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9/2012 1. Sep. 2012

MITTEILUNGEN BERICHTE UND NACHRICHTEN FÜR DIE ELEKTROTECHNIK- UND ELEKTRONIKINDUSTRIE

Netz. Werk. Zukunft.

Der ZVEI-Innovationskongress 2012 Märkte, Technologien, Strategien

Gemeinsame Position von VDMA und ZVEI zur Euro-Schuldenkrise

Zukunft 2050: Leben wie im Science-Fiction-Film?

Einrichtung einer „European Resource Efficiency Platform“ der EU-Kommission in Brüssel

Weltmeisterschaft der Berufe 2013

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ISSN 0172-715X · B 07531


I N H A LT

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IM BLICKPUNKT

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• Wertschöpfung von morgen sichern 4

BERUFSBILDUNG

• Weltmeisterschaft der Berufe 2013 • Incoming-Projekt rekrutiert Fachkräfte im Ausland

NEWS

• Welt-Elektromarkt bleibt auf Wachstumskurs • Zusammenführung von ZVEI Akademie GmbH

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UMWELT

• RoHS-Anwenderforum am 27. November 2012 2013: Startschuss für die RoHS 2

für Sicherheitssysteme und ZVEI-Services GmbH

• Neufassung der Richtlinie über Elektro5

WIRTSCHAFTSPOLITIK, KONJUNKTUR UND MÄRKTE

• Schlaglicht: Frankreich vor fiskalischen Rätseln • Elektro-Konjunktur im Überblick • Gemeinsame Position von VDMA und ZVEI zur Euro-Schuldenkrise 7

und Elektronik-Altgeräte (WEEE) veröffentlicht 21

AUS DEM VERBAND

• Neue ZVEI-Mitglieder 22

AUS DEN FACHVERBÄNDEN Electronic Components and Systems

• electronica automotive conference –

BETRIEBSWIRTSCHAFT

Experten diskutieren Automobilelektronik von morgen

• Premiere: ZVEI-Umfrage

• Wireless Congress 2012: Systems & Applications

„Energiekennzahlen“ gestartet

Batterien 8

• Zweite Fachtagung Produktion von Lithiumbatterien

INNOVATIONSKONGRESS

• Netz. Werk. Zukunft. •

Kabel und isolierte Drähte

Märkte, Technologien, Strategien Zukunft 2050: Leben wie im Science-Fiction-Film?

• 3. Kompetenztreff Kommunikationsinfrastruktur 24

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AUSSENWIRTSCHAFT

Niedersachsen und Bremen

• Infrastrukturprojekte in Russland • ZVEI-Fachseminar: Zollmanagement • 14

• Einrichtung einer „European Resource Efficiency Platform“ der EU-Kommission in Brüssel 14

eröffnet Kinderhaus der Firma BLOCK Nordrhein-Westfalen

• NRW-Wirtschaftsminister Duin besucht Mitgliedsunternehmen am Niederrhein 26

ZVEI-SERVICES GMBH (ZSG)

• Bekannter Versender für die Luftfracht, AEO? • Aktuelle Seminartermine 2012

MESSEN

BEILAGEN

• Auslandsmesseprogramm 2013 – Offizielle ENERGIE

• Automotive Conference • Wireless Congress 2012 • Der ZVEI-Innovationskongress

• Smart Metering kommt – aber sicher! • Newsletter Umwelt, Energie & Klima

Titelbild: Der ZVEI-Innovationskongress 2012 (Quelle: © Jonn Rübcke / RedTC / Fotolia.com // © Opel)

Beteiligungen der Bundesrepublik Deutschland 16

• Niedersachsens Ministerpräsident

für Industrie- und Handelsunternehmen ZVEI-Afrika-Konferenz: Die Subsahara-Region wächst als Markt zusammen

EUROPA AKTUELL

AUS DEN LANDESSTELLEN

Konjunktursignale Geschäftsklima

Nach zuletzt drei Rückgängen in Folge ist das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie im August dieses Jahres wieder leicht gestiegen. Was die Beurteilung der aktuellen wirtschaftlichen Lage anbelangt, so hat der Saldo aus positiven und negativen Antworten im August leicht von plus 15 auf plus 16 Prozent zugelegt. Zwar befinden sich die allgemeinen Geschäftserwartungen unter dem Strich weiterhin im Minus. Allerdings hat sich der Saldo aus positiven und negativen Meldungen für die kommenden sechs Monate hier zwischen Juli und August von minus neun auf minus fünf Prozent verbessert.

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DR. KLAUS MITTELBACH

BLICKPUNKT

Wertschöpfung von morgen sichern 76.000 Beschäftigte der Elektroindustrie setzen sich tagein, tagaus mit der Frage auseinander, wie bestehende Produkte, Dienstleistungen und Verfahren noch besser, noch effizienter und vor allem, noch dichter an den Bedürfnissen der Menschen gestaltet werden können. Dabei sind sie, die Tüftler, Erfinder und Ingenieure aus den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen unserer Branche, äußerst erfolgreich. Schon heute erfährt jede dritte Neuerung des Verarbeitenden Gewerbes insgesamt ihren originären Anstoß aus der Elektroindustrie. Rund acht von zehn Elektrounternehmen warten regelmäßig mit Produkt- oder Prozessinnovationen auf und 40 Prozent unseres Umsatzes entfallen auf Produktneuheiten. Jährlich meldet unsere Branche rund 14.000 Patente an.

Dr. Klaus Mittelbach, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung

Die enorme Innovationskraft der Elektroindustrie gründet sich auf die besondere Fähigkeit unserer Ingenieure, interdisziplinär in Systemen zu denken. Erleben Sie dies auf dem ZVEI-Innovationskongress „Märkte, Technologien, Strategien“ am 27. und 28. September in Wiesbaden. Quer über alle Branchen beleuchten unsere Referenten Zukunftstrends und stellen neue Technologien, Strategien und Managementmethoden vor. Ob Mikroelektronik, Medizintechnik oder Smart Grid – es erwartet Sie ein spannender Parforceritt durch das breite Leistungsspektrum der Elektroindustrie. Bei der Bewältigung von vielen drängenden gesellschaftlichen Herausforderungen, etwa der Umsetzung der Energiewende, ist unsere Industrie gefordert wie keine zweite. Dieser Verantwortung stellen wir uns, indem wir jährlich rund 13 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aufwenden. Das entspricht einem Viertel aller F & E-Aufwendungen der deutschen Wirtschaft! Für diesen wichtigen zukunftssichernden Einsatz der Elektroindustrie bedankte sich Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel auf unserem ZVEI-Jahreskongress im Mai ausdrücklich. Die Elektroindustrie leistet einen wichtigen Beitrag, die Wertschöpfung von morgen zu sichern. Allerdings müssen innovative Technologien, die beispielsweise das Klima schützen oder mehr Sicherheit gewährleisten, auch eingesetzt werden. Deshalb ist der ZVEI überall dort präsent, wo wichtige politische Entscheidungen getroffen werden, in Brüssel genauso wie in Berlin, aber natürlich auch vor Ort durch unsere Landesstellen. Denn mit den richtigen politischen Rahmenbedingungen und den innovativen technologischen Lösungen können wir viel erreichen, veraltete Strukturen im Sinne des Ökonomen Joseph Schumpeter „schöpferisch zerstören“ und neue, zeitgemäße schaffen. Daran mitzuwirken ist Selbstverständnis und Stärke des ZVEI. Schließlich trägt unsere Branche als „Lösungsindustrie“ maßgeblich zur Zukunftsfähigkeit Deutschlands bei und nimmt somit Einfluss auf das Leben und Zusammenleben von Menschen. „Wie wir schon heute die Zukunft von morgen erfinden“ (Dr. Ulrich Eberl – lesen Sie dazu auch das Interview mit ihm ab Seite 8) – darüber informiert der ZVEI-Innovationskongress. Er findet in politisch, wirtschaftlich und technologisch bewegten Zeiten statt. Die „Smart Factory“ steht vor dem Werkstor. Cyber-Physical Systems, die softwareintensiven eingebetteten Systeme, sind wichtige Katalysatoren für die nächste industrielle Revolution. Auch hier fällt unserer Industrie eine Schlüsselrolle zu. Zeiten des technologischen Umbruchs wollen gestaltet werden. Diese Verantwortung nimmt unser Verband gemeinsam mit seinen Mitgliedsunternehmen wahr. Diskutieren Sie mit uns auf dem ZVEI-Innovationskongress. Wir freuen uns auf Sie in Wiesbaden.

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NEWS

NEWS

Welt-Elektromarkt bleibt auf Wachstumskurs Mit einem globalen Marktvolumen von 3.414 Mrd. Euro im Jahr 2011 ist die Elektroindustrie nach wie vor die größte Wirtschaftsbranche weltweit. Zwar legte der Welt-Elektromarkt im vergangenen Jahr mit sechs Prozent nicht mehr so kräftig zu wie noch 2010 – als die Steigerung bei 23 Prozent lag – wuchs damit aber immerhin mit der gleichen Rate wie der Welthandel. Dies geht aus den neuesten Berechnungen des ZVEI hervor. Auch für 2012 und 2013 erwartet der ZVEI jeweils ähnlich hohe Wachstumsraten. Der jetzt aktualisierten Prognose zufolge wird das Welt-Elektromarkt-Volumen in diesem und im nächsten Jahr um fünf bzw. sechs Prozent steigen und damit wieder etwas stärker als der Welthandel. Der deutsche Elektromarkt hat 2011 weiter leicht um zwei Prozent zugelegt und so seine 2009er Verluste endgültig aufgeholt. Der Elektromarkt hierzulande ist der fünftgrößte der Welt – nach China, den USA, Japan und Südkorea. 2012 dürfte er bei 116 Mrd. Euro stagnieren, während die Elektromärkte in einigen westeuropäischen Industrieländern, vor allem als Reaktion auf die Schuldenkrise, Rückgänge verzeichnen werden. 2013 sollte der deutsche Elektromarkt dann wieder um drei Prozent wachsen. Der ZVEI-Weltmarktausblick umfasst insgesamt 50 Länder, die zusammen 94 Prozent des weltweiten Elektromarktes auf sich vereinen. Für die Gruppe der insgesamt 29 untersuchten Industrieländer wird für 2012 ein Marktwachstum von zwei Prozent und für 2013 von vier Prozent erwartet. Dagegen dürften sich die 21 betrachteten Schwellenländermärkte mit Steigerungsraten von jeweils neun Prozent merklich dynamischer entwickeln. Große Unterschiede lassen sich auch in regionaler Hinsicht ausmachen. Für den gesamteuropäischen Elektromarkt zeichnet sich in diesem und im nächsten Jahr nur ein verhaltenes Wachstum von ein bzw. drei Prozent ab. Die

Ausblick Welt-Elektromarkt

Wachstumserwartungen für den US-amerikanischen Elektromarkt werden mit fünf Prozent für 2012 und sechs Prozent für 2013 dagegen deutlich höher eingeschätzt. Der japanische Elektromarkt bleibt kraftlos und sollte in diesem Jahr nur leicht um ein Prozent zulegen und im kommenden Jahr stagnieren. Die BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) werden insgesamt mit Wachstumsraten von jeweils zehn Prozent pro Jahr auch 2012 und 2013 die wichtigsten Treiber für den globalen Elektromarkt bleiben. Kontakt: ZVEI-Hauptstadtrepräsentanz Andreas Abs · Fon: 030 306960-15 · Mail: abs@zvei.org ZVEI-Abt. Wirtschaftspolitik, Konjunktur und Märkte Jürgen Polzin · Fon: 069 6392-230 · Mail: polzin@zvei.org

Zusammenführung von ZVEI Akademie GmbH für Sicherheitssysteme und ZVEI-Services GmbH zu einer GmbH Die Hauptaufgabe des ZVEI e.V. ist die Stärkung und Förderung der Position der Elektroindustrie in einem zusammenwachsenden Europa. Dazu gehört auch das Angebot einer professionellen Weiterbildung. Dieser Auftrag wurde bisher durch die beiden Gesellschaften ZVEI Akademie GmbH für Sicherheitssysteme und ZVEI-Services GmbH nebeneinander aufgeführt. Am 12. Juli 2012 wurde die ZVEI Akademie GmbH für Sicherheitssysteme auf die ZVEI-Services GmbH rückwirkend zum 1. Januar 2012 verschmolzen und der Vorstandsbeschluss – Bündelung und Weiter-

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entwicklung der bisherigen Geschäftsfelder beider Gesellschaften in einer GmbH – erfolgreich umgesetzt. Ziel der Verschmelzung ist eine gemeinsame leistungsstarke Weiterbildungseinrichtung des ZVEI e.V. zu schaffen. Das bisherige erfolgreiche Seminargeschäft beider GmbHs wird in einer gemeinsamen Gesellschaft gesichert und weiterentwickelt werden. Ebenso werden Geschäftsfelder gebündelt, inhaltlicher Mehrwert generiert und die Finanzkraft insgesamt gestärkt. Wichtig ist nun, das erfolgreiche Geschäft beider GmbHs in einer gemeinsamen Gesellschaft

zu sichern und die einzelnen Geschäftsfelder konzeptionell weiterzuentwickeln. Wir danken Ihnen für die bisherige Kooperation und Unterstützung sehr herzlich und freuen uns auf die weiterhin gute und tatkräftige Zusammenarbeit mit Ihnen in einer starken neuen ZVEI-Services GmbH (ZSG). Kontakt: ZVEI-Services GmbH (ZSG) Patricia Siegler Geschäftsführerin Fon: 069 6302-316 Mail: siegler@zvei-services.de

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WIRTSCHAFTSPOLITIK, KONJUNKTUR UND MÄRKTE

WIRTSCHAFTSPOLITIK, KONJUNKTUR UND MÄRKTE

Schlaglicht: Frankreich vor fiskalischen Rätseln In seinem Wahlkampf hatte der jetzige französische Präsident Francois Hollande angekündigt, das eiserne Spardiktat in Europa zu beenden. Den Fiskalpakt wollte er neu verhandeln und den Schwerpunkt stärker auf Wachstum legen. Zwar hat er diese Ziele im Grunde genommen nicht erreicht, sein Gesicht aber insoweit gewahrt, als er Italien und Spanien in deren Kraftprobe mit Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem EU-Gipfel Ende Juni beigesprungen ist und Zugeständnisse herausgeholt hat. So ist etwa ein Wachstumspakt im Umfang von 120 Mrd. Euro (zumeist aus bereits vorhandenen Budgetmitteln) beschlossen worden, und die europäischen Rettungsfonds sollen Banken künftig auch direkt rekapitalisieren können. Gleichzeitig hat die sozialistische Regierungsmannschaft um Hollande und Ministerpräsident Jean-Marc Ayrault die großen fiskalischen Probleme des Landes erkannt. Die Schuldenlast liegt bei etwa 90 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Die Regierung will deshalb sowohl das Budgetdefizit verringern – auf 4,5 Prozent des BIP in diesem und drei Prozent im nächsten Jahr – als auch mit Strukturreformen die Wettbewerbsfähigkeit des Landes nach vorne bringen.

