierte Ar-

ausbildungsbedingte Zuschussleistung von

tiative und schulen internes oder externes Per-

beitskräfte wiederum sind ein wesentlicher

300 Euro. Die Kontaktnahme ist sowohl über

sonal entsprechend ihrem Bedarf. Aber vielen

Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit der Un-

die Geschäftsstellen des AMS Tirol als auch

Klein- und Mittelbetrieben fehlen im härter

ternehmen auf den internationalen und hei-

über die amg-tirol möglich.

werdenden Konkurrenzkampf die Mittel.

mischen Märkten“, betont Dr. Bernhard Pich-

„Qualifizierung nach Maß“: ein Zukunftsmodell

ler vom AMS Tirol.

Ein Weg aus dieser Situation ist die von AMS

Geringe Kosten für Unternehmen

und amg-tirol entwickelte Implacementstif-

Die Kosten bestehen aus einer ausbildungs-

tung „Qualifizierung nach Maß“. Zielgruppen

bedingten Zuschussleistung von 300 Euro

sind Unternehmen, die qualifizierte Mitarbei-

(plus 4,5 % Dienstgeberbeitrag) pro Monat

ter benötigen, und beim AMS Tirol gemeldete

und Stiftungsteilnehmer. Für die theoretische

Personen. Für die beim AMS Tirol gemeldete

Ausbildung teilen sich Unternehmen und

freie Stelle trifft die amg-tirol gemeinsam mit

Land Tirol die Kosten. Das heißt, die Kosten

dem Unternehmen und dem AMS eine Vor-

der theoretischen Ausbildung trägt das Un-

WEITERE INFOS

Infos erteilt das Service für Unternehmen beim AMS Tirol oder die ServiceLine unter 0512/58 19 99. ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

eco.nova

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Zukunft Forschung & Innovation ECO.MMENTAR

Vom strategischen Schattenspiel zur wertvollen Kooperation

D

a ist wieder eine. Und eigentlich muss ich gestehen, dass ich mich inzwischen sogar schon ein wenig auf sie freue: Kooperationsanfragen. Denn: Die Grenzen der Absurditäten verschieben sich immer wieder. Der euphorischen Einleitung folgt meist der Ver-

such, persönliche Nähe aufzubauen, gefolgt von einem Standardtext, der das Projekt beschreibt. Nach vielen aufgeblasenen Zeilen kommt dann – manchmal – die Bitte um Unterstützung, die natürlich als Win-win-Situation aufs Podest gehoben wird, ohne den Nutzen tatsächlich konkret

100 MILLIONEN

Schwäche in einer Zeit, in der uns die sozialen Medien mit ihren „Likes“ dazu konditioniert ha-

O

ben, immer zu gewinnen. Ich nenne es gern die „Marijke-Amado“-Epoche, benannt nach der

scheidenden Wettbewerbsfaktor gewor-

charmanten Moderatorin der Mini-Playback-Show, die am Ende mit allen jungen Stars im Kon-

den. Das hat auch Tirol erkannt. 2013

fettiregen auf der Bühne stand und ein Lied sang, dessen Refrain „Alle waren Sieger, auch wenn

wurde ein Breitband-Masterplan ent-

einer nur gewinnen kann“ die weinenden Kinder (oder deren Eltern) zu beruhigen versuchte,

wickelt, ein Jahr darauf erfolgte der Be-

während in der Mitte ein Kind mit einem riesigen Pokal abfeierte. Pädagogisch wertvoll.

schluss, bis 2018 finanzielle Mittel in Hö-

Doch abgesehen vom Unterhaltungswert der spammigen Kooperationsanfragen lohnt es, über

he von 50 Millionen Euro zur Verfügung

das Thema nachzudenken. Gerade in einer Zeit des Wandels, wo neue Allianzen und Part-

zu stellen. Ebenfalls 2014 wurde ein Ver-

nerschaften der Schlüssel für Zukunftsfähigkeit sind. Auch wenn „Cross Innovation“ nach ei-

trag mit dem Landesversorger TIWAG

nem neuen Bullshit-Wort für Podiumsdiskussionen klingt, ist die branchen- bzw. kompetenz-

abgeschlossen, wodurch das Land ein

übergreifende Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Realisierung von neuen Produkten

Nutzungsrecht am gesamten frei ver-

eine logische Konsequenz der immer stärkeren (digitalen) Vernetzung. Aber auch in der Zivilge-

fügbaren Leerrohrbestand von rund

sellschaft, bei kulturellen und sozialen Projekten sind Partnerschaften im Kontext von sinken-

1.600 Kilometern erwarb. Nun treibt das

den Sponsoringbudgets unverzichtbar. Immer mehr.

Land den Breitbandausbau weiter vor-

Auf der Suche nach erfolgreichen Kooperationen kommt man auf viele Faktoren, über die man

an und hat die Offensive um weitere

viele Seiten schreiben könnte: Vertrauen, Respekt, Ehrlichkeit, Messbarkeit und viele mehr. Für

fünf Jahre über das Jahr 2018 hinaus

mich beginnt es aber noch früher: beim Offenlegen der Motive. Das scheint kulturell nicht akzep-

verlängert. „Wir stellen damit jährlich

tiert, deswegen eiern viele mit Pseudoargumenten herum, die kaschieren sollen, dass man per-

weiterhin zehn Millionen Euro, also ins-

sönlich etwas von der Kooperation hätte: Zugang zu Investoren, mediale Reichweite für gestei-

gesamt 100 Millionen Euro, zur Verfü-

gerte Umsätze, technologischen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz, Kostenersparnis in der

gung, damit schnelles Internet auch den

Entwicklung, schnelleren Markteintritt, Aufwertung der gesellschaftlichen Relevanz ...

entlegensten Gebieten zur Verfügung

Natürlich, durch das Offenlegen der Motive wird man auch angreifbar. Man wird aber auch besser

steht. Damit können wir der Tiroler Be-

verstanden und öffnet den Weg für fruchtbare Kooperationen. Denn: Es wird konkret, was man

völkerung und insbesondere den Un-

wirklich will, und das Gegenüber kann entscheiden, ob man diese Motive unterstützen kann oder

ternehmen im ländlichen Raum Glas-

will – und was man dafür haben möchte. Es mag sein, dass das für manche nicht möglich sein

fasernetze auf höchstem technischem

wird, die Masken der öffentlichen Inszenierung abzulegen. Aus strategischen oder persönlichen

Niveau bieten“, erklärte Landeshaupt-

Gründen. Doch wer aus diesem Schattenspiel aussteigen kann,

mann Günther Platter.

formulieren zu können. Oft bleibe ich ratlos zurück und frage mich, wann wir verlernt haben, um Unterstützung zu bitten und dabei auszudrücken, was man dafür bereit ist, als Gegenleis-

wird die Tür zu fruchtbaren Kooperationen öffnen – und damit den Weg in die Zukunft. Das ist jetzt doch zu pathetisch für den Schluss. Sagen wir es anders: Wer sich auf Augenhöhe begegnet, re-

© Fabian Isara

tung zu bieten. Das kann auch nichts sein, dann ist es auch klar. Vielleicht ist es die Angst vor

hne entsprechende Internetanbindung geht heute gar nichts mehr. Mittlerweile ist

ein schnelle Datenverbindung zum ent-

Im Tiroler Modell errichten die Gemeinden bzw. Gemeindeverbände mit finanzieller Unterstützung des Landes

spektvoll kommuniziert und verhandelt, steigert das Potential für

und des Bundes Glasfasernetze. Bisher

wertvolle Partnerschaften – und das stärkt die eigene Resilienz.

konnten von den 279 Tiroler Gemeinden in 150 Gemeinden Breitbandprojekte gefördert werden. Es werden mit

HANNES OFFENBACHER

ist Unternehmer, Neudenker und Bergsteiger. Seit 2013 lebt er in Innsbruck und bloggt unter www.offenbacher.cc.

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eco.nova

den laufenden Projekten bis 2023 über 240.000 Einwohner im ländlichen Raum erreicht.


eco.zukunft

IM.INTERVIEW

20 Jahre FH Kufstein

Internationales Studium und lebenslanges Lernen. Geschäftsführer Prof. (FH) Dr. Thomas Madritsch im Interview.

Die FH Kufstein Tirol feiert im Herbst ihr 20-jähriges Bestehen. Wie hat sie sich seither entwickelt? Wir sind 1997 mit zwei Studiengängen und 83 Studierenden gestartet: Internationale Wirtschaft & Management und Facility Management. Beide gibt es immer noch. Heute haben wir 2.000 Studierende aus 50 Ländern und 22 Studiengänge – einer davon, Smart Products & Solutions,

INNOVATION – EIN FALSCHER TREND?

D

ist brandneu und startet vorbehaltlich der Akkreditierung durch die AQ Austria im Herbst 2017. Unser internationales Netzwerk haben wir auf über 180 internationale Partnerhochschulen ausgebaut. Ganz besonders freut uns, dass unsere Arbeit auch von externer Seite positiv gewürdigt wird. Eine im trend veröffentlichte Befragung zählt uns zu Öster-

ie meisten Unternehmen wollen sich das Merkmal „in-

reichs besten Arbeitgebern und das Industriemagazin bestätigt uns im

novativ“ auf ihre Fahne heften. Wer möchte schon ein

FH-Ranking 2017 einen Hotspot im Facility-Management-Studium.

verstaubtes Image haben? Was oft vergessen wird: Inno-

vation hat nicht nur mit schönen, neuen Produkten zu tun. Wer

Wo liegen die Alleinstellungsmerkmale der FH Kufstein Tirol?

heutzutage innovativ sein will, muss vor allem bei den Menschen

Mit unserem hervorragenden Betreuungsschlüssel können die rund

anfangen: bei seinen Kunden und Mitarbeitern. „Unternehmen,

450 Lehrenden unsere Studierenden individuell bestens betreuen. Das

die innovativ sein wollen, konzentrieren sich oft auf eine traditi-

Alleinstellungsmerkmal der Kufsteiner FH ist Internationalität. In

onelle Sicht von Innovation, wie die Entwicklung neuer Produk-

intensiven Auslandsaufenthalten sammeln die Studierenden Erfah-

te. Eine von uns weltweit durchgeführte Studie zeigt jedoch, dass

rungen in internationalen Märkten. Außerdem erwerben sie Kompe-

Innovation im jetzigen Businessumfeld ganzheitlich betrachtet

tenzen in Führung, Konfliktmanagement und Moderation. Kritisches

werden muss. Von dem Kauf eines Produktes über die Interak-

Reflexionsvermögen fördern wir ebenfalls besonders.

tion mit Mitarbeitern des Unternehmens bis hin zum Eintritt in die Geschäftsräumlichkeiten: Jeder dieser Touchpoints birgt Ge-

Wie halten Sie Ihr Studienangebot modern?

legenheiten, um innovative Strategien zu implementieren“, so Cle-

Ein besonderes Merkmal unserer Masterstudiengänge ist die Möglich-

mens Widhalm, Geschäftsführer von Dale Carnegie Austria. Dale

keit der Individualisierung. Über Electives können Studierende das

Carnegie hat im Zuge der Befragung von über 500 Führungskräf-

Studium nach ihren Interessen anpassen und sich ganz persönlich

ten sechs Schlüsselfaktoren für Wachstum und Innovation iden-

spezialisieren. Abgesehen von Studiengängen wie Smart Products &

tifiziert– drei davon marktorientiert, drei fokussieren sich auf das

Solutions, die Web-Studiengänge und Digital Marketing, die die Digi-

Arbeitsumfeld der eigenen Organisation.

talisierung schon im Namen tragen, ist sie auch in allen übrigen Angeboten stetes Thema. In den Studiengängen Europäische Energie-

• EINE INNOVATIVE KUNDENERFAHRUNG ERMÖGLICHEN

wirtschaft zum Beispiel ist die Digitalisierung der Energiewende ein

Zuhören: Einführung eines besseren Kundenfeedbacks, um sich

großes Thema.

stärker an den Bedürfnissen des Kunden zu orientieren. Persönlich ansprechen: Vermehrte Investition in Technologien,

Lebenslanges Lernen wird immer selbstverständlicher. Was kann

die eine zielgerichtete Ansprache der Kunden ermöglichen.

eine FH hier leisten?

Repräsentieren: Mitarbeiter darin unterstützen, sich als „Bot-

Wir bieten Ausbildungsprogramme für alle Lebensphasen an. Neben

schafter“ des Unternehmens zu sehen, um die Marke kompetent

den Bachelorstudiengängen, die sich vor allem an Schulabgänger richten,

nach außen zu repräsentieren.

ist die große Mehrheit unserer Masterstudiengänge berufsbegleitend und mit Beruf und Familie sehr gut vereinbar. Außerdem können Be-

• EIN INNOVATIVES ARBEITSUMFELD SCHAFFEN

rufstätige an der Business School der FH Kufstein Tirol Zertifikats-, aka-

Top-Arbeitgeber sein: Be- und Entlohnung der Mitarbeiter neu

demische und Executive-MBA-Lehrgänge in verschiedensten Bereichen

überdenken, kreativere Ansätze schaffen, die Motivation heben.

belegen. Für unsere Absolventinnen und Absolventen bieten die Alumni

Weiterentwicklung: Forcierung der Mitarbeiter-Weiterbildung.

& Career Services eine Reihe an Veranstaltungen und Informationen so-

Flexiblere Arbeitszeiten und -räume: Ermöglichen von virtueller

wie Karrieretrainings und Jobangebote. // www.fh-kufstein.ac.at

Arbeit und flexibler Zeiteinteilung.

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eco.zukunft

tirol innovativ

Es tut sich was

An dieser Stelle zeigen wir Ihnen in der Regel, wie innovativ und kreativ die (Jung)unternehmer unseres Landes sind. Das machen wir auch dieses Mal, gleichzeitig aber auch, dass die Eventszene damit durchaus mithalten kann. Mit dem Sample City Lab und Skinnovation sind in Tirol Veranstaltungsreihen am Start, die Innovationen vorantreiben und Kreative zusammenbringen.

Beim Sample City Lab lässt sich Zukunft erleben. Und ausprobieren.

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© Thomas sTeinlechner

Haben sich zu geballter onlinekompetenz zusammengeschlossen: Matthias lechner, axel Prey und Mario Eckmair von p&p medien Marketing

tirol innovativ

Sample City Lab

Die Zukunft ist heute Technologietrends kennenlernen, innovative Produkte ausprobieren und im wahrsten Sinn des Wortes „be-greifen“. Von Experten im persönlichen Gespräch erfahren, wie man die Technologien der Zukunft am besten für das eigene Unternehmen nutzen kann. So lassen sich die Vorteile des 3. Sample City Labs kurz und prägnant zusammenfassen.

M

it dem Sample City Lab

zug auf Trends, Produkte und innovati-

Außerdem dürfen sich innovationsbegeis-

ist die Tiroler Veran-

onsbasierte Arbeitsmethoden. „Der 30. Mai

terte Besucher auf 3D-Druckverfahren und

staltungsszene um ein

wird ein Tag der Neugierde, des Staunens

High-Tech-Daten-Brillen freuen.

innovatives Mitglied

und auch des Vernetzens sein“, so Matthias

Nach zwei Veranstaltungen (2015 und 2016)

reicher: Dank einer deutsch-österreichi-

Lechner. „Am Vormittag bieten wir Works-

auf der Innsbrucker Bergiselschanze findet

schen Kooperation zwischen dem Hambur-

hop-Sessions an, in denen die Teilnehmer

das Sample City Lab heuer in der Werkstät-

ger Trendforschungsbüro Trendone und der

gecoacht und an die neuen Technologien

te Wattens statt – und zwar auf histori-

Innsbrucker Kommunikationsmanufak-

herangeführt werden. Am Nachmittag ste-

schem Boden: Wo Daniel Swarovski vor 120

tur p&p Marketing macht die technologi-

hen dann der Praxisbezug und die Umset-

Jahren den Grundstein für seinen weltweit

sche Welt von morgen bereits zum dritten

zung dieser Innovationen im Vordergrund.“

erfolgreichen Kristallkonzern legte, bietet

Mal Station in unserem Land: Brandneue

Das Herzstück des Sample City Labs – die

heute ein internationales Gründerzentrum

Technologien, die die meisten von uns nur

Ausstellung – wird nach einer spannen-

Start-ups aus Tirol Raum für ihre unter-

aus dem Fernsehen oder Internet kennen,

den Einführungs-Keynote von Nils Mül-

nehmerische Entwicklung. Mit dem Fokus

können im Rahmen dieses außergewöhnli-

ler, Chef-Trendforscher aus Hamburg, zum

auf Technologie, Innovation, regionaler

chen „Zukunftslabors“ hautnah erlebt und

Thema „GET READY FOR THE FUTURE“

Wertschöpfung und nachhaltigem Wachs-

ausprobiert werden.

eröffnet. Hier wird das Who-is-who der

tum. „Der Ort ist für diese Veranstaltung

In interaktiven Workshops, Vorträgen und

angesagtesten Technologien an einem Ort

perfekt“, meint Axel Prey. „In der Werk-

Demonstrationen werden den Besuchern

versammelt und präsentiert: neueste Ro-

stätte Wattens wurde am Anfang vieles

die wichtigsten Themen der Zukunft na-

botic-Technologien und Artificial-Intelli-

experimentiert und ausprobiert, was jetzt

hegebracht. Hersteller und hochkarätige

gence-Applikationen ebenso wie virtuelle

selbstverständliche Realität ist. Und auch

Vortragende geben wichtige Inputs in Be-

Arbeitswelten und Businessanwendungen.

beim Sample City Lab geht es darum, die

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eco.zukunft

tirol innovativ

Skinnovation

neuesten Trends, Produkte und Ideen der Zukunft mit innovationsinteressierten Menschen zusammenzubringen.“ Lechner ergänzt: „Das Spannende am Technologielabor ist, dass die Teilnehmer den notwendigen Background zu aktuellen Technologien bekommen. Sie setzen sich unter Anleitung von Experten damit auseinander, was all diese Dinge für ihr eigenes Geschäftsmodell bedeuten und inwiefern sie für ihr Unternehmen relevant sein könnten. Diese Unmittelbarkeit macht die Einzigartigkeit des Sample City Labs aus.“ Was Trendone und p&p Marketing eint, ist ihr Fokus auf die Zukunft. Trendone sucht mit Hilfe eines weltweiten Netzwerks an Scouts nach den technologischen Trends. Aus diesen leiten sie dann jene großen Megatrends ab, die uns mit großer Wahrscheinlichkeit in den kommenden Jahren begleiten und beschäftigen werden. „Dabei geht es nicht darum, diese Trends einfach nur zu identifizieren“, meint Mario Eckmaier. „Viel essentieller ist es, sie für Unternehmen nutzbar zu machen. Vieles, was heute noch als Spielerei abgetan wird, kann mit dem richtigen Zugang und Verständnis den Arbeitsalltag sowie Prozesse in Unternehmen erleichtern.“ „Uns ist es ein großes Anliegen, die heimischen

Entrepreneurship auf Skiern Nach einem erfolgreichen Piloten im Feber 2015 ist Skinnovation – veranstaltet von der Universität Innsbruck in Kooperation mit der Jungen Wirtschaft der Wirtschaftskammer Tirol – zu einem dreitägigen Event mit einer internationalen Teilnehmerschaft geworden.

W

o entstehen die bes-

gungen sowie Kontakte mitnehmen und

ten Ideen? In der

sind mit dem Gefühl nach Hause gegan-

Regel nicht in sticki-

gen, dass eine ganze Menge Firmen bald

gen und dunklen

richtig durchstarten werden“, sagt etwa

Konferenzräumen. Sie kommen dann,

Philip Weihrauch, der mit seinem Unter-

wenn man sie am wenigsten erwartet,

nehmen realfits selbst einer dieser

Matthias Lechner seine Motivation, das Sam-

wenn man den Kopf frei hat und gedank-

Durchstarter ist. Florian Schuchter, Ge-

ple City Lab zu organisieren. „Es bringt nichts,

lich Gott einfach mal einen guten Mann

schäftsführer von Teamday und ebenso

die Augen vor den technologischen Entwick-

sein lässt. Auf der Skipiste zum Beispiel.

einer der insgesamt rund 200 Teilnehmer,

lungen zu verschließen. Nur wer auf der Höhe

Skinnovation ist ein Hybridevent aus

sieht’s ähnlich: „Skinnovation war für

der Zeit ist, kann sein Unternehmen für den

Skitag und Start-up-Konferenz, bei de-

mich ein wahrer Mindrefresher mit un-

Wettbewerb stärken.“ Und mit ihrem Angebot,

nen gleichermaßen Ski gefahren wie auf

glaublich tollen Mitwirkenden. Jeder für

Wirtschaftstreibenden wichtige Impulse, In-

Skihütten an Geschäftsideen gebastelt

sich ein Schatz an Innovation und Schaf-

formationen und Inspirationen zum Thema In-

wird. In der Kulisse der Tiroler Bergwelt

fenskraft gepaart mit dem Willen, voran-

novation und Digitalisierung zu liefern, stärken

sollen neue Ideen reifen oder bereits Ge-

zukommen und sich auszutauschen. Für

die Veranstalter nicht zuletzt auch den Wirt-

reiftes wachsen. „Skinnovation ist ein su-

mich waren diese Tage eine Einladung

schaftsstandort Tirol.

per Event, um sich in der lokalen Start-

an mich selbst, die eigenen Innovationen

up-Community zu vernetzen, und hat ge-

noch mehr zu fördern und auszuprobie-

zeigt, dass sich eine ganze Menge bewegt.

ren, ganz nach dem unternehmerischen

Wir konnten wertvolle Inputs und Anre­

Motto ‚No Trial and Error – no Success’.

Unternehmen zukunftsfit zu machen“, betont

3. Sample City Lab Wann: 30. Mai 2017 Wo: Werkstätte Wattens Tickets: 425 Euro (Early Bird) bzw. 495 Euro (regulärer Preis) Ausgestellte Samples (Auszug): • virao - Virtual Reality Lösungen zur Prozessoptimierung • HYVE HEAVE - Taktiler Handschuh für Virtual Reality • Digiwell - Smarte Implantate • ConSenses - IOT Sensor-Schraube • HVYE LILIUM Aviation - E-Senkrechtstarter • HYVE ABS Vario – Lawinenrucksack

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eco.nova

„Das Event war grandios, die Stimmung reichte von konzentriert bis begeistert, die Vorträge waren relevant und eingängig. Die Auswahl an verschiedenen Themen und Locations eignet sich hervorragend zum Kennenlernen und Austauschen. Ich habe starke Persönlichkeiten getroffen, potenzielle Kunden und Geschäftspartner, sowie Empfehlungen für Produktion und Vertrieb bekommen.“ Julian Lösche, Sweetsticks


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© tom bause

eco.zukunft

2 von 200: Christoph Fink von Naked Optics und Alexander Rietzler von Linguician, Skinnovation-Teilnehmer

Als Resümee bleibt: Dran- bleiben, sich weiter

chen. Was uns von den Großen unterscheidet,

Alexander Rietzler: Jein. Ich habe

vernetzen und den Spaß an der unternehme-

ist vor allem unser schlankes Vertriebssystem.

vor vier Jahren mein PhD-Studium in künst-

rischen Tätigkeit leben.“

Wir arbeiten weder mit Groß- noch Einzel-

licher Intelligenz begonnen und in dessen

händlern zusammen und haben auch keine

Rahmen einen Auslandsaufenthalt im süd-

Agenten, die unser Produkt verkaufen. Wir

lichen Belgien absolviert. Dort habe ich ver-

machen alles selbst, beziehen die Brillen direkt

sucht, Französisch zu lernen. Das war richtig

Gerade auch, weil sich Ideen in der Gruppe

vom Hersteller und verkaufen sie nur online

hart neben der Arbeit, entsprechend habe ich

potenzieren und Erfahrungen nützlichen

oder direkt. Wir liefern damit die gleiche Qua-

es auch nicht wirklich durchgehalten. Das

Input für das eigene Vorankommen liefern,

lität wie renommierte Hersteller, aber um die

war der Auslöser und ein Mitgrund dafür,

sind Netzwerkveranstaltungen so besonders

Hälfte oder ein Drittel vom Preis. Unsere Bril-

warum ich eine gewisse „Not“ im Lernen von

wertvoll. Hier treffen Menschen aufeinan-

len kosten 60 oder 70 Euro.

Sprachen gesehen habe. Die Richtung, wie es

Zusammen ist man weniger allein

funktionieren könnte, kam mir beim Stöbern

der, vollkommen unterschiedlich und in der Sache doch vereint. Zwei davon haben wir ge-

Wie kam es schließlich zum doch etwas ex-

durch YouTube-Videos, wo ein junger Bur-

troffen. Wir sprachen mit Christoph Fink von

travaganten Namen?

sche versucht hat, mit Hilfe der Community

Naked Optics und Alexander Rietzler von Lin-

Fink: Naja, man muss als junges Start-up

die richtige Aussprache arabischer Wörter zu

guician, der gerade an einer Sprachlern-App

auffallen. Naked Optics ist – fast schon klas-

lernen. YouTube-Videos sind generell extrem

basierend auf Musik arbeitet, über Unterneh-

sisch – beim Fortgehen entstanden. Und dem

populär, besonders Musikvideos. Ich dachte

mertum und ihre persönliche Geschichte.

Namen entsprechend ist auch unser Auf-

mir, Musikvideos könnten ein motivierendes

tritt. Wir zeigen auf den Bildern viel Haut,

Ankerelement sein, von dem ausgehend man

eco.nova: Naked Optics gibt es seit un-

das bringt Aufmerksamkeit und hat uns bis

spielerisch eine Sprache erlernt. Gemeinsam

gefähr drei Jahren. Wie kam es zur Idee, am

in Zeitungen wie die Bild oder die Krone ge-

mit Robert, einem Freund und Mitgründer,

Skibrillenmarkt einzusteigen?

bracht. Anders sein bringt definitiv Publicity.

bin ich gerade dabei, das Unternehmen ent-

Christoph Fink: Flo, Philipp und ich, und

Dafür haben wir auch mit einem professio-

sprechend aufzubauen. Ein Start-up zu grün-

damit quasi das Gründungsteam, sind begeis-

nellen Fotografen zusammengearbeitet.

den war bei ihm immer schon ein konkretes Ziel. Auch ich habe mit der Zeit Interesse da-

terte Skifahrer. Uns jede Saison eine neue Skibrille zuzulegen, ging mit der Zeit ins Geld. Als

Ist der Name„Naked Optics“ also Provoka-

ran entwickelt, aber das Timing hat nie ge-

ich vor ein paar Jahren in Singapur war, habe

tion?

passt. Jetzt ist die Zeit da!

ich über einen Freund den Kontakt zu einem

Fink: Man kann in den Namen hineininter-

Hersteller bekommen, der für große, bekann-

pretieren, was man möchte. Naked Optics – rei-

Wie weit ist die Lern-App bereits

te Marken produziert. Dort habe ich mir für

ne Sicht. Natürlich geht es auch ums gute Se-

fortgeschritten?

den Eigengebrauch für relativ wenig Geld eine

hen, um Brillen, die zu diesem Zweck gemacht

Rietzler: Wir befinden uns gerade in der

No-Name-Brille bestellt und festgestellt, dass

sind, ohne viel Schnickschnack. Und ein klein

Betaphase und sind aktuell einen Schritt über

die Qualität auch dabei richtig gut ist. Nur das

bisschen verkörpert es auch den Mindset des

den Prototypen hinaus. Man kann die We-

Design war es nicht. Dennoch hab ich sie ein

Skilehrers, dem man ja gerne nachsagt, dass er

bApp bereits in mehreren Sprachen testen.

paar Freunden gezeigt und alle waren von der

in manchen Belangen recht locker drauf sei. So

Für beide Lerntypen, visuelle und auditive, ist

Qualität überzeugt. Das Glas ist gewaltig. Al-

gesehen, passt der Name ganz gut.

sie perfekt geeignet. Viele haben das Problem,

so haben wir uns gedacht, daraus ließe sich

dass sie Fremdsprachen, die sie gelernt haben,

mit Sicherheit mehr machen. Wir haben die

Naked Optics ist also ein klein wenig aus der

zwar theoretisch können, sie aber nie wirklich

Brillen ein Jahr lang getestet und schließlich

eigenen Not heraus geboren. War das auch

im Alltag hören oder sprechen. Das Problem

beschlossen, eine eigene Marke daraus zu ma-

bei Linguician der Fall?

ist die fehlende Immersion, Sprachen werden

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promotion

Erfolgsmodell Genossenschaft: Kooperieren und profitieren! Genossenschaften haben eine lange Tradition, doch auch heutzutage wird die Unternehmensform innovativ und zeitgemäß gelebt.

gentümer, zum anderen ebenfalls Nutzer bzw. Kunden. „Das ist eine Besonderheit, denn eigentlich stehen sich diese zwei Positionen im

Der Talmarkt in Matrei in Osttirol ist ein gelungenes Beispiel von Genossenschaftsarbeit.

Wirtschaftsleben gegenüber“, erklärt Wibmer. Ein weiterer Vorteil: Bei der Genossenschaft gibt es kein notwendiges Mindestkapital wie bei einer GmbH. „Außerdem ist die Satzung flexibel gestaltbar und lässt sich so an das jeweilige Vorhaben anpassen“, so Daniel Wibmer. „Diese Flexibilität ist optimal für kooperatives und nachhaltiges Unternehmertum.“

Mitglieder und Region fördern Eine Genossenschaft ist ihren Mitgliedern verpflichtet und muss ihnen einen Vorteil erwirtschaften. Dieser Förderauftrag steht nur vermeintlich in einem Widerspruch zu einem Gewinnstreben: „Denn eine Genossen© TALMARKT MATREI

schaft ist langfristig nur überlebensfähig,

V

wenn sie wirtschaftlich erfolgreich ist – aber sie muss nicht auf Gewinn ausgerichtet sein“, führt Johannes Ortner aus. „Die Tiroler Raiffeisenbanken haben sogar in ihren Statuten festgeschrieben, nicht Gewinne zu maximieor 150 Jahren formulierte Raiffei-

Verschiedenste Vorteile

sen-Gründervater Friedrich Wil-

In ihrer Struktur ist die Genossenschaft an

helm Raiffeisen sein Motto: „Was

das Vereinswesen angelehnt: „Diese Ein-

dem Einzelnen nicht möglich ist, das vermö-

fachheit macht sie als Unternehmensform

gen viele.“ Und bis heute hat die Genossen-

so attraktiv“, sagt Daniel Wibmer von der

schaftsidee nicht an Aktualität und Attrak-

RLB-Stabsstelle Innovative Genossenschaft.

tivität verloren: Österreichweit gibt es rund

„Als Unternehmen ist sie im Firmenbuch ein-

1.600 autonome Raiffeisen-Genossenschaf-

getragen und hat eine Umsatzsteuer-Identi-

ten mit über zwei Millionen Mitgliedern.

fikationsnummer. Zudem ist sie eine äußerst

Neben Kreditgenossenschaften zählen

basisdemokratische Gesellschaftsform.“

Lagerhaus-, Energie-, Wärmeliefer- und

Die Genossenschaft eignet sich besonders,

Milchgenossenschaften zu den klassischen

wenn sich beispielsweise mehrere kleine

Beispielen. Darüber hinaus bietet die Unter-

Unternehmen zusammenschließen, um ge-

nehmensform auch innovative Lösungsan-

meinsam Marketing zu betreiben oder beim

sätze: Moderne Genossenschaften sind unter

Einkauf gemeinsam bessere Konditionen zu

anderem in den Bereichen für erneuerbare

erhalten.

