__MAIN_TEXT__

Page 2

2

SUreNtAL

Nr. 43 / 24. oktober 2014

abSchied pfarrer Krieger | Fortsetzung von Seite 1

Knutwil Baugesuch Bauherrschaft: Hänni Beat und Annemarie, Imfangstrasse 7, 6005 Luzern. Bauvorhaben: Neubau Wohnhaus, Grst. 1155, Im Wiberg 37, 6212 St. Erhard, GB Knutwil. Einsprachefrist: 6. November SchenKon Baugesuch Bauherrschaft: Stiftung ZimmerleuteAusbildungszentrum Zentralschweiz (ZAZ), Oberhusweg 9, 6011 Kriens. Bauvorhaben: Erweiterung Kursräume im UG auf Grundstück Nr. 819, Zellgut 11, GB Schenkon. Einsprachefrist: 11. November. SurSee Baugesuch Bauherrschaft: Kiser Anita und Wendelin, Kottenring 3, 6210 Sursee. Bauvorhaben: Um- und Anbau Wohnhaus, Kottenring 3, Grundstücke-Nrn. 1501, 1502. Einsprachefrist: 29. Oktober.

nachrichten Stefan deubelbeiss ist Kantonsratskandidat Schlierbach: Am Dienstagabend hat

die FDP Schlierbach einstimmig Stefan Deubelbeiss zum Kantonsratskandidaten nominiert. Deubelbeiss ist in der Region Sursee aufgewachsen, verheiratet und Vater von zwei Kindern. Er ist Landwirt und Agrokaufmann und arbeitet als Getreidehändler. Deubelbeiss’ Kernthemen sind laut Medienmitteilung der FDP Schlierbach tiefe Steuern, eine produzierende Landwirtschaft, sichere Strassen und weniger Ausgaben beim Kanton. pd

seelen auf ihn, ehe Krieger schliesslich am 16. November mit einem Festgottesdienst seine «Karriere» beschliessen wird. «Ich bin wirklich froh, dass ich jetzt Verantwortung abgeben kann», freut er sich auf den bevorstehenden Lebensabschnitt. Wehmut komme keine auf, auch wenn ihm der näherkommende Abschied durchaus präsent sei. «Ich habe schon einige Male gemerkt: Das ist jetzt das letzte Mal, dass ich dieses oder jenes mache.» Aber er hoffe und glaube, «dass ich nicht allzu viel vermissen werde». Und nein, es brauche sich niemand zu sorgen, dass es ihm alsbald langweilig würde. Vermehrt werde er lesen, Musik hören, klassische Konzerte besuchen oder Spaziergänge durchs Dorf unternehmen. Und lachend ergänzt er: «Aber ich werde sicher keinen Volkshochschulkurs im Porzellanmalen besuchen oder mich einer Walking-Gruppe anschliessen.» Und: So ganz definitiv wird Reiner Kriegers Abschied ja nicht sein. Für Stellvertretungen dürfe man ihn anfragen, auch Hochzeiten oder Taufen könne er sich noch gelegentlich vorstellen. «Ich stehe zur Verfügung, wenn mich jemand anfragt, der das Gefühl hat, man könne mich noch brauchen.» Viele werden das gerne hören. achiM günter

Geboren an der Ostseeküste nahe Rostock kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, wuchs der Nachzügler mit zwei Brüdern ab dem zweiten Lebensjahr wieder in der Heimat seiner Eltern, in Mülheim an der Ruhr, auf. Nach Studien in Bochum und Luzern wurde Reiner Krieger 1975 in Solothurn zum Priester geweiht. Danach arbeitete er in Luzern in der Jugendarbeit, in der Sektenberatung und als Vikar. Als ihn der Ruf aus Triengen ereilte, hätte er seine berufliche Zukunft eigentlich eher als Religionslehrer an einer Kanti gesehen.

