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OPUS III

Gabriela Montero

Programmheft des Zßrcher Kammerorchesters Januar–Februar 2014


«Leidenschaften sind schäumende Pferde, angespannt an den rollenden Wagen: wenn sie entmeistert sich überschlagen, zerren sie durch Staub und Erde. Aber lenkest du fest die Zügel, wird ihre Kraft dir selbst zum Flügel, und je stärker sie reissen und schlagen, um so herrlicher rollt dein Wagen.» Salomon H. Mosenthal, Dramatiker und Librettist

AMAG sorgt mit Leidenschaft für Ihre Mobilität und ist langjähriger und begeisterter Hauptpartner des Zürcher Kammerorchesters.

Mit Leidenschaft. Für Sie. 2


Liebes Konzertpublikum «Verschneit liegt rings die ganze Welt, ich hab nichts, was mich freut…» Ich bin überzeugt, hätte Josef von Eichendorff Zugang zu den ZKO-Konzerten gehabt, hätte er sein Gedicht zu Weihnachten ganz anders eröffnet. Auch wenn es Eichendorff verwehrt blieb, Sie, verehrtes Publikum, können sich erfreuen – z.B. an unserer «Opera Box»-Produktion «Offenbach2». Erleben Sie in einer witzigfröhlichen Inszenierung gleich zwei Kurzoperetten von Jacques Offenbach. Der Abend verspricht beste Unterhaltung, denn wie immer beim Operettenkönig geht es drunter und drüber. Lassen Sie sich von der aus dem sonnigen Venezuela stammenden Gabriela Montero berauschen. Neben Mozart und Haydn begeistert die Ausnahmepianistin mit ihren faszinierenden Improvisationen nach Melodien aus dem Publikum. Oder entfliehen Sie der Tristesse des Winters mit dem vitalisierenden Silvester- und Neujahrskonzert. Sir James Galway führt wie immer charmant und mit viel Witz durch ein festlich-fröhliches Programm. Sie suchen immer noch ein passendes Weihnachtsgeschenk? Mit einer Mitgliedschaft bei den ZKO-Freunden oder einem Konzertgutschein schenken Sie nicht nur viel Freude, sondern leisten auch einen wertvollen Unterstützungsbeitrag an unsere Arbeit. Herzlichen Dank! Das Zürcher Kammerorchester und ich wünschen Ihnen eine erfreuliche Weihnachtszeit. Michael Bühler, Direktor

Unsere Konzerte werden ermöglicht durch Subventionen der Stadt und des Kantons Zürich sowie durch Beiträge der ZKO-Freunde und unserer Hauptpartner AMAG und Zürcher Kantonalbank. Wir bedanken uns.

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Das Zürcher Kammerorchester

ZKO Saison 2013/14 1. Violine Willi Zimmermann, Konzertmeister; Donat Nussbaumer, Stv. Konzertmeister; Michael Gebauer; Sandra Goldberg; Jana Karsko; Asa Konishi Jankowska 2. Violine Silviya Savova, Stimmführerin; Kio Seiler; Anna Tchinaeva; Hiroko Takehara Viola Ryszard Groblewski, Stimmführer; Frauke Tometten Molino, Stv. Stimmführerin; Mirion Glas; Pierre Tissonnier Violoncello Nicola Mosca, Stimmführer; Anna Tyka Nyffenegger, Stv. Stimmführerin; Silvia Rohner Geiser Kontrabass Seon-Deok Baik, Stimmführerin; Hayk Khachatryan, Stv. Stimmführer Oboe Kurt Meier; Roman Schmid Horn Thomas Müller; Martin Ackermann Cembalo Naoki Kitaya

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In den Vierzigerjahren durch Edmond de Stoutz gegründet, zählt das Zürcher Kammerorchester heute zu den führenden Klangkörpern seiner Art. Unter der Leitung von Edmond de Stoutz und später von Howard Griffiths und Muhai Tang konnte das Ensemble seinen Rang als Kammerorchester von internationaler Bedeutung ausbauen und nachhaltig festigen. Seit der Saison 2011/12 ist Sir Roger Norrington Principal Conductor des ZKO. Sir Roger gilt als weltweit angesehener Dirigent, der den historischen Aufführungsstil in der heutigen Zeit etablierte. Regelmässige Einladungen zu internationalen Festivals, Auftritte in den bedeutenden Musikzentren Europas, ausgedehnte Konzerttourneen durch europäische Länder, die USA, China und Südafrika sowie zahlreiche von der Fachpresse gefeierte CD-Produktionen belegen das weltweite Renommee des Zürcher Kammerorchesters. Das breit gefächerte Repertoire des ZKO reicht von Barock über Klassik und Romantik bis zur Gegenwart. Das Zürcher Kammerorchester macht auch immer wieder durch Neuentdeckungen vergessener Komponisten auf sich aufmerksam. Bemerkenswert ist zudem die Zusammenarbeit mit Musikern aus anderen Bereichen wie Jazz, Volksmusik und populäre Unterhaltung. Die Förderung junger Instrumentalisten und die Vermitt­lungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen sind dem Zürcher Kammerorchester ebenso wichtig wie die kontinuierliche Zusammenarbeit mit weltweit gefeierten Solisten. Seit der Saison 2011/12 spielt das ZKO alle Barockprogramme historisch informiert auf Darmsaiten und mit Barockbogen. www.zko.ch


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Im Gespräch mit

Kinderprogramm

Gabriela Montero 36

Purzel-Konzert Sa, 11. Januar 2014, 14.00 Uhr Englisch So, 12. Januar 2014 11.00 und 14.00 Uhr Hochdeutsch ZKO-Haus

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Nuggi-Konzert Sa, 25. Januar 2014, 14.00 Uhr So, 26. Januar 2014, 16.00 Uhr ZKO-Haus

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Ultraschall-Konzert So, 26. Januar 2014, 14.00 Uhr ZKO-Haus

Konzertprogramm 8

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Silvester-/Neujahrskonzert Sir James Galway Lady Jeanne Galway Di, 31. Dezember 2013, 17.00 Uhr KKL Luzern Mi, 1. Januar 2014, 17.00 Uhr Tonhalle, Grosser Saal Sir Roger Norrington Jean-Guihen Queyras Sa, 18. Januar 2014, 19.30 Uhr Tonhalle, Grosser Saal

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Gabriela Montero Di, 4. Februar 2014, 19.30 Uhr Tonhalle, Grosser Saal

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Kinderkonzert So, 2. Februar 2014, 11.00 Uhr Tonhalle, Grosser Saal

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Lars Vogt Di, 25. Februar 2014, 19.30 Uhr Tonhalle, Grosser Saal

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Bachs Spuren Fr, 28. Februar 2014, 19.30 Uhr Kirche St. Peter

Krabbel-Konzert So, 16. Februar 2014 11.00 und 14.00 Uhr ZKO-Haus

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ZKO-Inside

Opera Box: Offenbach2 Sa, 28. Dezember 2013 bis So, 12. Januar 2014 ZKO-Haus

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Konzertvorschau

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Kammermusik@ZKO So, 26. Januar 2014, 11.00 Uhr ZKO-Haus

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«ZKO meets…» Annakin Di, 28. Januar 2014, 20.00 Uhr Kaufleuten

Roberto Lehner Leiter Finanzen & Personal

März–April 2014

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Im Gespräch mit

Gabriela Montero

Sie sind bekannt für die Improvisation und für die Interaktion mit dem Publi­ kum. Was geht Ihnen durch den Kopf, wenn Sie das Publikum stets von Neuem verblüffen? Wenn ich improvisiere, denke ich nicht darüber nach, was ich mache. Ich gebe mich ganz meinen Gefühlen und der Musik hin. Ich geniesse in diesen Momenten die Freiheit, jede erdenkliche Richtung einzuschlagen. Das Grossartige daran ist, dass der Verstand in allem eine Logik findet. So hat auch eine Improvisation ihre Logik, allerdings eine sehr flexible. Wenn ich beim Improvisieren einen Ton spiele, der nicht wirklich in die harmonische Sprache meiner eingeschlagenen Richtung passt, so führt mich dies wieder in eine andere Richtung, was sehr spannend ist. Die Improvisation ermöglicht mir zudem, Komponisten besser zu verstehen, und wenn ich selbst komponiere, erlebe ich die Improvisation jeweils als Kern, aus dem alles entsteht. Kann man Improvisieren lernen? Ich denke nicht. Sicher ist es erstrebenswert, wenn jungen Musikern mithilfe der Improvisation aufgezeigt wird, dass 6

Musik mehr bedeutet als nur Noten auf einem Blatt Papier. Doch die Improvisation entspringt aus der kreativen Eingebung des jeweiligen Moments. Stützt man sich allzu sehr auf gelernte harmonische Muster und musikalische Versatzstücke, improvisiert man noch lange nicht. So gesehen ist das Improvisieren nicht erlernbar. Ihre erste eigene Komposition trägt den Titel «ExPatria». Ein Werk, das Vene­ zuela eine Stimme geben soll. Hatten Sie jemals Zweifel, die Erwartungen Ihrer Landsleute nicht erfüllen zu können? Meine Idee bei «ExPatria» war, der Welt mittels Musik einen Eindruck zu vermitteln, was es für das venezolanische Volk bedeutet, sein Land an Gewalt und Korruption zu verlieren. Ich wollte, dass die Leute hören bzw. nachempfinden, wie verstossen und ignoriert wir uns fühlen. Leider wird in den internationalen Nachrichten so gut wie nie über die Zustände in Venezuela berichtet, so dass die meis­ ten Leute keine Ahnung davon haben. Dieses Stück zu schreiben hat mein Leben geprägt und es gleichzeitig auch wesentlich schwieriger gemacht. Aber ich merke, dass es vielen Leuten aus der Seele spricht, denn endlich erzählt jemand ihre Geschichte. Die Reaktionen fielen daher – abgesehen von jenen der venezolanischen Regierung – grösstenteils sehr positiv aus. Sie äusserten in einem Interview, dass Sie Ihr Talent manchmal auch als Belas­ tung wahrnehmen. Wie haben Sie das ge­ meint? Ein Talent zu haben, ist ein Segen. Es definiert, wer du bist und wie dein Leben


aussehen wird. Ich weiss, wie glücklich ich mich schätzen kann, als Konzert­ pianistin aufzutreten. Doch dieses Leben hat auch seinen Preis. Durch die vielen Reisen bin ich oft über längere Zeit von meiner Familie und meinen Freunden getrennt, was mir sehr schwerfällt. Hinzu kommen die hohen Erwartungen der Öffentlichkeit und der Konzertbesucher, die ich erfüllen muss, sowie all die grundsätzlichen Opfer, die das Leben als Konzertpianistin mit sich bringt. Auch auf sportliche Aktivitäten muss ich nicht selten wegen Verletzungsgefahr verzichten. Dennoch nehme ich all dies gerne in Kauf, weiss ich doch schon seit frühester Kindheit, dass dieser Weg der einzig richtige ist. Gibt es denn Sportarten, die Sie gerne mal ausprobieren würden? Ja, ich habe zum Beispiel diesen Sommer während den Ferien mit meiner Familie das erste Mal in meinem Leben Fussball gespielt. Ich stand im Goal und das hat richtig Spass gemacht. Sie haben bereits mehrmals mit dem Zür­ cher Kammerorchester gespielt. Wie ge­ fällt Ihnen das Orchester und wie ist es, mit den Musikern des ZKO zu arbeiten? Ich liebe dieses Orchester, es ist einfach fantastisch. Es hat eine so frische, dynamische, leidenschaftliche und humorvolle Beziehung zur Musik. Ich genoss es letztes Mal sehr, Mozart mit den Musikern des Zürcher Kammerorchesters zu spielen. Es war so unkonventionell, was dem Stück eine unglaubliche Lebendigkeit und jugendliche Frische verlieh. Ich freue mich sehr auf das Wiedersehen mit dem Zürcher Kammerorchester.

