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SINDELFINGEN

BÖBLINGEN

19 july 2011

Japanische Mangas sind ihre Inspiration: Veronique Parisot alias Kaldea Nakajima ist aus Paris nach Böblingen zu „Cooltour im Schrott" gekommen. Bild: Staber Böblingen: Twelve artists in a auto recycling take part to „Cooltour im Schrott”

“ This is crazy and great “ Von unserem Mitarbeiter Matthias Staber

Twelve international artists, four bands and a pile of scrap: On weekends, the head of the Böblingen group car recycling, Bernd Schneider, made h ​​ is junkyard once again become a place of culture. „Cooltour im Schrott” Schneider called that series of events, which he held since 1987 at irregular intervals. The Belgian Thierry Devos from Ghent is fascinated by scrap yards “Scrap is where I take a big part of my inspiration . Scrap Yards are basically my workplace. “ As a designer and sculptor, Thierry, who calls himself as artistname Zolfanello, love to work with industrial scrap. When asked by Bernd Schneider, if he wanted to present to the scrap yard Böblinger his works, Zolfanello was immediately on fire: “In such an environment, you can reach people who normally do not go into a gallery. “ But at this year’s event, there are no sculptures from the Belgian to see: In 2010 Zolfanello discovered the photography. He calls”Mechanical Incarnations” the series of seven photographs he brought to Boeblingen. “I’m looking for faces in old machinery and components “ Zolfanello outlines the fundamental idea of the series. Popeye, Casanova, Berlusconi: Indeed rusting metal faces are turned into photographs for the in the eye of the viewer.

„Es macht Spaß, einmal nicht in einer Galerie auszustellen, hier ist es weniger langweilig”, sagt Veronique Parisot aus Paris, die sich als Künstlerin Kaleda Nakajima ihre Inspirationen aus der japanischen Manga-Kultur holt. Auf Bernd Schneiders „Cooltour im Schrott” wurde Parisot im Internet aufmerksam: „Ich habe ihn sofort kontaktiert, als ich gesehen habe, was für eine tolle Sache hier in Böblingen stattfindet. Ich liebe das Konzept der Veranstaltung: Es ist verrückt und großartig. Die Atmosphäre mit den alten Autos ist fantastisch.” Als Kind der Neunziger wurde Parisot mit dem Manga-Virus infiziert: „Damals erlebte die japanische Pop-Kultur in Frankreich einen ungeheuren Popularitätsschub.” Als Kaleda Nakajima hat sie sich vorgenommen, japanische popkulturelle Einflüsse mit Tradition zu kontrastieren. Dabei bezieht sie sich nicht nur auf japanische Traditionen wie das klassische Kabuki-Theater, sondern auch auf Einflüsse aus anderen Kulturkreisen wie Afrika oder Europa. Die Sexualisierung zunächst unscheinbarer Motive und Objekte stellt einen weiteren Wesenszug von Parisots Arbeiten dar:

„Spielzeug lässt sich auf spielerische Weise sexualisieren, ohne obszön zu wirken.” Doch Veronique Parisot ist nicht nur nach Böblingen gekommen, um ihre Arbeiten zu zeigen: In einem Workshop vermittelt sie interessierten Besuchern von „Cooltour im Schrott” die Grundzüge des japanischen Manga-Stils. „Wir beginnen mit Gesichtern”, erklärt Parisot: „Das Wichtigste sind große Augen, ein kleines Gesicht und wehende Haare.” Zusammenspiel von Musik und Kunst Der Gedanke, dass die Kulisse des Böblinger Schrottplatzes eine tolle Atmosphäre für Kultur-Events bieten könnte, brachte Bernd Schneider 1987 dazu, „Cooltour im Schrott” aus der Taufe zu heben. Seither findet die Veranstaltung alle zwei bis drei Jahre statt. Was zunächst als reines Konzert begann, entwickelte sich rasch zu einem Zusammenspigl von Musik und Kunst. Skiffle Rambiers, Dr. Piper Coverrock, Die Hypertoniker und Lutz Götzfried & Rolf Böhm heißen diesmal die Musiker, die das Begleitprogramm zu den Exponaten der zwölf Künstler liefern, darunter Rainer Simon aus Sindelfingen, Wolfgang Kempf aus Renningen und Andreas Furtwängler aus M a l m s h e i m . • Weitere Informationen unter der Adresse www.cooltour.im.schrott.de im Internet


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