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2016

AUSGABE TIROL

jubiläumsmagazin – 10 jahre

Architektur & Projektierung // Gebäudehülle // Haustechnik // Mensch & Umwelt // Erneuerbare Energien // Mobilität // Wohnraum

HAUS

Bauen, wirtschaften & leben in der Energiewende Georg Schärmer im interview

CARITAS-TIROL-DIREKTOR ÜBER UMWELTFLÜCHTLINGE

nachhaltigkeit in der Architektur

GESPRÄCH mit Architekt STEFAN BEHNISCH


NATURGEMÄSS EIN EINZELSTÜCK Das neue hochstabile Holz/Aluminium-Fenster HF 410 passt sich Ihrer Innen einrichtung perfekt an. Unterschiedliche Farben und Holzarten bieten Ihnen bei Ihrer individuellen Farbgestaltung der Innenräume unzählige Möglichkeiten.

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editorial Das Erreichen der Klimaschutzziele: Warum den Gemeinden dabei eine wesentliche Rolle zufällt Sehr geehrte Leserinnen und Leser! Es freut mich ganz

besonders, anlässlich unseres 10-Jahr-Jubiläums ein ganz besonders Magazin präsentieren zu dürfen. Vor zehn Jahren war unser PASSIVHAUSmagazin ein kleines Pflänzchen, das unsere ganze Motivation erhalten hat, um daraus vielleicht etwas Schönes und Wichtiges zu formen. Die erste Ausgabe hatte eine Auflage von 5.000 Stück und erschien im Bundesland Tirol. Mittlerweile erscheinen wir mit knapp 50.000 Stück in den Bundesländern Tirol, Vorarlberg und Salzburg. Aber in diesen zehn Jahren hat sich die Zeit grundlegend geändert. Der Schutz unseres Klimas und unsere Luft, die wir zum Leben täglich brauchen, wurde im vergangenen Jahr in Paris mit dem Klimaabkommen besiegelt. Die Welt wird sich in den nächsten Jahren grundlegend verändern. Ernährung, Mobilität und unser tägliches Tun werden die größte Veränderung darstellen. Bauen wir doch gemeinsam und aktiv an einer zukunftsfähigen enkelgerechten neuen Welt.

Klimawandel: Chance und Veränderungen Viele Herausforderungen, aber auch große Chancen bringen diese Veränderungen. Widmen wir uns doch den Chancen und Möglichkeiten. Wenn man sich vorstellt, dass alleine im Bundesland Tirol jährlich für rund zwei Milliarden Euro fossile Energieträger importiert werden, sieht man am besten die Chance der Veränderung. Rund 35 Prozent des gesamten Energieverbrauches investieren wir für das Heizen und Kühlen von Räumen inklusive der Warmwasseraufbereitung. Ein Passivhaus hat nur mehr einen Bedarf von rund zehn bis 15 Prozent dafür aufzubringen – und hier liegt die Chance. Heute sind die Produkte längst marktfähig und funktionieren reibungslos mit höchster Qualität und maximalem Komfort.

Gemeinden als Motor der Energiewende Eine wesentliche Rolle für das Erreichen des Klimaschutzzieles liegt zum Teil auch in den politischen Weichenstellungen. Die Gemeinden sind ein wesentlicher Mitgestalter und können mit raumplanerischem Weitblick viele positive Weichen stellen. Nicht Verbote oder Gebote bringen die Lösung, sondern Anreize zu entwickeln um Motivation zu schaffen, positiv zu gestalten. Das Bauen und Sanieren wird immer komplexer und teurer. Doch wenn man gemeinsam mit den Bauwerbern – egal, ob Einfamilienhaus, Doppelhaus oder mehrgeschoßiger Wohnbau – nachhaltige Projekte entwickelt, schaffen wir die Trendwende. Wenn eine Gemeinde einem Bauwerber eine höhere Baudichte zugesteht, kann dieser sein Projekt leichter finanzieren und als Gegenleistung für dieses Zugeständnis sollte dieser in die Energieeffizienz eines Gebäudes investieren. Somit entsteht für alle eine WIN-WIN-WIN-Situation: Eine für den Bauwerber, weil es einfacher wird, das Projekt zu finanzieren, für die Besitzer, weil der Wohnkomfort und die Behaglichkeit steigen und die Gemeinde leistet damit einen aktiven Klimaschutz, weil das Gebäude weniger Emissionen ausstößt. Dies alles kostet niemanden wirklich mehr an Geld. Auch könnte die Kommune die gesamte Dämmung des Gebäudes für die Berechnung der Erschließungskosten herausnehmen, somit gäbe es keinen Grund mehr für einen Bauwerber, nicht in Energieeffizienz-Maßnahmen zu investieren. Ich bin schon gespannt, wie die einzelnen Maßnahmen in den kommenden Jahren aussehen werden, um mit unserem einzigen Planten auch das Auslangen zu finden. Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern viel Vergnügen bei der Lektüre und viel positive Energie sowie kreative Gedanken, um neue Wege beschreiten zu können. Herzlichst Euer Markus Regensburger Herausgeber


inhalt

12

75

Krankenhaus

Neubau Klinikum Frankfurt

78

Wettbewerbs-Architektur

Interessante Projektauswahl

Richtig sanieren

82

Architektur und Technik

Wertvolle Tipps und Tricks

Form und Funktion

15

Raumordnung

85

Leistbares Wohnen

Haus & Garten – Fluch oder Segen?

5 Euro pro m2

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Marketing zum Null-Tarif

Sternstunden

t

18

25 Jahre Passivhaus

89

Kommunales Gebäude

„Wo ein Wille, da ein Weg“

Kindergarten Imst

22

Grüner Kapitalmarkt

93

Sanierung

Neu verpackt in Holz

98

Porträt

Architektin Prof. Jana Revedin

103

Global Awards Paris

Nachhaltige Architektur

105

Gemeinnütziger Wohnbau

Planen und Bauen von Wohnträumen

tifizier

er

tut • z

Büro- und Logistikgebäude

ti

Arbeiten im Passivhaus

er

tut • z

32

ti

Architekt Stefan Behnisch

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us in

Interview

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28

us in

Passivhaus-Museum

Neubau in Regensburg

ha

24

tifizier

Nachhaltigkeit beim Wohnbau

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Passivhaus-Highlights

• pa ssiv

36

Innovative Gebäude

Passivhaus-Studentenwohnheim

38

Wohnen im Passivhaus

Nachhaltigkeit im Massivholzmantel

42

Titelstory

Purismus, Eleganz und Effizienz

52

Passivhaus-Betriebsgebäude

Ötztaler Welten

57

Bauen 4.0

Zukunft des Bauens

140 Psychoakustik & Wohlbefinden

Schall & Raum

145 Aus der Praxis

Energie- und Gebäudetechnik

• pa ssiv

t

Preisgekrönte Technik

148 TIROL 2050 – die Bilanz

86

ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Innovative Haustechnik

ERNEUERBARE ENERGIEN

Jubiläums-Sommerfest

Immobilienfonds als Multiplikator

Lüftung und Klima

• pa ssiv

tut • z

17

Leistbarem Wohnraum auf der Spur

tifizier

IG-Rückblick

Neues Explorer Hotel

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Hotelbau in Tirol

tifizier

Pilotprojekt

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136 Haustechnik Award • pa ssiv t

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Wohnanlage in Innsbruck

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Intro

Massivholz-Haus

tut • z

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s

Kommunikation, Information, Emotion

10 Jahre Holzbau aus Leideschaft

us in

Ökologische Architektur

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IG-Ausblick

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HAUSTECHNIK

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Einfamilienhaus im Tiroler Unterland

us in

Editorial

Technikwunder

ha

03

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ti

INFOS & NEWS

GEBÄUDEHÜLLE 110 HoHo Wien Hochhaus aus Holz

116 Holzbau

Maga Ingrid Felipe im Interview

152 Bundes-Energieeffizienzgesetz

Unternehmen lassen Geld liegen

154 2000-Watt-Gesellschaft

Nachhaltiges Bauen und Sanieren

mensch & Umwelt 162 Experteninterview

Wohlstand und Balance für die Welt

170

Superfoods

Wie gesund sind sie wirklich?

174

Future Life

Big Data

178

Zukunft

Die 2.000-Watt-Gesellschaft

182

Umweltfüchtlinge

Interview mit Georg Schärmer

Der Zukunft auf der Spur

119

mobilität

Praxisseminar

Schnittstelle Gebäudehülle

123

Sonnenschutz

Im Zeichen der Sonne

190 Elektromobilität

Neue Konzepte entstehen

127 Holz-Lehm-Bau

wohnraum

Wohnen mit der Natur

130

Einblasdämmung

Gut gedämmt ist viel gespart

198 Design made in Tirol Innenarchitektin belebt Nachhaltigkeit neu

Wir weisen darauf hin, dass im Interesse der besseren Lesbarkeit auf die Schreibweise der weiblichen Form teilweise verzichtet wurde. Wir legen jedoch Wert auf die Feststellung, dass diese Publikation weiblichen und männlichen Benutzern gleichermaßen gerecht wird.

IM P RE S S UM

Offenlegung: Gem. § 25 MedienGesetz unter www.passivhausmagazin.at/impressum

Projektleitung: Markus Regensburger, zweiraum GmbH Werbeagentur

Medieninhaber: Zweiraum GmbH Werbeagentur, verlag@passivhaumagazin.at Firmenbuch FN 322705 t, Gerichtsstand Innsbruck Firmensitz: Floriangasse 13, 6460 Imst, Tel.: 0720/595 111

REDAKTION: Mag. Maria Haller-Köhle (mek), m.haller-koehle@zweiraum.eu DI Caterina Molzer-Sauper (CMS), c.molzer-sauper@chello.at Mag. (fh) Monika Schmiderer (MOS), m.schmiderer@stilmittel.at Benjamin Ploner (BEP), b.ploner@stilmittel.at

Geschäftsführender Gesellschafter: Markus Regensburger

ANZEIGENVERKAUF: Markus Regensburger, zweiraum GmbH Werbeagentur

Die grundlegende Richtung: Die Förderung des energieeffizienten Bauens und Sanierens auf Basis eines schonenden Ressourcen-Umganges mit Fokus auf Klimaschutz, CO2-Einsparung sowie Stärkung der Regionalität

LAYOUT, GRAFIK DESIGN & SATZ: Eli Krismer, www.zweiraum.eu

VERLEGER / VERLAGSLEITUNG: zweiraum GmbH Werbeagentur Floriangasse 13/1, 6460 Imst, info@ zweiraum.eu, www.zweiraum.eu

FOTOGRAFIE: Titelbild/Artikel Seite 76: Eli Krismer, www.zweiraum.eu DRUCK: Druckerei Berger, 3580 Horn, www.berger.at ERSCHEINUNG: September 2016

Alle im Magazin erscheinenden Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte sind vorbehalten. Reproduktionen, gleich welcher Art, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages.

ein Produkt von

in Kooperation mit der


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42 LEUTE 98 Prof. Jana Revedin Foto: Gernot Gleiss

Die Architektin, Universitätsprofessorin und Autorin über ihre Vorstellung von nachhaltiger Architektur

198

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162 Prof. Franz Josef Radermacher

Der Experte für Globalisierungsthemen und nachhaltige Entwicklung über Bevölkerungswachstum, Klimawandel und umweltverträgliche Mobilitätsformen der Zukunft

110

38

18 Prof. Wolfgang Feist

25 Jahre Passivhaus: Sein Vater, Begründer, Wegbereiter blickt zurück und voraus

96

fachbeirat 76

Terrassensystem mit Gestaltungsmöglichkeiten

Sonja Wenisch

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Hochwertige Fliesen und qualitätsvolle Verlegung

Roland Sponring

Holzbau im mehrgeschoßigem Wohnbau

Hermann Glatzl

Fotonachweise im Blattinneren

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170


06 IG-Ausblick infos & news

Kommunikation, Information, Emotion Dieter Herz über seine Ziele als neuer Obmann der IG Passivhaus Tirol

(mek) Im heurigen Frühjahr gab es einen Wechsel an der Führungsspitze der Interessensgemeinschaft (IG) Passivhaus Tirol. Dieter Herz löste Albert Lechner als Vereinsobmann ab. Der Allgäuer Unternehmer über seine Ziele und Visionen.

Ab 2020 ist die EU-Gebäuderichtlinie in allen Staaten umzusetzen. „Das heißt, Nearly Zero Energy Buildings oder das ‚Nahezu Null Energie Haus, das seine Energie ortsnah weitestgehend selbst erzeugt‘, wird Standard. Für uns kann das nur bedeuten, dass das Passivhaus classic sowie das Passivhaus plus die Basis für zukunftsfähige Gebäude innerhalb der IG werden. Auch sollte diese Basis im Tiroler Wohnbaufördermodell gesetzlich verankert werden“, sagt Dipl.-Ing. Dieter Herz. Der Geschäftsführer von Herz & Lang ist seit vielen Jahren erfolgreich im Passivhaus-Consulting tätig und dabei verstärkt auf dem internationalen Parkett unterwegs. Das Passivhaus bekommt dort vielfach ein Mandat und bleibt nicht nur Option. Aktiver Klimaschutz bedeutet für Der neue Obmann Dieter Herz will die IG-Mitglieder unter dem Motto „Klarheit schafft Vertrauen“ nach außen erkennbar machen.

Foto: eli/zweiraum.eu


Intro Foto: Chris Walch Pressefotos

Mag. Maria Haller-Köhle, Redaktionsleiterin

ihn die massive Einsparung von Energie durch Effizienzsteigerung von Gebäuden, „dazu ist die Passivhaustechnologie das ideale Instrument“. Auch in der Gebäudesanierung ist die Marschrichtung klar: „Durch das EnerPHit-Sanierungspaket mit Qualitätssicherung zur Förderung der stufenweisen oder ganzheitlichen Sanierung mit Blickrichtung zukunftsfähiges Gebäude – durch verbesserte Qualität und erhöhten Komfort – mit Passivhaus-Technologie.“ Herz appelliert an die Umstellung der Gebäudewärme auf regenerative Energiequellen sowie die Nutzung effizienter Technik wie Wärmepumpen, Kraft-Wärme-Kopplung und intelligente Speichersysteme. Weitere Ziele: Die Verbesserung der Planung und Ausführung durch Schulung, Qualitätssicherung und Zertifizierung, die optimierte Nutzung der Effizienzpotenziale durch integrales Planen sowie die weitere kontinuierliche Stärkung der IG Passivhaus Tirol (auch über die Landesgrenzen hinaus) durch Kommunikation, Information, Emotion.

Wir wollen das Passivhaus nicht allein über Energieeffizienz wirtschaftlich darstellen, Sondern verstärkt unter besserer, nachhaltigerer Bau– und Wohnqualität sowie Werthaltigkeit und Zukunftssicherheit verkaufen.

Nachhaltigkeit als Fundament Die Gegenwart hat die Zukunft überholt. Dieser Eindruck entsteht, wenn die zehnte Ausgabe des PASSIVHAUSmagazines erscheint. Willkommen in der heurigen Jubiläumsausgabe, geschätzte Leserinnen und Leser. Zum zehnten Mal servieren wir Ihnen einen bunten Strauß an Informationen zum energieeffizienten Planen, Bauen und Sanieren. Und wieder haben uns dabei zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner energiesparender Häuser ihr Vertrauen geschenkt. Indem sie großzügig Einblicke in ihre teils echt privaten Wohn- und Lebenswelten gewährt haben. Wie immer: herzlichen Dank dafür! Denn nur so können wir im Redaktionsteam Stimmungen und Wohngefühl einfangen, um selbige dann in möglichst schöne Worte zu kleiden. Genau darum geht es uns im PASSIVHAUSmagazin. Aufzuzeigen, wie energieeffizientes Bauen und Sanieren funktioniert, um daraus resultierend jede Menge Wohnkomfort generieren zu können. Viele spannende Projektpräsentationen werden Ihnen auf den folgenden Seiten begegnen: vom Einfamilienhaus über das Passivhaus-Betriebsgebäude bis hin zum topmodernen neu gebauten Kindergarten oder die Passivhaus-Wohnanlage. Was alle Projekte eint, ist einerseits ihr sparsamer Energieverbrauch sowie ihr nachhaltiges Fundament. Andererseits die gute Portion Begeisterung, mit der sie geplant und verwirklicht worden sind. Mit derselben sind wir in der Redaktion an die Auswahl und Bearbeitung der Sitethemen herangegangen. Von Big Data über vielfältige Facetten von Klimaschutz bis hin zu Superfood aus unserer Region reicht die Palette. Aber lesen Sie bitte selber, wenn Sie mögen. Sollten Sie gerade ein energieeffizientes Bauvorhaben planen, umsetzen oder in einer möglicherweise anstrengenden Finalisierungsphase stecken: Meine besten Wünsche, gepaart mit viel Geduld, begleiten Sie. Gut Ding braucht Weile - so auch ein neues Zuhause. Auf Wiedersehen 2017! Maria Haller-Köhle m.haller-koehle@zweiraum.eu PS: Konstruktive Kritik und Ihre Anregungen zu unserem Fachmagazin sind herzlich willkommen: redaktion@passivhausmagazin.at.


08 Pilotprojekt infos & news

Leistbarem Wohnraum auf der Spur Pilotprojekt „Klimagerechter und nachhaltiger Wohnbau“ in Vorarlberg untersucht die Wirtschaftlichkeit energieeffizienter Projekte (mek) Ein spannendes Pilotprojekt in Vorarlberg forciert ein übertragbares Konzept für den Mehrwohnungsbau der Zukunft. Wesentlichstes Ziel ist es, unter Einbezug sowohl theoretischer Methoden als auch konkreter Ausschreibungen mit Sicherheit jene Variante zu identifizieren, die die niedrigesten Lebenszykluskosten verursacht. Martin Ploß vom renommierten Energieinstitut Vorarlberg stellte „Klimagerechter, Nachhaltiger Wohnbau“ beim April-Netzwerktreffen der IG Passivhaus Tirol vor.

Walser + Werle Architekten, Feldkirch

In einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit dem gemeinnützigen Wohnbauträger VOGEWOSI und der Arbeiterkammer Vorarlberg begleitet das Energieinstitut Vorarlberg ein Neubauprojekt in Feldkirch, bei dem die über den Lebenszyklus des Gebäudes kostenoptimale Ausführungsvariante gefunden werden soll. Das Ziel fasst Dipl.-Ing. Arch. Martin Ploß, Bereichsleiter am Energieinstitut Vorarlberg für energieeffizientes und ökologisches Bauen, zusammen: „Ziel des Projekts ‚KliNaWo‘ ist es, die über die Lebensdauer eines Gebäudes kostenoptimale Variante zu identifizieren und auszuführen. Dazu wurden viele Varianten des Gebäudes im Detail geplant, berechnet und ausgeschrieben. Auf der Basis der Angebotspreise und der Energiebedarfsberechnungen werden die Lebenszykluskosten berechnet. Die kostenoptimale Variante wird dann von der VOGEWOSI errichtet.“


infos & news Pilotprojekt 09

„Ich wünsche mir, dass Architekten Energiekonzepte mehr in ihrer Arbeit verankern. Dazu braucht es kein Hexenwerk und keine 20 Semester Studium.“ Martin Ploß

Foto: eli/zweiraum.eu

Martin Ploß: „Besonders wichtig ist es, kostengünstiges Bauen nicht auf die Errichtungskosten zu begrenzen, da diese über die Lebensdauer des Gebäudes nur einen Teil der Gesamtkosten ausmachen.“

Hintergrund der Studie Mit diesem über mehrere Jahre angelegten Projekt sollen konkrete Ergebnisse und Fakten generiert werden, die hartnäckigen Vorurteilen zu Leibe rücken. Nämlich jenen, dass hocheffiziente Gebäude wie Passivhäuser weder leistbar noch wirtschaftlich zu errichten sind. „Hocheffiziente Gebäude sind in der Errichtung etwas teurer als das herkömmliche – die in den Ausschreibungen ermittelten Mehrkosten der Passivhausvarianten gegenüber Varianten nach den baurechtlichen Mindestanforderungen, liegen zwischen knapp vier und sechs Prozent. Allerdings gilt es, den gesamten Lebenszy-

klus eines Gebäudes zu betrachten und nicht nur seine Errichtungskosten“, erläutert Ploß. „Wie das KliNaWo-Projekt zeigt, können die Mehrkosten hocheffizienter Gebäude durch die Energieeinsparung mehr als kompensiert werden. Die niedrigsten Lebenszykluskosten haben die Gebäudevarianten, deren Primärenergiebedarf dem von Passivhäusern entspricht. Derartige Werte können mit unterschiedlichen Energiekonzepten und in allen vier untersuchten Konstruktionsarten wirtschaftlich erreicht werden. Idealerweise sollten Gebäude daher immer auf ihre Lebenszykluskosten optimiert werden.“ Zur Ermittlung der kostenoptimalen Variante beim Projekt KliNaWo werden verschiedene Bauarten wie Massiv-, Misch- oder Holzbau untersucht. Aber auch diverse Energiestandards (Mindestanforderungen nach Bautechnikverordnung, Passivhaus und Nullenergiehaus) und Wärmeversorgungssysteme (Fernwärme, Erdwärme, Gasbrennwert- und Pelletsheizung). Dabei werden neben den Errichtungs-

auch die laufenden Energie- und die Wartungskosten betrachtet. Der Betrachtungszeitraum beträgt 50 Jahre, das ist der Standardzeitraum, auf den Gemeinnützige wie die VOGEWOSI die Finanzierung ihrer Projekte auslegen.

Bisheriger Projekt-Ablauf Errichtet wird ein dreigeschoßiges Mehrfamilienwohnhaus (gemeinnütziger Wohnbau) mit 18 Wohneinheiten und großem Gemeinschaftsraum in Feldkirch/Tosters. Der Spatenstich erfolgte im April 2016. Das Forschungsprojekt wird als Projekt des Comet-Zentrums ALPS in Innsbruck durch die Bundesministerien BMVIT und BMWFW sowie durch das Land Vorarlberg gefördert. Zur Finanzierung des Forschungsaufwands tragen außerdem die VOGEWOSI als Bauherr und die Arbeiterkammer bei. Die Koordination des Forschungsprojekts liegt beim Energieinstitut Vorarlberg. Das Gebäude wurde von den Architekten Walser und Werle ZT GmbH (Feldkirch) geplant, die Haustechnikplanung verantwortet das Büro eplus (Egg).


10 IG-Rückblick infos & news

Marketing zum Null-Tarif Albert Lechner, Langzeitobmann der IG Passivhaus Tirol (IGPT), blickt zurück (mek) Die ersten großen Passivhausprojekte wie das Lodenareal in Innsbruck sowie einige private Passivhäuser in Tirol – das waren laut Albert Lechner Meilensteine für die IGPT während der vergangenen zehn Jahre.

Foto: eli/zweiraum.eu

Der neue Obmann Dieter Herz bedankt sich im Namen des gesamten Vorstandes der IGPT bei dem erfolgreichen Haustechnik-Unternehmer Albert Lechner (re.)

PASSIVHAUSmagazin: Nach zehn Jahren legen Sie die Obmannschaft bei der IGPT heuer in andere Hände. Welche Meilensteine fallen Ihnen ein? Albert Lechner: Das Passivhaus hat vor zehn Jahren eine Bewährungsprobe erfahren. Es wurden Schulen, Kindergärten, Bürogebäude und auch Produktionshallen in Passivhausbauweise gebaut. Die Einführung

des QS-Systems war auch eine innerhalb der IG so wie der erste international anerkannte zertifizierte Passivhausplaner-Kurs. Selbstverständlich hat auch die Tatsache, dass sich der Passivhauspapst Prof. Dr. Wolfgang Feist selbst in Innsbruck nieder gelassen hat, zum enormen Rückenwind für uns beigetragen. PASSIVHAUSmagazin: Sie gelten als erfolgreicher Netzwerker und waren maßgeblich am aufstrebenden Aufbau der IGPT beteiligt. Wie wichtig war das Networking während Ihrer Funktion? Albert Lechner: Netzwerke werden in Zukunft einen noch viel stärkeren Einfluss auf die Wirtschaft haben. Wenn man in den letzten Jahren den Aufstieg der BNI-Gruppen mitverfolgt, dann kann man sich ausmalen, was für ein Potenzial dahinter steckt. Netzwerken ist das Marketing zum „Null-Tarif“, hat ein Gründer von BNI gesagt. (Anmerkung der Redaktion: „BNI“ steht für Business Network International und ist eine professionelle Vereinigung regionaler Geschäftsleute, die sich einmal in der Woche treffen – mit dem klaren Ziel: Mehr Umsatz durch neue Kontakte und Geschäftsempfehlungen.) PASSIVHAUSmagazin: Was wünschen Sie dem Passivhaus, Ihrem Nachfolger Dieter Herz und sich selber für die Zukunft? Albert Lechner: Dieter Herz war und ist der Wunschkandidat für den Obmann der IGPT. Er ist sehr viel weltmännischer als ich, da er international tätig ist und dadurch dem Passivhaus sehr viel mehr Bühne bieten kann. Ich freue mich aber darauf, ihn regional weiterhin mit meiner Arbeit zu unterstützen. Wir haben bei der Jahreshauptversammlung der IG einen wunderbaren Vorstand für nun vier Jahre gewählt. Ich bin sehr stolz, mit solch tollen Menschen im Vorstand weiterhin arbeiten zu können. Albert Lechner: „Das Passivhaus wird immer die Basis sein. Egal ob Null, Plus oder sonst was.“


Johannes Erler Geschäftsführer

Ihr verlässlicher Partner im Holzbau Die Zimmerei Holzbau Erler GmbH mit Sitz in Tux stellt Ihren perfekten Partner: von der Planungsphase bis hin zur qualitativ hochwertigen Ausführung sämtlicher Holzbauarbeiten.

Fotos: Zimmerei Holzbau Erler

Zimmerei-Holzbau Erler GmbH A-6293 Tux, Lanersbach 376g Tel.: +43 (0)664 / 42 47 556 Fax: +43 (0)5287 / 87 632 info@holzbau-erler.at, www.holzbau-erler.at

Ein junges, dynamisches und vor allem laufend geschultes Team sorgt bei der Zimmerei Holzbau Erler GmbH dafür, dass keine Holzwünsche unerfüllt bleiben. Die Produktpalette spannt einen Bogen vom Gartenzaun bis zum Holzhaus – dabei werden auch komplette Projekte abgewickelt. Gerade in der Massivholzbauweise verzeichnet das Zillertaler Unternehmen eine steigende Nachfrage. Kein Wunder, handelt es sich doch um eine der besten und gesündesten Bauweisen. Sie zeichnet sich in sehr vielen Bereichen aus, wie z.B. im Brandschutz, bei Luftdichtheit und Schall. Die Verwendung natürlicher Baustoffe garantiert ein Maximum an Wohlbehagen im Wohngefühl – zudem wird dadurch unsere Umwelt für nachfolgende Generationen geschützt. Profitieren auch Sie vom enormen Knowhow und genießen Sie die Vorzüge der breiten Produkt- und Servicepalette der Zimmerei-Holzbau Erler GmbH.

www.holzbau-erler.at


12 Richtig sanieren infos & news

Sanieren mit Konzept Baumeister Dietmar Kirchmaier hat wertvolle Tipps und Tricks parat (mek) Worauf es ankommt bei der gelungenen

Häufige Fehler

Rundum-Sanierung verrät der Unterländer Bau-

Keine genaue Planung – es wird ins Blaue gebaut – häufig mangelhafte Ausführung aufgrund fehlender Kompetenz oder das Sparen am falschen Fleck zählen zu oft gemachten Fehlern. „Gerne sparen Sanierer bei der Überwachung der Ausführung. Dabei ist gerade diese unbedingt notwendig. Neue Technologien, die aber die Betriebskosten deutlich senken können, werden vernachlässigt oder abgelehnt“, ergänzt Dietmar Kirchmaier und nennt die kontrollierte Wohnraumlüftung als Beispiel. Eine solche zählt heute nicht mehr zu einem Luxustool, sondern zur herkömmlichen Ausstattung mit zahlreichen Vorteilen.

meister Dietmar Kirchmaier. Sein reichhaltiger Erfahrungsschatz enthält zahlreiche wissenswerte Tipps und Tricks. Baumeister Dietmar Kirchmaier: „Nicht ins Blaue hinein mit dem Sanieren anfangen, sondern ein Konzept ist gefragt: eine ordentliche Überwachung und ein realistisches, definierbares und überprüfbares Endziel. Nur so rechnet sich eine Sanierung langfristig!“ Foto: eli/zweiraum.eu

Gut überlegt wollen die Arbeitsschritte einer Sanierung sein, soll selbige erfolgreich vonstattengehen. Erfolgreich bedeutet in diesem Falle, dass die Energiebilanz eines Gebäudes gesteigert wird und mit ihr auch der Wohnkomfort. Bei der energetischen Sanierung gilt es, folgende Punkte zu beachten: die Wahl der richtigen Baustoffe, die Definition der thermischen Hülle, die Auswahl des Heizsystems nach den örtlichen Gegebenheiten sowie die optimale Gestaltung des Bauablaufes. Außerdem sollten Firmen beauftragt werden, die in Sanierungsfragen genügend Erfahrung mitbringen.

Konkrete Arbeitsschritte • Heizwärmebedarf (HWB) vor der Sanierung berechnen bzw. den Ist-Zustand eruieren • Welches Ziel soll erreicht werden? (Wirtschaftlichkeit) • Welche Förderungen gibt es für diese Baumaßnahmen? • Welche Heizung kommt in Frage? Der Trend geht weg von der Nutzung fossiler Brenn- stoffe, u. a. auch aus Gründen der Ökologie • Ist das angestrebte Ziel erreichbar (baulich, Budget…) • Nach Abschluss der geplanten Maßnahmen sollte eine neuerliche Berechnung des HWB erfolgen


So baut die Architektin, die Verantwortung für Mensch und Natur übernimmt. So baut Österreich!

Die beste Qualität kommt aus der Natur: Deshalb ist der Porotherm W.i -Ziegel das ideale Baumaterial für alle, die umweltschonend, nachhaltig und energiesparend bauen wollen. Ihren Ideen sind dabei keine Grenzen gesetzt. Porotherm W.i – Die Ziegel-Innovation mit Mehrwert: Wohlgefühl und Wärmedämmung inklusive.

www.wienerberger.at


Arch. Martin Gamper, Arch. Dietmar Ewerz, Geschäftsführer

Architektur schafft Lebensräume Einfühlungsvermögen, versiertes technisches Know-How, eine gute Kommunikationsbasis mit den Bauherren und viel Erfahrung – auf diesem Fundament plant das teamk2 innovative Wohnräume.

Fotos: Florian Scherl, Julia Moll, eli/zweiraum.eu, Martin Allinger

teamk2 [architects] ZT GMBH A-6020 Innsbruck, Maria-Theresien-Str. 40 Tel.: +43 (0)512 / 57 24 65, Fax: DW 15 office@teamk2.com, www.teamk2.com

Das teamk2 verwirklicht Kundenwünsche in einer zeitgemäßen Architektursprache. Dabei stehen der Mensch und seine Vorstellungen von Wohnen und Leben im Mittelpunkt. Einfühlungsvermögen ist gefragt, wenn es darum geht, diese individuellen Bereiche des Menschen mitzugestalten. Gepaart mit technischem Know-How und Erfahrung aus mehr als hundert realisierten Projekten, gießt das teamk2 Kundenwünsche in architektonische Formen. Energieeffizienz wird dabei groß geschrieben: „Sie ist ein Gebot der Stunde, denn es geht um unseren Lebensraum für unsere nachkommenden Generationen.“

Für Bewohnerinnen und Bewohner der abgebildeten Projekte hat das teamk2 deren Wohn(t)räume bereits geplant.

www.teamk2.com


infos & news Raumordnung 15

Haus & Garten

– Fluch oder Segen?

Leistbarer Grund und Boden: Knappheit schafft neue Möglichkeiten (mek) Gerade im Westen Österreichs wird leistbarer Baugrund für Familien immer knapper. Innovative Ansätze in der Nachverdichtung könnten neue Möglichkeiten schaffen. Die Raumordnung der Zukunft wird sich auf jeden Fall abseits betretener Pfade abspielen. Dessen ist sich auch DI Erich Reiner sicher. Er betreibt in Vorarlberg ein Ingenieurbüro für Holzwirtschaft, Bauphysik und energieeffizientes Bauen. „Tendenziell gibt es immer weniger Platz. Die verdichtete Bauweise wird also zunehmen“, sagt der Experte. Das hierzulande weit verbreitete klassische Modell, wonach ein Einfamilienhaus auf einem rund 1.000 m² Grundstück steht, gerät mehr und mehr zum Ausläufer. Gefragt sind neue Ideen in der Flächennutzung und in der Planung, die verstärkt dem Mehr-Generationen-Wohnen Rechnung tragen.

am gewohnten Standort bleiben und erhalten in ihrem Haus eine neue, auf ihre Bedürfnisse angepasste Wohnung. Zusätzlich wird für eine weitere Familie Wohnraum geschaffen“, schildert Erich Reiner. Das wäre ein schonender Umgang mit Grund und Boden. Voraussetzung dafür ist allerdings ein gewisses Umdenken von Hausbesitzern. „Mut zu neuen Lösungen!“ Dieser Mut könnte also zu einem funktionierenden Miteinander der Generationen beitragen. Solche Modelle basieren nicht nur auf einer ressourcentechnischen Nachhaltigkeit, sondern sind auch reich an positiven sozialen Aspekten. Beides ist heutzutage gefragt – und zwar mehr denn je.

Foto: eli/zweiraum.eu

Bestehende Bausubstanzen einer Mehrfachnutzung zuführen: DI Erich Reiner.

Aus einem mach mehrere Wer kennt sie nicht, die großen Einfamilienhäuser aus den 1960er und 70er-Jahren mit großem Garten, in denen nur noch ein oder zwei ältere Personen wohnen. „Einem älteren Ehepaar, dessen Kinder alle aus dem Haus sind, kann die Aufgabe eine Immobilie samt Garten in Schuss zu halten, schon mal zu viel werden. Eine Teilung des Gebäudes in mehrere Wohneinheiten wäre eine gute Lösung mit Win-Win-Effekt. Junge Leute, welche sich ums Gebäude kümmern, ziehen hinzu. Die Älteren können

Gefragt sind neue Ideen, die verstärkt dem Mehr-Generationen-Wohnen Rechnung tragen.


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Stern stunden

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Fotos: C.Molzer-Sauper


infos & news Jubiläums-Sommerfest 17

Strahlender Sonnenschein

und glückliche Gäste Die IG Passivhaus Tirol lud zum Jubiläums-Sommerfest (CMS) Bereits zum dritten Mal lud die IG Passivhaus Tirol zahl-

11 Arch. DI Stefan Schrott mit Gattin

reiche Gäste bei strahlend schönem Wetter ins Forum nach Rum.

12 Ing Maiacher Andreas (Maiacher Planungs- u. Bauleitungs OG.), Michael Gitterle (Gitterle Sebastian Raumausstattung GmbH)

Diesmal konnte man sich bei diesem schönen Anlass miteinander über das zehn-jährige Bestehen der IG freuen und den Austausch unter den Mitgliedern bei ausgelassener Stimmung intensivieren. Weit über hundert Mitglieder zählt das Netzwerk für Information, Qualität und Weiterbildung im Sinne gelebter Nachhaltigkeit mittlerweile. Genuss, Plaudereien und Fröhlichkeit im schönen Garten und im Saal standen an diesem herrlichen Abend an erster Stelle, wobei die Klänge von Sareno & Band das Ihre zur guten Stimmung beitrugen. Der unvergessliche, bunte Abend war wohl auch heuer wieder ein Höhepunkt im IG -Passivhaus-Jahr.

IG Sternstunden zum Zehn-Jahr Jubiläum 01 Fotografin, Grafik-Designerin und freischaffende Künstlerin Eli Krismer verlieh dem Fest mit ihren wunderbaren Ausstellungsstücken einen zusätzlichen Zauber 02 Ing. Edi Ruetz (Ing. Büro Ruetz Installationstechnik/Planung e.U.), Arch DI Martin Tabernig, Arch DI Robert Ehrlich (Architekturbüro Ehrlich), Reinhard Tamerl (Sareno & Band), Andreas Gruber (Internorm Fenster GmbH), Tom Köchle (Sareno & Band) 03 Carmen Hieger ein echter Sonnenschein am Empfang 04 Philipp Steingassner (Firma ETU), Ing. Manfred König (Architekturhalle Arch.Mag.R. Wulz Ziviltechnik KG, Partner Ing. M.König), PASSIVHAUmagazinHerausgeber Markus Regensburger, DI (FH) Florian Lang (Herz & Lang GmbH)

05 DI (FH) ZM Hermann Glatzl und DI Verena Krismer (Glatzl Holzbauprojekte KG), Bsc. Martin Kreilmair (DOMOair, Gegenleitner Bautechnik GmbH) 06 Mag. Sonja Wenisch und Gatte (Holz Wenisch GmbH) 07 SARENO & BAND: Edi Ruetz (Bass, Gesang), Reinhard Tamerl (Gesang, Gitarre), Sarah Hawkyard (Gesang, Piano) 08 Johann Schwaighofer (best wood Schneider GmbH), MBA Hannes Buchwinkler (Climasonic Produktions- und VertriebsgmbH), Franz Hengge (best wood Schneider GmbH)

13 DI Christina Krimbacher (Krimbacher Energieeffiziente Projekte), DI Martin Gamper, teamk2 [architects] ZT GmbH 14 DI Jürgen Melis (melis+melis architecten-baumeister), Hannes Gschwentner (GF Neue Heimat Tirol) 15 Arch. DI Armin Autengruber, mit Gattin (Kotai Autengruber ZT OG) 16 Robert Fasching und Ing. Bernd Saulder (Knauf Insulation GmbH), Ing. Michael Schalk (Walter Bösch GmbH & Co KG), Prok. Christian Kitzmüller (Internorm Fenster GmbH) 17 Udo und Marlene Schlichterle (M&L Lichttechnik GmbH) 18 Karl Schafferer (Schafferer Holzbau GmbH), DI (FH) Florian Lang (Herz & Lang GmbH) 19 Patrick Schmiderer (Work & Service), Mag. (FH) Monika Schmiderer (stilmittel Text & Konzept) 20 Ing. Jürgen Hiesel und Martin Mair (Family Haus GmbH) 21 DI Rüdiger Lex (Geschäftsführer proHolz Tirol), DI Christina Krimbacher (Krimbacher Energieeffiziente Projekte) 22 Susanne und Roland Sponring (Profikeramik Sponring) mit Markus Regensburger

09 Arch. DI Siegfried Hybner mit Gattin 10 Ing. Wolfgang Seidel und Ing. Reinisch Martin von der Firma Sto GmbH

23 Der herrlicher Abend beim Jubiläums-Sommerfest dauerte bis spät in die Nacht


18 Zehn Jahre PASSIVHAUSmagazin – 25 Jahre Passivhaus infos & news

„Wo ein Wille, da ein Weg“ Prof. Dr. Wolfgang Feist blickt auf 25 Jahre Passivhaus zurück (mek) Warum sich Mehrkosten für ein Passivhaus lohnen, wo der Gebäudestandard in den nächsten 25 Jahren steht, warum er kein Prophet sein mag und was ein Plumpsklo mit Energieeffizienz zu tun hat, erzählt der Vater und Begründer des Passivhauses, im Interview.

Vorurteile leben von aktiver Verbreitung von Unsinn. Mit authentischen Informationen ist am besten gegenzusteuern. Zum Beispiel mit Initiativen wie ‚Die Tage des Passivhauses‘.

PASSIVHAUSmagazin: Vor 25 Jahren haben Sie das erste Passivhaus im Darmstädter Stadtteil Kranichstein gebaut. „Bis heute funktioniert dort alles wie am ersten Tag. Passive Systeme sind eben sehr wenig störanfällig“, sagen Sie dazu im Pressetext zur 20. PH-Tagung 2016. Stimmt diese Ihre Aussage wirklich? Prof. Wolfgang Feist: Ja. Alles, was ein Passivhaus ausmacht, funktioniert wirklich genauso wie am Anfang. Einzig die Dichtlippen der Fenster haben wir nach 25 Jahren ausgetauscht. Dabei handelt es sich jedoch um ein Verschleißteil wie in jedem anderen Gebäude auch. Wir haben sogar mit einer Rohrkamera in die Lüftungsrohre geschaut. Der Kanal ist blitzblank – diese Videos werden im Übrigen auch online veröffentlicht.

PASSIVHAUSmagazin: Manche Kritiker des Passivhauses argumentieren damit, dass der Gebäudestandard in der Errichtung mit Mehrkosten bis zu fünf bis zehn Prozent zu teuer sei. Ihre Antwort? Prof. Wolfgang Feist: Fünf bis zehn Prozent kann ich locker wieder reinwirtschaften. Das Entscheidende ist, ein Gebäude in seinem gesamten Lebenszyklus zu betrachten und nicht nur die Errichtungskosten zu sehen. Das gilt auch für die Zertifizierung, die rund 1.600 Euro für ein Einfamilienhaus kosten kann: Sie sorgt dafür, dass die hohe Qualität der Ausführungen stimmt und damit die Energieersparnis, der Wohnkomfort und die Wertsicherung


5 - 10 % Mehrkosten im Passivhaus kann ich locker wieder reinwirtschaften. wirklich erfolgen. Kann es sich jemand leisten, schlechter zu bauen? Das sollte sich der Bauherr fragen. Mehrinvestitionen an dieser Stelle lohnen sich, wenn sie fair kalkuliert sind. Zudem fließt dieses Geld vor allem in die regionale Bauwirtschaft. Foto: eli/zweiraum.eu

PASSIVHAUSmagazin: Wo sehen Sie das Passivhaus im Jahr 2041 – also in weiteren 25 Jahren? Prof. Wolfgang Feist: Ich bin kein Prophet und kann diese Frage so nicht beantworten. Allerdings ist eines klar: Ein Drittel des Energiebedarfes in Europa entfällt auf die Heizung und Kühlung von Gebäuden. Diesem steigenden Anspruch müssen wir mit einem nachhaltigen Lebensstil begegnen. Das Passivhaus eignet sich hierfür optimal. So manche Hürde in seiner Verbreitung liegt im preiswerten Zugang von Passivhaus-Komponenten. Komfortlüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung etwa – für ihre flächendeckende Leistbarkeit am Markt müssen wir kämpfen. PASSIVHAUSmagazin: Stichwort Know-How: Manche Planer glauben nach wie vor, dass Passivhäuser in alpinen Regionen wie Tirol nicht funktionieren. Wie bewerten Sie technisches, fachspezifisches Know-How der Ausführenden im Allgemeinen? Prof. Wolfgang Feist: Das ist eigentlich ein Armutszeugnis für jene, die solche Aussagen tätigen. Es ist alles da, um ein funktionierendes Passivhaus in unseren Breiten zu bauen. Alle Neubauten sind als solche ausführbar – und zwar in allen denkbaren Bauweisen – von Holz über Hybrid bis hin zum Massivbau. Wo ein Wille, da ein Weg. Die Anzahl der Beispiele in der Praxis steigt ständig – heuer wurde ein Passivhaus-Kindergarten in Aberdeen im hohen Norden in Schottland eröffnet. Was notwendig ist, ist fachliches Know-How im jeweiligen Gewerk. Diese elementaren Kenntnisse zur

Prof. Dr. Wolfgang Feist, seit 2008 Universitätsprofessor für Hochbau, Bauphysik und Gebäudetechnik an der Uni Innsbruck: „Weltweit gibt es mittlerweile geschätzte 60.000 Wohneinheiten in Passivhausbauweise. Ganze Regionen wie Brüssel, Dublin, Vancouver, Seattle und neuerdings auch China setzen auf den Gebäudestandard.“

Planung und zum Bau von Passivhäusern sind nicht so schwierig zu erlernen. Das ist so wie beim Fahrradfahren. „Wenn schon, denn schon“ – muss in Zukunft unsere Devise beim Bauen und Sanieren lauten. Wenn ich ein Bauteil anfasse, dann bitte ein qualitativ hochwertiges. Es käme heute ja auch keiner auf die Idee, ein Plumpsklo statt eines WCs einzubauen.

Passivhaus Premium Die Gebäudeklasse „Passivhaus Premium“ wurde gemeinsam mit dem „Passivhaus Plus“ im April 2015 mit einer neuen Version des Planungstools PHPP eingeführt. In beiden Fällen wird Bauherren eine verlässliche Orientierung bei der Kombination von Effizienz und Erneuerbarem geboten. Das weltweit erste zertifizierte „Passivhaus Premium“ steht im Allgäu - in Kaufbeuren. Weitere Infos: http://www.passiv.de.


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Do, 2. März 2017 – Europacenter, Halle 8/OG, Messe Wels „Klimaschutz braucht die Energiewende! Herausforderungen – Risiko – Chance“ In Vorträgen und einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion gehen ExpertInnen dieser Frage auf den Grund, darunter

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Prof. Dr. Volker Quaschning Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Berlin

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Luft-Wasser-Wärmepumpe von Stiebel Eltron 21

LeistungsgeregeltE Wärmepumpen mit einem COP von über 4

Monovalente Warmwasserbereitung

(PR) Mit beeindruckenden Leistungsdaten überzeugt die Luft-Wasser-Wärmepumpen-Range WPL 15/25 aus dem Hause Stiebel Eltron, die für Neubau und Sanierung gleichermaßen als Heizungsanlage geeignet ist und zudem höchsten Warmwasserkomfort bietet – und das im reinen Wärmepumpenbetrieb. Der leistungsgeregelte Kompressor wurde speziell für diese Wärmepumpen entwickelt. Mit einem COP von > 4 (bei A2/W35) für die Varianten WPL 15 IKS-2, WPL 15 IS-2 und WPL 25A gehört das Gerät zu den effizientesten Produkten in diesem Marktsegment.

Dank der Inverter-Regelung und damit der Modulation passt sich die Heizleistung zu jeder Zeit an den jeweiligen Bedarf des Gebäudes an. In Kombination mit der zweistufigen Dampf- und Nassdampfeinspritzung kann darüber hinaus im monovalenten, also alleinigen Wärmepumpenbetrieb, eine hohe Vorlauftemperatur erreicht werden – um beispielsweise das Aufheizen des Trinkwasserspeichers effizient zu ermöglichen oder wenn nach den Urlaubstagen ein schnelles Aufheizen der Räume notwendig ist. Und: Die Wärmepumpe spielt ihre Stärken dann aus, wenn sie gebraucht werden. Bei niedrigen Außentemperaturen steht die höchste Heizleistung zur Verfügung, bei moderaten Außentemperaturen sinkt auch die Heizleistung – sodass die Effizienz durchgehend optimiert wird. Ein weiterer Vorteil der Split-Wärmepumpe ist der geringe Platzbedarf der Außeneinheit. Da der Kompressor im Innenteil arbeitet, sind nur Verdampfer und Ventilator im Außengerät enthalten. Damit verringert sich auch der Installationsaufwand, da die Wanddurchbrüche für die Splitleitungen wesentlich kleiner sein können als bei Systemen, bei denen die hydraulischen Anschlüsse – Heizungsvor- und -rücklauf – zur außenstehenden Wärmepumpe geführt werden müssen.

WPL 15 oder 25 IS-2: Split-Wärmepumpe mit Innenteil ohne integriertem Warmwasserspeicher. Diese Variante ist die richtige Wahl, wenn andere Warmwasserspeichergrößen gewünscht werden oder Solarthermie eingebunden wird. WPL 15 oder 25 IKS-2: Split-Wärmepumpe, bei der das zugehörige Innenteil einen integrierten 200-Liter-Warmwasserspeicher besitzt. WPL 15 oder 25 A: Monoblock-Wärmepumpe, im Gegensatz zur Split-Ausführung ist dabei die komplette innovative Technik in einem Gerät untergebracht. In Kürze auch als INNEN-Aufstellung ohne Außengerät erhältlich.

Foto: Stiebel Eltron

Die Split-Ausführungen der Luft-Wasser-Wärmepumpe beeindrucken nicht nur mit ihren Leistungsdaten, sondern auch mit einem extrem leisen Betrieb der Außeneinheit. Im Innenteil des innovativen Produktes verrichtet der invertergeregelte Kompressor seinen Dienst – ein weltweit einzigartiges Prinzip für leistungsgeregelte Geräte. Insgesamt sind sechs verschiedene Varianten der WPL 15/25 verfügbar: Beide Leistungsgrößen gibt es jeweils als Split-Gerät mit verschiedenen Innenteilen (mit und ohne integrierten Warmwasserspeicher). Als Split-Ausführung stellt die kleine Variante bei A-7 und W35 7,6 kW Heizleistung, die größere Variante unter gleichen Bedingungen 11,8 kW Heizleistung zur Verfügung. Außerdem sind beide Produkte als Monoblock-Gerät, das komplett außen aufgestellt wird, verfügbar – dann bietet die 15-Version 7,3, die 25erVersion 11,9 kW Heizleistung.

Luft-WasserWärmepumpe ist effizient und flüsterleise


22 Grüner Kapitalmarkt infos & news

Immobilienfonds als Multiplikator für nachhaltiges Bauen

Mag. Markus Zeilinger, Vorstandsvorsitzender & Gründer von fair-finance, über treibende Faktoren für nachhaltiges Bauen (mek) Die fair-finance Vorsorgekasse verwaltet und veranlagt die Gelder im System der Abfertigung Neu. Deren Gründer und

Vorsitzender des Vorstandes, Mag. Markus Zeilinger, stellt den Immobilienspezialfonds vor, der das Österreichische Umweltzeichen für Finanzprodukte erhalten kann. „In Summe veranlagen die neun Vorsorgekassen in Österreich rund acht Mrd. Euro an Kundengeldern mit stark wachsender Tendenz. Das ist nur ein kleiner Teil des Kapitals, das in Österreich von Versicherungen, Pensionskassen, Stiftungen, Unternehmen Foto: eli/zweiraum.eu und Privaten veranlagt wird. Nur Gründer und Vorstandsvorsitzender der zum Vergleich: Das weltweit größfair-finance Holding AG sowie der fair-finance te VermögensverwaltungsunterVorsorgekasse AG: Mag. Markus Zeilinger. nehmen BlackRock verwaltet rd. 5.000 Mrd. US-$. In der Regel versuchen alle Investoren, einen möglichst hohen Ertrag aus ihrem Kapital zu erzielen und bedienen sich dazu verschiedener Möglichkeiten. Investiert wird diversifiziert in einzelne Asset-Klassen wie u.a. Unternehmensbeteiligungen, Aktien, Anleihen, Fonds, Rohstoffe wie Gold, Festgeld und eben auch in Immobilien.“ Immobilien hatten als Asset-Klasse bislang aber keinen großen Anteil, weil die Anzahl der Objekte limitiert, die Liquidität (Kauf- und Verkauf) schwierig, die Renditen (Mieten) gering und die Risiken schwer berechenbar (Migration, Stadtpolitik, Um-

weltauflagen,...) sind und zudem eine hohe Managementattention (Bewirtschaftung) notwendig ist. Vereinzelt fanden große Gewerbeimmobilien, Einkaufszentren, Hotels oder gemischte Wohnobjekte Eingang in die Portfolien internationaler Investoren.

