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Bericht über die LV-Schau Hessen-Nassau in Alsfeld 2021

Bericht über die LV-Schau Hessen-Nassau in Alsfeld 2021

Die LV-Schau Hessen-Nassau und „Andreas-Heide-Gedächtnisschau“ konnte trotz aller Umstände in Pandemiezeiten glücklicherweise zum 22. Mal am 13. und 14.11.2021 in den Hessenhallen in Alsfeld durchgeführt werden. Angeschlossen waren auch 17 Hauptsonder- oder Sonderschauen (u. a. SV der Züchter silberfarbig-gebänderter Dt. Zwerg-Wyandotten, SV d. Barnevelder- u. Zwerg-Barnevelder-Züchter Bezirk Hessen, SV der Dresdner u. Zwerg-Dresdner-Züchter, SV der Züchter Antwerpener Bartzwerge SV der Züchter gestreifter Dt. Zwerg-Wyandotten, SV der Zwerg-Italiener-Züchter aller Farbschläge, SV der Züchter Coburger Lerchen Gruppe Mitte, SV der Lahore-Taubenzüchter Gruppe Mitte, SV der Züchter Hessischer Kröpfer Gruppe Mitte und SV der Züchter Süddeutscher Farbentauben Gruppe Hessen). Ursprünglich war die Schau für den 30. und 31.10.2021 in TreburGeinsheim geplant und bis zum 30.09.21 befand sich in den Hessenhallen noch das Impfzentrum des Vogelsbergkreises. Der Kreisverband der Rassegeflügelzüchter Alsfeld-Lauterbach mit seinen Organisatoren Wolfgang Otterbein und Carsten Kruppert war nach Rücksprache mit dem LV-Vorstand um den verstorbenen Vorsitzenden Andreas Heide jedoch bereit 0,1 Hochbrutflugente, weiß, sg 95 Z kurzfristig einzuspringen und (Wilfried Spratler, Erlensee) bot der hessischen Rassegeflügelzucht damit wieder eine ideale Präsentationsplattform für unser Hobby. Herzlichen Dank dafür. Schlussendlich kam eine stattliche Meldezahl von rund 3.100 Tieren zusammen bei breiteren Gängen und ohne „Terminschutz“. Mehr als 310 Ausstellerinnen und Aussteller erhielten über 100-mal die Höchstnote v 97 Punkte, sowie jeweils über 40-mal das Hessenband und das AndreasHeide-Gedächtnisband. In Erfurt fand zeitgleich die thüringische LV-Schau statt, sogar mit Beteiligung hessischer Züchter.

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Ausstellungsleiter Wolfgang Otterbein konnte zur Schaueröffnung im kleinen Rahmen Ehrengäste und Aussteller willkommen heißen. Er dankte all denen, die zum Gelingen der Schau beitrugen, Landrat Manfred Görig (SPD) für die Übernahme der Schirmherrschaft und den Preisrichtern für ihre objektive Beurteilung. Außerdem erinnerte er an den verstorbenen LV-Vorsitzenden Andreas Heide, der am 16.09.21 plötzlich und unerwartet von

uns ging. Er war erfolgreicher Züchter, u. a. von Thüringer Weißschwänzen, Startauben Silberschuppen und Dänischen Stieglitzen.

Preismünzen wurden vergeben an Norbert Petsch (Laufenten, braun), Jörg Zarges (Federfüßige Zwerghühner, gestreift) und Bernd Noll (Amsterdamer Kröpfer, schwarz).

Groß- und Wassergeflügel

Den Anfang des Berichtes zu dem Groß- und Wassergeflügel macht ein Stamm Steinbacher Kampfgänse in blau. Der Stamm zeigte eine schöne ausgeglichene Größe mit einer feinen blauen Grundfarbe. Der Ganter hätte im Saum noch etwas reiner sein können. In der Gebissleiste und der Bohne zeigten sie das gewünschte schwarz. Im Schwingenabschluss sollte die Gans etwas fester sein. Sg 94 Z Baumgartl Gerald. Bei den Gänsen fangen wir mit den Pommerngänsen an, hier wurden grau – gescheckt gezeigt. Alle Gänse konnten in der Größe, Farbe und im Zeichnungsbild gefallen bei guter Halslänge und Halsführung. Wünsche gab es in der Lage der Armschwingen. Diese sollte fester sein. Bei einer Gans sollte auf die Wammenführung geachtet werden. Diese lag leider zu sehr auf einer Seite. V 97 HB Eidam Heinrich. Die Celler Gänse konnten ebenfalls in Typ, Größe und in der Haltung gefallen. Hier waren einige Tiere sehr angenehm in der Farbe. Als Wünsche wurden hier eine festere Schwingendeckfederlage, größere Schulter- und Brustbreite und farblich reiner angemerkt. SG 95 E Anke Jan–Phillip. Bei den Steinbacher Kampfgänsen in blau, sah man sehr feine Gänse in der Grundfarbe und in der Säumung. Größe und Form passten hier auch sehr schön. In den Kopfpunkten sah man die gewünschte schwarze Gebissleiste und auch eine schöne Halsführung. Als Wünsche wurden geäußert in der Brust mehr Frontbreite und Fülle, strammer im Wammenauslauf, sowie fester im Schwingenabschluss. HV 96 E Rasel Norbert. Die beliebten Fränkischen Landgänse waren wieder mit einer stattlichen Anzahl auf der LV Schau vertreten mit großen Unterschieden im Erscheinungsbild. Hier sah man kompakte Körper mit prima Körperhaltung, sehr feine Grundfarbe und auch Säumung, die bei manchen doch kla1,0 Steinbacher Kampfgans, blau, hv 96 E rer in der Grundfarbe und auch im Saum (Norbert Rasel, Neuberg) schärfer abgegrenzt und klarer sein sollte.

