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Lenzburger Bezirks-Anzeiger, Donnerstag, 22. November 2012

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Radball-Turnier Am 24. November führt der ATB Seon in der Halle 4 in Seon sein alljährliches Plausch-Radballturnier durch. Spielbeginn der Junioren um 13.30 Uhr, Spielbeginn der Erwachsenen um 17.30 Uhr. Der Verein würde sich über zahlreiche Besucher freuen. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Weitere Infos unter www. atb-seon.ch. (Eing.)

Auflage Erschliessungsplan Seeweg

Das Bühnenhaus im Löwensaal muss saniert werden.

Foto: grh

Das Thema Löwen Gleich bei zwei Traktanden der Einwohnergemeindeversammlung Beinwil geht es um den Löwensaal. Der Gemeinderat erklärt warum und präsentiert die weiteren Traktanden. Graziella Jämsä

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ie Sanierung des Bühnenhauses im Löwensaal ist mit 615 000 Franken veranschlagt. Von den Beleuchtungszügen über Mängel beim Brandschutz bis zu überfälligen Elektroinstallationen – die gesamte Bühneneinrichtung ist in die Jahre gekommen. Das Ausmass genügte, um die Theatergesellschaft im Frühjahr 2012 auf die Durchführung einer Operette verzichten zu lassen. Um die Sanierung in Angriff nehmen zu können, mussten sich die Besitzverhältnisse ändern. Die Vereinbarung von 1906, bei der die Theatergesellschaft mit dem damaligen Eigentümer eine Übernahme vom inneren Bühnenhaus beschloss, musste ersetzt werden. Die Theatergesellschaft hat nicht die Mittel für die nötige Sanierung. Aus diesem Grund übernimmt die Gemeinde nun auch das Innere des Bühnenhauses. «Das erleichtert auch künftige Vermietungen. Weil ein Mieter bei Fragen nur noch einen An-

sprechpartner hat», erklärt Gemeindeammann Johannes Eichenberger. Beim zweiten «Löwen-Traktandum», handelt es sich um einen Verpflichtungskredit von 200 000 Franken für die Planung der Sanierung/Umnutzung der Liegenschaft mit mindestens zwei Varianten. «Ein Traktandum, das nach dem Ausgang der Referendumsabstimmung vom 21. Oktober erst einmal unsinnig erscheint», gibt Johannes Eichenberger zu. Doch es handle sich um einen Überweisungsantrag von Reinhard Wiederkehr, den der Gemeinderat auf jeden Fall an der nächsten offiziellen Einwohnergemeindeversammlung zu traktandieren habe. «Auch wenn der Antrag quasi in Abhängigkeit anderer Fakten gestellt worden ist, war es uns weder erlaubt, das Traktandum in eine andere Abstimmung mit einfliessen zu lassen, noch ihn zu streichen.» Die Erhöhung des Steuerfusses von 99 auf 105 Prozent begründete der Gemeinderat mit steigenden Kosten bei Pflegeund Sozialleistungen. Auch der öffentliche Verkehr werde sich verteuern. «Ziel ist rund eine Million Cashflow», erklärt Johannes Eichenberger. Die an der Informationsveranstaltung anwesenden Parteivertreter schlugen vor, die Einquartierung von Asylsuchenden im «Löwen» zu prüfen. So stünde dieser bis zur Sanierung nicht einfach leer. Allfällige Ersatzzahlungen könnten gespart werden. Und damit war der «Löwen» zum dritten Mal Thema.

Jubiläum und Fahnenweihe der MG Meisterschwanden Das kommende 2013 ist ein besonderes Jahr für die Musikgesellschaft Meisterschwanden. Sie feiert ihr 125-jähriges Bestehen. Im Jahr 1888 wurde der Verein gegründet. Er hat seit damals bis heute trotz vieler Hochs und Tiefs Bestand gehabt und immer wieder gleich gesinnte Leute gefunden. Die Freude am gemeinsamen Musizieren ist früher wie heute das wichtigste Ziel der Musikanten. Zum Vereinsjubiläum schafft sich die Musikgesellschaft auch eine neue Fahne an. Die Fahne aus dem Jahr 1963, die die Musikanten in Freud und Leid begleitet hat, ist etwas «in die Jahre gekommen» und weist abgegriffene Stellen auf. Das Jubiläumsfest mit Fahnenweihe

Die MG hat noch viel vor.

Foto: zvg

findet am Samstag, 6. April 2013, in der Mehrzweckhalle statt mit Bankett, Festakt und Konzerten der Musikgesellschaften Meisterschwanden und Seengen. (Eing.)

