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CHUTZ DATENS

AZB CH-5001 Aarau PP / Journal

Aargauer Wirtschaft Zeitschrift des Aargauischen Gewerbeverbands 

Nr. 10 / 17. Oktober 2018

AGV-PAROLENSPIEGEL

INSIDE

Abstimmungsvorlagen vom 25. November 2018 Die Gremien des Aargauischen ­Gewerbeverbandes haben für die ­Abstimmungen vom 25. November 2018 folgende Parolen gefasst: Kantonal

EU-Datenschutz: Aus­wirkungen auf Aargauer Unternehmen ➤ Seite 4

Sozialversicherungsrecht Änderung vom 16. März 2018 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) (Gesetzliche Grundlage für die Überwachung von Versicherten)  JA Kantonal



➤ Seite 10

SWISSSKILLS 2018, BERN Vom 12. bis 16. September fanden auf dem Expo-Gelände in Bern die SwissSkills statt.



EU-DATENSCHUTZ: AUSWIRKUNGEN AUF AARGAUER UNTERNEHMEN Das Schweizer Datenschutzgesetz ist gegenwärtig in Revision. Die Europäische Union ist bereits einen Schritt weiter. Ihre neuen, strengeren Regeln sind dieses Frühjahr in Kraft getreten. Sie gelten auch für Schweizer Unternehmen, die grenzüberschreitend tätig sind. Welche Firmen sind genau betroffen und was müssen diese tun?

➤ Seite 14–18

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Warum Cyber-Versiche­ rungen zum Standard werden könnten ➤ Seite 8

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Partnerschaft beruht auf gegenseitiger Wertschätzung.

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Datenschutz und Datensicherheit ➤ Seite 6

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Ständeratswahlrecht Verfassung des Kantons Aargau (Ständeratswahlrecht für Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer); Änderung vom 28. August 2018  JA


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EDITORIAL  3

AGV NR. 10 | 17. OKTOBER 2018

INHALT 4 EU-Datenschutz: Auswirkungen auf Aargauer Unternehmen

DRINGENDER HANDLUNGSBEDARF FÜR AARGAUER UNTERNEHMEN

6 Datenschutz und Datensicherheit

Am 25. Mai 2018 trat die EU-Datenschutz-Grundverordnung in Kraft. Auch zahlreiche Schweizer Unternehmen sind von ihr direkt betroffen. Für viele Unternehmen ist die Umsetzung mit einem grossen Aufwand verbunden, zudem drohen bei Verstössen ­hohe Bus­ sen. Für das Aargauer Gewerbe besteht Handlungsbedarf, denn die Verordnung findet auch auf Unternehmen mit Sitz ausserhalb der EU Anwendung. Dies gilt für Schweizer Unternehmen, die Waren und Dienstleistungen in der EU bzw. an Personen mit Wohnsitz in der EU anbieten und in diesem Zusammenhang Personendaten wie beispielsweise Adressen oder E-Mails bearbeiten. Dabei kann es sich beispielweise um Angebote via Website oder App handeln, auf die auch von der EU zugegriffen werden kann.

8 Warum Cyber-Versicherungen zum Standard werden könnten

Fällt ein Schweizer Unternehmen unter die EU-Datenschutzverordnung, wartet ein ganzer Strauss an bürokratischen Vorschriften. Es wird verlangt, dass die strengen Vorgaben in Bezug auf die Informationspflicht und Einwilligung der betroffenen Personen eingehalten werden. Wenn ein Aargauer Unternehmen über keine Niederlassung in der EU verfügt, muss es einen Vertreter in der EU benennen. Zudem trifft ein Unternehmen im Fall einer umfangreichen regelmässigen und systematischen Datenbearbeitung die Pflicht zur Bestellung eines Datenschutzbeauftragten. Weitere Massnahmen müssen aufgrund dieses Bürokratiemonsters getroffen werden.

10 P  arolenspiegel 11 K  ommentar 12 In eigener Sache 14 S  wissSkills 2018 17 V  erbände 28 P  ublireportage 31 Interview

Wollen Aargauer Unternehmen am europäischen Markt teilhaben, kommen sie nicht umhin, die Verordnung einzuhalten. Andernfalls drohen ihnen drastische Bussen. Sie sollten daher prüfen, ob und inwiefern die EU-Verordnung auf sie Anwendung findet. Abhängig vom jeweiligen Tätigkeitsbereich sind die erforderlichen Massnahmen zur Einhaltung der Verordnung unternehmensintern umzusetzen und entsprechende Abläufe einzuführen. Angesichts des bereits erfolgten Inkrafttretens der Verordnung ist rasch zu handeln.

Thema im November: Dorf- und Stadtkern­ entwicklung Thema im Dezember: KMU Frauen Thema im Januar: Medienlandschaft Aargau

Thierry Burkart Baden, Nationalrat, Konsulent und Vorstandsmitglied AGV

IMPRESSUM Mitteilungsblatt für die Mitglieder des Aargauischen Gewerbeverbands, 14. Jahrgang Herausgeber AGV Aargauischer Gewerbeverband, Gewerbehaus, Entfelderstrasse 19, Postfach, 5001 Aarau, Telefon 062 746 20 40, Fax 062 746 20 41, E-Mail agwi@agv.ch Redaktion Peter Fröhlich, Geschäftsleiter AGV, Andreas Wagner, Geschäftsleiter-Stv. AGV, Kurt Schmid, Präsident AGV, Renate Kaufmann, Mitglied GL AGV, Eveline Frei Beiträge Marc Andrey, Sara Berner, Boris Blaser, Christian Brogli, Franziska Bugmann, Thierry Burkart, Hanni Golling, Beat Mathys, Joel Nietlisbach, Martin Nietlisbach, ­Andreas Schneider, Elisabeth Schwarz AGV ­Aargauischer Gewerbe­verband Auflage 11 000 Ex. E­ rscheinungsort: Zofingen, E­ rscheinungsweise: 12-mal pro Jahr, ­Nachdruck unter ­Quellen­angabe gestattet, Belegsexemplare erbeten Herstellung ZT Medien AG, Henzmann­strasse 20, 4800 Zofingen, Telefon 062 745 93 93, Fax 062 745 93 49, www.ztmedien.ch A ­ nzeigenverwaltung Inweb AG, Postfach, 8153 Rümlang, Telefon 044 818 03 07, Fax 044 818 03 08, www.inwebag.ch Inserateschluss am 20. des Vormonats B ­ esuchen Sie uns auf dem Internet: www.agv.ch

Adressänderungen an agwi@agv.ch


4  DATENSCHUTZ

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TREUHAND|SUISSE SEKTION ZÜRICH

EU-DATENSCHUTZ: AUSWIRKUNGEN AUF AARGAUER UNTERNEHMEN Das Schweizer Datenschutzgesetz ist gegenwärtig in Revision. Die Europäische Union ist bereits einen Schritt weiter. Ihre neuen, strengeren Regeln sind dieses Frühjahr in Kraft getreten. Sie gelten auch für Schweizer Unternehmen, die grenzüberschreitend tätig sind. Welche Firmen sind genau betroffen und was müssen diese tun?

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ersonenbezogene Daten werden oft als «Rohstoff der Zukunft» bezeichnet. Tatsächlich, Unternehmen, Organisationen oder politische Parteien geben viel dafür, unsere persönliche Datenspur auszuwerten. Sie setzen alles daran herauszufinden, wie gut ihr Produkt, ihr Anliegen oder ihre Weltanschauung zu uns passt. Die meisten von uns reichern ihre persönliche Datenspur laufend an. Etwa wenn wir uns im Internet bewegen, via Social Media kommunizieren oder online eine Bestellung tätigen; aber auch wenn wir in einem Verkaufsgeschäft einen Wettbewerbsbogen ausfüllen oder an der Kasse unsere Kundenkarte vorweisen. Anders ausgedrückt: Sobald persönliche Daten in der einen oder anderen Art in Informationssysteme eingespeist werden, hinterlassen wir Informationen, über deren Verarbeitung und Verwendung wir nur noch bedingt bestimmen können. Die Folgen davon sind im harmloseren Fall, dass wir online mit Werbung für bestimmte Produkte belagert werden. Das grössere Prob-

Boris Blaser*

lem ist, wenn diese Daten intensiv genutzt werden oder in Umlauf kommen. Wenn sie also als Rohstoff gehandelt und von Dritten weiterverwendet werden. Dies ist der Grund, warum die Gesetzgebung rund um den Datenschutz derzeit überall in den Fokus rückt. Haben Sie Privatkunden in der EU? Die Regelung der EU ist seit Mai 2018 in Kraft: die «DatenschutzGrundverordnung der Europäischen Union (DSGVO)». Sie verbessert die Rechte von natürlichen Personen, wenn es um die Kontrolle über die eigenen Daten geht. Das bedeutet, dass die Unternehmen zusätzliche Massnahmen ergreifen müssen, um Personendaten zu schützen. Davon sind auch viele Unternehmen im Kanton Aargau betroffen, selbst wenn sie keine Niederlassung oder Tochterfirma in einem EU-Land haben. Vor allem zwei Kriterien sind * Dipl. Treuhandexperte und MAS in Treuhand und Unternehmensberatung FH. Vorstandsmitglied des Schweizerischen Treuhänderverbands TREUHAND|SUISSE, Sektion Zürich

ausschlaggebend. Erstens: Eine Firma mit Sitz in der Schweiz fällt dann unter die DSGVO, wenn sie natürlichen Personen, die in der EU wohnen, Produkte oder Dienstleistungen anbietet. Konkret betroffen sind also alle Unternehmen, die Waren oder Dienstleistungen in EU-Länder exportieren; dies umfasst auch Versandhändler und Betreiber von Internetplattformen, die Bestellungen aus dem EU-Raum erhalten. Zweitens: Auch Firmen, die diese personenbezogenen Daten beobachten und/oder analysieren, unterliegen der neuen, verschärften EU-Regelung. Dies betrifft also Unternehmen, die diesen «Rohstoff» bearbeiten oder beobachten (z. B. anhand von Cookies). Aber aufgepasst, zusätzlich sind Firmen bereits von der DSGVO betroffen, wenn sie auf ihrer Website Kommentar- und Formularfelder oder weitere Firmenapplikationen einsetzen. Auch die Anbindung von Software zur Datenanalyse, die Dritte zur Verfügung stellen (z. B. Google Analytics oder Facebook Pixel), fällt unter die Datenschutzverordnung – auch wenn die Online-Präsenz auf den ersten Blick statisch erscheint.

Neue Pflichten Eine Aargauer Firma, auf die eines der oben genannten Kriterien zutrifft, fällt unter die Datenschutz-Grundverordnung der EU und muss folglich eine Reihe von neuen Auflagen erfüllen. Nachfolgend die sechs wichtigsten: Informationspflicht: Will eine Firma die Daten ihrer Privatkunden aus dem EU-Raum verarbeiten, muss sie die Betroffenen darüber informieren. Sie muss genau und gut erkennbar (in ihrer Datenschutzerklärung) darlegen, welche personenbezogenen Daten gespeichert werden. Zusätzlich muss sie die Einwilligung für die Datenverarbeitung einholen und explizit benennen, wofür diese genau gilt (z.B. den künftigen Erhalt eines Newsletters). Technische Gestaltung: Jeglicher Online-Auftritt muss so gestaltet sein, dass der Schutz der Daten grundsätzlich eingehalten wird. Also zum Beispiel ohne gestalterische Elemente oder definierte Voreinstellungen, die automatisch auf die Sammlung und Speicherung der Daten hin-


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auslaufen, solange der Kunde sie nicht entdeckt und deaktiviert. Man spricht hier von der Pflicht zu Privacy by Design und Privacy bei Default. Deshalb ist es wichtig, die Frage der Datenverarbeitungsprozesse und des Datenschutzes schon bei der Konzeption einer Website oder einer App in den Anforderungskatalog aufzunehmen. Auskunftspflicht: Das Unternehmen muss zu betroffenen Personendaten ein Verzeichnis erstellen, das über die Art der Datenverarbeitung Auskunft gibt. Dies ist vor allem deshalb relevant, weil das Unternehmen seinen Nutzern die drei folgenden Rechte einräumen muss: Das Recht auf Auskunft, das Recht auf Löschung und das Recht auf Berichtigung. Datenschutzbeauftragter: Von der DSGVO betroffene Schweizer Firmen müssen einen Datenschutzbeauftragten benennen, der die Einhaltung der Pflichten, die mit der EU-Verordnung verknüpft sind, formell vorantreibt, koordiniert und überwacht. Meldepflicht: Kommt es zu einer Verletzung des Datenschutzes, z. B. weil durch einen Diebstahl oder eine Computerpanne Daten entweichen, neigen Firmen bisher dazu, dies unter den Teppich zu kehren. Neu be-

steht eine Meldepflicht. Betroffene Unternehmen müssen das Ereignis innert 72 Stunden an die Datenschutzbehörde melden. Vorgängige Risikoabschätzung: Ein Unternehmen, dessen Datenverarbeitung die Datenschutzrechte der betroffenen Personen potenziell verletzten könnte, muss neu eine vorgängige interne Risikoüberprüfung vornehmen. Weil die Ausgangslage von Firma zu Firma sehr stark variiert, kommt man nicht darum herum, Spezialisten beizuziehen, die Unterstützung bei einer individuellen Analyse der technischen und rechtlichen Risiken bieten. Hält sich ein Schweizer Unternehmen nicht an diese Auflagen und wird angezeigt (z. B. von einer betroffenen natürlichen Person im EURaum), drohen teils empfindliche Bussen. Für grössere Unternehmen kann das Strafmass bis 20 Mio. Euro oder 4 % des weltweiten Jahresumsatzes betragen. Nötige Anpassungen Für betroffene Unternehmen, die sich noch nicht auf die DSGVO ausgerichtet haben, ist es höchste Zeit, die nötigen Anpassungen vorzunehmen. Ein erster Teil davon ist nach innen gerichtet. So müssen die Unternehmen in einem ersten Schritt einen strukturierten Überblick (Be-

standsaufnahme) schaffen, welche Personendaten im Unternehmen vorhanden sind. Gleichzeitig müssen sie festlegen, wie die Zugriffsrechte auf diese Personendaten verwaltet werden. Denn zum Schutz persönlicher Daten gehört, dass sie nur durch bestimmte Nutzer unter klar definierten Kriterien bearbeitet werden können. Begleitend zu diesen grundlegenden Arbeiten muss das Unternehmen auch seine Mitarbeitenden sensibilisieren und schulen. Es sollte den Mitarbeitenden klar sein, dass Verletzungen der EU-Datenschutzverordnung der Firma schaden können. Auch die Informationsmittel und Kommunikationsprozesse für die Kunden müssen entsprechend angepasst werden. Es gilt, Verträge und die allgemeinen Geschäftsbedingungen mit den geforderten Datenschutz-Hinweisen zu ergänzen. Weiter müssen die Software und technische Abläufe (Website, Apps) angepasst werden. Die Datenschutzerklärung der Unternehmung muss in verständlicher, klarer und einfacher Sprache dem Kunden so leicht wie möglich zugänglich gemacht werden. Bei jeglichem Online-Auftritt – also bereits bei Anmeldung zu einem Newsletter oder bei Kontaktformularen – müssen explizite Einwilligungen eingefordert werden, z. B. mit einem Auswahlfeld, in das man als Nutzer ein Häkchen setzen kann.