Energieversorgung, regionale Infrastruktur, Wohnen und Pflege im Alter, Crowdfunding

Flexibilität für Unternehmen

oder Car-Sharing zu finden. „Grundsätzlich

„Die Genossenschaft bietet auch eine flexib-

steht dabei nicht das Kapital im Vorder-

le Möglichkeit, mit zahlreichen Eigentümern

grund, sondern vor allem eine gemeinsame

umzugehen, da Mitglieder problemlos ein-

Idee, die mehrere Personen realisieren wol-

oder austreten können“, ergänzt Johannes

len“, erklärt Johannes Ortner, Sprecher der

Ortner. Genossenschaftsmitglieder vereinen

Raiffeisen-Bankengruppe Tirol.

im Prinzip zwei Rollen: Zum einen sind sie Ei-

ren, sondern ihre Mitglieder und die Region zu fördern, zum Beispiel über Sponsoring oder Vereinsförderung.“

NEU GEGRÜNDET – STABSSTELLE INNOVATIVE GENOSSENSCHAFT

Um sich in Zukunft noch mehr im Bereich Genossenschaften zu engagieren, hat die Raiffeisen-Landesbank Tirol AG die Stabsstelle Innovative Genossenschaft gegründet. Sie ist in der Kommunikationsabteilung angesiedelt und soll künftig in enger Zusammenarbeit mit dem Raiffeisenverband Tirol über Genossenschaften und ihre vielseitigen Möglichkeiten informieren.

RAIFFEISEN-LANDESBANK TIROL AG

Mag. Dr. Daniel Wibmer Stabsstelle Innovative Genossenschaft Tel.: 0512/5305-12422 daniel.wibmer@rlb-tirol.at

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erst richtig durch deren Gebrauch erlernt. Das

Nackt ist manchmal einfach lustiger

ist der Grund, warum Babys oder man selbst im Ausland viel rascher lernt. Weil man mit der Sprache dauernd konfrontiert ist, sie hört. Das ist extrem wichtig. Darauf baut unser Anstatz auf.

Rund 200 Teilnehmer waren heuer bei Skinnovation mit dabei. So abwechslungsreich das Programm, so unterschiedlich waren die Start-upper. Von nackten Brillen bis zum Wanderstock war so ziemlich alles dabei. Ein paar zeigen wir Ihnen hier.

Die Selbständigkeit war also bei Ihnen beiden nicht von Anfang an geplant?

Rietzler: Es war im Hinterkopf. Ich habe vor etwa fünf Jahren damit begonnen, mir immer wieder Ideen zu notieren. Mehr aus

➊ ➍

➎

Spaß eigentlich. Letztlich hat es sich aber ergeben. Wir wissen, dass es gerade jetzt ein umkämpfter Markt ist, dennoch sehen wir aufgrund unseres Fokus auf Musik Unternehmen wie Babbel oder andere Online-Sprachkurse nicht als direkte Konkurrenz, wobei wir uns von ihnen natürlich auch einiges ab-

➋

➌

schauen können.

Fink: Bei uns war die Motivation definitiv da, aber die Idee fehlte. Vor allem, weil man oft hört, dass man etwas extrem Innovatives machen muss, um erfolgreich zu sein. Aber ich glaube, am Anfang reicht es, in etwas Bestehendes einzusteigen und es in kleinen Schritten zu verbessern. Das finde ich ganz wichtig, weil man ins Unternehmertum erst hinein-

➊ Linguician, alexander Rietzler

Fremdsprachen lernen mit Musik. Mit dieser WebApp funktioniert’s. Musik hilft dabei, sich Vokabel besser zu merken und gleichzeitig die Aussprache zu lernen. Man wählt aus einem breiten Angebot seine Lieblingsmusik aus, dazu den passenden Lernmodus und los geht’s. Aktuell befindet sich die App in der Betaphase, Testen ist bereits möglich. Die Linguician GmbH wird gefördert durch AWS Impulse XS des BMWFW, abgewickelt durch die AWS, und ist seit Dezember 2016 in das Gründerprogramm des Inncubator aufgenommen. // www.linguician.com

➋ Sweetsticks, Sandra Berghammer & Julian Lösche

Sind wir nicht alle ein bisschen retro? Das Herz der Marke ist der Aluminium-Wanderstock in Holzoptik in zwei verschiedenen Ausführungen, dazu gibt’s leichte und langlebige Skistöcke ... und Stocknägel. Letztere wähnten sich beinahe ausgestorben und waren bei Wanderern eine Zeitlang schon fast uncool. Jetzt kommen sie wieder, vertrieben von Sweetsticks mit originalen Nostalgie- sowie Spaß- und Statementmotiven. Plan ist es, die Stocknägel gemeinsam mit Partnern aus Sport und Tourismus zu Merchandise- und Werbeträgern zu machen. Vor allem für die Stocknägel wurde im Sommer 2016 die Marke Berghammer gegründet. Erhältlich in ausgewählten Tiroler Sportshops oder im Onlineshop. Berg Heil mit Style! // www.sweetsticks.eu

© tom bause (2), Patrick Saringer, Arlberg Photography

➌ Realfits, Diego Murrer & Philip Weihrauch

Workout together. Realfits steht für effektives Outdoortraining mit dem eigenen Körpergewicht, trainiert wird in der Gruppe im Innsbrucker Tivoli. Das Training ist so konzipiert, dass auch unterschiedliche Fitnesslevels miteinander sporteln können. Einfach mal zu kostenlosen Probetraining anmelden ... Seit Kurzem werden auch Firmentrainings für Mitarbeiter angeboten! // www.realfits.at

➍ Teamday, Florian Schuchter

Abenteuer, Erfahrung, Motivation. Sportlich wird’s unter anderem auch bei teamday. Im Zuge verschiedener Events oder Trainings wird – der Name lässt’s erahnen – der Teamgeist gestärkt und gleichzeitig dem Körper Gutes getan. // www.teamday.at

➎ Naked Optics, Christoph Fink

Hochwertige und trendige Brillen zu annehmbaren Preisen in sexy Verpackung. Die Skibrillen sorgen für maximale Sicht, für den Sommer gibt’s Sonnenbrillen aus dunkel lackiertem Bambus mit polarisierenden Gläsern. Fein: Die Brillen schwimmen im Wasser, sollten sie mal im Meer verloren gehen. // www.nakedoptics.net

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wachsen muss, es gibt so viel zu lernen. Um ins Unternehmer-Sein hineinzuschnuppern, tut man sich meines Erachtens leichter, wenn das Produkt nicht zu innovativ ist, weil man mit ganz vielen anderen Dingen beschäftigt ist. Naked Optics ist für uns im Moment noch ein lässiges Hobby, das uns enorm viel Erfahrung bringt. Und: Man kann Cash generieren und sich einen finanziellen Polster aufbauen, um in ein paar Jahren innovativere Projekte zu wagen.

Skinnovation

Skinnovation ist das erste StartupEvent auf Ski. Drei Tage lang finden Workshops und Vorträge auf verschiedenen Skihütten statt. Die rund 200 Teilnehmer sind auf Ski und Snowboard unterwegs und können somit ihr eigenes Konferenzprogramm zusammenstellen. Gepitcht wird nicht im Elevator, sondern im Skilift. An den Abenden findet ein Programm in Innsbruck statt, wie ein Empfang in der Wirtschaftskammer oder Table Talks in zahlreichen Innsbrucker Restaurants mit anschließender Networkingparty in dem Kultur- und Coworking Space „Bäckerei“. Das Abschlussevent, der finale Pitch, führt alle Skinnovatoren noch einmal hoch über den Dächern der Stadt in einen gigantischen Iglu auf der Nordkette zusammen.


eco.zukunft

ECO.MMENTAR

© ANDREAS FRIEDLE

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Logistikexperte Gerhard Walz, MBA Geschäftsführer W7 Solution

Kennen Sie Ihre Transport- und Logistikkennzahlen? Mit großer Wahrscheinlichkeit ist Ihre Antwort „nein“. Und Sie sind damit nicht allein.

E

s gibt kaum einen Unternehmer, der in jedem einzelnen Wirtschaftsbereich über tiefgreifendes Fachwissen verfügt. Das ist im Grunde auch völlig unmöglich. Viele

scheinbare Nebensächlichkeiten gehen im Arbeitsalltag dadurch jedoch unter. Vor allem Inhaber von Klein- und Mittelunternehmen haben schlicht nicht die Zeit, sich eingehend(er) mit ihnen zu beschäftigen, weil das große Ganze wichtiger ist als das Detail. Der Themenbereich Transport und Logistik ist so einer. Der läuft quasi irgendwie mit. In Zeiten, in denen jeder Kostenfaktor analysiert und beinahe jedes Angebot verhandelt wird, wundere ich mich in schöner Regelmäßigkeit, warum das gerade beim Thema Transport nicht passiert. Einige wenige haben eine vage Vermutung darüber, welche Mengen sie pro Jahr transportieren, die große Mehrheit hat nicht einmal das. Das ist kein Vorwurf, sondern eine Erkenntnis aus meiner täglichen Praxis. Dass darin viel Potenzial liegt, ist noch den wenigsten bewusst. Doch ich kann Ihnen aus jahrelanger Erfahrung sagen: Schauen Sie genauer hin, denn wo es viele Anbieter gibt, gibt es in der Regel auch unterschiedliche Kompetenzbereiche ... und Möglichkeiten. Die meisten Unternehmen haben dabei nicht die Ressourcen, um eine eigene Logistikabteilung einzurichten. Der Bereich indes ist ein komplexer, Angebote zu vergleichen oft nicht einfach und die Auswahl des Transportpartners keine einfache, zumal für unterschiedliche Ansprüche genauso unterschiedliche Anbieter in Frage kommen. Den einen für alles gibt es kaum. Ich helfe Ihnen objektiv und unabhängig bei der Organisation, Koordination und Kontrolle Ihrer Transportgeschäfte und damit bei der Optimierung Ihres Transport- und Logistikbereiches – damit Sie den Kopf frei haben für Ihre eigentlichen Aufgaben.

Business Administration Business Administration & Management Business & Management Management, Communication & IT Business & Management Management, Communication & IT Management Recht Management, &Communication & IT Management & Recht Nonprofit-, Sozial& Gesundheitsmgmt. Management & Recht Nonprofit-, Sozial- & Gesundheitsmgmt. Soziale Arbeit Nonprofit-, Sozial- & Gesundheitsmgmt. Soziale Arbeit Tourismus& Freizeitwirtschaft Soziale Arbeit Tourismus- & Freizeitwirtschaft Wirtschaft Tourismus-&&Management Freizeitwirtschaft Wirtschaft & Management Wirtschaft & Management Technologie & Life Sciences Technologie & Life Sciences Bio& Lebensmitteltechnologie Technologie & Life Sciences Bio- & Lebensmitteltechnologie Mechatronik Bio- & Lebensmitteltechnologie Mechatronik Umwelt-, Verfahrens- & Energietechnik Mechatronik Umwelt-, Verfahrens- & Energietechnik Wirtschaftsingenieurwesen Umwelt-, Verfahrens- & Energietechnik Wirtschaftsingenieurwesen Wirtschaftsingenieurwesen MASTERSTUDIUM MASTERSTUDIUM MASTERST DIUM Wirtschaft &UGesellschaft Wirtschaft & Gesellschaft Corporate & Finance* NEU WirtschaftGovernance & Gesellschaft Corporate Governance & Finance* NEU Entrepreneurship & Tourismus Corporate Governance & Finance* NEU Entrepreneurship & Tourismus European Master in&Health Economics & Mgmt. Entrepreneurship Tourismus European Master in Health Economics & Mgmt. International Business & Management European Master in Health Economics & Mgmt. International Business & Management International Health && Social Management Business Management International Health & Social Management Management, Communication & IT International Health & Social Management Management, Communication & IT Soziale Arbeit,Communication Sozialpolitik & -management Management, & IT Soziale Arbeit, Sozialpolitik & -management Strategic Management & Law Soziale Arbeit, Sozialpolitik & -management Strategic Management & Law Strategic Management & Law Technologie & Life Sciences Technologie & Life Sciences Biotechnologie Technologie & Life Sciences Biotechnologie Lebensmitteltechnologie & Ernährung Biotechnologie Lebensmitteltechnologie & Ernährung Mechatronik & Smart Technologies Lebensmitteltechnologie & Ernährung Mechatronik & Smart Technologies Umwelt-, VerfahrensEnergietechnik* NEU Mechatronik & Smart & Technologies Umwelt-, Verfahrens- & Energietechnik* NEU Wirtschaftsingenieurwesen Umwelt-, Verfahrens- & Energietechnik* NEU Wirtschaftsingenieurwesen Wirtschaftsingenieurwesen EXECUTIVE MASTERSTUDIUM EXECUTIVE MASTERSTUDIUM E X E C UManagement T I V E M A S Executive T E R S T U MBA DIUM General General Management Executive MBA International Business MBA General Management Executive MBA International Business MBA Management & Leadership International Business MBA MSc Management & Leadership MSc Internationales & Steuerrecht LL.M. Management & WirtschaftsLeadership MSc Internationales Wirtschafts- & Steuerrecht LL.M. Internationales Wirtschafts- & Steuerrecht LL.M.

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eco.nova

67


eco.zukunft

Modernste Geräte machen es möglich, dass bis dato tatsächlich noch kein Auftrag nicht machbar war.

Ob Container, Fassaden oder ganze Räume: drucken.tirol bedruckt quasi alles.

Weil Druck nicht gleich Druck ist Werbe-, Kunst- und Textildrucke aller Art oder schlicht ganz normale Geschäftsdrucksorten – es gibt eigentlich nichts, was bei „drucken.tirol“ nicht bedruckt würde. Beeindruckend. // TEXT: TAMARA KAINZ

S

olange der Geschäftsführer Mar-

elle Kundenwünsche ist also eines der Merk-

klebt? Oder das tollste Foto, wenn die Druck-

kus Jordan auch überlegt, ihm

male, mit denen sich das Innsbrucker Unter-

qualität nicht stimmt? Wir haben die besten

fällt tatsächlich kein Auftrag ein,

nehmen von der Billig-Konkurrenz abhebt.

Gerätschaften am Markt und können zum

der für drucken.tirol nicht mach-

Ein weiteres ist die Qualität der Produkte. Die

Beispiel als Einzige die Farben Silber und Gold

bar gewesen wäre. Sie beschriften und bekle-

ist nämlich durchwegs hochwertiger als bei

drucken, ohne sie nur aus der CMYK-Palette

ben einfach alles. Swimmingpools, Gondeln,

den Mitbewerbern, versichert Jordan: „Was

zusammenzumischen. Damit bedienen wir

Mülleimer, alles! Das Eingehen auf individu-

nützt die schönste Folie, wenn sie nicht richtig

zugleich eine Nische.“

68

eco.nova


eco.zukunft

Die Geschäftsführer Lisa Sailer und Markus Jordan kennen sich aus, wenn’s ums Drucken geht.

brucker Dörrstraße auch erst zwei Jahre alt.

ler Ansprechpartner sein. Was Drucke und

Das Internetgeschäft ist gut – ja sogar besser

Drucksorten angeht, sind wir mit unserem

als erhofft – angelaufen und macht bereits

umfangreichen Angebot sicher ganz vorne

rund 15 Prozent des Gesamtumsatzes aus.

dabei.“ Um den eingeschlagenen Weg der

Schon in wenigen Jahren werden es 50 Pro-

Nachhaltigkeit zu unterstreichen, soll dem-

zent sein, hofft Jordan.

nächst ein Elektroauto angeschafft werden,

Über den neuen Onlineshop lassen sich Bil-

das bei Autobeschriftungen als Servicewa-

Der 43-Jährige kennt sich aus. Immerhin

der, Rahmen, Displays, Plakate, Banner, Auf-

gen dienen wird. Wobei Autobeschriftun-

ist er schon mehr als die Hälfte seines Le-

kleber, T-Shirts und Co. rasch und unkompli-

gen für drucken.tirol noch zu den leichteren

bens in seiner „geliebten Branche“, dem

ziert (und günstiger) erstehen. Jordan sieht

Übungen gehören.

Druckereigewerbe, tätig. Um die grafische

hier unter anderem die Chance, das Geschäft

Komponente kümmert sich Lisa Sailer. Sie

mit den etwas ausgefalleneren „Rahmenge-

ist der kreative Kopf im Unternehmen. Das

schichten“ zu forcieren. Hinter Plexiglas im

Von der Gondel bis ins Palais Taxis

gebündelte Know-how der beiden garan-

Schattenfugenrahmen oder als Keilrahmen-

Zu den Standardaufträgen gesellen sich

tiert dem Kunden quasi ein Rundumpaket.

bilder kommen Urlaubserinnerungen und

immer wieder auch schwierige und nicht

Er bekommt alles aus einer Hand: Von der

Familienfotos eben noch besser zur Geltung.

ganz alltägliche Einsätze. Ob die grafi-

grafischen Planung über die Umsetzung bis

„Schnelle Bearbeitung, blitzschneller Ver-

sche Gestaltung des Außenauftritts von 20

hin zum Druck. Wiederum ein Aspekt, der

sand“, verspricht der Chef obendrauf. Für

Deutschland-Filialen des Wall Street Insti-

drucken.tirol ein Stück weit von anderen

ihn ist der Onlinehandel kein Neuland. Auch

tutes, Poolbeschriftungen mittels besonders

unterscheidet. „Länge mal Breite mal Preis

das gesamte Merchandising der Swarco Rai-

wasserresistenten Spezialklebefolien, das

kann jeder. Und große Internetdruckereien

ders Tirol liegt im Zuständigkeitsbereich von

Branden von Gondeln in Sölden, die opti-

mögen da oder dort wahrscheinlich etwas

drucken.tirol. Die Fanartikel werden schon

sche Veredelung der Mülleimer am Golfplatz

günstiger sein. Dafür realisieren wir auch

länger sehr erfolgreich über das Internet

Innsbruck-Igls oder gar Künstlerisches wie

Sonderanfertigungen wie den großflächi-

(www.raidersshop.at) vertrieben. Dabei wur-

ein grafisch aufwändig ausgestalteter Raum

gen Hinterglasdruck an der Fassade der Mc-

den Erfahrungen gesammelt.

im Palais Taxis – Jordan und sein sechsköpfi-

Geballtes Know-how

Donald‘s-Filiale in Schönberg, die vom Tou-

ges Team stellen sich (fast) jeder Herausfor-

rismusverband Stubai gebrandet wurde“,

100 Prozent made in Tirol

betont Jordan. drucken.tirol punktet außer-

Online oder offline: Verlässlichkeit und

wenn es sein muss, sondern täglich selbst im

dem damit, dass auch Kleinstmengen geor-

Qualitätsbewusstsein werden großgeschrie-

Betrieb mit: „Das ist zwar nicht immer von

dert werden können und jeder Auftrag mit

ben. Das spiegelt sich nicht nur in der Aus-

allen gerne gesehen“, schmunzelt er, „aber

einem hohen Maß an persönlichem Service

führung wider. Jordan legt ebenso viel Wert

erstens tue ich es gerne und zweitens habe

abgewickelt wird, auf Wunsch auch bei Be-

darauf, dass die verwendeten Materialien

ich so alles besser unter Kontrolle.“ So rockt

stellungen im Onlineshop.

und alles für die Abwicklung der Aufträge

der 43-Jährige – übrigens durchaus auch von

Benötigte wenn möglich hierzulande be-

der Erscheinung her – mit drucken.tirol eine

zogen werden: „Wir werden zu 85 Prozent

alteingesessene Branche. Auf diesem Markt

Der Onlineshop wurde Ende vergangenen

von Tiroler Unternehmen beliefert. Mit

trotz Sättigung und Dumpingpreisen einen

Jahres eingerichtet und soll verstärkt den

dem Argument der Regionalität will ich

Neustart zu wagen, hätte sich wohl nicht je-

Endverbraucher ansprechen. Bisher konzen-

künftig noch mehr heimische Firmen an-

der getraut. Aber etwas atypisch zu agieren,

trierte sich Jordan eher auf den B2B-Bereich.

locken. Man kann auch online in Tirol ein-

ist nun mal genau Jordans Style.

Allerdings ist die Firma mit Sitz in der Inns-

kaufen und genau dafür wollen wir loka-

// www.drucken.tirol

Kein klassischer Onlineshop

derung. Dabei arbeitet der Chef nicht nur

eco.nova

69


© ANDREAS FRIEDLE

eco.zukunft

Weges. Am Anfang braucht es eine innovative Idee, die mit intensiver Forschungsarbeit experimentell zweifelsfrei bestätigt werden muss, dann braucht es Industriepartner, die von diesem validierten Medizinkonzept begeistert werden können und investieren wollen – die größte Hürde –, und erst dann bekommt man diesen Matching-Fund in Form eines CDLabors zusammen mit einer schönen Eröffnungsfeier. Natürlich muss man weiterhin alles geben, man möchte ja seinen Industriepartner, seine Teammitglieder im CD-Labor und die Christian-Doppler-Forschungsgesellschaft nicht enttäuschen, aber diesen vollen Einsatz ist man als Forscher generell gewohnt.

ALEXANDER MOSCHEN: Ich sehe das ähnlich wie Gottfried. Als Grundlagenwissenschafter sind wir daran interessiert, herauszufinden, wohin uns die medizinische Zukunft führen wird. Das macht keinen Druck, das ist

Zwei, die sich schätzen Forschung und Wirtschaft, Grundlage und Anwendung, Gottfried Baier und Alexander Moschen. // TEXT: MARINA KREMSER

Z

unser innerster Antrieb. Ich vergleiche unsere Arbeit gerne mit dem Sport: Wenn man Rennen fährt, will man auch nicht auf den zehnten Platz fahren, sondern Erster sein. Das funktioniert manchmal und manchmal funktioniert es nicht. Das ist im Labor nichts anderes. Wir versuchen, gute Wissenschaft zu machen, primär nicht mit der Intention, uns selbst zu profilieren, sondern um – in unserem Fall – das Feld der Biologie zu verstehen und weiterzubringen, und zwar im Sinne der Biologie und der Patienten. Das ist ein schöner Beruf. Und wenn man dann ganz oben auf einen der Preisränge fährt, dann ist das erfreulich. Doch um zu forschen, braucht es Geld. Das CD-Modell ist für uns sehr attraktiv, weil es ei-

u Jahresbeginn wurden an

Wochen auch mit Kögerler saßen. Und wieder

der Medizinischen Universität

wurde es ein sehr entspanntes, launiges Ge-

Jahren lässt sich viel erreichen.

Innsbruck zwei neue Christi-

spräch. Man merkt: Die beiden können mitei-

BAIER: Als Forscher in einem CD-Labor will

nander.

man nicht nur am akademischen Stockerl

an-Doppler-Labors eröffnet – die erste Doppeleröffnung in Österreich überhaupt. In der

ne längerfristige Perspektive bietet. In sieben

stehen. Man muss vor allem Neuland betre-

letzten Ausgabe sprachen wir darüber mit

ECO.NOVA: Um ein Christian-Doppler-La-

ten. Terra incognita, auch wenn es riskant ist.

Univ.-Prof. Dr. Reinhart Kögerler, Präsident

bor bewilligt zu bekommen, muss einerseits

Das klingt ambitioniert, aber ich spüre, dass

der Christian-Doppler-Forschungsgesell-

der konkrete Bedarf eines Unternehmens

ich meine Existenz als Forscher und die mei-

schaft, dieses Mal trafen wir die beiden Labor-

an Wissen und Know-how aus der anwen-

nes Teams damit rechtfertigen kann, einen

leiter zum Gespräch. Univ.-Prof. Dr. Gottfried

dungsorientierten Grundlagenforschung

Beitrag dazu zu leisten. Langweilig finde ich

Baier ist verantwortlich für das CD-Labor für

bestehen, andererseits braucht es die Be-

diese Me-too-Forschung, die ohne mechanis-

pharmakologische Krebsimmuntherapie, das

reitschaft eines Wissenschafters, sich die-

tische Arbeiten weiterhin an der Oberflä-

in den kommenden sieben Forschungsjahren

sem unternehmerischen Bedarf langfristig

che kratzt und bereits Bekanntes nur erneut

mit rund 2,2 Millionen Euro gefördert wird; As-

zu öffnen. Und: Der Wissenschafter muss

bestätigt. Damit kommt man nicht weit. Es

soz.-Prof. PD Dr. Alexander Moschen für jenes

dabei garantieren, stets am internationa-

ist viel mehr der Anspruch, first in class zu

für Mukosale Immunologie, das insgesamt

len wissenschaftlichen Stand zu sein. Zwei-

sein. Das ist innovativ, mutig und wenn es

rund 800.000 Euro erhält. Jeweils die Hälfte

fellos ist es eine hohe Auszeichnung, ein

dann auch klappt ... cool. Das war für mich

der Fördergelder kommt dabei aus der öffent-

solches Labor zu bekommen, es geht dabei

auch der spezielle Anreiz der Christian-Dopp-

lichen Hand. Mit den neuen CD-Labors gibt es

aber auch um viel Geld. Wie sehr erhöht das

ler-Forschungsgesellschaft-Ausschreibung:

an der Medizinischen Universität Innsbruck

den Druck, Ergebnisse liefern zu müssen,

Man muss etwas gänzlich Neues finden, wo-

nun insgesamt vier dieser anwendungsorien-

wovon in der Forschung naturgemäß nicht

für ein international führendes Unterneh-

tierten Forschungsprojekte – und das inner-

von vornherein ausgegangen werden kann?

men bereit ist, sehr viel Geld zu investieren.

halb von zwei Jahren.

GOTTFRIED BAIER: Nein, Druck spüre ich

Wir trafen Moschen und Baier in dessen Büro,

überhaupt nicht. Für mich ist das CD-Labor

Forschung bringt nicht immer sofort Ergeb-

genau jenem Platz, an dem wir vor ein paar

viel mehr das Sahnehäubchen eines langen

nisse. Es braucht Geduld, oft neue Ansätze.

70

eco.nova


eco.zukunft

„ALS GRUNDLAGENWISSENSCHAFTER MÖCHTEN WIR HERAUSFINDEN, WOHIN UNS DIE MEDIZINISCHE ZUKUNFT FÜHREN WIRD.“ Assoz.-Prof. PD Dr. Alexander Moschen

Grundlagenforschung ist in der breiten Öffentlichkeit generell ein schwieriges Thema. Wie erklärt man den Menschen diese Arbeit?

MOSCHEN: Ich sehe es als grundlegende Aufgabe von uns Forschern, komplexe Inhalte derart zu verpacken, dass die Botschaft, die dahintersteht, verständlich für die Allgemeinheit ist. Abgesehen vom Erkenntnisgewinn

Wie lässt es sich auf einem Gebiet arbeiten,

lenstreit mit der klassischen Krebsforschung.

hat Grundlagenforschung für mich ganz viele

wo Scheitern quasi zum Beruf gehört?

Als ich als Junger die ersten Vorträge zum

Aufgaben: Wir arbeiten im Team mit jungen

MOSCHEN: Als ich begonnen habe, im

Thema Krebs als Immunkrankheit gehalten

Leuten, die wir aus dem Studium handver-

Labor zu arbeiten, hat mein Mentor gemeint,

habe, wurde ich belächelt. Sehr belächelt so-

lesen aussuchen. Deren Verstand und deren

als Forscher brauche man vor allem eine ho-

gar. Heute lächelt keiner mehr. Im Gegenteil,

Zugang zu Problemen wird ganz anders ge-

he Frustrationstoleranz. Heute sehe ich das

heute lächle ich. Es geht um den Fokus und es

schult, weil sie lernen, an ein (wissenschaftli-

ein wenig differenzierter. Mit zunehmender

braucht Selbstvertrauen, um zu sagen: Ich bin

ches) Problem heranzugehen. Es geht um die

Erfahrung fängt man ja nicht bei null an, Ri-

mir sicher, ich glaube daran, auch wenn die

Erarbeitung von Lösungsstrategien. Wenn

siken werden etwas kalkulierbarer, doch ich

anderen zweifeln. Es geht um den Willen und

man diese Thematik in ihrem Grundsatz ver-

kann Gottfried nur zustimmen: Das Schönste

die Konsequenz und ums Durchhalten.

standen hat, lässt sich das auf alle Bereiche im Leben übertragen. Das sind die Leute, die

für einen Forscher ist es, wenn er mit seiner Forschung etwas bewirken kann. Aber selbst

Macht es für Sie einen Unterschied, ob Sie

morgen diejenigen sind, die kritisch denken.

wenn bestimmte Fragenstellungen manch-

Forschung im universitären Umfeld betrei-

Das Studium wird in vielen Bereichen kom-

mal nicht gelöst werden können, so ist die

ben oder für die Industrie?

plett verschult. Die Studenten sitzen in Vor-

Arbeit niemals vergebens. Diese Arbeit kann

BAIER: Wir forschen nicht für die Industrie,

lesungen, bekommen Themen vorgetragen

die Grundlage für etwas anderes sein. Das

wir möchten ihr mit unseren Erkenntnissen

und niemand muss sich damit auseinander-

habe ich als Student oft nicht ausreichend zu

helfen, bessere Therapieverfahren für die

setzen, woher die Informationen überhaupt

würdigen gewusst. Ich unterrichte selbst und

Klinik zu entwickeln. Ich bin Grundlagenfor-

kommen. Wenn man im Labor arbeitet, ist

versuche heute dieses Bewusstsein an meine

scher und frei in Gedanken. Das ist mir wich-

man derjenige, der diese Informationen selbst

Studenten weiterzugeben. Das finde ich ex-

tig. Der Ehrgeiz ist, eine Idee derart weiter-

produziert. Das ist ein riesiger Unterschied.

trem wichtig. Folgeprojekte ergeben sich in

Hochschulreife bedeutet für mich, einen kri-

der Regel immer aus Vorprojekten.

tischen Verstand zu schulen, und der schadet

BAIER: Ich sage meinen jungen Kollegen

in der heutigen Zeit sicher nicht.

und auch mir selbst immer wieder: Es ist

Ich versuche meinem Team Anleiter zu sein,

nicht schwer, als Forscher Erfolg zu haben,

der den Leuten viel Freiheit gibt. Ich möchte

weil wir noch sehr wenig wissen. Ich schätze,

nicht jedes Experiment vorgeben. Man soll

uns als Menschheit sind rund fünf Prozent

auch Fehler machen dürfen. Daraus lernt

der Humanbiologie bekannt. Das heißt im

man oft mehr als aus Erfolg. So ist das Le-

Umkehrschluss, 95 Prozent sind uns noch

ben – es besteht bekanntlich nicht nur aus

unbekannt. Wenn ich als Forscher also die

Erfolgen.

