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Ausgabe Aare, AZA 1953 Sion Response Zentral, Psdg DP AG, Ent. bez.A 44631

Im Motel daheim Seite 10

MM36, 3.9.2018 www.migrosmagazin.ch

Narben im Gesicht: Wie Mafalda damit zu leben lernte Seite 24

Heiteres über die Pubertät nach 50

Bild: Herbert Zimmermann

Seite 30

Künstlerduo Vero und Marco Schmid

Wo QueenKong auftauchen, bleibt keine Wand grau Seite 16

Truteninvoltini S.49 | Schwerhörigkeit S. 88 | Fortnite S. 93 Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 058 565 84 01, E-Mail: dienstleistungen@migrosaare.ch


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MM36, 3.9.2018  5

Editorial

K

Mit 50 ist noch lange nicht Schluss Kürzlich lernte ich einen 73-jährigen Mann ­kennen, der Demenz hat. Er kann nicht mehr sprechen, nicht mehr gehen, wirkt emotionslos. Er ist bloss noch eine Hülle seiner selbst. Älter werden kann grausam sein. Aber schon um die 50 scheint vielen der Lebenssinn abhanden zu kommen. Das zumindest beobachten die deutschen ­Autoren Jochen Gutsch und Maxim Leo, die ein ganzes Buch über die Auswüchse der «Alterspubertät» verfasst haben. Im Gespräch mit meinem Kollegen Ralf Kaminski (Seite 30) fragt sich Gutsch, ob er mit 46 statt Fussballspielen besser etwas ­Altersgerechtes wie Yoga machen sollte. Aber wer so was sagt, hat noch nie Yoga ­gemacht. Und was überhaupt heisst «alters­gerecht»? Kennen Sie die Künstlerin La Lupa? Rote Haare, farbige Kleidung: Alles passt. Und das mit 71 Jahren. Warum sich durch gesellschaftliche ­Normen in den eigenen Möglichkeiten bremsen lassen? Ein etwas weniger angepasstes ­Dasein tut not. Die Demenz kommt noch früh genug. Mit knapp 50 sei halt die «bessere, aufregendere, sorglosere Hälfte des Lebens» vorbei, behaupten Gutsch und Leo. Ach was! Die letzten knapp 50 Jahre waren zwar tatsächlich verrückt, wild, immer wieder lehrreich. Damals mit 37 Jahren auf Reportage im Operationssaal des Zürcher Universitätsspitals. Oder mit 22 Jahren in Brüssel mit meinem Lieblingsbier Gouden Carolus. Oder als Kind im schönen Emmental. Aber als Mutter einer fünfjährigen ­Tochter kann ich mir nicht vorstellen, dass Phase 2 weniger aufregend werden soll.   Sabine Lüthi, Redaktorin Migros-Magazin  sabine.luethi@migrosmedien.ch

Inhalt Menschen 8  Diese Woche

Gefährliche Sucht: Sportwetten und Tippspiele

10  Menschen im Motel

In Sihlbrugg ZG steht eines der letzten Motels der Schweiz. Die Bewohner erzählen

16  Manche mögens gross

Das Luzerner Künstlerduo QueenKong malt XXL-Werke, die in kein Museum passen

23  Bänz Friedli

Das «Gnuusch» muss weg

24  Starr mich nicht an!

Zwei junge Menschen mit ­Entstellungen im Gesicht

29 Leserforum 30 Interview

Die Autoren Maxim Leo und ­Jochen Gutsch über Yoga, ­Porsches und alterspubertäre Auswüchse von Menschen ab 50

Migros-Welt 40  Kultiger Migros-Spot

«Eusi Migros» der Familie ­Emmel erlebt ­Youtube-Revival

42  Brot des Monats

Luftig-knuspriges Hartweizenbrot

45 Anna’s beste Salate 46  Zartes Bio-Weidebeef 49 Migusto

Kleine Geflügelkunde: So gelingen Truteninvoltini mit Pilzen

Bilder: Ueli Christoffel, zVg, Jens Koch

65  Raccard im neuen Gewand 66  Kartoffeln für Farm Chips

30 70  Für blitzblankes Geschirr 71  Happy Birthday, Handy! 72  Mickey Mouse wird 90 75  Neues aus Ihrer Region

Aktionen, Reportagen, News

Leben 81  «1, 2 oder 3?»

Die Grosszügigkeit des Grossen

82 Familie

Kinderfreundliche Siedlungen

88 Gesundheit

Leben mit Schwerhörigkeit

91  «Stadt, Land, Stutz»

Und plötzlich stand da Paul

93  Digital: Fortnite-Boom 94  Kinder: Imkerkurs 97  Migros Bank: Börsentage 98  Auto: Opel Grandland X 101  Glücksgriff 1

Smartwatch zu gewinnen

102 Rätsel 105 Impressum 107  Glücksgriff 2

Bügelstation zu gewinnen

108 Cumulus 110  Meine Welt

Jodler Bernhard Betschart

M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder Fax +41 800 84 0848 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif


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Menschen

Darauf freuen wir uns Originell Vom 5. bis 9. September findet das Musikfestival Bern ­unter dem Thema «unzeitig» statt. Dort tickt alles etwas anders.

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Gehörlosendorf Marc Sway, Les Sauterelles und weitere Acts werden am 8. September in ­Turbenthal ZH auf der Bühne live in Gebärdensprache übersetzt.

Unnützes Wissen

Holy Hollywood! «Eine Handvoll Menschen aus der ganzen Schweiz reiste vor wenigen Tagen auf den Sustenpass. Am Fuss des schmelzenden Steingletschers gründeten sie den Verein Klimaschutz Schweiz. Und wir, also mein Mann, die ­Kinder, ich und sogar unser Hund waren als Gründungsmitglieder dabei. Mit der Gletscher-Volksinitiative will eine Bürgerbewegung den Klimaschutz in der ­Verfassung verankern und die CO2-Emissionen der Schweiz bis 2050 auf null senken. Ironischerweise war es richtig kalt und garstig dort am Gletschersee. Dennoch bin ich froh, dass wir dabei waren. Ich möchte meinen zwei Kindern nie sagen müssen, ich hätte fürs Klima nichts getan, als man noch konnte.»  Mein Bild der Woche

Bilder: Flurin Bertschinger/Verein Klimaschutz Schweiz, Bruno Karl Stebler, zVg (2)

Regula Bührer Fecker (40) ist ­Mitinhaberin der Werbeagentur Rod Kommunikation und zwei­ fache Mutter. 2017 hat sie das Buch «Frauenarbeit» veröffentlicht.

zweipunktnull

Entschuldigung, wie digital sind Sie?

Liebste App: Google Maps

Giulio Giancola (38), Finanzberater, Adliswil ZH So informiere ich mich: «Mit Onlinetageszeitungen und mit der Teletext-App» Dafür bin ich zu alt: «Social Media habe ich, brauche sie aber selten. Sicher nicht täglich.»  Da bin ich analog: «Ich lese gedruckte Bücher.»

Bevor er mit dem Film «Rocky» ­1976 berühmt ­wurde, arbeitete Sylvester Stal-­ lone im Central Park Zoo in New York, wo er ­Löwenkäfige ­ausmistete. Schauspieler Tom Hanks ­besitzt Hunderte von Schreibmaschinen. Die Produktionsfirma ­Paramount ­Pictures («Star Trek») behauptet, die Rechte an der fiktiven Weltraumsprache Klingonisch zu besitzen. Tickets für die erste Oscar-Gala 1929 kosteten fünf Dollar. Quelle: Neon/Stern


8  MM36, 3.9.2018 | MENSCHEN

Zahlen und Fakten

60

Prozent der Bevölke­ rung ab 15 Jahren haben schon mindestens ein Mal in ihrem Leben ein Glücksspiel gespielt. Die meistgespielten Glücksspiele in der Schweiz sind Lotterien und Wetten.

120 000 Menschen in der Schweiz zeigen ein problematisches Glücksspielverhalten.

3000

spielsüchtige Personen werden jährlich ge­ sperrt, entweder durch ein Casino angeordnet oder weil sie es selbst wünschen.

70

bis 80 Prozent der ­Personen mit exzes­ sivem Spielverhalten sind Männer.

9999

Franken beträgt die Monatslimite, die Swisslos den Spielern im Internet vorgibt. Quellen: Swisslos, www.spielsucht-beratung.ch, www.switzerlandcasinos.ch

Diese Woche

Wenn Wetten abhängig macht Bei einem Fussballtor jubeln die einen und fluchen die anderen. Doch manche Fans sind vom Gewinnen regelrecht abhängig – denn es geht dabei um Geld. Eine neue Kampagne macht nun auf die Spielsucht bei Sportwetten aufmerksam. Text: Lisa Stutz


MENSCHEN | MM36, 3.9.2018  9

Schauplatz Fussballstadion: Die meisten Wetten drehen sich ums runde Leder.

«Perspektive Thurgau», Auf­traggeber sind 16 Deutsch­ schweizer Kantone. Monique Portner von Sucht Schweiz erklärt: «Die FussballWeltmeisterschaft hat viele neue Wettende angezogen.» Der Übergang von der Wettlust zur Sucht verlaufe oft schlei­ chend. Es gebe aber gewisse Anzeichen dafür.

1

Für anderes fehlt Geld. Die Spieler können ihre Rechnungen nicht begleichen, heben häufig Geld ab oder leihen es von Familie oder Freunden.

Bild: Suchtschweiz / sos-spielsucht.ch; Illustrationen: Getty Images

M

itten in der Nacht steht André auf, um seine Wetten zu platzieren. Irgendwo auf der Welt läuft immer ein Match. Rund um die Uhr denkt er an seine Ein­ sätze, checkt die Resultate, hofft auf eine Glückssträhne. Jahrelang. Um seine Sucht zu befriedigen, verspielt er sein ganzes Geld und plündert so­ gar die Konten seiner Kinder ... Heute ist André dank The­ rapie «geheilt» und erzählt seine Geschichte im Rahmen einer Kampagne, die zu einem Programm zur Spielsucht­ prävention gehört. Daran be­ teiligt sind die Stiftung «Sucht Schweiz» und die Fachstelle

Bei Sportwetten bestehe ein besonderer Bedarf nach Sensi­ bilisierung, erklärt Portner; oft würden Betroffene das eigene Spielverhalten bagatellisieren. Deshalb sei die Kampagne lanciert worden. Teil davon ist ein Videoclip mit Ex-NatiTrainer Köbi Kuhn, der seine Begeisterung für den Sport beschreibt, und einem Betrof­ fenen, der schildert, wie ihn seine Leiden­schaft in die Ab­ wärtsspirale manövriert hat. Sechs Super-League-Klubs unterstützen die Kampagne und lassen den Clip in ihren Stadien spielen. Am Sonntag etwa lief er beim Spiel des FC Luzern gegen GC Zürich. FCL-Mediensprecher Markus Krienbühl sagt: «Im Stadion kann man das fussballinteres­ sierte Zielpublikum erreichen. Es ist auch im Sinne der Klubs, dass die Leute nicht auf un­ gesunder Ebene wetten.»

2

Der Spieler ist häufig geistig abwesend. Er ist in Gedanken immer beim Glücksspiel oder überlegt sich, wie er zu Geld kommt, um zu spielen.

Besonders problematisch bei Sportwetten ist laut Monique Portner, dass die Spielenden glauben, mit ihrem Fachwis­ sen rund um Sportler, Tabellen und Co. vor einem Geldgewinn zu stehen. «Das ist leider eine

Tun und lassen

Wie vorgehen, wenn jemand süchtig ist? Illusion.» Markus Krienbühl stimmt zu: «Grosses Wissen garantiert keinen grossen Gewinn. Das Schöne am Fuss­ ball ist ja, dass er uns immer wieder überrascht.» Da sich der Spielstand im Lauf des Matchs oft verändert, erleben viele Wettende das Gefühl eines «Fastgewinns», wie es Portner nennt: Sie schütten das Glückshormon Dopamin aus – fast wie bei einem tat­ sächlichen Gewinn.

3

Unruhe, Gereiztheit und Niedergeschlagenheit können Symptome für eine Sucht sein.

Wie viele Menschen in der Schweiz von einer Spielsucht bei Sportwetten betroffen sind, ist nicht bekannt. Klar ist nur: Der Markt wächst. Oft werden die Wetten online platziert – meist auf illegalen Plattformen. Sportwetten dür­ fen in der Schweiz nur die bei­ den Landeslotterien Swisslos und Loterie Romande anbie­ ten. Bei Swisslos – dem Betrei­ ber von Sporttip – ist man über die Sensibilisierung erfreut.

4

Das sollten Sie tun, wenn Sie die Vermutung haben, dass jemand süchtig nach Sportwetten ist:

Informieren Sie sich ausreichend über Glücksspielsucht und nehmen Sie das Problem ernst. Sprechen Sie mit dem Betroffenen offen, ehrlich und konkret über Ihre Sorgen und das, was Sie bewegt. Zeigen Sie dem Spielenden in einem ruhigen Moment die Hilfsmöglich­ keiten: Auf www.sos-spielsucht.ch  findet man die Nummer einer kosten­ losen Beratungshotline, Fachstellen im eigenen Wohnkanton und den Kontakt für die Schuldenberatung. Das sollten Sie nicht tun:

Leihen Sie dem Spielenden kein Geld.

Dem Spieler fehlt die Zeit für anderes. Dabei werden die Familie, die Hobbys und auch der Beruf vernachlässigt.

Übernehmen Sie keine Kredite, bezahlen Sie keine Rechnungen und gleichen Sie das überzogene Konto nicht aus.

«Die Mehrheit der Spieler ist nicht süchtig. Aber es gibt sicher auch bei uns einige Per­ sonen, die das Angebot in pro­ blematischem Mass nutzen», sagt Swisslos-Sprecher Willy Mesmer. Er betont: Swisslos investiere viel Geld und schule etwa Mitarbeitende an der Verkaufsfront, um gegen das Suchtproblem vorzugehen. Rund 20 Millionen Franken Bruttoertrag hat Swisslos mit Sporttip im vergangenen Jahr erwirtschaftet. Verglichen mit anderen Glücksspielen sei das wenig. Er räumt aber ein, dass ein grosser Teil der Spieler Einsätze bei illegalen Anbietern tätigt. MM

Lügen Sie nicht für den Spielenden (z.B. krankmelden bei der Arbeits­ stelle, weil er die Nacht mit OnlineWettspiel verbracht hat). Drohen Sie keine Konsequenzen an, die nicht oder nicht konsequent durchsetzbar sind (z.B. Auszug aus der gemeinsamen Wohnung). Handeln Sie mit dem Betroffenen kei­ ne Versprechungen aus, die schwierig umzusetzen sind: Wenn sie sich nicht einhalten lassen, ist die Enttäuschung auf beiden Seiten gross. Bagatellisieren Sie die Folgen des Glücksspiels nicht. Quelle: www.sos-spielsucht.ch


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Viele kennen das Motel in Sihlbrugg nur vom Vorbeifahren. Andere haben hier sogar ihr Zuhause gefunden. Im Frühstücksraum (rechts) gibt es morgens ein kleines Buffet. Mit dem Auto kann jeder Gast direkt vor seine Zimmertür fahren. Ursula Röllin und ihr Lebenspartner Roger Landtwing (ganz rechts) führen das Motel nicht nur, sie wohnen auch dort.


MENSCHEN | MM36, 3.9.2018  11

Motel Sihlbrugg

Irgendwo im Nirgendwo

In Filmen sind Motels oft zwielichtige Orte. Ein Zufluchtsort für Gangsterpärchen, müde Reisende und andere Gestalten. In Sihlbrugg steht eines der letzten Motels der Schweiz. Hier trifft man Single-Männer, Ex-Fremdenlegionäre und eine vife Betreiberin. Text: Andreas Bättig  Bilder: Holger Salach

A

m Abend bei Dämmerung wirkt der Industrieort Sihlbrugg ZG noch verlassener als am Tag. Keine Menschenseele auf den Trottoirs, nur der Verkehr brummt. Autos und einzelne Lastwagen schlängeln sich in Richtung Hirzel und zurück. Vorbei an Tankstellen, Rocker-Bars, Garagen, Restaurants und Möbelhäusern. Von kaum einer anderen Gegend kann man so sehr behaupten, man kenne sie nur vom Vorbeifahren, wie von Sihlbrugg, dem Verkehrsknotenpunkt zwischen den Kantonen Zug und Zürich. Wer hier vorbeikommt, der kann das grosse Leuchtschild des Motels gar nicht übersehen. Gross wie ein Fussballtor steht es vor einer kleinen Auffahrt und wirkt so amerikanisch, dass es sich auch irgendwo in Mon­ tana befinden könnte. Vermutlich hat sich bei diesem Leuchtschild so mancher schon gefragt, welche Geschichten sich hinter dieser Auffahrt wohl schon abgespielt haben. Denn Motels, eine Wortschöpfung aus «Motor» und «Hotel», regen nicht zuletzt wegen diverser Holly­ woodfilme unsere Fantasie an. Bankräuber und andere Gangster übernachten dort, Prostituierte empfangen hier Freier, verbotenerweise natürlich. Und unvergessen sind die blutigen Szenen aus dem Film «No Country for Old Men», in denen Javier Bardem als eiskalter Killer in Motelzimmern seine Opfer meuchelt. Ein Motel steht für anonymes Übernachten: Man fährt mit dem Auto direkt vor die Zimmertür und bezahlt an der Rezeption, an der nicht viele Fragen gestellt werden. Die Preise sind günstig, der Komfort ist überschaubar.   Kulisse für Krimis

Das Motel in Sihlbrugg ist das alles – nicht. Kein anonymer Ort, kein Stundenhotel, keine Verbrecherbude. Doch Geschichten, ja, die kann die


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Besitzerin Ursula Röllin zuhauf erzählen. Schliesslich führt sie das Motel seit mittlerweile 32 Jahren, in zweiter Generation. Die 56-Jährige sitzt an einem Gartentisch im Innenhof. Typischer für ein Motel könnte der nicht aussehen. Auch das Ge­bäude selbst hat die klassische für Motels übliche U-Form. Vor jedem der 20 Zimmer gibt es einen Parkplatz. Vom Auto bis zur Zimmertür sind es genau vier Schritte. Tatsächlich sind hier auch schon Film­szenen für Krimis gedreht worden. Auch ein Musikvideo. Die Kulisse ist offensichtlich authentisch. Das Motel als Röllin-Familienbetrieb

Ursula Röllin war acht Jahre alt, als ihr Vater das Motel übernahm. Jahrelang hatte sich der gelernte Elektriker zuvor um die Heizung des Hauses gekümmert. Eines Tages fragte ihn der Besitzer, ob er nicht den ganzen Betrieb übernehmen wolle. Tatsächlich kündigte der Familienvater seinen sicheren Job und zog mit vier Kindern und seiner Frau nach Sihlbrugg. «In seinem Job hätte er alt werden können. Aber das Abenteuer hat ihn gereizt.» 1970 wurde das Motel zu einem Röllin-Familienbetrieb. Es folgten «goldene Zeiten», erinnert sich Ursula Röllin. «Von Ostern bis November hatten wir Full House.» Vor allem Amerikaner hätten Motels den Hotels vorgezogen, wohl, weil sie ihnen von zu Hause vertraut waren. Auch der

Dollarkurs spielte eine Rolle: Damals kostete ein Dollar vier Franken – ­heute kaum noch vorstellbar. «Meine Eltern hatten extra einen Englischkurs in Ägeri besucht, um mit den amerikanischen Gästen kommunizieren zu können.» Die kamen in Scharen. Manchmal sei das Motel so ausgebucht gewesen, dass Ursula Röllin und ihre Geschwister ihre Duvets für die Gäste hergeben mussten. «Wir

«Unter den Dauergästen aber auch mit den Motelbetreibern ist das Verhältnis familiär.» Jörg Scharein wohnt seit seiner Trennung vor sechs Jahren im Motel.

bekamen stattdessen Wolldecken. Es war der helle Wahnsinn.» Sie erinnert sich gern an diese Zeit. Die Kinder der Gäste waren ihre Freunde, Weihnachten wurde mit Stämmgästen gefeiert. «Das Motel war unsere Insel.» Ja, es sei eine schöne Kindheit gewesen. Doch damals seien auch Fehler gemacht worden: «Die Preise waren zu der Zeit extrem günstig. Wahrscheinlich zu günstig.» 28 Franken habe das Zimmer mit Zmorge gekostet. «Man hätte

sicher mehr rausholen können.» 13 Jahre lang führte Familie Röllin das Motel, beherbergte neben vielen Amerikanern auch Niederländer, die auf der Durchreise in den Süden waren. Dann verunglückte der Vater tödlich. Es sei immer klar gewesen, dass die Mutter das Motel nicht allein betreiben könne. Also stieg die gelernte Köchin Ursula Röllin mit 24 Jahren zusammen mit ihrem damaligen Mann ins Geschäft ein. Als Flugreisen günstiger wurden, verschwanden zunehmend die Touristen, die vom Norden in den Süden reisten. Auch der Üetlibergtunnel und die neue A4 hätten am Anfang einige Gäste gekostet. Dank Onlinebuchungsplattformen fanden mit der Zeit doch wieder Autotouristen den Weg zu ihr. Spontane Besucher gebe es allerdings kaum noch.   Erst Fremdenlegion, dann Sihlbrugg

Während Ursula Röllin draussen am Tisch ihre Geschichte erzählt, hat sich eine Gruppe von Männern vor einem Zimmer versammelt. Sie sitzen auf Plastikstühlen und schauen durch die offene Tür auf den Fernseher im Raum: Fussball. «Das sind unsere Stammgäste, ich kenne sie gut.» Für manche ist das Motel nicht nur ein Ort für einen Zwischenstopp, sondern es ist zu ihrem Zuhause geworden. Einer von ihnen ist Patrik Hromada. Seit drei Jahren wohnt der Slowake nun schon im Motel. Hierherge­ kommen ist er wegen der Arbeit.


