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IN HALT EINLEITUNG

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TEIL 1 VORBEREITUNG UND PLANUNG VON BASISBILDUNGSTRAININGS

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TEIL 2 TRAINIEREN VON BASISBILDUNG IN EINEM BAUFACHHANDEL (HILFSKRAFT IM LAGER)

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TEIL 3 TRAINIEREN VON BASISBILDUNG IN EINEM TISCHLEREI- UND MALERBETRIEB

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EINLEITUNG

In Teil 1 des Leitfadens stellen wir nochmals ei-

Teil 2 dokumentiert die Vorbereitung, die Pla-

nige grundsätzliche Überlegungen an und be-

nung und das Training eines langjährig beschäf-

schreiben das Vorgehen für Planung und Durch-

tigten Lagerarbeiters in einem Baumarkt, der nur

führung von Basisbildungstrainings, die speziell

über geringste Lese- und Schreibkenntnisse ver-

auf die Anforderungen eines Unternehmens

fügte und dessen Kenntnisse nicht ausreichten,

und eines konkreten Arbeitsplatzes und einer

um alle anfallenden Aufgaben selbständig zu er-

konkreten Person/Personengruppe ausgerichtet

ledigen.

sind. Bitte rufen Sie sich hierzu auch die in LEITFADEN BUCH # 2 zuTRITT – Basisbildung am Arbeitsplatz identifizieren gemachten Ausführungen in Erinnerung. In Teil 2 und Teil 3 stellen wir Ihnen zwei Beispiele

Teil 3 dokumentiert das Procedere und die

aus betrieblichen Trainings vor.

Durchführung von Trainingseinheiten in einem Tischlerei- und Malerbetrieb, der beruflich erfahrenen Beschäftigten ohne beruflichen Abschluss ermöglichte, berufsbegleitend den Kammerabschluss nachzuholen. Trainiert wurden hier vor allem schriftliche und mündliche Basiskompetenzen, die für das Bestehen der entsprechenden Prüfungen notwendig waren.

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TEIL 1 VORBEREITUNG UND PLANUNG VON BASISBILDUNGSTRAININGS

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DIE BEOBACHTUNG AM ARBEITSPLATZ , DIE BEFRAGUNG VON MITARBEITERINNEN, MITARBEITERN UND VORGESETZTEN BZW. DER UNTERNEHMENSLEITUNG

man keinesfalls verzichten, obwohl dies ein zeit-

- Allgemeine Angaben zum Beobachtungsgegenstand (Unternehmen, Ort, Zeit, Beteiligte, Tätigkeit/Auftrag)

lich aufwändiges Verfahren ist und bei Tätigkei-

- Verwendetes Arbeitsmaterial und Geräte

Auf Arbeitsplatzbeobachtungen und das Befragen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollte

- Beschreibung des Gesamtablaufs (von der Arbeitsvorbereitung bis zur Abnahme/Kontrolle)

ten mit geringen oder sehr geringen Qualifikationsanforderungen zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis führt, was die Anforderungen an

- Beschreibung der einzelnen Tätigkeiten

Basisbildung betrifft: denn beobachtbar sind

- Basiskompetenzen

meist nur Anforderungen an körperliche Belast-

Mitarbeiterinnen

und

barkeit, Schnelligkeit, Teamarbeit, Genauigkeit

Mitarbeiter, die zur Ausführung der Aufgaben

der Arbeitsausführung etc.).

benötigt werden

Auf jeden Fall sollten Beobachtungen und Befra-

Eine Dokumentation (Auszug aus der ARBEITS-

gungsergebnisse zeitnah dokumentiert werden.