Komfortzone des Laboralltags verlasse und

BAIER: Diese Mentorenschaft ist etwas Tol-

mich konsequent und fokussiert auf das Un-

les. Auch ich plane die Experimente nicht ins

terfangen einlasse, finde ich garantiert etwas Neues. Schön ist es, wenn es auch etwas Lohnendes ist. Ich unterhalte mich darum oft mit Klinikern, welche Themen für sie besonders relevant sind. Wir Grundlagenforscher verlieren uns nämlich gerne im Detail. Und es ist doch besser, wenn man ein Problem

„ALS FORSCHER IN EINEM CD-LABOR WILL MAN NICHT NUR AM AKADEMISCHEN STOCKERL STEHEN. MAN MUSS NEULAND BETRETEN.“ Univ.-Prof. Dr. Gottfried Baier

löst, das schon existiert, und nicht erst ein

Detail, weil im Team oft die viel besseren Ideen entstehen. Die nachkommende Generation soll ja besser werden. Sie haben eine ausgezeichnete Ausbildung und bekommen zusätzlich unseren Input aus der Praxis. Sie sind die next generation. Als Forscher muss man aus seinem Elfenbeinturm hinausgehen und den Leuten vermitteln, dass Forschung gut

Problem suchen muss für die Erkenntnisse,

zuentwickeln, dass ein Industriepartner – in

ist und Geld braucht. Ich verstehe, dass Geld

die man gewonnen hat.

meinem Fall Big Pharma – darauf aufspringt

allgemein knapp ist, dennoch halte ich die

MOSCHEN: Da stimme ich voll und ganz zu.

und sie in der Praxis umsetzen möchte. Ich

Forschung hierzulande für dramatisch unter-

Es gibt einen Spruch in der Forschung: Ideas

sehe das wie einen Staffellauf. Man hat eine

dotiert. Österreich ist dabei, seinen Vorsprung

are cheap. Ideen kann man viele haben, auf

Idee, validiert diese und in einer Partner-

zu verlieren. Mit den CD-Labors haben wir ein

die Umsetzung kommt es an. Unsere Aufgabe

schaft mit der Industrie bringt man sie zur

gutes Signal gesendet, um zu zeigen, wie gut

als Gruppenleiter ist es, zu sagen, auf welches

Anwendung. So kann man als Forscher nicht

unsere Forschung ist. Wir sind hier weltweit

Pferd wir setzen. Man muss fokussiert blei-

„nur“ gut akademisch publizieren, sondern

ganz vorne mit dabei! Nun müssen wir uns als

ben, sonst will man zu viel auf einmal und ist

seine Konzepte auf das Niveau einer klini-

Forscher die Zeit nehmen und den Leuten un-

viel zu weit weg vom eigentlichen Thema.

schen Prüfung heben. Ich arbeite also nicht

sere Arbeit besser erklären, Meinungsbildung

BAIER: Vor 20 Jahren haben die ersten For-

für die Industrie, sondern ich versuche ein

betreiben und aufzeigen, dass wir mit unserer

scher begonnen, Krebs als eine Immunerkran-

guter Ideengeber zu sein. Das ist ein Ping-

Forschung „made in Tirol“ ernsthaft die Chan-

kung zu verstehen. Es entflammte ein Schu-

pongspiel, ein echtes walking together.

ce haben, die Welt zu verbessern.

eco.nova

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© UNI INNSBRUCK

eco.zukunft

Universität trifft Wirtschaft

R

Ohne Forschung keine Entwicklung: Die Wirtschaftsfakultäten der Universität Innsbruck sorgen mit ihrer Forschung seit Jahren immer wieder für internationale Aufmerksamkeit.

enommierte Forschung und

mer und Markus Walzl am Institut für

Was sind Vertrauensgüter?

entsprechende Forschungs-

Wirtschaftstheorie, Wirtschaftspolitik und

Von Vertrauensgütern sprechen Ökonomen

stätten, also Universitäten, sind

Wirtschaftsgeschichte werden sich gemein-

in Märkten, in denen Kunden schlechter über

heute für jeden Standort, der die aktuellen He-

sam mit Vertrauensgütern, Anreizen im Fi-

ihre eigenen Bedürfnisse Bescheid wissen

rausforderungen meistern und sich weiterent-

nanzsystem und dem wirtschaftlichen Ver-

als die Anbieter der Produkte. Beispiele sind

wickeln will, unerlässlich. Doch es ist gerade

halten des Menschen befassen. „Wir wollen

Gesundheit, Reparaturen oder Finanzdienst-

die Forschung, die im Bewusstsein der breiten

zum Beispiel untersuchen, wie unterschiedli-

leistungen. „Für einen Kunden ist es oft

Bevölkerung erst ihren Platz finden muss. Da-

che Anreiz- und Entlohnungssysteme Betrug,

schwierig einzuschätzen, ob eine bestimmte

bei passiert in Tirol wahnsinnig viel, das auch

Risikoverhalten und Markteffizienz beein-

Reparatur wirklich nötig ist, welche medizini-

international Anerkennung findet. Kürzlich

flussen und wie persönliche Eigenschaften,

sche Behandlungen am besten geeignet sind

hat der Wissenschaftsfonds FWF etwa die

soziale Normen und Statusdenken mensch-

oder ob Risiken von Anlageprodukten richtig

Einrichtung eines neuen Spezialforschungs-

liches Verhalten und die Marktergebnisse

dargestellt werden“, sagt Kirchler. Sie müssen

bereichs zur Erforschung des wirtschaftlichen

steuern“, erklärt der Sprecher des neuen Spe-

deshalb darauf vertrauen, dass die Anbieter

Verhaltens von Menschen an der Universität

zialforschungsbereichs, Michael Kirchler. Zur

ihren Informationsvorteil nicht ausnutzen.

Innsbruck genehmigt. In den nächsten vier

Untersuchung dieser Fragen kombinieren die

Kirchler: „Ein Problem dabei ist, dass die In-

Jahren stehen dafür rund 3,5 Millionen Euro

Innsbrucker Wirtschaftswissenschaftler

formationsasymmetrien auf Märkten für

zusätzlich für die experimentelle Wirtschafts-

theoretische Modellierungen mit Laborexpe-

Vertrauensgüter zu Betrug, Ineffizienzen und

forschung zur Verfügung.

rimenten und Feldstudien. Das rund 25 Köp-

zu mangelhaften Leistungen für Kunden

Die Forschungsgruppen um Michael Kirch-

fe umfassende Expertenteam wird durch die

führen können, wie beispielsweise die letzte

ler und Jürgen Huber am Institut für Ban-

FWF-Förderung um 12 Personen erweitert

Finanzkrise gezeigt hat.“

ken und Finanzen, von Loukas Balafoutas

und damit zu einer der weltweit größten und

Mit ihren Untersuchungen geben die Inns-

und Matthias Sutter am Institut für Finanz-

führenden Forschungsgruppen auf diesem

brucker Forscher grundlegende Einblicke

wissenschaft sowie von Rudolf Kerschba-

Gebiet anwachsen.

in das Funktionieren von alltäglichen Ver-

72

eco.nova


eco.zukunft

trauensgütermärkten und zeigen auf, wie individuelles Verhalten, Anreizstrukturen und der institutionelle Rahmen auf diesen Märkten zusammenspielen. Die Ergebnisse liefern aber auch ganz konkrete Einsichten für Politik und Regulierungsbehörden, wie Vertrauensgütermärkte besser organisiert werden können. Eine ganz neue Perspektive erwarten sich die Forscher auch auf Märkten für Finanzberatung und Fondsmanagement, die seit der Finanzkrise unter starker Kritik stehen.

AKADEMISCHE FORSCHUNG ERÖFFNET NEUE EINSICHTEN IN NATUR UND GESELLSCHAFT, SEHR OFT ENTSTEHEN DABEI AUCH KONKRETE IDEEN FÜR DIE PRAXIS. IN TIROL FALLEN DIESE AUF BESONDERS FRUCHTBAREN BODEN. DAS ZEIGT DIE GROSSE ZAHL VON SPIN-OFFS DER UNIVERSITÄT INNSBRUCK. SIE IST ÜBER DIE UNI-HOLDING BEREITS AN 14 KOMMERZIELL AUSGERICHTETEN UNTERNEHMEN ZUR ENTWICKLUNG UND VERMARKTUNG VON ERGEBNISSEN BETEILIGT.

Von der Uni in die Wirtschaft

ternehmensbeteiligungsgesellschaft mbH

nehmen in der Aufbauphase bereits über 50

Akademische Forschung eröffnet viel-

ist ein Unternehmen, das sich an kommer-

neue Arbeitsplätze geschaffen. „Neben For-

fach neue Einsichten in Natur und Ge-

ziell ausgerichteten Spin-offs der Univer-

schung und Lehre zählt der Wissenstrans-

sellschaft. Um dieses Potenzial zu nutzen,

sität Innsbruck beteiligt. Derzeit umfasst

fer zu unseren zentralen Aufgaben. Dazu

muss Wissen auch in die Wirtschaft getra-

das Portfolio 14 Unternehmen aus IT, BWL,

gehört unter anderem auch die kommer-

gen werden. Die im letzten Jahr gegründete

Geographie, Chemie und Umwelttechnik:

zielle Verwertung von neuen Erkenntnis-

Transferstelle Wissenschaft – Wirtschaft –

die Textilspezialisten Acticell und Texible,

sen und Technologien. Wir wollen unsere

Gesellschaft (www.uibk.ac.at/transferstel-

die Software-Unternehmen Airborne Hy-

Forscherinnen und Forscher von der Idee

le) hat sich genau das zur Aufgabe gemacht:

dro Mapping Software, Laserdata, Onlim,

bis zum Aufbau des Unternehmens optimal

Die Universität in Richtung Unternehmen

QE LaB Business Services, Txture, WeMatch,

unterstützen“, sagt Rektor Tilmann Märk.

zu öffnen. Doch auch während Forschungs-

2PCs, GRID-IT, Hydro-IT, die Umwelttech-

„Dazu haben wir bereits 2008 eine Beteili-

projekten selbst entstehen oft konkrete

nik-Firmen BioTreat und Bio4Gas sowie

gungsgesellschaft gegründet, die Neugrün-

Ideen für die Praxis. In Tirol fallen diese auf

den Faserspezialisten superTex. An jeder

dungen begleitet und den Unternehmen ein

besonders fruchtbaren Boden. Das zeigt die

der Gesellschaften hält die Universität eine

aktives Beteiligungsmanagement bietet“,

große Zahl von Spin-offs der Universität

Minderheitsbeteiligung zwischen fünf und

ergänzt Anke Bockreis, die für die Uni-Hol-

Innsbruck. Die Universität Innsbruck Un-

16 Prozent. Insgesamt haben diese Unter-

ding zuständige Vizerektorin.

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73


Geld

Niemand kann die nächsten 36 Jahre vorher­ sagen, die nächsten 36 Monate oder noch nicht einmal nur die nächsten 36 Tage. Die Realität hält sich an keine Szenarien und Zinsen stei­

Finanzieren & Versichern

gen nicht schnurgerade nach oben wie an ei­ ner Linie gezogen. Das ist aber kein Nachteil. Eine ungewöhnliche Marktbewegung und ein geschickter Manager können die Performance aufbessern. Durch Beimischung anderer An­ leiheklassen – zum Beispiel Inflationsanleihen – kann der Ertrag zusätzlich gesteigert wer­ den. So gesehen müssen sich Anleihegläubiger langfristig nicht vor steigenden Zinsen fürch­ ten. Die eigentliche Gefahr ist die schleichende Enteignung durch Inflation. Wohin die Zinsen langfristig gehen, ist jedoch nicht nur für Bondinvestoren interessant. Wenn der neue US-Präsident erfolgreich ist und Wachstum und Inflation tatsächlich an­ ziehen, ist das auch für die Aktienmärkte von Vorteil. Doch würden höhere Zinsen die in vie­ len Bereichen schon gut bewerteten Aktien­ märkte nicht unter Druck setzen?

Bald Schluss mit den Nullzinsen?

Laut einer gängigen These greifen Investoren

I

Zinsen sind, gepaart mit solidem Wirtschafts­

weniger stark bei Aktien zu, wenn sie bereits ordentliche Erträge mit dem geringen Risiko von sicheren Anleihen erhalten. Diese Gefahr existiert, ist aber noch weit weg. Zusammen­ gefasst lässt sich sagen: Gemächlich steigende

m Jahr 1981 erreichten die Spannungen

leihenportfolio der Schoellerbank Vermögens­

wachstum, eine gute Mischung für Aktionäre.

zwischen dem Westen und der Sowjet­

verwaltung eine durchschnittliche Performan­

Anleihegläubiger sollten weniger die Gefahr

union einen Höhepunkt. Der Nahe Osten

ce von 5,3 Prozent pro Jahr. Das waren also

kurzfristiger Verluste durch steigende Zinsen

befand sich in Aufruhr und im Weißen Haus

durchaus noch „silberne Jahre“ für die Bond­

fürchten, sondern vielmehr die schleichende

hatte gerade ein Mann das Präsidentenamt

märkte. Anleger, die von Anfang an dabei wa­

Enteignung durch Inflation.

übernommen, den viele für völlig ungeeignet

ren, haben mit einer reinen Bondstrategie ihr

hielten. Sein Name war Ronald Reagan.

Vermögen mehr als verdreifacht.

Fazit

Für Investoren ist 1981 noch aus einem ande­

Inzwischen schreiben wir das Jahr 2017. Die

Die Vermögensverwaltung der Schoellerbank

ren Grund bedeutend: Die Zinsen von zehnjäh­

Spannungen zwischen Russland und dem

gibt keine Prognosen ab und es wäre auch ge­

rigen US-Staatsschuldverschreibungen hatten

Westen sind wieder hoch, der Nahe Osten

fährlich, auf eine Wiederholung der Geschichte

mit 15,84 Prozent einen absoluten Höchststand

versinkt im Chaos und der jüngst vereidigte

zu setzen. Aus heutiger Sicht sind die Aktien­

erreicht. Für Anleiheinvestoren begannen „gol­

US-Präsident ist höchst umstritten. Doch hin­

märkte schon gut bewertet. Die US-Wahl hat

dene Zeiten“, obwohl das zu diesem Zeitpunkt

sichtlich der Zinslandschaft wiederholt sich

hohe Erwartungen hervorgerufen: Steigendes

angesichts einer Inflationsrate von 15 Prozent

die Geschichte ganz und gar nicht. Die Zinsen

Wachstum und sinkende Steuern wurden in

keineswegs eindeutig war. Von nun an sank

sind so niedrig wie noch nie.

Aussicht gestellt. Doch ob die Pläne der neuen US-Administration das Wachstum antreiben

die Inflation, die Realzinsen (Anleihezins ab­ züglich Inflation) stiegen an. In den kommen­

Folgt nach einer langen Periode fallender nun

können oder am Ende nur den Schuldenberg

den 36 Jahren erwirtschaftete man mit zehn­

eine neue Ära steigender Zinsen?

anwachsen lassen, darüber streiten sich die

jährigen US-Staatsanleihen einen Ertrag von

Die „Altlasten“ in Form von hohen Schulden­

Experten. Erfahrene Investoren wissen: Über­

durchschnittlich 8,5 Prozent pro Jahr!

ständen machen es unwahrscheinlich, dass die

zogene Erwartungen münden oft in einer

Die Schoellerbank Vermögensverwaltung gibt

Zinsen langfristig auf ähnlich hohe Raten stei­

Enttäuschung. Doch das ändert nichts daran,

es zwar noch keine 36 Jahre, sie kann aber auf

gen könnten wie vor 36 Jahren. Während fal­

dass Aktien für den realen Kapitalerhalt unver­

24 Jahre Echtdaten zurückblicken. Die Zeiten

lende Zinsen von den Finanzmärkten begrüßt

zichtbar bleiben. Ein international aufgestelltes

von zweistelligen Zinsen waren im Jahr 1993,

werden – erleichtern sie doch die Schulden­

Aktienportfolio ist langfristig die beste Waffe

dem ersten Jahr der Vermögensverwaltung

aufnahme und steigern das Wachstum –, sind

gegen die Inflation. Aber auch auf Schuldtitel

nach ihrer Gründung 1992, schon lange vorbei.

steigende Zinsen eine Belastung. Das betrifft

muss nicht vollständig verzichtet werden. Da­

Die Zinsen deutscher Staatsanleihen standen

nicht nur Kredite, die variabel verzinst sind.

bei sollte auf eine mittlere Restlaufzeit von vier

damals bei etwa 7 Prozent und sanken in den

Bei Staaten und Unternehmen ist es üblich,

bis fünf Jahren und auf qualitativ hochwerti­

Folgejahren im Schnitt um etwa ein Viertel

auslaufende Kredite zu aktuellen – dann also

ge Schuldner gesetzt werden. Ein Zusatzertrag

Prozent pro Jahr. Im Jahr 2016 erreichten sie

höheren – Zinsen zu prolongieren. Zu schnell

ist mit inflationsgeschützten Anleihen und

die Nulllinie. Seit Beginn erzielte das reine An­

dürfen die Zinsen also nicht ansteigen.

Fremdwährungsbonds zu erzielen.

74

eco.nova

// Quelle: Schoellerbank Analysebrief Nr. 313, Autor: Mag. (FH) Jakob Frauenschuh, CFA


eco.geld

VIELVERSPRECHEND

D

ie österreichische Wirtschaft hat im Laufe des Jahres 2016 deutlich an Dynamik gewonnen und befindet sich zu Jahresbeginn 2017 auf einem stabilen Wachstums­

pfad. Die Investitionstätigkeit war vergangenes Jahr neben dem privaten Konsum die wichtigste Konjunkturstütze. Die Abschwä­ chung der Investitionsdynamik gegen Jahresende wird durch die Verbesserung der Exportaussichten kompensiert, sodass die Aussichten für die Industrie weiterhin sehr günstig sind. Die gute Beschäftigungslage stützt trotz anziehender Inflation weiterhin den privaten Konsum. Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) erwartet im Rahmen ihrer vierteljährlichen Kurzfristprognose für die ersten beiden Quartale 2017 ein Wachstum des realen BIP von 0,6 bzw. 0,5 Prozent (jeweils zum Vorquartal). Die Prognose für das erste Quartal wurde damit gegenüber der letzten Veröf­ fentlichung im November 2016 um 0,1 Prozentpunkte nach oben revidiert.

Ihr neuer Partner in Sachen Recht Fundierte Beratung & Repräsentation

Die Aussichten für die Weltwirtschaft werden derzeit vom Start der neuen US­Regierung dominiert. Den angekündigten protekti­ onistischen Maßnahmen stehen fiskalische Impulse gegenüber, sodass die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft derzeit schwer einschätzbar sind. Der US­Einkaufsmanagerindex ISM (Institute for Supply Management) sowie weitere Stimmungsindikatoren deuten an, dass US­Unternehmen die politischen Entwicklungen eher positiv werten. Die Stimmungsindikatoren für Europa zeich­ nen indes ein differenziertes Bild. Trotz des bevorstehenden Bre­ xit zeigen die Ergebnisse des IFO­Index einen zunehmenden Op­ timismus der deutschen Unternehmen.

NICE TO KNOW

FALSCHGELD IN ÖSTERREICH Die Anzahl der aus dem Banknoten-Umlauf in Österreich sichergestellten Fälschungen verringerte sich im Jahr 2016 deutlich um 15,6 Prozent auf 12.234 Stück. Damit entstand im vergangenen Kalenderjahr ein Schaden von insgesamt 768.515 Euro. Unter den in Österreich am häufigsten gefälschten Banknoten nahm im Jahr 2016 die 50-Euro-Banknote mit 50,1 Prozent den größten Anteil ein, gefolgt von der 20-Euro- und 100-EuroBanknote. Per Ende 2016 wurden europaweit 684.000 Fälschungen aus dem Zahlungsverkehr sichergestellt, in Relation zu insgesamt 20,2 Milliarden Stück echten Banknoten im Umlauf. Der heimische Anteil an den gesamteuropäischen Fälschungen liegt folglich bei 1,79 Prozent und ist damit nach wie vor gering.

Rechtsanwalt Dr. Florian Legit

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eco.nova

75


eco.wirtschaft

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eco.nova


eco.wirtschaft

Eine Frage der Zeit Wohnen ist ein Grundbedürfnis und kostet österreichweit im Durchschnitt rund ein Drittel des Haushaltseinkommens – für einkommensschwächere Haushalte rund die Hälfte, für die Einkommensstärksten knapp ein Fünftel*). Tirol zeichnet sich dabei generell durch hohe Immobilienpreise aus, wobei diese nicht nur in den Hotspots Innsbruck und Kitzbühel, sondern im gesamten Inntal meist deutlich über dem österreichischen Schnitt liegen. Und es stellt sich die Frage: Kaufen oder mieten? // TEXT: JÜRGEN HUBER eco.nova

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eco.geld

D

ZAHLEN UND FAKTEN

iese eine Frage – „Kaufen oder mieten?“ – ist für viele aktuell und prak­ tisch jeder von uns stellt sie sich ein­ oder mehr­

mals im Leben. Die Antwort hängt neben den finanziellen Möglichkeiten ganz ent­ scheidend von der weiteren Lebensplanung ab, denn eine Immobilie zu kaufen stellt für die meisten Menschen die größte Einzelin­ vestition ihres Lebens dar. Eine Studentin ohne Ersparnisse wird daher mieten, wäh­ rend eine junge Familie mit gesichertem Einkommen, die in der Region bleiben will, wahrscheinlich versuchen wird, zu kaufen. Da die Lebenssituationen und ­pläne sehr unterschiedlich sind, verwundert es wenig, dass jeweils fast genau die Hälfte der Öster­ reicher in Miete bzw. im Eigenheim leben, wobei in Städten die Miete und am Land das

In Tirol leben auf 12.640 km2 (davon 1.503 km2 = 12 % Dauersiedlungsraum) derzeit rund 720.000 Menschen in insgesamt rund 380.000 Wohneinheiten1). 59 % der Hauptwohnsitze sind im Eigentum der Bewohner (42 % Häuser, 17 % Wohnungen), 29 % sind Hauptmieter und 12 % haben eine andere Rechtsgrundlage (z. B. Dienstwohnungen). Die Eigentumsquote liegt mit 59 % im österreichischen Mittelfeld: Im Burgenland ist diese mit 81 % am höchsten, in Wien mit 20 % am niedrigsten, der Österreichschnitt liegt bei 51 %. Innerhalb Tirols lässt sich sagen: Je ländlicher, desto eher leben die Menschen in Eigentum, während in der Stadt Innsbruck Mietwohnungen dominieren. In Deutschland besitzen weniger ein Eigenheim (44 %), in den USA (63 %) und in Italien (78 %) deutlich mehr2). 1) Quelle: Statistik Austria, http://www.statistik.at/web_de/ klassifikationen/regionale_gliederungen/ 2) Quelle: Lugger, Klaus: „Österreichisches Wohnhandbuch 2010“, Studienverlag, Innsbruck (2010), S. 27.

ro. Eine Immobilie zu kaufen, bringt unver­ meidliche hohe Nebenkosten von rund zehn Prozent des Kaufpreises mit sich (siehe Info­ box „Nebenkosten“), so dass man eigentlich nur kaufen sollte, wenn man davon ausgeht, zumindest einige Jahre in der erworbenen Immobilie zu leben, denn diese Nebenkos­ ten sind auf jeden Fall „weg“. In unserem Beispiel würden also rund 28.800 Euro an Nebenkosten anfallen. Gehen wir vom Ext­ rembeispiel aus, dass der Käufer kein Eigen­ kapital hat (bzw. nur genug, um die Neben­ kosten abzudecken), also die vollen 288.000 mittels Kredit finanziert werden müssen, so ergibt sich bei 20 Jahren Kreditlaufzeit und einem durchschnittlichen Zinssatz von drei Prozent über die Gesamtlaufzeit (derzeit ist der Zins deutlich niedriger; irgendwann wird er aber auch wieder steigen) eine mo­ natliche Rate von 1.612 Euro.

Eigentum überwiegt. Beide Möglichkeiten scheinen also etwa gleich attraktiv. Länger­

miete angesetzt, das wären also 288.000 Eu­

Auf den ersten Blick scheint also Miete deut­

fristig wünscht sich die ganz überwiegende

Rechenaufgabe

Mehrheit der Österreicher jedoch Eigentum.

Als Entscheidungshilfe zur Frage „Kauf

Monat und hat keine wesentlichen Neben­

Eine Umfrage der „Integral Markt­ und Mei­

oder Miete“ sind ein paar Modellrechnun­

kosten, während der Kauf mit 1.612 Euro im

nungsforschung“ zeigt, dass stattliche 91 Pro­

gen durchaus hilfreich. Vergleichen wir zur

Monat und erheblichen Einmalkosten von

zent der Österreicher Eigentum bevorzugen

Veranschaulichung den Kauf einer Immobi­

28.800 Euro zu Buche schlägt. Allerdings

und nur neun Prozent die Form der Miete.

lie von rund 80 bis 100 Quadratmetern und

bleibt die Kreditrate über die gesamte Lauf­

In Tirol leben derzeit aber nur 59 Prozent in

deren Miete. Betriebskosten fallen bei bei­

zeit von 20 Jahren unverändert, dann sind

Eigentumsverhältnissen (Haus oder Woh­

den Möglichkeiten gleichermaßen an (wobei

keine Zahlungen mehr zu leisten, während

nung). Bei jüngeren Tirolern und Studie­

man diese im Eigentum besser selbst steuern

die Miete in der Regel mit der Inflation steigt

renden wird oft wegen der noch unsicheren

kann), sodass wir diese außer Acht lassen.

und nie endet. Zudem besitzt man nach der

Zukunft Miete bevorzugt; später stellen die

Angenommen die Monatsmiete der Immo­

hohen Immobilienpreise oft eine unüber­

bilie beträgt 1.200 Euro. Als fairer Kaufpreis

windliche Hürde am Weg zum Eigentum dar.

wird häufig etwa das 20­Fache der Jahres­

78

eco.nova

lich günstiger – man zahlt 1.200 Euro pro

*) Quelle: Erhebung zu Wohnkosten 2012, Oesterreichische Nationalbank. Beer, C. und Wagner, K. „Wie stark belasten Wohnkosten die Einkommen der Haushalte?“ Geldpolitik und Wirtschaft, 2012


eco.geld

50000 1250000

Kauf

40000

Miete

30000

1000000 750000

Kauf

20000

500000

10000

0

0

Jahr 1 Jahr 3 Jahr 5 Jahr 7 Jahr 9 Jahr 11 Jahr 13 Jahr 15 Jahr 17 Jahr 19 Jahr 21 Jahr 23 Jahr 25 Jahr 27 Jahr 29 Jahr 31 Jahr 33 Jahr 35 Jahr 37 Jahr 39 Jahr 41 Jahr 43 Jahr 45 Jahr 47 Jahr 49

250000

Miete

Jahr 1 Jahr 3 Jahr 5 Jahr 7 Jahr 9 Jahr 11 Jahr 13 Jahr 15 Jahr 17 Jahr 19 Jahr 21 Jahr 23 Jahr 25 Jahr 27 Jahr 29 Jahr 31 Jahr 33 Jahr 35 Jahr 37 Jahr 39 Jahr 41 Jahr 43 Jahr 45 Jahr 47 Jahr 49

1500000

Die Abbildungen veranschaulichen die jeweils anfallenden Zahlungen. Bei den jährlich anfallenden Zahlungen werden die hohen Nebengebühren beim Kauf im ersten Jahr deutlich. Die Kreditrate ist in den ersten Jahren höher als die Miete; dies ändert sich jedoch im 13. Jahr. Ab dann ist die monatliche Belastung beim Kauf niedriger und ab dem 21. Jahr null, während die Miete weiter steigt. Noch deutlicher wird der Unterschied mit den aufsummierten Gesamtzahlen über die nächsten 50 Jahre.

Abbezahlung des Kredits die Immobilie voll­

im zehnten Jahr und über 2.000 Euro im 22.

Blickt man auf die aufsummierten Ge­

ständig und hat damit eine gute Altersvor­

Jahr. Schon nach 13 Jahren ist die Miete hö­

samtzahlungen über einen Zeitraum von

sorge, da keine Kreditrate mehr anfällt. Und:

her als die monatliche Kreditrate von 1.612

mehreren Jahrzehnten, so sieht man sehr

Man hat Vermögen zu vererben, was für vie­

Euro, sodass sich der Vorteil des Mieters ab

deutlich, dass beim Kauf aufgrund der Ne­

le Menschen emotional wichtig ist.

diesem Zeitpunkt langsam in einen Nachteil

bengebühren bis zum 21. Jahr etwas höhe­

Nehmen wir nun eine realistische langfristi­

verkehrt. Besonders dramatisch ist der Un­

re Gesamtkosten von letztlich 416.000 Euro

ge Inflationsrate von 2,5 Prozent an (durch­

terschied nach der Abzahlung des Kredites

anfallen (288.000 Kaufpreis plus 28.800 Ne­

schnittliche Inflationsrate in Österreich über

im 21. Jahr – ab da ist die Kreditrate null, wäh­

benkosten plus rund 99.200 Euro Zinsen).

die letzten 30 Jahre), so steigt die Monats­

rend die Miete jährlich um 2,5 Prozent auf

Die aufsummierten Mietkosten betragen

miete von anfänglich 1.200 auf 1.500 Euro

über 4.000 Euro nach fünfzig Jahren ansteigt.

nach 21 Jahren mit 368.000 Euro etwas we­

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Christian Neff immobilienberater

eco.nova

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eco.geld

ECO.MMENTAR

Mieten oder kaufen?

Univ.-Prof. DDr. Jürgen Huber ist Leiter des Instituts für Banken und Finanzen an der Universität Innsbruck

A

KAUFEN SOLLTEN SIE VOR ALLEM DANN, WENN SIE SICH HALBWEGS SICHER SIND, DASS SIE AUCH ZUMINDEST  JAHRE IN DER GEKAUFTEN IMMOBILIE LEBEN WOLLEN.

bgesehen von den rein finanziellen Aspekten

niger. Die Miete jedoch endet nie

mehr. Beim Erwerb von Eigentum ist

gibt es Punkte, die meines Erachtens den Kauf

(es sei denn man kauft), so dass die

dies ebenso, da das Geld für die Kre­

einer Immobilie im Vergleich zur Miete attrak­

Gesamtkosten hier weiter steigen

ditrate aufgebracht werden muss.

tiver machen: Erstens bedeutet Eigentum Kontrolle (z.

und bis zum 50. Jahr in Miete rund

Ein Teil jener Kreditrate dient aber

B. über Betriebskosten und Reparaturen), aber damit na­

1,4 Millionen Euro betragen. Auf die­

der Abbezahlung der Kreditschuld

türlich auch Eigenverantwortung (was man nicht selbst

sen langen Horizont gerechnet – der

(der andere Teil sind Zinsen), so dass

macht, wird auch nicht gemacht). Manchen Menschen

durchaus realistisch ist, denn fast je­

man langsam eigenes Vermögen auf­

ist diese Kontrolle und Entscheidungsfreiheit wichtig

der von uns wird 50 und mehr Jahre

baut und Eigentum an der Immobilie

(mir zum Beispiel); andere empfinden sie vielleicht eher

außerhalb seines Elternhauses leben

erwirbt. Ist der Kredit abbezahlt, so

als Belastung.

