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Zuger Presse · Zugerbieter · Mittwoch, 11. Oktober 2017 · Nr. 38

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Brief aus Neuseeland

Reise zum geografischen Inselmittelpunkt Einheimischer die RugbyRegeln bei, damit ich in einer Bar auf Grossleinwand ein Spiel der Nationalmannschaft All Blacks mitverfolgen konnte. Zudem besuchte ich in Nelson ein Spiel der Tasman Markos und bekam erstmals ein Gefühl dafür, wie euphorisch Neuseeländer werden können, wenn es um Rugby geht. Es herrscht ein Gemeinschaftsgefühl, das ansteckend ist, und mich bestimmt noch mehr in seinen Bann ziehen wird. Kia ora*!

Rugby, Kiwi und Vulkane: Unsere Mitarbeiterin ist den Spuren der Maori von Auckland bis nach Nelson gefolgt. Laura Sibold

Kia ora*! Nach der Schwüle Südostasiens empfing mich Neuseeland mit starkem Wind und Regen. Im Land der Kiwi, das in der Sprache der Maori Aotearoa – das Land der langen weissen Wolke – genannt wird, wird es nun aber langsam Frühling. Obstbäume stehen in voller Blüte, die Neuseeländer sind in Shorts und Flipflops unterwegs. Über 60 Prozent der rund 4,2 Millionen Einwohner leben auf der Nordinsel, allein die Hälfte davon in Auckland.

Warmherzigkeit und sehr viel Sonnenschein Doch trotz urbanem Erscheinungsbild ist Auckland von Natur geprägt. 50 Vulkane befinden sich in der Grossstadt, die meisten davon erloschen. Auckland ist also buchstäblich ein Hotspot! Ich liess es mir während meines Aufenthalts nicht nehmen, viele dieser Vulkanhügel zu erklimmen. Schnell merkte ich auch, wie

* Kia ora lautet die traditionelle Grussformel der Maori und wird zum Abschied und zur Begrüssung verwendet.

Brief aus Neuseeland Laura Sibold sitzt auf dem Geländer am Rand des inaktiven Vulkans Mount Eden. Von dort bietet sich eine einzigartige Aussicht auf Auckland. unkompliziert es ist, mit den Einheimischen in Kontakt zu kommen. Mehrmals wurde ich auf einem Vulkanhügel oder mitten auf der Strasse angequatscht, etwas, das in der Schweiz kaum vorkommt. Die warmherzige Art der Kiwi zeigte sich besonders, als mich

einige Studenten spontan zum Abendessen und zu einer Führung durch «ihre» Stadt einluden. Fernab der Touristenströme konnte ich so den Sonnenaufgang mit Blick auf die Skyline geniessen. Nach einer Woche in Auckland reiste ich zum geografi-

schen Mittelpunkt Neuseelands, nach Nelson. Die Stadt im Norden der Südinsel, wo ich nun einige Wochen verbleibe, um mein Englisch aufzubessern, gilt als der sonnenreichste Ort im Land der Kiwi. Oder wie es die Einheimischen auszudrücken vermögen: «Ein

Bild: PD

schlechter Tag in Nelson, ist ein guter Tag im Rest Neuseelands!»

Nationalsport im Stadion mitverfolgt Was wäre Neuseeland ohne seinen Nationalsport. Mit Engelsgeduld brachte mir ein

Laura Sibold ist langjährige Mitarbeiterin unserer Zeitung und reist für rund vier Monate durch Asien und Neuseeland. Während ihrer Reise berichtet die 22-Jährige sporadisch von ihren Erlebnissen. Laura Sibold hat an der Universität Zürich Germanistik und Publizistik studiert und wird nach ihrer Reise wieder bei unserer Zeitung tätig sein. red

Verein Andenbar

Für ein Schlagerfest zog es Fasnächtler mit ihrem Wagen nach Chur Als Titelverteidiger vom letzten Jahr pilgerte ein Baarer Verein in die Bündner Metropole. Und hossa, dann war auch noch der Wagen da. Nach der erfolgreichen Teilnahme im Jahr 2016 an der 20. Schlagerparade, mit der Prämierung zum schönsten Sujet (Hossabus), nahm die Baarer Wagenbaugruppe Andenbar zum zweiten Mal den beschwerlichen Weg zur Schlagerparade nach Chur mit Traktor und Anhänger unter die Räder. Lange unsicher war nach der Jubiläumsausgabe vom vergangenen Jahr, ob die Schlagerparade nochmals durchgeführt werden könnte, da sich das bisherige Organisationskomitee (OK) zurückgezogen hatte. Unter der Leitung von

Esra Buchli (77 Bombay Street) fanden sich dann doch noch neue motivierte Leute für die Organisation.

Innerhalb einer Woche wurde der Wagen aufgebaut Nebst dem OK änderte auch die Streckenführung, welche einen neuen Startpunkt festlegte. Das Einschunkeln vor dem Umzug begann bereits um 10 Uhr am Morgen. Leider war der DJ programmtechnisch erst um 12 Uhr angesetzt, weswegen einige obskure Lieder den Weg vom Mobiltelefon durch die Boxen fanden. Um 14 Uhr startete der Umzug mit 26 gemeldeten WagenbauNummern. Mit der Startnummer 1 konnte den rund 30 000 Zuschauern das neue Motto der Andenbar «Das bisschen Haushalt» vorgestellt werden. Petrus hatte auch bei der 21. Schlagerparde einen sonnigen Nachmittag ange-

Die Mitglieder des Vereins Andenbar sind startklar, um ihre Einstellung zum Haushalt gestenreich und mit Verweis auf einen alten Schlager zu verkünden: «Das bisschen Haushalt ist doch kein Problem, sagt mein Mann ...» Bild: PD

setzt, sodass sich die Parade bei trockenem Wetter bis zur Altstadt durchpflügen konnte. Auch dieses Jahr gab es viele tolle Sujets. Leider wurde auf eine Prämierung verzichtet. Diverse Partylocations lockten die Feiernden nach der Parade in die Gassen der Altstadt. Auf dem Arcos-Platz sorgten Bands für schlagerfreundliche Unterhaltung. Petrus war nun leider etwas müde und liess die Menge doch noch ein wenig im Regen stehen. Bereits zwei Tage später fand der Rückbau des innerhalb einer Woche erstellten Wagens statt. Die Vorbereitungen für die Fasnacht 2018 kommen nun langsam auf Touren. Ob auch nächstes Jahr ein Wagen der Andenbar in Chur an den Start gehen wird, wird die Zeit zeigen. Jedenfalls wurde bereits wieder das eine oder andere Hotelzimmer reserviert. Manuel Schnarwiler, Kassier

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