Page 1

‫האורתודוקסי)‪Bar‬בברלין‬ ‫בית הכנסת המרכזי (‬ ‫בר מצווה – ‪Mizwa‬‬

‫‪Zentrale Orthodoxe Synagoge der Jüdischen Gemeinde zu Berlin‬‬ ‫‪Joachimstaler Straße 13 – Schmini – 26. Nissan 5773 – 6. April 2013‬‬

‫שבת שלום‬ ‫שמיני– ‪Paraschat HaSchawua: Schmini‬‬

‫‪Liebe Freunde‬‬

‫‪Jiskor S. 1‬‬

‫בס"ד‬

‫עיחארכעחעיח‬ ‫כ‬

‫תודה‬

‫ידידים יקרים‪,‬‬ ‫בשורות אלו ברצוני להודות לכל אלו שנענו ותרמו‬ ‫למצוות "קמחא דפסחא"‪ ,‬ובמיוחד לאותם אשר‬ ‫בתרומתם איפשרו לאלו אשר לא היה להם לשלם עבור‬ ‫השתתפות במסיבת ליל הסדר‪ .‬אנו שמחים וגאים‬ ‫שבקהילתנו יש את המודעות לדאוג לזולת‪ ,‬או בתרומה‬ ‫כספית או בהתנדבות פעילותית ותורמים מזמנם‬ ‫ומכוחם למען בית הכנסת‪ .‬בזכות התרומה הגדולה‬ ‫יכולנו לשבת יחד בליל הסדר‪ ,‬אנשים‪ ,‬נשים וטף‪,‬‬ ‫בשמחה ובאווירה טובה ואוכל טעים וקיינמו סדר פסח‬ ‫כהלכתו‪ .‬בתחילת ההגדה אנו מזמינים את כולם‬ ‫להשתתף עמנו בסדר בקטע של "הא לחמא עניא"‪← :‬‬

‫‪AAn diesem Schabbat beginnen wir wieder‬‬

‫!‪mit dem Studium von Pirkej Awot‬‬

‫‪Neu: Ab sofort beginnt Schacharit‬‬ ‫!‪am Schabbat um 09.15 Uhr‬‬ ‫‪Diesen Erew Schabbat wieder: Unser‬‬ ‫‪traditioneller Kabbalat Schabbat! S. 4‬‬ ‫‪Ein Teil des für den Seder vorbereiteten‬‬ ‫‪Kiduschsaals‬‬

‫‪0‬‬

‫‪Gebets- und Lichtzündezeiten S. 5‬‬

‫‪M‬‬


r b

Jiskor Am letzten Tag von Pessach versammelten wir uns alle, um zu gedenken. Die Fähigkeit zu gedenken unterscheidet uns von den Tieren. Ein Mensch, der sein Erinnerungsver‫ ח‬verliert, büßt erheblich in seinem Menschsein sein. mögen Die Mizwa der Haggada in der Sedernacht ist das Gedenken an den Auszug aus Ägypten. Zwar erwähnen wir das ganze Jahre über den Auszug aus Ägypten im Gebet, doch in dieser Nacht gedenken und erzählen wir. Wir investieren mehr Zeit in die Erinnerung der Geschichte, die sich vor etwa 3300 Jahren zutrug. Die Tora verlangt von uns, dass wir die Geschichte nicht vergessen. Wir müssen uns jedes Jahr von Neuem erinnern, wir dürfen nicht vergessen. Zwar ist auch die Fähigkeit des Vergessens ein Geschenk G’ttes: Man stelle sich vor, es gäbe überhaupt kein Vergessen. Jede uns wiederfahrende Sache würde immer mit gleicher Intensität in unserem Gedächtnis verbleiben: der Tod von Vater und Mutter und jedes Leid. Welch unerträglicher Schmerz, der sich über unser ganzes Leben hinziehen würde! Der Schöpfer erweist uns Güte darin, dass unsere Erinnerungen allmählich verblassen. Der zunächst erlebte Schmerz lässt langsam nach und wir können wieder zum Alltagsleben zurückkehren. Doch sollen wir die Fähigkeit zu vergessen nicht benutzen, um zu vergessen, was zu vergessen verboten ist. Wir dürfen unsere teuren Eltern nicht vergessen, die so viel für uns getan haben. Daher gibt es besondere Tage, die wir ihnen widmen, die Feiertage und den Tag der Jahrzeit. Manche pflegen Mischnajot LeIluj Nischmatam zu lernen bzw. eine Seelenkerze zu zünden. Andere kommen in die Synagoge, um Kadisch zu sagen. Einige unserer Beter pflegen einen Tikun zu geben: es wird eine kleine Mahlzeit in der Synagoge gereicht und man trinkt LeChajim LeIluj Nischmatam. Wir glauben daran, dass die Seelen unserer Eltern darauf warten, es wahrnehmen, davon profitieren und sich darüber freuen, dass wir sie nicht vergessen. Das Volk Israel hat einen Gedenktag (Jom HaSikaron) an die 6 Millionen Juden, unsere Brüder und Schwestern, die in der Schoah ermordet wurden. Auch haben der Staat Israel und das Volk Israel einen Gedenktag an die bei der Verteidigung des Staates Israel gefallenen Soldaten und an alle diejenigen Menschen, die um der Verteidigung des jüdischen Volkes willen gefallen sind. Wir sollen ihrer gedenken und sie nicht vergessen, denn durch ihr Verdienst existiert der Staat Israel. Durch ihre Aufopferung ermöglichten sie uns das Leben. Ihre Erinnerung soll gesegnet sein.

