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ZILLERTALER GEMEINDEBLICK

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ZILLERTALER HEIMATSTIMME

44 | 2020

74. Jahrgang · Herausgeber Marktgemeinde Mayrhofen · Jahresabo € 35,- · Einzelpreis € 1,- · erscheint wöchentlich · 30. Oktober 2020 · Nr. 44

ALLERHEILIGEN - ALLERSEELEN Zeit für Stille und innere Einkehr Seite 10 -16

SONDERREGELUNG

NÄCHSTE SCHRITTE GEHEN

MOBILES SOZIALZENTRUM

Allerheiligen und Allerseelen am Waldfriedhof Mayrhofen

Tiroler Jungbauernschaft und Landjugend aktiv im Einsatz

Im November wird von Zell a. Z. nach Mayrhofen übersiedelt

Seite 8

Seite 18-20

Seite 24

Österreichische Post AG | WZ 02Z031716 W | nicht retournieren Marktgemeinde Mayrhofen, Hauptstraße 409, 6290 Mayrhofen


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ZILLERTALER HEIMATSTIMME

IMPRESSUM Zillertaler Heimatstimme Amtsblatt der Marktgemeinde Mayrhofen Verleger und Herausgeber Marktgemeinde Mayrhofen 6290 Mayrhofen, Hauptstraße 409 T 05285 64000 | F 05285 64000 34 Chefredakteurin: Gerda Gratz Hersteller Satzarbeit: die praxis, Werbeagentur 6290 Mayrhofen, Schmiedwiese 173 Druck: Athesia Druck GmbH Innsbruck/Bozen Redaktion und Anzeigenannahme die praxis, Werbeagentur, Mayrhofen T 05285 62000 22 | F 05285 62000 40 redaktion@zillertalerheimatstimme.at anzeigen@zillertalerheimatstimme.at Mo-Fr 09-12 Uhr und Di-Do 14-17 Uhr

MAYRHOFEN/HOLLENZEN Erlebnissennerei Zillertal sagt dem Müll den Kampf an 30 Tonnen Müll werden bis 2022 eingespart. Bewährte Qualität neu verpackt präsentieren die GF Christian und Heinrich Kröll

Annahmeschluss in der betreffenden Erscheinungswoche REDAKTION: Montag 10.00 Uhr ANZEIGEN: Montag 12.00 Uhr Namentlich oder mit Kürzel gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder und sind von der Redaktion nicht in allen Einzelheiten des Inhalts und der Tendenz überprüfbar. Für unverlangte Manuskripte übernimmt die Schriftleitung keine Verantwortung. Nachdruck ausschließlich mit schriftlicher Erlaubnis der Redaktion. P.b.b. Erscheinungs- und Verlagspostamt 6290 Mayrhofen.

Veronika, Laura, Isabella, Rebecca und Elena sind bereit für das Törggelen in der Bergfriedalm.

Copyright Um urheberrechtliche Unannehmlichkeiten zu vermeiden, weisen wir darauf hin, dass der Auftraggeber bzw. Überbringer von Unterlagen für Inserate und Textbeiträge das Urheberrecht für überlassene Fotos, Vorlagen udgl. haben muss, und somit der Hersteller und Herausgeber der Zillertaler Heimatstimme schad- und klaglos gehalten wird.

MAYRHOFEN

Geschäftsbedingungen Es gelten die Bestimmungen der „Allgemeinen Geschäftsbedingungen“ der Zillertaler Heimatstimme. Die jeweils aktuelle Ausgabe ist beim Herausgeber oder unter www.zillertalerheimatstimme.at einsehbar. Gender-Hinweis Aus Gründen der besseren Lesbarkeit werden in der Zillertaler Heimatstimme zum Teil Begriffe wie z.B. „Mitarbeiter“ in der maskulinen Schreibweise verwendet. Grundsätzlich beziehen sich diese Begriffe immer auf beide Geschlechter. Kürzung von Texten Die Redaktion behält sich vor, gegebenenfalls bei redaktionellen Beiträgen und Leserbriefen Kürzungen vorzunehmen oder diese auch ganz wegzulassen. Die Platzierung und Anordnung von Texten und Fotos ist allein der Redaktion vorbehalten. Bei mehreren Fotos zu einem Text werden diese nur berücksichtigt, wenn genügend Platz vorhanden ist. Nach Redaktionsschluss eingelangte Beiträge können erst in der darauffolgenden Woche berücksichtigt werden. Abo-Service office@mayrhofen.tirol.gv.at Frau Anita Pfister-Kreidl T 05285/64000-11 Titelbild: Shutterstock

TUX

Eröffnung des neuen Asia-Restaurants „Mister Lei“ am Dienstag 03.11. Familie Wu freut sich, Ihre Gäste im neuen Restaurant im Schultz-Gebäude begrüßen zu dürfen!

MAYRHOFEN Mitarbeiter des Sozialzentrums und der Gärtnerei Kröll sorgen sich um die Außenanlage. Ihr macht eine tolle Arbeit!

SEITENBLICKE Foto: Erlebnissennerei Zillertal

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AUFBLATT‘LT

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Schützenswertes heimisches Tiroler Kulturgut – Tiroler Kulturpflanzen

Sortenvielfalt für ein regionales Werteverständnis

Blicken wir zurück auf die Produktionsweisen in der heimischen Landwirtschaft, wo Knechte und Mägde die anfallenden Arbeiten erledigten, meist von Hand und mit Unterstützung von einfachem bäuerlichem Gerät, so brachte die Technisierung des Ackerbaus große Veränderungen mit sich. Alte Landsorten erwiesen sich als schwierig zu ernten, da eine Pflanze, die maschinell geerntet oder an-

derweitig bearbeitet wird, andere Voraussetzungen erfüllen muss. Es geht um zeitgleiche Reife, eine einheitliche Größe und das Erfordernis einer bestimmten Höhe. Alte Roggen-Landsorten werden auch über zwei Meter hoch, für Mähdrescher ein schwieriges Kriterium. Lokalsorten mussten zunehmend modernen, intensiver nutzbaren und maschinell leichter bearbeitbaren Sorten Platz machen. Kurzum, die Landwirtschaft wurde durch Handelssaatgut und modernes technisches Arbeitsgerät revolutioniert. Ackerkulturen, welche früher lebensnotwendig waren – man denke an Getreide für die Lebensmittelherstellung und Saatgutvermehrung – wurden auf einfacher bewirtschaftende Grünlandflächen umgestellt. Die Lokalsorten waren einfach nicht mehr konkurrenzfähig, moderne Sorten brachten bessere Ergebnisse. Zu der Zeit, als die Landsorten verschwanden, war bei uns das österreichische

Saatgutrecht in Kraft – so wie heute noch. Gewisse Anpassungen an die europäischen Saatgut- und Sortennormen waren vorzunehmen, aber nicht ausschlaggebend für das Verschwinden der Landsorten. Der Versuch einer europäischen Saatgutverordnung war ja ziemlich umstritten, sollte aber – aufbauend auf die verschiedenen schon lange gültigen staatlichen Regelungen – eine Vereinheitlichung bringen. Heute ist es Aufgabe, dieses Tiroler Kulturgut wieder in den Fokus des Interesses zu rücken. Denn diese Tiroler Kulturpflanzen werden meist dort angebaut, wo sich Bäuerinnen und Bauern oder Gärtnerinnen und Gärtner so wie neuerdings Unternehmen auf einem Nischenmarkt stark mit der Tiroler Kultur, insbesondere mit der Esskultur, identifizieren. Es gilt, altes Genmaterial mit aktuellen Bedürfnissen für Produzenten und Konsumenten zugänglich zu machen, mit dem Ziel, einen wichtigen Beitrag

an der Gemeinwohlökonomie zu leisten. Das kann gelingen, wenn mit Tiroler Mut und Leidenschaft für ein wichtiges Thema unserer Zeit ein gefährdetes Kulturgut auf einen heimischen, gesunden und fruchtbaren Boden fallen darf.

Foto: Toni Anzenberger

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Tiroler Landwirtschaft stark verändert. Neuerungen, wie die gestiegene Mobilität, Preisentwicklungen am Agrarmarkt und der außerlandwirtschaftliche Zuerwerb, haben dazu geführt, dass alte Kulturpflanzen nicht mehr angebaut wurden und so fast gänzlich ausgestorben sind. Die Genbank Tirol ist seit beinahe 100 Jahren Bewahrer und Forscher alter Landsorten. Ein lebendiges Kultur- und Naturerbe, das eine Vielfalt an Pflanzen birgt, die sich an alpine Verhältnisse angepasst haben. Ein einzigartiger Reichtum, bei dem es sich beispielsweise um über 1.000 Saatgutproben, 70 Kartoffel-Landsorten und zahlreiche Apfelsorten handelt. So weist das Bundesland Tirol etwa 400 verschiedene Apfelsorten auf.

Foto: Gerda Gratz

In Zeiten von Unabhängigkeiten, mit vermehrtem Fokus auf regionale Lebensmittel, erfährt das Thema der Sortenvielfalt eine zunehmende Aufmerksamkeit. Dennoch handelt es sich dabei um ein zartes Pflänzchen, das auf einen fruchtbaren Boden fallen muss, um in die Zukunft wurzeln zu können. Wie ist es demnach um unsere Sortenvielfalt bestellt?

Gerda Gratz Chefredaktion gerda@zillertalerheimatstimme.at


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Sa 31.10.

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ÄRZTE- UND APOTHEKENDIENST IM ZILLERTAL

TUX

MAYRHOFEN

ZELL/ZILLER

STUMM/FÜGEN

ZAHNARZT

APOTHEKEN

Dr. Wiltrud Wachter Schwendaustr. 182 05285 62622 10.00 bis 11.30 16.00 bis 17.00

Dr. Wiltrud Wachter Schwendaustr. 182 05285 62622 10.00 bis 11.30 16.00 bis 17.00

Dr. Wiltrud Wachter Schwendaustr. 182 05285 62622 10.00 bis 11.30 16.00 bis 17.00

Dr. Christian Wimmer KALTENBACH Dorfstraße 4 05283 2858 10.00 bis 14.30

Dr. med. dent. Anna Telsnig-Jäger STUMM Ahrnbachstraße 1 05283 28874 09.00 bis 11.00

Dorf-Apotheke FÜGEN 05288 63818

Dr. Herwig Kunczicky Unterau 7 05282 4200 10.00 bis 11.00 17.00 bis 17.30

Dr. Herwig Kunczicky Unterau 7 05282 4200 10.00 bis 11.00 17.00 bis 17.30

Dr. Herwig Kunczicky Unterau 7 05282 4200 10.00 bis 11.00 17.00 bis 17.30

Dr. Christian Wimmer KALTENBACH Dorfstraße 4 05283 2858 10.00 bis 14.30

Dr. med. dent. Anna Telsnig-Jäger STUMM Ahrnbachstraße 1 05283 28874 09.00 bis 11.00

So 01.11.

Europa Apotheke RAMSAU I. Z. 05282 2189 16.00 bis 18.00 Dorf-Apotheke FÜGEN 05288 63818 Europa Apotheke RAMSAU I. Z. 05282 2189 10.00 bis 12.00 16.00 bis 18.00

Außerhalb der Öffnungszeiten ist die Dorf Apotheke in Fügen von Sa., 31.10., bis Fr., 6.11., für Notfälle erreichbar.

SOZIALSPRENGEL NOTRUFNUMMERN

ZILLERTAL TV

Sozialsprengel Mayrhofen (Mo bis Fr)

05285 63304-418

Sozialsprengel Stumm (Mo bis Fr)

05283 2020

Sozialsprengel Zell am Ziller (Mo bis Fr)

05282 2222-20

Sozialsprengel Vorderes Zillertal (Mo bis Fr)

05288 63337

Ha 62 uptst 90 r Ma aße yrh 485 ofe n

Immer zur halben Stunde: Almabtrieb/Huamfahrt vom Zillergrund ins Südtirol (Kultur & Tradition)

BILD DER WOCHE

Foto: Paul, paul.wechselberger@aon.at

 +43 5285 63 189 bez. Anz.

LE

Immer zur vollen Stunde: Franz Wechselberger erzählt Geschichten über die Hauptstraße Teil 3/4 (Land & Leute)

praxis@olga-shafe.at

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TV-PROGRAMM: 30.10. - 05.11.

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Herbstsonne in den Drei Linden in Schwendau


AKTUELL IM ZILLERTAL

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Leben wo andere Urlaub machen!