gegen verschont werden. Allerdings sind die Staatsausgaben in Frankreich mit 56 Prozent des BIP höher als in fast jedem anderen Land der EU. Ausgabenkürzungen scheinen also auf kurz oder lang unausweichlich, wenn das ohnehin zerbrechliche Vertrauen der Kapitalmärkte in Frankreich nicht verspielt werden soll. Die Wettbewerbsfähigkeit hat der Rechnungshof als das zweite große Problem des Landes ausgemacht. Gegenüber Deutschland hat Frankreich hier in den letzten Jahren immer mehr an Boden verloren. Von einer notwendigen Senkung der Arbeitskosten und einer Flexibilisierung des Arbeitsmarktes will die Regierung aber so recht nichts wissen. Stattdessen werden schwammig fiskalische Reformen, Vorrang für die Jugend oder eine Energiewende in Aussicht gestellt. Und unter Strukturreformen werden erschwerte Entlassungen und das Verhindern von Fabrikschließungen verstanden. Man darf gespannt sein, wie sich die französische Regierung durch alle diese Widersprüche hindurchlavieren will. Zur Erinnerung: Für die deutsche Elektro-

industrie ist Frankreich der größte Handelspartner in Europa und einer der wichtigsten in der Welt. Mit 12,1 Mrd. Euro hat unser Nachbarland im vergangenen Jahr nach den USA die zweitmeisten Elektroexporte aus deutscher Provenienz abgenommen. Und mit 5,2 Mrd. Euro war Frankreich 2011 der sechstgrößte Lieferant für den deutschen Markt. Der französische Rechnungshof hat empfohlen, lieber heute als morgen mit den Anstrengungen zu beginnen, zumal sie morgen eher noch größer, schmerzhafter und möglicherweise auch schon von außen aufoktroyiert sein dürften. Immerhin: Auch in Deutschland war es ein sozialdemokratischer Kanzler, der seinerzeit mit der Agenda 2010 weitreichende angebotsseitige Reformen auf den Weg gebracht hat, von denen wir heute profitieren.

Kontakt: Wirtschaftspolitik, Konjunktur und Märkte Dr. Andreas Gontermann Fon: 069 6302-273 Mail: gontermann@zvei.org

Deutscher Elektroaußenhandel mit Frankreich

Nun hat der französische Rechnungshof den Finger in die Wunde gelegt. Sollen die Budgetziele tatsächlich erreicht werden, müssten dieses Jahr sechs bis zehn Mrd. Euro eingespart werden und nächstes Jahr weitere 33 Mrd. Euro. Dabei seien die geplanten Extraausgaben der Regierung – man will z. B. 60 Tsd. neue Lehrer einstellen – noch gar nicht mit eingerechnet und ein Wirtschaftswachstum in 2013 von einem Prozent unterstellt. (Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet aktuell 0,8 Prozent.) Statt auf Ausgabenkürzungen setzen Hollande und Ayrault aber lieber auf Steuererhöhungen – vor allem für Reiche. Die Mittelschicht soll hin-

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WIRTSCHAFTSPOLITIK, KONJUNKTUR UND MÄRKTE

Elektro-Konjunktur im Überblick Auftragseingänge

Umsatz (178 Mrd. 6 2011)

Produktion (preisbereinigt)

Exporte (155 Mrd. 6 (inkl. Re-Exporte) 2011)

Geschäftsklima bis August 2012

Kapazitätsauslastung und Auftragsbestand

ZVEI-Elektro-Euro

Preise

Quellen: Destatis, Ifo, Bundesbank und ZVEI-eigene Berechnungen

Hinweis: Die Schaubilder finden Sie auch auf der Homepage des ZVEI unter der Rubrik „Märkte & Recht ¨ Konjunktur und Analysen.“

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Kontakt: ZVEI-Abt. Wirtschaftspolitik, Konjunktur und Märkte Jürgen Polzin Fon: 069 6302-230 · Mail: polzin@zvei.org

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WIRTSCHAFTSPOLITIK, KONJUNKUR UND MÄRKTE

Gemeinsame Position von VDMA und ZVEI zur Euro-Schuldenkrise Elektroindustrie und Maschinenbau in Deutschland beschäftigen zusammen mehr als 1,8 Millionen Menschen. In einem gemeinsamen Positionspapier zur EuroSchuldenkrise haben der VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.) und der ZVEI Mitte August Stellung bezogen. Insgesamt sieben zentrale Positionen werden formuliert:

schulden der Krisenländer durch die EZB sollte grundsätzlich unterbleiben, da sonst die Gefahr der Verschleierung einer Haftung der Steuerzahler von Euro-Ländern besteht. Auch die mögliche Übernahme der europäischen Bankenaufsicht darf diesen Grundsatz nicht in Frage stellen. 6. Art und Umfang einer Vergemeinschaftung von Haftungsrisiken können nur im Rahmen einer Politischen Union mit einer entsprechenden Übertragung von Budget- und Kontrollrechten auf die europäische Ebene geregelt werden.

1. Die Entscheidung für eine gemeinsame Währung, den Euro, war und ist weiterhin richtig. Dies gilt für die deutsche Wirtschaft im Allgemeinen wie auch für die Elektroindustrie und den Maschinen- und Anlagenbau im Besonderen. Wir setzen auf die Zukunft des Euro! 2. Aktuell ist Europa durch drei Krisen gezeichnet, die sich gegenseitig bedingen und verstärken: Bankenkrise, Staatsschuldenkrise und makroökonomische Wachstumskrise. Wir müssen diesen Teufelskreis durchbrechen! 3. Die im Vertrag von Maastricht niedergelegten Stabilitätskriterien sind im Kern richtig. Ihre Schwäche in der Praxis ist ihr Mangel an Durchsetzbarkeit. Ihre Weiterentwicklung im Rahmen des Fiskalpaktes ist zu begrüßen, die Kontroll- und Durchgriffsmöglichkeiten müssen aber noch konkretisiert und gehärtet werden. 4. Solidarität zwischen den europäischen Ländern ist richtig und selbstverständlich, darf aber nicht einseitig, bedingungsund grenzenlos sein. Auch kurzfristige

Hilfen sind nur gegen Auflagen zu gewähren, langfristig müssen Haftung und Kontrolle in Einklang gebracht werden. Alle Länder der Euro-Zone sind – jedes für sich selbst – in der Pflicht, die Kriterien des Fiskalpaktes zu erfüllen. Der Reformdruck in den Krisenländern muss aufrechterhalten werden. Solche Länder, die von den Regeln der Euro-Zone strukturell überfordert sind und Vereinbarungen auch auf mittlere Sicht nicht einhalten können oder wollen, aus dem gemeinsamen Währungsraum zu entlassen, sollte kein Tabu sein dürfen. 5. Die Europäische Zentralbank (EZB) muss in erster Linie die Geldwertstabilität im Euro-Raum sichern und sich ansonsten langfristig neutral verhalten. Die direkte oder indirekte Finanzierung von Staats-

7. Die zur notwendigen Haushaltskonsolidierung erforderlichen fiskalpolitischen Maßnahmen sind – nach Maßgabe des Fiskalpakts – so zu kalibrieren, dass Defizite und Schulden glaubwürdig reduziert werden, gleichzeitig aber Zukunftsinvestitionen in die industrielle Infrastruktur und das Wirtschaftswachstum nicht gefährdet werden. Das Positionspapier ist am 14. August 2012 mit einer gemeinsamen Presseinformation veröffentlicht worden und hier auf große Resonanz gestoßen. Es findet sich auch auf der Homepage des ZVEI unter: Märkte & Recht ¨ Konjunktur & Analysen Kontakt: ZVEI-Abt. Wirtschaftspolitik, Konjunktur und Märkte Dr. Andreas Gontermann Fon: 069 6302-273 · Mail: gontermann@zvei.org Jürgen Polzin Fon: 069 6302-230 · Mail: polzin@zvei.org

BETRIEBSWIRTSCHAFT

Premiere: ZVEI-Umfrage „Energiekennzahlen“ gestartet Der ZVEI will sich zukünftig noch stärker in die öffentliche Debatte um die Umsetzung der Energiewende einbringen, um den Interessen der Elektroindustrie (Stichwort: Treiber der Energiewende, Leitmarkt Deutschland) mehr Gehör zu verschaffen und somit die Grundlagen für weltweites Geschäft seiner Mitglieder sowie Arbeitsplatz- und Standortsicherung zu schaffen. Dazu ist es nötig, sich schnell und fundiert zu aktuellen energiepolitischen Themen äußern zu können.

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Grundlage dafür ist eine aktuelle und valide Datenbasis. Um diese zu schaffen, hat der ZVEI die Umfrage „Energiekennzahlen“ entwickelt. Die Umfrage ermittelt zum einen quantitative Kennzahlen unter anderem zu Energieverbrauch und -kosten, Energieeffizienz und steuerlichen Entlastungsmöglichkeiten sowie zum anderen qualitative Einschätzungen beispielsweise zu den Auswirkungen der Energiewende, der Nutzung von Energiemanagementsystemen oder der

Zusammenarbeit mit Energiedienstleistern. Die ZVEI-Umfrage „Energiekennzahlen“ ist Mitte August angelaufen. Rücksendefrist für die Fragebögen ist der 21. September 2012. Die Ergebnisse der Umfrage werden im 4. Quartal 2012 vorgestellt. Konzakt: ZVEI-Abt. Wirtschaftspolitik, Konjunktur und Märkte Achim Seitz Fon: 069 6302-423 · Mail: seitz@zvei.org

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I N N O VAT I O N S K O N G R E S S

INNOVATIONSKONGRESS

Netz. Werk. Zukunft. Märkte, Technologien, Strategien Der ZVEI-Innovationskongress am 27. und 28 . September 2012 in Wiesbaden Wer das Morgen gestalten will, muss sich schon heute dafür rüsten. Denn um den Markterfolg zu sichern, muss ein Unternehmen schneller ans Ziel gelangen als die Wettbewerber. Zudem muss ein Unternehmen neue Produkte und Dienstleistungen schnell und erfolgreich am Markt platzieren. Entlang des Innovationsprozesses müssen daher optimale Bedingungen geschaffen werden, damit das Unternehmen in die Lage versetzt wird, in besonderem Maße innovativ sein zu können oder zu werden. Dies kann nur gelingen wenn Unternehmer schon heute wissen, was morgen benötigt wird. Denn Ideen sind der wichtigste Rohstoff der Zukunft. Der ZVEI-Innovationskongress am 27. und 28. September 2012 in Wiesbaden setzt hier an und beleuchtet konkret aktuellste Zukunftstrends in den Bereichen Licht, Energieeffizienz, Mikroelektronik, Smart Grid, Medizintechnik, Hausgeräte, Unternehmensstrategien und zeigt wo die Technologiemärkte der Zukunft liegen werden. Ein zusätzliches Highlight am ersten Kongresstag ist der Branchenabend, auf dem der

„Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich den Rest meines Lebens zu verbringen.“ (Albert Einstein)

Wissenschaftsjournalist und Autor Dr. Ulrich Eberl in seinem Festvortrag „Zukunft 2050“ anschaulich die wesentlichen Trends zusammenfassen wird, die unser Leben in den nächsten Jahrzehnten prägen werden. Dr. Eberl ist Leiter der weltweiten Innovationskommunikation bei der Siemens AG. Bitte lesen Sie auch das folgende Interview mit ihm. Gemeinsam mit Ihnen – und mit namhaften Referenten aus Industrie und Politik – informieren und diskutieren wir im Sep-

tember 2012 im Dorint Hotel Pallas Wiesbaden über die Zukunftstrends unserer Branche. Weitere Informationen finden Sie unter www.zvei.org/Verband/Innovationskongress oder entnehmen Sie dem Flyer, der dieser Ausgabe der ZVEI-Mitteilungen beiliegt. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme! Kontakt: ZVEI-Bereich Components, Mobility and Systems Christoph Stoppok Fon: 069 6302-437 · Mail: stoppok@zvei.org

Zukunft 2050: Leben wie im Science-Fiction-Film? Erfindungen und Innovationen sorgen für Fortschritt in unserem Leben. Doch welche Impulse kommen aus der Elektroindustrie? Darüber sprechen am 27. und 28. September auf dem ZVEI-Innovationskongress Vertreter aus Industrie, Verbänden und Politik. Unter den Referenten ist auch Dr. Ulrich Eberl, Technikautor und Leiter der Innovationskommunikation bei Siemens, mit dem wir vorab über die Herausforderungen im Jahr 2050 gesprochen haben. Sie schreiben in Ihrem Buch „Zukunft 2050 – Wie wir schon heute die Zukunft erfinden“, das Leben wird 2050 nicht aussehen, wie in einem Science-Fiction-Film. Wie können wir es uns stattdessen vorstellen und welche Technologien sind ausschlaggebend? Von der Science-Fiction-Vision sollten wir uns verabschieden. Wir werden nicht mit fliegenden Autos in den Straßen unterwegs sein, aber dennoch wird unser Leben sehr spannend sein. Ich teile die wesentlichen technischen Veränderungen in drei große Felder ein, in Umwelt- und Gesundheitstechnologien und Mobilität.

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Die Umwelttechnologien haben zwei große Treiber. Zum einen den Klimawandel, den wir zwar nicht mehr aufhalten, aber zumindest bremsen können. Deswegen sind erneuerbare Energien auch unverzichtbar. Wir können in Deutschland mit der Energiewende vorangehen, umgesetzt werden muss sie letztlich natürlich weltweit. Und mit der Energiewende sind nicht nur Windkraft- und Solaranlagen und neue Stromautobahnen gemeint, es geht vor allem auch um Energieeffizienz im Verbrauch und um Elektromobilität. Die Entwicklung der Umwelttechnik wird zum zweiten auch von der Ressourcenknappheit getrieben. Wir werden immer

mehr Menschen, bis 2050 rund 2,5 Milliarden mehr als heute. Und der Wohlstand steigt: in China, Indien, Brasilien und anderswo. Damit wächst auch der Konsum und die Ressourcennachfrage. Dafür brauchen wir den Einstieg in eine Kreislaufwirtschaft und verstärktes Recycling. Was unterstützt den Fortschritt der Mobilität und Gesundheitstechnologien? Wir leben in einer alternden Gesellschaft, allein deswegen müssen Gesundheitstechnologien zunehmen. 2050 wird es 1,5 Milliarden Menschen geben, die über 65 Jahre alt sind. Das sind dreimal so viele wie heute.