1

‫ ואמנם הזמנו הרבה‬,"‫"כל דכפין ייתי ויכול‬ ‫להשתתף עמנו וגם חילקנו הרבה מצות ויין כמידי‬ .‫שנה בזכות התרומות‬ ‫ אשר ארגנו ליל סדר‬,‫ לגרשון ולדויד‬,‫תודה ליוסף‬ ,‫שני לכשלושים סטודנטים בפעם הראשונה‬ ‫באווירה מוצלחת ביותר וארוחת ערב ברמה‬ ,‫ חג המשפחה‬,‫ זהו היופי שבחג הפסח‬.‫גבוהה‬ ‫שמשפחת עם ישראל חוגגת מדי שנה וזהו סוד‬ ‫ פסח יום ההולדת של העם‬.‫הקיום של עם ישראל‬ .‫היהודי נחוג בסולידריות ההדדית‬ ,‫ קיץ בריא ושמח‬,‫בהכרת תודה וברכות‬ ‫ הרב יצחק ונחמה ארנברג והגבאים‬,‫שבת שלום‬

Dankeschön Liebe Freunde, Mit diesen Zeilen möchte ich all jenen danken, die für „Kimcha DePisscha“ gespendet haben, insbesondere denen, die es durch ihre Spende ermöglicht haben, dass solche, die es nicht vermögen zu bezahlen, an der Sederfeier teilnehmen konnten. Wir freuen uns und sind stolz darauf, dass in unserer Gemeinde das Bewusstsein für die Notwendigkeit der Sorge um den Nächsten vorhanden ist, sei es durch finanzielle Unterstützung oder durch ehrenamtliche Aktivitäten, oder durch den Einsatz von Zeit und Kraft für die Synagoge. Durch die großzügigen Spenden konnten wir in der Sedernacht alle gemeinsam sitzen, in guter →


Sprichwort der Woche

Atmosphäre, mit schmackhaftem Essen und viel Freude - und so erfüllten wir den Pessachabend der Halacha gemäß. Zu Beginn der Haggada laden wir alle ein, mit uns am Seder teilzunehmen, wie es in dem Abschnitt „HaLachma Anja“ (Dies ist das armselige Brot) heißt: „Kol Dichfin Jetej WeJechol“ (Wer hungrig ist, komme und esse mit uns). Wir haben viele eingeladen, mit uns am Seder teilzunehmen, auch haben wir, wie jedes Jahr, dank der Spenden viel Mazot und Wein verteilt.

‫"מה ששנוי עליך‬ "‫אל תעשה לחברך‬ ):‫(במקור בארמית‬ ‫"מאי דעלך סני‬ "‫לחברך אל תעביד‬ ) ‫ ע"א‬,‫(מסכת שבת ל"א‬

‫ עשה לך‬:‫"יהושע בן פרחיה אומר‬ ‫ וקנה לך חבר והוי דן את כל‬,‫רב‬ "‫האדם לכף זכות‬ )'‫ משנה ו‬,'‫(אבות פרק א‬

Rabbiner Ehrenberg und Herr Israel Kleinmann beim Verteilen von Mazot und Wein vor Pessach

„Was dir verhasst ist, das tue auch deinem Nächsten nicht an“

Herzlichen Dank an Josef, Gerschon und David, die einen weiteren zweiten Sederabend für etwa dreißig Studenten organisierten. Dies war der erste Studentenseder in unserer Synagoge und er gelang außerordentlich gut, in schöner Atmosphäre und mit sehr gutem Essen. Das ist die Schönheit des Pessachfestes, dem Fest der Familie, dass die Familie des Volkes Israel jedes Jahr gemeinsam feiert. Und das ist das Geheimnis unserer Existenz – Pessach ist der Geburtstag des Volkes Israel, des jüdischen Volkes – das wir in gegenseitiger Solidarität feiern.

