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Klänge, die berühren Ob der satte Klang eines 12-Zylinders oder die zarte Passage von Klavier und Geige – uns fasziniert harmonisches Zusammenklingen. www.amag.ch

Mit Leidenschaft. Für Sie.

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E D I TO R I A L

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E D I TO R I A L

MICHAEL BÜHLER Liebe Konzertbesucherinnen, liebe Konzertbesucher Haben Sie nicht auch genug von trüber Winterzeit, nicht enden wollender Hochnebel-Tristesse, von der Glieder durchdringenden Eiseskälte und dem alles dominierenden Weihnachtszeit-Paradox aus Stiller Nacht und Gschänkli-Stress? Dann lassen Sie sich durch unsere Opera Box nach Frankreich entführen. Genauer gesagt in die Stadt der Liebe, ins Paris des 19. Jahrhunderts. Dort entfaltet sich die Handlung von «La vie parisienne», der wohl populärsten Opera buffa des deutsch-französischen Komponisten Jacques Offenbach. Verdrehte Tatsachen, alternative Fakten und skan­ dalträchtige Machenschaften: Was uns heute allzu oft als bittere Realsatire begegnet, findet sich auch bei

Hauptpartner Hauptpartner

Offenbach – dort allerdings als sprühend-unterhalt­ same Sozialkritik. In der Opera Box spicken wir diese mit helvetischer Situationskomik und brandaktuellem Slapstick. Natürlich darf auch die Liebe mit all ihren Komplikationen nicht fehlen. Nehmen Sie also Platz in unserem neu umgebauten Konzertsaal im ZKO-Haus, wo wir Sie mit leichter Operetten-Klassik dem tristen Winter und trüben Alltag entreissen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Ihr Michael Bühler Direktor

Innovationspartner Innovationspartner

Subventionsgeber Gönner Subventionsgeber und und Gönner

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Music Director Daniel Hope 1. Violine Willi Zimmermann, Konzertmeister Donat Nussbaumer, Stv. Konzertmeister Jana Karsko Asa Konishi Jankowska Kio Seiler 2. Violine Daria Zappa Matesic, Stimmführung Silviya Savova-Hartkamp, Stv. Stimmführung Anna Tchinaeva, Stv. Stimmführung Hiroko Takehara Strahm 1. / 2. Violine Inès Morin Tanja Sonc Arlette Meier-Hock Viola Ryszard Groblewski, Stimmführung Frauke Tometten Molino, Stv. Stimmführung Janka Szomor-Mekis Pierre Tissonnier Violoncello Nicola Mosca, Stimmführung Anna Tyka Nyffenegger, Stv. Stimmführung Silvia Rohner Geiser Kontrabass Seon-Deok Baik, Stimmführung Hayk Khachatryan, Stv. Stimmführung Flöte Stéphane Réty Oboe Marc Lachat Roman Schmid

DA S Z Ü R C H E R K A M M E RO R C H E S T E R SAISON 2017 – 2018 1945 durch Edmond de Stoutz gegründet, zählt das Zürcher Kammerorchester heute zu den führenden Klangkörpern seiner Art. Unter der Leitung von Edmond de Stoutz und später von Howard Griffiths und Muhai Tang erlangte das Ensemble internationale Anerkennung. In der Ära mit dem weltweit angesehenen Principal Conductor Sir Roger Norrington, von 2011 bis 2015, konnte das Zürcher Kammer­orchester seine hervorragende Reputation nachhaltig festigen. Seit der Saison 2016 / 17 leitet mit Music Director Daniel Hope erstmals kein Dirigent, sondern ein Instrumentalist das Orchester. Regelmässige Einladungen zu internationalen Festivals, Gastspiele in den bedeutenden Musikzentren Europas, Konzerttourneen auf fast allen Kontinenten sowie zahlreiche gefeierte CD-Produktionen belegen das weltweite Renommee des Zürcher Kammerorchesters. 2017 wurde das Orchester für zwei CD-Produktionen mit dem Echo Klassik in der Kategorie «Klassik ohne Grenzen» ausgezeichnet. Das Repertoire ist breit gefächert und reicht von Barock über Klassik und Romantik bis zur Gegenwart. Bemerkenswert ist zudem die Zusammenarbeit mit Musikern aus anderen Bereichen wie Jazz, Volksmusik und populäre Unterhaltung. Die Nuggi-, Krabbel-, Purzel-, abc- und Kinderkonzerte, die Vermittlungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie die Förderung junger Instrumentalisten sind dem Zürcher Kammerorchester ebenso wichtig wie die kontinuierliche Zusammenarbeit mit weltweit gefeierten Solisten.

Horn Thomas Müller Martin Ackermann Cembalo Naoki Kitaya

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I N H A LT

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I N H A LT S V E R Z E I C H N I S

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Konzertübersicht Alle ZKO-Konzerte auf einen Blick

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Radu Lupu & Jukka-Pekka Saraste Bilder, die auf Musik reagieren

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Fokus Weihnachten auf Schwedisch

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Kind und Kegel Grosse Töne für die Kleinen

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Tine Thing Helseth Spielfreude: «Music is everything»

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Tino Flautino und der Kater Leo Der Flötenspieler erlebt ein neues Abenteuer

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Director’s Cut #2 Erfolgreicher Unternehmer und Musiker: Dieter Meier zu Gast bei Daniel Hope

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ZKO Porträt Im Gespräch mit Michel Bumann

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ZKO Inside Klassik ohne Grenzen

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ZKO-Freunde ZKO-Freunde packen Instrumente aus

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Kolumne Daniel Hope – Lassen Sie uns feiern

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Vorschau / Impressum

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Sir James & Lady Galway Zwei unzertrennliche Flöten Opera Box Festlaune in der Stadt der Liebe

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Silvester- und Neujahrskonzert Wann darf ich klatschen?

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Daniel Hope Ein Kammermusikabend mit Weltklasse-Musikern

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Emőke Baráth, Kate Aldrich & Riccardo Minasi Die Wiederentdeckung eines Barockgenies

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KO N Z E RT Ü B E R S I C H T

A L L E Z KO - KO N Z E RT E AUF EINEN BLICK DEZEMBER 17 TINE THING HELSETH Sa, 9. Dezember 2017 19.30 Uhr, Maag-Areal Tine Thing Helseth Trompete Simos Papanas Konzertmeister Zürcher Kammerorchester Werke von Vivaldi, Torelli, Biber, Telemann und Händel

WO DIE WILDEN KERLE WOHNEN Sa, 16. Dezember 2017 11 / 14 / 16 Uhr, ZKO-Haus Thomas Douglas Erzählung Anina La Roche Konzept und szenische Einrichtung Musikerinnen und Musiker des ZKO ZKO IM PFAUEN: SIR JAMES & LADY GALWAY Sa, 16. Dezember 2017 19.30 Uhr, Schauspielhaus Pfauen

WEIHNACHTSKONZERT Do, 21. Dezember 2017 19.30 Uhr, Fraumünster Fr, 22. Dezember 2017 19.30 Uhr, Fraumünster Anne Sofie von Otter Mezzosopran Daniel Hope Music Director Zürcher Kammerorchester Werke von Händel, Bach, Corelli, Jones und weiteren

Sir James Galway Flöte Lady Jeanne Galway Flöte Daniel Hope Violine Ryszard Groblewski Viola Nicola Mosca Violoncello Werke von Mozart, Beethoven und Haydn KAMMERMUSIK@ZKO So, 17. Dezember 2017 11.00 Uhr, ZKO-Haus WO DIE WILDEN KERLE WOHNEN / WHERE THE WILD THINGS ARE So, 10. Dezember 2017 11 / 14 (Engl.) / 16 Uhr, ZKO-Haus

Anna Tchinaeva Violine Anna Tyka Nyffenegger Violoncello Suguru Ito Klavier Thomas Douglas Sprecher Werke von Clara und Robert Schumann

Thomas Douglas Erzählung Anina La Roche Konzept und szenische Einrichtung Musikerinnen und Musiker des ZKO

NUGGI-KONZERT So, 17. Dezember 2017 14 / 16 Uhr, ZKO-Haus

DIRECTOR’S CUT #2 Mi, 13. Dezember 2017 20.00 Uhr, ZKO-Haus Daniel Hope Gastgeber Dieter Meier Special Guest

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Anna Tchinaeva Violine Anna Tyka Nyffenegger Violoncello Suguru Ito Klavier Werke von Clara und Robert Schumann

Opera Box

LA VIE PARISIENNE Jacques Offenbach Do, 28. Dez. 2017 bis So, 14. Jan. 2018, ZKO-Haus Andres Joho Musikalische Leitung Paul Suter Regie Ensemble bekannter Solisten Zürcher Kammerorchester

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SILVESTERKONZERT «WANN DARF ICH KLATSCHEN?» So, 31. Dezember 2017 17.00 Uhr, KKL Luzern Rachel Harnisch Sopran Albrecht Mayer Oboe Sebastian Knauer Klavier Daniel Hope Violine und Moderation Willi Zimmermann Konzertmeister Zürcher Kammerorchester Werke von Rossini, Mendelssohn, Beethoven, Mozart und weiteren

ZKO IM PFAUEN: TINO FLAUTINO UND DER KATER LEO So, 21. Januar 2018 11.00 Uhr, Schauspielhaus Pfauen Maurice Steger Blockflöte und Leitung Jolanda Steiner Erzählung Zürcher Kammerorchester

BILLETTKASSE TONHALLE MAAG Zahnradstrasse 22, 8005 Zürich Tel. 044 206 34 34 VORVERKAUFSSTELLE TONHALLE MAAG AM PARADEPLATZ Schalterhalle Credit Suisse Paradeplatz 8, 8001 Zürich

NEUJAHRSKONZERT «WANN DARF ICH KLATSCHEN?» Mo, 1. Januar 2018 17.00 Uhr, Maag-Areal

EMŐ KE BARÁTH, KATE ALDRICH & RICCARDO MINASI Mi, 24. Januar 2018 19.30 Uhr, Kirche St. Peter Emőke Baráth Sopran Kate Aldrich Mezzosopran Riccardo Minasi Leitung Zürcher Kammerorchester Werke von Veracini, Heinichen, Ristori, Vivaldi und weiteren

DANIEL HOPE Di, 16. Januar 2018 19.30 Uhr, Maag-Areal

RADU LUPU & JUKKA-PEKKA SARASTE Di, 30. Januar 2018 19.30 Uhr, Maag-Areal

Daniel Hope Violine Daishin Kashimoto Violine Amihai Grosz Viola Claudio Bohórquez Violoncello David Greilsammer Klavier Werke von Beethoven, Schumann und Brahms

Radu Lupu Klavier Jukka-Pekka Saraste Dirigent Norman Perryman Kinetic Painter Zürcher Kammerorchester Werke von Strawinsky, Mozart und Beethoven Art is in Residence: Kinetic Painting

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ZKO BERATUNG UND VERKAUF Seefeldstrasse 305, 8008 Zürich tickets@zko.ch, Tel. 044 388 36 00 ÖFFNUNGSZEITEN Mo – Fr 11.00 bis 17.00 Uhr durchgehend

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Rachel Harnisch Sopran Albrecht Mayer Oboe Sebastian Knauer Klavier Daniel Hope Violine und Moderation Willi Zimmermann Konzertmeister Zürcher Kammerorchester Werke von Rossini, Mendelssohn, Beethoven, Mozart und weiteren

TICKETS

SCHAUSPIELHAUS PFAUEN (für Konzerte im Schauspielhaus) Rämistrasse 34, 8001 Zürich Tel. 044 258 77 77 MUSIK HUG Limmatquai 28 – 30, 8001 Zürich JELMOLI ZÜRICH-CITY Seidengasse 1, 8001 Zürich STARTICKET www.starticket.ch

www.zko.ch BESUCHEN SIE UNS AUF 

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RUBRIKZEILE

DA S P E R F E K T E

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FOKUS

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Anne Sofie von Otter singt im Fraumünster Lieder von Johann Sebastian Bach bis Irving Berlin.

