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DEFENSE
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Mehr Resilienz durch digitale Sicherheitstechnik Unternehmen müssen effektiv ihre physischen Zugänge gegen Angriffe schützen – der herkömmliche Schlüssel reicht in vielen Fällen nicht mehr aus.
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ahrelang dominierte das Thema Cybersecurity die Diskussion. Doch in der jüngsten Zeit hat die physische Sicherheit von Unternehmen eine völlig neue Bedeutung bekommen. In der Vergangenheit haben wir uns sehr stark über isolierte mechanische Sicherheitslösungen unterhalten, die kaum in komplette Systeme integriert waren. Insbesondere beim Schutz kritischer Infrastrukturen (KRITIS) reicht es heute jedoch nicht mehr aus, eine Tür einfach nur auf- oder zuzumachen. Eine lückenlose und protokollierbare Nachvollziehbarkeit – wer war wann wo – ist unerlässlich geworden. Hierfür ist die elektronische Zutrittskontrolle inzwischen unabdingbar. Jens Kronenberg, Leiter Vertrieb, und Florian Rabe, Geschäftsführer von GU BKS SERVICE GmbH, erklären, wie heute eine moderne elektronische Zutrittskontrolle aussieht.
Warum gewinnt überhaupt die physische Sicherheit eine so große Bedeutung? Florian Rabe: Die Bedrohungslage hat
sich massiv verändert. Da die IT-Infrastruktur über Firewalls immer stärker gehärtet wird, verlagern Angreifer ihre Aktivitäten zunehmend in die physische Nähe der Unternehmen. Die größte Gefahr geht heute oft von Innentätern oder Social-Engineering-Szenarien aus. Denken Sie an den vermeintlichen
Servicetechniker, der von der hilfsbereiten Sekretärin durchgewinkt wird, sich so Zugang zum Serverraum verschafft und mal eben einen infizierten USB-Stick einsteckt. Welche konkreten Gefahren drohen Unternehmen? Jens Kronenberg: Das Spektrum reicht
von klassischem Diebstahl bis hin zu gezielter Sabotage mit dem Ziel, gesamte Anlagen stillzulegen. Angriffe auf kritische Knotenpunkte wie Transformatorenstationen können verheerende Kaskadeneffekte nach sich ziehen. Oft reicht die Sabotage eines einzigen Glieds in der Lieferkette, um die Produktion eines Lebensmittelproduzenten oder Industrieunternehmens vollständig lahmzulegen.
Reicht der gute alte mechanische Schlüssel am Bund für den Schutz noch aus? Kronenberg: Für komplexe Sicherheitsanforderungen stößt dieser Ansatz jedoch zunehmend an seine Grenzen. Das
Hauptproblem ist der Schlüsselverlust: Wer findet den Schlüssel und verschafft sich damit unbefugt Zugang? Zudem bietet Mechanik keine Echtzeitkontrolle. Moderne, digitale Zutrittssysteme arbeiten online. Geht ein Ausweis verloren, wird er sofort per Software gesperrt oder auf eine Blacklist gesetzt. Zudem können wir flexible Zonenberechtigungen, Schleusenfunktionen oder im Hochsicherheitsbereich eine Multifaktor-
Florian Rabe,
Jens Kronenberg,
Die Bedrohungslage hat sich massiv verändert. Da die IT-Infrastruktur über Firewalls immer stärker gehärtet wird, verlagern Angreifer ihre Aktivitäten zunehmend in die physische Nähe der Unternehmen.
Oft reicht die Sabotage eines einzigen Glieds in der Lieferkette, um die Produktion eines Lebensmittelproduzenten oder Industrieunternehmens vollständig lahmzulegen.
Geschäftsführer von GU BKS SERVICE GmbH
Authentifizierung mit Biometrie sowie das Vier-Augen-Prinzip realisieren. Die individuellen Möglichkeiten im Aufbau sind grenzenlos. Man kann Standorte dezentral und autark organisieren oder alles über eine hochgradig gehärtete Zentrallösung steuern. Aber auch mechanische Systeme haben weiterhin ihre Berechtigung – es kommt auf den Einzelfall an. Wie läuft der Prozess ab, wenn ein Unternehmen seine Sicherheit
Leiter Vertrieb GU BKS SERVICE GmbH
modernisieren möchte? Rabe: Wir starten grundsätzlich mit einer
umfassenden Bestandsaufnahme. Wir prüfen, ob bereits ein Sicherungskonzept existiert und welche ComplianceAnforderungen – wie etwa die ISO 27001 für Informationssicherheit – vorliegen. Auch Schnittstellen zu übergeordneten SAP-Systemen spielen eine Rolle. Auf dieser Basis erarbeiten unsere Projektmanager gemeinsam mit dem Kunden ein detailliertes Lastenund Pflichtenheft, in dem jede einzelne Tür spezifisch definiert wird.
Viele Unternehmen scheuen zunächst die Investitionskosten. Was entgegnen Sie diesem Argument? Rabe: Die gesetzlichen Vorgaben
verschärfen sich spürbar und auch die Haftungsrisiken für Geschäftsführer steigen. Zudem fordern Cyberversicherungen vermehrt den physischen Schutz der IT-Infrastruktur. Professionelle Bauherren wissen heute sehr genau, wie teuer ein Betriebsausfall ist. Die Investition in moderne Systeme zahlt direkt auf die Resilienz und die drastische Reduzierung von Ausfallzeiten ein. Wie steht es um den Datenschutz und die IT-Sicherheit Ihrer eigenen Systeme? Kronenberg: Beim Datenschutz binden
wir die Betriebsräte frühzeitig ein, da die Protokollierung von Mitarbeiterbewegungen transparent und sauber geregelt sein muss. Technisch arbeiten wir „state of the art“ mit hochsicheren Verschlüsselungsverfahren wie TLS und AES sowie Zwei-Faktoren-Authentisierung. Zudem bereiten wir uns intensiv auf kommende EU-Richtlinien vor.
Mehr Informationen über GU BKS SERVICE GmbH unter: www.gu-bks.de