Welches ist Ihr besonderes Highlight im Programm mit dem Zürcher Kammeror­ chester? Das Klavierkonzert Nr. 14 von Mozart wird für mich ein neues Erlebnis sein, da ich es nie zuvor gespielt habe. Es wird bestimmt viel Spass machen, dieses Stück auszuloten. Eigentlich lustig:

«Ein Talent zu haben, ist ein Segen. Es definiert, wer du bist und wie dein Leben aussehen wird. Ich weiss, wie glücklich ich mich schätzen kann, als Konzertpianistin aufzutreten. Doch dieses Leben hat auch seinen Preis und fordert eine Menge Opfer.»

Jedes Mal, wenn ich mit dem Zürcher Kammerorchester konzertiere, spiele ich ein für mich gänzlich neues «Concerto» (lacht). Es ist schön, diese Erfahrung mit einem Orchester zu machen, mit dem ich mich wirklich wohl fühle. ad 7


Konzertprogramm Silvester-/Neujahrskonzert Dienstag, 31. Dezember 2013, 17.00 Uhr Kultur- und Kongresszentrum, Luzern (KKL) Mittwoch, 1. Januar 2014, 17.00 Uhr – Tonhalle, Grosser Saal

Sir James Galway Flöte und Leitung Lady Jeanne Galway Flöte Willi Zimmermann Violine Zürcher Kammerorchester

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Di, 31. Dezember 2013, 17.00 Uhr – KKL, Luzern Mi, 1. Januar 2014, 17.00 Uhr – Tonhalle, Grosser Saal

Johann Sebastian Bach 1685–1750

Brandenburgisches Konzert Nr. 4 G-Dur BWV 1049 Allegro Andante Presto

20´

Ouverture Nr. 2 h-Moll BWV 1067 Ouverture Rondeau Sarabande Bourrée: I alternativement – II doucement Polonaise: Lentement – Double Menuet Badinerie

20´

Pause 20´

Gioacchino Rossini 1792–1868

Ouvertüre zu «Wilhelm Tell» Andante – Allegro (alla breve) – Andantino – Allegro vivace

12´

Howard Shore 1946

The Lord of the Rings – Suite für Flöte und Orchester 6´

Johann Strauss Sohn 1825–1899

Die Fledermaus, Walzer Akt 2 4´ Tritsch-Tratsch-Polka op. 214 3´ Konzertende: ca. 19.00 Uhr Änderungen vorbehalten

Handy ausgeschaltet? Vielen Dank! Einen bezaubernden Abend voller Kultur, Stil und Genuss wünscht Ihnen Ihre Confiserie Sprüngli. 9


Di, 31. Dezember 2013, 17.00 Uhr – KKL, Luzern Mi, 1. Januar 2014, 17.00 Uhr – Tonhalle, Grosser Saal

Sir James Galway

Lady Jeanne Galway

Sir James Galway ist sowohl ein überragender Interpret des klassischen Flötenrepertoires als auch ein hervorragender Unterhaltungskünstler, dem es immer wieder gelingt, musikalische Grenzen zu überschreiten. In Belfast geboren, studierte er in London und Paris, bevor er in so namhaften Orchestern wie dem BBC Orchestra oder dem London Symphony Orchestra spielte. In der Berliner Philharmonica übernahm er schliesslich unter Herbert von Karajan die Stelle des Soloflötisten. Neben seinen zahlreichen Konzerten nimmt sich Sir James regelmässig Zeit, sein Wissen und seine Erfahrung mit jungen Nachwuchstalenten zu teilen. So startet er 2013 die lang erwartete «James Galway Flute Tutor Series», welche online, u.a. mit Meisterklassen, Tipps und Livekonzerten, Flötisten und Flötenliebhaber jeden Alters anspricht. Er stand bereits mit unzähligen weltbekannten Musikern wie etwa Stevie Wonder, Elton John, Ray Charles oder Andrea Bocelli auf der Bühne. Unvergesslich bleibt sicherlich auch sein Konzert mit Pink Floyd an der Berliner Mauer. Wie seine Frau, Lady Jeanne Galway, setzt er sich für verschiedene Wohltätigkeitsorganisationen wie UNICEF oder The Caron Keating Foundation ein. Erst kürzlich arbeitete er bei der Entwicklung einer neuen, qualitativ hochstehenden Flöte mit dem Namen «The Galway Spirit» mit der Firma Conn-Selmer Inc. zusammen.

Lady Jeanne Galway ist eine der führenden Flötensolistinnen des Jahrzehnts und verzaubert das Publikum mit Eleganz und unvergleichlichem Stil. Ihr wurde bereits die grosse Ehre zuteil, u.a. in Anwesenheit der japanischen Kaiserin, des Herzogs und der Herzogin von Kent, der Königin von Norwegen oder der Königin von Spanien zu spielen. Neben weltweit zahlreichen Auftritten als Solistin konzertiert sie auch regelmässig mit ihrem Ehemann, Sir James Galway.­ Zusammen bezaubern sie das Publikum mit einer Frische, die einzigartig ist in der Musikwelt. Zudem ist Lady Galway neben Jonathan Feldman und Darrett Adkins Mitglied des kammermusikalischen Trios Zephyr. Ferner widmet sie einen Grossteil ihrer Zeit der Arbeit mit jungen Talenten und unterstützt sie mit Artikeln, Meisterklassen und Aufnahmen. Als Schirmherrin der Organisation Future Talent, welche von der Herzogin von Kent geführt wird, engagiert sie sich ebenfalls für junge Nachwuchstalente. Ihre vielseitigen Konzertengagements beinhalten häufig Spendenaktionen für Hilfsorganisationen wie UNICEF, SOS, FARA oder die Marie Curie Cancer Care. Als geborene New Yorkerin studierte Lady Galway am Mannes College of Music und lebt heute mit ihrem Ehemann in der Schweiz.

Flöte und Leitung

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Flöte

Biografie Willi Zimmermann auf Seite 18


Di, 31. Dezember 2013, 17.00 Uhr – KKL, Luzern Mi, 1. Januar 2014, 17.00 Uhr – Tonhalle, Grosser Saal

Champagnerlaune zum Jahresausklang Aristokratisch geht es zu beim Silvester- und Neujahrskonzert mit Sir James Galway und Lady Jeanne Galway. Bachs «Brandenburgische Konzerte» bilden dafür genau das richtige Entrée. Die Konzerte, die dem Markgrafen von Brandenburg-Schwendt gewidmet sind, wurden von Bach aus verschiedenen bereits vorhandenen Kompositionen zusammengestellt. Die Besonderheit am vierten der sechs Konzerte sind die sogenannten «Fiauti d’echo», die Echoflöten, die der Fachwelt heute noch Rätsel aufgeben, da die Echowirkung einer Blockflöte mit lauterem, etwas «Mit den Klängen aus dunklerem, und einer mit leiserem, der Walzer hellerem Klang eine Sonderstellung in Schaffen einnimmt. Die Orches­ von Johann Strauss seinem tersuite in h-Moll ist bekannt durch verwandelt sich ihren letzten Satz, die virtuose Bardinerie, zu Deutsch «Tändelei», eines der der Raum dann bis heute populärsten Stücke des Komvollends in den ponisten. Bei den Orchestersuiten es sich um eine lose ZusammenGoldenen Saal des handelt stellung von Tanzsätzen, wie sie für Wiener Musikver- die Zeit typisch waren. Sie stehen einim Kontext höfischer Untereins, und ein Hauch deutig haltung. Stilkritische Untersuchungen von Neujahrskonzert lassen auf eine Entstehung während der Zeit Bachs als Kapellmeister und elektrisiert die Direktor der «Cammer-Musiquen» am Luft.» Hof des jungen Fürsten Leopold von Anhalt-Köthen schliessen. Leopold von Anhalt-Köthen hatte ein Faible für die französische Barockmusik, insbesondere für die Musik Jean-Baptiste Lullys. Nach den Klängen der festlichen Barockmusik und dem einen oder anderen Gläschen Sekt in der Pause verbreitet die Ouvertüre von Gioacchino Rossinis Oper «Wilhelm Tell» auch für eingefleischte Antialkoholiker spritzige Champagnerlaune. Mit den Klängen der Walzer von Johann Strauss verwandelt sich der Raum dann vollends in den Goldenen Saal des Wiener Musikvereins, und ein Hauch von Neujahrskonzert elektrisiert die Luft. Was wäre Silvester ohne die «Fledermaus», jene ausgelassene Hymne auf Champagner den Ersten. Und sicherlich halten James Galway und das Zürcher Kammerorchester noch die eine oder andere Überraschung für Sie bereit. Seien Sie gespannt! cg 11


Konzertprogramm Samstag, 18. Januar 2014, 19.30 Uhr – Tonhalle, Grosser Saal

Sir Roger Norrington Dirigent Jean-Guihen Queyras Violoncello ZĂźrcher Kammerorchester

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Konzertprogramm – Sa, 18. Januar 2014, 19.30 Uhr – Tonhalle, Grosser Saal

Carl Philipp Emanuel Bach 1714–1788 Sinfonia B-Dur Wq. 182/2 H. 658 Allegro di molto Poco adagio Presto

11´

Violoncellokonzert A-Dur Wq. 172 H. 439 Allegro Largo Allegro assai

21´

Sinfonia E-Dur Wq. 182/6 H. 662 Allegro di molto Poco andante Allegro spiritoso

10´

Pause

20´

Joseph Haydn 1732–1809

Sinfonie g-Moll Hob. I:83 «La Poule» Allegro spiritoso Andante Menuet: Allegretto – Trio Finale: Vivace

