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Nr. 39 / 29. september 2016

TRIENgEN | Letzte Woche wurde das Energie-Team Surental und Region Sursee gegründet, welches sich der stromnahen Energiegewinnung widmet

Unterstützung für effiziente Energienutzung

An der Gründungsversammlung vom 20. September im Gemeindehaus Triengen hat das Energie-Team Surental und Region Sursee den Willen unterstrichen, den CO2-Ausstoss mit stromnahen Lösungen signifikant reduzieren zu wollen. Der Initiant, Stefan Blum meint dazu: «Nebst den vielen sinnvollen Strom-Produktions-Anlagen für neue erneuerbare Energie, der Gebäudeisolation oder BiomasseProjekten, die es gibt, braucht es auf der Strom-Verbraucher-Seite auch ein verstärktes Engagement und Förderungen.» Für Blum fallen darunter Haushaltsgeräte, Programme, Wärmepumpen und eAutos mit entsprechenden Ladestationen, damit ab 2018 auch alle Mieter sorgenfrei ein eAuto kaufen können. Blum meint weiter: «Mit den deutlich günstigeren Betriebskosten machen diese Technologien nicht nur für die CO2-Reduktion sehr viel Sinn. Im Bereich des Anschaffungspreises sind sie höher, und genau da werden wir geeignete Förderansätze ausarbeiten». Das Energie-Team will im Surental und der Region Sursee (inklusive Dagmersellen und Reiden) zusammen mit Bürgern, Firmen und Gemeinden einen schnell und nachhaltig wirksamen Beitrag zur Energiewende leisten. Ein Engagement für Nachhaltigkeit im Bereich Energie lässt sich heute auch gut und wirksam vermarkten, ist sich die Gruppe sicher. Die Co-Präsidenten Herbert Rutterschmidt und Stefan Blum und die meisten Gründungsmitglieder meinen: «Es ist gut, was gemacht wird, aber wir müssen die Energiewende noch viel stärker als bisher mit vorhandenen, höchst effizienten Stromtechnologien beschleunigen. Wir wollen Bürger, Firmen und Gemeinden in diesem stromnahen Bereich unterstützen. Moderne StromTechnologien wie Elektro-Autos oder Wärmepumpen reduzieren den CO2Ausstoss um über 90 Prozent und den Bedarf an Einsatz-Energie um 70 Prozent gegenüber fossilen Treib- und Brennstoffen, ohne den Komfort einzuschränken.» Der Vorstand sieht sein Engagement als Ergänzung und nicht als Konkurrenz zum Bestehenden Engagement, wie ausdrücklich betont wird. Eine enge Zusammenarbeit wird angestrebt. PhotovoltaikAnlagen mit Beteiligung von Bürgern und Schulklassen ist eine konkrete Idee.

Mit 2,24 Promille auf Autobahn unterwegs Eich: Am Dienstag der Vorwoche kurz nach 16.30 Uhr meldeten sich mehrere Verkehrsteilnehmer bei der Luzerner Polizei und berichteten, dass ein Autofahrer in unsicherer Fahrweise auf der Autobahn A2 in Richtung Süden unterwegs sei und Schlangenlinie fahre. Das Fahrzeug konnte in Eich durch die Polizei angehalten und der Lenker zur Kontrolle gezogen werden. Der Atemlufttest ergab einen Wert von 2,24 Promille. Der Führerausweis des 52-jährigen Mannes wurde zuhanden der Administrativbehörde abgenommen. pd

Radfahrerin nach Unfall verstorben

Das Energie-Team v. l.: Herbert Rutterschmidt, Anton Kaufmann, Markus Hess, Georg Dubach, Werner Frey, Adrian Gassmann, Raphael Kottmann, Dominik Meier und Stefan Blum. zvg

Mach’ das Richtige richtig Die technische und unternehmerische Kompetenz im Energie-Bereich und die Authentizität am Tisch wurde mit bereits realisierten LeuchtturmProjekten (bei sich oder Kunden) offenkundig. Mit 80 Prozent Eigenenergie in der Produktionsfirma (Adrian Gassmann, Triengen), LED Platzbeleuchtung und Hauskraftwerk mit circa 80 Prozent Eigenenergie in einem Altbau (H. Rutterschmidt, Winikon), Photovoltaik-Anlage mit TeslaAkku (Dominik Meier, Büron), LED-Lichtdesign in Gebäuden und Wärme-Rückgewinnung (Werner Frey, Triengen) sowie Elektro Schul-/ Touristik-Bus-Umbau (Anton Kaufmann, Dagmersellen). Raphael Kottmann aus Oberkirch bringt als Ingenieur Agronom und Rechts-Berater von Landwirten zahlreiche Erfahrungen und wertvolles Wissen ein über Biomasse, Wärmerückgewinnungspotenziale und Rechtsfragen rund um Energie Anlagen. Er meint: «Eine bürgernahe Umsetzung von Lösungen, wie wir es mit dem Energie-Team anstreben, ist mir ein zentrales Anliegen». Georg Dubach aus Triengen stärkt das Team mit seinen Erfahrungen als Exekutiv-Lokalpolitiker, als Eigenheim-Besitzer mit Energie-Plänen,