Weiter ist bei der Nutzung von Cookies auf die entsprechenden Richtlinien der Unternehmung hinzuweisen. Individuelle Abklärung sinnvoll Wie die obigen Ausführungen zeigen, ist die Umsetzung der Pflichten, die mit der europäischen Datenschutzgesetzgebung verbunden sind, recht anspruchsvoll. Die Rechtslage ist noch in vielen Punkten unklar. Über offene oder strittige Fragen werden in absehbarer Zeit die Gerichte zu befinden haben. Aargauer Unternehmen, die sich aufgrund der oben genannten Kriterien betroffen fühlen, tun gut daran, bei der Umsetzung der skizzierten Pflichten technische und rechtliche Unterstützung beizuziehen.

AGV-AGENDA  / JAHRESPLANUNG Wichtige Termine – bitte in Ihren Kalendern, Outlook etc. vormerken. Weitere Details (Einladungen) werden zur gegebenen Zeit auf www.agv.ch und in einer der nächsten Ausgaben der Mitgliederzeitung publiziert. Die Gewerbevereine und Berufsverbände werden gebeten, verschiedene Termine in ihre eigene Jahresplanung aufzunehmen und bei der Planung von eigenen Anlässen mitzuberücksichtigen. JAHRESPLANUNG 2018 Oktober Donnerstag 18.10.2018 Herbst-Delegiertenversammlung 2018

JAHRESPLANUNG 2019 Januar Mittwoch

9.1.2019

Neujahrs-Apéro 2019

März Dienstag

5.3.2019

Aargauer Berufsbildungstag 2019

April Donnerstag 25.4.2019

Frühlings-Delegiertenversammlung 2019 Aargauer Wirtschaftstag 2019

September Di. bis So. 3.–8.9.2019 Aargauische Berufsschau ab’19


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DATENSCHUTZ UND DATENSICHERHEIT Cybercrime ist zu einem Thema geworden, das uns alle betrifft, egal ob im Geschäft oder im Privatleben. Die Kriminalität im Internet hat ein neues Level erreicht. Die Bedrohungen sind allgegenwärtig und ein adäquater Schutz unserer Systeme, ob im beruflichen oder privaten Umfeld, ist zwingend erforderlich.

A

ttacken mittels Ransomware (Erpressersoftware) liegen im Trend. Wir haben in den vergangenen Monaten immer wieder von Angriffen auf Unternehmen in unserem näheren Umfeld gelesen und gehört. Letztes Jahr war es ein Altersheim, welches aufgrund von ungenügendem Schutz keinen Zugriff mehr auf seine Geschäftsdaten hatte – die Daten wurden bei einem Ransomware-Angriff verschlüsselt und nur gegen Lösegeldzahlung konnten die Daten wiederhergestellt werden. Ob die Entschlüsselung der Daten nach der Bezahlung dann auch wirklich funktioniert, dafür garantiert niemand. Die ganze IT-Infrastruktur stand still und das Funktionieren der Organisation war unmöglich. Dieser Vorfall ist nur einer von vielen registrierten Vorfällen aus dem letzten Jahr – die Dunkelziffer dürfte jedoch beträchtlich höher liegen. Nebst dem finanziellen Schaden steht bei Angriffen auf Spitäler und Pflegeinstitutionen mittlerweile auch die Gesundheit und das Leben von Menschen auf dem Spiel.

Beat Mathys Wirtschaftsinformatiker HWV/HF Mathys Informatik AG

Der vermeintlich «nette» Supportmitarbeiter von Microsoft, der nur helfen will und schnell Zugriff via Fernwartung aufs System braucht. Schon ist ein Keylogger oder Bankenspyware installiert (Microsoft ruft Sie im Übrigen nie an, auch wird sich nie ein Mitarbeiter einer Bank nach Ihren Zugangsdaten oder Kontennummern erkundigen!). Dies sind keine erfundenen Vorfälle auf der anderen Seite der Erdhalbkugel, nein, sie passieren vermutlich täglich, in Suhr, Kölliken, Baden und Olten. Die kriminellen Machenschaften, um an schnelles Geld zu gelangen und Firmen und Organisationen zu schädigen, werden immer perfider und ausgeklügelter. In der heutigen Zeit benötigt man für die Verbreitung von Malware auch keine ausgeklügelten Programmierfähigkeiten mehr. Der Grossteil der Schadsoftware lässt sich im Internet bzw. im Darknet gegen Bitcoins einsatzbereit kaufen.

software ist eine «effiziente» Methode, Schaden anzurichten und unerkannt an Geld oder eben Bitcoins zu gelangen. Oftmals wird bezahlt, weil der notwendige Schutz gefehlt hat oder die vermeintliche, tägliche Datensicherung nicht funktioniert hat.

KMUs im Visier Bis vor einigen Jahren waren vor allem Grossfirmen und der Gesundheitssektor das Hauptangriffsziel. Heute sind auch KMUs und Privatpersonen ins Visier derer geraten, die aufs schnelle Geld aus sind. Schad-

Weitere Informationen zu den Empfehlungen des Bundes finden Sie unter: https://www.bwl.admin.ch/bwl/de/ home/themen/ikt/ikt_minimalstandard.html

IT-Sicherheitsstrategie Ihre Dokumente, ERP-Daten und andere geschäftsrelevante Dateien und Systeme sind heute verschiedenen Gefahren ausgesetzt und müssen entsprechend geschützt werden. Eine IT-Sicherheitsstrategie ist zwingend notwendig und bedarf auch einer ständigen Anpassung und Revision auf neue Gegebenheiten. Sicherheitsstrategie bedeutet nicht zwingend eine Investition von mehreren 10 000 Franken. Der Grossteil der Vorfälle basiert auf menschlichem Fehlverhalten und Unachtsamkeit (Tipps siehe S. 7).

Aufgrund der sich schnell verändernden Umstände und der ständigen Digitalisierung unseres Lebens ist ITSecurity ein laufendes Projekt, welches ständig überprüft und gegebenenfalls angepasst werden muss. Der Bundesrat hat per Ende August 2018 verschiedene Dokumente rund um Datensicherheit und Datenschutz veröffentlicht. Der Bundesrat erkennt in dem Papier eine gesteigerte Bedrohungslage sowie eine immer stärker werdende Abhängigkeit von ICT (Informations- und Kommunikationstechnik) für das Aufrechterhalten kritischer Infrastrukturen und einer funktionierenden Wirtschaft. Jedes Unternehmen und jede Organisation ist heute gefordert, Massnahmen zu treffen, um nicht selbst Opfer einer Cyberattacke zu werden. Schützen Sie sich auch. Wir stehen Ihnen dazu auch gerne zur Verfügung.

Wir stellen Ihnen gerne unser «Merkblatt IT Security» mit Handlungsanweisungen für Ihre User zur Verfügung. Schreiben Sie uns ­eine Mail an info@main.ch – Stichwort «IT Security». (www.main.ch)


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Tipps zur Cybersecurity Es gibt einige Themen, die elementar sind und schon einen grundlegenden Schutz gegen den Grossteil der Gefahren bieten: • Schützen Sie Ihr Firmennetz mittels Firewall und integrierter Untersuchungsmechanismen (Webprotection, Mailprotection, Sandbox Downloads vom Internet) • Schutz des Zugriffs von extern nur mittels verschlüsselten Zugangs (VPNVerbindung auf Firewall) • Aktueller, zentral verwalteter Virenschutz (z. B. mit Ransomware Protection) • Sichere Passwörter mit periodischem Wechsel • Datensicherung zusätzlich auf externe Medien (Disks, Tapes, Cloudsicherung, welche ausgelagert werden können) • Periodische Überprüfung der Datensicherung mittels Testwiederherstellung • Regelmässige Updates und Patches von Schwachstellen im Betriebssystem

Freitag Samstag Sonntag

• Arbeiten mit aktueller Hardware und Betriebssystemen • Sicheres Wireless Lan z. B. in abgetrennte Zonen ohne Zugriff auf Ihr internes Netzwerk • Regelmässige Überprüfung der Berechtigungen und Zugriffe auf Ihre Ordnerstrukturen und Daten • Ernennung eines Mitarbeiters zum «IT-Security-Verantwortlichen», der sich für die Einhaltung der Security-Strategie verantwortlich zeigt • Monitoring der Kernfunktionen Ihres Netzwerkes (Aktualität des AntiVirenschutzes, Erfolg der Datensicherung, Zustand der Serverhardware etc.) • Sensibilisierung Ihrer Mitarbeiter für die stetig zunehmenden Themen «Datenschutz und Datensicherheit»

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WARUM CYBER-VERSICHERUNGEN ZUM STANDARD WERDEN KÖNNTEN Wir informieren uns zu den unterschiedlichsten Themen, wir vernetzen uns online und wir shoppen im Netz. Schnell und einfach. Genauso schnell und einfach setzen wir uns den Risiken der digitalen Welt aus.

S

chnell ein passendes Hotel für den Wochenendausflug gebucht und sich im E-BankingKonto einloggen, um Zahlungen zu tätigen? Oder ein Foto auf Social Media posten und danach online ein Buch kaufen? Solches und ähnliches haben wir sicherlich alle schon mal gemacht. Das Internet ist sehr praktisch, keine Frage! Diese praktischen Möglichkeiten bringen auch neue Gefahren mit sich: z. B. Cybermobbing, Hackerangriffe oder Kreditkartenbetrug. Die Zahl der Verdachtsmeldungen, die jährlich bei der nationalen Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (KOBIK) eingeht, bewegt sich im fünfstelligen Bereich. Die Digitalisierung schreitet mit riesigen Schritten voran, im gleichen Tempo entwickeln sich immer neuere und ausgefeiltere Betrugsmaschen, um Sicherheitslücken auszunützen. Die Mobiliar ist überzeugt, dass CyberVersicherungen – genauso wie die private Haftpflichtversicherung heute – in den nächsten Jahren Standard werden könnten.

Franziska Bugmann* Leiterin Vertrieb bei der Mobiliar Generalagentur Lenzburg

Cyber-Versicherungen müssen sich stetig anpassen Seit April 2017 bietet die Mobiliar ein umfassendes Cyber-Schutz-Leistungspaket für Privatpersonen an, das Mobiliar Kundinnen und Kunden sowie Interessierte innerhalb der Hausratversicherung abschliessen können. Bei Streitigkeiten als Folge unerlaubter Beschaffung persönlicher Daten bietet die Mobiliar Rechtsschutz. Auch gedeckt sind die Kosten für die Datenrettung. Bei Persönlichkeitsverletzung führen wir eine rechtliche Abklärung durch und übernehmen die Kosten für das Reputationsmanagement und die Kosten für eine allfällige psychologische Beratung. Im Fall einer Urheberrechtsverletzung bietet die Mobiliar Rechtsschutz und bearbeitet den Fall des Kunden oder der Kundin. Weil die Risiken in der digitalen Welt zunehmen und immer komplexer werden, entwickeln auch wir unsere Produkte und Services stetig weiter.

* Versicherungsfachfrau mit eidg. Fachausweis und Finanzplanerin mit eidg. Fachausweis

Eigenschutz berücksichtigen Auch für KMU und Unternehmen bietet die Mobiliar eine CyberSchutz-Versicherung an. Denn in der Schweiz sind viele zahlungskräftige KMU und Unternehmen angesiedelt: für Hacker ein lohnendes Angriffsziel also. Wer sich gerade im Betrieb durch eine Cyber-Versicherung besser schützen will, beachtet bereits vor Abschluss ein paar Aspekte. Zum Beispiel muss ein Unternehmen gesetzliche Mindestanforderungen erfüllen wie etwa diejenigen des Bundesgesetzes über den Datenschutz (DSG) oder die EUDatenschutzgrundverordnung (DSGVO). Weiter muss ein Unternehmen einen ausreichenden Eigenschutz sicherstellen. Das beinhaltet nicht nur Firewalls, sondern auch regelmässige Systempatches etc. Ebenso wichtig sind regelmässige Sicherung von Daten und sogenannte Security-Awareness-Schulungen für Mitarbeitende. Bei der Mobiliar Cyber-Schutz-Versicherung für KMU und Unternehmen handelt es sich um ein umfassendes Angebot auf dem Schweizer Versicherungsmarkt. Das Angebot richtet sich praktisch an alle KMU und Un-

ternehmen und ist eine sinnvolle Ergänzung, um mit den übrig gebliebenen Restrisiken umzugehen. Die Cyber-Schutz-Versicherung schützt KMU und Unternehmen im Falle eines Cyberangriffs beispielsweise bei Verlust, Beschädigung und Diebstahl von Daten, bei Ertragsausfällen und Verletzung der Persönlichkeitsrechte. Aber: Eine Cyber-Schutz-Versicherung ist kein Ersatz für fehlenden Eigenschutz!