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I N N O VAT I O N S K O N G R E S S

Für Gesundheitssysteme weltweit ist es eine große Herausforderung, dass die Menschen möglichst lange gesund bleiben. Bessere Vorsorge, Früherkennung von Krankheiten, individualisierte Medizin und Computer als Assistenzärzte sind hier die Schlagworte. Fragt man Bürgermeister in aller Welt, nennen viele Mobilität heute schon als eines ihrer größten Probleme. 2050 wird es drei Milliarden Stadtbewohner mehr geben, allein in Asien wachsen heute schon die Städte jeden Tag um 100.000 Menschen. Das wird nur funktionieren, wenn die Städte der Zukunft möglichst nachhaltig und umweltfreundlich sind. So muss, um nur ein Beispiel zu nennen, die Vernetzung der verschiedenen Verkehrsträger besser werden. Gibt es auch Probleme, die nicht gelöst werden können? Ein Ziel meiner Vorträge und meines Buches ist es, den Menschen zu vermitteln, dass wir nicht alles schwarzsehen müssen, obwohl die Herausforderungen natürlich groß sind. Kaum zu beantworten ist die Frage, wo wir am Ende des Jahrhunderts beim Thema Klimawandel stehen werden. Dieses Problem wird unterschätzt, weil die Entwicklung schleichend kommt, dann aber nicht mehr aufzuhalten ist. Dabei könnten wir heute schon wesentlich mehr tun. Eine nachhaltige Energieversorgung ist machbar, zum größten Teil sogar mit Lösungen, die es heute bereits gibt – nur muss sie von den Menschen weltweit auch gewollt werden. Welchen Beitrag kann die Elektroindustrie leisten?

Quelle: Kwest - Fotolia.com

Schauen Sie in die Labors der Halbleiterhersteller. Dort zeichnet sich heute bereits ab, dass sich die Leistungsfähigkeit der Mikrochips nochmal vertausendfachen wird.

2030 aussehen wird, aber man weiß heute schon, was er dann leisten wird. Bei der Energietechnik zieht sich der Fortschritt über Jahrzehnte hin. Ein Kraftwerk, das heute neu in Betrieb geht, läuft 2050 auch noch. Beispiel China: Dort war der Höhepunkt vor sechs Jahren, damals gingen in China 176 neue Kohlekraftwerke ans Netz – in einem einzigen Jahr! Das heißt, dass wir nicht 2030 und auch nicht 2050 komplett auf erneuerbare Energien zurückgreifen können, dennoch muss der Wandel natürlich heute eingeleitet werden. Gibt es auch in der Technik Entwicklungen, wo genauer hingeschaut werden müsste? Quelle: Siemens

„Wir [müssen] nicht alles schwarzsehen, obwohl die Herausforderungen natürlich groß sind“, sagt Dr. Ulrich Eberl, einer der renommiertesten Wissenschaftsund Technikautoren Deutschlands und Leiter der Innovationskommunikation bei Siemens.

Das betrifft sowohl die Rechenleistung, die Speicherfähigkeit und auch die Datenübertragungsrate. Allein damit – mit Computerintelligenz, Sensoren und Kommunikationstechnik – liefert die Elektrotechnik schon einen entscheidenden Beitrag für alle genannten Veränderungen: von der Freizeitgestaltung bis zur Energietechnik, von der Gesundheitsversorgung bis zur Mobilität. 2050 klingt noch sehr weit weg, was sind denn die nächsten Entwicklungsschritte? Wie schnell die Entwicklungen vorangehen, hängt immer von den jeweiligen Feldern ab. In der Informationstechnik muss man jedes halbe Jahr mit einem Generationswechsel rechnen. Man kann kaum seriös vorhersagen, wie ein Computer im Jahr 2020 oder

Bei der Datensicherheit, gerade was persönliche Daten angeht, sehe ich Handlungsbedarf. Weil man sonst unguten Entwicklungen zu vielen Möglichkeiten bietet. Wenn ich meinen Lebenslauf in Facebook einstelle, brauche ich mich nicht wundern, dass jeder über mich Bescheid weiß. Auch mit der Robotertechnik, die besonders für ältere Menschen eine Hilfe im Haushalt oder unterwegs, bieten kann, müssen wir vorsichtig sein. Diese Roboter werden dann mit dem Internet verbunden sein und somit Zugriff auf das gesamte Weltwissen haben. Einige Forscher sind der Ansicht, dass Roboter noch mehr leisten könnten, wenn sie, wie der Mensch, auch Gefühle hätten. Denn nicht alles ist rational bewertbar. Wenn aber Roboter alle diese Eigenschaften haben und dann vielleicht noch selbstorganisiert untereinander kommunizieren, könnte sich das in eine Richtung entwickeln, die uns weniger gefallen könnte. Kontakt: ZVEI-Abt. Kommunikation und Marketing Nadine Novak Fon: 069 6302-202 · Mail: novak@zvei.org


AUSSENWIRTSCHAFT

AUSSENWIRTSCHAFT

Infrastrukturprojekte in Russland Gesprächsrunde am 31. Juli 2012 im ZVEI Den Deutschland-Aufenthalt des Russland-Korrespondenten der GTAI, Bernd Hones, nutzte der ZVEI kurzfristig, um seine Mitgliedsunternehmen über die neuesten wirtschaftlichen Entwicklungen in Russland zu informieren.

Hones arbeitet seit fünf Jahren in Russland und ist dort für die Germany Trade & Invest – Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing mbH, GTAI, tätig. Laut Hones hat Russland mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von jeweils 4,3 Prozent in 2010 und 2011 gegenüber den Vorjahren wieder Fahrt aufgenommen. Der private Verbrauch ist hierbei Treiber der russischen Wirtschaft. Führende deutsche Ausfuhrgüter sind nach wie vor Maschinen, Kfz-Teile, Elektrotechnik, chemische Erzeugnisse und Messtechnik. Rund 6 300 deutsche Unternehmen sind derzeit in Russland vertreten. Die kumulierten Investitionen belaufen sich auf 22,2 Mrd. Euro. Nach nunmehr 18 Jahren Verhandlungen hat das Parlament den WTOBeitritt Russlands Ende Juni ratifiziert. Da das Fracht- und Passagieraufkommen in Russland stetig steigt und das dortige Eisenbahnnetz und die Züge weit entfernt von westeuropäischen modernen Standards sind, hat sich Russland vorgenommen, die Engpässe im Rahmen des Transports zu beseitigen. Mit 85.000 km verfügt Russland über das zweitlängste Eisenbahnnetz weltweit. Jedes Jahr werden nach offiziellen Angaben zehn Mrd. Euro in den Bau von Neubau- und Parallelstrecken sowie in die Modernisierung von Bahnhöfen investiert. Bis 2020 soll so das Passagieraufkommen um 17 Prozent und das Frachtaufkommen um 15 Prozent gesteigert werden. Von 2012 bis 2015 sind z. B. Neukäufe von 70.000 bis 90.000 Waggons vorgesehen. Bis 2030 sind insgesamt Investitionen in die Infrastruktur in Höhe von 125 Mrd. Euro geplant, nicht zuletzt, um sich mit modernen Hochgeschwindigkeits- und Schnellstrecken bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi und der FußballWM 2018 von seiner besten Seite zu zeigen.

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Trotz der gewaltigen Investitionen bleibt die tatsächliche Modernisierung aufgrund von Behinderungen (z. B. im Streckenbau in Erdbebengebieten und teilweise aufgrund von schlechten Konstruktionen) weit hinter den gesteckten Zielen zurück. Auch wenn im Rahmen von Ausschreibungen in der Praxis oftmals russische Unternehmen die Aufträge erhalten, so gibt es doch ausreichend Chancen für deutsche Unternehmen, da diese hohe Qualitätsstandards bieten und auch als Subkontraktoren an den Projekten teilnehmen können. Des Weiteren beleuchtete Hones die Energiewirtschaft Russlands und berichtete, dass die Energieproduktion im vergangen Jahr nur geringfügig um 1,4 Prozent gestiegen ist. Auch wenn Russland über 700 Kraftwerke und 2,5 Mio. Stromleitungen verfügt, so weisen diese jedoch sehr hohe Verschleißgrade auf. Im Herbst will das russische Energieministerium der Regierung ein Langzeit-Modernisierungsprogramm vorlegen. Im Entwurf dieses Zielprogramms sind bis 2020 rund 82 GW neuer Kraftwerksleistung in Höhe von 160 Mrd. Euro geplant. Davon 100 Mrd. für Heizkraftwerke und 60 Mrd. Euro für Atom- und Wasserkraft. 2012 flossen hier von staatlicher und privater Seite bereits 25 Mrd. Euro an Investitionen.

keine Sanktionen eingeleitet. Für weitere detaillierte Informationen zu den Entwicklungen in Russland weist Hones auf die Website der GTAI www.gtai.de hin, auf der eine Registrierung für den Erhalt von Newslettern zu speziellen Themen kostenfrei möglich ist. Unter anderem ist hier ab November 2012 ein WM-Newsletter für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 verfügbar. Ebenso erhältlich bei der GTAI ist die kostenpflichtige Broschüre „Rohstoffgigant Russland“ (325 Seiten mit Projekten, Investitionsführer, Kontakten und Praxisinterviews). Nach einer Fragerunde an Hones, welche die Mitgliedsunternehmen ausgiebig nutzten, informierte Dr. Renata Wanka-Enikeeva, DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE, über die Eurasische Union. Deren Lenkungsgremium, die Eurasische Wirtschaftskommission, die mit rund 1.000 Mitarbeitern aus den Mitgliedsstaaten der Zollunion seit Februar 2012 in Moskau im Amt ist, plant den offiziellen Start der Eurasischen Union im Jahr 2015. Ziel ist eine überregionale Regelung von nationalen Kompetenzen der Länder Russland, Weißrussland und Kasachstan über die reine Zollunion hinaus.

Im Rahmen der Energieübertragung sind 95.000 km neue Stromleitungen mit einem Investitionsvolumen in Höhe von 120 Mrd. Euro vorgesehen. Darunter fällt z. B. auch das Projekt, die bislang getrennten Stromversorgungen von Sibirien und Zentralrussland zu verbinden (Kostenpunkt ca. 20 Mrd. Euro).

Präsident Putin plant, weitere Länder aufzunehmen. Die DKE sieht hier die Chance, ein Normungssystem – analog des Systems in Deutschland – in Russland und den übrigen eurasischen Mitgliedsstaaten aufzubauen. Technische Reglements zu Leuchtmitteln, Spielzeug, Kraftstoffen für Pkw und Niederspannungsgeräten treten in Kürze in Kraft.

Obwohl Russland weniger Energie verschwenden will, stockt die Umsetzung, denn nur jeder vierte große Konzern hat bislang ein Energie-Audit durchgeführt. Denn auch wenn jedes Unternehmen dazu verpflichtet ist, werden bei Nichtanwendung

Kontakt: ZVEI-Abt. Außenwirtschaftspolitik, Absatzförderung, Messen Birgit Veverka Fon: 069 6302-216 · Mail: veverka@zvei.org

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AUSSENWIRTSCHAFT

ZVEI-Fachseminar: Zollmanagement für Industrie- und Handelsunternehmen Warum die Einführung eines Zollmanagements langfristig eine gute Investition ist? Interne und externe Geschäftsprozesse sind in der Regel eng miteinander verzahnt und haben fast immer auch einen Bezug zu zoll- und außenwirtschaftsrelevanten Themen. Hierdurch ist es notwendig, frühzeitig Weichenstellungen vorzunehmen, wichtige Daten zur Verfügung zu stellen und die entsprechenden Informationen bereits am Beginn der Geschäftsprozesse in die Gesamtplanung mit aufzunehmen, um erhebliche Nachteile und vermeidbare negative Konsequenzen weitgehend ausschließen zu können. In der nachstehenden Grafik soll dies veranschaulicht werden. Die meisten Unternehmen haben in den letzten Jahren in ihren Managementsystemen verschiedene Standards bzw. Normen, wie zum Beispiel Umwelt- und Arbeitsschutzmanagement integriert. Eine solche Integration hilft dabei, Ressourcen zu bündeln und Synergien zu nutzen sowie Konflikte durch konkurrierende Zielsetzungen weitgehend vermeiden zu können. Obwohl fast jedes Unternehmen mehr oder weniger auch mit Zoll und Exportkontrolle zu tun hat, fehlt es zumeist an einem umfassenden systematischen Zollmanagement. Entscheidend für den Erfolg eines solchen Zollmanagements ist ein prozessorientierter Ansatz, Aufgeschlossenheit und die Bereitschaft zu einer konsequenten Auseinandersetzung mit diesem Thema. Hierbei empfiehlt es sich, bestehende Erfahrungen erfolgreicher Umsetzungen heranzuziehen und sich auf diese Weise fundiertes Wissen anzueignen. Zielgruppe: Mitglieder der Geschäftsleitung, Mitarbeiter aus den Bereichen Qualitäts- und Risiko-Management, Einkauf, Vertrieb, Logistik und Zollabteilungen

Termin:

Tagungsort:

Dienstag, 13. November 2012, 10:00 bis 17:00 Uhr

ZVEI-Konferenzzentrum Lyoner Straße 9, 60528 Frankfurt am Main

Referent:

Kostenbeitrag:

Uwe Bellmann, Dipl. Finanzwirt, Hauptzollamt Lörrach Fachmann für Zoll und Exportkontrolle, ausgebildeter Qualitätsmanager, kann aus einem langjährigen Erfahrungsschatz schöpfen.

