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Dresden 4

Fürstenzug in Dresden Unsere Uhrenkreationen tragen die Namen sächsischer Fürsten und Könige

Konrad der GroSSe


Inhalt 5

I n h a lt

Sinnbilder der Weltgewandtheit | 6 Historische Formen der Zeit | 8 Portrait Lang & Heyne Dresden | 13 Ein Wort zur Zeit | 18 Schwingfest: Die Geburt einer „Lang & Heyne“ | 23

Kurfürst Friedrich August I

Kurfürst Moritz

König Johann

König Albert

Caliber I | 31 Modell Friedrich August I. | 35 Modell König Johann | 41 Caliber III | 47 Modell Moritz von Sachsen | 51 Caliber IV | 57 Modell Albert von Sachsen | 61 Caliber V | 65 Modell Konrad der Große | 69 Handgravuren | 74 Restaurierung und Sonderentwicklungen | 77 Impressum | 81


Sinnbilder der Weltgewandtheit 6


Sinnbilder der Weltgewandtheit 7

Paris – Augsburg – London – Prag – und:

D RES D EN Städte voller Kunst, Emotionen und einem Flair des Luxus. Reiche Städte in denen Generationen von Persönlichkeiten es verstanden, neben Eroberungen und Staatsgeschäften, zwischen Politik und Macht, den Genuss des Lebens auszudrücken in der Pracht ihrer Bauten, ihrer Kleider und nicht zuletzt in den Werken ihrer Künstler. Die Verschmelzung von Wissenschaft, Handwerk und einer unerschöpflich kreativen Formgebung ließ Luxusobjekte entstehen, die ihresgleichen nicht wiederfinden, mechanische Wunderwerke, die Uhren. Geheimnisvoll und doch durchschaubar, aufwendigst in Konstruktion und Ausführung zeugen sie von der Aufgeschlossenheit und dem Charakter ihrer Auftraggeber. So schenkte der Graf dem Fürsten, der Fürst dem König, in offener Ergebenheit und heimlichem Stolz diese Sinnbilder der Weltgewandtheit.

Glockenspielpavillon, Dresdner Zwinger, Glockenspiel aus Meissener Porzellan


Historische Formen der Zeit 8

Sta at lic h e K u nst sa m m lu nge n Dr e sde n

M at h em at ischPh ysik a lisch er Sa lon

D e r M at h e m at i s c h P h y s i k a l i s c h e S a l o n b e h e r b e rg t e i n e d e r b e d e u t e n d s t e n

im

D r e s d n e r Zw i n g e r

U h r e n s a mm l u n g e n

der

W e lt .


Historische Formen der Zeit 9

Historische Formen der Zeit

Dresdner Zwinger mit Kronentor

I

m Jahre 1668 besiegelte Johann Georg II. die Gründung der ersten selbstständigen Uhrmacherinnung in Dresden und legte damit den

Grundstein für eine ruhmreiche Tradition. August der Starke „Kurfürst von Sachsen und König von Polen“ sowie sein Sohn Friedrich August II, beide berühmt für ihren Kunstsinn und barocken Lebensstil, zogen Handwerkskünstler nach Dresden, die mit ihren PRUNKUHREN unvergleichliche mechanische Zauberwerke schufen. Diese fanden seit 1728 Platz im Mathematisch-Physikalischen Salon im Dresdner

Planetenlaufuhr von Eberhard Baldewein,

Zwinger, der bis heute eine der bedeutendsten Uhrensammlungen der

Hans Bucher und Hermann Diepel,

Welt beherbergt.

gebaut 1563-1568 für den sächsischen Kurfürsten


Historische Formen der Zeit 10

Taschenuhr im Schildpattgehäuse von Christ Ehrgott Weise Dresden ca. 1800

Mit Beginn der Französisch Bürgerlichen Revolution 1789 änderte sich der Lebensstil in Europa. Die „Mechanik der Zeit“ nahm an Bedeutung zu, prunkvolle Gehäuse und Zierteile verschwanden zusehends. Auch in Sachsen gewann die Uhr als „Vermessungsinstrument der Zeit“ an Bedeutung. Uhrmacher wie Köhler und Seyffert widmeten sich seit Ende des 18. Jh. im Mathematisch-Physikalischen Salon den technisch höherentwickelten, wissenschaftlichen Uhren und Geräten. Die um diese Zeit entstandenen SEKUNDENPENDELUHREN und CHRONOMETER, präzise, schlichte Uhrwerke in einem eleganten Gehäuse verinnerlichten nun die neuen Werte in einer Art der Bescheidenheit, die heute jeden Sammler und Freund der Präzisionsuhren in Bewunderung ausbrechen lässt. „Saxonia“, die erste deutsche Eisenbahn zwischen Dresden und Leipzig, läutete 1838 eine Phase der Mobilität ein. Tragbare Uhren, mit denen sich die Zeit organisieren ließ, wurden zum täglichen Begleiter von immer mehr Menschen. TASCHENUHREN von Dresdner Meistern entwickelten sich nun zu Prestigeobjekten, die sich nur wenige Leute leisten konnten. In der Werkstatt des Hofuhrmachers Friedrich Gutkaes entstanden einige dieser Raritäten. Sein Lehrling Ferdinand Adolph Lange erlernte hier die Uhrmacherei, bevor er 1845 in Glashütte den Schritt von der handwerklichen Uhrmacherkunst zur industriellen Produktion vollzog. Präzisionspendeluhr von Strasser & Rohde in Glashütte/Sa., ca. 1890


Historische Formen der Zeit 11

Anfang des 20. Jh. trat schließlich die ARMBANDUHR ihren bis heute ungebrochenen Siegeszug an. In Respekt vor den großen Meistern vergangener Jahrhunderte widmet sich heute die MANUFAKTUR FÜR FEINE UHREN LANG & HEYNE den verschiedensten Uhrentypen, mit besonderem Blickpunkt auf die Armbanduhren.

Gangmodell einer Pendelhemmung nach der Ideenskizze von Galileo Galilei, entworfen und gebaut von Marco Lang während seiner Lehrzeit


Es ist ein langer und oft mühsamer Weg von der ersten Vision zur fertigen Uhr. Und doch ist es für mich die größte Freude, Schritt für Schritt diesen Weg zu gehen, aus eigener Kraft Werke zu schaffen, die mich wahrscheinlich überleben werden. Eine Freude, die ich gern mit meinen Mitstreitern und Uhrenliebhabern der ganzen Welt teilen möchte.

