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Dezember 2011

OPUS.II Colin Currie

Das Magazin des Z端rcher Kammerorchesters

Neu mit Konzertprogramm! Opus.II

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EINZIGARTIG WIE IHRE LIEBE

Sehr geehrte Damen und Herren Liebes Konzertpublikum Neben Bewährtem beweist das ZKO auch jetzt wieder Pioniergeist: Nach den überwältigenden Erfolgen der Nuggi-Konzerte für unser Publikum im Säuglingsalter (bis 1 Jahr), erwartet Sie und Ihre Kids zwischen 1 und 5 Jahren nun neu das Krabbel- und Purzel-Konzert – packende Begegnungen mit klassischer Musik in ungewöhnlichem Konzertformat. Erleben Sie die Kleinstformation des ZKO ganz gross: Die Premiere des Streichquartetts des ZKO mit keinem geringeren Kammermusikpartner als Rudolf Buchbinder im Rahmen unseres Meisterzyklus. Auf das Zusammentreffen mit dem Shootingstar Colin Currie und die Verschmelzung seiner sonoren Marimbaphonklänge mit dem ZKO dürfen Sie gespannt sein. Das ZKO und ich wünschen Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit, einen beschwingten Jahreswechsel und freuen uns, wenn wir Sie dabei musikalisch begleiten dürfen.

1888 BY BUCHERER  das absolute Glanzstück aus dem Atelier Bucherer: Brillant allerhöchster Kategorie, ab 1 Karat, formvollendet gefasst in edlem Platin

UHREN SCHMUCK JUWELEN

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Basel Bern Davos Genève Interlaken Lausanne Locarno Lugano Luzern St. Gallen St. Moritz Zermatt Zürich Berlin Düsseldorf Frankfurt Hamburg München Nürnberg | Wien | bucherer.com

Opus.II

Dezember 2011 Im Gespräch mit Colin Currie

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Alexander Shelley Mozart, Hartl, Schwertsik, Schnittke, Haydn

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Rudolf Buchbinder Mozart, Schumann, Dvořák

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Weihnachtskonzert! Händel, Vasks

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Neujahrskonzert! Mozart, Dvořák, Gossec, Offenbach, Fauré, Marais, Rachmaninoff

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ZKO im Museum Rietberg: «Mystik»

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Krabbel-Konzert: «Der Mondbär»

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Purzel-Konzert: «Der Grüffelo»

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ZKO-Inside: Willi Zimmermann

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ZKO-Musiker/innen

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Konzertkalender

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Ihr Michael Bühler, Direktor

Unsere Konzerte werden ermöglicht durch Subventionen der Stadt und des Kantons Zürich sowie durch Beiträge der ZKO Freunde und unserer Hauptpartner AMAG und Zürcher Kantonalbank. – Wir bedanken uns. Opus.II

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Auf welche Weise kamen Sie zum ersten Mal mit Musik in Berührung? Mit zwei Jahren entwickelte sich bei mir das Interesse für Perkussionsinstrumente und mit fünf nahm ich den

Im Gespräch mit Colin Currie ersten Klavierunterricht, da ich noch etwas zu klein war für Schlagzeug. Im Alter von sechs Jahren erhielt ich dann die erste Schlagzeuglektion. Schon als Kind wusste ich, dass ich Perkussionist werden wollte. Ich spielte viel Pop und Jazz auf meinem Schlagzeug. Mit dreizehn Jahren begann ich mich für Or­ chester zu interessieren und mit siebzehn wurde ich an der Royal Academy of Music in London aufgenommen. Zuerst erhielt ich eine intensive Ausbildung als Perkussionist im Orchester, mit der Zeit kamen jedoch immer mehr Auftritte als Solist dazu. Welches der Perkussionsinstrumente mögen Sie am liebsten? Das Marimba. Es hat einen fantastischen Klang und die Musik ist sehr vielfältig. Was ist schwierig am Marimbaspielen? Es muss sehr exakt gespielt werden. Der Marimbaspieler hält vier Schlägel, zwei in jeder Hand. Das ist eine ziemlich unbequeme Haltung, um Noten zu produzieren, denn die Musik für Marimba ist 4

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oft ziemlich schnell und mit vielen Läufen versehen. Häufig liegen die einzelnen Noten weit auseinander, da muss man sich sehr schnell bewegen. Sie werden nicht Ihr eigenes Marimba mit nach Zürich bringen. Gibt es grosse Unterschiede zwischen den einzelnen Instrumenten? Das ZKO hat mir freundlicherweise dasselbe Marimba organisiert wie dasjenige, welches ich in London habe und das von der kalifornischen Firma «Marimba One» produziert wird. Aber Sie haben Recht, Marimbas werden in verschiedenen Grössen hergestellt, es gibt kein Standard-Marimba. Da kann es schwierig sein, wenn man an ein Konzert kommt und das Instrument nicht kennt. Was für Interessen haben Sie neben der Musik? Ich liebe es zu kochen. Mein Lieblingsrezept ist Curry (lacht). Schlagzeuger haben den Ruf, locker und easy-going zu sein. Inwiefern trifft das auf Sie zu? Das stimmt, Perkussionisten sind im Allgemeinen sehr easy-going. Ich würde sagen, die Perkussionsgemeinschaft ist sehr eng, jeder verträgt sich mit jedem. Rivalitäten und Eifersucht, wie man das manchmal unter Sängern und Streichern antrifft, gibt es bei Perkussionisten nicht. Wir sind wie eine grosse Familie. Trotzdem würde ich nie ohne zu fragen einen Schlägel ausleihen (lacht). Wie sieht Ihr bevorzugtes Publikum aus? Ich spiele immer Musik, die fast alle im Publikum zum ersten Mal hören. Daher mag ich ein Publikum, das offen und neugierig ist.

An Ihrem Konzert mit dem ZKO werden Sie zwei Werke von Hartl und Schwertsik spielen. Was können Sie uns über diese Auswahl erzählen? Die beiden Werke sind ziemlich gegensätzlich. Das Hartl-Konzert ist ein sehr virtuoses Stück. Es zeigt das Marimba von einer sehr aufregenden und abenteuerlichen Seite, da es sehr schnell und rhythmisch ist – ein sehr dynamisches Werk. «Now you hear me, now you don’t» von Schwertsik besteht aus fünf wundervollen Sätzen. Die Musik ist bezaubernd, sehr zart und friedlich, aber gleichzeitig auch sehr unterhaltsam. Ihr Repertoire besteht vor allem aus zeitgenössischen Komponisten. Was fasziniert Sie an moderner Musik? In der neuen Musik gibt es eine riesige Auswahl an verschiedenen Stilen. Es ist sehr interessant, sich mit einer solch grossen Vielfalt an musikalischen Stilen auseinanderzusetzen. Spielen Sie auch klassische Komponisten, z. B. Mozart oder Beethoven, auf dem Marimba? Nein, das tue ich nicht. Ich spiele keine Transkriptionen, das macht mir keinen Spass. Welche Musik hören Sie in Ihrer Freizeit? Das ist lustig (lacht), ich höre am liebsten klassische Musik. Meine Lieblingskomponisten sind Bartók, Strawinsky und Debussy. Aber ich höre auch viel Beethoven und Schubert – ich liebe diese Musik. «The Guardian» beschrieb Ihre Spielweise als «athletic percussionism». Was bedeutet dieser Ausdruck? Ich denke, es kommt darauf an, was ich spiele. Einige meiner Stücke erfordern viel Energie, sind sehr laut und man muss sehr schnell spielen. Als

Perkussionist ist es wichtig, dass man über eine gute Gesundheit und körperliche Fitness verfügt. Sie sind «Visiting Professor of SoloPercussion» an der Royal Academy of Music in London. Was ist die wichtigste Botschaft, die Sie Ihren Schülern zu vermitteln versuchen? Offen zu sein für so viele verschiedene Musikstile wie möglich, denn als Perkussionist wird man mit einer enormen Vielfalt unterschiedlicher Musik konfrontiert. Daher ist es wichtig, viele verschiedene musikalische Stilrichtungen zu kennen.

