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DEUTSCH


Dresden 4

Fürstenzug in Dresden Unsere Uhrenkreationen tragen die Namen sächsischer Fürsten und Könige

Friedrich III. der Strenge

KONRAD I. DER GROSSE UND FROMME

Heinrich III. der Erlauchte

Friedrich II. der Ernsthafte


Inhalt 5

I n h a lt

Geschmackvolle Wertanlagen | 7 Historische Formen der Zeit | 8 Portrait Lang & Heyne Dresden | 13 Ein Wort zur Zeit | 20 Schwingfest: Die Geburt einer „Lang & Heyne“ | 25

Kurfürst Friedrich August I.

KURFÜRST MORITZ VON SACHSEN

JOHANN, KÖNIG VON SACHSEN

KÖNIG ALBERT VON SACHSEN

Caliber I | 33 Modell Friedrich August I. | 36 Modell König Johann | 40 Caliber III | 45 Modell Moritz von Sachsen | 48 Caliber IV | 53 Modell König Albert von Sachsen | 56 Caliber V | 61 Modell Konrad der Große | 64 Modell Markgraf Heinrich | 68 Caliber VI | 71 Modell Friedrich II. / Modell Friedrich III. | 74 Handgravuren | 78 Restaurierung und Sonderentwicklungen | 81 Impressum | 85


Geschmackvolle Wertanlagen 6


Geschmackvolle Wertanlagen 7

Gesch m ack vol l e W erta n l agen LANG & HEYNE baut Uhren in Dresden. Dresden – eine geschichtsträchtige Stadt, in der Generationen von Persönlichkeiten es verstanden, zwischen Staatsgeschäften dem Genuss des Lebens Ausdruck zu verleihen. Die Pracht ihrer Bauten und nicht zuletzt die Werke ihrer Künstler sind ein Erbe, das nachfolgende Epochen motivierte und noch heute inspiriert. Durch die Verschmelzung von Wissenschaft, Handwerk und Kreativität entstanden so Luxusobjekte verschiedenster Art – unter ihnen brillante Schöpfungen mechanischer Wunderwerke, die UHREN. Geheimnisvoll und doch durchschaubar führen sie uns an die Grenze des Machbaren. In Verbindung von Tradition und Moderne werden bei LANG & HEYNE edle Einzelstücke fernab des Mainstream geschaffen. Eine unserer Kreationen am Arm zu tragen, beweist klassischen Geschmack, Wohlstand und vor allem echte Kennerschaft. Mit einem feinen Gespür für Qualität und wirkliche Wertschöpfung schätzen Uhrenliebhaber aus aller Welt unsere filigranen Zeitmesser. Stellen Sie sich vor, eine „Mona Lisa“ gäbe es in hundertfacher Ausführung! Künstler sind immer Idealisten. Wir schaffen keine Produkte, sondern Kreationen und limitieren unsere Stücke durch den hohen Anspruch an die eigene Arbeit. Dieser Anspruch, ausgeführt in edelsten Materialien, sorgt dafür, dass Sie Ihre LANG & HEYNE als Wertanlage und Sammlerstück an kommende Generationen weitergeben können.

Glockenspielpavillon, Dresdner Zwinger, Glockenspiel aus Meissener Porzellan


Historische Formen der Zeit 8

Sta at lic h e K u nst sa m m lu nge n Dr e sde n

M at h em at ischPh ysik a lisch er Sa lon

D e r M at h e m at i s c h P h y s i k a l i s c h e S a l o n b e h e r b e rg t e i n e d e r b e d e u t e n d s t e n

im

D r e s d n e r Zw i n g e r

U h r e n s a mm l u n g e n

der

W e lt .


Historische Formen der Zeit 9

Historische Formen der Zeit

Dresdner Zwinger mit Kronentor

I

m Jahre 1668 besiegelte Johann Georg II. die Gründung der ersten selbstständigen Uhrmacherinnung in Dresden und legte damit den

Grundstein für eine ruhmreiche Tradition. August der Starke, Kurfürst von Sachsen und König von Polen sowie sein Sohn Friedrich August II, beide berühmt für ihren Kunstsinn und mondänen Lebensstil, zogen Handwerkskünstler nach Dresden, die mit ihren PRUNKUHREN unvergleichliche mechanische Zauberwerke schufen. Diese fanden seit 1728 Platz im Mathematisch-Physikalischen Salon im Dresdner Zwinger, der bis heute eine der bedeutendsten Uhrensammlungen der Welt beherbergt.

Planetenlaufuhr von Eberhard Baldewein, Hans Bucher und Hermann Diepel, gebaut 1563-1568 für den sächsischen Kurfürsten


Historische Formen der Zeit 10

Taschenuhr im Schildpattgehäuse von Christ Ehrgott Weise Dresden ca. 1800

Mit Beginn der Französisch Bürgerlichen Revolution 1789 änderte sich der Lebensstil in Europa. Die „Mechanik der Zeit“ nahm an Bedeutung zu, prunkvolle Gehäuse und Zierteile verschwanden zusehends. Auch in Sachsen gewann die Uhr als „Vermessungsinstrument der Zeit“ an Bedeutung. Uhrmacher wie Köhler und Seyffert widmeten sich seit Ende des 18. Jh. im Mathematisch-Physikalischen Salon den technisch höherentwickelten, wissenschaftlichen Uhren und Geräten. Die um diese Zeit entstandenen SEKUNDENPENDELUHREN und CHRONOMETER, präzise, schlichte Uhrwerke in einem eleganten Gehäuse, verinnerlichten nun die neuen Werte in einer Art der Bescheidenheit, die heute jeden Sammler und Freund der Präzisionsuhren in Bewunderung versetzt. „Saxonia“, die erste deutsche Eisenbahn zwischen Dresden und Leipzig, läutete 1838 das Zeitalter der Mobilität ein. Tragbare Uhren, mit denen sich die Zeit organisieren ließ, wurden zum täglichen Begleiter von mehr und mehr Menschen. TASCHENUHREN von Dresdner Meistern entwickelten sich nun zu Prestigeobjekten, die sich nur wenige Leute leisten konnten. In der Werkstatt des Hofuhrmachers Friedrich Gutkaes entstanden einige dieser Raritäten. Sein Lehrling Ferdinand Adolph Lange erlernte hier die Uhrmacherei, bevor er 1845 in Glashütte den Schritt von der handwerklichen Uhrmacherkunst zur industriellen Produktion vollzog. Präzisionspendeluhr von Strasser & Rohde in Glashütte/Sa., ca. 1890


Historische Formen der Zeit 11

Anfang des 20. Jh. trat schließlich die ARMBANDUHR ihren bis heute ungebrochenen Siegeszug an. In Respekt vor den großen Meistern vergangener Jahrhunderte widmet sich heute die Manufaktur für feine Uhren LANG & HEYNE den verschiedensten Uhrentypen, mit besonderer Konzentration auf Armbanduhren.

Gangmodell einer Pendelhemmung nach der Ideenskizze von Galileo Galilei, entworfen und gebaut von Marco Lang während seiner Lehrzeit


Es ist ein langer und oft mühsamer Weg von der ersten Vision bis zur fertigen Uhr. Und doch ist es für mich die größte Freude, Schritt für Schritt diesen Weg zu gehen, aus eigener Kraft Werke zu schaffen, die mich wahrscheinlich überleben werden. Eine Freude, die ich gern mit meinen Mitstreitern und Uhrenliebhabern der ganzen Welt teilen möchte.