Die Mezzosopranistin Anne Sofie von Otter hat, gemeinsam mit Daniel Hope, ihr ganz individuelles Weihnachts-Konzertprogramm zusammen­gestellt. Eine Weltreise durch geistliche und profane Musik zur Zeit der Besinnung. Im Interview spricht sie über Weihnachten, Bach und Bing Crosby. Anne Sofie von Otter, Sie singen in Zürich ein Programm mit ganz unterschiedlichen Weihnachtsliedern von Bach bis Irving Berlin. Was macht ein perfektes Weihnachtslied für Sie aus? Daniel Hope und ich haben uns lange überlegt, welche Lieder wir für diesen Abend auswählen. Manche stehen direkt mit Weihnachten in Verbindung, andere passen einfach gut in dieses Programm, so wie die beiden Händel-Arien. Das erklärt schon unsere Herangehensweise: Es ist nicht unbedingt der Inhalt, der ein Lied für ein Weihnachtskonzert passend macht, sondern die Stimmung, die es ausstrahlt. Das war die Kategorie, die wir gewählt haben: Die Musik soll zum Dezember passen und zur Atmosphäre im wundervollen Fraumünster. Warum geniessen Menschen zur Weihnachtszeit die Musik so sehr? Weil sie einen direkten Dialog mit Gott ermöglicht oder uns grundsätzlich an Mitmenschlichkeit und Frieden erinnert? Vielleicht ist alles ja auch viel profaner: Für mich persönlich beginnt mit Weihnachten das Ende eines Jahres und man hat bis Silvester Zeit, das Alte zu verabschieden und den Beginn von etwas Neuem vorzubereiten und zu feiern. Diese Zeit ist besonders gut für innere Einkehr geeignet, um zurückzublicken und in die Zukunft zu schauen. Man ist zu Hause, hat weniger zu arbeiten, geniesst es vielleicht, gemeinsam mit anderen Menschen ­Musik zu hören und die Festlichkeiten, die vor der Tür stehen, sinnlich aufzuladen. Ich beobachte gerade in Konzerten zur Weihnachtszeit, dass viele Menschen ihre Familien oder Freunde mitbringen und es wichtig zu sein scheint, die Zeit mit ­Menschen zu verbringen, die einem nahestehen.

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Führt die Musik uns zu Gott? Für viele gilt das sicherlich. Bei mir ist es so, dass mir die Musik ihren eigenen, unglaublichen Wert versichert – sie ist für mich eines der kostbarsten und wertvollsten Geschenke meines Lebens. Welche Weihnachtslieder wurden bei Ihnen zu Hause gesungen, als Sie noch Kind waren? Haben wir nicht alle Weihnachten mit «Stille Nacht» gefeiert? Auf der einen Seite ist dieses Stück so leicht, auf der anderen ist es fast unmöglich, es perfekt zu singen. In meiner Heimat Schweden ist das bekannteste Weihnachtslied wohl «Sankta Lucia». Dabei ist es ursprünglich ein italienisches Lied, das bei uns am 13. Dezember aber von Jung und Alt gesungen wird. Dann tragen die Kinder lange weisse Kleider und Hemden und halten eine Kerze in der Hand. Ich mag die stimmungsvolle Tradition, die dieses Lied bei uns zu Hause hat. Wenn Sie Arien wie Bachs «Schliesse, mein Herze, dies selige Wunder» singen, wo genau befinden Sie sich da? Irgendwo zwischen Himmel und Erde? Bach schafft eine eigene Welt, er ist ein Meister für sich. Seine Welt würde ich vollkommen in der Musik verankern. Mit anderen Worten: In dieser Arie des Weihnachtsoratoriums bin ich vollkommen in der Musik. Und ich freue mich darauf, das Weihnachtsoratorium mit dem ZKO und Daniel Hope aufzuführen, denn ich liebe das GeigenObligato in diesem Stück. Es geht im Weihnachtsoratorium um die Geburt Christi. Was fasziniert Sie an der musikalischen Umsetzung dieser Geschichte durch Bach?

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Mich begeistert, wie es Bach immer wieder gelingt, technische Perfektion und direkte Emotionalität miteinander zu verbinden. Für mich ist der Anfang des Weihnachtsoratoriums «Jauchzet, frohlocket» ein Beispiel für seine unglaubliche Kunst. Es ist vollkommen egal, ob man gläubig ist oder ein Atheist – Bach gelingt es, die Sinne und die Sinnlichkeit in jedem Menschen zu berühren. Ein Gegenbeispiel ist der Song «White Christmas» – das Lied spricht nicht über Religion, sondern bedient eine weihnachtliche, profane Atmosphäre. Was hat den Song so unendlich erfolgreich gemacht? Wahrscheinlich seine Leichtigkeit. Es ist ein lieblicher, fluffiger Song, der aber durchaus kunstvoll geschrieben ist. Und ich bin sicher, dass Bing ­Crosby diesem Lied zum Weltruhm verholfen hat. Eine geniale Interpretation!

«Auf der einen Seite ist ‹Stille Nacht› so leicht, auf der anderen ist es fast unmöglich, das Stück perfekt zu singen.» Nun werden Sie das Lied interpretieren, gemeinsam mit dem ZKO. Wie würden Sie das Orchester beschreiben? Daniel Hope hat mir vorgeschwärmt und ich freue mich sehr, nach Zürich in das wunderschöne Fraumünster zu kommen und mit dem ZKO und Daniel zu musizieren. Ich bin sicher, dass wir die beiden Konzerte gemeinsam geniessen werden.

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FOKUS

Das Programm in Zürich wird mit «O Tannenbaum» enden. Dann haben Sie gemeinsam mit dem ZKO schon fast eine musikalische Weihnachts-Weltreise von Italien über die USA, nach Schweden und Deutschland unternommen. Wo wollen Sie selber das nächste Weihnachtsfest feiern? Das nächste Weihnachtsfest und überhaupt alle Weihnachtsfeste: in Schweden, bitte! Die Dunkelheit und die Kerzen sorgen hier für die richtige

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Stimmung und wenn wir Glück haben, bekommen wir noch ein bisschen Frost und Schnee. So sieht das perfekte Weihnachten für mich aus.  ab

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Anne Sofie von Otter Mezzosopran Daniel Hope Music Director Zürcher Kammerorchester

Georg Friedrich Händel Concerto grosso d-Moll op. 6 Nr. 10 HWV 328 Ouvertüre: Allegro | Air: Lentamente | Allegro |  Allegro  |  Allegro moderato

16 min

Johann Sebastian Bach Schliesse, mein Herze, dies selige Wunder, aus: «Weihnachtsoratorium» BWV 248 Nr. 31

6 min

Georg Friedrich Händel As with rosy steps the morn, aus: «Theodora» HWV 68

7 min

Georg Friedrich Händel Cara sposa, aus: «Rinaldo» HWV 7

5 min

Arcangelo Corelli 15 min Concerto grosso g-Moll op. 6 Nr. 8 «Fatto per la notte di natale» Vivace – Grave  |  Allegro  |  Adagio – Allegro – Adagio  |  Vivace  |  Allegro  |  Largo (Pastorale ad libitum) Thad Jones A child is born

4 min

KO N Z E RT E N D E ca. 21.00 Uhr

Irving Berlin White Christmas

3 min

ABO Barock-Abo

Robert Wells The Christmas song (chestnuts roasting on an open fire)

3 min

TICKETPREISE CHF 90 / 80 / 60 / 35 / 20

Traditional O Tannenbaum

3 min

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RUBRIKZEILE

«MUSIK IST ALLES» Die norwegische Trompeterin Tine Thing Helseth führt gemeinsam mit dem ZKO durch einen Abend des Barock.

Ihrem Instagram-Account hat die norwegische Trompeterin Tine Thing Helseth den Untertitel «Music is everything» gegeben – «Musik ist alles». Seit sie ­sieben Jahre alt ist, spielt sie Trompete und hat seither eine gigantische Karriere hingelegt: Nach einigen gewonnenen Wettbewerben spielt sie heute mit vielen grossen Orchestern, hat bei den BBC-Proms unter anderem ein Werk uraufgeführt, das der Komponist Matthias Pintscher ihr gewidmet hat, und spielte bei der Nobelpreis-Zeremonie in Oslo. Helseths klarer, lyrischer Trompetenton hat keine Grenzen, in der Welt der Neuen Musik ist sie ebenso zu Hause wie in den Ursprüngen der Trompetenliteratur. In Zürich wird sie mit ihrem Instrument nun einmal durch die Ära des Barock führen und Werke von Telemann, Torelli und Händel aufführen. Das

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Zürcher Kammerorchester begleitet sie und etabliert dazu mit zwei Vivaldi-Konzerten sowie einem Werk von Biber die Stimmung der Zeit. Die Komponisten, mit denen Helseth sich beschäftigt, entstammen ungefähr einer Generation und sind in ihrer Musik doch so unterschiedlich. Da ist zum einen Georg Philipp Telemann, der 1681 in Magdeburg geboren wurde und über einige Umwege nach Hamburg kam. Hier wurde er «Director Musices» der Stadt, damals eine der wichtigsten Musikerpositionen Europas. Telemanns Werke, die durch ihren Melodienreichtum bestechen, strotzen vor harmonischen Effekten. Diese nutzt er auch im Trompetenkonzert in D-Dur – Musik, die der Gesanglichkeit einer Tine Thing Helseth sehr entgegenkommt. Ausserdem auf dem Programm: das Trompetenkonzert von Giuseppe Torelli, der selber

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TINE THING HELSETH

einer der bekanntesten Geiger des Barock war und hier der Trompete ein Denkmal setzte. Ob Händels Suite in D-Dur, das sogenannte «Water Piece», wirklich aus der Feder des Komponisten stammt, ist bis heute umstritten. Sicher ist jedoch, dass Händel einen lukrativen Vertrag mit dem Musikherausgeber John Walsh hatte, der dieses Werk veröffentlichte. Ausserdem gibt diese Trompetenmusik den typischen Charakter der Werke Händels wieder. Es ist ein Werk unerschöpflicher Freude, brillant und heissblütig geschrieben, dabei stets erhaben und weich sowie eine grosse virtuose Herausforderung für jeden Solisten.