«Ich spiele immer Musik, die fast alle im Publikum zum ersten Mal hören. Das Marimba hat einen fantastischen Klang, die Musik ist sehr vielfältig.» Welche musikalischen Ziele möchten Sie noch erreichen? Mit meiner Musik möchte ich ein noch grösseres Publikum erreichen. Gibt es irgendwelche nichtmusikalischen Ziele, die Sie erreichen möchten? Ich werde im Oktober einen Halbmarathon rennen und mein Ziel ist es, diesen in einer Stunde dreissig Minuten zu laufen. Das letzte Mal schaffte ich ihn in einer Stunde vierzig Minuten, mal schauen wie es diesmal läuft … ls Opus.II

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Programm

Wolfgang Amadeus Mozart 1756–1791 Divertimento D-Dur KV 136 «Salzburger Sinfonie Nr. 1» (16‘) Allegro – Andante – Presto

Divertimento B-Dur KV 137 «Salzburger Sinfonie Nr. 2» (14‘) Andante – Allegro di molto – Allegro assai

Kurt Schwertsik *1935

Now you hear me, now you don't op. 102 für Marimbaphon und Streichorchester (15‘) Pause (20´)

Bruno Hartl *1963

Konzert für Marimbaphon und Streichorchester (16‘) Quasi una fantasia – Scherzo – Vivace

Alfred Schnittke 1934–1998 Tonhalle, Grosser Saal

Mittwoch, 7. Dezember 2011, 19.30 Uhr

Alexander Shelley Dirigent

Zürcher Kammerorchester Colin Currie Marimbaphon Einführung durch Majordomus alias Stephan Mester um 19.00 Uhr im Foyer der Tonhalle.

«Moz-Art à la Haydn» Spiel für zwei Violinen und zwei kleine Orchester (12’)

Joseph Haydn 1732–1809

Sinfonie D-Dur Hob. I:10 (14‘) Andante – Allegro – Finale: Vivace

Änderungen vorbehalten. Handy ausgeschaltet? Vielen Dank! Dieses Konzert findet im Rahmen folgender Abos statt: Grosses Abo, Das-etwas-andere-Abo und Winter-Abo Konzertende: ca. 21.30 Uhr

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Alexander Shelley Dirigent

Der aus einer Musikerfamilie stammende Alexander Shelley studierte zunächst Cello am Royal College of Music in London. 1998 wechselte er nach Deutschland zu Professor Johannes Goritzki. Sein Dirigierstudium absolvierte Shelley bei Prof. Thomas Gabrisch. 2001 gründete er die Schumann Camerata in Düsseldorf, die er bis heute in über 80 Konzerten als Dirigent leitete. 2003 spielte Shelley im World Orchestra for Peace in Moskau und ­St. Petersburg unter der Leitung von Valery Gergiev.

Colin Currie Marimbaphon

Colin Currie etablierte sich als Solist und Kammermusiker und trat mit vielen der führenden Orchester wie dem Concertgebouw Orchestra, dem Philadelphia Orchestra, den Los Angeles Philharmonic, dem Philharmonia Orchestra und den London Philharmonic auf. Seit über einem Jahrzehnt setzt sich Currie für die Schaffung von neuem Repertoire für Perkussion ein, was Komponisten von Reich zu Rautavaara dazu veranlasste, für ihn zu komponieren. «Currie’s athletic percussionism, compulsive showmanship and deep musicality» (The Guardian) inspirierte weltweit Komponisten wie Elliott Carter, Steve Reich, Kalevi Aho, Sally Beamish, Askell Masson und James MacMillan, neue Werke 8

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2005 gewann er den ersten Preis am Leeds Conductors Competition. Mit seinen 31 Jahren zählt Alexander Shelley zu den erfolgversprechenden Nachwuchsdirigenten unserer Zeit. Nachdem er in den letzten Jahren mit allen führenden Orchestern Grossbritanniens zusammenarbeitete, gab er in der letzten Saison sein Debüt in Nord- und Südamerika sowie bei verschiedenen europäischen Orchestern. Seit 2009 ist Shelley Chefdirigent bei den Nürnberger Symphonikern. Daneben arbeitet er eng mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen zusammen und ist künstlerischer Leiter des Projekts «Zukunftslabor».

für ihn zu schreiben. Im Jahr 2000 wurde Currie mit dem Royal Philharmonic Society Young Artist Award für seine inspirative Rolle im zeitgenössischen Musikschaffen ausgezeichnet. – Den Höhepunkt der Saison 2010/11 bildete die Uraufführung von Elliot Carter's Conversations, ein Doppelkonzert für Currie und Pierre-Laurent Aimard am Aldeburgh Festival. Weitere Höhepunkte waren u.a. die Aufführung und Aufnahme von Einojuhani Rautavaaras Incantations mit der Helsinki Philharmonic unter John Storgårds, die Konzerttournee mit dem New Zealand Symphony Orchestra und das Konzert von Joey Roukens am Rotterdams De Doelen. In der Saison 2011/12 wird Currie Artist in Residence am London’s Southbank Centre sein und im Frühling 2012 wird er die Ersteinspielung von Rautavaaras Perkussions-Konzert veröffentlichen.