24´

Konzertende: ca. 21.15 Uhr Änderungen vorbehalten

Handy ausgeschaltet? Vielen Dank! Treffen Sie unsere Musiker und Solisten nach dem Konzert in unserer Lounge. Einen bezaubernden Abend voller Kultur, Stil und Genuss wünscht Ihnen Ihre Confiserie Sprüngli. 13


Konzertprogramm – Sa, 18. Januar 2014, 19.30 Uhr – Tonhalle, Grosser Saal

Sir Roger Norrington

Jean-Guihen Queyras

Sir Roger Norrington stammt aus einer musikalischen Familie in Oxford. Bereits in jungen Jahren spielte er Geige und sang. Norrington studierte an der Westminster School Geschichte und an der Universität Cambridge englische Literatur. In Cambridge war er auch als Chorleiter aktiv. Während er sein Geld als Herausgeber wissenschaftlicher Bücher verdiente, sammelte er zugleich mit erstklassigen Amateuren Erfahrungen. Schliesslich kehrte er wieder zu seinen musikalischen Studien an das ­ Royal ­College of Music in London zurück und begann eine professionelle Karriere als Sänger und Dirigent. Seit den 80er-Jahren ist Sir Roger als Gastdirigent sehr gefragt. In Grossbritannien arbeitete er u.a. am Opernhaus Covent Garden und an der English National Opera sowie mit dem London Philharmonic Orchestra. Von 1998 bis 2011 war Norrington Chefdirigent des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart des SWR. In gleicher Funktion war er bis Sommer 2006 auch bei der Camerata Salzburg tätig. An beiden Wirkungsstätten hat er einen historisch informierten Aufführungsstil etabliert, der ihm sehr am Herzen liegt. Seit der Saison 2011/12 leitet Sir Roger das ZKO als Principal Conductor. 2012 wurde ihm für seine Zusammenarbeit mit dem RSO Stuttgart das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Jean-Guihen Queyras einzigartiges Talent befähigt ihn, von barocker und klassischer bis hin zu zeitgenössischer Musik und sogar Weltmusik die unterschiedlichsten Repertoires zu spielen. Regelmässig ist er bei namhaften Orchestern aus der ganzen Welt eingeladen. Dazu gehören u.a. das BBC Symphony Orches­ tra, das Tokyo Symphony Orchestra, das Orchestre de Paris oder das São Paulo State Philharmonic Orchestra. Er spielte u.a. bereits unter der Leitung von Frans Brüggen,­Dennis Russell Davies, Muhaï Tang und David Stern. Queyras Leidenschaft für Kammermusik inspirierte ihn dazu, mit Tabea Zimmermann, Antje Weithaas und Daniel Sepec das Arcanto­ Streichquartett zu gründen. Ausserdem spielt er regelmässig mit I­sabelle Faust und Alexander Melnikov, mit dem er Beethovens komplettes Werk für Cel­ lo und Klavier aufnehmen wird. 2002 erhielt Queyras in Toronto den Glenn Gould ­Protégé Prize, welcher von Pierre­ Boulez und der Canadian Foundation verliehen wird. Zudem wählten die Leser von «Diapason» ihn 2008 zum «Artiste de l’Année». Neben seinen weltweit zahlreichen Konzertengagements unterrichtet Jean-Guihen Queyras auch an der Musikhochschule in Freiburg i.B. Zudem ist er künstlerischer Co-Direktor der «Rencontres Musicales de Haute-Provence», die jedes Jahr in Forcalquier stattfinden.

Dirigent

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Violoncello


Konzertprogramm – Sa, 18. Januar 2014, 19.30 Uhr – Tonhalle, Grosser Saal

Die Erfindung der Empfindsamkeit Zeiten des Übergangs von einer Epoche zur anderen sind immer auch Zeiten einer enormen stilistischen Vielfalt und eines aussergewöhnlichen Pioniergeistes. Es sind Phasen individueller Entwicklungen, die sich nicht in feste Schubladen, etwa den lange gebräuchlichen, jedoch stark verallgemeinernden Begriff «Vorklassik» pressen lassen. Tatsächlich markieren die Bach-Söhne exemplarisch eine solche Zeit des Übergangs vom Barock zur Wiener Klassik, von der musikalischen Rhetorik zum Formenreichtum, vom geplanten musikalischen Affekt zum individuellen musikalischen Ausdruck. Den politischen Nährboden dafür bildete der Übergang vom feudalen System der Höfe hin zu einer bürgerlichen Kultur, in der sich erst das Bild des eigenständigen Künstlers, des Originalgenies, entfalten konnte. Der «neue Gusto» war geprägt von der Bewegung der bürgerlichen Empfindsamkeit. Einer der wichtigsten Vertreter war Carl Philipp Emanuel Bach, der «Klopstock der Töne», wie er auch genannt wurde. Wie sehr seine Musik mit den gängigen Konventionen brach, zeigen Aussagen der Zeitgenossen, seine Musik sei durchsetzt von «kapriziöser Manier, eigenartigen Pausen, launenhaften Modulationen» und zeichne sich aus durch eine «oft sehr kindische Art, vermischt mit einer Vorgaukelung grosser Gelehrtheit». Carl Philipp Emanuel Bach verstand also sein Handwerk. Seine Musik fusst auf dem Fundament des «Starke musikaVaters, dennoch tritt in den starken musikalischen Kontrasten und den lische Kontraste plötzlichen harmonischen Umschwüngen und plötzliche sein eigenständiger Charakter deutlich Die sechs Hamburger Sinfonien harmonische Um- zutage. Wq. 182 fallen in die Zeit, als Carl Philipp schwünge.» als städtischer Musikdirektor und Kantor des Johanneums Hamburg die Nachfolge seines Paten Georg Philipp Telemann übernahm und folgen dem klassischen dreisätzigen Schema (schnell – langsam – schnell) seiner Berliner Sinfonien. Aus ihnen spricht die Unabhängigkeit des gesellschaftlich etablierten Künstlers, während das Cellokonzert vermutlich für den Potsdamer Hof Sanssouci entstanden ist. Der Beiname «La Poule» (Das Huhn) für die Sinfonie Nr. 83 von Joseph Haydn stammt nicht vom Komponisten selbst, sondern wurde dem Werk im Nachhinein unter dem Eindruck des gackernden zweiten Themas des ersten Satzes vom Pariser Publikum gegeben. Dort wurde die Sinfonie, die zur Reihe der für die Konzerte der Pariser Loge der Olympier geschriebenen Sinfonien zählt, erstmalig aufgeführt. Der Wechsel der Tongeschlechter zwischen Moll und Dur im ersten Satz rückt diese Sinfonie in die Nähe der musikalischen Empfindsamkeit. cg 15


Konzertprogramm Dienstag, 4. Februar 2014, 19.30 Uhr – Tonhalle, Grosser Saal

Gabriela Montero Klavier Willi Zimmermann Konzertmeister ZĂźrcher Kammerorchester

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Konzertprogramm – Di, 4. Februar 2014, 19.30 Uhr – Tonhalle, Grosser Saal

Joseph Haydn 1732–1809 Sinfonie A-Dur Hob. I:21 Adagio Presto Menuet – Trio Finale: Allegro molto

16´

Fabian Müller 1964 Labyrinth

Improvisationen

von Gabriela Montero auf Melodiewünsche aus dem Publikum

20´

Pause

20´

Joseph Haydn 1732–1809 Sinfonie D-Dur Hob. I:1 Presto Andante Finale: Presto

11´

Wolfgang Amadeus Mozart 1756–1791 Klavierkonzert Nr. 14 Es-Dur KV 449 Allegro vivace Andantino Allegro ma non troppo

20´

Konzertende: ca. 21.15 Uhr Änderungen vorbehalten Handy ausgeschaltet? Vielen Dank! Konzertflügel Steinway & Sons – Vertretung Musik Hug AG und Jecklin Musikhaus AG. Treffen Sie unsere Musiker und Solisten nach dem Konzert in unserer Lounge. Einen bezaubernden Abend voller Kultur, Stil und Genuss wünscht Ihnen Ihre Confiserie Sprüngli. 17


Konzertprogramm – Di, 4. Februar 2014, 19.30 Uhr – Tonhalle, Grosser Saal

Gabriela Montero Klavier

In Venezuela geboren, gab Gabriela Montero ihr erstes öffentliches Konzert bereits im Alter von fünf Jahren. Mit acht debütierte sie in ihrer Heimatstadt Caracas, wodurch sie ein Stipendium der Regierung erhielt, um in den Vereinigten Staaten zu studieren. Anschliessend setzte sie ihre Studien unter Hamish Milne an der Royal Academy of Music fort und schloss mit höchster Auszeichnung ab. Montero spielt regelmässig mit den namhaftesten Orches­ tern der Welt, etwa dem New York Orchestra, dem Orchestra of the Academy of St. Martin in the Fields, dem Cleveland Orchestra oder dem Sydney Symphony Orchestra. Ausserdem konzertierte sie u.a. unter der Leitung von Claudio Abbado, Mario Venzago, Patrick Lange und Christian Vasquez. Zusätzlich zu ihren brillanten Interpretationen der grossen Klavierkonzerte ist Montero­ auch für ihre einzigartigen Improvisationsfähigkeiten bekannt. Ob in Rezitals oder als Bestandteil eines Konzerts, regelmässig lädt sie das Publikum dazu ein, ihr Melodien vorzusingen, zu denen sie dann eine Improvisation zum Besten gibt. 2011 wagte Montero den Schritt, ihre musikalischen Eingebungen auch zu Papier zu bringen, und schrieb ihre erste eigene Komposition «ExPatria». Noch im selben Jahr feierte das Stück mit dem Orchestra of the Academy of St. Martin in the Fields in London und mehreren deutschen Städten Premiere. Ihre aktu18

elle CD «Solatino» ist inspiriert von ihrer Heimat Venezuela und widmet sich den Werken lateinamerikanischer Komponisten. Ebenfalls darauf zu hören sind ihre eigenen Interpretationen südamerikanischer Melodien. Auch ausserhalb der Sphäre der klassischen Musik ist Monteros Person immer wieder von Interesse. Sie ist 2013 eingeladen worden, am «Women of the World Festival» im Londoner Southbank Centre teilzunehmen und spricht zum wiederholten Male am «World Economic Forum» in Davos. Ausserdem wurde ihr die grosse Ehre zuteil, 2008 bei Barack Obamas Amtseinführung aufzutreten.