In den Kopfpunkten konnten sie auch gefallen mit guter Schnabelfarbe und Halsführung. Bei einigen sollte die Brust voller und gerundeter sein. Auch auf den Schwingenschluss sollte geachtet werden. V 97 MED 2 Kreß Harald. Die Elsässer Gänse in grau gefielen in der Größe, im Stand und in der Haltung, mit 0,1 Zwergente, wildfarbig, v 97 SE guter Halsführung, Lauffarbe (Richard Brand, Groß-Bieberau) und Schnabelfarbe. Hier waren die Wünsche in der Farbe auf den Decken gleichmäßiger, Schwingenlage fester und zwischen den Schultern voller. SG 94 Z Becker Siegfried. Bei den Gescheckten war es annähernd wie bei den grauen, sie gefielen auch in Stand und in der Größe, Gewünscht wurde fester im Halsgefieder, Schwingenschluss fester, mehr Frontbreite und in der Herzzeichnung gleichmäßiger. HV 96 E Becker Siegfried. Den Schluss bei den Gänsen machten die Böhmischen Gänse. Man sah im Körper gut gerundete Tiere mit feinem Stand und Haltung, sowie eine schöne Halsführung. In den Kopfpunkten konnten sie ebenfalls überzeugen. Der Wunsch nach einem glatteren Schwingenschluss wurde vermerkt. HV 96 E Zarges Friedhelm. Bei den Enten beginnen wir mit den Warzenenten, wildfarbig. Die Enten konnten in ihrer Form und Haltung gefallen. Mit feinem Grünglanz wirkte die Zeichnung sehr elegant. Die Kopfpunkte gefielen mit glattem Gesichtsfeld und schöner Warze. Wünsche waren hier Farbgebung, im Flügel gleichmäßiger, mehr Schulterbreite und Unterlinie harmonischer. V 97 SE21 Zarges Friedhelm. Die weißen Warzenenten konnten ebenfalls in der Größe, Form, Stand und Haltung überzeugen. Die Tiere mit glattem und federfreiem Gesicht waren hier an der Spitze. Volle und breite Brust überzeugten. Wünsche gab es im Übergang zum Bauch, der fließender sein sollte. Glatter im Halsgefieder und kräftigere Warze wurde auch als Wunsch angemerkt. HV 96 SE40 Weber Jens. Die Laufenten in braun zeigten Tiere mit gleichmäßiger Mantelarbe, einen guten Einlauf vom Hals in den Körper ohne groß zu ecken. Die Kopfpunkte mit einem schönen Kehlschnitt, ließ die Tiere elegant wirken. Als Wunsch wurde hier auf den Stand hingewiesen. Auch die Eleganz kam bei den etwas kräftigeren Tieren nicht zum Ausdruck. V 97 AHGB Petsch Norbert. Die Smaragdenten gefielen mit ihrer waagrechten Körperhaltung, dunklen Läufen und im Stand mit gutem Grünglanz. Hier war der Wunsch, dass sie in den Backen noch trockener

sein sollten, sowie etwas angehobener in der Schwingenhaltung. Sg95 E Zarges Jörg. Hochbrutflugenten in dunkelwildfarbig gefielen in ihrer Bootsform und ihrer Körperhaltung. Wünsche waren hier Flügelhaltung waagrechter getragen und in der Farbe gleichmäßiger. HV 96 E Spratler Wilfried. Die grobgescheckt blauen Tiere sagten in der Form und in der Körperhaltung zu. Sie zeigten im Rumpf volle gestreckte Tiere. Die Unterrückendeckung wurde hier ausgeprägter gewünscht und in der Zeichnung wurde eine Ente noch gleichmäßiger verlangt. HV 96 E Spratler Wilfried. Eine kleine Kollektion in weiß mit Haube konnte ebenfalls in den Rassemerkmalen überzeugen. Wünsche nach mehr Unterrückendeckung, strafferen Schwingenlage und stärker geschlossener und gerundeter Haube wurden angemerkt. V 97 HB Spratler Wilfried. Den Schluss bilden, wie immer in unserem Bericht, die Zwergenten, die in diesem Jahr in acht Farben gemeldet waren. Leider fehlte ein Farbenschlag komplett. Man sah feine Rassevertreter mit schönen runden Köpfen, waagrecht gesteckten Schnäbeln, die schön breit und kurz waren. In der Form waren sie sehr ausgeglichen mit guter, kurzer, breiter Form und voller breiter Brust. Im Stand waren sie auch schön anzusehen. Wie bei jeder Rasse gab es auch hier Wünsche die wie folgt beschrieben wurden: Im Kopf noch gerundeter, Schnabel besser gesteckt, mehr Unterlinie, sowie kürzer im Typ. Bei einigen wurden die Flügellage straffer und hinter den Läufen ausgereifter gewünscht. Wildfarbig V 97SE 33 / HV 96 E Brand Richard Blauwildfarbig HV 96 E Stahl Paul + Phil Silberwildfarbig HV 96 SE34 Volz Janik Weiß V 97 HB / HV 96 E Volz Janik Schwarz V 97 AHGB Volz Ronald Blaugelb SG 95E Volz Ronald Grobgescheckt Wildfarbig SG 94 Z Stahl Timo