–, stellt sich der Kauf mit Gesamt­

lebt man ab diesem Zeitpunkt deut­

Zweitens führt der Kauf einer Immobilie automatisch

kosten von 416.000 Euro als deutlich

lich günstiger, fallen doch nur noch

zum Vermögensaufbau. Die Sparquote von Käufern ist

günstiger dar. Abgesehen davon,

die Betriebskosten an. Die Zeit arbei­

deutlich höher als jene von Mietern, denn ein Teil jeder

dass man die Immobilie, in der man

tet bei Miete sozusagen gegen mich,

Kreditrate ist eigentlich Sparen bzw. Vermögensauf­

lebt, auch besitzt.

beim Kauf aber für mich. Dies ren­

bau, während jede Mietzahlung endgültig „weg“ ist bzw.

tiert sich jedoch nur, wenn man nicht

Immobilie zu kaufen „zwingt“ bzw. diszipliniert damit

Entscheidender Faktor: Zeit

zu mehr Sparen, was letztlich sehr nützlich ist. Die wis­

Wir können also festhalten: Die Mie­

her insbesondere aufgrund der ho­

senschaftliche Forschung zeigt sehr deutlich, dass sehr

te verschlingt häufig 25 bis 35 Pro­

hen Nebenkosten meist die teurere

viele Menschen Probleme mit der Selbstkontrolle haben

zent des Einkommens, teils noch

Variante.

nur dem Vermögensaufbau des Vermieters dient. Eine

häufig umzieht. Erst nach 15 bis 20 Jahren ist Kauf die günstigere, vor­

und etwa impulsiv unnötige Konsumgüter kaufen. Eine Selbstbindung durch einen Kreditvertrag zum Immo­ bilienkauf kann hier sehr hilfreich sein, das zu tun, was man ohnehin eigentlich will. Dies führt nahtlos zum dritten großen Vorteil, den ich sehe: Eigentum ist die wohl beste Altersvorsorge, die man aufbauen kann. Miete zahlt man ein Leben lang, ein Kredit hingegen ist irgendwann abbezahlt. Danach sind nur noch die – auch bei der Miete anfallenden – Be­ triebskosten zu bezahlen. Insbesondere da die Höhe der staatlichen Pensionen in zwanzig, dreißig Jahren frag­ lich ist, ist Eigentum die beste Absicherung, um nicht im Alter gezwungen zu sein, in eine kleinere und billigere Wohnung zu ziehen oder auf Unterstützung zum Bei­ spiel der eigenen Kinder angewiesen zu sein. Mit einem Immobilienkauf schafft man sich über die Jahre Vermö­ gen, das auch im Alter vorhanden ist und dann (z. B. bei Vermietung dann freistehender Zimmer) sogar ein Zu­ satzeinkommen generieren kann. Die Frage „kaufen oder mieten“ lässt sich letztendlich aber nie eindeutig und allgemeingültig beantworten, denn sie hängt von persönlichen Präferenzen, der Le­ benssituation und ­planung sowie externen Faktoren wie Zinsen und Immobilienpreisen ab.

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eco.nova

DIE WESENTLICHSTEN NEBENKOSTEN BEIM IMMOBILIENKAUF

• Grunderwerbsteuer: 3,5 % vom Kaufpreis. Diese ist auf jeden Fall zu bezahlen. • Eintragungsgebühr ins Grundbuch: 1,1 % vom Kaufpreis. Unvermeidlich. • Maklerhonorar: Beträgt in der Regel 3 % (Richtwert) plus Mehrwertsteuer. Kaufen Sie direkt vom Bauträger oder von einem privaten Anbieter, so entfällt das Maklerhonorar. Die 3 % sind verhandelbar. • Honorar für den Vertragserrichter (Notar/Rechtsanwalt): Dieses liegt meist bei 0,5 bis 2 % des Kaufpreises. Hier unbedingt verhandeln. • Gebühr für die Eintragung von Pfandrechten ins Grundbuch: 1,2 % vom Pfandrecht. Wird nur fällig, wenn Sie Ihren Kauf mit einem Kredit abwickeln.


Wir suchen dringend Eigentumswohnungen Da viele unserer Kunden wieder „in der Stadt“ wohnen wollen, suchen wir laufend barrierefreie Wohnungen in guter Lage sowie gehobener Qualität.

Einfamilienhäuser Unser Klientel jener, welche ein Einfamilienhaus mit Garten suchen, ist sehr groß. Die Nachfrage nach guter Lage und Umgebung umfasst die Bezirke Innsbruck-Stadt, Innsbruck-Land sowie den Bezirk Schwaz.

Grundstücke Die Suche erstreckt sich sowohl auf interessante Stadtlagen als auch auf die ländliche Umgebung ab 400m².

Zinshäuser Speziell in Tiroler Gemeinden bzw. Städten werden sowohl historische Häuser als auch Zinshäuser für Anleger gesucht.

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eco.geld

Einfach ehrlich sein © ANDREAS FRIEDLE

Gerd Reisigl ist nicht nur ein Immobilienmakler. 2012 hat er SE7EN Immobilien in Innsbruck mitgegründet und ist gemeinsam mit Peter Blaas vor allem eines: Immobilienpartner und Dienstleister im wahrsten aller Sinne. // TEXT: MARINA KREMSER

SE7EN-Geschäftsführer Gerd Reisigl und Kommunikationsmanager Peter Blaas

D

as Unternehmen ist noch re­

nehmen uns viel Zeit, setzen uns sowohl in­

le eines Maklers eine sehr wichtige. Wir sind

lativ jung, an Erfahrung fehlt

tensiv mit dem Kunden als auch der Immo­

ja für beide Seiten verantwortlich – Käufer

es Gerd Reisigl dennoch nicht.

bilie auseinander. Wenn wir beide kennen,

und Verkäufer –, auch wenn das bedeutet, ei­

„Ich bin ein Quereinsteiger“, sagt er, der vor­

finden wir optimale Lösungen.

nen Auftrag bewusst nicht anzunehmen.

her in Konzernen in Wien und München ge­

Unser Service beinhaltet den Zugang zu un­

arbeitet hat. Vor fünf Jahren ist Reisigl in die

serem Partnernetzwerk aus Dienstleistern

Wie sehr ist Ihr Beruf auch Psychologie?

Immobilienwelt eingetaucht und hat einen er­

sowie unseren Erfahrungen zum Beispiel bei

Es ist ein sehr spannender Beruf, man hat

frischend einfachen Zugang zu seinem Beruf:

Küchenbestellungen oder einfachen Szenari­

immer wieder mit neuen, ganz unterschied­

Man muss einfach ehrlich sein. Wir sprachen

oberechnungen im Finanzierungsbereich.

lichen Leuten und Situationen zu tun. Und

mit ihm über Immobilien im Allgemeinen und

Ich schaue mir genau an, was der Kunde

vielen neuen Projekten. Ich stehe fast jeden

seine SE7EN im Speziellen.

wirklich möchte und welche Immobilie aus

Tag vor einer neuen Herausforderung, einer

unserem Angebot dazu passt. Nicht immer

Konstellation, die es so noch nie gab, und

ECO.NOVA: Sie sehen sich selbst nicht als

haben wir das passende Objekt im Ange­

lerne damit täglich dazu. Natürlich gibt es

Immobilienmakler, sondern bezeichnen

bot, bleiben aber dran und kontaktieren den

auch psychologische Aspekte, wie generell

sich als Serviceanbieter. Warum?

Kunden, sobald sich eine interessante Mög­

im Vertrieb, wenn Menschen miteinander

GERD REISIGL: Die Frage ist: Was ist ein

lichkeit ergibt.

agieren. Das Wichtigste ist, wie ich finde: zu­

klassischer Immobilienmakler, was macht

Manchmal geht es auch darum, die Preisvor­

hören. Das klingt simpel, ist es oft aber nicht.

er und was nicht? Mein Ziel sind zufriedene

stellungen der Menschen wieder geradezu­

Einfach einmal still sein und zuhören, was

Kunden und ein gesundes Unternehmen.

rücken. Viele haben ob vereinzelter Preisaus­

die Leute eigentlich wollen. Zuhören und ver­

Dieses Ziel geht meist damit einher, dass

reißer völlig falsche Vorstellungen über den

stehen. Manche Kunden sind schon sehr weit

Kundenerwartungen erfüllt werden. Wir

Wert ihrer Immobilie. Gerade hier ist die Rol­

in ihren Überlegungen, wissen genau, was sie

82

eco.nova


eco.geld

wollen, haben die Finanzierung geregelt und

aus der Computerspieltechnologie kommen­

suchen die passende Immobilie dazu. Andere

den virtuellen Räume auf Neubauprojekte

stehen ganz am Anfang. Ihnen rate ich nach

umlegen lassen und man sich mit Hilfe einer

einem ausführlichen Gespräch, zuerst mit der

Virtual-Reality-Brille im Raum bewegen und

Bank und ihrem Steuerberater zu sprechen,

räumliche Tiefe empfinden kann.

bevor sie daran denken, einen Kaufvertrag zu unterschreiben. Manche wollen sofort zur Tat

Wie geht man damit um, dass ein paar

schreiten, dabei gibt es im Vorfeld so vieles zu

schwarze Schafe eine ganze Branche immer

bedenken und zu klären. Es gilt, das Prinzip

wieder in Verruf bringen, bzw. was macht

der Leute und ihre Bedürfnisse zu verstehen,

für Sie einen „guten“ Immobilienmakler aus?

sie abzuholen und manchmal auch ein biss­

Ich beginne mit der zweiten Frage. Schluss­

chen zu leiten. Langfristig gesehen, führen

endlich geht es um Ehrlichkeit. Das fängt

nur zufriedene Kunden zum Erfolg.

schon bei den Fotos an, mit denen eine Im­ mobilie präsentiert wird. Natürlich versu­

Wer sind die Kunden von SE7EN Immobilien?

che ich, gute und schöne Fotos zu machen,

Privatpersonen oder Unternehmer, die eine

aber sie müssen authentisch sein. Es geht in

Immobilie kaufen oder verkaufen möchten.

unserem Beruf, wie fast überall im Arbeits-

Darüber hinaus arbeiten wir direkt mit Bau­

und täglichen Leben, um Erwartungsma­

trägern zusammen, verkaufen zum Beispiel

nagement. Wenn ich die Erwartungen über­

exklusiv für eine Unternehmensgruppe und

treffe, ist das gut. Wenn ich aber zu hohe

bieten dazu ein Gesamtkonzept inklusi­

Erwartungen generiere und sie dann nicht

ve Mietservice. Wir arbeiten in einem Netz­

einhalte, ist der Kunde unzufrieden, obwohl

werk mit Steuerberatern, Rechtsanwälten

das Produkt an sich durchaus passend sein

und anderen Dienstleistern, helfen bei der

kann. Deshalb ist meine Prämisse: Sei offen

Bankfinanzierung. Das meine ich mit „Ser­

und ehrlich. Sage nur zu, was du auch liefern

viceanbieter“. Wir arbeiten auch intensiv an

kannst. Und liefere das Zugesagte. Ich zeige

einem Bauträgerprojekt mit, das aktuell in

auch klar die Nachteile einer Immobilie auf,

der Nähe der Pädak entsteht und bei dem es

Kunden wissen das zu schätzen. Wenn man

darum ging, im Erdgeschoß eine Kinderkrip­

langfristig erfolgreich sein will, muss man

pe einzurichten. Wir haben dafür den Bedarf

Kunden zufriedenstellen, weil sie es letztlich

erhoben, Anbieter gescreent, Marktanalysen

sind, die uns weiter­empfehlen. Wenn man

durchgeführt, die Gesetzeslage begutachtet

nur das schnelle Geschäft sucht, ist der Ruf

und persönliche Interviews geführt. Unsere

schnell kaputt. Natürlich ist die Marktsitua­

Einschätzung hat dem Bauträger eine gute

tion schwierig, viele kämpfen ums Überleben

Übersicht der Marktsituation geliefert und

und manche arbeiten mit aggressiven Mit­

die Stadt Innsbruck hat die Räume schließ­

teln. Dadurch entsteht ein schlechtes Bild

Ja, denn der Punkt ist: Was ist die Alterna­

lich gekauft. Wir sind in Bauträgerprojekte

vom Immobilienmakler, das so nicht stimmt

tive? Die Zinsen sind niedrig, kaum vorhan­

teilweise von der Idee über die Planung bis

und auch nicht die Regel ist.

den. Aktien bergen Chancen ... aber auch

„ES GEHT NICHT DARUM, DASS EINE IMMOBILIE RASCH DEN BESITZER WECHSELT, SONDERN DASS DAS ZU FAIREN BEDINGUNGEN PASSIERT. DAS BRAUCHT VIEL VORARBEIT. DESHALB SEHEN WIR UNS ALS SERVICEANBIETER UND IMMOBILIENPARTNER.“ Gerd Reisigl

Risiken. Immobilien sind eine relativ sichere

Aftersales eingebunden und kennen die Im­ Sie sind hauptsächlich in Innsbruck tätig,

Anlage. In Innsbruck verzeichnen wir jährli­

ein – wie Sie selber sagen – hart umkämpf-

che Wertzuwächse und ich erwarte auch in

Sie setzen in Ihrem Unternehmen stark auf

ter Markt. Wie schätzen Sie die Immobili-

Zukunft diesbezüglich keine Trendumkehr.

(Zukunfts-)Technologien, bieten 3-D-Pläne

ensituation in der Landeshauptstadt ein?

Außerdem lukriert man Einnahmen durch

und virtuelle Rundgänge. Wie wird das an-

Bei Wohnimmobilien bewegen wir uns haupt­

die Vermietung. Auf der anderen Seite ist Im­

genommen?

sächlich im Bereich von Innsbruck, bei verein­

mobilienbesitz auch immer mit Arbeit ver­

Jeder Mensch tickt anders und nicht jeder

zelten Großprojekten auch außerhalb – weiter

bunden. Es ist ständig etwas zu tun, ähnlich

kann sich anhand von 2-D-Plänen seine Im­

gefasst im Alpenraum. Baugrund ist bekannt­

wie in einem kleinen Unternehmen.

mobilie vorstellen. Wir arbeiten im Bereich

lich knapp. Verdichtung in Form von Dachbo­

Natürlich ist mit der Einführung und Anhe­

der Visualisierungen mit einer Tiroler sowie

denausbauten, Aufstockungen oder weiteren

bung der Immobilien­ertragssteuer oder der

einer deutschen Firma zusammen, die bei­

Optimierungen kann einen Beitrag dazu leis­

Reduzierung der Abschreibung die Situation

de sehr hochwertige Lösungen bieten. Wir

ten, in diesem Umfeld zusätzlichen Wohnraum

enger geworden, dennoch sind Immobilien

können unsere Kunden dabei auf eine reali­

zu schaffen. Das ist allerdings nur ein Ansatz.

eine der wenigen Möglichkeiten, sein Geld

tätsnahe virtuelle Begehung am Bildschirm

Innsbruck steht durch den hohen Zuzug wie

sicher anzulegen.

mitnehmen. Das erleichtert unsere Arbeit

viele andere Städte von einer Herausforde­

ungemein und ich freue mich schon sehr da­

rung. Einfache Lösungen gibt es hier nicht.

mobilie, die wir anbieten, deshalb sehr genau.

rauf, was in Zukunft noch kommt. Ich habe mich die letzten Jahre intensiv mit neuen

Einer Ihrer Kernbereiche ist das Thema

Technologien auseinandergesetzt und folg­

Anlegerwohnungen. Abseits des Aspek-

lich mit neuen Präsentationsmethoden. Inte­

tes des Besitzen-Wollens: Sind diese heute

ressant wird es vor allem dann, wenn sich die

noch sinnvoll?

SE7EN IMMOBILIEN GMBH Hofgasse 3, 6020 Innsbruck Tel.: 0720/303 977 77 info@se7en-immobilien.com www.se7en-immobilien.com

eco.nova

83


MITARBEITER IN ZAHLEN*) 3 Frauen 9 Männer 895 kg Gesamtgewicht 54,58 Jahre Durchschnittsalter. Das ergibt in Summe 655 Jahre.

17 Kinder 5 Enkelkinder Wohnverhältnisse: 8x Eigentum, 4x Miete 8x Wohnung, 4x Haus

Haustiere:

DAS GANZE IST MEHR ALS DIE SUMME SEINER TEILE. WENN DIR JEMAND SAGT „DAS GEHT NICHT“, DREH DICH UM UND SAG „SCHAU MIR ZU!“

2 Meerschweinchen, 2 Hunde, 2 Katzen, ein innerer Schweinehund und mehrere Vögel

Innreal Immobilien ist ein unabhängiges

Lieblingsessen:

Team lebt in Tirol und liebt Tirol und kennt

10x die Antwort: alles 1x die Antwort: Kalbsnierenbraten 1x die Antwort: Zitronenschnitzel

Lieblingsgetränk: 8x Wasser 11x Wein 1x Prosecco

Hobbys:

Essen (häufig), Trinken (häufig), Lesen (mehrfach), Sauna, Snowboarden, Skaten, Ratschn (mehrfach), Musik (mehrfach), Wandern (mehrfach), Segeln (mehrfach), Kochen, Garten

und eigenständiges Unternehmen. Das sich gerade deshalb hier so besonders gut aus. Wir kennen die Immobilienlandschaft seit Jahrzehnten, sind mit ihr gewachsen und erkennen dadurch relevante Zukunftstrends.

Dienen kommt vor verdienen. Auf uns können Sie sich verlassen. Natürlich verfügen auch Einzelmakler über ein Netzwerk, bei uns bekommen Sie geballte Kompetenz unter einem Dach. Wir stehen füreinander ein und im Team für unsere Kunden. Immer. Und weil Immobiliengeschäfte sehr viel mit Vertrauen zu tun haben, möchten wir Ihnen hier ein klein we-

Beste Eigenschaften im Team: Analytisches Denken, Neugier, Hilfsbereitschaft, Ehrlichkeit, Verantwortung, Verlässlichkeit, Toleranz, Geduld und Handschlagqualität. Besondere Eigenschaft eines Kollegen: Sauberkeitsanreger (sieht jeden Schmutz, putzt aber nicht gern).

*) Erfasst sind dabei die zwölf Mitarbeiter, Maddalena ist neu im Team und durfte sich um die persönlichen Daten noch herumschummeln

nig über uns verraten.

Lernen Sie uns kennen!

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eco.geld

Was bleibt vom Bankgeheimnis? Nicht viel, wie Univ.­Prof. MMag. Dr. Gottfried Haber im Zuge einer Veranstaltung von Greiter Pegger Kofler Rechtsanwälte Mitte März meinte. Doch welche Daten bekommen Finanzamt und Justiz wirklich? Und wie einfach ist das? Keine österreichische Erfindung In Österreich war bis Februar 2015 der § 38 des BWG (Bankwesengesetz) – besser be­ kannt als das Bankgeheimnis – die Zu­ gangsbarriere für Behörden vor privaten Fi­ nanzdaten. Nur im Strafverfahren bzw. bei Finanzstrafvergehen konnte auf richterlicher Anordnung eine Offenlegung von Kontoda­ ten und ­beträgen bei Finanzinstituten er­ reicht werden. Mit der Steuerreform 2015/16 wurde dies anders. Verpflichtende Meldun­ gen an die Behörden sind seither vom Bank­ geheimnis ausdrücklich ausgenommen. Dem „gläsernen Steuerpflichtigen“ kam man da­ mit sichtbar näher. Kontenregistermeldungen und Einsichtnah­ me in Bank­ und Finanzamtsdaten sind in anderen Ländern durchwegs Usus. Öster­ reich ging diesbezüglich lange Zeit seinen eigenen Weg. Seit dem 1. März 2015 hat sich das geändert. Nunmehr müssen Banken die

I

Kontonummern ihrer Kunden, ganz gleich ob natürliche Person oder Rechtsträger, an das Kontenregister melden. Kapitalabflussmel­ m Oktober 2016 wurde in Öster­

Bild. „Das Bankgeheimnis gibt es im Grun­

dungen bei Beträgen über 50.000 Euro von

reich das zentrale Kontenregis­

de nur mehr zwischen Privaten“, sagt Haber.

natürlichen Personen sind der Finanzbehör­

ter eingeführt, in dem alle rund

Mit der Steuerreform 2015/16 wurde nicht

de ebenfalls mitzuteilen, selbst im Ausland

33 Millionen Konten, Sparbücher

nur die Meldepflicht von bestimmten Geld­

steuerlich ansässige Kunden sind von diesen

und Depots erfasst sind, die bei

flüssen sowie der weltweite Austausch von

Meldungen nicht ausgenommen. Zusätzlich

Banken in Österreich geführt werden. Fi­

Kontodaten mit 140 Staaten in Steueran­

sind den ausländischen Finanzbehörden im

nanzamt und Justiz haben Zugriff darauf,

gelegenheiten beschlossen, sondern auch

Zuge des von der OECD initiierten Automa­

doch wann und unter welchen Vorausset­

die Bastion „Bankgeheimnis“ de facto Ge­

tischen Informationsaustauschs (AIA) insbe­

zungen dürfen sie Einschau halten und

schichte. Trotz Widerstands ist eine Rück­

sondere Kontosalden und ­gutschriften jähr­

bedeutet das wirklich das Aus für das so

nahme der neuen Maßnahmen für Haber

lich zu melden.

genannte Bankgeheimnis? „Das Bankge­

unrealistisch. „Das Bankgeheimnis wurde

heimnis, wie wir es kennengelernt haben,

eingeschränkt, um Steuergerechtigkeit zu

Enthaltene Informationen

gibt es in dieser Form nicht mehr“, sagt

erreichen. Heutzutage kann man in diesen

Alle österreichischen Konten, Depots und

Gottfried Haber, promovierter Volks­ und

Bereichen nicht mehr gegen die Transpa­

Sparbücher von natürlichen Personen und

Betriebswirt, seit 2012 Universitätsprofes­

renz und für Anonymität argumentieren.“

Rechtsträgern werden im Kontenregister ge­

sor an der Donau­Universität Krems und

Haber erwartet sogar noch weitere Ver­

führt. Dabei sind natürliche Personen mit

auch immer wieder gerne eingeladen, um

schärfungen.

bereichsspezifischen Personenkennzeichen

etwa im Fernsehen der Öffentlichkeit die

Auch die Experten der Schoellerbank haben

für Steuern und Rechtsträger mit der Fir­

Finanzwelt zu erklären. Im März war er auf

sich mit der Thematik eingehend befasst

menbuchnummer erfasst. Ist kein Personen­

Einladung der Rechtsanwaltskanzlei Grei­

und ihr Denkergebnis in einem Analysebrief

kennzeichen ermittelbar, wird stattdessen

ter Pegger Kofler in Innsbruck zu Gast und

festgehalten. Ein Einblick in die Welt des

Vor­ und Zuname, Geburtsdatum, Adresse

zeichnete ein nicht unbedingt angenehmes

Bankgeheimnisses …

und Ansässigkeitsstaat bekannt gegeben.

86

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Diese Meldung gilt ebenso für jeden Mitin­ haber, Zeichnungsberechtigten, Treugeber oder wirtschaftlichen Eigentümer des jewei­ ligen Kontos, Depots bzw. Sparbuchs. Bei mehreren Inhabern werden diese Daten pro Inhaber gemeldet. Zum Konto selbst wer­ den neben dem jeweiligen Kreditinstitut, der Kontonummer und der IBAN auch Tag der Kontoeröffnung und Tag der Schließung ge­ meldet. Die Kontoschließung bleibt für zehn Jahre im Register sichtbar. Kontostand ist keiner ersichtlich. Jeder Steuerbürger, der wissen möchte, wel­ che Konten, Depots und Sparbücher seinem

Finanzbehörde die aus der Kontoeinschau

vornehmen. Für diese Meldung ist der Ge­

Namen zugeordnet sind, kann dies unkom­

gewonnenen Informationen nicht berück­

schenkgeber bzw. -nehmer gleichermaßen

pliziert über seinen FinanzOnline-Zugang

sichtigen bzw. verwenden.

verantwortlich.

empfiehlt es sich, die Stammdaten beim je­

Kapitalabflussmeldung ab 50.000 Euro

Meldestandard für im Ausland steuerlich Ansässige

weiligen Finanzinstitut überprüfen zu lassen.

Kontoregister und Konteneinschau dienen

Meldungen betreffen nicht nur Steuerpflich­

Dies passiert oft bei Sparbüchern, die einst

der Finanzbehörde als Instrument der Über­

tige im Inland. Wer im Ausland steuerlich

von Eltern für ihre mittlerweile volljährigen

prüfung von unplausiblen Steuererklärun­

ansässig ist, ganz gleich ob natürliche Person

Kinder eröffnet wurden.

gen – aber nur in begründeten Fällen. Der

oder Rechtsträger, wird an seine ausländi­

Gesetzgeber ließ sich deshalb noch eine

sche Steuerbehörde gemeldet. Dieses von der

Maßnahme einfallen, um die Transaktionen

OECD vorgegebene Regime des Automati­

Grundsätzlich gilt, dass die Finanzbehörde

vor der Kontoeinschau sichtbar zu machen.

schen Informationsaustausches (AIA) gilt

nur im Zusammenhang mit der Einkommen-,

Die Finanzinstitute müssen seit 1. März 2015

für Steuerpflichtige aus sämtlichen EU-Mit­

Umsatz- oder Körperschaftsteuererklärung

sämtliche Kapitalabflüsse von einem Konto,

gliedsstaaten und solchen aus bestimmten

das Kontenregister befragen darf. Diese Ab­

Depot oder Sparguthaben ab einem Betrag

Drittstaaten. In welche Länder Österreich

fragen geschehen nicht willkürlich, sondern

von 50.000 Euro melden. Es ist dabei irrele­

tatsächlich meldet, veröffentlichte das Fi­

nur in begründeten Fällen, die von hochran­

vant, ob der Betrag abgehoben, auf ein eige­

nanzministerium zuletzt im Jänner 2017.

gigen Finanzbeamten zu genehmigen sind.

nes Konto bei einer anderen Bank, an einen

Schlussendliches Ziel ist ein Informations­

Jede Einsichtnahme von Seiten der Finanz­

Dritten überwiesen oder auf ein Depot einer

austausch zwischen sämtlichen dem AIA bei­

behörde ins Kontenregister ist akribisch zu

anderen Person übertragen wird.

getretenen Ländern.

dokumentieren und wird über den Finanz-

Sämtliche Kapitalabflüsse seit dem 1. März

An das Finanzministerium gemeldet werden

Online-Zugang sichtbar. Einer befürchteten

2015 und für das gesamte Jahr 2016 liegen

äußere Kontodaten wie Name, Geburtsda­

Willkür durch die Behörde wurde vom Ge­

der Finanzbehörde vor. Seit 2017 werden die

tum, Adresse, Ansässigkeitsstaat, Kontonum­

setzgeber bereits im Vorfeld ein Riegel vor­

Kapitalabflussmeldungen monatlich der Be­

mer/IBAN von Konten und Depots sowie

geschoben. Neben Finanzbehörden dürfen

hörde gemeldet. Will jemand durch geringe­

innere Daten, wie der Endbestand per 31. De­

auch Staatsanwaltschaften, Gerichte und

re Beträge die Meldung vermeiden, hat der

zember eines jeden Jahres, Erträgnisse und

Zollbehörden auf das Kontoregister zugrei­

Gesetzgeber diesem Ansinnen einen Riegel

Veräußerungserlöse. Dieses leitet die Daten

fen. Diese jedoch nur im Zusammenhang mit

vorgeschoben. Bereits ab einem Volumen von

an die ausländischen Steuerbehörden weiter.

Straf- bzw. Finanzstrafverfahren.

10.000 Euro werden diese Beträge im Zusam­

Das österreichische Bankgeheimnis ist damit

menhang mit einer quartalsweisen Zusam­

Geschichte, meint auch die Schoellerbank.

menrechnungsbestimmung gespeichert und

Waren Kontoöffnungen auf richterliche An­

quasi auf Wartetaste gelegt. Wenn sie in Sum­

ordnung bisher auch schon möglich, so haben

Reicht die Tatsache, dass eine Kontonummer

me 130.000 Euro übersteigen, erfolgt ebenfalls

sich nun der Umfang und der Zugang zu Fi­

einem Einzelnen oder einem Rechtsträger

eine Kapitalabflussmeldung. Einzig Eigen­

nanzdaten stark erweitert. Mit der Vielfalt der

zugeordnet werden kann, nicht aus, kommt

überträge innerhalb desselben Bankinstituts

in der jüngsten Vergangenheit eingeführten

es in begründeten Fällen zur Kontoeinschau.

sind von der Meldung ausgenommen, sofern

Melderegimes wurden sowohl der österrei­

Erst diese liefert Auskunft, welche Transak­

tatsächlich Soll- und Habensalden weitge­

chischen Steuerbehörde als auch den auslän­

tionen am Konto oder Depot stattgefunden

hend übereinstimmen.

dischen Steuerbehörden viele Informationen

haben. Hier werden die einzelnen Buchun­

Im Zusammenhang mit Kapitalabflüssen an

zugänglich. Steuererklärungen können damit

gen und Salden sichtbar. Die Einschau erfolgt

Dritte wird unter Umständen eine Schen­

im In- und Ausland präzisiert und überprüft

immer erst nach Genehmigung durch einen

kungsmeldung erforderlich. Es ist daher

werden. Die genaue Einhaltung des Daten­

Richter des Bundesfinanzgerichtshofs. Der

wichtig, dass Steuerpflichtige bei Beträgen

schutzes – also wer wann und wo auf welche

Betroffene kann vor einem Senat des Bun­

über 50.000 Euro, die an Familienmitglieder

Daten Zugriff erhält – hat daher einen noch

desfinanzgerichts Rekurs bzw. Einspruch an­

übertragen werden, eine Schenkungsmel­

höheren Stellenwert erlangt, um die finanziel­

melden. Wird diesem stattgegeben, darf die

dung nach Bundesabgabenordnung (BAO)

le Privatsphäre zu wahren.

jederzeit einsehen. Sollten an dieser Stelle nicht mehr zugehörige Konten aufscheinen,

Einblick der Finanzbehörde

Wann kommt es zur Konteneinschau?

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Drei einfache Schritte, um die Echtheit einer Banknote zu erkennen.

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89


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„Entscheidungen treffen wir gemeinsam.“ Visionen im Team erfolgreich umsetzen

Anfang 2016 haben Sie Ihre eigene Firma

ich auch den Businessplan erstellt. Natürlich

gegründet. Was macht TIROMETALL?

braucht man eine Halle, die Infrastruktur.

HELMUT WERLBERGER: Wir sind, ver­

Wir konnten mit einem hohen Eigenkapi­

einfacht ausgedrückt, Zerspaner. Wir fräsen,

talanteil starten, trotzdem braucht ein Un­

drehen Maschinenteile für die Industrie.

ternehmen natürlich eine solide Finanzie­

Unser Ziel ist, den Kunden Komplettlösun­

rung. Die Hypo Tirol Bank hat uns extrem

gen anzubieten – von der Entwicklung, dem

gut betreut und ist uns ein starker Partner.

Engineering bis zur Produktion der Teile. Wir

Genauso wie die Firma Alzmetall, mit der

können im Haus Konstruktionszeichnungen,

uns eine sehr enge Zusammenarbeit verbin­

3­D­Zeichnungen, fertigen. Für spezielle Fra­

det. Das ist wichtig. Wenn man die passende

gen haben wir ein Ingenieurbüro als Partner.

Infrastruktur und das richtige Personal hat,

Und wir erweitern unser Angebotsfeld lau­

kriegt man auch die Kunden, die man will.

fend, bieten zum Beispiel mittlerweile auch

Wir haben keinen Kunden aus der alten Fir­

Spezialverzahnungen an.

ma mitgenommen. Darauf bin ich sehr stolz. Das bedeutet selbstverständlich nicht, dass wir eine Zusammenarbeit in der Zukunft

hältnis aufzugeben und sich im Bereich

ablehnen – nur damit kein Missverständnis

Zerspanung und Mechatronik selbststän-

entsteht. Das heißt aber auch, dass wir viele

dig zu machen?