PLATZbeobachtung) am Beispiel einer Reini-

Folgende Kategorien haben sich in der Vergan-

gungskraft könnte wie die folgt aussehen:

genheit bewährt:

Arbeitsablauf/ Ausgeführte Tätigkeit

Mitnahme aller Arbeits- und Reinigungsmittel, Aufschließen aller Räume

Fachkompetenz

Basiskompetenzen

Objekt und verein-barte Leistung kennen (z.B. wöchentliche Unterhaltsreinigung)

Arbeits- und Reinigungsmittel

Reinigungsplan vor Ort lesen

Lesen und Verstehen des Arbeitsplanes inkl. der darin enthaltenen Arbeitsaufträge, Schlüsselwörter und Abkürzungen

Erfassen aller Arbeitsaufgaben und Absprachen zur Organisation (Team)

Zeitmanagement: Einschätzen der für die Arbeiten erforderlichen Zeit. Methodisches, organisatorisches Vorgehen und mündliche Kommunikation: Instruktionen geben, Instruktionen folgen, Fragen stellen, Teamarbeit

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Ressourcen [z. B. Materialien, Werkzeuge und Geräte]

Reinigungsplan vor Ort


Die Ergebnisse aus Arbeitsplatzbeobachtungen

aus wird eine Ersteinschätzung verschiedener schriftsprachlicher, mündlicher und mathematischer Kompetenzen erfragt.

und die sich anschließenden Interviews mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern müssen nun

- CHECKLISTE FÜR INDIVIDUELLE ZIELE

noch ergänzt werden durch die Sichtweisen und

für die gemeinsame Definition individueller Ziele zum Erwerb von Basisbildungskompetenzen. Die Tabelle kann im Weiteren auch für die Auswertung und damit für die Zielerreichung genutzt werden. Hierfür ist je Zielformulierung die Eingabe von drei Antwortalternativen möglich „Ziel erreicht“, „Ziel teilweise erreicht“, „Ziel nicht erreicht“. Gegliedert ist die Tabelle in Eingabefelder für schriftsprachliche, mathematische und IKT Kompetenzen sowie mündliche Kommunikation.

Erwartungen von Vorgesetzten und Unternehmensleitung. Diese Gesprächsprotokolle müssen auf alle Fälle von den Gesprächspartnern bestätigt werden, sie bilden die „Garantie“ dafür, dass klare Erwartungen und Ziele formuliert sind und dass somit Vorgesetzte und Geschäftsleitung hinter den Basisbildungstrainings stehen. Die Dokumentation von Informationen mittels folgender Kategorien hat sich bewährt:

- PLANUNGSDATEN WEITERBILDUNG

- Allgemeine Angaben zum/zur Mitarbeiter/in (Name, Einsatzbereich, Betriebszugehörigkeit …)

Die Planungsdaten werden zu Beginn der Weiterbildung erstellt und bei Bedarf dem Unternehmen übergeben. Die Gliederung enthält Angaben zu Zielgruppe, Titel, Format und Umfang des Angebotes, zu Lehr- und Lerninhalten und Methoden sowie ein vorläufiges Programm mit einzelnen Einheiten.

- Inventar schriftlicher Unterlagen, die der/die Mitarbeiter/in verwenden muss (Dokumente, die zu lesen und zu verstehen sind, und Dokumente, die schriftlich zu bearbeiten sind)

- BEISPIEL WEITERBILDUNGSSEQUENZ

- Identifizierte praktische Anforderungen

Beispielhaft für eine Einheit werden Lernziele in Bezug auf die Basisbildung sowie Ziele für den beruflichen Fortschritt definiert, ebenso wie einzelne Arbeitsschritte und Inhalte, Angaben zu zeitlichem Umfang und benötigten Arbeitsmaterialien.

- Erwartete Ziele/Trainingsergebnisse in Bezug auf eine Optimierung der Arbeitsprozesse

Für die Dokumentation der Planungs- und Durch-

- ABSCHLUSSBERICHT FÜR DAS UNTERNEHMEN

führungssequenzen finden Sie Vorlagen - im Folgenden kurz eingeführt - und in Teil 2 und 3 bei-

mit Angaben zu 1. Prioritäten der Firma und erwünschte Ergebnisse (Bezug auf die Bedarfsanalyse und das Firmenprofil), 2. Programmzielen und Bildungsinhalten, 3. Ausführung (Anzahl ausgeführter Einheiten, Standort und kurze Zusammenfassung der angewendeten Methoden), 4. Ergebnissen (Lernergebnisse), 5. Empfehlungen zur weiteren Förderung der Teilnehmer/innen

spielhaft ausgefüllt. Im Einzelnen sind dies: - ERSTGESPRÄCH MIT MITARBEITER/IN Der Leitfaden enthält Fragen zu persönlichen Daten, zu Schul- und beruflicher Ausbildung, vorangegangenen Tätigkeiten und zu aktuellen Aufgaben im Unternehmen. Darüber hin-