It's Entertainment Einem alten Vorurteil zufolge muss es bei Neuer Musik immer todernst zugehen. Dieses Konzert beweist das Gegenteil. Hier begegnen sich Mozart und Haydn nicht nur als «Unterhaltungskomponisten» – der Ausdruck Divertimento besagt nichts anderes als «Vergnügen» –, sie treffen auch musikalisch aufeinander in Alfred Schnittkes «Spiel» für zwei Violinen und zwei kleine Orchester mit Das Marimbaphon dem Titel «Moz-Art à la Haydn». Das Werk basiert auf einer musikalischen Pantomime stammt aus von Mozart, die nur fragmentarisch verdem afrikanischen halten ist. Gleichzeitig bedient sich Schnittke eines musikalischen Gags aus Haydns soKulturkreis und genannter «Abschiedssinfonie». Im Finale ist erstmals 1352 des Schlusssatzes von Haydns Sinfonie verlassen die Musiker einzeln die Bühne, am belegt. Ende sitzen nur noch die beiden ersten Geigen auf der Bühne. Schnittke dreht das Verfahren um, so dass die einzelnen Musiker nun nach und nach beginnen, über das Thema von Mozarts Pantomime zu improvisieren. Im Zuge der Auflösung der starren Grenzen zwischen sogenannter U- und E-Musik sowie der Bewegung des musikalischen Crossover hielten auch ungewöhnliche Musikinstrumente wie das Marimbaphon Einzug in die Konzertsäle. Es stammt ursprünglich aus dem afrikanischen Kulturkreis und ist erstmals 1352 belegt. Häufiger begegnet man – beispielsweise in den Fussgängerzonen grosser Metropolen – Transkriptionen bekannter und beliebter klassischer Werke für Marimbaphon. So arrangierte der rumänische Perkussionist Bogdan Bacanu Werke von Johann Sebastian Bach für sein Instrument. Die meisten Werke für dieses nach wie vor aussergewöhnliche Konzertinstrument stammen von den Interpreten selbst oder sind für bestimmte Interpreten in Ermangelung an Repertoirestücken geschrieben worden. Der Komponist Bruno Hartl ist selbst Solo-Pauker bei den Wiener Philharmonikern. Sein Schaffen umfasst mittlerweile über 25 Werke, darunter ein Xylophonkonzert und ein Konzert für Schlagzeug und Orchester. Das Werk von Kurt Schwertsik bewegt sich ebenfalls an der Schnittstelle zwischen E- und U-Musik. Aufgrund des ironisch-humoristischen Charakters seiner Musik, die sich gegen jegliche allzu grosse Ernsthaftigkeit verwehrt, gilt seine Musik als leicht verständlich und bewegt sich im Rahmen der Tonalität. cg Opus.II

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Programm

Wolfgang Amadeus Mozart 1756–1791

Klavierkonzert Nr. 12 A-Dur KV 414, Fassung für Streichquartett (25’) Allegro – Andante – Rondo: Allegretto

Robert Schumann 1810–1856

Klavierquintett Es-Dur op. 44 (30’) Allegro brillante – In modo d’una marcia: Un poco largamente – Scherzo: molto vivace – Finale: Allegro ma non troppo

Antonín Dvorˇák 1841–1904

Klavierquintett A-Dur op. 81 (35’) Allegro ma non tanto – Dumka: Andante con moto – Scherzo: molto vivace – Finale: Allegro

Tonhalle, Grosser Saal

Dienstag, 20. Dezember 2011, 19.30 Uhr

Rudolf Buchbinder Klavier ZKO-Quartett

Änderungen vorbehalten. Handy ausgeschaltet? Vielen Dank! Dieses Konzert findet im Rahmen des Meisterzyklus-Abos und des Strictly-PianoAbos statt. Konzertflügel Steinway & Sons – Vertretung Musik Hug AG und Jecklin Musikhaus AG Konzertende: ca. 21.30 Uhr

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Rudolf Buchbinder Klavier

Rudolf Buchbinder ist eine feste Grösse in der internationalen Klavierszene und regelmässiger Gast bei den bedeutenden Orchestern und Festivals weltweit. Sein Repertoire ist umfangreich und schliesst auch zahlreiche Kompositionen des 20. Jahrhunderts ein. Rudolf Buchbinder legt besonderen Wert auf die akribische Quellenforschung. So befinden sich u.a. über 27 komplette Ausgaben der Klaviersonaten Ludwig van Beethovens, eine umfangreiche Sammlung von Erstdrucken und Originalausgaben sowie Kopien der eigenhändigen Klavierstimmen und Partituren der beiden Klavierkonzerte von Johannes Brahms in seinem Besitz. Über 100 Aufnahmen dokumentieren Grösse und Vielfalt von Buchbinders Repertoire. Besonderes Aufsehen erregte seine Ein-

ZKO-Quartett Das ZKO-Quartett wurde zu Beginn der Saison 2011/12 gegründet und besteht aus den Stimmführern des ZKO: Willi Zimmermann, Kio Seiler, Ryszard Groblewski und Nicola Mosca.

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spielung des Klavier-Gesamtwerkes von Joseph Haydn. Mittlerweile bevorzugt Rudolf Buchbinder Live-Aufnahmen. Die Konzert-Mitschnitte der beiden Klavierkonzerte von Johannes Brahms sowie zwei DVDs mit sechs Mozart Klavierkonzerten als Solist und Dirigent mit den Wiener Philharmonikern spiegeln dies in beeindruckender Weise wider. Im Mai 2011 wurden Rudolf Buchbinders Auftritte mit den fünf Klavierkonzerten von L.v. Beethoven als Solist und Dirigent mit den Wiener Philharmonikern im Grossen Musikvereinssaal in Wien live aufgezeichnet. Zum wichtigen Anliegen wurde für Rudolf Buchbinder die Interpretation des «Neuen Testaments» mit der zyklischen Wiedergabe aller 32 Sonaten L.v. Beethovens in über 40 Städten. Während der Saison 2010/11 war er als «Artist in Residence» der Staatskapelle Dresden besonders eng verbunden. Seit 2007 ist Rudolf Buchbinder Intendant der Festspiele Grafenegg. cg

Ein legendärer Fusstritt Das Klavierkonzert Nr. 12 A-Dur KV 414 gehört einer Dreiergruppe von Klavierkonzerten an, mit denen sich Mozart als Interpret seiner eigenen Werke dem Wiener Publikum präsentieren wollte. Am 8. Juni 1781 quittierte Mozart nach dem legendären Fusstritt des fürsterzbischöflichen Oberküchenmeisters Graf Arco endgültig den Dienst beim Salzburger Erzbischof. Die Befreiung von den Salzburger «Fesseln» bedeutete den Wechsel in eine Existenz «Robert hat ziemals freischaffender Künstler und Musiklehrer. Das Klavier war lich ein Quintett Mozarts Domäne und «einen vollendet, das mir grossen Effect machen die Concerten obendrein», so Mozart. nach dem, was ich Also begab sich Mozart mit erlauscht, wieder seinen frühen Klavierkonzerten gewissermassen auf Promoherrlich scheint – tionstour durch die Wiener Konzertsäle. Das Klavierquintett ein Werk voll Kraft selbst in seiner klassischen und Frische!» Formation mit Klavier und vier Clara Schumann Streichern war eine Domäne der Romantiker. Eines der berühmtesten Beispiele ist Schuberts «Forellenquintett». Das Klavierquintett in Es-Dur op. 44 von Robert Schumann entstand im Jahre 1842, wie wir aus Clara Schumanns Ehetagebuch erfahren: «Die letzte Woche des Septembermonats ist, was unser äusseres Leben betrifft, sehr still hingegangen. Um so mehr aber hat mein Robert mit dem Geist gearbeitet! Er hat ziemlich ein Quintett vollendet, das mir nach dem, was ich erlauscht, wieder herrlich scheint – ein Werk voll Kraft und Frische! – ich hoffe sehr, es diesen Winter noch öffentlich hier zu spielen.» Ein knappes Jahrhundert später komponierte Antonín Dvorˇák sein zweites Streichquintett. Dvorˇáks Komposition atmet die Seele Böhmens, wenngleich die böhmisch anmutenden Tänze und Volkslieder dem heimatlichen Idiom nur nachempfunden sind. Hinter der volkstümlichen Fassade jenes melodienreich-musikantischen Werks verbirgt sich ein Werk von höchster kammermusikalischer Durchdringung. cg