Immobilien und Immobilienfonds Das ändert sich gerade. „In Ermangelung von Alternativen treten institutionelle Investoren nun massiv in den Immobilienmarkt ein. Mit Staatsanleihen lassen sich derzeit keine Renditen verdienen. Unternehmensanleihen sind so wie Aktien stark risikobehaftet und daher ist ihr Anteil nicht unbegrenzt erhöhbar.


infos & news Grüner Kapitalmarkt 23

Grüne Gebäude liegen also voll im Trend. Immobilien und Immobilienfonds stoßen also zunehmend auf das Interesse der institutionellen Investoren. Energieeffiziente Gebäude haben dabei einen großen strategischen Vorteil. Bedingt durch die höhere Wertstabilität sind eine geringere Volatilität der Mieterträge und ein besseres Mietsteigerungspotenzial gegeben. Zudem nehmen grüne Gebäude oftmals bereits mögliche gesetzliche Regelungen vorweg und ersparen somit zukünftige Investitionen“, legt Mag. Markus Zeilinger dar. Grüne Gebäude liegen also voll im Trend. Der Anteil nachhaltiger Investments am Gesamtmarkt steigt seit Jahren kontinuierlich. 5.200 Milliarden Euro werden in Europa bereits nachhaltig veranlagt, wo-

bei nachhaltige Immobilien dabei bislang noch keine Rolle spielen. Zumal die Investoren zunehmend nach sauberen, nachhaltigen und sozialverantwortlichen Investments streben, wird dieser Nachfrageschub (Push-Effekt) demnächst den Immobilienmarkt erfassen. Derzeit fehlt noch ein einheitliches, objektives und möglichst globales Zertifizierungssystem, aber das wird sich dank der Nachfrage nun auch etablieren.

Österreichisches Umweltzeichen für Finanzprodukte Der fair-finance-real-estate-Fonds investiert bereits nur in neue bzw. generalsanierte Gebäude gemäß den klimaaktiv-Mindeststandards. Für Bestandsobjekte wurde gemeinsam mit dem Experten DI Erich Reiner aus Vorarlberg ein Nachhaltigkeitskriterienkatalog erstellt, sodass dieser Immobilienspezialfonds vermutlich als erster Immobilienfonds das Österreichische Umweltzeichen für Finanzprodukte erhalten kann.

Wohnqualität durch nachhaltiges Dämmen und Sanieren Knauf Insulation ist bekannt für seine breite Palette an Dämmlösungen für den Hoch- und Industriebau sowie für industrielle Anwendungen. Dämmstoffe aus Stein- und Glaswolle inkl. Einblasdämmung sowie Ein- und Mehrschichtplatten aus Holzwolle und das Luftdicht-Dämmsystem LDS mit Zubehör bilden das umfangreiche Produktportfolio. Im Sinne der Nachhaltigkeit sind wir laufend bemüht, unsere Produkte ständig weiter zu entwickeln und noch energieeffizienter zu gestalten. Unser Ziel ist es, die Baustandards der Zukunft aktiv mitzugestalten, damit wir möglichst rasch energieunabhängiger werden, vor allem unabhängig von fossilen Brennstoffen. Deshalb muss es höchste Priorität haben, unseren Gebäudebestand zu sanieren und gleichzeitig alle Neubauten hoch energieeffizient und nachhaltig auszuführen. Nur dann kann es uns gelingen, auch den Generationen nach uns eine intakte Umwelt mit hoher Lebensqualität zu sichern.

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24 Passivhaus-Museum ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

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Konservierte bayerische Geschichte im Passivhausmantel st

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2018 empfängt ein moderner Neubau die Museums-Besucher in Regensburg (mek) Herz & Lang – Die Planer für energieeffizientes Bauen aus dem Allgäu realisieren ein weiteres Passivhausmuseum. Zum weltweit ersten seiner Art in Ravensburg gesellt sich ein modernder Neubau in Regensburg: Der Grundstein für das neue Museum der Bayerischen Geschichte wurde im Mai 2015 gelegt – im Juni 2016 wurde das Richtfest gefeiert.

Das neue Museum der Bayerischen Geschichte soll 2018 in Betrieb gehen. Es war die Wörner Traxler Richter - Planungsgesellschaft mbH mit Sitz in Frankfurt am Main, welche den Architekturwettbewerb gewonnen hat. In Summe wurden mehr als 250 Arbeiten eingereicht. Die Leistungen der Herz & Lang GmbH liegen neben dem Passivhaus-Consulting in der Passivhaus-Projektierung, der thermodynamischen Gebäudesimulation (IES) sowie in der Qualitätssicherung inklusive Luftdichtheitsmessung. Die Aufgabe umfasst auch die Einschulung der Planer, Bauleiter und ausführenden Firmen in die speziellen Anforderungen des Passivhausstandards. 2 kWh/(m²a) nach PHPP wird der errechnete Heizwärmebedarf betragen. Grund für diesen niedrigen Kennwert sind die hohen internen Lasten.

Klimatische Anforderungen Herz & Lang-Geschäftsführer Florian Lang fasst die Besonderheiten in der Konzeption zusammen: Ein Museum stellt sehr hohe klimatische Anforderungen an die Planer. Zur Erhaltung der Exponate herrschen strenge Vorgaben: In der Dauerausstellung beträgt im Winter die vorgeschriebene Raumtemperatur zwischen 18 und 20 Grad Celsius, im Sommer zwischen 23 und 25 Grad. Zwischen 45 und 55 Quelle: Herz & Lang GmbH


Das neue Passivhaus-Museum am Donaumarkt in Regensburg soll 2018 in Betrieb gehen.

Prozent muss die Luftfeuchtigkeit ganzjährig liegen. „Daraus ergibt sich die Forderung, dass die verwendeten Bauteile – vor allem die Bauteilanschlüsse – thermisch sehr hochwertig sein müssen, um Kondensationsprobleme zu vermeiden“, schlussfolgert Florian Lang. Der Passivhausstandard bietet damit beste Voraussetzungen für die hohen Anforderungen im Museumsbau. Das Passivhaus-Projektierungspaket (PHPP) war mit seinen detaillierten Daten und Parametern eine wichtige Basis für die dynamische Gebäudesimulation. Nur so war es möglich, genaue Simulationsergebnisse zum Raumklima zu erhalten. Die Passivhaus-Zertifizierung des Gebäudes stellt im Übrigen diese hohe Qualität der gesamten Ausführung sicher.

Vollklimatisierung aufgeteilt In jenem in Regensburg rechnen die Betreiber mit einer hohen Besucherzahl. „Dadurch entsteht eine hohe Wärmelast und auch Feuchte“, ergänzt Lang. Berücksichtigt man zusätzlich die Sonneneinstrahlung tagsüber und die extremen internen Wärmelasten aus der Medientechnik und den Exponatbeleuchtungen, stellt es eine große Herausforderung dar, den engen Korridor der raumklimatischen Vorgaben einzuhalten. Dieser Aufgabe begegnet das Planungsteam damit, dass die Grundlast für das Heizen und Kühlen über die Fußbodenflächen abgedeckt wird - Spitzenlasten und Konditionierung erfolgen über die Lüftungsanlagen mit Wärme-/Kälterückgewinnung. Diese Vollklimatisierung wurde bereits im Museum in Ravensburg ange-

Foto: Wörner Traxler Richter Planungsgesellschaft mbh

wandt – ein Konzept, das sich bewährt hat. Eine Besonderheit stellt auch die Wärme- und Kälteversorgung dar. Die Wärmepumpen nutzen den Hauptabwassersammler der Stadt Regensburg als Energiequelle, er liefert ein sehr konstantes Temperaturniveau – sowohl im Sommer für die Kühlung als auch im Winter für die Wärmeversorgung.

Museum der Bayerischen Geschichte Bauweise: Massivbetonbau mit hinterlüfteter Fassade Haustechnik: Flächenheizung, Lüftungsanlage mit Wärme-/Kälterückgewinnung; Grundlast Heizen und Kühlen über Fußbodenflächen; Spitzenlasten und Konditionierung über die Lüftungsanlagen; Wärmepumpe mit Nutzung des Abwassersammelkanals Energiebezugsfläche: 7800 m2 (PHPP) Baujahr: Baubeginn 2015, Eröffnung 2018 Heizwärmebedarf: 2 kWh/(m2a) (PHPP) Kühlbedarf: 15 kWh/(m2a) (PHPP) Architekt: Wörner Traxler Richter – Planungsgesellschaft mbH Bauherr: Freistaat Bayern, Vertretung durch das Staatliche Bauamt Regensburg


Hannes Thaler Gebietsverkaufsleitung Tirol

Hanf dämmt grüner! Das ökologische Dämmsystem für das perfekte Raumklima – ausgezeichnet mit dem Klimaschutzpreis 2013! Wer Dämmung sagt, muss künftig auch Hanf sagen. Capatect kann bereits auf mehr als zehn Jahre Erfahrung mit Hanf als Fassadendämmstoff zurückblicken und beweist mit seinem innovativen Öko-Line Hanffaser-Dämmsystem, wie man ressourcenschonend beste Dämm- und Schallschutzwerte erreicht. Bei einem Dämmwert von λD 0,039W/mK handelt es sich bei Hanf um einen der wenigen Naturstoffe, der sich bei der Leistung mit konventionellen Dämmstoffen messen kann. Bezüglich Schallschutz setzt die Hanffaser-Dämmplatte neue Maßstäbe. In Verbindung mit der Carbonfaser-Technologie entsteht ein äußerst umweltfreundliches und hochbelastbares System.

Fotos: CAPATECT

Hanf ist eine uralte und extrem vielseitige Nutzpflanze, die jetzt als umweltschonender Dämmstoff eine Renaissance erfährt. Die Platten werden ausschließlich aus österreichischem Hanf erzeugt. Es kommen weder Spritzmittel noch Dünger zum Einsatz.

Capatect Baustoffindustrie GmbH A-6175 Kematen/Ibk., Industriezone 11 Tel.: +43 (0)5232 / 2929 Fax: +43 (0)5232 / 2930 kematen@capatect.at, www.capatect.at

Neu: Hanf Flex: ökologische Gefach- und ZwischensparrenDämmung speziell für den Holzbau! Hanf Silent: Vorsatzschalen-Dämmung mit hervorragenden Schalldämm-Werten!

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PKOM 4 – EIN GERÄT, 4 VORTEILE. Lüften. Heizen. Kühlen. Warmwasser. PKOM 4 Die Systemlösung im Passivhaus, das energieeffiziente Wärmepumpenkombigerät in 2 Varianten: PKOM 4 classic mit 212 Liter Warmwasserspeicher PKOM 4 trend ohne Warmwasserspeicher

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Lüftung mit System.

Superkombinierer aus dem Hause PICHLER (PR) Die neuen PKOM4 Wärmepumpenkombigeräte bestechen mit ihren vier Funktionen: Lüftung, Heizung, Kühlung und Warmwasserbereitung. Kompakt und supereffizient. Ganz am Puls der Zeit. Foto: LANG consulting

Das PKOM4 Wärmepumpenkombigerät im Einsatz

Höchste Energieeffizienz aus Österreich

Als erstes Referenzprojekt bringt PICHLER clevere Haustechnik hoch vier in das „mobile“ Studentenheim „PopUp – GreenFlexStudios“ der Seestadt Aspern. Jeder der zehn Container mit je vier Wohneinheiten wird mit nur einem PKOM4 classic Kompaktgerät versorgt. Schließlich können mit ihm Wohnflächen in Passivhausbauweise von bis zu 120 m² belüftet, geheizt und gekühlt werden – und das auf einer geringen Stellfläche von weniger als 0,75 m². Das Warmwasser reicht spielend für einen Vierpersonenhaushalt. Der Betrieb ist äußerst leise und wartungsfreundlich. Auch bei der Bedienung setzt PICHLER auf Komfort. Sie ist supereinfach und erfolgt intuitiv über ein Touchdisplay.

Das PKOM4 Wärmepumpenkombigerät erzielt beste Effizienzwerte durch seine innovative Wärmepumpentechnologie und eine ausgeklügelte Wärmerückgewinnung. Es eignet sich nicht nur hervorragend für den energieeffizienten Wohnungsneubau, sondern auch für die Wohnbausanierung. Als ganzheitliches Konzept für Einfamilienhäuser in Passivhausbauweise gibt es das PKOM4 auch mit Enthalpietauscher zur Feuchterückgewinnung aus der Abluft. Einmal mit Warmwasserbereitung (PKOM4 classic) und einmal ohne (PKOM4 trend). Entwickelt und produziert in der PICHLER-Zentrale in Klagenfurt: Eine weitere herausragende österreichische Innovation aus dem Hause PICHLER. www.pichlerluft.at


28 Interview ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Philosophie und Architektur im Zusammenspiel Architekt Stefan Behnisch aus Stuttgart ist nach seinen Studien der Philosophie und der Volkswirtschaft schließlich doch als Architekt in die Fußstapfen seines bekannten Vaters getreten und leitet heute das Büro „Behnisch Architekten“, das weltweit erfolgreich tätig ist (CMS) Zum Thema „Gibt es nachhaltige Architektur“ referierte Architekt Behnisch auf der diesjährigen ZEBA-Fachtagung in Innsbruck. In seiner Funktion als Planer und Gastprofessor an angesehenen Universitäten rund um den Globus, hat sich der umfassend gebildete Architekt intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt und bereits ein große Anzahl an Preisen und Auszeichnungen für seine Projekte erworben. Was ein großer Horizont im Denken und Handeln bewirkt, hat er in einem interessanten Gespräch erzählt.

PASSIVHAUSmagazin: Ist Nachhaltigkeit in der Architektur ein Begriff, der für Sie und ihre Projekte erst in den letzten Jahren zum Thema wurde oder beschäftigen Sie sich seit jeher mit dem gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes? Stefan Behnisch: Ich sehe den Begriff „Nachhaltigkeit“ grundsätzlich nicht bloß als eine Zahl, wie etwa eine bestimmte Anzahl an Kilowattstunden pro Jahr, die ein Gebäude erreichen muss, um als effizient zu gelten. Ich sehe die Dinge gerne differenziert von allen Seiten und stehe auf dem Standpunkt, dass wir auch die qualitativen Aspekte unserer Bauten betrachten müssen. Jedes Gebäude beeinflusst seine Umwelt in irgendeiner Art und Weise und letztendlich stellt sich die Frage: War es das wert, gebaut worden zu sein? Niemand stellt heute die Energiewende in Frage, das WIE ist jedoch zu diskutieren.


Dipl.Ing. Architekt Stefan Behnisch, geboren in Stuttgart, studierte Philosophie und Volkswirtschaft in München und Architektur an der Universität Karlsruhe.

ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG Interview 29

Foto: eli/zweiraum.eu

PASSIVHAUSmagazin: Welche Rolle sollen Bewertungskriterien und Standards in der Architektur spielen und was bedeuten Auszeichnungen für Ihre nachhaltigen, energieeffizienten Projekte für Sie persönlich? Stefan Behnisch: Standards geben eine bestimmte Richtung vor und sind dabei nicht unbedingt innovationsfördernd. Sinnvolle Vorgaben sollten ergebnis- und nicht Methodik-orientiert sein, da Bewertbarkeit noch wichtiger ist als Bemessbarkeit. Die energetische Nutzung in Verbindung mit der städtebaulichen Qualität und der Funktionalität eines Ge-

Wir sollten uns beim Thema Nachhaltigkeit nicht nur mit Symptomen, sondern viel mehr auch mit Prinzipien beschäftigen. Ressourcen zu schonen ist kein Rückschritt, sondern die Lösung.

bäudes machen dessen wahren Wert aus. Preise für nachhaltiges Bauen freuen mich deshalb, weil sie beweisen, dass diese Themen öffentlich bewusst wahrgenommen werden und viele Bauherren und Planer dazu ermutigt werden nachzudenken und ressourcenschonend zu handeln. PASSIVHAUSmagazin: Wie würden sie die Handschrift von Behnisch Architekten beschreiben und definieren? Stefan Behnisch: Wir versuchen niemals, unseren Bauherren ein Behnisch Branding aufzudrängen. Jede Aufgabe verdient eine

angemessene Lösung und ein Aspekt dabei ist das Thema Nachhaltigkeit. Wir gehen immer vom Individuum aus und versuchen, uns den modernen Anforderungen an ein Gebäude voll und ganz zu stellen. Wichtig erscheint mir auch das ewig fortwährende Lernen und der Mut zu Visionen. Wir leben in einer hochtechnologisierten Zeit und sollten die Möglichkeiten zu unserem Vorteil mit Verstand nützen. Das „intelligente Haus“, welches Formveränderungen zulässt und sich dem Sonnenlicht selbst anpasst, wäre ein Beispiel für eine solche Behnisch-Vision.


Aufstockung Wohnhaus, Haiming

Arch DI Hagen Pohl Aufstockung Wohnhaus, Haiming

Individuelle Lösungen beim umweltbewussten Bauen Architektur bedeutet für uns die Auseinandersetzung des Menschen mit dem gebauten Raum. Die Gestaltung und Ausrichtung der Räume sowie die Wahl der Materialen schaffen räumliche Atmosphäre und Wohlbefinden. Die Stimmigkeit einzelner Gestaltungskomponenten und die Funktionalität der Räume spielen dabei eine ebenso große Rolle wie die Berücksichtigung unserer Umwelt und Ressourcen. Aus diesem Grund legen wir, angefangen beim Einfamilienhaus, über die Hotellerie bis hin zur Gewerbeimmobilie, großen Wert auf energieeffizientes und ökologisches Bauen. Zusammen mit dem Bauherrn und ausgehend von den individuellen Anforderungen des Projektes sowie den Besonderheiten des Bauplatzes entwickeln wir ein ganzheitlich stimmiges Konzept. Dabei wird die Qualität durch die durchgehende Betreuung von der ersten Entwurfsskizze bis hin zur Fertigstellung gesichert.

Neubau Wohnhaus, Haiming Fotos: Aleksander Oya

Pohl ZT Gmbh Architektur - Ingenieurbüro A-6430 Ötztal Bahnhof T +43 (0) 5266 88473-0 www.pohl-gmbh.com

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Dämmen Gleichgewicht mit der Natur Dämmen im im Gleichgewicht mit der Natur (PR) Im Frühjahr 2016 präsentierte swisspor Österreich erstmals die neue Produktlinie swissporWOOD Im Frühjahr 2016 präsentierte swisspor Österreich – ein gut ausgewähltes Sortiment an Holzweichfaerstmals die neue und Produktlinie swissporWOOD – serdämmplatten Faserdämmmatten.

ein gut ausgewähltes Sortiment an Holzweichfaserswisspor Österreich ein am Markt bestens etablierter Prodämmplatten und istFaserdämmmatten.

swissporWOOD ist ein gut ausgewähltes Programm druckfester Holzweichfaserdämmplatten und flexibler FaserswissporWOOD ist ein gut Programm dämmmatten. Holzweichfaser undausgewähltes Zellulose aus recyceltem Zeitungspapier sich ideal als Gleichgewicht das druckfestereignen Holzweichfaserdämmplatten undfürflexibler Wohlfühl-Wohnklima. Die Holzfasern verfügen über sehr Faserdämmmatten. Holzweichfaser Zellulose aus hohe spezifische Wärmekapazität, und dasund sorgt für Schutz Zeitungspapier ideal als Gleichvorrecyceltem übermäßiger Sommerhitze. eignen Die sehrsich guten Schallschutzeigenschaften einen weiteren großen zum DieBeitrag Holzfasern gewicht fürleisten das Wohlfühl-Wohnklima. Wohnkomfort. verfügen über sehr hohe spezifische Wärmekapazität,

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32 Arbeitsplatz Passivhaus ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Arbeiten im Passivhaus Willkommen im neuen Büro- und Logistikgebäude der Firma Cura Cosmetic in Innsbruck (mek) Das neue Büro- und Logistikgebäude der Firma Cura Cosmetic in Innsbruck setzt ein klares Statement für das qualitätsvolle Bauen in heterogenen Gewerbegebieten. Der Baustoff Ziegel spendet hohe energetische Qualitäten und noch mehr Raumklima. Ein Streifzug durch die Dr.-Franz-Werner-Straße 19.

Die neue Firmenzentrale der Firma Cura Cosmetic – eines stark wachsenden Dienstleistungsunternehmens im Bereich der Kosmetik vereint Büroflächen mit einem Hochregallager, Konfektionierung und Logistikbereichen zu einem zeitgemäßen Competence Center. Wie vielerorts ist auch das Gewerbegebiet Mühlau-Arzl in Innsbruck durch ungeordnete, anonyme Baukörper geprägt. Mit dem neuen Ensemble erfolgt eine urbane Aufwertung. Die Logistik- und Lagerbereiche sind insgesamt in Ziegel errichtet und mit Lärchenholz verkleidet ausgeführt, das Bürogebäude ist als fünfgeschoßiges kubisches Stadthaus in einschalig monolithischer Ziegelbauweise mit öffenbaren Fenstern errichtet und bietet mit Passivhausstandard ein optimales Arbeitsklima für die Beschäftigten und schafft mit seiner eleganten Gestaltung einen Mehrwert für die Stadt.

44 cm dicke, einschalige Außenwände ohne Zusatzdämmung Vor dem eindrucksvollen Alpenpanorama der Nordkette entfaltet sich das weiß verputzte Bürogebäude aus Wienerberger Porotherm 44 W.i -Ziegel. Mag. Christian Weinhapl, Geschäftsführer der Andreas Bause, ATP : „Für das fünfgeschoßige Bürogebäude wurde der Baustoff Ziegel gewählt, um damit ein angenehmes Raumklima und produktives Arbeitsumfeld zu schaffen.“


ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG Arbeitsplatz Passivhaus 33

Fotos: Wienerberger

Das Echo der Mitarbeiter ist durchwegs positiv. Besonders die Kantine hat sich zum Mittelpunkt der abteilungsübergreifenden Kommunikation entwickelt. Karin Niedrist, Personalleiterin Cura Cosmetic

Wienerberger Ziegelindustrie GmbH erklärt: „Dieser mit Mineralwolle verfüllte Planziegel erlaubt 44 cm dicke, einschalige Außenwände ohne außenliegender Zusatzdämmung. In Kombination mit den tiefsitzenden Fenstern, deren Rahmungen die Fassade strukturieren, ergibt sich eine große Speicher-

masse, die für ein behagliches Raumklima sorgt.“ Die guten bauphysikalischen und baubiologischen Eigenschaften des Ziegels ergeben einen niedrigen Energieverbrauch, der zudem durch nachhaltigen Strom – den eine auf dem Dach installierte Photo>> voltaikanlage liefert – erzeugt wird.


34 Arbeitsplatz Passivhaus ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Das neue Competence Center im Osten Innsbrucks konnte im November 2015 bezogen werden. Helle und freundliche Arbeitsplätze stehen seither zur Verfügung.

Helle und freundliche Arbeitsplätze Der großzügige Empfangsbereich des Bürohauses liegt, vom Eingang mit einem Lift direkt erreichbar, im zweiten Obergeschoß. Hier befindet sich auch die weitläufige Leisure-Zone mit hauseigener Kantine. Auf dem Dach des angrenzenden – ebenfalls in Ziegel errichteten und mit Lärchenholz verkleideten, Logistikgebäudes – bietet eine Terrasse zusätzlichen Freiraum. Die Büros liegen in den Stockwerken darunter und darüber und bieten eine kommunikative Bürostruktur sowie helle und freundliche Arbeitsplätze. Die Grundstruktur des Gebäudes ist sehr klar und präzise aufgebaut. Das Hochregallager und der Bürokubus haben fast idente Höhen und bieten damit ein ausgewogenes Ensemble.

Fotos: Wienerberger

Mag. Christian Weinhapl, Geschäftsführer der Wienerberger Ziegelindustrie GmbH

Die Planung und Errichtung des Competence Centers erfolgte mittels integraler Planung, unterstützt durch BIM, dem Markenzeichen von ATP architekten ingenieure. Darunter versteht man das simultane und interdisziplinäre Zusammenspiel aller am Planungsprozess Beteiligten aus den Bereichen Architektur, Tragwerksplanung, Technische Gebäudeausrüstung und Objektüberwachung. Mit dieser ganzheitlichen Planungsmethode lassen sich sowohl ästhetische als auch ökonomische und ökologische Aspekte bestmöglich vereinen. Sie ist die Voraussetzung für lebenszyklusorientierte Gebäude.

Die Planung und Errichtung des Competence Centers erfolgte mittels integraler Planung, unterstützt durch BIM. fakten Planungsbeginn: 2013 Baubeginn: März 2015 Bezug: November 2015 Bruttogeschoßfläche: 3.765 m2 Bauststofflösung: Porotherm 44 W.i Plan Dryfix Ausführung in Passivhaus-Bauweise


Ing. Martin Reinisch Gebietsverkaufsleiter Tirol +43 (0)664 / 133 94 89 m.reinisch@sto.com

Holz: der Dämmstoff, der nachwächst Das hocheffektive, diffusionsoffene Fassadendämmsystem StoTherm Wood besteht aus Holz und dämmt mehr als klimaneutral: Es beginnt sein Leben als Baum, der auf natürliche Weise CO2 abbaut. Das Herzstück des natureplus-zertifizierten Systems, die StoWeichfaserplatte M, besteht aus Hackschnitzeln von rindenfreiem Fichten- und Tannenholz. Das optimierte Trockenverfahren spart bei der Produktion 40 % Energie. StoTherm Wood erfüllt höchste ästhetische Ansprüche auf unterschiedlichsten Untergründen – von Außenwänden mit und ohne äußere Beplankung über massive Holzschalungen, Massivholzbauteile bis zu Mauerwerk und Beton. Klimabewusst bauen mit Sto Reduzierter CO2-Ausstoß gehört seit vielen Jahren zur Unternehmensstrategie. Die erste CO2-neutrale Produktlinie stammt von Sto. Darüber hinaus unterstützt Sto ein UNO-zertifiziertes Klimaschutzprojekt in Vietnam. Die damit erworbenen und stillgelegten Emissionsrechte stellen das Unternehmen laut EUEmissionsregister klimaneutral.

Fotos: Sto Ges.m.b.H.

Sto Ges.m.b.H. VerkaufsCenter Innsbruck Valiergasse 14, A 6020 Innsbruck Tel.: +43(0)512/342880, Fax: DW 80 info.at@sto.com, www.sto.at

No. 0300-0701-046-2

www.sto.at


36 Passivhaus-Studentenwohnheim ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Kostengünstiges

Passivhaus für Studenten in Rekordzeit Bei dem mittlerweile fertig gestellten Studentenwohnheim in Wien/Aspern, war vor allem das integral agierende Planungsteam sowie die Kombination der Leistungsbereiche Haustechnik, Elektrotechnik, Bauphysik und Gebäudezertifizierung, welche durch das Planende Büro S&P climadesign GmbH durchgeführt wurden, der Schlüssel zum Erfolg. Wien ist eine der beliebtesten Studentenstädte weltweit und im Bereich „Housing“ für Studierende ein Vorbild: qualitativ hochwertig, ökologisch und kostengünstig. Die Nachfrage bei Wohnungen, wie auch Studentenheimplätzen ist sehr groß, erschwingliche Grundstücke für den Bau von Wohnungen werden aber immer knapper. Aus diesem Umstand ist die Idee entstanden, auf derzeit noch ungenutzten Grundstücken ein temporäres und kostengünstiges Wohnangebot zu schaffen – das STUDENTENWOHNHEIM AUF ZEIT. Wird das Grundstück seiner endgültigen Nutzung zugeführt, übersiedelt das Heim auf ein anderes Grundstück.

Innovative Gebäude fordern heutzutage ein perfektes Zusammenspiel von vielen Bereichen

Das erste Projekt für 40 Studenten wurde in der Seestadt Aspern auf einem 3.500 m² großen Bauplatz im September 2015 fertig gestellt. Jede Wohngruppe mit ihren vier Zimmereinheiten wird zentral vom Hof erschlossen. Die vier Zimmer haben zwei Bäder und zusätzlich einen kleinen Gemeinschaftsraum mit einer Miniküche integriert. Neben der hohen architektonischen und bautechnischen Qualität weist auch das kompakte Energieund Haustechnikkonzept viele Innovationen auf. Jede der zehn Wohngruppen ist für sich völlig autark

3-D Gebäudemodell mit Darstellung der haustechnischen Installationen (Ver- und Entsorgung, Frisch- und Fortluftführung).


Ing. Markus Pfeiffer, Geschäftsführung m.pfeiffer@sundp.at Foto: pixelkinder.com

Visualisierungen: F2 Architekten

konzipiert sowie funktionstüchtig, und inklusive Einrichtung geeignet, fünf Mal binnen 30 Jahren auf unterschiedliche Grundstücke umgestellt werden zu können. Die Studio-Boxen wurden in der witterungsgeschützten Fertigungshalle binnen zwei Monaten, inkl. Fenster, Fassade, Jalousien, Bodenbelag, Türen, Einrichtung, Lüftung, Heizung, Sanitärgegenstände und Beleuchtung komplett vorgefertigt. Nach Montage der Studio-Boxen mussten diese nur mehr an die Ver- und Entsorgungsmedien Strom, Wasser und Kanal angebunden werden.

Hohe Qualität an Komfort und Ausführung

Innovative Gebäude fordern heutzutage ein perfektes Zusammenspiel von vielen Bereichen. Um dieses Zusammenspiel zu ermöglichen, ist es erforderlich, die dafür notwendigen Planungsschritte in einem integral agierenden Planungsteam zu erstellen. Die Kombination unserer Leistungsbereiche, bestehend aus Planung und Objektüberwachung Haustechnische Anlagen HLKS Planung und Objektüberwachung Elektrotechnische Anlagen Bauphysik Gebäudezertifizierung,

stellt aufgrund der gegenseitigen Wechselwirkungen für jeden Planungsprozess, enorme Vorteile dar. Ein Ansprechpartner bündelt Kompetenzen S&P bietet Kunden einen zentralen, verantwortlichen und kompetenten Ansprechpartner zu allen Themen rund um das Bauprojekt. Durch gebündelte Kompetenz und Erfahrung realisieren wir kürzere Bauzeiten, günstigere Kosten und bessere Ausführungsqualität.

Trotz sehr geringer Baukosten von € 1.140,-/m² konnte bei diesem Objekt der beste energetische Standard – der Passivhaus-Standard – realisiert werden! Energieeffizienz ist somit kein Kostentreiber, sondern sorgt dafür, dass die Bewohner vom ersten Tag an dauerhaft vom hohen Wohnkomfort durch beste Luftqualität und sehr niedrigen Betriebskosten profitieren.

Spezialisten im Team Als bewährtes und eingespieltes Team mit einem hohen Spezialisierungsgrad ermöglichen wir auch ungewöhnliche und besonders innovative Herausforderungen.

Ökologisches Passivhaus

ELEKTROTECHNIK Starkstrom, Sicherheitstechnik, Kommunikation, Steuerung, Kunstlicht, Photovoltaik, Tageslicht

Die gesamten Studio-Boxen sind als Holzriegelkonstruktion ohne chemischen Holzschutz gefertigt worden. Die gesamte Dämmung besteht aus mineralischen Dämmstoffen. Die Bilanz an grauer Energie konnte für das gesamte Gebäude auf ein Minimum reduziert werden, da selbst die Fundierung nur aus wiederverwendbaren Punktfundamenten besteht, auf denen statt einer betonierten Bodenplatte ebenfalls eine Holzriegelbodenkonstruktion ruht.

Unsere Leistungen HAUSTECHNIK Heizung/Kühlung/Sanitär/Kältetechnik/ Mess-, Steuer- und Regeltechnik, Thermische Kühlung, Kraft-Wärme-Kopplung

BAUPHYSIK Schallschutz, Feuchteschutz, Wärmeschutz, Brandschutz, Akustikplanung, Gebäudezertifizierung, Bauchemikalienmanagement S & P climadesign GmbH A-4694 Ohlsdorf, Mitterweg 1 A-1040 Wien,Taubstummengasse 13 Tel: +43/(0)676/4050891 Fax: +43/(0)810/9554302823

www.sundp.at


38 Wohnen im Passivhaus ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Nachhaltigkeit beginnt beim Grundriss Fesches Passivhaus im Massivholzmantel beherbergt die Wohn(t)räume eines jungen Paares in Inzing (mek) Am Anfang standen der Traum der Bauherrin von einem eigenen Haus und ausgiebige Bau-Recherchen ihres Lebensgefährten. Hinzu gesellte sich eine intensive Planungsphase, aus der schlussendlich klare Vorstellungen über das neue Zuhause hervorgingen. Herausgekommen ist ein schmuckes Massivholz-Passivhaus in Inzing, welches bereits mit einer äußerst nachhaltigen und durchdachten Planung besticht.

Seit Februar 2016 bewohnen Theresa und Clemens ihr neues Zuhause im Zentrum von Inzing. Nach nur fünf Monaten Bauzeit war ihr Traum vom Eigenheim, ausgeführt in Massivholzbauweise, fertig gestellt. Nach den Plänen von Architekt DI Matthias Wegscheider ist dieses entstanden und bietet dem jungen Paar an die 149 m² Wohnnutzfläche. „Wir fühlen uns sehr wohl. Unser Haus ist genau nach unseren Vorstellungen realisiert worden“, bekennen die jungen Bauherrn.

Farbenspiel an der Fassade Nach rund eineinhalb Jahren intensiver Planung haben sie genau gewusst, was sie wollen. Ein Massivholzhaus sollte es werden, „der Baustoff versprüht eine heimelige Note, ist solide, ökologisch und wertig“, begründet der Hausherr die Entscheidung. Die massiven Holzbauteile - Außenwände und Geschoßdecken – wurden zur Gänze in Sichtqualität Fichte, die Böden als Fertigparkett in Eiche ausgeNahezu alle Außenwände und Decken bieten freie Sicht auf den heimeligen Werkstoff (Fichten-) Holz. Der Ofen als Raumteiler spendet Wärme und Behaglichkeit.


Der interessante Kontrast von hell und dunkel bestimmt die Fassade des Hauses auf ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG dem optimal genutzten Grundstück im Zentrum von Inzing.

Wohnen im Passivhaus 39

Fotos: Christof Simon

führt. Außen bestimmt ein interessanter Kontrast von Hell und Dunkel den ersten Eindruck. Glitzerpigmente im Anstrich der sägerauen Latten sorgen je nach Lichteinfall für ein wechselndes Farbenspiel und eine sehr lebendige Fassade, wie Andreas Plunser, GF des ausführenden Betriebes, Holzbau Aktiv betont. „Diese dunklen Bretter haben wir selber gestrichen, was uns sehr wichtig war“, erzählt Theresa. Fichte sägerau gestrichen und Lärche Natur für alle rückspringenden Teile sind die Holzarten, welche außen zum Einsatz gekommen sind.

Nachhaltig geplant Das Passivhaus laut Tiroler Wohnbauförderung weist einen Heizwärmebedarf von 8,70 KWh/m²a auf, zudem wird der klimaaktiv-Gebäudestandard in Gold erreicht. Architekt DI Matthias Wegscheider, der gleichzeitig als Bauleiter im Einsatz war, hat Nachhaltigkeit bereits am Beginn der Planung in den Vordergrund gestellt. Das rund 700 m² große Grundstück hat er voll ausgenutzt und bei der Posi-

tionierung des Einfamilienhauses an eine mögliche spätere Erweiterung gedacht. Gerade in Zeiten des sich verknappenden Grund und Bodens spielt die sinnvolle Ausnutzung des Grundstücks eine große Rolle. Wegscheider: „Neben der sehr guten Bauausführung in Passivhausqualität haben wir bei diesem Projekt von Anfang an auf eine flexible Nutzung des Einfamilienhauses über die gesamte Lebensdauer geachtet. Durch geringe Eingriffe kann dieses erweitert und in zwei Wohneinheiten getrennt werden. Das Gebäude kann somit auf geänderte Nutzungen und Lebensumstände reagieren, was etwa im Alter durchaus relevant werden kann.“ Überhaupt war die Zusammenarbeit aller Gewerke eine hervorragende, wie Architekt Wegscheider ergänzt. Die bekanntlich qualitätssteigernde integrale Planung ging bei diesem Einfamilienhaus etwas leichter als gewohnt von statten, waren doch zahlreiche Vertreter der IG Passivhaus Tirol am Werk, die untereinander teils intensive Zusammenarbeit pflegen. >>


40 Wohnen im Passivhaus ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Dem pflichten auch die Bauherren bei. „Wir haben uns bei unserem Architekten und bei den Firmen extrem gut betreut gefühlt. Als Bau-Neuling ein wichtiger Umstand.“

Innovative Haustechnik Ökologisch zu bauen, war den Bauherren von Anfang an wichtig. Dass sich ein Passivhaus ausgegangen ist, erfreut diese umso mehr. „Die gesamte Konstruktion ist nicht zuletzt durch die förderoptimierte Planung und Abwicklung durch unseren Architekten nicht nur sehr rentabel, sondern auch sehr wertbeständig“, resümiert Clemens. Ganz zu schweigen vom Raumklima, wie Theresa ergänzt. „Fast jeder, der unser Haus betritt, betont den angenehmen Duft von Frischluft. Dabei lüften wir nie…“ Verantwortlich dafür ist die Komfortlüftung aus dem Hause Stiebel Eltron. Zellulose in Wänden als Dämmmaterial und qualitativ hochwertige Fenster sowie Photovoltaik-Module für den späteren Anschluss runden das Konzept ab. Urlaub in der Ferne haben Theresa und Clemens heuer nur eine Woche gemacht. Zu groß war die Freude über das neue Wohnen in den eigenen vier Passivhaus-Massivholz-Wänden.

Beteiligte Firmen der IG Passivhaus Tirol Planung und Bauleitung: Architekt DI Matthias Wegscheider Holzbau: Holzbau aktiv, Andreas Plunser Einblasdämmung und BlowerDoor-Test: Isocell, Siegfried Walser Fenster, Sonnenschutz, Türen: Josko Oberland, Dietmar Gotsch Installationen: Hartwig Gstrein Haustechniksystem: LWZ 404 Trend, Stiebel Eltron Fassadenfarbe: Synthesa Fotos: Christof Simon


Sanierung Spiegl: klimaaktiv Gold

Architekt DI Matthias Wegscheider

Vom Entwurf bis zur Förderabwicklung In den Genuss kompetenter Rundum-Betreuung gelangen Kunden von Architekt DI Matthias Wegscheider. Die förderund damit kostenoptimierte Begleitung sichert den Bauherren maximale und energieeffiziente Wohnqualität.

Sanierung Fecht: klimaaktiv Bronze Neubau Draxl: klimaaktiv Silber

Fotos: Matthias Wegscheider, Schafferer Holzbau/Allinger, eli/zweiraum.eu

Die Arbeitsschwerpunkte bilden die Planung von Neubau- und Sanierungsprojekten – vor allem im Wohnbau, aber auch die Baubegleitung und Bauleitung sowie profunde Beratungsleistungen: Energie- und Sanierungskonzepte, Energieausweisberechnung, Förderungsabwicklung und Gebäudezertifizierungen (klimaatkiv) zählen zum Leistungsspektrum. Dabei kann DI Matthias Wegscheider auf jahrelange Erfahrung und eine Menge an qualifizierten Kontakten zurückgreifen. Weiters hält er Vorträge zum Thema energieeffizientes Bauen und unterrichtet an der HTL in Imst. Vom Entwurf bis zur Einreichung der maximal möglichen Förderungen liegen sämtliche Aufgaben eines Bauvorhabens in einer Hand. DI Wegscheider ist zudem klimaaktiv-Kompetenzpartner.

Architekt DI Matthias Wegscheider Staatl. befugter und beeideter Ziviltechniker

A-6401 Inzing, Angerweg 28c Tel.: +43 (0)5238 / 86156 Mobil: +43 (0)699 / 1020 7727 kontakt@matthiaswegscheider.com www.matthiaswegscheider.com

www.matthiaswegscheider.com


42 Titelstory ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Purismus, Eleganz und Effizienz Exklusives Wohnen, natürliches Wohlfühlen und ökologisches Bewirtschaften (MOS) Wenn Bauherren und Architekten eine Vision teilen und von denselben Überzeugungen und Wünschen inspiriert werden, dann werden Projekte möglich, die für sich stehen. Die Ästhetik und Ökologie so elegant und bewusst verbinden, dass man die Natur spüren und das Design leben kann.

„Wir haben uns auf einer Firstfeier in der Nachbarschaft kennengelernt und waren uns sofort einig“, beginnt Herr Engleder, der Bauherr, das Gespräch in seinem im Dezember 2015 fertig gestellten Zuhause. Vor uns: Eine beneidenswerte Kulisse mit freiem Ausblick vom Glungezer bis zum Patscherkofel, den Architekt DI Martin Gamper mit seinem teamk2 hier ideal in allen Räumen eingefangen hat. „Ja, wir waren uns sofort einig. Die Vorgaben an das Raumprogramm, die gewünschten Abläufe und die gestalterischen Feinheiten haben uns eine klare Richtschnur gegeben, die wir ideal weiterentwickeln konnten“, erzählt Gamper von den ersten Planungsgesprächen im Mai 2014. Bis zum Erstentwurf sollen nur fünf Monate vergehen, bis zum Baubeginn ein knappes Jahr.

Technische Raffinessen Effiziente Ökologie Man spürt und sieht die intensive Auseinandersetzung, die das Bauherrenpaar Gerhard Engleder und Jadwiga Haslinger und das teamk2 investiert haben bereits bei der Ankunft: Die Zufahrt zur hauseigenen Tiefgarage mit neun Stellplätzen ist Zentimeter genau eingepasst, spannende Sichtschlitze mit einem interessanten Fachwerk öffnen die Situation und geben den Blick frei auf die Ankommenden.


Klarheit als DesignPrämisse in einer beeindruckenden Panoramalage.

Fotos: eli/zweiraum.eu

Die Fassade des Gebäudes ist eine markante Kombination aus anthrazitfarbenen acht Millimeter Wanit-Fulgurit-Platten und passend gestrichenen Holzschaltungen mit Hinterlüftung. Die großzügigen Fenster sind gezielt platziert und die zwei Satteldächer der beiden getrennten Häuser mit einem U-Wert von 0,13 sind für sich ein kleines Kraftwerk: Alle vier Flächen der beiden Dächer sind mit insgesamt 200 m2 Photovoltaikanlagen ausgestattet und >> liefern 30 KW.


44 Titelstory ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

In den insgesamt drei Technikräumen im Untergeschoß des hochenergieeffizienten Hauses finden sich eine 22 KW Wärmepumpe mit fünf 420 Meter Tiefenbohrungen, die kontrollierte Wohnraumlüftung und die Schwimmbadtechnik für den privaten Pool, der natürlich gereinigt und mit einer Luftwärmepumpe beheizt wird.

Verschiedene Nutzungen Ein stimmiges Gesamtkonzept Es ist ein Privileg in dieser ruhigen Wohnstraße in Mils eine Konzept dieser Art gestalten und realisieren zu können – und diese wertvolle Ausgangslage wurde von den Bauherrn und den Architekten mit Bedacht ausgeschöpft: Auf knapp 1.000 Quadratmetern sollte das Elternhaus Engleder saniert und für die junge Familie adaptiert werden. „Es wurde schnell deutlich, dass der Bestand mit den genauen Vorstellungen und detaillierten Wünschen der Bauherrn kaum zufriedenstellend angepasst werden kann. Es wären sehr viele Kompromisse entstanden“, erinnert sich Gamper. Also fiel die Entscheidung für den Abbruch und Neubau sehr bewusst. „Mein Vater stand hinter unseren Ideen und mit einem Neubau konnten wir genau das Konzept umsetzen, das uns vorschwebte“, so Engleder. Und dieses Konzept überzeugt heute mehr denn je: Auf dem Grundstück finden sich zwei durch die Tiefgarage verbundene Baukörper. Der Baukörper im Osten bietet zwei 2-Zimmer-Wohnungen mit je 56 m2 und Garten und eine zweistöckige, 121 m2 große 4-Zimmer-Maisonetten-Wohnung mit Terrasse, die Dank des gehobenen Standards der Ausstattung, der ausgezeichneten Lage und der niedrigen Betriebskosten von nur rund 50,- Euro monatlich erfolgreich vermietet sind. Der Baukörper im Westen ist die Heimat der Familie Engleder und eines lichtgefluteten, 80 m2 großen Büros im Erdgeschoß. >>

Verschiedene Terrassen laden zum Leben unter freiem Himmel.

Fotos: eli/zweiraum.eu


„Wir haben ein Konzept gefunden, das Privatsphäre und Rückzug genauso zulässt wie Gemeinsamkeit und Nähe.“ Gerhard Engleder und Jadwiga Haslinger mit ihren Kindern Marie und Maximilian

Fotos: eli/zweiraum.eu


46 Titelstory ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Hier trifft sich die Familie: Im Zentrum des Hauses befindet sich die offene Wohnküche mit großer Terrasse.

Puristisches Wohlfühlen. Klarheit in allen Linien. Schon beim Betreten des Erdgeschoßes mit großer Garderobe spürt man, dass sich gerade auch die Bauherrin mit einem besonderen Sinn für Design und Eleganz in die Planung und Gestaltung der 230 m2 großen Wohnung eingebracht hat – und dass das Wohnkonzept der Familie einzigartig ist: Im Erdgeschoß wohnen die Kinder Marie und Maximilian mit großem Badezimmer, Fitnessraum und Zugang zur Terrasse mit Pool. Auch vom angrenzenden Büro aus fällt der Blick in den Garten. Die Eltern selbst haben sich im Dachgeschoß ein edles Loft mit wunderschönem Giebeldach, privater Terrasse, begehbarem Schrank und eigenem Spa geschaffen. „Wir haben uns in einem unserer Lieblingshotels von einem Zimmer mit offenem Dachstuhl begeistern lassen und wollten dieses schöne Gefühl auch Zuhause erleben“, erzählt Frau Haslinger. Und das ist gelungen: Der Giebel des von teamk2 zeitgemäß interpretierten Satteldachs wurde mit weiß lasiertem Holz verkleidet – und bildet eine geschlossene Linie vom Spa im Norden bis zur Terrasse im Süden. Dieses Gefühl von Großzügigkeit ist es auch, das die Ebene dazwischen, das erste Obergeschoß definiert: Im offenen Wohn-Essraum mit Designerküche begegnet sich die Familie. Und verbindet so Kommunikation und Privatsphäre auf elegante Weise. Fotos: eli/zweiraum.eu


ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG Titelstory 47

„Inspiration zum Giebeldach fanden wir in unserem Lieblingshotel. Dieses Gefühl konnten wir einfangen.“ Jadwiga Haslinger

Kommunikation neu gedacht. In private Offenheit. „Dass Eltern und Kinder in zwei völlig getrennten Geschoßen leben und sich in der Mitte treffen ist ein Konzept mit Seltenheitswert“, unterstreicht auch der Architekt Martin Gamper. So gibt es stilvollen Raum sich zurückzuziehen, die Partnerschaft zu pflegen und den Kindern ihr eigenes Reich zuzugestehen – und das verbindende Element des Miteinanders auf der mit einer Terrasse umrahmten Wohnebene mit Besucher-WC und Gästezimmer. Ein liebevolles Element ist die Leselounge im Norden mit fantastischem Nordketten-Panorama. Eines der im wahrsten Sinne des Wortes größten Highlights des Hauses findet auch hier die größte Beachtung: die zwei Mal 2,5 mal fünf Meter große Glasscheibe mit insgesamt 2,5 Tonnen Gewicht, die auf Wunsch der Bauherrn in nur zwei Einzelstücken geliefert und montiert wurde. Ein Nervenkitzel und eine Herausforderung für alle. Der ebenfalls weiß lasierte Dielenboden >>


48 Titelstory ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

mit wandbündig versenkten Fußbodenleisten, die weißen, raumhohen, wandbündigen Innentüren, die 13 Hebeschiebetüren und viele andere extravagante Charakteristika des Hauses sind nur eine Seite der Medaille. Ein Bus-System steuert die gesamte Technik des Hauses in Holzbauweise per Knopfdruck, die Komfort-Lüftungsanlage für jede Wohneinheit mit Passivhaus-zertifiziertem Lüftungsgerät erreichte einen Wärmebereitstellungsgrad von mehr als 85 % und die 22 kW Sole-Wasser-Wärmepumpe betreibt die Warmwasserbereitung und die Niedertemperatur Flächenheizung, die das Zuhause der Familie Engleder-Haslinger neben Architektur und Ambiente zu einem Ort des Ankommens und Sichsicher-Fühlens macht.

Fakten Umbauter Raum: 4.150 m2 Private Nutzflächen: ca. 230 m2 Büro: ca. 80m2 Mietwohnungen: EG 01 + 02: je ca. 56 m2, OG & DG 03: ca. 121 m2 200 m2 PV-Anlage mit ca. 30 KW Erdwärme-Heizungsanlage mit 22 KW Sole-Wasser-Wärmepumpe mit 5 x 420 Meter Erdwärmesonden ausgeführt mit Duplex-Sonden dn32 1.000 Liter Hygienepufferspeicher und Wasser-Enthärtungsanlage U-Wert Boden zu Tiefgarage: 0,175 U-Wert Wand: 0,14, U-Wert Dach: 0,13 Beteiligte Firmen der IG Passivhaus Tirol Architektur: teamk2 architects Generalunternehmer: Schafferer Holzhaus All-in-One Gmbh Holzbau: Schafferer Holzbau Gmbh Fenster: Zoller & Prantl GmbH Energieausweis: Glatzl Holzbauprojekte Dachdecker und Spengler: Dagn Hermann Gmbh Installationen: Mondo Therm DANSKE Holzlasur: Synthesa Fotos: eli/zweiraum.eu


Hermann Dagn Geschäftsführer

Zufriedene Kunden im Fokus Die Firma Dagn befindet sich in Kössen im Bezirk Kitzbühel. Das Angebot bestimmen die Neueindeckung, Sanierung und Wartung von Steil- und Flachdächern, sowie Fassadenarbeiten. Seriöse Qualitätsarbeit, maßgeschneiderte Problemlösungen, termingerechte Ausführungen aller Arbeiten und optimale Baustellenorganisation werden im Unterländer Fachbetrieb großgeschrieben.

Fotos: Schafferer Holzbau GmbH

Als Spezialist für Flachdächer und Vakuumdämmung ist die Firma Dagn weit über die Bezirksgrenzen hinweg bekannt. Die Verwendung von langlebigen, wirtschaftlichen Produkten sowie Beratung auf höchster Qualität stehen dabei im Fokus. Vom Kurzentrum über Gewerbe- und Privathäuser bis hin zur Hotelerie und Bergbahnen reicht die Referenzliste der zufriedenen Kunden. Diese sind im Übrigen auch auf internationalem Parkett zu finden. (London, Nürburgring, Gardasee, Mallorca...) Das Dagn-Team freut sich auf Ihre Anfrage!

Hermann Dagn Gmbh Dachdeckerei & Spenglerei A-6345 Kössen, Kaltenbach 33 Tel.: +43 (0)5375 / 6279, Fax: DW 15 info@dagn.at, www.dagn.at

www.dagn.at


Ing. Jürgen Hiesel Geschäftsführer Nachher

Willkommen zu Hause! „Der Mensch steht für uns im Mittelpunkt“ Wir feiern heuer unser Fünf-Jahr-Jubiläum und uns geht es seit Bestehen um unsere Kunden, um ihre Wünsche und Bedürfnisse bei der Planung, Sanierung und Beschaffung von Wohnraum. Unsere Aufgabe sehen wir darin, auf diese Wünsche und Bedürfnisse einzugehen und sie real werden zu lassen. Dabei legen wir im Interesse unserer Kunden sehr großen Wert darauf, intensiv auf wichtige Bereiche wie z. B. Energieeffizienz, Umweltschutz, Wohngesundheit, Wohnkomfort, Lebensqualität usw. einzugehen.