sowie als Profi im Banken-, Vorsorgeund Versicherungsbereich. Markus Hess aus Nottwil hat Erfahrungen und Pläne mit Eigenenergie und stärkt das Team zusätzlich als selbständiger Berater und FH Dozent für Team-Entwicklung und Konfliktmanagement in einem weiteren Schlüsselbereich. Er sagt: «Mit einem Elektro-Schulbus kann man die eMobilität den Schülern und der Öffentlichkeit näherbringen.» Stefan Blum aus Wilihof bringt über 25 Jahre Betriebserfahrung mit CO2-neutralem Heizen sowie Kompetenzen im Change-Management und der Wirtschaftsinformatik mit ein.

Lösungen für verschiedene Bedürfnisse Der Vorstand weist einen guten Mix aus Bewohnern von Einfamilienhäusern und Wohnungen, Unternehmern und Angestellten, Hybrid und eAutoFahrern sowie Ingenieuren, Ökonomen und Technikern auf. In Verbindung mit spezifischen Fach-Skills sind Vertreter aller politisch relevanten Kräfte dabei. Auch der Zugang zur kantonalen Ebene, welche beispielsweise mit dem Energiegesetz und Fördermassnahmen Rahmenbedingungen setzt, ist mit drei Kantonsräten aus FDP (G. Dubach), CVP (R. Kottmann) und GLP (M. Hess) sowie Kon-

takten zu Kantons- und Bundesbehörden gegeben.

Erste Leuchtturm-projekte bereits definiert Nebst der Zuweisung der Rollen im Vorstand, der Verabschiedung der Statuten und der formalen Vereinsgründung identifizierte das EnergieTeam auch gleich vier erste Leuchtturm Projekte, die aufgrund ihrer multiplizierenden Flächenwirkung zügig angegangen werden sollen. 1. Nutzung des Strom-Netzes für Eigenenergie, Quartierlösungen gesetzlich erlauben 2. CO2-freier Schulweg (eBikes/ eMofas in der Schule aufladen und Elektro-Schulbusse) 3. Oberstufen-Schulen: Photovoltaik-Anlagen mit Klassen- und Bürgerbeteiligung und Bildungsintegration 4. Superschnelles DC-Ladestationen-Netz für Elektro-Fahrzeuge in Region Sursee aufbauen Die Priorisierung weiterer ProjektIdeen erfolgt als nächster Schritt. Die Planung erster Veranstaltungen, sowie die Kooperation mit Firmen und Gemeinden ist auch bereits angelaufen. Wer im stromnahen Energie-Bereich ein Gebiet voranbringen möchte, kann dies dem EnergieTeam mit einer kurzen Begründung über info@ energieteam.online mitteilen. pd

SURSEE | Die Mänerriege unternahm zum 90-Jahr-Jubiläum eine besondere Reise durch das Bündnerland bis nach Italien

Mit dieser Reise wurde gefeiert

Aus Anlass des 90-jährigen Bestehens der Männerriege Sursee führte der Vereinsausflug diesmal ins Veltlin. Am letzten Samstagmorgen starteten 31 Männerriegler – der Grossteil davon in Begleitung ihrer Partnerin – bei noch leicht nebligem Herbstwetter Richtung Bündnerland. Um die lange Hinreise etwas aufzulockern, hatte der Reiseleiter Adolf Amrein ein Quiz mit kniffligen Fragen zu Schweizer Mundartwörtern, zur Vereinsgeschichte und zum Veltlin vorbereitet. Nach der Überquerung von Julier und Maloja führte die Reise hinunter ins Bergell und weiter nach Chiavenna zum Mittagessen in einem typischen Grottenrestaurant. Wohlgenährt ging die Fahrt weiter nach Sondrio, der grössten Ortschaft des Veltlins, wo vor dem Nachtessen ein Stadtrundgang auf dem Programm stand. Mit zwei Leiterinnen ging es gruppenweise durch Gassen, Innenhöfe und über Brücken und Plätze der mit rund 22 000 Einwohnern kleinsten Provinzhauptstadt Italiens, in welcher man immer wieder auf Spuren der Bündner stiess, die während fast 300 Jahren über das Veltlin geherrscht hatten.