Marco Lang


Portrait La ng & Heyne Dresden


Portrait LANG & HEYNE Dresden 14

MARCO LANG ÜBER SEINE PASSION, DIE UHRMACHEREI

Gangmodell mit Ankerhemmung von 1920 gefertigt von U(h)rgroßmutter Martha Lang

Fa milientr a dition bei La ng & Heyne


Portrait LANG & HEYNE Dresden 15

MARCO LANG

Marco Lang wurde 1971 in Thüringen geboren und zog mit vier Jahren mit seinen Eltern und seiner Schwester nach Dresden. Als Uhrmacher-Nachkömmling in fünfter Generation konnte er schon in früher Kindheit seinem Vater Rolf Lang über die Schulter schauen. Dieser war bis 1990 Chefrestaurator im Mathematisch Physikalischen Salon, einer der weltbedeutendsten Sammlungen für Uhren und feinmechanische Instrumente. Der Senior empfahl seinem Sohn, als erstes die Grundlagen der Metallbearbeitung zu erlernen und schickte ihn für drei Jahre nach Glashütte in eine Feinmechaniker-Lehre. Auch auf diesem geschichtsträchtigen Boden konnte Marco Lang der uhrmacherischen Inspiration nicht entgehen. Anschließend, nach erfolgter Wiedervereinigung Deutschlands, ging Marco Lang auf Wanderschaft zu Ihno Fleßner, einem norddeutschen Uhrenexperten. Während dieser Gesellenjahre widmete er sich vor allem der Herstellung von feinen Präzisionspendeluhren. Nach lehrreichen 7 Jahren ging Lang, mit seiner Meister-Urkunde in der Tasche, zurück Uhrmacher Gesellenbrief von Martha (Hartding) Lang

nach Dresden, wo er sich als Uhrenkreateur und Restaurator ein eigenes Geschäft aufbaute. In bester Familientradition machte er sich unter den deutschen Uhrenliebhabern bald einen Namen.


Portrait LANG & HEYNE Dresden 16

Vater Rolf Lang, inzwischen Lehrausbilder bei „A. Lange & Söhne“ stellte Anfang 2001 seinen ersten Lehrling, Mirko Heyne, im Geschäft vor. Als zwei seelenverwandte Uhrmacher taten sich Marco und Mirko zusammen und gründeten die Uhrenmanufaktur „LANG & HEYNE“. Schon ein Jahr später konnten Lang und Heyne ihre ersten beiden Armbanduhrmodelle auf der Baseler Messe vorstellen. Schlagartig war das Auftragsbuch der kleinen Manufaktur überfüllt. Doch so schön der

Die Begeisterung für hochwertige Uhren wurde schon früh vom Vater auf den Sohn übertragen. Mit verdientem Stolz verfolgt Rolf Lang nun die erfolgreiche Entwicklung von Lang & Heyne.


Portrait LANG & HEYNE Dresden 17

Inzwischen (Stand Frühjahr 2009) sorgen über 12 begeisterte Mitstreiter gemeinsam für Wohlfühlklima und unterstützen Marco Lang bei der Umsetzung seiner Ideen.

Erfolg auch war, so lähmte er auch die Schaffens-

geisterten Mitarbeitern. Eine exklusive Serie von

kraft der beiden Uhrmacher. Uneinigkeit betreffs

nur 30 bis 40 Uhren jährlich verlässt erst und mit

der geschäftlichen Zukunft führte im Sommer 2002

seiner Unterschrift die kleine Werkstatt.

zum Ausscheiden von Mirko Heyne aus der Firma. Doch weiterhin trägt die Uhrenmanufaktur „LANG

Nach 3-jähriger Kandidatur ist Marco Lang seit 2005

& HEYNE“ den Geist und den Namen der beiden

Mitglied der AHCI, der internationalen Vereinigung

begnadeten Uhrmacher, inzwischen ein Synonym

selbstständiger, schöpferisch tätiger Uhrenkreateure.

für feine Uhrmacherei in Dresden.

Diesem exklusiven Club bedeutender Uhrmacherkunst und Kreativität fühlt sich die Uhrenmanufaktur

Marco Lang, dessen Lieblingsplatz am Uhrmacher-

„LANG & HEYNE“ verpflichtet. Es ist eine Ehre,

werktisch ist, ging seinen Weg des selbstständigen

sich in Qualität, Kreativität und uhrmacherischem

Uhrenkreateurs weiter. Begeistern möchte er mit

Können mit den Besten der Welt messen zu dürfen.

seinen feinen Uhren, nicht mit der Größe der Firma. Ende 2003 verkaufte er sein Ladengeschäft, um sich

Obwohl Marco Lang eigentlich jede Uhr für sich

voll auf die Kreation seiner Uhren konzentrieren

baut und auch behauptet, er hätte den größten Spaß

zu können.

an seinen Uhren, so freut er sich doch auch, seine Begeisterung für die klassische Uhrmacherkunst an

In einer Villa im Grünen Dresdens fand die Uhrenmanufaktur LANG & HEYNE ihr neues Domizil. Hier arbeitet Lang mit seinen ebenso be-

die Uhrenliebhaber zu übertragen.


Ein Wort zur Zeit ... 18

Kirsten Pyka: Vermessen des Uhrwerks und Auswiegen der Unruh

Bläuen der Schrauben

Ein Wort zur Zeit ...

ZEIT, die wir uns nehmen ... Bei uns bedeutet Manufaktur nicht die Montage anonymer Baugruppen. Vielmehr reifen die einzelnen Uhrenteile in den Händen unserer Uhrmacher, Mechaniker, Finiseure und Graveure. Mit Sorgfalt und Detail-Liebe veredeln sie auch manche Teile, die nicht von Grund auf bei LANG & HEYNE entstanden sind, so dass diese optisch wie funktionell dem hohen Anspruch von LANG & HEYNE gerecht werden. Die Meister ihres Handwerks setzen dann jedes einzelne ihrer Werke Stück für Stück zusammen, bis als Höhepunkt die Unruh zu schwingen beginnt.

So entstehen Form und Funktion in höchster Präzision, Vollendung und Harmonie. Kunstwerke in der über Jahrhunderte geprägten Philosophie der Dresdner Uhrmacherei: Den ästhetischen Ansprüchen von Königen gerecht, ausgestattet mit allerfeinster Mechanik. Nicht die Nachahmung, sondern das Verstehen und die Weiterentwicklung dieser Grundsätze und Ideale machen jede Uhr von LANG & HEYNE zu einem kostbaren Zeugnis sächsischer Uhrmacherkunst.


Ein Wort zur Zeit ... 19

UHRENMANUFAKTUR LANG & HEYNE

Plattleite 35 路 01324 Dresden


Ein Wort zur Zeit ... 20

Fräsen eines Zahnrades mit einem Zykloidenfräser

ZEIT, die Sie sich nehmen sollten ... für den Blick auf das seidig glänzende Emailzifferblatt mit den von Hand gearbeiteten Zeigern. Und Zeit für die Wahrnehmung der Details des golden schimmernden Uhrwerks: die in Goldchatons gefassten Rubine, durch gebläute Schrauben gehalten; die fein anglierte und zinnpolierte Schwanenhalsfeder; und nicht zuletzt die Unruh mit Goldschrauben sowie der frei atmenden Breguet-Spirale, gekrönt von einem leuchtenden Brillanten.

ZEIT zum Träumen ... sich immer wieder zu vergegenwärtigen, dass jedes Teil ein einzigartiges Kunstwerk ist. Gefertigt in echter handwerklicher Manier wobei es von einer Hand in die andere, zur Lupe und wieder zum Werkzeug bewegt wird, bis es schließlich seine eigene vollendete Form und Ausstrahlung besitzt.


