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CULTURE/KULTUR

(En haut) Conception et réalisation globale du centre et du visioguide pour le musée ICT Discovery à Genève. — (Oben) Konzeption und gesamte Realisierung des Besucherzentrums und des Visio-Guides für das ICT Discovery Museum in Genf. (En bas) Vue de l’exposition Natur­ detektive au Museum d’Histoire Naturelle de Stuttgart. — (Unten) Die Ausstellung Naturdetektive im Staatlichen Museum für Naturkunde in Stuttgart.

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„Ich wollte von Anfang an international tätig sein“, erinnert Frédéric Rose und erklärt, dass Museumsprojekte in Frankreich sehr „zergliedert“ sind, weil die Dienstleister jeweils auf ihr Gebiet spezialisiert sind, während man im Ausland „schlüsselfertig“ arbeitet, das heißt, auf globale Weise, ohne Vermittler. In Deutschland wie in der Schweiz „ist es üblich, einen einzigen Ansprechpartner zu haben“. Durch die Anpassung an diese Erwartung gewinnt Museum Manufactory an Effizienz, Reaktionsfähigkeit und spart außerdem Kosten. Seit etwas mehr als drei Jahren werden die Projekte unter der Leitung von Museum Manufactory durchgeführt, von ihrer Konzeption bis zu ihrer Realisierung unter Einbeziehung aller erforderlichen technologischen Möglichkeiten; die Auftraggeber sind sowohl öffentlich als auch privat: Museen,

Besucher- und Informationszentren, Showrooms, kulturhistorische Stätten, Sonder- oder Wanderausstellungen. Frédéric Rose zeichnet sich dadurch aus, dass er „immer den Inhalt vor der Form bearbeitet“. Darin findet man das Anliegen des ehemaligen Kunststudenten wieder, der sich vollkommen in die Werke einfühlt, die er zu offenbaren sucht. „Es ist uns sehr wichtig, dass das Erlebnis des Besuchers ‘stimmt’.“ Das ist in den letzten Jahren immer wichtiger geworden: „Ja, der Besucher hat sich gewandelt; er erwartet inzwischen eine Sinngebung. Im Unterschied zu manchen Museen, in denen man eine Geschichte liest, erlebt man sie hier.“ Die beeindruckende Referenzliste zeigt, wie verschiedenartig die Auftraggeber mit ihren ganz spezifischen Bedürfnissen sind. Ob die Station Europe – das neue Besucherzentrum des Europäischen Parlaments in Brüssel, das Stuttgarter Naturkundemuseum oder die Hassan-II.-Moschee von Casablanca: Jeder dieser Entwürfe schafft, ob räumlich oder technologisch, ein maßgeschneidertes Universum. Nach der szenografischen Konzeption des Elsass-Pavillons auf der Weltausstellung 2010 wird Museum Manufactory mit der Gestaltung des Besuchererlebnisses des Frankreich-Pavillons auf der Weltausstellung in Dubai im Herbst 2020 beauftragt. Reich an Erfahrung, was diesen Veranstaltungstyp mit seinen spezifischen Anforderungen betrifft, wird das Unternehmen umfangreichen funktionalen Erfordernissen gerecht werden müssen vor dem Hintergrund heute wichtiger Thematiken, die das französische Knowhow demonstrieren. Dabei stützt es sich auf sein Kompetenznetzwerk – „auf Akteure, die ihr Handwerk verstehen“ – um „eine zukunftsweisende, innovative, nachhaltige und modulierbare Architektur“ zu schaffen sowie eine immersive, interaktive Ausstellung rund um die Weiterentwicklung der Transportmittel von morgen: elektrisch, vernetzt und automatisiert. Eine neue Herausforderung, die viele Perspektiven eröffnet. Museum Manufactory 14, rue du Brochet | Schiltigheim www.museum-manufactory.com

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Nouvelle formule ! Le guide du Rhin Supérieur avec un hommage à Tomi Ungerer, des bonnes adresses pour manger, dormir, shopper, visiter…

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