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TEIL 2 TRAINIEREN VON BASISBILDUNG IN EINEM BAUFACHHANDEL (HILFSKRAFT IM LAGER)

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Die BAUFACHHANDEL AG (Name geändert) betreibt mehrere Baufachmärkte. Der Kontakt zur Zukunftsbau GmbH kam über die Personalleiterin zu Stande, die für einen beschäftigten Lagerarbeiter ein Angebot recherchierte, bei dem sie mangelnde Lese- und Schreibkenntnisse vermutete. Im Februar 2014 fanden mehrere Gespräche – telefonisch und vor Ort – statt. Nach einer Präsentation der Projektaktivitäten und Möglichkeiten, erhielt Zukunftsbau erste Informationen über das Unternehmen und den betreffenden Mitarbeiter Herrn F. Bereits in den ersten Terminen wurde die Möglichkeit einer Arbeitsplatzbeobachtung besprochen. Die Arbeitsplatzbeobachtung fand im Mai 2014 statt, d.h. bereits während der berufsbegleitenden Weiterbildung. Im Gegensatz zu den anderen Arbeitsplatzbeobachtungen, bei denen die Verrichtung einzelner Tätigkeiten unmittelbar beobachtet werden konnte, führte hier der

Auf den beiden folgenden Seiten finden Sie zu-

Platzmeister durch die Hallen (aus Sicherheits-

nächst den Bogen ERSTEINSCHÄTZUNG UND ER-

gründer). Ein Einblick gelang zu den auszuführen-

WARTUNGEN DER UNTERNEHMENSLEITUNG mit

den Arbeiten und den damit zusammenhängen-

den kompletten Angaben der Personalleiterin

den Anforderungen mittels der ausführlichen

und danach Auszüge aus der DOKUMENTATION

Schilderungen des Platzmeisters.

DER ARBEITSPLATZBEOBACHTUNG.

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FORMULAR Ersteinsch채tzung und Erwartungen der Unternehmensleitung

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FORMULAR Dokumentation der Arbeitsplatzbeobachtung

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Aus den nun vorliegenden Unterlagen wurde

Für die Planung und Realisierung arbeitsplatzori-

eine Übersicht der Arbeitsplatzanforderungen

entierter Weiterbildungssequenzen sind diese

erstellt, die je Tätigkeit die erforderlichen fachli-

Materialien wichtig und zwar sowohl in Bezug auf

chen Kompetenzen und Basisbildungskompeten-

die Auswahl der Lehr- und Lerninhalte als auch in

zen aufführt und im Weiteren der Erstellung von

Bezug auf die didaktische Planung und die Ent-

JOBPROFILEN dient.

wicklung entsprechender - vor allem realistischer - Lernarrangements.

AUSZUG aus dem Tätigkeitsprofil Lagerarbeiter/in Arbeitsablauf/ Ausgeführte Tätigkeit

Fachkompetenz

Basiskompetenzen

Waren ein- und auslagern in/aus Regalen, Paletten und Containern

Angaben der zulässigen Belastung von Regalen, Paletten, Containern kennen

Lesen und Verstehen der Lastendiagramme (inkl. Maßeinheiten)

Flurförderfahrzeug (nicht elektrisch)

Führen von Lagerlisten (handschriftlich oder durch Eintragung im EDV-System)

Mit einer Produktbezeichnung/-abkürzung ein konkretes Produkt verbinden (z.B. Ringankerbewehrung, Lichtwellbahnen)

Lesen, Verstehen, Schreiben von Produktbezeichnungen inkl. der darin enthaltenen Mengenangaben/ Maßeinheiten und Abkürzungen

Lagerlisten

Bedienen der Flurförderfahrzeuge und Transportgeräte

Geeigneter Fachkenntnisnachweis (Führerschein)

Lesen und Verstehen von Lastendiagrammen und Sicherheits-anweisungen

Flurförderfahrzeug elektrisch

Beachtung der eigenen Sicherheit und der Sicherheit Dritter (Schutzausrüstung, Sicherheitsvorschriften…)

Externe Ressource

Das vollständige Tätigkeitsprofil mit den entspre-

Und: auf den folgenden Seiten sehen Sie eine

chenden Basisbildungsanforderungen finden Sie

Auswahl an authentischen Materialien (anony-

unter www.spinpro.info.

misiert), die von Herrn F. gelesen und verstanden werden müssen.