Vorher

Fotos: eli/zweiraum.eu

Bei allem was wir tun und wofür wir stehen, ist der Mensch stets der Mittelpunkt. Deshalb sind Vertrauen, Verlässlichkeit und Verantwortung gegenüber Kunden, Mitarbeitern und Lieferanten für uns besonders wichtig. Wir würden uns freuen, auch für Sie Ihren Wohntraum bauen zu dürfen.

Family-Haus Wohnraumbeschaffungs GmbH A-6460 Imst, Floriangasse 13 Tel.: +43 (0)720 / 595 333 office@familyhaus.eu, www.familyhaus.eu

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Planen mit dem Baumeister 51

Ein Baumeister steht Ihnen von der ästhetischen Planung über Fragen zur Energieversorgung bis zur Fertigstellung als kompetenter Ansprechpartner in allen Bereichen zur Seite. Foto: Fotolia

Innovativ, energieeffizient und durchdacht planen mit dem Baumeister! (PR) Mit Passivhäusern gehen Sie in eineenergiesparende Zukunft. Beauftragen Sie für die Planung und den Bau einen kompetenten Experten. Eine sorgfältige Planung ist die Basis für langfristigen Wohnkomfort in den eigenen vier Wänden. Denn nur wenn diese wirklich durchdacht ist, haben Sie lange Freude an Ihrem Zuhause. Ein Baumeister kann Ihnen bereits bei der Planung mit innovativen Ideen zur Seite stehen. Geschickt verbindet er eine neuartige Gestaltung mit Wirtschaftlichkeit und Umsetzbarkeit. Ihr Baumeister übernimmt auch die Statik und erstellt ein maßgeschneidertes Energiekonzept für Ihre Immobilie. Viele funktionelle und energiesparende Produkte sind am Markt, aber nicht alle sind für jedes Haus geeignet. Nach Abschluss der Planung und Kostenfixierung baut ein Baumeister Ihr Haus auf Wunsch als Generalunternehmer. Sie müssen sich um nichts kümmern und profitieren von einem Ansprechpartner. Ihr Baumeister übergibt Ihnen Ihr individuell geplantes Zuhause schlüsselfertig und termingerecht.

eines Passivhauses auf zertifizierte Materialien zurückgreifen. Diese werden vom Passivhaus-Institut auf ihre Passivhaustauglichkeit geprüft. Die Massivbauweise ist besonders langlebig, unterhaltsarm, stellt eine optimale Wertanlage dar und eignet sich deswegen besonders gut für energiesparende Gebäude. Bei Heizungssystemen wird bei Passivhäusern in der Regel auf erneuerbare Energiequellen wie kleinere Pelletsöfen und Wärmepumpen zurückgegriffen. Auch hier steht Ihnen der Bauexperte mit Rat und Tat zur Seite und findet für Ihre Ansprüche die optimale Heizung. Wenn Sie sich für den Bau eines Passivhauses entschließen, ist das eine Entscheidung für eine energiesparende Zukunft.

Warm und beständig Ein Passivhaus in Massivbauweise zu errichten bringt zudem einige handfeste Vorteile: So sind die massiven Wände ideale Wärmespeicher und tragen wesentlich zu einem guten Wohnklima im Passivhaus bei. Die Bausubstanz ist durch die Außendämmung auch auf lange Sicht perfekt geschützt, zudem ist auch der Einsatz von transparenter Wärmedämmung möglich.

Eine energiesparende Zukunft

Komplett dicht machen

Seit mehr als 20 Jahren werden Passivhäuser gebaut, mittlerweile ist die Technik vielfach erprobt, und die Bewohnerinnen und Bewohner sind rundum zufrieden. Bauinnungsmeister Anton Rieder verweist auf die wirtschaftliche Rentabilität von massiv gebauten Passivhäusern: „Das vielfach vorgebrachte Argument, ‘Passivhäuser seien ein teurer Spaß’, ist heute so nicht mehr gültig. Die geringen Mehrkosten im Bau amortisieren sich durch die eingesparten Energiekosten innerhalb kurzer Zeit.“ Wenn die Möglichkeit besteht, sollte man beim Bau

Am wichtigsten ist bei allen Passivhäusern, dass sie lückenlos isoliert werden. Durch die bewährten massiven Baustoffe und die hochwertige Arbeitsweise der Tiroler Bauunternehmen ist die Luftdichtheit relativ einfach zu erreichen. Darüber hinaus zeichnen sich Massivhäuser generell durch höhere Stabilität und Belastbarkeit sowie besseren Schall- und Brandschutz aus. Noch dazu machen öffentliche Förderungen den Neubau von Passivhäusern besonders attraktiv. Die Bauinnung der Tiroler Wirtschaftskammer informiert Sie gerne.


52 Passivhaus-Betriebsgebäude ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Ötztaler Welten In Sölden entsteht ein topmodernes erweitertes Betriebsgebäude der Ötztaler Verkehrsgesellschaft (mek) Das neue Betriebsgebäude der Ötztaler Verkehrsgesellschaft (ÖVG) in Sölden spielt alle Stückeln. Architektonisch, statisch und energetisch kann das Gebäude mit Passivhauskomponenten in vielen Raffinessen punkten. Ein Streifzug durch die „Ötztaler Welten“, welche im September 2016 neu eröffnet werden.

Der Erstentwurf stammt aus kalten Jännertagen 2015, drei bis vier Monate später folgte ein präsentierbarer Entwurf, am 4. April 2016 war der Baustart und voraussichtlich Ende September dieses Jahres soll die Eröffnung stattfinden. Die Rede ist vom erweiterten Betriebsgebäude der Ötztaler Verkehrsgesellschaft (ÖVG) in Sölden. Im Konkreten wird der Werkstätten-Trakt aus dem Jahre 1996 aufgestockt. Zudem entstehen ein neuer Büro- und Verwaltungsteil sowie Unterkünfte für die Mitarbeiter. „Wir beschäftigen an die 40 Buslenker, großteils Gastarbeiter. Bei uns wird es immer schwieriger, Mitarbeiter zu finden, daher brauchen wir diese Wohnungen“, schildert ÖVG-Geschäftsführer Franz Sailer. Er legt zudem Wert auf Qualität, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Die Wahl fiel auf die Holzbauweise mit Passivhauskomponenten.

Kompetentes Projektteam Mit Planer Stefan Schrott aus Stams war der richtige Mann für das Projekt „Ötztaler Welten“ gefunden. Mit ihm und seinen Ideen konnte ein Projektteam an Ausführenden wachsen, welches die Herausforderungen mit viel Elan anging. „Die bestehende Halle war statisch nicht für eine Aufstockung ausgelegt. Es galt, besondere Aufgaben zu meistern“, schildert Stefan Schrott. Am konstruktiv-technischen Konzept für den Entwurf der Büroaufstockung und


Der Innenhof bringt Licht und raues Ötztaler Klima ins ÖVG-Betriebsgebäude. Fotos: zweiraum GmbH, Visulaisierung: DI Stefan Schrott

„In unserer Region leben wir vom Tourismus. Nachhaltigkeit, Ökologie und Qualität bestimmten unsere Bau-Entscheidung.“ Franz Sailer, GF ÖVG

Mitarbeiterwohnungen mitgearbeitet hat das Team von Glatzl Holzbauprojekte. „Wir durften Vorschläge für die Auswahl der Subplaner (zB Holzbaustatik, Haustechnik, Elektrotechnik) abgeben. Damit jene Betriebe mit dem besten Know-How im Holzbau für die interessante Bauaufgabe an der Ausschreibung teilnehmen konnten. Eine der größten Herausforderungen bestand darin, Lasten aus dem neuen statischen System in das nicht deckungsgleiche statische System des Bestandes einzuleiten

bzw. den Bestand (20 Jahre alte Bushallenkonstruktion) teilweise zu verstärken“, schildert GF Hermann Glatzl. Mehrere Randbedingungen wollten erfüllt werden: Die thermische Trennung zwischen Bestand und Büroaufstockung, die Unterbringung der erforderlichen Primärkonstruktion zur Lastabtragung bzw. Umleitung und die Einhaltung des Bodenniveaus kleiner als sieben Meter über dem Nullniveau, um in der niederen Gebäudeklasse (Brandschutz) zu bleiben sowie den Zubau möglichst energieautark zu betreiben. So ist eine ca. 20 kw Photovoltaikanlage auf Basis des bestehenden Lastprofils geplant.

50.000 Lärchenschindeln verbaut

Foto: Ötztaler

Hat Weitblick und Verantwortungsbewusstsein beim Bauen bewiesen: Franz Sailer, Geschäftsführer der ÖVG.

Einfach, natürlich und klar präsentiert sich der Holzbau, der mit einer vorbehandelten Lärchenschindelfassade an der Ötztalstraße 2 thront. Diese Vorbehandlung mit einem „Schnellvergrauer“ sorgt dafür, dass die gespaltenen Lärchenschindel dem Wunsch des Auftraggebers entsprechend, gleichmäßig vergrauen und schnell eine äußerst robuste >>


54 Passivhaus-Betriebsgebäude ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

50.000 Lärchenschindeln wurden verbaut. Ötztaler Bergwelt außen und innen Interessant gelöst hat Architekt Schrott die Trennung zwischen Mitarbeiterwohnungen und Bürotrakt. Ein mit Geröll und Gestein von den Ötztaler Gletschern gestalteter Innenhof garantiert eine optimale Lichtversorgung und zaubert ein Maximum an Ötztaler-Bergweltstimmung in das ÖVG-Anwesen. Dies trägt freilich dem Umstand Rechnung, dass sich Schrott, ein begeisterter Bergfex, am liebsten in der Natur aufhält. Die Verbindung innen und außen löst er mit der Verwendung von zahlreichen rahmenlosen Fenstern, welche das raue Ötztaler Bergklima in die Innenräume tragen. Dort trifft es auf Lehmputz an den Innenwänden und sorgt so für ein hervorragendes Raumklima zum Arbeiten und Wohnen. Mitten in den Ötztaler Welten…

Technische Daten OIB Büro: HWB*: 3,4kWh/m3a OIB Wohnen HWB: 25 kWh/m2a Dach: U=0,10W/m2K, 47 cm Zellulose

Fotos: zweiraum GmbH

Die neuen Büroräumlichkeiten offerieren fantastische Ausblicke in die „Ötztaler Welten”.

Außenwand: U=0,11W/m2K BBS +34 cm Zellulose + Lärchen-Schindelfassade Decke: U=0,09W/m2K, 32 cm Zellulose Fenster: U=0,74 W/m2K

Patina bilden. In Summe wurden an die 50.000 Schindeln verbaut. Die Außenwände sind aus Massivholzplatten, innen in Sichtqualität und weiß lasiert gefertigt. Für die Ausführung des Holzbaus ist die Firma AT Thurner aus Imst zuständig. Weiters trägt die Auswahl des Dämmstoffes Zellulose dem ökologischen Gedanken Rechnung. Das optimierte Haustechnik-Konzept inkludiert eine Heizund Kühldecke sowie eine Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung (80 %) für den Büro- und Wohnteil sowie eine für die bestehende Werkshalle.

Beteiligte Firmen der IG Passivhaus Tirol DI Stefan Schrott & DI Judith Schöffthaler Glatzl Holzbauprojekte KG Walser Siegfried Zoller & Prantl GmbH Ing.büro RUETZ Pichler Lüftung


DI Stefan Schrott und DI Judith Schöffthaler DI Stefan Schrott und DI Judith Schöffthaler A-6422 Stams Hauptmann-Kluibenschedl-Str. 19 stefan.schrott@tirol.com +43 (0)664/4650255 judith.egger@gmx.at +43 (0)664/4318423 www.stefanschrott.at

Fotos: Watzek-Fotografie

Kreative Planung im Fokus DI Stefan Schrott und DI Judith Schöffthaler bieten in ihrem Architekturbüro kreative und innovative Lösungen. Ihre Firmenphilosophie ist in hohem Maße von einer holistischen Betrachtung geprägt. Architektur bedeutet Verantwortung für die Umwelt und die Lebensbedingungen für uns selbst sowie künftige Generationen. Daher spielt die Planung von ökologischen und nachhaltigen Projekten eine große Rolle.

Architektur, die Raumgrenzen überwindet (PR) Im September 2016 ist die Eröffnung des neuen Betriebsgebäudes der Ötztaler Verkehrsgesellschaft (OVG) in Sölden geplant. Nach den Entwürfen von DI Stefan Schrott und DI Judith Schöffthaler aus Stams entsteht ein formschönes und nachhaltiges Gebäude. Ein gelungenes Beispiel für ein nachhaltiges Projekt stellt das neue Betriebsgebäude der Ötztaler Verkehrsgesellschaft in Sölden dar. Um einen äußerst innovativen Holzbau wird das bestehende Gebäude erweitert. Die Planung sollte sich für DI Stefan Schrott und DI Judith Schöffthaler als Herausforderung erweisen, galt es doch, gezielt statische Lösungen zu finden. Dabei setzten und setzen die beiden auf die Zusammenarbeit mit erfahrenen Partnern und Spezialisten. Überhaupt spiegelt die Umsetzung dieses Gebäudes den Zugang zum Thema Architektur von Schrott und Schöffthaler treffend wider: einfach, natürlich und klar präsentieren sich Projekte aus der Hand des Stamser Teams. Ihr architektonisches Engagement überwindet dabei Raumgrenzen: Es reicht bis zur Einrichtung als Teil des Raumes bis zur Gestaltung des Gartens. Reizvoll und spannend finden Schrott und Schöffthaler des Weiteren so genannte Mikro-Architektur: Aus beengten räumlichen Situationen das Maximum an Wohngefühl herausholen, das macht ihnen besonderen Spaß.

Visualisierung: Rococ

Das neue Betriebsgebäude der OVG in Sölden entsteht nach den Plänen von DI Stefan Schrott und DI Judith Schöffthaler aus Stams.

Foto: Watzek-Fotogr

Ökologische und nachhaltige Projekte werden kreativ geplant.


Klimatherm-Firmenchef Ing. Franz Reinhart

Klimatherm GmbH Kaiserjägerstraße 11 A-6170 Zirl Tel.: +43 / (0)5238 / 54 654 Fax: DW 15 office@klimatherm.at www.klimatherm.at

Weiterentwicklung als große Stärke Eine Komfortlüftung mit Kaskadenlüftung gehört im Passivhausbau bereits zum Stand der Technik. Innovative Konzepte entstehen jedoch gerade heute, wenn wir die bewährte Technik neu miteinander verbinden. In der Weiterentwicklung und im stetigen Erhöhen der gängigen Standards sehen wir den nächsten Schritt der Branche – und eine unserer größten Stärken bei Klimatherm in Zirl.

Haustechnik gespeist von selbst erzeugtem Strom (PR) Know-How am Puls der Zeit, überzeugtes Engagement und Innovationskraft sind entscheidend dafür, in jedem Projekt das Optimum zu erreichen. So auch in der neuen NHT-Wohnanlage in der Gumpstraße in Innsbruck. Zur alternativen Energiegewinnung kommt hier eine Photovoltaikanlage zum Einsatz. „Wir setzen auf den grünen Strom der PV-Anlagen. Leider hat sich jedoch gezeigt, dass der erzeugte Strom, der nicht verbraucht werden kann, zu einem unwirtschaftlichen Preis ins Stromnetz eingespeist werden muss. Also wird der PV-Strom in diesem Projekt zur Gänze im eigenen Objekt verwendet“, erzählt KlimathermGeschäftsführer Franz Reinhart.

Haustechnik als wirtschaftlicher Stromabnehmer Der PV-Strom betreibt die Wohnraumlüftung, welche an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr betrieben wird. Auch das Warmwasser kann mit Elektroboilern direkt in den Wohnungen ohne Verteilverluste erzeugt werden. Das Fußbodenheizsystem wird mit einer Wärmepumpe energieeffizient versorgt. „Somit kann die Haustechnik fast zur Gänze mit PV-Strom betrieben werden. Die Amortisationszeit der Photovoltaikanlage wird dadurch wesentlich verkürzt und das ist ein erreichtes Ziel, das Ökologie und Wirtschaftlichkeit ideal verbindet“, betont Franz Reinhart.

Die Haustechnik im aktuellen Projekt der Neuen Heimat Tirol (NHT) in der Innsbrucker Gumpstraße wird vorwiegend mit Strom der eigenen PV-Anlage betrieben.

Fotos: NHT


ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG Zukunft des Bauens 57

Bauen 4.0 Landesinnungsmeister und Bau-Unternehmer Anton Rieder übt Ausblick in die Zukunft (mek) Die Zukunft des Bauens liegt in der Energieeffizienz. Dessen ist sich Baumeister Dipl.Ing. Anton Rieder sicher. Allerdings sind laut dem Tiroler Bau-Landesinnungsmeister produktivitätssteigernde Prozesse und Abläufe in der Branche notwendig. Energieeffizienz beim Bauen und Sanieren sieht Landesinnungsmeister Anton Rieder in Österreich auf einem sehr hohen Niveau. „Gerade in Tirol wurde und wird da viel Pionierarbeit geleistet. Ausgebildete Fachkräfte sind mit ihrem Wissenstand im oberen Bereich angesiedelt. Techniker heute wissen einfach Bescheid über U-Werte und Details aus dem Energieausweis“, sagt der Interessensvertreter.

Integrale Planung und Lean Management Nachholbedarf sieht Rieder jedoch in der Produktivität. „Prozess- und Bauabläufe am Bau gehören einfach optimiert und dann standardisiert. Da stagnieren wir, was zur Folge hat, dass steigende Löhne und Materialkosten eins zu eins an die Kunden weitergegeben werden müssen. Unsere Branche ist gefordert, hier Fortschritte zu erreichen.“ Mögliche Mittel und Wege dazu ortet der Landesinnungsmeister in innovativen Ansätzen wie der integralen Planung und dem Building Information Modeling (BIM - deutsch: Gebäudedatenmodellierung). Aber auch die Automobilindustrie liefert gute Beispiele – etwa das Lean Manage-

ment. Allerdings, räumt Rieder ein, müssten mit diesen Prozessen auch strukturelle Veränderungen einhergehen. „Neue Formen der Zusammenarbeit am Bau werden sich da auftun.“

Weiterbildung wichtig Daher liegt ein wesentlicher Schlüssel in der fortschreitenden Etablierung von Niedrigstenergiehaus-Konzepten und Passivhäusern in der Qualifizierung der Planer und Ausführenden. „Hier sind auch die staatlichen Stellen wie HTLs und Unis gefragt. Es kann nicht sein, dass diese Aufgabe privaten Weiterbildungsanbietern überlassen bleibt“, so der Funktionär und Unternehmer, der bei Rieder Bau an die 130 MitarbeiterInnen beschäftigt.

Foto: Christoph Ascher

Landesinnungsmeister und Bau-Unternehmer Anton Rieder: „Das Einfamilienhaus wird in Tirol zum Luxusgut. Grundstücke und rechtliche Normen wie Vorschriften sind die Preistreiber.“

Das Niedrigstenergiehaus im EinfamilienhausSektor ist die Königsdisziplin. Es verzeiht keine Fehler. Anton Rieder


58 Technikwunder ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Kleines Technikwunder

mit wunderbarem Wohnkomfort Charmantes Einfamilienhaus im Tiroler Unterland vereint zahlreiche Wohlfühlfaktoren (mek) Am Fuße des Rofangebirges in Wiesing liegt das Domizil von Familie Kirchmair-Faes. Ein moderner Quader mit klarer Linien- und Kantenführung besticht neben modernster Haustechnik zudem mit Energieeffizienz und Barrierefreiheit. 14,9 kWh/m2a (lt. Energieausweis) beträgt der Heizwärmebedarf des in Massivbauweise ausgeführten Gebäudes. Ein präzise geschnürtes Korsett an Rahmenbedingungen veranlasste die Kreativabteilung des Architekturbüros Kotai Autengruber, mehrere Vorentwürfe auszuarbeiten. Nach einigen Besprechungen mit den Bauherren kristallisierten sich die Wünsche klar heraus und der Endentwurf von Architekt Armin Autengruber von der Kotai Autengruber Architekten ZT OO wurde umgesetzt.


ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG Technikwunder 59

Fotos: Kotai & Autengruber

Highlight der Haustechnik ist das Heizmodul, basierend auf Hybridtechnologie.

Zusammenfassend nennt er Herausforderungen: „Diese lagen darin, die weit auskragenden Bauteile zu planen, welche sowohl in architektonischer Sicht ein absolutes Muss waren, als auch die funktionalen Aspekte für Sonnen- und Witterungsschutz die diese unverzichtbar machten, Wärmebrücken optimiert zu projektieren. Und dabei den Kostenrahmen des Gebäudes nicht unnötig in die Höhe zu treiben.“ Der langgesteckte Baukörper wird zur im Norden gelegenen Straße hin erschlossen und öffnet sich via großzügig angeordneten Fenster und Glasflächen in Richtung Südwest. Dadurch können sehr gute solare Wärmegewinne erzielt werden, wobei der bauliche Sonnenschutz über frei auskragende Vordächer und Balkone mit Aluminium Sandwichpaneelen gewährleistet ist und in den Sommermonaten vor Überhitzung schützt. Für das Wohlfühlambiente sorgen der vorgelagerte Naturpool mit Sonnenterrasse und die senkrecht gegliederte Lärchenfassade. >>


60 Technikwunder ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Massivbauweise Barrierefrei erschlossen sind ein gewerblich genutztes Büro und der Wohnbereich. Über die eigens designte Treppe aus heimischer Eiche erreicht man die Schlafzimmer der Familie samt Badeoasen. Das Gebäude wurde in Beton- und Ziegelmauerwerk gebaut. Die thermische Hülle wurde mit einem Wärmedämmverbundsystem und Glasschaumschotter unterhalb der Fundamentplatte konzipiert. Das im Gefälle betonierte flachgeneigte Satteldach wurde oberhalb der Wärmedämmung mit einer Bitumenabdichtung und Kiesauflage errichtet. Dem Baukörper ist eingeschoßig ein Rahmen vorgelagert, welcher einerseits als Carport dient und anderseits den Technikraum beherbergt. Dieser Bereich bildet das Herzstück der Haustechnik.

Heizen mit Hybridtechnologie Nicht zuletzt aufgrund der waldnahen Lage des Baugrundstückes mit erhöhter Pollenbelastung wollte man auf den Komfort einer Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung nicht verzichten. Highlight ist mit Sicherheit das Heizmodul – welches auf Hybridtechnologie basiert. Das System beinhaltet Gas-Brennwertkomponenten mit Sorptionstechnik

in Kombination mit Umweltwärme Solarthermie. Die Wärmepumpentechnologie mit natürlicher Sorptionstechnik durch Zeolith und Wasser ist ein System der neuesten Generation und äußerst umweltschonend. Dies spiegelt sich auch dadurch wieder, dass dieses System den Kriterien der Wohnbauförderung Tirol entspricht. Abgerundet wird das Technikpaket mit einem Bussystem, welches neben der individuellen Lichtsteuerung auch die Komfortlüftung steuert. Die Temperatur der Frischluft wird in Kombination mit dem Heizungssystem und den Raumtemperaturfühlern geregelt. Somit kann ein Maximum an Behaglichkeit erzielt werden.

Blower Door-Messungen Während der Bauphase, welche durch das Team rund um Architekt Armin Autengruber betreut wurde, waren die Fachplaner der Haustechnik stetig miteingebunden. Besonderes Augenmerk wurde auf eine luftdichte Gebäudehülle gelegt, welche durch die hauseigene Qualitätskontrolle durch Luftdurchlässigkeitsmessungen (Blower Door) während der Bauphase zu einer Minimierung der Fehlerquellen führte. Durch ein sehr gutes Zusammenspiel der Handwerker und dem Projektmanagement konnte ein kleines Technikwunder mit wunderbarem Wohnkomfort geschaffen werden.

Beteiligte Firmen der IG Passivhaus Tirol Planung und Bauleitung: Architekturbüro Kotai Autengruber, Jenbach Fotos: Kotai & Autengruber


Arch. DI Christian Kotai, Arch. DI Armin Autengruber, Geschäftsführer

Willkommen im KA-Office! Mitte des 15. Jh. wurde in Jenbach mit dem Schmieden von Sensen begonnen. Dies ist der Ursprung der Sensenschmiede, in deren sanierte Gebäude unter anderem das Architekturbüro Kotai Autengruber eingezogen ist.

Fotos: Kotai und Autengruber

Kotai Autengruber Architekten ZT OG A- 6200 Jenbach, Huberstraße 34c Tel.: +43 (0)5244 / 20 999 office@ka-architekten.at www.ka-architekten.at

Das Architekturbüro Kotai Autengruber ist ein puristisch gehaltener Quader, welcher sich in das Bestandsmauerwerk aus Schlackesteinen einbettet. Für die neu gebaute Aufstockung wurde eine Leichtbauweise aus Holzriegeln gewählt, um die Steinmauer aus der vergangenen Epoche nicht mehr zu belasten als nötig war. Die Materialen wurden bewusst konträr gewählt, um den Fokus auf den Unterschied zwischen Alt und Neu zu legen und zu thematisieren. In der Raumgestaltung wurde besonders Wert auf den Erhalt der dunklen Schlackesteinmauer gelegt, welche mit unbehandelten rostigen Stahlelementen im Gegenspiel zu hellen Brettsperrholzplatten und weißen Gipskartonelementen stehen. Das Büro erstreckt sich über drei Ebenen, die über einen Wintergarten mit industriellem Aussehen erschlossen sind.

Das als Passivhaus konzipierte Gebäude wird über solare Energiegewinne und Luftwärmepumpe konditioniert. Die Komfortlüftung sorgt für ein angenehmes Wohlfühlklima und rundet das Haustechnikpaket ab.

www.ka-architekten.at


Tebetec 62

Gesucht: Lösungen mit Köpfchen für die thermische Entkoppelung von Stahlbetonwänden Im Fokus: drei Methoden für die Reduktion der Wärmebrücke im Anschlussdetail Stahlbetonwand (PR) Durchgehend betonierte Stahlbetonwän-

Flankendämmung ist von gestern

de, zum Beispiel auf Einstellhallendecken, stel-

Höherer Platzbedarf (Wanddicke), Materialwechsel im Putzbereich (Rissbildung) und Befestigungsschwierigkeiten im Gebrauchszustand im Bereich der Dämmung: Die negativen Folgen der Flankendämmung überwiegen. Zumal die Installation einer Dämmung unterhalb der Geschossdecke umständlich und deutlich teurer als das Verlegen der Dämmung auf der Geschossdecke ist. Bauphysikalisch werden Energieverluste und das Bauschadenrisiko zwar minimiert, aber keinesfalls gelöst.

len die letzten großen Fehlbereiche im Dämmperimeter dar. Seit Jahren steigt der Druck auf die Planerschaft, diese Schwachstelle zu eliminieren.

Lückenlose Wärmedämmung: Ja, aber wie? Das Ziel jeder planerischen Tätigkeit sollte ein lückenloser Dämmperimeter sein. Bauschadenrisiken durch Kondensat und Schimmelpilz könnten so massiv gesenkt und höhere Energiestandards realisiert werden. Die Zielvorgabe generiert jedoch einen Konflikt: Wie können thermische Entkoppelungen von tragenden Konstruktionsdetails mit der Statik, speziell der Erdbebensicherheit, in Einklang gebracht werden? Es gibt mehrere Ansätze, wie die Probleme beim Anschluss von Stahlbetonwänden behandelt werden können. Nachfolgend werden die heute existierenden Möglichkeiten unter die Lupe genommen.

Konsollösung untauglich gegen Schimmelpilz Bei dieser Methode lagert man die Betonwand auf kleine Konsolen (Schubnocken) auf und reduziert damit die Durchdringungsfläche der Stahlbetonwand. Die Schimmelpilzgefahr wird dadurch kaum verbessert, da die durchbetonierten Bereiche aufgrund des hohen Armierungsgehalts besonders niedrige Oberflächentemperaturen aufweisen und das Bauschadenrisiko erhöhen. Die Energieersparnis eines solchen Systems ist zudem vergleichsweise gering.


Tebetec 63

Isolierenden Wandanschlüssen gehört die Zukunft

Mit Hilfe eines solchen Systems sind zusätzlich bis zu 25% Energieeinsparungen und somit auch höhere Energiestandards auf einfache Art und Weise realisierbar. Das Bauschadenrisiko durch Kondensat und Schimmel kann im Vergleich zu einer Flankendämmungs- oder Konsollösung ausgeschlossen werden und das bei in der Regel geringeren Kosten.

Patrick Plaschg TEBETEC Solutions e.U. Tonwerkstr. 32a 6122 Fritzens Mobil: +43 (0)664/5350246

Weitere Informationen: www.alphadock.at Fotos & Visulaisierungen: Tebetec, Alphadock

Ein vielversprechender Weg wird mit vorgefertigten, thermisch isolierenden Wandanschlüssen beschritten, die aufgrund des verwendeten Betongelenkes keinesfalls mit einem Brüstungsanschluss gleichgesetzt werden sollten. Durch die Nutzung von ultrahochfestem Faserbeton (UHFB) werden trotz kleiner Durchdringungsflächen große Lasten übertragen und die Anschlussfläche der Stahlbetonwand reduziert sich um bis zu 95 Prozent.

Der in der Schweiz entwickelte isolierende Wandanschluss Alphadock ist der erste seiner Art und wird erfolgreich seit fünf Jahren in der Schweiz eingesetzt. Seit Januar 2016 ist Alphadock auch in Österreich zugelassen (OIB bautechnische Zulassung BTZ-0002) und hilft bei der Verbesserung der bauphysikalischen Qualität von Gebäuden. Die ersten Objekte mit Alphadock werden aktuell in Österreich realisiert (siehe Foto: Baustelle WA Pettnau / ausführende Baufirma: Porr GmbH, Wohnbauträger: Stimpfl Baumanagement GmbH)


64 Ökologische Architektur ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Zehn Jahre Holzbau aus

Leidenschaft

Baumeisterin DI Christina Krimbacher gilt in Fachkreisen seit mittlerweile zehn Jahren als Expertin für energiesparendes Bauen in Holz. Ein kleiner Projektüberblick soll zeigen, wie vielseitig und wertvoll der moderne Holzbau ist und worin die Stärken des nachhaltigen Baustoffes liegen

Projekt „Gxund dahoam“ in St.Johann


ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG Ökologische Architektur 65

(CMS) Bauen und Wohnen mit Holz ist nachhaltig, ökologisch und der Werkstoff vermittelt mehr als jedes andere Baumaterial das Gefühl von Behaglichkeit. Als nachwachsender Rohstoff wächst mehr Holz in den heimischen Wäldern nach als verbaut werden kann. Das Holzhaus profitiert von diesen Tatsachen und daher entscheiden sich immer mehr Bauherrn dafür – meist in Passiv- oder Niedrigenergieausführung. Gefragt sind wieder Einfachheit, Natur, gesunde Das Projekt „Haus Jenbach“ vor und nach der Sanierung

Baustoffe, leistbare Gebäude und überschaubare Betriebskosten. Kompetente Planung, Ausschreibung und Bauleitung gewinnen im Neubau und bei Sanie-

Projekt „Gxund dahoam“ St.Johann

rungen an Bedeutung. Der Schwerpunkt von Christina Krimbacher liegt genau hier – nämlich auf der umfassenden Betreuung ihrer Projekte vom Entwurf über die Wärmebrückenberechnung bis zur Kontrolle auf der Baustelle und das alles aus einer Hand. Innerhalb der letzten zehn Jahre hat die selbständig planende Baumeisterin mit abgeschlossenem Architekturstudium zahlreiche unterschiedliche Projekte realisiert und gibt mit den folgenden Bildern einen Einblick in ihr Schaffen... Fotos: C. Krimbacher

Die rundum ökologisch ausgeführte Aufstockung eines Bestandsgebäudes samt Zubau gilt mit seinen zwei Wohneinheiten im Bezirk Kitzbühel als Musterbeispiel für nachhaltiges Bauen und zeigt, was moderner Holzbau kann. Bei diesem Projekt handelt es sich um den Auf- und Anbau an ein bestehendes Gebäude aus den 70er-Jahren. Mit dem Zubau entstand ein dreiseitig umbauter Innenhof, der den zwei neu entstehenden Wohneinheiten als grüne, ruhige Oase zugute kommt. Der Klima-Aktivhaus-zertifizierte Holz-Lehm-Bau mit Zellulosedämmung steht auf einer Bodenplatte mit einer SchaumglasschotterSchicht. Eine Besonderheit ist bestimmt der Verzicht auf einen klassischen Estrich – dieser wird durch Polsterhölzer mit einer Lehmschicht, in welcher die Fußbodenheizung verläuft, ersetzt. Auch der Einsatz von 4 Einzelraum-Lüftungsgeräten, die in der Wand integriert werden und die sonst übliche, kontrollierte Wohnraumlüftung ersetzen, ist bemerkenswert. Der natürliche Lehmputz an den Wänden unterstreicht das Wohlgefühl in den neuen Räumlichkeiten.

Projekt „Haus Jenbach“ Die gelungene Sanierung dieses Wohnhauses erlangte sogar eine Klima-Aktiv-Auszeichnung in Gold und entspricht mit seiner gedämmten Holzfassade im Obergeschoß genau der Tiroler Tradition. Beim Vergleich der Bilder vor und nach der Sanierung kann man die Qualitätssteigerung des Gebäudes deutlich erkennen. >>


„Haus Ruth“ Obernberg

„Energetisch Sanieren bedeutet vor allem ökologisch verbessern. Das geht weit über reine Dämm-MaSSnahmen hinaus.“ DI Christina Krimbacher

Fotos: C. Krimbacher, eli/zweiraum.eu

66 Ökologische Architektur ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Erweiterung Haus Rum

Projekt „Haus Ruth“ Obernberg Dem idyllisch gelegenen, ehemalige SommerfrischeHaus tat eine umfangreiche Sanierung unter Verwendung eines Hanfdämmstoffes sichtlich gut und so erstrahlt es heute wieder in neuem Glanze. Das Gebäude aus den 30-er Jahren besticht durch hohen Wohnkomfort und sparsamen Energieverbrauch.

Projekt „Erweiterung Haus Rum“

Anbau Reihenhaus Kirchberg

Dieses Beispiel zeigt, dass auch der Anbau an ein bestehendes Wohnhaus in Passivhaus-Bauweise möglich ist. Die Idee von sinnvoller Nachverdichtung im Stadtrandgebiet in baubiologisch hochwertiger Art und Weise nahm hier konkrete Formen an. Das Grundstück und der Bestand ließen die Errichtung einer zusätzlichen Wohnfläche von 108m² über zwei Geschoße zu, wobei die Möglichkeiten bis ins Letzte geschickt ausgenützt wurden.

Projekt „Anbau Reihenhaus Kirchberg“ Dieses Projekt befindet sich gerade in der Planungsphase und zeigt, wie unkompliziert und geschickt sich ein Anbau aus Holz dem Bestand aus dem Jahre 2007 anpassen kann und diesen auf ansprechende Art und Weise erweitert und aufwertet.

Hüttensanierung Aurach

Projekt „Hüttensanierung Aurach“ Auch in den Bergen gibt es immer wieder Sanierungsfälle, die mit mehr oder weniger großen Eingriffen aus einem sanierungsbedürftigen Altbestand eine attraktive Herberge machen.

Projekt „Doppelhaus Hall“ Natürlich ist auch beim energieeffizienten Neubau der Baustoff Holz für Christina Krimbacher stets die Nummer 1. Die Vorteile des Materials, wie beispielsweise Sauberkeit, Schnelligkeit, Behaglichkeit und Nachhaltigkeit sind in jedem Fall überzeugend.

Doppelhaus Hall


DI Christina Krimbacher Baumeisterin

Holzbau aus Leidenschaft Seit zehn Jahren plant und begleitet Christina Krimbacher nun bereits energieeffiziente Projekte aus Holz. Hier eines ihrer aktuellsten Projekte: „Gxund dahoam“ in St.Johann.

Projekt-Fotos: Firma Hausschild, Portraitfoto: Michael Gasser

DI Christina Krimbacher, energieeffiziente Projekte A-6020 Innsbruck, Mentlgasse 10/29 Tel.: +43 / (0)699 / 170 701 75 Fax: +43 / (0)512 / 573 255 info@christina-krimbacher.at www.christina-krimbacher.at

Als Beispiel für eines ihrer realisierten Projekte ist hier die ökologisch ausgeführte Aufstockung eines Bestandsgebäudes samt Zubau zu sehen. Das Objekt ist mit seinen zwei Wohneinheiten im Bezirk Kitzbühel ein Vorzeigeprojekt für nachhaltiges Bauen und zeigt, was moderner Holzbau kann. Bei diesem Projekt handelt es sich um den Auf- und Anbau an ein bestehendes Gebäude aus den 70er-Jahren. Mit dem Zubau entstand ein dreiseitig umbauter Innenhof, der den zwei neu entstehenden Wohneinheiten als grüne, ruhige Oase zugute kommt. Der Klima-Aktivhaus-zertifizierte Holz-Lehm-Bau vereint natürliche Materialien mit modernster Haustechnik und entspricht somit exakt den Vorstellungen von zeitgemäßem Wohnen.

www.christina-krimbacher.at


68 Massivholz-Haus ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Ein Wohnbau ganz aus Holz Projekt „KIST“ nennt sich der elegante Wohnbau auf einem Hanggrundstück in Hötting über Innsbruck – der Baustoff Holz gibt hier eindrucksvoll den Ton an (CMS) Eine Wohnanlage ganz aus Holz ist etwas ganz Besonderes – noch. Projekte wie dieses zeigen, was im modernen Holzbau heute möglich ist, und dass der nachhaltige Werkstoff weit über seinen bislang üblichen Einsatz hinaus im Bauwesen sinnvoll nutzbar ist.

Fotos: Martin Allinger

Ein freies, leicht geneigtes Grundstück nahe der Landeshaupstadt mit herrlichem Rundumblick hat seinen Preis. Ein solches wirtschaftlich und hochwertig zu bebauen braucht Ideen und Know-How. Der Bauherr wandte sich also an das erfahrene Architektenteam teamk2 rund um Martin Gamper und Dietmar Ewerz, um sich nicht auf ungewisse Abenteuer einzulassen. Ein reiner Holzbau sollte es sein, um dem


Dieses Projekt hat uns als Planer sehr gefordert und die Leidenschaft zum Werkstoff Holz zusätzlich verstärkt. Martin Gamper, teamk2 architects

nachhaltigen, heimischen Baustoff auch in größeren Dimensionen hierzulande eine Chance zu geben und ein Vorzeigeobjekt zu kreieren. Ein so diffiziles Projekt bedarf einer sorgfältigen Planung, daher gab es auch mehrere Projektstudien dazu. Hochwertige Architektur, qualitätsvolle Ausführung und Wirtschaftlichkeit mussten schließlich in Einklang gebracht werden. Mit dem Team von Schafferer Holzhaus All-in-One aus Navis und dem Produkt „Schafferer-Natürlich-Massivholzhaus“ fand man schließlich den idealen Partner für die Errichtung dieses Objektes. Ab der Erdgeschoßdecke ragt der elegante Baukörper aus Holz in den Himmel, sogar der Liftturm ist eine reine Holzkonstruktion. Um eine bunte Vielfalt in der Bewohnerstruktur zu schaffen, wurden Wohnungen unterschiedlicher Größe entworfen, die für hohe, behagliche Wohnqualität sorgen. Die Holzoberflächen wurden ja nach Bedarf und gemäß ihrer Beschaffenheit unterschiedlich ausgewählt und bearbeitet. Das Ergebnis gibt ein harmonisch aufeinander abgestimmtes Bild, das durch verspielte Details zusätzlich an Attraktivität gewinnt.

Treppenfüchse GmbH Tischlerei Sonnwiesenweg 26 6361 Hopfgarten – Tirol +43 (0)5335 40042 info@treppenfuechse.at

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www.treppenfuechse.at


70 Massivholz-Haus ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Die sägerauhen Elemente an der Fassade erinnern beispielsweise mit ihren dekorativen Elementen an vergangene Zeiten des traditionellen Holzbaues – sie wurden eigens auf der CNC-Brücke der Firma Schafferer herausgefräst und vorgefertigt auf die Baustelle geliefert. Als Kontrast zu den Holzoberflächen wurden die Glaselemente für sämtliche Geländer mit einer Molekularstruktur bedruckt, die einen mikroskopischen Blick durch die Holz-Zell-Struktur zeigt. Der Baustoff Holz wird bei diesem Projekt also in all seinen Dimensionen und in seiner Vielfalt dargestellt und spürbar.

Fakten HWB: 10 kWh/m2a nach OIB Wohnnutzfläche: ca. 500 m2 Außenwand: Schafferer „natürlich“ Massiv-Holz-Außenwand mit Passivhausfilz, innen Sichtoberfläche gebürstet, außen und offene Weißtannenschalung mit Oberflächenbehandlung Decke: Schafferer „natürlich“Massiv-HolzElement, Untersicht in Sichtoberfläche gebürstet; mit Estrichunterboden Dach: Schafferer „natürlich“Massiv-HolzElement, Untersicht in Sichtoberfläche gebürstet; mit Warmdachaufbau (Bitumenabdichtung mit Kiesauflage) Fenster: Holzfenster Heizung: Stiebel-Eltron Wärmepumpe, mit PV-Anlage kombinierbar incl. WW-Bereitung; Heizungsverteilung über Fußboden Lüftung: Pichler Zentrale Lüftungsanlage 4 x 1,5 Zi Wohnungen 40 m2 4 x 3 Zi Wohnungen 85 m2

Beteiligte Firmen der IG Passivhaus Tirol: Generalübernehmer: Schafferer Holzhaus All-in-One GmbH Haustechnik: Stiebel Eltron Schwarzdecker, Spenglerarbeiten: Dagn Hermann GmbH Architektur-Planung: teamk2 architects Lüftung: Pichler Lüftungen

Fotos: Martin Allinger

Die klare Linienführung des Entwurfes lässt das Spiel der Oberflächen in den Vordergrund treten.


Boutiquehotel Stadthalle Wien 71

Fotos: Boutiquehotel Stadthalle

Das grüne Hotel mitten in Wien

(PR) Charmant präsentiert sich das weltweit 1. Stadthotel mit Null-Energie-Bilanz, welches liebevoll von der Eigentümerin Frau Michaela Reitterer geführt wird. Ein Lavendeldach, begrünte Fassaden, eine ruhige Oase mitten in Wien. Der Garten, die natürliche Selbstverständlichkeit, mit der alle Mitarbeiter gemeinsam diese Idee umgesetzt haben, begeistert die Gäste und erreicht weltweite Aufmerksamkeit.

te spielt eine entscheidende Rolle. Das Hotel bietet die Wahl aus 79 individuell eingerichteten Zimmern, teilweise auch mit selbst gebauten Upcycling Möbeln eingerichtet. Wer direkt bucht und mit der Bahn oder dem Rad anreist, erhält den „Grünen Bonus”, zehn Prozent Rabatt auf den Zimmerpreis. Das Hotel befindet sich zentrumsnahe in unmittelbarer Nähe des Westbahnhofes und ist perfekt an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden – so lässt sich die Stadt bequem zu Fuß, mit dem Fahrrad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln erkunden, und das Auto weiß man guten Gewissens in der hoteleigenen Garage geparkt.

Das Boutiquehotel Stadthalle ist ein Paradebeispiel für die Umsetzbarkeit innovativer Ideen mit einem ganz besonderen Charme. Der Familienbetrieb in 2. Generation wurde im Jahr 2009 um einen Gebäudetrakt in Passivhausbauweise erweitert und gilt als 1. Null-Energie-Bilanz-Hotel weltweit, d.h. pro Jahr wird mittels Grundwasserwärmepumpe, Photovoltaikanlage und Solaranlage dieselbe Menge an Strom und Energie produziert, welche für das Passivhaus benötigt wird. Das Trinkwasser wird von einer Grander-Wasserbelebungsanlage vitalisiert, das Brunnenwasser wird gesammelt für die Toilettenspülungen und die Gartenbewässerung. Achtsamkeit, eine intakte Umwelt und ressourcenschonender Umgang mit Energieträgern werden hier großgeschrieben. So ist das Hotel Träger des österreichischen und europäischen Umweltzeichens und Frau Reitterer erhielt mit ihrem Team viele andere Auszeichnungen in puncto Nachhaltigkeit. Das gesamte Team lebt nach dem Motto: „Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünscht von dieser Welt.” Aber nicht nur der Energieaspekt macht das Boutiquehotel Stadthalle einzigartig. Auch das Ambien-

Die Gäste schätzen neben der familiären Atmosphäre das BIO-Genuss Frühstück, ein Frühstücksbuffet mit täglich wechselndem Angebot, bei dem kein Wunsch offen bleibt. Auch Veganer und Menschen mit Lebensmittelunverträglichkeiten kommen voll auf ihre Kosten. Im Sommer sind die Gäste eingeladen im Hotelgarten zu frühstücken, einer grünen Wohlfühloase mitten in Wien.

Michaela Reitterer, ÖHV-Präsidentin und Pionierin für Nachhaltigkeit im Tourismus

Als authentisches Gesamtkunstwerk und als Pionier für nachhaltigen Unternehmenserfolg ist das Boutiquehotel Stadthalle die perfekte Adresse für Ihren „grünen” Aufenthalt in Wien.

Boutiquehotel Stadthalle Hackengasse 20 | 1150 Wien | Österreich Tel.: +43 1 982 42 72 Fax: +43 1 982 42 72 56 Mail: office@hotelstadthalle.at www.hotelstadthalle.at


Experten – Wissen von Adamer°Ramsauer Auf den Passivhausstandard setzt die Architekten Adamer°Ramsauer ZT Gesellschaft OG in verstärktem Maße. Energieeffizienz in Kombination mit gelungener Architektur Ist das Ergebnis.

Peter Ramsauer, Klaus Adamer

A R C H I T E K T E N ADAMER ° RAMSAUER

Seit mehr als 55 Jahren besteht das erfolgreiche Unternehmen. Sowohl im privaten als auch im öffentlichen Bereich setzt die Architekten Adamer°Ramsauer ZT Gesellschaft OG die innovative Passivhaus-Technologie ein. Vor allem in Sanierungen liegt großes Potenzial, um die Energieeffizienz von Gebäuden (bis Null-Energie-Häuser), die Arbeitsqualität zu erhöhen und zudem auch Lebenszykluskosten zu minimieren. Es ist ihnen wichtig, diese Vorgabe zu berücksichtigen, denn wer diesen heute nicht folgt, wird in einigen Jahren Immobilien besitzen, die durch mangelnde Energieeffizienz ihren Wert verlieren werden. oben links: Passivhaus-Kindergarten, Kramsach 2008 rechts: Passivhaus, Kufstein 2013 unten links: Einfamilienpassivhaus,Thiersee 2015 unten rechts: Einfamilienpassivhaus, München 2009 Fotos: Adamer Ramsauer

6330 kufstein - oberer stadtplatz 5a tel 05372/64784 - office@aar.at

www.aar.at

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ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG Hotelbau 73 Auf der Baustelle in St. Johann tut sich was. Das Energiekonzept für die Hotels stammt von der Herz & Lang GmbH, den Experten für energieeffizientes Bauen. er

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Foto: Herz & Lang GmbH

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Explorer Hotel St. Johann in Tirol st

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Ein innovatives Design-Budgethotel in Passivhaus-Qualität für sportlich-aktive Gäste entsteht derzeit in der Region Kitzbühel (CMS) Die Explorer Hotels in Deutschland und Österreich sind nicht nur innovative Design-Budgethotels, sondern haben es sich zur Aufgabe gemacht, höchsten ökologischen Anforderungen gerecht zu werden. Als erste Passivhotels sind sie im wahrsten Sinne des Wortes Green Buildings, die nach einem ökonomisch nachhaltigen Prinzip leben. Mit Hilfe der erfahrenen Planer und Consulter für energieeffizientes Bauen, der Herz & Lang GmbH, geht dieses Konzept auch voll auf.

schaffen – eher im Gegenteil. Sie bringen neue Gäste in die Destinationen und tragen so zum Wertschöpfungsprozess der vorhandenen Infrastruktur bei.

Fünftes Explorer Hotel eröffnet in Kürze

Auf Energieeinsparungen wird großer Wert gelegt. Die Lichter in den Korridoren funktionieren über Bewegungsmelder, die Zimmerkarte aktiviert den Strom, ab ein Uhr in der Nacht wird die Lobby komplett dunkel, der Aufzug wird abgeschaltet. Im ganzen Haus werden LEDSparlampen eingesetzt. Das Umweltmanagement der Explorer Hotels ist zertifiziert nach ISO 14001. Auch bei der Auswahl und Zusammenarbeit mit Lieferanten gibt es klare Vorgaben. Es wird darauf geachtet, Produkte von regionalen Lieferanten zu verwenden.

Mit dem Spatenstich im Frühjahr 2016 begannen in St. Johann in Tirol die Bauarbeiten zum bereits fünften Explorer Hotel. Das neue Hotel für sportlich-aktive Urlauber und Alpen-Entdecker wird vorraussichtlich im Herbst dieses Jahres pünktlich zum Start der Wintersaison eröffnet. Die Standortwahl fiel den Initiatoren und Geschäftsführern Katja Leveringhaus und Jürnjakob Reisigl auch dieses Mal nicht schwer, liegt das Baugrundstück doch nur 200m von der Talstation der St. Johanner Bergbahnen entfernt. Die Explorer Hotels setzen auf nachhaltiges Wirtschaften im Einklang mit natürlichen Ressourcen. Der Nutzen, den die Explorer Hotels für die Region haben, ist, dass sie keine zusätzliche Infrastruktur

Vorreiter in Sachen ökologischer Bauweise Alle Explorer Hotels sind zertifizierte Passivhaus-Hotels und dank umweltfreundlicher Energieversorgung zu 100% klimaneutral – das ist bisher einzigartig in der Hotellerie.

Fotos: Explorer Hotels

Beispielfotos von einem bereits fertig gestellten Explorer Hotel. Grün ist nicht nur die Markenfarbe, sondern auch die Einstellung.


Museum der Bayerischen Geschichte / Regensburg

Dipl.-Ing.(FH) Dieter Herz und Dipl.-Ing.(FH) Florian Lang, Geschäftsführer

Zielsicher zum Passivhaus Ihre Erfahrung aus mehr als 15 Jahren sowie ihr top KnowHow verleihen ihnen den Expertenstatus: Herz und Lang – die Planer für energieeffizientes Bauen und Sanieren.

