Behörden Spiegel / Juni 2024
IT-Security made in Europe
Verfahren gegen Microsoft US-Unternehmen hält dem BSI wichtige Informationen vor (BS/mk) Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat ein Verwaltungsverfahren gegen das US-amerikanische Unternehmen Microsoft eingeleitet. Bereits seit Herbst vergangenen Jahres versucht das BSI, Informationen über die Sicherheitsvorkehrungen von Microsoft zu erhalten – bis jetzt ohne Erfolg. Cyber-Kriminelle hatten in der Vergangenheit mehrfach cloudbasierte Produkte des Unternehmens angegriffen und somit Informationen von Microsoft selbst, aber auch von deren CloudKunden abgreifen können. So warnte das BSI im März dieses Jahres vor den Sicherheitslücken von MicrosoftExchange-Servern. Insbesondere Schu- Trotz mehrfacher Nachfragen und Klagedrohungen: Microlen, Hochschulen soft hält dem BSI sicherheitsrelevante Informationen vor. Grafik: BS/hasan, stock.adobe.com und Kliniken seien von Cyber-Spionage und Ransomware-Angriffen betrof- Zwar gab Microsoft inzwischen Infen gewesen. „Dass es in Deutsch- formationen preis, laut eines BSIland von einer derart relevanten Sprechers aber nicht von ausreiSoftware zigtausende angreifbare chendem Umfang. Installationen gibt, darf nicht pasDeshalb macht das BSI nun erstsieren“, äußerte sich Claudia Platt- malig von Paragraf 7a des BSI-Gener, die Präsidentin des BSI, und setzes Gebrauch. Der Paragraf ermöglicht es dem Bundesamt unter rief zur sofortigen Handlung auf. Nachdem die Schwachstellen anderem, die Herausgabe von Inentdeckt worden waren, hatte das formationen einzuklagen. Dr. VolBundesamt Microsoft immer wie- ker Redder, Bundestagsabgeordder dazu aufgefordert, wichtige neter und Obmann für die FDP im Informationen zu den getroffenen Digitalausschuss, befürwortet das Sicherheitsvorkehrungen heraus- juristische Vorgehen des BSI. „Es zugeben. Dem kam das Software- war längst überfällig“, so Redder auf Facebook. Ob Microsoft durch Unternehmen nicht nach. So fand ein für September 2023 das härtere Vorgehen zu mehr Kogeplantes, gemeinsames Treffen bei operation bewegt werden kann, Microsoft in Redmond nicht statt. bleibt abzuwarten.
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Systemhärtung Der oft unterschätzte Schutzschild für Ihre IT-Systeme Warum lieben Hacker die IT-Systeme vieler Behörden und anderer Organisationen? Weil sie oft leichte Beute sind! Hier stehen buchstäblich alle Türen offen. Ist das vielleicht auch bei Ihnen so? Und was können Sie dagegen tun? Die Lösung heißt Systemhärtung. Stellen Sie sich vor, Sie besitzen ein Haus, in dem die Türen nie geschlossen sind. Jeder könnte hi neingehen und Ihr Inventar stehlen. Würden Sie das tolerieren? Wohl kaum! Überträgt man das Bild des Hauses auf die IT-Infrastruktur von Unternehmen und Behörden, gibt es hier teilweise erheblichen Nachholbedarf. Warum? Die IT-Verantwortlichen installieren zwar sinnvolle Überwachungskameras in Form von Anti-Malware-Suiten und anderen Systemen zur Angriffserkennung (SzA), um Eindringlinge zu erkennen. Aber die Eingangstüren stehen weit offen – oder sie sind zwar zu, aber nicht verriegelt. So können Cyber-Gangster relativ einfach in Computer, Server, Notebooks und Cloud-Architekturen eindringen, dabei sensible Informationen stehlen, Daten verschlüsseln oder Systeme lahmlegen. Der daraus resultierende Schaden ist immens. Wie kann die digitale Haustür gesichert werden? Die Antwort lautet: Systemhärtung (englisch: System Hardening)! Wer sowohl einzelne Anwendungen wie Browser und Office-Produkte als auch die grundlegenden Betriebssysteme so konfiguriert, dass sie weniger Sicherheitslücken und Angriffsflächen bieten, schließt bildlich gesprochen seine Haustür. Hackern wird es so deutlich schwerer gemacht, einzudringen und umfassenden Schaden an-
Härtere und dadurch selbstheilende IT-Systeme – mit dem Tool Enforce Administrator ist das möglich. Foto: BS/FB PRO
zurichten. Systemhärtung ist eine noch wenig bekannte, aber äußerst sinnvolle IT-Sicherheitsmaßnahme. Und auch eine, die in immer mehr gesetzlichen Regularien explizit eingefordert wird. Allerdings kann die Umsetzung für die – meist überlasteten – IT-Abteilungen, die hunderte oder gar tausende Systeme betreuen, eine ziemliche Herausforderung darstellen. Daher ist es ratsam, die Systemhärtung und deren Überwachung zu automatisieren. Eine Lösung hierfür ist der Enforce Administrator. Mit dem Enforce Administrator wird zunächst ein Schutzschild aufgespannt und dann eine Art
selbstheilendes System geschaffen. Das bedeutet, dass mit dem Tool einerseits große und komplexe IT-Landschaften mit geringem Aufwand nach allen strengen Regularien und Standards gehärtet werden. Andererseits überwacht der Enforce Administrator die gehärteten Systeme und korrigiert etwaige Abweichungen automatisch. So entsteht ein nachhaltiger und dauerhafter Schutz, der das Risiko erfolgreicher Cyber-Angriffe deutlich reduziert. Mehr über den Enforce Administrator erfahren Sie unter https:// www.fb-pro.com/enforce-adminis trator/.
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