290 6 zzgl. MwSt. für Mitglieder 390 6 zzgl. MwSt. für externe Teilnehmer (inkl. SeminarUnterlagen, Mittagessen und Getränke)

Das Programm sowie die Anmeldeunterlagen erhalten Sie bei der ZVEI Akademie Fon: 069 6302-414 oder per Mail: akademie@zvei-services.de Kontakt: ZVEI Akademie · Carmen Franke · Fon: 069 6302-414 · Mail: akademie@zvei-services.de

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AUSSENWIRTSCHAFT

ZVEI-Afrika-Konferenz: Die Subsahara-Region wächst als Markt zusammen Afrika, besonders die Subsahara-Region, rückt zunehmend ins Blickfeld als „Markt der Zukunft“, der auch großes Geschäftspotenzial für die Elektrobranche bietet. Subsahara-Afrika erreichte im Jahr 2011 eine Wachstumsrate von über fünf Prozent. Auch gtai (Germany Trade & Invest) konstatiert im aktuellen Markets International Magazin: In Subsahara-Afrika herrscht Aufbruchsstimmung. Deutsche Firmen sollten die Chancen nutzen und sich auf die Herausforderungen einstellen. Angesichts dieser Entwicklungen in Subsahara-Afrika veranstaltet der ZVEI in Kooperation mit dem Afrika-Verein der Deutschen Wirtschaft e.V. am 18. Oktober 2012 in Frankfurt am Main eine Afrika-Konferenz der deutschen Elektroindustrie unter dem Titel „Die Subsahara-Region wächst als Markt zusammen“. Mit Subsahara-Afrika wendet sich der ZVEI damit einer Region zu, in der sich deutsche Firmen bislang nur vereinzelt oder noch nicht etabliert haben. Dabei weisen einige Staaten respektable Wachstumserfolge aus. So zielen Länder wie Ghana und Mosambik für 2012 voraussichtlich auf ein BIPWachstum von rund acht Prozent gegenüber einer erwarteten regionalen Wachstumsrate von ca. 4,3 Prozent, und dies trotz der krisenbedingt schwächeren Nachfrage aus vielen Industrieländern. Gleichzeitig stehen zahlreiche afrikanische Länder weiterhin vor der Herausforderung, Wachstumserlöse auch für eine eigene stabile, nachhaltige Entwicklung zu nutzen. Interessante Tätigkeitsfelder für ZVEIMitgliedsunternehmen sind der Ausbau der Infrastruktur in der Energieversorgung, dem Schienenverkehr, der Telekommunikation, dem Rohstoffabbau und der petrochemischen Energiegewinnung. Die Situation im Energiesektor macht dies besonders deutlich: Besonders der Mangel an elektrischer Energie in Subsahara-Afrika ist ein großes und weitverbreitetes Problem. In 30 der 47 Länder gehen regelmäßig die Lichter aus. Außerhalb von Südafrika liegt der durchschnittliche Energieverbrauch nach Weltbankangaben pro Person und Jahr bei lediglich 124 Kilowattstunden. Damit kann man gerade mal eine 60-Watt-Glühbirne täglich etwa sechs Stunden brennen lassen. Vier Fünftel der Bevölkerung haben überhaupt keinen Zugang zum Strom. Der Afrikanischen Entwicklungsbank zufolge verursacht die unzuverlässige Stromversorgung Produktionsausfälle von bis zu zehn Prozent des industriellen Umsatzes. Mehr als 40 Milliarden US-Dollar müssten der Weltbank zufolge südlich der Sahara jedes Jahr in Stromerzeugung und -übertragung gepumpt werden. Nur wenn Staat und Privatwirtschaft an einem Strang ziehen, lässt sich die Infrastrukturlücke auf dem Kontinent schließen.

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Angesichts dessen legen Kontinent weit die Regierungen Investitionsprogramme auf. Beispiel Kenia: Hier erfordern die langfristigen Entwicklungsziele bis 2030 nahezu eine Verzehnfachung der Kraftwerkskapazitäten. Die Realisierung derartiger Visionen dürfte vielfältige Geschäftschancen bieten. Aber die dramatischen Engpässe bestehen nicht nur bei der Energieversorgung: auch Transport und Logistik sind eine weitere Achillesferse für die Volkswirtschaften in Subsahara-Afrika. Mängel in diesen Bereichen rangieren auf Platz fünf potenzieller Investitionshemmnisse. 40 Prozent der Transportkosten werden bei Küstenanrainern verursacht von Schlaglochpisten, von überfüllten Häfen und heruntergewirtschafteten Eisenbahnverbindungen (bei Binnenstaaten sind es sogar 60 Prozent). Den jährlichen Investitionsbedarf für den gesamten Transportsektor beziffert die Weltbank mit 18 Milliarden US-Dollar. Allein 100.000 Kilometer neue Straßen müssten mit diesen Geldern finanziert werden. Im Gegensatz zu diesen noch vehementen Versorgungslücken in der Infrastruktur gibt es aber auch von Erfolg und „Technologiesprüngen“ gekrönte Sektoren, so zum Beispiel der Siegeszug der mobilen Telefonie. Seit der Jahrtausendwende explodierte die Zahl der Teilnehmer innerhalb eines Jahrzehnts von 15 auf 500 Millionen, Tendenz steigend. Hinzu kommt: Innovative Dienstleistungen via Mobiltelefon und mobiles Internet erobern den Kontinent. Sie verändern den Alltag der Menschen in allen Lebensbereichen, von Prepaid-Guthaben für Wasser und Strom bis zur mobilen Bankenlösung. Diese Themenfelder, aber auch das Thema Projektfinanzierung und Risikoabsicherung im Afrikageschäft beleuchtet die ZVEI Subsahara-Afrika Konferenz in verschiedenen Podiumsdiskussionen und Workshops am 18. Oktober 2012 in Frankfurt am Main.

Diskutieren Sie gemeinsam mit deutschen und afrikanischen Experten aus der Elektroindustrie, aus anderen einschlägigen Wirtschaftssektoren, der Consultingwirtschaft, dem Finanzsektor und der Politik über Chancen und Herausforderungen für die Elektrobranche in den Märkten Subsahara-Afrikas. Weiterführende Informationen zu den Märkten Subsahara-Afrikas bieten das aktuelle gtai-Fachmagazin Markets International, August 2012 (www.gtai.de/markets) oder die gtai online-Artikel, beispielsweise zu Investitionsschüben im südafrikanischen Schienenverkehr oder Entwicklungen im Energiesektor in Kenia und Uganda (www.gtai.de/GTAI/Navigation/DE/Trade/ maerkte.html). Kontakt: ZVEI-Abt. Außenwirtschaftspolitik, Absatzförderung, Messen Diana Kraft-Schäfer Fon: 069 6302-376 · Mail: kraft@zvei.org

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AUSSENWIRTSCHAFT

ZVEI-Afrika-Konferenz: Die Subsahara-Region wächst als Markt zusammen Donnerstag, 18. Oktober 2012 10:00

Eröffnungsrede Dr. Klaus Mittelbach ZVEI, Vorsitzender der Geschäftsführung

10:20

Begrüßung – Chancen aus afrikanischer Sicht S. E. Rev Dr. Makhenkesi Stofile Botschafter der Republik Südafrika (angefragt)

10:45

Sicht der deutschen Entwicklungspolitik auf Subsahara-Afrika und die Rolle der Elektroindustrie Hans-Jürgen Beerfeltz Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

11:15

Podiumsdiskussion Chancen für nachhaltiges Geschäft in SubsaharaAfrika durch Beherrschung der Risikopotenziale Moderation: Dr. Joachim Richter Project Finance International Thomas Kolberg Euler Hermes Deutschland AG Economic Research, Head of Department Harald Staelin DF Deutsche Forfait AG Bruno Wenn Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG), Geschäftsführer Walter Englert Afrika-Verein der Deutschen Wirtschaft e.V. Stellv. Geschäftsführer, Leiter Energie

12:30

Mittagspause

13:30

Drei parallele Workshops WORKSHOP I Afrikanische Powerpools, Einbindung erneuerbarer Energieerzeugung in die Netze und Projekte dezentraler Elektrifizierung Moderation: Walter Englert Afrika-Verein der Deutschen Wirtschaft e.V. Stellv. Geschäftsführer, Leiter Energie Michael Wollny SMA Solar Technology AG Director, Business Development Off-Grid Solutions Dipl.-Ing. Thilo Andratschke ABB AG, Head of Sales and Marketing Afrika Thomas Prosy Fichtner GmbH, Vertriebsbereichsleiter Afrika Wolfgang Pioth Lahmeyer International GmbH Executive Director Energy Division

13:30

WORKSHOP II Telekommunikationsnetze und Mobilkommunikation sowie Projekte für Eisenbahn-Infrastruktur Moderation: Diana Kraft ZVEI, Referentin Entwicklungspolitische Projekte (EZ-Scout) Dipl.-Kfm. Christian Harel Kathrein-Werke KG, Chief Sales Officer Dipl.-Ing. Thomas Hawemann Schaltbau GmbH, Leiter Vertrieb Übersee Markus Exenberger Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, Programmleiter Energieprogramm Uganda

13:30

WORKSHOP III Rohstoffe, Berg- und Tagebau sowie Öl- und Gasgeschäft Moderation: Michael Angerbauer ZVEI, Referent Außenwirtschaftspolitik Dr. Michael S. Quednau Consulting-Geologe Frank Schmidtke Dräger Safety AG & Co. KGaA, Regional Focus Group Manager for Business Center Middle East, Africa, South-West Asia Dr. Gudrun Franken Bundesanstalt für Geowissenschaft und Rohstoffe (BGR) Leiterin des Arbeitsbereichs Bergbau und Nachhaltigkeit Jean-Gyl Capt Endress + Hauser Instruments International AG Managing Director Rolf Panzke Siemens AG Direktor Business Development Chemie, Petro, Öl und Gas

15:30

16:30

Abschlusspodium Mit welchem Mehrwert trägt die Elektroindustrie zur Entwicklung der afrikanischen Märkte bei? Moderation: Frank Stührenberg Phoenix Contact GmbH & Co. KG, Geschäftsführer Vertrieb Jean-Gyl Capt Endress + Hauser Instruments International AG Managing Director Walter Englert Afrika-Verein der Deutschen Wirtschaft e.V. Stellv. Geschäftsführer, Leiter Energie Carsten Ehlers Germany Trade & Invest GmbH (GTAI) Korrespondent West- und Zentralafrika Klaus Gihr KfW Entwicklungsbank, Head of Division Energy, Transport and Telecommunication/Africa Ende der Veranstaltung

Weitere Informationen und Anmeldung unter www.zvei.org/Afrikakonferenz Für Fragen wenden Sie sich bitte an Birgit Veverka, Telefon: +49 69 6302-216

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MESSEN

EUROPA AKTUELL – ZVEI IN BRÜSSEL

Einrichtung einer „European Resource Efficiency Platform“ der EU-Kommission in Brüssel

Quelle: fotodo - Fotolia.com

Die Generaldirektion Umwelt der Europäischen Kommission hat als einer der ersten Umsetzungsschritte des Fahrplans für ein ressourcenschonendes Europa die sogenannte „European Resource Efficiency Platform“ (EREP) eingerichtet. Dieser hochrangigen Plattform gehören unter anderem EU-Kommissare, EU-Parlamentarier und Minister aus EU-Mitgliedstaaten, darunter auch Bundesumweltminister Peter Altmaier, an. Daneben sitzen auch Vertreter aus der Wirtschaft am Tisch. Aus dem Bereich der Elektroindustrie ist die Siemens AG dort vertreten. Nach Willen der Europäischen Kommission soll diese europäische Plattform innerhalb von zwei Jahren einen Bericht zum Thema Ressourceneffizienz erarbeiten, der dann in die Überarbeitung der „EU2020-

Strategie“ einfließen soll. Dort ist dann ein eigenes Ressourceneffizienz-Ziel vorgesehen. Die Treffen der Plattform finden halbjährlich statt. Unterstützt wird die Arbeit der Plattform durch drei Arbeitsgruppen und mehreren Unterarbeitsgruppen, wobei hauptsächlich folgende Themen behandelt werden sollen: Erstens, „Greening the Economy, Circular Economy“: In diesem Bereich wird angestrebt, zunächst vor allem leicht erreichbare Ziele zu definieren. Zweitens, „Setting objectives and measuring progress“: Fortschritte bei der Ressourceneffizienz messen; Indikatoren, Ziele. Drittens, „Framework conditions for investments in resource efficiency“: Steuern, Finanzierung von Forschung und anderen Maßnahmen. Der ZVEI hat für das Thema Ressourceneffizienz eine informelle Gruppe im ZVEI

eingerichtet, die erstmalig im Juni getagt hat und in regelmäßigen Abständen zusammentreffen wird. Der ZVEI wird die weitere Diskussion, insbesondere auch in der EREP, begleiten und Sie weiter auf dem Laufenden halten.