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«Ich bin mit dem Zimmer zufrieden.» 3

2

1 Jörg Scharein lebt seit sechs Jahren im Motel. Er suchte nach einer Trennung kurzfristig eine Bleibe.  2 Flaggen aus aller Welt: Die Gäste kommen von überallher. 3 Patrik Hromada war früher Fremdenlegionär. Heute arbeitet der Slowake in der Nähe. Weil er in Zug keine bezahlbare Wohnung fand, lebt er im Motel.  4 Der kurze Weg vom Zimmer zum Auto vor der Tür.

Hromada ist bei einer Firma gleich um die Ecke als Asbestsanierer an­ gestellt. Weil er im Kanton Zug keine bezahlbare Wohnung fand, zog der 34-Jährige ins 18 Quadratmeter grosse Motelzimmer. 1200 Franken zahlt er dafür im Monat – Reinigung inbegriffen. Bevor er in die Schweiz kam, war Hromada in der französischen Frem­ denlegion und kam viel herum, doch jetzt braucht er mehr Ruhe. Schon bald möchte er seine Frau und seine dreijährige Tochter in die Schweiz holen. Spätestens dann werde er das Motel verlassen.   Insel der frisch Getrennten

Seit sechs Jahren lebt Jörg Scharein im Motel. Der Grund, warum er hier ist, ist Ursula Röllin zufolge nicht ungewöhnlich: Der 48-Jährige hatte sich von seiner Frau getrennt und musste auf die Schnelle eine Bleibe suchen. «Das Motel ist für solche Fälle eine gute Zwischenlösung», sagt Ursula Röllin. Das ist Schareins Motelleben schon lange nicht mehr.

4

Der gebürtige Deutsche sagt, er sei hier kleben geblieben. «Wenn ich wieder eine Partnerschaft hätte, wäre der Auszug sicher ein Thema.» Mittlerweile ist das Fussballspiel vorbei, und die Mitglieder der Motel-­ Männer-WG ziehen sich in ihre Zim­ mer zurück. Ursula Röllin sitzt noch immer draussen und schaut in den leeren, gelb beleuchteten Innenhof. Zu ihr hat sich nun auch ihr Mann Roger Landtwing (56) gesetzt, mit dem sie das Motel führt. Die beiden wohnen wie ihre Stammgäste im Motel – allerdings nicht in einem Zimmer, sondern in einer eigenen Wohnung. Man müsse hier wohnen, anders könne man so ein Unterneh­ men gar nicht betreiben. Am Anfang seien sie noch rund um die Uhr für die Gäste da gewesen. Mittlerweile hätten sie aber ihre Haustürklingel vom Strom abgehängt. «Damit wir nicht mehr mitten in der Nacht raus­ geläutet werden. Bei einem Notfall kann man auf das Handy anrufen.» Ursula Röllin hat zu ihren Gästen und besonders zu den Dauergästen

Patrik Hromada arbeitet als Asbestsanierer und wohnt seit drei Jahren im Motel.

ein gutes Verhältnis, wie sie sagt. Gelegentlich hilft sie ihnen sogar, eine eigene Wohnung zu finden. Und sie hört ihnen vor allem zu. Manchmal werde die ganze Lebensgeschichte ausgebreitet und nicht selten werde sie um Ratschläge gebeten. Aus diesem Grund hat die Motelbesitzerin sogar eine Coachausbildung gemacht, um richtiges Zuhören zu lernen. «Ich wurde über die Jahre immer wieder mit Dingen konfrontiert, auf die ich keine Antwort wusste.» Seit sie diesen Kurs absolviert hat, versucht sie das eigentliche Problem hinter dem ge­ schilderten Problem herauszuhören. Ursula Röllin hat in den vergan­ genen Jahrzehnten zwar viel von den Problemen ihrer Gäste gehört, jedoch selten welche mit ihnen gehabt: «Für zwielichtige Gestalten habe ich ein ziemlich gutes Bauchgefühl entwickelt», sagt sie. Sei so eine an der Rezeption, ist das Motel eben plötz­ lich ausgebucht. Einmal versagte ihr Bauchgefühl jedoch. Sie erinnert sich an den Tag, an dem eine Gruppe von Geschäftsleuten, ohne zu zahlen, ab­ reisen wollte. «Die hatten uns schon die ganze Woche schikaniert, ihnen passte dieses und jenes nicht, und dann wollten sie einfach abhauen.» Doch so lässt Röllin nicht mit sich umspringen. Kurzerhand wies sie eine Mitarbeiterin an, einen kleinen Traktor, der sonst als Schneepflug dient, in die Auffahrt des Motels zu stellen. Die Zechpreller waren blockiert, um den Rest kümmerte


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sich die Polizei. Zwielichtige Gestal­ ten wie die Zechpreller sähe man aber im Motel kaum. Das Gastgeberpaar tut viel, um nicht dem Klischee der schäbigen Absteige zu entsprechen. Dazu gehört auch, dass es unter kei­ nen Umständen ein Motel für gewisse Stunden sein möchte. «In Italien wer­ den Motels fast ausschliesslich als Stunden­motels genutzt», sagt Roger Landtwing. In Sihlbrugg kann man deshalb auch erst ab 17 Uhr einche­ cken, das Schäferstündchen über Mittag kann also schon mal nicht stattfinden. «Dafür gibt es mittler­ weile sowieso viel anonymere Hotels. Hier sieht man ja, wer mit wem ins Zimmer geht. Diskret ist das nicht.»

«Die Nutzung als Asylheim hätte gepasst. Es war immer ein Auffangort.» Ursula Röllin, Motelbesitzerin

Gegen Mitternacht verabschieden sich Ursula Röllin und Roger Landtwing. Es ist ruhig in Sihlbrugg. Der Verkehr ist verstummt, die Gäste scheinen zu schlafen. Wer ein Zimmer im Motel nimmt, den er­wartet wenig Komfort,

Angebot verschwinden. Zu gering ist die Nachfrage. Schwierige Suche nach Nachfolgern

Das Motel könnte auch irgendwo in den USA stehen.

aber schäbig ist es nicht. Holzwände, Doppelbett, Korkboden. Hier über­ nachten, kein Problem, aber hier woh­ nen? Der Begriff Insel, den Ursula Röl­ lin verwendete, passt ganz gut zu dem Gefühl, das dieses Motel vermittelt. Man ist irgendwo im Nirgendwo. Am nächsten Morgen sind die meisten Gäste schon abgereist oder zur Arbeit gegangen. Zu den Stammkunden zählen auch Arbeiter, die für ein paar Monate in nahe­gelegenen Firmen und auf Baustellen arbeiten, um dann wie­ der in ihre Heimat zurück­zukehren. Die beiden Motelbetreiber haben das Frühstücksbuffet vorbe­reitet: Käse, Brot, Konfitüre; es gibt frischen Kaffee. Abendessen serviert das Motel seit gut zehn Jahren nicht mehr, und bald könnte auch das Morgenessen vom

Auch die Tage des Motels selbst sind wohl bald gezählt – zumindest unter der Führung von Ursula Röllin. Sie sucht einen Käufer, denn keines ihrer drei Kinder will den Betrieb überneh­ men. «Ich möchte nicht bis zur Pen­ sionierung warten, um etwas Neues anzufangen», sagt sie. «Endlich mal am Wochenende Zeit für sich zu haben, das wäre schön. Das hatte ich die letzten 30 Jahre nicht.» Erst vor Kurzem scheiterten Ver­ handlungen mit dem Kanton Zug. Ursula Röllin hatte das Motel zur Miete als Asylunterkunft angeboten. Doch die Auflagen des Kantons und die da­ mit verbundenen Investitionen sind zu gross. Ursula Röllin zog sich zurück und bedauert das. «Die Nutzung als Asylheim hätte zum Motel gepasst. Es war immer ein Auffangort. Und Asyl­ bewerber brauchen das am meisten.» Ein neuer Besitzer könnte das Motel noch einige Jahre führen, dann stün­ den grössere Sanierungen an. Dass das passiert, sei unwahrscheinlich. «Es braucht sehr viel Herzblut, einen sol­ chen Betrieb am Laufen zu halten», sagt sie. Zumindest dann, wenn man keine anonyme Absteige sein wolle, sondern einer der letzten Zufluchts­ orte dieser Art. MM

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16  MM36, 3.9.2018 | MENSCHEN

QueenKong

Ihre Galerie ist die Welt

Ihre Bilder sind oft so gross, dass sie in kein Museum der Welt passen. Denn das Luzerner Künstlerduo Vero und Marco Schmid bemalen und besprayen unter dem Namen QueenKong ganze Häuserwände. Verhaftet werden sie dafür nicht. Im Gegenteil. Text: Andreas Bättig  Bilder: Herbert Zimmermann

W

er vor Bildern des Künstlerpaars QueenKong steht, der muss den Kopf in den Nacken legen. Riesig und bunt sind ihre Werke, gemalt auf Hauswände. Die Kunstwerke wurden nicht etwa in einer Nacht- und Nebel-Aktion erstellt. QueenKongs Sprayereien und Malarbeiten sind legal – und sie werden dafür sogar bezahlt. Das war nicht immer so. «In meiner Jugend habe ich durchaus Bekanntschaft mit der Polizei gemacht», sagt Marco Schmid, einer der beiden QueenKong-­ Künstler. Als Fan der Hip-Hop-Kultur gehörte das Sprayen für ihn einfach dazu. «Aber irgendwann stellte man uns Flächen legal zur Verfügung. Darauf konnte ich an meinem Style feilen», sagt der 37-Jährige, dessen Sprayer-Pseudonym Kong lautete. «Mir gefällt die Buch­ stabenfolge und der Klang. Er ist prägnant, das passt zu mir.» Auch Vero Schmid, seine Partnerin, lebte sich schon früh kreativ aus. In ihrer Freizeit widmete sie sich dem Malen in Acryl und der Fotografie. Beides blieb jedoch ein Hobby. Beruflich arbeitete die 40-Jährige zuletzt als Produktmanagerin.  


MENSCHEN | MM36, 3.9.2018  17

Das erste permanente Bild an einem Neubau in der Schweiz: ein Regenbogen mit einem Schatten aus Blattgold für die Alterssiedlung Riedsunnä in Stansstad (links). Marco Schmid beim Auftragen des Blattgolds (unten).


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MENSCHEN | MM36, 3.9.2018  19

«Unsere Kunst war unsere Währung, damit haben wir bezahlt. Mal gab es dafür ein Dach über dem Kopf, mal etwas zu essen.» Vero Schmid, Künstlerin

Als sie 2006 Marco kennenlernte, be­ gann die Karriere des Künstlerpaars QueenKong. Ein Van voller Spraydosen

Sie kauften einen Van, beluden ihn mit Spraydosen und bereisten die Welt. Der erste Stopp auf ihrem Trip war New York. Im berühmten Stadt­ teil Queens konnten sie ihr erstes gemeinsames Bild malen, eine zwei Meter hohe nackte Frau mit Gorilla­ maske. Damit war der Name Queen­ Kong geboren. Anschliessend hinterliessen die beiden auf vielen weiteren Häuser­ wänden in ganz Amerika ihre Spuren: unter anderem in Peru, Kolumbien, Mexiko, Bolivien, Brasilien oder den USA. «Unsere Kunst war unsere Währung, damit haben wir bezahlt. Mal gab es dafür ein Dach über dem Kopf, mal etwas zu essen, mal wurde unser kaputtes Büssli geflickt», sagt Vero Schmid. Nicht immer war das Sprayen in Südamerika ungefährlich. In einer Stadt in Mexiko seien sie im­ mer wieder von Leuten angesprochen worden, was sie denn hier machten. «Erst später erfuhren wir, dass auf ille­ gales Sprayen von der Polizei ein Kopf­ geld ausgesetzt war», sagt Vero Schmid. «Da wir aber am Tag gearbeitet haben, hat doch niemand die Polizei gerufen.» Ganz im Gegenteil: Die Menschen seien offen und neugierig gewesen – wie fast überall auf ihrer Reise. Wrestler als Vorbilder

Wer QueenKongs Werke genau betrachtet, entdeckt darin wieder­ kehrende Motive, hinter denen sich persönliche Geschichten der bei­ den Künstler verbergen. Zum Beispiel der Regenbogen. «Er ist ein Symbol für die ‹andere Seite›», sagt Vero Schmid. Direkt nachdem Marcos Mutter gestorben war, erschien über

Vero und Marco Schmid wünschen sich, dass ihre Wandbilder positive Emotionen wecken.

«Es wäre schon super, mal ein ganzes Jahr lang nur Wandbilder malen zu können.» Marco Schmid alias Kong, Künstler

dem Vierwaldstättersee ein Regen­ bogen. «Seither erinnert uns dieses Symbol daran, dass das Leben ver­ gänglich ist, aber auch der Tod nicht furchteinflössend sein muss», sagt Vero Schmid. Auf positive Art los­ zulassen sei ein grosser Aspekt ihrer Kunst. Auf ihrer Reise durch Mexiko hätten sie am «Dia de los Muertos», dem Fest der Toten, miterlebt, dass Totenerinnerung nicht nur traurig sein muss. «Das fanden wir schön. Hier wird der Tod ja eher verdrängt.» Mexiko sei auch sonst prägend für ihre Kunst gewesen. Denn auch ein zweites Motiv, das immer wieder in ihren Bildern vorkommt, stammt von dort: die Maske des Luchador, der berühmten Wrestlerinnen und Wrestler, die mit ihren furchtein­ flössenden Masken als Superhelden

gegen das Böse und die Korruption kämpfen. «Unsere Heldinnen und Helden auf den Wänden wollen sich ebenfalls für das Gute einsetzen», sagt Marco Schmid. Subtile Botschaften

Welche Botschaften sie vermitteln und welche Motive sie wählen, über­ legen sich QueenKong gut. Ihnen sei bewusst, dass ihre Kunstwerke pro­ minent in der Öffentlichkeit platziert sind: «Unsere Bilder erreichen dadurch viele Menschen. Wir wollen nicht, dass sie als Störfaktor empfun­ den werden, sondern dass sie positive Emotionen wecken», sagt Marco Schmid. Deshalb seien ihre Botschaf­ ten auch subtil und versteckt. «Wir verzichten auf einen plakativ erhobe­ nen Zeigefinger.» Trotzdem kämen ihre Sujets nicht immer bei allen gut an. «Wir mussten lernen, mit Kritik umzugehen. Wenn ein Kunstwerk so prominent den öffentlichen Raum einnimmt und Teil der Umgebung der Bevölkerung wird, hat naturgemäss jeder eine


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MENSCHEN | MM36, 3.9.2018  21

Wände sind die bevorzugte Malfläche des Künstlerpaars (oben).

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Grossflächiges malt man am besten gleich mit dem Farbroller (links). Farben in allen Schattierungen gehören zur Grundausstattung jedes Künstlers (oben rechts).

Meinung dazu», sagt Vero Schmid. Ganz von ihrer Kunst können QueenKong noch nicht leben. Die beiden arbeiten in ihrem eigenen Grafik- und Designstudio, «tiefgang design». Neben den Arbeiten draussen setzen sie ihre Sujets auch auf Leinwänden um, die sie zum Verkauf anbieten. «Es wäre schon super, mal ein ganzes Jahr lang nur Wandbilder malen zu können», sagt Marco Schmid. Auch wenn die Arbeit körperlich fordernd sei. QueenKong sind immer draussen: bei Regen, Hitze und Schnee. Bedingungen wie diese würden sie aber gerne in Kauf nehmen, um ihre Kunst ausleben zu können. Ihre Helden an den Wänden müssten schliesslich auch jedes Wetter aushalten können, und das nicht selten für immer. MM www.queenkong.ch

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MENSCHEN | MM36, 3.9.2018  23

Bänz Friedli

Eiserne Reserven Ich hab es getan: die «Gnuusch»-Schublade aufgeräumt. «Wenn du schon mal Zeit hast …», raunte die innere Stimme mir an einem dieser Spätsommertage zu. Sie wissen schon, die Gnuusch-Schublade, vollgestopft mit stumpfen Bleistiften, Reissnägeln, Rabattmarken, verhärtetem Superleim, Mehrfahrtenkarten, Gutscheinen, Schlüsseln, von denen niemand weiss, zu welchem Schloss sie gehören, und kleinen Vorhängeschlössern, zu denen der Schlüssel fehlt. Zum Vorschein kamen auch vier weisse Figürchen aus Dreikönigskuchen – eiserne Reserve! Diese Schublade gibt es in jedem Haushalt. (Sollte dies bei Ihnen nicht der Fall sein, sind sie entweder nicht normal oder erst per 1. September in die neue Wohnung eingezogen.)

Bild: Vera Hartmann

Bänz Friedli (53) hat sich ein Herz gefasst.

leihs, der vor drei Jahren schloss, verfallene Bibliothekskärtchen und den Bon für eine Tageskarte, gültig bis 30.4.2008 – alles entsorgt. Diese Ordnung! Dieser Anblick! Zugegeben, in der nicht mehr «vernuuscheten» GnuuschSchublade hats noch immer absurd viele Zündhölzer. 16 Schachteln. Als Nichtraucherhaushalt brauchen wir bei jährlich vier Geburtstagskuchen und einem Weihnachtsbaum in den nächsten fünf Jahren, hochgerechnet, eine halbe Schachtel. Der Rest: Reserve. Es ist auch kein Ausflug geplant, auf dem wir 13 Sackmesser auf einmal benötigen würden. Aber es sind halt hübsche Souvenirs aus dem «Yosemite Park» darunter. Und wer braucht heute noch Büroklammern? (Ausser der einen, wenn das TV-System dazu auffordert, die Empfangsbox mittels einer Büroklammer auf Reset zu stellen …)

Welch gutes Gefühl! Alles entrümpelt und säuberlich sortiert. Nun gibt es in der ominösen Küchenschublade nur noch Kugelschreiber und Filzstifte, die auch funktionieren – das heisst, ich habe die Zahl von 63 auf 27 gesenkt. Dito mit den Feuerzeugen, Sackmessern, Nagelknipsern. Ich habe vereint, was zusammengehört: Post-it-Blöckchen zu Post-it-Blöckchen, Zahnstocher zu Zahnstochern – und all die kleinen Spreizklammern, die man früher brauchte, um Polstercouverts zu verschliessen, in ein eigenes Ablagefach. (Ist Jahre her, dass ich zuletzt so eine benutzt habe. Aber man weiss nie ...) Besonders stolz macht das Wegschmeissen: Die Kundenkarte eines Filmver-

Würde man von allem nur so viel aufbewahren wie wirklich nötig, beanspruchte das niemals eine ganze Schublade. Die braucht es eigentlich nur, damit man einen Ort zum Verstauen hat, wann immer man nicht weiss, wohin mit einer Kleinigkeit. Und nun dünkt es mich fast, ich hätte die Gnuusch-Schub­ lade durch die Aufräumaktion ihrer ureigentlichen Funktion beraubt. Derjenigen nämlich, ein Gnuusch zu enthalten. MM Bänz Friedli und Thomas C. Breuer live: 11. und 12. 9. Bern, 13. 9. Buchs SG

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24  MM36, 3.9.2018 | MENSCHEN

Hautstigma

Gegen die Blicke anlächeln Mafalda hat seit zehn Jahren Verbrennungsnarben, Gian ist mit einer Gefässfehlbildung auf die Welt gekommen. Beide sind für ihr Leben gezeichnet – und haben sich mit ihrem Stigma gut arrangiert.

E

s hätten entspannte Ferien werden sollen. Doch die erste Nacht im neuen Ferienhaus in Portugal änderte alles. Mafaldas Vater wollte gerade das Frühstück zubereiten, als die Tante sagte: «Es riecht komisch.» Sie stellte das Gas ab, drehte das Wasser auf – und das Ferienhaus explodierte. Der Knall weckte die siebenjährige Mafalda und ihren neunjährigen Bruder im ersten Stock. Erst spürte das Mädchen die Hitze, dann sah sie die Flammen. Ihr Bruder nahm sie an der Hand und rannte mit ihr durch das Feuer ins Freie. Sie läuteten bei der Nachbarin Sturm. Die stellte die beiden unter die Dusche und rief die Ambulanz. Mafalda hat schwere Verbrennungen erlitten. Zehn Jahre lang kämpfte sie gegen Schmerzen, Hautwucherungen – und Vor­

urteile. Obwohl seit jener Nacht im April zehn Jahre vergangen sind, erinnert sich Mafalda (17) an jedes Detail. Die beissende Hitze, die Schreie ihres Vaters aus der bren­ nenden Küche, die verkohlte Haut ihres damals zweijährigen Cousins. Die Kälte und die Müdigkeit, die sie in der Ambulanz überkamen. Das Ticken der Wanduhr, das sie im künstlichen Koma hörte. Und den unglaublichen Hunger, den sie verspürte, als sie zwei Wochen später geweckt wurde. Maske, Mobbing und Komplexe

Ihren Eltern sagte man damals: «Das Mäd­ chen wird nicht überleben.» Zu gross waren die verbrannte Oberfläche ihres Körpers und die Infektionsgefahr. Ihr Vater lag selbst noch im Spitalbett, ihre Mutter erwiderte: «Doch, sie wird es schaffen.» Sie behielt

recht, auch wenn der Weg zurück ins Leben lang und hart war. Nach zwei Monaten wurde die ganze Familie in die Schweiz geflogen, und Mafalda verbrachte fünf Monate im Uni­ versitäts-Kinderspital Zürich (Kispi). Unter dem Einfluss starker Schmerzmittel musste sie täglich üben, sich wieder zu bewegen. Als Mafalda nach weiteren zwei Monaten in der Reha wieder die Schule besuchte, musste sie eine Maske tragen, um die noch frischen Wunden zu schützen und Narben­ wucherungen vorzubeugen. Aufgrund der vielen Medikamente hatte sie stark zuge­ nommen. «Ich fühlte mich hässlich und fett», erzählt sie. Viele Kinder waren gemein zu ihr, besonders ein Mädchen: Sie passte Mafalda auf der Toilette ab, spuckte sie an und nannte sie «verbranntes Huhn». Ihren Eltern mochte sie nichts davon erzäh­

Bild: Valérie Jaquet

Text: Monica Müller


MENSCHEN | MM36, 3.9.2018  25

Verhaltenstipps

Hinschauen, ja – anstarren, nein Wie umgehen mit Menschen, die ein Haut­stigma tragen? Ornella Masnari, Psychothera­peutin am UniversitätsKinderspital Zürich, erläutert, wie man richtig reagiert: «Hinschauen und mit Interesse reagieren ist erlaubt, anstarren nicht. Für die betroffenen Menschen ist das äusserst unangenehm. Vor allem im öffentlichen Raum, im Bus oder im Shoppingcenter möchten sie sich unbehelligt fühlen und ihre Privatsphäre haben.