Willi Zimmermann Konzertmeister

Der 1961 in Basel geborene Willi Zimmer­ mann erhielt seinen ersten Violinunterricht mit sechs Jahren bei Wolfgang ­U. Stettler.­Er wurde in die Klasse von Sandor­Zöldy­aufgenommen und schloss sein Lehr- und Konzertdiplom mit Auszeichnung ab. Mit seinem Klaviertrio erhielt er den «Migros-Kammermusikpreis» und ein Stipendium, das ihm die Weiterbildung bei Sandor Végh und Günther Pichler­ermöglichte. Von 1981 bis 2007 war er Primarius des Amati­Quartetts. Bald nach seiner Gründung nahm das Violinquartett verschiedene Auszeichnungen entgegen. Von 1992 bis 2011 war er erster Konzertmeister im Orchester Musikkollegium Winterthur und ist seit 2008 Konzertmeister des ZKO.


Konzertprogramm – Di, 4. Februar 2014, 19.30 Uhr – Tonhalle, Grosser Saal

Stilbildende Paradestücke Joseph Haydn gilt als Begründer der viersätzigen Sinfonie, wie sie für das klassischromantische Zeitalter stilbildend war. In seinem sinfonischen Schaffen spiegelt sich die Entwicklung der Sinfonie von der dreisätzigen Sinfonia zur klassischen viersätzigen Sinfonie. Zugleich ist «Papa Haydn» einer der letzten Komponisten, deren Existenz als Künstler an einen Hof geknüpft war. So entstand seine erste Sinfonie in D-Dur im Jahre 1757, als der Komponist in den Diensten des Grafen Morzin war, während die Sinfonie Nr. 21 für den Hof des Fürsten von Esterházy komponiert wurde, wo Haydn über 20 Jahre eine Anstellung innehatte. Die Klavierkonzerte nehmen eine besondere Stellung in Mozarts Schaffen ein. Das Klavier war jenes Instrument, mit dem Mozart als Komponist und Interpret gleichermassen in der Gesellschaft reüssierte. Die relativ kleine Besetzung ermöglichte einen sehr flexiblen Aufführungsrahmen, deutet aber zugleich auf dessen exklusiveren Charakter hin: «Das ist ein Concert von ganz beson«‹Papa› Haydns derer Art, und mehr für ein kleines, als für ein grosses Orchester geschrieben.» künstlerische Mit den Klavierkonzerten begründete Existenz war noch Mozart zugleich seine Existenz als freischaffender Künstler in Wien. Mozart an den Hof selbst soll das Konzert als zu schwer für geknüpft.» die grosse Gesellschaft gehalten haben. Und in der Tat markiert das Konzert den Übergang von den auf Effekt und Wirkung ausgerichteten Paradestücken hin zur Reife des musikalischen Ausdrucks und der emotionalen Tiefe der späteren Klavierkonzerte. Eine Wanderung nahe der Propstei St. Gerold im Grossen Valsertal inspirierte den Schweizer Komponisten Fabian Müller zu seiner Komposition «Labyrinth», die im Hinblick auf die USA-Tournee des Zürcher Kammerorchesters im Jahre 2005 im Auftrag von Dolf Teuscher entstanden ist. «Ein Labyrinth ist nicht, wie oft angenommen, ein Irrgarten», so der in der Schweiz geborene Komponist Fabian Müller, «sondern ein in sich verschlossener Pfad zu einem musikalischen Zentrum hin und der Weg zurück zum Anfang.» Müller führt ein melodisches Motiv, das zu Beginn der Komposition von der Violine exponiert wird, als Symbol für den verschlungenen Lebensweg durch verschiedene Seelenzustände. Bekannt ist die venezolanische Konzertpianistin Gabriela Montero für ihre Improvisationen: «Ich mache eigentlich gar nichts. Da ist etwas, das fliesst einfach durch mich hindurch.» Vorbilder sind Pianisten wie Friedrich Gulda, die in einer Zeit, in welcher der Begriff des musikalischen «Crossover» noch nicht geprägt war, bereits erfolgreich diesen Weg beschritten. cg h

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Konzertprogramm Dienstag, 25. Februar 2014, 19.30 Uhr – Tonhalle, Grosser Saal

Lars Vogt Artist in Residence Klavier ZĂźrcher Kammerorchester

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Konzertprogramm – Di, 25. Februar 2014, 19.30 Uhr – Tonhalle, Grosser Saal

Johann Sebastian Bach 1685–1750

Goldberg-Variationen BWV 988 Aria Variatio 16: Ouverture Variatio 1 Variatio 17 Variatio 2 Variatio 18: Canone alla Sexta Variatio 3: Canone all’ Unisuono Variatio 19 Variatio 4 Variatio 20 Variatio 5 Variatio 21: Canone alla Settima Variatio 6: Canone alla Seconda Variatio 22: alla breve Variatio 7: al tempo di Giga Variatio 23 Variatio 8 Variatio 24: Canone all’ Ottava Variatio 9: Canone alla Terza Variatio 25: adagio Variatio 10: Fugetta Variatio 26 Variatio 11 Variatio 27: Canone alla Nona Variatio 12: Canone alla Quarta Variatio 28 Variatio 13 Variatio 29 Variatio 14 Variatio 30: Quodlibet Variatio 15: andante. Canone alla Quinta Aria da Capo è Fine

55´

Pause

20´

Ludwig van Beethoven 1770–1827 Klaviersonate Nr. 32 c-Moll op. 111 Maestoso – Allegro con brio ed appassionato Arietta: Adagio molto semplice e cantabile

28´

Konzertende: ca. 21.30 Uhr Änderungen vorbehalten

Handy ausgeschaltet? Vielen Dank! Konzertflügel Steinway & Sons – Vertretung Musik Hug AG und Jecklin Musikhaus AG. Einen bezaubernden Abend voller Kultur, Stil und Genuss wünscht Ihnen Ihre Confiserie Sprüngli. 21


Konzertprogramm – Di, 25. Februar 2014, 19.30 Uhr – Tonhalle, Grosser Saal

Lars Vogt

Artist in Residence Klavier Lars Vogt hat sich als einer der führenden Pianisten seiner Generation etabliert. 1970 in Düren geboren, zog er erstmals grosse Aufmerksamkeit auf sich, als er 1990 den zweiten Preis beim internationalen Klavierwettbewerb in Leeds gewann. In den letzten Jahren hat Lars Vogt eine steile Karriere sowohl in Europa als auch in Nordamerika sowie in Asien, Südamerika und Australien gemacht. Lars Vogt hat für EMI Classics fünfzehn CDs eingespielt, zu denen Hindemiths Kammermusik Nr. 2 mit den Berliner Philharmonikern unter Claudio Abbado und die ersten beiden Konzerte von Beethoven sowie die von Schumann und Grieg mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra unter Sir Simon Rattle gehören. Dieser beschrieb ihn als «einen der ausserordentlichsten Musiker, mit dem ich das Glück hatte, zusammenzuarbeiten». Neuere Aufnahmen umfassen eine Einspielung mit Solowerken von Schubert bei  CAvi-music sowie eine Aufnahme von Mozart-Konzerten bei Oehms mit dem Mozarteum Orches­ ter Salzburg. 2010 erschienen zudem Solowerke von Liszt und ­Schumann bei Berlin Classics. Höhepunkte der Saison 12/13 waren Konzerte mit dem Gewandhausorches­ ter Leipzig unter ­Riccardo Chailly in Leipzig sowie im Wiener Musikverein und eine Deutschlandtournee mit dem London 22

Philharmonic Orchestra. Wichtige Gastkonzerte der letzten Saisons führten Lars Vogt mit den Wiener Philharmonikern unter Christoph Eschenbach und dem Mahler Chamber Orchestra unter ­Daniel H ­ arding zusammen. Ausserdem gastierte er beim New York Philharmonic Orchestra, dem Chicago Symphony Orchestra, dem NHK Symphony Orches­tra, dem London Symphony Orchestra, dem Royal Concertgebouw Orchestra, dem Chamber Orchestra of Europe, dem Bayerischen Staatsorches­ ter sowie bei der Staatskapelle Dresden. 1998 gründete Lars Vogt zudem sein Festival «Spannungen» in Heimbach/ Eifel. Dieses Festival hat sich innerhalb kurzer Zeit zu einem wichtigen Ort anspruchsvoller Kammermusikkonzerte entwickelt; Partner wie Christian und Tanja­Tetzlaff, Gustav Rivinius sowie Antje Weithaas wirken regelmässig mit. Lars Vogt ist ausserdem Initiator des Schulprojektes «Rhapsody in School», das 2005 ins Leben gerufen wurde und inzwischen zu einem äusserst angesehenen Bildungsprojekt in ganz Deutschland geworden ist. Ziel ist es, Kindern einen «emotionalen Erstkontakt» mit klassischer Musik zu ermöglichen und so im besten Fall ihr Interesse dafür zu wecken. Im September 2012 präsentierte sich  «Rhapsody in School» erstmals mit zwei Konzerten im Konzerthaus Berlin.


Konzertprogramm – Di, 25. Februar 2014, 19.30 Uhr – Tonhalle, Grosser Saal

Höhepunkte barocker Variationskunst Der schlichte Titel «Clavier Ubung bestehend in einer ARIA mit verschiedenen Veraenderungen vors Clavicimbal mit zwei Manualen» lässt nicht gerade auf eines der bedeutendsten Werke für das Klavier schliessen. Im Vordergrund stand – ähnlich wie bei Bachs «Kunst der Fuge» oder dem «Wohltemperierten Klavier» – der Übungscharakter gepaart mit dem ambitionierten Ziel, die Möglichkeiten des Instruments voll und ganz auszuschöpfen. Die Variation ein und desselben Themas galt dabei als eine zentrale ästhetische Kategorie des Barocks, in der sich wahres «Strenger Künstlertum offenbarte. Und in der Tat symmetrischer gelten Johann Sebastian Bachs «GoldAufbau: Bach war berg-Variationen» – der Titel hatte sich erst im 19. Jahrhundert etabliert – als ein Liebhaber Höhepunkt barocker Variationskunst. Die von Zahlenspiele- Stücke waren für den Grafen Hermann Carl von Keyserlingk bestimmt, den reien.» russischen Gesandten am Dresdner Hof, dessen «Kammermusicus» Johann Gottlieb Goldberg ein Schüler von Johann Sebastian Bach und dessen ältestem Sohn Wilhelm Friedemann Bach war. Die Variationen folgen einem strengen symmetrischen Aufbau – Bach war ein Liebhaber von Zahlenspielereien. Die zwei Sätze von jeweils 15 Variationen werden vom dem Ausgangsthema, der Aria, gerahmt. Innerhalb der Variationen zeichnet sich eine Binnenstruktur von zehn Dreiergruppen ab, die jeweils zwei freie Variationen und einen Kanon bzw. ein Quodlibet enthalten. Die «Goldberg-Variationen» prägten nachhaltig die Klavierliteratur des 19. Jahrhunderts und galten lange als das schwerste, das für das Klavier je geschrieben worden ist, was zu einer gewissen Mystifizierung des Werks auch in der Literatur geführt hat. Was die «Goldberg-Variationen» für Johann Sebastian Bach, das ist die Sonate op. 111 für Ludwig van Beethoven. Es ist nicht nur die letzte Klaviersonate Beethovens überhaupt, es ist zugleich Gipfel- und Endpunkt der klassischen Sonatensatzform. Im Unterschied zur klassischen viersätzigen Sonate hat diese Sonate nur zwei Sätze, wovon der zweite Satz als ein reiner Variationensatz konzipiert ist. In diesem treibt Beethoven das Ringen mit der Form auf die Spitze, bis zu einem Punkt, an dem scheinbar alles gesagt ist, an dem sich mit Thema und Variation gleichsam «Eros und Erkenntnis» zu berühren scheinen, wie es Theodor Adorno ausgedrückt hat. Zugleich gilt das Werk als Schnittstelle zur musikalischen Romantik, in der die Variation als Form musikalischer Ausdruckskraft wieder eine entscheidende ästhetische Kategorie darstellt. cg 23