Seit 1986 ist er Schweizer Krieger spricht fast akzentfrei Schweizerdeutsch – schon seit der Studentenzeit in Luzern. «Es war ein Vorteil, dass ich Schweizerdeutsch gelernt hatte», blickt er auf seine Anfänge in Triengen zurück. Überhaupt deutet nicht mehr viel auf seine deutsche Herkunft hin. Als er 1988 nach Triengen kam, war er bereits Schweizer und nicht mehr Deutscher. 1986 hatte er mit dem Erwerb der Schweizer Staatsbürgerschaft den deutschen Pass abgegeben. Kontakte in die Schweiz bestanden ohnehin bereits seit 1960, als er mit der Familie erstmals Ferien im Obergoms verbracht hatte. Noch immer hat Krieger in Reckingen eine Ferienwohnung und verbringt viel Zeit dort. Die Liebe zu den Bergen liess ihn bis vor 25 Jahren auch viele Bergtouren machen. So manchen Viertausender hat er einst bestiegen – und manch einem Jungen das Bergsteigen beigebracht. Sichtlich stolz berichtet er, dass ihn hin und wieder Postkarten ehemaliger «Schüler» aus dem Kaukasus oder dem Karakorum erreichten. Bekannt ist auch, dass Krieger ein grosser Freund des Schweizer «Nationalsports» Schwingen ist. Zwischen 1983 und 2010 war er an jedem Eidgenössischen Schwingfest zugegen und kann mühelos sämtliche Schlussgangpaarungen aus dem Ärmel schütteln. Übrigens war es auch Krieger, der zusammen mit einem reformierten Pfarrer in Sursee die Zentralfahne des Eidgenössischen Schwingerverbandes eingesegnet hat. Mit Kardinal Kurt Koch oft gejasst Bergsteigen und schwingen. Da kann

nachfolge reiner Krieger

«Schon verschiedene gespräche geführt»

Vom Balkon seiner neuen Wohnung aus hat Reiner Krieger freie Sicht auf die Trienger Kirche. achim günter es nicht erstaunen, dass er einst auch gerne und oft einen Jass klopfte. Im Priesterseminar in Luzern war einer seiner Spielgefährten damals der ehemalige Bischof von Basel und heutige Kardinal Kurt Koch. «Da wurde es

SurSee | Budget 2015 sieht Defizit von 1,607 mio. Franken vor

parkplätze werden durch bauarbeiten belegt

in der Konsolidierungsphase

triengen: Die Firma network41 erstellt im Auftrag der Swisscom eine neue Datenverbindungsleitung (LWL Regional Kabel) von der Telefonzent- rale Grund in Triengen bis zur Telefonzentrale Moosleerau. Dabei werden an verschiedenen Stellen Grabarbeiten vorgenommen und bestehende Schächte und Werklöcher im Trottoir entlang der Kantonsstrasse für den Kabelzug geöffnet und anschliessend wieder instandgestellt. Auf dem öffentlichen Parkplatz in der Feldgasse werden während der Zeit einige Plätze durch die Installationen belegt. Die Bauarbeiten beginnen in diesen Tagen und werden vor Weihnachten beendet sein. pd

anzeige

Das «Geburtstagskind» Hedy Fischer-Steiger, umrahmt von ihrem Mann Max und den Gratulanten, freute sich sehr über Geschenk und Glückwünsche. zvg

triengen | hedy Fischer-Steiger feiert ihren 90. geburtstag

das glas zum feiertag erhoben

35 Erfahrung Jahre und 2241876

immer günstig!

manchmal später als geplant», erinnert sich Krieger und lächelt. Als letzte Höhepunkte seiner langen Amtszeit als Trienger Pfarrer warten am nächsten Wochenende die Messen an Allerheiligen und Aller-

Am 16. November wird Pfarrer Reiner Krieger offiziell seinen letzten Gottesdienst in Triengen halten. Wie es danach mit der verwaisten Stelle weitergeht, ist derzeit noch offen. Die Suche nach einem geeigneten Nachfolger hat noch zu keinem konkreten Ergebnis geführt. «Wir sind dran und haben schon verschiedene Gespräche geführt», sagt Kirchenratspräsident René Kaufmann über die Bemühungen. Er verrät aber auch, dass möglicherweise bald eine gute Nachfolgelösung präsentiert werden könne. Sicher ist jetzt schon, dass es ab Mitte November vorerst eine Übergangsphase geben wird. agu

Am Mittwoch feierte Hedy FischerSteiger bei guter Gesundheit ihren 90. Geburtstag. Seit 2010 lebt FischerSteiger zusammen mit ihrem Mann Max im Betagenzentrum Lindenrain in Triengen. Sie nimmt noch aktiv am Alltagsleben teil, liest jeden Tag aufmerksam die Zeitung und ist eine fröhliche Natur. Die Gemeinderätinnen aus Triengen, Isabelle Kunz und Anna Muff, liessen es sich nicht nehmen, Hedy Fischer persönlich zu diesem runden