Mafalda hat mit den Narben Frieden geschlossen: «Was bringt es, wenn ich mich schäme für etwas, das ich nicht ­ändern kann?»

«Ich rauchte nicht, ich kiffte nicht, ich ritzte mich nicht – ich heulte.» Mafalda (17)

len. Sie waren mittlerweile getrennt und mit sich selbst beschäftigt. Auch bei den wöchentlichen Gesprächen mit einer Psy­ chologin erwähnte sie das Mobbing lange nicht, weil sie keine Petzerin sein wollte. «Ich rauchte nicht, ich kiffte nicht, ich ritzte mich nicht – ich heulte.» Als Mafalda schliesslich doch begann, sich ihrer Psycho­ login anzuvertrauen, ging es aufwärts. Nach Jahren der schmerzhaften Physio­ therapie, anfangs täglich, und regelmässigen

Hauttransplantationen verbrachte sie nun weniger Zeit im Kinderspital. Der Übertritt in die Oberstufe und ein Umzug von der Stadt Zürich nach Lufingen ZH bedeuteten einen Neubeginn. Der ständige Vergleich mit anderen und die schmerzhafte Frage «Warum ich?» rückten in den Hintergrund. Am neuen Wohnort hatte Mafalda viele Kolleginnen und ging gern zur Schule. Sie stellte fest, dass sie gut darin war, andere auf­ zumuntern. «Neben mir verzweifelte keine wegen eines Pickels», sagt sie und lacht. Dann kam die Suche nach einer Lehr­ stelle – und eine erneute Krise. Mafalda wollte Fachfrau Gesundheit werden, fand aber vor Abschluss der obligatorischen Schulzeit keinen Ausbildungsplatz. Auf ihre Bewerbungen folgte Absage um Absage. Wenn sie nach den Gründen fragte, nannten

Man sollte nicht gleich ein­steigen mit der Frage ‹Was ist denn das?›, sondern das Gegenüber zunächst kennenlernen und ein normales, unverkrampftes Gespräch aufnehmen. Vielleicht erwähnt die Person die Hautauffälligkeit ja von sich aus? Ist man mit Kindern unterwegs, die laut fragen: ‹Mami, was hat dieses Kind?›, sollte man möglichst ruhig reagieren. Die Kinder nicht wegziehen oder zurechtweisen, sondern gelassen antworten, etwa: ‹Vermutlich ein Hautausschlag, bestimmt nichts Schlimmes.› Oder man schlägt vor, das betroffene Kind gemeinsam anzusprechen. Das Gespräch sollte nicht auf die Hautauf­fälligkeit reduziert sein, sondern eine natürliche Unterhaltung, um etwaige Gemeinsamkeiten herauszu­finden. Das gelingt zum Beispiel mit der Frage: ‹Welches ist dein Lieblingstier im Zoo?›.»


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einige im Gespräch die Narben in ihrem Gesicht. «Das könne irritieren, so formulierten sie es», erzählt Mafalda. Die Rückmeldungen taten weh. Aber sie rappelte sich wieder auf, absolvierte das zehnte Schuljahr und hielt weiterhin an ihrem Berufs­ wunsch fest. Heute ist Mafalda eine selbstbewusste junge Frau. Sie arbeitet in einer Altersresidenz und betreut Demente. Sie mag die alten Menschen und freut sich über deren Aufmerksamkeit und Wertschätzung. Dennoch hat sie schon ein nächstes Berufsziel vor Augen: Nach der Lehre möchte sie sich weiterbilden und Pflegefachfrau werden. Ihr Herzenswunsch ist es, eines Tages im Zentrum für brand­ verletzte Kinder des Zürcher Kinder­

«Ich möchte dem Kinderspital etwas zurückgeben.» Mafalda (17)

«Die blaue Backe will ich behalten»: Gian geht mit dem Gesichtsmal selbstbewusst um.

G

ian (8) möchte eigentlich gar nicht über seine «blaue Backe» sprechen. Es gibt viel Wichtigeres. Zum Beispiel das Erdbeercornet, das er jetzt sofort essen möchte. Sein volles Panini-Album. Oder die drei Goals, die er im Fussballtraining geschossen hat. Gian ist überzeugt, dass er dank seiner speziellen Wange besser «tschutten» kann. «Meine blaue Backe gibt mir Mut und macht mich stark», sagt er. Gian ist mit einer gutartigen Ge­ fässfehlbildung im Gesicht zur Welt

gekommen. Ein Leben ohne seine «blaue Backe» kann er sich nicht vorstellen. Seine Mutter, Andrea Kuzma (42), lächelt ihn an. Sie er­ klärt, dass die gutartige Gefässfehl­ bildung die Backe anschwellen und dadurch blau werden lässt. Schon mehrmals haben die Ärzte auf Gians Wunsch die Venen an der Wange verödet, um die Schwellung zu reduzieren. Gian habe jedes Mal gesagt: «Aber die blaue Backe will ich behalten.» Andrea Kuzma ist froh, dass die Fehlbildung ihren Sohn nicht interessiert.

Bild: Gabi Vogt

spitals zu arbeiten. «Ich kenne alles: die Schmerzen, die Eingriffe, die Therapien. Und die Blicke der ande­ ren», sagt sie. «Ausserdem möchte ich dem Kispi etwas zurückgeben.» Auch ihre Angehörigen haben sich von den Folgen der verhängnis­ vollen Nacht gut erholt. Sie sind zwar von Narben gezeichnet, stehen aber mitten im Leben. Dass ihr inzwischen zwölfjähriger Cousin viele Freunde hat und in Portugal gern zur Schule geht, freut Mafalda besonders. «Hoffentlich übersteht er auch die Pubertät gut», sagt sie. Mit ihren eigenen Narben hat Mafalda Frieden geschlossen. «Was bringt es, wenn ich mich schäme für etwas, das ich ohnehin nicht ändern kann?», sagt sie und zuckt die Schultern. Während ihre Kol­ leginnen sich bei gemeinsamen Spaziergängen am Zürichsee nerven, wenn Fremde Mafalda lange an­ starren, fallen ihr die Blicke der anderen nur selten auf. Sind sie allerdings so hart­näckig, dass sie es bemerkt, wendet sie eine ein­fache Strategie an: Sie lächelt. «Früher habe ich mich so hart geschämt für meine Verbrennungen», sagt sie. «Heute finde ich mich schön.»


MENSCHEN | MM36, 3.9.2018  27

Neben Fussball, seinem Hobby, spielt er gern Burgenball, liebt das Schwimmbad und geht gern mit Freunden in den Wald. Eines Tages möchte er Fussballer oder Bauer werden. Oft stehe er am nahe gelegenen Feld und frage den Bauer, ob er auf dem Traktor mitfahren dürfe. Gian sei ein selbstbewusster Junge, der seine Meinung vertrete, sagt die Mutter. Er mag es, die Mitschüler zum Lachen zu bringen und den Chef zu spielen. Und er hat manchmal eine grosse Klappe. Starrt ihn jemand an, ist es ihm dennoch lieber, wenn seine Mutter erklärt, woher die Flecken stammen. Ist sie nicht dabei, ant­worte er: «Das habe ich seit der Geburt.» Oder er tut einfach so, als hätte er die Frage nicht gehört. In Dürrenäsch AG kenne man Gian so, wie er ist, und keiner starre

Ausstellung

ihm hinterher. Unternehme die Familie einen Ausflug oder fahre in die Ferien, sei sie aber plötzlich mit den fremden Blicken konfrontiert. «Uns Eltern belastet das», sagt die Mutter. Sie befürchtet, dass Gian als Teenie

Hautstigma: Im Bild sein «Schaut uns ruhig an» heisst die Fotoausstellung des Zentrums Kinderhaut am Zürcher Kinderspital. Im Rahmen der 150-Jahr-Feier zeigt es vom 7. bis 23. September im Careum Auditorium an der Pestalozzi­strasse 11 in Zürich Fotografien von Menschen mit Hautveränderungen.

«Meine blaue Backe gibt mir Mut und macht mich stark.» Gian (8)

unter der auffälligen Wange leiden könnte. Gian spielt derweil mit seiner Schwester Ladina (10) Pingpong im Garten. Als der Ball beim Esstisch landet und er ihn holt, bemerkt er beiläufig: «Jetzt redet ihr immer noch von meiner blauen Backe?» MM

Zusätzlich finden Podiumsdis­ kussionen zum Thema statt. Die Ausstellung ist öffentlich, der Eintritt gratis. www.kispi-150.ch/ausstellung www.hautstigma.ch

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MENSCHEN | MM36, 3.9.2018  29

Leserforum MM35 Spitex: Pflege bis weit hinten im Tal

«Wie viel wertvolle Lebenszeit wird der älteren Generation so zu Hause noch ermöglicht?» Diese Frauen und Männer kann man nicht genug schätzen. Ein grosses Danke für den Einsatz und die Mühe, die sie auf sich nehmen.  Rita Frey  via www.migrosmagazin.ch  Was, wenn die Politiker die Klarsicht des alten Herrn aus dem Beitrag hätten? Spitex kos­ tet und bringt: Pflege, Präven­ tion, Arbeit. Spitex bringt es. Wie viele Dekubitusse wurden nach einem Spitalaufenthalt zu Hause «zugepflegt»? Wie viel wertvolle Lebenszeit wird der älteren Generation so zu Hause noch ermöglicht? Wie viele Kos­ ten werden dem Staat dadurch

erspart? Wie viele Steuergelder nimmt der Staat dank des Spitex­ gefüges und dank der für diese Institution arbeitenden Frauen und Männer ein? Spitex ist Win-Win.  Berta Tellenbach  via www.migrosmagazin.ch MM35 Interview: Meine Arbeit ist experimenteller Service

Vielen Dank für das herzerwärmende und buntfröhliche Interview mit Pipilotti Rist. Mit ihrer überaus humorvollen, kreativen und intelligenten Art entlockt sie einem immer wie­ der aufs Neue ein Schmunzeln.  Katja Eggli via E-Mail

MM35 Leserbrief «Grillitarier»

«Bitte, bitte wieder humorvolle, pfiffige Werbung» Ich kann Helen Koller nur zu­ stimmen. Die aufsässige Wer­ bung «Grillitarier» geht richtig auf die Nerven, und «die Migros gehört den Leuten» mag ja stim­ men, aber müssen wir uns das dauernd auf eine so dumme Art auf die Nase binden lassen? Bitte, bitte, wieder humorvolle, pfiffige Werbung, das gabs doch früher auch schon. Heidi Sutter via E-Mail

Korrigendum

MM35 Klingen gekreuzt um Fair-Food Im Streitgespräch zur Fair-Food-­ Initiative war zu lesen, Toni Brunner sei Nationalrat des Kantons Thurgau. Das ist falsch. Toni Brunner ist Nationalrat des Kantons St. Gallen.

Schicken Sie Ihre Leserbriefe an: Redaktion Migros-Magazin, Limmat­strasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich oder per Mail an: redaktion@migrosmagazin.ch Die Redaktion behält sich Kürzungen vor und übernimmt keine Verantwortung für Inhalt und Richtigkeit der Aussagen. Über Erscheinen resp. Nichterscheinen der Leserbriefe wird keine zusätzliche Korrespondenz geführt.

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30  MM36, 3.9.2018 | MENSCHEN

«Das Schlimmste sind Männer um die 50, die am Meer kitesurfen» Maxim Leo und Jochen Gutsch

Menschen mittleren Alters haben es nicht leicht: Die Jugend ist vorbei, und das Alter droht mit allerlei Unerfreulichem. Man stemmt sich also dagegen, so gut es geht, lernt Kitesurfen, kauft sich einen Porsche, geht ins Yoga-Retreat zur Selbstfindung. In ihrem neuen Buch beschäftigen sich Maxim Leo und Jochen Gutsch ­äusserst unterhaltsam mit den Auswüchsen der «Alterspubertät». Text: Ralf Kaminski  Bilder: Jens Koch


MENSCHEN | MM36, 3.9.2018  31

Eingespieltes Autorenpaar mittleren Alters: Maxim Leo (links) und Jochen Gutsch


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MESNCHEN | MM36, 3.9.2018  33

Jochen Gutsch, Maxim Leo, Sie haben Ihr Buch im Auftrag Gottes geschrieben, wie Sie im ersten Kapitel enthüllen. Gutsch: So ist es. Gott wirkt recht humorvoll dabei. Gutsch: Wir fanden ihn eher etwas recht­ haberisch. Aber man kann Gott halt schlecht widersprechen, also haben wir den Auftrag angenommen.   Mit 50 «fühlt man sich ein bisschen ver­ loren», ist quasi «im Transitbereich des Lebens», schreiben Sie. Warum ist diese Zeit für viele so schwierig? Leo: Es ist eine seltsame Zwischenzeit. Man hat plötzlich eine Ahnung vom Alter und findet das alles sehr beunruhigend – dabei ist die Ahnung vielleicht schlimmer als die Realität. Aber schon jetzt ziehen beim Sport die Jüngeren mühelos an einem vorbei, was eine Menge Frust produziert. Gutsch: Man ist nicht mehr so schlank und fit wie einst, hat nicht mehr so viele Haare, es zwickt da und dort, und Ärzte wollen plötzlich seltsame Untersuchungen vornehmen. Aber am meisten fehlt mir heute die Leichtigkeit der jüngeren Jahre. Dieses Leben ohne gross nachzudenken, das ver­ misse ich wirklich sehr. In meinem Alter denkt man immer nach, was morgen kommt.   Sich nochmals neu zu erfinden spielt eine wichtige Rolle. Haben Sie schon etwas Bleibendes für sich neu entdeckt? Gutsch: Es ist eher so, dass einige Dinge zu Ende gehen. Ich spiele zum Beispiel seit Ewigkeiten in einer Fussballmannschaft. Das musste ich vor einem halben Jahr we­ gen einer schmerzhaften Fersenverletzung auf Eis legen – und weil es den meisten anderen auch so geht, steht die Mannschaft kurz vor der Auflösung. Ich frage mich jetzt, ob ich stattdessen Yoga machen sollte … Leo: … altersgerechte Dinge … Gutsch: … genau. Aber dagegen habe ich mich bisher immer gewehrt. Altersgerecht – das klingt schon so freudlos.   Sie haben also bisher nichts Neues, Bereicherndes entdeckt? Gutsch: Leider braucht man für viele dieser Alterspubertätshobbys immer gleich einen Schein: Motorrad fahren, Motorboot fahren, tanzen. Ich möchte in meiner Freizeit nichts machen, wofür man erst mal Prüfungen ablegen muss. Leo: Viele dieser Hobbys sind einfach auch furchtbar langweilig. Da hört man aus dem Freundeskreis, «ach ja, die Daniela und ich, wir machen jetzt diesen Weinkurs». Und dann fahren sie von Weingut zu Weingut und kosten Wein und lernen alles darüber. Es scheint für dieses Alter charakteristisch  zu sein, dass das Leben immer wohltempe­

rierter und gediegener wird, aber nicht unbedingt interessanter. Damit könnte man als gut situierter Mensch der westlichen Welt doch eigent­ lich zufrieden sein. Aber da ist diese innere Stimme, die findet: Schon, aber liegt da nicht noch mehr drin? Was raten Sie? Gutsch: Natürlich sollte man diese Stimme einfach ignorieren. Aber sie wirft halt eine Frage auf, deren ehrliche Antwort schwer zu ertragen ist: Was kommt denn jetzt noch? Ist die bessere, aufregendere, sorglosere Hälfte des Lebens schon vorbei? Diesem Gefühl versucht man sich dann irgendwie entgegenzustemmen. Leo: Unsere Eltern konnten viel besser alt werden, die haben sich solche Fragen gar nicht gestellt. Die waren einfach irgend­ wann alt und haben das mit Würde ertragen. Unsere Generation hingegen scheint zur Jugendlichkeit verdammt: Auch mit 50 läuft man noch mit Sneakers und Kapuzenshirt durch die Gegend.  

«Unsere Eltern konnten viel besser alt werden. Die haben sich solche Fragen gar nicht gestellt, sondern ihr Altern mit Würde ertragen.» Maxim Leo

Woher kommt das? Leo: Wir sind wahrscheinlich die Ersten, die daran gewöhnt sind, sich jeden Wunsch erfüllen zu können, alles erreichen und gestalten zu können. So was wie Verzicht oder Entbehrung kennen wir nicht – anders als unsere Eltern. Wenn wir also alles immer kriegen, warum sollte das nicht auch mit der ewigen Jugend klappen? Es wird ja auch fleissig daran geforscht, und viele warten nur darauf, dass sich das Alter als Krankheit herausstellt, die sich überwinden lässt. Ist es auch ein Wohlstandsphänomen? Gutsch: Wir sind vermutlich die reichste Generation, die es je gab. Nur deshalb haben wir Zeit, uns darüber Gedanken zu machen. Leo: Und die sozialen Medien befeuern das alles natürlich noch. Dort will man sich in einem möglichst vorteilhaften Licht präsen­ tieren, zeigen, wie gut es einem geht.   Spielt vielleicht auch eine gewisse spirituelle Leere mit rein? Leo: Das Einzige, an das man als moderner Grossstädter heute glaubt, ist man selbst. Und wenn man sich selbst zu Gott erhebt,

hält man den Traum der ewigen Jugend und die eigene Selbstoptimierung für die ultima­ tiven Ziele. Akzeptiert man hingegen eine andere Gottheit, ist es leichter, sein eigenes Vergehen demütig hinzunehmen. Gutsch: Vielleicht sind wir es auch einfach nicht mehr gewohnt, Grenzen zu akzeptie­ ren. In einer Grossstadt kann ich Sex haben, mit wem ich will, kann Beziehungen mit drei Frauen führen oder mit vier Männern, alles kein Problem. Und da soll ich mir beim Alter plötzlich Grenzen setzen lassen? Männer reagieren auf ihre Altersverunsi­ cherung gern mit dem Versuch sportlicher Höchstleistungen oder der Anschaffung PS-starker Fahrzeuge. Dabei wirkt doch gerade dieses Aufbäumen gegen das Unvermeidliche total unsouverän, nicht? Gutsch: Absolut, man erreicht das Gegenteil von dem, was man eigentlich will. Und versucht das dann immer vor sich selbst zu kaschieren. Doch, doch, diese sehr enge Laufhose, die sieht an mir schon gut aus, hat ja auch was gekostet. Für mich persönlich der schlimmste Anblick sind Männer um die 50, die am Meer kitesurfen. Diese volu­ minösen Körper in ihren grellen Neopren­ anzügen, die verzweifelt versuchen, auf die­ sen Brettern ihr Gleichgewicht zu halten … Leo: … wie eine sterbende Robbe, die ins Wasser gezogen wird … Gutsch: Scheusslich! Wie könnte man denn souveräner mit diesen Gefühlen umgehen? Gutsch: Ich fürchte, gar nicht. Es gibt natür­ lich dieses Idealbild: gelassen und in Würde altern. Toll! Aber wer schafft das? Ich per­ sönlich würde es schon als Erfolg betrach­ ten, könnte ich die allerpeinlichsten Dinge vermeiden – und fange dann hoffentlich nicht mit 55 eine Beziehung mit irgendeiner 23-jährigen Mandy an. Leo: Erschwerend kommt gerade beim Mann hinzu, dass Intelligenz und Einsicht erfahrungsgemäss wenig nützen. Kürzlich kam meine Tochter im Teenageralter mit ihren Freundinnen zu uns nach Hause, schon flüsterte diese innere Stimme: Beeindrucke sie, beeindrucke sie! Und ich habe es tapfer versucht, gab mich geistreich und witzig – und wirkte am Ende einfach nur peinlich.   Gehen Frauen eigentlich souveräner um mit all dem? Gutsch: Ich glaube schon. Frauen flüchten sich in den mittleren Jahren eher in die Spiritualität. Sie lesen dann plötzlich Bücher über den Sinn des Lebens und wol­ len sich noch mal neu entdecken. Der Mann will nicht wissen, wer er ist – er will einfach nur toll rüberkommen. Leo: Der Mann will wissen, wie er sein könnte, die Frau will wissen, wie sie ist.


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MENSCHEN | MM36, 3.9.2018  35

Und dann ist da noch der schwindende Sex in der Beziehung. Wenn es doch mal wieder dazu kommt, beschreiben Sie das so: «Mission accomplished. Erst mal eine Woche Ruhe. Es ist ein ähnliches Gefühl wie im Garten nach dem Rasenmähen.» Leo: Wenn wir auf unseren Lesetouren zu dieser Passage kommen, ist die Reaktion im Publikum immer gleich: befreites Lachen mit einem leichten Erschrecken, weil man damit einräumt, dass einem dieser Gedanke nicht komplett fremd ist. Vor allem aber ist da grosse Erleichterung, dass man nicht der Einzige ist, dem es so geht. Gutsch: Es scheint vielen schwerzufallen, sich die schlichte Wahrheit einzugestehen: dass der Sex halt weniger wird mit den Jahren. Wie die Obsession mit der Jugend ist auch die mit dem Sex ein typisches Merk­ mal unserer Generation. Man muss ihn haben, und er muss gut sein und sehr häufig. Und wenn er nicht gut ist, bist du selbst schuld, denn du könntest ja einen Tantra­ kurs besuchen oder den Partner wechseln oder Sexspielzeug kaufen. Wie entzieht man sich diesem Druck? Gutsch: Durchatmen, entspannen und sich als Paar selbstbewusst sagen, dass alles schon ganz okay so ist, wie es ist.   Sie haben das Buch auch aus persönlicher Betroffenheit geschrieben. Sind Sie selbst inzwischen gelassener worden? Gutsch: Nein, wir sind immer noch im deprimierenden Anfangsstadium. Aber es

«Der Forschung zufolge ist die Lebenszufriedenheit mit Mitte 40 auf einem Tiefpunkt – danach geht es langsam wieder aufwärts.» Jochen Gutsch

gibt Hoffnung aus der Forschung. Die besagt nämlich, dass die Lebenszufriedenheit mit Mitte 40 auf dem Tiefpunkt ist. Aber anschliessend geht es langsam aufwärts. Kurz vor der Rente hat man wieder die gleiche Lebenszufriedenheit wie mit Anfang 20. Leo: Wir haben immerhin ein paar Erkennt­ nisse gewonnen, die wir im Buch weiterge­ ben: 1. Es geht vorbei, es ist wirklich nur eine Phase. 2. Mit Humor wird das alles ein wenig leichter. 3. Niemand ist damit allein, fast jeder hat mit diesen Gefühlen zu kämpfen. Gutsch: Wir nennen es nicht umsonst ein «Trostbuch», und der Humor darin ist zentral, damit das funktioniert.