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Programm

Georg Friedrich Händel 1685–1759 Concerto grosso A-Dur op. 6 Nr. 11 (12’)

Andante larghetto e staccato – Allegro – Largo e staccato – Andante – Allegro

Peˉteris Vasks *1946

Dona nobis pacem (16‘) Pause (5´)

Georg Friedrich Händel

Szenen aus «Der Messias» (45‘)

Kirche Fraumünster

Do 15. & Fr 16. Dez 2011, 19.30 Uhr

Weihnachtskonzert! Zürcher Kammerorchester Zürcher Konzertchor Christopher Warren-Green Dirigent André Fischer Choreinstudierung Eliana Pretorian Sopran Ugo Guagliardo Bass 14

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Sinfonie And the glory of the Lord – für Chor Pifa There were shepherds – für Sopran And Io, the angel of the Lord – für Sopran And the angel said unto them – für Sopran And suddenly there was with the angel – für Sopran Glory to God – für Chor Rejoice greatly – für Sopran The Lord gave the word – für Chor How beautiful are the feet – für Sopran Why do the nations – für Bass I know that my Redeemer liveth – für Sopran Behold, I tell you a mystery – für Bass The trumpet shall sound – für Bass Hallelujah – für Chor

Änderungen vorbehalten. Handy ausgeschaltet? Vielen Dank! Dieses Konzert findet im Rahmen des Barock-Abos und des Winter-Abos statt. Konzertende: ca. 21.00 Uhr Opus.II

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Zürcher Konzertchor André Fischer

Christopher Warren-Green

Als Ergänzung zum Zürcher Kammeror­ chester gegründet und geleitet von Edmond de Stoutz, debütierte der Zürcher Konzertchor am 24. März 1963 in der Tonhalle mit Bachs Johannespassion. Namhafte Gastdirigenten wie Howard Griffiths, Andreas Spörri und David Stern sind seither mit dem Chor aufgetreten. Für die Einstudierung ist jeweils André Fischer verantwortlich, der seit 13 Jahren künstlerischer Leiter ist. Unter seiner Leitung studiert der Chor pro Jahr zwei bis drei Programme ein.

Christopher Warren-Green ist musikalischer Direktor des Charlotte Symphony Orchestra und des London Chamber Orchestra. Zu den Höhepunkten der jüngsten Zeit gehören seine Auftritte mit dem Philharmonia Orchestra in der Royal Festival Hall, dem London Chamber Orchestra am Internationalen Music Festival in Berlin sowie sein Debüt mit dem Orchestre National de Belgique. Christopher Warren-Green wurde in den letzten dreissig Jahren auch immer wieder für Auftritte am englischen Königshof eingeladen, zuletzt dirigierte er während der Hochzeitszeremonie von Prinz William und Catherine Middleton.

Eliana Pretorian

Ugo Guagliardo

Eliana Pretorian wurde 2009 am Glyndebourne Festival Opera anlässlich ihres Debüts als Giannetta (L’elisir d’amore) entdeckt. Mit Glyndebourne on Tour trat sie u.a. als Papagena (Die Zauberflöte), Karolka (Jenůfa) und Zerlina (Don Giovanni) auf. Neben ihren Opernengagements ist sie auch als Konzertsängerin tätig, z.B. mit Händels Messiah mit dem Philadelphia Orchestra unter ­Christopher Warren-Green und Dircé mit dem Gulbenkian Orchestra unter Lawrence Foster. Eliana Pretorian war Stipendiatin der Royal Academy of Music in London und schloss 2008 mit dem National Opera Studio ab. Sie gewann den ersten Preis beim nationalen Gesangswettbewerb in Rumänien und war 2005 die jüngste Finalistin am «Kathleen Ferrier»-Wettbewerb.

Ugo Guagliardo wurde in Palermo geboren und studierte Philosophie an der Universität von Palermo und Klavier und Gesang am Konservatorium «V. Bellini» Palermo. Guagliardo gewann mehrere nationale und internationale Wettbewerbe und besuchte Meisterkurse u.a. bei Renato Bruson und Alberto Zedda. Zu seinem Repertoire zählen Partien wie Don Basilio («Il barbiere di Siviglia»), Don Alfonso («Così fan Tutte»), Masetto («Don Giovanni»), Faraone («Aida») und Colline («La Bohème»). Er gastierte an den Opernhäusern von Rom, Genf, Neapel, Palermo, Tokio, Turin und Marseille. Weitere Höhepunkte waren «Il Viaggio e Reims» am Rossini Opera Festival in Pesaro sowie «La Cenerentola» in Brüssel unter der Leitung von Marc Minkowski.

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Der Wunsch nach Frieden Händels «Messias» ist ein Stück musikalische Heilsgeschichte. Den Messias selbst zur Hauptfigur eines Oratoriums zu machen, war zu Händels Zeiten durchaus gewagt. So galt es noch im Jahre 1743 als blasphemisch, den «Messias» in einem profanen Kontext im Covent Garden Theatre aufzuführen. Das Oratorium basiert auf einer Zusammenstellung von Bibeltexten, die von Charles Jennens überwiegend auf der Basis des Alten Testaments vorgenommen wurde. Von ihm stammt auch die Idee zu diesem Oratorium. Eigentlich wurde das Oratorium, das unter anderem auch die verschiedenen Stationen aus dem Leben Jesu zum Inhalt hat, für die Fastenzeit und die Karwoche komponiert. Doch schon zu Händels Zeiten wurde es üblich, Teile daraus zur Adventszeit aufzuführen. So nimmt der erste Teil des Werks Bezug auf die alttestamentarischen Prophezeiungen, die die Ankunft des Messias verkündigen. Darüber hinaus erfreuen sich gerade zur Weihnachtszeit die Teile rund um die Geburt Jesu grosser Beliebtheit. Peˉteris Vasks ist einer der wichtigsten zeitgenössischen Komponisten Lettlands. Mit seinen Kompositionen hat er in den «Die geistige Zeiten der sogenannten «Singenden Revolution» dem Wunsch nach Frieden Dimension geht und Freiheit musikalischen Ausdruck verloren. Ich verliehen. Dabei ist das Schaffen des lettischen Komponisten – ähnlich wie das will der Seele Werk seines estnischen Zeitgenossen Nahrung geben. Das Arvo Pärt – durchzogen von einer hohen Spiritualität. Seine Musik atmet den predige ich in archaisch-folkloristischen Geist seiner meinen Werken.» Heimat und hat programmatisch bekenntnishaften Charakter: «Die meisten Peˉteris Vasks Menschen haben heute keinen Glauben, keine Liebe und keine Ideale mehr. Die geistige Dimension geht verloren. Ich will der Seele Nahrung geben. Das predige ich in meinen Werken». In diesem Zusammenhang setzen sich seine Kompositionen nicht nur mit seinem Leben hinter dem eisernen Vorhang auseinander, sondern beschwören Humanität und Weltfrieden auch in der Zeit nach dem Ende des Kalten Krieges. Mit seinem Chor «Dona nobis pacem/Gib uns deinen Frieden», der 1996/97 entstanden ist, greift der Sohn eines Pfarrers erneut einen Text aus der Liturgie auf. cg Opus.II