Konzertprogramm Freitag, 28. Februar 2014, 19.30 Uhr – Kirche St. Peter

Bachs Spuren Stephan Mai Konzertmeister Stéphane Réty Traversflöte Mayumi Hirasaki Violine Naoki Kitaya Cembalo Zürcher Kammerorchester

24


Konzertprogramm – Fr, 28. Februar 2014, 19.30 Uhr – Kirche St. Peter

Carl Philipp Emanuel Bach 1714–1788 Sinfonia Es-Dur Wq. 179 H. 654 Prestissimo Larghetto Presto

10´

Johann Sebastian Bach 1685–1750

Tripelkonzert a-Moll BWV 1044 für Flöte, Violine, Cembalo, Streicher und B.c. Allegro Adagio ma non tanto e dolce Tempo di Allabreve

21´

Wolfgang Amadeus Mozart 1756–1791

Prelude und Fuga d-Moll KV 405 für Streicher, nach J. S. Bach «Das Wohltemperierte Klavier II» Nr. 8 dis-Moll BWV 877 Prelude Fuga

Johann Sebastian Bach 1685–1750

Brandenburgisches Konzert Nr. 5 D-Dur BWV 1050 für Flöte, Violine, Cembalo, Streicher und B.c. Allegro Affettuoso Allegro

24´

Konzert ohne Pause Konzertende: ca. 20.45 Uhr Änderungen vorbehalten

Handy ausgeschaltet? Vielen Dank! Einheitspreis CHF 70 25


Konzertprogramm – Fr, 28. Februar 2014, 19.30 Uhr – Kirche St. Peter

Stephan Mai

Mayumi Hirasaki

Nach seinem Examen 1976 wurde Stephan Mai Mitglied des Rundfunk­ Sinfonieorchesters Berlin sowie des Kammerorchesters Berlin. 1982 gründete er die Akademie für Alte Musik Berlin, der er als einer der Konzertmeister angehört. Tourneen und Festivalauftritte führten ihn zusammen mit dem Orches­ter bereits über die Grenzen Europas hinaus in den Nahen Osten sowie nach Japan. Seine Erfahrungen mit der sogenannten historischen Aufführungs­ praxis gibt er inzwischen vermehrt an kammermusikalische Ensembles weiter.

Die gebürtige Japanerin begann 2000 ihr Violinstudium an der Staatlichen Universität für Bildende Künste und Musik in Tokio. 2001 führten sie ihre Studien nach Deutschland zu Daniel Gaede, bei dem sie 2005 ihr Diplom mit Auszeichnung erwarb und 2007 zusätzlich noch das Meisterklassendiplom erlangte. Zu ihren Kammermusikpartnern zählen Interpreten wie Christine Schornsheim, Naoki Kitaya oder Maurice Steger. Seit dem Wintersemester 2009 unterrichtet sie Barockvioline an der Folkwang Universität Essen.

Stéphane Réty

Naoki Kitaya

Stéphane Réty begann sein Musikstudium in seiner Geburtsstadt Lorient und wurde nach weiteren Studien in Nantes schliesslich in die Klasse von M ­ ichel Debost am Conservatoire National ­ ­Superieur de Musique de Paris aufgenommen. Er tritt zusammen mit bedeutenden Künstlern wie Augustin Dumay oder Emmanuel Pahud regelmässig als Solist in Europa, Amerika und Asien auf und spielte u.a. unter der Leitung von Pierre Boulez und Armin Jordan. Zudem hat er schon verschiedentlich Filmmusik komponiert.

Naoki Kitaya aus Tokio lernte bereits in seiner jüngsten Kindheit verschiedene Musiksprachen, wie u.a. Klassik, Pop und traditionelle asiatische Volksmusik, kennen. Er übersiedelte nach seinem Abitur nach Europa und absolvierte Studien an renommierten Hochschulen bei Nikolaus­Harnoncourt, Johann Sonnleitner und Andreas Staier. Als Cembalist und Organist konzertiert er mit namhaften Künstlern und gastiert an internationalen Festivals. Als Komponist hat er bereits Auftragskompositionen für Radio und Fernsehen, Ensembles sowie Orchester geschaffen.

Konzertmeister

Traversflöte

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Violine

Cembalo


Konzertprogramm – Fr, 28. Februar 2014, 19.30 Uhr – Kirche St. Peter

Die Befreiung vom übermächtigen Vater Der Leipziger Thomaskantor Johann Sebastian Bach begründete eine ganze Musikerdynastie. Die berühmtesten Köpfe daraus sind wohl Wilhelm Friedemann Bach, der älteste der Bach-Söhne, und sein vier Jahre jüngerer Bruder Carl Philipp Emanuel Bach, der aufgrund seiner Wirkungsstätten auch der Berliner bzw. der Hamburger Bach genannt wird. Er tat sich schwer damit, unter dem Schatten des übermächtigen Vaters zu wirken und zweifelte immer wieder seine eigenen kompositorischen Fähigkeiten an. Carl Philipp Emanuel Bach, der an den Hof des kunstsinnigen preussischen Königs Friedrich des Grossen berufen wurde, trat insbesondere als Komponist von Klavierwerken in Erscheinung und galt schnell nicht nur als einer der bekanntesten, sondern auch als einer der revolutionärsten «Clavieristen» Europas. Die Sinfonia Es-Dur, datiert auf das Jahr 1757, zählt zu den sogenannten Berliner Sinfonien. Auf Sanssouci wurde ein eher traditioneller Musikstil gepflegt, was dem Komponisten einiges an Anpassungsvermögen abverlangt haben dürfte. Die Sinfonia Es-Dur kommt dementsprechend schlicht in der Instrumentierung und einfach in der Harmonik daher. In enger musikalischer Verwandtschaft zu Carl Philipp Emanuel Bach steht das Konzert a-Moll BWV 1044, das sogenannte Trippelkonzert für Flöte, Violine und Cembalo. Die Behandlung der Instrumente, etwa das Pizzicato-Spiel, der musikalische Farbenreichtum und die Abstufungen in der Dynamik lassen eine Anpassung Bachs an einen neuen musikalischen Zeitgeschmack vermuten. Hat man früher angenommen, dass das Konzert a-Moll unmittelbar auf den Einfluss von Bachs Sohn Carl Philipp Emanuel zurückgeht, geht man heute davon aus, dass die Ecksätze zum Trippelkonzert bereits während Bachs Weimarer Zeit, in zeitlicher Nähe «Carl Philipp zum fünften Brandenburgischen Konzert Emanuel Bach galt entstanden sind. Das Trippelkonzert, in dessen Zentrum das Cembalo steht, ist als einer der eine Bearbeitung eines Präludiums und revolutionärsten einer Fuge (Ecksätze) sowie einer Triosonate für Orgel (Mittelsatz). Das fünfte ‹Clavieristen› Brandenburgische Konzert schliesslich ist eines der ersten Werke mit solistisch Europas.» eingesetztem Cembalo. Es gehört zu einer Gruppe von sechs Konzerten, die Bach dem Markgrafen Christian Ludwig von Brandenburg-Schwedt gewidmet hatte und die erst durch den Bach-Biografen Philipp Spitta (1841–1894) ihren heutigen Namen erhalten haben. Eine Hommage an Bach ist Mozarts Adagio und Fuge in d-Moll KV 404a, dessen Fuge auf der Fuge in dis-Moll aus dem ersten Teil von Bachs «Wohltemperierten Klavier» basiert. cg 27


ZKO Opera Box

Opera Box: Offenbach2 Das festliche Operetten-Highlight um den Jahreswechsel Jacques Offenbach: «L’île de Tulipatan» und «Monsieur Choufleury» im ZKO-Haus Zürcher Kammerorchester Andres Joho Musikalische Leitung Paul Suter Regie

Aufführungsdaten Sa, 28.12.2013, 19.00 Uhr So, 29.12.2013, 17.00 Uhr Mo, 30.12.2013, 19.303Uhr ZKO_Obox_80x124_2.indd Di, 31. 12.2013, 16.00 Uhr Di, 31.12.2013, 21.00 Uhr

Fr, 3.1.2014, 19.30 Uhr Sa, 4.1.2014, 19.30 Uhr So, 5.1.2014, 17.00 Uhr Sa, 11.1.2014, 19.30 Uhr So, 12.1.2014, 18.00 Uhr

15.11.13 11:12

Vorverkauf: Telefon 0848 848 844; Web www.zko.ch; E-Mail billettkasse@zko.ch 28


ZKO Opera Box: Offenbach2

Andrea Suter Sopran

Andrea Suter wurde in Zürich geboren. Nach der Matura begann sie an der Hochschule der Künste Bern bei Hans Peter Blochwitz mit dem Gesangsstudium, das sie mit dem Lehrdiplom abschloss. Es folgten Weiterbildungen bei Klesie Kelly, Ameral Gunson (London) und Jennifer Larmore. 2011 erlangte sie den Master of Music Performance an der Zürcher Hochschule der Künste bei Roswitha Müller.

Chelsey Schill Sopran

Die Sopranistin Chelsey Schill ist in Oak­ ville (Kanada) geboren und erlangte in ihrem Heimatland einen Bachelor of Music sowie ein Diploma in Opera an der ­Wilfrid Laurier University. In Deutschland führte sie ihre Studien an der Hochschule für Musik in Köln fort und absolvierte ihr Diplom mit Auszeichnung. Sie sang mit grossem Erfolg verschiedene Rollen am renommierten Teatro Nacional de São Carlos in Lissabon.

Maja Hermann Mezzosopran

Die freischaffende Opernsängerin wurde in Zürich geboren. Ihr Studium absolvierte sie in Basel (Verena Schweizer) und Amsterdam (Udo Reinemann) und be-

suchte die National Dutch Opera Academy in Den Haag, Amsterdam. Ihre internationale Konzerttätigkeit führte sie nach Holland, Israel, Serbien, Polen, Frankreich, Deutschland und Belgien.