Zu den Personen

Autoren und Kolumnisten Jochen Gutsch (46) und Maxim Leo (48) sind Journalisten, Kolumnisten und Buchautoren, die seit Jahren gemeinsam schreiben und auftreten. Zusammen verfassen sie eine Kolumne bei der «Berliner Zeitung». Gutsch ist hauptberuflich Reporter beim «Spiegel». Daneben schreiben die beiden immer wieder Bücher. Ihr neues Werk «Es ist nur eine Phase, Hase» beschäftigt sich mit dem

Man hört diese Forschungserkenntnisse ab und zu. Aber kann das wirklich stimmen? Immerhin werden wir doch nur älter, übergewichtiger und gebrechlicher. Gutsch: Ich bin da auch skeptisch. Jetzt, mit 46, bin ich gestresst und etwas unglücklich, aber mit 63 soll ich mich dann plötzlich total super fühlen? Angenommen, es wird tatsächlich besser: Worauf hoffen Sie schon jetzt? Leo: Ich hätte später gern mal eine ukraini­ sche Krankenschwester, die etwas Deutsch spricht, sodass man sich auch ein bisschen unterhalten kann, wenn sie mich und meinen Tropf durch die Gänge schiebt. Gutsch: Ich habe die Hoffnung, dass der innere Druck nachlässt, etwas Bestimmtes erreichen zu müssen, dass ich etwas ent­ spannter und ruhiger werde und das auch geniessen kann. Leo: Ich hoffe ausserdem, lange genug zu leben, um sehen zu können, was aus meinen Kindern wird. In sie lagere ich jetzt sozu­ sagen meinen Lebenssinn aus.    Sie haben dieses Buch gemeinsam geschrieben. Wie muss man sich Ihren Arbeitsprozess vorstellen? Leo: Erst mal haben wir mögliche Themen diskutiert, dann passende Geschichten dazu gesucht – aus eigenen und anderen Erfah­ rungen. Die haben wir uns dann aufgeteilt,

Phänomen der Alterspubertät, also was Männer und Frauen in den mittleren Jahren so alles tun, um sich dem Zahn der Zeit entgegenzustellen. Leo und Gutsch leben in Berlin und sind verheiratet, Leo hat zwei Kinder im Teenageralter. Maxim Leo & Jochen Gutsch: «Es ist nur eine Phase, Hase. Ein Trostbuch für Alterspubertierende», Ullstein 2018, bei Exlibris.ch für Fr. 15.10

separat geschrieben und gemeinsam über­ arbeitet. Wir schreiben schon lange zusam­ men, von daher ist das ein gut eingespielter Prozess. Gutsch: Und nicht immer hat derjenige, der die Geschichte selbst erlebt hat, den Text dazu verfasst. Man ist dann oft ein bisschen zu nahe dran, ist zu nett oder zu vorsichtig. Leo: Im Grunde ist unwichtig, was man selbst erlebt hat, es geht darum, dass die Geschichte gut wird. Und da ist manchmal der besser, der das emotionsloser angeht. Ihre Ehefrauen kommen im Buch nicht eben sonderlich vorteilhaft weg. Nehmen die das locker? Gutsch: Die Ehefrau des Protagonisten im Buch ist ja eine Kunstfigur. Das wissen unsere Ehefrauen natürlich auch. Trotzdem ist es manchmal für sie sicher nicht einfach.  Leo: Meine Frau ist Französin und redet generell nicht gern über Details aus ihrem Privatleben. Sie wurde auch schon öfters in der Öffentlichkeit angesprochen: «Ich hab das gerade gelesen, ist ja furchtbar, Frau Leo.» Es gibt schon Momente, wo der Familiensegen etwas schief hängt. Gutsch: Autor und Ehemann – das ist zu­ weilen eine schwierige Kombination. Aber ich glaube, für eine gute Pointe darf man auch mal eine Grenze überschreiten ... Leo: … und muss später zu Hause auf Knien um Vergebung bitten. MM


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«Wir durften in der Nacht einkaufen» Was schätzen Sie an der Migros? Hier kann ich schnell und effizient einkaufen, denn ich weiss, was ich wo in der Filiale finde. Die Produkte der Migros sind gut, und die Preise stimmen auch. Gibt es etwas, das Sie an der Migros nicht mögen? Wenn Produkte aus dem Sortiment verschwinden, die ich mag. Welches Produkt vermissen Sie denn? Es gab früher mal marinierte Grillkäsespiesschen. Die waren sehr fein. Aber leider habe ich sie irgendwann nicht mehr gefunden.

Name: Angela Lattenberg (41) Wohnort: Gachnang TG Beruf: Buchhalterin Lieblingsprodukt: Johannisbeeren

Haben Sie eine besondere Erinnerung an die Migros? Mein Mann und ich wurden einmal zu einem speziellen Einkaufsanlass hier im Einkaufszentrum Passage in Frauenfeld eingeladen. Ich glaube, das war eine Einladung für Genossenschafter oder besonders treue Kunden. Wir durften dann quasi in der Nacht einkaufen. Die Stimmung war sehr speziell.  MM

Währschaftes

Bild: René Ruis

Die Schlemmer-Jahreszeit beginnt Der Herbst verändert unsere Essgewohn­heiten – er weckt Appetit auf währschafte Gerichte, die wir noch aus Grossmutters Küche kennen: Rehpfeffer mit Rotkraut und Spätzli, Siedfleischsuppe, Rollschinkli mit Kartoffelsalat oder Berner Platte mit aromatischen Würsten, Kochspeck und Dörrbohnen. Wer bei solchen kulinarischen Erinnerungen ins Schwärmen

gerät, wird sich freuen, dass jetzt in den Supermärkten der Migros Aare wieder frische Wildspezialitäten, Geräuchertes und herzhafte Würste für jeden Geschmack erhältlich sind. Mehr von der Migros Aare ab Seite 75


38  MM36, 3.9.2018 | MIGROS-WELT

Ökologie Neue Marke

Mehr Grün und Solar auf den Dächern

Globus erwirbt Navyboot

Die bereits bei Schild und nun bei Globus in Lizenz ­geführte Damen- und Herrenober­beklei­dungs­ linie Navyboot ist seit Jahren sehr beliebt. Durch die ­Ergänzung der Modekol­ lektionen mit Schuhen und Lederwaren will ­Globus die Marke stärken und das Angebot ausbauen. Rückruf

Markenprodukt «Nissin Cup Noodles Spicy» Der Lieferant Gustav Gerig AG hat die Migros informiert, dass Kleinst­elemente von Glas in das Produkt «Nissin Cup Noodles Spicy» gelangt sein können (Artikelnr. 158502900000; mit Mindesthaltbarkeitsdatum 01.2019 bis und mit 06.2019; Verkaufspreis Fr. 2.40). Da die Migros und Migrolino diesen Artikel im Sortiment führen, sind sie von diesem Rückruf auch betroffen. Die Kunden werden ge­ beten, die betreffenden ­Produkte nicht  zu kon­ sumieren und in die Filiale zurückzu bringen. Der Kaufpreis wird zurückerstattet.

Viele Flachdächer von Migros-Gebäuden sind begrünt. So schafft das Unter­ nehmen Lebensraum für zahlreiche Insekten. Gleichzeitig betreibt die Detailhändlerin auf vielen Flachdächern ­Solaranlagen. Jährlich produziert sie so sauberen Strom für über 9000 Haushalte. Interio-CEO Michel Keller in der neu gestalteten Filiale in Spreitenbach Interio

Digitale Einkaufswelt Die Migros-Tochter Interio verpasst sich ein neues Filial­konzept, eine neue Website und hält auch im digitalen Bereich einige Neuerungen bereit. Vergangene Woche eröffnete das Möbelhaus deshalb eine Pilotfiliale in Spreitenbach. «Wir haben diesen Standort in eine Art begehbare Website umgebaut», sagt Interio-­ Chef Michel Keller. Die Gestaltung der Wohnbereiche und das Farb­ konzept entsprechen der InterioWeb­site, Displays liefern Produktinformationen, und Möbelkon­ figuratoren sorgen dafür, dass Kunden ausgestellte Möbel am Bildschirm kombinieren können. Im Sortiment gibt es über

1000 Neuheiten und Marken wie Hay, Magis oder die Eigenmarke Edition Interio. Ergänzt werden die Neue­ rungen in der analogen Ein­ richtungswelt durch digitale Innovationen. Eine kostenlose Augmented-­Reality-App pro­ jiziert Interio-­Möbel via Smartphone-Kamera in die eigenen vier Wände. Mit dem kosten­ losen Stilfinder lässt sich der persönliche Einrichtungsstil festlegen, und gegen einen Pauschalbetrag geben digitale Wohn­ berater detailliertere Einrichtungsvorschläge fürs Wohnoder Schlafzimmer.

Vegetation und Solaranlagen sollen nun noch besser aufeinander abgestimmt werden. Darum testet die Genossenschaft Migros Ostschweiz eine Samenmischung, aus der Pflanzen mit silbergrauen Blättern wachsen. Weil sie das Sonnenlicht reflektieren, können sie die Leistung der Solaranlagen erhöhen, im Bild das bepflanzte Dach der Betriebs­ zentrale Gossau.

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Gibt es eine Zusammenstellung aller glutenfreien Produkte der Migros? Auf www.migros.ch/aha finden Sie einen Überblick über sämtliche Migros-Artikel mit dem aha!-Gütesiegel, darunter auch alle glutenfreien Produkte. In die Website ist auch eine Broschüre integriert, die sich herunterladen und ausdrucken lässt. Sie führt durch die aha!-Produktewelt und hilft beim Einkaufen.  MM

Haben Sie eine Frage?

Kontaktieren Sie uns! M-Infoline, der Kundendienst der Migros, erreichbar ­unter 0800 84 0848, oder www.migros.ch/ kundendienst

Telefonisch erreichbar Montag bis Freitag: 8.00–18.00 Uhr Samstag: 8.30–16.30 Uhr Anrufe auf die oben ­genannte Nummer sind gratis.

Bilder: René Ruis; zVg

Das Warenhaus Globus, das zur Migros-Gruppe ­gehört, erwirbt die Marke sowie einen bedeutenden Teil der Schweizer Boutiquen und drei Outlets der Schweizer PremiumSchuhmarke Navyboot per 1. Januar 2019.


MIGROS-WELT | MM36, 3.9.2018  39

Berufsmeisterschaften

An den SwissSkills 2018 in Bern kämpfen vom 12. bis 16. September 900 junge Leute um den Schweizer-Meister-­ Titel in ihrem Beruf. Die Migros ist mit zehn Lernenden und drei jungen Berufsleuten an den Berufsmeisterschaften vertreten und unterstützt die Veranstaltung als Presenting Partner. Leserinnen und Leser des Migros-­ Magazins profitieren deshalb von einem speziellen Angebot: Für die SwissSkills 2018 Mitte September liegen für sie 1000 Gratis­ tickets bereit.

Eine von 900 Finalisten an den SwissSkills 2018: Die MigrosLernende Shania Wyss

Gratistickets: www.swiss-skills2018.ch/promo (solange Vorrat). Promocode SA7280   

Migros-Kulturprozent

Kulturbüro Zürich feiert Geburtstag Vor 20 Jahren hat das Migros-­ Kulturprozent in Zürich das erste Kulturbüro der Schweiz eröffnet. Weitere folgten in Bern, St. Gallen, Basel und Genf. In den Kulturbüros finden Kulturschaffende Unterstützung und Beratung. Sie können beispielsweise günstig Videound Audioausrüstung oder auch mal einen Transportbus mieten oder verschiedene Kurse besuchen. Zudem wird der kreative Austausch unter Kulturschaffenden gefördert. Das Kulturbüro Zürich feiert sein Jubiläum mit 20 Workshops und 20 Veranstaltungen. Los gehts am 17. September. Mehr Infos: zwanzig.kulturbuero.ch

Schicken Sie uns Ihr Migros-Bild und gewinnen Sie einen Einkaufsgutschein im Wert von 50 Franken. Wenn auf Ihrem Foto ein Migros-Zusammenhang zu erkennen ist, sind Sie dabei. Hochladen: www. migmag.ch/blickfang

Blickfang

Neulich in Slowenien «Der Lebenspartner meiner Tante arbeitete 40 Jahre lang für die Migros. Seine Verbundenheit mit der ehemaligen Arbeitgeberin demonstriert er nun auch mit seinem neuen Nummernschild.» Irene Mlakar, Gossau SG


40  MM36, 3.9.2018 | MIGROS-WELT

Kultwerbung

Der orange Ohrwurm

Die Familie Emmel aus Dällikon sang 1975 in einem Werbespot eine mitreissende Lobeshymne auf die Migros. Heute gewinnt das Lied «Eusi Migros» auf Youtube neue Fans. Text: Michael West  Bilder: René Ruis

E

in Mann, eine Frau und drei Kinder haben sich um ein grosses Leuchtschrift-M gruppiert. Mit viel Hingabe besingen sie in einem Schlager, was die Migros alles bietet. Dazwischen sieht man Supermärkte mit vollen Verkaufsregalen, eine Kundin, die sich im Migros-Restaurant ein statt­ liches Stück Schwarzwäldertorte gönnt, oder einen fröhlich rauchenden Kursteilnehmer, der in der Klubschule ein Ölbild malt. Dieser Werbespot aus dem Jahr 1975 findet heute neue Fans auf Youtube: «Super kultige Zeitreise in die 70er-Jahre», steht in den Kommentaren zum Video. Oder auch: «Oh Gott! Jetzt wird mir dieses Lied im Kopf stecken bleiben.» Denn die Lobeshymne «Eusi Migros» ist ein echter Ohrwurm, der sich sofort in die Erinnerung bohrt. Auf der Bühne zu Hause

Der kleine Chor im Werbespot besteht nicht etwa aus Schauspielern, sondern ist eine echte Familie aus Dällikon ZH – Werner und Gertrud Emmel und ihre Kinder Ursula, Beatrix und Stephan. Als die fünf vor der Kamera «Eusi Migros» sangen, hatten sie schon als volkstümliche Schlagergruppe Bekanntheit erlangt.

Zur Musik kamen sie seinerzeit eher beiläufig. «Als kleine Kinder gingen wir nicht ohne Gute-Nacht-Liedlein zu Bett», erinnert sich Ursula, die heute den Nachnamen Dürst hat und 58 Jahre alt ist. «Es war für uns völlig normal, am Ende des Tages zusammen mit den Eltern zu singen.» Mit der Zeit trat die Familie dann öffentlich auf. Sie trug Schlager an Altennachmittagen und Hochzeiten vor, gab schliesslich auch Darbietungen vor grösserem Publikum, einmal sogar im Circus Knie. «Lampenfieber hatten wir Kinder dabei nie», ver­ sichert Ursula Dürst. «Singen war für uns ja das Natürlichste der Welt, ein vertrautes Familienritual. Weil wir immer zusammen mit den Eltern auftraten, fühlten wir uns auf der Bühne sicher und geborgen.» Werner Emmel arbeitete in den 70er-Jahren als Kaufmann in einer Firma, die Kunstharzplatten für Küchen fabrizierte. Er war beruflich viel unterwegs und unterhielt sich während der monotonen Zugfahrten damit, Schlager zu schreiben. 1975 kam ihm auf einer Reise nach Genf die Idee für ein Migros-Werbelied, denn die Detailhändlerin feierte damals gerade den fünfzigsten Geburtstag. Noch im SBB-Waggon textete und komponierte er die Lobeshymne.

«Bei der Migros war man von der eingeschickten Tonbandkassette zuerst nicht überzeugt, weil man schon einen Jubiläumsmarsch in Auftrag gegeben hatte», erzählt Gertrud Emmel (85). «Dann aber wollte der oberste Chef, Pierre Arnold, unser Lied hören.» Die Familie reiste extra nach Einsiedeln, wo der Migros-CEO gerade Ferien machte. Als die Emmels in ihrer typisch unbeschwerten Art lossangen, war Arnold sofort begeistert. Die Familie durfte mit dem Lied in einem Werbespot auftreten. Endlich ein Tourbus

Mit dem Honorar kauften die Emmels einen gebrauchten VW-Bus als Tourfahrzeug. Der Werbespot war für sie ein Türöffner: Das Quintett


MIGROS-WELT | MM36, 3.9.2018  41

aus Dällikon gastierte in verschiedenen TV-Shows – etwa in der deutschen Sendung «Zum Blauen Bock». Am Ende bekam die Familie sogar das Angebot, in den USA als Jodelgruppe auf eine grosse Tournee zu gehen. «Das kam für uns aber nicht infrage», sagt Gertrud Emmel mit Nachdruck. «Wir wollten nicht, dass unsere ­Kinder in der Schule den Anschluss verlieren.» Dass «Eusi Migros» inzwischen auf Youtube läuft, erfuhr sie zufällig von einer Enkeltochter. Für heutige Fans ist der Werbespot kultig. Die Familie aus Dällikon erinnert das Video an den 2014 verstorbenen Werner Emmel – und an ein glück­ liches Familienleben, das von Musik erfüllt war.  MM

Ein Leben voller Musik: Gertrud Emmel (rechts im grossen Bild) erinnert sich mit ihren Kindern Stephan, Ursula und Beatrix an frührere Auftritte. Das Lied «Eusi Migros» findet man auf Youtube.


42  MM36, 3.9.2018 | MIGROS-WELT Brot des Monats

Ein Urkorn im Kern Das Hartweizenbrot ist aussen knusprig und rustikal, innen luftig und leicht. Es wird exklusiv diesen Monat in den Hausbäckereien der Migros gebacken. Text: Claudia Schmidt  Bilder: Veronika Studer, Gaëtan Bally

Abwechslung ist bekanntlich die Würze des Lebens, deshalb sind auch die Brote des Monats stets ein voller Erfolg. Im September sorgt das Hartweizenbrot für ­Furore im Brotregal. Luftig leicht und mit knuspriger Kruste eignet es sich für alle Mahlzeiten des Tages: mit Konfi, mit Käse, für ein Sandwich oder als B ­ egleiter zu Salaten und Suppen. Das Mehl aus der Urgetreidesorte ­Hartweizen

Hartweizenbrot, 360 g   Fr. 3.20 Erhältlich in allen ­M igros-­Filialen mit Hausbäckerei

verleiht dem Brotinneren eine appetitliche, leicht gelb­liche Farbe und trägt auch zur knusprigen Kruste bei. «Hart­ weizen macht den Teig sehr elastisch. Der hohe Eiweiss­anteil im Mehl sorgt ­dafür, die Luft im Teig und somit die rustikale Form des Brotlaibs zu halten», sagt Marcel Huber, Leiter der Hausbäckerei in der Migros-­Filiale ­Uznach (siehe auch ­Interview rechts). MM


MIGROS-WELT | MM36, 3.9.2018  43

Mehr zum Thema Brot: www.migros.ch/ brot

Serie Spezialitäten aus den ­ Migros-Bäckereien Aktuell: Hartweizenbrot Marcel Huber (50) ist Leiter der Hausbäckerei in der Migros-Filiale in­ ­Uznach SG und einer von rund 900 Backprofis, die in den 130 Hausbäckereien bis Ladenschluss für frisches und warmes Brot sorgen. Marcel Huber

«Hell oder dunkel – der Kunde kann wählen» Das Hartweizenbrot wird – wie der Name schon sagt – mit Mehl aus Hartweizen gebacken. Was ist das Besondere an diesem Getreide? Es verleiht dem Brot eine leicht gelbliche Krume (Brotinneres). Zudem ist Hartweizen eiweissreich. Das macht den Teig sehr elastisch, weshalb dieses Getreide gern für Pasta verwendet wird.  Wie sind Sie zum Bäckerberuf gekommen? Wir hatten eine Bäckerei und ein Restaurant. Ich bin in der Backstube aufgewachsen. Als ich noch zur Schule ging, habe ich manchmal in der Nacht zum Samstag gebacken. Da stand fest: Ich werde Bäcker. Welches ist Ihr Lieblingsbrot? Das Huusbeck-Ruchbrot, weil man es für alles brauchen kann: als Butterbrötli, mit Konfi, zur Suppe, zum Salat und auch zum Fondue. Am Sonntag aber geht nichts über einen Zopf. Backen Sie den Zopf selbst? Ja, aber nur in der Bäckerei. Daheim backe ich ihn für eine knusprige Kruste zwei bis drei Minu-

ten bei 180 Grad auf. Das Innere bleibt kalt, sonst kann ich die Butter nicht streichen. Welches Brot backen Sie selbst am liebsten? Auch wiederum das Huusbeck-­ Ruchbrot. Da kann ich entscheiden, ob ich es hell oder eher ­dunkel ausbacke. Der Kunde kann wählen, denn durch die Brottüte sieht man, wie intensiv das Brot gebacken wurde. Welchen Fehler verzeiht Brot überhaupt nicht beim Backen? Wenn man das Salz vergisst. Das merkt man aber sehr bald, weil der Hefeteig zu schnell aufgeht. Das Salz hat im Brot auch die Aufgabe, das Hefewachstum zu regulieren. Wenn man das Salz vergessen hat, was eigentlich ­jedem nur ein Mal in der Lehre passiert, schmeckt das Brot nach Karton. Da hilft auch der Salzstreuer nicht mehr. Welche Brote sind bei Ihnen in der Hausbäckerei beliebt? Das Ruchbrot. Wir sind hier auf dem Land, da sind Ruchbrote beliebt. Und wie überall ist der Krustenkranz ein Renner. MM


Verbrauchte Batterien müssen der Verkaufsstelle zurückgebracht werden.