Wohn- und Pflegeheim S13 / Innsbruck

Explorer Hotel Berchtesgaden / Schönau Museum: Foto und Architektur: wörner traxler richter planungsgesellschaft mbH Wohnheim S13: Foto: Neue Heimat Tirol/Wucherer Heinz, Architekten: ARTEC-Architekten Götz/Manahl Explorer Hotel Berchtesgaden: Foto: Explorer Hotels, Architekten: Renn Architekten

akkreditiert durch: Passivhaus Institut Dr. Wolfgang Feist Rheinstr. 44/46 D-64283 Darmstadt

Herz & Lang GmbH Ritzensonnenhalb 5a, D-87480 Weitnau Tel.: +49 (0)8375 / 921133-0, Fax: DW 55 info@herz-lang.com, www.herz-lang.com

Gewerbliche und kommunale Bauten sowie große Wohnbauten unterliegen neben höchsten qualitativen Ansprüchen häufig dem Diktat der Kosten. Beides erfolgreich zu realisieren, ist nicht immer einfach. Mit ihrer Planungskompetenz geben sie die Richtung für energieeffizientes Bauen unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit und nachhaltiger Effekte vor. Das 15-köpfige Team aus zertifizierten Passivhausplanern und -praktikern (Techniker, Meister) verfügt seit dem Jahr 1998 über Erfahrung in der Gesamtplanung von Passivhäusern verschiedenster Kategorien, Bauweisen und Techniklösungen im Neubau und in der Sanierung. Mit der Passivhaus-Zertifizierung erfahren diese den effizientesten Qualitätsschub. Das Herz & Lang-Team steht mit seiner (Planungs)-Kompetenz für ebendiese Qualität.

PH-Zertifizierung, -Consulting, -Projektierung, Bauphysik, Energieausweis, Simulation (Klima, Wärme, Feuchte) Baumessungen, Gutachten Machbarkeitsstudien und wirtschaftliche Umsetzung Weitere Standorte: Kaufbeuren, Schongau, Innsbruck, Dublin

www.herz-lang.de


ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG Krankenhausbau 75

Neubau Klinikum Frankfurt

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Krankenhausarchitektur Entwurfsprozesse sind die Suche nach dem Wesentlichen in jeder Aufgabenstellung. Seit Jahren schon setzen sich die planenden Architekten konzeptionell mit Krankenhausbauten auseinander. Dieses hochkomplexe Aufgabenfeld hat sie einen gut sortierten Baukasten an funktionierenden Ge-

bäudetypen entwickeln lassen und deren Auge für die bestmögliche Organisationsform jedweder Bauaufgabe geschult. Jeder Typus wurde unter dem Aspekt optimaler Ablauforganisation, höchstmöglicher Effizienz und der Stärkung des genius loci entwickelt. Ab der Leistungsphase 5 übernimmt das Team von HPP- Architekten die Planung.

Passivhaus Consulting durch Herz&Lang Ziel des Passivhaus Consulting ist es, spezielles Know-how aus dem Bereich des Passivhausbaus in das Planungs- und Bauteam einzubringen, um den zertifizierten Passivhausstandard sicher zu erreichen. Die Consultingleistung umfasst dabei ein gesamtes Passivhaus-Qualitätsmanagementkonzept. Mit dem Team von Herz&Lang, den erfahrenen Spezialisten für energieeffizientes Planen, wurde der ideale Partner für dieses diffizile Projekt gefunden. Die Passivhausprojektierung erfolgt durch das Passivhausinstitut (PHI).

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(CMS) In Frankfurt entsteht mit dem Neubau des Klinikums Frankfurt Höchst ein modernes Krankenhaus der kurzen und transparenten Wege. Es wird ein nachhaltiges Haus werden, sowohl hinsichtlich des organisatorischen wie auch des energetischen Konzepts. Die Anforderung der Stadt Frankfurt, Trägerin des Klinikums Frankfurt Höchst, die Pflegebereiche des neuen Hauses im Passivhausstandard zu planen und umzusetzen, war beim Architektenteam wörner traxler richter Auslöser für ihren Umstieg von der klassischen Planung zur Planungsmethode Building Information Modeling (BIM).

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Visualisierungen: wörner traxler richter Architekten

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Im Juli 2016 erfolgte der Spatenstich für den Neubau des Klinikums Höchst bei Frankfurt, welches als Passivhaus-Pilotprojekt in Deutschland gilt t • pass er


Fachbeirat

Fotos: Holz Wenisch GmbH

Sonja Wenisch ist Geschäftsführerin von „Wenisch Holz“ in Innsbruck

„Dieses Terrassensystem vereint auf überzeugende Art und Weise attraktive Optik mit technischer Perfektion und Pflegeleichtigkeit.“

Massive Terrace – das perfekte Terrassensystem mit uneingeschränkten Gestaltungsmöglichkeiten Nie mehr wieder ölen und immer schön und gepflegt – das Terrassensystem Terrace Massiv macht es möglich. Robust, flexibel und ideal für freie, runde Formen und Poolumrandungen bietet das Produkt ein Höchstmaß an Flexibilität und Anpassungsfähigkeit. Gleichzeitig sind die Massivdielen äußerst robust und langlebig, ganz ohne Hohlkammern. Die Bretter lassen sich ebenso leicht und präzise zuschneiden wie Holz, sind aber dank des innovativen Holz-Kunststoffverbundwerkstoffes Twinson besonders für geschwungene Formen und stark beanspruchte Flächen im Poolbereich geeignet. Die Umrandung des Pools kann präzise und rund geschnitten werden, so dass kein Abschlussprofil eingesetzt werden muss und ein nahtloser Übergang entsteht. Da die Dielen komplett durchgefärbt sind, hat die Schnittkante die gleiche schöne Farbe wie die Oberfläche. Für die Verlegung von organischen Formen wurde ein spezieller, drehbarer Clip entwickelt. Dieser ermöglicht eine Montage der Dielen auch ohne rechten Winkel zur Unterkonstruktion. So steht einer freien Verlegung, wie sie besonders bei Poolumrandungen, Gartenwegen oder rund um Beete notwendig ist, nichts mehr im Wege. Die Massivdiele ist außerdem beidseitig verwendbar – eine Oberfläche ist fein geriffelt, die Gegenseite glatt strukturiert. Selbst auf Balkonen und Dachterrassen ist die Verlegung von Twinson Terrassendielen ein Kinderspiel. Dank der Beschaffenheit des Werkstoffes sind beide Seiten sehr rutschfest, sowie splitterund spaltfrei. Es stehen acht schöne Naturfarben zur Auswahl, die Farbtöne behalten selbst über einen langen Zeitraum hinweg ihre attraktive Optik. Die Pflegeleichtigkeit des Systems sorgt für hohen Komfort und lange Freude an der Außenanlage mit bis zu 25 Jahren Garantie!


27.–29.01.2017 Die Häuslbauermesse NEU: ONLINE-TICKET

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78 Wettbewerbs-Architektur ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Erfolgreiche WettbewerbsArchitektur Egal ob Wohnbau, Sozialzentrum, Hotelarchitektur oder ähnlich groĂ&#x;volumige Projekte, das Team von scharmer-wurnig-architekten ZT gmbh hat immer wieder die Nase vorn

Sozialzentrum Wattens / Tirol


ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG Wettbewerbs-Architektur 79

Sozialzentrum Wattens / Tirol Visualisierungen: scharmer-wurnig-architekten ZT gmbh

(CMS) Ausschlaggebend für diesen Erfolg des Architektenteams ist wohl die intensive Auseinandersetzung mit der örtlichen Besonderheit

Eine kleine Auswahl an Projekten, welche als Wettbewerbssieger hervorgingen und gerade im Entstehen sind, sehen sie hier:

jedes Projektes, seiner Wirtschaftlichkeit sowie der vom Bauherrn gewünschten Nutzung. Aus diesem höchst individuellen Entscheidungsund Entwicklungsprozess resultieren eigenständige und oftmals unkonventionelle Bauten, die mit ihrer individuellen Formensprache qualitätsvolle Akzente setzen. Dahinter steht die erklärte Absicht der scharmer – wurnig – architekten ZT gmbh im Rahmen transparenter Teamarbeit umweltfreundliche, energiebewusste und kostengünstige Entwürfe zu kreieren, die auch dem kritischen Urteil nachfolgender Generationen standhalten. Das Spektrum der realisierten Projekte reicht von Gesundheitsbauten, Pflege-, und Seniorenheimen, Gewerbe- und Industriebauten, Bürogebäuden, Wohnbauten, Kindergärten, Kongressgebäuden, Tourismusbauten bis hin zu Innenraumgestaltungen. Zum Tätigkeitsbereich zählen neben baulichen Planungsleistungen auch Freianlagengestaltung, Projektentwicklung sowie Raumplanung. >>

Sozialzentrum Wattens / Tirol • EU-weiter, zweistufiger Architektenwettbewerb 1. Preis • Gesamtplanung, Baukosten: 16 Mio. Euro, Fertigstellung 2017 • Auftraggeber: Marktgemeinde Wattens Bewertung des Preisgerichts: (Auszug) „Durch die präzise Berücksichtigung der Topografie entsteht eine klare Integration des Geländeverlaufes. Die Anbindung an den Marienplatz und die Hauptzugänglichkeit über den angehobenen Vorplatz ist klar akzentuiert und wirkt adressenbildend. Über die diagonale Öffnung des Vorplatzes zu dem nordwestlich liegenden Innenhof ist ein heller und übersichtlicher Eingangsbereich mit Sichtverbindungen zu den qualitätsvollen Freibereichen vorhanden. Die Trennung der Funktionseinheiten und ihren Zugängen sind mit geschlossenen und offenen Abfolgen geschickt organisiert. Die Wohneinheiten der Pflegegeschoße sind mit dem zentralen Stützpunkt und ausreichender Einsicht in alle Bereichen sehr gut organisiert. Durch die unterschiedliche Gruppierung und Orientierung der Zimmer und gute Positionierung der Therapieräume werden lange Zimmerfluchten geschickt vermieden. Die Vielfalt an Nischen und Aufenthaltszonen, die mit runden Kanten abgebildet werden, lassen abwechslungsreiche Rundgänge zu und unterstützen die Gestaltung der Tagesabläufe.“


80 Wettbewerbs-Architektur ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Wohnanlage Wattens Visualisierungen: scharmer-wurnig-architekten ZT gmbh

Wilten West

Wilten West, Zollerstrasse 6, Egger-Lienz-Strasse 50 / Tirol • Wettbewerb • Generalplanung, Baukosten 6 Mio. Euro Fertigstellung 2018 • Auftraggeber: Prisma Zentrum für Standort & Regionalentwicklung GmbH, Innsbruck

Wohnanlage Wattens / Tirol • Wettbewerb 1. Preis, • Gesamtplanung, Baukosten: 6 Mio. Euro, Fertigstellung 2017 • Auftraggeber: Neue Heimat Tirol (NHT) Gemeinnützige WohnungsGmbH, Innsbruck Dir. Hannes Gschwentner (Geschäftsführer NHT): „Die Neue Heimat errichtet derzeit im ganzen Land leistbaren und qualitätsvollen Wohnraum. Ein besonders schönes Projekt für die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner können wir hier in Wattens realisieren.“

Bewertung des Preisgerichts: (Auszug) „In einem von geschlossener Blockrandbebauung charakterisierten Stadtviertel besteht an dessen südwestlicher Begrenzung eine topografische Sondersituation, in der die regelmäßige Struktur der Stadtanlage an die auslenkende Egger Lienz-Straße stößt, und so die heranführende Zollerstraße als Sackgasse enden lässt. Die baulich offen gebliebene Randbebauung wird durch die solitäre Stellung der Kirche Hl. Familie Wilten-West mit ihren pfarrlichen Einrichtungen bestimmt. Den Wohnungen sind jeweils gut nutzbare Loggien zugeordnet, deren Orientierung ist Ost oder West angelegt. Die Erschließungszonen sind gut belichtet und geben den Wohneinheiten auch eine innere Ausrichtung und Präsenz. Der Garten ist als Allgemeinfläche zugänglich und atmosphärisch mit der Hofanlage der nördlich angrenzenden Wohnbebauung verbunden. Die Anlage überzeugt in der städtebaulichen Klärung der komplexen Topografie und den sowohl der öffentlichen wie auch den der Wohnnutzung vorbehaltenen Bereichen durchgängig gegebenen Qualitäten.“


Hochwertige Architektur für leistbares Wohnen

DI Florian Schedle, DI Peter Wurnig, DI Andreas Scharmer, Geschäftsführer

Zahlreiche gewonnene Wettbewerbe und eine große Referenzliste an erfolgreich umgesetzten Projekten machen die scharmer-wurnig-architekten ZT GmbH zu einem verlässlichen Partner.

Fotos: Martin Vandory

scharmer-wurnig-architekten ZT gmbh A-6020 Innsbruck Herzog-Friedrich-Straße 7 Tel.: +43 (0)512 / 5640 98 Fax: +43 (0) 512 / 5640 99 architekten@aon.at,www.architekten-aon.at

In Zusammenarbeit mit der Neuen Heimat Tirol als Auftraggeber errichtete das Architektenteam eine Wohnanlage mit 46 Wohneinheiten samt Tiefgarage in Passivhausqualität. Im Zuge der Übergabefeier dieses Projektes konnte die 1.000.000ste Wohnung der Gemeinnützigen Wohnungswirtschaft Österreichs überreicht werden. Die vier Einzelgebäude mit jeweils drei Geschoßen orientieren sich an den vorhandenen Baumassen rundum. Sie schaffen durch ihre geschickte Situierung eine Hofsituation und offene Sichtachsen, welche eine Kommunikation mit der Umgebung zulassen. Die Gebäude präsentieren sich nach außen durch weiß verputzte Flächen im Wechselspiel mit punktuell betonten holzverschalten Balkonbereichen. Ein aktuelles Beispiel für gute Architektur im sozialen Wohnbau.

www.architekten-aon.at


82 Architektur und Technik ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Form und Funktion im

Einklang Innovative Architektur geht im Idealfall Hand in Hand mit vorbildlicher Technik, die alle Ansprüche des modernen Wohnens erfüllt

(CMS) Die drei Doppelhäuser am Krüseweg in Absam bestechen durch die perfekte Symbiose von behaglicher Wohnqualität und modernster Technik. Die gute Abstimmung von hochwertiger Architektur und intelligenter Haustechnik ergeben hier ein Objekt, das allen Bewohnern der kleinen Wohnungseigentumsgemeinschaft ein angenehmes Zuhause bietet. Energieeffizienz und Designansprüche wurden hier auf vorbildliche Weise erfüllt. Auf einem leicht in Richtung Süden geneigten, 1700m² großen Grundstück in Absam bei Hall in Tirol, entstand diese Doppelhaus-Anlage mit einer Nettonutzfläche von 795m² nach den Entwürfen der i-unit Architekten ZT GmbH aus Innsbruck. An der westlichen Grundgrenze verläuft ein bestehender Servitutsweg zu den zwei nördlichen Nachbargrundstücken. Das vorgegebene Geländegefälle


Fotos: Rene Reppe

Die attraktive Kleinwohnanlage vereint moderne Architektur und ausgereifte Technik auf beispielhafte Weise. Gemeinsam und doch unabhängig sein, sorgt für hohe Wohnqualität.

ermöglichte eine sensible Höhenstaffelung der einzelnen Baukörper zueinander. Die Häuser sind in Ost-West-Richtung orientiert und mit schönen Terrassen und Gärten ausgestattet. Im Erdgeschoß befindet sich jeweils ein großzügiger Koch-,Wohn- und Essbereich, während die zwei bis vier privaten Schlafräume flexibel in den Obergeschoßen vorgesehen sind. Das Bad liegt im Zentrum jedes Hauses und wird durch ein Oberlicht im Dach mit Tageslicht versorgt. Pro Einheit sind zwei Autoabstellplätze im Untergeschoß vorhanden, die Technik wird jedoch für jede Haushälfte in einem eigenen Technikraum gesteuert. Das heißt, die Heiz- und Elektroanlage ist unabhängig von den anderen Einheiten regelbar. Dazu sei das intelligente, energieeffiziente Lüftungssystem von Stiebel Eltron besonders erwähnt, da es zugleich für Heizung, Warmwasserbereitung und Kühlung sorgt. Das Gerät ist sowohl technisch als auch gestalterisch ein echter Gewinn und für die Bewohner auf unkomplizierte Art und Weise zu bedienen.

Ausstattung Jedes der ökologischen Holzhäuser besitzt eine eigene innen aufgestellte Luftwärmepumpe (ohne Außeneinheit) mit kontrollierter Wohnraumlüftung und ist zusätzlich mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet, wodurch ein Großteil des Energiebedarfs selbst hergestellt werden kann. Zu den besonderen Extras zählt jeweils ein gemauerter Kamin. Die massiven Holzständerwände wurden an der Fassade zum Großteil weiß verputzt bzw. auf Wunsch im Inneren weiß verkleidet, die Holzfenster sind mit einer Dreifachverglasung versehen.

Für die Bodenbeläge wurden Eichendielen bzw. hochwertige Fliesen in den Nebenräumen gewählt. Die Wohnungstrennwände sind als doppelschalige, tragende Massivholzwände ausgeführt, die Zwischenwände in Trockenbauweise. Auch die Geschoßdecken sind aus Vollholz und wurden trittschall- und wärmegedämmt. Ein gedämmtes Holzdach mit bituminöser Dachabdichtung und Beschieferung bildet den obersten Abschluss der Häuser. Der geplante Heizenergiebedarf (Lüftungskombigerät inkl. Wohnraumlüftung) entspricht der Gebäudeklasse A, und liegt damit unter Klimaschutzbestimmungen der Tiroler Bauordnung.

Foto: Stiebel Eltron

Gerald Fröhlich, Projektleiter Stiebel Eltron: „Stiebel-EltronWärmepumpen sind ein Garant für Wertsteigerung, Unabhängigkeit, Qualität und Sicherheit.“


Visualisierung – erster 5-Euro-Wohnbau in Tirol – Schwaz Freiheitssiedlung – 18 Wohnungen

Prof. Dr. Klaus Lugger, Dir. Hannes Gschwentner, Geschäftsführer

5-Euro-Wohnbau in Tirol Die Vision des leistbaren und qualitätsvollen Wohnens in bestechender Technologie, ist mit dem 5-Euro-Wohnbau Wirklichkeit geworden.

Fotos: NHT, Visualisierung: studio symbiotik

Was ist das Besondere daran: Der angepeilte Endmietpreis von rund 5-Euro pro m2 enthält bereits Betriebs- und Heizkosten sowie die Umsatzsteuer. Eine wohldurchdachte Architektur und Grundrissplanung, eine Gemeinde als Partner, der es wichtig ist, alle Bewohner mit leistbarem Wohnraum versorgen zu können und eine auf diese Bedürfnisse abgestimmte Wohnbauförderung sind die Grundpfeiler, um diese leistbare Wohnungsform etablieren zu können. Das ist bei Zugeständnissen im Hinblick auf Ausführung, Ausstattung und Baugrund zu schaffen. Auf die Errichtung einer Tiefgarage wird verzichtet, das spart Kosten bei der Errichtung. Davon profitieren unmittelbar die künftigen Mieterinnen und Mieter. Die NHT folgt – seit nunmehr annähernd 80 Jahren – ihrem gesetzlichen Auftrag zur Schaffung und Verwaltung von leistbarem Wohnraum. Dieser Auftrag ist vielschichtig. Denn so individuell die Menschen sind, die in unseren Gebäuden wohnen, so individuell müssen auch unsere Wohnangebote sein. Bilder links: Firstfeier am 13.06.2016 in Schwaz: GF Hannes Gschwentner, LH Günther Platter, BGM Hans Lintner, GF Klaus Lugger

Neue Heimat Tirol A 6023 Innsbruck, Gumppstraße 47 Tel. +43 (0)512 / 3330 nhtirol@nht.co.at www.neueheimattirol.at

Begehung mit GF Hannes Gschwentner, LR Johannes Tratter, Ewald Spiegl, BGM Hans Lintner, Projektleiter NHT Dietmar Waldeck

www.neueheimattirol.at


ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG Leistbares Wohnen 85

5 Euro pro m all inclusive

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In Schwaz entsteht derzeit das erste Fünf-Euro-Wohnprojekt Tirols (mek) Die Wohnanlage der Neuen Heimat Tirol (NHT) wird in der sogenannten Freiheitssiedlung im Osten der Silberstadt errichtet und bietet ab kommendem Herbst/Winter Platz für insgesamt 18 Mietwohnungen. Beim angepeilten Endmietpreis von rund fünf Euro pro m2 sind bereits Betriebs- und Heizkosten sowie Umsatzsteuer einkalkuliert. „Das ist bei Zugeständnissen im Hinblick auf Ausführung, Ausstattung und Baugrund zu schaffen“, sagt NHT-GF Hannes Gschwentner und erklärt das Konzept. PASSIVHAUSmagazin: Fünf Euro pro m2: Wie kann es sich für die NHT wirtschaftlich rechnen, dass eine 60 m2 große Wohnung warm, inklusive Betriebskosten, nur 300 Euro kostet? Hannes Gschwentner: Das geht, weil die NHT ein gemeinnütziger Bauträger ist und die Mieten nach Wohnungs-Gemeinnützigkeits-Gesetz zu bemessen hat. Bei diesem Projekt tragen äußerst attraktive Förderrichtlinien des Landes und die tolle kooperative Haltung der Gemeinde das Ihrige dazu bei. Sie hat auf die Errichtung von Tiefgaragenplätzen verzichtet, welche ein Projekt bekanntlich maßgeblich verteuern. Auch eine entsprechende Baudichte hat die Kommune genehmigt. Dann das Tiroler Spezifikum der Wohnbauförderung, welche auch das Passivhaus berücksichtigt: Mehrkosten in Höhe von

fünf bis sieben Prozent fördert das Land als Direktzuschuss, wovon die künftigen Mieterinnen und Mieter natürlich profitieren. PASSIVHAUSmagazin: Der Bedarf an leistbarem Wohnraum ist also größer denn je in Tirol? Bleibt die NHT in Zukunft auf diesem Weg, leistbaren Wohnraum zu schaffen? Hannes Gschwentner: Ja, das ist und bleibt die Prämisse der NHT. Die 5 Euro/m² enthalten ja alles: die Errichtungs-, Betriebs-, Heizungs- und Warmwasserkosten sowie die Mehrwertsteuer. Die hervorragende Wohnbauförderung ist natürlich ein zusätzliches Geschenk für die Mieterinnen und Mieter. Zudem ist bei diesem Projekt eine tolle Verkehrsanbindung via Öffis gegeben. Der eine oder andere überlegt vielleicht schon, ob ein Auto wirklich noch notwendig ist. In Innsbruck und Kundl hat die NHT zwei Car-Sharing-Pilotprojekte in Bau.

Visualisierung: studio symbiotik


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86 Passivhaus-Highlights ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

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Die Passivhaus-Bauer Der gemeinnützige Wohnbauträger NHT setzt ausschließlich auf Nachhaltigkeit (mek) Der gemeinnützige Bauträger Neue Heimat Tirol (NHT) setzt ausschließlich auf die Passivhausbauweise. Ein Streifzug zeigt dominante Leuchtturmprojekte der vergangenen Jahre, welche allesamt in der Tiroler Landeshauptstadt beheimatet sind.

2015 waren bereits 2.500 NHTWohnungen im Passivhausstandard errichtet – jedes Jahr gesellen sich an die 600 dazu. Die meisten Passivhaus-Wohnungen der NHT erfüllen heute bereits im Segment Wohnen die Kriterien der 2.000-Watt-Gesellschaft. Die Neue Heimat Tirol beteiligt sich über Wunsch des Landes Tirol und der Stadt Innsbruck an dem von der Standortagentur Tirol koordinierten EU-Projekt „Sinfonia”. In Innsbruck sind die NHT, die IIG, IKB, TIGAS, AlpS, Universität Innsbruck und das Passivhaus Institut in das Projekt eingebunden. Ziel des Projektes sind hochwertige energetische Sanierungen an alten Gebäudebeständen.

Foto: eli/zweiraum.eu

Ein Vergleich mit Ölfässern zu je 200 Litern zeigt die Energieeinsparung: 28 Ölfässer im Monat wären zur Beheizung des Wohn- und Pflegeheimes S13 (siehe Bild Seite 87) notwendig, würde es als herkömmliches Gebäude errichtet. Nur vier sind es beim vorherrschenden Passivhausstandard.


Lodenareal Innsbruck: Größtes Passivhaus-Areal Österreichs mit 354 Wohnungen Im Oktober 2009 konnten die Bewohnerinnen und Bewohner der größten Passivhausanlage Österreichs am Innsbrucker Lodenareal die Schlüssel für das bisher innovativste Projekt der NHT übernehmen. Dieses zeichnet sich durch eine wunderbare zentrale Lage zwischen Inn und Sill aus, es garantiert günstige Heizkosten und trägt aktiv zum Klimaschutz bei. Über die bebauten Flächen hinaus stehen mehr als 5000 qm² Parkflächen der Allgemeinheit zur Verfügung.

Lodenareal 3. Olympisches Dorf

444 Wohnungen im 3. Olympischen Dorf in Innsbruck: Spatenstich erfolgte Ende 2009 Durch das perfekte Zusammenwirken aller Beteiligten konnte die NHT am 3. Dezember 2009 zum Spatenstich für das 3. Olympische Dorf in Innsbruck laden. Insgesamt sind während der Jugendspiele vom 13. bis 22. Jänner 2012 die Mietwohnungen von 1.657 Athleten und Betreuern aus mehr als 50 Nationen zur Regeneration und als Schlafstätte genutzt worden.

Wohnanlage Vögelebichl

Weltweit erstes „Passivhaus Plus“ ausgezeichnet: Wohnanlage Vögelebichl in Innsbruck Für ihr besonderes Passivhaus in der Innsbrucker Wohnanlage Vögelebichl 13a erhielten die NHTGeschäftsführer Prof. Dr. Klaus Lugger und Hannes Gschwentner im August 2015 das begehrte Zertifikat „Passivhaus Plus”. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Feist, der das Projekt wissenschaftlich begleitet hat, bei der Überreichung: „Dieses Gebäude mit 16 Mietwohnungen ist weltweit überhaupt das erste ‚Passivhaus Plus‘ im mehrgeschossigen Wohnbau.” Wohn- & Pflegeheim S13

Senioren residieren im Passivhaus: Zertifiziertes Wohn- und Pflegeheim „S13“ Die Innsbrucker StadtBAU GmbH – eine Tochter der NHT und der Stadtgemeinde Innsbruck- errichtete im Auftrag der Stadtgemeinde Innsbruck bzw. der Innsbrucker Sozialen Dienste (ISD) ein Wohn- und Pflegeheim in der Innsbrucker An-der-Lan-Straße. Anfang 2015 fand die Schlüsselübergabe statt. Das aus einem Architektenwettbewerb hervorgegangene

Fotos: Neue Heimat Tirol, Peter Fiby, Heinz Wucherer

Siegerprojekt von Bettina Götz / Richard Manahl - ARTEC Architekten, kostet rund 20 Mio. EUR, inklusive Einrichtung ca. 22 Mio. Euro. Das bisher österreichweit größte in zertifizierter Passivhausbauweise errichtete Wohn- und Pflegeheim verfügt über 118 Einzelzimmer und speziell für Senioren entwickelte Einrichtungen.


dipl.ing. arch. martin tabernig

Rendering: ARGE Tabernig-ZIerl

Architekt Dipl.-Ing. Martin Tabernig, Geschäftsführer

Arch. DI Martin Tabernig A-6460 Imst , Palmersbachweg 53 tabernig zierl architekten Arch. DI.Martin Tabernig Arch. DI. Alois Zierl A-6020 Innsbruck, Maximilianstraße 2 / 103

Ein Projekt in Planung: die ARGE Tabernig Zierl Architekten kreiert modernen Wohnbau, der städtebaulich die Umgebung nicht kontrastiert. Arch. DI Martin Tabernig, Arch. DI Alois Zierl

Ein Haus ist die Vision, die wir leben wollen

Tel.: +43 / (0)650 / 311 09 63 martin@tabernig.com www.tabernig.com

Architektur ist etwas, das ganz ursächlich mit dem Menschen zu tun hat. Bauen heißt, Beziehungen herzustellen – zur Umgebung, zu anderen Menschen. In der Planung und Konzeption ist es daher notwendig, zukünftige Entwicklungen möglichst schon mitzudenken und mit einzubeziehen. Ein Haus ist aus dieser Sicht kein Objekt, sondern ein Konzept, das die individuellen Bedürfnisse und Vorstellungen der (zukünftigen) Nutzer erfüllt.

Moderne Akzente. Kompetente Betreuung. (PR) Wohnraum zu schaffen, der Komfort, anspruchsvolles Design und modernste Materialität und Technik vereint, ist ein Spezialgebiet von Architekt DI Martin Tabernig und der ARGE Tabernig Zierl Architekten. Ein besonderes Augenmerk für Gestaltung und die hohe Qualität der Ausführung und Baubegleitung zeichnen auch die Projekte von DI Martin Tabernig aus. So auch das Wohnhaus „Am Sonnberg“ in Imst, welches als Einfamilienhaus in HolzBeton-Hybridbauweise errichtet wurde. In der Planung und Baubegleitung waren das profunde Fachwissen und die Erfahrung die entscheidende Basis für Qualität, die sich bewährt. Mit starker Beteiligung kompetenter Firmen der IG Passivhaus Tirol entstand ein Zuhause, das nicht nur in punkto individuelles Design, langlebige Materialwahl und durchdachte Detailstärke überzeugt, sondern das auch in Sachen Nachhaltigkeit, Ökologie und Energieeffizienz höchsten Maßstäben gerecht wird. Neben der planmäßigen Ausführung und erstklassigen Qualität, ist auch die laufende Kostenkontrolle essentiell für ein gelungenes Gesamtprojekt. „Mir geht es darum, dem Bauherrn ein optimales Ergebnis zu bieten, das über Jahrzehnte Freude bereitet. Dazu gehört für mich alles – von der gemeinsamen Ideenfindung bis zu den Kosten“, betont Tabernig. Die Umsetzung des baulichen Gesamtkonzeptes ist dabei also stets Chefsache.

Eckdaten: 200 m2 Nettonutzfläche, Heizung-Kühlung: Wärmepumpe, HWB: 9,4 kWh/(m3a), Blower-Door N50: 0,25

In freier Lage mit Panoramablick kommen die Individualität und die klare Formensprache des Wohnhauses besonders zur Geltung.

Fotos: M. Tabernig


ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG Kommunales Gebäude 89

Leuchtende

Kinderaugen In Imst entstand ein energetisch wie architektonisch ansprechendes kommunales Gebäude für Zwerge und Knirpse

Visualisierung: Tabernig-Zierl Architekten

(mek) In der Oberländer Stadtgemeinde Imst erfolgte im Vorjahr der Bauauftakt für den neuen Kindergarten, die neue Kinderkrippe. Die Türen des topmodernen kommunalen Gebäudes, ausgeführt in energetisch optimierter Qualität mit Passivhaus-Komponenten, sollen im Herbst 2016 aufgehen.

Das Innsbrucker Architektenduo Tabernig/Zierl konnte die Jury mit seinem Entwurf überzeugen. Energetisch optimiert, präsentiert sich der Kindergarten, der mit einem Heizwärmebedarf (bei Nichtwohngebäuden) von 3,9 kWh/m³a und einem Kühlbedarf von 0,7 kWh/m³a mit einem Top-Wert aufwarten kann. „Großes Augenmerk haben wir darauf gelegt, eine konstante Raumtemperatur über das gesamte Jahr zu erreichen. Besonders die sommerliche Überhitzungsneigung ist ein zu kontrollierender Faktor, da der Kindergarten auch im Sommer betrieben wird“, erklärt DI Martin Tabernig, >>


90 Kommunales Gebäude ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Das Projekt besticht durch die konsequent eingeschoSSige Organisation sämtlicher Funktionsbereiche bei gleichzeitiger Maximierung und logischer Zuordnung der umliegenden Freibereiche. Aus dem Protokoll der Jury

aus Imst stammender Architekt. Transparenz, der hohe Bezug zu den Außenräumen und die Kompaktheit des Gebäudes, welches dennoch Großzügigkeit ausstrahlt, waren laut ihm die architektonisch dominanten Themen.

Das Konzept Der neue Kindergarten formuliert sich zwischen der ehemaligen Kaserne und der Wohnbebauung im Imster Stadtteil Auf Arzill als eingeschoßiger Baukörper. Das Gebäude weist ein begrüntes Dach auf, dem zwei Höfe eingeschnitten werden, die als Spielareale für den Kindergarten und Kinderkrippe dienen. Als zentrales Element dient der gemeinsame Foyer- und Essbereich im Zentrum, der als Verteiler und Treffpunkt dient. Im nördlichen Bereich sind die Räume der Kinderkrippe und im südlichen Bereich die Gruppenräume des Kindergartens angeordnet. Die beiden Hauptbereiche werden organisatorisch getrennt, aber durch den Gemeinschaftsbereich miteinander verbunden und so eine übergreifende Pädagogik ermöglicht. Durch die Anordnung der Gruppenräume zu dem jeweiligen Spielhof ist der Freibereich gezielt altersabhängig bespielbar.

Die Haustechnik Die Konstruktion des Gebäudes wurde in Massivbauweise mit Schoten und wirtschaftlichen Deckenspannweiten vorgeschlagen. „Das Dach wird begrünt - eine massive Bodenplatte dient als träge Masse, welche im Winter beheizt und im Sommer gekühlt werden kann. Neben einem außenliegenden Sonnenschutz bildet diese Bauweise ein wirksames Mittel gegen sommerliche Überhitzung. Eine Raumlüftung mit hohem Wärmerückgewinnungsgrad verbessert die Raumluftqualität und reduziert Lüftungsverluste. Alle Außenbauteile wurden hoch-

wärmegedämmt in Passivhausqualität (wärmebrückenoptimiert) ausgeführt, die Fassade mit einer hinterlüfteten Holzfassade gestaltet, die Raumakustik über Deckenverkleidungen (gebundene Holzwolleplatten) geregelt. Technik- und Lagerraum sind zentral im Untergeschoß positioniert – auf die kurze Leitungsführung haben wir großen Wert gelegt. Auch eine Photovoltaikanlage steht zur Verfügung“, erläutert Architekt Martin Tabernig.

„Auf die Verwendung warmer Oberflächen haben wir besonderen Wert gelegt.“ Architekt Martin Tabernig

Beteiligte Firmen der IG Passivhaus Tirol Planung: Architektenduo Tabernig/Zierl Haustechnik: Ing.büro RUETZ Installationstechnik Planung e.U. Projektierung: Energy Consultants Fenster: Zoller & Prantl GmbH

Adresse Kindergarten Imst Auf Arzill 157, 6460 Imst


Martin Lehner Geschäftsführer

Mondo Therm – Die Tiroler Wärme Mondo Therm in Ötztal-Bahnhof ist der Spezialist für Sanitär, Heizung und Energie im Tiroler Oberland mit über 20 Jahren Erfahrung im Passivhausbau. • eigenes Bohrunternehmen für Erdwärmetiefenbohrungen inkl. geologischer Beurteilung und Abklärung mit Behörden • Wohnraumlüftung mit Feuchterückgewinnung (CO2 gesteuert) • Ofenbau inkl. Ofen-Ganzhausheizungs-Konzept • Sanitäranlagen und Komplettbäder • alles aus einer Hand • schlüsselfertige Ausführung inkl. Elektroinstallation • Energiekonzepte, Planung und Ausführung

Fotos: Mondo Therm / Florian Scherl / SCHARFSINN

Mondo Therm Handels GmbH A-6430 Ötztal-Bahnhof, Olympstraße 23 Tel.: +43 (0)5266 / 87101 info@mondotherm.at www.mondotherm.at

Regionalität, Qualität und Wertebewusstsein sind seit jeher grundlegende Werte des unternehmerischen Handelns von Mondo Therm. Für dieses kontinuierliche Bemühen um Qualität und zufriedene Kunden wurde das Unternehmen von der Wirtschaftskammer Tirol mit dem Siegel „Qualitätshandwerk Tirol“ in Gold ausgezeichnet.

Erdwärme / Luftwärmepumpen Komplettbäder / Badsanierung Holzheizung, Ofen(selbst)bau Wohnraumlüftung, Energiekonzepte

www.mondotherm.at


Markus Böhling Zimmermeister, Geschäftsführer

Ihr Partner für Holzbau-Projekte Das Außerferner Unternehmen mb Holzbau gilt seit vielen Jahren als kompetenter und zuverlässiger Partner für Holzbau-Projekte.

Fotos: mb Holzbau Vils

Bei Bestandsbauten verstärkt auf die energetische Gebäudesanierung sowie auf die Mehrwert-Modernisierung setzt die mb Holzbau GmbH mit Sitz in Vils. Im Neubau wiederum liegt der Fokus auf der Errichtung von Holzhäusern. Aber auch sämtliche Zimmerer- und Holzbauarbeiten werden angeboten. Wichtig dabei sind Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. „Für unsere Kunden bedeutet dies ein hohes Maß an Wohngesundheit, Werthaltigkeit und Sicherheit für die Zukunft“, betont Geschäftsführer Markus Böhling. „Holz ist eben allem gewaXXen“ – dafür stehen die Robustheit und die universelle Einsetzbarkeit dieses einzigartigen Rohstoffes. mb Holzbau bürgt für die qualitativ hochwertige Ausführung der Arbeiten.

mb Holzbau GmbH A-6682 Vils, Unterwies 4 Tel.: +43 (0)5677 / 83 64, Fax: 4 info@mb-holzbau.at, www.mb-holzbau.at

www.mb-holzbau.at


ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG Sanierung 93

Nichts ist hier mehr von der alten Bausubstanz zu spüren. Stolz präsentiert sich das rundum ökologisch sanierte Haus in neuem Glanze. Foto: mb Holzbau

Neu verpackt in Holz Ein bestehendes Wohnhaus wurde ökologisch saniert und erstrahlt nun in seinem neuen Gewand (CMS) Mit viel Liebe und Herzblut haben sich bei diesem Sanierungsprojekt in Reutte Bauherr und Elektroplaner Peter Bichl und Holzbaumeister Markus Böhling von MB Holzbau an die Sache gemacht. Ein in die Jahre gekommenes Wohnhaus wurde vollständig vom etwa 30 Jahre alten Vollwärmeschutz samt Putz befreit und auf ökologisch-nachhaltige Art und Weise saniert. Für den Bauherren ist das Projekt ein Lebenswerk, für das er sich mit viel Eigenleistung engagiert.

Die Ausgangslage Im Jahre 2013 erwarb der Bauherr aus Reutte das Bestandsobjekt mit seiner Styroporhülle und begann sorgsam, das Mauerwerk von dieser zu trennen. Die hohen Entsorgungskosten für ein solches Unterfangen sind beachtlich und für eine Kostenplanung nicht zu unterschätzen. Im Rahmen seiner Tätigkeit als selbstständiger Elektro- und Lichtplaner stieß er auf den Holzbau-Experten Markus Böhling und gemeinsam entschloss man sich für eine vollkommen ökologische Sanierung des Hauses in Holzbauweise in Verbindung mit einem Lehmputz der Firma Hüttl für die Innenräume. >>

„Ziel unseres Schaffens im Betrieb ist es, unseren Kunden das höchste MaSS an Qualität, Wohngesundheit, Werthaltigkeit und Sicherheit für die Zukunft zu bieten.“ Markus Böhling


94 Sanierung ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Bei der Auswahl der Materialien haben wir soweit wie möglich auf Nachhaltigkeit gesetzt. Die Handwerker wurden nach Gefühl und nicht nach dem BilligstbieterPrinzip ausgesucht. Bauherr, Peter Bichl

Was bisher geschah Das gesamte Haus wurde mit einer aufgeständerten, vorgehängten Dämmfassade aus komplett ökologischem Material ausgeführt. Um die Luftdichtheit der Wand zu erhalten, wurde das blanke Ziegelwerk verputzt und dann erst der neue Fassadenaufbau vorgenommen. Die statische Lastabtragung für die spätere Holzfassade erfolgt über – am Mauerwerk und an der Dachkonstruktion verankerte – Holzständer mit einem Querschnitt von 6/14cm. In dieser Ebene wurden auch die vorgefundenen Differenzen in der Ebenheit der Wand ausgeglichen. Anschließend wurde der Gefach-Zwischenraum mit Holzfaserdämmung vollständig isoliert. Als winddichte Schicht, Gefachabschluss und zusätzliche Dämmung wurde eine 60mm Holzfaserplatte im Nut-Federsystem vollflächig auf die vorher genannte Konstruktion montiert. Diese dient auch der wasserführenden Schicht für die Hinterlüftungsebene der Holzfassade. Der Gesamtdämmaufbau der Fassade beträgt 20cm. Die Fassadengestaltung wurde vorwiegend als Doppelrhombusschalung aus heimischer unbehandelter Lärche realisiert, auf der Westseite aus optischen Gründen mit einer bandsägerauhen, überluckten Holzschalung. Mit dem Fassadenaufbau wurde ein U-Wert von 0,19W/m2K erreicht. Das Lebenswerk ist für den Bauherren noch nicht ganz abgeschlossen, der hohe Anteil an Eigenleistung und die Ansprüche gemäß einer ökologischwertvollen, nachhaltigen Bauweise mit wenig Kunststoffanteil brauchen eben ihre Zeit.

Altbestand

Fotos: mb Holzbau

Gut Ding braucht Weile. Das Ergebnis lässt sich nicht von den sonst so übermächtigen Faktoren Zeit und Geld beeindrucken.


GF Ingo Wucherer

Wucherer Energietechnik GmbH A-6500 Landeck, Malserstraße 84 Tel: +43 (0)5442 / 62660 Fax. +43 (0)5442 / 62660-10 Mobil: +43 (0)676 / 5549731 office@wucherer-energie.at www.wucherer-energie.at

Fotos: Wucherer

Profis in Sachen Alternativ-Energie Die Firma Wucherer aus Landeck hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit moderner Art der Energieerzeugung und Energienutzung nicht nur die Umwelt massiv zu entlasten, sondern auch für den Kunden einen finanziellen Gewinn zu erzielen. Unsere Einsatzgebiete erstrecken sich über die Bezirke Landeck, Reutte, Imst, Telfs, Innsbruck Land und Innsbruck Stadt bis hin nach Lech, Bludenz und Feldkirch in Vorarlberg.

Intelligente Kombination modernster Technik: Bis zu 80 % Energieunabhängigkeit (PR) Durch die intelligente Kommunikation hocheffizienter Heliotherm-Wärmepumpen mit Photovoltaikanlagen (auf Wunsch mit Batteriespeicher) erreichen wir ein bisher unerreichtes Maß an Unabhängigkeit und finanzielle Entlastung für unsere Kunden. Das Monitoring all unserer Anlagenteile ermöglicht es, alle Komponenten perfekt aufeinander abzustimmen.

Unvergleichbare Energiekosten Anstatt der derzeit üblichen 1.800 E bis 2.200 E Gesamtenergiekosten (Heizung, Warmwasser, Strom und Kaminkehrer) für einen Vier-Personen-Haushalt mit 150 m² beheizter Wohnfläche, bedarf es bei einer Anlage der Fa. Wucherer, je nach Ausführung, zwischen 400 E bis 800 E Gesamtenergiekosten jährlich. Nur die perfekte Feinabstimmung von Wärmepumpe und Photovoltaik ermöglicht es, Einsparungen in diesem Ausmaß zu erzielen. Mehr als 20 Jahre Berufserfahrung und bestens geschulte Experten in unserem Team zeichnen unsere Firma aus. In unserem Kompetenzzentrum in Landeck wird individuell für jeden Kunden – egal ob Sanierung oder Neubau – das für ihn ideale Heiz- und Energiekonzept erarbeitet. Nach erfolgter Projektierung erfolgt die Installation der gesamten Haustechnik von unserem speziell dafür ausgebildeten Montageteam.


96 Aktiv im Passivhaus ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Aktiv leben im Passivhaus aus Holz

Kompakt und übersichtlich erscheint das Haus einer jungen Familie inmitten eines bunt gewachsenen Ortsteiles in Mils mit hohem Einfamilienhausanteil (CMS) Ein wahres Raumwunder haben Martin Gamper und Dietmar Ewerz von teamk2 architects hier geschaffen. Zwei quirlige Kleinkinder und ein Säugling erfüllen das moderne Holzhaus in Passivhausqualität der Familie Schabetsberger mit Freude und Leben. Schon beim Betreten des Hauses über einen großzügigen Vorplatz spürt man, dass hier Design und Familienalltag in perfekter Symbiose miteinander funktionieren.

Fotos: Holzbau Schafferer

Warme, natürliche Farbtöne und hochwertige, naturbelassene Oberflächen ergeben ein harmonisches Gesamtbild zum Wohlfühlen.

Ein Haus ganz aus Holz sollte es werden und so wandte sich das junge BauherrenPaar an einen Spezialisten in Sachen Holzbau, die Firma Schafferer aus Navis. Nach der Besichtigung einiger Referenzprojekte entschied man sich für die Architekten von teamk2 aus Innsbruck. Das Wunsch-Raumprogramm enthielt neben den notwendigen Räumlichkeiten für die fünfköpfige Familie auch ein Gästezimmer für die Großeltern, ein Büro, eine Sauna und einen großzügigen Keller mit bewohnbarem Bereich.


Der kompakte Kubus mit geschickt platzierten, geschützten Freiflächen bietet ausreichend Platz für drei Generationen.

Alle Wünsche konnten im Rahmen der Möglichkeiten erfüllt werden „Wir haben uns ein L-förmiges Haus mit geschütztem Außenbereich gewünscht und dieser Vorstellung wurde der Entwurf auf dezente Art und Weise auch gerecht“, so die Bauherren. Über einen großzügigen Vorraum gelangt man ins Büro, Gästezimmer und Gästebad, in den Küchen-Ess-Bereich, an den über Eck ein gemütliches Wohnzimmer anschließt. Beide hellen, offenen Bereiche schließen direkt über die Terrasse an den Garten an. Die geölten Eichenböden und Holzdecken strahlen viel Wärme aus, die Sichtbetonwand, an der sich die Treppe nach oben zieht, dient auch als Pufferspeicher für die Luft-Wärmepumpe. Das Stahlgeländer entlang der Stiege sticht ins Auge und gibt dem Raum zusätzlich einen ganz speziellen, coolen Flair. Alle Stauräume und Schränke sind von Tischlerhand eingebaut und halten sich dezent im Hintergrund. Im Obergeschoß angekommen, fällt auf, dass die Erschließungsflächen bewusst großzügig und breit geplant wurden, sodass sich auch hier das gemeinsame Familienleben vor den einzelnen Zimmern abspielen kann. Eine große, geschützte Loggia bietet Platz für einen uneinsichtigen Aufenthalt im Freien über dem Gartenbereich. Das Elternschlafzimmer, der Schrankraum und das freundliche Bad mit Sauna gehen fließend ineinander über und versprühen so den Charme einer angenehmen Wellnessoase. Die Architekten Martin Gamper und Dietmar Ewerz zeichnen für die Planung des Hauses verantwortlich und standen der kreativen Familie auch in Beleuchtungs- und Ausstattungsfragen hilfreich zur Seite. Der Holz-Massivbau aus Tirol wurde auf einem betonierten Keller aus Oberösterreich platziert, der Heimat des Bauherren.

Die gesamte Familie freut sich nun über die wärmeren Tage, an denen alle Generationen gemeinsam den Garten und die Terrassen so richtig genießen können und die großen Glasflächen wieder offen stehen werden.

Fakten HWB: 13 kW/m2 nach OIB Wohnnutzfläche: 220 m2 Außenwand Holzbau: Schafferer „natürlich“ MassivHolz-Außenwand mit Passivhausfilz, innen Sichtoberfläche gebürstet, außen Putzfassade und offene Lärchenschalung Dach: Schafferer „natürlich“ Massiv-HolzElement, Untersicht in Sichtoberfläche gebürstet; mit Warmdachaufbau (EPS Dämmung, Folienabdichtung mit Kiesauflage) Fenster: Holz-Alufenster Heizung/Lüftung: Stiebel-Eltron LWZ 304 sol für Heizung und Lüftung, kombiniert mit Solaranlage zur WW-Bereitung; Heizungsverteilung über Fußboden und Stiegenwand (Baukernaktivierung)

Beteiligte Firmen der IG Passivhaus Tirol Generalunternehmer: Schafferer Holzbau GmbH Haustechnik: Stiebel Eltron Energieausweis: Glatzl – Holzbauprojekte KG Schwarzdecker, Spenglerarbeiten: Dagn Hermann GmbH Treppe: Treppenfüchse Fenster: Zoller & Prantl GmbH Architektur-Planung: teamk2 architects

Fotos: Holzbau Schafferer


98 Porträt ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Ganzheitliches Gestalten im Sinne der Menschen Nachhaltigkeit bedeutet für Jana Revedin weit mehr als Energieeffizienz. Welche Werte und Missionen die weltweit wirkende und viel beachtete Architektin, Literatin und Universitätsprofessorin verfolgt und vertritt hat sie in einem packenden Gespräch erzählt Foto: Gernot Gleiss

(CMS) Globales, vernetztes Denken im Sinne aller Beteiligten ist für Jana Revedin oberstes Gebot ihrer Gestaltungslehre. Die gebürtige Deutsche studierte in Buenos Aires, Princeton und Mailand Architektur und durfte schon in jungen Jahren mit Architekturgrößen wie Aldo Rossi zusammenarbeiten. In ihrer derzeitigen Funktion als Professorin der Architektur-Meisterklasse an der angesehenen Ecole Speciale d'Architecture in Paris will sie erreichen, dass Bauen im Kollektiv geschieht und als Dienst am Menschen betrachtet wird.

Jana Revedin – Architect, Theorist and Writer: „Ich sage meinen Studenten: Baut zunächst gar nichts! Bringt euch in einen Ort ein, versteht sein Milieu, seine Ressourcen, seine Potenziale und Gefahren. Macht Euch nützlich, findet Lösungen, werdet not-wendig, ja unerlässlich!“

PASSIVHAUSmagazin: Wie sollte sich ihren Vorstellungen gemäß, moderne, nachhaltige Architektur heute definieren und entwickeln und wo liegen die Herausforderungen, denen sich die Verantwortlichen stellen müssen? Jana Revedin: Die Architektenschaft hat sich im Laufe der vergangenen Jahrzehnte zu sehr der Ästhetik und auch übertriebenem Funktionalismus und Normenwahn verschrieben, den tatsächlichen


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Hauptakteur aller Lebensräume, den Menschen, darüber aber oft vergessen. Wir dürfen nicht so tun, als hätten wir endlos Rohstoffe zur Verfügung. Unser Planet braucht ganzheitliche Lösungen und die Architektur war in Zeiten großen Wandels immer Motor von Erneuerung und gesunder Gesellschaftskritik. Denken wir nur an die wunderbare ReformModerne der 1920er! Architekten waren damals und sind auch heute wieder Begleiter, keine Dirigenten, tragen Verantwortung für das was sie tun. Nachhaltigkeit bedeutet also weit mehr als Energieeffizienz. Wir müssen den Ort, seine Menschen und ihre Bedürfnisse, Hoffnungen und Ängste wieder ernst nehmen – und sie aktiv in unsere Planungsprozesse einbinden. Selbstverständlich obliegt uns Architekten die technische und ökonomische Verantwortung, die Pflicht zu exzellenter Gestaltung und Ausführung, die Freude am Experiment und an kollektiver Neuentwicklung. Architektur kann so viele Ressourcen befreien und bündeln!

