048 2016

Page 1

Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 678 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 48 I 170. Jahrgang I Freitag, 17. Juni 2016

Einsatzbereit

Neuer Anlauf

Die Feuerwehr Hedingen hat ihr neues Löschfahrzeug übernommen. > Seite 3

Maschwanden sucht Behördenmitglieder: Nächste Möglichkeit am 25.9.16. > Seite 3

-

Alles genehmigt Gemeindeversammlungen in Bonstetten, Knonau und Wettswil. > Seite 5

-

Koks-Polizist Krimineller Zürcher Stadtpolizist aus dem Amt nahm Katzen seiner Freundin als Geiseln. > Seite 7

-

Neue Ausstellung Bonstetten: Schöpferische Blicke und Natureinsichten in der Galerie für Gegenwartskunst. > Seite 12

KulturLegi Kanton Zürich: Affoltern neue Partner-Gemeinde Vergünstigte Angebote für kleine Einkommen – Wer macht noch mit im Bezirk? Wer wenig Geld hat, verzichtet notgedrungen oftmals als Erstes auf das Kulturangebot. Die KulturLegi von Caritas baut da finanzielle Hürden ab. Affoltern ist die erste Partnerschaftsgemeinde im Bezirk. ................................................... von urs e. kneubühl Alltägliches kann mit einem kleinen Budget zuweilen unerschwinglich sein. Auf Konzert- und Theaterbesuche, Sportveranstaltungen, Weiterbildung oder auch Zeitungsabonnemente etc. müssen Personen in sehr bescheidenen finanziellen Verhältnissen daher meist schweren Herzens verzichten. Diese Nicht-Teilhabe an einem, für viele sonst selbstverständlich vielseitigen Leben, bedeutet für Menschen mit kleinem Budget, sich isoliert zu fühlen, im Abseits zu stehen und mit der Armut alleine zu bleiben. Damit für sie Kultur-, Sport- und Bildungsangebote auch erschwinglich werden,

gibt es die KulturLegi Kanton Zürich der Caritas. Diese versteht sich entsprechend als wesentlichen Beitrag zur sozialen Integration. Als erste Gemeinde im Bezirk ist nun Affoltern eine Partnerschaft mit der KulturLegi Kanton Zürich eingegangen. «Die KulturLegi-Partnerschaft ist auf Initiative unserer Sozialabteilung zustande gekommen», erklärt dazu Affolterns Gemeindeschreiber Stefan Trottmann. Berechtigt zum Bezug einer KulturLegi sind prinzipiell alle Personen, die am oder unter dem finanziellen Existenzminimum leben, wie zum Beispiel Working Poor, Familien mit wirtschaftlicher Unterstützung (Sozialhilfe, AHV/IV-Zusatzleistungen) oder Personen mit einem Stipendium. Sie alle können die KulturLegi bei der Fachstelle Gesellschaft der Gemeinde Affoltern beantragen. Bezugsberechtigte aus den anderen Ämtler Gemeinden machen dies, so wird es auch vom Sozialdienst Bezirk Affoltern vermittelt, direkt per entsprechendem Antragsformular auf www.kulturlegi.ch/de.

Einige Angebote im Bezirk gibt es schon, weitere werden gesucht Karteninhaberinnen und -inhaber erhalten derzeit Rabatte bei mehr als 700 Kultur-, Sport- und Bildungsangeboten im Kanton Zürich. Auch im Bezirk Affoltern gibt es bereits ein paar Angebotspartner mit solch ermässigten Angeboten. So bietet etwa die Jubla Säuliamt 70 Prozent Rabatt auf Jahres- und Lagerbeiträge, im Kellertheater LaMarotte halbiert sich mit der KulturLegi das Eintrittsgeld und die Jahreskarte der Regionalbibliothek Affoltern gibt es damit auch zum halben Preis. In Ottenbach ist es Claudia Lindt mit ihren Angeboten für Bewegung und Entwicklung, die auf körperorientierte Therapien 30 Prozent Rabatt gewährt, genauso Barbara Kofler mit 70 Prozent Ermässigung auf Tanzimprovisations- und Morning-moving-Kurse (Gruppe) in ihrer Praxis für Körper, Tanz und Ausdruckstherapie. Die Verantwortlichen der KulturLegi suchen nun einerseits mit Unter-

Koexistenz in der Säuliämtler Natur Mit Verantwortungsbewusstsein und Rücksicht funktioniert es

................................................... von salomon schneider

Weltklasse Athlet und Monteur Der Affoltemer Enver Sljivar ist einer der besten Kickboxer der Welt. Im K-1 gewinnt er Titel um Titel, gegen die besten Kickboxer, Kung-Fu- und Karate-Kämpfer der Welt. Während Profisportler in Asien vom Kampfsport finanziell leben können, hat Enver Sljivar neben dem Kampfsport eine Vollzeitstelle. Die Geschichte eines ruhigen Familienmenschen, mit einem grossen Traum. (sals) ................................................... > Bericht auf Seite 25 anzeigen