Marco Lang


Portrait La ng & Heyne Dresden


Portrait LANG & HEYNE Dresden 14

MARCO LANG ÜBER SEINE PASSION, DIE UHRMACHEREI

Gangmodell mit Ankerhemmung von 1920 gefertigt von U(h)rgroßmutter Martha Lang

Fa milientr a dition bei La ng & Heyne


Portrait LANG & HEYNE Dresden 15

MARCO LANG

Marco Lang wurde 1971 als Nachkömmling einer Uhrmacherfamilie von fünf Generationen geboren. Bereits in früher Kindheit konnte er so seinem Vater Rolf Lang über die Schulter schauen, der lange als Chefrestaurator im Mathematisch-Physikalischen Salon, einer der weltbedeutendsten Sammlungen für Uhren und feinmechanische Instrumente tätig war. Seine frühe Passion für das Filigrane ließ ihn zunächst die Grundlagen der Metallbearbeitung erlernen. In Glashütte absolvierte er eine dreijährige Feinmechaniker-Lehre. Auch auf diesem geschichtsträchtigen Boden konnte Marco Lang der uhrmacherischen Anziehungskraft nicht entgehen. Nach erfolgter Wiedervereinigung Deutschlands ging Marco Lang auf Wanderschaft zu Ihno Fleßner, einem norddeutschen Uhrenexperten, wo er seine Ausbildung zum Uhrmacher abschloss und sich anschließend als Geselle vor allem der Herstellung feiner Präzisionspendeluhren widmete. Nach lehrreichen 7 Jahren kehrte Lang, mit seiner Meister-Urkunde in der Tasche, zurück nach Dresden, wo er sich als Uhrenkreateur und Restaurator ein eigenes Geschäft aufbaute. In bester Familientradition machte er sich unter den deutschen Uhrenliebhabern Uhrmacher Gesellenbrief von Martha (Hartding) Lang

bald einen Namen.


Portrait LANG & HEYNE Dresden 16

Anfang 2001 lernte Marco Lang den talentierten Uhrmacherlehrling Mirko Heyne kennen. Als zwei seelenverwandte Uhrmacher taten sie sich zusammen und gr端ndeten die Uhrenmanufaktur LANG & HEYNE.

Pr端fen der Kantenpolitur


Portrait LANG & HEYNE Dresden 17

In familiärer Atmosphäre arbeitet Marco Lang gemeinsam mit seinen begeisterten Mitstreitern.

Schon ein Jahr später konnten Lang und Heyne

kreateure. Diesem exklusiven Club bedeutender

ihre ersten beiden Armbanduhrmodelle August und

Uhrmacherkunst fühlt sich die Uhrenmanufaktur

Johann auf der Baseler Messe vorstellen. Schlagar-

LANG & HEYNE verpflichtet. Es ist eine Ehre, sich

tig war das Auftragsbuch der kleinen Manufaktur

in Qualität, Kreativität und uhrmacherischem Kön-

überfüllt. Auch nach dem Ausscheiden von Mirko

nen mit den Besten der Welt messen zu dürfen.

Heyne im Sommer 2002 trägt die Uhrenmanufaktur LANG & HEYNE weiterhin den Geist und den

In einer eigenen Villa im Grünen Dresdens fand die

Namen der beiden begabten Uhrmacher, inzwischen

Uhrenmanufaktur LANG & HEYNE 2010 ihr neues

ein Synonym für feine Uhrmacherei in Dresden und

Domizil. In diesem ruhigen und entschleunigten

der ganzen Welt.

Umfeld arbeitet Lang mit seinen ebenso motivierten Mitarbeitern. Erst mit seiner Unterschrift verlässt

Marco Lang ging seinen Weg eines selbstständigen

jede einzelne tickende Kostbarkeit die Werkstatt.

Uhrenkreateurs weiter. Ende 2003 verkaufte er sein Ladengeschäft, um sich voll auf die Kreation seiner

Die Uhrmacher bei LANG & HEYNE haben sicher

Uhren konzentrieren zu können.

das größte Vergnügen am Entstehen ihrer Kreationen. Doch ist es ihnen eine Freude, ihre Be-

Nach 3-jähriger Kandidatur ist Marco Lang seit

geisterung für die klassische Uhrmacherkunst an

2005 Mitglied der AHCI, der internationalen Verei-

Kenner und Uhrenliebhaber zu übertragen und mit

nigung selbstständiger, schöpferisch tätiger Uhren-

ihnen zu teilen.


Portrait LANG & HEYNE Dresden 18

Die

Chronik

der Marke „Lang & Heyne“


Portrait LANG & HEYNE Dresden 19

UHRENMANUFAKTUR LANG & HEYNE 路 WeiSSenberger Str aSSe 10 路 D-01324 Dresden


Ein Wort zur Zeit ... 20

Kirsten Pyka: Vermessen des Uhrwerks und Auswiegen der Unruh

Ein Wort zur

Bläuen der Schrauben

Zeit ...

ZEIT, die wir uns nehmen ... Bei uns bedeutet Manufaktur nicht die Montage anonymer Baugruppen. Vielmehr reifen die einzelnen Uhrenteile in den Händen unserer Uhrmacher, Mechaniker, Finisseure und Graveure. Mit Sorgfalt und Liebe zum Detail veredeln sie auch die wenigen Teile, die nicht von Grund auf bei LANG & HEYNE entstanden sind, so dass diese optisch wie funktionell dem hohen Anspruch von LANG & HEYNE gerecht werden. Die Meister ihres Handwerks setzen dann jedes einzelne ihrer Werke Stück für Stück zusammen, bis als Höhepunkt die Unruh zu schwingen beginnt.

So entstehen Form und Funktion in höchster Präzision, Vollendung und Harmonie. Kunstwerke in der über Jahrhunderte geprägten Philosophie der Dresdner Uhrmacherei: Den ästhetischen Ansprüchen von Königen gerecht, ausgestattet mit allerfeinster Mechanik. Nicht die Nachahmung, sondern das Verstehen und die Weiterentwicklung dieser Grundsätze und Ideale machen jede Uhr von LANG & HEYNE zu einem kostbaren Zeugnis sächsischer Uhrmacherkunst.


Ein Wort zur Zeit ... 21

Elisabeth Grabe: Fassen des Diamanten in ein Goldch창ton


Ein Wort zur Zeit ... 22

Kim Djapri: Handwerkliches Drehen einer Unruhwelle

ZEIT, die Sie sich nehmen sollten ... für den Blick auf das seidig glänzende Emailzifferblatt mit den von Hand gearbeiteten Zeigern. Und Zeit für die Wahrnehmung der Details des golden schimmernden Uhrwerks: die in Goldchatons gefassten Rubine, durch gebläute Schrauben gehalten; die fein anglierte und zinnpolierte Schwanenhalsfeder; und nicht zuletzt die Unruh mit Goldschrauben sowie der frei atmenden Breguet-Spirale, gekrönt von einem leuchtenden Brillanten.

ZEIT zum Träumen ... sich immer wieder zu vergegenwärtigen, dass jedes Teil ein einzigartiges Kunstwerk ist. Gefertigt in echter handwerklicher Manier wobei es von einer Hand in die andere, zur Lupe und wieder zum Werkzeug bewegt wird, bis es schließlich seine eigene vollendete Form und Ausstrahlung besitzt.


Ein Wort zur Zeit ... 23


Kathleen Junitz am Uhrmachertisch


Schwingfest Die Geburt einer „Lang & Heyne“

„Weniger ist mehr, noch weniger ist exklusiv … ... so sollen es unverwechselbare, einzigartige Stücke sein, die ihre Träger glücklich machen“, sagt der Manufakturchef mit strahlendem Lächeln.


Schwingfest: Die Geburt einer „Lang & Heyne“ 26

Sven Meyer sorgt mit moderner CNC-Technik für die Basis unserer feinen Uhren.

Welche Form wird daraus wohl entstehen? Diese Stangen beinhalten schon die zukünftigen Kontrolle der Verzahnung

Uhrenteile, man muss sie

am Profilprojektor

„nur“ noch herausarbeiten.

„In principio erat mens“ – Am Anfang stand die

Idee. Da braucht

man Geduld zum Träumen, selbstverständlich auch etwas Fantasie. Sie kommt beim nachmittäglichen Dösen, beim Joggen im Wald oder bei einem guten Glas Rotwein am Abend. Die meisten Ideen trage ich seit Jahren mit mir herum, – und wie besagter Rotwein reifen sie und werden immer besser.


Schwingfest: Die Geburt einer „Lang & Heyne“ 27

Ga lva n i k nach dem Finieren bekommt jedes Messingteil eine 3µm dicke Feingoldschicht

Irgendwann nehme ich einen Stift und ordne meine Gedanken. Nun entsteht ein

Konzept: Ist die Uhr realisierbar? Passt sie in die Zeit?