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Mit ihrem Konzert im Maag-Areal zeigt Tine Thing Helseth die Vielfalt der europäischen Musikkultur des 17. Jahrhunderts und vor allen Dingen die Spielfreude jener Zeit sowie die Begeisterung für virtuose Schönheit. Hätten die Barock­komponisten einen ­Instagram-Account gehabt, sie hätten ihm wahrscheinlich den Titel «Musik ist alles» gegeben.  ab

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Tine Thing Helseth Trompete Simos Papanas Konzertmeister Zürcher Kammerorchester

Antonio Vivaldi Concerto e-Moll für Streicher und B.c. RV 134 Allegro moderato  |  Andante e pianissimo  |  Allegro Giuseppe Torelli Trompetenkonzert D-Dur «Estienne Roger 188» Allegro | Adagio | Allegro

7 min

10 min

Heinrich Ignaz Franz von Biber 10 min Battaglia für Streicher und B.c. Sonata  |  Die liederliche Gesellschaft von allerley Humor  |  Der Mars | Presto | Aria | Die Schlacht |  Lamento der verwundten Musquetirer

KO N Z E RT E N D E ca. 21.15 Uhr ABO Grosses Abo, Barock-Abo TICKETPREISE CHF 105 / 95 / 82 / 40

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Pause

20 min

Georg Philipp Telemann Konzert D-Dur für Trompete, Violine, Cello, Streicher und B.c. TWV 53:D5 Vivace | Adagio | Allegro

15 min

Antonio Vivaldi Concerto d-Moll für Violine, Streicher und B.c. RV 246 «Per Pisendel» Allegro | Largo | Allegro

9 min

Georg Friedrich Händel 8 min Suite D-Dur für Trompete, Streicher und B.c. HWV 341 Ouvertüre | Gigue: Allegro | Air: Minuetto | Bourrée | Marche

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D I R E C TO R ’ S C U T # 2

D I R E C TO R ’ S C U T # 2

«YES» ODER «NO»? Der Konzeptkünstler, Musiker und Unternehmer Dieter Meier ist zu Gast in Daniel Hopes «Director’s Cut». Über zehn Jahre lang gingen die Menschen in K ­ assel über eine Platte zur Arbeit, auf die Dieter Meier geschrieben hatte: «Am 23. März 1994 von 15:00 – 16:00 wird Dieter Meier auf dieser Platte stehen.» Angebracht hatte er sie 1972 zur ­documenta, einer Ausstellung moderner Kunst. Als er sein Versprechen dann einlöste, reisten Besucher aus der ganzen Welt an, um den Mann zu sehen, der die Menschen allein durch seine Ankündigung jeden Tag an die Vergänglichkeit des Daseins und die Zufälligkeit des Augenblicks erinnerte. Im ZKO-Haus ist noch keine Tafel angebracht, darum sei es an dieser Stelle vermerkt: «Am 13. Dezember 2017 ab 20:00 wird Dieter Meier sich hier dem ‹Director’s Cut› von Daniel Hope stellen.»

«Das Besondere an Meier ist, dass er sogar die Ökonomie zur Kunst erhoben hat.» Musik ist genau das Thema des Schweizer Konzeptkünstlers. Grosse Erfolge hat er mit seiner Band Yello gefeiert, der Song «The Race» war sogar Titelmelodie der Musiksendung «Formel Eins». 2014 hat er sein erstes Soloalbum vorgestellt und noch immer tüftelt er an neuen Klängen. Das Besondere an Meier ist, dass er sogar die Ökonomie zur Kunst erhoben hat.

So ist er unter anderem Teilhaber an einer Firma für digitale Mischpulte, hat eine gigantische Rinderzucht, unterhält das Restaurant «Bärengasse» in Zürich und hält Anteile an zahlreichen Unternehmen. Sein Vermögen beläuft sich auf viele Millionen Schweizer Franken. Daniel Hope und Dieter Meier werden den Werdegang des Selfmademans Revue passieren lassen: vom Jurastudium über seine erste Anstellung bei einer Bank bis zum Leben als Berufspokerspieler. Meier sorgte bereits 1971 für Aufsehen, als er allen Passanten in New York eine Quittung über einen US-Dollar ausstellte, die zu ihm die Worte «Yes» oder «No» sagten. Meier selber werden diese zwei Worte im «Director’s Cut» kaum reichen. Sein Gesprächspartner Daniel Hope wird vielmehr versuchen, ihm grosse Geschichten zu entlocken.  ab

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Daniel Hope Gastgeber Dieter Meier Special Guest

Daniel Hope empfängt den Konzeptkünstler Dieter Meier.

KO N Z E RT E N D E ca. 21.15 Uhr

EINHEITSPREIS CHF 50

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S I R J A M E S & L A DY G A LWAY

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DIE LADY, DER SIR UND DIE SCHULE DER MUSIK Lady Jeanne Galway und Sir James Galway sind vielleicht das schillerndste Flöten-­ Ehepaar. In Zürich werden sie eine Reise durch die Wiener Klassik antreten.

Sir James Galway und seine Frau, Lady Jeanne Galway, sind zwei leidenschaftliche Musiker. Die Galways sind unzertrennlich – in der Musik ebenso wie in ihrem Alltag. Ihre Rollenverteilung beschreiben sie gern mit irischem Humor: «Wir sind quasi immer zusammen», sagt Lady Galway. «Ich organisiere seine Karriere und seine Koffer. Dafür bringt er mir den Tee am Morgen. So machen wir das, seit wir uns kennen.» Das ist natürlich ein Understatement, denn in der Regel konzertieren die beiden gern gemeinsam und auf Augenhöhe. Schon bevor sie sich kennengelernt haben, spielten sie als Instrumentalisten an der Weltspitze mit. Sie hat als eine der ersten weiblichen Flötenstars unter anderem für die Labels BMG und Deutsche Grammophon aufgenommen, er war Mitglied der Ber-

liner Philharmoniker, bis er das Ensemble für eine Solokarriere verlassen hat. Sir James spielte immer wieder in populären Projekten wie in der Aufnahme des Soundtracks zu «Der Herr der Ringe». Ein Projekt, das fast nicht zustande gekommen wäre. Sir James erinnerte sich gegenüber einer amerikanischen Zeitung einmal: «Ich war gerade in den USA angekommen und sagte zu meiner Frau: ‹Ich bin zu alt und kann mich nicht um diese Dinge wie Hollywood kümmern.› Daraufhin hat sie mich angesehen und ich habe gedacht: ‹Was rede ich hier für einen Quatsch – das ist immerhin ‹Der Herr der Ringe›.› Also habe ich die Aufnahme natürlich gemacht.» Die Galways glauben, dass es wesentlich ist, möglichst früh mit klassischer Musik in Kontakt zu kommen. Allerdings wissen beide auch, dass Zuhören

D R E I F R AG E N A N . . . S I R J A M E S G A LWAY Sir James Galway, Sie werden in Zürich Werke der Wiener Klassik von Haydn über Mozart bis Beethoven interpretieren. Wie hat sich die Musik in dieser Zeit entwickelt? Ich bin kein Freund von Pauschalisierungen, aber man könnte es vielleicht so sagen: Haydns Kunst bestand darin, dass er so vielfältig war und sich in seinem Werk nie wiederholte, Mozart war ein Meister für sich und Beethoven hat alles mit der Vernunft verbunden. Sie spielen oft mit dem ZKO zusammen. Was begeistert Sie an diesem Orchester? Besonders die Zeit mit Sir Roger Norrington ist unvergesslich. Ich finde, in dieser Phase hat sich das ZKO rasant entwickelt. Es ist ein demokratisches

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Orchester, aber wenn am Abend gespielt wird, einigt man sich auf einen Weg. Der Ansatz des historisch Informierten und dennoch Freien liegt mir sehr. Um die Flötenquartette von Mozart ranken sich viele Mythen, angeblich soll Mozart die Flöte als Instrument nicht sonderlich geliebt haben. Das halte ich für grossen Quatsch! Da wird ein Satz von ihm immer wieder zitiert, den er aus Wut geschrieben hat, weil der Auftraggeber in Mannheim ihn nicht bezahlt hat. Schauen Sie einfach in die Noten: Allein der Titel «Die Zauberflöte» spricht doch für sich und die Rolle der Flöte in seinen Klavierkonzerten ebenso. Ich bin sicher, dass Mozart die Flöte sehr schätzte, und er hat sie immer wieder sehr klug eingesetzt.

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und Musizieren den Menschen nicht in den Schoss fallen. «Klassik ist eine intellektuelle Sache», sagt Sir James Galway. «Man muss sich mit ihr auseinandersetzen, um sie zu lieben.» Beide kritisieren andauernde finanzielle Einschnitte in öffentliche Musikprogramme. 2013 haben sie daher ein interaktives Onlineprogramm entwickelt, mit dem Schüler aller Altersklassen das Flötenspiel erlernen können. Im Zürcher Pfauen spielen sie nun ein Programm mit den drei grossen Komponisten der Wiener Klassik. Haydns Flötentrio in C-Dur ist ein Stück, das er während seines zweiten Londoner Aufenthalts für Sir ­Walter Aston und den Earl of A ­ bingdon geschrieben hat. Der skurrile Earl war ein begeisterter musikalischer Mäzen, der die Angewohnheit hatte, sich seine «elendigen» Kompositionen von Haydn «ein wenig besser» machen zu lassen. Am Ende wurden es kleine Meisterwerke, die auch von Laien gespielt werden konnten.

Mozarts Flötenquartette entstanden ebenfalls auf ­Reisen. In Mannheim gab der Bonner Medizingelehrte Ferdinand Dejean gleich drei Kompositionen bei ihm in Auftrag. Da Mozart sich aber in die 16-jährige Aloisia Weber verliebte, stockte die Produktion und er stellte nicht einmal die Hälfte des Auftrags fertig. Statt der vereinbarten 200 Gulden zahlte Dejean ihm schliesslich nur 96 Gulden – ein Umstand, der Mozart verleitete, in seinen Briefen über den Gönner zu fluchen. Beethoven schuf mit seiner D-Dur-Serenade eines der seltenen Kammermusikwerke ohne Bass. Wer genau der Auftraggeber war, wissen wir nicht. Aber auch hier kann man davon ausgehen, dass Beethoven das Flötenwerk für einen Mäzen schrieb. Im Dezember werden die Galways nun mit Daniel Hope (Violine), Ryszard Groblewski (Viola) und Nicola Mosca (Violoncello) ihre Reise durch die Musik der Klassik antreten.  ab

Z KO I M P F A U E N : S I R J A M E S & L A DY G A LWAY S a , 1 6 . D e z e m b e r 2 0 1 7 , 1 9 . 3 0 U h r, S c h a u s p i e l h a u s P f a u e n

Sir James Galway Flöte Lady Jeanne Galway Flöte Daniel Hope Violine Ryszard Groblewski Viola Nicola Mosca Violoncello

KO N Z E RT E N D E ca. 21.15 Uhr ABO Meisterzyklus-Abo TICKETPREISE CHF 105 / 95 / 82 / 40

Wolfgang Amadeus Mozart Quartett Nr. 1 D-Dur für Flöte, Violine, Viola und Violoncello KV 285 Allegro | Adagio | Rondeau: Allegretto

15 min

Ludwig van Beethoven Serenade D-Dur für Flöte, Violine und Viola op. 25 Entrata: Allegro  | Tempo ordinario d’un Menuetto  |  Allegro molto  |  Andante con variazioni  |  Allegro scherzando e vivace  |  Adagio – Allegro vivace e disinvolto

25 min

Pause

20 min

Joseph Haydn Flötentrio Nr. 1 C-Dur für zwei Flöten und Violoncello Hob. IV:1 Allegro moderato | Andante | Finale: Vivace

11 min

Wolfgang Amadeus Mozart Quartett Nr. 3 C-Dur für Flöte, Violine, Viola und Violoncello KV 285b/Anh. 171 Allegro  | Thema und Variationen: Andantino

17 min

ZKO im Pfauen: Die Konzertreihe des ZKO in Kooperation mit dem Schauspielhaus Zürich

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PA R I S E R S C H W U N G Die Opera Box zeigt Jacques Offenbachs «La vie parisienne». Und da wird es hoch zu- und hergehen, wenn Paul Suter das Geschehen direkt im Publikum inszeniert. Ein erster Einblick aus Sicht der Sänger. Nichts ist, wie es scheint: Zwei Lebemänner führen einen Baron und seine Gattin an der Nase herum. Die gesellschaftlichen Verhältnisse werden auf den Kopf gestellt – und dauernd verändert sich das, was wahr ist und wahr scheint. Mit seiner Ope­­rette «La vie parisienne» hat Jacques Offenbach ein Werk geschaffen, dessen Lebendigkeit bis h ­ eute

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begeistert: eine unterhaltsame Sozialkritik und ein grossartiges Stück Spasstheater. Der Plot ist wie gemacht für die Zürcher Opera Box. Wir haben vier Personen aus dem Sängerensemble ein paar Fragen gestellt – zur Opera Box, zu ihren Paris-­ Erinnerungen und zu ihrer eigenen Rolle.

