Projekt Beethoven 2016 – 2018
MIT BEETHOVEN UNTERWEGS
LUDWIG
Die Gesprächsteilnehmenden: Dr. Jürg Schärer: Präsident des Vereins argovia philharmonic Douglas Bostock: Chefdirigent des argovia philharmonic Christian Weidmann: Intendant des argovia philharmonic Adrian Zinniker: Leiter Musikvermittlung und Klarinettist im argovia philharmonic Dr. Verena Naegele: Dramaturgische Mitarbeit beim argovia philharmonic
Innerhalb von zwei Saisons führt das
JS: Ich bin ein ausgesprochener Liebhaber
argovia philharmonic sämtliche Sympho-
der Klavierkonzerte; allgemein von Klavier-
nien von Beethoven auf – und dazu gibt
musik, auch von anderen Komponisten.
es zahlreiche Sonderveranstaltungen.
Aber natürlich sind auch die Symphonien
Ein angeregtes Gespräch mit den Spit-
von Beethoven toll.
zen-Vertretern des Orchester zu diesem Schwerpunkt.
Adrian Zinniker (AZ): Für mich als Musiker ist die Symphonik von Beethoven einfach
Gesprächsleitung Dr. Verena Naegele
grossartig. Wenn ich nur schon an die Klarinetten-Soli der 1. Symphonie denke, hüpft
Eine illustre Runde ist hier zum Diskutieren
mein Herz. Daneben finde ich aber auch die
versammelt. Da möchte ich natürlich die
gemischte Kammermusik sehr schön, das
Diskussion mit der Frage eröffnen, was für
Quintett op. 16 für Klavier, Oboe, Klarinette,
Euch «Beethoven» bedeutet, woran denkt
Fagott und Horn, das Septett op. 20 für
Ihr, wenn dieser Name fällt?
Klarinette, Horn, Fagott, Violine, Viola, Violoncello und Kontrabass, und das späte Oktett
Jürg Schärer (JS): Ta-Ta-Ta-Taaaa– als
op. 103 für je zwei Oboen, Klarinetten,
Nichtmusiker kommt einem unweigerlich
Fagotte und Hörner.
zuerst immer der Anfang der 5. Symphonie in den Sinn. Mich persönlich begleitet die
Christian Weidmann (CW): Beethoven
Musik von Beethoven seit meiner Jugend,
wird ja überall sozusagen rauf und runter ge-
vor allem die fünf Klavierkonzerte, aber auch
spielt, es gibt kein Orchester ohne Beethoven-
die Symphonien. Ich höre sie mir immer
Repertoire. Mir kommt Beethoven aber
wieder gerne an.
manchmal vor wie ein Zwitter: man spielt ihn zu viel und auch wieder zu wenig. Er gehört
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Douglas Bostock (DB): Warum die Klavier-
zum musikalischen Leben, seine Werke sind
konzerte und dann die Symphonien?
bestimmend und bezwingend.