Mit diesem Erschliessungsplan wird in Boniswil kein neues Baugebiet erschlossen. Es geht lediglich darum, die bestehende Strasse und den Zugang zum See für den Betrieb und den Unterhalt der Badi und des Kursschiffstegs sicherzustellen. Nach der Ablehnung des Ausbauprojektes für den Seeweg anlässlich der Referendums-Abstimmung im Oktober 2011 hat der Gemeinderat auf Empfehlung der kantonalen Abteilung Raumentwicklung beschlossen, für die Lösung aller anstehenden Probleme in diesem Gebiet mit einem Erschliessungsplan rechtlich günstige Voraussetzungen zu schaffen. Der Erschliessungsplan ermöglicht: Die bauliche Sanierung der Strasse in ihrer heutigen Breite mit zwei Ausweichstellen; die öffentlichrechtliche Sicherstellung der heute privatrechtlich oder gar nicht geregelten Erschliessung des überbauten Gebietes «Untere Halde»; die Erstellung eines neuen Veloabstellplatzes; die Sicherstellung und den Unterhalt des Kiesweges vom Veloabstellplatz an den See; die Sicherstellung des Zuganges für den Unterhalt des Reservatsgebiets; Sicherstellung des Zuganges für den Betrieb und den Unterhalt der Badi und des Kursschiffsteges. Nach Rechtskraft des Erschliessungsplans muss sich die Gemeinde von keinem privaten Grundeigentümer mehr unter Druck setzen lassen. Wie wichtig das ist, hat die Gemeindebehörde erfahren, als bei einem Eigentümerwechsel kurz vor der Badesaison ein neuer Veloabstellplatz gebaut werden musste. Dieser konnte nur vorgezogen realisiert werden, weil er innerhalb der Strassengrenze Platz fand.

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Lucia Lanz, Geschäftsführerin der StifFoto: zvg tung Satis, war Gastreferentin. wird. Unbestritten ist für die Versammlung auch, dass die Gemeinde in naher Zukunft nicht um eine Steuererhöhung herumkommen wird! Ansonsten können notwendige Leistungen in verschiedenen Sektoren schlicht nicht mehr erbracht werden und es dürfte sich niemand darüber wundern. Seit zwei Jahren hat die sympathische, kompetente Lucia Lanz die Gesamtleitung des über die Region hinaus bekannten so-

Neue Turnhalle für Dürrenäsch D er Gemeinderat Dürrenäsch legt der Gemeindeversammlung vom 23. November einen Kredit vor, um eine neue Turnhalle projektieren zu können. Die Sanierung, der Umbau oder der Ersatzbau des 53-jährigen Gebäudes beschäftigt die Behörde seit sechs Jahren an Gemeindeversammlungen, aber auch in der siebenköpfigen Arbeitsgruppe Raumkonzept. Hier die Ansprüche, dort die Finanzierung. Der Antrag des Gemeinderates an der Gemeindeversammlung stellt einen Kompromiss dar. Projektiert werden soll

eine neue kombinierte Turnhalle/Mehrzweckhalle, wobei bestehende Gebäudeteile weiter verwendet werden sollen. Die Kostenfolge ist erheblich. «Der Steuerfuss müsste deshalb voraussichtlich von gegenwärtig 85 auf 108 % angehoben werden», lässt sich der Einladung zur Gemeindeversammlung entnehmen. Doch die Behörde unterstreicht den Gegenwert des Baus von geschätzten 4,9 Mio. Franken für die Schule, die Vereine und das Dorfleben. Eine lebendige Versammlung ist vorauszusehen. (AG)

BETTWIL Mobiliarverkauf Das Waldhaus wurde mit neuen Tischen und Stühlen ausgerüstet. Die alten Stühle und Tische werden zum Verkauf angeboten. Der Verkauf findet statt am Samstag, 24. November, 9 Uhr, im Waldhaus Junkholz.

Samichlaus Der Chlausauszug erfolgt am Sonntag, 2. Dezember, 17 Uhr, in der Kirche. Die Besuche bei den Familien finden am 2. und 6. Dezember statt. Anmeldungen bis 23. November an Hanny Feuchter, 056 667 49 40 (abends). (Eing.)

Die Auflage findet statt vom 19. November bis und mit 18. Dezember.

Christkönigsfest in Sarmenstorf Zum Abschluss des Kirchenjahres wird das Christkönigsfest gefeiert, zudem gedenkt der Chor der heiligen Cäcilia, Patronin der Kirchenmusik, der Organisten, Orgelbauer, Instrumentenmacher, Sänger, Musiker und Dichter. Am Samstag, 24. November, singt der Kirchenchor die Messe in G, die der Dirigent Tobias Wunderli 2006 speziell für den Chor geschrieben hat, und das Laudate Dominum von Wolfgang Amadeus Mozart. Begleitet wird der Chor von der Sopranistin Stephanie Bühlmann und Instrumentalisten. Dieser Gottesdienst ist ein weiterer Höhepunkt im Jubiläumsjahr des Chores. Der Chor freut sich auf viele interessierte Zuhörer, die das Christkönigsfest am 24. November um 18 Uhr in der Pfarrkirche Sarmenstorf mitfeiern. (Eing.)