(Richard Brand)

0,1 Brahma, silberfarbig-gebändert, hv 96 SE (Jürgen Ott, Merenberg)

Hühner und Zwerghühner

423 gemeldete Hühner waren in etwa die Hälfte der Meldezahlen aus den Vorjahren. Die Kämpfer und deren Verwandte machten den Anfang. Shamo in fünf Farben und aus vier Zuchten, Tuzo, welche die kleinsten Großkampfhühner darstellen, in drei Farbschlägen und erstmals acht überaus seltene Yakidos wurden gezeigt. Die riesigen Brahma in vier Farbschlägen (silberfarbig-geb., hv: J. Ott), gelbe und gelb-schwarzgesäumte Orpington (v: ZG Seipp u. Firla) sowie 18 schwarze Australorps (v: H. Schneider) sah man in der Folge. Die Ausstellungskäfige der Blau-gesäumten blieben leer.

Herausragend glockenförmige Körper sah man zweimal bei den Amrocks (2 x hv: P. Busser). Überwiegend sehr guten Sussex folgten 20 französische Marans in schwarz-kupfer und blau-kupfer aus vier Zuchten (hv: G. Baumgartl), Sundheimer (hv: Anette Luh) und vorbildliche sog. Deutsche Wyandotten in zwei Farben (blau, v: H. Vierheller). Zwei Farben der Barnevelder (weiß, hv: M. Weber), 25 Welsumer in zwei Farben (rost-rebhuhnfarbig, v: W. Werner, 2 x hv: W. Bichler), 25 goldbraune New Hampshire (hv: J. Hambach) und vorwiegend ansehnliche braune Dresdner (v, hv: N. Ansorge) schlossen sich an. Den Zwischentyp ver- 1,0 Australorps, schwarz, v 97 AHGB traten 23 Araucana in zwei Farbschlägen (Heinrich Schneider, Neuental) aus vier Zuchten (gesperbert, hv: T. Södler), durchweg schwarze Cemani, sehr gepflegte weiße Strupphühner und 21 Vorwerkhühner (hv: F. Arici). Im Mittelmeertyp waren 50 Italiener in neun Farben (rebhuhnhalsig, hv: N. Bathon; goldfarbig, v, hv: E. Bernhard; schwarz-weißgescheckt, hv: J. Carle) und 14 weiße Leghorn aus zwei Zuchten (v, hv: M. Müller) angetreten. Qualitativ gleichmäßig waren schwarze Seidenhühner mit Bart, während es bei den Appenzeller Spitzhauben, den schwarzen (hv: M. Peter) und blau-gesäumten Breda, schwarzen (v, hv: H. Völker), blaugesäumten und orangehalsigen Rheinländern, leistungsstarken Deutschen Sperbern, goldenen Westfälischen Totlegern und Hamburgern (v: H. Völker) auch b- oder u-Noten gab. Typisch wachtelfarbige Brabanter Bauernhühner, drei Farben der Thüringer Barthühner und 1A-Kaulhühner (v: G. Baumgartl) wurden fast durchweg mit sg beurteilt. Weiter ging es mit fast 1.200 Zwerghühnern, wie beispielsweise gold-weizenfarbigen Chabo, 48 Bantam in fünf Farben (schwarz, hv: W. Schmidt; blau-gesäumt, 2x v, hv: B. Findling; gelb-schwarzcolumbia, v, hv: W. Kruppert), darunter u. a. gelb-blaucolumbia (AOC, hv: W. Kruppert) und Sebright (v, 2x hv: A. Weigelt). Bei den Belgischen Bartzwergen waren die Antwerpener mit 120 Exemplaren in elf Farben (schwarz, hv: Sabrina Findling; gesp., v, 2x hv: B. Findling; blau-gesäumt, v, hv: B. Findling; wachtelfarbig, hv: W. Geis; gelb-schwarcolumbia, 2x v: H. Grölz; gelb-blaucolumbia, hv: H. Grölz; goldhalsig, v, hv: C. Kruppert; isabell-porzellanf., v, hv: Sabrina Findling; gelb m. w. Tupfen, v: Sabrina Findling) quantitativ vor den Grübbe (16, wachtelfarbig, hv: R. Kämpfer), Ükkelern (v, hv: H. Grölz) und Watermaalschen (hv: W. Schuppe). Im Urzwerg-Bereich standen nach fast 20 Federfüßigen Zwerghühnern (weiß, v: J. Hofmann; gestreift, v, hv: J. Zarges) noch 55 Holl. Zwergh. in sieben Farben (goldh., v: W. Schuppe; orangeh., v, hv: W. Schuppe; rot-gesattelt, hv: K.