In Fügen, Feldweg 1, errichtete die NEUE HEIMAT TIROL eine Wohnanlage mit 18 Mietwohnungen samt Tiefgarage. Der Heizwärmebedarf für die Wohnungen beläuft sich laut Energieausweis auf ca. 9,8 kWh/m²a. Die NEUE HEIMAT TIROL dankt dem Land Tirol für die Bereitstellung der Wohnbauförderungsmittel, der Gemeinde

Fügen für die gute Zusammenarbeit sowie den Planern und ausführenden Firmen für die hervorragende Arbeit und termingerechte Fertigstellung. Wir wünschen den neuen Bewohnerinnen und Bewohnern viel Freude und Zufriedenheit in ihrer „Neuen Heimat“. Finanzierung: Sparkasse Schwaz

Wohnbeispiel: 4-Zimmer-Wohnung in dieser Wohnanlage mit 95,02 Nutz-m² samt Balkon, Kellerabteil und Tiefgaragenabstellplatz Nettomiete/Monat: € 464,01 (je Nutz-m² € 4,88) Betriebs-, Heiz-, Warmwasserkosten und Steuern: € 319,70 (je Nutz-m² € 3,37) Bruttomiete/Monat: € 783,71 (je Nutz-m² € 8,25)

Bauausführende Firmen: Planverfassung: upzirben Arch. DI Günther Gasteiger, Hart im Zillertal • Baumeister: Ing. Hans Bodner BauGmbH & Co KG, Kufstein • Aufzugsanlagen: Schindler Aufzüge und Fahrtreppen GmbH, Wien • Bauphysik: Fiby ZT-GmbH, Innsbruck • Bauspenglerarbeiten: Hermann Dagn GmbH, Kössen • Bodenbelagsarbeiten: Prader Farben GmbH, St. Johann in Tirol • Brandschutztüren und -tore: Tortec Brandschutztor GmbH, Wolfsegg am Hausruck • Elektroinstallationen: Andreas Singer, Zellberg • Estricharbeiten: Dengg & Tasser GmbH, Mayrhofen • Fenster: Wick Fenster & Sonnenschutz GmbH, Linz • Fliesenlegerarbeiten: Troyer GmbH, Innsbruck • Gartengestaltung: Michael Tauber, Wattens • Heizung und Lüftung: Opbacher Installationen GmbH, Fügen • Malerarbeiten: Allianz Malerei und Bau KG, Innsbruck • Metallbauarbeiten und Portalschlosser: Nocker Metallbau GmbH, Navis • Planung Elektro: Neutral Technisches Büro Obwieser GmbH, Absam • Planung Haustechnik: TB Martin Hofer, lnzing • Sanitäre: Opbacher Installationen GmbH, Fügen • Statik: DI Wolfgang Redlich, Innsbruck • Trockenbauarbeiten: BA Bau GmbH, Innsbruck • Türen: Eller Türen + Möbel GmbH, Matrei am Brenner • Zimmererarbeiten: Holzbau Wurm GmbH, Stumm

Bezahlte Anzeige / Fotos: NHT/2quadr.at/Oss

Übergabe Wohnanlage Fügen – Feldweg 1 Neue Heimat für 18 Familien

Die NEUE HEIMAT TIROL schafft derzeit in weiteren 22 Tiroler Gemeinden leistbaren Wohnraum: Fliess, Haiming, Innsbruck, Jenbach, Kauns, Kirchberg, Kufstein, Kundl, Mutters, Reith bei Kitzbühel, Reith bei Seefeld, Rum, Scheffau, Schönwies, Serfaus, Sölden, St. Anton, Telfs, Umhausen, Vomp, Wörgl und Zams. www.neueheimat.tirol

Arztpraxis in zentraler Lage in Kundl zu vermieten ! Gestaltung der Ordinationsräume noch möglich. Kontakt: Clemens Herdy | Tel.: 0512-3330-552 | herdy@nht.co.at

NHT_Fügen_Zillert.Heimatst._180x258.indd 1

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ZILLERTALER HEIMATSTIMME

G'FREIDIG G'SUND

Verbot von Fabrikzucker in Baby- und Kindertees Verordnung der Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (BRD) Kinder- und Jugendärzte warnen schon länger, Petitionen fordern es, und wissenschaftliche erdrückende Beweise haben die Ministerin anscheinend veranlasst, diesen wichtigen Schritt zu tun. Ministerin Klöckner spricht von einem wichtigen Schritt für eine gesunde Ernährung von Kleinkindern. Die Weichen für das Ernährungsverhalten werden früh gestellt. Die ersten 1000 Lebenstage von Kindern seien entscheidend.

SCHWAZ „Das Haus auf Monkey Island“ – Schauspiel von Rebekka Kricheldorf unter der Regie von Madeleine Weiler, Theater im Lendbräukeller, 20.15 Uhr, weitere Termine: 31.10., 6., 7.11., Res.: info@theaterimlendbraeukeller.at oder 0650 / 2045045

ZELL/ZILLER BrauKunstHaus Zillertal Bier, Montag bis Samstag von 10.00 – 18.00 Uhr, Infos: 05282 / 2366-90, info@braukunsthaus.at KALTENBACH Freizeitzentrum KABOOOM - Bewegung, Sport, Vergnügen: Bewegung, Sport, Vergnügen: Mo. – Sa. ab 14.00 Uhr, Sonn- und Feiertage ab 12.00 Uhr, Dancesation Mo. – Fr. ab 9.00 Uhr, weitere Infos: www.kabooom.at

MAYRHOFEN Tauschabend des Briefmarkensammelvereins, Alpendomizil Neuhaus, 20.00 Uhr, nächster: 2.12. MAYRHOFEN Konzert mit Künstlerin Alicia Edelweiss, Europahaus, Beginn: 20.00 Uhr

VORSCHAU BRUCK/ZILLER, Samstag, 07.11. Bruggara Toifl-Warm-up, Zelt bei VS, ab 20.00 Uhr.

Mütter vertrauen den Herstellern „Nuckel-Karies“ vom süßen Tee! Das können wir uns kaum vorstellen. Die Qualität von industriell hergestellter Baby- und KleinkindNahrungsmitteln und Getränken wird selten hinterfragt. Ein ÖKOTest aus dem Jahre 2011 hatte nicht nur überhöhte Zuckerwerte in Baby- und Kindertees (div. Zuckerarten, Traubenzucker, Maltodextrin, Isomaltulose usw.) festgestellt, sondern auch Belastungen mit Pestiziden!

SCHLITTERS, Samstag, 07.11. Bezirkslandjugendball mit LiveMusik, Veranstaltungszentrum, Beginn: 20.00 Uhr, vorbehaltlich Corona-Entwicklung

Frühe Süß-Prägung hat Auswirkungen Süß schmeckender Tee und andere regelmäßige „Süßigkeiten“ bergen die Gefahr einer frühen „Süß-Prägung“ auf die Geschmacksnerven. Die weiteren Folgen können vermehrte Karies, Übergewicht, Konzentrations-Probleme, ständige „Zappeligkeit“ usw. sein.

Quellen: „Der Gesundheitsberater“ Sep. 20 – S. 12; https://www.ra-skwar.de/ urteile/BGH%20VI%20ZR%2041-93.php; Öko-Test Jänner 2018

TÄGLICH

MITTWOCH, 04.11.

Bereits im Jänner 1994 hat der deutsche Bundesgerichtshof folgendes Urteil gesprochen: „Hersteller von zuckerhaltigem Kindertee müssen grundsätzlich auf die mit dem »Dauernuckeln« ihres Tees verbundene erhebliche Kariesgefahr hinweisen. Diese besteht in dem Umspülen der Rückseite der Oberkieferschneidezähne und dem gleichzeitigen Abspülen des Speichelschutzes. Das ist im Allgemeinen unbekannt.“

Gabriela Gasser, Gesundheitsberaterin GGB, www.genussvollgesund.com, 0664 – 249 28 29

FREITAG, 30.10.

KALTENBACH Hochalm - Wetterkreuzspitze, geführte Wanderung Hochzillertal, geeignet ab 12. Jahren, Start: 9.00 Uhr, Anm. bis am Vortag im TVB-Büro, 05283 / 2218

Hoher Zuckergehalt in Baby- und Kindertees + Gerichtsurteil Baby- und Kindertees (Granulat) enthalten bereits seit Jahrzehnten unglaublich hohe Mengen an Fabrikzucker-Arten. Bei vielen Kleinkindern wird das Milchgebiss komplett von der Zahnkaries erfasst. Zum Teil bleiben nur noch schwarze Zahnstummel im Mund übrig!

FÜGEN, Freitag, 13.11. Dorf- und Bauernmarkt, Schlosspark, ab 9.00 Uhr MAYRHOFEN, Samstag, 14.11. Mitanond trotz ausanond – Das Kabarett für Zillertaler helfen Zillertalern“, Europahaus, 20.00 Uhr, Infos: europahaus.at/events Foto: Europahaus Mayrhofen

Aufruf an BM Elisabeth Köstinger Ich hoffe sehr, dass Sie als österreichische Landwirtschaftsministerin dem deutschen Beispiel folgen. Als erster Schritt - und weitere Aktionen folgen lassen, welche die Gesundheit unserer Kinder stärken.

WAS IST LOS IM ZILLERTAL?

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Foto: Symbolfoto/becknaphoto.com

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HINTERTUX „Natureis Palast“: Jubiläumstour, VIP-Tour mit Bootsfahrt am Gletschersee, keine Voranmeldung nötig, Infos für weitere Erlebnistouren: 0676 / 3070000, info@natursport.at FÜGEN Schaukäserei und Museum, Zillertaler Heumilch-Sennerei, Mo. Fr. 8.00 - 18.00 Uhr, Sa. 8.00 - 14.00 Uhr, Führungen auf Anmeldung: 05388 / 62334, info@heumilch.tirol ASCHAU Holzschnitzerei und Mineralienschau Burgstaller, Infos: 0650 / 2661570, 05282 / 4799 MAYRHOFEN Besichtigung SchauSennerei und Schau-Bauernhof, Erlebnissennerei Zillertal, 9.00 bis 17.00 Uhr, letzter Einlass: 16.15 Uhr

WÖCHENTLICH FÜGEN HolzErlebnisWelt – Führungen Montag bis Freitag um 9.00, 11.00, 13.00 und 15.00 Uhr MAYRHOFEN Pokerturnier in der Edelweiss-Lounge, jeden Montag ab 20.00 Uhr

MAYRHOFEN, Donnerstag, 26.11. „Oben ohne“ – Kabarett mit Markus Koschuh, Europahaus, 20.00 Uhr, Infos: europahaus.at/events

ZELL/ZILLER Zillertaler Regionalmuseum, Besichtigung auf Anfrage: 0664 / 1313787, 05282 / 4408


WAS IST LOS IM ZILLERTAL?

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ZILLERTALER HEIMATSTIMME

Kultur.Herbst im Europahaus Mayrhofen

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UNSER NACHWUCHS

Alicia Edelweiss am 4. November Nichts Originelleres lässt sich derzeit in Österreich finden! Die in Wien lebende Künstlerin Alicia Edelweiss hat Charme, Witz und Mut - vor allem hat sie Talent fürs Songschreiben. Die Musik wirkt ein wenig, als sei sie einfach hingeworfen. Die stilistische Heimat ist die Erinnerung an die Zeit der New Yorker AntiFolk-Bewegung. Sie habe, sagt Edelweiss, eine sehr theatralische Ader. Das macht sich bei Auftritten in schrägen Outfits und dem Hauch von Zirkuswelt bemerkbar. Poesie und Pop und ein Bekenntnis zum Seltsamen paaren sich mit der Lust an unbedingter Eigenständigkeit. Daraus wird eine beeindruckende Gesamtkunst. Vorverkaufskarten sind online via myZillertal.app oder am Schalter im Europahaus erhältlich!

Foto: Franzi Kreis

HANNA KNABL SCHLITTERS geboren am 17.10.2020 um 20.05 Uhr, 2780 g/47 cm Carina und Michael Knabl mit Leni

SAVE THE DATE: Weitere Termine im Europahaus sind MITANOND trotz AUSANOND am Samstag, 14. November, mit Volksbühne Mayrhofens „Nochtal fir uan“ & Nadja Maleh, zugunsten von „Zillertaler helfen Zillertalern“ sowie Markus Koschuh mit „Oben ohne“ am 26. November, Infos: europahaus.at/events

„EINKAUFEN IM ZILLERTAL“ Die Sonderausgabe in der KW 46 erscheint im ganzen Tal mit einer Auflage von 17.000 Stück. Neben redaktionellen Beiträgen ist Ihre Anzeigenschaltung ein unverzichtbarer Teil dieser Sonderausgabe zum Thema „Einkaufen im Zillertal“.