Ein Wort zur Zeit ... 21

Elisabeth Grabe: Fassen des Diamanten in ein Goldchaton


Schwingfest Die Geburt einer „Lang & Heyne“

„Weniger ist mehr, noch weniger ist exklusiv … ... so sollen es unverwechselbare, einzigartige Stücke sein, die ihre Träger glücklich machen“, sagt der Manufakturchef mit strahlendem Lächeln.


Schwingfest: Die Geburt einer „Lang & Heyne“ 24

Albrecht Grützner (Foto) und Sven Meyer sorgen mit moderner CNCTechnik für die Basis unserer feinen Uhren.

Welche Form wird daraus wohl entstehen? Diese Stangen beinhalten schon die zukünftigen Guter Rat zur rechten Zeit,

Uhrenteile, man muss sie

Technologietipps des Seniors

„nur“ noch herausarbeiten.

„In principio erat mens“ – Am Anfang stand die

Idee. Da braucht

man Geduld zum Träumen, selbstverständlich auch etwas Fantasie. Sie kommt beim nachmittäglichen Dösen, beim Joggen im Wald oder bei einem guten Glas Rotwein am Abend. Die meisten Ideen trage ich seit Jahren mit mir herum, – und wie besagter Rotwein reifen sie und werden immer besser.


Schwingfest: Die Geburt einer „Lang & Heyne“ 25

Ga lva n i k nach dem Finieren bekommt jedes Messingteil eine 3µm dicke Feingoldschicht

Irgendwann nehme ich einen Stift und ordne meine Gedanken. Nun entsteht ein

Konzept: Ist die Uhr realisierbar? Passt sie in die Zeit?

Was ist die größte Herausforderung dabei? Wie beim Komponieren entstehen nun aus den einzelnen Noten die Harmonien, bis die gesamte Sinfonie vollendet ist. Den früher unvermeidlichen Skizzenblock überspringe ich inzwischen meist und starte gleich das

Konstruktionsprogramm. Zwischen Arbeitsalltag

am Werktisch und manchmal auch auf dem Sofa, mit Baby auf dem


Schwingfest: Die Geburt einer „Lang & Heyne“ 26

Schritt I

Schrit t II

Schrit t III

Diese 3 mm Messingronde

vorgefräste Räderbrücke

finierte, einbaufertige

lassen wir ausstanzen.

mit Haltestegen

Räderbrücke

Anreibeversilbern mit einer Schweinshaarbürste und einem Gemisch aus feinem Silberpulver, Weinstein und Kochsalz

Schoß, gebe ich den Teilen ihre erste virtuelle Form. Es vergeht ungefähr ein Jahr, bis die über 200 Teile gut miteinander harmonieren und das Gesamtkonzept erkennbar wird. Jetzt wird es immer schwieriger, mein Geheimnis zu bewahren, denn nun kann ich es kaum noch erwarten, der Uhr eine physische Gestalt zu geben und sie in den Händen zu halten. Traditionell entsteht zuerst das

Werksgestell, also der

„Rahmen“ des Uhrwerks. Nach mehreren Testfräsungen auf der CNCMaschine haben wir nun schon in kürzester Zeit rohe Räderbrücken und Grundplatinen. Hier kommt uns sehr zugute, dass wir den Großteil in unserer kleinen Manufaktur selbst herstellen und auf einen zeitraubenden Bestell- und Lieferprozess verzichten können.

Brück en und Platinen werden je nach Typ aufwändig von Hand graviert, bekommen Schliffe und Kantenpolituren und vor dem Vergolden ein Kleid aus Silber. Hier haben wir ein Verfahren wiederentdeckt und weiterentwickelt, wie es im 18. Jahrhunderts angewandt wurde: das Anreibeversilbern. Mit einer Schweinshaarbürste wird ein Silberpulver-Salzgemisch auf die Messingteile aufgerieben, welche dann eine


Schwingfest: Die Geburt einer „Lang & Heyne“ 27

Flachpolieren eines Schraubenkopfes mit Diamantine auf einer Zinnplatte

ledrig-körnige Oberfläche erhalten. Es entsteht eine Brillanz und ein Kontrast in der Gravur, der von kaum einem anderen Verfahren erreicht wird. Die Flachteile wie

Hebel und Federn fräsen wir in aufge-

klebtem Stahlblech. Nach dem Härten und Vermessen kommt nun die Hauptarbeit der Teilefertigung: das Finish. Sämtliche Flächen und Kanten werden „schön zurechtgeputzt“, geschliffen, poliert, Messingteile vergoldet. Das geschieht nicht anders als vor hundert Jahren, hier benötigen Polieren des fertig montierten

wir mindestens das 5-fache der vorhergehenden Herstellungszeit.

Deckplättchens vor der Endmontage

Parallel dazu entstehen die Drehteile, wie z. B.

Wellen oder

Schrauben, die wir komplett unter dem Mikroskop drehen oder auch aus vorgefertigten Rohteilen herstellen. Auch bei den Schrauben haben wir einen hohen Anspruch an die Qualität. Nur mit der handwerklichen Zinnpolitur jeder einzelnen Schraube kann man eine wirklich flache Schraubenoberfläche erzielen. Für den für Laien kaum merklichen Unterschied nehmen wir uns ein Vielfaches an Zeit im Vergleich zu anderen Luxusuhrenherstellern.

R äder und Triebe werden teils im eigenen Haus gefertigt, im Abwälzverfahren und anschließendem Flanken polieren, teils kaufen wir aber auch Rohteile dafür zu. Die Triebe werden alle aufwändig finiert mit


Schwingfest: Die Geburt einer „Lang & Heyne“ 28

Ex plosionszeichn ung Ca liber V


Schwingfest: Die Geburt einer „Lang & Heyne“ 29

Stirnflächenpolitur und Glashütter Einstich, die Räder konisch nachgeschenkelt, mattiert und vergoldet. Die Räder im CALIBER V sind

komplett in Gold gefertigt. Die großen Aufzugsräder bekommen einen strahlenden Sonnenschliff. Besonders außergewöhnlich für eine Manufaktur: auch die Gehäuse

und SchlieSSen in verschiedenen 18ct. Goldlegierungen und Platin fertigen wir vom Rohteil bis zum fertigen Stück. Hier gehen goldschmiede- und feinmechanische Technologien Hand in Hand. Seit 2006 fertigen wir auch den eigens konstruierten Moustache-

Anker in Gold. Die Berrylliumbronze-Unruh im Lang & Heyne Design wird mit einer Spirale versehen, bei der wir selbstverständlich eine Breguet-Kurve anbringen, um ein harmonisches Schwingungsbild zu erreichen. Sind alle Teile gefertigt und mit dem jeweiligen Finish versehen, folgt die

Vormontage des Prototypen, die eigentliche uhrmacherische Herausforderung. Nun muss Stück für Stück aufeinander gepasst werden, Steine und Stifte werden eingepresst, Räderspiele eingestellt. Der eine oder andere Konstruktionsfehler muss nun noch berichtigt werden, manche Teile werden verändert und erneut gearbeitet, auch Werkzeuge und Hilfsmittel für die spätere Serienfertigung werden hergestellt. Schließlich, nach langen Mühen, können wir das

