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Vegetationsstufen Die Vegetations- oder Höhenstufen sind von unterschiedlichen Pflanzengemeinschaften bewohnt und haben eine entsprechend andere Ausstrahlung. Übergänge zwischen den Vegetationsstufen sind ideal, um die Wahrnehmung für energetische Unterschiede zu verfeinern und damit Sensibilität für Kraftfelder an sich zu entwickeln.

Bis 600 Meter: Hügel- oder kolline Stufe Sie reicht vom Tiefland bis zur oberen Grenze des Weinbaus.

Von 1000 bis 1500 Meter: Berg- oder montane Stufe Wiesen, Weiden sowie aus Buchen, Linden, Eichen, Bergahorn bestandene Wälder im unteren Bereich; Voralpenweiden sowie Bergwald aus Buchen, Fichten, Tannen und Föhren.

lungsplätze und Verbindungswege in die Wanderungen aufgenom­ men. Über einige dieser Wege führten wohl uralte Pilgerrouten, gehör­ ten doch Fussmärsche zu heiligen Orten wahrscheinlich schon in der Jungsteinzeit zum religiösen Leben und waren in der Kulturphase der Kelten weit verbreitet. Nach dem grossen Naturkundigen und Mystiker Paracelsus ist alles in der Schöpfung heilig. In diesem Sinn empfiehlt es sich, die Wege wie Pilger unter die Füsse zu nehmen. Vor wenigen Generationen lebten die meisten Menschen nahe der Natur und verbrachten einen grossen Teil ihrer Lebenszeit draussen. Wir haben diese Natürlichkeit zu einem grossen Teil verloren. Dadurch entstand ein Ungleichgewicht, das sich in den vielen persönlichen und gesellschaftlichen Problemen ausdrückt. Doch wir können von der Ver­ gangenheit lernen und die Beziehung zur beseelten Natur wieder auf­ nehmen. Viele haben die Erfahrung gemacht, dass es bei Kraftorten leichter fällt, sich zu öffnen und die Verbindung zum Ursprung unmit­ telbar zu erleben. Solche Einheitserfahrungen sind begleitet vom Gefühl, sich selbst und der Welt näher gekommen zu sein. Der Schlüssel dazu ist eine achtungsvolle Beziehung zur Natur und allen ihren Wesen.

Von 1850 bis 2000 Meter: subalpine Stufe Oberhalb der Waldgrenze breiten sich die artenreichen

Pflanzen und Tiere

Alpweiden aus, die teilweise mit üppigen Alpenrosen­ beständen bewachsen sind. Ausser den Arven wächst auf dieser Stufe nur noch sogenanntes Krummholz wie Erlen oder Weiden.

Bis 2850 Meter: alpine Stufe Grasheiden, durchsetzt von Zwergsträuchern, Strauch­ buchen und Straucherlen.

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Die Ausstrahlung von Landschaften wird nicht zuletzt von ihren Bewoh­ nern aus der Welt der Pflanzen und Tiere mitgeprägt. Eigentlich sollte man von Pflanzenwesen und Tierleuten sprechen, wie dies Naturvölker wie die Indianer tun, denn sie sind beseelt und – auf ihre Weise – geist­ erfüllt wie wir. Mit ihrer jahrtausendelangen Anwesenheit haben sie die Ausstrahlung ihrer Lebensräume mitgeprägt. Indem wir unsere offene Aufmerksamkeit auf die Tiere und Pflanzen richten, was meistens mit der visuellen Wahrnehmung beginnt, vertieft sich unsere Beziehung zu ihnen und damit zu ihren Landschaften. In diesem Sinn können Begegnungen mit ihnen zu Schlüsselerlebnissen werden, die den Zugang zu einer weiteren Dimension der Bergwelt öff­ net. Wer sich über die Tier- und Pflanzenwelt der Region übersichtlich

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