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MIGROS-WELT | MM36, 3.9.2018  45

Anna’s Best

Aromatischer dank frischer Kräuter

Bild und Styling: Ruth Küng

Kaum ein Rezept bleibt immer gleich, die meisten verändern sich im Lauf der Zeit. Grund genug, die Rezepturen der Anna’s-­­­ Best-Salate zu überdenken und geschmacklich noch attraktiver zu m ­ achen. Der Karotten­salat bekommt etwas mehr Orangensaft und zusätzlich frische Petersilie. Crevetten-, ­Sellerie- und Kartoffelsalat enthalten mehr Kräuter, zudem wurde das Verhältnis Essig zu Gewürzen angepasst. Und das alles im ­Namen des guten Geschmacks.

Anna’s Best ­ artoffelsalat, K 300 g Fr. 2.40

Anna’s Best ­Karottensalat, 250 g Fr. 2.50

Anna’s Best ­ elleriesalat, S 300 g Fr. 2.60

Anna’s Best MSC Crevettensalat, 190 g Fr. 4.60

J​ ede Region hat ihr eigenes R ­ ezept für ­Kartoffelsalat. An der Frage, ob dieser am besten schmeckt, wenn er mit B ­ ouillon, Vinaigrette oder Mayonnaise-Dressing an­gemacht wird, scheiden sich häufig die kulinarischen Geister. Die ländliche ­Küche war stets kreativ im Umgang mit der Knolle: Essiggurken, Eier, Matjes- oder Heringstücke, Thunfisch, Speck oder auch Ananas verleihen dem Salat eine eigene Note.


46  MM36, 3.9.2018 | MIGROS-WELT Migros-Bio-Weidebeef

Besonders zart und schmackhaft Bioweiderinder wachsen naturnah heran und haben rund um die Uhr Auslauf – eine verantwortungsvolle, artgerechte Haltung, die hohe Fleischqualität garantiert. Das Migros-Bio-Weidebeef ist jetzt nicht nur an der Offentheke, sondern auch in der Selbstbedienung erhältlich. Text: Melanie Michael

Siedfleisch

Braten

Huft

Filet

Voressen

Mageres Fleisch zum Sieden: Migros-Bio Weide-Beef Siedfleisch, mager, 100 g* Aktueller Tagespreis

Besonders geeignet zum Schmoren: Migros-Bio Weide-Beef Braten, Schulter, 100 g* Aktueller Tagespreis

Das zarte Stück ­empfiehlt sich für Steak und Tatar: Migros-Bio Weide-Beef Huft, 100 g* Aktueller Tagespreis

Für Tournedos und ­Medaillons zum ­Niedergaren: ­Migros-Bio Weide-Beef Filet, 100 g* Aktueller Tagespreis

Migros-Bio ­ eide-Beef W Voressen, 100 g* Fr. 3.05

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Geschnetzeltes

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Migros-Bio ­ eide-Beef W Geschnetzeltes, 100 g* Fr. 4.30


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Wissenswertes

Viel Auslauf, frisches Gras und artgerechte Haltung

Weidebeef-Rinder geniessen ­Bewegungsfreiheit. Mindestens acht Stunden am Tag verbringen sie im Sommer auf der Weide.

Rinder, die sich frei auf der Weide ­bewegen, wachsen langsam heran und entwickeln auch deshalb erstklassiges Fleisch. Eine Studie der ETH Zürich zeigt, dass Schweizer Weiderindsfleisch mehr ­ungesättigte Omega-3-Fettsäuren als herkömmlich produziertes Rindsfleisch liefert. Es ist sehr fein ­marmoriert, intensiv im Geschmack und ­verliert beim Anbraten kaum Flüssigkeit. Darum bleibt es besonders zart. Während der Vegetationsperiode müssen Weiderinder täglich während mindestens acht Stunden auf der Weide gehalten werden. In der übrigen Zeit können sie sich in ­einem uneingeschränkt zugäng­ lichen Laufhof bewegen. Vom Frühjahr bis zum Spätsommer ernähren sie sich von ­frischem Gras. Erst ab Ende Herbst ­füttert ihnen der Bauer selbstgeerntetes Heu oder Gras zu – beim Migros-Bio-­ Weidebeef entsprechend in Bioqualität. Verfügbarkeit Weidebeef wird in verschiedenen ­Regionen in unterschiedlicher Qualität angeboten.

Ein Teil von

Weiderinder ver­brin­gen die meiste Zeit draussen und ge­niessen frisches Gras und frische Kräuter. Im Winter haben sie Zugang zu einem Auslauf und bekommen Biofutter vom Hof.

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Die Migros ist mit ­ihrem Engagement für Nachhaltigkeit seit Generationen der Zeit voraus.

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Plätzli

Entrecôte

Bilder: Getty Images; zVg

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Migros-Bio ­ eide-Beef W Rindsplätzli, 100 g* Fr. 5.60

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Migros-Bio ­ eide-Beef W Rindsentrecôte, 100 g* Fr. 8.80 * in grösseren Filialen

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Dubrovnik

1 Woche Fly & Drive Kroatien 444 ohne Mahlzeiten, z.B. am 21.9.18

Malta

4 Nächte im Ramla Bay Resort 4444 inkl. Frühstück, z.B. am 26.10.18

Ayia Napa/Zypern 1 Woche im New Famagusta 4446 inkl. Frühstück, z.B. am 14.9.18

Costa de la Luz 1 Woche im Aparthotel Sol Sancti Petri 444 inkl. Frühstück, z.B. am 26.9.18

ab CHF 249.–

ab CHF 389.–

ab CHF 479.–

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Kos

Kreta

Flug und Mietwagen ab Zürich am Mo., Fr.

Hotel und Flug ab Zürich, Mo. – So.

Hotel, Transfer und Flug ab Zürich am Mo., Mi., Fr., Sa., So.

ab CHF 499.– Hotel, Transfer und Flug ab Zürich am Mi.

1 Woche im Tropical Sol 444 inkl. Frühstück, z.B. am 13.9.18 ab Zürich

Costa del Sol

1 Woche im Iberostar Costa del Sol 4444 ohne Mahlzeiten, z.B. am 17.10.18

Rhodos

1 Woche im Hotel Anavadia 4444 inkl. all inclusive, z.B. am 15.9.18 ab Zürich

1 Woche im Hotel Mantenia 444 inkl. Frühstück, z.B. am 23.9.18 ab Zürich

ab CHF 529.–

ab CHF 579.–

ab CHF 579.–

ab CHF 599.–

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hotelplan.ch/z-1903973

hotelplan.ch/z-28733

Paros

Samos

Mallorca

Zakynthos

Hotel, Transfer und Flug ab Zürich am Di., Mi., Do., Sa., So., ab Bern am So.

1 Woche im Hotel Eri 444 inkl. Frühstück, z.B. am 13.10.18

Hotel und Flug ab Zürich, Mo. – So.

1 Woche im Hotel Arion 4444 inkl. Halbpension, z.B. am 9.10.18

Hotel, Transfer und Flug ab Zürich am Mi., Sa., ab Bern am Di.

1 Woche im Iberostar Ciudad Blanca 4444 ohne Mahlzeiten, z.B. am 27.9.18 ab Zürich

Hotel, Transfer und Flug ab Zürich am Mi., Fr., Sa., So., ab Bern am Mi., Sa.

1 Woche im Mediterranean Beach Resort and Spa 44446 inkl. Halbpension, z.B. am 24.9.18

ab CHF 599.–

ab CHF 649.–

ab CHF 659.–

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hotelplan.ch/z-1188

hotelplan.ch/z-3080

hotelplan.ch/z-55662

Gran Canaria

Hurghada

Abu Dhabi

Limassol/Zypern

1 Woche im Serenity Makadi Beach 44446 inkl. all inclusive, z.B. am 25.9.18

4 Nächte im Sheraton Abu Dhabi Hotel & Resort 44444 ohne Mahlzeiten, z.B. am 27.9.18

Hotel, Transfer und Flug ab Zürich am Di., Do., So.

Hotel und Flug ab Zürich, Mo. – So.

Hotel, Transfer und Flug ab Zürich am Do., Sa.

1 Woche im Aparthotel Principado 4446 inkl. Halbpension, z.B. am 17.10.18

ab CHF 689.– Hotel, Transfer und Flug ab Zürich am Mi., Sa.

Hotel, Transfer und Flug ab Zürich am Di.

ab CHF 699.–

Hotel, Transfer und Flug ab Zürich am Di., Mi., Do., Sa., So., ab Bern am Do., So.

ab CHF 679.– Hotel, Transfer und Flug ab Zürich am Mo., Do.

1 Woche im GrandResort 44444 inkl. Frühstück, z.B. am 14.9.18

ab CHF 739.–

ab CHF 749.–

Hotel, Transfer und Flug ab Zürich nach Paphos am Mo., Fr.

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hotelplan.ch/z-76852

hotelplan.ch/z-21503

hotelplan.ch/z-5109

Djerba

Korfu

Lanzarote

Südtürkei

1 Woche im Iberostar La Bocayna Village 4444 inkl. Frühstück, z.B. am 13.10.18

1 Woche im Sherwood Dreams Resort 44444 inkl. all inclusive, z.B. am 24.9.18

Hotel, Transfer und Flug ab Zürich am Sa.

Hotel, Transfer und Flug ab Zürich am Mo., Mi., Sa.

1 Woche im SunConnect Djerba Aqua Resort 4446 inkl. all inclusive, z.B. am 30.9.18

1 Woche im Mareblue Beach Resort 4444 inkl. all inclusive, z.B. am 15.9.18

ab CHF 799.–

ab CHF 799.–

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hotelplan.ch/z-69484

hotelplan.ch/z-28927

hotelplan.ch/z-228879

Fuerteventura

Madeira

Teneriffa

Khao Lak

Hotel, Transfer und Flug ab Zürich am Di., Sa., So.

1 Woche im Meliá Fuerteventura 4444 inkl. Halbpension, z.B. am 21.10.18

ab CHF 839.–

Hotel, Transfer und Flug ab Zürich am Sa.

1 Woche im Pestana Carlton Premium Ocean Resort 44444 inkl. Frühstück, z.B. am 16.10.18

ab CHF 799.–

1 Woche im Hotel Troya 4444 inkl. Frühstück, z.B. am 17.11.18

ab CHF 799.–

1 Woche im Apsara Beachfront Resort & Villa 4446 inkl. Frühstück, z.B. am 24.11.18

ab CHF 859.–

ab CHF 879.–

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hotelplan.ch/z-2173

hotelplan.ch/z-3693

hotelplan.ch/z-85482

Cancun

Punta Cana

Mauritius

Malediven

1 Woche im Outrigger Mauritius Beach Resort 44446 inkl. Halbpension, z.B. am 27.11.18

1 Woche im Meeru Island Resort & Spa 4444 inkl. Vollpension, z.B. am 28.11.18

Hotel und Flug ab Zürich am Di., Fr.

Hotel, Transfer und Flug ab Zürich am Mi., Sa.

Hotel, Transfer und Flug ab Zürich am So.

1 Woche im Iberostar Paraiso Beach 4444 inkl. all inclusive, z.B. am 8.12.18

Hotel und Flug ab Zürich am Di., Sa.

1 Woche im Iberostar Bávaro 44446 inkl. all inclusive, z.B. am 12.12.18

ab CHF 1199.–

ab CHF 1299.–

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Hotel und Flug ab Zürich am Mi., Sa.

Hotel und Flug ab Zürich am Mi., Sa.

Hotel und Flug ab Zürich am Sa.

ab CHF 1699.– hotelplan.ch/z-51420

ab CHF 999.– Hotel und Flug ab Zürich am Mi., Sa.

ab CHF 1999.– hotelplan.ch/z-17208

Preise in CHF pro Person bei 2 Personen im Doppelzimmer inkl. Flughafen- / Sicherheitstaxen und aktueller Treibstoffzuschläge. Der Preis bezieht sich jeweils auf den erstgenannten Abflugort, weitere Abflugorte gelten als Information. Hier können die Preise variieren. Inbegriffen: Hin- & Rückflug in Economy-Class, Transfer (ausser bei Dubrovnik, Malta, Costa del Sol, Abu Dhabi, Madeira, Teneriffa, Khao Lak, Cancun, Punta Cana und Mauritius), Übernachtung und Mahlzeiten gemäss Angebot, telefonische Betreuung. Nicht inbegriffen: Kombi-Versicherungspaket CHF 37 bis CHF 109, evtl. Bearbeitungsgebühren Ihrer Buchungsstelle. Ägypten Visum CHF 40. Touristenkarte Dominikanische Republik USD 10. Vor Ort zu bezahlen: Ausreisetaxe Dominikanische Republik USD 20. Platzzahl ist beschränkt. Es gelten die Allgemeinen Vertrags- / Reisebedingungen der MTCH AG. Preisstand 30.8.18

Jetzt buchen! 0848 82 11 11, hotelplan.ch In jeder Hotelplan- und Travelhouse-Filiale, Globus Reisen Lounge.


MIGROS-WELT | MM36, 3.9.2018  49

Ganz und gar Migusto

Poulet- und Trutenfleisch sind äusserst beliebt, vor allem in der Alltagsküche. Wir zeigen, wie man ein ganzes Huhn verarbeitet, und haben ein Rezept für Truteninvoltini.

Herausnehmen und sammeln!

Text: Claudia Schmidt Bilder: Daniel Aeschlimann Rezept: Andrea Pistorius

STEP-BY-STEP ZUM KOCH-PROFI WERDEN! Tolle Kochtutorials auf migusto.ch

Das Kochmagazin der Migros Gratis per Post für Clubmitglieder. Jetzt anmelden: www.migusto.ch

Involtini de luxe: Die Trutenschnitzel ­werden mit Pilzen, Frischkäse und ­Zwiebeln gefüllt.


50  MM36, 3.9.2018 | MIGROS-WELT Topfgeschichte

Poulet für das Menü Brust Die Zubereitungsart ist entscheidend dafür, ob man die Brust mit oder ohne Haut verwendet: Mit Haut passt sie in Ofengerichte vom Blech oder in der Pfanne gebraten. Für Geschnetzeltes, ­Stir-fries und Poulet­ streifen im Salat ­eignet sich die Poulet­ brust ohne Haut.

   1

Flügel Viel Haut und wenig Fleisch machen die Flügel zu einem Knabberspass. Besonders im Ofen lassen sie sich gut knusprig braten. Schärfe beziehungsweise verschiedene Geschmacksrichtungen, etwa süss-­sauer, ­erreicht man durch Marinieren und Bepinseln, beispielsweise mit Honig. 

   2

Leber Gebratene Leber passt gut als ­Beigabe zu ­einem ­Salat. Besonders fein schmeckt Leber, wenn man sie zu Pâté ­verarbeitet.

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Schenkel Der Poulet­ schenkel wird tradi­ tionell in zwei Teile zerlegt: in den fleischigen Ober- und den kleinen Unterschenkel, der seit e ­ iniger Zeit auch als Drumstick bezeichnet wird. In der asiatischen ­Küche wird dieser ­bevorzugt feurig-­ scharf oder süss-­ sauer serviert. Magen 5 und Herz Eher selten findet man interessante ­Rezepte für Poulet­ magen und -herz. Feinschmecker schwören aber darauf und ­geniessen beide ­Innereien ­ kurzgebraten auf Crostini oder mit fruchtiger Sauce. 

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Hals Häufig wird der Hühnerhals zu Tierfutter verarbeitet. Er hat relativ wenig Fleisch, aber dafür sehr viel Aroma. So eignet er sich für Bouillon, aber auch für Schmorgerichte.

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MIGROS-WELT | MM36, 3.9.2018  63

Profi-Tipp

Bis auf die Knochen

Claudia Schmidt, Foodjournalistin

Rezept

Truteninvoltini mit Pilzen Zutaten für 4 Personen 20 g getrocknete Steinpilze 2 dl heisses Wasser 1 Knoblauchzehe 100 g Frischkäse nature Salz, Pfeffer 1 Zwiebel  400 g gemischte Pilze, z. B. Champignons, Shiitake und Kräuterseitlinge 4 Thymianzweige 2 EL Olivenöl 3 EL Cognac 2 dl Hühnerbouillon 180 g Saucenhalbrahm 4 Trutenschnitzel à ca. 120 g

3

Zubereitung

1. Steinpilze im heissen Wasser ca. 20 Minuten einweichen. Knob­lauch pressen, mit dem Frischkäse mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

6

2. Steinpilze abgiessen, Flüssigkeit durch ein feines Sieb giessen, beiseitestellen. Pilze ausdrücken, fein hacken, mit Frischkäse ­mischen. Schnitzel einzeln in einem Tiefkühlbeutel flach klopfen. Schnitzel salzen, mit dem Pilz-Käse-Mix bestreichen, auf­ rollen, mit Schnur oder Zahnstocher fixieren. 3. Zwiebel fein hacken. Gemischte Pilze säubern, Stiele anschneiden. Pilze in mundgerechte Stücke schneiden. Thymianblättchen vom Stiel zupfen. 4. Öl in einer Pfanne erhitzen. Involtini rundum anbraten, herausheben, beiseitestellen. Zwiebel andünsten. Pilze und Thymian beigeben, unter Rühren kurz braten. Mit Cognac, Pilzwasser und Bouillon ablöschen. Rahm beifügen. Involtini zur Sauce geben und 20 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit der Sauce anrichten. Dazu passen Nudeln oder Polenta.

Ich kaufe gern ein ganzes Poulet – nur grob ausgenommen, aber mit Innereien. Für mich eine Art, möglichst viel vom Poulet zu verarbeiten, nicht nur das Brustfilet, die Schenkel oder die Flügel. Zudem erhält man viel Huhn fürs Geld. Mit ein wenig Übung geht einem auch das Zerlegen des Federviehs recht schnell von der Hand. Wie das geht, findet man in Videos im Internet. Auch die Karkasse (Knochen) wird genutzt, sie ist perfekt für die Zubereitung einer Bouillon.  Bei mir wandern auch Flügel und Hals in den Suppentopf. Egal, ob ich die Brust mit der Haut verwende oder nicht: Sie ist knusprig geröstet aus dem Ofen ein Leckerbissen. Die Leber friere ich meist ein. Habe ich genug davon zusammen, wird eine Paté daraus. Die Schenkel verwende ich gern auf einem Blech mit Gemüse  im Backofen. Wenn alles verwertet ist, staune ich immer wieder, was man aus einem ganzen Poulet alles machen kann. MM

Viele weitere kochtipps zu Pouletgerichten jetzt auf

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Raclette-Klassiker in neuem Kleid Die beliebten Raclettekäsesorten von Raccard werden in neuer Verpackung a­ ngeboten. Zum ­einen wurde das Design moderner und attraktiver ­gestaltet, zum anderen wurde das ­Verpackungsmaterial reduziert: bei den Scheiben um rund 30 Prozent, bei den B ­ löcken um zehn. In der Jahresproduktion ­werden so insgesamt etwa acht ­Tonnen Plastik eingespart. Dank der neuen ­Illustationen sind jeweils die Schnittform und die Geschmacksrichtung des Raclette auf einen Blick erkennbar.

Bild: Giulia Marthaler; Styling: Esther Egli

Raccard Nature Block Maxi, ca. 750 g,   pro 100 g Fr. 2.20

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66  MM36, 3.9.2018 | MIGROS-WELT

Von uns. Von hier.

Der Kartoffelexperte Olivier Käser beschafft bei der Bischofszell Nahrungsmittel AG die Kartoffeln für sämtliche Produkte. Besonders hoch sind seine Ansprüche für die Herstellung von Chips – am allerhöchsten für die Farm Chips. Text: Ralf Kaminski  Bilder: Daniel Kellenberger

M-Industrie

Hier entstehen die Farm Chips Vor bald 110 Jahren wurde die Bischofszell Nahrungsmittel AG, kurz Bina, gegründet. Anfangs wurden ausschliesslich Dörrfrüchte und Trockenprodukte hergestellt. Seit 1945 ist das Unternehmen Teil der Migros-­ Industrie.   Heute gehört die Bina zu den führenden ­Herstellern von Con­ venience- und Fruchtprodukten sowie Fertiggerichten und Getränken für Einzelhandel, Indu­s­ trie, Grossverbraucher und den Export.  Mehr als 1000 verschiedene Produkte werden im Betrieb ­insgesamt hergestellt. Seit 1966 gehören auch Chips zum Sortiment. Mittlerweile produziert die Bina über 30 Sorten davon, unter anderem auch die Farm Chips Schweizer Kräuter. Jede dritte Kartoffel in der Schweiz landet zur Verarbeitung bei der Bina. 15 Millionen Chipstüten verlassen jährlich die Produktionsstätte in ­Bischofszell.

S

o eine Kartoffel mag auf den ersten Blick recht unscheinbar wirken, doch Olivier Käser (47) weiss: Kartoffeln sind nicht gleich Kar­ toffeln. Besonders heikel ist der Fachgebietsleiter Anbau bei der Bischofszell Nahrungsmittel AG (Bina), wenn es um die Auswahl der Knollen für die Herstellung der Farm Chips geht. «Generell braucht es für knackige Chips ­einen hohen Stärkegehalt. Zudem

sollten die Kartoffeln eine mög­ lichst gleichmässige Form und Grösse haben», erklärt Käser. Regelmässige Feldbesichtigungen

Bei den Farm Chips, für die aus­ schliesslich Schweizer Kartoffeln verwendet werden, kommt er­ schwerend hinzu, dass sie mit Schale hergestellt und dicker ge­ schnitten werden. «Sie stellen die höchsten Anforderungen an den Rohstoff Kartoffel», sagt Käser,

der an der ETH Zürich Landwirt­ schaft studiert hat. «Der hohe Stärkegehalt macht diese Kartoffeln nämlich anfälliger für Verletzungen. Das verlangt von den Bauern ein besonders sorg­ fältiges Arbeiten.» Der Kartoffelexperte geht des­ halb auf Wunsch auch ein paar Mal pro Saison zur Feldbesich­ tigung. «In der Regel nur wenn es ­Probleme gibt. Dann schauen wir gemeinsam, was wir tun können.»


