Nikolaus Melchior Aberer (1683-1741), Landammann, Ochsenwirt
Nikolaus Melchior Aberer (1683-1741), Landammann, Ochsenwirt
Nr.9. Nikolaus Melchior Fetz
Nr.8. Franz Xaver Fetz
geb.24.6.1753 gest.7.9.1833 an Marasmus in Nr.18 zum Hof (diese Krankheit tritt auf, wenn ein Mensch unter genereller Unterernährung, also Mangel an Eiweißen, Fetten und Kohlehydraten leidet).
Franz Xaver Fetz heiratet am 29.10.1775 Anna Kauffmann, geb.23.12.1754 im Schäfle, gest.19.2.1814 an hitzigem Gallenfieber im Schäfle. Franz Xaver ist Landammann von 1798 bis 1802, von 1806 bis 1809 geduldeter Landammann. Seine Funktionen sind aber auf die eines Standesrepräsentanten reduziert. Er erhält von der Bayrischen Regierung als einziger Landammann eine Politikerpension: Jahrespension 200 Gulden bis zum Tode, also rund 23 Jahre. Er ist auch Besitzer der Alpe Rotenbach, die heute 2009 noch im Teilbesitz der Familie Fetz, „Hirschenwirts Franz“, ist. Nach der Hochzeit wohnt er in verschiedenen Häusern zum Hof. Um 1812 ist er Besitzer vom Lamm, wohnt aber nicht dort.
geb.13.5.1755, gest.29.7.1815 in Bozen im Südtirol. „Bei der am 24. September 1782 in Hohenems abgehaltenen Primiz des Nikolaus Melchior Fetz, genannt Pater „Mauritius Schwarzenberger“ ist Assistent: Pater „Anastasius“ aus Schwarzenberg, Exprovinzial der Kapuzinerprovinz Vorderösterreich und Guardian in den Klöstern Bezau und Radolfszell - Onkel des Primizianten, dann der Diakon und Pfarrhelfer Josef Fetz in Hohenems - Bruder des Primizianten. Weitere Anwesende sind: Seine viel geliebte Mutter Anna Maria Fetz, geb. Aberer, die ehrwürdige Frau Scholastika Fetz, sie legt die Profess im Kapuziner Kloster St. Anna in Bregenz ab, (Ablegung der Ordensgelübde der Armut, der Ehelosigkeit und des Gehorsames). Sie lebt seit der Aufhebung des Klosters bei ihrem Bruder Josef Fetz ein klösterliches Leben. Ferner sind dabei der Bruder Franz Xaver Fetz, der spätere Landammann, dann der Direktor der Stadtkanzlei Bregenz, Onkel Franz Xaver Aberer mit seiner Ehefrau, der Onkel Bartholomäus Aberer, Altlandammann des Bregenzerwaldes, sowie Herr Johann Aberer, Onkel und bekannter Kaufmann aus Schoppernau“. 87
Im März 1812 brennt das „Lamm“ völlig ab, aber schon 1813 baut Franz Xaver Fetz das Haus Nr.7, „Gasthaus Lamm“ in heutiger Form wieder neu auf.
1814 baut Franz Xaver das Haus Nr.18, Vögel (Käslädele) zum Hof, das er auch nach dem Tode seiner ersten Frau bewohnt. Man bedenke, dass diese zwei stattlichen Häuser mit ihren großen Käsekellern während der Bayrischen Besatzung gebaut-beziehungsweise groß umgebaut werden. Laut Bayrischem Kataster von 1808 ist Franz Xaver Fetz Besitzer der Häuser Nr.7, Lamm, Nr.18, Vögel und zur Hälfte Nr.2 Hirschbühl. (Vorarlberg gehört von 1806-1814 zu Bayern). Franz Xaver Fetz und Anna Kauffmann haben 9 Kinder. Eine Tochter, Maria Katharina, geb.1776, gest.1806, heiratet den Landammann Anton Metzler, geb.1798, gest.1802.
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Aus der Hohenemsermser Kirchenkronik, Heimatmuseum Bezau.
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