Landanzeiger 2020/39

Page 4

4 Der Landanzeiger

Nr. 39 · Donnerstag, 24. September 2020

Leserforum Nein zum Zukunftsraum Aarau Vorteile und Nachteile gibt es bei jeder Abstimmung. Ich bin in Suhr aufgewachsen, habe die Schulen hier besucht und unsere Familie ist und war in verschiedenen Vereinen und Gremien aktiv. Eine Fusion würde im Grossraum einen finanziellen Ausgleich zu Ungunsten von Suhr bringen. Suhr hat die Aufgaben immer gemacht im Gegensatz zu Entfelden und Aarau. Ein Steuerfuss von 97 Prozent ist ein unlauteres Argument. Frühestens im 2025 kann festgestellt werden, wie hoch er sein wird. Sollte er ein paar Prozentpunkte hinuntergehen, würde das mit höheren Gebühren wieder kompensiert werden. Als eigenständige Gemeinde kennen wir unsere Gemeinderäte. Auf der Strasse oder beim Einkauf kann man mit ihnen sprechen und Anliegen vorbringen. Mit einem vergrösserten Einwohnerrat ist das kaum mehr möglich. Die Fusionsbefürworter werben mit mutig in die Zukunft. Ja, gehen wir mutig und eigenständig in die Zukunft! Darum Nein zum Fusionsvertrag.

Christa Koch-Häutle, Suhr

Zukunftsraum Aarau: Alleingang wird zusehends schwieriger Ich bin in Suhr aufgewachsen, damals eine Gemeinde mit dörflichem Charakter, einem intakten Dorfzentrum, übersichtlich, mit etwas mehr als 7000 Einwohnern. Der Alleingang machte Sinn. In den vergangenen 50 Jahren hat sich sehr vieles verändert.Aus der dörflichen Idylle ist eine stark überbaute, verkehrsreiche Vorortsgemeinde mit grossen Herausforderungen geworden. Ein Alleingang unserer Gemeinde wird zusehends schwieriger.

Bei einer Fusion können Themen wie Verkehr, Raumplanung, Gewerbe und Industrie, Standortwettbewerb, Schule, Familienentlastung, Sozialhilfe, Digitalisierung der Verwaltung sowie Kulturund Sportangebote gemeinsam sinnvoll gelöst und die Kosten auf breitere Schultern verteilt werden. Dabei geht die Identität der teilnehmenden Gemeinden nicht verloren. Geben wir dem weitsichtigen, ausgewogenen, fairen Projekt Zukunftsraum Aarau eine Chance. Packen wir diese einmalige Gelegenheit, von Beginn weg mitzubestimmen. Denn jetzt werden die Weichen für die nächsten 20 Jahre gestellt. Denken wir nicht nur an uns, sondern auch an künftige Generationen und stimmen Ja für den Kredit von 23’000 Franken für die Ausarbeitung eines Fusionsvertrags.

Robert Wassmer, Ortsbürger von Suhr

Ausbau der Sportplätze in Rohr: Was wird hier gespielt? Gemäss 60 Prozent der Stimmbürger wird Aarau in absehbarer Zeit über ein neues Fussballstadion verfügen. Eines, das nur Vorteile aufweisen soll, obwohl nur ein einziges Spielfeld vorhanden sein wird, was die Spiel- und Trainingsmöglichkeiten sehr begrenzt. Trotzdem versprachen die Stadionplaner im Abstimmungskampf den Frauen und Junioren, dass auch sie in diesem «grosszügig dimensionierten Stadion» trainieren und spielen dürfen. Meine damaligen Einwendungen, dass dies die Anlage nicht zulasse, wurden als lächerlich abgetan. Die visionären Bilder der Befürworter lassen sich an der Industriestrasse immer noch im Original «mein Stadion, mein Quartier» besichtigen. Es erstaunt, dass nun zusätzlich zum Fussballtempel Torfeld Süd, ein markan-

ter Ausbau der Spielplätze des FC Rohr verlangt wird. Der Verdacht dürfte nicht unbegründet sein, dass die Mitwirkung der Frauen und Junioren im Abstimmungskampf missbraucht wurde. Ist es allenfalls so, dass die Rohrer Plätze in erster Linie der ersten Mannschaft des FC Aarau als – Trainings- und Einspielplätze zu dienen haben, da das Torfeldstadion von Rohr einfacher angefahren werden kann als vom Brügglifeld her? Wenn sich die Anwohner in Rohr gegen den Mehrverkehr und Lärm zur Wehr setzen, ist dies mehr als verständlich. Dass man uns Torfeld-Bewohner jedoch hinter vorgehaltener Hand beschuldigt mit unseren Einsprachen, den Ausbau der Rohrer-Fussballplätze zu bewirken «ist starker Tabak». Es zeigt aber einmal mehr wie man in der zukünftigen «Grossstadt Aarau» mit Minderheiten umzugehen pflegt. Könnte es sogar zutreffen, dass man die FCA-Anhänger langsam mit der Wahrheit zu konfrontieren versucht, dass die Firma HRS nur am Bau der Hochhäuser aber nicht an der Erstellung eines Stadions interessiert ist?