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Filip) sowie weiße Dt. Zwerghühner. 37 Zwergkämpfer und Verwandte sprechen für die Beliebtheit dieser Gruppe. Kennfarbige Moderne Englische Zwerg-Kämpfer (v: R. Kämpfer), drei Farben der Ko Shamo (gelb m. schwarzem Schwanz, v: M. Rink), Zwerg-Kraienköppe, hochwertige, grüne-Eier-legende Javanesische Zwerghühner und 16 schwarze und wild1,0 Amrocks, gestreift, hv 96 AHGB farbige Zwerg-Sumatra tra(Peter Busser, Seligenstadt) ten zum Wettbewerb an. Bei den fast 40 Zwerg-Brahma in vier Farbschlägen waren bis auf eine Henne alle Tiere sg oder besser (weiß-schwarzcol., v: C. Behmer; silberf.-geb., hv: ZG Wesp u. Klatt; rebhuhnf.-geb., v, hv: ZG Wesp u. Klatt; blau-rebhuhnf.-geb., hv: M. Rotschadl). Größere Meldeergebnisse kamen auch bei den hochstehenden Dt. Zwerg-Langschan (25, schwarz, v, hv: G. Lortz; birkenfarbig, hv: Lortz), würfelförmigen Zwerg-Orpington (24, rot, hv: A. Becker; birkenfarbig, hv: R. Sohl), zum Teil hochwertigen Zwerg-Australorps (25, schwarz, v, hv: R. Titz; v: S. Sharipov) und kennsperber Bielefelder Zwerg-Kennhühner (35, v, hv: I. Rothermel) zusammen. Bei den 24 Zwerg-Orpington (rot, hv: A. Becker; birkenfarbig, hv: R. Sohl) sieht man die attraktiven Schokoladenbraunen und bei den Zwerg-Plymouth Rocks die Gelben nur selten. Leer blieben die Ausstellungskäfige der Dt. Zwerg-Lachshühner. Verbessert zeigten sich die Zwerg-Sundheimer (v: R. Kratz). Sehr erfreulich war der Auftrieb im Jahr des geplanten Siegerrings von 43 Zwerg-Niederrheinern in drei Farben (gelbsperber, v 2x hv: Karin Link). Auf Frankfurter Zwerghühner (v, hv: R. Pfaff) folgten die beliebten sog. Deutschen ZwergWyandotten mit fast 250 Exemplaren in dreizehn Farbschlägen. Am stärksten vertreten waren die Silberfarbig-gebänderten (42,67; v, 7x hv: P. Koch; v: J. Burkhardt; v, hv: B. Riemer) gefolgt von Rebhuhnfarbig-gebänderten (22, v: M. Fedra), Schwarzen (20, v, hv: K. Rösser; hv: E. Weber) und Gestreiften (17, v: C. Geis; hv: H. Kress). Kleinere Kollektionen sah man bei den Weißen (v, hv: T. Hooker), Orangefarbig-gebänderten (hv: E. Balser), Silber-schwarzgesäumten, Gelben, Roten (hv: Y. Roth), Schwarz-weißgescheckten (hv: F. Bonifer), Gelb-weißgesperberten (hv: J. Kaleja), Braun-porzellanfarbigen und weißschwarzcolumbia (2x hv: H. Kraft). Ein Auf und Ab war bei den Dt. Zwerg-Reichshühnern (hv: T. Hooker), den 56 Zwerg-Barneveldern in vier Farben (dunkelbraun, hv: R. Reis; schwarz, v: K. Wagner, hv: ZG H. u. W. Schmidt) und 19 Zwerg-Welsumern in drei Farben zu erkennen. Die Kämme bereiteten manchmal Kopfzerbrechen. Zu ihrer SS präsentierten

sich 38 Zwerg-New Hampshire in goldbraun (v, hv: T. Stahl) und weiß. Ein beachtliches Meldeergebnis erzielten auch 63 Zwerg-Dresdner in braun (v, hv: D. Schröder, hv: H. Heßke), schwarz (hv H. Heßke, hv: J. Ruppel) und weiß (v, hv: W. Mauchel). Hier sollten die hv-Tiere oftmals fließender im Übergang sein. Unter den gold- und blau-weizenfarbigen Zwerg-Araucana stach besonders eine Bommelhenne hervor (v: R. Reutzel). Ebenfalls die Hennen ragten bei den Zwerg-Vorwerkhühnern heraus (v, hv: D. Roth). Von den verzwergten Mittelmeerrassen bereicherten lediglich die weißen Amerikanischen Zwerg-Leghorn (hv: T. Michel) und zu ihrer SS 65 Zwerg-Italiener in sechs Farben die Ausstellung. D. Lattka (goldfarbig; 2x v, hv), M. Knapp (rotgesattelt; hv), D. Scheurer (schwarz; hv), W. Roth (schwarz; v, hv), Kira Knapp (gestreift; hv) und H. Mahr (schwarz-weißgescheckt; hv) erhielten Top-Bewertungen. Einigen Gestreiften fehlte ein klares Streifungsbild. Schön anzusehen waren die seltenen Gelbsperber. Bei den schwarzen Zwerg-Seidenhühnern fehlte der hv-Henne zur Höchstnote nur einseitig eine edlere Zehentrennung. Hv gab es ebenfalls bei den Weißen (beide H. Schuck). Sie waren die einzigen Vertreter im Bereich der ZwergHaubenhühner und deren Verwandten. Den gewünschten rechteckigen Rumpf zeigten viele der 42 schwarzen Zwerg-Rheinländer (je 2x v, hv: O. Diehl; hv: ZG Wachtel u. Streitenberger). Den Abschluss der nordwesteuropäischen Zwerghuhnrassen bildeten Zwerg-Hamburger (hv: H. Völker) sowie durchaus rare rebhuhnhalsige Appenzeller Zwerg-Barthühner (hv: F. Weiß), bei denen der hv-Hahn nur kleine farbliche Wünsche aufzeigte. Wildfarbige Japanische Legewachteln bereicherten ebenfalls die Schau (hv: H. Völker).