Was ist die größte Herausforderung dabei? Wie beim Komponieren entstehen nun aus den einzelnen Noten die Harmonien, bis die gesamte Sinfonie vollendet ist. Den früher unvermeidlichen Skizzenblock überspringe ich inzwischen meist und starte gleich das

Konstruktionsprogramm. Zwischen Arbeitsalltag

am Werktisch und manchmal auch auf dem Sofa, mit Baby auf dem


Schwingfest: Die Geburt einer „Lang & Heyne“ 28

Schritt I

Schrit t II

Schrit t III

Diese 3 mm Messingronde

vorgefräste Räderbrücke

finierte, einbaufertige

lassen wir ausstanzen.

mit Haltestegen

Räderbrücke

Anreibeversilbern mit einer Schweinshaarbürste und einem Gemisch aus feinem Silberpulver, Weinstein und Kochsalz

Schoß, gebe ich den Teilen ihre erste virtuelle Form. Es vergeht ungefähr ein Jahr, bis die über 200 Teile gut miteinander harmonieren und das Gesamtkonzept erkennbar wird. Jetzt wird es immer schwieriger, mein Geheimnis zu bewahren, denn nun kann ich es kaum noch erwarten, der Uhr eine physische Gestalt zu geben und sie in den Händen zu halten. Traditionell entsteht zuerst das

Werksgestell, also der

„Rahmen“ des Uhrwerks. Nach mehreren Testfräsungen auf der CNCMaschine haben wir nun schon in kürzester Zeit rohe Räderbrücken und Grundplatinen. Hier kommt uns sehr zugute, dass wir den Großteil in unserer kleinen Manufaktur selbst herstellen und auf einen zeitraubenden Bestell- und Lieferprozess verzichten können.

Brück en und Platinen werden je nach Typ aufwändig von Hand graviert, bekommen Schliffe und Kantenpolituren und vor dem Vergolden ein Kleid aus Silber. Hier haben wir ein Verfahren wiederentdeckt und weiterentwickelt, wie es im 18. Jahrhunderts angewandt wurde: das Anreibeversilbern. Mit einer Schweinshaarbürste wird dabei ein Silberpulver-Salzgemisch auf die Messingteile aufgerieben, welche dann eine


Schwingfest: Die Geburt einer „Lang & Heyne“ 29

Flachpolieren eines Schraubenkopfes mit Diamantine auf einer Zinnplatte

ledrig-körnige Oberfläche erhalten. Es entsteht eine Brillanz und ein Kontrast in der Gravur, der von kaum einem anderen Verfahren erreicht wird. Die Flachteile wie

Hebel und Federn fräsen wir in aufge-

klebtem Stahlblech. Nach dem Härten und Vermessen kommt nun die Hauptarbeit der Teilefertigung: das Finish. Sämtliche Flächen und Kanten werden „schön zurechtgeputzt“, geschliffen, poliert, Messingteile vergoldet. Das geschieht nicht anders als vor hundert Jahren, hier benötigen Polieren des fertig montierten

wir mindestens das 5-fache der vorhergehenden Herstellungszeit.

Deckplättchens vor der Endmontage

Parallel dazu entstehen die Drehteile, wie z. B.

Wellen oder

Schrauben, die wir komplett unter dem Mikroskop drehen oder auch aus vorgefertigten Rohteilen herstellen. Auch die Herstellung der Schrauben unterliegt unserem hohen Qualitätsanspruch. Nur mit der handwerklichen Zinnpolitur jeder einzelnen Schraube kann man eine wirklich flache Schraubenoberfläche erzielen. Für den für Laien kaum merklichen Unterschied nehmen wir uns ein Vielfaches an Zeit im Vergleich zu anderen Luxusuhrenherstellern.

R äder und Triebe werden teils im eigenen Haus gefertigt, im Abwälzverfahren und anschließendem Flanken polieren, teils kaufen wir aber auch Rohteile dafür zu. Die Triebe werden alle aufwändig finiert mit


Schwingfest: Die Geburt einer „Lang & Heyne“ 30

Ex plosionszeichn ung Ca liber V


Schwingfest: Die Geburt einer „Lang & Heyne“ 31

Stirnflächenpolitur und Glashütter Einstich, die Räder konisch nachgeschenkelt, mattiert und vergoldet. Die Räder im CALIBER V sind

komplett in Gold gefertigt. Die großen Aufzugsräder bekommen einen strahlenden Sonnenschliff. Besonders außergewöhnlich für eine Manufaktur: auch die Gehäuse und SchlieSSen in verschiedenen 18ct. Goldlegierungen und Platin fertigen wir vom Rohteil bis zum fertigen Stück. Hier gehen goldschmiede- und feinmechanische Technologien Hand in Hand. Seit 2006 fertigen wir auch den eigens konstruierten

Moustache-

Anker in Gold. Die Unruh im Lang & Heyne Design wird mit einer Spirale versehen, bei der wir selbstverständlich eine BreguetKurve anbringen, um ein harmonisches Schwingungsbild zu erreichen. Sind alle Teile gefertigt und mit dem jeweiligen Finish versehen, folgt die

Vormontage des Prototypen, die eigentliche uhrmacherische Herausforderung. Nun muss Stück für Stück aufeinander gepasst werden, Steine und Stifte werden eingepresst, Räderspiele eingestellt. Der eine oder andere Konstruktionsfehler muss nun noch berichtigt werden, manche Teile werden verändert und erneut gearbeitet, auch Werkzeuge und Hilfsmittel für die spätere Serienfertigung werden hergestellt. Schließlich, nach langen Mühen, können wir das

Schwingfest

feiern, also das erste Ticken der neuen Uhr. Ein Fest fürs Auge, wir alle sind von Stolz erfüllt. Etwa 1½ Jahre Arbeit liegen jetzt hinter uns – die Präsentation der Uhr auf der Messe wird langsam ins Auge gefasst. Doch vorher müssen wir uns noch um die „Gesichtspflege“ kümmern. Die vorerodierten

Zeigerpa are werden nun im Schraubstock

gefeilt oder unter dem Mikroskop graviert, dann feingeschliffen, poliert, gebläut und mit den Zeigerbuchsen verpresst. Das Zifferblatt aus Email oder Silber wird mit Füßchen aufgepasst, und endlich können wir das Werk in das Gehäuse setzen. Dann ist noch das feine Alligatorband mit Schließe anzubringen und nun kann die Uhr zum ersten Mal am Handgelenk gefühlt werden.

beim Prototypenbau Caliber V

Den Rest des Tages nehmen wir uns alle frei, wir haben genug zu tun, uns gegenseitig auf die Schulter zu klopfen und sehr zufrieden an den Sektgläsern zu nippen.

Denn ein kleines Wunder ist es ja doch ...


Caliber I

m i t d e n M o d e ll e n

Friedrich August I. Kรถnig Johann


Caliber I – Werkbeschreibung 34

Aufbauend auf den Ende des 19. Jh. technisch ausgereiften sächsischen Baustil mit der ¾ - Platine setzten wir schon bei der Konstruktion unseres „Caliber I“ optische Raffinessen in dieses kleine Kunstwerk. Große, in Goldchâtons gefasste Rubine bilden einen reizvollen Kontrast zur silbergrainierten Platine. Selbst der Lagerstein des Ankers, der Kleinste von allen, ist golden gefasst und durch tiefblaue Schrauben gehalten. Die fein polierten Fasen der Räderbrücke und Kloben spiegeln sich, ähnlich wie die geschlitzten Goldschrauben am Unruhreif, als Lichtpunkte wider. Der Schliff der beiden Aufzugsräder vermittelt den Eindruck einer strahlenden Sonne. Doch den Höhepunkt bildet der gefasste Brillant als Krönung der Unruh. Majestätisch sitzt er auf dem handgravierten Unruhkloben und harmoniert dort mit der elegant geschwungenen Schwanenhalsfeder. Die Spirale mit hochgerichteter Endkurve sorgt für ein gleichmäßiges Atmen. Die Unruh ist stoßgesichert gelagert. Beim Ziehen der Aufzugskrone legt sich eine Feder sanft an den Unruhreif und stoppt damit den Gang der Uhr. So lässt sich die Uhr auf die Sekunde genau einstellen.

