Zeittafel
14. Jahrhundert Genua ist eine der mächtigsten Seemächte Italiens mit Handels- und Militärstütz punkten im gesamten Mittelmeerraum sowie an den Küsten des Schwarzen Meeres und konkurriert hier mit den anderen Stadtrepubliken Italiens, insbesondere mit Venedig. Die Innenpolitik des Stadtstaats ist zugleich von bürgerkriegsartigen Auseinandersetzungen um die politische Vormachtstellung geprägt. In diesen ste hen sich, wie in ganz Italien, die Parteien der Ghibellinen und Guelfen gegenüber. Deren Feindschaft wurzelt in den Auseinandersetzungen zwischen Papst- und Kaisertum, ist in Genua aber längst zu einem innergenuesischen Machtkampf zwi schen den Patrizierfamilien der Grimaldi und Fieschi auf Seiten der Guelfen und der Doria und Spinola auf Seiten der Ghibellinen geworden. Als dritte politische Kraft sind zudem in Genau die „popolari“ entstanden – die Volkspartei, bestehend aus Bürgern, Handwerkern sowie Seeleuten. 1301 Geburt Simon Boccanegras als Kind einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie, deren Mitglieder bereits mehrfach hohe Staatsämter in Genua bekleidet haben. 23. Dezember 1339 Simon Boccanegra wird auf Lebenszeit in das nach dem Vorbild Venedigs neu geschaffene Amt des Dogen gewählt. In seine Amtszeit fällt die Rückeroberung von Gebieten entlang der Riviera, eine Reform der Regierungsstrukturen sowie die Aufrüstung der Galeerenflotte Genuas. 23. Dezember 1345 Bei einer von ihm selbst einberufenen Volksversammlung wird Boccanegra zur Aufgabe des Dogenamts gezwungen. 1351 / 1352 Francesco Petrarca ruft in zwei Schreiben an die Dogen und Räte der Republiken Venedig und Genua zur Befriedung des in Italien herrschenden Kriegszustands auf. 15. November 1356 Simon Boccanegra wird erneut zum Dogen gewählt.