Schwingfest

feiern, also das erste Ticken der neuen Uhr. Ein Fest fürs Auge, wir alle sind von Stolz erfüllt. Nun sind schon ca. 1½ Jahre seit dem „ersten Spatenstich“ vergangen, die Messepräsentation wird schon langsam ins Auge gefasst. Doch vorher müssen wir uns noch um die Gesichtspflege kümmern. Die vorerodierten Zeigerpa are werden nun im Schraubstock gefeilt oder unter dem Mikroskop graviert, dann feingeschliffen, poliert, gebläut und mit den Zeigerbuchsen verpresst. Das

Zifferblatt aus

Email oder Silber wird mit Füßchen aufgepasst, und endlich können wir das Werk das erste mal in das Gehäuse setzen. Dann ist noch das feine Alligatorband mit Schließe anzubringen und nun kann die Uhr das erste beim Prototypenbau Caliber V

mal am Handgelenk gefühlt werden Den Rest des Tages nehmen wir uns alle frei, wir haben genug zu tun, uns gegenseitig auf die Schulter zu klopfen und sehr zufrieden an den Sektgläsern zu nippen.

Denn ein kleines Wunder ist es ja doch ...


Caliber I Werkbeschreibung


Caliber I – Werkbeschreibung 32

Aufbauend auf den Ende des 19. Jh. technisch ausgereiften sächsischen Baustil mit der ¾ - Platine setzten wir schon bei der Konstruktion unseres „Caliber I“ optische Raffinessen in dieses kleine Kunstwerk. Große, in Goldchatons gefasste Rubine bilden einen reizvollen Kontrast zur silbergrainierten Platine. Selbst der Lagerstein des Ankers, der Kleinste von allen, ist golden gefasst und durch tiefblaue Schrauben gehalten. Die fein polierten Fasen der Räderbrücke und Kloben spiegeln sich, ähnlich wie die geschlitzten Goldschrauben am Unruhreif, als Lichtpunkte wider. Der Schliff der beiden Aufzugsräder vermittelt den Eindruck einer strahlenden Sonne. Doch den Höhepunkt bildet der gefasste Brillant als Krönung der Unruh. Majestätisch sitzt er auf dem handgravierten Unruhkloben und harmoniert dort mit der elegant geschwungenen Schwanenhalsfeder. Die Spirale mit hochgerichteter Endkurve sorgt für ein gleichmäßiges Atmen. Die Unruh ist stoßgesichert gelagert. Beim Ziehen der Aufzugskrone legt sich eine Feder sanft an den Unruhreif und stoppt damit den Gang der Uhr. So lässt sich die Uhr auf die Sekunde genau einstellen.

Moustache-Anker in massivem Gold: Durch Ausgleichsärmchen wird der Schwerpunkt des Ankerkörpers behoben und damit eine gleichmäßige Kraftweitergabe zur Unruh gewährleistet

Feinregulierung mit Schwanenhalsfeder

in Goldchaton gefasster Diamant


Caliber I – Werkbeschreibung 33

Durchmesser Frequenz Gangdauer

16 ¼ Linien (36,6 mm)

18.000 Halbschwingungen pro Stunde

Steine

46 Stunden 19 Rubine, 1 Brillant

Für Ihre persönliche Widmung fertigen wir individuelle Gravuren an. Zur weiteren Information: Seite 75

* stoßgesicherte Goldschraubenunruh * Breguetspirale * Schwanenhalsfeinregulierung * exzentrische Sekunde

* Sekundenstopp * Aufzugsräder mit Sonnenschliff * Moustache-Anker * Gravurplättchen auf Kundenwunsch

Caliber I


Friedrich August I. Modellbeschreibung


Modell – Friedrich August I. 36

* 12.5.1670 in Dresden

… 1.2.1733 in Warschau­ ­

Kurfürst Friedrich August I. FRIEDRICH AUGUST I. DER STARK E AUGUST II. KÖNIG VON POLEN UND GROSSHERZOG VON LITAUEN

Das „Augusteische Zeitalter“ war ein großartiger Höhepunkt in Sachsens Politik und Kultur. Das höfische Leben glänzte im barocken Licht der Lebensfreude und des Luxus. Die prächtig verzierten Gehäuse dieser Zeit sind wahre Kunstobjekte. Im Innern ticken kleine mechanische Wunderwerke. Das Modell „Friedrich August I.“ ist dieser legendären Persönlichkeit gewidmet. Eine Hommage an seine innige Kunstliebe. Er gab sie den nachfolgenden Generationen mit auf den Weg. Noch heute ist sie in der Schönheit und den Schätzen Dresdens allgegenwärtig.

18-carat Goldschließe


Modell – Friedrich August I. 37

Wer k Caliber I mit Handaufzug, 46 Stunden Gangdauer, Sekundenstopp Geh äuse

18-carat Roségold, Durchmesser 43,5 mm, Saphirglas und Saphirglasboden,

Alligatorleder-Armband mit 18-carat Goldschließe

Ziffer blatt

Dreiteiliges Emailzifferblatt mit arabischen Ziffern, Louis-XV-Zeiger in Roségold, exzentrische Sekunde

Die Armbanduhr „Friedrich August I.“ lebt durch ihre kunstvolle Gestaltung: Das markante Gehäuse schützt und umhüllt das mechanische Handaufzugswerk. Feinst ziselierte, in Gold gearbeitete und gravierte Louis-XV-Zeiger entfalten ihre ganze Schönheit auf dem dreiteiligen weißen Emailzifferblatt. Die geschwungenen arabischen Zahlen werden von einer roten Minuterie umrahmt.

Massive Goldkrone mit geprägten Initialen und Kronenschutz


Modell – Friedrich August I. 38

VARI ATION I

VARI ATION II

VARI ATION III

18-carat Roségoldgehäuse,

18-carat Weißgoldgehäuse,

18-carat Gelbgoldgehäuse,

Louis-XV-Zeiger in Roségold

Louis-XV-Zeiger in Roségold

Louis-XV-Zeiger in Gelbgold (auf Anfrage)

VARI ATION IV

VARI ATION V

VARI ATION VI

18-carat Roségoldgehäuse,

18-carat Weißgoldgehäuse,

18-carat Gelbgoldgehäuse,

Birnenzeiger in Roségold

Birnenzeiger in gebläutem Stahl

Birnenzeiger in Gelbgold (auf Anfrage)

Fa rbgebung Alligator leder-a rmba n d mit H a ifisch-in n enleder |

schwarz

blau

Seit e 44

braun

Jede Uhr bekommt eine eigene Nummer, die sowohl auf dem Zifferblatt als auch auf dem Werk gezeichnet ist. Das macht eine Uhr von Lang & Heyne zum unverwechselbaren Einzelstück.


Modell – Friedrich August I. 39

Modell Friedrich August I. auf einem Brandschatz des Mathematisch Physikalischen Salon, zerstĂśrt beim Bombenangriff auf Dresden am 13. Februar 1945. Bedeutende Taschenuhren der Uhrensammlung zerschmolzen zu einer mahnenden Skulptur.