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Text aus «Der Messias» And the glory of the Lord And the glory of the Lord shall be revealed. And all flesh shall see it together: for the mouth of the Lord hath spoken it. – Und die Herrlichkeit des Herrn wird offenbart, und alles Fleisch miteinander soll es sehen: denn des Herrn Mund hat es verheissen. There were shepherds abiding There were shepherds, abiding in the field, keeping watch over their flock by night. – Es waren Hirten beisammen auf dem Felde, die hüteten des Nachts ihre Herde. And lo, the angel of the Lord And lo, the angel of the Lord came upon them, and the glory of the Lord shone round about them, and they were sore afraid. – Und siehe, des Herrn Engel trat zu ihnen, und die Herrlichkeit des Herrn umleuchtete sie, und sie fürchteten sich sehr. And the angel said unto them And the angel said unto them: Fear not: for behold, I bring you good tidings of great joy, which shall be to all people. For unto you is born this day, in the city of David, a Saviour, which is Christ the Lord. – Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn sehet, ich bringe euch frohe Botschaft von grosser 18

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Freude, die allem Volk widerfahren wird: denn euch ist heute in Davids Stadt der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr. And suddenly there was with the angel And suddenly there was with the angel a multitude of the heavenly host, praising God, and saying: – Und alsobald war da bei dem Engel eine Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Glory to God Glory to God in the highest, and peace on earth, good will towards men. – Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden, den Menschen ein Wohlgefallen. Rejoice greatly Rejoice greatly, O daughter of Zion, shout, O daughter of Jerusalem, behold, thy King cometh unto thee. He is the righteous Saviour and He shall speak peace unto the heathen. – Freue dich sehr, Tochter von Zion, jauchze, o Tochter von Jerusalem; siehe, dein König kommt zu dir. Er ist der rechte Erretter, und er wird Frieden predigen unter den Heiden. The Lord gave the word The Lord gave the word: great was the company of the preachers. – Der Herr gab das Wort, gross war die Zahl der Prediger. Opus.II

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How beautiful are the feet How beautiful are the feet of them that preach the gospel of peace, and bring glad tidings of good things. Their sound is gone out into all lands, and their words unto the ends of the world. – Wie lieblich sind die Füsse derer, die das Evangelium des Friedens verkünden und frohe Botschaft vom Heil bringen. Ihr Schall ist ausgegangen in alle Lande und ihre Worte bis ans Ende der Welt.

Behold, I tell you a mystery Behold, I tell you a mystery; we shall not all sleep, but we shall all be changed in a moment, in the twinkling of an eye, at the last trumpet. – Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, sondern wir werden alle verwandelt werden in einem Moment, in einem Augenblick, bei der letzten Posaune.

Why do the nations Why do the nations so furiously rage together, why do the people imagine a vain thing? The kings of the earth rise up, and the rulers take counsel together against the Lord and against His anointed. – Warum rasen die Völker so wütend, und warum reden die Menschen Vergebliches? Die Könige der Welt stehen auf, und die Herrscher halten miteinander Rat gegen den Herrn und seinen Gesalbten.

The trumpet shall sound The trumpet shall sound, and the dead shall be raised, and the dead shall be raised incorruptible, and we shall be changed. For this corruptible must put on incorruption, and this mortal must put on immortality. – Die Posaune wird ertönen, und die Toten werden auferstehen unverwest, und wir werden verwandelt werden. Denn dies Verwesliche muss anziehen die Unverweslichkeit, und das Sterbliche muss anziehen die Unsterblichkeit.

I know that my Redeemer liveth I know that my Redeemer liveth, and that He shall stand at the latter day upon the earth. And tho’ worms destroy this body, yet in my flesh shall I see God. For now is Christ risen from the dead, the first fruits of them that sleep. – Ich weiss, dass mein Erlöser lebt und dass er am jüngsten Tage auf der Erde stehen wird; und wenn auch Würmer diesen Körper zerstören, werde ich in meinem Fleische Gott sehen. Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten, der Erstgeborene jener, die schlafen.

Hallelujah Hallelujah, for the Lord God Omnipotent reigneth. The Kingdom of this world is become the Kingdom of our Lord and of His Christ; and he shall reign for ever and ever. King of Kings, and Lord of Lords. Hallelujah! – Halleluja, denn der Herr, der allmächtige Gott, herrschet. Das Königreich dieser Welt ist zum Königreich unseres Herrn und seines Christus geworden; und er wird regieren auf immer und ewig, König der Könige, Herr der Herren, Halleluja.

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Programm

Wolfgang Amadeus Mozart 1756–1791

Ouvertüre zu «La Finta Giardiniera» KV 196 (3‘) Andante C-Dur KV 315 für Flöte und Orchester (6‘) Konzert C-Dur KV 299 für Flöte und Harfe (29‘) Allegro – Andantino – Rondo: Allegro KKL | Kultur- und Kongresszentrum Luzern

Samstag, 31. Dezember 2011, 17.00 Uhr

Silvesterkonzert!

Pause (20´)

Antonín Dvorˇák 1841–1904

Serenade für Streicher E-Dur op. 22 (27‘) Moderato – Tempo di Valse – Scherzo: Vivace – Larghetto – Finale: Allegro vivace

François Joseph Gossec 1734–1829 Tambourin für Flöte und Orchester (2‘)

Jacques Offenbach 1819–1880

Barcarole aus der Oper «Hoffmanns Erzählungen» (6‘)

Gabriel Fauré 1845–1924

Berceuse aus «Dolly Suite» op. 16 (3’) Tonhalle, Grosser Saal

Sonntag, 1. Januar 2011, 17.00 Uhr

Le Basque (3’)

Neujahrskonzert!