AUFLAGE: 17.000 Stück REDAKTIONSSCHLUSS: Mi., 4. November, 10.00 Uhr Seien Sie dabei – wir freuen uns!

Wir bitten um rechtzeitige Abgabe der Inserate an: anzeigen@zillertalerheimatstimme.at

TOBIAS DORNAUER FÜGENBERG geboren am 23.10.2020 um 18.17 Uhr, 3215 g/52 cm Stefanie Dornauer und Daniel Fankhauser mit Leonie

Marktgemeinde Zell am Ziller

Sprechtage Der Sprechtag der röm.kath. Kirchenbeitragsstelle Wörgl findet am Mittwoch, den 4. November, von 9.00 bis 12.00 Uhr im Marktgemeindeamt Zell am Ziller statt. Der Sprechtag der Sozialversicherungsanstalt der Selbstständigen (SVS) findet am Donnerstag, den 5. November, von 14.00 bis 16.00 Uhr im Marktgemeindeamt Zell am Ziller statt. Anmeldungen dazu sind direkt bei der Sozialversicherungsanstalt (SVS) erforderlich.


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RÖM. KATH. PFARRAMT MAYRHOFEN - 30.10. – 8.11. Freitag, 30.10. - 19.00 Uhr Aussetzung des Allerheiligsten und stille Anbetung, Beichtgelegenheit, 19.30 Uhr Abendmesse f. Heini Lechner/f. Franz Schneeberger u. verst. Ang./f. Paula u. Oswald Thummer/f. Verst. der Fam. Kröll u. Freund/f. Julie u. Max Leitner/ f. Hubert u. Helene Knunbauer Samstag, 31.10. - 19.30 Uhr Abendmesse für alle armen Seelen Sonntag, 1.11. – 31. So. im Jkr. - Allerheiligen - 8.00 Uhr Hl. Messe, 10.15 Uhr Festgottesdienst – Gestaltung Kirchenchor f. Hermann Knauer/f. Verst. der Fam. Schneeberger, Hollenzen/f. Hans u. Marianne Haaser/für alle armen Seelen, 14.00 Uhr Gräbersegnung am alten Friedhof u. Gedenkfeier beim Kriegerdenkmal, Einzug zum Waldfriedhof dort, 14.30 Uhr Totengedenken u. Gräbersegnung Waldfriedhof Montag, 2.11. – Allerseelen, 8.00 Uhr Seelenrequiem mit Gräbersegnung am alten Friedhof f. Verst. der Fam. Geisler-Roscher/f. Anna Geisler/f. Verst. vom Dörndler/f. Franz Eberl/f. Alois Neuner/f. Maria u. Hansl Gredler/ für alle armen Seelen, 19.00 Uhr Allerseelengottesdienst am Waldfriedhof und Gräbersegnung Mittwoch, 4.11. - 7.00 Uhr Frühmesse für Mario Hofbauer Freitag, 6.11. - 19.00 Uhr Aussetzung des Allerheiligsten und stille Anbetung, Beichtgelegenheit, 19.30 Uhr Abendmesse f. Ludwig u. Resi Kröll/f. Ludwig Kröll/für alle armen Seelen Samstag, 7.11. - 19.30 Uhr Vorabendmesse f. Fam. Sporer/f. Georg Klocker/ f. Helene Sporer/f. Elisabeth Sporer/f. Tobias Klocker/f. Heidi Dengg u. Ang./f. Marianne Hotter/f. Ludwig Wechselberger Sonntag, 8.11. – 32. So. im Jkr. - Schützenjahrtag - 8.00 Uhr Hl. Messe 10.15 Uhr Pfarrgottesdienst anschl. Totengedenken beim Kriegerdenkmal www.pfarremayrhofen.at, pfarre.mayrhofen@pfarre.kirchen.net RÖM. KATH. SEELSORGERAUM DORNAUBERG-HIPPACH-ASCHAU Sonntag, 1.11. - Hippach: 9.00 Uhr Wortgottesdienst, Aschau: 10.15 Uhr Wortgottesdienst, Dornauberg: 9.30 Uhr Hl. Messe Montag, 2.11. - Hippach: 9.00 Uhr Hl. Messe, Aschau: 19.00 Uhr Hl. Messe Dornauberg: 17.00 Uhr Andacht RÖM. KATH. SEELSORGERAUM RIED-KALTENBACH - 31.10. – 2.11. Samstag, 31.10. - Nacht der 1000 Lichter – Diese Veranstaltung ist aufgrund der strengen Coronamaßnahmen abgesagt! Sonntag, 1.11. u. Montag, 2.11. – Allerheiligen/Allerseelen - Keine offizielle Feier am Friedhof – Gräbersegnung am Morgen/Vormittag durch Pfarrer Erwin Gerst. Das Hl. Messopfer wird Pfarrer Gerst an seinem Hausaltar feiern u. alle auf der Gottesdienstordnung angegebenen Verstorbenengedächtnisse miteinschließen. Wir bitten um individuellen Gräberbesuch untertags unter Beachtung der geltenden Covid-19-Bestimmungen – Es gilt jetzt auch für den Friedhof eine max. Personenanzahl von 100 – mit 1 m Abstand und Mund-Nasen-Schutz! Das ewige Licht brennt von 1.11. – 7.11. in Ried f. Aloisia und Friedl Spitaler u. Viktor Dombrovicz /f. Rosina u. Anton Wechselberger u. Franz u. Nanne Klocker (Meusl)/f. Josef Schweiberer u. Juliane Zisterer/f. Maria Geisler/f. Alfred Kern/f. Johann u. Anna Luxner (Bahler) in Kaltenbach für die armen Seelen www.seelsorgeraum.ried-kaltenbach.at RÖM. KATH. SEELSORGERAUM ZELL AM ZILLER - 01.11. - 02.11. Sonntag, 01.11. - 1 – Allerheiligen 7.00 Uhr und 19:00 Uhr Gottesdienst in Zell 9.00 Uhr Pfarrgottesdienst in Zell, anschließend Totengedenken 10.00 Uhr Hl. Messe in Ramsau, anschließend Totengedenken 13.30 Uhr Rosenkranz mit anschließendem Totengedenken Montag, 02.11. - 1 – Allerseelen 7.00 Uhr, 9.00 Uhr und 19:00 Uhr Heilige Messe in Zell 19.00 Uhr Hl. Messe in Ramsau RÖM. KATH. SEELSORGERAUM UDERNS – 31.10. bis 2.11. Samstag, 31.10. Nacht der 1000 Lichter – Diese Veranstaltung ist aufgrund der strengen Coronamaßnahmen abgesagt! Sonntag, 1.11. u. Montag, 2.11. – Allerheiligen/Allerseelen Keine offizielle Feier am Friedhof – Gräbersegnung am Morgen/Vormittag durch Pfarrer Erwin Gerst. Das Hl. Messopfer wird Pfarrer Gerst an seinem Hausaltar feiern u. alle auf der Gottesdienstordnung angegebenen Verstorbenengedächtnisse

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KIRCHNBANK'L

miteinschließen. Wir bitten um individuellen Gräberbesuch untertags unter Beachtung der geltenden Covid-19-Bestimmungen – Es gilt jetzt auch für den Friedhof eine max. Personenanzahl von 100 – mit 1 m Abstand und Mund-Nasen-Schutz! Das ewige Licht brennt von 1.11. – 7.11. f. Eltern u. Geschwister der Familie Klausner u. Anni Soier/f. Hans Laimböck (Ehstand) u. verstorbene Verwandtschaft/f. Engelbert Falkner/f. Josef Silbergasser, Franz u. Maria Taxacher u. Verstorbene der Familie Silbergasser/f. Martha u. Ernst Raffeiner u. verstorbene Verwandtschaft www.seelsorgeraum.uderns.at RÖM. KATH. SEELSORGERAUM FÜGEN - 1.11. BIS 2.11. Sonntag, 1.11. u. Montag, 2.11. - Hauskirche – wir gedenken daheim unserer Verstorbenen – die Gräbersegnung erfolgt durch den Pfarrer an diesen beiden Tagen alleine! Das Hl. Messopfer wird Pfarrer Gerst an beiden Tagen an seinem Hausaltar feiern und alle auf der Gottesdienstordnung angegebenen Verstorbenengedächtnisse einschließen. Wir bitten um individuellen Gräberbesucht unter Beachtung der geltenden Covid-19-Bestimmungen – Es gilt jetzt auch für den Friedhof eine max. Personenanzahl von 100 – mit 1 m Abstand und Mund-Nasen-Schutz! Bitte dies vor allem auch bei Beerdigungen zu beachten! RÖM. KATH. SEELSORGERAUM STUMM/HART - 31.10. – 2.11. Samstag, 31.10. - Stumm: 11.30 Uhr Taufe Lisa Thaurer, 14.00 Uhr Taufe Manuel Hörhager, 19.30 Uhr Hl. Messe (Orgel Elfriede Angerer) Sonntag, 1.11. – Allerheiligen - Hart: 8.00 Uhr Hl. Messe (Sepp/Barbara) – anschl. Gräbersegnung , Stumm: 10.00 Uhr Hl. Messe (Kirchenchor) – anschl. Gräbersegnung Montag, 2.11. – Allerseelen - Stumm: 9.00 Uhr Hl. Messe (Kirchenchor) – anschl. Gräbersegnung, Hart: 19.00 Uhr Hl. Messe (Sepp/Barbara) – anschl. Gräbersegnung Das ewige Licht brennt in Hart für Maria, Anton u. Christian Höllwarth in Stumm für Verw. Fam. Hofer CHRISTLICHE GEMEINDE PASTOR DETLEF KOHL, TEL. 0676 / 91 64 289 Gottesdienste finden in der Polytechnischen Schule Mayrhofen statt. Sonntag: 10.30 Uhr in Englisch und 17.30 Uhr in Deutsch. Diese Gottesdienste falls nötig auch bilingual. Freitag: 19.30 Uhr Bibelstunde in Deutsch und Englisch. www.christliche-gemeinde-mayrhofen.at EVANGELISCHE PFARRGEMEINDE JENBACH/ZILLERTAL Martin-Luther-Platz 1, 6200 Jenbach, Tel/Fax 05244 / 62448 E-Mail: jenbach@evang.at, www.evangelisch-jenbach.at Wir laden herzlich ein zum Gottesdienst am Samstag, 31. Oktober, um 19.00 Uhr in der Kath. Kirche St. Martin in Schwaz mit Pfarrer U. Jung. U. A.Petritsch u. am Sonntag, 1. November um 10.00 Uhr in der Ev. Erlöserkirche in Jenbach mit Pfarrer A. Petritsch.

Allerheiligen und Allerseelen am Waldfriedhof Mayrhofen Die kirchliche Gräbersegnung kann laut Empfehlung der Österreichischen Bischofskonferenz zu Allerheiligen und Allerseelen leider nicht wie bisher stattfinden. Unser Herr Pfarrer Jürgen Gradwohl hat sich aber bereiterklärt, im nicht öffentlichen Rahmen die Gräbersegnungen durchführen. Der Friedhof ist an beiden Feiertagen zugänglich und es wird dringend empfohlen, die Gräberbesuche einzeln (die nicht im gem. Haushalt leben) und auf den ganzen Tag verteilt vorzunehmen. Bitte beachten Sie beim Friedhofsbesuch die einschlägigen COVID-19 Schutzmaßnahmen!


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TrauerRaum Zillertal

Es ist deine Liebe,

die uns verbindet und es ist unsere Liebe, die dich begleitet.

Der Trauer Raum geben & Trost finden

Eva Kern * 11.01.1958

† 07.10.2020

DANKE

sagen möchten wir allen, die unserer Mame im Leben mit Freundschaft, Liebe und Achtung begegnet sind, mit ihr fröhliche Stunden verbracht haben, sich in stiller Trauer mit uns verbunden fühlen und deren überwältigende Hilfsbereitschaft uns in so liebevoller und vielfältiger Weise zuteil wurde. Danke sagen wir auch allen, die diesen plötzlichen und schmerzvollen Verlust mittragen und mitfühlen. Dies ist uns ein großer Trost nach dem plötzlichen Verlust unserer Mame. Ein herzliches „Vergelt‘s Gott“: - unserer Vorbeterin Annemarie für die würdevollen Rosenkranzgebete - Hans für die einfühlsam gewählten Worte bei der Verabschiedung - dem Roten Kreuz Mayrhofen - für die vielen Gedenkkerzen und Kondolenzbucheinträge im Internet - der Bestattung Kröll und der Firma Blumen Kröll - Martina Troppmair für den schönen Blumenschmuck

Die Trauerfamilien

Ginzling, im Oktober 2020

Die Erinnerung ist ein Fenster, durch das wir dich sehen können, wann immer wir wollen.