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«Die Expertise eines Cloud-Anbieters kommt direkt den Kunden zugute.»

Publireportage

Die Cloud bringt Sicherheit für KMU Cyber-Attacken abwehren, bevor sie die Infrastruktur der Kunden angreifen: Das ist die offensichtlichste Massnahme eines Cloud-Anbieters zum Schutz der Kundendaten. Doch Cloud-Security geht noch viel weiter und unterstützt die Unternehmenskunden auch in nicht so offensichtlichen Bereichen. Wenn Ihr Unternehmen von Ransomware wie Petya oder WannaCry nicht betroffen war, kann das drei Gründe haben: Sie wurden nicht angegriffen, haben die passenden Schutzmassnahmen ergriffen – oder Sie waren über Ihren Cloud-Anbieter bereits geschützt. Gerade bei Cyber-Attacken ist eine frühzeitige Reaktion entscheidend. Die Sicherheitsexpertise und das technische Sicherheitsdispositiv eines Cloud-Anbieters kommen also direkt den Kunden zugute, deren Anwendungen und Systeme in der Cloud laufen. Die Nutzer profitieren, ohne selbst die entsprechende Infrastruktur und das nötige Fachwissen aufbauen zu müssen. Mehr als Schutz vor Malware Doch der Schutz vor Cyber-Angriffen ist nur ein Puzzleteil im gesamten System der Cloud-Sicherheit. Sie umfasst einerseits technische Massnahmen zum Schutz vor Angriffen und um die Datensicherheit und Verfügbarkeit sicherzustellen. Andererseits gehören die Zutrittskontrollen beim Eingang zum Rechenzentrum selbst genauso dazu. Sie sind nötig, obwohl Attacken meist übers Internet erfolgen, wie Tobias Langbein ITSicherheitsarchitekt bei Swisscom erklärt: «Die Sicherheitsmassnahmen müssen alle Aspekte umfassen. Sonst können wir die Sicherheit nicht nachvollziehbar gewährleisten.» Denn es reicht nicht, bloss Schutz-

massnahmen zu ergreifen. Ihre Wirkung muss auch belegbar sein. Dieser Beleg, dass die getroffenen Massnahmen greifen, wird als Compliance bezeichnet. Die Grundlagen bilden ISO-Standards und regulatorische Anforderungen, deren Einhaltung durch externe Kontrollstellen in sogenannten Audits überprüft wird. KMU sind oft mit Compliance-Anforderungen konfrontiert, die sie selbst nur schwer nachweisen können», sagt Tobias Langbein. «Als CloudProvider können wir diesen Nachweis für unsere Kunden erbringen.» «Swissness» für lokale Bedürfnisse Zertifizierungen und Audits machen Sicherheitsmassnahmen nachvollziehbar. Diese Transparenz schafft Vertrauen. Und es liegt

auf der Hand, dass Unternehmen von ihrem Cloud-Anbieter die Einhaltung von Sicherheitsstandards erwarten. Doch die Anforderungen gehen gemäss Tobias Langbein über reine Sicherheitsmassnahmen hinaus: «Unsere Kunden erwarten von uns ‹Swissness›.» Das bedeutet zum einen, dass die Daten in der Schweiz gespeichert sind und der Vertrags- und Gerichtsstandort in der Schweiz liegt. Einige Kunden verlangen aber auch, dass nur aus der Schweiz heraus auf die Daten zugegriffen werden kann. Diese «Swissness»-Aspekte sind es denn auch, was Swisscom von globalen Cloud-Anbietern unterscheidet. Oder, wie es Tobias Langbein formuliert: «Wir bieten ein lokales CloudAngebot für Unternehmen mit spezifischen lokalen Bedürfnissen.»

Schritt für Schritt in die Cloud Sie stehen am Anfang, was Cloud-Services betrifft oder möchten den nächsten Schritt in Angriff nehmen? Finden Sie zusammen mit Hanspeter Dätwyler, Ansprechpartner für KMU im Gebiet Aargau und Olten, heraus, wie die Cloud bei Ihnen im Unternehmen zu mehr Sicherheit beitragen kann. Nehmen Sie Kontakt auf unter 058 221 40 70. Weitere Informationen unter: www.swisscom.ch/it-outsourcing


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Abstimmungen vom 25. November 2018 Drohnen), einzig GPS-Tracker sind nach richterlicher Genehmigung einsetzbar. Die observierte Person muss in jedem Fall über die durchgeführte Observation informiert werden. Eine flächendeckende Observation ist aufgrund der engen Grenzen des Gesetzes wie auch aufgrund der hohen Kosten einer Observation nicht zu befürchten. In begründeten Fällen erhalten Sozialversicherungen jedoch mit der Observation ein zusätzliches Mittel, um Versicherungsmissbrauch aufzudecken und somit wiederkehrende Kosten zu sparen.

EIDGENÖSSISCH

KANTONAL

• Selbstbestimmungsinitiative Volksinitiative vom 12. August 2016 «Schweizer Recht statt fremde Richter (Selbstbestimmungsinitiative)»

• Wald-Initiative Aargauische Volksinitiative «JA! für euse Wald» vom 14. Februar 2017

Die Parole wird an der Delegiertenversammlung vom 18. Oktober 2018 gefasst. • Sozialversicherungsrecht Änderung vom 16. März 2018 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) (Gesetzliche Grundlage für die Überwachung von Versicherten) JA Kurzkommentar: Mit dieser Vorlage wird die gesetzliche Grundlage für die Überwachung von Versicherten geregelt. Diese übernimmt grundsätzlich die bisherige Praxis hinsichtlich Voraussetzungen, Mittel, Örtlichkeiten und Dauer einer Observation bei Verdacht auf Versicherungsmissbrauch. Eine Observation ist nur dann erlaubt, wenn konkrete Anhaltspunkte für einen Versicherungsmissbrauch bestehen. Zudem darf die Überwachung nur an einem allgemein zugänglichen Ort stattfinden und ist zeitlich beschränkt. Bei der Überwachung dürfen einfache Bild- und Tonaufzeichnungen gemacht werden. Nicht vorgesehen sind dabei technische Hilfsmittel, welche die menschliche Wahrnehmungsfähigkeit erheblich erweitern (z. B. Richtmikrofone, Wärmebildkameras, Nachtsichtgeräte oder

Die Parole wird an der Vorstandssitzung vom 18. Oktober 2018 gefasst. • Ständeratswahlrecht Verfassung des Kantons Aargau (Ständeratswahlrecht für Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer); Änderung vom 28. August 2018 JA Kurzkommentar: Die kantonale Verfassung soll dahingehend angepasst werden, dass es im Kanton Aargau auch Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern möglich ist, aktiv wie auch passiv an den Ständeratswahlen teilzunehmen. Dies ist bereits in 11 anderen Kantonen der Fall und gilt auch für die Nationalratswahlen, welche Bundesrecht unterstehen.

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KOMMENTAR  11

AGV NR. 10 | 17. OKTOBER 2018

JÄGER, SAMMLER UND GEJAGTE

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oogle liest bei Gmail die EMails mit, Amazon hört via den Lautsprecher «Echo» die Kunden ab und Facebook soll gemäss der deutschen Zeitung «Die Welt» sogar Telefonanrufe von Nutzern abhören, um Werbeeinblendungen zu optimieren. Die einen sammeln Daten, die anderen sind auf der Jagd nach Daten und einige werden sogar zu Gejagten. Schutz vor Schusseligkeit Früher sammelte der Mensch Lebensmittel, um nicht zu verhungern. In unserer Zeit sammeln wir aus reinem Zeitvertreib oder Wissensdurst Gegenstände und Daten. Die Nutzer von digitalen Plattformen, Apps oder Fitness-Trackern sind heute sprichtwörtlich bereit, sich bis auf die Unterhosen auszuziehen, um diese Produkte verwenden zu dürfen. Viele von ihnen haben aber keine Ahnung, was eigentlich mit den gesammelten Daten geschieht oder welche Daten überhaupt gesammelt werden. Entweder fehlen die entsprechenden Informationen in den AGB oder die

Nutzer lesen die AGB überhaupt nicht. Aus diesem Grund soll die EUDatenschutzgrundverordnung (DSGVO) nun die Benutzer vor sich selbst schützen und ihnen die Kontrolle über ihre persönlichen Daten im digitalen Raum zurückgeben.

Zuckerbrot und Peitsche Dass aber der Staat sogar Strafmassnahmen gegen seine Bürger einleitet, wenn diese nicht die gewünschten persönlichen Daten liefern, gleicht einem Schritt in Richtung Überwachungsstaat. Seit in der Schweiz die Informationen aus den Einwohnerregistern entnommen und mit Stichprobenerhebungen ergänzt werden, herrscht ein anderes Regime bei der Volkszählung. Betroffene, die nun im Zufallsprinzip auserkoren werden, an der geänderten Erhebung teilzunehmen, sind zur Lieferung persönlicher Daten gezwungen. Wer der Auskunfts­ plicht nicht nachkommt, dem werden Strafzahlungen angedroht, ganz im Sinne des neuen Datenschutzgesetzes. Nur, dass hier nicht der Bürger Daten über den Staat sammelt, sondern der Staat in die Privatsphäre des Bürgers eindringt und ihn unter Androhung von Strafe zur Herausgabe persönlicher Daten zwingt.

Verkehrte Welt Auch in der Schweiz wird das Datenschutzgesetz nun überarbeitet. Der Bundesrat erlässt Richtlinien, nimmt sich selbst aber von der Anwendung aus. 2012 erlaubt er die Herausgabe von uncodierten Mitarbeiterdaten an die USA und machte damit die Datensammler zu Gejagten. Erst kürzlich durfte man erneut in den Medien lesen: «Steuerbehörde gibt Namen von Bankern den USA». In unseren Nachbarstaaten läuft diesbezüglich aber ebenfalls nicht alles rund. Auch in Deutschland scheinen Amtsstellen den Datenschutz anders zu bewerten. Die Aufsichtsbehörde für Datenschutz in Hamburg setzt offenbar selbst ein Tracking-Tool ein, um IP- Die totale Überwachung Adressen ohne Anonymisierung zu Auf der Jagd nach Informationen erfassen. gehen manche Staaten mit ihren

Bürgern eher unzimperlich um. Welche unheimlichen Ausmasse die staatliche Datensammelwut annehmen kann, führt uns derzeit China vor Augen, das die totale Überwachung seiner Bürger plant. Diese sollen nicht nur überwacht, sondern mittels sozialem Punktesystem auch gleich noch bewertet und zur Folgsamkeit erzogen werden. Wenn der Staat immer mehr die Kontrolle übernimmt, dann stellt sich bald die Frage: Wer muss sich eigentlich vor wem schützen?

Eveline Frei Redaktionsmitglied «Aargauer Wirtschaft»

BERUFSBILDNER(INNEN)-KURSE 2018 DES AARGAUISCHEN GEWERBEVERBANDS Die Daten für die Berufsbildner(innen)-Kurse 2018 des AGV finden Sie ­ unter www.agv.ch. Basierend auf dem erfolgreichen Konzept können sich ­Interessierte auch in diesem Jahr an praxisorientierten K­ ursen des Aargauischen G ­ ewerbeverbands zum Berufsbildner, zur Berufsbildnerin (früher Lehrmeister/in) weiterbilden. Der Kursort ist an der Herzog­strasse 1 in Aarau (Nähe Bahnhof und Parkhäuser).

senkt! Kurskosten ge n CHF 100.– – + Rabatt vo Neu: CHF 590. r des AGV für Mitgliede

Rückfragen und Anmeldung an: Aargauischer Gewerbeverband, Frau Heidi Humbel, Gewerbehaus, Entfelderstras­se 19, Postfach, 5001 Aarau, Telefon 062 746 20 40, E-Mail: h.humbel@agv.ch oder unter www.agv.ch

KURSDATEN 2018 12.11.2018 – 20.11.2018 Berufsbildnerkurs BBK 5/2018


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AGV NR. 10 | 17. OKTOBER 2018

21. dELEGIERTENVERSAMMLUNG Donnerstag, 18. Oktober 2018, 18.00 Uhr, im Schloss Böttstein

V GV

Aargauischer Gewerbeverband

Es freut uns, unsere Mitglieder sowie Interessierte zur Herbst-Delegiertenversammlung vom Donnerstag, 18. Oktober 2018, auf 18.00 Uhr nach Böttstein einladen zu dürfen.

Traktanden 1. Begrüssung 2. Wahl der Stimmenzähler 3. Protokoll der letzten Delegiertenversammlung 4. Parolenfassung 4.1. Eidgenössische Abstimmung vom 25. November 2018 Volksinitiative vom 12. August 2016 "Schweizer Recht statt fremde Richter" (Selbstbestimmungsinitiative) 5. AGV-Strategie 2018 - 2022 6. Gesundheitsstudie; Präsentation 7. Dorf- und Stadtkernentwicklung; Präsentation und Podium 8. Mitteilungen und Umfragen

Kurt Schmid Kurt Schmid Kurt Schmid Thierry Burkart, NR Kurt Schmid Thierry Burkart, NR Peter Fröhlich Kurt Schmid

Argauischer Gewerbeverband Gerne nehmen wir Ihre Anmeldung per E-Mail (s.laeuchli@agv.ch), Fax (062 746 20 41) oder telefonisch (062 746 20 40) entgegen. Wir freuen uns auf Sie!