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O P E R A B OX

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Mein schönstes Erlebnis auf einer Paris-­ Reise war, dass ich an einem Tag den Eiffelturm, das Grab von Edith Piaf und die Mona Lisa bewundern konnte.

J Ü R G K R AT T I N G E R Die Opera Box ist besonders, weil sie die einzig konsequente Alternative zur Grand opéra ist.

Die erste Oper, die ich gesehen habe, war «Cavalleria Rusticana» in der Arena von Verona. Ich war sehr besorgt, weil ein älterer, gehbehinderter Statist den Anschluss an die grosse Osterprozession zu verpassen drohte. Meine Rolle ist die wichtigste der Operette, weil Urbain diesen wunderbaren Satz äussert: «Fermez les yeux – ne gênons pas les amoureux!»

Mein schönstes Erlebnis auf einer Paris-­ Reise war … Ach je, wo soll man da anfangen. Vielleicht bei der Aufführung eines Theaterstücks von Michel Tremblay 2015 in einem Kleintheater, ein Jahr, nachdem wir ein anderes Stück dieses Autors in Zürich gespielt hatten. Das gehört auf jeden Fall zu den Erlebnissen, von denen ich öffentlich sprechen darf.

SAMUEL ZINSLI Die Opera Box ist besonders, weil hier das sogenannte leichte Genre für voll genommen und mit grossem Engagement und Vergnügen auf die Bühne gebracht wird.

Die erste Oper, die ich gesehen habe, war Evgenij Onegin, 1991 in Zürich. Meine Rolle ist die wichtigste der Operette, weil … Oh, diese Frage kann ich leider nicht beantworten, da meine Rolle, eine Sprechrolle, jetzt im September noch nicht geschrieben ist.

Mein schönstes Erlebnis auf einer Paris-­ Reise war der Kuss auf dem Eiffelturm. Die erste Oper, die ich gesehen habe, war … Das weiss ich nicht mehr. Aber die erste Oper, die ich gehört und bei der ich alle Partien mitgesungen habe, war «Die Zauberflöte».

BARBARA HENSINGER

Meine Rolle ist die wichtigste der Operette, weil die Nichte sozusagen das Salz in der Suppe ist. 

Die Opera Box ist besonders, weil die Sängerinnen und Sänger hautnah und unmittelbar im Zuschauerraum agierend erlebbar sind.

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Winter die Premiere von Offenbachs «Fantasio» erlebte. Ein weniger bekanntes Werk, aber was für eine Musik! Nicht umsonst nennt man Offenbach den «französischen Mozart»!

M u

Die erste Oper, die ich gesehen habe, war … Eigentlich waren es gleich zwei: Carl Maria von Webers «Abu Hassan» und «I Pagliacci» von ­Ruggero Leoncavallo an den Sommerfestspielen in Eutin.

ERICH BIERI Die Opera Box ist besonders, weil wir so viele tolle Solisten auf der Bühne haben – das ist aber auch eine logistische Herausforderung. Mein schönstes Erlebnis auf einer Paris-­ Reise war erstens, als ich in der Basilika Sainte-­ Clotilde sang, in der César Franck zwanzig Jahre lang Organist war, und zweitens, als ich letzten

Meine Rolle ist die wichtigste der Operette, weil ... Ich freue mich irrsinnig, einen schwedischen Adeligen zu spielen. Aber Baron Gondremarck ist nicht der wichtigste, da es viele grosse Rollen gibt. Es ist ein Ensemblestück und die Nummern müssen wie Zahnrädchen ineinandergefügt werden.  ab

Limm

O P E R A B OX : J A C Q U E S O F F E N B A C H – L A V I E PA R I S I E N N E D o, 2 8 . D e z . 2 0 1 7 , 1 9 . 0 0 U h r   |   S o, 3 1 . D e z . 2 0 1 7 , 1 6 . 0 0 / 2 0 . 0 0 U h r Mi, 3. Jan. 2018, 19.00 Uhr  |  Sa, 6. Jan. 2018, 19.00 Uhr S o, 7 . J a n . 2 0 1 8 , 1 6 . 0 0 U h r   |   S a , 1 3 . J a n . 2 0 1 8 , 1 9 . 0 0 U h r S o, 1 4 . J a n 2 0 1 8 , 1 6 . 0 0 U h r, Z KO - H a u s

Andres Joho Musikalische Leitung Paul Suter Regie Nina Debrunner Regie und Dialogtexte Wolfgang Drechsler Arrangement Lynn Clea Ismail Choreografie und Tanz Niklaus Rüegg Brésilien, Frick, Prosper Erich Bieri Baron Gondremarck Erwin Hurni Bobinet Daniel Zihlmann Gardefeu Jürg Krattinger Alphonse, Urbain Matthias Müller Gontran und Chortenor 1 Samuel Zinsli Alfred, Etienne Christa Fleischmann Gabrielle

KONZERTDAUER ca. 180 Minuten

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Mardi Byers Baronne Gondremarck Violetta Radomirska Métella Jeanne Pascale Pauline Anita Monti Clara Barbara Hensinger Louise und Chorsolo Nicole Zumstein Chorsopran Silvia Teixeira Léonie und Chormezzosopran Andreas Schiller Gilbert und Chortenor 2 Uli Accolas Oswald und Chorbass Flavio Corazzo Statist und weitere

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Zürcher Kammerorchester

TICKETPREISE CHF 68 / 58 / 48

Wir ZKO ticke

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JAHRESWECHSEL MIT APPLAUS Eine grosse Gala mit grossen Musikern. Gemeinsam mit Rachel Harnisch, Albrecht Mayer und Sebastian Knauer wird Daniel Hope fragen: «Wann darf ich klatschen?»

Den Jahreswechsel feiert das ZKO an Silvester in Luzern, an Neujahr in Zürich. Daniel Hopes Buch «Wann darf ich klatschen?» gibt der grossen Gala den Rahmen: Der unterhaltsame Abend bietet einen humorvollen Blick auf unseren Konzertalltag, gespickt mit grossartiger Musik von Rossini, Mendelssohn, Mozart, Beethoven und weiteren. Mit dabei sind die Sopranistin Rachel Harnisch, der Oboist Albrecht Mayer, der Pianist Sebastian Knauer und natürlich das ZKO mit seinem Konzertmeister Willi Zimmermann. Zum Verhalten des Publikums während eines Konzerts schreibt Daniel Hope in seinem Buch «Wann darf ich klatschen?» Folgendes: «Die deutschsprachige Konzerttradition sieht Beifall nach einzelnen Sätzen nicht vor, erst ganz am Ende darf geklatscht werden. Doch immer häufiger spüre ich – bei Zuhörern wie bei Musikerkollegen – Sympathie für das südländische Vorbild, auch nach den Sätzen zu klatschen oder dann, wenn man gerade begeistert ist. Nicht etwa, dass es bei klassischen Konzerten zugehen soll wie bei einer Jamsession der Jazzer, wo nach einem gelungenen Solo sogar mitten in die Musik hineingeklatscht wird. Aber etwas spontaner und weniger steif könnte die Atmosphäre auch bei uns durchaus werden.» Das Opus wollte wissen, wie andere Künstler darüber denken. Ein Gespräch mit dem Oboisten Albrecht Mayer über Applaus, das Programm zum Jahreswechsel und Youtube. Albrecht Mayer, zum Silvester- und Neujahrskonzert stellt sich die Frage: «Wann darf ich klatschen?» Wie ist Ihre Antwort? Ich habe natürlich Daniel Hopes Buch gelesen, das sich dieser Frage widmet, und fand es sehr span-

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nend. Ich persönlich denke, dass wir grundsätzlich unverkrampft sein sollten: Wenn einen etwas wirklich begeistert, kann man natürlich klatschen. Klar, es gibt ungünstige Momente und man könnte die anderen Zuhörer stören. Aber ich finde, dass wir diese bürgerliche Moral, die sich in der klassischen Musik etabliert hat, ablegen sollten. Bei den Uraufführungen von Beethoven-Sinfonien wurde zwischen den Sätzen durchaus noch geklatscht, manchmal wurde sogar eine Zugabe gegeben. Und in den Opernhäusern des Barock hörte das Publikum in den Logen auch nicht immer aufmerksam zu. Mir gefällt das Flair der Arena von Verona. Dort wird so lange gejubelt, bis die Sänger ihre Arie noch einmal singen. Auf der anderen Seite finde ich aber, dass es durchaus schön sein kann, mal eine ganze Sonate ohne Klatschen dazwischen durchzuhören. Die innere Freude kann ebenfalls ein grosses Erlebnis sein.

«Wenn einen etwas wirklich begeistert, kann man natürlich klatschen.» Sie werden in Zürich unter anderem eine Fantasie über Donizettis Oper «Linda di Chamounix» von Louis Klemcke spielen. Einen Komponisten, den man gar nicht kennt ... Ist das nicht toll? Ich habe neulich auf Youtube geschaut, aber nicht einmal dort gibt es dieses Stück. Dabei ist es wirklich wunderschön. Die Donizetti-­ Oper ist ein Meilenstein des Belcanto, und der Oboe wird ja nachgesagt, die menschliche Stimme am besten zu imitieren. Darum geht es auch in diesem virtuosen Stück.

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Weil wir gerade über Youtube geredet haben: Diese Mode des 19. Jahrhunderts, grosse Opern für den Salon zu schrumpfen, ist ja auch irgendwie modern ... Natürlich, es ging damals um das Gleiche wie heute: ein grosses Werk möglichst schnell zu verstehen und zu Hause spielen zu können. Da es keine Schallplattenspieler, geschweige denn Youtube gab, haben Komponisten wie Paganini oder später auch Liszt diese Opernfantasien komponiert. So konnte man in einem Salon die neueste Mode von den grossen Bühnen nachhören und über die Musik debattieren. Und sicherlich wurde in diesen Salons auch eifrig geklatscht. Sie arbeiten sehr viel mit Daniel Hope zusammen, musizieren Sie im gleichen Geiste? Mehr noch, wir treffen uns regelmässig, um auch über Dinge ausserhalb der Musik zu plaudern. Für mich ist es eine grosse Freude, wenn man mit Kollegen musiziert, mit denen man sich über die Musik und ihre Wirkung auf die Menschen austauschen kann. Daniel ist in dieser Hinsicht ein grandioser Gesprächspartner und Freund.