Zweite Etappe über St. Moritz Bei strahlend blauem Himmel ging es am Sonntagmorgen früh via Tirano nach Poschiavo, wo ein Kaffeehalt eingeschaltet wurde, bevor die Fahrt

NACHRICHTEN

Auf der Bernina-Passhöhe legte die Mänerriege Sursee einen Fotohalt ein. auf die Bernina-Passhöhe führte. Dort wurde ein Fotostopp eingelegt, und die fantastische Aussicht auf die imposanten Gipfel und Gletscher genossen. Dann ging die Fahrt hinunter nach St. Moritz. Nach einem zweistündigen Aufenthalt im wohl mondänsten Ferienort des Engadins ging es bereits wieder heimwärts, wobei man nochmals ausgiebig die sich von

der schönsten Seite zeigende Bündner Bergwelt geniessen konnte. Auf der Autobahn wurde es dann verdächtig ruhig im Bus, denn so mancher gönnte sich ein Nickerchen, bevor nach knapp vierstündiger Fahrt in Gisikon ein letzter Halt eingeschaltet und im «Tellen» ein währschaftes «Zobigplättli» genossen wurde. Danach weckte der Reiseleiter mit sei-

HanSpETER DaHInDEn

nem Schwyzerörgeli, unterstützt vom «Chlefeler» Xaver, die Reisegesellschaft nochmals richtig auf und animierte zu kräftigem Mitsingen. In fröhlicher Stimmung wurde die kurze Schlussetappe in Angriff genommen, und schon hiess es Abschied nehmen. Die Jubiläumsreise dürfte aber noch lange in bester Erinnerung bleiben. AdoLf AMREin

Gunzwil: Am Dienstag kurz nach 7 Uhr fuhr ein Autofahrer in Gunzwil von Hasenhusen in Richtung Chommle. Bei der Einmündung Holdern kam es aus noch ungeklärten Gründen zu einer Kollision mit einer Radfahrerin, welche die Ortsverbindungsstrasse überqueren und Richtung Saffental fahren wollte. Die Radfahrerin wurde dabei schwer verletzt. Das 13-jährige Mädchen wurde durch einen Helikopter der Alpine Air Ambulance ins Spital geflogen. Noch am selben Nachmittag ist sie an den Folgen ihrer Verletzung gestorben. Der 23-jährige Autofahrer wurde beim Unfall leicht verletzt und begab sich in ärztliche Pflege. pd

Bei Kollision mit Wand schwer verletzt Schenkon: Am letzten Donnerstagmittag, kurz vor 13 Uhr, fuhr der 76-jährige Lenker eines Kleinmotorrades auf dem Parkplatzgelände unter der Autobahn A2 in Schenkon in Richtung Sursee. Bei der Einmündung in den Strandbadweg fuhr er geradeaus und kollidierte mit der Betonwand. Dabei verletzte er sich schwer und musste mit der Rega in ein Spital geflogen werden. Zeugen welche Beobachtungen im Zusammenhang mit dem Unfall gemacht haben, werden gebeten, sich bei der Luzerner Polizei zu melden (041 248 81 17). pd

Standort für SEKSchulhaus wird gesucht Sursee: Anfang 2015 haben die sechs Gemeinden des SEK-Kreises Sursee ein gemeinsames Projekt mit dem Ziel gestartet, den künftigen Schulraumbedarf für den Sekundarschulkreis Sursee zu ermitteln und allfällige Standorte zu prüfen. Unter externer Begleitung wurde ein Bericht erarbeitet, der im Juli 2016 von allen sechs Gemeinden verabschiedet wurde. Aufgrund des Bevölkerungswachstums und -zuzugs innerhalb der Gemeinden wird ab 2023/24 für die Sekundarschule zusätzlicher Schulraum benötigt, der mit der vorhandenen Infrastruktur nicht mehr abgedeckt werden kann. Bis 2030 werden die Schülerzahlen weiter zunehmen, so dass Klassen-, Fach- und Nebenräumen im Umfang eines mittelgrossen Schulhauses benötigt werden. Im Rahmen der Detailbehandlung des Berichts wurden verschiedene Standorte innerhalb des SEK-Kreises einer ersten Prüfung unterzogen und entschieden, dass auch dezentrale Standorte denkbar sind. In einer nächsten Phase werden nun Standorte in den Gemeinden Geuensee, Oberkirch und Sursee einer weiteren, ausführlichen Prüfung unterzogen, wie der Stadtrat mitteilt. Im Zusammenhang mit diesem Prozess werden Gespräche mit den jeweiligen Grundeigentümern gesucht. Zusätzlich zur Standortprüfung wird bezüglich künftiger Organisation die Realisierung eines Gemeindeverbandes für die Sekundarschule des Kreises Sursee geprüft. Es wurde eine Projektorganisation eingesetzt, welche für die Durchführung der vertieften Abklärungen sowie der Machbarkeiten bezüglich Schulstandort zuständig ist. Die Federführung liegt bei der Stadt Sursee. Das Ergebnis der Abklärungen soll bis am 31. Dezember 2017 vorliegen. pd

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