LITTERINGVERBOT MUSS DURCHGESETZT WERDEN

AGV STIMMT VERNEHMLASSUNGEN BETREFFEND LITTERING UND RICHTPLANANPASSUNGEN ZU

A

GV. Das Präsidium des Aargauischen Gewerbeverbands (AGV) hat sich mit verschiedenen Vernehmlassungsvorlagen befasst. Dabei geht es um folgende Vorlagen: Einführungsgesetz zu Bundesgesetzgebung über den Schutz von Umwelt und Gewässern: Verwaltungsstrafen betreffend Litteringverbot; Anpassung des Richtplans; Aufnahme der Deponie des Typs B «Steinacher» in Mönthal (Festsetzung im Richtplan); Anpassung des Richtplans; Verminderung der Fruchtfolgefläche in Birmens­ torf um 13,33 Hektaren. Aktuell liegt die Ahndung von Littering-Verstössen in der Kompetenz der Gemeinden. Die Bussen betragen zwischen CHF 40.– und CHF 100.–. Mittels einer Ergänzung des Einführungsgesetzes über den Schutz von Umwelt und Gewässern (EG UWR) soll eine

kantonale Regelung zur Ahndung von Littering-Verstössen geschaffen und eine Busse von CHF 100.– vorgesehen werden. Das Präsidium des AGV unterstützt diese Regelung. Die konsequente Ahndung von Littering ist für das Gewerbe, gerade in Einkaufszonen, wichtig. Fraglich ist, ob nicht eine höhere Busse als CHF 100.– verhängt werden sollte, um die abschreckende Wirkung zu verstärken. Das Präsidium des AGV unterstützt zudem die Vernehmlassung zur Richtplananpassung, damit der Steinbruch «Steinacher» in Mönthal künftig mit Material des Typs B (Inertstoffe) aufgefüllt werden kann. Die Bauwirtschaft ist auf genügend Deponiemöglichkeiten angewiesen. Die Richtplananpassung betreffend Verminderung der Fruchtfolgefläche in Birmenstorf um 13,33 Hektaren unterstützt das AGV-Präsidium eben-

falls. Damit die Gemüsebaubetriebe expandieren können, benötigen sie mehr Fläche. In einer Gesamtabwägung überwiegen die Gründe für die

Einzonung des Geländes zu einer Speziallandwirtschaftszone, zumal dieses Gewerbe standortgebunden ist.


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DER DIREKTE KONTAKT ZU MOTIVIERTEM BERUFSNACHWUCHS

AB’19 – AUSSTELLER GESUCHT Die Aargauische Berufsschau wird im gewohnten 2-JahresRhythmus vom 3. bis 8. September 2019 bereits zum dritten Mal im Tägi Wettingen stattfinden. Wie an den bisherigen Ausstellungen sind wir dabei auf kreative und engagierte Aussteller angewiesen.

D

er beste Weg, um die eigenen Berufe möglichst vielen Jugendlichen möglichst authentisch und persönlich zu präsentieren, ist nach wie vor eine Berufsmesse. Der Erfolg der SwissSkills 2018 im September in Bern bestätigt dies eindrücklich. Jugendliche können hier auf Berufe aufmerksam werden, welche sie noch nicht gekannt haben, sich ein vertieftes Bild über die favorisierten Ausbildungen machen oder konkret nach möglichen Lehrstellen fragen. Eine Win-win-Situation für die künftigen Lernenden wie auch die Ausbildungsbranchen und -betriebe. An der ab’19 werden hoffentlich wiederum viele tolle Stände zu entdecken sein. Tägi hat sich bewährt Das Tägi, Wettingen wird sich während der ab’19 im Umbau befinden. Die Umfrageergebnisse bei Besucherinnen und Besuchern wie Ausstellern

ngen wetti . 2 01 9 3.–8.9

der letzten Veranstaltungen zeigen jedoch, dass sich das Tägi als Veranstaltungsort sehr bewährt hat. Von der verkehrstechnischen Erschliessung über die Infrastruktur bis zur Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden bietet das Tägi ideale Voraussetzungen als Veranstaltungsort. Daher und im Sinne der Kontinuität wird 9 Wettingen auch im ab’1 ufsschau uische Ber ga ar A . Umbaujahr Veran16 staltungsort der ab'19 sein. ssteller me als Au zur Teilnah Aufgrund des Umbaus stehen er 2019 bis 3. Septemb Dienstag, September 2019 nicht alle ge8. Sonntag, en ing ett W wohnten FläTägi chen / Räume zur Verfügung. Das OK ist jedoch zuversichtlich, für Ideen und Wünsche der Ausstel-

g

Einladun

ler eine zufriedenstellende Lösung zu finden. Möglichst am Verbandsstand Ziel des OKs ist es, möglichst viele der rund 230 anerkannten Berufe an den Ständen der Berufsverbände oder anderer Bildungsanbieter zeigen zu können. Es ist jedes Jahr wieder grossartig zu sehen, was sich die Standbetreiber einfallen lassen, um ihre Berufe praxisnah, lebhaft, informativ und interaktiv zu präsentieren. Der Berufsstolz ist an den Ständen jeweils förmlich greifbar. Anmeldungen willkommen Um dieses Ziel zu erreichen, wurden in den letzten Wochen alle bisherigen Aussteller sowie unzählige Aargauische und Schweizerische Berufs- und Ausbildungsverbände eingeladen, ihre Berufe an der ab’19 zu präsentieren. Über 200 Dossiers mit Ausstellerunterlagen wurden verschickt. Weitere Dossiers sind auf dem ab’19-Sekretariat erhältlich, wir freuen uns über jede Rück- und vor allem Anmeldung.

Bestellung und/oder Download von Anmeldeunterlagen für Aussteller: www.aargauischeberufsschau.ch -> Ausstellerservice Anmeldefrist: 31.12.2018

Andreas Wagner Geschäftsführer Aargauische Berufsschau ab‘19


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SWISSSKILLS 2018, BERN

ERFOLGREICHE AARGAUER AN DEN NATIONALEN BERUFSMEISTERSCHAFTEN Vom 12. bis 16. September fanden auf dem Expo-Gelände in Bern die 2. zentralen SwissSkills statt. Nach dem grossen Erfolg im Jahr 2014 wurden die nationalen Berufsmeisterschaften aller Berufe aus Handwerk, Industrie und Dienstleistung erneut zusammengeschlossen. ANDREAS WAGNER

Bis zur Siegerehrung am Samstagabend haben rund 900 junge Berufsleute in 75 Berufen um die Schweizer Meistertitel gekämpft. In eindrücklichen Wettkämpfen zeigten sie ihre Fähigkeiten bei anspruchsvollen Aufgaben. Die Besucherinnen und Besucher konnten den Teilnehmenden während den Wettkampftagen über die Schulter schauen und ihre geis­ tigen und handwerklichen Fähigkeiten bestaunen. Offiziell wurden 115 515 Eintritte verzeichnet, was das grosse Interesse an der dualen

genüber 7,8 % Aargauer Anteil an der Gesamtbevölkerung klar höher ist und den Status des Aargau als Berufsbildungskanton unterstreicht. Dazu kommen einige, welche bei Aargauer Unternehmen die Lehre absolvieren oder hier arbeiten. Stellvertretend dafür steht Stephan Frank, Bronzemedaillen-Gewinner bei den Spenglern, welcher bei Birchmeier Spenglerei Flachdach Fassade in Bremgarten arbeitet. Sieben dieser hervorragenden jungen Aargauer Berufsleute konnten denn auch mit der Goldmedaille nach Hause fahren, dazu kommen 6× Silber Bei den Hufschmieden haben Aargauer gleich Gold und Silber abgeräumt: und 5× Bronze. Auf den nächsten Benjamin Müller, Andrin Graber und Fabian Leutwiler (SH) zusammen mit Seiten finden Sie eine Übersicht über Bundesrat Johann Schneider-Ammann. die Sieger sowie einen tieferen EinBerufsbildung eindrücklich unter- nen offiziell von den SwissSkills ak- blick in die Wettkämpfe der Gebäukreditiert und grösstenteils täglich dereiniger und Plattenleger, wo jestreicht. Nebst den 900 Teilnehmern waren auf dem rund 100 000 m² grossen weils Aargauer triumphieren konnauch 600 Expertinnen und Experten Gelände. ten. sowie 300 Volunteers im Einsatz. Dazu kommen die Verantwortlichen 7x Gold für den Aargau der 79 involvierten Berufsverbände. 83 oder 9,2 % der insgesamt 900 TeilInsgesamt waren rund 10 000 Perso- nehmer wohnen im Aargau, was ge-

Fiorella Murzio Annika Junghans

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eitgeber: Aktueller Arb i GmbH Dominic Fre m u iq n ta o B : Verband/OdA eizerischer SFV – Schw rband Floristenve

Aktueller Arbeitgeber: Theater Basel Verband/OdA: Allpura – Verband Schweizer Reinigungs-Unternehmen

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IN EIGENER SACHE  15

AGV NR. 10 | 17. OKTOBER 2018

Andrin Graber

Benjamin Müller

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Hufschmied EFZ Aktueller Arbeitgeber: Reichardt Hufbeschlag GmbH Verband/OdA: AM Suisse – Farriertec Suisse

Aktueller Arbeitgeb er: Horsete c AG Verband/O dA: AM Suis se – Far riertec S uiss

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Michel Baumgartner Tegerfelden

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Steffen Bjarki Pfeifer

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Aktueller Arbeitgeb er: Novisol AG Rhei nfelden Verband/OdA: ISOLSUISSE

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Mateja Vuk

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Gebäudereinigerin EFZ Z

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Aktueller Arbeitgeber: Vebego AG Verband/OdA: Allpura – Verband Schweizer Reinigungs-Unternehmen

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16  IN EIGENER SACHE

AGV NR. 10 | 17. OKTOBER 2018

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Aktueller Arb eitgeber: Paul Scherr er Institut Verband/Od A: Swissmem

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Gipser-Trockenbauer EFZ

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FZ Aktuelle r Arbeit g eber: Formb ar AG

Aktueller Arbeitgeber: Estermann Gipserunternehmen Verband/OdA: SMGV – Schweizerischer Malerund Gipserunternehmer-Verband

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Verband /OdA: SWISS FORM – Verb Schwe and izer betrieb ischer Mode llbau e

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Bootfachwart EFZ Aktueller Arbeitgeber: Bootswerft-Huber Gmbh Verband/OdA: SBV – Schweizerischer Bootbauer-Verband

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VERBÄNDE  17

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FRAUENPOWER BEI DEN SCHWEIZER GEBÄUDEREINIGERN

GUTE KARRIEREAUSSICHTEN – DIE ERSTE SCHWEIZER MEISTERIN DER GEBÄUDEREINIGER Bei den Gebäudereinigern haben an den SwissSkills in Bern vier Kandidatinnen und sieben Kandidaten um den ersten Titel als Schweizer Meister/in gekämpft. Die teilnehmenden Frauen haben sich am letzten Wettkampftag die ersten Plätze mit Bravour gesichert. Die Gewinnerin heisst Mateja Vuk aus Rupperswil, vor Barbara Passos aus Caslano TI und Fiorella Murzio aus Rhein­ felden.

Lernenden zu verdoppeln. Deshalb hören unsere Anstrengungen auch nach den SwissSkills nicht auf. Es ist noch viel zu tun. Ich freue mich, dass ich dabei auf die engagierten Lehr­ betriebe zählen kann.»

Endrunde unter Zeitdruck In den Vorausscheidungen von Mittwoch bis Freitag haben sich drei Frauen für die Endrunde qualifiziert: Mateja Vuk und Fiorella Murzio aus dem Aargau und Barbara Passos aus dem Tessin. Die drei Frauen sind am Samstag in der Endrunde gegeneinander angetreten. Die Aufgaben waren die gleichen, doch hatten sie jeSUISSEPROPRE weils zehn Minuten weniger Zeit zur Die Premieren-Berufsmeisterschaft Verfügung. der Schweizer Gebäudereiniger war ein fulminanter Erfolg. Karin Funk, Souveräner Sieg für Geschäftsführerin von Allpura, dem Mateja Vuk Deutschschweizer Verband der Reini- Mateja Vuk aus Rupperswil liess sich gungsunternehmen und Projektleite- vom Zeitdruck nicht beirren. Sie hat rin für den gesamtschweizerischen den ersten Platz, auf dem sie bereits Auftritt an den SwissSkills, strahlt: am Freitagabend lag, souverän ver«Wir haben viel mehr erreicht, als wir teidigen können – allerdings ohne erwarten konnten. Über 1000 Ju- ihre eigenen Resultate zu kennen. gendliche und viele Eltern haben an Die 24-jährige Mateja Vuk erlernt unserem Stand den Beruf kennenge- den Beruf Gebäudereinigerin bei der lernt und gemerkt, dass sich hier Vebego AG in Dietikon und ist nun im Karrierechancen auftun, von denen dritten Lehrjahr. Gebäudereinigerin sie noch nichts gewusst haben. Denn ist ihre Zweitlehre. Professionelle Reider Beruf ist praktisch unbekannt – nigung hat sie in ihrer ersten Lehre er wird immer noch mit dem Putzen als Bäckerin kennengelernt. An der zuhause verwechselt. Wir haben ja Reinigung schätzt sie das schöne Erdas ehrgeizige Ziel, die Zahl unserer gebnis: «Das finde ich mega cool!»