(Massechet Schabbat 31a)

„Jehoschua ben Perachja pflegte zu sagen: Mache dir einen Rabbiner und erwirb dir einen Freund, und beurteile jeden Menschen nach der guten Seite hin.“ (Pirkej Awot 1:6)

Mit herzlichem Dank und Segenswünschen für einen guten und freudvollen Sommer, Schabbat Schalom, Rabbiner Yitshak Ehrenberg, die Rebezzin Nechama Ehrenberg, sowie die Gabbaim der Synagoge

Vielen Dank – ‫תודה רבה‬ Wir danken Herrn Dr. Reb Reuven Skoblo

Wir danken Herrn Dr. Martin Ungar

für den Kidusch am heiligen Schabbat. Herr Dr. Skoblo spendet das ganze Jahr über alle Kiduschim, außer wenn ein anderer aus Anlass einer Feier den Kidusch spenden möchte. Wir danken ihm und wünschen ihm und seiner ganzen Familie Gesundheit, Freude und Naches.

Für den Chamin zum Kidusch am heiligen Schabbat zu Ehren von Schabbat Mewarchin. Wir danken ihm und wünschen ihm Gesundheit, Freude und Naches.

2


Begriffe im Judentum – ‫מושגים ביהדות‬

Pessachvorbereitungen

Rabbi Jacob Margalit

‫ – ספירת העומר‬Sfirat HaOmer – Zählen des „Getreidemaßes“

Es ist eine Mizwa, vom Ausgang des ersten Pessachtages an bis zum Abend des Schawu’otfestes, jeden Abend zu zählen: „Heute ist es ein Tag innerhalb des ‚Omer‘.“ Am Folgetag sagen wir: „Heute sind es zwei Tage hinsichtlich des ‚Omer‘. Am siebten Tag ist es zudem eine Mizwa auch zu erwähnen, um welche Woche es sich handelt, d.h. wir sagen: „Heute sind es sieben Tage, das ist eine Woche innerhalb des ‚Omer‘.“ Am achten Tag heißt es dann: „Heute sind es acht Tage, das ist eine Woche und ein Tag innerhalb des ‚Omer‘.“ So geht es dann weiter bis zum Ende der Zählung.

In der Zeit des Tempels brachte man das Omer, das bedeutet eine Getreidegarbe, dar. Omer ist ein Hohlmaß. Es beträgt ein Zehntel des Epha (etwa 21,6 Liter). Ein Omer sind daher etwa 2,16 Liter). Man erntete das Omer von der Gerste und brachte es als Opfer im Tempel dar. Erst nach der Darbringung des Omer war es erlaubt, von der neuen Getreideernte zu essen.

Hagalat Kelim vor Pessach

Verbrennen des Chamez vor Pessach im Hof der Synagoge

‫עשה לך רב‬ ‫ האם מותר לאכול‬,‫ מי שנשאר ברשותו חמץ בפסח‬:‫שאלה‬ ?‫אותו לאחר חג הפסח‬ ‫ ולכן יש‬,‫ אסור באכילה‬,‫ שעבר עליו הפסח‬,‫ חמץ‬:‫תשובה‬ ‫להקפיד כשקונים בחנויות הכשרות מוצרי חמץ לוודא‬ ‫ יש לבקש אישור מהרבנות שהחנות מכרה‬.‫שהחמץ נמכר לגוי‬ .‫את החמץ לפני חג הפסח‬ Den Rabbiner gefragt Frage: Ist es erlaubt, nach Pessach den Chamez zu essen, der zu Pessach im Besitz verblieben war? Antwort: Chamez, der über Pessach geblieben ist, ohne verkauft worden zu sein, ist nach Pessach zum Verzehr verboten. Daher muss man, wenn man nach Pessach in koscheren Geschäfte Produkte kauft, die zu Pessach Chamez sind, darauf achten, sich zu vergewissern, dass Chamez an einen Nichtjuden verkauft worden war. Hierfür bittet man im Geschäft um eine Bestätigung des Rabbinats, dass der Chamez vor Pessach verkauft wurde.