Lucia Lanz Gastreferentin bei der SP «Unteres Seetal» orab begrüsst Präsident Reinhard Keller eine erfreulich grosse Runde mit Gastreferentin Lucia Lanz, Mitgliedern und Sympathisanten. Erstmals wird die Versammlung zweiteilig abgehalten. So haben die Mitglieder aus Egliswil und Boniswil die Wahl, entweder erst zum zweiten Teil mit Referat und allgemeinen Infos dazuzustossen oder natürlich gerne von Anfang an teilzunehmen. Laut der Traktandenliste wurden zuerst die Anliegen der Gemeindeversammlung Seon in Augenschein genommen. Lebhaft diskutiert wurden die Themen «Jugendarbeit» sowie «Quartierweise EinführungTempo 30». Bei Ersterem besteht über die Notwendigkeit der Weiterführung kein Zweifel, die Versammelten möchten aber mit dem Antrag die Stelle auf 70 Prozent zu erhöhen, einen Schritt weiter gehen. Sonja Widmer, Mitglied Verkehrskommission, erläutert das Thema «Quartierweise Einführung Tempo 30». Klar war nach ihren Ausführungen, dass es keine einfache Aufgabe war, Wohnquartiere zu definieren. Die Sektion steht nach wie vor hinter dem Vorhaben und ist gespannt, wie das Volk über das Kreditbegehren entscheiden

Turnhalle: Projektiert werden soll ein Neubau am bisherigen Standort.

genannten «Männerheims» Satis inne. Vor 56 Jahren als ein im Familienbetrieb geführtes Heim, zeigt sich die Institution heute als moderne, immer um Erneuerungen bemühte Wohn- und geschützte Arbeitsstätte. Auch Ausbildungsplätze verschiedenster Art werden angeboten. Im teilweise fröhlichen Dialog zwischen Referentin und Anwesenden entstand ein Gesamtbild dieser so notwendigen Einrichtung und entlockte bei vielen ein erstauntes: «Aha, das hab ich gar nicht gewusst!» Beim Rückblick auf die Wahlen wurde nebst dem schmerzlichen Verlust bei den Grossratswahlen die bedauerlich tiefe Wahlbeteiligung angesprochen. Warum, wieso, Ratlosigkeit herrscht bei allen. Präsident Reinhard Keller präsentierte einen Ausblick ins Jahr 2013, dieser ist gespickt mit regulären Versammlungen, aber auch mit Glanzlichtern. So ist ein Besuch im Bundeshaus mit Führung durch Ständerätin Pascale Bruderer im Programm sowie ein hochaktuelles Referat über die «Patientenverfügung». Auch nach Schluss der Versammlung wurde das eine oder andere Thema noch vertieft und die gelungene Zusammenkunft besprochen. (Eing.)

Flugzeugabsturz 1963: Dürfte in der neuen Chronik einen gebührenden Platz Foto: AG einnehmen.

Eine Dorfchronik für Dürrenäsch D er Gemeinderat Dürrenäsch plant, eine neue Ortsgeschichte in Buchform erarbeiten zu lassen. Die Vorgabe ist definiert: leicht und flüssig lesbar, für Laien verständlich formuliert, aber auf dem Stand der Wissenschaft recherchiert. Ferner soll das Buch nach thematischen Kapiteln geordnet aufgebaut werden. Für die Aufgabe sieht die Behörde die Historiker Dominik Sauerländer und Stefan Schneiter vor. Die beiden sollen von einer Kommission unterstützt werden. Die Materialien zur Erarbeitung der Ortsgeschichte befinden sich hauptsächlich im Gemeinde- sowie im Staatsarchiv. Der Gemeinderat rechnet mit 45 000 Franken für die Recherchen und für das Manuskript. Bekanntlich konnte

INSERATE

die Gemeinde Dürrenäsch von der ehemaligen Dürrenäscher Bürgerin Bertha Bärtschi-Hochstrasser 137 700 Franken erben. Die Kosten für die Recherchen und für das Manuskript sollen aus diesem Erbanfall entnommen werden. Für den Druck des Buches bei 170 Seiten und 800 Exemplaren rechnet der Gemeinderat vom Fotomaterial bis hin zur Vernissage mit 70 000 Franken. Das Buch soll auf die «Heimatkunde von Dürrenäsch» von etwa 1923 vom verstorbenen Hans Walti, alt Lehrer, und auf die Dorfchronik von 1980 vom ebenfalls verstorbenen Samuel Hochstrasser, alt Gemeindeschreiber, folgen. Beide Ausgaben sind schon seit längerem vergriffen und einzelne Teile davon nicht mehr aktuell. (AG)


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