Kontakt: Christine Elfers Europa-Referentin ZVEI-Büro Brüssel Fon: +32 (0) 2 290-8662 · Mail: elfers@zvei.org Andre Koring Referent Stoff- und Umweltpolitik ZVEI-Abt. Umweltschutzpolitik Fon: 069 6302-315 · Mail: koring@zvei.org

MESSEN

Auslandsmesseprogramm 2013 Offizielle Beteiligungen der Bundesrepublik Deutschland Seit mehr als 60 Jahren unterstützt das Auslandsmesseprogramm des Bundes (AMP) kleine und mittelständische Unternehmen aus Deutschland bei der Erschließung ausländischer Märkte. Jährlich werden zwischen 240 und 270 Auslandsmessen in das Programm aufgenommen. Der ZVEI ist als Antragsteller im AMP aktiver Partner der Industrie. Organisiert werden die offiziellen deutschen Beteiligungen vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) in Zusammenarbeit mit dem Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (AUMA). Für die folgende Veranstaltung läuft in Kürze die Anmeldefrist für interessierte Unternehmen ab:

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MESSEN

MIDDLE EAST ELECTRICITY 2013 Internationale Fachmesse für Elektrotechnik und elektrische Energieerzeugung vom 17. bis 19. Februar 2013 in Dubai / VAE Firmengemeinschaftsausstellung mit Informationszentrum Die Golfstaaten, deren Volkswirtschaften mehrheitlich auf Rohstoffen basieren, sehen sich mit einem Problem konfrontiert: die Nachfrage nach Energie steigt rapide und kann durch die vorhandenen Ressourcen nicht mehr befriedigt werden. Bereits jetzt müssen einige der Staaten Flüssiggas auf dem Weltmarkt zu den entsprechenden Preisen hinzukaufen, um es dann durch Subventionen dem lokalen Niveau anzupassen. Gegenwärtig sind in den VAE Kraftwerksund Stromübertragungsprojekte in Höhe von 61 Mrd. US $ bereits im Bau oder noch in der Planung. Gleichzeitig werden „alternative“ Lösungen gesucht und teilweise bereits realisiert. Das aktuell wichtigste Vorhaben ist ein von koreanischen Firmen im Bau befindliches, vier Blöcke umfassendes Atomkraftwerk. Solaranlagen werden weiterhin errichtet, über den Bau eines modernen Kohlekraftwerkes wird nachgedacht (gtai 2012). Der Verzicht auf Prestigeobjekte, sowohl im öffentlichen als auch im privaten Raum, ist schwer. Das Stadtbild ist weiterhin von riesigen Hochhäusern, überdimensionierten Shopping Malls und großen Geländewagen geprägt. Grünflächen, Golfplätze, Aluminiumschmelzen und petrochemische Anlagen gibt es in Hülle und Fülle. Ein Umdenken in Richtung Energieeffizienz und Einsparungen beim Strom- und Wasserverbrauch erfolgt dennoch sehr langsam. Hierbei können deutsche Unternehmen mit Technik und Know-how unterstützen, hochmoderne Technik wird in den Golfstaaten gerne gekauft (gtai 2012). Unter diesem Aspekt bietet die M. E. Electricity 2013, die wichtigste Energiemesse in der Region, für deutsche Unternehmen ideale Bedingungen zum Aufbau und zur Vertiefung von Geschäftskontakten. Erstmalig wird die unmittelbar neben der Metrostation gelegene Sheik Saeed Halle in die Messe mit einbezogen. Die Organisatoren des deutschen Gemeinschaftsstandes haben die Gelegenheit für eine Umplatzierung genutzt, so dass sich die unter der Dachmarke „made in Germany“ ausstellenden Firmen im kommenden Jahr in der dazugewonnen Halle wiederfinden werden. Ein weiteres Novum ist die erstmalig, parallel

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zur M. E. Electricity stattfindende Solar Middle East. Die Messe widmet sich schwerpunktmäßig den Themen Solarenergie und Photovoltaik, die nicht nur für die Golfregion selbst, sondern auch weltweit von hoher Relevanz sind. Kontakt: ZVEI-Abt. Außenwirtschaftspolitik, Absatzförderung, Messen Nicole Wawer Fon: 069 6302-236 · Mail: wawer@zvei.org

Quelle: ZVEI

Dubai – Veranstaltungsort der seit 1982 stattfindenden M. E. Electricity

Messedaten im Überblick:

M.E. ELECTRICITY 2013 17. bis 19. Februar 2013 im Dubai Convention & Exhibition Centre Angebotsschwerpunkte: u.a. Energieerzeugung/-verteilung, Generatoren, Transformatoren, Kontrolleinrichtungen, Turbinen, Pumpen, Kabel / -technik, Spulmaschinen, Recycling, Energierückgewinnung, Erneuerbare Energien, Lichtsteuerungen, Klimageräte / -technik, Alarmanlagen, Automatisierung, Batterien, Biomasse, Elektronik, Aufzüge, Energiewirtschaft / -technik, Umwelt, Explosionsschutz, Feuerlöscher, Feuermeldeanlagen, Heizgeräte, Isolatoren, Lampen, Lichttechnik, Sensoren, Verbindungstechnik, Wasseraufbereitungsanlagen, Wasserinstallationstechnik, Windkraftwerke, Windkraft, Beleuchtungstechnik, Installationsmaterial, Wasserkraftwerke, Schalter, Messtechnik Beteiligungsvarianten für Unternehmen • Teilnahme bis einschließlich zum 4. Mal: – Firmengemeinschaftsausstellung (eigener Stand) 340 6 / m2 Hallenfläche mit Standbau 9 m2 bis 100 m2 330 6 / m2 Hallenfläche ohne Standbau 50 m2 bis 100 m2 – Informationszentrum (2 m2: Katalogausstellung / Kleinexponate) 1.000 6 / Teilnehmer • Teilnahme zum 5. Mal oder öfter: – Firmengemeinschaftsbeteiligung (eigener Stand) 450 6 / m2 Hallenfläche mit Standbau 9 m2 bis 100 m2 440 6 / m2 Hallenfläche ohne Standbau 50 m2 bis 100 m2 – Informationszentrum (2 m2: Katalogausstellung / Kleinexponate) 1.200 6 / Teilnehmer • Obligatorische Haftpflichtversicherung: 170 6 pro Ausstellerfirma Anmeldeschluss: 11. Oktober 2012 Kontakt offizielle Durchführungsgesellschaft: DEGA-EXPOTEAM GmbH & Co. Ausstellungs KG, Äußere Kreuzäcker 3, 82395 Obersöchering, Projektleiter: Günther Endres Fon: 08847 69823-11, Fax: 08847 69823-10, Mail: g.endres@dega-expoteam.de

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ENERGIE

ENERGIE

Smart Metering kommt – aber sicher! Besuchen Sie den Modem-Info-Tag 2012 in Frankfurt am Main Bereits zum 5. Mal findet das herstellerunabhängige Forum „Modem-Info-Tag“ in Frankfurt am Main statt. In diesem Jahr stehen Ausbaupläne und die Sicherheit von Smart Metering Lösungen im Vordergrund. Die Hersteller sind sich einig: Smart Metering kommt – aber sicher! Wir laden Sie herzlich ein, auch 2012 wieder mit dabei zu sein: Am 16 ./ 17. Oktober 2012 in Frankfurt am Main im Maritim Hotel. Merken Sie sich diesen Termin bereits heute vor. Die bekannte und beliebte Veranstaltung wird in diesem Jahr erstmalig vom ZVEI und der angeschlossenen ZVEI-Services GmbH (ZSG) veranstaltet.

Viele Hersteller haben ihre Teilnahme bereits zugesagt und werden am diesjährigen M-I-T dem Publikum in ihrem Vortrag und der angeschlossenen Ausstellung Produkte und Lösungen präsentieren. Zudem haben wir interessante Referenten aus Politik und Gesetzgebung angefragt. Alle Informationen zum Modem-Info-Tag 2012, die Liste der mitwirkenden Hersteller und natürlich die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf den Internetseiten www.modem-info-tag.de Kontakt: ZVEI-FV Energietechnik Marco Sauer Fon: 030 306960-24 · Mail: sauer@zvei.org

PROGRAMM: Mittwoch, 17. Oktober 2012

PROGRAMM: Dienstag, 16. Oktober 2012 08:30

Check-in und Kaffee in der Ausstellung

08:30

Kaffee in der Ausstellung

10:00

Begrüßung durch den ZVEI

09:00

Begrüßung durch die Tagungsleitung

10:05

Begrüßung durch die Tagungsleitung

09:15

Das Gateway in der Praxis – ein Erfahrungsbericht

10:15

Datenschutz und Datensicherheit für die Kommunikationseinheit eines intelligenten Messsystem

09:45

Smarte Gaszähler von Flonidan

10:15

Kaffeepause in der Ausstellung

11:00

Smart Metering – aber sicher!

11:15

11:30

Kommunikation zwischen Gateway und Elektronischem Datenmanagement. Herausforderungen und Lösungsstrategien.

„Last mile security“ – Anforderungen, Voraussetzungen, Realisierung

11:45

Iskraemeco Erfahrungen: was machen die Nachbarn?

12:15

Mittagspause in der Ausstellung

13:45

Vom Zähler zum Messsystem, vom Zählerplatz zur intelligenten Technikzentrale

14:15

Energiewende: Wer denkt an den Endkunden. Neue Produkte und Geschäftsmodelle als Erfolgsfaktor

14:45

Innovativer Einsatz gefordert, Smart Metering Rollout bei der BEWAG Netz GmbH

15:15

Integrierte Smart Home / Smart Meter-Lösung: Anforderungen und Mehrwerte

15:45

Breitband-Powerline „ALL JP“ auf den Stromnetzen in der Praxis

16:15

Schlusswort der Tagungsleitung und Ende der Veranstaltung

12:00

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ZVEI-Services GmbH Carmen Franke Fon: 069 6302-414 Mail: seminare@zvei-services.de

Managed Business Services – Dienstleistungen für den Gateway-Administrator

12:30

Mittagspause in der Ausstellung

14:00

End-of-End Security – Einbindung des Gateways in die Systemlandschaft

14:30

Perspektiven für einen sicheren Roll-Out

15:00

Kaffeepause in der Ausstellung

16:00

Herausforderungen an den Nutzer eines BSI-konformen Smart Meter Gateways – Bestellung, Installation, Betrieb, … was bedeutet das für den Anwender?

16:30

FNN-Standardisierungsprojekt „MessSystem 2020“

17:00

Ende des Veranstaltungstages

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BERUFSBILDUNG

Newsletter Umwelt, Energie & Klima Durch den elektronischen Newsletter „Umwelt, Energie & Klima“ informiert der Bereich Energie des ZVEI ungefähr alle sechs Wochen über die für die Elektroindustrie relevanten Themen und Geschehnisse in den Bereichen Energie, Umwelt und Klimaschutz. Dazu berichten die zuständigen Referenten kurz und knapp über die aktuellen Aktivitäten des ZVEI sowie über wissenswerte

Neuigkeiten aus dem politischen, legislativen und wirtschaftlichen Umfeld in den Rubriken „Nationale Politik“, „Europäische Politik“, „Energie“, „Umwelt“, „Aus den ZVEI-Gremien“, „Veranstaltungen“ und „Sonstiges“. Zielgruppen des seit Anfang 2011 erscheinenden, fachverbandsübergreifenden Newsletters sind die ZVEI-Mitgliedsunternehmen sowie die ZVEI-Belegschaft. Bei

Interesse am Newsletter wenden Sie sich bitte per E-Mail an Frau Michael (michael@zvei.org), die Sie gerne in den Verteiler aufnimmt.

Kontakt: ZVEI-Bereich Energie Anke Hüneburg Fon: 030 306960-13 · Mail: hueneburg@zvei.org

BERUFSBILDUNG

Weltmeisterschaft der Berufe 2013 – Nutzen Sie den Heimvorteil! 2013 trifft sich in Leipzig die Welt der Bildung zu den 42. WorldSkills – Der Weltmeisterschaft der Berufe. 200.000 Besucher werden zu diesem Ereignis erwartet. Mehr als 1.000 Auszubildende und junge Fachkräfte aus 61 Ländern und Regionen werden dann über vier Tage hinweg ihre Weltmeister ermitteln. Für Deutschland als Produktionsstandort erster Güte und als führende Exportnation ist diese internationale Großveranstaltung eine besondere Gelegenheit, für sich und den Standort Deutschland in vielfältiger Weise zu werben. Es ist natürlich auch eine Frage der nationalen Ehre, mit einer möglichst großen und erfolgreichen Nationalmannschaft anzutreten.

Ihre Ansprechpartner sind: Elfi Klumpp, CEO – GF Vorstandsmitglied Rechbergstraße 3, DE-73770 Denkendorf Tel.: 0711 3467-1406, Fax: 0711 3467-541406 Mobile: 0173 3193771 E-Mail: klumpp@worldskillsgermany.com oder Herr Dr. Ulrich Karras Senior Technical Consultant WorldSkills Germany / Leipzig 2013 Tel.: 0201 406033 Mobil: 0173 3089969 E-Mail: karras@worldskillsleipzig2013.com

ZVEI-Mitteilungen 9/2012 · 1.9.2012

Der ZVEI unterstützt als Mitglied von WorldSkills Germany die beruflichen Wettbewerbe seit einiger Zeit. Es ist deutlich zu erkennen, dass die WorldSkills Berufswettbewerbe auch auf unternehmerischer Ebene einen bedeutenden Beitrag zur Qualitätssteigerung in der Ausbildung und bei den jungen Fachkräften leisten. Wir haben uns deshalb entschlossen, die Wettbewerbe der Elektroniker (Automatisierungstechnik / Betriebs- und Gebäudetechnik) zu unterstützen und gemeinsam mit WorldSkills Germany bei der Auswahl der deutschen Teilnehmer im Bereich Elektronik und Elektrotechnik mit zu helfen. Für die Durchführung der nationalen Deutschen Meisterschaft suchen wir Mitgliedsunternehmen, die Interesse an einer operativen Begleitung dieser Wettbewerbe haben. Im Bereich der Elektroniker haben wir den Vorteil, dass aus früheren Wettbewerben ein Großteil der Gerätschaften und des Wettbewerbsaufbaus bereits vorhanden sind und von dem unterstützenden Unternehmen übernommen werden können. Die Details der Durchführung einer solchen deutschen Meisterschaft können wir bei Interesse sehr gerne in einem persönlichen Gespräch erläutern. Dank der Unterstützung der Fachleute von WorldSkills Germany können auch Unternehmen mit einsteigen, die bisher noch

Quelle: worldskills germany

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel hat die Schirmherrschaft für die deutsche Nationalmannschaft für die worldskills 2013 in Leipzig übernommen.

sehr wenig Wissen um die beruflichen Wettbewerbe haben. Die Wettbewerbe werden von einer umfangreichen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit begleitet. Somit erhalten Sie Know-how von großem Wert und eine starke öffentliche Aufmerksamkeit. Wir würden uns sehr freuen, mit Ihnen als Partner diese deutschen Meisterschaften durchzuführen und für die Weltmeisterschaften in Leipzig unseren besten Teilnehmer bereit zu stellen. Kontakt: ZVEI-Abt. Forschung, Berufsbildung, Fertigungstechnik Dr. Sonja Dulitz Fon: 069 6302-331 · Mail: dulitz@zvei.org

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BERUFSBILDUNG

Incoming-Projekt rekrutiert Fachkräfte im Ausland Der Fachkräftemangel in Deutschland ist schon seit geraumer Zeit ein in der Öffentlichkeit vieldiskutiertes Thema, dem sich der ZVEI intensiv widmet. Um die Lücke der Ingenieure und Facharbeiter zu schließen, ist es notwendig, neue Wege zu beschreiten, um gut qualifizierte ausländische Fachkräfte nach Deutschland zu holen. Dazu hat sich der ZVEI mit dem Experten Gerald Schomann, Teamleiter des Incoming-Projekts der Zentralen Auslandsund Fachvermittlung (ZAV), ausgetauscht. päischen Ländern, die ich gerade beschrieben habe, also Portugal, Spanien, Griechenland, Italien – und Arbeitgeber, die einen größeren Bedarf haben, können sich daran beteiligen. Ein Arbeitgeber, der nur einen Elektroingenieur sucht, würde wahrscheinlich nicht nach Spanien mitfahren, aber ein größeres Unternehmen, das Bedarf an fünf bis zehn [Mitarbeitern] hat, für dieses Unternehmen würde sich der Aufwand lohnen.