„High-tech sollte kritisch hinterfragt und wo immer möglich durch Right-tech ersetzt werden – das entspricht echter Nachhaltigkeit und einem ganzheitlichen Denken in KreislaufÖkonomien.“ PASSIVHAUSmagazin: In welcher Form tragen sie als Architektin und Lehrende persönlich dazu bei, diese Denk- und Handelsweise zu vermitteln und weiterzutragen? Jana Revedin: Meine Studenten der Meisterklasse – ich nannte sie mit einem Augenzwinkern, denn Architektur muss ja immer spielerisch und auch radikal sein dürfen – die „kollektive Fabrik“, haben ihr Grund-Handwerk schon gelernt. >>

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100 Portrait ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

„Bauen ist Dienst am Menschen. Dementsprechend planen wir mit den örtlich vorhandenen Ressourcen, errichten und verändern mit den Menschen durch die Menschen.“

PASSIVHAUSmagazin: Sie sind neben Ihrer Tätigkeit an der Universität und auf Ihren ExperimentalBaustellen auch als Buchautorin seit Jahren erfolgreich. Worin liegt Ihre größte Leidenschaft? Jana Revedin: Schon als Kind liebte ich zwei Dinge: Räume bauen und Schreiben. Heute kann ich diese beiden Passionen in meiner Lehre und Forschung sowie in meiner literarischen Tätigkeit vereinen. Die Hauptfiguren in meinen Romanen kommen immer aus diesen zwei Welten, der Welt des Raums oder der Welt des Wortes. Und ich werde nicht müde, ihnen in deren Tiefen zu folgen. PASSIVHAUSmagazin: Sie haben 2006 auch einen international gefeierten Architekturpreis gegründet, den Global Award for Sustainable Architecture. Jana Revedin: In Anlehnung an den berühmtesten Architekturpreis, den Pritzker-Preis, nannte man meinen Global Award in Fachkreisen von Anfang an

Foto: Jana Revedin

Für ihre Diplom-Projekte haben sie bei mir zwei Jahre Zeit und zeichnen keine unreflektierten Wettbewerbsprogramme, sondern arbeiten an einem konkreten Ort für ein konkretes Ziel. Unser interdisziplinäres Planungs-Team wird von einem Stadtviertel, einem Dorf oder einem Slum gerufen, wo ein Bedarf besteht und wo wir uns in einen laufenden Dialog einbringen. Wir versuchen gemeinsam mit den Bewohnern bestehende Ressourcen zu nützen und die Lebensqualität und Selbstentwicklung durch klug dosierte, meist kleinteilige Projekte zu steigern. Dabei entdecken wir die einmaligen Qualitäten eines jeden Ortes wieder – seine Geografie, Geologie, Ökonomie, sein Klima, seine Kultur. Und natürlich seine Menschen. Infrastruktur und bebauter Raum sind in den meisten Lebensräumen ja schon ausreichend vorhanden. In unseren Gesaltungskonzepten denken wir um oder neu: flexible Nutzungsmodelle und demokratische Verteilung, neue Lebensformen und –rhytmen, ortsgerechte Strukturen und Materialen, simple Bauformen, die das kollektive Gedächtnis wachrufen...

Öffentliche Projekt-Präsentation mit Bewohnern des LoireDorfes Montigny und Studenten der Klasse Jana Revedin.

den „Rebellen-Pritzker“ – welch ein Erfolg! Alejandro Aravena, schon 2008 mein Preisträger, lud unsere ganze Global Award Gemeinschaft zu seiner diesjährigen Biennale nach Venedig ein. Alle 50 Preisträger sind präsent, als Aussteller oder Kuratoren, das war ein Hallo in den Eröffnungstagen...! Der Paradigmenwechsel in der Welt der Architektur in Richtung Nachhaltigkeit ist also manifest und ich trug mit dem Global Award und seiner kulturellen und wissenschaftlichen Breitenwirkung einen kleinen Beitrag dazu bei. Das ist eine große Freude. Aber auch eine große Verantwortung. Wir Architekten müssen weiterdenken und -tun: in Richtung ReformArchitektur, Reform-Lehre, Reform-Ökonomien...

„Isabel“ – der vierte Roman von Jana Revedin weitere Informationen www.revedin.com


Visualisierung: Rococoon

Hermann Glatzl und Verena Krismer, Firmeninhaber

Glatzl Holzbauprojekte KG A-6020 Innsbruck, Sonnenburgstraße 14 Tel.: +43/(0)512/583179 Mobil: +43/(0)664/88 5 11 547 Fax: +43/(0)512/560347 glatzl@holzbauprojekte.at krismer@holzbauprojekte.at www.holzbauprojekte.at

Projektabwicklung mit Glatzl Holzbauprojekte Seit 2011 sind Hermann Glatzl und Verena Krismer mit „Glatzl Holzbauprojekte KG“ erfolgreich. Projektierung, Abwicklung und Überwachung von Holzbauprojekten bilden die Schwerpunkte des innovativen Unternehmens. Das kompetente Team optimiert Bauvorhaben durch profundes Fachwissen im Hinblick auf Energie, Baukonstruktion, Ökologie, Ausführungsqualität und legt großen Wert auf eine professionelle Bauabwicklung.

Endlich ist es so weit (PR) Jede Reise beginnt mit einem Traum. Beim Hausbau wird dieser vom Architekten geformt. Schnell schaut auf dem Papier alles wunderbar aus, aber noch ist kein Flug gebucht. Als Rucksackreisende sind wir gewohnt selbst und spontan zu entscheiden. Beim Hausbau aber holen wir uns lieber Experten ins Boot. Was für ein Energiekonzept? Welches Heizsystem? Passt die Statik? Welche Konstruktion und Materialien sind schlüssig? Ein paar Monate Bau und Einzug zu Weihnachten… nur, so schnell geht es nicht. Gerade wenn das Haus in Holzbauweise entsteht, dauert die Planungsphase oft länger als der Bau. Faszinierend, wie aus dem Einreichplan Detailzeichnungen entstehen. Jeder Winkel wird skizziert, Übergänge berechnet und Steckdosen präzise zu Papier gebracht. Die Fa. Glatzl Holzbauprojekte begleitet unsere Reise unterstützend, mit klarer Hand und ohne unseren Traum aus den Augen zu verlieren. Alle Gewerke haben große Auswirkung auf das Gesamtkonzept und müssen eng zusammenwirken. Unser Haus wird so auf stabile und nachhaltige Beine gestellt. Nicht zu vergessen bei all den spannenden Planungsarbeiten sind die Kosten. Ohne solide Finanzplanung wird der Bau nie fertig. Sobald das Budget passt, wird die Planung fixiert und die Werkverträge mit den Bestbietern unterzeichnet. Endlich Zeit das Taxi zu bestellen, der Spatenstich steht an. Vielen Dank an die Fa. Glatzl Holzbauprojekte für die kompetente Reisebegleitung!

Foto: Glatzl Holzbauprojekte KG

Foto: klaszkleeberger

Foto: Glatzl Holzbauprojekte KG


Unser neues, energieautarkes Bürogebäude

Ing. Wolfgang Hörfarter, Geschäftsführer und zertifizierter Passivhausplaner

Hörfarter – Ihr Partner beim Bauen seit 1961 Unser Unternehmensleitbild ist seit dem Jahr 1961 immer dasselbe geblieben – unsere ureigenste Tätigkeit ist das Bauen.

Fotos: Hörfarter

HÖRFARTER-Bau-GmbH A-6341 Ebbs, Kleinfeld 10 c Tel.: +43 / (0)5373 / 42 327, Fax: DW 50 office@hoerfarter-bau.at www.hoerfarter-bau.at

Als zertifizierter Passivhausplaner versteht Baumeister Wolfgang Hörfarter die komplexen Zusammenhänge eines Passivhauses und setzt diese mit seinem motivierten Team um. Das Unternehmen bildet Lehrlinge aus und schafft hochwertige regionale Arbeitsplätze. Dies alles stiftet Qualität, Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit für die größte Investition im Leben vieler Menschen. Wir bauen Ihr Passivhaus massiv – nach Ihren persönlichen Vorstellungen. Unsere langjährige Mitgliedschaft in der Interessensgemeinschaft IG Passivhaus Tirol vermittelt uns das notwendige Wissen und die Kompetenz.

Unser Schwerpunkt ist der private Wohnbau. Wir errichten auch Gewerbebauten, landwirtschaftliche Gebäude, therm. Sanierungen, Außenanlagen. Auch kleine Umbauten und Ausbesserungen übernehmen wir gerne.

www.hoerfarter-bau.at


ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG Global Awards Paris 103

Die Global Awards für nachhaltige Architektur Der Global Award for Sustainable Architecture ist ein Architekturpreis, der seit 2006 jährlich an fünf Architekten verliehen wird, die sich durch nachhaltiges Bauen ausgezeichnet haben. Architektin Jana Revedin ist Begründerin dieses Preises – welcher unter der Schirmherrschaft der UNESCO steht – und Vorsitzende der LOCUS-Stiftung, die ihn vergibt (CMS) Der Global Award for Sustainable Architecture wurde im Jahre 2006 von Jana Revedin gemeinsam mit französischen und europäischen Partnern und Partnerinstitutionen ins Leben gerufen. Seit nunmehr zehn Jahren werden Jahr für Jahr nachhaltige Architektur- und Stadterneuerungsprojekte gefördert, ausge-

Fotos: Gaston François BERGERET

Eindrücke von der diesjährigen Verleihung in Paris.

(Thailand), Gion Antoni Caminada (Schweiz), Kengo Kuma (Japan), Patrice Doat (Frankreich) und East Coast Architects (Südafrika). Sie werden jährlich an fünf Architekten vergeben, die ihre Arbeit in den Dienst einer nachhaltigen Entwicklung und einer partizipativen Herangehensweise an die Bedürfnisse der Gesellschaft stellen. Einreichungen sind weltweit möglich, ergänzend zu diesen schlagen unabhängige Experten Kollegen vor.

zeichnet und zum Teil auch realisiert. Die Global Awards standen heuer unter dem Thema „Die Zeit ist geschenkt, nur die Hast ist teuer” und ehrten Architekten bzw. Institutionen, die sich bei der Neudefinition des Berufsbildes in Lehr-, Stadtraum-, Selbstbau-, Recycling- und Bürgerprojekten erfolgreich engagieren. Die diesjährigen Preisträger sind: Case Studio

Jana Revedin: „Es ist beinahe erschreckend, wir sind mit unserem ‚Rebellen Pritzker‘ inzwischen zum mainstream geworden. Als ich den Global Award ins Leben rief und in Paris ansiedelte, war das Wort ‚sustainable‘, also ‚nachhaltig‘ noch nicht einmal ins Französische übersetzt. Heute sind etwa die Hälfte der Kuratoren der diesjährigen venezianischen Biennale meine Preisträger – ich kann nur still werden und staunen!“


Mag. Gerhard Feistmantl, Ing. Wilhelm Muzyczyn, Dipl.-Ing. Markus Lechleitner, Geschäftsführer

Die Alpenländische baut KLIMAAKTIV! Die Alpenländische errichtet seit bald 80 Jahren geförderte Wohnungen in Tirol und Vorarlberg, und ist seit 2013 KLIMAAKTIV Partner für das Bauen und Sanieren, einem zentralen Baustein der Klimaschutzinitiative des BMLFUW. Die in diesem Programm festgelegten Anforderungen bestimmen die Planung und Ausführung, die Energieversorgung, die eingesetzten Baustoffe und das Raumklima auf höchsten ökologischen Standards, wodurch optimierte Lebenszykluskosten, ein möglichst geringer Energieverbrauch, der Einsatz umweltschonender Baustoffe und ein angenehmes Wohnambiente sichergestellt werden. Mehr als 20 Projekte der Alpenländischen wurden inzwischen bereits KLIMAAKTIV ausgezeichnet, wobei mit der Planung und Ausführung fast ausschließlich Unternehmen aus der Region beauftragt werden.

Fotos: Alpenländische Heimstätte

Alpenländische Heimstätte Gemeinnützige Wohnungsbauund Siedlungsgesellschaft m.b.H. A-6020 Innsbruck, Viktor-Dankl-Straße 6 u. 8 Tel.: +43 (0512) / 57 14 11, Fax: DW 34 tirol@alpenlaendische.at www.alpenlaendische.at

Durch die günstige und langfristige Finanzierung der Bauvorhaben mit Unterstützung aus Wohnbauförderungsmitteln ist die Alpenländische in der Lage, bestens ausgestattete Wohnungen zu attraktiven Mieten anbieten zu können.

www.alpenlaendische.at


ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG Gemeinnütziger Wohnbau 105

Planen und Bauen von Wohnträumen Seit mehr als sieben Jahrzehnten entwickelt und realisiert die Alpenländische Wohn- und Geschäftsprojekte in Tirol und Vorarlberg (CMS)

Die

Alpenländische

Heimstätte setzt Maßstäbe für

Wohnanlage Brixlegg

attraktiven, erschwinglichen und

benutzerfreundlichen

Wohnbau. Ihre langjährige Erfahrung macht sie zu einem erfolgreichen gemeinnützigen Bauträger in Westösterreich und einem zuverlässigen Partner für Gemeinden. Als Partner der IG-Passivhaus Tirol setzt sie verstärkt auf ökolo-

Foto: Alpenländische Heimstätte

gisch wertvolles Wohnen und

Wohnanlage Brixlegg

stellt drei Projekte dazu vor.

In der Gemeinde Brixlegg entstand diese Wohnanlage mit insgesamt 15 Wohnungen unterschiedlichster Größe auf drei Ebenen und 15 Tiefgaragenabstellplätzen. Das schlichte Objekt besteht aus einem Baukörper, welcher durch ein Stiegenhaus und einen Personenaufzug erschlossen wird. Jede Wohnung verfügt über eine Terrasse oder einen Balkon, sowie einen Tiefgaragenabstellplatz und ein Kellerabteil. Ein automatisch gesteuertes Heizsystem mit einer Wohnungsstation mit Wärmetauscher sorgt in jeder Wohnung für wohlige Wärme. Energieträger ist Erdgas, zusätzlich befindet sich eine Solaranlage am Dach. >>


106 Gemeinnütziger Wohnbau ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Wohnanlage Kirchbichl In der Gemeinde Kirchbichl errichtete die Alpenländische Heimstätte eine Wohnanlage mit insgesamt 24 Wohnungen auf vier Ebenen und 50 Tiefgaragenabstellplätzen. Die Wohnanlage besteht aus einem eleganten Baukörper welcher durch ein Stiegenhaus und einen Personenaufzug erschlossen wird. Jede Wohnung verfügt über eine Terrasse oder einen Balkon, außerdem sind jeder Wohnungseinheit ein Tiefgaragenabstellplatz sowie ein Kellerabteil zugeordnet. Es gibt ein automatisch gesteuertes, regeneratives Heizsystemen auf Niedertemperaturbasis, eine Luftwärmepumpe, eine Raumheizung bzw. Wärmeverteilung in der Wohnung mittels Fußbodenheizung, Die Messung der Heizenergie erfolgt pro Wohnung. Eine kontrollierte Wohnraumlüftung (Komfortlüftung) besteht in jeder Wohneinheit.

Wohnanlage Kirchbichl

Fakten Gesellschafter Neue Heimat Oberösterreich Holding GmbH Österreichischer Gewerkschaftsbund Wohnanlage Aschau Fotos: Alpenländische Heimstätte

Wohnanlage Aschau In der Gemeinde Aschau errichtete die Alpenländische Heimstätte eine Wohnanlage in Passivhausqualität lt. WBF mit insgesamt 18 Wohnungen auf vier Ebenen, einem Gemeinschaftsraum und 21 Tiefgaragenabstellplätzen. Diese Wohnanlage besteht aus zwei miteinander verbundenen Baukörpern, welcher durch zwei getrennte Stiegenhäuser und zwei Personenaufzüge erschlossen wird. Jede Wohnung verfügt über eine Terrasse oder einen Balkon, außerdem sind jeder Wohnungseinheit ein Tiefgaragenabstellplatz sowie ein Kellerabteil zugeordnet. Ein automatisch gesteuertes Heizsystem mit einer Wohnungsstation mit Wärmetauscher sorgt in jeder Wohnung für wohlige Wärme. Energieträger ist Erdgas. Eine kontrollierte Wohnraumlüftung (Komfortlüftung) wurde in jeder Wohneinheit vorgesehen.

Geschäftsführung DI Markus Lechleitner Mag. Gerhard Feistmantl Ing. Wilhelm Muzyczyn Mitarbeiter 42 Angestellte Firmensitz Innsbruck 12 Angestellte Büro Feldkirch Kennzahlen Eigenkapital: ca. E 106 Mio. Bilanzsumme: ca. E 677 Mio. davon Grundstücke und Bauten: ca. E 623 Mio. jährliches Neubauvolumen: ca. E 45,2 Mio. eigener Wohnungsbestand ca. 6.750 Mietwohnungen, zusätzlicher Verwaltungsbestand ca. 5.100 Eigentums- und Gemeindewohnungen


Sonja Wenisch Geschäftsführung

Holz Wenisch steht für Top-Qualität Wir bieten eine große Auswahl an echten Holzböden vom bewährten klassischen Fischgrat über Landhausdielen bis hin zu individuell gefertigten Luxus-Dielen. Langlebig, funktionell, modern – für jeden Geschmack. Die Stärke der Fa. Wenisch liegt neben dem umfangreichen Programm vor allem in der Kompetenz der Mitarbeiter. Unser Credo lautet: • Ökologische Verantwortung, ausschließlich FSC zertifizierte Ware (FSC steht für Holz aus fairer Wirtschaft und fördert die sozial – und umweltverträgliche Waldwirtschaft)

Fotos: Holz Wenisch GmbH

• Mit FSC und PEFC zertifizierten Hölzern unterstreichen wir unsere hohe Kompetenz im Bereich Umweltschutz und nachhaltigem Handeln. Jedem Kunden ist es schlussendlich selbst überlassen, seine persönliche Auswahl und Präferenz zu treffen. Gezeigt wird dies im neu entstehenden Schauraum an der Hallerstraße. Unser Programm: Parkettböden, Terrassen in allen Varianten mit Zubehör wie Sockelleisten, passenden Treppen und vieles mehr.

Wenisch Holz GmbH & Co.KG A-6020 Innsbruck, Hallerstraße 77 Tel.: +43 (0)512 / 2614280, Fax: DW 20 info@wenisch-holz.at, www.wenisch-holz.com

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Hannes Buchwinkler, MBA Geschäftsführer

Qualitativ hochwertige Einblasdämmungen und Dichtungs-Systeme CLIMASONIC bietet qualitativ hochwertige Einblasdämmungen von namhaften Dämmstoffproduzenten. Verwendet werden verschiedenste ökologische und recycelbare Materialien wie Zellulose und Holzfaser.

Fotos: Climasonic

CLIMASONIC Produktions- und VertriebsgmbH A-5114 Göming, Am Wiesenring 16 Tel./Fax: +43 7748 20315 office@climasonic.com www.climasonic.com

Auch anorganische, nicht brennbare Stoffe wie Steinwolle, Glaswolle und Perlite kommen für die Dämmung von CLIMASONIC in Frage. Die Technik des Einblasens ermöglicht es, kosteneffizient und schnell Böden, Dächer, Wände und Decken fugenlos und gleichmäßig zu dämmen. Sanierungen von Altbauten oder Dämmung von Neubauten erfolgen ohne aufwändige Umbauarbeiten. Mit CLIMASONIC wählen Sie einen verlässlichen, gewerblich zertifizierten Spezialisten für die Einblas-, Aufspritz,- und Absaugtechnik. Die Marke CLIMABLOW von CLIMASONIC bedeutet durchdachte Systemlösungen für zeitgemäße Dämmung und zur wirksamen Abdichtung einer luft- und winddichten Gebäudehülle. Das CLIMABLOW DSDichtungs-System umfasst systemgeprüfte Folien, Klebebänder und Dichtmassen. Kontaktieren Sie uns – wir beraten Sie gerne!

CLIMASONIC findet die optimale Lösung: Für jede Dämm- und Dichtungsangelegenheit.

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Farkalux Fenster 109

Komplettlösungen für mehr Komfort Die umfangreiche Produktpalette von Farkalux, dem führenden Tiroler Fensterhersteller, kann sich sehen lassen Bei Farkalux wird jedes Fenster nach Maß produziert, ganz nach den Wünschen und Vorstellungen der Kunden. In puncto Innovation und Technik bleibt das Unternehmen stets am Puls der Zeit.

Primus Futura mit Aluschale Fotos: Farkalux

(PR) Rund um das Thema Wohnen bietet das Unternehmen mit seinem Sitz in Kematen eine Riesenauswahl an Fenstern, Wintergärten, Pergolen, Überdachungen, Haustüren, Rollläden, Jalousien und Markisen. Mit im Programm sind auch passivhaustaugliche Fensterkonstruktionen, die überzeugen.

Fenstersysteme nach Wahl Mit den richtigen Fenstern bleibt die Wärme im Haus, Behaglichkeit zieht in die eigenen vier Wände ein und man spart Energie und Geld! Geeigneter Fenster-Wärmeschutz spielt dabei eine besonders große Rolle. Gerade an moderne Wohnraumfenster werden diesbezüglich sehr hohe Ansprüche gestellt. Damit nun für alle Bauobjekte die richtige Auswahl getroffen werden kann, hat Farkalux verschiedene Fenster-Lösungen im Programm.

Unter Verwendung von speziellen Wärmeschutzgläsern und Randverbundsystemen ist mit dem System Primus plus beispielsweise ein Wärmedurchgangskoeffizient von 0,72 W/ m²K möglich! Erst die richtige Kombination zwischen Wärmeschutzglas und Rahmenprofil führt zum erwünschten Gesamt-Wärmeschutz des Fensters. Bei der optimalen Fensterauswahl muss dabei auf Wärmdämmwerte von Glas und Rahmen geachtet werden.


110 Holzhochhaus GEBÄUDEHÜLLE

HoHo Wien – ein Hochhaus aus Holz entsteht Zwei Visionen – das Thema Holzbau sowie die Idee einer unkonventionellen Immobilie – standen am Beginn für die Entwicklung und Kreation des HoHo Wien. Was dann passierte, erinnert an eine moderne Parabel: ein weltoffener Investor, eine mutige Projektentwicklerin, ein neuer Wiener Stadtteil, ein bestens ausgewähltes Kernteam, monatelange Vorbereitungen, frühe Einbindung der Behörden und schließlich Entschlossenheit, Tatkraft und ein moderner Zugang zum Thema Holzbau (CMS) Auf rund 4.000 Quadratmetern Grundstücksfläche soll bis 2018 das HoHo Wien, ein 84 Meter hohes Hochhaus in Hybridbauweise, in Aspern, der „Seestadt Wiens“, entstehen. Rund 60 Millionen Euro investiert die Kerbler Gruppe in dieses Leuchtturmprojekt. Im Rahmen der ZEBA 2016 haben wir mit Caroline Palfy, der Geschäftsführerin der Entwicklungsgesellschaft gesprochen. Sie konzipierte federführend das weltweit einzige 24-geschoßige Hochhaus in Holzbauweise, welches nun kurz vor der Realisierung steht.

Holz neu denken, lautet das Motto von Projektentwicklerin Caroline Palfy. Bei der Entwicklung hatten alle Beteiligten ein Ziel vor Augen, nämlich zu zeigen, was mit Holz alles möglich ist und das HoHo Wien als Vorzeigeprojekt für den Holzbau von Heute zu etablieren. Mit Holz mehr als achtzig Meter hoch zu bauen, ist eine bautechnische Herausforderung und bedarf genauester Planung. Hochhäuser, die zu einem Großteil aus Holz bestehen, gibt es kaum. Das HoHo Wien ist ein Pionierobjekt, das weltweit auf viele Nachahmer hofft. PASSIVHAUSmagazin: Sie sind nach Ihrer Baumeisterprüfung im Jahre 2012 und einigen Jahren an Berufserfahrung im Baudevelopment schon in jungen Jahren als Projektentwicklerin in die Kerbler Gruppe eingestiegen. Woher kommen die Begeisterung für das Bauwesen und der besondere Bezug zum Holzbau?


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Baumeisterin Caroline Palfy, Geschäftsführerin der cetus Baudevelopment GmbH und Projektentwicklerin der Kerbler Gruppe, beim Interview anlässlich der zeba 2016.

Fotos: cetus Baudeveolpment

Caroline Palfy: Ich habe mich in den letzten Jahren hauptsächlich mit Altbausanierungen und Revitalisierungen beschäftigt und hatte nun als Projektentwicklerin erstmalig die Chance, etwas ganz Neues zu machen. Ich hatte vier Monate Zeit darüber nachzudenken, was auf diesem Baufeld mit Gewerbe-Widmung entstehen soll und begann bei dem einen oder anderen Glaserl Wein Ideen zu spinnen und zu entwickeln. Ich hatte zwar keinerlei Erfahrung im Holzbau, bildete mir aber als vorausdenkende Bautechnikerin in einem Land mit hohem Waldbestand ein Hochhaus aus Holz ein. Es musste doch im Rahmen eines erfahrenen Teams möglich sein, ein so innovatives, nachhaltiges Projekt durchzuplanen und auf die Beine zu stellen. PASSIVHAUSmagazin: Wie dürfen wir uns den Ablauf des Projektes von Beginn der Planungsarbeiten an bis heute vorstellen und mit welchen Hindernissen waren sie persönlich konfrontiert? Caroline Palfy: Wir haben die Machbarkeit in einem kleinen Team geprüft, uns schnell für eine Hybridkonstruktion entschieden und von Anfang an die Behörden mit ins Boot geholt. Das war ein wichtiger Schritt, denn diese Dimensionen sind einmal im Holzbau und so kam der Planungs- und Vorbereitungsphase ein hoher Stellenwert zu. Es wurden uns eigentlich keine Steine in den Weg gelegt, die hohen Anforderungen, die an uns herangetragen wurden, haben wir bis heute gewissenhaft erfüllt. PASSIVHAUSmagazin: Wo liegen für Sie die größten Pluspunkte dieses Holzbau-Projektes und wie wird das HoHo Wien zukünftig genützt werden? Caroline Palfy: Das HoHo Wien wird zur Gänze in unserem Besitz bleiben und die Vermietungs-Nach-

frage ist groß. Die relativ bescheidenen Mehrkosten von sechs bis zehn Prozent im Vergleich zu konventionellen Bauweisen sind überschaubar und durch die Vorteile des Holzbaues, wie etwa die verkürzte Bauzeit, der Flächengewinn und die großartige Wohn- und Arbeitsatmosphäre, wieder wettzumachen. Die Erfahrungen, die wir mit diesem Projekt weitergeben sind sehr wichtig, da der Baustoff Holz immer noch nicht in allen Köpfen der breiten Öffentlichkeit angekommen ist. Ich freue mich sehr darüber, Teil dieses innovativen Projektes sein zu dürfen.“ Visionen, Projektdaten, Nutzung, Standort, Team und Mietflächen zum HoHo Wien finden sie unter: www.hoho-wien.at


LAMILUX CI-System Lichtband B| 4 LAMILUX CI-System Rauchlift ME | 5

LAMILUX CI-System Glasarchitektur PR60 | 1

LAMILUX CI-System Glaselement FE | 2a Rauchlift FE | 2b

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So profitieren Sie von LAMILUX Tageslichtsystemen 3

LAMILUX CI-System Lichtband S | 7

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LAMILUX Ci-System Glaselement FEenergysave Lieferbar bis zu einer Länge und Breite von 2 Metern Das Passivhaus gilt international als einer der anspruchsvollsten Energieeffizienz-Standards. LAMILUX unterstützt Architekten und Planer mit einem innovativen, passivhausgeprüften Tageslichtelement bei der Umsetzung von Passivhäusern: Das LAMILUX CI-System Glaselement FEenergysave ist vom Passivhaus-Institut Darmstadt als weltweit erstes passivhausgeeignetes Oberlicht zertifiziert worden und hat dabei mit der Klassifizierung als phA Advanced Component die höchste Effizienzeinstufung erreicht.

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ENERGIEEFFIZIENZ NEU: „Warme Kante“ mit Superspacer in serienmäßiger 3-fach-Verglasung

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ENERGIEEFFIZIENZ durch nochmals verbesserte Wärmedämmung und dreifaches Stufendichtungssystem

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PASSIVHAUSZERTIFIZIERUNG nach der höchsten Klasse phA

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Im LAMILUX CI-System Glaselement FEenergysave werden gemäß den Passivhaus-Anforderungen immer 3-fach Verglasungen eingesetzt. Der Rahmen weist eine herausragende Luftdichtheit und Dämmung auf. Für das gesamte Tageslichtelement hat das Passivhaus-Institut Darmstadt auf der normativen Grundlage der DIN EN ISO 10077-1 und 10077-2 einen USL-Wert von 0,84 W/(m²K) ermittelt. Top-Variante: Ausführung als LAMILUX CI-System Glaselement FEenergysave+ für Klimaregion „kalt“ (Skandinavien, Alpenraum,…) mit U-Wert = 0,65 W/(m²K) und 4-fach Verglasung.


Michael Unterweger Geschäftsführer Lamilux Austria GmbH

Tageslicht lässt Räume neu erstrahlen und schafft Wohlbefinden Lamilux berät, plant und montiert mit perfekter Kompetenz und hoher Verlässlichkeit für seine Kunden und liefert somit neue Belichtungslösungen aus einer Hand.

Fotos: Lamilux Austria

Lamilux Austria GmbH A-5141 Moosdorf, Furkern 15 Tel.: +43 (0)7748 / 209 88 12 Fax: +43 (0)7748 / 209 88 7 office@lamilux.at, www.lamilux.at

Mit seinen Tageslichtsystemen und als führender Produzent von faserverstärkten Kunststoffen zählt Lamilux europaweit zu den etabliertesten und erfahrensten Herstellern mit umfangreicher Produktpalette, wie etwa Glasdachkonstruktionen, RWA, Lüftungssysteme und Gebäudesteuerungen. Für das Produkt Design des neuen, innovativen Flachdachfensters Lamilux CI-System Prismen-LED/Reflective, das Tageslicht und Kunstlicht perfekt kombiniert, wurde das Unternehmen sogar mit dem begehrten Red Dot Award ausgezeichnet. CI – Customized Intelligence bedeutet für Lamilux Spitzenleistungen und Leistungsführerschaft in allen Bereichen des Firmen-Angebotes.

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116 Holzbau GEBÄUDEHÜLLE

Die Zukunft des Holzbaues

Karl Schafferer, Geschäftsführer der Schafferer Holzbau GmbH in Navis, ist ein Experte, wenn es um die Möglichkeiten, Vorteile und Visionen zum Thema Holzbau geht Fotos: Schafferer Holzbau

Die Vorfertigung großflächiger Holzelemente in der Halle und deren anschließende Anlieferung sind ein beeindruckendes Unterfangen.

(CMS) In einem Gespräch mit dem PASSIVHAUSmagazin meint er: „Die Vorteile des massiven Holzbaues liegen auf der Hand: Holz fühlt sich gut an, riecht gut und vermittelt Wärme. Darüber hinaus reguliert der natürliche Baustoff die Luftfeuchtigkeit und hält sie auf einem konstant angenehmen Niveau. Holz stärkt die Fähigkeit zur Regeneration, beugt Erkrankungen vor und wirkt positiv auf das Wohlbefinden. Darüber hinaus gilt es als nachhaltiger heimischer Baustoff, der eine lärm- und schmutzarme Ausführung garantiert.“ PASSIVHAUSmagazin: Wie überzeugen Sie als echter HolzbauExperte Bauherren und Investoren für den Holzbau im Land? Karl Schafferer: Als verantwortungsvoller Mensch muss man das Bauen heutzutage langfristig sehen. Wenn in den heimischen Wäldern ein ökologisch wertvoller Baustoff mit idealen Eigenschaften wächst, muss man diese Chance einfach nützen und den Holzbau ankurbeln. Der Rohstoff Holz wächst schneller nach als wir ihn verbrauchen können, also muss er genützt werden und zwar dringend auch bei großvolumigen Projekten. Wir lassen uns die kompliziertesten Lösungen für die CO2-Bindung einfallen, dabei steht die Lösung des Problems zum großen Teil in

unseren Wäldern. Der Lebenszyklus eines Gebäudes beginnt bei der Planung, geht über den Transport, die Bauphase, die Nutzung und Erhaltung bis schließlich hin zur Entsorgung – so umfassend und nachhaltig gesehen kann kein anderer Baustoff dem Holz das Wasser reichen. PASSIVHAUSmagazin: Wie sehen Ihre Visionen im eigenen Betrieb zur Zukunft des Holzbaues aus und woran wird entwickelt? Karl Schafferer: Ich bin überzeugt davon, dass auch hierzulande immer mehr Investoren erkennen, wo die Vorteile des Holzbaues liegen – in der Schweiz ist man beispielsweise hier schon einen Schritt voraus. Allgemein wird in den europäischen Ländern verstärkt auf Holzbauten gesetzt. In unserem Betrieb wird intensiv an einem noch höheren Vorfertigungsgrad gearbeitet, um die Präzision und die Bauzeiten noch weiter zu optimieren. Installationswände mit eingebauten WC-Kästen und sonstigen Anschlüssen oder der fix fertige Fenstereinbau tragen beispielsweise Wertvolles zur Qualitätssicherung bei.


Karl Schafferer Geschäftsführer

All-in-One Wir bieten die Komplettlösung: Alles aus einer Hand – durch unser All-in-One-Paket erfüllen wir Ihren Wohntraum – stressfrei und zum Fixpreis. Durch unsere jahrelange Erfahrung als Komplettanbieter verwirklichen wir Ihr Bauvorhaben in kürzester Zeit und zum Fixpreis. Ob ein Schafferer „natürlichMassivHolzHaus“, Gewerbebauten oder Wohnbauprojekte. In jedem Fall bieten wir Ihnen ein umfassendes Service und eine professionelle Beratung durch unser engagiertes „All-in-One“-Team. Unsere 55-jährige Erfahrung als Traditionsunternehmen, geführt als Familienbetrieb, bietet Ihnen zusätzlich Sicherheit und Gewährleistung für Ihr Bauprojekt. Informieren Sie sich in unserem „natürlichMassivHolz“-Musterhaus im Energiehauspark Innsbruck oder in unserem Werk in Navis. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Fotos: Schafferer Holzbau

Holzbau: Gewerbe- Industrie- Kommunal-& Sonderbauten Holzhaus: Ein- und Mehrfamilienhäuser Schafferer “natürlichMassivHolzHaus“ All-in-One: Die Komplettlösung aus einer Hand

Schafferer Holzbau GmbH A-6145 Navis, Außerweg 61b Tel.: +43 (0)5273 / 6434, Fax: DW 40 Schafferer natürlichMassivHolzHaus A-6020 Innsbruck, Bleichenweg 15c Tel.: +43 (0)5273 / 6434-60 info@schafferer.at, www.schafferer.at

www.schafferer.at


Andreas Plunser Inhaber

Holzbau Aktiv: Für Mensch und Natur! Holz ist der älteste und der modernste Baustoff der Welt. Andreas Plunser, Geschäftsführer von Holzbau Aktiv, und sein Team realisieren Wohn(t)räume aus diesem nachhaltigen Werkstoff.

Fotos: Holzbau Aktiv

Holzbau Aktiv GmbH A-6179 Ranggen, Ranggerstraße 12 Tel.: +43 (0)5232 / 20022, Fax: DW 8 Mobil: +43 (0)664 / 851 6220 office@holzbau-aktiv.at, www.holzbau-aktiv.at

Holz gilt als der natürlichste und der High-Tech Baustoff, der Baustoff mit den besten Dämm- und Raummesswerten, ist kreativ, individuell und bodenständig. Der Geschäftsführer der Firma Holzbau Aktiv, Andreas Plunser, setzt nicht nur auf den einzigartigen Rohstoff Holz, sondern auch auf sein hochqualifiziertes Team. Verlässliche und kompetente Mitarbeiter setzt er ebenso voraus, wie auch eine faire und gute Beratung und höchste Qualität als Standard. Zahlreiche Projekte hat das Team bereits realisiert – und damit den Bewohnerinnen und Bewohnern Wohnkomfort auf höchster Ebene ermöglicht.

www.holzbau-aktiv.at


GEBÄUDEHÜLLE Praxisseminar 119

Schnittstelle Die Netzwerktreffen der IG-Passivhaus sind für Planer, Ausführende und Bauherren gleichermaßen interessant (CMS) Einmal mehr ging es beim zweiten Netzwerktreffen der IG-Passivhaus um den neuralgischen Punkt Gebäudehülle. Inwiefern Theorie und Praxis oftmals auseinanderklaffen und wo die Anforderungen, Fehler und Lösungsansätze zu diesem Thema liegen, hat Unternehmer und Gutachter Werner Linhart anschaulich präsentiert und diskutiert.

Themenschwerpunkte

Werner Linhart gliederte seinen Vortrag übersichtlich in mehrere Abschnitte und baute viele Möglichkeiten zur angeregten Diskussion mit ein. Angefangen mit den Schnittstellen im Werkver-

Passieren kann immer etwas, davon ist beim Bauen auszugehen. Die Frage muss also immer sein: Was passiert, wenn was passiert. Werner Linhart

trag, dem theoretischen Teil des Seminares, bis hin zu den einzelnen Gebäudeteilen eines Objektes mit Praxisbeispielen wurden sämtliche Punkte zur Gebäudehülle hinterfragt und ausdiskutiert.

Normenstruktur

Auf anschauliche Art und Weise brachte der Vortragende gleich zu Beginn etwas mehr Licht in den herrschenden Gesetzesund Normendschungel. Zum Thema Normenstruktur stellte sich die Frage, was nun eigentlich mehr gilt – Vertrags-, bzw. technische Norm oder Herstellervorschrift. Grundsätzlich meinte Linhart dazu, dass Normen und Vorschriften nie das eigene Nachdenken ersetzen sollten und durchaus hinterfragt werden können. Eine Norm sei schließlich nur die Empfehlung eines Vereins und nicht automatisch unfehlbar. Vertragsbedingungen sind also nicht zwingend mit technischen Normen zu verknüpfen. >>

Fotos: C.Molzer-Sauper

Die Mitglieder der IG-Passivhaus und Werner Linhart beim informativen Vortrag und im angeregten Gespräch.


Austrotherm Resolution: hohe Dämmleistung – weniger Platzbedarf (PR) Mit einem Lambdawert von 0,022 gehört Austrotherm Resolution zu den besten Dämmstoffen, die es zurzeit am Markt gibt, hat gute Brandeigenschaften und ist gut zu verarbeiten. Der Dämmstoffpionier Austrotherm hat einen Hochleistungsdämmstoff auf den Markt gebracht, der eine fast doppelt so gute Dämmwirkung aufweist wie ein herkömmlicher Dämmstoff. Der neuartige Dämmstoff spielt mit einem Lambdawert von 0,022 W/(mK) seine Stärken im Neubau und vor allem in der thermischen Sanierung aus, wo bisher für eine sinnvolle Wärmedämmung zu wenig Platz vorhanden war, wie beispielsweise im innerstädtischen Bereich. Austrotherm Resolution schafft mit nur 11 cm Dicke das, was bisher nur mit einer 20 cm Dämmplatte erreicht werden konnte. „Austrotherm Resolution dämmt somit fast doppelt so gut“, erläutert Austrotherm Geschäftsführer Gerald Prinzhorn. „Dadurch erreicht man auch bei engen Platzverhältnissen ein sinnvolles Dämmniveau. Darüber hinaus weist der innovative Dämmstoff mit der Brandklasse B nach EU-Norm sehr gute Brandschutzeigenschaften und keine Rauchentwicklung - s1 - auf.“

Austrotherm XPS PLUS: Mehr Dämmwirkung & Österreichisches Umweltzeichen Austrotherm hat sein umfangreiches Sortiment an Dämmplatten aus XPS erweitert. Sie kommen überall dort zum Einsatz, wo hoher Druck und Feuchtigkeit besondere Ansprüche an die Dämmung stellen. Ganz neu ist die höchstwärmedämmende, druckfeste und wasserabweisende Austrotherm XPS PLUS 30 SF mit Stufenfalz. Auch bei geringen Dämmdicken bietet sie einen durchgängig niedrigen Lambda-Wert von 0,032 W/(mK) und damit eine um bis zu 16 Prozent verbesserte Dämmwirkung gegenüber herkömmlichem XPS. Die rosa Dämmplatten sind für Passivhäuser bestens geeignet und mit dem österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet.

www.austrotherm.com

Dach- und Terrassenabdichtung

Zu diesem Thema erörterte und zeigte Linhart, wo die größten Fehler in der Planung und Ausführung liegen. Grundsätzlich werde jedes Dach früher oder später undicht, meint der Fachmann. Akzeptiert man dies, würden viele Fragen und Bauweisen obsolet werden. Auch kann die landläufige Meinung, Dächer mit Abdichtungen (Flachdächer) seien besonders anfällig, auf Basis der eigenen Erfahrung mit Bauschäden nicht bestätigt werden. Während die Flachdächer etwa ein Viertel der Schadensfälle betreffen, sind z.B. Metalldächer deutlich häufiger in der eigenen Schadensstatistik zu finden. Aber unabhängig von der Frage Flachdach, Metalldach oder herkömmlich gedeckte Steildächer – langlebige Lösungen brauchen ausreichende Reserven z.B. beim Gefälle, idealerweise eine sekundäre Entwässerungsebene und fehlertolerante Bauweisen in allen kritischen Details.

Eingangs- und Terrassentüren

Die Beanspruchung durch Spritzwasser macht Türen in erster Linie zu schaffen. Wasser rinnt an den Scheiben herunter und sammelt sich in großen Mengen am Boden. Die moderne, kubische Architektur mit großen Verglasungsflächen und oftmals ohne Vordächer und Gesimse sind Paradebeispiele für Schadensfälle. Solch glatte Fassaden müssten laut Linhart daher fast wie Dachflächen behandelt werden. Wasser liebt Barrierefreiheit, daher seien unbedingt das nötige Gefälle und Gitterroste auszuführen. Zum Thema Fassade wurden schließlich die Vor-und Nachteile verschiedener Detaillösungen beim Übergang von Dach- und Terrassenanschlüssen zur Fassade diskutiert. Linhart zeigte auf, dass die altbewährte Sockelausbildung in den meisten Fällen noch immer die beste Lösung darstellt. Das aufmerksame Publikum brachte sich mit eigenen Erfahrungen und Fragen mit ein und so ergab sich ein reger Austausch zwischen Planern und Ausführenden.

zur person Ing. Werner Linhart ist der Kopf seines Unternehmens und führt den Familienbetrieb mit großem Engagement und Fachwissen. Als Sachverständiger täglich mit den neuesten Techniken rund ums Dach konfrontiert. Wenn er nicht gerade auf der Baustelle oder als Vortragender unterwegs ist, tüfelt Werner Linhart innovative Produkte für Dachdecker und Spengler aus.


Dietmar Gotsch Selbständiger Josko Vertriebspartner

GANZ SCHÖN SCHÖN GANZ SCHÖN JOSKO Qualität, Design und Innovation aus Österreich. Das harmonisch aufeinander abgestimmte Josko-Angebot von Fenstern, Ganzglassysteme, Haustüren, Innentüren und Naturholzböden.

Fotos: Josko

Seit 1960 verfolgt die Österreichische Firma Josko klare Ziele: ausgezeichnete Qualität der Produkte und hohe Ansprüche in Sachen Design und Innovation. Josko macht Produkte für Menschen und ihre Lebensräume. Sie verleihen ihnen einen individuellen Charakter und eröffnen neue Perspektiven: nachhaltig und mit Weitblick. Die gesamte Josko Produktpalette ist in Design, Symmetrie, Farbe und Werkstoff aufeinander abgestimmt und ermöglich ein harmonisches Erscheinungsbild von Fenstern, Haustüren, Innentüren und Naturholzböden. Als Komplettanbieter ist Josko Ihr Ansprechpartner für Neubau und Renovierung. Josko ist ein Synonym für Design und punktet auch in Sachen Wärmewerte, Technik und Qualität.

Wir freuen uns, Sie in unserem Schauraum begrüßen zu dürfen.

Josko Oberland Imst A-6460 Imst, Gewerbepark 14 Tel.: +43 (0)5412 / 61312

Mo- Fr: 8.00 – 12.00 Uhr 14.00 – 17.00 Uhr und nach Terminvereinbarung

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Arno Jannach und Werner Picker, Geschäftsführer

Glas & Beschattung Sonnenschutz & Glas Verglasung und Sonnenschutz sind als System zu verstehen! Über die Verglasung gelangt sowohl ein konstanter Licht- als auch Wärmestrom ins Gebäude. Sonnenschutzexperten haben perfekte Lösungen parat.

Fotos: Jannach und Picker

Jannach und Picker kann zweifelsohne als junges, dynamisches und mutiges Unternehmen und als Vorreiter im Bereich der Sonnenschutztechnik bezeichnet werden. Als Mitglied beim Qualitätshandwerk Tirol, der IG-Passivhaus und als Gründungsmitglied der Sonne-Licht-Schatten Plattform versucht das Team diesem Anspruch gerecht zu werden. 20 Jahre Engagement und Tradition innerhalb der Branche ermöglichen, die besten europäischen Markenprodukte an die Kunden zu liefern und mit viel Bedacht zu montieren. Eine vielfältige Produktauswahl in den Bereichen Fassade & Fenster, Innenraum und Außenbereich steht allen Kunden zur Verfügung.

Jannach & Picker GmbH, Sonnenschutztechnik Zentrale: A-6134 Vomp, Au 44 Tel.: +43 / (0)5242 / 74050 info@jannachpicker.at Filiale: A-6330 Kufstein, Eibergstr. 5 Tel.: +43 / (0)5372 / 64202 kufstein@jannachpicker.at

www.jannachpicker.at


GEBÄUDEHÜLLE Sonnenschutz 123

Im Zeichen der Sonne Beratung, Planung, Montage, Pflege und Wartung in Sachen Sonnenschutz gehen bei Jannach und Picker Hand in Hand – alle Kunden dürfen mit Garantie auf individuelle, langlebige Sonnenschutzlösungen vertrauen (CMS) Das familiengeführte Tiroler Unternehmen mit zwei Standorten in Vomp und Kufstein und einem Partnerbetrieb in Imst ist seit der Gründung im Jahre 1994 auf über 30 Mitarbeiter angewachsen. Von der Auswahl der Lieferanten bis hin zur fachgerechten Montage hat man schon immer optimale Lösungen angeboten, die sich bewähren.

Leistungsangebot und Produktvielfalt

Möglichkeiten, sich und sein Heim vor zu starker Sonneneinstrahlung zu schützen gibt es viele. Ob an der Fassade, direkt am Fenster, im Innenraum oder im Außenbereich – für alle Situationen findet man bei Jannach und Picker die richtige Lösung. Eine Beratung vor Ort ist zu Beginn der beste Weg für ein perfektes Ergebnis. Im Falle von Neubauten wird das Vorsehen des Sonnenschutzes schon während der Planungsphase dringend angeraten, damit ein technisch optimales und optisch ansprechendes Resultat garantiert werden kann. Bestens ausgebildete und geprüfte Sonnenschutztechniker sorgen für fachgerechte und termingerechte Montage der hochwertigen Produkte von den besten Sonnenschutz-Herstellern Europas. >>

Fotos: Jannach und Picker

Werner Picker: „Energiesparen bedeutet nicht nur Kosten zu sparen, sondern langfristig von Energiepreisen und Energieversorgungssystemen unabhängiger zu werden. Ein gut geplanter Sonnen- und Blendschutz trägt wesentlich zum Energiesparen bei.“


124 Sonnenschutz GEBÄUDEHÜLLE

Effektiver Sonnenschutz sollte stets schon ein Teil der Planung sein. Werner Picker

Auch Sonderlösungen für Sonnenschutz, Blendschutz, Tageslichtnutzung oder Energiesparmöglichkeiten werden angeboten.

Energieeffizienter Sonnenschutz

Rollläden, Raffstores und Ähnliches sind effiziente Beschattungssysteme zum Schutz vor Sommerhitze, Lärm, unerwünschten Einblicken, Einbruch, Wärmeverlust sowie vor Insekten. Mit Rollläden kann das Wohnklima eines Zuhauses bereits an der Fassade bei jedem Wetter und zu jeder Stunde geregelt werden. Für den Einsatz eines Rollladens gibt es kaum mehr Beschränkungen. Selbst schräge Fenster können mittels Rollläden beschattet werden. Bei Sonneneinstrahlung können bis zu 90% der Sonnenstrahlen vom Innenraum abgehalten und der Einsatz von Kühlsystemen reduziert oder sogar vermieden werden. Heizkosten können eingespart werden, indem die Rollläden hochgefahren werden und dadurch die Wintersonne den Raum erwärmen kann. Geschlossene Rollläden können zudem den Wärmeverlust erheblich senken.

Sonnenschutz beim Passivhaus

Ein wichtiges Thema! Soll das Passivhaus im Sommer nicht zur Sauna werden, ist ein effektiver Sonnenschutz unbedingt nötig. Eine Grundvoraussetzung ist, dass die Verglasungsflächen in Richtung Sonne richtig geplant wurden. Die Art des Sonnenschutzes für Passivhausfenster sollte schon bei der Planung feststehen. Auch ist ein konstruktiver Sonnenschutz wie z.B. ein großer Dachüberstand oftmals sinnvoll. Im Winter verliert man durch die tiefer stehende Sonne keine Sonnenenergie, im Sommer sind die Passivhausfenster durch die höher stehende Sonne zumindest teilweise verschattet und dieser konstruktive Sonnenschutz schützt vor Überhitzung im Passivhaus.

Fotos: Jannach und Picker

Checkliste beim Planungsprozess • Anforderungen des Planers, Bauherrn bzw. Nutzers definieren • Anforderungsprofil für jeden Raum festlegen • Festhalten individueller Wünsche • Berücksichtigung von Auflagen und Normen • Gewichtung der Forderungen • Anforderungsprofil für Beschattungssystem ableiten • Lösung suchen und Produktauswahl treffen • Energiesparen mit effizientem Sonnenschutz


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Hans Wegscheider und Helmuth Mair Geschäftsführer

Nachweislich gesundes Raumklima Holzbau Wegscheider mit Sitz in Pill bei Schwaz setzt verstärkt auf ökologische Baumaterialien wie Holz und Lehm. Die Spitzenwissenschaft bestätigt: Dadurch entsteht nachweislich gesundes Innenraumklima für die Bewohner.

Fotos: Holzbau Wegscheider

Holzbau Wegscheider, Innovative Bau GmbH A-6136 Pill, Innstraße 2 Tel.: +43 / (0)5242 / 62220 office@holzbau-wegscheider.at www.holzbau-wegscheider.at

Neubauten, Zu- und Umbauten, Sanierungen und Aufstockungen – sämtliche Bauweisen unterliegen bei Holzbau Wegscheider dem Aspekt natürlicher Materialien. Dass damit nachweislich gesundes Raumklima geschaffen wird, fördert unter anderem das Forschungsprojekt Bigconair der Uni Innsbruck zu Tage. Seit 25 Jahren setzt Holzbau Wegscheider auf ökologische Baumaterialien. Holz wird dabei in seinem natürlichen Zustand, also gänzlich unbehandelt, verwendet. Lehm hingegen punktet mit seinen bauphysikalischen Vorteilen: feuchtigkeitsregulierend, wärmespeichernd, Schadstoffe bindend, um nur einige zu nennen. Zahlreiche Auszeichnungen bestätigen den Weg von Holzbau Wegscheider, Wohnen im nachweislich gesunden Raumklima zu ermöglichen.

www.holzbau-wegscheider.at


GEBÄUDEHÜLLE Holz-Lehm-Bau 127

Auch in Italien ist der Holz-Lehm-Bau inzwischen von großem Interesse. Die Firma Wegscheider ist auch über die Grenzen hinweg ein verlässlicher Partner. Foto: Holzbau Wegscheider

Wohnen mit der Natur Holzbau Wegscheider blickt auf jahrelange Erfahrung im Holzbau zurück – Um ein gutes, gesundes Raumklima zu garantieren, setzt das Unternehmen auf eine rein ökologische HolzLehm- Mischbauweise (CMS) Den Traum vom Eigenheim für alle Kunden auf ganz ökologische Art und Weise zu erfüllen, hat sich Holzbau Wegscheider aus Pill bei Schwaz zum obersten Ziel gemacht. Um auf diesem Gebiet Nummer eins zu werden, scheut man sich hier auch nicht vor wissenschaftlichen Studien und Forschungsprojekten mit der Universität Innsbruck. Eine ökologische Bauweise ist Hans Wegscheider und seinem Team wichtig, um natürliche Ressourcen zu schonen und ein gesundes Raumklima für viele Jahre zu schaffen. Die Kombination der Baustoffe Holz und Lehm bietet eine angenehme, ausgeglichene Raumatmosphäre unabhängig von der Jahreszeit.