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Auch mit dem ZKO haben Sie viel zusammengespielt und waren schon einmal gemeinsam auf Tour. Wie würden Sie das Orchester beschreiben? Das Zürcher Kammerorchester ist sicherlich ­eines der besten Kammerorchester der Welt. Ich hatte die Ehre, noch gemeinsam mit Sir Roger ­Norrington auf Tour zu gehen, und freue mich immer wieder, zurückzukehren. Auch, weil der Konzertmeister des ZKO, Willi Zimmermann, ein ausserordentlicher Mensch mit Ecken und Kanten ist, mit dem man genial über die Musik debattieren kann. Übrigens hat er für mich einen der schönsten Geigentöne überhaupt. Nun freue ich mich ausserdem, das ZKO unter der Leitung von Music Director Daniel Hope zu erleben. Ich bin neugierig auf seine Moderation, auf den Jahreswechsel in Zürich und darauf, wann das Schweizer Publikum klatschen wird.  ab

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S I LV E S T E R - / N E U J A H R S KO N Z E RT « WA N N DA R F I C H K L AT S C H E N ? » S o , 3 1 . D e z e m b e r 2 0 1 7 , 1 7 . 0 0 U h r, K K L L u z e r n M o , 1 . J a n u a r 2 0 1 8 , 1 7 . 0 0 U h r, M a a g - A r e a l

Rachel Harnisch Sopran Albrecht Mayer Oboe Sebastian Knauer Klavier Daniel Hope Violine und Moderation Willi Zimmermann Konzertmeister Zürcher Kammerorchester

Gioacchino Rossini Ouvertüre zu «Der Barbier von Sevilla» Louis Klemcke Fantasie «Linda di Chamounix» für Oboe und Orchester Johann Sebastian Bach Konzert d-Moll für zwei Violinen, Streicher und B.c. BWV 1043 Largo ma non tanto Wolfgang Amadeus Mozart Arie «L’amero, saro costante», aus: Il re pastore KV 208 Felix Mendelssohn Violinkonzert e-Moll op. 64 Allegretto non troppo – Allegro molto vivace Pause Dmitri Schostakowitsch aus: Fünf Stücke für zwei Violinen und Klavier

KO N Z E RT E N D E ca. 19.00 Uhr ABO Mo, 1. Jan. 2018 (Maag-Areal) Kleines Abo TICKETPREISE So, 31. Dez. 2017 (KKL) CHF 145 / 125 / 95 / 65 / 35 Ticketverkauf nur über KKL Luzern Mo, 1. Jan. 2018 (Maag-Areal) CHF 120 / 110 / 100 / 55

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Johann Sebastian Bach Klavierkonzert Nr. 1 d-Moll BWV 1052 Allegro Ludwig van Beethoven Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll op. 37 Rondo: Allegro Franz Lehár «Meine Lippen, sie küssen so heiss», aus: Giuditta Wolfgang Amadeus Mozart Sinfonie Nr. 29 A-Dur KV 201 Allegro con spirito

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DA N I E L H O P E

W E LT K L A S S E - M U S I K E R G E F R AG T Daniel Hope, Daishin Kashimoto, Amihai Grosz, Claudio Bohórquez und David Greilsammer spielen Kammermusik von Beethoven, Schumann und Brahms.

Mozart hatte als erster mit der kammermusikalischen Form des Streichtrios experimentiert, aber sein Divertimento KV 563 wurde erst posthum veröffentlicht. Also knöpfte sich Beethoven diese Besetzung noch einmal vor: Opus 3, Opus 8 und Opus 9 sind dieser Gattung gewidmet. Während die ersten beiden Versuche noch Experimente waren, gelang ihm mit dem Opus 9 «das beste meiner Werke», wie er damals selber schrieb. Ein Trio, das nur möglich wurde,

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weil die Kammermusik in jener Zeit aus den Salons der Liebhaber und Laien in den Konzertsaal wanderte, wo die professionellen Musiker in der Lage waren, die komplexen und technisch anspruchsvollen Ideen des Komponisten umzusetzen. Der Kammermusikabend im Maag-Areal ist deshalb auf Weltklasse-Musiker angewiesen. Neben Daniel Hope, dem Music Director des ZKO,

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DA N I E L H O P E

wird auch Daishin Kashimoto, der seit 2009 erster Konzertmeister der Berliner Philharmoniker ist, zur Geige greifen. Ebenfalls Stimmführer bei den Berliner Philharmonikern ist der Bratschist Amihai Grosz. Das Cello spielt Claudio Bohórquez. Der in Deutschland geborene Musiker mit peruanisch-uruguayischer Abstammung feiert als Solist grosse Erfolge, unter anderem an der Seite von Daniel Barenboim, Christoph Eschenbach und David Zinman. Ausserdem dabei: der Pianist David Greilsammer, der durch seine grenzüberschreitende Musikauffassung begeistert. Er ist vom Barock bis zu Cage zu Hause, vom Konzertsaal bis zum Tanz. Gemeinsam werden sie an diesem Abend dem Erbe Mozarts und Beethovens nachhorchen, wenn sie das Klavierquintett von Brahms und das Klavierquartett von Schumann spielen. Robert Schumann komponierte lediglich ein Werk für diese Konstellation, und zwar in seinem sogenannten Kammermusikjahr 1842. Ein Werk, in dem das klassische Erbe immer wieder durchschimmert, gleichzeitig aber auch dunkle, ja gespenstische Romantik, etwa im Scherzo, in Szene gesetzt wird. Mit dem wunderschönen Cellothema erinnert das

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Quartett an Schumanns Lieder. Anders als Beethoven, der versuchte, die Spannungen in eine Form zu pressen, klingt bei Schumann der andauernde Gegensatz der Gefühle beinahe harmonisch. Ein ewiger Tüftler im Weinberg seiner eigenen musikalischen Ideen war Johannes Brahms. Es dauerte lange, bis er die passende Form für jenes Notenmaterial fand, das er zuvor Clara Schumann geschickt hatte, die ihn umgehend aufforderte, ­diese «wundervoll grossartigen» Ideen «mit einem Füllhorn über das ganze Orchester aus­zustreuen». Das Ergebnis war das Klavierquintett in f-Moll op. 34: eine Hommage an die Musik Robert ­Schumanns, gleichsam aber auch ein für Brahms eher seltenes Schielen auf Richard Wagner – und am Ende, in der fulminanten Stretta, dann doch wieder ein ureigener Brahms-Sound. Ein Kammermusikabend mit ausserordentlicher Musik, die ausserordentliche Virtuosen benötigt, welche die Vielfalt, Tiefe und Entwicklung der musikalischen Strukturen von der Klassik bis zur Romantik nachzeichnen.  ab

DA N I E L H O P E D i , 1 6 . J a n u a r 2 0 1 8 , 1 9 . 3 0 U h r, M a a g - A r e a l

Daniel Hope Violine Daishin Kashimoto Violine Amihai Grosz Viola Claudio Bohórquez Violoncello David Greilsammer Klavier

Ludwig van Beethoven Streichtrio c-Moll op. 9 Nr. 3 Allegro con spirito  |  Adagio con espressione  |  Scherzo: Allegro molto e vivace  |  Finale: Presto

22 min

Robert Schumann 30 min Klavierquartett Es-Dur op. 47 Sostenuto assai – Allegro ma non troppo  |  Scherzo: Molto vivace  |  Andante cantabile | Finale: Vivace KO N Z E RT E N D E ca. 21.45 Uhr ABO Meisterzyklus-Abo TICKETPREISE CHF 105 / 95 / 82 / 40

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Pause

20 min

Johannes Brahms Klavierquintett f-Moll op. 34 Allegro non troppo  |  Andante, un poco adagio  |  Scherzo: Allegro  |  Finale: Poco sostenuto – Allegro non troppo – Presto, non troppo

42 min

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E M Ő K E B A R Á T H , K AT E A L D R I C H & R I C C A R D O M I N A S I

DER KLANG DES V E R N E T Z T E N E U RO PA S Die US-amerikanische Mezzosopranistin Kate Aldrich und die ungarische Sopranistin Emőke Baráth entdecken die Stimmvirtuosität des Barock.

Auch bei Giovanni Alberto Ristori zeigt sich, wie klein das Europa im Barock geworden ist. Ristori, der in Bologna geboren wurde, war ebenfalls lange Zeit am sächsischen Hof, weil sein Vater dort als Schauspieler tätig war. Ristori wurde Komponist beim Hofschauspiel und leitete gleichzeitig die polnische Kapelle, die den König auf seinen Reisen nach Polen begleitete. Unter dem legendären Kapellmeister Johann Adolph Hasse wurde Ristori zum Vizekapellmeister ernannt. Seine Opern wie «Calandro» und «Don Chisciotte» gehören zu den ersten Opere buffe, den komischen Opern, in Deutschland.

Der glockenhelle Sopran von Emőke Baráth und der tiefgründige Mezzosopran von Kate Aldrich stehen im Zentrum des Konzerts in der Kirche St. Peter. Gemeinsam mit dem ZKO werden die beiden Trouvaillen des Barock ausgraben und dabei Affekt mit Inhalt sowie Virtuosität mit Leidenschaft verbinden.

Giovanni Porta wiederum verbrachte den grössten Teil seines Lebens in seiner Heimat Venedig, bevor er an den Dom von Verona und später nach München wechselte. Sein Gespür für die dramatische italienische Oper im typisch venezianischen Stil mit schnellen Läufen, Arpeggien und grossen melodischen Sprüngen machte seine Werke weltweit begehrt. Über 30 Singspiele hat er für die Theater in Venedig, Rom, London, Mailand und München komponiert – allerdings sind nur vier von ihnen vollständig erhalten.

Johann David Heinichen galt als Avantgardist des Barock. Der protestantische Komponist, der lange Zeit in Leipzig lebte, traf in Italien in der Sonne des Barock die musikalischen Meister: Antonio Lotti, Tomaso Albinoni und Antonio Vivaldi. Die weibliche Stimme begeisterte ihn besonders, er war Stammgast bei der damals gefeierten Sängerin und Mäzenatin Angioletta Bianchi. Als während eines Venedig-Aufenthalts seine Musik im Salon von Angioletta Bianchi gespielt wurde, war August III. begeistert. Fortan lebte Heinichen in Dresden und belebte mit seinen neutönenden Kompositionen als Protestant die katholische Hofmusik. Wenn Aldrich und Baráth nun seine Arien aufführen, beflügeln sie damit die Wiederentdeckung eines der wichtigsten Kompositionsgenies des deutschen Barock.

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E M Ő K E B A R Á T H , K AT E A L D R I C H & R I C C A R D O M I N A S I

Das Programm, das Werke weiterer Komponisten enthält, macht deutlich, wie vernetzt das musikalische Europa des Barock war und wie die einzelnen nationalen Stile miteinander verschmolzen sind. Dies ist ein Phänomen, das die Musik bis heute ausmacht. Und so tritt das ZKO seine Reise in das internationale Barock mit der US-amerikanischen Mezzosopranistin Kate Aldrich an. Sie ist besonders bekannt als heissblütige Carmen und durch

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die «Aida»-Verfilmung von Franco Zeffirelli. Weiter ist die Sopranistin Emőke Baráth aus Ungarn zu hören, die vor allem im Händel-Zyklus am Theater an der Wien als Barockspezialistin gefeiert wurde.  ab

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Emőke Baráth Sopran Kate Aldrich Mezzosopran Riccardo Minasi Leitung Zürcher Kammerorchester

Francesco Maria Veracini Concerto D-Dur für Violine, Streicher und B.c. Allegro | Grave | Presto Johann David Heinichen «Augelletti» für Sopran und Cembalo obligato Johann David Heinichen Arie «Senti di te, ben mio» Giovanni Alberto Ristori «Dove col piè scosceso, nell’onda chiara per vagheggiarti», aus: Arianna Giorgio Gentili Concerto grosso c-Moll op. 6 Nr. 11 Allegro | Allegro | Grave | Allegro Antonio Vivaldi Concerto in d-Moll für Viola d’Amore, Laute, Streicher und Cembalo RV 540 Allegro | Largo | Allegro Giovanni Porta «Vago augelletto», Arie der Dorinda, aus: Apollo in Tempe

KO N Z E RT E N D E ca. 21.30 Uhr

Johann David Heinichen «O mio ben» Duett für Tirsi und Fileno

ABO Barock-Abo

Giovanni Alberto Ristori Arie «Spiega invano ali d’argento», aus: Arianna

EINHEITSPREIS CHF 70

Antonio Lotti Duett «Taci, spera», aus der Kantate: Bella Dea

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RADU LUPU & JUKKA-PEKKA SARASTE

Art is in Residence

« H Ö RT E N D L I C H A U F ZU DENKEN» Radu Lupu gehört zu den elegantesten und gelassensten Pianisten unserer Zeit. Wenn er das Terrain der Klassik und Romantik betritt, entdeckt er oft unbekannte Landschaften. Gemeinsam mit dem Zürcher Kammerorchester und Dirigent Jukka-Pekka Saraste wird er Mozarts Klavierkonzert Nr. 21 und Beethovens 2. Sinfonie spielen. Bei Igor Strawinskys «Basler Concerto» wird der Künstler Norman Perryman die Musik live mit seinen Bildern begleiten.