Feinregulierung mit Schwanenhalsfeder

Caliber I mit aus Mammutelfebein gefertigtem Platinensatz (siehe Seite 83)


Caliber I – Werkbeschreibung 35

Durchmesser Frequenz Gangdauer

16 ¼ Linien (36,6 mm)

18.000 Halbschwingungen pro Stunde

Steine

46 Stunden 19 Rubine, 1 Brillant

Für Ihre persönliche Widmung fertigen wir individuelle Gravuren an. Zur weiteren Information: Seite 79

* stoßgesicherte Goldschraubenunruh * Breguetspirale * Schwanenhalsfeinregulierung * exzentrische Sekunde

* Sekundenstopp * Aufzugsräder mit Sonnenschliff * Moustache-Anker (siehe Seite 72) * Gravurplättchen auf Kundenwunsch

Caliber I


Modell – Friedrich August I. 36

* 12.5.1670 in Dresden

… 1.2.1733 in Warschau­­­­

Kurfürst Friedrich August I. FRIEDRICH AUGUST I. DER STARK E AUGUST II. KÖNIG VON POLEN UND GROSSHERZOG VON LITAUEN

Das „Augusteische Zeitalter“ war ein großartiger Höhepunkt in Sachsens Politik und Kultur. Das höfische Leben glänzte im barocken Licht der Lebensfreude und des Luxus. Die prächtig verzierten Gehäuse dieser Zeit sind wahre Kunstobjekte. Im Innern ticken kleine mechanische Wunderwerke. Das Modell „Friedrich August I.“ ist dieser legendären Persönlichkeit gewidmet. Eine Hommage an seine innige Kunstliebe. Er gab sie den nachfolgenden Generationen mit auf den Weg. Noch heute ist sie in der Schönheit und den Schätzen Dresdens allgegenwärtig.

18-carat Goldschließe


Modell – Friedrich August I. 37

Wer k Caliber I mit Handaufzug, 46 Stunden Gangdauer, Sekundenstopp Geh äuse

18-carat Roségold, Durchmesser 43,5 mm, Saphirglas und Saphirglasboden,

Alligatorleder-Armband mit 18-carat Goldschließe

Ziffer blatt

Dreiteiliges Emailzifferblatt mit arabischen Ziffern, Louis-XV-Zeiger in Roségold, exzentrische Sekunde

Die Armbanduhr „Friedrich August I.“ lebt durch ihre kunstvolle Gestaltung: Das markante Gehäuse schützt und umhüllt das mechanische Handaufzugswerk. Feinst ziselierte, in Gold gearbeitete und gravierte Louis-XV-Zeiger entfalten ihre ganze Schönheit auf dem dreiteiligen weißen Emailzifferblatt. Die geschwungenen arabischen Zahlen werden von einer roten Minuterie umrahmt.

Massive Goldkrone mit geprägten Initialen und Kronenschutz


Modell – Friedrich August I. 38

VARI ATION I

VARI ATION II

18-carat Roségoldgehäuse,

18-carat Weißgoldgehäuse,

Platingehäuse,

Louis-XV-Zeiger in Roségold

Louis-XV-Zeiger in Roségold

Louis-XV-Zeiger in gebläuten Stahl

VARI ATION VI

VARI ATION III

VARI ATION IV

VARI ATION V

18-carat Roségoldgehäuse,

18-carat Weißgoldgehäuse,

Platingehäuse,

Birnenzeiger in Roségold

Birnenzeiger in gebläutem Stahl

Birnenzeiger in gebläuten Stahl

Fa rbgebung Alligatorleder-a rmba n d mit H a ifisch-in n enleder | optiona l Fa ltschlieSSe in Gold oder Pl atin |

schwarz

blau

Seit e 42

Seit e 58

braun

Jede Uhr bekommt eine eigene Nummer, die sowohl auf das Zifferblatt gedruckt als auch auf das Werk graviert ist. Das macht eine Uhr von Lang & Heyne zum unverwechselbaren Einzelstück.


Modell – Friedrich August I. 39

Modell Friedrich August I. auf einem Brandschatz des Mathematisch Physikalischen Salon, zerstĂśrt beim Bombenangriff auf Dresden am 13. Februar 1945. Bedeutende Taschenuhren der Uhrensammlung zerschmolzen zu einer mahnenden Skulptur.


Modell – König Johann 40

* 12.12.1801 in Dresden

… 29.10.1873 in Pillnitz

„Philaletes – Freund der Wahrheit”, so lautet der Dichtername, unter dem dieser hochgebildete und künstlerisch begabte Monarch nicht nur Dantes „Göttliche Komödie” ins Deutsche übertrug, sondern auch eine Vielzahl eigener Werke schuf. Ab 1854 auf dem sächsischen Königsthron, strebte er nach der Schaffung eines einheitlichen deutschen Staates. Er überdachte und erneuerte zahlreiche aristokratische Regeln und führte als bescheidener und kluger Staatsmann Sachsens Wirtschaft in die Blüte der Gründerzeit.

18-carat Goldschließe


Modell – König Johann 41

Wer k Caliber I mit Handaufzug, 46 Stunden Gangdauer, Sekundenstopp Geh äuse

18-carat Weißgold, Durchmesser 43,5 mm, Saphirglas und Saphirglasboden,

Alligatorleder-Armband mit 18-carat Goldschließe

Ziffer blatt

Zweiteiliges Emailzifferblatt mit römischen Ziffern, Birnenzeiger in gebläutem Stahl, exzentrische Sekunde

Das Modell „JOHANN” ist dieser tiefsinnigen Persönlichkeit gewidmet. Wie sein Namensgeber auf das Wesentliche konzentriert, strahlt es zeitlose Eleganz aus. Über das weiße, zweiteilige Emailzifferblatt mit den schlanken römischen Ziffern gleiten schlichte, handgefertigte Birnenzeiger. Es entsteht ein nobler, klarer Charakter. Die markante Gehäuseform bildet die edle Umrahmung des feinen mechanischen Handaufzugswerkes.

Massive Goldkrone mit geprägten Initialen und Kronenschutz


Modell – König Johann 42

VARI ATION I

VARI ATION II

18-carat Roségoldgehäuse,

18-carat Weißgoldgehäuse,

Platingehäuse,

Birnenzeiger in Roségold

Birnenzeiger in gebläutem Stahl

Birnenzeiger in Roségold

VARI ATION III

Fa rbgebung Alligatorleder-a rmba n d mit H a ifisch-in n enleder optiona l Fa ltschlieSSe in Gold oder Pl atin |

schwarz

blau

Seit e 58

braun

Jede Uhr bekommt eine eigene Nummer, die sowohl auf das Zifferblatt gedruckt als auch auf das Werk graviert ist. Das macht eine Uhr von Lang & Heyne zum unverwechselbaren Einzelstück.


Modell Kรถnig Johann auf einem Brandschatz des Mathematisch Physikalischen Salon, zerstรถrt beim Bombenangriff auf Dresden am 13. Februar 1945. Skulptur einer teilweise zerschmolzenen und oxydierten Renaissance-Tischuhr des 17. Jahrhunderts.


Caliber III

m i t d e m M o d e ll


Caliber III – Werkbeschreibung 46

Aufbauend auf unser Caliber I, mit der gleichen Hochachtung vor der traditionellen Uhrmacherei und ihrem ästhetischen Anspruch, entwickelten wir das Caliber III für unser Modell „Moritz von Sachsen“. Rückseitig zwar zum Verwechseln ähnlich, haben wir doch einige Änderungen vorgenommen. Der Abstand von Minutenrad zum Sekundenrad wurde auf 9 mm verkleinert, um große Hilfszifferblätter für die Zusatzanzeigen zu erringen. Der Aufzug wurde neu konstruiert, um mit einer 3. (Zwischen-) Kronenposition das Datum, den Monat und die Deklinationsanzeige schnellstmöglich einstellen zu können.