Kilometer machen, intensiv netzwerken und

Ich habe sehr gern im früheren Unterneh­ men gearbeitet, bis zum letzten Tag alles gegeben, mich stets weitergebildet und da­ durch auch andere Sichtweisen kennenge­ lernt. Die größte Motivation war, meine Ide­

Helmut Werlberger lebt seine Vision: Industrie 4.0

© FLORIAN LECHNER

Was hat Sie bewogen, Ihr Angestelltenver-

mit den Lieferanten reden. Bis dato hat das gut funktioniert. Wer sind Ihre Wunschkunden? Wir zielen auf Kunden, die sehr innovativ sind, die viel im Bereich Forschung und Ent­

en und meine Visionen umzusetzen. Denn zusammen mit einem hervorragenden Team,

Selbstständigkeit, die Gründung eines Be-

wicklung voranbringen und offen sind für

das sehr engagiert und lösungsorientiert

triebes birgt aber auch große Risiken. Was

Neues – für neue Materialien, neue Ferti­

arbeitet, können gewisse Problemstellun­

hat Ihnen bei der Entscheidung geholfen?

gungsmöglichkeiten, für Automatisierung,

gen zügiger, effizienter und unterm Strich

Ich entscheide vieles aus dem Bauch her­

für kurze Lieferzeiten, kurz: für Industrie

gewinnbringend gelöst werden. Bis heute

aus. Die richtigen Leute um mich herum zu

4.0. Wir wollen das optimale Zusammenspiel

bereue ich den Schritt keine Sekunde. Wir

haben, ist daher das mit Abstand Wichtigs­

von Mensch und Maschine, intern und mit

hatten bei TIROMETALL gute und schwieri­

te für mich. Dann natürlich die Sicherheit,

unseren Kunden. Das große Ziel ist, im End­

ge Zeiten und gerade in schwierigen Zeiten

dass die Idee wirtschaftlich tragbar ist. Mit

ausbau sozusagen, die 3­D­Daten direkt vom

zeigt sich für mich, ob ein Team zusammen­

Dietmar Prantl habe ich einen Betriebswirt­

Kunden zu bekommen oder, besser noch,

passt und an einem Strang zieht. Wir sind

schaftsprofi an meiner Seite, der mich her­

von dessen Server abzurufen, den Bedarf

ein super Team.

vorragend berät; mit ihm gemeinsam habe

zu erheben, die Informationen mit unserem

Für den Erfolg Ihres Unternehmens www.impulse-tirol.at


promotion

© FLORIAN LECHNER

Das Team von TIROMETALL: Eine perfekte Symbiose aus Menschen und Maschinen

Warenwirtschaftsprogramm zu koppeln

Maschinen arbeiten 24 Stunden sieben Tage

und dadurch eine Produktionsplanung zu

die Woche.

erhalten. Wir möchten einen guten Mix aus verschiedenen Branchen wie Digitaldruck,

Sie haben bereits erwähnt, wie wichtig

Luft­ und Raumfahrt, Automobilbereich, Le­

Ihnen motivierte Mitarbeiter sind. Was

bensmittel, aber auch Recycling oder Tun­

schweißt sie zusammen?

nelreinigung. Das heißt, wir möchten breit

Wir sind derzeit sechs Leute bei TIROME­

aufgestellt sein.

TALL. Alle hier sind der Ansicht, das ist ihr

Von Entwicklung und Engineering bis zur Produktion: TIROMETALL entwickelt Maschinenteile für die Industrie.

Unternehmen, sie identifizieren sich damit,

ist klar, wenn es am Anfang Probleme gibt,

Die Konkurrenz ist groß. Wo wollen Sie Fuß

sind mit vollem Einsatz dabei. Wir verfolgen

ziehen alle am gleichen Strang; in ein oder

fassen, welche Nischen bedienen?

beruflich dieselben Ziele, sind offen und ehr­

zwei Jahren schaut es vielleicht anders aus.

Wir gehen davon aus, dass die Industriebe­

lich miteinander. Das ist wichtig. Wir haben

Ich hätte gern, dass alle mit der Leidenschaft

triebe in Zukunft ihre Maschinen nicht mehr

eine flache Hierarchie, die Mitarbeiter wer­

dabei sind und dabeibleiben und unser Plan

selbst „ausentwickeln“, sondern die Entwick­

den in Entscheidungen einbezogen. Wenn

aufgeht. Das heißt: in zehn Jahren eine noch

lung an Dienstleister auslagern. Entwick­

TIROMETALL gut läuft und wir so expan­

größere Halle, 20 Maschinen, 50 Leute. Das

lung und Problemlösung kosten viel Zeit

dieren können, wie wir es geplant haben,

wäre ungefähr anvisiert. Dass wir es richtig

und Ressourcen. Das heißt, es braucht Un­

dann sollen die Mitarbeiter auch etwas da­

machen, zeigen nicht nur die Kunden, die

ternehmen, die Lösungen anbieten und die

von haben. Wir überlegen verschiedene Be­

wir bereits gewinnen konnten. Wir erhalten

entsprechende Fertigung der Teile. In diesem

teiligungsmodelle.

viele Initiativbewerbungen. Leute aus der Branche kommen auf uns zu, weil sie gehört

Segment will TIROMETALL sich etablieren. Bei uns steht also Problemlösungskompe­

Wenn Sie in die Zukunft blicken, wo soll

haben, was wir machen, und dass wir stark

tenz im Vordergrund; die Wertschöpfung ist

TIROMETALL in zehn Jahren stehen?

in Entwicklung gehen, in Problemlösungen.

hier höher. Meine Vision ist: Wir recherchie­

Toll wäre, wenn wir alle dasitzen und das

Wir haben also bereits einen ausgezeichne­

ren untertags, erarbeiten Lösungen und die

gleiche Interview wieder geben. Denn eines

ten Ruf in der Branche.

350 MIO. EURO Mit unserem Finanzierungspaket sorgen wir für die finanzielle Schubkraft, die Ihre Ideen brauchen. Denn:

Jeder Erfolg beginnt mit einer genutzten Chance.


Art Kunst & Kultur

Heilig gesprochen werden bei Reiner Schiestl nicht nur Personen, sondern auch Gegenstände. Im Bild: der Hl. Stuhl

NOTHELFER

D

er 1939 in Kufstein geborene und heute in Innsbruck lebende Künstler Reiner Schiestl

beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Nothelfern: Heiligen, die vor allerlei Gefahren schützen und als Vorbilder dienen

Die Ausstellung „einfach alltäglich“ ist noch bis 3. Juni im Innsbrucker aut im Adambräugebäude zu sehen. Der Eintritt ist frei.

© GÜNTHER RICHARD WETT

Über Gegenstände und ihre Geschichten

gangspunkt für seine künstlerische Ar-

U

beit. Er verbindet Collagen mit beglei-

alltäglich wahrgenommen und benutzt, dass erst bei einem zweiten Blick der Wert und die

tenden Erzähltexten, entwickelt so die

Bedeutung dieser für den eigenen Alltag ersichtlich wird – die Schönheit des einfach All-

Geschichten weiter und erfindet sogar

täglichen.

gänzlich neue Heilige. Schiestl setzt sei-

Für die Ausstellung „einfach alltäglich“ wurden über 200 Personen eingeladen – Architek-

ne Arbeiten in Beziehung zu den Heili-

ten, Grafiker, Designer, Künstler, Theoretiker, Historiker und Kritiker, die seit der Eröffnung

genfiguren, die im Volkskunstmuseum

des aut. architektur und tirol im Adambräu mit ihren Ausstellungen, Vorträgen, Vor-Ort-Ge-

im Ausstellungsbereich „Pralles Jahr“ zu

sprächen sowie ihrer Jurytätigkeit und nicht zuletzt als Mitglieder des aut: forum aktiv am

sehen sind – in Konfrontation und künst-

Programm mitgewirkt haben. 138 sind der Einladung gefolgt und stellen je einen bis zwei

lerischer Koexistenz. Die Ausstellung ist

Gegenstände aus ihrem Alltag zur Verfügung, unabhängig davon, wo und in welchem Le-

noch bis 19. November im Innsbrucker

benszusammenhang sie das Objekt benutzen. Diese Phänomenologie des Alltäglichen setzt

Volkskunstmuseum zu sehen, sonntags

jene Reihe an Präsentationen fort, die mit der Einladung zum „Haus Enzian“ begann, mit

finden Führungen statt.

den Ausstellungen „ex libris“, „sketches“ und „genius loci“ fortgesetzt wurde und im aktuel-

// www.tiroler-landesmuseen.at

len Konzept einen Einblick in eine Welt von Alltagsgegenständen und kulturellen Hinter-

sollten. Die Legenden, die sie umgeben, meist dramatisch und von Folterungen geprägt, dienen dem Künstler als Aus-

nser Leben ist geprägt von gestalteten Gegenständen, die unseren Alltag in ihrer Funktionalität unterstützen. Ob von bekannten Designern gestaltet, anonym oder im Lauf der Geschichte entstanden, erleichtern und bereichern diese Objek-

te unser Alltagsleben. Meist werden diese Gegenstände so selbstverständlich oder einfach

gründen bieten soll, der quer durch kreative Berufsfelder reicht. // www.aut.cc

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eco.nova


© SWAROVSKI KRISTALLWELTEN

© JOHANNES GABL

eco.art

Erfolg heißt, begehrt zu werden. Verloren hat, den keiner will. „Was ihr wollt“, Theater praesent

FREI NACH SHAKESPEARE

I

Junge Musiker wie Kassandra Möstl und Miguel Ivan Steinlechner der Musikschule Wattens haben bei „Musik im Riesen“ im Mai einmal mehr die Gelegenheit, ihre Begeisterung und ihr musikalisches Können zu zeigen.

n Illyrien, dem Land der Illusionen, dreht sich alles um Verwechslung und Verstellung, Glück und Partnersuche, Iden-

MUSIKALISCHE VERBINDUNG

tität und Begehren. Viola, nach einem Schiffsunglück am

Strand von Illyrien erwacht, verkleidet sich als junger Mann und

beschäftigt sich mit der Frage, wie Begehren und Begehrt-Werden

V

in einer Welt des Konsums funktionieren. Eine Auslotung zwi-

lich des 50-jährigen Bestehens der Musikschule kommt es nun zu

schen Unterwerfung und Auflehnung: Was geschieht, wenn man

einer erneuten Zusammenarbeit. Am 19. Mai werden die jungen Ins-

die Regeln durchbricht, und was passiert, wenn alle machen, was

trumentalisten, Lehrer und Absolventen der Schule das Eröffnungs-

sie wollen?

konzert des Kammermusikfestivals geben.

Diesen und anderen Fragen geht das Stück „Was ihr wollt“ des

// www.kristallwelten.com/musik

wird sofort in die amourösen Machenschaften von Herzog Orsino und der von allen begehrten Olivia verwickelt. Das Spiel, ein Liebes-Spiel im wörtlichen Sinn, bricht mit Rollenklischees und

or fünf Jahren wurde in Zusammenarbeit mit der Musikschule Wattens und dem Tiroler Landeskonservatorium das Projekt „Impuls“ zur musikalischen Nachwuchsförde-

rung im Rahmen von „Musik im Riesen“ ins Leben gerufen. Anläss-

Theater praesent nach. Premiere ist am 8. April, gespielt wird bis

© SANDRA LUDEWIG

zum 20. Mai. // www.theater-praesent.at

ROCK & POP

K

UFSTEIN unlimited gilt als das größte Rock- & Pop-Festival Westösterreichs. Musikfans dürfen sich heuer von

Im täglichen »business« Im der täglichen kann Klang »business« Ihrer Stimme kann der Klang Ihrer Stimme Berge versetzen. Berge versetzen. Sprechen wir darüber. Sprechen wir darüber.

[ˈbɪznəs]

9. bis 11. Juni zum insgesamt siebten Mal wieder auf ein

stimmgewaltiges Programm freuen. Nachdem sich 2016 mit Fritz Kalkbrenner ein männlicher Künstler als Topact präsentierte, rockt in diesem Jahr die deutsche Sängerin Lena die Hauptbühne am Fischergries. Unterstützung erhält Lena am Samstagabend aus Österreich, beide bekannt aus den aktuellen Hitparadencharts: Lemo und Flowrag. Am Tag zuvor wird unter anderem Zoë, österreichische Vertreterin beim Songcontest 2016, im Kufsteiner Stadtpark auf der Bühne stehen. // Vollständiges Programm

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unter www.kufsteinunlimited.at

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© FERIENLAND KUFSTEIN

Ein Stück vom Glück Kufstein und Kultur – das passt zusammen. Dass Kufstein dabei auch Kultur abseits von Rock, Pop oder Operette kann, zeigen die glück.tage.


eco.art

EQUINOX 365 Die natürliche Balance

glück.tage-Initiator Thomas Weninger mit Richard David Precht bei der Veranstaltungspremiere im letzten Mai

A

lle Menschen dieser

nal wie international bereits vielbeachteten

Welt, egal welcher Kul-

Veranstaltungsreihe auf.“

tur oder Ethnie sie an-

Bei der Premiere im vergangenen Mai haben

gehören, wünschen

sich klingende Namen wie Richard David

sich, glücklich zu sein.

Precht, Veit Lindau, Erwin Thoma oder Ast-

Jeder auf seine ureigene Weise. Doch was

rid Süssmuth dem Thema philosophisch und

ist das eigentlich, dieses Glück? „Glück ist

literarisch sowie durch Natur und Genuss an-

in unserem Sprachgebrauch einerseits total

genähert. Heuer ist es ein nicht minder nam-

überstrapaziert – aus jedem Magazin, von

haftes Glücks-Line-up, das von 24. bis 28. Mai

jedem Plakat, in jedem Gespräch springt

in Kufstein zu Gast sein wird. Sie alle haben

einem das Glück regelrecht entgegen –, zu-

ihre ganz eigene Antwort auf die wichtigen

gleich ist Glück höchst diffus in seiner in-

Fragen rund ums Glück bereits gefunden, in

haltlichen Bedeutung“, sagt Thomas We-

Vorträgen, Lesungen und Workshops geben

ninger, Initiator der glück.tage. Während

sie diese weiter. Ihre Worte und Beispiele sol-

im Englischen zumindest noch zwischen

len dabei Wegweiser zum eigenen Glück sein.

„happiness“, dem innewohnenden, immate-

Es sind keine Anleitungen oder gar Anwei-

riellen Glück, und „luck“, dem zufallenden,

sungen. Schließlich findet jeder sein Glück

oft materiellen Glück, unterschieden wird,

nur in sich selbst. Manchmal helfen aber an-

muss die Worthülse „Glück“ im Deutschen

dere Blickwinkel und Denkweisen als Anstoß,

quasi alles schlucken. „Kufstein spürt dem

bewusst in sich hineinzuhören.

Thema bei den glück.tagen durch höchst

Den Auftakt bildet „Kufstein liest! – Lese.

unterschiedliche Zugänge nach und gibt Im-

Glück.Flashmob“ am Mittwoch, den 24. Mai

pulse für Selbstdenker, weil es eine Anlei-

von 15 bis 15.15 Uhr am Unteren Stadtplatz

tung zum Glück freilich nicht geben kann“,

in Kufstein sowie das Happy! Promena-

erklärt Weninger die Intention dahinter. Ge-

den-Konzert mit dem Glück.Orchester „Atte-

meinsam mit seiner Schwester Brigitte (mit

so String Quartet“ um 20 Uhr im Hotel Träu-

ihrem Sohn Tom Inhaberin des kleinen, fei-

merei #8. Glücksmomente scheinen nämlich

nen Liebhaber-Buchladens „weningers’s fein.

ganz oft von Musik begleitet zu sein, deshalb

kost“ und selbst erfolgreiche Buchautorin) ist

ist der Eintritt dazu auch frei. Und auch alle

Weninger nicht nur Initiator, sondern auch

anderen Programmpunkte sind mit einem

Kurator der glück.tage: „Ich darf in dieser

Eintritt von 28 Euro bewusst moderat gehal-

Funktion sehr besondere und gefragte Män-

ten, um einem möglichst breiten Publikum

ner und Frauen nach Tirol einladen, die sich

den Zugang zu ermöglichen.

rund um das große Thema Glück aus unter-

Mit dabei sind unter anderem Zukunftsfor-

schiedlichsten Blickwinkeln und Zugängen

scher Matthias Horx, der in seinem Vortrag

ausführlich Gedanken gemacht und diese

„Angst & Glück“ eine Anleitung zum Zu-

vielfach in Bestseller verpackt haben. Der

kunftsoptimismus gibt, und der Franzose

Tourismusverband Kufsteinerland tritt dabei

André Stern, der vor allem durch sein Buch

als Gastgeber und Ermöglicher dieser natio-

bzw. den Film „Alphabet – Angst oder Liebe“

charmant ausgewogen finessenreich Der Wein für Tag und Nacht und 365 Tage im Jahr

weingut j. u. m. reumann neubaugasse 39 | 7301 deutschkreutz t +43 (0) 2613 80421 m + 43 (0) 664 12 13 285 www.weingut-reumann.at Vertriebspartner: DEL FABRO – Getränkehandel Weinhaus DÖLLERER Weinkellerei MERANER BEVANDA Wein & Destillate

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© PETER LINDBERGH

zu erhöhter Popularität gelangte. Der deutsche Kulturanthropologe und Ethnobotaniker Wolf Dieter Storl betrachtet das Glück im Vortrag „Vom Glück, ein Teil der Natur zu sein“ von Wald und Garten aus und nimmt Sie dabei gleich mit hinaus auf eine GlückTour. Den Abschluss bildet die junge Autorin Vea Kaiser, die aus ihren Büchern liest und damit richtig gute Laune macht. Alle Veranstaltungen sind unabhängig voneinander besuchbar, für das Komplettpaket zum Glücklichsein gibt’s auch ein Kombiticket.

André Stern: Obwohl er nie eine Schule besucht hat, unterrichtet er Musik, arbeitet als Informatiker, spricht fünf Sprachen und hält international Vorträge.

GLÜCK.TAGE Zukunftsforscher Matthias Horx gibt eine Anleitung zum Zukunftsoptimismus.

24. bis 28. Mai 2017 • Mi., 24. Mai: Lese.Glück.Flashmob & Promenadenkonzert 15 Uhr, Unterer Stadtplatz, Kufstein bzw. 20 Uhr, Hotel Träumerei, Kufstein, Eintritt frei • Do., 25. Mai: Matthias Horx, Vortrag 20 Uhr, Passionsspielhaus Erl • Fr. 26. Mai: André Stern, Vortrag 20 Uhr, Kultursaal Langkampfen • Sa., 27. Mai: Wolf Dieter Storl Natur.Glück.Tour: 11 Uhr, Naturerlebnis Kaisergebirge Vortrag: 20 Uhr, Passionsspielhaus Thiersee • So., 28. Mai: Vea Kaiser, Matinee.Glück-Lesung 11.30 Uhr, Oberer Stadtplatz, Kufstein Eintritt: je 28 Euro, Kombiticket: 99 Euro auch Packages mit Übernachtungen buchbar

Glücklich in der Natur: Wolf Dieter Storl

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Der Debütroman „Blasmusikpop“ der jungen St. Pöltnerin Vea Kaiser wurde für den aspekte-Preis nominiert, sie selbst zur österreichischen Autorin des Jahres gewählt.

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Einzigartiger Patientenservice bereits  Jahre im Einsatz Die Entwicklung des Internet-Service „my.medalp.com“ war bereits im Jahr 2006 eines der innovativen medalp-Projekte.

D

er Zweck von my.medalp ist ei-

Ärzte und Kliniken sind in der my.medalp

rer der medalp, hatte bereits in den 90er

nerseits die Optimierung der

ausführliche Informationen wie digitale Rönt-

Jahren die Vision einer internetgestütz-

postoperativen Betreuung der

gen-, MRT- und CT-Bilder sowie Laborbefunde

ten Patientenbetreuung dieser Art. Heute

Patienten durch eine lückenlose internet-

und Arztberichte jederzeit abrufbar. Zusätz-

gilt diese Plattform in Branchenkreisen als

basierte Kommunikation zwischen Klinik,

lich zu den Standardbefunden werden bei Be-

Blaupause und State of the Art. Dass die-

nachbehandelnden Ärzten und Physiothe-

darf auch intraoperative Bilder und Videos pa-

ser digitale Informations-Service zwischen

rapien sowie Rehabilitationseinrichtungen.

tientenbezogen zur Verfügung gestellt.

Klinik und Patient eine derart große Dynamik und Beliebtheit entwickelt, hat vor

Andererseits bietet das Patientenportal individuelle, auf den Patienten abgestimmte,

Weiters überprüft ein Abfrageschema die

zehn Jahren niemand vermutet und hat zur

praktische Anweisungen zum richtigen Ver-

subjektive Befindlichkeit des Patienten. Im

Folge, dass das Portal ständig weiterentwi-

halten und entsprechendem Training nach

Falle eines unerwünschten Heilungsverlau-

ckelt wird.

der Operation.

fes erhalten die medalp-Kliniken in Imst, Mayrhofen und Sölden einen Warnhinweis

Wer die my.medalp.com einmal testen

Physiotherapeutische Empfehlungen als

mit der Aufforderung mit dem Patienten in

möchte, findet einen Probezugang unter

Text, Bild und auch in Form von Videos wer-

Kontakt zu treten.

der https://my.medalp.com (Benutzername: Demozugang / Password: 1233211233)

den gleich wie Anweisungen zur Medikamenteneinnahme vorgeschlagen. Für die nach-

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© ANDREAS FRIEDLE

eco.art

Das Stadtarchiv gewährt heute auch ohne bestimmtes Begehr Einlass.

Sex & Crime und viele Ahas

Geschichte und Geschichten. Die Stadt Innsbruck erzählt so einige. Lukas Morscher, Leiter des Stadtarchivs, kennt viele davon. So viele, dass er sogar Bücher darüber geschrieben hat. In der Innsbrucker Badgasse finden sich aber noch Tausende mehr. // TEXT: MARINA KREMSER

SEIT  IST AUCH DAS INNSBRUCKER STADTMUSEUM IM GEBÄUDE UNTERGEBRACHT. EIN SONDERFALL. IN DEN MEISTEN STÄDTEN SIND ARCHIV UND MUSEUM STRENG GETRENNT.

98

eco.nova

A

rchive haben in der ersten

Lukas Morscher. „Oftmals können es die Er-

Assoziation ein recht ver-

ben gar nicht erwarten, auch das letzte Stück

staubtes Image. Archiv ist

aus der Wohnung noch zu Geld zu machen.

dort, wo niemand mehr hingeht. Das Inns-

Viele wollen aber auch die eigene Familien-

brucker Stadtarchiv zeigt, dass das nicht

geschichte einfach hinter sich lassen.“ Meist

zwingend so sein muss. Dort lagern Geschich-

sind es genau diese Stücke, die die spannends-

ten – Familiengeschichten, Unternehmensge-

ten Geschichten erzählen: Sex & Crime, wie es

schichten, Freud und Leid in Wort und Bild.

Morscher nennt. In Briefwechseln geht es um

Und es werden immer mehr, weil laufend

geheime Liaisonen, verschmähte Liebe, unge-

neue Stücke dazukommen – neben den ob-

klärte Todesfälle. Es ist ein Paradies für all je-

ligatorischen Verwaltungsakten der Stadt

ne, die gern ein bisschen in der Vergangenheit

auch zahlreiche Ankäufe und viele Objekte

stöbern. Das Beste daran: Das Stadtarchiv ist

aus privaten Beständen: alte Fotoalben, Fami-

für jeden frei zugänglich. Seit den 1990ern ist

lien-Schriftverkehr, Urkunden. „Manche Stü-

man dabei, den Bestand zu digitalisieren. Eine

cke erhalten wir aus Nachlässen“, erzählt DDr.

neverending story, selbst wenn ein großer Teil


eco.art

Ein ganz besonderes Stück Geschichte: Die Bestätigung des Stadtrechts aus dem Jahr 1363.

Fundstück: „Die hochgeehrten Herrengäste werden dringend gebeten, allfällige Beschwerden über Bedienung, Küche oder Getränke sogleich dem Geschäftsführer anzuzeigen.“ Aus der Speisekarte des Goldenen Schiffs, auf der unter anderem Kapaun, Assietten (kleine Vor- und Zwischengerichte) und stückweises Obst angeboten werden.

mir persönlich am meisten Freude: Wenn man Leuten helfen kann, ihnen die Datenbank zeigt und sieht, wie plötzlich die Augen groß werden“, sagt Mag. Joachim Bürgschwentner, der uns mit viel Geduld durchs Archiv führt und auch uns zahlreiche „Ahs“ und „Weißt du nochs“ entlockt. Es ist ein wunderbarer Blick schon geschafft und damit digital vor Ort ab-

des heutigen Stadtturms. 1897 übersiedel-

zurück, gepaart mit Staunen und ganz viel

rufbar ist. Zudem sind knapp 700 Urkunden

te das Rathaus an seine heutige Stelle in der

Neugierde.

und eine Reihe historischer Stadtpläne auch

Maria-Theresien-Straße, auch das Archiv kam

Im Stadtarchiv lagern mehrere 100.000 Ob-

online verfügbar; weitere Bestände folgen

mit. Die Bombardierungen des Zweiten Welt-

jekte. Die ältesten Schriftquellen stammen

schrittweise.

kriegs haben jedoch auch davor nicht Halt

aus dem 13. Jahrhundert. Beinahe ehrfürch-

Neben Archivmaterial gibt es auch eine Bib-

gemacht, vieles wurde zerstört. Nach dieser

tig klaubt Bürgschwentner für uns ein Stück

liothek. Anders als in der Universitätsbiblio-

Devastierung wurde ein neuer Ort für das Ar-

Pergament mit riesigem Siegel auseinander.

thek werden die Bücher aber gebracht, nicht

chiv gesucht und im früheren Volksbad Num-

Es stammt aus dem Jahr 1363 und ist eine Be-

selbst geholt. Das wäre auch etwas schwie-

mer 3 (deshalb auch der Straßenname „Bad-

stätigung des Stadtrechts, das Innsbruck be-

rig, weil das System zwar klar strukturiert,

gasse“) gefunden. 1966 hat es hier seine neue

reits zwischen 1187 und 1204 erteilt wurde. Ein

aber schwer zu durchschauen ist. Die Bücher

– und aktuelle – Heimat gefunden. Hat man

Stück, prädestiniert für das Stadtarchiv. Des-

lagern hier nämlich nicht nach Autor, Titel

in früheren Zeiten noch geläutet und nach

sen Bestände wachsen kontinuierlich durch

oder Thema sortiert, sondern nach Größe, al-

Vortragen seines Begehrs Einlass erhalten

die systematische Abgabe von Stadtakten

so möglichst platzsparend. Die Kleinen kom-

(oder auch nicht), kann heute jeder auch ohne

ebenso wie durch Schenkungen, Nachlässe

men in Regal A, je weiter fortgeschritten das

Termin vorbeikommen und in den Archiven

und Ankäufe. Vor 15 Jahren wurde zum Bei-

Alphabet, umso größer die Bücher.

stöbern. In der Regel sind es Studenten, die zu

spiel die Sammlung Kreutz gekauft und mit

Recherchezwecken kommen, Wissenschafter,

ihr der Bestand um über 75.000 Fotos und Fo-

die forschen, aber auch Privatpersonen, die et-

toplatten, eine historische Form der Negati-

Mitte des 14. Jahrhunderts war das Archiv im

wa wissen möchten, was über all die Jahre in

ve, ergänzt. Wie man neues Material typisiert

ersten Rathaus der Stadt angesiedelt, am Platz

ihrem Wohnhaus vorgegangen ist. „Das macht

und zuordnet, wenn auf Bildern Häusern zu

Reise in die Vergangenheit

eco.nova

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eco.art

(1)

(1) Die 75.000-teilige Sammlung Kreutz besteht aus eigenen Fotografien Walter Kreutz’ seit den 1950er-Jahren. Zudem hat er immer Nachlässe von Fotografen in Innsbruck gesammelt, wodurch eine erkleckliche Anzahl älterer Fotografien bis zurück in die 1880er zusammengekommen ist. „Ein großer Schatz, den das Stadtarchiv kaufen hat können“, sagt Joachim Bürgschwentner.

(2)

(2) Zum Glück wird es nicht oft gebraucht, denn das Ding ist wirklich groß. Und entsprechend schwer. Der Inhalt: Heimatscheine. Nur wer zu früheren Zeiten eine Heimatberechtigung hatte, konnte Sozialleistungen beziehen. (3) Schaut wenig spektakulär aus, braucht aber am meisten Platz: die Verwaltungsakten. Hier lagern Gewerbean- und -abmeldungen, Konzessionen, Strafbescheide ab dem Jahr 1806. Reichte im 19. Jahrhundert noch ein Karton pro Jahr, waren es in den 1920er-Jahren schon zehn, Ende der 1980er-Jahre gar 80 bis 100 pro Jahr. So werden diese Akten zu Zeitzeugen einer größer werdenden Bürokratie und damit einhergehendem erhöhtem Schriftverkehr, aber auch der Stadtentwicklung. Innsbruck hatte um 1800 zwischen 10.000 und 15.000 Einwohner, um die Jahrhundertwende waren es 50.000. Heute sind es über 130.000. Mit dem Wachstum der Stadt wächst auch das Gewerbe.