MIGROS-WELT | MM36, 3.9.2018  67

Star des Monats

Die etwas anderen Chips

Auch sie mögen die Farm Chips: Olivier K ­ äser (links) auf ­Feldbesichtigung bei Ruedi Altwegg.

Für die Farm Chips ­werden nur die besten Schweizer Kartoffeln ­verwendet. Im Vergleich zu herkömmlichen Chips sind sie zudem dicker ­geschnitten und werden ungeschält verarbeitet. Die Farm Chips Schweizer Kräuter werden unter ­anderem mit Schweizer Zitronen­thymian gewürzt. Knusprige Vielfalt Das Farm-Chips-Sortiment umfasst fünf ­Sorten, die ganzjährig erhältlich sind. Dazu gesellen sich Limited Editions mit spezielleren Aromen. Auch saisonale Geschmacksrichtungen wie Bärlauch ergänzen temporär das Sortiment. Gewinnspiel

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Dabei geht es um Themen wie Unkrautbesatz, Nährstoffversor­ gung, Schädlingsdruck, Boden­ zustand oder Wasserversorgung. «Manchmal können solche Kar­ toffeln zwar nicht für Chips, aber dafür für andere Produkte ver­ wendet werden.» Besonders geeignet für Chips sind zum Beispiel die Sorten Lady Claire, Lady Rosetta und Pirol. «Sie sind sensibler und stressan­ fälliger als gewöhnliche Sorten

und müssen besonders intensiv gepflegt werden», sagt Käser. ­Generell sollten Kartoffeln mög­ lichst gleichmässig wachsen ­können. Starke Temperatur­ schwankungen, Wassermangel oder Hagel können deshalb schnell zum ­Problem werden.

12 000 Tonnen Kartoffeln pro Jahr

«Am Ende nutzt die Bina nur die besten Kartoffellieferungen für Farm Chips.» Und meistens seien

es die gleichen erfolgreichen ­Kartoffelbauern, die dabei ­berücksichtigt werden. Pro Jahr verarbeitet die Bina rund 12 000 Tonnen Kartoffeln zu Chips. Und nicht wenige davon landen in den Mägen von Olivier Käser und seiner Familie, wie er augen­ zwinkernd zugibt: «Sagen wir es so: Würden wir aufhören, Chips zu essen, würde die Migros das beim Absatz spüren!» MM

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70  MM36, 3.9.2018 | MIGROS-WELT

Handymatic

Saubere Lösung Eine Neuheit im Handymatic-Classic-Sortiment macht es möglich: Für die Reinigung des Geschirrspülers ist kein Extraspülgang mehr nötig. Ein Tab des Handymatic-Classic-MaschinenReinigers auf den Boden der gefüllten Maschine legen und wie gewohnt das Geschirrspülmittel beigeben. Eine Anwendung pro Monat reicht. Das Reinigungs-Tab befreit die Maschine von Fett, Schmutz und Kalk und verleiht ihr einen frischen, angenehmen Duft.

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Die M-Industrie stellt viele Migros-­Produkte her. Dazu ­gehört auch der Maschinen-Reiniger von Handymatic.

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Einfach das Reinigungs-Tab auf den Boden des ­gefüllten Geschirr­spülers legen – und los gehts.


MIGROS-WELT | MM36, 3.9.2018  71

Handy

Auch mit 60 frisch und zuverlässig Eins der beliebtesten Abwaschmittel der Schweiz feiert 60-Jahr-Jubiläum: das Handy. Wer es verwendet, schätzt es nicht z­ uletzt wegen der handlichen Flasche im kultigen Retrodesign. Heute werden davon jährlich rund vier Millionen Exemplare verkauft. Seit der Lancierung 1958 sorgt Handy für blitzsauberes Geschirr, duftet dezent, schont die Hände und ist biologisch abbaubar.

Bild: Yves Roth; Styling: Miriam Vieli-Goll

1958: Ursprünglich war Handy «pour tout» – also ein Allzweckputz­ mittel, damals ­eins der ersten in flüssiger Form.

1976: Die Flasche wird schlanker. Die Punkte stellen den Schaum dar, der tadellose ­Sauberkeit verspricht.

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1961: Handy erhält die neue Flaschenform, die bis heute weitgehend beibehalten wurde.

Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehört auch das Abwaschmittel Handy.


72  MM36, 3.9.2018 | MIGROS-WELT

Disney MickeyMania

Jugendjahre einer Maus

Vor 90 Jahren erschuf Walt Disney seine berühmteste Figur: Mickey Mouse sah damals ganz anders aus und trieb viel mehr Schabernack. Text: Michael West

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as Kino am New Yorker Broadway war voll besetzt. Bald wackelten die Wände, weil das Publikum so heftig lachte. Es lief ein Film über eine freche Maus: Pfeifend steuerte sie ein Dampfschiff, trieb Schabernack mit dem Nebelhorn und ärgerte den Kapitän. So feierte Mickey Mouse 1928 im Streifen «Steamboat Willie» seine Premiere. Eigentlich war der Mäuserich zuerst nur ein Lückenbüsser: Filmproduzent Walt Disney (1901 bis 1966) hatte zuvor Erfolg mit einem Cartoonhasen, verlor die Rechte an dieser Figur jedoch an das Hollywood-Studio Universal. Verärgert skizzierte er eine neue Gestalt – eine Maus mit übergrossen Ohren und kurzen Hosen. Disney nannte sie zuerst Mortimer, entschied sich dann aber für den einfacheren Namen Mickey.

Er wandelte sich zur sanften Märchenfigur mit weissen Handschuhen. Vor allem ­ver­körperte der Mäuserich nun Disneys ­Optimismus und seinen Glauben, dass sich jeder Traum mit harter Arbeit verwirk­ lichen lässt: «If you can dream it, you can do it.» Vor ­Mickey verneigten sich schliesslich sogar US-Präsidenten: Jimmy Carter sah im Mäuserich ein «Symbol des guten ­Willens», und Barack Obama nannte ihn den «einzigen Chef einer Weltmacht, der ­grössere Ohren als ich hat». MM

Maus hinter Gittern

Die Figur sah damals ganz anders aus, als wir sie heute kennen: Mickey hatte noch einen langen Mäuseschwanz und eine spitzere Schnauze. Auf der Kinoleinwand erschien er in Schwarz-Weiss und bewegte sich immer leicht ruckelig. Denn die Bewegungsabläufe setzten sich aus zahllosen hand­gezeichneten Bildern zusammen. Vor allem aber benahm sich Mickey in seiner Jugend wie ein kleiner Rabauke. Im Kurzfilm «The Chain Gang» (1930) war er gar ein Kettensträfling, der aus dem Knast ausbrach. Im Lauf der Jahrzehnte erschuf der visionäre Unternehmer Disney ein Weltreich aus Filmstudios und Vergnügungsparks. Mickey wurde allmählich zum wichtigsten Botschafter dieses Imperiums.

Genialer Zeichner: Walt Disney skizziert Bilder für Mickeys ersten Film «Steamboat Willie».

1939


MIGROS-WELT | MM36, 3.9.2018  73

1928

Sammelaktion

Die «Disney MickeyMania» ist da Jetzt können Sie beim E ­ inkaufen in der Migros Sticker sammeln und so gratis zu Plüschfiguren von Mickey, Minnie, Donald, Daisy und Pluto kommen.

1940

Bilder: The Walt Disney Company

1998

So einfach gehts: Bis 8. Oktober gibt es pro Einkauf à 20 Franken an jeder MigrosSupermarktkasse oder bei LeShop.ch einen Sticker (maximal 15 Sticker pro Einkauf, ­solange Vorrat, Käufe von ­Gutscheinen und Geschenkkarten ausgeschlossen). Sobald Sie das Sam­melheft mit 20 Stickern gefüllt haben, können Sie Ihr Heft bis 8. Oktober gegen einen Gratis-Plüschfreund eintauschen. (Angebot nur solange Vorrat, nicht käuflich erwerbbar) Mehr Infos: www.migros.ch/mickeymania


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Am Mittwoch, 5. und 12. September: 5-fache Punkte f체r Mitglieder.* Famigros-Mitglieder erhalten beim Vorweisen der Cumulus-Karte 5-fache Cumulus-Punkte auf dem Einkauf in allen Migros Supermarkt- und VOI Migros-Partner-Verkaufsstellen der Migros Aare in den Kantonen Aargau, Bern und Solothurn. www.famigros.ch/aare * Ausgenommen sind Migros-fremde Produkte wie Tabak, alkoholische Getr채nke, Swisslos-Produkte usw., Geb체hrens채cke und -marken, Vignetten, Depots, Servicedienstleistungen, E-Loading, iTunes/App-Karten, SIM-Karten, Gutscheine, Geschenkkarten, Smartboxen und alle Heimlieferservices.


MIGROS-WELT | MM36, 3.9.2018  75

Produkt der Woche

Ein Meitschi mit Rasse und Klasse AdR Bärner Meitschi: Dieser aromatische Bergkäse wird in der Käserei Fritzenhaus Wasen im Emmental von Michu Spycher fabriziert. Das Aroma der Kräuter und des saftigen Grases in der frischen Bergmilch verleiht dem Käse seinen unwiderstehlichen Geschmack. Nach sechs Monaten Pflege und Reifung im Feuchtkeller ist er reif für die Kunden. TerraSuisse AdR Berner Meitschi, per 100 g, Fr. 2.65

Ihre Region Neues aus der Genossenschaft Migros Aare

Klubschulangebot

Arbeitstechnik und Zeit­ management

Guide Markus Roos führt durch die Logistikplattform in Schönbühl. Dazu gehört auch ein Halt in der Bananenreiferei. Logistikplattform

Blick hinter die Kulissen Wie kommen Migros-Produkte ins Regal? Bei der Migros Aare können neu auch Einzelpersonen die Welt der Frischelogistik kennenlernen. Text: Dominic Ramel  Bild: Michèle Büschi

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ie Logistikplattform der Migros Aare in Schönbühl ist die grösste Drehscheibe für Frischeprodukte der Migros. Täglich werden dort bis zu 24 000 Paletten bewegt. Schönbühl ist für die Migros Aare der Knotenpunkt für sämtliche Frischeprodukte wie Früchte, Gemüse, Milchprodukte, Fleisch, Blumen und Pflanzen sowie einige Bestseller wie beispielsweise Getränke. Der Leistungs­ auftrag ist so einfach wie herausfordernd: die richtigen Produkte in der richtigen Menge zum richtigen Zeitpunkt in die rich­ tige Filiale in den Kantonen Aargau, Bern und Solothurn liefern.

Gruppen ab acht Personen (Mindestalter: 12 Jahre) können die Logistikplattform beim Shoppyland bereits heute kostenlos besichti­ gen. Ein Team von Guides ermöglicht inter­ essierten Besuchern einen spannenden Blick hinter die Kulissen. Im Rahmen des 20-Jahr-­ Jubiläums können sich nun auch Einzelper­ sonen anmelden, um den Mitarbeitenden in der Logistik bei der Arbeit zuzusehen und mehr zu erfahren über Menschen, Arbeits­ schritte und Infrastruktur, die den Einkauf in der Migros Aare erst möglich machen. MM Termine und Anmeldung: www.migrosaare.ch/­ logistiktour. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Informationsflut und wachsender Termin­ druck prägen den Arbeitsalltag. Im Se­ minar «Arbeitstechnik und Zeit­management» lernen die Teilneh­ menden zielorientier­ tes Zeitmanagement und diverse Arbeits­ techniken kennen. Der Kurs gibt einen Überblick über die Möglichkeiten und Planungsinstrumente und wie diese sinnvoll und prioritätsgerich­ tet eingesetzt werden. Mit diesem Rüstzeug kann der Arbeitsalltag leichter und erfolg­ reicher gemeistert werden. 16 Lektionen kosten Fr. 690.– www.klubschule.ch Tel. 0844 844 900


76  MM36, 3.9.2018 | MIGROS-WELT

Im Stadttheater Bern finden im Herbst gleich zwei vom Kultur­ prozent unterstützte Aufführungen statt.

Auf Rädern durchs EmmentalOberaargau In einer unvergesslichen Landschaft mit sanft geschwungenen Hügeln und charakteristischen Bauern­häusern steht die Strasse zwischen Sumiswald, Huttwil und Madiswil am Sonntag, 9. September, nur all denen zur Ver­ fügung, die sich mit eigener Kraft – sei es mit Fahrrädern, Skates oder zu Fuss – bewegen möchten. Entlang der Strecke wird den SlowUp-­Besuchern ein vielseitiges Rahmen­ programm in Sachen Kulinarik, Wohlbefinden, Geschicklichkeit und Unterhaltung geboten. Natürlich ist die Migros mit vielen Attraktionen ebenfalls wieder mit dabei: zum Beispiel mit der Riesenrutschbahn, Spiel und Spass und den beliebten Famigros-Velo-Wind­ rädli auf der Famigros-­ Zone. Oder den SportXX-Servicesta­ tionen, die dafür sorgen, dass auch bei einem Defekt an Velo oder Inlineskates niemand auf der Strecke bleibt. Infos: www.slowup.ch

Mit dem Kulturprozent fördert Lilian Schlatter vor allem experimen­ telle Theaterstücke.

Kulturprozent

Kultur für alle

In der Saison 2018/2019 unterstützt das Kulturprozent der Migros Aare zwei Stücke von Konzert Theater Bern, die im Stadttheater aufgeführt werden. Wie es zu diesem Engagement kam und warum das Kulturprozent Produktionen unterstützt. Text: Pia Schüpbach

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ie Publikumsaktionen zusammen mit Konzert Theater Bern haben eine lange Tradition», sagt Lilian Schlatter vom Kulturprozent der Migros Aare. Zum einen möchte das Kulturprozent damit das Thea­ ter fördern, zum andern dem Publikum den Zugang zum Theater ermöglichen. In der Saison 2018/2019 unterstützt das Kulturprozent zwei Stücke – eines aus dem Bereich Schauspiel sowie eines aus dem Bereich Tanz. Beide Stücke werden im Stadttheater aufgeführt. «Das Stadttheater Bern ist ein Leuchtturm im Wirtschaftsgebiet der Migros Aare, die Ein­ trittspreise sind aber verhältnismassig hoch, weshalb eine Publikumsaktion Sinn macht», sagt Lilian Schlatter. Dank des Engagements der Migros Aare mit ihrem Kulturprozent werden die Einzeleintritte für die beiden Stücke um 30 Prozent ermässigt. «So besuchen vielleicht auch Leute das Theater, die sonst nicht hingehen würden», sagt sie. «Oder sie gönnen sich mal einen Sitzplatz in einer besseren Kategorie.»

Lilian Schlatter sitzt jeweils im Frühling mit den Verantwortlichen von Konzert Theater Bern zusammen und entscheidet, welche ein bis zwei Produktionen vom Kulturprozent unterstützt werden. Dabei achtet sie darauf, dass es Stücke sind, die «eher experimentell sind, aber immer noch so zugänglich, dass die Leute Freude haben und nicht vor den Kopf gestossen sind. Klassiker, besonders diejenigen, die zum Schulstoff gehören, finden ihr Publikum auch ohne unser Dazutun.» Gezielte Unterstützung

Ehe die Migros Aare in der Saison 2013/14 mit dem Kulturprozent begann, Produktionen zu unterstüt­ zen, verfügte sie über eigene Abos für die Bevölke­ rung. Später verschenkte sie Gutscheine. Als diese aber auf Auktionsforen im Internet gehandelt wurden, begann man, gezielt Produk­tionen zu unterstützen, um die Einzeltickets vergünstigen zu können. So wie beim Schauspiel «Beresina oder die letzten Tage der Schweiz» und der Tanz­ auf­f ührung «Vier Jahreszeiten» (siehe Box). MM

Bilder: Philipp Zinniker, zVg

SlowUp


MIGROS-WELT | MM36, 3.9.2018  77

Volkslauf

Im Laufschritt durchs Schloss Die Teilnehmenden des Hallwilerseelaufs können sich auf eine Strecke durch ein Naturschutzgebiet, über Wiesen, um den See und sogar durch das Wasserschloss Hallwyl freuen. Text: Jacqueline Mendl  Bild: Andy Mettler

Kulturprozent

Förderung mit Millionen Die Migros und soziales Engagement – das gehört seit Anbeginn zusammen. Gottlieb Duttweiler lag viel daran, dass die Bevölkerung zu kulturellen und sozialen Leistungen Zugang hat. 1957 wurde das Kulturprozent erstmals ausformuliert und in den Statuten des Migros-Genossenschafts-­ Bundes (MGB) mit seinen damals 13 auto­ nomen Genossenschaften aufgenommen. Das Kulturprozent setzt sich heute aus einem Prozent des Grosshandelsumsatzes des MGB sowie einem halben Prozent des Detailhandelumsatzes der einzelnen Genossenschaften zusammen. Die Migros Aare investiert jedes Jahr 16 Millionen Franken in verschiedene Projekte. Diese stammen aus vier Bereichen: Kultur, Soziales, Freizeit & Sport, Wirtschaft. Infos

Die Aufführungen Schauspiel Beresina oder die letzten Tage der Schweiz nach dem Drehbuch von Martin Suter und dem Film von Daniel Schmid Regie: Cihan Inan Premiere: Freitag, 19. Oktober

Auf die Teilnehmenden wartet eine abwechslungsreiche Stecke rund um den Hallwilersee.

D

er Hallwilerseelauf führt am Samstag, 13. Oktober, das erste Mal in seiner 44-jährigen Geschichte durch das Wasserschloss Hallwyl. Die Halbmarathon-Läufer biegen nach 14 Kilometern in den historischen Schlosshof ein. Dort schickt die Band The Magic Five die Läuferinnen und Läufer mit harten Beats auf die letzten sieben Kilometer nach Beinwil am See. Startmöglichkeiten gibt es über 21,1 Kilometer und 10 Kilometer. Erlebnislauf, Teamläufe, Nordic Walking/Walking runden das Angebot ab. Kostenlos dank der Migros

Tanz Vier Jahreszeiten Choreografie Estefania Miranda Musik: Max Richter nach Antonio Vivaldi Premiere: Samstag, 3. November

Im Rahmen des «Generation M»-Engagements» übernimmt die Migros auch dieses Jahr für alle Kinder und Jugendlichen (Kat. U10–U16) das Startgeld. Alle Teilnehmenden erhalten ein kleines Geschenk von «iMpuls» – der Gesundheitsinitiative der Migros. Nach dem Lauf finden die Sportler auf der «iMpuls»-Gesundheitsplattform nicht nur hilfreiche Tipps zur Regene­ ration, sondern auch den My-Run-Finisher-Clip – ein persönliches Video mit den besten Momenten des Laufs: www.migros-impuls.ch/volksläufe. Der Hall­ wilerseelauf gehört zur SportXX-Laufserie.

Tickets und Infos: www.konzerttheaterbern.ch

Infos: www.laufserie.ch

Verlosung

Mit der Migros gratis teilnehmen Wir verlosen 25 Gratisstartplätze. Schreiben Sie Ihren Vorund Nachnamen mit Adresse auf eine Postkarte und senden Sie diese bis am 9. September an: Migros Aare, Sponsoring-­ Hallwilerseelauf, Industrie­ strasse 20, 3321 Schönbühl. Online-Teilnahme: www. migrosaare.ch/verlosung. Die Gewinner werden bis 20. September schriftlich benachrichtigt. Hallwilerseelauf, 13. Oktober Info: www.hallwilerseelauf.ch

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Leben MM36

Umfrage

Mögen Ihre Kinder Hörspiele? Und wie! Zum Spielen, Relaxen oder Einschlafen. Oder im Auto.

62%

Immer mal wieder. Eine tolle Ergänzung zum Lesen! 1, 2 oder 3?

Monica Müller (44) hat zwei B ­ uben, einen Mann, einen Job, einen Haushalt. Mal wäre sie gern mehr Leitwölfin, mal mehr Gandhi.

Es gibt diesen Ort im grenznahen Italien, wo wir immer essen gehen, wenn wir im Tessin sind. Die Hauptattraktion für den Grossen (7) und den Kleinen (3) sind Spielzeugautomaten, die die Seepromenade säumen. Und so ziehen sie mit je einem Euro vorfreudig los. Schon bald sind sie zurück – mit einer Plastik­schlange und einem Emoji-­ Anhänger. Sie erzählen, wie schwierig es gewesen sei, sich für einen Automaten zu entscheiden. Denn es hätte auch Gumpibälle oder leuchtende Slimys gegeben. Wir sind in Ferienstimmung und geben ihnen weitere vier Euro. Als sie zurück sind, hat der Kleine volle ­Taschen und strahlt. Der Grosse sieht traurig aus. «Ich habe dem Kleinen alles Geld gegeben, weil ich grosszügig bin wie der Nonno», sagt er. Und jetzt?

28%

Von Zeit zu Zeit hören sie eine Geschichte.

9%

Nicht besonders. Sie lesen lieber oder treiben Sport.

1%

1  Grosszügigkeit gehört belohnt: Ich stecke dem Grossen nochmals zwei

Euro zu, die er heimlich verprassen darf.

2   Ich umarme den Grossen und sage ihm, wie cool er sich verhalten habe.

4589 Abstimmende

3  Ich zwinge den Kleinen, seine Beute mit dem Grossen zu teilen. Eine Umfrage von

Antwort 2: Noch mehr «Plastico Seicho» – so nennen wir die Plastikspielsachen mit kurzer Lebens­ erwartung – möchte ich nicht mit nach Hause nehmen. Ich hoffe, das Lob wirkt länger als der Schrecken, den die Plastikschlangen verbreiten.