Raimund Wiederkehr Tenor

Raimund Wiederkehr war in seiner ­Jugend viermal Preisträger beim Schweizerischen Jugendmusikwettbe­ werb und bereits vor der Matura Jungstudent an der Musikhochschule Zürich. Er studierte Klavier bei Hans Schicker (Lehr- und Konzertdiplom) und Gesang bei Bernhard Hunziker. Danach studierte er Komposition und Arranging bei David Angel (USA). Schliesslich erwarb er am Schweizer Opernstudio das Operndiplom.

Erich Bieri Bassbariton

Erich Bieri absolvierte sein Gesangsstudium an der Zürcher Hochschule bei Carol Smith. Später studierte er bei Prof. Fernando Bandera in Mailand und bei Dale Fundling in Salzburg am dortigen Mozarteum. 1991 bis 1993 besuchte er das Opernstudio in Basel. Engagements folgten an den Bühnen des Basler Stadttheaters, des Zürcher Opernhauses sowie an weiteren Schweizer Bühnen. 29


ZKO Opera Box: Offenbach2

Mit Paul Suter (Regie) und Im Gespräch mit Andres Joho (Musikalische Paul Suter und Leitung) konnte das ZKO für die Inszenierung der «Opera Andres Joho Box» ein gut eingespieltes und erfahrenes Team gewinnen. Paul Suter hat bereits national wie auch international verschiedene Produktionen Paul Suter und Andres Joho, was ist die inszeniert und arbeitet Idee hinter dem Projekt «Opera Box» ? regelmässig als Regisseur für Paul Suter: Die Grundidee ist, mit guten, die Operettenbühnen Bremjungen Sängern dem Publikum mit einer garten, Sursee und Rheinfelden. vergnüglichen Veranstaltung zum Jahresende Spass zu bereiten. Zu dieser JahZudem war er an mehreren reszeit bietet sich das an. Die Operette Inszenierungen der Pocket ist perfekt dafür geeignet, da sie spritzig Opera Company beteiligt. Zu und witzig daherkommt. Andres Joho: Für mich ist vor allem auch Andres Johos wichtigsten Aspekt der Karikatur wichtig. Früher Theatererfahrungen gehört die der war die Karikatur als Stilmittel weit verlangjährige Zusammenarbeit breitet. Heute geht dieser Aspekt immer als Dirigent mit dem Basler mehr verloren. In der Operette kann man karikaturistische Elemente gut einBallett und seinem Direktor bauen und gegebenenfalls auch AnspieHeinz Spoerli. Durch seine lungen auf aktuelle Geschehnisse sponEngagements, zuletzt an der tan aufnehmen. Komödie Berlin am KurfürstenWarum haben Sie gerade zwei Stücke von damm, machte er sich einen gewählt? Namen als Pianist und Bearbeiter Offenbach AJ: Ganz einfach, weil wir beide grosse der «Leichten Muse» und Offenbach-Fans sind. Da ist es klar, dass des Kabaretts. Suter und Joho wir für die «Opera Box» keinen anderen als Offenbach wählen konnten. Die haben bereits bei anderen «L’île de Tulipatan» und «MonProjekten wie etwa in Bremgar- Stücke sieur Choufleury» sind verhältnismässig ten zusammengearbeitet. wenig bekannt. Sie wurden nur selten 30


ZKO Opera Box: Offenbach2 gespielt, da die Partituren und Stimmen enorm ausladend gestaltet sind. Wir reduzieren das Ganze auf 13 Musiker des Zürcher Kammerorchesters mit Klavier, was dem Stück eine kammermusikalische Deutung gibt. PS: Offenbachs Werke sind geistreich, farbig und so spritzig wie Champagner, was ideal zu den Festtagen um den Jahreswechsel passt. Was unterscheidet die «Opera Box» von anderen Operettenproduktionen? PS: Die Produktion wird mit einem Minimum an Mitteln realisiert. Dies schärft gleichzeitig den Blick auf das Wesentliche. Ausserdem wird in der französischen Originalsprache gesungen – die Dialoge werden allerdings weitgehend deutsch gesprochen. AJ: Zudem sind wir mit dem Orchester wirklich mitten auf der Bühne und nicht in einem Orchestergraben versteckt. Die Musiker werden teilweise sogar als Statisten in die Stücke miteinbezogen. PS: Das Tolle hier ist, dass das Publikum mittendrin im Spektakel ist. Wir haben nicht die sonst übliche Aufteilung in Zuschauerraum, Orchestergraben und Bühne. Die Handlung findet überall statt, teilweise auch mitten im Publikum. AJ: Die Leute müssen also keinen Feldstecher mitnehmen. Welches Publikum wollt Ihr mit diesem Operettenprojekt ansprechen? PS: Alle sollen kommen. Wir haben schon bei früheren Projekten immer ein sehr gemischtes Publikum gehabt. Teil-

weise kamen sogar Kinder mit in die Vorstellungen. Diese sind auch bei der «Opera Box» herzlich willkommen. AJ: Dieser Slapstick bei Offenbach, der gegenüber anderen Operetten und Opern einmalig ist, spricht ein breites Publikum an. Auch Leute, die sonst nur ins Opernhaus gehen und dann ein grosses Orchester und ein Ballett erwarten, werden sehen, dass es auch ohne das Ganze geht. Was erwartet das Publikum? PS: Viel Witz, tolle Sänger und gute Musik. Zudem gibt es ein Pausenbuffet und hinterher kann in der benachbarten Galerie gegessen werden. AJ: Ausserdem besteht die Möglichkeit, sich nach der Vorstellung mit den Künstlern zu unterhalten, da sie sich nach getaner Arbeit gerne noch unter das Publikum mischen. Wer steckt hinter der «Opera Box»? PS: Das Team besteht etwa zur Hälfte aus Leuten, die schon bei der Pocket Opera mitgewirkt haben. Da wären etwa Andrea Suter, Ueli Amacher, Erich Bieri, Maja Hermann, Yvonne Theiler, Jürg Krattinger. Neu hinzugekommen sind Cathérine Frey, Barbara Hensinger, Chelsey Schill, Bruno Vittorio Nünlist und Raimund Wiederkehr. Und für die musikalische Leitung konnten wir Andres Joho gewinnen, mit dem ich schon bei mehreren Projekten zusammengearbeitet habe. Er ist ein wunderbarer Musiker und eine Bereicherung fürs Team. ad 31


Konzertprogramm Sonntag, 26. Januar 2014 11.00 Uhr ZKO-Haus

Kammermusik @ZKO Musikerinnen und Musiker des ZKO Vera Schnider Harfe Michael Gebauer Violine Jana Karsko Violine Hiroko Takehara Viola Anna Tyka Nyffenegger Violoncello

Gabriel Pierné 1863–1937

Voyages au «Pays du Tendre» (d’après la Carte du Tendre) für Flöte, Streichtrio und Harfe 12´ L’Embarquement Fleuve: Inclination Villages: Petits Soins Tendresse Empressement Confiante Amitié Perfidie – Méchanceté Mer D’inimitié Soumission Billets Galants Jolis Vers Billets Doux Retour par Tendre-Sur-Inclination

Jacques Ibert 1890–1962

Trio für Violine, Violoncello und Harfe Allegro Andante Scherzando

André Caplet 1878–1925

16´

Conte fantastique für Harfe und Streichquartett nach «Die Maske des roten Todes» von Edgar Allen Poe 18´ Konzertdauer: ca. 60´ Änderungen vorbehalten

Handy ausgeschaltet? Vielen Dank! Einheitspreis CHF 40 inkl. Kaffee und Gipfeli ab 10.00 Uhr 32


Konzertprogramm – So, 26. Januar 2014, 11.00 Uhr – ZKO-Haus

Vera Schnider Harfe

Vera Schnider hat an der Musikhochschule Luzern bei Prof. Xenia Schindler studiert, wo sie den Master mit Auszeichnung abgeschlossen hat. Ihre solistischen Engagements führten sie bereits ins KKL und an das Lucerne Festival. Der Schwerpunkt ihres Schaffens liegt in der zeitgenössischen Musik, aber auch Projekte im Bereich von Musiktheater oder improvisierter Musik sind Teil davon.

Michael Gebauer Violine

Michael Gebauer, 1951 in Stuttgart geboren, machte von 1960 bis 1965 die ersten wesentlichen musikalischen Erfahrungen bei den Stuttgarter Hymnus-Chorknaben unter der Leitung von ­Gerhard Wilhelm. Nach der Matura an der Waldorfschule absolviert er sein Musikstudium in München (Kurt Stiehler), Wien (Franz Samohyl) und New York (Ivan Galamian). Er ist seit 1983 Mitglied des Zürcher Kammerorchesters.

Jana Karsko Violine

Jana Karsko, geboren in der Slowakei, studierte an der Musikakademie in Kosice. 1991 bis 1992 bildete sie sich an der Internationalen Menuhin-Musik-Akademie bei Maestro Alberto Lysy weiter

und schloss ihre Studien 1993 in Prag mit Auszeichnung ab. 1988 bis 1999 war sie Mitglied des Gustav-Mahler-Jugendorchesters unter Claudio Abbado. Seit 1997 ist sie festes Mitglied in der 1. Violine des Zürcher Kammerorchesters.

Hiroko Takehara Viola

Hiroko Takehara wurde in Tokio (Japan) geboren. Sie studierte von 1977 bis 1984 an der Toho Gakuen School of Music. Bei Aida Piraccino-Stucki setzte sie ihre Studien in Winterthur fort und schloss dort das Konzertdiplom mit Auszeichnung ab. Sie war von 1989 bis 1990 erste Geigerin im Württembergischen Kammerorchester in Heilbronn. Seit 1991 ist sie ein Mitglied des Zürcher Kammerorchesters.

Anna Tyka Nyffenegger Violoncello

Anna Tyka Nyffenegger wuchs in einer Musikerfamilie auf und schloss ihr Studium an der Hochschule F. Chopin in Warschau bei Prof. K. Michalik mit Auszeichnung ab. Neben ihrer solistischen Laufbahn unternahm sie weitere Stu­ dien bei Prof. M. Flaksman an der Staatlichen Musikhochschule in Mannheim. Seit August 2010 ist sie als stellvertretende Solocellistin beim Zürcher Kammerorchester angestellt. 33


Konzertprogramm Dienstag, 28. Januar 2014 20.00 Uhr – Kaufleuten

«ZKO meets…» Annakin Zürcher Kammerorchester Annakin Vocals Manu Delago Hang, Perkussion Fiona Brice Arrangements

Konzertende: ca. 22.00 Uhr Änderungen vorbehalten

Handy ausgeschaltet? Vielen Dank! Mit freundlicher Unterstützung von Migros-Kulturprozent Vorverkauf über die ZKO Billettkasse und www.kaufleuten.ch Einheitspreis CHF 60 34


Konzertprogramm – Di, 28. Januar 2014, 20.00 Uhr – Kaufleuten

Das Zürcher Kammerorchester trifft auf Annakin, die mit ihrer ausdrucksstarken Stimme und ihrer einzigartigen – mal düsteren, mal energetischen – und immer wunderbar melancholischen Musik zum ersten Mal die Lieder ihres neuen Albums präsentieren wird. Für dieses spezielle Konzert konnte sie mit Manu Delago und Fiona Brice zwei Musiker von Weltformat gewinnen.