100

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(3)

sehen sind, die es heute nicht mal mehr im

ders könnte man auch nicht durch die Fotoal-

Ansatz gibt? „Viel ist learning by doing“, sagt

ben blättern. Alben aus einer Zeit, in der Fotos

Bürgschwentner. „Als ich im Stadtarchiv ange-

noch Wert hatten, in der man sich fürs Famili-

fangen habe, habe ich viel an Postkarten gear-

enfoto noch entsprechend herausgeputzt hat,

beitet. Die sind sehr dankbar, weil man in der

in der Fotos liebevoll in Familienalben geklebt

Regel einen Titel dazu hat, der Hinweise gibt.“

und von Hand beschriftet wurden. Es gibt Ur-

Über die Jahre entwickeln die Archivler ein

kunden aus dem Stadtspital, alte Stiftungsur-

Gespür für die Stadt. Große Sammlungen sind

kunden, Bücherbände von Stadtteilen, die erst

meist gut beschriftet, vielfach orientiert man

nach und nach eingemeindet wurden. Höt-

sich am Blick auf die Berge. Man bekommt ein

ting zum Beispiel. Bücher, so dick und schwer,

Gefühl für die Entwicklung der Stadt.

dass man sie auch gern einfach nur im Regal

Wir gehen weiter ins Untergeschoß. Hier la-

betrachtet. Es gibt eigene Bücher, um ande-

gern Gemeinderatsprotokolle und alte Tele-

re Bücher zu finden, und Bücher, die helfen,

fonbücher, Zeitungen werden bibliotheksüb-

sich in den umfangreichen Verwaltungsakten

lich gesammelt und gebunden. Auch wir sind

zurechtzufinden. Wir staunen. Tun das auch

im Stadtarchiv verewigt. Ein schönes Gefühl.

jene noch, die hier Tag für Tag arbeiten? Bürg-

Wir stehen vor alten Geburts- und Todesfal-

schwentner: „Mit der Zeit geht man an vielem

lakten, so alt, dass man beim Angreifen ein

vorbei, das Staunen aber verliert man nicht.

bisschen Angst hat, man würde sie kaputt

Das macht den Beruf so schön.“

machen. Doch Anfassen ist hier erlaubt. An-

// www.innsbruck.gv.at/stadtarchiv


AFS INSERAT 2017-03 Kunst in Bewegung - Magazin Econova eco.art 90x262mm im Satzspiegel - 4c PRINT

Zeitgenössisches in Salzburg

kunst in bewegung

© DIE FOTOGRAFEN

Nach der Einführung der ART Innsbruck Complementary, die vergangenen Herbst erstmals zusätzlich zur Stammausgabe im Frühjahr stattfand, setzt Messegründerin Johanna Penz auch heuer auf Erneuerung. Und geht nach Salzburg.

www.afs-austria.at

S

chon bei der Jubiläums-ART, also der 20. ART Innsbruck im Jänner vor einem Jahr, dachte Messemacherin Johanna Penz ganz offen über eine Ausweitung ihres Messekonzeptes und die Etablierung der ART an anderen Standor-

ten nach. Und schon ist es so weit. Im Juni 2017 launcht Penz die erste Ausgabe der ART Salzburg Contemporary & Antiques International im Messezentrum Salzburg und damit ihrer absoluten Wunschdestination. Denn die Stadt ist per se schon ein Synonym für Kunstsinn. Aktuell wird im Organisationsbüro der ART Kunstmesse GmbH, Betreiberin sowohl der ART Innsbruck wie nun der ART Salzburg Contemporary & Antiques International, unter Hochdruck gearbeitet. „Eine neue Messe aufzubauen ist selbst für routinierte Messemacher wie uns eine aufregende Herausforderung, wo wir jeden Tag Neues dazulernen. Denn jeder Standort hat seine Besonderheiten und folgt seinen eigenen Gesetzen“, sagt Johanna Penz, die bereits seit über zwanzig Jahren im Kunstmessengeschäft tätig ist. „Die Messe Salzburg hat uns mit offenen Armen empfangen, man unterstützt uns nach Kräften. Hier fühlen wir uns bereits nach wenigen Wochen der

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Zusammenarbeit ganz wunderbar in alle Abläufe integriert.“ Das Interesse an der ART in Salzburg ist generell enorm, Penz entsprechend zuversichtlich: „Wir werden unserem Anspruch auf Internationalität und Vielfalt auch an diesem für uns neuen Messeplatz vollends gerecht werden. Die ART Salzburg Contemporary & Antiques International wird eine kompakte und exquisite Kunstmesse mit einem ganz neuen Aussteller- und Künstlermix. Denn wir möchten so wie in

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Innsbruck vor zwanzig Jahren auch hier ganz neue Publikumsschichnuovoline.at

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INNSBRUCK

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eco.nova

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eco.art

„SEIT JEHER MALE ICH. ICH VERSUCHE MIT DEN HÄNDEN ZU ARBEITEN, MACHE ES TÄGLICH, BEGINNE MIT ETWAS, MIT IRGENDETWAS.“ Ettore Moschetti

Emotion in Bild und Objekt Sie nennt Schmuck „Spielzeug für die Seele“, seine Bilder entstehen aus einer fast instinktiven Gestik. In der Galerie Nothburga treffen aktuell Margareta Niel und Ettore Moschetti aufeinander.

F

ür Ettore Moschetti, 1951 in Neapel geboren, steht seit jeher die Malerei im Zentrum seines Interesses. Die Beschäfti-

gung mit der Skulptur beeinflusst seine Art der Malerei. Gelegentlich realisiert er daneben deshalb auch kleinformatige Plastiken und großformatige Bildinstallationen aus Eisen. „Die Idee der Skulptur als

Volumen, Plastizität und Komplexität der Materie gibt mir eine vollständigere Vorstellung des Bildes. Mich interessieren unterschiedliche künstlerische Ausdrucksweisen. Es gefällt mir, sie zu mischen, Malerei, Grafik, Schrift. Ich sehe nicht viel Unterschied zwischen dem plastischen Gestalten und der Malerei“, erklärt Moschetti seinen künstlerischen Zugang. „Ich stelle mir eine Art ‚Grenzregion‘ vor, einen Ort ohne Gesetze, einen Ort des Übergangs, wo Unsicherheit herrscht, das Provisorium. Dort zu gestalten fasziniert mich, aus unterschiedlichen Materialmöglichkeiten zu schöpfen, wobei ich mit Material auch Ideenreichtum meine, den die Kunst bietet. Meine Bilder entstehen aus einer fast instinktiven Gestik. Aus einem urspünglichen Chaos setzt sich die Figur zusammen wie aus einem ausgestreuten Samen, der aus sich selbst heraus eine Form entwickelt, der ich als Künstler den Sinn und die Kraft der eigenen Kreation entnehme.“

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„SCHMUCK ALS AM KÖRPER GETRAGENES KÜNSTLERISCHES OBJEKT IST ZEICHEN, BILD, POESIE. DAS SILBER IST WIE EIN WEISSES BLATT PAPIER ZUM SCHNEIDEN, SCHREIBEN. DIE FORM BIRGT IN SICH BEDEUTUNGEN, SYMBOLE, SENSATIONEN. SCHMUCK IST SPIELZEUG FÜR DIE SEELE.“ Margareta Niel

Moschettis Ausstellungstätigkeit beginnt 1980

Wirksamkeit verpflichtet, sondern auch

mische Linie, die sowohl zeichnerischen als

mit einer Einzelausstellung in Bari und setzt

der Darstellung der Persönlichkeit. „Es ist

auch verbal expressiven Sinn hat.

sich konstant in diversen öffentlichen und

der emotionale Aspekt, der Schmuck zu

Geboren wurde Margareta Niel 1954, studier-

privaten Institutionen in Italien und im Aus-

einem wertvollen Objekt macht“, ist Niel

te an der Universität Salzburg Psychologie

land fort. In Österreich war er unter anderem

überzeugt.

und arbeitete anschließend in einer Gold-

bereits in Salzburg und Wien zu Gast. Aktu-

Ihr Schmuck ist vorrangig in Silber gearbei-

schmiedewerkstatt. Seit 1990 ist sie frei-

ell ist ein Ausschnitt seines Schaffens in der

tet und von Weiß dominiert – der Nichtfar-

schaffende Künstlerin im Bereich des zeit-

Innsbrucker Galerie Nothburga zu sehen.

be mit der Symbolik von Leichtigkeit und

genössischen Schmucks und verbindet ihre

einem subtilen, reduzierten Charakter. In

beiden Ausbildungswege damit auf subtile,

verschiedenen Tönen und Schattierungen

aber effektvolle Weise. Neben Österreich

Ähnlich poetisch sieht auch Margareta Niel

macht sie seine Oberfläche zu einem mini-

stellte sie in Italien, Deutschland, England,

ihr Tun. Neben Moschettis Bildern ist in

malistisch monochromatischen Bild. Die

Spanien und Polen aus sowie 2013 am Mu-

der Galerie Nothburga eine Auswahl ihrer

Formen sind oft Hohlkörper oder in Schich-

seum of Arts and Design in New York. 1995

Schmuckstücke zu sehen. Schmuck ist für

ten angelegte Volumen, durch geschwun-

und 1998 ist sie Assistentin der Schmuck-

Niel als ästhetisches und künstlerisches

gene Linien mit Effekten von Licht und

klasse bei Giampaolo Babetto an der Inter-

Objekt in unmittelbarer Nähe zum Körper

Schatten. Neben grafischen Themen wie

nationalen Sommerakademie in Salzburg,

eine sinnliche Andeutung. Goldschmiede-

Bogen, Wellen und Spiralen ist es vor allem

2000 Gastdozentin am Taiwan National Col-

kunst ist heute nicht allein der optischen

die Handschrift, die sie fasziniert, eine dyna-

lege of Arts in Taiwan.

Die Leichtigkeit des Seins

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Mobil Auto & Motor

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BMW 5er Touring: Gewicht reduziert, Agilität gesteigert, Effizienz optimiert

Luxus-Statement

ATHLETISCH

P

limousine setzt die neue Variante mit einem unverwechselbaren Design ein weiteres State-

F

ment im Luxussegment. Gleichzeitig ist der bis zu 550 PS starke Sport Turismo variabel wie

nächsten Modellgeneration ein bisher

kein anderer Vertreter seiner Klasse. Mit großer Heckklappe, niedriger Ladekante, vergrö-

unerreichtes Niveau. Die Optik passt

ßertem Gepäckraumvolumen und einem 4+1-Sitzkonzept wird der Neue hohen Ansprüchen

innen und außen ebenso wie die neu-

an Alltagstauglichkeit und Variabilität gerecht. „Der Panamera Sport Turismo ist für Por-

en Bediensysteme, die gewohnt intuitiv

sche der Vorstoß in ein neues Segment unter Beibehaltung aller Porsche-typischen Werte

funktionieren, aber vielseitiger denn je

und Attribute“, nennt es Michael Maurer, Leiter Porsche Style. Technisch und konzeptionell

daherkommen. Zum Verkaufsstart im

nutzt der Sport Turismo alle Innovationen der erst im vergangenen Jahr komplett erneu-

Juni stehen vier Motoren zur Wahl, zwei

erten Panamera-Baureihe. Schön und gut also. Eine perfekte Kombination, erhältlich ab lo-

davon mit Allradantrieb. Einstiegspreis:

cker-flockigen 115.000 Euro. Angerollt kommt er im Oktober, bestellbar ist er bereits.

rund 48.000 Euro.

orsche erweitert die Panamera-Familie um eine neue Karosserievariante: Auf dem Genfer Automobilsalon feierte der Panamera Sport Turismo Weltpremiere und das gleich in vier Versionen inklusive E-Hybrid. Abgeleitet von der erfolgreichen Sport-

ahrdynamik, Ästhetik und intelligente Funktion: Diese für den BMW 5er Touring charakteris-

tische Kombination erreicht mit der

EYECATCHER

K

omplett neue Architektur, verlängerter Radstand und edles Design: Der neue Insigna von Opel besticht als Gran Turismo ebenso wie als Sports Tourer. Und das be-

reits im Stand. Rollt er dann los, ist das pure Emotion. Schon der Name „Grand Sport“ bei der Limousine macht deutlich, dass es sich beim neuen Insigna um ein wahres Flaggschiff handelt. Die inneren Werte passen schließlich genau zur optischen Anmutung. Das Cockpit ist auf die Bedürfnisse des Fahrers zugeschnitten, viel Platz sorgt für ein rundum feines Raumgefühl.

UND ES GIBT SIE DOCH!

A

uf der EICMA 2016, Esposizione internazionale ciclo e motociclo oder kurzum der größten Motorradmesse der Welt in Mailand, präsentierte Vespa seine „Elettrica“ vorerst noch in einem Prototypen, in der zweiten Hälfte des heurigen Jahres soll sie in Serie

gehen. Äußerlich bleibt das Elektroteil dem gewohnten Erscheinungsbild treu. Die Piaggio-Gruppe hat übrigens schon in den 1970ern mit der Entwicklung von Elektromotoren begonnen.

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eco.mobil

ECO.MMENTAR Der neue Ford Fiesta – der technologisch fortschrittlichste Kleinwagen der Welt – debütiert in vier Varianten.

Emotion Auto

Bruno König, Motorredaktion

ER WILL DOCH NUR SPIELEN ...

L

etztes Jahr feierte der Fiesta seinen 40. Geburtstag. Warum er sich gar so lange hält? Weil er seinen Kunden immer etwas zu bieten hatte. Der neue Ford Fiesta tritt wieder mit drei- und fünftüriger Karosserie an, wobei alle davon hübsch an-

zuschauen sind. Die jüngste Generation der Kleinwagen-Ikone kommt dabei in vier Varianten angerollt: als edler Vignale, sportliche ST-Line, avantgardistischer Titanium und als Crossover-Modell Active. Da ist quasi für jeden das Passende dabei. Im Interieur überzeugt die Verarbeitung, unter der Haube fortschrittliche Motoren. Neu ist das exklusive Premium-Soundsystem B&O Play.

A

n zehn Messetagen zählten die Veranstalter fast 700.000 Besucher und 10.700 akkreditierte

Journalisten aus der ganzen Welt. Zufrie-

NEXT GENERATION

R

Der 87. Automobil Salon Genf ist vorüber und hat wieder einmal deutlich gezeigt: Das Interesse am Automobil und der individuellen Mobilität ist ungebrochen.

den zeigten sich deshalb auch die 180 Aussteller in den Palexpo-Hallen. Elektroautos

und fünf Jahre nach Markteinfüh-

– in den vergangenen Jahren meist in den

rung der ersten Modellgenerati-

vordersten Reihen positioniert – rückten

on präsentiert der japanische All-

wieder in den Hintergrund. Elektropionier

radspezialist Subaru die Neuauflage seines

Tesla war in Genf gar nicht vor Ort und

kompakten Geländegängers XV. Das Cross-

verstärkte damit zusätzlich den Eindruck,

over-SUV verbindet Robustheit mit sport-

dass derzeit doch noch keine Mobilitäts-

lichem Design. Das macht es vielseitig und

revolution im Gange ist. Vielmehr begeis-

sowohl in der Stadt als auch offroad über-

terten pfiffige Kleinwagen mit sparsamen

zeugend. Der Innenraum zeigt sich durch-

Motoren, neue SUV und sündhaft teure

dacht und auch optisch durchaus anspre-

Sportwagen die Besucher. Dass das Auto-

chend. Unterschiedliche Modellvarianten

geschäft auch bei uns gut läuft, bestätigt

bieten eine schöne Auswahl. Gestartet wird

die aktuelle Zulassungsstatistik.

mit dem 114 PS starken Subaru XV 1.6i Clas-

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E

r hat sich losgesagt von Citroën und ist eigenständig geworden: der DS. Anfang März feierte das SUV der neuen Marke seine Premiere in Genf und soll es künftig mit dem BMW X3,

dem Mercedes GLC, dem Audi Q5 und dem Volvo XC60 aufnehmen. Richtig spruchreif wird der DS7 Crossback allerdings erst Anfang 2018, auch wenn er bereits bestellbar ist. Das Warten lohnt sich, ist er doch ein richtig chices Auto. Einmal Franzose, immer Franzose. Das Design ist charismatisch, bullig, aber nicht draufgängerisch, und edel in den Details. Dank hilfreicher Sicherheitstechnik ist er auch permanent wachsam. Sportlich präsentiert sich die innovative 8-Gang-Automatik. Gestartet soll bei rund 30.000 Euro werden.

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© BRUNO KÖNIG

80 Tiroler Fahrzeughändler und Autofreunde machten sich wieder auf den Weg nach Genf zum Internationalen Autosalon.

Der VW Aerton löst den CC ab.

Anflug auf Genf

Der G650 von Maybach verkörpert Luxus pur.

Der Besuch des Internationalen Autosalons in Genf hat für den Tiroler Fahrzeughandel bereits Tradition. Auch dieses Jahr machten sich wieder 80 heimische Händler und Autofreunde auf den Weg in die südwestliche Schweiz, um der 87. Auflage in den Genfer Palexpo-Hallen einen Besuch abzustatten. // TEXT: BRUNO KÖNIG

I

m heurigen Jahr feierten nicht nur

Tiroler Wirtschaftskammer verantwortlich

Die mittlerweile 87. Auflage des Autosalons

zahlreiche Autoneuheiten in der

und löst damit Marco Stütz, der in den Ruhe-

war geprägt von pfiffigen Kleinwagen, zahl-

französischen Schweiz ihre Premie-

stand gewechselt ist, in dieser Funktion ab.

reichen SUV-Neuheiten und flippigen Ni-

re, sondern auch Fachgruppen-Ge-

David Narr und Gremialobmann Dieter Un-

schentrends. Elektroautos – im vergange-

schäftsführer David Narr. Seit 1. Februar ist

terberger organisierten auch heuer die Reise

nen Jahr sehr präsent bei vielen Herstellern

er für den Bereich Fahrzeughandel in der

nach Genf gewohnt perfekt.

– fanden sich 2017 eher in den hinteren Rei-

106

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eco.mobil

Andreas Resch (Denzel-Unterberger) freut sich auf den Range Rover Velar.

Giovanni Di Valentino (Unterberger-Denzel) ist vom neuen BMW 5er Touring überzeugt.

Michael Mayr und Micha E. Hauser (Autopark) fanden in Genf viele Neuheiten, etwa den Suzuki Swift.

Mazda CX-5

Volvo-Markenleiter Peter Stark (Denzel-Unterberger) vor dem brandneuen XC60 Willi Bacher mit seinen Tiroler Toyota-Partnern zeigte sich unter anderem von Toyotas WRC-Boliden beeindruckt.

Emanuel Jahn und Norbert Hofer (Ostermann und Dosenberger) vor dem neuen Nissan Qashqai

Micha E. Hauser (Autopark) begeisterte der neue Ford Fiesta ST.

Porsche 911 GT3

Audi Q8

hen. Nicht einmal Elektropionier Tesla war in Genf vor Ort. So bekam man als Besucher schon das Gefühl, dass derzeit doch noch keine Mobilitätsrevolution durch alternative Antriebe im Gange ist. Vielmehr standen spannende Neuheiten aus dem SUV-Sektor im Rampenlicht, aber auch fesche Kleine. Range Rover etwa zeigte seinen Velar, ein mittleres SUV, das die Lücke zwischen Evoque und dem Sport schließen soll. Škoda präsentierte seinen Bären Kodiaq und Re-

Alois Peer (motovision.at) und Jakob Ullmann (HST-Ullmann) vor dem Alfa Stelvio

nault die aktuelle Koleos-Generation. Aber auch Alfa konnte mit seinem SUV Stelvio

zu beeindrucken und brachte den brachia-

und der individuellen Mobilität ist nach wie

punkten. Ein weiteres Gesprächsthema war

len G650 Landaulet von Maybach mit. 12 Zy-

vor enorm hoch. Insgesamt tummelten sich

natürlich die Opel-Übernahme durch den

linder, Bi-Turbo und 630 PS zum Stückpreis

an zehn Messetagen rund 700.000 Besucher

französischen PSA-Konzern. Ebenso großes

von stolzen 812.000 Euro. Alpine feierte seine

sowie mehr als 10.000 Journalisten aus der

Interesse herrschte bei den Sportwagenher-

Auferstehung mit dem Nischensportler A110,

ganzen Welt in der Halle. Begeistert zeigten

stellern, etwa Porsche mit dem 991 GT3 und

aber auch zahlreiche Kleinwagen nahezu al-

sich auch die Tiroler Autohändler, weshalb

Panamera Sport Turismo. Ferrari begeister-

ler Hersteller buhlten auf ihren Ständen um

eine Fortsetzung der langjährigen Tradition

te mit dem 812 Superfast und Lamborghini

Kundschaft. Und noch eines konnte man in

des Genf-Besuches schon am Rückflug nach

mit dem Aventador S. Auch Mercedes wusste

Genf feststellen: Das Interesse am Automobil

Innsbruck fixiert wurde.

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Der Hyundai Ioniq ist der sportlichere der beiden und fährt sich spritziger.

Wahltag Alternative Antriebskonzepte sind auf dem Vormarsch. Neben einem geringen Verbrauch locken auch staatliche Prämien. Kaum ein Hersteller hat heutzutage nicht ein Elektro- oder Hybridmodell im Angebot. So auch die koreanischen Geschwistermarken Kia und Hyundai. Niro und Ioniq sind trotz identer Technik doch zwei unterschiedliche Fahrzeuge. Wir stellten die beiden gegenüber und wollten wissen, wer was besser kann. // TEXT: BRUNO KÖNIG

I

m Gegensatz zu Hyundai’s Ioniq

PS, der von einem 43,5 PS starken Elektro-

schnelle und sanfte Gangwechsel. Wer mit

ist der Kia Niro derzeit noch aus-

motor unterstützt wird. Die Systemleistung

dem Niro nicht allzu viel auf Autobahnen

schließlich mit reinem Hybridan-

liegt bei 141 PS und 265 Nm Drehmoment.

unterwegs ist, kann mit einem Verbrauch

trieb zu haben. Eine Version mit

Im Fahrbetrieb fühlt sich das recht unspek-

von deutlich weniger als sechs Liter im

Plug-in-Hybrid folgt jedoch schon bald. Mit

takulär an: Die Beschleunigung ist gut und

Schnitt rechnen.

dem Design trifft Kia punktgenau den Ge-

das Zuschalten des Benzinmotors kaum

Die Serienausstattung kann sich ebenfalls

schmack der Zeit: Ein SUV-ähnlicher Auf-

spürbar. Wenn es nötig ist, beschleunigt der

sehen lassen: Ein adaptiver Tempomat ist

tritt, dazu ein großzügiges Platzangebot und

Niro in 11,5 Sekunden auf Tempo 100 und

ebenso an Bord wie ein autonomer Not-

eine erhöhte Sitzposition sind derzeit ange-

erreicht knapp 165 km/h Spitze. Sehr har-

bremsassistent, klimatisierte Ledersitze vor-

sagt. Angetrieben wird der Saubermann von

monisch fügt sich dabei das 6-Gang-Doppel-

ne und ein beheizbares Lenkrad. Mit bis zu

einem 1.6-Liter-GDi-Benzinmotor mit 105

kupplungsgetriebe ein. Dieses gefällt durch

1.425 Liter Fassungsvermögen fällt der Kof-

108

eco.nova


© BRUNO KÖNIG

eco.mobil

Dafür punktet der Kia Niro mit viel Raum und erhöhter Sitzposition.

reichend ist. Technisch gibt es keinen Unterschied: Wie der Niro verfügt auch der Ioniq über den 1.6-Liter-Benziner mit einem Elektromotor und einer Systemleistung von 141 PS. Weil der Hyundai doch etwas kleiner und leichter ist, fühlt er sich spritziger an. Das beweist auch der Blick in die Werksangaben: 10,8 Sekunden auf Tempo 100 und sogar 185 km/h Spitze schafft der Ioniq. Wie vermutet schlägt sich dieser Gewichtsverlust ebenso im Verbrauch nieder. Die Werksangabe von 3,9 Liter schafften wir auch mit viel gutem Willen nicht ganz, doch 4,2 Liter auf 100 Kilometer sind immer noch sehr respektabel. Daneben ist der Hyundai sowohl als reines Elektroauto ferraum besonders großzügig aus. In Summe

als auch als Plug-in-Hybrid erhältlich.

ist der Kia ein praktisches, umweltfreundli-

Der Innenraum zeigt sich ähnlich wie beim

ches, aber auch sehr fesches Auto. Völlig in

Niro aufgeräumt und sauber verarbeitet.

Ordnung geht der Einstiegspreis mit 26.390

Der Einstiegspreis liegt mit 24.990 Euro et-

Euro. Einmal alles kostet 35.590 Euro.

was unterhalb des Kia. Unser topausgestat-

Sportlicher Ioniq

FACTS HYUNDAI IONIQ HYBRID (KIA NIRO HYBRID)

• Motor: 1.6-GDi-Benzinmotor • Leistung: Systemleistung 104 kW/141 PS (77 kW/105 PS Benzin plus 32 kW/43,5 PS Elektro) • Drehmoment: 265 Nm • Beschleunigung: 10,8 sec (11,5 sec) von 0 auf 100 km/h • Spitze: 185 km/h (163 km/h) • Testverbrauch: 4,2 Liter/100 km (5,6 Liter) • CO2 -Ausstoß: 92 g/km (102) • Spaßfaktor: 7 von 10 Punkten (6 von 10 Punkten) • Preis: ab 24.990 Euro (ab 26.390,-)

teter Testwagen mit Navi und Leder kam auf 32.390 Euro.

Der optische Auftritt des Hyundai Ioniq

Wer die Wahl hat, hat auch die Qual. Gut sind

ist im Gegensatz zum Kia Niro wesentlich

beide, umweltfreundlich und schick auch.

sportlicher. Das geht natürlich zu Lasten des

Entscheidet wohl nur der optische Auftritt:

Raumangebotes, das aber immer noch aus-

lieber SUV-artig oder doch sportlich.

eco.nova

109


eco.mobil

Gar nicht kantig

siv und premium, wertig und überaus solide. Der Ford Edge vermittelt dadurch Emotion und Sportlichkeit, aber auch einen Schuss Futurismus – besonders mit den zackigen

Aus Amerika direkt nach Europa. Ford hat den Edge auch bei uns ins Programm gebracht und scheint damit recht erfolgreich zu werden. Zum einen boomen SUV derzeit wie kein anderes Segment, zum anderen schaut der wuchtige Geländegänger einfach gut aus. // TEXT: BRUNO KÖNIG

U

Schweinwerfern und der am Heck durchgehenden LED-Leuchte.

Fährt, wie er aussieht Mittels Startknopf erwacht der kräftige Diesel zum Leben. Gleich zwei Turbolader hauchen dem Edge 210 PS ein und schicken 450 Nm Drehmoment auf die Achsen. Eigent-

nauffällig ist der Ford Edge

und satten 450 Nm Drehmoment verteilt auf

lich nur auf die vordere, erst wenn kleinster

mit seinen 4,81 Metern Länge

alle vier Räder. Doch nicht nur seine Größe

Schlupf auftritt, wird die Kraft per Lamellen-

und zwei Metern Breite wirk-

allein ist es, dass der optische Auftritt auf

kupplung auch auf die Hinterachse verteilt.

lich nicht. Hier zeigt sich sein

Anhieb überzeugt. So kantig wie sein Name

Das funktioniert blitzschnell, sodass jegliche

Ursprung aus den USA. Amerikaner lieben

es vermuten lässt, ist er nämlich gar nicht.

Antriebseinflüsse ausbleiben und auch mit-

eben große Autos. Motorisiert ist das große

Edge heißt übersetzt Kante, doch das SUV

telschweres Gelände kein Problem darstellt.

SUV mit dem stärkeren von zwei Dieselmo-

gefällt eher mit schönen Rundungen und

Dazu federt der Edge komfortabel und liegt

dellen, dem 210 PS starken 2.0-Liter-Bi-Turbo

einer modernen Form. Alles ziemlich exklu-

satt auf der Straße. Spurrillen ignoriert er gnadenlos und läuft schnurstracks geradeaus. Ford zeigt damit, was sie momentan draufhaben. Kompliment.

FACTS

Innen zeigt sich der Edge von seiner ordent-

FORD EDGE TITANIUM 2.0 TDCI POWERSHIFT

• • • • •

110

Motor: 2.0-Vierzylinder-Bi-Turbodiesel Leistung: 154 kW/210 PS Drehmoment: 450 Nm Beschleunigung: 9,2 sec von 0 auf 100 km/h Spitze: 211 km/h Testverbrauch: 7,3 Liter/100 km CO2 -Ausstoß: 149 g/km Crashsicherheit: 5***** (92 % lt. NCAP) Preis: ab 45.400 Euro

eco.nova

lich und aufgeräumt und vor allem leicht zu bedienen. Die Materialauswahl ist edel und dazu sauber verarbeitet. Dazu gibt’s reichlich Platz für fünf Personen und deren Gepäck. Sicherheit wird ebenfalls großgeschrieben. Der Edge hat sogar Gurtairbags auf der Rückbank, ein Feature, das man sonst nur © BRUNO KÖNIG

• • • •

lichen Seite. Alle Schalter sind übersicht-

in großen Nobel-Limousinen findet. Klein ist hingegen sein Verbrauch: Während unseres Tests genehmigte sich das große SUV im Schnitt nur 7,3 Liter auf 100 Kilometer.


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Mehr Power für den Indianer

S

© BRUNO KÖNIG

Mehr Kraft, aber auch mehr Gänge brachte Jeep in die aktuelle Version seines Cherokee. Wir waren mit dem Sondermodell „75th Anniversary“ – nicht nur – im Gelände unterwegs. // TEXT: BRUNO KÖNIG

tatt bisher mit einem 2.0-Liter-Diesel schickt Jeep den neuen Cherokee nun mit einem 2.2-Liter-Triebwerk an den Start.

Der neue Selbstzünder leistet im 75th Anniversary satte 200 PS und liefert damit ein bäriges Drehmoment von 440 Nm. Dank doppelter Abgasrückführung erfüllt er die Euro-6-Abgasnorm ohne zusätzliche Harnstoffbeimengung. Die Kraft verteilt der erstarkte Indianer mittels moderner 9-Gang-Automatik auf alle vier Räder. 90 Newtonmeter mehr Drehmoment leistet der Antrieb im neuen Cherokee. Dieser Zuwachs ist schon auf den ersten Metern spürbar. Kraftvoll und souverän schiebt der Cherokee bereits bei niedrigen Drehzahlen nach vorne. Erfreulich dabei ist die akustische Zurückhaltung des Dieselmotors sowie die Laufruhe des Vierzylinders. Laut Werksangaben erreicht der Jeep nach nur 8,5 Sekunden Tempo 100 und könnte bis zu 204 km/h schnell werden. Damit wird der Geländewagen zwar noch nicht zum Sportler, der Kraftzuwachs bringt ihm jedoch eine Extraportion Gelassenheit.

Zuhause im Gelände Wo die Wurzeln des Cherokee herkommen, kann auch die Kooperation mit Fiat und Chrysler nicht verheimlichen. Soll sie auch nicht. Im Gelände fühlt sich ein Jeep ein-

FACTS

fach wohl, dafür wurde er schon vor 75 Jahren konstruiert und das merkt man – auch heute noch. Er kraxelt souverän und mit spielerischer Leichtigkeit, dass es eine Freude ist. Die Zusammenarbeit zwischen Motor und Getriebe ist mit der 9-Gang-Automatik deutlich harmonischer geworden. Das spiegelt sich auch im Verbrauch positiv wider: Mehr als 7,3 Liter im Schnitt gönnte sich der Cherokee nicht. Damit wird der Jeep zum verlässlichen und kraftvollen und auch zum sparsamen Begleiter auf allen Wegen. Der Einstiegspreis für einen Cherokee liegt bei 39.990 Euro.

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eco.nova

JEEP CHEROKEE 75TH ANNIVERSARY • • • •

• • • • •

Motor: 2,2-Liter-Vierzylinder-TD Leistung: 147 kW/200 PS Drehmoment: 440 Nm Beschleunigung: 8,5 sec von 0 auf 100 km/h Spitze: 204 km/h Testverbrauch: 7,3 Liter/100 km CO2 -Ausstoß: 149 g/km Spaßfaktor: 7 von 10 Punkten Preis: ab 39.990 Euro (75th Anniversary ab 55.950 Euro)

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Schwedische Eleganz Sich in den Mittelpunkt zu stellen, liegt den Schweden überhaupt nicht. Sie bleiben lieber im Hintergrund und überraschen dafür mit Taten. So auch mit dem neuen Volvo S90, der großen Limousine. Understatement pur, aber trotzdem nobel und unverwechselbar. // TEXT: BRUNO KÖNIG

L

imousinen fristeten in den

dern vor allem an den Herstellern selbst, die

letzten zehn Jahren mehr ein

mittlerweile wirklich schöne Limousinen

Schattendasein – besonders

bauen. Eine davon ist der neue Volvo S90 –

bei uns. Während bei fast allen

von außen groß und modern mit nordländi-

Herstellern die Kombis wie geschmiert lie-

scher Sachlichkeit. Unser Testauto kommt

fen, verstaubten die Limos derweil in den

in dezentem Silbergrau daher, eine stattliche

hinteren Ecken der Schauräume. Nur bei

Erscheinung mit souveräner Eleganz. Trotz

Amerikanern und Chinesen war das schon

dieser Zurückhaltung haben es die Schwe-

immer umgekehrt. Nun kommt aber auch

den auch dank der „Thors Hammer“ ge-

bei uns wieder Schwung und eine erhöhte

nannten LED-Scheinwerfer geschafft, einen

Nachfrage für die eleganten Stufenheckver-

wahren Hingucker auf die Räder zu stellen.

sionen auf. Das liegt nicht nur an geänder-

Seit dem XC90 im Jahr 2015 erwecken die

ten Kaufgewohnheiten der Europäer, son-

neuen Volvo-Modelle bei Passanten erhöh-

114

eco.nova

FACTS Volvo S90 Inscription • • • • • • • • • •

Motor: 2.0-Liter-Vierzylinder-Diesel Leistung: 140 kW/190 PS Drehmoment: 400 Nm Beschleunigung: 8,2 sec von 0 auf 100 km/h Spitze: 230 km/h Testverbrauch: 8,2 Liter/100 km CO2-Ausstoß: 116 g/km Spaßfaktor: 8 von 10 Punkten Crashsicherheit: 5***** (96 % lt. NCAP) Preis: ab 40.600 Euro


eco.mobil

te Aufmerksamkeit. Nicht anders beim S90. Mercedes-, Audi- oder BMW-Fahrer können da oft nur neidvoll zum Volvo-Besitzer hinüberblinzeln.