Tradition & Moderne

Schon vor Jahrtausenden baute der Mensch Behausungen mit Rohstoffen aus seiner Region nach den Regeln der Natur. Die Erfahrungen und die Bautechniken haben sich seit jener Zeit immens entwickelt und doch bleibt Bewährtes bestehen. Lehm war einer der ersten Baustoffe, ganze Städte sind aus Lehm entstanden. Seit einigen Jahren können wir eine, von technologischen Verbesserungen ausgehende, Neubelebung bei der Verwendung ungebrannter Lehmerde als Baumaterial beobachten. Lehmerde ist ein erstklassiges, ausgesprochen lebendiges Baumaterial, eine Erde mit Zukunft. Im Sinne eines puren, gesunden Wohnens wird bei Holzbau Wegscheiden Holz nur in seiner natürlichen Beschaffenheit direkt vom Sägewerk und ohne Zusätze verwendet. >>


128 Holz-Lehm-Bau GEBÄUDEHÜLLE

Foto: Holzbau Wegscheider

Die Kombination aus Holz und Lehm sorgt für besonders viel Behaglichkeit. Das gesunde Wohnklima wirkt sich positiv auf die Gesundheit der Bewohner aus.

In Kombination mit dem Baustoff Lehm werden bei jedem Projekt ideale baubiologische Werte erreicht. Dabei ist Lehm als Masse besonders wichtig – 30.000 kg werden durchschnittlich in einem Projekt verbaut. Egal, ob als Ökomassiv-System, Ökomassiv-Platte oder Ökomassiv-Feinputz – in jedem Fall kann eine Verbesserung des Raumklimas, insbesondere der Luftfeuchtigkeit, festgestellt werden.

Der Holz-Lehm-Bau in größeren Dimensionen

Als Spezialist für das Bauen in Holz-Lehm-Bauweise auch in größere Dimensionen hat Holzbau Wegscheider zwei Bauträgerobjekte in Italien erfolgreich ausgeführt. Gemäß dem Slogan „Gesundes, emissionsarmes Bauen mit natürlichem Holz ohne Leim“ und Folien in Kombination mit schwerem Lehm wurden die beiden Projekte in Verona und Cortina verwirklicht. Die Investoren wissen, dass sich gesundes Raumklima mit Hilfe der enormen Speichermasse von Lehm gut verkaufen lässt, da bei diesen Wohnanlagen weder Überhitzung im Sommer, noch zu trockene Luft vorherrscht. Die zwei Beispiele funktionieren einfach und die Bewohner spüren das auch deutlich. Für das Wohnhaus in Verona mit sieben Einheiten wurden 140.000 kg Lehm im Verbund mit einer Holzrahmenbauweise ohne verleimte Platten und Folien eingebaut. Für die Ferienanlage in Cortina mit 24 Häusern waren es sogar 600.000kg Lehm.

Wir freuen uns, wenn unsere Bemühungen um eine noch bessere Raumluft in hochwertigen Passivhäusern Anerkennung gewinnen. Noch wichtiger ist uns jedoch, dass sich unsere Kunden in unseren Holz-lehmhäusern wohlfühlen und wir ein Heim für ihre Familie ohne schädliche Stoffe in der Raumluft mit optimaler Luftfeuchte schaffen können. Hans Wegscheider


Dachterrasse

Wiedererrichtung und Sanierung Mehrfamilienwohnhaus N., Landeck

Wohlbefinden durch Energieeffizienz und Ökologie

Einfamilienhaus H., Zams

Ständige Weiterbildung und langjährige Erfahrung machen ihn zum kompetenten Partner beim energieeffizienten Bauen und Sanieren: Architekt Robert Ehrlich aus Zams. Bauhof der Gemeinde Zams Mehrfamilienwohnhaus Z., Zams

Fotos: Architekturbüro Ehrlich

Architekturbüro Ehrlich A-6511 Zams, Bachgasse 18 Tel.: +43 (0)5442 / 61043 office@architektehrlich.at www.architektehrlich.at

Als langjähriges Mitglied und Vorstand der IG Passivhaus Tirol und anerkannter Experte weiß er, was zu tun ist. Egal, ob Neubau, Erweiterung oder Sanierung, und unabhängig von Größe und Lage des Projektes steht Architekt Ehrlich stets für qualitätsvolle Planung am derzeitigen Stand der Technik und kompetente persönliche Beratung und Betreuung während der Projektphase. Neben der fachgerechten Planung samt Kostenschätzung berechnen wir auch den Energieausweis (und PHPP) und kümmern uns um die Behördenverfahren. Nach Ausschreibung und Auftragsvergabe leisten wir die örtliche Bauaufsicht und Planungs- und Baustellenkoordination und erledigen die Abrechnungen. Eine Investition, die sich bezahlt macht!

Planung/örtliche Bauaufsicht Ausschreibung/Vergabe Projektmanagement/Kostenkontrolle Baustellenkoordination Gutachten/Parifizierung/Energieausweis Schulungsreferent

www.architektehrlich.at


130 Einblasdämmung GEBÄUDEHÜLLE

Gut gedämmt ist viel gespart Ein Spaziergang entlang der obersten Geschoßdecke einer Unterländer Wohnanlage In toller Lage, am Fuße des Wilden Kaiser, übergab die Neue Heimat Tirol (NHT) am Areal des Mesnerfeldes in Oberndorf, 21 topmoderne Mietwohnungen.

Foto: Climasonic

(mek) Die Neue Heimat Tirol (NHT) errichtete in einer Bauzeit von 16 Monaten eine Wohnanlage mit 21 Mietwohnungen sowie 25 Tiefgaragenstellplätzen in Oberndorf. Anfang 2015 wurde die Anlage – ausgeführt in Passivhausbauweise – übergeben. Welche Stärken der Dämmstoff Zellulose zu bieten hat, wird bei diesem Projekt rasch ersichtlich.

Oberndorf im Tiroler Unterland ist geprägt von alten, im Ortskern dicht stehenden, Einhöfen und lockerer Einfamilienhausbebauung. Die Neue Heimat Tirol (NHT) hat dort am Mesnerfeld ein frei stehendes Wohnhaus mit 21 Wohnungen errichtet. Um der besonderen Lage am Fuße des Wilden Kaiser gerecht zu werden, orientieren sich die Einheiten mit ihren Räumen Richtung Westen. Alle verfügen entweder über Balkon oder Terrasse und Kleingarten. Erschlossen wird das Wohnhaus von der Ostseite. Müll-, Kinderwagen- und Fahrradraum und ein Teil der Stellplätze liegen an der Ostseite parallel zur Zufahrtsstraße. Die konstruktiven Elemente wie Stiegenhaus, Wandschoten und Decken sind in Massivbauweise (Stahlbeton)


GEBÄUDEHÜLLE Einblasdämmung 131

Die Wärmedämmung eines Hauses ist der erste Weg zur Reduktion der Heizkosten. ausgeführt, die Fassade aus den Händen der Tiroler Holzbauprofis Schafferer als vorgefertigte Holzelementfassade. Tatsächlich an alte Holzstadel erinnert die materialgerechte schlichte Verkleidung.

Starker Dämmstoff Zellulose

Sehen lassen kann sich auch das Energiekonzept, welches im Wesentlichen auf einer Komfortlüftungsanlage, kombiniert mit guter Wärmedämmung und 3-Scheiben-Verglasungen, beruht. Jede Wohn- und Nutzeinheit wird über eine „Wohnungsstation“ im Zwei-Liter-System mit Wärme (Heizung), Warm-, bzw. Kaltwasser versorgt. Es war die Firma Climasonic, welche an der obersten Geschoßdecke die Einblasdämmung ausgeführt hat. Geschäftsführer Hannes Buchwinkler beschreibt das Zellulose-Dämmprodukt „Climatizer Plus“, welches im Übrigen das Zertifikat „Nature Plus“ hält: „Seine feinen Zellulosefasern bestehen aus Kapillarporen, die mit Luft gefüllt sind. Luft, die an der Zirkulation gehindert wird, ist ein hervorragendes Isoliermaterial. Aufgrund der perfekten Anschmiegsamkeit des Faserstoffes an andere Konstruktionsteile entsteht eine Dämmhülle ohne Schwachstellen und ungeplante Wärmebrücken werden wirkungsvoll verhindert. Ein Wohlfühlplus für den Endverbraucher: Durch feuchtevariable Dampfbremsen wird der Wasserdampf in Kombination mit Climatizer Plus reguliert.“ Durch das hohe Wärmespeichervermögen der Zellulosefasern kann sehr viel Wärme aufgenommen werden. An einem heißen Tag wird der überwiegende Teil der Restwärme schrittweise im Dämmstoff akkumuliert ohne in den Innenraum einzudringen. Climatizer Plus sorgt auf diese Weise selbst bei hohen Außentemperaturen für ein angenehmes Raumklima. In der Nacht erkaltet das Material wieder schrittweise, um sich auf den nächsten heißen Tag vorzubereiten. Im Vergleich dazu balanciert Climatizer Plus im Winter die Wärmebehaglichkeit im Laufe des ganzen Tages aus. Vor allem im bewohnten Dachraum und bei Holzbauten ist dies spürbar.

Die Technik des Einblasens ermöglicht es, den Wärmedämmstoff schnell und einfach in Hohlräume von Wänden, Dächern und Decken zu füllen. Die feinen Zellulosefasern Climatizer Plus dringen beim Einbau wirkungsvoll selbst in kleinste Ecken und Fugen ein.

Fotos: Climasonic

Beteiligte Firmen Der IG Passivhaus Tirol Bauherr: Neue Heimat Tirol (NHT) Planung: ARGE Tabernig – Zierl Architekten und Architekt DI Thomas Schnizer Holzbau: Schafferer Holzbau GmbH Einblasdämmung: Climasonic Produktions- und VertriebsgmbH


132 KL Lufttechnik

Zwei Jungunternehmer revolutionieren den Wohnraumlüftungsmarkt (PR) Zwei innovative Unternehmer, Reinhard Kalch und Matthias Lemp aus dem Waldviertel, haben sich dem Thema verschrieben, den Wohnraumlüftungsmarkt zu revolutionieren. Dabei fokussieren sich die beiden nicht nur auf das Thema „weniger Energie“, sondern stellen das „mehr an Komfort“ in den Mittelpunkt. Durch die zunehmend energiebewusste Bauweise ist der Einsatz einer Komfortlüftung unverzichtbar und fixer Bestandteil energieeffizienter Gebäude. „Durch den hohen Anspruch an Komfort und Energieeffizienz wird es immer wichtiger Gesamtsysteme zu entwickeln, die den energetischen gesetzlichen Vorgaben entsprechen, beziehungsweise diese beträchtlich unterschreiten“ so ein sichtlich stolzer Entwickler Reinhard Kalch. So erreichen die Geräte von KL Lufttechnik einen SFP Wert nach EN 13171-7 unter 0,25Wh/m³. Im Vergleich: die gesetzlichen Vorgaben liegen bei 0,45 Wh/m³. „Auch die Einfachheit der Montage war uns ein großes Anliegen und stellte sich in der Entwicklung als große Herausforderung dar“, erklärt Matthias Lemp und ergänzt, „jedoch konnten wir diesen Herausforderungen mit einzigartigen Lösungen begegnen.“ Eine revolutionäre Entwicklung war der modulare Aufbau des Gehäuses. Die Modularität bringt viele Vorteile, unter anderem die leichte Servicierbarkeit. Weiters bestechen die Wohnraumlüftungsgeräte durch vielseitige Montage- und Anschlussmöglichkeiten und erleichtern dadurch dem Installateur das Leben auf der Baustelle. Ein Highlight sind die variablen Anschlussstutzen, die erst Vorort gewählt werden können. So kann der Kunde erst auf der Baustelle wählen, ob er z.B. den Fortluftanschluss unten, hinten oder seitlich haben möchte. Eine schnellere und einfachere Montage ist nur ein Vorteil der aus dieser neuartigen Entwicklung hervorgeht. Auch bei der Steuerung geht KL Lufttechnik neue Wege. Nicht der Nutzer muss die Anlage richtig bedienen, sondern die Technik orientiert sich an den Bedürfnissen der Bewohner und schafft so 365 Tage 24 Stunden am Tag beste Luftqualität und dies bei geringsten Betriebskosten.

Ein durchdachtes und an die Wohnraumlüftungsgeräte angepasstes Verteilsystem rundet das Gesamtsortiment ab. Durch die hohen Ansprüche an Komfort und Energieeffizienz, die die beiden Waldviertler an ihre Produkte stellen, ist KL Lufttechnik Ihr verlässlicher Partner bei allen Anwendungen rund um das Thema Wohnraumlüftung.


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Ihren Betrieb einen optimal abgestimmten Dichtstoff anbieten. Wir haben es uns zur Aufgabe gestellt, die Bedürfnisse und Probleme unserer Kunden zu erkennen und auf den jeweiligen Fall bezogen, die optimale Lösung zu erarbeiten.

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Mag. Bernd Kramer Verkaufsleiter Österreich

drexel und weiss Ihr Haustechnik-Spezialist für

Lüften, Heizen UND Kühlen drexel und weiss ist ein mittelständischer Anbieter zeitgemäßer Gebäudetechnik. Durchdachte Systemlösungen für Heizung, Lüftung, Warmwasser und Kühlung sorgen für hohen Komfort, gesundes Raumklima und wirtschaftlichen Betrieb. Die breit angelegte Palette an Lüftungs- und Kompaktgeräten wird am Firmensitz in Wolfurt/Österreich entwickelt und produziert.

Firmengebäude drexel und weiss Wolfurt/Österreich

drexel und weiss Energieeffiziente Haustechniksysteme GmbH A-6922 Wolfurt, Achstraße 42 Tel.: +43 (0)5574 / 47895-0 office@drexel-weiss.at, www.drexel-weiss.at

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Haustechnik Lüftung und Klima 135

Innovative Haustechnik Energieeffiziente Haustechniksysteme und durchdachte Systemlösungen für Heizung, Lüftung, Warmwasser und Kühlung sorgen für hohen Komfort, gesundes Raumklima und wirtschaftlichen Betrieb moderner Bauprojekte (CMS) Die breit angelegte Palette an Lüftungsund Kompaktgeräten, welche heute von spezialisierten Betrieben angeboten wird, ist einer schnellen Entwicklung ausgesetzt. Unermüdlich wird an technischen Raffinessen und Bedienerfreundlichkeit gearbeitet. Beispielgebend dafür ist der Vorarlberger Haustechnikspezialist Drexel und Weiss.

häuse sind so aufeinander abgestimmt, dass keine Gehäusevibrationen auftreten. Schalldämpfer für die Ansaug- und Ausblaselemente verhindern störende Geräuschentwicklungen nach außen. Für die Nachtstunden gibt es einen ausgesprochen leisen Betriebsmodus. Das x²A9 benötigt nur zwei Quadratmeter Grundfläche und lässt sich komplett von vorne bedienen und warten – ideal für den Einbau auf engstem Raum. Innovative Haustechnik Made in Austria.

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Raumklima intelligent und einfach Unter diesem Motto entwickelt und produziert die Firma Drexel und Weiss eine breit angelegte Palette an Lüftungs- und Kompaktgeräten am Firmensitz in Wolfurt.

Kompaktgerät: Komfortlüftung mit Luft/Wasser-Wärmepumpe

Stand der Technik Die neueste Entwicklung von drexel und weiss ist eine modulierende Luft/Wasser Wärmepumpe mit Komfortlüftung zur Innenaufstellung. Das x²A9 vereint den neuesten Stand der Technik – etwa modulierender Kompressor und Ventilator, Heißgasnutzung und Flüssigkeitsunterkühlung.

Leise und kompakt Bei der Entwicklung hat drexel und weiss größten Wert auf minimale Geräuschemissionen gelegt. Die Ventilatoren sind in einem schalloptimierten Gehäuse untergebracht. Kompressor und Metallge-

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1 x² A9 Kompaktgerät: Kombination aus Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung und LuftWasser-Wärmepumpe für Lüften, Heizen, Kühlen UND Warmwasser 2 Außenluft: Frischluft 3 Zuluft: Zufuhr warmer, gefilterter Luft 4 Abluft: Rückführung verbrauchter Luft 5 Fortluft: Abführung verbrauchter Luft 6 Speicher: Warmwasser- oder Hygienepufferspeicher 7 Bad-Heiz-Funktion: das Kompaktgerät x² wärmt Teile der Fußbodenheizung auch außerhalb der Heizperiode 8 Fußbodenheizung (im Sommer Kühlung)

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136 Haustechnik Award Haustechnik

Preisgekrönte Technik

Die Pichler GmbH wurde für ihr vorbildliches Lüftungskonzept mit dem Component Award 2016 ausgezeichnet! (CMS)

Bereits

zum dritten Mal wurde der Component

Award

vergeben, 2016 für die besten Lüftungskonzepte im Wohnbau. Die Christian Obmascher, Pichler-Spezialist für Wohnungslüftung, war maßgeblich an der Entwicklung der zentralen Systemlösung zur Gebäudesanierung beteiligt.

Lösung der J. Pichler GmbH überzeugte vor allem mit Planungsaspekten. Das gebäudezentrale Gerät aus eigener Entwicklung und Fertigung ermöglicht einen sehr guten Zugang für Wartungsarbeiten, außerdem wird die Installation durch vorgefertigte Komponentenlösungen wie der VAV-USD-Box, einer kombinierten Einheit aus Schalldämpfer, Volumenstromregler und Verteilkasten, vereinfacht.

Fotos: Pichler GmbH

Lüftungsinnovation mit Auszeichnung Das Kärntner Unternehmen Pichler „Lüftungen mit System“ ist auf dem Weg zum Innovationsführer: Dieses Jahr sicherte sich das österreichische Vorzeigeunternehmen den Component Award des Passivhausinstitutes Darmstadt. Mit einem fortschrittlichen Konzept zur zentralen Wohnungslüftung behaupteten sich die Kärntner im internationalen Spitzenfeld und nahmen den begehrten „Passivhaus-Oscar“ mit nach Hause. Das Gewinnerkonzept überzeugte nicht nur mit einer perfekt durchdachten Planung. Was aber macht dieses Lüftungskonzept so besonders? Einerseits ist es die ausgezeichnete Planung, die konsequent den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Andererseits ist es der Einsatz herausragender Lüftungsgeräte und Komponenten, die im Hause Pichler selbst entwickelt und gebaut wurden. Das Herzstück des Gewinnerkonzeptes ist das passivhauszertifizierte, zentrale Kompaktlüftungsgerät LG 1000. Es wird im Dachgeschoss, außerhalb der thermischen Gebäudehülle, schwingungsentkoppelt aufgestellt und ist für Wartungsarbeiten sehr gut zugänglich. Der ursprünglich vorgesehene Technikraum im Keller kann anderweitig genutzt werden.

GF Mag. Gernot Pichler: „Dass wir den Component Award 2016 gewonnen haben, macht mich unglaublich stolz. Er ist der Beweis dafür, dass wir mit unserer konsequenten Forschungs- und Entwicklungstätigkeit auf dem richtigen Weg sind und mit unseren innovativen Lüftungslösungen den internationalen Wettbewerb dominieren können. Eine großartige Auszeichnung für alle unsere Mitarbeiter – ein großartiges Team!“


Dipl. Ing. (FH) Kurt Zoller Geschäftsführer

Ihr Partner für Fenster und Türen Egal, ob Neubau, Niedrigenergie- oder Passivhaus, Altbausanierungen oder im Bereich Denkmalschutz. Die Firma Zoller-Prantl in Haiming arbeitet mit zahlreichen renommierten Herstellern zusammen und kann ihnen als unabhängiger Vertriebspartner optimale Lösungen anbieten. Qualität und Weitblick stehen für uns an erster Stelle. Durch die langjährige Zusammenarbeit mit unseren Partnern und die 30-jährige Berufserfahrung können wir unseren Kunden neben einem umfangreichen Angebot von Fenster, Türen und Sonnenschutz auch professionelle Lösungen für die thermische Sanierung im Bereich Altbau und Denkmalschutz von Fenstern und Türen anbieten. Ein ressourcenschonendes und dauerhaftes Konzept ist der Grundstein für eine optimale Umsetzung in diesem Bereich.

Fotos: Florian Scherl Photography, Zoller-Prantl GmbH

Zoller-Prantl GmbH A-6425 Haiming, Kalkofenstrasse 20 Tel.: +43 (0)5266 / 88564, Fax: DW 16 office@zp-system.at, www.zp-system.at

Neben Planung, Beratung und Montage können wir durch die hauseigene Werkstatt unseren Kunden eine qualitativ hochwertige und ganzheitliche Lösung anbieten. Alles aus einer Hand mit Weitblick, ob im Alt- oder Neubau, ob bei Glasfassaden oder Wintergärten.

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TM Martin Stöckholzer Geschäftsleitung

Ein Traum wird zum Lebenstraum Individuelle Niedrigenergie- & Passivhäuser Das engagierte Team von Holzbau Natur vereint kompetente Profis und freut sich auf Sie sowie Ihre Visionen vom künftigen Wohntraum.

Lebe Individualität

Fotos: Die Fotografen, Holzbau Natur, eli/zweiraum.eu

Holzbau Natur KG A-6020 Innsbruck, Gärberbach 6 Tel.: +43 (0)664 / 85 72 000 Fax: +43 (0)512 / 56 20 54 info@holzbau-natur.at, www.holzbau-natur.at

Unser Team aus erfahrenen Spezialisten bietet von der Entwurfs-, Einreich- und Detailplanung über Baurecht, Energieberechnungen und Statik bis zu Baukoordination und Projektsteuerung alle Leistungen an. Ihr zukünftiges Heim soll keine Fragen offen lassen, es muss in Sachen Qualität und Energieeffizienz neue Maßstäbe setzen, doch trotzdem leistbar bleiben. Wir freuen uns auf Sie und Ihre Visionen. Melden Sie sich noch heute zu einem kostenlosen und unverbindlichen Beratungsgespräch an.

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Energy Campus 139

Fotos: Stiebel Eltron

Gewerblich genutztes Plus-Energie-Gebäude mit Platin-Zertifikat STIEBEL ELTRON Energy Campus: Das Reallabor für die Energiewende (PR) Das neue Schulungs- und Kommunikationszentrum des deutschen Heiz- und Wärmetechnikunternehmens STIEBEL ELTRON am Stammsitz in Holzminden ist ein Leuchtturmprojekt der besonderen Art – und dient gleichzeitig als Musterbeispiel modernen Bauens. Der „Energy Campus“ vereint beeindruckende Architektur mit nachhaltigem Bauen und Betrieb genauso wie innovative Schulungs- und Präsentationsmöglichkeiten. Das Plus-Energie-Gebäude wurde mit dem Platin-Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) ausgezeichnet. 16,5 Millionen investierte STIEBEL ELTRON in den Neubau, der Ende 2015 eingeweiht wurde. Entworfen und umgesetzt wurde das „Reallabor für die Energiewende“ von dem Architekturbüro HHS Planer und Architekten AG in Kassel, das Energiekonzept entwickelte Stiebel Eltron zusammen mit dem Büro energydesign in Braunschweig - das auch maßgeblich den DGNB-Zertifizierungsprozess begleitete. Der Energy Campus wird, ganz der Unternehmensphilosophie folgend, ausschließlich mit der Energieform Strom betrieben. Das neue Schulungs- und Kommunikationszentrum zeigt, dass die gesellschaftlich wie politisch gewollte Abkehr von fossilen

Brennstoffen im Gebäudebereich auch bei Neubauten dieser Art und Größe durchaus möglich ist - und gilt damit als Vorbild für zukunftssicheres Bauen, für die Nutzung erneuerbarer Energien, für einen effizienten Betrieb und für höchsten Nutzerkomfort.

Die DGNB-Zertifizierung Die Zertifizierung des Gebäudes war zunächst nicht Bestandteil der Aufgabenstellung und wurde erst im Verlauf der Grundlagen- und detaillierten Bedarfsermittlung in Erwägung gezogen. Bereits zu diesem Zeitpunkt wurden viele Funktionen und Qualitätskriterien definiert, die in der Planungsphase hohe Ansprüche an alle Beteiligten stellten. In der Rückschau ist und war der Zertifizierungsprozess ein Gewinn für das Bauvorhaben und alle am Bau Beteiligten. Der Erfüllungsgrad von 86 Prozent für den Energy Campus bedeutete die höchste Bewertung, die weltweit jemals ein Gebäude der Kategorie „Bildungsbauten“ erreicht hat.

STIEBEL ELTRON Energy Campus Investitionssumme: rund 16,5 Millionen Euro Nutzfläche: ca. 3.080 Quadratmeter Kubatur: ca. 14.000 Kubikmeter Zertifizierung: DGNB Platin Bauzeit: Frühjahr 2014 bis Herbst 2015 Norm-Heizlast: 146 kW Kühllast: 91 kW Dezentrale Stromerzeugung: Photovoltaik 120 kWp Primärenergiebedarf (DIN EN18599): 69,2 kWh/m2a


140 Psychoakustik & Wohlbefinden Haustechnik

Das Spannungsfeld zwischen

Schall Raum Spannendes Projekt untersucht Wechselwirkung zwischen Architektur, Technik, Umwelt und Gesundheit

(MOS) „Living“ – dieser englische Begriff, der sowohl für das Wohnen als auch für das Leben an sich steht, zeigt uns, wie eng unsere Wohnqualität mit unserer Lebensqualität verbunden ist – und wie hoch unser Anspruch an die Behaglichkeit sein sollte. Das auch im Spannungsfeld zwischen Schall und Raum.

Das Passivhaus hat sich in den vergangenen Jahren zu einer beispiellos erfolgreichen Bauweise entwickelt, die sowohl in punkto effizienter Gebäudetechnik, als auch in Sachen Luftqualität und Temperatur, Luftfeuchte und vielem mehr erstklassige Ergebnisse erzielt. „Das Passivhaus ist auf so vielen Ebenen hervorragend, dass wir uns nun mit neuen, bislang kaum erforschten Bereichen des Wohlbefindens auseinandersetzen können, wie beispielsweise die biophile Architektur, die olfaktorischen Werte und auch die Psychoakustik“, beginnt MBA DI (FH) Rainer Krißmer, Geschäftsführer von EN-

CON Energy Consultants, das Gespräch mit Prof. Med. Dr. Peter Lercher. In dem geplanten gemeinsamen Projekt mit der Technischen Universität Graz, der Medizinischen Universität Innsbruck, dem Regionalmanagement Imst und der IG Passivhaus untersuchen die beiden Experten die Wechselwirkung zwischen Architektur, Technik, Umwelt und Gesundheit.

Wenig erforschtes Feld Prof. Dr. med. Peter Lercher gilt dank seiner umweltmedizinischen Expertise seit Jahren als führende Größe in diesem noch wenig erforschten Feld. Die aktuell wichtigsten Forschungsfragen sieht er darin, die akustische Gesamtqualität von modernen, energieeffizienten Wohnhäusern zu untersuchen: „Nachdem bekannt wurde, dass Bewohner von energieeffizienten Gebäuden ihre Lüftungsanlage während der Nacht ausschalteten, weil die Geräusche die Schlafqualität beeinträchtigten, wurde man hellhörig“, erzählt Lercher: „Durch die leichten Konstruktionen und die hochwirksamen Schallschutzfenster ist etwas passiert, das man als systematische


Haustechnik Psychoakustik & Wohlbefinden 141

Veränderung der akustischen Landschaft, des ‚soundscapes‘, bezeichnen kann: Die starke Verminderung von Außengeräuschen durch die dichte Hülle schafft einen extrem niedrigen Grundgeräuschpegel. Die dadurch leichter wahrnehmbaren Geräusche aller technischen Anlagen stehen dann plötzlich im Zentrum der Wahrnehmung und werden als unangenehm empfunden.“ Die klassische Messung für akustische Belastung findet in dBA statt. Dieses Kriterium ist für diese leisen und komplexen Geräusche zu wenig aussagekräftig und kann zu Fehleinschätzungen führen. Die typischen Breitbandgeräusche haben meist, sagt Lercher, dominante tieffrequente Anteile und reichen bis in den (nicht mehr hörbaren) Infraschallbereich. Im tieffrequenten Schallbereich (unter 100 Herz) nimmt die Unterscheidungsfähigkeit von Tönen stark ab. Aber damit verschwindet nicht die Wahrnehmung dieser akustischen Einwirkungen sondern sie verändert sich nur: es findet medizinisch ein fließender Übergang vom Hören zum Fühlen statt. Auch die Lokalisierbarkeit von Geräuschen geht verloren – was sehr irritierend sein kann. Die Bewohner berichten von schwer beschreibbaren Druckoder Schwingungsgefühlen im Kopf aber auch in anderen Körperpartien, können schwer schlafen und fühlen sich unsicher oder hilflos“, erklärt Lercher.

Stressor Lärm „Der schwer hörbare, aber spürbare Schall wird bei Computern

bereits als Sone-Wert angegeben,“ weiß Krißmer: „Diese psychoakustische Basis-Maßeinheit misst die subjektive Lautheit der Computerlüftung gehörgerechter und ist eine Alternative zum dBAWert. Ein dBA-Wert bewertet beispielsweise den Einfluss eines rauschenden Baches gleich, wie den Einfluss eines gleich lauten Heugebläses. Wir Menschen nehmen jedoch das Heugebläse als wesentlich störender wahr.“ Auch die Lautheit reicht oft nicht und weitere psychoakustische Kennwerte (Rauigkeit, Schwankungsstärke, Tonalität, Schärfe) sind notwendig, um eine sichere Vorhersage der Qualität einer Raumlüftungsanlage zu ermöglichen. „Dieser Lärm lässt sich nur schwer kontrollieren und wird so leicht zum chronischen Stressor,“ betont Lercher aus psychophysischer Sicht: „Ein wesentlicher Aspekt der Stressorwirkung ist, dass die Erholungsfähigkeit eingeschränkt wird. Die psychovegetative Balance kann langfristig verloren gehen und zur Entwicklung von Krankheiten beitragen. Gestörter Schlaf ist meist der Wegbereiter. Derzeit gibt es noch keine Langzeitstudien zur Krankheitsentwicklung von Lärmstörungen in diesem niedrigen Schallbereich mit besonderer akustischer Charakteristik.“

Foto: eli/zweiraum.eu

MBA DI (FH) Rainer Krißmer: Geschäftsführer von EN-CON Energy Consultants und Schulungsleiter der IG Passivhaus Tirol

Soundscape-Design Die klassischen Lärmminderungsstrategien in modernen Bauten orientieren sich ausschließlich an der Intensität des Schallpegels in dBA und betrachten Schall immer als einen negativen Einfluss. Dabei können die positiven Aspekte von Schall durch eine gezielte soundscape-Forschung genutzt werden. Wie sieht also ein erfolgreiches soundscape-Design in der Praxis aus? Lercher skizziert hier unterschiedliche Strategien: „Bei bestehenden Objekten kann die Maskierung lästiger Geräuschkomponenten zum Erfolg führen. Eine Verbesserung der akustischen Gesamtqualität im Raum, z.B. durch diskrete Anreicherung mit erwünschten Geräuschen, ist ein weiterer Weg zum Ziel. Ein dritter Weg liegt in der Verbesserung der sensorischen Gesamtqualität, z.B. durch sog. visuelle und biophile Elemente. Damit wird die Erholungsqualität des Wohnumfelds verbessert und oft eine Verschiebung der Aufmerksamkeit weg von der Zentrierung auf die akustische Situation erreicht.“ >>

Foto: privat

Pionier in seinem Feld: Univ.-Prof. Dr. Peter Lercher

Foto: eli/zweiraum.eu

Albert Lechner, Huter Haustechnik: Ideengeber und Mitinitiator des geplanten Projektes zur Psychoakustik


142 Psychoakustik & Wohlbefinden Haustechnik

Erschütterungen

Sekundärer Luftschall

Direkter Luftschall

Wechselseitige sensorische Stimulation „Crossmodalität“ Unspezifische

WIRKUNG

Ganzer Körper

Spezifische

ohr < 125 Hz: dBC – dBA

Niedrige Frequenzen Erschütterungen und Infraschall

Quelle gut lokalisierbar Teilweise kontrollierbar

Quelle schlecht ortbar Nicht kontrollierbar

Integrierte Messung und Bewertung notwendig

Grafik: Prof. Med. Dr. Peter Lercher

Insbesondere der tieffrequente Schall wirkt auf den gesamten Körper unspezifisch ein und kann zu Unbehagen, Schlafstörungen und schwer zuordenbarer innerer Unruhe führen.

Lautheit des Geräteparks Als Bauherrin und Bauherr ist es also empfehlenswert, sich über die Lautheit des Geräteparks im geplanten Haus zu informieren, rät Lercher: „Verlangen sie vom Anlagenhersteller als Mindestinformation Angaben zum Terzpegel (bis 0.5 Herz) und zur Differenz zwischen C- und A-Bewertung (dBCdBA nach DIN 45680). Dieser Wert sollte 15 dB nicht überschreiten. Bei Überschreitung ist der angegebene A-bewertete Schallpegel nicht hinreichend aussagekräftig für die Belästigung. Lassen sie sich zusätzlich die Tonhaltigkeit der Anlage per Vertrag

ausschließen. Eine Nachmessung der Installation mit psychoakustischen Methoden wäre optimal.“ Um sich einen persönlichen Eindruck zu verschaffen, bietet es sich an durch ein kurzes Probewohnen bei Freunden oder Bekannten einen Eindruck vom Wohlfühlen im energieeffizienten Haus zu gewinnen.

Mehr dazu von Prof. Lercher lesen Sie unter: http://homepage.i-med.ac.at/ q002pl/laermarme-haustechnik.html


r de r Sch ulu ng sle ite TIROL IG PASSIVHAUS

MBA DI (FH) Rainer Krißmer, GF Energy Consultants und das engagierte Team von Energy Consultants

Energy Consultants – Ingenieurbüro für Installationstechnik und Maschinenbau A - 6413 Wildermieming, Dorfstraße 12 Tel. +43 650 8100725 Fax +43 5264 43158 krissmer@en-con.at www.en-con.at

Wir stehen zu und hinter unserem Wort Mit Weitblick planen. Mit Strategie entwickeln. Mit Engagement umsetzen. Mit Ehrgeiz kontrollieren und noch weiter verbessern – das ist das Credo, das uns zu dem gemacht hat, was wir sind: Die führenden Energie-Consulter Tirols. Wir sind Ihr neutraler, objektiver und sachlicher Berater in allen Fragen rund um Energieeffizienz, Bauphysik, die Dimensionierung Ihrer haustechnischen Anlagen, Energieausweis, Förderungen und Energieeffizienzgesetz.

Pioniere mit starken Prinzipien und klaren Aussagen zu den wichtigsten Fragen (PR) Ein Bauvorhaben ist für viele Bauherren ein Drahtseilakt. Hunderte Entscheidungen sind zu fällen, verschiedenste Meinungen treffen aufeinander und es ist eine Herausforderung, Wünsche und Kosten in Balance zu halten. Genau in dieser Situation sind wir ein zuverlässiger Partner, der immer neutral, wertfrei und mit Berechnungen gestützt Beratung mit Fundament bieten kann. Unsere Leistungen gehen weit über die bloße Erstellung eines Energieausweises hinaus. Warum? Weil wir aus zahlreichen Projekten wissen, dass nur mit der entsprechenden Beratung auch der tatsächliche Gesamterfolg des Projektes erreicht werden kann. Als fünfköpfiges Team begleiten wir Sie nicht nur fachlich kompetent und menschlich souverän, sondern auch mit einer Geisteshaltung, die dazu beitragen soll, die Energiewende möglich zu machen. Und dabei agieren wir am Puls der Zeit: Wie mit der Installation einer der ersten Tesla Powerwalls in Tirol. Energiespeicher wie diese sind ein Novum für einen nachhaltigen Haushalt und bei richtiger Dimensionierung ein weiterer Schritt in Richtung Energieautonomie – die Batteriespeicher speichern den tagsüber produzierten Strom Ihrer Photovoltaikanlage, damit sie ihn auch abends und nachts nutzen können. Zum Beispiel zum Aufladen Ihres Elektroautos. Sie immer auf dem neusten Stand der Technik und der Industrie zu beraten ist unser Weg zu langfristigen Einsparungen und Zufriedenheit über Generationen.

Tesla Powerwall Foto: DI Bmstr. Karl Stecher, STECON Bauconsulting


Jochen Kracher (Geschäftsführer) mit Gattin Birgit

Viel Wohnkomfort für wenig Energie Die Fachleute von Kracher sind echte Macher. Das Thema „Passivhaus“ gehen sie ganz aktiv an – mit schlauen Strategien zur Energieeffizienz.

Fotos: rolart-images, Kracher Installationen & Haustechnik GmbH

2864_Kracher-BadHeiz_2.pdf

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26.08.13

15:24

Bad & Heizung A-6382 Kirchdorf/Tirol • Tel. 05352/77087 www.kracher-installationen.at

Kracher Installationen & Haustechnik Gmbh A-6382 Kirchdorf in Tirol, Salzburger Str. 1 Tel.: +43 (0)5352 / 77087 office@kracher-installationen.at www.kracher-installationen.at

Das Passivhaus spart zwar an Energie, nicht jedoch an Behaglichkeit. Zumindest dann, wenn Profis wie das Team von Kracher am Werk sind. Bei Kracher ist jedes Projekt ein „Meisterwerk“ – von den zehn Mitarbeitern sind nicht weniger als vier Meister ihres Faches. Das bedeutet für die Kunden beste Qualität in Ausführung und Betreuung – und das in allen Bereichen der Installation: bei erneuerbarer Energie, Bad, Gas, Wasser, Heizung, Lüftung, Schwimmbad, etc. Chef Jochen Kracher selbst hat den Bereich der Regelungstechnik über. Per Fernwartung steuert und regelt er die Hausanlagen seiner Kunden über Handy oder PC. Kracher installiert nicht nur Behaglichkeit, sondern auch Sicherheit. Seit 60 Jahren.

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Haustechnik Aus der Praxis 145

Technologien

der Energie- und Gebäudetechnik optimal wirtschaftlich nutzen

Das dritte Netzwerktreffen der IG-Passivhaus bot seinen Mitgliedern ein interessantes Praxisseminar mit dem Hochschulprofessor und Energie-Experten Prof.Dr.Ing. Dieter Wolff (CMS) Dieter Wolff

Themen des Seminars im Überblick

hat als echter Ex-

• Gesetzgebung und Förderung zeigen Fehlentwicklungen

perte in Sachen Solarthermie, Brennertechnik,

Wärme-

pumpetechnik usw. viele Jahre in der Industrie gearbeitet, Foto: privat

bevor er im Jahre

1987 als Professor im Fachbereich Heizungstechnik in den Hochschulbetrieb einstieg. Mit seinem praxisnahen Vortrag in Innsbruck sorgte er im Rahmen des zahlreich erschienenen interessierten Fachpublikums für Staunen und angeregte Diskussionen.

• Praxisbeispiele zurückliegender Projekte: Brennwertkessel – Optimus – Solar-Kessel • Instandsetzungsmodernisierung – Bau/Anlagentechnik: Geringinvestiv versus umfassende Modernisierung • Energieanalyse aus dem Verbrauch als Basis vor einer Energieberatung und für die Erfolgskontrolle nach der Umsetzung – Contractingprojekte • Welche Anlagetechnik für welchen Standard Mittels speziell ausgewählter Praxisuntersuchungen von Projekten unterschiedlichster Art kommt Wolff zum Schluss, dass jedes Objekt unbedingt ganzheitlich gesehen werden muss, das heißt Haus und Heizung sollten in ihrer Beschaffenheit und Qualität stets gegengerechnet werden. >>


146 Aus der Praxis Haustechnik

„Der erste Hauptsatz der AGORA Energiewende lautet: Im Mittelpunkt stehen Wind und Solar zunächst für Strom, dann für Wärme.“ Dieter Wolff Zur Erklärung: Die Agora Energiewende erarbeitet wissenschaftlich fundierte und politisch umsetzbare Wege, damit die Energiewende gelingt. Sie versteht sich als Denk- und Politiklabor, in dessen Mittelpunkt der Dialog mit den energiepolitischen Akteuren steht.

Dem notwendigen Dämmen von Speichern und Leitungen würde in den meisten Fällen viel zu wenig Beachtung geschenkt – eine Maßnahme, die für einen optimalen Energieverbrauch aber unbedingt notwendig wäre. Das aufmerksame Publikum brachte sich mit eigenen Erfahrungen und Fragen mit ein und so ergab sich ein reger Austausch zwischen Planern und Ausführenden.

Heizenergien in heutigen Neubauten • 50% Gas-Brennwerttechnik • 20% Elektro-Wärmepumpen (Gas-Brennwerttechnik und Elektro-Wärmepumpen werden in den nächsten Jahrzehnten wahrscheinlich die Rollen tauschen) • 20% Fernwärme (wenig Änderung zu erwarten) • 10% Rest: Holz, Solar, Heizöl (1%) Zwei anschaulich dargestellte Beispiele aus dem Vortrag von Dieter Wolff zum Thema Fehlentwicklungen in der „Energetische Modernisierung“:

Energetische Modernisierung Fehlentwicklungen im Planungsverlauf Architekt / Fachplaner

Auftraggeber

Bestandserfassung auf Basis Bedarf (u. U. EnEV)

Variantenerstellung auf Basis des Bedarfs – orientiert an: EnEV, Fördermitteln, Honorar, vorgegebener Investitionssumme, fachlicher Vorliebe des Planers…

und Variantenwahl

Planung

Erfolgskontrolle ?

Inbetriebnahme Qualitätskontrolle?

Ausführende Gewerke

Fehlentwicklungen in der energetischen Modernisierung … Abhilfe durch „Verträge mit Erfolgsgarantie” Auftraggeber, Architekt / zum Projekt passender Fachplaner, ausführende Gewerke

Ggf. Auszahlung eines verbleibenden Honorars bzw. von Förderungen / Zuschüssen auf Basis der eingesparten Kilowattstunden

Verbrauchserfassung

Variantenerstellung

(EAV / ESK) mind. 1 Jahr

vereinfachte Bestandserfassung Überprüfung Plausibilität Bedarfs-Verbrauchs-Abgleich

Erfolgskontrolle Verbrauchserfassung (EAV/ESK) über mind. 1 Jahr (erreichte Einsparung)

Ziel: Optimierung der Gesamtkosten (Kapital, Instandhaltung, Energie) Wohnungsbau: Optimierung der Warmmiete

und Variantenwahl

Inbetriebnahme mit Qualitätskontrolle

Planung und Ausführung mit Qualitätskontrolle Grafiken: Dieter Wolff, Ostfalia Wolfenbüttel


Ing. Florian Schennach Geschäftsführer

Haustechnik mit zukunftsorientierter Tradition Gegründet im Jahre 1967, bietet Haustechnik Schennach mit Sitz in Ehrwald neben Planung und Ausführung von perfekten Badezimmern auch barrierefreie Wohlfühloasen.

Fotos: Haustechnik Schennach

Haustechnik Schennach Heizung Sanitär Alternativenergie A-6632 Ehrwald, Reinhard-Spielmann-Str. 17 Tel.: +43 (0)5673 / 2123, Fax: DW 20 htschennach@speed.at, www.htschennach.at

Im Jahr 2000 hat Florian Schennach im Alter von 22 Jahren die Firmenleitung übernommen. Die Monteure sowie die Büromitarbeiter bescheinigen dem Unternehmen absolute Kontinuität. Einen entscheidenden Schritt in Richtung Qualitätsinstallation ging Haustechnik Schennach im Jahr 2001 durch eine Partnerschaft mit der Fa. Harreither Energiesysteme aus Gaflenz (OÖ). Seither wird die Installation von Wohlfühlräumen durch ausgeklügelte Flächenheiz-Systeme groß geschrieben. Durch gezielte Schulungen sind die Monteure wahre Behaglichkeitsprofis. Eine weitere entscheidende Partnerschaft ist Florian mit der Firma Paradigma Solarsystem im Jahr 2008 eingegangen. Seit Dezember 2014 gibt es wieder eine Partnerschaft! Wir sind dem Verein IG-Passivhaus Tirol beigetreten und bieten zukunftsorientierte, sparsame Haustechnik für alle Anforderungen.

www.htschennach.at


148 TIROL 2050 – die Bilanz ERNEUERBARE ENERGIEN

zieht erste Bilanz

„Fortschritt ist eine gemeinsame Sache“

(MOS) Am 05. Mai 2015 startete das Projekt „TIROL 2050“ mit einer Expertenrunde in die Vollen. Ein Jahr später treffen wir LH-Stv.in Maga Ingrid Felipe, um einen ersten Blick zurück und einen entscheidenden Blick nach vorne zu werfen.

Die Marke TIROL 2050 steht. Das Marketing erreicht Tausende. Die Plattform www.tirol2050.at informiert und animiert praxisnah. Von außen beobachtet entwickelt sich das Projekt – und auch als wir mit LH-Stv.in Felipe einen Blick hinter die Kulissen werfen dürfen, zeigt sich vor allem eines: Fortschritt ist eine gemeinsame Sache.

Führende Experten und Vorreiter vernetzen sich

Auszukommen mit dem, was lokal vorhanden ist. Ich denke, das ist es, was wir in unserer globalisierten Welt lernen und in die Tat umsetzen müssen.

Um das Ziel zu erreichen und den Tiroler Energieverbrauch bis zum Jahr 2050 um 50 Prozent zu reduzieren und zugleich 30 Prozent mehr erneuerbare Energieträger zu nutzen, wurde in den vergangenen Monaten genau das getan, was die Basis für echten Fortschritt legt: „Wir haben uns mit den führenden Experteninnen und Experten und den engagierten Vorreiterinnen und Vorreitern aus den Bereichen Klimaschutz, Technologie und unseren Partnerinnen und Partnern in den Gemeinden vernetzt und es geschafft, in intensiven Workshops neue Weichen zu stellen“, erzählt Felipe. „Das erste konkrete Ergebnis sind Änderungen im Raumordnungsgesetz, welche die Installation von Photovoltaik- und Solaranlagen wesentlich vereinfachen.“ Auch in puncto Raumordnung sieht man großes


ERNEUERBARE ENERGIEN TIROL 2050 – die Bilanz 149

Maga Ingrid Felipe vernetzt für Tirol 2050 Expertinnen und Experten aus den verschiedenen Feldern und legt im Team die Basis, um Tirol in die Energieautonomie zu führen. Auch die Gemeinden und Bürgerinnen und Bürger sind gefragt.

Foto: eli/zweiraum.eu

Potenzial: Durch die Rückeroberung der Straßenzonen als Begegnungszonen soll der Verbrauch fossiler Kraftstoffe minimiert werden. Der optimale Verlauf von Verkehrsachsen, Änderungen in den OEB-Vorschriften und der Ausbau von E-Tankstellen sind Stellhebel, welche in den nächsten Jahren zugunsten der Energiewende aktiviert werden sollen.

Weichenstellungen ist es jedoch primär der Suffizienz-Gedanke, der mich derzeit intensiv beschäftigt“, betont Felipe. „Auszukommen mit dem, was lokal vorhanden ist. Ich denke, das ist es, was wir in unserer globalisierten Welt lernen und in die Tat umsetzen müssen. Es geht auch nicht mehr darum, irgendwelche Normen und Auflagen zu erfüllen, sondern sich darüber bewusst zu sein, dass wir all diese Initiativen setzen, um unseren Planeten mit all seinen Ressourcen zu bewahren und das Leben für weitere Generationen zu schützen.“ Ein ausgewogenes Miteinander, ein offenes Teilen von Erkenntnissen, Technologien und Wissen ist der erste Schritt, den TIROL 2050 im vergangenen, ersten Jahr des Bestehens bereits erfolgreich gegangen ist. Mögen viele weitere folgen.

Elektro-Mobilität als Zukunft Auch in Elektro-Mobilität wurde bereits investiert: TIROL 2050 und die Standortagentur Tirol kooperieren, um das E-Tankstellennetzwerk des Landes zu planen und auszubauen, eine Unternehmensinitiative zu gründen und auf Ebene der Gemeinden selbst mit proaktivem Beispiel voranzugehen. Gemeinsam mit der GemNova wurden sogenannte E-Logger in Gemeindefahrzeugen installiert, die erheben, welches E-Auto die idealste und effizienteste Alternative darstellt. Bedeutsamerweise werden diese Initiativen zur E-Mobilität durch die Strafgelder der „IG-L 100“-Überschreitungen finanziert.

TIROL 2050 – Die Agenda

Der Suffizienz-Gedanke als Leitschnur in der globalisierten Welt

• Klimaschutz und Energiewende als Thema zur sozialen Gerechtigkeit zu etablieren.

„Hinter all den Projekten, den erfolgreichen neuen Kooperationen und den vielversprechenden

• Gemeinsam mit der GemNova wird die nachhaltige Beschaffung in den Gemeinden verstärkt. • Sensibilisierung für die regionale Wirksamkeit der Gemeinden fördern. • In Kooperation mit Klimabündnis, Energie Tirol, Caritas, Südwind und der Kommunity Wörgl wird Energieberatung auch für sozial schwächere Haushalte in unterschiedlichen Sprachen angeboten.


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Ihr Partner für WärmepumpenKomplettlösungen

Das Haustechnik Multitalent LWZ 304 | 404 | 504 SOL der Firma Stiebel-Eltron ist als „Passivhaus geeignete Komponente“ zertifiziert worden.

Fotos: Stiebel-Eltron

STIEBEL ELTRON mit Sitz der Österreich-Zentrale in Linz/Hörsching bietet komfortable und energieeffiziente Lösungen rund um Erneuerbare Energien, Warmwasser, Klima und Raumheizung. Mit fünf nationalen und internationalen Produktionsstätten, weltweit 20 Tochtergesellschaften sowie Vertriebsorganisationen und Vertretungen in über 120 Ländern ist STIEBEL ELTRON global aufgestellt. In Tirol und Vorarlberg ist der Vertrieb über Fachhandelspartner organisiert. Informationen über Förderungen in Ihrem Bundesland finden sich unter www.stiebel-eltron.at oder direkt bei Vertriebsmitarbeiter Gerald Fröhlich.