ZVEI: Herr Schomann, was ist das IncomingProjekt und wie lange existiert es genau?

ZVEI: Sie haben gesagt, das Projekt gibt es schon seit drei Jahren. Gibt es denn Erfolge, die Sie vermelden können?

Quelle: ZAV

Schomann: Das Incoming-Projekt existiert jetzt im dritten Jahr und es geht dabei um die Vermittlung ausländischer Fachkräfte nach Deutschland. Die ZAV sucht im Ausland nach geeigneten Fachkräften aus den Mangelberufen, für die in Deutschland nicht genügend Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Das heißt, wir schauen uns regelmäßig die regionalen Arbeitsmärkte und den bundesweiten Arbeitsmarkt in Deutschland an, um herauszufinden, wo und in welchen Berufen es einen Mangel oder einen erhöhten Bedarf an Fachkräften gibt. Es fehlt in Deutschland vor allem an Ingenieuren, technischen Fachkräften, Medizinern, Gesundheits- und Krankenpflegekräften und in der saisonalen Beschäftigung an Servicekräften und Köchen.

Gerald Schomann

ZVEI: Wie sieht die konkrete Unterstützung Ihres Teams aus, sind Sie vor Ort in den Ländern unterwegs? Schomann: Wir bieten verschiedene Dienstleistungen an. Zum einen sind wir ein interner Dienstleister innerhalb der Bundesagentur für Arbeit für unsere Arbeitsagenturen. Arbeitgeber in Deutschland werden ja vom Arbeitgeberservice in den Agenturen für Arbeit betreut. Wir unterstützen die Kollegen in den Arbeitsagenturen mit unserer Rekrutierung im Ausland, wenn diese keine Bewerber vorschlagen können. Das heißt, ein Stellenangebot wird immer zunächst in der Arbeitsagentur abgegeben. Dann schauen die Kollegen vor Ort, ob sie geeignete Bewerber vorschlagen können, und wenn dies nicht der Fall ist, führen sie ein Beratungsgespräch mit den Arbeitgebern und fragen diese, ob sie auch an ausländischen Fachkräften interessiert sind. Dabei werden dann die wesentlichen Aspekte abgefragt, beispielsweise, ob die Arbeitgeber auch bereit sind, für Unterkunft zu sorgen, ob sie einen „Relocation“-Service einschalten oder anbieten können, ob sie einen Paten im Unternehmen bereitstellen können, der die Integration des Mitarbeiters

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unterstützt – all diese Dinge. Wenn der Arbeitgeber sagt, ja, das mache ich, ich hätte gerne einen Ingenieur, wie in Ihrem Falle einen Elektroingenieur – beispielsweise aus Spanien oder Portugal – dann würden die Kollegen aus der Arbeitsagentur uns einschalten und uns das Stellenangebot übermitteln. Wir gehen dann in die sogenannte Mitbetreuung – so heißt das bei uns – und schauen, ob wir schon geeignete Bewerber in unserer Datenbank haben. Wenn nicht, veröffentlichen wir das Stellenangebot im Ausland, um geeignete Bewerber zu gewinnen. ZVEI: Welche Möglichkeiten gibt es darüber hinaus für die Unternehmen, ausländische Fachkräfte zu gewinnen? Schomann: Die Unternehmen bekommen von uns Vermittlungsvorschläge. Außerdem gibt es die Möglichkeit, sich an Rekrutierungsveranstaltungen zu beteiligen. Das ist allerdings nicht im Wochen- oder Monatsrhythmus der Fall, sondern in bestimmten Abständen beteiligen wir uns an Veranstaltungen beispielsweise in den südeuro-

Schomann: Es gibt Erfolge, die in den unterschiedlichen Branchen aber unterschiedlich hoch sind. Zahlen sind immer schwierig vorherzusagen, aber ich gehe davon aus, dass wir in diesem Jahr im Bereich der technischen Fachkräfte, um die es hier ja geht, eine Größenordnung von 200 Stellenbesetzungen erreichen werden. Insgesamt wird die Zahl zwischen 500 und 1.000 liegen. ZVEI: Haben Sie schon Rückmeldungen von Unternehmen bekommen, wie die Zufriedenheit ist mit ausländischen Fachkräften? Schomann: Ja, das haben wir. Die Unternehmen sind in der Regel mit der Qualifikation der vorgeschlagenen Mitarbeiter sehr zufrieden. Die Ausbildung beispielsweise in Spanien ist auf dem gleichen Niveau wie an unseren Universitäten, das heißt die jungen Absolventen, die wir meistens vermitteln, sind gut ausgebildet, ehrgeizig, integrieren sich leicht in die Unternehmen … Also damit sind die Arbeitgeber sehr zufrieden. Der Knackpunkt ist immer die deutsche Sprache. Natürlich sprechen die ausländischen Bewerber in der Regel nicht gut Deutsch; es gibt auch welche, die gar kein Deutsch sprechen. (Das sind dann Bewerber), die wir nur schwer vermitteln können. Aber das Feedback ist eher positiv. ZVEI: Gibt es Unterschiede hinsichtlich der Qualifikation der Fachkräfte, also sind Akademiker mehr oder weniger nachgefragt als Facharbeiter?

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BERUFSBILDUNG

Schomann: Wenn wir den Zeitraum drei Jahre betrachten, dann kann ich sagen, Akademiker sind eher nachgefragt als die technischen Fachkräfte ohne akademischen Abschluss, aber ich habe jetzt das Gefühl, dass sich der Markt ein wenig dreht. Ingenieure sind nach wie vor auf hohem Niveau nachgefragt, vor allem in bestimmten Regionen Deutschlands; Baden-Württemberg und Bayern sind hier die Bundesländer, die eine Vorreiterrolle spielen aufgrund der günstigen Arbeitsmarktlage. Aber ich stelle doch fest, dass jetzt immer mehr, vor allem kleinere Unternehmen, auch nach technischen Fachkräften suchen, wie z. B. nach Mechatronikern. ZVEI: Aktuell ist ja die prekäre Arbeitsmarktsituation in Spanien immer wieder ein Thema in den Nachrichten. In welchen anderen Ländern ist die Arbeitslosenrate besonders hoch? Schomann: Die vier südeuropäischen Länder, die ich gerade genannt hatte, kann man nacheinander nennen. In Spanien liegt die Arbeitslosenquote zurzeit bei 24 Prozent, gefolgt von Griechenland mit 22 Prozent. In Italien und Portugal sieht es besser aus. In Portugal liegt die Quote bei ca. 15 Prozent und in Italien bei ca. 10 Prozent. Wir stellen auch fest, dass sich die Arbeitsmarktlage in Portugal etwas verbessert, dass also dieser Markt wahrscheinlich für uns etwas ungünstiger wird, was uns aber dennoch freut, weil dies natürlich für die Portugiesen ein großer Schritt nach vorne ist. Der Arbeitsmarkt in Italien wird dafür etwas schlechter; das heißt wir haben das Gefühl, dass mehr junge Akademiker in Italien auf

den Arbeitsmarkt drängen, also dort nicht erfolgreich eine Stelle finden, und sich für eine Beschäftigung in Deutschland interessieren. Das heißt wenn wir jetzt über Schwerpunkte sprechen, würde ich sagen, der ganz große Schwerpunkt ist und bleibt Spanien. Danach würden wir uns in diesem Jahr, also in der zweiten Jahreshälfte, intensiv um Italien kümmern. ZVEI: Wie ist denn das Interesse in Ost- oder Nordeuropa, in Deutschland zu arbeiten? Schomann: In Nordeuropa ist das Interesse nicht so groß, wobei es aber Absolventen gibt, die aus Karrieregründen gern einmal bei einem Unternehmen in Deutschland arbeiten möchten. Wir haben ja viele namhafte Unternehmen, die aufgrund ihres Namens häufig kontaktiert werden. Unsere Automobilbranche ist hier ein gutes Beispiel. Es gibt viele junge Ingenieure, die gerne bei Porsche oder Audi arbeiten möchten; große Namen spielen eben eine Rolle. Aber dabei geht es eher um einen Karrierebaustein, erste internationale Erfahrung und nicht unbedingt um die Beseitigung von Arbeitslosigkeit. ZVEI: Da ist die Motivation also eine andere. Schomann: Ja, genau. Sie hatten ja auch Osteuropa genannt. In Osteuropa ist es so, dass wir in den 90er Jahren ein sehr großes Interesse verspürt haben, vielleicht auch noch in der ersten Hälfte dieses Jahrzehnts, danach ging das Interesse zurück. ZVEI: Also nach der Osterweiterung ging das Interesse zurück.

Portugal Arbeitsmarktdaten April 2012: Arbeitslosenquote: 15,2 % Jugendarbeitslosigkeit: 36,6 % (+ 8,1 % Veränderung zum Vorjahr) Spanien Arbeitsmarktdaten April 2012: Arbeitslosenquote: 24,3 % Jugendarbeitslosigkeit: 51,5 % (+ 6,1 % Veränderung zum Vorjahr) Griechenland Arbeitsmarktdaten März 2012: Arbeitslosenquote: 21,9 % Jugendarbeitslosigkeit: 52,7 % (+ 13,2 % Veränderung zum Vorjahr) Italien Arbeitsmarktdaten April 2012: Arbeitslosenquote: 10,2 % Jugendarbeitslosigkeit: 35,2 % (+ 7,9 % Veränderung zum Vorjahr) (Quelle: Eurostat)

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Schomann: Das Interesse ging aus unterschiedlichen Gründen zurück. Erstens hatten einige EU-Länder ja die Freizügigkeit sofort eingeführt, so dass diese Länder für viele Bewerber attraktiver erschienen, Großbritannien beispielsweise. Dann gibt es Länder, die einfach von der Sprache her attraktiver sind, weil das Angebot an Deutsch in den Schulen auch in unseren Nachbarländern in Osteuropa zurückgeht, dafür Englisch eine größere Rolle spielt. Das heißt, es gab mehr Bewerber, die vor der Wirtschaftskrise nach England oder auch nach Irland gegangen sind, und weniger nach Deutschland. Dann kommt noch hinzu, dass sich der Arbeitsmarkt in einigen Ländern – hier möchte ich Polen erwähnen – sehr, sehr positiv entwickelt hat, das heißt es gibt kaum noch eine Notwendigkeit für einen jungen Ingenieur aus Polen nach Deutschland zu gehen, es sei denn, er möchte das wiederum als Karrieresprung nutzen. ZVEI: Wenn ich dann wieder an unsere Mitgliedsunternehmen denke, welche Möglichkeiten gibt es denn noch, wo können sie sich noch weiter informieren? Haben Sie noch ein paar Tipps auf Lager? Schomann: Ich würde nach wie vor als ersten Schritt die Arbeitsagentur nennen wollen, zudem gibt es einige Internet-Portale, zum Beispiel ein Portal der Europäischen Kommission. Das Eures-Portal ist eine Seite, auf der man sich informieren und auf der man sich als Arbeitgeber anmelden und nach geeigneten Bewerbern selbst suchen kann. ZVEI: Was haben Sie denn für Erfahrungen mit privaten Anbietern gemacht? Schomann: Wir machen auf jeden Fall die Erfahrung, dass es sehr viele private Dienstleister gibt, die sich auch in den Krisenländern anbieten, um dort Bewerber zu beraten und zu vermitteln. Persönlich habe ich noch keine Erfahrung mit solchen privaten Dienstleistern, die ja auch mit uns im Wettbewerb stehen. Es gibt sicherlich gute und weniger gute, aber generell kann ich auch nichts Negatives über private Anbieter sagen. ZVEI: Das ist ja schon mal eine gute Aussage! Vielen Dank, Herr Schomann, für dieses informative Interview. Kontakt: Dr. Sonja Dulitz ZVEI-Abt. Forschung, Berufsbildung, Fertigungstechnik Fon: 069 6302-331 · Mail: dulitz@zvei.org

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U M W E LT

UMWELT

RoHS-Anwenderforum am 27. November 2012 2013: Startschuss für die RoHS 2 – Neueste Entwicklungen vor dem Inkrafttreten Zum 2. Januar 2013 kommen in Sachen RoHS wesentliche Neuerungen auf die Elektrotechnik- und Elektronikindustrie zu. Eine der entscheidendsten Folgen für die Elektroindustrie ist die schrittweise Ausdehnung des Geltungsbereichs der novellierten Richtlinie zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten (sogenannte RoHS 2) auf praktisch alle Elektro- und Elektronikprodukte bis zum Jahr 2019.

Quelle: 3drenderedlogos.com - Fotolia.com

Durch die Anpassung der Richtlinie an das sogenannte New Legislative Framework (NLF), wird die RoHS 2 in die Reihe der „CE-Richtlinien“ gehoben. Damit wird die für die Elektroindustrie gewohnte praktische Umsetzung mit harmonisierten Normen, CE-Kennzeichnung und Konformitätsbewertung auf Stoffverbote ausgeweitet. Zudem geben die in der Zwischenzeit auf europäischer Ebene entwickelten Auslegungshilfen zur RoHS 2, die sogenannten Frequently Asked Questions (FAQs), viel Anlass zur Diskussion. Unter der Überschrift „2013: Startschuss für die RoHS 2 – Neueste Entwicklungen vor dem Inkrafttreten“ wird am Dienstag, den 27. November 2012 ein RoHS-Anwenderforum beim ZVEI in Frankfurt am Main stattfinden, bei dem Sie sich umfassend und praxisnah über die RoHS-Richtlinie informieren und mit Experten austauschen können. Auf dem Anwenderforum wollen wir breiten Raum für aktuelle Fragen bieten. Die Veranstaltung richtet sich an alle Mitarbeiter von Unternehmen, die in leitender Funktion in Forschung, Entwicklung, Produktmanagement, Beschaffung, Qualitätssicherung oder Vertrieb die RoHS-Bestimmungen umsetzen müssen.

