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Im Berufsalltag eines Malers braucht es Liebe zum Detail und eine ruhige Hand.

W I RTS C H A F TS BUND M AG A Z I N

© AXEL SPINGER, FRANZ OSS

ALLEIN UNTER MÄNNERN Ende der 1990er-Jahre galt die Malerei noch als klassische Männerdomäne, nicht selten spürte Dielacher deshalb irritierte Blicke der Anwesenden bei diversen Baubesprechungen. „Da musste ich erst einmal lernen, mich durchzusetzen“, sagt sie. Die mittlerweile abgeschlossene Ausbildung zur Malermeisterin und der tägliche Umgang mit Planern, Architekten und Bauherren haben die Unternehmerin zu einer selbstbewussten Frau geformt, die sich durch kompetentes Auftreten und ihr Fachwissen schnell Respekt erarbeitete. „Wir werden auf der Baustelle von den Männern vollauf akzeptiert. Jeder begegnet uns zuvorkommend, mit Anstand und Respekt. Vielfach wird uns auch konkret Hilfe angeboten – zum Beispiel beim Schleppen der schweren Farbeimer ins Obergeschoß“, erzählt Dielacher. Nach nunmehr 20 Jahren Selbstständigkeit hat sie es geschafft, dass nach ihrer Meinung gefragt und ihr vollstes Vertrauen entgegengebracht wird. 2005 entschied sich die Malermeister­ in für die Anstellung der ersten weiblichen Lehrlinge. Der Erfolg gibt ihr Recht: Die Rückmeldungen der Kunden sind durchwegs positiv, und mittlerweile konzentriert sie sich vermehrt auf die Wandgestaltung und Malerei in privaten Wohnbereichen. Dort sind Sauberkeit und Präzision nochmal mehr gefordert: „Wir kommen dabei sehr oft mit der Privatsphäre unserer Kunden in Berührung, was Vertrauen und Respekt im Umgang unseres Teams voraussetzt. In diesem

„MEINE AUFGABE

ALS CHEFIN MUSS SEIN, DIE LEIDENSCHAFT FÜR DEN BERUF IN MEINEM TEAM ZU WECKEN. Sybille Dielacher

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Wirtschaftsbundmagazin 01/19  

Das Magazin von der Wirtschaft für die Wirtschaft. Mitgliedermagazin des Wirtschaftsbund Tirol.

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