Manu Delago Hang, Perkussion

Nachdem Manu Delago in seiner Heimatstadt einen Abschluss in Klassischer Perkussion erlangt hatte, zog er nach London und studierte dort Jazz Drums und Komposition. Als er das Hang kennenlernte – eine spezielle Klangskulptur in der Schweiz von PanArt entwickelt – entdeckte er parallel auch seine Leidenschaft fürs Komponieren. Mit seinen Ensembles veröffentlichte er bereits mehrere Alben und spielte auf der ganzen Welt. Gelegentlich arbeitet er mit musikalischen Grössen wie Björk oder dem London Symphony Orchestra zusammen.

Annakin

Fiona Brice

Vocals

Arrangements

Annakin wurde bekannt als Sängerin der Band Swandive, die sich 2002 auflös­ te. Sie genoss eine klassische Gesangsausbildung bei Simona Ryser und absolvierte ihren Master of Arts in Englischer Sprach- und Literaturwissenschaft an der Universität Zürich. Als Solokünstlerin hat Annakin bereits mehrere Alben veröffentlicht, die sich allesamt in den Charts platzieren konnten. Neben ihren diversen Aktivitäten als Sängerin engagiert sie sich mit Workshops zum Thema «Wie schreibe ich einen Popsong?» auch im Bereich Musikvermittlung.

Fiona Brice genoss am Kings College in London und an der Royal Academy of Music eine klassische Ausbildung zur Komponistin, Violinistin und Pianistin. Sie lebt in Brighton und arbeitet als Orchesterarrangeurin und Musikerin für Rockbands sowie Singer-Songwriter und komponiert für Orchester. Brice hat bereits mit namhaften Künstlern wie ­Simply Red, Katie Melua, Kanye West, Jay-Z & Beyonce, Il Divo oder Paloma Faith zusammengearbeitet. Sie ist zudem festes Tourmitglied der britischen Rockgruppe Placebo. 35


Konzertprogramm Samstag, 11. Januar 2014 11.00 Uhr Hochdeutsch 14.00 Uhr Englisch Sonntag, 12. Januar 2014 11.00 Uhr und 14.00 Uhr Hochdeutsch

ZKO-Haus

Purzel-Konzert «The Gruffalo» «Der Grüffelo» Musikerinnen und Musiker des ZKO Thomas Douglas Erzähler Englisch Renata Blum

Er hat feurige Augen, eine Zunge sooo lang und Stacheln am Rücken, da wird’s einem bang … Wer ist wohl das gruselige Untier, das die kleine, clevere Maus allein in ihrer Fantasie durch den Wald begleitet? Das sie trotzdem vor all den wirklich gefährlichen Einladungen der Tiere beschützt? Ein Monster namens Grüffelo, das es gar nicht gibt! Verschiedene Werke Änderungen vorbehalten

45´

Erzählerin Hochdeutsch

Für Kinder von 3 bis 5 Jahren

Handy ausgeschaltet? Vielen Dank! Nach dem gleichnamigen Bilderbuch von Julia Donaldson und Axel Scheffler. Mit freundlicher Genehmigung von Beltz & Gelberg. Billettpreise: Erwachsene CHF 25, Kinder CHF 5 inkl. Sirup und Znüni/Zvieri 36


Konzertprogramm Samstag, 25. Januar 2014 14.00 Uhr Sonntag, 26. Januar 2014 16.00 Uhr ZKO-Haus

Nuggi-Konzert Musikerinnen und Musiker des ZKO: Vera Schnider Harfe Michael Gebauer Violine Jana Karsko Violine Hiroko Takehara Viola Anna Tyka Nyffenegger Violoncello

Konzerte für Familien mit Kleinkindern bis 1 Jahr

Am Sonntagnachmittag spielt eine kleine Formation des Zürcher Kammerorchesters speziell geeignete Kompositionen für die feinen Ohren von Säuglingen bis zu einem Jahr. Auf Yogamatten und Kissen können junge Mütter und Väter zusammen mit ihrem Nachwuchs zu den kammermusikalischen Klängen entspannen. In ungezwungener Atmosphäre spüren sie die beruhigende Wirkung klassischer Musik auf Säuglinge und können sich gleichzeitig mit anderen Eltern austauschen. Konzerte für Familien mit Kleinkindern bis 1 Jahr Verschiedene Werke Änderungen vorbehalten

45´

Handy ausgeschaltet? Vielen Dank! Die Yogamatten wurden uns von JADEYOGA geschenkt. Vielen Dank für die Unterstützung!

Für Kinder bis 1 Jahr (gratis) Einheitspreis CHF 25 für Erwachsene 37


13 KRÄUTER

GEHÖREN ZUM

GUTEN TON. Ricola präsentiert: eine Sinfonie aus dreizehn wertvollen Schweizer Kräutern. Extra beruhigend und wohltuend für Hals und Rachen. Unvergleichlich mild und wunderbar köstlich im Geschmack. Für Musikgenuss, den einfach nichts stören kann – denn Husten spielt hier keine Rolle. Geniessen Sie die Vorstellung.

Von Natur aus gut. www.ricola.com

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Werden Sie Mitglied!

Mit Ihrem Engagement unterstützen Sie das Zürcher Kammerorchester in seinem künstlerischen Schaffen und ermöglichen kulturelle Vielfalt. Informationen finden Sie auf www.gfzko.ch ZKO-Freunde Seefeldstrasse 305 | Postfach 1284 | 8034 Zürich | Telefon 044 388 36 12 | info@gfzko.ch 39


Kinderprogramm Sonntag, 2. Februar 2014 11.00 Uhr Tonhalle, Grosser Saal

Kinderkonzert «Eine Reise mit dem ZKO» Zürcher Kammerorchester Donat Nussbaumer Konzertmeister

Pierre Tissonnier

Schauspiel und Konzept

Für Kinder ab 5 Jahren

Verschiedene Werke Änderungen vorbehalten

Handy ausgeschaltet? Vielen Dank! Billettpreise: Erwachsene CHF 39/29, Kinder bis 12 Jahre CHF 15 40

60´


Das ZKO entführt seine jungen Zuhörer auf eine musikalische Reise rund um die Welt. Dabei lernen sie Melodien aus fernen Ländern kennen und erfahren, welche Herausforderungen auf ein Orchester warten, wenn es auf Tournee geht. Von der Organisation der Reise bis hin zum Transport der Instrumente ist vieles zu tun. Neben den gängigen Orchesterinstrumenten kommen bei diesem Konzert auch Alphorn und Schreibmaschine zum Einsatz, was für eine spannende Mischung sorgt. Die Verbindung aus Theater und Konzert ist für Gross und Klein ein Riesenspass.

Donat Nussbaumer

Pierre Tissonnier

Donat Nussbaumer, geboren 1971, studierte bei Françoise Zöldy-Pfister in Basel und am Konservatorium Zürich, wo er 1992 mit dem Lehrdiplom abschloss. Anschliessend setzte er sein Studium bei Prof. U. M. Haiberg an der Hochschule der Künste Berlin und bei Prof. Thomas Füri an der Musikakademie Basel (Konzertreifeprüfung) fort. Er besuchte Meis­ terkurse bei Igor Oistrach in Luzern und Vladimir Spivakov in Zürich. Orchestererfahrung sammelte er im Schweizer Jugend-Sinfonie-Orchester, an diversen Veranstaltungen in Berlin und Hamburg in der Klasse von Prof. Haiberg und als Mitglied der Festival Strings Lucerne unter Rudolf Baumgartner. Von 1998 bis 2003 war er stellvertretender Stimmführer der 2. Violinen beim RundfunkSinfonieorchester Berlin (RSB) und seit 2003 ist er 2. Konzertmeister im Zürcher Kammerorchester.

Pierre Tissonnier wuchs in der Westschweiz auf und erhielt seine erste musikalische Ausbildung am Konservatorium Sitten. Er studierte an der Sonoma State University of California, am Konservatorium Genf und an der Nordwestdeutschen Musikakademie Detmold, wo er in der Klasse von Tibor Varga die künstlerische Reifeprüfung absolvierte. Als langjähriges Mitglied des Kammerorchesters sowie des Kammermusik­ ensembles seines Meisters wirkte er bei zahlreichen Konzerten mit. Er besuchte Meisterkurse u.a. von Ron Golan und Milton Thomas. Pierre Tissonnier wurde nach seinem Studium zunächst zweiter Solobratschist bei den Hofer Sinfonikern. Seit 1985 ist er Mitglied des ZKO und tritt nebenbei regelmässig als Kammermusiker auf. Zudem ist Pierre Tissonnier gelegentlich auch als Schauspieler und Regisseur tätig, wie etwa in Patrick Süskinds «Der Kontrabass».

Konzertmeister

Schauspiel und Konzept

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Kinderprogramm Sonntag, 16. Februar 2014 11.00 und 14.00 Uhr Schweizerdeutsch

ZKO-Haus

Krabbel-Konzert «Heule Eule» Mit Musikerinnen und Musikern des ZKO Renata Blum Erzählerin Für Kinder von 1 bis 3 Jahren

Heule Eule beginnt mit einem Mark erschütternden «UHUU-HUUU-HUUUUU...!», das Igel, Rabe und den anderen Tieren an einem nebligen Morgen auf der Waldlichtung einen riesigen Schreck einjagt. Ist etwa der furchtbare Wilbur Wolf in den Wald zurückgekehrt? Aber das kann eigentlich nicht sein. Denn Wilbur Wolf ist schon seit Langem tot. Stattdessen sitzt da eine kleine Eule und heult sich fast die riesigen Augen aus dem Leib. Alle Aufmunterungsversuche der Waldbewohner können sie nicht wieder fröhlich machen. Bis die kleine Eule aus der Spinnenschaukel in die Arme ihrer Mutter fliegt – warum sie so geheult hat, hat sie da schon längst vergessen. Verschiedene Werke 45´ Änderungen vorbehalten Handy ausgeschaltet? Vielen Dank! Nach dem gleichnamigen Bilderbuch von Paul Friester und Philippe Goossens. Mit freundlicher Genehmigung des Nord-Süd-Verlags. Billettpreise: Erwachsene CHF 25, Kinder CHF 5 inkl. Sirup und Znüni/Zvieri

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Musik ist der beste Koch. Und das Intermezzo die naheliegende Adresse für Gourmetgenuss in gediegener Atmosphäre – vor oder nach dem Konzert. Wir freuen uns auf Ihren Besuch im mehrfach prämierten Kongresshaus-Restaurant! Montag bis Freitag, 11.30 bis 15.00 und 17.30 bis 23.30 Uhr. Reservationen via T 044 206 36 42 oder intermezzo@kongresshaus.ch.