Termin:

Leitung:

Dienstag, 27. November 2012, 10:00 bis 16:00 Uhr

Andre Koring

Kostenbeitrag: Tagungsort: ZVEI-Konferenzzentrum Lyoner Straße 9, 60528 Frankfurt am Main

290 6 zzgl. MwSt. für Mitglieder 390 6 zzgl. MwSt. für externe Teilnehmer (inkl. Unterlagen, Zertifikat, Mittagessen, Pausengetränke)

Das Programm sowie die Anmeldeunterlagen erhalten Sie bei der ZVEI Akademie Fon: 069 6302-414 oder per Mail: akademie@zvei-services.de

Kontakt: ZVEI-Abt. Umweltschutzpolitik Andre Koring Fon: 069 6302-315 · Mail: koring@zvei.org

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ZVEI-Mitteilungen 9/2012 · 1.9.2012


U M W E LT

Neufassung der Richtlinie über Elektround Elektronik-Altgeräte (WEEE) veröffentlicht Die revidierte EU WEEE Richtlinie 2012 / 19/ EU über Elektro- und Elektronik-Altgeräte wurde im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Der Text ist verfügbar unter: http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2012:197:0038:0071:DE:PDF. Als relevante Daten, die sich aus dem nunmehr erfolgten Inkrafttreten ergeben, sind unter anderem zu nennen: Die Mitgliedstaaten müssen diese Richtlinie bis zum 14. Februar 2014 in nationales Recht umsetzen. Die derzeit noch geltende Richtlinie 2002 / 96 / EG wird mit Wirkung vom 15. Februar 2014 aufgehoben. Die novellierte Richtlinie gilt: a) ab dem 13. August 2012 bis zum 14. August 2018 (Übergangsfrist) vorbehaltlich bestimmter Ausschlüsse für Elektro- und Elektronikgeräte, die unter die vorgegebenen Gerätekategorien fallen;

Wir begrüßen als neue ZVEI-Mitglieder: BACHMANN TECHNOLOGY GMBH & CO. KG Adresse: Tätigkeitsgebiet: ZVEI-Mitglied seit: Fachverband: Landesstelle:

ERICO GmbH Adresse:

Tätigkeitsgebiet: ZVEI-Mitglied seit: Fachverband: Landesstelle:

Adresse:

Tätigkeitsgebiet: ZVEI-Mitglied seit: Fachverband:

Die Mindestsammelquote muss ab 2016 45 Prozent betragen und wird als Prozentsatz des Durchschnittsgewichts der Elektro- und Elektronikgeräte, die in den drei Vorjahren in dem Mitgliedstaat in Verkehr gebracht wurden, ausgedrückt.

Adresse:

Ab 2019 beträgt die Mindestsammelquote 65 Prozent des Durchschnittsgewichts der Elektround Elektronikgeräte, die in den drei Vorjahren in Verkehr gebracht wurden, oder alternativ dazu 85 Prozent der auf dem Hoheitsgebiet dieses Mitgliedstaats anfallenden Elektro- und ElektronikAltgeräten.

ZVEI-Mitglied seit: Fachverband: Landesstelle:

Kontakt: ZVEI-Abt Umweltschutzpolitik Otmar Frey Fon: 069 6302-283 · Mail: frey@zvei.org

ZVEI-Mitteilungen 9/2012 · 1.9.2012

Postfach 1147, 67709 Waldfischbach-Burgalben Fon: 06307 918-10; Fax: 06307 918-150 Mail: info@erico.com Internet: www.erico.com Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Befestigungselementen für die Installationstechnik 1. April 2012 Installationsgeräte und -systeme Rheinland-Pfalz und Saarland

Eurotranciatura S.p.A.

b) ab dem 15. August 2018 vorbehaltlich weiterer Ausschlüsse (z. B. ortsfeste industrielle Großwerkzeuge oder ortsfeste Großanlagen für sämtliche Elektro- und Elektronikgeräte (offener Anwendungsbereich).

Bis zum 31. Dezember 2015 gilt weiterhin eine Quote für die getrennte Sammlung von durchschnittlich mindestens vier Kilogramm pro Einwohner pro Jahr oder die gleiche Menge an Elektround Elektronik-Altgeräten nach Gewicht, wie in dem Mitgliedstaat durchschnittlich in den drei Vorjahren gesammelt wurde, je nachdem, welcher Wert der höhere ist.

Ernsthaldenstr. 33, 70565 Stuttgart Fon: 0711 86602-0; Fax: 0711 86602-29 Technologieentwicklung im elektronischen Bereich 1. Mai 2012 Installationsgeräte und -systeme Baden-Württemberg

Via Stella Rosa, 48/50, 20021 Baranzate Fon: +39 02 350001; Fax: +39 02 3501865 Mail: eurotranciatura@eurotranciatura.it Internet: www.eurotranciatura.it Electrical Laminations 1. Mai 2012 Electrical Winding & Insulation Systems

Klaus Faber AG

Tätigkeitsgebiet:

Lebacher Straße 152 – 156, 66113 Saarbrücken Fon: 0681 9711-0; Fax: 0681 9711-289 Mail: info@faberkabel.de Internet: www.faberkabel.de Handel mit Kabeln und Leitungen, Konfektionierung, Logistik und Beratung 1. April 2012 Installationsgeräte und -systeme Rheinland-Pfalz und Saarland

VMT Vision Machine Technic Bildverarbeitungssysteme GmbH Adresse:

Tätigkeitsgebiet: ZVEI-Mitglied seit: Fachverband: Landesstelle:

Mallaustraße 50-56, 68219 Mannheim Fon: 0621 84250-0; Fax: 0621 84250-290 Mail: info@vmt-gmbh.com Internet: www.vmt-gmbh.com Bildverarbeitung 1. Mai 2012 Automation Baden-Württemberg

Kontakt: ZVEI-Abt. Kommunikation und Marketing, Jörg Thiem Fon: 069 6302-239 · Mail: mitglieder@zvei.org

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A U S D E N FA C H V E R B Ä N D E N

AUS DEN FACHVERBÄNDEN

Electronic Components and Systems: electronica automotive conference – Experten diskutieren Automobilelektronik von morgen Auf der electronica 2012 (13. bis 16. November 2012) wird das Thema Automobilelektronik eines der wichtigsten Themen sein. Bereits am 12. November beginnt die electronica automotive conference „electronics meets automotive“. Dort stellen Topmanager der internationalen Automobil-, Zuliefer- und Elektronikindustrie die Technologien, Lösungsansätze und Strategien vor, mit denen die Industrie die Herausforderungen der kommenden Jahre bewältigen will. Die electronica automotive conference, die durch den ZVEI-Fachverband Electronic Components and Systems unterstützt wird, findet am 12. und 13. November 2012 im Internationalen Congress Center München statt. Das Programmkomitee, in dem auch der ZVEI vertreten ist, hat ein Programm erstellt, in dessen Mittelpunkt Fragestellungen rund um Märkte, Strategien und Technologien der Automobilelektronik stehen. Es werden dabei die Themengebiete „Energyefficent Mobility“, „The Car in the Web“, „Safe Driving“ und „Design to Cost“ beleuchtet. Entwicklungen und Strategien Der erste Konferenztag richtet sich insbesondere an die Top-Führungskräfte von Automobilherstellern, Zuliefer- und Elektronikunternehmen. Auf dem Programm stehen Vorträge unter anderem von Ulrich Möhlmann, Director LTE Automotive E2E Solution, Alcatel-Lucent Deutschland AG, zum Thema „LTE, Automotive Broadband Data Connectivity“ oder von Kurt Sievers, Geschäftsführer der NXP Semiconductors Germany GmbH, der über „Semiconductors in Automotive – How to Get the Best of Both Worlds to Jointly Drive Innovation“ spricht. Weitere Beiträge des ersten Konferenztages befassen sich unter anderem mit Fra-

gestellungen rund um die Leistungselektronik für die Elektrifizierung des Antriebsstrangs (Robert BOSCH GmbH) oder Marktstrategien der Zulieferer bei Motoren und induktivem Laden für die Elektromobilität (BROSE-SEW Elektromobilitäts GmbH & Co KG). Expertenwissen für das technische Management Der zweite Konferenztag ist in zwei Parallelsessions gegliedert. Er stellt die Technologien in den Mittelpunkt und richtet sich an das technische Management von Automobil-, Zuliefer- und Elektronikunternehmen. Eine Session befasst sich dabei schwerpunktmäßig mit energieeffizienter Mobilität. Auf dem Programm stehen unter anderem Vorträge von Infineon Technologies zu „Semiconductor Solutions to Cut Energy Losses“, oder „Power- and Embedded PCBs for Hybrid and E-Cars“ von Schweizer Elektronik. In einer zweiten Session geht es unter anderem um Kommunikation („The Car in the Web“) und Sicherheit („Safe Driving“). Die Fachbesucher erwarten beispielsweise Vorträge von Freescale Semiconductors zu „Security Challenges and Solutions for the Connected Car“, von kathrein automotive zu „The intelligent Antenna: A proper Answer to the Connected World“ oder von Johnson

Control zu „Automotive Interiors Becoming Smarter“. Der zweite Tag schließt mit einer Podiumsdiskussion. Weitere Informationen findet man auch in dem Programmflyer, der dieser Ausgabe der ZVEI-Mitteilungen beilgelegt ist. Das Programm der electronica automotive conference ist im Internet unter www.electronica.de/eac zu finden. Die Konferenzsprache ist Englisch. Kontakt: ZVEI-FV Electronic Components and Systems Dr. Stefan Gutschling Fon: 069 6302-278 · Mail: gutschling@zvei.org

Wireless Congress 2012: Systems & Applications Technologie-Treffen der Wireless-Community im November Rund 55 Vorträge und sechs technische Tutorials bietet der diesjährige „Wireless Congress 2012: Systems & Applications“ am 14. und 15. November 2012 in München,

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parallel zur Fachmesse „electronica“. Schwerpunkte dieses mittlerweile 9. Treffens der Wireless-Community sind Grundlagen, Technik-Trends und Applikationen der

aktuellen und künftigen Wireless-Technologien. Durch sein Engagement als Kooperationspartner unterstreicht der ZVEI-Fachverband Electronic Components and Systems

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A U S D E N FA C H V E R B Ä N D E N

die große Bedeutung, die er in diesem dynamischen Wachstumsmarkt sieht. Namhafte Referenten aus Industrie, Forschung und Wissenschaft geben einen technologieorientierten Überblick über das, was in der Wireless-Branche heute eingesetzt wird und was in naher Zukunft Bedeutung erlangen wird. Die in englischer Sprache gebotenen Fachvorträge umfassen die Themenbereiche „Wireless Sensor Networks“, „802.15.4 and ZigBee Technology“, „Bluetooth Technology”, „Industrial Wireless and M2M“, „Energy Harvesting / Power Management”, „Wireless Automotive”, „NFC/RFID“, „Embedded Wireless“ sowie „System Technology & Trends“. Darüber hinaus erhalten die Teilnehmer in speziellen Tutorials detaillierte Einblicke in die neuen Bluetooth-Varianten, in das Design energiesparender Netze und Endgeräte sowie in HF-Analyse und -Messtechnik. Highlights werden die Keynote-Vorträge von Vertretern der ZigBee Alliance sowie von der „Bluetooth Special Interest Group“ (SIG) über die neuesten Entwicklungen und

Anwendungsmöglichkeiten des ZigBeesowie Bluetooth-Standards sein. Das Marktforschungsunternehmen „iSuppli“ ergänzt um Technik- und Markteinschätzungen in den Bereichen „Cloud Services, Smart Devices and M2M“ sowie um eine kompetent besetzte Panel-Diskussion zur Evolution im Bereich „Wireless Connectivity and the Internet of Things: Business Models, Driving Big Data Analytics“. Der Kongress wird veranstaltet vom Fachmagazin „Elektronik“ in Kooperation mit dem ZVEI und den Veranstaltern der Weltleitmesse „electronica“. Unterstützung kommt von der ZigBee Alliance, der Bluetooth Special Interest Group, der EnOcean Alliance sowie von dem Marktforschungsunternehmen „iSuppli“. Ausführliche Informationen, das detaillierte Kongressprogramm und Details zur Anmeldung findet man unter www.wirelesscongress.com bzw. sind im Programm-Flyer zu finden, der dieser Ausgabe der ZVEI-Mitteilungen beiliegt.

Kontakt: ZVEI-FV Electronic Components and Systems Dr. Stefan Gutschling Fon: 069 6302-278 · Mail: gutschling@zvei.org

Zweite Fachtagung Produktion von Lithiumbatterien Die Verfügbarkeit von Fertigungstechnologie in Deutschland – auch für die Produktion von Batterien – ist eine Grundvoraussetzung für den Aufbau einer wettbewerbsfähigen Infrastruktur für die Bedienung der Leitmärkte Smart Grid und Elektromobilität. Hierfür bietet der ZVEI nun bereits zum zweiten Mal die Plattform. Am Dienstag, 30. Oktober 2012, findet in der Hessischen Landesvertretung in Berlin die zweite Fachtagung Produktion von Lithiumbatterien statt. Auf der Fachtagung werden – nach einer Keynote durch die Automobilindustrie – alle wichtigen Fertigungsschritte in Einzelreferaten von ausgewiesenen Experten vorgestellt. In der anschließenden Podiumsdiskussion wird die Bedeutung einer Batteriefertigung in Deutschland unter Beteiligung hochrangiger Vertreter von Bundes- und Landesministerien diskutiert. Der ZVEI will mit der Fachtagung Batterieproduzenten, Hersteller von Maschinen und Anlagen sowie Vormateriallieferanten zusammenbringen, um Deutschland beim Einstieg in eine Führungsrolle im Bereich Smart Grid und Elektromobilität zu stärken.

Termin:

Kostenbeitrag:

Dienstag, 30. Oktober 2012, 10:00 bis 16:00 Uhr

290 6 zzgl. MwSt. für Mitglieder 390 6 zzgl. MwSt. für externe Teilnehmer (inkl. Seminarunterlagen, Mittagessen, Getränke)

Tagungsort: Hessische Landesvertretung, In den Ministergärten 5, 10117 Berlin

Das Programm sowie die Anmeldeunterlagen erhalten Sie bei der ZVEI Akademie Fon: 069 6302-414 oder per Mail: akademie@zvei-services.de Kontakt: ZVEI-FV Batterien Otmar Frey · Fon: 069 6302-283 · Mail: frey@zvei.org

ZVEI-Mitteilungen 9/2012 · 1.9.2012

Kontakt: ZVEI-FV Transformatoren und Stromversorgungen Dr. Reiner Korthauer · Fon: 069 6302-256 · Mail: korthauer@zvei.org

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AUS DEN LANDESSTELLEN

Kabel und isolierte Drähte: 3. Kompetenztreff Kommunikationsinfrastruktur am 18. September in Trier Leistungsfähige Kommunikationsnetze sind heutzutage für Kommunen ein wichtiger Wettbewerbsvorteil. Sie sind ebenso bedeutend wie Straßen und Schienen. Der Aufbau einer modernen und zukunftssicheren Infrastruktur ist jedoch für alle Beteiligten eine große Herausforderung.