Dabei können die meisten das Schönste am S90 gar nicht sehen: den Innenraum nämlich. Dieser ist nicht nur großzügig ausgefallen, sondern auch nur mit feinsten Ma-

© TOM BAUSE

Edler Innenraum

terialien verarbeitet. Das Raumangebot ist beeindruckend. Kein Wunder, misst die Li-

dem Innenraum einen besonders exklusiven

stunden in der Bedienungsanleitung investie-

mousine doch fast fünf Meter Außenlän-

Touch. Diesen Eindruck unterstreichen die

ren. Ansonsten überzeugt der große Schwede

ge. Die Ledersitze sind komfortabel und für

aus feinstem Alu-Blech aufwändig gefertig-

mit einem Fahrerlebnis der Luxusklasse und

jeden ideal einstellbar. Schwarz glänzende

ten Lautsprecher-Abdeckungen zusätzlich.

enormem Sicherheitspotential. Und dank der

Klavierlack-Oberflächen wechseln mit ge-

Aufwändig ist auch das richtige Wort für den

modernen Vierzylinder-Dieselmotoren mitt-

bürstetem Leichtmetall. Der wie gehämmer-

riesigen Touchscreen in der Mittelkonsole,

lerweile auch mit Wirtschaftlichkeit. Damit

tes Silber wirkende Start-Stop-Knopf und

über den nahezu alle Einstellungen verwaltet

werden nicht nur Kombis und SUV, sondern

der in gleicher Optik gehaltene Wählschalter

werden. Wer sich damit besonders gut aus-

verstärkt auch wieder Limousinen auf die

für die unterschiedlichen Fahrmodi geben

kennen möchte, muss allerdings einige Lese-

Überholspur zurückfinden.

Design mit Zukunft Klaus Rettinghausen ist der Marke Volvo seit über zwanzig Jahren eng verbunden und wurde 2008 Markenleiter des schwedischen Herstellers im Autopark Innsbruck. Der gebürtige Duisburger erklärt die Highlights der neuen Volvo-S90- und V90-Modelle und warum das Design Zukunft hat.

D

as halbautonome Fahren, das

vor allem sichere Art zu reisen. Besonders am

Ebenso gelungen finde ich die Optik der

Volvo nun erstmalig eingeführt

Abend nach einem anstrengenden Tag ist das

neuen Volvo-Modelle, die auch bei unseren

hat und bis 130 km/h möglich ist,

eine feine Sache. Das Lenkrad muss allerdings

Kunden sehr gut ankommt. Die neue Lini-

zählt sicher zu den wichtigsten Neuerungen

festgehalten werden, sonst sendet der S90 ein

enführung und die signifikante Frontpartie

in den S90- und V90-Modellen. Das ist auch

Warnsignal und beendet die halbautonome

machen den S90 unverwechselbar. Designer

ein wichtiger Schritt in Richtung vollautono-

Unterstützung.

Thomas Ingenlath hat hier wirklich einen

mes Fahren der Zukunft. Erst kürzlich konn-

super Job gemacht. Seit dem neuen XC90

te ich auf einer Fahrt nach Wien das System

zeichnet er für die Designsprache der neu-

selber testen und muss sagen: Es funktioniert

en Modelle verantwortlich und lenkt meiner

tadellos, auch bei Nebel und widrigsten Wet-

Meinung nach die Marke damit in eine er-

terverhältnissen – das hat mich schon beein-

folgreiche Zukunft.

druckt. Ein Sensor scannt die Fahrbahn und orientiert sich dann an den äußeren Fahr-

Wirtschaftliche Motoren

bahnbegrenzungen. Damit fährt der Volvo in

Die neuen Vierzylinder-Dieselmotoren zeich-

der Mitte des Fahrstreifens. Das funktioniert

nen sich durch ihre hohe Wirtschaftlichkeit

auch bei langgezogenen Kurven auf der Au-

bei genügend Leistungsreserven aus. Der

tobahn. Zusätzlich hält der adaptive Tempo-

kräftige 190-PS-Diesel im S90 kommt bei ge-

mat den Abstand zum vorausfahrenden Fahr-

zügelter Fahrweise mit weniger als acht Liter

zeug. Eine ganz entspannte, bequeme und

Volvo-Spezialisten im Autopark Innsbruck: Markenleiter Klaus Rettinghausen (li.) und Verkaufsberater Marco Warger

im Schnitt auf 100 Kilometer aus.

eco.nova

115


Lifestyle Luxus & Trends

Fit in den Frühling mit morgendlichen Smoothie-Bowls Smoothie-Bowl mit Trauben, Erd- und Heidelbeeren Zutaten für 2 Portionen: 40 g Haferflocken • 100 ml Wasser • 300 ml Hafer-, Mandel- oder Sojadrink, ungesüßt • 1 Banane, Stücke • 300 g Erdbeeren, kleine Stücke • ½ TL Bourbonvanille, gemahlen • 100 g Trauben, halbiert • 100 g Heidelbeeren • 1 TL Chiasamen, geröstet Zubereitung: Am Abend Haferflocken mit 100 ml Wasser vermischen, zudecken, kalt stellen und über Nacht quellen lassen. Am Morgen die eingeweichten Haferflocken, Einweichflüssigkeit, Haferdrink, Bananen, 200 g Erdbeeren und Vanille mit dem Mixstab fein pürieren. Smoothie-Bowl portionsweise anrichten, mit den restlichen Erdbeeren, Trauben, Heidelbeeren und Chiasamen bestreuen.

Smoothie-Bowl mit zweierlei Aprikosen und Himbeeren Zutaten für 2 Portionen: 40 g Softaprikosen, Stücke • 50 g Hafer-, Reis- oder Hirseflocken • 1 TL Leinsamen, geschrotet • 200 ml Wasser • 150 g Sojajoghurt, ungesüßt • ½ Banane, Stücke • 100 ml Orangensaft • ½ TL Zimt, gemahlen • 150 g Aprikosen, kleine Stücke • 100 g (TK-)Himbeeren Zubereitung: Am Vorabend Softaprikosen, Haferflocken und Leinsamen mit 200 ml Wasser vermischen, zudecken, kalt stellen und über Nacht quellen lassen. Am Morgen Softaprikosen, Haferflocken, Leinsamen, Einweichflüssigkeit, Sojajoghurt, Banane, Orangensaft und Zimt mit dem Mixstab fein pürieren. Smoothie-Bowl portionsweise anrichten, mit Aprikosen und Himbeeren bestreuen. // Tipp: Wenn Sie die Smoothie-Bowl zur Arbeit mitnehmen, packen Sie die Früchte zum Bestreuen separat ein.

REZEPTE AUS:

Bowls – Alles aus einer Schüssel, Elisabeth Fischer, Kneipp Verlag, 132 Seiten, EUR 18,90 Basenfasten kann richtig schmackhaft sein. Und einfach. Elisabeth Fischers unkomplizierte Gerichte werden aus einer großen Bowl (also Schüssel) gegessen und eignen sich bestens zum Mitnehmen, funktionieren also auch im Arbeitsalltag. Mit dabei: Frühstück, Suppen, Salate, Gemüserezepte und Süßes. Davon gegessen wird drei Mal am Tag.

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eco.nova


eco.life

GUT BEHANDELT

M

it dem aurora hat Innsbruck ein Kosmetikstudio bekommen, das die individuelle Schönheit in den Mittelpunkt stellt, und mit ihm ein Wohlfühlkleinod, das optisch wie inhaltlich überzeugt. Das Team rund um Ge-

schäftsführer Murat Coskun verwöhnt nach höchsten Qualitätsstandards mit Produkten von !QMS Medicosmetics und Kosmetik von Horst Kirchberger – von Gesichts- und Körperbehandlungen über Mani- und Pediküre sowie Haarentfernung bis hin zum perfekten Make-up. Richtig gut gehen lassen können Sie es sich bei den Verwöhnpaketen, toll sind auch die Hochzeitspakete für Sie und Ihn, die Sie für den schönsten Tag im Leben noch ein Stück mehr strahlen lassen. // www.kosmetik-aurora.at

VOR- und MUTTERTAGS Candle-Light-Dinner 13. und 14.5.2017 (am 14. auch mittags)

Komposition Avocado Vulcanoschinken I Papaya Gazpacho I Jakobsmuschel Saiblingsfilet knusprig Spargel | Kresse

Pubquiz goes Gletscherpark: Snow Quizzard macht’s möglich.

Yuzusorbet Duett vom Schwarzfederhuhn Morchel | Spinat Komposition Erdbeere | Bergamotte | Topfen Preis € 65,-

GRANDER ON TOUR - DAS GRANDER CATERING ESSEN VOM GRANDER - UND DOCH NICHT IM GRANDER RESTAURANT

QUIZZEN IN DER GONDEL

M

it „Snow Quizzard“ greifen die Bergbahnen der neu gegründeten Marketingvereinigung Gletscherpark Tirol als Erste das nach wie vor grassierende Quizfieber auf und schaffen ein vollkommen neues Angebot. Die

spezielle Skisafari bietet den Gästen die Möglichkeit, sich per Smartphone spielerisch

Eine tolle Alternative: bestellen Sie Grandertypische Köstlichkeiten für Ihr individuelles Buffet! Warme oder kalte Gerichte für die kleine Party ab 4 Personen oder das große Fest! Planen Sie Ihre besondere Feier - wir unterstützen Sie kulinarisch!

mit Sport, der Region sowie der Natur auseinanderzusetzen. Mit dem neuen Spiel des Tiroler Spieleentwicklers Locandy können Skifahrer und Snowboarder, die sich in den Skigebieten des Gletscherparks bewegen, künftig ihr Wissen rund um den Winter testen. Möglich ist das somit am Pitztaler und Kaunertaler Gletscher, am Hochzeiger und Rifflsee, in Hoch-Imst und Fendels. Das Spiel wurde als Wissensquiz konzipiert und ist eine gänzlich neue Form des interaktiven und multimedialen Entertainments für Wintersportler. Der Skigast wird dabei zum Quiz-Teilnehmer und im Rahmen der Skisafari über GPS-basierte Stationen in Gondeln und bei Hütten durchs Skigebiet geführt. „Snow Quizzard“ kann in drei Schwierigkeitsstufen in neun Spielstationen gespielt und kostenlos in den Appstores für iOS- und Android-Geräte heruntergeladen werden.

GRANDER RESTAURANT | Thomas Grander Dr. Felix-Bunzl-Straße 6. 6112 Wattens. T 05224-52626. info@grander-restaurant.at www.grander-restaurant.at

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Abseits des Mainstream und Designs für Mutige: Pride Eyewear bei Optik Renate Hopffer

Einzigartig sehen Optik Renate Hopffer ist einer der ältesten Optikerbetriebe Innsbrucks. Die Großeltern der Namensgeberin Renate Hopffer waren es, die 1879 das erste Geschäft eröffneten und von Anfang an auf Qualität setzten. Ein Schritt, der sich bis heute auszahlt.

A

lexander Gartner führt Op-

ell und perfekt an die Gesichtsform und Be-

tik Renate Hopffer aktuell

dürfnisse anpasst.

in der vierten Generation

und auch wenn er nicht direkt dem familiären

Jedes Stück ein Unikat

Stammbaum entspringt, so hat er doch sein

Im Allgemeinen sind Fassungen und Brillen-

gesamtes Optikerleben hier verbracht und ist

gläser nur bis zu einem bestimmten Grad in-

somit zum Teil der Familie geworden. Seit Be-

dividualisierbar, lediglich die Brillenglaswerte

ginn an – und damit seit fast 140 Jahren – liegt der Fokus klar auf Qualität und Exklusivität. „Wir betreuen unsere Kunden von A bis Z und begleiten sie in allen Belangen rund ums Sehen“, sagt Alex, der auch mit seinen Kunden gerne per du ist. Schließlich geht es in seinem Geschäft um Vertrauen. Gut sehen ist Lebensqualität und auch bei der Auswahl der

„WIR DÜRFEN UNS TROTZ UNSERER TRADITIONELLEN WURZELN UND DER LIEBE ZUM HANDWERK NICHT VOR DEM TECHNISCHEN FORTSCHRITT VERSCHLIESSEN. PERSÖNLICHE BERATUNG WIRD ABER AUCH IN ZUKUNFT WICHTIG SEIN.“ Ing. Alexander Gartner, Optikermeister

richtigen Fassung braucht es Beratung und

sind variabel. Hoya entwickelt seit nunmehr 75 Jahren weltweit revolutionäre Produkte in der Augenoptik- und Gesundheitsbranche. Yuniku ist eine weitere dieser Revolutionen. In den Augenoptikergeschäften werden dafür zunächst die Gesichtsmerkmale des Kunden gescannt und die visuellen Anforderungen aufgenommen. Basierend auf den gesammelten Daten werden die optimalen Trageparame-

ein Gegenüber, dem man vertraut. „In der Re-

Modelle gibt es aktuell etwa von Pride Eye-

ter definiert, festgelegt und eine automatische

gel kauft man sich nicht alle Jahre eine neue

wear und auch sonst wird es in der Brillen-

Größenempfehlung für die Fassung erstellt.

Brille, deshalb ist es wichtig, ein Modell zu

mode vermehrt individueller.

Dies gewährleistet nicht nur optimales Sehen,

finden, an dem man lange Freude hat. Das ist

Tradition und Nachhaltigkeit sind Schlag-

sondern auch einen komfortablen Sitz der

auch der Grund, warum sich Trends in der Op-

worte, die Optik Renate Hopffer über die Jah-

Fassung, weil jede Fassung auf ein einzigarti-

tik nicht so rasch ändern wie generell in der

re so erfolgreich gemacht haben. Nachhaltige

ges Gesicht angepasst wird. Ein innovativer

Mode. Seit gut zwei Jahren etwa sind runde

Führung und traditionelles Handwerk sind

3-D-Druck ermöglicht es schließlich, die Fas-

Modelle in verschiedenen Varianten und Aus-

Qualitätskriterien, die die Kunden zu schät-

sung auf Grundlage der visuellen und ästheti-

prägungen modern. Ich schätze, Trends halten

zen wissen. Dennoch verschließt sich der Be-

schen Wünsche des Trägers mit dem höchsten

sich in der Brillenmode über sechs bis acht

trieb nicht vor Innovationen. Bestes Beispiel

Tragekomfort anzufertigen. Persönlicher geht

Jahre“, meint Alex. Richtig coole, extravagante

ist ein neuartiges Gerät, das Brillen individu-

es kaum! // www.optik-hopffer.at

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Reisen ist unterwegs sein Während die Individualisierung viele unserer Lebensbereiche schnell und teilweise vollständig revolutioniert hat, gestaltet sich die Umsetzung dieses Megatrends beim Reisen schwieriger. Dennoch ist es machbar. Das beweist Ambros Gasser mit seiner neuen Reiseplattform WeDesignTrips. Maßanzug statt Stangenware sozusagen.

F

remd ist Ambros Gasser die

vidualisierung. Menschen wollen Produkte

Reisebranche nicht. Er hat be-

und Services ganz auf ihre persönlichen Be-

steht im Mittelpunkt. Es geht um seine Wün-

reits im Jahr 2011 die Alpinschu-

dürfnisse zugeschnitten. ASI sowie andere

sche und Bedürfnisse. Angebote werden von

le Innsbruck (ASI) von seiner Mutter Elfi

Reiseveranstalter können das nur bedingt

null entwickelt und maßgeschneidert. Wir ha-

übernommen. Schon ASI ist ein sehr spezi-

erfüllen. Dies liegt vor allem an der langen

ben Ambros Gasser ein paar Fragen gestellt.

alisiertes und individuelles Reiseunterneh-

Kommunikations- und Distributionskette

men, WeDesignTrips geht nun noch ein paar

zwischen Kunden, Reisebüro und -veran-

ECO.NOVA: Sie haben ASI Reisen von Ihrer

Schritte weiter. Und es sind mutige Schritte.

stalter sowie lokalem Reiseveranstalter. Bei

Mutter übernommen. War es für Sie immer

ASI Reisen ist spezialisiert auf Aktivreisen

WeDesignTrips verbinden wir Reisende direkt

klar, beruflich in diese Schiene zu gehen?

weltweit, sowohl in der Gruppe als auch in-

mit handverlesenen lokalen Reiseveranstal-

AMBROS GASSER: Schon immer würde

dividuell. Diese zwar durchaus individuellen

tern“, erklärt Gasser seine Intention für das

ich nicht sagen, aber verhältnismäßig früh.

Touren haben aber trotzdem einen festen

interne Unternehmens-Spin-off. Durch den

Das hat mir geholfen, mich gezielt auf die

Reiseverlauf, der nur bedingt weiter abänder-

direkten Kontakt zu Deutsch sprechenden,

Herausforderung vorzubereiten. Ich habe in

bar ist. „Wir beobachten generell in unserer

lokalen Experten und Insidern kann die Rei-

München und Malaga Wirtschaft mit Tou-

Gesellschaft einen großen Trend zur Indi-

seplanung gänzlich verändert und verbessert

rismus studiert, in Südamerika bei einem

122

eco.nova

werden. Der Reisende mit seinen Bedürfnissen


eco.life

„UNSERE MISSION IST ES, REISEN WIEDER EINFACHER, INDIVIDUELLER, AUTHENTISCHER UND FAIRER ZU MACHEN.“ Ambros Gasser

unserer Partner gelernt, ein Jahr in einer Un-

ße, müssen unsere Werte des Reisens in sich

begrenzt. Dies ist gleichzeitig das größte Pro-

ternehmensberatung gearbeitet, meine Aus-

tragen und ganz pragmatisch einige versi-

blem. Die Reiseplanung wird immer schwie-

bildung als Wanderführer absolviert und bin

cherungstechnische Anforderungen erfüllen.

riger. Wo anfangen, wo aufhören, Angebot A oder Angebot B? Vielleicht doch nochmals

2007 in unser Unternehmen eingestiegen. Laut Zukunftsinstitut ist „Slow Travel“ der

eine Runde googeln? Und genau da setzt

Was bedeutet Reisen für Sie?

neue Trend abseits von Pauschalurlaub

WeDesignTrips an. Unsere Mission ist es, Rei-

Reisen ist unterwegs sein. Unterwegs sein

und Massentourismus. Warum, glauben

sen wieder einfacher, individueller, authenti-

ist eine Lebenseinstellung. Das muss nicht

Sie, ist diese Entdeckung der Langsamkeit

scher und fairer zu machen.

immer zwangsläufig örtlich, sondern kann

und das authentische Erleben gerade jetzt

auch geistig sein. Für mich ist es stark mit

wieder so stark im Kommen?

Sie reisen viel durch die Welt. Welches Land

Neugier verbunden: neue Dinge wahrneh-

Ich denke, das war nie weg. Wir beobach-

hat Sie am meisten beeindruckt und welches

men, staunen, aus Begegnungen lernen und

ten diese Entwicklung seit Langem. Die Welt

möchten Sie unbedingt noch besuchen?

in seinen Alltag mitnehmen und diesen

dreht sich immer schneller, wird immer tech-

Ich bin relativ viel unterwegs, darf viele

durch die gemachten Erfahrungen mögli-

nologisierter, wächst ein Stück zusammen

Menschen und schöne Ecken der Welt ken-

cherweise auch weiterzuentwickeln.

und auseinander gleichermaßen. Blickt man

nenlernen. Das „Schönste, Beste, Beein-

in die Innenstädte dieser Welt, sehen viele

druckendste“ gibt es für mich somit nicht

WeDesignTrips arbeitet mit lokalen Reiseve-

sehr gleich aus: Shops, Kaffees, Restaurants

wirklich. Mein letztes bestimmt in Erinne-

ranstaltern, die in den Reiseländern vor Ort

... Das ist für mich die Oberfläche, Menschen

rung bleibendes Erlebnis war in der ersten

sind. Wie wählen Sie Ihre Partner aus?

sehnen sich aber nach mehr, dem Kern und

März-Woche, als ich mit Tourenskiern am la-

Die Identifikation von lokalen Partnern ist

dem Herz einer Kultur. Dafür muss man an

vaströmenden Ätna war. Ganz groß auf mei-

eine unserer Kernkompetenzen. Mit der

der Oberfläche kratzen, tiefer gehen und

ner Bucketlist stehen Japan, Bosnien und

50-jährigen Erfahrung der ASI haben wir ein

sich auch die Zeit dafür nehmen.

der Tiroler Pateriol.

sehr umfangreiches Netzwerk an weltweiten Reiseveranstaltern, die unseren Anforde-

Wie hat sich das Thema Reisen generell in

rungen entsprechen. Unsere Partner müs-

den letzten Jahren verändert?

sen zum Beispiel etablierte Reiseveranstal-

Noch nie war es für uns so einfach, zu reisen.

ter sein, die schon mehrere Jahre am Markt

Es gibt nichts, was es nicht gibt, die Fülle an

sind. Sie benötigen eine Mindestbetriebsgrö-

Angeboten, Websites oder Apps ist schier un-

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Reisetipps Geheimnisvolles MYANMAR

NAMIBIA: Wo Wüste und Meer aufeinandertreffen Große Stille, unendliche Weite und grenzenlose Freiheit: All dies und viel mehr hat eine individuelle Reise durch Namibia zu bieten. Ein Höhepunkt ist dabei die Küstenwüste Namib, die älteste Wüste der Welt. Die größten Dünen unseres Planeten lassen sich hier rund um das Sossusvlei finden. Ein unvergesslicher Anblick, der sich darbietet – festgehalten mit der Kamera wird er in ein Urlaubsmitbringsel verwandelt. Jeden Tag erlebt man ein atemberaubendes Spiel aus Farben und Licht – ein Spektakel der Superlative, wenn die heiße Afrikasonne das Meer und den Wüstensand zugleich ins Glitzern versetzt. Dabei definiert sich Namibia nicht nur durch seine bezaubernde Atlantikküste, das Angebot an spektakulären landschaftlichen Kontrasten zieht sich durch das gesamte Land. Paradebeispiel: der Fish River Canyon weiter im Landesinneren, der sich ideal für Wanderungen eignet. Die große Stille ist hier allgegenwärtig. Mit seinen 160 Kilometern Länge, 27 Kilometern Breite und ca. 550 Metern Tiefe gilt er als größter Canyon Afrikas. Und nach dem Grand Canyon als zweitgrößter der Erde. Die beeindruckende Tierwelt Namibias vereint sich im Etosha-Nationalpark und vermittelt das Gefühl unendlicher Freiheit.

Pazifik, Karibik, Anden und Amazonas: KOLUMBIEN

Geheimtipp

Das Interesse nach einer individuellen Reise in das vergessene Land am Äquator steigt immens. Nicht zuletzt dank dem Friedensvertrag zwischen der Regierung Santos und der Guerillabewegung FARC, der den seit Jahrzehnten bestehenden Konflikt endlich aus der Welt schaffen soll. Das steigende Interesse ist mehr als berechtigt: paradiesisches Karibikfeeling und vergletscherte Andengipfel, verbunden durch einen Teppich aus schier endlosem Grün. Der Facettenreichtum der kolumbianischen Landschaft schreit förmlich danach, erkundet zu werden. Auf Abenteuertour geht es durch das Amazonastiefland, das mit einer Fläche größer als Deutschland den Titel „größtes Ökosystem der Welt“ trägt. Und das zu Recht! Reizvoll gestaltet sich das Gebiet durch die gewaltige Artenvielfalt und die indigenen Stämme der Ticuna- und Yagua-Indianer. Auf Genussurlaub befindet man sich in der Zona Cafetera Kolumbiens – die Anbauregion des schwarzen Goldes: Kaffee. Die Abgeschiedenheit der Kaffeeplantagen eignet sich ideal zum Entspannen und bietet die einmalige Gelegenheit, die Kaffeegewinnung hautnah und authentisch mitzuerleben. Die individuelle Reise durch das Land am Äquator lässt sich allerdings auch aktiv gestalten, etwa beim Wandern durch die Bergketten der Sierra Nevada de Santa Marta. Noch ist Kolumbien ein Land abseits ausgetretener Massentourismuspfade, ganz ohne Stress, Hektik und Lärm. Ein wahres Paradies, das es wert ist, noch als Insidertipp ausgekostet zu werden!

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eco.nova

An jeder Ecke des tropischen Burmas findet sich der Zauber des Buddhismus wieder. In Bagan, im Tal der Tempel, glitzern bei Sonnenaufgang mehr als 2.400 Heiligtümer im wärmenden Licht. Auf zwei Rädern gelangt man unkompliziert und unabhängig in jeden Winkel der Region. Geschichtsträchtige Orte, die sich über das ganze Land verteilen, eignen sich ausgezeichnet, um individuell bereist und erkundet zu werden. So etwa die Shwedagon-Pagode in der größten Stadt Myanmars: Yangon. Das Herzstück der heiligen Stätten des Landes zieht Reisende aus aller Welt in ihren Bann. Mit geschätzten 2.500 Jahren auf dem Buckel gilt die Pagode als buddhistisches Zentrum des Landes. Mitunter auch durch ihren prunkvollen goldenen Stupa. Über 90 Meter ragt das buddhistische Bauwerk über die grüne Metropole empor. Die unzähligen, aufwendig verzierten Gebäude und Statuen in unmittelbarer Nähe komplettieren den Anblick dieses historischen Ortes. Ein Bilderbuchmotiv – für Auge und Kameralinse! Kultur und Natur halten in Burma zusammen wie Pech und Schwefel. Der Shan Staat im Osten Myanmars lässt so manch Trekking liebendes Herz höherschlagen. Das Hochplateau glänzt dabei mit unberührter Naturschönheit und ermöglicht authentische Begegnungen mit hiesigen Berg- und Flussvölkern. Alltagsleben, Kultur, Natur und Tradition hautnah!


eco.life

Edle Geschenke aus Tirol Ganz im Zeichen des Frühlings präsentiert sich das TIROLER EDLES in der Innsbrucker Altstadt: Egal ob für Ostern, Muttertag oder Vatertag – bei der großen Auswahl an edlen Geschenkideen ist für jeden Anlass etwas dabei.

D

as TIROLER EDLES in der

Grauvieh gehören zu den ausgewählten kuli-

Unterländer Gerberei Niederkofler machen

Seilergasse 13 wurde vor zwei

narischen Spezialitäten. Die „Ei du Edle“-Os-

jeden Gartensessel noch gemütlicher. Und

Jahren eröffnet und ist mitt-

terschokoladen in drei Sorten sind nette Mit-

wirklich einzigartig sind die Osterkränze aus

lerweile für viele, die etwas

bringsel und machen sich auch gut in den

Ultener Schafwolle!

„Besonderes aus Tirol“ suchen, nicht mehr

Geschenkkistchen, die man schon bestückt

Seit Kurzem werden auch edle Keramikpro-

wegzudenken. Die angenehme Atmosphä-

im Laden erstehen oder auch individuell zu-

dukte wie Krüge, Becher, Teller und Brotdo-

re und der feine Duft der Weißtanne, mit

sammenstellen kann. Die große Auswahl an

sen vom Brunecker Karl Heinz Malferthei-

der das Geschäft ausgestattet ist, laden zum

festen und flüssigen Tiroler Reine Seifen in

ner im TIROLER EDLES angeboten. „Meine

gemütlichen Verweilen und Stöbern ein. Ne-

feinen alpinen Duftnoten und wunderba-

jüngste Entdeckung!“, freut sich Therese

ben einem beständigen Sortiment gibt es

ren Farben rundet das Stammsortiment im

Fiegl. „Die Liebe zur Keramikherstellung liegt

immer wieder Neues zu entdecken, denn die

TIROLER EDLES ab.

ihm im Blut, seine Werkstatt wurde schon

Inhaberin und Agrarökonomin Therese Fiegl

1897 von seinem Urgroßvater gegründet. Sei-

Geschenken, die Tirol zu bieten hat“: Hoch-

Handwerklich wertvolle und schöne Dinge

qualitative, schöne und stilvolle Produkte,

Wunderschöne handgefertigte Webstü-

dividuell.“ Jedes Stück ist ein Unikat – so wie

hinter denen eine Philosophie und Men-

cke wie Tischsets und Schals von Regina

viele andere schöne Dinge in diesem beson-

schen mit besonderen Begabungen stecken

Knoflach aus Patsch, Tücher, Decken und

deren Geschäft.

und die einen starken Tirol-Bezug haben.

Schals in wunderbarster Leinenqualität vom

Nur Produkte, von denen sie auch selbst

Pustertaler Herman Kühebacher, robuste,

hundertprozentig überzeugt ist, finden ei-

handgenähte Rucksäcke von Albert Fill und

nen Platz im TIROLER EDLES.

wunderschöne mundgeblasene Glasschüs-

ist laufend auf der Suche nach den „edelsten

Tirol zum Genießen und Wohlfühlen

seln und Glaskugeln von Robert Comploj sind das ganze Jahr über begehrt. Ponchos aus feinstem Moessmer-Walkstoff in ausge-

Feine Marmeladen, raffinierte Chutneys,

wählten Farben sind nicht nur in der Über-

herrliche Wildkräutertees, Tiroler Edler Edel-

gangszeit ideale Begleiter. Bunte Sitzkissen

brände und Liköre und vor allem die Tiro-

aus Wollfilz vom Umhausener Schafwollzen-

ler Edle Schokoladen mit Milch vom Tiroler

trum und echte Tiroler Schaffelle von der

126

eco.nova

ne Werkstücke stellt er nach wie vor in aufwändiger Handarbeit her und bemalt sie in-

TIROLER EDLES

Seilergasse 13, 6020 Innsbruck Tel.: 0512/582393 shop@tiroleredles.at www.tiroleredles.at Öffnungszeiten: Mo. bis Fr. von 10 bis 18 Uhr Sa. von 10 bis 15 Uhr


Feines Handwerk Über 40 hochwertige Projekte wurden zum heurigen Wettbewerb „Auszeichnung für Gestaltung & Tischlerhandwerk“ eingereicht, der heuer nach 2013 zum zweiten Mal veranstaltet wurde.

Brummer Thermo Logistik, Neuburg am Inn (D) Kategorie: Objekt / Foto: Webhofer Planung: Gogl Architekten Ausführung: Tischlerei Hofer

© RIEDERBAU

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Schuler Sports in Schwoich

Der Experte für Gewerbeund Industriebau Mit RIEDERBAU-Total macht das traditionsreiche Unternehmen mit Sitz in Schwoich bei Kufstein den gesamten Bauprozess zur Chefsache.