Illustration: Lisa Rock; Bild: René Ruis

Grosszügigkeit


82  MM36, 3.9.2018 | LEBEN

Familie

Ein Hoch auf freies Spielen Rumrennen, auf Gerüste klettern, beim Nachbarskind ein- und ausgehen: Viele Kinder können oder dürfen das nicht. Dabei wäre das einfach zu ändern, wie ein Beispiel im Aargau zeigt.

1

1 Tische, Bänke und viel Platz machen das Draussensein attraktiv – für Eltern und Kinder. 2 Kinder, die klettern und frei spielen dürfen, haben Glück. Es tut ihnen körperlich und geistig gut. 3 Die Siedlung Zelgli in Windisch AG ist wie eine kleine Burg angelegt: Sie hat einen sicheren, ­attraktiven Innenhof.

Text: Thomas Vogel  Bilder: Holger Salach

S

ehr lebhaft» sei es in ihrer Siedlung, sagt Beatrice Harmutter. Und das sei toll. Sie wohnt in einem Reihen­ mittelhaus in der Siedlung Zelgli in Windisch AG mit ihrem Mann S ­ ebastian und ihren drei Kindern, dem vierjährigen Finn, dem zweijährigen Erik und dem Baby Emma. Die Siedlung besteht aus drei Hausreihen, die um einen zentralen Innenhof angeord­ net sind. «Hier findet das Leben statt», sagt die 33-Jährige. Denn es gebe eine Grill­ stelle, eine grosszügige Rasenfläche, einen ­Sandkasten, eine Art Dorflinde, einen ­Aufenthalts- und Partyraum und viele ­Tische und Stühle. Es herrsche beinahe ein Gefühl wie in einer Kommune: Alle sind per Du, man feiert Grillfeste im Hof und sitzt oft zusammen. Der grösste Vorteil dieser Siedlung ist für Beatrice Harmutter aber der: «Unsere Kinder können jederzeit draussen spielen, sich ­gegenseitig besuchen und finden meist ein ­‹Gspänli›, zumal rund ein Dutzend Kinder in der Siedlung wohnen.» Etwas, das Marco Hüttenmoser von der Forschungs­ stelle Kind und Umwelt (KUM) sehr begrüsst: «Kinder müssen unbeaufsichtigt und vor allem ungefährdet draussen spielen können.» So wie Beatrice Harmutters Kinder und deren Nachbarn. Sorgen müssen sich die Eltern keine machen, denn alle Aus­ gänge sind mit Schiebetoren gesichert. Die Zelgli-Kinder stellen eine schöne Ausnahme dar, denn freies Spielen wird immer mehr eingeschränkt: Durch stark befahrene Strassen, ängst­liche Eltern oder

2


LEBEN | MM36, 3.9.2018  83

Checkliste

Prädikat kinderfreundlich Das macht ein Quartier für Kinder und ­Familien attraktiv:

3

kinder­feindliche ­Bauplanung. Christiane Richard-Elsner, Leiterin des deutschen ­Projekts «Draussenkinder», stellt fest: «Es steht generell nicht gut um das Spiel der Kinder.» In ihrer Studie und dem ­gleichnamigen Buch «Draussen Spielen» erinnert sie daran, dass gemäss der Uno das Spielen ein Kindermenschenrecht sei – und das aus gutem Grund: Spielen ist nachweislich wichtig für eine gute Entwicklung junger Menschen. Marco Hüttenmoser erläutert: Mehr Bewegung fördere mehr ­eigenständige soziale Kontakte und somit auch die Selbständigkeit, es führe zu inten­siverer Wahrnehmung der Umwelt, reduziere den Medienkonsum und sogar Kurzsichtigkeit. «Kinder, die draussen spielen, tun Wesent­ liches für ihr körperliches und see­lisches Wohlbefinden», fasst der 76-Jährige zusammen. Wissenschaftlerin Christiane Richard-­ Elsner fordert deshalb mehr Freiraum für unbeaufsichtigte Aktivitäten: Verstecken spielen, mit Strassenkreide malen, Hütten in den Büschen bauen, bolzen, einen Bach stauen. Fatalerweise gehen die Tendenzen

«Kinder müssen unbeaufsichtigt und vor allem ungefährdet draussen spielen können.» Marco Hüttenmoser

• Der Aussenraum bietet vielfältige ­Begegnungs- und Spielräume für Kinder­ verschiedener Altersgruppen.

genau in die andere Richtung, warnt die Autorin der Studie: Zu viele Kinder spielen nur im Haus und haben zu wenig Bewegung.

• Es gibt Treffpunkte für Erwachsene, mit Sitzgelegenheiten, Brettspielen, Feuerstellen. Sie fördern das Zusammensein der Generationen.

In Windisch möglich: Bauen für Familien

Dass das nicht sein muss, zeigt das «Zelgli». Es bietet eine Wohnform an, die auch Eltern zugutekommt: «Man hat meist jemanden zum Austauschen oder zum Kinderhüten», sagt Beatrice Harmutter. Wenn Kinder frei spielen, haben Eltern auch mal die Hände frei. Der Wermutstropfen: «Man ist nie für sich, meist ist es sehr lebhaft.» Dennoch muss man nicht ganz auf Privatsphäre ­verzichten: «Auf der Rückseite verfügt jedes Haus über einen eigenen Sitzplatz.» Die Siedlung in Windisch ist ein gutes Beispiel für durchdachten Familiensiedlungsbau: «Das Quartier entstand 1981 mit dem Ziel, Familien ein Reihenhaus zu günstigen Mietzinsen anzubieten», erklärt Dieter Hauser von der Gemiwo AG, der aktuellen Besitzerin der Häuser. Auch wenn viele Wohnungsinserate eine tolle Wohnung in einer fami­lienfreundlichen Siedlung versprechen, t­ atsächlich kinderfreundliche Wohnungen sind Mangelware, wie Marco Hüttenmoser sagt: «Für viele Verwaltungen bedeutet ‹­ kinderfreundlich› einzig, dass es einen n ­ ormierten Spielplatz gibt.» Das genügt dem Fachmann zufolge jedoch bei weitem nicht für das Prädikat «kinderfreundlich» (siehe Box rechts). Dieses Label könne sich jede Verwaltung geben: Gesetz­liche Vorgaben existieren nämlich nicht. 

• Kinder haben altersgerechte Spielbereiche und eine Umgebung mit topo­ gra­fischen Elementen wie Hügeln, Übergangsbereichen und Nischen: Sie sorgen für mehr Erlebnisvielfalt und B ­ ewegung als ein ­abgesonderter Bereich mit Geräten. • Die Fusswege sind so angelegt, dass Kinder aus verschiedenen Haushalten sich selbständig besuchen ­können, ohne Strassen queren zu müssen.

Weiterlesen auf Seite 85

• Türklingeln und ­-fallen sind für Kinder ab vier Jahren erreichbar und die Türen leicht ­genug zum Öffnen.


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21/08/2018

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LEBEN | MM36, 3.9.2018  85

Gabriela Muri

«Kinder stehen nur scheinbar im Zentrum»

Bild: zVg

Gabriela Muri (55), Architektin und Kulturwissenschaftlerin, befasst sich seit mehr als 20 Jahren mit urbanen Entwicklungen und mit Alltagsräumen von Familien, Kindern und Jugendlichen.

Abenteuer in der Natur erleben heute nur noch wenige Kinder unbeaufsichtigt. Es drohen ja Zecken und andere Gefahren. Wie finden Sie als Mutter von drei Kindern das? Auch ich muss oft mein Bedürfnis nach Sicherheit gegen die Interessen der Kinder abwägen. Aber ich denke, ein Zeckenbiss ist weniger gefährlich als Bewegungsarmut. Wir Eltern müssen uns fragen: Was nehmen wir den Kindern weg, nur um ein Risiko zu vermeiden?  Warum werden nicht wenigstens mehr Siedlungen auf die Bedürfnisse des Nachwuchses zugeschnitten? Familienfreundliches Bauen wird eher als städtebauliche denn als gesellschaftliche Aufgabe betrachtet. Bei

raumpolitischen Prozessen und in Baugesetzen fehlt die Wahrnehmung von familienspezifischen Bedürfnissen. Planungs- und Architekturfachleute sind meist auf räumliche und gestalterische Aspekte fixiert. Was muss sich ändern, damit ­Wohnen kindgerechter wird?  Die Ressorts Planung und Gesellschaft in den Gemeinden müssten vermehrt zusammenarbeiten und die zukünftigen Nutzergruppen und Fachleute der Familien-, Kinderund Jugendarbeit miteinbeziehen. Setzen sich Architekten zu wenig mit den Bedürfnissen von Kindern auseinander? Ästhetische Aspekte haben in den

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letzten Jahren an Gewicht gewonnen. Und doch gibt es Bauten, die davon zeugen, dass sich die Planer mit ­Nutzeranliegen auseinandergesetzt haben. Stadt oder Land: Was ist attraktiver? In der Stadt ist das Angebot an Treffpunkten, Gemeinschaftszentren und Kindertagesstätten meist grösser. Auf dem Land ist es einfacher, die Freizeit im Freien und an unbeaufsichtigten Orten zu verbringen. Aber Quartiere in Agglomerationen und sterile Ein­ familienhausgärten zeigen, dass Kinder nur scheinbar im Zentrum stehen. Prototypisch dafür stehen die Trampoline, die – schön eingezäunt – den Bewegungsraum von Kindern einem konkreten Platz zuordnen. MM


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88  MM36, 3.9.2018 | LEBEN

Gesundheit

Leben mit der Stille

Wie lernt man, mit einem Hörverlust umzugehen, der an Ertaubung grenzt? Silvan Widler ist seit Geburt schwerhörig und will in Zukunft mehr Zeit in der Natur verbringen, wo sein Handicap keine Rolle spielt.  Text: Corinne Bünzli   Bild: Daniel Auf der Mauer

S

ilvan Widler ist erschöpft. Der 31-Jährige kommt von e­ inem Termin an der Universitätsklinik Zürich, wo er sich über die Vor- und Nachteile einer Hörprothese informieren liess. «Die Ärztin hat mir erklärt, dass man ­damit das Hören und Sprechen von Grund auf neu erlernen muss. Das ist aufwendig und belastend», sagt Widler. «Diese Energie kann ich ­zurzeit nicht aufbringen. Deshalb warte ich noch zu.» Silvan Widler hat gelernt, Nein zu sagen und sich zurückzuziehen, wenn ihm etwas zu anstrengend wird. Zum Beispiel in die Natur: «Beim Fotografieren, Wandern oder Biken spielt mein Handicap keine Rolle. Und das ist sehr entspannend.» Und auch sonst schalte er die Hörgeräte nur noch ein, wenn er sie wirklich brauche. «An-­ sonsten geniesse ich die Stille um mich ­herum.» Bis vor zwei Jahren hat ­Widler versucht, mit den Guthörenden mitzuhalten. «Mit dem Ergebnis, dass ich zusammengebrochen bin, ­körperlich und seelisch.» Der Nervenzusammenbruch und der stationäre Auf­enthalt in einer psychiatrischen ­Klinik haben dazu geführt, dass der ­gebürtige Aargauer vermehrt innehält und versucht, seine Bedürfnisse dem sozialen Umfeld kundzutun.   «Wenn meine inneren Alarm­ glocken läuten, reagiere ich sofort»,

sagt ­Widler. Aus diesem Grund hat er auch gewünscht, grosse Teile dieses Gesprächs schriftlich zu führen. «Unterhaltungen zehren ungemein an mir.» Der Wahlzürcher leidet ­ an einer Schwerhörigkeit, die an ­Ertaubung grenzt. Seine Hörschwelle liegt je nach Frequenz zwischen 80 und 100 Dezibel (siehe Box unten). Ohne hochsensible Hörgeräte würde ­Silvan Widler gar nichts hören. «Doch selbst mit Hörgeräten habe ich noch einen Hörverlust zwischen 20 und 40 Dezibel. Das ist immer noch viel.» Seine angeborene Schwerhörigkeit wurde erst im Kindergarten bemerkt. «Als Kind erlebte ich mein körperliches ­Defizit nicht als Handicap. Erst mit dem Eintritt in die Oberstufe

Hörfrequenzen

Schwerhörig oder taub? Der Grad der Schwerhörigkeit wird wie folgt festgelegt: 25–40 dB geringe Schwerhörigkeit 40–60 dB mittelgradige Schwerhörigkeit 60–80 dB hochgradige Schwerhörigkeit ab 80 dB Ertaubung

begann es, mich zu stören. In lärmigen Gruppen verstand ich nichts und war sozial isoliert. Ich hätte mir mehr Verständnis für meine Situation erhofft. Doch als das nicht bekam, zog ich mich zurück und wurde zum Einzelgänger», resümiert er. Trotz der widrigen ­Umstände konnte er das Gymnasium ohne grössere Probleme absolvieren und ansch­liessend Geografie an der Univer­sität Zürich studieren. Den Austausch mit anderen suchen 

Heute arbeitet der Geograf in einem 50-Prozent-Pensum bei einem Energie­­unternehmen in der Ostschweiz. Dort ist er für die Netzdokumentation und -kontrolle zuständig und kann ­viele Arbeiten per Mail erledigen. «An Sitzungen muss ich nicht teilnehmen», so Widler. «Ich bin dankbar, dass ich einen Arbeitgeber gefunden habe, der auf meine speziellen Bedürfnisse Rücksicht nimmt.» Silvan Widler weiss, dass der ­Hörverlust ihn ein Leben lang begleiten wird und das Thema Hörprothese nicht vom Tisch ist. «Ich möchte mich in Zukunft mehr mit anderen Betrof­ fenen austauschen.» Die Zeit bis zum Einsetzen einer Hörpro­these will er nutzen, um aufzuzeigen, dass man auch anders kommuni­zieren kann. Zum Beispiel mit der Gebärden­sprache, die er ­gerade erlernt. «Eine grosse Herausforderung für mich.» MM


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Gut zu wissen

Tankt in der stillen Natur die Kraft, die er im lauten Alltag braucht: Silvan Widler liebt W ­ andern, Biken und F ­ otografieren.

Kostenbeteiligung AHV und IV In der Schweiz haben über eine Million Menschen Hörprobleme. Selbst mit modernsten Hörsystemen können nicht alle Höreinschrän­ kungen kompensiert werden. Neben einer guten Versorgung mit dem passenden Hör­system ist das Lippen­lesen eine hilf­ reiche Unterstützung. Beträgt der Hörverlust im erwerbsfähigen Alter beidseitig mindestens 20 Prozent, haben Be­ troffene Anspruch auf eine Kostenbeteiligung durch die Invaliden­ versicherung. Die AHV beteiligt sich an den Kosten der Hörgerät­ versorgung (nur An­ schaffung, keine Batte­ rien und Reparaturen), wenn bei Pensionierten ein beidseitiger Gesamt­ hörverlust von mindes­ tens 35 Prozent vorliegt. Die Versorgung mit ei­ nem Cochlea-­Implantat ist separat g­ eregelt. Mehr Infos: www.pro-audito.ch oder über die neutrale Hör­ beratung, Tel. 0800 400 333, beratung@pro-audito.ch

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Stadt, Land, Stutz

Illustration: Rinah Lang; Bild: René Ruis

Der Mann im Brunnen

Lisa Stutz (24) sucht die Balance zwischen urban und ländlich. Und pickt von beidem das Beste heraus.

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Leiden Sie unter Schluckauf? Dann sollten Sie mir einen Besuch abstatten. Landläufig sagt man ja, dass der «Hitzgi» verschwindet, sobald man erschrickt. Was habe ich mich neulich erschrocken! Es dämmerte bereits, als ich meine Haustür von aussen zuschloss und nichtsahnend meines Weges ging. Weit kam ich nicht. In der Nähe des Hauseingangs steht nämlich ein runder Brunnen. Der, müssen Sie wissen, ist unter normalen Umständen überhaupt nicht «herzchriesi»­ auslösend. Aber diesmal zuckte ich zusam­ men. Mitten im Brunnen stand ein Mann! Erst bei genauem Hinsehen erkannte ich, dass der Mann eine lebensgrosse Statue aus Stein war. Eine vage Erinnerung meldete aus meinem geschockten Gehirn, dass in diesen Tagen eine Kunstveranstaltung in der Gemeinde stattfand. Zum Programm gehör­ ten Kunstobjekte in den Gassen. Für mich

die einzige Kunst war in dem Moment, ob dieses Anblicks nicht zu Tode zu erschrecken. Auch beim zweiten und dritten Passieren des Brunnens hatte ich mich noch nicht an den Mann gewöhnt. Meine von Steinzeitmen­ schen abstammenden Augen meldeten jedes Mal Gefahr. Es war zum Davonrennen. Also nannte ich ihn Paul. Denn Pauls, sagte ich mir, können keiner Fliege etwas zuleide tun. Sobald ich meine Haustür zuschloss oder auf dem Weg nach Hause war, ermahnte ich meinen Fluchtinstinkt: «Wir gehen jetzt an Paul vorbei. Und Paul ist jedenfalls nicht sooo schön, um gleich Schnappatmung zu kriegen.» Es funktionierte. Männer in Brunnen sind für mich jetzt nichts Aussergewöhnliches mehr. Falls demnächst in der Stadt plötzlich ein Mann in einem Brunnen vor mir steht, hoffe ich trotzdem auf den richtigen Instinkt: «Das ist nicht Paul! Renn!» MM

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App-Tipps

Google Podcast

Die neue PodcastApp von Google kommt ohne Firlefanz daher und fokussiert aufs ­Wesentliche. Neben ­einer übersichtlichen Darstellung kriegt man Empfehlungen für ­Podcasts, basierend auf dem Hörverhalten. G ­ ratis für Android. Teil des Erfolgs von Fortnite: das fantasievolle, bunte Design

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Digital

Ein Hype ohne Ende

Legend of Solgard

Millionen Spieler auf der ganzen Welt sind dem Fortnite-Wahn verfallen. Kinder und Jugendliche gehören zu den grössten Fans des Onlinevideospiels. Was können Eltern tun, damit der Nachwuchs nicht überbordet? Text: Philipp Rüegg

Bild: PD

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r kam aus dem Nichts und schlug ein wie eine Bombe: Der Spielmodus «Battle Royale» im ­Videospiel Fortnite ist gerade mal ein Jahr alt. Und bereits ­loggen sich mehr als 125 Millionen Spieler regelmässig in die fiktive Spielwelt ein, um sich in den Kampf ums Überleben zu stürzen. Fortnite ist ein Onlinespiel, in dem 100 Spieler wahlweise ­allein, in 2er- oder in 4er-Teams versuchen, sich g­ egen andere durchzusetzen. Wer die Schlacht überlebt, g­ ewinnt. Das Beson­ dere an ­Fortnite: Es geht nicht nur ums Rumballern, sondern viel mehr ums Bauen. Mit der Spitzhacke kann der Spieler praktisch alles, was er in der ­virtuellen Welt antrifft, in seine

Einzelteile zerlegen und so Ressourcen ­gewinnen. Aus diesen lassen sich Wände, Podeste und Tipps für Eltern

«Kinder und Jugendliche ­können sich nicht gut selber disziplinieren», sagt Laurent Sédano, Experte für Medienkompetenz bei Pro Juventute. Es sei wichtig, dass sich Eltern einbringen und für die L ­ ebenswelt der Kinder inte­ressieren. Idealerweise ­spielen Väter und Mütter das Game zusammen mit dem Nachwuchs und bringen ihm gleich bei, wie man ­masshalten kann. Vielleicht entdeckt man ja so ein neues ­gemeinsames Hobby.

Treppen ­errichten. Geschickte Spieler zimmern sich in Sekundenschnelle Türme und Festungen, die sie vor Feinden schützen. Fortnite kann kostenlos gespielt werden: auf der Konsole, am Computer, auf dem Handy. Das ist sicher entscheidend für den Erfolg bei den Jungen. Aber das Game punktet auch mit seinem Design: Der optische Auftritt ist knallbunt, die Ausrüstung ausgefallen. Man zwingt andere mit einer Discogranate zum ­Tanzen, liefert sich Rennen in Einkaufswagen, schaltet neue Outfits frei. Wer räumliches ­Denken und kreatives Gestalten ­reizvoll findet, wird seine Freude an den Bauoptionen haben. Wer dem Klötzchensystem von Mine-­ craft entwachsen ist, findet in Fort­nite ein neues Zuhause. MM

Von den Machern von Candy Crush gibt es jetzt Legend of Solgard: Es funktioniert nach dem gleichen Prinzip, ist aber um eine Fantasy-­Note mit mehr strategischen Möglichkeiten erweitert. Statt Süssigkeiten gibt es ­farbige Zwerge, E ­ lfen und Bären zum Kom­ binieren. Gratis für iOS und Android. migmag.ch/solgard_andro migmag.ch/solgard_iOs

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«Ich heisse Claudio und bin 13 Jahre alt. Ich besuche einen ­Imkerkurs. Dort lernen wir, wie interessant und wichtig Bienen sind. Wenn sie aussterben, hat das böse Folgen. In manchen Ländern gibt es keine Bienen mehr, und die Menschen ­bestäuben die Pflanzen mit Wattestäbchen. Das darf bei uns nicht pas­ sieren! Darum habe ich im Garten Blumen ge­ pflanzt, die besonders viele Bienen anlocken.»