Betriebsgesellschaft Kongresshaus Zürich AG, Gotthardstrasse 5, Postfach 2523, CH-8022 Zürich Telefon +41 44 206 36 36, www.kongresshaus.ch

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ZKO-Inside

Roberto Lehner Herzlich willkommen beim ZKO! Was für einen Bezug haben Sie zu klassischer Musik? Ich höre privat gerne klassische Musik und war längere Zeit mit einer Musikerin zusammen. Ausserdem habe ich in meiner Freizeit viel mit Musik zu tun, da ich Tango tanze und auch unterrichte sowie als DJ für Tango-Events unterwegs bin.

Roberto Lehner (1959) ist beim ZKO seit Oktober der Verantwortliche im Bereich Finanzen und Personal. Er wohnt seit 1984 in der Region Basel und ist in Stilli (AG) aufgewachsen. Nach der Lehre bei ABB absolvierte er einen mehrmonatigen Arbeitseinsatz in Südafrika und bildete sich anschliessend in den Bereichen Betriebstechnik und Informatik weiter. Roberto Lehner besitzt sowohl ein Handels- als auch ein Buchhalterdiplom. Zuletzt war er als Leiter Finanzen und Controlling massgeblich am Aufbau der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz beteiligt. An der Hochschule für Wirtschaft in Zürich (HWZ) erlangte er den Master of Advanced Studies in Controlling. In seiner Freizeit tanzt er leidenschaftlich Argentinischen Tango, gibt Unterricht und reist als Tango-DJ quer durch Europa. 44

Wie sind Sie zum Zürcher Kammeror­ chester gekommen? Das Stelleninserat hat mich sehr angesprochen. Die vielfältige und verantwortungsvolle Tätigkeit in einem Kulturbetrieb als Leiter Finanzen & Personal reizt mich und ist wie gemacht für einen Generalisten wie mich. Das ZKO hat einen sehr guten Ruf und ich finde es toll, mich in diesem spannenden Umfeld einzubringen. Was haben Sie bis jetzt für einen Eindruck vom Zürcher Kammerorchester? Seit ich hier bin, wird mir noch mehr bewusst, dass hinter den Konzerten des Zürcher Kammerorchesters ein enormer Arbeitsaufwand steht, der auf den ersten Blick nur bruchstückhaft ersichtlich ist. Umso wichtiger ist es, dass dieser Aufwand mit gut besuchten Konzerten honoriert wird. Klassische Musik gehört zu unserer Kultur und muss auch künftig eine wichtige Bedeutung haben.


Was sind Ihre Aufgaben beim ZKO? Meine Kernaufgaben sind die Buchhaltung und das Personalwesen. Dazu kommen verschiedene Teilgebiete, wie die Informationstechnologie. Hier bin ich die Schnittstelle zu den externen IT-Verantwortlichen. Zudem betreue ich künftig Projekte wie etwa die Umstellung des Rechnungswesens auf den Rechnungslegungsstandard Swiss GAAP FER. Ferner ist mir das interne Kontrollsystem (IKS) ein Anliegen. Dabei geht es unter anderem um das Aufstellen von Stellvertretungs- und Unterschriftsregelungen oder die Dokumentation von Arbeitsabläufen. Gerade in kleineren Institutionen wie dem ZKO werden solche Aspekte immer wichtiger, damit sich die negativen Auswirkungen von längeren personellen Ausfällen gering halten lassen.

«Das ZKO hat einen sehr guten Ruf und ich finde es toll, mich in diesem spannenden Umfeld einzubringen.» Sie waren auch am Aufbau der Pädago­ gischen Hochschule Zentralschweiz betei­ ligt. Was waren dabei Ihre Aufgaben? Einerseits war ich für den Aufbau der Studierendenadministration und die Evaluation der Administrationssoftware zuständig. Andererseits habe ich das Rechnungswesen aufgebaut, mich um eine aussagekräftige Kostenrechnung

gekümmert, die Geldflüsse organisiert und die betrieblichen Abläufe aufgebaut. Erfahrungen, die Sie sicher auch beim ZKO einbringen können ... Ja, habe ich mich doch intensiv mit dem ganzen Buchhaltungswesen auseinandergesetzt und verfüge über viele Erfahrungen in Personalfragen. Mein ITKnow-how habe ich mir insbesondere bei meiner früheren Tätigkeit in einer Papierfabrik angeeignet. Dort habe ich aus dem Nichts die gesamte IT-Infrastruktur aufgebaut und begleitend dazu eine Netzwerkadministratoren-Ausbildung absolviert. Wie bereits erwähnt, unterrichten Sie in Ihrer Freizeit Tango. Was sind dabei die Herausforderungen? Die Herausforderung beim Unterrichten besteht vor allem darin, sich in die Leute hineinzuversetzen und sich dabei an die eigenen ersten Tangoschritte zu erinnern. Als ich mit dem Unterrichten begann, konnte ich mir gar nicht mehr ausmalen, was einem bei den ersten Grundschritten alles durch den Kopf geht. Unterrichten erfordert eine Menge Selbstreflexion, man muss selbst ganz genau wissen, was man mit seinem Körper eigentlich macht. Bei uns Mitteleuropäern hat man zudem oft den Eindruck, dass wir zwar die Musik hören, uns von ihr aber nicht zum Tanzen animieren lassen. ad

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Konzertvorschau März 2014 Di, 4. März 2014 19.30 Uhr Tonhalle, Grosser Saal Zürcher Kammerorchester Anu Tali, Dirigentin Sergej Nakariakov, Trompete und Flügelhorn Werke von Kõrvits und Haydn

So, 9. März 2014 11.00 Uhr ZKO-Haus Kammermusik@ZKO MusikerInnen des ZKO

So, 30. März 2014 11.00 und 14.00 Uhr ZKO-Haus Purzel-Konzert «Wie Findus zu Pettersson kam» MusikerInnen des ZKO Renata Blum, Erzählerin Für Kinder von 3 bis 5 Jahren

Sir Roger-Jubiläumstournee Di, 25. März 2014, Birmingham Mi, 26. März 2014, London Do, 27. März 2014, Basingstoke Zürcher Kammerorchester Sir Roger Norrington, Dirigent Jonathan Biss, Klavier

Werke von Boccherini und Paganini

Werke von Mozart

So, 9. März 2014 14.00 und 16.00 Uhr ZKO-Haus Nuggi-Konzert MusikerInnen des ZKO

April 2014

Werke von Boccherini und Paganini Für Kinder bis 1 Jahr

Di, 18. März 2014 19.30 Uhr Tonhalle, Grosser Saal Zürcher Kammerorchester Maurice Steger, Blockflöte und Leitung Werke von Veracini, Schultze, Schickhardt, Fasch und Heinichen

Fr, 21. März 2014 19.30 Uhr Tonhalle, Grosser Saal Zürcher Kammerorchester Emanuel Ax, Klavier Werke von Brahms, Dean und Mazzoli 46

Sa, 5. April 2014 19.30 Uhr Tonhalle, Grosser Saal Il Giardino Armonico Giovanni Antonini, Blockflöte und Leitung Werke von Baldwine, Brade, Castello, Farina, Gabrieli, Merula, de Rore, Scheidt und da Venosa

Fr, 11. April 2014 19.30 Uhr Tonhalle, Grosser Saal Zürcher Kammerorchester Sir Roger Norrington, Dirigent Fazil Say, Klavier Werke von Locatelli, Mozart und Haydn


So, 13. April 2014 11.00 und 14.00 Uhr ZKO-Haus Krabbel-Konzert «Mama Huhn sucht ihr Ei» MusikerInnen des ZKO Renata Blum, Erzählerin Für Kinder von 1 bis 3 Jahren

Do, 17. April 2014 20.00 Uhr Museum Rietberg ZKO im Museum Rietberg: «Afrikanische Meister – Die grossen Künstler Westafrikas» Zürcher Kammerorchester Special Guest Willi Zimmermann, Konzertmeister Fr, 25. April 2014 19.30 Uhr Kirche St. Peter Zürcher Kammerorchester Andreas Spering, Dirigent Ann Hallenberg, Mezzosopran Werke von Händel

Billettkasse Telefon: 0848 848 844 (Mo–Fr, 11–18 h) E-Mail: billettkasse@zko.ch Webpage: www.zko.ch Vorverkaufsstellen ZKO-Haus im Tiefenbrunnen Jecklin Musikhaus am Pfauen Musik Hug am Limmatquai Jelmoli an der Seidengasse Migros City am Löwenplatz Tonhalle Gesellschaft Kundendienstschalter SBB Zürich HB Billettpreise Tonhalle Kat I CHF 105 Kat II CHF 95 Kat III CHF 82 Kat IV CHF 58 Kat V CHF 40 Kat VI CHF 16

Impressum Opus III Herausgeber Zürcher Kammerorchester Seefeldstrasse 305, Postfach 1284, 8034 Zürich Telefon: +41 44 388 36 00, Fax: +41 44 388 36 10 Impressum Redaktion ZKO: Lukas Bernays, Andrea Deschermeier, Moritz Reissenberger Autoren: Christian Geltinger cg, Andrea Deschermeier ad Fotografen: Fotos Montero: C. Bell Grafik Opera Box: S. Latella Foto Galways: P. Cox Foto Queyras: F. Séchet Foto Vogt: N. Navaee Foto Mai: K. Fischer Foto Annakin: Ch. Ammann Bild Grüffelo: A. Scheffler Foto Ultraschall: D. Bräm Grafik Kinderkonzert: art.I.schock Bild Heule Eule: Ph. Goossens Foto Lehner: Th. Entzeroth Produktion: Südostschweiz Print Layout: Martin Oberli Lektorat: Armin Kerber Erscheinungsweise: zweimonatlich, fünfmal im Jahr Auflage: 15 000 Exemplare

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Damit klassische Musik auf höchstem Niveau unser Leben bereichert: Wir unterstützen das Zürcher Kammerorchester.

www.zkb.ch/sponsoring Schön, dass die Zürcher Klassik-Szene auch weiterhin auf höchstem Niveau vielfältig und lebendig bleibt. Als Kunde der Zürcher Kantonalbank erhalten Sie gegen Vorweisen Ihrer Karte an den Billettkassen ZKO und Tonhalle 20% Vergünstigung auf Konzerttickets.

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OPUS III