Kรถnig Johann Modellbeschreibung


Modell – König Johann 42

* 12.12.1801 in Dresden

… 29.10.1873 in Pillnitz

„Philaletes – Freund der Wahrheit”, so lautet der Dichtername, unter dem dieser hochgebildete und künstlerisch begabte Monarch nicht nur Dantes „Göttliche Komödie” ins Deutsche übertrug, sondern auch eine Vielzahl eigener Werke schuf. Ab 1854 auf dem sächsischen Königsthron, strebte er nach der Schaffung eines einheitlichen deutschen Staates. Er überdachte und erneuerte zahlreiche aristokratische Regeln und führte als bescheidener und kluger Staatsmann Sachsens Wirtschaft in die Blüte der Gründerzeit.

18-carat Goldschließe


Modell – König Johann 43

Wer k Caliber I mit Handaufzug, 46 Stunden Gangdauer, Sekundenstopp Geh äuse

18-carat Weißgold, Durchmesser 43,5 mm, Saphirglas und Saphirglasboden,

Alligatorleder-Armband mit 18-carat Goldschließe

Ziffer blatt

Zweiteiliges Emailzifferblatt mit römischen Ziffern, Birnenzeiger in gebläutem Stahl, exzentrische Sekunde

Das Modell „JOHANN” ist dieser tiefsinnigen Persönlichkeit gewidmet. Wie sein Namensgeber auf das Wesentliche konzentriert, strahlt es zeitlose Eleganz aus. Über das weiße, zweiteilige Emailzifferblatt mit den schlanken römischen Ziffern gleiten schlichte, handgefertigte Birnenzeiger. Es entsteht ein nobler, klarer Charakter. Die markante Gehäuseform bildet die edle Umrahmung des feinen mechanischen Handaufzugswerkes.

Massive Goldkrone mit geprägten Initialen und Kronenschutz


Modell – König Johann 44

VARI ATION I

VARI ATION II

VARI ATION III

18-carat Roségoldgehäuse,

18-carat Weißgoldgehäuse,

18-carat Gelbgoldgehäuse,

Birnenzeiger in Roségold

Birnenzeiger in gebläutem Stahl

Birnenzeiger in Gelbgold (auf Anfrage)

Fa rbgebung Alligator leder-a rmba n d mit H a ifisch-in n enleder

schwarz

blau

braun

Jede Uhr bekommt eine eigene Nummer, die sowohl auf dem Zifferblatt als auch auf dem Werk gezeichnet ist. Das macht eine Uhr von Lang & Heyne zum unverwechselbaren Einzelstück.


Modell Kรถnig Johann auf einem Brandschatz des Mathematisch Physikalischen Salon, zerstรถrt beim Bombenangriff auf Dresden am 13. Februar 1945. Skulptur einer teilweise zerschmolzenen und oxydierten Renaissance-Tischuhr des 17. Jahrhunderts.


Caliber III Werkbeschreibung


Caliber III – Werkbeschreibung 48

Aufbauend auf unser Caliber I, mit der gleichen ästhetischen Hochachtung vor der traditionellen Uhrmacherei, entwickelten wir das Caliber III für unser Modell „Moritz von Sachsen“. Rückseitig zwar zum Verwechseln ähnlich, haben wir doch einige Änderungen vorgenommen. Der Abstand von Minutenrad zum Sekundenrad wurde auf 9 mm verkleinert, um große Hilfszifferblätter für die Zusatzanzeigen zu erringen. Der Aufzug wurde neu konstruiert, um mit einer 3. (Zwischen-) Kronenposition das Datum, den Monat und die Deklinationsanzeige schnellstmöglich einstellen zu können. Gravurplättchen: Der komplette Mechanismus für die Kalenderanzeige wird von einer

Für Ihre persönliche Widmung

Zusatzplatine getragen, welche nur 1,5 mm hoch ist. Ein nicht sofort

fertigen wir individuelle Gravuren

sichtbarer Leckerbissen ist die Blitzschaltung von Datum und Wochentag,

an. Zur weiteren Information:

die pünktlich 0.00 Uhr ausgelöst wird. Dadurch wird einerseits eine lästige,

Seite 75

mehrstündige Schaltstellung vermieden, als auch ein problemloses Einstellen des Kalenders den ganzen Tag über ermöglicht. Eine weitere Erleichterung zum Einstellen des Kalenders ist die Tag-/ Nachtanzeige rechts unterhalb des Zentrums. Zwischen 6.00 Uhr und 18.00 Uhr sieht man die vergoldete, zwischen 18.00 Uhr und 6.00 Uhr die gebläute Hälfte des 24-Stundenrades.

Caliber III Werkseite


Caliber III – Werkbeschreibung 49

Durchmesser Frequenz Gangdauer

16 ¼ Linien (36,6 mm)

18.000 Halbschwingungen pro Stunde

Steine

Caliber III Zifferblattseite

* stoßgesicherte Goldschraubenunruh * Breguetspirale * Schwanenhalsfeinregulierung * exzentrische Sekunde * Sekundenstopp

* Aufzugsräder mit Sonnenschliff * Indikationen Vollkalender * Mondphase * Deklination * Gravurplättchen auf Kundenwunsch

Caliber III

46 Stunden 19 Rubine, 1 Brillant


Modellbeschreibung


Modell – Moritz von Sachsen 52

* 21.3.1521 in Freiberg

… 11.7.1553 in Sievershausen

Als einer der bedeutsamsten Herrscher Sachsens vereinte Moritz politische, militärische und kulturelle Persönlichkeit. Durch politisches Feingefühl, aber auch durch kluges Intrigenspiel und militärische Macht entriss er seinem Vetter Friedrich die Kurwürde und damit den Herrschaftsanspruch über die sächsischen Ländereien. Von nun an wurde Sachsen von Dresden aus regiert, für das Moritz den Grundstein zum kulturellen und politischen Aufschwung legte. Obwohl anfangs auf der katholischen Seite des Kaisers, setzte Moritz diesen militärisch unter Druck, dass schließlich der „Augsburger Religionsfrieden“ und damit die Freiheit des protestantischen Glaubens erreicht wurde. Schon im Alter von 32 Jahren wurde Moritz in der blutigen Schlacht von Sievershausen tödlich verwundet und im Dom zu Freiberg (ab nun die Begräbnisstätte aller sächsischer Herrscher) beigesetzt.