Seit Jahrzehnten verblüfft der Brite Norman ­Perryman das Publikum mit seiner ureigenen Kunst: Auf einem Overheadprojektor malt er fliessende Bilder zu Livekonzerten. Nun ist er zu Gast beim ZKO und erklärt, wie das Ohr mit dem Auge zusammenhängt. Norman Perryman, Sie malen mit Wasser­f arben auf einem Overheadpro­ jektor Bilder, während das Orchester spielt. Warum? Weil man mit dem Auge besser hören kann? Tatsächlich ist es so, dass es Stücke gibt, in ­denen die Augen unsere Ohren öffnen. Die Idee ist nicht neu. Schon die Exil-Komponisten, die in den 30er-Jahren nach Hollywood gekommen sind, haben Musik für bewegte Bilder geschrieben. Bei mir ist es andersherum: Ich kreiere während einer Aufführung quasi den abstrakten Film zur Musik, um das Gefühl und die Stimmung zu unterstreichen. Die Nähe von Bild und Klang kennen wir auch aus der Popmusik. Als ich in der 70er-Jahren begonnen habe, hat Joshua White gemeinsam mit Janis Joplin ebenfalls an der Vereinigung von Bild und Musik gearbeitet. Ihre psychedelischen Bilder waren aber am Ende eher dekorativ, weil sie nichts mit der Musik zu tun hatten. Sie sollten einen LSD-Rausch simulieren. Bei mir ist es anders: Meine Bildwelten reagie-

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ren direkt auf die Musik, korrespondieren mit der Musik und verschmelzen im Idealfall mit ihr. Fühlen Sie sich in diesem Moment des Konzerts eher als Maler oder als Musiker? Natürlich male ich, aber ich kenne die Partituren, reagiere auf den Klang, antizipiere ihn zuweilen, nehme einen Auftakt vorweg oder spiele im Rhythmus des Orchesters. Insofern fühle ich mich schon auch als Musiker. Mein Pinsel kann ein Bogen oder ein Schlagwerkzeug sein. Das Besondere ist, dass die Bilder, die ich während des Konzerts male, am Ende nicht mehr existieren – genau wie die Musik. Darin liegt gewöhnlich ein Grundunterschied zwischen Malerei und Musik: Das Bild ist ein bleibender Gegenstand, der jahrhundertelang an einer Museumswand hängt. Die Musik muss jeden Abend immer wieder neu kreiert werden ... Das ist es, was mich an der analogen Malerei auf dem Overheadprojektor fasziniert: Ich habe früher Bilder zu Musikwerken gemalt, aber sie waren statisch. Durch das Live-Malen und das Verschwinden der Bilder am Ende eines Abends werde ich gezwungen, immer wieder etwas Neues zu schöpfen. Jeden Abend entsteht ein anderes Bild – so wie auch das gleiche Orchesterwerk bei jeder Aufführung anders klingt.

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Kinetic Painter Norman Perryman

Pianist Radu Lupu

«Just go with the flow» – eines von Norman Perrymans fliessenden Kunstwerken.

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RADU LUPU & JUKKA-PEKKA SARASTE

Noch etwas unterscheidet das Bild und die Musik: Das Bild ist für uns immer ein Gegenüber, die Musik hingegen umgibt den Zuhörer. Mein Ideal ist es, mit den Bildern einen Raum zu schaffen, in dem man sich als Zuhörer gemeinsam mit der Musik aufhalten kann. Deshalb ist es mir wichtig, meine Bilder abstrakt zu halten. Es geht nicht darum, definierte Orte zu entwickeln, sondern Orte, in denen sich Auge und Ohr miteinander verbinden und eine Gesamterfahrung ermöglichen. Manche Zuhörer schliessen im Konzert gern die Augen, weil sie sich dann besser auf die Musik konzentrieren können. Verstehen Sie das? Aber natürlich, es gibt auch Komponisten, zu denen ich nie malen würde: Schubert beispielsweise, oder Debussy, deren Musik an sich bereits voller Bilder ist. Aber gerade in der Neuen Musik oder bei expressiven Werken ist das Bild eine durchaus bereichernde Ebene. Letztlich ergänzen sich seit unserer Kindheit Bild und Klang im Gehirn. Ich rate meinem Publikum, nicht zu denken, sondern das Konzert einfach geschehen zu lassen. Wer nicht denkt, sondern sich seinen Sinnen überlässt, hat die Möglichkeit, ganz neue Erfahrungen zu sammeln.

Sie haben schon mit vielen Orchestern und Musikern zusammengearbeitet. Welche Künstler sind Ihnen in besonderer Erinnerung? Yehudi Menuhin war sicherlich einer der ersten, der meine Ideen nicht nur verstanden, sondern auch gefördert hat. Ihm ging es immer darum, die Musik als Grundlage zur Auseinandersetzung mit vielen Künsten und dem Menschen an sich zu verstehen. Daniel Hope hat inzwischen diese Fackel übernommen und trägt sie weiter. Beeindruckt hat mich auch die Begegnung mit Simon Rattle, der einmal sagte, dass man vielleicht einmal das gesamte Bühnenbild einer Oper live malen könnte. Dazu ist es noch nicht gekommen, aber wer weiss ... Nun malen Sie beim ZKO zu Strawinskys «Basler Concerto» – was sehen Sie in dieser Musik? Ich liebe Strawinsky. Er war ein Held des Theaters und hat Musik komponiert, die sich für Bilder geradezu anbietet. Seine Musik integriert das Ballett und nimmt immer auch Elemente früherer Werke auf. Mich begeistert dieser Klang und er inspiriert mich zu meinen Bildern.  ab

RADU LUPU & JUKKA-PEKKA SARASTE D i , 3 0 . J a n u a r 2 0 1 8 , 1 9 . 3 0 U h r, M a a g - A r e a l

Radu Lupu Klavier Jukka-Pekka Saraste Dirigent Norman Perryman Kinetic Painter Zürcher Kammerorchester A RT I S I N R E S I D E N C E Kinetic Painting KO N Z E RT E N D E ca. 21.30 Uhr ABO Grosses Abo

Igor Strawinsky Concerto in D «Basler Concerto» Vivace | Arioso: Andantino | Rondo: Allegro

15 min

Wolfgang Amadeus Mozart Klavierkonzert Nr. 21 C-Dur KV 467 Allegro maestoso  |  Andante  |  Allegro vivace assai

30 min

Pause

20 min

Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 36 Adagio molto – Allegro con brio  |  Larghetto  |  Scherzo: Allegro  |  Allegro molto

36 min

TICKETPREISE CHF 105 / 95 / 82 / 40

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G RO S S E T Ö N E F Ü R D I E K L E I N E N WO DIE WILDEN KERLE WOHNEN Kinderkonzert (3 – 12 Jahre) Sa, 16. Dezember 2017, 11 / 14 / 16 Uhr, ZKO-Haus Thomas Douglas Erzählung Anina La Roche Konzept und szenische Einrichtung Musikerinnen und Musiker des ZKO Als Max eines Abends nur Unfug im Kopf hat, wird er von seiner Mutter ohne Abendessen ins Bett geschickt. Dort macht er sich auf eine lange Reise – zu dem Ort, wo die wilden Kerle wohnen. Die rollen ihre fürchterlichen Augen, zeigen ihre fürchterlichen Zähne und brüllen ihr fürchter­ liches Brüllen. Doch Max hat keine Angst und bald nennen sie ihn den wildesten Kerl von allen. WO DIE WILDEN KERLE WOHNEN / WHERE THE WILD THINGS ARE Purzel-Konzert (3 – 5 Jahre) So, 10. Dezember 2017, 11 / 14 (Engl.) / 16 Uhr, ZKO-Haus Thomas Douglas Erzählung Anina La Roche Konzept und szenische Einrichtung Musikerinnen und Musiker des ZKO Die Geschichte vom wilden Max, der von seiner Mutter ohne Essen ins Bett geschickt wird und darauf das Reich der wilden Kerle erobert. A naughty little boy, sent to bed without his supper, sails to the land of the wild things where he becomes their king.

NUGGI-KONZERT (BIS 1 JAHR) So, 17. Dezember 2017, 14 / 16 Uhr, ZKO-Haus Anna Tchinaeva Violine Anna Tyka Nyffenegger Violoncello Suguru Ito Klavier Werke von Clara und Robert Schumann

Konzertdauer jeweils ca. 45 Minuten. Bestellen Sie unsere Kinderbroschüre: www.zko.ch oder Tel. 044 388 36 00

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T I N O F L A U T I N O U N D D E R K AT E R L E O

AUF ABENTEUERLICHER SUCHE N AC H D E M L E T Z T E N B L AT T Mit «Tino Flautino und der Kater Leo» schickt Maurice Steger seinen Kinderhelden auf eine neue Abenteuerreise durch das Europa des Barock. Unter anderem quer durch Deutschland, wo er Johann Sebastian Bach trifft – aber von ihm stammt die Musik sicher nicht. Und auch in Venedig, wo Tino ebenfalls Komponisten trifft, hat er keinen Erfolg. Weiter geht es nach Neapel – und da ... Auch das neue Märchen des kleinen Flötisten ist wieder ein kreatives Spiel mit der Illusion, das zum Zuhören, zum Mitreisen und zum gemeinsamen Raten auffordert. «Das Tolle an Tino Flautino ist, dass er mit ganz kleinen Mitteln auskommt», sagt Maurice Steger, der in Zürich mit dem ZKO spielen wird (später auf Tournee durch Schweizer Schulen mit einem Pianisten). «In Wahrheit entsteht die Geschichte in den Köpfen der Zuhörer, sie können ihrer Fantasie freien Lauf lassen und selber die grosse Welt der Musik entdecken.»

Der Flötist Maurice Steger schickt seinen Helden Tino Flautino auf eine neue Reise. Und die ist ganz besonders abenteuerlich: Tino Flautino und der Kater Leo sitzen im Schlossgarten, als ihnen der Wind drei Papierblätter mit Noten zuweht. Es sind wunderschöne Noten! Aber es gibt ein Problem: Das Stück, das Tino begeistert, hat kein Ende. Ein Blatt scheint zu fehlen. Und weil Tino so begeistert von den Klängen ist, macht er sich auf die Suche.

Über 600 Mal hat Steger nun schon den Tino Flautino gegeben und jedes neue Abenteuer ist für ihn selber immer wieder besonders aufregend. Dieses Mal ist ihm mit Kater Leo ein besonderer Clou eingefallen: ein Tino Flautino, der so begeistert von einer Melodie ist, dass er für sie jedes Abenteuer in Kauf nimmt.  ab

Z KO I M P F A U E N : T I N O F L A U T I N O U N D D E R K AT E R L E O S o , 2 1 . J a n u a r 2 0 1 8 , 1 1 . 0 0 U h r, S c h a u s p i e l h a u s P f a u e n

Maurice Steger Blockflöte und Leitung Jolanda Steiner Erzählung Zürcher Kammerorchester

TICKETPREISE Erwachsene CHF 39 / 29 Kinder 5 – 12 Jahre CHF 15

KO N Z E RT E N D E ca. 12.00 Uhr

ZKO im Pfauen: Die Konzertreihe des ZKO in Kooperation mit dem Schauspielhaus Zürich

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Z KO P O RT R Ä T

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Z KO P O RT R Ä T

MICHEL BUMANN Michel Bumann bildete sich als Grafiker an der ECAV Ecole cantonale d’art du Valais aus, seit Mai ist er nun beim ZKO mit dabei. An welchen spannenden Projekten er momentan arbeitet und auf welchen Gegenstand er bei der Arbeit nicht verzichten kann, erzählt er im Interview. Michel, du kommst ursprünglich aus dem Wallis – was führt dich zum ZKO? Den Lötschbergtunnel durchquerte ich bereits früh. Ich wohne jetzt seit vier Jahren in Bern. Zum ZKO führte mich das kreative Umfeld der Kulturbranche, insbesondere der Musikbranche, da Musik meines Erachtens die ausdrucksstärkste Form von Kunst ist. Diesbezüglich verspreche ich mir viele tolle und spannende Projekte. Als Grafiker arbeitest du eher etwas im Hintergrund. Was ist deine Aufgabe beim ZKO? Im Vordergrund stehen natürlich die Musik und die Künstler. Im Hintergrund unterstütze ich das Marketingteam bei der Konzeption und Gestaltung der visuellen Kommunikation: Da wären Flyer, Plakate, Broschüren, Programmhefte – bis hin zum Onlineauftritt mit unserer Website und Kurzfilmen. Wie hast du bis jetzt deine Zeit hier erlebt? Ich bin in der Sommerpause zum ZKO gestossen. Nach all den Vorbereitungen für die neue Saison freute ich mich sehr, als die Konzerte im Herbst begannen.