(Michael Kruppert)

0,1 Javanesisches Zwerghuhn, rebhuhnfarbig, sg 93 (Georg Kruppert, Schlitz)

Tauben

Mit 1.279 Tauben waren doch erheblich weniger Tauben am Start. Aber nun zu den Tieren. Acht Strasser in Blau o. B hatten ihre Wünsche in der Gefiederglätte, Rückendeckung und Schwingenfarbe. Die Mährischen Strasser in Blau o.B. wünschte man mehr Unterbrust und Stirn. Wünsche nach festeren Schwingen und Flügellage schlossen sich an. 1x HV für Ch. Eitel sowie V AHGB für den schwarzbindigen desselben Züchters. Es folgten die Luchstauben weißschwingig, in diesem Jahr nur in Blau- weißgeschuppt zu sehen, dafür aber in schöner Qualität. Für Formentauben typische Forderungen nach mehr Brustfülle und festerer Rückendeckung waren zu lesen. Zusätzlich der Wunsch nach gleichmäßigerer

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Schuppung und deutlicherem Schuppungssaum. HV E und V HB für A. Scharf. Einen festen Bestandteil auf unserer LV-Schau bilden die Coburger Lerchen. Die gelerchten sind eine Augenweide und eine solche Flügelzeichnung, sucht unter den Taubenrassen ihresgleichen. Trotz allem, haben auch Sie Wünsche offen, welche da 1,0 Coburger Lerche, silber ohne Binden, v 97 AHGB wären: Mehr Brustbreite, Halsgefieder fester, Schna(Helmut Kunkel, Hanau) belfarbe reiner und Schwingenfarbe gleichmäßiger HV LVP für K. Otterbein. Die Lerchen mit Binden hatten im Großen und Ganzen die gleiche Wunschliste, hinzu kamen die Forderung nach glatterer Binde und eleganter in der Bindenführung HV und V HB für W. Backe. Die Silber ohne Binden erweiterten die Wünsche um mehr Rückendeckung, Deckenfarbe gleichmäßiger sowie Hals-, und Schwingenfarbe angepasster 2x HV K. Otterbein, 1x HV W. Backe sowie HV und V HB für H. Kunkel. Die 6 Mittelhäuser in der Ursprungsfarbe weiß hatten die klassischen Wünsche nach breiterer Brust, Schwingen und Schwanzlage fester, HV errang H. Nanz. Die Lahore präsentierten sich in 4 Farbenschlägen, wovon bei einem die Käfige leer blieben. Die Schwarzen gefielen recht gut es wurde aber auf die Schwingen und Flügellage sowie die Halslänge, Kopfrundung und zuletzt auf die Latschenform hingewiesen HV und 2x V mit HB für Chr. Muth. 17 roten könnte allgemein ein festeres Gefieder stehen. Farblich noch satter und mehr Unterbrust waren weitere Wünsche HV R. Häuber. 9 gelbe mit analogen Wünschen zu den Roten wurden mit HV bedacht Chr. Muth. Die Blauen mit schwarzen Binden blieben Zuhause. Das gleiche Schicksal ereilte die rotfahlen Soultzer Hauben. 10 rote Libanontauben machen einen doch immer wieder exotischen Eindruck. Der PR. wünschte die Brust betonter den Augenrand zarter und Augenmerk auf das Kopfprofil HV für R. Reis. Die Show Racer nur in einem Farbschlag Blau-schimmel mit schwarzen Binden sind nicht oft zu sehen. Die Wünsche, keilförmiger im Körper, Warzen verschliffener und Flügellage straffer HV M. Schmitt. Bei den Deutschen Schautauben sah es in diesem Jahr nicht ganz so rosig aus. Trotz der 10 Farbschläge schon recht viele G-Noten, welche auf der Wunschliste Dinge wie Hinterpartie kürzer, Brust voller oder auch Hals und Warzen glatter stehen hatten. Weitere Wünsche bezogen sich auf die Schnabelpflege und den Nackenabgang. Bei den Dom. Gelben HV für P. Wiegand und V HB für R. Schwinghammer auf weiß. Anders sah es bei den Indianern aus. Alle mindestens mit Sg bedacht, wurden Kopfbogen gewölbter, Schnabelpflege, Augenrand und Hinterpartie kürzer vermerkt HV und V AHGB für Th. Reis.