Renate Innerbichler * 25.06.1933 ✝ 16.10.2020

Unsere liebe Mama, Schwiegermama, Oma und Uroma ist nach kurzer, schwerer Krankheit in den ewigen Frieden heimgekehrt. Auf Wunsch unserer lieben Verstorbenen findet die Urnenbeisetzung im engsten Familienkreis statt. Wir danken allen von Herzen, die in Gedanken bei uns sind und für sie im Stillen beten. In inniger Liebe und Dankbarkeit: Deine Kinder: Doris mit Ferdl Wolfgang mit Diane Deine Enkel: Stefan mit Gabi Christoph mit Rosi Markus mit Stefanie Christian mit Louise Deborah mit Jed Deine Urenkel: Simon, Laura, Linda, Bianca, Valentina, Dexter sowie im Namen aller übrigen Verwandten Eisenstadt, Morpeth, Zell am Ziller, Uderns, am 16. Oktober 2020

Wenn ein Kind sein geliebtes Kuscheltier verliert, weint es, weil es traurig ist. Wenn wir Erwachsenen trauern, nachdem ein geliebter Mensch verstorben ist, wir in Trennung, Streit oder in einer Abschiedsphase sind, schlucken wir unsere Tränen und unseren Schmerz oft hinunter. Wir machen uns und anderen vor, „dass es schon irgendwie geht“, weil wir glauben, stark sein zu müssen. Diese ungeliebten, unterdrückten traurigen Gefühle bleiben aber in uns und können uns mit der Zeit krank und trostlos machen. Hinunterschlucken hilft nicht. Die Trauer bleibt. Die Seele leidet. Trauer ist der untrennbare Zwilling vom Glücklich-Sein. Trauer braucht Raum, Zeit und Ausdruck. Zeit, die sich Trauerende zu selten geben und nehmen. Wenn die Trauer angenommen, der Schmerz durchlebt und nicht verdrängt werden muss, kann sich Trauer wandeln und zu neuer Kraft und Lebensfreude werden. Im TrauerRaum im Widum, Am Marienbrunnen 343 in Mayrhofen, hat man unterschiedliche Möglichkeiten, seiner ganz persönlichen Trauer Raum und Zeit zu schenken, indem man ... ... den Kummer, die Bitten oder den Dank einer Klagemauer anvertraut, ... eine Kerze als Zeichen der Hoffnung entzündet, ... die Kraft der Stille genießt und zur Ruhe kommt. Auch Kinder sind willkommen. Für sie gibt es die Möglichkeit, Trauriges auf kindgerechte Weise auszudrücken. Öffnungszeiten: Sa., 31. Oktober: 10 Uhr bis 22 Uhr So., 1. November bis So. 8. November: 10 Uhr bis 18 Uhr

WIR GEDENKEN UNSERER VERSTORBENEN Renate Innerbichler 88. Lj. 16. Oktober 2020 Mayrhofen

Andreas Schwaiger 56. Lj. 17. Oktober 2020 Mayrhofen

Franz Wechselberger „Stuana Franzal“ 93. Lj. 16. Oktober 2020 Schwendau

Hansjörg Pfister 64. Lj. 18. Oktober 2020 Tux


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Themen, die besonders in dieser Zeit bewegen

Der Weg ist das Ziel!

Foto: Guggenberger

Interview mit Christina Wechselberger, Landeskoordinatorin Hospiz- und Palliativversorgung Tirol

HS: Liebe Christina, woher kommt deine Motivation für die Arbeit in der Hospiz- und Palliativversorgung? CW: Wenn eine körperliche Heilung nicht mehr möglich ist, kann die verbleibende Zeit oftmals in guter Lebensqualität verbracht werden. Das zu ermöglichen ist eine sehr schöne Aufgabe. Schmerzen, körperlich, psychisch, sozial oder spiritueller Natur, zu lindern, ist eine Motivation, denn wenn man glaubt, es ist nichts mehr zu tun, gibt es noch unglaublich viel zu tun. HS: Wer kommt wann, wie und warum in eine Hospiz- und Palliativversorgung? CW: Angefordert wird ein Palliativteam bei schwierigen Situationen im Krankheitsverlauf. 80 % aller schwer kranken, sterbenden Menschen werden von den Hausärzten, den Sozialund Gesundheitssprengeln und in den Altersheimen hervorragend begleitet. Erst bei herausfordernden Situationen kommt ein Palliativteam zum Einsatz. Das ist ein Team aus Ärzten, Pflegepersonen, Sozialarbeitern, Seelsorgern und ehrenamtlichen Mitarbeitern. So kommt weder das Medizinische, das Menschliche noch das Spirituelle zu kurz, und es kann unendlich viel erleichtert werden. Z. B. werden Schmerzen und Atemnot behan-

delt, Unruhe und Angst wird therapiert, und Fragestellungen über Patientenverfügung, künstliche Ernährung am Lebensende, Therapiezieländerung sowie Fragen über das Sterben und Sinnfragen können besprochen werden. Auch Übergänge vom Krankenhaus nach Hause werden organisiert, und das benötigte Betreuungsnetzwerk wird aufgebaut. Ein Anruf genügt. Die Adressen aller hauptamtlichen und ehrenamtlichen Teams in Tirol findet man auf der Website www.palliativ-tirol.at HS: Kann man den Menschen die Angst vor dem Sterben nehmen? CW: Viele Menschen haben nicht Angst vor dem Sterben, sondern vom Weg bis dahin. Ein sorgetragendes Netzwerk kann Ängste lindern. Wisst ihr: es gehört sehr viel Mut dazu, sich jemandem „zuzumuten“. Ein Palliativteam versucht die Betroffenen ganzheitlich zu begleiten. Die ehrenamtlichen Hospizbegleiter schenken Zeit. Wenn sie da sind, können sich Angehörige Zeit für sich nehmen. Für einen Spaziergang, für Besorgungen, einen Arzttermin oder einen Frisörbesuch. Sie haben nicht nur ein offenes Ohr für die Betroffenen, sondern ebenso für die Angehörigen.

HS: Gibt es positive Erlebnisse bei der Sterbebegleitung? CW: Viele - beispielsweise wie sich zwei Enkelkinder, sieben und neun Jahre alt, nachdem die Eltern von mir ermutigt worden sind, die Mädchen zu fragen, ob sie den verstorbenen Opa noch einmal sehen möchten, dieses Angebot gerne angenommen haben. Nachdem die Kinder eine genaue Beschreibung erhalten haben, was sie sehen werden – der Opa hat eine weiße Haut, er atmet nicht mehr - haben sie keine Scheu gehabt, den toten Opa anzuschauen und zu berühren. Die Kinder sind nach wenigen Minuten aus dem Zimmer gegangen und durch das Haus getobt. Kinder haben eine eigene Art mit Trauer umzugehen. Kinder gehen damit leichter um, und es ist auch schon passiert, dass Kinder die Erwachsenen trösten. Eine gute Begleitung und ein geschützter Raum sind wichtig. Ich habe verzweifelte Menschen erlebt. Geplagt von Schmerzen, Atemnot und Übelkeit, wenn Verbände sich ständig gelöst haben und Verbände an künstlichen Ausgängen immer wieder undicht gewesen sind. Wenn die Probleme gelindert werden konnten - und das konnten sie vielfach, hatten die Menschen Raum und Kraft, Dinge zu tun, die ihnen noch ganz wichtig waren.

HS: Christina, bist du manchmal rat-/hilflos? Eigentlich ist es ja ungerecht, wenn eine Mutter von zwei Kindern stirbt oder Kinder sterben. CW: Ich glaube, dass unsere Zeit, die wir auf dieser Welt verbringen, festgeschrieben ist. Das können wenige Tage sein, aber auch über hundert Jahre. Die Zeit, die wir haben, sollten wir gut nützen. Damit wir, wenn der Tod naht, sagen können „Schön war‘s“. Natürlich ist die Betroffenheit, wenn eine junge Mutter von zwei Kindern stirbt, groß. Hier gilt es, Sorge zu tragen für die, die bleiben. Deshalb brauchen wir die sorgenden Gemeinden. In einem afrikanischen Sprichwort heißt es „Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf “. Wir alle können dazu beitragen, dass die Kinder, trotz des Verlustes der Mutter, ein lebenswertes Leben führen können. Das Eingebunden sein in eine Gemeinschaft kann sehr tröstlich sein. HS: Kannst du nach Feierabend abschalten? CW: Natürlich ist das Abschalten, wenn junge Menschen oder Kinder betroffen sind, eine besondere Herausforderung. Deshalb ist es wichtig, die eigenen Energiespeicher immer wieder aufzufüllen. Da brauchen wir Menschen unterschiedliche


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Dinge. Das kann Sport sein, die Natur, Handarbeiten, malen, lesen usw. Meine Kraftquellen sind meine Enkelkinder, das Berggehen, Yoga und lesen. In einem Palliativteam haben die Mitarbeiter den riesigen Vorteil, dass täglich Besprechungen im Team mit Pflegepersonen und Ärzten stattfinden, da kann Belastendes an- und ausgesprochen werden, das ist sehr hilfreich. Zudem finden regelmäßig Supervisionen statt. HS: Wie kann ein junger Mensch akzeptieren, dass es vorbei ist? CW: Am Ende haben wir keine andere Wahl, ob wir jung sind oder alt. Das Sterben und der Tod bleiben, ob wir das annehmen oder nicht. In der Hospizund Palliativversorgung versuchen wir mit den Menschen daran zu arbeiten, dass das Unausweichliche angenommen werden kann. Psychologen und Seelsorger sind hier wichtige Wegbegleiter. HS: Gibt es ein besonderes Erlebnis? CW: Ich erinnere mich, als ein Mann verstorben ist, hat seine Frau das gemeinsame Lieblingslied, das Ave-Maria aufgelegt und sich noch ein letztes Mal zu ihrem Mann gelegt. Ich durfte bei diesem, schon fast heiligen Moment, dabei sein. Das war sehr berührend. Das Zeitnehmen für das Verabschieden, letzte Berührungen können das unabwendbare „begreiflich“ machen. HS: Was bewegt Menschen, die wissen, dass nur noch wenig Zeit bleibt? CW: Es gibt ein gutes Buch von Bronnie Ware „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“. Sie haben bereut, das eigene Leben nicht gelebt zu haben, nur die Erwartungen der anderen zu erfüllen; zu viel gearbeitet zu

haben, keine oder zu wenig Zeit für die Familie und die Kinder; Gefühle zu wenig ausgedrückt zu haben; Freundschaften nicht gepflegt zu haben und dass sich die Menschen nicht erlaubt haben, glücklich zu sein. Das sind die wesentlichen Dinge, die Sterbende bewegen. Es bewegt die Meschen auch, dass ihre Lieben, die sie zurücklassen, gut weiterleben sollen. HS: Wie werden Kinder betreut? Wie hilft man beim Abschiednehmen (Eltern & Kindern)? CW: Bei uns in Tirol gibt es für schwer kranke Kinder, die an einer lebenslimitierenden Erkrankung leiden, ein Mobiles Kinderpalliativteam das „kidsMOBILtirol. Das Team besteht aus diplomierten Kinderkrankenpflegerinnen, Ärzten, einer Psychologin und Sozialarbeitern. Für betroffene Kinder und ihre Familien gibt es eigens ausgebildete ehrenamtliche Hospizbegleiter, die auch Zeit mit den Geschwisterkindern verbringen. Der Krankheitsverlauf bei Kindern ist häufig anders als bei Erwachsenen. Es gibt Krisenzeiten, in denen es nicht so gut geht, aber gleichfalls Zeiten, in denen es den Kindern besser geht. In diesen guten Zeiten brauchen die Kinder möglichst viel Normalität. Spielen, lachen, singen usw., eben Dinge tun, die auch gesunde Kinder gerne machen. In „schlechten“ Zeiten ist dann das Palliativteam gefragt, indem es Schmerzen und belastende Symptome lindert und Übergänge vom Krankenhaus nach Hause begleitet. Beim Abschiednehmen können verschiedene Rituale helfen. Z.B. kann man eine Schachtel mit Dingen (Fotos, Briefe, Gegenstände) befüllen, die an die Verstorbenen erinnert. Wenn es dann mal besonders schlecht geht, kann man die Schachtel öffnen und sich so mit dem Verstorbenen verbinden. Oder man macht zu Leb-