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AUTHENTISCHES MATERIAL (ANONYMISIERT)

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AUTHENTISCHES MATERIAL (ANONYMISIERT)

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AUTHENTISCHES MATERIAL (ANONYMISIERT) - KATALOGBEISPIEL

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AUTHENTISCHES MATERIAL (ANONYMISIERT) - KATALOGBEISPIEL

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AUTHENTISCHES MATERIAL (ANONYMISIERT) - KATALOGBEISPIEL

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AUTHENTISCHES MATERIAL (ANONYMISIERT) - LAGERPLAN

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ENTWICKLUNG UND REALISIERUNG VON PROTOTYPISCHEN WEITERBILDUNGSANGEBOTEN IM EINZELNEN BAUFACHHANDEL AG Zukunftsbau plante und konzipierte ein berufs-

ist, Bestellscheine zu lesen, und aufgrund dessen

begleitendes Weiterbildungsformat zu dem zu-

in kürzester Zeit die Ware zusammenstellen

vor formulierten spezifischen Bedarf des Mitar-

kann“.

beiters F.

Gemeinsam mit Herrn H. wurde zunächst ein

Die Personalleiterin formulierte ihre Erwartun-

Erstgespräch geführt, die individuellen Ziele wur-

gen im Gespräch wie folgt: „Nach Abschluss des

den besprochen und festgehalten. Kursplanung

Trainingsprogramms wünsche ich, dass Herr F.

und Kursdurchführung wurden - wie im Weiteren

ohne Unterstützung durch Kollegen in der Lage

dargestellt - dokumentiert.

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FORMULAR - ERSTGESPRÄCH MIT MITARBEITER (BLATT 1)

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FORMULAR - ERSTGESPRÄCH MIT MITARBEITER (BLATT 2)

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Die folgende CHECKLISTE enth채lt sowohl die formulierten individuellen Ziele je Kompetenzbereich als auch die Eintr채ge der Schlussauswertung mit einer Einsch채tzung der Lernfortschritte. FORMULAR - CHECKLISTE INDIVIDUELLE ZIELE

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Die folgenden PLANUNGSDATEN WEITERBIL-

Format und Umfang des Angebotes, zu Lehr- und

DUNG wurden zu Beginn der Weiterbildung er-

Lerninhalten und Methoden sowie ein vorl채ufi-

stellt und dem Unternehmen 체bergeben. Das

ges Programm mit einzelnen Einheiten.

Dokument enth채lt Angaben zu Zielgruppe, Titel, FORMULAR - PLANUNGSDATEN WEITERBILDUNG (TEIL 1)

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FORMULAR - PLANUNGSDATEN WEITERBILDUNG (TEIL 2)

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FORMULAR - PROGRAMM

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FORMULAR – WEITERBILDUNGSSEQUENZ (TEIL 1) für Einheit Nr. 16 mit Lernzielen (Basisbildung) sowie Zielen für den beruflichen Fortschritt

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FORMULAR – WEITERBILDUNGSSEQUENZ (TEIL 2)

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Der folgende Abschlussbericht für das Unterneh-

und die angewendeten Methoden. Der Bericht

men gibt Aufschluss über Prioritäten der Firma

schließt mit den erzielten Lernergebnissen und

und die erwünschten Ergebnisse, resümiert die

Empfehlungen zur weiteren Förderung des Mit-

Trainingsziele und Bildungsinhalte,

arbeiters.

die Umsetzung (Anzahl der Einheiten, Standort)

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Und am Ende sollte noch eine Bescheinigung,

Ein Bezug zum Thema Basisbildung wurde be-

ein Zertifikat oder 채hnliches dem Teilnehmen-

wusst nicht vorgenommen, um einer Stigmati-

den 체berreicht werden, das seinen Erfolg (vor-

sierung vorzubeugen.

nehmlich f체r ihn/sie) dokumentiert.