Sergei Rachmaninoff 1873–1943

Zürcher Kammerorchester Sir James Galway Flöte und Leitung Lady Jeanne Galway Flöte Claire Jones Harfe

Wolfgang Amadeus Mozart

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Marin Marais 1656–1728

Opus.II

Vocalise e-Moll op. 34 Nr. 14 für Flöte & Orchester (6’) Orchesterstücke aus der Zauberflöte Änderungen vorbehalten. Handy ausgeschaltet? Danke! Konzertende: ca. 20.00 Uhr Das Neujahrskonzert findet im Rahmen des Kleinen Abos und des Winter-Abos statt. Opus.II

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Sir James Galway Flöte und Leitung

Der in der Schweiz lebende Sir James Galway gilt als einer der bedeutendsten klassischen Flötisten unserer Zeit. In Belfast geboren, studierte er in London und Paris und war zunächst Orchestermusiker in den führenden britischen Orchestern, bevor er 1975 unter Her-

Lady Jeanne Galway Flöte

Die amerikanische Flötistin Lady Jeanne Galway gehört zu den führenden weiblichen Soloflötistinnen der Gegenwart und verzaubert das Konzertpublikum durch ihren einzigartigen Stil und ihre Eleganz. Sie wurde in New York geboren und ist Absolventin des New York City’s

Claire Jones Harfe

Claire Jones gehört zu den begehrtesten jungen Harfenistinnen unserer Zeit. Zwischen 2007 und 2011 war sie die offizielle Harfenistin des Prinzen von Wales und trat u.a. an der Hochzeit von Prinz William auf. Jones studierte am Royal College of Music in London und absolvierte danach einen Master of Arts an der Royal Academy of Music. 2008 gab sie ihr Debüt mit dem Philharmonia 24

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bert von Karajan die Position des Soloflötisten bei den Berliner Philharmonikern übernahm. Neben Werken aus dem klassischen Repertoire setzt sich Sir James auch für zeitgenössische Musik ein durch eigens durch ihn und für ihn in Auftrag gegebene Kompositio­ nen an zeitgenössische Komponisten. Er veröffentlichte kürzlich seine Biografie mit dem Titel «The Man with the Golden Flute, a Celtic Minstrel».

Mannes College of Music. Zahlreiche Auftritte führten Lady Galway an alle wichtigen Kulturzentren in Europa und den USA, oft auch zusammen mit ihrem Ehemann und Duettpartner James Galway. Neben ihren Auftritten als Solistin widmet sich Lady Galway auch der Kammermusik und gibt Konzerte mit ihrem Trio Zephyr. Sie leitet jeden Sommer ­zusammen mit ihrem Ehemann eine Meisterklasse in Weggis.

Orchestra unter Owain Arwel Hughes. Seither folgten Auftritte mit allen führenden Orchestern Englands. Weitere Höhepunkte waren das Solo-Rezital im Topkapi Palast in Istanbul, der Solo-Auftritt am Mariinsky-Theater unter Valery Gergiev, der Gastauftritt am Internationalen Harfenfestival in Rio de Janeiro, die Premiere der Highgrove Suite unter der Leitung von Sir Neville Marriner, die Veröffentlichung ihrer neuen CD mit dem English Chamber Orchestra beim Label Signum sowie ihr Debüt in der Wigmore Hall im November 2011.

Das lukrative Flötengeschäft Unter der Gattungsbezeichnung «Dramma giocoso» brachte der junge Mozart am 13. Januar 1775 in München seine Oper «La finta giardiniera» heraus. Die Verwechslungskomödie um die «falsche Gärtnerin» war für die Münchner Karnevalssaison bestimmt. Genau genommen handelt es sich bei der Oper um den Gattungstyp der sogenannten Opera semiseria, der halbernsten Oper. Mozart spielt darin mit den Typen von Opera seria und Opera buffa. Die Ouvertüre exponiert mit ihren beiden Abschnitten (schnell – langsam) eben jene Spannung zwischen turbulenter Verwechslungskomödie und existenzieller Eifersuchtstragödie, zwischen natürlichem Ungestüm und züchtiger Etikette. Die von Mozart überlieferte Aussage, nach der dieser von allen Instrumenten die Flöte am wenigsten leiden konnte, ist vermutlich weniger dem Klang jenes Instruments geschuldet als vielmehr dem Kompositionsauftrag, der den jungen Komponisten während seines Aufenthalts in Mannheim im Dezember 1777 beinahe in die Bredouille brachte. Er sollte im Auftrag des reichen holländischen Amateurmusikers Ferdinand Dejean «3 kleine, leichte, und kurze Concertln und ein Paar quattro auf die flötte machen» (Brief an den Vater vom 10. Dezember 1777). Das Honorar von 200 Gulden war Der frisch verliebte mehr als verlockend, überstieg es doch Mozart war mit sei- Mozarts Jahresgehalt als Salzburger Vizekonzertmeister um mehr als ein Dritnen Gedanken mehr tel! Doch der frisch verliebte Mozart bei der Sängerin war mit seinen Gedanken mehr bei der Sängerin Aloysia Weber und geriet Aloysia Weber. mit der Arbeit deutlich in Verzug. In der Not arbeitete Mozart das 1777 in Salzburg entstandene Oboenkonzert zu einem weiteren Flötenkonzert um. Beim dritten «Concertl» ist es bei einem einzigen Satz geblieben. Ob Mozart das Andante als Ersatz für den zweiten Satz des Flötenkonzerts in G-Dur KV 313 komponierte, weil dieser für den dilettierenden Musikliebhaber zu anspruchsvoll war, oder ob es sich bei dem Andante um einen Teil eines verloren gegangenen zweiten Flötenkonzerts handelt, bleibt Spekulation. Etwa in dieselbe Zeit datiert Mozarts Konzert für Harfe und Flöte, indem die beiden Soloinstrumente als zwei vollkommen eigenständig geführte Klangpersönlichkeiten auftreten, so dass der Eindruck eines geradezu opernhaft anmutenden Duetts entsteht. cg Opus.II

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Fr 2. Dez 2011 20.00 Uhr

«Mystik»

In «Mystik» geht es nicht in erster Linie um Kunst, Stil und Ikonografie, sondern um spirituelles Erleben. In der kulturvergleichenden Schau wird die Vielfalt des Phänomens Mystik zwischen Europa, Iran, Indien und Ostasien beleuchtet. Anhand der Lebensgeschichte ausgewählter Mystikerinnen und Mystiker – von der Antike bis ins 19. Jahrhundert – wird ihre Suche nach der Vereinigung mit dem Göttlichen, dem Absoluten, der Leere oder dem Tao illustriert.

Ausstellung im Museum Rietberg: Mystik: Die Sehnsucht nach dem Absoluten So 25. Sept 2011–So 15. Jan 2012, Werner-Abegg-Saal 26

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Die Tiere des Waldes sind in grosser Sorge: Seit einigen Tagen ist der Mond verschwunden. Sie machen sich gemeinsam auf die Suche nach dem besten Freund des Mondbären. Die Glühwürmchen Krabbel-Konzert im ZKO-Haus leuchten der Tiergruppe musikalisch So 4. Dez 2011 den Weg durch 11.00 & 14.00 Uhr die Nacht. Bald schon Der finden sie den Mond Mondbär der Höhle des kleiRenata Blum Erzählerin nen Mondbären. Mit Musikerinnen und Musikern des ZKO. Mozarts Klarinettenquintett bildet den Programm musikalischen RahMozart: Klarinettenquintett A-Dur KV 581 men für die Tiere Dvorˇák: Humoresque op. 101, Nr. 7 auf ihrer Suche nach dem Mond. So werden die Kinder spielerisch angeregt, mitzukrabbeln und zu wippen im Rhythmus der Musik. Die Eltern können mit den Kleinen gemeinsam ein Konzert besuchen und die Freude der Kleinen an der Musik miterleben.

Der Mondbär © Coppenrath Verlag, Münster/Germany.