18-carat Goldschließe


Modell – Moritz von Sachsen 53

Wer k Caliber III mit Handaufzug, 46 Stunden Gangdauer, Sekundenstopp Geh äuse Ziffer blatt

18-carat Rotgold, Durchmesser 44 mm, Saphirglas und Saphirglasboden, Alligatorleder-Armband mit 18-carat Goldschließe Zifferblatt in massiv Silber mit arabischen Ziffern, Birnenzeiger in gebläutem Stahl

Anzeigen Kleine Sekunde, Mondphase bei der 6 Uhr,

Datum, Wochentag bei 3 Uhr, Monat (mitlaufend) bei 9 Uhr, Tag-/ Nachtanzeige Zentrum bei 4 Uhr, Deklinationswinkel bei 12 Uhr

Europäisch/afrikanische Sicht

Asiatisch/australische Sicht

Amerikanische Sicht

In klassischer, symmetrischer Zifferblatt-

Die Mondscheibe, wie auch die

Wie die anderen Modelle von LANG &

aufteilung vereinen wir in unserem

Erdscheibe, wird in Gold gefräst und

HEYNE ist auch das Modell „Moritz“

Armbanduhren-Modell „Moritz“

in Champlevé-Emailtechnik farbig

in drei verschiedenen Goldfarben (Weiß,

sämtliche Kalenderfunktionen einer

ausgelegt.

Gelb, Rosé) und mit unterschiedlichen

Vollkalender-anzeige. Das

Zeigervarianten erhältlich.

Zifferblatt aus massivem Silber wird

Über die Krone lassen sich Datum,

traditionell weißgebeizt und spä-

Monat und die Deklination schnell

Die Erdscheibe fertigen wir in drei

ter leicht „Champagner“ gefärbt.

verstellen. Zwei versenkte Drücker im

Varianten, für die europäisch/afrika-

Gehäuse dienen der Einstellung der

nische, die asiatisch/australische, und

Mondphase und des Wochentages.

die amerikanische Sicht.


Modell – Moritz von Sachsen 54

Deklination – eine neue Anzeige bei Uhren

Stand zum 15. Juni Sommer auf der nördlichen Halbkugel

Stand zum 21. März oder zum 21. September Tagundnachtgleiche

Stand zum 15. Dezember Sommer auf der südlichen Halbkugel

Wodurch entstehen die Jahreszeiten oder die unterschiedlichen Tag- und Nachtlängen? Bekannt sind die Anzeigen von Sonnenauf- und Untergang und der Äquationsanzeige. Allen diesen liegt der unterschiedliche Einstrahlwinkel der Sonne zur Erdoberfläche zugrunde. Aus der Neigung der Erdachse zur Ekliptik von 23,5º und dem Umlauf der Erde um die Sonne folgt, dass die Sonnenstrahlen mal mehr auf die nördliche, mal mehr auf die südliche Halbkugel auftreffen. LANG & HEYNE setzt zum ersten Mal die Idee eines uns befreundeten Uhrenliebhabers (Nikolaus Garnreiter – Ulm/Donau) um, den Winkel der einstrahlenden Sonne zum Erdäquator direkt anzuzeigen. Die jahreszeitlich schwankende Erde wird dabei von einer Kurvenscheibe gesteuert, die die Werte des Deklinationswinkels exakt gespeichert hat.

VARI ATION I

VARI ATION II

VARI ATION III

18-carat Roségoldgehäuse,

18-carat Weißgoldgehäuse,

18-carat Gelbgoldgehäuse,

Birnenzeiger in gebläutem Stahl

Birnenzeiger in gebläutem Stahl

Birnenzeiger in gebläutem Stahl (auf Anfrage)

Fa rbgebung Alligator leder-a rmba n d mit H a ifisch-in n enleder |

schwarz

blau

Seit e 44

braun

Jede Uhr bekommt eine eigene Nummer, die sowohl auf dem Zifferblatt als auch auf dem Werk gezeichnet ist. Das macht eine Uhr von Lang & Heyne zum unverwechselbaren Einzelstück.


Modell – Moritz von Sachsen 55

Modell Moritz von Sachsen auf einem Brandschatz des Mathematisch Physikalischen Salon, zerstĂśrt beim Bombenangriff auf Dresden am 13. Februar 1945. Skulptur einer zerschmolzenen Kutschenuhr des 18. Jahrhunderts.


Caliber IV Werkbeschreibung


Caliber IV – Werkbeschreibung 58

Wenn Schönheit und Funktion harmonieren, edle Formen eine komplexe Einheit bilden, dann sind die Uhrenkreateure von Lang & Heyne wieder glücklich, eine neue Idee in Realität verwandelt zu haben. Mit unserem Caliber IV schufen wir ein Chronographenwerk, welches die Uhr nach außen in noblem Charakter bescheiden wirken lässt, doch dem Uhrenenthusiasten ein Hochgefühl an technischer Raffinesse bietet. Die Aufgabe war es, einen Schaltradmechanismus so zu konstruieren, dass sowohl der Chronographenzeiger als auch der Minutenzählzeiger aus dem Zentrum wirken. Gravurplättchen: Große Kupplungsräder in Gold sorgen mit ihren zweihundert Zähnen

Für Ihre persönliche Widmung

für ein perfektes Einklinken beim Starten und einen ruhigen Zeigerlauf.

fertigen wir individuelle Gravuren

Grazile Hebel und Federn schwingen in zarter Eleganz, in ihrer Bewe-

an. Zur weiteren Information:

gung dem Programm des Schaltrades folgend.

Seite 75

Und nicht zuletzt ist es der Kontrast der feinen klassischen Materialen, der auch dieses Werk zu einer echten Lang & Heyne macht.

Fein verzahnte Chronographenräder


Caliber IV – Werkbeschreibung 59

* stoßgesicherte Goldschraubenunruh * Breguetspirale * Schwanenhalsfeinregulierung * exzentrische Sekunde * Sekundenstopp * Aufzugsräder mit Sonnenschliff

Durchmesser Frequenz Gangdauer

16 ¼ Linien (36,6 mm)

18.000 Halbschwingungen pro Stunde 46 Stunden

Steine

22 Rubine, 1 Diamant

* Eindrücker Schaltradchronograph * Chronoräder mit 200 Zähnen in Gold * Rückseitig aufgesetzter Minutenzählmechanismus * Reibungsfreie Entkupplung des Minutenzählers,

wenn der Chronograph nicht in Funktion ist

* Gravurplättchen auf Kundenwunsch

Caliber IV


Kรถnig Albert Modellbeschreibung


Modell – König Albert 62

* 23.4.1828 in Dresden

… 19.6.1902 in Sibyllenort

Als Sohn von König Johann genoss Albert die beste Erziehung und Bildung, um seiner späteren Rolle als Prinz gerecht zu werden. Als Offizier nahm er an den bedeutenden Kriegshandlungen des 19. Jahrhunderts teil, wobei er großes militärisches Geschick bewies. Nach seiner Thronbesteigung 1873 hatte Albert als Monarch wesentlichen Anteil an der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung in Sachsen und förderte als Mäzen Kunst und Kultur in besonderem Maße. In seiner über 30 Jahre währenden Regierungszeit entwickelte sich Sachsen zu einem wirtschaftlich und kulturell erfolgreichen Land. Mit seiner offenen, menschlich verbindlichen Art und seinem Sinn für das Wichtige brachte der fleißige, analytisch denkende König Sachsen zu hoher Blüte in Technik, Handel, Industrie und Gewerbe.