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TEIL 3 TRAINIEREN VON BASISBILDUNG IN EINEM TISCHLEREI- UND MALERBETRIEB

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GRUNDBILDUNGSTRAININGS ZUR VORBEREITUNG AUF DIE EXTERNENPRÜFUNG AN DER HANDWERKSKAMMER Zukunftsbau bot bei dem Unternehmen Raum-

tieren jedoch folgende Informationen bzw. Do-

holz GmbH (Namen geändert) einen zweiwöchi-

kumente, aus denen die Anforderungen an Ba-

gen Workshop im Themenfeld Lesestrategien

sisbildung hervorgingen: -

und Schreibmethoden an für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die sich berufsbegleitend auf

Erwartungen und Ersteinschätzung der Unternehmensleitung

-

den Berufsabschluss im Tischler- bzw. Malerhandwerk vorbereiteten vor ihren mündlichen

Fachtexte und schriftliche Prüfungsaufgaben

-

und schriftlichen Abschlussprüfungen standen. In Vorbereitung auf das zweiwöchige Angebot erfolgte keine Arbeitsplatzbeobachtung. Es exis-

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Erstgespräch mit Mitarbeiter/in


FORMULAR – ERSTEINSCHÄTZUNG UND ERWARTUNGEN DER UNTERNEHMENSLEITUNG

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Für die Planung und Realisierung der Weiter-

Angebots- und Kursplanung herangezogen

bildungssequenzen sind vorab Anforde-

wurden.

rungsprofile an Basisbildungskompetenzen

Die Profile finden Sie unter

entwickelt worden, die als Grundlage für die

www.spinpro.info:

-

Im Gegensatz zu den anderen Profilen, in de-

Es müssen Arbeitsgegenstände und

nen die Anforderungen an Basisbildung auf

Arbeitsziele in sprachlicher Darstel-

Grundlage einer arbeitsplatzbezogenen Ana-

lung und Mitteilung erfasst und er-

lyse von Aufgaben und Tätigkeiten beschrie-

kannt werden. -

ben wurden, steht in diesem Profil die För-

Es müssen Arbeitsprozesse verstan-

derung der Basisbildung im Focus, mit dem

den, ausgeführt und sprachlich be-

Ziel, in der Nachqualifizierung die mündliche

zeichnet werden. -

und schriftliche Fachsprache des jeweiligen

Es müssen Messungen durchge-

Handwerks soweit aktiv und passiv zu be-

führt und entsprechende Skizzen

herrschen, dass eine Kammerprüfung erfolg-

angefertigt werden. -

reich abgelegt werden kann. Das Trainieren von Basisbildung findet dabei

Es müssen Material und Kosten kalkuliert werden.

-

im Rahmen der praktischen Tätigkeit ebenso wie im Unterricht statt und wird eng abge-

Es müssen Fachtexte gelesen und verstanden werden.

-

stimmt mit den vollzieht sich in enger Abstimmung mit den Fachausbildenden.

Es müssen Arbeitsablaufpläne erstellt werden.

-

Im Vergleich mit den anderen Profilen (Hel-

Es müssen für Kunden Kostenvor-

fertätigkeiten) sind die Anforderungen an

anschläge und Entwürfe erarbeitet

Basisbildung durch die Fachsprache und

werden. -

Komplexität der Arbeitsanforderungen sehr hoch: -

Und zu guter Letzt gehören zum Know-how solide fachspezifische

Es müssen Fachausdrücke und ihre

Kenntnisse in Chemie und Physik,

begrifflichen Gegenstücke sowie

um Material fachgerecht einsetzen

die branchenübliche Terminologie

und verarbeiten zu können oder

beherrscht werden.

auch Mängel und Schäden sachkundig beurteilen zu können.

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Die im Basisbildungstraining angeeigneten

3.

Schreiben: Gemeinsam werden No-

Kompetenzen finden sehr schnell eine ar-

tizen und Texte verfasst. Hier wird

beitspraktische Anwendung und werden so-

vor allem der konkrete Einsatz des

mit als sehr nützlich und als persönlich ge-

Fachvokabulars erlernt, wiederholt

winnbringend erfahren.

und eingeübt. Auch typische Texts-

Die Trainingszeiten können sich dadurch im

orten (z.B. die Formulierung stich-

Vergleich zu einem rein schulischen Training

punktartiger Aufstellungen oder

erheblich verkürzen.

hierarchisch-informativer Beschrei-

Dem Ablauf des Basisbildungstrainings liegt

bungen) und ihrer Merkmale (z.B.

ein wiederkehrendes Muster zugrunde:

Nominalkonstruktionen, Partizipialgefüge wie häufig in technischen

1.