ZKO im Museum Rietberg

Die Sehnsucht nach dem Absoluten: Religionen und Kulte aus aller Welt bilden seit jeher einen Schwerpunkt im Ausstellungszyklus des Museums Rietberg.

Für Kinder zwischen 1 und 3 Jahren

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Feurige Augen, eine Zunge sooo lang, und Stacheln am Rücken, da wirds einem bang. Wer ist das gruselige Untier, das die kleine Maus in ihrer Fantasie durch den Wald begleitet? Und das Purzel-Konzert sie trotzdem vor all im ZKO-Haus den gefährlichen So 11. Dez 2011 Tieren beschützt? 11.00 Uhr Ein Monster namens Der Grüffelo Grüffelo, das es gar nicht gibt! Die Renata Blum Erzählerin Mit Musikerinnen kleine raffinierte und Musikern des ZKO. Maus kann sich alle gefährlichen Tiere Programm vom Leib halten und Schumann: Klavierquartett Es-Dur op. 47 Saint-Saëns: «Der Elefant» aus Karneval meistert die gruseder Tiere; Schubert: Klavierquintett A-Dur D 667 «Forellenquintett»; Mozart: Sonate ligste HerausfordeNr. 11 A-Dur KV 331 rung ihres Mäuselebens. Was könnte das Temperament der kleinen Maus und ihre Geistesblitze besser versinnbildlichen als Mozarts Rondo alla Turca aus der Sonate Nr. 11. Den musikalischen Rahmen für das spannende Familienkonzert bildet Schuberts Forellenquintett. Für Kinder zwischen 3 und 5 Jahren

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Jubiläums-Création Mosaïque mit fünf Carrés-Pralinés Confiserie Sprüngli Telefon 044 224 47 11 bestell-service@spruengli.ch www.spruengli.ch

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Weshalb haben Sie mit dem Geigenspiel begonnen? Das geschah auf ganz natürliche Art und Weise. Meine Eltern sind zwar keine Musiker, aber mein Vater hat Geige gespielt. Eine Geige lag dann bei uns zu-

ZKO-Inside: Im Gespräch mit Willi Zimmermann hause herum und hat mich schon als kleines Kind sehr interessiert. Mit ca. drei Jahren begann ich auf dieser Geige herumzuspielen, im wahrsten Sinn des Wortes. Den ersten Unterricht erhielt ich ein Jahr bevor ich zur Schule kam, da war ich sechs Jahre alt. War für Sie schon immer klar, dass Sie Geiger werden möchten? Als Kind habe eigentlich nie besonders viel geübt, was meinen damaligen Lehrer nicht sehr erfreute. Als ich dreizehn war, schickte er mich in die Camerata Basel als Konzertmeister. Die Camerata Basel, das war ein Kammerorchester aus Schülern, Studenten und einigen Berufsmusikern. Dort habe ich entdeckt, wie viel Spass es macht, mit anderen zusammen zu musizieren. So entwickelte ich den Ehrgeiz, mich ernsthafter mit der Geige auseinanderzusetzen. Mit sechzehn Jahren entschied ich mich dann für ein Musikstudium bei Sándor 30

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Zöldy an der Musikhochschule Basel. Was fasziniert Sie an der Geige? Am meisten fasziniert mich der vielfältige Klang der Geige. Die Geige selbst besteht ja eigentlich «nur» aus vier Saiten, daher ist es unglaublich faszinierend, was man alles an Ausdruck, Rhythmus, Stimmung und Klangfarben aus dem Instrument herausholen kann. Wie sind Sie zum ZKO gekommen? Im Jahr 2000 ist der damalige Konzertmeister Zbigniew Czapczynski plötzlich verstorben. Ich kam damals als Zuzüger Konzertmeister zum Zürcher Kammerorchester. Zuerst war es nur eine sehr sporadische Zusammenarbeit, da ich damals noch im Amati-Quartett spielte. Mit der Zeit entstand dann eine immer engere Verbindung, bis ich 2008 eine 50%-Stelle als Konzertmeister erhielt. Diese wurde nun kontinuierlich ausgebaut und ab dem 1. August 2011 bin ich zu 100% als Konzertmeister für das ZKO tätig.

«Als Kind habe eigentlich nie besonders viel geübt, was meinen damaligen Lehrer nicht sehr erfreute.» Was ist Ihre Aufgabe als Konzertmeister? Als Konzertmeister bin ich in erster Linie der Vermittler zwischen Dirigent und Orchester. Dabei unterstütze ich den Dirigenten, so zum Beispiel, indem ich dem Orchester technische und musikalische Hilfeleistungen gebe. Neben

der fachlichen Kompetenz muss ein Konzertmeister auch auf der menschlichen Ebene vermitteln können und den Teamgeist im Orchester aufrechterhalten. Was reizt Sie an der Arbeit in einem Kammerorchester? In einem Kammerorchester sind die Aufgaben eines Konzertmeisters viel breiter gefächert als in einem grossen Sinfonieorchester. Als Konzertmeister in einem Kammerorchester ist die Verantwortung viel grösser, denn wir geben oft auch Konzerte ohne Dirigent. Was schätzen Sie an der Zusammenarbeit mit den ZKO-Musikern? Es ist in jedem Sinne eine leidenschaftliche Zusammenarbeit. An den ZKOMusikern schätze ich, dass sie sehr kommunikativ sind und vorwärtskommen wollen. Dies ist die beste Basis für eine gute Zusammenarbeit. Haben Sie noch weitere Engagements neben dem beim ZKO? Ich habe 21 Jahre im Amati-Quartett gespielt. 2007 habe ich damit aufgehört und verpflichte mich seither immer wieder als Kammermusiker. Auf welche Projekte mit dem ZKO freuen Sie sich besonders? Auf die Zusammenarbeit mit Sir Roger. Dies ist alles relativ neu für uns, wir hatten bis jetzt nur ein paar wenige Konzerte zusammen mit Sir Roger. Er ist eine sehr prägende Persönlichkeit, daher freue ich mich sehr auf diese neue Zusammenarbeit. Welchen Komponisten der Vergangenheit oder Gegenwart würden Sie bitten, Ihnen ein Konzert zu komponieren? Joseph Haydn – er ist ein sehr inspirierender Komponist. ls

Der 1961 in Basel geborene Willi Zimmermann erhielt seinen ersten Violinunterricht mit sechs Jahren bei Wolfgang U. Stettler. Später wurde er in die Klasse von Sándor Zöldy aufgenommen und schloss sein Lehr- und Konzertdiplom mit Auszeichnung ab. Mit seinem Klaviertrio erhielt er den «Migros-Kammermusikpreis» und ein Stipendium, das ihm die Weiterbildung bei Sandor Végh und Günther Pichler ermöglichte. Von 1981 bis 2007 war Willi Zimmermann Primarius des AmatiQuartetts. Bald nach seiner Gründung nahm das Violinquartett verschiedene Auszeichnungen entgegen. Neben dem klassischen und romantischen Repertoire lag den Musikern besonders die Musik des 20. Jahrhunderts am Herzen. Von 1992 bis 2011 war er erster Konzertmeister des Musikkollegiums Winterthur und ist seit 2008 Konzertmeister des ZKO. Opus.II

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Antonio Cagnoni (1828 –1896)

DON BUCEFALO

Opera buffa in 3 atti Schweizer Erstaufführung

ZKO-Haus

Seefeldstrasse 305, 8008 Zürich 28. 30. 31. 1. 2. 7. 8. 12. 13. 14.