Mateja Vuk

Sie rät allen zum Beruf Gebäudereiniger, die gerne körperlich arbeiten möchten, die Abwechslung lieben und sofort Resultate sehen wollen. Von ihrem Ausbildungsbetrieb ist sie überzeugt. «Der Lehrbetrieb kümmert sich wirklich um uns. So findet einmal im Monat ein Kurs für alle Lernenden statt.» Mateja Vuk arbeitet sehr oft im Team und ist vor allem in einem Altersheim im Kanton Aargau tätig. Dort erlebt sie, wie vielfältig Gebäudereinigung ist. So gehört auch die Reinigung des Hallenbads zu ihren Aufgaben: «Wir führen oft Grossreinigungen durch – das ist schwierig allein. Ich arbeite gerne im Team, da hat man auch etwas zu lachen.» Sie war auch schon bei Einsätzen in einem Operationssaal dabei. Nach der Lehre und einigen Jahren Berufserfahrung möchte Mateja Vuk die Berufsprüfung zur Gebäudereinigungsfachfrau mit eidg. Fachausweis abschliessen und anschliessend ein eigenes Objekt führen. «Das ist wie Teamleitung, aber über das ganze Objekt – also zum Beispiel für ein ganzes Altersheim. Man organisiert alles bis zu den Kalkulationen», strahlt die stets aufgestellte und hochmotivierte junge Frau. Die Zukunft der Reinigungsbranche sieht sie positiv. «Die Branche wächst und ich denke, sie wird immer populärer. Ich glaube, sie kommt gross raus!» Auch die letzte Runde des Wettkampfes ist ihr recht leichtgefallen. Trotz ihrer Hoffnung auf den Gewinn war sie jedoch vom Erfolg überwältigt, als sie schliesslich auf dem Podest stand. Dritter Platz ebenfalls in den Aargau Fiorella Murzio aus Rheinfelden ist 22 Jahre alt und macht ihre Lehre im Theater Basel. Die Schnupperlehre hat ihr gut gefallen, und so war der Entscheid einfach. «Dies ist eine abwechslungsreiche Tätigkeit, und ich

Die Gewinnerinnen Mateja Vuk und Fiorella Murzio habe schon sehr viel gelernt, so über die einzelnen Arbeiten, aber auch über die Kommunikation und den Umgang mit Menschen.» Als eine besondere Herausforderung empfand sie die Mithilfe bei der Fassadenreinigung am Theater Basel. Für die Zukunft kann sie sich vorstellen, eine eigene Reinigungsfirma zu gründen. Dabei möchte sie sich gerne auf Tatortreinigung spezialisieren – das hat sie bereits vor der Lehre interessiert.

SuissePropre.ch Die Reinigungsbranche nutzt die SwissSkills als Auftakt für eine verstärkte Nachwuchswerbung für den Beruf Gebäudereiniger/in. Der Verband Allpura informiert deshalb zusammen mit den Partnerverbänden Fren, Aven und Agens aus der Romandie und dem AIPCT aus dem Tessin unter dem Namen SuissePropre über den Beruf des/r Gebäudereinigers/in.


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SWISSSKILLS 2018, BERN

DER AARGAUER PLATTENLEGER RENATO MEIER IST SCHWEIZERMEISTER Unter den Teilnehmenden an den SwissSkills 2018 befanden sich neun Plattenleger/ innen, welche während vier Tagen um den Schweizermeistertitel kämpften. Renato Meier aus Seengen (Weber Ofenbau AG, Erlinsbach) konnte sich gegen die Konkurrenz durchsetzen und gewann die Goldmedaille.

onalen Wettbewerb in Bern an und durften ihr Können unter Beweis stellen. Die jungen Talente mussten zwei Wände nach einem vorgegebenen Bauplan umsetzen. Mit Präzision, Konzentration und handwerklichem Geschick wurde Fliese um Fliese verlegt, um das vorgegebene Motiv abzubilden. Dieses setzte sich in diesem Jahr aus einem Schweizerkreuz und einem Berner Wappen zusammen. Daneben wurde die KulScharif-Moschee abgebildet, welche ANDREAS SCHNEIDER in Kazan (Russland) steht. Dort werWährend vier Tagen traten die quali- den 2019 die WorldSkills stattfinden, fizierten Plattenleger/innen am nati- an welchen auch einige talentierte Renato Meier vor seinem Siegermotiv Schweizer/innen teilnehmen werden. Vier Tage hatten die Teilnehmenden Zeit, die Aufgabe von der Arbeitsvorbereitung bis hin zum Verlegen und Fugen umzusetzen. Das Ergebnis wurde von einem Expertenteam bewertet, welches die handwerklichen Fähigkeiten, das Zeitmanagement und den Umgang mit der stressigen Situation beurteilte. Am Samstagabend wurden die Gewinner/innen im angrenzenden Eishockeystadion ausgezeichnet.

Plattenleger – eine Ausbildung mit Zukunft Plattenleger/innen versehen Böden, Wände und Treppen von Gebäuden mit Platten aus Keramik, Mosaik, Natur- und Kunststein. Sie arbeiten in Neu- und Umbauten. Auf der ­Nachwuchsmarketing-Website des Schweizerischen Plattenverbandes (www.platten-champions.ch) erfahren Sie alles Wissenswerte über den Beruf des Plattenlegers und können die spannenden Wettkampftage Revue passieren lassen.

Willkommen bei der Bank, die auch ein KMU ist. Als lokale und unabhängige Bank sind wir selbst ein KMU. Deshalb kennen wir Ihre Herausforderungen und beraten Sie auf Augenhöhe. Reden Sie mit uns über Ihr KMU.

raiffeisen.ch/kmu

Der strahlende Sieger Renato Meier aus Seengen neben Adrian Bayerl, Biel-Benken (2.), und Florian Jenzer, Frutigen (3.), sowie Bundesrat Johann Schneider-Ammann


VERBÄNDE  19

AGV NR. 10 | 17. OKTOBER 2018

AUS DER SICHT EINES AUSSTELLERS UND BESUCHERS

GEWERBELEBT 2018 Äusserst lebhaft zeigte sich das Wetter am Abend der Eröffnung von gewerbelebt. Trotzdem fanden viele Besucher den Weg nach Küttigen. In unserm Garten dem stürmischen Wind ausgesetzt, befestigten wir die Eiche, sicherten den Pavillon und hielten dem Sturm stand. Auch den Ausstellern im Zelt war es zum Teil mulmig zumute, als der Wind das Dach durchschüttelte. Am Samstag und Sonntag präsentierte sich das Wetter dann so, wie es sich das OK, die Aussteller und Besucher gewünscht hatten. Es lockte zahlreiche Kinder und Erwachsene an. Tolle Stimmung am Ausstellerabend SARA BERNER

J

eder genoss die Gewerbe-Ausstellung auf seine Weise: Die Kleinen versuchten sich beim Klettern, beobachteten vergnügt das lustige Hühnerrennen, tobten sich auf der Hüpfburg aus, malten eine Ente bunt an oder machten lebenslustig beim Kinderkonzert von Christian Schenker mit. Die Grossen erkundeten derweil die verschiedenen Betriebe und informierten sich über die vielfältigen Angebote. Mit Belustigung entdeckte ich einige Erwachsene, welche sich wie Kinder über ihre sich füllende Tasche mit kleinen Souvenirs, nützlichen Bhaltis oder kleinen Leckereien freuten, die man verschiedenen Ortes ergattern konnte.

Aussenstand bei bestem Wetter

din begegnete. Es wurde Interessan- Grosser Einsatz tes geboten, überall wimmelte es von All dies war möglich, weil sich zahlMenschen, es wurde lebhaft disku- reiche Menschen für gewerbelebt tiert und viel gelacht, und diese eingesetzt haben. Der Schule KüttiFröhlichkeit wirkte – zumindest auf gen für ihre Toleranz, der Gemeinde mich – ansteckend. Mir hat die Kütti- für die grosszügige Unterstützung, ger Gewerbeausstellung 2018 sehr dem Bauamt und den Schulhausabgefallen! Küttigen hat gezeigt, dass warten, allen fleissigen Helfern, dem unser Gewerbe lebt und unser Dorf Organisationskomitee, den vielen ein tolles Fest auf die Beine stellen Gewerblern mit ihren abwechslungskann – von wegen «Schlafdorf»! reichen Ideen – und zu guter Letzt Solch einen lebendigen Anlass mitzu- den vielen interessierten Besuchern erleben macht einfach Spass! Ich gebührt ein herzliches DANKEfühle mich in diesem wunderschö- SCHÖN! nen, interessanten und vielfältigen Auf bald … bis zum nächsten DorfMöglichkeiten zum Verweilen Von der Wurst bis hin zum feinen Dorf zu Hause. fest in Küttigen! Menu, gefolgt von einer grossen Auswahl an süssen Köstlichkeiten – es hatte für jeden Geschmack etwas Leckeres, das die Gemüter wieder belebte. Eine kleine Ruhepause gönnte man sich doch auch gerne: an den Festbänken, auf den Schulhausplatz-eigenen Sitzbänkli, in der stilvoll eingerichteten Lounge, in der rege besuchten Turnhalle, oder wie ich im «Traumgarten» konnte man zwischendurch seine müden Beine strecken. Meine entspannendste Pause fand ich ausserdem bei einer wohltuenden, belebenden Massage. gewerbelebt war für mich nicht nur eine Ausstellung, vielmehr war es ein kleines Dorffest, wo man sogar wieder einmal einer alten Schulkamera- Das Organisationskomitee ist zufrieden mit der Gewerbeausstellung 2018. Bei meinem Rundgang erfrischte ich mich gerne mit einem Trockeneis-Sirup, einem Gläschen Wein oder frisch gepresstem Most. Man verweilte da und dort, liess sich fachmännisch beraten und lernte dabei Betriebe des Küttiger Gewerbes oder Vereine unseres aktiven Dorfes kennen. Die Demonstration der alten und neuen Feuerwehr-Löschfahrzeuge zog Kind und Kegel genauso an wie das Beschlagen der Pferde und belebte das Ausstellungsgelände.


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METALTEC AARGAU

WIE PRÄSENTIERE ICH MICH POTENZIELLEN LEHRLINGEN? Neben der Lehrlingswerbung «metall + du», welche im ­Aargau von den Betrieben sehr gut umgesetzt wird, wollte der Vorstand der Metaltec Aargau mit einem Kurs die Lehrlingsverantwortlichen persönlich ansprechen und motivieren dranzubleiben. JOEL NIETLISBACH

I

m Raiffeisen Unternehmerzentrum Aarau-West (RUZ) haben sich Mitte September 27 Lehrlingsverantwortliche von Metaltec Aargau getroffen. In einem Workshop erarbeiteten sie Produkte, mit denen sie erfolgreich für offene Lehrstellen werben können. Moderiert wurde der

Schnell wird eine Präsentation erstellt.

Kurs vom Leiter des RUZ Aarau-West und ehemaligen Metallbau-Unternehmer Thomas Zimmermann. Beim Sorgenbarometer schweizerischer Gewerbebetriebe sind der Fachkräftemangel und die offenen Lehrstellen die meistgenannten Punkte. Die Arbeitgeberverbände verschiedenster Branchen – so auch des Metallbaus – haben tolle Nachwuchswerbe-Kampagnen. Die Unternehmer ihrerseits haben aber ­Mühe, diese Kampagnen aktiv einzusetzen. Das Raiffeisen Unternehmerzentrum hat sich des Themas angenommen und ein entsprechendes Weiterbildungsangebot erarbeitet und dies mit der Metaltec Aargau als Pilotkurs durchgeführt.

Die Teilnehmer hören Thomas Zimmermann aufmerksam zu. Gruppenarbeiten mit aktivem Austausch Im halbtägigen Workshop im RUZ Aarau-West wurden den 27 Teilnehmern günstige und einfache Werbeinstrumente vermittelt. Das oberste Ziel beim Einsatz all dieser Kanäle ist es, potenzielle Lernende anzusprechen und für den Beruf zu begeistern. Im praxisorientieren Kurs erstellten die Teilnehmer einen Werbefilm für den Beruf «Metallbau», der auf den Social-Media-Kanälen entsprechend beworben wurde. Anschliessend präsentierten sie in einem Livepitch die Vorzüge des Berufsbildes «Metallbauer». Abschliessend

erstellten sie Firmenprofile, die aus ihrer Sicht attraktiv für künftige Lernende sind. In Gruppenarbeiten versetzten sich die Teilnehmer immer wieder in die Lernenden hinein und sprachen unter anderem auch über deren Medienkonsumations-Verhalten. Das Feedback und speziell die Praxistauglichkeit des Kurses waren aus Sicht der Teilnehmenden sehr positiv.


VERBÄNDE  21

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MEGA19 – GEWERBEAUSSTELLUNG MUTSCHELLEN VOM 25. BIS 28. APRIL 2019

«EINEN MEHRWERT BIETEN» Mit Höchstgeschwindigkeit arbeitet das OK der Gewerbeausstellung Mutschellen, der MEGA19, damit die gesamte Region an den vier Tagen vom 25. bis 28. April in Berikon eine tolle Gewerbeausstellung erleben kann. Auftrumpfen kann die MEGA19 unter anderem durch Podien mit hochkarätigen Teilnehmern, an denen aktuelle Herausforderungen diskutiert werden.

Thierry Burkart und Benedikt Weibel werden an der MEGA19 über die ­Herausforderungen und Chancen der Mobilität diskutieren.