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zeiten mit den Kindern einem Polster mit den Handabdrücken von Mama oder Papa. So kann das Kind in schwierigen Zeiten die Hand auf den Abdruck legen oder sich in die Hand des Elternteils kuscheln und sich ihm so nahe fühlen. Rituale sind sehr wichtige Trauer- und Wegbegleiter. Eine Frau zum Beispiel hat für ihre Kinder Kassetten besprochen, in denen sie ihnen sagt, wie sehr sie sie liebt, und ihnen viele gute Wünsche für ihren weiteren Lebensweg aufgeschrieben. Das war für die Kinder unglaublich tröstlich, wie sie mir nach dem Versterben der Mutter erzählten. Vielfach schöpfen Trauernde die Kraft aus ihrem Glauben. HS: Was hilft, wenn nichts mehr hilft? CW: Wichtig ist, vorausschauend zu planen. Das ist mit einer

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Patientenverfügung, einer Vorsorgevollmacht und dem Vorsorgedialog möglich. Ehrliche Gespräche sind wichtig. Ich habe damit die Möglichkeit, selbst zu bestimmen, was ich möchte und was nicht. Behandlungen wie Wiederbelebung, künstliche Ernährung usw. können abgelehnt werden. Menschen sterben nicht, weil sie nicht mehr essen und trinken, sondern sie essen und trinken nicht mehr, weil sie sterben. Ich möchte allen ans Herz legen, über das Thema Tod und Sterben in der Familie zu reden, denn es gehört das Sterben einfach zum Leben dazu. So kann man miteinander vorausschauend planen, und es muss nicht bei einem 90-Jährigen heißen: „völlig unerwartet verstorben“. HS: Vielen Dank für das Interview. APK

Totengedenken Is geaht auf Allerheiligen zua, da lasst‘s mir halt fein gar koa Ruah, muass wieder über‘n Friedhof geahn, und bleib auf etlache Gräber steah‘n. Gar viel geht mir heit durch‘n Sinn, desweg‘n i halt so traurig bin. Mei Nachbar, woll a feiner Mensch, so redlach, guat und richtig, für alle in sein Bekannt‘nkreis war er so wichtig. A Mama dia a Loch geriss‘n, sie wear‘n se alle tol vermiss‘n. Mei Freundin ewig unvergess‘n - i kann‘s nit fass‘n, zu früh hat‘s miass‘n die Welt verlass‘n. Da leit a no a Zwiderwurz‘n - das ihr koa Schod‘n ist, aber der Hergott mit ander‘n Maß‘n misst. A ganz a b‘scheidn‘s Grabl ist do, a tapfer‘s Menschl liegt da d‘runter, so oafach wia ihr Leb‘n ist g‘wesn, man hot auf sie fast ganz vergess‘n. Warscheinlach war‘s ihr gleich gewes‘n! Für alle, dia heit traurig sein, weil sie is Liabste schwar vermiss‘n, mir hoff‘n auf a Wiedersehn, der Hergott weard scho olles wiss‘n. Allerheiligen 2020, erna schönherr


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Bestattung Kröll

TrauerARBEIT Sich den Tod holen ... totgeschwiegen ... zu Tode erschrocken sein ... vor Angst fast tot umfallen ... auf Leben und Tod ... vor Langeweile fast gestorben ... Obwohl sich der Tod in unseren täglichen Sprachgebrauch eingeschlichen hat und man ihn so unbedarft, ja fast selbstverständlich in seine Gespräche einbaut, herrscht beim Eintreten des tatsächlichen Ereignisses doch Erschrecken. Der Fassungslosigkeit über ein solch abruptes Ende von etwas Schönem, Einzigartigem und Gewohntem, über das Ende eines Lebens, folgt betretenes Schweigen. Unendlich viele Gefühle, Gedanken und Fragen, aber keine Worte, um sie auszudrücken. Es gilt, das Unfassbare anzunehmen, sich mit dieser Sprachlosigkeit auseinanderzusetzen und sich aus der Starre des Entsetzens zu lösen. Weiterzumachen. Nicht zu vergessen, aber zu verarbeiten. Unsere Aufgabe ist es, den Angehörigen eines Verstorbenen in dieser schweren Phase beizustehen. Sie anzuleiten, wenn sie Hilfe benötigen, sie zu stützen, wenn die Gefühle sie zu Boden drücken scheinen und ihnen so viel wie möglich abzunehmen, da die Last der Trauer schon schwer genug wiegt. Wir nehmen sie bildlich gesprochen an der Hand und begleiten sie auf dem vor ihnen liegenden Weg. Vom Stillstand aus in die einzig richtige Richtung ... nach vorne. Die Bestattung Kröll, vielen auch als „da Dengga“ bekannt, wurde in den 1930er-Jahren gegründet und wird mittlerweile in der 3. Generation von Franz Kröll geführt. Obwohl der Ausgangspunkt unserer Arbeit, das Ableben eines geliebten Menschen, seit jeher der gleiche ist, hat sich die Arbeit mit der Trauer von Grund auf verändert.

Musste früher vieles noch aufgrund der Rahmenbedingungen und fehlender technischer Möglichkeiten der Einfachheit halber nach einem einheitlichen Schema ablaufen, um eine termingerechte, zeitnahe Ausführung zu garantieren, kann heute viel mehr Fokus auf Individualität gelegt werden. Jeder Mensch ist anders, jedes Leben und somit auch jeder Tod und die damit verbundene Trauer. Diesem Umstand können wir in der heutigen Zeit sehr gut Rechnung tragen. In ausführlichen Erstgesprächen, egal ob im Büro oder bei den Angehörigen zu Hause, ergründen wir gemeinsam mit den Trauernden deren Umgang mit der Situation sowie deren Bedürfnisse und tun im Anschluss unser Möglichstes, um diesen gerecht zu werden. Unsere Anstrengungen sind darauf ausgerichtet, den Angehörigen einen Abschied ganz nach ihren Wünschen und Vorstellungen zu ermöglichen.

Dies ist in einer Situation, in der sich viele machtlos fühlen, besonders wichtig. Es unterstützt die Angehörigen dabei, die Hilflosigkeit zu überwinden und das Gefühl des Kontrollverlustes, das ihnen im Angesicht des Todes widerfährt, abzulegen. Besonders bei der Erstellung der Drucksorten ist die Veränderung spürbar. Wurden Trauerannoncen früher den Zeitungen per Telefon diktiert oder Partentexte mit Fotos zur Fertigstellung an eine Druckerei übergeben, so ermöglicht eine technisch hochwertige Ausstattung heutzutage eine komplette Bearbeitung im Haus. Ob Fotoretusche, Gestaltung der Drucksorten oder die Produktion derselben, alles kommt aus einer Hand und ist somit unabhängiger. Die Vorstellung der Angehörigen wird nicht durch einen mehrstufigen Prozess verzerrt, sondern kann perfekt wiedergegeben

Laubichl 146, 6290 Mayrhofen

www.bestattung-kroell.at

werden, da Besprechen, Gestalten und Fertigstellen vom selben Ansprechpartner erledigt werden. Natürlich bringt die Technisierung auch Schwierigkeiten mit sich. Hatte man früher mit Glück ein gutes Foto, ist durch Handykamera und Co manchmal fast ein Übermaß an Bildern vorhanden. Die Festlegung auf nur eines birgt ein hohes Stresspotenzial für Angehörige in einer bereits angespannten emotionalen Lage. Auch hier versuchen wir, ihnen die bestmögliche Unterstützung zu bieten, indem wir mit viel Erfahrung gerne bei der Auswahl behilflich sind und durch das Gestalten mehrerer Varianten etwas von dem Druck, auf Anhieb das perfekte Foto finden zu müssen, nehmen. Ein letzter Tribut an den Verstorbenen, ganz nach den Wünschen der Familie. Auch bei Behördengängen und weiteren administrativen Tätigkeiten rund um einen Sterbefall sind wir gerne behilflich und beraten bezüglich der Vorgehensweise oder der richtigen Anlaufstelle. Für jedes Problem gibt es eine Lösung, für jede Frage eine Antwort. Wir helfen den Trauerfamilien, diese zu finden. Egal, ob Überführungen im In- und Ausland, Organisation von Beisetzungen aller Art, Versorgung der Verstorbenen oder Erstellung von Drucksorten, mit viel Erfahrung, Kompetenz und Herzblut unterstützen wir Angehörige im Trauerfall. Unser Bearbeiten der Trauer soll den Angehörigen beim Verarbeiten helfen. bez. Anz.

SG


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Krematorium Tyrol, starker Partner der Bestattung Kröll

„Wir haben das Krematorium als private Betreiber übernommen und seither 3 Millionen Euro in die Modernisierung investiert, da bereits seit Jahren ein klarer Trend in Richtung Feuerbestattungen erkennbar ist: 1999 waren es noch 203 Kremationen und 2020 erwarten wir über 2000“, erklärt Dr. Karl Neurauter, Bestatter aus Zirl und einer der Geschäftsführer des Krematoriums Tyrol. Diese Entwicklung zeigt sich nicht nur in Tirol, sondern auch in ganz Österreich nehmen Feuerbestattungen stetig zu – so waren es 1992 noch 16,2 % und 2015 bereits 42 %

aller Bestattungen. Gründe dafür gibt es viele: so spielen zum Beispiel die Platzknappheit auf Friedhöfen, örtliche Gegebenheiten wie der hohe Grundwasserspiegel, oder auch der Wunsch nach einer Feuerbestattung von Seiten der Verstorbenen eine Rolle. Obwohl die Feuerbestattung eine der ältesten Bestattungsformen ist – weit vor Christi Geburt gab es nachweislich im Innsbrucker Raum bereits Brandbestattungen – wurde diese Art der Bestattung durch den katholischen Glauben lange Zeit abgelehnt. Mittlerweile ist aber auch aus religiöser Sicht die Feuerbestattung der Erdbestattung gleichgestellt. Das älteste Krematorium Österreichs wurde 1922 in Wien errichtet. 77 Jahre später erhielt auch Innsbruck ein eigenes Krematorium, das mittlerweile Einäscherungen für die westlichen Regionen Österreichs

vornimmt. In den letzten Jahren wurde es Schritt für Schritt an die neuen Bedürfnisse angepasst: die Öfen wurden modernisiert, die Filteranlagen erneuert und ein neuer Verabschiedungsraum gestaltet. Der neue Raum entstand aus den nicht mehr benötigten Büroräumen und dem alten Foyer und erhielt einen direkten Zugang zum Pradler Friedhof. „Uns ist es ein großes Anliegen, einen repräsentativen Raum für Verabschiedungen anzubieten, der einen direkten Zugang hat“, so Markus Floßmann, Geschäftsführer Krematorium Tyrol. Der Bestatter aus Innsbruck führt weiter aus: „Im Sommer gelangt man über einen geschwungenen Weg vorbei an einer blühenden Bienen-Blumenwiese zur Verabschiedung. Bei der Gestaltung wurde darauf geachtet, dass bereits der Weg dorthin zum Verweilen und sich Sam-

meln einlädt. Im Inneren des Raumes haben wir einen Wandelgang errichtet, der mit persönlichen Gegenständen des Verstorbenen gestaltet werden kann.“ Auch aus technischer Sicht ist die 130 m2 große Einsegnungshalle auf dem neuesten Stand: Mit einem Beamer, einer Musikanlage und einer Lichtsteuerung für Helligkeit und Lichtfarbe kann die Verabschiedung individuell gestaltet werden. Unserem Team ist es ein Anliegen, dem Leben eines Menschen, gemeinsam mit unseren Partnern, einen würdigen Abschluss zu geben.

KREMATORIUM TYROL Paschbergweg 51, 6020 Innsbruck krematorium@ikbnet.at www.krematorium-tyrol.at

Fotos: Krematorium Tyrol

Das Krematorium in Innsbruck wurde im Jahre 1999 von der Stadt Innsbruck errichtet und 2013 von einem Zusammenschluss von neun Bestattern aus Tirol gekauft. Seitdem wird es unter dem Namen „Krematorium Tyrol“ geführt.