Nur 7 weiße Steinheimer Bagdetten, aber alle im Sg-Bereich wünschte man mehr Brustfülle und gerundetere Köpfe, Züchter: H. Schwanz. 8 weißen Malteser von unserem Altmeister A. Finkernagel wurden allgemeine Wünsche bescheinigt, wie kürzer im Rücken, Nacken flüssiger und Scheitel gewölbter. 17 Modena in 2 Farbschlägen Blau mit bronze Binden und bronze-gehämmert von einem Züchter dürfen als Wunsch formuliert, mehr Brustbreite, Ständer gerader und Unterlinie gerundeter zeigen VHB P. Simon. 14 Deutsche Modenesser in Gazzi von 3 Züchtern in 3 Farbschlägen können vom Scheckungsbild immer begeistern HV für blau m. s. Binden von K-H. Rath und HV für M. Schleich auf blaufahlsulfur-geschuppt. 12 Farbschläge wurden bei den Schietti gezeigt, wobei wie üblich die Schwarzen mit 49 Tieren den größten Raum einnahmen 2xHV und V AHGB für H. Wenzel, V HB für S. Crnkovic und HV für R. Etzel. Den Andalusierfarbigen gereichte es zum HV für W. Guthier. 14 Blauschimmel mit dunklen Binden waren in der Kollektion recht ausgeglichen und bekamen zu Recht V AHGB und HV für K. Steineke. 8 Blau mit bronze Binden können noch verbessert werden sg 95 H. Best. Das Gleiche gilt für die 2 bronzegehämmerten aus der gleichen Zucht. Auch fester in der Feder können die 6 Roten werden. Leer blieben die 6 Käfige der gemeldeten dunkel-hellschildig gesäumten. Die 6 rot-hellschildig gesäumten zeigten sich jedoch und sind eine echte Seltenheit unter den Modenesern, W. Nöldner. 9 Eisfarbige mit schwarzen Binden von 2 Züchtern in ausgeglichener Qualität konnten HV erzielen B. Noll. Auch fein die 2 Eisfarbig gehämmerten. 4 blaufahl-sulfurbindige und 4 blaufahl- sulfurgeschuppte sieht man auch nicht oft. Hier war T. Schmidt Einzelaussteller. 17 Rotfahle mit roten Binden zeigten eine sehr hohe Durchschnittsqualität und erlangten HV AHGB W. Guthier. Nun ging es mit den Kropftauben weiter, die mit 9 Rassen zugegen waren. Den Anfang machten die Pommerschen Kröpfer, die gerne in der Hinterpartie kürzer werden dürfen. Ebenso darf die Vorderlänge und die Standhöhe steigen. Latschen geschlossener und auch das Kropfgefieder waren weitere Wünsche W. Michalka HV. Die 10 Englischen Zwergkröpfer in weiß stammten alle aus einer Zucht M. Kratz HV. Die Wunschliste konzentrierte sich auf schmalere Flügel, kantiger im Bug und im Schenkelaustritt flüssiger. 12 Verkehrtflügelkröpfer in blau, rot und gelb stammten alle aus einer Zucht. Farbschlagübergreifend waren die 1,0 Mährische Strasser, blau o. schwarzen Wünsche Stand höher, Hinterpartie abfalBinden, hv 96 E (Christian Eitel, Mühlheim) lender und kürzer, ausgeprägter in den

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Latschen HV auf gelb von K-H. Kahlenberg. Wieder mal eine Augenweide waren die Hessenkröpfer. Gar nicht plump, stellt dieser Kröpfer doch besondere Ansprüche an seine ausgewogene Erscheinung, die wenn sie nicht vorhanden ist, sehr schnell ins Auge fällt. So wurden farbschlagübergreifend folgende Wünsche geäußert, 1,0 Temeschburger Schecke, schwarz, hv 96 LVP (Gerd Weyrauch, Reinheim) Hinterpartie kürzer und abfallender, Rückendeckung, mehr Halslänge und diverse Ansprüche an die farblichen Gegebenheiten HV bekamen E. Waas auf blau m. s. Binden, G. Wolf auf blau o. Binden, derselbe auf gelbfahl gleich 3x, wie auch A. Roos 1x HV, G. Wolf errang auf rotfahl-gehämmert und gelbfahl-gehämmert noch insgesamt 3x HV, das V-Tier stellte R. Bube bei den blau-gehämmerten. Eine sehr hohe Durchschnittsqualität ist bei den Marchenero Kröpfern zu finden. In 5 Farbschlägen konnte diese unter Beweis gestellt werden. Wünsche hatte der Preisrichter zur Schwanzwinkelung, Schwingenlage, einer breiteren Streuung und kantigeren Schultern, V auf braun-gescheckt, sowie auf weiß mit V HB und 2x HV, alle von R. Bube. Auch Einzelaussteller war B. Diebel bei den weißen Stellerkröpfern. Wünsche gab es zur Standhöhe, Fersendruck, Hinterpartie kürzer und Schenkeleintritt flüssiger V HB und HV. Die Voorburger Schildkröpfer sind nach wie vor stark vertreten auf unserer LV-Schau. Die Qualität variiert ein wenig von Farbschlag zu Farbschlag, aber im Großen und Ganzen ist der Zuchtstand sehr hoch bei uns in Hessen. So waren auch die Wünsche farbschlagübergreifend zu finden, natürlich immer im Hinblick auf den Zuchtstand des Farbschlags. Wünsche waren Hinterpartie kürzer und abfallender, Vorderpartie länger, mehr Standhöhe, Nackenwölbung und Haltung aufrechter, dazu kamen die farbspezifischen Wünsche. V auf schwarz von K-F. Schwalm, auf rot 2 x V und 2 x HV für B. Kammer, bei den gelben gab es V und HV für A. Wittmann. Ebenfalls Alleinaussteller bei den braunfahlen S. Steinmann mit HV. Auch nur ein Aussteller bei den Rotfahlen Th. Müller 2 x HV. Bei den gelbfahlen war es D. Kobinger der die Nase vorn hatte, gleich 2 x V mit einem HB und 2 x HV. Ein sehr attraktiver Farbschlag sind auch die braunfahlgehämmerten, hier war S. Steinmann führend mit HV. Die gelbfahl-Gehämmerten wurden mit V und HV versehen, auch hier an S. Steinmann. Die Amsterdamer Kröpfer waren in 3 Farbvarianten angetreten. Einiges an g-Tieren war zu sehen, meist mit Wünschen wie kürzere Hinterpartie, Stand freier und Blaswerk noch breiter. Bei den schwarzen gab es V AHGB für B. Noll und 2 x HV bei den gelb-geherzten für denselben Züchter. Den Abschluss der Kröpfer bildeten die Brünner Kröpfer mit 2 Farben. Wünsche waren Schenkelbefiede-