Platinschließe


Modell – König Albert 63

Wer k Caliber IV Handaufzug, 46 Stunden Gangdauer, Sekundenstopp. Rückseitig aufgebauter Chronographenmechanismus mit Minutenzähler Geh äuse Ziffer blatt

Platin 950, Durchmesser 44 mm, Saphirglas und Saphirglasboden, Alligatorleder-Armband mit Platinschließe, Krone mit integriertem Drücker Zweiteiliges Emailzifferblatt mit römischen Ziffern, dezentrale Sekunde, Chronographenzeiger und Minutenzählzeiger aus der Mitte,

Birnenzeiger in Rotgold oder in gebläutem Stahl

Das schlicht anmutende römische Zifferblatt unserer „Albert“ strahlt ein bescheidenes Statement aus. Die Zeitangabe in ihrer Präzision wird nicht durch zusätzliche Hilfszifferblätter gestört und der in die Krone integrierte ChronoDrücker sorgt für die Beibehaltung der klassischen Gehäuselinie. Beim Blick durch das Bodenglas wird das atemberaubende Spiel der Hebel und Federn unseres Schaltradchronographen in ihrer ganzen Ästhetik sichtbar. Höchster technischer Anspruch paart sich hier wieder mit unserer Freude an vollendeter Formgebung und dem feinen handwerklichen Finish der Uhrenteile.


Caliber V Werkbeschreibung


Caliber V – Werkbeschreibung 66

Das Vierte von Lang & Heyne vorgestellte Uhrwerk stellt sich in neuem Kleid neben seine größeren Schwestern. Die grazile Form der trigonalen Räderbrücke lässt tief blicken: Sechsschenklige Laufräder in 18 ct. Hartgold, die große Unruh im L&H Stil, der feine MoustacheAnker und nicht zuletzt das spannende Highlight der Caliber V, die Mechanik der Konstanten Kraft. Diese ist im letzten Glied der Räderwerkskette, auf dem Hemmungsrad, verwirklicht und sorgt dafür, dass

Remontoir-Mechanik

dem Schwingsystem Häppchen für Häppchen die gleiche Kraft zugeführt

auf dem Hemmungsrad

wird. Die ungleichmäßige Kraftkurve der Zugfeder und Toleranzen im Laufwerk werden so ausgeglichen. Das Resultat ist eine gleichbleibende Amplitude der Unruh über die komplette Laufzeit der Uhr und damit ein stark verbessertes Gangverhalten. Der komplizierte Hebelmechanismus des anterograden (vorwärtsspringenden) Datums sitzt unter dem Zifferblatt und ist dem Auge somit verborgen.

Laufwerk mit feinen sechsschenkligen Goldrädern


Caliber V – Werkbeschreibung 67

Durchmesser Frequenz

Steine

14 ½ Linien (33,0 mm) 18.000 Halbschwingungen pro Stunde 24 Rubine, 1 Diamant

* stoßgesicherte Goldschraubenunruh * Breguetspirale * Schwanenhalsfeinregulierung * Sekundenstopp

* Aufzugsräder mit Sonnenschliff * konstante Kraft über einen 1 Sekunden-Zwischenaufzug * springende Zentralsekunde * zentrale anterograde Datumsanzeige

Caliber V


Konrad der GroĂ&#x;e Modellbeschreibung


Modell – Konrad der Große 70

* um 1098

… 5. Februar 1157

Konrad der Große Konr a d I. der GroSSe und Fromme, Gr a f von Wettin, M arkgr a f von MeiSSen und der Lausitz

Als Konrad geboren wurde, war Europa in tiefe christliche Religiosität getaucht. Die Kreuzzüge, die Inquisition, aber auch die Entstehung des Bürgertums und der Zünfte waren geschichtsträchtige Ereignisse im 11. Jahrhundert. Nach langer Zeit in Kerkerhaft, aus der er sich durch glückliche Umstände befreien konnte, erkämpfte sich Konrad die Markgrafenschaft Meißen, die er als Lehnsherr für den deutschen Kaiser verteidigte. Mit Selbstsicherheit und einem guten Gefühl für politische Machtverhältnisse brachte er den Namen Wettin ins heutige Sachsen, womit er als Stammvater den Grundstein für kommende Herrschergenerationen setzte. So gebührt ihm allein der Platz an der Spitze des Fürstenzuges am Dresdner Schloss. Im Alter von fast 60 Jahren entsagte er der weltlichen Macht und wurde Ordensbruder im Kloster Petersberg, wo er aber schon zwei Monate später verstarb.


Modell – Konrad der Große 71

Wer k Caliber V Handaufzug, Sekundenstopp, Remontoir Geh äuse

18 ct. Roségold, Durchmesser 39,4 mm, Saphirglas und Saphirglas-Zwischenboden, Scharnier-Bodendeckel,

Alligatorleder-Armband mit Goldschließe

Ziffer blatt

Zweiteiliges Emailzifferblatt mit arabischen Ziffern, zentrale Sekunde, Kathedralzeiger in gebläutem Stahl

Mit ihren 39,4 mm Durchmesser ist die „Konrad“ eher eine

Der feine zentrale Sekundenzeiger bewegt sich in schlich-

kleine unter den großen Armbanduhren. In das zeitlose

ten Sekunden-schritten, widerspiegelt somit die

Zifferblatt fügt sich die Datumsanzeige harmonisch ein. Ist

hohe Präzision des Uhrwerks Caliber V.

das Ende des Monats erreicht, springt der Datumszeiger schwungvoll über den Lang & Heyne Schriftzug auf

Der aufklappbare Bodendeckel bietet reichlich Raum für

den Ersten des Neuen.

eine Gravur ganz nach dem persönlichem Wunsch des zukünftigen Besitzers und bewahrt bis zum Öffnen das Geheimnis des feinen, wieder ganz „sächsisch“ dekorierten Caliber V.


Modell – Konrad der Große 72

VARI ATION I

VARI ATION II

VARI ATION III

18-carat Roségoldgehäuse,

18-carat Roségoldgehäuse,

18-carat Roségoldgehäuse,

Kathedralzeiger in gebläutem Stahl

Louis-XV-Zeiger in gebläutem Stahl

Birnenzeiger in Roségold

VARI ATION IV

VARI ATION V

VARI ATION VI

18-carat Weißgoldgehäuse,

18-carat Weißgoldgehäuse,

18-carat Weißgoldgehäuse,

Kathedralzeiger in Roségold

Louis-XV-Zeiger in Roségold

Birnenzeiger in gebläutem Stahl

– Andere Varianten möglich –

Fa rbgebung Alligator leder-a rmba n d mit H a ifisch-in n enleder |

schwarz

blau

Seit e 44

braun

Jede Uhr bekommt eine eigene Nummer, die sowohl auf dem Zifferblatt als auch auf dem Werk gezeichnet ist. Das macht eine Uhr von Lang & Heyne zum unverwechselbaren Einzelstück.