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„Bereit für die allerletzte Reise“ oder „wie fühlt sich der Tod an“

Interview mit Martin und Tresi Dornauer von der Bestattung Kröll Neulich bekam ich die Möglichkeit, mit Martin Dornauer und seiner Frau Tresi einen „ Ausflug“ nach Innsbruck ins Krematorium TYROL zu machen. Ein „Ausflug“, der sicher im Gedächtnis bleiben wird. Auf dieser, für einen Verstorbenen „letzten Reise“, wurde mir bewusst, dass der Beruf für beide „Berufung“ sein muss. Hier ein paar emotionale Einblicke: HS: Martin, wie bist du zu deinem Beruf gekommen? Martin: Ich begann bei der Tischlerei Kröll 1980 die Tischlerlehre. Da ich schon bald mithalf, im Keller Särge abzuladen und auch gleich den Stress in der Bestattung mitbekam, war es für mich eigentlich nichts Neues mehr, als ich am 10.10.1983 anfing, mitzufahren und meinen ersten Verstorbenen aus dem Krankenhaus Schwaz holte. Bis 1992 fuhr ich mit Gottfried, danach mit Hansl. Seit einiger Zeit fährt meine Frau Tresi mit. HS: Martin du hast seit 1983 fast täglich mit dem Tod zu tun, wie behält man da die Motivation? Martin: Meine Motivation ist schlicht und einfach gesagt die DANKBARKEIT! Weißt du Anita, bei einem Todesfall sind die Hinterbliebenen oft überfordert - das ist normal - und deshalb sehr froh, dass wir ihnen Schritt für Schritt bei Entscheidungen helfen oder sie auch abnehmen. HS: Wann ist dir die Arbeit besonders schwergefallen, was war besonders schlimm? Was hilft? Martin: Das schlimmste Erlebnis war für mich, meinen Arbeitskollegen Gottfried zu holen. Es mindert die Tragödie in keinster Weise, wenn ein Bekannter stirbt. Ja, was hilft

(denkt lange nach): Die letzte Ehre erweisen, indem man den Verstorbenen besonders schön einbettet, ihn schön anzieht, damit später mal im Antlitz keine Beschwerden kommen! Tresi: Jeder Tod ist tragisch und schlimm, außer es ist eine Erlösung in Folge einer Krankheit. Martin: Ich habe alles schon erlebt. HS: Gibt es in eurem Beruf auch schöne Erlebnisse? Martin: Und wie. Es gibt unglaublich viele schöne Erlebnisse, und das Schönste ist wieder die Dankbarkeit. Man bekommt das, was wir für die Menschen tun, 1000-fach zurück. Weißt du, es ist schon schön, wenn sich z. B. Hinterbliebene nach ca. 30 Jahren aus Deutschland melden, sie mit dir gemeinsam den Todesfall des geliebten Menschen in den Zillertaler Bergen, die Überführung usw. Revue passieren lassen. HS: Was ist eure Rolle bei einem Trauerfall für nahestehende Angehörige? Martin: Es sind ja nicht nur wir zwei. Da sind auch noch Steffi und Susi, die sehr feinfühlig und respektvoll mitarbeiten. Die beiden sind meist die ersten Ansprechpartner im Büro. Es ist das Team, das uns zu einem Ganzen macht. Tresi: Das Erste ist Mittrauern und emotionales Innehalten. Wir versuchen, in dieser schlimmen Situation beizustehen, indem wir helfen zu koordinieren. Martin: Wir organisieren Überstellungen im In- und Ausland. Das Team berät bei Kleidung des Verstorbenen, Sarg oder Urne, Parten etc. Wir geben unser Bestes und versuchen, alle Wünsche der Angehörigen zu erfüllen, auch wenn diese ungewöhnlich sind. Tresi: Geht nicht, gibt’s eigentlich nicht. HS: Was ist die Herausforderung

im Umgang mit trauernden Angehörigen? Martin: Eine vernünftige Basis finden, Ruhe in die Situation bringen. Tresi: Das Gefühl für die Menschen, die unter Schock stehen, nicht verlieren. HS: Wie denkst ihr über Suizid? Martin: Suizid hat viele Facetten. Für die Hinterbliebenen ein gewaltiger Schock, ein kaum verheilen wollender Schmerz. Aber: Der Mensch war krank - körperlich oder seelisch, der sieht auf dieser, an sich wunderschönen Welt keine Sonne mehr. Tresi: Nun ist dieser Mensch da, wo ER hinwill! Der Verstorbene ist von seinen Leiden erlöst. Das ist zu respektieren. HS: Ist sterben für euch noch etwas Besonderes? Martin: Jeder Tod ist was Besonderes. Tresi: Jeder Tod hat seine eigene Geschichte. HS: Könnt ihr abschalten? Martin: JA, definitiv JA. Denn bis ich mit einem Sterbefall soweit fertig bin, kommt schon wieder der Nächste. Da bleibt dir gar keine Zeit zum Nachdenken. Tresi: Wir wohnen so schön – raus bei der Türe und schon können wir uns im Winter die Tourenski anschnallen und einfach den Berg hochmarschieren. Oder im Sommer auf der Terrasse bei einem Glas Wein die tolle Umgebung und die Ruhe genießen. Ja - wir sind zufrieden und tanken so Kraft. Martin: Ein bisschen Bedenken habe ich im Hinblick auf den Ruhestand. Da habe ich dann Zeit zum Nachdenken. Wird’s mich dann einholen? Aber ich habe gute Freunde, und wer weiß, vielleicht schreiben wir dann da ja ein Buch um zu verarbeiten.

HS: Wie siehst du den Tod und das Sterben? Martin: Das gehört einfach zum Leben dazu. Für die Hinterbliebenen ist es schlimm, das eigene Sterben sehe ich nicht schlimm. Der Tod ist gewiss, die Stunde ungewiss. Tresi: Der Verstorbene hat seine Aufgaben auf Erden erfüllt und ist dann da, wo wir alle hinWOLLEN! Glaube ist das Wichtigste, finde ich! HS: Gibt es deiner Meinung nach ein Leben nach dem Tod? Martin: Hoffnung ist es - natürlich, aber in welcher Form ... ich weiß es nicht. Ich stell es mir so vor: Im Mutterleib ist man ja schon da und doch noch nicht, und man weiß im Mutterleib auch nicht, wie es im Leben sein wird, und genauso wird es nach dem Tod auch sein … es wird genau so fein sein wie im Mutterleib. HS: Liebe Tresi, lieber Martin, vielen DANK, dass ich euch auf einem eurer Dienstwege begleiten durfte. Es war aufschlussreich, interessant und sehr emotional. Bedanken möchte ich mich auf diesem Wege ebenfalls bei Herrn Thomas Schöllenberger vom Krematorium TYROL für die Führung. Den pietätvollen Betriebsablauf, bei dem strengste Genauigkeit gefragt ist, hautnah mitzuerleben und zu sehen, was von der irdischen Hülle eines Menschen „übrigbleibt“, war für mich mehr als beeindruckend. Ich wünsche allen, die in diesen wichtigen, jederzeit einsatzbereiten Berufen arbeiten, viel Kraft, damit auch in Zukunft allen Hinterbliebenen mit der erforderlichen Kompetenz geholfen werden kann. APK


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Kerzen machen – eine Kunst, die nicht jeder kann ...

Dazu ist nicht nur handwerkliches Geschick, sondern es sind ebenso Fantasie und Liebe zum Detail gefragt. Vor einigen Jahren begeisterte sich meine Gote für dieses schöne, detailreiche Handwerk. Sie fing an, abgebrannte Kerzen zu sammeln, und bei jeder Gelegenheit schaffte sie sich eine Kerzenform zum Gießen an. Als ihr Mann dann noch einen eigenen „Kerzenmachraum“ in den Beton zauberte, war diese Sache in Stein gemeißelt. An diesem Rückzugsort mit Tageslichteinfall verbringt sie seitdem Stunden über Stunden und meistert einzigartige Kerzenkreationen. Für mich ist klar: Das Kerzenmachen ist eine ihrer großen

Leidenschaften, angefangen von Taufkerzen bin hin zu Adventkranzkerzen oder einfachen Tischkerzen. Ihr Sortiment ist vielfältig und unvergleichbar. Wo kann man sich schon eine Kerze, beginnend von der Auswahl des Gusses bis hin zur Verzierung aussuchen? Danke, liebe Gote, dass die Leser unserer „Zillertaler Heimatstimme“ mit mir gemeinsam einen kleinen - aber feinen - Eindruck in dein beeindruckendes Hobby erleben durften. Dass du auch die Taufkerzen sowie die Tischkerzen meiner Kinder gegossen und zu diesen feierlichen Anlässen verziert hast, wird uns immer in dankbarer Erinnerung bleiben! HI

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Sozialzentrum Mayrhofen

Man soll die Feste feiern, wie sie fallen Unter diesem Motto fand kürzlich die Geburtstagsfeier für alle September-Jubilarinnen und -Jubilare im Sozialzentrum „Gepflegtes Wohnen“ statt. Ortsbäuerin Christina Heim und ihre Helferinnen der Bäuerinnen Schwendberg/Laimach organisierten diesen herzlichen Nachmittag im Festsaal. Natürlich wurde auch auf den notwendigen Abstand sowie das Tragen einer MNS-Maske geachtet, was der Stimmung aber keinen Abbruch tat. Die Gäste wurden mit kulinarischen Köstlichkeiten wie selbstgemachten Kuchen, herzhaften Brötchen, „siaße Krapflang“ uvm. verwöhnt. Alle Jubilarinnen und Jubilare durften sich des Weiteren über ein kleines Geschenk freuen. Für musikalische Umrahmung und beste Unterhaltung sorgten Nachwuchsgitarristin Sophie sowie die „Hausmusik“ Angela, Rosi und Rainer. Mit Ziehharmonika und Gitarren wurde gemeinsam zünftig aufgespielt. Stellvertretend für alle Festgäste möchten sich die Verantwortlichen des Hauses bei Christina Heim und ihren Helferinnen recht herzlich bedanken. Auch an die Musikanten ein herzliches „Vergelt‘s Gott“.


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ANNO DAZUMAL

Geteiltes Leid ist halbes Leid Trauer konfrontiert uns mit unserer eigenen Verletzlichkeit, macht uns ohnmächtig. Traurigkeit ist oft eine Größe, mit der man nicht rechnet, die urplötzlich kommen kann, die voll von emotionaler Erregung ist und einen mit unermesslicher Wucht treffen kann. Verstorbenen Raum zu geben, mit theologischen Beiträgen Akzente setzen oder sich mit Trauer und Schmerz zu beschäftigen, hat die Heimatstimme schon immer als Teil ihrer Aufgabe gesehen. Besonders in jenen Wochen, die uns an Traurigkeit und Einsamkeit mehr denken lassen als sonst im Jahr, wird Trauer wieder zum Thema. Dabei ist die stille Teilnahme, das stille Gebet und die stille Zuwendung von großer Bedeutung. Schon seit Jahrzehnten trägt die Heimatstimme dazu bei, über Trauerfälle zu informieren, über vertraute Zillertaler Persönlichkeiten an deren Todestag zu schreiben oder zu erinnern. Denn: Geteiltes Leid ist halbes Leid! meim

1966

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A GUATZ ESSEN AUS DEM ZILLERTAL

ZILLERTALER KUCHLKASTL

Die Kerbel-Knolle – ein rares Gemüse

Die 2. Klasse der Höheren Lehranstalt der Zillertaler Tourismusschulen bereitete folgendes Gericht im Unterricht zu:

Teigtaschen mit Tomaten-Mozzarella-Fülle, Butter und Bergkäse Nudelteig: Zutaten: 100 g griffiges Mehl, 1 Ei, Salz, etwas Olivenöl Zubereitung: Ei mit Salz und Olivenöl verrühren und das Mehl nach und nach einarbeiten. Zu einem festen Teig verkneten und mit einer Nudelmaschine dünn ausrollen, runde Teigblätter ausstechen, mit Tomatenfülle belegen, Rand mit Wasser benetzen und zweites Teigblatt aufsetzen. Gut andrücken und in Salzwasser kochen. Nach 5 Minuten Kochzeit abschütten und in Butter anschwenken. Mit gehobeltem Bergkäse, Schnittlauch und Tomatenwürfeln bestreuen.