MARTIN NIETLISPACH

«Wir möchten den Besucherinnen und Besuchern der MEGA19 zusätzlich zu der sicher erneut tollen Gewerbeausstellung einen Mehrwert bieten», so OK-Präsident Peter Spring. Wie dieser Mehrwert aussehen wird, das wird nun immer konkreter. An mehreren Podien werden aktuelle Themen und Herausforderungen aufgegriffen und diskutiert, die alle einen Bezug zum Gewerbe haben. Wichtig ist Spring, dass sich die Themen nicht nur mit der Gegenwart beschäftigen, sondern dass sie die Zukunft ein Stück weit vorausahnen lassen. Denn schliesslich sind Unternehmer gewohnt, Entwicklungen möglichst vorherzusehen, um sich frühzeitig auf diese einstellen zu können. Hochkarätige Podiums­­teil­nehmer Neben den für eine Gewerbeausstellung prädestinierten Themen wie «Politik» sowie «Wirtschaft und Unternehmertum» werden auch Podien zu «Alter und Gesundheit», «Jugend», «Frauen» sowie «Mobilität & Verkehr» durchgeführt. Jeweils mit einem professionellen Moderator und prominenten und sachkundigen Podiumsteilnehmern. Um die besten und interessantesten Teilnehmer zu gewinnen, hat Spring sein Beziehungsnetz in der Politik und der Wirtschaft spielen lassen. Das Resultat kann sich sehen lassen. So beispielsweise beim Podium «Mobilität & Verkehr». Hier hat der Aar-

gauer FDP-Nationalrat Thierry Burkart zugesagt, einer der profiliertesten Verkehrspolitiker der Schweiz und seines Zeichens Präsident der Aargauer Sektion des TCS. Ebenfalls dabei sein wird Peter Füglistaler, Direktor des Bundesamtes für Verkehr (BAV). Ein Coup gelungen ist dem OK-Präsidenten auch mit Benedikt Weibel, dem früheren Generaldirektor der SBB. Abgerundet wird das Teilnehmerfeld durch Urs Wernli, den Zentralpräsidenten des Auto Gewerbe Verbandes Schweiz (AGVS). Die Moderation der Gesprächsrunde mit diesen Schwergewichten aus Politik und Wirtschaft übernimmt der erfahrene aargauische Moderator Maurice Velati. Herausforderungen im ­Verkehrskanton «Der Aargau ist ein Verkehrskanton. Die Mobilität unserer Gesellschaft und Wirtschaft wächst stetig, obwohl sich auf Schiene, Strasse und in der Luft die Grenzen des weiteren Wachstums zeigen. Staus, Wartezeiten und Verkehrszusammenbrüche werden häufiger. Die Bevölkerung erwartet, dass Mobilität funktioniert, und verbindet damit ein Stück Lebensqualität. Zudem ist die gute Erreichbarkeit regional, national und international ein wichtiger Standortvorteil.» So steht es auf der Webseite des Departements Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau. Doch was braucht es, damit auch zukünftig «Mobilität funkioniert», so, wie es

die Bevölkerung erwartet? In welche Richtung wird sich die Mobilität entwickeln und was hat dies für Auswirkungen? Welche Neuerungen darf die Bevölkerung in welchem Zeitrahmen erwarten? Dies sind nur einige Fragen, denen sich die Verkehrsprofis werden stellen müssen. Auf die Antworten darf man heute schon gespannt sein.

Bereits über 100 Gewerbler angemeldet Auch sonst vermeldet das OK freie Fahrt auf dem Weg an die MEGA19. Es haben sich bereits über 100 Gewerbler als Aussteller angemeldet, obwohl es noch über sieben Monate dauert, bis die Gewerbeausstellung eröffnet wird. «Wir sind sehr gut auf Kurs», freut sich OK-Mitglied und Gewerbevereinspräsident Christian Füglistaller. «Der Aussenbereich ist schon fast voll, im Innenbereich hat es noch etwas Platz», so Füglistaller. Anmelden könne man sich zwar noch, sollte sich aber damit beeilen. Nur so besteht noch die Möglichkeit, sein Gewerbe den erwarteten 50 000 Ausstellungsbesuchern näherbringen zu können. Zusätzlich zu den über 100 Gewerbetreibenden mit zahlreichen eigenen Attraktionen sowie den diversen Podien werden noch zahlreiche Vereine und Beizli für Unterhaltung und Verpflegung der Besucher an allen vier Ausstellungstagen sorgen.

Mit Unternehmen in den Bereichen Treuhand, Revisionen, Immobilien und berufliche Vorsorge ist die UTA GRUPPE breit abgestützt. So erreichen unsere Dienstleistungen zielgerecht und vor Ort unsere Kunden. www.uta.ch


22  VERBÄNDE

AGV NR. 10 | 17. OKTOBER 2018

Für Knecht gilt es, sich die modernen V

5. HERBSTFORUM – GASTROAARGAU UND GASTROCONSULT OLTEN AG

jede Technik, die nicht angewendet w

«FOOD WASTE» = VERLORENES POTENZIAL

aber auch immer wieder ans Herzen, d

über die Kommunikation stattfindet. «W

kann mein Lieferant/Produzent treffend

Vermeidung von Lebensmittelabfällen

Eine gesunde Betriebsrechnung ist die Grundlage für ein erfolgreiches Unternehmen. Nachhaltigkeit ist heutzutage in aller Munde – und dass das eine das andere stärkt, zeigte das diesjährige HerbstForum von GastroAargau und Gastroconsult.

diesem Bereich.Kommunikation Hier gilt: lässtläuft sichin die offene zw Nicht erst am Ende des Jahres einen

führen», so die Georges Knecht. Blick auf Betriebsrechnung zu

GASTROAARGAU

Ganz dem Thema entsprechend, wurde kein Platz verschwendet und der Saal im Gasthof zum Rössli in Wohlen war am Dienstag, 25. September 2018 bis zum letzten Stuhl besetzt. Mit dem festgelegten Schwerpunkt vom diesjährigen HerbstForum, hatte der Verband wohl den richtigen Riecher. Der Präsident von GastroAargau, Bruno Lustenberger, stellte gleich die Frage zum Thema: Wie lassen sich Lebensmittelabfälle vermeiden und dabei gleichzeitig Kosten sparen? Ob im Privathaushalt, in einem Kleinund Mittelbetrieb oder eben in einem Grossbetrieb – das Prinzip ist dasselbe: Es gilt Optimierungsmöglichkeiten und Lösungsansätze zu suchen, die sich schlussendlich auch auf den Erfolg in der Kasse auswirken. Leistung steigern – Food ­Waste reduzieren Moritz Müllener (United Against Waste) machte anschaulich, was Lebensmittelabfälle in Zahlen bedeu-

Georges Knecht – eine Koryphäe in der Gastro-Branche

Interessierte Mitglieder und Gäste ten. Bei schweizweit rund 2,3 Millionen Tonnen Lebensmittelabfällen pro Jahr zeigt sich Handlungsbedarf! Davon stammen 13% des ganzen «Abfall-Kuchens» aus der Gastronomie und hier gilt es anzusetzen. Die Frage liegt auf der Hand: Wie kann ich dies angehen, dass die Lebensmittelabfälle vermieden werden können? Es ist nicht das Ziel, dass es keine Abfälle mehr geben wird – aber Studien zu Folge können 70 % der Abfälle vermieden werden. «Sensibilisieren» heisst eines der Zauberworte: In einem ersten Schritt kann tagtäglich ein Auge darauf geworfen werden, was im Abfalleimer landet. Und dazu gilt es, das ganze Team einzubinden. Wer Waren einkauft bezahlt sie – wer sie nicht verkauft, zahlt grad dreifach: Einkauf – Herstellung – Entsorgung. Im Schnitt kostet 1 Kilogramm «Speiseabfall» locker 24 Franken – wenn das nicht zum Nachdenken animiert? Das verlorene Potenzial kann gewinnbrin-

Moritz Müllener von United Against Waste

machen – viel wichtiger ist es, die entsprechenden Zahlen in regelmäs­ Denkanstösse und Rezept-Inputs sigen Abständen zu überprüfen und entsprechend zu handeln. Daniel Hollenstein (Gastroconsult AG O Die anschliessende Fragerunde wurzeigt, wie schnell man feststellen kann de rege genutzt und wenn auch kein Ende desvermitJahres einen Bl Nicht erst am fixfertiges (Lösungs-)Rezept telt werden konnte, schaffte das wichtiger ist es, die entsprechenden Za HerbstForum viele Denkanstösse. Eiundnigen entsprechend zu handeln. wurden die Augen geöffnet und immer wieder konnte man spüDie anschliessende Fragerunde wurde gend eingesetzt werden und es ist ren, wie das Thema förmlich greift. (Lösungs-)Rezept vermittelt Gilt es doch immer wieder individuellwerden ko wichtig, dass wir unseren Lebensmitnach Betrieb, die massgeschneiderteln wieder den Wert geben, den se. sie Einigen wurden die Augen geöffne verdienen. Und zwar von der Basis ten Vorkehrungen zu treffen. Eine Thema förmlich Gilt es doch imm Teilnehmerin hat greift. den Nachmittag bis zum Verzehr. treffend zusammengefasst: «Das zu treffen. schneiderten Vorkehrungen HerbstForum hat mir wieder gezeigt, Koryphäe aus der Kochbranzusammengefasst: HerbstForum h wie wichtig der Respekt«Das von unseren che zu Gast ist, der Respekt vor ist, der Re Aus seinem riesigen ErfahrungsvonMitarbeitenden unseren Mitarbeitenden schatz aus der Praxis berichtete der Natur und der bewusste Umgang mit unseren Lebensmitteln». Georges Knecht. Der ehemalige Kü- mit unseren Lebensmitteln.» chenchef vom Inselspital Bern hat so einiges erlebt in seinen Berufsjahren Beim genialen Apéro aus der «Rössli»Beim genialen Apéro aus der Rössli-Küc in den verschiedensten (Gross-)Kü- Küche – welcher genau berechnet daher nichts weggeworfen chen der Top-Gastronomie auf der wurde und daher nichts weggewor- werden mu ganzen Welt. Für Knecht gilt es, sich fen werden musste – kam der Ausmenden nicht zu kurz. die modernen Verarbeitungstech- tausch unter den Teilnehmenden niken zu Nutze machen. Denn jede nicht zu kurz. Technik, die nicht angewendet wird, kostet Geld. Den Teilnehmenden legte er aber auch immer wieder ans Herzen, dass das Thema «Food Impressionen: Impressionen: ­Waste» vor allem auch über die Kommunikation stattfindet. «Wenn ich mir klar bin, was ich genau brauche, kann mein Lieferant/Produzent treffend liefern. Und wenn meine Gäste wissen, dass die Vermeidung von Lebensmittelabfällen im Betrieb themaWeitere Informationen tisiert und angewendet wird, lässt sich die offene Kommunikation zwiwww.united-againstschen dem Mitarbeitenden und dem Gast führen», so Georges Knecht. Denkanstösse und Rezept- Autor: GastroAargau Inputs Daniel Hollenstein (Gastroconsult AG Olten) hat mit Kennzahlen ganz einWeitere Informationen fach aufgezeigt, wie schnell man www.united-against-waste.ch feststellen kann, wenn was schief-


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AGV NR. 10 | 17. OKTOBER 2018

GEWERBE- UND INDUSTRIEVEREIN WÜRENLINGEN

LA TAVOLATA – BETRIEBS­ BESICHTIGUNG Der Gewerbe- und Industrieverein Würenlingen lädt seine Mitglieder jedes Jahr im September zu einer Betriebsbesichtigung ein. Bei diesem Anlass treffen sich Aktiv-, Frei- und Ehrenmitglieder sowie Angehörige und interessierte Firmenmitglieder zum Austausch. ELISABETH SCHWARZ

Dieses Jahr wurden uns an der Industriestrasse 27 in Würenlingen die umgebauten Büroräume, Lagerhalle und Kühlräume der Firma Caporaso AG gezeigt. Die Firma mit Ursprung in der Käseherstellung hat ihr neues Domizil Anfang 2018 bezogen. Markus Scherrer, Präsident GIVW, mit Walter und Claudia Caporaso sowie einem Teil der Belegschaft Führung in drei Gruppen Die 100 angemeldeten Mitglieder trafen sich zum Apéro mit Prosecco, Oliven, Salami und Parmigiano. Nach einer kurzen Begrüssung durch Elisabeth Schwarz, Vorstandsmitglied GIVW, übernahmen der Inhaber Walter Caporaso und sein Geschäftsführer Dario Abbà die Führung durch den Betrieb. Es wurden drei Gruppen gebildet, damit alle etwas über die verschiedenen Stationen der Produkte von der Herstellung bis zum Konsumenten erfahren konnten. Es ist unglaublich, was die Familie Caporaso als einstmaliger kleiner Käseproduzent aus der Firma gemacht hat. Der Käse, so sagt Walter Capora-

so, ist für ihn immer noch zentral. Er ist selber ausgebildeter Käser und die Milch liegt ihm im Blut. Daneben dreht sich alles um italienisches Essen und darum, Produkte zu finden, die in ihrer Zusammensetzung und Art einmalig sind. Für Walter Caporaso und sein Team ist der persönliche Kontakt zu den Produzenten und seinen Schweizer Kunden sehr wichtig. Lagerung bei minus 18° Neben der Wahl der Produkte sind die Distribution sowie die Lagerhaltung von zentraler Bedeutung. Mit dem Bezug der neuen Räume wurden hohe Investitionen in die neue

Mitglieder beim Dank an die Eheleute Caporaso

Tiefkühl- und Frischprodukte-Lagerung getätigt. Damit die Lageristen ihre Tätigkeit auch bei minus 18° durchführen können, wurden Spezialanzüge angeschafft. Die am Vortag gerüstete Ware wird in Sektoren und den entsprechenden Kühlräumen bereitgestellt. Morgens holen die Chauffeure die Ware für ihre Tour und liefern sie frisch an die Kunden aus. Über einen Online-Shop können die rund 1500 Kunden ihre Bestellungen erfassen. Die Ware wird in der Regel am nächsten Tag ausgeliefert. Dank den firmeneigenen Last- und Lieferwagen können die Kundenwünsche rasch erfüllt werden. Neu führen sie zwei Lastwagen mit einem Tiefkühl- und Frischeabteil, welches je nach Bedarf flexibel innerhalb des Stauraums geschoben werden kann. Aus dem Dreimann-Betrieb ist ein KMU mit über 30 Mitarbeitenden geworden. Die Leidenschaft des Käsemachens ist der Familie erhalten geblieben. Als weitere Herausforderung steht die ISO-Zertifizierung bevor. Auch da arbeiten alle tatkräftig und zielgerichtet mit. Das macht den Firmeninhaber sehr stolz. Denn ohne gute Mitarbeitende wäre auch sein Betrieb nicht dort, wo er heute ist.