Kurt Lindegger, Aarau

Brügglifeld: Sind die Rohrer die Lückenbüsser? Die Stadt Aarau plant auf dem Sportplatz Winkel in Rohr zwei Kunstrasenfelder, die Einzäunung und Absperrung der Anlage und damit eine Zugangsbeschränkung für die Öffentlichkeit, ein zusätzliches Garderobegebäude, eine Lautsprecheranlage, kostenpflichtige Parkplätze, darunter auch Carparkplätze und den Ausbau des Busbetriebs im Viertelstundentakt bis spät in die Nacht. Diese Pläne lassen vermuten, dass im «Winkel» im ganz grossen Stil Fussball gespielt werden soll. Die Erweiterung derAnlage bedeutet für Rohr die faktische Enteignung ihrer einPublireportage

Referendumskomitee will, dass Oberentfelden eine eigenständige Gemeinde bleibt Ein Referendumskomitee sammelt Unterschriften und will damit bewirken, dass Oberentfelden als stolze Gemeinde eigenständig bleibt und nicht im Zukunftsraum Aarau «Gross Aarau» untergeht.

schrieben, aber noch nicht genug! Wir bitten die Stimmbürger*Innen von Oberentfelden das Referendumsbegehren zu unterstützen und den Unterschriftsbogen handschriftlich gut lesbar auszufüllen.

Referendumskomitee teilt mit, die Unterschriftenbogen sind im Umlauf und erfreulich viele Mitbürger haben unter-

Jede Unterschrift zählt Die ausgefüll-

ten oder teilweise ausgefüllten Unterschriftsbogen so schnell als möglich,

Aarauerstrasse 26 Aarauerstrasse 26 Schönenwerderstr. 82 B Unterdorfstrasse 9 Oberfeldweg 16 Gerbegasse 19

oder bis spätestens 5. Oktober 2020 an folgende Adresse senden, oder werden von uns abgeholt: Dieter Ammann Holzstrasse 51 C 5036 Oberentfelden Telefon 062 723 31 34 Natel 076 473 09 96 E-Mail karis_comicshop@bluewin.ch

logipack-ag@bluewin.ch logipack-ag@bluewin.ch roland.haldimann@bluewin.ch

062 723 23 58 062 723 23 58 062 723 65 40 oder 079 435 36 40 078 611 19 59 brigitte.siegenthaler@hispeed.ch 062 723 32 07 wiesendanger-mike@bluewin.ch 062 723 27 34 oder 077 531 74 32

Wählen Sie unsere bestens ausgewiesenen Mitglieder Verein Freunde der SVP, Bezirk Aarau

Anwohnerkomitee Fuchswinkel Rohr

reize im Klima- und Umweltbereich noch auf die Eigenverantwortung der Hauseigentümer, sondern auf Zwang und Bevormundung. Dabei muss man anerkennen, dass die Haushalte jetzt schon aus eigenemAntrieb in ihre Energieeffizienz investieren: so haben sie zwischen 1980 und 2019 den Anteil Erdölbrennstoffe um 60 Prozent gesenkt, und Gebäude stossen heute über 28 Prozent weniger CO2 aus als noch 1990. Wir sind auf dem richtigen Weg! Das neue Energiegesetz dagegen bürdet den Haushalten hohe Kosten auf und verursacht Bürokratie – und das bei einem denkbar kleinen Nutzen für Klima und Umwelt. Ich empfehle ein Nein zum Energiegesetz.

Karin Faes, Vorstand HEV Aarau Kulm

Abstimmungsvandalismus

Es ist doch eigenartig, dass zum wiederholten Mal Kabelbinder an denselben Wahlplakaten der Interessen-Gemeinschaft pro Suhr durchgeschnitten sind, so, dass diese nicht mehr auffällig zu lesen sind. Gewissen Fusions-Befürwortern (ich gehe davon aus, dass sie für diese Tat verantwortlich sind) scheint jedes Mittel legitim zu sein, um das Wahlergebnis zu beeinflussen. Dies ist eine strafbare Handlung und spottet jeglichem demokratischen Verständnis. Es ist einfach nur beschämend!