Stiebel Eltron Gesellschaft mbH A-4063 Hörsching, Margaritenstrasse 4 a Tel.: +43 (0)7221/74600-0 Gerald Fröhlich: +43 (o)664 / 525 57 56 gerald.froehlich@stiebel-eltron.at

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Internorm Fenster & Türen 151

Führend bei Fenstern und Türen seit 85 Jahren (PR) Internorm ist die größte international tätige Fenstermarke Europas, Technologie- und Innovationsführer der Branche und Arbeitgeber für rund 1.800 Mitarbeiter. Über 22,5 Millionen Fenster und Türen – zu 100 Prozent „Made in Austria“ – wurden in den drei Standorten Traun, Sarleinsbach und Lannach bis heute gefertigt. Zusammen mit knapp 1.400 Gästen feierte Europas Fenstermarke Nummer eins ihr 85-Jahr-Jubiläum im Wiener Musikverein und prämierte auch ihre besten Vertriebspartner.

Vom Pionier zum Technologieund Innovationsführer Internorm nimmt in der Fensterproduktion seit jeher eine Pionier- und Vormachtstellung ein. 1931 als Metallbaubetrieb von Edurad Klinger Senior gegründet, begann das Unternehmen im Jahr 1963 als Erstes in Österreich mit der Produktion von Kunststoff-Fenstern. Heute bietet Internorm eine breite und perfekt aufeinander abgestimmte Palette innovativer Fenster- und Türsysteme in den Segmenten Kunststoff, Kunststoff/Aluminium und Holz/Aluminium. Unternehmerischer Weitblick, technologisches Know-how und ein feines Gespür für Design machten Internorm schon früh zur Nummer eins. Konsequente Forschung und Entwicklung waren von Beginn an die Grundlage auf dem Weg zum Technologie- und Innovationsführer der Branche. Seit Jahrzehnten setzt Internorm mit richtungsweisenden Technologien neue Maßstäbe – beispielsweise mit dem ersten Fenstersystem mit drei Scheiben und drei Dichtungen im Jahr 1979, dem ersten bleifreien Kunststoff-Fenster 1994, oder 2001 mit dem ersten Holz/Aluminium-Fenster mit hoch wärmedämmendem Thermoschaum. Die zahlreichen innovativen Meilensteine reichen bis zu den jüngsten revolutionären Entwicklungen wie der voll ins Profil integrierten I-tec Lüftung, der „unsichtbaren“, ebenfalls voll ins Profil in-

Fotos: Internorm

tegrierten I-tec Verriegelung, der Photovoltaik-betriebenen I-tec Beschattung für Verbundfenster, der mobilen I-tec SmartWindow Gebäudesteuerungs-App, der Profildämmung I-tec Insulation oder der neuen I-tec Core Technologie für Holz/Aluminium-Fenster. Mit dem neuen I-tec Core werden im Kern des Fensters dünne verleimte Holzschichten verarbeitet, um das Fenster noch stabiler, noch beständiger und noch individueller zu machen.

Gesamtkonzeption Fenster und Tür – zu 100 % „Made in Austria“ Die Fenster- und Türsysteme werden in drei hochmodernen Werken und zu 100 % in Österreich entwickelt und hergestellt. Ein wesentlicher Faktor für die hohe Innovationskraft von Internorm ist die Unabhängigkeit von Lieferanten in zentralen Produktionsbereichen. So markiert die Inbetriebnahme einer eigenen Profilextrusion im Jahr 1979 einen wichtigen Meilenstein in der Unternehmensgeschichte. Bis heute ist Internorm damit der einzige heimische Fensterhersteller, der seine Profile in Österreich herstellt. Mit der Inbetriebnahme einer eigenen Einscheibensicherheitsglas-Anlage (ESG) im Jahr 2015 hat Internorm sowohl seine Fertigungskompetenz als auch die Unabhängigkeit von Lieferanten ausgebaut. Mit einer jährlichen Produktionsmenge von mehr als 120.000 Stück ist Internorm heute der größte ESG-Hersteller in Österreich.

Attraktives Erfolgsmodell für Vertriebspartner Internorm bietet seinen rund 1300 Vertriebspartnern europaweit ein hochprofessionelles Geschäftsmodell mit ausgeklügelten Showroom- und Verkaufskonzepten, Trainings und Finanzierungsmodellen. Die nach dem Customer Care Programm zertifizierten [1st] window partner bieten somit ihren Kunden eine Rundum-Betreuung, die von professioneller Beratung über saubere Montage bis zum Eingehen auf individuelle Wünsche reicht. Die Vertriebspartner profitieren von einem innovativen Produktprogramm, das auf dem europäischen Fenstermarkt einzigartig ist, und der Sicherheit einer starken Marke. www.internorm.at


152 Bundes-Energieeffizienzgesetz ERNEUERBARE ENERGIEN

Unternehmen lassen Geld liegen

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Gewerbebetriebe und Gemeinden, die ihre Verbräuche nicht genau genug kennen, vernichten Geld und Ressourcen

(MOS) Effizienz muss messbar sein. Und Erfolg langfristig ausgelegt. Damit Unternehmen und Gemeinden ihr Geld nicht durch unfortschrittliche Haustechnik verlieren, beraten DIPL. ING (FH), MBA Rainer Krißmer und sein Team von EN CON mit Weitblick und gelebtem Praxisbezug.

Warum lassen Unternehmen und Gemeinden Geld liegen?

DIPL. ING (FH), MBA Rainer Krißmer, Geschäftsführer und Energy Consultant bei EN CON, Schulungsleiter der IG Passivhaus Tirol und gelisteter Energieauditor beim Bundesministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Familie

Das ökonomische Prinzip steht für das Erreichen eines definierten Zieles mit möglichst geringem Aufwand. Im wirtschaftlichen Bereich ist dieses sogenannte Effizienzprinzip wie selbstverständlich verankert. Die Ermittlung der Zahlenbasis für diese ökonomischen Erkenntnisse ist für die Unternehmer kein Problem. Dieses Prinzip setzt jedoch eine möglichst genaue Kenntnis des Aufwandes und des Grades der Zielerreichung voraus – und genau in diesem Zusammenhang findet sich das größte Einsparpotenzial für Unternehmen und Gemeinden. Häufig ist die Kenntnis der Verbräuche bzw. Ausgaben für

Energie nicht in der benötigten Tiefe vorhanden. Je genauer ich meine Verbräuche und Tarifmodelle kenne, desto einfacher und klarer können Einsparungen aufgezeigt und sinnvolle Ziele definiert werden. Ein langfristiges Ziel ohne genaue Kenntnis der Ist-Situation ist wertlos.

Wie können sich Unternehmen und Gemeinden dieses Geld sichern? In Form eines Energieaudits, das in der ÖNORM EN 16247 Teil 1-4 klar geregelt ist. In einem definierten Betrachtungszeitraum, meist ein Jahr, werden dabei alle Energieflüsse erfasst und unter einer sogenannten „Baseline“ zusammengefasst. Somit lassen sich genaue Aussagen zur tatsächlichen Verbrauchs- oder Effizienzperformance eines Unternehmens treffen. Die dadurch ermittelten Energieleistungskennzahlen stellen die Basis für interne und externe Benchmarks dar. Nun kann ermittelt werden, ob ein Unternehmen bezogen auf den Output besser oder schlechter performt hat als im Vorjahr. Ein angenehmer Nebeneffekt für das Unternehmen und die Gemeinde ist, dass neben den zu generierenden Einsparungen, welche am Einsparhandel jeweils bis zum 14. Februar des Folgejahres verkauft werden können, auch das Audit selbst eine veräußerbare Maßnahme darstellt. Es ist immer wieder beachtlich, welche Reaktionen wir bei den von uns auditierten Unternehmen im


ERNEUERBARE ENERGIEN Bundes-Energieeffizienzgesetz 153

Rahmen der Abschlusspräsentation zum Energieaudit beobachten können. Natürlich sind sich alle Unternehmen tendenziell über den Gesamtenergieverbrauch ihres Unternehmens und der zugehörigen Kosten bewusst. Etwas diffizieler wird es, wenn die Frage gestellt wird, in welchem Bereich des Unternehmens die wesentlichen Verbraucher liegen. Bei der Frage nach dem möglichen Einsparpotenzial im Verhältnis zu den Investitionskosten zu effizienzsteigernden Maßnahmen, gibt es meist keine Antwort. Genau diese Daten werden nach Erstellung eines Energieaudits sowohl Verbrauchs-, Förderungs- und Tarif-orientiert geliefert.

Welche Firmen setzten heute bereits erfolgreich auf diese Maßnahmen? Neben der klassischen Beratungspraxis im Bereich Energieausweis, PHPP, Gebäudesimulation und Förderungen zählen auch Zertifizierungen wie klima:aktiv, Klimabündnis und Umweltzeichen zum Leistungsumfang, den unsere Kunden nutzen. Dazu

zählen Unternehmen wie die Alpenländische, MPreis, die Lebenshilfe Tirol, Swarovski und zahlreiche Tourismusbetriebe. Des Weiteren bieten wir, als gelistete Auditoren beim Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) Energieaudits in den Bereichen Gebäude, Prozess und Transport, sowie die Begleitung der Einführung von Energiemanagementsystemen an. Hier dürfen wir nahezu alle großen Seilbahnunternehmen Tirols zu unseren Kunden zählen. Auch Unternehmen wie das Allgemeine Rechenzentrum, Hollu und Nothegger setzen auf unsere Dienstleistung. Unser am stärksten wachsendes Geschäftsfeld findet sich im Bereich des Energy Controlling. Wir stellen fest, dass ein großer Teil der haustechnischen Anlagen in Gebäuden und bei Prozessen zwar funktioniert, leider jedoch nicht in effizienten Betriebspunkten läuft. Durch moderne Messtechnik und die Auswertung von Lastprofildaten können bei bestehenden Anlagen viele Effizienzdefizite aufgezeigt und damit Energiekosten verringert werden.

28. – 29. April 2017 Wien

Passivhaus für alle!

Ein Passivhaus, das von vielen genutzt wird, ist dieser Mehrfamilienkomplex in Wien, gekrönt mit einem Swimmingpool. Mehr Passivhaus-Vielfalt auf der Tagung!

Fachvorträge | Workshops | Exkursionen | Fachausstellung

Projekt: RLP Rüdiger Lainer + Partner, Architekten | Foto: Hubert Dimko

www.passivhaustagung.de


154 2000-Watt-Gesellschaft ERNEUERBARE ENERGIEN

Die Architektur der 2000-WattGesellschaft Prof. Dr. Ing. Holger Wallbaum über nachhaltiges Bauen und Sanieren (mek) Prof. Holger Wallbaum lehrt und forscht an der Chalmers University of Technology in Göteborg. Der einstige Leiter der Professur für nachhaltiges Bauen an der ETH Zürich erläutert im Interview mit dem PASSIVHAUSmagazin Rahmenbedingungen und Lösungsansätze der 2000-Watt-Gesellschaft. Und wie diese zu nachhaltigem Bauen führen können.

PASSIVHAUSmagazin: „Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise ist ein ‚gemütliches Aufwärmprogramm‘ im Vergleich zu dem, was aufgrund des Klimawandels auf uns zukommen wird. Der Klimawandel stellt uns vor eine nie da gewesene Herkulesaufgabe. Die Menschheit muss in den nächsten Jahren beweisen, ob sie dieser Herausforderung gewachsen ist“, heißt es im ETH-Klimablog. Woran machen Sie diese Ihre Aussage fest? Holger Wallbaum: Diese Aussage von mir stammt ja noch aus meiner Zeit an der ETH Zürich und man sollte meinen, dass diese nach mehr als vier Jahren veraltet ist, das Gegenteil ist aber der Fall. Wir

Menschen sind Gewohnheitstiere und haben uns an die durchaus heute nicht weniger kritische europäische Finanz- und Wirtschaftssituation bereits gewöhnt. Der stattfindende Klimawandel wird uns aber darüber hinaus fordern, auf allen Gebieten. Dabei denke ich u.a. an die zunehmende Wahrscheinlichkeit von Starkwetterereignissen, die bauliche Anpassungsmaßnahmen gegen Hochwasser und Stürme nach sich ziehen, aber auch an klimabedingte Zuwanderung, regionaler Wassermangel, erodierte Böden und Nahrungsmittelengpässe, Hitzewellen und damit eine steigende Anzahl von Sterbefällen und vieles mehr. Mit den neulich in Paris am Klimagipfel getroffenen Festlegungen den Klimawandel auf nahe 1,5 Grad Temperaturerhöhung zu beschränken, gibt es einen erneuten Schub dem Klimawandel in der Staatengemeinschaft die Stirn zu bieten, aber das Ziel ist eben auch sehr abstrakt. Übersetzt bedeutet diese Zielsetzung, dass die Menschheit ab etwa 2050 kein CO2 mehr in die Atmosphäre pusten dürfte. Alle Emissionen müssten also bis dahin auf Nullgesenkt werden. Das Zeitfenster zum Handeln schließt sich immer schneller, da wir neben den politischen Beschlüssen, vor allem Taten brauchen, um die Kehrtwende zu schaffen.


ERNEUERBARE ENERGIEN 2000-Watt-Gesellschaft 155

Professor Holger Wallbaum…

copyright: Holcim Foundation for Sustainable Construction

Holger Wallbaum: „Es gibt eine ganze Reihe von sogenannten Netto-Nullenergiegebäuden und Null-CO2Gebäuden auf der ganzen Welt. Einige dieser Innovationen können Sie auf der Internetseite des Climate-KIC Leuchtturmprojektes Building Technologies Accelerator sehen, wie anpassbare Solarfassade (http://bta.climatekic.org/innovation_projects/solarfacade/).“

PASSIVHAUSmagazin: Stichwort „2000-Watt-Gesellschaft“ (siehe Kasten unten): Von den 2.000 Watt entfallen auf den Bereich Wohnen (Baumaterialien, Raumklima, Warmwasser, Haushalt und Mobilität) ganze 840 Watt pro Person. Wie können die Vorgaben der 2000-Watt-Gesellschaft im Gebäudebereich erreicht werden? Holger Wallbaum: Eigentlich ist es doch sehr komfortabel, wenn wir auch in Zukunft immer noch mehr als 40 Prozent unseres „individuellen Energiebudgets“ für das Wohnen ausgeben können, wenn man bedenkt, dass wir uns mit dem restlichen Budget ernähren, kleiden, bilden u.s.w. müssen. Nicht nur in der Schweiz wurde aber bereits auch gezeigt, dass 2000-Watt-kompatible-Häuser auch heute durchaus schon gebaut werden können. Mit dem Einsatz effizienter Gebäudetechnik, erneuerbarer Energiequellen und einem sehr reduzierten Energieverbrauch durch innovative Dämmstoffe und der Reduzierung von Wärmebrücken, ist der Heizwärme- und Warmwasserbedarf im Bereich des Wohnungsbaus gut in den Griff zu bekommen. Herausfordernder gestalten sich die Fortschritte bei den Baumaterialien, die im Neubau auf PassivhausNiveau rund 50 Prozent der Umweltbelastungen über den gesamten Lebenszyklus von 50-80 Jahren ausmachen. Denn auch die innovativen Baustoffe und die effiziente Gebäudetechnik haben einen ökologischen Preis. In der Schweiz wurden auch bereits die ersten

…war Professor für Nachhaltiges Bauen am Institut für Bau- und Infrastrukturmanagement und gehörte zum Departement Bau, Umwelt und Geomatik der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich. Holger Wallbaum verstärkte zudem das ETH-Kompetenzzentrum Energy Science Center (ESC). Heute lehrt und forscht er an der Chalmers University of Technology in Göteborg. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Nachhaltigkeitsbewertung mit einem Schwerpunkt der ökologischen und ökonomischen Lebenszyklusanalyse (LCA/LCCA) von Baumaterialien und Gebäuden, der Gebäudesanierung sowie der Gebäudeparkmodellierung auf der Ebene von Städten.

2000-Watt-Areale geplant. Hier sehe ich auch ein großes Potenzial, um die 2000-Watt-Ziele zu erreichen, indem man Druck von den Einzelgebäuden nimmt und zu übergeordneten Lösungen auf der Ebene Siedlung oder gar Stadtteil schaut. Ökonomisch und ökologisch bieten sich hier viele Potenziale, die vor allem auch im Bereich der Gebäudesanierung einen wichtigen Beitrag leisten können, die Tiefe der energetisch wirksamen Gebäudesanierung zu erhöhen – also den Energieverbrauch deutlich mehr zu senken als dies bei einer heute üblichen normalen Sanierung der Fall ist – und vor allem die Sanierungsrate zu steigern, die mit 0,5-1 Prozent pro Jahr des Gebäudebestandes viel zu niedrig ist, um die nationalen und europäischen Energie- und Klimaziele zu erreichen. PASSIVHAUSmagazin: Warum sehen Sie in der 2000-Watt-Gesellschaft ein geeignetes Modell, um zu hohen Energieverbräuchen in den Städten entgegenzutreten? Holger Wallbaum: Die Stärke des Konzeptes liegt im Detail. Zum einen kombiniert sie alle Lebensbereiche des Menschen, also Mobilität, Wohnen, Arbeiten, Ausbildung, Ernährung etc. >>


156 2000-Watt-Gesellschaft ERNEUERBARE ENERGIEN

Der Zielwert ist pro Kopf festgelegt und kommuniziert klar die individuelle Rolle und Verantwortung jedes Einzelnen und ist damit nicht nur eine politische Aufgabe. Das Konzept adressiert Energie- und Klimaziele und berücksichtigt mehr als nur die Nutzungsphase eines Gebäudes, indem die sogenannte „graue Energie“ der Baustoffe berücksichtigt wird. Abschließend ermöglicht die Lösungssuche auf der Ebene Areal vielversprechende Ansätze, die neben der Reduzierung des Energiebedarfs auch das intelligente Energiemanagement zwischen Gebäuden sowie die Potenziale einer umweltfreundlicheren Energieversorgung berücksichtigt. Was die Vergangenheit gezeigt hat, ist, dass die Umsetzung der Zielsetzung nicht nur mit einem Konzeptansatz erreicht werden kann und auch städtebauliche und ästhetische Gesichtspunkte berücksichtigt werden müssen, um ortsspezifisch die sinnvollsten Lösungen zu erarbeiten.

Die 2000-Watt-Gesellschaft Die Vision der 2000-Watt-Gesellschaft basiert im Wesentlichen auf drei Elementen: der Verminderung des Energieverbrauchs auf etwa einen Drittel des heutigen Wertes, höchstens eine Tonne CO2-Emissionen pro Person und dem Verzicht auf neue Atomkraftwerksbeteiligungen. Entwickelt wurde das Konzept der 2000-Watt-Gesellschaft in den Neunzigerjahren an der ETH Zürich. Bis heute haben sich zahlreiche Behörden, von der lokalen Ebene bis zum Bundesrat in der Schweiz, zum Ziel der 2000-Watt-Gesellschaft bekannt. Als erste Gemeinde hat die Stadt Zürich die 2000-Watt-Gesellschaft verbindlich in ihrer Gemeindeordnung festgeschrieben.

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Farkalux garantiert mit seiner breiten Produktpalette seit vielen Jahren beste Produktion und hohe Verarbeitungsqualität. Von der Planung bis zur Montage sind alle Kunden stets in besten Händen. Als führender Fensterhersteller Tirols kann Farkalux Produkte wie Fenster, Haustüren, Wintergärten, Pergolen und Sonnenschutz in höchster Qualität anbieten. Alles wird in puncto Form und Farbe ganz individuell nach Maß angefertigt und das zu einem fairen Preis. Die hochwertigen Materialien und Technologien im Fensterbau sorgen für optimale Dichtheit und Dämmeigenschaften, was auch Passivhaustauglichkeit garantiert. Auch der Schmutz- und lärmarme Fenstertausch zählt zu den begehrten Angeboten von Farkalux.

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Unabhängig und umweltschonend mit Solarenergie Die Vorteile liegen auf der Hand: Mit einer Solaranlage machen Sie sich frei von den Tarifen und schwankenden Entwicklungen Ihres Energieversorgers – und werden dabei nicht nur wirtschaftlich unabhängig.

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Hartwig Gstrein GmbH Heizung Sanitäre Solar A-6473 Wenns, Unterdorf 51 Tel.: +43 (0)5414 / 860 48, Fax: DW 9 info@gstre.in, www.gstre.in

Mit bis zu Euro 8.700,- Förderungssumme ist die Anschaffung und Installation einer Solaranlage im Jahr 2016 besonders interessant. Denn ist die Anlage in Betrieb genommen, genießen Sie jeden Tag eine effektive Energienutzung, die keine Schadstoffe produziert und das Klima genauso schont, wie Ihr Haushaltsbudget. Die Heizwärme, das Warmwasser und der Strom einer Photovoltaikanlage werden ab dem ersten Tag nach Inbetriebnahme kostenlos produziert. Maximale Unabhängigkeit vom unsteten Energiemarkt, niedrigste laufende Kosten und die Förderungen sind neben dem wichtigen Beitrag, den Sie damit zum Umweltschutz leisten gute Gründe, noch heute Kontakt mit uns aufzunehmen. Wir informieren Sie gerne persönlich!

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Fachbeirat

Roland Sponring ist Fliesenlegermeister und Inhaber von „Profikeramik Sponring“ in Kolsass.

“Die Herstellung des Fliesenuntergrundes ist eine höchst diffizile Angelegenheit und braucht viel Erfahrung und Know-how.“

Fotos: Profikeramik Sponring, Florian Scherl Photography

Hochwertige Fliesen benötigen eine qualitätsvolle Verlegung Denkt man an moderne, elegante verflieste Flächen, stehen naturgemäß die Optik und Beschaffenheit der Oberflächen im Vordergrund. Welch aufwendige Arbeit in der Erstellung des optimalen Untergrundes steckt, ist meist nur Fachleuten bekannt. Die immer größer werdenden Formate oder etwa die professionelle Anbringung an verschiedensten Untergründen sind Faktoren, welche die Verlegung zu einer echten Herausforderung machen, die einzig erfahrene Fachleute bewerkstelligen können. Für eine exakte Bearbeitung und Verlegung benötigen Fachbetriebe spezielle Maschinen, für die Montage und Verlegung der großen Elemente ein speziell geschultes und eingespieltes Team. Rektifizierte keramische Platten werden nach der Herstellung zusätzlich an den Kanten auf ein genaues Maß mit Laser geschnitten und geschliffen, so dass die Seitenflächen in einem 90° Winkel exakt zueinander stehen und die Flächen planeben sind. Dadurch entstehen auch die großen Preisunterschiede. Diese Fliesen sind besonders maßhaltig und erlauben eine Verlegung mit schmalen Fugen, welche die fertigen Flächen wie „aus einem Guss“ erscheinen lassen. Auch die beste Fugenmasse kann mit der Zeit brüchig werden. Die richtige Reinigung mit passenden Reinigungsmitteln spielt hier eine große Rolle. Trennwände bei modernen Innenausbauten sind oft nicht mehr aus massiven Ziegeln, sondern aus Porenbeton und Gipskartonplatten. Diese Baustoffe dehnen sich material- und temperaturbedingt mehr oder weniger aus und zwischen Fliesenbelag und tragendem Baustoff kann es zu Dehnrissen kommen. Weder Fliese noch Fugenmasse können diese Beanspruchung auf Dauer standhalten. Zunächst entstehen feine Haarrisse, in welche Feuchtigkeit eindringen kann und das darunter liegende Bauwerk angreift. Ist der Untergrund einmal durchfeuchtet, bewegt sich das Material stärker und das Eindringen von Feuchtigkeit setzt sich fort. Um dieses Problem zu unterbinden, müssen bestimmte Fugen mit Silikon geschlossen werden. Diese Fugen sind sogenannte „Wartungsfugen“, die regelmäßig erneuert gehören. Am Untergrund muss vor Aufbringen des Fliesenklebers eine Verbundabdichtung aufgetragen werden. Dies gilt für alle Flächen im Innen- und Außenbereich, welche einer Feuchtigkeitsbelastung ausgesetzt sind. Nicht zu verwechseln mit der Bauwerksabdichtung! Bei der Abdichtung dieser Flächen helfen heute vorkonfektionierte Materialien. Diese speziellen Abdichtmassen – in flüssiger oder Mattenform – in Verbindung mit Bändern, Ecken und Manschetten sind bei richtiger Verarbeitung 100% wasserdicht und schützen das Bauwerk vor Wasserschäden in den dafür anfälligen Bereichen.


Susanne und Roland Sponring, Inhaber, Geschäftsleitung

Ihr persönlicher und exzellenter Fachmann für keramische Wandund Bodenbeläge Profikeramik Sponring mit Sitz in Kolsass steht für Beratung, Verkauf und Verlegung von keramischen Wand- und Bodenbelägen vom Meisterfachbetrieb.

Fotos: Profikeramik Sponring, Florian Scherl Photography

Seit Geschäftsgründung im Jahr 2004 ist das kompetente Team der Firma Profikeramik Sponring darauf bedacht, jegliche Kundenwünsche umzusetzen, sowohl in Planung, Auswahl (350 m2 Schauraum) und Ausführung. Die professionellen und bestens geschulten Mitarbeiter stellen sich der Herausforderung, Ihren Räumlichkeiten eine perfekte und individuelle Note zu verleihen. Höchste Präzision und beste Qualität gelten als Grundvoraussetzung. Es werden Boden- und Wandbeläge aller Größen, vorrangig Großformat mit Laser geschnittenen Kanten, fachgerecht verlegt. Bei Renovierung als auch Sanierung werden alle anfälligen Arbeiten, in Zusammenarbeit mit renommierten Handwerkern, fachgerecht koordiniert. Ob Wohn- oder Arbeitsbereich, das Profikeramik-Team bietet Ihnen eine exzellente Umsetzung Ihrer Vorstellungen.

Beratung, Verkauf und Verlegung von Fliesen, Stein und Marmor vom Meisterfachbetrieb

Profikeramik Sponring A-6114 Kolsass, Bundesstraße 3 Tel./Fax: +43 (0)5224 / 67432 office@profikeramik-sponring.at www.profikeramik-sponring.at

www.profikeramik-sponring.at


162 Experteninterview MENSCH & UMWELT

Wohlstand und Balance für die Welt Professor und Mitglied des Club of Rome forscht über eine tragfähige Zukunft für unseren Planeten (mek) Als Keynote-Speaker begeisterte er im Jänner 2016 im Rahmen der Baufachtagung zeba in Innsbruck: Professor Franz Josef Radermacher von der Universität Ulm. Der Vertreter des „Club of Rome“ zeigte anschaulich auf, wie sich Wohlstand und Balance in weltweiter Perspektive verhalten.

Als Experte für Globalisierungsthemen und nachhaltige Entwicklung beschäftigt sich Prof. Franz Josef Radermacher mit den Auswirkungen und in der Folge mit Lösungsvorschlägen für das starke Bevölkerungswachstum, den Klimawandel und umweltverträgliche Mobilitätsformen der Zukunft. Die nach wie vor sehr stark ausgeprägte 2-KlassenGesellschaft und die so genannte „Brasilianisierung der Welt“ als eine mögliche Zukunft für uns alle (siehe Kasten) waren Themen, die der Wissenschaftler in seiner zeba-Keynote in Innsbruck verständlich darlegte.

95 versus 5 Prozent Das extreme Auseinanderdriften von Arm und Reich führt potentiell zur Etablierung der 2-Klassen-Gesellschaft – weltweit. Fünf Prozent würden von allen Ressourcen im Überfluss besitzen, während 95 Prozent eine eher verarmte und weitgehend


MENSCH & UMWELT Experteninterview 163

Prof. Dr. Dr. Franz Josef Radermacher… …Vorstand des Forschungsinstitutes für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung, ist zugleich Professor für Informatik an der Universität Ulm und Präsident des Senates der Wirtschaft in Bonn. Der Vizepräsident des Ökosozialen Forum Europa ist außerdem Mitglied des Club of Rome. Prof. Radermacher, Träger des Salzburger Robert-Jungk-Preises 2005, wurde unter anderem durch sein Eintreten für eine weltweite Ökosoziale Marktwirtschaft und durch sein Engagement in der Global Marshall Plan Initiative bekannt. Diese setzt sich seit 2003 für eine gerechtere Globalisierung, für eine „Welt in Balance“, ein. Prof. Radermacher hat Österreichs frühere Innenministerin Johanna Mikl-Leitner in der Flüchtlingsfrage beraten.

chancenlose Unterschicht bilden. Nur 35 Prozent sieht Radermacher für die Chancen, dass die Mächte und Akteure dieser Welt die richtige Balance finden. „Es gibt faktisch keine globale Demokratie. Arme dürfen auf dem Globus nichts wollen“, ergänzt Prof. Franz Josef Radermacher im Interview mit dem PASSIVHAUSmagazin. Mittelklasse-Strukturen sind von schleichender Erosion betroffen – bei der Aufteilung der Menschen in „arm“ und „reich“ spielt die Geburt und damit das Erbe eine große Rolle. Bringt fleißiges Arbeiten also gar nichts? Nur in Ausnahmefällen. „Beobachten Sie doch die Celebrities. Die Reichen und Schönen werden in die Netzwerke von Wohlstand hineingeboren. In diesen Netzwerken werden die Kinder nach vorne gebracht. Besitz, Erbe und Zugang sind dort gesichert. Somit bleibt die Spirale in Gang.“

Europäer haben es gut Dabei haben es wir Europäer wieder einmal gut. „Wir verzeichnen weltweit gesehen ein sehr hohes Maß an sozialem Ausgleich“, schildert der Experte. Gemessen wird dieser Prozess anhand einer Messzahl, >>

Foto: eli/zweiraum.eu

Prof. Franz Josef Radermacher: „Die Welt muss bei CO2-Emissionen in den nächsten Jahrzehnten eine Balance bzgl. der Absorptionsfähigkeit der biologischen Seite der Welt erreichen.“

Das Beispiel Migration zeigt: Wenn nicht vor Ort geholfen wird, dann kommen Probleme auf zwei Beinen in die Wohnzimmer Europas.


164 Experteninterview MENSCH & UMWELT

„Passivhäuser – nach Möglichkeit in PlusEnergie-Ausführung – leisten einen Beitrag in die richtige Richtung, sofern jemand sein Geld in diese Richtung einsetzen möchte“.

die weder zu hoch noch zu niedrig sein sollte. Zu hoch weist in Richtung Planwirtschaft und Kommunismus – keine gute Lösung. Im Bereich 55 – 65 ist der soziale Ausgleich und auch der Zustand der Gesellschaft gut. Nordeuropäische Staaten wie Norwegen liegen oberhalb von 60, aber auch Österreich ist in diesem Bereich anzusiedeln. „Die Sozialpartnerschaft funktioniert in der Alpenrepublik gut“, schlussfolgert Radermacher. Die Briten kommen auf einen Wert von 50, die USA liegen noch etwas darunter. Brasilien liegt etwas über 30, Südafrika sogar darunter, wenig erfreulich. Und betrachten wir die Welt als Ganzes, liegen wir bei 20. – die sogenannte „Globale Apartheit“. Im Moment verschlechtern sich die Werte fast überall auf der Welt.

Brasilianisierung oder Ökokollaps In seinem Beitrag „Zukunft gestalten – Potenziale und Gegenkräfte“ formuliert Radermacher, wie Nachhaltigkeit und Wohlstand für zehn Milliarden Menschen zu erreichen sind: „Durch grünes und inklusives Wachstum im Sinne der Rio + 20 Konferenz und dem Postmillenniumsprozess auf UN-Ebene. Voraussetzung ist allerdings eine adäquate Global Governance, damit Preise in Märkten die Wahrheit sagen und erforderliche Querfinanzierungen für die soziale Balance und Umwelt- und Klimaschutz möglich sind. Als Basis der Finanzierung all dieser Anliegen soll die Besteuerung der Nutzung von Weltgemeingütern durchgesetzt werden. Ist die Weltgemeinschaft an dieser Stelle nicht erfolgreich, werden Brasilianisierung oder Ökokollaps unsere Zukunft bestimmen. Auch das wäre nicht das Ende der Welt, aber ein Desaster und ein extremer – zudem vermeidbarer – Verlust an zivilisatorischer Qualität. Potenziale ringen hier mit starken Gegenkräften. Die Auseinandersetzung muss geführt werden…“

Brasilianisierung… …des Westens ist eine vom deutschen Soziologen Ulrich Beck Ende der 1990er Jahre in die soziologische Debatte eingeführte Kurzformel für den von ihm vermuteten sozialen Wandel Europas in Richtung einer zunehmenden sozialen Ungleichheit. Der Begriff wurde auch durch Franz Josef Radermacher in der Forderung nach einer Änderung des politischen Systems in Richtung einer weltweiten ökosozialen Marktwirtschaft aufgegriffen. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/ Brasilianisierung

Das externe Auseinanderdriften von Arm und Reich führt potenziell zur Etablierung der 2-Klassen-Gesellschaft – weltweit. 5 % würden von allen Ressourcen im Überfluss besitzen,…


DAMIT MORGEN BLEIBT.

Wer ISOCELL hört, denkt schnell Wärmedämmung aus Altpapier. Doch ISOCELL ist mehr als Zellulose. Kommen Sie mit - auf eine Reise durch unsere Welt. ISOCELL GmbH Josef Putzhammer, dipl. ing. fh ISOCELL -Bautechnik und Forschung

UNSERE WINDDICHTUNGEN FUNKTIONIEREN WIE GORE-TEX-JACKEN Nur wer sein Gebäude vor Wind schützt, verliert keine Dämmwirkung. Josef Putzhammer ist ISOCELL Experte für Winddichtung sowie Forschung und Entwicklung. Im Interview erklärt er, wie Wärmeverlust effektiv verhindert werden kann.

Herr Putzhammer, Winddichtheit ist ein vergleichsweise junger Bereich in der Optimierung der Wärmedämmung. Warum hat sich dieser Bereich etabliert? ISCOELL hat Winddichtheitsprodukte seit 1999 im Portfolio und den Bereich gibt es auch noch gar nicht viel länger in der Branche. Er kam zusammen mit dickeren Dämmstärken auf, wo diffusionsoffene Folien benötigt wurden. Die Winddichtungen, von denen wir hier sprechen, sind immer Folien, die vor Wind und Regen schützen, aber auch Trocknung zulassen. Sie funktionieren ähnlich wie eine Gore-TexJacke, die trocken hält, aber auch atmen lässt.

Warum ist Winddichtheit von so großer Bedeutung? Mangelnde Winddichtheit führt zur Durchströmung der Dämmebene durch Außenluft. Das reduziert die Dämmleistung des Dämmstoffs enorm. Dieser Effekt wirkt sich umso schlimmer aus, je strömungsoffener ein Dämmstoff ist. Prinzipiell dimensioniert ein Architekt oder Planer die Bauteile eines Gebäudes auf Basis bestimmter Berechnungen. Im sogenannten Energieausweis werden dann die Wärmeverluste oder der Heizwärmebedarf abgeschätzt bzw. im PHPP berechnet. Allerdings gibt es Bauteile, die aufgrund mangelnder Winddichtheit größere Transmissions-Wärmeverluste zulassen, als sie sollten, was dazu führt, dass die tatsächlichen Energieverbräuche von den berechneten abweichen.

ISOCELL hat sich an einem Forschungsprojekt des unabhängigen Instituts HolzforscHung AustriA zum Thema „Winddichtheit von Unterdächern“ beteiligt. Was waren die Ergebnisse? Da wurde ein Steildach gebaut, das mit verschiedenen Dämmstoffen gedämmt wurde. Es wurden Leckagen gemacht, die in der Praxis häufig vorkommen. Wenn man das Dach von außen anschaut, sieht man irgendwo Dachsparren ins Freie rauslaufen und dazwischen das so genannte Spatzenbrett. Da wird häufig nicht ganz winddicht gearbeitet, sondern es werden einfach nur Bretter verbaut, wo sich dahinter die Dämmung befindet. Bei dem Forschungsprojekt versuchte man, herauszufinden welche Auswirkungen diese Leckagen auf den Transmissions-Wärmeverlust haben. Man hat erkannt, dass sich dieser Wert bei Mineralfaserdämmung 1,5 bis 3 Mal so stark erhöht wie bei Zellulosedämmung. Zellulose kompensiert hier also sehr viel, was wir durch eigene Tests auch noch bestätigen und unterstreichen konnten. ISOCELL GmbH Gewerbestraße 9 | A-5202 Neumarkt am Wallersee Tel.: +43 6216 4108 - 0 WWW.ISOCELL.AT


Manfred Fink Geschäftsführer

MM Fassaden – Tiroler Qualität vom erfahrenen Fachbetrieb Wärmedämmung mit System seit mehr als 30 Jahren – das bietet der renommierte Fachbetrieb aus Kramsach.

Fotos: MM-Fassaden & Isolierungen GmbH, STO AG

Wärmedämmverbundsysteme sparen nicht nur Energie und Heizkosten, sondern bieten auch gesunden Wohnraum durch hohe Atmungsaktivität und innovative Dämmlösungen. Die Planung und Montage von solchen Systemen erfordert viel Fachwissen und Erfahrung, um die Funktion und eine ansprechende Optik langfristig sicher zu stellen und Schäden zu vermeiden. Eine gute Dämmwirkung und eine langfristig schöne Fassade hängen neben der gewählten Dämmstärke und dem Dämmmaterial vor allem von der Ausführungsqualität ab. Um die gewünschte Dämmwirkung zu erreichen und optische Mängel zu verhindern, muss besonders auf die Vermeidung von Wärmebrücken und auf die luft- und winddichte Montage geachtet werden. Es dürfen ausschließlich ETAG-geprüfte-Systeme mit aufeinander abgestimmten Komponenten verwendet werden.

MM-Fassaden & Isolierungen GmbH A-6233 Kramsach, Amerling 134a Tel.: +43 (0)5337 / 63485 Fax: +43 (0)5337 / 65887 office@mm-fassaden.at, www.mm-fassaden.at

www.mm-fassaden.at


Komplettsystem LWZ von Stiebel Eltron 169

Wärmepumpe INNEN aufgestellt ohne Außengerät – Integralgerät LWZ Erstmals mit Inverterregelung – Ideal für Neubauten (PR) Alle haustechnischen Funktionen in einem Gehäuse: Das Komplettsystem LWZ von Stiebel Eltron vereint die Funktionen Heizen, Warmwasserbereiten, Lüftung mit Wärmerückgewinnung und Kühlen elegant in nur einem Gerät. Jetzt bekommt die speziell für den Neubau entwickelte Produktrange Zuwachs. Die neue LWZ 504 punktet mit innovativer Technik: Erstmals verrichtet ein invertergeregelter Kompressor seinen Dienst in einem Komplettgerät. So kann die Leistung bei tiefen Außentemperaturen, wenn eine hohe Verdichterleistung gefragt ist, gesteigert werden. Das hat zur Folge, dass die LWZ 504 bei einer Außentemperatur von -7 Grad (Vorlauf 35 Grad) eine Wärmeleistung von 8,34 kW zur Verfügung stellt. „Diese Anpassung an den ‚Energiehunger‘ des Hauses bedeutet eine klare Komfortverbesserung“, erklärt Produktmanager Norbert Markus. „Zudem ist dadurch, dass der Kompressor leistungsgeregelt arbeitet und daher nicht durchgängig seine volle Leistung abrufen muss, der Betrieb im Mittel natürlich auch effizienter. Wir gehen von einer 10 bis 15 Prozent höheren Effizienz aus als bei einer On-OffMaschine.“ Weitere Vorteile des neues Produktes sind die integrierten Hocheffizienz-Heizungsumwälzpumpen, der hohe Warmwasserkomfort dank des 235-LiterSpeichers sowie die Möglichkeit der Kombination mit einer thermischen Solaranlage oder einer Photovoltaik-Anlage, um günstigen selbst erzeugten Strom direkt sinnvoll zu nutzen. Selbstverständlich kann das invertergeregelte Integralgerät dank reversibler Wärmepumpe auch die Kühlung des Gebäudes übernehmen.

Die neue LWZ 504 von Stiebel Eltron vereint alle wichtigen haustechnischen Funktionen in einem Gerät – und die integrierte Wärmepumpe arbeitet dank des invertergeregelten Kompressors mit maximaler Effizienz. Foto: Stiebel Eltron


170 Superfoods MENSCH & UMWELT

Superfoods

aus der Region Die Gesundheitswunder vom anderen Ende der Welt

(BEP) Viele kennen sie, einige von uns haben auch schon davon probiert – manche sind begeistert, andere wiederum schütteln verständnislos den Kopf: Superfoods erobern zurzeit Supermärkte, Blogs, Foren und die Seiten der Ernährungsratgeber wie nie zuvor – und sie halten ihren Kurs. Werden wir bald nur noch GojiBeeren anstatt den altbewährten Himbeeren in unseren Jogurts und Chia-Samen in unseren Müslis haben? Sind diese Superfoods wirklich so gesund, bergen sie vielleicht sogar Risiken und gibt es Alternativen von heimischen Äckern und Feldern? Erfolgsautorin, Ernährungsexpertin und Referentin Angelika Kirchmaier hat Antworten. Antworten, die besser schmecken, als vielleicht erwartet.

Foto: Tyrolia-Verlag

Erfolgsautorin, Lebensmittelexpertin und bewusste Genießerin Angelika Kirchmaier im Interview.

„KEIN SUPERFOOD KANN EINE UNGESUNDE ERNÄHRUNGSUND LEBENSWEISE WETTMACHEN.“

Trends, klingelnde Kassen & das Versprechen schneller Gesundheit Woher kommen all diese neuen Superfoods – und woher kommt die hohe Kaufbereitschaft in unserer Gesellschaft – haben wir womöglich ein ganz neues Gesundheitsbewusstsein entwickelt? Kirchmaier meint, nein: „Hier handelt es sich in erster Linie um Trends. Trends, die notwendig sind, um satte Menschen hungrig zu machen. Diese Trends dann noch mit Gesundheit in Verbindung zu bringen ist das Erfolgsrezept der Hersteller – so rechtfertigen sie horrende Preise, die in keinem Verhältnis zur


MENSCH & UMWELT Superfoods 171

Güte stehen. Leider stoßen sie dadurch auch bei Menschen, denen eine nachhaltige, gesundheitsfördernde Ernährung eigentlich wichtig ist, auf viel Gehör. Viele denken auch, Superfoods würden gesund machen oder dabei helfen, gesund zu bleiben. Das sind Trugschlüsse, die ganz bewusst provoziert werden. Kein Superfood kann eine gesunde Ernährungs- und Lebensweise ersetzen.

Schlankmacher, Entgiftungshelfer & Beauty-Geheimnisse Und sie versprechen einiges, diese Superfoods. Sind Schlankmacher, Detox-Wundermittel, EnergieBooster und Schönheitsgaranten. „Die Wahrheit sieht oft anders aus: Chia-Samen aus Mexiko beispielsweise gelten als wirksame Energielieferanten und wahre Nährstoff-Superstars. Die versprochenen Inhaltstoffe sind zwar vorhanden, wir haben aber Probleme mit der optimalen Verwertung. Generell muss man sich fragen: wie gesund kann ein Produkt sein, dass um den halben Erdball reist, bevor es auf unseren Tellern landet? Oftmals aus Ländern mit mangelhaften Kontrollen und Hygienebestimmungen, gedüngt und vermengt mit Mitteln, die bei uns gar nicht zugelassen sind. In Wahrheit leben wir hier in Österreich im Gesundheits-Schlaraffenland – trotzdem kaufen wir Superfoods vom anderen Ende der Welt.“

Der Traum von Jugend, Vitalität und Wohlbefinden Dabei wächst so viel Gesundes vor unseren Haustüren. Hier finden sich alle Zutaten für eine reichhaltige und ausgewogene Ernährung – so Kirchmaier – im Idealfall aus heimischer Produktion, vom BioKleinbauern um die Ecke oder noch besser: angebaut im eigenen Garten. „In Tirol verfügen wir über massenweise Superfoods – vom Schnittlauch über unsere Almprodukte, Eier aus Freilandhaltung bis hin zu Gemüse und Obst vom Bio-Bauern.“ Warum Superfoods bei uns so populär sind, ist eine gute Frage. Vielleicht liegt es an dem großen Verlangen, Gesundheit, Vitalität und Jugend auf dem „leichten Weg“ zu erlangen oder ganz einfach daran, dass wir uns zu leicht von Versprechungen verleiten lassen?

Wer früher lernt, isst länger gut „Es fehlt in der Bevölkerung einfach das nötige Basiswissen. Wir leben zwar in einer Zeit, in der es un-

zählige Zugänge und Informationsquellen zu diesen Themen gäbe, in der aber gleichzeitig auch das nötige Know-How fehlt, diese Informationsflut zu filtern, Pseudo-Wissenschaft als solche zu erkennen und mehr. Wenn wir wirklich nachhaltig etwas verändern wollen, muss das bereits in Kindergärten und Grundschulen beginnen. Aber das Gegenteil ist der Fall: In vielen Schulen gibt es gar keinen Ernährungsunterricht mehr – wir züchten uns also diese Industriekonsumenten, die Trends blind glauben, selbst heran“. erkennt Kirchmaier. Besonders spannend fände sie einen Supermarkt, der nur Regionales, Gesundes und Saisonales anbietet. Dies würde Anreize schaffen und gleichzeitig zeigen, wie vielfältig unser lokales Angebot an guten Lebensmitteln ist.

Foto: Tyrolia-Verlag

Heimische Kräuter sind wahre Energiepakete und stecken voller Wirkstoffe.

Preiselbeere, Kräuter & Co: die wahren Superfoods Auf die Frage nach ihrem persönlichen, regionalem Superfood hatte sie schnell eine Antwort parat: „Die Preiselbeere – ein absoluter Allrounder in Sachen Gesundheit: Vitamin- und Mineralstoffbombe, reich an löslichen Ballaststoffen, die den Darm und damit das Immunsystem stärken und nebenbei auch noch den Stuhlgang fördern, Cholesterin binden, natürliches Antibiotikum und viel mehr. Wahre Multi-Vitamintabletten sind außerdem Kräuter, die sich ganz einfach selbst anbauen lassen – sogar auf einem Minibalkon. Sie enthalten unzählige bioaktive Substanzen, Mineralstoffe und eignen sich zudem ideal zum Kochen und Verfeinern von Speisen.“ Lieblingsrezept hat sie keines – am liebsten isst sie, was gerade Saison hat. Das bringt drei Vorteile: es ist am gesündesten, vollkommen natürlich und schmeckt auch am besten.

Foto: Tyrolia-Verlag

Passt nicht nur zum Schnitzel und ist ein wahrer GesundheitsBooster: die Preiselbeere.

Foto: pixabay.com

Chia-Samen aus Mexiko: Wundermittel oder einfach nur ein Ernährungstrend?


172 Josko

DER WEITBLICK IM CLOSEUP (PR) Kopfing, das Idyll im Innkreis. Ort der Handlung für eine dieser begeisternden Geschichten über ein Familienunternehmen, das seit 56 Jahren erfolgreich seinen individuellen Weg geht. Hier begegnet man allerorten einer wohltuenden Bescheidenheit, obwohl Josko bei Fenstern, Türen und Ganzglassystemen Innovationsführer ist. Fenster ist Fenster und Tür ist Tür? Derart profan denkt niemand, der einmal die spannende Entdeckungsreise durch die Fertigung des erfolgreichsten Herstellers von Holz-/Alu-Fenstern in Österreich mitgemacht hat. Hier arbeiten Menschen, die lieben, was sie tun. Das spürt man. Das sieht man. Das schätzt man. Der Weitblick im Closeup oder die Faszination, wie bei Josko aus Begeisterung Produkte werden… Man betritt einen eigenen Kosmos bei Josko in Kopfing. Während die Welt da draußen immer digitaler und hektischer wird, legen hier echte Menschen wirklich Hand an. Und wenn man sie in ihrer konzentrierten Bedächtigkeit beobachtet, in ihrer Hingabe, dann sieht man: sie lieben, was sie tun. Allein wie behutsam sie mit dem Holz aus ausschließlich nachhaltiger Forstwirtschaft umgehen: Nur das Beste wird verwendet und dennoch nichts verschwendet. Kunst und Wissenschaft in einem, wie hier gearbeitet wird. So ein „Kantl“, wie die quaderförmigen Holzteile heißen, aus denen letztlich Fenster und Türen werden, geht durch viele Hände. Hier entsteht Qualität. Bei jedem Handgriff. Und

das ist für sich heutzutage schon eine Besonderheit. Fenster und Türen so fertigen, als wären sie für den Eigengebrauch: So hat Johann Scheuringer senior 1960 mit einem Einmann-Tischlereibetrieb begonnen – und dieses Credo ist in der DNA des Unternehmens geblieben. Sein Sohn Johann führt das 800-Mitarbeiter-Unternehmen heute als CEO. Damals und heute? Ist verbunden über die einzigartige Erfolgsgeschichte einer der größten Arbeitgeber im Innkreis. „Die Tradition achten und mit mutigen Visionen und Innovationen verbinden“, nennt der Firmenchef eines seiner Prinzipien. Eigenständigkeit, Qualität, Innovationskraft, Kontinuität: So wurde aus einer kleinen Tischlerei ein Hersteller von Welt-


Josko 173

ruf mit Vertriebspartnern weltweit, der am Markt seit jeher die Trends vorgibt. Zuletzt etwa mit einer eigenen, hochwertigen Kollektion an Naturholzböden oder dem marktrevolutionierenden Smart-Mix-Komplettangebot. Als erster Anbieter überhaupt hat Josko eine Multiple ChoicePhilosophie entwickelt, wie gesunde Wohnharmonie für jeden individuellen Geschmack, jeden Wohn(t)raum, verwirklich- und leistbar wird. Ein weiterer Meilenstein für das Paradeunternehmen, das sich das Wort Weitblick als Leitbegriff erkoren hat. Wie passend. Denn in einer Branche, die mehr oder minder geschlossen importierte Billigbauteile konfektioniert, hat Josko in den vergangenen Jahren gleich vier Mal den wohl begehrtesten Design-Preis der Welt, den Red Dot Award, für eigene Kreationen gewonnen. Da lohnt es, auf den Weitblick näher hinzuzoomen. Fenster ist Fenster, Tür ist Tür? Eben nicht. Gar nicht. „Unsere Produkte schaffen Verbindungen und Übergänge zwischen innen und außen, zwischen unterschiedlichen Lebenswelten“, sagt Johann Scheuringer, der Chef. Und sie tun es in unvergleichlicher Qualität, sagt der Markt. Sonst wäre Josko dank seiner ambitionierten Vertriebspartner wohl nicht Österreich-Marktführer bei Holz/Alu-Fenstern, Innovationsführer bei Haus- und Innentüren und im Thema Ganzglas-Architektur überhaupt eine Benchmark für Europa, was die Synthese aus Funktionalität und Ästhetik angeht. Die Lehrlingsausbildung hat bei Josko allerhöchsten Stellenwert. Fotos: Josko

Chief Financial Officer Thomas Litzlbauer, GF Chief Executive Officer Johann Scheuringer

Qualität ist eine Einstellung. Bei Josko wird sie schon den Lehrlingen vermittelt. Wer will, kann zusätzlich zu seiner Lehre auch die Matura machen. Viele wollen. Bleiben bei Josko und werden Führungskraft. Zahlreiche Auszeichnungen bei Bezirkslehrlingswettbewerben, INEOAuszeichnung der Wirtschaftskammer, glückliche Gesichter im intergenerationellen Team – stimmt der Ansatz, passt das Ergebnis. Das kleine Einmaleins jeder Erfolgsrechnung. Fenster ist nicht gleich Fenster und Tür nicht gleich Tür. Wer Josko und die Produkte erlebt, hat das für sein Leben gelernt.