Gravurplättchen: Für Ihre persönliche Widmung

Der komplette Mechanismus für die Kalenderanzeige wird von einer

fertigen wir individuelle Gravuren

Zusatzplatine getragen, welche nur 1,5 mm hoch ist. Ein nicht sofort

an. Zur weiteren Information:

sichtbarer Leckerbissen ist die Blitzschaltung von Datum und Wochen-

Seite 79

tag, die pünktlich 0.00 Uhr ausgelöst wird. Dadurch wird einerseits eine lästige, mehrstündige Schaltstellung vermieden, als auch ein problemloses Einstellen des Kalenders den ganzen Tag über ermöglicht. Eine weitere Erleichterung zum Einstellen des Kalenders ist die Tag-/ Nachtanzeige rechts unterhalb des Zentrums. Zwischen 6.00 Uhr und 18.00 Uhr sieht man die vergoldete, zwischen 18.00 Uhr und 6.00 Uhr die gebläute Hälfte des 24-Stundenrades. Caliber III Werkseite


Caliber III – Werkbeschreibung 47

Durchmesser Frequenz Gangdauer

16 ¼ Linien (36,6 mm)

18.000 Halbschwingungen pro Stunde

Steine

Caliber III Zifferblattseite

* stoßgesicherte Goldschraubenunruh * Breguetspirale * Schwanenhalsfeinregulierung * exzentrische Sekunde * Sekundenstopp

* Aufzugsräder mit Sonnenschliff * Indikationen Vollkalender * Mondphase * Deklination * Gravurplättchen auf Kundenwunsch

Caliber III

46 Stunden 19 Rubine, 1 Brillant


Modell – Moritz von Sachsen 48

* 21.3.1521 in Freiberg

… 11.7.1553 in Sievershausen

Als einer der bedeutsamsten Herrscher Sachsens vereinte Moritz politische, militärische und kulturelle Persönlichkeit. Durch politisches Feingefühl, aber auch durch kluges Intrigenspiel und militärische Macht entriss er seinem Vetter Friedrich die Kurwürde und damit den Herrschaftsanspruch über die sächsischen Ländereien. Von nun an wurde Sachsen von Dresden aus regiert, für das Moritz den Grundstein zum kulturellen und politischen Aufschwung legte. Obwohl anfangs auf der katholischen Seite des Kaisers, setzte Moritz diesen militärisch unter Druck, so dass schließlich der „Augsburger Religionsfrieden“ und damit die Freiheit des protestantischen Glaubens erreicht wurde. Schon im Alter von 32 Jahren wurde Moritz in der blutigen Schlacht von Sievershausen tödlich verwundet und im Dom zu Freiberg (ab nun die Begräbnisstätte aller sächsischer Herrscher) beigesetzt.

18-carat Goldschließe


Modell – Moritz von Sachsen 49

Wer k Caliber III mit Handaufzug, 46 Stunden Gangdauer, Sekundenstopp Geh äuse Ziffer blatt

18-carat Roségold, Durchmesser 44 mm, Saphirglas und Saphirglasboden, Alligatorleder-Armband mit 18-carat Goldschließe Zifferblatt in massiv Silber mit arabischen Ziffern, Birnenzeiger in gebläutem Stahl

Anzeigen Kleine Sekunde, Mondphase bei 6 Uhr,

Datum, Wochentag bei 3 Uhr, Monat (mitlaufend) bei 9 Uhr, Tag-/ Nachtanzeige Zentrum bei 4 Uhr, Deklinationswinkel bei 12 Uhr

Europäisch/afrikanische Sicht

Asiatisch/australische Sicht

Amerikanische Sicht

In klassischer, symmetrischer Zifferblatt-

Die Mondscheibe, wie auch die

Das Modell „Moritz“ ist in drei verschie-

aufteilung vereinen wir in unserem

Erdscheibe, wird in Gold gefräst und

denen Goldfarben (Weiß, Gelb, Rosé) für

Armbanduhren-Modell „Moritz“

in Champlevé-Emailtechnik farbig

Gehäuse und Schließe sowie mit unter-

sämtliche Kalenderfunktionen einer

ausgelegt.

schiedlichen Zeigervarianten erhältlich.

Zifferblatt aus massivem Silber wird

Über die Krone lassen sich Datum,

Die Erdscheibe fertigen wir in drei

traditionell weißgebeizt und spä-

Monat und die Deklination schnell

Varianten, für die europäisch/afrika-

ter leicht „Champagner“ gefärbt.

verstellen. Zwei versenkte Drücker im

nische, die asiatisch/australische, und

Gehäuse dienen der Einstellung der

die amerikanische Sicht.

Vollkalender-anzeige. Das

Mondphase und des Wochentages.


Modell – Moritz von Sachsen 50

Deklination – eine neue Anzeige bei Uhren

Stand zum 15. Juni Sommer auf der nördlichen Halbkugel

Stand zum 21. März oder zum 21. September Tagundnachtgleiche

Stand zum 15. Dezember Sommer auf der südlichen Halbkugel

Wodurch entstehen die Jahreszeiten oder die unterschiedlichen Tagund Nachtlängen? Bekannt sind die Anzeigen von Sonnenauf- und Untergang und der Äquationsanzeige. Allen diesen liegt der unterschiedliche Einstrahlwinkel der Sonne zur Erdoberfläche zugrunde. Aus der Neigung der Erdachse zur Ekliptik von 23,5º und dem Umlauf der Erde um die Sonne folgt, dass die Sonnenstrahlen einmal mehr auf die nördliche, einmal mehr auf die südliche Halbkugel auftreffen. LANG & HEYNE setzt zum ersten Mal die Idee eines uns befreundeten Uhrenliebhabers (Nikolaus Garnreiter – Ulm/Donau) um, den Winkel der einstrahlenden Sonne zum Erdäquator direkt anzuzeigen. Die jahreszeitlich schwankende Erde wird dabei von einer Kurvenscheibe gesteuert, die die Werte des Deklinationswinkels exakt gespeichert hat.

VARI ATION I

VARI ATION II

VARI ATION III

18-carat Roségoldgehäuse,

18-carat Weißgoldgehäuse,

18-carat Gelbgoldgehäuse,

Birnenzeiger in gebläutem Stahl

Birnenzeiger in gebläutem Stahl

Birnenzeiger in gebläutem Stahl (auf Anfrage)

Fa rbgebung Alligatorleder-a rmba n d mit H a ifisch-in n enleder | optiona l Fa ltschlieSSe in Gold |

schwarz

blau

Seit e 42

Seit e 58

braun

Jede Uhr bekommt eine eigene Nummer, die sowohl auf das Zifferblatt gedruckt als auch auf das Werk graviert ist. Das macht eine Uhr von Lang & Heyne zum unverwechselbaren Einzelstück.


Modell – Moritz von Sachsen 51

Modell Moritz von Sachsen auf einem Brandschatz des Mathematisch Physikalischen Salon, zerstĂśrt beim Bombenangriff auf Dresden am 13. Februar 1945. Skulptur einer zerschmolzenen Kutschenuhr des 18. Jahrhunderts.


Caliber IV

m i t d e m M o d e ll

Kรถnig Albert von Sachsen


Caliber IV – Werkbeschreibung 54

Wenn Funktionalität und Design einer Uhr harmonieren, edle Formen eine komplexe Einheit bilden, dann sind die Uhrenkreateure von Lang & Heyne glücklich, einer neuen Idee Gestalt gegeben zu haben. Mit unserem Caliber IV schufen wir ein Chronographenwerk, welches die Uhr nach außen in noblem Charakter bescheiden wirken lässt, doch dem Uhrenenthusiasten ein Hochgefühl aufgrund technischer Raffinesse bietet. Die Aufgabe war es, einen Schaltradmechanismus so zu konstruieren, dass sowohl der Chronographenzeiger als auch der Minutenzählzeiger aus dem Zentrum wirken. Gravurplättchen: Große Kupplungsräder in Gold sorgen mit ihren zweihundert Zähnen

Für Ihre persönliche Widmung

für ein perfektes Einklinken beim Starten und einen ruhigen Zeigerlauf.

fertigen wir individuelle

Grazile Hebel und Federn schwingen in zarter Eleganz, in ihrer Bewe-

Gravuren an. Zur weiteren

gung dem Programm des Schaltrades folgend.

Information: Seite 79

Und nicht zuletzt ist es der Kontrast der feinen klassischen Materialen, der auch dieses Werk zu einer echten Lang & Heyne macht.