Nässe bereitet Obstund Gemüsebauern Sorgen

................................................... > Bericht auf Seite 7

Zwischen Anfang April und Ende Juni ist in der Natur besondere Vorsicht geboten. Das Wild setzt in dieser Zeit seinen Nachwuchs und bodenbrütende Vögel ziehen ihre Jungen an oft nur spärlich geschützten Orten auf. Kynologische Vereine, Reitervereinigungen, Jagdgesellschaften, Natur- und Vogelschutzvereine, Sportvereine sowie Politiker aus dem Säuliamt sind sich deshalb einig, dass gerade im Frühling speziell Rücksicht auf Tiere in der Natur genommen werden muss.

«Wenn sich alle ihrer Verantwortung gegenüber der Natur und den anderen Erholungssuchenden in unseren Naherholungsgebieten bewusst sind und sie auch wahrnehmen, ist eine gute Koexistenz zwischen Menschen, Pflanzen und Tieren möglich», erklärt der Jäger und Hundetrainer Jürg Leuthold.

Enver Sljivar, der «Iron Bull». (Bild zvg.)

Die Erdbeeren sind gross und haben viel Aroma, aber durch den Dauerregen platzen sie auf – und könnten, falls es nun doch heiss würde – wohl nur noch für Konfitüre gebraucht werden. Das zeigt ein Augenschein auf dem «Sunnehof» bei der Familie Stübi in Mettmenstetten. Auch Gemüsebauern haben Sorgen: Salat ist anfällig bei Nässe. Kabis und Lauch sind resistenter, dürften aber ebenfalls an Qualität verlieren.

Wo Natur und Siedlungsgebiete aufeinandertreffen, sind Konflikte vorprogrammiert. Katzen, Hunde, Biker, Jogger und Reiter tummeln sich in der Natur, oft auch dort, wo Jungtiere eigentlich auf Ruhe und Sicherheit angewiesen wären.

Gemeinsame Verantwortung

stützung der Gemeinde Affoltern vor Ort weitere Firmen und Organisationen, die ihr Angebot für Inhaberinnen und Inhaber des persönlichen Ausweises vergünstigen. Gleichzeitig sind an einer Gemeinde- oder Angebotspartnerschaft interessierte Kommunen, Institutionen und Firmen im gesamten Bezirk eingeladen, sich diesbezüglich mit den KulturLegi-Verantwortlichen der Caritas in Verbindung zu setzen. Der Bezirkshauptort ist da schon kräftig aktiv, wie Stefan Trottmann festhält: «Wir werden sicher das Stigeli-Angebot prüfen sowie mit weiteren Institutionen im Bezirkshauptort entsprechend beraten.» Selbstredend können KulturLegiBesitzerinnen und -Besitzer auch eine Vielzahl von überregionalen Angeboten nutzen. So offeriert etwa die VHS Zürich zum Beispiel 50 Prozent Rabatt auf Vorlesungen an der Universität Zürich und 20 Prozent auf Sprach- und Aktivkurse sowie Lehrgänge. Ausgenommen von der Kulturlegi sind einzig die Exkursionen.

«Weisse Flecken» am Türlersee

Im einen Moment noch ruhig sitzend, reicht manchmal ein Geräusch und Haushunde werden vom Jagdtrieb erfasst. (Bild Salomon Schneider) Während sich Jogger, Biker und Reiter den Platz auf den Wegen teilen, sind insbesondere frei laufende Hunde für Wildtiere ein Problem. Im vergangenen Jahr haben streunende Haushunde nach offiziellen Zahlen schweizweit 632 Rehe gerissen. Die Dunkelziffer dürfte aber noch höher

sein. Für von Hauskatzen erlegte Vögel und Kleinsäuger gibt es keine Statistiken. Bei etwa 13 000 Katzen im Säuliamt, dürfte die Zahl von Hauskatzen gejagter Tiere allein im Bezirk Affoltern in den Hunderttausenden liegen. ................................................... > Bericht auf Seite 9

Die Bonstetter Künstlerin Carmen Cabert wartet am Türlersee mit einem neuen Projekt auf. Es nennt sich «Sehblick» und besteht aus bemalten Baumstrünken. Die Künstlerin will damit eine Wechselwirkung erzeugen: Die Bäume sehen auf den Türlersee, und vom See aus sieht man die Bäume, die als «weisse Flecken» daherkommen. Mit ihrem sogenannten Landart-Projekt will Carmen Cabert zum Philosophieren und Schreiben anregen. Es wirft ausserdem ein Schlaglicht auf den Übergang von Ende zu Neuanfang. ................................................... > Bericht auf Seite 13

500 24 9 771661 391004


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
Issuu converts static files into: digital portfolios, online yearbooks, online catalogs, digital photo albums and more. Sign up and create your flipbook.
048 2016 by AZ-Anzeiger - Issuu