Walter Straubhaar, Suhr

Teuer und ineffizient

Spielregeln des Leserforums

Ich unterstütze das Ziel des Regierungsrats, den Verbrauch fossiler Energien zu senken und wo immer möglich und sinnvoll auf erneuerbare Energien zu setzen. Aber ich glaube nicht, dass das neue Energiegesetz, über das wir am 27. September abstimmen, der richtige Weg ist. Denn es setzt weder auf steuerliche An-

Wir veröffentlichen keine Wahl- und Abstimmungsempfehlungen und keine Leserbriefe zu kantonalen, nationalen oder internationalen Themen. Der Umfang darf nicht mehr als 2000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) haben. Unsere Mailadresse: redaktion@landanzeiger.ch

FC Aarau

Credit Suisse ist neuer Co-Hauptsponsor

Weitere Referendumskomitee-Mitglieder können Sie kontaktieren:

Fuchs-Holliger Udo Fuchs-Holliger Marianne Haldimann Roland Rüfenacht Herman Siegenthaler Brigitte Wiesendanger Michael

zigen Begegnungs- und Freizeitfläche, die als parkähnliche Anlage nebst dem Sport vielseitig genutzt wird. Mitten in einem Wohnquartier entsteht ein Sportzentrum, das ausschliesslich den Interessen des Fussballs dient. Damit nimmt die Stadt erneut den Ärger der Anwohner und juristischen Streit in Kauf. In Zeiten, in denen sich der Kanton in vorbildlicher Weise um den Natur- und Landschaftsschutz sorgt und in diesem Rahmen auch die Natur in den Siedlungen begünstigen will, plant Aarau die Vernichtung einer grossen Rasenfläche, einer natürlichen Sauerstoffquelle, und will über 20 Tonnen Kunststofffasern verbauen. Dies, weil in der heutigen Zeit niemand mehr warten und verzichten will. Statt die alljährliche Ruhezeit des Rasens im Winter zu berücksichtigen, die auch für dieAnwohner erholend war und viel zu ihrem Wohlwollen gegenüber dem Sportplatz beigetragen hat, fordert der Fussball ein ganzjähriges Nutzungsrecht. Es stellt sich die Frage nach der Finanzierung in Zeiten, da auch Aarau infolge der Corona-Krise mit Steuerausfällen zu rechnen hat. Ist es angemessen, einer kleinen aber lauten Interessengemeinschaft so viele Ressourcen zuzusprechen? Was ist mit allen anderen Sportarten und Freizeitinteressen? Der Einwohnerrat wird im Oktober darüber befinden. Für Anwohner und Vereine gibt es am 3. November eine weitere Informationsveranstaltung.

Die Credit Suisse hat noch vor dem Saisonstart bekanntgegeben, dass sie für die nächsten vier Saisons CoHauptsponsor des FC Aarau wird. Die Credit Suisse führt damit die langjährige und erfolgreiche Partnerschaft der Neuen Aargauer Bank ab sofort nahtlos weiter. «Gerade in diesen schwierigen und unsicheren Zeiten freut uns dieses sehr positive Zeichen der Credit Suisse zum Aargauer Spitzenfussball ausserordentlich und gibt dem FC Aarau neuen Rückenwind für die Zukunft», sagt FCA-Präsident Philipp Bonorand. «Wir freuen uns sehr, die erfolgreiche Partnerschaft mit dem FC Aarau um weitere vier Jahre fortzuführen. Der Name NAB geht, die Nähe bleibt. Wir engagieren uns als Credit Suisse langfristig und zeigen damit unsere Verankerung im Aargau». sagt Roberto Belci,

2x r auf Ihre e List

FC-Aarau-Präsident Philipp Bonorand (links( und Roberto Belci, designierter Leiter der Credit Suisse Region Aargau, präsentieren das neue Bild: zVg FC-Aarau-Dress. Mitglied der Geschäftsleitung NAB und designierter Leiter Credit Suisse Aargau. FCA

in den Grossen Rat. den Wieder in srat Regierung eler Alex Hürz re Gallati Jean-Pier

Daniel Wehrli

Grossrat, bisher 1968, Küttigen Schreiner, Holzbauunternehmer Präsident Pro Holz Aargau

Clemens Hochreuter Daniel Kopp

Grossrat, bisher 1980, Erlinsbach Betriebsökonom Vizepräsident SVP Aargau

1964, Suhr lic. iur. Rechtsanwalt Selbständiger Rechtsanwalt Schulrat des Bezirks Aarau (Präsident seit 2017)

Susanne Heuberger Rolf Wehrli

1962, Aarau Pflegemitarbeiterin SRK Einwohnerrätin und SVP Fraktionschefin

1982, Küttigen Polymechaniker Techn. Kaufmann Unternehmer, Wehrli Weinbau AG Mitglied FIKO Küttigen

Samuel Hasler

1997, Buchs ICT-Manager Einwohnerrat Präsident SVP Buchs Präsident Jugendparlament Aargau

Liste 1

81266