Dezember Dezember Dezember Januar Januar Januar Januar Januar Januar Januar

Information: Karten: Vorverkauf:

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2011, 2011, 2011, 2012, 2012, 2012, 2012, 2012, 2012, 2012,

19.30 Uhr 19.30 Uhr 17.00 Uhr 17.00 Uhr 17.00 Uhr 19.30 Uhr 17.00 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr 19.30 Uhr

www.pocketopera.ch CHF 68.– / 58.– / 48.– ZKO-Billettkasse 0848 84 88 44 billettkasse@zko.ch Musik Hug, Jecklin, Jelmoli-Zürich City, Migros-City, Tonhalle

Zürcher Kammerorchester Unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkriegs durch Edmond de Stoutz gegründet, zählt das Zürcher Kammerorchester heute zu den führenden Klangkörpern seiner Art. Unter der Leitung von Howard Griffiths und Muhai Tang konnte das Ensemble seinen Rang als Kammerorchester von internationaler Bedeutung nachhaltig festigen. Regelmässige Einladungen zu internationalen Festivals, Auftritte in den bedeutenden Musikzentren Europas sowie ausgedehnte Konzerttourneen durch Europa, die USA und China und zahlreiche von der Fachpresse gefeierte CDs belegen das weltweite Renommee des Zürcher Kammerorchesters. Neben der Pflege eines breit gefächerten Repertoires, das von Barock über Klassik und Romantik bis zur Gegenwart reicht, macht das ZKO immer wieder durch Neuentdeckungen vergessener Komponisten, aber auch durch die Zusammenarbeit mit Musikern aus anderen Bereichen wie Jazz, Volksmusik und populärer Unterhaltung auf sich aufmerksam. Die Förderung junger Instrumentalisten und angehender Klassikfreunde (u.a. in Kinderkonzerten) ist dem Zürcher Kammerorchester ebenso wichtig wie die kontinuierliche Zusammenarbeit mit weltweit gefeierten Solisten. Ab der Saison 2011/12 übernimmt Sir Roger Norrington als Principal Conductor das ZKO.

1. Violine Willi Zimmermann, Konzertmeister Donat Nussbaumer, Stv. Konzertmeister Michael Gebauer; Sandra Goldberg Jana Karsko; Asa Konishi Jankowska

2. Violine Kio Seiler, Stimmführerin Anna Tchinaeva, Stv. Stimmführerin a.i. Hiroko Takehara; Shunji Akagi Günther Stückle

Viola Ryszard Groblewski, Stimmführer Frauke Tometten Molino, Stv. Stimmführerin Mirion Glas; Pierre Tissonnier

Violoncello Nicola Mosca, Stimmführer Anna Tyka Nyffenegger, Stv. Stimmführerin Silvia Rohner

Kontrabass Seon-Deok Baik, Stimmführerin Hayk Khachatryan, Stv. Stimmführer

Feste Zuzüger Kurt Meier, Oboe; Roman Schmid, Oboe Thomas Müller, Horn; Martin Ackermann, Horn Naoki Kitaya, Cembalo

Herausgeber Zürcher Kammerorchester, Seefeldstrasse 305, Postfach 1284, 8034 Zürich, Tel. +41 44 388 36 00, Fax +41 44 388 36 10 Billettkasse 0848 84 88 44 (Mo–Fr 11–18 h), billettkasse@zko.ch, www.zko.ch, sowie die üblichen Vorverkaufsstellen Impressum Redaktionsleitung ZKO: B. Veraguth, L. Schürmann Autoren: C. Geltinger cg, L. Schürmann ls Bild Galways: Paul Cox/Fotograf, Der Mondbär (c) Coppenrath Verlag GmbH & Co. KG, Münster Nach den Kinderbüchern von Rolf Fänger und Ulrike Möltgen, übrige Fotografien: Agenturen Anzeigenverkauf: Rewomedia/Publicitas Publimag AG Produktion: Südostschweiz Print Konzept/Layout: Eisbeer AG/ZH, Euro RSCG Erscheinungsweise: zweimonatlich, 5x im Jahr Auflage: 16 000 Exemplare Opus.II

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Vorschau Januar–Februar 2012 Dienstag, 10. Januar, 19.00 Uhr, Tonhalle ZKO; Graziella Contratto, Dirigentin; Camille Sublet, Klavier; Pascal Deuber, Horn; Marco Lava, Gitarre

Emotionen, die bewegen.

Nähere Angaben zum Konzert unter www.zko.ch

Sonntag, 15. Januar, 11.00 Uhr, ZKO-Haus Kammermusik@ZKO – « Gegenseitig/Gegensaitig » Werke von Haydn, Beethoven, Prokofieff

Sonntag, 15. Januar, 14.00 und 16.00 Uhr, ZKO-Haus Nuggi-Konzert Werke von Haydn und Beethoven

Mittwoch, 18. Januar, 19.30 Uhr, Kirche St. Peter Zürcher Kammerorchester; Andreas Spering, Dirigent; Malin Hartelius, Sopran; NN, Oboe; Willi Zimmermann, Violine Werke von Telemann und Bach

Samstag, 21. Januar, 19.30 Uhr, Tonhalle Diana Damrau, Sopran; Xavier de Maistre, Harfe

Werke von Schubert, Parish-Alvars, Strauss, Hahn, Chausson, Duparc, Godefroid und Dall’Acqua

Sonntag, 22. Januar, 11.00 Uhr, Tonhalle – Knobelkonzert Zürcher Kammerorchester; Gunhard Mattes, Dirigent Timo Schlüssel, Moderation und Konzept; Inda Buschmann, Schauspielerin Sonntag, 29. Januar, 19.30 Uhr, Tonhalle Zürcher Kammerorchester; Sir Roger Norrington, Dirigent Werke von Strawinsky und Händel

Freitag, 3. Februar, 20.00 Uhr, Kaufleuten « ZKO meets… » Zürcher Kammerorchester; Willi Zimmermann, Leitung; Melinda Nadj Abonji, Buchautorin Verkauf nur über www.kaufleuten.ch

Dienstag, 7. Februar, 19.30 Uhr, Tonhalle Zürcher Kammerorchester; Diego Fasolis, Cembalo und Leitung; Roberta Invernizzi, Sopran; Maria Hinojosa Montenegro, Sopran; NN, Countertenor Serenaden und Kantaten von Sammartini und Bononcini

Mittwoch, 29. Februar, 19.30 Uhr, Tonhalle Zürcher Kammerorchester; Michael Sanderling, Dirigent; Asya Fateyeva, Saxophon Werke von Arenskij, Glasunow, Tschaikowsky

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AMAG, langjähriger Hauptsponsor des Zürcher Kammerorchesters und Ihr Partner für sorgenfreie Mobilität, wünscht Ihnen ein wunderschönes Konzert.

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