Europe durchgeführt wird, informiert umfassend über die Möglichkeiten von modernen Glasfasernetzen. Neben technischen Lösungen werden Best-Practice Beispiele vorgestellt und in der begleitenden Ausstellung die angesprochenen Lösungen „zum Anfassen“ präsentiert.

Der ZVEI-Fachverband Kabel und die ZVEI-Landesstelle Rheinland-Pfalz und Saarland laden Sie daher gemeinsam herzlich zum „Kompetenztreff Kommunikationsinfrastruktur: Breitband- und FTTH-Lösungen für Kommunen“ nach Trier ein.

Nutzen Sie die Gelegenheit, fundierte Informationen zu diesem Thema zu erhalten. Das detaillierte Programm sowie das Anmeldeformular finden Sie auf unserer Homepage: www.zvei.org/kabel.

Die kostenfreie Veranstaltung, die vom ZVEI in Kooperation mit dem FTTH-Council

Kontakt: ZVEI-FV Kabel und isolierte Drähte Julia Dornwald Fon: 0221 96228-14 · Mail: dornwald@zvei.org

AUS DEN LANDESSTELLEN

Niedersachsen und Bremen: Niedersachsens Ministerpräsident eröffnet Kinderhaus der Firma BLOCK Am 25. Juli 2012 war es endlich soweit: Nach einigen Monaten Planungs- und Bauzeit konnte an diesem Tag das neue BLOCKKinderhaus eröffnet werden. Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister machte dafür auf seiner Sommertour einen Abste-

cher nach Verden um gemeinsam mit Firmeninhaber Wolfgang Reichelt, CEO BLOCK Transformatoren-Elektronik GmbH und Vorsitzender der ZVEI-Landesstelle Niedersachsen und Bremen, den Neubau auf dem Firmengelände feierlich einzuweihen.

Quelle: Block Transformatoren-Elektronik GmbH

Von links: Jörg Reichelt, Wolfgang Reichelt, Ministerpräsident David McAllister, Marlis Reichelt.

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Das Unternehmen BLOCK Transformatoren-Elektronik GmbH mit rund 700 Mitarbeitern am Standort Verden möchte mit der Einrichtung eines Kinderhauses insbesondere Frauen den schnellen Wiedereinstieg in den Beruf ermöglichen und hat erkannt, dass fehlende Betreuungsmöglichkeiten dabei ein großes Hindernis darstellen. „Wenn Frauen mehrere Jahre aus dem Beruf raus sind, hat sich in dieser computerisierten Welt bei ihrer Rückkehr alles verändert“, erklärt Wolfgang Reichelt seine Beweggründe für die Investitionen in eine „Großtagespflegestelle“, wie das Kinderhaus im Behördendeutsch offiziell heißt. Zwei festangestellte Tagesmütter und eine Vertretung kümmern sich vier Stunden am Tag um derzeit 15 Kinder zwischen ein und drei Jahren, deren Mütter bei BLOCK oder anderen Unternehmen der Region arbeiten. Kontakt: ZVEI-Lst. Niedersachsen und Bremen Anne Heinrich Fon: 0511 8505-256 · Mail: hannover@zvei.org

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AUS DEN LANDESSTELLEN

Nordrhein-Westfalen: NRW-Wirtschaftsminister Duin besucht Mitgliedsunternehmen am Niederrhein Am 16. August 2012 hat Garrelt Duin, Minister für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen, drei Mitgliedsunternehmen des ZVEI am Niederrhein besucht.

In den Rundgängen durch Fertigungen und Ausstellungen konnte sich der Minister informieren, wie die Produkte entwickelt und produziert werden und in welchen Märkten sie schließlich zur Anwendung gelangen. Aber auch der Einblick in die Bedingungen an den Arbeitsplätzen und das Unternehmensumfeld waren für den Minister von großem Interesse. Das Engagement der Unternehmen in Aus- und Weiterbildung sowie die Investitionen in die heimischen Standorte sind für den Minister ein Beleg für die Qualität des Standortes NRW.

Manfred Tillmann, Vorstandsmitglied der ZVEI-Landesstelle NRW und Vorstand der s.e.t. electronics AG in Mönchengladbach, unterstrich ebenfalls die Bedeutung der Branche für das Land: „Die Elektroindustrie leistet mit ihren innovativen Produkten und Lösungen einen wichtigen Beitrag für künftige Herausforderungen. Besonders bei Energieeffizienz und Smart Grids sind das Know-how und die Lösungen unserer Branche unentbehrlich – ohne uns ist die Energiewende nicht machbar. Hier am Niederrhein haben wir ein starkes Netzwerk von Unternehmen, das eine optimale Umgebung bietet, um die Innovationen hervorzubringen, die für die Zukunft notwendig sind.“

Dr. Ulrich Micke (rechts) erklärt Minister Duin bei Ormazabal Schaltanlagen für das Mittelspannungsnetz.

Die Elektroindustrie in Nordrhein-Westfalen erzielte im Jahr 2011 mit über 150.000 Beschäftigten in 1.100 Betrieben einen Umsatz von 32 Mrd. Euro.

Quelle: ZVEI

Ebenso zeigte er sich beeindruckt von der Innovationsfreude und der Vielseitigkeit der Unternehmen: „Hier am Niederrhein produ-

zieren sowohl Mittelständler als auch große Konzerne intelligente Elektrotechnik. Ihre Arbeitsplätze leisten einen entscheidenden Beitrag für die Zukunftsfähigkeit NordrheinWestfalens“, sagte Duin. „Besonders positiv für die Stabilität in der Region ist, dass die Unternehmen vor Ort stark vernetzt sind“, so der Minister.

Quelle: Ormazabal

Der Minister konnte sich vor Ort bei den Unternehmen s.e.t. electronics in Mönchengladbach, Ormazabal in Krefeld und Vossloh-Schwabe Optoelectronic in KampLintfort von der großen Bandbreite der Elektroindustrie überzeugen: von elektronischen Baugruppen, Geräten und Systemen über Schaltanlagen für Energieverteilung in intelligenten Stromnetzen bis hin zu innovativen, energieeffizienten LED-Lösungen wurden ihm Produkte und Systeme in den Unternehmen präsentiert.

Minister Duin sieht sich bei Vossloh-Schwabe Optoelectronic die Produktion von LEDs an.

Quelle: ZVEI

Minister Duin (links) in der Produktion bei s.e.t. electronics mit Manfred Tillmann.

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Kontakt: ZVEI-Lst. Nordrhein-Westfalen Julia Dornwald Fon: 0221 96228-14 · Mail: dornwald@zvei.org

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ZVEI-SERVICES GMBH (ZSG)

ZVEI-SERVICES GMBH (ZSG)

Bekannter Versender für die Luftfracht, AEO? Könnte der Termin 25. März 2013 für Sie zum Problem werden? Warten Sie nicht länger, informieren Sie sich jetzt! Zirka 60.000 Unternehmen waren bis zum Stichtag im April 2010 in Deutschland registriert. Deren Waren galten per Erklärung als sicher. In sehr vielen Fällen hatten die Firmen jedoch keinerlei Sicherheitsmaßnahmen getroffen, um die Waren tatsächlich und wirksam vor fremdem Zugriff und damit vor möglichen Manipulationen zu schützen. Nach einer notwendigen Rechtsänderung müssen sich Bekannte Versender bis zum 25. März 2013 einer behördlichen Überprüfung unterziehen, wenn sie diesen Status auch nach diesem Termin noch behalten möchten. Bisher haben weniger als 1.000 Unternehmen einen entsprechenden Antrag beim Luftfahrtbundesamt gestellt. Leider herrschen noch immer viel zu viele Missverständnisse hinsichtlich der Sicherheitskriterien, der zu treffenden Maßnahmen und der zu erwartenden Kosten einer solchen Überprüfung. Hinzu kommt, dass neben reinen Luftfrachtsendungen der größte Teil der Waren per LKW, Bahn oder per Seefracht befördert werden. Auch hierbei sind die Anforderungen in Bezug auf die Sicherheit der Lieferkette in den letzten Jahren gestiegen. Seit der Einführung des AEO-Status ist auch der Zoll direkter Ansprechpartner in Sachen Sicherheit der Lieferkette und zwar für alle Waren und Transportwege (einschließlich Luftfracht). Der große Vorteil des AEO ist, dass hierfür keine Gebühren erhoben werden und dass die Zöllner seit 2008 umfassende Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt haben. Zielgruppe: Mitglieder der Geschäftsleitung, Mitarbeiter aus den Bereichen Qualitäts- und Risiko-Management, Einkauf, Vertrieb und Logistik.

Termin:

Tagungsort:

Mittwoch, 14. November 2012, 10:00 bis 17:000 Uhr

ZVEI-Konferenzzentrum Lyoner Straße 9, 60528 Frankfurt am Main

Referent:

Kostenbeitrag:

Uwe Bellmann, Dipl. Finanzwirt, Hauptzollamt Lörrach Fachmann für Zoll und Exportkontrolle, ausgebildeter Qualitätsmanager, kann aus einem langjährigen Erfahrungsschatz schöpfen

290 6 zzgl. MwSt. für Mitglieder 390 6 zzgl. MwSt. für externe Teilnehmer (inkl. Seminarunterlagen, Mittagessen und Getränke)

Das Programm sowie die Anmeldeunterlagen erhalten Sie bei der ZVEI Akademie Fon: 069 6302-414 oder per Mail: akademie@zvei-services.de

Kontakt: ZVEI Akademie Carmen Franke Fon: 069 6302-414 Mail: akademie@zvei-services.de

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ZVEI-Mitteilungen 9/2012 · 1.9.2012


ZVEI-SERVICES GMBH (ZSG)

ZVEI Akademie: Aktuelle Seminartermine 2012 Seminartitel

Datum

Ort

Leitung / Organisation

Gefahrgut Konferenz Lithium-Batterien Brandschutz und Lagerung

6. September

Frankfurt am Main

D. Schulte-Brader

Grundlagen Brandmeldetechnik und anlagentechnischer Brandschutz

12. September

Leipzig

J. Sievers

Neuerungen bei Brandmeldenormen DIN 14675 und DIN VDE 0833, Teile 1, 2, 4

13. September

Berlin

J. Sievers

Feuerwehrpläne erstellen nach DIN14095

13. September

Hildesheim

F.-J. Hahn /J. Walter

Flucht- und Rettungspläne erstellen nach DIN 4844-3 und DIN ISO 23601

14. September

Hildesheim

F.-J. Hahn J. Walter

TQS 2 Anfragemanagement

20. September

Frankfurt am Main

U. Dietze

Expertenforum IT Security Management aus Sicht der Automation

20. September

Frankfurt am Main

C. Theobald

Eplanerforum – Planer-Fachtagung

21. September

Kassel

W. Spies

Erfolg für Errichter

11. Oktober

Frankfurt am Main

C. Kühn

TQS 3 Angebotsverfolgungsmanagement

11. Oktober

Frankfurt am Main

U. Dietze

Modem Info Tag (Smart Metering)

16. / 17. Oktober

Frankfurt am Main

M. Sauer

Einbruchmeldetechnik (Grundlagenseminar)

23. / 24. Oktober

Frankfurt am Main

H.-J. Leonhardt

Fachkraft SAA als verantwortliche Person nach DIN 14675

23. – 26. Oktober

Frankfurt am Main

J. Rother

Einbruchmeldetechnik (Aufbauseminar)

25. Oktober

Frankfurt am Main

H.-J. Leonhardt

Fachkraft für Rufanlagen nach DIN VDE 0834

30. Oktober

Essen

F. Kohl

Produktion von Lithiumbatterien

30. Oktober

Berlin

O. Frey

Fachkraft für Blitzschutz und Überspannungsschutz an Gefahrenmeldeanlagen (GMA)

6. November

Frankfurt am Main

J. Klinner U. Wolf

Tagung: Elektroakustische Notfallwarnsysteme (ENS) und Sprachalarmanlagen (SAA)

8. November

Berlin

U. Spatzier

Toolbox für den technischen Marktzugang China

8. November

Frankfurt am Main

S. Sichter /J. Fröhlich

Elektroakustische Sprachalarmierung zur Räumung von Gebäuden – Technisches Praxisseminar

13. / 14. November

Berlin

C.-P. Sterling E. Genser

TQS 4 Preisgestaltungsstrategie für Verkäufer

13. November

Frankfurt am Main

U. Dietze

Zollmanagement

13. November

Frankfurt am Main

U. Bellmann

Bekannter Versender für die Luftfracht, AEO?

14. November

Frankfurt am Main

U. Bellmann

Energie Managementsystem

20. November

Frankfurt am Main

Dr. T. Heinen

Technische Fachtagung Licht

21. November

Frankfurt am Main

W. Pajek

Wachstumsquellen erschließen

21. November

Frankfurt am Main

J. Spannagl

Wachstumsschwellen überwinden

22. November

Frankfurt am Main

J. Spannagl

RoHS-Anwenderforum

27. November

Frankfurt am Main

A. Koring

Fachkraft RWA zur Planung, Errichtung, Instandhaltung von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen

27. – 30. November

Stuttgart

S. Walter

Anmeldung und weitere Seminare: www.zvei-akademie.de und www.zvei-services.de Kontakt: ZVEI Akademie · Fon: 069 6302-299 und -414 · Mail: akademie@zvei-services.de

ZVEI-Mitteilungen 9/2012 · 1.9.2012

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ZVEI - Zentralverband Elektrotechnikund Elektronikindustrie e.V. Kommunikation und Marketing Lyoner Straße 9 60528 Frankfurt am Main Mail: presse@zvei.org www.zvei.org

Postvertriebsstück • B 07531 • Entgelt bezahlt

Redaktion: Thorsten Meier (verantwortlich), Tina Benker (CvD), Nadine Novak, Moritz Venner Verlag und Gesamtherstellung: Verlag W. Sachon GmbH + Co. Schloss Mindelburg 87714 Mindelheim

Nachdruck: Nur nach Vereinbarung mit dem Verlag oder dem ZVEI.

ZVEI-Mitteilungen 9/2012  

Die ZVEI-Mitteilungen, das Mitgliedermagazin des Verbands, erscheint jeden Monat neu – und das schon seit 1951. Im Heft stehen Berichte aus...

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