2.

Teilnehmende berichten einzeln in

Merkblättern) sowie grammatische

mündlicher Form über ihre gegen-

Formen (z.B. die Verwendung der

wärtigen praktischen Arbeiten. An-

Aktionsformen Aktiv und Passiv o-

dere ergänzen und korrigieren den

der von modalen Infinitiven) wer-

jeweiligen Bericht. Geübt wird die

den bewusst gemacht und einge-

sprachliche Verständigung, Darstel-

übt. Rechtschreibung sowie Satzfor-

lung und Mitteilung sowie die kom-

men bzw. Satzbaupläne werden da-

munikative Zusammenarbeit.

bei ebenfalls eingeübt.

Lesen: Fachtexte werden gemeinsam erarbeitet im Hinblick auf ihren Aufbau und inneren Zusammenhang, im Hinblick auf die zugrunde liegende Textsorte und ihre Funktion und Handlungsabsicht, im Hinblick auf fachliche Inhalte und thematische Informationen. Das Textsortenwissen ist eine Fähigkeit, Texte im Kontext der Situationen und Institutionen zu erzeugen und zu verstehen. Unterschiedliche Übungen vertiefen und ergänzen verstärkend das Leseverstehen.

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Auf den folgenden Seiten sehen Sie eine Auswahl an authentischen Materialien, die gelesen, verstanden bzw. bearbeitet werden m端ssen: FACHTEXT TISCHLER

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FACHTEXT TISCHLER

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FACHTEXT MALER/LACKIERER

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FACHTEXT MALER/LACKIERER

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AUFGABE BEARBEITEN (ÄHNLICH EINER PRÜFUNGSAUFGABE)

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FORMULAR - ERSTGESPRÄCH MIT MITARBEITER BLATT 1 (BEISPIEL)

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FORMULAR - ERSTGESPRÄCH MIT MITARBEITER BLATT 2 (BEISPIEL)

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FORMULAR - CHECKLISTE INDIVIDUELLE ZIELE

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FORMULAR - PLANUNGSDATEN WEITERBILDUNG TEIL 1

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FORMULAR - PLANUNGSDATEN WEITERBILDUNG TEIL 2

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FORMULAR - DAS PROGRAMM

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Auch für das zweiwöchige Angebot wurde ein Be-

darzustellen und Empfehlungen zur weiteren

richt für das Unternehmen erstellt, um insbeson-

Förderung von Mitarbeitern zu geben.

dere die erzielten Lernergebnisse der Gruppe

FORMUAR - ABSCHLUSSBERICHT TEIL 1

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FORMUAR - ABSCHLUSSBERICHT TEIL 2

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IM PRESSUM ZUKUNFTSBAU GMBH CHARLOTTENBURGER STR. 33 A 13086 BERLIN INFO@ZUKUNFTSBAU.DE WWW.GRUNDBILDUNG-UND-BERUF.INFO

KONTAKT DR. KLAUS J. BUNKE KJBUNKE@ZUKUNFTSBAU.DE

DIE VORHABENSPARTNER SIND: ZUKUNFTSBAU GMBH BERUFSFÖRDERUNGSWERK E.V. DES BAUINDUSTRIEVERBANDES BERLIN-BRANDENBURG E.V. TECHNISCHE UNIVERSITÄT BERLIN, INSTITUT FÜR BERUFLICHE BILDUNG UND ARBEITSLEHRE L.I.S.T. LÖSUNGEN IM STADTTEIL STADTENTWICKLUNGSGESELLSCHAFT MBH

Das Vorhaben „Strategien zur Personalentwicklung gewerblicher Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen“ ist Teil des Förderschwerpunktes des Bundesministeriums für Bildung und Forschung „Arbeitsplatzorientierte Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener“. Dieses Vorhaben wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter den Förder-kennzeichen 01AB12017A, 01AB12017B, 01AB12017C, 01AB12017D gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt beim Autor.


GESTALTUNG pro.fund GmbH

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