Fein verzahnte Chronographenräder


Caliber IV – Werkbeschreibung 55

* stoßgesicherte Goldschraubenunruh * Breguetspirale * Schwanenhalsfeinregulierung * exzentrische Sekunde * Sekundenstopp * Aufzugsräder mit Sonnenschliff

Durchmesser Frequenz Gangdauer

16 ¼ Linien (36,6 mm)

18.000 Halbschwingungen pro Stunde 46 Stunden

Steine

22 Rubine, 1 Diamant

* Eindrücker Schaltradchronograph * Chronoräder mit 200 Zähnen in Gold * Rückseitig aufgesetzter Minutenzählmechanismus * Reibungsfreie Entkupplung des Minutenzählers,

wenn der Chronograph nicht in Funktion ist

* Gravurplättchen auf Kundenwunsch

Caliber IV


Modell – König Albert von Sachsen 56

* 23.4.1828 in Dresden

… 19.6.1902 in Sibyllenort

Als Sohn von König Johann genoss Albert die beste Erziehung und Bildung, um seiner späteren Rolle als Prinz gerecht zu werden. Als Offizier nahm er an den bedeutenden Kriegshandlungen des 19. Jahrhunderts teil, wobei er großes militärisches Geschick bewies. Nach seiner Thronbesteigung 1873 hatte Albert als Monarch wesentlichen Anteil an der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung in Sachsen und förderte als Mäzen Kunst und Kultur in besonderem Maße. In seiner über 30 Jahre währenden Regierungszeit entwickelte sich Sachsen zu einem wirtschaftlich und kulturell erfolgreichen Land. Mit seiner offenen, menschlich verbindlichen Art und seinem Sinn für das Wichtige brachte der fleißige, analytisch denkende König Sachsen zu hoher Blüte in Technik, Handel, Industrie und Gewerbe.

Platinschließe


Modell – König Albert von Sachsen 57

Wer k Caliber IV Handaufzug, 46 Stunden Gangdauer, Sekundenstopp. Rückseitig aufgebauter Chronographenmechanismus mit Minutenzähler Geh äuse Ziffer blatt

Platin 950, Durchmesser 44 mm, Saphirglas und Saphirglasboden, Alligatorleder-Armband mit Platinschließe, Krone mit integriertem Drücker Zweiteiliges Emailzifferblatt mit römischen Ziffern, dezentrale Sekunde, Chronographenzeiger und Minutenzählzeiger aus der Mitte,

Birnenzeiger in Rotgold oder in gebläutem Stahl

Das schlicht anmutende römische Zifferblatt unserer „Albert“ strahlt ein bescheidenes Statement aus. Die Zeitangabe in ihrer Präzision wird nicht durch zusätzliche Hilfszifferblätter gestört und der in die Krone integrierte ChronoDrücker sorgt für die Beibehaltung der klassischen Gehäuselinie. Beim Blick durch das Bodenglas wird das atemberaubende Spiel der Hebel und Federn unseres Schaltradchronographen in ihrer ganzen Ästhetik sichtbar. Höchster technischer Anspruch paart sich hier wiederum mit dem feinen handwerklichen Finish der Uhrenteile und einer für Lang & Heyne typischen zurückhaltend-klassischen Formgebung.


Modell – König Albert von Sachsen 58

VARI ATION I

VARI ATION III

18-carat Weißgoldgehäuse,

18-carat Roségoldgehäuse,

Birnenzeiger in gebläutem Stahl

Birnenzeiger in Roségold

VARI ATION II Platingehäuse, Birnenzeiger in Roségold

Passend zu Band und Gehäuse ist gegen Aufpreis eine Faltschließe in Gold oder Platin erhältlich.

Far bgebung Alligator leder-ar mband mit Haifisch-innenleder |

schwarz

blau

Seit e 42

braun

Jede Uhr bekommt eine eigene Nummer, die sowohl auf das Zifferblatt gedruckt als auch auf das Werk graviert ist. Das macht eine Uhr von Lang & Heyne zum unverwechselbaren Einzelstück.


Modell – König Albert von Sachsen 59

Modell König Albert von Sachsen mit Flusssteinen der Elbe: Einblicke in Caliber IV durch den saphirgläsernen Boden


Caliber V

m i t d e n M o d e ll e n

Konrad der GroĂ&#x;e Markgraf Heinrich


Caliber V – Werkbeschreibung 62

Das vierte von Lang & Heyne vorgestellte Uhrwerk stellt sich in neuem Kleid neben seine größeren Schwestern. Die grazile Form der trigonalen Räderbrücke lässt tief blicken: Sechsschenklige Laufräder in 18 ct. Hartgold, die große Unruh im L & H Stil, der feine MoustacheAnker und nicht zuletzt das spannende Highlight der Caliber V, die Mechanik der Konstanten Kraft. Diese ist im letzten Glied der Räderwerkskette, auf dem Hemmungsrad, verwirklicht und sorgt dafür, dass

Remontoir-Mechanik

dem Schwingsystem Häppchen für Häppchen die gleiche Kraft zugeführt

auf dem Hemmungsrad

wird. Die ungleichmäßige Kraftkurve der Zugfeder und Toleranzen im Laufwerk werden so ausgeglichen. Das Resultat ist eine gleichbleibende Amplitude der Unruh über die komplette Laufzeit der Uhr und damit ein stark verbessertes Gangverhalten. Der komplizierte Hebelmechanismus des anterograden (vorwärtsspringenden) Datums sitzt unter dem Zifferblatt und ist dem Auge somit verborgen.

Laufwerk mit feinen sechsschenkligen Goldrädern


Caliber V – Werkbeschreibung 63

Durchmesser Frequenz

14 ½ Linien (33,0 mm) 18.000 Halbschwingungen pro Stunde

Gangreserve

33 / 42 Stunden (Remontoir / Nachlauf)

Steine

24 Rubine, 1 Diamant

* stoßgesicherte Goldschraubenunruh * Breguetspirale * Schwanenhalsfeinregulierung * Sekundenstopp

* Aufzugsräder mit Sonnenschliff * konstante Kraft über einen 1 Sekunden-Zwischenaufzug * springende Zentralsekunde * zentrale anterograde Datumsanzeige

Caliber V


Modell – Konrad der Große 64

* um 1098

… 5. Februar 1157

Konrad der Große Konr a d I. der GroSSe und Fromme, Gr a f von Wettin, M arkgr a f von MeiSSen und der Lausitz

Als Konrad geboren wurde, war Europa in tiefe christliche Religiosität getaucht. Die Kreuzzüge, die Inquisition, aber auch die Entstehung des Bürgertums und der Zünfte waren geschichtsträchtige Ereignisse im 11. Jahrhundert. Nach langer Zeit in Kerkerhaft, aus der er sich durch glückliche Umstände befreien konnte, erkämpfte sich Konrad die Markgrafenschaft Meißen, die er als Lehnsherr für den deutschen Kaiser verteidigte. Mit Selbstsicherheit und einem guten Gefühl für politische Machtverhältnisse brachte er den Namen Wettin ins heutige Sachsen, womit er als Stammvater den Grundstein für kommende Herrschergenerationen setzte. So gebührt ihm allein der Platz an der Spitze des Fürstenzuges am Dresdner Schloss. Im Alter von fast 60 Jahren entsagte er der weltlichen Macht und wurde Ordensbruder im Kloster Petersberg, wo er aber schon zwei Monate später verstarb.


Modell – Konrad der Große 65

Wer k Caliber V Handaufzug, Sekundenstopp, Remontoir Geh äuse

18 ct. Roségold, Durchmesser 39,4 mm, Saphirglas und Saphirglas-Zwischenboden, Scharnier-Bodendeckel,

Alligatorleder-Armband mit Goldschließe

Ziffer blatt

Zweiteiliges Emailzifferblatt mit arabischen Ziffern, zentrale Sekunde, Kathedralzeiger in gebläutem Stahl

Mit ihren 39,4 mm Durchmesser ist die „Konrad“ eher eine

Der feine zentrale Sekundenzeiger bewegt sich in schlich-

kleine unter den großen Armbanduhren. In das zeitlose

ten Sekunden-schritten, spiegelt somit die hohe

Zifferblatt fügt sich die Datumsanzeige harmonisch ein. Ist

Präzision des Uhrwerks Caliber V wider.

das Ende des Monats erreicht, springt der Datumszeiger schwungvoll über den Lang & Heyne Schriftzug auf

Der aufklappbare Bodendeckel bietet reichlich Raum für

den Ersten des Neuen.

eine Gravur ganz nach dem persönlichem Wunsch des zukünftigen Besitzers und bewahrt bis zum Öffnen das Geheimnis des feinen, wieder ganz „sächsisch“ dekorierten Caliber V.