Geburtstag zu gratulieren. Ebenso gehörte der «Lindenrain»-Präsident, Georg Dubach, zu den Gratulanten. Vom Betagtenzentrum Lindenrain gratulierten die Zentrumsleitung, die Pflegedienstleitung sowie eine Pflegefachkraft der Station. Beim gemeinsamen Apéro erhob man das Glas auf die glückliche Jubilarin. Hedy Fischer-Steiger freute sich sehr über die vielen Glückwünsche. Es war ein schöner und lebhafter Geburtstag. SSB

Der Stadtrat von Sursee budgetiert für das Jahr 2015 ein Defizit von rund 1,6 Millionen Franken. Seit einigen Jahren zeichnen sich in Bund und Kanton Tendenzen ab, welche die finanzielle Lage der Gemeinden erschweren. Auf Bundesebene sind dies vor allem die Finanzierung der Gesundheitskosten und der Kosten im Sozialbereich, die eine Umverteilung zwischen Bund und den Kantonen brachte. Aber auch im Kanton Luzern sind Verlagerungen von Kosten zwischen Kanton und Gemeinden erfolgt, welche auf die Gemeinden starken Einfluss haben. Innerhalb des Kantons erfolgten zusätzlich Entscheide durch die Stimmberechtigten, welche die Gemeindefinanzen belasten. Angesprochen sind hier das gesamte Steuerpaket 2009 bis 2012 (mit der Reduktion der Gewinnsteuern der juristischen Personen um insgesamt 62,5 Prozent) sowie die Abschaffung der Liegenschaftssteuer per 1.1.2015.

ausgaben sind höher als die einnahmen Dank Wachstum und der wirtschaftlichen Entwicklung konnten in Sursee bis 2012 die erhöhten Aufwändungen durch Einnahmen wettgemacht und Reserven (Eigenkapital) angelegt werden. In den letzten zwei bis drei Jahren zeigt sich aber, dass die Einnahmen nicht mehr mit den Ausgaben Schritt halten. Der Stadtrat hat das früh erkannt und im Jahre 2013 die Massnahmen mit dem Projekt «Finanzstrategie 2014 bis 2018» eingeleitet. Warum 2015 wieder aufwandüberschuss? 80 bis 85 Prozent der Ausgaben einer Gemeinde sind gebundene Ausgaben,

die durch gesetzliche Regelungen des Bundes und/oder des Kantons oder durch Verträge vorgegeben sind. Auf 1. Januar 2015 fällt die Liegenschaftssteuer vollumfänglich weg. Das trifft die Stadt Sursee mit Mindererträgen von 600 000 Franken. Es zeigt sich auch, dass die Steuererträge auf Einkommen und Vermögen nicht mehr im früheren Rahmen zunehmen. Im Budget 2015 wird deswegen auf diesen Steuern nur mit einer Gesamtzunahme von 1,67 Prozent gerechnet. Trotz Kürzungen beim Aufwand können die bisherigen Leistungen des Gemeinwesens aufrechterhalten werden. Der budgetierte Aufwandüberschuss 2015 kann durch das vorhandene Eigenkapital aufgefangen werden. Dieses betrug Ende 2013 rund elf Millionen Franken. Das Eigenkapital konnte in den vergangenen Jahren aus Überschüssen gebildet werden und dient als Reserve für schlechtere Jahre.

Vor allem Sonderkredite bei investitionen Die Investitionsrechnung besteht zum grossen Teil aus Sonderkrediten (6,8 Millionen Franken). Der Abschluss der Sanierung und Erweiterung des Schulhauses Neufeld, die Gestaltung des Vierherrenplatzes und der Erweiterungsbau des AltersZentrums «St. Martinsgrund 8» sind hier die die geplanten Ausgaben. Über den Erweiterungsbau «St. Martinsgrund 8» wird an der Urne vom 30. November 2014 beschlossen. Es ist zu beachten, dass Investitionen ins AltersZentrum keine direkten Folgekosten (Amortisation und Verzinsung) verursachen, da diese in den Pflegefinanzierungskosten enthalten sind. pd

Profile for ZT Medien AG

Surentaler 43/14  

Surentaler 43/14  

Profile for ztonline