Nach dem Rundgang wurden die Mitglieder mit Pasta und Pizza verwöhnt. Die vielen Helfer, alles Mitarbeitende und Familienmitglieder von Claudia und Walter Caporaso, haben die italienische Gastfreundschaft – la Tavolata – gelebt. Buon appetito! Vor dem Dessert bedankte sich Markus Scherrer, Präsident des Gewerbeund Industrievereins Würenlingen, bei Walter und Claudia Caporaso für die Einladung: «Eure Innovation, euer Esprit und eure Firmenkultur ist sensationell. Ich bin sehr stolz, dass ihr Mitglied in unserem Gewerbeverein seid. Eure heutige Gastfreundschaft hat uns alle überwältigt. Danke für alles!» Der Präsident überreichte den beiden ein Geschenk und die Teilnehmenden bedankten sich mit einem stehenden Applaus. Zur Überraschung bekam am Schluss jeder noch ein Abschiedsgeschenk – natürlich mit feinem italienischem Käse. Buon appetito! Schade, gibt es immer weniger Unternehmen in der Schweiz, die noch einen richtigen Patron haben. Jedoch war die Firma Caporaso AG ein lebendiges Beispiel, dass es sie doch noch gibt, die PATRONS.


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AGV NR. 10 | 17. OKTOBER 2018

EXPO19 VOM 10. BIS 12. MAI 2019 IN RHEINFELDEN

«MITENANDER» Rund die Hälfte der Ausstellungsfläche ist bereits vergeben. Das OK arbeitet seit mehr als einem Jahr mit Hochdruck an der ersten EXPO – Gewerbeausstellung unteres Fricktal, die vom 10. bis 12. Mai 2019 in Rheinfelden stattfindet. Alle Gewerbevereine der Region machen mit. Das Motto der EXPO19 ist «Mitenander». Beschriftetes EXPO19-Auto und Beachflags, überall in der Region anzutreffen dieser Tage. Was bedeutet das Motto für den OK-Präsidenten Raymond Keller und wo steht die Planung? Raymond Keller: Alle Vorstände der Gewerbevereine im unteren Fricktal stehen hinter der «EXPO – Gewerbeausstellung unteres Fricktal». Das war Anlass genug für das Motto «Mitenander». Wir sind eine starke Wirtschaftsregion, wir sollten das selbstbewusst zeigen. Auch möchten wir gemeinsame Ausstellungsflächen für die Aussteller bieten. Sie sollen sich zusammentun und miteinander ihre Ausstellungsfläche gestalten. So kommen wir von den einzelnen, abgeschotteten Standsystemen weg hin zu attraktiven Inseln. Die Firmen können ihre Produktentwicklungen, Neuigkeiten, spezielle oder bisher fremde oder kaum gekannte oder gesuchte Dienstleistungen zur Schau stellen und präsentieren. Technische Modelle können Lösungen aufzeigen oder Ideen wecken. Es ist auch möglich

die Kundenanforderungen und die Kunden zu präsentieren oder zu beInteressen der Kundinnen und Kun- treuen. Auch denke ich, es ist eine echte Chance, seine Produkte und den besser kennenzulernen. Dienstleistungen zu vermarkten. Selbstverständlich darf auch der kulEs gibt auch eine Berufsausturelle und freundschaftliche Teil stellung? RK: Ja, das ist richtig. Die EXPO19 nicht fehlen, der Austausch unter den bietet für die Lehrbetriebe im unteren Gewerbetreibenden und allen weiteFricktal eine sehr gute Möglichkeit, ren Ausstellern der EXPO ist aus sich zu präsentieren. Die Jugendli- meiner Sicht auch ein sehr wichtiger chen können sich in den Berufsfel- Aspekt. dern Gastro, Bau und Dienstleistung Tagsüber läuft sehr viel an der EXPO. sowie Gesundheitswesen umsehen. Beispielsweise präsentieren sich die Die Organisatoren Alfons Kaufmann und Roger Buser betreuen dieses Resort. Zudem werden wir das «ask» (Berufsberatung) einladen und Tischmessen durchführen. Wir lehnen uns auch bei den Berufswelten an das Motto «Mitenander» an.

Rettungskräfte und Sicherheitseinheiten mit spannenden Aktionen, Sportvereine werden Vorführungen machen. Ein ökumenischer Gottesdienst wird abgehalten und die Eingangsportale der EXPO19 sind durch junge dynamische Helfer bestückt. Eine Gastregion und der Tourismusverein werden sehr engagiert auftreten. Abends wird es Restaurationsbetrieb und Events geben. Die NFZ macht ein Extrablatt und auf den digitalen Medien begleiten wir den Anlass bereits jetzt. Sind Sie mit der Zahl der Anmeldungen zufrieden? RK: Ja, bis Ende September haben über 60 Aussteller zugesagt, es läuft. Gut die Hälfte der Fläche ist vergeben, aber wir haben noch. Die Anmeldefrist läuft noch. Anmelden kann man sich unter www.expo19.ch. Wir freuen uns!

Was versprechen Sie sich von der EXPO19? RK: Die EXPO19 bietet viele Möglich- Weitere Informationen zur EXPO19 auf www.expo19.ch, auf Facebook und keiten, sich bestehenden und neuen Instagram.

www.small-foot.ch Kinderbetreuung OK-Präsident Raymond Keller freut sich über das grosse Interesse. Die Anmeldefrist für die Aussteller läuft.

liegt uns am Herzen


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AGV NR. 10 | 17. OKTOBER 2018

GEWERBE BRITTNAU

LEHRSTELLENBROSCHÜRE 2019/20 Eine solide Berufsausbildung ist der erste «Grundstein» für den weiteren Ausbau des Berufsweges, aber auch für eine mögliche Karriere. HANNI GOLLING

D

trieben vor Ort und in der nahen Region liegt uns am Herzen. Darum arbeiten wir unter anderem auch mit der Schule Brittnau zusammen.

bis 16. November 2018 und für die Sekundarschule Brittnau vom 19. bis 23. November 2018 statt. Lehrstellenbroschüre und Informationen Für zusätzliche Auskünfte oder Fragen rund um das Thema Lehrstellen/ Berufsbildung stehen Ihnen die Mitglieder selbstverständlich gerne zur Verfügung. Die Broschüre sowie Kontaktadressen finden Sie unter www. gewerbe-brittnau.ch

Türchen in die Berufswelt Nach der erfolgreichen Einführung der Lehrstellenbroschüre im vergangenen Schuljahr erhoffen sich die Initiantinnen auch in diesem Jahr, dass sich für den/die Eine/n oder Andere/n dadurch ein Türchen in die Berufswelt auftut. Das Verzeichnis dient als Unterstützung bei der Lehrstellensuche und beinhaltet eine Übersicht der Lehrstellenangebote unserer Mitglieder.

ie Mitgliedsfirmen von Gewerbe Brittnau bilden pro Jahr eine stattliche Anzahl Lernende aus und übernehmen damit eine wichtige gesellschaftspolitische Aufgabe. Bei zahlreichen Mitgliedern von Gewerbe Brittnau – vom traditionellen Handwerk bis zum Finanzdienstleister – können über 40 Berufe erlernt und beschnup- Schnupperwochen 2018 pert werden. Die Ausbildung von Die Schnupperwochen finden 2018 Lehrlingen in unseren Gewerbebe- für die Realschule Brittnau vom 12.

Hanni Golling und Brigitta Bienz, Co-Präsidentinnen Gewerbe Brittnau, präsentieren die Lehrstellenbroschüre 2019/20.

Immobilienfinanzierung von der Bank, die für Sie das beste Fundament legt. In der Immobilienbranche kennen wir uns genauso gut aus wie im Bankwesen. Ganz gleich, ob Baufinanzierung oder Hypothek, die Finanzierung Ihres Projekts ist bei den spezialisierten Profis der Migros Bank in den besten Händen. Für eine individuelle Beratung steht Ihnen Edmund Mayer, 062 832 26 44, gerne zur Verfügung.


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AGV NR. 10 | 17. OKTOBER 2018

BAUENAARGAU-ROUNDTABLE 2018 bauenaargau ist das Netzwerk für die Bauwirtschaft im Kanton Aargau und bündelt die Interessen der Branche bei politisch relevanten Entscheidungen.

Peter Fröhlich bauenaargau-Geschäftsleiter

A

lle Jahre wird exklusiv für die Mitglieder von bauenaargau und Gäste ein «Roundtable» mit einem Regierungsratsmitglied durchgeführt. Am 25. September 2018 konnte bauenaargau-Präsident André Crelier die Mitglieder zu einem Treffen mit Regierungsrat Stephan Attiger, Vorsteher des Departements Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) des Kantons Aargau, einladen. Regierungsrat Stephan Attiger referierte zu aktuellen, baurelevanten Themen, über die Entwicklungen im Bereich Bevölkerung und Mobilität sowie die Strategien des Kantons Aargau. Er präsentierte die Schwerpunkte in der Verkehrsplanung, die konkreten Bauprojekte und das regionale Gesamtverkehrskonzept Ostaargau (OASE). Die Tatsache, dass der Verkehr stärker wächst als die

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Regierungsrat Stephan Attiger und bauenaargau-Präsident André Crelier Bevölkerung und die Siedlungsdichte ebenfalls stark auf die Verkehrsmittelwahl wirkt, überraschte viele Zuhörer. Die Teilnehmenden nahmen mit Zufriedenheit von den Zielsetzungen Kenntnis, den Verkehrsfluss auf den übergeordneten National- und Kantonsstrassennetzen aufrechtzuerhalten, verlässliche Reisezeiten sowie attraktive Ortsdurchfahrten zu gewährleisten. Nach diesem höchst in0863+3)27:)()53()5 formativen und interessanten Vortrag nutzten die Teilnehmenden die Gele-

genheit, um Regierungsrat Stephan Attiger verschiedenste baurelevante Fragen zu stellen, aber auch ihre Erwartungen mitzuteilen. Auch das Thema Submissionswesen wurde ausgiebig diskutiert. Nach dem offiziellen Teil des «bauenaargau-Roundtable» trafen sich alle Teilnehmenden zu einem Apéro riche, wo die Gespräche intensiv weitergeführt und persönliche Netzwerke gepflegt und ausgebaut werden konnten.

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AGV NR. 10 | 17. OKTOBER 2018

SUISSETEC

DER AARGAUER PASCAL GERBER HOLT GOLD AN DEN EUROSKILLS IN BUDAPEST Durchschlagender Erfolg für die Schweizer Gebäudetechnik-Branche: An den BerufsEuropameisterschaften, die Ende September in Budapest stattfanden, sicherte sich der Wölflinswiler Spengler Pascal Gerber den Europameistertitel. Der ambitionierte Aargauer konnte die Leistung im richtigen Moment abrufen und sein im Vorfeld formuliertes Ziel einer Goldmedaille erreichen.

Schweizermeisterschaften der Gebäudetechnik in Zürich bei den Spenglern die Goldmedaille; rund ein Jahr später setzte er sich beim Ausscheidungswettkampf im Bildungszentrum Lostorf gegen fünf Konkurrenten durch und sicherte sich so das Ticket für die Europameisterschaften in Budapest.

CHRISTIAN BROGLI

B

ei seiner Aufgabe, der Metallverkleidung eines Dachstücks, musste sich Pascal Gerber mit Konkurrenten aus acht verschiedenen Nationen messen. Unterstützt wurde er von seinem Coach Roger Gabler, welcher erstmals zusätzlich zu seiner Experten-Funktion für den Schweizer Kandidaten auch als Chefexperte für den gesamten Bereich «Metal Roofing» zuständig war. Entsprechend stolz ist denn auch der Experte auf den Erfolg seines Schützlings.

Der strahlende Sieger Pascal Gerber

Handwerker mit Grips Mit seiner herausragenden Leistung demonstriert Pascal Gerber einmal mehr eindrücklich die hohe Qualität des dualen Berufsbildungssystems in der Schweiz. Der vielseitig interessierte und begabte Spengler inspi-

Pascal Gerber konzentriert bei der Arbeit

Premiere: suissetec mit zwei Medaillen Der französische Spenglerkandidat Antoine Saint, der in Budapest als Konkurrent von Pascal Gerber teilgenommen hat, arbeitet in Genf beim suissetec-Mitgliederbetrieb Duraffourd Ferblanterie. Er holte die Silbermedaille und bescherte ein Novum in der Geschichte der EuroSkills: Erstmals haben zwei Mitgliederbetriebe des gleichen Verbandes Medaillen geholt. Gold und Silber, besser geht riert mit seiner Leistung hoffentlich es nicht! viele angehende Berufspraktiker, eine Gebäudetechniker-Lehre zu absolvieren. Pascal Gerber aus Wölflinswil AG ist 21-jährig und hat sein Handwerk bei der René Meyer GmbH in Herznach AG gelernt. 2016 gewann er an den

Der Wölflinswiler freut sich sichtlich.