Fülle: Kerbel-Knollen bekommt man eher selten oder man nimmt sie nicht wahr, weil sie einfach unscheinbar sind. Auf den ersten Blick könnte man sie mit Topinambur oder Pastinaken verwechseln. Sie sind eher klein und ihre Oberflächen etwas gewölbt. Meistens sind sie dreckig grau und daher eben auch unscheinbar. Die Knollen selbst wiegen nicht viel, und trotzdem ist hier der Preis erschreckend. Wenn man die Knollen anschneidet, kommt einem ein leicht anisartiger Geruch entgegen. Wenn man näher an die Knolle geht, wird er erdiger, und ein leichter Kastaniengeruch entfaltet sich. Im Inneren sind die Kerbel-Knollen schön weiß und sehen appetitlich aus. Ich schäle mal eine Knolle, schneide sie in Scheiben und probiere sie roh. Wunderbarer erdiger Geschmack mit einer angenehmen Süße. Ich bin erstaunt, wie viel Power diese kleine Knolle hat. Leider bekommt man diese Knollen nur von November bis Jänner. Aber irgendwie passt die Kerbel-Knolle in den Winter! Peter Fankhauser - Restaurant „GuatzEssen“, Stumm

Die Zillertaler Heimatstimme gratuliert!

Zutaten: 1 Tomate, 100 g Mozzarella, Schnittlauch, Salz, Pfeffer Zubereitung: Tomate kurz in kochendem Wasser überkochen und anschließend schälen. Diese vierteln, Kerne entfernen und Fruchtfleisch in kleine Würfel schneiden. Tomatenwürfel und den in Würfel geschnittenen Mozzarella vermengen und würzen.

www.zillertaler-tourismusschulen.at

DORFGEMEINSCHAFT HOLLENZEN-ECKARTAU Die Dorfgemeinschaft Hollenzen-Eckartau gratulierte am vergangenen Samstag Frau Eberharter Rosa zu ihrem 90sten Geburtstag.

Unserem „Seitenblicker“ Hubert Aschenwald alles Gute zum 70. Geburtstag.

Rosa, vielen Dank für die nette Feier. Wir wünschen dir weiterhin viel Gesundheit.


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Tiroler Jungbauernschaft Landjugend Zillertal hat gewählt ...

Mach mit – und geh den nächsten Schritt! Unter diesem Motto haben die 40 Ortsgruppen des Bezirkes Schwaz der Tiroler Jungbauernschaft Landjugend (TJBLJ) kürzlich einen neuen Ausschuss gewählt. Im Zillertal sind es 26 LandjugendOrtsgruppen, die sich um die Geschicke der Organisation kümmern – denn diese bereichern das gesellschaftliche Leben mit zahlreichen Aktivitäten. Vom Hochhalten der bäuerlichen Tradition durch gelebtes Brauchtum über ein umfangreiches Bildungsan-

gebot bis hin zu Spendenaktionen definiert sich die moderne Landjugend von heute. Ein starker Motor für einen aktiven ländlichen Raum! Viele junge Leute haben sich wieder entschieden, der Tiroler Jungbauernschaft Landjugend beizutreten und somit aktiv das Dorfleben zu gestalten. Selbst im heurigen Coronajahr gilt es als Herausforderung, mit Engagement und Zuversicht zu helfen! „Hilfe, wenn Not am Mann ist!“, das

hat sich die Landjugendorganisation als Selbstverständnis an ihre Fahne geheftet. Als Spendenprojekt hat sich die Tiroler Jungbauernschaft/ Landjugend heuer etwas ganz Besonderes überlegt: „IN GUTEN HÄNDEN – die Tiroler Jungbauernschaft Landjugend setzt ein Zeichen“ Mit der Aktion von Tirolern für Tiroler schaffen die verschiedenen Ortsgruppen ein glückliches Kinderlachen für die Tiroler Organisation „Ret-

Aschau

Finkenberg

Zellberg

Hainzenberg

Pankrazberg

Stumm

tet das Kind“. Ein glückliches Kinderlachen in schweren Zeiten! Herzlichen Dank dafür! Mit den Tiroler Landjugenden Zukunft denken und Zukunft gestalten, über 60 Jahre jung und mit 18.000 Mitgliedern eine starke Kraft im Land! In dieser Ausgabe der Zillertaler Heimatstimme werden die Ortsgruppen von Pankrazberg bis Tux vorgestellt, nächste Woche die Ortsgruppen im Bereich Vorderes Zillertal, Unterinntal und Achensee.


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Mayrhofen

Rohrberg

Hart

Gerlos

Schwendau

Uderns

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Gerlosberg

Zell am Ziller

Tux

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Mittelschule Mayrhofen

(Seil)bahnbrechende Exkursion

Schwendberg

Ramsau

Ried-Kaltenbach

Stummerberg-Gattererberg

Brandberg

Im Rahmen des Unterrichts in Berufsorientierung an der Mittelschule Mayrhofen nahmen am 5. Oktober die Schülerinnen und Schüler der 3a- und 3b-Klasse an einer Exkursion auf den Ahorn teil. Dort lernten sie viele verschiedene Berufe der Seilbahntechnik und der Gastronomie kennen. Ulli Tipotsch, Betriebsleiter der Ahornbahn, führte zuerst die 3a-Klasse mit ihrem Lehrer Michael Bachlechner durch die Bergstation der Ahornbahn. Dort wurden ihnen die facettenreichen Aufgaben eines Seilbahnmitarbeiters nähergebracht, denn ein Seilbahnmitarbeiter ist auch gleichzeitig ein Elektriker und Mechaniker. Derweil war die 3b-Klasse mit ihrem Klassenvorstand Christine Kopp in der Ahornhütte zu Gast. Dort wurden sie von

den Wirten Maria und Bernhard Siller begrüßt. Die Schüler wurden hier mit teils sehr verschiedenartigen Berufen vertraut gemacht. Dazu zählen z. B. der Koch, der Kellner und der Abspüler, aber ebenso das Zimmermädchen oder der Rezeptionist. Namens der 3a- und der 3bKlasse möchten wir uns bei den Mayrhofner Bergbahnen bedanken, besonders bei Betriebsleiter Ulli Tipotsch für seine informative Führung durch die Ahornbahn. Weiters möchten wir uns bei den Wirtsleuten der Ahornhütte, Maria und Bernhard Siller, für ihren interessanten Einblick in die vielen verschiedenen Berufe der Gastronomie sowie für die Einladung zu einer köstlichen Mahlzeit bedanken. Lukas Stückelberger, Franz-Josef Eberl


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Liebe Freunde der Rupertus Apotheke in Stumm! Als ich im Februar 1986 die Apotheke in Stumm eröffnete, gab es nicht viele, die sich gedacht hätten, dass wir im Laufe der Jahre ein starker Partner der Gesundheitsversorgung im Zillertal werden könnten. Möglich wurde das durch all die KundInnen und Systempartner, die an uns geglaubt haben! Dafür möchte ich mich sehr herzlich bedanken!

ren treue Wegbegleiter! Viele Meilensteine am Weg bis hierher haben mein Leben geprägt und bereichert. Aber alles hat seine Zeit! Unsere Apotheke war ein echtes Familienunternehmen. Mein Mann Hermann

Ein besonderer Dank gilt all meinen Mitarbeitern, mit denen ich die letzten 34 Jahre ein Stück des Weges gemeinsam gehen durfte. Jeder Einzelne war ein wichtiger Baustein dieses Erfolges. Ich bin stolz auf euch! Ich war von ganzem Herzen die Apothekerin in Stumm im Zillertal! Viele KundInnen und Systempartner wa-

unterstützte mich stets neben seinen eigenständigen erfolgreichen Unternehmungen, mein Sohn Silvio eröffnete uns neue strategische Wege und war die letzten Jahre kaufmännischer Leiter. Auch freut mich, dass ich einen Teil meiner pharmazeuti-

schen Erfahrung mit meiner Schwiegertochter Dr. Shari Schachner, Hausärztin in Stans, teilen durfte, so dass diese ihren Patienten zugutekommt. Fr. Mag. Barbara Schöpf, die neue Eigentümerin der Apotheke, stieß vor 18 Jahren direkt nach der Universität zu unserem Team, und ich kann nunmehr die Apotheke in gute und erfahrene Hände legen. Alles Gute! Ich blicke beruflich somit nach mehreren Stationen in Wien und Tirol vor allem auf ein gelungenes Leben als Apothekerin im Zillertal zurück und sage euch von Herzen ein „Pfiat Enk“, und vielleicht sieht man sich einmal im Tale. bez. Anz. Mag.pharm. Adelrun Schachner

Tiroler Wirte kennzeichnen freiwillig

Schulterschluss der Tiroler Wirtschaft und Landwirtschaft Transparenz auf der Speisekarte wird selbstverständlich. Zukünftig kennzeichnen noch mehr Wirte, woher die in ihrer Küche verwendeten Lebensmittel kommen. Im Rahmen der Initiative „Ich sag, wo‘s herkommt“ wird dem Wunsch vieler Konsumenten entsprochen, nicht nur beim täglichen Einkauf, sondern auch bei der Bestellung im Gasthaus nach Herkunft und Qualität der Speisen zu entscheiden. Infos dazu unter: www.dakommtsher.at

Der eine wartet, bis die Zeit sich wandelt, der andere packt sie an und handelt. Liebe Steffi, Geli und Rosi! Wir gratulieren euch zum 25-jährigen Firmenjubiläum.

Wir freuen uns auf weitere lustige und kreative Jahre mit euch! Eure dm-Mädels Christoph Walser, Josef Geisler, Madlen Hackl, Matthias Pöschl, Josef Hechenberger (v. l.)

bez. Anz.

Foto: inpublic GmbH

Liebe Alex! Auch dir dürfen wir zum 10-jährigen Firmenjubiläum recht herzlich gratulieren.


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Eine Begegnung mit den Geburtstagskindern der Woche

„Wer schaffen will, muss fröhlich sein“ Nichts passt besser zu den Jubilaren, nichts kann in so kurzen Worten pointierter sein, als dieses Zitat von Theodor Fontane. Denn genau diese Eigenschaften besitzen die Geburtstagskinder der Woche. Sie schaffen es mit Leichtigkeit, der Liebling im Raum zu sein, haben Witz und verstehen es, alle zu erheitern. Mit dem Leben konfrontiert! Und das schon über 90 Jahre lang und an Lebendigkeit und Humor nichts eingebüßt, ja, das bist du, liebe Rosal! Wie du grinsend hinterm Tisch die Gäste der Reihe nach – mit Abstand versteht sich – willkommen geheißen und ihnen ein Schnäpschen angeboten hast, wie du Lustiges erzählt und dich am Appetit der anderen erfreut hast, ist ja nicht verwunderlich: Die frische Esterhazy von der Bäckerei Eberharter war eine Wucht! Noch vieles könnte ich aufzählen ... Aber besser, ich wiederhole noch einmal meine Worte und wünsche dir, liebe Rosa Eberharter, noch viele glückliche Jahre im Haus deiner Lieben.

Möge dich auch weiterhin Dankbarkeit und Zufriedenheit erfüllen. Alles Gute, im Namen der Marktgemeinde Mayrhofen! Mister Facebook – ein 70er Ein paar Tage darauf, es war schon Abend geworden, besuchte ich noch kurz Hubert Aschenwald oder besser: „Mister Facebook“ - er wurde 70! Und was über den Jubilar erzählt wird, stimmt mit meinen Erfahrungen überein: Streben nach Geld und Status hat für ihn keine Relevanz, ist für ihn sinnlos. Auf der einen Seite sein positives Denken über die Mitmenschen und andererseits sein freundlicher Sarkasmus, sein Witz, sein verschmitztes Lächeln ... Ja, das sind einige seiner wesentlichen Eigenschaften. Auch die kulinarische Erfahrung im Hause des Geburtstagskindes war ein Highlight. Die hausgemachte Sülze, die ausgewählten Käsespezialitäten und der verlockende Rotwein ... Liebe Elli, danke, dass du mit deiner reizenden

Familie so liebevoll das Büffet gerichtet und damit deinem Hubert Freude bereitet hast. Ihr seid eine tolle Familie! Deshalb ist es mir ein besonderes Anliegen, deinem Mann, eurem Vater und Opa, dem lieben Hubert, alles, alles Gute

zu wünschen. Möge dir, lieber Hubert, Gesundheit beschieden sein, damit du noch lange deinem Hobby nachgehen kannst! Bleib wie du bist! Eure Bürgermeisterin, Monika Wechselberger

TUX GRATULIERT Am 20. Oktober konnte Frau Elfriede Kirchler ihren 85. Geburtstag feiern.

Das Fest der Diamantenen Hochzeit feierten Elisabeth und Wilhelm Wechselberger.

Bürgermeister Simon Grubauer überbrachte die besten Glückwünsche. Die Gemeinde und die Pfarrgemeinde Tux wünschen den Jubilaren noch einmal alles erdenklich Gute, vor allem aber Gesundheit und noch möglichst viele Jahre im Kreise ihrer Angehörigen.