Mehr zum Josko Smart Mix und den Produktinnovationen 2016 jetzt auf www.josko.at


174 Future Life MENSCH & UMWELT

Big Data Chancen & Risiken der Überwachung unseres Planeten (BEP) Billionen an Informationen werden jähr-

Die Entfesselung der Daten

lich zusammengetragen. Von den Tiefen un-

Datenschutz, Datenautobahnen, Datendiebstahl – wir leben in der Welt der Daten. Sie begegnen uns in unserem Alltag, sie bilden unser ganzes Leben ab – sorgen für personalisierte Werbung und sind das Gold des 21. Jahrhunderts. Aber was genau sind eigentlich Daten? Der Begriff umfasst Zahlenwerte, Messungen, Beobachtungen, Tatsachen, Ereignisse – kurz: Daten sind alles. Konkret verstehen wir im privaten Bereich Bilder, Videos, Audiodateien, Texte, Zahlenkombinationen, Kontonummern, Passwörter und Ähnliches als unsere Daten. Wenn man bedenkt, wie viele Daten eine durchschnittliche Privatperson besitzt, dann reicht es, sich vorzustellen, wie viele es auf der ganzen Welt sind. Voilà: Wir präsentieren Big Data. Massendaten, die zu groß, komplex und schnelllebig sind, als dass sie mit herkömmlicher Datenverarbeitung ausgewertet werden können. Massendaten, die uns mehr über uns selbst und die Welt erzählen können, als wir uns vorstellen können – und als uns vielleicht selber lieb ist. Und es werden jede Sekunde mehr.

serer Ozeane bis an die Grenzen unserer Atmosphäre. Dabei helfen Satelliten, präzise Messgeräte und innovative Technologien. Sie alle tragen dazu bei, eine der wertvollsten und mächtigsten Ressource dieser Erde zu erzeugen: Daten. Mehr, als je zuvor. Aber wer profitiert davon? Wie können wir durch diese unermessliche Datenvielfalt Neues über den blauen Planeten lernen – und was geschieht, wenn diese Datenmasse – Big Data genannt – in die falschen Hände gerät?

Bis 2020 soll der Mensch rund 40.000 Zettabytes an Daten angeschafft haben – die 57-fache Menge an Sandkörnern aller Strände der Erde.

Augen im All Wir wissen heute genau, wie unser Planet von oben aussieht. Rund um die Uhr wird er von unzähligen kosmischen Beobachtern umflogen. Beobachtern wie den Sentinel-Satelliten, die wertvolle Luftaufnahmen und Messungen für Wirtschaft, Verkehr, Sicherheitspolitik und Umwelt liefern. Manche Himmelskörper von ihnen sind sogar Weltraumpolizisten. Die Europäische Agentur für die Sicherheit des Seeverkehrs – kurz EMSA – beispielsweise nutzt Satelliten zur Überwachung der Meere. Mit „Deep-


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Die weltweite Datenmenge verdoppelt sich alle zwei Jahre – dabei sind 160 Terabyte jährlich nur Textinformationen.

Fotos: pixabay.com

SeaNet“ gelingt es ihr, ozeanische Umweltsünder gezielt zu identifizieren und zur Rechenschaft zu ziehen. Schiffe, die Öl verlieren zum Beispiel – illegale Verschmutzung der Meere und vieles mehr. Die Grace-Mission und die Sache mit dem Wasser. Ein weiteres spannendes Projekt ist die Grace Mission – sie misst mithilfe zweier Satelliten und der Schwerkraft die Verteilung der Erdmassen und gibt vor allem Informationen, wie es um unser Wasser steht. Informationen, die manchmal erschreckend sind: so wurde herausgefunden, dass das OgallalaAquifer, ein riesiger fossiler Wasserspeicher unter den Great Plains – dem Brotkorb Amerikas – immer weniger Wasser enthält. Kein Wunder – jeden Tag zapfen unzählige Menschen den Speicher an, und um obwohl die Regierung mittlerweile reagiert hat, macht vor allem die Industrie weiter – denn noch gibt es Wasser – und somit Geld zu verdienen. Die Grace-Mission hat erkannt, dass das Wasser weltweit knapper wird – die Gefahr steigt, dass es zu einem folgenschweren Spekulationshandel mit dem wertvollen Lebenselixier kommen wird.

Mithilfe von detailgetreuen 3D-Modellen ganzer Regionen können Überschwemmungen und deren Ausmaße vorausgesagt werden.

Wie Daten unser Leben retten können Anhand anderer Satellitenbilder lässt sich das Wachstum einer ganzen Bevölkerung ablesen – wie im Flüchtlingscamp Al Zaatari, der mittlerweile viertgrößten Stadt Jordaniens. Und auch bei einem Thema, das immer wieder die Schlagzeilen dominiert, können sie eine große Hilfe sein: Überschwemmungen. Dank der von den „Augen im All“ produzierten Daten können exakte Modelle ganzer gefährdeter Regionen erstellt und mögliche Flut-Szenarien simuliert werden. Anhand von Helikopter-Laserscans werden im akuten Fall sogar Abladestellen für Hilfsgüter oder Landestellen für Rettungsteams ausgemacht.

Willkommen in der Zukunft von Big Data Die Schattenseite: Versicherung können anhand dieser Daten ihren Schutz verwehren – so gibt es unzählige Haushalte in stark gefährdeten Überschwemmungszonen, die nicht versichert sind. Eine weitere Gefahr schlummert in der Fehleranfälligkeit: jede Fehlerquelle birgt Risiken. Und davon gibt es genug – falsche Interpretationsansätze, das Problem, dass viele Daten aus vielen unterschiedlichen Ländern kommen und natürlich die Gefahr, dass Unberechtigte sich Zugriff zu Big Data beschaffen. Mit Hilfe von Daten kann man Länder lahmlegen. Chaos verursachen und ganze Systeme aushebeln. Wir laufen ebenfalls Gefahr, dieser ganzen Unmenge an Daten nicht mehr Herr zu werden – denn je leistungsfähiger unsere Computer werden, desto mehr Daten können verarbeitet werden – und desto mehr Wissen wir über unsere Erde. Ganz neue Berufszweige werden aus diesem Grunde entstehen -Data Engineers, die all diese Massen sortieren, interpretieren, kategorisieren, an die betreffenden Stellen weiterleiten, die Zusammenarbeit mit Wissenschaft, Behörden und der Wirtschaft organisieren und vieles mehr. Menschen, die Ordnung in die ungebändigten Fluten von Big Data bringen – und unsere Sicht auf die Welt und unser Leben vielleicht irgendwann grundlegend verändern.


DER JOSKO WEITBLICK VON FAMILIE STEINER:

STIMMIGE WOHNHARMONIE. TUT EINFACH GUT.

Neu: Der Josko Smart Mix. Fenster, Türen und erstmals Naturholzböden – mit Weitblick harmonisch aufeinander abgestimmt. Einzigartiges Wohlfühlambiente vom Boden über Sockelleisten und Treppen bis zu Fenstern, Innenund Haustüren. So schafft der Josko Smart Mix Harmonie, in der man sich auch nach Jahrzehnten noch wohlfühlt. Und weil alles aus einer Hand kommt, spart es Zeit und Geld! Eben ganz schön Josko.

Mehr Infos unter www.josko.at oder bei Ihrem Josko Partner vor Ort.


Harald Kleinheinz Geschäftsführer

Heizen mit Luftund Erdwärme Mit der Wärmepumpe regenerative Energien bestmöglich nutzen Wärmepumpen nutzen die regenerative Energie aus dem Erdreich, der Sonne, dem Grundwasser oder der Luft. In jedem Fall reduzieren sie den Verbrauch fossiler Brennstoffe, sparen wertvolle Ressourcen und verringern klimaschädliche CO2Emissionen.

Fotos: Manuel Krismer, Installationen Kleinheinz, Viessmann

Gleichzeitig profitieren Sie von einem zusätzlichen Vorteil: Die Wärmepumpen von Viessmann verfügen zum großen Teil über „active cooling“- und „natural cooling“- Funktionen. Neben der klassischen Anwendung als Wärmeerzeuger an kalten Tagen sorgen sie dann im Sommer für ein angenehmes Raumklima und holen erfrischende Kühle ins Haus. Das breite Programm bietet für jeden Bedarf die richtige Wärmepumpe. Bereits bei der Planung lassen sich die baulichen und geologischen Gegebenheiten sowie die persönlichen und individuellen Vorstellungen für den Wärmebedarf berücksichtigen.

KLEINHEINZ INSTALLATIONEN GmbH A-6424 Silz, Tiroler Straße 75 Tel.: 05263/5154, Fax: DW 20 office@installationen-kleinheinz.at www.installationen-kleinheinz.at

Viessmann Wärmepumpen werden im Neubau und bei der Modernisierung eingesetzt, lassen sich mit Solaranlagen und gemeinsam mit einer vorhandenen Ölheizung oder Gasheizung in einem multivalenten System betreiben. Damit können Sie Ihre individuellen Vorstellungen besonders gut umsetzen.

www.installationen-kleinheinz.at


178 Zukunft MENSCH & UMWELT

Die 2.000-WattGesellschaft Sparen um jeden Preis (BEP) Das ist die Devise dieses Jahrhunderts. Sei es beim Geld, im Bereich der fossilen Brennstoffe oder beim Energieverbrauch. Dass Sparen mit Einbußen der Lebensqualität in Verbindung gebracht wird, ist nachvollziehbar. Vor allem, weil sich gerade der Ottonormalverbraucher fragt: warum? Und wenn dann auch noch der Nachbar seinen neuen Spritfresser-Boliden vorfährt, wundert man sich nicht schlecht, warum man selbst eigentlich auf Solar und Hybrid setzt. Weil Energiesparen einfach noch nicht sexy genug ist. Das soll sich bald ändern. Zum Beispiel mit einem Modell wie der 2.000-WattGesellschaft

LEIDER SCHLAGEN EINIGE ERDENBÜRGER IN SACHEN ENERGIEVERBRAUCH DEUTLICH ÜBER DIE STRÄNGE: WIR

Eine Idee mit und für Zukunft 2.000 Watt – ein Wert, der laut Experten möglich wäre, ganz ohne die Lebensqualität senken zu müssen. Sogar ökologisch verträglich, würde der Energiemix zu Gunsten erneuerbarer Energien verändert werden. Das klingt gar nicht so schwierig, wenn man bedenkt, dass der weltweite durchschnittliche Energiebedarf pro Kopf bei 2.500 Watt liegt. Die Schwankungsbreite bei Entwicklungsländern beläuft sich dabei auf nur einige hundert Watt. Leider schlagen einige Erdenbürger in Sachen Energieverbrauch deutlich über die Stränge: wir. Im deutschsprachigen Raum verbraucht jeder Einzelne 5-6.000 Watt. Das ist eindeutig zu viel, weiß auch Max Schön – Unternehmer, Vordenker und Verfechter der Idee einer nachhaltigen Wirtschafts- und Sozialordnung aus Lübeck. Wie wir das effektiv, nachhaltig und vor allem mit Herzblut ändern können, darüber haben wir uns mit ihm Unterhalten.

Ein Richtwert – viele Umsetzungsmöglichkeiten „Was diese Idee von vielen anderen unterscheidet, ist der große Spielraum in der Umsetzbarkeit – die Rücksichtnahme darauf, dass jedes Bauprojekt eigene Voraussetzungen, Chancen und Möglichkeiten, Energie einzusparen, in sich birgt“, so Schön. 2.000 Watt sind eine Größenordnung, eine sinnvolle Maßeinheit für klimaschonende Energiepolitik, die es erlaubt, örtliche Verhältnisse geschickt zu nutzen.“ Auf die Frage nach der konkreten Realisierung meinte er: „Es gibt schon Häuser, die mehr Energie produzieren, als sie verbrauchen. Dies kann und wird zukünftig hoffentlich Alltag werden. Die technischen Möglichkeiten sind vorhanden – was es jetzt braucht, ist ein neues Verständnis. Weg von endlichen Ressourcen hin zu unendlichen Energieträgern wie der Sonne.


MENSCH & UMWELT Zukunft 179

„EINE 2.000-WATTGEMEINSCHAFT IST VIEL SINNVOLLER, ALS EINE 17-ZENTIMETER-DÄMMWOLLGESELLSCHAFT.“ Warum es gerade an uns liegt, diesen Schritt zu gehen Foto: Olaf Malzahn

Max Schön – Unternehmer und Vordenker aus Lübeck.

Wir müssen uns vom ‚Bauen wie immer’ verabschieden und neuen Normen und Größen die Chance geben zu Selbstverständlichkeiten zu werden. Im Bauen, im Umgang mit Ressourcen und in der Mobilität.“

Maßnahmenkombinationen statt Einheitsbrei Laut Schön macht es nicht viel Sinn, beispielsweise als Technologie Dämmdicken vorzuschreiben, da oft andere Maßnahmen viel mehr Effizienz erwirken können. „Viel besser ist es, anstelle von Technologien Grenzwerte vorzuschreiben – Werte, wie es sie zum Beispiel für Kühlschränke und andere E-Geräte schon lange gibt. Dann bleibt es den Herstellern überlassen, ob sie durch eine dickere Hülle, durch ein besseres Kühlmittel oder durch eine Kombination von Maßnahmen die Einhaltung der Vorgaben gewährleisten. Genau aus diesem Grund ist es sinnvoller, von einer 2.000-Watt-Gemeinschaft zu sprechen, als beispielsweise von einer 17-Zentimeter-Dämmwoll-Gesellschaft. Die 2.000 Watt wären wie eine Energieklasse zu behandeln. Die Erfüllung der Anforderungen jener könnte einfach überprüft werden. Wer drüber ist, zahlt eine Steuer auf den Mehrverbrauch, um die erhöhte Umweltbelastung auszugleichen - wer drunter ist, profitiert – aus steuerlicher Sicht, energietechnisch gesehen sowieso oder durch Förderungen. Hier ist eine intelligente Politik gefragt.“

Im internationalen Rahmen haben wir eine Vorbildfunktion, und diese gelte es, zweckmäßig zu nutzen, meint Schön. „In Sachen Mode nutzen wir Trends. Bei Autos, bei der Musik. Wieso also nicht auch beim energieeffizienten Bauen? Die Menschen weltweit und auch in Deutschland, Österreich oder der Schweiz sollen sich inspirieren lassen, von Nachbarn, Freunden und Bekannten. Und bei sich selbst denken: das ist cool, das ist modern, das ist Zukunft – so wie der will ich auch bauen. Denn am Ende profitieren alle davon – einschließlich der Natur.“ Die Schweiz ist bislang Vorreiter in der Umsetzung der 2.000-Watt-Regelung– zahlreiche Gemeinden und Kantone haben sich bereits zu ihr bekannt. Hier glaubt man fest daran, dass diese Vision bis 2100 Realität werden kann. Manche halten sogar 2050 für denkbar. Max Schön ist noch optimistischer – er denkt, dass eine Generation ausreichen könnte, um ein Energiebewusstsein zu schaffen, das stark genug ist, den Traum der 2.000-Watt-Gesellschaft bald wahr werden zu lassen und Energiesparen vielleicht schon bald so „en vogue“ ist, wie es sein sollte.

Foto: pixabay.com

Solarenergie: profitieren von einer unermesslichen Energiequelle


Alois Siedler, Andreas Jost, Geschäftsführer

Passivhaus – Installieren Sie die Zukunft! Moderne Installation und ökologische Bauweise hat in den letzten Jahren an großer Bedeutung gewonnen – daher ist es unser Ziel dies zu verwirklichen. Unser Unternehmen wurde 1996 in Alpbach gegründet und zählt momentan 20 Mitarbeiter. Das Angebot reicht von der Planung und Ausführung der Elektroinstallation im Privathaus über Industrieinstallation, Installation im Hotel und Gastronomiebereich, Brandmeldeanlagen, Telefonanlagen, SAT-TV Anlagen und BUS-System.

Fotos: Sijo Elektroinstallationen GmbH

In den letzten Jahren haben wir vermehrt Elektroinstallationen im Passivhaus-Segment ausgeführt und konnten in diesem Bereich bereits Erfahrungen sammeln. Da sich die Richtlinien für ökologisches und nachhaltiges Bauen ständig ändern, ist uns die Weiterbildung unserer Mitarbeiter mit den neuesten Passivhaus-Installationskriterien ein wichtiges Anliegen.

SIJO Elektroinstallationen GmbH A-6236 Alpbach 145 Tel.: +43 (0)5336/5120, Fax: DW 20 office@sijo.at, www.sijo.at

Unser Ziel ist es unsere Kunden zu begeistern!

www.sijo.at


Capatect Hanf-Fassadendämmung 181

Fotos: Capatect

Hanf – eine Dämmung, die nachwächst (PR) Capatect bietet mit seiner neuen Hanf-Fassadendämmung eine innovative Systemlösung an, die bauphysikalische und ökologische Qualitäten miteinander vereint. Basierend auf dem natürlichen Werkstoff Hanf und ausgestattet mit modernen Produkteigenschaften ermöglicht sie eine intelligente, nachhaltige Fassadendämmung mit einer ausgezeichneten Ökobilanz, die von der Ernte bis zum Recycling des Rohstoffes reicht. Hanf gehört zu den ältesten Kulturpflanzen des Menschen und spielte bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts zudem eine wichtige Rolle als Rohstofflieferant. Seit einigen Jahren erlebt die Pflanze nun eine Renaissance und wird für immer mehr Anwendungsbereiche neu entdeckt. Durch seine außergewöhnliche Robustheit und Belastbarkeit erfüllt der natürliche Rohstoff beste Voraussetzungen für die Herstellung vielseitig einsetzbarer Baustoffe – wie der Hanfdämmung.

Erstklassige Ökobilanz Hanf wächst sehr schnell, bei sonnigem Wetter um bis zu vier Meter in 100 Tagen. Die Pflanzen benötigen dafür keinen Dünger und machen aufgrund ihrer Schädlingsresistenz den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln überflüssig. Bis zu 97 Prozent der Hanfpflanze können verwertet werden. Fasern, Stroh und Samen liefern dabei auch für die Herstellung von Kleidung sowie Nahrungs- und Arzneimitteln einen wertvollen Rohstoff. Ein weiteres ökologisches Plus: Als einjährig nachwachsende Pflanze bindet Hanf im Wachstum viel Kohlendioxid. Dadurch haben Dämmstoffe aus Hanf eine bessere Ökobilanz als zum Beispiel viele andere Naturbaustoffe.

Die Vorteile Die Fassadendämmung aus Hanf ist in Sachen Dämmleistung gleichauf mit allen anderen Dämmstoffen. Was das alternative Produkt aber so besonders macht, ist ihr ausge-

zeichneter Schallschutz. Die große Diffusionsoffenheit der Dämmplatten unterstützt wesentlich ein gutes und behagliches Raumklima und sorgt für einen besseren Hitzeschutz. Die Nachhaltigkeit ist umfassend – die Dämmplatte besteht aus natürlichen Rohstoffen, die während ihres Wachstums erhebliche Mengen Kohlendioxid binden und gut recyclebar sind.

Weitere CapatectBauprodukte aus Hanf: „Hanf Massiv“: die hoch schalldämmende nachhaltig produzierte Putzträgerplatte für den porosierten Ziegelbau. GANZ NEU! Hanf Flex: die ökologische, hautfreundlich zu verarbeitende Gefach- und ZwischensparrenDämmung speziell für den Holzbau. „Hanf Silent“: die umweltfreundliche Vorsatzschalen-Dämmung im Gebäude-Inneren für ausgezeichneten Schallschutz und angenehmes Wohnklima. Bereits bei einer Plattendicke von nur 3,5 cm erfüllt die Dämmung alle Anforderungen für den Schall- und Wärmeschutz. Sie ist somit eine kostengünstige Alternative zu vergleichbaren Produkten bei gleichen Verarbeitungs-Eigenschaften. Die ökologischen Hanffaserdämmplatten von Capatect wurden vielfach mit Umweltpreisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem österreichischen Umweltzeichen und dem Klimaschutzpreis. Nominiert zum Österreichischen Staatspreis, 2. Platz beim europäischen GreenTec Award.

www.capatect.at, www.hanfdaemmung.at


182 Flüchtlinge MENSCH & UMWELT

Umweltflüchtlinge:

die Herausforderung von Morgen Warum wir unsere Sicht auf dieses Thema überdenken müssen

(BEP) Über 60 Millionen Menschen sind derzeit

Flucht hat viele Gründe

weltweit auf der Flucht. Vor Kriegen, bewaff-

Es gibt viele Ursachen, die Menschen zur Flucht zwingen. Dabei machen gängige Unterteilungen in Klima-, Wirtschafts- oder Kriegsflüchtlinge wenig Sinn – zu komplex seien die Gründe, zu verwoben ineinander, meint auch Caritasdirektor Schärmer, der in diesem Zusammenhang von einem Ineinandergreifen von Umständen spricht. „Wenn Klimaveränderungen Kriege verursachen, die zu Hungersnöten und Misswirtschaft führen – ist dann die Rede von Klimaflüchtlingen, Kriegs- oder Wirtschaftsflüchtlingen?“

neten Konflikten, Verfolgung, Hunger und Perspektivenlosigkeit. Und es werden mehr: bis 2050 soll es weltweit über 200 Millionen Flüchtlinge geben – das sagen Schätzungen. Viele davon aufgrund des Klimawandels und seiner Folgen. Was das für die Zukunft heißt und wie es diesbezüglich mit der aktuellen Flüchtlingssituation aussieht, darüber haben wir uns mit Georg Schärmer, Direktor der Caritas Tirol, in einem spannenden Interview unterhalten.

DIE BESTE PRÄVENTION IST ES, AUCH IN ANDEREN LÄNDERN FÜR EIN GUTES LEBEN ZU SORGEN.

Wichtig ist auch, dass wir bei all dem die Arbeitsmigration nicht vergessen. Bei zahlreichen Menschen, beispielsweise aus Mali, gehört es zur Tradition, dass junge Männer für einige Jahre ausziehen, um in anderen Ländern zu arbeiten, erklärt Schärmer. „Spanien, Italien, Frankreich – Beispiele dafür gibt es genug. Die Verdienste sind miserabel, die Arbeitsbedingungen auch – und dennoch kann ein jeder von uns sicher sein, dass er schon einmal eine Zitrone oder Orange, geerntet von einem illegalen Arbeiter aus Afrika in der Hand hatte. Die Wirtschaft profitiert davon und auch wir.“ Es gibt also nicht nur einen Vertreib-Effekt, sondern auch einen Sog-


Effekt als Migrationsursache. „Dem mit Weitsicht zu begegnen würde bedeuten, der Arbeitsmigration eine legale Basis zu schaffen. So gäbe es mehr Sicherheit und Schutz für die betroffenen Menschen, aber auch mehr Möglichkeiten im Einsatz dieser Kräfte. Wir würden alle aus diesem Wissens-, Kultur- und Kräfteaustausch unsere Vorteile ziehen.

Chancen, Risiken und die große Angst vor der Ohnmacht Kommen denn nun in Zukunft noch mehr Flüchtlinge nach Europa? Das ist derzeit nicht abschätzbar, meint Caritasdirektor Schärmer. Den größten Anteil flüchtender Menschen machen heute und auch in Zukunft Binnenflüchtlinge aus, die im eigenen Land Schutz suchen. „Menschen, denen der Krieg alles genommen hat, denen Trockenheit und Wassermangel ihre Lebensgrundlage entzogen haben oder die durch Katastrophen, Unwetter und Überschwemmungen obdachlos geworden sind – Menschen wie Sie und ich, die nur in Sicherheit leben wollen, versuchen am ehesten, diese Sicherheit irgendwo im eigenen Land zu finden. Wenn dann gar nichts mehr hilft, dann ist eine Flucht ins Ausland oftmals die einzige Chance.“ Die Willkommenskultur in Teilen Mitteleuropas sieht Schärmer differenziert: „Kein Flüchtling in Österreich ist mir willkommen. Jeder einzelne Flüchtling, der zu uns kommt, ist ein Zeichen des Versagens in der eigenen und der Politik auf globaler Ebene, für mangelhafte internationale Zusammenarbeit, und ein Indiz für schlechte Versorgung vor Ort.“ Rückkehrbegleitung – wo es möglich ist – muss oberstes Ziel bleiben. Europa wird bei zukünftigen Migrationsbewegungen höchstens marginal eine Rolle spielen – und tut es in Anbetracht anderer Flüchtlingsländer wie Jordanien, dem Libanon oder der Türkei eigentlich auch heute, wenn man die Anzahl der Asylbewerber im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung sieht. Liegt es also an den kulturellen Unterschieden, die so fleißig propagiert werden oder schlichtweg an der Religion – dem Islam, dass dieses Thema in unseren Breiten so polarisiert? „Religion spielt eigentlich keine Rolle. Ich kenne die Situation in vielen Flüchtlingslagern vor Ort – dort wird an einem Strang gezogen. Da sind Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen, die alle dasselbe Schicksal erleiden mussten und sich gegenseitig helfen und unterstützen, un-

Foto: eli/zweiraum.eu

Eine Leitfigur für humanitäres und soziales Engagement: Georg Schärmer. Visionär, Vordenker und seit November 1998 Direktor der Caritas Tirol.

abhängig von Glaube und Herkunft. Anders wäre ein Überleben dort auch gar nicht möglich. Außerdem ist es die Essenz des Christentums, anderen zu helfen. Religion wird hier – auch in Österreich – leider viel zu oft nur als Mittel zur Abgrenzung missbraucht.“ Den Grund für die große Angst in der Bevölkerung sieht Schärmer deshalb in Politik und Medien: „Das ist auf der einen Seite natürlich ein ideales Thema, um Angst zu schüren und sich gleichzeitig als Problemlöser zu positionieren, also eine rein macht- und parteipolitische Maßnahme, auf der anderen Seite ist das bewusste Aufladen dieses Themas eine gute Ablenkungsstrategie – so werden Themen, wie beispielsweise die Sicherung der Altersvorsorge, die uns in naher Zukunft betreffen werden, vorübergehend unter den Tisch gekehrt. Das spart Arbeit und bringt Stimmen. Auch wenn es ein gefährliches Spiel mit dem Feuer ist.“

Effektive Entwicklungszusammenarbeit auf internationaler Ebene Wie also dem Phänomen heute und auch in Zukunft richtig begegnen? „Die beste Prävention ist es, auch in anderen Ländern ein gutes Leben zu garantieren. Durch Bildung, Aufklärung, politische Veränderungen, Demokratisierung sowie die finanzielle Unterstützung von Flüchtlingsländern. Wichtig ist es auch, sich bei Themen wie Nahrungs-


184 Flüchtlinge MENSCH & UMWELT

„EIN LEBENDIGES BEISPIEL NACHHALTIGEN BAUENS FÜR EINEN GUTEN ZWECK.“

mittelversorgung, Energie und Müllentsorgung zusammenzuschließen und gemeinsam tragbare Lösungen entwickeln. Die Caritas unterstützt derzeit bereits 150.000 Menschen in den betroffenen Flüchtlingsregionen. Durch Nachmittagsunterricht, Gesundheitsprogramme, Brunnenbau und vieles mehr. Wir sind mit der Tiroler Caritas in fünf Staaten und zusätzlich im Libanon und Jordanien tätig. Auch in Tirol wird ganze Arbeit geleistet: Wir helfen bei der Wohnungssuche, bei Behördengängen und unterstützen die ersten Schritte ins Berufsleben. In Zukunft möchten wir mit unserer Hilfe freiwilligen Rückkehrern den Heimweg erleichtern und die Reintegration in den Ursprungsländer unterstützen.

Die langfristige Lösung: eine nachhaltige Klima- und Umweltpolitik Ein Thema, das der Caritas ganz besonders am Herzen liegt – und das auch eine einzigartige Herausforderung darstellt, der man mit Innovationsgeist und effektiver Umsetzung begegnet, meint Schärmer: „Als Caritas ist man natürlich herausgefordert, auch ökologischen Problemen der Zukunft weitsichtig zu begegnen. Wir verwenden nur fair gehandelte Produkte, am besten regional und saisonal um lange Transportwege zu vermeiden – das ist die Caritas-Nachhaltigkeitsstrategie und das beginnt beim Orangensaft und hört beim Waschmittel auf. Alle Häuser im Besitz der Caritas sind bereits komplett weg vom Erdöl, stattdessen werden Wärmepumpen oder die Kraft der Sonne verwendet. Das CaritasZentrum Zillertal in Uderns ist z.B. schon Energieautark.“ Ein einzigartiges Projekt war die Erneuerungen der Mentlvilla – ein Haus, das die Caritas der Diözese Innsbruck bereits 1985 kaufte. Im Sommer 2013 begann Architekt Jörg Streli mit der Planung eines neuen, topmodernen und wegweisenden Wohn- und

Fotos: David Schreyer, Karl Heinz

Die Mentlvilla in Innsbruck bietet Suchtkranken nicht nur einen Platz zum Schlafen – hier finden sie Schutz, soziale Wärme, Kleidung und mehr.

Betreuungshauses im Passivhausstandard. Nach dem Spatenstich im Juni 2014 und rund 16 Monaten Bauzeit wurde die Notschlafstelle in der Mentlgasse am 25. November 2015 eröffnet – und ist heute ein lebendiges Beispiel nachhaltigen Bauens für einen guten Zweck – ein Stück Zukunft und ein Zeichen für ein Miteinander mitten in Innsbruck.

Sie möchten helfen? Mit einer Spende schenken Sie Menschen am Rande der Gesellschaft neuen Mut, echte Perspektiven und eine lebenswerte Zukunft.

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Wir planen Gebäudetechnik für Wohnbau und Gastro, für Gewerbe- und Kommunalbau Seit 1997 ist Ing. Edi Ruetz im Bereich Installation/Gebäudetechnik tätig – seit 2008 betreibt er selbständig ein Ingenieurbüro in Grins b. Landeck. Der zertifizierte Passivhaus- Handwerker kann auf zahlreiche realisierte Projekte, darunter auch mehrere Passivhäuser im mehrgeschoßigen Wohnbau, verweisen. Bei Sanierung und Neubau gibt es viele Möglichkeiten, den Energiebedarf eines Gebäudes umwelt- und betriebskostenfreundlich zu reduzieren: • Gesamtkonzept Außenhülle/Haustechnik mit Förderungsbegleitung • Wärme aus Biomasse oder Erdwärme, Solar, Mirko-Fernwärmenetz • Niedertemperaturauslegung aller Heizungsverbraucher (z.B. nach Außenhüllensanierung), Umbau auf mengenvariablen Betrieb • Reduzierung der Rücklauftemperaturen (für Alternativenergienutzung, Brennwerttechnik oder Fernwärme), Wärmerückgewinnung • Regelungsanlage (MSR/GLT/DDC) mit Trendaufzeichnung aller maßgebenden Verbraucher

Fotos: Ing.büro Ruetz

Ing.büro RUETZ InstallationstechnikPlanung e.U. Techn. Büro für Heizung/Klima/Lüftung/Sanitär A-6591 Grins, Nr. 66, Tel.: +43(0)5442/ 6 32 37 office@ib-ruetz.at, www.ib-ruetz.at Mitglied des Fachverbandes Ingenieurbüros (WKO)

Aktuelle Projekte: • 2017 Sanierung Volksschule Seefeld • 2016/17 Industriebetrieb in Telfs, Neubau Versandhalle • 2016 Alpenresort Schwarz, Mieming: Erweiterung GartenSpa-Bereich/Saunadorf (ARGE mit Büro En-Con Krißmer/Wildermieming) • 2016 Ötztaler Verkehrsbetriebe Sölden: Aufstockung Betriebsgebäude (Holzbau) • 2016 Neubau Kindergarten Imst-Auf Arzill (ARGE mit Büro En-Con Krißmer/Wildermieming) • 2016 Neubau Bewegungskindergarten (KIKO) Telfs, mit Komfortlüftung • 2016 WE Tirol, Lech Stubenbach, 18 Wohneinheiten mit Komfortlüftung • 2016 Hotel in Oberlech, umfassende Sanierung/Erneuerung Zimmer • 2016 Alpenländische: Erweiterung Wohnsiedlung St. Anton (Passivhaus nach OIB) • 2015/16 Neue Heimat Tirol, TÖ01/02 Tösens, 21 Wohneinheiten (Passivhaus nach OIB) • 2014/15: Schwarz-Teamhaus Mieming: zertifiziertes Passivhaus (ARGE mit Büro En-Con Krißmer/Wildermieming)

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190 Elektromobilität mobilität

Strukturdurch Elektromobilität Neue Konzepte setzen auf intelligente Ladelösungen, die das Nutzerverhalten in den Fokus stellen (mek) Wer heute über die Zukunft der Foto: SWARCO Circontrol

Elektromobilität spricht, der kommt an intelligenten Ladelösungen, die abhängig vom Nutzerverhalten sind, nicht vorbei. Dabei werden Gebäude und ihre Fähigkeit, regenerativen Strom zu produzieren und zu speichern, in innovative E-Mobilitäts-Konzepte miteinbezogen. Das schont die Umwelt und auch das Konto durch sinkende Stromkosten. Ein Streifzug durch die Zukunft, die gerade leise, aber stetig beginnt.

2018 sehen Branchenexperten eine Verdoppelung der Reichweiten auf bis zu 500 Kilometer. Die Ladeinfrastruktur wird sich dadurch massiv ändern.

Spätestens seit Jahresanfang 2016 ist sie – zumindest bei Unternehmerinnen und Unternehmern – in aller Munde: die Elektromobilität. Da trat nämlich die Steuerreform in Kraft, welche betrieblich genutzte Elektrofahrzeuge zum Vorsteuerabzug berechtigt. Die Normverbrauchsabgabe ist bereits seit 2014 nicht mehr fällig, die neue Regelung streicht zusätzlich den Sachbezug für Elektroautos für ArbeitnehmerInnen. „Sie brachte einen regelrechten Schub an 0gCO2/ km-Elektrofahrzeugen, wie Battery Electric Vehicles (BEV) und Brennstoffzellen-Elektrofahrzeugen (FCEV,) in Österreich“, sagt DI Heimo Aichmaier, Geschäftsführer von Austrian Mobile Power. Die branchen-


mobilität Elektromobilität 191

Fotos: BMW, Renault

An die 7.000 elektrifizierte Fahrzeuge gibt es derzeit in Österreich. Die Steuerreform Anfang 2016 brachte einen Schub an Neuzulassungen.

übergreifende Plattform wurde im Jahr 2009 zur Förderung von Elektromobilität in und aus Österreich gegründet. „Bei reinen Elektrofahrzeugen beträgt das Plus bei Neuzulassungen von Jänner bis April 2016 – im Vergleich zum Vorjahreszeitraum - satte 167 Prozent. Bei Plug-In-Hybriden und Range-Extender-Elektrofahrzeugen beträgt das Plus fünf Prozent. Die Steuerbefreiung wirkt also“, schlussfolgert der Experte.

Laden während des Parkens Zur Elektromobilität zählen neben den vollelektrischen Fahrzeugen auch jene mit Plug-in-Hybrid(PHEV) und Range-Extender-Antrieb (REEV) bzw. auch Fahrzeuge, die mit Wasserstoff- und Brennstoffzellen (FCEV) angetrieben werden. Seit vielen Jahren forschen und entwickeln die Autohersteller primär an effizienten elektrischen Antrieben und der Reichweite der Fahrzeuge. In Zukunft gilt verstärktes Augenmerk seitens der Planungs- und Baubranche der Frage, wie E-Fahrzeuge während der

Nicht-Nutzungszeitoder Parkdauer aufgeladen werden können. Hierbei sind zum Beispiel Arbeitgeber gefordert, indem sie ihren Mitarbeitern ausreichende Ladestationen zur Verfügung stellen. Aber auch Errichter von Gebäuden tun gut daran, sich darüber Gedanken zu machen, wollen sie von diesem Trend profitieren und die zu erwartende Kundennachfrage befriedigen.

Abhängig vom Nutzerverhalten

Foto: Jürgen Hammerschmid

DI Heimo Aichmaier, Geschäftsführer von Austrian Mobile Power. „Attraktive Ladelösungen für zu Hause und für Unternehmen sind am Markt bereits verfügbar.“

„Es geht darum, ein intelligentes System für das Modell Passivhaus bzw. eine intelligente Ladelösung für Aktiv- oder Passivhäuser zu schaffen. Dieses kann aus Photovoltaik-, Wind>>

Wann fahre ich wie wohin? Das Verhalten von E-Mobilisten zeigt bewusste Mobilitäts-entscheidungen zur Notwendigkeit und optimierte Streckenplanung für Zwischen-ladungen. DI Heimo Aichmaier


192 Elektromobilität mobilität

kraftanlagen in Kombination mit einer Pufferbatterie und einer Ladesäule bestehen. Intelligente Ladelösungen sind abhängig von den Personen, die diese nutzen wollen“, schildert Aichmaier und ergänzt: „Wenn Sie als Privatperson ein Ladesystem in ihrem Haus errichten wollen, wird es meist ausreichen, eine Wallbox-Ladelösung mit 3,7 kW Anschlussleistung zu installieren. Wer hingegen für ein Mehrfamilienhaus plant, für den macht es Sinn, eine Pufferbatterie in Verbindung mit höherer Ladeleistung, sprich22kW 3-phasige Ladesäulen, einzusetzen. Als Gewerbeimmobilie bzw. als Gewerbepark ist es wiederum sinnvoll, die Mobilitätsinfrastruktur aufgrund der Bedürfnisse der Gewerbetreibenden auszulegen. Dies kann bedeuten: noch höhere Schnellladeleistungen weit über 50kW zu errichten, um kurze Standzeiten zu ermöglichen und der Nachfrage aller drei am Markt vorhandener Steckertypen der verschiedener Fahrzeughersteller gerecht zu werden.“ Laut Aichmaier beginnt dieser Trend der intelligenten Ladelösungen gerade zu greifen. Grundsätzlich attestiert er der Elektromobilität in Österreich breite Alltagstauglichkeit: „Es sind zahlreiche hervorragende Fahrzeug- und Ladesäulenmodelle am Markt. Von rund 4,7 Millionen

zugelassenen Fahrzeugen in Österreich stellen rund 7.000 extern aufladbare elektrisch angetriebene dar“, schildert der Experte. Die Tendenz ist steigend.

Reichweiten-Verdoppelung 2018 Sein Branchenkollege Peter Wijnands, Area Sales Manager bei Swarco Traffic Austria, ortet einen Umbruch der Elektromobilität im Jahr 2018. „Da werden die Reichweiten bei 350 bis 500 Kilometer liegen und das Ladeverhalten massiv verändern.“ Die Swarco Traffic Austria, welche Verkehrsplanungskonzepte, Projektmanagement sowie Verkehrsmanagementsysteme in ihrem Leistungsspektrum führt, vertreibt, installiert und wartet Ladestationen in Österreich. „Der Markt hierzulande ist aktuell etwa im Vergleich zu Norwegen bedeutend kleiner“, ergänzt Wijnands. Und auch in seinem Unternehmen wird bereits an Konzepten für intelligente Ladelösungen getüftelt. Die Photovoltaik-Anlage produziert regenerativen Strom, der gespeichert wird. In der Folge wird das elektrifizierte Fahrzeug damit aufgeladen. Willkommen in der Zukunft, die gerade leise, aber stetig beginnt…

Steuerrechner online Unter http://www.austrian-mobile-power.at/steuerrechner können sich UnternehmerInnen und ArbeitnehmerInnen auf Knopfdruck ihre Steuerersparnis bei der Verwendung von Elektrofahrzeugen ausrechnen. Die Homepage www.austrianmobile-power.at bietet außerdem zahlreiche interessante Informationen zum Thema Elektromobilität in Österreich. Passen E-Fahrzeug in Ihren Alltag? CHECK-E die erste Smartphone APP zum Selbertesten Sie haben Interesse, die Alltagstauglichkeit von Elektrofahrzeugen für sich zu überprüfen? Ein Tipp, dann laden Sie sich die Smartphone-App CHECK-E aus dem iOS oder Android Store und ermitteln Sie Ihren persönlichen E-Faktor für in Österreich verfügbare Elektrofahrzeuge. Apple App-Store: https://appsto.re/at/FpxMcb.i; Android App-Store: https://play.google.com/ store/apps/details?id=com.fluidtime.android.trackmyself.


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„Weil Dinge einen Wert haben“ Innenarchitektin aus Wildermieming belebt Nachhaltigkeit neu

(MOS) Es ist ein gutes Gefühl mit dem Auto durch die Tiroler Idylle ins schöne Wildermieming zu fahren. Immer kleiner scheint die Welt mit jeder Kehre zu werden – und immer ehrlicher das Land. Dort angekommen ist es der Charme eines alten Bauernhauses, der den „Strandgut-Suchenden“ begrüßt – und dieses strahlende Lachen von Andrea Strasser, das man fortan einfach immer mit ihrer Person verbindet.

Geerdet und natürlich. Besonnen und bei sich. In jedem Gespräch verkörpert die „Strandgut-Gründerin“ selbst die Philosophie, die sie in ihrem Studio für Objektdesign & Gestaltung lebt. Im Herbst 2015 aus einem großen Herzenswunsch heraus gegründet, ist „Strandgut“ heute das geworden, was sich die Innenarchitektin ersehnt hat: „Schon im Studium zog es mich immer in Richtung Objektdesign. Ich wollte mit verschiedenen Materialien arbeiten, Platz zum Experimentieren haben, die Hände nutzen und die Natürlichkeit der Dinge spüren“, erzählt sie. „Als dann der Arbeitsalltag und meine zwei Töchter mein Leben neu ordneten, kam ein weiteres Bedürfnis dazu: Ich wollte die gemeinsame Zeit als etwas Kostbares gestalten. Als etwas, das verbindet, das man mitnimmt und das man an die nächste Generation weitertragen kann. So habe ich einen Weg gesucht meine Liebe zum Objektdesign, zum Handwerk und zu meiner Familie miteinander zu verbinden – und ‚Strandgut‘ ist entstanden.“


Fotos: eli/zweiraum.eu, strandgut

„Ehrliche Kreationen, die von Herzen kommen. Mit Handarbeit, die nicht nur ihren Wert, sondern vor allem ihre Freude hat. Und diese weitergibt – an jeden, der ein solches STRANDGUT für sich entdeckt.“ (www.strandgut.tirol)

Neben dem Tisch liegen sorgsam arrangiert die kecken Kindermützen, frechen Hosen und Kleidchen, lustige Taschen, Schnullerketten, hippen Stirnbänder und Pullover in stimmigen Farbtönen und aus kuscheligen, zertifizierten Bio-Stoffen. Alle vermitteln sie den schlicht schönen, reduzierten Stil und eine ebenso große Freude am raffinierten Detail. „Zeitlos soll es sein und etwas Besonderes. Wir entwerfen jedes Stück selbst, tüfteln lange an den Schnittführungen, daran, wie wir es auf das

Wesentliche reduzieren können und an einem Weg, das Kleidungsstück so langlebig und funktional wie möglich zu machen. Die Kinderkleidung soll mitwachsen können und für den Fall der Fälle wird es eine Flickwerkstatt geben. Einfach weil die Dinge einen Wert haben.“ Und das spürt man. Beim Anfassen der Kleidung, beim Stöbern im Lookbook – und beim Entdecken der anderen Objekte von „Strandgut“: den Ketten und Stulpen, Vasen und Kleiderhacken,… . Alles ist mit so viel Harmonie gemacht. Alles scheint eine Seele zu haben, die Andrea Strasser beim gemeinsamen Arbeiten mit ihrer Mutter Klaudia und ihren zwei Töchtern, die es lieben dabei zu sein, in die Dinge hineinlegt. „Es geht darum, die gemeinsame Zeit mit etwas Sinnvollem zu verbringen – und auch um meine Hoffnung, ein Bewusstsein schaffen zu können, dass Regionalität, Nachhaltigkeit und faire Arbeitsbedingungen geschätzt werden. Und dass es nicht immer um das ‚Mehr’ geht, sondern in unserer Zeit immer wieder öfter um das, was wirklich bleibende Werte hat.“

Strandgut Mag. Andrea Strasser, BA A - 6413 Wildermieming Dorfstraße 12 +43(0)650/8080183 schreibuns@strandgut.tirol www.strandgut.tirol

„Während meines ersten Studiums für Mathematik, Philosophie und Psychologie stieß ich auf Umwegen immer wieder auf das Thema Architektur. Je mehr ich mich mit Design und Raumgestaltung beschäftigte, desto mehr erkannte ich sie als logische Schnittstellen zwischen Mensch, Technik, Wahrnehmung und Emotion. Ihre Wirkungen und Möglichkeiten faszinierten mich so sehr, dass ich mich für das Studium der Innenarchitektur entschied.“


Kompetent, kreativ & leistungsstark DIE BIOTOP & TECHNIK RATZESBERGER IN TIROL (PR) Als Fachbetrieb für die Planung, den Bau und die Nachbetreuung von individuell gestalteten Wasserlandschaften zählt die Biotop & Technik Ratzesberger GmbH in Bad Häring/ Tirol heute zu den führenden Schwimmteichbauern in Österreich. In den letzten 23 Jahren realisierte das Unternehmen mehr als 700 private und öffentliche Schwimmteich und Naturpool Anlagen in ganz Europa. Zu einem seiner jüngsten Projekte zählt die Realisierung des Kleinbadeteiches des Hotel Haidenhof in Matrei i.Osttirol. Spezialisiert ist das Unternehmen auf die Planung und den Bau von Schwimmteichen, Naturpools, Biotope und Wassergärten. Die Firmenphilosophie von Biotop & Technik, ein Gesamtangebot von Planung, über Ausführung und Betreuung mit dem entsprechenden Knowhow anzubieten, führt Jahr zu Jahr zu einem wachsenden Kreis zufriedener Kunden. Unter dem Markennamen RABAGS® ließ sich der Tiroler Fachbetrieb die von ihm entwickelte Schwimmteich-Klärtechnik europaweit patentieren. Fotos: Biotop & Technik Ratzesberger GmbH


Fotos: Biotop & Technik Ratzesberger GmbH

Badevergnügen in reiner Natur Vom RABAGS-Schwimmteich zum RABAGS-Naturpool (PR) Gerötete Augen, trockene, gereizte Haut – der Badespaß im Chlorpool wird schnell zum Verdruss. Es ist somit nicht verwunderlich, dass die gesunde natürliche Alternative immer beliebter wird. Vor 25 Jahren hatte die Firma Biotop & Technik Ratzesberger GmbH den Mut Neuland zu betreten. Die Vision vom natürlichen Baden im eigenen Garten hat sich mit dem Schwimmteich und Naturpool eindrucksvoll durchgesetzt.

Die Technik Es fing mit dem klassischen Schwimmteich an: Der Schwimmbereich wurde durch einen Regenerationsbereich erweitert, in der sich das Wasser von selbst reinigte. Abgeschaut von Funktionsprinzip der Pflanzenkläranlagen. Das Biotop zum Schwimmen war geboren. Im Laufe der Jahre erweiterte sich die Kundengruppe immer mehr weg vom „Ökotyp der 80er Jahre“. So wurde der RABAGS-Naturpool erfunden. Verfeinerte Filtertechnik machte es möglich. Und heute ? „Die Grenze zwischen RABAGSSchwimmteich und RABAGS-Naturpool verschwimmt immer mehr. Wobei wir jede Badeoase selbst und individuell auf die speziellen Bedürfnisse unserer Kunden planen und ausführen. Immer aber garantiert nachhaltig, ökologisch Wund chlorfrei“, sagt DI Hedwig Ratzesberger. „Heute liegen die Betriebskosten für einen RABAGS-Naturpool bei rund 135 Euro pro Jahr ! So wichtig uns die technische Innovationen auch sind – Erfolg haben wir nur, wenn wir aus jedem Projekt ein individuelles Schmuckstück zaubern. Wie viel Individualität auch in RABAGS Naturpool

Anlangen steckt, verrät ein Blick auf unsere homepage oder unsere social-media canels. Ob Wasserspiele, Steineinfassungen, Poolabdeckungen, Treppeneinstiege, Heizsysteme, Bauweisen – es werden immer hochwertigste Materialen eingesetzt. Vom Wasserfall bis zur Gegenstromanlage, von der Unterwasserbeleuchtung bis zur Designerdusche – jede RABAGS-Anlage ist ein Unikat.

Biotop & Technik Ratzeberger GmbH Rettenbachstrasse 12a, 6323 Bad Häring T: +43 (0)699 / 14298639 H: www.schwimmteich.com F: www.facebook.com/derschwimmteich G: www.plus.google.com/schwimmteich.com


Fachbeirat

Foto: eli/zweiraum.eu

Hermann Glatzl ist ein erfahrener Spezialist im Bereich der Projektierung, Abwicklung und Überwachung von Holzbauprojekten.

„Hochwertiger, moderner Holzbau braucht ein erfahrenes Team an Fachleuten und eine gute Strategie.“

Foto: Glatzl Holzbauprojekte KG

Holzbau im mehrgeschoßigen Wohnbau Tirol ist ein weit über die Grenzen hinaus traditionell bekanntes Holzland, in dem das Wissen und das Verständnis im Umgang mit Holz seit jeher weit verbreitet ist - Holz ist grundsätzlich ein positiv bewerteter Begriff. Unverständlicherweise wird das moderne Bauen mit Holz immer noch stiefmütterlich behandelt. Um dem Holzbau in größeren Dimensionen, wie beispielsweise im mehrgeschoßigen Wohnbau, auch von öffentlicher Seite mehr Chancen und Möglichkeiten einzuräumen, bräuchte es dringend strategisch gut durchdachte Anreize und Vorgaben. Einzelne Leuchtturmprojekte zeigen immer wieder, was der Holzbau kann und wo seine großen Stärken liegen. Ein umfassend ökologisches Denken abseits von reinen Dämmstärken und vor allem standardisierte Aufbauten wären dringend notwendig. Mehrgeschoßiger Wohnbau in Holz benötigt unbedingt ein erfahrenes Planungsteam, eine vorausschauende Projekt-Steuerung und eine qualitativ hochwertige Ausführung. Ein Wunsch an die Bundesinnung wäre, das vorhandene Wissen zu bündeln, auf eine neutrale Basis zu stellen und der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Auf der Info-Datenbank „dataholz.com“ kann man sich beispielsweise als Planer und Interessierter viele wertvolle Informationen zum Thema Holzbau holen. Die Vorteile des Holzbaues liegen auf der Hand: die vollständige Vorfertigung der Wandelemente im Werk erlaubt eine kurze, saubere, lärmarme Bauphase, das fertige Objekt verspricht seinen Bewohnern höchsten Wohnkomfort und eine gesunde Lebensqualität. Wenn man bedenkt, dass sich die Kosten für ein gebautes Objekt im Zuge seiner Lebensdauer nur zu etwa 20% für die Herstellung und zu etwa 80% für die Erhaltung und Entsorgung belaufen, spricht diese Tatsache eindeutig für den verstärkten Einsatz von Holz im Bauwesen. Belässt man das Material Holz möglichst naturnah, erkennt man dessen Qualitäten am besten und es entstehen bei weiterer Verwendung praktisch keine Rückstände. Die Vorfertigung im Holzbau ist schon sehr weit, um die Gratwanderung zwischen individuellem Design und den Kostendruck noch besser in den Griff zu bekommen, wird man in Zukunft an einfacheren Aufbauten und weniger Materialmix arbeiten müssen. Auch eine engere Zusammenarbeit zwischen Planern und Ausführenden wäre sinnvoll.


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