Kinder

«Bienen sind wichtig für uns alle»

Anfangs war Claudio ein bisschen mulmig zumute: Gestochen werden? Nein, danke! Aber dann hat er im Imkerkurs gelernt, wie spannend das Leben der Bienen ist – und warum wir gut auf sie aufpassen müssen. Text: Nora Zukker Bilder: Gabi Vogt

Mein Hobby

Ein Kurs für Jungimker «Ein bisschen Angst vor Bienen hat jeder, der schon mal gestochen wurde, glaube ich. Aber ich habe gar keine Angst mehr, sondern einfach nur Respekt. Denn ich habe gelernt, dass eine Biene nur sticht, wenn sie sich provoziert fühlt. Ich und die anderen ­Kinder im Kurs provo­ zieren sie natürlich nicht. Wir wollen den Bienen helfen – und sie helfen wiederum den Blumen, den Tieren und auch uns Menschen.» Interessierst du dich für den Kreislauf der Natur und bist du gern draussen? Dann ist ein Imkerkurs vielleicht auch etwas für dich. Im ­Internet findest du im Schweizer Imker­portal Kursan­gebote in der Nähe deines Wohnorts. Info: www.bienen.ch

«Im Kurs bauen wir Kästen, damit die Bienen ein Zuhause haben und Honig herstellen können. Wir brauchen einen Holzrahmen, einen Draht und eine Platte aus Wachs. Aber Achtung: Wenn der Wachs zu heiss wird, fliesst er auf der anderen Seite wieder raus, und wir müssen von vorn anfangen.»

«Als Imker fühlt man sich ein bisschen wie ein As­tronaut. Wir tragen alle einen Weltraumanzug: ohne Helm, aber mit einer Kapuze, die vorne ein ­Gitter dran hat. Wir müssen uns nicht nur vor Stichen schützen, sondern auch sonst vorsichtig sein – etwa wenn wir die Wachsplatten mit Strom erhitzen.»

«Ich mag fast alle Tiere, aber Bienen sind für mich die spannendsten Tiere der Welt. In jedem Bienenstock lebt eine Königin. Sie ist viel grösser und schwerer als die anderen Bienen, von denen sie gefüttert und gepflegt wird. Bis zu 3000 Eier kann die Bienen­ königin legen! Von diesen und v­ ielen anderen interessanten Eigenschaften der Bienen habe ich im Imkerkurs ­erfahren.» MM


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Ferien auf dem ­ auernhof: B www.migmag.ch/ herbstferien

Pascal (4), Därstetten BE

Bei dir auf dem Land kannst du es noch beobachten: Die Bauern bringen im Herbst die Ernte ein. Maschinen und erwachsene ­Mit­arbeiter unterstützen sie dabei. Früher aber mussten alle Land­ bewohner mit anpacken – auch die Kinder: Sie halfen im Sommer beim Heuen und im Herbst bei der Ernte. Dafür bekamen sie schul­frei. So entstanden auf dem Land die Sommer- und auch die Herbstferien. Diese schulfreien Zeiten wurden in den einzelnen Gebieten jeweils ausgehandelt:

Die Bauern hatten bei den Behör­ den ein Wörtchen mitzureden. Die Schule nahm Rücksicht auf ihre Interessen. Gemeinsam rich­ tete man sich danach, was wann ­geerntet werden musste. In den Städten wiederum wurden gewisse schulfreie Tage aus der Not heraus bestimmt. Früher, also vor über hundert Jahren, gab es dort noch viele arme ­Fa­mi­lien. Sie hat­ ten nicht genug zu e­ ssen, hausten in engen Räumen, kamen zu selten an die frische Luft. Davon wurden

ihre Kinder schwach oder gar krank. Deshalb schickte man sie in Ferien­ kolonien aufs Land oder auch in die Berge. Dort k ­ onnten sich die kleinen «Kolo­nisten» ­austoben, ­erholen und mal wieder satt essen. Dafür ­bekamen sie im Herbst ­einige Tage schulfrei. So entstanden die «Herbstkolonien». Später ­wurden daraus die Herbstferien. Und heute? Da macht so manches Stadtkind gerne Ferien auf dem Bauernhof. Es kann da auch bei der Ernte mithelfen. Freiwillig. MM

PUZZLETEILCHEN

Rä tselsp ass

Fast geschaff t! Lege die drei letzt ihren richtigen Platz!

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Hier siehst du einige Tiere. Kennst du sie beim Namen, und weisst du, welcher Schatten zu welchem Tier gehört?

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Eine Mutter erklärt die Welt: Journalistin ­Gabriela Bonin (51) beantwortet Kinderfragen.

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Lösung: 1=B, 2=E, 3=C. e. A und D gehören nicht zum Puzzl

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Migros Bank

Zehn Börsentage, die wirklich zählen Die meisten Investoren sind keine guten Trader: Sie antizipieren kurzfristige Marktschwankungen nicht besonders erfolgreich. Vor allem Privatanleger machen aufgrund des Herdentriebs oft den Fehler, Aktien bei Höchststand zu kaufen und bei Tiefststand zu verkaufen. Fährt die Börse rasant talwärts, geraten viele in Panik, trennen sich von ihren Aktien und warten mit Investieren zu. Natürlich ist es nicht einfach, einen Börsencrash zu durchleben. Kursverluste schmerzen, und eine Baisse auszusitzen, kann fürchterlich lange dauern. Aber für den langfristigen Anlageerfolg kann es sich enorm auszahlen, kühlen Kopf zu bewahren und stets voll im Aktienmarkt investiert zu bleiben. Denn an der Börse ist die Zeit der beste Freund. Oder wie man im angelsächsischen Raum sagt: «Time in the markets beats market timing» (die Dauer der Investition – und nicht der Zeitpunkt – ist für die Rendite ausschlaggebend). Thomas Pentsy ist Markt- und ­Produktanalyst bei der Migros Bank.

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Während eines Börsensturms sind die Kursschwankungen am extremsten. Dann fallen aber nicht nur die grössten Tagesverluste, sondern in

Handeln ohne Panik zahlt sich aus Wer 10 000 Franken von Anfang 1990 ohne Unterbruch im SPI investiert liess, besass Ende 2017 94 486 Franken – ohne die besten 10 Tage nur 51 292 Franken. Jederzeit voll investiert

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* Quelle: Migros Bank, Bloomberg

der Regel auch die grössten Tagesgewinne an. Wer versucht, den idealen Moment für Kauf und Verkauf abzuwarten, läuft Gefahr, die besten Handelstage zu verpassen. Ein Beispiel: Wäre ein Anleger von 1990 bis 2017 stets im Swiss Performance Index investiert geblieben, hätte er durchschnittlich 8,4 Prozent Rendite pro Jahr erzielt. Hätte er in

dieser Zeit aber die zehn besten Börsentage verpasst, läge die jährliche Rendite bei nur 6 Prozent. Mit 10 000 Franken Startkapital hätte der pausenlos aktive Investor rund 43 000 Franken mehr verdient (siehe Grafik). Generell gilt: Je grösser der Zeithorizont einer breit diversifizierten Anlage, desto geringer das Risiko eines Verlusts. MM


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Auto

«Fast eine Zeitreise in die Zukunft»

Der Fond

«Im Grandland X ist das Reisen hinten sehr angenehm: Es hat genug Platz und bequeme Sitze. Die Fenster sind klein, aber der Blick aus dem Sonnendach ist genial.» Robin Miglioretto

Nach Mokka X und Crossland X bietet Opel mit dem Grandland X einen besonders familiären SUV. Familie Bird Miglioretto aus Zürich hat getestet, womit der Neuling im Alltag punktet. Text: Timothy Pfannkuchen  Bild: Holger Salach

I

ns Tipidorf im Berner Oberland, zum Wandern in die Ostschweiz, eine Tour nach Davos und täglich durch die Zürcher Agglomeration: Familie Bird Miglioretto hat die Lesertestwoche im Opel Grandland X intensiv genutzt. Am Ende sind es 1200 Testkilometer – und vier neue Fans des grössten Opel-SUV. Durchwegs gut kommen Design und Platzangebot weg (siehe «Der Fond») – und auch die Assistenzsysteme. «Fast eine Zeitreise in die Zukunft», sagt Familienfrau Karin Bird Miglioretto (63) mit einem Schmunzeln: «Zum Teil gewöhnungs­ bedürftig wie die nicht stets treffsichere Tempolimitanzeige, aber mehrheitlich sehr hilfreich – wie die 360-Grad-Kamera oder der Radartempomat. Neben der ­perfekten Grösse erweckt der Opel unter dem Strich deshalb ein sicheres Gefühl.» «Der Laderaum ist weniger tief als in meinem Audi A4 Avant», kommt Dario Miglioretto (55) – von Beruf Finanzmanager, aber leider seit August arbeitslos – zum Platzangebot: «Aber es reicht sehr wohl aus. Perfekt sind der leichte Einstieg und viel Platz für vier Erwachsene.» «Mir gefällt, dass der Opel wunderbar wendig und komfortabel ist, aber bei Bedarf sportlich fährt. Und der 177-PS-Diesel hat schon bei tiefen Drehzahlen viel Kraft. Weil er innen leise bleibt, ist man schnell zu schnell», so Laila Miglioretto (22) augenzwinkernd. Ihr Bruder Robin (24) ergänzt zum Verbrauch: «Es waren sieben Liter im Testschnitt. Aber unser Renault Twingo ist nicht sparsamer.» «Ein total geeigneter Familienwagen, und dank viel Ausstattung richtig viel Auto fürs Geld», resümiert Dario Miglioretto: «Gefällt uns sehr gut! Noch besser wäre er als Plug-in-Hybrid mit 4×4.» Sein Wunsch erfüllt sich bald: Wohl schon 2019 lanciert Opel das Hybridmodell. 

CO2Emissionen 128 g/km CO2 Grenzwert 2018: 112 g/km

Das Design

«Der Grandland X wirkt länger als seine parkierfreundlichen 4,48 Meter. Das liegt auch am frechen Design mit der sportlichen Front, coolen Leuchten und einem bulligen Heck.» Laila Miglioretto


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Das Cockpit «Meine Highlights im gediegenen und aufgeräumten Cockpit sind die gute Sicht – ausser nach hinten – und dass man die bequemen Sitze nicht nur heizen, sondern auch kühlen kann.» Karin Bird Miglioretto

Sie testete den Opel Grandland X eine Woche lang und stolze 1200 Kilometer weit: Familie Bird Miglioretto aus Zürich mit Dario (55), Karin (63), Robin (24) und Laila Miglioretto (22)

Steckbrief

Bilder: PD

Opel Grandland X 2.0 D «Ultimate» Antrieb: 2.0-R4-Turbodiesel, 130 kW/177 PS, 400 Nm bei 2000/min, 8-Gang-Automat, Frontantrieb Fahrwerte: 0–100 km/h in 9,1 s, Spitze 214 km/h Gewicht: 1575 kg Umwelt: Normverbrauch 4,9 l/100 km = 128 g/km CO2, Energie B Preis: ab Fr. 45 600.– (BasisGrandland-X: 1.2 DIT, 130-PSBenziner/6-Gang ab Fr. 27 100.–)

Der Frontantrieb «In der Ebene reicht dank Traktionssystem wohl der Frontantrieb. Aber im Schneegestöber wäre mir da eher mulmig zumute, zumal ich oft ­Pässe wie den Flüela oder Julier befahre.» Dario Miglioretto


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Quiz & Paroli

Quiz Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Ein Objekt, das den Auslöser eines Streits darstellt, ist ein … des Anstosses. W Kiesel

N Stein

L

Fels

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Alexanderbirne

2. Was ist zum Verzehr kaum geeignet? E

A Abrissbirne

Butterbirne

3. Wie nennt man ein festverzinsliches Wertpapier? N James

R Fleming

C Bond

4. Wo befindet sich ein Regionalflugplatz? H Grenchen

K Weiningen

D Brig

5. Bei welchem Musikinstrument kommen «durchschlagende Zungen» zum Einsatz? T

W Akkordeon

Gitarre

U Harfe

6. Wie heisst ein ausgestorbener Beruf im Brauereiwesen? E

R Malzer

Hefner

3 × 100 Franken zu gewinnen

So nehmen Sie teil:

Tel.: 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD2, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD2 TASTSINN. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Postkarte (A-Post): Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet: www.migrosmagazin.ch/ wettbewerbe Teilnahmeschluss: Sonntag, 9.9.2018, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite

A Hopfentänzer

7. Was kann durch das Foucaultsche Pendel sichtbar gemacht werden? O Quantengravitation

G Hebelgesetz

I

Erdrotation

8. Welche Hauptstadt ist nach einem amerikanischen Präsidenten benannt? M Nouakchott

S

Monrovia

E

Rabat

Lösungswort: 1

2

3

4

5

6

7

8

Paroli

So nehmen Sie teil: Tel.: 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD3, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD3 OSTEN. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Postkarte (A-Post): Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet: www.migrosmagazin.ch/ wettbewerbe

Lösungswort: 2

3

Gewinner Nr. 34: Armin Hauser, Pfeffingen BL; Alma Gulyas, Guggisberg BE; Max Suhner, Frauenfeld

3 × 100 Franken zu gewinnen

Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5: 1

Auflösung Nr. 35: OPTIONEN

4

Auflösung Nr. 35: TITEL

Teilnahmeschluss: Sonntag, 9.9.2018, 24 Uhr

5

Gewinner Nr. 34: Ruedi Weiss, Nänikon ZH; Peter Ensner, Basel; Erika Daum, Zollikofen BE

Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite


17.â&#x20AC;&#x201C;19. Oktober 2018 in DAS ZELT Schachen, Aarau 18.â&#x20AC;&#x201C;23. Dezember 2018 in DAS ZELT Allmend, Bern www.supermarkt-ladies.ch lokale Medienpartner


LEBEN | MM36, 3.9.2018  105

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Sudoku

Auflösung Nr. 35: 687

Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3 × 3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den blauen Feldern von links nach rechts.

Gewinner Nr. 34: Alain Petitpierre, Les Rasses VD; Pascal Petignat, Genève; Hildegard Brenn, Tann ZH; Madeleine Dupont, Miex VS; Fabio Thalmann, Riehen BS

Sudoku

So nehmen Sie teil: Tel.: 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD4 123. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Postkarte (A-Post): Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet: www.migrosmagazin.ch/ wettbewerbe Teilnahmeschluss: Sonntag, 9.9.2018, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite

Bimaru

Brücken

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln 4 3 2 3 1 miteinander verbunden 2 3 2 3 1 sein. Verboten: Kreuzungen, diagonale Brücken und 1 mehr als zwei Linien

5

4

5

6

3

3

3

Auflösung Nr. 35:

6 3

2 1 2

1

4

3

Auflösung Nr. 35: 1 2

2

3 3

3

2

4

1

2

2 1 3 3

3 2 3 2

3 3

2

4

2

3

2 2 1

2

3

2

3

3

6 2

1 1 3

5 2

2 3 2 11010002637

© raetsel.ch 1309

Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des­Migros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 554 258 Ex. (WEMF 2017) Leserschaft: 2 358 000 (WEMF, MACH Basic 2017-2)

Adresse Redaktion und Business Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber Migros-Genossenschafts-Bund

Publizistische Gesamtleitung Sarah Kreienbühl

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Leitung Redaktionen Migros-Medien Franz Ermel

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LEBEN | MM36, 3.9.2018  107

Verlosung

Mitmachen und gewinnen

Ganz einfach zu bedienen: Die Tefal GV8977 Pro Express X-Pert Plus schafft alles, von synthetischen Stoffen bis zu Leinen.

Glücksgriff

Das Migros-Magazin und das Online-Warenhaus Galaxus verlosen unter allen Leserinnen und Lesern 12 «Tefal GV8977 Pro Express X-Pert Plus»-Bügelstationen.

Preisfrage: Wie viele automatische Stufen hat das Tefal GV8977 Pro Express X-Pert Plus?

So machen Sie mit

Das Migros-Magazin und Galaxus verlosen 12 Bügelstationen ­Tefal GV8977 Pro ­Express X-Pert Plus im Wert von 249 Franken. Glücksgriff

Noch nie war Bügeln so einfach

Bilder: PD

Darf ich dieses Seidenkleid bügeln? Und wenn ja: Wie stelle ich mein Bügeleisen ein? Diese Fragen gehören ab sofort der Vergangenheit an: Von synthetischen Stoffen bis Leinen meistert die Bügelstation GV8977 Pro Express X-Pert Plus von Tefal nämlich alles. Dank fünf einfach einstellbaren Stufen machen auch Bügelmuffel alles richtig. Für die wirklich hartnäckigen Falten hat Tefal die Bügelstation mit einem Zerstäuber von Mikrotröpfchen ausgestattet. Die feinen Tröpfchen bringen jede noch so dicke Falte zum Verschwinden. Zudem ist die GV8977 sehr praktisch: Der Wassertank etwa lässt sich bequem abnehmen

und nachfüllen. Er ist mit 1,8 Litern Füllmenge auch für grosse Mengen Wäsche gerüstet. Dank Anti-KalkKollektor kann man ungefiltertes Leitungswasser einfüllen, der Kalk wird automatisch gesammelt und kann einfach entsorgt werden. Auch ein Kabelwirrwarr gibt es nie: Wie bei einem Staubsauger lässt sich das Kabel ganz einfach in die Bügelstation einrollen. Sogar die Bügelsohle ist selbstreinigend und gleitet dank Autoclean-Technik wie von selbst über den Stoff. So bleibt Zeit, um sich um wich­ tigere Dinge zu kümmern als um Bügeleiseneinstellungen.  MM Mehr Produktinformationen auf www.galaxus.ch/tefal

• Per Telefon: Wählen Sie 0901 560 039 (1 Fr./Anruf) und nennen Sie Ihre Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse. • Per SMS: Senden Sie eine SMS mit dem Text GEWINNEN, dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Fr./SMS). Beispiel: GEWINNEN, Lösungswort, Beat Beispiel, Beispielstrasse 1, 9999 Exempelstadt • Per Postkarte: Senden Sie eine Postkarte (A-Post) mit Ihrem Lösungswort und Ihrer Adresse an MigrosMagazin(e), «Tefal», Postfach, 8099 Zürich • Online: auf migrosmagazin.ch/ wettbewerbe Einsendeschluss: 9. 9. 2018 Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Es erfolgt keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Mitarbeitende des MigrosGenossenschafts-Bundes sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Mehrfachteilnahmen sind nicht erlaubt und werden vom Wettbewerb ausgeschlossen. Preise, die nicht bis spätestens drei Monate nach Ziehung durch den Gewinner bezogen werden, verfallen ersatzlos.


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CLEVER SPAREN MIT DEM FONDSSPARPLAN DER MIGROS BANK Möchten Sie gerne Aussichten auf mehr Ertrag als mit einem herkömmlichen Sparkonto? Dann ist der Fondssparplan der Migros Bank das Richtige für Sie. Mit regelmässigen Investitionen in die bewährten Anlagefonds der Migros Bank profitieren Sie von der Entwicklung der Finanzmärkte. So lassen sich Sparziele schneller erreichen. Investitionen sind schon ab 50 Franken möglich.

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Aktionsdauer: bis 31. Oktober 2018 Profitieren: Eröffnen Sie während der Aktionsdauer bei der Migros Bank einen Fondssparplan mit einer Ersteinlage von mindestens 2000 Franken und Sie erhalten 2000 Cumulus-Punkte. Weitere Informationen: www.migrosbank.ch/cleversparen

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110  MM36, 3.9.2018 | LEBEN

Meine Welt

«Jodeln ist für mich die persönlichste Art des Ausdrucks»

Vom Bergbauernbub zum gefragten Juuzer: Mit dem Männerchor Heimweh startet Bernhard ­Betschart ­gerade richtig durch. Im neuen Album «Vom Gipfel is Tal» besingt der Muotataler die Schönheiten seiner Heimat. Text: Lisa Stutz und Monica Müller Bilder: Samuel Trümpy

3

4

5


LEBEN | MM36, 3.9.2018  111

1 Mein Jodel «Schon als kleiner Bub ­begann ich zu juuzen. Das Jodeln ist für mich die persönlichste Art, mich ­auszudrücken. Am liebsten natürlich vor diesem schönen Bergpanorama.» 2 Mein Kraftort «Ich lebe im Muotatal und liebe das Wandergebiet hier. In der Natur kann ich mich erholen und über das Leben reflektieren. Wenn möglich, gehe ich täglich spazieren oder joggen.»  3 Meine Tradition «Das Läuten mit der Glocke nennt sich Triichle. Bei uns hat es Tradition, am Dreikönigstag gemeinsam die bösen Geister zu vertreiben und das

2

Bild: photoworkers.ch

1

Name Bernhard Betschart (41) Sternzeichen Widder Lebenslauf «Als jüngstes von sieben Kindern bin ich auf einem Bergbauern­ hof im Muotatal SZ aufgewachsen. Nach der Schule half ich im elter­lichen Betrieb und arbeitete danach als ­Strassenbauer. Während einer zwei­ jährigen Ausland­reise habe ich ge­ merkt, dass ich der Musik in meinem Leben mehr Platz geben möchte. Ich sammelte bei ‹Kampf der Chöre› und ‹The Voice of Switzerland› Fern­ seherfahrung. Später wurde ich Teil des Männer­chors Heimweh. In den letzten zwei Jahren sind wir durch­ gestartet, standen wochenlang an der Spitze der Hitparade und erhielten zwei Swiss Music Awards. Unser ­neues Album ‹Vom Gipfel is Tal› spricht mir aus dem Herzen. Ich durfte das ­Titellied in meinem Dialekt singen.» 6

neue Jahr einzuläuten. Natürlich mit ­stilechtem Outfit.»  4 Meine grosse Reise «Zwei Jahre lang reiste ich durch Kanada und die USA. In meinem Van habe ich 47 Staaten durchquert. Meine Route habe ich auf dieser Karte rot eingezeichnet. Die Reise war ein Wendepunkt in meinem Leben.» 5 Meine Sammlung «Mein Vater hat ­früher gern Pfeife geraucht. Ich selber rauche nur selten, besitze aber das ­nötige Material: Tubaksack, Schwefel­ zündhölzer, den traditionellen Aschen­ becher Fidibus sowie mehrere Pfeifen.» Mein Lieblingsprodukt  «Ich ‹käfele› für mein Leben gern. Diese Rähmchen ­gehören für mich zum ­Kaffee dazu.»

6 Meine Arbeitsgeräte «Ich spiele ­akustische Gitarre, Kontrabass und ­weitere Instrumente. Das Musizieren ist meine Berufung. Ich habe während des Spielens das Gefühl, dass ich genau das Richtige mache.»  MM


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