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Goldene Hochzeit in Mayrhofen

Es ist ein Glück, dass ihr euch gefunden habt!

Ein milder Oktobertag in Eckartau am Schweinberg, einem Ortsteil von Mayrhofen. Hier feierten Margarete und Erich Kreidl ihre Goldene Hochzeit. Als ich am verabredeten Tag bei dem Jubelpaar eintraf, war ich „auf einen Nachmittagskaffee“ eingestellt. Doch zu meiner Überraschung hatte die liebe Margarete Kuchen gebacken. Und das reichlich: Guglhupf mit Fruchtstücken, Ribiselkuchen, Apfelkuchen und Schaumrollen. Auf jeden Fall fiel mir die Auswahl schwer, und danach nahm ich dankend ein leichtes Schnäpschen vom Brennermeister persönlich. Schön, dass es ein Jubelpaar gibt, dass noch so

fit ist wie die beiden. Sie machen den Haushalt, versorgen sich mit Milch und Butter aus der eigenen Erzeugung, halten den Garten in Schwung und daneben wird noch Handarbeit verrichtet, dass man ins Staunen kommt. Die Ideen für sinnvolle Freizeitbeschäftigung gehen den beiden nicht aus. Das ist vorbildhaft. Und es ist wohl die Freude an Ideen, die unser Leben reicher und schöner macht. In diesem Sinne wünsche ich euch im Namen der Marktgemeinde das Allerbeste und vielen Dank für die Vorbildwirkung. Es ist ein Glück, dass ihr euch gefunden habt! Meint Eure Bürgermeisterin, Monika Wechselberger

BAUERNWEISHEIT Hat Allerheiligen Sonnenschein, wird’s um Martini (11. November) umso kälter sein.

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EMPL investiert 20 Mio. Euro

Produktionsstandort erweitert Foto: EMPL

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Das Tiroler Familienunternehmen EMPL investiert rund 20 Mio. Euro in die Errichtung eines zukunftsweisenden Montagewerks und Kundencenters in Deutschland. Von dieser Erweiterung des Tochterwerks in Zahna-Elster profitiert aufgrund der engen Zusammenarbeit & Verflechtungen der beiden Unternehmen auch das Stammwerk in Österreich. Dadurch werden für die kommenden Jahre der Zillertaler Standort und Arbeitsplätze in Tirol abgesichert. Mit der Werkserweiterung trägt EMPL der weltweit hohen Nachfrage nach LKW-Sonderaufbauten Rechnung. Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung und dem Ziel eines nachhaltigen Wachstums ist eine Erweiterung der Produktion notwendig geworden. Interne Strukturen und Organisationsabläufe werden in diesem Zuge an die neuen Herausforderungen angepasst. „Diese Investition ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung unserer Position in technologisch anspruchsvollen Märkten im Bereich Feuerwehr, Bau, aber ebenso Landesverteidigung, die sich bis jetzt auch im aktuell schwierigen Wirtschaftsumfeld stabil entwickeln“, berichtet GF Joe Empl stolz. „Damit rüsten wir uns bereits heute für zukünftige Aufgaben.“ Als Österreichisches Unternehmen hat sich EMPL in seiner über 70-jährigen Firmengeschichte von einem kleinen Schmiedebetrieb zu einem global agierenden Player entwickelt. Seit 1992 ist EMPL mit einem eigenen Werk auch in Deutschland ansässig. Modernes Produktions- und Kundencenter Am 8. Oktober ist der Spatenstich für den 20-Millionen-EuroKomplex gesetzt worden, im Beisein zahlreicher Ehrengäste, u. a. des Innenministers von Sachsen-Anhalt, Holger Stahlknecht. Fertigstellung und Inbetriebnahme ist für das 3. Quartal 2021 geplant. Architektur, Planung und Bauaufsicht erfolgen durch Tiroler Firmen. Insgesamt werden über 8.500 m² mit einer Kubatur von 55.000 m³ verbaut. Auf dem Areal entstehen neben einer modernen Montage- und Produktionshalle samt Verwaltungsbereich ein exklusives Kundencenter mit Seminar- und Besprechungsräumen, diverse Prüfeinrichtungen und Fahrzeugteststrecken. PR


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Mobiles Sozialzentrum

Umzug nach Mayrhofen

Diese Übersiedlung ist notwendig, damit in Zell so schnell wie möglich mit dem Neubau des Sozialzentrums begonnen werden kann. Dieses wird 70 Langzeitpflegeplätze, acht Tagespflegeplätze, 15 Wohneinheiten für „Betreutes Wohnen“, Räumlichkeiten für den Sozialund Gesundheitssprengel, eine Arztpraxis sowie Wohnungen für Mitarbeiter bieten. Da die mobile Übergangslösung Platz für 29 Bewohner bietet, können zusätzlich zehn weitere Bewohner aufgenommen werden. Dies wird ein wenig zur Entlastung vieler pflegenden Angehörigen führen. Neben den 29 Zimmern befinden sich auch ein großer Aufenthaltsraum, zwei Pflege-

stützpunkte, ein Andachtsraum sowie Rückzugsmöglichkeiten für die Mitarbeiter in den neuen Räumlichkeiten. Technisch ist die mobile Anlage so gut wie möglich an das bestehende Sozialzentrum angebunden, was auf einer Seite sehr kostensparend ist und andererseits auch die Verwaltung enorm vereinfacht. Aufgrund der u-förmigen Bauform wird der begrünte Innenhof mit Terrasse und Gartenanlage ein besonderes Highlight darstellen. Den Verantwortlichen ist bewusst, dass dieser Umzug für viele der Bewohner eine große Herausforderung darstellen wird. Daher wird versucht, mit guter Planung und größtmöglicher Behutsamkeit, diese Übersiedlung und Neueingewöhnung durchzuführen. Die motivierten Mitarbeiter werden unter tatkräftiger Unterstützung der Angehörigen und vieler ehrenamtlicher Helfer auch diesen Umzug meistern und freuen sich gemeinsam mit den Bewohnern auf das neue „Zuhause“!

Foto: Wohn- und Pflegeheim Zillertal GmbH

Nachdem die Arbeiten am „Mobilen Sozialzentrum“ in Mayrhofen auf Hochtouren laufen und planmäßig abgeschlossen werden, sind die neuen Räumlichkeiten mit Ende Oktober fertiggestellt. Daher wird am 4. November mit den 19 Bewohnern von Zell nach Mayrhofen übersiedelt.


KULTUR IM ZILLERTAL

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Zukunftsweisend und klimafit

Das war SteudlTenn 2020

Ökologisch bauen leicht wie nie!

Foto: SteudlTenn

Trotz Pandemie ein kulturheißer Sommer

Wie kann umweltfreundliches, leistbares Wohnen in Tirol gelingen? Das Land Tirol hat dazu ein umfassendes Maßnahmenpaket geschnürt: Gefördert werden beispielsweise ökologische Baustoffe, aber ebenso Dachbegrünung bis hin zu Fenstertausch und Abstellplätze für Fahrräder. Neben der attraktiven „Raus aus Öl“-Förderung für den Tausch einer Öl- oder Gasheizung, bietet das Land Tirol weitere 1.000 Euro in Form eines Gewinnspiels.

Am 9. Oktober endete das Theaterfestival SteudTenn nach drei Monaten mit 79 Vorstellungen. Durch ein neu errichtetes Outdoor-Areal mit Freiluftbühne und umfangreichem Präventions- und Covid19-Sicherheitskonzept war es möglich, einen sicheren Zugang zu Kunst & Kultur zu bieten. Das Festival erlangte abermals als einzige Veranstaltung in Tirol den „GREEN EVENT TIROL star“ und wurde zum dritten Mal für die Auszeichnung zum „GREEN EVENT AUSTRIA“ nominiert. In dieser zehnten Festivalsaison drehte sich alles ums Thema: „Die Suche nach dem Paradies“. Zusammen mit dem Architekturkollektiv Krater Fajan entstand ein Ort mit interaktiven Skulpturen zum Nachdenken, Entspannen, Träumen inmitten eines kunstvoll gestalteten Lichtergartens. Den Auftakt bildete das Geburtstagsfest „10 Jahre SteudlTenn“ mit hochkarätigen Festrednern & kulin. Begleitung von Starkoch Alexander Fankhauser. Bewegende Geschichten bildeten den „Reigen zur Weltliteratur der Pandemie“. Bei den Theaterproduktionen wurde mit „Mein Freund Kurt“ von Lothar Greger in der Inszenierung von Hakon Hirzenberger jenes Stück zurück auf die Büh-

ne geholt, mit dem im SteudlTenn vor zehn Jahren alles begonnen hatte. Ebenso zu sehen waren die Komödie „Die Weinprobe“ von Stefan Vögel, Philippe Blasbands „Eine pornographische Beziehung“ und Felix Mitterers „Mein Ungeheuer“. Das neue Stationentheater-Format „Der Hausverstand und die Eigenverantwortung“ gab Einblick in die Gedankenwelt der Pandemie. Kreativität war beim Kinderund Jugendtheaterprojekt U21 gefragt - „In 80 Tagen um die Welt ohne Co2“ wurde in Form eines digitalen Filmprojekts präsentiert. Die Jüngsten erlebten u. a. Abenteuer mit dem „Wiener Praterkasperl“. Musikalische Höhepunkte boten die „Neuen Wiener Concert Schrammeln“ und Franz Poschs „Mei liabste Zillertaler Weis“, kabarettistische Uli Boettcher und Markus Linder. Lesungen mit Erwin Steinhauer, Peter Simonischek und Brigitte Karner rundeten das Festival ab. Wir blicken auf ein außergewöhnliches Jubiläumsfestival zurück und bedanken uns bei unserem Publikum und allen, die dieses Festival zu etwas Besonderem machen. Wir freuen uns auf das Theaterfestival SteudlTenn 2021. Bernadette Abendstein, Hakon Hirzenberger und das SteudlTenn-Team

Die neue ökologische Wohnbauförderung Tirol auf dem Weg zur Energieunabhängigkeit voranzubringen und gleichzeitig die Leistbarkeit des Wohnens zu gewährleisten – das sind die großen Herausforderungen der Wohnbaupolitik. Mit 1. September ist die Wohnbauförderung deshalb noch stärker ökologisch ausgerichtet worden. Wer ökologisch baut, erhält mehr und höhere Förderungen. Beispielsweise werden Photovoltaik-Anlagen, eine effiziente Warmwasserbereitung (Boiler zumindest der Klasse B) und Dachbegrünungen gefördert. Außerdem kommen ökologische Baustoffe in den Genuss einer höheren Förderung. Besonders die Nachverdichtung ohne weiteren Grundverbrauch, z. B. Aufstockungen bestehender Häuser, wird stärker gefördert. Damit wird der Zielsetzung entsprochen, Grund und Boden sparsam und zweckmäßig zu nutzen. Im Bereich der umweltfreundlichen Mobilität werden Maßnahmen wie die Errichtung von Fahrradabstellanlagen und Maßnahmen der vorbereitenden Infrastruktur für Elektromobilität, wie z. B. die Leerverrohrung gefördert. Fragen zu einem konkreten Bauvorhaben? Die Expertinnen und Experten der Abteilung Wohnbauförderung des Landes Tirol unter 0512-508 2732 oder wohnbaufoerderung@tirol.gv.at sowie Energie Tirol unter 0512-589913, office@energie-tirol.at stehen Ihnen gerne zur Verfügung. Bei kurzen Fragen rufen Sie uns einfach an. Foto: Energie Tirol

Lothar Gregers Erfolgsstück „Mein Freund Kurt“ kam im Jubiläumsjahr in einer Neuinszenierung von Hakon Hirzenberger mit Klaus Beyer, Klaus Rohrmoser, Lisa-Lena Tritscher und Peter Wolf auf die Bühne

Aus allen Einreichungen wird per Losverfahren jeweils ein Haushalt für eine getauschte Öl- oder Gasheizung mit Umstieg auf ein erneuerbares Heizsystem prämiert. Auch die älteste und jüngste getauschte Ölheizung wird jeweils mit 1.000 Euro Umstiegsprämie belohnt (ausgewählt wird auf Basis des eingereichten Nachweises wie Typenschild, Rechnung o. Ä. Das Einreichformular und weitere Informationen zum Wettbewerb gibt’s unter www.energie-tirol.at/gewinnspiel


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Zillertaler Heimatstimme - Ausgabe 44 2020  

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