Modell – Konrad der Große 66

VARI ATION I

VARI ATION II

VARI ATION III

18-carat Roségoldgehäuse,

18-carat Roségoldgehäuse,

18-carat Roségoldgehäuse,

Kathedralzeiger in gebläutem Stahl

Louis-XV-Zeiger in gebläutem Stahl

Birnenzeiger in Roségold

VARI ATION IV

VARI ATION V

VARI ATION VI

18-carat Weißgoldgehäuse,

18-carat Weißgoldgehäuse,

18-carat Weißgoldgehäuse,

Kathedralzeiger in Roségold

Louis-XV-Zeiger in Roségold

Birnenzeiger in gebläutem Stahl

– Andere Varianten möglich –

Fa rbgebung Alligatorleder-a rmba n d mit H a ifisch-in n enleder | optiona l Fa ltschlieSSe in Gold |

schwarz

blau

Seit e 42

Seit e 58

braun

Jede Uhr bekommt eine eigene Nummer, die sowohl auf das Zifferblatt gedruckt als auch auf das Werk graviert ist. Das macht eine Uhr von Lang & Heyne zum unverwechselbaren Einzelstück.


Modell – Konrad der Große 67

Modell Konrad der Große auf einem Brandschatz des Mathematisch Physikalischen Salon, zerstört beim Bombenangriff auf Dresden am 13. Februar 1945. zerschmolzenes und oxidiertes Planetarium von Ptolemäus von Valerius, hergestellt in Coburg um 1565


Modell – Markgraf Heinrich 68

Heinrich III. der Erlauchte Markgr a f von Meissen, La ndgr a f in Thüringen

* 1215/16 in Meißen … 1288 in Dresden

Die Blütezeit des Rittertums und der höfischen Kultur und gleichzeitig eine Periode großer Macht des sächsischen Hauses Vettin kennzeichneten die Regierungszeit Heinrichs III. Er gab sich selbstbewusst, charaktervoll und vornehm, was ihm den Beinamen „illustre“ einbrachte. Mit der Ausrichtung großer Feste und Turniere und sogar mit eigenen Minne-Dichtungen bewies dieser Fürst auch kulturellen Anspruch und Muße für das Schöne.

Modell „Markgraf Heinrich“ 18-carat Roségoldgehäuse, Kathedralzeiger in gebläutem Stahl

18-carat Goldschließe


Modell – Markgraf Heinrich 69

Wer k Caliber V Handaufzug, Sekundenstopp, Remontoir, Auf / Ab Differential Gangreserve 33 Stunden (begrenzt) Geh äuse Ziffer blatt

18ct Weißgold, Durchmesser 40 mm, Saphirglas und Saphirglasboden, Scharnier-Bodendeckel, Alligator-Armband mit Goldschließe Massives Silberzifferblatt mattiert mit römischen Ziffern, Kathedralzeiger in gebläutem Stahl

Modell „Markgraf Heinrich“ 18-carat Weißgoldgehäuse, Kathedralzeiger in gebläutem Stahl

Va ri ation en: Weißgold-, Roségold- oder Platingehäuse, Birnen- oder Kathedralzeiger in Gold oder Stahl

optiona l Fa ltschlieSSe in Gold oder Pl atin |

Seite 58

Unser Modell „Heinrich“ vertritt seine strahlenden Werte inner-

Wunsch statten wir die Uhr mit Glasboden und/oder zusätzlichem

lich, nach außen gibt es sich schlicht und bescheiden. Die feinen

Scharnierdeckel aus. Auch der „Heinrich“ sollte man aufmerksam

römischen Ziffern auf dem mattierten Zifferblatt aus Silber um-

zuhören, wenn das filigrane Remontoir in „Caliber V“ aller 5 Ticks

rahmen das Datumssegment und die Gangreserveanzeige. Je nach

mit einem zusätzlichen Tack seine Arbeit verrichtet.


Caliber VI

m i t d e n M o d e ll e n

Friedrich II. Friedrich III.


Caliber VI – Werkbeschreibung 72

„Zurück zu den Wurzeln“ – das war die Devise bei der Entwicklung des fünften Uhrwerkes aus dem Hause LANG & HEYNE: Eine schlichte Drei-Zeiger-Uhr, selbstverständlich in feinster Manier veredelt und zum allergrößten Teil durch unsere eigenen Hände geschaffen. Aus diesen Anregungen entstand Caliber VI, welches abgeleitet von Caliber V die Formensprache der trigonalen Räderwerksbrücke fortsetzt. Stabil im Gang und nur mit den wichtigsten Funktionen einer feinen Uhr ausgestattet ist es doch unverwechselbar: Lang & Heyne!

Moustache-Anker in massivem Gold: Durch Ausgleichshörnchen wird der Schwerpunkt des Ankerkörpers kompensiert und damit eine gleichmäßige Kraftweitergabe zur Unruh gewährleistet

Rückführendes Gesperr mit feinster zinnpolierter Oberfläche


Caliber VI – Werkbeschreibung 73

* stoßgesicherte Goldschraubenunruh * Breguetspirale * Schwanenhalsfeinregulierung * Sekundenstopp

Durchmesser Frequenz Gangdauer

14 ½ Linien (33,0 mm)

18.000 Halbschwingungen pro Stunde

Steine

* Aufzugsräder mit Sonnenschliff * Räderwerk in 18ct Roségold * Moustache-Anker

Caliber VI

48 Stunden 19 Rubine, 1 Diamant


Modell – Friedrich II. | Modell – Friedrich III. 74

Friedrich II. der Ernsthafte

Friedrich III. der Strenge

Friedrich II. der Ernsthafte Markgr a f von Meissen, La ndgr a f in Thüringen

* 30. November 1310 in Gotha

… 18. November 1349 auf der Wartburg

Als Sohn Friedrich I. (des Gebissenen) trat Friedrich II. schon mit 13 Jahren sein Erbe an. Trotz langjähriger Kämpfe und Widrigkeiten konsolidierte er die Wirtschaft und politische Macht Sachsens. Mit 29 Jahren wurde Friedrich zum Ritter geschlagen. Moralische Ausuferungen des Rittertums in seiner Zeit kritisierte er und trat ein für einen aufrechten und gerechten Lebensstil.

Friedrich III. der Strenge La ndgr a f von Thüringen und M arkgr a f von MeiSSen

* 14. Dezember 1332 in Dresden

… 21. Mai 1381 in Altenburg

Als Sohn Friedrichs des Ernsthaften übernahm er 1349 die väterlichen Länder Meißen und Thüringen, die er gemeinsam mit seinen Brüdern regierte. Während der Regentschaft Friedrich III. festigte sich das innere Gefüge des Landes. Zielstrebig verfolgte er die Mehrung des wettinischen Besitzes und forcierte im Inneren den Ausbau der Verwaltungsstruktur.


Modell – Friedrich II. | Modell – Friedrich III. 75

Wer k Caliber VI Handaufzug, Sekundenstopp, Gangreserve 48 Stunden Geh äuse Ziffer blatt

Edelstahl, Durchmesser 40 mm, Saphirglas und Saphirglasboden, Alligator-Armband Dreiteiliges Polierlack-Zifferblatt mit arabischen Ziffern, Birnenzeiger in gebläutem Stahl

Die Reduktion auf das Wesentliche war unser Ziel bei der Gestaltung unseres Modells Friedrich II. Das dreiteilige Zifferblatt mit den konzentrischen Art-Deco Ziffern und der übergroßen exzentrischen Sekunde verleihen der Friedrich II. einen frischen Stil. Mit seinem flacheren, wenig dominanten Gehäuse, das erstmalig bei Lang & Heyne auch in Edelstahl erhältlich ist, setzt dieses Modell neue Akzente. Sowohl das Modell Friedrich II. als auch Friedrich III. im Edelstahlgehäuse werden wahlweise mit einer Dorn- oder Faltschließe ausgestattet.


Modell – Friedrich II. | Modell – Friedrich III. 76

Friedrich II.

VARI ATION I

VARI ATION II

VARI ATION III

Edelstahlgehäuse,

18-carat Roségoldgehäuse,

18-carat Weißgoldgehäuse,

Birnenzeiger in gebläutem Stahl

Birnenzeiger in Roségold

Birnenzeiger in Roségold

Friedrich III.