rung glatter, mehr Halslänge, Blaswerk kugeliger und deutlicher in der Schnürung. Bei den weißen 2 x HV für G. Weiher und bei den gelbfahlen mit Binden U. Lauer mit HV. Den Anfang bei den Farbentauben machten die Eistauben. Bei eisfarbig ohne Binden wurde das Halsgefieder und die Eisfarbe in die Wünsche geschrieben HV D. Lattka. Ähnlich die Wünsche der weißbindigen, welchen zusätzlich eine glattere Binde gewünscht wurde. Die gehämmerten dürfen in der Hämmerung reiner und keiliger werden, ebenso sollte man die Kopffarbe im Auge behalten HV R. Nickel. Die 8 Startauben in schwarz blieben aus. 20 Münsterländer Feldtauben dürfen in den Köpfen etwas eleganter werden. Auch ist eine saubere blaue Farbe weiterhin das Zuchtziel, V HB und HV für R. Reis. 12 Glattköpfige Glanztauben sollen waagrechte Haltung zeigen und auch hier dürfen die Köpfe gerundeter werden V für H. Seibert. Die schlichte Schönheit der Süddeutschen Kohllerche ist nicht einfach zu erreichen, können doch Kopfrundung, Pfeilspitzen und die Randfarbe verbessert werden V AHGB und HV an ZG Althainz-Flauger. 6 gelbe Süddeutsche Blassen waren sehr ausgeglichen und bekamen HV K. Flack. 14 blau weißbindige Süddeutsche Mönche in glattfüßig wurden von 2 Züchtern gezeigt. Wünsche hier: Binden glatter, Saum zarter und Spitzkappe höher 2 x HV H. Dörr. Gleichmäßig in der Farbe waren die gelben Fränkischen Feldtauben die Augenränder runder und die Noten hätten höher gehen können, 2 x HV J. Schmitt. 5 schwarze Herzschecken, in der Farbe recht fein sollten eingedecktere Augenränder zeigen und die Brust etwas voller haben C. Harbecke. Die Fränkischen Samtschilder müssen typischer in der Kopfrundung werden ansonsten schöne Tiere V HB G. Römer. Bei den Nürnberger Lerchen ist die Schwingenfarbe reiner gewünscht, ebenso die Kehle reiner im Gold und der Rand intensiver, waren die Wünsche bei den gelerchten ZG Lerch HV. Die bindigen dürfen leuchtender im Gold werden und allgemein längere und glattere Binden bekommen HV M. Schwab. Nur 8 Thüringer Weißschwänze ist echt schwach, dafür aber V HB für A. Schäfer. Den rotfahlen Thüringer Mönchen ist eine sauberere Deckenfarbe zu wünschen. Neben den schwarzen waren bei den Thüringer Schildtauben auch eine Reihe an seltenen Toy-Stencil-Varianten in blau und blaufahl zu sehen. Allgemein ist die Kopfrundung zu verbessern bei den Seltenen ist auf scharfe Zeichnung und zarteren Saum hinzuarbeiten V auf schwarz O. Rodehau. Die Thüringer Schnippen waren auch schon stärker vertreten, Wünsche waren zarterer Augenrand, Schwanzfarbe gleichmäßiger HV ZG Grießer C. u. R. Selten zu sehen sind alle Farbschläge der Thüringer Brüster auf einer Schau. Allgemein ist der Brustschnitt tiefsitzend gewünscht, Spitzkappe markanter und Kopffarbe gleichKollektion Pommersche Kröpfer, weiß auf der LV-Schau Hessen-Nassau 2021