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icht immer müssen Architekturplanung und Statik, Gewerkvergabe und Bauausführung, Bauaufsicht und Facility Management auf verschiedene Firmen aufgeteilt

werden – es geht auch anders! RIEDERBAU bietet in seiner Rolle als Totalunternehmer alle Leistungen aus einer Hand. Besonders

Privathaus Familie Heil, Rottach-Egern (D) Kategorie: Privat / Foto: Anna Decker Planung: Tischlerei Decker Ausführung: Tischlerei Decker

vorteilhaft zeigt sich diese Vorgehensweise bei Gewerbe- und Industriebauten. Das Ziel von niedrigen Bau- und Betriebskosten für die Bauherren wird in der gesamten Projektierung fokussiert. Als einer der wenigen Totalunternehmer in Österreich baut RIEDERBAU-Total schon jetzt nach der neuen BIM-Norm (Building Information Modeling). Diese innovative Planungsmethode hat sich international bereits in vielen Ländern als Standard durchgesetzt und ersetzt die bisherigen zweidimensionalen Baupläne durch eine dreidimensionale Darstellung der Bauprojekte. Mit BIM werden auch in der Bauausführung sämtliche Schritte digital erfasst, kombiniert und vernetzt, sodass alle Beteiligten jederzeit Zugriff auf die aktuellen Daten haben. Dadurch können Gebäude effizienter, transparenter und kostengünstiger geplant, berechnet, errichtet und bewirtschaftet werden. Dank BIM können sämtliche Informationen für die Nutzung und Bewirtschaftung des fertigen Gebäudes übernommen werden und bilden somit die optimale Basis für ein effizientes Facility Management. Nach der Fertigstellung erhalten RIEDERBAU-Kunden eine um-

Gesellenstück Florian Decker, Hopfgarten Kategorie: Privat / Foto: Marschall Planung: Florian Decker Ausführung: Tischlerei Decker

formationen finden Sie unter www.riederbau.at.

usgeschrieben haben diesen Wettbewerb proHolz Tirol und die Landesinnung der Tischler und des Holzgestal-

© CH. ASCHER

A

fassende Gebäudedokumentation inklusive 3D-Modell. Mehr In-

tenden Gewerbes. Die Jury unter Vorsitz des Designpro-

fessors Günther Grall wählte insgesamt 16 Stücke aus und vergab dafür drei Auszeichnungen (siehe Bilder oben), sieben Anerkennungen und sechs Nominierungen. „In den nächsten Wochen werden diese Projekte sowie einzelne ausgewählte kleinere Objekte aus der Vielzahl an Einreichungen im Foyer der Hypo Tirol Bank am Innsbrucker Bozner Platz der Öffentlichkeit zugänglich gemacht“, so proHolz-Tirol-Geschäftsführer Rüdiger Lex. Einen Gesamtüberblick finden Sie auch unter www.proholz-tirol.at bzw. in der eigens gestalteten Broschüre, die bei proHolz Tirol kostenlos bezogen werden kann.

„WIR KÜMMERN UNS UM ALLE ANFALLENDEN ARBEITEN UND ÜBERNEHMEN DIE VOLLE VERANTWORTUNG FÜR IHR BAUVORHABEN. SIE ERHALTEN IM GEGENZUG HUNDERTPROZENTIGE SICHERHEIT IN BEZUG AUF PLANUNG, KOSTEN UND TERMINE.“ Baumeister Anton Rieder

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B

este Gelegenheit dazu bie-

Radkersburger Köche, wie Bärlauch-Grieß-

wirken ein paar Schwimmrunden im 25

tet das „Anradeln“. Von 7. bis

nockerl oder Bärlauchgröstel.

Grad-Outdoor-Sportbecken, da verfliegt dieQ3 Audi

9. April 2017 startet das Radeldorado der Südoststeier-

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mark in die Radsaison. Spezielle geführte

Wer beim Wandern kulinarische Entdeckun-

Sonnige Stadt für Romantiker

Touren und ein buntes Rahmenprogramm

gen sucht, ist auf dem Traminerweg in Klöch

In der Altstadt von Bad Radkersburg kann

locken Radprofis, Genussradler und Famili-

oder dem TAU-Weg in Tieschen richtig. Zwi-

man die Seele baumeln lassen. Wie wäre es

en zum traditionellen Rad-Opening. Wer es

schen abwechslungsreichen Landschaf-

mit einem Bummel durch die romantischen

etwas langsamer angehen will, unternimmt

Gässchen der historischen Thermenstadt?

eine Wanderung durch die Murauen und

ten und sanften Hügeln warten zahlreiche Jetzt bereits ab Winzerbetriebe und Buschenschänken auf

entdeckt den unverwechselbaren Duft des

Genusswanderer. Nach der Bewegung lässt

würztraminers zur Stärkung? Im sonnigen

Frühlings: Bärlauch!

es sich im besonderen Thermalwasser der

Schanigarten schmeckt er nochmal so gut.

Über 25 Kilometer erstreckt sich der Bär-

Parktherme Bad Radkersburg herrlich ent-

Bad Radkersburg bietet eben einen Frühlings-

lauchgürtel von Mureck bis nach Bad Rad-

spannen. Mit seiner speziellen Mineralisie-

start für alle Sinne. Vier bewegende Früh-

kersburg und macht mit seinem Geruch

rung fördert es nachweislich den Stress-

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Gästen frisches und gesichertes Wasser in

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unbegrenzter Menge zur Verfügung zu stel-

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Dietmar Meraner, Geschäftsführer Wellwasser Technology und Bettina Walten, Sales Manager SIGG

Kooperation zwischen SIGG und Wellwasser Technology GmbH – qualitativ hochwertiges Wasser in qualitativ hochwertigen Trinkflaschen

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wellwasser® – sauber und gesund. Mit den drei Editionen Gastro, Home und Business bietet wellwasser® die optimale Anlage für gesichertes Wasser. Neuester Clou: die Kooperation mit SIGG.


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HOME

Gesichertes, qualitätsvolles Wasser ist auch in den eigenen vier Wänden ein Muss – es beginnt schon bei der Wasserentnahme fürs Kochen und Zubereiten und endet beim Trinken des frischen Wassers. So wird schon Kindern von Anfang an Zugang zu bestem Wasser geboten, sodass sie die Qualität und den Wert des gesunden und sicheren Wassers zu schätzen lernen.

BUSINESS

Frisches, klares und gesundes Wasser steigert die Leistungsfähigkeit, Konzentration und das allgemeine Wohlbefinden – ideal für den Arbeitsalltag. Die wellwasser® Business-Edition ist gezielt auf die Platzierung in Büros, Produktionsstätten oder Shops entwickelt worden. Mitarbeiter haben so unbegrenzten Zugang zu sauberem Wasser, still oder perlend.

GASTRO

Für die Gastronomie entfällt das aufwendige Handling mit sperrigen Kisten. Dadurch wird auch Platz im Lager und in Kühlschubladen geschaffen. Gäste und Einheimische kommen in den Genuss von qualitätsvollem, heimischem Wasser – einfach aus der Schankanlage gezapft, still oder perlend und in edlen wellwasser® -Karaffen kredenzt.

len – direkt aus dem Hahn gezapft, frisch

Weitere Vorteile

reiches Unternehmen an unserer Seite zu

gekühlt, still oder perlend. Dafür wurde von

Neben dem Gesundheitsaspekt liegen wei-

haben, gibt es SIGG doch schon seit über

Wellwasser Technology die TÜV-Austria-ge-

tere Vorteile von wellwasser® auf der Hand:

100 Jahren. Nicht zuletzt gilt das Unter-

prüfte Hightech-Wasseraufbereitungsanlage

Leergut, Transportwege und Müllentsor-

nehmen auf dem Gebiet der Aluminium-

(HTWAA) entwickelt.

gung entfallen, was einen geringen Energie-

Trinkflaschen als globaler Marktführer“,

aufwand und wenig Abgasbelastung bedeu-

freut sich Wellwasser-Geschäftsführer

tet – gleichzeitig wird die Umwelt geschont.

Dietmar Meraner.

So funktioniert’s Die dreistufige Filteranlage HTWAA wird

Die wellwasser®-Technologie kann in der

unmittelbar vor der Wasserentnahme in-

Gastronomie, im Büro und zu Hause genützt

stalliert und reinigt bzw. sichert das Wasser

werden!

vor dem Zapfen: Es wird entkeimt und von schlechtem Geschmack, unangenehmen Ge-

Kooperationspartner SIGG

rüchen und Verunreinigungen befreit. Für

Der neueste Clou der Wellwasser Techno-

Geschäftsführer Dietmar Meraner ist auch

logy GmbH ist die Kooperation mit dem

der Gesundheitsaspekt entscheidend: „Im

renommierten und international erfolg-

Zeitalter eines nicht mehr überschaubaren

reichen Schweizer Trinkflaschenherstel-

Marktes an Nahrungsergänzungsmitteln ist

ler SIGG: „Das Unternehmen ist auf uns

eine Rückbesinnung auf die reine Ausgangs-

zugekommen mit dem Wunsch, in ihren

substanz ,Wasser‘ wichtig. Meine Vision ist

hochwertigen Flaschen auch qualitativ

es, Tirol neben Tourismus und Sport auch in

hochwertiges Wasser anzubieten. Wir freu-

puncto Wasser zur Nummer eins zu machen.“

en uns sehr darüber, nun ein derart erfolg-

WELLWASSER TECHNOLOGY GMBH

Stadlweg 23, 6020 Innsbruck Tel.: 0512/560966 Mobil: 0664/1007746 office@wellwasser-technology.com www.wellwasser.com

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LIFESTYLE

im Gespräch LINKS: Alexander Wolf (li.), Nicole Hanser (2. v. l.) und Alexander Nußbaumer (re)., ZIMA, mit Innsbrucks Bürgermeisterin Christine OppitzPlörer und Münchens Alt-Oberbürgermeister Christian Ude

Markus Renk, Wagner’sche Universitätsbuchhandlung, BFI-Tirol-Geschäftsführerin Karin Klocker und Bestsellerautor Andreas Salcher

DIE KUNST DER FREUNDSCHAFT UNTEN LINKS: Christian Ude mit Markus Hämmerle, ZIMA-Marketing UNTEN RECHTS: Bundeskanzler Christian Kern mit Alexander Nußbaumer

25 Jahre ZIMA Tirol Im Rahmen einer stimmungsvollen Abendveranstaltung in der Orangerie des Congress Innsbruck feierte der Immobilienentwickler sein 25-jähriges Wirken in Tirol. Im Beisein von Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer und Münchens Alt-Oberbürgermeister Christian Ude begrüßten Alexander Wolf, Nicole Hanser und der CEO und Inhaber der ZIMA Unternehmensgruppe, Alexander Nußbaumer, zahlreiche Ehrengäste, langjährige Wegbegleiter und Freunde des Hauses. Seit dem Start der ZIMA 1971 in Vorarlberg und dem Markteintritt 1991 in Tirol wurden insgesamt über 6.000 Wohnungen gebaut und Betriebsansiedelungen für über 5.500 Arbeitsplätze geschaffen. Das Unternehmen hat dabei den Wandel des Wohnens und die sich ändernden Gesellschafts- und Haushaltsstrukturen hautnah miterlebt und mit innovativen Projekten beigetragen. ZIMA Tirol mit Standort in der Leopoldstraße 1 in Innsbruck beschäftigt mittlerweile 32 Mitarbeiter und ist im ganzen Bundesland mit Immobilienprojekten beschäftigt. Der Schwerpunkt liegt in der Schaffung und Entwicklung von qualitativ hochwertigen Neubauwohnungen und Gewerbeflächen. Unter dem Motto „Besonders wohnen in Tirol“ und „All-inclusive-Wohnen“ wird besonderer Wohnraum geschaffen. ZIMA-Geschäftsführer Alexander Wolf: „Tirol ist ein spezielles Pflaster und unser Team – bestehend aus ‚waschechten‘ Tirolern, die mit der Region tief verwurzelt sind – ist entsprechend engagiert, in unserem Heimatland besondere Lebensräume zu schaffen. 2016 haben wir in Tirol 164 Wohnungen und mehrere Geschäftslokale übergeben und zwischen Kitzbühel und Reutte knapp über 46 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet. Es erfüllt einen mit Stolz, durchs schöne Land Tirol zu fahren und die eigenen Bauprojekte zu sehen und zu wissen, dass wir für viele Familien das eigene Zuhause geschaffen haben. Gerade deshalb ist das der schönste Beruf der Welt und ist Verantwortung und Ansporn zugleich.“

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Das BFI Tirol pflegt seit vergangenem Jahr eine intensive Kooperation mit der Wagner'schen Universitätsbuchhandlung. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit fand kürzlich eine Lesung von Andreas Salcher am BFI Tirol statt, im Zuge derer der Bestsellerautor sein neues Buch „Ich bin für dich da – Die Kunst der Freundschaft“ vorstellte. Kurzweilig und tiefgründig erzählte er eigene Erlebnisse, die ihn prägten, und hinterfragte gängige Einstellungen zum Thema Freundschaft.

Gewinner Klaus Gramann (Mi.) mit Andrea Mayr und Michael Mayer, Klafs-Vertriebsteam

GEWONNEN KLAFS blickt heuer auf ein besonderes Jubiläum: Der Marktführer für private sowie gewerbliche Spa-Angebote feiert seine 50-jährige Erfolgsgeschichte. Zum Auftakt des Jubiläumsjahres organisierte das Unternehmen ein Gewinnspiel mit innovativen Preisen, österreichweit wurden dabei vier Trockensalzinhalationsgeräte und exquisite Verwöhnprodukte verlost. In Hopfgarten durfte sich Klaus Gramann aus Münster über den Microsalt SaltProX freuen.


© VOLKSBANK

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Sillpark-Centermanager Markus Siedl Die Referenten beim Bau- & Wohn-Forum in Mils bei Imst, v. l.: Reinhold Mungenast (Filialleiter der Volksbank in Landeck), die Hausherren Franz Josef und Bettina Staggl (Fesotec), Wohnbau-Spezialist Lukas Scharler (Volksbank), Willi Hörtnagl und Gerhard Krug (beide Amt der Tiroler Landesregierung), Architekt DI Mag. (FH) Christian Melichar (Energie Tirol) und Prok. Michael Jörg (Volksbank-Regionaldirektor für die Region Oberland)

ERFOLGREICHE BAUHERRENABENDE Die Volksbank Tirol AG startete im März eine Wohnbauoffensive mit vier Informationsveranstaltungen für Tirols Bauherren und war dabei in Mils bei Imst, Innsbruck, Schwaz und Kufstein zu Gast. Viele Tiroler träumen von den eigenen vier Wänden und so mancher hat für seinen Wohntraum bereits konkrete Pläne und Absichten, wie der große Andrang zu den Volksbank-Wohnbau-Foren bewiesen hat. Zu Beginn der Veranstaltungen informierten Experten der Landesregierung über die seit heuer wirksamen Änderungen und Verbesserungen im Bereich der Wohnbauförderung und Wohnhaussanierung und stellten die noch bis 31. Dezember 2017 laufende, einkommensunabhängige Sanierungsoffensive des Landes Tirol vor. Ein Finanzierungsexperte der Volksbank Tirol AG gab praktische Tipps für eine perfekte Wohnbaufinanzierung sowie einen maßgeschneiderten Versicherungsschutz und präsentierte die Topkonditionen des Volksbank-Wohntraum-Kredites. Anschließend zeigte Architekt DI Mag. (FH) Christian Melichar auf, was an den Mythen zum Thema Lüftung, Dämmung und Energieausweis dran ist. Zum Abschluss wurden jeweils noch drei Finanzierungsgutscheine im Gesamtwert von 1.000 Euro sofort unter den anwesenden Teilnehmern verlost.

REKORDFREQUENZ Der SILLPARK im Zentrum von Innsbruck zieht im Jahr eins nach dem Refurbishment ein positives Resümee: Der Centerumsatz kletterte 2016 um acht Prozent auf rund 111 Millionen Euro. Auch bei der Kundenfrequenz wurde ein neuer Rekord erzielt: Fast 5,7 Millionen Menschen besuchten den SILLPARK. Als neue Shops kamen der Geschenkartikelhändler Partyfiesta und Villa Kuchenbunt, ein innovatives Konzept für Backbegeisterte, in den SILLPARK. Kürzlich wurden auf der zweiten Parkebene zudem zwei Elektrotankstellen installiert. Kunden tanken hier völlig kostenlos Ökostrom. Absolutes Highlight dabei ist die Herkunft der Energie, denn der Strom dafür kommt direkt aus der Sill und dem hauseigenen Kraftwerk, das der SILLPARK bereits seit 1990 betreibt und damit die Energieversorgung des Shoppingcenters speist.

HERZLICH WILLKOMMEN BEI TIROLS GRÖSSTEN EVENTS

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27. MAI SCHLAGERPARTY LIVE

24. SEPT. OTTO WAALKES

30. SEPT. LUKE MOCKRIDGE

OLYMPIAHALLE OLYMPIAHALLE OLYMPIAHALLE Freuen Sie sich auf einen unvergesslichen Mit seinem neuen Programm „Holdrio In „LUCKY MAN“ nimmt uns der EnterAbend mit Ihren Original Stars! Again“ ist Otto mal wieder auf Tour. tainer mit in die Welt der Selbstfindung.

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07. April 2017 FC Wacker Innsbruck vs. SC Wiener Neustadt 18. April 2017 FC Wacker Innsbruck vs. KSV 1919 28. April 2017 FC Wacker Innsbruck vs. LASK Linz 12. Mai 2017 FC Wacker Innsbruck vs. FC Blau Weiß Linz

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V. r.: Spartenobmann Martin Wetscher mit Allegra Antinori, Sylvia Moser-Trebo, Wirtschaftskammer-Vizepräsidentin Barbara M. Thaler und Professor Günther Botschen (Retail Lab)

Großhändler unter sich: Kommerzialrat Leopold Wedl (l.) mit Sohn Lorenz (r.) und Thomas Walser (Eurogast Grissemann).

V. l.: Referent Arnold Weissman, Barbara M. Thaler, Martin Wetscher und Walter Amort vom Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol

V. l.: Peter Zelger, Obmann des Tiroler Modehandels, Friedrich Auer (Firma Hörtnagl) und Roderich Urschler, Obmann des Tiroler Außenhandels

Was Familienunternehmen so besonders macht

Eine Mischung aus hochkarätigen Vorträgen und kulinarischen Genüssen machte das Tiroler Handelsforum im Congresspark Igls wieder zur unterhaltsamen Wissensplattform rund um die Herausforderungen und Chancen in der Welt des Handels.

D

as „Tiroler Handelsforum“ der

nicht zu vernachlässigendem Gefahrenpo-

ternehmen mit Seele, Charme und einer his-

Sparte Handel in der Wirt-

tenzial. Als Wirtschaftskammer begleiten

torisch gewachsenen Wertestruktur. Zudem

schaftskammer Tirol und des

wir unsere Mitglieder bei diesen Herausfor-

sind sie die häufigste Ausprägung von KMU,

Retail Lab am Institut für

derungen und sind Partner und Förderer.

die wiederum die Träger des volkswirtschaft-

Strategisches Management, Marketing und

Aus diesem Grund haben wir dieses Thema

lichen Einkommens sind.“

Tourismus der Universität Innsbruck ist

für das diesjährige Handelsforum gewählt

seit Jahren ein Musterbeispiel für eine ge-

und für die Tiroler Handelsunternehmen

Zukunftsfähig

lungene Kooperation zwischen Wissen-

aufbereitet“, unterstrich Wirtschaftskam-

Im Rahmen des Handelsforums beleuchten

schaft und Wirtschaft. Die 8. Auflage des

mer-Vizepräsidentin Barbara M. Thaler, die

Experten aus unterschiedlichen Perspektiven,

Branchenevents widmete sich kürzlich im

als Moderatorin durch die Veranstaltung

wie die Zukunftsfähigkeit von Familienunter-

Congresspark Igls ganz dem Thema „Fami-

führte. Und Martin Wetscher, Obmann der

nehmen über Generationen hinweg marken-

lienunternehmen über Generationen hin-

Sparte Handel und selbst in vierter Genera-

stärkend sichergestellt werden kann. Wirt-

weg erfolgreich führen“. Mit gutem Grund,

tion an der Spitze eines erfolgreichen Fami-

schaftscoach Syliva Moser-Trebo beschäftigte

denn: „Zahlreiche Familienunternehmen

lienunternehmens, betonte in seiner Begrü-

sich etwa mit dem Generationenwechsel in

stehen durch Zukunftsfragen wie Generati-

ßung als Gastgeber des Handelsforums die

Familienunternehmen im Spannungsfeld

onswechsel und Digitalisierung vor großen

enorme Bedeutung von Familienbetrieben

von Selbst- und Fremdbestimmung. Vor dem

Herausforderungen. Herausforderungen mit

in unserer Wirtschaftsstruktur: „Sie sind Un-

Hintergrund, dass es 67 Prozent der Famili-

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promotion

Allegra Antinori gab interessante Einblicke in die lange Tradition des Familienunternehmens.

Arnold Weissman sieht in Differenzierung und Anpassung große Chancen für Familienunternehmen.

Ingrid Heinz (li.) und Stefanie Graber (beide MPreis) mit der Sprecherin des Tiroler Sportartikelhandels, Kathrin Brugger (Mitte)

Sylvia Moser-Trebo setzte sich in Igls mit der Übergabethematik auseinander.

Markus Juen (Geschäftsführer der Hofer-Zweigniederlassung Rietz, li.) wurde von Spartengeschäftsführer Alois Schellhorn im Congresspark Igls begrüßt.

enunternehmen in die zweite, 37 Prozent in

und verwies darauf, dass das „Survival of the

die dritte und nur noch zwölf Prozent in die

fittest“ im Sinne der Darwin’schen Evoluti-

vierte Generation schaffen, zeigte sie auf, wie

onstheorie auch in der Wirtschaftswelt gilt.

wichtig der Übergabeprozess ist. „Ein Pau-

Damit werden Differenzierung und Anpas-

schalrezept für eine gelungene Übergabe gibt

sung zu wichtigen Erfolgsfaktoren für Fami-

es freilich nicht, aber es gibt Faktoren, die un-

lienunternehmen. „Prognosen sind immer

bedingt berücksichtigt werden müssen“, so

unsicher. Deshalb kann man Unternehmern

Moser-Trebo. Wichtig sei es demnach, dass die

nicht garantieren, dass alles besser wird,

Übernehmenden sich freiwillig und autonom

wenn man im Betrieb etwas ändert. Aber es

und nicht aus Pflichtgefühl dafür entschei-

wird garantiert schlechter, wenn man nichts

den, das Unternehmen weiterzuführen. Aus

ändert“, konstatierte Weissman.

Übergebersicht sei es dringend ratsam, dass

Ein Best-Practice-Beispiel für die Wand-

der Generationenwechsel nicht nur früh ge-

lungsfähigkeit und den Innovationsgeist von

nug in die Wege geleitet, sondern auch konse-

Familienunternehmen präsentierte schließ-

quent abgeschlossen wird. „Ist die Übergabe

lich Allegra Antinori. Sie steht mit ihren zwei

vollzogen, darf es keinerlei Einmischung der

Schwestern an der Spitze des italienischen

Seniorchefin oder des Seniorchefs mehr in

Weinimperiums „Marchesi Antinori“, das seit

den Betrieb geben“, fand Moser-Trebo deutli-

unfassbaren 26 Generationen in Besitz ihrer

che Worte.

Familie ist. „Es braucht immer wieder viel

Danach zeigte Wirtschaftswissenschafter

Leidenschaft und Mut, um die Tradition am

Arnold Weissman, der selbst das Unterneh-

Leben zu halten und die Werte weiterzuge-

men seiner Eltern weiterführte, ehe er sein

ben. Dafür ist es sicherlich manchmal auch

Beratungsunternehmen gründete, was Fa-

notwendig, die persönlichen Bedürfnisse

milienunternehmen können müssen, um die

hinter die Interessen des Unternehmens zu

Herausforderungen der Zukunft zu meis-

stellen“, meinte Antinori. Die 27. Generation

auch heuer der kulinarische Genuss nicht zu

tern. „Die Welt wird immer globaler, digitaler,

steht mittlerweile schon in den Startlöchern,

kurz. Dafür sorgte neben Spezialitäten von

vernetzter, integrierter, volatiler, transparen-

um das Traditionsunternehmen in eine er-

Zillertal Bier, der Privatkellerei Morandell

ter und individueller – kurz gesagt, die Welt

folgreiche Zukunft zu führen.

und der Privatquelle Gruber ein dreigängiges

wird eben anders. Das Motto ‚Weiter wie bis-

Neben den zahlreichen fachlichen Inputs

Menü, das die gelungene Veranstaltung ab-

her‘ kann also keine Lösung sein“, meinte er

kam beim Tiroler Handelsforum natürlich

rundete. // www.wirtschaft.tirol

Markus Renk von der Wagner’schen Universitätsbuchhandlung hatte für die Besucher des Handelsforums spannende Lektüre parat.

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© ZILLERTAL BIER

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Die Vertreter des Gauder Fests, v. l. Robert Pramstrahler (Bürgermeister Zell am Ziller), Zillertal-Bier-Geschäftsführer Martin Lechner, Oswald Gredler (Landestrachtenverband) mit Gambrinus, dem Schutzpatron der Brauer, präsentieren gemeinsam mit Künstlerin Maria Peters und Günther Dankl (Kustos des Ferdinandeum) das neue Gauder-Fest-Sujet.

KULTURINITIATIVE ZUM GAUDER FEST Erstmals erwähnt im Jahr 1428, stellt das Gauder Fest heute eines der traditionsreichsten Volksfeste im Alpenraum dar. Im Jahr 2014 adelte die UNESCO-Kommission das Gauder Fest in Zell am Ziller durch die Ernennung zum immateriellen Kulturerbe Österreichs. Diesen kulturellen Anspruch bringen die Organisatoren zukünftig auch mit einer besonderen Kulturinitiative zum Ausdruck: Das Kunstwerk „Das Land, das Fest und die Frau“ der Tiroler Malerin und Literatin Maria Peters wird in diesem Jahr das Gauder-Fest-Sujet zieren. Auch in den kommenden Jahren wird jeweils ein anderer Tiroler Künstler mit der Gestaltung eines Kunstwerks beauftragt, das das Gauder-Fest-Künstlersujet zieren wird. Gauder Fest: 4. bis. 7. Mai 2017 in Zell am Ziller

ABENDESSEN STATT FRÜHSTÜCK Normalerweise lädt sie sonntags zum „Frühstück bei mir“ auf Ö3 und allwöchentlich hören eine Million Österreicher zu, wenn prominente Persönlichkeiten in entspannter Atmosphäre ganz Persönliches ausplaudern. Diesmal allerdings wurde der Spieß umgedreht und Claudia Stöckl im Rahmen der Veranstaltungsreihe „heisz&stark“ im Einrichtungshaus Föger zum persönlichen Gespräch mit Irene Heisz gebeten.

Axel Pfefferkorn und Jessica Julmy // Martina Illic und Claudia Epp // Stefan Burger, Isabelle Burger und Christoph Pfefferkorn

EDLE TROPFEN UND GOURMETERLEBNIS DER MEISTERKLASSE Zum Start in den März lud das Hotel Aurelio Lech zum exklusiven KRUG Brunch – eine Veranstaltung, die kein Feinschmecker missen möchte. Aurelio-Gastgeber Axel Pfefferkorn und Jessica Julmy (International Director of the House of Krug) erfreuten sich gemeinsam mit den Gästen an den kostbaren Champagnerraritäten. Für die kulinarische Untermalung der Veranstaltung sorgte das Team um Küchenchef Christian Rescher und Souschef Markus Niederwanger, ausgezeichnet mit drei Gault-Millau-Hauben. Das Fünfgänge-Gourmetmenü beinhaltete unter anderem einen Ötztaler Bauernsalat in seiner neuen Interpretation, eine Zuger Lachsforelle mit einer Variation der Ochsenherzkarotte und eine moderne Ofenkartoffel mit Forellenkaviar aus Zug. Die edlen Tropfen und kulinarischen Köstlichkeiten genossen neben weiteren Gästen auch Florian Moosbrugger (Hotel Gasthof Post), Isabelle und Stefan Burger (Der Berghof) sowie Christoph Pfefferkorn (Skilifte Lech).

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Agentur Mariacher & Friends


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SPATENSTICH Nach ausführlicher Planung begann kürzlich die Bauphase zweier Wohnprojekte am Vögelebichl mit elf Zweizimmerwohnungen sowie am Prämonstratenserweg in Wilten mit 15 Wohnungen und Kinderkrippe, die die Stadt Innsbruck im Erdgeschoss durch die ISD betreiben wird. Die Bauträger ALBA Prämonstratenserweg 5 Projekt GmbH und Vögelebichl 11 Projekt GmbH freuen sich über die gelungene Planung der Zwei- und Dreizimmerwohnungen. Der Spatenstich erfolgte in der letzten Februarwoche, der Verkauf wird durch die SE7EN Immobilien GmbH durchgeführt (siehe auch Seite 82/83). Bauträger Wolfgang Angerer, Architekt Mario Kirchmair und Gerd Reisigl, SE7EN Immobilien

Stefano Palenca, Direktor Christian Szabo und Marco Boni, JSH Messedirektor Christian Mayerhofer, AMS-Tirol-Landesgeschäftsführer Anton Kern, Landesrat Johannes Tratter, Angelika Alp-Hoskowetz, Sozialministeriumservice Tirol, Emmaus-Obmann Raimund Eberharter, Geschäftsführer Benedikt Zecha und Vorstand Elisabeth Riedl Rosenkranz

Küchenchef Senad Kovacevic und Luciano Palenca

Sozial engagiert Ivo Greiter mit Gattin und Sonja Ultsch // Andrea Ribaldone und Andrea Cigarin

Elke Hörmann und Florian Fledersbacher mit Doreen und Sebastian Schneemann

TIROL TRIFFT ITALIEN So lautet das Motto, unter dem das Grand Hotel Europa Anfang März zu einem exklusiven Dinner ins neu gestaltete Europa Stüberl lud und zu dem auch Eigentümerfamilie Palenca aus Italien angereist kam. Nach einem Aperitif im Barocksaal genossen die zahlreichen Gäste ein vorzügliches Menü von Küchenchef Senad Kovacevic und Gastkoch Andrea Ribaldone. Livemusik sogte für eine perfekte Umrahmung des Abends.

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Seit 1997 begleitet der Verein Emmaus Frauen und Männer, die irgendwann durch alle Netze der Gesellschaft gefallen sind. Der soziale Absturz kann verschiedene Gründe haben: Traumatisierungen aus der Kindheit, enorme psychische Belastungen oder Erkrankungen, Scheidung, Verlust des Arbeitsplatzes, Verschuldung, Verlust des familiären Rückhalts. Zudem locken Alkohol, Drogen und andere Suchtmittel Betroffene in die Abhängigkeitsfalle. Am Ende des Weges stehen Isolation und Obdachlosigkeit. Diese Spirale des Ausstiegs will der Verein Emmaus bei seinen Klienten stoppen und umkehren. Nach dem Motto „Gemeinsam leben – arbeiten – helfen“ wird die Rückkehr in ein stabileres Leben und die Integration in den Arbeitsmarkt angestrebt. Zu diesem Zweck bietet der Verein als soziales Unternehmen verschiedene Dienstleistungen rund um Haus und Garten an: Gartenhilfe, Reinigungsarbeiten, Übersiedlungen, kleinere Renovierungsarbeiten, Haushaltshilfe und Bügelservice. Eine neue Broschüre soll ein selbstbewusstes Zeichen nach außen sein. Menschen, über die man vielleicht einmal den Kopf geschüttelt hat, zeigen, wozu sie fähig sind: verlässliche Arbeit, radikale Lebensumstellung, Engagement für andere.

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