VARI ATION IV

VARI ATION V

VARI ATION VI

Edelstahlgehäuse,

18-carat Roségoldgehäuse,

18-carat Weißgoldgehäuse,

Kathedralzeiger in Stahl poliert

Kathedralzeiger in Roségold

Kathedralzeiger in Roségold

– Optional Faltschließe in Gold gegen Aufpreis –

Jede Uhr bekommt eine eigene Nummer, die sowohl auf das Zifferblatt gedruckt als auch auf das Werk graviert ist. Das macht eine Uhr von Lang & Heyne zum unverwechselbaren Einzelstück.


Modell – Friedrich II. | Modell – Friedrich III. 77

Modell Friedrich III. auf einem rustikalen Ast aus der Dresdner Heide


Handgravuren 78

Handgravuren Sonder a nfertigung nach Ihrem Wunsch


Handgravuren 79

Ein besonderes Augenmerk legt Lang & Heyne auf die edlen Handgravuren in Uhrenteilen, Zeigern oder Gehäusen. Die Kombination der präzisen, mehr streng geometrischen Mechanik mit den harmonischen Konturen und Lichtreflexen bilden die Symbiose für ein vollendetes Kunstwerk. Unser Meistergrafeur Matthias Köhler versteht es, auf glanzvolle Art und Weise, jedes von Ihnen gewünschte Motiv grafisch umzusetzen, und so eine ganz persönliche Lang & Heyne für Sie zu gestalten.

Graveurmeister Matthias Köhler konzentriert bei der Arbeit

Unruhkloben Arabeskengravur auf dem Unruhkloben

Gravurplättchen

Gravurplättchen

Beispiel-Monogramm im Jugendstil für

Beispiel-Jahrestag für das Gravurplättchen „7.10.71“

das Gravurplättchen „M&K “

gravur-Beispiel I

gravur-Beispiel II

Bodendeckelgravur

Bodendeckelgravur

Bodendeckelgravur

Monogramm ML

Porträt Konrad der Große

Familienwappen des Hauses Wettin

gravur-Beispiel III


Am Werktisch: Alexander Klar


Einzelst端cke Restaurierung und Sonderent wicklungen


Einzelstücke – Restaurierung und Sonderentwicklungen 82

Sonderanfertigung: Präzisionspendeluhr mit ewigem Kalender und Mondphase, freie Schwerkrafthemmung, 3 Monate Gangdauer


Einzelstücke – Restaurierung und Sonderentwicklungen 83

Son der en t wicklungen

Die größte Herausforderung für die Uhrmacher von Lang & Heyne besteht in der Kreation und Ausführung eigener Ideen. Mitunter geben auch Freunde und Uhrenliebhaber den Anstoß für ausgefallene Uhren und Mechaniken. In Zusammenarbeit werden Ideen weiterentwickelt und ausgebaut, entstehen einzigartige Objekte zur besonderen Freude des zukünftigen Besitzers. Neben dem umfangreichen Wissen über antike Anfertigungsmöglichkeiten verfügt Lang & Heyne auch über das Know How heutiger Herstellungs- und Verfahrenstechnik. Computergestützte Konstruktion, hochmoderne CNC-Technik im 1/1000 mm Bereich, aber auch entsprechende Mess- und Kontrollmittel kommen zum Einsatz, um Ideen zum Prototypen und schließlich zur ausgereiften Uhr werden zu lassen.

Seit 1994 im Bau:

Wir freuen uns sehr, in vielen Uhrenliebhabern Freunde und Partner zu

Sekundenpendeluhr mit Resonanzpendel

finden, die uns helfen, nach den Sternen zu greifen.

Inspiriert durch historische-

Caliber I mit Platinen und

Vorbilder in den Dresdner Kunst-

Brücken aus echtem Mammutelfenbein

sammlungen und in Zusammenarbeit mit Alexander Babel, einem Uhrenliebhaber mit russischen Wurzeln, entstand eine außergewöhnliche Idee: „Caliber I“ ausgestattet mit dem kompletten

Platinensatz

in

Mammutelfenbein. Unsere Uhrmacher tüftelten und erforschten die Eigenheiten des Materials, um dessen Eleganz mit dem Präzisionsanspruch von LANG & HEYNE zu kombinieren. Die feine Struktur und die cremeweiße

Farbe

des

Elfenbeins

harmonieren perfekt mit den wie immer fein veredelten metal-

darunter leiden. Der Stoßzahn, der für eine limitierte Serie von 25 Uhren

lenen

reichte, stammt von einem vor über 10.000 Jahren verstorbenen Mam-

Werksteilen.

Selbstver-

ständlich sollte kein Elefant

mut, welches im russischen Permafrostboden die Zeiten überdauerte.


Einzelstücke – Restaurierung und Sonderentwicklungen 84

R estaurierung

Bewunderung und Verehrung empfindet Lang & Heyne vor den großen Uhrenkünstlern vergangener und gegenwärtiger Zeit. Sie schufen und schaffen oft mit einfachsten Verfahren, dafür mit umso mehr Enthusiasmus, Erfindergeist und Fachwissen meisterliche Kunstwerke. Es ist uns eine Pflicht und großes Vergnügen, dafür zu sorgen, dass ihr Erbe bewahrt und noch vielen nachfolgenden Generationen erhalten bleibt. Bei der Restaurierung und Aufarbeitung legen wir großen Wert darauf, uns in die jeweilige Zeit hineinzuversetzen und mit möglichst gleichen Verfahren zu arbeiten wie der Erbauer des vorliegenden Stückes. In Zusammenarbeit mit dem Besitzer wird nach erfolgter Recherche und Aufwandsanalyse das Projekt besprochen und unter gemeinsamer Ver-

Marco Lang widmet sich auch Ihren historischen Uhren

antwortung ausgeführt. Die Meisteruhrmacher von Lang & Heyne besitzen das Wissen und Können, fast alle eventuell fehlenden mechanischen Teile rekonstruieren und nachbauen zu können. Auch kompliziertesten Mechaniken im Groß- und Kleinuhrenbereich widmen wir uns mit höchstem Ehrgeiz und Anspruch.

Jörg Koschnick an der Drehmaschine

Drehen einer Unruhwelle


UHRENMANUFAKTUR LANG & HEYNE GMBH Weißenberger Straße 10 01324 Dresden Germany

TEL. +49 (0) 351 8023-440 FAX +49 (0) 351 8023-441 manufaktur@lang-und-heyne.de www.lang-und-heyne.de

Fotos: Lang & Heyne GmbH, Sven Döring, Dresden Jürgen Jeibmann, Dresden, Nico Savignac, Ismaning, Archiv Design: Z&Z Agentur, Dresden Druck: Druckerei Thieme Meißen GmbH

Quellennachweis für Portr a its:

Vogel von Vogelstein „Prinz Johann”, Staatliche Kunstsammlungen Dresden Neue Meister Louis de Silvestre „Kurfürst Friedrich August der Starke von Sachsen und Friedrich Wilhelm I. von Preußen” (Ausschnitt), Staatliche Kunstsammlungen Dresden Alte Meister Lucas Cranach d. J. „Kurfürst Moritz von Sachsen“, Meißen: Fürstenschule, Aufnahme Walter Möbius 1939 Conradus (Konrad der Fromme und der Große) „Konrad I. der Große, Markgraf von Meißen“, SLUB Dresden / Deutsche Fotothek, Regine Richter Fürstenzug; Urheber User: Kolossos Genehmigung: Own work, copyleft: Multi-license with GFDL and Creative Commons CC-BY-SA-2.5 and older versions (2.0 and 1.0), S. 5 oben: Fb78, Wikimedia Commons, lizenziert unter CreativeCommons-Lizenz by-sa-2.5-de Astronomische Planetenlaufuhr, Baldewein/Bucher/Diepel, Marburg/Kassel, 1563-68, Staatliche Kunststammlungen Dresden, Mathemetisch-Physikalischer Salon, Fotograf: Jürgen Karpinski

Dresden, April 2013 Technische Änderungen vorbehalten


Das Uhrenk채stchen von LANG & HEYNE mit Gebrauchsanweisung und Zertifikat, aus einheimischem Kirschen- und Zwetschgenholz.


Lang und Heyne Katalog 2013 deutsch  

Lang und Heyne ist eine Dresdner Uhrenmanufaktur für mechanische und feinste veredelte Uhren. Jede Armbanduhr ist einem sächsischen Fürst, w...

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