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Auf welche zukünftige Aufgabe bist du besonders gespannt? Ganz besonders freue ich mich auf die Kurz- oder Werbefilme, die wir demnächst in unsere Kommunikationspalette einfügen. Das finde ich eine ganz spannende Aufgabe. Ich möchte in diesem Gebiet meine Kenntnisse vertiefen und mehr Erfahrung sammeln. Man lernt ja nie aus. Was machst du ausserhalb des ZKO? Man findet mich gelegentlich in einem Kunst­ museum oder in einer Galerie. Ich beschäftige mich oft mit Zeichnen oder Illustrieren. Am liebsten richte ich mich bequem ein. Dann widme ich mich der Tagträumerei oder verbringe die Zeit mit einem Buch und manchmal auch mit einer Konsole in der Hand. Und ja, Musik darf nicht fehlen. Welche Rolle spielt diese in deinem Leben? Sagen wir es so: Es gibt eines, das ich am Arbeitsplatz nicht missen möchte: meine Kopfhörer! Meine Musikpalette ist sehr breit. Ich habe immer wieder Phasen, in denen ich mich auf eine bestimmte Band oder einen gewissen Stil fokussiere. Künstler wie beispielsweise Tom Waits kann ich aber immer wieder hören.  fj

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Z KO I N S I D E

Z KO I N S I D E

«KLASSIK OHNE GRENZEN»: H Ö H E N L U F T U N D H A RT E B E AT S Die Verleihung des Echo Klassik zählt zu den Höhepunkten des Klassikjahres. Am 29. Oktober war es wieder so weit und das Who is Who der klassischen Musik traf sich zu einer glanzvollen Gala in der Hamburger Elbphilharmonie. Mit grosser Freude nahmen wir die Auszeichnungen für zwei CD-Produktionen entgegen: «For Seasons» und «ÜberBach» gewannen je eine Trophäe in der Kategorie «Klassik ohne Grenzen». Bach 2.0. Die Neukompositionen aus «ÜberBach» standen auch im Zentrum der «Digitalsymphony», die am 14. September im Rahmen des Digital Festivals in Zürich stattfand. «Die ‹Digitalsymphony› ist ein Experiment», kündigte ZKO-Direktor Michael Bühler in seiner Begrüssung im Schiffbau an, «ein Versuch, verschiedene Künste zu koppeln.» Der Versuch erfolgte in drei Etappen: Zuerst hörten die jun-

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gen Besucher Johann Sebastian Bach in Originalform. Nach einer kurzen Pause wurde Bach zu «ÜberBach». Dabei traten neben dem ZKO der Pianist Sebastian Knauer und der Vibraphonist Fabian Ziegler gemeinsam auf. Im dritten Teil verwandelte Pantha du Prince Bachs Klänge nach und nach in einen pulsierenden Remix. Durch digitale Projektionen wurde zudem ein Raum geschaffen, in dem sich fesselnde Tanzchoreografien entfalteten – dank der Tänzer Constanza Perotta und Manuel Renard sowie des Choreografen François Petit. Mauricio de Sousa und George Georcatos kamen ans Digital Festival, um an Vorträgen das Neuste aus der Tech-Branche zu erfahren. Dass der Besuch der «Digitalsymphony» im Festivalpass inbegriffen war, freute die beiden. «Der Mix aus Streichinstrumenten und Techno hat mir sehr gut gefallen. Und der

Pianist war genial», meinte Mauricio de Sousa. George Georcatos pflichtete ihm bei: «Es war fantastisch! Ich bin ja ein ‹technology guy›, aber nach heute Abend überlege ich mir, bald wieder ein klassisches Konzert zu besuchen.» Nach dem Konzert unterhielt Pantha du Prince das Publikum weiter – unter anderem Linus Jakobsen und Sophie Glenzer, die wir vor der Bühne trafen. «Die Kombination heute Abend war super», meinte Linus Jakobsen, um sich danach weiter im Takt zu wiegen. Sophie Glenzer holte etwas weiter aus. Sie gehe oft an Technoparties, sei aber mit klassischer Musik aufgewachsen. «Daher finde ich es wahnsinnig toll, dass man heutzutage diese verschiedenen Stile miteinander verbinden kann. Technomusik galt lange als verrucht. Beim Konzert eben stand sie der Klassik als ebenbürtige Kunstform gegenüber – das hat mich sehr berührt.»

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Z KO I N S I D E

Südamerika-Tournee Ganz im Sinne von «Klassik ohne Grenzen» spielte das ZKO am 28. September auf 2850 Meter über Meer, im ecuadorianischen Quito, der höchstgelegenen Hauptstadt der Welt. Besonders für die Holzbläser eine Herausforderung. «Das Atmen, aber auch die Konzentration fiel uns schwer», erzählt Fagottist Rui Lopes. Das Konzert war eines von sechs, die das Orchester zusammen mit dem Swiss Piano Trio auf seiner Südamerika-Tournee gab. «Ich war

begeistert von der Unterschiedlichkeit der Orte, die wir besuchten», sagt Rui Lopes. «Lima am Meer, Quito in den Bergen, das hektische Buenos Aires, das im Vergleich dazu verschlafene San Juan …» Etwas fand das Orchester aber an jedem Ort: herzliche Empfänge und ein begeistertes Publikum. Das ZKO am Zurich Film Festival Nicht immer werden Grenzen freiwillig überschritten. Die Familie von unserem Music Director Daniel Hope flüchtete

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vor den Nazis nach Südafrika, wo Daniel Hope 1973 zur Welt kam, sein Vater als kritischer Verleger aber bald ins Visier des Apartheidregimes geriet. Wie in England alles weiterging, Daniel Hope seine Weltkarriere startete und schliesslich im Jahr 2016 Music Director des ZKO wurde, davon erzählt der neue Dokumentarfilm «Daniel Hope – Der Klang des Lebens». Nach der Premiere am 30. September am Zurich Film Festival lief der Film im Oktober in den Schweizer Kinos an.  sp

K A M M E R M U S I K @ Z KO S o , 1 7 . D e z e m b e r. 2 0 1 7 , 1 1 . 0 0 U h r, Z KO - H a u s

Anna Tchinaeva Violine Anna Tyka Nyffenegger Violoncello Suguru Ito Klavier Thomas Douglas Sprecher

Clara Schumann Klaviertrio g-Moll, op. 17 Allegro moderato  |  Scherzo: Tempo di menuetto  |  Andante | Allegretto

32 min

EINHEITSPREIS CHF 40

Robert Schumann Klaviertrio Nr. 3 g-Moll op. 110 Bewegt, doch nicht zu rasch  |  Ziemlich langsam  |  Rasch  |  Kräftig, mit Humor

20 min

KO N Z E RT E N D E ca. 12.15 Uhr

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FREUNDE SPIELEN FÜR FREUNDE 14 Mitglieder der ZKO-Freunde spielten am Freitag, 15. September zusammen mit dem Zürcher Kammerorchester – fast dreimal so viele wie letztes Jahr. Der Anlass überzeugte mit wunderbarer Musik, vielfältigen Begegnungen und Gaumenfreuden.

Unter der Leitung von Willi Zimmermann spielten nach vorgängigem Aufruf in diesem Jahr 14 Mitglieder aus den Reihen der ZKO-Freunde zusammen mit den Musikerinnen und Musikern des Zürcher Kammerorchesters. Die Anmeldezahl des letzten Jahres von fünf Personen hatte sich somit beinahe verdreifacht. Dem Konzert gingen zwei spannende Proben voraus, bei welchen Willi Zimmermann mit seiner einfühlsamen Art die Musizierenden zusammenbrachte. Er verstand es, die Amateurmusiker und die grosse Instrumentenvielfalt eingebettet im Zürcher Kammerorchester zu einem wunderschönen Ganzen zu formen. Boccherinis Menuett bekam die nötige Leichtfüssigkeit und Glucks «Reigen seliger Geister» wurde mit viel Gefühl interpretiert. Den musizierenden Mitgliedern wird das Erlebnis, mit den Profimusikern auf der Bühne zu stehen, sicherlich unvergesslich bleiben. Für die Orchestermitglieder

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wiederum war es die perfekte Gelegenheit, einzelne Mitglieder der ZKO-Freunde besser kennenlernen. Für alle Seiten also ein grosser Gewinn. Das Publikum aus ZKO-Freunden, Familienangehörigen und Gästen war vom Anlass restlos begeistert. Eine beeindruckte Zuhörerin beschrieb die Atmosphäre als sehr liebevoll und gediegen. Jürg Lichtenegger (1. Violine) bereitete das hohe Tempo im Konzert kurz einen Schrecken. «Ich wurde aber gleich von der Energie meiner Mitspieler angesteckt und mitgerissen», sagte er. Jürg Merz spielte bereits zum zweiten Mal mit. Trotz grosser Nervosität vor dem Konzert liess er sich in der 1. Violine neben Willi Zimmermann nichts anmerken. Yolanda Sulzer meisterte im «Reigen seliger Geister» den solistischen Flötenpart mit Leichtigkeit.

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Der zweite Teil des Konzerts war der Violinistin Sandra Goldberg (im Bild 2.v.l.) gewidmet. 1985 stiess sie in der 1. Violine zum ZKO und schloss mit der vergangenen Saison ihre langjährige Tätigkeit beim Orchester pensionshalber ab. Neben ihrer Arbeit als Musikerin widmet sie sich auch der Komposition. So führte das Orchester Sandra Goldberg zu Ehren drei ihrer Stücke auf, unter anderem das Werk «Life of Toy». Dieses Stück hat sie der Schwester von Edmond de Stoutz, Inès Heuer-de Stoutz (3.v.l.), gewidmet und beschreibt darin deren Lebenslauf in Tönen. Sandra Goldberg war gerührt von der Interpretation i­hrer Musik durch das ZKO und die Solisten Frauke Tometten Molino (Viola) und Kurt Meier (Oboe).