3

Infos rund um die Synagoge finden Sie jetzt auch bei

facebook unter der Seite: "Zentrale Orthodoxe Synagoge zu Berlin"

Neu!!! Ab jetzt haben Sie die Möglichkeit, Infos, Veranstaltungen oder Schabbat-Zeiten der Zentralen Orthodoxe Synagoge zu Berlin kostenlos per SMS zu erhalten. Senden Sie dazu einfach Ihren Vor- und Nachnamen an die 0176 31664776 oder schicken sie Ihre Ruf-nummer per e-Email an: zos.berlin@gmail.com bzw. an facebook unter: „Zentrale Orthodoxe Synagoge zu Berlin“.


‫בלייברג'ס‬ Bleibergs

Café mit koscheren und vegetarischen Spezialitäten. Backwaren, Snacks und Salate. Auch Catering ins Haus. Feinkost und Gastro GmbH Nürnberger Straße 45, 10789 Berlin

Tel: +49 30. 21 91 36 24 Fax: +49 30. 21 91 36 25.

Schiurim - ‫שיעורים‬ Wir lernen täglich eine Stunde HaDaf HaJomi in der Synagoge. Wann? Nach dem Mincha-Maarivgebet Leitung: Rabbiner Yitshak Ehrenberg!

Kabbalat Schabbat

Rabbiner Yitshak Ehrenberg Talmud - Massechet Taanit: Jeden Schabbat 08:45 Uhr – 09:15 Uhr in der Eingangshalle der Synagoge Pirkej Awot (Sprüche der Väter): Jeden Schabbat 45 Minuten vor dem Minchagebet in der Synagoge. Paraschat haSchawua: Täglich nach Schacharit in der Eingangshalle der Synagoge. Halacha – aus dem Buch „Chaje Adam“: Täglich zwischen Mincha- und Arwitgebet in der Synagoge. Kantor Arie Zaloshinsky Tora und Talmud für verschiedene Altersklassen: Täglich eine Stunde nach dem Schacharit- und zwei Stunden nach dem Mincha-Ma’ariwgebet. Bitte bei Herrn Zaloshinsky anmelden (Tel.: 0176 311 744 93) Reuven Berenstein „Derech HaSchem“ (Der Weg des Schöpfers) von Rabbenu Mosche Chajim Luzzatto: Jeden Mittwoch um 18.00 Uhr, Anmeldung: 0157 78965884 Rebezzen Nechama Ehrenberg Tanach – Das Buch Jehoschua. Jeden Montag um 18.30 Uhr.

4

An diesem Schabbatabend findet unser traditioneller Empfang des Schabbat statt. Mit Schabbatliedern, guter Atmosphäre und gutem Essen. Wer teilnehmen möchte, bitte bei Café Bleibergs(030) 21 91 36 24 anmelden. Man kann sich auch per Email anmelden: events.for.jews@gmail.com Für Studenten bleibt Kabbalat Schabbat weiterhin kostenlos!


Gebetszeiten und Lichterzünden 05.04.13

Freitag

Erew Schabbat Schmini

‫שמיני‬

Mincha Schabbatlichter

19.30 19.30 09.15 19.20 20.43

Mewarchin Chodesch Ijar

06.04.13

Schabbat

Schacharit Mincha Schabbatausgang

10.04.13 11.04.13

Mittwoch Donnerstag

1.Rosch Chodesch 2.Rosch Chodesch

07.04.1312.04.13

Wochentags

Schacharit Mo-Frei Schacharit So

07.30 08.00

07.04.1311.04.13

Wochentags

Mincha

19.30

10.03.1314.03.13

Newsletterinfos Anmeldung für den Newsletter: ehren_berg@yahoo.de Tel.: 211 22 73 (Sekretariat des Rabbinats) Schiurim von Rabbiner Yitshak Ehrenberg: www.youtube.com/EhrenbergSynagoge Emailadresse für Fragen an den Rabbiner frag_den_rabbiner@gmx.de

5

Paraschat Sch'mini  

Der wöchentliche Newsletter der Zentralen Orthodoxen Synagoge zu Berlin

Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you