Modell – Konrad der Große 73

Modell Konrad der Große auf einem Brandschatz des Mathematisch Physikalischen Salon, zerstört beim Bombenangriff auf Dresden am 13. Februar 1945. zerschmolzenes und oxidiertes Planetarium von Ptolemäus von Valerius, hergestellt in Coburg um 1565


Handgravuren 74

Handgravuren Sonder a nfertigung nach Ihrem Wunsch


Handgravuren 75

Ein besonderes Augenmerk legt Lang & Heyne auf die edlen Handgravuren in Uhrenteilen, Zeigern oder Gehäusen. Die Kombination der präzisen, mehr streng geometrischen Mechanik mit den harmonischen Konturen und Lichtreflexen bilden die Symbiose für ein vollendetes Kunstwerk. Unser Meistergraveur Matthias Köhler und unsere Graveurin Maria Müller verstehen es auf glanzvolle Art und Weise, jedes von Ihnen gewünschte Motiv grafisch umzusetzen, und so eine ganz persönliche Lang & Heyne für Sie zu gestalten.

Graveurmeister Matthias Köhler beim Entwurf der Porträtgravur „Konrad der Große“ Unruhkloben Arabeskengravur auf dem Unruhkloben

Gravurplättchen

Gravurplättchen

Beispiel-Monogramm im Jugendstil für

Beispiel-Jahrestag für das Gravurplättchen „7.10.71“

das Gravurplättchen „M&K “

gravur-Beispiel I

gravur-Beispiel II

Bodendeckelgravur

Bodendeckelgravur

Bodendeckelgravur

Monogramm ML

Porträt Konrad der Große

Familienwappen des Hauses Wettin

gravur-Beispiel III


Einzelst端cke Restaurierung und Sonderent wicklungen


Einzelstücke – Restaurierung und Sonderentwicklungen 78

Sonderanfertigung: Präzisionspendeluhr mit ewigem Kalender und Mondphase, freie Schwerkrafthemmung, 3 Monate Gangdauer


Einzelstücke – Restaurierung und Sonderentwicklungen 79

Son der en t wicklungen

Abb. links: Sonderanfertigung Taschenuhrgehäuse graviert im LUDWIG-GRAFF-STIL Abb. rechts: Sonderanfertigung Goldenes Taschenuhrgehäuse mit Meissner Porzellanschild bemalt mit Dresdner Canalettoblick und Göttin Saxonia, Flussgott weist auf die Ruine der Frauenkirche

Die größte Herausforderung für die Uhrmacher von Lang & Heyne besteht in der Kreation und Ausführung eigener Ideen. Auch manchmal geben Freunde und Uhrenliebhaber den Anstoß für besonders ausgefallene Uhren und Mechaniken, die von Lang & Heyne als Einzelstücke gefertigt werden. In Zusammenarbeit werden Ideen weiterentwickelt und ausgebaut, entstehen einzigartige Objekte zur besonderen Freude des zukünftigen Besitzers. Neben dem umfangreichen Wissen über antike Anfertigungsmöglichkeiten verfügt Lang & Heyne auch über das Know How heutiger Herstellungs- und Verfahrenstechnik. Computergestützte Konstruktion, hochmoderne CNC-Technik im 1/1000 mm Bereich, aber auch entsprechende Mess- und Kontrollmittel kommen zum Einsatz, um Ideen zum Prototypen und schließlich zur ausgereiften Uhr werden zu lassen.

Seit 1994 im Bau: Sekundenpendeluhr mit Resonanzpendel

Wir freuen uns sehr, in vielen Uhrenliebhabern Freunde und Partner zu finden, die uns helfen, nach den Sternen zu greifen.

Taschenuhr Tourbillon mit Chronometerhemmung und doppeltem Federhaus


Einzelstücke – Restaurierung und Sonderentwicklungen 80

R estaurierung

Bewunderung und Verehrung empfindet Lang & Heyne vor den großen Uhrenkünstlern vergangener und gegenwärtiger Zeit. Mit einfachsten Mitteln und Verfahren, doch mit viel Enthusiasmus und Berufsethos, Erfindungsgeist und Fachwissen der mechanischen Wissenschaft schufen und schaffen sie meisterliche Kunstwerke. Es ist uns eine Pflicht und großes Vergnügen, dafür zu sorgen, dass ihr Erbe bewahrt und noch vielen nachfolgenden Generationen erhalten bleibt. Bei der Restaurierung und Aufarbeitung legen wir großen Wert darauf, uns in die jeweilige Zeit hineinzuversetzen und mit möglichst gleichen Verfahren zu arbeiten wie der Erbauer des vorliegenden Stückes. In Zusammenarbeit mit dem Besitzer wird nach erfolgter Recherche und

Michael Zölfel: Ihr Ansprechpartner bei Lang & Heyne

Aufwandsanalyse das Projekt besprochen und unter gemeinsamer Verantwortung ausgeführt. Lang & Heyne besitzt das Wissen und Können, fast alle eventuell fehlenden mechanischen Teile rekonstruieren und nachbauen zu können. Auch kompliziertesten Mechaniken im Groß- und Kleinuhrenbereich widmen wir uns mit höchstem Ehrgeiz und Anspruch.

Marco Lang – sein Lieblingsplatz ist der Uhrmacherwerktisch

Für Restaurierungen: alte Mineralgläser


UHRENMANUFAKTUR LANG & HEYNE GMBH Plattleite 35 01324 Dresden

Germany

TELEFON +49 (0) 351 8023-440 · FAX +49 (0) 351 8023-441

manufaktur@lang-und-heyne.de · www.lang-und-heyne.de

Fotos:

Lang & Heyne GmbH Sven Döring, Dresden Jürgen Jeibmann, Dresden Archiv Design: Z&Z Agentur, Dresden Druck: Druckerei Thieme GmbH & Co. KG, Meißen Quellennachweis für Portr a its:

Vogel von Vogelstein „Prinz Johann”, Staatliche Kunstsammlungen Dresden Neue Meister Louis de Silvestre „Kurfürst Friedrich August der Starke von Sachsen und Friedrich Wilhelm I. von Preußen” (Ausschnitt), Staatliche Kunstsammlungen Dresden Alte Meister Lucas Cranach d. J. „Kurfürst Moritz von Sachsen“, Meißen: Fürstenschule, Aufnahme Walter Möbius 1939 Conradus (Konrad der Fromme und der Große) „Konrad I. der Große, Markgraf von Meißen“, SLUB Dresden / Deutsche Fotothek, Regine Richter Fürstenzug; Urheber User: Kolossos Genehmigung: Own work, copyleft: Multi-license with GFDL and Creative Commons CC-BY-SA-2.5 and older versions (2.0 and 1.0), S. 5 oben: Fb78, Wikimedia Commons, lizenziert unter CreativeCommons-Lizenz by-sa-2.5-de Astronomische Planetenlaufuhr, Baldewein/Bucher/Diepel, Marburg/Kassel, 1563-68, Staatliche Kunststammlungen Dresden, Mathemetisch-Physikalischer Salon, Fotograf: Jürgen Karpinski

Dresden, März 2009 Technische Änderungen vorbehalten


Das Uhrenk채stchen von LANG & HEYNE mit Gebrauchsanweisung und Zertifikat, aus einheimischem Kirschen- und Zwetschgenholz.



Lang und Heyne Katalog (deutsch)