Der gelungene Konzertabend wurde mit einem reichhaltigen Apéro für das Publikum, die Musikerinnen und Musiker sowie die Organisatoren abgerundet.  gs

V E R A N S TA LT U N G E N F Ü R Z KO - F R E U N D E GENERALVERSAMMLUNG Di, 28. November 2017, 18.00 Uhr, ZKO-Haus

GENERALPROBE: SILVESTERKONZERT Öffentlich für ZKO-Freunde So, 31. Dezember 2017, 13.45 Uhr, KKL Luzern

Anschliessend Apéro riche ARBEITSPROBE Öffentlich für ZKO-Freunde Fr, 8. Dezember 2017 14.00 Uhr bis zur Pause, ZKO-Haus Tine Thing Helseth Trompete Simos Papanas Konzertmeister Zürcher Kammerorchester Werke von Vivaldi, Torelli, Biber, Telemann und Händel Keine Anmeldung notwendig

Rachel Harnisch Sopran Albrecht Mayer Oboe Sebastian Knauer Klavier Daniel Hope Violine und Moderation Willi Zimmermann Konzertmeister Zürcher Kammerorchester Werke von Rossini, Mendelssohn, Beethoven, Mozart und weiteren Anmeldeformular folgt per Post Unkostenbeitrag CHF 40 / Person

GENERALPROBE: WEIHNACHTSKONZERT Öffentlich für ZKO-Freunde Mi, 20. Dezember 2017, 19.00 Uhr, Fraumünster Anne Sofie von Otter Mezzosopran Daniel Hope Music Director Zürcher Kammerorchester Werke von Händel, Bach, Corelli, Jones und weiteren

Mitglied werden / Informationen: Sekretariat GFZKO, Gisela Stäheli, Tel. 044 388 36 12, www.gfzko.ch

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KO L U M N E

KO L U M N E VO N DA N I E L H O P E

LASSEN SIE UNS FEIERN Historiker unterscheiden zwischen Festen und Feiern. Eine Feier bestätigt ein bestehendes System. Ein Fest dagegen hebt die Regeln des Alltags auf, etwa beim legendären Karneval in Venedig, wenn jeder Bürger Narrenfreiheit hat. Wir Musiker sind oft Teil von Festen und Feiern. Rituale feiern wir beispielsweise bei Hochzeiten oder Trauerfällen. Gleichzeitig sind wir auch Fest-Experten, wenn – etwa in der Oper – für die Zeit, in der die Musik spielt, ein vollkommen neues Gesellschaftsmodell auf der Bühne etabliert wird.

«Die alljährliche Regelmässigkeit, mit der diese Feste wiederkehren, gibt uns Sicherheit.» In den kommenden Wochen geht es vor allem um die Feier, und das hat mit der Jahreszeit zu tun: Weihnachten und Silvester stehen vor der Tür. Die alljährliche Regelmässigkeit, mit der diese Feiern wiederkehren, gibt uns Sicherheit. Es beginnt eine Zeit, in der wir uns

besinnen, eine Zeit, die wir mit Familie und Freunden begehen. Davon schwärmt auch Anne Sofie von Otter in dieser Ausgabe des «Opus». Im Weihnachtskonzert im Fraumünster singt sie aus dem Weihnachtsoratorium von Bach, aber auch «White Christmas» von Irving Berlin. Für die Mezzosopranistin sollen Weihnachtslieder Stimmung schaffen und einen Raum öffnen, in dem sich Menschen treffen können. Bei unserem Silvester- und Neujahrskonzert treffe ich auf meine langjährigen, musikalischen Freunde Albrecht Mayer, Sebastian Knauer und Rachel Harnisch. Gemeinsam läuten wir das neue Jahr ein und erklären unter dem Motto «Wann darf ich klatschen?» mit viel Augenzwinkern den Konzertbetrieb.

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Die Tage des Jahreswechsels sind auch Tage des Dankes. Ich möchte Ihnen danken, dass Sie immer wieder mit uns gehen, dass Sie sich von unseren Feiern ebenso begeistern lassen wie von unseren Festen. Die Versicherung des Etablierten und der Versuch, das Gewohnte infrage zu stellen – da­ rauf freue ich mich auch in Zukunft und wünsche Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit und einen wunderbaren Jahreswechsel.

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GEHORT ZUM . N O T N E T U G Für Kulturgenuss, den einfach nichts stören kann, präsentiert Ricola eine Sinfonie aus dreizehn Schweizer Kräutern: Extra beruhigend und wohltuend für Hals und Rachen, unvergleichlich mild und wunderbar köstlich im Geschmack – und Husten spielt keine Rolle mehr. Geniessen Sie die Vorstellung. ricola.com

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VO R S C H AU

VO R S C H A U F E B RU A R – A P R I L

DIESE UND WEITERE HIGHLIGHTS E RWA RT E N S I E I M N Ä C H S T E N O P U S F E B RU A R 1 8 KAMMERMUSIK@ZKO Sa, 3. Februar 2018 11.00 Uhr, ZKO-Haus

DER JOSA MIT DER ZAUBERFIEDEL So, 11. Februar 2018 11 / 14 / 16 Uhr, ZKO-Haus Jolanda Steiner Konzept und Erzählung Musikerinnen und Musiker des ZKO

Gregory Ahss Violine Kio Seiler Violine Janka Szomor-Mekis Viola Anna Tyka Nyffenegger Violoncello Hayk Khachatryan Kontrabass Werke von Dvořák NUGGI-KONZERT Sa, 3. Februar 2018 14 / 16 Uhr, ZKO-Haus Gregory Ahss Violine Kio Seiler Violine Janka Szomor-Mekis Viola Anna Tyka Nyffenegger Violoncello Hayk Khachatryan Kontrabass Werke von Dvořák ISABELLE FAUST & SIR ROGER NORRINGTON Di, 6. Februar 2018 19.30 Uhr, Maag-Areal Isabelle Faust Violine Sir Roger Norrington Ehrendirigent Zürcher Kammerorchester Werke von Schumann und Schubert

Kristian Bezuidenhout Hammer­ klavier und Leitung Zürcher Kammerorchester Werke von J. Chr. Bach, C. P. E. Bach und Mozart

DIRECTOR’S CUT #3 Mi, 28. Februar 2018 20.00 Uhr, ZKO-Haus Daniel Hope Gastgeber Special Guest Zürcher Kammerorchester Daniel Hope empfängt prominente Gäste – das ZKO spielt Werke von Bach bis Ligeti.

MÄRZ 18 FÜR HUND UND KATZ IST AUCH NOCH PLATZ So, 4. März 2018 11 / 14 / 16 Uhr, ZKO-Haus Renata Blum Konzept und Erzählung Musikerinnen und Musiker des ZKO CHRISTIAN ZACHARIAS Di, 6. März 2018 19.30 Uhr, Maag-Areal Christian Zacharias Klavier Werke von Haydn und Bach

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KRISTIAN BEZUIDENHOUT Mi, 7. März 2018 19.30 Uhr, Kirche St. Peter

DER KLEINE DACHS HILFT SEINEN FREUNDEN So, 18. März 2018 11 / 14 / 16 Uhr, ZKO-Haus Renata Blum Konzept und Erzählung Musikerinnen und Musiker des ZKO DELPHINE GALOU Di, 20. März 2018 19.30 Uhr, Maag-Areal Delphine Galou Sopran Ottavio Dantone Cembalo und Leitung Accademia Bizantina Werke von Gregori, Stradella, Ragazzi, Monteverdi und weiteren

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APRIL 18 ZKO IM PFAUEN: GLOBI UND WIE DAS GLÜCK IN DIE SCHOKOLADE KOMMT So, 8. April 2018 11.00 Uhr, Schauspielhaus Pfauen Jolanda Steiner Erzählung Zürcher Kammerorchester

KAMMERMUSIK@ZKO So, 15. April 2018 11.00 Uhr, ZKO-Haus Daria Zappa Matesic Violine Kio Seiler Violine Nicola Mosca Violoncello Naoki Kitaya Cembalo Emanuele Forni Theorbe Werke von Caldara, Albinoni, Locatelli, Dall’Abaco und Händel NUGGI-KONZERT So, 15. April 2018 14 / 16 Uhr, ZKO-Haus Daria Zappa Matesic Violine Kio Seiler Violine Nicola Mosca Violoncello Naoki Kitaya Cembalo Emanuele Forni Theorbe Werke von Caldara, Albinoni, Locatelli, Dall’Abaco und Händel

ZKO IM PFAUEN: MAURICE STEGER Sa, 28. April 2018 19.30 Uhr, Schauspielhaus Pfauen Maurice Steger Blockflöte und Leitung Zürcher Kammerorchester Werke von Brescianello und Bach Art is in Residence: Scherenschnitt

IMPRESSUM HERAUSGEBER Zürcher Kammerorchester Seefeldstrasse 305, 8008 Zürich Tel. 044 388 36 00 REDAKTION Simone Pflüger, Daniela Wachter, Franziska Jud, Michel Bumann, Philipp Ernst AUTOREN Axel Brüggemann ab, Michael Bühler, Daniel Hope, Franziska Jud fj, Simone Pflüger sp, Gisela Stäheli gs FOTOGRAFIE Anne Sofie von Otter (Cover): Ewa-Maria Rundquist, Michael Bühler (S. 3), Orchesterbild (S. 4), Michel Bumann (S. 39): Sandro Diener, Anne Sofie von Otter (S. 5, 8, 10, 11, 12): Mats Bäcker, Albrecht Mayer (S. 5, S. 7): Ben Ealovega, Daniel Hope (S. 5, S. 30): Bailey Davidson, Emőke Baráth (S. 5, S. 32): Zsofi Raffay, Radu Lupu (S. 5): Priska Ketterer, Tine Thing Helseth (S. 6): Colin Bell, Maurice Steger (S. 7): Marco Borggreve, Tine Thing Helseth (S. 14): Kyrre Lien, Daniel Hope (S. 16, S. 29): Margaret Malandruccolo / DG, Dieter Meier (S. 17): Martin Wanner, Sir James & Lady Galway (S. 18), Sir James Galway (S. 21): Paul Cox, Jürg Krattinger (S. 23), Erich Bieri (S. 24), Kinderkonzert (S. 37), ZKO-Freunde-Anlass (S. 42, S. 43): Thomas Entzeroth, Barbara Hensinger (S. 23): Ulrike Sommer, Albrecht Mayer (S. 26): Harald Hoffmann / DG, Rachel Harnisch (S. 28, S. 29): René Ruis, Albrecht Mayer (S. 29): Ralph Mecke, Sebastian Knauer (S. 29): Steven Haberland, David Greilsammer (S. 30): Elias Amari, Amihai Grosz (S. 30): Felix Rettberg, Daishin Kashimoto (S. 30): Daisuke Akita, Claudio Bohórquez (S. 30): Gina Gorny, Kate Aldrich (S. 32): Fadil Berisha, Radu Lupu (S. 35): Klaus Rudolph, Digital Festival (S. 40): Jens Winter, Daniel Hope am ZFF (S. 41): Lucian Hunziker, SüdamerikaTournee (S. 41): Renzo Baglietto,Veronica Sosa, Martin Bustos, Daniel Hope (S. 44): Nicolas Zonvi, Isabelle Faust (S. 46): Felix Broede, Kristian Bezuidenhout (S. 46): Marco Borggreve, Maurice Steger (S. 46): Josep Molina ILLUSTRATION La vie parisienne (S. 6, S. 22): Amadeus Waltenspühl /  Tschirren und Grimm, Tino Flautino (S. 38): Sibylle Heusser / Oculus Illustration, Der Josa mit der Zauberfieldel (S. 46): Janosch film & medien AG, Berlin, Schoggi-Globi (S. 47): Globi-Verlag GESTALTUNG UND LAYOUT Tschirren und Grimm PRODUKTION Somedia Production AUFLAGE UND ERSCHEINUNGSWEISE 15 000 Exemplare, viermal jährlich ERSCHEINUNGSDATUM November 2017

Die Maestrani Schokoladen AG sponsert die Gastgeschenke an den Konzerten.

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Damit klassische Musik unser Leben auf höchstem Niveau bereichert: Wir unterstützen das Zürcher Kammerorchester.

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Mit einer Karte der Zürcher Kantonalbank erhalten Sie an den Billettkassen ZKO und Tonhalle 20% Vergünstigung auf Ihre Konzerttickets.

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Profile for Zürcher Kammerorchester

ZKO Opus II Saison 2017/18  

Im zweiten Opus der Saison 2017/18 lesen Sie von Anne Sofie von Otter, Sir James Galway, Radu Lupu, Tine Thing Helseth und viele mehr.

ZKO Opus II Saison 2017/18  

Im zweiten Opus der Saison 2017/18 lesen Sie von Anne Sofie von Otter, Sir James Galway, Radu Lupu, Tine Thing Helseth und viele mehr.