mäßiger. V für gelb, 2 x V und HV in blau alle von U. Rosenbecker. 8 Sächsische Flügeltauben in blau m. schwarzen Binden und in blau-gehämmert aus einer Zucht können in der Binde noch glatter sein und bei den Gehämmerten mehr Brustfülle bekommen je 1 x HV für J. Sohl. Die Einfarbigen Schweizer Tauben sollten noch eleganter und schnittiger werden sg 95 J. Fiedler. Eine Sg Luzerner Einfarbige in schwarz-gesäumt wurde gezeigt. Ebenso selten sind die Züricher Weißschwänze, farblich satter war hier der Wunsch. Die Gruppe der Trommeltauben sollte durch zwei Rassen repräsentiert werden, wovon die Käfige der Schmöllner Trommeltauben leer blieben, wodurch nur die Arabischen Trommler vorgestellt wurden. Alle in weiß, wurde die Haltung konstanter waagrecht gefordert und in den Köpfen gerundeter war zu lesen HV H. Soltysiak. Ebenso leer blieben die Schmalkaldener Mohrenköpfe in allen drei gemeldeten Farben. Die Pfautauben waren sehr breit gestreut in Ihren Bewertungsnoten. So wurde unter anderem der Fächer und das Kissen fester gewünscht, aber auch geschlossener im Abschluss HV N. Döring auf andalusierfarbig. 9 Altholländische Kapuziner in rot-gemöncht-tiger dürfen im Haubenaufbau fester werden, zusätzlich ist an der Haltung zu arbeiten. 7 Dominant Rote Lütticher Barbet hatten eine ausgeglichene Qualität. Wünsche nach mehr Schnabelsubstanz und Kopfzug sind rassetypisch HV E. Dietz. Den 4 Varianten des Taubenblaus bei den Italienischen Mövchen wurde übergreifend mehr Brustbreite, Unterbrustfülle und eine bessere Schwanzlage gewünscht. Hinzu kam Oberkopf markanter 2 x V und 2 x HV für D. Marbach sowie HV für K. Flack. Die Altorientalischen Mövchen in Satinette mit gesäumtem Schwanz bildeten den Abschluss der Mövchen. Schwarz gesäumt, wurde den Tauben ein glatterer Hals, kürzere Hinterpartie und vollere Brust gewünscht V HB H.W. Bell. 8 Danziger Hochflieger in Hellmaser machten einen guten Eindruck. Wünsche gab es zum Kopfzug, Haltung waagrechter und hinter der Warze gefüllter V HB und HV für H. Wehrmann. Die deutsche Flagge bildeten die ausgestellten Farben bei den Stargarder Zitterhälsen. Gewünscht wurde bei Ihnen mehr Halslänge, Augenrand gleichmäßiger, Haltung etwas waagrechter und zu guter Letzt, noch mehr Halsadel. Bei den schwarzen errang K. Schnellbächer V HB, ebenso V AHGB bekam W. Lösch auf gelb. 4 Niederländische Hochflieger in rot-weißschildig sollen in der Haltung waagrechter werden und farblich ausgeglichener sein. 5 Varianten der Kölner Tümmler waren zu sehen. Dabei natürlich die weißen, aber in sehr breit gestreuten Qualitätsunterschieden. V AHGB und HV für D. Repp. Die Roten und gelben konnten nicht in die hohen Preise kommen. Wünsche bei allen Farben waren Haltung abfal- 0,1 Altoreintalisches Mövchen Satinetten m. gesäumten lender, Scheitel gerundeter Schwanz, v 97 HB (Heinz Walter Beil, Frankenberg)

und Stirn voller. Die Weißschlag blau-gehämmerten blieben auch im mittleren und hohen Sg-Bereich. Ähnlich bei den blauen Kalotten HV D. Carle. Einiges muss noch bei den Elsterpurzlern getan werden. 21 Stück in blau-schwarzschnäblig müssen betonter in der Brust werden, auf die Halsführung und die Zeichnung wurde hingewiesen und der Pupillensitz kann verbessert werden. Ein anderes Bild bei den Portugiesischen Tümmlern. Bei Ihnen wurde nur der Schnabeleinbau waagrechter, mehr Brustwölbung und auch Stirnbreite und Schwingenlage gewünscht. Auf dominant rot gab es V AHGB und 2x HV für B. Findling, HV auf vielfarbig M. Repp sowie V HB und HV noch mal für B. Findling auf kite. Eine wirklich außergewöhnliche Scheckung haben die Altösterreichischen Tümmler. Verwiesen wurde auf den Brustschnitt, aber auch der Augenrand unauffälliger und die Oberkopflinie fallen in die Wunschliste. HV und V für Strauch auf kiebitz blau mit schwarzen Binden. Besonders sind auch die Wiener Tümmler. Schlank und rank stehen sie da. Wünsche nach dunklerer Maske und mehr Halsadel, aber auch fester in der Schenkelbefiederung und mehr Oberkopfmarkants wurden gewünscht Hv auf blau mit schwarzen Binden S. Bätz, 2 x HV N. Kaiser auf schwarz. 8 Persische Roller in hoher Qualität hatten Ihre Wünsche in den Latschen, Schnabelfarbe und Brustbreite HV M. Rotschadl. 12 Temeschburger Schecken in schwarz wünschte man mehr Brustfülle und die Rosetten geschlossener HV G. Weyrauch. 10 Südbatschkaer Tümmler in weiß dürfen mehr Brustfülle haben, Hinterhals und Haubenfeder fester und Rückendeckung geschlossener waren die Wünsche V AHGB und HV für Th. Kälbel. Im guten Sg-Bereich hielten sich die Siebenbürger doppelkuppigen Tümmler auf. Rot, gelb und rot-scheck waren am Start. Wünsche bezogen sich auf die Rosetten, Brustbreite, Nelke und Haubenfeder. 8 Griwun Tümmler in rot und gelb hatten die Wünsche in der Rückendeckung und dem Deckengefieder. 15 Königsberger Farbenköpfe mit Haube, belatscht in gelb haben auf der LV-Schau schon Tradition. Leider nicht ganz oben dabei, aber trotzdem eine schöne Kollektion zeigte D. Dudenhöfer. 8 Gumbiner Weißköpfe, bestrumpft in schwarz dürfen die Rosetten verbessern. Augen klarer und Haube straffer sind weitere Wünsche.

(Michael Gallasch)

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