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Valiant vereinfacht den KMU die Vorsorge Negativzinsen, sinkende Leistungen, demo­ graphische Entwicklung: In der Vorsorge bleibt kaum ein Stein auf dem anderen. Und sie ist auch für KMU ein zentrales Thema. Valiant bietet mit dem Brokerservice eine Lösung, die den ­Unternehmern die Vorsorgewelt vereinfacht. Marc Andrey Die Personalvorsorge für die Mitarbeitenden ist komplex. Entsprechend schwierig ist es für KMU, die optimale Lösung für die Mitarbeitenden und die Firma zu finden. Valiant setzt deshalb klar auf Vereinfachung. Martin Koller, Leiter Vorsorge und Finanzplanung, erklärt: «Früher haben wir uns vorwiegend auf den Produktevertrieb konzentriert. Aber die Bedürfnisse der KMU ändern sich. Deshalb gehen wir heute viel weiter und fokussieren uns auf die unabhängige Beratung von A bis Z.»

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Die Vorsorgespezialisten analysieren die a­ktuelle Situation, klären die Bedürfnisse des Kunden ab und zeigen Optimierungsmöglichkeiten auf. Anhand dieser Analyse holen sie Offerten von verschiedenen Anbietern ein. Aus all diesen ­Informationen wird ein Vergleich mit quantitativen (Preis, Leistung) und qualitativen Elementen ­ (technische Grundlagen, Rendite, Service etc.) erstellt.

wird. Valiant bietet aber noch mehr. Vorsorgespezialist Martin Koller: «Hat sich der Unternehmer für eine Lösung entschieden, bleiben wir am Ball. Wir betreuen ihn persönlich, halten ihn auf dem Laufenden, überprüfen das Portefeuille regelmässig und nehmen Anpassungen vor. So ist er in Vorsorgefragen immer à jour.» Kurz: Valiant vereinfacht den KMU die komplexe Vorsorgewelt.

Typisches Beispiel Michael Zysset ist vom Mitarbeiter zum Chef der Gyger Flachdach AG in Heimberg bei Thun befördert worden. Wichtig war ihm, die BVG-Versicherungen zu verstehen und neu zu regeln – für sich und die Mitarbeitenden. Unterstützt hat ihn die Valiant Bank mit ihrem unabhängigen Brokerservice. Mehr erfahren Sie unter: valiant.ch/brokerservice

«Wir bleiben am Ball» Die KMU erhalten so eine übersichtliche Entscheidungsgrundlage, in der kein Anbieter bevorzugt

ihre 2. säule ist unser erstes anliegen. Suchen Sie eine individuelle Lösung, die Ihr KMU optimal absichert? In der unabhängigen Beratung der beruflichen Vorsorge und Personenversicherung von Valiant finden Sie eine überzeugende Antwort. valiant.ch/brokerservice


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AGV NR. 10 | 17. OKTOBER 2018

DAS WORT DES PRÄSIDENTEN

RÜCKLÄUFIGE ZUWANDERUNG TRIFFT AUCH DIE KMU

«Die Zuwanderung in die Schweiz geht markant zurück», «Deutsche verlieren allmählich das Interesse an der Schweiz», «Immer weniger Asylgesuche in der Schweiz» und ähnliche Schlagzeilen lesen wir in

den letzten Wochen öfters in der Tagespresse. Die Folgen dieser Entwicklungen treten nun zu Tage: Der Fachkräftemangel erhärtet sich weiter. Diesbezüglich bestätigt das Seco: «Schweizer Unternehmen dürften es tendenziell schwerer haben, Arbeitskräfte aus dem EURaum zu rekrutieren.» Die immer wieder geäusserte Befürchtung, dass hoch qualifizierte Zuwanderer zu Dumpinglöhnen in Positionen in Schweizer Unternehmen arbeitetet und damit die Schweizer Berufselite konkurrenzierten, entkräften sich. Eine Verdrängung von inländischen Arbeitskräften sei nicht festzustellen, erklärt der Arbeitgeberverband. Im Asylbereich müssen

die aufgebauten Strukturen zurückgebaut werden und Unterkünfte stehen leer. In der Immobilienbranche spricht man bereits von Überkapazitäten aufgrund der rückläufigen Zuwanderung. Die Zahl der Leerwohnungen soll ansteigen.

gedrückte Margen und volatile Auftragsbücher. Wie kann ein KMU dieser Entwicklung begegnen? Es gibt ja verschiedenste Empfehlungen. Eine ist mir bei den Spitzenbetrieben im Unternehmenspreis aufgefallen. Erfolgreiche Betriebe vermeiden konsequent Leerläufe. Sie haben einfache und klare Betriebsabläufe, halten nur notwendige Betriebssitzungen ab, legen grossen Wert auf eine intern schlanke Administration und vermeiden unnötige Bürokratie. Hier hat vermutlich jedes Unternehmen noch Handlungspotential.

Keine Leerläufe Die Arbeitslosigkeit ist so tief wie seit fast zehn Jahren nicht mehr. Dies ist ein Abbild des Fachkräftemangels. Die Beschäftigung legt in der Schweiz weiter zu. Sowohl die Industrie als auch der Dienstleistungssektor beschäftigten mehr Personen. Und trotz guten Vorgaben klagen die Unternehmen über 

Kurt Schmid

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Freitag, 24. Mai 2019 bis Sonntag, 26. Mai 2019 SUGA2019 | Gewerbeausstellung Suhr 2019

Freitag, 12. Oktober 2018 bis Sonntag, 14. Oktober 2018 GAST 18 | Gewerbeausstellung Strengelbach

Freitag, 6. September 2019 bis Sonntag, 8. September 2019 SCHEGA 2019 | Gewerbeausstellung Schenkenbergertal

Donnerstag, 18. Oktober 2018 bis Sonntag, 21. Oktober 2018 EXPO2018 | Regionale Gewerbeausstellung Brugg-Windisch

Freitag, 4. Oktober 2019 bis Sonntag, 6. Oktober 2019 Gwärbi19 | Gewerbeausstellung Oftringen

Donnerstag, 25. April 2019 bis Sonntag, 28. April 2019 MEGA19 | Gewerbeausstellung Mutschellen 2019

Freitag, 4. Oktober 2019 bis Sonntag, 6. Oktober 2019 SIGA19 | Sinser Gewerbeausstellung

Freitag, 26. April 2019 bis Sonntag, 28. April 2019 MUGA 2019 | Gewerbeausstellung Murgenthal 2019

Freitag, 11. Oktober 2019 bis Sonntag, 13. Oktober 2019 EXPO Surbtal 2019 | Gewerbeausstellung Endingen

Donnerstag, 2. Mai 2019 bis Sonntag, 5. Mai 2019 WYNAexpo 2019, Reinach Freitag, 10. Mai 2019 bis Sonntag, 12. Mai 2019 EXPO19 | Gewerbeausstellung unteres Fricktal Freitag, 17. Mai 2019 bis Sonntag, 19. Mai 2019 UNDOB | Gewerbeausstellung Ober- und Untersiggenthal Freitag, 17. Mai 2019 bis Sonntag, 19. Mai 2019 Gewerbearena Herznach 2019

Öffnungszeiten, Kontaktpersonen usw. unter www.agv.ch Hinweise für unsere Mitglieder: Ist die Gewerbeausstellung Ihrer ­Organisation nicht aufgeführt? Dann melden Sie diese an unser Sekretariat (info@agv.ch) für kostenlose Einträge in der «Aargauer Wirtschaft» und im Internet. Gerne nimmt die Redaktion auch Berichte über Vorberei­tung und Durchführung von Gewerbeausstellungen ent­gegen.


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INTERVIEW  31

AGV NR. 10 | 17. OKTOBER 2018

DER AARGAU STELLT SICH VOR

Die Arbeitswelt verändert sich ständig. Unternehmerinnen und Unternehmer stehen Tag für Tag vor neuen Herausforderungen. Sie überlegen sich passende Lösungen für ihren Betrieb, agieren und entwickeln sich so weiter. Christian Ryser hat eine ungewöhnliche berufliche Laufbahn hinter sich. Heute engagiert er sich nicht nur in seinem eigenen Betrieb, sondern ist auch aktives Mitglied im lokalen Gewerbeverein Ladeneingang Büro Ryser AG an der Rathausgasse in Lenzburg und im Gewerbeverband. EVELINE FREI

Herr Ryser, Sie vertreten seit kurzem den Bezirk Lenzburg im Vorstand des AGV. Welche Aufgaben warten auf Sie als neues Vorstandsmitglied? Im Moment ist noch alles neu. Es braucht eine gewisse Anlaufzeit, um sich im neuen Aufgabenbereich zurechtzufinden. Eine der Hauptaufgaben ist aktuell sicher die Organisation und Vorbereitung der 125-JahrFeier des AGV im nächsten Jahr. Ansonsten pflege ich als Vorstandsmitglied den Kontakt zu allen Gewerbevereinen des Bezirks, informiere und motiviere sie. Was reizt Sie an der neuen Aufgabe? Es ist sehr spannend all die neuen Leute kennenzulernen. Der Vorstand des AGV hat viele Persönlichkeiten! Der direkte Kontakt mit allen Unternehmern im Bezirk ist für mich sehr

wichtig. Gemeinsam ist vieles einfa- Es ist wichtig, dass auch ein Gewerbeverein mit der Zeit geht, denn eine cher. verstärkte Professionalität und erhöhte Effizienz kommt auch den MitSie können auf einen Erfahgliedern zugute. rungsschatz von 20 Jahren Vorstandsarbeit im Gewerbeverein Lenzburg zurückgreifen. Sie sind gelernter Elektromechaniker und heute GeIst das hilfreich? Ja, auf jeden Fall! Durch die langjäh- schäftsführer von Büro Ryser rige Tätigkeit beim Gewerbeverein AG. Können Sie die Geschichte Lenzburg konnte ich sehr viele Kon- hinter Ihrem Werdegang kurz takte knüpfen. Wer ein gutes Netz- erläutern? werk hat, der findet schneller eine Nach Beendigung der Bezirksschule Lösung. Lenzburg wollte ich weg von der Schule. Die Ausbildung bei der Firma Was hat sich seit Ihrem Beitritt Sprecher & Schuh in Aarau war da im lokalen Gewerbeverein sehr abwechslungsreich. Nach meiner verändert? Lehrzeit wechselte ich auf ein techniVor 20 Jahren war unser Gewerbe- sches Büro innerhalb des Konzerns verein noch nicht so professionell (Planung und Bau von vollautomatiaufgestellt. Über die Jahre haben wir schen Hochregallagern). Gleichzeitig uns verändert, weiterentwickelt, habe ich die Rekrutenschule absolNeues ausprobiert und sind heute viert. Dabei blieb es aber nicht. Am gut ausgerüstet, unter anderem mit Ende habe ich mich im Militär bis zum elektronischen Hilfsmitteln (Daten- Feldweibel ausbilden lassen. Danach bank, Buchhaltung, Homepage etc.). kam noch die ABB Technikerschule hinzu. Und wie so oft im Leben hat sich auch bei mir plötzlich ein anderer Persönlich Weg aufgetan. Ich und meine zukünfIch lebe zusammen mit meiner tige Frau erhielten die Möglichkeit, Partnerin in der Region Lenzburg; ein Bürofachgeschäft zu übernehunsere zusammen fünf Kinder abmen. Daraus ist dann die Büro Ryser solvieren alle eine Berufslehre. AG entstanden. Zwei von ihnen haben in der Zwischenzeit die Lehre abgeschlosse und sind in einer Weiterbildung. Die Bürotechnik hat sich mit Zu meinen Hobbys zählen nebst der Digitalisierung komplett meiner Arbeit das Wandern, Rad- verändert. Entsprechen Läden fahren und im Winter auch das für Bürotechnik, Papeterie und Bürobedarf überhaupt noch Skifahren. einem Kundenbedürfnis?

Fotos: Christian Ryser

ÜBER UMWEGE ZUM ZIEL

Da fragen Sie am besten doch unsere Kunden (lacht)! Wir haben festgestellt, dass der persönliche Kontakt wieder vermehrt eine grosse Rolle spielt. Zu unseren Kunden im Verkaufsgeschäft in Lenzburg gehören nebst der Laufkundschaft auch unsere treuen Stammkunden. Zudem beliefern wir Industriekunden und bewirtschaften unseren eigenen Onlineshop unter www.bueroryser.ch. Sie haben Ihr Dienstleistungsangebot erweitert und sind nun auch eine Post-Agentur. Was ist Ihr Fazit nach gut zwei Jahren? Wir wurden von der Post in Zusammenarbeit mit der Stadt Lenzburg angefragt, ob wir die Postagentur betreiben möchten. Die Postagentur bringt uns eine gewisse Mehrfrequenz an Kunden, auch Neukunden. Insgesamt kann ich sagen, dass sich für mich der Entscheid zur Führung der Postagentur als positiv herausgestellt hat, denn so konnten wir dazu beitragen, dass die Poststelle in der Altstadt von Lenzburg erhalten blieb. Für unsere Angestellten ist es eine Abwechslung, die sehr geschätzt wird. Wie lassen sich Kunden nachhaltig binden? Durch Freundlichkeit!


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akb.c

Aargauer Bau- und Wirtschaftskongress 2018 Im Fokus: Innovationen in KMU Donnerstag, 29. November 2018, 16.30 – 19.00 Uhr CAMPUSSAAL Kultur + Kongresse in Brugg Windisch Gastgeber, Referenten, Podiumsteilnehmer und Moderation

Miriam Baumann-Blocher Geschäftsführerin und Inhaberin Läckerli Huus AG

André Crelier Christine Honegger Präsident bauenaargau und Geschäfts- Journalistin und Geschäftsführerin Krebsliga Aargau bereichsleiter Bau Hächler Gruppe

Patrick Küng Mitglied der Geschäftsleitung Aargauische Kantonalbank

Johannes Muntwyler Zirkusdirektor Circus Monti AG

Marcel Koller Alex Hürzeler Chefökonom Landammann und Vorsteher Departement Bildung, Kultur und Sport Aargauische Kantonalbank

Prof. Dr. Donato Scognamiglio CEO und Partner IAZI AG

Monika Walser CEO und Mitinhaberin de Sede AG

Aargauer Wirtschaft 10/18  
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